Interviews| Inforadio - Besser informiert.

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Germany

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Episodes

'Wir müssen als Wirtschaft mit Trump kommunizieren'  

96 Prozent der deutschen Führungskräfte sehen die am Freitag beginnende Präsidentschaft von Donald Trump in den USA als Risiko. Wie ernst muss man Trumps Androhung von hohen Strafzöllen nehmen? Fürs Abwarten plädiert Bernhard Mattes, ehemaliger Deutschland-Chef von Ford, nun im Aufsichtsrat von Ford. Es liege nun an der Wirtschaft im Ganzen, mit Trump und seiner Regierung in Kontakt zu treten und die Wichtigkeit der transatlantischen Beziehungen für europäische und US-amerikanische Unternehmen zu betonen.

US-Gesandter in Berlin: 'Wir alle müssen abwarten'  

Wie sehen die US-amerikanischen Botschafter den Machtwechsel im Weißen Haus - und welche außenpolitische Linie glauben sie, wird Donald Trump einschlagen? Es bleibe abzuwarten, wie sich der neue Präsident verhalte, sagt Kent Logsdon, der Gesandte als Geschäftsträger ad interim der Vereinigten Staaten in Berlin. Er sichert aber zu, dass Deutschland weiterhin der wichtigste europäische Partner der USA bleiben werde - und man keine Politik der Grenzschließung befürworte.

In Zeiten von Präsident Trump: Wie umgehen mit Veränderung?  

Donald Trump zieht am Freitag ins Weiße Haus - und damit steht die Welt steht vor einer einer großen Veränderung - auch Deutschland. Wie lässt sich damit umgehen? Darüber sprechen wir mit Dajana Langhoff, die Unternehmen und Privatpersonen bei großen Veränderungsprozessen coacht.

Bundesregierung wünscht starke Partnerschaft mit den USA  

Wenn Donald Trump am Abend der 45. Präsident der USA ist, bedeutet das auch Unsicherheit für bisherige Partner – wie zum Beispiel Deutschland. Der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit der Bundesregierung Jürgen Hardt (CDU) hofft dennoch auf Kontinuität und setzt dabei weniger auf den neuen Präsidenten, als auf die Menschen, die ihn umgeben. Außerdem sieht er auch Chancen im Machtwechsel: Der angestrebte Neuanfang mit Russland sei positiv, solange er nicht auf Kosten Dritter gehe.

'Viele Leute können es immer noch nicht fassen'  

Auch wenn er drei Millionen Wählerstimmen weniger als Hillary Clinton bekam, wird Donald Trump an diesem Freitag zum neuen Präsidenten der USA gewählt. Die deutsche Journalistin Maiken Scott lebt seit 1992 in den USA und beschreibt eine gespaltene Stimmung im Land: Während die Trump-Fans auf eine Verbesserung ihrer Lebenssituation hoffen, haben seine Gegner Angst vor den anstehenden Veränderungen.

Thierse: Konkrete Hilfe für Opfer ist wichtiger als Staatstrauer  

Rund vier Wochen nach dem Anschlag vom Berliner Breitscheidplatz hat der Bundestag am Donnerstag der Opfer des Attentats gedacht. Aber bräuchte es nicht einen Staatsakt? Wieviel offizielle Trauer ist nötig, damit die deutschen Bürger zusammen mit den Angehörigen den Anschlag angemessen verarbeiten können? Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) findet konkrete Unterstützung für die Opfer wichtiger, als öffentlich vollzogene Trauer. Er fordert staatliche Unterstützung - im Privaten.

Cannabis: "Dieses Gesetz ist ein Meilenstein"  

Wer Cannabis als Schmerzlinderungsmittel oder Appetitanreger dringend benötigt, soll es künftig über die Krankenkasse erhalten dürfen. Das beschließt der Bundestag heute. Maximilian Plenert vom Deutschen Hanfverband sieht in dem neuen Gesetz fast schon eine Zeitenwende in der deutschen Cannabis-Politik. Deutschland werde damit zu einer der führenden Nationen weltweit, was Cannabis als Medizin angehe.

Litauen: "Die Ängste der Menschen sind real"  

Als Konsequenz aus dem Krieg in der Ukraine stationiert die Nato rund 4000 Soldaten in Ost-Europa. Ein deutliches Zeichen an Russland, das darin wiederum eine Bedrohung seiner nationalen Sicherheit sieht. Das Bataillon in Litauen wird von der Bundeswehr angeführt, der erste Verband macht sich am Donnerstag auf den Weg. Tobias Mörschel aus dem Vilnius-Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung sagt: Die Nato-Soldaten sind hier sehr willkommen, denn die Ängste der Menschen in den baltischen Staaten vor einer erneuten Besatzung durch Russland seien groß und real.

Breitscheidplatz: "Jeder muss seinen Weg der Trauer finden"  

Genau einen Monat nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gedenkt der Bundestag der Opfer mit einer Gedenkminute. Für viele zu spät: In der Öffentlichkeit hat sich das Gefühl breitgemacht, es werde zu viel über den Täter und zu wenig über die Opfer geredet. Martin Germer, Pfarrer der Gedächtniskirche, teilt diese Kritik nicht: Zwar habe man kaum Namen oder Bilder der Opfer, aber auch ohne das könne man Anteil nehmen – und das nehme er bei vielen Menschen intensiv wahr.

"Höcke sagt, was die AfD wirklich will"  

Im Nachhinein war alles wieder gar nicht so gemeint: Björn Höcke hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Andenken an den Holocaust in seiner Rede am Dienstag in Dresden als "Schande" bezeichnet zu haben. Doch diese Interpretation seiner Worte hat er ziemlich exklusiv. rbb-Reporter und Rechtsextremismus-Experte Olaf Sundermeyer ist sich sicher: Höcke meint, was er sagt - und er sagt, was die AfD tatsächlich will. Die Kritik durch Frauke Petry hält er für wenig glaubwürdig.

Grüne: Mit Özdemir und Göring-Eckardt ins 'Super-Wahljahr'  

Die Basis soll "Boss" sein bei den Grünen, und sie hat entschieden: Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt werden die Partei als Spitzenkandidaten-Team ins "Super-Wahljahr" 2017 führen. Rund 61.000 Parteimitglieder durften wählen. Wie gut ist die Partei mit dem Duo aufgestellt? Das fragen wir den grünen Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer.

Wie sinnvoll ist Nahrungsergänzung?  

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel? Und wissen Sie, ob diese Präparate tatsächlich die Wirkung erbringen, die sie versprechen? "Klartext Nahrungsergänzung" - das ist der Name eines neuen Internetportals, das am Mittwoch online ging. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat es erstellt. Dessen Referentin für Lebensmittel im Gesundheitsmarkt Angela Clausen erklärte im Inforadio, was das Ziel dieser Seite ist.

Höcke-Rede: "Das ist völkischer Rechtsradikalismus"  

Bei einer Rede in Dresden am Dienstagabend hat Thüringens AfD-Chef Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmal als "Denkmal der Schande" bezeichnet und gesagt, Deutschland brauche "einen vollständigen Sieg der AfD". Damit hat er bei Politikern und in den sozialen Netzwerken für Empörung gesorgt. Politikwissenschaftler Hajo Funke sieht in diesen Zitaten "völkischen Rechtsradikalismus" und "Aufstandsrhetorik gegen unsere Verfassung und das demokratische System", wie er im Inforadio sagt. Die AfD sieht er in einem Machtkampf und auf dem Weg, eine völkisch-rechte Partei zu werden.

Brexit: Mc Allsiter für Freihandelsabkommen  

Die britische Regierungschefin Theresa May hat Klartext geredet: Sie strebt einen klaren Bruch mit der Europäischen Union an. Gleichzeitig will ihr Land aber "bester Freund und Nachbar Europas" bleiben. Und wie geht das? Das fragen wir David McAllister von der CDU fragen. Er sitzt im Europa-Parlament, ist Halb-Deutscher, Halb-Schotte und hält zumindest ein Freihandelsabkommen für denkbar.

"Er hat das hervorragend hinbekommen"  

Bundespräsident Joachim Gauck hält am Dienstag im Schloss Bellevue seine Abschiedsrede. Einer, der ihn lange begleitet hat, ist der ehemalige Leiter des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf. Wir fragen ihn: Wie war Gaucks Amtszeit? "Sehr gut", sagt Deppendorf. Der parteilose Gauck sei immer politischer geworden und habe eigene Töne gesetzt, die das Amt auch nach seinem Abtritt weiter prägen dürften.

Berliner Mieterverein: Schlechter Start für eine soziale Wohnungspolitik  

Andrej Holm ist nicht mehr Berlins Baustaatssekretär. Dabei wollte man mit seiner Berufung der Gentrifizierung den Kampf ansagen und Berlin mit seiner Hilfe zu einer mieterfreundlichen Stadt machen. Was wird nun aus den hohen Zielen, die sich der rot-rot-grüne Senat in Sachen Wohnungspolitik gesteckt hat? Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, hofft, dass die Pläne der neuen Regierung bleiben. Mit der Causa Holm sei zwar etwas "Porzellan zerbrochen" worden, aber es sei noch nicht zu späte für eine soziale Wohnungspolitik unter Rot-Rot-Grün.

'Teile der AfD sind mittlerweile die bessere NPD'  

Die rechtsextreme NPD wird nicht verboten. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag zum zweiten Mal einen Verbotsantrag abgewiesen. Kann die NPD die Demokratie in Deutschland ernsthaft gefährden kann? Das haben wir Timo Reinfrank gefragt, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung. Mittlerweile gehe die Bedrohung von anderen Gruppierungen und Parteien aus, sagt er - etwa von Teilen der Alternative für Deutschland.

"Es geht um die Kombination"  

Die Fashion Week in Berlin ist das erste Highlight des Jahres für die nationale und internationale Modeszene. Einkäufer, Fachbesucher und die Mode-Presse kommen in die Stadt. Die Designer zeigen die Mode für Herbst/Winter 2017/2018. Wie wird die aussehen? Die Kleidungsstücke müssten nicht neu, sondern nur gut sein, verrät Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen Ausgabe des Modemagazins Vogue. Vielmehr gehe es um die Kombination - und darum, sich wohlzufühlen.

"Er bricht mit allen Regeln von Kommunikation und Politik"  

Das Interview sorgte für Furore in ganz Europa: die deutsche "BILD"-Zeitung und die Londoner "Times" haben wenige Tage vor dessen Amtsantritt mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump gesprochen. Das, was Trump von sich gab, verursachte erheblichen Wirbel. Einer der Journalisten, die Trump ausgefragt haben, war Kai Diekmann, scheidender Gesamtherausgeber der "BILD"-Gruppe. Im Inforadio verriet er, wie das Gespräch zustande kam und wie er den künftigen Präsidenten Trump einschätzt.

"Meine Sorge ist, dass Trump es selbst nicht weiß"  

Donald Trump hat im Interview mit der BILD-Zeitung die Nato für überflüssig erklärt und beklagt, dass nicht alle Mitglieder ordentlich einzahlen. Aber er sagt auch: "Abgesehen davon ist mir die NATO aber sehr wichtig." Rainer Arnold ist verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag. Im Inforadio warf er Trump Unwissenheit vor; zugleich zeigte er sich jedoch gelassen: "Die NATO-affinen Republikaner im US-Kongress werden nicht zulassen, dass ihr Präsident mehr oder weniger stark das Geschäft von Herrn Putin betreibt."

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