Episodes

  • "Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender
    Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken
    damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische
    Gesetz in mir." 
    Als Philosoph mit erhobenem Zeigefinger, als Apostel der Moral und
    Pflichtneurotiker ist Immanuel Kant verschrien, bekannt ist er als
    Meister der Vernunft und als Autor komplizierter, fast unverständlicher
    Texte. Doch in diesem berühmten Zitat aus der "Kritik der praktischen
    Vernunft" von 1788 steckt mit funkelnder Klarheit und einem Schuss
    Pathos alles, was Kant sein Leben lang beschäftigt hat. Das sind vor
    allem vier Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich
    hoffen? Und: Was ist der Mensch? Kant fand auf diese grundlegenden
    Fragen Antworten, die weit über seine Zeit hinauswiesen und die
    Philosophie noch heute beschäftigen. 

    Für die neue Folge von "Wie war das noch mal?" haben wir uns mit Marcus
    Willaschek getroffen, Professor für Philosophie der Neuzeit in Frankfurt
    am Main und Autor des Buchs "Kant. Die Revolution des Denkens", das im
    vergangenen Jahr erschienen ist. Mit ihm haben wir uns über Kant
    unterhalten: Wie gelang dem Jungen, der vor 300 Jahren, am 22. April
    1724, als viertes Kind einer Familie von Sattlern und Riemern in
    Königsberg geboren wurde, der Aufstieg zum Professor für Logik und
    Metaphysik und zum Star-Philosophen seiner (und unserer) Zeit? Was ist
    eigentlich Metaphysik? Was kann der Mensch nach Kant wissen? Und: 
    Kann man heute noch Universalist sein oder hat die Aufklärung ihre
    Prinzipien verraten?

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  • "Seize this chance", ergreifen Sie diese Chance, ruft US-Präsident Bill
    Clinton seinen Zuhörern zu. Er spricht am 14. Dezember 1995 in Paris zu
    den Präsidenten Kroatiens, Serbiens und Bosnien-Herzegowinas. Sie
    unterzeichnen an diesem Tag ein Abkommen, das den Krieg im
    auseinandergebrochenen Jugoslawien beilegen soll.

    Unter Druck einer internationalen Koalition von Vermittlern wurde das
    Thema aufgeschoben. Was hier zum Erfolg führte, war an anderer Stelle
    kein Rezept für Frieden: In den Minsker Abkommen einigten sich die
    Ukraine und Russland unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs auf
    das Einfrieren der Kämpfe in der Ostukraine, die 2014 durch die Annexion
    der Krim begonnen hatten. Doch weder ließen die Abkommen von Minsk die
    Kämpfe wirklich enden, noch waren sie hier ein Rezept für Frieden, wie
    sich spätestens im Februar 2022 zeigte, als Russland seinen Angriff auf
    die gesamte Ukraine begann.

    In der zweiten Folge unseres Podcasts zur Frage "Frieden schließen –
    aber wie" vergleichen wir zwei gegenwärtige Konflikte im Osten Europas
    und sprechen über die Versuche, sie zu beenden. Wir widmen uns besonders
    der Frage, welche Rolle das Ausklammern und Aufschieben als Technik und
    Taktik bei Friedensschlüssen und Verhandlungen gespielt hat; ist es
    wirklich der Trick, der Kniff, das Erfolgsgeheimnis in der Geschichte
    von Friedensschlüssen?

    Alle Folgen von "Wie war das noch mal?" hören Sie hier. Die Redaktion
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  • Missing episodes?

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  • In gleich zwei neuen Folgen von "Wie war das noch mal?" fragen wir nach
    den Bedingungen, unter denen ein Frieden gelingen kann. Dabei widmen wir
    uns besonders der Frage, welche Rolle das Ausklammern und Aufschieben
    als Technik und Taktik bei Friedensschlüssen und Verhandlungen gespielt
    hat; ist es wirklich der Trick, der Kniff, das Erfolgsgeheimnis in der
    Geschichte von Friedensschlüssen?

    In diesem ersten Teil reisen wir dabei weit zurück in die Frühe Neuzeit,
    als Religionskriege Mitteleuropa erschütterten und der Kampf um den
    rechten Glauben den Kontinent verheerte. Wir fragen, warum es im
    Augsburger Religionsfrieden schließlich gelang, einen Weg aus dem
    Religionsstreit zu weisen und wie diese Einigung die Geschicke Europas
    über den großen Krieg, den Dreißigjährigen von 1618 bis 1648, hinaus
    prägte. Danach begeben wir uns in die jüngere Geschichte des Nahen
    Ostens, einer Region, in der sich ähnlich wie im Europa der Frühen
    Neuzeit Konflikte um Religion und Macht überlagern. Warum schien der
    Frieden im Nahen Osten 1993 möglich?

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  • Im Jahr 1906, es ist die Zeit des deutschen Kaiserreichs und des
    deutschen Kolonialismus, erscheint das Buch Peter Moors Fahrt nach
    Südwest. Ein Feldzugsbericht. In dem Roman erzählt der Autor Gustav
    Frenssen von den Erlebnissen des fiktiven jungen Soldaten Peter Moor,
    der 1904 zum Zeugen und zum Beteiligten am Krieg gegen die Ovaherero und
    Nama wird – einem Krieg, der in einen Völkermord mündete. Es starben
    damals in der deutschen Kolonie, dem heutigen Namibia, bis zu 100.000
    Männer, Frauen und Kinder. Ein großer Teil der Ovaherero kam ums Leben,
    als die deutschen Truppen ihnen keinen anderen Ausweg ließen, als in die
    Omaheke-Wüste zu fliehen. Frenssens Roman, der den Krieg verherrlicht
    und den Völkermord nachträglich rechtfertigt, wird im Kaiserreich zum
    Bestseller und zur Schullektüre.

    In der neuen Podcastfolge von Wie war das noch mal? reisen Judith
    Scholter und Annekatrin Stoll zurück in Zeit der Anfänge der Kolonie,
    die auf einen Schwindel gründet und für die Deutschen nur durch den
    steten Einsatz von Gewalt überhaupt beherrschbar ist. Wir versetzen uns
    zurück in die Zeit des Kaiserreichs, auch akustisch, und sprechen über
    den Umgang der Deutschen mit den Kolonien.

    Mit der Afrika-Korrespondentin der ZEIT, Andrea Böhm, erörtern wir
    außerdem, wie es heute um das Verhältnis zwischen der Bundesrepublik
    Deutschland und der Republik Namibia steht. Beziehungsstatus:
    kompliziert.

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    Quellen und weiterführende Links:

    Der Originalton von Paul von Lettow-Vorbeck ist mit freundlicher
    Genehmigung der im Hörverlag bei der Verlagsgruppe Penguin Random House
    erschienenen Edition Jahrhundertstimmen 1900–1945 entnommen.

    Der Roman Peter Moors Fahrt nach Südwest. Ein Feldzugsbericht von Gustav
    Frenssen ist 1906 in der G. Grote'schen Verlagsbuchhandlung erschienen.

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  • Für einen Moment sah der Bismarck aus wie ein Gespenst: Die Plane, in
    die er gehüllt war, blieb kurz am Kopf hängen, als das Monument am 2.
    Juni 1906 eingeweiht wurde. Bei Wind und Regen musste die Gruppe von
    einigen Dutzend Hamburger Honoratioren, die sich im Alten Elbpark
    versammelt hatte, den Hut festhalten und ausharren, bis die Hymne
    abgesungen war, ein paar Reden gehalten und der Bismarck endlich
    barhäuptig und aus schwindelnder Höhe über Elbe und Stadt blickte. Der
    alte Reichskanzler war fast acht Jahre zuvor gestorben. Vor allem in der
    Rückschau wurde er immer beliebter, seine Verdienste um die deutsche
    Reichseinigung schienen immer weiter anzuwachsen.

    Es folgten zwei Weltkriege, und der Blick auf Bismarck änderte sich im
    Laufe des 21. Jahrhunderts stark. In der sogenannten Berliner Republik
    schien das Denkmal langsam in Vergessenheit zu geraten, wie viele
    Relikte des Kaiserreichs. Die Bäume verdeckten ihn bald, sodass man auch
    nicht sah, wie dieser Bismarck mit Graffiti verziert worden war.

    Doch seit ein paar Jahren wird wieder über das koloniale Erbe
    diskutiert. Im Fahrwasser der Black-Lives-Matter-Bewegung ist diese
    Debatte von Forschung und Fachpublikum in den Alltag der Deutschen
    getragen worden: Wie rassistisch ist Deutschland heute noch? Wie viel
    koloniales Raubgut befindet sich in den Museen? Wie gehen wir mit
    Straßen um, die kontroverse Namen tragen – und wie mit Denkmälern?

    Auch der Hamburger Bismarck steht auf einmal mitten in dieser Debatte,
    gilt er doch manch einem – wie dem Hamburger Historiker Jürgen Zimmerer
    – als "Deutschlands höchstes Kolonialdenkmal". Wir haben mit ihm darüber
    gesprochen – und wir haben uns selbst auf den Weg gemacht zum Bismarck,
    auf eine historische Erkundungstour zusammen mit dem Hamburger
    Kunsthistoriker Jörg Schilling, der uns erzählt, wie das Denkmal einmal
    gemeint war.

    Mehr zum Thema, zum Beispiel ein sehr ausführliches Gespräch mit Jürgen
    Zimmerer über die deutschen Kolonialverbrechen, die aktuelle Debatte und
    den Historikerstreit über die deutsche Gedenkkultur sowie Beiträge zur
    Geschichte des Rassismus und der Rassentheorien lesen Sie in der
    aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können
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  • 1954 wird Deutschland Fußballweltmeister, ein Jahr später läuft Käfer
    Nummer eine Million vom Band. "Wir sind wieder wer!" ist das Gefühl der
    Zeit. Die Bundesrepublik ist im Wirtschaftswunder angekommen und das
    kugelige Gefährt aus Wolfsburg steht für diese Jahre wie nichts anderes.
    Nur in den Rückspiegel, zu den Anfängen des Käfers, blickt man in den
    Fünfzigern nicht so gern.

    In der neuen Podcastfolge von Wie war das nochmal? unternehmen wir einen
    weiten Ausflug mit dem Käfer in die Vergangenheit und begeben uns auf
    eine Zeitreise zu seinen verschiedenen Geburtstagen, etwa in die Zeit
    des Nationalsozialismus in den Dreißigerjahren, als Ferdinand Porsche
    den Auftrag erhielt, einen Wagen für die Massen zu entwerfen.

    Im Automuseum Prototyp in der Hamburger Hafencity besichtigen wir einen
    der ersten Käfer aus dem Jahr 1939. Wir befragen den ehemaligen
    Feuilletonchef der ZEIT, Jens Jessen, nach der kulturgeschichtlichen
    Bedeutung dieses Autos – und wir erkennen bei all dem, dass der Käfer
    noch immer mitten unter uns ist.

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    Quellen und weiterführende Links:

    - Kleiner Wagen, große Liebe (1948/49)
    - Aus eigener Kraft (1953/54)
    - Wochenschau-Beitrag: "Als der Käfer laufen lernte"
    - Käfer-Chronik von Bernd Wiersch (2005 im DeliusKlasing Verlag
    erschienen)

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  • Am 19. September 1941 marschiert die Wehrmacht in Kiew ein, kaum zehn
    Tage später, am 28. September, tauchen Plakate in der Stadt auf, mit
    denen die jüdische Bevölkerung aufgefordert wird, zu einer Sammelstelle
    zu kommen. Gerüchte von einer Evakuierung machen die Runde. Doch die
    jüdischen Männer, Frauen und Kinder werden nicht weggebracht – sondern
    in der Schlucht von Babyn Jar ermordet. Es ist das größte Einzelmassaker
    im deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. 33.771 Menschen
    werden am 29. und 30. September 1941 in Babyn Jar von den Männern des
    Sonderkommandos 4a erschossen.

    Dina Pronitschewa ist Puppenspielerin an einem Theater, mit einem Russen
    verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Sie ist Jüdin und sie ist eine
    der wenigen Überlebenden des Massakers. In der neuen Folge von Wie war
    das noch mal? erzählen wir ihre Geschichte: Wie Dina Pronitschewa durch
    ihren bewundernswerten Mut die Erschießungen überlebt, wie sie in den
    folgenden Jahren den Deutschen mehrfach entkommt – und wie sie mehr als
    25 Jahre nach dem Massaker im Land der Täter als Zeugin vor Gericht
    auftritt.

    Wir sprechen über den "Holocaust by bullets", das massenhafte Morden der
    Deutschen an den Erschießungsgruben im Osten, das den Vergasungen in den
    Vernichtungslagern vorausging und für das Babyn Jar stellvertretend
    steht. Wir fragen auch nach den Motiven der Täter, die das Mordprogramm
    der Nationalsozialisten auf grausam-effiziente Weise vollstreckten. Und
    nicht zuletzt sprechen wir auch darüber, warum diese Geschichte, die in
    der Ukraine spielt, in Deutschland so lange verdrängt wurde.

    Unser Heft über die Geschichte der Ukraine heißt "Die Ukraine, Russland
    und wir". Darin finden Sie mehr zum Thema, zum Beispiel ein Gespräch mit
    dem Germanisten Jurko Prochasko und der Historikerin Franziska Davies
    über die Gründe für die Unsichtbarkeit der Ukraine in Deutschland.

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    Unsere Leserumfrage finden Sie unter dem Link
    www.zeit.de/geschichte-umfrage. Wie gefällt Ihnen Zeit Geschichte und
    unser Podcast, und was können wir verbessern?

    Weitere Links zur Folge:

    - Zwei der Originaltöne finden Sie online bei Babyn Jar. Context.
    - Dina Pronitschewas Aussage
    - Boris Drachenfels Aussage
    - Otto Ohlendorfs Aussage im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess
    hat das Robert H. Jackson Center auszugsweise zur Verfügung
    gestellt.

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  • Mitten im Fluss Dnipro, auf einer Flussinsel, errichten Kosaken um die
    Mitte des 16. Jahrhunderts eine Festung: Man kennt sie bald unter dem
    Namen "Saporoger Sitsch", was in etwa "Festung hinter den
    Stromschnellen" bedeutet. Die Kosaken leben und jagen an der Peripherie
    der großen Mächte der Zeit – Polen-Litauen, Russland und das Osmanische
    Reich – und sind Gemeinschaften von Ausgestoßenen, Geflohenen und
    Abenteurern.

    Ähnliche Gruppen gibt es an vielen Strömen Osteuropas und Zentralasiens,
    doch nur die Kosaken vom Dnipro, auch die Saporoger Kosaken genannt,
    schwingen sich im 17. Jahrhundert zu Akteuren der europäischen
    Geschichte auf: Mit ihrem Hetman – dem Anführer – Bohdan Chmelnyzkyj an
    der Spitze proben sie 1648 den Aufstand gegen die Obrigkeit, von der sie
    sich besonders bedrängt und ausgebeutet fühlen: die Adelsrepublik
    Polen-Litauen. Die Saporoger gewinnen eine Schlacht nach der anderen und
    bald schließen sich auch ukrainische Bauern und die Stadtbewohner ihrer
    Rebellion an. Ein blutiger Aufstand bricht los, dem auch Zehntausende
    Polen und Juden zum Opfer fallen.

    In der neuen Folge des ZEIT-Geschichte-Podcasts Wie war das noch mal?
    begeben sich Judith Scholter, Markus Flohr und Laura Wallenfels auf die
    Spuren der Kosaken und ihres Mythos und fragen, wie bedeutsam der
    Aufstand der Saporoger Sitsch für das Entstehen der ukrainischen Nation
    war – und wie es kommt, dass die Kosaken sowohl ein Teil der
    ukrainischen als auch der russischen Erinnerungskultur sind. Wir
    sprechen mit dem schweizerisch-österreichischen Historiker Andreas
    Kappeler, der sich lange mit der Geschichte der Ukraine, Russlands und
    vor allem auch der Kosaken beschäftigt hat – und schließlich gibt es
    auch einen echten Kosakenchor zu hören.

    _Mehr zum Thema, zum Beispiel ein Gespräch mit Jurko Prochasko und
    Franziska Davies über den deutschen Blick auf die Ukraine sowie zwei
    kurze Essays von Andrij Portnow und Martin Schulze Wessel über die
    deutsch-ukrainischen Beziehungen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des
    Magazins ZEIT Geschichte.

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    Alle Folgen von Wie war das noch mal? hören Sie hier. Die Redaktion
    erreichen Sie per Mail unter [email protected]._

    Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Taras
    Kompanitschenko und dem Chorea Kozacka (Хорея Козацька), dessen Lieder
    man im eigenen YouTube-Kanal anschauen und nachhören kann oder auch auf
    Spotify, Apple Music und anderen Plattformen. Ein Dankeschön auch an
    Martin Dietze vom Deutsch-Ukrainischen Kulturverein für die freundliche
    Vermittlung. Viele der Bücher des Historikers Andreas Kappeler sind bei
    C. H. Beck erschienen, drei besonders empfehlenswerte Titel sind:

    - Ungleiche Brüder. Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur
    Gegenwart, München 2022
    - Kleine Geschichte der Ukraine, München 2022
    - Die Kosaken. Geschichte und Legenden, München 2013

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  • "Enough of blood and tears, enough!" Genug Blut, genug Tränen sind schon
    vergossen worden – mit eindringlichen Worten bekennt sich Israels
    Ministerpräsident Izchak Rabin im September 1993 vor dem Weißen Haus zum
    Frieden mit den Palästinensern. Er reicht Palästinenserführer Jassir
    Arafat an diesem Tag in Washington die Hand, mit ein wenig Nachhilfe von
    US-Präsident Bill Clinton. Das Bild geht um die Welt, Frieden im Nahen
    Osten scheint plötzlich möglich.

    Doch nicht alle wollen den Frieden. Gut zwei Jahre nach dem historischen
    Handschlag, im November 1995, wird Rabin am Rande einer großen
    Kundgebung in Tel Aviv erschossen. Der Täter ist ein strenggläubiger
    rechtsnationaler Jude.

    16 Jahre zuvor, im März 1979, haben Ägyptens Präsident Anwar al-Sadat
    und Israels Ministerpräsident Menachem Begin ebenfalls einen
    Friedensvertrag vor dem Weißen Haus unterzeichnet. Den ersten
    Friedensschluss Israels mit einem seiner arabischen Nachbarn, 30 Jahre
    nach der Gründung des jüdischen Staates. In diesem Fall ist es der
    Ägypter Sadat, der seinen Willen zum Frieden mit dem Tod bezahlt. 1981
    wird er bei einer Militärparade von fanatischen Islamisten erschossen.

    Zwei Friedensschlüsse, zwei Attentate – hat der Frieden im Nahen Osten
    überhaupt eine Chance? Das fragen wir in der neuen Folge des
    ZEIT-Geschichtspodcasts Wie war das noch mal? Wie kann man Frieden in
    dieser Konfliktregion erreichen? Welche Versuche gab es? Und was ist aus
    ihnen geworden? Diese Folge des Podcasts haben wir live beim ZEIT ONLINE
    Podcast-Festival im Großen Saal des Westhafen Event & Convention Center
    in Berlin aufgenommen.

    Mehr zum Thema, zum Beispiel ein Interview mit dem Historiker Dan Diner
    zum Zweiten Weltkrieg im Nahen Osten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe
    des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine
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  • Ein britischer Archäologe reitet an der Spitze der Arabischen Revolte,
    ein jüdisches Geschwisterpaar gründet einen Geheimdienstring für die
    Briten. Sie alle kämpfen, um das Osmanische Reich zu Fall zu bringen,
    für die Zukunft eines freien Palästinas – doch sie malen es sich sehr
    unterschiedlich aus. Im Ersten Weltkrieg stehen die Urgroßeltern der
    Kontrahenten der Gegenwart – Israelis und Palästinenser – noch Seite an
    Seite als Alliierte gegen die osmanischen Herren. Und doch liegen in den
    Ereignissen dieser Jahre zwischen 1914 und 1918 auch die Wurzeln des
    Nahostkonflikts von heute.

    In unserer neuen Folge des ZEIT Geschichtspodcasts Wie war das noch mal?
    folgen Judith Scholter, Markus Flohr und Katharina Edele der
    atemberaubenden Geschichte des berühmten Thomas Edward Lawrence, besser
    bekannt als "Lawrence of Arabia" und seinem Kampf an der Seite der
    aufständischen Araber in den Wüsten und Wadis Arabiens. Wir hören auch
    seine eigenen Worte, in einigen Sequenzen aus einem autobiografischen
    Roman, den er später veröffentlicht.

    Wir lernen aber auch Aaron und Sarah Aaronsohn kennen, Juden aus
    Palästina, die an der Mittelmeerküste eine landwirtschaftliche
    Versuchsstation betreiben, die im Krieg zum Hauptquartier eines
    Spionagerings wird. Wir erinnern an den Völkermord an den Armeniern und
    Assyrern und anderen christlichen Gruppen im Osmanischen Reich und
    zeichnen nach, welche Schockwellen er durch das wankende islamische
    Großreich schickte.

    Mehr zum Thema, zum Beispiel ein Interview mit dem Historiker Dan Diner
    zum Zweiten Weltkrieg im Nahen Osten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe
    des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine
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  • "Es ist unglaublich, aber eine Tatsache, wir werden wieder von deutschen
    Leopard-Panzern bedroht" – das sagte Wladimir Putin in einer Rede am 2.
    Februar dieses Jahres in Wolgograd. 80 Jahre zuvor war dort die Schlacht
    von Stalingrad zu Ende gegangen, die schon zu sowjetischen Zeiten ein
    Mythos war, wirkmächtig inszeniert in einem eigenen Museum und mit einer
    monumentalen Gedenkstätte gewürdigt. Heute wird die Erinnerung an diese
    Schlacht wieder genutzt: zur Rechtfertigung des russischen
    Angriffskrieges gegen die Ukraine.

    Doch wie entstand der Mythos in der Sowjetunion? Warum wurde die Stadt,
    um die im Winter 1942/43 so erbittert gekämpft wurde, knapp zwanzig
    Jahre später umbenannt? Und wie hat man sich eigentlich in Deutschland
    an die Schlacht von Stalingrad erinnert?

    Wir zeichnen in unserer neuen Folge das Nachleben der Schlacht von
    Stalingrad in der Erinnerungskultur der Sowjetunion und der
    Bundesrepublik nach. Dazu sprechen wir mit Mark Edele, Professor für
    sowjetische Geschichte an der Universität Melbourne, und mit dem
    Moskau-Korrespondenten der ZEIT, Michael Thumann. Gemeinsam ordnen wir
    die Konjunkturen des Gedenkens in die Geschichte der Nachkriegszeit ein
    und zeigen am Beispiel Stalingrads, welche wichtige Rolle die
    Vergangenheit für den aktuellen Krieg Wladimir Putins spielt.

    Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT
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  • Wie kaum etwas anderes steht die Schlacht von Stalingrad heute für das
    Grauen des Zweiten Weltkriegs und gerade in diesen Tagen jährt sie sich
    zum 80. Mal. In einer Doppelfolge unseres ZEIT-Geschichte-Podcasts Wie
    war das noch mal? sprechen wir über die Schlacht und hören zahlreiche
    eingelesene Feldpostbriefe von Soldaten, die an ihr beteiligt waren,
    deutsche wie sowjetische. ZEIT-Geschichte-Chefredakteur Frank Werner
    ordnet die Briefe ein, erläutert ihre Besonderheiten und diskutiert
    zusammen mit Markus Flohr, welche Botschaften in diesen Briefen zu
    finden sind, was sie über ihre Autoren verraten, was sie verschweigen –
    und welche Geheimnisse sie noch heute bergen.

    Im zweiten Teil tritt die eisige Kälte von Stalingrad in den
    Vordergrund, der Hunger und die immer deutlicher werdende Niederlage.
    Und wir widmen uns "letzten Briefen", also Nachrichten von Soldaten, die
    ahnen, dass sie ihre Abschiedsworte niederschreiben. In beiden Teilen
    hören wir auch Stimmen von sowjetischen Soldaten.

    Mehr zum Thema, zum Beispiel ein Interview mit dem Militärhistoriker
    Sönke Neitzel zur Schlacht von Stalingrad, lesen Sie in der aktuellen
    Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine
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    Die eingelesenen Briefe stammen aus einer Produktion des
    Deutschlandfunks und der ZEIT Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Unter
    der Leitung des Berliner Historikers Jens Ebert wurde zum 60. Jahrestag
    der Schlacht 2003 eine große Zahl von Briefen gesammelt und ediert.
    Daraus entstand eine Sendereihe mit Briefcollagen, die der
    Deutschlandfunk ausstrahlte, außerdem eine CD, die noch antiquarisch
    erhältlich ist. Jens Ebert veröffentlichte ein Buch, das unter dem Titel
    „Feldpostbriefe aus Stalingrad“ erschienen ist. Wir bedanken uns beim
    Deutschlandfunk und bei Jens Ebert für die freundliche Unterstützung und
    die Erlaubnis, die Briefzitate in unsere Sendung einbinden zu dürfen.

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  • Wie kaum etwas anderes steht die Schlacht von Stalingrad heute für das
    Grauen des Zweiten Weltkriegs. In diesen Tagen jährt sie sich zum 80.
    Mal. In einer Doppelfolge unseres ZEIT-Geschichte-Podcasts Wie war das
    noch mal? sprechen wir über die Schlacht und hören Feldpostbriefe von
    Soldaten, die an ihr beteiligt waren, deutsche wie sowjetische.
    ZEIT-Geschichte-Chefredakteur Frank Werner ordnet die Briefe ein,
    erläutert ihre Besonderheiten und diskutiert zusammen mit Markus Flohr,
    welche Botschaften in diesen Briefen zu finden sind, was sie über ihre
    Autoren verraten, was sie verschweigen – und welche Geheimnisse sie noch
    heute bergen.

    Im ersten Teil rekapitulieren wir den Angriff der Wehrmacht auf
    Stalingrad im Sommer 1942, die Gegenoffensive der Roten Armee und den
    erbitterten Kampf um die Stadt bis zur deutschen Kapitulation vor 80
    Jahren, am 31. Januar 1943. Die Briefe in der ersten Folge handeln
    davon, wie die deutschen Soldaten langsam verstehen, in welcher Lage sie
    sind, welche Folgen die Zensur hat, wie die Soldaten die Kämpfe, den
    Feind, Weihnachten und den Jahreswechsel erleben.

    Mehr zum Thema, zum Beispiel ein Interview mit dem Militärhistoriker
    Sönke Neitzel zur Schlacht von Stalingrad, lesen Sie in der aktuellen
    Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine
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    Heft im Handel oder online im ZEIT Shop.

    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter [email protected]

    Die eingelesenen Briefe stammen aus einer Produktion des
    Deutschlandfunks und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Unter
    der Leitung des Berliner Historikers Jens Ebert wurde zum 60. Jahrestag
    der Schlacht 2003 eine große Zahl von Briefen gesammelt und ediert.
    Daraus entstand eine Sendereihe mit Briefcollagen, die der
    Deutschlandfunk ausstrahlte, außerdem eine CD, die noch antiquarisch
    erhältlich ist. Jens Ebert veröffentlichte ein Buch, das unter dem Titel
    "Feldpostbriefe aus Stalingrad" erschienen ist. Wir bedanken uns beim
    Deutschlandfunk und bei Jens Ebert für die freundliche Unterstützung und
    die Erlaubnis, die Briefzitate in unsere Sendung einbinden zu dürfen.

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  • Er ist der bekannteste Kaiser des deutschen Mittelalters, vor allem aber
    eine berühmte deutsche Sagenfigur: Barbarossa, der Rotbart. Tief im Fels
    soll er schlummern, bis er aufwacht eines Tages und sein Reich neu
    errichtet. Doch wer war dieser Kaiser wirklich? Und warum stieg gerade
    er zu einem solchen Mythos auf?

    In unserer neuen Folge von Wie war das noch mal? begeben wir uns
    gemeinsam mit dem Historiker und Mittelalterexperten Knut Görich von der
    Universität München auf die Spuren des realen Kaisers wie auch der
    Sagenfigur Barbarossa. Wir rekonstruieren, wie sich der Name dieses
    Kaisers im Laufe von 800 Jahren Geschichte auf verschlungenen Wegen zum
    Mythos verdichtete, der er vor allem im 19. Jahrhundert war. Wir wollen
    verstehen, worauf Deutsche hofften, die auf Barbarossa hofften – und wir
    werfen auch einen Blick auf die Instrumentalisierung, die der Name
    dieses Kaisers erfahren hat.

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  • Im Jahr 972 heiratet ein Mädchen aus Byzanz den Sohn des
    römisch-deutschen Kaisers: Sie heißt Theophanu. Sie wird zur Kaiserin
    gekrönt und übernimmt nach dem Tod ihres Mannes Otto II. die
    Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn, gegen alle Widerstände.
    Knapp 800 Jahre später, 1745, schlägt eine mächtige Frau in Wien die
    Kaiserkrone aus: Maria Theresia, Erzherzogin von Österreich und Königin
    von Ungarn und Böhmen, wird zwar in dem Moment Kaiserin, in dem ihr Mann
    Franz Stephan Kaiser wird – aber krönen lässt sie sich nicht. Warum?

    In unserer neuen Folge von Wie war das noch mal? blicken wir auf zwei
    außergewöhnliche Frauen, eine im Mittelalter, eine in der Frühen
    Neuzeit, und schildern, wie sie Kaiserinnen wurden und was das
    bedeutete. Wie gewannen sie Einfluss und übten ihre Macht aus? Wir
    fragen, wie so eine Kaiserinnenkrönung eigentlich ablief und warum die
    Zeremonie mehr noch als für die Kaiserin für das Reich von enormer
    Bedeutung war.

    Dazu sprechen wir mit der Historikerin Katrin Keller, die an der
    Österreichischen Akademie der Wissenschaften den Forschungsbereich zur
    Geschichte der Habsburgermonarchie leitet und uns erklärt, warum Maria
    Theresia die Krönung als "Komödie" bezeichnet hat.

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  • "Freiheit und Leben kann man uns nehmen. Die Ehre nicht." Diese berühmt
    gewordenen Worte spricht SPD-Parteichef Otto Wels am 23. März 1933 in
    der Berliner Krolloper. Knapp zwei Monate zuvor ist Hitler zum
    Reichskanzler ernannt worden, knapp einen Monat zuvor hat der Reichstag
    gebrannt. Nun tagt das Parlament in seinem Ausweichquartier und die
    Nationalsozialisten lassen über das "Ermächtigungsgesetz" abstimmen –
    eine der rechtlichen Grundlagen ihrer Diktatur. Auf formal legalem Weg
    wollen sie den Reichstag entmachten und es der Regierung Hitler
    erlauben, Gesetze zu erlassen. Nur die 94 Abgeordneten der SPD beweisen
    an diesem Tag Mut und stimmen geschlossen mit Nein. Otto Wels begründet
    für die SPD, warum seine Partei sich der Selbstentmachtung des
    Parlaments entgegenstellt.

    In unserer neuen Folge zeichnen wir den Weg der Weimarer Republik in die
    Diktatur nach und fragen nach der Rolle der Sozialdemokraten in den
    letzten Jahren der Republik. Darüber haben wir mit dem Historiker
    Heinrich August Winkler gesprochen, einem der besten Kenner der
    Geschichte der Weimarer Republik. Wir stellen den SPD-Vorsitzenden Otto
    Wels vor und hören Auszüge aus seiner berühmten Rede, der letzten freien
    Rede in einem deutschen Parlament bis 1949. Wir ordnen seine Worte ein
    und erzählen so von einer der Sternstunden des deutschen
    Parlamentarismus – an dessen schwärzestem Tag.

    Die Rede ist als Fragment im Originalton überliefert und zum Beispiel
    hier zu finden.

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  • Um kurz nach 21 Uhr tönt am 27. Februar 1933 ein Alarm durch Berlin: Der
    Reichstag brennt! Polizei und Feuerwehr eilen mit ihren Fahrzeugen zum
    Parlament im Herzen der Stadt. Bald werden Schläuche über Schläuche ins
    Innere des Gebäudes gelegt, aus der Kuppel züngeln schon die Flammen.
    Der Plenarsaal ist nicht mehr zu retten. Die Polizei verhaftet noch im
    Gebäude den jungen Niederländer Marinus van der Lubbe. Hitler und Göring
    verkünden, als sie am Tatort ankommen, es handele sich um einen Aufstand
    von links. Jetzt sollten "alle Kommunisten aufgehängt werden". Sie sind
    seit Ende Januar an der Macht, und die Terrorwelle, die sie in den
    folgenden Tagen lostreten, bedeutet das Ende der Demokratie in
    Deutschland.

    Wir zeichnen in unserer neuen Folge die Ereignisse dieses Abends in
    Berlin nach und beleuchten auch den Lebensweg des angeklagten
    Brandstifters Marinus van der Lubbe. Den Brand ordnen wir ein in den
    Niedergang der Weimarer Republik und in die Gewaltgeschichte der letzten
    Jahre von Weimar. Wir sprechen dazu mit dem Historiker Markus Roth vom
    Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Und diskutieren schließlich
    sowohl die lange vorherrschende These, Marinus van der Lubbe habe ganz
    allein gehandelt, als auch die zeitgenössische Überzeugung vieler
    Deutscher, der Brand sei auf ein Komplott der Nationalsozialisten
    zurückzuführen.

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  • Was passiert mit einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Wie kann eine
    Gesellschaft mit dem Erbe der Gewaltherrschaft umgehen? In einer
    Doppelfolge unseres Geschichtspodcasts erzählen Frank Werner und Judith
    Scholter von Momenten, in denen sich die Zukunft eines Landes öffnet.

    Am 28. April 1945 wird der italienische Diktator Benito Mussolini am
    Comer See von Partisanen erschossen. Seine Leiche wird geschändet und in
    Mailand öffentlich zur Schau gestellt, bevor sie für mehrere Jahre
    verschwindet. Der spanische Diktator Francisco Franco stirbt 1975 mit 82
    Jahren und wird seinem Wunsch entsprechend in einem gigantischen
    Mausoleum im „Tal der Gefallenen“ nördlich von Madrid beigesetzt. Doch
    auch das war nicht für die Ewigkeit gemacht: 2019 wird der Leichnam
    Francos nach jahrelangen Debatten umgebettet. Das Grab eines Diktators
    ist keine Privatsache.

    Im zweiten Teil unserer Doppelfolge über den Tod von Diktatoren und ihr
    Nachleben sprechen wir über Benito Mussolini und Francisco Franco. Wir
    erzählen von den Ereignissen des April 1945 und des November 1975 und
    fragen, wie die Gesellschaften in Italien und Spanien mit dem Erbe der
    Diktatoren umgegangen sind. Und wir sprechen mit dem Historiker Jörg
    Baberowski darüber, welche Rolle der Faktor Zeit bei der Aufarbeitung
    einer diktatorischen Vergangenheit spielt.

    Im ersten Teil der Doppelfolge geht es um den Tod von Adolf Hitler 1945
    und um die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der
    Bundesrepublik.

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  • Was passiert mit einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Wie kann eine
    Gesellschaft mit dem Erbe der Gewaltherrschaft umgehen? In einer
    Doppelfolge unseres Geschichtspodcasts erzählen Frank Werner und Judith
    Scholter von Momenten, in denen sich die Zukunft eines Landes öffnet.

    Am 30. April 1945 erschießt sich Adolf Hitler im Bunker unter der
    Berliner Reichskanzlei. Doch ausgerechnet Stalin, der eindeutige Beweise
    für den Tod Hitlers besitzt, schürt Zweifel: Hitler sei bei Franco in
    Spanien oder per U-Boot nach Japan entkommen. Die Deutschen nehmen die
    Kolportage dankbar an: Statt sich mit ihrer eigenen Verantwortung für
    die Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, ergötzen sie
    sich an Legenden und Verschwörungstheorien über Hitlers vermeintlichen
    Verbleib.

    Im ersten Teil der Doppelfolge über den Tod von Diktatoren und ihr
    Nachleben zeichnen wir diese letzten Stunden Hitlers nach und auch auf
    die direkt nach seinem Tod einsetzende Legendenbildung. Wir erzählen von
    den verschiedenen Wellen der Auseinandersetzung mit dem Diktator und
    fragen nach dem Stand in der Gegenwart. Und wir bitten den Historiker
    Norbert Frei, die deutsche Vergangenheitspolitik nach 1945 für uns
    einzuordnen.

    Im zweiten Teil der Doppelfolge wird es um Benito Mussolini und
    Francisco Franco gehen.

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  • Mit 16 Getreuen setzt Hermann Otto Blumenau, ein Apotheker aus dem Harz,
    im Jahr 1850 nach Brasilien über. Seit Jahren verfolgt er hartnäckig
    eine Idee: eine Kolonie im unbewohnten Dschungel. Dafür hat er von der
    Regierung des jungen brasilianischen Staates Land gekauft und in der
    deutschen Heimat Siedler geworben. Sie landen in der Provinz Santa
    Catarina am Fluss Itajaí. Bald treffen sie auf die Kaingang und die
    Xokleng – Indigene, die in dem Gebiet leben.

    Heute ist Blumenau eine Großstadt mit mehr als 300.000 Einwohnern.
    Mittendrin erinnert ein Mausoleum an den Stadtgründer, noch immer
    sprechen viele Menschen hier und in der gesamten Provinz Santa Catarina
    neben Portugiesisch auch Deutsch oder deutsche Dialekte. Was Blumenau
    aber fehlt, ist ein Ort, der in ähnlicher Weise wie an den Stadtgründer
    auch an die Kaingang und Xokleng erinnert, deren Schicksal mit der
    deutschen Einwanderung so eng verbunden ist.

    Wir erzählen am Beispiel der Stadt Blumenau die Geschichte der deutschen
    Einwanderung nach Brasilien: von Hermann Otto Blumenaus schicksalhafter
    Begegnung mit Alexander von Humboldt, seinem hoffnungsvollen Aufbruch,
    ersten Rückschlägen und baldigen Erfolgen – und von den ersten Gerüchten
    über "Indianerüberfälle" bis zum brutalen Vernichtungskrieg, der um 1900
    gegen die Indigenen auch in den von Deutschen bewohnten Gebieten tobte
    und sie fast gänzlich auslöschte.

    Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Freien
    Universität Berlin, ordnet für uns die Geschichte Blumenaus in die
    Geschichte Brasiliens ein und schaut vor allem auf die Politik gegenüber
    der indigenen Bevölkerung bis heute. Und hin und wieder lassen wir auch
    Hermann Blumenau mithilfe seiner Briefe und Tagebücher zu Wort kommen.

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    Das Blumenau-Lied hat uns freundlicherweise Vox3 zur Verfügung gestellt:
    Vox3 – "Das geht nach Blumenau (Germanic Folklore from the Itajaí
    valley)"._

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