Interviews| Inforadio - Besser informiert.

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Germany

Wo immer auf der Welt etwas geschieht: Inforadio bietet aktuelle Hintergrundinformationen. Korrespondenten berichten aus aller Welt, Politiker antworten auf brennende Fragen.

Episodes

Standesämter wappnen sich gegen Scheinehen  

Manche heiraten aus Liebe, andere, weil sie Steuern sparen oder die Kinder absichern wollen - und manche tun es, um nicht abgeschoben zu werden. Das nennt man dann eine Scheinehe. Heute gab es in mehreren Bundesländern, darunter in Berlin und Brandenburg, eine Großrazzia der Polizei gegen eine internationale Schleuserbande. Sie soll gegen Bezahlung Frauen aus Portugal mit Männern aus Nigeria zu Scheinehen verholfen haben. Mit der Folge, dass die Männer in Deutschland bleiben können.

Deutschland hat die meisten Absolventen in MINT-Fächern  

Lange wurde gefordert, mehr junge Leute in Deutschland für Naturwissenschaft und Technik zu gewinnen – und das scheint gelungen zu sein: 37 Prozent der Hochschulabsolventen haben im Jahr 2015 ein sogenanntes Mint-Fach studiert, also ein Fach aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Das ergibt eine Studie der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Warum das eine gute Nachricht ist, erklärt uns Bildungsexperte Markus Schwabe von der OECD.

"Ich glaube, Zschäpe hat es geahnt"  

Lebenslange Haft, besondere Schwere der Schuld, anschließende Sicherheitsverwahrung: Die Bundesanwaltschaft hat im NSU-Prozess die Maximalstrafe gegen Beate Zschäpe gefordert. Sie wirft ihr nicht nur zehnfachen Mord, sondern auch vierfachen versuchten Mord vor. Gerichtsreporter Mathias Reiche berichtet von einer Angeklagten, die die Forderung gefasst aufgenommen hat – wohl auch, weil sie geahnt hat, dass es so kommen würde.

30 Jahre Barschel-Affäre - Waterkant-Gate und die Folgen  

Am 12.09.1987 berichtete der Spiegel zum ersten Mal ausführlich über die Schmutzaktionen in der Barschel-Affäre gegen SPD-Kandidat Engholm - kurz vor der Landtagswahl. Es folgten Ehrenwort, Barschels Tod im Genfer Hotelzimmer und Engholms Sieg bei der Neuwahl. Cordt Schnibben schrieb 1987 für die Zeit über die Ursprungs-Affäre, den zweiten Teil der Affäre - Engholms Rücktritt 1993 - verfolgte er dann als Journalist beim Spiegel. Wir blicken gemeinsam mit ihm zurück.

Wie wichtig ist Deutschland für die Türken?  

Es vergeht kaum ein Tag ohne neue Spannungen zwischen der Türkei und Deutschland. Aber ist es ein Thema in der türkischen Gesellschaft und in den türkischen Medien? Nimmt man dort die Aufregung wahr über Erdogan und die türkische Regierung in Deutschland? Was bedeutet gute Beziehungen zu Deutschland? Darüber reden wir mit dem Inforadio-Korrespondenten in Istanbul, Christian Buttkereit.

Weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea  

Der UNO-Sicherheitsrat hat weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verhängt - als Reaktion auf den jüngsten Atomtest des Landes: Öl-Lieferungen an Nordkorea werden damit eingeschränkt und Gas-Exporte untersagt. Außerdem dürfen keine Textilien mehr aus Nordkorea importiert werden. Hartmut Koschyk (CSU), Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentarier-Gruppe ist zufrieden: "Für mich ist entscheidend, dass die internationale Gemeinschaft ihre Geschlossenheit bewahrt hat." Er betonte auch, dass die Krise ohne Verhandlungen nicht entschärft werden könne.

Merkel stellt sich Bürgern  

Wenn Bürger Politikern Fragen stellen, kann das schon mal sehr interessant werden. Am Montag Abend hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zur besten Sendezeit in der ARD-Wahlarena den Fragen von 150 ausgewählten Bürgern gestellt. Und das lief etwas anders ab als die üblichen Formate, in denen Journalisten fragen und Politiker antworten. Andrea Müller aus dem ARD-Hauptstadtstudio hat den Auftritt der Kanzlerin verfolgt und ein bestimmtes Muster erkannt: Die Kanzlerin habe oft geantwortet, man habe schon einiges getan, aber es gebe natürlich noch Probleme. Dann habe sie versprochen, daran zu arbeiten. Sie habe also durchaus auch Fehler zugegeben.

Neue Verhandlung im Cumhuriyet-Prozess  

Weit über 100 Journalisten wurden in der Türkei nach dem Putschversuch im vorigen Jahr verhaftet. Darunter sind auch 17 Mitarbeiter der wichtigsten türkischen Oppositionszeitung Cumhuriyet, denen gegenwärtig der Prozess gemacht wird. Der Vorwurf lautet - wie so häufig in der Türkei: Unterstützung von terroristischen Organisationen. Es drohen lange Haftstrafen. Die Grüne Europaabgeordnete Rebecca Harms beobachtet den Prozess, der vom Justizpalast in ein Hochsicherheitsgefängnis außerhalb der Stadt verlegt wurde. Wie sind ihre Eindrücke?

Nach dem Lollapalooza: Wie plant man Großveranstaltungen?  

Großveranstaltungen mit zehntausenden Besuchern zu organisieren ist keine Kleinigkeit - sollte im festivalerprobten Berlin und Umgebung aber zu machen sein. Am Wochenende fand das Lollapalooza-Festival in Hoppegarten statt - und das nicht immer reibungslos. Besonders am Samstag gab es bei der Abreise großes Gedränge. Aber wie organisiert man ein Festival? Das fragen wir Giorgos Kalaotzis, er ist Lehrbeauftragter an der Europäischen Medien- und Business-Akademie EMBA - und Geschäftsführer der Veranstaltungsakademie

Symbolwahl für Ausländer in Berlin  

Am Montag startet bundesweit in mehreren Städten eine Aktion, bei der hier lebende Ausländer dazu aufgerufen sind, symbolisch den Bundestag zu wählen. Bis zum Ende der Woche können die Stimmen abgegeben werden. Beteiligt an der Aktion sind in Berlin viele Migranten- und Kiezinitiativen, aber auch die Bezirksstadträtin von Mitte, Sandra Obermeyer (parteilos). Sie wird am Nachmittag auch ein "Wahllokal" besuchen. Was sie von der Aktion erwartet, sagt sie im Gespräch mit Irina Grabowski.

Unser Islambild nach dem 11. September  

Mit den Anschlägen heute vor 16 Jahren ist den meisten von uns überhaupt erst bewusst geworden, dass es sowas wie islamistischen Terrorismus gibt. Der Autor und Psychologe Ahmad Mansour wusste, nachdem er die Ereignisse im Fernsehen verfolgt hatte, dass das Leben für ihn als Moslem nicht leichter werden würde: Vor dem 11. September seien Ausländer Türken und Araber gewesen. Nach dem 11. September seien die gleichen Ausländer nur noch Moslems gewesen.

Arnold zieht positive Bilanz des Besuchs in Konya  

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold hat eine positive Bilanz des Truppenbesuchs deutscher Abgeordneter im türkischen Konya gezogen. Die Delegation des Bundestages habe sich ein Bild vom Einsatz machen und mit den Soldaten sprechen können, sagte Arnold am Samstag im Inforadio. Auch der Kontakt zu den türkischen Beamten vor Ort sei sehr freundlich gewesen. Das sei im Konflikt mit der Türkei ein Schritt in die richtige Richtung.

Quereinsteiger im Schuldienst: "Das ist kaum zu schaffen"  

Seit Anfang der Woche läuft wieder der Schulbetrieb in Berlin und Brandenburg. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Schülerinnen und Schüler vor einem Quereinsteiger sitzen, ist so hoch, wie nie: 40 Prozent der Neueinstellungen sind welche. Dieter Haase, Vize-Chef des Gesamtpersonalrates, sagt: Die Quereinsteiger sind nicht unbedingt schlechtere Lehrer – aber die Anforderungen an sie seien enorm.

Erdbeben vor Mexiko: "Stärke 8 - das ist schon sehr groß"  

Das verheerende Erdbeben vor Mexico hatte die Stärke 8 und war damit ungewöhnlich stark. Auch eine Tsunami-Warnung folgte. Charlotte Krawczyk ist Professorin für Geophysik am Geoforschungszentrum der Helmholtz-Gesellschaft in Potsdam. Sie erklärt uns, was da genau passiert – und warum dennoch die Gefahr eines Tsunamis in diesem Fall relativ gering ist.

"Gute Mischung aus Hobby-Läufern und Leistungssportlern"  

2 Stunden 7 Minuten - das war im vergangenen Jahr gut, aber nicht gut genug. Inforadio versucht noch einmal, schneller zu sein als die Schnellsten beim Berlin-Marathon - das ist die Inforadio-Marathonwette. 42 Läufer, jeder läuft einen Kilometer und alle versuchen gemeinsam, die Marathonweltelite zu schlagen. Jetzt steht die Staffel und Inforadio-Redaktionsleiter Alexander Krahe erklärt, warum es diesmal - beim dritten Anlauf - endlich klappen soll.

"Irma" macht Tausende obdachlos  

Der Tropensturm der höchsten Kategorie verursacht auf den karibischen Inseln schwere Verwüstungen und macht Tausende obdachlos. Während auf den Kleinen Antillen die Aufräumarbeiten anlaufen, bereitet sich Florida auf das Schlimmste vor.

Quereinsteiger im Schuldienst: "Das war ein Kulturschock"  

In Berlin gibt es in diesem Schuljahr sehr viele Quereinsteiger unter den neuen Lehrern. Einerseits an den Grundschulen, aber zum Beispiel auch an Oberstufenzentren. Romy Segler (39) hat fünf Kinder, ist von Beruf Physiotherapeutin - und unterrichtet "Zahnmedizinische Fachkunde" am Oberstufenzentrum Gesundheit in Hellersdorf. Sie sagt: Wenn ein Berufsanfänger auf einmal vor 35 Schülerinnen und Schülern sitzt, ist das eine enorme Herausforderung.

Deutsche haben Angst vor Terrorismus  

Im laufenden Bundestagswahlkampf versuchen die Parteien immer lauter, auf sich aufmerksam zu machen. Und da wird auch munter mit Ängsten gespielt - vor Zuwanderung, sozialem Abstieg, Klimawandel und Umweltverschmutzung. Aber die größte Angst der Deutschen bleibt der Terrorismus. 71 Prozent der Bürger fürchten sich vor Anschlägen, wie eine von der R+V Versicherung veröffentlichte Umfrage ergab. Das sind etwas weniger als im Vorjahr.

Wahlkampf: Ist das Klima vergiftet?  

Zum wiederholten Mal sind Wahlkampfauftritte von Bundeskanzlerin Merkel massiv gestört worden. Nicht durch vereinzelte Buhrufe, sondern durch organisierte Trillerpfeifkonzerte, Tomatenwürfe sowie andere gezielt und offenbar von außen gesteuerte Störaktionen. Und nicht nur die CDU ist betroffen. Es gibt Angriffe auf Büros und Fahrzeuge anderer Parteien. Ist dieser Wahlkampf besonders vergiftet? Und wenn ja, woran liegt das? Fragen dazu an den Politikwissenschaftler Jan Müller (Uni Rostock).

Neue RBB-Abendshow: "Eine einzigartige Mischung"  

Das RBB-Fernsehen start am Donnerstag sein satirisches Magazin "Abendshow". Live gesendet und moderiert wird es vonvon Britta Steffenhagen und Marco Seiffert, den sie als Moderator der RBB Sendung zibb vielleicht kennen oder als Moderator bei Radio eins. Er verrät, was uns in der ersten Sendung erwartet: "Diese Mischung gab's noch nicht im deutschen Fernsehen: Wir bereiten Themen mal ernsthaft journalistisch auf, dann wieder satirisch-ironisch. Das ist schon etwas sehr besonderes."

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