hr-iNFO Wissenswert

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Wissen für Neugierige. Aktuelle Forschung und Hintergründe in hr-iNFO-Wissenswert. Jede Woche neu.

Episodes

Auf dem Weg zur Kernfusion? Spitzenforschung in Greifswald  

Saubere Energie aus einem unerschöpflichen Rohstoff gewinnen: Deshalb wollen deutsche Forscher Wasserstoff kontrolliert zu Helium verschmelzen. Vor genau einem Jahr ging ihr Versuchsreaktor in Betrieb.

70 Jahre Hessen: Von Löwen, Regiolekt und Hessenlied  

Wir schauen in hr-iNFO Wissenswert auf die Geschichte des hessischen Staatswappens, die regionale Sprachfärbung und eine gerne unterschätzte Stadt in Mittelhessen: Gießen.

Gehirnpräparate  aus der Nazi-Zeit: Wie die Max-Planck-Gesellschaft jetzt Verantwortung für die Opfer übernimmt  

Gerade hat der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) grünes Licht für das Forschungsprojekt 'Gehirne von Euthanasie-Opfern in den Sammlungen der MPG' gegeben. Ein internationales renommiertes Historiker-Team wird versuchen, den Opfern einer verbrecherischen Wissenschaft Namen und Geschichte zurückzugeben. Ein Gespräch mit dem Leiter der Präsidenten-Kommission der MPG, Professor Heinz Wässle, der selber lange Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt war.

Biber, Füchse, Wölfe: Welche Wildnis wollen wir?  

An Wölfe in unseren Wäldern werden wir uns wohl gewöhnen müssen, Füchse in unseren Städten sind schon fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Wie schaffen sie es, neues Terrain zu erobern, wie ändern sie ihr Verhalten? Und wie viel Wildnis, wie viel Biodiversität wollen wir tatsächlich? Ein Gespräch mit Professor Heribert Hofer, dem Direktor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin.

Die Suche nach einer verlorenen Welt: Forschung an Fossilien  

Versteinerte Zeugen der Urzeit zu entdecken, kann Geltung in der Fachwelt einbringen - oder zumindest große Freude machen. Wo aber sind heute in Deutschland noch Hobby-Grabungen möglich?

Stadtwälder: Rohstofflieferanten oder Erholungsidylle?  

Schon vor 7000 Jahren haben Siedler den mitteleuropäischen Wald grundlegend verändert: Wo Eichen geschlagen wurden, konnten sich Buchen ausbreiten; die frühe Holzproduktion förderte das heutige, von Buchen geprägte Landschaftsbild unserer Mittelgebirge.

Können Roboter schuldig sein?  

Wer ist verantwortlich, wenn ein Roboter einen Menschen verletzt? Die Programmierer oder der Betreiber? Oder der Roboter als "elektronische Person"?

Meeresforschung per Zeppelin: Über die Suche nach den rätselhaften Wirbeln im Ozean  

"Entdeckt" wurden sie im Computer: Simulationen der Meeresströmungen verwiesen auf zahlreiche Wirbel, von denen bis dahin niemand wusste. Wie wichtig sind sie für das Leben im Wasser und für das Klima?

Wald unter Beobachtung: 45 Jahre Forschung im Krofdorfer Forst  

Wie kommen Buchen und Fichten mit dem Klimawandel zurecht? Wird es trockener in Hessens Wäldern? Zwei Fragen, die in Mittelhessen und im Rheingau beantwortet werden.

"Armut und Hunger besiegen!" Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.  

Wie kann der weltweite wirtschaftliche Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde gestaltet werden? Ein Beispiel aus Hessen zeigt, dass man auch als Privatmensch etwas tun kann für die Ziele der Agenda 2030.

Palliativmedizin: wie Forschung weiterhilft  

Schwerkranken Patientinnen und Patienten so viel erfüllte Lebenszeit wie möglich zu schenken, das ist eines der Anliegen der Palliativmedizin. Claudia Wiggenbröker wollte wissen: Wie sieht eine gute palliativmedizinische Versorgung heute aus, wo besteht Forschungsbedarf? Sie hat dafür die Palliativstation des St. Josefs-Hospitals in Wiesbaden besucht und mit Patienten, Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzten gesprochen. Chefarzt Dr. Oliver Maier, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, ist überzeugt: "Wir sind auf einem guten Weg."

Von Monstern und Bakterien: Die Suche nach Leben auf dem Mars  

Wie könnten echte "Marsianer" aussehen, welche neuen Erkenntnisse soll die europäische Raumsonde Exomars liefern? Ein Überblick über die aktuelle Mars-Forschung.

Blindenführhunde, Helfer auf Pfoten  

Vor hundert Jahren, im Oktober 1916, übergab der Deutsche Verein für Sanitätshunde den ersten systematisch ausgebildeten Blindenführhund an einen Kriegsblinden. Heute bekommen jährlich rund 300 blinde Menschen in Deutschland einen Helfer auf Pfoten. Ein Führhund versteht 30 akustische Zeichen, zeigt Schalter, Eingänge und Parkbänke an und sucht auf Wunsch Briefkästen oder Ampeln. Wenn Gefahr droht, leitet der Hund den Blinden um das Hindernis herum. Dass beide ein Team werden, ist aber nicht selbstverständlich. Martina Keller hat eine blinde Frau in der schwierigen Anfangsphase begleitet. Und mit Karl Weissenbacher vom Messerli-Forschungsinstitut in Wien gesprochen. Das Institut ist in Österreich Prüfstelle für Führhunde und durch sein 'Clever Dog Lab' international bekannt.

Blutsparen im Krankenhaus: Wie die Frankfurter Uniklinik den wertvollsten Schatz ihrer Patienten schont  

Das "Patient Blood Management" soll dazu führen, dass Fremdblut-Konserven künftig immer seltener genutzt werden.

Dellen in der Raumzeit. Über die Fahnung nach den Gravitationswellen.  

Es war die Physiksensation des Jahres 2016: Im Februar wurde der erste Nachweis von Gravitationswellen bekannt gegeben. Die Fachwelt war verzückt, denn die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein wurde durch diese Entdeckung eindrucksvoll bestätigt. Doch noch aus einem zweiten Grund jubelten die Forscher: Gravitationswellen können bislang unerklärliche Details über kosmische Extremereignisse enträtseln, zum Beispiel über die Kollision zweier schwarzer Löcher.

Die kleine Freiheit und das große Schweigen: die Fünfziger Jahre  und ihr Erbe  

'Wir sind wieder wer' lautet der Slogan in der jungen Bundesrepublik. Im Schatten von Naziverbrechen und verdrängter Schuld erblüht das deutsche Wirtschaftswunder mit all seinen Verheißungen: Nylonstrümpfe und Petticoat, Coca-Cola und Capri-Sonne. Die Ära Adenauer ist eine Zeit voller Widersprüche, angesiedelt zwischen Muff und Moderne. Margot Litten hat viele O-Ton-Dokumente aus dieser Zeit gesammelt und mit den Historikern Wolfgang Benz und Frank Bajoh gesprochen. Bei ihrem Streifzug durch die 50er Jahre steht immer die Frage im Hintergrund: wie war der Umgang mit der Nazi-Vergangenheit, und wie prägte er das Leben der Kriegsgenerationen und ihrer Kinder und Enkel.

Eine Reise in die Mitte - Wie die Darmflora erforscht wird  

Erst seit etwas mehr als 10 Jahren ist es möglich, die Darmflora mit ihren etwa 100 Billionen Mikroorganismen systematisch zu erforschen. Denn inzwischen lässt sich das Erbgut, das Genom der Bakterien im Darm rasch und zuverlässig bestimmen. Dieser Fortschritt hat zu einem regelrechten Hype in der Darmforschung geführt. Auch in Deutschland untersuchen große Forschergruppen nicht nur die Darmflora selbst, sondern auch mögliche Zusammenhänge mit Erkrankungen. Mittlerweile werden mehr als 30 Krankheiten mit der Darmflora in Verbindung gebracht. Adiipositas gehört dazu, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder auch Darmkrebs. Aber auch Erkrankungen, die auf den ersten Blick überhaupt nichts mit der Darmflora zu tun haben scheinen wie Parkinson oder Multiple Sklerose. Was haben die Wissenschaftler bisher herausbekommen? In welchen Bereichen gibt es erste Therapieansätze? Das wollten Christine Werner und Viola Seiffe herausbekommen. Sie haben deshalb bei einer "Reise in die Mitte" mit mehr als 10 Darmforschern gesprochen - mit Ernährungswissenschaftlern, Onkologen und Neurologen. Die Ergebnisse ihrer Gespräche sind in Wissenswert und in Fit und Gesund zu hören.

Weniger ist manchmal mehr: ein Gespräch mit dem Mediziner Professor Ferdinand Gerlach  

Weniger ist manchmal mehr. Das ist das Credo des Mediziners Ferdinand Gerlach. Er ist Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt, Vorsitzender des 'Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen', der Regierung und Bundestag berät, und er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, kurz DEGAM. Er ist damit auch so etwas wie Deutschlands oberster Hausarzt. Die DEGAM feiert Ende September mit einem großen Kongress in Frankfurt ihr 50jähriges Jubiläum. Die Patienten vor zu viel und Diagnostik und Therapie zu schützen und so Schaden von ihnen abzuwenden, das ist für Professor Ferdinand Gerlach eine wichtige Aufgabe von Hausärztinnen und Hausärzte. Mit Regina Oehler spricht er darüber, wie sie gelingen kann.

Pilze. Ein Herbst-Special  

Pilze sind viel mehr als bunte Farbtupfer. Ohne das unterirdische Netz von Pilzfäden, das vieles miteinander verbindet, gäbe es keinen Wald, Und ohne Pilze, die sich aufs Recycling von totem Holz spezialisiert haben, würden die Wälder an sich selber ersticken. Es gibt aber auch destruktive Pilze wie den Hymenoscyphus fraxineus, der aus Ostasien eingeschleppt wurde und gerade den Eschen zusetzt.

Distomo: von den Zumutungen deutscher Geschichtsvergessenheit. Ein Gespräch mit Argyris Sfountouris  

Argyris Sfountouris ist Schweizer und Grieche, Physiker und Dichter, und er ist ein Überlebender. Er war noch keine vier Jahre alt, als deutsche Truppen im Juni 1944 in seinem Heimatort Distomo ein unvorstellbares Massaker anrichteten. Als Waisenkind kam er in ein Pestalozzi-Dorf in der Schweiz. Die Täter von Distomo, die den Krieg überlebt haben, sind allesamt straffrei ausgegangen. Sfountouris hat es sich mehr und mehr zur Lebensaufgabe gemacht, die Geschichte seines Heimatdorfes zu erzählen, dafür zu kämpfen, dass Kriegsverbrechen nicht in Vergessenheit geraten, dass Griechen und Deutsche ein besseres Verhältnis zueinander finden, indem sie sich gemeinsam ihrer gemeinsamen Geschichte stellen. Im Gespräch mit Regina Oehler erzählt Argyris Sfountouris aber auch, dass deutsche und griechische Schülerinnen und Schüler inzwischen gemeinsam Distomo besuchen.

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