hr-iNFO Funkkolleg Philosophie

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Warum sollte ich mich eigentlich einmischen, wenn jemand in der U-Bahn angepöbelt wird? Ist Liebe ein aussterbendes Gefühl? Gibt es einen gerechten Krieg? Hinter vielen aktuellen Debatten und ganz persönlichen Problemen verbergen sich die uralten Fragen.

Episodes

Die philosophische Nacht: Auszüge aus der Abschlussveranstaltung zum Funkkolleg Philosophie  

Der Züricher Philosoph Professor Michael Hampe und die Darmstädter Philosophin Professor Petra Gehring diskutieren darüber, wie Philosophie unser Leben verändern kann. Es geht um die Sogkraft von Begriffen wie Leihmutterschaft und Sterbehilfe, um Unabhängigkeit im Denken und um Glück. Regina Oehler moderiert das Gespräch.

Funkkolleg Philosophie (24): Macht Philosophieren glücklich?  

Das Glück ist das Ziel eines jeden Menschen. Und die Philosophie weist uns den Weg dorthin. So könnte das Resümee des Funkkollegs lauten. Die antike Philosophie des Griechen Aristoteles lehrt uns jedenfalls, dass das Glück das „höchste Gut“ ist, der Endzweck und Selbstzweck des Lebens. Die moderne Philosophie des Deutschen Kant erhebt dagegen Einspruch. Glück ist doch nur subjektiv. Jeder Mensch hat eine andere Vorstellung von Glück. Objektiv und universell ist allein die Pflicht, die Maxime, nach der du handeln sollst, dass sie für alle gültig ist. Der Mensch muss sich nach Kant erst als glückswürdig erweisen.

Funkkolleg Philosophie (23): Ist der Kapitalismus unser Schicksal?  

Sofern eine kapitalistische Wirtschafsordnung auch die Aufgabe hat, möglichst Vielen ein gutes Leben zu ermöglichen, dann stellt sich die Frage: Ist der Kapitalismus (noch) das beste Prinzip dafür? Nicht erst seit Ausbruch der Finanzkrise diskutieren auch Philosophen kontrovers die Zukunft des Kapitalismus. Wie attraktiv und realistisch sind aktuelle Ansätze der philosophischen Kapitalismuskritik? Diese Folge des Funkkollegs wirft einen Blick auf die aktuelle Debatte und hat vielleicht sogar eine Antwort auf die Frage: Ist der Kapitalismus unser Schicksal?

Funkkolleg Philosophie (22): Gleichmacherei, was ist gerecht?  

Inklusion und Quote sollen dafür sorgen, dass natürliche Unterschiede nicht zu sozialer Benachteiligung führen. Ist das schon Gleichmacherei? Wer gesellschaftlichen Reichtum umverteilen will, stellt unsere Vorstellung von Leitungsgerechtigkeit auf den Prüfstand, bloß aus Sozialneid? Und: dürfen die Menschenrechte als Erbe der europäischen Aufklärung auch in anderen Weltgegenden und Kulturen Gültigkeit beanspruchen? Fragen, die zeigen, in welchem Spannungsverhältnis Gleichheit und Gerechtigkeit zueinander stehen.

Funkkolleg Philosophie (21): Gibt es ein Menschenrecht auf sauberes Wasser?  

Alle 3,5 Sekunden stirbt ein Kind, weil es keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatte. Millionen von Kindern, die nicht verdursten oder an Infektionen durch verschmutztes Wasser sterben, werden zu chronisch Kranken durch die Verseuchung unseres wichtigsten Lebensmittels. Obwohl die Vereinten Nationen den Zugang zu sauberem Wasser zum Menschenrecht erklärt haben. Aber wie kann der freie Zugang zu etwas Menschenrecht sein, was andererseits Privatbesitz sein darf?

Funkkolleg Philosophie (20): Wie wird man weise?  

Weisheit, griechisch Sophia, hat der gesamten Disziplin der Philosophie ihren Namen gegeben, sie ist geradezu eine ‚Job-Description‘. Für Sokrates bedeutete Weisheit, die Grenzen des eigenen Wissens zu erkennen. Allen Verdächtigungen zum Trotz rückt Sokrates die Weisheit daher nicht etwa in die Nähe des Esoterischen oder Religiösen, sondern im Gegenteil in den Bereich von Wissen und Wissenschaft.

Funkkolleg Philosophie (19): Geben wir den Wörtern zu viel Gewicht?  

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." So radikal hat der junge Philosoph Ludwig Wittgenstein die Funktion der Sprache beschrieben. Sie diene allein dazu, die Realität abzubilden, meinte Wittgenstein. Später verabschiedete er sich von diesem strengen, rein an der Logik orientierten Verständnis. Die vielfältigen sozialen Funktionen sprachlicher Äußerungen rückten ebenso in den Fokus wie die Frage, ob und wie Sprache und Denken zusammenhängen.

Funkkolleg Philosophie extra: Philosophie als Therapie? Michael Hampe im Gespräch mit Regina Oehler  

Mit der akademischen Philosophie geht er hart ins Gericht. Dabei gehört Michael Hampe selber zu ihren wichtigen Exponenten: Nach Professuren in Kassel und Bamberg lehrt er an der ETH in Zürich Philosophie. Mit Regina Oehler spricht Michael Hampe darüber, wie wir mit Hilfe der Philosophie unser Leben verändern können, und warum diese Kraft zur Veränderung in der akademischen Philosophie meist nicht zu finden ist.

Funkkolleg Philosophie extra: Über die Vielfalt menschlicher Würde. Peter Bieri im Gespräch mit Regina Oehler  

Der Schweizer Philosoph Peter Bieri, der in Berlin lebt und unter dem Pseudonym Pascal Mercier Bestseller wie den „Nachtzug nach Lissabon" geschrieben hat, möchte mit seinem Buch „Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde“ dazu anregen, intensiv über die Prioritäten im eigenen Leben nachzudenken. Mit Regina Oehler spricht Peter Bieri darüber, was er unter Würde versteht, und warum der Begriff der Würde für ihn eine zentrale Bedeutung für ein gelingendes Leben besitzt.

Funkkolleg Philosophie (18): Täuscht uns unser Zeitgefühl?  

Wenn man genau überlegt, ist unser Zeitgefühl selten in Übereinstimmung mit der real vergehenden Zeit. Häufig vergeht sie uns zu schnell, oft auch zu langsam. Vielleicht liegt es daran, dass Zeit ein äußerst abstraktes Phänomen ist? Nicht umsonst arbeitet sich Philosophie seit der Antike an einer genauen Definition ab. Und dennoch hat sie Antworten gefunden. Auch auf die Frage: Täuscht uns unser Zeitgefühl?

Funkkolleg Philosophie (17): Passen wir gut zur Welt, oder machen wir uns die Welt passend?  

Wie können wir überhaupt die Welt erkennen? „Machen“ wir sie uns, oder erkennen wir sie, wie sie wirklich ist? Von diesen Grundfragen der Erkenntnistheorie handelt diese Folge des Funkkollegs, die beim „bestirnten Himmel“ über uns in einem Planetarium beginnt und durch die Geschichte der Philosophie von Aristoteles’ Betrachtungen über den Himmel, über Kants Erkenntnistheorie bis in die Gegenwart der theoretischen Philosophie reicht.

Funkkolleg Philosophie (16): Haben wir Verantwortung für historisches Unrecht?  

Bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich der Philosoph Karl Jaspers mit der "Schuldfrage" beschäftigt. Ihm ging es um einen differenzierenden Blick auf die Schuld der Deutschen an den Naziverbrechen. Ausgehend von Jaspers hat der Philosoph Michael Schefczyk die "Verantwortung für historisches Unrecht" untersucht. Schefczyk beschäftigt dabei besonders die Frage, welche Formen individueller Verantwortung es bei einem kollektiv begangenen Verbrechen geben kann und in wie weit auch nachgeborene Generationen für das Unrecht und seine Folgen haften.

Funkkolleg Philosophie (15): Dürfen wir Tiere essen?  

Kaum eine philosophische Debatte dürfte gegenwärtig so populär sein wie diejenige um die Tierethik. Es scheint, als erlebten wir derzeit in unserem Umgang mit Tieren einen gesamtgesellschaftlichen Wandel. Welche philosophischen Entwicklungen haben diesen Wandel vorbereitet?

Funkkolleg Philosophie (14): Müssen wir die Erde für unsere Urenkel schonen?  

Kann es sein, dass die Menschen heute in der Lage sind, den Planeten, auf dem sie leben, so zu verändern, dass er der eigenen Art in absehbarer Zukunft keine Überlebensmöglichkeiten mehr bietet? Wenn das technisch möglich und absehbar wäre: dürfen wir das tun?

Funkkolleg Philosophie (13): Städtebau,Architektur, Mode: Gibt es eine Pflicht zur Schönheit?  

„Die schönen Dinge zeigen an, dass der Mensch in die Welt passe“, hat Immanuel Kant einmal notiert.Wenn das wahr ist, dann hat die ästhetische Gestaltung unserer Umwelt immer auch mit der Frage zu tun, wie wir leben wollen, um so zu leben, dass wir in die Welt passen. Von philosophischer Seite stehen der Wiener Ästhetiker Konrad Paul Liessmann und sein Frankfurter Kollege Martin Seel Rede und Antwort, wenn es um die Frage geht: Gibt es eine Pflicht zur Schönheit?

Funkkolleg Philosophie (12): Kann Gutes hässlich sein?  

„Dich will ich loben, Hässliches, du hast so was Verlässliches“, provozierte einst Robert Gernhardt, und der Glöckner von Notre Dame bleibt uns nicht nur als extrem hässlicher Mensch in Erinnerung, sondern auch als gute Seele. Trotzdem: die Verbindung von „hässlich“ und „gut“ leuchtet auf Anhieb weniger ein als die vom Guten und Schönen. Was für eine Denktradition steckt dahinter?

Funkkolleg Philosophie (11): Krieg und Frieden. Kann Waffenhandel ethisch vertretbar sein?  

Seit es die Philosophie gibt, wird darüber diskutiert: Gibt es gerechte Kriege, gibt es Konfliktlösungen mit Waffengewalt, die moralisch erlaubt, ja geboten sind? Und wie steht es mit Waffenhandel, mit Rüstungsexporten in kriegführende Länder, kann so etwas moralisch vertretbar sein? Ja, sagen die einen, denn ein Volk, das sich gegen einen Aggressor kriegerisch zur Wehr setzt, darf auch mit Waffen unterstützt werden. Nein, sagen die anderen, denn sie lehnen als Pazifisten jede Form von Rüstungsexporten ab. Diese beiden Positionen bilden die extremen Pole, zwischen denen sich die philosophische Debatte um den gerechten Krieg bewegt.

Funkkolleg Philosophie (10): Respekt, Anerkennung, Freundschaft: wie können wir gut miteinander leben?  

Freundschaft ist ein hoher Wert in unserer Gesellschaft. Aber wie entsteht Freundschaft? In einem langen historischen Prozess. Der Mensch wird erst dann zum Freund eines anderen Menschen, wenn er ihn als Gleichen anerkennt und zugleich sein jeweiliges Anderssein respektiert.

Funkkolleg Philosophie (09): Ist Sterben Privatsache?  

Wer entscheidet über mein Sterben, meinen Tod? Ist das Sterben Privatsache, oder ist der Mensch bis in den Tod eingebunden in die Gesellschaft, in soziale Pflichten? Das sind nicht nur Fragen des philosophischen Diskurses, sondern auch der praktischen Auseinandersetzung. Zum Beispiel bei der angewandten Sterbehilfe in den Niederlanden.

Funkkolleg Philosophie (08): Ist Moral eine Frage des Gefühls?  

Ist Moral eine Sache des Gefühls? So lautet die Ausgangsfrage dieser Funkkolleg-Folge. Der deutsche Philosoph Immanuel Kant forderte: Nicht aus Neigung, nicht aus Lust und Laune, sondern aus Pflicht soll ich etwas tun. Kant stellt ein oberstes Prinzip auf, den „kategorischen Imperativ“. Aber es gibt ja auch ein Pflichtgefühl…

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