radioTexte - Bayern 2

radioTexte - Bayern 2

Germany

Die Lesungen in Bayern 2. Literatur im Ohr. Die Bibliothek zum Hören. Tipps zum Weiterlesen. Klassiker, neue Bücher, Romane, Briefe, Manuskripte – exklusiv, das alles in den radioTexten. Erfundene und wahre Geschichten, kommentiert von den Autoren, gelesen von den Autoren selbst oder von namhaften Schauspielern, wie Ulrike Kriener, Lisa Wagner, Gert Heidenreich, Axel Milberg und anderen.

Episodes

radioTexte / Raymond Queneau: Stilübungen - 01.12.2016  

Eine winzige Szene in einem Bus, ohne Spannung, ohne Pointe - Raymond Queneau, der französische Schriftsteller, schrieb über 100 stilistische Variationen zu diesem Mini-Inhalt. Mal reimt er, mal ruft er, mal ist er sachlich, mal ordinär, malt macht Komödie, mal Klappentext, mal lässt er die Vokaler weg. Er springt durch die Genres und durch die Perspektiven. Form follows function? Von wegen! Die Form ist alles, der Inhalt nichts. Mit Katja Bürkle, Burchard Dabinnus, Oliver Nägele und Franz Pätzold. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.

Guillermo Cabrera Infante: "Ansicht der Tropen im Morgengrauen" - 27.11.2016  

Guillermo Cabrera Infantes Streifzug durch Kubas Geschichte von den spanischen Kolonisatoren bis Fidel Castro. Lesung mit Siemen Rühaak Kuba, Cocodrilo Verde, eine Insel wie ein grünes Krokodil, mit dem Maul nach Südosten, wo Santiagos schwarze Rhythmen den Ton angeben; und im Westen, im Schwanz des Krokodils sozusagen: La Habana, die Hauptstadt, das Tor zur Neuen Welt, mit seiner verfallenen kolonialen Pracht. Seit über 60 Jahren regiert Fídel Castros karibischer Sozialismus auf der durch Kolonialismus und blutige Rebellion geschundenen Insel. Guillermo Cabrera Infante, Kubas berühmtem Schriftsteller und Cineasten; 1929 geboren, war anfangs ein glühender Mitstreiter der Revolution, dann ihr größter Kritiker. Bis zu seinem Tod im Februar 2005 schleuderte er aus dem Londoner Exil wütende Blitze gegen Fidel Castro. „Ansicht der Tropen im Morgengrauen“ heißt sein poetischer Streifzug durch Kubas Geschichte, von den Conquistadoren des 15.Jahrhunderts bis zu Castros Regime auf der grünen Insel - zuckerkrank, tabaksüchtig, ausgebeutet und jetzt mehr denn je mit ungewisser Zukunft. Guillermo Cabrera Infante muss die ersten Miniaturen aus der Luft skizziert haben: Dinosaurier, Muscheln, blaugrüne Inselgruppen wachsen aus dem Wasser, mangrovenüberwuchert, von Flamingos umflattert, von weißen Sandbändern umsäumt und umrandet vom Türkis des Meeres. Aber sein Blick reicht bis in die Kerker des Regimes. Es liest: Siemen Rühaak. Redaktion und Moderation: Cornelia Zetzsche

radioTexte / Balzac: Presse? Unrat! Journalisten: Unflat! - 22.11.2016  

In seiner erstmals ins Deutsche übersetzten Tirade zieht der französische Bestsellerautor und Verfechter des Urheberrechts Honoré de Balzac über die Pariser Journaille zu Felde, beschimpft Zeitungsmacher und Kritiker als Opportunisten und prinzipienlose Ignoranten

Das offene Buch: Dmitri Kapitelmans Vater-Sohn-Geschichte - 20.11.2016  

Was ist das „Jude“ sein, wenn man als ukrainischer Kontingent-Flüchtling in Deutschland lebt, fragt Dmitri Kapitelman in seiner autobiographischen Vater-Sohn-Geschichte: „Das Lächeln meines unbekannten Vaters“. Für Dima ist der eigene Vater ein Rätsel. Er behauptet, Jude zu sein, isst aber am liebsten Schweinefleisch in Schweinefleischsoße und will auf dem Judenfriedhof begraben werden. Was heißt Jude-Sein, für einen Vater, der sich nirgends zu Hause fühlt? Und für den Sohn Dima, dessen Mutter aus Moldawien kommt, der also nach jüdischen Regeln gar kein Jude ist, fragt der junge Hip Hopper Dmitri Kapitelman in seinem Debüt. Kann eine Reise ins Heilige Land, nach Israel klären, wer wohin gehört? - Der Schauspieler Shenja Lacher liest aus dieser sehr vergnüglichen Selbstsuche. Sie führt zurück in die Zeit der Familie Kapitelman als Neuankömmlinge in Meerane; ins Lager, in die ersten Wohnung, auf die Jagd nach Billigangeboten in Supermärkten, nach Leipzig-Grünau mit Neo-Nazis als Nachbarn. Im Studio: Dmitri Kapitelman Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Jack London: Martin Eden - 17.11.2016  

Martin Eden will Schriftsteller werden. Doch er ist der einzige, der an sich glaubt - für alle anderen scheint es ausgemacht, dass ein Matrose wie er niemals ernsthaft Bücher schreiben wird. Als schließlich doch der Literatur-Erfolg kommt, kommt mit ihm auch sein Schatten: die bittere Erkenntnis, wie willkürlich Ruhm und Anerkennung sein können … "Success", so sollte Jack Londons Künstlerroman "Martin Eden" ursprünglich heißen, ist ein enttäuschter Blick auf einen rasanten Aufstieg, wie ihn London selbst erlebt hat. Vom Matrosen, Robbenjäger, Goldsucher wurde er zum Bestseller-Autor. Bildung erkämpfte er sich gegen alle Widerstände. Als nach Erfolgen wie "Ruf der Wildnis", "Seewolf" und "Wolfsblut" von außen alles perfekt schien, quälten von innen Depressionen und Sucht. Sein Roman "Martin Eden" endet damit, dass der Held sich einschifft auf eine Reise ohne Wiederkehr. Zum 100. Todestag von Jack London liest der Theater- und Filmschauspieler Thomas Loibl ("Tony Erdmann") Ausschnitte aus diesem literarischen Spiegelbild. Regie: Irene Schuck. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.

radioTexte / Michael Schulte: Eine Kindheit in Damaskus - 15.11.2016  

Als Michael Schulte in jungen Jahren in Damaskus ankam, war Syrien erst seit wenigen Jahren, genauer seit 1946, unabhängig geworden. Unter Präsident Adib asch-Schischakli und dessen Nachfolger Schukri al-Quwatli sollte Michael Schultes Stiefvater "Colonel Heigl", wie der ehemalige hochrangige deutsche Offizier genannt wurde, die noch junge syrische Republik dabei unterstützen, eine Armee aufzubauen. In seinen Erinnerungen "Eine Kindheit in Damaskus" schildert der 1941 in München geborene Schriftsteller seine Eindrücke in der syrischen Hauptstadt, beschreibt seine Erlebnisse im strengen Schulalltag. Es liest Andreas Wimberger. Redaktion: Antonio Pellegrino

Das offene Buch: "Winterreise". Eine west-östliche Begegnung - 13.11.2016  

„Fremd bin ich eingezogen / Fremd zieh ich wieder aus / Der Mai war mir gewogen / Mit manchem Blumenstrauß“, so beginnt Schuberts berühmte „Winterreise“ mit Versen von Wilhelm Müller: „Ich kann zu meiner Reisen / Nicht wählen mit der Zeit; Muß selbst den Weg mir weisen / In dieser Dunkelheit“, dichtete Müller in einer Zeit des Umbruchs, der Repression und des Krieges. Er selbst war Soldat und starb – wie Schubert – früh, mit nur 32 Jahren. Das Literaturfest München wagt nun den Dialog der deutschen Romantik mit Texten des Syrers Yamen Hussein, der aus Homs floh. Seine Winterreise führte zu Fuß durch Schneestürme in den Libanon. Seine Gedichte erzählen von Flucht, Abschied und Erinnerungen: „Vertraue nicht fremden Städten, sie sind das Exil … Sei stolz auf Dein Herumirren belle wie ein wütender Hund“. Franz Pätzold, Yamen Hussein und Burchard Darbinnus lesen Gedichte zur Musik der syrischen Musiker Ehab Abou Fakhar und Abathar Kmash und ihres marokkanischen Freundes Mohcine Ramdan. Moderation: Cornelia Zetzsche

radioTexte / Wilhelm Hauff: Das kalte Herz (2/2) - 10.11.2016  

Hauff greift konkrete gesellschaftliche Fragen seiner Zeit auf und verwendet eine Sprache, die schon fast nach Realismus klingt. Der Reiz der Märchenform lag für den Romantiker Hauff darin, dass auch in dieser so gegenwartsnahen Szenerie ein Zauberwesen auftreten kann. Und die Moral von der Geschichte: "Es ist doch besser, zufrieden zu sein mit wenigem, als Gold und Güter zu haben und ein kaltes Herz“.

radioTexte / Saul Friedländer: Wohin die Erinnerung führt - 08.11.2016  

"In Prag war ich Pavel, bei meiner Ankunft in Frankreich Paul, Paul-Henri-Marie Ferland im Internat, Shaul nach meiner Ankunft in Israel, dann wieder Saul in Frankreich und schließlich Saul, ein Kompromiss zwischen Paul und Shaul", schreibt der 1938 in Prag geborene "Historiker des Holocaust" Saul Friedländer in seinen vor kurzem erschienenen Memoiren "Wohin die Erinnerung führt". Darin lässt der preisgekrönte Publizist die wichtigsten Stationen seines Lebens Revue passieren: die Flucht nach Frankreich, seine "Lehrjahre" in Israel, das Leben in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und seinen Aufenthalt in Berlin. Er schildert die Umstände, die zum "Historikerstreit" geführt haben und erläutert sein neues Verhältnis zu seiner persönlichen "deutschen Frage".

radioTexte / Wilhelm Hauff: Das kalte Herz (1/2) - 03.11.2016  

Wilhelm Hauffs Märchen vom kalten Herzen lässt sich auf viele Arten lesen - auch als Metapher auf ein Wirtschaftssystem im Umbruch. Wer sich dem Kapitalismus des "Holländer-Michels" verschreibt, dem winkt Rendite im großen Stil - aber sein warmes Herz muss er dafür hergeben und damit seine Menschlichkeit. Doch immerhin hat der Holländer-Michel einen cleveren Gegenspieler, das Glasmännlein, an das Peter sich in seiner Not wendet …

radioTexte / Michael Ende: Die Vollmondlegende - 01.11.2016  

Ein weiser Einsiedler lebt in einer Höhle, als ihm eines Tages ein wilder, furchtloser Räuber begegnet. Der Eremit beschließt, dem Gesetzlosen Anstand und Moral beizubringen und ihn zu seinem Vertrauten zu machen. Doch bald werden die Rollen vertauscht. Der ungläubige Rebell befreit den Einsiedler aus seinem starren Gedankenkorsett. Aus dieser schicksalhaften Begegnung entsteht ein inniges, freundschaftliches Verhältnis, das das Leben dieser Menschen grundlegend verändert. In der "Vollmondlegende", einem Märchen für Erwachsene, verbindet der Autor von „Momo“ und dem Weltbestseller „Die unendliche Geschichte“ aber auch von Theaterstücken, Opernlibretti und Gedichten religiöse Elemente mit ethisch-philosophischen Erkenntnissen, die seine poetologische Grundhaltung widerspiegeln. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

Das offene Buch: Marcel Beyer und Putin - 30.10.2016  

Am 5. November erhält Marcel Beyer den Georg-Büchner-Preis, den wichtigsten Literaturpreis des Landes. Im Offenen Buch spaziert er durch Dresden, sucht „Putins Briefkasten“ und bedichtet die Skihalle in Neuss. Alltagsmomente und historische Spuren sind Auslöser für Marcel Beyers Gedichte, Romane und Libretti. Kaum ein deutschsprachiger Schriftsteller wechselt so behände zwischen den Genres. Er sei ein Autor, der „das epische Panorama genauso beherrscht wie die poetische Mikroskopie“, begründete die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihre Wahl 2016. Seit 20 Jahren lebt Marcel Beyer in Dresden, als Dichter, kritischer politischer Beobachter und Spurensucher. „Putins Briefkasten“ aus den achtziger Jahren hängt zwar nicht mehr dort, aber Denkbilder sind erlaubt, und werden zum poetischen Kurzporträt des mächtigen Russen. Auch Spaß darf sein, etwa wenn Marcel Beyer sich als flinken „Beuteldeutschen“ sieht und den Einkauf im Supermarkt zum betörenden Sprachzauber macht. Lesung und Gespräch mit Marcel Beyer und Thomas Loibl. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Angelika Schrobsdorff: Grandhotel Bulgaria - 27.10.2016  

Im Dezember 1996 klingelte bei Angelika Schrobsdorff in Jerusalem das Telefon. Es war die Nichte. Die Nichte aus Bulgarien, und der Anruf rief auf zu einer Reise zurück in das Land, das für die Tante stets das Land ihrer Kindheit geblieben war. "Grandhotel Bulgaria" heißt das Buch, das die Konfrontation mit einem postkommunistischen, ziemlich heruntergewirtschafteten Land beschreibt. Ironisch, manchmal auch melancholisch ist der Ton, sehr bald klar, dass die Zeiten ganz andere geworden sind. Eindrücke aus diesem Bulgarien der zweiten Hälfte der 90er.

radioTexte / Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer (4/4) - 25.10.2016  

"Das Meer spielt im kollektiven Gedächtnis der Norweger immer noch eine wichtige Rolle. Jeder hat im Laufe seines Lebens, sei es in der Kindheit oder im Erwachsenenalter ein Erlebnis, das ihn mit dem Meer verbindet. Ich hoffe, dass mein Buch, diese Erinnerungen wachrufen kann, und die Menschen ihre Beziehung zum Meer wiederentdecken", so der norwegische Autor Morten. A. Strøksnes, der in der letzten Folge der Lesung aus dem "Buch vom Meer" erzählt, ob Hugo und Morten ihre Mission, einen Eishai zu fangen, erfolgreich beenden. Mit Shenja Lacher, Stefan Wilkening und Michael Hafner. Redaktion und Regie: Antonio Pellegrino.

Das offene Buch: Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek liest "Die Liebhaberinnen" - 23.10.2016  

„kennen Sie dieses SCHÖNE land mit seinen tälern und hügeln? es wird in der ferne von schönen bergen begrenzt. es hat einen horizont, was nicht viele länder haben“, schreibt Elfriede Jelinek im Vorwort zu ihrem Roman „Die Liebhaberinnen“ von 1975, und rasch wird klar, dass der schöne Schein in diesem „SCHÖNEN land“ trügt, und in „Die Liebhaberinnen“ das Liebhaben nicht vorkommt. Allenfalls die Liebe als Kalkül. Dafür spielen Lust, Gier, Neid eine wichtige Rolle, die Todsünden, über die Elfriede Jelinek viele Jahre später Romane schreibt. Die Frage des Romans ist: Welche Chance hat eine Fabrikarbeiterin in der Provinz auf ein besseres Leben? Paula etwa, oder Renate, zwei Rivalinnen um den Mann, zwei Glücksucherinnen, zwei Betrogene im Koordinatensystem von Sexualität, Gewalt und Macht. Am 20. Oktober wurde Elfriede Jelinek 70 Jahre alt. 28 Jahre jung war sie, als sie aus ihrem Roman „Die Liebhaberinnen“ las. Unter den Schätzen des BR-Archivs fand sich diese frühe Aufnahme aus dem Jahr 1974. Diese zwei Kapitel zeigten damals schon, worum es Elfriede Jelinek heute noch geht: um eine Anatomie der Herrschaftsverhältnisse. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer (3/3) - 20.10.2016  

1937 veröffentlichte Horváth in Amsterdam ein Buch, das die Nazis schon bald verboten, das in einem sehr viel schwereren Ton als der ewige Spießer erneut eine Bestandsaufnahme macht: Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Und während bei einem Alfons Kobler wenigstens ab und zu so etwas wie Herz aufblitzt, ist ein paar Jahre später das Recht des Stärkeren bereits die ausschlaggebende Kategorie. Horváth schildert das an den Erlebnissen eines einigermaßen liberal denken Lehrers. Jugend ohne Gott, heißt dieses Werk, und Gott darf im weitesten Sinne verstanden werden, als Wegweiser zwischen Gut und Böse.

radioTexte / Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer (3/4) - 18.10.2016  

"Das Meer ist der Ursprung aller Dinge. Wellen einer weit zurückliegenden Urzeit durchströmen uns wie das leise Echo eines sanften Plätscherns in einer unzulänglichen Höhle am Meer", so der Morten A. Ströksnes in seinem "Buch vom Meer", in dem er das waghalsige Unternehmen beschreibt, wie man einen Eishai fangen kann. Um dieses "Urzeitwesen" zu beschreiben, zitiert der norwegische Autor und Journalist verlässliche Quellen aus der Antike und aus der jüngsten Wissenschaftsgeschichte. Gleichzeitig beschäftigt er sich auch mit aktuellen Problemen des Fischfangs und des Massensterbens vieler Arten. Mit Shenja Lacher, Stefan Wilkening und Michael Hafner. Ton&Technik: Fabian Zweck. Regieassistenz: Kirsten Böttcher. Redaktion und Regie: Antonio Pellegrino

Das offene Buch: Shenja Lacher liest aus Mano Bouzamours "Samir, genannt Sam” - F&NL (5/5) - 16.10.2016  

„Samir, genannt Sam“ ist happy. Er hat das Aufnahmegespräch fürs Gymnasium geschafft und fährt nun mit seinem großen Bruder und dessen Kumpel Soussi auf dem Motorrad Richtung Eisdiele. Aber wie soll die Integration des Jungen marokkanischer Herkunft in den Niederlanden gelingen, wenn die Eltern nicht mal die Sprache des Landes verstehen, und der Bruder nachts eine geheimnisvolle Tasche im Aquarium versteckt?! Mit viel Witz und Schwung erzählt Mano Bouzamour von den Hürden eines jugendlichen Migrantenlebens, und Schauspieler Shenja Lacher liest den Beginn des Romans mit entsprechender Verve und Leichtigkeit. "Das offene Buch" präsentiert die Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse, „Flandern und die Niederlande“ mit fünf Lesungen: sonntags auf Bayern 2 und dienstags "Afterwork" im Literaturhaus München mit Live-Musik. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Ödön von Horváth: Der ewige Spießer (2/3) - 13.10.2016  

Horváths Definition: "Der Spießer ist bekanntlich ein hypochondrischer Egoist, und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet." Christian Lerch hat für die klassische Lesung Horváths Beobachtungen auf der Schwelle eines Epochenwechsels eingelesen. Und siehe da – sie sind immer noch aktuell.

radiotexte / Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer (2/4) - 11.10.2016  

Um den Eishai zu fangen, von dem Hugo und Morten seit langem träumen, besorgen sie sich den Kadaver eines schottischen Hochlandrinds. Aber werden die Körperteile und Organe des getöteten Tieres das sagenumwobene Ungeheuer, das sich kaum zeigt, an die Oberfläche locken? Shenja Lacher und Stefan Wilkening lesen die zweite Folge vom "Buch vom Meer" des norwegischen Autors und Journalisten Morten A. Ströksnes. Redaktion und Regie: Antonio Pellegrino

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