WDR 3 Buchrezension

WDR 3 Buchrezension

Germany

Sachkundig und anschaulich stellen die Rezensenten von WDR 3 Neuerscheinungen vor - die großen Titel ebenso wie den Geheimtipp. Und helfen zu entscheiden, was zu lesen sich lohnt.

Episodes

Ernst Kausen erzählt die Sprachen der Welt  

Der Verlag supposé holt regelmäßig Wissenschaftler vors Mikrophon, die anschaulich von ihrer Arbeit erzählen. Der Sprachforscher Ernst Kausen umreist den ganzen Kosmos, in dem sich Sprachen entwickeln. Eine Rezension von Christel Wester.

Marina Abramovic - Durch Mauern gehen  

Türen ins Unbewusste öffnen: In ihrer Autobiografie gewährt die charismatische Künstlerin Marina Abramović Einblick in die Entwicklung ihrer radikalen Körperperformances. Eine Rezension von Dorothea Breit.

Jan Snela - Milchgesicht  

Ein Debütant, der aufs Ganze geht. Zurückhaltung ist nicht die Sache von Jan Snela. In seinem Debüt "Milchgesicht" erzählt er in einer überbordenden Sprache von radikalen Fluchten vor den Zumutungen der Wirklichkeit. Holger Heimann hat es gelesen.

Jack London - Die Zwangsjacke  

Jack London, vor hundert Jahren gestorben, hinterließ nicht nur Abenteuerromane wie "Der Seewolf". Er übte auch Kritik. Etwa an Missständen im Gefängnis, im Roman "Die Zwangsjacke" von 1915, jetzt als Hörspiel zu entdecken.

"Die Maiski Tagebücher" von Gabriel Gorodetsky  

Die Aufbereitung und Kommentierung des Tagebuches des sowjetischen Diplomaten Iwan Maiski hat 15 Jahre in Anspruch genommen und jetzt liegt eine erste umfangreiche Auswahl auch auf Deutsch vor. Uli Hufen hat mit dem Historiker Gabriel Gorodetsky über Iwan Maiski und sein Tagebuch gesprochen.

Jack London - "Mord auf Bestellung"  

Ein fast vergessener Krimi von Jack London, jetzt in neuer Übersetzung anlässlich seines 100. Todestags erschienen. Das seltsame Spätwerk erzählt von den Machenschaften einer New Yorker Mordagentur und ächzt unter dem Gewicht philosophischer Grübeleien. Eine Rezension von Ferdinand Quante.

Colm Tóibín - Nora Webster  

Eine Frau verliert ihren Mann und muss für sich und ihre vier Kinder einen neuen Weg finden: ein fast alltägliches Ereignis. Doch der irische Schriftsteller Colm Toíbin macht mit „Nora Webster“ daraus große Literatur.

Christa Wolf - Briefe (1952 - 2011)  

Kummerkasten war sie auch - die Briefe von Christa Wolf offenbaren, wie eine zum öffentlichen Objekt wird und trotzdem weiterschreibt.

Verna B. Carleton - Zurück in Berlin  

Die amerikanische Journalistin Verna B. Carleton hat mit Zurück in Berlin das eindrückliche Portrait einer zerstörten Stadt geschrieben. Ihr Roman, der zum ersten Mal 1959 erschien, ist auch ein Plädoyer für Heimkehr und Versöhnung. Eine Rezension von Taya Lieske.

Wolf Biermann -Warte nicht auf bessre Zeiten, Die Autobiographie  

Er glaubte an den Kommunismus und ging als Jugendlicher voller Ideale in die DDR. Im Westen wurde er ein gefeierter Liedermacher und Dichter, während er in der DDR mit Staat und Partei aneinandergeriet und nicht mehr auftreten durfte. Die Stasi überwachte jeden seiner Schritte - und schließlich wurde er vor 40 Jahren ausgebürgert. Jetzt zu  Biermanns 80.Geburtstag erscheint seine Autobiographie "Warte nicht auf bessre Zeiten!". Wolf Scheller hat sie gelesen.

Ulrike Almut Sandig - Ich bin ein Feld voller Raps verstecke...  

Schon seit fünfzehn Jahren arbeitet die Lyrikerin und Prosaautorin Ulrike Almut Sandig mit dem Zusammenspiel von Text und Musik. Mal auf der Bühne, mal als Studiosprechgesang. So ist auch Sandigs neuer Gedichtband mit dem ausufernd poetischen Titel "Ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt." Hans-Peter Kunisch stellt den Band und die Autorin vor.

Christian Maintz - Liebe in Lokalen  

Wer Robert Gernhardt mag, wird Christian Maintz lieben. In seinen mal sanft komischen, mal nonsensprallen Gedichten erweist sich der Humorlyriker als Endreimkönig und würdiger Nachfahre der Neuen Frankfurter Schule.

Peter Weiss - Die Ästhetik des Widerstands  

Geschichtsroman und Geisterbeschwörung in Zeiten des alternativlosen Kapitalismus: "Die Ästhetik des Widerstands" erscheint noch einmal in einer "definitiven Fassung". Kurt Darsow hat sie sich angesehen.

Sabine Gruber - Daldossi oder Das Leben des Augenblicks  

Sollen Fotos und Berichte von Krieg und Leid die Welt aufrütteln und zum Eingreifen bewegen? Oder lauert dahinter nur die Sensationsgier? Wieviel Wahrheit halten wir aus? Und was macht das Leid der anderen aus uns Betrachtern? Brisante Fragen, die Sabine Gruber zu einem eindrucksvollen Roman verarbeitet.

Judith Butler - Anm. z. e. performativen Theorie der Versammlung  

Für Judith Butler ist der Kampf gegen die globale Ungerechtigkeit eine Sache des Körpers. Wie Demonstranten in der ganzen Welt unter Einsatz von Leib und Leben ihre Rechte einfordern, zeigt die amerikanische Philosophin in ihrem neuen Buch. Eine Rezension von Claire-Lise Tull.

Die Briefe der Manns - Ein Familienporträt  

Schon wieder gibt es Neues von der Familie Mann. Ein überraschender Fund im Thomas-Mann-Archiv in Zürich: 3000 Briefe von und an Katia Mann. Auf der Basis u.a. dieser Briefe hat der Hessische Rundfunk ein Hörbuch produziert. Eine Rezension von Christel Wester.

Hakan Günday - Flucht  

Der türkische Schriftsteller Hakan Günday wird in seiner Heimat als Kultautor gefeiert, als Provokateur, als Rebell. "Flucht" ist brisant und aktuell, rätselhaft und spannend, ekelerregend und poetisch, sehr verwickelt und vielschichtig, doch gradlinig erzählt. Stefan Berkholz hat den Roman gelesen und mit dem Autor gesprochen.

Georg Forster - Ansichten vom Niederrhein  

Bei weitem nicht nur eine Sammlung regionaler Kuriositäten - Georg Forsters Reisebeschreibungen vom Niederrhein bieten eine aufregende Zeitreise in die Ära der neuen Freiheit. Eine Rezension von Oliver Pfohlmann.

Hanns-Josef Ortheil - Was ich liebe - und was nicht  

"Was ich liebe - und was nicht": Hanns-Josef Ortheil liest Anekdoten aus seinem Leben: Überlegungen, Beobachtungen, Erinnerungen, mal nachdenklich, mal entschieden parteiisch, immer anregend.

Christian Kracht - Die Toten  

Christian Krachts Roman "Die Toten" wartet mit einer Mischung aus Action und Exzentrik auf, wie man sie sonst vor allem im Kino findet. Eine Rezension von Hannah Kessler.

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