Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen |

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Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Episodes

16.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump poltert gegen Deutschland: Der designierte US-Präsident Donald Trump hat in der "Bild"-Zeitung und der britischen "Times" die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Es sei ein "schlimmer Fehler" gewesen, die Flüchtlinge ins Land zu lassen, sagte Trump. Diese Politik habe zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geführt. Der US-Milliardär zeigte sich überzeugt, dass noch mehr Länder die EU verlassen werden, da diese nur ein Mittel zum Zweck für Deutschland sei. Im Hinblick auf die Pläne des BMW-Konzerns, 2019 eine Fabrik in Mexiko zu eröffnen, drohte er dem deutschen Autobauer mit hohen Strafzöllen für Verkäufe in den USA. Die NATO nannte Trump "obsolet", da sie vor sehr langer Zeit gegründet worden sei, nicht alle Mitglieder ihren Zahlungspflichten nachkämen und sich das Verteidigungsbündnis nicht um das Thema Terrorismus gekümmert habe. Oxfam: Weltweite soziale Ungleichheit wächst rasant: Laut einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam besitzen acht Männer so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Wie die Organisation weiter vorrechnet, besitzt das reichste Prozent der Menschheit mehr als der gesamte Rest. Für die Studie, die Oxfam kurz vor dem Start des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlichte, wurden Daten aus Forbes-Schätzungen über das Vermögen der acht reichsten Männer mit Schätzungen zum globalen Vermögen der Bank Credit Suisse zusammengebracht. Daraus gehe hervor, dass die Kluft zwischen Arm und Reich weiter gewachsen sei, teilte die Organisation mit. Nach ihren Angaben kam fast die Hälfte des globalen Wirtschaftswachstums seit Ende der 80iger Jahre gerade einmal den reichsten zehn Prozent der Menschheit zugute. Medien: BKA hatte detaillierte Berichte über Anis Amri: Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte Medienberichten zufolge die Erkenntnisse über den Islamisten Anis Amri in den Monaten vor dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt chronologisch aufgelistet. In dem Dossier, das dem Rechercheverbund aus WDR, NDR und der "Süddeutschen Zeitung" nach eigenen Angaben vorliegt, gibt es demnach 60 Einträge über den Tunesier. Demnach soll der spätere Attentäter zunächst "islamistisches Gedankengut" gepflegt haben. Dann aber sei er im Drogenhandel unterwegs gewesen, habe selbst Drogen konsumiert und religiöse Pflichten vernachlässigt. Offenbar erlosch damit das Interesse der Behörden an ihm, ein Anschlag durch Amri wurde für unwahrscheinlich gehalten, wie der Rechercheverbund aus den BKA-Unterlagen zitiert. In dieser Woche will sich der Bundestag mit möglichen Behördenfehlern im Fall Amri befassen. Viele Tote bei Absturz türkischer Frachtmaschine nahe kirgisischer Hauptstadt: Beim Absturz eines Frachtflugzeugs in der Nähe des Flughafens von Bischkek in Kirgistan sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen bei dichtem Nebel während des Landeanflugs auf den Hauptstadtflughafen, wie Behörden mitteilten. Die Maschine stürzte demnach in der Nähe des Flughafens Manas über dicht besiedeltem Gebiet ab. Am Unglücksort wurden nach Angaben der kirgisischen Behörden die Leichen von Erwachsenen und Kindern gefunden. Bei den Toten handele es sich größtenteils um Anwohner. Ermittler in Südkorea beantragen Haftbefehl gegen Samsung-Erben Lee: Ermittler in Südkorea haben nach Medienberichten einen Haftbefehl für den Samsung-Erben Lee Jae Yong wegen Bestechungsvorwürfen beantragt. Hintergrund ist der Korruptionsskandal um eine Vertraute der vorläufig entmachteten Staatspräsidentin Park Geun Hye. Der Antrag zur Verhaftung Lees sei bei einem Gericht in Seoul gestellt worden, berichtete der Rundfunksender KBS. Südkoreas größter Konzern soll als Gegenleistung für die Förderung von Unternehmen und Stiftungen von Parks langjähriger Freundin Choi Soon Sil politische Unterstützung für die Fusion zweier Firmentöchter erhalten haben. Choi sitzt inzwischen in Haft, die Staatspräsidentin Park wird als Verdächtige behandelt.

14.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump stellt Russland Aufhebung der US-Sanktionen in Aussicht: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die jüngst verhängten Sanktionen gegen Russland auf den Prüfstand zu stellen. Zwar wolle er die Strafmaßnahmen zumindest für eine gewisse Zeit aufrechterhalten, sagte Trump der Zeitung "Wall Street Journal". Er deutete aber an, die Sanktionen fallen zu lassen, falls Moskau strategische Ziele der USA wie den Anti-Terror-Kampf unterstütze. In dem Interview erklärt Trump zudem seine Bereitschaft, nach seiner Amtseinführung am 20. Januar Russlands Staatschef Wladimir Putin zu treffen. Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte als Reaktion auf die Hacker-Angriffe während des Präsidentschaftswahlkampfs eine Reihe von Sanktionen gegen Russland erlassen. US-Repräsentantenhaus stimmt gegen "Obamacare": Nach dem Senat hat auch das US-Repräsentantenhaus den ersten Schritt vollzogen, um die Gesundheitsreform des scheidenden Präsidenten Barack Obama abzuschaffen. 227 Abgeordnete stimmten für eine Haushaltsvorlage, die einer Aufhebung des auch "Obamacare" genannten Gesetzes den Weg ebnen soll. 198 Abgeordnete votierten dagegen. Am Donnerstag hatte bereits der Senat mit 51 zu 48 Stimmen den ersten Schritt zur Abschaffung von "Obamacare" vollzogen. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die 2010 eingeführte staatlich gestützte Krankenversicherung rückgängig zu machen. Bericht: Bericht: Koalition über härteres Vorgehen gegen Hasskommentare einig: Die Koalitionsparteien CDU, CSU und SPD haben sich nach einem Zeitungsbericht über ein schärferes Vorgehen gegen Hasskommentare und gefälschte Nachrichten in sozialen Medien verständigt. Das berichtet die "Rheinische Post" aus Düsseldorf unter Berufung auf ein Gespräch zwischen Unionsfraktionschef Volker Kauder und Bundesjustizminister Heiko Maas. Die Koalition will demnach künftig darauf bestehen, dass Facebook, Twitter und andere Plattformen leicht zugängliche Beschwerdestellen unterhalten und innerhalb von 24 Stunden reagieren. Sonst drohe ihnen eine empfindliche Strafzahlung. Das Bußgeld müsse wirken und im Zweifel auch weh tun, sagte Kauder der Zeitung. Facebook und andere Plattformen seien ihren gesetzlichen Verpflichtungen zu wenig nachgekommen, Hasskommentare und gefälschte Nachrichten mit verleumderischem Charakter zu löschen. Merkel appelliert an Bürger: Angesichts eines erstarkenden Rechtspopulismus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger aufgefordert, offensiv für die Werte der Demokratie einzutreten. Es könne nicht sein, dass einige darüber befänden, wer das Volk sei, und andere ausgeschlossen würden, sagte die CDU-Vorsitzende bei einer Parteiveranstaltung im saarländischen Saarlouis. Eindringlich mahnte die Kanzlerin, Bürgerrechte nicht als selbstverständlich anzusehen. Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Reisefreiheit bekomme man nicht "dauerhaft geschenkt", ohne dass man etwas dafür tue. Meuterer und Regierung einigen sich in Elfenbeinküste auf Solderhöhung: In der Elfenbeinküste haben sich Regierung und meuternde Soldaten endgültig auf eine Lösung ihres Konflikts um bessere Bezahlung geeinigt. Ein Behördenvertreter in der Protesthochburg Bouaké sagte, den Soldaten sei eine Sonderprämie von jeweils 7500 Euro zugesagt worden. In der Elfenbeinküste ist das eine hohe Summe, ein normales Gehalt liegt bei rund 150 Euro im Monat. Die Meuterer seien nach der Einigung in ihre Kasernen zurückgekehrt. Vor einer Woche hatten unzufriedene Soldaten in mehreren Städten des westafrikanischen Landes teilweise die Kontrolle an sich gerissen und Ängste vor einem Militärputsch geschürt.

13.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maas gesteht im Fall Amri Behördenfehler ein: Bundesjustizminister Heiko Maas hat im Fall des Weihnachtsmarkt-Attentäters von Berlin, Anis Amri, Fehler der Behörden eingeräumt. Es werde aufgearbeitet, warum die Tat nicht verhindert worden sei, obwohl Amri den Behörden bis hin zum Terrorabwehrzentrum bekannt war, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Für die nächsten Tage kündigte er einen Bericht dazu an. Amri war in Deutschland unter mindestens 14 verschiedenen Namen aufgetreten. Maas verteidigte die von ihm und CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Verschärfungen im Umgang mit Terrorverdächtigen. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl forderte mit Blick auf die an diesem Freitag beginnende Vorstandsklausur der Partei eine unbeschränkte Abschiebehaft für Gefährder und Kriminelle. Steinmeier in Kolumbien: Außenminister Frank-Walter Steinmeier informiert sich in Kolumbien über den Friedensprozess zwischen Regierung und linken FARC-Rebellen. Der SPD-Minister will sich in der Hauptstadt Bogotá zunächst mit Präsident Juan Manuel Santos und Außenministerin María Ángela Holguín treffen, bevor er eines der 26 Gebiete besucht, in denen die FARC-Kämpfer bis Mitte des Jahres entwaffnet werden sollen. Anschließend nimmt Steinmeier an der Gründungsveranstaltung für ein Deutsch-Kolumbianisches Friedensinstitut teil, das den Versöhnungsprozess mit Forschung und Beratung unterstützen soll. Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg, in dem mehr als 220.000 Menschen getötet worden waren, hatten sich die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla Ende vergangenen Jahres auf ein Friedensabkommen geeinigt. Syrische Medien: Militärflughafen von Israel angegriffen: Ein syrischer Militärflughafen bei Damaskus ist von mehreren Raketen getroffen worden. Regimenahe Medien berichteten, dass diese von israelischen Kampfjets in der Nacht zum Freitag abgeschossen worden seien. Demnach sei der Flughafen im Südwesten der syrischen Hauptstadt von mindestens acht Raketen getroffen worden, deren Explosionen ein Feuer in dem Gebäude entfacht hätten. Die israelische Armee wollte die Berichte über die Explosionen nicht kommentieren. Unterschiedliche syrische Quellen haben seit Beginn des Konflikts von israelischen Luftangriffen auf syrischem Gebiet gesprochen, darunter in der Gegend von Mezze. Der Militärflughafen Mezze liegt acht Kilometer südwestlich von Damaskus. Er ist Sitz des Geheimdienstes der Luftwaffe, der dort über ein großes Gefängnis verfügt. USA weisen kubanische Flüchtlinge ab: Der scheidende US-Präsident Barack Obama beendet eine Regelung, durch die kubanische Bootsflüchtlinge Asyl in den USA beantragen konnten. Ab sofort würden kubanische Staatsangehörige, die illegal einreisten und nicht unter humanitären Schutz fielen, zurückgeschickt, teilte Obama mit. Damit würden Migranten aus Kuba genauso behandelt wie Migranten aus anderen Ländern. Es sei ein Schritt, um die Beziehungen zu Kuba zu normalisieren. Nach der als "Wet foot, dry foot" bekannt gewordenen Politik durften Bootsflüchtlinge, die trockenen Fußes US-Territorium betreten, dort Asyl beantragen. Wurden die ohne Papiere einreisenden Migranten hingegen auf dem Wasser aufgegriffen, schickten die US-Behörden sie nach Kuba zurück. Beide Länder hatten Ende 2014 eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis eingeleitet. Frankreichs Ex-Minister Montebourg gewinnt Präsidentschaftsdebatte: Der frühere Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hat die erste TV-Debatte der sozialistischen Präsidentschaftsanwärter in Frankreich für sich entschieden. Eine Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts Elabe ergab, dass 29 Prozent der Zuschauer Montebourg am überzeugendsten fanden. Der ehemalige Premierminister Manuel Valls kam auf 26 Prozent und der frühere Bildungsminister Benoît Hamon auf 20. Valls, der in seinem Lager als Favorit gilt, geriet in der sachlich geführten Debatte in die Defensive. Er musste seine frühere Regierungsarbeit unter dem unbeliebten Präsidenten François Hollande verteidigen, der nicht wieder antritt. Der Wahlkampf bei den Sozialisten ist auch ein Streit über die künftige Ausrichtung der Partei. Valls steht für einen unternehmerfreundlichen Reformkurs. Montebourg und Hamon sind prominente Vertreter des linken Sozialistenflügels. Den Sozialisten droht bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr eine herbe Niederlage – die Vorwahl soll der Regierungspartei neuen Aufschwung geben.

12.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Präsident Peña Nieto: "Mexiko wird nicht für die Mauer zahlen": Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat die Mauer-Pläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen. Dieser hatte auf einer Pressekonferenz erneut erklärt, eine Mauer zur Grenze zu Mexiko zu errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Die Kosten dafür würden früher oder später von Mexiko übernommen, so Trump. Mexikos Staatschef konterte bei der Jahrestagung des diplomatischen Corps in Mexiko-Stadt und sagte wörtlich: "Natürlich wird Mexiko nicht für die Mauer zahlen." Im Hinblick auf das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) sagte Peña Nieto, seine Regierung stehe für offene und umfassende Gespräche mit der künftigen US-Regierung bereit, verbitte sich aber jede Einflussnahme auf ausländische Investoren. Designierter US-Außenminister kündigt robustere Außenpolitik an: Der designierte US-Außenminister Rex Tillerson hat bei seiner Anhörung im Senat eine Außenpolitik angekündigt, die robuster ausfallen werde als unter dem scheidenden Amtsinhaber Barack Obama. Die Führungsrolle der USA müsse zugunsten der Stabilität im 21. Jahrhundert "nicht nur erneuert, sondern behauptet" werden. Russland bezeichnete er in der Anhörung als "Gefahr". Offen blieb bei der Anhörung, welche Haltung der 64-jährige Tillerson in der Frage von Strafmaßnahmen gegen Russland einnimmt. Ditib entschuldigt sich nach Spitzel-Vorwürfen: Der deutsch-türkische Moscheedachverband Ditib hat die Vorwürfe der Spitzelei für den türkischen Staat bestätigt und sich dafür entschuldigt. Generalsekretär Bekir Alboga sagte der "Rheinischen Post", einige Imame des Verbands hätten Informationen über Gülen-Anhänger nach Ankara geschickt. "Wir bedauern die Panne zutiefst", sagte er wörtlich. Am Mittwoch hatte der Leiter der Gülen-nahen Stiftung "Dialog und Bildung", Ercan Karakoyun, erklärt, die Anhänger der islamischen Bewegung verließen die Ditib-Gemeinden in Scharen. Sie wichen wegen starker Anfeindungen durch Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf andere Moscheegemeinden aus. Die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen, der im US-Exil lebt, gilt in der Türkei als Staatsfeind Nummer eins. Erdogan macht sie für den gescheiterten Putsch im Juli 2016 verantwortlich. Gülen bestreitet dies. Ditib beteuert, von der Türkei unabhängig zu sein. Die Verbindung zum türkischen Religionspräsidium ist aber in ihrer Satzung festgeschrieben. Zeitung: Bundesregierung will wieder Asylbewerber nach Griechenland abschieben: Asylbewerber sollen laut einem Zeitungsbericht bald wieder nach Griechenland zurückgeschickt werden können. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gebeten, die Übernahmeersuchen an Griechenland nur noch bis zum 15. März 2017 auszusetzen, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". De Maizière folgt damit der Empfehlung der EU-Kommission, wieder vollständig zum Dublin-System zurückzukehren. Es sieht vor, dass Flüchtlinge ihren Asylantrag grundsätzlich in dem Land stellen müssen, in dem sie zuerst europäischen Boden betreten. Wegen Mängeln im griechischen Asylsystem hatte Deutschland Abschiebungen nach Griechenland jedoch schon 2011 ausgesetzt. Zyperngespräche in Genf beginnen auf Außenministerebene: Nicht ganz so hochkarätig wie geplant beginnt in Genf eine Zypern-Konferenz zur Wiedervereinigung der seit 43 Jahren geteilten Mittelmeerinsel. Zu den Gesprächen unter UN-Vermittlung werden die Außenminister der Türkei und Griechenlands sowie der früheren Kolonialmacht Großbritannien erwartet. Die Regierungschefs stießen womöglich im Laufe der Woche dazu, sagte UN-Vermittler Espen Barth Eide. Vor Beginn der Konferenz, die UN-Generalsekretär António Guterres eröfffnen wird, wollten griechische und türkische Zyprer ihre Vorschläge für einen Grenzverlauf austauschen - eines der erbittertsten Streitthemen bei den jahrelangen Versuchen einer Annäherung. Ziel der Gespräche ist die Wiedervereinigung der Insel in einer Föderation mit zwei Bundesstaaten. Gauck und Merkel bei Elbphilharmonie-Eröffnung: Nach knapp zehn Jahren Bauzeit ist am Abend die Hamburger Elbphilharmonie mit einem Konzert eröffnet worden. Zu den 2100 geladenen Gästen gehörten Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Bundespräsident lobte den Bau als ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Die Versäumnisse bei der Planung dürften allerdings nicht vergessen werden, sagte Gauck. Das Eröffnungskonzert gab das Elbphilharmonieorchester des Norddeutschen Rundfunks unter anderem mit einer Komposition von Benjamin Britten. Draußen begann parallel dazu ein zur Musik passendes Lichtspektakel auf der Außenfassade.

11.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama ruft US-Bürger zu Geschlossenheit auf: Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat in Chicago nach acht Jahren Amtszeit seine Abschiedsrede gehalten. Tausende Zuhörer jubelten Obama zu und feierten ihn mit tosendem Applaus. "Heute Abend bin ich an der Reihe, Danke zu sagen", sagte Obama. "Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten und zu einem besseren Menschen gemacht", sagte Obama. Während seiner Rede rief er US-Bürger zur Geschlossenheit auf. Die Demokratie in den Vereinigten Staaten könne nur funktionieren, "wenn alle von uns, unabhängig von unserer Parteizugehörigkeit oder unserem spezifischen Interesse, dazu beitragen, das Bewusstsein einer gemeinsamen Bestimmung wiederherzustellen, das wir derzeit so dringend brauchen", sagte Obama. Rassismus sei nach seiner Amtszeit noch immer eine spaltende Kraft. Demokratie erfordere ein Mindestmaß an Solidarität, sagte Obama. -- Er wird am 20. Januar von Donald Trump abgelöst. Obama ist der erste schwarze Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Charleston-Attentäter Dylann Roof zum Tode verurteilt: Ein US-Bundesgericht hat den Attentäter von Charleston, Dylann Roof, zum Tode verurteilt. Roof hatte im Juni 2015 in einer Kirche in Charleston auf wehrlose Gläubige geschossen und tötete dabei neun Menschen. Alle Opfer waren Schwarze. Der Todesschütze bezeichnete sich selbst als Rassist. Nach seiner Festnahme hatte er die Tat mit rassistischen Vorbehalten gegen Afroamerikaner begründet. Mit seinen Morden wollte er, so Roof wörtlich, einen "Krieg zwischen Schwarzen und Weißen" anzetteln. Es ist das erste Mal, dass ein US-Bundesgericht eine Todesstrafe wegen eines Hassverbrechens verhängt. Dieselgate: VW vor Einigung mit US-Justizbehörde: Der deutsche Autobauer Volkswagen steht nach eigenen Angaben im Diesel-Abgasskandal vor einem Vergleich mit dem US-Justizministerium. Wie VW bestätigte, sieht ein Vergleichsentwurf Strafzahlungen in Höhe von rund 4,3 Milliarden Dollar vor. Volkswagen befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem US-Justizministerium sowie der US-amerikanischen Zollbehörde. Mit der Einigung sollen verschiedene strafrechtliche Untersuchungen sowie zivilrechtliche Bußgeldverfahren beigelegt werden, hieß es. Der Entwurf enthält laut VW auch ein Schuldeingeständnis des Konzerns. -- VW hatte weltweit Software in Diesel-Pkw eingebaut, die niedrigere Abgaswerte vortäuschte. Eine halbe Million Autos in den USA waren betroffen. Bislang hat das Unternehmen 18,2 Milliarden Euro für die Folgen des Skandals zurückgelegt, eine Summe, die durch den jetzt getroffenen Vergleich nicht reichen werde, teilte VW mit. Weltbank: Weltwirtschaft wächst 2017: Das weltweite Wirtschaftswachstum nimmt nach einem Bericht der Weltbank wieder stärker zu. Die Volkswirte in Washington prognostizieren für das kommende Jahr ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 2,7 Prozent. Wegen der Ungewissheit über den Kurs des künftigen US-Präsidenten Donald Trump wurde die Prognose etwas gesenkt. Seine Ankündigungen, die Wirtschaft etwa mit Infrastrukturprojekten stimulieren zu wollen, könnte zu einem schnelleren Wachstum in den USA, der weltgrößten Volkswirtschaft, und damit in der Welt führen. Andererseits sei die von Trump ausgehende Tendenz zum Protektionismus ein großes Hindernis. Besonders die Wirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern soll dank langsam steigender Rohstoffpreise um 4,2 Prozent wachsen. George Lucas baut Museum in Los Angeles: Die Entscheidung über den Standort des lange geplanten Museums des Filmemachers George Lucas ist gefallen. Das Lucas Museum of Narrative Art wird in Los Angeles auf dem Exposition-Park-Gelände gebaut. Das teilte Bürgermeister Eric Garcetti mit. Die kalifornische Metropole setzte sich damit gegen San Francisco durch. Der 72-jährige Filmemacher will die Baukosten von einer Milliarde Dollar weitgehend allein tragen. Das geplante Gebäude soll einem großen Raumschiff ähneln. Es soll die Kunstsammlung von Lucas aufnehmen und ausstellen. Zu der Sammlung zählen Gemälde von Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir ebenso wie Entwürfe, Illustrationen und andere Materialien zu der weltberühmten Weltraumsaga "Star Wars", die Lucas 1977 ins Leben gerufen hat. Der Regisseur verkaufte die "Star Wars"-Marke im Jahr 2012 für vier Milliarden Dollar an den Walt Disney Konzern.

10.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Bild": Gabriel will als Kanzlerkandidat antreten : SPD-Chef Sigmar Gabriel will bei der Bundestagswahl im kommenden Herbst als Kanzlerkandidat seiner Partei antreten. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung habe der Vizekanzler und Wirtschaftsminister diese Entscheidung nach internen Gesprächen und unter anderem auf dringendes Anraten von Altkanzler Gerhard Schröder getroffen. Die Zeitung beruft sich auf nicht näher bezeichnete Parteikreise. Der SPD-Parteivorstand schrieb in einer Reaktion auf Twitter, es handele sich um "Spekulationen". Es bleibe dabei, dass die Frage der SPD-Kanzlerkandidatur erst am 29. Januar entschieden werde. Nach Berlin-Anschlag: Maas und de Maizière beraten über Konsequenzen: Die für Inneres und Justiz zuständigen Bundesminister Thomas de Maizière und Heiko Maas wollen sich am Dienstag über sicherheitspolitische Konsequenzen des Lkw-Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verständigen. Bereits im Vorfeld deutete sich eine gemeinsame Linie der Minister zur Ausweitung der Abschiebehaft sowie zugunsten des Einsatzes elektronischer Fußfesseln für sogenannte Gefährder an. Zudem dürfte es darum gehen, Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber generell zu beschleunigen, besonders in die nordafrikanischen Maghreb-Staaten. Bei dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt durch den Tunesier Anis Amri waren am 19. Dezember zwölf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Türkisches Parlament stimmt für Debatte über Verfassungsreform: Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan ist seinem Ziel der Einführung eines Präsidialsystems einen wichtigen Schritt näher gekommen. Das Parlament in Ankara stimmte in der Nacht zu Dienstag dafür, Beratungen über die dazu notwendige Verfassungsreform aufzunehmen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Demnach sprachen sich 338 von anwesenden 480 Abgeordneten dafür aus. Mindestens 330 Ja-Stimmen waren für die Eröffnung der Diskussion nötig. Das Vorhaben der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, die über 316 Sitze im Parlament verfügt, erhielt damit Unterstützung aus Reihen der Opposition. Im nächsten Schritt wird über jeden der 18 Artikel in der Reform einzeln beraten und abgestimmt. Die Regierung strebt danach eine Volksabstimmung über die noch einmal erweiterten Machtbefugnisse für Erdogan an. Trumps Schwiegersohn wird Berater im Weißen Haus: Der designierte US-Präsident Donald Trump holt seinen Schwiegersohn Jared Kushner als einen seiner einflussreichsten Berater ins Weiße Haus. Der 36 Jahre alte Ehemann von Trumps Tochter Ivanka war bereits während des Wahlkampfes eine feste Größe in Trumps Beraterteam. Der Immobilienunternehmer hatte sich vor allem um die digitale Strategie des Wahlkampfes gekümmert. Eigentlich ist es dem US-Präsidenten verboten, Verwandte zu berufen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders NBC News versicherte eine Kushner-Anwältin, dass dieser die gesetzlich festgelegten ethischen Maßstäbe zur Vermeidung solcher Konflikte beachten werde, das für diese Standards zuständige Regierungsbüro sei kontaktiert. Kushner werde aus seiner Firma ausscheiden, "substanzielle Vermögenswerte" abstoßen und sich aus Regierungsangelegenheiten heraushalten, die seine finanziellen Interessen berührten, so seine Anwälte. Mehr als eine Million Strafen wegen Korruption in China verhängt: Seit Beginn der Anti-Korruptions-Kampagne in China vor vier Jahren sind nach Behördenangaben fast 1,2 Millionen Menschen überführt und bestraft worden. Dabei seien auch Vermögenswerte im Volumen von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro beschlagnahmt worden, teilte die zuständige Behörde, die Zentralkommission für Inspektion und Disziplin, in Peking mit. Knapp 2600 flüchtige Korruptionsverdächtige seien aus dem Ausland nach China ausgeliefert worden. Die Kampagne solle bis zu einem "vernichtenden Schlag gegen die Korruption" fortgeführt werden, sagte ein führender Behördenvertreter, Luo Dongchuan, auf einer Pressekonferenz. Nach Informationen der staatlichen Zeitung "China News" wurden allein im Jahr 2016 rund 410.000 Beamte wegen Korruption bestraft, unter ihnen 76 hohe Ministerialbeamte. Parlament Venezuelas entzieht Maduro das Vertrauen : Die Nationalversammlung Venezuelas hat dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro Pflichtverletzung vorgeworfen und seine Amtsenthebung erklärt. Maduro werde seiner Verantwortung angesichts der schweren wirtschaftlichen und politischen Krise nicht gerecht, hieß es in einer Erklärung des von der Opposition dominierten Parlaments in Caracas. Gefordert wurden Neuwahlen. Die Amtsenthebung ist allerdings nur ein symbolischer Schritt. Der Oberste Gerichtshof hätte sie bestätigen müssen. Dieser hatte den Parlamentsbeschluss aber bereits im Vorfeld zurückgewiesen und erklärt, die

09.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.SPD fordert Sanktionen gegen Herkunftsländer bei Abschiebeproblemen: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat Sanktionen gegen Länder gefordert, die abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière, CDU, solle Druck auf Staaten ausüben, die Ausweispapiere zu spät oder gar nicht liefern und so Abschiebungen erschweren, sagte Oppermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der SPD-Politiker forderte, die entsprechenden Rückführungsabkommen neu zu verhandeln. Dabei dürften auch Sanktionen nicht ausgeschlossen werden. Die Abschiebung des aus Tunesien stammenden Berlin-Attentäters Anis Amri war an fehlenden Papieren aus seinem Heimatland gescheitert. De Maizière geht nach eigenen Worten von einer raschen Einigung mit der SPD über härtere Abschieberegeln für sogenannte Gefährder aus. Türkisches Parlament berät über neue Verfassung: Das türkische Parlament beginnt heute mit seinen Beratungen über eine neue Verfassung, die aus der Türkei eine Präsidialrepublik machen soll. Einen Ministerpräsidenten gäbe es dann nicht mehr. Die Macht läge in den Händen des Präsidenten. Kritiker befürchten, Staatschef Recep Tayyip Erdogan wolle durch die neue Verfassung seine Macht weiter ausbauen. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu sollen die parlamentarischen Beratungen etwa zwei Wochen dauern. Erdogans Partei AKP liegt im Parlament knapp unter der erforderlichen Drei-Fünftel-Mehrheit und ist auf Stimmen der rechtsgerichteten Partei MHP angewiesen. Nach der Verabschiedung im Parlament muss der Verfassungstext binnen 60 Tagen den Wählern zur Abstimmung vorgelegt werden. Deutsche Exporte erreichen im November neuen Rekord: Die Exporte der deutschen Wirtschaft haben im November einen neuen Rekordwert erreicht. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, führten Unternehmen Waren im Wert von 108,5 Milliarden Euro aus. Dies sei der höchste bisher gemessene Monatswert. Auch der Wert der Importe lag im November nach Angaben der Statistiker mit 85,8 Milliarden Euro auf einem Höchststand. Im Vergleich zum November 2015 stiegen die Exporte um 5,6 Prozent. Die Einfuhren kletterten um 4,5 Prozent. Zeitung: VW-Manager in USA festgenommen: Im VW-Dieselskandal hat die US-Bundespolizei FBI nach einem Bericht der Zeitung "New York Times" einen Manager des Autokonzerns festgenommen. Er sei in Florida in Polizeigewahrsam genommen worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. In Klagen der Bundesstaaten New York und Massachusetts heißt es demnach, der Manager habe eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen gespielt, die Softwaremanipulationen in Dieselautos vor den Behörden zu verbergen. Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken eine illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt. Musical-Romanze "La La Land" räumt sieben Golden Globes ab: Die Musical-Romanze "La La Land" hat bei der Verleihung der Golden Globes gleich sieben der begehrten Filmpreise erhalten. Bei der Gala in Los Angeles gewann der Hollywood-Streifen unter anderem den Hauptpreis in der Kategorie Musical/Komödie und den Preis für die beste Regie. Die Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone wurden als beste Darsteller in einer Komödie oder einem Musical ausgezeichnet. Die deutsche Tragikomödie "Toni Erdmann" von Regisseurin Maren Ade ging in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film" leer aus. Für Aufsehen sorgte bei der Preisverleihung Schauspielerin Meryl Streep, die in einer Rede den künftigen US-Präsidenten Donald Trump scharf kritisierte.

07.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Vorwürfe gegen Putin: Die US-Geheimdienste glauben, dass der russische Präsident Putin eine Cyber-Kampagne angeordnet hat, damit die US-Präsidentenwahl zugunsten von Donald Trump ausgeht. In einer gemeinsamen Erklärung der Dienste heißt es, Russland habe das Ziel verfolgt, den Glauben der Öffentlichkeit in den demokratischen Prozess der USA zu untergraben. Die Ziele Russlands seien es gewesen, das öffentliche Vertrauen in den demokratischen Prozess in den USA zu untergraben, Hillary Clinton zu verunglimpfen und ihren Wahlchancen sowie ihrer potenziellen Präsidentschaft Schaden zuzufügen. Der Bericht warnt zudem vor ähnlichen Beeinflussungsversuchen des Kreml in Ländern, die mit den USA verbündet sind. Moskau werde seine Erfahrungen auch gegen Verbündete der USA und ihren Wahlprozess nutzen, so die US-Geheimdienste. Trump: Hackerangriffe hatten keine Auswirkungen auf Wahl: Der designierte US-Präsident Donald Trump bestreitet weiter, dass die Hackerangriffe während des Wahlkampfes Auswirkungen auf das Ergebnis der Abstimmung hatten. Das sagte Trump, nachdem er mit dem nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper, CIA-Direktor John Brennan und FBI-Chef James Comey gesprochen hatte. Trump ließ offen, ob er die Einschätzung der Dienste teilt, dass die russische Regierung hinter den Angriffen stehe. Die Obama-Regierung beschuldigt Moskau, sich mit den Hackerattacken in die Präsidentschaftswahl eingemischt zu haben. Maaßen verteidigt im Fall Amri Anti-Terror-Ermittler gegen Kritik: Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat die Terrorabwehr-Experten in Bund und Ländern nach immer neuen Enthüllungen im Fall Anis Amri gegen Kritik in Schutz genommen. Die Mitarbeiter des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums gingen hochprofessionell und erfahren an die Sache heran, sagte Maaßen der Deutschen-Presse-Agentur. Die Arbeit der Sicherheitsbehörden steht nach dem Terroranschlag des Salafisten schwer in der Kritik. Ermittler waren Amri über Monate hinweg deutschlandweit auf der Spur, wussten um seine Besuche in Moscheen radikaler Salafisten und erhielten Warnungen eines ausländischen Geheimdienstes - dennoch konnte Amri abtauchen. Nach ZDF-Informationen hat sich Anis Amri längere Zeit und möglicherweise sogar mehrfach in der Schweiz aufgehalten. Dort habe er sich auch seine Pistole besorgt. Der Tunesier Amri hatte am 19. Dezember einen Lkw in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gelenkt und insgesamt zwölf Menschen getötet. Mehr als 6000 weitere Entlassungen und Organisationsverbote in der Türkei: Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch vom Juli haben die türkischen Behörden mehr als 6.000 weitere Menschen aus dem Staatsdienst entlassen und Dutzende Organisationen verboten. Auf der Basis von drei neuen Dekreten wurden über 2.600 Polizisten, fast 1.700 Beamte des Justizministeriums sowie über 800 Beamte des Gesundheitsministeriums entlassen. Auch hunderte Beamte anderer Ministerien sowie mehr als 600 Hochschulangestellte und acht Mitglieder des Staatsrates verlieren demnach ihre Posten. Mehr als 80 Zusammenschlüsse seien wegen, so wörtlich, "Aktivitäten, die die Sicherheit des Staates bedrohen", verboten worden. Seit dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli wurden bereits mehr als 41.000 Menschen in der Türkei festgenommen und mehr als 100.000 weitere entlassen oder vom Dienst suspendiert. Das Vorgehen gründet sich auf den Ausnahmezustand, der nach dem Putschversuch verhängt und vergangene Woche erneut um drei Monate verlängert worden war. Städte- und Gemeindebund schlägt Netzwerk der "Mutbürger" vor: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund regt ein Netzwerk für Toleranz und Zusammenhalt an. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg kündigte in einem Zeitungsinterview an, diese Idee Bundeskanzlerin Merkel beim nächsten Treffen vorzuschlagen. Kommunen, Länder, Bund, Kirchen und Gewerkschaften sollen demnach in diesem Bündnis gemeinsame Strategien gegen Hass und Ausgrenzung entwickeln. Vorbild könnte laut Landsberg die Aktion "Gesicht zeigen" sein, mit der rechtsextremen Strömungen in Deutschland begegnet werde. Er kritisierte, viele Menschen sähen sich nur noch als Konsumenten auch gegenüber der Politik.

06.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Abgeordnete verurteilen UN-Resolution zu Israels Siedlungspolitik: Das US-Repräsentantenhaus hat die von der Obama-Regierung ermöglichte UN-Resolution verurteilt, die Israel zu einem Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten auffordert. Für eine entsprechende Resolution votierten 342 Abgeordnete, 80 stimmten dagegen. Fast alle Republikaner, aber auch eine Mehrheit der Demokraten von Präsident Barack Obama unterstützten die Entschließung, die für die Regierung nicht bindend ist. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Dezember erstmals seit 1979 eine Resolution gegen den israelischen Siedlungsbau verabschiedet. Möglich wurde das durch die Entscheidung der US-Regierung, nicht von ihrem Vetorecht Gebrauch zu machen, sondern sich zu enthalten. Alle anderen 14 Sicherheitsratsmitglieder stimmten für die Resolution, die den sofortigen Stopp israelischer Siedlungsaktivitäten im Westjordanland und in Ost-Jerusalem fordert. Fünf Festnahmen nach Brand in Flüchtlingsunterkunft: Nach einem Feuer mit zahlreichen Verletzten in einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen sind fünf Bewohner wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden. Sie stünden im Verdacht, an Matratzen gezündelt zu haben, sagte ein Sprecher der Polizei in Bielefeld. Bei dem Brand im ostwestfälischen Hövelhof-Staumühle erlitten 57 Bewohner Verletzungen, 30 von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Unterkunft, eine ehemalige Militärbaracke, brannte fast vollständig nieder. CDU/CSU: Kein Kompromiss bei Flüchtlings-Obergrenze: Im Streit zwischen CDU und CSU um eine Obergrenze für Flüchtlinge ist weiter keine Lösung abzusehen. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung lehnen sowohl CSU-Chef Horst Seehofer als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Kompromissvorschlag aus den eigenen Reihen ab. Die beiden Innenexperten Stephan Mayer (CSU) und Armin Schuster (CDU) hatten vor Monaten in einem Brief das Konzept eines "atmenden Deckels" vorgeschlagen. Dabei solle es keine feste Obergrenze geben. Die Aufnahmekapazität solle jedes Jahr neu berechnet und an die Zahl der Neuankömmlinge im Vorjahr gekoppelt werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, heißt es allerdings aus Seehofers Umfeld, der Vorschlag sei eine "Totgeburt". Seine Partei bestehe weiterhin auf einer starren Obergrenze. Die CSU hält derzeit ihre dreitägige Winterklausur im oberbayerischen Kloster Seeon. Vier Guantanamo-Häftlinge an Saudi-Arabien überstellt: Die USA haben vier Insassen des berüchtigten Gefangenenlagers Guantanamo an Saudi-Arabien überstellt. Die aus dem Jemen stammenden Männer wurden am Flughafen in Riad von dutzenden Angehörigen empfangen. In Saudi-Arabien sollen sie nun an einem Programm zur Deradikalisierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft teilnehmen. Einer der Ex-Häftlinge, Mohammed Bawasir, wurde nach eigenen Angaben 15 Jahre lang in dem Gefangenenlager festgehalten. Noch immer sind 55 Männer in Guantanamo inhaftiert. Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, unter seiner Präsidentschaft keine weiteren Insassen freizulassen, weil diese gefährlich seien. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatten die USA rund 780 Häftlinge auf dem US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba eingesperrt. Die meisten Verdächtigen wurden weder angeklagt noch verurteilt. Viele sollen gefoltert und misshandelt worden sein. Japan nimmt Toyota nach Trumps Attacke in Schutz: Nach einer Attacke des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegen den japanischen Autokonzern Toyota wegen dessen Investitionsplänen in Mexiko hat die Regierung in Tokio die heimische Industrie demonstrativ in Schutz genommen. Japanische Autobauer leisteten signifikante Beiträge zu Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten. Es sei wichtig, dass dies breit akzeptiert werde, sagte Wirtschaftsminister Hiroshige Seko. An der Börse in Tokio gab die Aktie von Toyoto nach Trumps Äußerungen nach. Der designierte Präsident hatte dem Unternehmen mit hohen Einfuhrzöllen gedroht, wenn es ein neues Werk nicht in den USA, sondern in Mexiko bauen sollte.

05.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Plante Kontaktmann Amris Anschlag in Düsseldorf?: Der festgenommene Kontaktmann des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri ist laut Medienberichten nach dem Anschlag als islamistischer "Gefährder" eingestuft worden. Der 26-jährige Tunesier, der am Vorabend des Terroranschlags vom 19. Dezember mit Amri in einem Restaurant in Berlin war, wird der radikal-salafistischen Szene zugeordnet, wie "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR berichten. Der 26-Jährige war im November 2015 schon einmal festgenommen worden. Laut Berliner Staatsanwaltschaft wurde er damals mit zwei weiteren Männern verdächtigt, Sprengstoff für einen Anschlag in Düsseldorf besorgt zu haben. Dafür habe man aber keine Beweise gefunden. Gegen den Tunesier erging am Mittwoch Haftbefehl, allerdings nur wegen des Verdachts auf Betrug beim Bezug von Sozialleistungen. CSU-Klausurtagung in Seeon: Sicherheitspolitik im Mittelpunkt: Die CSU-Landesgruppe im Bundestag befasst sich an diesem Donnerstag auf ihrer Klausurtagung mit der Sicherheitslage in der Europäischen Union angesichts der terroristischen Bedrohungen. Im oberbayerischen Kloster Seeon wird dazu der zuständige EU-Kommissar Julian King aus Großbritannien erwartet. Zuletzt hatte die Flucht des Attentäters vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, von Deutschland über die Niederlande, Belgien und Frankreich bis nach Italien die Debatte über unzureichende Kontrollen in der EU neu entfacht. Auch aus der CSU hatte es Kritik gegegeben, weil Amri mehrere Staatsgrenzen unbemerkt passieren konnte, bis er in Italien von der Polizei entdeckt und getötet wurde. Da das seit 40 Jahren für die Klausur genutzte Tagungszentrum Wildbad Kreuth wegen Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung steht, findet das dreitägige Treffen erstmals in Seeon unweit des Chiemsees statt. USA lassen Guantanamo-Gefangene frei : In den letzten Tagen seiner Amtszeit versucht US-Präsident Barack Obama, weiter Fakten zu schaffen - zum Missfallen seines designierten Nachfolgers Donald Trump. So sollen in den nächsten Stunden aus dem umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo vier Häftlinge entlassen und nach Saudi-Arabien überstellt werden, wie der Sender Fox News unter Berufung auf Behördenvertreter berichtet. Weitere Entlassungen vor dem Machtwechsel im Weißen Haus am 20. Januar seien zu erwarten, hieß es. Trump hatte zuvor gefordert, niemanden mehr aus dem Lager auf Kuba gehen zu lassen. Dem Vernehmen nach gibt es dort noch 59 Häftlinge, von denen 23 die Freigabe zur Entlassung haben. Laut einem Gremium aus Vertretern mehrerer Ministerien stellen sie keine wirkliche Bedrohung für die Sicherheit der USA dar. Apple löscht "New York Times"-App in China: Nach jahrelanger Zensur der Pekinger Behörden hat der Elektronikkonzern Apple die Nachrichten-App der "New York Times" aus seinem Angebot in China gelöscht. Die US-Zeitung berichtet, ihr Programm sei seit Ende Dezember nicht mehr im chinesischen App-Store. Ein Sprecher des US-Konzerns erläuterte, die App sei nach Intervention der chinesischen Behörden entfernt worden, weil sie gegen "lokale Regularien" verstoße. Die Webseite der "New York Times" wird in China bereits seit vier Jahren geblockt. Damals hatte das Blatt in mehreren Artikeln kritisch über das Familienvermögen von Chinas Ex-Regierungschef Wen Jiabao berichtet. Auch etliche andere ausländische Medien sind in der Volksrepublik gesperrt, darunter die Internetangebote der Deutschen Welle, der Nachrichtenagentur Reuters und des "Wall Street Journal". China blockiert auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter sowie Google-Dienste oder Webseiten, die die Regierungspolitik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen. Vier Festnahmen in Chicago nach Verbreitung eines Misshandlungs-Videos : Auf Grundlage eines im Internet kursierenden Videos hat die Polizei in Chicago vier junge Menschen festgenommen, die einen geistig behinderten Mann gefesselt und misshandelt haben. In dem über Facebook gezeigten Video sei zu sehen, wie die Vier ihr an Händen und Füßen gefesseltes Opfer angreifen und verhöhnen und rassistische Beleidigungen rufen, teilte die Polizei mit. Das Opfer, ein geistig behinderter junger Mann, sei von den Verdächtigen aus einem Vorort Chicagos in ein Gebiet im Südwesten der Stadt gebracht worden. Einer der Festgenommenen kenne das Opfer aus der Schule. Die vier mutmaßlichen Täter, zwei Männer und zwei Frauen, sind laut Polizei schwarz, ihr Opfer weiß.

04.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei: Identität des mutmaßlichen Attentäters festgestellt: Die türkischen Behörden haben die Identität des Angreifers auf eine Silvesterparty in Istanbul feststellen können. Das gab Außenminister Cavusoglu bekannt. Details nannte er nicht. Die Fahndung nach dem Flüchtigen dauere an. Zu dem Angriff in der Silvesternacht auf den Club Reina mit 39 Toten hatte sich die Terrormiliz IS bekannt. Trotz 43 Festnahmen, darunter die der Ehefrau des mutmaßlichen Angreifers, vermeldet die türkische Polizei bislang jedoch keinen Durchbruch bei der Fahndung. Am Dienstag hatte die Türkei den nach dem Putschversuch im Sommer verhängten Ausnahmezustand zum zweiten Mal verlängert und dies mit den anhaltenden terroristischen Attacken begründet. Die Regierung nutzt die Sondervollmachten aber insbesondere auch, um gegen Oppositionelle und Kurden vorzugehen.: Durchsuchungen bei möglichem Amri-Komplizen: Zwei Wochen nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben die Ermittler zwei Kontaktmänner des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri ins Visier genommen. In einem Berliner Flüchtlingsheim wurde die Unterkunft eines 26-jährigen Tunesiers durchsucht. Er steht im Verdacht, von den Anschlagsplänen gewusst und Amri möglicherweise geholfen zu haben. Auch die Berliner Unterkunft eines ehemaligen Mitbewohners von Amri wurde durchsucht. Er wurde als Zeuge bezeichnet und soll möglicherweise ebenfalls zeitnah zum Anschlag Kontakt zu Amri gehabt haben. Anis Amri gilt als der Attentäter, der am 19. Dezember mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche raste. Dabei wurden zwölf Menschen getötet. Amri war nach mehrtägiger Flucht bei einer Polizeikontrolle in einem Vorort von Mailand erschossen worden.: Gefangenenbefreiung auf den Philippinen: Bewaffnete Rebellen haben im Süden des Inselstaats ein Gefängnis gestürmt. Der Leiter des Gefängnisses, Peter John Bonggat, sprach von etwa 100 bewaffneten Angreifern, die das Feuer auf die Wachen eröffnet und mehr als 130 Gefangene befreit hätten. Ein Wachmann sei bei der Attacke getötet worden. Überfallen wurde die Haftanstalt der Stadt Kidapawan auf der Insel Mindanao. Der Gefängnisleiter machte die "Moro Islamic Liberation Front" (MILF) für die Attacke verantwortlich. Die südliche Philippinen-Insel Mindanao wird überwiegend von Muslimen bewohnt. Sie ist Brennpunkt des Konflikts zwischen muslimischen Rebellen und der Regierung des mehrheitlich katholischen Landes. 2014 hatte die MILF einen Friedensvertrag mit der philippinischen Regierung geschlossen, der weitreichende Autonomierechte für die muslimische Bevölkerung auf Mindanao vorsieht. Die Autonomievereinbarung ist aber noch nicht umgesetzt.: Britischer EU-Botschafter gibt Posten auf: Großbritanniens Botschafter bei der Europäischen Union (EU), Sir Ivan Rogers, ist zurückgetreten. Einen entsprechenden Zeitungsbericht bestätigte die britische EU-Botschaft in Brüssel. Rogers hatte zuletzt mit der Einschätzung für Aufsehen gesorgt, dass die Verhandlungen über ein Abkommen Großbritanniens mit der EU über den Austritt noch zehn Jahre dauern könnten. Weiterhin hatte der britische EU-Botschafter gewarnt, selbst ein solches Abkommen könnte von einem der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten blockiert werden. Die Briten hatten im Juni in einem Referendum für einen Austritt aus der EU gestimmt. Der Austrittsprozess kann erst beginnen, wenn London das Ausscheiden nach Artikel 50 des EU-Vertrags beantragt hat. Premierministerin Theresa May will die Austrittserklärung bis Ende März abgeben.: Ford stoppt Pläne für Werk in Mexiko : Kurz vor dem Amtsantritt des designierten US-Präsidenten Donald Trump hat der Autobauer Ford angekündigt, auf den Bau einer großen Fertigungsanlage in Mexiko zu verzichten. Stattdessen sollten im Rahmen eines Investitionsprogramms für Elektromobilität 700 Jobs in einem Ford-Werk im US-Bundesstaat Michigan geschaffen werden, teilte der Konzern mit. Im Sender CNN versicherte Ford-Chef Mark Fields, die Entscheidung gegen das neue Werk in Mexiko habe das Unternehmen ohne Einflussnahme von außen getroffen. Fields räumte aber ein, mit Trumps künftigem Vize Mike Pence über das Thema gesprochen zu habe. Während des Wahlkampfs hatte der künftige US-Präsident massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern und mit einem Einfuhrzoll von 35 Prozent für in Mexiko produzierte Autos gedroht.:

03.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Syrische Rebellen legen Vorbereitung für Friedensgespräche auf Eis: Mehrere wichtige syrische Rebellengruppen frieren sämtliche Gespräche über die geplanten Friedensverhandlungen ein. Damit protestieren sie gegen Verstöße gegen die Waffenruhe, die sie den Regierungstruppen vorwerfen. Die Milizen hätten sich an die landesweite Feuerpause gehalten, heißt es in einer Erklärung von zwölf Gruppen der moderaten Freien Syrischen Armee (FSA). Syriens Regime und seine Verbündeten hätten diese hingegen trotz anderslautender Garantien immer wieder gebrochen. Die von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe war am Freitag in Kraft getreten. Die Friedensgespräche sollen noch im Januar in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden. De Maizière will deutsche Sicherheitsstruktur neu ordnen: Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat angesichts der Terrorgefahr in Deutschland deutlich mehr Kompetenzen für den Bund bei der Inneren Sicherheit gefordert. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verlangt er unter anderem eine Stärkung des Bundeskriminalamts, eine Abschaffung der Landesämter für Verfassungsschutz zugunsten des Bundesamtes sowie den Ausbau der Bundespolizei. Um das Land krisenfest zu machen, halte er eine Neuordnung für erforderlich, schreibt der CDU-Politiker zwei Wochen nach dem Anschlag eines mutmaßlichen Islamisten auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Deutschland ist EU-Spitzenreiter bei Asylanträgen: In Deutschland sind in den ersten drei Quartalen 2016 mehr Asylanträge gestellt und bearbeitet worden als in den übrigen 27 EU-Staaten zusammen. Das geht aus Datensammlungen des europäischen Statistikamtes Eurostat hervor, die der "Welt" vorliegen". Demnach gab es in der gesamten EU rund 756.000 erstinstanzliche Entscheidungen über Asylanträge, davon rund 420.000 in Deutschland. Den zweiten Platz nehme Italien mit 68.000 Entscheidungen ein, gefolgt von Frankreich mit 63.000 Entscheidungen. Trump glaubt nicht an Bedrohung durch nordkoreanische Raketen: Der künftige US-Präsident Donald Trump sieht die USA nicht durch das nordkoreanische Atomwaffenprogramm bedroht. Nordkorea habe gerade erklärt, sich in der "finalen Entwicklungsphase" einer Atomwaffe zu befinden, die Teile der USA erreichen könne, schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter und ergänzte, dies werde nicht passieren. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache verkündet, sein Land stehe kurz vor dem Test einer Interkontinentalrakete. Das US-Verteidigungsministerium warnte Nordkorea daraufhin nachdrücklich vor einem neuerlichen Raketentest. Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Atomwaffen- und eine Reihe von Raketentests durchgeführt. Schlussphase im Rassismus-Prozess von Charleston: Der rassistisch motivierte Attentäter von Charleston, der in der US-Stadt ein Attentat auf eine afroamerikanische Kirchengemeinde verübt hatte, ist erneut für prozessfähig erklärt worden. In der Schlussphase des Prozesses geht es nun um das Strafmaß gegen den 22-jährigen Dylann Roof: die Todesstrafe oder lebenslange Haft. Das Gericht befand ihn bereits Mitte Dezember für schuldig, den Pastor und acht Gemeindemitglieder getötet zu haben. - Roof hatte sich im Juni 2015 in der Emanuel African Methodist Episcopal Church unter die Teilnehmer einer Bibelstunde gemischt und dann plötzlich um sich gefeuert. Kuba ehrt Fidel Castro mit Militärparade: In Kuba ist der im November verstorbene Revolutionsführer Fidel Castro mit einer großen Militärparade geehrt worden. Militäreinheiten und Milizen marschierten auf dem Revolutionsplatz in Havanna auf. Anlass war der 58. Jahrestag des Siegeseinzugs der Guerilla unter Führung Castros in Santiago de Cuba. Die Feier erinnerte auch an den 60. Jahrestag der Landung der ersten 82 Revolutionäre unter Führung von Castro und Ernesto "Che" Guevara auf Kuba. Dieses Jubiläum fand bereits am 2. Dezember statt, die Parade wurde jedoch vertagt, weil Castro nur eine Woche vorher gestorben war. Im Unterschied zu den Militärparaden von 2011 und 2006 wurden keine schweren Waffensysteme aufgefahren.

02.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großfahndung nach Täter von Istanbul - Opfer viele Ausländer: Mit einem massiven Aufgebot suchen die türkischen Sicherheitsbehörden den flüchtigen Täter des Istanbuler Nachtclub-Anschlags. Ministerpräsident Binali Yildirim ließ offen, in welche Richtung ermittelt werde, er sprach lediglich von einem "bewaffneten Terroristen". Eine Bekennernachricht lag zunächst nicht vor. Bei dem Massaker in dem exklusiven Luxusclub "Reina" am Bosporus waren am Silvesterabend 39 Menschen getötet worden, 24 von ihnen waren Touristen, die vor allem aus arabischen Staaten stammen. Innenminister Süleyman Soylu berichtete, der Attentäter habe sein Gewehr unter einem Mantel verborgen und womöglich die Kleidung gewechselt, bevor er sich absetzte. - Experten mutmaßten, wie im Pariser Bataclan oder beim Berliner Weihnachtsmarkt habe der Angreifer einen Ort westlichen, unislamischen und freizügigen gesellschaftlichen Lebens treffen wollen. Grüne kritisieren Kölner Polizei wegen Silvestereinsatz: Grünen-Chefin Simone Peter hat das Vorgehen der Polizei in Köln in der Silvesternacht gegen Hunderte Nordafrikaner kritisiert. Das Großaufgebot der Polizei in der Stadt habe Gewalt und Übergriffe zwar deutlich begrenzt, sagte Peter der "Rheinischen Post". Allerdings stelle sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn insgesamt knapp 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt würden. Peter kritisierte auch die Verwendung des Begriffs "Nafris" für Nordafrikaner durch die Polizei als herabwürdigend und inakzeptabel. Amnesty International kritisierte, so genanntes "Racial Profiling", also ein polizeiliches Vorgehen aufgrund ethnischer Merkmale, sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies verteidigte das Vorgehen gegen rund 650 Nordafrikaner. Bei den jungen Männern sei eine "Grundaggressivität" festgestellt worden, es sei mit Straftaten zu rechnen gewesen. Russische Diplomaten aus den USA abgeschoben: Die von den USA ausgewiesenen 35 russischen Diplomaten und ihre Familien sind nach Moskau ausgeflogen worden. Die Botschaftsmitarbeiter und ihre Angehörigen - insgesamt 96 Personen - verließen die US-Hauptstadt in einer von Russland entsandten Sondermaschine, teilte die russische Botschaft in Washington mit. Präsident Barack Obama hatte die Ausweisung als Strafmaßnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf auf Kosten seiner Demokratischen Partei bezeichnet. Obamas designierter Nachfolger Donald Trump äußerte erneut Zweifel an entsprechenden US-Geheimdiensterkenntnissen und der Notwendigkeit solcher Sanktionen. Er tritt am 20. Januar Obamas Nachfolge an und setzt sich für engere Beziehungen zu Kremlchef Wladimir Putin ein. Afrikanische Flüchtlinge stürmen Grenzzaun nach Spanien: Etwa 1100 afrikanische Migranten haben in der Neujahrsnacht versucht, über den Grenzzaun in die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu gelangen. Bei den Zusammenstößen seien fünf Polizisten aus Spanien und 50 Sicherheitskräfte aus Marokko verletzt worden, teilte die Regierung in Madrid mit. Die größtenteils aus Ländern südlich der Sahara stammenden Männer seien "sehr organisiert und gewalttätig" vorgegangen, hieß es. Einige Migranten hätten es zwar geschafft, auf die sechs Meter hohen Absperrzäune zu klettern. Sie seien jedoch von den Sicherheitskräften wieder heruntergeholt und nach Marokko zurückgeschickt worden. Nur zwei Migranten hätten spanischen Boden erreicht. - Anfang Dezember hatten es 400 Afrikaner geschafft, auf das Gebiet von Ceuta vorzudringen. Regierung erwägt Ausnahmen bei Mindestlohnregelung für Flüchtlinge: Die Bundesregierung erwägt laut einem Medienbericht, Flüchtlinge teilweise vom Mindestlohn auszunehmen. Betroffen wären Migranten, die sich für die Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses in Deutschland nachqualifizieren müssen. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung und berief sich auf ein gemeinsames Papier von Arbeits-, Finanz- und Bildungsministerium. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) äußerte die Befürchtung, Flüchtlinge könnten als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Der Arbeitgeberverband sagte dagegen, es gehe um ausbildungsähnliche Qualifizierungen für Zuwanderer. Diese Regelung falle damit nicht unter die Mindestlohnpflicht. Würde dafür der Mindestlohn fällig, würde die Bereitschaft der Betriebe abnehmen, solche Angebote zu machen. Präsident Hollande besucht französische Soldaten im Irak: Frankreichs Präsident François Hollande stattet an diesem Montag den französischen Soldaten im Irak einen Besuch ab. Paris unterstützt die irakische Armee im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) mit Ausbildern, Beratern und Artillerie. Die französische Luftwaffe fliegt zude

31.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel: 2016 war Jahr schwerer Prüfungen: Zum neuen Jahr hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutschen zu Zuversicht und Vertrauen in die Demokratie aufgerufen. Die "schwerste Prüfung" im Jahr 2016 sei "ohne Zweifel der islamistische Terrorismus" gewesen, sagte die Regierungschefin in ihrer Neujahrsansprache in Berlin. Insbesondere im Zeichen des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten versicherte die CDU-Vorsitzende, der Staat tue alles, um seinen Bürgern Sicherheit in Freiheit zu gewährleisten. Die notwendigen Maßnahmen würden schnellstens in die Wege geleitet und umgesetzt. Gleichzeitig verteidigte Merkel erneut die Entscheidung zur Aufnahme zehntausender Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien ab Sommer 2015. Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt seien stärker als der Hass der Terroristen. Trump voll des Lobes für Putin: Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin überschwänglich dafür gelobt, dass dieser nach den neuen US-Sanktionen vorerst keine Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Das sei "ein großartiger Zug", schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Er habe immer gewusst, dass Putin "sehr klug" sei. Der Kremlchef hatte nach der Ausweisung russischer Diplomaten aus den USA erklärt, auf einen ähnlichen Schritt verzichten zu wollen. Man wolle warten, welche Schritte Trump unternehme. Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag mit ungewöhnlich harten Sanktionen auf angebliche Hackerangriffe während des Präsidentschaftswahlkampfes reagiert. Die neuen Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen die russischen Geheimdienste GRU und FSB sowie gegen Unternehmen. Waffenruhe in Syrien nur vereinzelt gebrochen: Die von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe in Syrien scheint weitgehend zu halten, ungeachtet kleinerer Verstöße. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete Gefechte zwischen Armee und Rebellen in der Provinz Hama und nahe der Hauptstadt Damaskus. Russland sucht nach Angaben seines UN-Botschafters Witali Tschurkin mit einer Resolution die Unterstützung des UN-Sicherheitsrats für die Feuerpause und die Gespräche über einen Friedensplan im kasachischen Astana. Die Kurden in Syrien beschlossen für die von ihnen beanspruchten Gebiete im Norden des Landes eine Art Verfassung. Der so genannte "Sozialvertrag" sehe in den "autonomen Verwaltungen" Afrin, Kobane und Dschasira eine gesetzgebende Versammlung und Wahlen "innerhalb von sechs Monaten" vor, teilten die Kurden mit. Türkei: Haft für preisgekrönten Journalisten Ahmet Sik: Ein türkisches Gericht hat gegen einen bekannten kritischen Journalisten Haftbefehl wegen "Terror-Propaganda" erlassen. Ahmet Sik müsse wegen einer Reihe von Artikeln für die Oppositionszeitung "Cumhuriyet" in Haft, in denen er die türkischen Geheimdienste kritisiert hatte, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem werde ihm vorgeworfen, Propaganda für die linksradikale Partei DHKP-C und das Netzwerk des islamischen Predigers Fethullah Gülen betrieben zu haben. Der am Donnerstag festgenommene Sik war 2014 mit dem UNESCO-Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet worden. Die UN-Kulturorganisation würdigte ihn dabei als "glühenden Verteidiger der Menschenrechte". Sik verbüßte bereits in den Jahren 2011 und 2012 eine längere Haftstrafe. Chile: Drei deutsche "Colonia-Dignidad"-Anführer verurteilt: Der Oberste Gerichtshof in Chile hat drei Führungsmitglieder der deutschen Sektensiedlung "Colonia Dignidad" in letzter Instanz verurteilt. Die drei Männer seien wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung schuldig, erklärten die Richter. Kurt Schnellenkamp, Gerhard Mücke und Karl van den Berg sowie zwei frühere Geheimdienstmitglieder erhielten Haftstrafen von jeweils fünf Jahren und einem Tag. Damit wurden die vorinstanzlichen Strafen um jeweils ein Jahr verschärft. Vier weitere Mitglieder der deutschen Sekte wurden freigesprochen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die "Colonia Dignidad" eng mit dem Geheimdienst unter Diktator Augusto Pinochet zusammenarbeitete und dabei systematisch Verbrechen wie Mord, Folter und Kindesmissbrauch begangen wurden. China verspricht Verbot von Elfenbeinhandel: China will den Handel mit Elfenbein und dessen Verarbeitung bis Ende kommenden Jahres verbieten. Die Regierung werde den Elfenbeinhandel und die Verarbeitung von Elfenbein zu kommerziellen Zwecken bis Ende 2017 schrittweise stoppen, verlautete über die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Artenschützer begrüßten den Schritt. Die Volksrepublik gilt als der weltgrößte Absatzmarkt für Elfenbein. In Afrika werden deshalb jedes Jahr tausende Elefanten von Wilderern getötet, das Elfenbein wird nach Fern

30.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA weisen 35 russische Geheimagenten aus: Als Reaktion auf die Hackerangriffe haben die USA eine Reihe harter Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. 35 russische Geheimagenten wurden zu "unerwünschten Personen" erklärt und haben 72 Stunden lang Zeit, das Land zu verlassen, heißt es in einer von US-Präsident Barack Obama unterzeichneten Anordnung. Außerdem sollen zwei russische Niederlassungen in den USA geschlossen werden. Die Sanktionen richten sich gegen den russischen Militärgeheimdienst GRU und den Inlandsgeheimdienst FSB. Die USA werfen höchsten Regierungsstellen in Moskau vor, sich mit Cyberangriffen in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben. So sollen Hacker mit Billigung des Kreml in das Computersystem der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eingedrungen sein und interne E-Mails an die Öffentlichkeit weitergegeben haben. Russland streitet die Vorwürfe ab und kündigte eine "angemessene" Reaktion auf die Strafmaßnahmen an. Türkei nimmt erste Hürde zum Präsidialsystem: Eine Kommission des türkischen Parlaments hat die geplante Verfassungsreform für ein Präsidialsystem angenommen. Damit könne der Gesetzentwurf zur Debatte und Abstimmung ins Plenum gehen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Nach dem Parlamentsvotum soll die Reform noch in einem Referendum bestätigt werden. Die Verfassungsänderung sieht deutlich größere Machtbefugnisse für Präsident Recep Tayyip Erdogan vor. Bislang spielt der türkische Präsident laut Verfassung eine vornehmlich repräsentative Rolle. Erdogan will das ändern und plant den Umbau des Staates in ein Präsidialsystem, in dem er deutlich mehr Macht hat. Waffenruhe in Syrien – Kämpfe gegen den IS: Die seit Mitternacht geltende Waffenruhe in Syrien weckt Hoffnungen auf eine Atempause für die Menschen in dem zerrütteten Bürgerkriegsland. Ausgenommen davon sind Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft werden. So haben russische und türkische Kampfflugzeuge Angriffe auf die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Gebiet von Al-Bab im Norden Syriens geflogen. Dabei sollen 38 IS-Kämpfer getötet worden sein, berichtet die türkische Armee. Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen ausgehandelt. Die beiden Länder fungieren auch als Garantiemächte. De Maizière fordert mehr Anstrengung bei Integration: Nach der Attacke auf einen Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof hat Innenminister Thomas de Maizière verstärkte Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen gefordert. Es sei eine "immense Aufgabe", die Menschen, die gekommen seien und eine Bleibeperspektive hätten, zu integrieren. Dieser Prozess werde viele Jahre dauern, sagte de Maizière den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es werde sicher auch Rückschläge geben. Doch er sei davon überzeugt, dass die Integration gelingen könne, wenn "alle sich so verhalten, dass sie unsere Grundwerte achten, die uns einen". Integrationskurse leisteten dabei einen großen Beitrag. Der Innenminister nannte die Tat in der Berliner U-Bahn einen abscheulichen Vorfall, der "wirklich konsequent geahndet" werden müsse. Die Tatsache, dass mehrere Tatverdächtige Flüchtlinge aus Syrien seien, ändere nichts daran, dass die nach Deutschland Gekommenen in großer Anzahl vor Gewalt und Terror geflohen seien und beides ablehnten, betonte de Maizière. Eine Gruppe junger Leute hatte in der Weihnachtsnacht versucht, einen schlafenden Obdachlosen anzuzünden. Mit Hilfe einer öffentlichen Fahndung konnten die mutmaßlichen Täter schnell gestellt werden. Zeitung: Mehr anhängige Asylverfahren als im Vorjahr: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat einem Zeitungsbericht zufolge derzeit mehr anhängige Asylverfahren als am Jahresende 2015. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Nürnberger Behörde. Demnach startet das BAMF voraussichtlich mit 450.000 noch nicht abgeschlossenen Asylverfahren ins neue Jahr. Ende 2015 hatte die Zahl noch deutlich unter 400.000 gelegen. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der zwischen Januar und November gestellten Asylanträge liegt nach Auskunft der Behörde bei aktuell 6,9 Monaten. Im Vorjahr waren es dem Zeitungsbericht zufolge 5,2 Monate. Das BAMF begründete die längere Dauer mit zunehmend komplexeren Altfällen. Es gehe etwa um Fälle, in denen die Identität der Antragsteller nur schwer nachweisbar sei. Weil vielen Antragstellern die Asylverfahren zu lange dauern, werden vor deutschen Gerichten immer mehr Untätigkeitsklagen eingereicht.

29.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israels Regierungschef kritisiert Kerry-Rede: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Rede von US-Außenminister John Kerry zum Nahostkonflikt als "voreingenommen gegenüber Israel" kritisiert. Kerry habe sich zwanghaft mit den Siedlungen befasst und kaum mit der Wurzel des Konfliktes. Dies sei die Opposition der Palästinenser gegen einen jüdischen Staat in irgendwelchen Grenzen, so Netanjahu. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte nach der Rede Kerrys, er sei bereit, Friedensgespräche wiederaufzunehmen, falls Israel den Siedlungsbau stoppe und unterzeichnete Verträge umsetze. Der US-Außenminister hatte die israelische Siedlungspolitik kritisiert und sich eindringlich für eine Zwei-Staaten-Lösung als einzigen Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten stark gemacht. Kolumbiens Parlament stimmt für FARC-Amnestiegesetz: Das kolumbianische Parlament hat den ersten Teil des Friedensabkommens mit der Guerilla-Organisation FARC umgesetzt. Beide Kammern stimmten für ein Amnestiegesetz für die FARC-Rebellen. Ausgenommen sind Kämpfer, denen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Massaker oder Vergewaltigungen vorgeworfen werden - diese müssen sich dem Friedensvertrag zufolge vor Sondergerichten verantworten. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos schrieb auf Twitter, der "erste Schritt für die Konsolidierung des Friedens" sei geschafft. Im November hatten sich Regierung und Rebellen nach jahrelangen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen geeinigt. Für seine diesbezüglichen Bemühungen wurde Santos mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bericht: Automatik stoppte Todes-LKW vom Berliner Weihnachtsmarkt: Ein automatisches Bremssystem hat einem Medienbericht zufolge die Fahrt des Berliner Anschlags-LKW gestoppt. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR kam das Fahrzeug nur deshalb nach 70 bis 80 Metern zum Stehen, weil die Zugmaschine mit einer Bremsautomatik ausgerüstet war. Dieses System reagiert laut dem Bericht auf einen Aufprall und betätigt von selbst die Bremsen. Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember war der mutmaßliche Täter, Anis Amri, mit einem LKW in die Menschenmassen gerast und hatte 12 Menschen getötet. Japanische Ministerin besucht Kriegsschrein: Japans rechtskonservative Verteidigungsministerin Tomomi Inada hat mit einem Besuch im höchst umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio einen Protest Südkoreas provoziert. In dem Schrein wird der 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten gedacht, darunter befinden sich auch hingerichtete Kriegsverbrecher. Derartige Besuche von führenden japanischen Politikern verärgern immer wieder vor allem Südkorea und China, die Opfer Japans im Zweiten Weltkrieg waren und in den Pilgergängen eine Glorifizierung der damaligen japanischen Aggression sehen. Obama stellt zwei große Wüstengebiete unter Schutz: Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat zwei weitere große Naturschutzgebiete ausgewiesen. Es handelt sich um zwei Wüstengebiete: Bears Ears im Bundesstaat Utah und Gold Butte im Süden von Nevada. Obama habe als Präsident mehr Naturschutzgebiete geschaffen als jeder seiner Vorgänger, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses dazu. Gold Butte ist berühmt für seine historische Felsbildkunst. In Bears Ears wird die US-Bundesregierung erstmals ein nationales Schutzgebiet zusammen mit der indigenen Urbevölkerung verwalten. In dem Gebiet befinden sich Überreste alter Pueblo-Siedlungen, die mehr als 3500 Jahre alt sind.

28.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Historische Versöhnungsgeste in Pearl Harbor: 75 Jahre nach dem Angriff der japanischen Luftwaffe auf den US-Stützpunkt in Pearl Harbor auf Hawaii haben US-Präsident Barack Obama und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe am Memorial für die gefallenen US-Soldaten gemeinsam der Opfer gedacht. Abe sprach sein Beileid aus und dankte den Vereinigten Staaten dafür, dass sie Japan nach 1945 mit Versöhnungsbereitschaft begegnet seien. Obama erklärte, Abes Besuch in dem US-Bundesstaat im Pazifik sei eine historische Geste der Aussöhnung. Eine Entschuldigung Abes im Namen Japans für den Angriff mit rund 2400 Toten hatte die Regierung in Tokio bereits im Vorfeld ausgeschlossen. Nur wenige Stunden nach der Zeremonie in Pearl Harbor besuchte der japanische Wiederaufbau-Minister Masahiro Imamura den Yasukuni-Schrein in Tokio - eine umstrittene Gedenkstätte, in der neben Millionen Kriegstoten auch mehrere japanische Kriegsverbrecher geehrt werden. Imamura sagte, er habe an dem Schrein für den "Frieden und Wohlstand" seines Landes beten wollen. Russische Anti-Doping-Behörde gibt systematisches Doping zu: Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hat erstmals die Vertuschung systematischen Dopings während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zugegeben. Es sei eine institutionelle Verschwörung gewesen, sagte Rusada-Chefin Anna Anzeliowitsch der Zeitung "New York Times". Sie sei schockiert gewesen von den Enthüllungen, die Regierung in Moskau sei jedoch nicht involviert gewesen. Der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Richard McLaren, hatte Russland in seinen beiden Reports Staatsdoping vorgeworfen und ebenfalls von einer "institutionellen Verschwörung" über mehrere Jahre und sportliche Großereignisse hinweg gesprochen. Über 1000 russische Athleten in 30 Sportarten hätten von der systematischen Doping-Vertuschung profitiert. Russland hatte die Vorwürfe bislang stets zurückgewiesen. Trumps Anwalt Greenblatt wird internationaler Chefunterhändler: Der künftige US-Präsident Donald Trump hat den langjährigen Anwalt seines Firmenimperiums zum Chefunterhändler für internationale Fragen in seiner Regierung ernannt. Jason Greenblatt soll für internationale Handelsabkommen und andere Vereinbarungen zuständig sein, wie Trumps Übergangsteam mitteilte. Der Sender CNN berichtete, dass auch die Verhandlungen zum Nahostkonflikt und die Beziehungen zu Kuba in den Aufgabenbereich von Trumps bisherigem Firmenanwalt fallen sollen. Greenblatt hatte Trump bereits im Wahlkampf zur Nahostpolitik beraten. Trump ließ über sein Büro erklären, der Anwalt sei einer seiner "engsten Vertrauten" und sei erfahren darin, in "schwierigen und sensiblen" Fragen zu vermitteln. Argentiniens Ex-Präsidentin in Korruptionsaffäre offiziell angeklagt: Die ehemalige argentinische Staatschefin Cristina Kirchner ist wegen Korruptionsvorwürfen offiziell angeklagt worden. Der 63-Jährigen wird Günstlingswirtschaft bei der Vergabe öffentlicher Aufträge an einen ihr nahestehenden Geschäftsmann vorgeworfen. Der Ermittlungsrichter habe zudem angeordnet, Kirchners Vermögen in Höhe von zehn Milliarden Pesos (600 Millionen Euro) einzufrieren, teilte das Justizministerium mit. Der Unternehmer Lázaro Báez hatte während der Amtszeiten Kirchners und ihres Ehemanns und Amtsvorgängers Néstor zahlreiche öffentliche Aufträge in Kirchners Heimat Patagonien bekommen. Allein sein Unternehmen Austral gewann in dieser Zeit 78 Prozent der Ausschreibungen in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar. Gegen die Ex-Präsidentin laufen weitere Ermittlungsverfahren. Eröffnung des neuen deutschen Hauptstadtflughafens wohl erst 2018: Die Eröffnung des neuen Berliner Hauptstadt-Flughafens "Willy Brandt" dürfte erneut verschoben werden. Auch ein Termin 2017 sei nicht mehr zu halten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus informierten Kreisen. Im Aufsichtsrat werde nun eine Eröffnung im Frühjahr 2018 angepeilt, meldet dpa. Zuvor hatte bereits die "Bild"-Zeitung über eine abermalige Verschiebung berichtet. Ein Sprecher der Flughafengesellschaft wollte die Berichte weder bestätigten noch dementieren. Das Milliardenbauprojekt Flughafen Berlin Brandenburg sollte ursprünglich im Oktober 2011 in Betrieb gehen. Mehrere Eröffnungstermine platzten seitdem jedoch, wegen Technikproblemen, Baumängeln und Planungsfehlern, was Berlin auch über Deutschlands Grenzen hinaus zum Gespött machte. US-Schauspielerin Carrie Fisher gestorben: Die US-Schauspielerin Carrie Fischer ist im Alter von 60 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben, wie ihre Familie bekanntgab. Fishers weltweit bekannteste Rolle war die der Prinzessin Leia in der legendären Kino-Filmreihe "Star Wars". Fisher hatte am Freitag auf einem Flug von London nach Los Angeles einen Herzinfarkt erli

27.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Blackbox von russischem Unglücks-Jet entdeckt: Zwei Tage nach dem Absturz einer russischen Militärmaschine über dem Schwarzen Meer haben Suchmannschaften den Flugschreiber gefunden. Das Gerät wurde in einer Tiefe von 17 Metern unter der Meeresoberfläche geortet, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Mit Hilfe der Blackbox wollen die Ermittler Aufschluss über die Unglücksursache erlangen. Das Flugzeug war am Sonntag auf dem Weg von Sotschi nach Syrien mit 92 Menschen an Bord abgestürzt. Die russischen Behörden haben inzwischen ein Startverbot für alle Maschinen des betroffenen Typs Tupolew Tu-154 verhängt. Abe und Obama besuchen gemeinsam Pearl Harbor: Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ist im US-Bundesstaat Hawaii eingetroffen. 75 Jahre nach dem verheerenden Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor werden Abe und US-Präsident Barack Obama gemeinsam der Opfer gedenken. Die Schrecken des Krieges dürften sich niemals wiederholen, sagte Abe vor dem Abflug nach Honolulu. Eine Entschuldigung für den Angriff hatte die Regierung in Tokio allerdings im Vorfeld ausgeschlossen. Japan hatte am 7. Dezember 1941 einen Luftangriff auf die in Hawaii vor Anker liegende Pazifikflotte der USA geflogen. Dabei wurden rund 2400 Menschen getötet. Das Bombardement des Hafens Pearl Harbor veranlasste die Vereinigten Staaten, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten. Heute sind die USA und Japan eng verbündet. Deutschland startet millionenschweres Hilfsprogramm für Aleppo: Nach dem Einmarsch syrischer Regierungstruppen in die vom Bürgerkrieg zerstörte Großstadt Aleppo legt Deutschland ein Hilfsprogramm von 15 Millionen Euro zur Gesundheitsversorgung auf. Nachdem die internationale Staatengemeinschaft dem Morden und Bombardieren so hilflos zugeschaut habe, müsse es jetzt einen humanitären Großeinsatz für die Menschen in Aleppo geben, sagte der für Entwicklungshilfe zuständige Minister Gerd Müller der "Bild"-Zeitung. Das Programm des Entwicklungsministeriums sichert dem Bericht zufolge 30 Monate lang die Arbeit von rund 1000 syrischen Ärzten, Krankenpflegern und Traumapsychologen. Laut UN sind in Syrien derzeit rund 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, 90 Prozent davon benötigen medizinische Versorgung. Videos belegen Flucht des Berlin-Attentäters über Lyon: Die Vermutungen über den Fluchtweg von Anis Amri nach dem Anschlag von Berlin mit zwölf Toten scheinen sich zu bestätigen. Der Tunesier wurde demnach am Tag bevor er in Mailand erschossen wurde, an einem Bahnhof in Lyon gesehen. Auf Bildern von Video-Überwachungskameras sei zu sehen, wie der mutmaßliche Attentäter von Berlin auf einem Bahnsteig der französischen Stadt stand, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Justizkreise. Der 24-Jährige sei auf diesen Bildern allein unterwegs. Nach Überzeugung der Ermittler war es Amri, der am 19. Dezember mit einem Lastwagen in die Besucher eines Weihnachtsmarktes raste. Weiterhin unklar ist, auf welchem Weg er von Deutschland nach Frankreich gereist ist. Gegner von Südkoreas Präsidentin verlassen Regierungspartei: Vor dem Hintergrund der Affäre um die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye hat sich die Regierungspartei Saenuri gespalten. 29 Abgeordnete seien ausgetreten, sie wollten eine neue Partei gründen, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap. Die Parlamentarier erklärten, wer loyal zur Präsidentin stehe, habe die wahren Werte des Konservatismus vergessen. Dadurch sei das Vertrauen der Bevölkerung verlorengegangen. Park wird vorgeworfen, ihrer Vertrauten Choi Soon Sil jahrelang vertrauliche Regierungsdokumente zugespielt zu haben. Choi und deren Tochter sollen sich durch die Nähe zur Präsidentin persönlich bereichert haben. Bulgariens Präsident warnt EU vor Russland: Bulgariens scheidender Staatspräsident Rossen Plewneliew hat in einem Interview vor Versuchen Moskaus gewarnt, die Europäische Union zu destabilisieren. Es gebe viele Indizien für die russische Finanzierung antieuropäischer Parteien und Medien in Bulgarien sowie in anderen EU-Ländern, sagte Plewneliew der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Moskau wolle die EU durch die Unterstützung ultranationalistischer Parteien oder Bewegungen von innen aushöhlen. Russland versuche, auf einer neuen ideologischen Grundlage dasselbe zu erreichen wie einst die Sowjetunion, die Schwächung Europas und die Verbreitung von Zweifeln an den Werten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, so Plewneliew. Dieses Ziel verfolge Moskau auch im Internet.

26.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Popsänger George Michael ist tot: Der britische Popsänger George Michael ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Er sei an Weihnachten "friedlich bei sich zu Hause entschlafen", teilte sein Agent mit. Der Sänger und Komponist lebte zuletzt in Goring-on-Thames bei London. Die Polizei hat nach eigenen Angaben bislang keine Hinweise auf Fremdverschulden. Das Magazin "Billboard" berichtete unter Berufung auf Michaels Manager, dass der Sänger an Herzversagen gestorben sei. Musikerkollegen und Freunde äußerten sich in den sozialen Netzwerken bestürzt über den überraschenden Tod Michaels. Seine Karriere begann Michael zu Beginn der 1980er Jahre. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Andrew Ridgeley gründete er das Duo "Wham", das zahlreiche Hits landete. Bekanntester Song aus dieser Zeit ist "Last Christmas". 1987 startete Michael erfolgreich eine Solokarriere. Insgesamt verkaufte der Musiker etwa 100 Millionen Alben. Staatstrauer nach Flugzeugabsturz in Russland: Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach dem Absturz der Tupolew Tu-154 über dem Schwarzen Meer für diesen Montag Staatstrauer angeordnet. Im Fernsehen kündigte er eine "sorgfältige Untersuchung" zur Unglücksursache an. Den Angehörigen der 92 Todesopfer versprach Putin Hilfe. Das Militär und zivile Rettungsleute suchten auch die Nacht über nach Trümmerteilen und Vermissten. Bislang wurden zwölf Tote aus dem Wasser geborgen. Die Passagiermaschine hatte auf dem Weg nach Syrien in Sotschi einen Zwischenstopp eingelegt. Kurz nach dem Start dort riss der Kontakt zu den Piloten ab. An Bord der Maschine waren auch 64 Mitglieder des populären Alexandrow-Armeechors, darunter der Leiter des Ensembles, Generalleutnant Waleri Chilalow. Der Chor sollte bei den Neujahrsfeiern auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim im Westen Syriens auftreten. : Zehntausende gedenken der Tsunami-Opfer: Rund um den Indischen Ozean gedenken am zweiten Weihnachtstag wieder mehrere zehntausend Menschen der Opfer des verheerenden Tsunamis von 2004. Damals rissen durch ein gewaltiges Erdbeben unter dem Meeresboden ausgelöste Riesenwellen in 14 Ländern 230.000 Menschen in den Tod. Besonders betroffen waren die indonesische Provinz Aceh, Thailand, Indien sowie der Inselstaat Sri Lanka. In Thailand, in dessen Süden auch mehr als 1000 Touristen umkamen, finden am 26. Dezember zudem regelmäßig Katastrophenschutzübungen statt. Netanjahu bestellt nach UN-Resolution US-Botschafter ein: Zwei Tage nach der Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen die israelische Siedlungspolitik in den besetzten Palästinensergebieten hat Regierungschef Benjamin Netanjahu mit US-Botschafter Dan Shapiro gesprochen. Zuvor waren die Botschafter von zehn der insgesamt 15 Sicherheitsratsmitglieder in das Außenministerium in Jerusalem einbestellt worden, wie Außenamtssprecher Emmanuel Nachschon mitteilte. Netanjahu traf aber nur Shapiro. Der Ministerpräsident erhob schwere Vorwürfe gegen die USA. Es gebe keinen Zweifel, dass die Regierung von Präsident Barack Obama hinter der Resolution stehe, sie die Formulierung mit ausgearbeitet und ihre Verabschiedung verlangt habe, sagte Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung. Massaker in Demokratischer Republik Kongo: Mindestens 22 Menschen sind beim Angriff einer Rebellengruppe im Osten des Kongos getötet worden. Der blutige Überfall erfolgte in der Stadt Eringeti in der Provinz Nord-Kivu. "Manche wurden durch Messer und andere durch Kugeln getötet", sagte ein Priester der katholischen Kirche. Er machte die radikal-islamische Miliz ADF für das Blutbad verantwortlich. Die Miliz wurde 1995 in Uganda gegründet. Ihre Kämpfer konzentrieren sich inzwischen jedoch auf die Demokratische Republik Kongo. Im Osten des zentralafrikanischen Landes haben sie in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen getötet. In der Region sind mehrere Rebellengruppen aktiv. Es geht ihnen zumeist um die Kontrolle über Gebiete und über Bodenschätze wie Gold oder Kobalt. Syriens Hauptstadt seit drei Tagen ohne Trinkwasser: Die Einwohner der syrischen Hauptstadt Damaskus leiden seit drei Tagen unter extremer Wasserknappheit. "Das Wasser ist seit drei Tagen abgestellt", beklagte eine in der Altstadt lebende Hausfrau. Man könne ohne Strom leben, aber nicht ohne Wasser, sagte die 51-Jährige. Seit Freitag fließt kein Trinkwasser mehr durch die Leitungen. Die Behörden begründeten ihre Maßnahme damit, dass "terroristische Gruppen" Quellen und andere Wasser-Reservoirs in Damaskus und Umgebung unter anderem mit Diesel vergiftet hätten. In der Hauptstadt leben schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen, hinzu kommen weitere 3,5 Millionen Menschen in den Vororten.

24.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten  

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gauck ruft in Weihnachtsansprache zu Mitmenschlichkeit auf: Nach dem Anschlag in Berlin hat Bundespräsident Joachim Gauck in seiner letzten Weihnachtsansprache zu Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt aufgerufen und vor Hass und Vorurteilen gewarnt. "Gerade in Zeiten terroristischer Attacken sollten wir die Gräben in unserer Gesellschaft nicht vertiefen, weder Gruppen pauschal zu Verdächtigen noch Politiker pauschal zu Schuldigen erklären", sagte Gauck. Er hob hervor, dass Wut und Zorn sowie Angst und Ohnmacht trotz des Terrors in der Hauptstadt nicht die Oberhand gewonnen hätten. Der Bundespräsident betonte zugleich, es müsse eine politische Auseinandersetzung über die Flüchtlingspolitik geben, "auch darüber, ob wir zukünftig noch mehr tun müssen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten." Ermittlungen zu Anschlag auf Weihnachtsmarkt laufen weiter : Nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters von Berlin, Anis Amri, gehen die Ermittlungen auch über die Feiertage weiter. Nach den Worten von Generalbundesanwalt Peter Frank muss untersucht werden, ob der 24-jährige Tunesier ein Unterstützernetzwerk, Mitwisser oder Gehilfen hatte. Kanzlerin Angela Merkel kündigte eine rasche Überprüfung an, "inwieweit staatliche Maßnahmen verändert werden müssen". Sie drängte darauf, Abschiebungen nach Tunesien "deutlich" zu beschleunigen und deren Zahl zu erhöhen. Frankreich verhindert 17 mögliche Terroranschläge: Frankreich hat im zu Ende gehenden Jahr 17 potenzielle Terroranschläge vereitelt. Alle Sicherheitskräfte seien voll mobilisiert im Kampf gegen den Terrorismus, erklärte Innenminister Bruno Le Roux in Paris. Nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt seien die Kontrollen der Straßen- und Schienenverbindungen an den Grenzen zu Deutschland, Luxemburg und der Schweiz verstärkt worden. FBI warnt vor Anschlägen in USA zu Weihnachten: Die US-Bundespolizei FBI und das Heimatschutzministerium haben vor möglichen Angriffen von Sympathisanten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) insbesondere über die Weihnachtsfeiertage auf Kirchen und Festveranstaltungen in den Vereinigten Staaten gewarnt. Konkreter Anlass dafür sei die Veröffentlichung einer Liste von Kirchen in den USA auf pro-islamischen Webseiten, berichtete der Sender CNN. Demnach ist die Warnung in einem Bulletin an Polizeistellen und private Sicherheitsfirmen enthalten. Es gebe aber keine Hinweise auf spezifische Bedrohungen, zitierte CNN US-Beamte. Juncker hält an Flüchtlingspolitik fest : EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich nach dem Anschlag von Berlin gegen einen Richtungswechsel in der europäischen Flüchtlingspolitik ausgesprochen. Europa müsse den Menschen, die aus Kriegsgebieten und vor Terror flüchteten, Zuflucht bieten, sagte Juncker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er forderte, Flüchtlinge nicht "unter einen Terrorismus-Generalverdacht zu stellen". Wer auf eine Rhetorik der Ausgrenzung setze, befeuere die Spirale des Hasses. Der EU-Kommisionschef rief zugleich zu einer grenzübergreifenden, engeren Zusammenarbeit auf. Konkret gehe es darum, Informationen besser auszutauschen, Schlupflöcher für Extremisten zu schließen und ihre Finanzquellen trockenzulegen. Israel weist UN-Resolution als schändlich zurück : Israel hat mit Entrüstung auf die Forderung des UN-Sicherheitsrats reagiert, den Siedlungsausbau in den Palästinensergebieten sofort zu stoppen. Man werde sich nicht an die Resolution halten, teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Die USA hätten ihren Verbündeten und einzigen Freund im Nahen Osten im Stich gelassen, beklagte Energieminister Yuval Steinitz mit Blick auf die Enthaltung Washingtons bei der Abstimmung vom Freitag. Die 14 übrigen Mitglieder des höchsten UN-Gremiums stimmten für die Resolution. Der designierte US-Präsident Donald Trump kündigte via Twitter eine baldige Kurskorrektur an. Die Resolution bezeichnet die israelischen Siedlungen als Verletzung internationalen Rechts und als Hürde bei der Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, der Sicherheitsrat habe noch einmal bestätigt, was schon lange die Position der Bundesregierung sei: Der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten behindere die Möglichkeit eines Friedensprozesses. Bundesbank holt 2016 mehr Goldreserven zurück als geplant: Die Notenbank kommt beim Zurückholen des deutschen Staatsgoldes schneller voran als geplant. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, wurden in diesem Jahr knapp 200 Tonnen aus dem Ausland in heimischen Tresoren eingelagert. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte dem Blatt: "Wir haben 2016 erneut deutlich mehr Gold nach Deutschland geholt als ursprünglich vorgesehen." Mittlerweile sei knapp die Hälfte der Goldreserven in Deuts

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