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  • Ja gut, was sind schon heutzutage 5 Milliarden? Jede kleine Eurokrise kostet gleich mal das Dreifache. Aber mal ehrlich, wieso ist das Heiraten denn so teuer?
    Es fängt ja alles schon bei der Verlobung, da müssen manche Menschen schon mal tief in die Tasche greifen bevor die ganze Sause überhaupt los geht. Dann ist da die Planung, die einem Zeit und Nerven frisst. Manche Menschen gehen auf Hochzeitsreisen, lassen sich beraten, lassen sich jegliches Zeug zeigen und teils auch verkaufen. Da wäre man doch froh um einen Hochzeitsplaner oder?
    Jetzt ist es übrigens so, dass an dem Tag der Hochzeit alles auch übertrieben sein darf, es soll ja um die Braut gehen, der perfekte Tag für die Prinzessin im Weiss (meist im Weiss). Und doch geht es auch um die Anderen, das Essen sollte schmecken, das Dekor sollte der Höhepunkt der Ästhetik darstellen, die Musik sollte rocken. Eine paradoxe Welt in der Tat. Gestresste und gleichzeitig voller Hoffnung erfüllte junge Menschen, geben Geld aus, dass sie dringend für etwas anderes bräuchten, um sich selber und gleichzeitig einer Menge Anderer eine Art Party zu veranstalten, an der man kaum Zeit hat mit den Gästen abzuhängen. Das man mittlerweile die Hochzeit als einer der 3 grössten Beziehungsstressoren identifizierte, wundert mich wenig.

    Was ist denn eure Meinung zu der Hochzeitsindustrie und wie habt ihr denn eure Hochzeit erlebt?

    Hosts: Michal (Psychologe) und Miriam (Frauenärztin & Sexualmedizinerin) 

  • Es gibt kaum ein Thema aus dem Kreise des Missbrauchs, das einem so nahe geht wie der Kindesmissbrauch in der Familie. Potenziertes Leid durch die ungewollten Schwangerschaften ist eins der Themen des heutigen Talks. Frau Dierkes ist selber betroffen und kennt diese dunkle Welt des Inzests nur zu gut. Zu Beginn nennt sie uns eine Zahl zur Orientierung, Anzahl der Kindesopfer vom sexuellen Missbrauch. Man kann davon ausgehen, dass dies bei weitem nicht die abschließende Anzahl ist.
    Was passiert in einer Familie, in der Kinder missbraucht werden? Wer sind die Täter? Warum dauert es oft lange bis jemand reagiert und die Kinder beschützt? Auf diese Fragen gehen wir auch gemeinsam ein.
    Frau Dierkes spricht aus der bitteren Erfahrung, die ihr wiederum ermöglichte andere Betroffene zu unterstützen. Sie schrieb Bücher aber genauso macht sie sich in ihrem Verein stark! Sie und ihre Kollegen helfen mit Rat und konkreten Vorschlägen bei Verdachtsfällen.
    Und hiermit würde ich euch herzlichst bitten die Arbeit des Vereins zu unterstützen, vielleicht einmal statt für Greenpeace für M.E.L.I.N.A und die Opfer von Missbrauch innerhalb der Familien zu spenden?!

    Ein nicht so leicht zu verdauender Talk also nehmt euch Zeit und Geduld mit beim Zuhören! Und ja, ich verzichtete auf die Klassiker Fragen am Ende, es schien mir unpassend.

    Gast: Frau Ulrike. M Dierkes, Journalistin, Schriftstellerin, Gründerin des Vereins M.E.L.I.N.A, Website von Ulrike
    Host: Michal Hulik, Psychologe, Instagram
    Spenden Info:

    M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V.
    Deichstraße 25, 56564 Neuwied, Tel.: 02631-4036229
    www.melinaev.de
    melina.ev@t-online.de
    Spendenkonto: DE69 6005 0101 0002 7048 23
    SOLADEST600

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  • Anita Weichenberger erklärte uns in dieser Episode, was sie eigentlich als Psychologin und Paartherapeutin den Menschen, die sie aufsuchen bieten kann und was nicht. Ich denke aus Sicht der Patienten, sind angemessene Erwartungen sehr wichtig, denn sonst könnte man das Gefühl haben, nicht mal ein Profi könne helfen, man sei ein hoffnungsloser Fall.

    Anita erzählte am Anfang eine Anekdote aus ihrer Praxis, als sie eine Krankenschwester anrief:

    "Komm, wir haben da eine typische IVF Patientin für dich!" Da musste Anita sich erstmal fragen, was da denn typisch sein sollte, sie erfuhr auf Nachfrage, es sei die Ängstlichkeit der Frau als Hauptmerkmal gemeint. Denn wenn ma so viel probiert und sich bemüht und irgendwann doch noch ein Lichtlein Hoffnung da ist, wird auch die Angst dieses Lichtlein zu verlieren gross.

    Aber es geht nicht nur um die Frau, es geht um das Paar, die Dyade. Es geht um die Handhabung der teils sehr belastenden Situation, dem langen steinigen Weg des nicht erfüllten Kinderwunsches. Das Paar ist gezwungen über Themen zu reden, welche wehtun können. Schuldzuweisungen sind keine Seltenheit, aber ein Tabu. Denn wer mag schon dem Partner sagen "Ich bin wütend auf dich, weil du 5 Jahre gebraucht hast, um mit mir Kinder haben zu wollen?"

    Nicht gerade überraschend ist Anita's Appell an die Leute, miteinander zu reden, es wenigstens zu wagen, womöglich in einem geschützten, begleitete Rahmen der Paartherapie.

    So, und für alle andere Themen, die noch angeschnitten werden müsst ihr jetzt mal reinhören ;)

    Enjoy!

    Kinderbücher: www.famart.de/kinderbuecher/
    Deutshe Gesellschaft für Kinderwunschberatung: www.bkid.de
    Kepler Universitätsklinikum: www.lebenswunsch.at

    Gast: Anita Weichenberger, klinische Psychologin, Universitätsklinik, persönliche Webseite
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Praxis

  • Haben Sie schon mal von Asexualität gehört? Falls nicht, wird dieses Gespräch das verändern. Caro ist eine 20 jährige Person, die sich eine Weile in ihrem Leben damit beschäftigte, ihrer Sexualität einen Namen zu geben. Das Label "asexuell" habe ihr geholfen den Druck rauszunehmen, den sie von der Gesellschaft gespürt habe. Sie hilft mir in diesem Gespräch das Thema Asexualität besser zu verstehen.

    Zuerst stellten wir fest, dass es sich um keinen Begriff handelt, auf dem man sich international und fachübergreifend jemand geeinigt hätte. Jeder darf sich so bezeichnen und was das für die Einzelne Person bedeutet, weiss auch nur die Person. Deswegen kommt man nicht drum herum, bei den Leuten nachzufragen.

    Caro erklärte, dass asexuelle Menschen im "Schnitt" einfach nicht so gerade aus Sexualität ausleben wollen/können, wie die anderen Menschen. Entweder sie finden keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen, oder sie haben sehr spezifische Vorstellungen und Wünsche unter welchen es dann noch klappt oder aber sie finden alles um die Sexualität und Sex eklig.

    Dabei habe sich Caro auch oft unverstanden oder sogar angegriffen gefühlt, man habe sie "heilen" wollen mit richtiger Kusstechnik oder man attestierte ihr eine verspätete sexuelle Entwicklung.

    Wir haben auch kurz erörtert, welche Angaben die Menschen, die man wegen Asexualität befragte gemacht haben, betreffend der eigenen sexuellen Aktivität, bspw. um den Partner zu beglücken.

    Jedenfalls merkt man, das ganze Thema ist entweder sehr kompliziert oder sehr einfach, kommt darauf an, wie man es anschaut.

    Gast: Caroline, Instagram
    Host: Michal Hulik, Psychologe, Instagram 

    Hilfreiche Links:

    die AktivistA Website AktivistA | Verein zur Sichtbarmachung des asexuellen Spektrums mit Discord Server https://discord.com/invite/HnkcTgX

    die AVEN Website The Asexual Visibility and Education Network | asexuality.org (auf Englisch)

    die AUREA Website (deutsch) AUREA - Start (aromanticism.org)

    Literatur:

    Profus, A. (2016). Unsichtbares sichtbarmachen. Asexualität als sexuelle Orientierung. Katzer, M., & Voß, H.-J.(Eds.)(2016). Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung: Praxisorientierte Zugänge. Psychosozial-Verlag.

    Flörcken, T. (2017, March). 3.3 Asexualität–Definitionen und spezifische Bezüge zu Männern/Männlichkeiten. In Sexualität von Männern (pp. 229-238). Psychosozial-Verlag.

    Schlag, N. (2016, January). Asexualität. Eine diskursive Annäherung. In Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung (pp. 207-224). Psychosozial-Verlag

  • Wer von euch hat schon daran mal gedacht, die eigenen Hoden ode die des Partners abzutasten, fürsorglich, mit dem Gedanken Vorsorge bei Hodenkrebs zu gewährleisten? Ich würde fast wetten, dass es nur Wenige von euch waren. Warum eigentlich?

    Ja gut, man könnte meinen, wenn wir das schon nicht machen, dann reden wir wenigstens viel über das Thema oder? Nein, aus dem Gespräch mit Alexander geht hervor, dass sich sehr viele Menschen schämen, sich über das Thema zu unterhalten. Leider tragen die Männer viel selber dazu bei, durch wenig Selbstfürsorge. Solange man "funktioniert" ist ja alles okey! Soweit das Motto. Es ist auch irgendwo verständlich, es ist kein angenehmes Thema, es nimmt immer Einen selber mit, denn es kann an den eigenen Tod erinnern. Die Betroffen spricht man auch nicht darauf an, aus Angst sie zu verletzen vielleicht. Und da in vielen Köpfen noch die Gleichung Krebs = sicherer Tod vorliegt, haben Menschen noch mehr Berührungsängste. Fehlen uns im Übrigen denn die Anatomie Kenntnisse? Anscheinend schon! Es braucht auch mehr Interesse an unseren Körpern, und zwar bevor etwas nicht mehr funktioniert. Habe den Mut dich selber zu untersuchen, Gefühl für die Normalität deines Körpers zu finden und so zur eigenen Gesundheit beizutragen.

    Hier könnt ihr die Hodenuntersuchung lernen:

    Hodencheck

    Alexander redete auch über seiner Erfahrung mit der Medizin und was ihm immer noch fehle sei die Wertschätzung seitens der Ärzte. Genauso sei es mit der Zweitmeinung, warum sollte es nicht der Fall sei, sich eine Zweitmeinung zu holen?
    Er schrieb ein Buch über sein Schicksal, engagiert sich öffentlich und hilft der Sache. Schaut euch seine Arbeit an!

    Gast: Alexander Greiner, Movember Website
    Host: Miriam Mottl, Sexualmedizinerin, Gynäkologin

    Podcast Instagram Account 

  • Junggesellinnen Abschied? After work Feier? Geburtstag? Zu allen möglichen Anlässen kann man einen männlichen Stripper, einen Entertainer anfragen und sich über die Show erfreuen. Was wissen wir eigentlich über die Welt des Menstrips?

    Man kann sagen, dass die männlichen Stripper einen harten Job haben. Sie müssen einerseits den Körper auf einem Top Niveau halten und zusätzlich noch Choreographien drauf haben, denn einfach da zu stehen und die Muskeln zur Schau zu stellen wäre noch lange kein Erfolgsrezept.
    Was erlebt denn ein Stripper bei seiner Arbeit? Wer bucht ihn überhaupt und wie haben Filme wie Magic Mike die Branche verändert?
    Das alles erfahrt ihr in diesem Gespräch mit Paul Gee, der selber einerseits alleine aber auch mit einem Team von Tänzern/Strippern auftritt. Wir reden auch darüber, wie man die Stripper oft abstempelt und ihnen automatisch etwas zuschreibt, Clichés halt. Gerade Paul ist das wahre Gegenteil, denn als Psychologe könnte er etwas ganz anderes machen. er entschied sich aber für den Strip, denn das macht sein Leben bunt und bringt ihn dahin, wo er aufblüht. Ihr erfahrt, dass es gewisse stereotype Kostümwahl gibt und dass die eine oder andere Frau gerne am Tuch ziehen würde um das "verbotene Stück" zu sehen, aber da hat Paul bereits die Erfahrung und hält sein Handtuch fest wie ein Krokodil seine Beute.

    Wie ihr Paul und seine Jungs buchen könntet, erfährt ihr auf den verlinkten Webseiten gleich hier unten - - - - - - - ->

    Viel Spass beim Zuhören

    Gast: Paul Gee, Webseite, Dreamboys, Stripperbuchen, Instagram
    Host: Michal Hulik, Psychologe und Podcaster, Instagram

  • Ever wondered what might happen if you try to hold your urine and not pee? Dr. Rena Malik, a certified board urologist and pelvic surgeon explains in this episode a ton of useful things. From answering the cliché questions about what to do if you get an erection while being examined by an urologist, to some rare and scary medical conditions that can seem like a mild problem and turning to something nasty.

    Dr. Malik goes into detail explaining why you should not try to enlarge your penis by injecting some weird stuff like vaseline into it. She briefly touched upon why kegel exercise can help some women with strengthening the pelvic floor muscles. And no, she wasn't fascinated by penises, that is not the reason why she became a urologist. Unlike the prejudice here, urologists see male and female patients alike.
    Additionally she explains how the anatomical structure of the penis looks like and why the right amount of testosterone is important for a man and his overall health condition.

    Dr. Malik started her Youtube channel to promote health, educate the wide public and to help people take care of minor things themselves or to know when to go to hospital because something is an emergency.

    I recommend you to watch her videos, they are funny and educational!

    Guest: Rena Malik, MD, board certified urologist and pelvic surgeon, Instagram, Youtube
    Host: Michal Hulik, psychologist, Instagram, Patreon

  • Sandra und Britta sind Schwestern, Anne, die Dritte des Gast-Trios teilt mit ihnen aber eine ähnliche Geschichte. Sie sind alle sog. Wunschkinder. Anders gesagt, wenn ein Paar Kinder haben möchte aber keine haben kann, egal aus welchem Grund, hat das Paar die Möglichkeit Gameten ( Geschlechtszellen) von anderen Menschen als "Spende" anzunehmen. Man könnte es wie bei der Transplantation sehen, mit dem Unterschied, dass aus diesem gespendeten Gameten Kinder entstehen. Kinder, die nachher zu Erwachsenen werden. Kinder die Rechte haben, unter Anderem das Recht zu wissen, wie sie entstanden sind!
    Das Gespräch mit den Damen in diesem Podcast dreht sich in erster Linie darum, dass wir in der Gesellschaft langsam aber sicher endlich die Diskussion über die Wunschkinder haben müssen. Was passiert davor und was passiert danach, wenn man sich als Paar dafür entscheidet da biologische Material anderer zu nehmen um "eigene" Familie haben zu können. Was macht das mit den Kindern, wenn man das Thema unterschlägt, verschweigt oder sogar die Kinder belügt. Was soll ein Kind machen, wenn es intuitiv das Gefühl hat "Ich gehöre hier nicht hin, alle sind so anders in meiner Familie".
    Wie sind überhaupt unsere 3 Protagonisten mit dem eigenen Schicksal fertig geworden, was wünschen Sie sich persönlich für andere Wunschkinder und was hat Miriam als Gynäkologin in einer Kinderwunschklinik zu allen diesen Themen zu sagen?

    Ich denke diese Episode wird euch allen die Augen öffnen und einige Diskussionen innerhalb der Paare auslösen. 

    Gäste: Sandra, Britta und Anne, Website, Instagram, Facebook, Twitter
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website, Instagram

  • In dem heutigen Podcast wird uns Priscilla helfen die christliche Geschichte besser zu verstehen. Wer also ein bisschen verwirrt ist über die Strömungen der christilen Glaubensgemeinschaft, wird sich hierbei erfreuen. Für alle, die sich fragen, was denn die theologisch reiche Episode alles noch mit sich bringt, kann ich mit fröhlichem Gesicht verkünden, dass ihr einige Highlights erfährt.

    Beispielsweise erklärt uns Priscilla, dass die Bibel ein ganzes "Buch" mit erotischer Poesie enthält, wo man Granatäpfel als Sinnbild für Brüste benutzte. Sie hilft uns zu verstehen, dass die Aussagen, die man in der Bibel findet nicht ohne den historischen Kontext und schon gar nicht als wahre Münze nehmen darf. Sonst gäbe es wohl viel mehr Tötungsdelikte in unserer Gesellschaft und wir würden kratzige Baumwollhosen tragen müssen.

    Priscilla und ich tauschen uns ausserdem zum Thema Verständnis für Andersdenkende aus. Sie betont zu Recht, dass man gewissen Menschen nur schwer einen Vorwurf machen kann, wenn sie konsistenter Weise eine Interpretation der Bibel verinnerlicht haben.

    Priscilla kämpft jedenfalls weiterhin für das Recht der Homosexuellen zu heiraten und ist froh darüber, dass in der Schweiz die Religion und der Staat keine Einheit sind.

    Um mehr über Priscilla zu erfahren und ihre Videos zu geniessen könnt ihr gerne bei Youtube und auf Instagram "holy shit" eingeben. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Claudia, die sich für ADHS awareness einsetzt machen sie sowohl lustige, als auch bildende Videos.

    Viel Spass beim Zuhören!

    Notiz: In diesem Podcast habe ich leider Priscilla 2-3 mal als Priesterin bezeichnet, gemeint ist Pfarrerin, ein Laienfehler ;)

    Gast: Priscila Schwendimann, Pfarrerin bei der reformierten Kirche in Zürich, Youtube Channel, Instagram
    Host: Michal Hulik, Psychologe,

    Unterstützt uns gerne mit Patreon, https://www.patreon.com/erosundpsyche

  • Was zur ist denn Tokophobie?

    Stellt euch folgendes vor: Ein Mädchen spielt nicht mit Puppen, findet als Teenager die Idee Mama zu sein absolut beängstigend. Jetzt könnte man meinen, «mit der stimmt doch was nicht». Die Damen vom Aniva erklären uns um was es hier eigentlich geht.
    Eins muss man sagen, man fühle sich schon sehr alleine und komisch mit der Tokophobie.
    Es sei schwierig zu sagen, welche Frau Tokophobie habe, denn diagnostische Abklärung innerhalb der Psychologie/Psychiatrie ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht existent.
    Soll man sich dann als Frau sterilisieren? Miriam sieht das aus gynäkologischer Sicht skeptisch.
    Aber da bleibt die Angst, dass es trotz allem noch zur Schwangerschaft kommen könnte, egal wie man verhütet. Im schlimmsten Falle tritt das, was man am meisten fürchtet doch noch ein. Wer kann da überhaupt helfen?
    Eine wichtige Message dieser Episode ist jedenfalls Tokophobie bedeutet kein Kinderhass.

    Mehr zum Thema erfahrt ihr von unseren Gästen, viel Spass beim Zuhören!
    Gäste: Anni & Vivana, Informations- und Hilfsprojekt "Anniva"
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin 

  • What do you know about Canadian stripper culture, the do’s and don’t’s and the differences between west and east coast?
    I guess as little as I did before this interview. Well one thing assured, after this episode you will understand that strippers can be very competitive ad territorial. You will find out that different strippers prefer different kind of shows to make. Some like longer shows with a narrative and costumes, some like more acrobatic and athletic dances, other enjoy the slow sexy alluring style.
    The important thing is, that not every stripper is a lost, uneducated and miserable person, as might be perceived or portraited by media. The financial side of this job is of course a big incentive, but as Harley explains, the love for dancing, being seen as sexy and praised by the audience is also a kick that is looked for by many dancers.
    Just like in other jobs, strippers watch each other’s performances and  try to improve their game and as Harley says, there is always something to learn. The dancing on the pole is not without its dangers, skin burns can happen, and the joints get their fair share of strain, too.
    The way that the management runs the strip club plays a role in the attraction of certain audience and strippers must adjust their shows and customer approach accordingly. Some strippers have two or three home bars where they come regularly, some like to travel across the country. She has also a couple of porn videos on Pornhub and her Youtube videos with her colleagues from the strip clubs are available, too.

    So go and check her out, enjoy the conversation and have a great day!

    Guest: Harley Blaze, Interviews with strippers, Youtube, personal Website
    Host: Michal Hulik, psychologist and podcaster 

  • Die Antwort ist nein! 

    Hentai ist viel mehr als das, was man so hört. Und es sollte meiner Meinung nach auch ernster genommen werden als es jetzt wird. Warum? Nun, wenn Menschen, die Pornographie konsumieren (es sind ja nicht wenige) nach hentai suchen (4. Platz bei der Begriffsuche bei Pornhub im 2017), wenn Menschen freiwillig/unentgeltlich Untertitel und Storylines zu dem Thema produzieren, dann ist offensichtlich ein intensives Interesse an diesem Genre vorhanden.
    Woher das Wort «hentai» kommt, was sog. shungas sind, welche Inhalte hentai hat und viel mehr, das erfährt ihr in dieser Folge.
    Achja, bevor ihr aber dazu kommt, werdet ihr noch einen kleinen, fast schon nostalgischen Rückblick von Miriam und mir hören, mit einer Bitte an euch, unsere Zuhörer!


    Ich hoffe, dass es euch insgesamt gefallen wird.
    Viel Spass!

    Literatur:

    Josephy-Hernández, D. (2015). The Translation of hentai, japanese animated pornography. Meta: journal des traducteurs/Meta: Translators’ Journal, 60(2), 345-345.

    Eelmaa, S. (2021). Sexualization of Children in Deepfakes and Hentai: Examining Reddit User Views.

    Schwarz, T. (2017). Hentai Porn und Manga Sex Movies. Pornografisierung von Gesellschaft. Perspektiven aus Theorie, Empirie und Praxis, 147.

  • Warum braucht man überhaupt eine psychologische Beratung, wenn man Kinder haben will? Geht das nicht einfach so?
    Sally erklärt, dass Menschen zwar wunderbar sind und einiges stemmen können, aber sie können auch schnell überfordert zu sein, wenn sie während des Projekts «Kinderkriegen» auch den Alltag auf die Reihe kriegen müssen.
    Die Betroffenen erzählen aber auch nicht jedem, dass sie gerade mit alle Kraft ein Kind kriegen wollen, nun klappe es halt nicht. Das heisst, man kämpft da schon eher allein mit dem Problem, genau das könne verheerend sein.
    Miriam empfiehlt aber sich auch Zeit zu lassen, zu trauern. Jeder Eisprung sei eine neue Hoffnung und Erwartung, und wenn diese dann enttäuscht wird, wirkt dies belastend.
    Aber wenn die Personen schon mal eine Ansprechperson haben, die als Ressource verstanden wird, kann das unheimlich helfen. Kinderwunschpaare können also einfach mal anrufen, involviert eine dritte Partei. Dabei muss in erster Linie nicht sofort eine Lösung zu Stande kommen.
    Sally erklärt, dass es gar nicht so einfach sei für die Menschen ihre Gefühle in Worte zu fassen, psychologische Beratung schützt aber einen geschützten Raum für diese Bemühung.

    Viel Spass beim Zuhören!

    Gast: Sally Schultze, Psychologin und Psychotherapeutin, Zertifizierte Kinderwunschberaterin
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website 

  • Wenn man Autoteile sucht oder wenn man Babysitter braucht, gibt es irgendwo eine Webseite auf der man eine Anzeige stellen kann. Dann steht da etwas im Sinne von "Ich suche... bla bla". Jemand meldet sich und wenn man sich einig wird, gibt es einen Handschlag.
    Was ist jetzt aber wenn man ein Kind haben möchte und alleine nicht kann? Was ist mit Schwulen, Lesben, Frauen die keinen Partner haben, Männern die keine Partnerin haben? Auch sie möchten vielleicht ein Kind. Was sollen sie denn tun?
    Christine und Mirjam waren mal in einer ähnlichen Situation. Als Paar wussten sie nicht, wie sie zu einem Vater kommen. Ausserdem sollte er nicht nur das biologische Material mitbringen, sondern auch die soziale Rolle übernehmen.
    Also riefen sie familyship ins Leben. Ein paar Jahre später ist diese Webseite ein Ort für alle potenzielle Eltern, die eine "klassische" Familie nicht haben können, dennoch darauf nicht verzichten wollen.
    Was Familie überhaupt für Christine bedeutet, wie die Webseite funktioniert und was Co-Parenting bedeutet, das erfährt ihr alles in der Episode selber!

    Geniesst die Episode und bis bald!

    Gast: Christine von familyship
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster

  • Gestartet wurde in dieser Episode mit einem grossen Tabuthema, nämlich der sexualisierten Gewalt. Dazu kann Magdalena einiges erzählen und hilft uns dabei, das Thema ein wenig besser zu verstehen. Was passiert, wenn uns jemand die eigenen Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt mitteilt, wenn sich jemand anvertraut? Magdalena empfiehlt «ja nicht nachbohren!» Es ist aber nicht einfach den Mittelweg zwischen Bagatellisierung und Dramatisierung zu finden.
    Magdalena erklärt auch, warum das Nachbohren fehl am Platz ist und zur sog. Retraumatisierung folgen könnte. Menschen können vor allem bei körperlicher Erregung während der sexualisierten Gewalt ihre Erregung nicht einordnen und dies führt zu krasser Verunsicherung. Dazu muss man sich vor Augen halten, dass die Erregung des Körpers nicht zwingend mit der Psyche zusammen geht. Wenn es komisch klingt, denkt mal an die Erektion eines pubertierenden Jungen ohne jeglichen mentalen Anhalt oder äusseren Reiz!
    Sexuelle Übergriffe bei Kindern werden übrigens nicht immer von Pädophilen (im klinischen Sinne) verübt, oft sind es einfach Erwachsene, die eigene Macht ausüben wollen und Kinder bieten eine gelegene Angriffsfläche. Ausserdem kommen die Übergriffe oft aus dem eigenen sozialen Umfeld, man möge dies nicht hören, aber die Zahlen belegen das. Angstmotive als Prävention funktionieren also nicht.
    Es ist sehr wichtig, dass man trotz familiären Strukturen nicht einfach wegschaut, sondern dass man Sachen benennt.

    wirklich ein spannendes Gespräch!

    Gast: Magdalena Heinzl, Instagram, Podcast
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website

  • Ist kurz vor Weihnachten dicke Luft bei dem Tannenbaum im Wohnzimmer zu spüren, weil der Partner oder die Partnerin wieder einmal eine Grenze überschritten hat? Hat sich vielleicht ein Dritter eingemischt und noch mehr die Lage aufgeheizt?
    Dann wäre ein "emergency call" beim Michael möglich! Michael und Jasmin sind ein Paar, dass sich um die Anliegen verzweifelter oder enfach bemühter Dyaden kümmert. Mittels online Coachings helfen die beiden den Personen dabei ihre Beziehungen zu verbessern, zu retten oder zu schützen. In einem Fall sogar friedlich aufzulösen. Sie gewährten uns in diesem Podcast einige Einblicke, wie sie genau arbeiten.
    Wie die beiden sagen, die Nachfrage ist gross und sehr divers. Sie beide meinen auch, dass man sich bei Beziehungsproblemen ohne Weiteres ein paar Bücher kaufen kann, aus denen man bewährte Methoden anwenden könnte. Nur muss man selber in dem Meer der Selbsthilfeliteratur zu recht kommen. Jasmin als Diplompädagogin hilft eher im Bereich der Kindererziehung, das heisst auch angehende oder bereits aktive Eltern könnten sich hier melden.
    Die beiden haben vor einer Weile auch mit dem eigenen Podcast gestartet und freuen sich über jegliche Feedback zu ihrem Inhalt. Das ist ein Hinweis für euch liebe Zuhörerschaft ;)

    Gäste: Jasmin und Michael von der Familienwerkstatt, Instagram
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster, Website 

  • Je mehr und besser mal stimuliert, umso intensiver wird der Sex, meint Gundula gleich am Anfang der Episode. Wobei laut den beiden startete die Episode ja eigentlich 2 Stunden davor. Wir werden wohl nie erfahren, worüber man sich unterhielt, Schade eigentlich.
    Gundula erlaubt uns den Einblick in ihre Geschichte als Sexshopinhaberin. Der Werdegang ist wahnsinnig spannend. Damals war sie unter den ersten mit dem Konzept in ganz Deutschland.
    Gundula beschreibt die relativ niveaulosen Verpackungen der Sexspielzeuge damals, oder die Deko in den Shops. Zu krass, zu exponiert, zu dreckig. Zeiten habe sich wohl sehr verändert, würde man meinen. Besonders offensichtlich sei dies mit dem Verkauf der Bücher, die Gundula nicht mehr im Laden anbietet, aber dafür verkaufe sie viele Dessous. Bei Gundula im Shop kann man Sachen anfassen, schauen wie ein Vibrator vibriert, wie einem das BH passt etc. Gundula erklärt dann wie eine Reiz-Reaktion Schleife funktioniert und wie man sie selber beeinflussen kann. Neue Muster zu lernen erfordert aber eine offene Haltung gegenüber neuen Ideen. Und genau da kann der Besuch in Gundula’s Shop helfen.

    Lasst euch überraschen, was noch als Thema im Gespräch Platz gefunden hat.

    Gast: Gundula, Shop, Instagram, Facebook
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website

  • How is it to be one of the most recognized faces in the amateur porn industry, especially on Pornhub? Do actors and actresses create longings and needs, that would not even exist otherwise? And how much interaction does a porn star of this magnitude have with her audience?

    These questions will be answered by this episode’s guests Polina, aka luxury girl, aka Kristina Sweet and her colleague and teammate Pavel, or as he likes to be called, Pasha.
    We tried to overcome the language barrier as best as we could, compliments to Pavel and his great English skills indeed. Polina explains in the beginning of the episode that going into the amateur porn industry was not a random impulsive decision, rather a well thought long term business plan. Her sexuality did not change much, since she started shooting the scenes with her partner and she hopes to inspire others to accept themselves in their sexual choices and preferences. Polina does not lack self-esteem as she claims herself, that is why she doesn’t take criticism to her heart much. She explains that trends in the porn variety are almost always the same, among others MILF pornography seems to be prevalent a lot. Regarding a sense of competition with her colleagues, models and actors/actresses, she recognizes that there is enough of audience for any actor or actress, it’s all a question of taste.

    You can find out, what fruit she would choose to be and how does Pasha see her as a "non-boss" boss in this episode, too.

    Enjoy the first English episode!

    Guests: Luxury Girl, aka Kristina Sweet, Insta and Pasha
    Host: Michal Hulik, Psychologist and Podcaster

  • Grande Opera, eine Institution in der Region Offenbach. Vor allem für Leute, die es sexuell besonders bunt haben möchten, ist dies der Ort an dem die ungewöhnlichen Gelüste und Phantasien erfüllt werden können. Und zwar kann man entweder nur zuschauen oder auch mitmachen. Das liegt immer in den Händen der Gäste. Klar gibt es ein paar Grundregeln, aber der Rest ist der erotischen Atmosphäre überlassen.
    Je nach Motto der Party gehts ganz anders zu. Eins ist jedoch sicher, langweilige Klamotten sollte man zu Hause lassen!
    Erstens kommt man in dem Sonntagsanzug nicht in diesem Klub rein, zweitens will man auffallen und Anderen auch was zum Hingucken bereitstellen. Das und noch mehr erfahre ich von Laura, der Co-Managerin des Clubs, einer Insiderin der Fetisch-Szene.
    Laura erklärt mir ausserdem in dieser Episode warum sie sich Themen der Sexualität in ihrem Blog widmet, warum sie angefangen hat erotische Bilder zu schiessen und ins Netz zu stellen.
    Wir diskutieren darüber, dass Fetische als solche erstmal keinen pathologischen Charakter haben, erst wenn sie ausarten, kann dies zu einem Problem werden. Sie erzählt auch darüber, was für Fetische sie selber bei Gästen erlebte und welche für sie am ungewöhnlichsten waren.


    Ich wünsche euch viel Spass beim Zuhören und empfehle einen Besuch der Grande Opera!

    Gast: Laura von der Grande Opera, Website
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster 

  • Sexualität geht von 0 bis 100...... Eine Ansage!?

    Als Sexualpädagoge und Berater scheibt Carsten in seiner knappen Zeit noch Bücher. Der Name des Buchs, wie ihr erfahren werdet, wurde in der letzten Minute wegen sprachlichen Besonderheiten des deutschsprachigen Raums nochmal angepasst.
    Aber worüber sonst werdet ihr in dieser Episode erfahren? Nun Carsten thematisiert die Benennung der Genitalien als Grundlage für das eigene Verhältnis zu ihnen. Was keine Namen hat, könne laut ihn auch nicht einen Stellenwert haben. Er geht aber weiter und sagt, dass wo die eigene Körpererfahrung fehle, könne auch kein Mass dafür entstehen, was einer mag oder nicht. Das könne weitreichende Folgen haben.
    Miriam wirft das Thema der kindlichen Sexualität in den Raum und dem Unterschied zu der Sexualität der Erwachsenen. Wenn also Kindergärtner sich innerhalb ihres Explorationsverhaltens anfassen, sollte man vermutlich nicht lauthals von sexueller Belästigung und der Todesstrafe sprechen. Ist aber Pubertät wirklich eine so klare Grenze, wie Carsten es vorschlägt?
    Dann springen die Redner ans andere Ende des Altersspektrums. Rentner die Geschlechtskrankheiten haben, weil ihnen Verhütung egal ist? Ist wohl schon ein Thema gewesen. Sexualität ist aber auch im Alter ein grosses Thema.
    Und dann geht es gleich zum Thema Sexualität ist nicht gleich Penetrationssex. Und dann kommt es auch gleich wieder zum Thema Gespräch. Je klarer man miteinander redet, desto eher könne man laut Carsten bei dem Anderen andocken.
    Miriam findet das Buch vom Carsten gut geeignet für alle Altersgruppen. Es sei eine Art das Thema Sex nicht daheim zu tabuisieren.
    Und man sollte daran denken, auch wenn etwas nicht Spass (im Schlafzimmer und ausserhalb) macht, heisst es nicht, dass man sich nicht liebhat oder nicht weiterprobieren sollte. Klartext, Sex kann auch weniger toll sein.

    Viel Spass beim Zuhören! Es gibt einiges zum Schmunzeln und vielleicht die Stirn zu runzeln, wer weiss.

    Gast: Carsten Müller, Buchautor, Sexualpädagoge und Berater
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin