Episoder

  • Die Jahre 2017-2020 gehören sicher zur aufregendsten Ära in der Entwicklung der deutschen Serienlandschaft. Nach drei Jahren "Serienreif-Podcast: Deutschland in Serie" verabschiedet sich das Format so, wie es sich gehört: mit einem extralangen Gespräch mit Autor Alexander Lindh, der – nach seinem ersten Serienreif-Besuch in der zweiten Folge – über seinen eigenen Werdegang im Serienboom der vergangenen drei Jahre berichtet. Als Headautor der funk-Serie "DRUCK" wurde er zu einem der interessantesten Protagonisten der hiesigen Serienlandschaft, nun wird in diesem Jahr seine eigene Serie "MaPa" auf Joyn anlaufen. Natürlich spiegeln sich in seinen Erfahrungen auch die vergangen Jahre der Branchenentwicklung, so dass dieses Finale auch eine Bestandsaufnahme und ein Fazit der deutschen Serienlandschaft der 2010er Jahre geworden ist.

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  • „Ist Deutschland endlich Serienreif“ – so lautete die Einstiegsfrage im ersten Serienreif-Podcast, der am 15. März 2017 veröffentlicht wurde. Anlass damals war der Start der ersten deutschen amazon-Serie „You Are Wanted“ sowie der einige Wochen später gestarteten TNT Serie-Produktion „4 Blocks“. Weil sich die Frage in den letzten drei Jahren tatsächlich quasi von selbst beantwortet hat ist es an der Zeit, den Kreis zu schließen.

    Die große Finalfolge wird nun zweigeteilt sein: Dieser Teil 1 ordnet die letzten drei Jahre und die Geschichte dieses Podcasts noch einmal ein und hat drei Protagonisten(-Gruppen) um kleine Gastbeiträge gebeten. Natürlich sollten Hanno Hackfort, Richard Kropf und Bob Konrad aka HaRiBos dabei sein. Sie waren die ersten Gäste bei Serienreif und sollten die Entwicklung der letzten drei Jahre und den Ausblick in die deutsche Serienentwicklung aus ihrer Sicht beantworten. Dann hat die TNT Serie-Verantwortliche Anke Greifeneder, die mit ihrer Serienpolitik in den vergangenen acht Jahren zu den Vorreitern in Deutschland gehören ebenfalls einige Fragen zur Einordnung und Aussicht beantwortet und die jungen Autor*innen des Schreibkollektivs Q3 (Julia Penner, Sandra Stöckmann, Jasmina Wesolowski, Jonas Lindt), die aktuell an der fünften Staffel der funk-Erfolgsserie "Druck" arbeiten, runden diesen Auftakt in den Rückblick mit ihren Eindrücken ab. In Teil 2 wird es dann in der nächsten Wochen das große Serienreif-typische Abschlussgespräch geben, das sich noch einmal am großen „Rundumschlag“ des Gestern-Heute-Morgen versucht. Mehr auch dazu in dieser Folge.

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  • Christian Schwochow ("Novemberkind", "Der Turm", "Deutschstunde") gehört derzeit zu den profiliertesten Filmregisseuren in Deutschland. Er hat aber mit seiner Arbeit an der ZDF-Serie "Bad Banks" 2018 hierzulande auch eine Marke im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesetzt, die ihn schließlich nach England zur Mitarbeit an der Netflix-Serie "The Crown" gebracht hat. Im SERIENREIF LIVE-Gespräch an der Master School Drehbuch erzählt er von seiner Arbeit, vergleicht die deutsche mit der britischen Produktionslandschaft und berichtet von seiner Zusammenarbeit mit Oscarpreisträger Peter Morgan. Zudem gibt er einen Ausblick auf seine Arbeit im kommenden Jahr, u.a. die Entwicklung der Science-Fiction-Serie "Children Of Mars" für ZDFneo, aber auch weitere internationale Möglichkeiten, die sich ihm die sich ihm während seines Aufenthaltes in London aufgetan haben und erklärt, dass es auch dort ungewöhnlich ist, einen Regisseur als Showrunner für eine Serie einzusetzen.

  • Dank der Initiative von Yugen Yah (Indiefilmtalk-Podcast) haben sich sechs deutschsprachige Podcasts zusammengeschlossen, in denen die Arbeit von Film- und Serienschaffenden in den Mittelpunkt gestellt wird, um gemeinsam das Thema "Diversität in Film und TV" aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Der Serienreif-Podcast ist mit einem Ausschnitt aus der Folge mit Tyron Ricketts (Panthertainment) vertreten. Zusätzlich soll die Sonderfolge Euch auf die anderen tollen Formate aufmerksam machen, die, ähnlich wie dieser Podcast in erster Linie Macherinnen und Macher zu Wort kommen lässt und auf diese Weise einen intensiven Einblick in die Entwicklung der Film- und Serienlandschaft Deutschlands geben. In dieser Version hört ihr: 01 Storyville | 02 Stichwort Drehbuch | 03 Setfunk 5 | 04 Serienreif | 05 CloseUp | 06 Indiefilmtalk

    Zwischenstimmen: Schauspieler Jerry Kwarteng | Schauspielerin Ana Isabel Mena | Regisseur Linus De Paoli | Regisseur Huan Vu | Regisseur/Drehbuchautor Felix Charin | Regisseurin Denise Ekale Kum

    Links zu den teilnehmenden Podcasts:
    Deutsche Filmakademie - Close Up - https://www.deutsche-filmakademie.de/projekte/podcast-close-up/
    Indiefilmtalk – www.indiefilmtalk.de
    Serienreif - http://serienreif-podcast.de/
    Setfunk5 - https://soundcloud.com/setfunk5
    Storyville - https://www.storypendler.de/storyville/
    VDD – Stichwort Drehbuch - https://www.drehbuchautoren.de/stichwort-drehbuch

  • Die Comedy-Serie "Fett und Fett" ist der Überraschungshit des deutschen Serienjahres 2019! Die Geschichten um den sympathisch-verpeilten Slacker Jaksch, der mit Ende Zwanzig durch das Münchner Nachtleben treibt, irgendwann mit der Verkäuferin einer gebrauchten Waschmaschine anbandelt und ihr bis nach Berlin folgt, sind wunderbar lakonisch, lässig und – im besten Sinne – unambitioniert erzählt, dass sie auf Anhieb Kritiker und Serienfans begeistert hat. Wie diese kleine große Serie ausgerechnet beim ZDF gelandet, wie die Idee der beiden ehemaligen Studienkollegen überhaupt entstanden ist und sich entwickelt hat, erzählen die Schöpfer in der neuesten Folge des Serienreif-Podcasts. Die Aufnahme-Umstände mögen etwas chaotischer als sonst gewesen sein, spiegeln damit aber in gewisser Weise genau den Geist der Serie wider und am Ende ist es ein angenehm ausuferndes Gespräch geworden, in der Autor und Hauptdarsteller Jakob Schreier von seinem Werdegang, seinen Einflüssen und seinen aktuellen beruflichen Zielen erzählt und die Regisseurin Chiara Grabmayr in einer – für diesen Podcast – spektakulären technischen Höchstleistung live zugeschaltet wird.

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  • Frankfurt – Musikbusiness – Organisiertes Verbrechen – Rap: Das sind die Eckpfeiler innerhalb der sich die Netflix-Serie "Skylines" bewegt. Das vielschichtige Ensemble-Drama von Autor und Showrunner Dennis Schanz hat viele Kritiker und Serienfans begeistert und geht ganz selbstverständlich mit Themen, Figuren und Erzählformen um, die vor einigen Jahren kaum mehr in der deutschen Serienlandschaft vorstellbar gewesen wären. Zusammen mit Produzent David Keitsch (Komplizenfilm) erzählt Schanz im SERIENREIF LIVE-Gespräch von der Idee zur und wechselvollen Entwicklungsgeschichte der Serie und den Herausforderungen bei der extrem eng getakteten Umsetzung für den US-Streaming-Riesen.

  • Seit 2015 veranstaltet Geschäftsführerin und Gründerin Meredith Burkholder das Webfest Berlin und bietet damit dem Format ein Forum, das vor einigen Jahren noch unter der Bezeichnung „Webserie“ eher ein Schattendasein in der Serienwelt gefristet hat. Mittlerweile ist dieses Kurzformat international unter der Bezeichnung „digital short form series“ endlich zu größerer Relevanz gelangt. Streaminganbieter nehmen die Produktionen, die ihren großen Geschwistern häufig
    nicht nachstehen und sich inhaltlich und ästhetisch häufig sogar mehr wagen mit in ihr Angebot auf und auch Fernsehsender nutzen die Chance, in diesem Bereich neues ausprobieren zu können. Für das Serienreif-Special vom Webfest Berlin 2019 erzählen Burkholder, Lee Mason (Channel 4, The End Of The F***ing World), Daniel Hyan, (Videohunters), Konrad Steuer (Von Wölfen und Menschen), Sascha El Waraki (Singles Diaries) und Andrea Kaul (Marketing Consulting) von den aktuellen Entwicklungen des nationalen internationalen Serienmarktes und geben Ausblicke auf die Trends der Branche.

  • Mit 19 Jahren wird Stefan Titze 2013 nach wenigen Wochen vom Redaktionspraktikanten zum jüngsten Autoren der Late-Night-Show NEO MAGAZIN (später NEO MAGAZIN ROYALE) von und mit Jan Böhmermann auf ZDFneo befördert. Er schreibt für weitere Comedy-Formate der Kölner TV-Produktionsfirma bildundtonfabrik und kann schließlich 2019 als Autor der dritten deutschen Netflix-Serie HOW TO SELL DRUGS ONLINE (FAST) beim Serienfestival in Cannes Premiere feiern. Die 6-teilige Produktion erzählt in 30-minütigen Episoden von einem jugendlichen Nerd, der aus seinem Kinderzimmer heraus Europas größten Online-Drogenversand etabliert – um seine Ex-Freundin zurückzugewinnen. Kurz nach Start, hat der internationale Streaminganbieter grünes Licht für eine zweite Staffel der Serie gegeben.

    Im SERIENREIF LIVE-Gespräch spricht Stefan Titze über seinen Werdegang als Autor und die Herausforderungen bei der Entwicklung einer Serie für einen internationalen Branchenriesen.

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  • Die 6-teilige ZDF/arte-Serie "Die Neue Zeit" (Zero One Film, Regie: Lars Kraume) mit Anna Maria Mühe als Dörte Helm und August Diehl als Walter Gropius, erzählt von den Gründerjahren des staatlichen Bauhaus in Weimar zwischen 1919 und 1925, den turbulenten und umkämpften politischen und gesellschaftlichen Emanzipationsbewegungen sowie die Ursprünge der Avantgarde in der freien und angewandten Kunst und Architektur. Im SERIENREIF LIVE-Gespräch an der Master School Drehbuch erzählt Ko-Autorin Judith Angerbauer (Der freie Wille) von der Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Serienidee, den Herausforderungen bei der Adaption der biographischen Vorbilder und natürlich auch über ihren ganz persönlichen Werdegang in der Film- und Fernsehbranche.

  • Eine Serie, die aus Kindersicht für Kinder vom 2. Weltkrieg erzählt – kann das funktionieren und wenn ja: wie? Creative Producerin Ramona Bergmann (LOOKSfilm) und Regisseur Matthias Zirzow sprechen bei SERIENREIF LIVE an der Master School Drehbuch über die 8-teilige KIKA-Serie "Der Krieg und ich", die sie in Ko-Produktion mit zahlreichen europäischen Partnern entwickelt haben und erklären, warum es durchaus sinnvoll ist, Kindern ab acht Jahren mit historischen Themen wie Nationalsozialismus, Holocaust und Krieg zu konfrontieren. Sie erzählen von ihrer Herangehensweise an den schwierigen Stoff, von der Zusammenarbeit mit den jungen Darstellern sowie der aufwändigen medienpädagogischen und historischen Begleitung der Produktion.

  • Für diese Spezialfolge habe ich Vanessa Schneider (PULS/BR, Skip Intro), Jana Fischer (heute-show, WDR), Hanna Huge (serienjunkies.de), Thomas Rogel (heute-show, Deutsch-Les-Landes), Lina Kokaly (COSMO), Marcus Kirzynowksi (Fortsetzung.tv) und Ulrike Klode (DWDL, Seriensprechstunde) kurz und knapp nach ihren Highlights und Enttäuschungen in der ersten Hälfte des deutschen Serienjahres 2019 gefragt. Auch die Serienreif-twitter-Community wurde berücksichtig und so wird sich am Ende zeigen, ob sich alle vollkommen einig sind, was die besten und wichtigsten deutschen Serien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren oder ob sie vollkommen anderer Meinung sind und sich widersprechen. Und: Welche der genannten Serien schaffen es am Ende des Jahres wohl ganz nach oben in die Lieblingsserien-Liste?

  • In der zweiten Ausgabe von SERIENREIF LIVE an der Master School Drehbuch ist Autor und Creative Producer Richard Kropf zu Gast, der über die Entwicklung seiner Familienserie "Das Wichtigste Im Leben" spricht, die ab dem 5. Juni auf VOX zu sehen und bereits vorab auf TVNow abrufbar ist. Kropf ist Mitglied des Drehbuch-Trios "HaRiBo" und hat zusammen mit Hanno Hackfort und Bob Konrad Serien wie "You Are Wanted" (Amazon Video) und "4 Blocks" (TNT Serie) geschrieben sowie die Mediensatire "Labaule & Erben" (SWR) entwickelt, die auf einer Idee von Harald Schmidt basiert. Ohne seine beiden Kollegen hat er nun die 10-teilige Serie mit Jürgen Vogel und Bettina Lamprecht kreativ zu verantworten und spricht im SERIENREIF LIVE-Gespräch über seine Ansprüche an eine moderne Familienserie sowie die Hintergründe seiner Arbeit.

  • Vor zehn Jahren haben Volker Heise und die Produktionsfirma Zero One Film mit "24h Berlin" die Sendepläne des rbb und von Arte gesprengt, als sie die 24-stündige Echtzeit-Doku von Samstag- bis Sonntagmorgen im Binge-Modus linear ausstrahlen konnten und mit dem Format gezeigt haben, dass serielles Erzählen auch im Dokumentarfilm funktioniert. Damit waren sie natürlich nicht die Ersten, aber sie haben vor Augen geführt, was auch im deutschen TV möglich ist wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Es folgen "24 Jerusalem" und "24h Bayern", nun wird das Konzept für "24h Europe – The Next Generation" noch einmal erweitert. Die am 4. Mai 2019 auf den beteiligten Sendern ausgestrahlte Serie begleitet 60 junge Menschen aus ganz Europa einen Tag lang in ihrem Alltag und setzt kurz vor der Europawahl ein Zeichen. Im Gespräch erzählen Heise und die künstlerische Leiterin Britt Beyer davon, wie sie passende Protagonisten gefunden haben, wie sie dramaturgisch beim Erzählen vorgegangen sind und lassen auch durchblicken, welche seriellen Vorbilder sie – bewusst und unbewusst – beeinflusst haben.

  • Premiere: Endlich, das Serienreif Live-Debüt an der Master School Drehbuch! Als erster Gast in der Reihe erzählt Constantin Lieb, Headautor der 6-teiligen Miniserie „Eden“ von der außergewöhnlichen Entwicklungsgeschichte der deutsch-französischen Koproduktion für Arte und die ARD über die Flüchtlingssituation in Europa und wie es dazu kam, dass er als junger Autor bereits früh mit Regiegrößen wie Detlev Buck und Dominik Graf zusammengearbeitet hat. Das anregende Gespräch ist zudem auch ein Plädoyer für eine "ganzheitliche Kulturbetrachtung" und ein Hoch auf die Quereinsteiger in der Film- und Medienbranche.

  • Die Welt der Webserien geht natürlich über die bislang in diesem Podcast besprochenen funk-Serien weit hinaus. Kirsten Loose hat als Autorin für "Lampenfieber" die Festivalwelt und Community der "digital short form series" kennengelernt und mit dem Team einige Preise gewonnen. Auf der anderen Seite ist sie seit vielen Jahren Creative Producerin, Dramaturgin und Autorin der "Lindenstraße", einer der gesellschaftlich wichtigsten Serien der deutschen TV-Geschichte, die von der ARD 2020 nach mehr als 34 Jahren eingestellt wird. Um beide Formate geht es in dieser Folge – und weil die Hauptfigur in "Lampenfieber" halt homosexuell ist, sprechen wir auch darüber, ob Webserien den Macher*innen mehr Möglichkeiten eröffnen, von LGBT-Menschen und ihren Geschichten zu erzählen als es bisher im Fernsehen der Fall ist.

  • Tyron Ricketts war Rapper und TV-Moderator und ist seit 25 Jahren Schauspieler in deutschen und internationalen TV- und Kinoproduktionen. 2018 hat er die Produktionsfirma Panthertainment gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Diversität als Normalität im deutschen Fernsehen, Streaming- und Filmmarkt zu etablieren und People of Color unabhängig von ihrer Hautfarbe, zum Teil der Geschichten zu machen. Weg vom Objekt, hin zum Subjekt einer Story.

    Im Gespräch erzählt der Sohn einer Österreicherin und eines Jamaikaners von seinen Erfahrungen als Schauspieler im Deutschland und von den Chancen, die er auf dem veränderten Markt für den Ansatz von Panthertainment sieht. Hier sind es vor allem die neuen Streamingdienste und Pay-TV-Anbieter, in die er seine Hoffnung setzt, doch Ricketts ist es auch wichtig, eine Veränderung in der traditionellen deutschen Fernsehlandschaft zu bewirken.

  • Mit der Impro-Mockumentary-Serie "Andere Eltern" hat Filmemacher Lutz Heineking, jr. die zweite Eigenproduktion von TNT Comedy miterfunden und inszeniert. Es geht um Helikoptereltern im Kölner Stadtteil Nippes, die zusammen eine Kita gründen wollen und wird damit auch zum Generationenportrait und einer Gesellschaftssatire. Um dieser Idee möglichst nah zu kommen, haben Heineking und sein AutorInnen-Team zwar Rahmenhandlung, Figurenentwicklungen und Storybögen vorgegeben, ansonsten hat er sein großes Darsteller-Ensemble am Set aber hauptsächlich improvisieren lassen. Im Serienreif-Gespräch erzählt er von seiner Ursprungsidee und was hinter dem Titel steckt, der Entwicklung und Umsetzung der Serie und natürlich auch ein bisschen über den Status Quo des Humor-Standorts Deutschland.

  • Im Zuge der Neuen Deutschen Serienwelle sind AutorInnen hierzulande gefragt wie nie zuvor. Das bekommen auch die Produktionen zu spüren, an die man bei dem Thema nicht zuerst denkt, nämlich die täglichen Serien wie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten". Weil deren AutorInnen mit Erfahrungen beim Geschichtenerzählen aber plötzlich in der Branche hoch im Kurs stehen und abgeworben werden, ist man dort dringend auf der Suche nach neuen Talenten. Die UFA Serienschule soll ein Weg sein, um Neu- und Quereinsteigern die Möglichkeit zu geben, sich in vier Monaten mit dem Job von Storylinern vertraut zu machen und anschließend direkt in die tägliche Serienproduktion einzusteigen. Dominique Moro ist zusammen mit Petra Koller die Leiterin der neuen Serienschule der UFA. Sie erzählt von der Idee, die dahintersteckt und welche Möglichkeiten für die Absolventen dieses SerienschreiberInnen-Schnellkurses ergeben können.

  • Wer kümmert sich eigentlich darum, dass die Musik in einer Serienproduktion auch
    stimmt und stimmig ist, dass sie den Figuren entspricht und nebenbei auch etwas über die Handlung erzählt? Menschen wie Sabine Steyer-Violet, die als Music Supervisorin, u.a. für den Soundtrack zur ZDF-Serie „Bad Banks“ gesorgt hat. Wobei dieser Job eher zu ihren Nebentätigkeiten zählt. Aber genau deshalb ist es so interessant mehr darüber zu erfahren. Ansonsten ist Steyer-Violet hautsächlich Autorin – zum Beispiel für die neue TNT Comedy-Serie „Andere Eltern“ oder die NBC Deutschland-Produktion „Culpa“ – und Creative Producerin, als die sie aktuell an der kommenden Netflix-Miniserie „Unorthodox“ der „Deutschland 83“-Erfinderin Anna Winger mitarbeitet oder der, sich ebenfalls noch in Entwicklung befindenden Comedyserie „Die Ich-Etage“. Von Außen mögen die vielen Baustellen, auf denen sie sich bewegt, vielleicht ein wenig unübersichtlich wirken, doch Sabine Steyer-Violet hat eine ziemlich gute Übersicht über die derzeitige Entwicklung der Serienbranche in Deutschland und kann natürlich auch so manches zum Lieblingsthema der deutschen Serienentwicklung berichten: dem Writer’s Room.

  • Seit über 25 Jahren arbeitet Claus Rudolf Amler in der Film- und Fernsehbranche als Szenenbildner. Für seine Arbeit bei "Das finstere Tal" hat er 2014/15 sowohl den Deutschen, Österreichischen und Europäischen Filmpreis erhalten. Zwischen 2007 und 2010 prägte er, in enger Zusammenarbeit mit dem Serienschöpfer und -Autor Orkun Ertener die ZDF-Serie "KDD – Kriminaldauerdienst", die eine frühe Vorreiterrolle in der deutschen Serienentwicklung einnimmt. Aktuell hat er die ersten beiden Staffeln der populären und international gepriesenen TNT-Serienproduktion "4 Blocks" über einen kriminellen arabischen Clan in Berlin-Neukölln mitgestaltet.