Interviews| Inforadio - Besser informiert.

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Germany

Wo immer auf der Welt etwas geschieht: Inforadio bietet aktuelle Hintergrundinformationen. Korrespondenten berichten aus aller Welt, Politiker antworten auf brennende Fragen. Direkte Podcastadresse iTunes-Link (Funktioniert nur, wenn iTunes installiert ist, andernfalls wird die Seite nicht gefunden.)

Episodes

Lindemann: 'Tat war sinnlos und unverständlich'  

Der Landrat des Kreises Oder/Spree, Lindemann, hat sich fassungslos über den Tod der beiden Polizisten in Beeskow gezeigt. Die Tat sei sinnlos und unverständlich, sagte der SPD-Politiker im Inforadio. Der 24-Jährige Täter, der die beiden Polizisten auf der Flucht überfuhr, sei im Landkreis bekannt gewesen. Darüber habe er heute Morgen auch mit den Ämtern seiner Kreisverwaltung gesprochen, so Lindemann weiter.

BER: Wer bleibt, wer geht?  

Vor der Krisensitzung zum Flughafen BER in Schönefeld am Mittwoch ist die Zukunft von Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld offen. Im Streit um die Auswechslung des BER-Bauleiters Marks will der Aufsichtsrat den Manager zur Rede stellen. Ute Schuhmacher aus der landespolitischen Redaktion sagte, es spreche einiges dafür, dass Mühlenfeld gehen muss - und dass Technikchef Jörg Marks zurückgeholt wird.

Kabarett: Harte Zeiten sind die besten Zeiten  

Aschermittwoch: Das ist der Tag, an dem die meisten Narren einen schweren Kopf haben. Nur nicht in Berlin, denn hier wird nicht so viel gefeiert (jedenfalls nicht im Karneval). Deswegen kriegen die Politiker von den Kabarettisten beim traditionellen Politischen Aschermittwoch nochmal kräftig einen drauf. Auch von Nessi Tausendschön. Die Meisterin der spitzen Zunge sagte im Inforadio, an Themen bestehe derzeit wahrlich kein Mangel: "Die Zeiten sind hart, und das sind immer die besten Zeiten für's Kabarett."

Trumps Rede: Nichts Neues - aber versöhnliche Töne  

Bei seiner Rede im Kongress hat US-Präsident Donald Trump Republikaner und Demokraten zur Zusammenarbeit aufgerufen. Es sei Zeit für ein neues Kapitel amerikanischer Größe, sagte er. Trump stellte massive Steuererleichterungen für Unternehmen und den Mittelstand in Aussicht, ohne Details zu nennen. Im außenpolitischen Teil seiner Rede bekannte sich Trump klar zur NATO. Der Politikwissenschaftler Michael Werz sagte im Inforadio, er habe von Trump "nichts Neues" gehört, der US-Präsident habe aber versucht, "sich im Ton zurückzunehmen". Kritik übte Werz an Trumps "Politik der Angst".

Fall Yücel: Empörung und Unverständnis in Deutschland  

Der Korrespondent der Tageszeitung "Die Welt", Deniz Yücel, sitzt in Untersuchungshaft - die Türkei wirft ihm "Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung" vor. Die Inhaftierung hat bei Politikern und Journalistenverbänden in Deutschland Empörung ausgelöst, der Fall wird zur neuen Belastungsprobe im deutsch-türkischen Verhältnis. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Anordnung der Haft "bitter und enttäuschend". Angela Ulrich aus dem ARD-Hauptstadtstudio sagte, die Regierung habe klare Worte gewählt. Aber viel mehr als Worte habe sie auch nicht - zumal Deutschland in vielen Punkten auf die Türkei angewiesen sei.

Urlaubsziel Mond?  

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX will bereits im nächsten Jahr zwei zivile Weltraumtouristen um den Mond fliegen. Die beiden Kandidaten hätten bereits eine Anzahlung geleistet, Fitness- und Gesundheitstests seien geplant, teilte SpaceX am Montag mit. Die Namen der beiden Weltraumtouristen wurden nicht genannt. Ralf Heckel, Leiter des Vereins "Space Education" in Leipzig, verriet im Inforadio-Gespräch, was die zwei finanzkräftigen Abenteurer auf dieser ungewöhnlichen Urlaubsreise erwartet.

Fleming: 'Doaa steht für die ganze Tragödie Syriens'  

Bevor der Krieg in Syrien sie zur Flucht zwang, war Doaa eine ganz normale Schülerin. Mit ihrer Familie gelangte sie nach Ägypten. Dort lernte sie Bassem, die große Liebe ihres Lebens kennen, mit dem sie über das Mittelmeer nach Europa fliehen wollte. Nach drei Tagen auf dem Wasser rammten Schleuser absichtlich ihr Fischerboot; 300 Menschen ertranken, darunter auch Bassem. Doaa schaffte es zu überleben. Ihre Geschichte erzählt sie in einem Buch, das am Dienstag in Deutschland erschienen ist. UNHCR-Sprecherin Fleming erklärte im Inforadio, warum die Geschichte der jungen Frau nur ein Beispiel von vielen sei.

'Fussilet'-Verein verboten - Razzien in Berlin  

Der umstrittene Berliner Moschee-Verein "Fussilet 33" ist verboten worden - das Verbot trat am Dienstag in Kraft. Am Morgen wurden in Berlin insgesamt 24 Wohnungen, Büros sowie Gefängniszellen von Vereinsmitgliedern durchsucht, 460 Polizisten waren im Einsatz. rbb-Reporter Jo Goll erklärte im Inforadio-Gespräch den Zweck der Razzia: "Es ging um die Suche nach weiteren Beweisen für Straftaten - die braucht es für ein Vereinsverbot ganz dringend."

Krankenhäuser auf dem Prüfstand  

Je häufiger ein Krankenhaus eine Behandlung durchführt, desto besser fällt das Ergebnis aus. Diese These stellt der Krankenhausreport 2017 auf, den die AOK am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Der Zusammenhang zwischen Behandlungshäufigkeit und Behandlungsergebnis klingt erstmal einleuchtend. Deswegen legt der Gesetzgeber sogenannte Mindestmengen fest. Wenn ein Krankenhaus also die Mindestmenge an Operationen nicht erfüllt, darf es diese nur unter unter bestimmten Bedingungen durchführen. Jürgen Klauber ist Mit-Herausgeber des Krankenhaus-Reports und glaubt fest an daran, dass Qualität in Krankenhäusern von der Quantität der Behandlungen abhängt.

Nehm sieht Gesetzgeber am Zug  

Die zwei "Ku´damm-Raser" müssen wegen Mordes lebenslang hinter Gitter - so hat es am Montag das Berliner Landgericht entschieden. Die Reaktionen auf dieses scharfe Urteil waren durchgehend positiv. Kay Nehm, Ex-Generalbundesanwalt und amtierender Präsident des Verkehrsgerichtshofes, sieht in dem Urteil in erster Linie einen Einzelfall. Er glaube nicht, dass künftig Raser grundsätzlich ein ähnlich hohes Strafmaß bekommen. Warum, das erklärte Nehm im Inforadio-Gespräch mit Sabine Dahl.

SPD: 'Auffanglager können nicht funktionieren'  

Die Flüchtlinge hoffen auf ihn, die Schleuser ebenfalls - und die Politiker nicht: Den Frühling. Mit dem besseren Wetter steigt wieder die Zahl derer, die die gefährliche Flucht über das Mittelmeer nach Europa antreten. EU-Parlamentspräsident Tajani und Bundeskanzlerin Merkel sprechen sich daher für Auffanglager bereits auf nordafrikanischer Seite aus. Der SPD-Menschenrechtsexperte Frank Schwabe hält allerdings gar nichts von dieser Idee: "Das ist weder praktikabel noch rechtlich möglich, da es der Genfer Flüchtlingskonvention widerspricht".

'Dieses Urteil schreibt Rechtsgeschichte'  

Das Urteil war mit Spannung erwartet worden. Es ging um ein illegales Rennen von zwei jungen Sportwagenfahrern durch Berlin. Dabei starb vor einem Jahr ein unbeteiligter anderer Autofahrer. Nun sprach das Gericht: die beiden Angeklagten wurden wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Im Rechtsausschuss des Bundestags kämpft die Grünen-Politikerin Renate Künast für schärfere Gesetze gegen Autoraser. Sie begrüßt ausdrücklich das hohe Strafmaß: "Was vorher manchmal noch als Kavaliersdelikt angesehen wurde, kriegt jetzt eine ganz klare Ansage."

'Selbst die iranische Regierung ist stolz'  

Der Oscar für den besten ausländischen Film geht an den iranischen Streifen "The Salesman“ von Regisseur Ass'gar Farhadi. Er blieb der Veranstaltung fern - aus Protest gegen die Einreisepolitik von US-Präsident Trump. Der Iraner Ayat Nadschafi ist selbst preisgekrönter Film-Regisseur und lebt in Berlin sowie Teheran. Er betont: "Der Film hat schon vor Donald Trump viele Preise gewonnen, aber diese politische Entwicklung hat sicher etwas geholfen." Der Iran selbst sei stolz, auch die Regierung des Landes, berichtet Nadschafi.

Stefan Evers: 'Kommunikationschaos am BER'  

Die Entlassung des Technikchefs am neuen Flughafen BER sorgt jetzt für politischen Streit. Der Generalsekretär der Berliner CDU, Evers, griff im Inforadio den Regierenden Bürgermeister Müller an, der Chef des Aufsichtsrates ist. Das Gremium habe sich in Personalentscheidungen nicht einzumischen, sagte Evers. Er halte es für wahrscheinlich, dass Müller von der Entlassung gewusst habe. Müller hatte am Wochenende das Gegenteil behauptet.

Trump will Atomwaffen-Arsenal ausbauen  

Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump müssen die USA die führende Atommacht bleiben. "Solange Staaten Atomwaffen haben, werden wir im Rudel ganz oben stehen", sagte Trump. Ist das der Auftakt für ein neues Wettrüsten? Christian Mölling, stellvertretender Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtigen Politik, sieht die Ankündigung eher gelassen. Modernisierungen erfolgten von Zeit zu Zeit, und die Zahl der Sprengköpfe reiche ohnehin aus, um "die ganze Welt ein paar dutzend Mal in die Luft zu sprengen", so Mölling im Gespräch mit Alexander Schmidt-Hirschfelder.

SPD-Höhenflug schwächt kleinere Parteien  

Erstmals seit mehr als zehn Jahren liegen die Sozialdemokraten im ARD-Deutschlandtrend vor der Union - mit 32 gegenüber 31 Prozent. Gleichzeitig verlieren die kleinen Parteien an Zuspruch. Linke, Grüne, FDP sind der jüngsten Umfrage zufolge alle im einstelligen Bereich. Auch die AfD verliert, bleibt aber zweistellig. Für Joachim Behnke, Professor für Politikwissenschaft an der Zeppelin University Friedrichshafen, ein Indiz dafür, dass es Schulz und der SPD gelingt, sich trotz Großer Koalition wieder stärker von der Union abzugrenzen.

Bluhm: 'Man kann diese Stadt nicht von oben herab regieren'  

Die Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zieht sich am Freitag zu einer Klausur zurück. Bei dem dreitägigen Treffen in Leipzig wollen die 27 Parlamentarier über ihre politischen Vorhaben im laufenden Jahr beraten. Ein Schwerpunkt werde das Thema Bürgerbeteiligung in Berlin sein, sagte Fraktionschefin Carola Bluhm. Eine derart selbstbewusste Stadtgesellschaft lasse sich mit autoritären Strukturen nicht regieren, so Bluhm. Vor allem wolle man beweisen, dass eine Partizipation der Bürger nicht automatisch zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten führt - sondern zu einer Verbesserung der Qualität.

Gehaltsgrenze für Manager?  

Der VW-Aufsichtsrat kommt am Freitagabend zusammen und wird aller Voraussicht nach ein neues Vergütungssystem für Vorstände des Konzerns beschließen. Die hohen Managergehälter des Autokonzerns sind wegen des Diesel-Skandals besonders in der Kritik. Auch nach Ansicht des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Gunther Friedl war VW hier "zu großzügig". Mehr staatliche Vorgaben und Gesetze, die die Top-Einkünfte zügeln könnten, hält er aber für falsch. Er sieht die Aufsichtsräte der Unternehmen in der Verantwortung.

Schulz-Effekt: SPD überholt Union  

Die SPD setzt ihren Umfragen-Höhenflug fort: Nach dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend erreichen die Sozialdemokraten 32 Prozent und liegen damit erstmals seit 2006 wieder vor der Union. Für CDU und CSU würden 31 Prozent stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Wie hat Martin Schulz das in so kurzer Zeit geschafft? Cecilia Reible aus dem ARD-Hauptstadtstudio meint, der SPD-Kanzlerkandidat werde als unverbraucht wahrgenommen - und mit seinem Thema Gerechtigkeit habe er offensichtlich einen Nerv getroffen.

Kaum Schäden durch Sturmtief 'Thomas'  

Das Sturmtief "Thomas" hat in der Nacht zu Freitag in Berlin und Brandenburg keine größeren Schäden verursacht. Laut Polizei und Feuerwehr stürzten vereinzelt Bäume um, vor allem in der Region Cottbus und im Oderbruch. Verletzt wurde aber niemand. Für eine komplette Entwarnung sei es aber noch zu früh, meint der Meteorologe Frank Abel.

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