Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

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23.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesamt bearbeitet Asylverfahren langsamer: Asylbewerber in Deutschland müssen immer länger auf einen Bescheid der Behörden warten, ob sie bleiben dürfen oder nicht. Im vierten Quartal 2016 brauchte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) dafür im Schnitt acht Monate. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt. Im Gesamtjahr 2016 waren es noch durchschnittlich sieben Monate, 2015 nur fünf Monate. Auch die Zahl der sogenannten Altfälle, die abgearbeitet werden müssen, ist im Vergleich zu 2015 beträchtlich gestiegen. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, sagte, viele Schutzsuchende würden sogar über Jahre im Unklaren gelassen und zur Untätigkeit gezwungen. Deutschland schiebt 18 Männer nach Afghanistan ab: 18 abgelehnte Asylbewerber sind von Deutschland nach Afghanistan abgeschoben worden. Die Männer flogen von München aus nach Kabul, wie das bayerische Innenministerium mitteilte. Demnach handelte es sich um alleinstehende junge Männer, unter ihnen auch Straftäter. Es war bereits die dritte Sammelabschiebung nach Afghanistan seit Ende vergangenen Jahres. Rund 300 Menschen versammelten sich am Flughafen, um gegen die Rückführung zu demonstrieren. Nach Einschätzung der Opposition und mehrerer Flüchtlingsorganisationen ist Afghanistan kein sicherer Herkunftsstaat, weil die islamistischen Taliban dort immer wieder Anschläge verüben. Mehrere Bundesländer haben Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt. Rekordüberschuss in deutscher Staatskasse: Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung erzielt. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich knapp 24 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung fiel das Plus mit 0,8 Prozent höher aus als die im Januar geschätzten 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dank sprudelnder Einnahmen und rückläufiger Arbeitslosigkeit war es das dritte Jahr in Folge mit einem Überschuss. Deutschland ist damit weit entfernt von der Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages. Danach darf das Defizit drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Ost- und Zentralafrika: 20 Millionen Menschen droht der Hungertod: UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat einen dringenden Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft gerichtet. Den Vereinten Nationen zufolge sind insgesamt 20 Millionen Menschen im Südsudan, in Somalia, im Jemen und im Nordosten Nigerias vom Hunger bedroht. Viele Menschen seien durch Mangelernährung dem Tode nahe, sagte Guterres. Besonders schlimm sei die Situation im Südsudan, wo fünf Millionen Menschen hungerten. Der UN-Generalsekretär forderte die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Ein Problem sei vor allem die Finanzierung der humanitären Hilfe. Um die Hungersnöte in den betreffenden Ländern zu lindern, brauchten die UN bis Ende März 4,2 Milliarden Euro. Bislang stünden aber nur 85 Millionen Euro zur Verfügung. US-Außenminister Tillerson zu Gesprächen in Mexiko: Inmitten wachsender Spannungen besuchen US-Außenminister Rex Tillerson und Heimatschutzminister John Kelly das Nachbarland Mexiko. Geplant sind Treffen mit Präsident Enrique Peña Nieto, Außenminister Luis Videgaray und weiteren Regierungsvertretern. Neben Gesprächen zum Freihandel dürften vor allem die Streitigkeiten bei den Einwanderungsfragen auf der Agenda stehen. Kurz vor Tillersons Ankunft in Mexiko hatte Außenminister Videgaray betont, Mexiko werde keine aus den USA abgeschobenen Migranten anderer Staaten aufnehmen. Er reagierte damit auf eine neue Richtlinie des US-Heimatschutzministeriums. Der zufolge können illegale Migranten etwa aus Mittel- und Südamerika künftig nach Mexiko zurückgeschickt werden, wenn sie über dieses Land in die USA eingereist sind. Französische Behörden eröffnen Ermittlungsverfahren gegen Le Pens Büroleiterin: Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Büroleiterin von Front-National-Chefin Marine Le Pen eröffnet. Catherine Griset wird in der Affäre um EU-Parlamentsjobs Verschleierung vorgeworfen. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Justizkreise. Griset und Le Pens Leibwächter waren zuvor von Ermittlern angehört und in Polizeigewahrsam genommen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte schon im März 2015 Vorermittlungen zu dem Fall eingeleitet.

22.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amnesty International kritisiert Aushöhlung der Menschenrechte: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International prangert eine zunehmende Aushöhlung der Menschenrechte in Europa und den USA an. Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten sei beispielhaft für einen politischen Trend, der auf Wut und Spaltung setze. Die Welt wurde 2016 finsterer und unsicherer, schreibt Generalsekretär Salil Shetty im Jahresbericht der Organisation. Auch der Umgang Europas mit Terroranschlägen, insbesondere in Frankreich, wird in dem Report kritisiert. Frankreichs Ruf als "Wiege der Menschenrechte" werde zunichte gemacht, unter anderem durch Anti-Terrorgesetze, die die Freiheit der Menschen einschränkten. Deutschland wird von Amnesty wegen der Verschärfung des Asylrechts und mangelnder Maßnahmen gegen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte kritisiert. Trump-Regierung verschärft Maßnahmen gegen illegale Einwanderer: Mit verschärften Razzien will die US-Regierung gegen illegale Einwanderer vorgehen. Verstöße gegen die Einwanderungsgesetze würden künftig mit Maßnahmen bis hin zur Abschiebung geahndet. Das teilte Heimatschutzminister John Kelly in Anweisungen an den Grenzschutz und die Einwanderungsbehörden mit. Ausnahmen würden nur in extrem begrenzten Fällen gemacht, vor allem bei Minderjährigen. Bereits in der vergangenen Woche waren bei Razzien gegen Einwanderer ohne Papiere nach Angaben des Heimatschutzministeriums mehr als 680 Menschen festgenommen worden. Bei 75 Prozent von ihnen habe es sich um verurteilte Straftäter gehandelt. In den Vereinigten Staaten leben nach Schätzungen rund elf Millionen Menschen ohne Papiere, etwa die Hälfte von ihnen sind Mexikaner. Der Kampf gegen illegale Einwanderung war ein zentrales Wahlkampfversprechen des neuen Präsidenten Donald Trump. Trump verurteilt antisemitische Vorfälle: US-Präsident Donald Trump hat die antisemitischen Vorfälle verurteilt, die sich in jüngster Zeit in den Vereinigten Staaten ereignet haben. Die Drohungen gegen jüdische Gemeinden seien furchtbar, sagte Trump in Washington. Die Vorfälle seien eine traurige Erinnerung daran, dass noch viel getan werden müsse, um Hass und Vorurteile auszurotten. Der Präsident reagierte damit unter anderem auf einen Fall von Vandalismus auf einem jüdischen Friedhof im Bundesstaat Missouri. Unbekannte hatten in der Nähe von St. Louis mehr als 170 Grabsteine umgestoßen und teils zerstört. Zudem kam es laut US-Medienberichten in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Bombendrohungen gegen jüdische Einrichtungen. Polizei in Malaysia will Nordkoreaner zu Mordfall befragen: Nach der Ermordung des älteren Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Malaysia konzentrieren sich die Ermittlungen der Polizei jetzt auf einen Diplomaten des kommunistischen Landes. Man wolle den Mitarbeiter der nordkoreanischen Botschaft in Kuala Lumpur sowie zwei seiner Landsleute zu dem Anschlag auf Kim Jong Nam vernehmen, teilte ein Polizeisprecher mit. Gleichzeitig veröffentlichten die malaysischen Behörden ein Überwachungsvideo vom Flughafen in Kuala Lumpur vom Montag vergangener Woche, das den Angriff auf Kim Jong Nam zeigt. Durch die Aufnahme werden zwei bereits festgenommene Frauen schwer belastet. Vermutet wird, dass sie den Giftanschlag im Auftrag des nordkoreanischen Geheimdienstes verübten. Kim Jong Un habe seinen Halbbruder beseitigen wollen, heißt es in Medienberichten. Thyssenkrupp verkauft verlustreiches Stahlwerk in Brasilien: Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat sein verlustträchtiges Stahlwerk in Brasilien verkauft. Der argentinische Ternium-Konzern übernehme die Stahlhütte CSA für 1,5 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen in Essen mit. Damit sei das verlustreiche Amerika-Kapitel beendet und ein wichtiger Meilenstein beim Umbau erreicht. Den Verkaufserlös will Thyssenkrupp zum Abbau von Schulden verwenden. Die Essener hatten seit mehreren Jahren nach einem Käufer gesucht. 2014 hatte sich Thyssenkrupp bereits von seinem Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama getrennt, das ebenso wie CSA über Jahre für rote Zahlen sorgte. Auch nach Abzug der Verkaufserlöse für beide Werke bleibe für das Unternehmen unter dem Strich ein Verlust von rund acht Milliarden Euro, teilte Thyssenkrupp weiter mit.

21.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ernennt neuen US-Sicherheitsberater: US-Präsident Donald Trump hat Generalleutnant Herbert Raymond McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt. Der 54-Jährige ist Spezialist der Widerstandsbekämpfung und war unter anderem im Irak und in Afghanistan stationiert. Trumps erster Sicherheitsberater Michael Flynn musste den Posten räumen, weil er mit dem russischen Botschafter über die Sanktionen gegen Moskau gesprochen und es anschließend geleugnet hatte. Die falschen Angaben machte er unter anderem gegenüber dem jetzigen Vize-Präsidenten Mike Pence. Nachdem Flynn zurückgetreten war, fiel die Wahl auf Vize-Admiral Robert Harward, der jedoch ablehnte. Offiziell hieß es, Harward habe aus privaten Gründen abgesagt. Mehrere US-Medien vermuteten jedoch, es habe an der ungewöhnlich großen Einflussnahme des Weißen Hauses gelegen. Wieder demonstrieren Tausende gegen Trump: Mehr als zehntausend Menschen haben sich in New York versammelt, um gegen US-Präsident Donald Trump zu demonstrieren. Anlass ist der "Tag der Präsidenten", der traditionell am dritten Montag im Februar stattfindet. Der Feiertag erinnert an den ersten Präsidenten des Landes, George Washington, und seine Nachfolger. Gleichzeitig danken die Menschen üblicherweise dem aktuellen Präsidenten für seine Arbeit und sein Engagement. In diesem Jahr warnten die Redner stattdessen vor einer Spaltung des Landes, die dadurch entstehe, dass Trump gewisse Gruppen - zum Beispiel Einwanderer - als Feind klassifiziere. Ähnliche Kundgebungen gab es in Los Angeles, Chicago, Atlanta und Washington. In Portland im Bundesstaat Oregon geriet eine Gruppe von Trump-Gegnern mit Sicherheitskräften aneinander. Saudi-Arabien bietet Truppen für gemeinsamen Kampf gegen IS an: Saudi-Arabien hat seine Bereitschaft erklärt, zusammen mit den USA Truppen nach Syrien zu entsenden. In einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" sagte der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir, die Regierung in Riad wolle sich mit Spezialeinheiten am Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beteiligen. Die USA haben bereits 300 Ausbilder, Berater und Bombenentschärfer in Syrien stationiert, die Aufständische im Kampf gegen den IS unterstützen sollen. Riad wolle nun mit den USA abstimmen "was der Plan ist", kündigte Dschubeir an. Indirekt machte der saudische Chefdiplomat außerdem deutlich, dass befreite syrische Gebiete der Kontrolle der Rebellen übergeben werden sollten. US-Präsident Donald Trump hatte seinen Verteidigungsminister James Mattis zuletzt angewiesen, innerhalb von 30 Tagen einen neuen Plan für den Kampf gegen den IS vorzulegen. Bundesregierung verteidigt Abschiebungen nach Afghanistan: Die Bundesregierung kritisiert rot-grün-regierte Bundesländer wegen ihres Abschiebestopps nach Afghanistan. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere erklärte im Ersten Deutschen Fernsehen, Abschiebungen in das Bürgerkriegsland in "kleinem Umfang" für vertretbar. Die Sicherheitslage sei "kompliziert", aber es gebe durchaus "sichere Orte", sagte der CDU-Politiker. Die radikalislamischen Taliban zielten auf Repräsentanten des Systems "Polizisten, Botschaften, westliche Hotels", so de Maiziere. Die "normale Bevölkerung" sei zwar Opfer, aber nicht Ziel der Taliban. Das sei "ein großer Unterschied." Die Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, denn viele Experten halten das Land für unsicher. Fünf Bundesländer verhängten in den vergangenen Wochen einen Abschiebestopp. EU-Prüfer können nach Griechenland zurückkehren: Die Eurogruppe will wieder Experten zur Überprüfung von Reformen nach Griechenland schicken. Darauf hätten sich die Finanzminister bei ihrem Treffen in Brüssel geeinigt, teilte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem mit. Die Experten überprüfen regelmäßig, ob die Griechen Reformen umsetzen, die von den Euro-Ländern im Gegenzug für die Finanzhilfen verlangt werden. Vorher kann Athen kein frisches Geld aus dem 86 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm bekommen. Spätestens im Sommer wird das aber nötig werden, wenn andere Kredite des pleitebedrohten Landes auslaufen. - An diesem Dienstag werden die EU-Finanzminister über den Kampf gegen Steuerflucht diskutieren. Es soll unter anderem um eine gemeinsame EU-Liste von Steueroasen gehen. Die Idee war nach den Enthüllungen der sogenannten "Panama Papers" im vergangenen Jahr aufgekommen. Kleinflugzeug stürzt in Einkaufszentrum in Melbourne: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein zu dieser Zeit noch geschlossenes Einkaufszentrum im australischen Melbourne sind alle fünf Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Das Unglück sei wohl auf einen "verhängnisvollen Triebwerksausfall" zurückzuführen, teilte die Polizei des Bundesstaats Victoria mit. Laut TV-Ber

20.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel will sich in Algerien für Eindämmung der Migration einsetzen: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Montag nach Algerien, um sich für eine Eindämmung der Fluchtbewegung über das Mittelmeer und den Kampf gegen Terrorismus in Nordafrika einzusetzen. Die frühere französische Kolonie gilt als wichtiger Akteur für Stabilität und Sicherheit in der Region, wie es aus Kreisen der Bundesregierung hieß. Geplant sind unter anderem Gespräche mit Ministerpräsident Abdelmalek Sellal und dem seit 1999 amtierenden Präsidenten Abdelaziz Bouteflika. Merkel will sich außerdem mit Vertretern der Zivilgesellschaft treffen. Der Wüstenstaat Algerien, das größte Flächenland Afrikas, grenzt an die wichtigen Transitländer für Flüchtlinge, Mali und Niger. Außerdem engagiert sich die Regierung in Algier für eine Stabilisierung des benachbarten Bürgerkriegslandes Libyen, von wo aus rund 90 Prozent der Migranten und Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa übersetzen. Neuer Massenansturm auf spanische Exklave Ceuta: Bei einem neuen Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko sind in der Nacht zum Montag etwa 350 Menschen auf spanisches Gebiet gelangt. Es gelang ihnen, den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu erklimmen. Elf Menschen seien dabei verletzt worden, einige seien mit Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Rote Kreuz mit. Die Anderen seien in das Erstaufnahmezentrum in Ceuta gebracht worden und würden dort von Helfern versorgt. Erst am Freitag hatten etwa 1000 Migranten versucht, über den Zaun zu klettern. 500 von ihnen schafften es dem Roten Kreuz zufolge, Spanien zu erreichen. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Schulz will Agenda 2010 korrigieren: Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verlangt laut einem Pressebericht Korrekturen an der Sozialreform-Agenda 2010, unter anderem eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I. Die bisherige Regelung könne bei Betroffenen "an die Existenz" gehen, das dürfe "so nicht sein", zitiert das Boulevard-Blatt "Bild" den früheren EU-Parlamentspräsidenten. Aktuell erhalten Arbeitslose unter 50 Jahren maximal zwölf Monate Arbeitslosengeld I, für ältere Erwerbslose gibt es die Leistung bis zu 24 Monate. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles von der SPD solle in den nächsten Wochen ein konkretes Programm vorlegen, schreibt die Zeitung. Die Agenda 2010 zur Reform des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarkts geht auf die rot-grüne Regierung des Kanzlers Gerhard Schröder zurück und hatte für die SPD starke Wählerverluste zur Folge. Verwirrung um Trumps Äußerungen über Schweden: Nach Verwirrung über seine Äußerungen über einen angeblichen Flüchtlingsvorfall in Schweden hat US-Präsident Donald Trump Stellung bezogen. In einer Botschaft beim Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb Trump am Sonntag, er habe sich auf einen Bericht des US-Fernsehsenders Fox News über Einwanderer in Schweden bezogen. Trump hatte zuvor bei einer Rede vor Anhängern im Bundesstaat Florida einen Anschlag in Schweden herbeizitiert, der gar nicht verübt wurde. Zur Rechtfertigung seiner restriktiven Einwanderungspolitik stellte er einen Zusammenhang zwischen der Einwanderung und Terror-Anschlägen her. Dann sagte er: "Seht, was in Deutschland passiert, seht, was letzte Nacht in Schweden passiert ist." Das schwedische Außenministerium forderte von der US-Regierung eine Erklärung für die Äußerungen Trumps. Im ersten Monat von Trumps Amtszeit gab es schon wiederholt Fehlinformationen aus dem Washingtoner Führungszirkel über angebliche Anschläge und Massaker. Kim-Mordfall: Malaysia bestellt nordkoreanischen Botschafter ein: Im Streit um den Mord am älteren Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Malaysia den nordkoreanischen Botschafter einbestellt. Ihm sei erklärt worden, dass seine Anschuldigungen gegen Malaysia "grundlos" seien, teilte das Außenministerium in Kuala Lumpur mit. Zudem sei der malaysische Botschafter in Nordkorea für Konsultationen zurückbeordert worden. Der nordkoreanische Botschafter hatte Malaysia vorgeworfen, mit seinen Ermittlungen zum Tod von Kim Jong Nam in Verschwörung mit "feindlichen Mächten" den Ruf Nordkoreas schädigen zu wollen. Nach Angaben aus Südkorea ergaben die malaysischen Ermittlungen, dass das kommunistische Regime hinter dem Mordanschlag steckt. Der 45-jährige Halbbruder von Staatschef Kim Jong Un war vor einer Woche am Flughafen von Kuala Lumpur ermordet worden. Vier Verdächtige wurden bereits festgenommen, darunter ein Nordkoreaner. Mehrere weitere Verdächtige aus Nordkorea werden noch gesucht.

18.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel und Pence als Redner bei Münchner Sicherheitskonferenz: Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Vizepräsident Mike Pence eröffnen den zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz. Mit Spannung wird erwartet, welche außenpolitischen Leitlinien der Stellvertreter des neuen US-Präsidenten Donald Trump benennen wird. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte am ersten Tag der Konferenz die USA vor Alleingängen in der Außenpolitik gewarnt. Die Trump-Regierung dürfe nicht über die Köpfe der Partner hinweg etwa mit Moskau eigene Absprachen treffen. So sei eine Lastenteilung unter NATO-Partnern mehr als eine Frage des Geldes. Die Last gemeinsam zu tragen, das sei zuallererst das Prinzip, füreinander einzustehen, ohne Wenn und Aber. US-Verteidigungsminister James Mattis bemühte sich, Zweifel an der amerikanischen Bündnisfestigkeit zu zerstreuen. Die transatlantische Verbindung sei stark. Die Sicherheit der USA sei verbunden mit der Sicherheit Europas, sagte Mattis. Merkel und Guterres betonen Bedeutung der UN : Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, haben sich für eine starke UN ausgesprochen. Nur so könne die Organisation die Bemühungen zur Lösung der vielen Konflikte weltweit voranbringen, bekräftigten beide nach einem Treffen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. In Zeiten wachsender weltweiter Verunsicherung und angesichts vieler Krisenherde erforderten globale Probleme globale Lösungen, sagte Guterres. Merkel betonte, sie stimme mit Guterres überein, dass das Thema der Krisenprävention besonders wichtig sei. Angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen verwies die Kanzlerin nochmals auf die Notwendigkeit, Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen. Vierter Verdächtiger nach Mord an Kims Halbbruder in Haft: Nach dem mutmaßlichen Giftmord am ältesten Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Polizei in Malaysia eine vierte verdächtige Person festgenommen. Bei ihr soll es sich nach Medienberichten um einen 47 Jahre alten Nordkoreaner handeln. Nach drei weiteren mutmaßlichen Hintermännern werde noch gefahndet. In dieser Woche waren bereits eine 29-jährige Indonesierin, ihr malaysischer Freund sowie eine 28-Jährige mit Papieren aus Vietnam festgenommen worden. Bei den Frauen wird spekuliert, dass sie Agentinnen des nordkoreanischen Geheimdienstes sind. Der 45 Jahre alte Kim Jong Nam war am Montag auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet worden. Möglicherweise wurde ihm Gift ins Gesicht gesprüht. Menschenrechtsbeauftragte fordert Abschiebestopp nach Afghanistan: Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, fordert einen Stopp der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan. Nicht die Lage in Afghanistan habe sich verändert, sondern die innenpolitische Diskussion in Deutschland, sagte die SPD-Politikerin der "Passauer Neuen Presse". Dies dürfe aber nicht auf dem Rücken der Menschen ausgetragen werden. Vielmehr seien neue Ansätze in der Integrationspolitik gefordert. Kofler ergänzte, die Sicherheitslage in Afghanistan möge von Region zu Region unterschiedlich sein, gut sei sie aber nirgendwo. Zahl der türkischen Asylbewerber in Deutschland weiter hoch: Die Zahl der türkischen Asylbewerber in Deutschland bleibt auch im neuen Jahr vergleichsweise hoch. Im Januar wurden 573 türkische Asylsuchende im so genannten Easy-System registriert, wie die "Rheinische Post" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion zitiert. Seit dem Putschversuch im vergangenen Juli und dem darauffolgenden Vorgehen der Staatsmacht gegen Oppositionelle suchen deutlich mehr Türken Schutz in Deutschland. 2016 wurden insgesamt 5700 Asylanträge gestellt, 2015 waren es knapp 1800 Anträge. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim will an diesem Samstag im nordrhein-westfälischen Oberhausen vor in Deutschland lebenden Landsleuten für die umstrittene Verfassungsreform in seiner Heimat werben. Sollte Präsident Recep Tayyip Erdogan das Referendum am 16. April gewinnen, würde er deutlich mehr Macht erhalten. Abstimmen dürfen auch die mehr als 1,4 Millionen Türken in Deutschland.

17.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neue US-Regierung im Mittelpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz: Die neue US-Regierung steht im Mittelpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz. Zum Auftakt an diesem Freitag werden Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr US-Kollege James Mattis vor dem mit zahlreichen Regierungschefs und Ministern hochkarätig besetzten Forum sprechen. Trumps Vize Mike Pence wird am Samstag die Sicherheitspolitik des Weißen Hauses vorstellen und soll dort auch Kanzlerin Angela Merkel treffen. Neben der neuen US-Außenpolitik geht es um viele weitere Themen: die Spannungen mit Russland, den Syrien-Krieg, den Ukraine-Konflikt und die Zukunft der EU. Die Konferenz sei angesichts der weltpolitischen Lage die spannendste und kritischste seit vielen Jahren, sagte Gastgeber Wolfgang Ischinger, der früher deutscher Botschafter in den USA war. Nationaler Sicherheitsberater: Absage für Trump: US-Präsident Donald Trump hat bei der Nachfolgersuche für den entlassenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn nach Medienberichten eine Absage bekommen. Der frühere Vize-Admiral Robert Harward war Stellvertreter des heutigen Verteidigungsministers James Mattis, als dieser das US-Zentralkommando kommandierte. Trumps Sicherheitsberater Flynn musste den Posten räumen, weil er über ein Telefonat mit dem russischen Botschafter falsche Angaben gemacht hatte. Als Trumps Regierung noch gar nicht im Amt war, hatte er mit dem Botschafter über die Sanktionen gegen Moskau gesprochen. Trump zog bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus eine überaus positive Bilanz seiner ersten vier Wochen im Amt. Seine Regierung arbeite, wie "eine gut abgestimmte Maschine" überall Erfolge, aber leider berichte niemand darüber. Probleme schob er auf seinen Vorgänger. Gutachten: PKW-Maut verstößt weiterhin gegen EU-Recht: Die PKW-Maut verstößt laut einem Bundestagsgutachten weiterhin gegen EU-Recht. Dies gelte auch nach den Änderungen, die Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit der EU-Kommission vereinbart hat. Für sich genommen seien die Maut und die geplante Maut-Entlastung für inländische Autofahrer bei der Kfz-Steuer nicht diskriminierend, heißt es in der Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags im Auftrag der Grünen. Die gebotene Gesamtbetrachtung spreche aber dafür, dass die Kombination "eine mittelbare Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit" zu Lasten von Straßennutzern aus anderen Mitgliedstaaten bewirke. - Das Bundeskabinett hatte Ende Januar eine Änderung der seit 2015 geltenden Mautgesetze beschlossen, um eine Zustimmung der EU-Kommission zu ermöglichen. So sollen Inländer mit besonders abgasarmen Euro-6-Autos stärker per Kfz-Steuer-Senkung für ihre Mautzahlungen entlastet werden. Insgesamt soll kein Inländer zusätzlich belastet werden. Fake-News-Kampagne gegen Bundeswehr in Litauen: Soldaten der Bundeswehr sind in Litauen Ziel einer Desinformationskampagne geworden. Wie der "Spiegel" berichtete, streuten Unbekannte vor einigen Tagen über Emails Gerüchte, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz in dem baltischen Land eine Minderjährige vergewaltigt hätten. Die litauische Regierung stellte jedoch klar, dass es einen solchen Vorfall nicht gab. Ein NATO-Diplomat sprach laut "Spiegel"-Bericht von einer erneuten Provokation der Russen, die gegen die temporäre Truppenstationierung an der Ostgrenze des Militärbündnisses protestieren. Die Bundeswehr führt in Litauen ein NATO-Bataillon an. Insgesamt sollen 1000 Soldaten dort stationiert werden, davon 450 von der Bundeswehr. Zahlreiche Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Schrein im Süden Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 70 Menschen getötet und weitere 250 zum Teil schwer verletzt worden. Der Attentäter sprengte sich in der Stadt Sehwan in der Provinz Sindh inmitten hunderter Gläubiger in die Luft. Die sunnitische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat.

16.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.SPD: Drastische Erhöhung des Militäretats "abenteuerlich": Die SPD hat die Forderung der US-Regierung nach einem deutlich stärkeren finanziellen Engagement der europäischen Staaten in der NATO zurückgewiesen. Eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung würde für Deutschland fast eine Verdoppelung der Ausgaben bedeuten, sagte der militärpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine derart drastische Erhöhung halte er für abenteuerlich. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bezeichnete die Forderungen der USA hingegen als berechtigt. Die Europäer müssten mehr tun für die eigene Sicherheit, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Fernsehen. Pentagonchef James Mattis hatte bei einem Treffen mit seinen europäischen NATO-Kollegen in Brüssel damit gedroht, die USA würden ihr Engagement im Bündnis reduzieren, sollten die Alliierten ihre Militärausgaben nicht erhöhen. Trump fordert von Israel Zurückhaltung bei Siedlungspolitik: US-Präsident Donald Trump hat Israel mit Blick auf eine Friedenslösung im Nahostkonflikt zur Zurückhaltung in der Siedlungspolitik aufgerufen. Bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu im Weißen Haus machte Trump zugleich deutlich, dass er bereit sei, von der Linie früherer US-Regierungen abzurücken und nicht mehr unbedingt eine Zwei-Staaten-Lösung zur Überwindung des Nahostkonfliktes anzustreben. Er könne mit jeder Lösung leben, die Israel und die Palästinenser aushandelten, sagte Trump. G20-Außenminister tagen in Bonn: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel empfängt an diesem Donnerstag in Bonn seine Amtskollegen von den wichtigsten Wirtschaftsmächten der Welt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz der Staatengruppe G20 steht die neue Außenpolitik der USA unter Präsident Donald Trump. Mit Spannung erwartet wird ein Treffen von US-Außenminister Rex Tillerson mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Auch Gabriel will sich erstmals mit Lawrow treffen. Das Ziel des Bundesaußenministers ist, dass die "Gruppe der 20" ein klares Zeichen zum Multilateralismus abgibt - also zur zentralen Bedeutung internationaler Abkommen und Organisationen wie den Vereinten Nationen. Trump hat mit seiner "Amerika zuerst"-Politik seit seinem Amtsantritt im Januar für Verunsicherung in der internationalen Staatengemeinschaft gesorgt. Merkel als Zeugin im NSA-Untersuchungsausschuss: Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt an diesem Donnerstag als letzte Zeugin vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA aus. Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, was Merkel wann über nicht vom Gesetz gedeckte Spähaktivitäten des Bundesnachrichtendienstes (BND) wusste. Der BND ist dem Kanzleramt unterstellt. Außerdem dürfte es um die gescheiterten Bemühungen gehen, mit den USA ein Abkommen auf gegenseitigen Spionageverzicht auszuhandeln. Mit dem im März 2014 eingesetzten Untersuchungsausschuss hatte der Bundestag auf die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden zu den massiven Spähprogrammen der NSA reagiert. Zweite Festnahme nach Mord an Halbbruder Kims : Nach dem Mord am Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un in Malaysia hat die Polizei eine zweite Verdächtige festgenommen. Die 29-Jährige soll im Besitz eines indonesischen Reisepasses sein. Am Mittwoch war im Zusammenhang mit dem Tod von Kim Jong Nam bereits eine 28-Jährige Frau festgesetzt worden. Sie soll Papiere aus Vietnam dabei gehabt haben. Spekuliert wird, dass die beiden Frauen Agentinnen des nordkoreanischen Geheimdienstes sind und Kim Jong Nam im Auftrag des kommunistischen Regimes in Pjöngjang ermordet haben.

15.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Affäre um Moskau-Kontakte von Trump-Team weitet sich aus: In der Affäre um die Moskau-Kontakte von Vertrauten des neuen US-Präsidenten Donald Trump werden die Vorwürfe immer schwerwiegender. Wie die "New York Times" berichtet, standen mehrere Mitarbeiter des Trump-Wahlkampfteams in Kontakt zu ranghohen russischen Geheimdienstmitarbeitern. Dies belegten abgefangene Telefonate und Mitschnitte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben von "vier derzeitigen und früheren US-Behördenvertretern". Zweck und Inhalte der Gespräche wurden nicht bekannt. Namentlich wurde nur Trump-Mitarbeiter Paul Manafort genannt. Besonders brisant an den Telefonaten ist laut "New York Times", dass sie "etwa zu derselben Zeit" stattgefunden hätten, als die Behörden Hinweise auf Versuche Moskaus erhalten hätten, durch Cyberangriffe auf die US-Demokraten die Präsidentschaftswahl zu stören. Die betreffenden Behördenmitarbeiter hätten sich im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn geäußert. Netanjahu besucht Trump: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommt an diesem Mittwoch zu seinem ersten Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus zusammen. Wichtige Themen werden der Nahost-Konflikt und das Atomabkommen mit dem Iran sein. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama war das bilaterale Verhältnis auf einen Tiefpunkt gefallen. Der neue Präsident versprach dagegen bereits im Wahlkampf eine Neuausrichtung in der Nahost-Politik. So kündigte Trump an, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen zu wollen. Ein hochrangiger Regierungsbeamter erklärte zudem kurz vor dem Treffen mit Netanjahu, dass die USA nicht weiter auf eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt bestehen werden. Die US-Regierung werde das unterstützen, was die Konfliktparteien vereinbarten. Russland soll vertragswidrig neue Raketen stationiert haben: Russland soll nach einem Bericht des amerikanischen Senders CNN mit der Stationierung neuer Raketensysteme den russisch-amerikanischen Abrüstungsvertrag INF gebrochen haben. Der Sender beruft sich dabei auf Quellen in der US-Regierung. Auch die "New York Times" hatte darüber berichtet. Der 1987 in Kraft getretene INF-Vertrag regelt die Vernichtung aller nuklear bestückbaren Mittelstreckensysteme. CNN liegt ein Statement des US-Außenministeriums vor, in dem es heißt, Russland seien der Besitz, das Produzieren und das Testen von Boden-Luft-Lenkraketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verboten. Dem Bericht zufolge soll Russland auch mit anderen Aktionen provoziert haben. So soll unter anderem ein Kriegsschiff vor der Atlantikküste des US-Bundesstaates Delaware aufgetaucht sein. Argentiniens Präsident Macri im Visier der Justiz: In Argentinien hat ein Staatsanwalt Ermittlungen gegen Präsident Mauricio Macri angekündigt. Dabei geht es um den Verdacht auf Bevorteilung der Unternehmensgruppe Socma, die Macris Familie gehört. Die Ermittlungen sollen klären, ob ein Vertrag zwischen der Regierung und Socma vor rund 20 Jahren einen Verlust in Millionenhöhe für die Staatskasse verursacht haben könnte. Socmas Schulden gegenüber dem Staat resultieren vor allem aus der Zeit von 1993 bis 2007, als die Unternehmensgruppe für die argentinische Post zuständig war. Über das Ermittlungsverfahren muss nun ein Richter entscheiden. Eine Untersuchung könnte der Mitte-Rechts-Partei Macris bei den dieses Jahr anstehenden Kongresswahlen schaden. Interner Bericht über Demütigungen in Bundeswehr-Kaserne: Ein interner Bericht des Bundesverteidigungsministeriums hat neue Details zum Skandal um demütigende Rituale und sexuelle Nötigung in einer Bundeswehr-Kaserne in Pfullendorf zutage gebracht. Demnach zwangen Ausbilder untergebene Soldatinnen zum Tanz an der Stange und tasteten sie im Intimbereich ab. Der Bericht schildert außerdem, wie sich ein noch minderjähriger Mannschaftssoldat im Januar aus Angst vor einem Aufnahmeritual an seinen Vorgesetzten gewandt habe. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte nach dem Bekanntwerden der Vorfälle erklärt, die Missstände seien "bestürzende Zeichen für einen Mangel an Führung, Haltung und Kultur". Als Konsequenz waren sieben Soldaten vom Dienst suspendiert worden. An diesem Mittwoch befasst sich der Verteidigungsausschuss mit dem Fall. Drohende Staudamm-Katastrophe: Kalifornier können wieder nach Hause: Nach einer Massenevakuierung wegen eines drohenden Bruchs des höchsten amerikanischen Staudamms in Kalifornien können zahlreiche Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein Sheriff im Norden des US-Bundesstaates nahm die Evakuierungsanordnung bis auf weiteres zurück. Grund dafür seien unter anderem niedrigere Seespiegel, weiterführende Untersuchungen und

14.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sicherheitsberater Flynn tritt zurück : Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, ist von seinem Amt zurückgetreten. Trump habe den ehemaligen General Joseph Kellogg übergangsweise auf den Posten berufen, teilte das Weiße Haus in Washington weiter mit. Flynn hatte sich in der Affäre um ein umstrittenes Telefonat mit dem russischen Botschafter in Washington in Widersprüche verstrickt. In seinem Rücktrittsgesuch bedauerte Flynn demnach, dass er im Zusammenhang mit seinen umstrittenen Kontakten zu dem russischen Botschafter den damaligen "designierten US-Vizepräsidenten (Mike Pence) und andere mit unvollständigen Informationen" versorgt habe. Ihm war vorgeworfen worden, entgegen bisherigen Aussagen Ende Dezember in einem Telefonat mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak über die neuen Russland-Sanktionen des damaligen Präsidenten Barack Obama gesprochen zu haben. Damals war Flynn lediglich für den Posten des Sicherheitsberaters nominiert. Ex-Banker Mnuchin wird US-Finanzminister: Der US-Senat hat den umstrittenen früheren Banker Steven Mnuchin als neuen Finanzminister bestätigt. Der Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump erhielt am Montag 53 Stimmen bei 47 Gegenstimmen. Die große Mehrheit der oppositionellen Demokraten stimmte damit gegen den 54-Jährigen. Während die Republikaner die langjährige Erfahrung im Umgang mit privatwirtschaftlichen Unternehmen und das Verhandlungsgeschick Mnuchins loben, befürchten Kritiker ein Erstarken der Finanzlobby im Weißen Haus. Mnuchin gilt als Kind der Wall Street. Nach seiner langjährigen Arbeit als Manager für die Investmentbank Goldman Sachs gründete der Yale-Absolvent seinen eigenen Hedgefonds. Während der Immobilienkrise sah sich Mnuchin Vorwürfen ausgesetzt, Eigenheimbesitzer gezielt in die Zwangsvollstreckung zu treiben, um dann Ausgleichzahlungen von der Einlagensicherungsbehörde FDIC zu erhalten. Ministerpräsident Youssef Chahed weist Behördenfehler im Fall Amri zurück: Vor seinem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag hat Tunesiens Ministerpräsident Youssef Chahed Fehler der tunesischen Behörden im Fall des Berliner Attentäters Anis Amri zurückgewiesen. Amri sei bei seiner Ausreise aus Tunesien kein Terrorist gewesen, sondern habe sich erst im Gefängnis in Italien radikalisiert, sagte Chahed gegenüber der "Bild"-Zeitung. Auch bezüglich der Papiere Amris hätten sich die tunesischen Behörden korrekt verhalten. Chahed kündigte an, bei seinem Besuch in Berlin den Anschlagsort an der Gedächtniskirche zu besuchen. Was passiert sei, tue ihm wahnsinnig leid, erklärte der Regierungschef. Zugleich betonte er, sein Land habe derzeit keine Kapazitäten für Asylzentren. Die geplante Abschiebung des als Gefährder bekannten Amri war an fehlenden Personalpapieren aus Tunesien gescheitert. Türkischer Premier Yildirim hält Großveranstaltung in Oberhausen ab: Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim wird an diesem Samstag zu einer Großveranstaltung mit rund 10.000 Besuchern in der Oberhausener König-Pilsener-Arena erwartet. Das bestätigte die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Veranstalter ist demnach die türkische Regierung. Offizieller Anlass für Yildirims Deutschlandbesuch ist laut UETD dessen Teilnahme an der Sicherheitskonferenz in München. Der Zeitung zufolge will Yildirim in Oberhausen für das umstrittene Referendum werben, mit dem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Macht ausbauen will. Über die Verfassungsreform entscheiden am 16. April auch in Deutschland lebende türkische Staatsangehörige. Konsum und Bauboom lassen deutsche Wirtschaft wachsen: Konsum und Bauboom haben die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2016 stark wachsen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Oktober bis Dezember gegenüber dem dritten Quartal um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im dritten Vierteljahr war die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,9 Prozent und damit so stark wie zuletzt vor fünf Jahren, wie die Behörde vorläufige Daten bestätigte. Die Kauflust der Verbraucher und die Ausgaben des Staates, auch für die Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge, trugen zum Jahresende zum Wachstum bei.

13.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amnesty: Polizeibrutalität gefährdet junge tunesische Demokratie: Amnesty International sieht die demokratischen Reformen in Tunesien durch das zunehmend brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte gefährdet. Die Behörden hätten zweifellos die Pflicht, auf Sicherheitsrisiken zu reagieren und die Bevölkerung vor tödlichen Anschlägen zu schützen, sagte die Nordafrika-Direktorin der Menschenrechtsorganisation, Heba Morayef, zur Veröffentlichung eines Berichts über die Lage in dem nordafrikanischen Land. Der Kampf gegen Terrorismus rechtfertige aber keine Foltermethoden, die an die Ära des früheren Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali erinnerten. Der Bericht zählt 23 besonders schwere Fälle von Folter und Misshandlung seit 2015 auf. In dem Jahr war das neue Anti-Terror-Gesetz verabschiedet worden. Tausende Mexikaner demonstrieren gegen Trump: Tausende Mexikaner haben bei landesweiten Protestaktionen gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump demonstriert. In Mexiko-Stadt versammelten sich Demonstranten zu einer Großkundgebung vor dem Unabhängigkeitsdenkmal. Auch im westlich gelegenen Guadalajara gingen Tausende Menschen auf die Straße. Trump hatte die Mexikaner während des US-Wahlkampfs als Drogenhändler und Vergewaltiger diffamiert. Als Präsident will er nun das Nordamerikanische Freihandelsabkommen neu aushandeln oder aufkündigen. Zudem plant er den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, um illegale Einwanderung zu verhindern. Zehntausende protestieren in Bukarest: Mit einem Lichtermeer in den Farben der Flagge Rumäniens haben Zehntausende erneut in der Hauptstadt Bukarest gegen die Regierung protestiert. Die Demonstranten hielten Papierbögen in den Nationalfarben Blau, Gelb und Rot hoch und leuchteten sie mit ihren Handys an. Es war bereits der 13. Tag des Dauerprotestes gegen die sozialliberale Regierung. Die Demonstranten werfen ihr vor, korrupte Politiker begünstigen zu wollen. In mindestens acht Städten waren Regierungsgegner am Sonntag auf den Straßen. Allein in Bukarest waren es nach Schätzung der Medien etwa 50.000. Vor dem Bukarester Präsidentenpalast zogen den achten Tag in Folge rund 1000 Gegendemonstranten auf. Die Regierungsanhänger werfen dem Staatspräsidenten Klaus Iohannis vor, das Land zu spalten. Er unterstützt die Protestbewegung gegen die Regierung. USA, Japan und Südkorea fordern Treffen des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea: Nach dem neuerlichen nordkoreanischen Raketentest haben die USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates gefordert. Das Gremium werde voraussichtlich am Montagnachmittag (Ortszeit) zusammenkommen und beraten, sagte ein Vertreter der US-Botschaft bei den Vereinten Nationen. Zuvor hatte Pjöngjang den Test einer Rakete vom Typ Pukgukson-2 als Erfolg bezeichnet, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Das Geschoss wurde nach Angaben der südkoreanischen Regierung am Sonntagmorgen von einem Stützpunkt im Westen des Landes ins Japanische Meer abgefeuert. Es war der erste Abschuss einer nordkoreanischen Rakete seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. Bericht: Kein Rückgang der Gewalt von rechts: Die Zahl rechtsextremer Gewaltdelikte in Deutschland lag 2016 vorläufigen Angaben zufolge unverändert hoch. Die Polizei habe im vergangenen Jahr nach vorläufigen Erkenntnissen 914 Gewaltdelikte registriert, dabei seien 692 Menschen verletzt worden, berichtete der "Tagesspiegel". Die Zahlen ergäben sich aus den Antworten der Bundesregierung auf monatliche Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und ihrer Linksfraktion. Die tatsächliche Zahl der Gewalttaten werde jedoch noch höher liegen, da die Polizei erfahrungsgemäß viele Delikte nachmelde. Die Angaben für 2016 liegen auf ähnlichem Niveau wie im Jahr zuvor. 2015 hatte es allerdings einen Anstieg um etwa 30 Prozent im Vergleich zu 2014 gegeben.

11.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französischer Dschihadist Kassim offenbar bei Luftangriff getötet: Der französische Dschihadist Rachid Kassim ist Medienberichten zufolge offenbar im Irak bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition getötet worden. Das amerikanische Verteidigungsministerium bestätigte seinen Tod nicht, erklärte aber, Kassim sei in den vergangenen 72 Stunden in der Nähe von Mossul ins Visier genommen worden. Dem Sohn algerischer Einwanderer wird vorgeworfen, im Internet zu Terrorangriffen in Frankreich aufgerufen zu haben. Außerdem soll Kassim mit dem Angreifer in Kontakt gestanden haben, der im Juni ein französisches Polizistenpaar im Nordwesten Frankreichs getötet hatte.: Australien entzieht IS-Kämpfer Staatsbürgerschaft: Australien hat Medienberichten zufolge erstmals einem Anhänger der Terrormiliz IS die Staatsbürgerschaft entzogen. Nach einem Anti-Terror-Gesetz von 2015 darf das Land Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit ausbürgern, wenn diese Mitglied einer verbotenen Vereinigung sind oder sich an kriegerischen Angriffen beteiligt haben. Bei dem betroffenen IS-Kämpfer handelt es sich um den Sohn libanesischer Einwanderer. 2014 sorgte ein Foto, das den Mann und seinen siebenjährigen Sohn mit den Köpfen enthaupteter syrischer Soldaten zeigt, international für Empörung. Trump erwägt neues Dekret zur Einwanderung: Nach der Blockade seines Einreiseverbots durch die Justiz erwägt US-Präsident Donald Trump den Erlass eines neuen Einwanderungsdekrets. Er ziehe es in Betracht, eine "ganz neue" Anordnung zu erlassen, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Gegen die Entscheidung des Bundesberufungsgerichts in San Francisco, das am Donnerstag die Wiedereinsetzung des umstrittenen Einreisebanns abgelehnt hatte, will der US-Präsident nach eigenen Worten nicht sofort vor das Oberste Gericht ziehen. Über seine nächsten Schritte werde er in der nächsten Woche entscheiden, sagte Trump. Trotz juristischer Niederlagen vor zwei Bundesgerichten hält Trump sein Dekret weiter für rechtmäßig. "Wir werden diesen Kampf gewinnen", betonte er. "Wir haben auch viele andere Optionen", fügte er hinzu. Dazu zähle auch der Erlass eines neuen Dekrets. Von der Leyen zu Besuch bei US-Verteidigungsminister Mattis: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat nach ihrem Gespräch mit ihrem US-Kollegen James Mattis die guten Beziehungen beider Länder gelobt. Der US-Verteidigungsminister habe "ein ganz klares Bekenntnis zur NATO" abgegeben. Vor dem Gespräch brachte Mattis von der Leyen seine "höchste Wertschätzung" für die deutschen Streitkräfte zum Ausdruck. Mattis hob zudem hervor, dass beide Länder "viele gemeinsame Interessen" hätten. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt extrem kritisch über die NATO geäußert, was große Unruhe unter den Verbündeten auslöste. Allerdings hat sich Trump zuletzt auch mehrfach ausdrücklich zu der Allianz bekannt. USA und Japan wollen Kooperation ausbauen: Die USA und Japan wollen ihre Sicherheits- und Wirtschaftskooperation weiter ausbauen. US-Präsident Donald Trump und der japanische Premier Shinzo Abe bezeichneten die "tiefe Freundschaft" beider Länder in Washington als Eckpfeiler der Sicherheitsallianz im Pazifik. Mit Blick auf den Konflikt mit China um Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer sagten Trump und Abe, sie träten für die Freiheit von Handel und Schifffahrt ein. Trump betonte, die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder würden frei, fair und zum Nutzen beider Seiten sein. Ausdrücklich dankte Trump seinem Gast dafür, dass Japan US-Truppen beherberge. Im Wahlkampf hatte er noch gesagt, Japan müsse wie andere Länder auch für den Schutz seitens der USA bezahlen. Rumäniens Senatspräsident muss vor Gericht: Der Präsident des rumänischen Senats, Calin Popescu Tariceanu, kommt wegen mutmaßlicher Falschaussagen und Begünstigung eines Straftäters vor Gericht. Das entschied Rumäniens oberster Gerichtshof. Tariceanu ist als Chef des Senats zugleich zweiter Mann im Staat nach dem Staatspräsidenten. Damit stehen die Vorsitzenden beider Parlamentskammern Rumäniens vor Gericht - neben Tariceanu auch der Präsident des Abgeordnetenhauses, Liviu Dragnea, der auch Vorsitzender der Regierungspartei PSD ist. Derweil verlangten mehr als zehntausend Demonstranten landesweit den elften Tag in Folge den Rücktritt der sozialliberalen Regierung. Sie werfen ihr vor, den Kampf gegen Korruption bremsen zu wollen.

10.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Berufungsgericht: Einreisebann bleibt ausgesetzt: US-Präsident Donald Trump muss wegen seines umstrittenen Einreiseverbots eine weitere juristische Niederlage hinnehmen. Das Berufungsgericht in San Francisco lehnte den Antrag der Regierung ab, die Visa-Sperren für Menschen aus sieben vornehmlich muslimischen Ländern wieder in Kraft zu setzen. Die Entscheidung fiel einstimmig mit 3:0 Richterstimmen. In der 29-seitigen Urteilsbegründung folgt das Gericht fast vollständig der Argumentation der Kläger, die den Erlass als verfassungswidrig bezeichnet hatten. Die Bundesstaaten Washington und Minnesota hätten überzeugend dargelegt, dass den Abgewiesenen schon aus einem befristeten Einreisestopp Schaden entstehen könne. Die US-Regierung habe keinen Beweis für Sicherheitsbedenken vorgelegt, die ein Einreiseverbot rechtfertigten. Trump schrieb als Reaktion auf Twitter "Wir sehen uns vor Gericht". Damit deutet sich an, dass die US-Regierung den Supreme Court anrufen wird, das Oberste US-Gericht. Jetzt wirbt Trumps Beraterin für Ivankas Mode: Die umstrittene US-Präsidentenberaterin Kellyanne Conway hat in aller Direktheit für das Mode-Unternehmen von Donald Trumps Tochter Ivanka geworben, das sich mit Boykottaufrufen konfrontiert sieht. "Geht und kauft Ivanka-Sachen!", appellierte Conway während eines TV-Interviews an das Fernsehpublikum. Die Präsidentenberaterin bezeichnete ihre Äußerungen als "kostenlose Werbung" für die Ivanka-Trump-Marke. Nach einem Sturm der Kritik in den US-Medien ging das Weiße Haus auf Distanz zu dem Auftritt. Conway sei deswegen "ein Rat erteilt" worden, hieß es. Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings warf Conway vor, gegen die für Beschäftigte der US-Regierung geltenden Ehtikregeln verstoßen zu haben. Er forderte eine Untersuchung. Auch andere Politiker sprachen von einer ernsten Angelegenheit. Bund und Länder einig über schnellere Abschiebung: Abgelehnte Asylbewerber sollen künftig schneller und konsequenter aus Deutschland abgeschoben werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich in Berlin auf eine wesentlich intensivere Zusammenarbeit bei der Abschiebung. Dazu solle zeitnah die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, sagte Merkel nach dem Treffen im Kanzleramt. Rückführungen sollen demnach möglichst direkt aus den Erstaufnahmeeinrichtungen erfolgen. Zudem soll ein neues "Zentrum zur Unterstützung der Rückkehr" Sammelabschiebungen erleichtern. Beide Seiten betonten, dass das Vortäuschen einer Identität oder Straftaten eine schnelle Abschiebung zur Folge haben müssten. Die Abschiebehaft für Gefährder soll ausgeweitet, ihre Überwachung erleichtert werden. Außerdem sollen Anreize für eine freiwillige Rückkehr geschaffen werden. Odebrecht-Skandal: Haftbefehl gegen Perus Ex-Präsidenten Toledo: Die Schmiergeldaffäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht zieht immer weitere Kreise: Wegen Korruptionsvorwürfen wurde ein internationaler Haftbefehl gegen den früheren peruanischen Staatschef Alejandro Toledo erlassen. Zudem ordnete ein Richter 18 Monate Untersuchungshaft an. Toledo wird vorgeworfen, bis zu 20 Millionen US-Dollar Bestechungsgeld angenommen zu haben. Auch Panamas Präsident Juan Carlos Varela wurde von einem früheren Vertrauten belastet. Ein Rechtsanwalt sagte, Varela habe Wahlkampfspenden von Odebrecht erhalten. Zuvor war bereits der kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos beschuldigt worden, von dem Konzern Geld für seinen Wahlkampf bekommen zu haben. In Venezuela, Mexiko und Argentinien soll ebenfalls Geld geflossen sein. Nach Ermittlungen der US-Justiz hat der Odebrecht-Konzern – er wurde von deutschen Einwanderern gegründet – in insgesamt zwölf Ländern bis zu 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt, um dafür Bauaufträge zu erhalten. Berlinale lockt mit fast 400 Filmen: Die 67. Berlinale ist eröffnet. Zum Auftakt der Internationalen Filmfestspiele wurde am Donnerstagabend im Berliner Festivalpalast die Weltpremiere des Künstlerporträts "Django" gezeigt. Der Film von Etienne Comar handelt vom Schicksal des französischen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt und seiner Flucht aus dem von Deutschland besetzten Paris im Jahr 1943. Nach der Premiere sagte Comar, dass "Django" nach all den Jahren in Berlin spielen dürfe, sei ein Zeichen der Versöhnung. Der Film war der erste von 18 Kandidaten, die um den Hauptpreis, den Goldenen Bären, konkurrieren. Bis zum 19. Februar werden rund 400 Filme aus 71 Ländern gezeigt. Levina gewinnt deutschen ESC-Vorentscheid: Deutschland schickt Isabella "Levina" Lueen zum Eurovision Song Contest 2017 nach Kiew. Die 25-jährige Studentin mit Wohnsitzen in London und Berlin gewann den ESC-Vorentscheid in Köln nach Publikumswahl gegen vier M

09.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Britisches Unterhaus billigt Brexit: Das britische Unterhaus hat das Gesetz zum Start der Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union gebilligt. Die Abgeordneten erteilten der Regierung mit 494 gegen 122 Stimmen die förmliche Erlaubnis, die Austrittsverhandlungen mit der EU aufzunehmen. Obwohl die meisten Parlamentarier eine Scheidung von der EU ablehnen, stimmten sie für den Gesetzentwurf, um das Mehrheitsvotum der Wähler beim Brexit-Volksentscheid im Juni zu respektieren. Jetzt geht die Vorlage ins Oberhaus, wo ebenfalls mit einem Ja gerechnet wird. Die konservative Premierministerin Theresa May will bis Ende März offiziell den Austritt nach Artikel 50 des EU-Vertrages erklären. Danach haben beide Seiten zwei Jahre Zeit, um einen entsprechenden Vertrag zu vereinbaren. Hardliner Sessions als Justizminister bestätigt: Der US-Senat hat den ultra-konservativen Politiker Jeff Sessions als Justizminister der Vereinigten Staaten bestätigt. Für den Republikaner stimmten 52 Senatoren bei 47 Gegenstimmen. Vorausgegangen war eine erbitterte Debatte um die Tauglichkeit des 70-Jährigen Senators für das Amt. In den 1980er Jahren hatte er vergeblich den Posten als Bundesrichter angestrebt – ihm wurden rassistische Äußerungen und eine gewisse Sympathie für den Ku-Klux-Klan nachgesagt. Sessions bestritt, Rassist zu sein. Er gilt als einflussreicher Rechtsaußen im Team des US-Präsidenten Donald Trump. US-Präsident Trump greift wieder per Twitter an: US-Präsident Donald Trump hat die Kaufhauskette Nordstrom hart dafür kritisiert, dass sie die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. Seine Tochter werde von Nordstrom "so unfair" behandelt, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Schrecklich!", fügte er hinzu. Das US-Unternehmen begründete seine Entscheidung mit den niedrigen Verkaufszahlen der Produkte von Ivanka Trump. Seit vergangenem Herbst kursiert im Internet unter dem Hashtag #GrabYourWallet (Greif nach Deiner Geldbörse) der Aufruf, Produkte der Trump-Familie zu boykottieren. Der Präsident und seine Familie sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, ihre politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten nicht sauber zu trennen. CDU will Deutsche Welle als "Gegengewicht zu Propaganda" stärken: Als Reaktion auf "Fake News" und Einflussversuche aus dem Ausland will die CDU den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärken, insbesondere den Auslandssender Deutsche Welle. Das geht aus einem Beschluss der Medienpolitiker der Christdemokraten hervor, über den die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Der Vorsitzende des CDU-Netzwerkes "Medien und Regulierung", Marco Wanderwitz, sagte, die Deutsche Welle müsse "ein klares Gegengewicht zu Desinformation und Propaganda" darstellen. Die CDU tritt dafür ein, den Sender finanziell besser auszustatten, um ihn "auf das Niveau der Auslandssender" der großen EU-Mitgliedstaaten zu heben, wie es im Beschluss heißt. Polizeistreik löst Gewaltwelle mit 85 Toten in brasilianischer Stadt aus: Ein seit Tagen andauernder Polizeistreik in der brasilianischen Großstadt Vitória hat zu einer Welle der Gewalt geführt. In den vergangenen Tagen seien mindestens 85 Menschen getötet worden, berichtete das Nachrichtenportal Globo unter Berufung auf die Polizeigewerkschaft. Der öffentliche Nahverkehr in der 320.000-Einwohner-Stadt fiel aus, Gesundheitszentren und Schulen blieben geschlossen. In den Straßen patrouillierten Soldaten. Immer wieder kam es zu Schießereien, Plünderungen und Überfällen. In der nahe gelegenen Stadt Cariacica wurden am Mittwoch drei Polizisten angeschossen. Die Militärpolizisten streiken seit Samstag und fordern höhere Gehälter. Der Bundesstaat Espírito Santo mit der Hauptstadt Vitória hat massive Finanzprobleme und ist zum Sparen gezwungen.

08.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Berufungsgericht will schnell über Trumps Einreiseverbot entscheiden: Im Rechtsstreit um die US-Einreisesperre soll noch im Verlauf der Woche ein Urteil fallen. Dies teilte das Berufungsgericht in San Francisco mit. Das Gericht befasste sich mit dem Antrag der US-Regierung, das Urteil eines Bundesrichters in Seattle gegen Präsident Donald Trumps Einreiseverbot für Flüchtlinge und für Staatsbürger aus sieben vorwiegend muslimischen Ländern aufzuheben. Die einstündige Verhandlung wurde telefonisch durchgeführt. Zwei der drei Richter stellten dem Vertreter der US-Regierung besonders harte Fragen. Letztlich dürfte der Streit vor dem Obersten Gericht landen. Trump hatte am 27. Januar verfügt, dass die Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern sowie sämtliche Flüchtlinge vorübergehend nicht in die USA einreisen dürfen. Seither sorgt der Erlass, der mit Terrorrisiken begründet wurde, für Chaos bei den Einwanderungsbehörden und an den Flughäfen, wütende Demonstrationen sowie heftigen politischen und juristischen Streit. Türkische Regierung entlässt erneut tausende Staatsangestellte: Knapp sieben Monate nach dem gescheiterten Putschversuch hat die türkische Regierung erneut tausende Staatsangestellte entlassen. Das Dekret des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan betrifft knapp 4500 Menschen. Unter den Entlassenen sind hauptsächlich Bedienstete des Bildungsministeriums, aber auch Mitglieder der Gendarmerie sowie Angestellte des öffentlichen Fernsehsenders TRT. In der Folge des gescheiterten Militärputschs hat die Führung in Ankara bereits mehr als 100.000 Angestellte entlassen. Über 40.000 Menschen wurden festgenommen. Erdogan hatte kurz nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 den Ausnahmezustand ausgerufen. Seitdem kann er weitgehend per Dekret regieren. Die erweiterten Vollmachten nutzt die Regierung, um hart gegen ihre Gegner vorzugehen - vor allem gegen Anhänger der Gülen-Bewegung, die für den Putschversuch verantwortlich gemacht wird. Merkel spricht in Polen über Zukunft der EU: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Warschau mit Jaroslaw Kaczynski, dem Chef der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit PiS, zusammengekommen. Themen seien die Zukunft der EU und die politische Situation nach dem Brexit-Votum Großbritanniens gewesen, teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit. Der mächtige PiS-Chef hat derzeit kein Regierungsamt inne, gilt aber als politischer Strippenzieher im Land. Wiederholt hatte er sich für einen Verbleib Polens in der EU ausgesprochen, aber eine Reform der EU-Verträge gefordert. Polens Regierung setzt sich für eine Stärkung der nationalen Parlamente ein. Während ihres Besuchs in Warschau sprach Merkel auch mit Regierungschefin Beata Szydlo sowie Präsident Andrzej Duda. Entscheidende Abstimmung über Brexit im britischen Unterhaus: Das britische Unterhaus stimmt an diesem Mittwoch abschließend über das Brexit-Gesetz ab. Stimmen die Abgeordneten für die Vorlage von Premierministerin Theresa May, kann das Verfahren zum Austritt Großbritanniens aus der EU offiziell beginnen. Es wird erwartet, dass die Parlamentarier den Gesetzentwurf der Regierung billigen werden. Bei einer ersten Abstimmung votierte bereits eine klare Mehrheit dafür. Die Einbindung des Parlaments wurde durch ein im Januar verkündetes Urteil des Obersten Gerichts in London erforderlich. Nach der Abstimmung im Unterhaus geht das Gesetz ins Oberhaus, das vermutlich bis Anfang März seine Zustimmung geben wird. Laut Medienberichten könnte May dann bei dem EU-Gipfel am 9. und 10. März den EU-Austritt beantragen. Kolumbiens Präsident Santos gerät im Odebrecht-Skandal unter Druck: In dem mehrere Länder Südamerikas erschütternden Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht gerät nun auch Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos unter Druck. Die Generalstaatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass Odebrecht für die Wahlkampagne von Santos 2014 bis zu eine Million US-Dollar gezahlt haben soll. Nach Ermittlungen der US-Justiz soll der brasilianische Odebrecht-Konzern, der von deutschen Einwanderern gegründet wurde, in zwölf Ländern bis zu 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben, um dafür Bauaufträge zu erhalten. In Peru beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen Ex-Präsident Alejandro Toledo. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob ein internationaler Haftbefehl erlassen wird. - Wegen des Verdachts auf Annahme von 20 Millionen US-Dollar (18,5 Mio. Euro) Bestechungsgeld droht

07.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Amnesty berichtet von Massenhinrichtungen in syrischem Gefängnis: Die syrische Regierung hat nach Erkenntnissen von Amnesty International bis zu 13.000 Häftlinge bei Massenhinrichtungen töten lassen. Die Menschen seien von 2011 bis 2015 in dem berüchtigten Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus ohne ein rechtsstaatliches Verfahren mit Billigung des Regimes getötet worden, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Dazu kämen Tausende, die durch Folter und unmenschliche Behandlung ums Leben gekommen seien. Der Bericht stützt sich auf Zeugenaussagen, darunter ehemalige Gefängniswärter und Behördenvertreter, aber auch ehemalige Häftlinge, Richter und Anwälte. Andere Menschenrechtsorganisationen hatten in der Vergangenheit ebenfalls auf Hinrichtungen und Folter in den Militärgefängnissen des Staates hingewiesen. Israel billigt umstrittenes Siedler-Gesetz: Israels Parlament will tausende von Siedlerwohnungen auf palästinensischem Privatland legalisieren. Für das umstrittene Gesetz stimmten 60 der 120 Abgeordneten, 52 votierten dagegen. Rund 4000 Wohnungen israelischer Siedler im besetzten Westjordanland werden mit dem Gesetz rückwirkend genehmigt, obwohl sie widerrechtlich auf privaten Grundstücken von Palästinensern gebaut wurden. Befürworter der Verordnung wollen damit weitere Räumungen wilder Siedlungen verhindern. Palästinensische Besitzer sollen finanziell entschädigt werden. Seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump im vergangenen Monat hat Israel bereits den Bau von mehr als 5000 neuen Siedlerwohnungen angekündigt. US-Gericht setzt Anhörung über Dekret zum Einreisestopp an: Der erbitterte Rechtsstreit um das von US-Präsident Donald Trump erlassene und derzeit ausgesetzte Einreiseverbot für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern geht weiter. Anwälte des Justizministeriums erklärten, es liege in der Befugnis des Präsidenten zu entscheiden, wer einreisen dürfe und wer nicht. Der Erlass sei daher rechtmäßig, heißt es in einer Begründung, die das Ministerium bei einem Berufungsgericht in San Francisco vorlegte. Das Gericht setzte für diesen Dienstag eine Anhörung an. Es ist wahrscheinlich, dass der Fall am Ende vor dem Obersten Gerichtshof landet. Auf der einen Seite steht die US-Regierung, auf der anderen stehen die Generalstaatsanwälte mehrerer US-Bundesstaaten. Sie argumentieren, dass das von Trump unterzeichnete Dekret die Wirtschaft schwäche und die Religionsfreiheit verletze. Fast 130 große US-Unternehmen verurteilten in einem Schreiben das Einreiseverbot als widerrechtlich. Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Staatsbesuch in Polen: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist zu Gesprächen mit polnischen Politikern nach Warschau. Unter anderem ist ein Treffen mit Ministerpräsidentin Beata Szydlo sowie dem Präsidenten Andrzej Duda geplant. Merkel will in der polnischen Hauptstadt außerdem Vertreter der deutschen Minderheit und die Chefs politischer Parteien treffen. Nach Angaben der Bundesregierung stehen die bilateralen Beziehungen sowie europapolitische Themen auf der Agenda. In den Gesprächen soll es zudem um außen- und sicherheitspolitische Fragen gehen. Polens Regierung hat seit ihrem Amtsantritt eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die von der Opposition im Land sowie der EU als Einschränkung der Rechtsstaatlichkeit kritisiert werden. Koalition einigt sich auf Maßnahmenbündel zur Terrorbekämpfung: Die Bundesregierung hat grünes Licht für ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der inneren Sicherheit gegeben. Die Bundesminister für Inneres und Justiz hatten den 10-Punkte-Plan bereits im Januar als Konsequenz aus dem Berliner Weihnachtsmarktanschlag vorgestellt. Bei einem Treffen der Koalitionspartner in München segneten Bundeskanzlerin Angela Merkel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und der scheidende SPD-Chef Sigmar Gabriel das Vorhaben nun ab. Die Maßnahmen sehen unter anderem eine Erweiterung der Abschiebehaft vor. So sollen künftig auch Extremisten in Abschiebehaft genommen werden können, von denen womöglich eine besondere Gefahr für die Sicherheit ausgeht. Diese so genannten Gefährder sollen außerdem künftig besser überwacht werden können. Friedensverhandlungen zwischen Kolumbiens Regierung und ELN: In der ecuadorianischen Hauptstadt Quito beginnen Friedensgespräche zwischen der Regierung und der Rebellengruppe ELN. In den vergangenen drei Jahren hatten die beiden Konfliktparteien bereits geheime Verhandlungen geführ

06.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Unternehmen kritisieren vor Gericht Trumps Einreiseverbot : Fast 100 amerikanische Unternehmen, angeführt von Technologie-Schwergewichten wie Apple, Google, Facebook und Microsoft, haben sich vor Gericht gegen das Einreiseverbot von Präsident Donald Trump gewandt. Sie reichten eine ausführliche Stellungnahme im Verfahren bei einem Berufungsgericht in San Francisco ein. Dort wird der Rechtsstreit um das Trump-Dekret über befristete Einreiseverbote für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern ausgefochten. Die Konzerne betonen, dass Einwanderer zu vielen Innovationen in Amerika beigetragen hätten. Das Präsidentendekret sei zudem diskriminierend und widerrechtlich. Trump bekundet "starke Unterstützung" für die NATO : US-Präsident Donald Trump wird im Mai die politischen Führer der NATO-Mitgliedstaaten treffen. Das teilte das Weiße Haus nach einem Telefonat Trumps mit dem Generalsekretär der Militärallianz, Jens Stoltenberg, mit. Trump habe in dem Gespräch seine "starke Unterstützung für die NATO" bekundet und seine Teilnahme an dem Treffen zugesagt. Demnach erörterten die beiden auch, wie man alle NATO-Staaten "ermuntern" könne, sich bei den Verteidigungsausgaben stärker zu engagieren. Jüngst hatte der US-Präsident in einem Interview die NATO noch als "obsolet" bezeichnet. Halbe Million Rumänen demonstriert gegen Regierung : In Rumänien gehen die Proteste gegen die sozialliberale Regierung weiter. Landesweit haben sich nach Berichten mehrerer Fernsehsender rund 500.000 Menschen an den Kundgebungen gegen Ministerpräsident Sorin Grindeanu beteiligt. Allein in der Hauptstadt Bukarest wurden mehr als 200.000 Demonstranten gezählt. Die Menschen verlangen den Rücktritt des Regierungschefs, obwohl dieser die umstrittene Verordnung zurückgenommen hat, die die Ahndung von Amtsmissbrauch deutlich erschweren sollte. Von der Neuregelung hätte auch der Parteichef der regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, profitiert, der wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch vor Gericht steht. Marine Le Pen bezeichnet EU als Fehlschlag : Mit den erwartet scharfen Tönen gegen die Einwanderungspolitik und die Europäische Union hat die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen ihre Kampagne für die Präsidentschaftswahl begonnen. Die EU sei ein Fehlschlag und habe Frankreich entmündigt, sagte die Vorsitzende der Partei "Front National" vor etwa 3000 Anhängern in Lyon. Die 48-Jährige kann Umfragen zufolge mit dem Einzug in die Stichwahl um die Nachfolge von Staatschef Francois Hollande rechnen. Für diese entscheidende Abstimmung im Mai sagen ihr Beobachter aktuell aber eine Niederlage voraus. Allerdings ist der konservative Bewerber Francois Fillon, der lange als Favorit galt, wegen der Vorwürfe zur Beschäftigung seiner Ehefrau auf Staatskosten in Bedrängnis geraten. Breite Kritik an Oppermanns Flüchtlingsschwenk : Die Opposition und Hilfsorganisationen in Deutschland haben scharfe Kritik an SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann für dessen Bereitschaft geübt, aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge nach Nordafrika zurückschicken zu lassen. Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter nannte Oppermann in der "Berliner Zeitung" einen "Asyl-Hardliner". Linksfraktionschef Dietmar Bartsch verwies darauf, dass man "mit einer de facto nicht existierenden Regierung wie in Libyen" keine Verträge schließen könne. Oppermann hatte sich mit einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf den Kurs der Union in Fragen der Flüchtlingsrückführung begeben. Die Hilfsorganisation Pro Asyl kritisierte, dass auf diese Weise keine Probleme gelöst und das Menschenrecht auf Asyl missachtet würden. Drei Tote bei Feuer in Berliner Saunaclub : Bei einem Brand in einem Saunaclub in Berlin sind drei Männer ums Leben gekommen. Außerdem musste eine Person mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt haben sich zum Zeitpunkt des Feuers etwa 30 Menschen in dem Etablissement aufgehalten. Die Polizei geht nicht davon aus, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöht. Die Ursache des Feuers in dem Gebäude, in dem sich auch eine Seniorenunterkunft befindet, ist noch unklar. New England Patriots gewinnen Super Bowl : In den USA haben die New England Patriots den 51. Super Bowl mit 34:28 gegen die Atlanta Falcons gewonnen. Die Falcons mit Spielmacher Matt Ryan dominierten die Partie vor völlig ausverkauftem Haus in Houston zunächst. Nach einer Aufholjagd der Patriots um Tom Brady wurde das Spiel in der Verlängerung entschieden. Das Football-Großereignis wurde von Millionen Fernsehzuschauern in der ganzen Welt verfolgt. In der Halbzeit trat Lady Gaga auf, die zu Beginn ihres Auftritts mit "God bless America" ein Bekenntnis zur Liberalität der Vereinigten Staaten abgab. Manc

04.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Bundesrichter stoppt Trumps Einreise-Bann: Ein US-Bundesrichter in Seattle hat das von Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern vorläufig gestoppt. Die einstweilige Verfügung gilt laut der Urteilsbegründung landesweit. Sie bleibt solange in Kraft, bis über die Klage des Generalstaatsanwalts des nordwestlichen Bundesstaates Washington, Bob Ferguson, entschieden ist. Ferguson begrüßte die vorläufige Entscheidung. In einer Mitteilung seiner Behörde heißt es, niemand stehe über dem Gesetz, nicht einmal der Präsident. Das Weiße Haus kündigte an, umgehend gegen das Urteil vorgehen zu wollen. Trump hatte vor einer Woche per Dekret die Einreise von Bürgern aus dem Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Sudan und Jemen für 90 Tage gestoppt. Im ganzen Land sind an Gerichten weitere Klagen anhängig. Iran droht nach US-Sanktionen mit Gegenmaßnahmen: Der Iran hat die neuen US-Sanktionen im Zusammenhang mit dem iranischen Raketentest als "dilettantisch" und "zwecklos" abgetan. Das Teheraner Außenministerium erklärte, das iranische Raketenprogramm diene lediglich der Verteidigung der nationalen Grenzen. Als Reaktion werde auch der Iran einige US-Bürger und Firmen mit Beschränkungen belegen. Die neuen iranischen Militärmanöver mit Raketentests verschiedener Reichweiten bezeichneten die Revolutionsgarden als Antwort an Washington. Wegen des Tests einer ballistischen Mittelstreckenrakete hatten die USA am Freitag Sanktionen erlassen. Nach Angaben des US-Finanzministeriums betreffen die Strafmaßnahmen 25 Firmen und Einzelpersonen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte während seiner USA-Reise Verständnis für die Sanktionen. Sie dürften aber keine Auswirkungen auf das nach jahrzehntelangen Verhandlungen 2015 beschlossene Atomabkommen haben. Identität des Louvre-Attentäters geklärt: Der Angreifer vom Pariser Louvre war vermutlich ein 29-jähriger Ägypter, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebt. Die Identität des Mannes sei aber noch nicht "formell" bestätigt, sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins bei einer Pressekonferenz. Nach ersten Ermittlungen flog der Mann am 26. Januar mit einem Touristenvisum von Dubai nach Paris. Zwei Tage später habe er in der Stadt zwei Macheten gekauft. Am Freitagvormittag griff der Mann vier patrouillierende Soldaten an einem unterirdischen Zugang an, der zu einem Einkaufszentrum und zum Kunstmuseum Louvre führt. Einer der Soldaten schoss auf den Mann und verletzte ihn schwer am Bauch. Der Attentäter liegt lebensgefährlich verletzt in einem Krankenhaus. Ein Soldat wurde leicht verletzt. Druck auf rumänische Regierung wächst: In Rumänien haben den vierten Tag in Folge zehntausende Menschen landesweit gegen die sozialliberale Regierung demonstriert. Nach rumänischen Medienberichten zogen in der Hauptstadt Bukarest rund 100.000 Menschen zum Sitz der Regierung. Offizielle Teilnehmerzahlen gab es nicht. Auch in zahlreichen weiteren Städten gab es Proteste. Auslöser ist eine Eilverordnung, die die Gesetze gegen Korruption aufweicht. Der Druck auf die Regierung wuchs durch eine dritte Verfassungsklage gegen diese Verordnung und durch Kritik aus dem eigenen Lager. Für diesen Samstagnachmittag ist die nächste Großdemonstration geplant. Die Demonstranten wollen in Bukarest zum Parlament ziehen und eine Menschenkette bilden. Mexiko bestätigt ersten Kindstod durch Zika-Virus: Mexiko hat erstmals den Todesfall eines Babys mit dem Zika-Virus in Verbindung gebracht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, kam das Mädchen bereits im November vergangenen Jahres als Frühgeburt zur Welt und starb noch bei der Geburt. Es habe unter Mikrozephalie, also einem zu kleinen Kopf, gelitten. Nach Angaben des Ministeriums hat es einige Monate gedauert, um zu bestätigen, dass die Mikrozephalie mit dem Zika-Virus zusammenhängt. Seit November 2015 gab es in Mexiko mehr als 7600 bestätigte Infektionen mit dem Zika-Virus. Mehr als die Hälfte davon waren schwangere Frauen. Das Virus kann beim Embryo schwere Schädelfehlbildungen verursachen. MoMA in New York stellt Werke muslimischer Künstler aus: Aus Protest gegen das von US-Präsident Donald Trump per Dekret verhängte Einreiseverbot hat das New Yorker "Museum of Modern Art" (MoMA) die Werke mehrerer Künstler ausgestellt, die aus mit dem Bann belegten Ländern stammen. Sieben Werke von Künstlern unter anderem aus dem Sudan, dem Irak und dem Iran nahmen im fünften Stock des weltberühmten Museums den Platz von Bildern von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Francis Picabia ein, wie die Zeitung "New York Times" berichtet. Zu sehen sind unter anderen Werke des Malers Ibrahim el-Salahi aus dem Sudan oder der irakischstämmigen Architektin Saha Hadid.

03.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sanktionen gegen Iran sollen kurz bevorstehen: Wie aus US-Regierungskreisen bekannt wurde, sollen wegen des jüngsten Raketentests bereits an diesem Freitag neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft treten. Bis zu zwei Dutzend Menschen, Firmen und möglicherweise Regierungsbehörden könnten mit Strafmaßnahmen belegt werden. Das Weiße Haus und das Außenministerium äußerten sich dazu nicht. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch sein Sicherheitsberater Michael Flynn hatten den Iran zuvor "formell gewarnt", wobei unklar blieb, was das konkret bedeutet. Die Regierung in Teheran wies die US-Kritik entschieden zurück. Der Iran hatte den Test einer ballistischen Mittelstreckenrakete bestätigt. Das Verteidigungsministerium beteuerte, es handle sich dabei nicht um einen Verstoß gegen das Atomabkommen. Gabriel sieht politische Gemeinsamkeiten mit Pence und Tillerson: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zeigt sich nach ersten Gesprächen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson und Vizepräsident Mike Pence in Washington zufrieden über große politische Gemeinsamkeiten. Es gebe zwar Differenzen mit US-Präsident Donald Trump bei den Themen Migration, Europa, beim Ukraine-Konflikt und der Haltung zu Russland, sagte Gabriel. In den Gesprächen mit Pence und Tillerson hätten sich diese Unterschiede aber nicht gezeigt. Beide hätten ein großes Interesse an einer Stärkung Europas, sagte Gabriel. Auch das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union würden sie nicht als Beginn eines Auseinanderbrechens der EU interpretieren. Nach dem Treffen bestätigte das Weiße Haus, Vizepräsident Pence werde bei seiner ersten Auslandsreise die NATO und die Europäische Union in Brüssel besuchen sowie Mitte Februar an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. USA wollen Russland-Sanktionen beibehalten: Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump will die wegen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel verhängten Sanktionen gegen Moskau aufrecht erhalten. Das sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, in New York. Die Sanktionen sollen demnach so lange bestehen bleiben, bis Russland der Ukraine die Kontrolle über die Halbinsel zurückgebe. Haley sagte, die USA wollten bessere Beziehungen zu Russland, aber die Lage in der Ukraine erfordere "bedauerlicherweise" eine "klare und starke Verurteilung russischer Handlungen". Die Kämpfe in der Ostukraine hatten sich zuletzt verschärft. Laut Haley unterstützen die USA wie unter der Vorgängerregierung den Friedensplan von Minsk. Die Haltung zu Russland kommt unerwartet, da Trump eine Aufhebung oder Lockerung der Sanktionen erwägt hatte. USA distanzieren sich von Israels Siedlungsplänen: Die USA haben sich überraschend und erstmals unter Präsident Donald Trump von Israels Siedlungspolitik distanziert. Wer neue Siedlungen baue oder bestehende erweitere, gefährde damit womöglich die Friedensbemühungen im Nahen Osten, teilte das Weiße Haus mit. Grundsätzlich habe die neue US-Regierung aber noch keine offizielle Position zum Siedlungsbau bezogen, heißt es in der Mitteilung von Trumps Sprecher Sean Spicer. Dies sei Gegenstand weiterer Diskussionen, auch mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Trump am 15. Februar besuchen wird. Netanjahu hatte zuvor den Bau einer neuen Siedlung angekündigt – und mit diesem Vorpreschen Trumps Regierung in ihrer außenpolitischen Findungsphase verärgert, wie ein Zeitungsbericht nahelegt. Seoul: Nordkoreas Machthaber entlässt Minister für Staatssicherheit: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach südkoreanischen Angaben im Januar den Minister für Staatssicherheit nach Korruptionsvorwürfen entlassen. Der 72-jährige Kim Won Hong sei zudem nach Ermittlungen durch die in Nordkorea herrschende Arbeiterpartei für Machtmissbrauch und Folterungen durch das Ministerium verantwortlich gemacht worden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Der frühere Minister sei eigentlich ein enger Helfer Kim Jong Uns gewesen, um dessen "Schreckensherrschaft" umzusetzen, sagte ein Sprecher. Er spekulierte, dass die "Instabilität des Regimes" im weiterhin isolierten Nachbarland größer werden und die staatliche Kontrolle der Bevölkerung schwächer werden könne. Aus Nordkorea gibt es für die Angaben über die Entlassung des Ministers bisher keine Bestätigung. Anklage gegen Amri-Kontaktmann in Tunesien: Die tunesische Staatsanwaltschaft will den Kontaktmann des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri wegen "Zugehörigkeit zu einer terroristischen Gruppe" anklagen. Die tunesischen Behörden verfügten über Beweise, dass sich der Mann einer Dschihadisten-Miliz in Syrien anschließen wollte, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Demnach war er aber nicht an dem Anschlag im Dezember in Berlin beteiligt. Die sächsischen Behörden hat

02.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel besucht die Türkei: Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Donnerstag zu politischen Gesprächen in die Türkei. Es ist der erste Besuch seit dem Putschversuch im Juli 2016. Bei ihren Treffen mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Binali Yildirim will Merkel unter anderem Fortschritte für das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei erzielen. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert sollen auch Freiheitsrechte und deren Einschränkungen in der Türkei ein Thema sein. Seibert ließ offen, ob Merkel auch Oppositionelle treffen wird. Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei ist seit langem angespannt. Erdogan wirft deutschen Politikern vor, nach dem Putschversuch zu wenig Solidarität gezeigt zu haben. Er drängt zudem auf ein härteres Vorgehen gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Gülen-Bewegung in Deutschland. Bundesaußenminister Gabriel trifft US-Amtskollegen Tillerson: Außenminister Sigmar Gabriel reist als erstes Mitglied der Bundesregierung seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump nach Washington. Er wird dort seinen Amtskollegen Rex Tillerson treffen. Er bringe das Angebot von Freundschaft und Vertrauen mit nach Washington, sagte Gabriel. Tillerson war erst am Mittwochabend deutscher Zeit vom Senat als Außenminister bestätigt worden. Politisch ist Tillerson umstritten. Er war über 40 Jahre lang Manager des Ölkonzerns ExxonMobil, zuletzt als Vorstandschef. Kritiker sehen darin eine mögliche Befangenheit. Seine Ölgeschäfte haben Tillerson auch große Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin gebracht. Zuletzt bemühte er sich eifrig um Distanz zu Putin. Er bezeichnete Russland als "Gefahr" für die USA und Europa. Trump wird gegenüber Australiens Premier ausfällig: US-Präsident Donald Trump soll sich laut einem Medienbericht mit Australiens Premier Malcolm Turnbull am Telefon gestritten haben. Trumps Ärger in dem Gespräch entspann sich demnach an der Verpflichtung der USA, Flüchtlinge aus einem Lager Australiens in Papua Neuguinea aufzunehmen, eine vertragliche Bindung aus der Zeit Barack Obamas. Die "Washington Post" beruft sich auf Mitarbeiter der US-Regierung. Das sei der schlechteste Deal aller Zeiten, soll Trump gesagt haben, als Turnbull wissen wollte, ob sich die Vereinigten Staaten an die Abmachung halten würden. Das Weiße Haus wollte den Bericht der "Washington Post" nicht kommentieren. Gewaltsame Zusammenstöße in Rumäniens Hauptstadt: Vor dem Regierungssitz in Rumäniens Hauptstadt Bukarest ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. Bei einer Massendemonstration gegen die Lockerung der Anti-Korruptionsgesetze begannen mehrere Dutzend aggressive Sportfans, die Polizisten mit Feuerwerkskörpern zu bewerfen. Die Polizei antwortete mit Tränengas, woraufhin viele der zehntausenden friedlichen Demonstranten den Platz verließen. Oppositionsmedien sahen in dem Krawall eine gezielte Provokation regierungsnaher Kreise, um den Protest zu diskreditieren. Zehntausende Rumänen demonstrieren seit Tagen landesweit gegen die von der sozialliberalen Regierung beschlossene Einschränkung des Kampfs gegen Korruption. May veröffentlicht Brexit-Plan: Die britische Regierung veröffentlicht an diesem Donnerstag einen Plan für die Trennung von der Europäischen Union. Premierministerin Theresa May hatte vor zwei Wochen in einer Grundsatzrede einen "harten Brexit" angekündigt, der auch den Ausstieg aus dem europäischen Binnenmarkt beinhaltet. Nun will sie ein so genanntes Weißbuch mit einem genaueren Plan zu ihrer Verhandlungsstrategie vorlegen. Am Mittwoch hatte das Brexit-Gesetz der Regierung eine erste Hürde im Parlament genommen. Die Abgeordneten votierten im Unterhaus mit großer Mehrheit für die Vorlage. Mit dem nur 143 Worte zählenden Gesetz sollen die Parlamentarier der Regierung die förmliche Erlaubnis erteilen, die Austrittsverhandlungen mit der EU aufzunehmen. Gewalttätige Proteste gegen Räumung der jüdischen Siedlung Amona: Begleitet von gewaltsamen Protesten hat Israels Polizei mit der Räumung der umstrittenen Siedlung Amona im besetzten Westjordanland begonnen. Hunderte Polizisten rückten zu Fuß in die jüdische Siedlung ein, die ohne Genehmigung auf palästinensischem Privatland errichtet wurde. Mehrere Beamte wurden durch Attacken der Siedler und deren Unterstützer verletzt. Das Oberste Gericht Israels hatte schon Ende 2014 den Abriss der Häuser angeordnet. Unterdessen verkündete das Verteidigungsministerium die Genehmigung für 3000 neue Siedlerwohnungen. Die EU und die UN verurteilten die israelischen Siedlungspläne.

01.02.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großrazzia gegen Islamisten-Szene in Hessen: Wegen Terrorverdachts hat die Polizei zahlreiche Objekte in ganz Hessen durchsucht. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, erstreckte sich die Razzia auf 54 Wohnungen, Geschäftsräume und Moscheen. Gegen einen 36-jährigen Tunesier wurde ein Haftbefehl erlassen. Er soll als Anwerber und Schleuser für die Terrororganisation "Islamischer Staat" gearbeitet haben. Sein Ziel sei es gewesen, einen Anschlag zu verüben. Ein konkretes Anschlagsziel habe es jedoch nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Landespolizei. Die Planung sei noch in einer frühen Phase gewesen. Hessens Innenminister Peter Beuth erklärte, durch die Maßnahmen, die sich gegen insgesamt 16 Beschuldigte richteten, sei "ein weitverzweigtes salafistisches Netzwerk" zerschlagen worden. Drei mutmaßliche IS-Terroristen in Berlin gefasst: Bei einer Anti-Terror-Razzia hat die Polizei in Berlin drei Verdächtige verhaftet. Nach Erkenntnissen der Fahnder standen die Männer kurz davor, in ein Kriegsgebiet auszureisen, um sich dort auf Terroranschläge vorzubereiten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Verdächtigen sollen enge Kontakte zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak haben. Sondereinheiten durchsuchten auch die "Fussilet"-Moschee in Berlin-Moabit, wo die Männer laut Augenzeugen verkehrten. Sie ist als Salafisten-Treffpunkt bekannt und wurde jetzt geschlossen. Auch der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri war in diesem Moschee-Verein ein- und ausgegangen. Trump benennt Neil Gorsuch als neuen Verfassungsrichter: US-Präsident Donald Trump hat den konservativen Juristen Neil Gorsuch für den vakanten Posten am Obersten Gericht des Landes nominiert. Trump beschrieb den 49-Jährigen bei der Bekanntgabe seiner Entscheidung im Weißen Haus als einen "brillanten Denker", der parteiübergreifende Unterstützung genieße. Gorsuch war in den vergangenen Jahren als Bundesberufungsrichter tätig. Der Supreme Court hat bei Streitthemen wie Abtreibung, Waffenbesitz, Todesstrafe oder Einwanderung das letzte Wort. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt. Seit dem Tod des Richters Antonin Scalia vor einem Jahr herrscht im Richterkollegium ein Patt zwischen vier konservativen und vier linksliberalen Richtern. Gorsuch muss noch vom Senat bestätigt werden. Die Republikaner haben dort 52 der 100 Mandate. Erforderlich sind allerdings 60 Ja-Stimmen. Doppelstaatler können US-Einreisestopp umgehen: Die US-Regierung hat den Einreisestopp für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Staaten gelockert. Wie das Heimatschutzministerium mitteilte, dürfen EU-Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft einreisen, auch wenn einer ihrer Pässe aus den betroffenen Ländern Iran, Irak, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen oder Somalia stammt. Ein Sprecher erklärte, Reisende würden auf Grundlage jenes Passes bewertet, den sie bei der Kontrolle vorzeigten. - Bis Montag wurden nach US-Angaben mehr als 720 Menschen wegen des Einreisestopps zurückgewiesen. Präsident Donald Trump hatte am Freitag angeordnet, dass Bürger aus sieben Ländern für 90 Tage keine Visa erhalten. Mehrere US-Bundesstaaten reichten Klagen gegen die Regelungen ein. Ban Ki Moon zieht sich aus Politik zurück: Der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will nicht für das Präsidentenamt in Südkorea kandidieren. Er werde sich aus der Politik zurückziehen, erklärte Ban vor Journalisten in Seoul. Der langjährige Spitzendiplomat galt nach der Rückkehr in sein Heimatland im Januar als Hoffnungsträger. Kurz darauf hatte er jedoch an Ansehen eingebüßt. Unter anderem sorgten Korruptionsvorwürfe gegen nahe Verwandte Bans für Negativschlagzeilen. - Südkoreas gewählter Präsidentin Park Geun Hye waren im Dezember wegen Korruptionsvorwürfen die Amtsvollmachten entzogen worden. Wenn das Verfassungsgericht die Entscheidung bestätigt, kann Park nicht ins Amt zurückkehren. Dann stünden Neuwahlen an. Mehr Geld für freiwillige Rückkehr von Asylbewerbern: Die Bundesregierung will die Zahl freiwilliger Ausreisen aus Deutschland erhöhen. Zu diesem Zweck beginnt an diesem Mittwoch das Programm "Starthilfe Plus", wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Für 2017 würden zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld sollen Asylbewerber möglichst noch vor dem Ende ihres Asylverfahrens zu einer Rückkehr in die Heimat bewegt werden. Flüchtlinge, die älter als zwölf Jahre sind und sich noch vor Abschluss ihres Verfahrens für eine Rückreise entscheiden und den Asylantrag zurücknehmen, bekommen 1200 Euro. Wer nach einer Ablehnung seines Antrags innerhalb der Frist ausreist und die Entscheidung nicht anficht, erhält 800 Euro. Um Missbrauch zu vermeiden, sind Staatsangehörige bestimmter Herkunftslände

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