radioTexte - Bayern 2

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Die Lesungen in Bayern 2. Literatur im Ohr. Die Bibliothek zum Hören. Tipps zum Weiterlesen. Klassiker, neue Bücher, Romane, Briefe, Manuskripte – exklusiv, das alles in den radioTexten. Erfundene und wahre Geschichten, kommentiert von den Autoren, gelesen von den Autoren selbst oder von namhaften Schauspielern, wie Ulrike Kriener, Lisa Wagner, Gert Heidenreich, Axel Milberg und anderen.

Episodes

Das offene Buch: Friedrich Anis neuer Krimi mit August Zirner (3/3) - 20.08.2017  

Wie kam der kleine Lennard ums Leben? Für die Mutter ist sein Tod die „Ermordung des Glücks“, für Ex-Hauptkommissar Jakob Franck ist es der zweite Fall, den er trotz seiner Pensionierung lösen will. Lennards Eltern führen ein Café in München, der Onkel ist Friseur, alles ganz unauffällig. Die Polizei rätselt. Ex-Kripomann Jakob Franck übermittelt den Eltern die Todesnachricht, befragt Zeugen, betreut die Mutter, ist selber mitgenommen von dem Fall, der einer Tragödie in der eigenen Familie gleicht. In seiner ganz eigenen, südlich gefärbten Kunstsprache, erzählt Friedrich Ani, der Meister unter deutschsprachigen Krimi-Autoren, wie mit dem Tod des Kindes die „Ermordung des Glücks“ einhergeht. August Zirner liest Auszüge aus dem Hörbuch, das in Kooperation des BR/ Bayern 2 mit Osterwold Audio/ Hörbuch Hamburg am 11. September erscheint, zeitgleich mit dem Suhrkamp-Roman. Regie: Eva Demmelhuber. Im Gespräch: der Autor und siebenfache Deutsche Krimi-Preisträger Friedrich Ani. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Luigi Malerba: Die nachdenklichen Hühner - 15.08.2017  

Der Hahn im Korb sein, goldene Eier legen, als Glucke nerven oder ein dummes Huhn genannt werden: Henne und Hahn müssen gar nicht so selten dafür her halten, den Menschen und sein seltsames Gebaren sprichwörtlich auf den Punkt zu bringen. So ironisch und lakonisch wie in Luigi Malerbas Hühner-Aperçus hat das Huhn aber selten den Menschen vertreten. Mit Laura Maire und Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

Das offene Buch: Friedrich Anis neuer Krimi mit August Zirner (2/3) - 13.08.2017  

Jakob Franck heißt der neue Hauptkommissar A.D., der im Auftrag seines Autors Friedrich Ani, Todesbotschaften überbringt, Zeugen befragt und auf seine sensible Weise ermittelt, zusammen mit André Block und anderen früheren Kollegen/Innen. Vier ungeklärte Mordfälle hatte Jakob Franck bei seinem Ausscheiden aus dem Polizeidienst hinterlassen, der Fall des elfjährigen Lennard Grabbe darf keinesfalls der fünfte werden, das ist Franck den Eltern, der Mutter vor allem, schuldig. Über zur Tatzeit am Tatort eingeloggte Handys ermitteln die Polizisten Zeugen und Verdächtige, und auch in Lennard Grabbes Familie gibt es dunkle Kapitel. Dunkelheit, Melancholie, Schnee sind die bevorzugten Farben in Friedrich Anis psychologisch grundierten Kriminalromanen, auch in „Ermordung des Glücks“. Der Schauspieler August Zirner liest Auszüge aus dem Hörbuch, das als Koproduktion des BR/ Bayern 2 mit Osterwold audio/ Hörbuch Hamburg Verlag am 11. September erscheint, zeitgleich mit dem Suhrkamp-Roman bei Suhrkamp. Regie: Eva Demmelhuber. Im Studio: Autor Friedrich Ani. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (2/6) - 08.08.2017  

Die Sommerlesung der radioTexte am Dienstag 2. Folge „Wenn die Lieb im Spiel ist …“ die Erinnerungen von Giacomo Casanova. Nach dem Studium der Rechte in Padua kehrt der intelligente und begabte junge Mann nach Venedig zurück, wo er 1740 die niederen Weihen erhält. Als Gönner gewinnt er den reichen Senator Malipiero, der ihm zu seinem ersten erfolgreichen Auftritt als Prediger verhilft. In der Liebe kommt Casanova nun durchaus schon zu Recht. Teresa, Laura, Nanetta und Martina, Angela und Giulietta. Unwiderstehlich zwar noch nicht in jedem Falle weiß er Gelegenheiten schnell zu nutzen wie bei der schönen, jungen frisch vermählten Pächtersfrau, die leichtfertig mit ihm eine Kalesche bestieg. Es liest Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

Das offene Buch: Friedrich Anis neuer Krimi mit August Zirner (1/3) - 06.08.2017  

„Ermordung des Glücks“: Ein Kind ist verschwunden. 34 Tage später wird die Leiche des elfjährigen Lennard an der Isar bei München gefunden. War es Mord? Ein Unfall? Für die Mutter ist der Tod des Sohnes die „Ermordung des Glücks“. Jakob Franck, Hauptkommissar a.D., Mitte 60, ein Einsamkeitsexperte, überbringt der Mutter, Tanja Grabbe, die schlimme Botschaft und ermittelt. Es ist Winter, die graue Zeit um Neujahr. Jakob Francks zweiter Fall führt wieder durch die Straßen Münchens. Und wieder, wie im ersten Jakob-Franck-Roman „Der namenlose Tag“, gibt es ein totes Kind, eine Mater Dolorosa und dunkle Geheimnisse in der Familie. August Zirner liest Auszüge aus dem Hörbuch, das als Koproduktion des BR/ Bayern 2 mit Osterwold audio/ Hörbuch Hamburg Verlag am 11. September erscheint, zeitgleich mit dem Suhrkamp-Roman. Im Studio: der siebenfache Deutsche Krimi-Preisträger Friedrich Ani. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / G. Casanova: Wenn die Liebe im Spiel ist (1/6) - 01.08.2017  

Verführung, Erotik, Sex sind Schlagworte, die der Name Casanova üblicherweise ins Gedächtnis ruft. Doch die Memoiren des italienischen Gelehrten, Hochstaplers und Frauenhelden enthalten mehr als das. Die meiste Zeit seines Lebens ist Giacomo Casanova in Bewegung, seine Biographie ist Ankommen und Aufbrechen, Hin und Her, von einem Ort zum anderen. Casanova ist dabei nicht der klassische Bildungsreisende der „Grand Tour“, sondern Getriebener und Strebender, dem nicht die geraden Wege, sondern die Ab- und Irrwege zur Erfahrung werden. “Wenn die Liebe im Spiel ist…“ – Die erste von sechs Folgen aus den Erinnerungen von Giacomo Casanova mit dem Originaltitel „Geschichte meines Lebens“, gelesen von Horst Raspe. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

radioTexte / Leopardi: "Dialoge" und nemo - das Ratespiel - 25.07.2017  

Giacomo Leopardi sah der Nichtigkeit des Menschen ins Auge und fand doch in der dichterischen Erkenntnis über sie Trost. In seinen Dialogen lässt er darüber die Natur mit einem Isländer oder einen Kobold mit dem Gnom reden. Giacomo Leopardi sah der Nichtigkeit des Menschen ins Auge und fand doch in der dichterischen Erkenntnis über sie Trost. In seinen neben den Essays und Gedichten eher weniger beachteten Dialogen lässt der Dichterphilosoph die Natur und einen Isländer oder einen Kobold und den Gnom eben darüber ins Gespräch kommen. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

radioTexte / C. Baudelaire: Wein und Haschisch - 18.07.2017  

Berauscht euch! - schleuderte Charles Baudelaire Mitte des 19. Jahrhunderts der Pariser Gesellschaft entgegen. Ein Appell gegen Rationalismus, Ökonomisierung und Anpassung. Bis heute Provokation und Inspiration gleichermaßen. Wein und Haschisch sind Wohltäter des Menschen: Charles Baudelaire schrieb nicht nur über solche Weisheiten, er lebte sie. Für den Dandy und Dichter war der Rausch Erlöser von irdischem Leid, Hebel für künstlerische Inspiration und Pfad in künstliche Paradiese. Auch in Essays wie „Wein und Haschisch“, „Auswahl tröstlicher Maximen über die Liebe“ ergründet Baudelaire die verheißungsvolle Wirkung von Alkohol, Drogen, Musik und Sexualität – und warnt vor deren Abusus. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

radioTexte / M. Politycki: Schrecklich schön und weit und wild - 11.07.2017  

Wochentrip oder Weltumrundung? Pauschal- oder Backpacker-Reise, Länderabhaken oder Last Minute? Wir reisen und reisen und reisen. Warum? Was denken wir dabei? Matthias Politycki, Schriftsteller und leidenschaftlicher Reisender, über Reiselust, Erlebnisse und Erfahrungen, Tops und Flops. Autorenlesung. Redaktion und Gespräch: Antonio Pellegrino

Matthias Politycki: Schrecklich schön und weit und wild - 11.07.2017  

40 Jahre, 97 Länder, 347 Seiten: Matthias Politycki reist seit langem um die Welt. Sein Buch über diese Reisen ist auch eine intellektuelle Reise, in dem er fragt, warum wir in die Fremde aufbrechen und was wir dabei denken.

Das offene Buch: Die besten Texte aus Klagenfurt und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz - 09.07.2017  

Vierzehn Autoren lasen und rangen in Klagenfurt um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Mit seiner abgrundtief schwarzen, gleichwohl anrührenden Groteske gewann der 32 Jahre junge, längst preisgekrönte Dramatiker Ferdinand Schmalz den Bachmann-Preis 2017. Mit seiner Geschichte „mein lieblingstier heißt winter“ reagierte Schmalz auf unseren unnatürlichen Umgang mit dem Tod und entwarf einen ebenso unnatürlichen, grotesken Todesplan.John Wrays Babuschka-Story, aus der sich wenigstens fünf Binnengeschichten schälen, handelt von einem schreibenden Geschwister-Paar, von Vögeln, von einem legendären Ornithologen und flirrt zwischen Genres und Stilmitteln. Wray erhielt den neuen Deutschlandfunk-Preis. Diese und andere „beste Texte“ aus Klagenfurt vom Ringen um den Bachmann-Preis im Offenen Buch. Moderation. Cornelia Zetzsche

radioTexte / Henry David Thoreau: Ktaadn - 04.07.2017  

Henry David Thoreaus Buch über den Aufstieg auf den Berg Ktaadn ist Abenteuerbericht, naturphilosophischer Essay und Pamphlet in einem. Reflexion darüber, wie die Erfahrung von Natur immer auch eine Selbsterfahrung ist. xxx

Das offene Buch: Nordkorea - Bandi: Stadt der Gespenster - 02.07.2017  

Geschichten aus Nordkorea, wie Kassiber geschmuggelt mit Hilfe einer NGO, heißt es, von einem Autor oder einer Autorin, so genau weiß man das nicht, nachprüfbar ist nichts, alles anonym und unter Pseudonym. „Bandi“, das heißt „Glühwürmchen“, erzählt vom Alltag in Nordkorea. Von politischer Willkür, Mißtrauen und Angst im Kim-Regime. Bandi, wer auch immer das ist, zeigt Menschen in Nordkorea wie unsere Nachbarn nebenan. Einfühlsam, politisch aufgeladen, illusionslos, grotesk, märchenhaft, einzigartig. „Die Stadt der Gespenster“ ist Pjöngjang, das Zuhause einer jungen Familie, deren kleiner Sohn beim Anblick des überdimensionalen Karl-Marx-Propaganda-Plakats immer zu weinen beginnt. Eine gefährliche Reaktion in der Diktatur, die ihren Bürgern jede individuelle Regung verbietet. Es liest: Wiebke Puls von den Münchner Kammerspielen. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Henry D. Thoreau: Wilde Früchte - 27.06.2017  

Zum 200. Geburtstag des amerikanischen Schriftsteller Henry David Thoreau Er verbrachte fast sein ganzes Leben an einem abgeschiedenen Fleckchen in Massachusetts und doch ist er bis heute weltweit präsent: Umweltschützer, Aktivisten und Anarchisten beziehen sich auf Henry David Thoreau, den Einsiedler, Nonkonformist und Philosoph des 19. Jahrhunderts, der mit "Walden" und "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" amerikanische Literaturgeschichte schrieb. Mit seinen Ideen gilt Thoreau heute zu Recht als der amerikanische Vordenker der Umweltbewegung, die heute auf präsidialer Ebene verpönt ja geradezu in die Enge getrieben wird. Seine Beobachtungen haben nichts an aktueller Brisanz verloren. Sein Spätwerk "Wilde Früchte" ist zugleich kenntnisreiche Studie und umfangreiche Liebeserklärung an die heimische Natur. Es liest Heiko Ruprecht. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

Das offene Buch: Der große Unbekannte - Ror Wolf zum 85. - 25.06.2017  

Seit über 50 Jahren brilliert der Schriftsteller und Collagist Ror Wolf mit seinen Expeditionen ins Innere der Welt und seinem unverwechselbaren Ton. Nun wird der große Unbekannte der deutschsprachigen Literatur 85 Jahre alt. Zeit zu feiern! - „Pilzer und Pelzer“, „Die heiße Luft der Spiele“, „Die Gefährlichkeit der großen Ebene“. Schon diese Titel aus der Fülle seiner Bücher zeigen: Ror Wolf ist ein Ausnahmeschriftsteller. Seine Balladen, Fußball-Hörspiele, Text-Bild-Ton-Collagen, seine grotesk-komischen Einblicke in die Wirklichkeit sind einzigartig. Seine apokalyptischen Szenarien sind gemacht aus Alltag und Phantasie, Erfahrung und Halluzination, Poesie und Musik und vor allem: aus Sprache! „Ich setze aufs Wort“, sagt der Autor, Fußball- und Jazz-Fan Ror Wolf. Cornelia Zetzsche besucht ihn in seiner „Wirklichkeitsfabrik“ vor seinem 85. Geburtstag.

radioTexte / Meir Shalev: Mein Wildgarten - 20.06.2017  

"Ich habe Jahre lang für eine Tageszeitung eine Kolumne geschrieben. Und seitdem ich diesen Garten besitze, habe ich ab und zu eine Art Bericht darüber verfasst. Über den Wechsel der Jahreszeiten, wie meine Pflanzen und Blumen reagieren. Kurzum: über alles, was sich in meinem Garten tut. Und ich weiß, dass die Leser dies zu schätzen wissen. Sie haben viel besser darauf reagiert als auf meine politischen Artikel und Kommentare. Und da dachte, vielleicht wollen sie viel mehr darüber erfahren. Nach einigen Jahren habe ich diese Artikel gesammelt, habe auch weitere geschrieben, und so ist das Buch entstanden. Es ist aber botanisches Werk. Mit wissenschaftlichen Fakten. Es ist aber auch kein Gartenbuch im üblichen Sinn. Kein Ratgeber. Man erfährt also nicht, wie man ein guter Gärtner wird. Darin schildere ich meine Erfahrungen und meine Erlebnisse mit der Pflanzenwelt in meinem Garten. Ich bin auch kein Profigärtner. Es geht ausschließlich um das Eigenleben der Blumen. Und um meine Liebe zu Natur", so der israelische Erfolgsautor Meir Shalev über die Entstehung seines Buchs "Mein Wildgarten", in dem er über seine botanischen Vorlieben spricht, amüsante Anekdoten, historische Ereignisse und Familiengeschichten zum Besten gibt. Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino.

radioTexte / ARD-Themenwoche "Woran glaubst?" - Navid Kermanis "Ungläubiges Staunen - Über das Christentum" - 13.06.2017  

Deutschlands bekanntester Orientalist staunt über christliche Kunst: In seiner Essay-Sammlung "Ungläubiges Staunen - über das Christentum" schildert der in Deutschland aufgewachsene Schriftsteller Navid Kermani, der u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, seine Eindrücke von Gemälden, Skulpturen, religiösen Objekten und Mosaiken in katholischen Kirchen zwischen Köln und Rom, gibt Deutungsmöglichkeiten, sucht religiöse Motive in anderen Glaubensrichtungen und setzt sie in Beziehung zueinander. Es lesen Thomas Loibl und Peter Weiß.

Das offene Buch: "Woran glaubst du?" Schriftsteller antworten - 11.06.2017  

Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Spielt der Glaube noch eine Rolle? Wie würde Luther heute reden, und wie klingt ein Psalm, mit Blick auf diese heillose Welt? Wann gaben Bibeltexte Halt, und was sagen sie Schriftstellern heute? Feridun Zaimoglu, der deutsche Wortkünstler türkischer Herkunft, läßt in seinem neuen Luther-Roman „Evangelio“ den Reformator mit Gott und seinem Glauben ringen – in einer ganz neuen, nur scheinbar historischen Kunstsprache. Uwe Kolbe, der sich einen „Ketzer“ nennt, in einem „gottlosen Haushalt“ aufgewachsen, publiziert im Juli ein Buch mit Psalmen. Gila Lustiger, die deutsch-jüdische Autorin in Paris, erinnert – mit den Psalmen – an ihren Vater, den Historiker Arno Lustiger, der sieben Konzentrationslager überlebte und, obwohl säkular, im Ritual des Gebets Halt suchte. Said, der iranisch-deutsche Exilant und Dichter in München, ein Agnostiker, wendet sich wütend-kummervoll an Gott, der Gewalt und Unrecht heute zuläßt. Vier Literaten zur ARD-Themen-Woche „Was glaubst du?“. Moderation: Cornelia Zetzsche.

radioTexte / Michail Bulgakow: Meister und Margarita (2/2) - 08.06.2017  

Der Meister aus dem Titel taucht erst nach einem Drittel der Handlung auf, er wird gefangen gehalten und verfasst einen Roman über Jesus vor Pontius Pilatus. Währenddessen langweilt sich seine frühere Geliebte Margarita. Doch dann wird für den Teufelsball noch eine Ballkönigin gebraucht. Und Margarita weiß, worauf sie sich einlässt, als sie mit Luzifer persönlich handelt. Der nächstliegende Besen wird lebendig und seine neue Besitzerin in die Moskauer Nacht entführt.

radioTexte / Der Glaube an Reinkarnation und Wiedergeburt - 06.06.2017  

Nach dem alten indischen Gesetz des Karma, worauf die Wiederverkörperungsidee basiert, drängt das wahre Selbst immer zu einer neuen Existenz. In seiner politischen Schrift „Politeia“ beschreibt Platon, wie die Seelen aufgrund ihrer individuellen Lebensführung in die Unterwelt verbannt und gereinigt oder an einen himmlischen Ort versetzt werden. Nach tausend Jahren werden sie zur „Spindel der Ananke“ (Notwendigkeit) geführt, die die Gestirne in Bewegung hält. Dort werden die Seelen von den Moiren, den Schicksalsgöttinnen, beaufsichtigt, und sie können sich für ein neues Lebensmodell entscheiden, das sie in Zukunft verwirklichen wollen. Auf diesem können sie erneut in den Kreis der Inkarnation zurückfinden. Eine menschliche Seele kann in ein tierisches Leben übergehen, ein Tier, das früher ein Mensch war, kann wiederum zum Menschen werden. “Sind wir nur einmal auf Erden?“, fragt der Künstler und Philosoph Hans Torwesten in seiner gleichnamigen Abhandlung. “ Welche Rolle spielt der Reinkarnationsgedanke in der Neuzeit in den Weltreligionen und in den unterschiedlichen spirituellen Richtungen? Ist die menschliche Seele unsterblich? Gibt es eine Existenz vor und nach unserem Dasein? Redaktion und Moderation: Antonio Pellegrino

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