SWR1 Leute Baden-Württemberg

SWR1 Leute Baden-Württemberg

Germany

Bei Wolfgang Heim und Stefan Siller, bei Petra Zundel und Michel Ries ist alle Welt zu Gast: Show- und Sportstars, Politiker, Nobelpreisträger, Wissenschaftler oder einfach Menschen mit einer interessanten Biografie.

Episodes

Gerhard Haszprunar, Zoologe  

Leitet die Zoologische Staatssammlung München mit mehr als 25 Millionen Insekten und Wirbeltieren. | Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr Schmetterlinge als in der Zoologischen Staatssammlung München. Mit 11 Millionen Exemplaren ist die Sammlung die weltgrößte. Insgesamt gibt es hier mehr als 25 Millionen Insekten und Wirbeltiere. Gerhard Haszprunar ist deren Direktor und auch Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlung Bayerns, außerdem Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität. Der Wiener Zoologe erfasst und beschreibt noch unbekannte Tierarten. Er erforscht, welche Tiere bedroht sind und warum.

Jürgen Schmitz, SWR-Journalist  

Späth, Teufel, Oettinger, Mappus, Kretschmann. Viermal schwarz und einmal grün. Die Riege der Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg in den letzten knapp 40 Jahren. Dazu unterschiedliche Koalitionen. Das doppelte Gastspiel der Republikaner. Aufstieg und Fall von Spitzenpolitikern. Skandale und Skandälchen. Eigentlich war immer was los in Baden-Württemberg - und von daher hatte Jürgen Schmitz ein spannendes journalistisches Leben. Als Leiter der SWR-Redaktion Landespolitik war er nah dran und weit genug weg. Jetzt verabschiedet er sich in den Ruhestand. Und vorher ziehen wir mit ihm Bilanz.

Prof. René Prêtre, Herzchirurg  

Er kommt aus der Schweiz, studierte in den USA, arbeitete in England und Frankreich. René Prêtre ist ein international bekannter Kinderherzchirurg. Seit 2012 ist er Professor und Klinikdirektor der Herzchirurgie am Universitätsspital Lausanne und Professor an der Universität Lausanne. Seine Stiftung "Le Petit Coeur" ist in Mosambik und Kambodscha tätig, die Ärzte dort operieren Kinder und Jugendliche mit schweren Herzfehlern. 2009 wurde Prêtre zum Schweizer des Jahres gewählt. Über sich und seine Arbeit hat er jetzt ein Buch veröffentlicht. Titel: "In der Mitte schlägt das Herz".

Werner Koczwara, Kabarettist  

"Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt". Dieses Kabarettprogramm hat Werner Koczwara mehr als 1000 mal aufgeführt, es wurde zum meistgespielten Programm des deutschsprachigen Kabaretts. Werner Koczwara gilt als der Erfinder des juristischen Kabaretts. Er tritt auch regelmäßig in Gerichtssälen auf, beim Bundesverfassungsgericht oder der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Er war u.a. Autor für die "Harald-Schmidt-Show" und für "Wetten, dass..?". Heute wird er mit dem Baden-Württembergischen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Moderation: Nicole Köster

Marcel Reif, Sportjournalist  

Er kam in Polen auf die Welt, ging in Israel zur Schule, machte in Deutschland Karriere und lebt seit vielen Jahren in der Schweiz. Marcel Reif war viele Jahre lang einer der besten und gleichzeitig umstrittensten Fußballreporter im deutschen Fernsehen. Er kommentierte Champions-League-Spiele und Spitzenspiele der Bundesliga und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Grimme-Preis. Vor einem knappen Jahr hat er seine Karriere beendet. Jetzt hat er ein Buch veröffentlicht mit dem lapidaren Titel "Nachspielzeit".

SWR1 Leute der Woche KW 16 2017  

Mit dabei: Reinhard Baumgarten und Utku Pazarkaya, SWR-Journalisten. Analysieren und bewerten den Ausgang des Referendums in der Türkei. Matthias Politycki, Schriftsteller. War ein halbes Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff und hat aktuell ein literarisches Logbuch veröffentlicht. Prof. Michael Tsokos, Rechtsmediziner. Leitet das Institut für Rechtsmedizin an der Berliner Charité und hat die erste Gewaltschutzambulanz gegründet. Gesine Cukrowski, Schauspielerin. Wurde mit der TV-Serie "Der letzte Zeuge" bekannt und ist Vorsitzende der Hilfsorganisation "Findelbaby". Annette Kulenkampff, Kunsthistorikerin. Ist Geschäftsführerin der Kasseler documenta und fordert/fördert politische Kunst.

Annette Kulenkampff, Kunsthistorikerin  

Ist Geschäftsführerin der Kasseler documenta und fordert/fördert politische Kunst. | Aus 100 000 ehemals verbotenen Büchern wird eine Nachbildung der Akropolis auf dem Friedrichsplatz in Kassel zur documenta 14 errichtet. Die weltweit wichtigste Ausstellung für moderne Kunst wird im Juni in Kassel eröffnet, in Athen läuft sie bereits seit April. Die documenta-Macher sehen in Athen den symbolischen Ort für politisch motivierte Arbeiten. "In politisch brisanten Zeiten ist die documenta politischer und muss es auch sein", sagt documenta Geschäftsführerin Annette Kulenkampff. Seit 2014 ist die Kunsthistorikerin für die documenta verantwortlich. Davor war sie Geschäftsführerin des Kunstverlags Hatje Cantz, der die Kataloge zur documenta veröffentlicht. Sie war Vorsitzende des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart und Vorstandsmitglied der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart und des Literaturhauses Stuttgart.

Gesine Cukrowski, Schauspielerin  

Gesine Cukrowski ist eine Künstlerin, die auf Vielseitigkeit Wert legt. Als Schauspielerin steht sie auf der Bühne und vor der Kamera. Sie hat eine abgeschlossene Gesangsausbildung. Und sie hat eine eigene Filmproduktionsfirma. Als Schauspielerin bundesweit bekannt wurde sie in der ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" als Gerichtsmedizinerin an der Seite von Ulrich Mühe. Aus dieser beruflichen Zusammenarbeit ist eine enge Freundschaft entstanden. Ergebnis: Nach Mühes Tod und dem Tod seiner Frau Susanne Lothar nimmt Gesine Cukroski deren Tochter Sophie in ihrer Familie auf. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende der Hilfsorganisation "Findelbaby", die junge Mütter unterstützt, damit die ihre Babys nicht zur Adoption freigeben müssen.

Prof. Michael Tsokos, Rechtsmediziner  

Er hat viele tausend Tote gesehen. Das ist nichts besonderes, der Umgang mit toten Menschen ist sein Beruf. Prof. Michael Tsokos ist einer der bekanntesten deutschen Rechtsmediziner. Seit zehn Jahren leitet er das Institut für Rechtsmedizin an der Berliner Charité. In den 90er Jahren obduzierte er Menschen, die in Massengräbern im früheren Jugoslawien verscharrt waren. 2004 gründete er in Berlin die erste Gewaltschutzambulanz. Dass jedes Jahr 160 Kinder in Deutschland nach Misshandlung sterben, hält er für einen Skandal: "Wir brauchen keine Kultur des Hinsehens, wir brauchen eine Kultur des Handelns!"

Dr. Matthias Politycki, Schriftsteller  

Fast 100 Länder hat der gebürtige Karlsruher Matthias Politycki kennengelernt, er reist seit mehr als 40 Jahren durch die Welt. Im Hauptberuf ist er Romancier und Lyriker, im Nebenberuf passionierter Reisender. So war er für seine Kreuzfahrtsatire "In 180 Tagen um die Welt" ein halbes Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Jetzt hat er ein literarisches Logbuch geschrieben. Wochenendtrip oder Weltumrundung? Pauschal- oder Backpackerreise? Länder-Abhaken oder einfach Last Minute? Matthias Politycki erhielt zahlreiche Stipendien im In- und Ausland. Er hat einen Doktortitel in Philosophie, ist Mitglied des PEN- Zentrums Deutschland und gilt als der Abenteurer der deutschen Gegenwartsliteratur.

Reinhard Baumgarten und Utku Pazarkaya, SWR-Journalisten  

"Evet" (Ja) oder "Hayir" (Nein) - gestern haben die Türken über eine von Präsident Erdo?an und der Regierung gewünschte Änderung der Verfassung abgestimmt. Was bedeutet das Ergebnis für die politische Stabilität, für die Entwicklung der Wirtschaft, für die Sicherheit und vor allem für die Demokratie und die vielen Menschen in den türkischen Gefängnissen? Der SWR-Korrespondent Reinhard Baumgarten berichtet seit einigen Jahren aus Istanbul für die ARD über die Türkei und andere islamische Länder. SWR-Redakteur Utku Pazarkaya arbeitet in der Redaktion Gesellschaft, Migration und Kirche. Er hat mit vielen Landsleuten in Baden-Württemberg auch vor und während der Abstimmung über das Referendum gesprochen.

SWR1 Leute der Woche (KW 15 - 2017)  

Mit dabei: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP-Politikerin und ehemalige Bundesjustizministerin), Andreas Altmann (Reporter und Reiseschriftsteller), Claudia und Nadja Beinert (Zwillingsschwestern und Schriftstellerinnen) und Dr. Adelheid Kastner (Psychiaterin und Gerichtsgutachterin).

Dr. Adelheid Kastner, Psychiaterin und Gerichtsgutachterin  

Das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Zugehörigkeit wird bei einer Trennung gewaltig erschüttert. Wenn das Lebensgefüge so auseinander gerät , entwickeln sich im schlimmsten Fall Familientragödien, die auch in Gewalt, Mord und Totschlag enden können. Das ist Thema des neuen Buches von Adelheid Kastner. Adelheid Kastner ist Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklinik Linz und seit 20 Jahren als Gerichtspsychaterin tätig. Sie erstellte unter anderem das Gutachten über Josef Fritzl, über Raubmörder, über Serienkiller. Ihr Ziel ist es dabei, die Innenwelten der Täter und ihre seelische Logik zu verstehen.

Claudia und Nadja Beinert, Zwillingsschwestern und Schriftstellerinnen  

Im Mittelalter ging man davon aus, dass Mütter von Zwillingen mit dem Teufel persönlich im Bett waren. Als eineiige Zwillinge sind Claudia und Nadja Beinert froh, dass sich dieser Irrglaube nicht in die heutige Zeit übertragen hat. Gleichwohl ist bei beiden die Leidenschaft für das Mittelalter und für historische Romane geblieben. Als Studentin stieß Claudia Beinert im Naumburger Dom auf die geheimnisvolle Uta von Ballenstedt, deren Gesicht für Walt Disney zur Vorlage der Stiefmutter Schneewittchens wurde. Und so entstand der erste historische Roman der Schwestern Beinert. Inzwischen ist ihr viertes Buch erschienen über die Mutter von Martin Luther. Claudia Beinert arbeitete in der Unternehmensberatung und hatte eine Professur für Finanzmanagement, Nadja Beinert ist in der Filmbranche tätig.

Andreas Altmann, Reporter und Reiseschriftsteller  

Er kommt aus dem bayrischen Altötting und lebt seit 25 Jahren in Paris. Er war Chauffeur, Gärtner, Schauspieler, Dressman und Parkwächter - und wurde ein erfolgreicher Reporter und Reiseschriftsteller. Seit fast 30 Jahren bereist Andreas Altmann die Welt, früher schrieb er für große Zeitschriften, heute schreibt er Bücher. Sein Buch "Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend", die Abrechnung also mit einem gewalttätigen Vater und einer bigotten Umwelt, wurde ein Bestseller. Mit seinem neuen Buch "Gebrauchsanweisung für das Leben" ist Andreas Altmann aktuell auf Lesereise.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Politikerin und ehemalige Bundesjustizministerin  

Ihr Vater war Anwalt, ihr Onkel Justizminister - von daher war die berufliche Laufbahn von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger konsequent und folgerichtig. Zweimal war sie Bundesjustizministerin. Das erste Mal in den 90er Jahren unter Helmut Kohl, ehe sie 1996 aus Protest gegen den von ihrer Partei, der FDP, mitgetragenen Großen Lauschangriff zurücktrat. Das zweite Mal unter Angela Merkel zwischen 2009 und 2013. Ihr wichtigstes politisches Anliegen: Der Kampf für Rechtsstaatlichkeit und der Kampf für Bürger- und Freiheitsrechte. Jetzt hat die stellvertretende Vorsitzende der Theodor-Heuss-Stiftung ein Buch veröffentlicht mit dem Titel "Haltung ist Stärke".

Leute der Woche 09.04.2017 (KW14 2017.)  

mit dabei: Konstantin Wecker, Liedermacher. Steht seit fast 50 Jahren auf der Bühne und bekam gerade den Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises. Markus Bickel, Journalist und Terror-Experte. Analysiert die Lage im Nahen und Mittleren Osten und nennt die Profiteure von Krieg und Gewalt. Anna Schudt, Schauspielerin und Tatort-Kommissarin. Kommt aus Konstanz und spielt die Hauptrolle in einer aktuellen ARD-Komödie "Eltern allein zu Haus". Michael Buback, Chemieprofessor und Sohn des früheren Generalbundesanwalt Lena Volk, Schülerin und "Jugend debattiert"-Gewinnerin. Liebt politische Diskussionen und veranstaltet das Open Space Camp2017. Prof. Manfred Spitzer - Gehirnforscher, Psychiater und Psychologe

Prof. Michael Buback, Sohn des früheren Generalbundesanwalt  

Am 7. April 1977, heute vor 40 Jahren, wurde in Karlsruhe Generalbundesanwalt Siegfried Buback zusammen mit seinen beiden Begleitern erschossen. Es war der Auftakt der RAF-Mordserie des Jahres 1977, endend im Herbst mit der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Schleyer und der Entführung und Befreiung der Lufthansamaschine Landshut durch die GSG9. Bubacks Sohn Michael, emeritierter Chemieprofessor aus Göttingen, weiß bis heute nicht, wer seinen Vater getötet hat. Denn bei der Aufklärung dieses Verbrechens hat es eine Vielzahl von Ungereimtheiten, Schlampereien und Pannen gegeben.

SWR1 Leute Live mit Prof. Manfred Spitzer, Gehirnforscher, Psychiater und Psychologe  

Manfred Spitzer ist einer der renommiertesten deutschen Gehirnforscher und einer, der immer wieder von den Folgen der digitalen Medien warnt. Und das sehr provozierend: "Der übermäßige Gebrauch des Internets führt zu digitaler Demenz. Smartphones können abhängig und kurzsichtig machen." Wie lasen sich also Smartphone und Co sinnvoll nutzen? Wie gehen wir am besten mit derdigitalen Innovation um? Welche neuen Erkenntnisse bietet die Hirnforschung? SWR1 Moderatorin Nicole Köster hat im Rahmen der Veranstaltung "SWR1 Leute live" mit Prof. Manfred Spitzer an der Universität Ulm diskutiert. Manfred Spitzer hat Medizin, Psychologie und Philosophie studiert und wurde 1997 als jüngster Psychatrieprofessor Deutschlands an die Uniklinik Ulm berufen. Er ist Leiter der psychatrischen Uniklinik und gründete auch das Transferzentrum für Neurowissenschaft und Lernen.

Konstantin Wecker, Liedermacher  

"Willy", die Ballade über den Tod eines Freundes bei einer Kneipenschlägerei mit Rechtsextremen wurde 1977 sein erster großer Erfolg. Dass Willy lebt und eigentlich Günter heißt, offenbarte Konstantin Wecker erst Jahre später. Seit nahezu 50 Jahren steht der streitbare Liedermacher Konstantin Wecker wie eine Urgewalt auf der Bühne. Er singt mit Herz, Hirn und Haltung für eine friedliche und gerechtere Welt. Politisch, stets kritisch, aber gleichzeitig nach außen mit dem Lebensstil eines Rockstars zwischen Rotlichtmilieu und Boheme. Dann kam der Absturz: Kokainsucht, verhaftet wegen Drogenbesitzes. Danach der Neuanfang. Und ein daraus erwachsenes Motto: "Jede Krise, stellt auch eine Chance dar". Im Juni feiert Konstantin Wecker seinen 70. Geburtstag, gerade wurde er mit dem Ehrenpreis des deutschen Kleinkunstpreises ausgezeichnet. Konstantin Wecker ist zu Gast in SWR1 Leute und bringt "Willy" bzw. Günter mit, der die Entstehungsgeschichte der Hymne gegen Rechtsradikalismus erzählt.

0:00/0:00
Video player is in betaClose