Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

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17.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Monopolkommission kritisiert Lufhansa-Übernahme von Air-Berlin: Die insolvente Air Berlin verhandelt neben der Lufthansa mit zwei weiteren Interessenten über eine Übernahme von Teilen ihres Geschäfts. Das bestätigte Vorstandschef Thomas Winkelmann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet. Die Bundesregierung gewährte der Fluggesellschaft einen Kredit über 150 Millionen Euro. Außer der Lufthansa soll Ryanair-Konkurrent Easyjet Branchengerüchten zufolge an Teilen von Air Berlin interessiert sein. Auch die Thomas-Cook-Tochter Condor hat Interesse angemeldet. Deutsche Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen die mögliche Air-Berlin-Übernahme durch die Lufthansa. Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sagte der "Rheinischen Post", die Lufthansa müsse mit strengen Auflagen rechnen. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries betonte, aus kartellrechtlichen Gründen könne nicht eine Airline alle Landerechte übernehmen. Venezuela protestiert gegen deutsche Regierungskritik: Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hat die deutsche Regierung wegen Einmischung in innere Angelegenheiten scharf kritisiert. Arreaza bestellte den Deutschen Botschafter Stefan Andreas Herzberg ein und überreichte ihm eine entsprechende Protestnote. Weder Deutschland noch ein anderes Land der Welt hätten das Recht sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einzumischen, sagte Arreaza. Er bezog sich dabei auf Äußerungen des Sprechers von Kanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, in der Regierungspressekonferenz am Montag. Dort hatte Seibert im Bezug auf die Ereignisse in Venezuela erklärt, dass mit willkürlichen Verhaftungen und exzessiver Gewalt gegen Regierungsgegner Schluss sein müsse. Seibert sprach von einer faktischen Entmachtung des Parlaments und forderte Schutzgarantien für die abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega. Sie hatte unter anderem Staatspräsident Nicolás Maduro den Umbau des politischen Systems zu einer Diktatur vorgeworfen. Mexiko sieht nach erstem Nafta-Gespräch keine Annäherung: Bei den ersten Gesprächen über eine Neufassung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta hat es nach Einschätzung Mexikos keine Annäherung gegeben. Dazu sei es noch zu früh, sagte Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo in Washington. Der erste Tag der Verhandlungen zwischen den USA, Mexiko und Kanada habe keine Überraschung gebracht. Alle Seiten müssten sich flexibel zeigen, forderte Guajardo weiter. Er hoffe, dass die zweite Runde Schwung in die Verhandlungen bringen werde. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer betonte, dass die Gespräche bis Jahresende abgeschlossen sein sollten. Er signalisierte zugleich eine harte Linie. US-Präsident Donald Trump habe kein Interesse daran, das Abkommen nur leicht anzupassen. Benötigt würden umfassende Änderungen, sagte Lighthizer. Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland erklärte dagegen, die Handelsbilanz sei für ihr Land kein Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg eines Abkommens. Trump löst zwei Beratergremien auf: Nach zahlreichen Rücktritten aus seinen Berater-Zirkeln hat US-Präsident Donald Trump gleich zwei Gremien zu Fragen der Wirtschaftspolitik aufgelöst. Wegen Trumps zögerlicher Reaktion auf die Gewaltausbrüche bei einer Kundgebung ultrarechter und rassistischer Gruppierungen in Charlottesville hatten mehrere prominente Wirtschaftsführer ihre Beratertätigkeit für Trump beendet, darunter die Chefs der US-Konzerne Merck, Intel und 3M sowie der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO. Trump erklärte daraufhin über Twitter, er löse den Rat für Industrie sowie das Strategie- und Politikforum auf, anstatt die dort vertretenen Firmenchefs unter Druck zu setzen. Noch am Dienstag hatte Trump dazu erklärt, für jeden, der den Rat verlasse, habe er mehrere, die deren Plätze einnehmen würden. Die Nachricht von der Auflösung der Beratergremien belastete die Aktienkurse und den Dollar. Bulgarien setzt Kampftruppen für den Grenzschutz ein: Bulgarien will im Kampf gegen illegale Einwanderung den Grenzschutz zum Nachbarland Türkei massiv ausbauen. Verteidigungsminister Krasimir Karakachanow sagte der Tageszeitung "Welt", für die Überwachung der Grenzabschnitte werde künftig verstärkt das Militär eingesetzt. Insgesamt sollen nach Angaben des Vize-Regierungschefs bis zu 600 Soldaten zum Einsatz kommen, darunter auch "hoch spezialisierte Kampftruppen". Karakachanow kündigte auch eine verstärkte Überwachung mit Videokameras und Drohnen an. Seit die türkisch-bulgarische Grenze fast komplett durch Stacheldraht-Zäune geschlossen wurde, hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die über die Balkanroute in die EU gelangen wollen, deutlich reduziert. Karakachanow kritisierte, dass es der EU bislang nicht gelungen sei, die Mittelmeerroute für Flüchtlinge zu schließen.

16.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Charlottesville: Trump beharrt auf Schuld "beider Seiten": US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene Aussage verteidigt, dass für die Gewalt in Virginia sowohl rechte als auch linke Gruppen verantwortlich seien. Linke Demonstranten hätten "mit Gewalt die andere Gruppe attackiert". Er griff damit auf seine anfänglichen auch in den eigenen Reihen kritisierten Äußerungen zurück. Darin hatte er zwar allgemein die Gewalt in Charlottesville vom Wochenende verurteilt, Rassisten und Neonazis aber nicht erwähnt. Auch vom rassistischen Ku Klux Klan hatte der US-Präsident sich zunächst nicht distanziert. Mehrere führende Wirtschaftsvertreter haben sich als Reaktion auf Trumps Verhalten aus Beratergremien des Präsidenten zurückgezogen. Diplomatie entspannt Nordkorea-Konflikt: Nach einer leichten Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea drängen China und Russland die beiden Staaten zum Dialog. Das russische Außenministerium teilte nach einem Telefonat zwischen Ressortchef Sergej Lawrow und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi mit, es sei dabei um Möglichkeiten gegangen, "aus der Konfrontationsspirale auf der koreanischen Halbinsel herauszukommen". Es sei die Zeit gekommen, um "zu Friedensgesprächen zurückzukehren", hieß es dazu in Peking. Zuvor hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verlautbaren lassen, er sehe zunächst davon ab, Raketen in Richtung der Pazifikinsel Guam abzufeuern. Die Vereinigten Staaten unterhalten dort einen wichtigen Militärstützpunkt. Zugleich rief Kim Washington auf, Provokationen gegen sein Land "sofort" zu stoppen. US-Außenminister Rex Tillerson ließ mitteilen, die USA seien weiterhin zum Dialog bereit. London will keine harte Irland-Grenze nach Brexit: Die britische Regierung sieht trotz Brexits keinen Bedarf für Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Landesteil Nordirland. Das geht aus einem Positionspapier für die Austrittsverhandlungen hervor. In dem vom Brexit-Ministerium in London veröffentlichten Bericht heißt es, es werde kein Zurück zu einer befestigten Grenze zwischen den beiden Teilen der irischen Insel geben. Stattdessen solle ein neues Zollabkommen mit der EU so ausgestaltet werden, dass Grenzposten nicht notwendig seien. Brexit-bedingte Grenzkontrollen hatten bereits Befürchtungen vor einem neuen Aufflammen des Nordirland-Konflikts geschürt. Die EU-Mitgliedschaft beider Teile der irischen Insel und der freie Grenzverkehr gelten als wichtige Bausteine für den Friedensschluss im Karfreitagsabkommen von 1998. FARC-Rebellen komplett entwaffnet: Mit dem Abtransport der letzten beschlagnahmten Waffen hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos den rund 50 Jahre dauernden Konflikt mit der linken FARC-Guerilla offiziell für beendet erklärt. "Heute haben wir Adiós gesagt zu den Waffen der FARC", betonte Santos. Bei Fonseca, in der Nähe der Karibikküste, verließen die letzten beiden UN-Container mit Waffen und Sprengstoff eines der 26 Camps, wo 6800 Guerilleros sich zur Waffenabgabe versammelt hatten. Die Abgabe von rund 8100 Waffen in den Camps war schon seit Wochen beendet. Seit 1964 erschütterte der Konflikt Kolumbien, über 220.000 Menschen starben bei Kämpfen zwischen Guerilla, Soldaten und Paramilitärs. Für seine Arbeit als Vermittler hatte Santos den Friedensnobelpreis bekommen. Ryanair wittert "Komplott" bei Air Berlin-Insolvenz: Der irische Billigflieger Ryanair hat Kartellbeschwerde gegen eine mögliche Übernahme der deutschen Fluglinie Air Berlin durch Lufthansa eingereicht. Ryanair habe beim Bundeskartellamt und bei der EU-Wettbewerbskommission Beschwerde eingelegt wegen des "offensichtlichen Komplotts" zwischen der Bundesregierung, Lufthansa und Air Berlin, teilte das Unternehmen mit. Die Insolvenz sei "künstlich erzeugt" und offensichtlich aufgesetzt, "damit Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin übernehmen" könne und dies widerspreche sämtlichen Wettbewerbsregeln von Deutschland und der EU, erklärte der Billigflieger auf seiner Homepage. Auch die Bestimmungen zu staatlichen Beihilfen würden ignoriert, beklagt Ryanair mit Blick auf den Überbrückungskredit der Regierung von 150 Millionen Euro an Air Berlin. Daniel Craig bestätigt Rückkehr als James Bond: Lange wurde spekuliert, jetzt hat er es selbst bestätigt: Daniel Craig wird erneut James Bond darstellen. Auf eine entsprechende Frage des Moderators Stephen Colbert in dessen "The Late Show" antwortete der 49-Jährige Brite kurz und klar mit: "Ja." Ende Juli hatten britische und amerikanische Medien berichtet, dass Craig nach den Filmen "Casino Royale", "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre" auch im 25. Bond-Abenteuer die Hauptrolle übernehmen soll. Angeblich wurden ihm umgerechnet 90 Millionen Euro geboten. In den US-Kinos zu sehen sein wird der nächste Film mit dem britischen Agenten 007 ab November 2019.

15.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mattis warnt Nordkorea vor Krieg: US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Nordkorea davor gewarnt, einen Krieg gegen sein Land zu riskieren. "Wenn sie die Vereinigten Staaten unter Beschuss nehmen, könnte sich dies sehr schnell zu einem Krieg zuspitzen", sagte Mattis vor Journalisten. Zuletzt hatte die nordkoreanische Regierung Vorbereitungen für einen Angriff nahe der Pazifikinsel Guam angekündigt, wo die USA einen Militärstützpunkt haben. Mattis sagte dazu, die USA könnten die Flugbahn einer nordkoreanischen Rakete binnen Augenblicken abschätzen. Sollte die Rakete Kurs auf Guam nehmen, "werden wir sie außer Gefecht setzen". Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bekräftigte derweil bei einem Besuch des Hauptquartiers der Raketentruppen die Bereitschaft zu einem Angriff auf Guam. Um einen Krieg zu verhindern, sollten die Amerikaner als ersten Schritt eine "ordentliche Option" unterbreiten und darauf Taten folgen lassen, sagte Kim. China droht USA im Falle von Sanktionen im Handelsstreit mit Gegenmaßnahmen: China hat den USA Gegenmaßnahmen angedroht, sollte die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Untersuchung der chinesischen Handelspraktiken zu Strafmaßnahmen führen. China werde nicht "tatenlos herumsitzen", erklärte das Handelsministerium in Peking. Jeder Protektionismus durch die USA werde den Interessen beider Seiten schaden. Trump hatte am Montag seinen Handelsbeauftragten Robert Lightizer damit beauftragt, Chinas Handelspraktiken genauer zu untersuchen und dabei vor allem den Umgang Pekings mit dem geistigen Eigentum. Sollte die US-Regierung feststellen, dass chinesische Gesetze und Handelspraktiken US-Erfindern und Technologiefirmen tatsächlich schaden, drohte Trump mit Handelssanktionen. Iran droht mit Ende des Atomabkommens bei neuen US-Sanktionen: Der Iran hat mit der Aufkündigung des Atomabkommens von 2015 gedroht, falls die USA weitere Sanktionen verhängen sollten. Präsident Hassan Rohani sagte im Parlament, man könne das Abkommen "binnen Stunden" aufkündigen, sollte Washington seine Politik "der Sanktionen und des Zwangs" fortsetzen. Die "gescheiterte Erfahrung von Sanktionen und Zwang" habe bereits frühere US-Regierungen an den Verhandlungstisch gebracht. Rohani warf den Vereinigten Staaten vor, wiederholt gegen ihre eigenen Zusagen zum Atomabkommen verstoßen zu haben. Die USA seien "kein verlässlicher Verhandlungspartner" mehr. Auch Präsident Donald Trump habe der Welt gezeigt, dass er "kein guter Partner" sei. Trump ist ein scharfer Kritiker des internationalen Atomabkommens. Seit seinem Amtsantritt im Januar haben sich die bilateralen Beziehungen deutlich verschlechtert. Die USA verhängten seither mehrfach neue Sanktionen gegen den Iran. Maduro ruft zu Militärübungen auf: Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat die Bevölkerung des Landes nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump auf eine "imperialistische" Invasion seitens der USA vorbereitet. In der Hauptstadt Caracas rief Maduro vor tausenden Anhängern zu Militärübungen auf. Alle Venezolaner sollten an den für 26. und 27. August geplanten Übungen teilnehmen - Militärangehörige und Zivilisten. Zugleich forderte der sozialistische Präsident, gegen den seit Monaten zahlreiche Menschen demonstrieren, ein Gespräch mit Trump. Der US-Präsident hatte zuletzt gesagt, er schließe einen Einsatz des US-Militärs nicht aus. Sein Stellvertreter Mike Pence ruderte bei einem Besuch in Kolumbien wieder zurück: Die USA wollten die venezolanische Regierung mit diplomatischem und wirtschaftlichem Druck dazu bewegen, die Demokratie wiederherzustellen, sagte Pence. Tote bei Angriff auf UN-Posten in Mali: Bei einem Angriff auf einen UN-Stützpunkt in Mali sind mindestens 13 Menschen getötet worden, unter ihnen auch sechs Angreifer. Bewaffnete hätten die Lager der Vereinten Nationen in Timbuktu überfallen, teilte die UN-Truppe Minusma mit. Sieben Personen wurden demnach verletzt. In Mali kommt es immer wieder zu Angriffen auf Blauhelmsoldaten. Das Land war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt, mehrere islamistische Gruppierungen brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein. Sie wird inzwischen von der UN-Mission Minusma unterstützt, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist. Die Mission zur Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes zählt zu den gefährlichsten UN-Einsätzen weltweit. Auto rast in Pizzeria - Mädchen getötet: In Frankreich ist ein Autofahrer in eine Pizzeria gerast und hat dabei ein 13-jähriges Mädchen getötet. Bei dem Vorfall in dem Ort Sept-Sorts, 60 Kilometer östlich von Paris, wurden mindestens zwölf Menschen verletzt, einige von ihnen schwer, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Die Ermittler gehen von einem möglichen Suizid-Versuch des Fahrers aus. Er wurde festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lenkte der 31-Jährige seinen Wagen "vorsätzlich" in das Restaurant. Es handele sich vermutlich aber nicht um einen "Terrorakt", hieß es. In Frankreich gilt nach einer Serie von Anschlägen der Ausnahmezustand. Erst vor fünf Tagen hatte ein Algerier bei einer Attacke mit einem Auto nahe Paris sechs französische Soldaten verletzt.

14.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump bleibt nach Gewalt von Rechtsextremisten unter Druck: US-Präsident Donald Trump steht nach den Ausschreitungen rechtsextremer Gruppen vom Wochenende weiter im Kreuzfeuer der Kritik. In mehreren US-Städten gab es Demonstrationen gegen Neonazis und Rassismus. Das Weiße Haus wies Vorwürfe auch von republikanischen Politikern zurück, Trump habe sich nicht klar genug von den Ultra-Rechten und den Vertretern einer weißen Vorherrschaft distanziert. Bei der Gewalt in Charlottesville im Bundesstaat Virginia war eine Frau ums Leben gekommen, mindestens 34 Menschen wurden verletzt. Der Bürgermeister der Universitätsstadt, Michael Signer, beschuldigte Trump gar, mit seiner Wahlkampfrhetorik für die Eskalation mitverantwortlich zu sein. Der Präsident habe "sehr klar betont, dass er alle Formen der Gewalt, des Fanatismus und Hasses verurteilt", mühte sich das Weiße Haus um Klarstellung. Dies gelte "natürlich auch für Neonazis, den Ku Klux Klan und alle extremistischen Gruppen". Chinesische Parteizeitung warnt USA vor Handelskrieg: Eine chinesische Parteizeitung hat gewarnt, US-Präsident Donald Trump könne einen Handelskrieg heraufbeschwören, sollte er seine Pläne zur Untersuchung vorantreiben, ob China amerikanische Technologie stehle. In dem Kommentar des englischsprachigen Blatts "China Daily" wird aber nicht darauf eingegangen, wie mögliche Gegenmaßnahmen aussehen könnten. Trump will an diesem Montag offiziell eine Untersuchung von Pekings Handelspraktiken einleiten. Nach Angaben von Regierungsbeamten wird er in Washington dazu ein Memorandum unterzeichnen. Nach Medienberichten soll es dabei vor allem um den Peking zur Last gelegten Diebstahl geistigen Eigentums gehen. Die USA schätzen die Verluste für die US-Wirtschaft durch gefälschte Waren, Software-Piraterie und Industriespionage auf jährlich mehr als 255 Milliarden Dollar. US-Vizepräsident: Friedliche Lösung in Venezuela-Krise möglich: Venezuela befindet sich nach den Worten von US-Vizepräsident Mike Pence auf dem Weg in eine Diktatur. Die Vereinigten Staaten würden das Aufkommen eines Diktators nicht akzeptieren, sagte Pence zu Beginn einer Lateinamerikareise in Kolumbien. Es könnten schon bald neue Sanktionen gegen Venezuela verhängt werden. Eine friedliche Lösung der Unruhen und politischen Wirren in dem Land sei jedoch weiterhin möglich. US-Präsident Donald Trump hatte Venezuela mit einer Militärintervention gedroht und war damit bei lateinamerikanischen Ländern auf Kritik gestoßen. In dem unter einer schweren Wirtschaftskrise leidenden Venezuela ist ein Machtkampf zwischen dem sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro und der Opposition entbrannt. Bei Protesten wurden seit April mehr als 120 Menschen getötet, mehrere Tausend wurden verhaftet. Terrorangriff in Ouagadougou - Mindestens 18 Tote: Bei einem Terrorüberfall auf ein Restaurant in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou sind nach Angaben von Sicherheitskräften mindestens 18 Menschen getötet worden, darunter auch zwei der Angreifer. Vermutlich islamistische Extremisten hatten im Zentrum der Stadt das Feuer auf die Gäste des bei Ausländern beliebten türkischen Lokals eröffnet und sich anschließend in dem Gebäude verschanzt. Im Januar 2016 hatten Dschihadisten ein Restaurant und ein Hotel in Burkina Faso angegriffen. Dabei waren 30 Menschen umgekommen, unter ihnen mehrere Ausländer. Türkischer Polizist von mutmaßlichem IS-Mitglied erstochen: Ein türkischer Polizist ist in Istanbul von einem mutmaßlichen Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" erstochen worden. Nach Angaben der Agentur Anadolu hatte die Polizei den Mann zuvor bei einem Einsatz gegen einen möglichen Bombenanschlag festgenommen. Bei der Vernehmung im Polizeihauptquartier habe der Mann plötzlich ein Messer gezückt und auf einen Polizisten eingestochen. Der Beamte starb kurz darauf im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Alfano wirft EU Versagen in Flüchtlingspolitik vor: Der italienische Außenminister Angelino Alfano hat den EU-Staaten vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise auf der Mittelmeerroute Versagen vorgeworfen. Das Umverteilungsprogramm funktioniere nicht, sagte Alfano der "Bild"-Zeitung. Es fehle an einer gemeinsamen europäischen Migrationspolitik, die sich der Ankünfte aus Afrika annehme. Italien könne diese Last nicht alleine verkraften. Außerdem müsse in Libyen die Lage verändert werden, damit man den Menschenhandel bekämpfen und die Flüchtlingsströme steuern könne. Alfano rechnet bis Ende des Jahres mit mehr als 200.000 Menschen, die über die Mittelmeerroute nach Europa kommen. "Und weitere Hunderttausende Menschen warten in Libyen auf die gefährliche Überfahrt, die häufig tödlich endet", sagte der Minister.

12.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump schließt militärische Schritte gegen Venezuela nicht aus: Ein Einsatz eigener Soldaten kommt für US-Präsident Donald Trump offenbar auch in Venezuela in Betracht. In dem südamerikanischen Land gebe es mehrere Möglichkeiten, darunter auch eine militärische Option, sagte Trump in Bedminster. Venezuela sei nicht sehr weit weg und die Menschen dort müssten leiden und sterben. Die Lage sei sehr gefährlich. Die Regierung in Caracas nannte Trumps Drohungen einen "Akt der Verrücktheit". Die US-Regierung hatte nach der Wahl einer sogenannten verfassungsgebenden Versammlung in Venezuela Ende Juli Sanktionen gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro und weitere Amtsträger verhängt. Kritiker befürchten, dass Maduro mit dem Gremium seine Macht sichern und eine Diktatur errichten will. Eine Anfrage aus Caracas für ein Telefonat der beiden Staatschefs war von Trump am Freitag abgelehnt worden. Trump bekräftigt Drohungen an Nordkorea: US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen an Nordkorea noch einmal bekräftigt. An seinem Urlaubsort Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey sagte Trump, Machthaber Kim Jong Un werde Aktionen gegen die US-Pazifikinsel Guam oder einen anderen Ort auf amerikanischem Territorium bereuen. Zugleich distanzierte sich Trump von Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die zur Mäßigung aufgerufen und vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt hatte. Merkel habe sich dabei möglicherweise auf Deutschland bezogen, aber sicher nicht auf die USA, so Trump. Die Europäische Union plant ein Sondertreffen zur Nordkorea-Krise. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini berief für kommenden Montag die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter ein. Chinas Präsident Xi Jinping forderte Trump in einem Telefonat zur Mäßigung im Atomstreit auf. Kenyatta zum Wahlsieger in Kenia ausgerufen: In Kenia ist das offizielle Endergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Dienstag bekannt gegeben worden. Wie die Wahlkommission mitteilte, erhielt Amtsinhaber Uhuru Kenyatta 54,3 Prozent der Stimmen und bleibt damit Präsident. Sein Konkurrent Raila Odinga kam demnach auf 44,7 Prozent. Nach der Verkündung des Wahlergebnisses rief Kenyatta seine politischen Gegner zum Frieden auf. Diese seien nicht seine Feinde, sondern Bürger derselben Republik. Die Anhänger Odingas hatten den Wahlausgang schon im Vorfeld in Zweifel gezogen. Unter anderem war der Vorwurf erhoben worden, die Datenbank der Wahlbehörde sei von Hackern manipuliert worden. Internationale Beobachter gelangten jedoch zu der Einschätzung, dass es bei der Abstimmung keine Unregelmäßigkeiten gab. Weitere umstrittene Justizreform in Polen tritt in Kraft: Mitten in der Parlamentspause ist in Polen ein Teil der international kritisierten Justizreform der nationalkonservativen Regierung in Kraft getreten. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Justizminister Zbigniew Ziobro künftig Gerichtsvorsitzende ohne Grund entlassen und ohne Rücksprache mit Juristen durch neue Kandidaten austauschen kann. Dadurch könne er die Posten mit eigenen, willfährigen Bewerbern besetzen, bemängelten Rechtsexperten und Regierungsgegner. Ungeachtet großer Proteste der Bevölkerung und eindringlicher Warnungen der EU-Kommission hatte Präsident Andzej Duda das von der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit forcierte Gesetz Ende Juli unterschrieben. Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen ein, das im letzten Schritt sogar zur Verhängung von Strafgeldern führen könnte. Mehr als 20 Tote bei Selbstmordanschlag in Syrien: Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Menschen getötet worden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Kämpfer der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Viele weitere Menschen seien bei der Explosion an der Grenze zu Jordanien zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Laut der Beobachtungsstelle zündete der Täter seinen Sprengstoffgürtel auf einem Stützpunkt der Rebellengruppe nahe dem Grenzübergang Nasib. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Im Süden Syriens werden Rebellen aber immer wieder von Extremisten mit Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" attackiert. USA wollen Nahost-Friedensprozess neu beleben: Die USA wollen offenbar eine neue Initiative für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern starten. US-Präsident Donald Trump sehe dafür eine Gelegenheit, nachdem sich die Wogen im jüngsten Streit um den Jerusalemer Tempelberg geglättet hätten, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Trump wolle zunächst drei seiner Berater in die Region entsenden, um Gesprächsoptionen zu prüfen. Den Angaben zufolge soll es sich dabei um seinen Schwiegersohn Jared Kushner, seinen Gesandten für internationale Verhandlungen, Jason Greenblatt, und die stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin, Dina Powell, handeln. Die drei wollen sich auch mit Vertretern von Staaten treffen, die den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern unterstützen könnten, darunter Saudi-Arabien, Ägypten und Katar.

11.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump: Nordkorea sollte sehr, sehr nervös sein: US-Präsident Donald Trump hat im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm nochmals nachgelegt: Seine Warnung an die Regierung in Pjöngjang sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen, sagte er auf seiner Golfanlage in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, selbst wenn es nur über einen Angriff auf die USA oder ihre Verbündeten nachdenke. Seine Drohungen in Richtung Pjöngjang vom Dienstag verteidigte der Präsident. Es sei an der Zeit, dass jemand "für die Menschen in diesem Land eintritt und auch für die Menschen in anderen Ländern". Trump hatte Nordkorea "mit Feuer und Wut" gedroht, wie es die Welt noch nicht gesehen habe. Er rief China abermals auf, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen. Gleichzeitig betonte der US-Präsident, die USA seien weiterhin offen für Verhandlungen. China protestiert gegen US-Kriegsschiff im Südchinesischen Meer: China hat scharf gegen das Manöver eines US-Kriegsschiffes in territorial umstrittenen Gewässern des Südchinesischen Meeres protestiert. Der Zerstörer "USS John S. McCain" sei illegal in das Seegebiet um ein Riff der Spratly-Inseln eingedrungen, kritisierte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. Ein solches Vorgehen untergrabe "ernsthaft" Chinas Souveränität, das Land werde daher offiziell Protest in Washington einlegen. Mit der Durchquerung der Zwölf-Meilen-Zone um die von China beanspruchten, künstlich aufgeschütteten Atolle hatten die USA für die "Freiheit der Schifffahrt" eintreten wollen. Es war das dritte Manöver dieser Art seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar. - Das internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte die weitreichenden Gebietsansprüche der Volksrepublik im Südchinesischen Meer vor einem Jahr als unrechtmäßig abgewiesen. Entlassene Staatsanwältin in Venezuela fürchtet um ihr Leben: Die von der Verfassunggebenden Versammlung entlassene Generalstaatsanwältin Venezuelas, Luisa Ortega, hat Angst um ihr Leben. Sie sei auf der Flucht, aber sie werde in ihrem Kampf für Demokratie und Freiheit in Venezuela nicht nachlassen, sagte Ortega der Nachrichtenagentur Reuters. Sie hatte im März mit Präsident Nicolás Maduro gebrochen und wurde zu einer scharfen Kritikerin des Staatschefs, der mit der Installation der neuen Verfassungsversammlung das Parlament aushebelte, in dem seit der letzten Wahl die Opposition die Mehrheit hatte. Die 59-jährige Juristin lebt versteckt und wechselt nach eigenen Angaben mindestens einmal am Tag ihren Unterschlupf. Sie fühle sich permanent verfolgt, klagte sie. Die Vereinten Nationen (UN) forderten Maßnahmen zu ihrem Schutz. Kinder in Mali zum Kämpfen gezwungen: Im Norden Malis setzen bewaffnete Gruppen nach UN-Angaben auch Kindersoldaten ein. Der Direktor der Menschenrechtsabteilung der UN-Mission für Mali (MINUSMA), Guillaume Ngefa, sagte, in der Stadt Kidal hätten dort herrschende Kämpfer des ehemaligen Rebellenbündnisses CMA 33 Gefangene genommen, darunter acht Kinder. Zwar wurde 2015 in dem westafrikanischen Land eine Waffenruhe geschlossen, besonders in den vergangenen Wochen nahmen die Kämpfe zwischen CMA-Anhängern und regierungsnahen Gruppen allerdings erheblich zu. Laut Ngefa wurden bei sieben Einsätzen der UN-Mission MINUSMA innerhalb eines Monats auf beiden Seiten Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Hinrichtungen und Entführungen festgestellt. Außerdem entdeckten UN-Helfer im Norden Malis zwei Massengräber. Zwölf europäische Länder von Eierskandal betroffen: Der Skandal um verseuchte Eier nimmt immer größere Dimensionen an: Die Behörden in zwölf europäischen Ländern meldeten am Donnerstag Funde des Insektengifts Fipronil. Kontaminierte Eier gelangten demnach auch in die Slowakei sowie nach Rumänien und Dänemark. Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht nach einem Bericht der "Rheinischen Post" inzwischen von rund 10,7 Millionen mutmaßlich belasteten Eiern in Deutschland aus. Der Skandal hat nach bisherigen Erkenntnissen seinen Ursprung in Belgien. Dort wurde offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Es wurde auch in Ställen in den Niederlanden und in einigen Fällen auch in Deutschland eingesetzt. Snapchat-Aktie stürzt nach schwachen Zahlen ab: Die Betreiberfirma der Foto-App Snapchat hat die Anleger auch mit dem zweiten Quartalsbericht nach ihrem Börsengang enttäuscht. Der Verlust weitete sich verglichen mit dem Vorjahreswert von 116 Millionen auf 443 Millionen Dollar aus. Trotz Zuwächsen bei Nutzerzahlen und Umsatz brach die Aktie des Messaging-Diensts nachbörslich zeitweise um 14 Prozent ein. Die Anzahl der täglich aktiven Nutzer stieg den Angaben zufolge auf 173 Millionen von 143 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum und 166 Millionen ein Quartal zuvor. Analysten hatten im Durchschnitt mit 175,2 Millionen gerechnet. Das US-Unternehmen bekommt die starke Konkurrenz des sozialen Netzwerkes Facebook zu spüren. Facebook und die zum Konzern gehörende Foto-App Instagram kopieren wesentliche Funktionen von Snapchat.

10.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pentagonchef warnt Nordkorea vor "Vernichtung" des eigenen Volkes: Im Atomstreit mit Nordkorea hat US-Verteidigungsminister James Mattis die Führung in Pjöngjang vor der "Vernichtung" des eigenen Volkes gewarnt. Nordkorea sei den USA und ihren Verbündeten militärisch deutlich unterlegen, sagte Mattis. Er rief Pjöngjang auf, das Programm zur Entwicklung atomarer Waffen aufzugeben. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf Twitter betont, das Nuklearwaffenarsenal der Vereinigten Staaten sei "schlagkräftiger als je zuvor". Nordkorea wiederholte derweil seine Drohung mit einem Angriff auf die Pazifikinsel Guam, wo die USA einen Stützpunkt unterhalten. Bis Mitte August solle der Einsatzplan stehen, um vier Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 auf Guam abzufeuern, berichteten staatliche Medien. Das Konzept werde Staatschef Kim Jong Un vorgelegt, der dann über das weitere Vorgehen entscheide. Die Raketen würden 30 bis 40 Kilometer vor Guam im Meer niedergehen, zitierte die Nachrichtenagentur KCNA den Chef der strategischen Streitkräfte, General Kim Rak Gyom. EU-Kommission hatte früher Informationen über Fipronil-Eier: Die EU-Kommission hat entgegen erster eigener Angaben bereits Anfang Juli Informationen zu mit Fipronil belasteten Eiern erhalten. Dies geht aus dem Bericht der belgischen Lebensmittelsicherheitsbehörde hervor. Wie die Deutsche Presse-Agentur weiter berichtet, wurde die Meldung in Brüssel bestätigt. Eine Sprecherin der Kommission hatte noch am Dienstag jegliche Kenntnis ihrer Behörde zu Fipronil-Eiern in Belgien vor dem 20. Juli verneint. Allerdings hatten sich Belgien und die Niederlande schon vorher über eine Plattform ausgetauscht, die von der EU-Kommission betrieben wird. Transgender-Frauen verklagen Trump: Fünf Transgender-Frauen aus den US-Streitkräften verklagen Präsident Donald Trump und das Pentagon vor einem Bundesgericht. Damit wollen sie erreichen, dass das von Trump reaktivierte Transgender-Verbot für verfassungsfeindlich erklärt wird. Ursprünglich sollten die Streitkräfte seit Juli offiziell für Transgender geöffnet sein. Trump verkündete jedoch vor zwei Wochen über den Kurzbotschaftendienst Twitter, dass Transgender "in keiner Funktion" in der Armee dienen dürften. Laut der Klage sehen sich die Frauen etwa mit den Fragen konfrontiert, ob sie jetzt entlassen werden und ob sie ihre Rentenbezüge verlieren. Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen sowie für solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen können. Schmuggler stößt Flüchtlinge ins Meer: Vor der Küste des Jemen, im Golf von Aden, hat ein Schlepper mehr als 120 Migranten ins Wasser gestoßen. Zuvor hatte er nach Angaben Überlebender in der Nähe "uniformierte Personen" entdeckt. 29 Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien ertranken, wie die Internationalen Organisation für Migration (IOM) mitteilte. 22 Migranten werden vermisst. Der Schlepper habe sich dann auf den Rückweg nach Somalia gemacht, um weitere Migranten an die jemenitische Küste zu bringen, berichteten Überlebende. Trotz des Bürgerkriegs und der Cholera-Epidemie im Jemen flohen in diesem Jahr bereits 55.000 Menschen vom Horn von Afrika über das Wasser in das arabische Land. Zum Teil schlagen sie sich weiter in wohlhabende Golfstaaten durch, wo sie auf Arbeit hoffen, teils flüchten sie vor Konflikten in ihren Heimatländern. Gabriel im Südsudan: Am zweiten Tag seiner Afrika-Reise besucht Außenminister Sigmar Gabriel den von Bürgerkrieg und Hunger erschütterten Südsudan. Dort bekämpfen sich seit 2013 Anhänger von Präsident Salva Kiir vom Volk der Dinka und die Unterstützer des früheren Vizepräsidenten Riek Machar vom Volk der Nuer. In der Hauptstadt Juba will der Minister über die humanitäre Lage und insbesondere über die Not der vier Millionen Sudanesen sprechen, die vor den Kämpfen und der Not in umliegende Länder geflohen sind. Das benachbarte Uganda beherbergt mehr als 1,3 Millionen Flüchtlinge, eine Million kommt aus dem Südsudan. Mexikanischer Fußballstar auf US-Liste von Drogenhändlern: Die USA haben schwere Vorwürfe gegen den mexikanischen Fußballstar Rafael Marquez erhoben. Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft sei eine der Schlüsselfiguren eines Drogenkartells, erklärte das US-Finanzministerium in Washington. Das Vermögen des Sportlers in den USA wurde eingefroren, sein Name wurde auf eine schwarze Liste gesetzt und sein Visum annulliert. US-Bürger dürfen nun keine Geschäfte mit dem Fußballer mehr machen. Er weise alle Vorwürfe zurück, dies sei das schwerste Spiel seines Lebens, entgegnete der 38-jährige auf einer Pressekonferenz. Marquez spielte lange für den FC Barcelona und steht derzeit beim CF Atlas in Guadalajara unter Vertrag. Auf der Sanktionsliste der USA sind die Namen von insgesamt 22 Personen zu finden.

09.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump richtet scharfe Drohung an Nordkorea: US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht. Wenn Nordkorea seine Drohungen gegen die USA fortsetze, werde diesen "mit Feuer, Wut und Macht begegnet, wie es die Welt noch nicht gesehen hat", sagte Trump vor einer Sitzung zur nationalen Opioid-Krise in seinem Golfclub in New Jersey. Wenige Stunden später reagierte Nordkorea. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA verbreitete eine Mitteilung, in der das kommunistische Regime in Pjöngjang mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam droht. Das Militär ziehe eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung". Zuvor waren aus verschiedenen Quellen mehrere teils vertrauliche Informationen zur Bewaffnung Nordkoreas und dem Fortschritt seines Atomwaffenprogramms öffentlich geworden. Demnach könnte Nordkorea im Besitz von Miniatur-Atomsprengköpfen sein. Eine solche Bombe würde den Berichten zufolge in nordkoreanische Interkontinentalraketen passen, die die USA erreichen könnten. Wahl in Kenia: Amtsinhaber Kenyatta vorläufig vorn: Bei den Präsidentschaftswahlen in Kenia liegt Amtsinhaber Uhuru Kenyatta nach Auszählung von fast 80 Prozent der Stimmen in Front. Nach vorläufigen Zahlen der Wahlkommission kommt Kenyatta demnach auf etwa 55 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Raila Odinga auf rund 44 Prozent. Odinga zweifelte die bisherigen Ergebnisse in einer nächtlichen Pressekonferenz vehement an. Die Zählung sei falsch und ein "Fake". Ihre eigenen Prognosen würden zeigen, dass er selbst klar vorn liege. Die Wahlen am Dienstag waren nach Angaben von Polizei und Wahlbehörde weitgehend friedlich verlaufen, allerdings blieb die Lage in Kenia weiter angespannt. Odingas Parteienbündnis Nasa berichtete von Bestechungsfällen und vorausgefüllten Stimmzetteln in einigen Wahllokalen. Auch die Jubilee-Partei von Kenyatta beschwerte sich über ähnliche Vorfälle. Venezuela: Endgültige Entmachtung des Parlaments: Venezuelas Militär hat Abgeordneten der Opposition den Zugang zum Parlament versperrt. 15 Politiker seien am Betreten des Gebäudes in der Hauptstadt Caracas gehindert worden, schrieb der Fraktionschef des Oppositionsbündnisses "Tisch der Demokratischen Einheit", Stalin González, auf Twitter. Auch einigen Journalisten soll der Zugang zum Parlament verweigert worden sein. Nach Angaben des Abgeordneten Jorge Millán sind neben der Nationalgarde auch von der Regierung bewaffnete zivile Gruppen aufmarschiert. Anschließend kam die von Staatschef Nicolás Maduro initiierte neue verfassungsgebende Versammlung im Parlamentssaal zu einer Sitzung zusammen. Unterdessen haben 17 amerikanische Staaten das Handeln von Maduro scharf verurteilt. Bei einem Sondertreffen in der peruanischen Hauptstadt Lima beschlossen die Außenminister der Länder und ihre Vertreter, dass keine Entscheidungen der Verfassungsgebenden Versammlung in Caracas akzeptiert würden. Oxfam warnt vor Gewalt an Flüchtlingen in Libyen: Die Hilfsorganisation Oxfam hat die EU-Mitgliedsstaaten davor gewarnt, Menschen an der Flucht aus Libyen zu hindern. In einem Bericht heißt es, das gefährde mehr Männer, Frauen und Kinder, "missbraucht oder ausgebeutet zu werden". Der Bericht basiert auf Befragungen von knapp 160 Migranten, die in Sizilien angekommen sind. Sie berichteten demnach von Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und Folter in dem Bürgerkriegsland. 84 Prozent gaben an, selbst Opfer von körperlicher Gewalt oder Folter geworden zu sein. Die Aussagen belegen Oxfam zufolge, dass Libyen ein Land bleibt, in dem Menschenrechte unter anderem von kriminellen Banden verletzt werden und in dem Menschen unter unzumutbaren Bedingungen leben. Roberto Barbieri, Geschäftsführer von Oxfam Italien, forderte die EU auf, "sichere Korridore" zu schaffen, über welche die Flüchtlinge nach Europa kommen könnten. Nagasaki gedenkt Atombombenangriff vor 72 Jahren: Mit einer Schweigeminute um 11.02 Uhr Ortszeit haben Tausende Menschen in Nagasaki an den Atombombenabwurf vor 72 Jahren erinnert. Zu diesem Zeitpunkt warf ein US-Flugzeug die Bombe "Fat Man" über der japanischen Stadt ab; drei Tage nach der Atomexplosion in Hiroshima. Kurz danach kapitulierte das japanische Kaiserreich. Bei dem Angriff auf Nagasaki starben unmittelbar rund 74.000 Menschen. Der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihisa Taue, kritisierte in seiner Rede, dass Japan dem im Juli beschlossenen UN-Vertrag zum Atomwaffenverbot nicht beigetreten ist. Mit dem Vertrag verpflichteten sich 122 Länder, "nie, unter keinen Umständen" Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Der ebenfalls anwesende japanische Premier Shinzo Abe reagierte in seiner Rede nicht auf die Kritik. Real Madrid gewinnt zum vierten Mal den europäischen Supercup: Real Madrid hat zum vierten Mal den europäischen Supercup gewonnen. Der Champions-League-Sieger bezwang in der mazedonischen Hauptstadt Skopje Europa-League-Gewinner Manchester United mit 2:1. Die Tore für Real schossen Casemiro und Isco. Manchester gelang durch Neuzugang Romelu Lukaku nur noch das Anschlusstor. Weltfußballer Cristiano Ronaldo wurde wegen Trainingsrückstands erst in der 83. Minute eingewechselt.

08.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahllokale in Kenia haben geöffnet: In einem angespannten Klima hat in Kenia die Präsidentschaftswahl begonnen. Nach jüngsten Umfragen wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben. Der 55-jährige Uhuru Kenyatta tritt für eine zweite Amtszeit an. Sein Herausforderer, der 72-jährige Raila Odinga, bewirbt sich zum vierten Mal um die Präsidentschaft. Überschattet wird die Wahl von der Angst vor Ausschreitungen. Nach der vorletzten Wahl 2007 wurden bei Unruhen über 1.000 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben. In einer Fernsehansprache forderte Präsident Kenyatta seine Landsleute auf, friedlich zu bleiben. Auch der frühere US-Präsident Barack Obama, dessen Vater aus Kenia stammt, rief die Ostafrikaner zu friedlichen Wahlen auf. Er appelliere an alle kenianischen Führer, Gewalt zurückzuweisen und den Willen des Volkes zu respektieren. Rund 180.000 Sicherheitskräfte werden im Einsatz sein, um die Wahl abzusichern. Knapp 20 Millionen Kenianer haben sich für die Wahl registrieren lassen. Sie entscheiden unter anderem auch über das Parlament, Senatoren und Gouverneure. Chicago klagt gegen US-Regierung: Im Streit um die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump hat die Stadt Chicago Klage gegen die US-Regierung eingereicht, wie Bürgermeister Rahm Emanuel mitteilte. Konkret geht es darum, dass einwandererfreundliche Städte mit den Bundesbehörden zusammenarbeiten sollen, um illegale Einwanderer aufzuspüren und festzunehmen. Weigern sich die sogenannten "Sanctuary Cities", droht die US-Regierung, Zuschüsse zur Polizeiausstattung zu streichen. Dagegen wehrt sich Chicago. Bürgermeister Emanuel sagte, Chicago werde immer Menschen willkommen heißen und sich auch nicht erpressen lassen, diese Werte zu ändern. Ihm zufolge ist die örtliche Polizei darauf angewiesen, mit Einwanderern zusammenzuarbeiten. US-Justizminister Jeff Sessions kritisierte das Vorgehen Chicagos scharf. Die Regierung werde nicht weiter Geld an Städte hergeben, die "stolz" gegen Gesetze verstießen und "kriminelle Fremde auf Kosten der öffentlichen Sicherheit" schützten. Nach Angaben des Bürgermeisters erhielt seine Stadt 2016 rund 1,9 Millionen Dollar Zuschüsse für die Polizeiausstattung. UN-Generalsekretär fordert Syrien-Kommission zur Weiterarbeit auf: Nach dem Rücktritt der Sonderermittlerin Carla Del Ponte hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Syrien aufgefordert, die Arbeit fortzusetzen. Über seinen Sprecher Stephane Dujarric ließ Guterres mitteilen, dass die Arbeit der Kommission "wichtiger und integraler Bestandteil" dafür sei, dass Verbrechen gegen Zivilisten im Syrien-Konflikt bestraft würden. Del Ponte zeigte sich zuvor frustriert darüber, dass sich der UN-Sicherheitsrat trotz dutzender Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Syrien nicht auf Maßnahmen einigen konnte. Guterres dankte Del Ponte für ihre Arbeit und lobte die ehemalige UN-Chefanklägerin als "unermüdliche Kämpferin für die Rechenschaftspflicht". Italien ruft Wassernotstand für Umbrien und Latium aus: Die italienische Regierung hat wegen der extremen Trockenheit für zwei weitere Regionen den Notstand ausgerufen. Betroffen sind Latium und Umbrien. Durch diesen Schritt bekommt der staatliche Katastrophenschutz Sonderbefugnisse, um besser gegen die Wasserknappheit vorzugehen. Für die sizilianischen Provinzen Messina und Agrigent wurde die Notstandsregelung verlängert. Italien leidet unter einer außergewöhnlichen Trockenheit. In etlichen Städten und Gemeinden dürfen Bewohner nicht mehr uneingeschränkt Trinkwasser verbrauchen. Ein großes Problem ist aber auch das italienische Wassernetz, das als marode gilt. Allein in der Hauptstadt Rom gehen so etwa 40 Prozent Trinkwasser verloren. Niedersachsen: Ex-Grüne Twesten nun CDU-Mitglied: Die ehemalige niedersächsische Grünen-Landtagsabgeordnete Elke Twesten ist der CDU beigetreten. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Rotenburg/Wümme sagte, der Vorstand habe die 54-Jährige am Montagabend einstimmig aufgenommen. Damit gehört Twesten nun auch der CDU-Landtagsfraktion an. Das hat zur Folge, dass die knappe Ein-Stimmen-Mehrheit der rot-grünen Regierungskoalition in Niedersachsen zugunsten der Opposition kippt. Am 15. Oktober soll daher ein neuer Landtag gewählt werden. Twesten hatte am Freitag angekündigt, von den Grünen zur CDU zu wechseln. Die Abgeordnete hatte ihren Wechsel mit einem seit längerem anhaltenden Entfremdungsprozess erklärt.

07.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea noch nicht zu Gesprächen bereit: Nordkorea hat sich im Konflikt um sein Atom- und Raketenprogramm skeptisch zu einem südkoreanischen Dialog-Angebot geäußert. Bei einer kurzen Begegnung mit seiner südkoreanischen Kollegin Kang Kyung Wha am Rande eines Regionalforums der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Manila sagte Außenminister Ri Yong Ho, der Offerte mangele es angesichts der am Samstag verschärften UN-Sanktionen an Aufrichtigkeit. Chinas Außenminister Wang Yi ergänzte allerdings, Nordkorea habe damit das Angebot nicht völlig zurückgewiesen. Südkoreas neuer Staatschef Moon Jae In mahnte in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, es müsse eine friedliche und diplomatische Lösung gefunden werden. Der Süden könne es nicht zulassen, dass "ein weiterer Krieg ausbricht". Südkoreanische Ankläger fordern zwölf Jahre Haft für Samsung-Erben: Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye hat die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft für den Erben des Großkonzerns Samsung beantragt. Lee Jae Yong, der derzeit als Vizepräsident von Samsung Electronics amtiert, sei der "ultimative Begünstigte" der Straftaten in dem Skandal gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Lee soll Geld an dubiose Stiftungen gezahlt haben, um sich die Gunst der Ex-Präsidentin zu sichern. Davon habe er sich auch Unterstützung für eine Unternehmensfusion im Jahr 2015 erhofft, argumentierte die Anklage. Park war im März vom südkoreanischen Verfassungsgericht ihres Amtes enthoben worden. Sie steht selbst wegen Korruption vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, namhafte südkoreanische Unternehmen unter Druck gesetzt zu haben, damit diese hohe Summen an Stiftungen aus ihrem Umfeld zahlen. Venezuelas Führung spricht von "Terrorangriff": Das Militär in Venezuela hat nach eigenen Worten einen "terroristischen" Angriff abgewehrt. Eine bewaffnete Gruppe angeblich abtrünniger Soldaten griff den Militärkomplex Paramacay in Valencia, 170 Kilometer westlich von Caracas, an. Der sozialistische Staatschef Nicolás Maduro sagte im Staatsfernsehen, zwei der Angreifer seien getötet, einer verletzt und sieben festgenommen worden. Zehn weitere konnten demnach vorerst fliehen. Wie das Militär mitteilte, haben die Festgenommenen gestanden, im Auftrag von Regierungsgegnern gehandelt zu haben. Maduro behauptete, die Geldgeber säßen "in Miami und Kolumbien". Das Ereignis könnte ein Indiz sein, dass es im Militärapparat Risse gibt. Bisher konnte sich der Staatschef der Unterstützung des Militärs sicher sein. Der Vizechef der Sozialisten, Diosdado Cabello, betonte, dass in "allen anderen Militäreinheiten im Land absolute Normalität" herrsche. Dazu gab es aber widersprüchliche Angaben. Niedersachsen veröffentlicht umstrittene Redemanuskripte: Im Streit über eine Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil zum Abgasskandal bei Volkswagen versucht die Landesregierung, Transparenz zu schaffen. Dafür hat sie zwei Versionen des Redemanuskriptes veröffentlicht. Auslöser für den Schritt war ein Bericht der "Bild am Sonntag". Die Zeitung hatte einen anonymen VW-Mitarbeiter zitiert, der behauptete, der Autokonzern habe eine Regierungserklärung des Ministerpräsidenten "weichgespült" und Kritik abgeschwächt. Weil selbst, der auch VW-Aufsichtsrat ist, wies die Vorwürfe zurück. Ihm zufolge stimmt es zwar, dass der Konzern 2015 seine Regierungserklärung zu den Vorwürfen im Abgasskandal prüfen und verändern durfte. Dabei sei es jedoch nur um rechtliche Klarstellungen gegangen. Wie aus den nun verbreiteten Dokumenten hervorgeht, machte VW mehrere Änderungsvorschläge, die teils angenommen, teils aber auch abgelehnt wurden. UN-Sonderermittlerin Carla Del Ponte gibt auf: Die Juristin Carla Del Ponte tritt aus der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Syrien zurück. Die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" zitiert die 70-Jährige, sie sei "frustriert". Demnach sei sie nur als "Alibi-Ermittlerin ohne politische Unterstützung" eingesetzt worden. Sie warf den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates vor, keine Gerechtigkeit zu wollen. Die Kriegsverbrechen in Syrien seien schlimmer als in Jugoslawien oder beim Völkermord in Ruanda. In beiden Fällen war sie Chefanklägerin am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Im September werde sie an ihrer letzten Sitzung teilnehmen. Die Untersuchungskommission für Syrien wurde im August 2011 gegründet, wenige Monate nach dem Beginn der Proteste gegen Machthaber Baschar al-Assad. Bis heute erhielten die Mitglieder keine Erlaubnis der syrischen Führung, in das Land zu reisen.

05.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea: Die USA haben im UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf mit schärferen Sanktionen gegen Nordkorea vorgelegt. Der Entwurf zielt auf die Exporteinnahmen des kommunistischen Landes ab. Laut Diplomaten soll am Samstag darüber abgestimmt werden. Pjöngjang soll der Geldhahn zugedreht werden, indem der Regierung rund eine Milliarde US-Dollar entzogen würde. Der Exportbann würde Ausfuhren von Kohle, Stahl, Eisen, Blei und Meeresfrüchten betreffen. Im Zuge des Konflikts mit Nordkorea hatte Washington zuletzt auch ein Verbot für US-Bürger verhängt, in das ostasiatische Land zu reisen. Dieses Verbot soll im September in Kraft treten. Ruandas Präsident Kagame im Amt bestätigt: Ruandas langjähriger Präsident Paul Kagame ist wie erwartet mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. Der 59-Jährige erhielt bei der Präsidentschaftswahl mehr als 98 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das teilte die Wahlkommission nach der Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen mit. Lediglich zwei unbekannte Gegenkandidaten waren zu der Wahl zugelassen gewesen. Der mit harter Hand regierende Kagame dominiert Ruandas Politik seit dem Ende des Völkermords 1994. Vor zwei Jahren holte er sich in einem Volksentscheid eine überwältigende Zustimmung für eine Verfassungsänderung. Sie ermöglichte ihm die Kandidatur für eine dritte Amtszeit. Klimaverhandlungen weiter mit Beteiligung der USA: Trotz ihres angekündigten Rückzugs aus dem Pariser Klimaschutzabkommen werden die USA auch weiterhin an internationalen Klimaverhandlungen teilnehmen. Die US-Regierung werde sich insbesondere an der kommenden jährlichen Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn beteiligen, erklärte das Außenministerium. Es gehe darum, US-Interessen zu schützen. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg seines Landes aus dem Klimaabkommen angekündigt und erklärt, sein Land werde die Vereinbarung "ab sofort" nicht mehr umsetzen. Zur Begründung sagte er, das Abkommen gehe einseitig zulasten der USA und koste dort Jobs. Mauretanien stimmt über Verfassungsreform ab: In Mauretanien sind rund 1,4 Millionen Menschen dazu aufgerufen, über eine umstrittene Verfassungsreform abzustimmen. Die Änderungen sehen unter anderem vor, das Oberhaus des mauretanischen Parlaments abzuschaffen und es durch einen Regionalrat mit gewählten Vertretern aus dem ganzen Land zu ersetzen. Die Opposition hat zum Boykott des Referendums aufgerufen. Sie wirft Mauretaniens Präsident Mohammed Ould Abdel-Aziz vor, die Verfassung ändern zu wollen, um nach Ablauf seiner Amtszeit 2019 noch einmal kandidieren zu können. Der Präsident wies dies zurück. In Mauretanien gibt es seit Wochen immer wieder Proteste gegen die geplante Verfassungsänderung. Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen kritisiert, dass dabei mehrfach Anführer der Demonstranten gewaltsam niedergeschlagen oder verhaftet wurden. Vorwürfe gegen Audi-Chef Stadler: In der Abgasaffäre gibt es einem Medienbericht zufolge konkrete Vorwürfe gegen Rupert Stadler, den Vorstandschef der VW-Tochter Audi. Stadler soll persönlich angeordnet haben, dass den US-Umweltbehörden Manipulationen im Umgang mit einem Abgasreiniger verschwiegen wurden, berichtet der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Die Technik habe dazu geführt, dass der Abgasreiniger bei schneller Fahrweise gedrosselt wurde und umso mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausgestoßen worden seien. Nach US-Recht ist das illegal. Audi habe die Tricks erst nach und nach offengelegt, so der Rechercheverbund. Auf Anfrage bei Audi und VW zu den Vorwürfen hieß es, man habe "keine Hinweise auf Verfehlungen ehemaliger oder aktiver Vorstandsmitglieder". In Niedersachsen könnte es bald Neuwahlen geben: Nach dem überraschenden Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU steht Niedersachsen vor vorgezogenen Neuwahlen. SPD-Ministerpräsident Stephan Weil sagte, er halte es für unabdingbar, dass der Landtag möglichst rasch seine Selbstauflösung beschließe. Die Neuwahl könnte dann auch bundespolitische Bedeutung bekommen. Als möglicher Termin gilt der Tag der Bundestagswahl am 24. September. Landeswahlleiterin Ulrike Sachs sagte, ein solches Datum sei theoretisch möglich. Eine Grünen-Abgeordnete hatte am Freitag ihren Wechsel zur CDU angekündigt. Weil Rot-Grün bislang nur über eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme verfügt, steht die Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nun ohne Mehrheit da. Erster Sieger bei Leichtathletik-WM in London: Der britische Läufer Mo Farah hat die erste Goldmedaille der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewonnen. Über 10.000 Meter holte der gebürtige Somalier seinen sechsten WM-Titel. Der 34-Jährige siegte in der Weltjahresbestzeit von 26:49,51 Minuten. Supersprinter Usain Bolt legte bei seiner letzten WM-Teilnahme einen mäßigen Start hin. Der Jamaikaner gewann seinen 100-Meter-Vorlauf zwar locker in 10,07 Sekunden. Doch sieben Konkurrenten waren in den Vorläufen schneller als der Titelverteidiger. Am Samstag wird Bolt sein letztes Einzelrennen absolvieren.

04.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Russland-Untersuchung von US-Sonderermittler gewinnt offenbar an Fahrt: Die Untersuchung des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre rund um Präsident Donald Trump gewinnt offenbar an Fahrt. Das "Wall Street Journal" berichtet, Mueller habe inzwischen eine sogenannte Grand Jury einsetzen lassen. Dabei handelt es sich um ein geheim tagendes Geschworenengericht. Es ist befugt, Beweismaterial einzuholen, Zeugen unter Eid zu vernehmen und Anklagen zu erheben. Mueller war im Mai eingesetzt worden, um die mutmaßlichen russischen Hackerangriffe zugunsten Trumps im Wahlkampf sowie die mögliche Verwicklung von Trump-Mitarbeitern in die russischen Interventionen zu untersuchen. Trump selbst bezeichnet die Russland-Affäre als beispiellose "Hexenjagd" gegen ihn und hat die Einsetzung des Sonderermittlers heftig kritisiert. Venezuela: Generalstaatsanwältin will Verfassungsversammlung stoppen: Mit einem Eilantrag will die venezolanische Staatsanwaltschaft die Einberufung der umstrittenen verfassungsgebenden Versammlung kurzfristig verhindern. Vor einem Gericht in der Hauptstadt Caracas beantragte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega ein Verbot der für diesen Freitag geplanten konstituierenden Sitzung des Gremiums. Sie begründete den Antrag mit den jüngsten Vorwürfen der Wahlmanipulation. Sowohl die Opposition als auch die Firma Smartmatic, die die Wahlcomputer zur Verfügung gestellt hat, hatten von massivem Wahlbetrug gesprochen. Erste Prüfungen hätten den Verdacht erhärtet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Mit der verfassungsgebenden Versammlung will sich der sozialistische Präsident Nicolas Maduro umfassende Vollmachten sichern. Die Wahl des Gremiums und das Vorgehen der Sicherheitskräfte am Wahltag waren international kritisiert worden. Erneut NATO-Soldat bei Selbstmordanschlag in Afghanistan getötet: Bei einem erneuten Selbstmordanschlag auf einen Militärkonvoi in Afghanistan ist ein NATO-Soldat getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden bei dem Angriff im Qarabagh Distrikt in der Provinz Kabul verletzt, wie die NATO-Mission Resolute Support mitteilte. Die Soldaten befanden sich auf einer gemeinsamen Patrouille mit afghanischen Kräften, als der Attentäter den Anschlag verübte. Erst am Mittwoch waren bei einem Selbstmordanschlag der radikalislamischen Taliban auf einen NATO-Konvoi in Südafghanistan zwei US-Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. DieSicherheitslage in dem Land am Hindukusch hat sich zuletzt wieder drastisch verschlechtert. Wieder Großbrand in Wolkenkratzer in Dubai - Keine Opfer: In einem der höchsten Wolkenkratzer der Golfmetropole Dubai ist zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ein Großbrand ausgebrochen. Das Hochhaus mit dem Namen "Torch Tower" - "Fackel-Turm" - fing in der Nacht zum Freitag Feuer. Die Stadt Dubai teilte Stunden später mit, dass der Brand gelöscht sei. Das Gebäude werde nun "abgekühlt". Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Ein Video zeigte, wie etliche Etagen des Wohngebäudes in Flammen standen. Ein Polizeisprecher sagte, das Feuer sei in der 9. Etage des Gebäudes ausgebrochen. In dem 352 Meter hohen Wolkenkratzer mit rund 80 Stockwerken hatte es bereits 2015 gebrannt. China fordert Indien zu sofortigem Truppenabzug an Drei-Länder-Grenze auf: Der Streit zwischen China und Indien um die Grenze zwischen den beiden Atommächten und Bhutan spitzt sich weiter zu. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, forderte das chinesische Verteidigungsministerium Indien auf, seine Truppen "unverzüglich" von chinesischem Territorium abzuziehen. "Die chinesischen Streitkräfte werden die territoriale Souveränität und die Sicherheitsinteressen des Landes entschlossen schützen", zitierte die Agentur einen Ministeriumssprecher. Seit Wochen verschärft sich der Grenzkonflikt zwischen beiden Ländern. Konkret geht es um den Bau einer Straße durch die chinesische Volksarmee in einem von China und Bhutan beanspruchten Gebiet. China wirft Indien vor, Truppen auf chinesisches Territorium geschickt zu haben, um den Straßenbau zu verhindern. Angebliche Beweisfotos sollen indische Soldaten und Bulldozer vor Ort zeigen. Indiens Außenministerin Sushma Swaraj sprach von einer "direkten Herausforderung unserer Sicherheit", wenn China den Status quo im Drei-Länder-Gebiet ändern sollte. Bereits 1962 hatten Indien und China einen Krieg um Gebietsansprüche in der Himalaya-Region geführt. Präsidentschaftswahl in Ruanda hat begonnen: Im ostafrikanischen Ruanda hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Die Wiederwahl des langjährigen Staatschefs Paul Kagame gilt als sicher. 2015 hatte sich der 59-Jährige in einem Referendum eine überwältigende Zustimmung für eine Verfassungsänderung geholt. Diese erlaubt ihm eine dritte Amtszeit. Einzige Gegenkandidaten sind der Grünen-Chef Frank Habineza und der parteilose Philippe Mpayimana. Kagame dominiert die Politik des Landes, seit er 1994 mit seiner damaligen Rebellengruppe FPR die Regierung aus Hutu-Extremisten stürzte und damit den Völkermord an 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu beendete. Im Jahr 2000 wurde er erstmals zum Präsidenten gewählt, zuvor war er Vizepräsident und Verteidigungsminister. Kagame genießt aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums und der Entwicklungsfortschritte Ruandas hohe Popularität. Kritiker werfen ihm jedoch vor, mit harter Hand zu regieren und die Meinungsfreiheit massiv einzuschränken. Zu der Wahl sind knapp sieben Millionen Menschen aufgerufen.

03.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Moskau vergleicht US-Sanktionen mit Handelskrieg: Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat die neuen US-Sanktionen gegen sein Land mit einem Handelskrieg gleichgesetzt. Die Strafmaßnahmen hätten die Hoffnungen zerschlagen, dass sich die Beziehungen zur neuen amerikanischen Führung verbessern würden, teilte Medwedew über Facebook mit. Das Außenministerium in Moskau erklärte, Versuche, Druck auszuüben, seien nicht geeignet, den Kurs Russlands zu ändern. Das Land behalte sich das Recht vor, neue Gegenmaßnahmen zu ergreifen. US-Präsident Donald Trump hatte trotz Vorbehalten die Gesetzesvorlage des Kongresses unterzeichnet und damit verschärfte Sanktionen in Kraft gesetzt. Mit diesen soll Russland für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und wegen der mutmaßlichen Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf bestraft werden. Iran verurteilt neue US-Sanktionen: Die neuen US-Sanktionen gegen den Iran verstoßen laut der Regierung in Teheran gegen das 2015 nach jahrelangen Verhandlungen unterzeichnete internationale Atomabkommen. Der Sanktionsbeschluss sei eine Verletzung dieser Übereinkunft, sagte Vizeaußenminister Abbas Araghtschi im staatlichen Fernsehen. Teheran werde darauf "angemessen" reagieren. US-Präsident Donald Trump hatte das Gesetz, das auch Strafmaßnahmen gegen Russland und Nordkorea beinhaltet, am Mittwoch unterzeichnet. Die USA begründen es mit Teherans Umgang mit Menschenrechten, der Unterstützung der libanesischen Hisbollah-Miliz und dem iranischen Raketenprogramm. Das Atomabkommen von 2015 sieht die Aufhebung eines Teils der internationalen Sanktionen und im Gegenzug eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vor. US-Präsident Trump bezeichnete das Abkommen mehrfach als schlechteste Vereinbarung aller Zeiten. Ermittlungen wegen Verdachts auf Wahlbetrug in Venezuela: Wegen des Verdachts eines millionenfachen Betrugs bei der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung hat die venezolanische Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Regierung und die Wahlbehörde eingeleitet. Die britische Herstellerfirma der Wahlcomputer hatte zuvor erklärt, die Zahlen zur Beteiligung seien eindeutig manipuliert worden. Demnach ist die Zahl der abgegebenen Stimmen viel niedriger als von der Wahlbehörde angegeben. Unterdessen hat Staatschef Nicolás Maduro die konstituierende Sitzung der umstrittenen neugewählten verfassunggebenden Versammlung auf Freitag verschoben. Zur Begründung sagte er, die Sitzung solle friedlich und in Ruhe stattfinden. Die Opposition erkennt die Versammlung nicht an und hat zu Massenprotesten dagegen aufgerufen. Brasiliens Präsident Temer entgeht Amtsenthebung: Trotz Korruptionsvorwürfen bleibt der brasilianische Präsident Michel Temer im Amt. Bei der Abstimmung im Parlament über seine Immunität lehnte die Mehrheit es ab, ihn vor Gericht zu stellen. Die Opposition hätte eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht, um ein Korruptionsverfahren zu ermöglichen. Die Staatsanwaltschaft hatte Temer Ende Juni förmlich angeklagt, vom weltweit größten Fleischkonzern JBS Bestechungsgelder angenommen zu haben. Der konservative Politiker beteuert seine Unschuld. In Brasilien wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Korruptionsskandale aufgedeckt. Temers Vorgängerin Dilma Rousseff wurde deswegen des Amtes enthoben. Zahlreiche Manager und Politiker stehen in verschiedenen Korruptionskomplexen unter Anklage. Enttäuschung über Ergebnisse des Berliner Diesel-Gipfels: Die beim Diesel-Gipfel von der Automobilbranche zugesagten Nachbesserungen zur Schadstoff-Senkung haben scharfe Kritik ausgelöst. In Berlin hatten die deutschen Hersteller eine neue Abgas-Software für rund 5,3 Millionen Autos zugesagt, um den Ausstoß des Atemgiftes Stickoxid zu verringern. Aufwendige Umbauten am Motor, die wesentlich teurer wären, lehnte die Branche ab. Umweltschützern und der Opposition gehen die Maßnahmen nicht weit genug. Die Deutsche Umwelthilfe kündigte an, ihre Klagen gegen den Diesel weiter zu verfolgen. Fahrverbote seien unvermeidlich. Grünen-Chef Cem Özdemir sagte, für saubere Luft reichten Software-Updates alleine nicht. Linkspartei-Chef Bernd Riexinger nannte den Gipfel eine "Farce". Auch für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sind die Vereinbarungen vom Mittwoch nur ein erster Schritt. Die SPD-Politikerin forderte die Hersteller auf, auch Umrüstungen am Motor ins Auge zu fassen.

02.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump macht Maduro für Schicksal der Oppositionsführer verantwortlich: US-Präsident Donald Trump hat den venezolanischen Machthaber Nicolas Maduro persönlich für das Schicksal der inhaftierten Oppositionspolitiker verantwortlich gemacht. Trump bezeichnete die Politiker Leopoldo Lopez und Antonio Ledezma als "politische Gefangene". Sie würden von der venezolanischen Regierung illegal in Haft gehalten. Lopez und Ledezma waren zuvor vom Hausarrest in Haft genommen worden. Das oberste Gericht in Venezuela hatte dies mit Fluchtgefahr begründet. Maduro will sich mit einer am Wochenende abgehaltenen Wahl einer verfassunggebenden Versammlung weitreichende Machtbefugnisse sichern. Die USA stufen ihn als De-facto-Diktator ein und verhängten Sanktionen gegen ihn. Trump half Trump Jr. bei Erklärung zu Russland-Kontakten: Das Weiße Haus hat eingeräumt, dass Präsident Donald Trump seinem ältesten Sohn bei einer Stellungnahme zu dem umstrittenen Treffen mit einer russischen Anwältin geholfen hat. Der Präsident habe sich eingebracht, er habe aber nicht diktiert, was er schreiben solle, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Die "Washington Post" hatte zuvor berichtet, Trump habe seinem Sohn die Stellungnahme diktiert. Darin spielte Trump Jr. das Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni 2016 herunter. Bei dem Gespräch sei es lediglich um ein Adoptionsprogramm für russische Kinder gegangen, und dies sei zur damaligen Zeit kein Wahlkampfthema gewesen, hieß es. Unter wachsendem Druck legte der Präsidentensohn schließlich seinen damaligen E-Mail-Wechsel offen. Daraus geht hervor, dass er dem Treffen zugestimmt hatte, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen worden war.: US-Außenminister: Machtwechsel in Nordkorea nicht unser Ziel: Angesichts der wachsenden Spannungen mit Nordkorea ist US-Außenminister Rex Tillerson um Zurückhaltung bemüht. Vor Journalisten in Washington richtete er einen Appell an die Führung in Pjöngjang und bekräftigte, dass die USA nicht ihren Sturz beabsichtigten. Auch arbeiteten die USA nicht auf "eine beschleunigte Wiedervereinigung" von Nord- und Südkorea hin, und ebensowenig suche Washington einen Vorwand, um sein Militär Richtung Norden zu schicken, sagte Tillerson. Zugleich forderte er Nordkorea auf, sein atomares Raketenprogramm zu beenden. Zeitgleich zu seinem Auftritt äußerte sich auch Präsident Donald Trumps Sprecherin Sarah Sanders zu Nordkorea. Sie betonte, es lägen nach wie vor alle Optionen auf dem Tisch. Diese Formulierung schließt eine Militäraktion ein. US-Senat bestätigt Christopher Wray als neuen FBI-Chef: Der US-Senat hat die Ernennung von Christopher Wray zum neuen FBI-Chef mit großer Mehrheit bestätigt. 92 Senatoren stimmten in Washington für den 50-Jährigen, fünf waren gegen die Nominierung. Wray tritt an der Spitze der US-Bundespolizei die Nachfolge des im Mai von US-Präsident Donald Trump entlassenen James Comey an. Sein Amtsantritt erfolgt in politisch unruhigen Zeiten. Trump sieht sich wegen der Entlassung Comeys dem Vorwurf ausgesetzt, er habe sich unstatthaft in die FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre eingemischt. Der neue FBi-Chef versprach, er werde für die "strikte Unabhängigkeit" der Polizeibehörde einstehen. Amnesty beklagt Verfolgung von Menschenrechtlern im Iran: Kurz vor der Vereidigung des iranischen Präsidenten Hassan Rohani zu seiner zweiten Amtszeit hat Amnesty International eine Verschlechterung der Menschenrechtslage im Iran beklagt. Trotz Rohanis Versprechen bei seinem Amtsantritt 2013, sich für die Menschenrechte einzusetzen, habe sich die Verfolgung von Menschenrechtlern in seiner ersten Amtszeit sogar noch verschärft, kritisierte die Organisation in einem neuen Bericht. Menschenrechtsaktivisten würden als "ausländische Agenten" und "Verräter" diffamiert und vielfach zu Haftstrafen von mehr als zehn Jahren verurteilt, beklagte Dieter Karg, Iran-Experte von Amnesty in Deutschland. Die Verfahren vor Revolutionsgerichten fänden hinter geschlossenen Türen statt und dauerten oft nur wenige Minuten. Angeklagte hätten keinen Zugang zu Anwälten und würden auch gefoltert, um Geständnisse zu erpressen. Sozialbericht im Kabinett: Mehr als 900 Milliarden Sozialausgaben: Deutschland hat im vergangenen Jahr 918 Milliarden Euro für Sozialleistungen ausgegeben. Das geht aus dem Sozialbericht 2017 hervor, den das Bundeskabinett verabschieden will. Trotz Rekordbeschäftigtung steigen die Ausgaben im Vergleich zu 2015 um 3,7 Prozent. Laut "Handelsblatt" könnten die Sozialausgaben bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode die Billionengrenze überschreiten. Der Arbeitgeberverband BDA hatte in der vergangenen Woche vor rapide steigenden Sozialabgaben zulasten von Arbeitsplätzen gewarnt. Der Sozialverband VdK hielt nun dagegen, dass hohe Sozialleistungen trotz geringer Arbeitslosigkeit ein deutlicher Hinweis auf viele schlecht bezahlte Jobs seien. Letzter offizieller Auftritt von Prinz Philip: Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin, geht mit 96 Jahren in den Ruhestand. Er hat am Nachmittag seinen letzten offiziellen Termin. Dabei wird er an einer Parade der Königlichen Marine teilnehmen, deren Oberhaupt er seit 1953 ist. Die Veranstaltung vor dem Buckingham-Palast in London ist der Abschluss einer Spendenaktion. Nach Angaben des Palastes absolvierte Philip seit 1952 insgesamt mehr als 22.000 eigene Termine. Er hielt über 5000 Reden und unternahm rund 640 Auslandsreisen. Philip ist seit fast 70 Jahren mit Elizabeth II. verheiratet. Der dienstälteste britische Prinzgemahl mit deutschen Wurzeln hatte im Mai angekündigt, sich zurückziehen zu wollen.

01.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Angehörige: Zwei führende Oppositionelle in Venezuela festgenommen: In Venezuela sind zwei führende Oppositionelle nach Angaben ihrer Angehörigen festgenommen worden. Agenten des Inlandsgeheimdienstes hätten Leopoldo López und Antonio Ledezma festgenommen, teilten ihre Familien mit. Beide befanden sich zuletzt unter Hausarrest. Am Sonntag hatte die umstrittene Wahl der 545 Mitglieder einer verfassungsgebenden Versammlung stattgefunden. Trotz blutiger Proteste und Betrugsvorwürfen plant Präsident Nicholas Maduro eine Verfassungsreform, die das Land laut Kritikern in eine Diktatur stürzen könnte. Die Opposition boykottierte die Wahl, aufgestellt wurden fast nur den Sozialisten nahestehende Kandidaten. Es wird erwartet, dass die Gewaltenteilung aufgehoben werden könnte. Die USA haben Sanktionen gegen Maduro verhängt. Trumps Kommunikationschef Scaramucci gefeuert: Nach nur zehn Tagen im Amt hat der Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, den Posten wieder geräumt. Das bestätigte das Weiße Haus. Scaramucci wolle damit dem neuen Stabschef John Kelly einen unbelasteten Start ermöglichen, hieß es in einer Mitteilung. Kelly solle die Gelegenheit bekommen, sein eigenes Team aufzubauen. US-Medien berichteten, die Entlassung des umstrittenen 53-Jährigen sei auf Drängen des wenige Stunden zuvor vereidigten Stabschefs erfolgt. Es blieb zunächst unklar, wer auf Scaramucci folgen soll. In der vergangenen Woche hatte sich Scaramucci in einem Interview äußerst unflätig über Trumps Stabschef Reince Priebus geäußert. Einen Tag später gab Priebus sein Amt auf. Mitarbeiter von Wahlkommission in Kenia ermordet: Eine Woche vor den Wahlen in Kenia ist der Leiter des elektronischen Wahlsystems tot aufgefunden worden. Es bestehe kein Zweifel, dass Christopher Msando gefoltert worden sei, sagte der Chef der Wahlkommission, Wafula Chebukati. Am 8. August ist die Bevölkerung des ostafrikanischen Landes aufgerufen, Präsident und Parlament neu zu bestimmen. Heftige Anfeindungen zwischen den Lagern von Regierung und Oppositon prägen den Wahlkampf. Die Regierung wirft der Opposition vor, das Land spalten zu wollen und zu Gewalt anzustacheln. Bei der Präsidentschaftswahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Uhuru Kenyatta und dessen langjährigem Rivalen Raila Odinga ab. Seenotretter verweigern Zustimmung zu Verhaltenskodex im Mittelmeer: Die meisten Hilfsorganisationen wie "Ärzte ohne Grenzen" oder die deutsche Organisation "Jugend Rettet" haben den von Italien ausgearbeiteten Verhaltenskodex für Rettungsaktionen im Mittelmeer nicht unterschrieben. Mit dem Kodex will die Regierung in Rom Hilfsaktionen für Migranten besser regeln. Die privaten Seenotretter fühlen sich dadurch jedoch kriminalisiert. Besonders umstritten bei den Gesprächen im Innenministerium war, dass nach dem Kodex bewaffnete Polizisten auf den Booten mitfahren und Transfers von kleineren Rettungsbooten auf größere erschwert werden sollen. Das Engagement der privaten Helfer war in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert worden, weil Einsätze immer näher an derlibyschen Küste stattfinden und ihr Engagement angeblich mehr Flüchtlinge anzieht. Eindeutige Belege gibt es dafür jedoch nicht. Spaniens Justiz untersagt Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien: Das spanische Verfassungsgericht hat dem in Katalonien geplanten Unabhängigkeitsreferendum erneut einen Riegel vorgeschoben. Die Richter setzten eine erst vergangene Woche vom katalanischen Regionalparlament beschlossene Reform wieder außer Kraft, wie in Madrid offiziell mitgeteilt wurde. Die aufgehobene Regelung sah vor, dass in Barcelona eine schnellere Verabschiedung des Referendumsgesetzes ohne vorherige Debatten möglich gewesen wäre. Die Separatisten planen das Referendum für den 1. Oktober. Das Gericht in Madrid gab mit der Entscheidung einer Verfassungsklage der Zentralregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy statt. Der konservative Politiker hat schon mehrfach betont, die Abspaltung der wirtschaftsstärksten Region Spaniens werde unter keinen Umständen zugelassen. Paris richtet 2024 Olympische Sommerspiele aus: Erst Paris, dann Los Angeles: Die Olympischen Spiele 2024 werden in Frankreichs Hauptstadt ausgerichtet. Das kalifornische Los Angeles ist dann als Gastgeber der Sommerspiele 2028 vorgesehen. Eine entsprechende Vereinbarung bestätigte das Internationale Olympische Komitee (IOC). IOC-Präsident Thomas Bach hatte die Doppelvergabe vorangetrieben. Der Vertrag muss noch von der Vollversammlung der IOC-Mitglieder am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima gebilligt werden. Ein Beschluss gilt als Formsache. 1900 und 1924 war Paris schon zwei Mal Gastgeber. Auch in Los Angeles wurden die Spiele schon zwei Mal ausgetragen - 1932 und 1984. Beide Städte wollen auf bestehende Wettkampfstätten zurückgreifen. Opel-Übernahme durch französischen PSA-Konzern perfekt: Der Verkauf von Opel an den französischen Autokonzern PSA ist abgeschlossen. Der Rüsselsheimer Autobauer ist nun Teil der PSA-Gruppe, wie beide Unternehmen mitteilten. Opel-Chef Michael Lohscheller sprach von einem "historischen Tag". Er versprach, das Unternehmen bis 2020 wieder profitabel zu machen. PSA hatte im März angekündigt, Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall vom US-Autoriesen General Motors übernehmen zu wollen. Das GM-Europageschäft ist seit Jahren defizitär. Als Kaufsumme flossen 1,3 Milliarden Euro.

31.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Japan einigen sich auf härtere Maßnahmen gegen Nordkorea: Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas haben sich US-Präsident Donald Trump und Japans Premierminister Shinzo Abe auf die Notwendigkeit weiterer Aktionen gegen das isolierte Land geeinigt. Pjöngjang sei über wiederholte Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts "hinweggetrampelt", so Abe. Der 62-Jährige rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Druck auf das Land zu erhöhen. Zuvor hatte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats abgelehnt. Eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen sei nicht sinnvoll, wenn diese keine Ergebnisse produziere, sagte Haley. Zugleich forderte sie China dazu auf, endlich härtere Sanktionen gegen Pjöngjang mitzutragen. Nordkorea hatte am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinental-Rakete abgefeuert. Die USA und Südkorea reagierten mit einem gemeinsamen Manöver. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos ließ Washington außerdem zwei Langstreckenbomber vom Typ B-1B die koreanische Halbinsel überfliegen. Putin weist 755 US-Diplomaten aus dem Land: Als Reaktion auf die neuen Sanktionen der Vereinigten Staaten hat der russische Präsident Wladimir Putin 755 US-Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter zur Ausreise aufgefordert. Die Ausreise müsse bis zum 1. September erfolgen, sagte Putin im Fernsehen. Bereits am Freitag hatte das Außenministerium mitgeteilt, die Zahl der Mitarbeiter bei der US-Botschaft und den drei Konsulaten in Russland müsse auf 455 sinken. So viele Diplomaten hat Moskau in den USA. Putin betonte, er habe eine ganze Weile auf positive Veränderungen in den bilateralen Beziehungen gewartet. Diese seien aber in nächster Zeit nicht zu erwarten. Der US-Senat hatte am Donnerstag trotz Kritik aus Europa mit großer Mehrheit schärfere Sanktionen gegen Moskau beschlossen. Damit will er die Annexion der ukrainischen Krim und die mutmaßliche Einmischung Moskaus in die US-Präsidentenwahl abstrafen. Die Sanktionen treten erst in Kraft, wenn Präsident Donald Trump sie unterzeichnet hat. Dies hat er angekündigt. Zypries rügt US-Sanktionen gegen Russland als "völkerrechtswidrig": Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat die geplanten US-Sanktionen gegen Russland erneut kritisiert und den Vereinigten Staaten mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das Gesetz sehe auch Sanktionen gegenüber deutschen und europäischen Unternehmen vor, sagte Zypries. Dies sei "völkerrechtswidrig". Die Amerikaner könnten nicht deutsche Unternehmen bestrafen, weil die sich in einem anderen Land wirtschaftlich betätigten. Zypries bekräftigte, man wolle keinen Handelskrieg. Da die Amerikaner die Linie der gemeinsamen Sanktionen verließen, sei es richtig, "wenn die EU-Kommission jetzt Gegenmaßnahmen prüft". Europa sei "bereit, auch kurzfristig Gegenmaßnahmen zu ergreifen - auch auf anderen Gebieten". Der US-Senat hatte am Donnerstag trotz Kritik aus Europa mit großer Mehrheit schärfere Sanktionen gegen Moskau beschlossen. Damit will er die Annexion der ukrainischen Krim und die mutmaßliche Einmischung Moskaus in die US-Präsidentenwahl abstrafen. Mindestens neun Tote bei Protesten am Wahltag in Venezuela: Die Wahl zu einer verfassunggebenden Versammlung in Venezuela ist von Gewaltakten überschattet gewesen. Mindestens neun Menschen wurden getötet, wie die Justizbehörden mitteilten. Die Opposition spricht sogar von mindestens 15 Todesopfern. Im Westen der Hauptstadt Caracas rückte die Nationalgarde aus, um Straßenblockaden zu entfernen. Die Gardisten setzten Tränengas und Gummigeschosse ein. Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten gab es auch in den Städten Maracaibo und Puerto Ordaz. Bei der Wahl am Sonntag sollten die 545 Mitglieder der verfassunggebenden Versammlung bestimmt werden. Die Opposition wirft Präsident Nicolás Maduro vor, er wolle sich "diktatorische Vollmachten" sichern. Maduro hingegen erklärte, die neue Verfassung solle dazu beitragen, die schwere Krise in dem Land beizulegen. Die Opposition hatte zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Zweiter Tropensturm wütet über Taiwan und China: In Taiwan hat der Wirbelsturm "Haitang" nach Behördenangaben für Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt. Nur wenige Stunden zuvor war schon der Taifun "Nesat" über die Inselrepublik gefegt und hatte mehrere Unfälle verursacht. Behörden sprachen von mindestens 128 Verletzten. Die meisten von ihnen wurden demnach von herumwirbelnden Gegenständen getroffen oder von Windböen von ihren Motorrollern gefegt. Mehr als 650.000 Haushalte waren zwischenzeitlich ohne Strom. Im Süden des Landes wurden Schnellstraßen gesperrt, außerdem fielen Zugverbindungen aus. Nach Angaben des Central Emergency Operation Centre in Taipeh beträgt der von den Wirbelstürmen verursachte landwirtschaftliche Schaden 5,7 Millionen US-Dollar. Auch das chinesische Festland war von den Stürmen betroffen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte, mussten in der ostchinesischen Provinz Fujian 216.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

29.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiKelly statt Priebus - Trump ernennt neuen Stabschef: Nach heftigen Turbulenzen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump einen Schlüsselposten in der Regierungszentrale neu besetzt. Sein bisheriger Stabschef Reince Priebus verliert seinen Posten, Nachfolger wird der bisherige Heimatschutzminister John Kelly. Trump dankte Priebus für "seinen Dienst und sein Engagement". Der 67-jährige Ex-General Kelly habe als Minister einen "spektakulären Job gemacht" und sei "ein wahrer Star meiner Regierung", erklärte Trump auf Twitter. Priebus, der dem republikanischen Partei-Establishment entstammt, war zuletzt zunehmend in Bedrängnis. Kritiker wiesen ihm eine Mitschuld an dem wenig effektiven Regierungsmanagement zu. In Trumps Umkreis wurde er zudem verdächtigt, interne Informationen an Medien durchgestochen zu haben. Trumps neuer Kommunikationschef Anthony Scaramucci hatte diese Anschuldigung zuletzt öffentlich erhoben. Zudem beschimpfte er Priebus in unflätiger Weise, ohne dass Trump eingriff. Russland: Trump will verschärfte US-Sanktionen unterzeichnen: US-Präsident Donald Trump will das Gesetz für die verschärften neuen Russland-Sanktionen unterzeichnen. Er habe den entsprechenden Entwurf gebilligt, teilte das Weiße Haus mit. Der Gesetzentwurf sieht auch neue Strafmaßnahmen gegen den Iran und Nordkorea vor. Russland hatte bereits vor Trumps Absichtserklärung erbost auf die geplante Verschärfung reagiert und den Abzug von zahlreichen US-Diplomaten verlangt. Die neuen Russland-Sanktionen der USA richten sich gegen wichtige russische Wirtschaftszweige, darunter auch den für Moskau zentralen Energiesektor. Damit soll Moskau für seine Rolle im Ukraine-Konflikt sowie für die mutmaßliche Einflussnahme auf die US-Wahl abgestraft werden. Der US-Kongress hatte zuvor den Weg für diese Maßnahmen freigemacht und den Präsidenten gleichzeitig darauf festgelegt, dass er die Strafmaßnahmen gegen Russland nicht ohne Zustimmung der Parlamentarier aufheben darf. Scholz: Messerstecher von Hamburg konnte nicht abgeschoben werden: Nach der Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt hat die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Langenhorn durchsucht. Dort soll der 26-jährige Angreifer gelebt haben. Der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte am Freitag einen 50-Jährigen getötet und sechs weitere Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Unklar ist sein Motiv. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete der "Tagesspiegel", der Verdächtige sei den deutschen Behörden als Islamist bekannt. Nach Angaben von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz konnte der Tatverdächtige als abgelehnter Asylbewerber nicht abgeschoben werden, weil er keine Papiere hatte. Die Polizei will im Tagesverlauf in einer Pressekonferenz Einzelheiten nennen. USA und Südkorea reagieren mit Militärmanöver auf Raketentest: Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas haben die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver mit scharfer Munition abgehalten. Als Warnung an die kommunistische Führung in Pjöngjang feuerten die Streitkräfte vor der Ostküste Südkoreas Kurzstreckenraketen ins Meer. Das teilte das US-Militär mit. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche "militärische Antwort" zu beraten. Nordkorea hatte nach US-Angaben am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Das Geschoss sei etwa tausend Kilometer weit geflogen und in das Japanische Meer gestürzt. Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Raketentest. Nur wenige Stunden zuvor hatte der US-Senat ein umfassendes Sanktionsgesetz verabschiedet, das sich neben Russland und dem Iran auch gegen Nordkorea richtet. Nordkorea arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten. Niedersachsen schlägt Klimaprämie für Autokäufer vor: Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts des Abgasskandals in Deutschland eine Klimaprämie beim Kauf emissionsärmerer Autos ins Gespräch gebracht. Es müssten Anreize für den Umstieg von alten Dieselmotoren auf die Euro-6-Norm oder Elektroautos geschaffen werden, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dem Bericht zufolge ist der Vorschlag Teil eines Fünf-Punkte-Plans Weils zur künftigen Autopolitik in Deutschland. Spitzenvertreter aus Industrie und Politik wollen am Mittwoch in Berlin über die Dieselkrise beraten. Weil sagte, die Industrie müsse sich zur Nachbesserung von Dieselfahrzeugen verpflichten. Der Staat sei wiederum in der Pflicht, großflächige Fahrverbote zu verhindern. Die deutsche Automobilindustrie hofft, Diesel-Fahrverbote noch abwenden zu können. Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, sagte, mit neuer Software lasse sich der Ausstoß von Stickoxiden im Schnitt um mindestens 25 Prozent senken.

28.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Senat billigt neue Russland-Sanktionen: Mit großer Mehrheit hat sich der US-Senat für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Lediglich zwei von 100 Senatoren stimmten gegen den Gesetzentwurf, der auch neue Strafmaßnahmen gegen den Iran und Nordkorea vorsieht. Nachdem das Repräsentantenhaus dem entsprechenden Gesetz bereits am Dienstag zugestimmt hatte, muss es nun noch US-Präsident Donald Trump unterzeichnen. Mit Blick auf eine Verbesserung der Beziehungen zum Kreml könnte Trump sein Veto einlegen, das dann von beiden Parlamentskammern aber wieder überstimmt werden könnte. Die Abgeordneten wollen mit den Sanktionen vor allem Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt sowie dessen mutmaßliche Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 abstrafen. Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich empört über den Kongress-Beschluss. Moskau werde früher oder später auf diese "Frechheit" reagieren, sagte Putin bei einem Besuch in Finnland. Republikaner scheitern abermals mit Entwurf zu Obamacare: Die Republikaner im US-Senat haben sich in einem weiteren Anlauf nicht durchsetzen können, die Krankenversicherung in den USA neu zu organisieren. Die Konservativen bekamen keine Mehrheit für einen abgespeckten Entwurf, der die Krankenversicherung Obamacare in Teilen abgeschafft hätte. Das Ergebnis fiel 51 zu 49 aus. Auch drei republikanische Senatoren stimmten gegen das Papier, darunter John McCain. Das Ergebnis ist eine herbe Niederlage für die republikanische Parteiführung, die in den vergangenen Tagen eine Art Alles-oder-Nichts-Szenario aufgebaut hatte. Der Entwurf hatte zwei zentrale Punkte zum Ziel: Zum einen sollte die Versicherungspflicht für weite Teile der Bevölkerung aufgehoben werden. Zum anderen sollte die Vorschrift wegfallen, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Krankenversicherung zur Verfügung stellen müssen, oder andernfalls eine Art Strafsteuer riskieren. Trumps neuer Kommunikationschef teilt gegen Mitarbeiter des Weißen Hauses aus: Der vor einer Woche etablierte Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, hat sich äußerst derb über hochrangige Kollegen im Weißen Haus geäußert. Das geht aus der Mitschrift eines Telefonats hervor, das die Zeitschrift "New Yorker" veröffentlichte. In dem Gespräch mit einem Reporter sagte Scaramucci demnach, Trumps Stabschef Reince Priebus sei ein "paranoider Schizophrener". Er warf Priebus das Durchstechen von Informationen an die Presse vor und äußerte die Einschätzung, dass er bald zurücktreten werde. Den Chefstrategen Steve Bannon überzog er mit unflätigen Schmähungen. Nach der Veröffentlichung seiner Tirade gelobte der Kommunikationschef Besserung: "Ich werde mich künftig zurückhalten", schrieb Scaramucci auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. Israel schränkt Zugang zu Tempelberg wieder ein: Nach neuen Ausschreitungen schränken die israelischen Sicherheitskräfte den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem wieder ein. Wie die Polizei mitteilte, dürfen Männer unter 50 Jahren an diesem Freitag nicht an den heiligen Stätten beten. Befürchtet würden neue Demonstrationen und Gewalt. Israel hatte am Donnerstag letzte Sicherheitsvorrichtungen am Tempelberg abgebaut, der Juden wie Muslimen heilig ist. Erstmals seit rund zwei Wochen drängten wieder Tausende Palästinenser zu Gebeten in die Al-Aksa-Moschee. Kurz darauf gab es wieder Zusammenstöße mit israelischen Sicherheitskräften. Der palästinensische Rote Halbmond meldete mehr als 50 Verletzte. Französische Regierung rückt von Hotspots-Vorstoß ab: Nach dem Vorstoß von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, sogenannte Hotspots für Flüchtlinge in Libyen einzurichten, rudert die Regierung in Paris zurück. Dies sei in Libyen aus Sicherheitsgründen derzeit nicht möglich, teilte der Elysée-Palast mit. Stattdessen solle zunächst die Machbarkeit solcher Registrierungsstellen in einem Grenzgebiet von Libyen, Niger und dem Tschad geprüft werden. Macron hatte am Donnerstag zunächst verkündet, er wolle Registrierungsstellen für Flüchtlinge in Libyen noch in diesem Sommer eröffnen - zusammen mit der EU oder im Alleingang. Damit wollte er nach eigenen Angaben Menschen ohne Chance auf Asyl davon abhalten, die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer nach Europa anzutreten.

27.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zwei deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali: Beim Absturz eines Kampfhubschraubers der Bundeswehr vom Typ Tiger sind in Mali zwei deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Das teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Berlin mit. Die Absturzursache ist noch ungeklärt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen laut Bundeswehr nicht vor. Der Hubschrauber war rund 70 Kilometer nordöstlich der Stadt Gao abgestürzt. Die Bundeswehr beteiligt sich in Mali an der UN-Friedensmission Minusma, die der Stabilisierung des westafrikanischen Landes dienen soll. Derzeit sind 875 Bundeswehr-Soldaten an dem Einsatz beteiligt. Der Norden Malis wurde vor fünf Jahren vorübergehend von islamistischen Extremisten und anderen Rebellen kontrolliert. Es handelt sich um die ersten Todesfälle der Bundeswehr bei einem Auslandseinsatz seit fast zwei Jahren. Zwei Tote bei Generalstreik in Venezuela: Zum Auftakt des zweitägigen Generalstreiks in Venezuela sind zwei Menschen getötet worden. Wie die Behörden mitteilten, kamen ein 16-Jähriger in der Hauptstadt Caracas und ein 30-Jähriger im Westen des Landes ums Leben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro auf 104. Die Opposition kämpft seit Monaten für Maduros Amtsenthebung. Sie macht ihn für die Wirtschaftskrise im ölreichen Venezuela verantwortlich. Für Freitag planen die Regierungsgegner in Caracas einen großen Protestmarsch. Damit wollen sie die von der Regierung angestrebte Wahl einer verfassunggebenden Versammlung verhindern, die für Sonntag vorgesehen ist. Maduros Gegner werfen ihm vor, er wolle das Gremium mit eigenen Anhängern besetzen, um sich "diktatorische Vollmachten" zu sichern. Hendricks mahnt Entwicklung abgasfreier Autos an: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat die Entwicklung abgasfreier Autos angemahnt. Es sei mittlerweile unstrittig, dass die Entwicklung in Richtung abgasfreier Verkehr gehen müsse, sagte Hendricks (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Man benötige endlich eine breite Palette an attraktiven und günstigen Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Vorstöße zum Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor wie in Frankreich oder Großbritannien sollten Deutschland nach Meinung der Ministerin nicht kalt lassen. Nicht nur aus klima- und gesundheitspolitischen Gründen sei man gut beraten, die Signale aus anderen Ländern sehr ernst zu nehmen. Schließlich seien diese Länder wichtige Absatzmärkte für deutsche Autobauer. Israel entfernt auch letzte Kontrollmaßnahmen am Tempelberg: Israelische Sicherheitskräfte haben die letzten Kontrollmaßnahmen am Tempelberg in Jerusalem entfernt. Alle Metallbarrieren, Kameras und Metallträger seien abgebaut worden, berichten palästinensische Medien. Palästinenser hätten auf den Straßen gefeiert. Dennoch dauert die Sorge vor einer weiteren gefährlichen Eskalation der Gewalt nach den Freitagsgebeten an. Die Fatah-Organisation des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas haben für Freitag zu einem neuen "Tag des Zorns" aufgerufen. Israel hatte nach einem tödlichen Anschlag arabischer Attentäter auf Polizisten am 14. Juli unter anderem Kontrollen von muslimischen Gläubigen mit Metalldetektoren angeordnet. Fast 30 Zivilisten sterben bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition in Rakka: Bei Luftangriffen der US-geführten Militärallianz auf die syrische IS-Hochburg Al-Rakka sollen mindestens 29 Zivilisten getötet worden sein. Unter den Toten seien mehrere Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Kampfjets der Militärallianz unterstützen in Al-Rakka die kurdisch-arabischen Einheiten, die Anfang Juni eine Offensive auf die Stadt gestartet haben, in ihrem Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Inzwischen haben die Kämpfer nach Angaben der Beobachtungsstelle die Stadt etwa zur Hälfte eingenommen. Al-Rakka diente seit 2014 als informelle Hauptstadt des von der IS-Miliz ausgerufenen Kalifats. Die oppositionsnahe Beobachtungstelle mit Sitz in London beruft sich auf Informanten vor Ort. Ihre Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Trump verbietet Militärdienst für Transgender: US-Präsident Donald Trump will Transgender vom Militärdienst ausschließen. Das kündigte der Republikaner im Kurznachrichtendienst Twitter an. Das Militär müsse sich auf den "entscheidenden und überwältigenden Sieg" konzentrieren und könne nicht mit den "enormen medizinischen Kosten" belastet werden, die mit dem Dienst von Transgendern einhergingen, fügte er hinzu. Damit leitet Trump eine Kehrtwende gegenüber der Regierung seines Vorgängers Barack Obama ein, die 2016 die Armee für Transgender und Transsexuelle geöffnet hatte, nachdem fünf Jahre zuvor bereits Einschränkungen gegen Homosexuelle abgeschafft wurden. Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den biologischen Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden. Rechtsextreme Anti-Flüchtlings-Aktion sitzt in Nordzypern fest: Ein Schiff rechtsextremer Antiflüchtlingsaktivisten von der rechtsextremen "Identitären Bewegung" ist laut einem Zeitungsbericht von den zyprischen Behörden festgesetzt worden. Der Kapitän der "C-Star" und sein Stellvertreter seien im Hafen von Famagusta in der Türkischen Republik Nordzypern festgenommen worden, berichtete die Zeitung "Kibris Postasi". Das Schiff war von deutschen, französischen und italienischen Mitgliedern der sogenannten Identitären Bewegung gechartert worden. Die "C-Star" sollte die libysche Küstenwache auf Flüchtlingsboote aufmerksam machen, damit diese die Flüchtlinge zurück in das nordafrikanische Land bringt. Sie wollten damit gegen Hilfsorganisationen protestieren, die Flüchtlinge nach Europa bringen. Die "Identitäre Bewegung" steht in Deutschland unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

26.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Repräsentantenhaus billigt neue Russland-Sanktionen: Das US-Repräsentantenhaus hat nahezu einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland vorsieht. Neue Strafmaßnahmen sollen wegen der Rolle Moskaus im Ukrainekonflikt sowie der mutmaßlichen Einflussnahme des Kremls auf die Präsidentschaftswahl 2016 verhängt werden. Der Entwurf setzt dem US-Präsidenten außerdem Grenzen, was die Aufhebung von Sanktionen gegen Russland betrifft. Zugleich stimmte die Kongresskammer auch für neue Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea. Nach dem Repräsentantenhaus muss noch die zweite Kammer des Kongresses, der Senat, über den Gesetzentwurf abstimmen. Das Weiße Haus signalisierte in den vergangenen Tagen, dass Präsident Donald Trump den neuen Sanktionen zustimmen wird, obwohl seine Vollmachten eingeschränkt werden. US-Senat eröffnet Debatte über Abschaffung von "Obamacare": Der US-Senat hat einen ersten Schritt zur Abschaffung der "Obamacare" genannten Pflicht zur Krankenversicherung für die meisten US-Bürger unternommen. Die Parlamentskammer votierte mit knapper Mehrheit dafür, eine Debatte über ein Alternativgesetz zu eröffnen. Unklar ist jedoch, über welche Gesetzesvorlage debattiert werden sollte. Die Republikaner versuchen seit sieben Jahren, das vom damaligen Präsidenten Barack Obama initiierte Gesundheitspaket zu torpedieren. Sie argumentieren, die als "Obamacare" bekannte Krankenversicherung sei zu teuer und ein zu großer Eingriff des Staates. Präsident Trump machte die Abschaffung zu einem seiner zentralen Wahlversprechen. Alle bisher unternommenen Versuche einer Umsetzung scheiterten aber auch am Widerstand innerhalb der eigenen Reihen. Abbas will vorerst keine Gespräche mit Israel: Die Palästinenser lassen ihre wegen des Streits um den Jerusalemer Tempelberg ausgesetzten offiziellen Kontakte zu Israel weiter ruhen. Präsident Mahmud Abbas erklärte, erst wenn alle israelischen Kontrollmaßnahmen am Tempelberg auf das Niveau vor dem 14. Juli zurückgefahren seien, werde man die Gespräche wieder aufnehmen. Nach anhaltenden Unruhen hatte Israel am Dienstag die von den Palästinensern kritisierten Metalldetektoren an den Zugängen zu dem Moscheebezirk entfernt. Die Regierung kündigte jedoch an, die Geräte durch "hoch entwickelte Technologien" zu ersetzen. Laut Medienberichten sollen Kameras zur Gesichtserkennung eingesetzt werden. Vor knapp zwei Wochen hatten drei arabische Attentäter zwei israelische Polizisten am Tempelberg getötet. Israel verfügte daraufhin schärfere Sicherheitsvorkehrungen für muslimische Besucher. Vatikan-Finanzchef Pell weist vor Gericht Missbrauchsvorwürfe zurück: Der unter Missbrauchsverdacht stehende Vatikan-Finanzchef George Pell hat vor Gericht sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Bei einer ersten gerichtlichen Anhörung in Melbourne bestritt der 76-jährige Kardinal, sich vor Jahrzehnten als Geistlicher in Australien sexueller Misshandlungen schuldig gemacht zu haben. Pells Anwalt Robert Richter sagte laut der Zeitung "The Age", der Kardinal erkläre sich in allen Anklagepunkten für unschuldig. Australischen Medienberichten zufolge wird Pell von zwei Männern bezichtigt, sie Ende der 70er Jahre missbraucht zu haben. Zudem soll er sich in den 80er Jahren nackt vor drei Jungen gezeigt haben. Der Kardinal ist die inoffizielle Nummer drei in der Hierarchie des Vatikans. Papst Franziskus hatte ihn vom Dienst freigestellt, damit er sich in Australien den Vorwürfen stellen kann. Dauerregen lässt in Deutschland Pegel steigen: Heftiger und langanhaltender Regen hat in Teilen Deutschlands zu zahlreichen überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und über die Ufer getretenen Bächen und kleineren Flüssen geführt. Besonders stark betroffen sind der Süden Niedersachsens, der Harz und Nordthüringen. In einer Ortschaft bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt wurde aus Sicherheitsgründen die Stromversorgung unterbrochen. In einigen Regionen fielen binnen 24 Stunden 60 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter, in manchen Orten auch über 100. Das ist so viel Niederschlag wie sonst im ganzen Juli. Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes wird es auch an diesem Mittwoch weiter regnen. Großbritannien verbietet ab 2040 Diesel- und Benzin-Autos: Großbritannien will ab 2040 den Verkauf von Diesel- Fahrzeugen und Benzinern verbieten. Die Emissionen und der Schaden für die Umwelt seien zu groß, sagte Umweltminister Michael Gove dem Sender BBC. "Die Konservativen haben in ihrem Manifest versprochen, dass bis 2050 keine Diesel- oder Benzinfahrzeuge mehr auf unseren Straßen sind", sagte Gove. Das bedeutet, dass ab 2040 keine neuen Diesel- und Benzinfahrzeuge mehr zugelassen werden sollten. Für Straßen mit besonders hohen Emissionen wolle die Regierung den lokalen Behörden 200 Millionen Pfund zur Verfügung stellen. Er halte die Verbannung von Autos von Straßen mit besonders hoher Schadstoffbelastung für sinnvoller als ein generelles Fahrverbot etwa für Innenstädte.

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