Episodes

  • Es ist natürlich ein großer Irrsinn. In Hamburg haben die Braunen am Wochenende 100 Prozent geholt. In Berlin durften die Kölner endlich mal wieder richtig Karneval feiern. Und in Bremen hat die Borussia aus Dortmund durch die bloße Anwesenheit ihrer Winterzugänge plötzlich richtig erwachsen gespielt. Mit Körper und Kommunikation. Da könnte sich die strauchelnde CDU noch richtig was abschauen, da wird das Mittelfeld zur neuen Mitte. Und sonst? Micky war auf der Berlinale und hat ein paar goldene Bären geritten, Maik war im Volkspark und hat Peter Tschentscher erst den falschen Schal und dann noch ein paar Prozente geschenkt. Und Lucas war mit seinem Freund, dem Philosophen Wolfram Eilenberger, im Ruhrgebiet und hat sich ein paar ordentliche königsblaue Flecken geholt.
    Was die Jungs sonst noch erlebt haben und bei welchem Trainer sie ihr Kreuz machen würden, das erfahrt ihr in der neuen Folge von Fussball MML, dem Podcast eurer Wahl. Viel Spaß!

  • Helau und Alaaf! Lächerlich bunte Trikots kann jeder, Prinzessin oder Pumuckl auch. Wir aber haben uns diesmal wieder als Podcaster und Experten verkleidet, um die längste Büttenrede der Bundesliga zu halten und eine Woche vor Rosenmontag nur mit Tulpen bedeckt über Gladiolen zu reden. Im Hamburger Schwitzkasten lassen wir, als Serviervorschlag für den Flo und seine Defensivjecken, gleich mal die Eier raushängen. Und laufen dann, leicht schwankend und stark lallend, über den Bremer Weg in Richtung Wiesenhof Arena, um mit Jan Delay noch eben ein Hühnchen zu rupfen, ehe die Karawane weiterzieht. Kamele und Kamelle, ihr kennt das. So geht es nach Dortmund, wo wir Vizesusi die Grätschen-Frage stellen und nach Manchester, wo derzeit noch nichts ausgeschlossen werden kann. Alles scheint möglich, in einem Sport, der auch in diesem Jahr an Aschermittwoch als Heuschrecke geht. Als Insekt, so groß wie das Saarland. Damit vergeht uns das Lachen und wir enden ohne Pointe. Nur Tuchel, kein Tusch. Viel Spaß. Oder so.

  • Missing episodes?

    Click here to refresh the feed.

  • 76 Tage, 76 Millionen. Dann wirft Jürgen Klinsmann, dieser Sohn eines schwäbischen Brezelbiegers, plötzlich hin. Und wir erfahren, wie immer, als letztes davon. Nach Preetz und auch nach der so genannten Öffentlichkeit. Klar, dass wir diese Unanständigkeit nicht auf uns sitzen lassen und, wie es sich für echte Wichserse gehört, in dieser Folge erstmal den Jürgen würgen. Lang und breit. Weil wir uns das mittlerweile leisten können, als Big City Podcast, der dahin geht, wo die Spannung und die Intrigen sind, wo die Macht- und die Grabenkämpfe ausgefochten, Dreck und Handtücher geworfen werden. Dort an der Frontlinie stehen wir, ein Peter Scholl-Latour in den alten Anzügen Frank Sinatras, die New York Times zum Einstecktuch gefaltet, das ntv-Logo direkt über das Herz tätowiert. So tänzeln wir die Showtreppe hinunter und bringen die Welt und ihre Figuren direkt zu euch nach Hause. Den zweifelnden Trainer, den transparenten Unparteiischen, den Wahnsinn und seine Methoden. Und ganz am Ende, nach einem veritablen Edmund-Stoiber-Moment, gibt es sogar noch den großen Geschichtskurs über Nazis im Stadion. Vielleicht gehen wir damit bald in Serie, vielleicht sind wir nächste Woche schon wieder weg. Wer weiß. Heute jedenfalls performen wir noch mal für euch, liebe Fans!
    Ha, ho, he! Eure Jungs.

  • Endlich wieder Pokal! Aber weil dieser Paria des Fußballs nunmal seine eigenen Gesetze hat, ignorieren wir ihn diesmal weitestgehend. Nur kurz geht es nach Verl, um die dortige Ahnengalerie abzuschreiten, die aus heutigen Performance Managern und baldigen Bundestrainern besteht. Und aus Oliver Kirch, der damals in Ostwestfalen noch nicht wissen konnte, dass er später einmal unter Dick Advocaat trainieren und danach für Latschenkiefer Werbung machen musste. Du schöne Knospe Unschuld! Hinter Verl allerdings liegen dann gleich die Emotionen, bilden wir Rudel, braucht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Nur unterbrochen von der Pushnachrichten-Ekstase Norbert Dickels ordnen wir Namen neu und Positionen auch, stellen wir Buchstaben um und Vermutungen an. Wie es sich gehört für alte Männer in jungen Ohren. Und obwohl uns dabei wie immer jegliches Fingerspitzengefühl abgeht, bleiben wir am Ende ohne Verwarnung. Und können euch deshalb, gut gelaunt und schlecht beraten, viel Spaß wünschen. Mit Fussball MML, Deutschlands einzigem gesprochenen Videobeweis.

  • Zugegeben, gleich zu Beginn floss der Gin wie der Jangtsekiang. An einem ansonsten grauen Vormittag, an dem sich Micky, Maik und Lucas im viel zu engen Studio gegenseitig den Sauerstoff weg atmen mussten. Überbevölkerung in Hamburg. Es blieb dann aber noch genug Luft, um für Friedhelm Funkel aufs letzte Loch zu pfeifen, am Beispiel Sandro Wagners das Social Scoring zu erörtern und mit Werder Bremen in die Zukunft zu schauen. Ansonsten wurde die Konkurrenz beobachtet, dem Gedenken gedacht, kurzerhand die Dauerkarte abgeschafft und eine Einladung ausgesprochen, für einen, der aktuell auf das richtige Pferd zu setzen scheint. Und wäre nach diesem Phrasenschweinsgalopp noch Geld übrig gewesen, wir hätten wohl Christian Eriksen verpflichtet, für unser ganz eigenes Reich der Mitte. War aber nicht. Weshalb wir heute nicht mehr zu bieten haben als Sparwitze auf Kosten des Steuerzahlers. Und weil es in dieser Folge sehr viel um die Chinesen ging, ist sie natürlich auch extra lang lang. Viel Spaß!

  • Junge, Junge. Heute ist wirklich alles dabei. Reklamierarme, Rudelbildungen, Videobeweise. Und das sind nur die ersten sieben Minuten dieser neuen Folge, an deren Ende ein traumatisierter Koala abmoderieren muss, weil Micky, Maik und Lucas da längst des Feldes verwiesen wurden. Wegen verbaler Grätschen, fiesem Nachtreten und ja, auch wegen eines hinterhältigen Hitlervergleiches, der selbst dem Schalker Ältestenrat zu denken geben dürfte. Was jedoch zuvor besprochen wurde, das könnt ihr euch nun ganz in Ruhe anhören. Viel Spaß!

  • Es ist, man kann es nicht anders sagen, die bisher beste Folge dieses Jahres geworden. Mit Abstand. Micky, Maik und Lucas sind für euch aufs offene Meer der Meinung gepaddelt, um im Brackwasser der Windhorst-Yacht ihre löchrigen Netze der Vermutung auszuwerfen. Immer hinein ins muntere Wellenspiel der Winterpause, wo der Größenwahn mit Torpedos auf große Fische zielt, um am Ende doch nur einen giftigen Argentinier an Land zu ziehen. Und andere erst nach einem langen Blick aus dem schlierigen Bullauge Transferfenster merken, dass ihnen ein Mann zu viel über Bord gegangen ist, während sie den Nachfolger für einen Kapitän geholt haben, der das Ruder gerade erst rumgerissen hat. Im Süden also müssen sie ein neues Leck flicken. Oder den alten Flick lecken. Mal sehen. Im Westen, auf der MS Susi Zorc, hoffen sie derweil auf den nächsten Sturm. Da, immerhin, braut sich was zusammen. Und wenn der Wind richtig steht, kann man vom Wasser aus auch den Gesprächen lauschen. Seemannsgarn und Unkenrufe. Denn wenn Legenden mit Legenden sprechen, entstehen Legenden. Also packt den Schnorchel ein und taucht mit uns. Nur so bleibt kein Auge trocken!

  • Diese letzte Folge des Jahres setzt allem noch mal die Krone auf und sie zeigt, wie aufreibend das Jahr für alle Beteiligten war. Fussball MML hört man die Strapazen an. Der Podcast ist in Auflösungserscheinung. Maik kommt erst nach rund 30 Minuten ins Spiel, völlig zerschunden, nachdem ihm nahezu ohne Anästhesie Implantate eingesetzt wurden. Und als alles gerade so richtig in Schwung kommt, muss Micky bereits das Spielfeld verlassen. Wenig später geht er zu Boden, um erster Klasse nach Berlin zu fahren. Und als sei das alles nicht genug, muss in der Nachspielzeit auch noch Lucas passen, weshalb dieser Text weder an das Niveau noch an den Wortwitz vergangener Folgen herankommt. Immerhin werden am Ende der Folge noch Geschenke verteilt. Es gibt Kaffee, einen Schal und alles, damit im nächsten Jahr auch wieder goldene Steaks auf den Grill kommen. So oder so, das war’s Leute. Und jetzt die finale Folge für 2019. Was ein Jahr … viel Spaß damit! Danke für alles, habibi und frohe Weihnachten!

    Micky, Maik und Lucas

  • Leute, wir machen es in diesem Jahr wie Robbie Williams und liefern kurz vor Weihnachten noch mal richtig ab. Tanzen, besoffen von billigem Glühwein und berauscht von noch billigerem Erfolg, christkindlich aus der Reihe und schenken euch unseren ganz persönlichen Jahresrückblick. Ein mit dem Samt dieser Hinrunde ausgeschlagenes und mit Allerlei und Allerhand gefülltes Paket. Ein von der Omma gestrickter Pulli, der so hässlich ist, dass man ihn einfach tragen muss. Ein Ohrenschmaus für die Feiertage, der sauer schmeckt und lustig macht. Denn mit dem goldenen Buch auf den Knien haben wir noch mal geschaut, wer artig war und wer nur arisch, wer gehen durfte und wer bleiben musste, wo der Baum brannte und wo der Ofen bald schon ausgehen könnte. So lassen wir eine Revue passieren, wie sie andréheller nicht strahlen könnte. Mit Maik Nöcker als Nussknacker, Micky Beisenherz als Aschenbrödel und Lucas Vogelsang als Wunschzettel-Ewald. So klingt es herein. Und am Ende laufen wir wie Wham! in jedem Starbucks. MML, der Podcast, dem ihr im letzten Jahr euer Herz geschenkt habt. Frohes Fest!

  • Dieses Mal sind wir live in Dortmund und sitzen 90 Minuten auf einer Besetzungscouch, die mit jenem Leder bespannt wurde, von dem wir so gerne ziehen. Zwischen viel zu alten Kissen und viel zu frühen Gin Tonics geht es dann gleich wieder um alles. Schalke, Essen und Westfalia Herne, um die Frisur von Mo Dahoud und die Knöchel von Marcel Reif, um den Abschied von Poldi und den Abstieg des Effzeh. Und wir setzen uns Mützen auf und ziehen uns Sakkos drüber, alles für den billigen Applaus in einem ausverkauften Haus. So geht er dahin, dieser Abend, irgendwo zwischen Daniel Simmes und Johannes Mario Simmel, zwischen Schirach und Zwietracht. Präsentiert natürlich von der Stadtparfümerie Pieper. Viel Spaß also mit dieser Ausgabe von Fussball MML, dem Podcast, der auch in diesem Jahr Weihnachten ohne den Wendler feiern muss.

  • Liebe Hörer, heute nehmen wir euch mit auf eine romantische Reise durch das wilde Fußballdeutschland.
    Zuerst geht es mit dem Scherzblatt-Hubschrauber nach Ostwestfalen, wo die Stadien eng sind und ein ehemaliger Bezirksliga-Stürmer mit Schwarzwälder Kirschtorte Geburtstag feiert. Dann fahren wir mit Nöckermann (Kutsche) nach Gladbach, wo einst die Fohlen grasten und heute neue Büffel einem ehemaligen Bullen auf den Gipfel folgen, und bestaunen diese Rose aus der Dose. Nach einem Candlelight Dinner mit Max Eberl nehmen wir den Transrapid nach München zum Andi-Brehme-Gedächtnisspiel, um gemeinsam mit Thomas Müller zu klären, was eigentlich das Gegenteil von Dusel ist. Und wir stellen den richtigen Leuten die falschen Fragen. Ist Flick noch der richtige? Hemmt er die Entwicklung von Gnabry? Und wann geht Torlos-Lewy nach Madrid? So vergehen die Stunden, bis wir in Berlin landen, auf einem Acker in Charlottenburg, und Jürgen Klinsmann dabei filmen wie er gerade filmt, dass ihn alle filmen. Der Adidas-Videobeweis, den man gleich in die Sanyo-Tonne treten müsste. Wir aber genießen den Rest des Abends und werden hinterher, wie sonst nur Aki und Lucien, noch getrennt voneinander befragt. Zum Abschluss läuft dann selbstverständlich die Eurovisionshymne, gespielt von einer Hammergruppe. Und nun viel Spaß mit Fussball MML, dem Reinhard Fendrich unter den Podcasts.

  • Ja, es ist Freitag. Ja, es hat ein bisschen länger gedauert diesmal. Aber wir mussten das auch erstmal alles verkraften. Diese Woche erstmal verdauen, um sie euch dann gut vorgekaut und in bekömmlichen Häppchen auf den Teller zu spucken, über dessen Rand wir so gerne schauen. So fangen wir ganz am Ende noch mal von vorne an. Mit dem Bäckerssohn aus Göppingen, der vier Wochen vor Weihnachten den Berliner Baum löschen und endlich den im Olympiastadion schlafenden Riesen wecken soll.
    Mit der Angst des Schweizers vor der Offensive und der Frage, was Talent eigentlich darf. Und mit Messi, bei dem auch Dienst nach Vorschrift eine religiöse Erfahrung sein kann. Dazu gibt es reichlich Gesang, widerliche Vergleiche und vielleicht sogar etwas Liebe. Viel Spaß also mit der neuen Folge Fussball MML, dem Podcast, der zu spät kommt und trotzdem von Anfang an dabei ist.

  • Leute, ihr kennt das vom Grundgesetz. Manchmal ist der Wurm drin. Diesmal in der Hauptstadt, wo Lucas zeitweise so weit weg war vom Internet wie sonst nur Uli Hoeneß. Was erst im Chaos endete dann in einem Nachruf auf Jörg Draeger. Das L, in diesem Fall stand es für Zonk! Aber was soll’s. In Hamburg war die Laune trotzdem prächtig, es gab ja auch genug zu feiern. Die sechs Tore gegen Nordirland, einen Stürmer auf den Spuren des Bombers, neue Typen mit dem Adler auf der Brust. Beim DFB, so scheint es, stimmt plötzlich wieder alles. Das Momentum, das Narrativ, Löws Rasierwasser. Es roch gut in Frankfurt und irgendwann schwappte die Welle durch die Arena. Nur der Fanclub dieser Mannschaft muss in Sachen Grammatik und Punk noch etwas nachschärfen. Dann klappt‘s auch mit den Nachbarn. Die Qualifikation ist schließlich erst der Anfang von etwas Großem. Oder so ähnlich. Wir jedenfalls freuen uns jetzt über Feedback wie sonst nur Kölner über die Verpflichtung von Horst Heldt. In diesem Sinne: Schönes Wochenende und viel Spaß.

  • Ihr wolltet nur den kleinen Finger, aber ihr bekamt den ganzen Hans. Zur letzten VOLKSWAGEN TAILGATE TOUR haben sich Micky, Maik und Lucas vor dem Spiel Deutschland - Nordirland eine Legende nach Frankfurt geholt. Auch wenn sein Geist überall im "Apfelwein Wagner", dem süßgespritzten Bembel of Love von Sachsenhausen zu spüren war, es war nicht Heinz Schenk. Kein geringerer als The Real Hans Sarpei war in die Mainmetropole gekommen, um mit den Jungs über den Zustand der Nationalmannschaft zu sprechen. Welche Hammerlose drohen uns bei der EM? Wie viele Nationalspieler, denen von ihren Eltern den Namen Hans gegeben wurde, hießen eigentlich Hans? Knackt Moukoko den Lewandowski-Rekord?

    Ihr merkt schon, bei MML ist die Stimmung besser, als beim DFB-Team. Und damit das so bleibt, hört ihr jetzt bitte diese Folge. Aber dalli.
    Danke! Bitte.

  • Dies ist ein Brennpunkt. Weil sich Uli Hoeneß am Wochenende, noch leicht euphorisiert vom Weltklassesieg seines FC Bayern, ins laufende Programm schalten ließ, um die krassen Missstände im deutschen Gegenwartsjournalismus herauszuarbeiten.
    Es war eine Abschiedsgala, die aus Antworten bestand und deshalb natürlich Fragen hinterließ.
    War er es wirklich, der Uli? Oder hatte sich Thomas Helmer vor einem Wiedergänger verbeugt? War es der Präsident, der sich, wie sonst nur Trump bei Fox & Friends, direkt an das Fußvolk wandte, oder doch ein zynischer Immitator im okerfarbenen Rollkragen-Pullover, dem mal wieder die Zugluft nicht bekommen war? Und was sagt eigentlich der Kalleinz (sic!) dazu? Und wie verliert man eine Kabine? Und, überhaupt, wie geht es jetzt weiter mit der Liga? Kehrt neben Clemens Tönnies auch die Langeweile zurück oder kann man diesmal schon an Karneval als Osterhase gehen? Die Antworten gibt es hier, die Leitungen sind freigeschaltet. Viel Glück!

  • Meine Damen und Herren, liebe Genossen, wir sind heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass der Rücktritt von Niko Kovac am Abend des 3. November einvernehmlich beschlossen wurde. Wir erwarten vom FC Bayern nun eine positive Entwicklung und einen unbedingten Willen zum weiteren Slapstick, damit auch wir unsere Ziele in dieser Saison erreichen können. Ideen haben wir genug und helfen gerne weiter. Unsere Tür steht allen Beteiligten weiterhin offen. Und wenn Not am Mann ist, werden wir da sein. Für Uli und für Kalle, für Brazzo und für Manu. Und natürlich für euch, die besten Fans der Liga!

    PS.: Dieser Podcast kann Spuren von RB, Marco Rose und Pyrotechnik enthalten.

  • Mannmannmann, überall Baustellen. In München im Hotel, in Dortmund auf der Bank, bei Maik in der Mundhöhle. Es wird gebohrt und gesaugt, geflext und gezogen, aber am Ende ist das alles nur Kosmetik. Es bleibt ja doch, wie es eigentlich nicht sein sollte. Die Liga, das wissen wir nun, grüßt als Murmeltier und jeder sonnt sich in der Unzulänglichkeit des anderen. So werden uralte Rekorde gebrochen, die man schon vergessen hatte. Oder zurecht verdrängt. Aber immerhin gibt es noch kleine Inseln der großen Unterhaltung. Martinez als Sacha Baron Cohen als Dr. House oder den einen Schalker, der es, beim Teutates, mit ganz Dortmund aufgenommen hat. Den suchen wir jetzt. Und werfen auch einen Blick auf den Wahnsinn ganz unten, wo Krieg herrscht und die ärmste Sau immer der Mann mit der Pfeife ist. Es ist also wie immer alles dabei, Parolen und Idioten, Parodien und Intrigen. Viel Spaß!

  • Es ist der Morgen kurz nach dem Jahrestag der Bayern-PK und deshalb wollten wir das diesmal mit Würde über die Bühne bringen, im bayrischen Konjunktiv. Zeigen, dass wir keine Altherrenmannschaft sind. So ist Micky wirklich pünktlich und gut gelaunt. Und Maik so fit wie zuletzt 1998 in Flushing Meadows. Und Lucas hat sich sogar die alte Stimmlippe vom Stern-Kolumnisten geborgt, um wie ein Frankfurter Einsinger zu klingen. Alles vorbereitet, alles ziemlich geil. Dann aber streikt die Technik und wir müssen das Ding übers Dosentelefon laufen lassen, immer an der Schnur entlang, und verlieren natürlich den Faden, löschen in der plötzlichen Hektik unsere mühselig zusammen getragenen Stichpunkte, kippen uns die heiße Oatly Hafermilch in den Ausfallschritt und verwechseln am Ende auch alle Verben und alle Vokabeln. Nur gut, dass wir uns diesmal auf die gesammelten Werke Otto Rehhagels verlassen konnten. Und auf die kalibrierten Linien aus Köln. So haben wir das Ganze doch noch über die Zeit gerettet. Mit so viel Anstand wie es Schimpf und Schande zugelassen haben. Wer also jetzt den Reklamierarm hebt, hat den Fussball nie geliebt. Viel Spaß!

  • Lediglich eine Woche ist vergangen, seit wir im Herzen des Fußballs über so schöne und gleichsam so weiche Dinge wie Stammplatzgarantien und Torwartduelle gesprochen haben. Eine Woche allerdings, in der die große Politik mit ihren dicken Fingern nach dem Fußball gegriffen und aus dem Spiel wieder Ernst gemacht hat. Nazis in Sofia, Treueschwüre in Paris, Despoten, mit denen der Gaul durch gegangen ist. Dazu deutsche Nationalspieler, die aus der Vergangenheit wenig gelernt haben und deshalb auf ihrer Maus ausgerutscht sind. Das Problem dabei: Geteiltes Like ist selten halbes Like. Und so muss sich der Fußball als solcher nun ein paar unangenehme Fragen gefallen lassen. Wir stellen sie gerne, denn wir kennen ihn noch von früher. Viel Spaß!

  • Eigentlich hätte man es ja vorher wissen müssen: in DORTMUND (!) spielt das DFB-Team gegen Argentinien und das Spiel endet 2:2. Logisch. Natürlich. Westfalenstadion halt. Als hätte man zur Halbzeit Lucien Favre eingewechselt. Einen Dönerwurf entfernt aber mimten Micky, Maik und Lucas auf Einladung der VOLKSWAGEN TAILGATE TOUR vor dem Spiel wie üblich die Ahnungslosen. Im „Mit Schmackes“, der Fankneipe von Weltmeister Kevin Großkreutz ging es eher um den Klassiker: Micky als Uli zum Beispiel, Maik als ständig Unterbrochener und Lucas als Fanbeauftragter TAILGATE TOUR Ultras: Christian und Dominik, die für das Spiel extra aus Riad (woher auch sonst) und Hamburg (home of football) anreisten und vorher bei den Jungs noch den Tipp zum Spiel abgaben. 2:2 hat keiner getippt. Natürlich nicht. Dafür haben aber alle in Erinnerung an die großen Momente gegen Argentinien geschwelgt. 2016 und 2006 und 1990 und 1986 … Das waren noch Zeiten. Aber bitte, machen Sie sich selbst ein Bild. Viel Spaß alle zusammen.