Hörspiel Pool - Bayern 2

Hörspiel Pool - Bayern 2

Germany

Jede Zeit ist Hörspielzeit. Der Hörspiel Pool bietet Produktionen des Bayerischen Rundfunks zum Herunterladen.

Episodes

Alice Elstner/Julian Doepp: Die Stimme vor Augen - 21.04.2017  

Alice Elstner (Hörspielmacherin) im Gespräch mit Julian Doepp (BR 2011)

Anne Chaplet: Caruso singt nicht mehr (2/2) - 17.04.2017  

Mit Gert Heidenreich Eva Gosciejewicz Rudolf Kowalski Axel Milberg Krista Posch Natalie Spinell Helga Fellerer, Hans Kremer, Burchard Dabinnus, Michele Tichawsky, Peter Bamler, Thomas Albus, Thorsten Nindel, Csaba Gál, Carola Regnier, Johannes Suhm, Stephan Bissmeier, Anna Barbara Kurek, Michael Tregor, Marion Breckwoldt / Komposition: Pierre Oser / Bearbeitung und Regie: Walter Adler / BR 2003 / Länge: 54'29 // Eine bundesdeutsche Milieustudie voller krimineller Energie, einem Stück Zeitgeschichte und handfestem dörflichen Einschlag. Paul Bremer ist in ein kleines Dorf in der Rhön gezogen, um eine gescheiterte Ehe und eine Karriere in der Werbebranche zu vergessen. Er verliebt sich in die Biolandwirtin Anne Burau. Die ländliche Idylle trügt: ein Pferdeschlitzer und ein Brandstifter verunsichern die Landbewohner. Als Anne Buraus Mann Leo, von dem sie seit Jahren getrennt lebt, an einem Fleischerhaken aufgehängt im Kühlraum ihres Anwesens gefunden wird, nimmt Kriminalinspektor Kosinski die Ermittlungen auf. Auch die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark, Paul Bremers ehemalige Freundin, muss sich mit den Fall befassen, in dem die Friedensbewegung, das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit, ein russischer Zirkus und die Liebe - enttäuschte wie verratene - eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Anne Chaplet: Caruso singt nicht mehr (1/2) - 16.04.2017  

Mit Gert Heidenreich Eva Gosciejewicz Rudolf Kowalski Axel Milberg Krista Posch Natalie Spinell Helga Fellerer, Hans Kremer, Burchard Dabinnus, Michele Tichawsky, Peter Bamler, Thomas Albus, Thorsten Nindel, Csaba Gál, Carola Regnier, Johannes Suhm, Stephan Bissmeier, Anna Barbara Kurek, Michael Tregor, Marion Breckwoldt / Komposition: Pierre Oser / Bearbeitung und Regie: Walter Adler / BR 2003 / Länge: 54'29 // Eine bundesdeutsche Milieustudie voller krimineller Energie, einem Stück Zeitgeschichte und handfestem dörflichen Einschlag. Paul Bremer ist in ein kleines Dorf in der Rhön gezogen, um eine gescheiterte Ehe und eine Karriere in der Werbebranche zu vergessen. Er verliebt sich in die Biolandwirtin Anne Burau. Die ländliche Idylle trügt: ein Pferdeschlitzer und ein Brandstifter verunsichern die Landbewohner. Als Anne Buraus Mann Leo, von dem sie seit Jahren getrennt lebt, an einem Fleischerhaken aufgehängt im Kühlraum ihres Anwesens gefunden wird, nimmt Kriminalinspektor Kosinski die Ermittlungen auf. Auch die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark, Paul Bremers ehemalige Freundin, muss sich mit den Fall befassen, in dem die Friedensbewegung, das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit, ein russischer Zirkus und die Liebe - enttäuschte wie verratene - eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Georg Büchner: Lenz - 15.04.2017  

Mit Rainer Bock, Anna Drexler, Marek Harloff, Steven Scharf, Anton Winstel / Regie: Ulrich Lampen / BR 2017 / Länge: 69‘06 // „Den 20. Januar 1778 kam er hierher.“ Er, das ist Jakob Michael Reinhold Lenz, Pfarrerssohn, Theologe, Dichter des Sturm und Drang. Hierher, das ist das elsässische Dorf Waldersbach in den Vogesen. Dort lebt der pietistische Pfarrer, Reformpädagoge und Seelenarzt Johan Friedrich Oberlin. Zu ihm kommt der Dichter Lenz auf Anraten eines Freundes. Lenz erhofft sich von der Begegnung mit Oberlin und seiner Familie Linderung seiner psychischen Leiden. Oberlin führt Buch über den Aufenthalt des Dichters, über die Tage der Besserung, über die wiederkehrenden Anfälle und die letztliche Übergabe des Gastes in professionelle Obhut in Straßburg nach knapp drei Wochen. Nüchtern, beobachtend, sachlich: Ein Krankenbericht. "Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen." So beginnt Georg Büchner die Erzählung Lenz, die 1836 unter anderem auf der Grundlage von Oberlins Bericht entsteht. Schon dieser Anfang, in dem sich die Psyche der Titelfigur unmittelbar in den Naturbeschreibungen spiegelt, zeigt an: Lenz ist hier mehr als ein Krankheitsfall. Er wird zur literarischen, d.h. exemplarischen Figur. Sein Innenleben wird bestimmende Kraft der Erzählung. Sein Schwanken zwischen emotionalem Aufruhr und innerer Taubheit, seine Wechsel zwischen überbordender Euphorie und äußerster Hilflosigkeit sind Ausdruck eines Gefühls existenzieller Ohnmacht und Heimatlosigkeit. Zwar gibt es bei Büchner durchaus Hinweise auf konkrete biografische Erfahrungen, die Jakob Michael Reinhold Lenz in die psychische Instabilität treiben. Die Ansprüche des Vaters etwa, denen Lenz, seinen eigenen Bedürfnissen als Dichter folgend, nicht gerecht wird. Schuldgefühle aufgrund unglücklicher Liebesbeziehungen. Religiöse Zweifel. Doch in Lenz geht es nicht um ein biographisches Porträt oder um psychologische Diagnose. Es geht um die sprachliche Anverwandlung eines Lebensgefühls, um die Auslieferung an eine Verzweiflung an der Welt, der kaum etwas entgegenzusetzen ist. Auch wenn Lenz dies in der Erzählung immer wieder versucht: als er mit einer Kirchenpredigt zurück zu Gott und in die Dorfgemeinschaft finden will. Als er im Gespräch mit einem Freund die eigene künstlerische Programmatik verteidigt. Oder als er ganz im Wahn um die Wiedererweckung eines gestorbenen Mädchens kämpft. Am Ende aber scheitert er: „die Welt, die er hatte nutzen wollen, hatte einen ungeheuren Riß, er hatte keinen Haß, keine Liebe, keine Hoffnung, eine schreckliche Leere, und doch eine folternde Unruhe, sie auszufu?llen. Er hatte Nichts.“ Georg Büchner, der als politisch Verfolgter und resigniert über die Möglichkeiten politischer Veränderung die Emotionslagen seines Protagonisten sehr genau kannte, hat mit Lenz ein Fragment hinterlassen, das heute nichts an Wirkung und Identifikationspotential verloren hat.

Franz Kafka: Das Schloss (12/12) - 02.04.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Ekkehart Fleischhammer/Julian Doepp: Diskurs und Pop - 31.03.2017  

Ekkehart Fleischhammer im Gespräch mit Julian Doepp (BR 2010).

Franz Kafka: Das Schloss (11/12) - 26.03.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Franz Kafka: Das Schloss (10/12) - 19.03.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Franz Kafka: Das Schloss (09/12) - 12.03.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Helgard Haug/Daniel Wetzel: Diskurs zu Hitlers "Mein Kampf" als Stoff für eine Theater-Performance und ein Hörspiel - 10.03.2017  

Helgard Haug und Daniel Wetzel (Rimini Protokoll) im Gespräch mit Marie Schoeß / BR 2017

Franz Kafka: Das Schloss (08/12) - 05.03.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Dominic Robertson: Die Bayerische Prinzessin - Eine Cantastoria - 03.03.2017  

Mit Dominic Robertson, Caroline Ebner, Irina Wanka, Wilhelm Manske, Polly Lapkovskaja / Komposition und Regie: Dominic Robertson / Ton und Technik: Josuel Theegarten, Daniela Röder / Regieassistenz: Stefanie Ramb / Redaktion: Katarina Agathos, Christine Grimm / BR 2017 / Länge: 47'18 // In einer Nacht - so erzählt es die Anekdote - wird die ungefähr zehnjährige Prinzessin Alexandra auf den Korridoren im Schloss ihres Vaters, Ludwigs I. von Bayern, beobachtet, wie sie vorsichtig und sehr, sehr langsam auf und abgeht. Ihren besorgten Eltern sagt sie mit ernster Miene, dass sie Angst habe, zu zerbrechen - wegen des vielen Glases in ihr. Prinzessin Alexandra Amalie von Bayern (1826-1875) litt unter der Einbildung, ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben. Diese Wahnvorstellung begleitete sie jahrelang, doch hielt sie diese Einbildung nicht davon ab, ihr Leben als Übersetzerin und Dichterin der Kunst zu widmen und sich darüber hinaus sozial zu engagieren – vielleicht im Gegenteil. Ihr Vater ließ sie für seine „Schönheitengalerie“ porträtieren – die heute im Nymphenburger Schloss in München zu besichtigen ist – und vermachte ihr seine naturhistorische Sammlung. Die Prinzessin blieb ihr Leben lang unverheiratet, was unter anderem an ihrem psychischen Leiden lag. Oder sollte man sagen, ihr nervlicher Zustand bewahrte sie vielmehr vor einer Heirat und eröffnete ihr unter den skeptischen Blicken der fürstlichen Gesellschaft mehr Gestaltungsspielraum. Um die Mythen, die sich um die Person der Alexandra Amalie von Bayern ranken, kreist Dominic Robertsons Radio-Cantastoria. Der Begriff „Cantastoria“ stammt aus dem Italienischen und bezeichnet einen Sprech-Gesang, der auf Marktplätzen von einem Performer vorgeführt wurde, der zur Untermalung der Geschichte Bildtafeln hochhielt. Folgerichtig entwickelt der Autor und Multi-Instrumentalist Robertson sein Hörspiel anhand fünf Bildern, die Einblicke bieten in die Phantasie der Prinzessin, zwischen Kunst und Wahnsinn. Die Originalgedichte Alexandras finden im Hörspiel ebenso ihren Platz wie Fragen nach dem kreative Zusammenwirken ästhetischer und psychischer Kategorien.

Franz Kafka: Das Schloss (07/12) - 26.02.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Franz Kafka: Das Schloss (06/12) - 19.02.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Andreas Ammer/Christine Grimm: Unendliches Spiel. Das größte Hörspiel aller Zeiten - 17.02.2017  

Andreas Ammer (Hörspielmacher) im Gespräch mit Christine Grimm / BR 2017

Christina Hänsel/Christine Grimm: Unendliches Spiel. Ein Radio-, Internet- und Museumsprojekt - 17.02.2017  

Christina Hänsel (Dramaturgin) im Gespräch mit Christine Grimm / BR 2017

Franz Kafka: Das Schloss (05/12) - 12.02.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

Klaus Buhlert/Herbert Kapfer: Vom Process zum Schloss (2/2) - 10.02.2017  

Klaus Buhlert (Regisseur) im Gespräch mit Herbert Kapfer (Redaktionsleiter BR Hörspiel und Medienkunst) / BR 2016

Franz Kafka: Das Schloss (04/12) - 05.02.2017  

Mit Michael Rotschopf, Devid Striesow, Werner Wölbern, Steven Scharf, Peter Kurth, Corinna Harfouch, Stefan Zinner, Jens Harzer, Gerti Drassl, Sandra Hüller, Samuel Finzi, Moritz Kienemann, Dieter Fischer, Wowo Habdank, Deleila Piaskov, Margit Bendokat, Wolfram Berger, Götz Schulte, Anna Drechsler, Benedict Lückenhaus, Bibiana Beglau, Johannes Silberschneider, Stefan Wilkening / Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert /BR 2016 // Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des ‚Brückenhofes‘. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unter-fangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die „hiesige Ordnung der Dinge“ treiben, ohne dass „Ordnung“ oder „Dinge“ je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der ‚Roman’ bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

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