Episódios

  • Island hat die Energiewende geschafft. Vulkane und Quellen machen die Insel zum Hotspot in Sachen Geothermie. Und der innovative Umgang mit dem Klima-Killer CO2 lockt auch Schweizer Forschende auf die Insel. «Einstein» auf Recherche beim Klima-Weltmeister Island.

    Island hat alles, wovon viele Länder träumen. Es hat die Energiewende geschafft. Der Strom und die Beheizung der Gebäude kommen zu fast 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Vor allem bei der Geothermie ist Island führend. Das Land, das quasi auf Vulkanen sitzt, ist ein Geothermie-Labor für die ganze Welt geworden. Wie steht die Schweiz im Vergleich da und was können wir vom «Modell Island» lernen? «Einstein» besucht das grösste Geothermiewerk der Insel und erfährt, wie es Island geschafft hat, den Anteil an Geothermie zu vervielfachen und dadurch die CO2-Emissionen zu minimieren.

    Wo steht die Schweiz im Vergleich?
    Auch in der Schweiz wird Geothermie seit Jahrzehnten genutzt. Bis jetzt allerdings ausschliesslich zum Heizen. Alle Versuche, Strom mit Geothermie zu erzeugen scheiterten bislang. Erdbeben nach Geothermiebohrungen verunsicherten die Bevölkerung. Die Skepsis gegenüber neuen Projekten ist gross. Im Bedretto-Tal testen Forscher In einem unterirdischen Labor tief im Berg ein neues Verfahren, um die Wärme aus der Tiefe für die Stromproduktion zu nutzen. Dabei sollen die Erdstösse so weit minimiert werden, dass sie an der Oberfläche nicht mehr zu spüren sind. Mit den Ergebnissen soll der Geothermie in der Schweiz neuen Schwung verleiht und Vertrauen zurückgewonnen werden.

    Negative CO2-Emissionen
    CO2-Vermeidung durch erneuerbare Energiequelle ist das eine, CO2-Reduktion das andere. Die Schweizer Firma Climeworks baut auf Island den grössten CO2-Staubsauger der Welt. Schon im September soll die Anlage in Betrieb gehen und 4000 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Luft filtern und danach dauerhaft im Boden gespeichert werden. Laut Experten sind solche sogenannte «negative CO2-Emissionen» die einzige Möglichkeit, um die Klimaziele von Paris noch erreichen zu können.

    Klimaschutzpotential bei der Müllverbrennung
    Die Müllverbrennung verursacht jährlich 4,2 Millionen Tonnen CO2. Das sind 4,5 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz. Doch die Hälfte dieses CO2 stammt aus der Verbrennung von biogenen Abfällen wie Holzabfälle oder Essensreste. Ein Pilotprojet der KVA Linth und der der ETH Zürich will das Treibhausgas, welches beim Verbrennen des Mülls entsteht, einfangen und ebenfalls unterirdisch einlagern. Die ETH-Forscher sehen ein grosses Potential, wenn dieses Verfahren breit eingesetzt würde. Würde das Potential in der KVA Linth voll ausgeschöpft, würde dies den CO2-Ausstoss des Kantons Glarus mehr als halbieren.

  • Immer öfter suchen wir die Liebe fürs Leben digital. Insbesondere Dating–Apps boomen. Doch ist das ein guter Weg, um eine Partnerin oder einen Partner fürs Leben zu finden? «Einstein» macht ein grosses Dating-Experiment und zeigt, was sonst noch alles passen muss, damit die Chemie stimmt.

    Das grosse Dating-Experiment
    Eine Kandidatin und ein Kandidat hoffen auf die grosse Liebe: Finden Sie sie mit dem Einstein-Dating-App «zweistein»? «Einstein» macht zusammen mit der Soziologin Gina Potarca die Probe aufs Exempel und zeigt auf, wie gut die seit Corona noch beliebteren Dating-Apps wirklich sind.

    Dating-Apps: Viel besser als ihr Ruf
    Bei Tinder und Co gibt es Fotos von potienziellen Parterinnen und Partnern zu Hauf – einfach nach rechts wischen und schon hat man vielleicht einen Match. Doch wenn die Auswahl nur aufgrund von Fotos geschieht, dann geht es doch vielmehr um schnellen Sex als um die grosse Liebe. Ein Vorurteil, das die Genfer Soziologin Gina Potarca entkräften konnte. In ihrer Studie waren die Dating-App-Paare genauso zufrieden mit ihrer Beziehung wie die, die sich über eine Begegnung kennen gelernt hatten. Und die App-Paare waren sogar stärker daran interessiert, zusammenzuziehen.

    Man muss sich riechen können: Wie die Biologie in die Liebe reinfunkt
    Ebenfalls wichtig bei der Partnersuche ist die sogenannte Chemie – also ob man sich riechen kann oder eben nicht. Im Duft des Gegenübers versteckt sich nämlich eine Information über das Immunsystem. Und man mag den oder die besonders gut riechen, wenn sie oder er ein möglichst unterschiedliches Immunsystem haben. Ein besonders vielfältiges Immunsystem ist nämlich eine perfekte Voraussetzung für den Nachwuchs. Und der Evolutionsbiologe Claus Wedekind hat sogar herausgefunden, dass der Duft beeinflusst, ob ein Embryo sich in der Gebärmutter einnisten kann oder nicht. Das konnte er bei Pferden nachweisen – und auch beim Menschen gibt es Hinweise, dass derselbe Effekt bei Fruchtbarkeitsproblemen eine Rolle spielen könnte.

    Gleich und gleich gesellt sich gern: Der Faktor Psychologie
    Für eine glückliche Beziehung müssen zwei Menschen zueinander passen – und heutzutage versprechen Dating-Agenturen ein perfektes Matching. Die Persönlichkeitstests von Parship und Co sind allerdings streng geheim. Nicht so beim Sozialpsychologen Manfred Hassebrauck von der Uni Wuppertal. Sein Test ist öffentlich zugänglich und ihm reicht es nicht, einfach Persönlichkeitsaspekte abzugleichen. Auch das Beziehungsverhalten muss zueinander passen.

  • Estão a faltar episódios?

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  • Zoos geraten immer mehr unter Druck: Sind Zootiere Botschafter für die bedrohte Umwelt oder reine Ausstellungsobjekte? Ist das Konzept veraltet oder braucht es Zoos zur Erhaltung aussterbender Tierarten? Wie viel ist Sein und wie viel Schein in der modernen Zoo-Welt?

    Zoos befinden sich im Wandel: Sie präsentieren sich als Arche, als Retter bedrohter Tierarten und als Bildungszentrum. Doch wieviel ist Sein und wieviel Schein in der modernen Zoo-Welt? Sind Zootiere tatsächlich Botschafter für die bedrohten Artgenossen in der Freiheit oder sind sie reine Ausstellungsobjekte?

    Die Zoogeschichte geht zurück bis ins 17. Jahrhundert, als Adelige exotische Tiere als Zeichen von Macht und Reichtum hielten. Seither ist viel Zeit vergangen und die Zoos haben sich stetig weiterentwickelt. Statt in engen Käfigen und Betongehegen werden die Tiere der Zuschauerin und dem Zuschauer in aufwändig gestalteten Erlebniswelten präsentiert. Doch schaffen Zoos diese opulenten Kunstwelten vor allem für die Besucher oder bringt sie auch den Tieren etwas? Kann ein Zootier darin ein artgerechteres Leben führen?

    Und können Zoos vom Aussterben bedrohte Tierarten wirklich retten? Ist das eine Illusion oder Wunschvorstellung, weil ihre natürlichen Lebensräume längst zerstört sind? Ist das Konzept Zoo also noch zeitgemäss oder braucht es ganz neue Ansätze?

    «Einstein»-Moderator Tobias Müller will in dieser Sendung herausfinden, wie diese Kunstwelt hinter den Kulissen funktioniert und ob es richtig ist, dass man heute noch exotische Tiere einsperrt und ausstellt.

  • In ausgeklügelten Intelligenztests zeigen insbesondere Primaten immer wieder, wie schlau sie sind. Neue Studien zeigen, dass in vielen Tieren viel mehr Cleverness steckt, als bisher angenommen. «Einstein» begleitet Wissenschaftlerinnen, die der Intelligenz von Tieren auf den Grund gehen.

    Sie machen Kunststücke, benutzen Werkzeuge, erkennen sich selbst im Spiegel. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in den letzten Jahren bei den verschiedensten Tierarten erstaunliche Fähigkeiten entdeckt.
    Aber sind Mäuse, die sich vor der Katze totstellen oder Fischotter, die sich einen Stein auf den Bauch legen, um Muscheln aufzuschlagen, gleich intelligent? Oder Hunde, die sich unterschiedliche Kommandos merken können? Oder Tintenfische, die problemlos verschraubte Konfitüregläser öffnen, um an die Beute zu kommen?
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind seit Jahren auf der Suche nach den «objektiven» Kriterien für Intelligenz bei Tieren. Anthropologinnen und Anthropologen der Universität Zürich glauben nun, solch ein objektives Kriterium gefunden zu haben: Den G-Faktor, kurz «G», der Aufschluss darüber geben soll, ob ein Tier eine sogenannte allgemeine oder generelle Intelligenz besitzt – ähnlich wie die Intelligenz beim Menschen, wenn spezifische IQ-Tests eingesetzt werden.
    So haben die Forschenden eine Reihe von Tests entworfen, die unterschiedlichste Problemlösungsaufgaben beinhalten und die geistige Flexibilität der Tiere fordern. Aufgaben, die die Tiere weder mit Routine noch mit ihrem Instinkt lösen können.
    So müssen die Tiere beispielsweise begreifen, dass sie um ein Hindernis herumgreifen müssen, um an das Leckerli zu kommen oder sie verstehen, dass sich das Leckerli nur im Topf mit den meisten Punkten versteckt. Haben sie dies intus, wird getestet, wie schnell sie umlernen können, wenn das Futter plötzlich nur noch im roten Topf versteckt ist und nicht mehr in dem mit den meisten Punkten.
    Unzählige Aufgaben testen so unterschiedlichste kognitive Fähigkeiten der Tiere wie zum Beispiel Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität, Orientierung, Vorstellungsvermögen, usw.
    Im Moment hat man die Tests erst bei einigen Primatenarten, sowie ein paar wenigen Säugetieren und einer Fischart durchgeführt. Die Ergebnisse sind jedoch vielversprechend. So zeigt sich insbesondere, dass die Tiere, die in einem Test gut abschneiden, auch in allen anderen gut abschneiden. «Dies sieht man am Schluss bei der statistischen Auswertung im grossen Bild: Korrelieren die Testergebnisse miteinander, gehen wir im Moment davon aus, dass die entsprechende Tierart eine generelle Intelligenz besitzt», so Judith Burkart vom Anthropologischen Institut der Universität Zürich.
    Bis heute konnten die Forschenden generelle Intelligenz, oder eben «G», bei Affen, aber auch Mäusen, Ratten, Hunden und einigen Vogelarten nachweisen. Dabei gilt, je grösser das Hirn wie zum Beispiel bei Menschenaffen wie Gorillas oder Orang-Utans, desto mehr «G». Eine Ausnahme sind Fische: Bei ihnen konnte offenbar kein Zusammenhang zwischen den positiven Korrelationen ihrer Fähigkeiten und dem «G» nachgewiesen werden. Es scheint, dass das zehnmal kleinere Hirn dieser Kaltblüter zwar Spezialisierungen in bestimmten Bereichen erlaubt, für eine allgemeine oder generelle Intelligenz aber nicht ausreichend ist.

  • Nirgends in der Schweiz brennt es so oft wie im Tessin. Im Durchschnitt sind es rund 20 Waldbrände pro Jahr – Tendenz steigend. Mit dem Klimawandel brennen aber auch in der Deutschschweiz immer mehr Wälder. «Einstein» zeigt, was wir von den Waldbrandexperten im Tessin lernen können.

    Lange Trockenperioden im Sommer, die das Brandrisiko erhöhen, bedrohen alle Wälder in der Schweiz. Im Tessin und in den südlich ausgerichteten Bündner-Tälern gibt es solche Waldbrände schon länger. Der Südkanton hat deshalb in den letzten Jahren spezialisierte Waldbrand-Löschtruppen ausgebildet, die mit Unterstützung aus der Luft in der Lage sind, auch Feuer in unzugänglichen Berggebieten zu löschen. Diese Spezialisierung ist nötig, denn Waldbrände sind schwierig zu löschen und erfordern ein hochspezialisiertes Wissen. Das Brände in Wäldern schnell gelöscht werden, ist entscheidend. Denn sie hinterlassen eine grosse Zerstörung. Sie sind nicht nur gefährlich für Mensch, Tier und Pflanzen. Auch das Risiko vor Steinschlägen, Erdrutschen und Lawinen steigt, wenn ein Schutzwald von einem Feuer heimgesucht wurde. Dadurch entstehen auch Gefahren für Siedlungen und Verkehrswege.

    Es reicht aber nicht, Brände professionell zu löschen. So ist es auch wichtig, sie – wenn immer möglich – im Vorfeld zu verhindern. Im Tessin erforscht deshalb das Eidgenössische Institut für Wald, Seen und Landschaft, wo die Waldbrandgefahr am grössten ist. Forschende haben dort herausgefunden, dass die Brände im Wald je nach Region und Jahreszeit unterschiedlich sind. Zudem haben sie ein Frühwarnsystem entwickelt, das einschätzen kann, wann die Waldbrandgefahr am grössten ist. Von diesem Wissen können in Zukunft auch die Kantone auf der Alpennordseite profitieren. Denn bedingt durch den Klimawandel nehmen Hitze- und Dürreperioden stetig zu. Dadurch werden auch Gebiete anfälliger auf Brände, die bisher kaum von Feuern betroffen waren, wie zum Beispiel die Buchenwälder auf der Alpennordseite.

  • Kann Moderator Tobias Müller mit den Profis an der Tour de Suisse mithalten? Vorbereitet vom Wissenschaftler wagt er das Experiment. Obwohl er erst wieder mit Velofahren begonnen hat, wie so viele während der Pandemie. Velofahren boomt. «Einstein» zeigt, was der Hobbyfahrer von den Profis lernen kann.

    Extremerfahrung Tour de Suisse
    Als wäre der Druck nicht schon gross genug, beginnt es kurz vor Tobias Müllers Start am Zeitfahren der Tour de Suisse in Frauenfeld zu regnen. Er wird mit nur 15 Minuten Vorsprung auf die Profis ins Rennen gehen. Ein Sturz auf der nassen Strasse – und aus wäre sein Traum vom Erreichen des Ziels. Dabei hat sich der Moderator zusammen mit dem Sportwissenschaftler Beat Müller zwei Monate lang auf dieses Rennen vorbereitet. Beat Müller hat die ideale Aeroposition von Müller gefunden, er hat ihm Trainingstipps gegeben und er hat sogar seine Fahrzeit berechnet. Wird der Regen nun den beiden einen Strich durch die Rechnung machen?

    Den «Fudischmerzen den Garaus machen»
    Der SRF Sport-Moderator Olivier Borer hat wie so viele in der Coronapandemie das Radfahren entdeckt. Doch wie auch so viele drückt ihn ein Problem: Sein Gesäss schmerzt schon nach wenigen Minuten im Sattel seines Mountainbikes. Und bald schlafen auch seine Hände ein. Einstein nimmt ihn mit zum Biomechaniker. Und der schafft es mit Verstellungen im Millimeterbereich tatsächlich, Borer die Freude am Velofahren zurückzubringen.

    Energieriegel oder Banane?
    Der Markt der Sporternährung ist vielversprechend und üppig. Doch braucht es auf der gemütlichen Runde am Feierabend wirklich Energieriegel und ein isotonisches Getränk? Oder ist die Banane gar die bessere Alternative? Die Ernährungswissenschaftlerin Joëlle Flück beurteilt am Sempachersee, was die Velofahrenden dabei haben auf ihrer Tour. Und zeigt, warum nicht Magnesium, sondern das richtige Sportgetränk gegen Krämpfe hilft.

  • Kauft man heutzutage eher ein Elektroauto? Zu teuer, zu wenig ökologisch; oder doch nicht? Was Elektroautos heute leisten und was nicht: «Einstein» prüft die gängigen Vorstellungen und fragt, welche Lösungen die Forschung für Probleme mit Batterien oder der Ladeinfrastruktur sucht.

    Umweltfaktoren
    Moderator Tobias Müller geht den Mythen und Fakten der Elektroautos nach. Wie grün sind sie wirklich? Forschende des Paul-Scherrer-Instituts haben in Zusammenarbeit mit dem TCS ein Tool zur Berechnung von Nettobilanzen bei Fahrzeugen erstellt. Damit sieht man, wie Elektroautos bezüglich ihrer Klimabilanz über den ganzen Lebenszyklus gegenüber anderen Antrieben wirklich abschneiden.

    Bessere Batterien und Recycling
    An der EMPA forschen Expertinnen und Experten an immer leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Batterien mit Feststoff-Anteilen, und das Thema Batterie-Recycling wird immer wichtiger. Wie kann man die belasteten Rohstoffe Kobalt und Lithium erfolgreich rezyklieren und in einen Werkstoffkreislauf einbinden? Denn die Umweltbelastungen beim Abbau dieser für die Batterieindustrie nötigen Rohstoffe verschärfen sich mit immer mehr Batterien. «Einstein» zeigt zudem einen innovativen Lösungsansatz.

    Laden
    Die Ladeinfrastruktur wird immer weiter ausgebaut – entlang den Hauptverkehrsachsen mit Schnellladesäulen, aber auch innerstädtische Bereiche rücken ins Visier. Was braucht es, um zuhause privat zu laden? Und: Ist das für jede und jeden möglich?
    Die E-Offensive der Autoindustrie wird spürbar: 2020 waren erstmals 15 Prozent der verkauften Neuwagen Elektroautos. Kommt jetzt der Durchbruch oder überwiegen doch die Probleme?

  • Ist Afrika wirklich die Wiege der Menschheit oder hat der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Affe im Allgäu gelebt? Haben unsere Vorfahren gar in Europa laufen gelernt? «Einstein» über eine Reihe von bahnbrechenden archäologischen Funden, die nahe legen: Der Mensch könnte aus Europa stammen.

    Fussspuren auf Kreta
    Auf Kreta deuten versteinerte menschenähnliche Fussabdrücke darauf hin, dass hier schon vor sechs Millionen Jahren ein mysteriöses Wesen auf zwei Beinen gegangen ist. Diese Fussabdrücke sind der weltweit früheste Hinweis für aufrechten Gang – und das in Europa.

    Neue Menschenaffenart im Allgäu
    In einer Tongrube im Süden Deutschlands stiess Paläontologin Madelaine Böhme auf zahlreiche Fossilien, die von einer bislang unbekannten Menschenaffenart stammen. «Danuvius guggenmosii» lebte vor über 11 Millionen Jahren – und er konnte aufrecht gehen. Ist er der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse?

    Savanne in Europa
    Schon Charles Darwin mutmasste, dass die Vorfahren des Menschen laufen lernten, als sie von den baumreichen Wäldern in die dürre Savanne kamen. Doch Savannen gab es zu dieser Zeit nicht in Afrika – sondern in Europa.

    «Einstein» über eine Reihe von bahnbrechenden archäologischen Funden, die nahe legen: Der erste Mensch könnte aus Europa stammen.

  • Jugendliche dröhnen sich gehäuft mit synthetischen Cannabinoiden und anderen Drogen zu. Der Risiken sind sie sich oft nicht bewusst. «Einstein» spricht mit Jugendlichen über ihre Drogenexzesse und fragt nach, wie Expertinnen und Experten diesem gefährlichen Trend begegnen.

    Hauptsache «high»: Dass sich schon Teenager mit Drogen aus der Realität schiessen, ist an sich nicht neu. Doch zu den Klassikern wie Cannabis, Alkohol oder Ecstasy sind in den letzten Jahren viele neue Substanzen dazu gekommen.
    Synthetische Cannabinoide zum Beispiel, die 1000 Mal potenter als gängiges THC sind und hochgefährlich. Schon bei Kids im Trend: Der Mischkonsum von rezeptpflichtigen Medikamenten, bei dem Beruhigungsmittel und Opiate oft zusammen mit Alkohol für den grossen «Flash» sorgen.
    Auch die Drogenbeschaffung ist heute ein Kinderspiel. Über die Plattformen auf Social Media ist jede Substanz zum Zudröhnen per Klick zu haben.
    Noch gibt es keine verlässlichen Daten und Zahlen darüber, wie verbreitet Mischkonsum und neue psychoaktive Substanzen in der Schweiz tatsächlich sind. Das soll sich nun ändern.
    Wissenschaft und Forschung haben begonnen, diesen gefährlichen Drogentrend zu untersuchen, der von der Öffentlichkeit und der Politik bislang kaum wahrgenommen wird.

  • Werden illegale Drogen wie LSD, Psilocybin und GHB schon bald als Medikamente gegen Depression, Sucht oder Angstzustände eingesetzt? Wenn es um Drogenforschung geht, haben Schweizer Forschende die Nase vorn. Die Psychiatrie setzt grosse Hoffnungen in die Entwicklung dieser Medikamente.

    Illegale Drogen wie LSD, Psilocybin oder KO-Tropfen wie GHB sind in vielen Ländern verboten – auch für die Forschung. Nicht so in der Schweiz. Unter strengen Auflagen ist hier Drogenforschung schon seit ein paar Jahren wieder erlaubt – erste Erfolge sind schon sichtbar. Die Wissenschaft entdeckt die heilsame Wirkung der psychedelischen Stoffe neu. Erste Studienergebnisse zeigen, dass psychoaktive Drogen bei Depressionen, Ängsten und Süchten helfen können. Die Erfahrungen, die solche Substanzen auslösen, können im therapeutischen Prozess entscheidend zur Heilung beitragen.
    Ein Beispiel dafür ist Oleg Kogut. Er hat Krebs und kaum Chancen auf Heilung. Der junge Mann ist depressiv und leidet unter Angstzuständen. Er nimmt in Solothurn beim Psychiater Peter Gasser an einer LSD-Studie teil. Nach zwei therapeutisch begleiteten LSD-Sitzungen kommt er mit Gefühlen in Berührung, die er sein Leben lang verdrängt hat. Die Drogenerfahrung hilft ihm, einen anderen Umgang mit seiner Krankheit zu finden und seinen ausweglosen Zustand besser zu akzeptieren.
    Solche Studien sind hierzulande keine Seltenheit. «Einstein» zeigt, dass an Schweizerischen Psychiatrischen Kliniken intensiv an Drogen geforscht wird. Forschende untersuchen an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, ob Psilocybin, der Wirkstoff sogenannter Zauberpilze, Alkoholsüchtigen beim Entzug helfen kann. Eine weitere Studie erforscht, ob GHB, bekannt als KO-Tropfen, Depressiven helfen kann, sich im Schlaf besser von der Krankheit zu erholen. Für die Psychiatrie ist diese Forschung wichtig, denn sie setzt grosse Hoffnungen in diese neuen Medikamente.

  • In der Schweiz kommen die Berghänge ins Rutschen, und in Sibirien bedrohen sinkende Böden ganze Siedlungen. Der Permafrost taut weltweit rasant auf – und beschleunigt die Klimaerwärmung. Zudem tauchen plötzlich Mikroben auf, die vorher im Eis eingeschlossen waren. Die Wissenschaft ist alarmiert.

    Alarm in Sibirien
    In Sibirien taut der Permafrost immer schneller – mit verheerenden Folgen. Es kommt in einigen Gebieten zu Dürren und Waldbränden, in anderen zu Überschwemmungen. Zudem tun sich riesige Krater auf, und der auftauende Boden gibt immer mehr Klimagase frei. Wie dramatisch die Situation in Sibirien ist, weiss die Schweizer Permafrost-Expertin Gabriela Schaepman-Strub.

    Auch der Schweizer Permafrost taut
    Die gefrorenen Permafrost-Böden im Schweizer Hochgebirge beginnen ebenfalls aufzutauen. Das führt zu Bergstürzen, wie im Sommer 2017 am Piz Cengalo: Mehrere Murgänge verwüsteten damals das Dorf Bondo. Forschende des Schnee- und Lawinenforschungsinstituts SLF versuchen nun mit minutiösen Temperaturmessungen im Permafrost, diese Naturgefahren in Zukunft besser vorauszusagen.

    Tiefgefrorene Mikroben
    Im Permafrost der Alpen schlummern unzählige Mikroorganismen, und viele davon sind der Wissenschaft noch gänzlich unbekannt. Laut Schweizer Mikrobiologinnen und -biologen könnten diese geheimnisvollen Mikroben sogar der Schlüssel zu neuen Antibiotika sein.

  • Vor 10 Jahren, am 11. März 2011, kam es in Fukushima zum Supergau: eine Kernschmelze im Atomreaktor. Die Katastrophe erschütterte den Glauben, Atomkraftwerke sicher betreiben zu können. Als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe beschloss die Schweiz den Atomausstieg.

    Rückbau eines Atomkraftwerkes
    Als erstes Schweizer AKW ging Mühleberg vom Netz. Bis 2030 soll es komplett abgerissen sein – ein Mammutprojekt. Kostenpunkt: 3 Milliarden Franken. «Einstein» begleitet den Gesamtprojektleiter Stefan Klute bis ins Herz der Anlage: das Reaktorgebäude. Hier werden aktuell die stark radioaktiven Teile zersägt. Wegen der hohen Radioaktivität geschieht das unter Wasser und komplett ferngesteuert. Moderator Tobias Müller erfährt, was die grössten Herausforderungen auf der nuklearen Baustelle sind, und wie Mitarbeitende und Bevölkerung vor den Gefahren geschützt werden, die von dem 6000 Tonnen schweren, strahlenden Atommüll ausgehen.

    Der Anfang vom Ende einer Ära
    Nach dem Zeitalter der Atombomben läutete US-Präsident Eisenhower 1956 das Zeitalter der zivilen Nutzung der Atomenergie ein. Auch die Schweiz liess sich vom Atomfieber anstecken und wollte sogar einen eigenen Atomreaktor entwickeln. Die Pläne scheiterten, als es 1969 im Versuchsreaktor Lucens zu einer Kernschmelze kam. Doch der Glaube an die saubere und fast grenzenlose neue Energieform blieb. Und schon kurz darauf nahm das erste Atomkraftwerk nach amerikanischer Bauart seinen Betrieb auf. «Einstein» beleuchtet mit dem Historiker Michael Fischer das atomare Zeitalter aus Schweizer Sicht. Von der anfänglichen Euphorie bis zur jetzigen Ernüchterung.

    Das strahlende Erbe
    Was zurückbleibt sind die hochradioaktiven Abfälle. Eigentlich sollte längst ein Endlager in Betrieb sein. Doch bis heute ist noch nicht einmal ein möglicher Standort bestimmt. Die Anforderungen an ein solches Endlager sind enorm. Es muss den Atommüll für mindestens 200’000 Jahre sicher einschliessen. Ein Zeitraum, der die menschliche Vorstellungskraft weit übersteigt. Die Nagra, die für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle zuständig ist, räumt ein, dass man die Herausforderung wohl unterschätzt habe. Aber trotz vieler Rückschläge und jahrzehntelanger Verzögerung ist die Nagra zuversichtlich, dass jetzt das Wissen vorhanden sei, um bis in 40 Jahren ein Endlager in der Schweiz zu realisieren. «Einstein» zeigt den aktuellen Stand der Standortsuche und hinterfragt das Entsorgungskonzept der Nagra.

  • Digitale Tools wie Smartphone, Tablet und Roboter sind im Kindergarten angekommen. Schaden sie unseren Kindern oder helfen sie ihnen sogar, sich gut zu entwickeln? «Einstein» will es wissen und untersucht zudem in einem Experiment die Wirkung von Sprachrobotern, wie Alexa oder Siri, auf die Kleinsten.

    Was bewirken Alexa, Siri und Co.?
    Tobias Müller wird ein Experiment begleiten, bei dem 5-/6-jährige Kinder mit einem Sprachroboter spielen. Dabei wird er erfahren, ob die Kinder dadurch unsozialer werden, es ihnen schadet oder sich ihr Verhalten ändert.

    Digitale Tools in der Kita
    Soziale Roboter und iPads werden bereits in Kitas eingesetzt zum Erlernen einer Fremdsprache. In Studien wurde herausgefunden, was diese digitalen Tools bewirken können – im positiven, negativen oder neutralen Sinne. «Einstein» blickt auf die neueste Wissenschaft in der Medien- und Entwicklungspsychologie.

  • Die Klimaerwärmung lässt die Gletscher schmelzen. Jeden Sommer bedroht das Schmelzwasser des Plaine-Morte-Gletschers das Dorf Lenk. Die Wege des Wassers im Bauch des Gletschers sind unbekannt. Tobias Müller spürt dem Gletscherwasser nach – auf einer waghalsigen Expedition mitten im Gletscher.

    Gefährlicher Gletschersee
    Wann und wie schnell der See ausbricht, ist nicht vorhersagbar. Der Schlüssel dazu liegt im Innern des Gletschers verborgen. Dort existiert ein gigantisches Kanal- und Höhlensystem aus Eis, durch das sich das Schmelzwasser seinen Weg bahnt. «Die Innereien eines Gletschers sind eindrücklich. Eine versteckte Welt, die bislang nur sehr wenige Menschen gesehen haben und die für die Wissenschaft hochinteressant ist», sagt Glaziologe Matthias Huss.

    Gewagte Expedition
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller spürt dem Gletscherwasser nach und begibt sich auf eine waghalsige Expedition in den Bauch des Gletschers. Mit einem Team von Bergführern und Eishöhlenexperten seilt er sich bis zu 100 Meter tief in die verwinkelten Höhlensysteme des Gletschers ab. «Das ist etwas vom Verrücktesten, das ich je gemacht habe», beschreibt der «Einstein»-Moderator zusammenfassend die Erlebnisse. Die Expedition bringt atemberaubende Bilder aus dem Gletscherinnern mit. Bilder, die auch für die Wissenschaft interessant sind. Bei Gletscherseeausbrüchen ist immer die entscheidende Frage, wo und warum sich das Wasser aufstaut. Dieses Eishöhlensystem ist der Schüssel dazu.

    Gefahr eindämmen
    Die Gefahr der Gletscherfluten ist real. 2018 hat der Ausbruch des Gletschersees eine zerstörerische Flut in der Lenk ausgelöst. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe. Im Tal versucht man mit Schutzbauten und einem Frühwarnsystem das Schlimmste künftig abzuwenden. Am Gletscher hat man mit grossem Aufwand einen künstlichen Abflusskanal ins Eis gegraben. Wie gut funktioniert das? Kann hier die Technik die Natur besiegen? Und zu welchem Preis?

    «Einstein» über die Reise zum Mittelpunkt des Plaine-Morte Gletschers und die Erkenntnisse für die Wissenschaft.