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  • Sie ist eine der bekanntesten und renommiertesten Schauspielerinnen der Republik. Obwohl - „Charakter-Darstellerin“ ist vielleicht die treffendere Bezeichnung. Anna Thalbach füllt mit ihrer Präsenz jeden Saal, mit ihrer Stimme erreicht sie nach Belieben mit zarten oder harten Tönen auch die hintersten Ränge. Theater, TV, Film. Und natürlich ist sie noch viel mehr: Sie führt Regie, schreibt, malt, liest (Hörbücher ein), inszeniert. Sie atmet Kultur, wachsam und belesen stürmt sie mit Leichtigkeit durch jedes Feuilleton.

    Wie wird man wie Anna Thalbach? War ihr tatsächlich all das in die Wiege gelegt, schließlich entstammt sie einer großen deutschen - sagen wir mal - Theater-Dynastie in Berlin. Katharina Thalbach. Vladimir Weigl. Benno Besson. Ist da das Talent (und der Erfolg) automatisch eingebaut? Kleiner Spoiler: Anna konnte schon mit vier Jahren lesen - und hat seitdem nicht mehr aufgehört.

    Ich spreche mit ihr über ihren besonderen Weg, ihre Karriere, ihren Arbeitsalltag. Aber auch über (prägende) TV-Serien unserer Jugend - und ihre Leidenschaft für Instagram.

  • Immer schwarz gekleidet, unglaublich lässig, sehr gebildet, cool, jederzeit souverän - und im Herzen schon immer (und bis heute) ein „Goth“. Die Rede ist von keinem Geringen als Markus Kavka, die Institution des Deutschen Musikfernsehens, wenn es um Metal, Rock oder auch Alternative geht. Ob früher auf Viva und MTV - und später dann bei den privaten Sendern und bei den Öffentlich-Rechtlichen, Markus muss immer dann ran, wenn die Großen kommen: Ozzy Osbourne, Metallica und all die anderen.
    Nebenher schreibt der Musik-Journalist außerdem Bücher (zuletzt über Depeche Mode), arbeitet als DJ und moderiert eine YouTube-Show namens „Bar-Talk“ (jetzt auch als Podcast). „Bar-Talk“ ist nicht einfach das x-te Talk-Format, sondern vielmehr der - sehr geglückte und wichtige - Versuch, mit bekannten Menschen (u.a. Clueso, Nova Meierhenrich, Nora Tschirner) über Ängste, Alleinsein, Depressionen und Suizid zu sprechen. Dahinter steckt der Verein „Freunde fürs Leben e.V.“ Die Mission: Suizide verhindern, denn es gibt immer einen Ausweg.
    Über all das sprechen wir in dieser Episode ausführlich und schauen auf einen Mann, der seine Kindheit in einem klitzekleinen, sehr beschaulichen Dorf bei Ingolstadt verbrachte und als Junge die „Gothic-Kultur“ für sich entdeckte. Ausgerechnet.

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  • Die Entertainment-Branche ist in Not. Ob Künstler, Veranstalter, Ton-Techniker, Rowdies, Service-Kräfte, Ticket-Verkäufer, Licht-Techniker, Maskenbildner, Dekorateure und, und, und... eine ganze Industrie ist still- und in Ketten gelegt. Und nach über einem Jahr: ausgelaugt. Und während sich andere Branchen dank bester Kontakte und fein justierter Lobby-Arbeit auf großzügige Staatshilfen verlassen können, stehen Kunst und Kultur - ob klein, ob groß - oft “brotlos” und alleingelassen da. Das hinterlässt Spuren.

    In dieser Episode spreche ich mit Uwe Frommhold. Wer diesen reflektierten, klugen, großen Mann noch nicht kennt, dem empfehle ich, zuerst Folge 6 zu hören.

    Uwe steuert u.a. zwei große Arenen in Deutschland - eine in Hamburg, eine in Berlin (er ist COO der Anschutz Entertainment Group Germany). Es ist bemerkenswert, was er über die vergangenen 15 Monate zu berichten hat. Uwe Frommhold ist einer, der das große Ganze sieht - immer der Kunst (und den Künstlern) verpflichtet, aber eben auch seinen Mitarbeitern und dem Publikum. Das ist kräftezehrend. Reflektiert und klug analysiert er die Lage, steht ein für das Gute - und/aber verzweifelt zwischenzeitlich an der mangelnden intellektuellen Flexibilität (kurz: Bräsigkeit) der Regierung.

    Wer mitreden will, der höre diesem Mann zu.

  • Mein heutiger Gast ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten unseres Landes. Dieses unglaublich freundliche Gesicht, die rührige, herzliche Art, der Schnauzer, die Brille, der Dialekt - die Rede ist natürlich von Horst Lichter. Ob früher in seinen zahlreichen Kochshows oder seit einigen Jahren mit seiner wunderbaren ZDF-Show “Bares für Rares” - der Publikumsliebling ist eine feste Größe der Fernsehunterhaltung.

    Aber das, was da soooo gemütlich und entspannt daherkommt, ist in Wirklichkeit knüppelharte Arbeit. Horst ist in seinem Leben oft bis hinter die Grenzen der totalen Erschöpfung gegangen, musste viele Schicksalsschläge hinnehmen - immer fleißig, immer im Vorwärtsgang. Und wir erfahren: Im Trubel der grellen und schnellen TV-Unterhaltung hat er sich oft selbst nicht mehr gehört.

    All das hat Horst Lichter gemeinsam mit seinem Co-Autor und Freund Till Hoheneder (siehe Folgen #17, #42, #72) in einem bemerkenswerten Buch beleuchtet - oder besser: belauscht. “Ich bin dann mal still”, so heißt das Werk, das bereits ganz oben in der Spiegel-Bestseller-Liste angekommen ist.

    Und so war ich dann in unserem Gespräch auch ausnahmsweise mal ganz leise - und habe Horst einfach erzählen lassen.

    Ich ziehe den Hut und verneige mich vor einem großen Mann, den ich fest in mein Herz geschlossen habe.

  • Heute mal ein gemütliches “Kamingespräch” mit meinem Freund Donnie O’Sullivan. Er ist inzwischen ein guter, alter Bekannter dieser Serie und besucht mich bereits zum vierten Mal in meinem Mobil. Dieses Mal in seiner Heimatstadt Berlin, wo er seit über einem Jahr sehr erfolgreich (in seiner viel zu kleinen Junggesellenwohnung) seine Spielevideo-Sessions auf Twitch produziert und außerdem seinen ganz außergewöhnlich guten Podcast “That’s what he said” einspricht.
    Wir blicken ein bisschen tiefer in seine aktuellen Projekte und schauen, wie sie sich in den vergangenen Monaten entwickelt haben.

    Und das ist in Donnies Fall hochspannend, denn mit den anderen Episoden können wir einen roten Faden durch seine Karriere ziehen. Ich empfehle sehr, in die alten Folgen reinzuhören. #28: “Kein künstlerisches Talent feststellbar” - über den bisherigen Werdegang des Comedians, Texters und Musikers. #65 “Du willst nicht ewig der Hund-Auge-Mann sein” - über seine Anfänge auf der Plattform Twitch. #94 “Die zwei stressigsten Stunden meines Lebens” - Donnie kann inzwischen von seinem Projekt auf Twitch leben.

  • Zu guten Freunden, zu lieben Menschen - und (in meinem Fall) auch zu spannenden Gästen sollte man regelmäßig Kontakt halten! In diesem Sinne habe ich mir für diese Episode den stets quirligen und wachen Nilz Bokelberg in mein Mobil zum Plausch eingeladen. Nilz war bereits zweimal bei mir zu Gast: Beim ersten Besuch in Folge 44 erzählt er ausführlich über seine Karriere (angefangen als Moderator bei VIVA bis hin zur Erfolgsproduktion “Faking Hitler” und seine diversen Podcasts), in Folge 75 plaudern wir inmitten des Lockdowns über seine Hochzeit mit Podcast-Queen Maria Lorenz (die war auch schon zu Gast: Folge 98).

    Nilz ist aus der Deutschen Podcastlandschaft nicht wegzudenken. Als Ideengeber, Regisseur, Autor, Sprecher und Gastgeber – der „Créateur d'podcasts“ quasi.

    In der heutigen Folge sprechen wir neben seinem Podcast „Die Nilz Bokelberg Erfahrung“ auch über mobile Studios in Italienischen Dreirädern, das sinnlose Reisen, Brillenketten und wie viel Freude einem ein intensives Gespräch schenken kann.

    Für mich sind die Gespräche mit Nilz immer ein humorvoller Quell weiser Gedanken – daher freue ich mich jetzt schon auf die nächste Begegnung.

    P.S. Wir sprechen in der Folge über einen Live-Termin des Podcasts „Gästeliste Geisterbahn“ – dieser ist leider verschoben worden. Weitere Informationen dazu unter: http://gaestelistegeisterbahn.de/tickets/

  • Leon Windscheid ist “Besser fühlen” ein ganz außergewöhnlich gutes Buch gelungen. Und es kommt zur rechten Zeit - selten Stand unsere Welt so Kopf wie in diesen Monaten. Das Seelenleben vieler Menschen ist auf die Probe gestellt, Beziehungen leiden, Freundschaften verändern sich, nichts ist so wie es war. Und mittendrin das archaische Analyse-Netzwerk unseres Seins: Gefühle. Angst, Trauer, Wut, Einsamkeit, Freude, Verzweiflung, Hunger.
    Leons Buch (von 0 auf Platz 1 der Spiegel-Sachbuch-Liste) beleuchtet unsere Gefühlswelt mit den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und hilft damit, die guten und die nicht so guten Gefühle neu zu interpretieren. Verständlich und unterhaltend geschrieben, mit lebhaften Beispielen bereichert. Der Mann schreibt so toll wie er spricht.

    Leon ist bereits das dritte Mal Gast in meiner Show. Wer ihn mehr kennenlernen möchte, dem empfehle ich die Folgen #47 (Über seinen Werdegang) und #68 (über den Lockdown).
    In dieser Folge unterhalten wir uns hauptsächlich über “Besser fühlen”, aber auch über seinen Podcast “Betreutes Fühlen” (mit Atze Schröder) und wie er mit der Pandemie im Jahr 2021 umgeht.

  • Sie ist ein Hamburger Deern, ihre Muttersprache ist Englisch - und jeder hat sie bestimmt schon einmal im TV gesehen. Heute Show, Late Night Berlin, Neo Magazin - und unzählige Auftritte in beliebten TV-Serien wie Soko Hafenkante, Großstadtrevier, SOKO Wismar oder die US-Produktion Law & Order.

    Katjana Gerz ist so ein typischer Fall, warum ich diesen Podcast so gerne mache, denn ungewöhnlicher und tollkühner könnte ein Lebensweg nicht sein. Manchmal muss man eben seine zwei großen Koffer packen und spontan nach New York ziehen, um sich selbst ein Stück näher zu kommen.

    Die Deutsch-Amerikanerin hat in ihrem Leben viel ausprobiert und „einfach gemacht“. All dies aber immer mit dem festen Ziel im Blick, Schauspielerin zu sein. Insofern hat im Rückblick jede Entscheidung und jeder Job immer auf dieses Vorhaben eingezahlt. Inzwischen ist sie längst zurück in Deutschland und gehört in meinen Augen zu den besten Comedians des Landes. Und wer sie nicht kennt: YouTube an und „Gute Arbeit Originals“ gucken.

  • Scharfzüngig. Intelligent. Subtil. Charmant böse und selbstironisch witzig. Till Reiners ist das Allzweckmesser der deutschen Comedy- und Kabarett-Szene. Die meisten kennen ihn aus der „heute Show“ oder „die Anstalt“, aber Till ist auch zu Hause auf den kleinen und großen Bühnen der Republik. Darüber hinaus ist der Teil des sehr erfolgreichen Podcast „Talk ohne Gast“. Und gerade erscheint die dritte Staffel „Jokes“ auf Spotify, mit Gästen wie Anke Engelke, Olli Dietrich oder Oliver Welke.

    Wer ist also dieser Mann aus dem Ruhrpott, studierter Politologe und nebenher eBay-Kleinanzeigen-Anarchist? Wie in jeder Folge begebe ich mich auf Spurensuche und schaue, welchen Weg mein Gast eingeschlagen hat, um der zu werden, der er heute ist. Das Ziel war von Anfang klar, der Weg dorthin nicht unbedingt. Ein buntes Jacket war dabei - und ansonsten so wenig Ballast wie möglich.

  • Bitte feingeschichtet in folgender Reihenfolge: Weizen-Toastbrot, leicht mit Butter bestrichen, eine Scheibe Hinterschinken, eine Scheibe Ananas aus der Dose, obendrauf ein bis zwei Scheiben Scheiblettenkäse. Das Ganze für 15 Minuten in den Ofen. 200 Grad.
    Wer in den kulinarisch oft anspruchsvollen 70ern und 80ern groß geworden ist, der kennt sicher diese, naja, Leckerei, die in vielen Familien tatsächlich als Mahlzeit auf den Tisch kam. Toast Hawaii.

    „Toast Hawaii“ heißt auch der neue Podcast meines heutigen Gastes: Bettina Rust. Sie ist eine der besten Radiostimmen dieses Landes und moderiert seit Jahren äußerst erfolgreich die „Hörbar Rust“ auf radioeins. Und wer meinen Podcast kennt, der kennt Bettina seit langem - sie war bereits zweimal in meiner Sendung zu Gast.

    Heute sprechen wir also vornehmlich über ihre neue Show, kleine und große Unfälle in der Küche, die Zweckentfremdung des Kühlschranks - und über die Sache mit dem Vogelfutter. Und Vorsicht: Es wird viel gelacht.

  • Beruf: Gagautor. Man könnte auch sagen: Scherzschreiber. Seine Webseite sagt außerdem: Freier Kreativer. Mein heutiger Gast gehört zu Deutschlands Edelfedern in Sachen Humor. ZDF Heute Show online (Hauptautor), Late Night Berlin, oder auch Jan Böhmermann sind regelmäßige Abnehmer seiner spitzen Pointen. Dem „Diktator“ (so sein @) folgen mehr als 50.000 Menschen bei Twitter - hier sprudelt oft im Minutentakt sehr lesenswert das Tagwerk dieses hochkreativen Menschen. Witzig, klug, auf den Punkt.

    Er ist außerdem der Erfinder der Image polierenden Werbekampagne für den öffentlich Nahverkehr (BVG) in Berlin. Etliche Male preisgekrönt - und für die Werbebranche stilprägend.

    Wem das noch nicht reicht: Peter hat im vergangenen Jahr ein sehr lesenswertes und frappierend offenes Buch über seine Zwangsstörungen geschrieben („Für mich soll es Neurosen regnen“).

    Wer ist also dieser Mann, aus dem diese feinen, humorigen Geistesblitze herausschießen?

    In unserem Gespräch schauen wir hinter die Kulissen seines unermüdlichen Treibens und finden einen - wir haben es uns fast gedacht - bemerkenswerten Lebensweg, der irgendwo in einem kleinen Dorf hinter Bonn seinen Anfang nahm.

  • Cristina do Rego gehört seit über 15 Jahren fest zur deutschen TV-Landschaft - und hat in unzähligen Filmen und Serien mitgespielt. Angefangen hatte alles als Teenager: In der wunderbaren Sitcom „Pastewka“ spielte sie sich als herrlich widerspenstige „Kim“ in die Herzen eines Millionen-Publikums. Diese Rolle war sicher das Sprungbrett in die Karriere („Türkisch für Anfänger“, „Die Welle“, „Lucie, läuft doch!“ und viele andere).
    „Mit dem Talent ist das ja auch einfach“, könnte man als Zuschauer*in stereotypisch denken. Aber einfach ist gar nichts, erst recht nicht der Weg in eine erfolgreiche Karriere. Kleine und große Hindernisse wollen stets und ständig überwunden werden. Und an dieser Stelle lohnt es sich, bei meinem heutigen Gast genauer hinzuhören. Hier hat sich ein kluger Mensch den Weg ganz alleine gebahnt, aus eigenem Antrieb, gegen alle Widerstände - und vor allem: mit den (wenigen) Mitteln, die zur Verfügung standen.
    Cristina do Rego ist das beste Beispiel dafür, dass es nicht nur darum geht, Gelegenheiten zu ergreifen, sondern sich auch welche zu schaffen. Chapeau!

  • Die Hansestadt Salzwedel ist (welt)bekannt für zwei kulinarische Hochgenüsse: Hochzeitssuppe und Baumkuchen. Vorspeise und Dessert. Und der Hauptgang? Da darf es gerne etwas scharfzüngiges sein. Pointiert, witzig, schnell. Auch untenrum. Aber aus Salzwedel, bitte.
    Mein heutiger Gast Ingmar Stadelmann ist in dieser kleinen, beschaulichen und sehr charmanten Stadt vor den Toren Magdeburgs groß geworden. Die ersten 10 Jahre seines Lebens noch zu Zeiten der DDR.
    Seitdem ist viel passiert. Der Stand-Up-Comedian und Moderator hat in den letzten Jahren eine steile Karriere hingelegt - ob auf der Bühne (“Fressefreiheit” und “Verschissmus”), im TV oder im Radio. Und natürlich hat er auch einen sehr hörenswerten Podcast (“IIS”). In diesem Gespräch schauen wir hinter die Kulissen des 40-Jährigen und entdecken einen - mal wieder - außergewöhnlichen Werdegang

  • Meinen heutigen Gast versehe ich mit fünf Attributen: Scharf, klar, knarzig, schonungslos, unbequem. Micky Beisenherz schafft das etwas elegantere Bild und meint „Der Kerl ist ein Gentleman, gefangen im Körper eines Frankfurter Straßenköters“. Die Rede ist von geringerem als Costa Meronianakis.
    Der ehemalige Rapper mit griechischen Wurzeln hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp der Comedy-Szene entwickelt und ist gern gesehener Gast auf kleinen und großen Bühnen. Wir sprechen sehr offen darüber, wie er die Corona-Zeit mehr oder minder gut übersteht, und fühlen nebenbei den Puls der deutschen Comedy-Szene.
    Wir schauen aber auch auf die mitunter erstaunlichen Blüten und (vielleicht krankhaften) Geschwüre dieser Pandemie, wie zum Beispiel das seltsame Verhalten von mehr oder weniger prominenten Menschen auf sozialen Medien wie Clubhouse, Instagram und - Achtung, festhalten - Podcasts.
    Aber wie gesagt: Dieser Mann nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch wenn es manchmal wehtut.

  • „Wenn Dir gerade Mut fehlt, dann lies dieses Buch!“. Das sagt der beste Pokerspieler der Welt, Fedor Holz. Ich erweitere diese Aussage: Lernen Sie diesen Mann kennen und lassen sich dazu inspirieren, das eigene Leben neu zu betrachten! Nur mal so. - Der Hamburger Nono Konopka ist derzeit in aller Munde. Mit seiner atemberaubenden Dokumentation „Biking Borders“ berührt er derzeit (gemeinsam mit seinem Freund Max Jabs) weltweit ein Millionen-Publikum auf Netflix. Die beiden sind vor drei Jahren neun Monate lang ziemlich tollkühn mit dem Fahrrad nach China „geradelt“ (ein passenderes Wort wäre vielleicht „geochsentourt“). Und zwar für den guten Zweck: Die beiden sammeln Geld, um Schulen zu bauen. Die Lehren aus diesem Abenteuer hat Nono nun in einem sehr empfehlenswerten Buch zusammengefasst. Es heißt „Lektionen für ein richtig gutes Leben“. Wie kann ein 26-Jähriger junger Mann ein Buch mit so einem, sagen wir mal, herausfordernden Titel schreiben? Muss man dafür nicht mindestens 76 sein? Mit dieser Frage im Kopf bin ich in das Gespräch gegangen und habe erstaunlich viele gute Antworten gefunden. Nono Konopka ist eine schlaue, alte Seele mit sehr viel positiver und inspirierender Energie. Eine echte Bereicherung.

  • Träumen Sie (oder Ihre geliebten Kinder) von einer Karriere in Hollywood? Englisch ist aber nicht so gut, und die Ausbildung ist auch nur - na, sagen wir mal, durchwachsen? Dann hat der legendäre Ralf Möller ein passendes Buch für Sie. „Erstma‘ machen!“, so der Titel. Und der Titel ist Programm, der rote Faden durch dick und dünn, aus dem Ruhrpott direkt nach Los Angeles. Der Recklinghausener Jung, Jahrgang 1959, machte sich in den späten 70er Jahren auf, ein Großer zu werden. Ohne Scheu und Angst („Hatte ich keine Zeit für“), aber mit ungeheurem Tatendrang und zähem Willen hat der Schauspieler und Bodybuilder (Mr. Universe, Mr. Olympia) eine einzigartige Karriere hingelegt. Wir alle kennen ihn aus diversen internationalen Kinoerfolgen („Cyborg“, „Gladiator“) und zahlreichen TV-Serien, als bester Kumpel vom Terminator, Arnold Schwarzenegger.
    In dieser Folge spreche ich mit Ralf über seinen ungewöhnlichen Weg - und was es braucht, seine Träume wahr zu machen. Er zeigt aber auch, dass es keine Abkürzung gibt zu Ruhm und Reichtum.
    Gastrollen in dieser Folge: Tommi Schmitt, Donnie O'Sullivan & Micky Beisenherz

  • Hamburg ist bekannt für seine exzellenten KöchInnen mit Promi- & (gelegentlich auch) Kult-Status. Neu-Hamburger Atze Schröder wiederum ist bekannt als „kein Kostverächter“, Champagner-Experte und guter Esser. Was jedoch die wenigsten wissen: Der Comedian stellt sich so ziemlich jeder Herausforderung, die sich ihm in den Weg stellt. Und wer sich erinnert, wie Atze vor einigen Monaten zum ersten Mal in seinem Leben im Großhandel mit mir einkaufen war (Folge 62), der hat eine leise Idee, wie es um seine Erfahrung in der Küche steht. 0 Punkte von möglichen 100.
    „Versteckt die Messer“, möchte man also rufen. Oder wenigstens: „Warnt die Nachbarn!“ - Aber weit gefehlt: Hier hat sich ein Mann vorbereitet und entfaltet ein bisher verborgenes Talent. Alfred Biolek wäre hingerissen!
    In dieser Episode begleite ich also Atze Schröder in seiner Küche. Gekocht wird: veganer Hackbraten! Die Beilagen: Anekdoten, Seemannsgarn - und natürlich Champagner.

  • Als der Comedian und Schauspieler Özcan Cosar Ende 2019 den Deutschen Comedy Preis gewann, war der Plan ziemlich einfach gestrickt: Erfolgswelle reiten, 2020 wird getourt. Neues Bühnenprogramm, größere Hallen, mehr Städte, mehr Menschen. Aber schon wenig später war klar, dass alle Pläne auf Eis gelegt werden mussten. Erst für ein paar Wochen. Dann Monate. Das Corona-Virus lässt grüßen. Wir alle können ein Lied davon singen.
    Aber wie geht jemand wie Özcan mit der Situation um? In dieser Episode nehmen wir die Frage auf und streifen durch ein erstaunlich ereignisreiches Jahr 2020. Wer seine Biographie kennt (Ich empfehle Episode 40, dort sprechen wir über seinen Werdegang), der weiß, dass Özcan sein Leben lang unglaublich wendig und vielseitig war. Oder sagen wir besser: anpassungsfähig. Und genau diese Eigenschaft kommt ihm in dieser Krise zugute. Mit viel Optimismus probiert und startet er neue Projekte und macht das beste aus der Situation.
    Und eines noch: Özcan nutzt im Alltag ein erstaunlich mächtiges Tool, das quasi ständig zum Einsatz kommt: Dankbarkeit.

  • Sie ist seit über 15 Jahren „die Fachkraft vor Ort“ bei den Fanta4 und hält im Hintergrund als „liebevolle Gouvernante“ streng die Zügel zusammen, wenn Thomas D, Smudo, Michi Beck und And.Ypsilon auf Tour sind. Das allein klingt wie eine Mischung aus Fulltime-Job und Lebensaufgabe. Nash Nopper ist aber nicht nur Künstlermanagerin, sondern auch sehr erfolgreiche Promoterin vieler namhafter deutscher und internationaler Künstler. Reichweite ist also ihre Währung, Musik ihr Metier - und sie ist immer dann gefragt, wenn Musiker ein neues Album veröffentlichen oder auf Tour gehen.
    In dieser Episode plaudert Nash aus dem Nähkästchen und gibt uns einen wunderbaren Einblick in diese sehr bunte Welt. Übrigens eine Welt, die sich in den vergangenen 20 Jahren komplett neu erfinden musste. In der Musikindustrie ist seit dem Auftauchen der Tauschbörse Napster damals Ende der 90er Jahre nichts mehr, wie es vorher war. Nash hat die Zeiten der Disruption und des Wandels aus unmittelbarer Nähe miterlebt.

  • Inga Wessling schämt sich weniger als andere, dafür nervt sie gerne ein bisschen mehr. Das sagt sie über sich selbst. Die TV-Autorin und Moderatorin entwickelt seit über 10 Jahren sehr erfolgreich Fernsehproduktionen und Kampagnen - und ist immer dann gefragt, wenn es darum geht, kreativ, frei und unkonventionell zu denken. Dafür filetiert sie messerscharf den Status Quo, um danach eine neue Erzählebene zu zaubern. Klingt ein bisschen nach Pipi Langstrumpf, aber dahinter steckt in Wahrheit sehr viel Arbeit, Ehrgeiz und - ja sagen wir es ruhig einmal - Resilienz. Inga ist ihrem Weg zum (Etappen-)Ziel viele Umwege gelaufen, und Außenstehenden dürfte lange nicht klar gewesen sein, wohin die Reise überhaupt gehen sollte. Mit frappierender Gelassenheit und unverstellter Zuversicht (auch Ihrer Eltern!) folgt sie ihrem eigenen Kompass - verbunden mit der wichtigen Gabe des Ankommens. Also anzukommen, um zu verweilen.
    Ingas Geschichte ist ein wunderbarer “Ratgeber” für junge Leute, die am Anfang ihres Berufslebens stehen - und eben kein klares Bild zeichnen können, sondern “nur so eine Idee haben”. Und an dieser Stelle ein Shout Out an alle Eltern: Macht es so und nicht anders - glaubt bedingungslos an Eure Kinder!