Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

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03.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Südkoreas Opposition beantragt Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Park: Die südkoreanische Opposition hat ein Amtsenthebungsverfahren gegen die umstrittene Präsidentin Park Geun Hye beantragt. 171 Abgeordnete des 300 Sitze zählenden Parlaments unterstützten den Antrag, über den das Plenum in einer Woche entscheiden soll. Die Opposition benötigt dann die Hilfe von rund 30 Mitgliedern der Regierungspartei, um die nötige Mehrheit zu bekommen. Park steht seit Wochen wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck. Die langjährige Präsidentenfreundin Choi Soon Sil soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich persönlich zu bereichern. Choi sitzt nun wegen des Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft. Sollte das Amtsenthebungsverfahren im Parlament Erfolg haben, muss das Verfassungsgericht über den Antrag befinden. Dies kann bis zu sechs Monate dauern. Park selbst hatte sich am Dienstag zu einem vorzeitigen Rücktritt bereit erklärt, diese Frage aber in die Hände des Parlaments gelegt. Die Opposition sieht darin einen Versuch, Zeit zu schinden. Peking warnt USA vor Bruch mit Ein-China-Politik: Nach dem Telefonat des künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit der taiwanesischen Staatschefin Tsai Ing Wen pocht Peking auf die Beibehaltung der Ein-China-Politik Washingtons. Das Prinzip, nur eine chinesische Führung anzuerkennen, sei der Grundstein der US-chinesischen Beziehungen, sagte Chinas Außenminister Wang Yi dem Hongkonger Fernsehsender Phoenix. Der Anruf vom Freitag sei ein "von Taiwan ausgehecktes Manöver". Im Weißen Haus distanzierte man sich umgehend von dem Telefongespräch. Trump selbst erklärte über den Internetdienst Twitter, dass Tsai ihn lediglich angerufen habe, um ihm zum Wahlsieg zu gratulieren. Taiwan hatte sich nach dem Ende des chinesischen Bürgerkriegs 1948 von China abgespalten und wird seitdem von der Führung in Peking als abtrünnige Provinz betrachtet, nicht als souveräner Staat. Washington unterhält seit 1979 keine diplomatischen Beziehungen mehr zur Regierung in Taipeh. USA unterbinden Verkauf von Aixtron : Die geplante Übernahme des deutschen Maschinenbau-Unternehmens Aixtron durch ein chinesisches Unternehmen ist vorerst am Einspruch von US-Präsident Barack Obama gescheitert. Das Weiße Haus schloss sich einer Empfehlung der US-Behörde für Auslandsinvestitionen an und blockierte wegen nationaler Sicherheitsbedenken das Geschäft. Hintergrund sind Bedenken, dass Aixtron-Produkte auch militärisch genutzt werden könnten. Die US-Regierung hat in dieser Frage ein Mitspracherecht, weil das Unternehmen aus Herzogenrath bei Aachen auch eine Zweigstelle in Kalifornien hat. Das chinesische Konsortium Grand Chip Investment, hinter dem staatlich kontrollierte Fonds stecken, hatte im Mai eine Übernahmeofferte für Aixtron über 670 Millionen Euro vorgelegt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte dem Deal zunächst zugestimmt, seine Unbedenklichkeitserklärung aber später widerrufen und eine erneute Prüfung angekündigt. Renzi bittet Italiener um Zustimmung zur Verfassungsreform : Kurz vor dem in ganz Europa mit Spannung erwarteten Referendum in Italien hat Regierungschef Matteo Renzi seine Landsleute ein letztes Mal zur Zustimmung zu den Verfassungsänderungen aufgerufen. Dies würde nicht nur Italien, sondern auch Europa und die ganze Welt ändern, sagte Renzi auf einer Kundgebung in Florenz. Nach dem Vorschlag des Ministerpräsidenten soll im Rahmen der Verfassungsreform das bisherige System zweier gleichberechtigter Parlamentskammern abgeschafft werden. Angestrebt wird dadurch mehr politische Stabilität, da sich bisher Abgeordnetenhaus und Senat oft gegenseitig blockiert haben. Sollten sich die Bürger bei der Abstimmung am Sonntag gegen die Reform aussprechen, will Renzi zurücktreten. Vier Metropolen wollen Dieselautos verbannen: Die Städte Paris, Mexiko-Stadt, Athen und Madrid wollen als internationale Vorreiter bis 2025 Dieselautos aus ihren Innenbereichen verbannen, um die Gesundheit der Bürger besser zu schützen. Das beschlossen die vier Bürgermeister bei einem Klimaschutz-Treffen von Vertretern internationaler Großstädte in Mexiko. Sie verpflichteten sich außerdem, "alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, die Nutzung von Elektro- und Hybridautos voranzutreiben".

02.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Europol warnt vor weiteren IS-Anschlägen in Europa: Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor weiteren Anschlägen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Europa. Durch die Verluste der Dschihadistenmiliz in Syrien und dem Irak steige die Gefahr neuer Anschläge in Westeuropa, schreibt das europäische Anti-Terrorismus Zentrum in einem Bericht. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnten bereits mehrere Dutzend potenzielle IS-Terroristen in Europa sein. Vorstellbar sei, dass auch Autobomben zum Einsatz kommen, weil die Dschihadisten dazu neigten, ihre Vorgehensweise im Nahen Osten zu kopieren. Trump nominiert Ex-General Mattis als US-Verteidigungsminister: Der designierte US-Präsident Donald Trump will den früheren General James Mattis zum Verteidigungsminister machen. In einer Rede vor Anhängern in Cincinnati gab Trump die Nominierung bekannt. Der Vier-Sterne-General Mattis hat mehr als 40 Jahre Militärdienst hinter sich. Er gilt als einer der profiliertesten strategischen Denker im US-Militär und war unter anderem im Irak und in Afghanistan im Einsatz. Unter Präsident Obama war Mattis Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, das für die Militäreinsätze im gesamten Nahen Osten zuständig ist. Nach seiner Pensionierung vor weniger als vier Jahren hatte Mattis Obama immer wieder kritisiert. Er bemängelte unter anderem ein zu unentschlossenes Vorgehen gegen die Terrormiliz "IS". Der Kongress muss Mattis Nominierung wegen seiner Pensionierung noch zustimmen. Trump warnt Firmen vor Verlagerung von Stellen ins Ausland: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat amerikanische Unternehmen vor einer Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland gewarnt. Firmen würden nicht mehr ohne Konsequenzen weggehen, sagte Trump bei einem Fabrikbesuch des Klimaanlagenherstellers Carrier im US-Bundesstaat Indiana. Welche Folgen eine Jobverlagerung haben soll, sagte der Republikaner nicht. Er wolle den US-Firmen das Verlassen des Landes aber "sehr, sehr schwer" machen. Im Wahlkampf hatte er damit gedroht, abwandernde Firmen mit einem Importzoll von 35 Prozent zu belegen. Bei dem Fabrikbesuch feierte Trump die Ankündigung der Firma, auf einen Großteil der geplanten Stellenverlagerungen nach Mexiko zu verzichten. Er hatte nach eigenen Angaben persönlich bei Firmenchef Grey Hayes interveniert. Carrier teilte aber auch mit, dass Steuervergünstigungen ein Teil des Deals seien. Hollande tritt nicht zur Wiederwahl an: Frankreichs Staatschef François Hollande hat angekündigt, bei den kommenden Präsidentschaftswahlen nicht noch einmal zu kandidieren. In einer Fernsehansprache im Elysée-Palast begründete der 62-Jährige seinen Verzicht mit seinen schlechten Siegeschancen und wenig Rückhalt im eigenen Lager. Für eine zweite Amtszeit anzutreten sei ein zu großes "Risiko", sagte Hollande. Er könne keine Zersplitterung der Linken akzeptieren. Bei den Franzosen ist Hollande so unbeliebt wie keiner seiner Vorgänger. Laut einer aktuellen Umfrage wäre er bei einer Kandidatur im Frühjahr nur auf sieben Prozent der Stimmen gekommen. Die Sozialisten bestimmen ihren Kandidaten in einer Vorwahl im Januar. Als wahrscheinlich gilt, dass Premierminister Manuel Valls dort antreten wird.- Die tief gespaltene Regierungspartei dürfte bei den Präsidentschaftswahlen allerdings keine Chancen haben. Es wird vielmehr ein Duell zwischen dem Mitte-Rechts-Kandidaten François Fillon und Marine Le Pen vom Front National erwartet. Appell zu Syrien: UN-Generalversammlung soll Sicherheitsrat umgehen: Mehr als 200 Menschenrechts- und Hilfsorganisationen haben in einem gemeinsamen Appell die UN-Vollversammlung aufgefordert, sich in den Syrien-Krieg einzuschalten. Sie warfen der Versammlung der 193-Mitgliedsstaaten Tatenlosigkeit und Versagen vor. In dem Statement forderten sie das Plenum auf, den Sicherheitsrat im Ringen um einen Frieden in Syrien zu umgehen. Laut einer Resolution aus dem Jahr 1950 kann die Generalversammlung tätig werden und Maßnahmen vorschlagen, wenn der Sicherheitsrat seine Pflicht nicht erfüllt, für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Rechtlich bindend wäre so eine Resolution aber nicht. Sie könnte aber zu einem UN-Tribunal führen, in dem Verantwortliche strafrechtlich verfolgt werden. – Der UN-Sicherheitsrat konnte sich bisher nicht zu entscheidenden Schritten im Syrien-Krieg durchringen. Grund ist vor allem die Blockade Russlands. Das Land hat ein Veto-Recht und ist mit Syrien verbündet. Weltweites Super-Botnetz zerschlagen: Den Behörden in Deutschland und anderen Ländern ist ein Schlag gegen ein Netzwerk von Cyberkriminellen gelungen. Nach mehr als vier Jahren intensiver Ermittlungsarbeit von Spezialisten in 41 Staaten sei die weltweit wohl größte Infrastruktur zum Betrieb sogenannter Botnetze aufgedeckt worden, teilten die zuständige Staatsan

01.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kolumbien: Parlament stimmt Friedensvertrag mit FARC zu: Der Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-Rebellen kann in Kraft treten. Nach dem Senat billigte nun auch das Parlament das Abkommen. In beiden Abstimmungen gab es keine Gegenstimmen, weil sich die Kritiker von der konservativen Opposition aus Protest nicht beteiligten. Mit dem Abkommen soll der mehr als 50 Jahre andauernde Krieg in dem südamerikanischen Land enden. Gemäß dem Vertragstext soll die FARC innerhalb von 150 Tagen entwaffnet und anschließend in eine politische Partei umgewandelt werden. Ihre Waffen sollen für drei Kriegsdenkmäler zusammengeschmolzen werden. Die Konten der FARC-Rebellen sollen eingefroren werden, um von dem Geld, das überwiegend aus illegalem Drogenhandel stammt, Opfer zu entschädigen. UN-Sicherheitsrat diskutiert Resolution zu Feuerpause in Aleppo: In einer kurzfristig einberufenen Sitzung haben die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates über eine Feuerpause in der schwer umkämpften Stadt Aleppo diskutiert. Mehrere Länder forderten, eine zehntägige Feuerpause mittels einer Resolution durchzusetzen, um humanitäre Helfer in die Stadt zu lassen. Der russische UN-Botschafter sagte allerdings, solche humanitären Fragen seien nur ein Vorwand, um den Regimewechsel in Syrien voranzutreiben. Vertreter mehrere Länder machten Russland allein für die Unfähigkeit des Sicherheitsrates verantwortlich, die Gewalt in Aleppo zu stoppen. Russland hat bei Abstimmungen ein Veto-Recht. Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnte unterdessen, Ost-Aleppo drohe zu einem "riesigen Friedhof" zu werden. Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad eroberten in den vergangenen Tagen schätzungsweise etwa 40 Prozent der Rebellenhochburg. Aktivisten zufolge wurden in der Zeit rund 70.000 Menschen aus ihren Vierteln vertrieben. OPEC einigt sich auf Reduzierung der Ölfördermenge: Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) will erstmals seit acht Jahren weniger Öl fördern. In den kommenden sechs Monaten soll die Fördermenge um 1,2 Millionen auf 32,5 Millionen Barrel pro Tag gesenkt werden, sagte der katarische Energieminister, Mohammed bin Saleh al-Sada, nach einer Sitzung der Organisation in Wien. Die OPEC hatte wegen der anhaltend niedrigen Ölpreise schon im September grundsätzlich vereinbart, die tägliche Fördermenge zu drosseln. Das genaue Vorgehen wurde aber erst jetzt geklärt. Als wesentliche Maßnahme wurde dafür die Mitgliedschaft von Indonesien, das rund 700.000 Barrel Öl am Tag fördert, ausgesetzt. Mit der Förderkürzung könnten auch höhere Preise für Benzin und Heizöl kommen. Islamist beim Verfassungsschutz gab wohl keine Geheiminsse weiter: Laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf gibt es bislang keine Anhaltspunkte, dass der enttarnte Islamist beim Verfassungsschutz "sicherheitsrelevante Kenntnisse" an gewaltbereite Salafisten weitergegeben hat. Trotzdem hat der Vorfall eine Debatte über Gefahren durch "Maulwürfe" bei den Inlandsgeheimdiensten ausgelöst. Oppositionsparteien sprechen von einer Panne des Bundesamtes und kritisieren, der 51-Jährige sei nur "durch Zufall" aufgeflogen. Der Vorsitzende der Geheimdienstkontrolleure des Bundestages, Clemens Binninger, wies Versäumnis-Vorwürfe dagegen zurück. Man habe alles Notwendige überprüft, sagte er. Auch Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sagte, der Familienvater habe sich unbemerkt und innerhalb kürzester Zeit radikalisiert. Der Mann sollte die islamistische Szene observieren, äußerte sich im Internet aber unter falschem Namen islamistisch und verriet dort Dienstgeheimnisse. In einem Chat geriet er an einen anderen Verfassungsschützer und flog so auf. Flugzeugabsturz in Kolumbien: Ging der Treibstoff aus?: Nach dem Flugzeugunglück in Kolumbien verdichten sich die Hinweise, dass die Maschine wegen Treibstoffmangels abgestürzt ist. In einem veröffentlichten Mitschnitt des Funkverkehrs spricht der Pilot von einem "Treibstoff-Notfall". Später bittet er wegen Treibstoffproblemen um Priorität bei der Landung. Der Kontakt bricht ab, als der Pilot dringend um eine Navigation Richtung Landepiste bittet. Eine überlebende Stewardess hatte von ausgefallenem Licht berichtet. Das Flugzeug war vom bolivianischen Santa Cruz ins kolumbianische Medellín unterwegs und hätte planmäßig zwischenlanden und tanken müssen, berichteten Medien unter Berufung auf die Fluggesellschaft Lamia. 71 Menschen starben bei dem Absturz in der Nähe des Flughafens, sechs wurden lebend geborgen. Satiremagazin "Charlie Hebdo" jetzt auch auf Deutsch: Die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" bringt zum ersten Mal eine deutschsprachige Ausgabe in den Handel. Die Start-Auflage umfasst 200.000 Exemplare. Das wöchentlich erscheinende Satiremagazin wurde

30.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Studie: Globalisierungsangst besonders oft bei Anhängern populistischer Parteien: Angst vor der Globalisierung spielt beim Erfolg rechtspopulistischer Parteien in Europa die entscheidende Rolle. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh. Danach sehen länderübergreifend vor allem die Anhänger der AfD in Deutschland (78 Prozent), des französischen Front National (76 Prozent) und der FPÖ in Österreich (69 Prozent) die Globalisierung als Bedrohung. In allen untersuchten Ländern zählt sich mindestens die Hälfte der Anhänger rechtsnationaler Parteien wie der italienischen Forza Italia oder der britischen UKIP zu den Globalisierungspessimisten, wie es in der Studie mit dem Titel "Globalisierungsangst oder Wertekonflikt?" weiter heißt. Je niedriger das Bildungsniveau und je höher das Alter der Befragten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer ablehnenden Haltung zur Globalisierung. Verfassungsschutzpräsident: Islamistischer Mitarbeiter hat sich unbemerkt radikalisiert: Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) arbeitet nach der Enttarnung eines Islamisten in den eigenen Reihen mit Hochdruck an der Aufklärung. Der Präsident der Behörde, Hans-Georg Maaßen, teilte mit, der am Dienstag aufgeflogene Verdächtige habe sich von seinem persönlichen Umfeld unbemerkt radikalisiert. Der 51-Jährige hatte sich im Internet unter falschem Namen islamistisch geäußert und Dienstgeheimnisse verraten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf war der Mann erst im April 2016 als Quereinsteiger vom Verfassungsschutz eingestellt worden, um die islamistische Szene in Deutschland zu observieren. Kolumbianischer Senat billigt neues Friedensabkommen: In Kolumbien hat das neue Friedensabkommen zwischen Regierung und FARC-Guerilla die erste wichtige parlamentarische Hürde genommen. Am Dienstagabend stimmte der Senat der Vereinbarung zu. Zuvor hatten sich Kritiker und Befürworter eine stundenlange Debatte geliefert. Die Oppositionspartei Centro Democratico des rechtskonservativen Ex-Präsidenten Alvaro Uribe blieb der Abstimmung fern. An diesem Mittwoch muss noch das Repräsentantenhaus das Abkommen billigen, damit es rechtskräftig wird. Der neue Vertrag war in der vergangenen Woche - knapp zwei Monate nach der Ablehnung des ersten Friedensabkommens - von der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) unterzeichnet worden. Anders als das letzte Mal will Präsident Juan Manuel Santos das Abkommen nicht dem Volk zur Abstimmung vorlegen. Trauer nach Flugzeugunglück in Kolumbien: Die Fußballwelt trauert nach dem Flugzeugabsturz in Kolumbien. Auf dem Weg zum Finale um den Südamerika-Cup war bei dem Unglück fast die gesamte Fußballmannschaft des brasilianischen Erstligisten Chapecoense ums Leben gekommen. Insgesamt starben bei dem Absturz 71 Menschen, sechs Insassen überlebten. Während Brasilien eine dreitägige Staatstrauer verhängte, trauert Chapecó, die Heimatstadt des Vereins, offiziell für 30 Tage, der Unterricht an den Schulen in der Stadt wurde für zwei Tage ausgesetzt. Der brasilianische Fußball-Verband CBF sagte alle Spiele für die nächsten sieben Tage ab, darunter das nationale Pokalfinale sowie den letzten Spieltag der Liga am Wochenende. Finalgegner Atlético Nacional sprach sich dafür aus, Chapecoense ehrenhalber zum Sieger des "Copa Sudamericana" auszurufen. Insider: Trump will Goldman-Sachs-Banker zum Finanzminister machen: Der künftige US-Präsident Donald Trump will laut Insidern den früheren Goldman-Sachs-Banker Steven Mnuchin zu seinem Finanzminister machen. Trump werde seine Entscheidung voraussichtlich an diesem Mittwoch bekanntgeben, berichten Medien unter Berufung auf einen Vertreter der Republikaner. Mnuchin war während Trumps Wahlkampf für die Finanzierung der Kampagne verantwortlich. Als Handelsminister wird Trump dem Insider zufolge den Milliardär und Investor Wilbur Ross benennen. Dieser hat in New York politische Erfahrung gesammelt, wo er als Privatisierungsberater für den früheren Bürgermeister Rudy Giuliani arbeitete. Trump übernimmt am 20. Januar die Amtsgeschäfte von US-Präsident Barack Obama.

29.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Flugzeug mit brasilianischem Fußballteam in Kolumbien abgestürzt: Ein aus Brasilien kommendes Flugzeug mit 81 Menschen an Bord ist in Kolumbien abgestürzt. Wie die Behörden des kolumbianischen Departements Antioquia mitteilten, konnten Rettungsmannschaften bislang sechs verletzte Insassen der Maschine bergen. Über mögliche Todesopfer liegen noch keine Angaben vor. Die Maschine sei bei dem Berg El Gordo vom Radar verschwunden, hieß es weiter. Die verunglückte Maschine gehört nach kolumbianischen Angaben der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia. Wie der Flughafen in Medellín weiter mitteilte, befanden sich neun Besatzungsmitglieder und 72 Passagiere an Bord, unter ihnen die Fußballmannschaft des brasilianischen Erstligisten Chapecoense. Das Team sollte am Mittwoch gegen Atlético Medellín das erste Spiel der Finalrunde des Südamerika-Cups bestreiten. Medien: Unternehmer Moïse gewinnt Präsidentenwahl in Haiti: Bei der Präsidentenwahl in Haiti zeichnet sich nach Medienberichten ein Sieg des Agrarunternehmers Jovenel Moïse ab. Der 48-Jährige habe nach vorläufigen Ergebnissen bereits in der ersten Runde mit knapp 56 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erreicht, meldete die Nachrichtenagentur HPN unter Berufung auf die Wahlkommission. Moïse hatte bereits bei der wegen Manipulationsvorwürfen annullierten Wahl 2015 das beste Ergebnis erzielt. Der verarmte Karibikstaat Haiti leidet unter einer politischen Dauerkrise. Vor sechs Wochen verwüstete der Wirbelsturm "Matthew" große Teile des Landes. Südkoreas Präsidentin zum Rücktritt bereit: Südkoreas politisch angeschlagene Präsidentin Park Geun Hye ist zum Rücktritt von ihrem Amt bereit. Sobald das Parlament Schritte für eine Machtübergabe vorlege, die die Gefahr eines Machtvakuums und eines Regierungschaos möglichst klein hielten, werde sie zurücktreten, sagte Park in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache. Parks langjährige Freundin Choi Soon Sil soll ihre Beziehungen zur Staatschefin genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Einer aktuellen Umfrage zufolge fordern neun von zehn Südkoreanern Parks Rücktritt. Erst am Samstag hatten erneut hunderttausende Menschen gegen die Präsidentin demonstriert. Lufthansa zieht Beschwerde zurück - Piloten streiken weiter: Die Piloten der Lufthansa dürfen ihren Streik wie geplant an diesem Dienstag und Mittwoch fortsetzen. Die Fluggesellschaft zog eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts München zurück. Das Gericht hatte in erster Instanz einen Eilantrag des Unternehmens gegen den Streik abgewiesen. Wegen des Ausstands sollen nach Angaben der Lufthansa an beiden Tagen insgesamt 1700 Flüge ausfallen. Am Dienstag sind nur Kurzstrecken, am Mittwoch auch Mittel- und Langstrecken betroffen. - Die Vereinigung Cockpit verlangt in dem Tarifkonflikt Gehaltserhöhungen von 3,7 Prozent einschließlich Nachzahlungen für vier Jahre. Telekom will Probleme mit Routern am Dienstag komplett beheben: Die Deutsche Telekom will die Störungen bei ihren Routern an diesem Dienstag vollständig ausräumen. Die Zahl der akut betroffenen Router sei von 900.000 deutlich zurückgegangen. Das Unternehmen gehe davon aus, dass es keine Probleme mehr geben werde, sagte ein Telekomsprecher. Die am Montag aufgespielte Filtersoftware habe funktioniert. Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind die Ausfälle auf eine weltweite Hacker-Attacke auf Router zurückzuführen.

28.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Aktivisten: Syrische Truppen erobern Nordosten Aleppos: Syrische Regierungstruppen haben den nördlichen Teil der Rebellengebiete im Osten Aleppos vollständig eingenommen. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zuvor hatte die Armee den Stadtteil Al-Sachur unter ihre Kontrolle gebracht. Am Sonntag mussten die Rebellen bereits Masaken Hanano, den größten von ihnen gehaltenen Stadtteil, aufgeben. Nach Angaben der Menschenrechtler sind rund 10.000 Menschen aus den Gebieten unter Rebellen-Kontrolle auf der Flucht. Rund 6000 von ihnen seien in einen von Kurden beherrschten Stadtbezirk geflohen. Der Rest sei in Viertel geflüchtet, die kürzlich vom Regime eingenommen worden waren. FPÖ-Präsidentschaftskandidat Hofer wirft Merkel schwere Fehler vor: Der rechtsgerichtete österreichische Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer hat Bundeskanzlerin Angela Merkel schwere Fehler in der Flüchtlingspolitik vorgeworfen. Die Kanzlerin habe Europa erheblichen Schaden zugefügt, als sie die Grenzen für Flüchtlinge geöffnet habe, sagte der FPÖ-Politiker in einem TV-Duell mit dem von den Grünen unterstützen Kandidaten Alexander Van der Bellen. In der Folge seien hunderttausende Flüchtlinge, einschließlich "Terroristen", durch Österreich gezogen. Van der Bellen erklärte, wichtig sei nun vor allem die Solidarität zwischen den EU-Staaten. Er betonte die Bedeutung eines guten Verhältnisses Österreichs zu Deutschland. Hofer kündigte an, als Präsident würde er sich für engere Beziehungen zu Russland einsetzen. Beide Politiker treten am 4. Dezember in der Stichwahl um das Amt des Bundespräsidenten gegeneinander an. Fillon ist Präsidentschaftskandidat der französischen Konservativen: Frankreichs früherer Premierminister François Fillon wird für die Konservativen bei der Präsidentschaftswahl 2017 antreten. Der 62-Jährige kam in der Stichwahl der Vorrunde auf rund 67 Prozent der Stimmen. Für seinen Gegner Alain Juppé stimmten rund 33 Prozent der Wähler. Juppé kündigte an, Fillon bei der Kandidatur für das Präsidentenamt im kommenden Frühjahr zu unterstützen. Umfragen lassen derzeit ein Duell zwischen dem konservativen Bewerber und der Rechtspopulistin Marine Le Pen erwarten. Fillon hatte seinen Landsleuten im Vorfeld der Vorwahlen einen harten Sparkurs angekündigt. So sollen unter anderem eine halbe Million Jobs im öffentlichen Sektor gestrichen und die Wochenarbeitszeit erhöht werden. Donald Trump spricht von Unstimmigkeiten bei US-Wahl: Der künftige US-Präsident Donald Trump zweifelt das Ergebnis der Präsidentschaftswahl von Anfang November an. In einer Twitter-Nachricht behauptet der 70-Jährige, Millionen Amerikaner hätten illegal ihre Stimme abgegeben. Belege dafür lieferte Trump allerdings nicht. Seine Herausforderin Hillary Clinton hatte bei der Wahl zwei Millionen Stimmen mehr als Trump erhalten, der Republikaner konnte jedoch die Mehrheit der Wahlmänner für sich gewinnen. Die US-Regierung erklärte, es gebe keine Anzeichen für Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. Einige IT-Experten hatten jedoch "statistische Anomalien" in drei Bundesstaaten festgestellt, in denen Trump knapp gewonnen hatte. Die Grünen-Kandidatin Jill Stein will deshalb mit Unterstützung durch Clintons Wahlkampf-Team eine Neuauszählung der Stimmen vorantreiben. Trump bezeichnete ihr Vorhaben als "aberwitzig" und rief dazu auf, das Wahlergebnis zu akzeptieren. Kubaner nehmen Abschied von Revolutionsführer Fidel Castro: Nach dem Tod von Fidel Castro beginnen in Kuba die mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten mit einer Massenkundgebung auf dem Platz der Revolution in Havanna. Castro hielt dort zu Lebzeiten Ansprachen vor mehr als einer Million Kubanern - etwa am 1. Mai oder am Nationalfeiertag, dem 26. Juli. Von Mittwoch an soll die Urne mit Castros Asche dann in das 900 Kilometer entfernte Santiago de Cuba transportiert werden. Die Urne wird auf der Route der "Karawane der Freiheit" nach Santiago gebracht - der Strecke, die Castros Kolonne vor ihrem Einmarsch nach Havanna am 1. Januar 1959 benutzte. In der Stadt im Südosten des Inselstaats soll der "Máximo Líder" am Sonntag schließlich beerdigt werden. Castro war am Freitag im Alter von 90 Jahren in Havanna gestorben.

26.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kubanischer Revolutionsführer Fidel Castro gestorben: Im Alter von 90 Jahren ist Kubas Ex-Präsident Fidel Castro gestorben. Das teilte sein Bruder und Staatspräsident Raúl Castro im staatlichen Fernsehen mit. Die Leiche des Revolutionsführers solle verbrannt werden, das sei der Wunsch seines Bruders gewesen. Fidel Castro regierte Kuba nach seinem erfolgreichen Kampf gegen Diktator Fulgencio Batista 1959 bald 50 Jahre lang. Mit einer Landreform und der Verstaatlichung von Unternehmen machte er sich schnell die USA zum Feind, die die Insel mit einem Handelsembargo belegten. Hilfe fand Kuba bei der Sowjetunion, von der die Insel immer abhängiger wurde. Der Zusammenbruch des Ostblocks stürzte Kuba nach 1990 in eine schwere Wirtschaftskrise, die das kommunistische System aber allen Unkenrufen zum Trotz überlebte. Mit seiner Unbeugsamkeit gegenüber Washington fand Castro in Lateinamerika auch über das linke Lager hinaus Anerkennung. Auch nach seinem krankheitsbedingten Rückzug 2008 bestimmte er als graue Eminenz im Hintergrund die Geschicke der sozialistischen Karibikinsel mit. In Wisconsin werden die Stimmen der US-Wahl nachgezählt: In den USA wird es zu einer teilweisen Nachzählung von Stimmen der Präsidentschaftswahl kommen. Die Grünen-Bewerberin Jill Stein hat das in Wisconsin beantragt, wie die dortige Wahlkommission bestätigte. Die Nachzählung in dem Bundesstaat muss bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Wisconsin und seine zehn Wahlmänner-Stimmen waren überraschend an Donald Trump gegangen. Die bei der Wahl eingesetzten Automaten sollen anfällig für Hackerangriffe sein. Trumps Konkurrentin Stein strebt außerdem Nachzählungen in Pennsylvania und Michigan an. Nur bei einer Korrektur in allen drei Staaten würde sich das Gesamtergebnis ändern. Experten geben der Initiative allerdings keine großen Chancen auf Erfolg. Merkel: Kein Plan B zu Flüchtlingsabkommen mit Türkei: Die Bundesregierung will weiterhin auf den Dialog mit der türkischen Regierung setzen. Es sei nötig, mit der Türkei zu sprechen, aber trotzdem Kritik zu äußern, sagte Kanzlerin Angela Merkel bei einer Regionalkonferenz der CDU. Zum Flüchtlingsabkommen zwischen Ankara und der EU habe sie keinen "Plan B". Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erneut gedroht, die Vereinbarung zu kündigen. Merkel sagte, sie gehe davon aus, dass das Abkommen in beiderseitigem Interesse sei. Am Donnerstag hatte das Europaparlament empfohlen, vorerst nicht weiter mit Ankara über einen EU-Beitritt zu reden. Europa isoliere sich so noch mehr, sagte der Vize-Ministerpräsident der Türkei, Numan Kurtulmus. Alternativer Nobelpreis verliehen: In Stockholm sind vier Preisträger mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Es seien Menschen, die trotz aller Widrigkeiten für die grundlegenden Rechte auf Leben, Gleichheit, Bildung und Meinungsfreiheit kämpften, hieß es in der Begründung. Sie hätten keine Angst, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen. Die ägyptische Frauenrechtlerin Mozn Hassan und die Journalisten der türkischen Oppositionszeitung "Cumhuriyet" konnten die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen, weil sie ihre Länder nicht verlassen dürfen. Der Direktor der syrischen Weißhelme, Raed al Saleh, und die Russin Svetlana Gannushkina sagten, sie fühlten sich durch die Auszeichnung sehr geehrt. Piloten lehnen neues Angebot der Lufthansa ab: Im Tarifstreit bei der Lufthansa hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit das neue Angebot des Konzerns abgelehnt. Die Lufthansa fordere weiterhin eine Nullrunde für sechs Jahre sowie weitere Zugeständnisse der Piloten, begründete die Pilotenvereinigung ihre Absage. Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben eine weitere Anhebung des Lohns sowie eine Einmalzahlung angeboten. Mit Rücksicht auf die Kunden werde es am Sonntag allerdings keinen Streik geben, kündigte Cockpit an. Am Samstag sollten aber - wie geplant - erneut zahlreiche Flüge ausfallen. Es ist der 14. Ausstand in der seit April 2014 schwelenden Tarifauseinandersetzung. Die Gewerkschaft fordert mehr Gehalt für 5400 Piloten. Uli Hoeneß kehrt zurück an Spitze des FC Bayern: Uli Hoeneß ist wieder Präsident des FC Bayern München. Der 64-Jährige wurde neun Monate nach seiner Haftentlassung erneut in das höchste Amt des deutschen Fußball-Rekordmeisters gewählt. Zuvor hatte Hoeneß um eine zweite Chance gebeten. Er werde alles tun, um die Erwartungen zu erfüllen. Für seine Rede erntete er viel Beifall. Hoeneß war bereits von 2009 bis 2014 Präsident des Vereins. Nach seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung war er von sämtlichen Ämtern zurückgetreten. Der ehemalige Profi und langjährige Manager des FC Bayern will nun auch wieder den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen.

25.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.De Mistura fürchtet baldige Zerstörung Ost-Aleppos: Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat vor einer völligen Zerstörung des von Rebellen gehaltenen Teils von Aleppo gewarnt. Wenn das Bombardement so weitergehe wie derzeit, dann werde es bis Weihnachten kein Ost-Aleppo mehr geben, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Er forderte den syrischen Machthaber Baschar al-Assad auf, eine politische Lösung des Konflikts zu suchen. Selbst wenn es der Regierung gelänge, Ost-Aleppo zurückzuerobern, würde dies einen Guerillakrieg auf dem Land und Autobomben in den Städten bedeuten, so de Mistura. Daran könne niemand ein Interesse haben, auch Russland nicht. Aktivisten zufolge wurden bei neuen Luftangriffen auf den von Aufständischen kontrollierten Teil der Stadt mindestens 32 Zivilisten getötet, darunter fünf Kinder. Damit seien seit dem Beginn der neuen Armeeoffensive auf Ost-Aleppo Mitte November 188 Zivilisten getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mit. FARC und Kolumbien unterzeichnen neues Friedensabkommen: Kolumbiens Regierung und die FARC-Guerilla haben einen neuen Friedensvertrag unterzeichnet. Nachdem der erste Entwurf in einer Volksabstimmung vor knapp zwei Monaten abgelehnt worden war, soll nun ein überarbeitetes Abkommen den Frieden bringen. Der kolumbianische Staatspräsident Juan Manuel Santos und der FARC-Kommandeur Rodrigo Londoño besiegelten den Vertrag in der Hauptstadt Bogotá. Er soll in der kommenden Woche dem Kongress zur Ratifizierung vorgelegt werden. Anders als beim letzten Mal will der Präsident das Volk nicht über das Friedensabkommen abstimmen lassen. Die Gegner des Vertrags kritisieren, dass den FARC-Kommandeuren zu große Strafnachlässe gewährt würden. Lufthansa-Piloten wollen auch am Samstag streiken: Passagiere der Lufthansa müssen sich noch bis mindestens Samstag auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat angekündigt, den Streik um einen weiteren Tag zu verlängern. Am Samstag sollen laut der Gewerkschaft alle Langstreckenflüge aus Deutschland ausfallen. Lufthansa teilte aber mit, dass ein Sonderflugplan erarbeitet werde, um einzelne Strecken anbieten zu können. An diesem Freitag sind nahezu ausschließlich Kurz- und Mittelstrecken von dem Ausstand betroffen. Die Piloten streiken seit Mittwoch, mehr als 2600 Flüge mussten bisher gestrichen werden. In dem festgefahrenen Tarifstreit liegen die Positionen weit auseinander. Cockpit verlangt rückwirkend zwischen Mai 2012 und April 2017 jährlich 3,7 Prozent mehr Gehalt. Lufthansa hatte den Piloten zuletzt 2,5 Prozent mehr geboten, allerdings nicht für jedes Jahr. Frankreichs Konservative Fillon und Juppé streiten in TV-Duell: Die beiden konservativen Präsidentschaftsanwärter in Frankreich haben in einem Fernsehduell um den richtigen Reformkurs gestritten. Der Überraschungssieger aus der ersten Wahlrunde, François Fillon, verteidigte seine umfangreichen Sparpläne. Unter anderem will er in den nächsten fünf Jahren eine halbe Million Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Juppé bezeichnete das Vorhaben als unrealistisch und kündigte an, bei den Reformen weniger "brutal" vorgehen zu wollen. Auch mit Blick auf die Außenpolitik gab es harte Diskussionen. Fillon gilt als russlandfreundlich und wirbt für ein Ende der europäischen Sanktionen. Juppé, der an den Strafmaßnahmen festhalten will, kritisierte seinen Gegner für dessen Nähe zu Russland. Die Stichwahl der Konservativen findet am Sonntag statt. Der Gewinner tritt im Frühjahr bei der Präsidentenwahl an. Hurrikan "Otto" und Erdbeben treffen Mittelamerika: Hurrikan "Otto" fegt weiter über Mittelamerika hinweg und ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde auf die Karibikküste von Nicaragua getroffen. Das Hurrikan-Zentrum von Miami warnte vor Springfluten bis zu zwei Metern Höhe und Erdrutschen. Die Meteorologen erwarten, dass der Wirbelsturm über El Salvador und Costa Rica hinwegzieht und dann die Pazifikküste erreicht. Kurz nach dem Eintreffen des Hurrikans wurden die beiden Länder außerdem von einem schweren Erdbeben erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 7,0 ereignete sich rund 120 Kilometer vor der Küste El Salvadors. Die Behörden warnten vor bis zu einem Meter hohen Flutwellen.

24.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Martin Schulz will in die Bundespolitik wechseln: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz strebt einen Wechsel in die Bundespolitik an. Dem ARD-Europastudio in Brüssel bestätigte er, dass er sich nicht um eine weitere Amtszeit als Präsident des Europäischen Parlaments bewerben wolle. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet, Schulz solle bei der Bundestagswahl 2017 auf Platz eins der nordrhein-westfälischen SPD-Landesliste antreten. In den vergangenen Wochen war bereits zunehmend über einen Posten für Schulz in Berlin spekuliert worden. Wie die "SZ" weiter schreibt, hat die SPD noch nicht entschieden, ob Schulz oder Parteichef Sigmar Gabriel die SPD als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl führen wird. Auch der Posten des Außenministers ist im Gespräch, seit Frank-Walter Steinmeier als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten feststeht. 40 Tote bei Einsturz einer Bauplattform in chinesischem Kraftwerk: Bei einem schweren Unglück auf der Baustelle eines Kraftwerkes sind im Osten Chinas mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua stürzte eine Plattform an einem Kühlturm des Kohlekraftwerkes Fengcheng in der Provinz Jiangxi ein. Eine unbekannte Zahl von Menschen wurde unter den Trümmern verschüttet. Wie viele Arbeiter zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Baustelle waren, ist offen. Über die Ursache des Einsturzes der Bauplattform wurde zunächst nichts berichtet. Rettungsarbeiten sind angelaufen. Aktivisten wollen Neuauszählung der US-Wahl: Eine Gruppe prominenter Computerexperten und Wahlrechtsanwälte hat auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei der US-Wahl aufmerksam gemacht. Dabei geht es um die drei US-Bundesstaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Betroffen seien bestimmte Bezirke, in denen elektronische Wahlmaschinen im Einsatz waren, teilten die Aktivisten mit. Die Ergebnisse der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton würden dort auffällig von denen in Wahlkreisen mit anderen Abstimmungsmethoden abweichen. Das berichtet das "New York Magazin" unter Berufung auf die Gruppe um den Präsidenten der Bürgerrechtsvereinigung "Free Speech for People", John Bonifaz, und den Direktor des Zentrums für Computersicherheit und Gesellschaft der Universität Michigan, J. Alex Halderman. Die Abweichungen machten eine unabhängige Überprüfung nötig, hieß es weiter. Beweise habe man aber noch keine. Urteil: Syrische Flüchtlinge erhalten nicht automatisch Asyl: Syrer haben in Deutschland nicht automatisch Anspruch auf den Schutzstatus für Bürgerkriegsflüchtlinge. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Schleswig in einem Berufungsverfahren. Es bestätigte damit die bisherige Entscheidungspraxis des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), syrischen Flüchtlingen nur subsidiären Schutz zu gewähren. Das bedeutet, die Menschen dürfen vorerst für ein Jahr in Deutschland bleiben, haben aber die Option auf zwei weitere Jahre. Ihre Familienangehörigen dürfen sie in dieser Zeit nicht nachholen. Zugleich änderte das Gericht eine frühere Entscheidung des Schleswiger Verwaltungsgerichts. Syrische Flüchtlinge, die bisher nicht individuell verfolgt worden seien, könnten nicht allein aufgrund ihres Auslandsaufenthaltes und eines gestellten Asylantrags den Flüchtlingsstatus für sich beanspruchen, so die Richter. Geklagt hatte eine Syrerin, der das BAMF nur subsidiären Schutz gewährte. Tote bei Anschlag vor Gouverneursamt in südtürkischem Adana: Bei einem Terroranschlag vor dem Gouverneursamt in der südtürkischen Provinzhauptstadt Adana sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. 21 Menschen seien bei der heftigen Detonation auf dem Parkplatz in der Nähe des Eingangs des Amtsgebäudes verletzt worden, sagte Adanas Bürgermeister Hüseyin Sözlü dem Nachrichtensender CNN Türk. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, eine Autobombe sei detoniert. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Auf Fernsehbildern war zu erkennen, dass die Wucht der Explosion Fensterscheiben in dem mehrstöckigen Gouverneursgebäude zum Bersten brachte. Feuer war zu sehen, Rauch stieg von dem Parkplatz auf. Die Feuerwehr bemühte sich, brennende Autos zu löschen. Straßen um das Amtsgebäude wurden gesperrt. Lufthansa-Piloten verlängern Streiks bis Freitag: Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit angekündigt, ihren Ausstand bis Freitag fortzusetzen. An diesem dritten Streiktag sollen allerdings nur Kurzstreckenflüge ab Deutschland bestreikt werden, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die Lufthansa forderte die Piloten zu einer Schlichtung auf. Die Vereinigung Cockpit lehnte das jedoch ab und machte stattdessen die Unternehmensführung für die Verschärfung des Konflikts verantwortlich. Cockpit hatte den Streik in der Nacht z

23.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lufthansa-Piloten im zweitägigen Streik: Um Mitternacht haben 5400 Piloten der Lufthansa mit ihrem Arbeitskampf begonnen. Die Gewerkschaft Cockpit kündigte außerdem an, den Ausstand auf Donnerstag auszuweiten. Für diesen Mittwoch strich Lufthansa bereits rund 880 Verbindungen. Etwa 100.000 Passagiere dürften somit ihre Flüge verpassen. Mit dem 14. Streik im laufenden Tarifstreit will die Pilotenvereinigung die Forderung nach höheren Löhnen bekräftigen. Zuvor hatte das Landesarbeitsgericht Hessen eine Klage des Flugunternehmens gegen den Ausstand seiner Piloten abgewiesen. Im Rahmen eines Eilverfahrens habe man keine Entscheidung über den Sachverhalt treffen können, erklärte der vorsitzende Richter. Bereits in erster Instanz war Lufthansa vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main gescheitert, ging daraufhin jedoch in Berufung. Trump schwächt Wahlkampfparolen ab: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat einige seiner Wahlkampfpositionen relativiert. In einem Interview mit der "New York Times" räumte er ein, dass der Klimawandel auch mit menschlichen Aktivitäten zusammenhänge. Trump kündigte an, genau prüfen zu wollen, ob sich die USA unter seiner Führung aus dem internationalen Klimaabkommen zurückziehen werden. Er denke dabei vor allem an die Kosten für US-Unternehmen und die Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit. Im Wahlkampf hatte Trump den Klimawandel mehrfach als "Erfindung der Chinesen" bezeichnet. Auch gegenüber Hillary Clinton zeigte sich der künftige US-Präsident moderater. Er machte klar, keinen Sonderermittler gegen Clinton einsetzen zu wollen. Trump hatte seiner Konkurrentin im Rennen um das Weiße Haus mehrfach kriminelles Verhalten und Korruption vorgeworfen. UN-Hifskonvoi erreicht syrische Stadt: Ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes hat die Stadt Rastan in Syrien erreicht, die von Rebellen gehalten wird. Es sei die erste Hilfslieferung im November, die die Frontlinien in dem Bürgerkriegsland überqueren durfte, teilten die UN mit. Die knapp 110.000 Menschen in Rastan und den umliegenden Dörfern in der Region Homs hätten zum letzten Mal Ende Juli humanitäre Güter erhalten. Die UN forderten die Konfliktparteien auf, Hilfslieferungen zu allen bedürftigen Menschen in Syrien zu erlauben. Knapp eine Million Männer, Frauen und Kinder harren nach Angaben der Vereinten Nationen in belagerten Orten aus. Die meisten Städte werden von Truppen des Regimes des Machthabers Baschar al-Assad abgeriegelt. Kolumbiens Regierung und FARC-Rebellen unterschreiben Donnerstag neuen Friedensvertrag: Sechs Wochen nach Ablehnung des Friedensvertrages zwischen Regierung und linken FARC-Rebellen soll ein neuer Pakt besiegelt werden. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos sagte, das neue Abkommen solle am Donnerstag unterzeichnet und dann dem Kongress vorgelegt werden. Eine Volksabstimmung werde es aber nicht geben. Mit dem Pakt soll nach mehr als 50 Jahren blutiger Kämpfe, bei denen mehr als 220.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden, der längste Konflikt in der Geschichte Lateinamerikas enden. Für seinen Einsatz dafür wird Santos 2016 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Haushaltswoche im Bundestag geht mit der Generaldebatte weiter: Der Bundestag setzt die Schlussberatungen über den Haushalt 2017 mit der sogenannten Generaldebatte fort. Sie ist der Höhepunkt der viertägigen Haushaltswoche des Parlaments. Traditionell nutzt die Opposition den Termin zu einer Aussprache über die Politik der Regierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte sich in ihrer Rede nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten zu den künftigen transatlantischen Beziehungen äußern. Mit Spannung wird zudem erwartet, wie sich Union und SPD rund zehn Monate vor der nächsten Bundestagswahl positionieren werden. Der Etat für 2017 ist der letzte Haushalt der amtierenden großen Koalition. Er soll an diesem Freitag im Parlament verabschiedet werden. Osram-Belegschaft macht gegen Verkauf mobil: Die Arbeitnehmervertreter von Osram wollen einen drohenden Verkauf des Münchener Leuchtenkonzerns verhindern. Eine Übernahme durch den chinesischen Halbleiterkonzern San'an Optoelectronics könne nicht im Sinne der Arbeitnehmer sein, sagte Betriebsratschef Werner Leyer. Man werde sich gegen jeden 'feindlichen' Übernahmeversuch vehement zur Wehr setzen. Die Arbeitnehmervertreter forderten die einstige Muttergesellschaft Siemens, die mit 17,5 Prozent an Osram beteiligt ist, sowie Osram-Konzernchef Olaf Berlien auf, sich klar für eine Unabhängigkeit auszusprechen. San'an Optoelectronics hat offiziell bereits Interesse an Osram angemeldet, eine Übernahmeofferte steht aber noch aus.

22.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiWeitere Massenentlassungen von Staatsbediensteten in der Türkei: Mit einem weiteren Notstandsdekret hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nochmals rund 10.000 Sicherheitskräfte entlassen. Zudem wurden 500 Institute, Wohltätigkeitseinrichtungen und Medien geschlossen. Das Vorgehen stehe in Zusammenhang mit den Ermittlungen nach dem gescheiterten Militärputsch am 15. Juli, heißt es aus Staatskreisen. Der Grund sind angebliche Verbindungen zu Terrororganisationen. In den Ministerien kommt es ebenfalls zu weiteren Massenentlassungen von Beamten. Seit Verhängung des Ausnahmezustands in Folge des Putschversuches Mitte Juli kann Erdogan per Dekret regieren. Der bereits einmal verlängerte Notstand gilt mindestens bis Mitte Januar. Nach dem Umsturzversuch sind bislang mehr als 110.000 Staatsbedienstete entlassen worden, mehrere tausend wurden festgenommen. Trump kündigt Ausstieg aus Pazifik-Handelsabkommen TPP an: Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP erklären. Dies kündigte Trump in einer Videobotschaft an. Trump wird am 20. Januar als Präsident vereidigt. Der Ausstieg aus TPP zählte zu Trumps Wahlkampfversprechen. Das transpazifische Handelsabkommen TPP zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten, darunter Japan und Australien, sollte nach bisherigem Stand eigentlich noch vor Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden. UN: Fast eine Million Menschen in Syrien unter Belagerungszustand: Aufgrund der anhaltenden Kämpfe hat sich die Zahl der Syrer, die von der Außenwelt abgeschnitten sind, innerhalb von sechs Monaten verdoppelt. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien, sagte in New York, derzeit lebten fast eine Million Menschen in belagerten Städten und Dörfern. Vor sechs Monaten betrug die Zahl demnach weniger als eine halbe Million. Nach seinen Angaben kamen seitdem neue Orte hinzu, in die weder Lebensmittel noch Hilfe gelangen. Die Bewohner in diesen Gebieten seien, so O'Brien, "isoliert, ausgehungert, bombardiert und von medizinischer und humanitärer Hilfe ausgeschlossen, um sie zu zwingen, sich unterzuordnen oder zu fliehen". Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe macht für diese Situation in erster Linie das Regime von Machthaber Baschar al-Assad in Damaskus verantwortlich. Bundestag beginnt mit Schlussberatungen für Bundeshaushalt 2017: Der Bundestag beginnt heute mit den Schlussberatungen über den Bundeshaushalt für das kommende Jahr. Der Etatentwurf sieht für das Wahljahr Ausgaben des Bundes von 329,1 Milliarden Euro vor. Das sind 3,8 Prozent mehr als in diesem Jahr. Einen Schwerpunkt setzt die große Koalition bei der inneren Sicherheit. Außerdem wollen Union und SPD mehr Geld in die Vor-Ort-Hilfe für Flüchtlinge stecken und etwa die humanitäre Hilfe in den Nachbarländern Syriens aufstocken. Am Freitag findet dann die Schlussabstimmung über den Bundeshaushalt statt. Armutsgefährdung in Deutschland deutlich gestiegen: In Deutschland sind laut einer EU-Statistik immer mehr Menschen von Armut bedroht. Immer häufiger sind auch Leute betroffen, die über einen Job verfügen. Das berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf aktuelle Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat, die die Linksfraktion im Bundestag ausgewertet hat. Demnach lag der Anteil der von Armut bedrohten Beschäftigten hierzulande im Jahr 2015 bei 9,7 Prozent. Vor zehn Jahren habe er noch 5,5 Prozent betragen. Das Armutsrisiko für Vollzeitbeschäftigte stieg den Angaben zufolge gegenüber 2006 von vier auf 7,1 Prozent. Bei Teilzeitbeschäftigten sei das Armutsrisiko doppelt so hoch und liege bei 14,5 Prozent, sechs Punkte höher als vor zehn Jahren. Am größten sei mit 18,1 Prozent die Gefahr für befristet Beschäftigte. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer über weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verfügt. In Deutschland lag die Schwelle 2015 bei einem Jahresnettoeinkommen von 12.401 Euro für eine Einzelperson. Drei Emmys für Deutschland: Die RTL-Serie "Deutschland 83" hat den International Emmy als beste Dramaserie und damit einen der begehrtesten TV-Preise der Branche gewonnen. "Unsere Show handelt von einer geteilten Nation", sagte Produzent Jörg Winger bei Entgegennahme des Preises in New York. Die Serie begleitet den ostdeutschen Soldaten Martin Rauch im geteilten Deutschland, der sich als Spion für die Stasi behaupten muss. Als beste Hauptdarstellerin bekam die deutsche Schauspielerin Christiane Paul einen Emmy für ihre Rolle im ARD-Film "Unterm Radar". Der Film "Krieg der Lügen" vom deutschen Regisseur Matthias Bittner zur Vorgeschichte des Irakkriegs von 2003 erhielt den International

21.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Angela Merkel strebt vier weitere Jahre als Bundeskanzlerin an: Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel kandidiert für eine vierte Amtszeit. Die 62-Jährige kündigte in Berlin an, sie wolle bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 als Kandidatin für die CDU antreten und werde sich auch wieder um den Parteivorsitz bewerben. Zuvor war über eine erneute Kandidatur monatelang spekuliert worden. Merkel warnte vor überzogenen Erwartungen an sie. Kein Mensch alleine, auch nicht mit größter Erfahrung, könne die Dinge in Deutschland, in Europa und in der Welt zum Guten wenden. Als eine ihrer wichtigsten Aufgaben nannte sie neben Sicherheitsfragen und Integration auch die Bewältigung der Digitalisierung in der Wirtschaft. Spitzenpolitiker der CDU äußerten sich durchweg erleichtert über Merkels Ankündigung. Horst Seehofer, Vorsitzender der CSU, signalisierte Unterstützung durch die Schwesterpartei. Merkel ist seit April 2000 CDU-Vorsitzende und seit November 2005 Kanzlerin. Frankreich: Fillon gewinnt erste Runde der Kandidatenkür: Die erste Runde der Vorwahl bei Frankreichs Konservativen über deren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2017 brachte eine Überraschung. Die Abstimmung der Republikaner konnte Ex-Regierungschef François Fillon unerwartet klar für sich entscheiden. Er bekam rund 44 Prozent der Stimmen. Alain Juppé, ebenfalls früherer Premierminister, kam auf rund 28 Prozent. Die beiden gehen damit kommenden Sonntag in die Stichwahl. Der hochgehandelte frühere Staatspräsident Nicolas Sarkozy kam nur auf etwa 20 Prozent der Stimmen und kündigte daraufhin seinen Rückzug aus der Politik an. Die vier weiteren Bewerber erzielten Ergebnisse im einstelligen Prozentbereich. Frankreichs bürgerliche Rechte kürt ihren Kandidaten erstmals mit einer offenen Vorwahl, an der alle Anhänger teilnehmen können. Bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai tritt der Kandidat, der jetzt das Rennen macht, aller Voraussicht nach gegen die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen an. Pazifikstaaten warnen Trump vor Abschottung der US-Wirtschaft: Die Pazifik-Anrainerstaaten haben angesichts der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten vor einer möglichen Abschottung der US-Wirtschaft gewarnt. In der Abschlusserklärung des APEC-Gipfels in Peru werden "offene Märkte" und der "Kampf gegen jede Art des Protektionismus" gefordert. Protektionismus werde den Handelsaustausch schwächen und damit die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamen. Das lose Wirtschaftsbündnis der 21 Pazifik-Anrainer, dem neben den USA auch China und Russland als wichtige Mitglieder angehören, basiert auf offenen Märkten und wirtschaftlicher Kooperation. Fernziel ist eine umfassende pazifische Freihandelszone. Den Anfang soll die bereits ausgehandelte Transpazifische Partnerschaft TPP zwischen zwölf Pazifikstaaten machen, die Trump stoppen will. Österreichs Präsidentschaftskandidaten streiten über Flüchtlingsfrage: Zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in Österreich haben die zwei Kandidaten ihre völlig unterschiedliche Haltung zur Flüchtlingspolitik bekräftigt. Während der Grünen-nahe Alexander Van der Bellen das Motto von Bundeskanzlerin Angela Merkel "Wir schaffen das" verteidigte, bezeichnete Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ den Slogan als "kapitalen Fehler". Im zweiten von insgesamt vier TV-Duellen spielte erneut die Frage eines Austritts aus der Europäischen Union eine wichtige Rolle. Hofer betonte, dass er nur bei einer weiteren Fehlentwicklung der EU für einen Austritt Österreichs, einen sogenannten Öxit, wäre. Der 72-jährige Van der Bellen bezweifelte die Glaubwürdigkeit dieser Aussage seines Kontrahenten. Die Wahl in Österreich am 4. Dezember ist der dritte Anlauf im Rennen um das höchste Staatsamt. Prognosen gehen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Bewerbern aus. Nach Zugunglück in Indien steigt die Zahl der Toten: Nach einem der schwersten Zugunglücke in der indischen Geschichte ist die Zahl der Toten auf 142 gestiegen. Mindestens 200 Menschen wurden verletzt. Am frühen Sonntagmorgen war ein Fernzug im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh entgleist. Dabei sprangen 14 der 23 Waggons von den Schienen, einige wurden vollständig zerstört. Nach Angaben eines Sprechers der indischen Bahngesellschaft befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 2500 Menschen an Bord. Warum der Zug entgleiste, ist unklar. Mitarbeiter des Bahnministeriums nannten jedoch lokalen Medien gegenüber baufällige Schienen als mögliche Ursache.

19.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Marrakesch: UN-Klimakonferenz beschließt Fahrplan: Bei der UN-Klimakonferenz in Marrakesch haben die Delegierten einen Fahrplan zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris beschlossen. In dem Papier verpflichten sich die Teilnehmerstaaten, im Jahr 2017 erneut zusammenzukommen, um ihre Fortschritte beim Klimaschutz zu "überprüfen". Die Chefin des UN-Klimasekretariats, Patricia Espinosa, rief zum Abschluss der Konferenz in Marokko die Weltgemeinschaft auf, im Kampf gegen die Erderwärmung nicht nachzulassen. Der Schlüssel zum Erfolg sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Im Mittelpunkt der knapp zweiwöchigen Gespräche stand die Ausgestaltung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015, dazu zählten auch Finanzhilfen reicher Staaten für die Bewältigung des Klimawandels in armen Ländern. Ziel ist es, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter 2 Grad und möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Appell für freien Welthandel beim APEC-Gipfel: Mit einem Plädoyer für freien Handel hat der gastgebende peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski das Gipfel-Treffen der 21 Staaten der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC eröffnet. Es sei entscheidend, dass der Welthandel wachse, sagte Kuczynski in Lima. Leider seien in den USA und in Großbritannien protektionistische Kräfte auf dem Vormarsch. Er warb zudem für das transpazifische Handelsabkommen TTP. Der Vertrag zwischen den USA und zwölf Pazifik-Anrainerstaaten soll noch vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden. Sein Nachfolger Donald Trump lehnt das Abkommen ab. Die TTP-Unterzeichnerstaaten repräsentieren rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Obama wird morgen beim APEC-Gipfel erwartet, ebenso der russische Präsident Wladimir Putin. Rechtsstreit: Trump zahlt 25 Millionen Dollar an Studenten: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat einen Rechtsstreit um dubiose Geschäftspraktiken seiner "Trump University" mit einem Millionenvergleich beigelegt. Er erklärte sich zu einer Zahlung von 25 Millionen US-Dollar Entschädigung an Ex-Studenten im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung bereit, wie die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. In den drei Verfahren warfen rund 6000 ehemalige Studenten dem Immobilienmogul vor, sie mit falschen Versprechungen gelockt und dafür bis zu 35.000 US-Dollar Studiengebühren pro Kurs kassiert zu haben. Trump hatte seine "Universität", eine kommerzielle Einrichtung, die niemals als Hochschule anerkannt wurde, im Jahr 2004 gegründet. Die mittlerweile wieder geschlossene Einrichtung warb damit, Studenten zu erfolgreichen Immobilienprofis und Geschäftsleuten auszubilden. Zweitägige Waffenruhe im Jemen angekündigt: Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis hat eine 48-stündige Feuerpause für den Jemen angekündigt. Die Waffenruhe werde an diesem Samstagmittag beginnen, meldet die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA. Wenn auch die Huthi-Rebellen die Kämpfe unterbrächen und Hilfslieferungen zuließen, könne die Feuerpause verlängert werden. Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, gegen den Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, an dessen Seite Saudi-Arabien und weitere Verbündete stehen. Seit Beginn der saudischen Luftangriffe auf die Rebellen im März 2015 sind nach Angaben der Vereinten Nationen fast 7000 Menschen getötet worden. IS soll selbst hergestelltes Senfgas eingesetzt haben: Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Erkenntnissen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) möglicherweise selbst Senfgas hergestellt. Es wurde vermutlich bei Angriffen in Syrien und im Irak eingesetzt. Das lege die Untersuchung von Proben durch OPCW-Experten nahe, sagte der Leiter der Organisation, Ahmet Üzümcü, in Den Haag in einem AFP-Interview. Die Auswertung der Proben sei "äußerst besorgniserregend", sagte Üzümcü. Das Senfgas sei zwar von "ziemlich schlechter Qualität, aber trotzdem schädlich". Derzeit prüfe die OPCW mehr als 20 Berichte über Giftgasangriffe in Syrien seit August. Erst am Donnerstag seien Berichte der syrischen Regierung über solche mutmaßlichen Angriffe ihrer Gegner eingegangen. Senfgas verätzt Schleimhäute, Augen und Atemwege. Auch neurologische Störungen sind möglich. Aufsteiger Leipzig Tabellenführer in der Fußball-Bundesliga: In der Fußball-Bundesliga ist Aufsteiger RB Leipzig erstmals Tabellenführer. Zum Auftakt des 11. Spieltags setzte sich die Mannschaft durch den 3:2-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen mit 27 Punkten in der Tabelle an die Spitze. Mit elf Partien ohne Niederlage seit Saisonbeginn stellte Leipzig außerdem einen Rekord für Bundesliga-Aufst

18.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama und Merkel zelebrieren politische Freundschaft: Beim Abschiedsbesuch von Barack Obama in Berlin haben der scheidende US-Präsident und Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre politische Freundschaft zelebriert und das transatlantische Bündnis beschworen. Beide mühten sich, Sorgen über eine mögliche Verschlechterung der Beziehungen unter Obamas Nachfolger Donald Trump entgegenzutreten. Obama sagte, er hätte sich keine "standfestere und verlässlichere Partnerin" auf der internationalen Bühne wünschen können. Dabei hob der Präsident erneut die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin hervor. Obama forderte Trump auf, eine "konstruktive Beziehung" zu Moskau aufzubauen, Präsident Wladimir Putin aber auch - wenn nötig - die Stirn zu bieten. An diesem Freitag treffen Obama und Merkel mit Frankreichs Präsident Francois Hollande sowie den Regierungschefs Italiens und Spaniens, Matteo Renzi und Mariano Rajoy zusammen. Trump könnte Widersacher Romney zum US-Außenminister machen: Der künftige US-Präsident Donald Trump könnte laut Medienberichten einen seiner ärgsten innerparteilichen Widersacher im Wahlkampf, Mitt Romney, zum Außenminister machen. Der frühere Gouverneur solle dazu am Sonntag von Trump empfangen werden, berichteten die Sender CNN und NBC sowie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf enge Mitarbeiter des Trump-Teams. Der 69-jährige Romney war einer der schärfsten Kritiker Trumps im Wahlkampf. So warf er dem Rechtspopulisten vor, Muslime und mexikanische Einwanderer zu "Sündenböcken" zu machen und nannte ihn einen "Angeber" und "Hochstapler". - Romney hatte bei der Präsidentschaftswahl 2012 für die Republikaner kandidiert, unterlag damals aber Amtsinhaber Barack Obama. Als Außenminister werden auch der New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, der frühere UN-Botschafter der USA, John Bolton, und South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley gehandelt. Klimaschutz soll mit oder ohne Trump verstärkt werden: Die Vertreter von fast 200 Staaten haben bei der UN-Klimakonferenz in Marokko dazu aufgerufen, mit "maximalem politischen Engagement" gegen die Erderwärmung vorzugehen. In der verabschiedeten "Proklamation von Marrakesch" heißt es, der Kampf gegen den Klimawandel habe "dringende Priorität". Zugleich wird das Versprechen der Industriestaaten erneuert, für dieses Ziel die Entwicklungsländer bis 2020 mit jährlich 100 Milliarden Dollar zu unterstützen. Der Repräsentant Chinas erklärte, man werde die Zusagen des Pariser Abkommen erfüllen, unabhängig davon, wer in den USA gerade regiere. Der neugewählte US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, die internationalen Klimaverträge aufzukündigen. VW streicht 30.000 Stellen: Der Autobauer Volkswagen hat sich mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren geeinigt. Gut 20.000 Jobs sollen allein in Deutschland gestrichen werden, um die angeschlagene Kernmarke VW wieder flott zu machen, wie in Wolfsburg mitgeteilt wurde. Betriebsbedingte Kündigungen sind demnach nicht vorgesehen, der Abbau soll etwa mit Hilfe von Altersteilzeit geregelt werden. Für diesen Freitag ist eine Pressekonferenz angekündigt. Der Abgas-Skandal zwingt den Autobauer zum Sparen, zugleich muss der Konzern viel Geld in zentrale neue Trends der Branche stecken: Digitalisierung und Vernetzung sowie alternative Antriebe. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 624.000 Menschen, 282.000 davon in Deutschland. Viele Tote bei Selbstmordanschlag auf Hochzeit im Irak: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft im Irak sind mindestens 30 Menschen getötet und viele verletzt worden. Der Anschlag im Distrikt Ameriyat-al-Falludscha in der Provinz Anbar sei mit einem sprengstoffbeladenen Auto ausgeführt worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Blutbad, das sich gegen lokale sunnitische Repräsentanten gerichtet habe. Schon vor Tagen hatte der IS ein Attentat für sich reklamiert. Im Juni hatte die Armee nach wochenlangen Kämpfen erklärt, die Stadt Falludscha sei "völlig befreit" von den Dschihadisten. - Der IS steht nicht erst seit dem Beginn der Offensive auf seine Bastion Mossul vor einem Monat massiv unter Druck.

17.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama auf Abschiedstour in Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Auftakt des Abschiedsbesuches von Barack Obama in Berlin knapp drei Stunden bei einem Abendessen mit dem scheidenden US-Präsidenten über die aktuelle politische Lage beraten. Nach dem Treffen in privater Atmosphäre im Hotel Adlon, wo Obama mit seiner Delegation für den bis Freitag dauernden Deutschland-Besuch abgestiegen war, wurden keine Details mitgeteilt. Bei dem Gespräch dürfte es auch um den im Januar anstehenden Machtwechsel im Weißen Haus und den zu erwartenden Kurs des republikanischen Präsidenten Donald Trump gegangen sein. Offiziell wird Obama an diesem Donnerstag im Kanzleramt empfangen. In Griechenland hatte Obama in einer Grundsatzrede beteuert, die USA würden auch unter Trump ihren Bündnispflichten nachkommen. EU sagt Besuch von Parlamentariern in der Türkei ab: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat einen Besuch von EU-Parlamentariern in der Türkei vorerst abgesagt. Der Besuch des Vorsitzenden des Außenausschusses Elmar Brok und der Türkei-Berichterstatterin Kati Piri werde verschoben, bis Ankara "das Vorrecht des Parlaments" respektiere, erklärte Schulz in Brüssel. Ankara hatte Piri wegen ihrer Kritik am massiven Vorgehen der türkischen Führung gegen die Opposition nicht einreisen lassen. Die Niederländerin war bereits im Februar nach einem Aufenthalt im Kurdengebiet scharf von Ankara angegriffen worden. Brok und Piri seien beide Repräsentanten des EU-Parlaments, erklärte Schulz nun. Es gehe nicht an, dass sich Ankara aussuche, mit wem es spreche. Zentralafrikanische Republik hofft auf internationale Hilfe: Die Zentralafrikanische Republik hofft auf milliardenschwere Hilfszusagen der internationalen Gemeinschaft bei einer Geberkonferenz an diesem Donnerstag in Brüssel. Für Wiederaufbau und Stabilisierung würden fünf Milliarden Dollar (rund 4,7 Milliarden Euro) benötigt, sagte Präsident Faustin-ArchangeTouadera. Zentralafrika war im Chaos versunken, als muslimische Séléka-Rebellen 2013 nach dem Sturz des christlichen Präsidenten François Bozizé die Macht übernommen hatten. Bei Massakern konkurrierender Milizen wurden tausende Menschen getötet. Bundesregierung will Tausende Afghanen abschieben: Trotz der unsicheren Lage in Afghanistan will Deutschland gut 12.500 Afghanen in ihr Heimatland zurückschicken. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Demnach müssen nach Einschätzung des Innenministeriums fünf Prozent der nach Deutschland eingereisten Afghanen wieder zurückkehren. Zur Begründung hieß es, in den großen Zentren Afghanistans sei die Sicherheit garantiert. Abschiebungen von Asylbewerbern aus dem Land sind umstritten, weil es am Hindukusch immer wieder zu Anschlägen der radikal-islamischen Taliban kommt, so etwa in der vergangenen Woche auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif. Stein-Inschrift der Zehn Gebote versteigert : Im US-Bundesstaat Kalifornien ist die vermutlich älteste bekannte Inschrift der biblischen Zehn Gebote auf Stein versteigert worden. Das Höchstgebot für die Marmorplatte aus dem 4. Jahrhundert betrug 850.000 Dollar, wie das Auktionshaus Heritage Auctions mitteilte. Die Versteigerung war mit einem Mindestgebot von 250.000 Dollar eröffnet worden. Der Käufer wollte anonym bleiben. Die Marmortafel ist 90 Kilogramm schwer und 61 Zentimeter hoch. Sie war 1913 im damaligen Palästina bei Erdarbeiten für eine Bahnstrecke entdeckt worden. Der Rabbi Shaul Deutsch hatte sie 2005 für sein Museum in New York erworben und stellte sie nun zum Verkauf.

16.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama zu Abschiedsbesuch in Berlin: US-Präsident Barack Obama trifft an diesem Mittwoch zu einem zweitägigen Abschiedsbesuch in Berlin ein. Im Kanzleramt wird er von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem gemeinsamen Abendessen empfangen. Am Freitag treffen sich beide mit dem französischen Präsidenten François Hollande, dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi, dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und der britischen Premierministerin Theresa May. Bei dem Sechser-Gespräch soll es nach Angaben von Diplomaten auch um das Verhältnis zu Russland gehen. Das Treffen wird von der Wahl des Republikaners Donald Trump zum neuen US-Präsidenten überlagert. Dieser hatte im Wahlkampf eine Reihe von Kursänderungen angekündigt. Obamas Amtszeit endet im Januar. Oettinger soll gegen Ethikregeln der EU-Kommission verstoßen haben: Rund zwei Wochen nach seinen abfälligen Äußerungen über Chinesen steht EU-Kommissar Günther Oettinger erneut unter Druck. Hintergrund ist ein Bericht der Website "EU Observer", wonach Oettinger im Privatjet eines deutschen Lobbyisten zu einem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban nach Budapest geflogen sei und damit gegen die Ethikregeln der EU-Kommission verstoßen habe. Oettingers Pressestelle erklärte, aufgrund eines dichten Terminkalenders habe Oettinger den geplanten Flug nicht erreicht. Daraufhin habe Ungarn vorgeschlagen, dass der EU-Politiker bei dem deutschen Geschäftsmann mitfliegen solle, um rechtzeitig zu dem Arbeitsessen mit Orban zu kommen. Die Ethikregeln der Kommission verbieten die Annahme von Geschenken, deren Wert 150 Euro übersteigt. Diese Schwelle wäre mit dem Flug überschritten worden, heißt es dazu beim "EU Observer". Röttgen: Merkel wird erneut als Bundeskanzlerin antreten: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach Einschätzung ihres Parteikollegen Norbert Röttgen für eine weitere Amtszeit antreten. Sie werde 2017 als Kanzlerin kandidieren, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag dem US-Fernsehsender CNN. Er antwortete damit auf die Frage des Moderators, ob Merkel angesichts der bevorstehenden Präsidentschaft von Donald Trump in den USA bereit sei, im transatlantischen Raum "die liberale Ordnung" zusammenzuhalten. Regierungssprecher Steffen Seibert wollte Röttgens Aussage weder bestätigen noch dementieren. Zur Frage, ob die Kanzlerin noch einmal antrete, werde sie sich zum geeigneten Zeitpunkt äußern, erklärte Seibert. Özoguz relativiert ihre Kritik an Razzien gegen Salafisten: Nach der Empörungwelle nach ihrer Kritik am Vorgehen gegen Salafisten sieht sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, zu einer Klarstellung veranlasst. Sie habe großes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden, sagte die SPD-Politikerin. Jeder erfolgreiche Schlag gegen radikale Salafisten sei ein Erfolg im Kampf gegen religiösen Extremismus. Razzien allein könnten die Radikalisierung junger Leute aber nicht verhindern. Nach dem Verbot der Salafisten-Vereinigung "Die wahre Religion" und Razzien in zehn Bundesländern hatte Özoguz gesagt, man müsse bei der Verfolgung von Islamisten mit "sehr großem Augenmaß" vorgehen. Dabei hatte sie auch vor dem "Eindruck von Willkür" gewarnt. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt warf ihr "falsch verstandene Toleranz" vor. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach und der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, kritisierten, Özoguz sei dem Bundesinnenminister und den Behörden in den Rücken gefallen. Hollande will Ausnahmezustand bis zu französischer Präsidentenwahl verlängern: Frankreichs Staatschef François Hollande will den Ausnahmezustand bis zur Präsidentenwahl im kommenden Frühjahr verlängern. Dies sagte Hollande am Rande der UN-Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch. Zuvor hatte bereits Premierminister Manuel Valls angekündigt, seine Regierung werde die Verlängerung beim Parlament beantragen. Der jetzige Ausnahmezustand läuft Ende Januar aus. Eine erneute Verlängerung wäre die fünfte nach den Anschlägen von Paris im November 2015. Der Ausnahmezustand ermöglicht den Behörden unter anderem Ausgangssperren, Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss und Hausarrest für mutmaßliche Dschihadisten. Seltener Diamant für 17 Millionen Euro versteigert: Einer der begehrtesten rosafarbenen Diamanten der Welt ist für knapp 17 Millionen Euro an einen anonymen Bieter versteigert worden. Dies sei der zweithöchste Preis, der je für einen Stein seiner Art gezahlt worden sei, teilte das Auktionshaus Christie's in Genf mit. Der Diamant hat die seltenste und gefragteste Farbausprägung "Fancy Vivid", die nach Angaben des Auktionshauses nur ein Prozent aller Diamanten weltweit besitzen.

15.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großrazzia gegen Salafisten-Vereinigung "Die wahre Religion": Mit einer Großrazzia in zehn Bundesländern ist die Polizei gegen mutmaßliche Unterstützer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgegangen. Hunderte Polizisten durchsuchten nach Informationen aus Sicherheitskreisen mehr als 200 Wohnungen und Büros von Organisatoren und Anhängern der radikal-salafistischen Vereinigung "Die wahre Religion", die hinter umstrittenen Koran-Verteilaktionen in deutschen Städten steht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte die Gruppierung kurz zuvor verboten. Die Behörden halten die Organisation für verfassungswidrig und gegen den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet. Der Verfassungsschutz wirft führenden Akteuren und Sympathisanten vor, den bewaffneten Dschihad und Terroranschläge zu verherrlichen. Zudem habe die Vereinigung ein bundesweit einzigartiges Rekrutierungs- und Sammelbecken für Dschihadisten aufgebaut. Salafisten vertreten einen am Koran orientierten besonders konservativen Ur-Islam, lehnen westliche Demokratien ab und wollen eine Ordnung mit islamischer Rechtsprechung, der Scharia. Gabriel: SPD wird auch den künftigen Außenminister stellen: SPD-Chef Sigmar Gabriel beharrt darauf, dass die Sozialdemokraten nach der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten weiterhin den Außenminister stellen. Dies stehe so im Koalitionsvertrag, sagte Gabriel im ZDF. Zur Frage, wer Steinmeier als Außenminister nachfolgen könnte, wollte sich Gabriel nicht äußern. Für das Außenministerium gilt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) als Favorit. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte, die Entscheidung für Steinmeier sei kein Signal für eine Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl. Auch wenn die Koalition viel erreicht habe, solle sie kein Dauerzustand sein, sagte Oppermann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Union hatte am Montag nach wochenlangem Tauziehen eingelenkt und Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck akzeptiert. Trump telefoniert mit Putin: Der künftige US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben sich in ihrem ersten Telefonat für ein besseres Verhältnis zwischen beiden Ländern ausgesprochen. Trumps Seite teilte mit, der Republikaner habe Putin versichert, dass er sich auf eine starke und dauerhafte Beziehung mit Russland freue. In der Erklärung des Kremls hieß es, Putin und Trump seien sich einig gewesen, dass das gegenwärtige Verhältnis zwischen beiden Ländern äußerst unzufriedenstellend sei. Den Angaben nach vereinbarten beide, ihre Kontakte fortzusetzen. Unterdessen bemühte sich der scheidende US-Präsident Barack Obama, den NATO-Partnern die Angst vor seinem Nachfolger zu nehmen. Trump habe "ein großes Interesse gezeigt", den Kern der strategischen Beziehungen zu erhalten, sagte Obama vor seiner letzten Europareise als Präsident. Eine der Botschaften, die er überbringen könne, sei Trumps Bekenntnis zur NATO und der transatlantischen Allianz. Foltervorwürfe gegen US-Militär und CIA: Mitglieder der US-Streitkräfte und der CIA haben in Afghanistan möglicherweise Kriegsverbrechen begangen, indem sie Gefangene folterten. Zu diesem Schluss kommt ein vorläufiger Bericht der Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, Fatou Bensouda. Mitglieder des US-Militärs und der CIA hätten womöglich mindestens 88 Häftlinge gefoltert oder brutal behandelt, heißt es darin. Die USA lehnen einen Beitritt zum Internationalen Strafgerichtshof ab. US-Bürgern könnte theoretisch aber eine Anklage drohen, wenn ihnen Taten in einem Land vorgeworfen werden, das Mitglied ist. Afghanistan hat den Grundlagenvertrag, das sogenannte Römische Statut, ratifiziert. Die Ermittler erklärten, sie wollten möglichst rasch darüber entscheiden, ob sie einen Antrag auf eine vollständige Untersuchung der Fälle in Afghanistan stellen. Russischer Wirtschaftsminister wegen Bestechung verhaftet: Der russische Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew ist wegen Bestechlichkeit verhaftet worden. Er habe zwei Millionen Dollar Schmiergeld für eine "positive" Bewertung erhalten, teilte die staatliche Untersuchungskommission mit. Dies habe zur Übernahme von 50 Prozent am staatlichen Ölkonzern Bashneft durch den Energieriesen Rosneft geführt. Uljukajew ist der hochrangigste Politiker, der seit 1991 verhaftet wurde. Die Untersuchungskommission, die direkt an Präsident Wladimir Putin berichtet, erklärte, sie werde die Anklagepunkte bald veröffentlichen.

14.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump macht Parteichef Priebus zu seinem Stabschef: Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den Chef der Republikanischen Partei, Reince Priebus, zum Stabschef im Weißen Haus ernannt. Der Stabschef ist der zweitwichtigste Mann im Weißen Haus. Er leitet den Mitarbeiterstab und entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt. Sein Wahlkampfmanager Steve Bannon werde sein Chefstratege und Berater, teilte Trump weiter mit. Bannon, konservativer Provokateur und ehemaliger Chef der radikalkonservativen Webseite Breitbart News, hetzt seit Jahren gegen das Establishment der Republikaner. Priebus kennt den Politikbetrieb in Washington aus dem Effeff. Er war einer der ersten führenden Republikaner, die ihren Frieden mit dem in der Partei umstrittenen Präsidentschaftskandidaten Trump schlossen. Xi telefoniert mit Trump: Chinas Präsident Xi Jinping setzt auch nach dem Wahlerfolg von Donald Trump auf gute Beziehungen zu den USA. In einem Telefonat zwischen beiden Politikern sagte Xi laut dem staatlichen TV-Sender CCTV, die USA und China sollten wirtschaftlich und auch in allen anderen Bereichen weiterhin eng zusammenarbeiten. Trump erklärte, er sei bereit, die Kooperation zwischen Washington und Peking zu stärken. Beide vereinbarten demnach, eng in Kontakt zu bleiben und sich bald zu treffen. In seinem Wahlkampf hatte Trump China hart kritisiert und behauptet, dass Peking seine Währung manipuliere und Jobs in den USA stehle. Europa sucht seine Linie zum künftigen Präsidenten Trump: Nach dem ersten Schock will Europa nicht auf Donald Trump warten: Die EU-Außenminister betonten ihre Absicht, selbstbewusst auf den neuen US-Präsidenten zuzugehen. Europa könne sich "keine abwartende Haltung" leisten, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel. Dennoch mangelte es den Europäern an Geschlossenheit: Die Chefdiplomaten Großbritanniens, Ungarns und Frankreichs fehlten bei dem Treffen. Mogherini hatte die Außenminister nach Trumps Wahlsieg zu einem Sondertreffen zu den künftigen Beziehungen mit den USA eingeladen, denn Trumps künftiger außenpolitischer Kurs gilt als ungewiss. Im Wahlkampf hatte er wiederholt die Führungsstärke von Russlands Präsident Wladimir Putin gelobt, den Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt und die Beistandsgarantie der NATO für Mitglieder in Frage gestellt, die nicht genug in Verteidigung investieren. Studie: Trotz Arbeit von Armut bedroht: Der Anteil der Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs von Armut bedroht sind, ist in Europa laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gewachsen. Wie aus dem "Social Justice Index 2016" hervorgeht, stieg ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent; 2013 lag er noch bei 7,2 Prozent. Auch wenn die EU-Staaten sich langsam von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholten, komme der Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht bei allen Menschen an, teilte die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh mit. Noch immer sei mit 118 Millionen Menschen jeder vierte EU-Bürger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Gründe sehen die Autoren der Studie im wachsenden Niedriglohnsektor und einer Spaltung der Arbeitsmärkte in reguläre und atypische Formen von Beschäftigung. Deutschland liegt in der Rangliste auf Platz sieben im EU-Vergleich. Bulgariens Regierungschef Borissow tritt nach Niederlage seiner Kandidatin zurück: Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow hat nach der Niederlage der Regierungskandidatin Zezka Zatschewa bei der Präsidentenwahl wie erwartet den Rücktritt seines bürgerlichen Mitte-Rechts-Kabinetts angekündigt. Er werde am ersten Werktag des Parlaments den Rücktritt einreichen, sagte Borissow in Sofia. Aus den Ergebnissen der Präsidentenwahl werde klar, dass die Regierungskoalition keine Mehrheit mehr habe, begründete Borissow seine Entscheidung. Nach Angaben der Wahlkommission stimmten mehr als 59 Prozent der Wähler für den russlandfreundlichen Oppositionskandidaten Rumen Radew. Zatschewa kam demnach lediglich auf gut 36 Prozent.

12.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großdemo von Aleviten und Kurden in Köln: Bis zu 30.000 Aleviten und Kurden werden an diesem Samstag zu einer Großkundgebung in Köln gegen die türkische Regierungspartei AKP und Staatschef Recep Tayyip Erdogan erwartet. Die von Aleviten angemeldete Demonstration steht unter dem Motto "Für Demokratie, Frieden und Freiheit". Die Protestversammlung richtet sich vor allem gegen die jüngsten Festnahmen führender Kurdenpolitiker und regierungskritischer Journalisten in der Türkei. In ihrem Aufruf zu der Kundgebung wirft die Alevitische Gemeinde der AKP vor, diese habe die Türkei "in einem atemberaubenden Tempo" zu einer Diktatur gemacht. Taliban verüben Anschlag auf US-Stützpunkt in Afghanistan: Die radikal-islamischen Taliban haben bei einem Anschlag auf den US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan mindestens vier Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Dies teilte die NATO-Mission "Resolute Support" mit. Ein Taliban-Sprecher erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Gegenwärtig sind noch knapp 10.000 US-Soldaten in Afghanistan. Erst vor wenigen Tagen hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Unterdessen erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Deutschland wolle an seinem Engagement in Afghanistan festhalten. Man könne das Land nicht einfach im Stich lassen, sagte Müller der "Passauer Neuen Presse". Trump: Teile von "Obamacare" sollen bleiben: Donald Trump will anscheinend zumindest Teile der von US-Präsident Barack Obama durchgesetzten Gesundheitsreform aufrechterhalten, die unter dem Namen "Obamacare" bekanntgeworden ist. Die Regelung, dass Versicherer Patienten nicht wegen Vorerkrankungen ablehnen können, halte er für richtig, sagte Trump dem "Wall Street Journal" in seinem ersten Interview seit der Präsidentschaftswahl. Die Zeitung stellte Teile des Interviews am Freitag online. Außerdem will Trump die Regelung aufrechterhalten, dass Kinder für bestimmte Zeit bei ihren Eltern mitversichert bleiben können. Aus Respekt für Obama wolle er darüber nachdenken, die Reform nicht vollends rückgängig zu machen. Der Meinungsumschwung des Republikaners kam nach Einschätzung der Zeitung wohl durch den Einfluss Obamas bei einem Gespräch mit Trump am Donnerstag zustande. Zehntausende demonstrieren am Unabhängigkeitstag in Warschau: Zehntausende Nationalisten sind am polnischen Unabhängigkeitstag durch Warschau gezogen. An dem Marsch unter dem Motto "Polen als Bastion Europas" nahmen etwa 75.000 Menschen teil, wie Innenminister Mariusz Blaszczak sagte. Die Veranstalter sprachen sogar von bis zu 100.000 Teilnehmern. Während des Zuges waren tausende weiß-rote Nationalflaggen zu sehen, immer wieder knallten Feuerwerkskörper, bengalische Lichter hüllten die Menschenmassen in roten Rauch. Dennoch verlief die Veranstaltung Polizeiangaben zufolge ohne Zwischenfälle. In den Vorjahren war es wiederholt zu schweren Ausschreitungen gekommen, gewaltbereite Hooligans griffen die Beamten an. Dieses Jahr waren rund 7000 Polizisten im Einsatz. Türkische Polizei nimmt französischen Journalisten fest: In der Türkei ist am Freitag ein Journalist der französischen Online-Zeitung "Les Jours" festgenommen worden. Nach Angaben von Chefredakteurin Isabelle Roberts war Olivier Bertrand gemeinsam mit einem türkischen Fotografen für eine Reportage in der anatolischen Provinz Gaziantep unterwegs, als er von Polizisten festgehalten wurde. Die französische Botschaft in Ankara erklärte, sie stehe mit Bertrand und den türkischen Behörden in Kontakt. Ein Vertreter der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sprach in einer Twitter-Mitteilung von einer "illegalen Festnahme", die der "Einschüchterung" diene. Die türkischen Behörden gehen seit dem Putschversuch vom 15. Juli massiv gegen Regierungsgegner und kritische türkische Journalisten vor. Zugleich haben sich auch die Arbeitsbedingungen für ausländische Reporter in der Türkei erschwert. US-Schauspieler Robert Vaughn gestorben: Der amerikanische Schauspieler Robert Vaughn ist im Alter von 83 Jahren an Leukämie gestorben. Vaughn spielte in Filmen wie "Bullitt", "Die Brücke von Remagen" und "Die glorreichen Sieben". Der gebürtige New Yorker wurde einem breiteren Publikum durch seine Rolle als Napoleon Solo in der Fernsehserie "Solo für O.N.C.L.E." bekannt. Die Agenten-Serie war in den 60er Jahren in den USA ein großer TV-Hit. Für seine Nebenrolle in "Der Mann aus Philadelphia" war er 1959 für einen Oscar nominiert worden. 1992 war er in dem saarländischen "Tatort"-Krimi mit dem Titel "Camerone" in der Rolle eines ehemaligen Geheimdienstmannes auf den deutschen Bildsc

11.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sprengstoffanschlag auf deutsches Konsulat in Masar-i-Sharif: Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban-Milizen auf das deutsche Generalkonsulat in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Etwa 120 Menschen wurden nach Angaben der behandelnden Ärzte verletzt. Ein Selbstmordattentäter hatte einen mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster gegen die Mauer des Gebäudes gesteuert. Anschließend berichteten Sicherheitskräfte von Kämpfen. In der Nacht zum Freitag teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit, der Angriff sei beendet. Alle deutschen Konsulatsmitarbeiter seien unverletzt in Sicherheit. Zuvor hatten Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe, darunter auch Deutsche, das Gebäude durchkämmt. Die Taliban erklärten, der Angriff sei ein Vergeltungsschlag für einen NATO-Luftangriff vor einer Woche gewesen, bei dem mehr als 30 Zivilisten getötet worden waren. Versöhnliche Töne zwischen Obama und Trump im Weißen Haus: Betont harmonisch haben US-Präsident Barack Obama und sein designierter Nachfolger Donald Trump die Machtübergabe eingeleitet. Obama empfing den Milliardär zu einem 90-minütigen Treffen im Weißen Haus und bot ihm ungeachtet des von persönlichen Angriffen geprägten Wahlkampfes seine Unterstützung an. Anschließend sprach der US-Präsident von einem "ausgezeichneten Gespräch". Die Themenpalette reichte demnach von der Außen- über die Innenpolitik bis zu organisatorischen Fragen der Amtsübernahme. Obama versprach, seine Regierung werde ihr "Möglichstes" tun, um dem neu gewählten Staatschef zu helfen. Der in Regierungsdingen unerfahrene Trump erklärte, er freue sich auf die Zusammenarbeit und sei offen für Ratschläge. Das Treffen hätte nach seinem Geschmack "noch viel länger" dauern können. Trump nennt politische Prioritäten: US-Immobilienmilliardär Donald Trump hat erstmals Angaben zu seinen politischen Vorhaben gemacht, ohne allerdings präzise zu werden. Wie im Wahlkampf angekündigt, bekräftigte er jetzt, das von Präsident Barack Obama eingeführte Gesundheitssystem "Obamacare" aufheben zu wollen und stattdessen eine "erschwingliche Krankenversicherung" einführen zu wollen. Außerdem seien die Einwanderungspolitik und der amerikanische Arbeitsmarkt im Fokus seines Teams, sagte Trump, ohne näher darauf einzugehen. Singer-Songwriter Leonard Cohen gestorben: Der kanadische Sänger, Komponist und Dichter Leonard Cohen ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Cohen sei ein "legendärer Künstler" gewesen, teilte seine Plattenfirma mit. Die Welt habe einen der meistverehrten und produktivsten Visionäre in der Musik verloren. Die Trauerfeier werde in Los Angeles stattfinden. In seiner künstlerischen Karriere übte er sich zunächst als Lyriker, wandte sich dann aber der Musik zu. In den 1960-er Jahren wurde der Singer-Songwriter zu einer der prägenden Figuren der Alternativkultur in den USA. Zu Cohens bekanntesten Liedern zählen "Halleluja", "Suzanne" und "So Long Marianne". Erst im vergangenen Monat hatte Cohen seine letzte Platte herausgebracht, "You Want It Darker". In den Songs setzte er sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander. Papst empfängt tausende Obdachlose: Zum Abschluss des Heiligen Jahres in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus mehrere tausend Obdachlose nach Rom eingeladen. Die insgesamt etwa 6000 Menschen aus 20 europäischen Ländern werden von Freitag bis Sonntag im Vatikan bleiben, wie in Rom mitgeteilt wurde. Mit der Aktion sollen die gesellschaftlich "Schwächsten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Kirche und Welt" gestellt werden. Unter den sozial Benachteiligten kommen auch 500 aus Deutschland. Am Sonntag geht das außerordentliche "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" zu Ende, das am 8. Dezember 2015 von Franziskus ausgerufen worden war.

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