Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

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22.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Regierung plant nach Medienberichten neue Abschiebungen nach Afghanistan: Die Bundesregierung plant nach Medienberichten, die Abschiebungen nach Afghanistan wieder aufzunehmen. Der Norddeutsche Rundfunk und das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" melden, in der kommenden Woche sei ein weiterer Flug von Leipzig nach Kabul geplant. Das Bundesinnenministerium wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Die Abschiebungen waren nach dem schweren Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Ende Mai mit mehr als 150 Toten vorläufig weitgehend ausgesetzt worden. Das Auswärtige Amt bereitet eine aktuelle Bewertung der Sicherheitslage in Afghanistan vor. Macron warnt vor Brüsseler Gipfel vor Zerfall der EU: Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat der französische Präsident Emmanuel Macron Deutschland dazu aufgerufen, die europäische Idee wieder mit Leben zu versehen. Er wünschte sich, wieder zum Geist der Kooperation zurückzukehren, wie er einst zwischen Francois Mitterrand und Helmut Kohl herrschte, sagte Macron der "Süddeutschen Zeitung". Sonst drohe der Europäischen Union der Zerfall. Es ist der erste EU-Gipfel, an dem Macron teilnimmt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Beratungen dürften die Themen Sicherheit und Verteidigung sowie die Frage stehen, wie das Pariser Klimaabkommen nach dem Ausstieg der USA Bestand haben kann. Moschee in Mossul gesprengt: In der umkämpften irakischen Großstadt Mossul ist die bekannte und Jahrhunderte alte Nuri-Moschee gesprengt worden. Wer letztendlich dafür verantwortlich ist, ist unklar. Die IS-nahe Nachrichtenagentur Amak warf den USA vor, bei einem Luftangriff die Moschee zerstört zu haben. Die irakische Armee behauptet, der IS habe das Gotteshaus gesprengt. Die Moschee hat für den IS eine große symbolische Bedeutung, weil IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi sich dort 2014 kurz nach der Ausrufung des sogenannten Kalifats das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt hatte. Seit dem vergangenen Herbst läuft eine Offensive irakischer Truppen gegen die Islamisten. Die Stadt gilt als Hochburg der Dschihadisten. Kushner besucht Netanjahu und Abbas: Der Nahostgesandte der USA, Jared Kushner, hat bei seinem ersten Nahost-Besuch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Von den Gesprächen mit den beiden Politikern, die jeweils getrennt stattfanden, drang nur wenig in die Öffentlichkeit. Journalisten waren nicht zugelassen und konnten auch anschließend keine Fragen an Kushner stellen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, erklärte, das Treffen sei produktiv gewesen. Die US-Delegation und die israelische Führung unterstrichen, dass der Friedensprozess Zeit brauchen werde, so Spicer weiter. Unmittelbar vor dem neuen Vermittlungsversuch der USA hatte Israel erstmals seit 25 Jahren mit dem Bau einer neuen Siedlung im Westjordanland begonnen. Ein Sprecher von Abbas verurteilte den Baubeginn als gefährliche Eskalation und Versuch, die US-Bemühungen um neue Friedensgespräche zu untergraben. Polizist auf US-Flughafen in den Hals gestochen: Ein 50 Jahre alter Mann aus Kanada hat einem US-Polizisten auf dem Flughafen von Flint im US-Bundesstaat Michigan mit einem Messer in den Hals gestochen. Die Bundespolizei FBI stufte den Fall später als terroristischen Akt ein. Nach Medienberichten soll er "Allahu Akbar", "Gott ist groß", gerufen haben. Der Mann sei legal in die USA eingereist. Der Polizist sei operiert worden, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte ein Polizeisprecher. Nach Medienberichten wurde der auf dem Bishop Airport beschäftigte Polizeibeamte am Hals und Rücken verletzt. Der Flughafen wurde vorsichtshalber geräumt. Augenzeugenberichte deuteten schon früh darauf hin, dass der Polizist gezielt angegriffen worden sei. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass der Angreifer zu einem Terrornetzwerk gehöre, heißt es aus Polizeikreisen. Deniz Yücel mit Sonderpreis geehrt: Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat den in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel mit einem Sonderpreis geehrt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Vergabe des renommierten Theodor-Wolff-Preises verliehen, wie der Verband in Berlin mitteilte. Die Jury wolle damit ein Zeichen für die Pressefreiheit setzen, die in der Türkei und an vielen anderen Orten der Welt mit Füßen getreten werde. Yücel selbst ließ über seine Anwälte erklären, er sehe den Preis als große Ehre an. Zugleich empfinde er ihn als Zeichen der Anteilnahme mit zahlreichen türkischen Journalisten, die größtenteils unter ähnlich absonderlichen Anschuldigungen im Gefängnis säßen. Yücel sitzt seit Februar in Istanbul in Haft. Dem deutsch-türkischen Journalisten werden wegen seiner Artikel zum Kurdenkonflikt und dem gescheiterten Militärputsch im vergangenen Juli "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" vorgeworfen. Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte ihn zudem, ein deutscher Spion zu sein.

21.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof identifiziert: Der mutmaßliche Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof ist identifiziert worden. Das erklärte der belgische Innenminister Jan Jambon im Fernsehsender RTBF. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Der Mann hatte am Dienstagabend eine Explosion am Zentralbahnhof ausgelöst. Soldaten schossen ihn daraufhin nieder. Später erlag er seinen Verletzungen. Laut Augenzeugen hatte der Täter vor der Detonation "Allahu Akbar" - Gott ist groß - gerufen. Der unterirdisch gelegene Zentralbahnhof wurde vorübergehend evakuiert. Der Bahnhof Central ist einer der großen Umsteigebahnhöfe der belgischen Hauptstadt, die bereits mehrfach von Terroranschlägen erschüttert wurde. Im März 2016 hatten islamistische Attentäter mehrere Bomben am Flughafen und in einer Metrostation gezündet, 32 Menschen wurden getötet. Weitere französische Minister treten zurück: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verliert zwei weitere Minister. Nach Verteidigungsministerin Sylvie Goulard gaben auch Justizminister François Bayrou und Europaministerin Marielle de Sarnez ihre Posten auf. Bayrou erklärte, er werde der neuen Regierung nicht angehören. Gründe für seinen Rücktritt nannte er zunächst nicht. De Sarnez gibt ihren Posten nach Angaben aus Parteikreisen auf, um Fraktionschefin der Zentrumspartei MoDem in der Nationalversammlung zu werden. Goulard, de Sarnez und Parteichef Bayrou waren die drei MoDem-Vertreter in Macrons Kabinett. Die Partei wird derzeit von einer Scheinbeschäftigungsaffäre erschüttert. Europäischer Trauerakt für Kohl am 1. Juli: Altbundeskanzler Helmut Kohl wird als erster Politiker mit einem europäischen Trauerakt geehrt. Die Zeremonie solle am 1. Juli im Europäischen Parlament in Straßburg abgehalten werden, teilten die drei Institutionen der Europäischen Union - die EU-Kommission, das EU-Parlament und der EU-Rat - mit. Danach sei eine Trauerfeier im Dom zu Speyer geplant. In der Stadt wird der Leichnam Kohls anschließend auf einem Friedhof beigesetzt. Auf Wunsch von Kohls Witwe, Maike Kohl-Richter, soll es keinen zusätzlichen Staatsakt in Deutschland geben. Der Altkanzler, dem für seinen Einsatz für Europa und die EU zu Lebzeiten die europäische Ehrenbürgerschaft verliehen worden war, war am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. USA weiten Sanktionen gegen Russland aus: Die USA haben wegen der Ukraine-Krise weitere Strafmaßnahmen gegen russische Organisationen und Personen verhängt, die mit der Annexion der Halbinsel Krim oder mit den Kämpfen in der Ostukraine zu tun haben sollen. Mit den Sanktionen werden Gelder bei US-Banken eingefroren, US-Unternehmen dürfen keine Geschäfte mit den Sanktionierten tätigen. Die Strafmaßnahmen wurden während des USA-Besuchs des ukrainischen Ministerpräsidenten Petro Poroschenko ausgeweitet. Dieser traf dabei auch US-Präsident Donald Trump. In dem Gespräch sei es unter anderem um eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Rüstungsbereich gegangen, sagte Poroschenko anschließend. Russlands Außenminister Sergej Lawrow nannte die Ausweitung der Sanktionen bedauerlich. Die Russophobie in Amerika sprenge inzwischen alle Grenzen, sagte Lawrow. Sein Stellvertreter Sergej Riabkow kündigte Gegenmaßnahmen an. Otto Warmbiers Leiche wird nicht obduziert: Die Leiche des verstorbenen US-Studenten Otto Warmbier wird keiner Autopsie unterzogen. Ein entsprechender Wunsch der Eltern werde respektiert, teilte die Gerichtsmedizin im US-Bundesstaat Ohio mit. Der 22-Jährige war am Montag gestorben - nur wenige Tage nachdem er im Koma liegend aus nordkoreanischer Haft in die USA zurückgekehrt war. Die genaue Todesursache konnten Ärzte durch äußerliche Untersuchungen bislang nicht feststellen. Nun müssten weitere Untersuchungen sowie die Sichtung von Unterlagen und Gespräche mit behandelnden Ärzten folgen, hieß es. Der 22-jährige Student war bei einem Aufenthalt in Nordkorea im vergangenen Jahr zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden, weil er ein Plakat aus einem Hotel entwendet haben soll. Saudischer König ernennt Sohn als Nachfolger: Der saudische König Salman hat seinen Sohn Mohammed bin Salman zum Kronprinzen des Landes erklärt. Der nunmehrige Thronfolger verdrängt Mohammed bin Najef, einen Enkel des Staatsgründers Abdul Asis bin Saud. Der neue Kronprinz wird stellvertretender Regierungschef und behält seine bisherigen Aufgaben. Dazu gehört unter anderem das Verteidigungsministerium. Außerdem ist er für Saudi-Arabiens Kriegseinsatz im Jemen und für den Umbau der bisher vom Erdöl abhängigen Wirtschaft zuständig. Der 31-jährige Königssohn vertrat seinen gebrechlichen Vater bereits bei wichtigen Auslandsreisen. König Salman steht seit dem Tod seines Vorgängers Abdallah seit 2015 an der Spitze der Golfmonarchie.

20.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Von Nordkorea freigelassener US-Student ist tot: Der vor knapp einer Woche von Nordkorea freigelassene US-Student Otto Warmbier ist tot. Der 22-Jährige starb nach Angaben seiner Familie in der Uni-Klinik seiner Heimatstadt Cincinnati. Warmbier war mehr als eineinhalb Jahre lang festgehalten worden und lag mit schweren Hirnschäden im Koma, als er in die USA zurückgebracht wurde. Seine Familie und führende Politiker der USA erhoben schwere Vorwürfe gegen Nordkorea. Auch Präsident Donald Trump äußerte massive Kritik. Die Regierung in Pjöngjang sei ein "brutales Regime". Debattiert wird über weitere Sanktionen gegen Nordkorea. Otto Warmbier war 2016 zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden, weil er ein Propaganda-Plakat aus einem Hotel entwendet haben soll. Trumps umstrittener Pressesprecher Spicer vor Versetzung?: Das Weiße Haus erwägt laut Insidern eine Versetzung von Pressesprecher Sean Spicer. Es werde darüber nachgedacht, Spicer von der täglichen Pressearbeit abzuziehen und mit neuen Aufgaben in der Kommunikationsabteilung zu betrauen, berichteten die Agenturen AP und Reuters. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden, verlautete aus Präsidialamtskreisen. Über eine Absetzung Spicers war seit Wochen spekuliert worden. Die Kritik an ihm hatte nicht nachgelassen seit seinen umstrittenen Äußerungen zur Zuschauerzahl bei der Amtseinführung von Präsident Donald Trump und wegen eines missglückten Hitler-Vergleichs im Zusammenhang mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Trump stellte sich aber stets hinter ihn. Vier Verwandte des Auto-Attentäters von Paris festgenommen: Nach dem Attentat auf Polizisten im Zentrum der französischen Hauptstadt sind vier Verwandte des islamistischen Angreifers festgenommen worden. Der Vater, der Bruder, die Ex-Frau und die Schwägerin des 31-Jährigen seien nach Verhören in Gewahrsam genommen worden, verlautete aus Justizkreisen. Der bewaffnete Mann hatte am Montag auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées mit seinem Auto ein Polizeifahrzeug gerammt. Der Pkw des Angreifers ging in Flammen auf, der schwer verletzte Fahrer starb kurz darauf. Beamte oder Passanten wurden bei der Attacke nicht verletzt. Im Autowrack wurden Waffen und Sprengstoff gefunden. Der Attentäter war den französischen Behörden seit 2015 als radikaler Islamist bekannt. Seine Familie gehört demnach der Salafisten-Szene an. Erst vor zwei Monaten hatte ein Islamist auf den Champs-Elysées das Feuer auf Polizisten eröffnet und einen Beamten getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Fahrplan für Brexit-Gespräche steht: Die EU und die britische Regierung haben sich auf Schwerpunkte und auf einen Fahrplan für die Brexit-Gespräche geeinigt. Zunächst sollen die Rechte der Bürger verhandelt werden, die durch den EU-Austritt betroffen sind, wie EU-Verhandlungsführer Michel Barnier nach der ersten Gesprächsrunde in Brüssel mitteilte. Dann solle über die Finanzforderungen an Großbritannien gesprochen werden. Ab jetzt sollten jeden Monat Verhandlungen stattfinden - das nächste Mal am 17. Juli. Der britische Brexit-Minister David Davis kündigte an, Premierministerin Theresa May werde diese Woche beim EU-Gipfel ein Angebot zum künftigen Status der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien machen. Die EU fordert ein Bleiberecht für alle Betroffenen, die fünf Jahre in Großbritannien leben. Dieses soll auch für die 1,2 Millionen Briten in der EU gelten. Möglicherweise mehr als 120 Tote im Mittelmeer: Bei einem neuen Bootsunglück vor der libyschen Mittelmeerküste könnten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 120 Menschen ertrunken sein. Es gebe bislang nur vier Überlebende, teilte die IOM mit. Diese hätten bei ihrer Ankunft in Palermo auf Sizilien berichtet, dass ihr Schlauchboot mit etwa 130 Menschen in See gestochen sei. Schlepper hätten das Boot gestoppt und den Außenbordmotor geraubt. Daraufhin habe sich das völlig überfüllte Boot rasch mit Wasser gefüllt und sei untergegangen. Laut IOM kamen seit Anfang des Jahres mehr als 1800 Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer in Richtung Italien ums Leben oder werden vermisst - das neue Unglück noch nicht eingerechnet. Deutschland gewinnt Auftaktspiel beim Confed Cup: Das "Perspektivteam" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sein Auftaktspiel beim Confed Cup in Russland gewonnen. Die junge Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw setzte sich vor mehr als 28.000 Zuschauern im Olympiastadion von Sotschi gegen Asienmeister Australien mit 3:2 durch. Zweiter Gegner der DFB-Elf bei der Mini-WM ist am Donnerstag der Südamerika-Meister Chile.

19.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lieferwagen in Menschengruppe vor Moschee in London gesteuert: Ein Mann hat im Norden Londons einen Lieferwagen gezielt in eine Menschenmenge vor einer großen Moschee gesteuert. Eine Person wurde getötet, mindestens zehn wurden verletzt. Der 48-jährige Fahrer wurde von Zeugen festgehalten und schließlich festgenommen, wie die Polizei mitteilte. In einer Klinik wird er auch auf seinen Geisteszustand untersucht. Premierministerin Theresa May sagte, der Angriff im Finsbury Park werde wie ein "möglicher Terroranschlag" behandelt. Die islamische Gemeinde sprach von einem Anschlag aus Hass auf die Muslime im Fastenmonat Ramadan. Großbritannien wurde in den vergangenen Wochen von drei Terrorattentaten erschüttert. Auftakt der Brexit-Gespräche in Brüssel: Ein Jahr nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt sitzen die Brexit-Unterhändler an diesem Montag erstmals an einem Tisch. Bis Ende März 2019 sollen eine Vereinbarung über die Trennung und über Eckpunkte für die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ausgehandelt sein. Geleitet werden die Gespräche in Brüssel von EU-Chefunterhändler Michel Barnier und dem britischen Brexit-Minister David Davis. Ziel des ersten Treffens ist es, sich zunächst einmal über den Ablauf und die Organisation der Verhandlungen zu einigen. Davis erklärte im Vorfeld, er strebe einen "Deal wie keinen anderen in der Geschichte" an. Er wolle, dass beide Seiten "stark und erfolgreich" aus den Verhandlungen hervorgingen. Frankreich: Absolute Mehrheit für Macron-Lager: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat mit seiner neuen Partei "La Republique en Marche" die Parlamentswahl gewonnen. Macrons Lager kam nach Angaben des Innenministeriums auf 331 der 577 Sitze in der Nationalversammlung. Die absolute Mehrheit liegt bei 289 Mandaten. Damit hat Macron in der zweiten Runde der Parlamentswahl schwächer abgeschnitten als zunächst erwartet. Dennoch hat er eine klare Mehrheit zur Umsetzung seiner Vorstellungen sicher, etwa für eine Lockerung des Arbeitsrechts. Die Wahlbeteiligung fiel auf ein neues Rekordtief und lag etwa bei 43 Prozent. Sozialisten und Konservative verloren massiv. Erstmals in die Nationalversammlung gewählt wurde die Chefin des rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen. Sie siegte in ihrem nordfranzösischen Wahlkreis Hénin-Beaumont. Allerdings wird der FN mit wohl weniger als zehn Mandaten noch nicht einmal eine Fraktion bilden können. Zahl der Opfer nach Waldbrand in Portugal erhöht sich auf 62: Bei dem verheerenden Waldbrand in Portugal sind nach jüngsten Berichten 62 Menschen ums Leben gekommen. Viele der Opfer wurden in ihren Autos von den Flammen überrascht. Mehrere Dörfer sind von dem Feuer in der Region Pedrógão Grande in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Gegend liegt knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Die Polizei teilte mit, ein Blitzeinschlag habe das Feuer ausgelöst. Wegen starker Winde habe sich der Brand sehr rasch ausgebreitet. Die Behörden befürchten, dass sich die Zahl der Toten noch erhöhen könnte, da die Rettungskräfte einen Teil des betroffenen Gebietes noch nicht erreichen konnten. Noch nie hat es bei einem Waldbrand in Portugal derart viele Opfer gegeben. Dschihadisten greifen Ferienanlage in Malis Hauptstadt an: In Malis Hauptstadt Bamako haben bewaffnete Islamisten eine Hotelanlage angegriffen, dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet. Etwa 30 Geiseln seien aus der Hand der Angreifer befreit worden, teilte Sicherheitsminister Salif Traoré mit. Vier Angreifer seien erschossen worden. Malische und französische Soldaten sowie UN-Einheiten waren im Einsatz, um die Attacke der Dschihadisten zurückzuschlagen. Der Angriff galt der bei westlichen Ausländern beliebten Ferienanlage "Le Campement Kangaba" in einem Vorort der Stadt. US-Allianz schießt syrischen Kampfjet ab: In Syrien ist bei den Gefechten um die IS-Hochburg Al-Rakka ein Kampfjet der syrischen Streitkräfte von dem US-geführten Militärbündnis abgeschossen worden. Die Maschine vom Typ SU-22 habe Bomben in der Nähe verbündeter Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Daraufhin sei das syrische Flugzeug umgehend von einem F/A-18E-Kampfbomber getroffen worden. Das US-Militär betonte, dass keine Kämpfe gegen das syrische Regime oder mit ihm verbündete russische Kräfte angestrebt würden. Die staatliche syrische Agentur Sana sprach von einer "schamlosen Aggression", der Pilot der SU-22 werde vermisst. Unterdessen haben iranische Truppen Raketen auf Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien abgefeuert. Dies sei eine Rache für die IS-Anschläge am 7. Juni in Teheran, teilten die iranischen Revolutionsgarden mit. Bei den Anschlägen in Teheran waren 17 Menschen getötet worden.

17.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Altbundeskanzler Helmut Kohl gestorben: Altkanzler Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. Kohl hatte Deutschland 16 Jahre lang als Bundeskanzler regiert - von 1982 bis 1998. Kein anderer war bisher länger im Amt. Als Kohls größter Erfolg gilt die deutsche Wiedervereinigung, die ihm den Beinamen "Kanzler der Einheit" einbrachte. Der CDU-Politiker war Wegbereiter für die Europäische Union und eine gemeinsame europäische Währung. Anfang der 1990er Jahre war Kohl politischer Ziehvater von Angela Merkel. Wegen einer Spendenaffäre forderte Merkel Ende der 1990er Jahre als damalige CDU-Generalsekretärin die Partei zur Loslösung vom "Übervater" auf. Ihr Verhältnis zu Kohl blieb bis zuletzt belastet. In den vergangenen Jahren zeigte sich Kohl aus gesundheitlichen Gründen kaum noch in der Öffentlichkeit. Internationale Würdigung für verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl: Politiker aus der ganzen Welt haben die Verdienste des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl um die deutsche Einheit und das Zusammenwachsen Europas gewürdigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte Kohl einen "Glücksfall" für die Deutschen. Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow bezeichnete es als "richtig und gerecht", dass die Deutschen Kohl den Spitznamen "Kanzler der Einheit" gegeben hatten. Gorbatschow gilt selbst als einer der Väter der deutschen Einheit. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, Helmut Kohl habe "das europäische Haus mit Leben erfüllt", weil er Brücken nach Westen wie nach Osten gebaut habe, und niemals aufgehört habe, "noch bessere Baupläne für die Zukunft Europas zu entwerfen". UN-Generalsekretär Antonio Guterres reagierte mit Betroffenheit auf den Tod des "persönlichen Freundes". In einer Erklärung der Vereinten Nationen hieß es, das heutige Europa sei ein Ergebnis von Kohls "Visionen und seiner Hartnäckigkeit, enormen Hindernissen zum Trotz". US-Präsident Trump bei Deutscher Bank verschuldet: Erstmals als US-Präsident hat Donald Trump zumindest teilweise Einblick in seine Finanzen seit 2016 gegeben. Die Ethik-Organisation Office for Government Ethics stellte ein von Trump eingereichtes Formular ins Internet. Daraus ist zu ersehen, dass Trump Positionen in 565 Einzelfirmen und Organisationen inne hatte. Die meisten Chefposten gab er einen Tag vor seiner Amtseinführung zurück. Einnahmen und Ausgaben sind unvollständig aufgelistet. Deutlich wird, dass Trump Schulden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar hat, darunter einen großen Teil bei Unternehmen der Deutschen Bank. Die Unterlagen sind nicht annähernd so genau wie ein Steuerbescheid. Trump ist zu der Offenlegung nicht verpflichtet. Die Veröffentlichung des Steuerbescheids war bisher für US-Präsidenten und Bewerber aber üblich. Trump nimmt Obamas Annäherung an Kuba teilweise zurück: US-Präsident Donald Trump hat die von seinem Vorgänger Barack Obama eingeleitete Öffnung gegenüber Kuba teilweise rückgängig gemacht. Trump bezeichnete die von Obama getroffenen Vereinbarungen mit Kuba als "furchtbaren und fehlgeleiteten Deal". Bei einer Veranstaltung in Miami im US-Bundesstaat Florida unterzeichnete er eine Verordnung, die neue Einschränkungen für Handel und Tourismus schafft. Verboten sind demnach künftig selbstorganisierte Individualreisen und direkte Zahlungen an Kubas Militär und Geheimdienste. Viele Unternehmen der Tourismusbranche sind in der Hand des Militärs. Trump ändert Obamas Kuba-Politik aber nicht komplett. Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern bleiben bestehen. Sie waren im Sommer 2015 nach mehr als 50 Jahren Eiszeit wieder aufgenommen worden. Die kubanische Regierung bezeichnete Trumps Maßnahmen als "Rückschlag" in den Beziehungen beider Länder, betonte aber die Bereitschaft, den "respektvollen Dialog" fortzuführen. US-Zerstörer kollidiert vor Japan mit Containerschiff: Vor der japanischen Küste ist ein US-Zerstörer mit einem Containerschiff zusammengestoßen. Die Kollision habe sich bei nächtlicher Dunkelheit rund 100 Kilometer südwestlich des japanischen US-Militärstützpunktes Yokosuka auf einer stark befahrenen Schifffahrtsroute ereignet, teilte die US-Marine mit. Die japanische Küstenwache bestätigte Medienberichte, denen zufolge sieben Seeleute von der Besatzung der "USS Fitzgerald" vermisst werden. Einige von ihnen könnten über Bord gegangen sein. Nach Marineangaben wurden zwei verletzte Crew-Mitglieder zu medizinischen Behandlungen abtransportiert. Die "USS Fitzgerald" sei an der Steuerbordseite beschädigt worden, so dass Wasser eingedrungen sei. Das Kriegsschiff fahre mit begrenztem Antrieb zum Marinestützpunkt. Das Containerschiff, das unter philippinischer Flagge unterwegs war, setzte Medien zufolge seine Fahrt aus eigener Kraft in Richtung Tokio fort.

16.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will Kuba-Politik Obamas teilweise rückgängig machen: Präsident Donald Trump will nach Angaben aus Regierungskreisen neue Restriktionen für US-Investitionen in Kuba erlassen. Trump werde US-Firmen Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmen Gaese verbieten, das vom kubanischen Militär kontrolliert wird, sagte ein Washingtoner Regierungsvertreter. Das Unternehmen ist unter anderem im Tourismussektor an mehreren Joint Ventures beteiligt, darunter der amerikanischen Hotelkette Marriott. Trump will an diesem Freitag in einer Rede in Miami seinen Kurs gegenüber Kuba bekanntgeben. Es wird allgemein erwartet, dass er die Annäherungspolitik seines Vorgängers Barack Obama teilweise revidiert. Demnach sind neue Restriktionen für Reisen in den sozialistisch regierten Inselstaat vorgesehen. Unter Obama hatten die USA nach jahrzehntelanger Eiszeit die diplomatischen Beziehungen zu Havanna wieder aufgenommen. Nach Haftbefehlen gegen Erdogan-Leibwächter: US-Botschafter einbestellt: Die Türkei will den Erlass von Haftbefehlen gegen zwölf Leibwächter ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den USA nicht hinnehmen. Das türkische Außenministerium teilte mit, US-Botschafter John Bass sei zu einem Gespräch ins Ministerium "eingeladen" worden. Dem Diplomaten sei dabei übermittelt worden, dass der Erlass der Haftbefehle falsch und parteiisch sei und dass die rechtliche Grundlage dafür fehle. Den türkischen Personenschützern wird vorgeworfen, am 16. Mai auf kurdische Demonstranten losgegangen zu sein. Die Ausschreitungen ereigneten sich am Rande eines Besuchs Erdogans in Washington. Videomitschnitte zeigen, wie Sicherheitsleute brutal sogar auf am Boden liegende Demonstranten einprügelten. Elf Menschen wurden verletzt, neun davon mussten im Krankenhaus behandelt werden. Erdogan warf den amerikanischen Sicherheitskräften vor, ihn nicht beschützt zu haben. Einigung in der Eurogruppe: Frisches Geld für Griechenland: Nach monatelangem Tauziehen bekommt Griechenland frisches Geld, um einen Staatsbankrott im Sommer zu vermeiden. Die Euro-Finanzminister sagten in Luxemburg eine weitere Hilfstranche von 8,5 Milliarden Euro zu. Der Internationale Währungsfonds (IWF) kündigte daraufhin an, sich mit einem eigenen Hilfsprogramm an der Griechenland-Rettung zu beteiligen. Die IWF-Chefin Christine Lagarde gab das Volumen mit zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) an. Geld soll aber erst fließen, wenn die Europäer sich auf Schuldenerleichterungen verständigt haben. Eine konkrete Zusage über Schuldenerleichterungen bekam Athen in Luxemburg erneut nicht. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sprach jedoch von einem "großen Schritt vorwärts". Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigte sich zufrieden mit dem Beschluss. Der Deutschen Welle sagte er, die Griechen seien "jetzt in einer guten Entwicklung": "Dabei helfen wir Griechenland." Brexit-Verhandlungen beginnen wie geplant am Montag: Die EU und Großbritannien haben sich offiziell auf einen Auftakt der Brexit-Verhandlungen am Montag festgelegt. Dies teilten der EU-Unterhändler Michel Barnier und der zuständige britische Minister David Davis mit. Damit bleibt es bei dem schon vor Wochen angepeilten Termin, obwohl sich die Regierungsbildung in Großbritannien verzögert. Fast genau ein Jahr nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt beraten beide Seiten nun erstmals offiziell über die Bedingungen der Trennung. Sollte es keine Vereinbarung geben, kommt es zu einem ungeordneten Austritt mit großen Risiken vor allem für Handel und Wirtschaft. Sonderermittler nimmt auch Trumps Schwiegersohn Kushner ins Visier: In der Russland-Affäre geraten nun auch die Geschäfte von Jared Kushner, dem Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, ins Visier von Sonderermittler Robert Mueller. Dieser untersuche Kushners Finanzen und geschäftliche Beziehungen, berichtete die Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Kushner hatte sich vor Trumps Amtsantritt mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak sowie einem Moskauer Bankier getroffen. Deswegen soll er mit im Fokus der Ermittlungen des FBI stehen. Die Bundespolizei ermittelt unter Führung Muellers zu möglichen Absprachen zwischen russischen Offiziellen und Trumps Wahlkampfteam vor der Präsidentschaftswahl im November 2016. Bei dem Treffen mit Kisljak vor Trumps Amtsantritt soll Kushner vorgeschlagen haben, eine abhörsichere Kommunikationsleitung zwischen Vertrauten von Trump und dem Kreml einzurichten. Diese sollte demnach über russische Einrichtungen in den USA laufen. Steinmeier verbittet sich Einmischung Russlands in Bundestagswahl: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Russland vor dem Versuch gewarnt, sich in die Bundestagswahl im Herbst einzumischen. Käme es zu einer solchen Einflussnahme, werde sich der Vorrat an Gemeinsamkeiten notwendigerweise weiter verringern, sagte Steinmeier der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das wäre für beide Seiten schädlich. Der Bundespräsident beschrieb das Verhältnis zwischen Europa und Russland als zunehmend distanziert. Heute suche Russland "seine Identität eher in Abgrenzung zu Europa und zum Westen als in Gemeinsamkeiten", so Steinmeier.

15.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Justiz ermittelt nun auch gegen Trump persönlich: US-Präsident Donald Trump ist einem Zeitungsbericht zufolge nun auch persönlich ins Visier des Sonderermittlers zur Russland-Affäre geraten: Der vom Justizministerium eingesetzte Ermittler Robert Mueller gehe dem Verdacht nach, dass sich Trump der Justizbehinderung schuldig gemacht habe, meldet die "Washington Post". Justizbehinderung ist ein Straftatbestand. Bisher hatten sich die Ermittlungen nur gegen Menschen in Trumps Umfeld gerichtet. Dem Bericht zufolge haben sich mehrere führende Geheimdienstvertreter zur Aussage vor Mueller bereit erklärt - unter ihnen der Nationale Geheimdienstdirektor Dan Coats und NSA-Direktor Mike Rogers. Mueller soll wie das FBI und mehrere Kongressausschüsse klären, ob Russland die Präsidentenwahl zugunsten Trumps beeinflusste und ob dessen Team mit der Regierung in Moskau geheime Absprachen traf. Der Präsident und Russland bestreiten das. Ein Anwalt Trumps nannte es zwar skandalös und illegal, dass Interna aus dem FBI an die Presse gelangt seien, dementierte den Medienbericht aber nicht. Katar kauft teure US-Kampfjets: Trotz der diplomatischen Krise am Golf haben die USA den Verkauf von Kampfjets vom Typ F-15 an Katar besiegelt. Verteidigungsminister James Mattis unterzeichnete eine Vereinbarung mit seinem katarischen Kollegen Khalid al-Attiyah. Katar zahlt dafür 12 Milliarden US-Dollar. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg geht es um 36 Maschinen. Der Verkauf war bereits seit längerem vorbereitet worden. Der Vollzug kommt kurz nach dem Ausbruch der diplomatischen Krise am Golf. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere arabische Staaten hatten Anfang Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, den Luftverkehr gestoppt und die Grenzen geschlossen. Damit ist das Golf-Emirat isoliert. Die Staaten beschuldigen Katar, Terrorgruppen wie den "Islamischen Staat" zu unterstützen. Auch US-Präsident Donald Trump warf Katar vor, den Terror zu unterstützen. In Katar befindet sich die größte US-Militärbasis in der Region. London gibt bei Rechten von EU-Bürgern nach: Großbritannien gibt einem Zeitungsbericht zufolge im Streit um die Rechte von EU-Bürgern nach dem angestrebten Ausstieg des Königreichs aus der Europäischen Union nach. Brexit-Minister David Davis werde der EU zum Auftakt der Verhandlungen in Brüssel anbieten, dass die bisherigen Privilegien der drei Millionen EU-Bürger in Großbritannien gewahrt würden, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf Regierungsvertreter. London habe dies zwar nur jenen EU-Bürgern zugestehen wollen, die vor der Einleitung des formalen Austrittsverfahrens am 29. März auf der Insel gelebt haben. Man werde sich aber wahrscheinlich der Forderung der EU beugen, die Frist auf den Vollzug des Brexit zu verschieben, der für 2019 erwartet wird. Premierministerin Theresa May verfolgt bisher einen harten Verhandlungskurs und verlangt von der EU weitreichende Rechte für Briten in Ländern der Gemeinschaft. US-Notenbank schraubt Leitzinsen weiter nach oben: Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die US-Notenbank den Leitzins leicht erhöht. Die Federal Reserve hob den Zins erneut um 0,25 Punkte an. Damit liegt das Zinsniveau nun zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Die Fed begründete die erneute Anhebung mit der "soliden" Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt. Die erneute leichte Zinssteigerung war von den Finanzmärkten erwartet worden. Die Notenbank geht davon aus, dass in diesem Jahr eine weitere Erhöhung des Leitzinses möglich ist. Nach der Finanzkrise von 2008 hatte die Notenbank jahrelang einen Kurs der Nullzinsen gefahren, um die US-Wirtschaft zu stimulieren. Seit Dezember 2015 gab es nun inzwischen vier Zinsanhebungsschritte, drei davon seit dem Wahlsieg von Donald Trump im November. Bosch will Halbleiterwerk in Dresden bauen: Der Technologiekonzern Bosch plant nach Medienberichten in Dresden den Bau einer zweiten Halbleiterfabrik in Deutschland. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich um die größte Investition der Firmengeschichte. Demnach will das Stuttgarter Unternehmen in Dresden 700 Arbeitsplätze schaffen. Der Produktionsstart sei für 2021 geplant, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Bosch betreibt bereits eine Chipfabrik in Reutlingen und ist ein führender Sensorenhersteller. Der weltgrößte Autozulieferer hat mit der verstärkten Sensorenproduktion den Einsatz bei autonomen Automobilen und dem sogenannten Internet der Dinge im Auge. Bosch hat für Montag zu einer Pressekonferenz in Berlin im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig eingeladen. Rekordtransfer der Bundesliga: Bayern holt Tolisso aus Lyon: Der FC Bayern hat den französischen Nationalspieler Corentin Tolisso verpflichtet und dafür die höchste je von einem Fußball-Bundesligisten aufgebrachte Transfersumme bezahlt. Der 22-jährige Mittelfeldakteur wechselt von Olympique Lyon nach München, wo er einen Fünfjahresvertrag bis 2022 unterschrieb. Am Abend gab Lyon bekannt, für den Jungprofi 41,5 Millionen Euro zu erhalten - so teuer war noch nie ein Spieler in der Bundesliga. Zu dem Betrag können noch maximal sechs Millionen Euro an Erfolgsboni dazukommen. Die bisherige Rekordsumme lag bei 40 Millionen Euro, die die Münchner 2012 für den Spanier Javi Martinez bezahlt hatten.

14.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehrere Tote bei Hochhausbrand in London: Bei dem Brand in einem Hochhaus in London sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Feuerwehr in London, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Mindestens 50 Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer in dem 27-stöckigen Wohnkomplex brach am frühen Morgen aus. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz. Augenzeugen berichten, dass sich noch Menschen in dem Gebäude befinden. Die Brandursache ist noch unklar. Sessions weist Vorwürfe in Russland-Affäre zurück: Der US-Justizminister Jeff Sessions hat Vorwürfe in der Russland-Affäre kategorisch zurückgewiesen. Den Verdacht, dass er an illegalen Absprachen mit Moskau beteiligt gewesen sein könnte, bezeichnete er bei der Befragung durch den Geheimdienstausschuss des Senats als "schockierende und abscheuliche Lüge". Er wies auch den Vorwurf zurück, dass es beim Rauswurf von Ex-FBI-Chef James Comey mit unrechten Dingen zugegangen sein könnte. Sessions gehört zu den Leuten aus Donald Trumps Umfeld, die im Fokus der Russland-Affäre stehen. Er hatte sich im vergangenen Jahr mindestens zwei Mal mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen. Dies hatte er in seinem Nominierungsverfahren im Senat jedoch unerwähnt gelassen. Nachdem diese Kontakte bekannt wurden, hatte er sie bestätigt und wegen Befangenheit seinen Rückzug aus den Russland-Ermittlungen erklärt. Der Justizminister war in den vergangenen Wochen auch massiv in die Kritik geraten, weil er Trump die Entlassung Comeys empfohlen hatte. Dies wird als Verstoß gegen seine Befangenheitserklärung in der Russland-Affäre gedeutet. US-Präsidialamt: Trump will Russland-Sonderermittler nicht feuern: US-Präsident Donald Trump will den Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller, nicht entlassen. Das US-Präsidialamt teilte mit, der Präsident habe keine derartigen Pläne. Am Montag hatte ein Freund Trumps einem Sender gegenüber gesagt, Trump erwäge die Entlassung des Sonderermittlers. Der Ex-FBI-Chef Mueller soll wie das FBI und mehrere Kongressausschüsse klären, ob Russland die Präsidentenwahl im vergangenen Jahr zugunsten Trumps beeinflusste und ob es geheime Absprachen zwischen seinem Team und der Regierung in Moskau gab. Sowohl Trump als auch Russland haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Frankreich will Reformen für mehr Moral in der Politik: Im Kampf gegen Skandale und Affären in der Politik will die französische Regierung am heutigen Mittwoch ein umfassendes Reformpaket auf den Weg bringen. So sollen Abgeordnete und Minister künftig keine nahen Verwandten mehr beschäftigen dürfen. Auch soll es strengere Regeln zur Beratertätigkeit von Parlamentariern, zur Vermeidung von Interessenkonflikten und zur Parteienfinanzierung geben. Justizminister François Bayrou wird die Reformen für mehr Moral in der Politik bei einer Kabinettssitzung vorstellen, bevor sie ins Parlament gehen. Mit den neuen Regeln soll das Vertrauen der Bürger in die Politik wiederhergestellt werden. Hintergrund der Initiative sind Skandale wie die Scheinbeschäftigungsaffäre um den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon, der Familienangehörige auf Staatskosten beschäftigte, ohne dass sie eine Leistung dafür erbracht haben. Ronaldo weist Vorwurf des Steuerbetrugs zurück: Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Wie das Lissaboner Unternehmen seines Managers Jorge Mendes mitteilte, habe es niemals Unterschlagungen gegeben. Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuern zu umgehen. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hatte zuvor beim Gericht in Madrid Anzeige gegen den Torjäger erstattet. Er wurde der Steuerhinterziehung in Höhe von gut 14,76 Millionen Euro beschuldigt. Dem 32-jährigen Portugiesen drohen wegen insgesamt vier Steuervergehen eine Mindesthaftstrafe von bis zu sieben Jahren sowie eine Geldstrafe von mindestens 28 Millionen Euro, schätzte der Verband der Steuerexperten des spanischen Finanzministeriums. Französische Fußballfans singen "God save the Queen": Als Zeichen der Solidarität nach den Anschlägen von Manchester und London haben französische Fußballfans vor dem Länderspiel gegen England (3:2) die Hymne der Gäste mitgesungen. Auf Fernsehbildern des Senders TF1 war zu sehen, dass Zuschauer mit französischer Trikolore auf der Wange "God Save the Queen" anstimmten. Der Text wurde auf den Großleinwänden im Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis eingeblendet. Die Szene erinnerte an die Begegnung der beiden Teams im englischen Wembley-Stadion wenige Tage nach den Pariser Terroranschlägen vom November 2015. Damals hatten zahlreiche englische Fans demonstrativ die Marseillaise mitgesungen. Vor Beginn des Freundschaftsspiels gedachten Spieler und Zuschauer mit einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge. Im Stadion waren auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May. Die Begegnung im Stade de France stand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Rund 1100 Polizisten waren im Einsatz.

13.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Russischer Oppositioneller Nawalny muss wieder ins Gefängnis: Ein Moskauer Gericht hat den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny zu 30 Tagen Arrest verurteilt. Der Kremlkritiker habe wiederholt gegen die Regeln zur Organisation von Demonstrationen verstoßen und sei schuldig, urteilte das Gericht. Nawalny war auf dem Weg zu einer nicht genehmigten Kundgebung gegen Präsident Wladimir Putin. Bei dem Protest im Moskauer Stadtzentrum waren nach Angaben der Menschenrechtsorganisation OWD-Info insgesamt mehr als 700 Menschen in Gewahrsam genommen worden. In knapp 200 Städten in ganz Russland gab es Demonstrationen. Der 41-jährige Nawalny gilt als einer der schärfsten Kritiker Putins, gegen den er bei der Wahl im kommenden Jahr antreten will. Weitere gerichtliche Niederlage für Trump im Streit um Einreisestopp: US-Präsident Donald Trump hat im juristischen Streit um das Einreiseverbot für Bürger aus sechs muslimischen Ländern erneut eine Niederlage erlitten. Ein Bundesberufungsgericht in San Francisco bestätigte in weiten Teilen eine Entscheidung eines untergeordneten Gerichts im Bundesstaat Hawaii, das Trumps jüngstes Einreisedekret im März außer Kraft gesetzt hatte. Mit dem Erlass habe der Präsident seine ihm vom Kongress übertragenen Vollmachten in der Einreisepolitik überschritten, befanden die Berufungsrichter. Trump hatte angeordnet, dass Reisende aus Libyen, dem Iran, dem Jemen, Somalia, dem Sudan und Syrien für etwa drei Monate nicht mehr in die USA dürfen. Der Präsident habe nicht belegen können, dass ihre Einreise den Interessen des Landes schade, hieß es weiter. Letztendlich dürfte der Streit vom Obersten Gerichtshof entschieden werden, den die Regierung bereits angerufen hat. Panama baut diplomatische Beziehungen zu China auf: Panama bricht die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab und wendet sich China zu. Der Aufbau vollständiger diplomatischer Kontakte zum zweitgrößten Kunden des Panama-Kanals sei der richtige Weg für das Land, sagte Präsident Juan Carlos Varela im Fernsehen. Für die Regierung in Peking ist die Anerkennung der Ein-China-Politik durch das mittelamerikanische Land ein Erfolg. Sie betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Die Regierung Taiwans dagegen zeigte sich verärgert. Taiwan pflegt nun nur noch mit 20 Staaten weltweit diplomatische Beziehungen, vor allem mit kleineren und ärmeren Ländern in Lateinamerika und im pazifischen Raum. Die Bundesrepublik ist in dem Land nur mit dem Deutschen Institut vertreten. Feuer im Obersten Gerichtshof in Venezuela: In Venezuela haben Demonstranten das Verwaltungsgebäude des Obersten Gerichts in Brand gesteckt. Bei Protesten gegen Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas schleuderten vermummte Randalierer Brandsätze und Steine gegen das Behördengebäude. Plündernde Demonstranten drangen in das Gebäude ein. Zuvor hatte das Gericht eine Beschwerde von Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Diaz gegen die Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung für unzulässig erklärt. Maduro will damit die tiefe Krise im Land beenden. Doch die Opposition wirft dem Staatschef vor, die Versammlung mit seinen Anhängern besetzen zu wollen, um seine Macht zu zementieren. In Venezuela gehen seit Ende April beinahe täglich tausende Menschen auf die Straße. Sie fordern den Rücktritt des sozialistischen Staatschefs, den sie für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich machen. Merkel ruft G20 zu Partnerschaft mit Afrika auf: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die 20 großen Industrie- und Schwellenländer aufgerufen, Afrika mit Hilfe von Reform- und Investitionspartnerschaften zu mehr Wachstum und Jobs zu verhelfen. Man bräuchte partnerschaftliche Ansätze. Anders als früher wolle man nicht mehr über Afrika, sondern mit Afrika sprechen, um den einzelnen Ländern bei Projekten zu helfen, die mehr Investitionen auslösten. Mehr Jobs in Afrika bedeuteten weniger Hoffnungslosigkeit bei jungen Menschen und damit weniger Gründe, das Land zu verlassen, sagte Merkel. Die umfassende Partnerschaft mit Afrika soll auf dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg beschlossen werden. Ihr Herzstück sind Investitionspartnerschaften zwischen einzelnen Ländern Afrikas und der G20 unter dem Namen "Compact with Africa". Die Bundesregierung unterstützt die Elfenbeinküste, Ghana und Tunesien durch so genannte Reformpartnerschaften mit bis zu 300 Millionen Euro.

12.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Parlamentswahl: Macron siegt im ersten Wahlgang: Frankreichs neuer Staatschef Emmanuel Macron hat bei der Parlamentswahl einen klaren Sieg erzielt. Seine Bewegung La République en Marche erzielte in der ersten Wahlrunde 32,3 Prozent der Stimmen. Berechnungen zufolge kann das Lager des sozialliberalen Präsidenten bei der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag mit einer klaren absoluten Mehrheit rechnen. Das konservative Lager kam auf 21,6 Prozent, der rechtspopulistische Front National von Marine Le Pen erzielte 13,2 Prozent, die Bewegung "Das unbeugsame Frankreich" des Linkspolitikers Jean-Luc Mélenchon kam auf elf Prozent. Eine herbe Schlappe erlitten die Sozialisten von Ex-Staatschef François Hollande: Die frühere Regierungspartei kam nur noch auf ein Ergebnis von 9,5 Prozent. Meinungsforschungsinstitute gehen aufgrund der Kräfteverhältnisse davon aus, dass En Marche nach dem zweiten Wahlgang mehr als 400 der 577 Sitze in der Nationalversammlung erobern könnte. Das wäre eine klare absolute Mehrheit und würde Macron Handlungsspielraum für seine Reformprojekte verschaffen. Rechtsruck bei Parlamentswahl im Kosovo: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Kosovo hat es einen deutlichen Rechtsruck gegeben. Die radikalen Nationalisten des Parteienbündnisses um drei Rebellenführer aus dem Krieg Ende der 1990er Jahre - PDK, AAK und Nisma - haben die Wahl mit gut 34 Prozent der Stimmen gewonnen. Das berichtete die staatliche Wahlkommission nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen. Die ultranationalistische Partei Vetevendosje kam mit knapp 27 Prozent auf den zweiten Rang, die konservative LDK des bisherigen Regierungschefs Isa Mustafa mit knapp 26 Prozent auf den dritten Platz. Die Regierungsbildung dürfte fast unmöglich sein, da das Bündnis und die anderen Parteien Koalitionen bereits im Vorfeld ausgeschlossen haben. Nur 41,5 Prozent der über 1,8 Millionen Wahlberechtigten in Europas jüngstem Staat gaben ihre Stimme ab. Zwei US-Bundesstaaten wollen Trump verklagen: Die Generalstaatsanwälte des Regierungssitzes Washington D.C und des US-Bundesstaates Maryland wollen Klage gegen Präsident Donald Trump einreichen. Das berichtet die Washington Post. Demnach werfen sie dem Präsidenten vor, gegen Anti-Korruptions-Bestimmungen in der US-Verfassung zu verstoßen, indem er sich auch als Staatschef nicht von seinen Firmen getrennt habe. Trump habe über seine Unternehmen von Millionenzahlungen ausländischer Regierungen und anderen Vorteilen profitiert. Trump hatte im Januar versprochen, seine Unternehmen in eine Treuhandgesellschaft zu überführen, die von seinen Söhnen geleitet werden soll, um potentielle Interessenkonflikte zu vermeiden. Die beiden US-Staaten werfen ihm allerdings vor, viele Versprechen gebrochen zu haben, und nach wie vor private Interessen und öffentliche Pflichten zu vermischen. Puerto Rico stimmt für Übergang zu US-Bundesstaat: Die Bürger Puerto Ricos haben sich in einer Volksabstimmung für eine Umwandlung der Karibikinsel in den 51. US-Bundesstaat ausgesprochen. Das Referendum ist jedoch nicht bindend, denn nur der Kongress in Washington kann darüber entscheiden. Bislang ist die frühere spanische Kolonie ein assoziierter Freistaat der USA. Die Wahlbeteiligung lag nach einem Boykottaufruf der Opposition bei nur knapp 23 Prozent der 2,3 Millionen wahlberechtigten Bürger. Nach Auszählung von 92 Prozent der abgegebenen Stimmen stimmten 97,2 Prozent für die Umwandlung in einen US-Staat. Den Wählern stand auch die Unabhängigkeit als weitere Option offen. Die Puerto Ricaner sind US-Bürger, aber sie dürfen nicht an der Präsidentenwahl teilnehmen, und ihre Delegierten im US-Kongress haben kein Stimmrecht. Puerto Rico ist faktisch pleite. Als US-Bundesstaat könnte sich die Insel nach US-Insolvenzrecht für zahlungsunfähig erklären, wie es beispielsweise die Stadt Detroit getan hat. Airbus A330 muss mit Triebwerksschaden notlanden: Ein Airbus A 330 der China Eastern Airlines ist mit einem Triebwerksschaden in Sydney notgelandet. In der Hülle des Triebwerks klaffte ein großes Loch, das durch ein Problem in der Luftansaugung aufgerissen worden war, wie die Fluggesellschaft nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Besatzung habe den Schaden an der Triebwerkshülle "rechtzeitig" entdeckt, so dass der Kapitän umgehend beschlossen habe, den Flug nach Shanghai abzubrechen und zum nahegelegenen Startflughafen von Sydney umzukehren. Verletzt wurde niemand.

10.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel rechnet mit baldigem Start der Brexit-Verhandlungen: Nach dem überraschenden Wahlausgang in Großbritannien rechnet Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem baldigen Beginn der Brexit-Verhandlungen. Die Gespräche würden wie geplant "in den nächsten Tagen" beginnen, sagte Merkel am Rande ihres Besuchs in Mexiko. Sie hoffe auf die Einhaltung des Zeitrahmens. Zugleich bekräftigte sie, dass eine gute Partnerschaft mit Großbritannien angestrebt sei, auch wenn das Land nicht mehr Teil der Europäischen Union sein werde. Nach der Wahlschlappe der regierenden Tories bei der Parlamentswahl waren Zweifel am Zeitplan für die Brexit-Verhandlungen laut geworden. Sie sollen am 19. Juni starten. Die Konservativen von Premierministerin Theresa May hatten ihre absolute Mehrheit bei der Wahl am Donnerstag eingebüßt und sind nun auf einen Koalitionspartner angewiesen. USA senden widersprüchliche Signale an Katar: US-Präsident Donald Trump und Außenminister Rex Tillerson haben gegensätzliche Positionen zu der von Saudi-Arabien und drei weiteren Staaten verhängten Blockade gegen Katar vertreten. Trump verteidigte den Schritt bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus als direktes Ergebnis seiner Politik und erklärte, Katar sei ein "Finanzier des Terrorismus auf hohem Niveau". Trump appellierte an den Golfstaat, die finanzielle Förderung von Extremisten zu beenden. Außenminister Tillerson hatte hingegen kurz zuvor eine Lockerung des Embargos gegen Katar gefordert, weil es den Kampf gegen die Terrormiliz IS erschwere und zu humanitären Problemen wie Nahrungsmittelknappheit in dem Land führe. Zwar forderte auch Tillerson, dass Katar mehr dafür tun müsse, die Finanzierung extremistischer Organisationen zu unterbinden. Er hob allerdings zugleich hervor, dass in dieser Hinsicht bereits einiges geschehen sei. Brasiliens Staatschef Temer bleibt nach Freispruch im Amt: Michel Temer bleibt vorerst Staatschef in Brasilien. Sein Korruptionsverfahren vor dem obersten Wahlgericht endete mit einem Freispruch. Die Richter sprachen sich mit einer knappen Mehrheit von vier zu drei Stimmen dagegen aus, Temer sein Amt abzuerkennen. Im Prozess ging es um die Wiederwahl der linksgerichteten Ex-Präsidentin Dilma Roussef und ihres damaligen Stellvertreters Temer im Jahr 2014. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Wahl wegen Korruption bei der Wahlkampffinanzierung für ungültig erklärt werden soll. Der konservative Temer hatte nach der Amtsenthebung von Rousseff im vergangenen August das Präsidentenamt übernommen. Wegen eines Bestechungsskandals läuft vor dem Obersten Gerichtshof ein weiteres Verfahren gegen ihn. UN-Meereskonferenz endet mit Abschlusserklärung: In New York ist die UN-Meereskonferenz zu Ende gegangen. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung riefen die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen zum Schutz der Ozeane auf. Außerdem verpflichteten sich die Länder freiwillig zu mehr als 1300 Meeresschutzprojekten. Ziel sei es, die Ozeane zu bewahren und nachhaltig zu nutzen. Die UN sehen das Abschlusspapier als Meilenstein. Der Präsident der Generalversammlung, Peter Thomson, erklärte, von nun an könne niemand mehr sagen, er habe nichts von dem Schaden gewusst, den die Menschheit den Ozeanen zufüge. Umweltschützer kritisieren dagegen, dass es keine Mechanismen gebe, um die Umsetzung der geplanten Maßnahmen zu kontrollieren.

09.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Desaster für May: Konservative in Großbritannien verlieren absolute Mehrheit: Zehn Tage vor Beginn der Brexit-Verhandlungen haben die Briten Premierministerin Theresa May eine schwere Wahlschlappe beschert. Mays Konservative verloren bei der Unterhauswahl die absolute Mehrheit und kommen nach Auszählung fast aller Stimmen nur noch auf 315 Sitze - 12 weniger als zuvor. Die absolute Mehrheit liegt bei 326 Mandaten. Die oppositionelle Labour-Partei von Jeremy Corbyn holte 261 Sitze, das ist ein Plus von 29. Auch die Liberaldemokraten konnten zulegen und kommen nun auf zwölf Mandate. Schwere Verluste musste die Schottische Nationalpartei hinnehmen, sie sackte von 56 auf 35 Abgeordneten-Sitze ab. Damit steht Großbritannien eine komplizierte Regierungsbildung bevor. May selbst will um 11 Uhr MESZ eine Erklärung abgeben. Politische Beobachter schließen einen Rücktritt der Regierungschefin und auch baldige Neuwahlen nicht aus. May hatte die vorgezogene Abstimmung im April mit dem Ziel ausgerufen, die Regierungsmehrheit ihrer Partei im Unterhaus zu vergrößern, um sich mehr Rückhalt für die Verhandlungen über den EU-Austritt zu verschaffen. Arabische Staaten verhängen Sanktionen im Streit mit Katar: Saudi-Arabien und drei weitere arabische Staaten haben insgesamt 59 Personen und 12 Organisationen mit angeblichen Verbindungen zum Rivalen Katar auf eine "Terrorliste" gesetzt. Sie alle würden von dem Golf-Emirat finanziert oder seien dort ansässig und hätten Kontakte zu Terroristen, heißt es in einer Erklärung der vier Länder. Zu den Unterzeichnern gehören neben Saudi-Arabien auch Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain. Für die betroffenen Personen und Organisationen bedeutet der Eintrag auf der "Terrorliste" vor allem Kontensperren und erschwerte Auslandsgeschäfte. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und der Jemen hatten am Montag alle Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die nationalen Fluggesellschaften stoppten den Luftverkehr. Zudem schlossen die Nachbarländer die Grenzen. Die Staaten warfen Katar vor, Terroristen zu unterstützen. Merkel zu Gesprächen in Argentinien: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Besuch in Buenos Aires für Deutschland als Partner bei der wirtschaftlichen Öffnung Argentiniens geworben. Sie lobte zugleich, dass Staatschef Mauricio Macri die argentinischen Finanzmärkte geöffnet habe. Bei dem eintägigen Besuch ging es auch um die Zusammenarbeit der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20), deren Präsidentschaft Deutschland kommendes Jahr an Argentinien übergibt. Deutschland ist Argentiniens viertgrößter Handelspartner mit einem Handelsvolumen von 4,3 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro). An diesem Freitag trifft Merkel in Mexiko-Stadt mit dem mexikanischen Staatschef Enrique Peña Nieto zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs werden Wirtschafts- und außenpolitische Fragen und der G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg stehen. Japan setzt Gesetz zur Abdankung von Kaiser Akihito in Kraft: Japans Kaiser Akihito kann abdanken. Das Parlament kam dem Wunsch des 83 Jahre alten Monarchen nach und verabschiedete ein dafür notwendiges Sondergesetz. Es ist das erste Mal seit rund 200 Jahren, dass ein Kaiser in Japan abdanken wird. Die bisherige Rechtslage sah dies nicht vor. Laut Medien könnte Akihito an seinem 85. Geburtstag im Dezember nächsten Jahres abdanken. Sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito (57), würde seinem Vater dann auf den Chrysanthementhron folgen. "Focus": Bombenanschlag sollte Deutsche Botschaft in Kabul treffen: Der Bombenanschlag von Kabul mit 160 Toten und über 450 Verletzten in der vergangenen Woche sollte nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" gezielt die deutsche Botschaft in der afghanischen Hauptstadt treffen. Einem aufmerksamen Wachmann sei es zu verdanken, dass die deutschen Diplomaten und ihre Mitarbeiter durch splitternde Scheiben nur Schnittwunden erlitten, berichtet das Magazin unter Verweis auf ein "erstes Fazit deutscher Sicherheitsbehörden" und einen ersten Untersuchungsbericht. Der Wachmann habe am Morgen einen Tanklaster angehalten, der Zufahrt zur Botschaft verlangte, um dort Altwasser abzupumpen. Nachfragen des Wachpostens über Funk hätten aber ergeben, dass ein Tankeinsatz in der Botschaft nicht vereinbart worden sei, schreibt der "Focus" unter Berufung auf den Untersuchungsbericht. Als der Hausmeister zu dem nur 50 Meter vor der Einfahrt stehenden Tanklaster gehen wollte, um die Lage zu klären, habe der Attentäter die rund 1000 Kilogramm schwere Sprengladung gezündet. Hendricks wirbt bei UN für internationale Anstrengungen beim Meeresschutz: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat bei der ersten UN-Konferenz zum Meeresschutz auf internationale Maßnahmen gegen die Vermüllung der Ozeane und gegen den Klimawandel gedrungen. "Die Meere entwickeln sich zu einer riesigen Plastikmüllhalde", sagte Hendricks in New York. Weltweit seien außerdem die Fischbestände bedroht. Mit Blick auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen, sagte Hendricks, notwendig sei nicht weniger, sondern mehr Klimaschutz. Bis zu diesem Freitag beraten Regierungsvertreter aus aller Welt, Meeresschützer und einige Staatschefs darüber, wie die Verschmutzung der Ozeane gestoppt werden kann.

08.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Briten wählen ein neues Parlament: Fast ein Jahr nach dem Brexit-Referendum wählen die Briten unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen vorzeitig ein neues Parlament. Noch bis 22.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) haben die mehr als 40.000 Wahllokale in England, Schottland, Wales und Nordirland geöffnet. Premierministerin Theresa May wollte sich mit der von ihr vorgezogenen Wahl ein starkes Mandat für die Verhandlungen mit Brüssel über den EU-Austritt ihres Landes sichern. Laut jüngsten Umfragen könnte die Konservative ihr Ziel einer komfortablen Mehrheit im Parlament allerdings verfehlen. Die oppositionelle Labour-Partei von Jeremy Corbyn liegt nur noch knapp hinter Mays Tories. Nach drei Terroranschlägen in Großbritannien in drei Monaten werfen Kritiker der Premierministerin vor, während ihrer Zeit als Innenministerin für den Abbau von über 20.000 Stellen bei der Polizei mitverantwortlich gewesen zu sein. Insgesamt bewerben sich mehr als 3000 Kandidaten um die 650 Sitze im Londoner Unterhaus. Ex-FBI-Chef Comey geht in die Offensive : Der frühere FBI-Chef James Comey hat am Mittwoch, einen Tag vor seiner mit Spannung erwarteten Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats, ein Statement veröffentlicht. Darin erklärte er, US-Präsident Donald Trump habe ihn mehrfach vor seiner überraschenden Entlassung gebeten, einen Teil der FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre einzustellen. So forderte Trump den FBI-Chef im Februar in einem Vier-Augen-Gespräch auf, die Ermittlungen gegen den kurz zuvor zurückgetretenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn "sein zu lassen". Flynn gilt als Schlüsselfigur der Affäre. Ende März habe ihn der Präsident dann in einem Telefonat gebeten, etwas dafür zu tun, dass die wegen der Russland-Affäre über seiner Präsidentschaft hängende "Wolke aufgerissen" werde, berichtete Comey. Er bestätigte auch Medienberichte, wonach er von Trump kurz nach dessen Amtsantritt im Januar aufgefordert worden sei, seine "Loyalität" zu ihm zu bekennen. Während zahlreiche Gegner Trumps im Vorgehen des Präsidenten eine Behinderung der Justiz sehen, erklärte Trumps Anwalt Marc Kasowitz nach Bekanntwerden der Aussage Comeys, der Präsident fühle sich "vollkommen und absolut bestätigt". Attentäter von Teheran waren Iraner : Die Attentäter von Teheran waren nach Angaben eines Regierungsvertreters von der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) rekrutierte Iraner. Die sechs Männer hätten sich in verschiedenen Teilen des Landes der sunnitischen Terrororganisation angeschlossen, sagte Resa Seifollahi, ranghohes Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats, im Staatsfernsehen. Sechs Terroristen hatten am Mittwoch das Parlament und das Mausoleum des verstorbenen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini in der iranischen Hauptstadt gestürmt. Zwei waren Selbstmordattentäter, die sich in die Luft sprengten, die übrigen vier wurden erschossen. Insgesamt wurden 18 Menschen getötet und etwa 40 verletzt. Der IS bekannte sich zu den Angriffen. Im März hatten die IS-Dschihadisten gedroht, das mehrheitlich schiitische Land zu erobern und "der sunnitischen muslimischen Nation zurückzugeben". Nordkorea testet mehrere Marschflugkörper: Nach ihren weltweit verurteilten Tests verschiedener ballistischer Raketen hat die nordkoreanische Führung nun mehrere Marschflugkörper (Cruise Missiles) abfeuern lassen. Die Flugkörper seien nach dem Start von der Ostküste nahe Wonsan etwa 200 Kilometer weit in Richtung offenes Meer geflogen, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums mit. Es habe sich vermutlich um Lenkflugkörper gehandelt, die gegen Schiffe eingesetzt werden können. Anders als ballistische Raketen verfügen Marschflugkörper über einen permanenten eigenen Antrieb. Bei einer niedrigen Flughöhe von unter hundert Metern sind sie vom gegnerischen Radar nur schwer zu orten. Türkisches Parlament beschließt Truppenstationierung in Katar: Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen. Die Abgeordneten billigten ein Verteidigungsabkommen mit dem Golf-Emirat. Angaben zur Zahl der zu stationierenden Soldaten oder zum Zeitpunkt der Stationierung sind in dem Abkommen bislang nicht enthalten. Das Vorgehen der Türkei wird als Zeichen der Unterstützung Katars gewertet. Das kleine Emirat am Golf steht derzeit im Zentrum einer schweren diplomatischen Krise, nachdem Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre diplomatischen Beziehungen zu ihm abbrachen. Sie werfen der Regierung in Doha vor, Extremistengruppen in der Region zu unterstützen. Zudem sind sie unzufrieden, dass Katar ihren Kurs zur Isolation des Iran nicht mitträgt. Die Türkei unterhält gute Beziehungen zu Katar, aber auch zu anderen Golfstaaten.

07.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schießerei im iranischen Parlament - Selbstmordanschlag am Chomeini-Mausoleum: Bei zwei anscheinend koordinierten Angriffen im Iran sind nach ersten Berichten mehrere Menschen verletzt worden. Im Parlament in Teheran gab es eine Schießerei. Drei bis vier bewaffnete Männer sollen mit Maschinengewehren in das Gebäude eingedrungen sein. Iranische Medien sprechen von Verletzten. Die Nachrichtenagentur Tasnim meldet zudem, ein Wachmann sei getötet worden. Näheres ist noch nicht bekannt. Am Mausoleum von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini im Süden der Hauptstadt wurde laut Staatsmedien ein Selbstmordanschlag verübt. Ein bewaffneter Mann habe das Feuer eröffnet und mehrere Menschen verletzt, hieß es zuvor. May erwägt im Anti-Terror-Kampf Menschenrechte einzuschränken: Die britische Premierministerin Theresa May setzt im Kampf gegen den Terrorismus auf ein umfassendes Konzept. Die Bewegungsfreiheit von Terrorverdächtigen müsse beschnitten, die Strafen für Täter müssten verlängert werden, sagte May in einer Rede vor Anhängern. "Und wenn uns unsere Menschenrechtsgesetze davon abhalten, das zu tun, werden wir die Gesetze ändern, so dass wir es tun können", sagte sie wörtlich. In Großbritannien wird am Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Die konservative Regierungschefin steht nach drei Anschlägen binnen drei Monaten mit 34 Toten und Dutzenden Verletzten enorm unter Druck. Als Innenministerin von 2010 bis 2016 war May für die Streichung von rund 20.000 Stellen bei der Polizei verantwortlich. Massive Kritik gibt es auch an Polizei und Geheimdiensten, denen beispielsweise einer der Täter des jüngsten Anschlags in London bekannt war. Neue Festnahme nach Terroranschlag in London: Im Zusammenhang mit dem Anschlag im Zentrum der britischen Hauptstadt haben Ermittler einen 30-jährigen Verdächtigen festgenommen. Der Zugriff sei laut Scotland Yard am frühen Mittwochmorgen im östlichen Londoner Stadtteil Ilford erfolgt, berichten Medien. Dort hätten Anti-Terror-Einheiten ein Gebäude durchsucht, meldet die britische Nachrichtenagentur PA. Dem festgenommenen Mann wird demnach vorgeworfen, Terroranschläge geplant, in Auftrag gegeben oder dazu angestiftet zu haben. Drei Terroristen hatten am Samstagabend auf der London Bridge und am nahen Borough Market mindestens sieben Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Acht Minuten nach dem ersten Notruf wurden sie am Tatort von Polizisten erschossen. Von der Leyen: Incirlik-Verlegung dauert ein paar Monate: Die geplante Verlegung der Bundeswehrtruppen vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik nach Jordanien soll nach den Worten von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen rasch beginnen. Von der Leyen kündigte im Deutschlandfunk an, sie werde nach der Kabinettsentscheidung noch heute die entsprechende Weisung erteilen, um die Verlegung der knapp 280 deutschen Soldaten und der Aufklärungs-Tornados dann nach und nach einzuleiten. Dennoch werde sich der Prozess über zwei bis drei Monate hinziehen. Man habe sehr viel Geduld mit der Türkei gehabt, ergänzte die Ministerin. Wegen der Verweigerung des Besuchsrechts für deutsche Abgeordnete bei den gegen die Terrormiliz IS eingesetzten Bundeswehrsoldaten sei nun aber der Punkt erreicht, um zu entscheiden. Trump soll nicht nur Comey unter Druck gesetzt haben: In der Russland-Affäre soll US-Präsident Donald Trump neben dem damaligen FBI-Chef James Comey auch Druck auf den Nationalen Geheimdienstdirektor Daniel Coats ausgeübt haben. Die "Washington Post" schreibt unter Berufung auf anonyme Quellen im Regierungsapparat, Trump habe versucht, Top-Geheimdienstleute dazu zu bringen, Druck auf Comey auszuüben. Ziel sei gewesen, dass dieser die Ermittlungen gegen den im Februar entlassenen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn fallen lässt. Entsprechende Aufzeichnungen habe Coats an Vertraute weitergereicht, schreibt das Blatt. Demnach soll Trump nach einem Treffen im Weißen Haus in größerem Kreis Coats und CIA-Chef Mike Pompeo gebeten haben, im Raum zu bleiben. Anschließend habe er die Bitte geäußert.

06.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Russland wollen in Katar-Krise vermitteln: Nach dem Bruch mehrerer arabischer Staaten mit Katar wollen sich die USA und Russland um Entspannung in der schweren diplomatischen Krise bemühen. Präsident Donald Trump werde mit allen Beteiligten sprechen, um die Lage zu beruhigen, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Auch Russland, die Türkei und Kuwait mahnten die Konfliktparteien, den Dialog zu suchen. Katars Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani sprach sich ebenfalls für einen offenen Dialog aus. Von Seiten Katars werde es keine Eskalation geben. Die Beziehungen zu den USA nannte er "strategisch". Die USA betreiben in Katar ihre größte Luftwaffenbasis in der Region. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Jemen und die Malediven hatten alle Kontakte mit Katar abgebrochen. Sie werfen dem Emirat am Persischen Golf vor, Terrorgruppen zu unterstützen. Drei von ihnen stoppten den Luftverkehr mit Katar. Das Land ist damit weitgehend isoliert. Die Europäische Union und der Iran zeigten sich besorgt. FBI nimmt mutmaßliche "Intercept"-Informantin fest: Die US-Bundespolizei FBI hat eine 25-Jährige gefasst, die vertrauliche Informationen des Geheimdienstes NSA an die Webseite "The Intercept" weitergegeben haben soll. Das Justizministerium teilte mit, es habe am Samstag eine Festnahme im US-Bundesstaat Georgia gegeben. Der Vize-Chefankläger Rod Rosenstein sagte, die Weitergabe vertraulichen Materials gefährde die nationale Sicherheit. Dem US-Sender NBC wurde ein direkter Zusammenhang mit dem nur eine Stunde zuvor erschienenen "Intercept"-Bericht bestätigt. Die US-Regierung unter Donald Trump hat angekündigt, mit aller Macht gegen die Weitergabe geheimer Informationen vorzugehen. Der "Intercept"-Bericht befasst sich mit russischen Versuchen einer Beeinflussung der Präsidentenwahl 2016. Demnach zeigen die NSA-Dokumente eindeutig, dass der russische Militärgeheimdienst noch weitgehender in die Wahl einzugreifen versuchte als bekannt. Belegt seien demnach nun auch Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung. Top-US-Diplomat in China tritt wegen Trumps Klimapolitik zurück: Der zurzeit ranghöchste US-Diplomat in China ist zurückgetreten. Geschäftsträger David Rank habe den Posten "aus persönlichen Gründen" aufgegeben, hieß es dazu lediglich aus der US-Botschaft in Peking. Aus dem Außenministerium wurde bekannt, Rank habe seine Entscheidung mit der Klimapolitik von Präsident Donald Trump begründet. Die Presse berichtet, der Diplomat sei "bestürzt" gewesen über den von Trump beschlossenen Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Rank, der auf eine 27-jährige Karriere im diplomatischen Dienst zurückblickt, arbeitete seit Anfang 2016 in der Botschaft in Peking. Der neue US-Botschafter in China, der frühere Gouverneur Terry Branstad, hat seinen Posten noch nicht angetreten. Alle Verdächtigen nach Anschlag von London wieder frei: Die britischen Behörden haben alle Verdächtigen freigelassen, die im Zusammenhang mit dem Anschlag von London festgenommen worden waren. Es werde gegen niemand Anklage erhoben, teilte die Polizei mit. Am Sonntag waren zwölf Verdächtige inhaftiert worden, darunter sieben Frauen. Bei dem Anschlag am Samstagabend auf der London Bridge und im nahegelegenen Borough Market wurden sieben Menschen getötet und etwa 50 verletzt. Nur wenige Minuten nach dem ersten Notruf erschoss die Polizei die drei Angreifer. Am Montag gab sie die Identität von zwei Tätern bekannt. Einer von ihnen, ein 27-jähriger Brite pakistanischer Herkunft, war vor der Tat im Visier der Polizei und des Inlandsgeheimdiensts MI6. Die Behörden hatten aber keine Hinweise auf Anschlagspläne. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Tat für sich. Derzeit befinden sich noch 18 Verletzte in kritischer Verfassung im Krankenhaus. Apple stellt vernetzten Lautsprecher HomePod vor: Mit einem neuen sprachgesteuerten Lautsprecher HomePod will Apple vernetzten Geräten wie Amazon Echo und Google Home Konkurrenz machen. Das Gerät komme im Dezember zuerst in den USA, Australien und Großbritannien auf den Markt, sagte Apple-Chef Tim Cook auf der jährlichen Entwicklerkonferenz seines Konzerns im Silicon Valley. Der smarte zylinderförmige Lautsprecher soll 349 Dollar (309 Euro) kosten. Der HomePod soll mit einer ansprechenden Tonqualität unter anderem die Musiknutzung zu Hause revolutionieren, etwa indem Apples digitaler Assistent Siri den Musikgeschmack des Nutzers erkennt und für ihn Songs aus der Internet-Cloud beschafft. Über die Einführung eines intelligenten Lautsprechers bei Apple wurde schon länger spekuliert. Der Amazon Echo ist bereits seit 2014 erhältlich. In den USA hat er einen Marktanteil von 70 Prozent, es folgt Google Home mit 24 Prozent.

05.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichtenn  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.IS bekennt sich zu Terroranschlag in London: Die Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" hat die jüngste Terrorattacke in London für sich reklamiert. IS-Kämpfer hätten die Tat ausgeführt, teilte ihr Sprachrohr Amak im Internet mit. Bei dem Anschlag waren am späten Samstagabend im Zentrum der britischen Hauptstadt sieben Menschen getötet worden, etliche Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. Die drei Attentäter waren zunächst auf der London Bridge mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast. Anschließend gingen sie in einem Kneipenviertel willkürlich mit Messern auf Passanten und Lokalbesucher los. Polizisten konnten die Angreifer erschießen. Im Zusammenhang mit der Tat wurden mehrere Objekte und Wohnungen durchsucht. Elf festgenommene Verdächtige befänden sich noch in Gewahrsam, hieß es in der Nacht zum Montag. Premierministerin Theresa May kündigte eine härtere Gangart gegen den islamischen Extremismus an. Sie wolle diese Strömung in der britischen Gesellschaft "ausrotten", sagte May. Londons Bürgermeister Sadiq Khan rief dazu auf, bei einer Mahnwache an diesem Montag der Opfer zu gedenken. "Wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen", erklärte Khan. Benefizkonzert mit Staraufgebot für Opfer von Manchester: Als Zeichen gegen den Terror haben sich in Manchester rund 50.000 Menschen zu einem Benefizkonzert für die Opfer des Selbstmordanschlags in der nordenglischen Stadt vor zwei Wochen versammelt. Die Großveranstaltung unter dem Motto "One Love Manchester" begann am Sonntagabend mit einer Schweigeminute. Die Konzertbesucher demonstrierten ihre Solidarität auf verschiedene Weise: Viele trugen Hemden mit einer Biene, dem Wahrzeichen der Stadt Manchester. Einige hielten Zettel mit der Aufschrift "Wir stehen zusammen" hoch oder trugen Anstecker mit der Aufschrift "Für unsere Engel". Am 22. Mai hatte sich am Ende eines Konzerts der US-Popsängerin Ariana Grande ein libyschstämmiger Brite in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Grande hatte das Benefizkonzert angekündigt, um den Opfern und Hinterbliebenen zu helfen. Neben ihr traten etliche weitere Weltstars auf, darunter Katy Perry, Justin Bieber und Miley Cyrus. Diplomatische Offensive mehrerer arabischer Staaten gegen Katar: Das Emirat Katar ist überraschend von seinen Nachbarländern isoliert worden. In einer offenkundig konzertierten Aktion brachen Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten alle diplomatischen Beziehungen zu Katar ab. Wie der Fernsehsender Al-Arabiya berichtete, erklärten die unmittelbaren Nachbarn des Emirats zudem alle Grenzen für geschlossen und forderten die Bürger Katars auf, ihre jeweiligen Länder in spätestens 14 Tagen zu verlassen. Grund für diese Maßnahme sei Dohas "anhaltende Unterstützung des Terrorismus im Jemen und in Syrien". Gabriel bemüht sich in Türkei um bessere Beziehungen: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel wird an diesem Montag in Ankara erwartet, wo er sich um eine Entschärfung der Krise zwischen Deutschland und der Türkei bemühen will. Im Zentrum der Gespräche dürfte der Streit um das Besuchsrecht für deutsche Abgeordnete bei den Bundeswehrsoldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik stehen. Falls die Türkei den Parlamentariern den Besuch weiterhin verbietet, sollen die rund 260 Soldaten aus Incirlik abgezogen werden. Sie beteiligen sich von dort aus am Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien. Die Türkei ist vor allem verärgert darüber, dass türkische Soldaten kürzlich in Deutschland Asyl erhalten hatten. Ankara wirft ihnen eine Beteiligung am Putschversuch im vergangenen Jahr vor. Gabriel will bei seinem Besuch auch den Fall des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ansprechen. Putin bestreitet Insiderwissen über Trump: Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Worten keine kompromittierenden Informationen über US-Präsident Donald Trump. Das sei alles Blödsinn, sagte Putin in einem Interview des US-Senders NBC News. Zwischen ihm und Trump bestehe keine persönliche Beziehung, versicherte der Kreml-Chef. Auch Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn kenne er kaum. Erst vor wenigen Tagen hatte Putin bestritten, dass es zwischen der Führung in Moskau und Trump vor dessen Amtsantritt Geheimabsprachen gegeben habe. Mehrere Ausschüsse des US-Kongresses untersuchen derzeit, ob Russland im Präsidentenwahlkampf 2016 zugunsten Trumps Einfluss nahm und ob es Absprachen zwischen dessen Wahlkampfteam und Russland gab. Flynn wird zu den Schlüsselfiguren der sogenannten "Russland-Connection" gerechnet.

03.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Musikfestival am Nürburgring wegen Terrorwarnung unterbrochen: Die Polizei hat nach eigenen Angaben Hinweise für eine Terrorbedrohung des Musikfestivals "Rock am Ring" erhalten. Die Veranstaltung am Nürburgring in der Eifel wurde unterbrochen, die Besucher mussten das Gelände verlassen. Einen Zeitungsbericht, nach dem zwei Mitarbeiter eines Subunternehmers des Veranstalters verhört wurden, wollte die Polizei weder bestätigen noch dementieren. Die Behörden betonten, die Unterbrechung sei erfolgt, um eine Gefährdung von Festivalbesuchern so weit wie möglich auszuschließen. Mit Blick auf den Selbstmordanschlag nach einem Popkonzert in Manchester sei das Sicherheitskonzept für "Rock am Ring" aktualisiert worden. Das populäre Rock-Festival hatte am Freitag begonnen und sollte bis Sonntag dauern. Ob es fortgesetzt wird, soll an diesem Samstag bekannt geben werden. Mattis verurteilt Pekings Vorgehen im Südchinesischen Meer: US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Chinas Politik im Territorialstreit um das Südchinesische Meer scharf kritisiert. Die "Militarisierung" von Inseln in internationalen Gewässern gefährde die regionale Stabilität, sagte Mattis bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er warf Peking vor, gegen das internationale Recht zu verstoßen. Im Südchinesischen Meer, in dem auch andere Staaten territoriale Ansprüche erheben, lässt China seit längerem künstliche Inseln aufschütten. Die USA werfen Peking vor, dort vor allem militärisch nutzbare Einrichtungen wie Landepisten, Radartürme, Bunker und Geschützstellungen anzulegen. Beim sogenannten Shangri-La-Dialog hob Mattis zugleich die Bereitschaft Chinas hervor, sich für ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms einzusetzen. Pjöngjangs Politik sei "eine Bedrohung für uns alle", sagte er. Die internationale Gemeinschaft müsse daher zusammenarbeiten, um diese Gefahr zu bannen. Keine gemeinsame Klima-Erklärung von EU und China: Ein Handelsstreit zwischen der EU und China hat eine gemeinsame Stellungnahme zum Weltklimavertrag verhindert. China pocht darauf, als Marktwirtschaft behandelt zu werden, was dem Land beim Beitritt zur Welthandelsorganisation (WHO) zugesagt worden war. Die EU weigert sich aber, das Land als solche anzuerkennen. Dies ermöglicht es ihr, Schutzzölle auf chinesische Produkte wie etwa Stahl aufzuschlagen. Peking sieht das als versteckten Protektionismus an. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte auf dem EU-China-Gipfel in Brüssel wiederum einen besseren Marktzugang für europäische Firmen in China. Die gemeinsame Klimaschutz-Erklärung mit China war von EU-Vertretern als Reaktion auf den von US-Präsident Donald Trump verkündeten Rückzug der USA aus dem Weltklimavertrag angekündigt worden. Erstmals offen homosexueller Premierminister für Irland: Erstmals wird künftig ein Homosexueller mit Migrationshintergrund an der Spitze des vorwiegend katholischen Irland stehen. Die Regierungspartei Fine Gael nominierte den bisherigen Sozialminister Leo Varadkar als Parteivorsitzenden und damit als Regierungschef. Der Sohn eines indischen Einwanderers und einer irischen Mutter soll am 13. Juni offiziell zum Premierminister gewählt werden, wenn das irische Parlament nach einer einwöchigen Pause wieder zusammentritt. Der 38-Jährige löst Enda Kenny ab, der seit Monaten wegen seiner Rolle in einer Schmutzkampagne gegen einen Polizei-Whistleblower unter Druck stand. Iran hält sich an Atomabkommen: Der Iran hält nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die Auflagen aus dem Atomabkommen ein. Die iranischen Vorräte an angereichertem Uran seien unter der erlaubten Höchstmenge von 300 Kilogramm, teilte die IAEA mit. Hoch angereichertes Uran oder Plutonium ist für die Produktion von Atomwaffen nötig. Der Vorrat an schwerem Wasser lag demnach knapp unter der vorgeschriebenen Grenze von 130 Tonnen. Schwerwasser wird in Reaktoren verwendet, die atomwaffenfähiges Plutonium herstellen können. Mit dem Wiener Atomabkommen zwischen dem Iran auf der einen und den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland auf der anderen Seite soll sichergestellt werden, dass Teheran keine Atombomben bauen kann. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gegen das Land gelockert. Parlamentswahl beginnt in Malta: Malta wählt an diesem Samstag vorzeitig ein neues Parlament. Premierminister Joseph Muscat und seine sozialdemokratische Labour-Partei hoffen trotz der Korruptionsvorwürfe gegen Muscats Familie auf eine Wiederwahl. Gegen Muscat tritt der Oppositionsführer Simon Busuttil an, der Chef der konservativ-christlichen Partei Partit Nazzjonalista. Das kleinste EU-Land hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Europa.

02.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Rückzug aus Klimaschutzabkommen löst weltweite Kritik aus: Der angekündigte Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen hat weltweit beispiellose Kritik hervorgerufen. Deutschland, Frankreich und Italien erteilten der von US-Präsident Donald Trump geforderten Neuverhandlung des internationalen Regelwerks eine deutliche Absage. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni betonten in einer gemeinsamen Erklärung, das historische Abkommen weiter umsetzen zu wollen. Auch Großbritannien, Kanada, Japan und Australien bedauerten den Rückzug der USA. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua kommentierte, nun sei es umso wichtiger, dass andere "Hauptakteure" wie die EU, China und Indien gemeinsam voranschreiten, um die Ziele des Abkommens dennoch umzusetzen. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete Trumps Ankündigung als "große Enttäuschung". Trump hatte zuvor den Ausstieg der weltgrößten Volkswirtschaft aus dem Abkommen bekanntgegeben und dies damit begründet, amerikanische Interessen an die erste Stelle zu setzen. Abschiebungen aus Deutschland nach Afghanistan ausgesetzt: Nach dem schweren Terroranschlag in Kabul setzt die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan bis auf wenige Ausnahmen vorerst aus. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer bei einem Treffen in Berlin. Merkel teilte anschließend mit, das Auswärtige Amt solle bis spätestens Juli die Sicherheitslage in Afghanistan prüfen und neu bewerten. Bis dahin solle es keine regulären Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern geben. Die freiwilligen Rückführungen sowie die Abschiebung von Straftätern und sogenannten Gefährdern würden jedoch fortgesetzt. Dies gelte auch für Menschen, die sich weigerten, an der Feststellung ihrer Identität mitzuarbeiten. Ein Autobombenanschlag im Diplomatenviertel Kabuls hatte am Mittwoch mindestens 90 Menschen getötet und hunderte verletzt. Bundestag verbietet Kinderehen: Der Bundestag hat das Gesetz gegen Kinderehen beschlossen. Demnach soll es künftig nicht mehr generell möglich sein zu heiraten, wenn mindestens ein Partner bei der Trauung unter 18 Jahre alt ist. Bereits geschlossene Ehen, bei denen mindestens ein Partner jünger als 16 Jahre ist, sollen stets als nichtig eingestuft werden und damit ungültig sein. Bei 16- und 17-Jährigen soll die Ehe in der Regel aufgehoben werden müssen. Das Justizministerium legte den Entwurf vor, weil durch die stärkere Zuwanderung auch mehr minderjährige Ehepartner ins Land gekommen sind. Laut Ministerium sind derzeit deutschlandweit 1475 Minderjährige als verheiratet erfasst. Mindestens 36 Tote bei Überfall auf Hotel-Casino in Manila: Bei einem Überfall auf einen Hotel- und Casinokomplex in der philippinischen Hauptstadt Manila sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei erstickten sie bei einem Brand, den der mutmaßliche Angreifer gelegt hatte. Der Mann starb dabei auch selbst. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei aus. Die Behörden vermuten, dass es sich um einen Einzeltäter handelte, der sich an dem Casino rächen oder es ausrauben wollte. Die Leichen wurden erst mehrere Stunden nach Beginn des Überfalls in der Anlage "Resorts World Manila" gefunden. In der Anlage in der Nähe des Flughafens hatte der Mann zunächst mit einem Schnellfeuergewehr um sich geschossen, bevor er die Brände legte. Auf Menschen zielte er offenbar nicht. Neue Vorwürfe gegen Audi im Diesel-Abgasskandal: Im Diesel-Abgasskandal bei Volkswagen sind neue Vorwürfe gegen die Tochtergesellschaft Audi aufgetaucht. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wirft auch Audi die Verwendung unzulässiger Abgas-Software vor. Nur wenn sich ein Auto auf dem Prüfstand befand, seien die Abgas-Reinigungssysteme aktiviert gewesen, sagte der CSU-Politiker in Berlin. Nach seinen Angaben sind rund 24.000 Fahrzeuge der Oberklassebaureihen A7 und A8 betroffen. Der deutsche Autobauer Volkswagen wurde aufgefordert, bis zum 12. Juni Umrüstungsvorschläge zu machen. Audi und VW hatten bereits in einem milliardenschweren Vergleich mit dem US-Justizministerium eingeräumt, dass sie in den USA rund 83.000 Autos mit Audi-Dieselmotoren und einer dort illegalen Software verkauft hatten, die niedrigere Abgaswerte angibt.

01.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump will Entscheidung zu Klimaabkommen mitteilen: Mit Spannung wird an diesem Donnerstag die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump erwartet. Er will heute um 15 Uhr Ortszeit (21 Uhr MESZ) bekanntgeben, ob die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Das teilte er per Twitter mit. US-Medienberichten zufolge hat sich Trump für einen Rückzug aus dem Abkommen vom Dezember 2015 entschieden. Trump hatte die Aufkündigung des Klimaabkommens im Wahlkampf versprochen. Den Klimawandel nannte er eine Erfindung, mit der China die US-Wirtschaft schädigen wolle. Trumps Berater sind in der Frage uneins. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte nochmals vor einer Aufkündigung. Juncker rief die Gefahren des Klimawandels in Erinnerung. 83 Länder liefen Gefahr, von der Erdoberfläche zu verschwinden, wenn der Kampf gegen die Erderwärmung nicht resolut geführt werde. Armeehubschrauber stürzt in der Türkei ab: Beim Absturz eines Helikopters der Streitkräfte sind in der Türkei alle 13 Soldaten an Bord ums Leben gekommen. Der Hubschrauber vom Typ Cougar habe kurz nach dem Start eine Hochspannungsleitung gestreift und sei zu Boden gegangen, teilte die Armee mit. Es habe sich um einen Unfall gehandelt, eine Untersuchung zum genauen Ablauf sei eingeleitet worden. Der Hubschrauber war vom Stützpunkt Sirnal im Südosten nahe der irakischen Grenze gestartet. Die türkische Armee würdigte die Opfer in einer Erklärung als "Märtyrer". Philippinische Soldaten von eigener Luftwaffe getötet: Im Kampf gegen islamistische Rebellen hat die philippinische Luftwaffe irrtümlich mindestens zehn eigene Soldaten getötet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums kamen die Männer in der umkämpften Stadt Marawi bei einem Luftangriff ums Leben, der eigentlich den Rebellen galt. Die Stadt Marawi auf der Insel Mindanao - etwa 800 Kilometer südlich von Manila - ist seit Dienstag vergangener Woche zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen umkämpft. Es gab bereits mehr als 140 Tote. Von den eigentlich mehr als 200.000 Einwohnern sind inzwischen Zehntausende geflohen. Präsident Rodrigo Duterte hat das Kriegsrecht über die gesamte Insel verhängt. Deutschland nicht mehr so wettbewerbsfähig: Deutschland ist im weltweiten Vergleich der wettbewerbsfähigsten Standorte laut einer Studie das dritte Jahr in Folge abgerutscht. Die Bundesrepublik liege in diesem Jahr auf dem 13. Platz von 63 untersuchten Staaten, teilte die Schweizer Business School IMD zu ihrer Rangliste mit. 2014 war Europas größte Volkswirtschaft noch auf den sechsten Platz vorgerückt. Wettbewerbsfähigster Standort ist demnach wieder Hongkong, gefolgt von der Schweiz und Singapur. Die USA liegen auf Platz vier, die schlechteste Platzierung seit fünf Jahren. Die Studie, die auf Daten wie Beschäftigung und Handel sowie auf einer weltweiten Befragung von 6250 Managern fußt, attestiert Deutschland hohe bürokratische Hürden für die Unternehmensgründung. Auch bei Investitionen in die Telekommunikation schneidet das Land nicht gut ab. Mazedonien hat eine neue Regierung: Das mazedonische Parlament hat den Sozialdemokraten Zoran Zaev zum Regierungschef bestimmt. 62 der 120 Abgeordneten gaben Zaev ihre Stimme. Damit habe das Land eine neue Regierung, erklärte Parlamentspräsident Talat Xhaferi. Es ist der erste Schritt zur Beendigung einer zweijährigen politischen Krise, die Mazedonien gelähmt hat. Zaev wolle das Balkanland so schnell wie möglich in die EU und die NATO führen, sagte der bisherige Oppositionschef. Der 42-Jährige führt eine Koalition aus Sozialdemokraten und Parteien der albanischen Minderheit. Nach der Parlamentswahl im Dezember war die Bildung des neuen Kabinetts monatelang durch den früheren Langzeitregierungschef Nikola Gruevski und dessen Partei VMRO verhindert worden. Die Sonderstaatsanwaltschaft wirft dem Gruevski-Lager massive kriminelle Machenschaften, groß angelegte Korruption sowie die Gängelung von Justiz und Medien vor, was dieses bestreitet. Brasilianischer Konzern zahlt Milliardenstrafe wegen Korruption: Der brasilianische Fleischkonzern JBS zahlt für die Einstellung der Korruptionsverfahren eine Rekordstrafe von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro. Die Staatsanwaltschaft in Brasilia teilte mit, das Unternehmen habe 25 Jahre Zeit, die Strafe vollständig zu begleichen. Der weltweit größte Fleischproduzent steht im Zentrum des Korruptionsskandals in Brasilien, über den auch Präsident Michel Temer stürzen könnte. Der Einigung vorangegangen war das Geständnis der Eigentümer von JBS, Joesley und Wesley Batista, mit Millionenbeträgen in den vergangenen Jahren fast 1900 Politiker bestochen zu haben. Im Prozess wurde auch ein von Joesley Batista aufgezeichnetes Gespräch mit dem damaligen Vize-Präsidenten Temer bekannt. Darin ist offenkundig Temer zu hören, wie er die Zahlung von Schweigegeld an einen inhaftierten Abgeordneten billigt. Der Staatschef erklärte, die Aufnahme sei manipuliert worden und lehnt einen Rücktritt ab.

31.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mindestens 49 Tote bei Anschlag in Botschaftsviertel in Kabul: Nach einem der schwersten Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul seit Jahren ist die Zahl der Toten auf mindestens 49 gestiegen. Zudem seien mindestens 319 Menschen verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher. Die Bombe explodierte demnach im Berufsverkehr an einer viel befahrenen Straße zwischen der deutschen Botschaft und einem Sicherheitsposten am Sanbak-Platz. Die Botschaft liegt rund 300 Meter vom Tatort entfernt. In dem schwer gesicherten Bezirk stehen auch viele andere Botschaften, das NATO-Hauptquartier, der Präsidentenpalast und afghanische Ministerien. Die Straße ist eng und wird an beiden Seiten von hohen Sprengschutzmauern begrenzt. Etwa 30 Fahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt. Der Sender Tolo TV meldete schwere Schäden an Gebäuden. Es ist bereits der achte schwere Anschlag in Kabul seit Januar. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand. USA simulieren Raketenabschuss über dem Pazifik: Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen mit Nordkorea haben die USA erfolgreich das Abfangen einer Langstreckenrakete getestet. Die "feindliche" Interkontinentalrakete sei von einem US-Stützpunkt auf den Marshall-Inseln abgefeuert worden, hieß es in einer Erklärung der Streitkräfte. Vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien - wo das Raketenabwehrsystem installiert ist - habe man eine Boden-Luft-Abwehrrakete aktiviert. Das Ziel sei über dem Pazifik zerstört worden. Der Direktor der Raketenabwehr-Agentur, Jim Syring, sagte, das System sei entscheidend für die Verteidigung des Landes. Die kommunistische Führung Nordkoreas ließ in den vergangenen Wochen mehrere Raketenversuche vornehmen. USA beginnen Lieferung von Waffen an kurdische Kämpfer in Nordsyrien: Die USA haben mit der Lieferung von Kleinwaffen an kurdische Verbündete begonnen, die im Norden Syriens gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpfen. Ein Pentagon-Sprecher sagte, kurdische Einheiten der Rebellenallianz "Syrische Demokratische Kräfte" (SDF) hätten Gewehre vom Typ AK-47, kleinkalibrige Maschinengewehre und Fahrzeuge erhalten. Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai Waffenlieferungen an die kurdische YPG-Miliz genehmigt und damit scharfe Kritik aus der Türkei ausgelöst. Die USA schätzen diese Miliz als schlagkräftigen Verbündeten im Kampf gegen den IS ein. Dagegen stuft die Türkei die YPG wegen ihrer Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrorgruppe ein. Sie fürchtet, dass Waffenlieferungen an die YPG in den Händen der PKK landen. Weißes Haus bestreitet Konflikt zwischen Trump und Merkel: Nach der jüngsten Kritik von Donald Trump an Deutschland hat sich US-Präsidentensprecher Sean Spicer darum bemüht, die Wogen zu glätten. Die Äußerung von Kanzlerin Angela Merkel, dass die Europäer ihr Schicksal nun "wirklich in die eigene Hand nehmen müssen", bezeichnete er als "großartig". Sie entspräche genau dem, "was der Präsident gefordert hat". Spicer beschrieb die Beziehung zwischen Trump und Merkel als "ziemlich unglaublich". Trump respektiere die Kanzlerin und sehe Deutschland wie das übrige Europa als Verbündeten. Der US-Präsident hatte zuvor via Twitter den Handelsüberschuss Deutschlands und die aus seiner Sicht geringen Militärausgaben scharf kritisiert und hinzugefügt: "Das wird sich ändern." UN warnen vor Kollaps des Jemens: Der Jemen ist nach Angaben der Vereinten Nationen auf dem besten Weg, das Land mit der größten Hungersnot zu werden. Mehr als 17 Millionen Menschen sind dringend auf Nahrungsmittel angewiesen, darunter 6,8 Millionen, die kurz vor dem Hungertod stehen, wie UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien vor dem UN-Sicherheitsrat in New York deutlich machte. Er rief die internationale Gemeinschaft zum sofortigen Handeln auf. Hinzu kommt die grassierende Cholera in dem Bürgerkriegsland. Zu den bislang bekannten 60.000 Verdachtsfällen könnten in den kommenden Monaten 150.000 hinzukommen. 500 Menschen starben bereits an der Darminfektion. Neue Eisenbahnstrecke für Kenia: Erstmals seit mehr als einem Jahrhundert wird in Kenia wieder eine neue Zugverbindung in Betrieb genommen. Das 2,8 Milliarden Euro teure Bauprojekt verbindet die Hauptstadt Nairobi mit der Hafenstadt Mombasa. Lastwagen benötigen zwei Tage für die Strecke. Güterzüge brauchen nun acht Stunden, Passagierzüge fünf Stunden. Die weitgehend von China finanzierte und gebaute 472 Kilometer lange Strecke ist das größte Infrastrukturprojekt in Kenia seit der Unabhängigkeit 1963. Zuletzt hatte 1896 die Kolonialmacht Großbritannien eine Eisenbahnstrecke gebaut.

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