Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Germany

Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

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29.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Sondergipfel zu Brexit: Auf einem Sondergipfel ohne Großbritannien legen die EU-Staats- und Regierungschefs an diesem Samstag ihre Position für die Brexit-Verhandlungen fest. Sie wollen in Brüssel Leitlinien für die auf zwei Jahre angelegten Austrittsgespräche vereinbaren. Die EU-Regierungen streben dabei einen geordneten Austritt an, fordern aber auch die Vorbereitung auf ein mögliches Scheitern der Gespräche. Der Gipfel soll auch bekräftigen, dass London alle finanziellen Verpflichtungen aus seiner EU-Mitgliedschaft erfüllen muss und nicht nur in Teilbereichen weiter Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten kann. Nach dem Gipfel erhält die EU-Kommission ein Mandat für die Brexit-Verhandlungen. Die Gespräche mit Blick auf den britischen EU-Austritt Ende März 2019 sollen im Juni beginnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Briten zuvor vor Illusionen gewarnt: Als künftiger Drittstaat könne Großbritannien nicht über gleiche Rechte verfügen wie ein EU-Mitgliedsland. Nicht alle Flüchtlinge in Deutschland erkennungsdienstlich erfasst: In Deutschland sind offenbar rund 5200 Flüchtlinge noch nicht erkennungsdienstlich erfasst. Das hat das Bundesinnenministerium nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" eingeräumt. Ursprünglich hieß es von Seiten der Bundesregierung, die Registrierung sei im Oktober vergangenen Jahres vollständig abgeschlossen worden. Seit etwa einem Jahr können alle Landesaufnahmeeinrichtungen Flüchtlinge vollständig erkennungsdienstlich behandeln, insbesondere Fingerabdrücke nehmen und Daten zentral speichern. Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass ein deutscher Bundeswehrsoldat problemlos als Flüchtling registriert wurde und dann unberechtigt Sozialhilfe bezog. Merkel verteidigt doppelte Staatsbürgerschaft: CDU-Chefin Angela Merkel hat die doppelte Staatsbürgerschaft gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Merkel sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, ein Türkischstämmiger mit Doppelpass könne ebenso loyal zu Deutschland stehen wie einer, der nur die deutsche Staatsbürgerschaft habe. Merkel betonte, sie wünsche sich eine ernsthafte Debatte darüber, wie Integration gelingen könne. Seit dem türkischen Verfassungsreferendum fordern immer mehr CDU-Politiker, den Doppelpass in der jetzigen Form abzuschaffen, weil er eine vollständige Integration in Deutschland verhindere. Neuer Raketentest Nordkoreas wahrscheinlich fehlgeschlagen: Ein erneuter Raketentest Nordkoreas ist anscheinend fehlgeschlagen. Das Militär in Seoul erklärte, das Nachbarland habe offensichtlich eine ballistische Rakete abgefeuert, der Test sei aber wohl gescheitert. Die Nachrichtenagentur Yonhap meldet, der Flugkörper sei mutmaßlich Sekunden nach dem Start explodiert. Auch aus Kreisen der US-Regierung hieß es, es gebe Hinweise auf ein Scheitern des Raketentests. - Nordkorea treibt trotz internationaler Kritik und verschärfter UN-Sanktionen sein Atom- und Raketenprogramm voran. US-Präsident Donald Trump hatte nicht einmal 24 Stunden vor dem neuen Test gewarnt, es könne am Ende zu einem großen Konflikt mit Nordkorea kommen. Trump hatte ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea angekündigt und auch einen Angriff nicht ausgeschlossen. Vor dem UN-Sicherheitsrat warb Außenminister Rex Tillerson für schärfere Sanktionen gegen Pjöngjang. Es sei wohl nur eine Frage der Zeit, bis Nordkorea das Festland der USA angreifen könne. Papst ruft zu Eintracht zwischen Christen und Muslimen auf: Papst Franziskus hat in Ägypten zu Eintracht zwischen Christen und Muslimen aufgerufen. Nach mehreren blutigen Anschlägen auf Kopten besuchte er mit dem koptischen Patriarchen Tawadros II. in Kairo die Kirche St. Peter und Paul, wo im Dezember bei einem Selbstmordanschlag 29 Menschen getötet worden waren. Zu dem Anschlag hatte sich die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt. "Eure Leiden sind auch unsere Leiden", sagte Franziskus. An einem ökumenischen Gebet in der Kirche nahmen hohe Geistliche mehrerer christlicher Konfessionen teil. Die Minderheit der Kopten ist in Ägypten immer wieder Opfer von Gewalt. Zuletzt wurden vor gut zwei Wochen bei Anschlägen auf zwei Kirchen in Alexandria sowie in Tanta nördlich von Kairo insgesamt 45 Menschen getötet. Die Kopten machen rund zehn Prozent der 92 Millionen Ägypter aus. An diesem Samstag will Franziskus eine Messe für die kleine katholische Gemeinde in Ägypten halten, die rund 272.000 Mitglieder zählt.

28.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump warnt vor "großem, großem Konflikt" mit Nordkorea: US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt mit Nordkorea erneut vor einer militärischen Eskalation gewarnt. Trump sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er strebe eigentlich eine diplomatische Lösung des Streits um das Atom- und Raketenprogramm an, aber das sei "sehr schwierig". "Es besteht die Möglichkeit, dass wir am Ende einen großen, großen Konflikt mit Nordkorea haben", sagte Trump. US-Außenminister Rex Tillerson lobte derweil die Bemühungen Chinas in dem Konflikt. China habe Nordkorea inzwischen mit "eigenen" Sanktionen gedroht, sollte das Land weitere Atomwaffentests vornehmen, sagte Tillerson dem Fernsehsender Fox News. Darüber habe Peking die US-Regierung informiert. Netanjahu wirft Gabriel "instinktloses" Verhalten vor: Nach dem diplomatischen Eklat beim Israel-Besuch von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem deutschen Politiker "instinktloses" Verhalten vorgeworfen. Er empfange keine Diplomaten anderer Länder, die sich bei ihrem Besuch mit Organisationen träfen, die Israels Soldaten als Kriegsverbrecher bezeichneten, sagte Netanjahu der "Bild-Zeitung". Der Premier sagte aber auch, er hoffe, dass sich Gabriel bei der nächsten Israel-Visite mit ihm treffe anstatt mit einer radikalen Randgruppe, die die Sicherheit seines Landes untergrabe. Der israelische Regierungschef hatte am Dienstag ein Treffen mit Gabriel platzen lassen. Der Grund: Gabriel hatte sich gegen Netanjahus Wunsch auch mit Vertretern der Bürgerrechtsorganisationen Breaking the Silence und B'Tselem getroffen. Diese setzen sich kritisch mit der israelischen Siedlungspolitik und dem Militär auseinander. Daher werden sie in Israel oft als Nestbeschmutzer oder Verräter bezeichnet. Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei?: Die Außenminister der Europäischen Union beraten über die Zukunft der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Wegen der massiven Repression der türkischen Regierung gegen ihre Gegner und Kritiker seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli mehren sich in der EU Forderungen nach einem Abbruch der seit 2005 laufenden Gespräche. Zu dem Treffen in der maltesischen Hauptstadt Valletta wird auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu erwartet. Entscheidungen sind bei dem informellen Treffen nicht geplant. Die EU hat aber bereits deutlich gemacht, dass die vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan erwogene Wiedereinführung der Todesstrafe das automatische Aus der Beitrittsverhandlungen bedeuten würde. Festnahmen bei weiterem Anti-Terror-Einsatz in London: Die britische Polizei hat bei einem Anti-Terror-Einsatz in London und dem nahe gelegenen Kent vier Verdächtige festgenommen. Zudem sei eine Frau angeschossen worden, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Sie werde unter Polizeibewachung in einem Krankenhaus behandelt. Die Festgenommenen stünden unter Verdacht, einen Terrorangriff angestiftet und vorbereitet zu haben. Die fünf Personen seien bereits seit einiger Zeit überwacht worden. Einzelheiten nannte die Polizei nicht. Den Angaben zufolge stand der Einsatz aber nicht in Zusammenhang mit der Festnahme eines Terrorverdächtigen im Londoner Regierungsviertel wenige Stunden zuvor. Der Mann wurde am Donnerstag in der Nähe des Parlamentsgebäudes gefasst und trug mehrere Messer bei sich. Er war den Ermittlern bekannt. Arkansas richtet vierten Mann binnen acht Tagen hin: Im US-Bundesstaat Arkansas ist der vierte Häftling binnen acht Tagen hingerichtet worden. Der verurteilte Mörder Kenneth Williams sei durch eine Giftspritze getötet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Versuche seiner Anwälte, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu bekommen, waren gescheitert. Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte ursprünglich binnen elf Tagen acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet. Vier der geplanten Exekutionen wurden aber von Gerichten gestoppt. Papst Franziskus zu Besuch in Ägypten: Drei Wochen nach den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen reist Papst Franziskus an diesem Freitag nach Ägypten. Die Reise solle eine "Geste des Trostes und der Ermutigung" für alle Christen in der Region sein, kündigte er an. Zugleich will der Papst den Dialog mit den Muslimen befördern. Geplant ist neben seiner Teilnahme an einer christlich-islamischen Friedenskonferenz auch ein Treffen mit Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi. Am Samstagmorgen soll eine Messe stattfinden. Die Reise findet nach den jüngsten Anschlägen mit mehr als 40 Toten unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

27.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen diplomatischen Druck auf Nordkorea erhöhen: Die US-Regierung will im Konflikt mit Nordkorea den diplomatischen Druck erhöhen und die internationalen Sanktionen verschärfen. Dabei wolle sie die Verbündeten und Partner in der Region einbinden, hieß es in einer Erklärung der Regierung nach einer unüblichen Lagebesprechung mit dem gesamten Senat im Weißen Haus. Sie strebe Stabilität in der Region und eine friedliche Lösung zum Stopp des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms an und sei auch offen für Verhandlungen. Damit deutete die Regierung zwar ihre Bereitschaft an, alle diplomatischen Mittel auszuschöpfen. Zugleich warnte sie aber auch die kommunistische Führung in Pjöngjang, dass sie sich weiter alle Optionen offenhalte. Nordkorea sei eine akute Bedrohung für die nationale Sicherheit. Trump hält vorerst doch am Nafta-Freihandelsabkommen fest: US-Präsident Donald Trump hält vorerst doch am nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta fest. Dies habe er dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto und Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau in einem Telefonat angekündigt, teilte das US-Präsidialamt mit. Neuverhandlungen sollten jedoch rasch beginnen. Zuvor war im Weißen Haus erwogen worden, per Dekret aus dem Freihandelsabkommen auszusteigen. Trumps Berater waren sich in der Sache aber uneins. Trump hatte mit dem Rückzug aus Nafta gedroht, sollte er keine besseren Bedingungen für die USA aushandeln können. Venezuela kündigt Austritt aus Staatenbund OAS an: Venezuelas Regierung hat den Rückzug des Landes aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) angekündigt. Am Donnerstag werde der OAS ein entsprechendes Schreiben vorgelegt, das den 24 Monate dauernden Austrittsprozess aus dem Staatenbund einleiten werde, sagte Außenministerin Delcy Rodriguez in einer Fernsehansprache. Hintergrund ist die massive Kritik der Organisation an Venezuelas sozialistischer Regierung unter Präsident Nicolás Maduro wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten. Seit Anfang April versucht die konservative Opposition mit Massenprotesten einen Rücktritt Maduros zu erzwingen. Sie warnt davor, dass der Staatschef eine Diktatur errichten wolle. Am Abend wurde bei neuen Protesten in Caracas ein Demonstrant getötet. Damit steigt die Zahl der seit Anfang April bei den landesweiten Protesten getöteten Menschen laut offiziellen Angaben auf 32. Venezuela steckt nach jahrelanger Misswirtschaft in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Neun weitere Demokratie-Aktivisten in Hongkong festgenommen: In Hongkong haben die Behörden neun weitere Aktivisten festgenommen. Sie seien wegen ihrer Teilnahme an einer chinakritischen Kundgebung im November in Gewahrsam genommen worden, teilten Aktivistengruppen mit. Erst am Mittwoch waren in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit Baggio Leung und Yau Wai Ching die beiden führenden Mitglieder der chinakritischen Partei Younginspiration aufgegriffen worden. Bereits im vergangenen Monat waren neun Demokratieaktivisten, darunter Studenten und Abgeordnete des Parlaments, wegen ihrer Beteiligung an den sogenannten Regenschirm-Protesten im Jahr 2014 angeklagt wurden. Bei den Protesten hatten zeitweise Zehntausende Menschen mehr Demokratie und freie Wahlen in Hongkong gefordert. Türkei suspendiert 9000 Polizisten: In der Türkei sind mehr als 9000 Polizisten vom Dienst suspendiert worden, weil sie Verbindungen zum regierungskritischen islamischen Prediger Fethullah Gülen haben sollen. Die Suspendierung der insgesamt 9.103 Beamten sei "aus Gründen der nationalen Sicherheit" erforderlich, teilte die Polizei mit. Ziel sei es gewesen, geheime Netzwerke der Gülen-Bewegung innerhalb der Polizei zu zerschlagen. Zuvor hatte es erneut landesweit Razzien gegen mutmaßliche Gefolgsleute Gülens innerhalb der Polizei gegeben. Mehr als tausend Verdächtige wurden festgenommen. Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Militärputsch vom vergangenen Juli verantwortlich. Seitdem wurden mehr als 40.000 Menschen verhaftet. Die Bundesregierung äußerte Bedenken gegen die Massenverhaftungen und mahnte die Einhaltung rechtsstaatlicher Maßstäbe an. Deutsche Bank steigert Gewinn - Anleihehandel boomt: Die Deutsche Bank kommt im Tagesgeschäft wieder in Schwung. Das Vorsteuerergebnis kletterte im ersten Quartal um 52 Prozent auf 878 Millionen Euro, wie Deutschlands größtes Geldhaus mitteilte. Unter dem Strich standen 575 Millionen Euro Gewinn zu Buche, ebenfalls mehr als erwartet. Vor allem der wichtige Anleihehandel florierte zu Jahresbeginn, wie sich schon bei den Rivalen gezeigt hatte. Vorstandschef John Cryan hatte bereits zum Abschluss der rund acht Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung Anfang April angekündigt, im Kerngeschäft Investmentbanking wieder anzugreifen. DFB-Pokal: Dortmund steht nach Sieg gegen Bayern im Finale: Borussia Dortmund hat das DFB-Pokal-Halbfinale bei Titelverteidiger Bayern München mit 3:2 gewonnen. Der BVB steht damit zum vierten Mal in Folge im Finale um den DFB-Pokal. Im Endspiel treffen die Dortmunder auf Eintracht Frankfurt. Die Hessen hatten bereits am Dienstag das erste Halbfinale gegen den Bundesliga-Rivalen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Das Pokalendspiel findet am 27. Mai in Berlin statt.

26.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wappnen sich mit THAAD-Abwehrraketen gegen Nordkorea: Angesichts der wachsenden Spannungen mit Nordkorea im Streit um dessen Atomprogramm demonstrieren die USA mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea militärische Stärke. Die ersten Container mit Bauteilen des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) seien auf ein Gelände in der Provinz Gyeongsang gebracht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Es solle Ende des Jahres einsatzbereit sein. Bereits im März hatte das Kommando der US-Streitkräfte im Pazifik mitgeteilt, erste THAAD-Elemente seien in Südkorea eingetroffen. Das System soll Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren und diese auch außerhalb der Erdatmosphäre zerstören können. China und Russland sehen durch das US-Raketensystem ihre Sicherheitsinteressen bedroht. Haushaltsstreit verzögert Trumps Mexiko-Mauer: US-Präsident Donald Trump muss vorerst von einem seiner zentralen Wahlkampfversprechen abrücken: Der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ist gegenwärtig wohl nicht zu finanzieren. Ein Entwurf für ein Haushaltsgesetz, das die beiden Kammern des US-Kongresses bis Freitag passieren muss, enthält keine Mittel für das Prestigeprojekt, mit dem Trump auf jeder seiner Wahlkampfveranstaltungen geworben und für das er viel Beifall seiner Anhänger geerntet hatte. Laut US-Medien ist Trump bereit, die Anfangsfinanzierung der geplanten Mauer auf den Herbst zu verschieben. Dass Trump einwilligt, den Baustart zu verschieben, hat mit dem derzeitigen Haushaltsstreit im Kongress zu tun. Republikaner und Demokraten müssen sich dort auf ein neues Haushaltsgesetz einigen. Handelsstreitigkeiten zwischen USA und Kanada verschärft: Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada schaukelt sich hoch. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau drohte mit einer harten Reaktion auf Strafzölle für kanadisches Holz, die das US-Finanzministerium am Montag verhängt hatte. Trudeau sagte in einem Fernsehinterview, er sei sehr entschlossen, wenn es um die Verteidigung kanadischer Interessen gehe. US-Präsident Donald Trump kritisierte seinerseits, Kanada sei in den Handelsangelegenheiten "sehr grob" mit den USA umgegangen. Das sei der Grund für den "sehr hohen" Zoll auf die Hölzer. Auf die Frage, ob er sich vor einem Handelskrieg mit Kanada fürchte, antwortete Trump mit Nein. Streit gibt es auch um den Handel mit Milchprodukten. Kanada ist nach China wichtigster Handelspartner der USA. Gabriel trifft wie geplant Regierungskritiker in Israel: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat in Israel wie geplant Vertreter regierungskritischer Menschenrechtsorganisationen getroffen. Zu den Gesprächen waren unter anderen die Gruppen "Breaking the Silence" und "Betselem" eingeladen. Beide setzen sich kritisch mit der Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten und dem Vorgehen des israelischen Militärs dort auseinander. Wegen dieses Treffens war es zu einem diplomatischen Eklat gekommen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte ein geplantes Gespräch mit Gabriel kurzfristig ab. Zur Begründung hieß es, Netanjahu treffe sich nicht mit ausländischen Gästen, wenn diese auf ihren Besuchen auch mit Gruppen verkehrten, die israelische Soldaten als Kriegsverbrecher verleumdeten. Gabriel bedauerte die Entscheidung. Sein Verhältnis sowie das Deutschlands zu Israel werde sich durch den innenpolitisch motivierten Schritt Netanjahus aber nicht ändern. Venezuela droht mit Austritt aus der OAS: Die Regierung in Venezuela droht mit dem Austritt des Landes aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Außenministerin Delcy Rodriguez sagte im Staatsfernsehen, Präsident Nicolas Maduro habe sie angewiesen, ein Austrittsverfahren einzuleiten, wenn sich die OAS-Außenminister ohne Venezuela träfen, um über die Lage in dem Land zu sprechen. Venezuela wird seit mehr als drei Jahren von einer schweren Versorgungskrise und politischen Spannungen erschüttert. Bei Protesten sind seit Anfang des Monats rund 30 Menschen getötet worden. Die OAS fordert seit längerem Neuwahlen in dem Land. Amnesty International beklagte derweil die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Venezuela. Andersdenkende würden ohne Haftbefehl vom Geheimdienst festgenommen und friedliche Aktivisten strafrechtlich verfolgt, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Frontex-Chef: Immer mehr Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer: Immer mehr Migranten kommen über das Mittelmeer nach Europa. Von Januar bis Mitte April seien 28.000 Menschen von Libyen aus nach Italien gelangt, sagte der Chef der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, der "Passauer Neuen Presse". Das sei ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es handele sich aber nicht um syrische Bürgerkriegsflüchtlinge, sondern vor allem um Menschen von der Elfenbeinküste, aus Guinea, Nigeria sowie Bangladesch, sagte Leggeri. Die Schleuser nutzten die chaotische Lage in Libyen gnadenlos aus. Sie setzten inzwischen im Durchschnitt 170 Menschen in ein Boot - oft ohne Proviant und ausreichend Treibstoff. Vor zwei Jahren seien es im Schnitt 100 Migranten gewesen. Die Route von der Türkei durch das östliche Mittelmeer nach Griechenland ist laut Leggeri weitgehend geschlossen.

25.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Netanjahu droht mit Absage von Gabriel-Treffen: Ein geplantes Treffen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtet, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erwäge deswegen eine Absage seines für diesen Dienstag geplanten Gesprächs mit Gabriel. Der Regierungschef soll seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt haben, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen. Gabriel wollte sich zu dem Bericht bisher nicht äußern. Auch von Netanjahus Büro gab es keine Stellungnahme. Es verschickte aber einen Terminplan des Ministerpräsidenten, auf dem ein Treffen mit Gabriel fehlt. Le Pen tritt vorübergehend von Parteivorsitz zurück: Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen legt vorübergehend den Vorsitz des Front National nieder. Sie wolle "über den Parteiinteressen" stehen und in der Stichwahl möglichst viele Franzosen hinter sich vereinen, sagte sie im französischen Fernsehen. Le Pen gab sich trotz Umfragen, wonach ihr Rivale Emmanuel Macron im zweiten Wahlgang mit einer großen Mehrheit rechnen kann, siegesgewiss. Zudem attackierte sie Macron scharf. Nichts in seinem Programm oder seinem Verhalten lasse "die geringste Liebe zu Frankreich erkennen", sagte Le Pen. Macron hatte in der ersten Wahlrunde am Sonntag 24 Prozent geholt, Le Pen kam auf 21,4 Prozent. Der sozialliberale Reformpolitiker und die Rechtspopulistin treten am 7. Mai gegeneinander an. USA sanktionieren syrische Forscher für Giftgaseinsatz: Wegen des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes durch die syrische Armee hat die US-Regierung finanzielle Sanktionen gegen insgesamt 271 Syrer verhängt. Bei ihnen handelt es sich um Mitarbeiter einer Forschungseinrichtung, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Das syrische Wissenschaftszentrum wird von der US-Regierung für die Entwicklung der Chemiewaffen verantwortlich gemacht, die Anfang April in der von Rebellen kontrollierten Stadt Chan Scheichun gegen Zivilisten eingesetzt worden sein sollen. 87 Menschen wurden getötet, darunter viele Kinder. Mit den Sanktionen werde eine "starke Botschaft" ausgesandt, dass die US-Regierung "das gesamte Assad-Regime für diese eklatanten Menschenrechtsverletzungen" zur Rechenschaft ziehe, erklärte das Finanzministerium. Zwei Häftlinge an einem Tag in Arkansas hingerichtet: Im US-Bundesstaat Arkansas sind zwei Häftlinge am selben Tag hingerichtet worden. Die beiden in den 90er Jahren wegen Vergewaltigung und Mordes zum Tode verurteilten Männer wurden durch eine Giftspritze getötet, wie die Justizbehörden des Bundesstaats mitteilten. Versuche, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu erhalten, waren zuvor gescheitert. Die Regierung von Arkansas hat geplant, bis Ende April acht Häftlinge hinrichten zu lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels abläuft. Das Vorhaben der Behörden sorgte weltweit für Kritik und Protest. Erneut Tote bei Demonstrationen in Venezuela: Bei den anhaltenden Demonstrationen in Venezuela sind mindestens zwei weitere Menschen getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Opfer aus zwei Städten im Westen des von einer tiefen politischen Krise erschütterten Landes gemeldet. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Protestwelle gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang April auf 23. Die Opposition hatte zu landesweiten Straßenblockaden aufgerufen. In der Hauptstadt Caracas verlief eine Massenkundgebung zunächst friedlich. Später kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten.

24.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französische Parteien versammeln sich hinter Macron: Nach dem ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen haben Sozialisten und Konservative angekündigt, in der Stichwahl den parteilosen Sieger Emmanuel Macron zu unterstützen. Der wirtschaftsfreundliche und pro-europäische Jungstar hatte sich bei der Wahl am Sonntag mit knapp 24 Prozent der Stimmen gegen seine Konkurrentin Marine Le Pen vom rechtspopulistischen Front National durchgesetzt. Le Pen kam auf rund 21,5 Prozent und fuhr damit das beste Ergebnis in der Geschichte ihrer Partei in einer ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ein. Macron werden gute Chancen eingeräumt, Le Pen am 7. Mai in der Stichwahl klar zu schlagen. Gratulation und Erleichterung aus Politik und Wirtschaft: Nach dem Erfolg des parteilosen und europafreundlichen Emmanuel Macron in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen gingen in Paris zahlreiche Glückwünsche ein. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wünschte Macron für die Stichwahl viel Erfolg. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel teilte über Twitter mit, Macron sei der einzige wirklich pro-europäische Kandidat gewesen. Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung nannte das Resultat ein vielversprechendes Zeichen auch für Deutschland und Europa. Europa habe eine wichtige Hürde zur Beendigung der Finanz- und Wirtschaftskrise genommen. Chinas Staatschef Xi spricht mit US-Präsident Trump über Nordkorea: Chinas Staatschef Xi Jinping hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump erneut um Zurückhaltung im Konflikt mit Nordkorea aufgerufen. Er hoffe, dass die beteiligten Parteien Handlungen vermeiden würden, die die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter verschärfen könnten, sagte Xi laut einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV in dem Gespräch mit Trump. Der US-Präsident telefonierte in der Sache außerdem mit Japans Regierungschef Shinzo Abe. Beide stimmten darüber ein, Nordkorea zu einer Abkehr provokanter Aktionen zu drängen. Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatten die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang zuletzt zugenommen. Welt gibt mehr Geld für Militär aus: Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2016 im zweiten Jahr in Folge gestiegen. Insgesamt erreichten die Rüstungsverkäufe im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 1,69 Billionen Dollar, wie das internationale Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm mitteilte. Das ist gegenüber 2015 ein Plus von 0,4 Prozent. Die USA nehmen mit 611 Milliarden Dollar erneut mit Abstand die Spitzenposition ein. Den zweiten Platz belegt China mit Ausgaben in Höhe von 215 Milliarden Dollar. Russland rückt mit 69,2 Milliarden Dollar auf den dritten Platz vor. Deutschland erhöhte seine Militärausgaben im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf 41,1 Milliarden Dollar und bleibt damit auf Platz neun. Neue Protestwelle gegen Venezuelas Regierung erwartet: Mit erneut Hunderttausenden Demonstranten will die Opposition in Venezuela von diesem Montag an Neuwahlen und ein Ende der Präsidentschaft des Sozialisten Nicolás Maduro erzwingen. Das Bündnis "Demokratische Einheit" hat zu weiteren Massenprotesten in der Hauptstadt Caracas und anderen Städten aufgerufen. Bisher starben bei Demonstrationen, Unruhen und Plünderungen 21 Menschen, laut Angaben von Anwälten gab es rund 1300 Festnahmen. Auslöser der Anfang April gestarteten Proteste waren die zeitweise Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments und Sorgen vor einem Abdriften in eine Diktatur. Zudem ist das seit 1999 von den Sozialisten regierte Land trotz der größten Ölreserven der Welt in die schlimmste Versorgungskrise seiner Geschichte gerutscht.

22.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Taliban töten mehr als 140 afghanische Soldaten: Bei dem Taliban-Angriff auf einen afghanischen Militärstützpunkt am Freitag sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens 140 Soldaten getötet worden. Die Attacke auf die Basis nahe der Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes habe mehrere Stunden gedauert, erklärte ein US-Sprecher. Die Lage sei erst am frühen Abend wieder unter Kontrolle gewesen. Laut dem Verteidigungsministerium in Kabul trugen die radikalislamischen Angreifer afghanische Armeeuniformen. Mehrere von ihnen seien getötet worden, andere hätten sich in die Luft gesprengt. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist angespannt. Im vergangenen Jahr wurden rund 11.500 Zivilisten in Afghanistan getötet. In Masar-i-Scharif ist auch die Bundeswehr stationiert. Verdächtiger im Fall BVB schweigt: Der nach dem Anschlag auf den Fußballbundesligisten Borussia Dortmund (BVB) festgenommene Verdächtige hat sich laut Bundeskriminalamt noch nicht zur Tat geäußert. BKA-Präsident Holger Münch widersprach im Zweiten Deutschen Fernsehen einem Bericht des Magazins "Focus", wonach der Mann geständig sei. Gegen den 28-Jährigen war zuvor Haftbefehl erlassen worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, er habe vergangene Woche den BVB-Mannschaftsbus aus Habgier mit Sprengsätzen attackiert. Ziel sei es gewesen, den Kurs der BVB-Aktie abstürzen zu lassen. Dadurch hätte der Verdächtige Aussicht auf hohe Gewinne gehabt, weil er an der Börse auf Kursverluste gewettet hatte. Anhaltspunkte für mögliche Mittäter gibt es nach Angaben der Ermittler bisher nicht. Massives Polizeiaufgebot sichert AfD-Parteitag: In Köln werden an diesem Samstag 50.000 Menschen erwartet, die anlässlich des Bundesparteitags der "Alternative für Deutschland" (AfD) gegen die rechtspopulistische Partei protestieren wollen. Aufgerufen zu den Demonstrationen hat ein Bündnis aus Kirchen, Parteien und Vereinen. Auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker werden erwartet. Die Polizei rechnet damit, dass mehrere hundert gewaltbereite Aktivisten aus dem linksextremistischen Spektrum anreisen, und ist mit rund 4000 Beamten im Einsatz. Die AfD will auf ihrem zweitägigen Treffen die Weichen für den Bundestagswahlkampf stellen. Die Partei-Vorsitzende Frauke Petry fordert eine Entscheidung über die künftige Ausrichtung der AfD. Petry wirft ihren innerparteilichen Gegnern vor, mit einem fundamental-oppositionellen Kurs bürgerliche Wähler zu verschrecken. Richter genehmigt VW-Vergleich mit US-Justiz: Ein Gericht in den USA hat im VW-Abgasskandal einen Milliardenvergleich zwischen den US-Behörden und Volkswagen genehmigt. Damit werden die strafrechtlichen Ermittlungen gegen VW eingestellt. Der Konzern zahlt demnach 4,3 Milliarden US-Dollar Strafe und hat außerdem zugestimmt, sich für drei Jahre von einem unabhängigen Experten begutachten zu lassen. Dieser soll die Bemühungen von VW zur Einhaltung der Umweltgesetze bewerten. Als Aufseher bei dem Konzern ernannte das Justizministerium den früheren Staatssekretär Larry Thompson, der von 2001 bis 2003 unter Präsident George W. Bush im Justizministerium arbeitete. Das Ministerium hat im Zuge des Skandals Anklage gegen insgesamt sieben ehemalige und derzeitige VW-Manager erhoben. Auch in Deutschland laufen Ermittlungen. Drahtzieher des Istanbuler "Reina"-Anschlags getötet: US-Soldaten in Syrien haben nach Angaben der Regierung in Washington einen ranghohen Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) getötet. Er soll ein Hintermann des Anschlags auf den Istanbuler Nachtclub "Reina" sein. Demnach handelt es sich bei dem Toten um Abdurachmon Usbeki. Der enge Vertraute von IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi soll am 6. April im Osten Syriens getötet worden sein. Das Gebiet wird häufig von der US-geführten Anti-IS-Koalition aus der Luft bombardiert. In der Silvesternacht hatte ein bewaffneter Mann in dem Istanbuler Nachtclub 39 Menschen erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich der IS. Zwei Wochen später wurde der Usbeke Abdulkadir Mascharipow in Istanbul als der mutmaßliche Attentäter festgenommen. Hoffenheim qualifiziert sich für Europapokal: Die TSG Hoffenheim hat ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben und sich zum ersten Mal vorzeitig für die Europa League qualifiziert. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann spielte 1:1 gegen den 1. FC Köln. Damit könnte Hoffenheim allerdings am 30. Spieltag der Bundesliga vom dritten Tabellenplatz verdrängt werden, der am Saisonende die direkte Qualifikation für die Champions-League bedeutet.

21.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.28-Jähriger nach Anschlag auf BVB-Bus festgenommen: Eineinhalb Wochen nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund haben die Ermittler im Raum Tübingen einen Tatverdächtigen gefasst. Das bestätigte die Bundesanwaltschaft. Bei dem festgenommenen Mann handelt es sich um einen 28-Jährigen mit deutscher und russischer Staatsbürgerschaft, der aus Geldgier den Anschlag ausgeführt haben soll. Ihm werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Demnach soll er versucht haben, möglichst viele BVB-Spieler zu töten, um die Aktie des Vereins zum Absturz zu bringen und dann mit Börsenspekulationen ein Millionenvermögen zu verdienen. Bei dem Anschlag am Dienstag vergangener Woche waren drei Sprengsätze in der Nähe des BVB-Mannschaftsbusses explodiert, als die Spieler auf dem Weg zu der Champions-League-Partie gegen den AS Monaco waren. Dabei wurden der BVB-Fußballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt. IS reklamiert Anschlag von Paris für sich: In Frankreich ist drei Tage vor der ersten Runde der Präsidentenwahl mitten in Paris wohl ein weiterer islamistisch motivierter Anschlag verübt worden. Auf dem Boulevard Champs-Élysées feuerte ein Angreifer auf einen Mannschaftsbus der Polizei. Er tötete dabei einen Polizisten und verletzte zwei weitere sowie eine Passantin, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Wie das Innenministerium weiter mitteilte, könnte ein weiterer Attentäter noch auf der Flucht sein. Der 39-jährige Schütze ist der Polizei einschlägig bekannt. Dem Vernehmen nach wurde er 2005 zu einer längeren Haftstrafe verurteilt. Er hatte versucht, einen Polizisten, einen Polizeischüler und dessen Bruder zu töten. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat in Paris umgehend für sich. Staatspräsident François Hollande sagte, es spreche einiges für einen Terrorakt. US-Justizminister: Festnahme von Wikileaks-Gründer Assange hat "Priorität": US-Justizminister Jeff Sessions hat die Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu einer "Priorität" der neuen US-Regierung erklärt. Der Justizminister sagte vor Journalisten weiter, der Geheimnisverrat habe ein nie da gewesenes Ausmaß angenommen. Erfahrene Sicherheitsexperten seien "schockiert über die Zahl der undichten Stellen". Laut einem Bericht der "Washington Post" haben US-Staatsanwälte in den vergangenen Wochen an einem Memo gearbeitet, das Anklagen gegen Assange und andere Wikileaks-Mitarbeiter wegen Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstößen gegen das Spionagegesetz vorsehe. Assange lebt seit 2012 im Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London. Arkansas richtet Häftling hin - erstmals seit 12 Jahren: Das Oberste Gericht im US-Staat Arkansas hat nun doch den Einsatz der zuvor verbotenen Hinrichtungsdroge Vecuronium erlaubt. Unmittelbar danach wurde das umstrittene Todesurteil gegen den 51-jährigen verurteilten Mörder Ledell Lee mit einer Giftspritze vollstreckt. Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, hat per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet: Er will bis Ende April acht Häftlinge töten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum der bei Injektionen verwendeten Substanz Midazolam, die Teil dieses Giftcocktails ist, Ende des Monats abläuft. Die Gerichte stoppten jedoch bislang mehrere der geplanten Hinrichtungen. Die Verwendung von Midazolam ist wegen Berichten über qualvolles Sterben höchst umstritten. UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest: Fünf Tage nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas hat der UN-Sicherheitsrat die Aktion offiziell missbilligt. In einer Mitteilung hieß es, die Mitglieder des Gremiums behielten sich "weitere bedeutende Maßnahmen inklusive Sanktionen" vor. Russland hatte der Erklärung zugestimmt, nachdem in den Text ein Abschnitt aufgenommen worden war, in dem zu einer Lösung des Konflikts durch Dialog aufgefordert wird. Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag erneut eine Rakete zu Testzwecken abgefeuert, sie war allerdings kurz nach dem Start explodiert.

20.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkische Opposition will gegen Wahlkommission vorgehen: Nach dem umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei will die größte Oppositionspartei CHP gegen die Wahlkommission vorgehen. Parteivize Bülent Tezcan kündigte an, man werde alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Die CHP werde an diesem Donnerstag entscheiden, ob sie vor dem türkischen Verfassungsgericht oder vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage einreichen werde. Zuvor hatte die Wahlkommission den Antrag der Opposition auf Annullierung des Referendums vom vergangenen Sonntag mit zehn zu einer Stimme zurückgewiesen. Bei der Volksabstimmung hatte nach offiziellen Zahlen eine knappe Mehrheit der Türken für eine Verfassungsreform gestimmt, durch die die Machtbefugnisse von Präsident Recep Tayyip Erdogan deutlich ausgeweitet werden. Die Opposition kritisiert Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung und spricht von Wahlbetrug. Bundesaußenminister Gabriel setzt Besuch im Irak fort: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel setzt seinen Besuch im Irak fort. Am zweiten Tag seiner Visite will er Gespräche mit kurdischen Politikern führen und Hilfsgüter für von der Terrormiliz "Islamischer Staat" befreite Gebiete übergeben. Zudem macht sich Gabriel im nordirakischen Erbil ein Bild von der Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Armee durch die Bundeswehr. Die Peschmerga sind an einer seit dem vergangenen Oktober laufenden Offensive zur Rückeroberung der mehr als zwei Jahre vom IS kontrollierten Stadt Mossul beteiligt. Am Mittwoch hatte Gabriel Gespräche mit der irakischen Zentralregierung in Bagdad geführt. Dabei mahnte der Minister Reformen an. Eine weitere militärische Unterstützung Deutschlands im Kampf gegen den IS schloss er aus. Russland blockiert Erklärung des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea: Russland hat im UN-Sicherheitsrat eine Verurteilung des jüngsten nordkoreanischen Raketentests verhindert. Wie Diplomaten in New York mitteilten, wandte sich Moskau gegen eine von den USA eingebrachte Erklärung, die die Regierung in Pjöngjang mit scharfen Worten dazu aufrufen sollte, ihre Tests zu stoppen. Stattdessen habe Russland eine Formulierung aufnehmen wollen, wonach es nötig sei, den Konflikt durch Dialog beizulegen. Pjöngjangs Verbündeter China hätte der Erklärung offenbar zugestimmt. Nordkorea hatte am Sonntag erneut eine Rakete abgeschossen. Nach Angaben der USA und Südkoreas explodierte sie aber unmittelbar nach dem Start. Das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas sorgt immer wieder für Spannungen zwischen dem international weitgehend isolierten Land und der Weltgemeinschaft. Zwei Tote bei neuen Protesten in Venezuela: Nach dem Tod zweier weiterer Demonstranten in Venezuela haben die Regierungsgegner eine Ausweitung der Massenproteste gegen Präsident Nicolas Maduro für diesen Donnerstag angekündigt. Das ganze venezolanische Volk sei aufgerufen, daran teilzunehmen, sagte Oppositionsführer Henrique Capriles bei einer Pressekonferenz. Am Mittwoch starb in der Hauptstadt Caracas ein 17-jähriger Demonstrant durch einen Kopfschuss. In San Cristobal im Westen des Landes wurde einer 23-jährigen Frau ebenfalls in den Kopf geschossen, wie der örtliche Bürgermeister mitteilte. Die Opposition wirft Anhängern des sozialistischen Präsidenten Maduro vor, gezielt gegen Demonstranten vorzugehen. Die Polizei setzte bei den Protesten massiv Tränengas ein, nach Angaben der Behörden gab es mehr als 400 Festnahmen. In den vergangenen Wochen wurden insgesamt mindestens sieben Menschen bei Protestkundgebungen in Venezuela getötet. Erneut Tote durch Schlammlawinen in Kolumbien: Durch Schlammlawinen sind in Kolumbien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Acht Menschen werden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde noch vermisst. Tagelanger, schwerer Regen hatte in der westkolumbianischen Stadt Manizales zahlreiche Erdrutsche ausgelöst. Häuser wurden mitgerissen, Bäume entwurzelt. Der Ort liegt im Kaffeeanbaugebiet von Kolumbien in bergigem Hochland. In weiten Teilen der Stadt mit 400.000 Einwohnern brach die Wasser- und Stromversorgung zusammen. Präsident Juan Manuel Santos reiste nach Manizales, um sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen. Er beurteilte die Erdrutsche als eine Folge des Klimawandels. Bereits Ende März waren bei Erdrutschen in der südkolumbianischen Stadt Mocoa hunderte Menschen ums Leben gekommen.

19.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wieder Proteste nach türkischem Referendum: In der Türkei haben erneut tausende Gegner des Präsidialsystems gegen das Ergebnis des Referendums protestiert. Die Demonstranten versammelten sich unter anderem in der Hauptstadt Ankara sowie in Istanbul, Izmir und weiteren Städten des Landes. Die Proteste richten sich gegen die Entscheidung der Wahlkommission, auch Stimmzettel ohne amtlichen Stempel als gültig zu akzeptieren. Die größte Oppositionspartei CHP hatte deshalb beantragt, das Referendum zu annullieren. Auch internationale Wahlbeobachter hatten das Vorgehen der Wahlkommission kritisiert. Die EU-Kommission verlangte eine Untersuchung der "mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten". Die Wahlkommission erklärte später, über die vorgebrachten Beschwerden beraten zu wollen. Russlands Staatschef Wladimir Putin gratulierte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan derweil telefonisch zum "erfolgreichen Ablauf" des Volksentscheids. Erneut Anschlag nahe christlicher Einrichtung in Ägypten: In Ägypten ist in der Nähe eines christlichen Klosters ein Polizist erschossen worden. Mindestens drei weitere Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Der Angriff ereignete sich an einem Kontrollposten vor dem Katharinenkloster im Süden der Sinai-Halbinsel, einem der ältesten christlichen Klöster der Welt. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu dem Anschlag. Erst vor gut einer Woche waren bei zwei Anschlägen auf koptische Christen in Ägypten 45 Menschen getötet worden. Auch für diese beiden Attentate hatte die Terrormiliz die Verantwortung übernommen. Deutschland will Irak beim Wiederaufbau helfen: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hält sich im Irak auf, wo er mit der Regierung über Hilfen zum Wiederaufbau zerstörter Gebiete sprechen will. Dabei handelt es sich um Landesteile, die zuletzt von der Herrschaft der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) befreit worden waren. Die muslimischen Terroristen hatten im Sommer 2014 große Teile des Nordiraks erobert, verlieren aber seit zwei Jahren beständig an Boden. Der deutsche Außenminister will außerdem für den Zusammenhalt des ölreichen Landes werben, in dem es neben Sunniten, Schiiten und religiösen Minderheiten wie den Jesiden auch einen großen kurdischen Bevölkerungsanteil gibt. Der Besuch findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. In der Hauptstadt Bagdad kommt es fast jeden Tag zu Terroranschlägen, oft sind es sogar mehrere am Tag. Trump unterzeichnet Dekret gegen Visa-Missbrauch: US-Präsident Donald Trump will die Ausstellung von Arbeitsvisa für ausländische Fachkräfte erschweren und so gegen angeblichen Missbrauch bei der Visavergabe vorgehen. Beim Besuch eines Werkzeugherstellers im Bundesstaat Wisconsin unterzeichnete Trump ein entsprechendes Dekret. Konkrete Änderungen ergeben sich daraus vorerst allerdings nicht. Das Dekret richtet sich vielmehr an die Ministerien, die Visa-Vergabe zu überprüfen und Änderungsvorschläge zu machen. Tausende Slowaken protestieren gegen Korruption: In der slowakischen Hauptstadt Bratislava haben tausende Menschen gegen die Korruption im Land protestiert. Sie waren einem Aufruf von Jugendlichen gefolgt, die die gründliche Aufklärung aktueller sowie älterer Korruptionsskandale verlangen. Die Demonstranten forderten unter anderem den Rücktritt von Innenminister Robert Kalinak. Er steht im Verdacht, einen wegen Steuerhinterziehung angeklagten Unternehmer begünstigt und dafür eine Belohnung angenommen zu haben. Im slowakischen Parlament waren Misstrauensanträge der Opposition mehrfach an der Mehrheit der Regierungskoalition von Ministerpräsident Robert Fico gescheitert. WHO meldet Erfolg in Kampf gegen Tropenkrankheiten: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermeldet große Erfolge im Kampf gegen 18 schwere Tropenkrankheiten. Wie Generaldirektorin Margaret Chan in Genf mitteilte, erhielten im Jahr 2015 rund eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern eine vorbeugende Behandlung oder eine Therapie gegen Flussblindheit, Elefantiasis oder andere vernachlässigte Krankheiten. Dies sei durch koordinierte Anstrengungen der WHO mit Hilfsorganisationen und Pharmaunternehmen ermöglicht worden. Im Jahr 2012 hatten WHO, Regierungen und Pharma-Konzerne einen gemeinsamen Kampf gegen Tropenkrankheiten vereinbart.

18.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei verlängert Ausnahmezustand: Nach dem umstrittenen Sieg von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beim Verfassungsreferendum wird der landesweite Ausnahmezustand in der Türkei um weitere drei Monate verlängert. Dies teilte Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus in Ankara mit. Formal muss das Parlament noch zustimmen. Erdogan hatte den Ausnahmezustand erstmals nach dem Putschversuch in der Türkei im Juli vergangenen Jahres ausgerufen. Unter den Sonderregeln war in der Türkei eine einzigartige Welle von Verhaftungen und Entlassungen etwa von Richtern oder Hochschullehrern angelaufen. Erdogan wies die Kritik der türkischen Opposition und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa am Verlauf des Referendums zurück. Alle Debatten seien jetzt beendet, sagte der Präsident in Ankara. Bei der Abstimmung am Sonntag hatten nach offiziellen Angaben 51,4 Prozent der Wähler für die Einführung des Präsidialsystems gestimmt. Nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu gratulierte US-Präsident Donald Trump Erdogan zum Sieg. Nordkorea droht den USA mit einem Krieg: Nordkorea hat weitere Raketentests angekündigt und den USA mit einem Krieg gedroht. Der britische Sender BBC zitiert den nordkoreanischen Vizeaußenminister Han Song-Ryol mit den Worten: "Wir werden weitere Raketentests durchführen - auf wöchentlicher, monatlicher und jährlicher Basis." Sollte Amerika militärisch intervenieren, werde ein "totaler Krieg" ausbrechen. Der stellvertretende nordkoreanische UN-Botschafter Kim In Ryong hielt den USA vor, die Situation mit Militärmanövern in der Region an den Rand eines Krieges zu treiben. Zuvor hatte US-Vizepräsident Mike Pence bei seinem Besuch in Südkorea gesagt, die Zeit "der strategischen Geduld" mit Pjöngjang sei vorbei. Das Land solle die Entschlossenheit von US-Präsident Donald Trump oder die Stärke der US-Streitkräfte nicht auf die Probe stellen. UN schlagen Alarm: Mossul in Not: Die Vereinten Nationen (UN) haben auf die prekäre humanitäre Lage in Mossul, der irakischen Hochburg der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS), aufmerksam gemacht. Seit Beginn der Offensive der irakischen Streitkräfte auf Mossul vor sechs Monaten seien mehr als 493.000 Menschen aus der Stadt vertrieben worden. Der Kampf um Mossul habe die humanitäre Hilfe der UN an ihre Grenzen gebracht, erklärte die UN-Koordinatorin im Irak, Lise Grande. Allein in der dicht bevölkerten Altstadt von Mossul sollen noch 400.000 Menschen eingeschlossen sein. Odebrecht in Schmiergeldskandal zu Milliardenstrafe verurteilt: Ein US-Gericht hat den brasilianischen Großkonzern Odebrecht wegen eines Schmiergeldskandals zu einer hohen Strafe verurteilt. Er muss wegen Bestechung von Regierungsfunktionären rund 2,6 Milliarden Dollar zahlen. Wie Richter Raymond Dearie mitteilte, geht mit 2,39 Milliarden Dollar der Großteil der Strafzahlung nach Brasilien. 116 Millionen Dollar fließen an die Schweizer und 93 Millionen an die US-Behörden. Odebrecht und seine Petrochemie-Tochter Braskem hatten im Dezember ein Schuldbekenntnis abgegeben. Der Konzern soll Beamte in zwölf Ländern - vor allem in Lateinamerika - mit insgesamt rund 780 Millionen Dollar geschmiert haben, um Regierungsaufträge zu erhalten. Zum Teil sollen die Mittel über US-Banken geflossen sein. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hatte in der vergangenen Woche grünes Licht für Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts gegen neun Minister des konservativen Präsidenten Michel Temer gegeben. Facebook gelobt nach Mordvideo Besserung: Facebook will den Umgang mit Gewaltvideos verbessern. Es müsse für Nutzer einfacher werden, Beiträge mit verwerflichen Inhalten zu melden, teilte das weltgrößte soziale Netzwerk mit. Auch die anschließende Prüfung müsse schneller ablaufen. Anlass ist die Videoaufzeichnung eines Mordes in Cleveland im US-Bundessaat Ohio, die am Sonntag zwei Stunden lang online und über die Facebook-App zu sehen war. Der Polizei zufolge stellte der mutmaßliche Täter das Video selbst ins Netz, auf dem zu sehen ist, wie er einen 74 Jahre alten Rentner erschießt. Die Fahndung nach dem Todesschützen läuft mit Hochdruck. Die Behörden lobten eine Belohnung von 50.000 Dollar für Hinweise aus, die zur Festnahme führen.

17.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahlkommission erklärt Erdogan zum Sieger: Nach dem von der Wahlkommission bestätigten Sieg beim Verfassungsreferendum will Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei auf die Tagesordnung setzen. Das werde seine "erste Aufgabe" sein, kündigte Erdogan in Istanbul vor begeisterten Anhängern an. Wenn er für die Einführung der Todesstrafe keine Mehrheit im Parlament erhalte, wäre ein weiteres Referendum möglich. Gleichzeitig sprach Erdogan von einer "historischen Entscheidung" der Wähler. Das Ausland rief er auf, das Ergebnis des Referendums zu respektieren. Die Opposition hatte bereits angekündigt, das knappe Ergebnis anzufechten und eine Neuauszählung von zwei Drittel der Stimmen verlangt. Proteste gegen Ergebnis des Referendums in der Türkei: Nach dem knappen Ausgang des Referendums in der Türkei haben Oppositionelle gegen das Ergebnis protestiert. Wie ein Reporter der dpa berichtete, versammelten sich in Ankara Anhänger der größten Oppositionspartei CHP und riefen "Schulter an Schulter gegen den Faschismus". Die Demonstranten äußerten auch ihren Unmut über den Parteivorsitzenden Kemal Kilicdaroglu. Er solle die Opposition zu Demonstrationen aufrufen, so die Forderung. Kilicdaroglu hatte erklärt, er werde das Votum nicht akzeptieren, die CHP-Anhänger forderten jedoch ein klareres Zeichen des Widerstands. EU reagiert nüchtern auf türkisches Referendum: Die EU-Kommission hat zurückhaltend auf den Ausgang des türkischen Referendums reagiert. Man warte noch auf die Bewertung der internationalen Wahlbeobachter, auch mit Blick auf angebliche Unregelmäßigkeiten, teilten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, der EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker mit. Die Verfassungsänderungen und insbesondere ihre praktische Umsetzung sollten im Lichte der Verpflichtungen der Türkei als EU-Beitrittskandidat und als Mitglied des Europarats begutachtet werden, kündigten die EU-Vertreter an. Die Regierung in Ankara solle sich die Bedenken und Empfehlungen des Europarats zu Herzen nehmen und sich bei der Umsetzung der Verfassungsreformen um die größtmögliche nationale Einheit bemühen, mahnten die EU-Vertreter. US-Vizepräsident Pence zu Besuch in Südkorea: Einen Tag nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas hat US-Vizepräsident Mike Pence mit einem Besuch an der innerkoreanischen Grenze Entschlossenheit im Konflikt mit der Regierung in Pjöngjang demonstriert. Die USA wollten mit friedlichen Mitteln für Sicherheit sorgen, sagte Pence im Dorf Panmunjon an der entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea. Zugleich erklärte er im Hinblick auf das weitere Vorgehen Washingtons, es lägen alle Optionen auf dem Tisch. Die US-Regierung stehe an der Seite Südkoreas. Pence trifft an diesem Montag mit dem kommissarischen Präsidenten Südkoreas, Hwang Kyo-ahn zusammen. Es wird erwartet, dass beide die Nordkorea-Politik von US-Präsident Donald Trump erörtern. Das nordkoreanische Militär hatte am Sonntag eine Rakete abgeschossen. Nach Angaben aus Seoul und Washington scheiterte der Test allerdings. Das international weitgehend isolierte Nordkorea strebt den Bau von Atomwaffen mit großer Reichweite an. Amerika und seine Verbündeten wollen dies verhindern. Deutsche Helfer im Mittelmeer offenbar in Seenot: Auf dem Mittelmeer sind zwei private deutsche Rettungsschiffe wegen zu vieler Flüchtlinge an Bord in Seenot geraten. Die "Iuventa" der Hilfsorganisation "Jugend rettet" aus Berlin und die "Sea-Eye" aus Regensburg haben nach Angaben von "Jugend rettet" am Ostersonntag das Notsignal "Mayday" an die Seenotrettungsstelle in Rom gesendet. Die mit Flüchtlingen überfüllten Schiffe seien manövrierunfähig, die "Sea-Eye" habe zudem einen Motorschaden. Beide Besatzungen hätten insgesamt etwa 600 Flüchtlinge an Bord genommen. Wie die Hilfsorganisation mitteilte, befinden sich noch schätzungsweise 400 Menschen auf Schlauchbooten in unmittelbarer Nähe des Schiffs. Viele von ihnen seien Frauen, Schwangere und Kinder ohne Rettungswesten. Ein Unwetter drohe die ohnehin schon angespannte Situation weiter zu verschärfen. Macron: Wirtschaftliche Stärke Deutschlands nicht tragbar: Der unabhängige französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat die hohen Handelsüberschüsse Deutschlands kritisiert und einen Abbau des Ungleichgewichts gefordert. Deutschland werde hoffentlich zu der Einsicht kommen, dass die wirtschaftliche Stärke des Landes in der jetzigen Ausprägung nicht tragbar sei, sagte Macron den Zeitungen der Funke Mediengruppe sowie "Ouest-France". Die Handelsüberschüsse seien weder für die Wirtschaft Deutschlands noch für die Wirtschaft der Euro-Zone gut. Hier müsse ein Ausgleich geschaffen werden. Aber auch Frankreich müsse endlich strukturelle Reformen einleiten, sagte er. Solange man diese hinauszögere, könne man nicht auf das Vertrauen der Deutschen setzen. Die Bundesregierung verteidigte sich jüngst gegen Kritik an den Überschüssen. Diese gingen überwiegend auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte zurück und nicht auf direkte wirtschafts- oder finanzpolitische Maßnahmen, heißt es.

15.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weiteres Bekennerschreiben nach Anschlag auf BVB-Bus aufgetaucht: Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist ein drittes angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Mail mit rechtsextremistischem Duktus ging beim Berliner "Tagesspiegel" ein. Der anonyme Verfasser bezieht sich der Zeitung zufolge auf Adolf Hitler, hetzt gegen "Multi Kulti" und droht mit einem weiteren Angriff. Das Schreiben wird nun von der Bundesanwaltschaft auf seine Echtheit überprüft. Der Tagesspiegel zitierte Sicherheitskreise, wonach alles ernst genommen werden müsse, da es bisher keine Spur zum Täter gebe. Die neue Mail könne mit der Tat zu tun haben, es könne aber auch ein Trittbrettfahrer sein. Direkt nach dem Anschlag mit zwei Verletzten waren am Tatort drei gleichlautende Bekennerschreiben mit islamistischen Bezügen entdeckt worden. In einem islamwissenschaftlichen Gutachten wird Medienberichten zufolge aber bezweifelt, dass das Schreiben tatsächlich von Islamisten stammt. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt, auch in Richtung Links- oder Rechtsextremismus, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Ermittlerkreise. Nordkorea feiert Staatsgründer Kim Il Sung - Angst vor Atomtest: In Nordkorea finden an diesem Samstag die Feierlichkeiten zum 105. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung statt. Weltweit wird befürchtet, dass die nordkoreanische Führung unter Kim Jong Un anlässlich des Jahrestages einen neuen Atomwaffentest durchführen könnte. Oft nimmt die Führung die Geburtstage Kim Il Sungs oder andere Feiertage zum Anlass, militärische Stärke zu demonstrieren. Nach Angaben der John-Hopkins-Universität in den USA zeigten Satellitenbilder bereits verdächtige "Aktivitäten" auf dem Testgelände Punggye Ri. Es wäre der sechste verbotene Test seit 2006. Das stalinistisch geführte Land verstößt mit den Tests gegen UN-Resolutionen. Die USA kündigten an, wegen der Gefahr aus Nordkorea "militärische Optionen" zu prüfen. Medienberichten zufolge ist die US-Führung darauf vorbereitet, einen Präventivschlag auszuführen, sollte sie davon überzeugt sein, dass Nordkorea einen Atomtest vornehmen wolle. Die Regierung in Pjöngjang drohte in einem solchen Falle mit Vergeltung. Wahlkampf-Endspurt in der Türkei: Einen Tag vor dem historischen Referendum in der Türkei geht der Wahlkampf in den Endspurt. Noch bis zum Samstagabend können Befürworter und Gegner des von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Präsidialsystems um Stimmen werben. Erdogan plant vier Wahlkampfauftritte in der Provinz Istanbul. Auch das gegnerische Lager will weitere Kundgebungen abhalten. Der Vertreter der größten Oppositionspartei CHP in der Wahlkommission kritisierte einen unfairen Wahlkampf. CHP-Politiker Mehmed Hadimi Yakupoglu warf der regierenden AKP vor, Staatsmittel zu missbrauchen, um für das Präsidialsystem zu werben. Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten zuvor in ihrem Zwischenbericht beklagt, dass sich die Gegner der Verfassungsänderung erheblichen Behinderungen im Wahlkampf ausgesetzt sehen. Erdogan kritisierte den Bericht. Am Sonntag stimmen die Türken über die Einführung des Präsidialsystems ab, das Erdogan deutlich mehr Macht verleihen würde. Drei humanitäre Helfer bei Kämpfen im Südsudan getötet: Bei Kämpfen im Südsudan sind drei Mitarbeiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) ums Leben gekommen. Wie das WFP mitteilte, hatten die Opfer in einem Depot der humanitären Organisation gearbeitet. Einer der Männer wurde demnach erschossen, die beiden anderen wurden mit Macheten so schwer verletzt, dass sie starben. Joyce Luma, WFP-Direktor im Südsudan, sagte, man sei "schockiert und untröstlich" angesichts des Todes der Kollegen. Sie hätten jeden Tag dafür gearbeitet, dass lebensrettende Nahrung an Millionen Menschen verteilt werden könne. In dem seit 2013 herrschenden Bürgerkrieg sind bisher Zehntausende Menschen getötet worden. Fast jeder Dritte Südsudanese ist wegen der Kämpfe auf der Flucht. Ende Februar riefen die Vereinten Nationen außerdem eine Hungersnot für Teile des Landes aus. 100.000 Menschen sind unmittelbar vom Hungertod bedroht. Hinrichtungen in Arkansas vorerst gestoppt: Im US-Bundesstaat Arkansas haben Gerichte die geplante Hinrichtung von sieben Todeskandidaten vorerst gestoppt. Hintergrund des Hinrichtungsstopps ist der Gebrauch des Medikaments Vecuronium, das Teil der Giftmischung für Exekutionen ist. Geklagt hatte der Pharmahändler McKesson, der das Mittel für Muskelentspannung an den Bundesstaat verkauft hatte. McKesson machte geltend, getäuscht worden zu sein. Der Bundesstaat habe angegeben, das Medikament zu medizinischen Zwecken benutzen zu wollen, aber nicht für Hinrichtungen. Menschenrechtsaktivisten hatten gegen die geplanten Hinrichtungen protestiert. Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Leslie Rutledge, will die Entscheidung der Gerichte anfechten.

14.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Druck auf Nordkorea wächst - USA erwägen angeblich Präventivschlag: Im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm erhöhen die USA den Druck auf das kommunistische Regime in Pjöngjang. Die US-Streitkräfte seien darauf vorbereitet, einen Präventivschlag auszuführen, sollte Washington davon überzeugt sein, dass Nordkorea einen weiteren Atomwaffentest vornehmen wolle, berichtete der Fernsehsender NBC unter Berufung auf Geheimdienstmitarbeiter. Zwei mit Marschflugkörpern bewaffnete US-Zerstörer befänden sich in der Nähe der koreanischen Halbinsel. Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Experten zufolge steht ein nordkoreanischer Atomwaffentest möglicherweise kurz bevor. So könnte Pjöngjang etwa anlässlich des 105. Geburtstags des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung an diesem Samstag einen nuklearen Sprengsatz zünden, hieß es. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals damit gedroht, das Atomprogramm Nordkoreas notfalls im Alleingang zu stoppen, wenn China seinen Verbündeten nicht zur Raison bringe. Evakuierung von vier syrischen Städten begonnen: Nach mehrtägiger Verzögerung hat nach Korrespondentenberichten in Syrien die zwischen Regierung und Rebellen vereinbarte Evakuierung von Zivilisten aus vier belagerten Städten begonnen. Nach der unter Vermittlung von Katar und dem Iran zustande gekommenen Vereinbarung sollen insgesamt mehr als 30.000 Menschen aus den von Rebellen belagerten Städten Fua und Kafraja sowie aus den von Regierungstruppen umzingelten Städten Madaja und Sabadani gebracht werden. Durch die jahrelange Belagerung gibt es in den vier Städten kaum Lebensmittel und medizinische Versorgung. Katar unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen, der Iran die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad. USA setzen größte nicht-atomare Bombe ein - 36 Tote: Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", IS, in Afghanistan haben die USA erstmals ihre größte nicht-atomare Bombe abgeworfen. Sie hat eine Sprengkraft von elf Tonnen TNT. Ein Pentagon-Sprecher erklärte, Ziel seien Höhlen- und Tunnel-Komplexe der Dschihadistenmiliz in der östlichen Provinz Nangarhar gewesen. Dort war am vergangenen Wochenende ein US-Soldat im Einsatz gegen die Dschihadisten getötet worden. Nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums wurden durch die Bombe mindestens 36 IS-Kämpfer getötet. Internationale Afghanistan-Konferenz in Russland: Russland richtet an diesem Freitag eine internationale Afghanistan-Konferenz mit Staaten der Region aus. Moskau will auf diesem Weg versuchen, Gespräche zwischen den radikalislamischen Taliban und der afghanischen Regierung in Gang zu bringen. Vertreter von NATO-Staaten oder der Vereinten Nationen sind nicht beteiligt. Bisher scheiterte ein Friedensprozess in Afghanistan vor allem an der mangelnden Bereitschaft der Taliban, mit Kabul zu verhandeln. Das Auswärtige Amt in Berlin hob erst kürzlich hervor, dass das internationale Engagement in Afghanistan nur dann zu dauerhafter Stabilität beitragen könne, wenn endlich ein Friedensprozess in Gang komme. Erdogan bleibt im Fall Yücel auf Konfrontationskurs: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Freilassung des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ausgeschlossen. So lange er Präsident sei, werde der Korrespondent der Tageszeitung "Die Welt" nicht nach Deutschland zurückkehren, sagte Erdogan in einem Interview. Da die Bundesrepublik die Auslieferung terrorverdächtiger türkischer Staatsbürger verweigere, würden Deutsche wie Yücel auch nicht überstellt. Die Bundesregierung fordert die Freilassung des Journalisten, der in der Türkei unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft sitzt. Beweise für die Vorwürfe legten bislang weder die Justiz noch Erdogan vor.

13.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump nennt NATO nicht mehr "obsolet": US-Präsident Donald Trump hat sich in deutlichen Worten zur NATO bekannt. Er wolle mit den anderen Ländern zusammenarbeiten, um das Bündnis zu stärken, sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Das Bündnis sei nicht länger obsolet, sondern ein "Bollwerk für Frieden und Sicherheit". Zugleich ermahnte der US-Präsident die anderen Bündnispartner erneut, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Während seines Wahlkampfs hatte Trump erklärt, die Militärallianz mit 28 Mitgliedstaaten sei ineffektiv und überholt. "Eiszeit" zwischen den USA und Russland: Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind laut US-Außenminister Rex Tillerson wegen des Syrien-Konflikts auf einem Tiefpunkt. Es gebe nur wenig Vertrauen, sagte Tillerson bei seinem Antrittsbesuch in Moskau. Sein Gastgeber, der russische Außenminister Sergej Lawrow, sprach von kleinen Fortschritten. Russland sei trotz der Probleme "offen für einen Dialog" mit den USA. Bei zentralen Fragen die Zukunft Syriens betreffend blieben die Fronten aber unverändert verhärtet. Russland blockiert UN-Resolution zu Gasangriff in Syrien: Russland hat mit seinem Veto im UN-Sicherheitsrat eine UN-Resolution zum Giftgasangriff in der syrischen Rebellenhochburg Chan Scheichun verhindert. Der Entwurf war von den drei westlichen ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern USA, Großbritannien und Frankreich vorgelegt worden. Sie machen die Luftwaffe des syrischen Machthabers Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich, bei dem am 4. April 87 Menschen getötet wurden, darunter viele Kinder. Die Resolution sollte die Attacke auf das Schärfste verurteilen und die Regierung in Damaskus verpflichten, den Vorfall durch internationale Ermittler untersuchen zu lassen. Die Regierungen in Moskau und Damaskus wiesen den Vorwurf zurück, wonach Assads Truppen für den Angriff verantwortlich sind. Die USA bombardierten als Vergeltungsschlag eine syrische Luftwaffenbasis. Zwei weitere Demonstranten in Venezuela erschossen: Bei den anhaltenden Protesten gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro sind in Venezuela erneut zwei Menschen getötet worden. Ein 14-jähriger Junge und ein 36-jähriger Mann seien in der Stadt Barquisimeto im Westen des Landes erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den einwöchigen Demonstrationen auf fünf. Nach Medienberichten waren die Opfer von bewaffneten Anhängern der Regierung angegriffen worden. Am Donnerstag wurden zudem dutzende Demonstranten verletzt und mehr als hundert Menschen festgenommen. Venezuela steckt seit Monaten in einer tiefen politischen Krise. Zudem machen die Regierungsgegner im ölreichen Venezuela Maduro für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich. Sie verlangen die Freilassung der politischen Gefangenen und Neuwahlen. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten tritt für Neuwahlen ein. Deutscher Diplomat Steiner soll UN-Entwicklungsprogramm leiten: Der deutsche Top-Diplomat Achim Steiner soll Chef des UN-Entwicklungsprogramms UNDP werden. UN-Generalsekretär Antonio Guterres bat die Vollversammlung der Vereinten Nationen, der Personalie zuzustimmen. Das Entwicklungsprogramm wird seit 2009 von der früheren neuseeländischen Premierministerin Helen Clark geleitet. Ihre zweite Amtszeit endet noch im April. Der Posten ist einer der ranghöchsten innerhalb der UN-Hierarchie. Steiner lehrt derzeit an der Universität in Oxford. Zwischen 2006 und 2016 hatte er die UN-Umweltorganisation UNEP geleitet. Geboren in Brasilien als Kind deutscher Einwanderer hatte er in Oxford, London, Harvard und Berlin studiert und dann unter anderem für die deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit und die Weltnaturschutzunion (IUCN) gearbeitet. Renommierter Kameramann Michael Ballhaus ist tot: Der Kameramann Michael Ballhaus ist tot. Wie seine Familie bekanntgab, starb er nach kurzer Krankheit in Berlin. Er wurde 81 Jahre alt. Ballhaus galt als einer der renommiertesten Kameramänner der Filmgeschichte. Er arbeitete insbesondere an der Seite von Rainer Werner Fassbinder, drehte aber auch Filme mit Martin Scorsese, darunter den Klassiker "Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia". Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Die Ehe der Maria Braun", "Die fabelhaften Baker Boys" und "Gangs of New York". Für seine Arbeit wurde Ballhaus vielfach ausgezeichnet. Sein Markenzeichen war der sogenannte Ballhaus-Kreisel, eine 360-Grad-Kamerafahrt um seine Protagonisten herum.

12.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Polizei ermittelt nach Attacke auf BVB-Bus in alle Richtungen: Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Bundesligisten Borussia Dortmund ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Das sagte eine Staatsanwältin. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff aus. Sie sprach vom Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt. Nach wie vor werde ein islamistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Auch seien gewaltbereite Fans oder andere Täter im Blick der Ermittler. In der Nähe des Tatorts wurde ein mögliches Bekennerschreiben gefunden. Die Echtheit werde geprüft, sagte die Staatsanwältin. Kurz vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco waren am Abend drei Sprengsätze in der Nähe des BVB-Busses explodiert, als dieser vom Hotel losfuhr. Der Innenverteidiger Marc Bartra wurde dabei am Handgelenk verletzt und musste operiert werden. Ein Polizist erlitt ein Knalltrauma und einen Schock. Das Viertelfinal-Hinspiel gegen den AS Monaco wurde auf Mittwochabend verschoben. Die Dortmunder Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Xi mahnt bei Trump friedliche Nordkorea-Lösung an: Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump am Telefon aufgefordert, den Konflikt mit Nordkorea "mit friedlichen Mitteln" zu lösen. Nach Angaben staatlicher Medien sagte Xi, sein Land bestehe darauf, eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu schaffen, um Frieden und Stabilität zu wahren. Trump hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht, um das umstrittene Atomprogramm des Landes zu stoppen, falls China den Druck auf Pjöngjang nicht erhöhe. Mit dem Luftangriff in Syrien in der vergangenen Woche wollte die US-Regierung nach Einschätzung vieler Beobachter auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un signalisieren, dass sie vor einer militärischen Option nicht zurückschreckt. Am Wochenende entsandte Washington als Demonstration der Stärke gegenüber der kommunistischen Führung in Pjöngjang eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel. Nordkorea drohte daraufhin mit Gegenmaßnahmen. Armee: Anführer von Terrorgruppe Abu Sayyaf getötet: Auf den Philippinen hat die Armee einen mutmaßlichen Anführer der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf getötet. Der Mann namens Muamar Askali - auch bekannt als Abu Rami - sei bei Kämpfen mit Islamisten auf der Ferieninsel Bohol erschossen worden, sagte ein Militärsprecher. Bei dem stundenlangen Schusswechsel auf Bohol, etwa 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, hatte es am Dienstag insgesamt mindestens zehn Tote gegeben. Dabei soll es sich um sechs mutmaßliche Terroristen, drei Soldaten und einen Polizisten handeln. Vermutet wird, dass die schwer bewaffneten Angreifer auf der Insel Urlauber entführen wollten. Abu Sayyaf finanziert mit Entführungen seit Jahrzehnten den Kampf für einen eigenen Staat. In ihrer Hand sollen sich aktuell mehr als zwei Dutzend Geiseln befinden. Die Extremisten hatten im Februar einen deutschen Segler nach monatelanger Geiselhaft getötet. US-Außenminister Tillerson zu Gesprächen in Moskau: US-Außenminister Rex Tillerson kommt an diesem Mittwoch in Moskau mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen. Bei der Unterredung dürften die jüngsten Ereignisse im Bürgerkriegsland Syrien im Mittelpunkt stehen. Kurz vor dem Treffen hatte sich der Ton zwischen Russland und den USA verschärft. Die USA und ihre wichtigsten Verbündeten verlangen von Russland den Bruch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Tillerson kommt als erstes Mitglied der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump nach Moskau. Auch Präsident Wladimir Putin dürfte den US-Außenminister empfangen, den er noch aus Tillersons Zeit als Chef des Ölkonzerns ExxonMobil kennt. Brasiliens Oberster Gerichtshof erlaubt Korruptionsermittlungen gegen Minister: Das Oberste Gericht Brasiliens hat den Weg für Korruptionsermittlungen gegen zahlreiche Minister und Parlamentsabgeordnete frei gemacht. Zu den Politikern gehören der Kabinettschef von Präsident Michel Temer sowie der Außen-, der Handels- und der Landwirtschaftsminister, wie der zuständige Richter mitteilte. Auch führende Oppositionspolitiker sind betroffen, darunter die früheren Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva und Dilma Rousseff. Die Ermittlungen gründen sich auf Aussagen früherer und aktueller Manager des Baukonzerns Odebrecht. Medienberichten zufolge wird den Politikern vorgeworfen, gegen den Erhalt von Schmiergeldern dem Baukonzern geholfen zu haben, an Aufträge des staatlichen Ölkonzerns Petrobras zu kommen.

11.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea droht den USA: Nordkorea hat die Entsendung einer US-Flugzeugträgergruppe zur koreanischen Halbinsel scharf verurteilt und mit einer entschiedenen Reaktion gedroht. "Das rücksichtslose Vorgehen der USA zur Invasion der Demokratischen Volksrepublik Korea hat eine ernste Phase erreicht", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang. Man sei bereit, "auf jede von den USA gewünschte Art des Krieges zu reagieren". Das Außenministerium warnte vor "katastrophalen Konsequenzen". Südkorea rechnet mit "weiteren Provokationen" des kommunistischen Nordens. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht, um das Atomprogramm des Landes zu stoppen. Trump konsultiert Merkel und May zu Syrien: US-Präsident Donald Trump hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über den Konflikt in Syrien beraten. Merkel und May hätten in den Telefonaten ihre Unterstützung für den US-Angriff auf die syrische Luftwaffe bekundet, teilte das Weiße Haus mit. Alle drei Regierungschefs seien sich einig gewesen, dass es wichtig sei, Syriens Staatschef Baschar al-Assad für den Giftgasangriff zur Verantwortung zu ziehen, bei dem in der vergangenen Woche mindestens 86 Menschen getötet wurden. Die britische Regierung erklärte, May und Trump seien übereingekommen, dass nun versucht werden müsse, den Kreml davon zu überzeugen, seine Allianz mit Assad aufzukündigen. Amnesty-Bericht: Weniger Hinrichtungen - mehr Todesurteile: Die Zahl der weltweit vollstreckten Todesstrafen ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken, gleichzeitig stieg die Zahl der Todesurteile stark an. Das geht aus der Jahresstatistik der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor. Demnach stieg die Zahl der Todesurteile im Vorjahresvergleich um mehr als die Hälfte auf 3117. Die Zahl der Hinrichtungen sank um etwa ein Drittel auf 1031. Fast 90 Prozent der gezählten Exekutionen fanden im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in Pakistan statt. Nicht erfasst wurden die Hinrichtungen in China, die Amnesty auf mehrere Tausend schätzt. Die chinesische Führung behandelt die Todesstrafe als Staatsgeheimnis. Flüchtlingslager in Nordfrankreich geht in Flammen auf: In einem Flüchtlingslager im Norden Frankreichs ist nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Bewohnern ein Großbrand ausgebrochen. Das Camp in Grande-Synthe bei Dünkirchen sei vollständig niedergebrannt, sagte Präfekt Michel Lalande. Vorausgegangen seien Kämpfe zwischen afghanischen und kurdischen Flüchtlingen, bei denen sechs Menschen durch Messerstiche verletzt worden seien. Die rund 1500 Flüchtlinge, die in Holzhütten untergebracht waren, sollen nun in Notunterkünfte verlegt werden. Die Spannungen in Grande-Synthe hatten zugenommen, als viele Flüchtlinge nach der Räumung des berüchtigten "Dschungels" in Calais dort eintrafen. Die französischen Behörden hatten das dortige Lager Ende Oktober aufgelöst. Viele Verletzte bei Demonstrationen in Caracas: Bei Demonstrationen gegen eine drohende Diktatur ist es in Venezuelas Hauptstadt Caracas zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mindestens 57 Menschen sollen bei gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei verletzt worden sein. Mindestens 18 Demonstranten wurden festgenommen. Wie in den Vortagen versuchten die Sicherheitskräfte durch den massiven Einsatz von Tränengas die Proteste aufzulösen. Angesichts der Protestwelle gegen die sozialistische Regierung warnte der Vizepräsident des venezolanischen Parlaments, Freddy Guevara, davor, auf Gewalt zu setzen. Von einer Grauzone zwischen Diktatur und Resten einer Demokratie bewege sich Präsident Nicolás Maduro gerade in Richtung der "schwarzen Zone", sagte Guevara der Deutschen Presse-Agentur. USA, Mexiko und Kanada wollen gemeinsame Fußball-WM: Die USA, Mexiko und Kanada bewerben sich gemeinsam um die Fußball-WM im Jahr 2026. Das kündigten die Präsidenten der drei nationalen Fußball-Verbände in New York an. Das WM-Turnier 2026 ist das erste, das statt mit 32 mit 48 Teilnehmern ausgetragen wird. Der gemeinsamen Bewerbung der nordamerikanischen Staaten werden gute Chancen eingeräumt, da der Rotationsmodus europäischen und asiatischen Ländern eine Bewerbung verbietet. Es wäre das erste Mal, dass drei Nationen gemeinsam eine WM ausrichten.

10.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ägypten verhängt Ausnahmezustand: Nach den Terroranschlägen auf zwei koptische Kirchen in Tanta und Alexandria hat Ägyptens Staatschef Fattah al-Sisi einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt. Dieser trete in Kraft, sobald die notwendigen verfassungsrechtlichen Schritte eingeleitet seien, sagte al-Sisi in einer Fernsehansprache. Darüber hinaus werde eine Reihe weiterer Maßnahmen ergriffen. In der Rede warf der Präsident anderen Ländern vor, den Terrorismus in Ägypten zu unterstützen, nannte aber keine konkreten Staaten. Zuvor hatte al-Sisi nach eigenen Angaben dem Militär befohlen, landesweit wichtige Gebäude zu schützen. Bei den blutigsten Angriffen auf koptische Christen in Ägypten seit langem waren am Palmsonntag mindestens 44 Menschen getötet worden, mehr als 100 wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Anschläge für sich und drohte weitere Gewalttaten an. Landesweite Schweigeminute für Opfer von Stockholm: In Schweden findet an diesem Montag um 12 Uhr mittags eine landesweite Schweigeminute für die Opfer des LKW-Anschlags von Stockholm statt. Am Sonntag hatten im Zentrum der schwedischen Hauptstadt Tausende Menschen gemeinsam der Getöteten gedacht. Zuvor hatte die Polizei weitere Details über den mutmaßlichen Attentäter bekannt gegeben. Der 39-jähriger Usbeke sei ein IS-Sympathisant, der aus Schweden abgeschoben werden sollte, nachdem sein Asylantrag abgelaufen war. Kurz darauf sei er untergetaucht, sagte Polizeichef Jonas Hysing. Im Zusammenhang mit dem Attentat nahmen die Ermittler mehrere Menschen in Gewahrsam, um sie zu befragen. Eine weitere Person wurde formell unter Terror- und Mordverdacht festgesetzt. Sigmar Gabriel warnt vor weiterer Eskalation im Syrien-Konflikt: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat die USA vor einer weiteren Eskalation im Syrien-Krieg gewarnt. Es sei vernünftig, dass US-Präsident Donald Trump seine Position aus dem Wahlkampf korrigiert habe, denn die USA würden bei der Lösung des Konflikts gebraucht. Dabei dürfe Washington aber nicht nur auf Militäraktionen setzen, sagte Gabriel in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Wichtig sei außerdem, Russland durch politische Gespräche aus der "unverbrüchlichen Treue" zum syrischen Präsidenten Baschar al-Assad herauszuholen. Tillerson: Syrien-Luftschlag auch Warnung an andere Länder: Nach den Worten von US-Außenminister Rex Tillerson ist der jüngste Luftangriff gegen die syrische Armee auch eine Warnung an andere Staaten wie Nordkorea. Wenn von einem Land Gefahr ausgehe, sei eine militärische Antwort der USA wahrscheinlich, sagte Tillerson dem amerikanischen Sender ABC. "In Bezug auf Nordkorea sind wir sehr klar, dass unser Ziel eine denuklearisierte koreanische Halbinsel ist", erklärte der Außenminister. Angesichts der wachsenden Spannungen verlegen die USA einen Marine-Kampfverband in die Region. EU befürchtet bei hartem Brexit Chaos in Großbritannien: Für den Fall, dass sich die Regierung in London in den Verhandlungen mit der Europäischen Union nicht auf einen geregelten EU-Austritt einigen kann, fürchtet die EU Versorgungsengpässe in Großbritannien. Chefunterhändler Michel Barnier habe davor gewarnt, bei einem sogenannten harten Brexit drohten "Chaos an den Grenzen, Versorgungsprobleme für Großbritannien, besonders bei frischen Produkten, und eine ernsthafte Störung des Flugverkehrs", berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Protokoll der EU-Kommissionssitzung vom 22. März. Premierministerin Theresa May hatte Ende März offiziell den Austritts-Antrag gestellt. Ihre Regierung und die EU haben nun zwei Jahre Zeit, sich auf die Bedingungen zu einigen. Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen wird die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens am 29. März 2019 enden. Mutmaßlicher russischer Hacker in Spanien festgenommen: Die spanische Polizei hat am Flughafen von Barcelona einen russischen IT-Fachmann festgenommen. Ihm wird angeblich vorgeworfen, an Manipulationen im US-Wahlkampf beteiligt gewesen zu sein. Seine Ehefrau sagte dem russischen Sender RT, ihr Mann sei im Zusammenhang mit Cyberkriminalität auf Verlangen der amerikanischen Behörden festgenommen worden. Die Ermittler hätten ihr gesagt, dass ein Computervirus, der anscheinend von ihrem Mann erstellt wurde, in Verbindung mit dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump stehe. Das russische Konsulat in Barcelona bestätigte die Festnahme. Die amerikanischen Geheimdienste werfen Russland vor, die US- Präsidentenwahl im November durch Hackerangriffe zugunsten von Trump beeinflusst zu haben. Moskau weist die Anschuldigungen zurück.

08.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiSyrien schickt Kampfbomber erneut los: Wenige Stunden nach dem US-Raketenangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat sind nach Angaben von Aktivisten Kampfjets von der Basis erneut zu Einsätzen gestartet. Zwei syrische Suchoi-Kampfflugzeuge hätten Angriffe auf Ziele nahe Palmyra geflogen, meldete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auf Befehl von Präsident Donald Trump hatten US-Kriegsschiffe in der Nacht zum Freitag den Stützpunkt als Vergeltung für den mutmaßlichen Giftgasangriff auf die Stadt Chan Scheichun mit 85 Todesopfern mit Marschflugkörpern beschossen. Es war die erste US-Attacke gegen die Streitkräfte des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in dem sechsjährigen Bürgerkrieg. Die USA drohten mit weiteren Angriffen auf die Streitkräfte Assads. Man sei bereit, noch mehr zu tun, hoffe aber, dass es nicht notwendig sei, sagte die US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, in New York. Schweden verstärkt nach Terroranschlag Grenzkontrollen: Die schwedische Regierung will nach dem Terroranschlag in Stockholm an den Landesgrenzen zehn Tage alle Ausreisenden kontrollieren. Innenminister Anders Ygeman sagte, dies sei wichtig, um einen Täter oder Helfer daran zu hindern, das Land zu verlassen und sich einer Festnahme zu entziehen. Ministerpräsident Stefan Löfven sagte, Terroristen könnten niemals über das Leben der Schweden bestimmen. Am Freitagnachmittag war in Stockholm ein Lastwagen in einer großen Einkaufsstraße zunächst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Vier Menschen wurden getötet, 15 verletzt. Am Abend nahm die Polizei eine Person fest. Später hieß es, der Mann werde einer terroristischen Straftat verdächtigt und bleibe in Gewahrsam. Der TV-Sender SVT meldete, ein zweiter Mann sei inhaftiert worden. ETA hat französischer Polizei Liste mit Waffenverstecken übergeben: Die baskische Untergrundorganisation ETA hat der französischen Polizei eine Liste mit zwölf Waffenverstecken übergeben. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen. Die ETA hatte angekündigt, fast 60 Jahre nach ihrer Gründung ihre Waffen bis zum 8. April vollständig abzugeben. Die Separatistenorganisation führte in Spanien jahrzehntelang einen blutigen Kampf für ein unabhängiges Baskenland. Sie tötete mehr als 800 Menschen. 2011 verkündete sie ihren Gewaltverzicht und verübte seither keine Anschläge mehr. Die ETA gab jedoch bisher weder ihre Waffen ab noch löste sie ihre Strukturen im Untergrund auf. Venezuelas Oppositionsführer Capriles für öffentliche Ämter gesperrt: Die politische Krise in Venezuela spitzt sich zu. Oppositionsführer Henrique Capriles teilte mit, er sei für 15 Jahre von allen Wahlen ausgeschlossen worden. Damit werde ihm die Ausübung jedes politischen Amtes verweigert. Der Grund dafür sollen finanzielle Unregelmäßigkeiten in Capriles Bundesstaat Miranda sein. Unter anderem wurden ihm Kontakte zu dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht vorgeworfen, der in einen Korruptionsskandal verwickelt ist. Zahlreiche Politiker der Opposition erklärten ihre Solidarität mit Capriles, der bei den Wahlen 2013 dem sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro knapp unterlegen war und als aussichtsreichster Kandidat der bürgerlichen Opposition bei der Präsidentenwahl 2018 galt. In den vergangenen Jahren waren weitere namhafte Vertreter der Opposition aus ihren Ämtern entfernt oder inhaftiert worden. In der Nacht zum Freitag wurde bei Protesten gegen die Regierung ein Oppositioneller erschossen. Steinmeier eröffnet Kunstausstellung documenta 14 in Athen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet an diesem Samstag in Athen mit seinem griechischen Kollegen Prokopis Pavlopoulos die Kunstausstellung documenta 14. Die weltweit wichtigste Kunstschau hat in diesem Jahr neben Kassel erstmals einen weiteren Standort. Sie steht unter dem Motto "Von Athen lernen" und hat auch die Finanz- und Schuldenkrise zum Thema. Am Freitag hatte Steinmeier in Athen Griechenland Solidarität zugesichert, aber auch weitere Reformen gefordert. Zudem hatte er für gegenseitiges Vertrauen zwischen Deutschen und Griechen geworben und Athens Anstrengungen in der Flüchtlingskrise gewürdigt. Erstmals wird Steinmeier auf einer Auslandsreise von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Nach Paris und Straßburg ist es Steinmeiers dritte Auslandsreise. Sie gilt als Zeichen der Wertschätzung für Griechenland, das durch die Schuldenkrise und den Flüchtlingszuzug hohe Belastungen zu schultern hat.

07.04.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA greifen syrischen Luftwaffenstützpunkt an: Als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz der syrischen Streitkräfte hat US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in dem Bürgerkriegsland befohlen. Nach Angaben des Pentagons feuerten US-Marineschiffe im Mittelmeer 59 Raketen des Typs Tomahawk auf die Basis Al-Schairat ab. Der Gouverneur der syrischen Provinz Homs, Talal Barasi, teilte mit, bei dem Angriff seien mindestens drei Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien wurde der Stützpunkt fast vollständig zerstört. Moskauer Nachrichtenagenturen meldeten, auf Al-Schairat stationierte Russen seien nicht zu Schaden gekommen. Präsident Trump machte Syriens Staatschef Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Giftgasangriff verantwortlich, bei dem am Montag in der von Rebellen gehaltenen Stadt Chan Scheichun mehr als 80 Menschen getötet worden waren. Von der Basis Al-Schairat seien die Kampfflugzeuge des Regimes gestartet, sagte Trump. Es liege im grundlegenden nationalen Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten, die Verbreitung und Verwendung von Chemiewaffen zu verhindern, betonte der Präsident. Er rufe alle zivilisierten Nationen auf, sich den USA anzuschließen, um das Abschlachten und Blutvergießen in Syrien zu beenden und um den Terrorismus zu stoppen, erklärte Trump. Verbündete unterstützen US-Luftangriff in Syrien: Frankreich und Großbritannien haben sich hinter die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gestellt, als Vergeltung für den Giftgaseinsatz eine Luftwaffenbasis in Syrien mit Raketen anzugreifen. Das Außenministerium in Paris nannte den Luftschlag eine Warnung an ein kriminelles Regime. Ein Sprecher der britischen Premierministerin Theresa May erklärte, das Vorgehen der USA sei eine angemessene Antwort auf den barbarischen Chemiewaffenangriff der syrischen Regierung. Auch Israel und die Türkei begrüßten den US-Luftangriff. Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte hingegen Trumps Vorgehen als, so wörtlich, Aggression gegen einen souveränen Staat. Russland ist ein enger Verbündeter des Regimes in Damaskus. Die Bundesregierung in Berlin hat sich bislang nicht geäußert. Trump trifft Xi: US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben sich auf Trumps Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida getroffen. Erster Programmpunkt beim ersten Treffen war ein gemeinsames Abendessen mit den Ehefrauen. Wir haben eine Freundschaft entwickelt, sagte Trump danach. Für die Zukunft sagte er ein "großartiges Verhältnis" voraus. Am Freitag sollen Fachgespräche folgen, unter anderem über die Spannungen mit Nordkorea und die Handelspolitik. Das Verhältnis zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten ist durch Trumps Kritik an Pekings Außenhandelspolitik belastet. UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas jüngsten Raketentest: Der UN-Sicherheitsrat hat auch den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt. Mit dem Test habe die Führung in Pjöngjang eine "schwerwiegende Verletzung" mehrerer UN-Resolutionen begangen, erklärte das höchste UN-Gremium. Am Mittwoch hatte Nordkorea erneut eine Rakete getestet. Ungeachtet der Resolutionen der Vereinten Nationen treibt die nordkoreanische Führung unter Machthaber Kim Jong-Un das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die neben Südkorea und Japan auch die US-Küste erreichen sollen. Schärfere Passkontrollen an Schengen-Grenzen: Von diesem Freitag an gelten schärfere Kontrollen bei Einreisen in den Schengen-Raum. Die Neuregelung verpflichtet die Schengen-Mitgliedsstaaten, die Daten aller Reisenden beim Überschreiten einer Außengrenze des Gebiets mit den Fahndungslisten sowie Daten über verlorene oder gestohlene Dokumente abzugleichen. Vorgeschrieben ist ab sofort die systematische Überprüfung aller Ein- und Ausreisenden, also auch der EU-Bürger, deren Länder dem Schengen-Raum angehören, wie die deutsche Bundespolizei erläuterte. Die Schengen-Zone umfasst 26 Länder, 22 EU-Staaten sowie Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Innerhalb dieses Territoriums gibt es grundsätzlich keine Kontrollen zwischen den Mitgliedstaaten, überwacht werden normalerweise nur die Außenzugänge.

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