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  • Fast täglich sehen wir im Fernsehen Bilder von brennenden Wäldern, von
    Löschflugzeugen und verkohlten Baumstämmen. Der Wald brennt, nicht nur in Kalifornien oder Südfrankreich, sondern auch in Deutschland, in Brandenburg, in der Sächsischen Schweiz, zuletzt im Berliner Grunewald.

    Warum ist das so? Brennen die Wälder häufiger als früher, sind die Schäden verheerender? Und was lässt sich dagegen tun?

    In "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, sprechen Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing diese Woche mit dem Freiburger Forstwissenschaftler Jürgen Bauhus, der als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik auch die Bundesregierung berät. Bauhus sagt, er sei "kein Fan des Begriffs 'Waldsterben'", aber für ihn gebe es keinen Zweifel: „Dem Wald geht es heute schlechter als in den Achtzigerjahren.“ Deutschland sei "auf die steigende Waldbrandgefahr nicht gut vorbereitet“, „viele Feuerwehren haben wenig Erfahrung mit Waldbränden". Vor allem aber müsse der deutsche Wald "umgebaut" werden, um den höheren Temperaturen und der größeren Trockenheit widerstehen zu können, die der Klimawandel mitbringen werde, sagt Bauhus.

    Der Schwarzwald etwa werde es mutmaßlich mit einem
    Klima zu tun bekommen, wie es jetzt in Avignon herrsche.
    Bauhus sagt: "Was in der Vergangenheit 'natürlich' war, wird in der Zukunft nicht bestehen können." Und er erklärt, wie der Wald in Deutschland künftig aussehen wird, welche Arten jetzt gepflanzt werden sollten. Ein solcher Umbau aber koste viel Geld. Und brauche viel Zeit, denn "der Wald ist wie ein großer Tanker: lange Bremswege, großer Wendekreis".

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Keine 24 Stunden dauerte die hochumstrittene Visite von Nancy Pelosi, Sprecherin des US-amerikanischen Repräsentantenhauses und drittranghöchste US-Politikerin, auf der Insel Taiwan. Weitaus langanhaltender könnten die Folgen sein. Kann Pelosis Provokation der Funke sein, der den seit Langem schwelenden Konflikt zwischen China und den USA zum nächsten weltpolitischen Großkonflikt macht? Was bedeutet es, wenn die USA versichern, sie stünden zu Taiwan? Und welche Folgen kann all das für den Welthandel haben?

    Darüber sprechen Peter Dausend und Tina Hildebrandt diese Woche in "Das Politikteil" mit dem China-Kenner Matthias Naß, internationaler Korrespondent der ZEIT und Autor mehrerer Bücher über Chinas Aufstieg zur Weltmacht.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Seit dem 24. Februar starren wir auf den Krieg in der Ukraine, auf die Schlachten, die Waffen, den Verlauf der Front. Aber was geschieht eigentlich jenseits der Front, im Land? In den Familien? In den Schulen? Was macht die Flucht mit den Menschen? Und wie geht es denen, die auch im Frieden am Rand leben, den Obdachlosen, den Prostituierten und Drogenabhängigen?

    In „Das Politikteil“, dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, spricht Heinrich Wefing diese Woche mit der ukrainischen Schriftstellerin und Verlegerin Kateryna Mishchenko, die seit dem russischen Überfall auf die Ukraine in Berlin lebt. Mishchenko ist eine der wichtigsten Stimmen der Ukraine in Deutschland geworden, eine leise, beharrliche Stimme, die zum Nachdenken zwingt – und selbst nach Worten sucht für das Unsagbare.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Über die Deutsche Bahn wird ja eigentlich immer geschimpft, aber in diesem Sommer ist das Chaos größer denn je – massive Verspätungen, überbuchte Züge, Frust und Wut bei den Kundinnen. Was sind die Ursachen? Was die Versäumnisse? Und warum schafft Deutschland trotz Milliardeninvestitionen noch immer nicht, was zum Beispiel die Schweiz oder Schweden hinbekommen: eine verlässliche Bahn zu organisieren, ohne die eine Verkehrswende nicht zu schaffen ist?

    In "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, sprechen Ileana Grabbitz und Heinrich Wefing diese Woche mit Claas Tatje, Bahnvielfahrer, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT und Autor des Buches "Tschusing Deutsche Bahn today" (gemeinsam mit Mark Spörrle). Tatje erklärt die Komplexität des Systems Bahn, die Verantwortung des Managements für das gegenwärtige Desaster. Und die Verantwortung der Politik: "Die Probleme, die es heute gibt, sind eigentlich Probleme von gestern, für die die Politik verantwortlich ist."

    Zur jahrzehntelangen Vernachlässigung der Infrastrukturen kommt jetzt verkehrspolitischer Aktionismus: "Das 9-Euro-Ticket war ein Fehler", kritisiert Tatje. "Die Bahn hat kein Nachfrageproblem, sondern ein Angebotsproblem." Aber er kennt auch eine Lösung: "Die ist eigentlich einfach: mehr Züge und mehr Gleise." In all "dem Murks, der da passiert", liege auch eine "einzigartige Chance, die Mobilität zu verändern".

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

    (P.S.: Der im Podcast erwähnte Zug von Heinrich Wefing zurück nach Hamburg hatte am Ende übrigens 120 Minuten Verspätung.)

  • Während die Energiepreise explodieren und die Inflation Höchstwerte erreicht, haben vor wenigen Tagen, am 11. Juli, die jährlichen Wartungsarbeiten an der Gaspipeline NordStream 1 begonnen. Was in all den Jahren zuvor bloß Routine war, setzt jetzt die Politik in Berlin massiv unter Stress: Wird Putin nach dem Ende der Wartungsarbeiten Ende Juli wieder Gas liefern? Oder hält er das Gas zurück - als Antwort auf die Wirtschaftssanktionen des Westens im Ukrainekrieg? Und welche Folgen hätte ein solcher Gaslieferstopp?

    In "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, sprechen wir diese Woche mit Karen Pittel, sie lehrt Volkswirtschaft in München und leitet das Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen am ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Mit Pittel diskutieren wir, wie jeder Einzelne sich auf die drohende Gasknappheit vorbereiten kann, was die Industrie jetzt schon tut, um unabhängiger vom Gas zu werden und was der Staat jetzt tun kann. Pittel sagt: "Die aktuelle Panik in Deutschland ist aus russischer Perspektive befriedigend." Aber sie sagt auch: "Es ist noch überhaupt nicht sicher, dass es zu einer Gas-Triage kommen wird. Wir müssen nur darauf vorbereitet sein."

    Die Ökonomin erklärt außerdem, warum es so schwierig ist, jetzt schon genau zu sagen, wie sich die Lage entwickeln könnte - eine Rezession hält sie für möglich, aber nicht für unausweichlich. Und sie weist darauf hin, dass der schwierigste Winter nicht notwendigerweise der Kommende ist sondern der Winter 2023/24.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.
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  • Kohlekraftwerke laufen jetzt länger. Das verpönte, umweltbelastende Fracking-Gas gilt plötzlich als Zukunftshoffnung. Für den Bau von Windrädern, Solaranlagen und Batterien fehlen Rohstoffe – und nun flammt auch noch eine Debatte wieder auf, die eigentlich längst Geschichte schien und der enormes Erregungspotenzial innewohnt: Atomkraft – nein, danke! Oder doch: Ja, bitte?

    All dies geschieht zu einer Zeit, da die Menschen zunehmend von ökonomischen Sorgen geplagt werden: Die Inflationsrate ist auf Rekordniveau, der Euro im 20-Jahres-Tief, die Preise für Benzin, Gas und Öl steigen und steigen – und sollte Wladimir Putin den Gashahn bald ganz zudrehen, droht ein politisch heißer Herbst und ein besonders kalter Winter.

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit Ottmar Edenhofer, dem Co-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Klimapolitik, über die Frage, ob primär der Staat oder vor allem der Einzelne nun Energie sparen muss – und darüber, ob Klimapolitik ein Schönwetterthema ist.

    Ottmar Edenhofer ist Professor an der Technischen Universität Berlin und Direktor (gemeinsam mit Johan Rockström) sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Er gilt als Experte auf dem Gebiet der CO₂-Bepreisung. Laut eines US-Datenanalyse-Unternehmens zählt Edenhofer zu den meistzitierten Forschern der Welt

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber normalerweise Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören. In dieser Ausgabe allerdings moderieren Tina Hildebrandt und Peter Dausend.

  • Wie kann der Krieg in der Ukraine enden? Was sind eigentlich die deutschen Interessen? Und darf es sie überhaupt geben? Über diese Fragen sprechen Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing diese Woche in "Das Politikteil" mit Christoph Heusgen, dem Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz und früherem außenpolitischen Berater Angela Merkels.

    Heusgen erklärt, warum die deutsche Zögerlichkeit bei den Waffenlieferungen zwar verständlich, aber falsch ist. Er, der selbst bei vielen Gesprächen mit Putin dabei war, berichtet, wie Putin seine Gesprächspartner zu manipulieren versucht und begründet, warum auch Angela Merkel als Vermittlerin vermutlich momentan nichts beim russischen Präsidenten erreichen könnte. Und er fordert eine wesentlich aktivere deutsche Außenpolitik, die dem "russisch-chinesischen System" Einhalt gebietet.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Seitdem Scholz Bundeskanzler ist, wird viel über die Bedeutung von Gefühlen in der Politik gesprochen – weil Scholz so wenig Emotionen vermittelt. In geradezu sturer Nüchternheit übt er sein Amt aus, liest Reden oft weitgehend tonlos vom Blatt ab und inszeniert sich im Berliner Politiktheater als die Verkörperung der reinen Vernunft. Bei der Bevölkerung kommt dieser Stil allerdings bisher nicht gut an. Während die Zustimmung für seine zurückhaltende Ukraine-Politik laut Umfragen hoch ist, werden seine Kommunikation und seine Auftritte von der Mehrheit der Deutschen kritisch gesehen. Muss er sich ändern – oder nur anders präsentieren?

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit dem Schauspieler Ulrich Matthes über die Bedeutung von Emotionen, Rollen und Inszenierungen in der Politik, über sein Dasein als sozialdemokratisch orientierter Merkelianer, über die Basilikumexplosion auf seinem Balkon – und über ein "Arschloch".

    Ulrich Matthes ist ein hochdekorierter Theater- und Filmschauspieler und war zwischen 2019 und 2022 Präsident der Deutschen Filmakademie. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem der Bayerische Filmpreis, die Goldene Kamera, der Grimme-Preis und der Faust-Theaterpreis. Gleich zweimal wurde er als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. Das Bundesverdienstkreuz erhielt er allerdings nur einmal. Matthes ist der Sohn eines Journalisten, sein Vater hatte führende Positionen beim "Tagesspiegel" inne. Der 63-Jährige gilt als einer der politischen Köpfe in der deutschen Künstlerszene.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Seit der russischen Invasion in die Ukraine ist der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, einer der schärfsten Kritiker der Ukraine-Politik der Bundesregierung. Deutschland liefere zu wenig Waffen und dies auch zu zögerlich, moniert er. Er und seine Landsleute fühlten sich auch angesichts der großen Wirtschaftsstärke Deutschlands im Krieg gegen Wladimir Putin im Stich gelassen.

    In der neuen Folge von „Das Politikteil“, das beim Podcastfestival von ZEIT ONLINE live aufgezeichnet wurde, sprechen wir mit Melnyk über die Lage im Donbass, seine Kritik an der Rolle Deutschlands sowie über seine Seelenlage nach über hundert Tagen Krieg. „Ich weine fast jeden Tag. Abends, wenn ich Zuhause bin und mir die Lage in meiner Heimat ansehe“, sagte der Botschafter.

    Im Podcast bekannte sich Melnyk abermals zu seiner großen Enttäuschung über den außenpolitischen Kurs von Bundeskanzler Olaf Scholz. „Deutschland hat alle Möglichkeiten in der Hand um zu helfen“, sagte er, aber das Land bliebe hinter den Möglichkeiten zurück. Melnyk bezog außerdem Stellung zu der Ausladung des Bundespräsidenten seitens der Ukraine und verteidigte seine Äußerung gegenüber Scholz, den er als „beleidigte Leberwurst“ bezeichnet hatte. „Beleidigte Leberwurst ist für mich ein sehr schöner Ausdruck, der zeigt, wie reich die deutsche Sprache ist. Ich hoffe, dass ich Scholz mit diesem Ausdruck nicht beleidigt habe.“

    Im Podcast Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Das Vereinigte Königreich erlebt in diesen Tagen eine fast unheimliche Gleichzeitigkeit von Glanz und Elend: Da herrscht einerseits große Euphorie anlässlich des Platinjubiläums der Queen, andererseits Fassungslosigkeit ob des Niedergangs von Boris Johnson, der gerade ein Misstrauensvotum seiner eigenen Partei nur knapp überstand. Monarchie und Premier eint die unsichere Zukunft: Ob sich Johnson trotz der Kritik bis zur nächsten Wahl halten kann ist genauso ungewiss wie das Schicksal des britischen Königshauses nach dem Tod der hoch betagten Elizabeth II.

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit ZEIT-Autor Jan Roß über die Krisen des Vereinigten Königsreichs und versuchen die Briten selbst zu ergründen. Wie passt die Faszination für die in Riten erstarrte Monarchie zusammen mit der dann doch großen Geduld mit einem Premier, der auf alle Konventionen pfeift?

    Roß, ein ebenso großer Kenner wie Liebhaber des Vereinigten Königreichs und Autor des Buchs "Boris Johnson – Porträt eines Störenfrieds", gibt im Podcast interessante Einblicke in die Seelenlage der Briten, erklärt die Anziehungskraft der Queen und wagt eine Prognose für die politische Zukunft des Premierministers: "Was Johnson killen wird, ist, wenn die Leute endgültig das Gefühl haben: ‚Was für ein privilegiertes Arschloch.‘ Und nicht mehr: ‚Was für ein erfrischender Rebell.‘

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Acht Monate lang war sie unsichtbar für die Öffentlichkeit, nun taucht die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Reihe sorgsam choreografierter Auftritte langsam wieder auf.

    Warum sie das tut, was sie zu sagen hat und wie sich das Bild Merkels verändert hat – darüber sprechen wir in "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, mit einem der besten Kenner des politischen Berlin: Zu Gast ist Nico Fried, der langjährige Berliner Bürochef der "Süddeutschen Zeitung". Er hat Merkel während ihrer Amtszeit intensiv beobachtet und sie auf vielen Reisen begleitet.

    Merkels Rückkehr ist vor allem deshalb so interessant, weil sich seit ihrem Abschied aus der aktiven Politik so viel verändert hat, auch der Blick auf ihre Kanzlerschaft: War ihre Russland-Politik falsch? Waren all ihre Gespräche mit Putin vergebens? Und warum ließ sie es zu, dass die Ostseepipeline Nord Stream 2 gebaut und Deutschland immer abhängiger von russischem Gas wurde?

    Mit Nico Fried diskutieren wir, ob angesichts der russischen Invasion in der Ukraine die Geschichte von Merkels Kanzlerschaft jetzt neu geschrieben werden muss. Und Fried erklärt den Unterschied zwischen "merkeln" und "scholzen".

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Vor eineinhalb Jahren schien der Spuk vorbei zu sein. Mit dem Wahlsieg von Joe Biden endete die vierjährige Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident. America First, rassistische und sexistische Ausfälle, Beleidigungen politischer Widersacher, Angriffe auf die "Lügenpresse", öffentliche Bewunderung für autoritäre Machthaber – all das, so glaubte man in Europa, sei nun Geschichte. Doch zu den "midterm elections", den Zwischenwahlen in den USA, bringt Trump 130 Kandidaten an den Start, die so ticken wie er. Setzen sie sich bei den Kongress- und Gouverneurswahlen im Herbst durch, rückt sein Comeback als Präsident entscheidend näher. Und der Spuk kehrt zurück.

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit der USA-Korrespondentin der ZEIT, Amrai Coen, über ein zutiefst gespaltenes Land, die mysteriöse Verwandlung des "Hillbilly-Elegy"-Autors J.D. Vance vom entschiedenen Trump-Kritiker zum unterwürfigen Trump-Bewunderer, über die Fehler von Joe Biden – und wer oder was eine zweite Präsidentschaft von Trump noch verhindern kann.

    Amrai Coen war zum Zeitpunkt der Aufnahme des Podcasts in Texas unterwegs, um über die Folgen einer Verschärfung des Abtreibungsrechts zu berichten. Kurz vor unserem Gespräch lief ein 18-Jähriger im texanischen Uvalde Amok und erschoss mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene. Waffengewalt und Abtreibung: der Streit darüber ist entscheidender Treiber für die fortschreitende Spaltung der US-Gesellschaft. Auch das ist Thema.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Seit mehr als 80 Tagen behauptet sich die Ukraine unerwartet erfolgreich im Krieg gegen Russland. In der vergangenen Woche stießen ukrainische Soldaten bis an die russische Grenze vor, sogar über eine Rückeroberung der Krim wird inzwischen gesprochen. Zugleich schnürt Russland dem Land den Zugang zum Meer immer weiter ab.

    Sogar der zögerliche Olaf Scholz sagt inzwischen: Die Ukraine muss gewinnen. Aber was heißt das eigentlich, gewinnen? Wer hat welche Ziele? Welche Szenarien sind realistisch? Und welche Rolle spielen die USA, die immer wieder mit weitreichenden Statements gegen Putin vorpreschen?

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" diskutieren wir darüber mit der außenpolitischen Koordinatorin der ZEIT, Anna Sauerbrey. Die Expertin für Außenpolitik erklärt, dass Russland eigentlich jetzt schon verloren hat
    und warum eine Rückeroberung der Krim trotz jüngster Erfolge der ukrainischen Armee eher unwahrscheinlich ist. Sie beschwert sich darüber, dass wir immer nur über die Bilder aus der Ukraine sprechen anstatt über die grausame Wirklichkeit dort. Und sie erklärt, warum es sinnvoll ist, sich über eine gesichtswahrende Lösung für Putin Gedanken zu machen.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Mit seinem brutalen Krieg gegen die Ukraine hat Wladimir Putin auch eine der größten Kornkammern der Welt weitgehend außer Gefecht gesetzt – was in den Abnehmerländern in Afrika und in Asien furchtbare Folgen hat. Hier wird der Weizen so teuer und knapp, dass Vieh im großen Stil verendet und immer mehr Menschen um ihre Existenz kämpfen und hungern müssen. Ernährungsexperten warnen bereits vor einer der größten Hungersnöte der Menschheitsgeschichte – und viel spricht dafür, dass Wladimir Putin das Getreide als Waffe gezielt einsetzt, um seine Gegner im Westen zusätzlich unter Druck zu setzen.

    In der neuen Folge von "Das Politikteil" sprechen wir mit ZEIT-Korrespondentin und Krisenreporterin Andrea Böhm über die Ursachen und die Folgen der globalen Getreidekrise – und diskutieren, was passieren muss, um diese humanitäre Notlage zu lindern. Andrea Böhm war gerade zwei Wochen in der Ukraine, zuvor in Kenia, und berichtet über ihre Eindrücke aus zwei Ländern, die jeweils sehr unterschiedlich von der Krise betroffen sind. "Putin arbeitet ganz gezielt mit der Angst vor Preiserhöhungen", sagt Böhm und erklärt, warum es tatsächlich ein Beitrag im Kampf gegen den russischen Aggressor wäre, wenn wir alle weniger Fleisch essen würden.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Peter Dausend zu hören.

  • Nach dem überstürzten Abzug der westlichen Truppen und der neuerlichen Machtübernahme der Taliban im vergangenen Sommer war eines völlig unklar: Was wird mit den Frauen und Mädchen in Afghanistan? Verlieren sie alle Chancen auf Bildung, alle Hoffnungen auf eine Teilnahme am öffentlichen Leben? Oder haben die orthodoxen Taliban gelernt, werden sie liberaler als früher?

    In "Das Politikteil", dem politischen Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE sprechen wir diese Woche mit Lea Frehse, der Nahostkorrespondentin der ZEIT. Sie war in Afghanistan unterwegs und erzählt, wie es den Frauen dort heute geht, wie sie leben, worauf sie hoffen können – und worauf nicht. Lea Frehse erzählt aus einer Geburtsklinik, einem "Mikrokosmos des weiblichen Afghanistans". Sie konnte dort mit Ärztinnen, Pflegerinnen und Schwangeren sprechen – und sie erzählt von dem männlichen Aufpasser, den die Taliban in die Klinik geschickt haben. Lea Frehse schildert eine "Zwischenzeit", einen Moment, in dem noch nicht ganz entschieden ist, wie das Afghanistan der nahen Zukunft aussehen soll. Und in dem auch noch nicht ganz klar
    ist, ob die Frauen tatsächlich alle Hoffnung aufgeben müssen. Und sie erzählt, warum die Lage in Afghanistan auch vom Krieg in der Ukraine abhängt.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt, Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz zu hören.

  • Elon Musk kauft Twitter. Der reichste Mann der Welt investiert 44 Milliarden Euro seines Vermögens in die Übernahme eines umstrittenen sozialen Netzwerks – und verfolgt damit allem voran eine politische Mission: Die Meinungsfreiheit sei in Gefahr, sagt der Multimilliardär. Die Wirtschaftlichkeit des Deals sei nebensächlich, er wolle das Potenzial von Twitter "als Plattform für die freie Meinungsäußerung auf der ganzen Welt" entfesseln.

    Was genau bedeutet das für einen Kanal, den Politiker wie der amtierende Vizekanzler Robert Habeck bereits verlassen haben, weil sie ihn für toxisch halten? In der neuen Folge von "Das Politikteil" diskutieren wir mit Ludwig Siegele, Digitalexperte bei dem britischen Magazin "The Economist", über die gesellschaftlichen und politischen Folgen der Übernahme – und versuchen außerdem, uns der Person Elon Musk zu nähern. Was treibt diesen extravaganten Ausnahmeunternehmer und multiplen Firmengründer, der seinerseits keine Probleme hat, mit provokanten Meinungen an die Öffentlichkeit zu gehen?

    "Geld motiviert Elon Musk nicht. Er ist getrieben davon, die Welt zu verbessern", sagt Ludwig Siegele. Er ist ein Kenner des Silicon Valley, hat selbst viele Jahre in San Francisco gelebt und Musk mehrfach getroffen. "Autoritäten zählen für ihn nichts", sagt Siegele, man müsse auch Elon Musks Vergangenheit kennen, um das zu verstehen.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing sowie Ileana Grabitz und ein neuer Host zu hören, dessen Name erst in seiner ersten Folge verraten wird.

    In eigener Sache: Unser Podcast ist für den Deutschen Podcast-Preis nominiert. Wenn Sie unsere Bewerbung unterstützen wollen, können Sie hier ( https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/das-politikteil-2/ ) für uns abstimmen. Wir freuen uns sehr!

  • Am Sonntag wählt Frankreich einen neuen Präsidenten – oder eine Präsidentin. Noch nie hatte die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen so gute Chancen, die Wahl zu gewinnen. Amtsinhaber Emmanuel Macron muss um seine Wiederwahl bangen.

    Im Politikpodcast "Das Politikteil" sprechen Heinrich Wefing und Tina Hildebrandt mit dem Paris-Korrespondenten der ZEIT, Matthias Krupa, darüber, wer oder was die Wahl entscheiden wird und welche Folgen ein Wahlsieg von Le Pen für Frankreich, die EU und Deutschland hätte. Er spricht über die fatale Wählerformel "Je reicher, desto Macron" und erklärt, warum sich vor allem viele linke Wähler vom amtierenden Präsidenten verraten fühlen.

    Ein Wahlsieg von Le Pen würde auf einen "halben Nato-Austritt des Landes hinauslaufen", sagt Krupa, der lange für die ZEIT aus Brüssel berichtet hat. Er warnt vor der Illusion, die Wahl sei schon zugunsten von Macron entschieden und sagt zugleich voraus, dass sich die Bundesregierung künftig auch in einer zweiten Amtszeit von Macron warm anziehen müssten.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing sowie Ileana Grabitz und ein neuer Host zu hören, dessen Name erst in seiner ersten Folge verraten wird.

  • Dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier ausgeladen hat, war nicht nur eines der größten diplomatischen Debakel der Bundesrepublik seit Langem. Der Vorfall offenbart auch die grundsätzlichen Mängel der deutschen Außenpolitik. Aufgrund wirtschaftlicher Interessen wurden bei den Beziehungen mit Diktaturen viele Kompromisse gemacht. Im Umgang mit problematischen Staaten werden zwar rote Linien definiert, aber selbst wenn die – wie jetzt von Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine – brutal überschritten werden, bleibt eine konsequente Reaktion aus.

    In der neuen Folge von „Das Politikteil“ diskutieren wir mit Jörg Lau, dem außenpolitischen Koordinator der ZEIT, über Ursachen und Folgen des Steinmeier-Eklats, die Frage, ob Deutschland die Ukraine im Stich lässt, und über die Nähe der SPD zu Russland, die weit mehr Politiker pflegen als der Bundespräsident. Jörg Lau war selbst dabei, als Steinmeier in Polen die Nachricht bekam, dass sein Besuch in Kiew nicht erwünscht sei. Er berichtet von einem sichtlich verunsicherten Präsidenten. „Es fielen die Worte: 'Ich werde cool bleiben'“, erinnert er sich.

    Im Podcast „Das Politikteil“ sprechen wir jede Woche über das, was die
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    Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz zu hören.

  • Jeder ist sofort auf dem Baum. Jeder will recht haben. Und keiner hört mehr zu. Das mag übertrieben klingen, aber wenn man auf die vergangenen Wochen und Monate schaut, dann sieht man auch: Die Stimmung im Land ist ganz schön gereizt. Sehr viele regen sich über vieles sehr schnell mächtig auf. Aber woran liegt es eigentlich, dass wir so eine Empörungsgesellschaft geworden sind? Und wie könnten wir bloß das Zuhören wieder lernen?

    Micky Beisenherz ist TV-Autor, Podcast- und Fernsehmoderator. Er weiß um die Mechanismen, die gesellschaftliche Empörung triggern. Und er ist für seine zugespitzten Formulierungen bekannt. In der aktuellen Ausgabe von "Das Politikteil" spricht er gemeinsam mit den Moderatoren Ileana Grabitz und Marc Brost über Twitter und Talkshows, über Shitstorms und Selbstironie, über den Fall Gil Ofarim und den Kommunikationsstil von Robert Habeck.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing sowie Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.

  • Wladimir Kaminer ("Russendisko") ist einer der bekanntesten russischstämmigen Schriftsteller in Deutschland. In "Das Politikteil" sprechen wir mit ihm darüber, was die Menschen in Russland über Putins Krieg denken, wie der Krieg die russische Community in Deutschland verändert und über Kaminers Initiativen, um eine Gegenöffentlichkeit zu Putins "Propadandamaschine" zu organisieren. Kaminer spricht über seine Angst und erzählt, warum das russische Fernsehen "eine unglaublich harte Waffe" ist. Der Autor berichtet außerdem, dass er Beschwerden über anti-russische Anfeindungen für eine Übersprungshandlung hält und erklärt, warum er den Satz "Putin ist verrückt" nicht mehr hören kann.

    Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast - und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.