SWR2 Matinee

SWR2 Matinee

Germany

Das SWR2 Kulturmagazin für den etwas längeren Morgen. Jeden Sonntag von neun bis zwölf bietet die SWR2 Matinee: drei Stunden Wort und Musik zu einem Thema - überraschend, vielseitig, facettenreich.

Episodes

Gespräch mit Marcus B. Klöckner: Geschichte der Eliten in Deutschland  

"Machteliten und Elitenzirkel: Eine soziologische Auseinandersetzung" (Akademiker Verlag) so heißt das Buch von Marcus B. Klöckner. In diesem Buch skizziert der Autor zuerst unter Zugriff auf den Eliteforscher Charles Wright Mills die Theorie der Machteliten, um dann mit Hilfe der Bourdieuschen Habitustheorie aufzuzeigen, welche latenten soziologischen Antriebsmuster dem gesellschaftlichen Phänomen der ‚Machtelitenbildung’ zu Grunde liegen. Der empirische Teil konzentriert sich dann sehr praxisnah auf die Auseinandersetzung mit entsprechenden Elitenzirkeln sowie der Rolle der Medien. Primär ist das Buch für kritische Sozialwissenschaftler geschrieben. Insbesondere der empirische Teil kann aber auch von all jenen rezipiert werden, die einen Einblick in elitäre Netzwerke auf höchster Ebene gewinnen möchten.

Gespräch mit Rüdiger Jungbluth: Die Dynastien Oetker und Quandt  

Rüdiger Jungbluth studierte Volkswirtschaft und absolvierte die Journalistenschule in Köln. Er arbeitete als Wirtschaftskorrespondent bei Stern und Spiegel und viele Jahre als Wirtschaftsredakteur bei der Zeit. Jungbluth hat verschiedene hoch angesehene Wirtschaftsbiografien veröffentlicht, im Jahr 2002 eine erste aufsehenerregende Biografie über die Quandts, auf deren Recherchen sein neues Buch über die junge Generation aufbaut.

Pferde-Polo, der Porsche unter den Sportarten: Hamburger Polo Club  

Die Handels- und Hafenstadt Hamburg zeichnet sich seit jeher aus durch eine hohe Dichte von Millionären oder sogar Milliardären. Ganz dem Klischee gemäß lassen sich auf der Elbchaussee teure Oldtimer und Bentleys beobachten, wie sie nach kurzer Ausfahrt in den Tiefgaragen weiß getünchter Anwesen verschwinden. Auch im Sport bleibt man gerne unter sich. Man spielt Golf, Tennis, Hockey und natürlich: Polo, das altpersische Königsspiel. Der Hamburger Poloclub hat den Ruf als einer der besten Europas. Elise Landschek hat die Poloschule in Hamburg besucht.

Ich pfeif auf die Elite: Ein Topmanager steigt aus  

Eine Kurzgeschichte von Tanja Dückers

Frauen an die Spitze – nur durch Quote?: Netzwerke für Frauen  

Erfolg ist ein Cocktail. Auf die Mischung kommt’s an. Ein Drittel Qualifikation. Zwei Drittel Kontakte. Also das Geld doch lieber in einen Golfclub stecken als in Fortbildungen? Am besten in Beides. Laut Bundesministerium für Frauen wird jede zweite Stelle über Referenzen und Kontakte vergeben. Netzwerke sind Türöffner. In verschiedenen Bündnissen spannen Führungsfrauen Fäden, zum Beispiel im European Women's Management Development International Network (EWMD). Mit rund 900 Mitgliedern weltweit ist das EWMD eines von mehreren hundert Vereinigungen, in denen Frauen Wissen und Erfahrungen teilen und Mentoring betreiben, den Nachwuchs unterstützen. Gerade in den Chefetagen sind Frauen immer noch einsame Spitzen und in den Herrenclubs eher die Ausnahme. Was halten die Netzwerkerinnen von Seilschaften, Macht und Elite?

Eliten Exzellent: Freie Universität Berlin  

2005 wurde von der ehemaligen Bundesministerin für Forschung und Arbeit Edelgard Bulmahn die "Exzellenzinitiative" ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: ein deutschlandweiter Wettbewerb unter allen Universitäten. Wer gewinnt, erhält zusätzlich zur Grundversorgung umfangreiche Fördermittel und kann Wissenschaft und Lehre gut ausgestattet vorantreiben. Drei Förderlinien gelten, in denen die Hochschulen überzeugen müssen: 1. Zukunftskonzept (Entwicklung eines Programms für die gesamte Universität) 2. Exzellenzcluster (überzeugende Ideen zur Förderung der Forschung) 3. Graduiertenschule (Projekte zur Förderung von Doktorranden). Zu den 11 Exzellenzuniversitäten gehören die TU Dresden, München oder die Tübinger Eberhard-Karls-Universität. Auch die Berliner Freie Universität hat den Status inne. Veritas - Justitia - Libertas. Wahrheit - Gerechtigkeit - Freiheit steht auf dem Gründungswappen der Freien Universität. Darunter hält der Berliner Bär die Fackel des Wissens, der er begierig - oder keck - die Zunge herausstreckt. Typische Attribute für die Hochschule von Anbeginn: ehrwürdiger Anspruch und aufmüpfiger Auftritt. Gegründet 1948 als der Ost-West-Konflikt begann. In den Strudel der 68er Bewegung geraten als eines ihrer Zentren: Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg studierten und bewirkten hier, dass das traditionelle Ordinariensystem abgeschafft wurde. Massenuniversität in den 70er Jahren. Schließlich die Wende mit der Wende: es gab nun wieder eine Stadt und die hatte zu viele Hochschulen. Die FU sollte weggespart werden. Dann wurde 2005/06 die Exzellenzinitiative ausgerufen, und die FU gewann den Titel. Was er bedeutet, was er Lehrenden und Studierenden bringt? Ina Beyer hat sich auf dem Campus umgehört.

Gespräch mit Ole Bischof: Spitzensportförderung  

Ole Bischof ist DOSB-Vizepräsident Leistungssport. Bischof war Silbermedaille im Judo bei den Olympischen Spielen 2012 (London), Olympiasieger im Judo bei den Olympischen Spielen 2008 (Peking) und Mehrfacher Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften.

Club der Wirtschaftselite: Capital-Club in Berlin  

Elite hat ja viele Definitionen - auch, wenn es um Elite-, Herren- oder Businessclubs geht. Was früher in England dem Adel vorbehalten war, ist heute eher eine Frage des beruflichen Erfolgs. Trotzdem gilt: Zutritt hat nur ein beschränkter Kreis von Auserwählten, und es gelten andere Regeln als draußen. Reporterin Eleonora Pauli hat ihr elegantestes Outfit ausgepackt und den Berlin Capital Club besucht.

Eliteeinheit der Bundeswehr: Die Gebirgsjäger in Bad Reichenhall  

"Wir sind besonders ausgebildet, besonders ausgerüstet , und wir haben auch besondere Leute um im extrem schwierigem Gelände einen militärischen Auftrag auszuführen".So definiert der Brigadegeneral Alexander Sollfrank seine Gebirgsjäger. Die Brigade 23 ist in Bad Reichenhall stationiert. Im Süden Deutschlands, im Watzmann-Gebirge, an der Grenze zu Österreich. Rund 4250 Soldaten und 250 Soldatinnen gehören zu der Elitetruppe der Bundeswehr. Ähnlich wie die Fallschirmjägern oder KampfpilotenTanja Gronde war in der Kaserne in Bad Reichenhall. Das Bergsteigen hat sie den Soldaten überlassen.

Matinee Rätsel  

In unserem Rätsel suchen wir heute den Titel eines Spielfilms. Wie lautet der gesuchte Titel?

Wann sind Ihnen zum letzten Mal die Tränen gekommen?  

Eine Umfrage von Nicole Freyler.

Indiens Lieblingstränen: Der weinende Mann im Bollywoodfilm  

"Ein Augenpaar vergießt hunderte von Tränen, Reisende des Herzens gehorchen nur der Stimme der Sehnsucht, Dinge die aus Liebe zerbrechen, kann kein Mensch zusammenfügen" – so der Text des Titel-Songs in "Katti Batti", einer der großen Bollywood- Filmproduktionen der letzten Jahre. Gesungen wird das Lied in diesem sehr tränenreichen Leinwand-Melodram vom männlichen Hauptdarsteller. Der Film war nur ein mäßiger Erfolg, was vielleicht auch daran lag, dass der Held, trotz gegenteiliger Behauptung im Titel-Song, eher unterkühlt auf diverse Schicksalsschläge reagiert und vielleicht ein paar, bestimmt aber nicht hunderte von Tränen vergießt. Wer aber in Bollywood als Schauspieler große Karriere machen will, der muss herzzerreißend heulen können. Gerd Brendel weiß, warum:

Gespräch mit Prof. Dr. Renate Möhrmann: Quotenbringer öffentliche Träne  

Tränen fließen immer – doch es gibt "trockenere" und "feuchtere" Zeitalter. Die Theater- und Medienwissenschaftlerin Renate Möhrmann hat eine Kulturgeschichte der Tränen geschrieben und zeigt: das Weinen, insbesondere das öffentliche Weinen, erlebt eine wahre Renaissance. Im Gespräch mit Carsten Otte erläutert sie, warum Tränen vor großem Publikum heute zu den Essentials unserer medialen Kultur gehören und wie die Menschen das Weinen in früheren Jahrhunderten beurteilt haben.

Gespräch mit Prof. Dr. med. Christian Ohrloff: Wie weint der Mensch?  

Wer ist näher am Wasser gebaut – Frauen oder Männer? Gibt’s überhaupt Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Die gibt es, sagt Christian Ohrloff, Augenarzt, Tränenexperte und Pressesprecher der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft. Er spricht über die Gründe für Männertränen und Frauentränen, erklärt, welche drei Arten von Tränen wir vergießen können und – warum wir es tun.

Gespräch mit Martin Schneller: Ein Trauerredner muss der Fels in der Brandung sein  

Martin Schneller ist freier Trauerredner und Gründer der 1. Trauerredner-Akademie in Deutschland. Im Gespräch mit unserem Moderator Carsten Otte erzählt er, wie er mit Tränen am Grab umgeht, worauf es bei einer guten Trauerrede ankommt und wie er trauernden Hinterbliebenen am besten helfen kann.

"Krokodilstränen"  

Eine Erzählung von Thommie Bayer

Pavillon deutsch-deutschen Jammers: Der Tränenpalast  

Als Berlin von einer Mauer durchschnitten war, wurde ein Gebäude im Ostteil der Stadt zum Inbegriff dafür, wie der Konflikt der Großmächte in den Alltag der Menschen hinein regierte. Der "Tränenpalast", früher zentraler Kontrollpunkt für die Ausreise nach West-Berlin, beherbergt heute eine Ausstellung über das Leben mit der deutsch-deutschen Grenze. Frank Kaspar hat sich angesehen, wie die Erinnerung an Abschied, Trennung und staatliche Gängelung dort lebendig bleibt.

Zum Heulen schön!: Freudentränen  

Wem kamen nicht schon mal die Tränen vor Freude? Wenn die Lieblingsmannschaft gewinnt. Wenn der Star die Bühne rockt. Wenn eine Freundin wieder gesund wird. Doch sind es auch wirklich Freudentränen, die in den Augen beißen? Ist es das ungetrübte Glück, das weinen lässt? Warum weinen wir, wenn wir doch eigentlich lachen? Die Forschung hat die Freudentränen weitestgehend links liegen lassen, obgleich sie seit Jahrtausenden produziert werden. Claudia Friedrich über das Weinen vor Freude.

Von wegen "Tränen lügen nicht": Die künstliche Träne auf der Bühne  

Tränen müssen nicht immer aus dem Innersten der Seele kommen. Auf der Bühne können Schauspieler mit einfachen, aber wirkungsvollen Tricks die schönsten künstlichen Tränenausbrüche produzieren. Die hohe Kunst der glaubhaften Träne wird zwar bis heute in den Schauspielschulen gelehrt – doch im Alltag greift der Mime auch gern zu Fläschchen und Tränenspritzen. Ulrich Land hat mit Schauspielern und Maskenbildnern gesprochen – und einige tränenreiche Klassiker der Theaterliteratur wiederentdeckt.

Matinee Rätsel  

In unserem Rätsel suchen wir heute den Titel eines Buchs. Wie lautet der gesuchte Titel?

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