radioThema - Bayern 2

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Germany

radioThema ist die große Hintergrundsendung von Bayern 2. Hier spiegelt sich die ganze thematische Breite des Angebots von Bayern 2 wider. Aktuelles und Kulturelles wird hier ebenso intensiv behandelt wie Familienpolitik oder die Jahrestage besonderer Ereignisse.

Episodes

radioThema: "Meine Gedanken sind ein braves Tier" - Martin Walser zum 90. Geburtstag - 23.03.2017  

Büchner-Preisträger Arnold Stadler erzählt, mit Blick auf den Freund und Kollegen, vom „Hier-Sein“, meint den Bodensee und beschreibt, wie Martin Walser beim Wort „atemberaubend“ Gänsehaut bekommt. Der Schriftsteller Thomas Hürlimann geht mit den Walsers im See baden – in Uwe Johnsons Badehose. Der Theologe Jan-Heiner Tück liest in Walsers Büchern die Diagnose eines Phantomschmerzes und Überlegungen zu Gott. Die Literaturkritikerin und Verlegerin Felicitas von Lovenberg folgt Walsers literarischer Suchbewegung. Und sein Biograph Jörg Magenau nennt ihn einen Chronisten des Gefühls. Fünf Stimmen von Kollegen und Weggefährten – und natürlich Martin Walser selbst – zeichnen ein Porträt des Großschriftstellers, dessen Romane, Essays, Hörspiele seit 60 Jahren diese Bundesrepublik begleiten und Stimmungen schon formulieren, ehe andere sie überhaupt wahrnehmen. Ein Quintett zum 90. Geburtstag des Schriftstellers, der im Laufe der Jahrzehnte oft mit streitbaren Äußerungen auf sich aufmerksam machte, und den die Wirkung seiner Rede von der „Moralkeule“, mit Blick auf Auschwitz, heute schmerzt. Im radioThema von Cornelia Zetzsche spricht er über seine Eltern, sein Schreiben, über das Alter, Glauben-Können und Gott und die Welt.

Wasser und Freihandel: Wie sich zum Beispiel CETA auf das Lebensmittel Nummer eins auswirken könnte - 16.03.2017  

Sauberes Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, eine lokale Res­sour­ce. Was aber, wenn Wasser zur globalisierten Handelsware wird? Bettina Weiz hat Juristen und Wasserspezialisten befragt, welche Folgen Freihandel, wie zum Beispiel das europäisch-kanadische Abkommen CETA, haben könnten.

Bargeld ade? Wie wir künftig bezahlen - 09.03.2017  

Im April bekommen die Bürger neue Fünfzig-Euro-Scheine, die Europäische Zentralbank will Geldfälschern das Handwerk erschweren. Manche Ökonomen fordern, Bargeld ganz abzuschaffen. Denn dann könnte die Notenbank die Konjunktur besser ankurbeln, weil jeder Sparer Strafzinsen zahlen müsste. Doch viele Menschen hängen am Bargeld, nicht nur weil sie damit anonym bezahlen können. Sondern auch, weil Bares bei manchen Geschäften einfach praktisch ist.

Microsofts andauernder Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft - 02.03.2017  

So sehr sich Microsoft auch an einem Comeback bemüht: Das Unternehmen ist aus dem Rampenlicht verschwunden. Als einer der weltweit reichsten Wirtschaftskonzerne hat der Riese aus Redmond in der Vergangenheit oft bewiesen, wie skupellos er sein kann.

Windows ist überall - Von Microsofts andauerndem Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft - 02.03.2017  

Microsoft ist aus dem Rampenlicht verschwunden, doch das Unternehmen ist noch immer einer der weltweit reichsten Konzerne. Der Boss Satya Nadella arbeitet an einem beeindruckenden Comeback. So sehr sich das Unternehmen aber bemüht - Microsoft bleibt ein Wirtschaftskonzern mit klaren ökonomischen Zielen und agiert über zahlreiche Lobby-Kanäle. Wie skrupellos der Riese aus Redmond sein kann, hat er in der Vergangenheit oft bewiesen.

radioThema: Karl Mays Alpen-Abenteuer - 23.02.2017  

Winnetou, Old Shatterhand, Trapper Geierschnabel. Kaum einer denkt bei Karl May an Romane, die uns geographisch viel näher liegen wie beispeislweise "Der Wurzelsepp" oder "Der Peitschenmüller". Das radioThema imaginiert eine Reise des Schriftstellers in die bayerischen Berge.

Nein heißt nein heißt nein? - Über den Umgang der Gesellschaft mit Vergewaltigungen - 16.02.2017  

Eine Vergewaltigung passiert meist ohne Zeugen. Eine Aussage vor Polizei und Gericht ist oft retraumatisierend. Viele zeigen die Täter deshalb gar nicht erst an. Das dürfte auch nach der Reform des Sexualstrafrechtes so bleiben. Von Nina Landhofer und Christine Auerbach

Das Prinzip des geselligen Einsiedlers. Die sieben Leben des John Berger - 09.02.2017  

Er war Künstler. Er war Schriftsteller. Er war Rebell und Kunstkritiker, Motorradfahrer und Drehbuchautor. Und Landwirt. Der 1926 im County of London geborene John Berger entzieht sich allen Kategorisierungen. Er ist immer seinen eigenen Weg gegangen. Als er 1972 überraschend den Booker Prize gewann, lehnte er ihn zuerst ab und spendete dann die Hälfte des Preisgeldes an die Black Panther Party, damals ein Skandal. 1974 verließ John Berger endgültig England und zog in das Bergdorf Quincy im Département Haute-Savoie in Frankreich nahe dem Genfer See. Er ließ sich auf das einfache Leben der Bauern ein und arbeitete auf den Feldern mit, was er nicht nur literarisch beschrieb, sondern auch zeichnete und malte. Berger geht es um die sensible und überraschende Wahrnehmung des Alltäglichen – das war schon so, als er Anfang der siebziger Jahre in England mit einer umjubelten Fernsehserie die Kunstkritik neu erfand. Inzwischen gibt es die einzelnen Folgen als DVD. Seine gefeierten Romane und Essays wie „Die Kunst des Sehens“ sind alle auf Deutsch erschienen. Im Alter von 90 Jahren ist John Berger am 2. Januar 2017 gestorben. Moritz Holfelder hat ihn in den letzten Jahren einige Male in Quincy sowie in seiner Pariser Wohnung besucht. Er taucht ein in die Welt eines geselligen Einsiedlers.

Der britische Patient - Wie sich das United Kingdom von der EU lösen will - 02.02.2017  

Das Vereinigte Königreich verabschiedet sich nach über 40-jähriger Mitgliedschaft aus der Europäischen Union. Über das Wie und die Folgen: ein Feature von Clemens Verenkotte

Der britische Patient - wie sich das United Kingdom von der EU lösen will - 02.02.2017  

Das Vereinigte Königreich verabschiedet sich nach über 40jähriger Mitgliedschaft aus der Europäischen Union - ein äußerst tiefgreifender Einschnitt in der Geschichte des United Kingdom und Europas. Über das Wie und die Folgen: ein Feature von Clemens Verenkotte

Wildnis und Wirklichkeit. Unsere Bilder von Tier und Natur - 26.01.2017  

Sie sind die Indiana Jones und Lara Crofts der Wirklichkeit, sie schwimmen neben Walen, begleiten Wolfsrudel, tauchen unter Eisberge und hängen aus Hubschraubern. Tierfilmer sind Abenteurer und Entdecker in der Nachtschwärze der Tiefsee, in den Schneewüsten der Arktis, zwischen den Gräsern einer Wiese. Einige erzählen in diesem Feature von ihren Abenteuern im Bayerischen Wald, in der Beringsee und am Great Barrier Riff. Begegnungen mit der Natur. Dank digitaler Technik fliegt der Zuschauer heute mit Störchen über die Alpen, geht mit Robben auf Fischjagd, wandert durch ein Ameisennest. Für seinen Kino-Tierfilm „Nomaden der Lüfte“ ließ Jacques Perrin Graugänse und Kraniche schon als Küken trainieren, damit sie später ohne Scheu neben der Kamera über Meere und Halbwüsten zogen. Das Publikum soll sich fühlen wie ein Kranich unter Kranichen, eine Gans unter Gänsen, ein Schwan unter Schwänen. Es soll sich identifizieren, dem Tier näherkommen, Sehnsüchte und Emotionen auf das Tier projizieren. Dramaturgen erfinden „disneysierte“ Märchen um verlorene Gazellenkitze, über hungernde Löwenbabies und verliebte Braunbären, Kunstwesen mit menschlichen Zügen. Am Tierfilm lässt sich das veränderte Verhältnis des modernen Menschen zum Tier beispielhaft schildern: Hinter dem „medialen Tier“ verschwindet das „reale Tier“ - es wird gemogelt, zusammengeschnitten. Wie gehen Tierfilmer mit diesem Zwiespalt um? Während Tiere unserer Umgebung kaum noch als eigenständige Wesen wahrgenommen werden, wächst die Bewunderung für das wilde Tier, das seine Freiheit lebt. Was sagt dieser Blick auf die Tiere über uns aus? Spiegelt die wahrgenommene Natur den Wahrnehmenden nicht vor allem selbst? Vielleicht haben wir es mit einem Paradox zu tun: Das verfilmte, digitalisierte wilde Tier „lebt“ – aber nur auf dem Bildschirm und auf der Leinwand, Wüste und Wildnis bleiben abstrakte Kulisse – einer der Sehnsuchtsorte des zivilisierten Menschen.

Werner Schneyder zum 80. Geburtstag - Von einem, der auszog, politisch zu werden - 19.01.2017  

"Der Satiriker endet für gewöhnlich als Archivar seiner Resignation!" - Für den österreichischen Kabarettisten und Sportreporter Werner Schneyder hat sich diese düstere Prognose allerdings nicht bewahrheitet. Autorin: Katinka Strassberger

Sahara-Kassiber. Momentaufnahmen aus dem größten Land Afrikas: Algerien - 12.01.2017  

Im größten Land Afrikas herrscht - scheinbar - Ruhe. Jedenfalls dringen nach dem Ende der blutigen Auseinandersetzungen mit den Islamisten des Landes im Jahr 1999 nur wenige ungefilterte Nachrichten nach draußen. Algerien, so scheint es, verharrt in einer Art selbst gewählter Agonie. Autor: Wolf Gaudlitz

Dead Man Talking. Was uns Shakespeare über Tod und Unsterblichkeit zu sagen hat - 01.01.2017  

William Shakespeare ist seit 400 Jahren tot. In seinen Stücken aber spricht er bis heute zu uns. Auch vom Sterben. Denn der Tod ist allgegenwärtiginseinen Dramen, so wie seine Dramen allgegenwärtig sind im Theater. Vermutlich stirbt jeden Tag mindestens ein Hamlet auf irgendeiner Bühne dieser Welt und folgt täglich irgendwo eine Julia ihrem Romeo in die Unendlichkeit. Danach stehen sie wieder auf, um abermals zu sterben, stehen nochmal auf, sterben erneut, stehen auf, sterben - und so weiter bis in alle Ewigkeit. Aber was hat uns Shakespeare eigentlich zu sagen über Tod und Vergänglichkeit, Sterben und Unsterblichkeit? Und was gibt es über Shakespeares eigene Unsterblichkeit zu sagen? In „Dead Man Talking“ erzählen Schauspieler vom Sterben im Scheinwerferlicht mit Shakespeares Versen auf den Lippen. Lüften Forscher das Geheimnis von Shakespeares nicht nachlassendem Nachruhm. Verraten Theatermacher die Todsünden, die man beim Inszenieren von Shakespeare meiden sollte. Und halten Dramatiker Grabreden auf einen Unerreichbaren. Wobei sich eines todsicher vorhersagen lässt: William Shakespeare wird sie alle überleben - obwohl er bereits am 23.April 1616 gestorben ist.

Jenseits des Redeflusses. Versuch, mit Einsiedlern und Aussteigern ins Gespräch zu kommen - 25.12.2016  

Verschwunden, verstummt und für die Gesellschaft verloren - Wolf Gaudlitz begibt sich auf die Suche nach den wohl eigensinnigsten Zeitgenossen: nach Einsiedlern und Aussteigern, nach Menschen, die ihr Leben seit vielen Jahren in Abgeschiedenheit verbringen. Wie genau, das kann man nur vermuten: in sich selbst zurückgezogen, in inneren Monologen "kommunizierend", dabei aus eigenen Quellen spirituelle Kraft schöpfend? Es gibt sie auch bei uns im deutschsprachigen Raum, diese Menschen beiderlei Geschlechts, aber vereinzelt nur und gut versteckt. Nach denen in den Städten suchte der Autor nicht - er suchte sie in abgelegenen Bergtälern (oder - gipfeln), in tiefen Wäldern und an stillen Seen. Vom schweizerischen Wallis über die Schwäbische Alb, in den Bayerischen Wald bis hin zur Mecklenburgischen Seenplatte und in die Uckermark war Wolf Gaudlitz unterwegs. Die Annäherung mit dem Fahrrad und nur dem nötigsten Gepäck war die eines sanften Beobachters, der mit viel Zeit, Geduld und Respekt aus wachsender Nähe eine Begegnung machen möchte. Aus der Exkursion wird eine Expedition, aus der Expedition wird ein Experiment: Wer würde aus seinem so verlaufenen Leben erzählen wollen, von der Stille "draußen" und den Gedanken im Kopf, der Landschaft, der Natur, der Einsamkeit, vom Reichtum durch Alleinsein? Und wer von den Krisen, von Verzweiflung, Krankheit und sozialer Verarmung? Erste Einsicht des Reporters: Wer den Einsiedler verstehen will, muss sein Schweigen akzeptieren. Auch darin ist eine Auskunft verborgen. Zweite Einsicht: Der Einsiedler ist gar nicht allein. Seine Lebensumgebung, die Landschaft, seine Behausung sind seine Kreationen und sprechen Bände. Am Ende steht nicht nur eine Radioreportage, sondern auch eine Übung in behutsamer Kommunikation und mitfühlendem Interesse.

Aliens in Abrahams Schoß? Abenteuer Sinnsuche zwischen Himmel und Erde - 22.12.2016  

Die Pyramiden von Gizeh oder die Nazca Linien in der Wüste Perus - Beweise außerirdischer Intelligenz? Zeigen sie gar, dass Aliens vor langer Zeit die Erde besucht und dabei Spuren im kulturellen Gedächtnis der Menschen hinterlassen haben? Autorin: Friederike Weede

Der Übervater. Wie Steven Spielberg das amerikanische Kino veränderte - 15.12.2016  

Alle Filme von Steven Spielberg sind stark autobiografisch geprägt. Immer geht es auch um zerrüttete Familienverhältnisse. Spielbergs Eltern ließen sich scheiden, als er noch ein Kind war. Bis heute ist für ihn die Bedrohung der Familie eine immer vorhandene Problematik. Autor: Moritz Holfelder

Das Imperium - Walt Disneys Traumfabrik - 15.12.2016  

Walt Disney liebte das Zeichnen. Doch es war nicht sein künstlerisches Talent, was ihn zum Herrscher einer eigenen gewaltigen Traumfabrik machen sollte. Wie der Gründer das Imperium prägte, das - wie es mit Imperien so ist - auch seine dunklen Seiten hat. Walt Disney liebte das Zeichnen. Doch es war nicht sein künstlerisches Talent, was ihn zum Herrscher einer eigenen gewaltigen Traumfabrik machen sollte. Wie der Gründer das Imperium prägte, das - wie es mit Imperien so ist - auch seine dunklen Seiten hat.

Update für den rechten Rand - Die NPD ist tot, neue Formen des Rechtsextremismus triumphieren - 08.12.2016  

Vom rechts-außen Flügel der AfD über Pegida bis hin zu "Reichsbürgern" oder anderen militanten Gruppen hat sich die rechte Szene in diverse Richtungen entwickelt und erfährt durch die Flüchtlingsdebatte neuen Zulauf. Am 17. Januar 2017 verkündet Bundesverfassungsgericht sein Urteil im NPD-Verbotsverfahren. Inzwischen allerdings scheint egal zu sein, wie es ausfällt: Die NPD ist marginalisiert – gleichzeitig verbreitet sich extrem rechte Ideologie rasant.

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