Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

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23.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.London: Polizei bestätigt sieben Festnahmen im Zusammenhang mit Attentat: Die britische Polizei hat sieben Personen im Zusammenhang mit dem Londoner Attentat festgenommen. Laut dem Chef der Terrorismusbekämpfungseinheit gehen die Ermittler von einem islamistisch motivierten Terrorangriff aus. In der nordenglischen Stadt Birmingham stürmten Einsatzkräfte in der Nacht eine Wohnung und nahmen drei Männer in Gewahrsam. Eine Verbindung des Einsatzes zu dem Terroranschlag bestätigte die Polizei bislang nicht. Britische Politiker wie Premierministerin Theresa May und der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan bekräftigten nach dem Angriff, ihr Land werde sich dem Terrorismus niemals beugen oder sich von ihm einschüchtern lassen. May hatte nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts angekündigt, die Terrorwarnstufe nicht erhöhen zu wollen. Derzeit gilt in Großbritannien die zweithöchste Stufe. Nach dieser gilt ein Anschlag als "sehr wahrscheinlich". Ein Angreifer hatte am Mittwochnachmittag im Londoner Parlamentsviertel vier Menschen getötet und wurde selbst von einem Polizisten erschossen. Neue Erkenntnisse um Trumps Abhörvorwürfe: In der undurchsichtigen Affäre um ein angebliches Abhören von US-Präsident Donald Trump vor seiner Amtseinführung sind neue Erkenntnisse aufgetaucht. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Devin Nunes, sagte, es sei möglich, dass Gespräche von Trump und seinen Mitarbeitern durch routinemäßige Abhöraktionen mitgeschnitten worden seien. Nunes sagte, er habe beim Sichten von ihm zugeleiteten Geheimdienstunterlagen bemerkt, dass es offenbar zufällig gesammelte Informationen gegeben habe. Das sei "normales, zufälliges Sammeln". Nunes sagte aber auch, dass die Vorwürfe gegen Obama weiterhin haltlos seien. Trump sagte trotzdem, er empfinde durch die Erkenntnisse "so etwas wie eine Rehabilitierung". Der US-Präsident wirft seinem Vorgänger Barack Obama vor, dieser habe ihn in seinem Wahlkampf-Hauptquartier in New York abhören lassen. Die US-Geheimdienste verneinen dies. In Genf beginnen neue Friedensgespräche zu Syrien: Unter Vermittlung der Vereinten Nationen werden an diesem Donnerstag in Genf die Friedensverhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition fortgesetzt. An der fünften Verhandlungsrunde nehmen nach UN-Angaben sowohl die Rebellengruppen als auch die Regierung teil. Die Konfliktparteien sollen dabei zunächst getrennt voneinander mit Ezzeldin Ramzy zusammenkommen, dem Stellvertreter des Syrien-Gesandten Staffan de Mistura. Die Teilnahme aller Rebellengruppen an den Genfer Friedensgesprächen könnte den von den UN vermittelten Friedensprozess voranbringen. In der vergangenen Woche hatten einige Oppositionsgruppen ihre Teilnahme an einer neuen Runde der parallel laufenden Gespräche im kasachischen Astana verweigert. Die Verhandlungen waren von Russland, dem Iran und der Türkei initiiert worden und sollen den vereinbarten Waffenstillstand in Syrien stabilisieren. Eisdecke in Arktis so niedrig wie noch nie: Noch nie war die Eisdecke der Arktis vor Ende des Winters so klein wie 2017. Das teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Die Eisschicht auf den Meeren rund um den Nord- und Südpol konnte sich demnach in der kalten Jahreszeit nicht erholen. Die Ursache für den Negativrekord in der Arktis war den Angaben zufolge der warme Herbst und Winter. Im März erreicht das Nordpoleis normalerweise seine größte Ausdehnung. Nach Angaben von Forschern des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA hat die Eisdecke in der Arktis nur 14,42 Millionen Quadratkilometer erreicht. Auch in der Antarktis habe das Meereis "die geringste je von Satelliten gemessene Ausdehnung zu diesem Zeitpunkt in der südlichen Hemisphäre" erreicht, erklärten die Forscher. Seit 38 Jahren wird die Entwicklung der Eisflächen an den Polen gemessen. Leipziger Buchmesse mit Auszeichnung für Mathias Enard gestartet: Die Leipziger Buchmesse ist mit einem Bekenntnis zu einem geeinten Europa eröffnet worden. Der französische Schriftsteller Mathias Enard erhielt für seinen Roman "Kompass" den mit 20.000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Dieser zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen in Deutschland. Die Jury sagte, Enards neues Buch über das Verhältnis Europas zur arabischen Welt zeige auf, wie die islamische, die christliche und die jüdische Tradition ineinandergriffen. In einer Zeit von Spaltung und Hass trete der Autor als "einzigartiger Vermittler" und "leidenschaftlicher Orientforscher" auf. Mit der Preisverleihung beginnt traditionell der Frühjahrstreff der Buchbranche in Leipzig. Die Messe dauert bis Sonntag. Es sind fast 2500 Aussteller aus 43 Ländern vertreten. Die Veranstalter rechnen mit rund 190.000 Besuchern. Podolski

22.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump plant Besuch von NATO-Gipfel: US-Präsident Donald Trump will am NATO-Gipfel Ende Mai teilnehmen. Mitte April will er bereits NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg treffen, bestätigte das Weiße Haus und erklärte, der US-Präsident wolle bei dem Gipfel das "starke Engagement" der Vereinigten Staaten in der NATO bekräftigen und zugleich "kritische Fragen" der Allianz mit den Bündnispartnern erörtern. Dabei gehe es Trump insbesondere um die "Lastenverteilung und die Rolle der NATO beim Kampf gegen den Terrorismus". Die NATO wiederum teilte mit Blick auf die Begegnung beider Politiker mit: "Sie werden darüber diskutieren, wie wichtig eine starke NATO für kollektive Verteidigung und für Stabilität über die Grenzen der Allianz hinaus ist." Trump hatte das Militärbündnis noch Mitte Januar als "obsolet" bezeichnet und ein zu geringes Engagement der Allianz im Anti-Terror-Kampf beklagt. Brüssel gedenkt Anschlägen: Ein Jahr nach den Anschlägen in Brüssel hat Belgien mit einer Schweigeminute am Flughafen der 32 Opfer gedacht. Angehörige und Hinterbliebene, Flughafenpersonal, Regierungsvertreter sowie König Philippe und Königin Mathilde hielten am Mittwoch um 7.58 Uhr dem Zeitpunkt des Anschlags - in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem eine Minute lang inne. Im Laufe des Tages sind weitere Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Brüsseler Terroranschläge geplant. Mit einem Zug wird das Königspaar in die Metrostation Maelbeek einfahren, um auch dort der Anschlagsopfer zu gedenken. Am Vormittag wird außerdem eine Statue in der Nähe der EU-Kommission enthüllt. Am Morgen des 22. März 2016 hatten sich zwei Selbstmordattentäter in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem in die Luft gesprengt, etwa eine Stunde später folgte eine dritte Bombe in der Metrostation Maelbeek im EU-Viertel der belgischen Hauptstadt. Bei den Attentaten wurden 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. London verbietet Laptops im Handgepäck auf manchen Flügen: Nach den USA verbietet auch Großbritannien die Mitnahme von Laptops und Tablet-Computern im Handgepäck auf bestimmten Flügen. Wie die britische Regierung mitteilte, sind von dem Verbot Flugreisende betroffen, die direkt aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Saudi-Arabien, Tunesien oder der Türkei nach Großbritannien reisen. Das Verbot gilt für Verbindungen von 14 Fluggesellschaften. Zuvor hatte die US-Regierung ein entsprechendes Verbot erlassen. Sie begründete dies mit dem Schutz vor Anschlägen mithilfe elektronischer Geräte. Das Verbot der USA gilt für Direktverbindungen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und in Nordafrika, darunter die wichtigen Drehkreuze Dubai und Istanbul. Bundesregierung stoppt Rüstungsexporte in die Türkei: Die Bundesregierung hat seit Anfang 2016 insgesamt elf Rüstungsexporte ins NATO-Partnerland Türkei abgelehnt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt. Dabei ging es um Anträge der Rüstungsindustrie zur Lieferung von Handfeuerwaffen, Munition sowie Komponenten für andere Rüstungsgüter. Zur Begründung heißt es, bei Rüstungsexportentscheidungen werde der Beachtung der Menschenrechte ein besonderes Gewicht beigemessen. Seit dem Putschversuch vom Juli 2016 ist Berlin zurückhaltender geworden, weil es die Sorge gibt, die Waffen könnten in der Türkei zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung eingesetzt werden. Umweltschützer warnen vor globaler Wasserkrise: Anlässlich des Weltwassertags an diesem Mittwoch haben Umweltschützer vor einer globalen Wasserkrise gewarnt. Bis 2030 drohe wegen des Klimawandels sowie des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern eine "gefährliche Verschärfung" der Lage, erklärte die Naturschutzorganisation WWF. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen sei mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur zu rechnen. Die Süßwasserressourcen werden in Zukunft am stärksten in Gebieten beansprucht, "in denen die Bevölkerung ansteigt, die Wirtschaft boomt und der Klimawandel besonders heftig zuschlägt", erklärte der WWF. Von der "globalen Wasserkrise" seien aber auch Teile Europas und der USA betroffen. Steinmeier wird vereidigt und skizziert Programm: Der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird an diesem Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat vereidigt. Die offizielle Amtseinführung des 61-Jährigen findet um 12 Uhr im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes statt. Steinmeier wird anschließend seine erste Ansprache als Staatsoberhaupt halten. Unmittelbar nach seiner Wahl am 12. Februar hatte er dazu aufgerufen, in schwierigen Zeiten Mut zu beweisen und Freiheit und Demokratie zu bewahren. Sein Vorgänger J

21.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französische Präsidentschaftskandidaten treffen aufeinander: Knapp einen Monat vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich sind die fünf wichtigsten Kandidaten in einer ersten TV-Debatte gegeneinander angetreten. Dabei gerieten besonders der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen immer wieder aneinander. Im Mittelpunkt standen Themen wie Einwanderung, Islam und Sicherheitspolitik. Neben Macron und Le Pen nahmen der Konservative François Fillon, der Sozialist Benoît Hamon und Linkspartei-Gründer Jean-Luc Mélenchon an der Debatte teil. Im Rennen um die Nachfolge des unpopulären Sozialisten François Hollande sehen Umfragen derzeit den früheren Wirtschaftsminister Macron und Front-National-Chefin Le Pen vorne. Macron würde sich demnach in der Stichwahl am 7. Mai klar durchsetzen. Weißes Haus hält an Abhörvorwürfen fest: Das Weiße Haus nimmt die Abhörvorwürfe gegen Barack Obama nicht zurück. US-Präsident Donald Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, die Aussage von FBI-Chef James Comey, er habe keine Erkenntnisse über ein solches Abhören, habe nichts an der Lage geändert. Es handle sich nur um eine erste Anhörung, und es sei noch ein weiter Weg zu gehen. Comey hatte sich zuvor in einer Kongressanhörung geäußert. Dabei hatte er außerdem bestätigt, dass das FBI wegen möglicher Verbindungen des Trump-Wahlkampfteams mit Russland ermittle. Spicer sagte, Ermittlungen und Beweise seien nicht dasselbe. Er beschrieb Paul Manafort, dessen Name im Zusammenhang mit Ermittlungen oft fällt, als jemanden mit einer "sehr begrenzten Rolle" in einer "sehr begrenzten Zeit". Tatsächlich war Manafort der Wahlkampfchef Trumps. Frankreichs Innenminister beschäftigte Töchter im Parlament: Der französische Innenminister Bruno Le Roux hat zeitweilig seine beiden Töchter als parlamentarische Mitarbeiterinnen beschäftigt. Sie hätten zwischen 2009 und 2016 im Sommer oder während der Schulferien für ihn gearbeitet, bestätigte Le Roux dem Fernsehsender TMC. Die Einnahmen aus mehreren befristeten Verträgen hätten insgesamt rund 55.000 Euro betragen. Regierungschef Bernard Cazeneuve werde den Minister an diesem Dienstag zu einem Gespräch empfangen, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Die Anstellung von Familienangehörigen als parlamentarische Mitarbeiter ist in Frankreich grundsätzlich legal. Im Fall des konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon ermittelt jedoch die Justiz wegen des Verdachts auf Scheinbeschäftigung. Ermittler verhören Südkoreas entmachtete Präsidentin: Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye ist im Zuge des Korruptionsskandals von Staatsanwälten befragt worden. Zuvor entschuldigte sich Park bei der Bevölkerung, wie örtliche Medien berichteten. Sie kündigte an, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Park war durch das Verfassungsgericht vor knapp zwei Wochen ihres Amtes enthoben worden. Sie wird der Bestechlichkeit und des Amtsmissbrauchs beschuldigt. Unter anderem soll sie ihrer langjährigen Freundin Choi Soon Sil die Einmischung in Regierungsgeschäfte erlaubt und für deren Interessen ihre Macht missbraucht haben. Park bestreitet, in kriminelle Aktivitäten verstrickt zu sein. Mindestens 13 Tote bei Anschlag in Bagdad: Bei einem Autobombenanschlag der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Das Auto sei in einer belebten Geschäftsstraße in einem hauptsächlich von Schiiten bewohnten Viertel explodiert, berichteten Sicherheitskreise und Augenzeugen. Der IS reklamierte die Tat für sich und sprach von 21 Toten. Die Angaben der Islamisten können nicht überprüft werden und liegen meist höher als die Opferzahlen der Behörden. Erst im Februar hatte die Terrormiliz bei einem Autobombenanschlag in Bagdad 45 Menschen in den Tod gerissen. Nordirischer Sinn-Fein-Politiker Martin McGuinness ist tot: Der frühere nordirische Vize-Regierungschef Martin McGuinness ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das bestätigte die Sinn-Fein-Partei, für die McGuinness das Karfreitagsabkommen von 1998 verhandelt hatte. Parteichef Gerry Adams würdigte ihn in einer Mitteilung als "leidenschaftlichen Republikaner", der "unermüdlich für Frieden und Versöhnung und für die Wiedervereinigung seines Landes" gearbeitet habe. Der ehemalige Anführer der IRA war erst im Januar von seinem Amt als stellvertretender Erster Minister in Nordirland zurückgetreten. Anfang März gab es vorgezogene Neuwahlen, aus denen die Sinn-Fein erheblich gestärkt hervorging.

20.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Innenminister treffen sich zu "Flüchtlingsgipfel": Die Migrationskrise steht im Mittelpunkt eines Treffens, zu dem die Innenminister aus europäischen und nordafrikanischen Ländern an diesem Montag in Rom zusammenkommen. Neben den Innenministern aus Italien und Deutschland, Marco Minniti und Thomas de Maizière, haben auch die Ressortchefs aus Frankreich, Malta, Slowenien, Österreich und der Schweiz sowie EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos ihre Teilnahme zugesagt. In Gesprächen mit ihren Kollegen aus Algerien, Tunesien und Libyen soll es darum gehen, wie der Zustrom von Migranten nach Europa gestoppt werden kann. Italien ist von der Flüchtlingskrise besonders betroffen, da hier derzeit die meisten Menschen aus Afrika über das Mittelmeer ankommen. Minister Minniti möchte eine ständige "Kontaktgruppe" zwischen europäischen und nordafrikanischen Ländern bilden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Weltbank möchte Subsahara-Afrika mehr fördern: Die Weltbank will in den kommenden drei Jahren insgesamt 57 Milliarden Dollar zur Förderung der afrikanischen Länder südlich der Sahara bereitstellen. Die Mittel sollen unterem anderen in Programme für verbesserte Ausbildung, Gesundheitsfürsorge, Landwirtschaft, Infrastruktur und institutionelle Reformen fließen, wie Weltbank-Präsident Jim Yong Kim nach dem Treffen der G20-Finanzminister in Baden-Baden mitteilte. Kim sprach von einer "einmaligen Gelegenheit, den Entwicklungspfad der Länder in der Region zu verändern". Mit Besuchen in Ruanda und Tansania will er die Unterstützung der Weltbank für die Subsahara-Region demonstrieren. Attentäter vom Flughafen Orly stand unter Alkohol und Drogen: Der Angreifer vom Pariser Flughafen Orly hat bei seiner Tat am Samstag unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden. Das zeigten die Ergebnisse einer Autopsie vom Sonntag, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise. Demnach stellte man im Blut des 39 Jahre alten Täters Ziyed Ben Belgacem eine Alkoholkonzentration von 0,93 Gramm pro Liter fest sowie Spuren von Cannabis und Kokain. Der Mann hatte eine Soldatin auf dem Flughafen attackiert, mit einer Schrotpistole bedroht und ihr ein Sturmgewehr entrissen. Andere Soldaten erschossen ihn daraufhin. Nach Angaben der beteiligten Soldaten hatte er gerufen "Ich bin da, um für Allah zu sterben" und auch angekündigt, dass es Tote geben werde. Schulz nennt Erdogans Nazi-Vorwurf "Frechheit": Der neue SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz hat die jüngste Verbalattacke des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. Schulz bewertete Erdogans Aussage als "Frechheit" und "Unverfrorenheit". Ein Staatsoberhaupt eines NATO-Mitglieds und eines EU-Beitrittskandidaten dürfe "nicht alle Gepflogenheiten der internationalen Diplomatie mit Füßen treten". Das sei eines Präsidenten unwürdig. Erdogan hatte Merkel am Sonntag im Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland erstmals auch persönlich "Nazi-Methoden" vorgeworfen. Norweger sind die glücklichsten Menschen der Welt: Norwegen ist einer Studie internationaler Experten zufolge das glücklichste Land der Welt. Das skandinavische Land eroberte den Spitzenplatz im Weltglücksbericht, den die Fachleute in New York zum fünften Mal vorlegten. Norwegen löst damit das zuvor dreimalig erstplatzierte Dänemark ab. Die Top-Five-Ränge sind weitgehend vom hohen Norden belegt: Neben Norwegen, Dänemark, Island und Finnland findet sich dort nur die Schweiz. Dahinter kommen die Niederlande, Kanada, Neuseeland, Australien und Schweden. Deutschland stagniert auf Platz 16 hinter unter anderem den USA, Israel und Costa Rica. Ganz hinten liegt die Zentralafrikanische Republik. Die meisten anderen Länder der 30 hintersten Ränge liegen ebenfalls in Afrika. Ansonsten liegen Syrien, Afghanistan, Haiti, die Ukraine und der Jemen auf den 30 letzten Plätzen.

18.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel und Trump: Versuch eines Neustarts: Trotz tiefgreifender Differenzen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump ihren Willen zur Zusammenarbeit betont. Sie sei freundschaftlich und sehr warmherzig empfangen worden, sagte Merkel nach ihrer ersten Begegnung mit Trump. Das deutsch-amerikanische Verhältnis galt zuletzt als angespannt. Der US-Präsident hatte Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik scharf kritisiert und ihre Politik als "katastrophal" bezeichnet. Vor der Presse versicherte Trump seine Solidarität mit der NATO. Er dankte der Kanzlerin für deren Zusicherung, eine Aufstockung des deutschen Militäretats auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts anzustreben. Merkel hob ihrerseits die Notwendigkeit eines fairen Handels zwischen Deutschland und den USA hervor und warb für die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP. Trump hatte mehrfach gedroht, Strafzölle gegen deutsche und andere ausländische Produkte zu verhängen, um die amerikanische Wirtschaft zu schützen. Weißes Haus leitet Berufung gegen Blockade von Einreisestopp ein: Das Weiße Haus legt Berufung gegen die neuerliche gerichtliche Blockade der von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreiseverbote ein. Das geht aus Gerichtsakten bei einem Bundesgericht im Staat Maryland hervor. Trump hatte nach dem Scheitern eines ersten Einreiseverbots für Menschen aus mehreren muslimischen Ländern ein abgemildertes Dekret erlassen. Es sollte den Irak und Personen mit bereits ausgestellten Visa ausnehmen. Zwei Bundesgerichte - neben der Instanz in Maryland eine in Hawaii - hatten auch die zweite Version mit einer einstweiligen Anordnung vorläufig gestoppt. Sollte Trump auch in der Berufung scheitern, wäre die nächste Instanz der Oberste Gerichtshof in Washington. Der Präsident hat bereits angekündigt, diesen Weg beschreiten zu wollen. USA: Computer mit Plänen des "Trump Tower" gestohlen: In den USA sorgt eine neue Sicherheitspanne im Umfeld von Präsident Donald Trump für Aufregung. Dem für die Sicherheit des Staatschefs zuständigen Secret Service wurde ein Laptop gestohlen. Ein Mitarbeiter sei Opfer einer "kriminellen Handlung" geworden, erklärte der Dienst. Nach Medienberichten befanden sich auf dem Computer Pläne von Trumps Firmenzentrale in New York, dem "Trump Tower", und Angaben zu Evakuierungseinsätzen für den Wolkenkratzer. Der Sender ABC meldete, es seien auch Informationen zur E-Mail-Affäre der unterlegenen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton auf dem Rechner gespeichert gewesen. Gauck: Nach fünf Jahren mit Großem Zapfenstreich verabschiedet: Nach fünf Jahren im Amt ist Bundespräsident Joachim Gauck mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden. An der Veranstaltung im Park von Schloss Bellevue nahmen rund 600 Gäste teil, darunter auch etwa 300 ehrenamtlich engagierte Bürger. Bundeskanzlerin Angela Merkel war wegen ihrer Reise nach Washington nicht dabei. Vertreten wurde sie von Vizekanzler Sigmar Gabriel, der Gaucks Verdienste würdigte. Dieser habe nie den Glauben an Deutschland und die Kraft seiner Menschen zu Demokratie und Freiheit verloren. An diesem Sonntag tritt der ehemalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier Gaucks Nachfolge als Staatsoberhaupt an. Streit um Israel-Bericht - UN-Mitarbeiterin tritt zurück : Wegen des Streits um einen Bericht über die Behandlung der Palästinenser durch Israel hat eine ranghohe Mitarbeiterin der Vereinten Nationen (UN) ihren Rücktritt erklärt. Die Jordanierin Rima Chalaf erklärte, Generalsekretär Antonio Guterres habe sie aufgefordert, ihren Bericht zurückzuziehen und auch darauf bestanden. Chalaf arbeitete als Exekutivsekretärin des UN-Wirtschafts- und Sozialrates für Westasien (ESCWA). In ihrem Report war von einem "Apartheid-Regime" die Rede; Israel trage die Schuld dafür, dass dieses System dem palästinensischen Volk aufgezwungen werde. Als "Apartheid" wurde in Südafrika das jahrzehntelang ausgeübte System der Rassentrennung bezeichnet, in dem die schwarze Bevölkerungsmehrheit unterdrückt und in sogenannte Townships und Homelands umgesiedelt wurde. Medien: DFB löschte Daten zur Weltmeisterschaft 2006: Steuerfahnder sind laut Medienberichten bei ihren Ermittlungen auf eine Datenlöschaktion beim Deutschen Fußball-Bund gestoßen. Die gelöschten Daten stünden in Zusammenhang mit der Affäre um die Weltmeisterschaft 2006, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". So sollen am 22. Oktober 2015 nach der Pressekonferenz, auf der sich der damalige DFB-Chef Wolfgang Niersbach zu den Vorwürfen äußerte, sieben Dateien erst verändert und dann gelöscht worden sein. Die Unterlagen konnten von den Steuerfahndern rekonstruiert werden. Eine Spur soll zu dem früheren FIFA-Funktionär Jack Warner führen, der inzwische

17.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel trifft Trump in den USA: Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt an diesem Freitag erstmals mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zusammen. In Washington wollen beide Politiker über die transatlantische Partnerschaft und internationale Krisen sprechen. Später soll die Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt stehen. Merkel wird auf ihrer Reise von den Vorstandschefs der Unternehmen Siemens, BMW und Schaeffler begleitet. Nach Angaben aus Regierungskreisen will die Kanzlerin für freien Handel und offene Märkte werben. Trump strebt dagegen eine stärkere Abschottung der US-Wirtschaft an. Ursprünglich war die Begegnung bereits für Dienstag geplant. Die Reise wurde jedoch wegen einer Schneesturmwarnung verschoben. Trump behauptet weiter, Obama habe ihn abhören lassen: Donald Trump beharrt auf seinen Vorwürfen, dass sein Vorgänger Barack Obama angeordnet habe, ihn während des Präsidentschafts-Wahlkampfs abhören zu lassen. Das bestätigte Trumps Sprecher Sean Spicer. Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hatte die Vorwürfe zuvor als unbegründet zurückgewiesen. Es gebe keinerlei Beweise für solche Anschuldigungen, heißt es in einer Stellungnahme des republikanischen Ausschussvorsitzenden Richard Burr und seines demokratischen Stellvertreters Mark Warner. Trump selbst sagte, er habe sich dabei auf Medienberichte gestützt. Schäuble und Mnuchin machen "guten Anfang": Der neue US-Finanzminister Steven Mnuchin hat nach einer ersten Begegnung mit seinem deutschen Kollegen Wolfgang Schäuble den Willen zur Zusammenarbeit betont. "Wir wollen keinen Handelskrieg", sagte Mnuchin in Berlin. Ungleichgewichte müssten jedoch beseitigt werden, erklärte er mit Blick auf den deutschen Handelsüberschuss. Abkommen weltweit sollten auf Wechselseitigkeit beruhen. Oberstes Ziel sei das Wirtschaftswachstum. Schäuble sprach nach der Unterredung von einem "guten Anfang" und einer "konstruktiven, offenen Diskussion". An diesem Freitag beginnt in Baden-Baden das Finanzminister-Treffen der G20-Staaten. Deutschland hat in der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer derzeit den Vorsitz. Viele Tote bei Luftangriff auf syrisches Gebetshaus: Bei einem Luftangriff auf eine Moschee in Syrien sind laut Aktivisten mindestens 42 Menschen getötet worden. Viele weitere wurden verletzt. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mit. Das Gebetshaus in Al-Dschinnah westlich von Aleppo wurde demnach während des Abendgebets bombardiert. Die US-Streitkräfte widersprachen diesen Angaben. Man habe ein Gebäude unmittelbar neben der Moschee beschossen, weil sich dort Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida getroffen hätten. Bundeswehr verabschiedet Gauck mit Großem Zapfenstreich: Mit einem Großen Zapfenstreich im Park von Schloss Bellevue wird Bundespräsident Joachim Gauck nach fünf Jahren aus dem Amt verabschiedet. Es ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung der Bundeswehr. Zu der Veranstaltung werden rund 600 Gäste erwartet, darunter auch etwa 300 Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren. Gauck hat sich unter anderem den größten Hit der DDR-Rockband Karat, "Über sieben Brücken musst du gehn", und den Bach-Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" gewünscht. Der 77-Jährige hatte aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit kandidiert. Am Sonntag soll der frühere Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Amt des Staatsoberhaupts antreten. Europa League: Schalke im Viertelfinale: Der FC Schalke 04 ist ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Im Rückspiel bei Borussia Mönchengladbach erkämpften die Königsblauen nach einer furiosen Aufholjagd ein 2:2. Zur Pause hatte es noch 0:2 gestanden. In der zweiten Halbzeit erzielten Leon Goretzka und - mit einem umstrittenen Handelfmeter - Nabil Bentaleb den Ausgleich. An diesem Freitag wird der Viertelfinalgegner für Schalke ausgelost.

16.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Rutte siegt bei Wahl in den Niederlanden: Bei der Wahl in den Niederlanden bleibt die Partei von Ministerpräsident Rutte stärkste Kraft. Trotz Verlusten kam seine VVD auf 32 Sitze im Parlament in Den Haag. Die rechtspopulistische PVV konnte ihr Ergebnis verbessern, blieb aber mit 19 Sitzen deutlich hinter den Prognosen zurück. Sie muss sich Rang zwei mit den Christdemokraten und der linksliberalen D66 teilen. Ihr Ergebnis deutlich verbessern konnten die Grünen. Die bislang mitregierenden Sozialdemokraten wurden hingegen von den Wählern abgestraft. Sie verloren rund 20 Prozent. Ministerpräsident Rutte nannte das Ergebnis ein Fest für die Demokratie. Der falsche Populismus habe verloren. Er rechne aber mit schwierigen Koalitionsverhandlungen. Die Wahlbeteiligung lag mit 81 Prozent so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. US-Gericht stoppt Trumps neues Einreiseverbot: Auch das neue US-Einreiseverbot für Menschen aus sechs muslimisch geprägten Ländern tritt vorerst nicht in Kraft. Ein Bundesgericht auf Hawaii stoppte die überarbeitete Regelung vorerst. Das Dekret von Präsident Donald Trump verstoße möglicherweise gegen den Verfassungsgrundsatz, der religiöse Diskriminierung verbietet, hieß es in der Begründung. Geplant war, Bürger aus sechs muslimisch geprägten Staaten nicht mehr einreisen zu lassen. Die Regierung, die im Februar mit einer ersten Fassung bereits vor Gericht gescheitert war, hatte den neuen Erlass etwas abgemildert. Präsident Trump nannte das Urteil aus Hawaii "fehlerhaft" und kündigte an, vor das Oberste Gericht zu ziehen. Keine Beweise für Abhörangriff auf Trump: Der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses hat keine Belege gefunden, dass der frühere US-Präsident Barack Obama seinen Nachfolger Donald Trump abhören ließ. Der US-Präsident hatte zuvor in einer Serie wütender Tweets erklärt, Obama habe ihn 2016 im Wahlkampf im Trump-Tower abhören lassen. Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, Devin Nunes, sagte, er glaube nicht, dass es ein aktuelles Anzapfen des Trump Towers gegeben habe. Wenn man Trumps Tweets wörtlich nehme, dann sei der Präsident eindeutig im Unrecht, so Nunes weiter. Auch der frühere Geheimdienstdirektor James Clapper hatte ein Abhören verneint. FBI-Direktor James Comey hatte das Justizministerium aufgefordert, sich von den Vorwürfen Trumps zu distanzieren. Es gibt bisher keinen Beleg für Trumps Anschuldigungen. Trump blieb aber bei seinen Verdächtigungen. In einem Interview mit dem Sender Fox News erklärte Trump, dass man in den nächsten beiden Wochen einige sehr interessante Dinge sehen werde, die an die Oberfläche kämen. Drohungen der Türkei wegen EU-Flüchtlingspakt: Die Türkei hat das Flüchtlingsabkommen mit der EU teilweise ausgesetzt. Derzeit würden keine Flüchtlinge von den griechischen Inseln zurückgenommen, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview des Fernsehsenders "24 TV". Zugleich drohte er mit dem vollständigen Ende des Flüchtlingspakts. Cavusoglu warf der EU vor, die in Aussicht gestellte Visa-Freiheit für türkische Bürger nicht umzusetzen. Dies scheiterte bislang daran, dass die Türkei nicht bereit ist, ihre Anti-Terror-Gesetze zu entschärfen. Die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU sind derzeit äußerst angespannt. Als Grund gelten die Absagen von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland und den Niederlanden. Leverkusen scheitert an Atletico Madrid: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat sich aus der UEFA Champions League verabschiedet. Bei Atletico Madrid spielte die Werkself nur 0:0. Das Hinspiel hatte die Mannschaft bereits mit 2:4 verloren. In der zweiten Partie des Abends schied Manchester City nach einer 1:3-Niederlage beim AS Monaco ebenfalls aus dem europäischen Fußballwettbewerb aus. Das erste Spiel hatte Manchester noch mit 5:3 gewonnen.

15.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Parlamentswahl in den Niederlanden hat begonnen: In den Niederlanden wird an diesem Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Rund 13 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die jüngsten Umfragen sehen die rechtsliberale Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte vor der rechtspopulistischen Freiheitspartei von Geert Wilders, der ein Einreiseverbot für Muslime gefordert hatte. Die Wahllokale schließen um 21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Danach werden erste Prognosen erwartet. Die letzten Tage des Wahlkampfs waren von einer diplomatischen Eskalation im Verhältnis mit der Türkei geprägt. Entzündet hatte sich der Streit am Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in den Niederlanden. US-Sender veröffentlicht Steuerunterlagen Trumps: Dem US-Sender MSNBC ist eine mehr als zehn Jahre alte Steuererklärung von US-Präsident Donald Trump zugespielt worden. Das Dokument aus dem Jahr 2005 zeige, dass Trumps Unternehmenskonsortium damals 150 Millionen Dollar Gewinn gemacht und 38 Millionen Dollar an Steuern bezahlt habe, berichtete der Sender. Das Weiße Haus bestätigte die Zahlen und wies zugleich darauf hin, dass es die unerlaubte Veröffentlichung als illegal betrachte. Entgegen der üblichen Praxis hatte Trump sich im Wahlkampf geweigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Bisher hatte jeder aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat seit Richard Nixon schon vor der Wahl Einblick in seine Steuerunterlagen gewährt. Altmaier verurteilt Angriffe türkischer Politiker: Bundeskanzleramtschef Peter Altmaier hat die jüngsten Angriffe aus der Türkei scharf verurteilt und türkischen Politikern mit Einreiseverboten gedroht. Man verwahre sich entschieden gegen Nazi-Vergleiche und groteske Vorwürfe, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Türkei lege immer großen Wert darauf, dass die Ehre ihres Landes nicht verletzt werde. Auch Deutschland habe eine Ehre, so Altmaier. Die Bundesrepublik sei seit ihrer Gründung ein weltweit anerkannter, vorbildlicher Rechtsstaat. Deutschland habe nach geltendem Völkerrecht die Möglichkeit, die Einreise ausländischer Regierungsmitglieder zu unterbinden. Dies behalte man sich als letztes Mittel vor. Die Bundesregierung begebe sich nicht auf das Niveau derer, die in unverantwortlicher Weise die deutsch-türkischen Beziehungen gefährdeten, sagte Altmaier. In Kabul gekidnappte Entwicklungshelferin wieder frei: Eine im November in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführte australische Entwicklungshelferin ist wieder frei. Polizei und Geheimdienst hätten die Frau im Zentrum von Kabul gefunden und zur australischen Botschaft gebracht, teilten die Behörden mit. Es sei niemand festgenommen worden. Das australische Außenministerium dankte den afghanischen Sicherheitskräften für ihren Einsatz. In Kabul werden immer wieder Ausländer, aber auch einheimische Geschäftsleute entführt. Dahinter stehen oft kriminelle Banden, aber auch Extremisten. Ein Australier, mehrere US-Amerikaner und ein Kanadier befinden sich noch in der Hand der radikalislamischen Taliban. China will EU-Unternehmen gleiche Rechte gewähren: Chinas Regierungschef Li Keqiang hat europäischen Unternehmen einen besseren Marktzugang versprochen. Registrierte ausländische Firmen sollten die gleiche Behandlung genießen wie einheimische Betriebe, sagte Li zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Der Premier forderte die Europäische Union auf, ihre Beschränkungen für den Export von Hochtechnologie nach China aufzuheben. Er betonte zugleich, sein Land wolle keinen Handelskrieg mit den USA. Beide Staaten teilten viele gemeinsame Interessen. US-Präsident Donald Trump hatte der Volksrepublik mehrfach unfairen Wettbewerb vorgeworfen und gedroht, Importe aus China mit hohen Strafzöllen zu belegen. Eon schreibt 2016 Rekordverlust: Die Folgen der Energiewende haben beim Versorger Eon zum höchsten Verlust in der Firmengeschichte geführt. Für das Geschäftsjahr 2016 summiert sich das Minus auf rund 16 Milliarden Euro, wie der Konzern in Essen mitteilte. 2015 hatte Eon bereits einen Fehlbetrag von annähernd sieben Milliarden Euro verbucht. Das Unternehmen musste mehrere Milliarden auf seine Kraftwerks-Beteiligung Uniper abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen durch den Atomausstieg. Eon wird Mitte des Jahres rund zehn Milliarden Euro an den staatlichen Kernenergiefonds zahlen. Um Geld einzusparen, will der Konzern bis zu 1300 Arbeitsplätze streichen, die meisten davon in Deutschland.

14.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei setzt Kontakte zu Niederlanden aus: Die türkische Regierung verweigert nach dem Eklat um verhinderte Wahlkampfauftritte zweier türkischer Minister in Rotterdam nun auch niederländischen Diplomaten die Einreise. Der Luftraum für Maschinen mit Diplomaten aus dem Land sei ab sofort gesperrt, teilte der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus in Ankara mit. Zudem würden die Gespräche auf höherer Ebene bis auf weiteres ausgesetzt. Der niederländische Botschafter hält sich derzeit im Ausland auf. Erdogan wirft Merkel Unterstützung von Terroristen vor: Als "erkennbar abwegig" hat die deutsche Regierung den Vorwurf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen, Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstütze Terroristen. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte weiter, die Bundeskanzlerin habe nicht die Absicht, sich am Wettlauf der Provokationen zu beteiligen. "Verehrte Merkel, Du unterstützt Terroristen", hatte Erdogan in einem Interview eines türkischen TV-Senders gemeint. Erdogan hielt den deutschen Behörden vor, auf Informationen der Türkei zu 4500 "Terrorverdächtigen" nicht zu reagieren. Großbritannien kann aus der EU austreten: Das britische Parlament hat das Brexit-Gesetz verabschiedet. Nach dem Unterhaus stimmte auch das Oberhaus, das "House of Lords", der Vorlage zu. Das Gesetz sieht kein Veto-Recht des Parlaments für das Ergebnis der Austrittsverhandlungen Londons mit der Europäischen Union vor. Das Oberhaus hatte versucht, eine derartige Klausel in dem Text zu verankern, war dabei aber am Widerstand des Unterhauses gescheitert. Jetzt muss noch Königin Elizabeth II. das Dokument unterzeichnen, dann kann Premierministerin Theresa May das Papier bei der EU einreichen. Sobald das Schreiben den Europäischen Rat in Brüssel erreicht hat, läuft die Uhr für die zweijährige Verhandlungsphase. Nordirische Sinn Fein will Irland wiedervereinigen: Die katholisch-republikanische Sinn-Fein-Partei in Nordirland hat eine Volksabstimmung über die Vereinigung mit der Republik Irland gefordert. Die britische Regierung führe Nordirland gegen den Willen des Volkes aus der EU, begründete Sinn-Fein-Chefin Michelle O'Neill den Vorstoß. Der Brexit sei eine Katastrophe für Nordirland und die Republik Irland und werde zu einer befestigten Grenze zwischen den beiden Teilen der Insel führen, warnte O'Neill. Die Nordiren hatten beim Brexit-Referendum im vergangenen Jahr mehrheitlich gegen einen EU-Austritt votiert. Sie wurden aber von einer Brexit-Mehrheit in England und Wales überstimmt. Die Forderung aus Belfast kam nur kurz nachdem die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon ein erneutes Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien angekündigt hatte. US-Gesundheitspläne: Millionen Menschen ohne Versicherung?: Die Gesundheitspläne der US-Republikaner führen aus Sicht von Experten dazu, dass die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung im Land im nächsten Jahrzehnt um Millionen steigen wird. Zu dieser Prognose kommt das unabhängige Budgetbüro des Kongresses (CBO) in einem Bericht, der in Washington veröffentlicht wurde. Allein im nächsten Jahr könnten demnach rund 14 Millionen Menschen weniger versichert sein als derzeit. Die Experten schätzen, dass sich die Zahl bis 2026 um 24 Millionen auf insgesamt rund 52 Millionen erhöht. Gesundheitsminister Tom Price widersprach der Einschätzung vehement. Die Abschaffung von "Obamacare" gehört zu den Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump.

13.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Millionen syrische Kinder bringt Bürgerkrieg in große Gefahr: Das Leiden der Kinder in Syrien hat 2016 ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Das berichtet das UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Demnach sind im vergangenen Jahr 652 Kinder in dem Bürgerkrieg umgekommen, 20 Prozent mehr als im Jahr davor. Insgesamt seien mehr als 2500 Fälle von direkter Gewalt und schweren Kinderrechtsverstößen offiziell dokumentiert. Dabei hätten auch Verstümmelungen und die Rekrutierung von Kindersoldaten deutlich zugenommen. Bewaffnete Gruppen hätten mehr als 850 Minderjährige zum Dienst an der Waffe gezwungen, doppelt so viele wie 2015. Dabei, so UNICEF, würden die Kinder und Jugendlichen immer häufiger nicht nur für unterstützende Tätigkeiten wie Träger oder Wachtposten eingesetzt, sondern auch direkt als Kämpfer an der Front. In extremen Fällen würden sie auch für Hinrichtungen und Bombenattentate missbraucht. Das Kinderhilfswerk geht von einer hohen Dunkelziffer bei den schweren Kinderrechtsverletzungen aus. De Maizière: Türkischer Wahlkampf hat hier nichts verloren: Der Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Europa eskaliert weiter. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sprach sich nach der Eskalation des Streits zwischen den Niederlanden und der Türkei in der ARD entschieden gegen derartige Auftritte aus. Er wolle das nicht. Ein türkischer Wahlkampf in Deutschland habe hier nichts verloren. Wie die Niederlande Einreiseverbote gegen türkische Politiker zu verhängen, müsse man klug abwägen, sagte der Innenminister. Es gebe für solche Auftritte aber klare Grenzen, zum Beispiel das Strafgesetzbuch. Wer die Bundesrepublik Deutschland oder ihre verfassungsmäßige Ordnung beschimpfe und böswillig verächtlich mache, mache sich strafbar. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erteilt dem türkischen Wunsch nach engeren Wirtschaftskontakten mit Verweis auf den Streit um die Wahlkampfauftritte und den inhaftierten Journalisten Deniz Yücel vorerst eine Absage. Dänemark lädt türkischen Ministerpräsidenten Yildirim aus: Die dänische Regierung hat den für den 20. März geplanten Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim abgesagt. Ein solcher Besuch könnte angesichts der aktuellen Angriffe der Türkei gegen die Niederlande nicht stattfinden, sagte der dänische Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen. Er habe seinem türkischen Kollegen vorgeschlagen, das Treffen zu verschieben. In normalen Zeiten wäre es ein Vergnügen, den türkischen Ministerpräsidenten zu empfangen, hieß es in Rasmussens Erklärung. Noch am 10. Dezember habe er in Ankara ein offenes und konstruktives Gespräch mit Yildirim geführt. Derzeit beobachte die dänische Regierung jedoch sehr besorgt die aktuellen Entwicklungen in der Türkei. Gabriel wirbt für UN-Aktion gegen Hungerkatastrophe: Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat nach einem Telefonat mit UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien zu einer Aktion der internationalen Gemeinschaft gegen die Hungerkatastrophe in weiten Teilen Afrikas aufgerufen. Wenn jetzt nicht bald umfassende internationale Hilfe einsetze, drohe Millionen von Menschen in den betroffenen Regionen der Hungertod, sagte Gabriel. Die Lage in den Hungerregionen am Horn von Afrika, in der Tschadseeregion sowie in Südsudan sei zum Verzweifeln, so Gabriel weiter. Deutschland sei bereit, zusätzlich 15 Millionen Euro Hilfsgelder bereitzustellen. Es brauche jetzt rasch eine konzertierte Aktion der internationalen Gebergemeinschaft, forderte der Minister. Nach UN-Angaben droht in Kenia, Somalia, Südsudan und auch im Jemen 20 Millionen Menschen der Hungertod. Island kehrt an die Finanzmärkte zurück: Island hat die im Zuge der Finanzkrise von 2008 verhängten Kapitalkontrollen für Privatkunden, Unternehmen und Pensionsfonds aufgehoben, wie die Regierung in Reykjavik erklärte. Die Kapitalkontrollen waren Bestandteil der wirtschaftlichen Erholung nach dem Crash gewesen, um eine Kapitalflucht zu verhindern und einen Kollaps der isländischen Krone zu verhindern. Die Kapitalkontrollen beschnitten das Recht der Isländer zum Erwerb von Eigentum im Ausland und zum Tausch der Krone in ausländische Devisen. Präsidentschaftskandidat Fillon räumt Luxusgeschenke ein: Den Präsidentschaftskandidaten der Konservativen in Frankreich, François Fillon, belastet eine neue Affäre. Nach Medieninformationen hat er zwei Luxusanzüge im Wert von 13.000 Euro als Geschenk angenommen. Fillon bestätigte das in einem Interview, sah darin aber kein Fehlverhalten. Wörtlich sagte er: "Ein Freund hat mir die Anzüge im Februar angeboten. Na und?" Der Politiker steht seit Wochen unter Druck, weil er seine Frau nur zum Schein auf Staatskosten beschäftigt haben soll. Fillon weist die Vorwürfe zurück und weigert sich, seine Kandidatur zurückzuziehen.

11.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkischer Sportminister spricht in Köln über gescheiterten Putsch: Der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic hat bei einer Veranstaltung in Köln an die deutschen Medien appelliert, sich um ein besseres Verständnis der Putschnacht in der Türkei zu bemühen. Vor rund 400 Zuhörern sagte Kilic, das türkische Volk habe damals durch sein mutiges Eingreifen verhindert, dass die Putschisten Demokratie und Rechtsstaat abgeschafft hätten. Vor und nach seiner Rede wurden Filme gezeigt, in denen die Niederringung der Putschisten gepriesen und Präsident Recep Tayyip Erdogan gefeiert wurde. Die Veranstaltung trug den Titel "Helden unter uns. 15 Juli". Am 15. Juli fand im vergangenen Jahr der Putschversuch in der Türkei statt. Veranstalter des Abends war ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, der sich "Demokratieplattform gegen den Putsch" nennt. Offiziell sollte das ganze eine Kulturveranstaltung sein. Türkische Minister hatten zuletzt in Deutschland mehrfach für Erdogans Verfassungsreform werben wollen, über die im April auch in Deutschland lebende Türken abstimmen können. Mehrere Kommunen hatten den Ministern aber Auftrittsorte verweigert. Japan gedenkt der Opfer von Fukushima: Sechs Jahre nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe gedenkt Japan der Opfer. Überall im Land finden an diesem Samstag Gedenkfeierlichkeiten statt. Für 14.46 Uhr Ortszeit ist eine Schweigeminute für die rund 18.500 Todesopfer geplant. Zu diesem Zeitpunkt suchte am 11. März 2011 ein schweres Erbeben den Nordosten des asiatischen Inselreiches heim. Im Atomkraftwerk Daiichi war es in Folge des Bebens und eines gewaltigen Tsunamis zu Kernschmelzen gekommen. Noch immer können Zehntausende Menschen wegen der Verstrahlung nicht in ihre Häuser zurück. UN-Nothilfekoordinator: 20 Millionen Menschen droht Hungertod: UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat den Weltsicherheitsrat mit dramatischen Worten um Hilfe für Millionen von hungernden Menschen gebeten. Nach seinen Worten droht rund 20 Millionen Menschen in Nigeria, Somalia, im Jemen und im Südsudan der Hungertod, sollte sich die internationale Gemeinschaft nicht zu einer größeren Hilfsaktion entschließen. In einer UN-Mitteilung hieß es außerdem, die Vereinten Nationen stünden vor der größten humanitären Katastrophe seit ihrer Gründung. Noch bestehe die Möglichkeit, das Schlimmste zu verhindern, sagte O'Brien, doch seien rasche Hilfe und finanzielle Unterstützung nötig.: VW bekennt sich in den USA des Betrugs schuldig: Im Skandal um manipulierte Abgaswerte hat sich Volkswagen vor einem US-Gericht in mehreren Punkten schuldig bekannt. Der VW-Chefjurist Manfred Döss legte das Schuldbekenntnis vor einem Berufungsgericht in Detroit ab. Der Konzern hatte das Geständnis vor zwei Monaten im Rahmen eines Vergleichs mit dem US-Justizministerium zugesagt. Mit der Vereinbarung willigte Volkswagen in Strafzahlungen in der Gesamthöhe von 4,3 Milliarden Dollar ein. Im Gegenzug werden strafrechtliche Ermittlungen eingestellt. Insgesamt nimmt der Konzern in den USA mehr als 20 Milliarden Euro für Vergleiche mit Kunden, Autohändlern, Behörden und Bundesstaaten in die Hand. Der zuständige Richter Sean Cox will am 21. April bekanntgeben, ob er der Einigung mit dem Justizministerium zustimmt. Doppelmord von Herne: 19-Jähriger tötete eiskalt und aus Frust: Nach dem Doppelmord von Herne werden immer mehr Details zum Motiv des Täters bekannt. Wie die zuständige Mordkommission mitteilte, soll der 19-jährige H. aus purem Frust über private Rückschläge plötzlich Mordlust entwickelt haben. Auslöser für den Mord an dem neunjährigen Nachbarsjungen waren demnach eine Absage auf eine Bewerbung bei der Bundeswehr, der drohende Verlust von Internetanschluss und Online-Videospielen sowie zwei gescheiterte Suizidversuche. Das habe H. der Polizei während seiner Vernehmung geschildert, teilte der Leiter der Mordkommission mit. Der Teenager trete in Vernehmungen "eiskalt" auf, hieß es. Nach seiner ersten Tat habe H. sich in einem Waldstück versteckt und dann Unterschlupf bei einem Mitschüler vom Berufskolleg gesucht. Als der Bekannte von der Fahndung erfuhr und seinen Besucher zur Rede stellte, tötete H. ihn mit 68 Messerstichen.

10.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Südkoreas Verfassungsgericht bestätigt Amtsenthebung von Präsidentin Park: Südkoreas Verfassungsgericht hat die Amtsenthebung von Präsidentin Park Geun Hye offiziell bestätigt. Das Parlament in Seoul hatte im Dezember wegen einer Korruptionsaffäre für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park gestimmt. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts kann sie nun nicht mehr ins Amt zurückkehren, und es muss binnen 60 Tagen neu gewählt werden. Park war über die Korruptionsaffäre ihrer Vertrauten Choi Soon Sil gestolpert. Die Präsidentenfreundin soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Außerdem soll sich Choi in die Regierungsgeschäfte eingemischt haben. Sie sitzt inzwischen in Haft. Gegen die Präsidentin hatten wochenlang hunderttausende Südkoreaner demonstriert. EU-Gipfel berät ohne Großbritannien über Zukunft der Union: Der EU-Gipfel in Brüssel endet an diesem Freitag mit einer Debatte über die Zukunft der Europäischen Union. Die britische Premierministerin Theresa May, deren Land aus der EU austreten will, nimmt daran nicht mehr teil. Die verbleibenden Länder wollen sich auf Eckpunkte einer Abschlusserklärung verständigen. Allerdings kündigte Polen an, aus Empörung über die Wiederwahl von Donald Tusk als Ratspräsident die Abschlusserklärung nicht mittragen zu wollen. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten am ersten Tag des Gipfels gegen den Willen seines Heimatlandes Polen eine zweite Amtszeit für Tusk bis November 2019 beschlossen. Die rechtsnationale Regierung in Warschau wirft Tusk vor, sich in die polnische Innenpolitik eingemischt zu haben. Österreich: "Balkanroute ist nicht dicht": Ein Jahr nach Schließung der sogenannten Balkanroute hat Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil vor Sorglosigkeit gewarnt. Die Balkanroute sei "nicht dicht", sagte Doskozil der "Bild"-Zeitung. Verglichen mit 2015 könne man zwar als Erfolg verbuchen, dass das Durchwinken vorbei sei. Viel mehr sei aber noch nicht erreicht, erklärte der SPÖ-Politiker. Obwohl die Balkanroute Anfang März 2016 zwischen Griechenland und Mazedonien geschlossen wurde, seien im vergangenen Jahr noch mehr als 42.000 Flüchtlinge in Österreich angekommen. Auch die slowenische Regierung warnt vor einer Verschärfung der Situation. Auf der Balkanroute herrsche wieder "enormer Druck", sagte der stellvertretende Innenminister Bostjan Sefic. Bundestag macht mehr Videoüberwachung möglich: Als Konsequenz aus mehreren Gewalttaten im vergangenen Jahr hat der Bundestag den Weg für mehr Videoüberwachung freigemacht. Der Parlamentsbeschluss erleichtert vor allem privaten Betreibern das Installieren von Kameras in Einkaufszentren, vor Fußballstadien und auf Parkplätzen. Bei der Entscheidung über die Zulässigkeit von Videokameras erhalten Sicherheitsaspekte in Zukunft ein größeres Gewicht als bisher. Ferner beschloss der Bundestag die Einführung sogenannter Bodycams für Polizisten. Dabei handelt es sich um Kameras, die die Beamten direkt am Körper tragen. Rund 23 Milliarden Euro für Flüchtlinge in 2016: Die Kosten für Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern werden aller Voraussicht nach deutlich höher ausfallen als von Bund und Ländern erwartet. Das legten Zahlen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages nahe, berichtet die Zeitung "Die Welt". Rechne man die bisher vorliegenden Daten auf alle Bundesländer hoch, ergäben sich für 2016 rund 23 Milliarden Euro Gesamtkosten, sagte Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer. Bisherige Schätzungen waren von 20 Milliarden Euro ausgegangen. Allein in Berlin habe sich der ursprünglich kalkulierte Betrag fast verdoppelt: auf 1,27 Milliarden Euro. Damit liege die Hauptstadt nahe am Bedarf des Bundeslandes Hessen, das rund 2,5 Millionen Einwohner mehr hat. Dort beliefen sich die Kosten auf 1,63 Milliarden Euro. Verdächtiger im Mordfall Jaden stellt sich - weitere Leiche: Die Polizei hat den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. in Herne gefasst und ist dabei auf einen weiteren Toten gestoßen. Der 19-Jährige habe sich gestellt und von sich aus den Hinweis auf ein Feuer gegeben. Am Ort des Brandes wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Am Montagabend war im Keller von Marcel H. der neun Jahre alte Jaden erstochen aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei verbreitete der 19-Jährige nach der Mordtat Fotos im Internet, die ihn blutverschmiert neben dem toten Kind zeigen. Seither gab es eine Großfahndung. Die Polizei ging mehr als 1400 Hinweisen nach. Immer wieder gab es Fehlalarme.

09.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel warnt vor Rückfall in Kalten Krieg : Zum Auftakt seines Antrittsbesuchs in Moskau hat sich Außenminister Sigmar Gabriel für eine Rückkehr zur Abrüstung zwischen Russland und der NATO ausgesprochen. In einem Interview der russischen Nachrichtenagentur Interfax verteidigte er zwar die jüngsten NATO-Truppenstationierungen in Polen und im Baltikum als Reaktion auf die militärische Übermacht Russlands in der Region. Der SPD-Chef fügte aber hinzu, noch wichtiger wäre es, Schritt für Schritt wieder zu Abrüstungsmaßnahmen zu kommen. Er plädierte dafür, den NATO-Russland-Rat wieder regelmäßig tagen zu lassen und Gespräche über eine Risikovermeidung im Ostseeraum zu führen. Der Vizekanzler trifft sich an diesem Donnerstag mit Außenminister Sergej Lawrow und wahrscheinlich auch mit Präsident Wladimir Putin im Kreml. Linke beklagt Besuchsverbot bei deutschen Soldaten in der Türkei: Die Türkei hat dem Linken-Bundestagsabgeordneten Jan van Aken einen Besuch bei den deutschen Soldaten auf dem NATO-Stützpunkt Konya verweigert. Das Auswärtige Amt habe ihm mitgeteilt, die türkische Seite habe soeben telefonisch den Besuch abgelehnt, sagte der Außenpolitiker der Zeitung "Die Welt". Damit suche die türkische Regierung eine weitere Eskalation mit Deutschland. Auf den Luftwaffenstützpunkten Konya und Incirlik in der Türkei sind etwa 270 Bundeswehrsoldaten stationiert, um sich von dort aus am internationalen Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu beteiligen. Linken-Chef Bernd Riexinger forderte die Bundesregierung angesichts des anhaltenden Streits mit der Türkei auf, in der Flüchtlingspolitik nicht länger auf Abschottung mithilfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu setzen. Weniger Flüchtlinge aus Maghreb-Staaten : Der Flüchtlingszuzug aus den Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien ist erheblich zurückgegangen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zählte 2016 nur noch 8000 Flüchtlinge, die aus den drei Staaten in Deutschland erstmals registriert wurden, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. 2015 waren es demnach noch 25.000 Migranten gewesen. Der Bundesrat stimmt am Freitag über ein Gesetz zur Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten ab. Das Vorhaben Bayerns, die drei Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer einstufen zu lassen, um Abschiebungen zu erleichtern, wird jedoch vermutlich scheitern. Die Grünen sind nach wie vor dagegen. Hawaii klagt gegen Trumps neues Einreiseverbot : Als erster US-Bundesstaat geht Hawaii gegen das von Präsident Donald Trump erlassene neue Einreiseverbot vor. Anwälte der Regierung reichten eine Klage bei einem Bundesgericht in Honolulu ein, wie Medien berichteten. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Douglas Chin, bezeichnete das neue Dekret als "Muslim-Bann 2.0". Unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit ziele das Gesetz nach wie vor auf Migranten und Flüchtlinge ab und öffne Tür und Tor für weitere Beschränkungen. Der Einreisestopp tritt am 16. März in Kraft. Menschen aus den vorwiegend islamischen Ländern Iran, Jemen, Libyen, Syrien, Somalia und Sudan dürfen ab dann mindestens 90 Tage lang nicht in die USA einreisen. Ausgenommen sind Besitzer einer Greencard oder eines bereits vor Inkrafttreten des Stopps gültigen Visums. Tusk preist gute Konjunktur in Europa: Vor dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag hat Ratspräsident Donald Tusk zu weiteren Anstrengungen für eine wirtschaftliche Erholung Europas aufgerufen. Der Schwung müsse erhalten bleiben, sagte Tusk. Er erinnerte daran, dass es erstmals seit fast zehn Jahren in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten Wachstum gebe. Der Pole steht bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel zur Wiederwahl - und kann trotz Widerstands aus seinem Heimatland wohl mit einer Mehrheit rechnen. Auch Kanzlerin Angela Merkel befürwortet eine zweite Amtszeit Tusks bis Ende 2019. Vor Beginn der Brüsseler Beratungen gibt Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung zu Europa ab.

08.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutsch-türkisches Krisentreffen: Nach der Zunahme der Spannungen in den deutsch-türkischen Beziehungen sind die Außenminister Sigmar Gabriel und Mevlüt Cavusoglu zu einem Gespräch zusammengekommen. Das Treffen in einem Berliner Hotel soll aus deutscher Sicht dazu beitragen, die Wogen zu glätten. Es ist der erste persönliche Kontakt von Vertretern beider Regierungen seit der umstrittenen Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten der Zeitung "Die Welt", Deniz Yücel, Anfang vergangener Woche in Istanbul. Ein weiterer Streitpunkt sind untersagte Wahlkampfauftritte türkischer Regierungspolitiker in Deutschland. Präsident Recep Tayyip Erdogan und auch Cavusoglu sprachen von Nazi-Methoden, was die Bundesregierung mit deutlichen Worten zurückwies. Angriff auf größtes Militärkrankenhaus in Kabul: Es ist der vierte große Anschlag in Afghanistans Hauptstadt seit Jahresbeginn - diesmal trifft er ein Krankenhaus, in dem auch die Familien von Soldaten und Polizisten behandelt werden. Mindestens zwei Menschen wurden getötet und mindestens 25 verletzt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte. Einer der Angreifer, von denen einige weiße Arztkittel trugen, hatte sich am Eingang der Klinik in die Luft gesprengt. Anschließend drangen weitere Täter in das Gebäude ein, das im Diplomatenviertel der Stadt liegt. Sie verschanzten sich im zweiten und dritten Stock des Krankenhauses und lieferten sich Feuergefechte mit der Polizei. Das Verteidigungsministerium vermutet hinter dem Feuerüberfall die radikalislamischen Taliban. China drängt Nordkorea und USA zum Kompromiss: Nach dem neuen Raketentest Nordkoreas und angesichts gemeinsamer Militärübungen der USA und Südkoreas hat China vor einer "drohenden Krise" in der Region gewarnt. Nordkorea müsse auf künftige Tests verzichten, im Gegenzug sollten die USA und Südkorea ihre jährlichen Militärübungen einstellen, forderte der chinesische Außenminister Wang Yi in Peking. Beide Seiten seien wie zwei aufeinander zurasende Züge, wobei keine Seite bereit sei, auszuweichen, sagte Wang. Nordkorea hatte am Montag vier Raketen ins Japanische Meer abgefeuert und damit seine Nachbarländer und die USA wieder provoziert. Das US-Pazifikkommando erklärte später, die USA hätten mit der Stationierung ihres Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea begonnen. EU baut Kontrollen an den Außengrenzen aus: Die EU-Staaten verschärfen die Kontrollen an den Außengrenzen des Schengen-Raums. Bei einem Ministertreffen in Brüssel wurde vereinbart, künftig die Daten von allen Reisenden elektronisch zu überprüfen. Ausnahmen sollen nur dann möglich sein, wenn die Kontrollen den Verkehrsfluss an einer Grenze erheblich behindern und eine Risikoanalyse positiv verläuft. Mit den neuen Regeln reagiert die EU auf die erhöhte Terrorgefahr. Sie waren nach den Anschlägen von Paris im November 2015 von der EU-Kommission vorgeschlagen worden. Bislang müssen an den EU-Außengrenzen lediglich die Daten von Nicht-EU-Bürgern systematisch mit allen Sicherheitsdatenbanken abgeglichen werden und dies auch nur bei der Einreise. 162 NGOs fordern mehr Einsatz für Menschenrechte: Vor dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag hat ein Bündnis von 162 Nichtregierungsorganisationen von der Europäischen Union mehr Einsatz für Menschenrechte statt Abweisung von Migranten gefordert. Organisationen wie Save the Children und Oxfam appellierten an die Staats- und Regierungschefs, "in ihrer Flucht- und Migrationspolitik die menschenrechtlichen Grundlagen zu achten, auf denen die Europäische Union gründet". Dem werde man nicht gerecht, wenn man Menschen vor allem davon abhalte, europäischen Boden zu erreichen und ihnen damit den nötigen Schutz verweigere. Gemeinsam müsse man verhindern, dass legitime Sorgen ausgenutzt und missbraucht würden, um das Europäische Projekt zu Fall zu bringen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Notwendig sei eine "nachhaltige, weitsichtige Migrationspolitik", gerade vor dem Hintergrund erstarkender rechtspopulistischer Kräfte.

07.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trumps Heimatschutzminister will Einwandererfamilien trennen: US-Heimatschutzminister John Kelly will zur Abschreckung illegaler Einwandernder zu einem drastischen Mittel greifen: Um Migranten künftig von nicht legaler Einreise in die USA abzuhalten, will Kelly neue einwandernde Familien auseinanderreißen. Während Eltern von den Behörden festgehalten und verhört werden, sollen die Kinder vorübergehend in Pflege gegeben werden. Kelly ist mit der Umsetzung neuer Einwanderungsrichtlinien betraut und soll den von Präsident Donald Trump per Dekret angeordneten Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko überwachen. Trump hatte am Montag eine überarbeitete Version eines Einreiseverbots für Menschen aus sechs vorwiegend muslimischen Ländern unterzeichnet. Betroffen sind Iran, Syrien, Somalia, Jemen, Libyen und Sudan. Der Irak ist im Vergleich zum ersten Dekret nicht mehr erwähnt. Auch die neue Version stößt auf Ablehnung, unter anderen bei Demokraten und Bürgerrechtlern. Nordkorea und Malaysia verhängen wechselseitig Ausreiseverbote: Der Streit zwischen Nordkorea und Malaysia in der Giftmord-Affäre um den Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un eskaliert. Nach der Ausweisung der Botschafter verhängen beide Staaten nun Ausreiseverbote. Die Regierung in Pjöngjang verbietet malaysischen Staatsbürgern, das Land zu verlassen. Malaysias Ministerpräsident Najib Razak warf Nordkorea daraufhin Geiselnahme vor und reagierte seinerseits mit einer Ausreisesperre für Nordkoreaner. Der 45-jährige Kim Jong Nam war am 13. Februar am Flughafen von Kuala Lumpur ermordet worden. Die Ermittler verdächtigen acht Nordkoreaner, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Irakische Armee erobert Regierungsgebäude in Mossul: Im Kampf um die irakische Stadt Mossul haben Regierungstruppen nach eigenen Angaben den Sitz der Provinzregierung von der Terrormiliz "Islamischer Staat" zurückerobert. Irakische Soldaten hätten wichtige Regierungsgebäude in der Nacht gestürmt, teilte die Armee mit. Auch eine strategisch wichtige Brücke über den Tigris sei wieder unter Kontrolle der Armee. Die Einnahme der Gebäude ist von symbolischer Bedeutung und hilft den irakischen Truppen beim Vorrücken in die nahe gelegene Altstadt. Millionen syrische Kinder leiden unter psychischen Störungen: Immer mehr Kinder im Bürgerkriegsland Syrien entwickeln psychische Störungen. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Unsichtbare Wunden" von Save the Children. Es handelt sich nach Angaben der Hilfsorganisation um die bisher umfassendste Studie zur psychischen Gesundheit der Kinder in Syrien. Viele von ihnen leiden demnach ständig unter Angst - so die Beobachtung von 89 Prozent der befragten Erwachsenen. Immer mehr Kinder zeigen Stresssymptome wie Bettnässen, Albträume oder Sprachstörungen, heißt es. 84 Prozent der befragten Erwachsenen und fast alle Kinder erklärten, dass das kontinuierliche Bombardement die Hauptursache für psychischen Stress sei. Jugendliche verletzten sich häufig selbst oder griffen zu Alkohol oder Drogen, um sogenannten toxischen Stress abzubauen. Vierer-Gipfel votiert für Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten: Deutschland und Frankreich werben in der EU für ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten. Man müsse den Mut haben, dass einige Länder vorangehen, wenn nicht alle mitmachen wollen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Versailles bei Paris bei einem Minigipfel mit Frankreich, Italien und Spanien. Der französische Präsident François Hollande warb explizit für neue Formen der Zusammenarbeit von EU-Ländern, die rascher bei der Integration vorangehen wollten als andere. Als Beispiel nannte er die Verteidigungspolitik, die Eurozone und den Kulturbereich. Auch Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy unterstrich, sein Land sei zu weiterer Integration bereit. Ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten ist keine neue Idee, sie bekommt aber wegen des angekündigten Ausscheidens Großbritanniens aus der EU wieder Aufwind. Europäischer Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2B gestartet: Der fünfte europäische Erdbeobachtungs-Satellit Sentinel-2B ist in Französisch-Guyana gestartet. Pünktlich um 2.49 Uhr deutscher Zeit hob die Vega-Rakete mit dem Satelliten auf dem Weltraumbahnhof im südamerikanischen Kourou ab. Gemeinsam mit dem baugleichen Sentinel-2A soll das Gerät Bilder von Landmassen, Inseln und Küstengebieten der Erde liefern. Sentinel-2A braucht zehn Tage, um die gesamte Oberfläche der Erde einmal abzutasten. Wenn Sentinel-2B hinzukommt, reichen fünf Tage. Das Copernicus-Programm, zu dem die Sentinels (Wächter) gehören, wird aus dem EU-Budget und von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gemeinsam finanziert. Die Daten werden zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt, um den Zustand von Pflanzen oder Böden zu beurteilen.

06.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Französische PSA-Gruppe kauft Opel für 1,3 Milliarden Euro: Der französische Autokonzern PSA hat sich mit General Motors (GM) endgültig auf die Übernahme des Herstellers Opel verständigt. Der Kaufpreis für die GM-Europasparte mit den Marken Opel und Vauxhall liegt bei 1,3 Milliarden Euro, wie die Unternehmen in Paris mitteilten. PSA mit seinen bisherigen Marken Peugeot, Citroën und DS will damit in Europa zur Nummer Zwei hinter Volkswagen aufsteigen. Neben dem Automobilgeschäft erwirbt PSA in einem Joint Venture mit der Großbank BNP Paribas auch das europäische Finanzierungsgeschäft GM Financial, dieses wird mit 0,9 Milliarden Euro bewertet. PSA legt damit insgesamt 2,2 Milliarden Euro auf den Tisch. Einzelheiten sollen am Vormittag bei einer Pressekonferenz in der französischen Hauptstadt mitgeteilt werden. Deutsche Politiker weisen Erdogans Nazi-Vergleiche zurück: Führende deutsche Politiker haben mit Empörung auf die provokanten Nazi-Vergleiche des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan reagiert. Im hitzigen Streit um abgesagte Wahlkampfauftritte seiner Minister in Deutschland sagte Erdogan in Istanbul, die Praktiken der Bundesrepublik machten keinen Unterschied zu den Praktiken der Nazis. Deutschland habe nichts mit Demokratie zu tun. Justizminister Heiko Maas nannte die Aussagen Erdogans infam und abstrus. Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte, es sei inakzeptabel, dass der Präsident eines NATO-Mitgliedes sich so über ein anderes Mitglied äußere. Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner forderte eine Entschuldigung Erdogans für die "unverschämten" Äußerungen. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sprach von einer "ungeheuerlichen Entgleisung des Despoten vom Bosporus". Derweil warnte Außenminister Sigmar Gabriel vor einer weiteren Eskalation. Er will in dieser Woche seinen türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu treffen. Trump stößt mit Spitzel-Vorwürfen gegen Obama auf Widerspruch: Die Zweifel an den Spitzel-Vorwürfen von US-Präsident Donald Trump gegen seinen Vorgänger Barack Obama werden lauter. Wie die "New York Times" unter Berufung auf ranghohe Behördenvertreter berichtete, bat der Chef der US-Bundespolizei FBI, James Comey, das Justizministerium, Trumps unbelegte Anschuldigungen durch eine öffentliche Zurückweisung richtig zu stellen. Es gebe "keinen Beweis" für die Vorwürfe, sie erweckten jedoch den Eindruck als ob das FBI "das Gesetz gebrochen hat", wird Comey von der "New York Times" zitiert. Eine öffentliche Stellungnahme von ihm oder dem Ministerium gibt es bislang nicht. Trump hatte Obama auf Twitter vorgeworfen, er habe ihn vor der Wahl im Trump-Tower abhören lassen. Belege dafür gibt es nicht. Vermutlich bezog sich Trump auf Berichte in rechtsgerichteten Medien der vergangenen Tage. Ein Sprecher Obamas wies alle Vorwürfe zurück. Nordkorea testet schon wieder Raketen: Nordkorea hat vier ballistische Testraketen in Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Drei von den Raketen seien in der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste ins Meer gestürzt, teilte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe mit. Südkorea bestätigte, dass Nordkorea mehrere Raketen abgefeuert habe. Sie seien etwa 1000 Kilometer weit geflogen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Februar den Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea verurteilt. Dem Land sind Raketentests mit ballistischer Technik durch UN-Resolutionen untersagt. Nordkorea hatte im Vorjahr dennoch mit zwei Atomwaffentests und einer Reihe von Raketentests die Weltgemeinschaft provoziert. US-Chirurg Thomas Starzl gestorben: Der Transplantations-Pionier Thomas Starzl ist tot. Der US-Arzt sei im Alter von 90 Jahren friedlich im Schlaf in seinem Haus in Pittsburgh gestorben, teilte die Universität von Pittsburgh mit. In der kommenden Woche wäre der "Vater der Transplantation" 91 Jahre alt geworden. In den 1960er Jahren hatte sich der Arzt erstmals erfolgreich an Lebertransplantationen versucht, die inzwischen weltweit jährlich Tausenden Menschen das Leben retten. Zudem entwickelte er gemeinsam mit Kollegen Medikamente, die ein Abstoßen der Spenderorgane verhindern, und forschte an Spenderorganen von Tieren. Im Alter von 65 Jahren gab er den Chirurgenberuf auf, forschte und publizierte aber weiter. Hamburger SV schafft Sieg im Abstiegskampf: Eintracht Frankfurt hat in der Fußball-Bundesliga die vierte Niederlage nacheinander kassiert. Gegen den SC Freiburg verlor die Mannschaft von Trainer Niko Kovac am Sonntag mit 1:2. Der Hamburger SV kann sich im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga auf seine neue Heimstärke verlassen. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol besiegte ihren Angstgegner Hertha BSC verdient mit 1:0. Es war ihr sechstes Spiel in Folge ohne Niederlage im heimischen Volks

04.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Eiszeit zwischen Deutschland und Türkei: Die Absagen von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland haben in Ankara einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der türkische Justizminister Bekir Bozdag bezeichnete den Stopp seines Auftritts im baden-württembergischen Gaggenau als, so wörtlich, "faschistisches Vorgehen". Auch der Fall des in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel sorgt weiter für Streit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf Yücel in einer Rede Spionage für Deutschland vor. Für kommenden Mittwoch ist ein Treffen zwischen Außenminister Sigmar Gabriel und seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu geplant. 15 zum Tode verurteilte Menschen in Jordanien hingerichtet: In Jordanien sind 15 Todesurteile vollstreckt worden. Zehn Menschen seien im Suaga-Gefängnis südlich der Hauptstadt Amman wegen Terrorvorwürfen gehenkt worden, sagte Informationsminister Mahmud al-Momani der amtlichen Nachrichtenagentur Petra. Die Jordanier seien Mitglieder einer "Terrorzelle" gewesen, die für mehrere blutige Anschläge unter anderem auf Geheimdienste und Sicherheitskräfte verantwortlich gewesen sei. Fünf weitere Jordanier seien unter anderem wegen Vergewaltigungen verurteilt und hingerichtet worden. Als Folge eines inoffiziellen Moratoriums waren in Jordanien seit 2006 keine Todesstrafen vollstreckt worden. Das Moratorium endete mit einer Massenhinrichtung im Dezember 2014. Damals waren elf Männer wegen Mordes gehenkt worden. Syrien-Friedensgespräche werden fortgesetzt: Die vierte Runde der Syrien-Friedensgespräche ist nach acht Tagen zäher Verhandlungen in Genf mit einem Minimalkonsens zu Ende gegangen. "Wir hatten schwierige, aber auch sehr konstruktive Gespräche", sagte UN-Vermittler Staffan de Mistura am Abend. Nach seinen Angaben haben die Teilnehmer eine "klare Agenda" für das weitere Vorgehen erarbeitet. Diese umfasse vier Punkte, darunter Fragen der Regierungsführung und des Kampfs gegen den Terrorismus. Wie in den bisherigen Verhandlungsrunden verliefen die Genfer Gespräche auch diesmal nicht direkt zwischen den Konfliktparteien. Direkte Verhandlungen blieben das Ziel, aber es gebe "Momente, in denen es effizienter ist, indirekte Diskussionen zu führen", sagte de Mistura. Noch im März soll eine fünfte Runde der Friedensgespräche folgen.: Protestantische DUP gewinnt Wahl in Nordirland: In Nordirland hat die pro-britische DUP knapp die Parlamentswahl gewonnen. Die protestantische Partei erzielte nach dem vorläufigen Endergebnis 28 Sitze, gefolgt von der katholisch-republikanischen Sinn Fein, die auf 27 Mandate kommt. Die Wahlbeteiligung lag bei 65 Prozent. Die beiden zerstrittenen Parteien haben nun drei Wochen Zeit, sich auf eine Provinzregierung zu einigen. Andernfalls müsste erneut gewählt werden, oder die Region wird vorübergehend von London aus regiert. - Es war bereits die zweite Parlamentswahl in Nordirland binnen zehn Monaten. Sie wurde nötig, weil der bisherige Vize-Regierungschef Martin McGuinness von der Sinn-Fein-Partei zurückgetreten war. Gewerkschafter Wendt bekam Beamtensold, ohne als Polizist zu arbeiten: Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, ist nach einem Medienbericht über viele Jahre vom Land NRW bezahlt worden, ohne als Polizist zu arbeiten. Wendt räumte laut ARD-Politikmagazin "Report München" kurz vor seinem vorzeitigen Ausscheiden aus dem nordrhein-westfälischen Polizeidienst ein, er bekomme eine Besoldung als Hauptkommissar, obwohl er diese Tätigkeit nicht ausübe. Der 60-Jährige hatte nach Auskunft des NRW-Innenministeriums Ende Februar einen Antrag auf vorzeitigen Ruhestand gestellt, dem das Land entsprochen habe. Haitis Ex-Präsident Préval gestorben: Der frühere haitianische Präsident René Préval ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren an einem Herzinfarkt, wie die Nachrichtenagentur HPN berichtete. Der amtierende Staatschef Jovenel Moïse erklärte, er verneige sich "vor diesem würdigen Sohn Haitis". Préval war von 1996 bis 2001 und von 2006 bis 2011 Präsident des Karibikstaates. Er setzte eine Reihe von Reformen um und privatisierte zahlreiche Staatsbetriebe. 2008 kam es zu schweren Hungerprotesten, nachdem die Preise für Grundnahrungsmittel angestiegen waren. In Prévals Amtszeit fiel auch das schwere Erdbeben von 2010, bei dem mehr als 220.000 Menschen ums Leben kamen.

03.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Justizminister Sessions hält sich aus Russland-Ermittlungen raus: Der wegen seiner Russland-Kontakte unter Druck geratene US-Justizminister Jeff Sessions hat angekündigt, sich aus den Ermittlungen zu einem möglichen russischen Einmischungsversuch in die US-Präsidentschaftswahl herauszuhalten. Er werde sich wegen möglicher Befangenheit nicht an den unter Aufsicht seines Ministeriums geführten Untersuchungen beteiligen, erklärte Sessions. Zugleich wies er Vorwürfe der Demokraten zurück, den Senat in der Anhörung vor seinem Amtsantritt bezüglich seiner Kontakte zum russischen Botschafter in den USA belogen zu haben. Er habe Sergei Kisljak in seiner Funktion als Senator und nicht als Mitglied des Wahlkampfteams von Donald Trump getroffen, sagte Sessions. US-Präsident Trump bezeichnete die Vorwürfe gegen seinen Justizminister als "Hexenjagd" und sprach Sessions sein "volles Vertrauen" aus. US-Vizepräsident Pence nutzte als Gouverneur privates E-Mail-Konto: US-Vizepräsident Mike Pence hat als Gouverneur von Indiana offenbar ein privates E-Mailkonto für dienstliche Zwecke benutzt. Pence habe den Account auch für die Kommunikation über den Umgang mit Terrorismus verwendet, berichtete die Zeitung "The Indianapolis Star". Im vergangenen Sommer sei auf das Konto ein Hackerangriff verübt worden. Im Wahlkampf hatten Pence und Donald Trump der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton massive Vorwürfe gemacht, weil sie ebenfalls einen privaten Account verwendet hatte. Das Büro des Vizepräsidenten teilte mit, Pence habe sich vollständig an die Gesetze des Bundesstaates gehalten. Pence war von 2012 bis Anfang Januar Gouverneur von Indiana. Krise zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich zu: Nach der Absage von zwei geplanten Wahlkampfauftritten türkischer Minister in Deutschland hat die Regierung in Ankara am Donnerstagabend den deutschen Botschafter einbestellt. Diesem sei das "Unbehagen" der Türkei "über diese Entwicklungen" vermittelt worden, sagte ein ranghoher türkischer Beamter. Zuvor hatte die Stadt Gaggenau in Baden-Württemberg eine für Donnerstagabend geplante Veranstaltung mit dem türkischen Justizminister Bekir Bozdag untersagt. Auch die Stadt Köln will keinen Saal für einen Auftritt des türkischen Wirtschaftsministers Nihat Zeybekçi zur Verfügung stellen. Nach der Absage seiner Veranstaltung ließ Justizminister Bozdag ein geplantes Treffen mit Bundesjustizminister Heiko Maas platzen. IOM will 7000 Migranten aus Libyen in Heimatländer zurückbringen: Die Internationale Organisation für Migration (IOM) will Tausende Migranten aus Libyen zurück in ihre Heimatländer bringen. Eine Sprecherin des für Libyen zuständigen IOM-Büros mit Sitz in Tunis erklärte auf Anfrage der "Welt", es gebe das Ziel, die Zahl der finanziell geförderten Rückreisen von Migranten aus Libyen auf mehr als 7000 zu erhöhen. Aus Kreisen von EU-Diplomaten verlautete, dass Migranten insbesondere nach Nigeria und in den Niger zurückgebracht werden sollen. 2016 nutzten 2777 Migranten die finanziellen Hilfen. Nach Schätzungen der IOM leben in Libyen bis zu eine Million Migranten. Im vergangenen Jahr kamen aus dem nordafrikanischen Land mehr als 160.000 Personen per Boot nach Italien. Neue Agentur soll Cannabisanbau in Deutschland kontrollieren: Eine Cannabisagentur soll in Deutschland künftig den legalen Anbau und Vertrieb von Hanfpflanzen zu medizinischen Zwecken überwachen. Das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte stellen die Agentur an diesem Freitag in Berlin offiziell vor. Hintergrund ist ein neues Gesetz, das Patienten den Zugang zu Cannabis auf Rezept erleichtern soll und das im Laufe dieses Monats in Kraft tritt. Demnach sollen die Krankenkassen künftig die Kosten für Cannabisarzneimittel übernehmen, wenn schwerkranken Menschen nicht anders geholfen werden kann. Bisher zahlen die Kassen nur in Einzelfällen für die Therapie. Zu den Hauptaufgaben der neuen Cannabisagentur gehören die Vergabe von Aufträgen an Cannabisanbauer und der Weiterverkauf der Ernten an Arzneihersteller, Großhändler oder Apotheken. Weiterhin verboten bleibt der Eigenanbau von Cannabis durch Patienten.

02.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel will in Ägypten und in Tunesien über Flüchtlingskrise sprechen: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einer zweitägigen Reise nach Nordafrika aufgebrochen. An diesem Donnerstag trifft sie in Kairo den ägyptischen Staatspräsidenten Abdel Fattah al-Sisi. Mit ihm will Merkel über mögliche Lösungen für die Flüchtlingskrise sprechen. Dazu gehören aus Sicht der Bundesregierung die Rückführung nicht schutzbedürftiger Menschen, die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen in Ägypten, der Kampf gegen Schleuser und die Stabilisierung Libyens. Nichtregierungsorganisationen haben die Kanzlerin aufgefordert, Menschenrechtsverletzungen anzusprechen, was sie nach Regierungsangaben auch machen wird. Al-Sisis autoritäre Regierung soll für die Inhaftierung von zehntausenden Oppositionellen und die systematische Unterdrückung der Zivilgesellschaft verantwortlich sein. Am Freitag ist Merkel in Tunis, wo sie mit Präsident Béji Caïd Essebsi und Ministerpräsident Youssef Chahed zusammenkommen und im Parlament eine Rede halten wird. EU-Innenkommissar Avramopoulos plädiert für schnellere Abschiebungen: Die Europäische Kommission hat die EU-Mitgliedsstaaten zu einer konsequenteren Durchsetzung von Abschiebungen aufgefordert. In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" erklärte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos, dass momentan nur rund ein Drittel der ausreisepflichtigen Menschen in ihre Heimatländer zurückgebracht würden. Das müsse sich ändern, denn Rückführungen seien ein "essentielles Element in der Gleichung der europäischen Migrationspolitik". Bevor es darum gehe, Kooperation mit Herkunftsstaaten zu verbessern, müsse zunächst sichergestellt werden, dass das Rückführungssystem in der EU richtig funktioniere, so Avramopoulos. Die EU-Kommission will deshalb am Donnerstag einen Aktionsplan zur schnelleren Rückführung von abgelehnten Flüchtlingen vorlegen. Ziel ist es, die Rückführungsraten insgesamt zu erhöhen. Beobachtungsstelle: Syrische Armee rückt in Palmyra ein: Die syrische Regierungsarmee ist nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in den Westen der historischen Wüstenstadt Palmyra eingerückt. Palmyra war im Dezember wieder von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) besetzt worden. Es gebe "Kämpfe und bedeutende Bombenangriffe" in der Stadt, sagte der Direktor der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Die syrische Armee versucht mit Hilfe ihrer russischen Verbündeten seit Wochen, die Wüstenstadt in der Provinz Homs mit Bodentruppen und Bombenangriffen aus der Luft einzunehmen. Palmyra zählt seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die IS-Miliz hatte die Stadt erstmals im Mai 2015 eingenommen und zahlreiche einzigartige Kulturgüter zerstört. Britisches Oberhaus will Änderungen beim Brexit-Gesetz: Das Londoner Oberhaus hat für eine Änderung am Brexit-Gesetz gestimmt und könnte damit den Zeitplan für Großbritanniens Austritt aus der EU durcheinander bringen. 358 Lords votierten dafür, in dem Gesetz die Rechte der derzeit in Großbritannien lebenden drei Millionen EU-Ausländer zu garantieren, 256 stimmten dagegen. Im Oberhaus hat die konservative Partei von Premierministerin May keine eigene Mehrheit. Wegen der von der Labour-Partei eingebrachten Änderungswünsche des Oberhauses muss das Brexit-Gesetz nun ins Unterhaus zurückverwiesen und dort erneut beraten werden. Dadurch wird die von May eigentlich für kommende Woche angepeilte Verabschiedung des Gesetzes verzögert. Türkischer Justizminister wirbt in Süddeutschland für Verfassungsreform: Rund drei Wochen nach einem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Oberhausen kommt heute ein zweites türkisches Regierungsmitglied nach Deutschland, um für eine Verfassungsänderung zu werben. Justizminister Bekir Bozdag wird am Abend im baden-württembergischen Gaggenau auftreten. Das mit dem Referendum angestrebte Präsidialsystem würde die Macht von Präsident Recep Tayyip Erdogan zementieren. Die Auftritte der Politiker in Deutschland sind umstritten, weil beide Regierungsvertreter als Privatmänner auftraten, um sich nicht mit der Bundesregierung abstimmen zu müssen. Zusätzliche Brisanz bekommt der Besuch Bozdags durch die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel in Istanbul. Auf die Frage nach einer Freilassung angesprochen, verwies Bozdag am Mittwoch auf die Unabhängigkeit der türkischen Gerichte. Linken-Chef Bernd Riexinger forderte die grün-schwarze Landesregierung Baden-Württembergs auf, den Auftritt Bozdags in Gaggenau zu verhindern.

01.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Trump wirbt im Kongress für seine Politik: US-Präsident Donald Trump hat in seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem Kongress in Washington für seine Politik geworben. Er gab ein deutliches Bekenntnis zur NATO ab. Die US-Regierung unterstütze das Verteidigungsbündnis entschieden, versicherte Trump. Er wiederholte seine Forderung, dass alle NATO-Mitglieder ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen müssten. Zugleich schlug er vor, neue Bündnisse zu schmieden. Amerika gehe es besser, wenn es weniger Konflikte gebe, betonte Trump. Er bekräftigte, es gehe ihm darum, die USA zu neuer Größe zu führen. Unter seiner Regierung werde die Wirtschaft wieder florieren. Die Mittelschicht solle durch Steuererleichterungen entlastet werden. Entlastet werden müssten auch die Sozialsysteme. Wer in die USA komme, solle sich selbst versorgen können, betonte Trump. Er bekräftigte seinen Plan, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Es gehe auch darum, die Kriminalität in den USA zu verringern. Politiker fordern Freilassung des Journalisten Yücel: Die Rufe nach einer Freilassung des in der Türkei verhafteten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel werden lauter. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagte, das Verhältnis beider Länder stehe "gerade vor einer der größten Belastungsproben in der Gegenwart". Er ließ den türkischen Botschafter zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt zitieren. Bundespräsident Joachim Gauck verurteilte die Inhaftierung scharf. Auch der Bundestag soll sich nächste Woche mit dem Fall befassen. In mehreren Städten gab es Autokorsos zur Unterstützung Yücels. Der Journalist, der die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, war am Montag nach 13 Tagen im Polizeigewahrsam in Untersuchungshaft genommen worden. Diese kann fünf Jahre dauern, bis es zur Freilassung oder zum Prozess kommt. Dem 43-jährigen Korrespondenten werden "Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung" vorgeworfen. EU-Parlament: Le Pen droht Verlust der Immunität: Der französischen Präsidentschaftskandidatin und Europaabgeordneten Marine Le Pen droht der Verlust der parlamentarischen Immunität. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments sprach sich dafür aus, der französischen Justiz eine Strafverfolgung der Rechtspopulistin zu ermöglichen. Hintergrund sind Ermittlungen gegen Le Pen wegen der Veröffentlichung brutaler Fotos von Opfern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) über den Kurznachrichtendienst Twitter. Le Pen hatte unter anderem ein Bild verbreitet, das den enthaupteten Leichnam des US-Journalisten James Foley zeigt. Sie reagierte damit nach eigenen Angaben auf eine TV-Sendung, in der aus ihrer Sicht eine Parallele zwischen ihrer Partei, dem Front National, und dem IS gezogen worden war. EU-Staaten beschließen Reform des Emissionshandels: Die EU-Umweltminister haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine gemeinsame Linie zur Reform des europäischen Emissionshandels verständigt. Nun könnten die Verhandlungen mit dem Europaparlament beginnen, sagte der maltesische Umweltminister Jose Herrera nach einem Treffen mit seinen Kollegen in Brüssel. Malta hat derzeit den Vorsitz des EU-Rats inne. Für eine abschließende Änderung des Handelssystems müssen sich die Staaten und das EU-Parlament noch einigen. In der Europäischen Union werden Verschmutzungszertifikate seit 2005 in einem gemeinsamen System gehandelt. Dadurch sollte ein finanzieller Anreiz für Unternehmen geschaffen werden, die klimaschädlichen Gase so weit wie möglich zu reduzieren. Umweltschützer kritisieren das System als unwirksam, weil zu viele Emissionszertifikate auf dem Markt sind und die Preise zu niedrig sind. Das Europäische Parlament hatte bereits Mitte Februar schärfere Regeln beschlossen. Direktor des New Yorker Metropolitan Museum tritt zurück: Der Direktor des New Yorker Metropolitan Museum tritt zurück. Thomas Campbell werde seinen Posten Ende Juni nach dann achteinhalb Jahren an der Spitze des renommierten Museums räumen, teilte das Met mit. Präsident Daniel Weiss soll Campbells Posten übergangsweise besetzen, bis ein neuer Direktor gefunden ist. Campbells Modernisierungspläne hatten Medienberichten zufolge Mitarbeiter verärgert und zu Unmut in der Belegschaft geführt. Auch dank gefeierter Ausstellungen und jährlich rund sieben Millionen Besuchern an allen drei Met-Standorten war von solchen internen Streitigkeiten nach außen aber kaum etwas zu spüren.

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