Mensch, Otto! - Mensch, Theile! - BAYERN 3

Mensch, Otto! - Mensch, Theile! - BAYERN 3

Germany

Mehr Zeit für Gespräche mit Thorsten Otto und Brigitte Theile. In "Mensch, Otto!" und "Mensch, Theile!" lassen uns Menschen teilhaben an außergewöhnlichen Leistungen, bewegenden Momenten und mutigen Entscheidungen - persönliche Geschichten von besonderen Menschen, die wirklich was zu sagen haben.

Episodes

Ronja von Rönne (Autorin und Bloggerin) - 20.02.2017  

"Man muss ein großes Selbstbewusstsein entwickeln, wenn man große Komplexe hat." Dieser philosophische Satz stammt von der Autorin und Bloggerin Ronja von Rönne. Sie glaubt, dass jeder kreativ tätige Mensch es geschafft hat, seine Komplexe und Ängste zu überwinden, weil er es wagt, sich auszudrücken. Sie selbst gilt als Medien-Phänomen und eckt mit ungewöhnlichen Thesen an. Für Aufregung sorgte zum Beispiel einer ihrer Artikel zum Thema Feminismus. Den Axel-Springer-Preis, der ihr dafür verliehen werden sollte, lehnte sie ab. Sie schreibt provokante Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung, Die Welt und hat einen eigenen Blog. Doch ihr Weg war nicht geradlinig: Mehrere Studiengänge hat sie abgebrochen, als Jugendliche hatte sie nach einer LSD-Überdosis Panik-Attacken und Depressionen. Heute ist sie erfolgreiche Journalistin und Buchautorin, doch das Thema Selbstliebe beschäftigt sie weiter. Sie findet zum Beispiel: „Der Körper ist nicht nur dafür da, verhätschelt zu werden, man darf ihn ruhig auch ein bisschen missbrauchen.“

Martin Reents, Unternehmer und Mathematiker - 16.02.2017  

Martin Reents ist ein Mensch, der die Dinge, auf die er Lust hat, einfach ausprobiert. Wenn Hindernisse oder Probleme auftreten, werden sie einfach gelöst, vorschnelles Aufgeben ausgeschlossen. Wie das geht, hat der gebürtige Ostfriese bereits als 14-jähriger auf einer Radtour durch England gelernt und später auf teilweise sehr gefährlichen Afrika-Reisen weiter erprobt. Mit Anfang 20 wurde der damalige Mathematikstudent Praktikant im Bundestag, kurz darauf organisierte er den letzten Wahlkampf der DDR. Er lieh der damaligen Pressesprecherin Angela Merkel seine Schreibmaschine und lebte in einer WG mit Kurt Biedenkopf. Doch Berufspolitiker werden war nie sein Ziel. Nach dem Motto "Wenn ich nicht für etwas brenne, mache ich es nicht", widmete er sich zunächst wieder seinen beiden Leidenschaften Mathematik und Reisen und gründete schließlich mit 12 Freunden sein erstes Startup. Das Unternehmen wurde im vergangenen Jahr für viele Millionen verkauft, aber groß gefeiert hat der 50-jährige nicht. Viel wichtiger als Geld sind ihm seine sozialen Projekte und seine Familie.

Sebastian Reich, Comedian - 15.02.2017  

Bekannt wurde er durch die Fastnacht in Franken. In seiner Paraderolle als Bauchredner mit dem Nilpferd "Amanda" verpasst er der Politprominenz zusammen mit seinen Kollegen so manchen Denkzettel. Seit einigen Jahren ist er auch solo mit seinem Bühnenprogramm unterwegs und in allen großen Comedy-Sendungen zuhause. Eigentlich ist Sebastian Reich gelernter Konditor, doch die Leidenschaft für die Bühne hat ihn nie losgelassen. Schon als kleiner Bub hat er mit seinem Onkel gezaubert und Bauchreden geübt. Er liebt es, die Menschen zum Lachen zu bringen und wünscht sich, dass das Miteinander wieder eine größere Rolle in der Gesellschaft spielt.

Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes - 14.02.2017  

Zum ersten Mal haben die Gastronomen in Bayern eine Frau an ihrer Spitze. Angela Inselkammer ist seit dem vergangenen Herbst die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Durch ihre Ehe mit Franz Inselkammer aus der großen Brauerei- und Immobilien-Dynastie wurde sie Teil des Familienzweigs, der nun schon in der siebten Generation den Brauereigasthof in Aying betreibt. Dort kehren auch Staatsmänner und Promis gerne ein. Als ihre drei Kinder älter wurden, engagierte sich Angela Inselkammer immer mehr im Betrieb. Mit Anfang 30 machte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, inzwischen bildet sie auch selbst aus. Ihre großen Herausforderungen: Das Wirtshaussterben stoppen, den Nachwuchs fördern und den Tourismus ausbauen.

Thommy Ten und Amelíe van Tass (Magier) - 13.02.2017  

Sie sind die amtierenden Weltmeister der Zauberkunst und die Shootingstars der internationalen Magierszene. Am Broadway haben sie Zuschauerrekorde gebrochen, in Vegas werden sie auf der Straße erkannt und auch in Sidney haben sie das vollbesetzte Opernhaus verzaubert. David Copperfield stellen sie mit ihren Besucherzahlen längst in den Schatten. Das österreichische Paar ist in der ganzen Welt unterwegs und momentan auch in Bayern auf Tournee. Ihr Schwerpunkt ist die Mentalmagie – also Hellsehen und Gedankenlesen. Amélie ist eigentlich ausgebildete Tänzerin, Thommy war schon mit 13 Jahren österreichischer Juniorenmeister in Magie - obwohl eigentlich nur Jugendliche über 16 Jahren teilnehmen durften. Bei einem Talentwettbewerb haben sich die beiden kennengelernt und sind jetzt privat und beruflich ein Paar. Sie sagen: „Wir lieben es, magische Momente in einer Welt zu kreieren, in der man alles weiß und alles erklären kann.“

Fetsum, Musiker - 09.02.2017  

Vom Flüchtlingskind zum Hoffnungsträger. Fetsum brachte mit Seeed, Clueso, Cro, Samy Deluxe und Max Herre einige der besten Künstler des Landes gemeinsam auf eine Bühne - und das für einen guten Zweck. Mit "Peace x Peace" organisierte er 2016 ein Festival, dessen Einnahmen Kinder in Kriegsgebieten und Flüchtlingsprojekte in Deutschland unterstützten. Fetsum selbst wurde in Ägypten auf der Flucht geboren und kam dann mit seiner Familie erst nach Italien und letztlich nach Stuttgart, wo er Politikwissenschaft studierte und erste musikalische Erfahrungen sammelte mit Max Herre, Peter Fox, Patrice und anderen. Später zog er nach Berlin und veröffentlichte 2012 sein erstes Soloalbum "The Colors of Hope". Kritiker bezeichnen ihn seiner Soulstimme wegen schon mal als den neuen "Xavier Naidoo".

Thorsten Bär, Comedian - 08.02.2017  

Jogi Löw, Lukas Podolski, Udo Lindenberg, Tim Mälzer oder Reiner Calmund - Thorsten Bär hat die Stimmen von mehr als 20 Promis drauf. Der Comedian hat den NDR Comedy Contest gewonnen und den Nightwash Comedy Contest und war als Showact auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Dabei hat der gebürtige Wiesbadener eigentlich an der Deutschen Sporthochschule studiert, aber die Bühne ist einfach sein Leben. Sein aktuelles Programm „Vadder unser“ ist eine persönliche Hommage an seinen Vater Schorsch, der schon mal so Sätze loslässt wie: „Thorsten, immer wenn du anpackst, isses so, als würden zwei Leute loslassen.“

Henning Wehland (Musiker, H-Blockx, Söhne Mannheims) - 07.02.2017  

"Mir ist das scheißegal, ob ich Rocker, Rapper oder Hippie bin, ich bin Henning Wehland. Ich hab' ein Crossover-Gehirn, ich kann alles – solange es für mich gut ist.“ H-Blockx-Frontmann Henning Wehland hat sich immer wieder neu erfunden: Der 45-jährige war schon Barbesitzer, hat eine Werbeagentur gegründet, sich als VJ bei VIVA Zwei versucht, Bands gemanagt und als Juror bei "The Voice Kids" nach neuen Gesangstalenten Ausschau gehalten. In erster Linie war er aber immer Musiker. Schon zu Schulzeiten Anfang der 90er gründete er in Münster zusammen mit Freunden die Band H-Blockx. Mit gerade mal 18 Jahren hatte er seinen ersten Plattenvertrag in der Tasche, mit Ende 20 über eine Million Tonträger verkauft. Aber auf den frühen Höhenflug folgten echte Durststrecken: „Meine Familie hat miterlebt, wie ich den Boden unter den Füßen verloren habe, sie haben mich aufgefangen. Ich lebe dieses Musikerleben mit allen Höhen und Tiefen die dazu gehören.“ Seit Anfang 2007 ist Wehland festes Mitglied der Söhne Mannheims, außerdem hat er zuletzt mit Sarah Connor ein Duett aufgenommen und sein eigenes Soloalbum rausgebracht.

Dirk Conrads & Philipp Franke, Polizisten - 06.02.2017  

Wie viele Flüchtlinge sind Terroristen? Kommen wirklich nur allein reisende Männer? Wollen alle in Deutschland bleiben? Wie ergeht es weiblichen Beamten? Wie belastend ist eure Arbeit? Das sind nur ein paar der Fragen, die Dirk Conrads und Philipp Franke oft gestellt werden. Die beiden Polizisten waren an der deutschösterreichischen Grenze bei Passau im Einsatz und haben die Flüchtlingskrise hautnah erlebt. Und damit auch viele bewegende Momente: Sie teilten ihre Brotzeit mit ausgehungerten Kindern, sprachen erschöpften Menschen Mut zu und retteten einem Mann das Leben, der sich aus Verzweiflung mit dem Deckel einer Konservendose die Pulsadern aufschneiden wollte. In ihrem Buch "Mittendrin" haben sie ihre Erlebnisse und Grenzerfahrungen verarbeitet, räumen aber auch mit Vorurteilen und Falschinformationen auf.

Florian Boitin, Playboy-Chefredakteur - 02.02.2017  

Um seinen Job beneiden ihn vermutlich viele Männer. Er ist der Macher hinter "den spannenden Reportagen", die Männer am Playboy angeblich so lieben. Und natürlich auch hinter den Bildern, auf denen schöne und oft prominente Frauen sich zeigen, wie Gott sie schuf. Seit knapp acht Jahren ist Florian Boitin Chefredakteur des Playboy. Der Traum von nackten Frauen, Sex und Verführung sind sein Metier. "Wir möchten dem Mann eine Entspannungsoase sein. Aber wir versperren uns auch keinen Themen, die umstritten sind.", sagt der gelernte Diplom-Designer aus Geretsried. Ihn interessieren auch die Menschen und ihre Geschichten. Er scheut sich nicht, in seinen Editorials klar politisch Stellung zu beziehen, zum Beispiel gegen Ausgrenzung. Er hat dem Playboy ein neues Credo verpasst, das ein neues Männerbild zeigen soll: Weg vom oberflächlichen Spaß hin zur wahren Hingabe und Liebe. Von seinen Lesern wünscht er sich Gelassenheit, Toleranz und Souveränität.

Lisa Frieda Cossham, "Teilzeit-Mutter" - 01.02.2017  

Lisa Frieda Cossham ist mitten im Studium Mutter geworden. Sie hat ihre Ausbildung zur Journalistin absolviert, während sie zwei Töchter groß gezogen hat. Vor vier Jahren hat sie sich entschlossen, ihren Mann für einen anderen zu verlassen. Jetzt ist sie Teilzeit-Mutter, das heißt, sie und ihr Ex-Mann erziehen die Töchter zu gleichen Teilen. In einer Kolumne im SZ Magazin erzählt und verarbeitet sie all die emotionalen und organisatorischen Erfahrungen, Überforderungen, gefühlte und gestellte Ansprüche und schreibt über die Angst davor, eine schlechte Mutter zu sein, weil sie das klassische Familienmodell aufgegeben hat. Die Reaktionen, die sie auf die Kolumne bekommen hat, decken sich mit der gesellschaftlichen Doppelmoral gegenüber arbeitenden Müttern: Und dem Vorwurf, eine schlechte Mutter zu sein, weil man seine Kinder nicht mehr täglich sieht. All das verarbeitet Frieda Cossham als Autorin, für sich selbst, aber auch für andere Teilzeit-Mütter, die ihr eigenes Leben nicht komplett der Mutterrolle unterordnen wollen.

Karl-Michael Brand Rettungssanitäter und Pädagoge - 31.01.2017  

Karl-Michael Brand ist ein echter Tausendsassa: Seit mittlerweile 30 Jahren engagiert er sich in vielen kulturpädagogischen Projekten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung - lange bevor die UN „Inklusion“ zum Menschenrecht deklariert hat. Außerdem ist er Künstler, Theater-Pädagoge, Sanitäter und Rettungshundeführer. Freunde bezeichnen ihn als einen „Motor, den man nicht betanken muss.“ Anstrengend, rastlos und gleichzeitig konstruktiv. Wenn andere an Widerständen scheitern, wird’s für ihn erst interessant. Sein Credo: „Ich kann andere nicht bilden. Jeder bildet sich selbst. Und ich bin nur der Mann mit dem Bauchladen.“ Dabei wurde der 51-Jährige selbst ganz anders erzogen: Als Arztsohn war er schon von Geburt an für die Nachfolge in der eigenen Praxis vorgesehen. Die strengen Eltern steckten ihn mit zehn ins Internat, wo er innerhalb klar vorgegebener Strukturen Disziplin und Regeln lernen sollte. Statt schlichtem Gehorsam übte er dort aber schon mal, wie man sich für seine Interessen durch alle Instanzen kämpfen kann. Eisernen Willen hat er auch bewiesen, als er innerhalb eines halben Jahres 40 Kilo abgenommen hat. Für seine Zukunft wünscht er sich, seine Projekte weiter zu etablieren. Und ein paar neue gute Ideen, denn nach fünf bis sieben Jahren wird ihm immer langweilig.

Sophie Diesselhorst (34) & Iman Kadyeva (14) geben ein "Flu?chtlings"-Magazin heraus - 30.01.2017  

"Das Grandhotel begu?nstigt Integration, einfach weil dort so viel Austausch stattfindet.", sagt Sophie Diesselhorst. Die Berliner Theaterkritikerin war vom Projekt "Grandhotel Cosmopolis" von Anfang an begeistert. In dem ehemaligen Altenheim in der Augsburger Altstadt wohnen seit 2013 Asylbewerber und Hotelga?ste unter einem Dach. In einem Flu?gel des Geba?udes wurde eine staatlich gefu?hrte Flu?chtlingsunterkunft eingerichtet, im anderen Flu?gel gibt es Hotel- und Hostelzimmer, Bu?ros, Ateliers fu?r Ku?nstler sowie ein Cafe? und Restaurant. Das ungewo?hnliche Projekt bietet damit Raum fu?r Begegnung von Menschen aller Art – immer auf Augenho?he. Bei Konzerten, Veranstaltungen oder gemeinsamen Mittagessen ko?nnen sie sich kennenlernen und austauschen. Auf diese Weise haben sich auch die 34-ja?hrige Journalistin Sophie und die 14-ja?hrige Schu?lerin Iman kennengelernt und angefreundet. Zusammen geben sie "Le Grand Magazine" heraus – ein Magazin rund um das Grandhotel, die Flu?chtlingsthematik, Kultur und andere Themen, die sie bewegen. Iman lebt seit ihrer Flucht aus Tschetschenien mit ihrer Familie im Grandhotel. Zu viert teilen sie sich zwei Zimmer, trotzdem fu?hlt Iman sich hier wohl. Der Aufenthaltsstatus der Familie ist bisher ungekla?rt. Trotzdem verfolgt Iman ihre Ziele: Die 14-ja?hrige ist inzwischen so gut integriert, dass sie seit Herbst eine Waldorfschule besucht. Sie mo?chte ihr Abitur machen und spa?ter A?rztin werden.

Kerstin Plehwe (49, Politikanalystin, Rangerin) - 26.01.2017  

Die erfolgreiche Unternehmerin, Publizistin und TV-Politikanalystin kehrte ihrem Alltag für drei Monate den Rücken und ließ in Südafrika ihren Kindheitstraum wahr werden - eine Ausbildung zur Rangerin im Krüger-Nationalpark. Die Erlebnisse in der Natur haben ihr die Augen für die großen Lektionen des Lebens geöffnet, die auch nach ihrer Rückkehr in den Alltag ihre Gültigkeit nicht verloren haben. 2016 reiste sie im Wahlkampfteam von Hilary Clinton quer durch die USA. Wenn sie nicht gerade als Politikanalystin oder Rangerin unterwegs ist, hält die 49-Jährige Vorträge für große Wirtschaftsunternehmen. „Die Macht der Kommunikation und der Person sind die am meisten unterschätzten Führungsinstrumente in der heutigen Zeit. Mein Ziel ist es, Menschen und Unternehmen zu helfen ihre persönlichen und kommunikativen Erfolgspotentiale zu maximieren, in Krisen zu bestehen und Veränderungen positiv zu nutzen.“ Je nach Lebensstationen lebt Kerstin Plehwe in Deutschland, Südafrika, Japan oder in den USA.

Lea Ackermann (Ordensschwester, Frauenrechtlerin) - 25.01.2017  

Den Mund aufmachen und für das, was man glaubt einstehen - im Alter von 80 Jahren blickt Lea Ackermann zurück auf ein Leben, das unter genau diesem Motto steht. Mit 23 Jahren hat sie ihre Banklehre in Paris geschmissen, um Ordensschwester zu werden; Später in Afrika eine Mädchenschule geleitet und mit SOWODI eine Organisation geschaffen, die Frauen in Not neue Chancen geben soll. Sie kämpft für die Gleichberechtigung von Frauen in der Gesellschaft, gegen Systeme, die Ausbeutung erlauben – und schafft gleichzeitig sichere Orte für all jene, die genau diesen Systemen zum Opfer gefallen sind. Ihre Kritik richtet sich dabei auch gegen die katholische Kirche, in der Frauen immer noch keine gleichwertige Rolle haben – und die sich trotz Mitgliederschwund nicht öffnet. Lea Ackermann hilft den schwächsten, die keine Macht haben – mutig, wütend und ohne Angst vor den scheinbar Mächtigen.

Annett Fleischer, Schauspielerin und Glücks-Lehrerin - 24.01.2017  

Ob als Polizeikommissarin, Glücksspiel-Fee, Playboy-Model oder ehrenamtliche Betreuerin für ältere Menschen - Annett Fleischer macht überall eine gute Figur. Aufgewachsen ist sie in der ehemaligen DDR in einer, wie sie sagt, Ur-Berliner-Familie. Während ihres Studiums für angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg wurde sie als Moderatorin für das ZDF-Jugend-Format „Bravo TV“ entdeckt. Danach folgten erste Schauspielrollen bei unter anderem „Böse Mädchen“, „Großstadtrevier“ und „Alarm für Cobra 11“. Seit 2011 spielt sie an der Seite von Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau in der ARD-Vorabendserie „Hubert & Staller“ die Polizeikommissarin Sonja Wirth. Privat ist die 37-Jährige leidenschaftliche Umweltschützerin und Anglerin. „Ich liebe die Natur und könnte mir auch noch vorstellen, den Försterschein zu machen. Ich fühle mich draußen und im Wald einfach sauwohl.“

Jonathan Sierck (23, Jungunternehmer) - 23.01.2017  

Jonathan Sierck ist gerne schneller als andere. Er hat in der Schule eine Klasse übersprungen, mit 17 seine eigene Firma gegründet, war immer der jüngste Student seines Jahrgangs und hat nebenher noch mehrere Bücher verfasst. Seinen Ehrgeiz hat der Sohn eines Pfarrers und einer Ärztin als Fußball-Hoffnung beim FC Ingolstadt und auf dem College in Südafrika geschult. Dort wurden die Besten nicht als Streber beschimpft, sondern besonders gefeiert. Weil er selbst früh das Schnelllesen gelernt hatte, gab er sein Wissen zunächst an Freunde und deren Eltern weiter. Mittlerweile hat er sein Repertoire auf verschiedene Gebiete der Selbstoptimierung erweitert. Heute gibt der 23-Jährige als Coach Seminare bei Privatbanken, Konzernen und Wirtschaftsverbänden.

Anna Maria Mühe, Schauspielerin - 19.01.2017  

Anna Maria Mühe ist "kein bisschen blauäugig, wenn man mal von ihrem Blick absieht", schreibt die Zeitschrift Emotion über die 31-jährige Schauspielerin. Demnächst ist sie neben Kostja Ullmann in „Mein Blind Date mit dem Leben“ im Kino zu sehen. Entdeckt wurde die Tochter des bekannten Schauspielers Ulrichs Mühe mit 15 Jahren in einem Berliner Café. „So bekam ich meine erste Hauptrolle in dem Film „Große Mädchen weinen nicht“. Beim Casting stellte sich heraus, dass die Regisseurin keine Ahnung hatte, wer meine Eltern waren. Das war ein schicksalhafter Moment.“ In der 11. Klasse brach Anna Maria Mühe die Schule ab, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Seitdem ist sie in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen wie zum Beispiel „Novemberkind“, „Tatort“ oder „Doppelter Einsatz“ zu sehen. 2016 bekam sie den Bambi für ihre Rolle als Rechtsextremistin Beate Zschäpe in den ARD-Fernsehfilmen „Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“ und „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“. „Es war eine intensive und harte Arbeit, dass das gewürdigt wurde hat mich gefreut.“ Ihr Leben war aber nicht immer nur von Freude und Erfolg geprägt. Mit Anfang 20 verlor sie beide Eltern an Krebs. „Ich habe viel Scheiße erlebt, aber auch oft Glück gehabt…Mir ist bewusst geworden, dass das Leben endlich ist und dass es an mir ist, es selbst in die Hand zu nehmen.“ Anna Maria Mühe lebt mit ihrer 4-jährigen Tochter in Berlin. Wenn sie in den Spiegel sieht, sagt sie, sieht sie einen Menschen, der beruflich angekommen und glücklich ist.

Alexander Langer, Job-Sammler & Weltreisender - 18.01.2017  

Alles hat damit angefangen, dass Alexander Langer dringend einen Job brauchte. Zuvor war er bereits Daytrader, Tretbootverleiher, Animateur und Besitzer einer deutschen Bar in Seoul. Seine Jobs führten ihn einmal um die Welt – und in die unmöglichsten Situationen. Bei „Mensch, Otto!“ erzählt der 36-Jährige wie man zum Beispiel Jazzbassist wird, ohne Bass spielen zu können, oder als illegaler Taxifahrer in Montreal durch Improvisationsgeschick der Justiz entwischt. Sein Motto: Wer braucht schon eine Festanstellung, wenn Jobben so schön sein kann? Alexander Langer sammelt Jobs wie andere Menschen Panini-Bilder oder Pokémon. Momentan arbeitet er als Redakteur beim Wirtschaftsmagazin Business Punk in Berlin. Dort plant er demnächst, ein Casino zu eröffnen.

Walter Sittler, Schauspieler & Filmproduzent - 17.01.2017  

Walter Sittler ist einer der meistbeschäftigten deutschen Fernsehschauspieler. Zum Publikumsliebling wurde er an der Seite von Mariele Millowitsch mit der ZDF-Serie "Girl Friends" als Hotel-Chef Ronaldo Schäfer sowie als Dr. Robert Schmidt in der Serie "Nikola". Mit der deutsch-schwedischen ZDF-Krimiserie "Der Kommissar und das Meer" holt Sittler Top-Quoten. Er sagt: "Theater ist meine Heimat!", aber bekannt wurde er durchs Fernsehen. Seine Karriere begann der gebürtige Amerikaner an den Theatern von Mannheim und Stuttgart. Ende der 90er gründete der 64-jährige zudem mit seiner Frau, der Dokumentarfilmerin Sigrid Klausmann, eine Produktionsfirma. Seit einigen Jahren arbeiten die beiden an ihrem gemeinsamen Herzensprojekt "199 KLEINE HELDEN": In Kurzfilmen und auf einer Homepage stellen sie Kinder aus der ganzen Welt vor und lassen sie zu Wort kommen. Daraus ist auch der beeindruckende Dokumentarfilm "Nicht ohne uns" entstanden, der am 19. Januar in die Kinos kommt.

0:00/0:00
Video player is in betaClose