Folgen

  • Er war einer der - ja, sagen wir ruhig: wichtigsten - Musikjournalisten der neunziger Jahre. Wann immer ein internationaler Independent-Star zum Interview einlud, stand Holger in‘t Veld ganz oben auf der Liste bevorzugter Gesprächspartner. Klingt nach einer perfekten Karriere? Nicht, wenn man bei mir zu Gast im Podcast ist. Und richtig, das Leben machte etwas mit ihm - es veränderte überraschend seinen Aggregatzustand: Die Musikbranche geriet plötzlich ins Taumeln, Plattenlabels wurde von digitalen Plattformen das goldene Geschäftsmodell zerstört. Und gleichzeitig spürte Holger etwas sehr befremdliches: Journalismus war das allerletzte, was er machen wollte. Einfach kein Bock mehr, mit den echten und falschen Helden der Muse zu plaudern.

    Also brach er mit seinem alten Leben, seiner Beziehung, verließ Hamburg für Berlin („Mit einem Arschtritt!“) - und hielt die Augen für Neues auf. Er fand Schokolade. Nicht aus Frust, sondern als Geschäftsmodell und als Mission. Denn herkömmliche Schokolade ist, ganz platt formuliert, böse, süß und schlecht. Selbst wenn sie feinherb daherkommt. Die Kakaobohne als zentraler Baustein wird nämlich unter unsäglich schlimmen Bedingungen für Mensch und Natur angebaut. „Befreit die Bohne! Macht feine, ehrliche, wunderbare Schokolade!“ - so in etwa also die Mission, mit einem - wie sich viel später herausstellte - tragenden Geschäftsmodell. Heute ist Holger in't Veld DER Schokoladen-Sommelier & Kakao-Entertainer mit wundervollen Kreationen. Hergestellt mit Liebe, Ruhe, Sorgfalt und fairen, glücklichen Kakaobohnen.

    Es lohnt sich sehr, in diese ungewöhnliche Geschichte voller Hindernisse und Überraschungen reinzuhören. Hier erzählt einer, wie er seine wirkliche Leidenschaft gefunden hat.

  • Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Menschheit sich ziemlich sicher, dass bei ihrer Entstehung der Liebe Gott, Adam und Eva, eine Rippe und allerhand Lehm im Spiel waren. Dann kam ein gewisser Herr Charles Darwin daher und zerstörte mir nichts, dir nichts dieses Jahrtausende alte Weltbild. Seitdem wissen wir, dass Affen und andere Arten nur ein paar Gen-Sequenzen von uns entfernt und wir alle Teil der unglaublichen Evolution sind. Ist damit alles klar? Natürlich nicht.

    Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen. Für diesen Anlass habe ich mir wieder den Physiker Dr. Reinhard Remfort eingeladen, den viele Hörer kennen aus den erfolgreichen Podcasts „Methodisch inkorrekt“, „Alliterationen am Arsch“ und natürlich aus den Episoden 67 (Lebens-Stationen), 93 (Corona) und 125 (Außerirdische), 139 (Glück), 149 (Gott). Der Science-Slammer ist der Rockstar der Wissenschaft, der Jean Pütz der Neuzeit, mit dem frappierenden Talent, komplexe Zusammenhänge unterhaltsam zu sezieren. Er ist also kein Experte, sondern vielmehr ein Mensch mit logischem Manifest und methodischen Gedankenmodellen, der sich dem Thema des Tages aus seiner eigenen Lebenserfahrung nähert.

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  • “Endlich Freitag!”
    “Ich hasse meinen Job!”
    “Mein Boss ist ein A%$&sch!”
    “Niemand wertschätzt meine Arbeit!”
    “Wenn ich könnte, würde ich etwas anders machen!”
    “Ich hangele mich seit Jahren eigentlich nur von Urlaub zu Urlaub!"

    Wem das bekannt vorkommt, der sollte in die heutige Folge unbedingt reinhören. Als Betroffener, aber auch als Angehöriger oder als Arbeitgeber. Mein Gast ist Swantje Allmers, ihres Zeichens Unternehmensberaterin und Buchautorin und vor allem: Expertin für New Work! New Work steht für “erfülltes Arbeiten” und die Fragestellung, wie Arbeit so gestaltet werden kann, dass sie Menschen stärkt.

    Swantje beschäftigt sich mit diesem Thema seit vielen Jahren und berät Unternehmen, die die Zeichen der Zeit und vor allem die Wichtigkeit dieser Fragestellung erkannt haben. Und dankenswerter Weise gibt sie uns in unserem heutigen Gespräch erste Einblicke und Handlungsanweisungen, um sich der Sache zu nähern.

    Gleichzeitig begebe ich mich auf Spurensuche und schaue, wie Swantje eigentlich DIE Swantje Allmers wurde: Reflektiert, klar, in sich ruhend, klug und zielführend.

    Und wer jetzt mehr wissen will, dem empfehle ich den Podcast und das Buch mit dem Titel: “On The Way To New York” in Co-Autorenschaft mit Michael Trautmann (#76) und Christoph Magnussen (#74). Beide waren übrigens auch schon hier in meinem Mobil.

  • Die stabilste, effektivste, und bei weitem unterhaltsamste Dreierkette der Bundesliga findet nicht auf dem Platz statt, sondern im Studio: In ihrem Podcast “Fußball MML” besprechen die Experten und Ballkunst-Weisen M-aik Nöcker, M-icky Beisenherz und L-ucas Vogelsang Woche für Woche die wichtigsten Ereignisse und Angelegenheiten - und ordnen für ihre Zuhörer die wichtigste Nebensache der Welt neu ein.

    In der heutigen Episode ist der ruhende, geordnete Pol dieses Trio infernale zu Gast in meiner Sendung, sozusagen das Kontergewicht zu Lucas und Micky. Maik Nöcker kennen wir aus seiner Zeit als Moderator bei R.SH und aus diversen Shows im TV. Den richtigen Durchbruch hat er aber tatsächlich mit dem Podcast erreicht. Aber auch wenn von außen betrachtet alles super läuft, wissen wir ja alle: Der Neider sieht nur das Beet, den Spaten sieht er nicht. Und so ist es eben hier auch: Hinter dem Erfolg stecken verdammt viel Arbeit - und in der oben genannten Konstellation - auch viel Nehmerqualitäten.

    Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, dem empfehle ich, ein wenig durch die früheren Episoden meines Podcasts zu wühlen. Auch Micky Beisenherz und Lucas Vogelsang waren bereits das ein oder andere Mal zu Gast in meinem golden Tonmobil.

  • Woche für Woche sitzen zwei studierte Herren, ihres Zeichens Historiker, im “stillen Kämmerlein” und erzählen sich eine Geschichte aus der Geschichte. Der eine erzählt, der andere hört zu. Der eine hochdeutsch, der andere mit schönstem Wiener Akzent. Was vor sieben Jahren als kleiner Zeitvertreib begann (“Komm, einmal die Woche, 15 Minuten”) ist inzwischen einer der erfolgreichsten Podcasts Deutschlands mit mehr als 1,5 Millionen Downloads jeden Monat.

    In der heutigen Episode erzählt mein Gast Richard Hemmer die Geschichte über die Entstehung und Entwicklung dieses wunderbaren Podcasts und lässt uns hinter die Kulissen der kongenialen Zusammenarbeit mit Daniel Meßner blicken. Und wieder einmal bestätigt sich, was wir eigentlich alle wissen: Eine gute Idee wächst und gedeiht über Zeit, wenn man sie regelmäßig und konsequent fortführt. Man muss nur weitermachen. Niemals hätten sich Richard und Daniel träumen lassen, dass sie von ihrem Podcast leben könnten, oder dass sie sogar live auftreten würden (So gerade geschehen in Hamburg. War natürlich ausverkauft.) All das wurde möglich, weil da zwei Leute einfach ihr “Ding” gemacht haben.

    Fans von “Geschichten aus der Geschichte” möchte ich auch die Folge #92 mit Richards Partner Daniel Meßner empfehlen. Er war bereits vor zwei Jahren in meinem Bus auf Stippvisite - kurz bevor der Podcasts so richtig durch die Decke ging.

  • Vorsicht! In der heutigen Folge wird ausschließlich “Dumm Tüch” geredet, von der Erdscheibe fallen bisweilen Kobolde runter - und wir klären, wer hier Alster- oder lieber Elbtyp ist! Dafür habe ich mir meinen lieben Freund Atze Schröder eingeladen, im Herzen echter Hamburger und auf jeden Fall waschechter Seefahrer in der Tradition von Jack Sparrow: Von nix ne Ahnung, aber das mit Leidenschaft.
    Wir werfen mit Fachbegriffen nur so um uns und tauchen ein in die Mythen der Meere und spinnen am laufenden Meter Seemannsgarn.
    Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, dem empfehle ich die Atze-Folgen #140 (Auf zehn Schnäpse), #105 (Vegan!), #62 (Das erste Mal in der Metro), #69 (auf großer Hafenfahrt)! Und wer mehr über die Person Atze Schröder erfahren möchte, dem lege ich die Episode #25 ans Herz. Hier sprechen wir über die Karriere des berühmten Comedians und Podcasters (“Zärtliche Cousinen”, “Betreutes Fühlen”), der seit über 30 Jahren mit seinen Shows die großen Hallen des Landes füllt.

  • Surfer sind die eigentlichen Philosophen unserer Zeit. Wenn sie im Einklang mit der Natur die optimale Balance auf dem Brett suchen und wieder und wieder probieren, die perfekte Welle zu reiten, dann spielen sie die große Analogie des Lebens. Denn wie der Surfer müssen wir Menschen im Alltag immer wieder Balance und Haltung finden. Stoiker machen das auf ihre ganz eigene Weise. Hier steht Gelassenheit im Zentrum des Handelns. Die Gelassenheit des Seins ist wie der Balanceakt des Surfers. Und ohne Training, Disziplin und Resilienz geht gar nichts.

    Mein heutiger Gast ist Philosoph und beschäftigt sich seit langem mit den Lehren der Stoiker und hat genau dazu ein hochinteressantes Buch geschrieben (“Der kleine Alltagsstoiker”). Jörg Bernardy versteht es, mit klarer, guter Sprache die oft verschachtelten Einsichten der großen Denker in verständliche Bilder zu packen. Und schon nach wenigen Minuten hinhören merkt man: Hier komme ich schlauer raus als ich reingekommen bin.

    Und natürlich schauen wir ein wenig hinter die Kulissen des promovierten Philosophen und fragen die zwei wichtigsten Fragen: Wie konnte das passieren? Und was sagen Deine Eltern dazu?

  • Seit mehr als 17 Jahren mimt und improvisiert Jon Flemming Olsen alias „Imbisswirt Ingo“ die kongeniale Antwort auf Olli Dittrichs Alter Ego Dittsche in der WDR-TV Serie „Dittsche - Das wirklich wahre Leben“. Was nach einer ziemlich ausfüllenden Aufgabe klingt, ist in Wahrheit nur ein Teilaspekt des Schaffens und Wirkens des Multitalents. Flemming ist ein unglaublich guter Musiker, zudem Buchautor und Grafiker - und wühlt und schafft eigentlich unentwegt. In Folge #43 (Oktober 2019) sprechen wir beide ausführlich über seine außergewöhnliche Karriere, seinen Überraschungserfolg mit seiner damaligen Country-Band „Texas Lightning“ („No, No, Never“ - mehrfach Gold und Platin), der Teilnahme am ESC und sein Schauspiel im Imbiss.

    In der heutigen Folge sprechen wir über etwas ganz anderes:
    JFO schildert eindrucksvoll, wie schleichend und fast unbemerkt die vergangenen zwei Corona-Jahre seine eigene Kreativität auf die Probe gestellt haben und was es mit einem Künstler macht, wenn er sein Publikum nicht mehr direkt erleben kann. Aber die Corona-Maßnahmen haben auch hinter den Kulissen viel verändert. Viele helfende Hände, ob Tontechniker oder Roadies, haben sich aus Mangel an Alternativen neue Jobs gesucht und fehlen nun an allen Ecken und Kanten. Die Musikszene in Deutschland wird eine andere sein.

    Und wer jetzt noch nicht das aktuelle Album „Mann auf dem Seil“ gehört hat, der weiß, was er im Anschluss zu tun hat. Absolute Hör- und Liebhab-Empfehlung!

  • Mit dem lieben Gott und dessen scheinheiligen Vertretern auf Erden haben Reinhard Remfort und ich bereits vor vier Episoden abgerechnet. Dieses Mal widmen wir uns den Themen Aberglaube und Esoterik - also den kleinen und großen Zusatzreligionen für diejenigen, denen die Welt nicht magisch und tragisch genug ist. Ein Tummelplatz für Scharlatane, Geschäftemacher und Suchende mit dem einen großen Ziel: individuelle Ergebnisoptimierung.
    In unserem Gespräch lassen wir quasi nichts aus, um einigen Überzeugungstätern gewaltig auf die Füße zu treten. Und gerade beim Thema Homöopathie hört für viele ja bekanntlich der Spaß auf. Wir werfen den ein oder anderen kritischen Blick auf die Zunft der Schwurbler, Heiler und Weltenerklärer und prüfen, was denn dran ist, an den Versprechen der Überzeugten.
    Und dann zerbrechen wir ein paar Spiegel, rätseln über abergläubische Tauben und suchen einen Schornsteinfeger. Denn der, soviel ist Gewiss, bringt Glück.
    Wem unsere Serie „Der Doktor und der Idiot“ gefällt, dem empfehle ich die Episoden #125 (Außerirdische), #139 (Glück) und #149 (Religion). Und wer mehr über den genialen Reinhard Remfort („Methodisch inkorrekt“ und „Alliterationen am Arsch“) erfahren möchte, der ist mit der Folge #67 bestens versorgt.

  • Hach, sie ist zurück im Tonmobil! Die schönste Radiostimme Deutschlands gehört einer unglaublich schlauen und lustigen Frau: Bettina Rust („Hörbar: Rust“ und „Toast Hawaii“). Wie schon in den vergangenen Folgen (#66, #35, #112) schweifen wir nach Herzenslust über die großen und kleinen Themen des Lebens - mal flach, mal tief, mal ernst, schlüpfrig. Und mal ehrlich: Mit wem könnte man besser darüber philosophieren, ob die Gedankenlesen eine wünschenswerte Gabe ist, oder das Ende von Allem?

    Und dann, so mittendrin, hält Bettina ein flammendes Plädoyer für das mutige Ansprechen! Das müsst ihr hören, ihr kleinen Feiglinge! Danach traut Ihr Euch, den schönen Mann dahinten an der Bushaltestelle zum Eis einzuladen, oder die attraktive Unbekannte mit einem verdienten Kompliment zu versehen. In 19 von 20 Fällen folgt die Belohnung stante pede. Mehr Ego-Booster geht doch nicht!

    Sprechen wir über den verdammten Krieg? Nein, heute einfach mal nicht!

  • Wer mit “Silas” und “Jack Holborn” aufgewachsen ist, der hat TV-Star Patrick Bach noch als Kind in Erinnerung. Dabei ist der Hamburger Schauspieler inzwischen selbst über 50 Jahre alt und damit ein - wie sagt man so schön - reifer Mann.
    In dieser Folge sprechen wir ausnahmsweise mal nicht über Karriere- und außergewöhnliche Lebenswege, sondern über den letzten Weg. Den allerletzten Weg, der uns allen noch bevorsteht. Und vor dem sich die meisten fürchten.

    Im vergangenen Jahr musste Patrick seine Mutter auf dieser schmerzlichen Reise begleiten. Davon berichtet er in diesem Gespräch. Er spricht über die besonderen Umstände und auch darüber, wie es ist, wenn einem die eigene Sterblichkeit vor Augen geführt wird. Dieses Gespräch ist damit auch ein Blick auf das eigene Altern und die eigene Vergänglichkeit. Eben waren wir noch Kinder, jetzt begreifen wir schlagartig, was es bedeutet, erwachsen zu sein.

    Wer mehr von und über Patrick Bach erfahren möchte, dem empfehle ich Episode 46, in der wir ausführlich über seine außergewöhnliche Karriere sprechen.

  • Dieser Mann ist bekennender TV-Junkie und besteht auf gutes, altes lineares Fernsehen. Oder zumindest auf die wunderbaren Fernseh-Formate der Vergangenheit. Und er hat ja Recht, man denke nur an den stets ernsten Ede Zimmermann und seinen ewigen True-Crime-Hit “Aktenzeichen XY ungelöst”.
    Comedian Michael Mittermeier schöpft aus einem schier endlosen Erinnerungs-Reservoir, wenn es um die TV-Landschaft der Zeit vor Netflix & Co geht. Und eben weil er sich seit früher Kindheit einfach alles angeguckt hat, kann er jetzt erstaunliche Schlüsse ziehen. Wie sagt er selbst so schön: Es ist verdammt viel passiert in der Zeit zwischen den “Lassie” und “Game of Thrones”. Und genau darüber hat er nun ein Buch geschrieben: “Nur noch eine Folge - Fernsehen von A bis Zapped”. .Ein “saulustiger Rückblick auf unvergessliche Momente der Fernsehgeschichte”, wie sein Verlag ganz richtig meint.

    Nun, und da ich selbst TV-Junkie bin, haben sich für die heutige Folge also zwei Typen getroffen, die von ihrem Thema nicht genug kriegen können. Herausgekommen ist ein herrliches Gespräch über die Höhen und Tiefen der aktuellen und vergangenen TV-Landschaft.

    Michael Mittermeier war bereits zwei Mal in meinem Bus - und wer mehr hören will, dem empfehle ich die Folgen #38 (ich glaube wirklich an Kismet) und #95 (Apokalypse und Klopapier).

  • Es blitzt und donnert, das muss ja irgendwo herkommen! - In der heutigen Episode sprechen mein Wiederholungsgast Dr. Reinhard Remfort (siehe Episoden #67, #93, #125, #139), seines Zeichens Physiker, Podcaster („Alliteration am Arsch“ und „Methodisch inkorrekt“ ) und quasi die moderne Antwort auf Jean Pütz und Joachim Bublath in einem, über Religion, Glauben und Gott. Die großen Welt- und Sinnfragen also.
    Kleiner haben wir es dieses Mal nicht, und dies aus gutem Grund: Reinhard, der Mann der logischen Beweisführung, ist in einem erzkatholischen Haushalt aufgewachsen und hat den Kirchenalltag mit all seinen Facetten miterlebt. Bis er dann irgendwann feststellen musste: Das ist alles schön gut - und sehr, sehr albern. Naja, und ich selbst glaube ja eher an Seemannsgarn, als dass ich an den lieben Gott glaube. Religionen und deren Institutionen sind aus meiner Sicht spätestens seit der Aufklärung und dem Einzug von Erkenntnis und Wissenschaft eher ein zweifelhaftes Geschäftsmodell mit fragwürdigem Inhalt.
    Was soll das also alles, wozu brauchen wir noch Kirche, wer braucht noch Religion, die Bibel, das Weihwasser, Himmel, Hölle - und den ganzen Rest? Und taugt Kirche in ihrem traurigen Zustand noch als moralische Instanz? All das besprechen wir in dieser launigen, aber eben auch ernst gemeinten Folge.
    Und nicht vergessen: Hände immer über der Bettdecke lassen!

  • Seit seinem letzten Besuch in meinem Mobil ist verdammt viel passiert. Damals berichtete mein Gast Tobi Schlegl ausführlich von seiner beeindruckenden Wandlung vom bekannten TV-Entertainer zum übernächtigten Rettungssanitäter, also von “bequem und vergnüglich” hin zu “hart und kräfteraubend”, oder man könnte auch vereinfacht sagen: von scheißegal zu verdammt wichtig. Tobi hat damals mit “Schockraum” ein bemerkenswertes Buch über den oft grenzwertigen Alltag der Lebensretter geschrieben. Und wer ihn kennt, der weiß, was kommen musste: Er ging dorthin, wo es noch belastender, noch anspruchsvoller, noch grenzwertiger war - nämlich auf ein Seenotrettungsschiff vor der Küste Libyens. Von dem unwirklichen Alltag auf See, den Rettungseinsätzen, den Notrufen und Verfolgungsjagden berichtet er in seinem neuen Buch “See.Not.Rettung.” - und hier bei mir in der heutigen Ausgabe.

    Was Tobi zu berichten hat, geht unter die Haut. Die Schilderungen sind mitunter nur schwer auszuhalten. Umso wichtiger ist es, dass wir zuhören. Und verstehen.

  • Nun, sagen wir es wie es ist: Kein Wunder, dass sie als Kind Wrestlerin werden wollte. Ihr wohnt urwüchsige hulk-hogan-ige Energie inne und treibt damit ihre Mitmenschen jederzeit nach Herzenslust in den Wahnsinn; nimmt dabei grundsätzlich kein Blatt vor den Mund, beleidigt aus Leidenschaft, teilt einfach grundsätzlich sehr gerne heftig bis deftig aus - und steckt jederzeit auch gerne ein. Diese „Top-Torte“ kann auf Kommando ein „hässliches Kackgesicht“ sein. Man muss sie nur machen lassen.

    Sandra Sprünken ist eine Art Medienwrestlerin. Ob im Radio, auf der Bühne, im TV, als Comedian, Host (Podcast „1A B-Ware“) oder auch als Redakteurin, sie nimmt es mit allem und jedem auf. Laut, stark, witzig, scharfzüngig - und eben sehr, sehr gut. Hinter all dem Wirbel steckt grundsolide Qualität.

    Und so verwundert es dann nicht, dass Stars wie Felix Lobrecht oder Bastian Bielendorfer mit ihr regelmäßig zusammenarbeiten.

    Wer ist also diese Sandra Sprünken? - Viel Freude bei diesem sehr lebendigen Gespräch!

  • „Du Schatz, ich habe heute eine Destillerie gekauft! Und wie war Dein Tag?“ - Mein heutiger Gast Bastian Heuser erzählt die faszinierende Geschichte dreier befreundeter Geschäftspartner, die furchtlos auszogen, einen geteilten Lebenstraum zu verwirklichen. Gelandet sind sie im Spreewald (Spreewood Distillers GmbH) - dort produzieren sie seit fünf Jahren erfolgreich Whiskey, Gin und andere hochprozentige Köstlichkeiten.

    Nun, dies sei vorweggenommen, es reicht als Voraussetzung nicht, gut im regelmäßigen Konsum dieser köstlichen Alkoholika zu sein. Und genau hier steigen wir in unserem Gespräch ein und halten die Lupe drauf: Was ist es denn dann? Wie sieht der Weg zum Ziel aus? An welchen Kreuzungen sind Bastian und seine Partner Sebastian Brack und Steffen Lohr richtig abgebogen?

    Es lohnt sich sehr reinzuhören: Selbst wer keinen Whiskey trinkt, findet in der Geschichte spannende Inspiration für seinen eigenen Weg.

  • Hollywood oder “bei Hamburg”, Lackschuh oder Gummistiefel, edle Feder oder robuste Forke - das war die große Sinnfrage hamletschen Ausmaßes, als die Schule beendet war und damit alle Richtungen im Leben offenstanden. Seit über 20 Jahren arbeitet und lebt Ilka Peemöller ihren ganz persönlichen Traum als Autorin und Journalistin im Segment “Showbusiness” - und hat im Laufe der Zeit dabei nahezu alle Stars dieser Welt getroffen und zum Gespräch gebeten. Auch die komplizierten.

    Die Frage ist nur: Wie schafft man das? Wie wird ein Mädchen vom Dorf irgendwo in Schleswig-Holstein (Kreis Lauenburg) die VIP-Ikone des deutschen Blätterwaldes, das nächste Interview mit Madonna längst im Gepäck?
    In der heutigen Folge schürfen wir also tief im Leben der Ilka Peemöller, Hauptstadtbüroleiterin der “Bunten” und Buchautorin ihres Herzensprojektes „Heimat- Wo das Herz zu Hause ist“, gucken ein wenig hinter die Fassade dieses schillernden Lebens und begeben uns auf Spurensuche. Erste Indizien: Unerschrockenheit, Leidenschaft, Mut, Timing und - pardon: ist lieb gemeint! - große Klappe.

  • Bringen wir es direkt auf den Punkt: Das richtige Buch zur richtigen Zeit. Und das in vielerlei Hinsicht. Meinem heutigen Gast Philipp Kohlhöfer ist mit „Pandemien. Wie Viren die Welt verändern“ ein Geniestreich gelungen. Mit enormer Akribie und großem Erklär-Talent führt er den Leser durch eine spannende, rätselhafte, hochansteckende und manchmal tödliche Welt. Das Ganze ist so unglaublich rasant, interessant und vor allem gut erzählt, dass ich das Buch schwer beiseitelegen konnte.

    Jaja, ich höre es schon... Mancher wird jetzt sagen “Viren? Wir reden seit zwei Jahren über nichts anderes als Viren! Muss das jetzt sein?” - “Ja! Muss.”, sage ich. Denn: Mit unserer zweijährigen “Corona-Erfahrung” und diesem Buch wird jeder Leser zum absoluten Viren-Kenner, nach der Lektüre ist nichts mehr vage, nichts mehr ungenau. Und Viren sind eben viel mehr als das, was wir denken oder glauben zu wissen.

    Wer ist also dieser Mann, dieser Philipp Kohlhöfer, der da diesen neuen, coolen Sound im Wissenschafts-Journalismus entwickelt hat, so dass das Lesen so verdammt viel Spaß macht? Und wie kommt es, dass Christian Drosten ein Vorwort verfasst (und damit seinen Segen gegeben) hat? Wieso kann jemand so fundiert recherchieren und dann auch noch so gut und anders erzählen?

    Ihr seht schon: Ich hatte Fragen zum Weg, zum Ziel, zu den Hindernissen - und dem Rest dazwischen.

  • In den 90er lernten wir in den abendlichen Werbepausen: „Die Geschichte der Menstruation ist eine Geschichte voller Missverständnisse.“ Aha. Der Werbespot von o.b. steht heute für so ziemlich alles, was man zu diesem Thema falsch machen kann. „Man sieht nichts, man riecht nichts...“ - Genau, diskret zurück in die blutige Tabu-Schublade!

    Inga Wessling hat darauf, gelinde gesagt, keinen Bock mehr. Im Jahr 2022 sollte die Periode der Frau keine peinliche, unangenehme Angelegenheit mehr sein, die die Natur irgendwie im weiblichen Körper verbaut hat. Aus diesem Grund geht die TV-Autorin und Moderatorin das Thema frontal an und spricht Klartext. Und zwar in ihrem Audible-Podcast „Periodensystem“ - und auch in der heutigen Episode von „Das Ziel ist im Weg“. Frappierend offen und direkt befreit Inga das Thema von Stigmata, Vorurteilen und Fehlinformationen und klärt dabei in bester, blutigster Weise auf.

    Und wer jetzt denkt, das geht nur Frauen etwas an, der kriegt hier einen Hörbefehl. Es wird Zeit, dass auch wir Männer schlau werden, wenn es um „die Tage“ geht.

    Inga Wessling hat viele Hörer dieses Podcasts bereits vor knapp einem Jahr begeistert (Folge #102 „Instastory ist wie Inventur im Kopf“).

    Diese Frau ist intelligent, schnell, klar, lustig - und hat regelmäßig ihre Periode.

  • Menschen werden in der Wildnis ausgesetzt und täglich härtesten Prüfungen ausgesetzt, Kameras begleiten gefühlskalt das Treiben, werden Zeugen schlimmster Verzweiflung - aber manchmal auch himmelhochjauchzender Glücksmomente. Gefesselt versammeln sich Millionen von Zuschauern vor ihren Bildschirmen und zittern, bibbern und beten für ihre Helden, wenn sie die erfolgreichste Survival-Show Deutschlands schauen.

    Halt! Wer jetzt an eine Horde C-Promis und Bandenführer Harald Glööckler im RTL-Dschungelcamp denkt, der liegt komplett falsch. Die Rede ist nämlich von „7 vs. Wild“ auf YouTube: 7 Männer werden mit 7 Gegenständen für 7 Tage in der Wildnis Schwedens ausgesetzt. Star-Allüren wären da fehl am Platz, nur echte Survival-Skills zählen. Isolation, Kälte, Hunger, wilde Tiere. In dieser Show gibt es keine Sterne zu gewinnen, und auch keinen Dr. Bob, der das Taschentuch reicht. Hier geht es um Mut, Geschick, Instinkt - und Können.

    Das YouTube-Format ist in den vergangenen Wochen regelrecht durch die Decke gegangen und zählt mehr Zuschauer als die oben erwähnte Show im linearen TV.

    Ich spreche in dieser Episode mit dem Macher, Erfinder und Teilnehmer dieses Erfolgsformats, dem Youtuber und Survival-Experten Fritz Meinecke. Was treibt diesen Mann an? Wo kommt er her? Und wie wird man Fritz Meinecke? Braucht man für diese beeindruckende Karriere eine Banklehre, oder sollte man lieber 3D-Artist werden, oder ist es hilfreich, eine Lehre zum Mechatroniker abzubrechen? Und wie oft sind die Eltern eigentlich an ihrem Sohn verzweifelt?

    Es gilt also wie immer: Das Ziel ist im Weg.