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  • Sie ist die bekannteste deutsche Wissenschaftjournalistin, sie ist Youtuberin, Fernsehmoderatorin und Bestseller-Autorin: Mai Thi Nguyen-Kim ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast von ZEIT Online und ZEITmagazin. Ihren YouTube-Kanal "Mailab" haben fast eine Million Menschen abonniert, außerdem moderiert sie bei "Terra X Lesch und Co." und "Quarks". Ihr Buch "Komisch, alles chemisch!" steht seit vergangenem November auf den Bestsellerlisten.

    Für Ihre Arbeit wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem als "Wissenschaftsjournalistin des Jahres", mit dem Grimme Online Award und in diesem Jahr mit dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises, eine Sonderehrung für ihre Corona-Berichterstattung und ihren Tagesthemen-Kommentar zur Lage der Pandemie in Deutschland. Ihr Video "Corona geht gerade erst los", im April veröffentlicht, wurde 6,3 Millionen Mal abgerufen.

    Mit Jochen Wegner und Christoph Amend, den Gastgebern von "Alles gesagt?", unterhält sich Mai Thi Nguyen-Kim über Corona und die Folgen für die Gesellschaft, über ihre Karriere zwischen Wissenschaft und Medien und über ihre Familie - ihre Eltern stammen aus Vietnam.Auch diese Folge von Alles Gesagt wurde remote aufgenommen, Mai Thi Nguyen-Kim war zu Hause in der Nähe von Frankfurt, wo sie mit ihrem Mann, der wie sie Chemiker ist, und ihrem Kind lebt. Nach 3 Stunden und 58 Minuten beendete sie das Gespräch, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

  • Er ist einer der prägenden deutschen Politiker der vergangenen Jahrzehnte, er war Chef des Kanzleramts, Innen- und Verteidigungsminister. Und er ist ein politischer Kronzeuge, der bei allen großen Wendepunkten seit der Wiedervereinigung eine aktive Rolle hatte: Thomas de Maizière, 66, CDU, ist in Bonn geboren, lebt heute in Dresden-Blasewitz – und ist zu Gast bei "Alles Gesagt", dem unendlichen Podcast von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin.

    Mit den Gastgebern Christoph Amend und Jochen Wegner unterhält sich de Maizière, der aus einer Hugenottenfamilie kommt, die im 17. Jahrhundert von Frankreich nach Preußen kam, über sein Verhältnis zu Deutschland, und warum er als Wessi manchmal für einen Ossi gehalten wird. Er erzählt, wie es war, am deutsch-deutschen Einigungsvertrag mitzuarbeiten und als Innenminister 2015 im Zentrum der Flüchtlingskrise zu stehen. Er berichtet, wie subtil Angela Merkel ihre Macht demonstrieren kann, warum man es beim Redenschreiben für Richard von Weizsäcker dem Chef nie recht machen konnte, und wie er damit zurechtkam, ein sogenanntes Soldatenkind zu sein: Er ist der Sohn des langjährigen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Ulrich de Maizière. Nach 5 Stunden 14 Minuten beendet Thomas de Maizière das Gespräch, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

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  • Seit ihrem von der Kritik gefeierten Buch "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten", ist Alice Hasters die intellektuelle Stimme der jungen Schwarzen in Deutschland. Sie selbst nennt sich Schwarze Frau und schreibt schwarz mit großem S. "Es bezieht sich nicht auf die tatsächliche Farbe meiner Haut", sagt sie. "Es ist meine Selbstbezeichnung, Teil meiner Identität."

    Im Gespräch mit Christoph Amend und Jochen Wegner, den Gastgebern des Podcasts "Alles gesagt?" von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin, erzählt Alice Hasters von ihren Alltagserfahrungen mit Rassismus in Deutschland und den USA, erklärt, wie er unsere Gesellschaft bis heute prägt – und was sich ändern muss.

    Alice Hasters ist Journalistin, Autorin, Podcasterin, geboren 1989 in Köln, dort ist sie auch aufgewachsen, sie hat in München an der Journalistenschule studiert, lebt heute in Berlin, arbeitet für den rbb und für die "Tagesschau". Ihre Stimme ist ihren Fans seit Jahren vertraut, denn seit 2016 spricht sie einmal im Monat mit ihrer Freundin, der Schauspielerin Maximiliane Häcke, über alles zwischen Politik und Popkultur – in ihrem gemeinsamen Podcast "Feuer & Brot".

    Ihr Buch hat Alice Hasters in fünf Kapitel aufgeteilt – Alltag, Schule, Körper, Liebe, Familie – und über all das spricht sie auch im Podcast. Und von ihrer Liebe zu Linsensuppe, über Vogueing – und über den Grund, warum sie sich lange wie die Figur Carlton aus der Serie "Der Prinz von Bel-Air" gefühlt hat.

    Nach 6 Stunden und 37 Minuten beendet Alice Hasters das Gespräch. Das darf bei "Alles gesagt?" nämlich nur der Gast.

    Diese Folge wurde am 4. Mai aufgenommen, drei Wochen vor dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis.

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Sie hat das “heute-journal” moderiert, ist Co-Gastgeberin des ZDF-“Morgenmagazins” und des ZDF-“Sportstudios”, und sie hat eine politische Talkshow, die ihren Namen trägt: Dunja Hayali ist eine der bekanntesten Fernsehjournalistinnen des Landes. Bekannt ist sie auch dafür, dass sie vor Konflikten und brenzligen Situationen nicht zurückschreckt, sondern sie immer wieder sucht. Ihre Beiträge von rechten Demonstrationen und Neonazi-Festivals sind Fernsehgeschichte.

    Dabei formuliert sie ihren eigenen Standpunkt klar. “Alltagsrassismus ist manchmal das größere Gift als Anschläge”, sagt sie im Podcast Alles gesagt?. Für ihr politisches Engagement wurde sie mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet.

    Weil ihre Talkshow derzeit Sendepause hat, hat Dunja Hayali während der Corona-Krise eine neue, tägliche Sendung erfunden: Jeden Abend spricht sie auf Instagram live mit bekannten und unbekannten Menschen. Eine Folge ist deshalb auch in der siebeneinhalb Stunden dauernden “Alles gesagt?“-Aufzeichnung zu hören – mit der Sängerin Conchita Wurst.

    Dunja Hayali erzählt den Gastgebern Jochen Wegner und Christoph Amend auch von ihrer Familiengeschichte, von Flucht und Folter: Beide Eltern sind in Mossul im Irak aufgewachsen, haben sich aber erst in Wien kennengelernt und sind gemeinsam nach Datteln in Nordrhein-Westfalen gezogen, dort ist Hayali geboren und aufgewachsen.

  • Es war das große, weltumspannende Thema: die Klimadebatte. Und die Bewegung Fridays for Future demonstrierte auf den Straßen, wie politisch die Jugend von heute ist. An der Spitze in Deutschland: die Hamburger Geografiestudentin Luisa Neubauer.

    Dann kam Corona. Und jetzt? Im unendlichen Podcast "Alles gesagt?" erklärt die 24-Jährige, wie ihre Bewegung jetzt versucht, die Klimadebatte wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen – in Zeiten, in denen Demonstrieren auf der Straße aus gesundheitlichen Gründen verboten ist.

    Luisa Neubauer erzählt den Gastgebern Jochen Wegner, Chefredakteur von ZEIT ONLINE, und Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITMagazins, warum ihre Großmutter bis heute ihr großes Vorbild ist, dass bei Fridays for Future Videobesprechungen bis nachts um halb zwei gehen – und von ihrer Freundschaft zu Greta Thunberg, der FFF-Gründerin.

    Diese Folge von "Alles gesagt?" ist die dritte, die in Zeiten von Corona per Videoschaltung zwischen vier Standorten aufgenommen wurde. Und gehört zu den längsten in der mittlerweile zweijährigen Geschichte des Podcasts. Denn erst nach acht Stunden und 34 Minuten beendete Luisa Neubauer das Gespräch – das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Er ist Mitglied des "kleinen Corona-Kabinetts", das Deutschland derzeit durch die Krise steuert. Im unendlichen Podcast berichtet Außenminister Heiko Maas, wie sich der Alltag eines Politikers verändert hat, dessen Arbeitsbasis vorher das persönliche Gespräch war und dessen Arbeitsbilanz auch in Flugmeilen gemessen wurde. Heute ruft ihn der kanadische Außenminister schon mal an Ostern direkt auf dem Handy an, wenn in Kanada die Wattestäbchen für Corona-Tests ausgehen – unter Umgehung des Protokolls, das in der Diplomatie sonst alles beherrscht.

    Drei Stunden und 26 Minuten sprach Heiko Maas mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner für den potenziell unendlichen Podcast "Alles gesagt?", den nur der Gast selbst beenden kann. Das Gespräch fand nicht, wie sonst üblich, am Wohnzimmertisch von Produzentin Maria Lorenz statt – sondern per Video. Trotzdem gab es für alle österreichisches Essen und Bier. (Die Weißweinflasche hat das Auswärtige Amt im Cateringpaket an Maas entfernt.)

    Heiko Maas heißt mit vollem Namen Heiko Josef Maas. Er ist katholisch aufgewachsen, war Messdiener und in der katholischen Jugend aktiv, hat Jura studiert und sich bei den Jusos engagiert, ist 1989 in die SPD eingetreten und hat dort ziemlich schnell Karriere gemacht, so schnell, dass er 1998 als saarländischer Minister für Umwelt, Energie und Verkehr der jüngste Minister Deutschlands wurde. Von 2013 bis 2018 war er Bundesjustizminister, seit 2018 ist er Bundesaußenminister. Bei drei Wahlen im Saarland hatte er zuvor erfolglos versucht, Ministerpräsident zu werden. Maas ist Radrennfahrer und baut seine Räder selbst zusammen, 2016 wurde er zum "bestangezogenen Mann in Deutschland" gekürt.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    0:06 Das Schlusswort: Alpe d’Huez
    0:08 Was macht ein perfektes Rad aus?
    0:09 Wer ist Heiko Josef Maas?
    0:11 Wie es ist, eine Videokonferenz mit 28 Außenministern zu moderieren
    0:16 "Ich bin das größte lebende Infektionsrisiko des Auswärtigen Amtes"
    0:19 Im Moment gibt es drei Kabinette
    0:22 "Ich kuck mir nicht jede Pressekonferenz an."
    0:24 Wie Deutschland die Coronakrise meistert
    0:30 Wenn der kanadische Außenminister am Ostersonntag auf dem Handy anruft
    0:38 Wie gut managen Demokratien die Krise?
    0:45 Das Für und Wider von Corona-Bonds
    0:49 Wie wird die Welt nach der Krise sein?
    0:56 "Ich habe mich gefühlt als der Chef des noch einzigen offenen Reisebüros in Deutschland"
    1:01 Sind wir bescheuert?
    1:10 Jugendjahre
    1:24 Über Sigmar Gabriel
    1:25 Es gibt Essen
    1:29 Sein Förderer Oscar Lafontaine
    1:42 Das Auswärtige Amt hat den Wein entfernt
    1:45 Das Protokoll ist die eigentliche Macht
    1:51 Das Verhältnis zur US-Regierung
    2:02 Donald Trump
    2:14 "Ich bin kein gutes Vorbild, ernährungspolitisch"
    2:16 Fragen über das Saarland
    2:41 Es ist nicht leicht, ein SPD-Außenminister zu sein
    2:53 Die Aufnahme von Geflüchteten in Zeiten von Corona
    3:04 A oder B oder Weiter
    3:11 Trump oder Putin? "Das ist jetzt aber echt fies!"
    3:12 Was haben Sie damals mit Angelina Jolie besprochen?
    3:14 "Ich habe mehr Referenten als Angelina Jolie"
    3:16 Homeschooling bei Familie Maas
    3:20 Der Außenminister geht heimlich Einkaufen

    Alle weiteren Folgen von Alles gesagt? – Der unendliche Interviewpodcast finden Sie hier. Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch.

    Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Schon vor zehn Jahren wurde er von der "Frankfurter Allgemeinen" als "einer der großen Pianisten des Jahrhunderts" gefeiert, und die Hymnen, die von der Kritik und vom Publikum auf den Pianisten Igor Levit seitdem gesungen werden, sind nur noch euphorischer geworden. Dabei ist er immer noch erst 33 Jahre alt, geboren 1987 im russischen Gorki, 1995 ist er mit seiner Familie nach Hannover gezogen. Heute lebt er in Berlin.

    Als Pianist ist er ein international gefragter Star, auf Twitter ein politischer Aktivist, und eigentlich sollte 2020 sein großes Jahr mit Beethoven-Konzerten in aller Welt werden – zu Ehren des großen Komponisten, den Igor Levit neben Johann Sebastian Bach am meisten bewundert.

    Doch seit Corona ist auch für ihn alles anders. Am 12. März hat Igor Levit deshalb etwas begonnen, was sich mittlerweile zu einer Art musikalischem Lagerfeuer des Landes entwickelt hat: Jeden Abend um 19 Uhr streamt er auf Twitter und Instagram live sein Hauskonzert.

    An einem dieser Tage hat sich Igor Levit per Videostream mit Jochen Wegner und Christoph, den beiden Gastgebern von Alles gesagt?, dem unendlichen Podcast der ZEIT, verabredet, um über alles zu reden, was ihn und die Welt derzeit bewegt. Das Gespräch dauerte fünf Stunden und 27 Minuten – auch als Igor Levit sein abendliches Hauskonzert gab, lief die Aufnahme des Podcasts weiter. Erst danach sagte der Pianist sein Schlusswort und beendete diese Folge. Denn das darf bei Alles gesagt? nur der Gast.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    0:03:03 Die erste Folge von Alles gesagt? per Videoschaltung
    0:04:00 "Ich habe auch schon vorher gekocht"
    0:05:00 "Mein liebstes Gym auf der ganzen Welt"
    0:07:24 "Ich weiß kein Schlusswort"
    0:08:10 Der Podcast wird live gehackt
    0:18:00 "Zugaben sind meine absolute Freiheit"
    0:26:00 Musik in Zeiten von Corona
    0:32:00 "Wir alle haben keine Fluchtorte mehr"
    0:47:00 "Ich habe heute nicht die Sicherheit"
    1:07 "Es ist leichter, auf einem Grünenparteitag zu reden als auf einer Konzertbühne"
    1:27 "Die Sprachdynamik in dieser Republik muss sich ändern"
    1:42 Wie er sich als Student eine Komposition bestellt hat
    2:08 Die Rolle seiner Eltern
    2:18 Wann hat er gemerkt, dass er vom Klavierspielen leben kann?
    2:25 Der AB-Test
    2:33 "Zwischen Beethoven und Bach kann ich mich nicht entscheiden"
    2:35 Und dann spielt der Pianist live im Podcast
    3:05 "Ich störe mich an der Sprache – wie wir über Musik reden"
    3:12 Der Erfolg von Igor Levit auf Spotify – neu für Igor Levit
    3:15 Über seine Freundschaft mit Marina Abramović
    3:31 Über seine Hauskonzerte
    3:53 Über sein Twittern
    4:08 "Wir sind die 88 Prozent – ich lasse mir nicht von den anderen meine Sprache diktieren"
    4:24 "Rassismus ist keine Meinung, Rassismus ist eine Einstellung"
    4:48 Wenn die Chemie unter Musikern nicht stimmt
    4:50 Unser Gast bereitet sich auf sein abendliches Hauskonzert vor
    4:52 Seine Liebe zu Inspektor Clouseau
    4:54 Das erste Hauskonzert bei Alles gesagt?
    5:23 Das Gespräch nach dem Konzert
    5:24 Der Künstler und seine Socken
    5:25 "Ich überspiele gerne meine Müdigkeit"

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Seine "Känguru-Chroniken" haben eine Millionenauflage, seine Lesungen sind innerhalb von Minuten ausverkauft und von der ZEIT wurde er als der "einflussreichste linke Intellektuelle des Landes" bezeichnet. Dabei gibt der Autor und Kleinkünstler Marc-Uwe Kling, geboren 1982 in Stuttgart, seit vielen Jahren keine Interviews mehr.

    Deshalb ist in dieser Folge von "Alles gesagt?" alles anders. Marc-Uwe Kling kam nur unter einer Bedingung in die Podcast-WG: Er stellt hier die Fragen. Klingt wollte über Macht und Einfluss von Google und Facebook diskutieren, über den NSA-Skandal, über den Zustand des Journalismus, über Hasskommentare und darüber, ob man mit Rechtsradikalen reden dürfe. Auch das traditionelle Spiel "A oder B" hat Kling übernommen und für die Gastgeber vorbereitet, die nun ausnahmsweise die Gesprächsgäste sind: ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner.

    Beim Eierkuchenmachen klingelt es an der Tür – und das Känguru schaut vorbei, der Titelstar aus Klings Buchreihe und dem Film, der gerade anläuft. Nach vier Stunden und einer Minute beenden Amend und Wegner das Gespräch. Das darf beim unendlichen Podcast nämlich nur der Gast.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    00:01:50 Diesmal ist alles anders.
    00:04:50 "Die "Star Wars"-Tassen nehme ich.“
    00:08:30 "HBO: Das war ein Angebot, dass man nicht ablehnen konnte."
    00:11:14 "Das Känguru ist unzuverlässig wie immer."
    00:12:38 Das Schlusswort wählen heute die Gastgeber.
    00:14:10 Wolltet ihr immer schon Journalisten werden?
    00:14:15 Warum Christoph Amend doch kein Fußballprofi wurde.
    00:21:00 Warum Jochen Wegner Physik und Philosophie studiert hat.
    00:36:00 "Wenn Ihr in Australien bei Murdoch arbeiten würdet, hättet Ihr auch gekündigt?"
    00:42:00 Muss die Aufklärung aufpassen, dass sie nicht übertreibt?
    00:46:00 Die Macht von Facebook
    00:51:00 "Du fällst ins 'rabbit hole'."
    01:02:00 "Habt ihr darüber nachgedacht, das System zu ändern?"
    01:13:00 Es gibt Eierkuchen.
    01:15:00 Amend kann keine Pfannkuchen machen.
    01:19:00 "Ich habe Podcasts nie verstanden, ich höre lieber ein Hörbuch."
    01:21:00 Peinliche Lieblingssongs
    01:35:00 Wie Marc-Uwe Kling den Darsteller für Marc-Uwe Kling fand.
    01:42:00 Die Pfannkuchen sind fertig und das Känguru klingelt.
    01:44:00 Die berühmte Känguru-Anfangsszene – erstmals aus Sicht des Kängurus erzählt
    01:48:00 Das Spiel "A oder B" diesmal nicht von Jochen Wegner, sondern vom Känguru
    01:56:00 Der "AB"-Test dann doch von Jochen Wegner, aber mit Marc-Uwe Kling
    02:12:00 Welche Zeitung liest das Känguru da im Film?
    02:15:00 Mit Rechten reden?
    02:31:00 Angriffe auf Journalisten
    02:46:00 Die Prophezeiungen aus dem Kling-Roman "Qualityland"
    03:00:00 Wie geht es dem investigativen Journalismus?
    03:09:00 Der NSA-Skandal und seine Folgen
    03:22:00 Wie gefährlich sind Deep Fakes?
    03:41:00 Warum sehnen sich heute viele nach einfachen Thesen?
    03:45:00 Die positiven Folgen der Globalisierung
    03:51:00 Wenn Gags nicht funktionieren.
    03:55:00 Ist "Breaking Bad" besser als "The Wire"?
    03:58:00 "Darf man in eurem Podcast 'fuck‘ sagen?“

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Alena Schmick
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Für Fußballfans wird Thomas Hitzlsperger immer "The Hammer" bleiben – den Kampfnamen verdankt er seinem knallharten Schuss mit links. Sportgeschichte hat der 52-fache Nationalspieler, heute Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, auch noch auf andere Weise geschrieben, als er im Januar 2014 in einem "ZEIT"-Interview sagte: "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität. Ich möchte gern eine öffentliche Diskussion voranbringen – die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern." Er war damit der erste prominente deutsche Profifußballspieler, der öffentlich erklärte, homosexuell zu sein.

    Thomas Hitzlsperger ist mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister geworden, er hat in England und in Italien gespielt, wurde Vizeeuropameister und hat später Fußball im Fernsehen kommentiert. Seit dem vergangenen Jahr ist er Vorstandschef des VfB Stuttgart. Der "Stern" schrieb über ihn: Er sei "ein seltener Typus im Profifußball: ein selbstzweifelnder Hochbegabter".

    Im Podcast "Alles gesagt?" erzählt Thomas Hitzlsperger, wie es war, auf einem Bauernhof als jüngstes Kind mit sechs Geschwistern aufzuwachsen und im Alter von sieben Jahren von Bayern München entdeckt zu werden – und wie er sich als 18-Jähriger in England als Profi durchsetzte.

    Er erzählt von seinem Coming-out und den erstaunlichen Folgen für ihn und den Fußball, analysiert den Profifußball von heute und erklärt, wie sich sein Blick auf das Leben verändert hat, seitdem er als Manager selbst Verantwortung über ein Millionenunternehmen hat.

    Mit den Gastgebern von "Alles gesagt?", ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner, spricht er auch über das schönste Tor seines Lebens, den Druck, den Fußballprofis haben – und über die prägenden Begegnungen, die er mit dem Autor Roger Willemsen hatte.

    Nach vier Stunden und 36 Minuten beendet Thomas Hitzlsperger das Gespräch. Denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    00:05 Über seine Freundschaft mit Roger Willemsen
    00:11 Der lesende Fußballprofi
    00:12 The Hammer
    00:15 Die Kindheit auf dem Bauernhof
    00:24 "Im Fußball reden alle nur noch von Systemen, ich komme aus der Spielerperspektive"
    00:25 Warum er im Alter von sieben Jahren zu Bayern München gewechselt ist
    00:33 Warum er im Alter von 18 Jahren nach England gegangen ist
    00:36 "Irgendwann konnte ich sogar den Akzent, der in Birmingham gesprochen wird"
    00:38 "Ich hatte Heimweh"
    00:53 Teestunde mit dem Teetrinker Thomas Hitzlsperger
    01:11 Sein Motto? "Immer weiterarbeiten"
    01:15 "Es tut weh, ausgewechselt zu werden, und die Fans pfeifen"
    01:17 Das schönste Tor seines Lebens
    01:34 "Ich will keine Kontinuität, ich will Erfolg"
    01:43 "Gibt's ein Menü?"
    01:57 Sein Coming-out
    02:34 Wie politisch dürfen Fußballspieler sein?
    02:37 Nehmen wir Geld von chinesischen Sponsoren?
    02:38 Bayern München wird gesponsert von Katar
    02:51 A oder B oder Weiter
    03:00 "Ich hatte keine Begeisterung für etwas anderes als Fußball"
    03:02 Die Rolle von Experten wie Lothar Matthäus und Stefan Effenberg
    03:05 Warum sind Sie kein Trainer geworden? "Mir hat die Besessenheit dazu gefehlt"
    03:23 "Die Spieler werden heute schon als Kinder besser trainiert"
    03:25 "Früher konnten Spieler mehr auf den Putz hauen"
    03:25 "Die Spieler heute wollen gesehen werden": Generation Instagram
    03:32 Von vegan bis glutenfrei: Wie sich Fußballprofis heute ernähren
    03:58 Vom Laptop-Trainer
    04:14 "Ich möchte nicht jeden Tag posten, wofür und wogegen ich bin"
    04:26 "Was kann ich von einem Weltunternehmen wie Daimler lernen?"
    04:33 Als Jürgen Klinsmann das Weite suchte
    04:35 Was ist eigentlich mit der FIFA?

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

  • Eva Schulz ist noch keine 30 und wurde bereits zur Unterhaltungsjournalistin des Jahres gekürt – dabei ist sie eine Politikjournalistin mit Millionen Zuschauenden. Ihr Format heißt "Deutschland3000" und richtet sich an die Generation, die nicht mehr fernsieht: die 14- bis 29-Jährigen. Ihre Politikvideos laufen auf Facebook, YouTube und Instagram – und erreichen dort manchmal viele Millionen Abrufe pro Beitrag.
    Im Podcast "Alles gesagt?" erklärt Eva Schulz, warum klassische Politikberichterstattung junge Menschen oft nicht anspricht und wie sie die Themen und Formate findet, die es doch tun. Sie spricht darüber, warum im Live-Fernsehen Denkpausen nicht denkbar sind, wie der 11. September ihre Generation geprägt hat und warum es so wenig Arbeiterkinder im Journalismus gibt. Sie erzählt über das besondere Verhältnis zu ihrer Familie und warum sie oft allein auf Reisen geht.
    Eva Schulz schenkt den Gastgebern von "Alles gesagt?", ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner und ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend, weiße Tennis-Socken, bevor sie das Gespräch nach drei Stunden und 37 Minuten beendet. Das dürfen bei "Alles Gesagt?" nur die Gäste.

    Inhalt der Folge:

    0:11 Der Anschlag in Halle
    0:14 Wie Holocaustüberlebende auf Hasskommentare reagieren
    0:24 Der 11. September als prägendes politisches Ereignis
    0:37 "Warum Journalismus wichtig für die Demokratie ist – und warum viele Journalisten gerade kapitulieren"
    0:39 "Mein erster Plan: Kinderbuchautorin werden"
    0:54 Warum sie oft und gern allein reist
    1:13 Wo sind die Arbeiterkinder im Journalismus?
    1:22 Wie macht man öffentlich-rechtliches Fernsehen für die Generation, die nicht mehr fernsieht?
    1:27 Sie hat ihre erste Website mit neun Jahren gestaltet
    1:31 Es gibt Blumenkohl und Hummus
    1:44 Und Sancerre
    1:54 Borken ist ein Endbahnhof
    2:05 Ihr Leben als Talkshowgast
    2:12 Über den düsteren Humor von Pflegerinnen und Pflegern
    2:29 Eva Schulz schenkt den Gastgebern weiße Tennissocken
    2:34 A oder B oder weiter
    2:47 Was uns die Serie "Friends" über unsere Zeit erzählt
    2:48 Ihre roten Haare und ihre Spitznamen
    2:57 Armut kommt selten in den Medien vor – und wird als journalistisches Thema doch stark wahrgenommen
    3:06 "Eva, du bist härter geworden"
    3:10 Wie sie in Borken das Netzwerken gelernt hat
    3:30 Was sie aus einem Podcast mit Pico Iyer für ihr eigenes Leben gelernt hat
    3:33 "Wir haben kein 'intellectual Hinterland' mehr, in das man sich zurückziehen kann"
    3:34 "Ich falle aus meiner eigenen Zielgruppe raus"
    3:36 "'Deutschland3000' soll immer da sein, wie die 'tagesschau'"

    Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns gerne an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Alena Schmick
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • He was ranked 19th in the Telegraph's list of the 100 most important people in British culture; the Times counts him among the greatest British writers since 1945; and he is the recipient of a CBE, the Most Excellent Order of the British Empire: Ian McEwan is our guest on the first English-language episode of "Alles gesagt?" ("Nuff Said?"), ZEIT's never-ending podcast.

    Our hosts, ZEIT ONLINE Editor-in-Chief Jochen Wegner and ZEITMagazin Editor-in-Chief Christoph Amend, met with the bestselling novelist in London, where he was kind enough to host them for the podcast in his home.

    Born in 1948, Ian McEwan grew up in a working-class family before moving to London in 1974 and becoming one of the most successful novelists of his generation.

    His first novel, "The Cement Garden," was published in 1978 and he received the Man Booker Award for "Amsterdam," which was followed by "Atonement," "Saturday," "Solar," "Sweet Tooth," and, in 2016, "Nutshell." Several of his books have been turned into movies.

    This year, he published "Machines Like Me" about Artificial Intelligence and the political Brexit-satire "The Cockroach."

    In his "Alles gesagt?" episode, Ian McEwan plunges into the Brexit debate and also addresses the climate crisis, artificial intelligence, his family's complicated story and what it takes to be a writer. After two hours and 10 minutes, a bit of Sancerre and some cheese from his favorite London shop our guest finally said the codeword. Because at "Alles gesagt?", the conversation only ends when the guest says it's over.

    The following are time codes for the contents of the interview:

    0:06:22 "The last election was the perfect storm."
    0:09:25 The roots of European populism
    0:11:02 "For Brussels, you can read Germany."
    0:13:00 The older voters are, the more they voted for Brexit
    0:13:57 Talking about his generation
    0:15:51 "We are in a new political era: The Art of Lying."
    0:17:41 Meeting Germany’s president
    0:20:13 What is great about democracy?
    0:25:00 A united Ireland?
    0:29:30 On climate change
    0:34:56 "We are the problem, and we are the only possible solution."
    0:36:30 How does he write?
    0:47:00 Being an "After Eight" for "John Schellnhuber"
    0:55:10 "The delights of writing"
    1:00 Ian McEwan as a pupil
    1:02 Getting stoned with Philip Roth
    1:07 Writing at university
    1:13 His dramatic family story
    1:23 His literature teacher
    1:27 Cheese and wine
    1:35 The painful story of his secret brother
    1:45 When the brother showed up, his mother had dementia
    1:52 The famous A/B Test
    1:55 Queen or no Queen? "No Queen!" Putin or Trump? "Trump!"
    1:59 Let’s take the Turing Test
    2:05 "Yes, we are biological machines, but that is not all we are."
    2:06 A four-year-old at the beginning of spoken language
    2:07 It is easy for us to have emotional relationships with machines.
    2:09 Would you like to live forever? "Yeah."

    A new interview is published roughly every four weeks.

    Who else would you like to see us conduct an endless interview with? Write to us at allesgesagt@zeit.de with your suggestions.

    Production: Maria Lorenz/Pool Artists
    Photograph: Kalpesh Lathigra
    Research: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Editorial staff: Mounia Meiborg

  • 56 Prozent aller Deutschen kennen sie, berühmt wurde sie über Nacht, als sie im Mai 2010 im Alter von 19 Jahren den Eurovision Song Contest gewann – als zweite Deutsche überhaupt. Seitdem ist Lena Meyer-Landrut ein Star und als Musikerin regelmäßig an der Spitze der Charts.

    Im Podcast "Alles gesagt?" erzählt sie, wie sie in Hannover aufgewachsen ist, wie sie den Wirbel um ihre Person überlebt hat – und wie sie heute mit ihrer Firma ihre Karriere selbst managt.

    Sie spricht über die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie, den Arbeitsalltag eines Popstars – und darüber was es für sie bedeutet, sich politisch zu äußern.

    Als die Gastgeber von "Alles gesagt?", ZEIT-Online-Chefredakteur Jochen Wegner und ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend, „Volare“, ein Lieblingslied aus Lena Meyer-Landruts Kindheit singen, singt sie mit. Bis sie nach 5 Stunden und 56 Minuten das Schlusswort sagt. Denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    00:09:34 „Verdammte Axt“
    00:11:55 „Die Schere in Deutschland ist für ein System, das wir haben, ganz schön groß“
    00:12:55 „Es ist krass, wie wenig man davon mitbekommt, wenn man nicht möchte“
    00:14:33 „Ich bin viel zu viel am Handy - meine Bildschirmzeit: Horror!“
    00:15:31 „Ich hasse Email“
    00:16:30 „Ich habe 15 Slack-Gruppen“
    00:22:00 Das Chaos bei ihr zuhause
    00:24:19 Es gibt vegane Donuts
    00:42:42 Was ist für sie Hannover? „Meine Oma, der Maschpark, der Kröpcke, das Kulturzentrum in Linden“
    01:08:00 „Wie hätte mein Körper, meine Psyche früher reagiert?“
    01:31:00 „Ich schreibe gerade ein privates Kochbuch“
    01:56:00 Wie authentisch kann man heute sein?
    02:13:00 „Ich finde die Idee Album romantisch und wichtig“
    02:30:00 Wie entstehen ihre Texte?
    02:33:00 Über eine Jim-Carrey-Dokumentation
    02:38:00 Über den Film "Joker"
    02:44:00 Was wäre eigentlich, wenn sie mal durchdrehen würde?
    02:48:00 Christoph Amend und Jochen Wegner singen für und mit Lena „Volare“
    02:56:00 Über die alte, neue Freundschaft zu Charlotte Roche
    03:23:00 Über Sprachnachrichten
    03:46:00 Wie sie einen neuen Song schreibt
    03:49:00 Lena Meyer-Landrut und Produzentin Maria Lorenz über Games
    04:13:00 „Ich bin in vielerlei Hinsicht ein schlechtes Vorbild, ich bin aber in vielerlei Hinsicht ein gutes Vorbild“
    04:14:00 Über ein Instagram-Bild mit der Schauspielerin Emilia Schüle, das zum Click-Bait-Futter wurde
    04:30:00 Wie sie sich selbst in der Öffentlichkeit verloren hatte
    04:41:00 Wie viele Freunde kann man haben?
    04:46:00 Zehn Jahre Abiturfeier der IGS Roderbruch – wie wird‘s?
    05:02:00 „Ich wollte nichts kaufen, deswegen brauchte ich auch nicht viel Geld“
    05:02:00 Heute weiß sie, wieviel Geld sie hat
    05:14:00 „Ich bin zu alt für meinen Account“
    05:33:00 „Meyer-Landrut ist so ein intensiver Name“
    05:41:00 Was junge Talente von ihr wissen wollen
    05:47:00 Über Tokio Hotel
    05:50:00 „Ich hör‘ hier keinen Hit“
    05:52:00 Der Despacito-Faktor

    Ungefähr alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns gerne an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Sie ist eine der führenden Intellektuellen, 2016 ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels: die Philosophin, Journalistin und Autorin Carolin Emcke.

    Nach ihrem Studium bei Jürgen Habermas und Axel Honneth in Frankfurt, London und Harvard wurde sie Kriegsreporterin beim "Spiegel" und schrieb später einen Bestseller über ihre Erlebnisse in den Krisenregionen der Welt („Von den Kriegen – Briefe an Freunde“). Heute ist sie Essayistin, Kolumnistin und Autorin vieler weiterer Bücher, wie etwa von "Stumme Gewalt – Nachdenken über die RAF", von "Wie wir begehren", in dem sie auch ihr eigenes Coming-out thematisiert, und des internationalen Bestsellers "Gegen den Hass". Seit 2004 ist sie Gastgeberin der politischen Gesprächsreihe Streitraum an der Berliner Schaubühne.

    Carolin Emcke ist leidenschaftliche Anhängerin des Fußballvereins Borussia Dortmund, liebt Bircher Müsli und trinkt immer und überall Tee – und, wenn das Gespräch so richtig interessant wird, lieber Bier als Wein.

    In "Alles Gesagt?" spricht sie über die großen Fragen der Menschheit und über die kleinen Momente persönlichen Glücks – das Carolin Emcke beispielsweise im Dschungel findet. Nach fünf Stunden und XX Minuten beendet sie das Gespräch mit den Gastgebern, ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner und ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend. Denn das darf bei "Alles Gesagt?" nur der Gast.

    Shownotes
    00:10:00 Klimaproteste und Gewaltverzicht
    00:13:00 Darf man Gesetze brechen?
    00:14:00 "Wann ist der Moment, an dem mir Tee angeboten wird?"
    00:18:00 "Ich kann in jedem Zustand Borussia-Dortmund-Spiele gucken."
    00:24:00 Bircher Müsli für Carolin Emcke
    00:26:00 Darf man eine Ökodiktatur errichten?
    00:34:00 "Mir machen Massenveranstaltungen auf der Straße Angst."
    00:44:00 Die Geschichte der Rosa Parks
    00:55:00 Carolin Emckes Zeit als Handballerin
    01:01:00 "Ich war ein irrsinniges Heimwehkind."
    01:05:00 "Bei der Sexualität war ich ein bisschen langsam."
    01:32:00 "Darum geht es in der Demokratie."
    01:40:00 Wie sie mit Otto Schily über die Flüchtlingsfrage stritt.
    01:50:00 "'Wir schaffen das' ist auch nichts anderes als 'Yes, we can'.“
    01:50:00 Ihr Leben als Kriegsreporterin
    01:53:00 "Von Stefan Aust habe ich viel gelernt."
    02:06:00 In Mossul im Irak-Krieg wurde es für sie zu gefährlich.
    02:19:00 "Es muss nicht zwei Seiten geben zu 'Die Erde ist eine Scheibe'"
    02:31:00 A oder B oder Weiter
    02:38:00 „Trump oder Putin?“: „Fuck you!“
    02:39:00 Warum Borussia Dortmund?
    02:51:00 „Manchmal möchte man nicht schreiben.“
    02:59:00 Was ist das beste alkoholfreie Bier?
    03:01:00 Das Interview mit Thomas Hitzlsperger
    03:13:00 "Sag mir, wie viele homosexuelle Schauspieler in Hollywood offen damit umgehen?"
    03:14:00 Coming-out mit 20
    03:21:00 "Man wird oft mit Stereotypen konfrontiert"
    03:28:00 Wie sie vom Friedenspreis erfahren hat
    03:38:00 Plötzlich wurde sie auf der Straße erkannt
    03:39:00 Warum das Geräusch des Dschungels sie glücklich macht
    03:44:00 Wie sie einmal vor 500.000 Menschen die "falsche Rede" hielt
    03:52:00 Wie sie in Frankreich wahrgenommen wird
    04:09:00 Der Tag, an dem Alfred Herrhausen von der RAF ermordet wurde
    04:11:00 Als die RAF nach dem Attentat anrief
    04:17:00 "Ich bin nicht besonders schnell"
    04:20:00 Über die Glaubwürdigkeit der Medien
    04:30:00 "Ich hatte immer Angst vor Fehlern."
    04:48:00 Ihre Zweifel an der Glaubwürdigkeit eines Kronzeugen
    04:50:00 Keine Steaks mehr
    04:56:00 Ein Drama im Gaza-Streifen
    05:01:00 "Manche Ereignisse sind so schrecklich, du willst nicht, dass sie stimmen."
    05:03:00 Der tragische Fall einer Bloggerin und ihrer erfundenen Biografie

    Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns gerne an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Meiko Herrmann
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Er hat mit einem einzigen YouTube-Video die CDU gehörig verstört – und vielleicht sogar die Europawahlen beeinflusst. "Die Zerstörung der CDU" wurde bis heute mehr als 16 Millionen Mal gesehen. Auftritte in elektronischen Medien hat Rezo seither mit einer Ausnahme abgelehnt. Bis jetzt: Fast neun Stunden am Stück sprach er in unserem unendlichen Podcast "Alles gesagt?" mit ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner und ZEITMagazin-Chefredakteur Christoph Amend.

    Das Kind eines Pfarrer-Ehepaars hat Informatik studiert und mit der Note 1,0 abgeschlossen. Nebenbei hat er hat in einigen Bands gespielt, unter anderem Death Metal mit "Vegan-Straight-Edge-Texten". Beruflich hat er sich dann doch anders orientiert und ist YouTuber geworden. Einer der erfolgreichsten in Deutschland: Seinen Kanal "Rezo ja lol ey" haben 1,1 Millionen Menschen abonniert.

    Wie genau es zu dem CDU-Video kam, welche neuen Projekte er verfolgt, wie man in einer Familie mit sehr vielen Pfarrern aufwächst und warum er gegen 17 Uhr gelegentlich nur eine Dose Bohnen frühstückt, hat Rezo in 8 Stunden und 40 Minuten genau ausgeführt. Er hat zur Gitarre gesungen, das gefürchtete Spiel "A oder B oder weiter" überstanden und mit den Gastgebern veganes Sushi gegessen. Dann erst sprach Rezo das traditionelle Schlusswort, das die Sendung abrupt beendet. Das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Inhalt der Folge:
    00:06:00 Death Metal mit Vegan-Straight-Edge-Texten
    00:18:00 Wie es zur "Zerstörung der CDU" kam
    00:30:00 Brauchen wir eine Revolution?
    00:47:00 "Ich glaube, Axel Voss ist total der liebe Typ, als Mensch"
    00:55:00 "Wenn du das Video veröffentlichst, ist der Werbedeal weg"
    01:15:00 Rezo, der Informatiker
    01:23:00 Rezo, der Musiker
    01:38:00 Als sich seine Eltern Sorgen machten
    02:06:00 Alles vegan hier (Es gibt Sushi)
    02:25:00 Als er nachts in Wuppertal von der Polizei gejagt wurde
    02:42:00 "So ein Klimapaket hätte ich dir in zwei Stunden geschafft, ohne Scheiß"
    02:47:00 Bundeskanzler sein ist gut, werden nicht so.
    03:15:00 Rezos Quarterlife-Crisis03:38 Rezos Ärger mit YouTube
    04:06:00 "Deutsche Texte kriege ich nicht hin"
    04:24:00 Das Video zum Journalismus
    04:53:00 "Ich zünde lieber das Boot an, auf dem wir beide sind, Hauptsache, du brennst auch"
    05:06:00 Manchmal geht er tagelang nicht raus
    05:21:00 "Ich kann nicht ohne Duschen"
    05:22:00 Die Show mit Rezo und Paul von der CDU
    05:39:00 Sein Leben nach der "Zerstörung der CDU"
    06:02:00 Gibt es Hoffnung für die Menschheit?
    06:18:00 "Auf Demos mache ich nie ein Foto"
    06:19:00 Einmal im Leben im Stripclub
    06:20:00 Wo sieht er sich in zehn Jahren?
    06:22:00 "Livemusik ist wie auf Droge sein"
    06:24:00 "Als ich 13, 14, 15 war, hatte ich selbstverletzendes Verhalten"
    07:14:00 Die Spaltung der Gesellschaft
    07:28:00 "Wann ist ein Unternehmen zu groß?"
    07:29:00 Jetzt kommt TikTok
    08:03:00 Wissenswertes über Aachen
    08:12:00 Holzzahnbürsten oder Wahlverhalten?
    08:14:00 Er könnte in die Politik gehen: Er hat eine weiße Weste
    08:31:00 "Ich bin ein kleiner Kontrollfreak"
    08:36:00 Wie lebt man von YouTube?
    08:39:00 "Es lohnt sich für mich, dieses Jahr noch reinzuballern"

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Bild: Meiko Herrmann
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank

  • Sein Buch "Der Ernährungskompass" steht seit anderthalb Jahren an der Spitze der Bestsellerlisten, 2018 wurde es zum "Wissensbuch des Jahres" gekürt. Der Erfolg ist so gewaltig, dass bereits der Begriff der Bas-Kastisierung geprägt wurde.

    Dabei beweist der Journalist und Autor Bas Kast seit Langem ein Gespür für Themen, die viele Leserinnen und Leser interessieren.

    In seinem ersten Buch "Revolution im Kopf", erschienen vor 16 Jahren, widmete er sich der Hirnforschung. Bereits sein zweites, "Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt", wurde 2004 ein internationaler Bestseller. Es folgten weitere Erfolge mit Büchern über Glück und Kreativität.

    In einer besonderen Folge von "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast von ZEIT Online und ZEITmagazin, aufgezeichnet vor Publikum auf der Digitalmesse re:publica in Berlin, unterhalten sich die Gastgeber Christoph Amend und Jochen Wegner mit ihrem Gast ausführlich über die großen Fragen rund ums Essen und Trinken. Von Alkohol bis Milch, von Kaffee bis Fisch, Fleisch, vegane Ernährung und woran man das perfekte Olivenöl erkennt: Bas Kast berichtet, was uns die Wissenschaft rät – und verschweigt dabei nicht, dass er persönliche Vorlieben hat. Er kommt aus einer Winzerfamilie, das könne er nicht verschweigen, sagt er. Außerdem hat er immer dunkle Schokolade dabei, aus Gründen.

    Im Podcast erzählt Bas Kast, dass viele Verlage den "Ernährungskompass", seinen heute größten Erfolg, nicht veröffentlichen wollten, warum für ihn eine Begegnung mit ZEIT-Wissenschaftsjournalist Gero von Randow lebensverändernd war – und warum es wissenschaftlich erwiesen ist, dass man glücklicher ist, wenn man einen Facebook-Entzug macht. Natürlich singen ZEIT Online-Chefredakteur Jochen Wegner und ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend auch diesmal wieder für ihren Gast: Julio Iglesias und Münchner Freiheit. Dann, nach vier Stunden und 18 Minuten, macht Bas Kast aber wirklich Schluss. Denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Shownotes:
    00:04:18 „Väterlicherseits gibt es eine Menge Wein-Gene“
    00:07:07 Die Bas-Kastisierung
    00:09:52 Was ist in der Einkaufstüte von Bas Kast?
    00:14:01 Sein Studium bei Marvin Minsky, einem der Erfinder der Künstlichen Intelligenz
    00:22:17 Herumstochern in lebenden Kakerlaken
    00:27:59 Wie er Journalist wurde - an einem Abend mit zu viel Whisky und Zigarren
    00:36:03 Seine Kindheit als Skater: „Die Räder mussten soft sein“
    00:42:42 Das Drama, das ihm passierte, als er joggen ging
    00:55:38 Der Abschied von der Tiefkühlpizza
    00:59:51 Viele Verlage haben sein Ernährungsbuch abgelehnt
    01:18:00 Jochen Wegners Food-Outing
    01:23:00 Was Bas Kast zum Alkohol zu sagen hat
    01:26:00 „Männer vertragen doppelt so viel Alkohol“
    01:28:00 Was er zur Milch zu sagen hat
    01:36:00 Bei einem Altersforscher in Graz, der einen Stoff im Käse entdeckt hat
    01:37:00 Warum man Kaffee frisch mahlen muss
    01:55:00 Was er zum Fisch zu sagen hat
    02:08:00 Über das Altersgeheimnis von Japanern auf Okinawa
    02:12:00 Warum ist Jeff Bezos so reich?
    02:18:00 „Das Wichtigste: Nicht eine Monster-Speise am Abend und dich dann hinlegen“
    02:23:00 Was er zum Saft zu sagen hat
    02:29:00 „Warum zapft mein Körper die Fettablagen nicht an?“
    02:41:00 Der Erfolg von Beyond Meat
    02:45:00 „Warum führen wir keine Steuer für gequältes Fleisch ein?“
    02:50:00 Seine Skepsis bei veganen Eltern
    02:56:00 Der berühmte AB-Test
    03:04:00 Was er zur Liebe zu sagen hat
    03:14:00 „Wenn man Facebook-Entzug macht, ist man glücklicher“
    03:16:00 Tinder-Abenteuer in Berlin
    03:33:00 Das Phänomen der „Negative Celebrities“
    03:39:00 Warum Männer die Paleo-Diät wirklich mögen
    03:43:00 Ist gesundes Essen eine neue Religion?
    03:46:00 Champagner!
    03:50:00 Wie er auf die Themen seiner Bücher kommt
    03:57:00 Die Abwesenheitsnotiz von Bas Kast
    03:58:00 Was er zu Olivenölen zu sagen hat
    04:07:00 Warum wir Julio Iglesias singen
    04:11:00 Warum wir zuerst Münchner Freiheit singen
    04:15:00 Sein Vorbild: der Autor Stefan Klein

  • Sie ist eine der führenden Wissenschaftlerinnen des Landes und seit zwölf Jahren Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung: Die Soziologin Jutta Allmendinger, 62, geboren in Mannheim, mischt auf und mischt sich ein. Sie schreibt Bücher, prägt Begriffe wie "Bildungsarmut" und mit ihrer Vermächtnisstudie, die sie gemeinsam mit der ZEIT durchführt, untersucht sie seit Jahren, wie es den Deutschen geht, wovon sie träumen und wovor sie sich fürchten.

    Immer wieder ist sie für politische Posten gehandelt worden, als Bundespräsidentschaftskandidatin oder als Bundesbildungsministerin für die SPD, deren Mitglied sie seit den Achtzigerjahren ist. Die SPD werde nicht untergehen, da ist sie sich sicher, aber vielleicht "einstellig" werden.

    Jutta Allmendinger dachte, ihr Leben sei vorbei, als sie gerade erst angefangen hatte, zu studieren – sie überlebte eine schwere Krankheit und machte ihren Abschluss in Harvard. Als junge Professorin in München wurde sie von Frauen ausgebuht, weil sie ihr neugeborenes Kind mit in ihre Vorlesungen nahm. Danach bewarb sie sich, wie sie selbst sagt, "auf das Schlimmste" – und wurde auch noch genommen.

    Im Podcast mit ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner und ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend erzählt sie außerdem, wie ihr Leben im Thomas-Mann-Haus in Los Angeles war, warum sie zu DDR-Zeiten mit einem riesigen Mercedes durch den Osten fuhr, welche Rolle Yogamatten in ihrem Berufsalltag spielen – und warum ihr Sohn ihr manchmal sagt, sie solle auf den Punkt kommen.

    "Mein Leben ist eine Wellpappe", sagt Jutta Allmendinger und erklärt, warum "Attraktivität für Frauen eine größere Varianz" hat. Nach fünf Stunden und einer Minute, ihrem geliebten Pfefferminztee und ihrem Lieblingsweißwein, nach Käsebroten und Erdbeersorbet, sagt sie schließlich das Schlusswort und beendet das Gespräch. Denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Inhalt der Folge:

    00:00:03 Dreimal schon verschoben: einmal eingeschneit, einmal in Los Angeles
    00:00:06 Können Sie die SPD retten?
    00:00:08 Die SPD hat auch ein analytisches Problem.
    00:00:12 "Mein Sohn hat es verstanden."
    00:00:21 Als ihr Vater mit Herzinfarkt im Flugzeug starb
    00:00:22 Ihre Fasttodeserfahrung
    00:00:33 Als ihr US-Arzt sie fragte: "How much do you want?"
    00:00:51 Ihr Fastscheitern in Harvard
    00:00:52 "Mein Sohn sagt auch immer: Komm zum Punkt."
    01:04:00 Ihr Leben im Thomas-Mann-Haus
    01:26:00 Neulich beim Aufräumen die eigene Diplomarbeit gefunden
    01:45:00 "Wir können herumspinnen."
    01:46:00 "Mein Leben ist eine Wellpappe."
    02:34:00 Mit dem riesigen Mercedes 1988 in den Osten
    02:47:00 In Seidenbluse mit Loch zur Prüfung
    02:28:00 "Ich bin manchmal denkunfähig."
    02:58:00 "Fette Katzen"
    03:15:00 Sie wurde von Frauen ausgebuht, weil sie ihr Kind mit an die Uni nahm.
    03:28:00 "Was sind eigentlich noch Frauenberufe, was Männerberufe?"
    03:47:00 "Ich habe mich auf das Schlimmste beworben."
    04:06:00 "Korreliert das Podcasthören mit dem Alter?"
    04:11:00 Tipps von Lord Dahrendorf
    04:19:00 "Ich bin abhängig von Pfefferminztee."
    04:28:00 Das Comeback von TSG in der SPD
    04:38:00 Schreiben, ohne zu sehen
    04:39:00 Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen?
    04:46:00 Welche Männer finden Frauen attraktiv – und umgekehrt?
    04:54:00 "Attraktivität hat für Frauen eine größere Varianz."

  • Es ist das erste Mal, dass ein Gast zum zweiten Mal kommt. Beim ersten Gespräch in unserem Podcast "Alles gesagt?" ließ "Mr. Tagesthemen" Uli Wickert das Schlusswort schon nach 12 Minuten fallen – und schon war alles vorbei. Das führte zu Protesten, die wiederum eine Abstimmung unter unseren Hörerinnen und Hörern inspirierte, an der Tausende teilnahmen.

    83 Prozent wünschten sich, dass Uli Wickert noch einmal länger zu Wort kommt. Und so begrüßten die Gastgeber, ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner, den Moderator und Autor erneut – diesmal vor Publikum bei der "Langen Nacht der ZEIT" in Hamburg. Mehr als 1.700 Menschen hatten sich für den potentiell unendlichen Abend mit dem potentiell unendlichen Podcast angemeldet.

    Uli Wickert berichtet aus seinem reichen Journalistenleben. Wie er sich einst mit Helmut Schmidt auf Jamaika Kokosnüsse zuwarf und sich mit Günter Grass in Peking betrank, wie Gerhard Schröder ihn zum gemeinsamen Abendessen mit Bill Clinton einlud, und warum ihn die Begegnung mit dem Philosophen Herbert Marcuse besonders geprägt hat.

    Natürlich werden Uli Wickerts Lieblingskäsesorten nicht nur live gegessen, sondern auch analysiert. Wickert ist Mitglied der französischen Käsegilde und erklärt seinen Gastgebern, wie man Camembert am besten isst. Und als allzu flüssiger Käse auf den Computer von Jochen Wegner tropft, weiß nur Uli Wickert weiter: "Nehmen Sie den Rotwein!"Wie seine Kindheit am Mount Fuji und seine Jahre in New York und Paris waren, warum er Donald Trump nicht interviewen würde, und wie es kam, dass er in den Siebzigern in die SPD eingetreten ist – auch davon erzählt Uli Wickert.

    Wie immer wird auch gesungen, gleich zwei Lieblingslieder unseres Gastes: "Mercedes Benz" von Janis Joplin und "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" von Franz Josef Degenhardt.

    Nach 4 Stunden 47 Minuten sagt Uli Wickert dann zum zweiten Mal in der Geschichte von "Alles gesagt?" sein Schlusswort. Das darf beim unendlichen Podcast ja nur der Gast.

    Hier ein Inhaltsverzeichnis des Gesprächs mit Minutenangaben:
    00:00:02 Das heikle Schlusswort
    00:00:05 "Als Junge hatte ich Warzen"
    00:00:08 Wo waren Sie, als Notre-Dame gebrannt hat?
    00:00:18 Der weinende Helmut Kohl
    00:00:20 Wie soll man ein Land regieren, das 246 Sorten Käse hat?
    00:00:21 Uli Wickerts Lieblingkäsehändler
    00:00:38 Warum Nicolas Sarkozy für Angela Merkel Käse servieren ließ
    00:00:39 Camembert schneiden lernen
    00:00:46 "Bist Du ein postnationaler Europäer oder ein Bayer?"
    00:00:54 Was ist das einzige deutsche Wort, das im Französischen auf Deutsch benutzt werden darf?
    01:04:00 Wie sein Vater Erwin Wickert 1939 nach Tokio zur Deutschen Botschaft kam
    01:05:00 Eine Kindheit am Mount Fuji
    01:05:00 Als Käse in Jochen Wegners Laptop tropfte
    01:22:00 Der Großvater war bis zu seinem Tod Nazi
    01:30:00 Wie er den Bruder des letzten Kaisers von China in Peking traf
    02:11:00 Das berühmte AB-Spiel
    02:21:00 "Ich würde Trump nicht interviewen"
    02:22:00 "Ich würde dem Papst die Frage stellen, ob er wirklich an Gott glaubt"
    02:29:00 Als er sich einmal mit Helmut Schmidt auf Jamaika Kokosnüsse zuwarf
    02:46:00 "Angela Merkel hat der Politik Würde zurückgegeben, mit der Art und Weise wie sie zurücktritt“
    03:10:00 Live im Studio am 11. September 2001
    03:24:00 "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"
    03:28:00 Morgens mit seinen Kindern
    03:35:00 Ist er ein Feminist?
    03:40:00 Abendessen mit Gerhard Schröder und Bill Clinton
    03:51:00 Warum ist er in den Siebzigern in die SPD eingetreten?
    03:58:00 Warum John Irving in seinen Romanen den allerletzten Satz zuerst geschrieben hat
    04:16:00 Warum er doch nicht Chefredakteur von Sat.1 geworden ist
    04:22:00 Pommes Frites müssen immer in die Mitte des Tischs
    04:34:00 Seine Begegnungen mit Herbert Marcuse
    04:42:00 Wen wählt er?

  • Sie ist eine der wichtigsten Sammlerinnen für Videokunst. In der neuen Folge unseres unendlichen Podcasts erklärt sie, warum sie überlegt, in Zukunft Alte Meister zu sammeln.

    Julia Stoschek, 43, ist heute eine der weltweit bedeutendsten Kunstsammlerinnen, spezialisiert auf Videoarbeiten. In unserem unendlichen Podcast “Alles gesagt?” spricht sie darüber, welche Kunst am Markt wirklich läuft und wie sie sich im männlich dominierten Kunstbetrieb durchgesetzt hat. Sie berichtet, dass sie mit ihrer „Julia Stoschek Collection” in Berlin derzeit an ihre Grenzen stößt – und warum sie überlegt, in Zukunft lieber Alte Meister zu sammeln.

    Stoschek erzählt über ihre enge Freundschaft mit der PerformancekünstlerinMarina Abramović, wie sie sich vor Jahren beim Inspizieren seines Estrichs in ihren Nachbarn, Künstler Andreas Gursky verliebte, und wie die Sängerin Grace Jones sie in den 90er Jahren einmal beinahe verführt hätte. Außerdem sagt sie, warum sie gerne im Techno-Club Berghain feiert und wie die Geburt ihres Sohnes sie verändert hat.

    Julia Stoschek denkt zudem darüber nach, sich zukünftig stärker in der Firma ihrer Familie zu engagieren. Ihr Vater hat den Autozulieferer Brose Fahrzeugteile vom Mittelständler zu einem globalen Unternehmen mit einem Umsatz von 6,5 Milliarden Euro und 26.000 Mitarbeiter in 23 Ländern gemacht. Stoschek ist Gesellschafterin.

    Wie immer wird im Podcast auch diesmal gesungen: Julia Stoschek wünscht sich „Das Model” von ihrer Düsseldorfer Lieblingsband Kraftwerk .

    Nach drei Stunden und 39 Minuten beendet Julia Stoschek das Gespräch mit den Gastgebern, ZEITMagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner. Das darf beim unendlichen Podcast “Alles gesagt?” nämlich nur der Gast.


    Shownotes
    00:07:00 Düsseldorfer Begrüßung
    00:09:00 Der Namen einer anonymen Künstlerin als Schlusswort
    00:18:00 Was soll an Angela Merkels leere Wand im Kanzleramt?
    00:25:00 Wie kam sie zur Kunst?
    00:44:00 Die künstliche Verknappung der digitalen Kunst
    00:47:00 Was bekommt man eigentlich, wenn man Videokunst kauft?
    00:56:00 Welche Kunst läuft wirklich am Markt?
    00:57:00 Die Alles-Gesagt-Wein-Debatte
    01:10:00 Ihre Eltern und die Kunst
    01:11:00 Nachts Filme schauen mit dem Vater
    01:14:00 „Ich wollte meinen Vater heiraten”
    01:28:00 Ihre zukünftige Rolle im Unternehmen
    01:29:00 Die Zukunft der Mobilität auf dem Land und in der Stadt
    01:32:00 Der Zustand der deutschen Automobilindustrie
    01:34:00 Wie lagert man eigentlich Videokunst?
    01:41:00 Das viele, liebe Geld in der Familie
    01:50:00 Im Berghain feiern
    02:03:00 Das Spiel A oder B oder weiter
    02:06:00 „Ich verehre Wolfgang Tillmans”
    02:12:00 Das Vorbild der Sammlerin Daphne Guinness
    02:14:00 Ihre Freundschaft zu Marina Abramovic
    02:22:00 Marina Abramovic, Julia Stoschek und Andreas Gursky auf einem Bild
    02:26:00 Der männlich dominierte Kunstbetrieb
    02:32:00 Ihre neue Liebe zu alten Meistern
    02:39:00 Helfen Susan Sonntags Thesen, um Kunst zu verstehen?
    02:40:00 Eiswürfel
    02:41:00 Der Elefant von Douglas Gordon
    02:42:00 „Pseudo-Intellektualität ist wahnsinnig nervig”
    02:58:00 Die gefilmten Sittiche von Düsseldorf
    03:01:00 „Kunst ist eine neue Religion”
    03:01:00 „Lasst den Brad Pitt doch über die Messe laufen”
    03:02:00 „Damien Hirst: Wer kauft das noch?”
    03:03:00 Was der Rapper Drake in der Kunst will
    03:08:00 Vergesst Christoph Schlingensief nicht!
    03:12:00 „In Berlin stößt man an seine Grenzen”
    03:19:00 Wie sie Andreas Gursky kennenlernte
    03:22:00 „Ich weiß nicht, wofür ich stehe.”
    03:30:00 20-Stunden-Splatter-Porno
    03:34:00 Die frühere Türsteherin Anne Imhof
    03:36:00 Die Geschichte mit Grace Jones

  • Mit 16 Jahren hat er seine erste Firma mit globalem Einfluss gegründet – 1985 in Lüneburg. Sie machte schnell Microsoft Konkurrenz und schuf die Basis für Open Office, das bis heute weltweit wohl mehr als 100 Millionen Menschen nutzen. Kein Wunder, dass er damals "deutsches Wunderkind" und "deutscher Bill Gates" genannt wurde.

    Seitdem hat Marco Börries, heute 50, noch einige weitere Firmen gegründet und verkauft – und war lange der höchste deutsche Manager im Silicon Valley. Als Yahoo-Vorstand entwickelte er Software für Apples iPhone mit und stritt sich mit Steve Jobs.

    Heute taucht er nicht nur in den Ranglisten der reichsten Deutschen auf – im Podcast erzählt er auch von seinen beruflichen und privaten Krisen und erklärt, warum er die Rolle der amerikanischen Tech-Giganten mittlerweile kritisch sieht.

    Im Gespräch mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner (der 2011 für kurze Zeit selbst ein Start-up mit Börries hatte) erzählt der Multigründer, warum seine Karriere ohne Schuleschwänzen nicht geklappt hätte und warum seine Frau und er nach einer Scheidung ein zweites Mal geheiratet haben.

    Wie immer im Podcast wird auch gesungen: dieses Mal Personal Jesus von Depeche Mode, einer der Lieblingsbands von Marco Börries. Nach sechs Stunden beendet der Unternehmer das Gespräch. Das darf beim unendlichen Podcast "Alles gesagt?" nämlich nur der Gast.

    Shownotes:
    00:00:00 Die Zwölf-Minuten-Episode mit Ulrich Wickert – und ihre Folgen
    00:04:00 Marco Börries, das deutsche Wunderkind
    00:11:00 Sein 100-Millionen-Deal
    00:12:00 "1984 habe ich das erste Mal einen Mac auf der Cebit gesehen"
    00:14:00 Firma gegründet, Schule geschwänzt
    00:18:00 Die Cebit und das tragische Schicksal der Büroautomaten
    00:24:00 Vom Radrennfahrer zum Programmierer
    00:25:00 Mit 14 von Lüneburg nach Palo Alto ins Silicon Valley
    00:28:00 "Ich wollte gar nicht mehr zurück"
    00:32:00 Warum programmieren heute viel weniger Frauen als Männer?
    00:46:00 Der Durchbruch von Bill Gates
    00:55:00 Der Teenie-Unternehmer
    01:06:00 Seine Eltern in der eigenen Firma
    01:21:00 "Linux powert heute die Welt – es sieht nur keiner"
    01:40:00 Sein Beitrag zur Entwicklung des iPhones
    01:48:00 Erinnerungen an den Blackberry
    02:07:00 Der Fall Nokia
    02:29:00 "Facebook monetarisiert mich – und ich kann deshalb die Nachrichten, die ich sehen will, irgendwann nicht mehr sehen"
    03:02:00 Wie können kleine Firmen in der digitalisierten Welt überleben?
    03:03:00 Wann wird klar sein, dass sein neues Start-up funktioniert?
    03:24:00 Jochen Wegners Bonsaibaum-Bestellungen online
    03:53:00 "Wo geht das Ganze hin?"
    03:55:00 "Wir müssen Arbeit neu definieren"
    03:57:00 Wie erzieht er seine Kinder?
    03:59:00 Der erste Moment von "Jetzt habe ich genug Geld": "Samstags im Plattenladen alle Platten kaufen zu können, die ich kaufen wollte"
    04:12:00 "Das Silicon Valley ist heute ein Land von Söldnern"
    04:13:00 "Du darfst Deinen eigenen Bullshit nicht glauben"
    04:29:00 Die Debatte um Huawei und 5G
    04:46:00 "Autofan war ich mal – das ist vorbei"
    04:47:00 Sein Ausstieg bei Sun 2001: "Ich habe jahrzehntelang ungesund gelebt"
    04:58:00 "Amazon ist das neue Microsoft"
    05:08:00 "Ich werde nicht sagen, dass es nie eine fünfte Firma geben wird"
    05:09:00 "Warum tue ich mir das an?"
    05:18:00 Die Flugtaxis kommen
    05:25:00 "Ab wann sagen wir als Gesellschaft 'Stopp'?"
    05:31:00 Silicon Valley und ewiges Leben: "Who wants to live forever?"
    05:41:00 Was braucht Deutschland?
    05:47:00 "Wir hätten mehr gegen den Brexit tun können"
    05:54:00 "Wer sagt mir, dass die Ratings fair sind? Kann der Taxifahrer gegen die Sternchen in der App protestieren?"
    06:00:00 "Ich versuche, mit Technik mein Leben zu verbessern"
    06:00:00 Er ist kein Instagram-Vater wie Mick Jagger
    06:01:00 Digitale Abstinenz

    Ungefähr alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch.

    Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns gerne an allesgesagt@zeit.de.

  • Er ist der Mr. Tagesthemen: Ulrich Wickert, Journalist, Moderator, Bestseller-Autor, viele Jahre lang Moderator der “Tagesthemen”. Geboren wurde er 1942 in Tokio, sein Vater arbeitete dort in der Deutschen Botschaft. Die ersten Lebensjahre verbrachte er mit seiner Familie am Fuße des Mount Fuji, Tokio war im Zweiten Weltkrieg zerbombt worden. Anschließend ist er in Heidelberg aufgewachsen, früh ging er nach Paris - Frankreich hat ihn nie wieder losgelassen. Er wurde Journalist, Studioleiter der ARD in Washington, New York und in Paris.

    Im Podcast erzählt er, wie er 1984 als Frankreich-Korrespondent durch einen Beitrag berühmt wurde, in dem er die viel befahrene Place de la Concorde zu Fuß überquerte, ohne nach den Autos zu sehen.

    1991 holte ihn Hanns Joachim Friedrichs als seinen Nachfolger zu den Tagesthemen nach Hamburg. Ulrich Wickert moderierte die Nachrichtensendung 15 Jahre lang. Er ist auch als Buchautor erfolgreich, insbesondere mit Krimis, die in seinem Lieblingsland Frankreich spielen. Der 76-jährige ist mit Julia Jäkel verheiratet, der Chefin des Verlags Gruner & Jahr.

    Nach bereits 12 Minuten beendet Ulrich Wickert das Gespräch mit dem ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner. Das darf beim unendlichen Podcast “Alles Gesagt?” nur der Gast, indem er ein zuvor festgelegtes “Schlusswort” ausspricht.

    Ulrich Wickert wählt im Podcast zu Beginn das Wort “Giovanni”, weil der Chefredakteur der ZEIT doch bald 60 Jahre alt werde. Offensichtlich ungeplant rutscht ihm das Wort heraus, als er von seiner ersten Moderation des ARD-Jahresrückblicks im Jahr 1992 erzählt. Damals lernte er beim Bayerischen Rundfunk auch einen jungen Filmautor mit dem Namen Giovanni - an dieser Stelle bricht der Podcast ab. Wir gehen davon aus, dass es sich um Giovanni di Lorenzo handelte, der am 9. März 2019 60 Jahre alt wird.

    00:02:39 Sein Schlusswort: „Giovanni”
    00:03:27 Wie er in Paris berühmt wurde
    00:06:05 „Über die Straße gehen - darüber dreht man keinen Film”
    00:06:20 Wie er Mister Tagesthemen wurde
    00:07:36 Sein Spruch von der „geruhsamen Nacht”
    00:09:13 „Ich habe nie Fremdworte benutzt”
    00:11:05 Die Freundschaft mit seinem Vorgänger Hanns Joachim Friedrichs
    00:12:00 Das Schlusswort fällt versehentlich