Mr cool

  • Vera Ruttkowski ★ Als virtueller Assistent ins Digitale Nomadenleben

    · 00:59:17 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Vera Ruttkowski von verava Hey Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Dieses Mal live aus Düsseldorf in einer verregneten Airbnb Wohnung Mitte Oktober. Wir kommen gerade aus Berlin wieder. Haben dort die bereits vierte deutsche DNX veranstaltet, die richtig cool gelaufen ist. Wir haben ein neues Konzept probiert. Wir haben viele Workshops nebeneinander laufen lassen parallel im Bar Camp Style und jeder konnte quasi ganz frei entscheiden zu welcher Session er gehen wollte. Also es musste sich vorher nicht angemeldet werden. Man konnte sogar noch spontan während der Workshops die Workshops switchen zu den einzelnen DNX Themen und hatten davor im Betahaus ne Keynote vom Fabian Dietrich, der echt ein mega, mega spannender Typ ist. Und das war so der DNX Samstag, der glaube ich auch gut angekommen ist bei den Leuten. Wir werten gerade noch das Feedback aus, aber so wie es aussieht, werden wir diese Workshop-Geschichte auch für die nächste DNX im Mai beibehalten. Also nicht mehr ganz so strikt, dass man sich vorher entscheiden muss, in welchen Workshop man gehen möchte, sondern dass man dann ganz spontan entscheiden kann: Wo möchte ich rein? Und auch die Workshops ein bisschen knackiger und kürzer gefasst, so auf 45 Minuten. Das hat sich auf jeden Fall bewährt. Die Party war richtig fett am Maybachufer in Kreuzkölln und weil die Party so krass war, waren einige am Sonntagvormittag dann noch ein bisschen angeschlagen und Sonntag haben wir dann weitergemacht mit einem Brunch für die Leute. Der Joe Löhrmann von My Traveling Piano hat noch ne Session an seinem Klavier gegeben mitten im Görlitzer Park, wo dann selbst kurz … ja, dieses ganze Drogengedeale zum Erliegen gekommen ist und die Dealer sich da um’s Klavier gestellt haben und erstmal gar nicht gerafft haben … Was geht’n hier ab? Was ist DNX? Was machen die ganzen Flaggen hier? Wir waren nämlich im Edelweiss 36, was mitten im Görli angesiedelt ist. Ja, und nach der Performance vom Joe hatten wir dann noch Mastermindsessions, die gut angekommen sind. Also die werden wir auf jeden Fall bei der nächsten DNX im Mai auch anbieten. Ja… Summasummarum echt ne gelungene Veranstaltung. Aber ihr seid jetzt hier auf der LIFE HACKZ Show und neben der DNX mache ich die LIFE HACKZ Show jede Woche Freitag mit einem spannenden Gast. Und dieses Mal - da habe ich mich sehr drauf gefreut auf das Interview, das hatten wir schon lange geplant - mit der Vera Ruttkowski. Die ist unser VA, das heißt Virtueller Assistent. Und Vera ist mehr oder weniger unser Schweizer Taschenmesser. Sie ist die Allround-Waffe für Newsletter vorbereiten, Accounting, Buchhaltung, ähm Social Media springt sie mal ein, macht die Koordination mit unserem technischen Wordpress Service, macht das Teilnehmer Management für die DNX Konferenzen, scheduled die Interviews mit den Bewerbern für die DNX CAMPS, noch und nöcher. Und deshalb ist es glaube ich für euch auch mal spannend hinter die Kulissen zu gucken von unseren Projekten und auch zu sehen, was macht ein virtueller Assistent den ganzen Tag. Es ist nämlich nicht nur irgendwie Flüge buchen und irgendwie Termine koordinieren, sondern das ist noch viel mehr. Vera ist gerade im Sun Desk in Taghazout/Marokko und ja… Da habe ich sie im Skype-Raum erwischt. Viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du: Was ein virtueller Assistent macht und welche Aufgaben er für dich übernehmen kann. Warum es der ideale Einstiegsjob ins ortsunabhängige Arbeiten ist. Welche Tools ideal sind um remote zusammenzuarbeiten. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus   SHOWNOTES verava.de STARTINWP Trello Wunderlist SEO in the SUN fernarbeit.net SunDesk IdeaCamp Betahaus Creative Loft Blogfabrik Carla Vollert Eventmanagerin [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Okay, welcome to LIFE HACKZ und ner neuen Show. Diesmal mit Vera Ruttkowski, die gerade live in Taghazout/Marokko ist. Hi Vera, grüß Dich! Vera: Hi Marcus! Wie geht es Dir? Marcus: Ja, mir geht’s gut. Ähm, wir sind gerade in Düsseldorf angekommen, nachdem wir dann gestern unsere Zelte in Berlin endgültig abgebrochen haben und machen hier gerade so ein bisschen Family & Friends Besuch. Waren gestern Abend schon bei meiner Mom, die heute Früh auch wieder auf Reise geht. Darum mussten wir das da reinquetschen und morgen treffe ich mich mit Kumpels und gehe zum Fußball mit denen. Zur Fortuna, die hoffentlich mal wieder gewinnen, danach ein bisschen Altstadt und Samstag fahren wir dann zu Felis Eltern. Ja, ist eigentlich ganz cool mal wieder nach Hause zu kommen, aber das Wetter geht halt gar nicht mehr klar in Deutschland. Wir haben jetzt Mitte Oktober und ich freue mich schon auf Asien. Nächste Woche geht’s los. Vera: Ja, das kann ich mir vorstellen. Das habe ich jetzt gemerkt, als ich auf der DNX war. Es war echt schon ganz schön kalt in Deutschland. Also, ich bin jetzt auch froh, dass ich hier in Marokko bin, wo es schön sonnig und warm ist. Marcus: Ja, erzähl mal. Wo genau bist Du denn da jetzt? Vielleicht erinnern sich einige, dass Feli und ich vor kurzem auch in Taghazout gewesen sind. Vera: Ja genau. Nachdem ich euren Bericht da gesehen habe, bin ich total angefixt worden, wollte auch unbedingt hier in das Sun Desk Coworking in Taghazout und ich habe die Magdalena dann ja auch getroffen auf der DNX im August, auf der Global. Marcus: Mh Cool! Vera: Und habe danach entschieden, dass ich hier auch unbedingt mal vorbeischauen muss und ja, ich bin jetzt Montagabend angekommen und fühle mich jetzt schon total wohl. Also, es ist super hier. Jeden Morgen gibt’s ein Frühstück auf der Dachterrasse mit allen Coworkern, die da sind. Und ja… Kann den Tag schön mit Meerblick starten und es ist echt cool. Marcus: Ist geil oben das Rooftop, oder? Vera: Ey ist super! Also, ich bin auch jetzt jeden Morgen schonmal gleich vor’m Frühstück schonmal hochgegangen, so als Einzige und habe mir da den Sonnenaufgang angeguckt. Also, andere gehen schonmal zum Strand zum Laufen. Es ist ja auch alles super nah hier. Marcus: Ja, also wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall mal Sun Desk auschecken. Ich habe es auch so genossen da die Zeit. Wir waren da nach Tarifa glaube ich direkt da, kurz vor der Global und dann waren unsere Akkus auch richtig, richtig voll. Also, da kommt man richtig gut runter, kann produktiv sein und hat nicht viel Ablenkung und es ist einfach convinient ne? Einfach cool, um da so ein Soft Landing in den Digital Nomad Lifestyle zu kriegen. Vera: Ja total. Also, ich bin auch ganz sicher, dass ich nochmal hierher komme. Ich bin jetzt nur zwei Wochen hier, aber ich bin mir sicher, ich komme nächstes Jahr irgendwann nochmal wieder. Marcus: Ja voll geil, weil ohne Scheiß, genau das habe ich auch bei Feli gesagt, als wir dann da waren. Ich glaube, wir waren auch so zwei Wochen oder zweieinhalb oder so und sagte “Ey, irgendwie, ich will gar nicht gehen, aber egal, wir müssen ja jetzt zur Global, aber lass uns doch mal das so im Hinterkopf behalten als Rückzugsort, wenn gar nichts mehr geht und wir irgendwie total gestresst sind und gar nicht mehr weiterkommen. Dann wissen wir, die Magda gibt’s. Marokko gibt’s. Taghazout gibt’s und ab ins Sun Desk.” Vera: Ja genau. Es ist echt cool hier, weil das Dorf ist ja auch echt nicht groß. Also, Du hast nicht so viel, was Du hier machen kannst. Was ja auch ganz cool ist. Also, wenn Du halt mal zwischendrin ne Pause brauchst, klappste den Rechner kurz zu, gehst mal ne Runde irgendwie ins Dorf, trinkst da irgendwie einen schönen Saft oder einen Tee, guckst den Sonnenuntergang an und kannst dann wieder weiterarbeiten. Marcus: Oah, hör auf ey! Ich will wieder los ey! Ich meine, ich jammer ja echt auf hohem Niveau, aber jetzt hier, ich sitze am Küchentisch in der Airbnb Wohnung in Düsseldorf-Flingern und gucke raus und hier regnet’s und es ist grau (lacht) Vera: (lacht) Marcus: Hart! Aber, … egal. Du bist jetzt in Taghazout im Sun Desk unterwegs und Du bist auch digitale Nomadin und verdienst von unterwegs Dein Geld. Ich habe Dich ja vorhin kurz vorgestellt. Du bist unsere virtuelle Assistentin. Vielleicht erklärst Du mal für die Leute, die jetzt nicht 100% wissen, was eine virtuelle Assistentin alles macht, wofür Du beispielsweise jetzt bei uns verantwortlich bist, bei unseren DNX Projekten und was darüber hinaus noch geht. Vera: Also an eine virtuelle Assistentin kann man eigentlich ganz gut alles auslagern, was einem selber zu viel Zeit kostet irgendwie, um sich auf seinen Fokus, auf seine Mainprojekte zu konzentrieren. Das ist je nach Kunde ganz unterschiedlich. Bei euch ist es jetzt ganz viel, ich sag mal, auch Administratives. Was so Buchhaltung angeht, Belege sortieren, Kundenmails bearbeiten. Was ich auch für andere Kunden auch viel mache ist Facebook Communities betreuen oder Webseiten. Und ja… Also, was ich an dem Job auch super gerne mag, ist das es so vielseitig ist. Ich schreibe auch viel, Copywriting ist eben auch dabei. Und ja, macht Spaß! Also es ist abwechslungsreich und ... Marcus: Kann ich mir vorstellen. Und ich glaube, was auch mega wertvoll ist, Du kriegst natürlich auch krasse Insides in die einzelnen Projekte oder wie andere Menschen dann ein Projekt aufziehen, ne Website erstellen, dann das erste Marketing machen, die ersten Kunden kommen, wie die Kommunikation ist. Ich meine, ich kann mir ja vorstellen, dass der Job mega, mega spannend ist. Ich habe ja jetzt nur meine eigenen Projekte, darum machen wir immer mehr, damit wir noch mehr Abwechslung haben, aber ich denke mal, wenn ich nochmal nen zweiten Job oder so brauchen würde, dann vielleicht auch als Assistent oder irgendwo, um gleichzeitig in so viele verschiedene Projekte reinschauen zu können, das geht glaube ich nur als virtueller Assistent ne? Vera: Ja, das ist eben das total coole an dem Job. Also ich sage mal, das der ideale Einstiegsjob für jemanden, der irgendwie so in das ortsunabhängige Arbeiten rein will. Weil Du kannst erstmal mit wirklich ganz kleinen administrativen Sachen auch anfangen und wächst Du einfach Stück für Stück da rein. Also ich habe seitdem… ich mache das jetzt seit etwas über einem Jahr - ich habe so viel gelernt, das ist richtig cool! Also, auch jetzt, wie bei Dir zum Beispiel: Also, ich hatte nie ne Ahnung, wie man irgendwie, ich sage mal, einen Podcast bei Soundcloud hochlädt oder in Wordpress - dadurch dass ich für so viele Kunden auch irgendwie die Sachen … die Blogposts usw. vorbereite -  habe ich echt so viel gelernt und ja, es ist echt ein cooler Job, wo man noch dafür bezahlt wird, dass man was lernt (lacht). Marcus: Ja absolut. So soll es sein! Und wir haben es ja auch selber gesehen, wie Du dann auch quasi mit uns gewachsen bist. Wir haben Dich ja dann auch reingeholt erstmal für die ersten kleineren Testaufgaben, administrative Sachen - wie Du gesagt hast, Buchhaltung und Excel-Tabellen - und mittlerweile testen wir Dich ganz gerne immer weiter aus und challengen Dich da ehrlich gesagt auch immer so ein bisschen und gucken mal bis Du Stopp sagst, aber irgendwie nimmst Du jede Hürde, die da kommt immer wieder mit Leichtigkeit und super schnell und jetzt hast Du uns geholfen beim Business Konzept für unseren Bank Termin in Hongkong. Ähm, das ist glaube ich echt, echt cool, was man da an Lernkurve auch hinlegen kann als virtueller Assistent, wenn man will. Vera: Ja, und man muss halt wollen. Klar, es gibt immer auch mal wieder Momente, die habe ich auch, wo ich denke “Uoa Scheiße, das kann ich ja gar nicht”. Aber eigentlich kannst Du es im vorhinein nicht sagen. Du musst es eben einfach mal ausprobieren. Also, und … es gibt da auch genug Quellen im Internet, wo man dann irgendetwas lernen kann und sich die Skills einfach draufschaffen kann. Wenn man da bock drauf hat, denn geht das auch. Marcus: Ja, und man kann echt sagen, Du bist so unsere Allround-Waffe. Ich glaube Dein Titel ist auch Operations Ninja. Immer wenn wir nicht wissen, wer könnte das jetzt für uns machen, haben wir glücklicherweise Dich als Backup oder Voll Back, bevor dann vielleicht ein Bereich so groß wird, wie beispielsweise der Eventbereich. Da haben wir uns ja dann jemanden reingeholt, die Carla, die dann ein paar Teile dann wieder übernommen hat. Aber solange niemand da ist oder man anfangen will und vielleicht überhaupt erstmal testen will, wie ist es, wenn man jemanden hat, der einem zuarbeitet, dann ist dieses virtuelle Assistentending mega, mega gut. Und wir oder ich ärgere mich ehrlich gesagt auch, dass wir da erst so spät drauf gekommen sind. Also es war schon immer ein Thema, aber ich habe mich auch immer ein bisschen schwer getan mit loslassen zu können und Dinge übergeben, Vertrauen zu schenken an andere und irgendwann war aber der Punkt, ich glaube das ist noch gar nicht so lange her, im Juno oder so, in Tarifa haben wir geskyped, unser Kickoff Call, wo Du dann angefangen hast zu arbeiten. Und seitdem denke ich: Wow wie geil, warum haben wir das nicht vorher gemacht? Vera: Ja gut, das ist natürlich für viele auch oft nochmal irgendwie so ein Hemmnis, sich erstmal zu überwinden. Ganz am Anfang ist es erstmal mehr Arbeit. Also wenn Du Sachen auslagern willst, dann musst Du Dich erstmal selber organisieren. Du musst es natürlich dem- oder derjenigen erklären, dem Assistenten. Musst also wirklich mal Deine Prozesse aufsetzen und das mal durcherklären und am Anfang - das habt ihr ja auch gemerkt - stellt man auch super viele Fragen. Aber dadurch, wenn man darüber erstmal rüber ist, dann läuft’s halt immer besser und dann kannst Du immer mehr auch einfach so auslagern, musst da gar nicht mehr drüber schauen und gewinnst so mehr Zeit für andere Sachen. Marcus: Ja, zumal das ja auch immer ne große Chance ist: Oft hat man die ganzen Prozesse irgendwie für sich selber aufgesetzt. Die sind irgendwo im Kopf. Man weiß, wie es geht, aber sobald Du das dann jemand anderen erklären musst, ist es richtig gut, dass man dann gezwungen ist, das einmal aufzuschreiben. Wir machen das bei uns ja über Trello, über das Project-Management-System und schreiben dann den ganzen Workflow - zum Beispiel jetzt zur Erstellung von einer Podcast Folge. Ich weiß nicht, wieviel Zeichen lang die ganze Trello Karte, aber es ist halt dann einmal verschriftlicht. Und selbst, wenn man das dann mal an jemand anderen übergeben muss, hast Du es endlich mal einmal niedergeschrieben ne? Vera: Genau, das haben wir ja jetzt auch gemerkt, als wir die Carla noch dazugeholt haben mit ein paar Prozessen, die ich schon gemacht habe und an sie übergeben haben, dass das super easy war durch die Trello Karten. Das haben wir einfach ins andere Board rübergeschoben, weil der Prozess halt einmal aufgesetzt war und dann läuft es gleich. Marcus: Ja. Welche Tools verwendest Du denn mit den anderen Kunden oder auch mit uns neben Trello, die Dir als virtuelle Assistentin, die ja nie live mit den Kunden zusammenarbeitet. Sondern Du bist immer an einem anderen Ort, wo wir dann gerade sind oder die anderen Kunden. Welche Tools erleichtern da Dir das Leben als virtuelle Assistentin? Vera: Ich muss sagen, mein ganz klarer Favorit ist Trello. Das funktioniert echt super und wenn ich einen Neukunden habe, der irgendwie noch kein eigenes System hat, dann empfehle ich immer das zu benutzen, weil das einfach super übersichtlich ist und ich weiß nicht, es macht auch einfach Spaß, diese Karten dann hin und her zu schieben. Marcus: Das ist glaube ich so ein bisschen nach dem Canva Prinzip oder so aufgebaut, wo man früher die Post Its hatte und verschiedene Levels oder Stufen dann immer die Tasks dann glaube ich rumschieben konnte. Was würdest Du denn empfehlen? Man kann bei Trello ja verschiedene Spalten anlegen. Was wäre da sinnvoll? Weil ich glaube, viele wissen erstmal gar nicht, wo sie anfangen sollen und dann, obwohl das System eigentlich relativ simpel ist, wenn man einmal eingestiegen ist, ist der Start glaube ich ein bisschen Tricky, um da so eine Struktur reinzugeben. Was würdest Du empfehlen? Vera: Auf jeden Fall verschiedene Boards für verschiedene Themenbereiche anlegen. Also ich sage mal, sowas wie Social Media, Marketing, Webseite, Allgemeines. Und dann in die Spalten eben einteilen: To Do und dann Check und für die jeweilige Person und noch ein Done Board. Alles was erledigt ist reinpackt, aber das bleibt halt ja immernoch da. Ist auch das Gute daran, auch mit der Suchfunktion, dass man alte Sachen immernoch mal wiederfindet. Marcus: Ja und ich glaube, die Done-Spalte ist insofern wichtig: Man kann auch Karten archivieren über Archive und dann habe ich die aber irgendwie nie mehr wiedergefunden, weil man dann über 3, 5 Klicks irgendwie das Archiv dann nochmal suchen musste und dann war alles total messi und war auch nicht mehr auf dem richtigen Board. Also dann ist glaube ich ein richtig guter Tip, den Du gerade gegeben hast und dann kann glaube ich Ongoing auch noch ganz gut sein, oder? Vera: Stimmt Ongoing für so Tasks, die einfach irgendwie jeden Tag oder jede Woche passieren müssen. Die dokumentiert man einfach in dem Ongoing, kann sich dann aber auch noch ein Datum ja noch setzen und die Kalenderfunktion nutzen, dass man dann auch, sage ich mal, jeden Freitag daran denkt, einen bestimmten Task auszuführen. Marcus: Nutzt Du dann die Kalenderfunktion von Trello? Vera: Nicht ganz so. Ich habe für mich selber noch ne Wunderlist, die ich auch unterteilt habe in meine ganzen verschiedenen Kunden und noch in meine eigenen Projekte und da lasse ich mir einfach auch Erinnerungen schicken, weil es für mich ganz cool ist, die dann auch noch per E-Mail kommen und am Rechner aufpoppen. Also, da kann man echt gar nichts mehr vergessen. Marcus: Ja, ich denke mal, gerade als VA im Kundengeschäft, wo Du ja dann auch Verantwortung trägst für wichtige Sachen, die dann beim Kunden passieren, ist es glaube ich das A und O, zuverlässig und reliable zu sein. Und keine Deadlines irgendwie zu verpassen oder zu vergessen ne? Im Gegensatz zu Deinen eigenen Projekten, die man dann wahrscheinlich, ja, im Zweifel immer wieder nach hinten verschiebt und posponed, weil die Kundensachen erstmal wichtiger sind. Vera: Ja das stimmt. Deswegen habe ich auch fast ein Jahr gebraucht, um jetzt mal meine Website fertig zu kriegen (lacht). Weil andere Sachen dann doch immer irgendwie wichtiger waren. Marcus: Aber jetzt ist sie live? Vera: Ja! Ich hab sie endlich live bekommen und mit der Hilfe auch was von euren Tipp, mit Start in WordPress. Die sind echt super auch die Jungs. Also ich verstehe immernoch nicht, wie die immer alles so schnell hinkriegen. Marcus: Ja, der Hammer ne? Vera: Aber das ist echt cool. Marcus: Ja. Vera: Genau, und die Seite ist jetzt endlich live. Es ist so ein bisschen über alles, was ich so mache, über was ich so anbiete und ein bisschen bloggen werde ich aber auch dadrauf. Also, auch über solche Themen, was wir gerade besprochen haben. Wie Zusammenarbeit funktioniert mit einem VA und was für Tools man so nutzen kann. Marcus: mh, und unter welcher URL findet man die Seite? Vera: Verava, also das ist mein Name: Vera und VA. Marcus: Vera für Virtual Assistance Vera: Genau. Marcus: .de, ne? Vera: Ja. Marcus: Aber das verlinken wir auf jeden Fall nochmal in den Shownotes. Ich finde, die Seite ist richtig schön geworden. Vera: Dankeschön! Ich bin auch ganz… Ja, ich habe schon wieder eine Liste mit Sachen, die ich verbessern möchte, aber ich glaube, das ist so normal. Marcus: Echt? Ja, das ist normal. Ich kenne es ja selber, wenn man eigene Seiten hat, hat man immer so eine mega To-Do Liste: Ach, das müsste man, das könnte man… Das coole ist aber, ich jetzt, der Deine Liste nicht kennt und bin gerade auf Deiner Seite, ich denke die ist schon cool. Die ist perfekt. Also, ich wüsste jetzt gerade nicht, was man optimieren muss. Also, es ist ja eigentlich immer nur irgendwie Stress für einen selber, weil man weiß: Oh, ich will unbedingt den Button dadrin haben, der ist immernoch nicht da. Vera: (grinst) Genau. Ja aber das ist eben echt auch cool, mit denen da von Start in Wordpress. Also muss ich echt nochmal sagen. Egal was für eine Idee man hat. Wenn man sagt “Ey, ich find das jetzt irgendwie total cool, wenn da - ich weiß nicht - ein rotierender Globus ist, auf den ich klicken kann, dann fragt man die das und schon finden die irgendwie ne App oder ein Plugin und empfehlen einem das. Also die sind echt super drauf. Marcus: Das finde ich gut, dass die auch konzeptionell mitarbeiten und nicht sagen: “Ey, Du musst mir genau sagen, ich führe jetzt stumpf irgendeine technische Anweisung aus. ich baue einen Facebook Button da ein, aber darüber hinaus müsst ihr selber sehen wie ihr klarkommt.” ne? Das finde ich echt auch gut, diesen Servicegedanken, den die da jeden Tag leben und super schnell sind die. Ich frage mich auch, wie die das machen. Vera: Ja, das ist echt krass. Marcus: Ich habe ja früher auch selber ziemlich lange an unseren Seiten gebastelt und geschraubt und alles alleine gemacht und kann ja einschätzen, wie lange so allein ne kleine Änderung dauert. Und wenn Du die dann in das Ticketsystem legst, was ich übrigens auch ziemlich cool finde bei Start in Wordpress, dass man genau sehen kann: welche Sachen sind gerade offen? Auf welchem Status sind die? und Du kannst es dann auch noch mit Prioritäten versehen. Ähm, ja… meistens sind die ruckzuck abgearbeitet. Vera: Ja. Nee, das Ticketsystem ist auch ganz cool. Durch meine Kunden, ich muss mich da auch ein bisschen anpassen, an jedem, welches System wer benutzt. Ich muss sagen, Trello ist da mein Favorit. Ich benutze aber auch mit anderen Kunden Basecamp, Asana gibt es noch, dann … was haben wir denn noch? - Redmine. Marcus: Mh, das habe ich noch nie gehört. Ja. Vera: Ja, das ist… da kann man auch gleich Dateien hochladen. Aber ich muss echt sagen, von allen ist wirklich Trello das, was auch wirklich am übersichtlichsten ist. Also, gerade bei Asana muss ich komischerweise immer wieder feststellen, dass die To Do’s da irgendwann so im Nirwana verschwinden und einfach drin liegen bleiben. Ich glaube, es ist einfach nicht so übersichtlich. Marcus: Ja, ich habe keine anderen getestet und bin direkt mit Trello gestartet, weil ich das von so vielen empfohlen bekommen habe. Und gut zu hören von Dir jetzt nochmal, die auch die anderen Systeme kennt, dass das wohl im Moment State of the Art ist und das geilste daran ist, es ist komplett kostenlos ne? Vera: Ja, das ist echt cool. Ja was es noch gibt, ein ganz cooles Tool, ist CoSchedule. Das benutze ich mit einem Kunden, wo ich eben viele WordPress-Einträge mache und das ist dann ein Kalendersystem. So wie so ein Redaktionskalender. Da drin planst Du dann gleich die Beiträge für ne WordPress-Seite, kannst die dann da drin schreiben und vorplanen und nen Redakteur zuweisen. Und das ist dann mit WordPress verknüpft und dann kannst Du dann gleich den Beitrag schreiben. Also für den speziellen Zweck ist das ganz cool.   Marcus: Ja, man muss halt immer gucken: Was ist der Anwendungsfall. Wir haben ja, so wie Du, neben Trello auch noch die Wunderlist laufen und die hat dann den Vorteil gegenüber Trello, dass man da besser terminieren kann finde ich. So, dass Du dann irgendwie eine Übersicht hast: Was steht heute an, morgen an? Und kannst diese einzelnen Tasks besser verschieben, abhaken. Zumal wenn ich mit Feli arbeite, dann immer ziemlich viel administrative oder Entscheidungen anstehen, die dann wichtig sind und das kannst Du dann irgendwie in der Wunderlist schneller und agiler abarbeiten, finde ich. Aber da muss jeder für sich selber glaube ich, ein System finden, ne? Vera: Ja, ich habe auch lange geschaut. Auf die Wunderlist bin ich tatsächlich eher durch euch auch gekommen, weil ich dann gehört habe, ihr benutzt die. Und das funktioniert für mich aber auch wirklich gut. Also, gerade für so Tasks eben, wo ich wirklich irgendwie jeden Freitag um 8.00 Uhr dran denken muss. Marcus: Ja, genau. Vera: Und da macht’s auch wieder Spaß, das ist auch wieder das gleiche Prinzip glaube ich. Dieses abhaken, was dann ein schönes Geräusch macht. Marcus: Jaaa, das ist so krass, was das psychologisch auslöst. Dieses Gratification System oder Bonification. Dass man irgendwas, wie bei so Computerspielen, wenn dann “brrrrimbedim” Giana Sisters das nächste Level erreicht und dann gibt es noch einen geilen visuellen Effekt, dass Du dann Diamanten gewonnen hast oder so. Vera: (lacht) Genau. Marcus:(lacht) Das funktioniert bei mir genau so gut mit To Do’s und mit den Tasklisten, scheinbar bei Dir auch, oder? Vera: Ja, das funktioniert bei mir auch. Deswegen mag ich eben auch Trello so gerne, weil irgendwie, ich schiebe echt gerne diese Karten hin und her. Ja, klappt gut. (grinst) Marcus: Ich hatte eben gesagt: Wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir überhaupt unser Team aufgebaut haben und die ersten Leute reingeholt haben. Du warst glaube ich, mehr oder weniger neben der Grafikerin, neben der Saskia, mit der wir schon lange zusammenarbeiten, unsere erste virtuelle Mitarbeiterin und danach ist es ja ziemlich schnell gewachsen, unser virtuelles Team. Was würdest Du sagen, oder kann man generell ne Empfehlung geben oder irgendwelche Indizien benennen, woran man merkt: So, jetzt ist es Zeit. Ich brauche jemanden, der mir hilft. Weil ich glaube bei ganz vielen, was ich leider sehe, die haben ne falsche Einstellung, gerade auch am Anfang, gerade auch zum digitalen Nomaden Lifestyle oder ihr eigenes Business aufzubauen. Die reden mit mir, sind da für DNX, haben noch keinen eigenen Blog und sagen: “Ja, aber schreiben ist ja langweilig und das will ich outsourcen und Social Media will ich outsourcen, SEO will ich outsourcen.” Und dann frage ich den: “Was willst Du dann noch selber machen?” Also auf der einen Seite ist es glaube ich richtig wichtig und gut, die Sachen mindestens einmal oder für eine gewisse Zeit selber gemacht zu haben und dann aber auch den Punkt zu erkennen “Okay, jetzt brauche ich Hilfe”. Vera: Ja, also das würde ich auch sagen, dass es tatsächlich wichtig ist, alles wirklich auch mal selber gemacht zu haben. Auch um den Prozess optimal übergeben zu können, muss man einfach auch selber, wie der läuft. Also ich hab’s ja mittlerweile auch schon ein bisschen angefangen, dass ich Sachen outsource an andere virtuelle Assistenten, weil ich zum Teil wirklich so einen Workload habe, dass ich da nicht mehr hinterherkomme. Das mache ich aber auch nur mit Sachen, die ich selber schon eine ganze Weile gemacht habe, wo ich genau weiß, wie die laufen, was man beachten muss, um das auch wirklich optimal übergeben zu können. Marcus: Das ist ja jetzt auch wieder ein ganz gutes Beispiel. Du hast jetzt auch irgendwann gemerkt. Da ist einfach zu viel Workload, Du bist mehr mit dem Abarbeiten beschäftigt, als vielleicht sogar Deine eigenen Projekte fallen eh hinten runter und dann sind die Kunden vielleicht sauer. Also spätestens dann sollte man glaube ich das Team erweitern und was könnte so ein Trigger für jemanden sein, der jetzt nur eigene Projekte hat und an seinem Business arbeitet und schraubt? Vera: Ich würde auch einfach mal beobachten, woran Du - sage ich mal - viel zu viel Zeit sitzt, weil’s Dich einfach soviel kostet, Dich dazu zu überwinden. Jeder hat ja irgendwie Aufgaben, die er nicht so gerne mag. Also, ich sage mal, einige schreiben viele Artikel irgendwie runter, weil sie super gerne schreiben. Und dann werden die Artikel aber nie veröffentlicht, weil es die Leute dann total viel Zeit kostet, das ins Blog einzustellen, die Fotos dazu zu packen, die Stichworte dazu zu stecken. Das ist ja auch nochmal locker ne Stunde, die da drauf geht. Und da scheitert’s dann auch bei vielen, die sagen “Oh nee, da habe ich jetzt keinen Bock drauf.” Und dann bleiben die gut geschriebenen Artikel ewig liegen. Also, wenn man so was merkt, dass man auch irgendwie irgendeine Aufgabe immer wieder aufschiebt, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob die nicht einfach jemand anderes übernehmen kann. Marcus: Mh, und wie war das bei Dir? Du hast ja erst glaube ich auch in einer Anstellung als virtuelle Assistentin gearbeitet, hast Dich dann mehr oder weniger nebenbei selbstständig gemacht. Jetzt machst Du es glaube ich komplett selbstständig. Jetzt baust Du ein Team auf. Also Du durchläufst gerade auch diese ganzen Stufen von diesem Unternehmertum glaube ich. Wie fühlt sich das für Dich an? Oder hattest Du vorher nen Plan, oder hast Du einfach Step by Step weitergemacht und geguckt was passiert? Vera: Nee, also ich hatte überhaupt keinen Plan. Ich muss fast sagen, ich bin ja in dieses ganze Nomadentum usw. echt reingerutscht. Ähm angefangen habe ich mit dem Job eigentlich nur, weil ich nen Job gesucht habe, den ich auch von Teneriffa aus machen kann. Also da bin ich ja vor zwei Jahren von Deutschland aus hingegangen und habe dann... Marcus: Okay, Komplett? Heißt: Du hast Dich auch in Deutschland abgemeldet? Vera: Nee. Also ich war noch gemeldet. Eigentlich wollte ich nur für ein halbes Jahr mal hin, so ne Auszeit machen. Aber nach dem halben Jahr hatte ich dann irgendwie keinen bock mehr zurückzugehen. Und, ähm ja, da ist es halt schwierig Jobs zu finden und dann habe ich einfach mal nach irgendwie Online Jobs gesucht, die vielleicht auch so ein bisschen aus meiner Richtung... ich habe ja ursprünglich Marketingkommunikation studiert. Und ja, in der Richtung gibt’s halt auf Teneriffa überhaupt keine Jobs. Das kannste voll vergessen. Und auf irgendwie Callcenter arbeiten oder so hatte ich gar keine Lust. Marcus: Ja, ich glaube, das ist so der Klassiker dann auf kleinen Inseln ne? Vera: Genau. Da gibt’s halt nen Haufen, weil es da ja auch so ne spezielle Steuerzone gibt für Unternehmen. Also da gibt es echt viele deutsche Callcenter und solche Sachen. Und nee, also, das habe ich mir auch gedacht. Dafür bist Du jetzt auch nicht irgendwie auf ne Insel gegangen, damit Du dann den ganzen Tag in so einem dunklen Callcenter sitzt. Dann habe ich halt nach Online Jobs gesucht und bin da eben auf so ein Angebot gestoßen für virtuelle Assistentin. Und hab halt erstmal gedacht “Ja cool, das kannste ja von zu Hause machen. Da kannste einfach hier bleiben”. Und ja, dann kam nach und nach dann auch so durch euch und durch die Conni so die Erkenntnis “Ja geil! Das kannste ja nicht nur von da machen. Das kannste ja von überall machen”. (grinst) Und ja, jetzt entwickelt sich das echt total cool, auch durch die Kontakte, muss ich echt sagen, die ich auf der DNX geknüpft habe, immer mehr. Dass ich da auch so meine eigenen Sachen starte. Marcus: Ja, saugeil. Und ich glaube, Du bist auch ein gutes Beispiel für, wenn man gut ist in dem, was man tut, dann wird man automatisch weiterempfohlen. Und es gibt nichts besseres als eine authentische, ehrliche Weiterempfehlung von jemandem, dem die Leute vertrauen. Wir haben Dich ehrlich gesagt jetzt auch schon ziemlich oft als Virtuelle Assistentin weiterempfohlen, weil wir so zufrieden sind mit dem, was Du tust. Und davor steht halt dann die tägliche harte Arbeit, aber es ist am Ende des Tages zahlt sich das immer aus. Vera: Ja klar. Und gerade in dem Job ist es ja auch wirklich Vertrauenssache. Also es gibt ja viele Sachen, die man an nen virtuellen Assistenten abgibt. Das sind halt wirklich vertrauenswürdige Sachen. Du gibst Deine ganzen Zugänge ab zu allem möglichen, zum ich sage mal jetzt Mailchimp und zur WordPress Seite und vielleicht sogar zur Bank. Und dann musst Du halt der Person auch echt vertrauen. Marcus: Ja genau, da ist erstmal ne Empfehlung Gold wert und dann würde ich vielleicht auch peu á peu vorgehen und dann die ersten Zugänge vielleicht sharen, so wie wir es gemacht haben. Und letztendlich hast Du jetzt auch ne Bankvollmacht und hilfst uns da beim Accounting und bei den Überweisungen. Vera: Genau, und das muss man eben Stück für Stück aufbauen auch, ja. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass Du sagst “Ich brauche ein Team, ich brauche Unterstützung” und stellst dann mehr oder weniger Leute für Dich an, die dann Jobs übernehmen, ne? Vera: Ja genau, also ich habe mittlerweile eben auch ein paar, die mich auch schon gefragt haben “wie bist Du denn an Jobs gekommen” usw. und “ich will damit auch gerne anfangen”. Und da habe ich jetzt schon so zwei, drei mit denen ich zusammenarbeite und ein paar Sachen auslagere, wenn ich auch einfach nicht mehr dazu komme oder wenn ich mich auch gerne auf andere Sachen fokussieren möchte. Marcus: Klar, irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo man dann ready ist und ja, die Möglichkeit hat, dann auch Sachen auszulagern, die einem selber vielleicht gar nicht mehr so viel Spaß machen, aber für jemand anderen cool sind für den Einstieg, ne? Vera: Genau und so mache ich das jetzt auch. Also ich versuche so die Sachen zu behalten, die mir total viel Spaß machen oder die ich auch einfach nicht auslagern kann, weil sie halt echt Vertrauenssachen sind. Und bei anderen Sachen versuche ich eben dann auch andere da mit ins Boot zu holen. Marcus: Mh, ja, wichtig ist glaube ich, dass die Leute verstehen, dass ne virtuelle Assistenz - ich hatte mir das früher ganz am Anfang auch so vorgestellt: Okay, das ist sowas wie ne Sekretärin im analogen Leben. Die macht dann die… irgendwelche Kalenderverwaltungen oder Termine und das war’s dann und kocht vielleicht noch ein bisschen Kaffee. Das fällt dann weg, wenn man digital unterwegs ist. Dass da viel mehr hintersteckt. Also Dich setzt man, wie gesagt, ein, um irgendwelchen konzeptionellen Sachen zu schreiben. Du machst bei uns Mailchimp, Du bereitest Newsletter vor, Du machst das Accounting, Du machst Buchhaltung, Du machst Social Media, bevor wir da jetzt jemanden hatten. Also das kann viel mehr sein ne? Es kann eigentlich alles sein. Vera: Ja klar. Das kann auch Vertrieb sein. Also auch Angebote erstellen, Rechnungen schreiben. Du kannst auch, wenn es gut dokumentiert ist, Deine gesamte Kundenkorrespondenz irgendwie auch auslagern. Da benutzen wir ja zum Beispiel auch Help Scout, was ja für solche Sachen super funktioniert. Marcus: Genau, das ist cool oder? Vera: Ja, das ist echt klasse. Also gerade bei so vielen Mail Accounts ist das wirklich klasse, wie man es auch hin- und herschieben kann und ne Übersicht behält. Marcus: Ja, also Help Scout ist so ein Ticket Help Service System, wie zum Beispiel auch Zendesk oder so. Da gibt es glaube ich ein paar andere auf dem Markt. Und Help Scout wurde mir … ich glaube Sebastian Canaves sogar empfohlen, der auch immer sehr versiert ist, was so Tools und Technik angeht und er hat dann herausgefunden, dass es die einzigen sind, wo Du dann quasi über das System in dem Backend antworten kannst, was dann aber wirklich 100% noch wie eine E-Mail aussieht. Und das fand ich echt sympathisch, weil ich finde es manchmal unangenehm: Du schreibst an irgendeine info- oder service@-Adresse, willst was wissen und kriegst dann erstmal ne Ticket Nummer, was Du tracken kannst und so und dann fühlst Du Dich eigentlich nur wie diese Ticket Nummer, die Du da mit automatisierter E-Mail zurückkriegst. Vera: Nee, da ist Help Scout schon besser. Vor allem auch, weil man es von verschiedenen Mail Accounts schicken kann und untereinander hin- und herschieben, sich austauschen, mal ne Notiz reinschreiben, wenn man jetzt nicht weiß, was man antworten soll, kann man schnell nen anderen Teammember fragen. Das funktioniert echt gut. Marcus: Okay und als Du dann vor - wann war das? - vor zwei Jahren auf Teneriffa die ersten VA Jobs übernommen hast, war das vor zwei Jahren? Vera: Vor nem Jahr. Also ich bin vor zwei Jahren hin, hab dann erstmal was ganz anderes gemacht. Sechs Monate Praktikum in ner Sprachschule (grinst) Auch um halt spanisch zu lernen. Marcus: Kannst Du jetzt perfekt spanisch? Vera: Perfekt würde ich nicht sagen. Also ja klar, ich habe halt jetzt auch zwei Jahre da gewohnt und auch in ner Stadt, wo fast keine Touris oder Expats sind, sondern vor allem Locals und ja, da ist man auch einfach gezwungen zu sprechen. Also ja, ich verstehe alles und ich kann mich fließend unterhalten, perfekt ist es aber sicherlich nicht. (grinst) Marcus: Ja. Und wie war das dann, als Du dann in diese VA Geschichte eingestiegen bist und parallel bist Du dann auf dem Lifestyle der digitalen Nomaden aufmerksam geworden oder wie kam da eins zum anderen? Und wie bist Du dahingekommen, wo Du jetzt stehst. Ich meine, das ist ja eigentlich nichts, wenn man mal überlegt, vor einem Jahr hast Du die ersten Jobs übernommen als VA, dann noch für eine andere Firma und jetzt bist Du im Sun Desk und arbeitest quasi von überall für echt spannende Kunden und Menschen. Wie kam das alles zusammen? Vera: Ja das ist echt krass. Ich hab’s mir erst gestern wieder gedacht, als wir hier Mittags, nen kurzen Mittagsausflug zum Markt gemacht haben. Wir haben dann hinterher noch so nen geilen Avocadosmoothie getrunken und ich habe echt gedacht: Krass, vor nem Jahr hätte ich das nicht gedacht, dass ich jetzt hier in meiner Mittagspause mal eben in Marokko auf nem Markt sitze und so nen Avocadosmoothie trinke und danach einfach mal wieder arbeite. Also es ist echt super cool. Marcus: Aber so geht es glaube ich gerade vielen bei uns in der Szene. Ich meine, irgendwie sind wir alle so krass durch die Decke geschossen und im Windschatten schießen die Leute dann auch noch alle rechts und links neben einem hoch und irgendwie macht’s total Spaß im Moment. Was war denn dann der erste Trigger? Du hast den Blog von Conni entdeckt oder hast Dich dann entschieden zur DNX zu kommen? Hast dann irgendwann für uns gearbeitet… Vera: Genau, ich habe den Blog von der Conni entdeckt, dann auch vom Sebastian und habe dann gesehen, dass die ja zur DNX kommen im Mai. Und da habe ich mir gedacht “Ah ja gut, dann guckste Dir das mal live an”. Und ja, ich erinnere mich da noch dran. Ich war da echt noch voll schüchtern, kannte gar keinen und habe dann irgendwie gedacht “Okay, mal gucken, was die da alle machen”. Ich fand das dann voll krass, das zu hören, wie sie sich unterhalten haben. So “Ja, und dann fliege ich jetzt nach Thailand und dann sehen wir uns demnächst in Tarifa” und ich habe da echt nur große Augen gemacht und habe gedacht “Boah, das ist ja total cool.” Marcus: Mh, aber ich glaube es ist wichtig zu sehen, dass das auch Realität ist. Dass das nicht irgendwelche Träumereien auf dem Blog sind, sondern man trifft dann die Leute und merkt dann: Ey, das funktioniert ja wirklich. Die fliegen ja echt nach Tarifa und machen die ganzen Projekte, die sie erzählen. Ich glaube, das motiviert auch dann andere zu sehen, die genauso viel Feuer gefangen haben, vielleicht auf dem gleichen Level sind und dann sich gegenseitig motivieren, dass das auch funktioniert, ne? Vera: Genau, das ist eben total wichtig. Also, dass man sich auch wirklich vernetzt und ne Community hat und sich unterstützt. Das hat mir am Anfang auch ziemlich gefehlt, muss ich sagen. Gerade in meinem Job, ich meine, Du sitzt halt eigentlich den ganzen Tag nur alleine vor’m Rechner. Dann kriegst Du Deine Aufträge, hast aber trotzdem irgendwie ja nicht wirklich irgendwen, den Du fragen kannst. Und wenn Du da auch mal Probleme usw. hast und auch, das hat ja schon so angefangen: Wo finde ich denn eigentlich Jobs? Und wo finde ich neue Auftraggeber? Und was kann ich dann eigentlich berechnen? Oder alles mögliche. Und das ist auch ein Grund, das ist jetzt auch noch ein Projekt, an dem ich zusammen mit dem Johannes Völkner arbeite. Was viele nicht wissen: Er hat ja auch als virtueller Assistent mal angefangen. Und ... Marcus: Ja, ich glaube, er hat auch mal einen Guestpost für Tim Ferris geschrieben zu dem Thema. Das ist ganz witzig. Vera: Genau, und wir haben jetzt eben - also er hatte die Seite eh schon, wir haben die jetzt noch mal so ein bisschen aufgefrischt die Seite: fernarbeit.net Und das ist jetzt halt so ein Jobportal für virtuelle Assistenten, wo echt jetzt auch schon ganz coole Jobangebote drinstehen und die Assistenten können sich eben bewerben. Erstmal bei uns, wir gucken das dann an. Und wir wollen das noch so ein bisschen weiter ausbauen zu ner Community, dass eben wirklich die VA’s da nen Platz haben, wo sie sich austauschen können. Genau, da sind wir gerade so im Aufbau, aber wer Bock hat, kann sich das halt schonmal angucken und sich auch schon mal bewerben. Marcus: Ich stelle mir das gerade vor, die ganzen VA’s, die für die spannendsten Projekte auf der ganzen Welt arbeiten, was das für’n Wissen dann ist in dieser Community ne? Vera: Genau. Und auch eben tatsächlich so wie ich es ja jetzt auch schon mache. Also viele lachen, wenn ich sage irgendwie “Ich suche mir als VA ne VA”, aber viele haben sicherlich auch ab und zu wirklich mal auch so Hochphasen an Arbeit, wo man es an andere auslagern kann. Das gebe ich dann auch lieber an jemanden, den ich irgendwie schon kenne vielleicht aus ner Community und ja, so kann man sich dann auch gegenseitig wirklich so unterstützen und ich glaube, das wird ganz cool.   Marcus: Ja, da bin ich mir sicher und ich glaube, das ist bei vielen auch noch gar nicht angekommen, wie viel einem eine virtuelle Assistenz das Leben oder gerade auch Wachstum beim Business erleichtern kann. Vera: Ja, auch gerade weil Du Dich auf andere Sachen fokussieren kannst. Also ich sage mal jetzt, für Dich jetzt auch irgendwie, den Podcast aufnehmen ist total cool. Das ist auch das, was Dir Spaß macht, aber dann hinterher nochmal irgendwie ne Stunde das Transkript lesen und das auf die Website stellen, das ist halt was, was Du super abgeben kannst. Marcus: Ja, ich habe mich da vorher reingefuchst in dieses Podcast-Thema und ja 99% der Podcasts die gescheitert sind, sind daran gescheitert, nicht dass sie keinen Spaß mehr am Aufnehmen hatten, sondern dass sie dann mit dieser ganzen Administration dann irgendwann überfordert waren und das dann hinten runtergefallen ist. Und ja, dahinter hängt ja ein riesen Apparat, den Du dann glücklicherweise koordinierst. Aber Du bist ja nicht die einzige, die dann losrennt, wenn jetzt gleich die Aufnahme fertig ist mit uns beiden. Das kann man dann ja vielleicht nochmal kurz erklären, was dann passiert. Ich glaube, da haben mich in letzter Zeit auch ein paar Leute nach gefragt. Vera: Ich glaube, das ist auch von den ganzen Tasks, die wir so haben der echt jetzt am coolsten schon so durchkoordiniert ist. Also, wir haben ja diese Trello Karte, wo das alles dokumentiert ist und ja jetzt in dem Beispiel, wenn jetzt die Aufnahme fertig ist, dann packst Du die in die Dropbox. Marcus: Die wird sogar automatisch… ist das verknüpft mit Call Recorder. Also ich habe ein Tool, was dann hier über Skype aufnimmt und da ist dann der Dropbox Ordner hinterlegt, genau. Vera: Ja, dann gebe ich eben dem Gordon Bescheid, der ja auch schon ein Podcast mit Dir gemacht hat. Der schneidet dann das mit dem Intro und dem Outro zusammen, guckt nochmal, dass der ganze Ton passt und macht da eben die finale Datei zu. Der gibt mir dann wieder Bescheid, wenn er damit fertig ist. Dann geb ich die finale Datei weiter, gebe die über die Dropbox frei an die Jessica, die dann das Transkript macht. Die mir das dann als Google Doc freigibt, wenn sie fertig ist. Das ist echt … (lacht) Marcus: Das ist echt ein krasser Workflow. Vera: Ja, Du hast derweilen schon im WordPress den Beitrag angelegt, mit schonmal ein paar Shownotes, die ich vielleicht nicht wissen kann und den Beitrag leg ich dann noch komplett an mit den Shownotes, mit den Learnings, mit den Bildern, die dann auch in der Dropbox liegen. Marcus: … dem Text abgeschrieben von der Folge. Vera: Und genau. Und dann macht uns die Saskia noch das Bild für die Facebook-Seite. Marcus: Stimmt. Vera: Stimmt, die ist dann auch noch beteiligt (lacht) Marcus: (lacht) Genau, dann wird er gescheduled. Mittlerweile bin ich ja wieder auf einmal die Woche gegangen. Vera: Ja, ich glaube, das ist auch ganz gut. Also, einmal die Woche ist schon ganz gut glaube ich (lacht) Marcus: Ja, ich wollte halt erstmal Präsent sein und zeigen so “Ey, hier bin ich! Ich geh nicht mehr weg.” LIFE HACKZ gibt’s jetzt zweimal die Woche und so einen krassen Buzz erzeugen. Das hat glaube ich ganz gut funktioniert. Aber jetzt ist auch für mich, also viel zu herausfordernd. Gerade zum Beispiel, wenn wir jetzt zwei Wochen oder ich glaube zehn Tage oder so auf die Cruise gehen, wo wir überhaupt kein Internet haben. Dann in Jericoacoara ist auch nicht mega schnelles Internet und da dann jede Woche - ich muss ja auch selber die Folgen aufnehmen plus diese ganze Produktion - das wäre glaube ich echt tough geworden ne? Vera: Ja, ich glaube einmal die Woche reicht auch, ist ganz gut vom Rhythmus her und gibt ja mittlerweile genug alte Folgen, die man sich dann noch anhören kann. Marcus: Ja genau. Das ist sehr cool. Ich glaube viele haben es nicht geschafft immer alle Folgen mitzukriegen. Dann können die das mal aufholen, aber genau. Dann wird das gescheduled auf mittlerweile jeden Freitagmorgen und dahinter hängt dann ein Feed über Soundcloud, wo dann iTunes quasi einen kleinen Push kriegt, dass ne neue Folge da ist und das geht eigentlich auch richtig schnell, dass es dann bei iTunes auftaucht. Und ja, diese ganze Soundcloud Geschichte übernimmst Du ja auch ne? Vera: Stimmt, genau. Doch ganz viel. Das es echt so ein...Wir mussten jetzt mal gucken, wie lang dieser Task eigentlich ist da in Trello (lacht) Marcus: Mh, das ist die längste Karte auf jeden Fall. Und kurz zur Info: Soundcloud ist ein Mediahoster. Kennen viele von euch und so eine mp3 Datei für den Podcast sollte man nicht auf den eigenen Server legen, weil der auch immer mal wieder ausfallen kann und da sollte man auf jeden Fall irgendwie nen Mediaserver nehmen. Ich glaube Lip Sync ist noch ne Alternative. Soundcloud fand ich noch ein bisschen moderner und frischer. Gerade auch weil man dann das Snip mit einbauen kann in Wordpress und darüber dann den Player laufen lassen kann. Ja, soviel zu dem Podcast Workflow. Wielange bleibst Du jetzt noch in Taghazout? Was sind danach Deine nächsten Pläne? Vera: Ich bleibe jetzt zwei Wochen hier, dann fahre ich nochmal zurück nach Teneriffa, weil, also ich habe ja jetzt zwei Jahre da gewohnt und habe auch richtig ne feste Wohnung gehabt und nen Haufen Zeug angesammelt und alles mögliche. Und ja, muss jetzt dann die Wohnung… ich habe die gekündigt letztens. Marcus: Krass! Also Du machst Dich jetzt komplett auch ortsunabhängig? (grinst) Vera: (grinst) Ja erstmal schon. Also ich bin mir zwar sicher, dass ich irgendwann nach Teneriffa wieder zurückkomme, weil es ist ziemlich cool da. Also, kann ich auch allen mal empfehlen, die da auch mal als Nomade auch hin wollen. Ich weiß gar nicht, warum da nur da Gran Canaria so groß beworben wird. Also, weil Teneriffa ist schon echt super cool. Marcus: Da gibt’s auch nen Coliving und Coworking Space ne? Vera: Genau, das SEOintheSUN in Puerto de la Cruz. Das ist jetzt nicht da, wo ich wohne, aber ich bin jetzt trotzdem in letzter Zeit immer öfter hingefahren, obwohl ich da irgendwie ne halbe Stunde mit dem Bus von mir aus fahren muss, aber es war es mir trotzdem wert, weil es ist super cool da und super schnelles Internet und ein nettes Café dabei. Coole Leute. Der Frank, der das macht, ist auch super motiviert und ja, ist voll der Fan auch von der ganzen Nomadenszene und lädt auch im Moment immer Leute ein. Marcus: Auf jeden Fall ein cooler Typ. Vera: Ja super cool und also wenn man da in dem Coworking ist, kann man auch total viel unternehmen. Was ich jetzt auch schon ein paar mal ihm mitgemacht habe, also auf Teneriffa kannst Du eh so viel machen. Du kannst Surfen, Du kannst in die Berge fahren. Es gibt da den Teide. Das ist irgendwie der höchst Berg Spaniens. Also das ist der Vulkan, da kannst Du dann rauf. Im Winter liegt da sogar Schnee. Ja, ist echt cool dort. Und vom Leben her auch super günstig. Und eigentlich kannst Du auch das ganze Jahr über an den Strand gehen. Also kälter als 20 Grad wird’s eigentlich selten. Marcus: Okay, sollte jeder mal auschecken. Du brichst jetzt trotzdem Deine Zelte da ab? Vera: Deswegen habe ich jetzt auch so gefroren, weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin, irgendwie weniger als 20 Grad zu haben. Marcus: Ja, wir auch nicht. Also Oktober geht echt nicht mehr klar und es wird wahrscheinlich nächstes Jahr auch keine deutsche DNX im Oktober mehr geben. Es ist einfach zu kalt. (Beide lachen) Genau, und Du hast gerade gesagt, Du brichst Deine Zelte in Teneriffa ab, musst nochmal zurück und dann? Vera: Dann habe ich jetzt erstmal nur ein One-Way-Flug nach Bangkok, will dann aber weiter nach Chiang Mai und ja… Da bleibe ich erstmal einen Monat und habe gedacht, eventuell danach nach Bali. Marcus: (lacht) Wenn das jetzt andere hören ne? Die denken immer, das ist zu krass, aber... Vera: Ja, ich find’s toll. Ich habe das auch schon mit ein paar Leuten, die ich schon kenne, dass man sich jetzt echt verabredet, so “Hey, dann sehen wir uns am 11. November in Chiang Mai auf’n Bier”. Und das klingt so völlig normal und noch vor nem Jahr habe ich irgendwie gedacht: Ey super krass. Aber jetzt ist es irgendwie so, ja. Und das ist auch das coole dran finde ich gerade. Also gerade auch mit der DNX Community und dass es jetzt eben so wächst, dass Du, wenn Du zu solchen - ich sage mal auch - Hotspots fährst, wo viele Nomaden sind, dass Du eigentlich immer irgendjemanden triffst, den Du auch schon kennst. Also so wie jetzt hier, ich wusste das gar nicht. Ich bin hier ins Sun Desk gefahren und jetzt ist hier halt der Thomas schon hier, den ich ja auch auf der DNX mal getroffen habe. Marcus: Vom IdeaCamp ne? Der hat auch nen Talk gemacht, genau. Vera: Und das ist halt total lustig. Also… Man kommt da irgendwie am anderen Ende der Welt an und triffst einfach schonmal wen. Marcus: Ja, da hat sich nämlich meine Perspektive jetzt auch verändert. Vor drei Jahren, als wir angefangen haben, war das noch nicht so. Und man war echt allein unterwegs und ich bin so happy, dass wir uns hatten und ich mit Feli dann getravelt bin und Business gemacht habe. Und da war dann immer die Frage so “Ja, wielange willst Du das denn noch machen? Und wirst Du irgendwann sesshaft”. Und da war eigentlich noch meine Einstellung: Wir machen das jetzt solange uns das gefällt und irgendwann werden wir wieder sesshafter und bauen uns wieder einen Freundeskreis auf und irgendwie noch festere Bindungen. Aber seitdem ist soviel passiert und wir haben so viele Leute erreicht mit der DNX, die jetzt auch diesen Lifestyle leben, und es gibt immer mehr Plattformen, wo man sich vernetzen kann, dass ich jetzt gerade überhaupt keine Notwendigkeit sehe davon abzulassen. Im Gegenteil: Jetzt fängt’s gerade erst an Spaß zu machen, weil man genau weiß - wie Du schon sagtest - wir fliegen jetzt nächste Woche nach Hongkong. Da treffen wir jetzt zwei Leute, die zufällig auch gerade da sind. Zum Beispiel Sebastian und Line glaube ich. Und dann nach Bangkok. Da seid ihr alle und spätestens in Chiang Mai triffst Du dann wieder einen Haufen Nomaden. Und ja. Die Freunde sind auch überall verteilt und irgendwo trifft man immer irgendjemanden. Vera: Ja ich habe auch gemerkt, auch aus der DNX jetzt wieder im Oktober auch so die Abschiede sind gar nicht… man könnte ja meinen, sie sind jetzt irgendwie voll traurig, weil man sich nur irgendwie dann mal für zwei, drei Tage in Berlin sieht, aber es ist gar nicht, weil Du weißt einfach irgendwie früher oder später irgendwo auf der Welt siehst Du die Leute wieder. Und das macht richtig Spaß. Marcus: Ja, die sind nicht weg, die sind einfach nur woanders. Und meistens sind die dann da, wo Du dann irgendwann früher oder später auch aufschlägst. Sei es jetzt Chiang Mai, Bali, Bangkok. Diese Hotspots, da gibt’s eigentlich fast ne Nomadengarantie ne? Vera: (grinst) Genau. Oder ihr jetzt dann auf der Cruise. Da habt ihr ja zehn Tage irgendwie auch nen ganzen Haufen versammelt. Marcus: Ja genau, da haben wir richtig viele Leute noch erreicht, dann über unsere Social Media Reichweite, was cool ist und das sind glaube ich über 100 Leute, die da am Start sind. Und darauf freuen wir uns jetzt auch schon richtig. Aber ich kann auch verstehen, wenn andere uns dann reden hören und vielleicht das erste Mal auf der DNX sind die ersten zehn Minuten da irgendwo sitzen im Betahaus und nebenan am Tisch “Ja, wir sehen uns dann nächste Woche in Bangkok, und Dich sehe ich dann auf der Cruise und wir beide nehmen in Bali ein Haus zusammen”, dass die denken: Was sind das denn für Spinner? Was geht’n da ab? (beide lachen) Vera: Ja wie gesagt, das habe ich im Mai auch noch gedacht und jetzt mache ich’s selber. (beide lachen) Gut, ich meine das klingt auch immer alles super cool, aber es ist auch ein bisschen ne Challenge auch. Sich dann zu organisieren, irgendwie einen Arbeitsrhythmus zu finden. Also die wenigsten von uns haben ja irgendwie so ein geiles passives Einkommen, dass sie irgendwie wirklich den ganzen Tag nur zum Surfen gehen können. Sondern ... Marcus:  Und wenn sie die Zeit haben, dann haben die vorher jahrelang das Ding aufgebaut ne? Vera: Genau. Also das geht ja auch nicht so, wie viele auch irgendwie vielleicht denken, so “Ja, jetzt mache ich mal ein geiles Travelblog und dann lebe ich davon”. Nee! Also ich arbeite jetzt im Moment tatsächlich auch deutlich mehr, als ich je in irgendnem Corporate Job gearbeitet habe. Aber es macht mir einfach viel mehr Spaß und weil ich es mir auch selber frei einteilen kann. Also jetzt im Moment vom Gefühl her glaube ich auch tatsächlich, dass es unterwegs fast noch besser funktioniert, als an einem Ort. Marcus: Strange ne? Vera: Ja, also jetzt gerade hier in so einem Coworking. Das macht auch die Atmosphäre. Du hast die ganzen Leute um Dich herum, die auch noch arbeiten. Dich guckt keiner strange an, wenn Du halt am Freitagabend um 21:00 Uhr noch am Rechner sitzt und arbeitest. Weil da sitzen noch fünf andere, die das auch machen. Ja und dann guckst Du Dich zwischendrin halt mal an und sagst so “Hey, mal ne Pause” und gehst mal kurz raus nen Kaffee trinken. Marcus: Ja ja, die Erfahrung haben wir auch gemacht. Das ist total … ja … total komisch. Weil viele denken, wenn wir in Berlin sind und haben das Betahaus oder Creative Loft oder Blogfabrik oder irgend nen anderen Coworking Space, wo wir dann arbeiten können mit mega schnellem Internet und keine Challenges unserer Infrastruktur hätten, wären wir viel produktiver. Aber genau das Gegenteil ist immer der Fall. Wir fallen dann wirklich mehr oder weniger… adaptieren wir dann diesen 9 to 5 Lifestyle, weil die meisten meiner Kumpels gehen dann am Wochenende weg. Oder ich kann dann nur abends Sport machen und dann stehen wir morgens mit den ganzen Arbeitnehmern auf. Und das ist irgendwie total komisch und man fühlt sich nach einer gewissen Zeit auch schon wieder total falsch und total schlecht an. Und deshalb ist das cool, wenn man dann wieder unterwegs ist, wo dann die Zeit nicht mehr so die krasse Währung ist oder das ganze Leben nicht nach diesem Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr abgestimmt ist, sondern man sitzt dann auch mal um 21:00 Uhr in so einem Coworking Space und hat damit überhaupt kein Thema. Vera: Genau. Man weiß ja zum Teil…. Also, es geht einem schon nach ner Woche fast hier so: Welcher Tag ist heute eigentlich? Mittwoch, Donnerstag? Dann musst Du erstmal im Kalender nachgucken, weil es auch nicht mehr so wichtig ist. Ist jetzt Wochenende oder nicht? also... Marcus: Null. Man ist irgendwie total im Flow und wenn man mal ne Auszeit machen will und surfen gehen will oder abends mal weggehen, dann geht man einfach mal abends weg. Aber es ist egal, welcher Tag gerade ist. Vera: Genau. Marcus: Und Du sagtest gerade: Es ist eine große Herausforderung. Das werden wir ja auch nicht müde zu betonen. Egal wo wir gefragt werden oder auch auf der DNX, auf der Bühne die Speaker, dass es harte Arbeit ist, aber es sich absolut lohnt. Wie kriegst Du Dich selber organisiert, dass Du die Arbeit dann schaffst an den geilsten Orten der Welt? Vera: Gut, ich fange ja gerade erst an zu reisen. Das werde ich noch selber sehen, wie ich das hinbekomme. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, das habe ich auch von euch so gelernt noch durch Deinen Podcast und durch viele andere, die das ja auch sagen, dass es wichtig ist, sich eine Routine aufzusetzen. Also, dass man wirklich irgendwie auch seine festen, mehr oder weniger festen, Arbeitsstunden hat. Dass man sagt: Okay, ich arbeite immer definiv morgens und schaffe da schonmal das wichtigste weg. Also ich bin tatsächlich mittlerweile ein richtiger Frühaufsteher geworden und versuche wirklich so früh wie möglich morgens die wichtigsten Aufgaben wegzuschaffen. Marcus: Ja, schreibst Du Dir dann vorher raus, was die wichtigsten sind oder weißt Du das dann im Hinterkopf? Vera: Nee, ehrlich gesagt checke ich das morgens tatsächlich so mit den ganzen verschiedenen Tools die ich eben habe und gucke eben wirklich, was das dringendste gerade ist und das wichtigste. Und gucke dann, dass ich die Sachen erledige. Wenn ich’s kann, dann organisiere ich mir auch schon am Abend vorher mal ein bisschen, aber es ist bei meinem Job halt ein bisschen schwierig, weil ich halt oft sehr spontan Sachen dann ins Trello gelegt bekomme. Marcus: Ja, zumal Du ja jetzt…. Genau, jetzt bist Du noch ungefähr in der europäischen Zeitzone, aber wenn es jetzt nach Asien geht und die anderen vielleicht in Südamerika oder so, irgendwann verschieben sich ja auch total die Zeitzonen. Da muss man glaube ich dann noch flexibler sein und morgens reingehen und gucken: Okay, was brennt gerade an? Was ist Prio1 bei welchem Kunden? Vera: Ja genau. Wo ich mich echt noch organisieren muss, wo ich noch gucken muss, wie ich da nen Rhythmus reinfinde: Als ich jetzt fest in Teneriffa gewohnt hatte, hatte ich eben auch mein festes Sportprogramm und hatte dort meine Trainerin und hatte mit der fixe Termine. Und das muss ich jetzt nochmal gucken, wie ich das auf die Reihe kriege, wenn ich unterwegs bin. Marcus: Jaja, das sind so die ganzen Aufgaben, die man dann Step by Step lösen muss. Wie kriege ich meinen regelmäßigen Sport hin, wie kriege ich meine Ernährung gesund aufgestellt? Aber das ist ganz normal. Ich glaube, da wächst man einfach rein. Da sollte man auch nicht alles auf einmal jetzt irgendwie sich selbst unter Druck setzen, dass alles 100% funktioniert. Aber mit der Zeit kriegst Du da auch Routine dann drin und weißt zum Beispiel in Taghazout kann ich Dir empfehlen, gibt es draußen so nen Fitness Cours. Ich weiß nicht, ob Du den schon gesehen hast am Strand. Vera: Ja, habe ich gestern schon gesehen, ja. Da hängen die ganzen Kids abends immer rum. Marcus: Ja genau, machen Klimmzüge und so. Und da war ich dann auch immer abends beim Sonnenuntergang mit meinem TRX Band. Das gab dann natürlich auch immer großes Geschrei und Gejubel, wenn man dann da mit den ganzen Jugendlichen zusammen Workouts gemacht haben. Also es ist cool einfach auch mal an anderen Orten Sport machen zu können. Aber man muss natürlich flexibel sein. Man kann dann nicht überall Crossfit machen oder Krav Maga oder ins Fitnessstudio gehen. Dann hat man halt mal zwei Klimmzugstangen und muss dann funktionales Training machen. Vera: Ja oder man muss dann eben auch gucken, was es vor Ort gibt. Also hier gibt’s ja auch wohl so Yoga Kurse. Die wollte ich mir jetzt morgen Früh mal angucken. Marcus: Cool. Vera: Und das ist ja dann auch das coole an dem Job, wenn Du halt nicht mehr so an 9 to 5 gebunden bist, dann kannste halt auch mal morgens um 9:00 Uhr zum Sport gehen und arbeitest dann halt eben davor und danach weiter. Marcus: Ja, absolut. Vera: Was man jetzt halt in so nem 9 to 5 Job nicht unbedingt machen kannst. Oder auch hier sind ja auch viele die zum Surfen gehen. Die gucken dann eben aus den Fenstern und sagen “Woah, jetzt sind gerade geile Wellen. Dann mache ich jetzt ne Pause und gehe mal ne Stunde Surfen”. Marcus: Aha (lacht) Ja, so muss das sein! Genau! Also man orientiert sich dann wieder mehr an den Elementen. Wenn die Sonne aufgeht, steht man dann vielleicht früh auf. Wenn die Wellen gut sind, geht man raus zum Surfen. Wenn es dunkel wird, wird man hoffentlich müde und geht dann schlafen ne? Vera: Genau. Marcus: Ich find’s auch eine coole Facette von diesem Lifestyle, so hab ich’s auf jeden Fall erlebt, dass man wieder ein bisschen mehr so back to nature geht und mehr im Jetzt lebt. Das absolut. Und dann auch sich eher so an der Natur orientiert, was abgeht und sein Leben danach richtet und nicht irgendwie: Du musst jeden Tag Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Büro sein. Vera: Genau! Ja und auch was ich jetzt gerade auch merke: Dadurch, wenn Du jetzt keine eigene Wohnung und nicht mehr so viele Verpflichtungen hast, fällt auch einfach so viel organisatorisches Zeug da weg. So irgendwie “Ja, ich muss jetzt meine Stromrechnung zahlen gehen, und jetzt muss ich zum Supermarkt, und jetzt muss ich irgendwie die Wohnung putzen”. Das haben wir ja meistens gar nicht mehr solche Sachen. Klar, da musst Du halt gucken, wie buche ich den nächsten Flug und wo finde ich den nächsten Coworking Space, aber ja... Marcus: Nee, man verwaltet sich schon ganz schön selber, wenn man ne eigene Wohnung hat, dann vielleicht noch irgendwelche Versicherungsverträge laufen hat, dann noch ein Auto hat, irgendwie nen Fernseher, Pay TV, keine Ahnung… man schafft sich da selber so nen riesen kleinen Mikrokosmos, der die ganze Zeit verwaltet werden muss. Vera: Mh, genau. Wenn das mal wegfällt, dann bist Du auch irgendwie viel freier. Marcus: Ja, absolut. Okay cool, ich glaube, Du musst gleich auch den Skype Raum für den Thomas wieder räumen. Vera: Ja, ich glaube, ich werde hier wieder rausgeworfen. (beide lachen) Marcus: Das ist meistens ja auch cool an den Coworking Spaces, dass die quasi mit der Szene mitwachsen und mit den Bedürfnissen von den Coworkern. Ich glaube, ich weiß nicht, ob der noch hängt, gerade im Sun Desk in Taghazout - hat die Magda mir erzählt - haben sie Flatscreens aufgehangen, weil da Trader gearbeitet haben, die dann die Börsenkurse im Griff haben mussten. Irgendwelche ortsunabhängigen Nomaden. Und das ist cool. Also es gibt meistens mittlerweile überall nen Skype Raum. Es gibt vielleicht noch Obst, es gibt Wasser, es gibt Flatscreens wo man traden kann. In Mallorca gab’s nen 3D Printer, wenn man den nutzen wollte. Es gibt Faxgeräte, es gibt Drucker. Also es ist echt voll ausgestattet oder? Vera: Ja, da in Teneriffa zum Beispiel auch in dem Coworking da von Frank, der hat auch so nen richtigen Schalldichten Soundraum. Also wenn man auch wirklich irgendwelche Soundaufnahmen machen will, Podcasts usw. Den hat er auch extra eingebaut. Marcus: Cool. Vera: Und hier gibt’s ja auch… heute gibt’s zum Beispiel Mittagessen für alle. Marcus: Cool. Vera: Da muss ich mich auch schon nicht drum kümmern. Marcus: Ja, ja, ja. Ja. Mega spannend und ja, danke für die Insides in das VA Leben und auch in Dein persönliches Leben. Ich glaube, das war für viele Hörer sehr aufregend mal zu erfahren, was macht ein VA überhaupt und wie kann man sich …. Vera: Ich glaube auch, weil viele, wie Du gesagt hast, viele glauben halt wirklich ein VA macht nur irgendwie Reisebuchungen und irgendwie ein paar Telefonanrufen. Aber es kann einfach viel, viel mehr sein. Also da würde ich auch jedem empfehlen, der irgendwas hat, was er irgendwie …  Aufgaben hat, die er auslagern will auch einfach mal mit nem VA sprechen. Und sagen “Ey, kannst Du das übernehmen oder wie können wir das machen?” Marcus: Ja, und wie wir erfahren haben, hast Du ja mittlerweile jetzt auch ein super gutes Netzwerk in dieser VA Welt. Also wenn jemand dazu irgendwelche Fragen hat, kann er sich an Dich wenden und Du hilfst ihm da auf jeden Fall weiter oder? Vera: Ja logo. Gerne. Marcus: Okay, cool. Dann grüß mal die Magda, die das Sun Desk da betreibt und den Thomas, den wir gut kennen und die anderen Coworker. Viel Spaß beim Mittagessen! Vera: Dankesehr! Und wir sehen uns dann in Bangkok oder? (lacht) Im Februar. Marcus: Ja, wir sehen uns im Februar in Bangkok und haben eben ja schon im Vorgespräch kurz gequatscht. Vielleicht schaffen wir es ja auch noch, dass wir uns im November da sehen. Ich glaube am 11. kommst Du. Da könnten wir grad noch da sein wegen dem Location Scouting für die DNX Global, ansonsten spätestens im Februar in Bangkok. Vera: Ja cool, ich freu mich. (beide lachen) Marcus: Ich mich auch, ciao Vera! Vera: Ciao! So Leute, das war auch schon wieder Folge 29 der LIFE HACKZ Show. Ich hoffe, sie hat euch genauso gut gefallen, wie mir. Und ihr konntet jetzt mal ein bisschen so mitnehmen, was ein virtueller Assistent den ganzen Tag macht, wie spannend das sein kann und ich glaube für viele, gerade auch zum Einstieg in den digitalen Nomaden Lifestyle kann so ne virtuelle Assitenzposition genau das richtige sein. Man wächst mit seinen Aufgaben, man kriegt mega viele Insides. Man sieht, wie handlen andere ihr Business. Wie bauen andere ihre Projekte auf? Wie kommunizieren die anderen mit ihren Kunden? Also man kann sich richtig viel abgucken und man wird auch mega ins Vertrauen gezogen. Man kriegt Insides in irgendwelche Backends von Google Analytics Statistiken, darf mit den Kunden kommunizieren, kann ganze Social Media Kanäle verwalten. Ich glaube, das ist für den Einstieg einer der geilsten digitalen Nomadenjobs. Ich persönlich würde dann vielleicht nebenbei noch an meinem eigenen Business arbeiten, vielleicht einen eigenen Blog aufbauen, um einen Expertenstatus zu generieren oder an einem Ebook schreiben etc. pp. Wie man das genau macht, erfahrt ihr auf jeden Fall auf der DNX, hier auf LIFE HACKZ, in der digitalen Nomadengruppe auf Facebook. Mittlerweile gibt’s richtig, richtig viele Ressourcen. Ja, momentan läuft noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Brasilien in Bahia de Salvador, wo wir mit der Digital Nomad Cruise Mitte November hinfahren. Es wäre super cool, wenn ihr vielleicht 1 € oder 2 € für unsere Charity Aktion übrig habt und spenden würdet. Alle Infos dazu findet ihr unter www.lifehackz.de/charity. Bei LIFE HACKZ immer darauf achten, dass HACKZ mit Z geschrieben wird. Ansonsten, wenn ihr Feedback habt, es kommen immer mehr E-Mails rein, worüber ich mich richtig, richtig freue hier zu dem Podcast, dann schreibt mir an marcus@lifehackz.de und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, hinterlasst mir bitte, bitte, bitte,bitte,bitte,bitte eine Rezension und Bewertung auf iTunes. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal! Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • Best of 2009 mixed by Damon Walsh

    · Wah Wah Lounge

    70.33mins 160kbps 80.9MB Give it up - Mr PatronWhy Dont You - GramophonedzieSwingy - Fuzzy HairRun 4 Cover - Mastik SoulI Think I Like It - Fake BloodTown of Sorrow - Mic Newman RemixTownship Funk - Sinden RemixCool - Afrojack RemixLet The Bass Kick - Silvio Ecomo RemixShake it Down - Laidback Luke RemixIn The Shadows - LovebirdsLondon To Paris - MowgliBack Up In This - NadastromMoonbah - AfrojackBeat That Bird - Claude Von Stroke & Justin MartinCrack Her - T-RekStranger To Stability - Len Faki Remix

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  • Vladi Melnik ★ Wie du aus einem Blog ein Business machst

    · 00:49:13 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Vladi Melnik von Affenblog Hey Leute, hier ist schon eine neue Folge der LifeHackz-Show live aus Mallorca. Feli und ich sind hier gerade im Bedndesk Coworking und Coliving Space vom Matthias. Matthias ist ein Mallorquiner, den wir auf der DNX Global kennengelernt haben. Er hat uns spontan eingeladen, den Place hier mal auszuchecken und ich muss sagen, es ist richtig, richtig geil. Also hier scheint die Sonne, das Meer ist vor der Tür, man kann richtig viel unternehmen. Wir sind wieder mega produktiv, wie immer in so kleinen Orten. Und ich habe mir den Vladi Melnik vom Affenblog auf den Podcast geholt. Vladi ist noch in seinen 20er Jahren und hat dafür schon richtig viel auf die Beine gestellt. Checkt es aus, viel Spaß! In dieser Folge lernst du: Was du von einem Erwachsenen Job im Anzug lernen kannst. Alles über Content Marketing und wie du es richtig einsetzt. Mit welchen Methoden Vladi sein Blog aufgebaut hat. Wie du auch Tiefpunkt durchhältst. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES bedndesk STARTINWP Podcast Helden Affenblog Copyblogger Quick Sprout [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Vladi, cool dass Du am Start bist! Wo genau bist Du gerade und ... Vladislav: Ich ... Marcus: Ja? Vladislav: Ich wollte jetzt schon dazwischen quatschen. (Beide lachen laut) Erzähl! Marcus: Ähm ja, erstmal cool, dass Du am Start bist, fangen wir nochmal so an. Vladislav: Ja, danke! Marcus: Wo bist Du gerade und wie würdest Du Dich selber bezeichnen? Womit verdienst Du Dein Geld? Vladislav: Also ich bin gerade am Bremerhaven an der Nordseeküste und ich bezeichne mich einfach gerne als Internet-Unternehmer. Das macht die Sache einfacher. Marcus: Ja, womit hast denn angefangen und was waren da so die nächsten Steps? Und wo stehst Du heute oder was ist heute so Dein Fokus? Vladislav: Ich war damals selbstständiger Web-Designer. Das war alles toll, ich hatte einen Umsatz, es hat Spaß gemacht. Das Ding ist halt: Ich war nicht nur Web-Designer, sondern ich war auch Screen-Designer. Bzw. ich war nur Screen-Designer. Das heißt, ich habe nur Layouts gemacht ohne Programmierung. Marcus: Das heißt damals, Du hast eine Ausbildung gemacht oder ein Abi oder Studium und bist dann direkt in die Selbstständigkeit gestartet oder wie war das? Vladislav: Nein, das ist ein bisschen komplizierter. Ich habe angefangen mit dem Designen mit Fitzeln. Dann habe ich immer noch so ein bisschen für so Eastboard Clans... kennst Du die? Bestimmt oder? Marcus: Nee, Clans ist das so Rollen-Computerspiele oder was? Vladislav: Das ist so Counter Strike und so. Marcus: Ja nee, da war ich nie drin so. Vladislav: Ach da warst Du nicht drin, okay. Auf jeden Fall habe ich damals viel für die Layouts gemacht und danach ging das immer so weiter und irgendwann waren da halt richtige Kunden am Start. Danach habe ich aber so ein bisschen pausiert oder nur nebenbei gemacht. Dann habe ich eine Ausbildung bei der Sparkasse in der IT gemacht. Also etwas ganz anderes. Ich dachte “mach mal was Richtiges” ne? Marcus: Mach mal einen Erwachsenen-Job, wie Conni sagt. Vladislav: Ja ja genau. Da war ich auch immer im Anzug und hab es dann auch nach der Ausbildung noch ein halbes Jahr dort ausgehalten und dann habe ich gesagt “Okay, kein Bock mehr! Ich mache diese Web-Design Geschichte”. Marcus: Und das war aber schon so mit 18, 19 oder wie alt warst Du da? Vladislav: Mit 17 habe ich, glaube ich, angefangen. Da war ich mit 19 1/2 fertig und habe dann mit 20 oder 21 mich selbstständig gemacht zum Web-Designer.   Marcus: Krass. Vladislav: Das habe ich dann auch ein Jahr lang gemacht und dann habe ich aber gemerkt “Hey, irgendwie malst Du nur bunte Bilder” weißt Du? Das macht ja auch nicht so viel Spaß. Und da dachte ich “Ich kann das nicht mein Leben lang machen, bunte Bilder malen.” Das macht einfach nicht so viel Spaß und erfüllt mich nicht so. Im Zuge dessen musste ich auch Kunden akquirieren. Das muss man ja. In Kaltakquise war ich nie so gut. Und ich glaube, wenn wir ehrlich sind, niemand mag Akquise, das ist kein gutes Ding. Da bin ich halt auf dieses Thema Bloggen und Content Marketing gekommen. Und auch, wie man mit einem Blog oder um einen Blog ein Business baut. Und da habe ich gedacht “Hey, das ist genau das, was ich will. Das ist genau das, was ich auch kann” und deswegen habe ich alles auf eine Karte gesetzt und dann losgelegt. Marcus: Cool! Das wollte ich jetzt aber noch fragen: Du bist relativ früh dann schon zur Einsicht gekommen oder hast gemerkt “Ey, das ist nix für mich”. Hattest Du irgendwelche Vorbilder oder Bücher gelesen oder so, die Dir den Rücken gestärkt haben oder die Dich dann in dem frühen Alter schon so tough den Weg haben gehen lassen? So dass Du weißt “Auf keinen Fall einen 9 to 5 Job. Das hat jetzt gereicht bei der Sparkasse”? Weil ich glaube, so früh sind ja wenige wirklich bereit All-In zu gehen und gerade in Deutschland sich selbstständig zu machen. Vladislav: Ja ja klar, das stimmt. Das Ding ist halt - wie gesagt - ich habe das im Prinzip, so rückwirkend betrachtet, schon mein halbes Leben gemacht. Also seitdem ich 14 bin, bin ich Screenlancer. Ich war schon immer so ein kleiner Unternehmer und habe halt immer weiter gemacht. Das mit dieser Sparkasse und so, davor noch ein Fachabi habe ich gemacht, das war quasi so ein Umweg, den ich gegangen bin. Ich dachte halt, ich gehe den richtigen Weg, das war dann aber doch der falsche. Und ich habe das einfach im Endeffekt bei der Sparkasse gemerkt. Das ist ja quasi der 9 to 5 Job. Im Anzug immer hingehen und auch Bankwesen ist ja sehr traditionell. Marcus: Absolut. Aber ich glaube auch, dass vielen Menschen so etwas mal helfen würde. Gerade die jetzt vielleicht frisch von der Uni kommen und noch nie irgendwo gearbeitet haben oder vielleicht ein Praktikum gemacht haben. Aber gar nicht diesen Schmerz - also für mich war das auch ein echter Schmerz morgens aufzustehen und dann 9 to 5 in den Job reinzugehen und für jemanden anderen zu arbeiten und zu funktionieren. Quasi während dieser Zeit, in der Du angestellt bist, nur für Deinen Chef dasein zu müssen um dann am Wochenende wieder auszurasten und dann wieder voll in dieses Tanztheater einzusteigen. Wer das nicht mitgemacht hat, ist meistens … oder öfters sind es auch Menschen, die das dann vielleicht nicht ganz so tough durchziehen, wie jemand, der das schon mal erlebt und gehabt hat. Und der dann sagt “Nee, ich mache alles! Ist mir scheißegal, aber ich gehe da nicht mehr in dieses Office zurück!” Vladislav: Das stimmt. Das war auch bei mir so, dass ich gesagt habe “Hey, das ist genau das, was ich nicht möchte!” Diese Erkenntnis ist ja auch gut. Du siehst ja auch, wie soll ich das nett ausdrücken? Die Leute, die schon ein bisschen älter sind, die dort arbeiten, das ist ja quasi so Deine Zukunft, wenn Du es so sehen willst. Und dann kannst Du ja auch abwägen “Okay, ist das die Zukunft, die ich einschlagen möchte oder nicht?” Das war bei mir halt nicht so. Marcus: Okay, und dann hast Du Dich selber eingelesen oder hast davon gehört und hast halt gesagt “So Content-Marketing könnte eigentlich das Tool sein, was irgendwann die Kaltakquise, die mir überhaupt kein Bock macht, ersetzt.” Vielleicht erklärst Du nochmal kurz, was Content-Marketing genau ist, in Deinen Augen. Vladislav: Das ist im Prinzip einfach nur Marketing mit Hilfe von kostenlosem Inhalt. Das können Blogartikel sein, Videos, Podcasts - so wie wir jetzt. Das ist halt alles Content-Marketing. Marcus: Genau. Und Du hast das ganze unter einer eigenen Domain auf einem Blog gemacht? Vladislav: Genau, auf dem Affenblog. Den hatte ich halt auch schon quasi… Also ich war Web-Designer und habe den Blog schon aufgesetzt. Einfach nur, weil ich Bock auf diese Marke “Affenblog” hatte. Auch auf dieses Theme, das Layout und die Farben. Und dann habe ich halt gedacht “Okay, jetzt habe ich hier eine Hülle” und kam dann auf diese Themen und habe gesagt “Das passt perfekt! Jetzt nehme ich im Prinzip diese Hülle einfach dafür”. Marcus: Haha cool! Also auch mal anders, wo Du zuerst gesagt hast “Ich habe Bock auf das Branding” und hattest das schon quasi vor dem geistigen Auge und hast gesagt “Das ist cool, ich bin Designer, ich brande mir das jetzt mal runter und mache eine Website. Und jetzt baue ich noch Inhalte und mal gucken, was dann gemacht wird”? Vladislav: Genau! Ich kam halt auf dieses Thema Bloggen und Blog Business und da dachte ich “Okay, da muss ich dann auch mal einen Blog starten”. Da habe ich ihn mir gleich gebrandet und hatte aber halt noch keinen Content. Viele Designer machen das ja immer so. Die machen immer das Drum-herum, aber das Wichtig vergessen sie halt. Marcus: Ja, und nützliche Inhalte sind dann halt - wie Du schon gesagt hast - Artikel. Ich glaube, Du hast bei Dir auch ein kleines Wikipedia bei Dir auf dem Affenblog aufgebaut. Ist das richtig? Vladislav: Was meinst Du jetzt konkret? Nicht das ich wüsste... Marcus: Auf jeden Fall eine gute Sichtbarkeit zu vielen Online Marketing Begriffen oder so. Ich weiß noch, dass ich selber mal etwas aufgebaut habe und geguckt habe aus verschiedenen Quellen, wie die zum Beispiel Online Marketing definieren oder so. Vladislav: Ah okay! Ich glaube, ich habe mal einen Artikel darüber geschrieben. Aber das ist ja cool, dass der so gut dabei ist. Marcus: Genau. Der hat extrem gut gerankt. Also vorher bin ich auch schon immer wieder auf den Affenblog gekommen und dachte so “Ey, krasser Name”. Vladislav: Ja der ist abgefahren ne? Marcus: Es bleibt auf jeden Fall irgendwie hängen, weil Du denkst so “Affenblog?! Was hat das jetzt mit Affen zu tun?” Wie bist Du darauf gekommen? Vladislav: Ich bin halt ein großer Fan von Virgin oder Richard Branson. Ich meine Virgin ist ja auch - Jungfrau - mega abgefahren. Da dachte ich “So etwas abgefahrenes brauche ich auch”. Und dann habe ich einfach überlegt und gebrainstormed und bin dann bei Tiernamen stehen geblieben und habe die Tiere dann durchgebrainstormed und bin dann beim Affen stehen geblieben. Affen sind halt cool, die sind sympathisch, die nehmen sich selbst nicht so ernst. Ja, das war es im Prinzip. Es ist eine chillige Marke. Damit kann ich mich auch identifizieren, also es passt. Marcus: Ja, wärst Du auch gerne ein Affe? Vladislav: (lacht laut) Nee, eher nicht, aber das passt. Marcus: Und wie ist das dann weiter gegangen mit Deinem Blog? Wolltest Du da erstmal nur eine Reichweite mit aufbauen oder über den Blog dann quasi an den Kunden kommen für das Webdesign oder immernoch webdesignen? Vladislav: Zu der Zeit habe ich die Karriere vom Webdesign halt an den Nagel gehängt und gesagt “Webdesign, da hab ich keinen Bock mehr drauf!” Das war auch einer meiner größten Fehler. Halt alles auf eine Karte zu setzen, empfehle ich halt jetzt niemanden. Lieber die Sache nebenbei aufzuziehen und dann umzuschwenken, wenn es läuft. Das dauert vielleicht ein bisschen länger, ist aber wesentlich einfacher. Du hast halt weniger verlorene Nerven, ne? Marcus: Okay, was war denn Dein Masterplan, als Du den Blog gestartet hast, um damit dann irgendwann Geld zu verdienen? Vladislav: Also einen wirklichen Masterplan hatte ich nicht. Ich habe einfach angefangen und im Endeffekt wollte ich halt digitale Produkte irgendwie machen. Weil ich halt auch weg wollte von dieser Zeit- und Geldkopplung. Ich wollte halt “ein richtiges Unternehmen” haben, und keine finanzielle Abhängigkeit mehr. Weil es ist ja schon etwas anderes, es ist ein kleiner Schritt, aber es ist dennoch halt einfach etwas anderes. Marcus: Ja absolut. Du arbeitest dann ja nicht mehr für andere. Du arbeitest dann halt für Kunden und musst Dich dann nicht auf Milestones committen und Skype-Calls. Vladislav: Genau. Es ist halt nur super schwer, dasselbe Umsatzniveau wieder zu erreichen. Du kannst zum Beispiel auch einen kleineren Stückpreis haben und hoffst Du darauf, das Niveau zu bekommen. Das ist halt schwieriger. Marcus: Mega! Darum empfehlen wir auch immer, dass es für viele der beste Weg ist, erstmal mit Kunden zu starten und nebenbei das Business aufzubauen. Vladislav: Empfehle ich! Marcus: Ja, Du auch, okay cool! Weil gerade am Anfang in der Selbstständigkeit kann es echt tough sein, wenn Du nicht weißt, was kommt jeden Monat da rein und kann ich meine Miete zahlen. Und habe ich genug Kohle. Und da helfen dann ein, zwei große Kunden, auch wenn es dann am Anfang ein bisschen hakeliger als ein eigenes Business zu haben - helfen auf jeden Fall weiter. Vladislav: Genau, das coolste ist aus der Blogsicht ist ja auch, wenn Du einen Blog startest und sofort Dienstleistung anbietest, kannst Du ja auch sofort Umsatz damit machen - im Prinzip mit dem Blog. Du musst nicht lange ein Produkt erstellen oder so. Das ist halt super cool. Marcus: Und wie schnell ging das dann bei Dir? Vladislav: Das hat ein bisschen gedauert. Ich habe erstmal versucht eine Reichweite aufzubauen. Mein Problem war, ich hatte noch nicht so viel Ahnung von dem was ich tun wollte und was ich auch tat. Deswegen habe ich halt ein bisschen experimentiert und geguckt “Okay, das funktioniert - das funktioniert nicht”. Ich habe ein bisschen Reichweite aufgebaut, ein kleine Publikum aufgebaut. Marcus: Und wie hast Du das gemacht? Also, was waren Deine konkreten Steps? Vladislav: Am Anfang habe ich wirklich richtig ghetto angefangen. Ich habe mir Leute rausgesucht bei Facebook und habe die direkt angeschrieben. Ich kannte halt niemanden, ich wusste - wie gesagt - nicht so richtig, was ich mache und habe die Leute direkt angeschrieben bei Facebook und gesagt “Hey, ich habe hier einen Blog. Der könnte Dich interessieren” so nach dem Motto. “Was hältst Du davon?” Also wirklich kalt ... Marcus: Das wollte ich gerade sagen, das ist ja fast schon wieder Kaltakquise. Vladislav: Ja ja klar, aber irgendwie musste ich ja starten ne? Marcus: Absolut. Vladislav: Und was ich dann gemacht habe, ist: Ich habe von potentiellen Lesern, auf deren Blogs kommentiert. Also nichtmal auf Influencer Blog, nicht auf größeren Blogs, sondern auf den Leser Blogs quasi und von da versucht, die Leute quasi heranzuziehen. Dann habe ich halt weiter kommentiert und auf größeren Blogs - Selbstständig im Netz ist ein gutes Beispiel. Und da habe ich immer wieder kommentiert. Ich hatte da auch einen Plan: Drei Kommentare am Tag zu setzen. Das ist ja auch cool. Ich weiß jetzt nicht, wielange ich das durchgezogen habe. Vielleicht 6 bis 12 Monate - keine Ahnung. Marcus: Hast Du da stumpf Deine URL reingepostet oder hast Du gehofft, dass die dann auf Deinen Namen in den Kommentaren klicken und dann auf die Seite kommen. Vladislav: Nee nee, ich habe schon versucht Mehrwert zur Unterhaltung zu liefern und auch eine Beziehung zu diesem Influencer aufzubauen. Da ging es dann lange über E-Mails, da haben wir halt ein paar E-Mails hin und her geschrieben. Dann hatte ich auch schon die ersten Gastbeiträge geschrieben - bei den größeren Blogs. So ging das dann im Prinzip. Marcus: Aber Du wirst auch unterschreiben, dass das harte Arbeit ist und dass man sich da nicht zu schade sein darf, auch beispielsweise Blogkommentare ohne Ende oder drei pro Tag zu schreiben, die dann aber echt einen Mehrwert liefern. Vladislav: Ja natürlich. Am Anfang ist es halt super schwer und die ersten Schritte - oder ich sage auch immer die ersten 100 E-Mail Abonnenten - das ist die Hölle. Das ist der schwerste Weg. Wenn Du die geknackt hast, dann wird es ein bisschen einfacher. Und ab dem 1000sten wird es wieder ein bisschen einfacher und ab dem 10000sten läufts dann so ein bisschen von sich und dann kann man halt weitersehen. Marcus: So und dann hast Du Dir peu á peu die Reichweite aufgebaut, von welchen Rücklagen hast Du zu dieser Zeit gelebt. Vladislav: Ich hatte noch ein bisschen was vom Wedesign und das war es im Prinzip. Marcus: Und wie ging es Dir dabei? Hattest Du starke Nerven oder hast Du schon gedacht “wooow, so langsam muss es jetzt mal losgehen”? Vladislav: Also es war super stressig, wirklich. Deswegen empfehle ich es niemanden. Einfach, weil diese ganzen schlaflosen Nächte… Also Du liegst halt Nachts manchmal wach und denkst Dir “Fuck, was kommt morgen? Und wie überlebst Du morgen?” Und das ist halt wirklich ein hartes Brot. Marcus: Und wie hast Du Dich motiviert? Vladislav: Ich glaube, ich habe mich einfach motiviert, indem ich einfach durchgehalten habe. Einfach morgens aufstehen und weitermachen. Das ist ja das schöne und es ist auch das, was ich wollte, weil ich so ein Chaot bin und sonst nichts auf die Reihe kriege. Du hast nur diesen einen Weg. Die Brücken hinter Dir sind abgebrannt. Das muss funktionieren! Punkt! Marcus: Ja für viele ist das auch irgendwie ein cooler Modus da All-In zu gehen oder so. Vladislav: Das ist für die Chaoten und die Kreativen glaube ich. Für die ist das ein sehr guter Weg. Marcus: Ich kenne da auch jemanden, der dann überhaupt nichts mehr hatte, auch keine Kohle mehr und hatte nur noch Geld für ein Ticket nach Bangkok, Thailand. Er hat sich das geholt und danach hat er gedacht “So, jetzt baue ich mir meinen eigenen Blog auf und mein eigenes Online-Business. Das war auch super hakelig und auch schon von der Hand in den Mund gelebt, aber am Ende hat es dann irgendwie funktioniert. Aber erst dann! Vladislav: Krass, heftig! Marcus: Und wie ging es dann weiter? Dann hattest Du immer mehr Reichweiter auf dem Affenblog, guten Content geschrieben und dann musste ja irgendwann das erste eigene Produkt hin oder? Vladislav: Ich habe davor noch… weil mein Problem war ja, ich schreibe ja das Affenbuch, was es aktuell gibt. Das war das Einsteigerprodukt bei mir. Das geht darum, ein Blog Business aufzubauen. Das Ding ist, ich konnte ja kein Buch darüber schreiben, weil ich selbst noch kein Blog Business hatte - ist ja klar. So und deswegen musste ich halt ein Produkt davor schalten und weil das thematisch so gut gepasst hat, habe ich halt so einen Wordpress-Kurs gemacht damals. Bloghütte hieß das. Ein super cooler Name oder? Marcus: Ja auf jeden Fall. Das hab ich auch gesehen. Vladislav: Ja ich hab´s mit den Namen. Und das war halt mein erstes Produkt. Ich weiß gar nicht, wie teuer das war. Ich glaube 67,00 €. Und das war so ein Video-Kurs. Ich glaube, da gab es auch Checklisten und so einen Scheiß. Das habe ich dann verkauft. Da hatte ich, glaube ich, eine E-Mail-Liste von 300 Abonnenten. Also eine relativ kleine Zielgruppe, ein kleines Publikum. Ich weiß gar nicht, wieviel Umsatz ich damit gemacht habe - irgendwie 1.000,00 € oder 2.000,00 €, keine Ahnung. Marcus: Du sagst gerade selber von Dir, dass Du ein totaler Chaot warst oder vielleicht auch noch bist. Vladislav: Ja, immernoch. (Beide lachen) Marcus: Auf der anderen Seite klingt das alles so ziemlich professionell und fachmännisch, dass Du sagst “Okay, erst habe ich da kommentiert, Reichweite aufgebaut, erstes Produkt gebaut, Videokurs mit Checklisten. Irgendwoher muss das ganze Wissen ja kommen. Hast Du da Tipps oder Ressourcen, die Du hier teilen kannst? Vladislav: Ich habe viel im amerikanisch-sprachigen Raum geguckt. Da gucke ich auch immernoch so ein bisschen. Am meisten hat es mir angetan “copyblogger” - finde ich super geil von Brian Clark. Und “quicksprout” von Neil Patel. Super geile Dinger! Marcus: Okay, cool! Die werde ich auch auschecken. Ja dann, erzähl doch mal weiter. Wie ging es dann weiter mit Deinem Affenblog oder Deinen Affenclan, glaube ich, den es dann auch irgendwann gab? Wie kam da eins zum anderen? Vladislav: Genau, also erstmal gab es dann nach der Bloghütte - da habe ich ein bisschen weitergemacht - und dann hatte ich ja quasi ein Blog Business. Ich hatte schon Erfahrung, ich konnte also darüber schreiben. Dann habe ich die Erstauflage des Affenbuchs rausgehauen. Da hatte ich, glaube ich, 800 oder 1000 Abonnenten. Da hatte ich das erste Business, wenn Du es so sehen willst, mit einem regelmäßigen Umsatz. Das war noch relativ klein, aber es war halt regelmäßig und man konnte halt so ein bisschen planen. Das war eine gute Planungsgrundlage. Dann habe ich halt weitergemacht. Das ist ja bei diesem Bloggerkonzept super simpel. Du musst halt einfach hochwertigen Inhalt veröffentlichen und diesen promoten. Dann kriegst Du Abonnenten, die teilen wieder Deinen Inhalt und dadurch geht die Spirale immer so weiter. Marcus: Und die Inhalte hast Du aber komplett selbst erstellt? Vladislav: Genau, die habe ich selbst geschrieben, zwei Mal die Woche habe ich mich hingesetzt und ungefähr 1000 Wörter geschrieben. Und nochmal ganz kurz zum Anfang: Ich habe echt bis zu 16 Stunden für einen Artikel gebraucht. Also ich habe da wirklich Zeit reingepumpt und gesagt “Hey, das ist mein Marketing-Instrument. Das muss funktionieren und es muss gut sein.” Marcus: Hast Du einen Contentplan gehabt oder wie bist Du auf neue Themen gekommen? Vladislav: Nee natürlich nicht, ich habe da quasi von der Hand in den Mund gebloggt und später erst einen Redaktionsplan erstellt. Jetzt läuft der immernoch und der Redaktionsplan ist super wichtig. Ohne geht halt nicht. Marcus: Blogger haben ja früher oder später oft das Problem sich weiter zu motivieren und durchzuhalten und immer wieder kreativ zu sein und neuen Content zu erstellen. Gab es bei Dir die Phasen auch und wie hast Du die überwunden? Vladislav: Das Ding ist: durchhalten ja. Das ist super wichtig beim bloggen. Das ist grundsätzlich beim Unternehmertum einfach wichtig. Das ist super schwer. Ich setze mir Zahlenziele, die versuche ich zu erreichen - im Sinne von Abonnenten. Ansonsten gibt es oft so Situationen, da hast Du einfach keinen Bock. Da denkst Du Dir einfach “Boah, jetzt habe ich überhaupt keinen Bock mehr zu schreiben”. Aber das Ding ist: Du musst halt einfach weiter machen. Weil irgendwann kommt die sonnige Zeit - sage ich mal. Und deswegen: Einfach machen! Marcus: Das krasse ist ja - ich weiß grad nicht, wo ich das gelesen habe - aber da gab es echt mal so Auswertungen oder die haben dann quasi so prophezeit was passiert wäre, wenn derjenige weitergemacht oder weitergebloggt hätte. Und da kam dann halt raus, dass mega, mega viele Leute - irgendwie 80% oder so - genau vor diesem Tipping Point dann aufhören. Das ist, glaube ich, genau dieses Tal oder diese Parabel, wo es am Anfang halt sehr steil hoch geht und dann wird es immer flacher und wenn Du da nicht durchhältst und weitermachst, dann hörst Du auf. Und das wäre aber genau der Punkt gewesen, wo Du hättest noch ein paar Monate weitermachen müssen und dann wäre das Ding abgegangen. Das finde ich auch ganz interessant. Feli merkt das auch immer wieder bei Travelicia, wie schwer es ist, sich regelmäßig zu motivieren. Ich habe auch angefangen auf Medium regelmäßig zu schreiben. Mehr oder weniger regelmäßig. Ich habe immer wieder coole Ideen und denke so “Da muss jetzt ein neuer Artikel kommen” und dann gibt es doch immer wieder wichtigere Sachen. Aber es gibt auch Tage an denen Du denkst “Boah geil, heute mach ich´s” und stehst dann auf, machst Dir Deinen Rechner auf, Scrivener oder direkt in Medium, da kann man ja auch ganz gut ablenkungsfrei schreiben und dann schreibst Du das Ding einfach so runter ne? Vladislav: Genau, das ist halt so. Momentan ist es auch viel einfacher mit Walter ist fester Freelancer - also fester Autor auf Freelance Basis. Gordon ist fest dabei. Das ist halt einfacher. Die Reichweite ist auch soweit gut, dass Gastbeiträge reinkommen. Ich habe so fünf bis sechs Gastbeiträge in der Pipeline - das hat sich gerade ein bisschen angestaut, das ist auch super. Die muss ich auch noch editieren. Es wird mit der Zeit immer einfacher und das merkt man auch. Ich könnte, wenn ich wollte, meine Zeit reduzieren, aber da habe ich halt nicht so viel Bock zu und deswegen… Man merkt einfach in der Zukunft, es wird viel einfacher und ich glaube auch, es wird in ferner Zukunft noch einfacher. Marcus: Ja klar. Je mehr Reichweite, umso spannender wird es dann ja auch, ne? Vladislav: Genau, das macht immer mehr spaß. Marcus: Und das Steinige und das Harte ist immer wieder der Beginn. Vladislav: Ich merke das auch selber. Der Anfang war super hart, aber es wird immer einfacher. Marcus: Du hast eben davon gesprochen, vom Blog Business und vom Blog leben zu können. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Leute, die unterstreichen und sagen “Der Blog selber ist kein Business”. Vielleicht kannst Du da mal so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, was genau jetzt ein Blog sein kann. Vladislav: Ich sehe das so, dass ein Blog ein Business sein kann. Ich sage ja auch Blog Business dazu, weil das gehört halt einfach zusammen. Der Blog ist halt im Zentrum. Da entsteht die Marketing Aktivität, da baust Du Deine Reichweite aus, da baust Du Deine Beziehung zu Deinen Abonnenten auf, zu Deinem Publikum. Und drum herum quasi baust Du Deine Produkte. Aber für mich ist es halt eine Einheit, eine große Einheit. Marcus: Ja okay, dann ist das Verständnis das gleiche. Weil die Leute, die sagen, der Blog an sich ist kein Business, die meinen es aber auch so, dass der Blog dann ein Marketing Kanal ist oder halt ein Reichweiten-Booster. Vladislav: Genau, aber der Blog ist halt auch oder bei mir ist es zumindest so, dass der Blog auch gleich die Marke ist und im Prinzip auch gleich das Unternehmen, was dahinter steckt. Marcus: Ja absolut. Und zu dem Blog ist dann irgendwann noch ein eigener Podcast hinzugekommen? Wann war das Vladislav: Ja genau. Warte mal, war das eigentlich….? - bin ich mir nicht sicher. Ich glaube in den Staaten ging es da so vor einem halben Jahr oder so ziemlich mit Podcasten los, ne? Marcus: Ja, also ich habe schon immer so ein paar Podcast aus den Staaten gehört, wenn ich auf dem Weg zum Sport gewesen bin, auf dem Fahrrad oder so und fand das super faszinierend, was Pat Flynn und Ted Forbes und Rich Fowler und diese ganzen Typen gemacht haben. Ich fand das schon immer so subjektiv von der Wahrnehmung schon immer fett in den Staaten, aber ich glaube vor einem halben Jahr oder so, gab es noch einmal so einen richtig krasse Schub. Vladislav: Eine richtig dicke Welle, ne? Genau. Und dachte ich auch “Hey, da schwimme ich mit”. Und da habe ich halt Gordon gefragt. Wir hatten nämlich davor einen Podcast, der hat mich auch interviewt und es hat halt gestimmt. Ich hatte einfach Bock, er hat auch einfach eine geile Stimme, das muss man sagen! Und da haben wir halt zusammen Affen on Air gestartet. Weil ich auch keine Ahnung von diesem Podcast-Scheiß habe. Und diesem Schnibbeln und so, das ist nicht so mein Ding. Marcus: Ja, Gordon ist echt ein super cooler Kerl. Der mastert ja auch meine Folgen von LifeHackz. Vladislav: Ja super gut, echt. Marcus: Und er ist, glaube ich, auch schon ziemlich lange dabei, ne? Mit seinem Projekt - wie hieß der - Podcast-Helden? Vladislav: Ja genau, super... Marcus: Und hat Gordon Dir dann auch dabei geholfen, wie man den dann genau aufsetzt, sprech die Feeds aufsetzt und den Media Hoster auswählt und die Beiträge dann anlegt auf Wordpress? Vladislav: Genau, das ist alles Gordons Part. Marcus: Ah saucool, weil ich hab mich da durch das ganze Tutorial von Pat Flynn durchgekämpft, was im Übrigen super, super useful ist - mal wieder völlig kostenlos. Die Amerikaner leben uns dieses caring und sharing echt so bis zum Exzess vor. Die Anleitung war richtig cool. Das war echt harte Arbeit für ein paar Tage, aber wenn Du das einmal stehen hast, dann man mega happy und stolz darauf sein. Vladislav: Technik ist immer so ein Pain, ne? Da müsste man mal eine Lösung für finden. Marcus: Ehrlich gesagt: Ich bin so ein Frickler, so ein Perfektionist, was jetzt mittlerweile vielleicht gar nicht mehr so gut ist, weil ich wahrscheinlich an anderen Fronten noch mehr rausholen könnte, für mich oder für das Business und verliere mich dann immernoch gerne im Detail. Aber ich weiß noch früher, als ich studiert habe und keinen Bock hatte auf die Vorlesung, weil alles so theoretisch war, da habe ich lieber seitenlange Tutorials gelesen und selber versucht, einen Blog zu starten und online irgendetwas aufzubauen und aufzusetzen und wirklich jeden Step dann selber zu machen, anstatt das irgendwo outzusourcen. Geld hatte ich eh nicht dafür. Vladislav: Ja, ich bin auch so ein Perfektionist. Ich frickle auch noch zu viel selbst rum. Ich bin jetzt grad dabei... ich habe in Start in WP , kennst Du den auch - Sebastian? Marcus: Der ist super geil. Den haben wir jetzt auch am Start. Vladislav: Ich teste den jetzt auch. Wie gesagt, ich habe auch keinen Bock mehr auf diesen Technik-Scheiß. Das kostet so viel Zeit am Ende des Tages. Manchmal hast Du da echt ganze Tage, die halt nur mit diesem Technik-Kram verschwendet sind. Marcus: Ja absolut. Bei mir war das auch erstmal ein Step, das aus der Hand zu geben. Weil dann denkst Du “Ach komm, hier so eine Änderung an der Website und einen neuen Speaker einfügen oder einen Link ändern oder so, das kriegste ja irgendwie selber hin”. Aber wenn man sich da nicht diszipliniert, dann summiert sich das ja auch wieder. Und dann hast Du da ein, zwei Stunden mit irgendwelchen “Kleinigkeiten”  beschäftigt, die in dem Fall dringend sind, aber nicht wichtig. Und das ist irgendwann auch die Kunst zu entscheiden: Was ist wichtig, was bringt Dein Business nach vorne? Und was ist gerade dringend, aber kann vielleicht trotzdem erstmal liegen bleiben, weil es nicht den mega Impact hat ne? Vladislav: Yes! Marcus: Du hast dann angefangen zu Podcasten und was sind da Deine Themen? Was für ein Format nimmst Du da? Wie oft Podcastest Du? Vladislav: Also wir veröffentlichen die Episoden immer einmal die Woche - immer Mittwochs. Die sind auch quasi in dem Redaktionsplan vom Blog integriert. Das heißt, wir haben zwei Mal die Woche einen Artikel und einmal eine Podcast-Episode. Da haben wir auch ein Transkript. Das ist immer super cool für den Leser, für die Suchmaschine im Endeffekt. Und wie wir das machen ist quasi, dass Gordon und ich uns locker darüber unterhalten. Ich finde diese Interviews sind auch mega cool. Weil so Monologe sind ein bisschen langweilig denke. Bei so einer lockeren Unterhaltung da kommt auch vielmehr rüber, weil man auch Rückfragen stellen kann und so. Es macht halt einfach mehr Sinn. Und der Mehrwert, der erzeugt wird, ist denke ich auch größer. Marcus: Ja, das finde ich auch. Es ist irgendwie oft auch viel spontaner. Da nimmt ein Gespräch eine ganz andere Wendung, als Du Dir das vielleicht vorher ausgemalt hattest auf Deinem Blatt Papier, wenn Du alleine irgendwo rein redest.   Vladislav: Was wir auch noch ein bisschen verkaufen mit dem Podcast ist auch so ein bisschen gute Laune. Wir haben so einen Gute-Laune-Jingle am Anfang. Wir versuchen auch immer 20% gute Laune zu verkaufen. Marcus: Gute-Laune-Dinger ne? Vladislav: Ja, das ist wichtig! (Beide lachen) Marcus: Ja absolut, ich finde Spaß bei der Arbeit fühlt sich dann irgendwann auch nicht mehr nach Arbeit an. Vladislav: Genau! Marcus: Du sagst dieses Podcasten hattet ihr dann als allerletztes Projekt bei dem Affenblog gestartet und davor gab es noch den Affen Clan, oder? Vielleicht erzählst Du noch etwas zum Affen Clan. Was genau da jetzt abgeht. Vladislav: Nach dem Affenbuch gab es dann auch nochmal eine zweite Auflage. Ich weiß jetzt gar nicht, ob es die zweite oder dritte Auflage ist. Also es kann sein, dass es noch eine dritte Auflage gab vom Affenbuch. So und jetzt habe ich für Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres auch die vierte Auflage schon auf dem Schirm quasi. Danach habe ich gesagt “Okay, das Affenbuch ist ein Ebook” und dann habe ich gesagt “Okay, jetzt kommt der nächste Schritt - nämlich eine Mitgliedschaftsseite”. Das Thema ist gleich, wie man ein Blog Business aufbaut. Aber bei der Mitgliedschaft hast Du halt die Vorteile, dass Du mehr Interaktionen machen kannst. So ein Ebook kannst Du halt lesen und das war´s. Und dann habe ich halt den Affen Clan hochgezogen. Letztes Jahr habe ich damit angefangen. Das war auch so eine Nacht und Nebel-Aktion. Den hatte ich nämlich noch für dieses Jahr auf der To-Do. Und weil ich ja so ein Chaot bin und das Jahr fast vorbei. Ich dachte nur “Fuck, ich muss das jetzt noch rausbringen!” So und dann habe ich glaube ich in drei Wochen diese Basis hochgezogen. Das war auch super stressig. Also Verkaufstexte geschrieben, Landing Page aufgesetzt, diese ganze scheiß Technik aufgesetzt vom Backend, die ersten Inhalte erstellt, einen Redaktionsplan dafür gemacht, und das ganze auch noch promoted irgendwie, einen Launch daraus gemacht. Dann habe ich das gelauncht, ich glaube, das war im Januar. Und jetzt sind wir gerade so 50 Leute. Da gibt es halt einmal ein Forum, das ist ein wichtiger Bestandteil. Dann gibt es Grundlagen. Das heißt, die holen Dich halt so schnell wie möglich von 0 auf 100, sage ich mal. Und mittlerweile gibt es auch regelmäßige Webinare, zwei Mal im Monat, wo wir uns dann mal für eine Stunde am Montagabend zusammensetzen. Da besprechen wir dann eine Lektion. Das machen auch Gordon und ich zusammen, weil es halt einfach cool ist. Am Ende gibt es auch noch eine Q&A Runde, wo man dann auch noch Rückfragen stellen kann. Das ist schon fast wie ein Coaching, weißt Du? Marcus: Das klingt sehr Hands-on und es klingt auch sehr nahe an den Teilnehmern dann ne? Vladislav: Ja, es macht auch super viel Spaß. Und diese Webinare werden auch aufgezeichnet, werden getagged, werden archiviert und so ist mit der Zeit auch ein super cooles Archiv entstanden. Wie gesagt, so eine Mitgliedschaft macht auch super viel Spaß, weil Du siehst halt auch die Ergebnisse. Wir teilen auch jeden Monat wichtige Kennzahlen miteinander und dann siehst Du halt “Okay, das geht aufwärts bei denen”. Marcus: Und die Leute motivieren sich dann gegenseitig, dass man weiß, derjenige hat auch mehr oder weniger mal bei Null gestartet oder mit mir zusammen und bei denen geht es jetzt langsam. Vladislav: Genau, die sind halt alle ungefähr auf dem gleichen Level, aber einer ist halt ein bisschen weiter, der andere steht halt noch am Anfang. Aber das ist halt schön. Da guckt man “Okay, der ist halt zwei Monate weiter als ich. Das heißt, bei mir wird es wahrscheinlich auch so aussehen, wenn ich das gleiche mache, was er gemacht hat.” Das ist halt super cool! Marcus: Ja was Du so alles erzählst klingt mega straight und produktiv, um das zu sagen. Gibt es gewisse Routinen oder Strukturen in Deinem Tag? Wie kriegst Du das hin, dass Du da so viel Output hast? In so jungen Jahren gerade auch. Wie alt bist Du jetzt? Vladislav: Ich bin 25 jetzt. Das ist schon alt. Marcus: Ja, ich denke mal für das was Du da jetzt aufgebaut hast in den letzten Jahren, ist das schon ganz gut. Es ist ganz gut schnell alles gegangen. Vladislav: Ja, das war okay. Also auf jeden Fall Routinen… Ich habe halt versucht, einen lockeren Tagesablauf zu haben. Das habe ich aber nicht hinbekommen. Weil da habe ich nur gearbeitet und habe halt überhaupt nicht entspannt. Das ist ja auch nicht gut. Marcus: Du hast einfach so geguckt “Was liegt an, worauf habe ich Bock. Ach dann schreibe ich jetzt einen Artikel und morgen dann halt wieder einen Newsletter und übermorgen Facebook Post”, aber halt nicht alles an einem Tag dann eher wahrscheinlich, ja? Vladislav: Genau so in etwa. Oder ich habe auch versucht “Okay, jetzt schlafe ich mal ein bisschen aus, dann fange ich an zu arbeiten. Dann arbeite ich halt länger. Das hat - wie gesagt - nicht gefruchtet. Weil ich habe dann im Endeffekt nur gearbeitet. Ich konnte halt nicht loslassen. Das ist ein bisschen schwierig gewesen. Jetzt arbeite ich immer so von acht bis sieben ungefähr, mit einer Stunde Mittagspause. Dann mache ich zwischendurch viele Pausen. Auch wenn ich irgendwann beim Schreiben keinen Bock habe, dann lege ich mich kurz auf die Couch und gucke dann ein bisschen in meinem Handy rum. Das passt. Und ansonsten schreibe ich halt Vormittags immer viel. Ich bin nämlich am Morgen noch super klar und je später es wird desto mehr Matsche kommt in meinen Kopf. Jetzt geht es noch, nachmittags ist es schon ein bisschen schwierig, aber abends bin ich dann echt auch schon ausgepowert und kriege produktiv nichts mehr hin. Also vormittags schreibe ich viel und nachmittags mache ich halt diesen Verwaltungskram oder irgendwelche Podcast-Geschichten oder so etwas. Marcus: Ja, das kenne ich. Gerade was so kreative Sachen angeht, da ist man morgens irgendwie am kreativsten, ne? Vladislav: Ja, aber ich glaube bei manchen ist es verschieden. Es gibt auch Nachteulen, die sind dann nachts produktiver. Bei mir ist es halt morgens. Marcus: Bei Tim Ferris zum Beispiel glaube ich. Der schreibt am liebsten nachts. Vladislav: Ja, der ist auch eine Nachteule, ne? Marcus: Ich selber bin ja eigentlich auch früh morgens am produktivsten und suche mir dann immer einen Task raus, der so der wichtigste Task ist, der den meisten Impact hätte, wenn ich ihn schaffen würde, auf meinem Business. Und den nehme ich mir dann vor und den gehe ich dann immer an mit frischem klaren Kopf. Und das sind aber auch meistens so fette Brocken, die Du dann nachmittags um vier, fünf Uhr auf keinen Fall mehr schaffen kannst. Vladislav: (lacht) Ja, da hast Du auch keinen Bock mehr bestimmt, ne? Marcus: Nee, also ich glaube, das ist wirklich so, da habe ich auch mal einen Artikel auf Medium drüber geschrieben, dass man pro Tag quasi wie so ein Wasserglas an Menge an Real Power hat, an Entscheidungsfähigkeit und auch so dieses etwas durchzuziehen, das Standing. Und je später der Tag ist, umso schwieriger ist das. Vladislav: Das ist eine schöne Metapher. Das habe ich noch nie so gesehen, aber es ist echt so. Also auch ein Wasserglas ist dann irgendwann leer. Marcus: Ja das ist leer und wenn Du dann abends entscheiden musst, so krass irgendetwas Strategisches - keine Ahnung - wo findet die nächste DNX Global statt oder so, da kannst Du halt keinen klaren Gedanken mehr fassen um 22:00 Uhr, wenn Du durch bist und den ganzen Tag gearbeitet hast. Aber wenn Du sagst “ich stehe früh auf” und mittlerweile versuche ich das zur Routine zu machen, immer mit dem Sonnenaufgang aufzustehen. Das ist jetzt gerade in Berlin um 5:30 Uhr gewesen. Ich muss da gucken, ich bin heute in Palma de Mallorca angekommen oder auf Mallorca und bin unten an der Playa entlang. Dann Bed & Breakfast Coworking Space und hier ist es glaube ich ein bisschen später: 5:45 Uhr oder so. Wenn Du dann so früh aufstehen würdest und dann halt um 06:30 Uhr damit anfängst, dann klappt das viel besser, so fette strategische Sachen zu entscheiden. Vladislav: Bei mir ist es auch immer so, dass wenn ich zum Beispiel nachmittags irgendwelche Social Media Posts oder E-Mail Kampagnen schedule, dann mache ich da mega viele Fehler immer. So, das regt einen auch immer auf. Ich schedule die immer nachmittags und morgens gucke ich dann nochmal, ob ich alles richtig gemacht habe. Vor allem mit Daten, da bin ich nicht so gut mit. Da habe ich dann manchmal ein falsches Datum, eine falsche Uhrzeit oder so ein Scheiß. Das ist schon alles vorgekommen. Marcus: Ja, das habe ich auch voll oft. Dann schedule ich irgendetwas vor und dann weiß ich “Oh, der Post geht gleich live um 9:00 Uhr oder 9:30 Uhr” oder so und gucke dann um 8:00 Uhr nochmal rein und schreibe den dann nochmal komplett um oder anders und entdecke noch voll viele Fehler, ne? Das ist echt krass. Was sind die nächsten Steps bei Dir mit dem Affenblog? Vladislav: Weiter wachsen. Also mein nächstes Ziel sind die 50.000 E-Mail Abonneten. Das ist glaube ich auch eine gute Hürde. Ansonsten kommt jetzt demnächst das erste Tool, was wir jetzt rausbringen: Banana Content. Das ist also ein SEO Tool für smarte Blogger, also für unser eins. Genau optimiert auf unsere Bedürfnisse. Da möchte ich auch langfristig mehr in die Richtung gehen, dass ich also mehr in diese Tool-Richtung gehe. Ich habe halt gemerkt, so ein Tool zu machen, macht mir super viel Spaß. Ich bin auch der Meinung, ich kann das gut. Einfach, weil ich so einen starken Vereinfachungsgedanken habe. Bei mir muss alles super simpel sein und das kommt jetzt demnächst. Marcus: Baust Du die Tools dann selber? Weil Du sagst, Technik ist voll Pain in the Ass für Dich? Vladislav: Genau, nee, ich habe mich mit Jonas Breuer zusammengetan für Banana Content und ich plane auch noch weitere Partner zu suchen, mit denen ich halt so diese ganzen Tools aufbauen möchte. Marcus: Und ein Tool, was ihr schon am Start habt, ist Chipnotes, ist das richtig? Vladislav: Nee, das haben wir wieder eingestampft. Das war ein bisschen fernab des Blogs. Das war einfach nur eine coole Notizenapp. Marcus: Und wieso habt ihr die wieder eingestampft? Vladislav: Wie soll ich sagen? Das hat einfach nicht so gut … Ja wie soll ich das vernünftig sagen? - Aus Zeitgründen. Wir haben gesagt “Okay, da haben wir keine Zeit dafür. Das hatte einfach nicht soviel mit dem Affenblog zu tun. Das war einfach nur eine cool Notizenapp. Marcus: Und dann hast Du gesagt, lieber ganz vom Markt nehmen oder einstampfen, als ein halbfertiges Produkt irgendwo mit im Portfolio rumzuschleifen. Vladislav: Genau, das war noch nie so wirklich drin. Das war nur so am Rande. Und diese Banana Content ist jetzt drin. Und die Ideen, die ich noch habe für die anderen Tools, die gehören direkt zum Affenblog. Marcus: Was ist Banana Content? Vladislav: Das ist das SEO Tool für smarte Blogger, was jetzt demnächst kommt in einigen Monaten. Marcus: Das heißt, was kannst Du damit genau machen? Vladislav: Da hast Du vier Schritte. Du kannst halt eine ____ Recherche machen direkt in Deinem Wordpress Dashboard. Du hast wichtige Kennzahlen, die Dir jetzt sagen “Okay, der Blogartikel ist gut optimiert für die Suchmaschine”. Du kriegst Tipps zur Onpage Optimierung, wie Du den Artikel optimieren kannst. Du hast eine Möglichkeit potentielle Linkpartner zu finden, wo Du sagen kannst “Hey der Vladi hat darüber geschrieben, ich hau den mal an” oder irgendein anderer Typ hat darüber geschrieben “den hau ich mal an und bitte um link oder um share” und Du hast auch noch ein Ranktracking, dass Du immer weißt, wie gut das funktioniert. Vor allem diese Tracking Funktionen bieten halt kaum Tools an. Und das haben wir halt drin. Da kannst Du immer nachgucken “Okay im Durchschnitt pro Woche rankt der Artikel auf Platz 6”  oder so. Dann weißt Du, Du hast gute Arbeit geleistet. Marcus: Ja, das klingt echt nach einem smarten Tool. Gerade im deutschen Bereich gibt es ja kaum gute SEO Tools bzw. es gibt ein paar, aber viele wurden dann auch irgendwann gar nicht mehr weiter entwickelt. Vladislav: Genau und es gibt halt auf der Seite nur diese High End Dinger. Die halt viel zu viel machen und auch nicht unbedingt das machen, was wir halt brauchen. Wir haben einen starken Fokus auf Content. Und deshalb heißt das Tool auch Banana Content. Da kommt in ferner Zukunft auch noch mehr dazu. Es wird nicht nur ein SEO Tool sondern ein Content Marketing Tool. Die Kennzahl momentan beruhen sich nur auf SEO Werte und was cool wäre, wenn die in Zukunft sagen “Okay, Dein Content ist gut”. Marcus: In Terms of Shares auf Social Media Plattformen zum Beispiel? Vladislav: Genau. Also, dass Du den Scope ein bisschen breiter fasst, also nicht nur SEO, sondern auch Content. Es ist halt schwer einen Wert für die  Content-Qualität zu bestimmen. Aber in die Richtung soll es langfristig gehen. Marcus: Aha, cool! Du bist…. Vladislav: ...spannende Geschichte. Marcus: Ja, das finde ich auch. Gerade auch, weil ich auch selber aus dem SEO-Bereich komme. Vladislav: Ach echt? Das wusste ich gar nicht. Marcus: Ja, ich habe damals in meinen ersten Corporate Jobs im Online Marketing angefangen und da speziell dann auch im SEO-Bereich, weil das das war, was ich privat vorher schon ganz gut konnte und mich dareingefuchst habe und quasi so neben der Uni privat mir beigebracht habe, um meine eigenen Seiten irgendwie zum ranken zu bekommen und kostenlosen Traffic zu kriegen. Als Student hatte ich kein Geld, um Traffic einzukaufen. Dann habe ich mich ziemlich stark mit SEO beschäftigt, bin auch viel zu Konferenzen gegangen und war bei vielen SEO Skype Chats, in so versteckten Chats, Greyhead, Blackhead, irgendwie alles durch. Und bin dann nach und nach so ein bisschen breiter geworden und gewachsen im Netz, Online Marketing. Vladislav: Spannende Geschichte, cool. Das wusste ich nicht. Ich hau´ Dich dann mal an, wenn es eine Testversion gibt. Das passt dann ja gut. Marcus: Klar, auf jeden Fall. Da kannst Du Dich schonmal auf viel Feedback einstellen. Vladislav: Ja, das ist gut. Marcus: Weil die Kombi SEO und Perfektionist verleitet ja nur dazu, irgendwie so tief dann immer irgendwie einzutauchen und tausend Sachen zu finden und zu suchen. Und genau das hatte mir damals auch so viel Spaß gemacht bei der Arbeit. Das erste Mal, dass ich was hatte wo ich mir dachte “Geil, ich kann irgendwie eine Webseite auseinandernehmen”. Und auch heute noch, wenn ich auf einer neuen Seite surfe - ich weiß nicht, wie es bei Dir ist, Du kommst ja jetzt nicht aus dem SEO Bereich - ist das erste, was ich checke: Wie ist der Title optimiert? Was für eine Description hat er am Start? Hat er irgendwie Umlaute richtig? Hat er die URL richtig am Start? Die verwendeten Überschriften. Also direkt irgendwie so eine krasse On-page Analyse einmal im Kopf runter gerattert. Vladislav: Krass, das geht nicht raus, ne? Marcus: Nee, auf keinen Fall! Vladislav: Bei mir ist es halt mit Webdesign so. SEO-mäßig gucke ich da überhaupt nicht drauf, aber ich gucke mir halt das Webdesign an. Dann gucke ich “okay, hier ist ein Pixel zu viel. Das ist nicht schön. Die Farbe geht gar nicht”. Das kriege ich nicht raus.   Marcus: Und was sagst Du zu unseren Seiten und Logos? Vladislav: Finde ich gut, finde ich schön. Ich war auf dieser LifeHackz-Seite, passt gut, gefällt mir gut! Marcus: Okay cool, danke! Du bist im Bremerhaven hast Du am Anfang gesagt. Vladislav: Genau. Marcus: Wie stehst Du zu diesem digitalen Nomadentum? Ist das auch eine Option für Dich oder sagst Du “In diesem Setting im Bremerhaven bin ich am produktivsten und will eigentlich gar nicht raus” oder “ich habe eine Frau/Freundin” - keine Ahnung? Vladislav: Also das Ding ist, ich finde es grundsätzlich cool. Ich meine, die Idee ist einfach cool, wenn Du arbeiten und reisen kannst. Das kannst Du ja bestätigen. Das Ding ist momentan: Ich fokussiere mich halt auf den Aufbau. Wie gesagt, ich bin auch ein Chaot und wenn wir halt mal verreisen, ist das für mich immer mit Stress verbunden. Ich komme echt nicht klar, wie ihr das macht, weil wenn ich reise, ist es wie gesagt mit Stress verbunden. Deswegen denke ich auch, ich würde es momentan nicht so gut hinkriegen. Es wäre halt ein bisschen stressig für mich. Momentan bin ich im Home Office, das ist okay. Was ich mir auf jeden Fall dieses Jahr noch holen werde, ist ein Office außerhalb. Zuhause ist es für manche toll. Ich bin jetzt drei Jahre hier und habe einfach kein Bock mehr. Wenigstens ein bisschen rauskommen. Das ist halt super schön. Was meine Freundin und ich aber angepeilt haben, ist so in ein oder zwei Jahren, wenn das ganze so ein bisschen ohne mich läuft, dann auf jeden Fall eine Weltreise für 6 oder 12 Monate. Das ist auf jeden Fall ganz oben auf der To-Do. So ein paar geile Städte. Ich habe auch so geguckt…. Hast Du Steve Jobs Biographie gelesen? Der hat da auch so eine Tour gemacht. Ich glaube, angefangen hat er in München, Schweiz und dann nach Indien. Und diese Tour will ich auch gerne machen. Meine Freundin will bestimmt auch nochmal irgendwelche Touren mitnehmen. Und auf so eine große Tour hätte ich auf jeden Fall noch Bock. Das sollte man, denke ich, auch mitnehmen, wenn man halt auch die Möglichkeit hat und das haben wir ja. Marcus: Absolut ey, das Reisen hat nochmal so etwas in mir freigesetzt. Also für mich persönlich auch ein persönliches Wachstum, das war nochmal so ein Gamechanger und so ein Trigger, dass ich so ganz anders die Welt gesehen habe. Vladislav: Das glaube ich auch, Du tickst halt ganz anders, also… wie gesagt, das habe ich auf dem Schirm. Sonst war mir die Freiheit primär ganz wichtig. Dass ich halt arbeiten kann wo ich will, wann ich will. Jetzt habe ich zwar relativ feste Arbeitszeiten, aber dennoch kann ich die Zeit so ein bisschen hin- und herschieben. Marcus: Aha, arbeitest Du auch am Wochenende durch? Vladislav: Ich arbeite Samstags vormittags, aber wie gesagt, da mache ich so ein bisschen Verwaltungskram, weißt Du? Das ist auch so ein Pain, glaube ich, ne? Marcus: Absolut, das ist für mich, wenn die Leute so sagen “Ey Marcus, hier mit dieser 4 hour workweed und so, das klappt ja überhaupt nicht. Wie ist denn das bei Dir? Arbeitest Du nur vier Stunden?” Und um die Leute da so ein bisschen abzuholen sage ich so “Also irgendwie kriege ich es schon hin mit der 4 hour workweek. Ich arbeite wie ein Schwein, aber es fühlt sich nicht nach Arbeit an. Nur diese vier Stunden Buchhaltung und Rechnungen schreiben, das ist meine Workweek.. Vladislav: (lacht laut) Genau. Marcus: Das ist dann meine Workweek. Vladislav: Die mache ich halt am Samstagvormittag immer schön in Ruhe. Da schläft die halbe Welt noch und dann mache ich das. Marcus: Ja, ich liebe es auch ehrlich gesagt, Samstags und Sonntags zu arbeiten, gerade wenn wir unterwegs sind. Irgendwo in der Welt vergessen wir eh, welcher Wochentag ist. Das ist ein bisschen anders, wenn wir nach Berlin zurückkommen und ich mit meinen Kumpeln abhänge, die dann eher so einen 9 to 5 Job haben oder ich zum Sport gehe - zum Krav Maga. Dienstags und donnerstags ist das dann Abends, weil die Berufstätigen dann halt tagsüber arbeiten. Dann weiß ich halt immer ganz genau, wann Samstag und Sonntag ist. Aber grundsätzlich ist es total okay samstags und sonntags am Rechner zu sein, weil dann Null Distraction ist und keine E-Mails kommen und irgendwelche Leute etwas von Dir wollen und man dann einfach so geradeaus fahren kann. Vladislav: Genau. Also noch einmal zur 4 Hour Workweek: Ich glaube, ich könnte das, wenn ich halt wirklich krass bin, zu reduzieren. Bestimmt so vier, sechs Stunden so in der Woche. Aber dann hast Du ja auch kein Wachstum. Das ist dann nur Erhalt. Dann wirst Du immer die gleichen Umsätze fahren und Du würdest aber auch nicht so coole Sachen produzieren. Das ganze Ergebnis wäre nicht geil. Marcus: Nee, das glaube ich auch nicht und klar, ein passives Einkommen ist cool. Aber selbst das coolste passive Einkommen oder voll automatisierte System erfordert glaub ich, immernoch ein bisschen Input, sei es nach ein paar Monaten oder einem halben Jahr oder so. Vladislav: Das denke ich. Also ich glaube auch, wenn wir mal bei Steve Jobbs bleiben, der hatte im Endeffekt ja auch bei seinem riesengroßen Konzern auch immernoch das letzte Wort und überall so die Augen und die Hand drauf, ne? Marcus: Mmh, absolut. Vladislav: Ich glaube, komplett ohne geht auch nicht oder kaum. Marcus: Nee und was man auch früher noch gekauft hatte, diese vollautomatisierte Systeme oder dieses passive Einkommen über Ebooks oder Affiliateseiten, die dann von selbst ranken und so. Aber selbst die brauchen ja immer wieder frische Backlinks, sonst kommt halt irgendwann jemand, der das dann ausrankt und dann ist Deine Seite unten und dann ist Dein smart passive Income auch nicht mehr da. Vladislav: Genau, die Welt ist halt schnell. Die bewegt sich. Da musst Du mitspielen. Marcus: Ja ja, absolut. Aber auf der anderen Seite macht es ja auch mega Spaß. Also ich weiß nicht wie es bei Dir ist, aber mich motiviert das irgendwie jeden Tag zu wissen “Oh geil, Du kannst wieder an den Rechner und kannst irgendetwas produzieren, irgendein Value erschaffen” und gucken, wie Du da weiterkommst. Und nicht “Ah okay, das läuft jetzt - that´s it”. Ich glaube, das wäre auch gar nichts für mich. Ich könnte nicht nur am Strand liegen und gar nichts machen. Vladislav: Genau, nee ich auch nicht. Das ist auch immer das, was ich sage… Wäre ich jetzt super reich, dann würde ich das gleiche auch machen, weißt Du? Also da würde sich nicht viel ändern. Ich finde auch grundsätzlich cool, wenn ich mal so ein Buch lese, dann denke ich mir “Cool, ich lese hier ein Buch” und im Endeffekt werde ich halt dafür bezahlt, weißt du, indirekt. Und das ist halt auch so: Was gibt es Geileres?! Da kannst Du ein Buch lesen, was Du sowieso lesen würdest und Du wirst im Endeffekt dafür bezahlt und machst langfristig auch die Welt zu einem besseren Ort. Marcus: Okay cool Vladi! Das war sehr viel Input, ziemlich coole Infos von Dir. Also ich bin echt geflasht, was Du in Deinen jungen Jahren schon alles auf den Weg gebracht hast und auch wie schön professionell so Dein ganzes Business aussieht. Aber das kommt wahrscheinlich dann von Deinem Design Background. Es ist auf jeden Fall sehr schön streamlined. Vladislav: Danke danke ja! Darauf achte ich auch sehr. Marcus: Ja ich finde… Um da noch kurz drauf einzugehen, vernachlässigt auch viele richtig krasse gute Onlineunternehmer, gerade auch die, die aus dem SEO oder Online Marketing Bereich kommen, die sind technisch top drauf, haben total viel Wissen, haben auch richtig geile Produkte, aber das Design kippt hinten immer total über. Und das kann auch in vielen Fällen den Unterschied machen. Vladislav: Da stimme ich Dir zu. Das Ding ist halt auch: Es liegt ja auch nahe. Wenn Du halt so aus der Technik kommst, dann hast Du halt nicht so ein Gespür für Design in der Regel. Bei einem Designer ist es auch so wichtig, wie Du sagst, das kann einen Unterschied machen, weil vor allem auch bei so Themen wie Content und digitalen Produkten. Die kannst Du ja nicht anfassen. Oder auch bei digitalen Tools, da ist halt das Design entscheidend und bestimmt auch die wahrgenommene Qualität. Das heißt, wenn Du den gleichen Content hast, das Design aber viel besser aussieht und professionell aussieht, wird der ganze Content auch als viel hochwertiger wahrgenommen. Marcus: Ja ja absolut. Da stimme ich Dir auch voll zu. Also glücklicherweise hat bei uns im Team - ich mache meine ganzen Businesses mit Feli zusammen. Feli hat da ein ganz gutes Auge und Gespür für Design und ich bin dann halt mehr so der Frickler und der Techniker im Hintergrund und sorge für den Traffic und konzeptioniere gern. Cool, als letztes würde ich Dir noch gerne die Frage stellen: Welche drei Dinge würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen, die nicht zum Überleben notwendig sind? Vladislav: Sehr cool! Meine Freundin natürlich, ne? Die darf ich mitnehmen oder? Marcus: Die darfst Du mitnehmen. Vladislav: (lacht) Okay Marcus: Auf jeden Fall, ist wichtig. Vladislav: Dann ich glaube ein MacBook und irgendwie so ein mega UMTS-Stick. Mehr bräuchte ich nicht oder? Nee, meine Freundin, ein MacBook und so - das passt! Marcus: Das passt ne? Komplett abgedeckt. Ja cool, vielen Dank Vladi. Vladislav: Ich danke Dir Marcus, hat Spaß gemacht! Marcus: Und wir hören uns und sehen uns bald wieder. Grüße nach Bremerhaven! Vladislav: Wir hören uns, Grüße nach Mallorca! Tschöö! Marcus: Ciao! [/su_spoiler] [/su_accordion]    

    starstarstarstarstar
  • Jahn Sterley ★ Unternehmensberater goes Online Business

    · 00:49:55 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit jahn sterley von fitvolution Hey Leute, was geht? Ich bin immernoch in Mallorca im Coliving und Coworking Space Bedndesk bei bestem Sonnenschein, blauen Himmel, Meer, Strand, schnellem Internet, was will man mehr? Am Freitag ziehen wir weiter nach Lissabon, wo wir dann unser nächstes DNX Camp starten. Aber davor habe ich die Zeit noch genutzt ein weiteres Interview für LifeHackz aufzunehmen. Und dieses Mal mit dem lieben Jahn Sterley. Jahn ist Unternehmensberater, der nebenbei gerade sein Online Business aufbaut, begeisterter Sportler ist und sein Blog lautet fitvolution.de. Und auf fitvolution.de gibt Jahn Tipps, wie man sich, gerade auch unterwegs oder mit wenig Zeit oder wenn man viel in Hotels unterwegs ist, sprich also nicht die Zeit hat regelmäßig ins Fitnessstudio gehen zu können, wie man sich auch so fit halten kann. Mit funktionalem Training, ohne dass man auf Geräte angewiesen ist. Ja, checkt das Interview aus, viel Spaß! In dieser Folge lernst du: Wie Jahn in sechs Monaten 13 Kilo abgenommen hat. Warum auch eine 80 Stunden Woche keine Ausrede ist keinen Sport zu machen. Wie die Idee zu Fitvolution auf der DNX BERLIN geboren wurde. Warum du dein Projekt auch unperfekt auf den Markt bringen solltest. Wie du auch unterwegs ohne Fitnessstudio und Geräte Muskeln aufbauen kannst. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Fitvolution DNX BERLIN Stumple Upon [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Jahn Sterley Das ist die LifeHackz Show Folge Nr. 19 (Intro) Marcus: Hey Jahn, cool dass Du am Start bist bei LiveHackz! Jahn: Hi Marcus, sehr schön, dass ich dabei sein darf! Marcus: Ja cool, danke für Deine Zeit. Und sag mal: Wo bist Du und was machst Du gerade? Jahn: Ich bin gerade in der Wohnung von meiner Freundin und wir sind jetzt am Wochenende gerade von unserer Ostseeumrundung wieder zurückgekommen. Marcus: Okay cool, das heißt wir haben heute Montagnachmittag, Du musst nicht arbeiten oder arbeitest Du noch oder hast Du jetzt gerade frei? Wie sieht das aus? Jahn: Ja, also ich muss gerade nur noch arbeiten, aber ich kann das gerade remote tun und bin gerade auch so ein bisschen zwischen zwei Projekten, mache etwas Akquise und mache halt viel für meinen Blog jetzt. Marcus: Okay cool, das heißt, Du bist eigentlich noch Unternehmensberater und hast aber die Freiheit für diesen Job von überall zu arbeiten? Jahn: Theoretisch geht das manchmal, aber meistens ist es tatsächlich noch so, dass der Kunde erwartet, dass man vor Ort ist, wenn man für ihn arbeitet. Aber wie gesagt, gerade machen wir eher Themenentwicklung und dann habe ich da ein bisschen mehr Freiheit. Marcus: Okay und in dieser Freiheit weiß ich von Dir, arbeitest Du mit Hochdruck an Deinem Fitenssprojekt fitvolution. Vielleicht kannst Du dazu mal ein paar Worte verlieren, wie das alles entstanden ist, was die Motivation dahinter ist und ja, wo ihr jetzt steht und wo ihr angefangen habt? Jahn: Genau, also fitvolution ist so mein Herzensprojekt gerade. Der Hintergrund ist einfach der: Ich habe schon immer unheimlich gerne Sport gemacht. Also, das war schon immer eins meiner großen Leidenschaften. Und zu Studienzeiten war ich eher so ein klassischer Pumper, also fast jeden Tag im Fitnessstudio eigentlich. Und als ich dann mit meinem Studium fertig war, habe ich eben angefangen als Unternehmensberater zu arbeiten. Marcus: Ja und wann hast Du mit dem Fitnesssport angefangen? Sprich, als Du angefangen hast zu studieren oder schon vorher? Jahn: Also im Prinzip so ein bisschen trainiert habe ich schon so zu Abizeiten, aber so richtig ins Fitnessstudio gegangen bin ich erst als Student und dann auch so. Marcus: ...klassisches Pumperstudio mit irgendwie bunten Neon-Klamotten und glatzköpfigen Türstehern oder wie muss man sich das vorstellen? Jahn: Ja volles Programm, absolut. Nee, also ehrlicherweise war das Budget Studentenstudio, wo dann eben die ganzen Studis hingerannt sind, weil’s billig war und auch in der Studentenstadt. Ich habe meinen Master in Gießen gemacht. Da ist außer Studenten nicht viel an sonstigem Volk da. Marcus: Okay, aber trotzdem hat es gereicht, um da Feuer zu fangen und zu sagen: Ey Fitness, das ist irgendwie der richtige Sport für mich, auch wenn er jetzt nicht so wirklich… ja, so im Team stattfindet. Aber, wenn ich von mir selber spreche, ich will das nicht missen auch mal alleine für mich zu sein und gerade beim Sport und ich bin da auch oft einer, der über Sachen nachgrübelt und das kann ich supergut, wenn ich pumpen gehe und im Fitnessstudio bin oder woanders Sport mache. Jahn: Ja genau. Also, ich bin tatsächlich… eigentlich komme ich ja aus dem Vereinssport. Ich habe insgesamt knapp 12 Jahre lang Fußball gespielt und auch andere Mannschaftssportarten ausprobiert. Aber dadurch, dass ich immer schon so ein bisschen Hummeln im Hintern hatte und ein dringendes Bedürfnis, meinen Wohnort zu wechseln, war es dann irgendwann schwierig, dann immer in einem neuen Verein den Anschluss zu finden. Also ich bin direkt nach dem Abi umgezogen und dann bin ich wieder umgezogen und im Studium und danach. Dann habe ich einfach den Fitnesssport für mich entdeckt und das ist jetzt so mein Ding. Marcus: Mhh und wie war dann die Entwicklung von Muckibudenpumper zu dem, was Du jetzt machst? Jahn: Genau. Das ist im Prinzip nach dem Studium passiert, weil ich dann eben als Unternehmensberater angefangen habe zu arbeiten. Und da hat man ja jetzt nicht so ne klassische 40 sondern eben eine 60, 70, manchmal 80 Stundenwoche und ist eben ständig unterwegs. Als ich damit angefangen habe, habe ich es im Prinzip gemacht, wie die anderen Kollegen. Sprich: Ich habe mich unterwegs dann primär von Lieferessen und Room-Service und in Restaurants ernährt und habe das Training so ein bisschen schleifen lassen, weil das Fitnessstudio ist dann immer weit weg. Und die anderen machen irgendwie auch keinen Sport und man hat permanent zuviel Stress. Ja und nach zehn, elf Monaten ungefähr hatte ich dann knapp 10 kg mehr auf der Waage und deutlich an Muskeln verloren. Und dann hatte ich irgendwann so nen Aha-Moment, in dem ich dann eben festgestellt und beschlossen habe, dass es so nicht mehr weitergeht. Dann habe ich eben nach Mitteln und Wegen gesucht, wie ich eben unterwegs mich trotzdem gesund ernähren kann und ... Marcus: Sorry, dass ich Dich unterbreche. Gab es da irgendwie einen ausschlaggebenden Moment, wo Du gesagt hast, so geht’s auf keinen Fall weiter oder war es so ne schleichende Entwicklung und irgendwann hast Du gesagt “Boah nee, ich kann mich nicht mehr sehen und jetzt muss ich etwas ändern”? Jahn: Tatsächlich habe ich das so gar nicht aktiv realisiert, sage ich mal, sondern es gab einen bestimmten Moment, an den ich mich noch ganz gut erinnern kann. Und zwar waren zwei von meinen Hosen kaputt und ich musste dann neue Hosen kaufen gehen. Und ich habe immer Hosen in Größe 34/32 getragen. Und dann bin ich da in das Klamottengeschäft gegangen und habe so ein paar Hosen anprobiert und bin da nicht mehr reingekommen. Und dann kam so ne freundliche Verkäuferin zu mir her und hat mir dann mitgeteilt, dass ich wahrscheinlich einfach 36/32 Hosen kaufen soll. Ich hab dann zwei 34/32 Hosen gekauft... Marcus: Aus Trotz ne? Jahn: ...hab die mit nach Hause genommen und habe beschlossen, so spätestens in nem halben Jahr passe ich da wieder rein. Marcus: Mhh, cool. Jahn: Und dann habe ich eben in knapp sechs Monaten um die 13 kg abgenommen und habe viele Bücher gelesen und…. Marcus: Wie hast Du das geschafft? Wahrscheinlich über Cardio oder so, dass Du dann in so kurzer Zeit soviel abgenommen hast? Jahn: Ganz viel Ernährung. Ich habe viel Tabata gemacht, habe eben dieses Bodyweighttraining für mich entdeckt. Hatte überhaupt einfach meinen Sport wieder entdeckt. Marcus: Cool und was ist Tabata zum Beispiel? Jahn: Tabata ist High Intensity Intervalltraining. Das extrem kompakt in vier Minuten eben die Fettverbrennung maximiert. Also, damit wird der Stoffwechsel angekurbelt durch eine extreme Schwankung zwischen hochintensiven Intervallen und Pausenintervallen und damit lässt sich eben in minimalem Zeitaufwand unheimlich viele Kalorien verbrenen. Marcus: Krass! Und das ist dann funktional oder geht man dafür irgendwo hin ins Studio und braucht Geräte. Jahn: Nee, das Coole am Tabata Workout ist, dass man es eben tatsächlich immer und überall machen kann und man braucht nichts dafür. Der Klassiker ist Sprinten, sprich, kurze Sprints mit Laufunterbrechung und was man auch sehr gut machen kann ist zum Beispiel Burpees, weil das auch ne Übung ist, die man ganz cool für den Körper machen kann. Marcus: Boah, die machen einen tot ne? Jahn: Ja und dann mach mal 20 Sekunden Burpees so schnell, wie Du kannst und  dann 10 Sekunden Pause und dann wieder 20 Sekunden so schnell, wie Du kannst. Wenn Du das dann in 4 Minuten gemacht hast, dann biste echt am Kotzen. Marcus: Das glaube ich Dir, dass Du dann im Strahl kotzt. Ähm, ich hatte Burpees ehrlich gesagt vorher noch nie so oft im Schirm, weil ich neben diesem Fitnessstudio eigentlich Jahre lang nicht mehr viel anderen Sport gemacht habe, bis ich dann wieder auf’s funktionale Training umgestiegen bin und dann auch mit dem Krav Maga angefangen habe. Und da sind Burpees auch super beliebt. Gerade im letzten Drittel des Trainings. Bei uns ist immer so ein Drittel aufwärmen, ein Drittel Technik und das letzte Drittel ist dann Drill mit Anwendung von den Techniken und da zwischendurch dann diese Burpee einheiten. Du gehts kaputt! Das ist echt…. Jahn: Aber es ist eine super effektive Übung auf jeden Fall. Marcus: Mhh okay und dann hast Du innerhalb von nem halben Jahr hast Du gesagt? Jahn: Ja genau. Marcus: 13 kg abgenommen? Jahn: Vor nem halben Jahr habe ich ungefähr 13 kg abgenommen. Am Ende von meiner Anstellung habe ich dann glaube ich 15 oder 16 kg verloren gehabt. Dann bin ich dann auch meinen ersten Marathon gelaufen. Dazu ist noch zu sagen, bevor ich damit angefangen habe, bin ich überhaupt nicht gelaufen. Das ist vielleicht auch ganz interessant. Ja, da waren eben ganz viele Leute in meinem Umfeld, also Kollegen, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner, eben sehr beeindruckt von, wie ich eben in so kurzer Zeit und obwohl ich so viel Stress habe und ständig unterwegs bin, das geschafft habe. Marcus: Ja, höchsten Respekt. Gerade als, ich glaube, Unternehmensberater steht man auch ganz schön unter Strom oder auch unter Druck ne? Jahn: Ja, auf jeden Fall, ja. Deswegen, ich sagte ja schon, bei mir ist nicht 40, sondern eher 60, 70, manchmal 80 Stundenwoche und das ist glaube ich, für viele auch dann eine willkommene Ausrede, um gar keinen Sport mehr zu machen und gar nicht mehr nach ihrer Ernährung zu gucken. Marcus: Klar und wie sehen die das? Sehen die das dann eher so “Ich gebe jetzt hier 20 Jahre als Unternehmensberater Gas und bin dann durch” und dabei bleibt es ja meistens nicht, oder ist denen das gar nicht so bewusst und die sind einfach irgendwann so tief da drin, dass man gar nicht mehr über den Tellerrand guckt? Jahn: Das ist ganz unterschiedlich. Also, die meisten Leute arbeiten ja nicht lange in der Unternehmensberatung. Also ich glaube, ich habe mal irgendwo gelesen, dass der Unternehmensberater durchschnittlich 4,5 Jahre in der Beratung bleibt und dann entweder nen Burnout hat oder vorher schon den Job wechselt, nach intern irgendwohin oder man steigt halt irgendwie auf und ist dann Manager oder Partner oder wie auch immer. Je nach dem, wie das eben in dem Beratungshaus, in dem man tätig ist heißt und ist dann eben eine Etage höher und hat dann eben nicht mehr ganz so viel Stress, wenn man eben die Soldaten unter sich hat, sage ich mal. Marcus: Ja, das heißt, ihr seid dann die Eingreiftruppe, die wirklich noch in die Unternehmen reingeht und da die Akten wälzt und nicht gern gesehen seid, weil die meisten haben dann Angst, dass dann irgendwie Personal gestrichen wird. Jahn: Ja, prinzipiell ist das so. Ich habe zum Glück Unternehmen, bei denen das nicht so ausgeprägt ist. Wir sind etwas gerner gesehen, weil wir nicht ganz so strategisch und stärker operativ unterwegs sind. Wir machen da viel Prozessoptimierung und Projektmanagement, ganz stark Digitalisierung gerade. Marcus: Mhh cool. Also um so krasser, dass Du dann nebenbei noch diese Erfolge erzielt hast im sportlichen Bereich. Hast Du dadurch dann andere Kollegen motivieren können, auch etwas ändern zu können? Jahn: Absolut, also ich habe ne Hand voll von Kollegen und auch Mitarbeitern von Kunden, die auf mich zugekommen sind und die Tipps von mir haben wollten, die ich auch so ein bisschen gecoacht habe inzwischen, die auch regelmäßige Blogleser sind. Und da haben einige auch schon echt gute Erfolge erzielen können. Marcus: Okay, und wann war das jetzt, dass Du so in diesen Sportmodus dann voll drin warst und den Marathon gelaufen bist und wieder dann Dein Gewicht runter hattest und wieder in die Hosen gepasst hast? Jahn: Den Marathon bin ich gelaufen... letztes Jahr im September müsste das gewesen sein. Tatsächlich hätte ich dann zwischenzeitlich mal ne Hosengröße kleiner gebraucht, weil für den Marathon habe ich dann noch ein bisschen mehr abgenommen. Aber ja, das war meine tiefste Gewichtsphase, da dürfte ich so 83 kg gehabt haben ungefähr. Marcus: Und war das okay für Dich oder bist Du dann bewusst wieder ein bisschen mit den Kilos hoch und hast gesagt “Nee, eigentlich will ich ein bisschen athletischer aussehen”. Jahn: Ja also ich habe mich dann wieder ein bisschen nach oben trainiert und pendle jetzt so zwischen 86, 87, 88 kg. Da fühle ich mich eigentlich recht wohl. Marcus: Mhh, manchmal verliert man da auch so ein bisschen das Gefühl für, wenn man gerade so ein großes Ziel vor Augen hat, gerade glaube ich, wenn man Gewicht verlieren will, dann irgendwo auch den Punkt wieder zu finden, dass man sagt “eigentlich geht es jetzt, viel mehr muss man gar nicht mehr verlieren”. Ist das bei Dir auch so gewesen? Jahn: Ja, wobei ich auch gewusst habe, dass ich mehr Gewicht verlieren sollte, als ich eigentlich ursprünglich vorhatte, einfach damit ich sicherer und in ner guten Zeit durch den Marathon durchkomme. Marcus: Okay, weil bei mir war das so, ich bin halt ein totaler Extremtyp und schon immer gewesen. Dieses Schwarz-Weiß-Muster und bin irgendwann auch im Studium dann in so ner krassen, krassen Muckibude gelandet, im Masse Gym in Münster, wo auch einige dann auf die Bühne gegangen sind und echt die Hardcore Bodybuilder. Die wollten mich dann auch heranzüchten und ich habe mich voll motivieren lassen. Ich bin auch immer schnell zu begeistern und habe dann nachts den Wecker gestellt und Kartoffeln gegessen und Superkilo Plus und dieses Mass Plus und nur Kohlenhydrate irgendwie reingestopft. Ähm, habe glaube ich, bei 83 kg angefangen und war dann irgendwann bei 96 kg. Nur sah das nicht mehr cool aus, weil ich habe zwar trainiert, aber auch gefressen, wie ein Schwein und irgendwie war ich total fett und dick und irgendwie habe ich mir dann, zum Glück, irgendwann nicht mehr selber gefallen und gesagt so “Nee, so geht’s nicht weiter.” Ich glaube, ich war da mal wieder in Düsseldorf bei meinen Kumpels und die sagten auch irgendwas “Bist Du irgendwie krank oder so? Du bist so aufgedunsen und hast soviel zugenommen” und ich dachte ja immer, das sei cool, weil ich habe mich ja immer an den Leuten orientiert, die im Studio waren, aber habe dann voll so den Blick für die Realität verloren. Dann habe ich gesagt “Okay, Du änderst was!” Und wenn ich was mache, mache ich das voll radikal und bin dann morgens immer zum Cardio Training gegangen und habe dort nichts gefrühstückt. Dann auf leeren Magen zwei Stunden Crossstepper gemacht und habe dann innerhalb kürzester Zeit auch ziemlich viel verloren. Ich bin, glaube ich, von 96 kg irgendwann auf 76 kg runter. Bis die Leute - die gleichen Leute, die vorher gefragt haben, ob ich krank bin, weil ich so fett bin - gefragt haben, ob ich irgendeine Krankheit habe oder so, weil ich auf einmal so ausgemärgelt bin. Da war dann der Punkt für mich “Okay, warte. Du musst mal wieder irgendwie in die Normalität rein”. Ich habe mich dann zum Glück irgendwann bei 80, 81, 83 kg reingependelt. Jetzt bin ich glaube ich bei 81 kg bei 1,88 m und ganz gut athletisch. Jahn: Ja auf jeden Fall. Aber da bist Du tatsächlich noch ein bisschen extremer unterwegs als ich. Also ich denke schon immer, ich renne immer jedem Ball so schnell nach, wie ich kann. Marcus: Nee nee, das Ding bei mir ist auch, und darum sind auch Feli und ich in der Kombination so gefährlich, weil wir beide uns ziemlich für irgendwas Neues begeistern lassen und dann da irgendwie voll reinsteppen und nichts anderes mehr kennen. So war es dann einmal, als ich in diese Pumpen Bodybuilding Szene da reingekommen bin und dann, wo ich dann das Ziel hatte, ich will abnehmen. Und dann ist es, glaube ich, aber immer wieder wichtig, egal was für Ziele das sind, dass man überhaupt Ziele hat. Jahn: Auf jeden Fall, ja. Das ist auch ein ganz großes Thema, was man bei ganz vielen Leuten immer wieder feststellt, wenn man sich mit denen unterhält, dass sie gar keine so richtig konkreten Ziele haben. Marcus: Meinst Du jetzt im Sportbereich oder allgemein überhaupt so? Jahn: Allgemein. Aber tatsächlich ist es oft so, wenn ich mit Leuten rede, die so Tipps haben wollen zum Thema, “wie werde ich fitter, wie werde ich gesünder, wie kann ich abnehmen?” dass sie einfach die falschen oder überhaupt gar keinen echten Ziele haben. Die sagen halt so “Ja, ich möchte halt irgendwie abnehmen. Was mache ich denn da am besten?” Und das ist halt nicht unbedingt der optimale Ansatz. Marcus: Ja, also cooler wäre es wahrscheinlich, wenn man sagt “Ich will innerhalb von drei Monat so und so aussehen” oder “so und so viel Kilo wiegen” oder “Ich möchte so einen Ärmel haben” oder… irgendwas. Jahn: Genau, da sollte man einfach konkreter sein. Also hier Stichwort: Smarte Ziele. Das macht schon ein Stück weit Sinn, auf jeden Fall. Dann ist tatsächlich der erste Schritt mit den meisten Leuten, dass man sich erstmal hinsetzt und sich überlegt, was möchtest Du eigentlich genau und warum möchtest Du das überhaupt? Und dann hat man schon den ersten Schritt geschafft. Marcus: Mhh, ich glaube, das wird auch oft übersehen, das “Why”. Warum mache ich irgendetwas? Jahn: Auf jeden Fall. Marcus: Und ich denke mal, wenn jeman zu Dir kommt und sagt, er will was ändern, dann wird er ja irgendein Why haben, nur die meisten machen sich darüber keine Gedanken ne? Jahn: Ja und viele haben auch das falsche. Marcus: Mhh, zum Beispiel? Jahn: Zum Beispiel… ähm… das Thema “Bild nach außen” und so. Also ganz oft ist es so, dass die Leute eben abnehmen wollen. Oder Jungs wollen meistens Muskeln aufbauen, weil es den Mädels gefällt. Oder weil sie denken, dass es den Mädels gefällt. Marcus: Mhh genau, ja. Wollte ich auch. Für den Strandbody ne? Jahn: Ob das jetzt das richtige Why ist, ist halt die Frage. Marcus: Ja und wann war der Zeitpunkt dann bei Dir, dass Du gesagt hast “Ich habe jetzt soviel Wissen oder soviele Leute sprechen mich an und gleichzeitig habe ich Bock, etwas eigenes zu starten” oder wie kam es überhaupt zu dem Blog? Wann hast Du fitvolution gestartet und aus welcher Motivation? Jahn: (grinst) Nach der DNX. Im Oktober letztes Jahr war ich auf der DNX und ich habe, als ich eben diese Transformation durchgemacht habe, habe ich mit immer mehr Leuten gesprochen, die alle Tipps wissen wollten und gemeint haben “Hier gerade dieses Fitness, wenn man viel durch die Gegend reist, da gibt es nicht so richtig was und wie mache ich das?” Und habe dann ganz vielen Leuten immer wieder das gleiche erzählt und die so ein bisschen gecoached und dann bin ich irgendwie auf euer Event gestoßen... Marcus: Weißt Du noch worüber? Jahn: Über Ben Paul’s Blog war das. Marcus: Okay mhh. Jahn: Und war dann da und war total geflasht von dem Spirit und was die ganzen Leute da so erzählt haben und da dachte ich, das wäre doch eine geile Möglichkeit eigentlich auf der Basis eben nen Blog zu starten. Also nen Blog hatte ich vorher überhaupt noch gar nicht gedacht. Wobei es eigentlich ganz lustig ist, weil wenn man mich fragen würde “Was sind eigentlich so Deine zwei größten Leidenschaften?” dann würde ich wahrscheinlich sagen: Sport und schreiben. Und das passt halt so wie Arsch auf Eimer, dachte ich mir. Warum nicht über Sport schreiben? Und da habe ich jetzt riesen Spaß dran, die Seite aufzuziehen und so zu gucken, wie die Lesezahlen jeden Monat mehr werden. Marcus: Cool. Wie hat sich das bei Dir entwickelt? Jahn: Ja so anfangs ist nicht so viel passiert und inzwischen sind wir jetzt den dritten oder vierten Monat über 5.000. Also jetzt im August sind wir schon bei etwa 7.000 Uniques. Das finde ich eigentlich schon ganz cool. Marcus: Ja, das ist super cool. Also es ist ja noch nicht einmal ein Jahr her und ich glaube, Du weißt das, weil Du ja auch auf der DNX gewesen bist, dass so etwas lange dauert und hast dementsprechend dann hoffentlich auch das Durchhaltevermögen gehabt. Also klar, am Anfang ist es total scheiße. Weil dann denkst Du, es passiert nichts. Ich schreibe mir hier die Finger wund und arbeite und tue und mache, aber irgendwann kommt, glaube ich, so der Point… irgendwie so ein Tipping Point, wo dann so das eine das andere wieder ergibt und so ein kleiner Domino-Effekt passiert. Hast Du das auch feststellen können bei Dir auf dem Blog? Jahn: Ja, auf jeden Fall. Also, es geht primär darum dran zu bleiben und immer weiter zu lernen und sich nicht einfach in eine Richtung dann festzubeißen, sondern immer zu sagen “Okay, das funktioniert. Jetzt mache ich das weiter und versuche aber noch etwas neues dazuzumachen, was dann vielleicht nochmal ne Verbesserung bring.” Also ich habe wirklich total blauäugig das Ding gestartet. Habe mir den Kurs direkt nach der DNX geholt von Conni und Sebastian und habe mir dann noch zwei Bücher reingezogen zu dem Thema und habe dann den Blog komplett selbst aufgezogen. Habe dann noch HTML und CSS gelernt. Marcus: Boah cool! Jahn: Total bekloppt eigentlich, aber da bin ich auch so ein bisschen wie Du, glaube ich. Wenn ich mir so eine Idee in den Kopf gesetzt habe, dann renne ich da einfach in die Richtung. Marcus: Okay und Du bist wahrscheinlich dann auch so wie ich, so ein bisschen perfektionistisch, ne? Jahn: Ähm, ehrlicherweise ist das eher der Part von meinem Geschäftspartner. Also ich mache das ja zusammen mit Dustin. Der ist Physiotherapeut. Also Dustin ist einfach ein Kumpel von mir, den ich vor ein paar Jahren mal kennengelernt habe und als ich die Idee hatte, dachte ich, geh mal auf ihn zu, um da einfach so ein bisschen Expertise reinzubringen und auch so ein bisschen ne ruhige Stimme. Weil ich mir dachte, zum einen macht es mehr Sinn zu zweit zu starten, weil man halt sich gegenseitig so ein bisschen hilft, dranzubleiben. Dann bringt er eben noch die Expertise mit rein und er ist eher der perfektionistische Typ. Manchmal für meinen Geschmack ein bisschen zu perfektionistisch. Marcus: Ja, das ist nicht immer cool. Man steht sich ja auch oft selber im Weg. Jahn: Ja, ich habe ja auch die Steve Jobs Biografie gelesen und so. Ich bin dann tendenziell auch eher möglichst früh raus mit was auch immer man hat. Aber manchmal macht’s halt auch Sinn und dann muss man sich irgendwo in der Mitte finden und ich glaube, das ist dann auch irgendwo die beste Lösung. Marcus: Mhh, das heißt, Dustin war schon von Anfang an mit im Boot bei fitvolution? Jahn: Ja, also es war tatsächlich… Ich hatte diese Idee, als ich… tatsächlich hatte ich schon so ein bisschen die Idee als ich zur DNX hingefahren bin und die hat sich dann auf der Konferenz eben konkretisiert und ich bin dann zu Dustin hin und habe ihm erzählt, was ich gerne machen würde. Und er hat dann gemeint “Boah, ist ja voll die geile Idee und hast Du da und daran schonmal gedacht? Und das und das vielleicht noch zu machen”. Und dann habe ich gesagt “Hey, das ist auch ne coole Idee. Und… warum machen wir das nicht zusammen?” Und dann haben wir das gemeinsam aufgezogen. Marcus: Saucool. Und wer ist eure Zielgruppe? Jahn: Also, unsere Zielgruppe sind im Prinzip Menschen, so ein bisschen wie ich. Also Leute die eben viel um die Ohren haben und auch viel unterwegs sind. Das heißt, gerade so digitale Nomaden ist sicherlich auch ein Teil unserer Zielgruppe. Tendenziell haben wir uns aber eher so in der Richtung Business People ausgerichtet. Sprich Manager und Consultants etc., weil das eben auch die sind, die wir als erstes direkt angesprochen haben. Aber vor allem haben wir einfach den Fokus der Ortsunabhängigkeit. Das ist uns sehr wichtig. Dass man die Konzepte, die wir erarbeiten überall machen kann und mit möglichst geringem Zeitaufwand auch. Weil Zeit ist das wertvollste Gut, was wir haben. Marcus: Ja absolut. Und gerade in diesem Businessbereich habt ihr beide oder Du nicht zuletzt dann auch die Reputation, dass man sagen kann “Ey der Typ hat echt viel um die Ohren und kriegt’s trotzdem hin noch neben dem Blog auch noch selber soviel Sport zu machen. Also dem glaube ich das, was er da schreibt” ne? Jahn: Genau, das macht die Sache natürlich sehr authentisch, deswegen. Und so ist die Idee ja auch entstanden, weil einfach Leute aus meinem Umfeld gesagt haben, “Da gibt es eigentlich noch nichts und Du hast das voll drauf” Dann habe ich halt gesagt, ich mache das mal. Marcus: Okay cool und Du hast die Entscheidung nicht bereut, sondern Du bist jetzt voll dabei und das ist absolut Dein Ding? Jahn: Ja, das ist großartig. Es ist auch, wie Du es auch immer wieder sagst, wenn ich etwas für fitvolution mache, dann nehme ich das gar nicht so als Arbeit wahr. Meine Freundin… wenn ich dann irgendwie bis spät nachts, weil ich ja ziemlich lange am Arbeiten bin und dann eben nachts das meistens noch machen muss, am Computer sitze und sie eigentlich schon schlafen möchte oder irgendetwas anderes. Marcus: Ja, das kenne ich noch von ganz früher, als ich nebenbei meinen ersten Blog aufgebaut habe und Feli dann auf der Couch gewartet hat oder so, bis ich dann endlich mal fertig bin, das war nicht optimal. Von daher, vielleicht kannst Du ja in irgendeiner Form Deine Freundin auch mal begeistern oder mit einbinden oder dass sie ein eigenes Projekt hochzieht. Jahn: Da bin ich tatsächlich schon dran, das sollte ich jetzt vielleicht nicht so laut sagen. Marcus: (lacht)  Sie sitzt gerade hinter Dir ne? Sonst bring sie einfach mal mit auf die nächste DNX. Jahn: Das habe ich fest vor, ja. Oh, jetzt guckt sie ganz skeptisch. (beide lachen) Marcus: Ja, weil zu zweit oder auch mit dem Partner, das kann auch richtig viel Spaß machen. Also ich erfahre das ja selber und Du hast ja jetzt schon einen Partner, von daher ist es schonmal ganz cool, dass Du das ganze nicht alleine angehst. Weil das ist, glaube ich, so wichtig, gerade wenn man dann die ersten Hürden hat und die ersten Challenges und ah…. ich weiß nicht, wie oft ich, wenn ich alleine gewesen wäre, wahrscheinlich den Gedanken gehabt hätte “nee, das bringt ja alles nichts, ich höre jetzt auf und schmeiße hin und gehe wieder zur Arbeit”. Jahn: Das dachte ich mir auch schon, ja. Mehrfach dachte ich das schon. Wenn ich jetzt allein gewesen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich hingeschmissen. Also, den Moment hatte ich schon zwei, drei Mal. Vor allem, wenn man dann tatsächlich irgendwie drei Monate den Blog schreibt und dann lesen so nen Artikel nicht mal 20 Leute, obwohl man all seinen Freundin Bescheid gesagt hat, dass ein neuer Artikel erschienen ist. (beide lachen) Marcus: Gut, aber mittlerweile seid ihr ja wirklich an einem Punkt, wo ihr ein paar tausend Leser pro Monat habt, ne? Jahn: Genau, mittlerweile läuft das ganz gut. Das liegt unter anderem auch daran, dass wir eben so das ein oder andere Social Media Netzwerk für uns entdeckt haben und so ein bisschen SEO jetzt machen, was wir am Anfang eben überhaupt nicht kannten. Also man wächst da halt auch so ein bisschen rein. Marcus: Ja genau und ich glaube, nur so geht´s. Also wie Du es gemacht hast, einfach erstmal ins kalte Wasser springen, loslaufen, alles mal ausprobieren und alle Plugins installieren, deinstallieren, in irgendwelchen Netzwerken anmelden, wieder abmelden, gucken welche Buttons funktionieren und welche nicht. Genauso haben wir es auch bei Travelicia gemacht. Jahn: Du musst Dich ja nicht wieder abmelden, Du musst die Profile am besten stehen lassen, da ist ja meistens ja noch ein mehr oder weniger sinnvoller Backlink drin. Marcus: Stimmt, stimmt und welches Netzwerk habt ihr für euch jetzt entdeckt, wo Du sagst, das funktioniert besonders gut und bringt euch Traffic? Jahn: Der meiste Traffic kommt logischerweise über Facebook, aber was jetzt vielleicht nicht so viele Leute auf dem Schirm haben ist Stumble Upon. Marcus: Ähm ja, das habe ich jetzt auch nicht auf´m Schirm. Jahn: Das ist tatsächlich mein… eigentlich ist es sehr verbreitet im englischsprachigen Raum, aber das wird auch in Deutschland immer größer und ich habe mir auch den Besucherstrom mal angeguckt, den wir über dieses Netzwerk kriegen und da sind auch 80% tatsächlich aus Deutschland und die suchen eben gerade wohl im Fitness- und Lifestylebereich ganz gerne nach Dingen, die da einfach sind und da kriegen wir schon ein paar hundert Uniques jeden Monat rein jetzt. Marcus: Cool, vielleicht erklärst Du mal kurz, was das ist. Weil ich hab das zwar schonmal gehört, aber... Jahn: Bei Stumble Upon da stumbled man quasi durch Websites oder genau… die kann man da publishen. Sprich, Du postet da nen Link zu nem Blogartikel rein und der landet bei denen dann in diesem Zufallsgenerator und dann, wenn sich da jemand einloggt und der gibt dann Interessen an und dann habe ich da zum Beispiel im Sport- und Fitnessbereich einen Artikel von mir gepostet und der hat eben bei Interesse Sport- und Fitnessbereich und stumbled da so ein bisschen, dann bekommt er immer die Seite angezeigt und kann dann Daumen hoch und Daumen runter machen. Und dann gibt es, je nach dem wie viele Daumen Du nach oben hast, wird natürlich logischerweise dann der Artikel öfter angezeigt. Marcus: Cool, also so ein Trafficverteiler, ein Aggregator. Jahn: Genau, also das ist ein ganz cooles Ding. Ich hatte am Anfang auch gedacht, mhh, ob das was ist. Aber ich wollte einfach mal alles ausprobieren und wir haben uns jetzt gegen Instagram entschieden, weil das für uns irgendwie nicht so gut funktioniert hat und wir ja auch nicht so die Fotografen sind, ehrlicherweise. Aber mal gucken, ob das vielleicht noch dazukommt. Man muss sich halt auch immer so ein bisschen fokussieren, was bringt uns am meisten mit möglichst geringem Aufwand, weil wir ja auch beide noch berufstätig sind. Weil wenn Du sagst, wir sind ins kalte Wasser gesprungen… es ist ja bei uns schon eher so, dass wir da das eben nebenberuflich aufbauen. Nicht wie viele andere, die gesagt haben “So, jetzt alles oder nichts”. Marcus: Ja ich finde, das ist auf jeden Fall eine smarte Variante. Ich habe ja auch meine ersten Blogs neben meinem Angestellten- normalem Job gestartet, um erste Erfahrungen zu sammeln, weil mir auch die Sicherheit wichtiger war. Einen festen Job zu haben und genug Geld zu verdienen. Jahn: Genau, das müsste ja eigentlich der deutsche Start ins digitale Nomadenleben eher sein. Marcus: Ja absolut. Das heißt, Du arbeitest im Moment aber noch Full Time für die Unternehmensberatung und machst das alles nur in Deiner Freizeit? Jahn: Genau. Marcus: Und der Plan ist? Jahn: Ja so mein Traum wäre es natürlich schon, dass ich irgendwann sagen kann, hier fitvolution ist jetzt so dick... Also ich habe ehrlicherweise noch zwei kleinere Projekte, die da noch nebenher laufen. Dass ich dann davon ortsunabhängig leben kann und da arbeite ich drauf hin. Ich weiß noch nicht genau, wann das jetzt der Fall sein wird. Und bislang haben wir so zwei, drei Leitanläufe schon gemacht. Sprich ich war dann jeweils so einen Monat unterwegs und für nächstes Jahr haben wir da mal nen dreimonats Exit Light geplant. Und da einfach mal sehen, wie es läuft. Marcus: Ja, finde ich genau richtig die Herangehensweise. Und nicht Vollrisiko und All-In zu gehen. Das meinte ich eben auch nicht mit ins kalte Wasser springen. Sondern eher, einfach mal den Blog live gehen lassen und gucken, was da passiert und dann die verschiedensten Sachen auszuprobieren. Jahn: Ja auf jeden Fall. Also, die beste Idee bringt da nichts, wenn man sie nicht umsetzt und eine mittelmäßige Idee ist bei einer guten Umsetzung immernoch deutlich besser, als die beste Idee, die eben nie umgesetzt wird. Marcus: Mhh, das heißt, Du glaubst, Du hast genau zum richtigen Zeitpunkt gestartet und bist jetzt irgendwie nicht der Meinung “Ich hätte das noch viel früher machen müssen” oder zu einem anderen Zeitpunkt wäre es noch besser gewesen? Jahn: Also, ganz ehrlich? Wenn ich schon zu Studienzeiten die Idee gehabt hätte, dass ich so was machen könnte, dann wäre das vielleicht alles anders gelaufen. Aber prinzipiell bin ich jetzt wirklich froh, dass ich jetzt so den Weg gegangen bin, weil… also gerade als Unternehmensberater, da lernt man Unternehmen einfach auf so eine Art kennen und man lernt eben, wie Businesses laufen. Und wie so Projektmanagement und so was funktioniert, in einem ganz anderen Kontext. Und man interagiert gleich schon mit Leuten auf sehr hohen Ebenen, sage ich mal. Also ganz oft auf der Top Manager- und Vorstandsebene auch teilweise unterwegs. Und das ist schon eine coole Erfahrung und man kann ja die Dinge auch im Nachhinein nicht ändern. Also hätte, wäre, wenn bringt ja auch nichts einfach. Marcus: Nee, auf keinen Fall. Aber es gibt halt ein paar Leute die sagen “Boah Scheiße, ich habe viel zu lang rumkonzeptioniert und bin nie live gegangen”. Das war ja eher nicht der Fall. Jahn: Nee, also ich würde sagen, als ich die Idee hatte, bin ich dran und wie gesagt, Dustin hat mich da immernoch ein bisschen gebremst mit dem Livegehen. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann wäre es schon etwas früher passiert, aber wir haben uns dann irgendwann halt ein Datum gesetzt und zu dem sind wir dann live gegangen, so wie wir dann waren und das war schon ziemlich gut, denke ich mal. Da musste man sich nicht besonders für schämen und wie gesagt, da war ja auch der Traffic noch nicht so hoch. Deswegen kann ich jedem nur raten: Bring das Ding live und die Besucher, die nicht Deine Freunde und Verwandten und Bekannten sind, die kommen sowieso erst, wenn Du die ersten Macken rausgebügelt hast. Marcus: Mhh, das ist glaube ich, ganz normal. Gerade auch unter Google-Aspekten, wo es dann darum geht, wie lange ist die Webseite schon sichtbar und im Netz, ist es eigentlich um so besser, das Ding irgendwann live gehen zu lassen, weil Du nur dadurch den Trust auch von Google gewinnst. Was jetzt nur einer von vielen Rankingsignalen ist, aber wenn man zu lange wartet, dann ist die Seite auch zu neu. Jahn: Genau, und dann bis man dann mal ins Ranking kommt. Wenn die Seite dann schon zwei, drei Jahre drin steht, dann rankt zu so nem Keyword natürlich auch gleich viel schneller. Und vor allem ist es auch so, man kann dann die Sachen nicht wirklich proben. Natürlich kann man sich auf dem Rechner so ne Dummieseite anlegen, die dann irgendwie hier mit Xampp oder so auf so einem virtuellen Server gelegt und da rumschrauben und lernen, wie man so ne Seite aufbaut. Aber wie die Leute wirklich drauf reagieren und wieviel von so nem Text, den Du geschrieben hast, die lesen, das siehst Du ja erste, wenn Du wirklich die Webseite eben live hast. Marcus: Absolut, aber komischerweise stehen gerade, glaube ich, die Deutschen - ich war da genauso - sich da selber im Weg und versuchen oftmals so das perfekte Produkt am Reisbrett zu kreieren, vielleicht vorher noch viele Ressourcen zu verbrennen und vielleicht noch Geld und Zeit darein zu stecken, bevor man denkt “Boah, jetzt kann ich´s der Welt zeigen” und dann interessiert sich keine Sau dafür. Jahn: Absolut, ja. Marcus: Ich glaube, da haben die Amis uns einiges voraus. Und wer das halt perfektioniert hat, damals mit dem Windows Betriebssystem war, glaube ich, Microsoft. Die haben das Ding dann irgendwann live gehen lassen und ich weiß nicht, wie viele Sicherheit Patches und Updates ich da alle zwei Tage wieder reinschieben musste, bis die dann endlich eine einigermaßen stabile Vollversion hatten und dann gab es schon wieder eine neue Version. Jahn: Ich habe gerade nur die Hälfte verstanden Marcus, von dem was Du gesagt hast. Marcus: Ah okay, äh ich sag´s nochmal: Also eigentlich … verstehst Du mich jetzt besser? Jahn: Ja, jetzt verstehe ich Dich wieder, aber Du warst gerade… war die Verbindung weg. Marcus: Okay, cool. Ich sagte gerade, perfektioniert haben es eigentlich die Amis und gerade dann Microsoft, die ne völlig unfertige Windows-Version auf den Markt geschmissen haben und dann alle zwei Tage ihre Sicherheitsupdates und Patches hinterhergeschoben haben. Jahn: Das ist eigentlich der Extremansatz ja. Ganz so unfertige Produkte möchte ich dann doch nicht rausgeben. (lacht) aber ja, wer hat das noch gleich gesagt? Wenn Dein erster Launch nichts ist, wofür Du Dich schämen musst, dann hast Du zu lange gewartet? Marcus: Mhh ja, der LinkedIn-Gründer. Ich komme gerade auch nicht auf den Namen, aber da hat er auf jeden Fall recht. Jahn: Auf jeden Fall ein klasse Zitat! Marcus: Ja absolut! When you´re not embarrased from your first Version, you´re too late. Oder irgendwie so was ne? Jahn: Genau, und dann ist es ja auch immer so, dass man bei seinem ersten Launch … den musste man ja auch nicht in den großen Ventilator werfen, sondern man kann da ja auch sich eben ne kleine Gruppe aussuchen. So Beta-Tests und so. Das ist ja super. Da sind die Leute auch dankbar für, wenn sie dann ausgewählt werden als exklusive Betatester. Du hast eben gleich Leute, die Dein Produkt testen und dann kannst Du die Macken rausbügeln und musst Dir nicht überlegen, was könnten die Leute besser finden. Sondern Du siehst eben wirklich, was die Leute besser finden, was Du dann verbessern kannst. Marcus: Ja, gibt es um fitvolution den Blog selber noch Produkte, die ihr erstellt und anbietet, baut oder habt ihr da eine Strategie? Jahn: Genau, also wir haben unsere vier Elemente. Und wir arbeiten da auch momentan an digitalen Produkten. Unser Ziel ist, dass wir da ein Kurs-System anbieten und jetzt Schrauben wir aber aktuell an den Ebooks-Zeilen. Vier Sück insgesamt. Ich schreibe gerade an einem zum Thema Motivation und Dustin schreibt gerade an eine Ebook zum Thema Schmerzprävention und -linderung. Da wollen wir dann unsere fitvolution Framework drauf aufbauen und in Zukunft soll es dann eben auch einen Online Kurs geben, der dann darauf aufbaut quasi. Marcus: Cool! Gibt es bei euch auch Trainingspläne oder individuelle Coachings? Jahn: Das gibt´s tatsächlich. Die Coachings, die haben wir jetzt nicht offiziell auf der Webseite ausgeschrieben, aber ab und zu mal kontaktiert uns jemand per E-Mail oder über Bekannte von Bekannten und dann machen wir sowohl Coaching, als auch Dustin macht viel Personal Training. Eben sowohl live in Persona als auch über Skype. Aber, wie gesagt, langfristig wollen wir tatsächlich das so ein bisschen automatisieren, dass wir nicht mehr da eben…. also, dass der Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Ertrag so ein bisschen sich löst voneinander. Marcus: Cool, wie hältst Du Dich jetzt aktuell fit? Jahn: Also aktuell mache ich unheimlich viel Bodyweight Training und habe auch mein TRX immer dabei. Auch jetzt auf unserer Ostseeumrundung musste meine Freundin auch mit mir dann mit dem TRX trainieren. Sie ist eigentlich ne Fitnessstudio-Anhängerin, eine überzeugte. Marcus: Kurse oder Geräte? Jahn: Sowohl als auch. Sie ist auch Kurstrainerin. Aber, da wir eben viel unterwegs jetzt waren und nicht immer ein Fitnessstudio in der Nähe ist… also wir waren auch zwei Mal in nem Fitnessstudio, sind da ganz spontan hingefahren und haben gefragt “Wie sieht´s aus? Habt ihr eigentlich Day-Passes?” und da geht dann auch meistens was. Aber wir haben auch mit TRX und mit Bodyweight Übungen trainiert und an richtig geilen Spots so. Also ich schicke Dir da auch gerne mal ein cooles Bild. Da muss ich mal eins rauskramen. Marcus: Gerne. Jahn: Ich denke, dass lässt sich da auch irgendwie für benutzen, dann so wirklich richtig schon morgens am Strand aufwachen und erstmal im Workout mit dem TRX oder irgendwie mal schnell ein Tabata-Workout auf dem Steg oder so. Da haben wir echt ein paar coole Sachen gemacht und es geht halt. Das ist halt die Message. Marcus: Es funktioniert, oder? Egal von wo. Jahn: Genau, egal von wo. Also ich würde sagen, ich bin jetzt deutlich fitter, als zu irgendwelchen Zeiten, in denen ich fünf, sechs, sieben Mal ins Fitnessstudio gerannt bin. Ich investiere deutlich weniger Zeit in mein Training und ich gehe nur noch selten ins Gym. Marcus: Da warst Du wahrscheinlich auch übertrainiert oder? Jahn: Das ist durchaus auch möglich, ja. Und ich hatte auch ein anderes Zielbild, ein anderes Ideal. Mir ging es eben primär darum, Muskeln drauf zu packen und jetzt verfolge ich da ein anderes Ziel. Ich sage immer ganz gerne, ich möchte in der Lage sein, an einem Tag einen Marathon in unter vier Stunden zu laufen und am nächsten Tag trotzdem noch 120 kg Bank zu drücken. Momentan bekomme ich´s hin und das ist so der Fitnesszustand, den ich mir erhalten möchte. Marcus: Ja. Jahn: Nicht mehr so einseitig, wie früher. Marcus: Ja, das heißt, Du hast jetzt auch keine bestimmte Trainingsform, die Du empfehlen würdest, sondern Du würdest sagen, das muss jeder individuell für sich entscheiden, was da am ehesten in Frage kommt? Jahn: Auf jeden Fall. Also, es kommt ja immer auf Dein Ziel an. Aber auch wenn jetzt viele sagen, wenn Du Muskelmasse aufbauen möchtest, dann geht das nur im Fitnessstudio… Ich habe tatsächlich in meiner letzten Massephase fast ausschließlich mit dem TRX und Thera Bändern trainiert und auch innerhalb von vier, fünf Monaten bestimmt 6 kg Muskelmasse draufgepackt. Da gelten ein bisschen andere Regeln, weil es bei mir im Prinzip Regains waren und die Muskelmasse war auch schonmal da. Aber dennoch ist es so, dass man auch ohne ins Fitnessstudio zu gehen und ohne jetzt irgendwie ständig schwere Hanteln zu bewegen auch Muskeln aufbauen kann effektiv. Marcus: Absolut mhh. Jahn: Da habe ich auch einige Blogartikel geschrieben in den letzten zwei, drei Monaten. Marcus: Das ist cool. Das war nämlich eine meiner größten Sorgen, ehrlich gesagt, als wir in diesen Lifestyle gestartet sind und dann ortsunabhängig gearbeitet haben und viel unterwegs waren. Da dachte ich so “Boah Scheiße ey, irgendwie… wo ist mein Gym? Ich hab Bock zu pumpen und kann hier nicht trainieren” und habe dann auch angefangen Blogs zu lesen oder wie das dann vielleicht Knastinsassen machen, mit viel funktionalem Training und Push-Ups und habe mich dann erstmal dran orientiert und die erste Maßnahme war, als ich dann wieder zurück war, mir so ein TRX-Band zu holen. Das macht den Körper total athletisch irgendwie, ne? Jahn: Auf jeden Fall, ich finde auch, dass sich meine Figur zum positiven entwickelt hat. Und wie gesagt, ich gehe auch viel Laufen inzwischen. Also ich habe so ein bisschen diese Hindernisläufe auch für mich entdeckt im letzten Jahr jetzt und bin dreimal den Tough Mudder gelaufen, war beim Spartan Race dabei und solche Dinge. Ich bin jetzt eben zwei Wochen beim Serengeti Park Laufen, in der Nähe von Hannover, dabei. Marcus: Und die Läufe sind cool? Jahn: Ja, also mir macht es super viel Spaß. Das sind so Hindernisläufe, also nicht klassisch geradeaus rennen. Also das habe ich auch mal gemacht, wie gesagt Marathon musste ich laufen. Der stand auf meiner Bucket List. Marcus: Wie lange hast Du gebraucht? Jahn: Ähm, knapp über vier Stunden. Marcus: Ah cool, ist doch ne geile Zeit. Hammer. Jahn: Und solche Hindernisläufe, das ist einfach ne ganz andere Herausforderung. Ich sage auch immer, so einen Tough Mudder sollte man mindestens einmal mitgemacht haben. Einfach, dass man das mal erlebt hat. Marcus: Meinst Du denn, jeder packt das? Jahn: Ich glaube, jeder packt das. Also wenn man sich da ausreichend drauf vorbereitet und das braucht weniger Vorbereitungszeit, als man jetzt denkt, und wenn Du so 10 km so durchgehend laufen kannst, ohne dass Du das Gefühl hast, Du kippst gleich um und machst noch ein paar Übungen für die Vorbereitung - habe ich tatsächlich auch einen Blogartikel darüber geschrieben, wie man sich in kürzester Zeit für so nen Tough Mudder fit machen kann - dann schafft das jeder. Vor allem macht man das im Team und dann ist es noch einmal ein ganz anderes Thema. Weil da geht es nicht um die Zeit, da wird keine Zeit gemessen, sonst geht es allen Leuten darum durchzukommen. Und da ist so ein Spirit dann auch dabei. Jeder hilft sich gegenseitig und wir haben Leuten über Hindernisse geholfen, die habe ich noch nie vorher in meinem Leben getroffen. Man lag dann Arm in Arm im Ziel und hat sich zusammen gefreut und gefeiert, dass man es geschafft hat. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Marcus: Geil! Steht auf jeden Fall auch noch auf meiner Bucket List. Jahn: Wir können gerne mal zusammen laufen, wenn wir da einen Termin finden. Marcus: Ja gerne! Wenn ich dann in Berlin bin oder in Deutschland, dann komme ich da gerne angereist und mache einen mit, wenn das so ist, wie Du sagst, dass es nicht zu viel Vorbereitung erfordert, weil ich nicht so der größte Lauffan bin. Also ich baue es immer mal wieder ein und dann bleibe ich aber nicht dabei, weil ich denke so, andere Sachen machen mir mehr Spaß. Jahn: Ja, da können wir dann ja mal quatschen. Ich stelle Dir dann mal so ein kleines Vorbereitungs-Workout zusammen und dann kriegen wir es schon hin. Marcus: Mhh cool. Und wie ist das, wenn jemand jetzt sagt “Boah, da hätte ich mal Bock drauf, aber der Jahn hat jetzt gesagt, da kann man nur im Team antreten”. Gibt es da auch zusammengewürfelte Teams, wenn Du als Alleinstreiter da irgendwie aufschlägst? Jahn: Also tatsächlich ist das überhaupt gar kein Thema. Ich habe das in Nordrhein Westfalen ausprobiert. Da bin ich tatsächlich ohne Team hingefahren, ganz alleine. Und trotzdem… also es ist wie ein großes Team, sage ich mal. Man trifft dann Leute und selbst wenn man die Leute, wie gesagt, noch nie vorher gesehen hat, helfen die sich gegenseitig und entweder hängt man sich dann irgendwo dran und läuft dann mit einer Gruppe durch oder man ist da so ein bisschen random unterwegs und an jedem Hindernis findet sich dann schon jemand. Und man hilft dann den anderen und dann helfen einem die anderen auch. Das geht absolut. Man findet auch ganz viele neuen Freunde. Also das ist ne coole Sache. Marcus: Geil. Also das hört man irgendwie jetzt gerade schon an Deinen Erzählungen, dass da wohl so ein echt einmaliger Spirit und Vibe und Kameradschaft herrscht ne? Jahn: Ja total, das auf jeden Fall. Marcus: Und wie lange braucht man so beispielsweise für den Tough Mudder, bis man da durch ist? Jahn: Ja so… wir haben so zwischen zwei und zweieinhalb Stunden gebraucht, aber da gibt es, wie gesagt, keine Zeitvorgabe und man kann sich da auch Zeit lassen. Und je nach dem wann man startet, kann es auch sein, dass man lange anstehen muss an den Hindernissen und dann kann man schon drei Stunden brauchen. Man hat auch immer die Pausen, wenn man dann mal an so einem Hindernis warten muss und von daher ist das eigentlich echt kein Problem. Wie gesagt, wenn man so ein bisschen Vorbereitung macht, was so Hangeln und Zugübungen für den Oberkörper angeht, Liegestütze und eben, wie gesagt, dann durchgehend in einem guten Tempo 10 km laufen kann, dann ist das recht unproblematisch. Das ist wirklich nur eine Kopfsache dann. Marcus: Mhh okay cool. Und wofür die Liegestütze? Jahn: Also man muss oft unter Hindernissen durchkrabbeln zum Beispiel. Und dann ist es ganz gut. Oder man muss sich auch wo hochziehen und hochdrücken. Also, das wäre ja so das typische Muscle Up Training. Aber das werden wohl tatsächlich die wenigsten Leute aus dem Stehgreif schaffen. Deshalb ein gutes Oberkörpertraining mit einbauen, braucht man aber nicht so viel. Marcus: Okay, aber das geht auch alles funktional ohne Hanteln und Stangen ne? Jahn: Das geht absolut funktional. Also, wir haben auch tatsächlich auf unserem Blog zwei Bodybuilding Trainingspläne, die man sich kostenlos runterladen kann, unabhängig von irgendwelchen Coaching Programmen etc. Und wenn man… der eine ist für Anfänger, der andere für Fortgeschrittene und ehrlicherweise, wenn man den Anfängerplan in Kombination mit einem ein- bis zweiwöchigen Lauftraining für drei Monate kombiniert, dann sollte man in den allermeisten Fällen schon absolut fit genug sein, um so nen Tough Mudder mitzulaufen. Marcus: Cool! Das klingt gut. Ja, lass uns das auf jeden Fall im Auge behalten, wann der nächste ist und Ping mich einfach mal an und schreib mir, wann der Termin ist. Ich bin ja jetzt Mitte September wieder zurück in Deutschland - ich glaube für acht Wochen oder sechs Wochen oder so. Und ansonsten 2016. Jahn: Bis 2016 kriegen wir Dich dann auf jeden Fall fit. (Beide lachen) Marcus: Ja, ich habe da auf jeden Fall Bock drauf und dann starten wir alle im Team fitvolution würde ich sagen. Jahn: Coole Sache, ja. Marcus: Okay mein lieber Jahn, das hat sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr informativ und interessant. Ich denke mal auch für alle Hörer. Hast Du noch den ultimativen Tipp für Leute, die sagen “Boah fuck ey jetzt, diesen Sommer habe ich es nicht geschafft. Ich hätte auch gerne mal so einen Waschbrett oder ne richtig geile Strandfigur” Was würdest Du denen demjenigen empfehlen, wann soll der anfangen und womit soll der anfangen. Jahn: Ja, lest meinen Blog auf jeden Fall! (Beide lachen) Und ansonsten ist es ganz viel eine Entscheidungssache einfach. Man muss sich die richtigen Ziele setzen und dann nach dem Weg dahin suchen. Und wenn man sich dann noch die richtigen Leute sucht, wie gesagt, über so eine Community oder so einen Blog, den man dann abonniert. Das muss jetzt nicht unbedingt unserer sein, es gibt da ja auch andere gute Blogs da draußen und sich da einfach regelmäßig da Motivation abholen, sich Mitstreiter suchen, dann bekommt man das auch hin. Es ist immer schwierig, wenn man kein konkretes Ziel hat und nicht so richtig sein Warum kennt und dann auch niemanden hat, der einen auf dem Weg unterstützt. Deshalb soll man sich da immer zu aller erst mit auseinandersetzen und dann läuft das schon. Marcus: Okay, perfekt. Danke nochmal. Jahn: Ja, danke Dir! Marcus: Ja, sehr gerne und wir beide sehen uns ja bald wieder in Berlin! Jahn: Genau, mach´s gut, bis dann, ciao! Marcus:  Mach´s gut, ciao!   Jau, das war auch schon wieder eine weitere Folge von LifeHackz. Ihr findet alle Shownotes und Links zu dieser Folge unter www.lifehackz.de. Dort ist auch ein Button. Schickt mir eine Sprachnachricht. Ihr könnt mir Feedback hinterlassen oder mir auch eine E-Mail über das Kontaktformular schicken oder direkt an marcus@lifehackz.de. Ich freue mich von euch zu hören. Ansonsten hören wir uns wieder zur nächsten Folge. Peace and Out!   [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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  • Mars Dorian ★ eBooks und Zeichnungen vom anderen Stern

    · 00:57:16 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Mars Dorian Hey Leute, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von LifeHackz! Heute mit einem Gast, den ihr alle schonmal gesehen habt. Nicht ihn direkt, aber auf jeden Fall seine Zeichnungen. Mars Dorian hat nämlich das Cover für die LifeHackz-Show entworfen und ja… Mars hat nicht nur Qualitäten im Sketchen und Zeichnen, sondern er ist auch unter die Schreiber gegangen und schreibt jetzt ziemlich krasse, abgefahrene Science Fiction Geschichten, Self-Publishing. Ja, checkt das Interview aus. Viel Spaß! In dieser Folge lernst du: Wie ein Coworking Space dich produktiver machen kann. Wie du eine Karriere findest die zu deinem Lebensstil passt. Wie du Twitter zum netzwerken nutzt. Was du beim veröffentlichen deiner Bücher auf Amazon beachten solltest. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Mars Dorian Scrivener Coach.me [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Mars Dorian (Intro) Marcus: Hey Mars, cool dass Du am Start bist! Mars: Danke, dass Du mich dabei hast Mann. Ich bin hier in meinem Studio eingekächert. Ich habe hier die Gardinen zu, alles zugeschlossen und bin hermetisch abgeriegelt, damit das hier funzt. Marcus: Ja sehr geil. Ich wollte Dich nämlich gerade fragen: Wo bist Du und was machst Du da? Mars: Also ich bin gerade in der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg. Und zwar teile ich mir mit einer Künstlerin einen Studioplatz. Das ist dann da der Hinterhof quasi, in so einem Gewerbegelände und hier sind überall Startups herum und da ist immer viel am rascheln und viel am machen und arbeiten... hier gehe ich halt hin um zu arbeiten. Marcus: Okay, das heißt, Du brauchst auch irgendwie, im das trennen zu können auch in Deinem Kopf, einen eigenen Arbeitsplatz getrennt von Deiner Wohnung - Du bist nicht so der Home-Office Typ? Mars: Ja, ich meine, kann ich auch, aber ich find’s halt geiler, wenn Du wirklich in einer Umgebung bist, wo wirklich - ich sage mal - 99% der Menschen arbeiten. Das hat so eine ganz eigene Energie, wo ich denke “Shit, wenn ich jetzt irgendwie hier rumstehe oder faul bin, dann fühle ich mich schlecht”, verstehst Du? Weil hier alle um mich herum arbeiten. Das gibt mir wirklich Antrieb immer am Ball zu bleiben. Gerade weil ich ja mein eigener Boss bin, muss ich ja ein gewisses Maß an Selbstdisziplin aufbringen. Marcus: Absolut. Also ich kenne es ja von uns beiden selber, von Feli und mir, wenn wir unterwegs sind klappt das immer eine Zeit lang ganz gut, auch von zu Hause zu arbeiten oder gerade, wo wir gerade sind, dann in irgendeinem Airbnb oder so. Aber irgendwann kommt der Punkt so, wo Du dann merkst, Du wirst antriebsloser und brauchst vielleicht mal ne neue Umgebung. Also schön ist, wenn man’s selber merkt, weil meistens schlittert man da so rein, ohne es richtig zu merken. Aber wenn wir dann mal rausgehen und beispielsweise im Coworking Space sind oder so, denken wir so “Shit, warum haben wir das nicht vorher gemacht? Hier ist irgendwie…” wie Du schon sagtest, das färbt auch ab, wenn alle anderen Headsets aufhaben und konzentriert am Rechner arbeiten, dann hast Du kein Bock da der einzige zu sein, der auf Facebook seine Zeit verschwendet oder so, sondern haust dann auch gleichzeitig rein. Mars: Das funktioniert super geil. Ich sag mal ganz kurz: Wo ich in Tokio war… und Tokio ist so eine Stadt, die ist so energisch, die rennen fast. Also die laufen, aber die rennen und Du hast das Gefühl, alles ist in Bewegung, wie so ein endloser Strom von Menschen. Und ich hatte richtig Scham als ich mich mal hingesetzt habe und gegessen habe, weil um mich herum alles was machen. Selbst wenn sie irgendwo herumsitzen, arbeiten sie irgendwie an ihrem Smartphone oder machen sich irgendwelche Notizen und ich dachte “Ach, ich bin hier voll der faule deutsche Sack hier”. (beide lachen) Geht ja gar nicht klar! Marcus: Krass! Tokio steht auf jeden Fall auch noch auf meiner Bucket-List, wo ich unbedingt mal hin will. Also Du sagst es ist cool da? Mars: Also, es ist halt ganz anders als europäische oder westliche Kulturen. Da ist ein ganz anderer Kulturzweig. Die denken anders, die sprechen anders, aber es ist halt in dem Sinne exotisch und ich mag halt japanische Kultur. Ich mag die Popkultur, also Videospiele, Comics, das Essen und all so was. Deswegen hat’s mich dahingezogen. Marcus: Cool! Du selber machst ja auch viel mit Comics und Videospielen, Zeichnungen. War das ein Grund, weswegen Du nach Tokio gegangen bist? Mars: Auf jeden Fall! Ich mach ja jetzt hauptberuflich Illustrationen und die japanische Popkultur hat ja einen Rieseneinfluss. Also ich mache nicht den japanischen Stil mit diesen großen Mangaaugen und so, aber bestimmte Einflüsse hat die Kultur auf mich und das war halt der Hauptgrund, warum ich dahin gegangen bin. Weil ich dachte “Wie kann so ein kleines Land…”, was relativ klein ist im Vergleich zu Amerika oder China oder Europa “...so eine fette Kultur haben und solche Videospiele kreieren, die so kreativ sind und solche Comics und Zeichentrickfilme?”. Das hat mich einfach umgehauen. Und ich wollte dem auf den Grund gehen. Marcus: Mmh, das heißt, Du hast Dich schon immer bewusst irgendwie daran orientiert oder kam das irgendwann unbewusst, dass Du, wenn immer Du irgendetwas gezeichnet hast, ging es so in die Richtung. Und dann hat man so gemerkt, irgendwie ist das so wahrscheinlich das Land, was Dich am meisten beeinflusst? Oder die Kultur dort? Mars: Nee, das lag… als ich noch klein war, habe ich noch hauptsächlich amerikanische und europäische Comics gelesen. Also aus dem europäischen Raum waren es so französische, franco-belgisch nennt sich das. So Spirou, Fantasio und Marsupilami und Asterix und Obelix und die ganzen Klassiker, ne? Dann kamen die Amis mit ihren Superhelden Marvel und DC. Aber dann kam das langsam mit diesen japanischen Einflüssen. Und wo das ganze populär wurde, auch in Berlin… und als ich dann in die Comicshops gegangen bin, war ich halt total fasziniert, weil die völlig anders. Also die waren völlig anders gezeichnet. Die Charaktere waren völlig anders. Es gab keine Superhelden und keine Detektive. Es waren völlig andere Welten und das hat mich so fasziniert, da musste ich mich halt mehr damit beschäftigen. Und dann kam der Einfluss halt. Marcus: Mmh, genau. Und wie kam das dann, dass Du so da reingeschlittert bist in diesen Comic… Manga ist ja nicht in diesem Comic-Style… Gab es da spezielle Kundenwünsche, die gesagt haben “Ey, ich brauche ein neues Cover, das soll genau so und so aussehen? Oder war es eher so, dass Du Dich selber ausgetobt hast und irgendwann gemerkt hast so “Das ist mein Ding! Hier bleibe ich, das mache ich jetzt”? Mars: Ja also als ich noch zur Schule ging, habe ich quasi Videospiele gespielt und dann versucht, das in Comicform umzusetzen ne? Und das war Haupthobby. Das war mit Leidenschaft. Ich habe einfach Comics nach Laune gemalt ne? Und irgendwann habe ich dann für die Jugendzeitung gemalt, hab damit ein bisschen Geld verdient. Und dann hatte jemand das gesehen und hat gesagt “Ey, kannst Du nicht Comic-Strips für ein Magazin machen, so für ne Handwerkszeitung?” Da habe ich gesagt “Ja mach ich, cool”. Dann habe ich auch ein bisschen Geld mit verdient, so 100,00 Euro im Monat. Marcus: Damals noch in der Schule als Schüler? Mars: Genau in der Schule als Jugendlicher. Da war ich - keine Ahnung - 15, 16 oder so. Dann hab ich da ein paar hundert Euro mal extra im Monat in der Tasche gehabt und da dachte ich “Ey, das ist richtig geil”. Und ich bin halt so ein Riesen-Fan, also das wusste ich damals noch nicht, aber im Prinzip, dass Du Dein Business um Deinen Lebensstil herum baust ne? Und ich hatte auch mal damit gespielt, weil ich auch so Filme gemacht habe, Filmregisseur zu werden. Aber das habe ich dann irgendwann aufgegeben, weil ich gemerkt habe, ich bin absolut introvertiert und ich kann nicht mit Menschen jeden Tag arbeiten und früh aufstehen und immer so ein riesen Set um mich herum zu haben ja? Ich will so lange schlafen wie ich will. Ich will rumreisen und ich will nur quasi meinen Computer haben und dann meine Karriere aufbauen. Und weil ich halt Comics gemacht habe, habe ich das versucht halt zu verbinden ne? Also wie kann ich diesen Lebensstil haben und wie kann ich aber trotzdem damit Geld verdienen. Dann ist das halt in diese Illustrationsecke hingekommen. Marcus: Ja, saucool. Und das Internet bietet sich ja dann, gerade auch für Typen wie Dich, die eher introvertiert sind, dann auch mega gut an, dass man sagt “Ich entscheide selbst, wann ich jemanden an mich heranlasse und auf wen ich reagiere”. Mars: Ja also das Internet… Ich hab mal ganz früher am Anfang meines Blogs vor fünf Jahren oder so geschrieben: das Internet ist meine liebste Religion. Ich habe sogar quasi… mich bedankt, wenn ich einen Auftrag hatte so an meinen Mac. So “Danke für den Kunden!” So als ob das so eine Statue… So eine Buddha-Statue wäre. Ich hatte mal richtig krasse Probleme, weil ich nicht studiert hatte und ich wusste halt meinen Weg nicht in der Welt ne? Und mit dem Geld verdienen und kreativ sein hat auch nicht so geklappt. Marcus: Wann war das? Mars: Das war…. also ich bin gleich nach der Schule halt um die Welt gereist für vier Jahre. Bin dann immer zig Monate nach Berlin zurückgekommen und dann wieder rumgereist. Ich war in Japan, Amerika, Mexico und um Australien habe ich auch gelebt und innerhalb Europa. Marcus: Cool! Also immer mit nem Backpack, als Backpacker oder hast Du auch lokal irgendwie gearbeitet? Mars: Also immer unterwegs, aber ich habe immer schon so kreative Services so gemacht mit dem Computer. Aber es war noch keine Karriere. Also ich habe dort als Barkeeper meistens gearbeitet oder in Australien auf’m Feld und solche Jobs halt. Ähm, und dann immernoch so ein bisschen auf’s Internet geschielt, weil ich dachte “Oh Mann”. Ich muss immer, wenn ich in ein neues Land gehe, neue Arbeit suchen. Das ist ja schön, wenn ich mir irgendwie etwas aufbauen könnte, was unabhängig ist. Was, egal ob ich in Thailand bin oder in Australien, dass ich mir so was trotzdem aufbauen kann und das nicht immer von vorne anfangen muss. Und dann kam ich dann aber irgendwann zurück, weil ich dann keinen Bock mehr hatte, nach den ganzen Reisen, und dann war ich 24 glaube ich. Und da hatte ich eine richtig Hardcore-Phase, wo ich echt depressiv war. Da bin ich zu meiner Mutter…. musste ich da zurückziehen, weil ich ganz wenig Geld verdient habe. Und ich hatte ne kleine Ausbildung gehabt in dem Sinne und da war ich echt frustriert. Ich wusste einfach nicht, wie es weitergeht. Wie mache ich jetzt ne Karriere, die zu meinem Lebensstil passt. Und das ging - sage ich mal - eineinhalb Jahre so. Und es waren die dunkelsten Zeiten mit Abstand in meinem ganzen Leben. Und das war so schlimm, ich war sogar mal auf so einer Suizid-Intensivstation, ich glaube das war in Prenzlberg irgendwo. Und das war nur noch Schwarz bei mir. Ich wollte nicht aus meinem Bett rauskommen. Ich dachte, ich hab mein Leben verkackt. Ich habe es verschwendet , anstatt etwas ordentliches zu machen und jetzt weiß ich überhaupt gar nicht, wie es weitergeht ne? Und dann habe ich irgendwann, quasi um das zu bewältigen, habe ich mir so ein Grafik-Tablet geholt und habe das an meinem Computer angeschlossen, einfach damit ich kreativ bleibe. Damit ich noch irgendwie meinen Kopf beibehalte, verstehst Du? Als Bewältigung quasi der Probleme... Marcus: Ja auf jeden Fall! Das ist auch wichtig. Mars: Ja genau. Das war reine Therapie eigentlich. Und da habe ich gedacht “Fuck, das ist so geil”. So mit dem Grafik-Tablet kannst Du alles digital machen, geht sauschnell, musst nicht rumradieren und so. Und da hat mich das so ein bisschen abgelenkt und dann habe ich es halt auf ner Webseite dann gepostet und gebloggt dazu immer. Und dann hat irgendwann mal ein Australier gesagt “Hey, ist richtig cool was Du machst. Kannst Du für mich einen Avatar machen?” Und da habe ich gesagt “Äh… klar”. Und dann hat er noch gefragt “Du bist doch professioneller Illustrator oder?” Und da sagte ich “Ja, ich habe Aufträge aus aller Welt”. (beide lachen) Aber einer war halt aus Amerika und der Antrag von ihm aus Australien und ich war aus Deutschland, also war es ja schon international. Marcus: Auf jeden Fall. Mars: (lacht) So ein bissche so “Fake it until you make it” ne? Und nee… und dann hat der mir irgendwie - keine Ahnung - 150 $ dafür gegeben und da dachte ich, wenn ich das jetzt richtig mache, dann kann ich jetzt meine eigene Karriere daraus machen. Naja und dann habe ich quasi wie ein besessener immer gebloggt über Kreativität und da meine Zeichnungen digital gezeigt... Marcus: Auf Deiner eigenen Domain oder war das noch damals irgendwie so ein Tumblr oder Blogger oder so? Mars: Also ich bin gleich am allerersten Tag sag ich mal zu Wordpress… ist das .org? Marcus: Ja, es gibt irgendwie beides. Das eine sind die Themes und das andere ist so der Hoster ne? Mars: Genau. Ich verwechsle immer… das ist ja die Abkürzung. Aber nee, ich wollte von Anfang an gleich meine eigene Domain haben. Ich habe dann Marsdorian. Weil das Mars war immer mein Spitzname, den ich als… also Marius ist ja der Hauptname, aber Mars habe ich dann immer gehabt und habe dann meinen Namen gleich gemacht mit .com. Hab mich da gleich reingefitzt, weil Leute gesagt haben “Vergiss diese ganzen Free Templates, Du musst Deine eigene Domain haben, dann kannst Du Dein eigenes Business bauen”. Marcus: Und woher hattest Du dieses Wissen zum Beispiel? Mars: Ähm, ich hab… ich hab mal einen Amerikaner getroffen in Berlin, der davon erzählt hat, dass er mit dem Internet Geld verdient. Und das hatte ich damals noch nicht verstanden und der hat mir das gezeigt irgendwie. Der hat so Online Marketing gemacht, also dieser Klassiker. Anderen Leuten… also das Hauptgeld zu verdienen, indem man anderen Leuten erklärt wie man Geld verdient, verstehst Du? Marcus: So Internet Marketer. Mars: Genau, also so Hardcore. Wenn Du so einen Klischeefilm machen würdest, dann würdest Du ihn nehmen. Und der hat es mir gezeigt  und dann bin ich auf amerikanische Internet Marketing Seiten gegangen. Und ich muss sagen, das war ziemlich…. das wusste ich damals noch nicht, aber die waren schon ziemlich… wie soll ich sagen? Es war richtig suspekt, ne? Für mich waren das schon kleine Gauner irgendwie. Die haben dann so pyramidenmäßig solche Schemes gemacht und haben gesagt “Ja, ich sage Dir, wie man da irgendwie für 197 $ für den Kurs, sage ich Dir halt, wie man richtig Geld verdient”. Und dann habe ich herausgefunden, das Business was die da promoten ist wie man Geld verdient, verstehst Du? Marcus: Ja ja, und meistens dann auch ohne Background. Also so den Leuten erklären zu wollen, wie man ein Business aufzieht, aber selber noch nie eins hochgezogen zu haben. Mars: Ja genau! Und dann so Business Consulting von Leuten, die noch nie ein Business aufgebaut haben. Dann ist das Business das Business Consulting. Marcus: Ja. Mars: Und da habe ich gedacht “Ah Mann, aber so was will ich ja irgendwie nicht machen. Da fühle ich mich… das passt nicht zu mir”. Aber ich halt… das Gute daran war, ich habe gelernt “Aha, also man kann Geld online verdienen, was schonmal richtig geil ist”. Und dann bin ich erstmal in diese Szene reingerutscht… Reingerutscht - wie das klingt (lacht) Voller Scham und dann habe ich Internet-Marketing gemacht. Marcus: Ja, also ganz ehrlich: Als ich die ersten Touchpoints so mit dem Internet hatte - jeder stößt ja irgendwann drauf so, sei es über irgendeinen App und dann über Nacht reich werden oder irgendwie Geld im Schlaf verdienen - und dann denkst Du Dir “Scheiße, was ist das denn Cooles?! Mal gucken was da so hintersteckt”. Und dann kriegst Du so ein, zwei, drei Teaser-Videos und wirst mit E-Mails kaputt gebombt und musst dann immer mehr Geld zahlen. Und die meisten raffen dann ziemlich schnell, dass da nicht viel hintersteckt. Aber für den ersten Aha-Moment, um selber zu merken so man kann im Internet wahrscheinlich auch Geld verdienen, war es in dem Fall für mich richtig und in Ordnung. Und glücklicherweise habe ich dann schnell erkannt, wie substanzlos das ist. Mars: Ja, und wie Du schon gesagt hast, das ist ein bisschen so wie beim Hubschrauber, wo Du so Kurskorrektur machst ne? Da gehste mal vom Weg ab und dann “Ah, jetzt muss ich in die Richtung” “Ah nee, jetzt bin ich wieder falsch - muss ich in die Richtung”. Immer so Crash und Burn, wie man das auf Englisch sagt. Und es war aber für mich der Einstieg. Und dann habe ich halt aber trotzdem sehr viel gelernt. So ein bisschen so von Marketing, so ein bisschen mit den Keywords, ähm, wie man interessante Blogartikel schreibt, wie man mit anderen Bloggern in Kontakt gerät und so. Und ich hatte mir dann halt so eine Base aufgebaut von Leuten, die halt hauptsächlich Blogger oder Online Marketer waren oder wirklich in diesem Bereich tätig waren. Aber die Leute wo ich wusste, okay, die hatten auch was drauf und die hatten eigentlich ein anderes Business davor noch... Marcus: Und über welchen Kanal? Mars: Halt Twitter hauptsächlich. Marcus: Okay. Also Twitter hat für Dich in dem Moment richtig gut funktioniert. Mars: Ja also für mich ist nach wie vor Twitter das beste Netzwerking-Tool, was ich überhaupt kenne. Ich habe da richtig so ein bisschen in diese Network Schiene gefahren. Da habe ich mir gedacht “Okay, also jetzt jede Woche will ich zwei, drei coole neue Leute adden und dann will ich irgendwie gucken, ob ich mit denen klarkomme, ob die geile Sachen schreiben, ob ich mich mit denen verbinden kann.” Und hab mir dann wirklich dann so - ich sag mal - systematisch dann so ein Netzwerk aufgebaut und nebenbei halt meinen Blog gemacht, meine ganzen digitalen Zeichnungen gezeigt. Und weil die meisten Leute dann in meinem Netzwerk so technisch versiert waren und so blogger- und marketingtechnisch unterwegs waren, aber keine Ahnung von Zeichnung und Kreativität hatten ne? Wann immer dann irgendwie jemand nen Auftrag braucht der irgendwie “Ey, kannste den Blog für mich designen oder kannst Du ne Slide-Show für mich machen oder so”, dann sind sie irgendwie zu mir gekommen oder haben mich weiter empfohlen. Und so habe ich es mir dann aufgebaut. Marcus: Cool. Also richtig cool! Ähm, ich muss ja sagen, ich bin auch ein großer Fan von Deinen Bildern und deswegen habe ich Dich ja gefragt, ob Du Bock hast, das Cover zu machen hier für die LifeHackz-Show. Also alle Hörer, die jetzt zuhören, werden wahrscheinlich auch schon das Cover gesehen haben, wo ich in Comic-Version drauf bin. Das kommt auch aus Deiner Feder und ja… also das Coole bei Dir ist irgendwie, ich finde, das sieht sehr Unique aus. Man erkennt direkt so Deinen Style, dass man weiß “Ey, das ist Mars Dorian!” Du hast ja auch ein Cover, glaube ich, für Patrick Hundt mal gemacht für ein Ebook oder so... Mars: Ja zwei. Marcus: Ja zwei sogar. Ohne zu wissen so, wer es wirklich gemacht hat, konnte man direkt sehen: das warst Du! Und ich glaube, das ist auch total wichtig in der Online Welt. Sich da irgendwie abzugrenzen und seinen eigenen Style zu verfolgen und weiterzugehen. Mars: Ich denke, das ist so eine Lektion die ich gelernt habe. Du willst Dich ja von der Masse ausgleichen und zeigen…. Marcus: ...unterscheiden ja. Mars: ...unterscheiden genau! Ah manchmal… Weil ich alles auf Englisch mache… Mein Deutsch ist so verkommen, das ist richtig peinlich. Marcus: Ja, aber das ist krass, also das finde ich cool. Bei mir ist es ja genau anders herum. Ich starte die Sachen ja eher auf Deutsch erstmal so. Da fühle ich mich sicherer in meiner native language, wie die DNX Conference oder jetzt auch den LifeHackz Podcast oder alle anderen Sachen, die wir dann irgendwann international skaliert haben, habe ich erstmal im Deutschen getestet. Ja… und um so cooler, dass Du den Mut hattest… oder wahrscheinlich war es für Dich in dem Fall einfacher. Deswegen bist Du den Weg gegangen alles auf Englisch direkt anzuschieben und zu machen. Mars: Ja, ich meine ich war halt immer schon Fan von der englischen Sprache. Und ich wollte halt auch, dass meine erste Seite so einen internationalen Flair hat. Ich mag es einfach auch auf englisch zu bloggen. Ich habe aber auch gehört von Illustrator-Freunden dann, dass sie gesagt haben, dass die Hauptaufträge meistens dann aus der westlichen Welt aus Amerika oder Nordamerika kommen. Dass da in Deutschland noch nicht dieser große Bedarf ist. Und da habe ich gedacht “Ja, da mache ich mich gleich international” in dem Sinne. Marcus: Also nen geilen Künstlernamen: Mars Dorian. Wer hat Dir den gegeben? Mars: Also mein Hauptname ist…. ahhh ich zittere! (lacht) nee der Hauptname ist also Marius Dorian Schmidt. Marcus: (lacht laut) wie geil! Ja? Mars: Und ich habe äh… Schmidt hat mir halt nie gefallen, weil für mich halt Schmidt das Mittelmaß schlechthin ne? Entweder ist es der häufigst deutsche Name oder der zweithäufigste neben Müller. Und da dachte ich, das passt einfach nicht zu meiner Persönlichkeit und zu meinem Stil. Da habe ich den halt weggelassen und hatte schon früher als ich Jugendlicher war, habe ich dann immer so Marius Dorian geschrieben. Marius Dorian ist eigentlich dann der Hauptname, ist nicht mal der Mittelname Dorian. Eigentlich müsste ich immer Marius Dorian angeredet werden, aber ist halt zu lang. Und dann habe ich aber mal die… weil damals habe ich mal einen geilen Film gesehen. Irgendwie ging es um den Planeten Mars und weil Rot meine Lieblingsfarbe war, habe ich gedacht “Hey, wenn ich nur das i und das u von Marius rausstreiche, dann habe ich Mars Dorian”. Marcus: Ja, sau geil. Mars: Und wirklich, es sind ja nur zwei Buchstaben, die ich da verändere und da komme ich auf den Namen und den habe ich halt für alles benutzt. Ich glaube, das hat echt meiner Karriere geholfen. Marcus: Glaube ich auch. Also ich glaube auf jeden Fall, dass Du jetzt cooler als Mars Dorian unterwegs bist, als Marius Dorian-Schmidt. Mars: Ja (lacht) Herr Schmiiiihiidt, Schmitty... Marcus: Nee, könnte ich mir Dich auch gar nicht mehr vorstellen. Also ich habe Dich als Mars Dorian kennengelernt und von daher bist Du Mars Dorian. Und überall wo Du auftrittst bist Du ja auch Mars Dorian. Insofern cool, dass Du es hier mal quasi announced hast oder enthüllt hast (lacht) wie Dein echter Name ist, aber bleib lieber bei Mars Dorian. Da bist Du mir sympathischer mit.   Mars: Ja kein Problem. Marcus: Ok cool! Und dann warst Du quasi beim Start so ein bisschen in dieser Multi Level Marketing, Internet Marketing Szene, Reichwerden über Nacht Geschichte irgendwie gelandet und hast dann aber zum Glück im Helikopterflug gesehen “Aha, ich muss ein bisschen justieren meine Richtung. Ich will ja auch irgendetwas machen, worauf ich stolz sein kann und irgendwie morgens in den Spiegel gucken kann” und bist dann so weiter geflogen. Mars: Genau, also ich hatte da halt dann mehr Auftrag… durch mein Netzwerk auf Twitter habe ich da mehr Aufträge bekommen, halt in dem zeichnerischen Bereich. Und irgendwann habe ich gesagt… ich bin da manchmal ein bisschen extremer ne? Ich sage mal, wenn ich etwas gut finde, dann mache ich das jetzt auch 150%. Und da habe ich mich halt darauf voll konzentriert bis ich das quasi im Laufe von dann ein, zwei Jahren dann zu einer Hauptkarriere gemacht habe, wenn man es so nennt. Und ähm ja… Und das mache ich halt nach wie vor immernoch. Also ich liebe halt zu zeichnen und zu designen. Und ich habe aber auch es gemocht zu schreiben in Englisch. Und irgendwann habe ich dann gemerkt, ich will… das Problem ist immernoch bei diesem Business, dass Du ein Freelancer bist, verstehst Du? Marcus: Mmh. Mars: Das heißt, ich muss auf Aufträge warten. Und das geht mir so…. Ich bin ein Typus, der nicht gerne auf andere wartet. Ich fühle mich dann so, wie so ein Kleinkind, was die Eltern so um Erlaubnis fragen muss “Mami, darf ich das machen? Papa, darf ich das” und dann so “NEIN das will ich nicht!” Und dann habe ich gedacht, ich würde gerne irgendwie etwas haben, was man skalieren kann, ne? Scalable wie die Amis das so sagen. Also digitale Produkte. Und da dachte ich “Wie kann ich das mit meinem Wissen verbinden?” Weil ich dann halt schon hauptberuflich Illustrator gemacht habe international mit hauptsächlich britischen und amerikanischen und kanadischen Kunden, habe ich dann ein Ebook gemacht, was ich dann voll illustriert habe, wie man halt sich so eine Online Indie Illustrationskarriere aufbaut. Basierend auf allem was ich da gewusst habe ne? Und den habe ich dann “Outstander Guide” genannt. Mit PDF alles selbst designed, es gab, glaube ich, 90 Illustrationen und da wollte ich halt etwas ganz anderes machen. Die anderen PDFs waren immer so hässlich, immer so viel Text. Und ich wollte genau das perfekte…. also perfekte Verbindung zwischen Illustrationen und unterhaltsamen Informationen, die den Leuten aber auch wirklich helfen. Und da habe ich halt alles cool designed und etwas völlig neues dann gemacht, wie ich gedacht habe, und habe dann meine Sales Page geschrieben auf meinem Blog. Das habe ich ja auch alles gelernt: Copywriting, 1 on 1 und so. Und dann habe ich das verkauft. Und dann habe ich halt dadurch, da diesen 44 $ oder so und hatte da ein paar hundert Seiten. Dann habe ich das verkauft und dann habe ich dann immer dadurch… ähm also ein paar pro Monat verkauft, so vier oder 5. Und das sind dann auch 200 $, 300 $, 400 $ dann mal gewesen. Und dann habe ich gedacht “Wow, das funktioniert richtig geil”. Und nach zwei oder drei Jahren verkaufe ich immernoch ein paar Exemplare immer mal. Da denke ich, das ist so ein cooles Prinzip, dass Du etwas machst und es verkauft sich von selber. Du musst nicht immer Deine Zeit aktiv tauschen, verstehst Du? Aber ich wollte auch langsam von dieser Online Marketing Sparte wegkommen und dann habe ich mich dann auf Self Publishing gestürzt. Das war dann das nächste große Abenteuer. Marcus: Okay cool. Das ist noch gar nicht solange her oder? Mars: Nee, also ich habe vor zweieinhalb Jahren angefangen, mich damit zu beschäftigen und zu schreiben, aber nur als Training. Und erst seit einem Jahr mache ich das, ich sage mal konzentrierter, fast jeden Tag. Ich mache erstmal die Klientenarbeit und dann schreibe ich ein paar Stunden, um mir da etwas nebenbei aufzubauen. Marcus: Ja und Dein erstes Werk, wann ist das bei Amazon live gegangen? Mars: Also genau im Juli 2014. Also knapp ein Jahr. Marcus: Knapp ein Jahr, ja meins nämlich auch. Und davor hatten wir uns, glaube ich, mal unterhalten wo Du sagtest, Du trainierst das gerade und Du bist, glaube ich, auch großer Fan von Online Kursen und sich da 1000%-ig reinzufuchsen in irgend ein Thema bevor Du dann konfident genug bist und sagst “Okay jetzt ist es ready for public und jetzt gehe ich live” ne? Mars: Genau. Ich habe mich schon vor drei Jahren zum ersten Mal damit beschäftigt. Alles gelesen: Ebooks, wie man bessere Stories schreibt - ich bin halt ein riesen Science-Fiction und Thriller Fan, das heißt es ist alles Fiction - und dann habe ich aber auch, wie man das online macht, wie man online eine Karriere aufbaut. Und habe mich bis zum geht nicht mehr da reingekniet und jeden Tag tausende Wörter auf Englisch geschrieben. Ich wollte das alles bootstrappen. Ich weiß nicht, wie das auf Deutsch heißt. Also, so günstig wie möglich aubauen ne? Und da habe ich Blogleser gefunden, die mir das Probelesen, auf Fehler durchsuchen und so. Und dann habe ich meine ersten zwei Bücher rausgebracht und die haben halt gnadenlos gefloppt. Marcus: Weißt Du auch, woran das lag? Mars: Ja also das erste Buch, da hatte ich glaube ich fünf am ersten Tag verkauft und dann ein oder zwei Bücher pro Monat, was nichts ist. Ja. Und das hat mich echt… also ich muss schon sagen, das hat mich echt im Ego verletzt, weil ich mich da so reingekniet habe. Und der Grund war einfach, im Publishing musst Du Dein Genre kennen. Du musst, also eigentlich wie in jedem Business, Deine Zielgruppe kennen. Und ich habe gedacht, wenn ich etwas schreibe, was ich cool finde, dann wird das schon irgendjemand anderes cool finden. Aber so läuft die Welt nicht ne? Die Leute, die dort erfolgreich sind, die gucken sich genau an, was die Leute mögen und dann sagen die, was mag ich und wie überschneidet sich das dann? Die gucken dann Science-Fiction - Aha! Apokalypse, dann mache ich das, dann benutze ich diese Keyword da und dann blablabla und dann... Marcus: Mmh, das ist auf jeden Fall auch eine eigene Wissenschaft für sich, dieses ganze Ranking auf Amazon Selfpublishing Listen denke ich mal. Und ja, wie Du schon sagtest, die meisten vergessen leider, dass die richtige Arbeit erst anfängt, wenn der Blogpost geschrieben ist oder das Video aufgenommen ist oder die Podcasting Folge aufgenommen ist oder der Podcast live ist. Ich habe mir so den Arsch aufgerissen, dann die Bewertungen auf iTunes zu kriegen und dann da alle Leute wieder genervt und ... Mars: (lacht) Marcus: … ähm, sodass es mir selber peinlich war, aber anders geht es leider nicht. Und das vergessen viele oder ich kann es auch verstehen, da haben viele keinen Bock drauf, weil es harte Arbeit ist und auch echt nervend sein kann, aber das macht glaube ich am Ende des Tages auch den Unterschied. Mars: Ich meine, Du musst Dich wirklich vorbereiten. Du musst Deine Zielgruppe vor allen Dingen kennen. Das ist wie bei jedem anderen Business auch. Und ganz ehrlich Indie Publishing ist wie ein normales Online Business. Du musst genau das Package, das richtige haben, die richtige Sprache benutzen für Deine Zielgruppe, die richtigen Keywords auf Amazon und so. Das ist wie Google. Amazon funktioniert fast genauso wie Google. Mittlerweile wurde der Text in der Bookdescription, die ganzen Keywords haben muss und dann extra noch die Genre. Da gibt es dann noch zig Unterkategorien, die Du auch kennen musst. Und dann habe ich es gemacht. Dann habe ich mein zweites Buch herausgebracht im Dezember und da habe ich gedacht “Ah, das muss jetzt aber besser laufen”. Und es ist marginal besser gelaufen, da hatte ich dann irgendwie fünf oder zehn Kopien verkauft im Monat. Und dann ist es aber auch so ein bisschen runtergegangen. Und dann war ich so frustriert Mann. Ich wollte fast mein MacBook erschlagen. Da dachte ich, ich mache mir sooo viel Arbeit verstehst Du? Und ich bin wegen Fehler alles durchgegangen, hatte Leute, die mir dabei helfen. Und dann habe ich gedacht, ich bin halt so ein Fighter Typ, ich kann nicht aufgeben. Ich finde das so geil, es macht so Spaß. Ich mag auch die Cover zu designen und dann habe ich vor einem Monat mein drittes Buch herausgebracht. Marcus: Wo Du gerade Cover erwähnt hast - machst Du in den Büchern selber dann auch nochmal Illustrationen rein, alle X Seiten? Mars: Habe ich vor in der Zukunft, aber erstmal nicht. Also erstmal will ich das klar trennen. Marcus: Mmh okay. Mars: Weil, dann werden auch die Dateien riesengroß und dann musst Du quasi eine Gebühr an Amazon bezahlen für jedes extra Megabyte und so. Nee, ich will das erstmal wirklich so auf das Genre genau adressieren und dann genau wissen, wie das funktioniert und das mit meinem einzigartigen Stil dann verbinden. Marcus: Genau, willst Dir auch erstmal als Texter Anerkennung holen. Mars: Genau! Und dann habe ich halt… ich hatte so einen leichten düsteren Moment im Januar, Februar, wo ich dann gemerkt habe, dass die zwei Bücher überhaupt nicht laufen und da haben die Leute gesagt “Hey, aber Du schreibst so cool”. Und dann hatte ich dann trotzdem so zwei, drei kleine Fans, die mir gesagt haben “Hey, Du schreibst so geil. Das ist so anders und Deine Covers sehen so geil aus”. Und dann habe ich gesagt “Ja, aber die laufen nicht so gut”. Und da haben die gesagt “Ah weitermachen! Ich kaufe Dein nächstes Buch, versprochen!” Und dann haben die sich bei mir auf der E-Mail Liste eingetragen. Ja, und dann habe ich halt noch viel mehr gelernt, wie das alles funktioniert und wie ich mich verbessern kann. Ich mache ja alles auch auf Englisch ne? Das ist ziemlich schwer, so ein richtig professionelles Buch dann noch auf Englisch zu schreiben. Und dann habe ich mich aber noch mehr reingekniet und dann war ich richtig unruhig und dachte “Nein, die Welt muss mich beachten” verstehst Du? Ich finde das so geil. Und dann habe ich alles, was ich gelernt habe in den letzten zwei, drei Jahren dann in das neue Buch reingesteckt. Marcus: Wie heißt das? Mars: Fear the Liberator Marcus: Cool! Und was ist da passiert? Mars: Ja und das… Ich meine, ich habe jetzt im ersten Monat kanpp 1000 $ damit verdient. Marcus: Cool! Mars: Und, also es läuft, es ist kein Bestseller, aber ich verkaufe im Schnitt 20 Kopien am Tag. Und dann kriege ich noch die ganzen Ausleihen von Amazon. Und da kriegst Du einen halben Cent pro Seite, bezahlen die Dir, der gelesen wird auf dem Kindle. Marcus: Mmh, okay das ist das Abrechnungsmodell. Das ist erstmal kostenlos oder was? Mars: Also äh, Du kannst das zum Preis angeben ne? In meinem Fall erstmal 3 $, also 2,99 $ und dann sind die Leute, die aber auf Amazon, sage ich mal, diesen Amazon Prime Account haben und irgendwie 150 $ pro Jahr bezahlen oder so. Und dann kriegen sie bestimmte Vorteile. Schnellere Lieferung, Serien und kostenlos Bücher. Aber Amazon bezahlt Dich dann dafür, für jede Seite die die dann kostenlos lesen - einen halben Cent. Marcus: Ah, ich habe mich immer gefragt, wie das funktioniert. Wie die dann die Autoren daran beteiligen, wenn Amazon die Bücher kostenlos herausgibt. Ob die Dir das Buch quasi komplett abkaufen oder dann so einen ja… so eine Leistungsabrechnung machen und das ist ja genau der Fall ne? Mars: Genau, also Amazon will, dass Du halt wichtige Bücher schreibst, weil je mehr die lesen, desto mehr wirst Du dann bezahlt und ein halber Cent klingt halt nach nichts ne? Aber an dem ersten Tag wurden 50 Seiten gelesen. Und da dachte ich “Was ist denn des, das sind dann 25 ct. oder keine Ahnung” dachte ich “das ist ja armselig”. Und am zweiten Tag waren dann 540. Und da dachte ich “naja,  3 € ist ja auch nicht die geile Bombe. Aber jetzt im Schnitt werden so zwischen 10.000 und 14.000 Seiten am Tag gelesen. Marcus: Nur über diese Prime Accounts ne? Mars: Extra. Und das kommt noch zu meinen Verkäufen hinzu ne? Und da kommen alleine durch die Ausleihen pro Tag 50 $ bis 70 $ zustande. Marcus: Wow, wow, respekt! Mars: Ja es summiert sich und nur von dem einen Buch. Und jetzt entdecken die Leute dann auch meine anderen beiden Bücher. Marcus: Ja ja klar, das ist natürlich dann so ein Domino-Effekt ne? Mars: Ja. Und da habe ich endlich mal … ich dachte so “Jaaa, erhört! Die ganze harte Arbeit”. Ich bin ja nicht reich dadurch, aber es ist geil halt, dass Du schonmal so ordentlich eine … Ich meine, 1000 $ sind halt nicht ohne pro Monat ne? Und dass Du das auf einmal verdienst, weil sich endlich Deine Arbeit auszahlt ne? Und jetzt habe ich richtig Motivation dann halt noch mehr zu schreiben und es noch besser zu machen. Marcus: Nee, das braucht ja jeder Künstler und jeder, der irgendwie selbstständig ist oder so. In gewisser Weise die Bestätigung, dass das was Du machst auch cool ist und bei den Leuten ankommt und in dem Fall läuft es ja dann über die Leute, die das Buch dann kaufen oder lesen. Mars: Genau. Und es ist richtig. Du willst halt auf der einen Seite etwas richtig geiles kreieren. Aber auf der anderen Seite willst Du auch, dass die Welt - ich … keine Ahnung, Künstlerego oder so. Ich meine, das will doch eigentlich jeder Unternehmer. Du willst ja Kunden haben, die Dein Produkt geil finden. Marcus: Klar. Mars: Und ja, dann kriege ich auch immer mehr… Ich mache auch E-Mail Subscribers, damit ich denen das neue Buch dann schicke und so. Marcus: Das baust Du dann in die Bücher mit ein, diese E-Mail Subscription? Mars: Genau. Ich habe am Anfang eine Aufforderung, Call-to-Action heißt es ja. Und dann am Ende des Buches. Und das geht dann ungefähr so “Hey, wenn Dir die Geschichte gefallen hat, dann kannst Du Dich bei meinem Newsletter eintragen” oder so. Da schicke ich dann kostenlos eine Beta-Version. Also das sind so Vorversionen und da kannst Du bei Cover-Entscheidungen mitmachen und all so was. Und da kriege ich auch immer so 30 bis 40 Subscriber pro Woche mittlerweile. Marcus: Wow. Mars: Und wenn Du dann das nächste Buch rausbringst, dann kannst du zum Beispiel kostenlos eine Version rausbringen. Dann lesen die das und können Dir dann ein ehrliches Review auf Amazon oder so geben, was dann wieder den Verkäufen hilft. Und es ist auch super, um mit Deinen Lesern quasi in Kontakt zu treten und im Austausch zu bleiben. Ich finde das hammer geil. Marcus: Ja ich finde das auch super wichtig, so ein bisschen ein Feeling dafür zu kriegen: Wer sind meine Kunden oder meine Leser? Mars: Ja, ich meine, die traditionellen Autoren, die sind da sooo - keine Ahnung - konsverativ oder die leben noch in nem alten Jahrhundert. Die bauen überhaupt kein Verhältnis zu ihren Lesern auf. Die sind in nem Elfenbeinturm, produzieren und irgendwo unten sind die Bauern und die kaufen’s dann. Und ich finde gerade im Indie-Bereich, also im Online Bereich sind die Leute relativ nah digital ne? Und ich finde es cool, wenn dann Leute kommen “Hey, ich habe Dein Buch gelesen. Finde ich super geil. Was war das oder was war mit dem los?” Und dann beantwortest Du die Fragen und folgst ihm auf Twitter oder so. Ich finde, das ist cool. Marcus: Das ist mega cool. Weißt Du denn, woher die Leser kommen, aus welchen Ländern bei Dir? Mars: Äh, also hauptsächlich kann ich bei Amazon ja sehen, wo die Verkäufe stattfinden. Und die sind - ich sage mal - 95% oder 98% aus Amerika. Marcus: Cool! Mars: Und da kommen quasi alle englischsprachigen Länder. Da kommt Großbritannien, Australien und Kanada. Marcus: Mmh, alle native speakers mehr oder weniger. Und brauchst Du da einen amerikanischen Account, um auf dem US Amazon Market publishen zu können? Oder kannst Du das als … egal wo Du her bist und dann einfach anchecken? Mars: Du kannst überall da wo Amazon quasi ne Zentrale hat, kannst Du Deine Bücher hochladen und dann fragt Dich Amazon, wo Du die verkaufen willst. Das ist ja das geile. Also es ist egal, ob Du in Mexico bist, in Japan, Frankreich oder Deutschland, da wo es überall Amazon gibt. Da können dann überall Deine Bücher verkauft werden. Also Du hast… ein Amerikaner hat jetzt keinen Vorteil gegenüber, wenn er in Amerika ist und Du in Deutschland. Marcus: Okay, das wollte ich wissen. Oder ob Du einen extra Account irgendwie dann aufsetzen musst. Mars: Nö, also Du kannst es wirklich unabhängig davon machen. Wenn Du da auf englisch schreibst, dann ist wirklich das Buch dann qualitativ das Entscheidende. Das ist halt freier Kapitalismus mehr oder weniger. Ein Unterschied ist nur, dass die wunderschöne amerikanische Finanzbehörde Dir automatisch 30% abziehen will von jedem Verkauf. Marcus: Was?! Und das machen sie auch? Mars: Naja, also die wollen halt, dass Du für jedes Buch, was Du in Amerika verkaufst, auch wenn Du in Deutschland bist, denen nochmal extra 30% zahlst. Aber, da gibt es halt diese ganzen … weil viele Konzerne in Deutschland und Amerika in beiden Ländern aktiv sind, gibt es so eine Regelung, dass man nicht doppelt besteuert wird. Und da muss man sich … und da haben die meisten Leute Schiss. Ich hatte soviel Schiss, ich habe fast zwei Jahre damit gewartet, Du musst dann wirklich die amerikanische Steuerbehörde anrufen und mit denen diskutieren über ein Telefon, dass sie doch bitte…. Und dann musst Du Formulare hinschicken. Marcus: Doppelbesteuerungsabkommen ne? Mars: Genau. Ist ein bisschen aufwändig und Du musst die echt anrufen und … ich will schon nicht mit der deutschen Steuerbehörde reden, aber dann musst Du mit den Amis und die behandeln… die sagen dann wirklich äh, Du bist dann ein Alien. Die bezeichnen Dich da als Alien. Marcus: (lacht) Ja krass, dass es da noch so Oldschool ist. Dass man da noch anrufen musst und so verfahren wie mit dem Doppelbesteuerungsabkommen, ich meine, das Wort an sich ist ja schon… trieft ja nur so vor Bürokratie. Aber in dem Fall ja endlich mal was gutes, also was heißt gutes. Sollte ja eigentlich normal sein, dass man nur einmal Steuern zahlt, aber in dem Fall muss man sich da befreien lassen. Und man muss selber aktiv werden, was schon wieder uncool ist. Mars: Genau. Und es wird ja irgendwie jetzt leichter werden, habe ich gehört. Das war vor ein, zwei Jahren noch ein bisschen aufwändiger, aber ich wollte es halt machen und jetzt ist es halt auf 0% herunter gestuft. Marcus: Cool. Und Dein Einkommen versteuerst Du ja ganz normal hier in Deutschland, was Du dann selbstständig einnimmst. Mars: Genau. Marcus: Von daher Doppelbesteuerung ansonsten. Arbeitest Du aktuell an Deinem nächsten Buch? Mars: Ja, also ich mache halt noch Illustration nach wie vor. Aber ich merke jetzt gerade, wo die Leidenschaft jetzt immer mehr hingeht. Und es läuft langsam durch diese relativ guten Verkaufszahlen und durch das Feedback… äh… verwende ich immer mehr Zeit mit dem Schreiben quasi. Und ich bin gerade dabei drei neue Bücher zu schreiben. Das nächste in zwei Wochen wieder raus. Marcus: Mmh krass. Was heißt drei neue. Schreibst Du die Parallel immer so, wie Du gerade Bock hast und wie die Story dann weiter in Deinen Kopf kommt? Mars: Ja also ich mache immer einen ersten Draft quasi. Den mache ich in zwei Wochen. Da schreibe ich wie ein Berserker so 5000 Wörter am Tag. Und dann so richtig bäm bäm bäm. Marcus: Krass. Hast Du da ein Tool? Mars: Also ich benutze Scrivener. Ich weiß nicht, ob Du es kennst? Marcus: Ja, es ist sehr bekannt ne? Das benutzen viele Blogger und Feli auch gerade, die an ihrem Ebook schreibt. Mars: Also für längere Bücher ist das ideal. Und ich habe halt diesen… Du kannst ja… das ist so geil, so ein bisschen videospielmäßig. Da hast Du diese Statusleiste. Hast Du schonmal gesehen oder? Marcus: Ja mit den Wörtern ne? Mars: Genau. Und dann füllt die sich auf, wie bei so einem Streetfighterspiel ne? Am Anfang ist es rot, dann wird es so gelblich… nee orange, gelblich und dann wird’s so langsam grün. Und dann kannst Du es wirklich auffüllen mit Deinem täglichen… wenn Du sagst, heute will ich 3000 Wörter schaffen, dann schreibst Du es rein, da hast Du diese Statusleiste und dann füllt die sich langsam auf mit jedem Wort, das Du schreibst. Und das tracke ich dann über halt jeden Tag. Und dann macht es halt süchtig. Du willst Dich immer selber irgendwie überbieten. Und das ist für mich halt schon die Nummer 1 Produktivität im Schreiben dann. Marcus: Ja ja, auf jeden Fall. Und so Trigger funktionieren nicht bei jedem, aber bei mir auch total gut. Also kleine Belohnungsdinger. Sei es so eine Skala oder Du kannst irgendetwas abchecken oder ne Checkbox oder es kommt ein Klingelton, wenn Du irgendetwas erreicht hast. Also mir helfen so kleine Tools auch immer saugut. Mars: Ja ja, das ist so ein bisschen diese Spielmechanik, die die da reinbringen ne? Und die funktioniert aber wirklich und das gekoppelt einfach… äh, ich meine, das ist schon ein bisschen krank… ich gehe jeden Tag auf mein Amazon-Konto, alle 10 Minuten und gucke nach, ob die Sales sich erhöhrt haben. Marcus: Das ist glaube ich normal. Gerade wenn Du anfängst oder so. Oder ich freue mich auch immernoch über jeden kleinen Affiliate Sale oder so, der reinkommt. Und da habe ich auch noch nie die Notifications abgestellt. Also das ist das einzige, was mehr oder weniger gerne in meine Inbox kommen darf per E-Mail. Mars: Das stimmt, aber ich meine, ich glaube das bricht mir so in die Produktivität rein. Weil ich kann manchmal mitten in einer Story sein und die Szene ist hammer geil und dann denke ich “Hey, ich habe mindestens schon 20 Minuten nicht mehr in mein Amazon-Konto reingeguckt.” Marcus: (lacht) Fuck, nee. Mars: So ein süchtiger! Marcus: Ja krass, aber da gibt es ja auch Tools für ne? Mars: Hah, Du meinst, wo man sich irgendwo das Internet verbietet oder so? Marcus: Ja, mehr oder weniger. Man sich ja Seiten sperren, wie Facebook. Aber … Selfcontrol heißt das glaube ich für den Mac. Und da kannst Du dann auch Dein Amazon-Konto temporär sperren. Mars: Wow. Ich glaube... Marcus: Ja… weil wahrscheinlich ist es viel cooler, wenn Du da einmal am Tag Abends reinguckst und die Zahl dann exorbitant gewachsen ist, als wenn man da alle 10 Minuten trackt und da vielleicht alle 40 Minuten ein mini Erfolgserlebnis hat. Mars: Das stimmt absolut, aber ich muss auch sagen, es verbessert auch meinen Tagesablauf. Ich war früher immer… wie sagt man? - Nachtaktiv. Hab nur nachts gearbeitet und tagsüber habe ich die ganze Zeit gepennt. Was katastrophal erstmal für die Gesundheit ist. Für manche Menschen, für mich war es das. Ich war immer schlaff. Hab irgendwann nicht mehr viel mitbekommen. Marcus: Tagsüber meinst Du? Mars: Genau. Wenn ich dann irgendwann mal mit Leuten unterwegs war. Ich hatte immer so eine Barriere um mich ne? Und da habe ich mir so richtig so, sage ich mal, den Rhythmus versaut. Und dann musste ich mich halt zwingen, früh ins Bett zu gehen, damit ich dann tagsüber noch aktiv bin, damit ich auch was von meinem sozialen Leben habe. Marcus: Ja ich kenne das noch so ein bisschen aus meiner Studienzeit. Da bin ich auch voll da reingerutscht. Gerade vor Klausuren oder wenn ich lernen musste. Es ist schwer da wieder rauszukommen irgendwann. Mars: Das stimmt und deswegen muss man sich so, wie Du gesagt hast, so kleine Tricks geben, wie man das irgendwie schafft. Und bei mir ist Amazon KDP, dieses Konto, der Trick. Weil am Abend bin ich dann so schlaff und dann schlafe ich nicht mehr so lange, weil ich das erste was ich mache, wenn ich aufwache ist, ich gehe in mein Konto rein. Marcus: Mh geil. Mars: Weil die meisten Sales kommen ja aus Amerika. Das heißt, wenn ich penne, passiert eigentlich am meisten was. Marcus: Das heißt, Du hast schon richtig Bock dann morgens um 8 oder um 7 aufzustehen, um ... Mars: Auf jeden Fall. Und weil ich weiß, da muss irgendetwas passiert sein in den letzten sieben Stunden. Weil da sind die meisten dann aktiv, wegen der Zeitzonenverschiebung. Und das stimmt dann auch, dann habe ich die meisten Sales an Ausleihen. Und es ist süchtig, aber es hilft mir auch nicht mehr so lange zu schlafen. Also man muss kreativ damit umgehen können. Marcus: Ja, man muss auch die Vorteile sehen und in Deinem Fall, wenn das hilft endlich mal aus so nem alten Habit auszubrechen... Mars: Also ich schlafe nie mehr als 9:00 Uhr morgens mittlerweile. Nie mehr! Marcus: Und früher bist Du um 17:00 Uhr aufgestanden oder so ne? Mars: 17:00 Uhr, 16:00 Uhr, 18:00 Uhr manchmal. Ich hatte zwei Monate, das war richtig krank… also wir...also krank. Ich war auch krank dadurch. Ich hatte für zwei Monate mal kein Sonnenlicht gesehen. Marcus: Mmh heftig, alter. Ich hatte das aber dann auch während des Studiums, dass ich manchmal solange… also ich hatte dann immer bis morgens durchgelernt bis 8:00 Uhr, 9:00 Uhr morgens, bin dann schlafen gegangen, wenn alle aufgestanden sind und musste mir dann den Wecker stellen, damit nicht der Supermarkt um 20:00 Uhr zu macht und ich mir Lebensmittel holen konnte um 19:30 Uhr oder so. Dann habe ich mir echt den Wecker - ungelogen - auf 19:00 Uhr oder 19:20 Uhr gestellt, um noch schnell in den Supermarkt gehen zu können. Mars: Es ist unglaublich, wie die Gesellschaft daraus ausgerechnet _____ Normalschläfern ne? Ich weiß noch, wie ich dann immer so irgendwie irgendwelche Arzttermine hatte und die haben gesagt “Ja, da können Sie um 16:00 Uhr vorbeikommen”. Da sage ich “Ist ja viel zu früh!” Marcus: (lacht laut) Mars: Ich meine, “nicht 4:00 Uhr morgens, 16:00 Uhr nachmittags” - “Ja, es ist viel zu früh! Da bin ich noch im Tiefschlaf!” Marcus: (lacht) Mars: Und die haben gedacht, ich verarsch’ die alle. Marcus: Mhh, ja das ist schon krass. Und ich fand’s noch krasser, wie schnell man sich daran gewöhnen kann. Wie schnell man denkt, so “Ja fuck, das ist jetzt halt mein Rhythmus.” Und alles andere passt man dann irgendwie daran an. Mars: Ja, das ist halt die Power und die Gefahr des Menschen. Du kannst Dich an fast alles gewöhnen, wenn Du Dich konditionierst. Aber für mich war es dann irgendwann… ich war halt so schlaff und bin dann echt zum Arzt gegangen und die hat dann echt gesagt “Kannst Du nicht machen. Also Dein Immunsystem ist schon runter deswegen.” Marcus: Mhh krass, also der Mensch braucht ja, das ist ja nachgewiesen, auf jeden Fall Sonnenlicht. Sonst geht er irgendwann zugrunde. Und genau das ist dann wahrscheinlich bei Dir passiert ne? Mars: Ja und wir sind auch nicht dafür ausgerichtet, nachts aktiv zu sein. Sind wir einfach nicht - biologisch. Es gibt manche Menschen, die können es gut verkraften - ob es Genetik ist oder keine Ahnung - aber bei mir war es halt nicht so der Fall. Ich hatte halt immer Einbußungen. Ich war immer benebelt gewissermaßen, wenn ich dann mal wach war. Marcus: Mhh, ja mittlerweile bin ich auch richtig happy irgendwie und versuche gerade, wenn ich unterwegs bin, total nach der Natur zu leben. Sprich: Wenn die Sonne aufgeht, versuche ich aufzustehen. Wake up with sunrise. Das ist auch so ein Habit, was ich mir jetzt angewöhnt habe. Und dann … ja, wenn Du den ganzen Tag unterwegs bist, ist man abends automatisch müde, wenn die Sonne untergeht. Und man ist einfach irgendwie fitter und aufgeweckter und kriegt auch mehr geschafft. Mars: Auf jeden Fall! Marcus: Auch wenn ich mir das immer eingebildet habe, dass ich nachts besser lernen kann. Vielleicht war es dann auch so beim Studium. Weil ich liebe es ehrlich gesagt, auch wenn alles um mich herum still ist und irgendwie keine Ablenkung ist oder irgendjemand was von mir will. Aber das sind jetzt die ersten paar Stunden am Tag so. Wenn ich dann… in Berlin ist die Sonne voll früh aufgegangen, als ich noch vor ein paar Wochen da war. Ich glaube um 5:00 Uhr oder so. Wenn ich dann um 5:00 Uhr aufgestanden bin, hatte ich bis 8:00 Uhr oder 9:00 Uhr morgens meine Ruhe. Jetzt hier auf Mallorca geht die Sonne um 6:00 Uhr auf, aber ich habe dann trotzdem noch ein paar Stunden für mich, um die Sachen zu schaffen, die ich dann früher vielleicht nachts gemacht hätte. Mars: Ja. Nee, also ich denke schon, ich will auch mehr im biologischen Rhythmus bleiben und bis jetzt funktioniert es prächtig. Also, ich kriege viel gebacken. Illustrationsarbeit, Schreiben kriege ich im Schnitt 3.000 bis 5.000 Wörter am Tag raus, abends treffe ich mich dann ab und zu mal mit Leuten, wie Dich, also Online Entrepreneure, sehr viele Amis, die mittlerweile nach Berlin kommen und so. Und ja, da versuche ich da halt noch so nen Lifestyle Rhythmus reinzubringen, wo Du die Balance hast. Weil ich habe gemerkt, Du kannst … Ich fand es immer geil, dieses zu Tode arbeiten fast schon. Jeden Tag so 10-12 Stunden. Ich meine so hart “Ich bin so männlich, ich kann alles abarbeiten” verstehst Du? Marcus: Mhh so _____-mäßig? Mars: Oh Mann! Ich war so süchtig nach dem. Der ist immer so “Hustle, hustle, hustle”. Der ist ja auch so extrem ne? Aber ich habe gemerkt, die Qualität der Arbeit leidet auch darunter. Marcus: Das habe ich auch gemerkt. Irgendwann geht der Output…. Du kannst halt nicht irgendwie zehn Stunden am Stück produktiv und richtig gut sein. Und wenn Du dann mal gezwungen bist, den Rechner zuzumachen und hast nur noch drei Stunden. Auf einmal kriegst Du viel mehr gebacken, als wenn Du vielleicht sechs hättest, weißt aber dass Du sechs Stunden hast. Mars: Genau, das ist dieses Prinzip, wo ich den Namen nicht aussprechen kann, aber dass die Arbeit sich immer so ausbreitet, je nach dem wieviel Zeit Du zur Verfügung hast. Zwei Stunden kannst Du auf zehn Stunden ausbreiten. Marcus: Ja genau. Und das ist das verheerende. Wenn Du vorher genau weißt, wieviel Zeit Du dafür hast, wie beispielsweise im normalen Job, wenn Du um 9:00 Uhr morgens dahin gehst und um 17:00 Uhr gehst Du nach Hause und weißt genau in der Zeit musst Du das schaffen, dann streched Du Dir das so genau in kleine Häppchen, dass das genau reinpasst. Und das gleiche würde wahrscheinlich auch funktionieren, wenn Du weißt, Du hast nur einen halben Tag zur Verfügung und auf einmal gibst Du mega Gas. Mars: Ja, wir brauchen wirklich den Druck. Marcus: Ja, oder beispielsweise beim Bodybuilding haben wir da früher, als wir da angefangen haben mit Bankdrücken und so. Das funktioniert fast immer wieder bei Leuten so, die dann trainieren und wissen 60 kg ist mein Gewicht, das schaffe ich locker zehn Mal oder so. Und dann macht der das 3, 4, 5, 6 Monate und irgendwann legt der Trainingspartner, ohne dass der Typ das weiß, 2,5 kg mehr drauf rechts und links. Dass Du bei 65 kg bist. Und der Typ schafft das total locker. Und dann sagst Du ihm “Ey Junge, das waren jetzt 65 kg” und dann fallen die meistens vom Glauben ab, weil wenn Du denen das vorher gesagt hättest, dann hätten sie es nicht gedrückt. Aber in dem Glauben, dass es nur 60 kg sind und Du ja schon immer mit 60 kg keine Probleme hattest, schaffst Du auf einemal auch diese 65 kg. Also Du kannst… Dein Gehirn ist irgendwie so, ich weiß nicht, so ein Muskel, der auch immer wieder gechallenged werden muss, ansonsten wird er einfach lahm und schläfrig. Mars: Das ist eigentlich echt skuril ne? Du musst Dein Gehirn permanent selbst verarschen. Marcus: Ja, oder immer wieder neu challengen oder so. Ansonsten ja, ein Mensch ist ein Gewohnheitstier, wie Du schon sagst. Man adaptiert ziemlich schnell Gewohnheiten und findet sich darin auf einmal mega gut zurecht. Mars: Ich glaube, es ist auch einer der wichtigsten Sachen als selbstständiger Unternehmer, dass Du halt diese Gewohnheiten hast, diese Disziplin ne? Weil Willensstärke reicht irgendwann nicht mehr aus. Also mit Willensstärke bist Du irgendwann am Ende. Aber Rituale ne? Angewohnheiten. Wenn die erstmal sind, dann ist es sehr sehr leicht, da drauf zu bleiben. Ich kann mich noch daran erinnern, vor drei Jahren da hatte ich Probleme 500 Wörter auf Englisch zu schreiben. Jeden Tag hatte ich echte Probleme. Und dann wollte ich immer eine Pause machen pro Tag und sagen “Aach, kann ich auch nächste Woche machen” verstehst Du? Aber irgendwann habe ich mich “gezwungen” immer 500 Wörter zu schreiben. Und dann habe ich das immer ein bisschen höher gedreht und mittlerweile sind es bei mir wirklich zwischen 3.000 und 5.000 Wörter am Tag. Und in dem gleichen Zeitraum wohlgemerkt. Also ich schreibe heute nicht länger als früher, aber es ist einfach, weil Du es so perfekt trainiert hast. Und ich war mal mit der Familie hier in der Ostsee für eine Woche. Und ich hatte nach drei, vier Tagen schon so Entzugserscheinungen gehabt. Weil ich nichts mitgenommen hatte. Ich wollte mal weg vom Internet. Und ich habe echt schon angefangen. Als ich gelesen habe, wollte ich schon mit dem Zeigefinger in meinem Buch Sachen markieren, so wie beim Kindle quasi. Hab mich gewundert: Wieso wird das jetzt nicht schwarz - ach fuck, ist ja ein echtes Buch! ne? Und ich habe echt schon so ein bisschen mit den Fingern geklimpert, weil ich immer irgendwas schreiben wollte vom Keyboard her und da habe ich gesagt “Wow, wie ein Süchtiger”. An sich schlecht, aber gut, weil es ein Ritual war. Und sofort als ich nach Hause kam dann nach eineinhalb Wochen, bin ich sofort ans Keyboard gegangen und habe meine 2.000 Wörter geschrieben. Ich musste es! Da war ich dann wieder mal High. Marcus: Ja perfekt. Also bei mir war es auch so. Anfang des Jahres habe ich versucht, viele Strukturen einzuführen in meinen Tagesablauf, besonders die Morning Routine habe ich da irgendwie versucht zu implementieren. Wie irgendwie jetzt 7 Minuten App. Das ist ein funktionales Training mit so ner App. Oder das 5 Minute Journal, wo man so ein Tagebuch morgens ausfüllt, für was man dankbar ist, was man heute erreichen will, was den Tag zu nem guten Tag machen würde, also in einen positiven Mood kommt. Und ein Beispiel ist noch Meditation und dann mit dem most important Task anzufangen. Und je öfter Du das wiederholst und umso mehr Du etwas machst, irgendwann denkst Du gar nicht mehr drüber nach. Wie beim Zähneputzen oder so. Und das hat mir nochmal so nen Produktivitätsschub gegeben auf meinem gesamten Business, dass es echt auf allen Ebenen aufs nächste Level gekommen ist. Dadurch dass ich viel strukturierter war und viel geordneter und nicht mehr so viel Zeit verplempert habe, habe ich in der gleichen Zeit viel mehr geschafft, so wie Du mit Deinen Wörtern. Mars: Ja, es ist unglaublich was man damit erreichen kann. Du kannst Dich da richtig systematisch aufbauen dadurch. Marcus: Mhh und das würde ich jedem Unternehmer empfehlen. Also vielleicht nicht gerade zum Anfang. Da ist es einfach viel zu geil mal endlich alles machen zu können und dürfen ohne um Erlaubnis zu fragen, was man möchte. Solange man dann immernoch den Fokus so auf’s Business hat und gute, coole Sachen machen will und viel Output hat. Aber irgendwann ist so der Punkt gekommen, glaube ich, wo genau dieses Routinenaufsetzen und Struktur an den Tag bringen, ein riesen Gamechanger sein kann, um nochmal weiter vorwärts zu kommen. Mars: Vor allen Dingen, was auch passiert ist, irgendwann ist es nicht mehr dieses Disziplinhaben. Das hört sich immer so hart an, das ist so zwanghaft ne? Aber wenn Du diese ganzen Rituale, es ist ja nicht ein Ritual, es sind ja mehrere Rituale ne? Früh aufzustehen ist ein Ritual. Gleich ein bisschen Sport zu machen ist ein Ritual. Deine 2.000 Wörter zu schreiben ne? Und diese ganzen Rituale machen Dich dann mehr oder weniger dann automatisch erfolgreicher, verstehst Du? Weil Du das dann jeden Tag machst und Du musst Dich aber nicht mehr dazu zwingen oder Willenstärke aufbringen. Du machst es einfach, weil Du konditioniert bist. Marcus: Genau, das ist der Trick. Dafür ist es am Anfang schwierig, aber man sollte erstmal mit kleinen Sachen loslegen. Und wenn Du so jeden Morgen vielleicht Liegestütze machen willst, dann reicht erstmal eine Liegestütze pro Tag, das kriegt jeder hin! So, und wenn Du das eine Woche lang durchgezogen hast, dann machst Du zwei pro Tag. Und wenn Du das ne Woche lang durchgezogen hast, versuchst Du jeden Morgen drei zu machen. Das funktioniert. Man soll auf jeden Fall nicht irgendwie die Ziele zu hoch stecken, weil sonst ist man zu enttäuscht, wenn man es nicht schafft und lässt es dann ganz bleiben. Und genau. Aber wenn man das dann einmal geschafft hat… es gibt Studien, die sagen, wenn Du es 30 Tage hintereinander geschafft hast, dass es vom Habit zur Gewohnheit geworden. Bzw. vom Habit ist ja ein Gewohnheit - vom Habit zur Routine. So, dass Du gar nicht mehr darüber nachdenkst, wie beim Zähneputzen oder so. Mars: Genau. Das habe ich auch gehört: 30 Tage. Und stell Dir mal vor, das machst Du dann ein oder zwei Jahre ne? Dann bilden sich richtig diese Synapsen in Deinem Kopf, verstehst Du? Und dann geht das wirklich ins Fleisch und Blut über und das ist großartig. Ich finde das großartig! Marcus: Ja ich auch, absolut! Und eine richtig gute App, wer neue Habits implementieren will oder so, ist Coach.me. Ich weiß nicht ob Du die kennst? Mars: Nee, kenne ich nicht. Marcus: Die hieß früher Lift, hat sich jetzt umbenannt in Coach.me. Da sind auch ein paar Coaches unterwegs, wo Du dann das buchen kannst, wenn Du nichts zum Sticks … und irgendwie Probleme hast. Ich weiß nicht, wie gut das mit den Coaches funktioniert, aber ich nehme die App nur, um halt täglich zu tracken, was ich geschafft habe und was nicht. Mars: Mhh ja cool, ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren, weil ich bin leidenschaftlich dabei immer alles zu tracken. Ich mache immer die Pommodore Technique, hast Du vielleicht auch schonmal gehört. Also diese 25 Minuten konstant arbeiten ohne Unterbrechung, dann 5 Minuten Pause, dann wieder 25 Minuten konstant arbeiten ohne jegliche Unterbrechung. Das versuche ich mir wieder anzueignen, damit ich einfach mehr schaffe. Marcus: Funktioniert das bei Dir? Also gerade, wenn Du so im Schreib-Flow bist oder so, dass Du dann nach 25 Minuten sagst “Okay cut, ich darf nicht mehr weiter”? Mars: Ja, also bei mir ist Schreib-Flow wirklich… ich kann den selber herbeiführen. Ich bin nicht auf diesem New Agy Trip, wo ich sage “Och, die Muse muss mich da besuchen” und so. Ich kann das mittlerweile. Das ist für mich Training, ne? Wenn ich eine bestimmte Musik höre und ein paar Sachen schreibe, komme ich in den Schreib-Flow. Und dann kann ich wieder raus und dann komme ich wieder rein. Das ist kein Problem für mich. Marcus: Cool, da bist Du auf jeden Fall schon sehr konditioniert. Mars: Ey ich mache das jetzt schon, ich meine Semi-Professionell seit einem Jahr, aber Bloggen habe ich ja schon seit fünf Jahren gemacht und da musste ich auch immer so mein Schedule haben jede Woche oder alle zwei Wochen. Und da habe ich mir das über Jahre hinweg aufgebaut. Das musst Du einfach. Ich will nichts dem Zufall überlassen. Marcus: Ja und gerade jetzt was Deine nächsten Pläne angeht weiter beim Buchschreiben zu bleiben, nicht der Schlechteste. Mars: Ja, auf jeden Fall. Ich will noch zwei Bücher rausbringen bis zum Ende des Jahres. Das nächste ist schon fertig, das bringe ich in ein paar Wochen raus und … Marcus: Und wie heißt das? Mars: Das nenne ich “The Dust Crusade”. Da geht es so um postapokalytisch um die Zukunft. Wie sich neue Communities bilden und wie sich dann so die Menschen versuchen, wieder einzugliedern und was schief geht und was klappt und was nicht klappt und so. Ich mag halt immer die Systematik, was in der Zukunft passieren kann und wie der Mensch damit umgeht. Marcus: Mhh spannend. Es ist vielleicht spannend mal irgendwann, wahrscheinlich werden wir es nicht mehr erleben, dann Deine Bücher daneben zulegen, was dann wirklich in der Zukunft alles passiert ist. Mars: Oh ja, das wird keiner mehr von uns überleben. Aber ich hoffe, es wird nicht so düster, wie meine Geschichten. Marcus: Ja, das hoffe ich auch nicht. Okay cool! Okay Mars, tausend Dank für Deine Zeit! Es war mega spannend mit Dir zu quatschen und mehr über Deine aktuellen Projekte zu erfahren, wie Du von dem Design Sketch-Ding zum Buchschreiben gekommen bist. Saucool! Ich verfolge es auf jeden Fall immer sehr gespannt. Ich werde Deine Seite in den Shownotes verlinken und vielleicht sagst Du nochmal, wie man Dich am besten erreicht oder findet, gerade auch auf Twitter? Mars: Genau, also die beste Adresse ist quasi meine Mutterschiffbasis. Das ist meine Website: marsdorian.com. Und auf Twitter, das ist mein Lieblingsnetzwerk, da bin ich dann @marsdorian. Marcus: Perfekt! Cool, danke für Deine Zeit. Mars: Vielen Dank und ich hoffe, Deine Zuhörer werden etwas lernen und hoffentlich wird das Gespräch deren Leben bereichern. Marcus: Auf jeden Fall, da bin ich stark von überzeugt. Also, bis dann und hau rein! Mars: Tschüssikowski! Marcus: Ciao! Das war die LifeHackz-Folge mit Mars Dorian vom anderen Stern. Falls euch die Folge gefallen hat, gebt mir eine Bewertung bei iTunes und lasst mir mal Feedback zukommen an marcus@lifehackz.de. Bis zum nächsten Mal, ciao, haut rein! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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  • Bastian Barami ★ Wie du mit Amazon FBA ein ortsunabhängiges Business aufbaust

    · 01:22:10 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Bastian Barami von Officeflucht Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du: Dass man gar nicht mega technisch versiert sein muss, um Digitaler Nomade werden zu können. Wieso Online-Handel mit Amazon FBA nicht schief gehen kann, wenn man es schlau angeht. Wie es möglich ist, von 0 auf 100 durchzustarten. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Officeflucht Entrepreneurship Summit   [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr 38! Yo Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Basti, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Bastian: Ich bin ready, danke für die Einladung, Mann! Marcus: Cool! Wo bist Du gerade und warum bist Du da, was machst Du da? Bastian: Ich bin gerade auf Gran Canaria. Wir veranstalten hier auch eine kleine Workation. Du weißt ja selbst von der Nomaden Cruise, wo Du selbst mitarbeitest - da sehen wir uns dann ja nächste Woche bzw. in etwas über 10 Tagen - und wir haben uns überlegt, dass wir so eine kleine Workation vorab starten, bei denen dann auch ein paar Leute am Start, die dieses Jahr auch mit auf’s Schiff gehen. Ich sitze jetzt hier in Las Palmas in unserer kleinen Butze und schaue mal, wie die Leute alle drauf sind, die jetzt noch ankommen. Ich bin jetzt der erste der da ist und morgen kommen ein paar und Sonntag kommt dann final der Rest der Truppe. Neun Leute sind wir. Marcus: Wow. Bastian: Und ja, das wird bestimmt eine coole Sache! Marcus: Ja, klingt echt gut, zumal Du ja glaube ich auch vor nicht allzu langer Zeit auch schon auf ner anderen Workation gewesen bist. Also, Du selber bist jetzt auch schon ganz schön viel unterwegs als Digitaler Nomade, wie ich das so mitkriege ne? Bastian: Ja schon. Das hat sich echt verdammt schnell entwickelt. Also auf der letzten Workation war ich selber noch als Teilnehmer dabei. Das war vom Sebastian Kuehn ne veranstaltete Workation auf Bali. Das war auch ne super, super, super geile Zeit. Einen Monat waren wir da und da hat man dann einfach echt Blut geleckt. Und jetzt haben wir eben entschieden, das Ganze nochmal ein bisschen auszubauen und das auch öfter zu veranstalten. Im März starten wir auch noch eine weitere Workation und der Sebastian selber macht auch, ohne dass ich jetzt bei jeder dabei bin, auch einige noch im kommenden Jahr. Das ist halt schon ein ziemlich cooles Modell, bei dem die Leute eben auch, die vielleicht nicht ortsunabhängig arbeiten, so ein bisschen reinschnuppern können in den Lifestyle. Das ist schon eine coole Sache. Marcus: Ja, also ich finde es auch cool, wenn man so ein Soft-Landing hat und nicht irgendwie alleine losziehen muss und dann krass irgendwo ankommt, überhaupt keinen Plan hat, wie man an seine Prepaid Sim-Karte hat, wo man arbeiten geht, wo man gleichgesinnte Leute findet. Ich meine, dafür sind so Workations richtig cool. Wie der Sebastian die macht oder unsere CAMPS oder das Surf Office. Also es gibt ja glücklicherweise jetzt immer mehr coole Angebote direkt für Digitale Nomaden. Das war vor drei Jahren noch nicht so. Umso besser, dass es jetzt so ist. Vielleicht kannst Du mal sagen, Du selber hast es ja jetzt auch mitgekriegt, Du warst auf Bali am Arbeiten für vier Wochen und dann warst Du wieder in Berlin oder in Deutschland und hast da gearbeitet, was genau ist für Dich so der Unterschied, wenn man woanders ist und von da arbeitet? Bastian: Also ich muss sagen, ich komme schon gerne auch nochmal wieder nach Hause. Ich habe auch noch meinen Wohnsitz in Deutschland, aber ich merke, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so diese festen Arbeitsstrukturen brauche. Ich habe zwar schon so meinen gewissen Tagesrhythmus, aber wenn man zum Beispiel auf Bali sitzt und nem tollten Café mit ner super Aussicht, ich weiß nicht, vielleicht kennst Du in Ubud zum Beispiel das Clear Café, da hat man ne Aussicht direkt auf so nen Tempel. Irgendwie, wenn man ständig wechselnde Arbeitsaussichten auch hat, statt immer auf die ewig gleiche Wand zu gucken im Arbeitszimmer zu Hause, arbeitet man einfach irgendwie viel kreativer, habe ich den Eindruck. Und man sitzt da, dadurch dass man eben auch an schönen Orten eben was sehen möchte und sich zwangsläufig dann auch ein paar Auszeiten zwischendurch mal, um ein bisschen rumzurennen und die Gegend zu erkundschaften, gönnt man sich viel viel eher Pausen, die meiner Meinung nach einen wirklich produktiver machen, als wenn ich jetzt zu Hause sitze und nicht ständig den Drang habe, mal Pause zu machen. Und dann acht Stunden da sitze und davon aber vier Stunden oder so bei Facebook verbringe. Marcus: Hm ja, Facebook ist echt der mieseste Scheiß ever. Ich habe in anderen Interviews letztens schon erzählt, mich hat das irgendwann so genervt vor ein paar Monaten, dass dieser Algorhythmus so gut funktioniert und ich da auch regelmäßig - das passiert glaube ich jedem - dann in diesen Rabbit Wholes auf Facebook verschwinde, gar nicht mehr weiß, warum bist Du überhaupt auf Facebook gegangen. Was wollte ich da machen? Das war dann meistens irgendein Business-Anlass und dann verlierst Du Dich da in der Timeline. Bastian: (lacht) Richtig schlimm, auf jeden Fall! Marcus: Richtig mies, ne? Und ich habe gesagt: Ey, ich kaufe mir jetzt zwei, drei Facebook Aktien und immer, wenn ich mich dann darüber ärgere, dass mir das wieder passiert ist, dann freue ich mich wenigstens, dass ich ein bisschen mehr verweile da auf der Plattform. (beide lachen) Bastian: Ah, cooler Ansatz auf jeden Fall. Marcus: Aber was Du eben gesagt hattest, ist glaube ich ganz wichtig. Dass man, wenn man unterwegs ist, so geht’s auf jeden Fall mir und auch Feli, wenn man unterwegs ist, hat man irgendwie viel mehr Headspace und Kreativität, als wenn man in so eingefahrenen Strukturen ist. Was auf den ersten Blick erstmal… oder wenn man das hört, dann denkt man: Das kann ja nicht sein, man muss ja irgendwie mehr verarbeiten und viel mehr Challenges vielleicht unterwegs lösen und wie kann man dann noch mehr Power für das Business haben, als Zuhause in Berlin, wo man dann vielleicht im Betahaus schon gutes Internet hat, einen Desk, nen Stuhl. Und aber irgendwie ist es immer wieder so regelmäßig - das haben wir jetzt in Hongkong wieder gemerkt, in Bangkok, jetzt in Chiang Mai, dass jedes Mal, wenn wir den Ort wechseln, kam nochmal so ein neuer Schub. Ist das bei Dir auch so? Bastian: Ja, auf jeden Fall. Vor allen Dingen ist es ja auch so, dass man sich dann viel mehr damit abfindet oder auch arrangiert, wenn das Internet mal Scheiße ist. Man geht ja schon davon aus, dass man einfach nicht permanent so ne gute Leitung hat, wie man das jetzt vielleicht Zuhause in Deutschland hat, ne? Aber dann greift man auch viel, viel eher dazu eben die Aufgaben zu machen, die gerade kein Internet benötigen, als in Deutschland, wo man dann stattdessen ne halbe Stunde ständig seinen Browser irgendwie da aktualisiert und sich einfach nur abfuckt, dass das Internet nicht läuft. Marcus: Ja, ja, ja  (lacht)  Das hat der Noel glaube ich auch auf dem Talk bei der GLOBAL gesagt: Es gibt nix schlimmeres … es gibt nur eine Sache, die ist noch schlimmer als kein Internet, das ist langsames Internet. Was Dich immer so ein bisschen anteased, wo Du denkst so wow, scheiße ey, dann okay, mache ich vielleicht nur drei Seiten gleichzeitig im Browser auf anstatt fünf. Und dann…. nee! (lacht) Bastian: Auf Bali waren wir ja in ner wirklich wunderschönen Villa, aber die war mitten in den Reisfeldern gelegen. Und ich schätze mal, wenn man da jetzt ganz alleine gesessen hätte, dann hätte es auch ausgereicht, ne? Aber alles was ein bisschen mehr Datenvolumen gebraucht hat…. Also jedes Mal, wenn jemand irgendwie auf die Idee gekommen ist, was zu streamen oder so, gab’s dann erstmal Kasalla. (beide lachen) Und zum Skypen mussten wir uns generell absprechen ne. Aber wir hatten halt alle trotzdem super günstig Internet über’s Handy. Und das hat dann als Hot Spot auch besser funktioniert, als das lokale Internet jetzt über den normalen Router. Und ja, man arrangiert sich einfach. Also irgendwie kriegt man das dann doch alles auf die Kette. Und selbst, wenn man jetzt vielleicht denkt, dass man dadurch total ausgebremst wird bei der Arbeit, ist das irgendwie letzten Endes gar nicht der Fall gewesen. Marcus: Ja, und vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass wir die Dinge einfach leichter wegstecken oder dann easier einfach, einfacher nimmt und sagt: Dann ist das jetzt eben so. Aber dann kann ich jetzt kurz in Bali in den Reisfeldern spazierengehen oder mal ein bisschen konzeptionell was tun. Oder ich… keine Ahnung… Geh mal ne Runde zum Sport draußen. Bastian: Ja, auf jeden Fall! Das auf jeden Fall. Es ist auch so, dass bei einer Workation… was ich ziemlich cool finde an diesem Konzept Workation, ist einfach dass, auch wenn man als Anfänger vielleicht denkt, dass das nur gewisse Berufe oder am Anfang Freelancing oder diese typischen Klischee- Lebensmodelle um Digitaler Nomade zu werden, eigentlich gar nicht so weit verbreitet sind. Und dass man dann, wenn man dann mit zehn Leuten zum Beispiel in so ner Villa sitzt, erstmal merkt, dass fast jeder von denen was komplett anderes macht, ne? Und dass man dann eben auch so Einsichten bekommt. In ganz, ganz andere digitale Arbeitsfelder. Und jeder davon auch so ein bisschen profitiert ne? Also wir haben das halt so gemacht, dass je nach Interesse und je nachdem ob jemand auch selber bereit war, so eine Art kleinen Workshop für die anderen Teilnehmer zu geben, dass dann jeder von seinem Wissen einfach ein bisschen preisgegeben hat und jeder halt aufgrunddessen ein bisschen profitiert und für sich selber etwas mitgenommen hat. Und das finde ich eben super spannend an diesem Workation Modell auch. Marcus: Ja, das ist cool. Das ist fast wie so ein… das gesammelte Wissen an einem Ort zu vereinen und dann kann jeder davon profitieren. Und genauso, wie Du es gesagt hast, lief es bei uns im DNX CAMP auf Lissabon auch. Da hatten wir dann ne Social Media Expertin, die Anja, dabei, die spontan dann Breakout Session oder einen Workshop gegeben hat. Und am nächsten Tag hat jemand was über Copywriting erzählt und der Dritte hat dann das Logo für den Fünften gebaut und der Sechste wollte dann ein bisschen Input von mir, wie man einen Podcast startet. Also es ist irgendwie nochmal eine ganz andere Ebene. Klar gibt es das auch Online, dass man sich so aushilft, aber wenn man dann doch Face to Face oder nebeneinander am Rechner sitzen kann, dann gehen die Dinge irgendwie noch schneller und noch einfacher. Und das ist echt cool an diesen ganzen Retreat-Geschichten. Bastian: Auf jeden Fall, insbesondere wenn man dann mehrere Wochen am Start ist. Da entwickeln sich auch echt total schnell echte Freundschaften auch heraus ne? Also als ich jetzt zum Beispiel vor ein paar Wochen dann auf der DNX den Workshop hatte. Die Zeit die ich in Berlin war, habe ich bei Leuten gewohnt, die ich auf Bali kennengelernt habe, ne? Und das ist echt ziemlich geil. Also dieser ganze Networking-Aspekt auch. Marcus: Ja, absolut. Was für ein Thema hatte Dein Workshop auf der DNX? Bastian: Mein DNX Workshop hatte den Artikel “Freizeit Business Amazon FBA”. Marcus: Genau, vielleicht erklärst Du mal. Was heißt FBA und wie kannst Du auf Amazon ein Business machen? Bastian: Also mein Hauptbusiness - ich habe ein paar mehrere kleinere Standbeine - aber mein Hauptbusiness ist eigentlich das Verkaufen von indischen Gütern auf Amazon und Amazon macht einem das auch in Verbindung mit einem ortsunabhängigem Leben sehr einfach durch ihr sogenanntes FBA Programm. FBA steht dabei für Fulfillment bei Amazon. Und wie das Wort Fulfillment schon vermuten lässt, kümmern die sich um all den Kram, den man selber nicht machen möchte. Und man braucht ja beim Online-Handel echt allerlei normalerweise ne? Also so klassischer Online-Handel, da brauchst Du ein Lager, Du brauchst eine Büroausstattung und musst den ganzen Kram zur Post bringen oder brauchst zumindest nen Lieferanten, der das für Dich alles macht. Und das sind ja wahnsinnige Kosten, die da normalerweise entstehen würden. Und all diese unangenehmen Sachen, die nimmt Amazon einem dadurch ab, dass die natürlich eine ziemlich krasse Infrastruktur haben. Die haben ja selber in Deutschland neue Logistikzentren, die alle riesengroß sind und haben natürlich auch die beste Logistik, die Du Dir vorstellen kannst. Also natürlichen neben DHL etc. Aber dadurch kannst Du halt direkt Deine Waren vom Hersteller aus Asien oder eben auch selber von Zuhause, wenn Du nicht ortsunabhängig bist, die Sachen direkt zu Amazon ins Logisitkzentrum schicken. Dort werden die halt eingescannt, also jede Einheit muss mit einem Label versehen werden, damit die Leute auch wissen: Hey, das sind jetzt die Klamotten vom Basti. Und ab dann werden die halt auf der Plattform, also auf Amazon auf dem Marktplatz ganz normal angezeigt. Und wenn die dann gekauft werden, geht jemand ins Lager, holt das aus dem Regal, packt das ein, verschickt das und das geht physisch überhaupt gar nicht mehr durch meine eigenen Hände. Marcus: Ja, das ist ja richtig cool. Du sagst gerade aus China. Da kann man beispielsweise dann auf Plattformen wie Alibaba gehen. Was sowas wie Ebay für B2B ist ne? Bastian: Ja, das ist halt das größte Händlerverzeichnis weltweit. Das ist zwar eine chinesische Plattform, aber dennoch gibt es da eben auch weltweite Händler. Also man findet auch Anbieter aus Europa oder aus Afrika und anderen Kontinenten. Es gibt da auch noch eine andere Plattform, die ich gerne nutze. Die heißt globalsources.com. Die ist nicht ganz so groß, wie Alibaba aber trotzdem auch nochmal interessant so als Kontrastprogramm. Dann haben wir halt ein paar andere Angebote und so. Und Alibaba selbst ist halt echt die größte Handelsplattform der Welt. Die machen dreimal so viel Umsatz im Jahr, wie Amazon. Das ist schon echt richtig krass. Marcus: Das ist ne Hausnummer! Wie machst Du das? Wie schützt Du Dich da vor irgendwelchen Fake-Anbietern? Da hätte ich glaube ich, wenn ich jetzt überhaupt keine Ahnung davon hätte, erstmal ein bisschen Respekt. Dass ich sage: Okay, ich bin mit einem Chinesen in Kontakt oder weltweit mit irgendjemandem, hab den noch nie gesehen. Der will mir irgendwas anbieten für ein paar tausend Dollar, ich soll irgendwie drei oder fünftausend T-Shirts oder Einheiten kaufen und komme nicht weiter. Also wie kann man sich da schützen oder was sind so Deine Tipps? Bastian: Das Ding bei Alibaba ist natürlich, dass man schon daran gebunden ist, mehrere Stückzahlen zu nehmen. Man hat da neben jedem Artikel, den man dann eben sucht, ne sogenannte MOQ stehen. Das steht für Minimum Order Quantancy. Und diese Mindestabnahmemengen, die sind aber in der Regel erstens sowieso verhandelbar. Also ich habe das noch nie erlebt, dass ein Verkäufer nicht davon abgewichen ist. Meistens sind das Wunschnummern. Und in der Regel, um sicher zu gehen… Also es gibt auf Alibaba selber erstmal einige Filter, die man aktivieren kann. Die so die Scams quasi auch schon ein bisschen aussortieren. Zum Beispiel sind das die Gold Supplier. Und um so einen Gold Supplier Status zu bekommen, musst Du schon auch richtig Geld auf den Tisch legen, damit Du da eben auch über längere Zeit als Gold Supplier gelistet wird. Dass Du diesen Status hast, der eben Aushängeschild ist. Und Du siehst dann bei diesem Gold Supplier Logo, dass da an den jeweiligen Händlerseiten so angeheftet ist, wie lange die schon Gold Supplier sind. Und wenn die jetzt die Leute über den Tisch ziehen würden, dann könnten die nicht drei, vier oder manchmal sogar bis zu 15 Jahre, solange, wie es die Plattform gibt. Also da sind auch schon Leute dabei, die solange Gold Supplier sind, die könnten nicht Gold Supplier werden, wenn die Leute über den Tisch ziehen würden. Also das ist schon mal eine ganz gute Sache. Und dann gibt’s eben noch verschiedene Filter. Zum Beispiel: Wird da auch kontrolliert? Also da gehen Leute von Alibaba teilweise die Fabriken einzeln ab und gucken, ob diese Fabrik auch wirklich besteht und die checken halt deren Lizenzen und all so was. Also da gibt’s schon einiges, was einem da ein bisschen die Angst nehmen kann. Und grundsätzlich ist es auch wahnsinnig wichtig bevor man jetzt 1000 Stück von irgendwas bestellt und da Unsummen überweist, einfach auf irgendein Bankkonto, lasse ich mir vorab immer ein Sample zuschicken. Das dient zum einen dazu, zu wissen: Okay, haben die Leute überhaupt die Ware, die sie angeben zu haben? Und natürlich auch ein Qualitätstest. In der Regel schreibe ich für jedes Produkt ungefähr 10 Händler an, lasse mir von denen jeweils ein Sample zukommen und dann entscheide ich halt anhand des Samples, bei wem ich plane ein Geschäft einzugehen. Dann kommen noch so ein paar Verhandlungen dazu, was für Möglichkeiten die haben, das dann zu labeln mit meinem eigenen Logo und sowas. Und dann entscheide ich auch erst, wem ich dann den Zuschlag gebe. Marcus: Hm spannend. Das heißt, die Proben werden Dir kostenlos rausgeschickt von den Händlern oder musst Du noch was zahlen für die Samples. Bastian: Man muss für die Samples halt ein bisschen mehr bezahlen. Die sind höher angesetzt preislich, zum einen. Weil die halt per Express verschickt werden, damit wenn es zu einer Folgebestellung kommt, zu einer größeren, damit es auch schnell über die Bühne geht. Und der andere Faktor ist, dass es wahnsinnig viele schwarze Schafe aus Kundensicht gibt, die dann sagen: Hey, ich gehe einfach auf Alibaba, statt auf irgendeine andere Seite und kaufe mir für meinen Privatbedarf günstig meinen Kram und bestelle mir dann einfach einen Sample unter der Vorgabe, dass ich hinterher eine Großbestellung tätige. Und da sind natürlich mittlerweile auch viele Händler hintergestiegen und deshalb wollen die so die Spreu vom Weizen trennen und setzen den Samplepreis extra hoch an, sodass man dann vielleicht für einen Sample das hinterher pro Stück-Einheit vielleicht, weiß ich nicht - 8 Dollar kostet - vielleicht mal 80 Dollar zahlt, aber der Preis ist dann halt auch in der Regel anrechenbar auf die Folgebestellung. Marcus: Ah okay. Bastian: Also insofern, wenn man jetzt nicht 20 Samples oder so von verschiedenen Leuten bestellt. Das wäre natürlich schweineteuer. Dann ist das eigentlich keine große Nummer. Marcus: Okay. Dann hast Du gerade erwähnt, bei manchen Herstellern kannst Du es dann direkt Labeln lassen, private labeln lassen? Bastian: Genau, also was ich einkaufe sind sogenannte White Label Produkte. Also Produkte, die es so in der Rohform schon gibt. Das ist eigentlich - wenn Du Dich jetzt umguckst, da wo Du gerade sitzt, wirst Du wahrscheinlich mindestenst 10 Sachen sehen, die nicht mit irgendeiner bestimmten Marke assoziert werden, die theoretisch von irgendeiner freien Marke sein könnten. Du könntest jetzt sagen: Okay, ich verkaufe jetzt Tische, ne? Und dann ist das eben der LIFE HACKZ Tisch zum Beispiel. Marcus: Ja, oder ich habe hier so einen Geldbeutel vom Hongkong Night Market. Bastian: Ja, ne? Also theoretisch alles was es so in der Rohform schon gibt, kannst Du natürlich labeln lassen mit nem eigenen Logo. Zum einen hat das natürlich den Vorteil, dass Du dann kein Geld in der Entwicklung für ein neues Produkt, für irgendeine revolutionäre Idee oder sowas stecken musst. Weil Du Dir eben nur quasi schon fertige Produkte zunutze machst. Und Du kannst dann eben trotzdem das Ganze unter einer eigenen Marke verkaufen, weil da ja jetzt kein vorherrschendes Patent oder so drauf ist. Wenn ich jetzt sage: Okay, ich möchte jetzt Officeflucht Proteinshaker machen oder sowas ne? Dann schicke ich dem Händler mein Logo per E-Mail zu. Beziehungsweise frag den erstmal, was der für ein Format braucht und was es denn für Möglichkeiten gibt. Denn es gibt auch verschiedene Branding Möglichkeiten. Das kann ein Silkscreen sein, der Druck. Oder das kann jetzt bei Textilien zum Beispiel, sind das dann vielleicht Schilder, die die drauf nähen und sowas. Je nach Produkt... Marcus: Krass, also das kann richtig professionell aussehen auch. Also hinten dann die Schilder oben im Nacken und … boah. Bastian: Absolut, also die Sachen, die ich jetzt verkaufe, die könnten genau so gut in jedem X-beliebigen Laden hängen. Also das ist schon alles… ich meine, die meisten Sachen, die wir in Deutschland im Alltag nutzen, die kommen ja auch bestimmt zu 90% trotzdem irgendwo aus Asien, ne? Nur weil die jetzt qualitativ verpackt sind… achso, das ist sowieso ein Aspekt, auf den ich jetzt gleich nochmal eingehen möchte. Die Produkte selber, die werden oft nicht so wertig wahrgenommen, wenn die zum Beispiel schlechter verpackt sind. Und kaum hast Du eine ziemlich stylisch designte Verpackung, denken die Leute direkt: Hey, das ist ein Premium Produkt, obwohl das eigentlich das gleiche Ding in Grün ist, ne? Das ist auch nochmal so ein Faktor. Also wenn man sich bei Amazon von der Konkurrenz abheben möchte, da kann man gleich nochmal ein bisschen intensiver drüber sprechen, dann brauchst Du eigentlich… Du musst das Ganze eigentlich einfach nur ein bisschen schöner verpacken. Marcus: Bei Alibaba bestellst Du dann nur das nackte Produkt ohne Verpackung oder musst Du das unter Umständen nochmal anboxen und dann neu verpacken lassen? Bastian: Nee, das ist eigentlich mehr so… also es geht nicht nur um die Verpackung, sondern auch um das Gesamterscheinungsbild. Ich würde jetzt zum Beispiel meine Produkte… Meine Produkte, die bekommen halt immer ein schönes Label, also in meinem Ermessen zumindest schönes Label. Ich lasse dann die Logos von einem Designer, mit dem ich da arbeite, gestalten, den ich auf Upwork gefunden habe, der sehr, sehr gut arbeitet. Und die Datei schicke ich halt wie gesagt den Asiaten. Die labeln das Produkt und in der Regel, die die Produkte ja auch für den Verkauf im Einzelhandel eigentlich auch herstellen, bieten die meistens Inhouse auch trotzdem Verpackungsherstellung an. Verpackungsherstellung, also der Druck, der geht meistens allerdings erst ab ner Stückzahl von 1000 Stück. Wenn ich jetzt aber ein Produkt herstellen lassen möchte, aber nicht direkt mit 1000 Stück starten möchte, sondern vielleicht nur mit 100 oder mit 200, dann hat man die Möglichkeit diese 1000 Verpackungen zwar von denen durcken zu lassen - ich lasse auch das Verpackungsdesigner von meinem persönlichen Designer machen, weil die Asiaten da meiner Meinung nach, einfach nicht so das ästhetische Auge haben. Das kann man zwar nicht so pauschal sagen, aber oft ist die Verpackung einfach nicht schön. Und dann lasse ich das Design für die Verpackung dem Hersteller zukommen. Der druckt dann zwar 1000 Verpackungen, aber ich kaufe ja generell, auch wenn es nur 100 oder 200 Stück sind, nur Sachen ein, von denen ich glaube, dass ich auf lange Sicht auch weiter von dem Händler beziehe. Und der hält dann einfach die Verpackungen zurück auf Lager. Und wenn dann die nächsten 200 oder vielleicht beim nächsten Mal 400 Stück bestellt werden, dann nimmt der einfach die Verpackung, die ich im Vorfeld schon bezahlt habe. Die Verpackung ist auch in der Regel nicht so teuer. Da zahle ich für 1000 Pappverpackungen, die nach meinem Design bedruckt sind ungefähr 130 Dollar. Marcus: Hm okay, das ist überschaubar. Bastian: Ja, das ist auf jeden Fall viel, viel billiger, als wenn ich das jetzt in Deutschland drucken lassen würde, zumal das natürlich auch ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre, das dann hier selber umzuboxen, ne? Marcus: Das heißt, wie verwaltest Du dann Deine ganzen Bestände bei den einzelnen Alibaba Händlern und was noch Amazon liegt und stellt Amazon das irgendwie in Rechnung, wenn Du da irgendwie 10000 Sachen hinbestellst und es kauft doch keiner was und es liegt dann die ganze Zeit in irgend so einem Fulfillment Center bei Amazon rum? Bastian: Also ich habe eigentlich nur ne ganz normale Excel Datei bei der ich selber den Überblick habe, was die Alibaba Händler anbelangt. Bei wem ich noch wieviele Verpackungen zum Beispiel liegen habe. Aber wenn Du jetzt bei Amazon etwas verkaufst… Wenn ich jetzt zum Beispiel 300 Einheiten von Bratthermometern oder was weiß ich was zu Amazon schicken würde, dann sieht man das im eigenen Seller Backend. Also da gibt’s ne Verkäuferplattform, die heißt Sellers Central und da sehe ich dann stets meinen Lagerbestand. Ich kann mir sogar so Erinnerungen per E-Mail einstellen, wenn ich zum Beispiel weiß: Okay, der und der hat ca. die und die Leadtime. Also Leadtime ist die Dauer, die ein Artikel braucht um hergestellt zu werden, mit meinem Logo jetzt dann zum Beispiel ne? Das muss dann ja schon wieder individuell gemacht werden. Dann kann ich mir Erinnerungen in meinem Seller Central Backend einstellen, dass ich zum Beispiel zwei Wochen… bzw. wenn ich jetzt noch 30 Stück auf Lager habe oder 100 Stück, je nachdem sich der Artikel im Schnitt verkauft. Dass ich dann eine Erinnerung bekomme: So, ich muss jetzt den Lagerbestand wieder aufstocken. Marcus: Hm krass, ja. Smartes System. Mega spannend die Welt und man trifft immer mehr von diesen Amazon Sellern. Ich glaube in Deutschland ist es noch recht überschaubar. International kommt’s mir gerade so vor, wenn ich in Coworking Spaces unterwegs bin, ist da gerade jeder zweite irgendwie involviert. Jetzt gerade auch eben, als wir Wasser geholt haben am Spender. Da ist glaube ich ein Pole, ein Deutscher und ein Ami, die zusammen auch Private Label irgendwas auf Amazon dann machen. Und da musste ich direkt an Dich denken. Bastian: Ja, in Amerika ist das halt echt krass ne? Da ist der Markt echt aktuell richtig am Brummen. Und deshalb verkaufe ich auch lieber in Deutschland. Zum einen ist es natürlich ein bisschen einfacher. Und es ist einfach nicht so extrem Competitive. Also der deutsche Markt hat einfach noch viel, viel mehr Potential, weil das ist ja wie mit allen Sachen. Deutschland hängt einfach Amerika immer so zwei, drei Jahre hinterher, sage ich mal. Und das ist einfach eine super Möglichkeit zum einen vom amerikanischen Markt zu lernen, aber sich da eben auch die Inspiration zu holen für zum Beispiel neue Produkte. Ich verkaufe aktuell zum Beispiel ein Produkt, dass es in Deutschland so noch gar nicht gab. Also es ist eine Variation eines ganz normalen Produkts, dass es auf Amazon gibt. Aber ich habe es halt in Amerika gesehen, dass es da voll der Topseller geworden ist und ja, das läuft jetzt super gut an. Marcus: Cool! Und wenn Du jetzt wie auch immer durch Deine Recherchen - da gibt es wahrscheinlich bestimmte Indikatoren, woran Du siehst, es könnte erfolgreich sein. Was könnte zum Beispiel so ein Indikator sein? Dass es noch nicht so viele Bewertungen gibt, oder es das Produkt schon gibt oder in Scheiße gibt und Du willst das in cool machen? Bastian: Ja, also cool machen ist sowieso schonmal ein guter Ansatz, aber ich finde … also mein Ansatz, den ich hauptsächlich verfolge ist, zunächst suche ich natürlich ein Produkt nach gewissen Kriterien aus ne? Es sollte nicht saisonal sein. Es sollte nichts elektronisches sein, weil bei Elektronik hat man ne längere Gewährleistung und da kann man einfach davon ausgehen, wenn ich irgendwie 1000 Stück von irgendeinem elektronischen Gerät bestelle, dann wird eins davon mindestens nicht funktionieren. Das ist einfach Murpheys Law oder so. Das ist einfach bei Elektronik der Fall. Dann sollte es nix Komplexes sein, nix dass auf dem Weg leicht kaputt gehen kann und da habe ich halt so eine gewisse Liste an Kriterien, die ich auch auf meinem Blog in der Amazon Artikelserie, die ich geschrieben habe mal ein bisschen erläutert habe. Marcus: Wie ist die URL von Deinem Blog? Bastian: officeflucht.de. Marcus: Genau., können wir gleich nochmal drauf eingehen. Bastian: Ja, und mein Ansatz ist dann, wenn ich mir die Competition angucke, also in der Regel findet man ja trotzdem fast jedes Produkt auf Amazon Deutschland. Vielleicht nicht in so vielen Variationen, wie auf dem amerikanischen Markt, aber man findet einfach hauptsächlich Produkte von Leuten, die so schon seit Jahren Online Handel betreiben, eigentlich über ihre eigene Plattform und Amazon nur als zusätzlichen Verkaufskanal nutzen. Und deshalb haben die sich nie wirklich damit auseinandergesetzt, wie man Amazon gut umsetzt. Und da ist mein Ansatz einfach mehr zu schauen, was kann ich da besser machen? Und Du hast da so viele Indikatoren, die es einem leicht machen, ein Produkt Listing zu verbessern. Zum Beispiel positive und negative Reviews. Weil was hat zum Beispiel dem vorherigen Kunden nicht gefallen. Warum haben die ne negative Review hinterlassen? War es einfach nur ein Mangel an Informationen, dass die Produktbeschreibung nicht ausreichend war und die irgendwas bekommen haben, von dem die dachten, dass es so sein würde oder was steht da sonst noch alles drin? Oder auch diese Fragensektion. Du hast auch vor den Bewertungen in jedem Produktlisting bei Amazon, wenn da Fragen gestellt worden sind, die unklar waren, dann hast Du da die Fragen und die Antworten. Den Dialog halt zwischen Käufer und Verkäufer. Und ich suche mir dann halt all die Informationen zusammen und packe die einfach direkt in mein eigenes Listig, damit da möglichst wenig Rückfragen überhaupt entstehen. Das ist zum einen natürlich super für den Kunden, weil Du ein viel informativeres Listing hast und das nimmt Dir hinterher im Umkehrschluss auch viel mehr Arbeit ab, in Sachen Kundensupport oder so, den Du sonst leisten müsstest, weil Du dann ja jedem einzeln schreiben würdest. Und das Ganze lässt sich eben auch noch ausweiten auf den Titel. Dass Du den Titel mit ein paar entsprechenden Keywords versiehst, dass Du tolle Fotos einstellst. Weil Fotos sind einfach mega wichtig im Online Handel. Weil wenn die Leute nicht in den Laden gehen, um sich das Live anzugucken, dann sollten die Fotos halt so real wie möglich sein. Die müssen ne gewisse Größe haben, damit die mit der Maus auch zoombar sind und all sowas. Und das machen unglaublich viele Verkäufer auf Amazon mega schlecht. Und dann natürlich der Hauptfaktor zum differenzieren von der Konkurrenz ist zum Beispiel auch der Prime Versand. Weil viele Leute, wie gesagt, die lange schon den Online Handel betreiben und ihr eigenes Lager haben, die haben sich mit dem FBA Programm zum Beispiel gar nicht auseinandergesetzt. Viele Leute denken: Erstens muss das ja mega teuer sein, wenn die einem all die Arbeit abnehmen. Erstens ist es das nicht. Aber die Leute haben dadurch, dass die das selber verschicken, kein Schildchen neben ihrem Produkt, dass es per Prime verschickt wird. Weil wenn die Sachen von mir direkt zu Amazon geschickt werden und direkt auch im Lager liegen, dann kann Amazon ja auch garantieren, weil die es halt direkt aus dem Regal nehmen können, dass die Sachen morgen vor der Tür liegen. Und das ist den Kunden einfach immer, immer wichtiger. Die Zahlen gerne zwei, drei Euro mehr, wenn die wissen, dass liegt morgen vor meiner Tür. Marcus: Absolut! Ich filtere auch immer nur nach Prime. Bastian: Ja, siehste? Das geht eben nur für Sachen, die auf Lager liegen. Und das ist dann bei mir halt eben der Fall. Marcus: Ja, echt krass. Und dieses Prime ist glaube ich auch gar nicht so teuer. Ich weiß gar nicht was ich da zahle, zwanzig, dreißig Euro pro Jahr und ich meine, wenn man viel bei Amazon bestellt, lohnt sich das so sehr. Weil Du hast es halt am nächsten Tag vor der Tür. Bastian: Ja, ich glaube, das ist ein Fuffy im Jahr, aber dennoch ne? Also 10 Sachen bestelle ich bestimmt im Jahr bei Amazon locker und da ist das Geld ja schon wieder raus ne? Marcus: Absolut und ich glaube, Du kannst sogar irgendwie mit Deinem Haushalt sharen. Irgendwie ist Feli da noch mit drin. Ich glaube sogar mein Bruder oder meine Mutter, obwohl die ganz woanders wohnen. Bastian: Ja genau, das stimmt auch, ja hast Du recht. Marcus: Ja, Du hast es mega, mega schnell raus. Du sagtest gerade unter Umständen muss man auch Kundensupport machen. Also der bleibt dann nach wie vor bei Dir liegen oder kann man das auch noch outsourcen? Bastian: Also, es kommen nur Fragen spezifisch zu dem Produkt bei Dir an. Also die Käufer haben schon die Möglichkeit Dir per Mail ne Frage zu stellen. Aber alles was mit Reklamationen und Rückfragen zur Sendung selber, zum Sendungsstatus und all sowas zu tun hat, das läuft alles über Amazon. Da musst Du rein gar nichts machen. Und ich habe bisher, ich glaube wirklich, ich mache das seit 7 Monaten intensiv und ich glaube, ich kann an zwei Händen maximal abzählen, wie oft mich ein Kunde angeschrieben hat. Marcus: Hm, und wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt ausfindig gemacht hast und sagst: Okay cool, hier anhand meiner Checkliste, das könnte passen, ich gebe dem mal… give it a shoot. Ich versuch’s jetzt mal. Hast Du da ein bestimmtes Budget, um das Risiko erstmal zu deckeln und sagst: Okay, ich gehe da jetzt mal mit 200/300 $ rein oder 500 $ und dann gucke ich, wie sich das abverkauft und kaufe es unter Umständen dann nach? Muss man dann direkt überlegen, kriege ich bessere Preise, wenn ich mehr auf einmal hole. Kann man das irgendwie so ein bisschen eingrenzen? Bastian: Man bekommt natürlich immer bessere Preise, wenn man mehr nimmt. Ich jongliere jetzt natürlich auch mit anderen Preisen, als zu dem Zeitpunkt, wo ich noch angefangen habe. Aber gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass man jetzt ganz frisch sich für das Thema interessiert und anfangen möchte. Also zunächst einmal braucht man natürlich ein bisschen Geld, um sich die Samples zukommen zu lassen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass so ein Sample, weiß ich nicht - 60 $ bis 80 $ kostet und man 5 davon bestellt, dann sind das ja quasi schon 450 $ Pi mal Daumen. Das Ding ist, man kann durchaus mit 500 € starten, wenn man jetzt darauf verzichten würde vorab viele teure Samples zu bestellen, denn es gibt ja verschiedenste Produktgruppen. Man kann auf jeden Fall bei Amazon Sachen für 15 $ oder 15 € verkaufen, die im Einkaufspreis vielleicht knapp nen Dollar kosten. Also es gibt da auf Alibaba über 400 Mio. verschiedene Produkte. (beide lachen) Das ist einfach krank. Man kann sich auf Alibaba so dermaßen verlieren. Also wenn ich auf Produktsuche bin, manchmal lasse ich mich da auch einfach nur fallen und stöbere mich durch die bescheuertsten Kategorien, einfach nur, um sich so ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Krass! Bastian: Und, wenn man dann meint ein Produkt gefunden zu haben, eben nach diesen gewissen Kriterien ausgewählt, kann man natürlich je nach Produktgruppe auch mit einem kleinen Budget starten. Ich persönlich finde, dass man so ungefähr mit 1000 bis 1500 Euro starten sollte, damit man auch direkt einige Units zum verschenken hat. Denn verschenken sollte man am Anfang einige Units im Gegenzug für positive Produktbewertungen. Denn in Deutschland ist es halt so, dass…. also ich weiß ja nicht, wie oft Du schon etwas positiiv bei Amazon bewertet hast. In der Regel, wenn man seine Sachen auspackt und man ist zufrieden, ja dann freut man sich halt ne, aber da gehen die wenigsten Leute zurück auf Amazon und schreiben eine positive Review. Das ist irgendwie in Deutschland so, dass man dann.... Marcus: Also nicht nur auf Amazon. Bastian: Ja genau, aber Deutschland, da gehste dann eher zurück und bewertest, wenn Du mit irgendwas nicht zufrieden bist. Und deshalb kann man sich in Deutschland von der Konkurrenz super gut abheben, indem man positive Reviews sammelt und das kann man dann eben dadurch machen, dass man sagt: Okay, ich generiere hier in meinem Seller Backend so einen Rabatt Code, müssen keine 100% sein, aber zum Beispiel einen Rabatt dafür, dass man Leuten dann anbietet, das Produkt zu “testen” und erwartet dann halt im Gegenzug ne tolle, ausführliche Review. Und dafür gibt es bei Facebook zum Beispiel verschiedenste Gruppen. So Amazon Produkttester Gruppen, in denen auch Kunden unterwegs sind, einfach nur mit dem Ziel eben Gratis regelmäßig irgendwelche Produkte abzugreifen. Und das ist so eine Win Win Situation eben für beide Seiten eigentlich ne? Und mein Ansatz ist zum Beispiel, also ich verkaufe sowohl im Küchendepartment als auch in der Haustiernische. Und je nachdem, was ich gerade für ein Produkt bewerbe, gehe ich dann für das Beispiel Haustier einen Hundeartikel, den ich erst letzte Woche gelaunched habe zum Beispiel… es gibt ja Online nicht nur bei Facebook haufenweise Hundeliebhaberforen und all sowas und Hundebesitzerforen. Und wenn man da jetzt eben so nen Post schaltet: Hey, ich habe hier ein neues Produkt am Start und hat nicht jemand Bock? Ich suche irgendwie 20 Leute oder 40 Leute, je nach dem, wie teuer das Produkt, daran entscheide ich dann, wieviele ich davon am Anfang auch weggebe. Da kommen die Leute natürlich angerannt in Scharen und man hat gar nicht soviel, wie man weggeben wollen würde. Also dieses Review-Sammeln, das ist mega simple und das ist echt noch so ein Knackpunkt, mit dem man sich da super von der Konkurrenz abheben kann und sehr sehr schnell auch mal auf der allerersten Seite landen kann, ne? Marcus: Krass! Bastian: Das ist echt eine coole Sache. Marcus: Super geiler Hack. Danke für’s Teilen hier auf dem Podcast! Bastian: Klar, Mann. Marcus: Das war mir jetzt auch noch nicht so bewusst. Und im besten Fall wählst Du dann noch ein Produkttester aus, der unter Umständen noch ein Video davon macht oder? Bastian: Also Bilder auf jeden Fall, Video muss es jetzt nicht sein. Ich möchte den Leuten das jetzt auch nicht unglaublich schwer machen, also da denke ich dann lieber darüber nach, ob ich selber einfach mal ein Video drehe für mein Produktlisting, das ich dann zusäzlich zu den Bildern schalte. Marcus: Okay, sind das dann die Leute, manchmal liest man in den Rezensionen unten “das ist ein Produkttester” oder “dieses Review kommt von einem Produkttester”? Bastian: Genau. Marcus: Also das schaltet Amazon dann automatisch, sobald Du irgendeinen Rabatt dahinterlegst? Bastian: Nee, die Bewerter sollen das eigentlich von sich aus dazu schreiben. Ich animiere die Leute nicht gezielt dazu, das noch dazuzuschreiben. (lacht) Es ist aber schon eigentlich von Amazon gewollt. Marcus: Ah und dann hauen die dann das Label dadrauf und diesen Vermerk? Bastian: Nee nee, Amazon macht das selber gar nicht. Marcus: Es gibt aber so nen… das habe ich schonmal irgendwo gesehen. Vielleicht haben sie es nicht mehr. Es gab mal so ne kleine Amazon Produkttestgruppe direkt von Amazon glaube ich. Darum habe ich mich gerade gewundert, ob die jetzt wirklich direkt von Amazon waren. Aber vielleicht haben die es auch wieder eingestellt oder wir recherchieren da noch mal. Bastian: Amazon selber macht das glaube ich nicht. Also die Leute nehmen dann für ihre Facebook-Gruppen und so, nehmen die natürlich ein Amazon Logo und so als Titelbild, aber Amazon selber bewirbt das so nicht. Also man kann halt verschiedene Rabatt Codes generieren und Amazon würde nicht direkt schnallen, dass die Leute das zum Beispiel von mir über irgendeine Facebook-Gruppe oder sowas bekommen haben. Im Endeffekt, wenn Du einen Rabattcode gibst, es könnte ja genauso gut sein, dass ein Artikel beschädigt beim Kunden angekommen ist. Der schreibt Dich an und dann sagst Du dem: Okay, hör mal zu, ich kann Dir einen Rabatt Code gewähren, dann kriegst Du den gleichen Artikel nochmal rabattiert. Insofern wäre das dann ja jetzt nicht alleine aufgrund des Rabatt Codes... Marcus: Nee, da macht das schon wieder keinen Sinn, was ich da gerade überlegt habe. Aber was es gibt, ist dieser verifizierter Käufer, ne? Bastian: Ja genau. Also verifizierte Käufer Reviews sind eben die Reviews von Leuten, die es auch wirklich gekauft haben. Da zählen allerdings auch trotzdem die Rabattkäufer mit hinzu. Nur, Du könntest jedes Produkt theoretisch auf Amazon bewerten. Nur wenn Du jetzt den Artikel selber gar nicht gekauft hast, dann wäre es kein verifiziertes Käuferreview. Du kannst aber auch dahergehen und theoretisch jetzt zum Beispiel das Mikro, dass Du jetzt benutzt für unser Interview, könntest Du auch auf die Amazon Seite gehen und das Produkt einfach bewerten. Marcus: Okay, und da ist der Gedanke hinter, es sind vielleicht Leute, die das Produkt haben, aber nicht bei Amazon gekauft haben und trotzdem gerne eine Review hinterlassen wollen. Bastian: Genau, genau. Warum auch immer? Marcus: Gibt’s dann nicht auch schon so negative SEO oder dass Du bei Konkurrenten hingehst und deren Produkte dann runterbewertest oder irgendwelche Klickworker das machen? Bastian: Nee, nee, also das nimmt auf jeden Fall Überhand. Das ist mir persönlich auch zum Glück noch nicht untergekommen, aber wenn ein Review offensichtlich nicht ganz rechtens ist, bzw. nicht mit Grund auf Deiner Seite landet, dann kannst Du Dich auch an den Support wenden und das beanstanden und dann entfernen die sowas auch. Marcus: Okay cool. Wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt dann aufnimmst in Deine Produktpalette oder in Deinen Amazon Sellers Account und dafür dann ein neues Branding brauchst, weil Du alles ja alles private labelst, richtig? Bastian: Hm ja? Marcus: Dahinter steckt doch auch richtig viel Kreativarbeit, was eigentlich Agenturen sonst machen für irgendwelche Unternehmen. Machst Du das alles selber? Wie entsteht dann so ne neue Marke oder ein neues Logo? Bastian: Also um ehrlich zu sein ist es ein total simpler Prozess, weil wenn ich jetzt sage, ich suche zum Beispiel die Nische Haustiere jetzt, nehmen wir das jetzt einfach mal, ich suche Produkte für die Nische Haustier, weil das ist eine super Nische. Die Produkte sind nicht komplex. Die sind nicht massig groß oder schwer, was natürlich auch für den Transport wichtig ist. Man zahlt ja für den Transport dann eben auch aus Asien hierhin und so. Deshalb ist Haustier zum Beispiel eine super Nische. Leute geben gerne Geld aus für ihre Haustiere. Dann versuche ich ein relatives neutrales Logo mir auszudenken. Also ich gestalte das nicht selber, aber ich gehe zum Beispiel auf Google und gehe dann in die Bildersuche und gebe einfach sowas banales wie Pet Logo ein. Und dann gucke ich, was so alles auftaucht, was mir gefällt und dann sammle ich mir so drei oder vier verschiedene Designs, die mir gefallen und dann schicke ich die alle vier meinem Designer und sage dem: Hör mal zu, das gefällt mir an dem gut, das gefällt mir an dem gut. Kredenz da mal irgendwie was schönes zusammen. Dann kriege ich ein paar Entwürfe zurück und dann suche ich mir ein fertiges Logo aus und um ehrlich zu sein, war es das eigentlich schon. Ich brande einfach nur dieses Private Label Produkt und mir geht es gar nicht darum, zumindest am Anfang nicht, eine riesengroße Marke aufzubauen, aus der jetzt wirklich ein Konzern wird, weil ich verkaufe diese Sachen eben nicht auf einer eigenen Website, sondern nur auf Amazon und da suchen die Leute in der Regel, wenn es jetzt nicht Kopfhörer oder ne Waschmaschine oder was weiß ich was ist. Es sind ja nur Produkte, die einen gewissen Zweck erfüllen. Wenn jetzt jemand nach ner Hundeleine sucht, dann ist ihm das relativ egal, was das für ne Marke ist, ne? Mir geht es viel mehr da drum, wenn sich zum Beispiel die Produkte untereinander kaum unterscheiden, dann geht es um die Darstellung des Produktes, wie ich eben schon gesagt habe. Wie das Listing aussieht, wie die Bilder aussehen und vielleicht eben auch, wie das Logo aussieht. Und deshalb ist mir wichtig, dass  mein Logo eben cool aussieht und dann stecke ich da halt in die Logoentwicklung ein bisschen Geld rein. So teuer ist das eine Logo dann eben auch nicht. Und es sollte halt möglichst neutral sein, weil Haustier eben auch eine große Nische ist. Wenn ich jetzt ein Hundelogo hätte, dann wäre es vielleicht nicht praktisch, wenn ich hinterher Katzenartikel verkaufe oder sowas. Und das gleiche gilt eben zum Beispiel auch für den Shopnamen. Also ich verkaufe jetzt wie gesagt Haustierartikel und Küchenartikel. Da kann ich jetzt schlecht irgendeinen Tiernamen für meinen Verkäufernamen nehmen oder sowas. Da kannst Du Dich am besten neutraler nennen. Marcus: Du kannst nicht mehrere Shops aufmachen, je nach Kategorie oder Nische? Bastian: Kannst Du theoretisch schon. Da musst Du allerdings Amazon genau darlegen, weshalb, wieso, weswegen und das liegt in deren Händen, ob die das dann bewilligen oder nicht. Habe ich bisher einfach noch gar nicht probiert. Vielleicht mache ich es in absehbarer Zeit mal. Wenn die Sortimente so enorm wachsen, dass ich es dann hinterher irgendwie zu komisch aussieht, wenn ich dann zwei verschiedene Nischen verkaufe oder so. Aber grundsätzlich kann man schon mehrere Shops eröffnen, mit deren Erlaubnis halt nur und wenn es aber auch ein bisschen komplex halt mit dem ganzen Auseinanderhalten der Umsätze für die Steuern und sowas. Ich habe bisher einfach alles unter einem Hut und habe da auch keine Probleme mit bisher. Marcus: Außerdem wird das Profil an sich ja auch schwächer. Also wenn da alle Reviews, die Du da jetzt auf dem einen Profil sammelst ist ja auch fetter. Bastian: Auf jeden Fall, genau! Marcus: Und die Bilder, machst Du die selber? Oder hast Du die auch outgesourced an jemanden, der das dann professionell aufnimmt. Bastian: Also es hängt vom Artikel ab. Manchmal haben die Hersteller schon super gute Artikelfotos, weil die promoten es ja auch. Bei Alibaba hast Du dann manchmal richtig professionell aussehende Produktfotos und dann fragst Du die Leute einfach: Hey, ist das in Ordnung, wenn ich die Bilder nutze? Könnt ihr mir die vielleicht nochmal in einer höheren Auflösung zukommen lassen? Und das ist meistens der Fall. Und dann nehme ich eben diese Bilder und lasse mir dann auch von meinem Designer wiederum einfach mein Logo so dadraufmorfen. Sodass es dann so aussieht, als ob ich die Fotos selber gemacht hätte. Andernfalls hatte ich jetzt zum Beispiel letztens ein Produktshooting mit dem Hund von Tim Chimoys Mutter. Die wohnt nämlich auch in Wuppertal Marcus: (lacht)  Ich habe gesehen, dass Du einen Hund in Wuppertal suchst, ey. Ich dachte schon, was geht’n da ab? Bastian: Ja, ich habe ja wie gesagt noch einen Wohnsitz in Deutschland und wenn ich dann auch in Deutschland bin, dann mache ich eben manche Sachen dafür auch selber. Und gerade bei so emotionalen Fotos, die jetzt eben mit Hunden oder generell jetzt mit Haustieren zu tun haben, da soll das dann eben auch nicht so steril wie ne reine Produktfotografie im Studio aussehen, sondern eben auch mal ein paar schöne, bunte, echte Fotos, ne? Und deshalb habe ich dann zum Beispiel jetzt so ein kleines Produktshooting eben mit besagtem Hund gemacht und dann lasse ich die Bilder eben vernünftig nochmal bearbeiten und sowas. Es gibt allerdings auch Anbieter in China, die professionelle Produktfotos machen. Da kannst Du dann theoretisch innerhalb Chinas eine Einheit Deines Produktes diesem Fotografen zukommen lassen. Der macht dann professionelle Fotos davon und schickt die Dir hinterher zu ne? Das ist auch möglich. Das ist zwar auch nicht ganz billig. Zwar wesentlich billiger, als wenn Du es in Deutschland machen lassen würdest, aber da zahlst Du dann halt schon ein bisschen was für Deine Fotos. Also ich kenne jemanden, der auch sich erfolgreich auf Amazon verkauft und der hat diesen Service erstmal genutzt und da ging es um einen Hygieneartikel und da hat der Fotograf dann tatsächlich, damit er das schön darstellen konnte vor nem stylischen Waschbecken und so, da hat der einfach innerhalb des Komplettpreises quasi angeboten, dass er in ein Hotel geht, ein Zimmer mietet und dann halt in diesem Zimmer, damit er das Badezimmer nutzen kann, ziemlich geile Fotos an dem Waschbecken machen konnte. Also die lehnen sich da schon echt aus dem Fenster, um alles mögliche zu machen, dass der Kunde auch zufrieden ist. Also es gibt da unglaubliche Möglichkeiten. Und es ist auch wirklich alles ortsunabhängig machbar. Das ist echt das krasseste daran. Marcus: Das ist cool. Das nenne ich mal Service-Gedanken. Das sehen wir hier in Asien auch an jeder Ecke. Und dann merkste erst wieder, Du bist nicht mehr in Deutschland. Richtig cool! Ey, das ist so spannend, Digger, das Thema. Ich glaube, ich könnte Stunden mit Dir darüber quatschen. Wir sind jetzt schon fett auf 45 Minuten, aber zwei, drei Fragen dazu habe ich noch. Ich hoffe, es ist genauso spannend für die Hörer, wie für mich. Geht’s Dir mittlerweile schon so, wenn Du dann so… Du hast ja voll den FBA Blick schon. Fast wie beim FBI nur FBA auf Amazon dann. Wenn Du andere Produkte siehst, erkennst Du dann direkt, kannst Du das mit Alibaba Händlern matchen oder denkst: Das habe ich doch schonmal gesehen und das ist auch ein FBA Seller und kennt man dann irgendwann so Sachen? Bastian: Na klar. Ja auf jeden Fall. Also zum einen kenne ich durch das Verkaufen auf Amazon durch ein paar Mastermind-Gruppen und so, eben auch einige deutsche Seller. Und irgendwie muss ich immer ein bisschen schmunzeln, wenn man dann sieht, dass das innerhalb der deutschen FBA Szene, sage ich mal, ganz ganz oft Produkte sich doppeln. Obwohl es 400 Mio. Produkte auf Alibaba gibt. Den Leuten fehlt so ein bisschen die Kreativität. Und das ist eben auch das Problem, dass zum Beispiel auch viele meiner Leser haben. Ich bin zwar der Meinung, dass ich das alles sehr detailliert dargestellt habe, aber trotzdem ist das, was den meisten Leuten am schwierigsten fällt. Ein Produkt zu bestimmen, dass funktionieren könnte, um das bei Amazon zu verkaufen und die haben halt irgendwie immer diese Panik, dass es vielleicht ein Schuss in den Ofen ist oder so und dass man dann sein Geld in den Sand setzt, aber das ist ja einfach in den seltensten Fällen der Fall, weil selbst wenn man ein Produkt jetzt nicht gut vermarktet oder das einfach nicht gut geht. Du hast es ja zu einem so günstigen Preis direkt beim Hersteller gekauft, dass der Preis eigentlich unschlagbar ist. Selbst, wenn Du es dann hinterher zum Selbstkostenpreis bei Amazon verscherbelst, kannst Du Dein Geld eigentlich kaum verlieren. Weil Du es eben zum Einkaufspreis immer wieder loswerden kannst. Und deshalb finde ich, ist es ganz ganz oft auch einfach ein mangelnder Mut, es einfach mal zu wagen ne? Da denkt man dann über zig verschiedene Tools nach, die man zur Verkaufsoptimierung oder so nutzen könnte. Und es gibt da eben so verschiedene Tracking Tools, die den Umsatz Deiner Konkurrenten zum Beispiel ausspucken können und sowas. Marcus: Ja, hau mal rein, aber das ist glaube ich ein absolut deutsches Phänomen so. Bastian: Ja, die trauen sich nicht. Marcus: Ja, mittlerweile stehen ja auch mehr oder weniger auf der anderen Seite und haben den Mut. Ich kann es aber noch nachvollziehen, als ich auch noch so unterwegs war. Man wird halt so diszipliniert so, durch den ganzen Bildungsweg und die Gesellschaft und was weiß ich, dass man Angst hat und dass man sich dann über versichert und am liebsten noch die Deutschen, wenn Du irgendwas Online verkaufen willst, brauchen 10000 Siegel, Money Back Garantie und am liebsten würden die wenn sie Unternehmer sind nur irgendwas starten, wo sie die 100 Tausend Millionste Garantie haben, dass das auch funktioniert. Bastian: Die gibt’s auch bei Amazon nicht. Marcus: Ja, die gibt’s halt bei Amazon nicht und ich glaube die brennenste Frage, die dann alle immer interessiert ist so, okay, der Basti ist erfolgreich als FBA. Was sind denn jetzt die Produkte und die würden es direkt nachbauen. Die würden genau das gleiche machen wie Du. Das ist so langweilig! Bastian: Das habe ich ja eben gesagt und deshalb, ich bin zwar oft danach gefragt worden, aber deshalb sage ich jedem auch jetzt nicht, wie mein Verkäufername ist, weil ich gerade dadurch, dass ich jetzt einen Blog habe, der auch viel gelesen wird, laufe ich ja besonders Gefahr, dass das passiert. Wenn das eben schon in so kleinen Mastermind Gruppen passiert ne? Und ich gebe auch eben privat Workshops zu der ganzen Thematik und greife auch gerne Leuten unter die Arme und die können mich auch gerne jetzt sowieso an alle Hörer, ihr könnt mir auch gerne schreiben, wenn ihr Fragen dazu habt. Und grundsätzlich versuche ich den Leuten so viel wie möglich mit auf den Weg zu geben, dass die mit der Zeit auch anfangen zu verstehen, was für Produkte Sinn machen und was für Produkte nicht, ne? Man hat da zwar gewisse Kriterien, aber manchmal ist es in letzter Instanz auch noch ein bisschen Bauchgefühl, das da eben mitspielt. Marcus: Absolut. Glaube ich auch. Bastian: Man muss einfach versuchen, sich von der Angst freizumachen, dass man jetzt all sein Geld in den Sand setzt. Weil wie gesagt, das ist einfach in der Regel nicht der Fall. Marcus: Ja, und dazu kommt ja als Unternehmer, wir haben ja auch schon ein paar Projekte gestartet, die einfach nicht funktioniert haben. Dann kann man das Risiko ja erstmal minimieren, dadurch dass man dann nicht Unmengen an Kosten erstmal generiert, sondern erstmal vielleicht einen kleinen Testballon fliegen lässt. Und zum anderen, selbst wenn es nicht funktioniert, ey fuck it, das war ne coole Zeit, das war ne coole Erfahrung und Du hast wieder ein Learning, was ein anderer vielleicht noch nicht hat und Du machst den Fehler nicht ein zweites Mal. Bastian: Ja, es gibt da so einen ganz coolen Begriff aus dem Amerikanischen, das nennt sich “Fail Forwards”, weil im Endeffekt so, Du scheiterst eben nach vorne. Marcus: Ja, absolut. Bastian: Dass Du aus jedem eben ein bisschen was mitnimmst. Marcus: Ja, und in den Staaten ist es auch so, dass es Startup Founder, die schon drei oder vier Startups gegen die Wand gefahren haben, die sind super begehrt bei Geldgebern oder bei Investoren, weil die wissen genau, der hat seine Lektion gelernt. Der macht jetzt die ganzen Fehler, die er jetzt schon gemacht hat, macht er nicht nochmal. Dafür hat der einen Haufen an Erfahrung und der will wieder. Der steht hier schon wieder da und dieses Mal ist die Idee richtig geil und wir haben das jetzt getracked und der kriegt jetzt die Kohle. Bastian: Das ist echt so viel geiler. Also ich meine hier kriegst Du dann hinterher nach zwei gescheiterten Existenzen oder so, kriegst Du keinen Dispo Kredit mehr oder so. Ja, das ist einfach ein ganz anderes Mindset. Marcus: Ja total. Wie viel Commission musst Du an Amazon abgeben, wenn die das komplette Fulfillment für Dich machen? Bastian: Also für den Verkauf selbst, unabhängig von den Fulfillments zahlt man 15%. Klingt vielleicht viel, aber wenn man jetzt einen ganz eigenen Shop hat und den ganzen Traffic generieren müsste, den man auf Amazon bekommt, kommt man mit 15% lange nicht hin und die FBA Gebühren, die berechnen sich anhand der Größe und des Gewichts der jeweiligen Produkte. Und der Durchschnittspreis meiner Produkte pro Monat liegt so zwischen 0,03 Euro bis 0,06 Euro Lagergebühren im Monat, also das sind Peanuts. Marcus: Hm okay und dadurch, das hatte ich ja vorhin schonmal gefragt, was macht Amazon eigentlich, wenn da so ein Typ ist, der haut denen das ganze Lager voll, aber verkauft nichts davon und dann liegen da 100.000 Einheiten rum? Klar, die lassen sich das natürlich bezahlen dann pro Einheit. Bastian: Ja klar. Die lassen sich das bezahlen, aber wenn es sich jetzt nicht gut verkauft, dann kannst Du Dir die Sachen auch jederzeit zurückschicken lassen. Marcus: Ah stimmt, hm cool. Bastian: Also, wenn ich jetzt zum Beispiel 500 Einheiten von etwas verkaufe, wo ich glaube, dass ich da ein paar Monate brauche, um die 500 Einheiten zu verkaufen, dann schicke ich eben erstmal nur 200 zu Amazon und den Rest dann zum Beispiel zu mir in den Keller oder so. Marcus: Okay oder irgendwann mietest Du Dir irgendwo was an. Bastian: Ja oder so. Also grundsätzlich ist das natürlich bescheuert, wenn man jetzt weiß das ist jetzt ein Artikel, der nicht so eine große Verkaufsfrequenz hat, haufenweise Einheiten da zu Amazon zu schicken, weil es sind natürlich schon Kosten, die da wachsen. Gerade wenn man jetzt sehr sehr viele da hat, auch Kleinvieh macht Mist, ne? Egal ob das drei oder sechs Cent sind. Wenn Du jetzt 1000 Einheiten da liegen hast, dann ist das trotzdem Holz. Marcus: Ja, absolut. Und wie viele neue Produkte… ich kann mir ja auch vorstellen, das kann irgendwie süchtig machen oder? Dieses ganze FBA Thema. Ich finde es ja schon super faszinierend... Bastian: Ich habe aktuell gar nicht den Cashflow, den ich bräuchte, um alles mögliche zu kaufen. Also andere Leute haben Probleme irgendwie auf Produkte zu kommen. Und ich habe die Probleme, dadurch dass mein Geld, mein Kapital, gebunden ist an die Sachen, die ich im Vorfeld dann eben kaufe. Also ich kaufe ja quasi auf Lager in Vorkasse. Und dann ist eben das Kapital manchmal gebunden, solange bis sich die Sachen verkaufen und insbesondere brauchst Du auch immer ein bisschen Rücklage, um, wenn der Bestand sich dem Ende zuneigt, eben auch wieder eine größere Bestellung tätigen zu können. Und ich kann einfach aktuell gar nicht alles ins Sortiment nehmen, was ich gerne ins Sortiment nehmen würde. Das macht echt ein bisschen süchtig. Du stöberst dann und denkst Dir: Boah, das ist auch ne geile Idee und… Die Liste ist echt mega lang. Marcus: Oder ist das auch so innerhalb der FBA Szene oder bei euch in den Masterminds so, dann: Ey das ist der heiße Scheiß, wir müssen alle Tischtennisplatten verkaufen und jetzt müssen wir alle Pfannenwender verkaufen und jetzt Kugelschreiber oder so. Bastian: Ja so die ganzen Masterminds sind schon ziemlich cool. Die Leute sind alle völlig abgedreht und alle sind einfach so Hals über Kopf in diesem Amazon Business drin. Sobald sie einmal realisiert habe: Ey scheiße, das funktioniert wirklich, ne? Und die können das einfach alle gar nicht glauben, dass es so simpel sein kann und dann redet man zwar über allerlei, aber über die Produkte, die die Leute wirklich selber so verkaufen, da sind die Leute dann doch immer ein bisschen empfindlich. Also das ist mehr so ein Running Gag, wenn Du jemanden fragst, was er eigentlich verkauft. Weil Du dann eben weißt, dass da keine detaillierte Antwort kommt. Die sagen dann immer: Ja ich kaufe in der und der Nische und so. Ich meine, mache ich ja auch ne? Aber das liegt eben daran, dass Du eben nicht möchtest, dass das wie in Amerika zum Beispiel super schnell kopiert wird. Ich habe ja eben gesagt, der Markt der ist da viel viel stärker bzw. viel mehr Competetive und das Problem ist, dass in Amerika auch viel mehr Leute unterwegs sind, die wahnsinnig finanzkräftig ne. Selbst Amazon Verkäufer haben oft Investoren hinter sich. Die sagen: Okay, Du kennst Dich mit dem Markt aus. Wenn Du jetzt ein Produkt hast, das gut läuft, dann pumpe ich Dir Geld auf’s Konto und Du kaufst da keine Ahnung wie viele Tausend Stück von. Und wenn da jetzt jemand sieht, Du hast da zum Beispiel ein Produkt, das läuft super gut an, aber da gibt es nur so und so viele Einheiten von auf Lager offensichtlich, dann machen wir das gleiche eben, kaufen aber stattdessen 20.000 Stück und unterbieten in dem Preis ne? Und das ist einfach in Amerika Gang und Gebe. Die sitzen da wie die Aasgeier auf der Stange und ich finde, der deutsche Markt, der hat noch so krass viel Potential. Also da kann man mindestens in den nächsten fünf Jahren richtig, richtig was reißen. Und ich wollte das Ganze einfach in erster Linie Publik machen, weil ich es schade finde, dass das Digitale Nomadentum für viele Leute vermeintlich nicht umsetzbar ist, weil am meisten wird ja transportiert dieser Gedanke, dass man einen digitalen Beruf irgendwie erlernt haben muss ne? Dass Du als Freelancer anfängst, wenn Du nichts anderes onlinemäßig kannst und so. Und viele Leute, die sind einfach nicht so technisch versiert. Ich selber bin auch nicht sonderlich technisch versiert. Ich habe einmal meinen Blog mit Wordpress mit Ach und Krach in den letzten drei Monaten mit viel Arbeit, um mich da reinzufuchsen, irgendwie aufgesetzt und viel mehr habe ich technisch jetzt auch nicht auf dem Kasten. Marcus: Dafür sieht der sehr geil aus. Bastian: Ja dankeschön, danke! Ich wusste einfach, wie es ungefähr aussehen soll. Was mir gefällt und dann hat sich das dann einfach so ein bisschen im Prozess des Gestaltens so ergeben. Ich habe einfach darauf Wert gelegt, dass ich ein Premium Theme nehme, was so meinen Ansprüchen ausreicht. Und das war eigentlich am Anfang voll der Fehler, weil so ein Premium Theme mit so vielen Fähigkeiten, hat einfach viel viel mehr an Möglichkeiten, die Du alle noch gar nicht schnallst, weil Du ja auch noch nichtmal Wordpress schnallst. Deshalb, das war auf jeden Fall ein bisschen kontraproduktiv, aber mit dem Endprodukt bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Aber grundsätzlich nochmal zurück zu dem Gedanken, dass Amazon einfach für jedermann umsetzbar ist. Ich wollte damit einfach den Leuten einräumen, dass Du nicht was Technisches gelernt haben musst oder super im Programmieren oder sonstwas sein musst, um diesen Lifestyle zu leben ne. Weil das wäre einfach wahnsinnig schade, wenn das so vielen Leuten vorenthalten bleibt. Und so hast Du jetzt quasi mit Online-Handel über Amazon oder auch über ein paar andere Sachen, wie die über die ich schreibe, die Möglichkeit das eben auch ortsunabhängig zu gestalten und eben auch auf Achse zu sein und Du sagst ja selber, dass Du mittlerweile aus dem englischsprachigen Raum auch mehrere Leute kennst, die das eben genauso machen. Marcus: Hm, total viele. Immer mehr Trader und FBA Leute. Wobei die FBA Leute fast noch mehr sind, auf jeden Fall. Bastian: Ja und Shopify und so. Das ist auch ein bisschen stark vertreten in den USA zumindest. Marcus: Ja, das kommt. Also man merkt so, dass innerhalb der Szene wieder ganz neue Berufe oder ganz neue Mittel und Wege entstehen, um dann ortsunabhängig sein Geld zu verdienen. Jetzt gibt es auch immer mehr Udemy Kurse, Publishers und schlag mich tot. Also es sind nicht mehr nur noch Decoder, Programmierer, Designer, was Du eben sagtest, wo dann die Leute denken, okay, kann ich nicht, kann ich nicht, kann ich nicht. Scheiße, ich kann kein Digitaler Nomade mehr werden. Bastian: Ja genau! Und das ist echt ein wunderschöner Wandel und auch ein sehr sehr schneller Wandel und ich bin mega gespannt, wie es vielleicht in einem Jahr aussieht. Also bei mir hat sich im letzten halben Jahr so extrem krass viel getan. Ich meine, Du hast es ja selber ein bisschen mitverfolgt. Der Blog zum Beispiel, der ist ja auch gerade ein halbes Jahr alt und ich kann jetzt noch nichtmal sagen, ob ich in einem Jahr überhaupt noch Amazon mache oder so. Ich glaube zwar, dass es in einem Jahr noch viel viel besser laufen wird. Aber wer weiß, alles wandelt sich so schnell. Vielleicht hast Du plötzlich die Möglichkeit in so ein richtig geiles Startup zu investieren oder sowas oder verbreiten sich, wenn man so in diesem Digitalen Nomadensaft steht, sage ich mal, kriegst Du soviel mit. Und das ist einfach unglaublich viel wert. Also Du erweiterst ständig Deinen eigenen Horizont und lernst neue Sachen kennen und das finde ich mega spannend. Marcus: Das ist der Wahnsinn. Also gestern, als ich dann durch Chiang Mai gelaufen bin und dann hier die ganzen Freaks gesehen habe, die Digitalen Nomaden und wie smart die alle sind und was jeder so macht und dann dachte ich, eigentlich ist ja hier so diese Digitalen Nomadenwelt, in der wir jetzt auch drin sind, wie Disneyland für Unternehmer. Bastian: Ja, wir hatten auf Bali ein Mädchen zu Besuch in der Workation, die irgendwie eine Masterarbeit schreibt über das Thema Digitales Nomadentum. Ich weiß nicht mehr genau, was sie studiert, irgendwas mit Social Studies und haste nicht gesehen. Und die konnte das alles gar nicht glauben. Als sie dann in die Villa kam und wir saßen da alle mit unseren Laptops und hatten uns ein paar Bierchen auf den Tisch gestellt und ganz entspannt alle super produktiv gearbeitet. Die meinte dann, das ist ja wie Ferienlager für Erwachsene. (beide lachen) Marcus: Ja, oder was wir auch für krasse, krasse Rückmeldungen nach der DNX kriegen so, dass die Leute einfach nur dankbar sind und sagen: Ey wusste es nicht, ich wusste es wirklich nicht, dass es so ne Welt gibt und einfach so on Fire sind, dass viele wirklich über sich hinaus wachsen, um diesen Lifestyle dann realisieren zu können. Bastian: Ja, das ist echt krass. Und es gibt einem auch wahnsinnig viel zurück. Ihr kennt das ja selber von der DNX, aber auch was ich zum Beispiel so an Lesermails bekomme, ne? Marcus: Ja. Bastian: Gerade, wenn man selber vorher ziemlich viel Kritik dafür geerntet hat, dass man so einen Weg einschlägt, der ja am Anfang irgendwie so als Hirngespinnst abgestempelt wird oder so. Und wenn Du dann zum Beispiel Mails bekommst von Eltern, die Dir sagen, dass die ihrem Sohn, der nicht weiß ob oder was er studieren soll, Deine Seite empfohlen haben, ne? Und ich meine, ist ja klar, worum es bei der Seite geht. Die heißt halt Officeflucht, das ist einfach ein super geiles Gefühl. Marcus: Ja, das ist der Hammer. Da haben wir heute auch noch ne Rückmeldung gekriegt international von jemandem. Die war auf der DNX GLOBAL und ist jetzt voll mit ihrer ältesten Tochter dran, zusammen irgendwie ein Online Business aufzubauen und ist sie gerade voll am Überzeugen, ja. Das ist ja der Hammer so, was Du da alles für Leute inspirierst und was das für Wellen schlägt. Weil eigentlich ist es ja so, dass die Eltern sagen: Ey, mach was vernünftiges und mach nen guten Abschluss, geh zur Uni, blabla, was wir auch alle vorgesagt bekommen haben und dass jetzt selbst dann so die Eltern schon erkennen und offen dafür sind und sagen: Ey weißte, eigentlich ist es cool. Ich habe das jetzt mal ein bisschen reflektiert. Ich kenne diese “alte Welt”, sehe diese krassen aufgehenden Digitalen Nomaden, geh doch mal zur Konferenz, schreib doch mal Marcus und Feli und triff Dich mit denen oder so. Bastian: Ja, das ist echt unglaublich toll. Da bleibt mir auch manchmal echt die Spucke weg. Naja, aber es ist einfach toll, das viele Eltern eben auch so am Puls der Zeit sind oder zumindest offen für solche Veränderungen, weil jetzt wo ich öfters als Speaker eingeladen worden bin oder eben auch die Workshops gebe und Leute, die meine Leser sind zu Workations kommen. Und ich meinen Eltern dann erkläre, wie das alles funktioniert. Dass die Leute halt wirklich hierhin kommen, um mit mir hier gemeinsam dann zu wohnen. Jetzt langsam nehmen die das auch ein bisschen für bare Münze und zeigen auch ein bisschen mehr Interesse als am Anfang. Und das ist natürlich auch eine tolle Entwicklung. Marcus: Ja, das ist dann schon schön, ne? Weil am Anfang, vielleicht meinen die es auch gar nicht so ernst, aber die können es einfach nicht greifen und selbst meine Mutter hatte irgendwie Probleme, überhaupt akzeptieren können, dass Arbeit Spaß machen kann oder was cooles ist und wofür man brennt. Die kennen das von früher so, dass Arbeit muss weh tun, das ist scheiße und dafür kriegste ja Dein Geld. Also dieses Du tauscht Deinen Schmerz ein gegen so ein bisschen Kompensation. Und das war so schwer zu begreifen dann für meine Mutter, dass Du coole Sachen machen kannst und dafür noch Geld kriegst. Bastian: Naja, ich erinnere mich auch noch an einen Besuch bei der Berufsberatung nach der Schule bzw. irgendwie in der 12. Klasse oder so. Da ging’s dann halt zum BIZ hier zum Berufsinformationszentrum und ich hatte null Peilung, was ich machen wollte. Und dann hat die mich halt gefragt so nach meinen Interessen und dies und das. Und dann habe ich halt gesagt, ich möchte irgendetwas machen, was mir auch Spaß macht. Und dann sagt die ganz, mit so ner total versteinerten Mine “Spaß ist out. Man lebt um zu arbeiten”. Marcus: (lacht laut) Bastian: Das war einfach sowas von bezeichnend, weil die auch genau so aussah. Spaß ist out! Marcus: Ja, scheiße, scheiße, scheiße. Ja, erzähl mal. Du hast ja gerade gesagt, bei Dir ist es ziemlich krass abgegangen in den letzten paar Monaten. Vielleicht erzählst Du mal von Anfang 2015 bis jetzt haben wir November, was da alles passiert ist. Vielleicht um mal zu zeigen, was alles möglich sein kann. Ich meine, die meisten kennen wahrscheinlich unsere wilde Achterbahnfahrt von Feli und mir innerhalb von zwei Jahren. Einmal zum Mond und zurück, aber bei Dir ging es glaube ich gefühlt fast noch schneller. Bastian: Ja schneller würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber also wie gesagt, mein Blog, der ist jetzt ein halbes Jahr alt. Ich war exakt an meinem 30. Geburtstag auf einem Mastermind-Date vom Tim Chimoy. Der hat in Köln so ein Event veranstaltet. Wir waren acht Leute und jeder konnte halt so seine Idee pitchen und da haben wir das so im Laufe des Tages eben validiert oder eben in der Gruppe auch diskutiert, was wir an den Ansätzen gut finden und was nicht und so. Und das hat schon gut was gebracht. Marcus: Wie bist Du eigentlich auf den Blog von Tim gekommen oder überhaupt das erste Mal, was war so der Touchpoint mit Digitalen Nomaden? Bastian: Also wie es bei den meisten wahrscheinlich so ist, die überhaupt keinen Plan haben, was sie machen wollen und mega unzufrieden sind, mit dem was sie gemacht haben. Also ich bin gelernter Hotelfachmann. Ich habe auch in Düsseldorf, Du kommst ja aus Düsseldorf, auf der Kö im InterContinental meine Hotelfachausbildung gemacht und das ist einfach so ein komplettes Paralleluniversum, ne? Da gibst Du dann echt bei Dienstbeginn dann so Deine Würde an der Tür ab, habe ich so den Eindruck und verdienst mega schlecht, arbeitest unglaublich viel und das ging dann einfach irgendwann nicht mehr weiter. Ich hatte da einfach keinen Bock drauf. Das habe ich von Anfang an gemerkt. Schon eigentlich nach drei Monaten, habe ich schon drüber nachgedacht, die Ausbildung zu schmeißen. Und wie das dann eben so ist. Wenn Du total entnervt Zuhause sitzt mit dem Laptop und so, dann googlest Du echt so einen Schwachsinn, wie “Wie werde ich Millionär”? oder irgendwie sowas. Und dann kommste echt so von Hölzchen auf Stöckchen. Du liest erstmal tatsächlich so Investorenforen für Börsengedöns und all sowas ne? Und ja, wie gesagt, man kommt echt von einem aufs andere und dann hatte irgendjemand in so nem Finanzforum tatsächlich die 4 Stundenwoche, wie das bei den meisten halt so ist, die 4 Stundenwoche halt empfohlen. Dann habe ich die gelesen und da war ich einfach völlig umgehauen. Ich meine, mir war klar, dass jetzt nicht alles 1 zu 1 umsetzbar ist. Also das wird ja auch oft angeprangert, dass Tim Ferris damit so ein bisschen… Ja, viele Leute sagen, das ist ja nicht wirklich alles 1 zu 1 umsetzbar, aber die vergessen dabei, dass deren Ausgangsposition auch nicht die ist, die Tim Ferris da schon hatte. Der hat schon irgendwie 60.000 Dollar im Monat mit seinem Supplement Shop verdient. Grundsätzlich einfach die Ansätze, die Denkanstöße, die der gegeben hat, das hat für mich alles auf den Kopf gestellt. Und wenn Du dann einfach weiter so ein bisschen seinen Blog verfolgt hast und da wieder andere Leute empfohlen werden und all sowas. Also ich kam eigentlich erstmal so über die amerikanische Szene dann hinterher zur Deutschen. Und dann war Earthcity und der Blog von Conni auch, das waren so die erste, die ich gefunden habe. Und dann ging es halt immer weiter ne? Als ich dann das erste Mal von der DNX gelesen habe, das war dann auch im Mai, das war ja die erste wo ich war. Da war ich einfach total weggeblasen. Dass es überhaupt in Deutschland schon so eine Community gibt. Wenn die auch noch relativ klein ist. Ja und dann bin ich zu diesem Mastermind Date von Tim Chimoy von Earthcity gegangen und wollte einfach erstmal für die Idee… meine reine Idee war eigentlich noch gar nicht so stark diese Amazon Geschichte, sondern auch ein Digitaler Nomadenblog. Und da sagte der Tim dann auch erstmal: Huey, ein neuer Digitaler Nomadenblog. Haben wir noch gar nicht ne? Und als ich denen ein bisschen mehr erzählt habe, in welche Richtung das gehen soll, da fand er das auch ziemlich cool. Und als der Blog gelaunched ist, ein paar Tage vor der DNX im Mai, ich habe ja zum 1. Mai gelaunched, er hatte das Ganze dann auch gepushed mit nem ziemlich coolen Post den er gemacht hat, und ich habe eben direkt so ein paar Leute gehabt, die einen coolen Post rausgehauen haben, auch der Sebastian Canaves hatte einen Beitrag von mir reposted und all sowas. Und das war dann echt so, dass innerhalb dieser einen Woche Launch ich dann die Woche darauf auf der DNX teilweise schon angesprochen worden bin: Hey, Du bist doch der Basti von Officeflucht. Und das war einfach mega krass. Und ja, ein bisschen genetworked und all sowas und dann einfach Vollgas. Marcus: Geiles Branding muss ich sagen. Du hast auch einen hohen Wiedererkennungswert mit Deiner ganzen Optik und dem Design und dann noch ein cooles Logo dazu und irgendwie der Begriff passt ja auch wie Arsch auf Eimer. Man weiß worum es geht, Officeflucht. Also das hast Du echt gut hingekriegt. Bastian: Dabei ist das eigentlich gar nicht so eine komplexe Sache gewesen. Es ist ja eigentlich hauptsächlich Wiedererkennungswert durch einen roten Filter, der über den meisten Bildern liegt, ne? Eigentlich ist es echt keine große Nummer, aber es hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und ich bin auch sehr froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, drei Monate daran zu arbeiten, bis es dann ne runde Sache war für mich selbst auch. Es gibt ja auch viele Leute, die sagen: Einfach raus damit. Launch erstmal und dann optimieren kann man auf dem Weg. Aber wenn man dann erstmal anfängt zu arbeiten. Also jetzt auch wirklich dann Beiträge zu verfassen und all sowas. Du hast hinterher irgendwie so viel zu tun, dass Du dann hinterher nicht mehr so die Ruhe hast, das nochmal anzugehen. Und so gibt’s ja haufenweise Blogs, die dann irgendwie drei Jahre lang so aussehen, wie in der Ausgangsposition bis die Leute dann irgendwann sagen, Okay, jetzt muss ich einfach mal relaunchen, weil es einfach nicht mehr dem entspricht, was ich wollte. Und ich glaube, dass ich relativ lange jetzt mit dem Design, so wie es ist, zufrieden sein kann. Und das ist auch glaube ich ein Hauptgrund dafür, dass Officeflucht dann so gut gestartet ist und auch viel gelesen wird. Weil die Leute sich ja auf dem Blog aufgrund der Optik auch wohlfühlen. Marcus: Hm, absolut. Glaube ich auch. Okay, Du warst gerade bei der DNX, wo Dich dann die ersten Leute angesprochen haben. Das war im Mai, ich glaube da waren wir noch im Babylon, genau, mit 500 Leuten. Bastian: Genau richtig. Ja achso genau, zurück zum Mastermind Day im Februar. Also ich habe ja erzählt, das war genau an meinem 30. Geburtstag. Die Leute haben mich gefragt: Wie Du bist an Deinem Geburtstag hier und so. Aber für mich war das dann echt so eine Sache. Ich bin jetzt 30. Das war für mich so eine Zahl, wo ich dann einfach mir selbst gesagt habe: So, jetzt aber richtig. Ich habe vorher so viele Sachen irgendwie ausprobiert und mal hier … ich habe ja zwei Mal studiert, beide Studiengänge geschmissen und so. Einfach mal wirklich zu sagen: So, jetzt bist Du 30. Das ist es jetzt. Das ist das was Du machen willst. Und da auch alles reinzuhängen und dann habe ich dem Tim gesagt, als er mich gefragt hat, wo ich denn damit hinmöchte. So was mein nächstes primäres Ziel ist. Und da habe ich dann gesagt: Ich möchte mal irgendwann auf der DNX nen Workshop geben. Und das war es dann eben auch, dass ich versucht habe, mich in der Szene eben besonders zu vernetzen und auch der Hauptgrund dafür, dass ich dann zum Beispiel auf so ne Workation hier nach Bali und sowas mitgefahren bin. Um eben auch so ein bisschen den Fuß in die Tür zu kriegen, sage ich mal. Deshalb, ich finde so Networking Events mega wichtig. Wenn ich mich jetzt nicht mit Sebastian Kuehn und mit Tim Chimoy und anderen namenhaften Leuten aus der Szene connected hätte, dann wäre es auf keinen Fall so schnell gewachsen. Weil wir sind eben auch Meinungsmacher. Und wenn die sagen, okay, die finden das cool, dann gucken sich andere Leute das eben auch überhaupt erst an. Und das finde ich, ist ein unglaublich wichtiger Aspekt. Und ja, dann habe ich eigentlich in der Zeit bis zur kommenden DNX hauptsächlich eben an Officeflucht und an meinem Amazon Business gearbeitet und hatte dann ja jetzt die Möglichkeit auf der letzten DNX nen Workshop zu geben. Und da war ich unglaublich nervös, weil das dann eben so greifbar das Ziel. Als ich das im Februar gesagt habe, da habe ich einfach noch nicht geglaubt, dass es dann so schnell passiert. Das war ja jetzt fünf Monate später und das war dann echt so ein Etappenziel. Ich habe wirklich drei Tage vorher nicht geschlaten. (beide lachen) Und der Workshop, der ging ja nur 45 Minuten eigentlich und ich fand es sowieso schon schwer so die Amazon Thematik in 45 Minuten zu packen. Ich meine, guck mal jetzt, wir reden ja schon über eine Stunde hier. Marcus: Ja krass! Bastian: Und ja, ich habe dann einfach die letzten Tage ständig noch an der Präsentation gesessen und irgendwas versucht zu optimieren, was eigentlich schon in Ordnung war und so. Als es dann vorbei, also kaum war ich auf der Bühne war ich echt super, super entspannt und dann … also ich habe super Feedback bekommen. Das hat total Spaß gemacht und dann habe ich auch echt so ein bisschen Blut geleckt. Und das obwohl ich bei der Keynote vom Fabian Dittrich nicht dabei war und alle haben mir dann erzählt, wie toll das war. Weil ich bin nebenan noch in den Raum gegangen und habe mir nochmal meine ganzen Notizen durchgeguckt und sowas. Da habe ich mich im Nachhinein ein bisschen geärgert. Naja, aber der Workshop ist super toll gelaufen und das war ne super geile Erfahrung und dann kam ja direkt die Woche danach das Entrepreneurship Summit. Da war ich dann mit dem Ben Paul zum Thema ortsunabhängiges Arbeiten. Also Online Entrepreneurship, ortsunabhängiges Arbeiten. Und das war ja auch noch mal ne ganz andere Hausnummer. Das ist ne ziemlich große Veranstaltung, 1500 Leute sind da. Das war an der freien Universität Berlin. Und da habe ich echt erstmal überlegt, also Du hast mich ja vorgeschlagen und hast mich ja gefragt, ob ich das machen möchte. Und da habe ich erstmal einen Moment gezögert, weil als ich mir das Youtube Video vom Vorjahr angeguckt habe, da ist mir echt erstmal so die Spucke weggeblieben, weil das einfach nach so einer enormen Veranstaltung aussieht, ne? Da stehen Leute auf der Bühne, die wirklich die Welt verändern mit ihren Ideen. Und dann kommt da eben hier der Bastian von Officeflucht und erzählt ein bisschen: Hey, ich verkaufe Online bei Amazon, ne? Da kommt Dir das so surreal vor, warum Du überhaupt da vorne stehst und die Leute Dir zuhören, ne? Aber das krasse war einfach, dass auch da das Feedback enorm war. Also mich haben nach dem Vortrag locker 40 Leute noch über ne Stunde in der Lobby belagert, weil die alle wissen wollten, wie das alles funktioniert. Also ich habe mir da insgesamt… also  die Show auf der Bühne, die ging ja eine Stunde. Und dann hinterher habe ich mir nochmal eine Stunde oder anderthalb in der Lobby Zeit genommen für die Leute. Und da waren halt wirklich so 40 Leute ungefähr dabei. Und das krasse war einfach, also die Leute sind glaube ich alle auf mich zugekommen, weil das im Vergleich zu den Keynote Speakern, die zwar super inspirierend sind, aber irgendwie in einem ganz anderen Universum unterwegs sind. Dahingegen ist die Amazon Geschichte eben für jeden greifbar. Marcus: Ja absolut. Bastian: Und das hat das eben so interessant gemacht für viele Leute und da habe ich eben auch schon viele Anfragen bekommen jetzt für Workshops. Und ich denke, ich werde jetzt Anfang des Jahres, wenn wir aus Brasilien zurück sind - also ich werde nicht so lange in Brasilien bleiben. Dann werde ich so ab Januar/Februar auch anfangen so Amazon Mastermind Days quasi zu veranstalten. Marcus: Hm cool! Macht auf jeden Fall Sinn. Ja ich find’s auf jeden Fall ein geiles Zeichen von dieser fetten Veranstaltung vom Entrepreneurship Summit, das ja ne mega Reputation hat, weil die ja unter der Schirmherrschaft von dem Günter Faltin veranstaltet wird, der das geile Buch Kopf schlägt Kapital veröffentlicht hat. Und die haben das erste Mal glaube ich im letzten Jahr sind die auf uns zugekommen und haben gesagt: Ey da passiert irgendwie was. So Lifestyle Entrepreneurship hieß glaube ich das Pannel, wozu die uns dann angesprochen haben und haben gesagt, dass würden wir gerne mit ins Programm nehmen. Und das sind so irgendwie auch dann schon in gewisser Weise, auch wenn das alles noch sehr lange dauert, bis wir irgendwo in der Mitte der Gesellschaft vielleicht mal ankommen werden. Die Firstmover, die gesagt haben: Ey, wir laden euch ein, wir nehmen euch mit in unseren Kreis. Und kriege heute immernoch Feedback von unserem ersten Talk, den wir da vor einem Jahr, letztes Jahr im Oktober, gemacht haben und gesagt haben: Ey, ihr habt uns echt erreicht, getouched, ich habe was geändert. Seitdem verfolge ich euch, war jetzt auf der DNX und bei euch schien das ja jetzt genauso abgegangen zu sein. Bastian: Ja total. Weil die DNX ist halt speziell für Digitale Nomaden und deshalb ist sie bei vielen Gründern einfach noch total unter’m Radar. Und wenn Du jetzt beim Entrepreneurship Summit bist, wo wahnsinnig viele Unternehmer so im klassischen Sinne am Start sind und die hören sich dann, weil die einfach mal sich da in diese Sitzung reinsetzen, das sind ja verschiedene Events parallel auch. Wir waren natürlich auch direkt im Audimax, weil die sich wahrscheinlich gedacht haben: Hey, das ist ein spannendes Thema und das wird sicherlich viele Leute interessieren und es war auch gut besucht und ich fand es einfach krass, dass wir uns da zu zweit da ins Audimax stellen, wenn andere Leute eben echt so gestandene Unternehmer sind. Aber man merkt da einfach, dass dieser Wandel in der Stimmung oder bzw. in der Auffassung von Entrepreneurship schon durchaus da ist. Ich habe jetzt zum Beispiel relativ viel mit einem der Zuhörer aus dem Publikum im Nachfeld geschrieben, der hat ein ziemlich geiles Startup. Der macht ökologisch abbaubare Babywindeln. Das ist ja auch was, was für die Welt einen Mehrwert bildet, aber der schreibt mich jetzt an, wegen Amazon, weil er selber sagt, dass das ein viel viel angenehmeres Modell ist. Das ist irgendwie so, dass viele Leute gar nicht wissen, wie greifbar ein Teilpassives Business überhaupt ist. Marcus: Ja, deshalb ist es so gut, dass man dann auch immer präsent ist, bereit ist. Ich mache auch alles mit, was an Interviewfragen oder Speaking so kommt. Du hast ja jetzt auch voll Feuer gefangen. Das finde ich cool. Und gebe auch immer gerne Sachen dann weiter, wo wir dann nicht können oder weil so langsam ja immer mehr auf uns aufmerksam werden und vor zwei Wochen haben wir dann auch eine coole Begegnung gehabt hier an der University of Bangkok beim Entrepreneurship Fachbeirat. Keine Ahnung. Mit denen sind wir dann irgendwie connected worden. Also es zieht gerade immer weitere Kreise. Vielleicht machen wir mit denen was zusammen zur GLOBAL im März. Das auch so dieses klassische Unternehmertum, was ich ja auch noch an meiner Uni da im BWL-Studiengang gelernt habe, was so praxisfern gewesen ist, dass die so die ersten Schritte jetzt auch Richtung Amazon Selling machen oder anderen Businessmodellen, die absolut greifbar und realisierbar sind. Ich glaube, die meisten wissen es einfach nicht. Bastian: Ja, deshalb hat der Günter Faltin das ja auch überhaupt erst alles gestartet. Der war ja auch BWL Dozent oder Dozent speziell in Berlin für Entrepreneurship und hat dann auch eben irgendwann eben gesagt: Warum soll ich das unterrichten, wenn ich davon in der Praxis überhaupt keine Ahnung habe. Und so ist dann eben das Ganze entstanden mit der Teekampagne und Du siehst ja, was daraus geworden ist, ne? Marcus: Ja, ja, ja. Richtig, richtig fett! Ja, ich denke mal, das war die längste Folge ever bis jetzt. Wir sind jetzt bei 1 Stunde 16 Minuten. Wenn die Hörer noch nicht eingeschlafen sind, vielleicht für die letzten drei, die noch am Start sind, was sind so Deine nächsten Pläne in den nächsten paar Monaten? Speziell mit Officeflucht, businessmäßig oder auch privat? Bastian: Also erstmal, wie gesagt, fahren wir gemeinsam mit der Nomad Cruise nach Brasilien. Mein Ziel für’s nächste Jahr ist auf jeden Fall noch so ein paar Speaking Gigs zu bekommen und ein Ziel, das ich auf jeden Fall habe ist, ich möchte irgendwann - ich sage mal irgendwann ist eigentlich voll schlecht das so zu formulieren, aber - ich möchte irgendwann auf jeden Fall auch mal einen TEDx Talk halten. Marcus: Cool! Bastian: Und für’s nächste Jahr ist geplant einen Onlinekurs zu der ganzen Amazonsthematik, also ganz idiotensicher von Schritt 1 bis zum letzten halt, wie man das dann 1 zu 1 umsetzen kann. Da muss ich mich bestimmt auch für locker drei Monate einschließen, sonst mache ich das nicht, aber ja. Ich möchte das auf jeden Fall angehen jetzt, sobald ich zurück bin und dann wie gesagt, eben auch so ein paar Mastermind Days und auch Workations mit Schwerpunkt Amazon. Also quasi so ne Art Amazon FBA Bootcamp, sodass man dann zum Beispiel sagt, für ne Woche oder für zehn Tage, sodass Du eine vernünftige Zeit, die theoretisch auch Leute in Anspruch nehmen können, die berufstätig sind. Also nicht irgendwie ein ganzer Monat Workation oder so, sondern so ne Woche ungefähr bis zehn Tage, dass man den Leuten sagen kann, da gehen wir auch alles durch, was mit Amazon zu tun hat und Du fährst nach Hause mit ner Art Hausaufgabe und weißt, wir beschließen dort quasi schon, welchen Produkten Du Dich annehmen solltest. Sodass jeder quasi mit nem festen Plan nach Hause fährt. Marcus: Saucool! Ich merke schon, Du bist voll on Fire. Wir sind’s ja auch noch, Feli und ich. Denn das ist irgendwie das geilste was es gibt. Diese unternehmerische Freiheit das erste Mal ausleben zu können und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das hat voll lange bei mir gedauert bis ich das mal gerafft und realisiert habe. Bastian: Ja und was auch alles daraus entsteht ne? Also es ist echt wie so ein Schneeball, der ins Rollen kommt. Marcus: Hm, ja cool! Ich freue mich, wir sehen uns ja schon in, keine Ahnung, eineinhalb Wochen dann in Gran Canaria und... Bastian: 12 Tage. Marcus: 12 Tage, geil! Und dann sind wir ja erstmal auf der Cruise zusammen nach Brasilien. Das wird bestimmt auch noch mal super inspirierend mit den ganzen anderen Digitalen Nomaden. Die Köpfe zusammenzustecken. Bastian: Ja super geil, auch weil es internationales sind. Marcus: Ja absolut, das ist auch nochmal so ein neues Level, was wir ja jetzt angegangen sind mit der DNX GLOBAL und einfach nicht mehr zu stoppen. Es ist einfach zu geil. Bevor wir uns jetzt hier zu lange selber feiern… (beide lachen) Vielen Dank für Deine Zeit! Bastian: Ja, danke Dir Mann! Dank Dir für die Einladung und es hat echt mega Spaß gemacht. Marcus: Sehr gerne. Hau rein Basti! Wir sehen uns. Bastian: Hau rein, bis dann! Marcus: Bis dann! Jo Leute, das war auch schon wieder eine neue Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Basti Barami von officeflucht.de. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hinterlasst mir doch einen Like bzw. eine Rezension auf iTunes. Ihr könnt mir aber auch gerne einen Like hinterlassen auf meiner Facebook-Seite. Das ist www.facebook.com/lifehackzshow oder ihr sucht da einfach nach LIFE HACKZ. Ich freue mich über jegliche Interaktionen, über Feedback von euch. Schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de, wie euch die Sendung gefällt. Was ich noch anders, was ich noch besser machen kann. Das hält die Show am Leben, das hält ich am Leben. Ich brauche euch, ich brauche euer Feedback! Danke, dass es euch gibt! Danke, dass ihr mir ein Lebenszeichen gebt! Und viel Spaß bei allem, was ihr gerade noch macht. Peace & out! Euer Marcus. [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • Max Breckbill ★ Warum Bootstrapping ohne Fremdkapital mehr Sinn macht als ein VC finanziertes Startup zu starten

    · 00:50:47 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Max Breckbill von starting from zero Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 34! Jo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. 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Heute mit dem Entrepreneur, Podcast Host, Mastermind Iniciator und whatever more Max Breckbill. Max ist neben den genannten Sachen auch noch der Veranstalter des monatlichen Four Hour Workweek Lifestyle Designertreffens in Berlin, im Berliner Betahaus findet das statt. Und wenn immer ich mal wieder in Berlin zu Gast bin, also im Sommer, dann schaue ich da auch sehr gerne vorbei. Es ist nämlich mega cool und inspirierend, sich mit gleichgesinnten Menschen zu umgeben. Es ist genau so wichtig auch für Dein Business immer wieder neuen Input zu bekommen. Freut euch auf ein richtig spannendes Interview mit Max. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, das ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Max bist Du ready? Max: Ja, ich bin ready. Marcus: Perfekt! Wo bist Du gerade und was machst Du da? Max: Ja Marcus, gerade jetzt bin ich noch immer hier in Berlin. Ich wohne hier seit jetzt drei Jahren und ich arbeite an verschieden Projekten. Das Hauptprojekt letztes Jahr für mich war Masterminds zu organisieren für verschiedene Unternehmer, hauptsächlich auf Bootstrapps Founders fokussiert, also Leute, die selbst finanziert sind. Und mittlerweile arbeite ich auch an einem Podcast “Startingfromzero.co” und organisiere auch die 4-Hour Workweek Meetup und dann ein paar andere neue Projekte sind auch am Start. Marcus: Ja cool, also man hört schon, Du probierst viel aus, bist umtriebig und was Du glaube ich besonders gut kannst bzw. wo wir uns auch das erste Mal kennengelernt haben, waren diese 4-Hour Workweek Meetups, wo Du ne Community zu dem Thema in Berlin glaube ich jetzt richtig, richtig groß gegrowed hast. Von wieviel Leuten am Anfang zu wieviel Leuten sind jetzt mittlerweile regelmäßig im Betahaus bei den 4-Hour Workweek Meetups? Max: Ja also am Anfang gab es eine Meetup-Gruppe, die ein anderer Kerl angefangen hat. Aber er war nur dabei für die erste Meetup, oder die ersten zwei. Und dann danach habe ich das weiter geführt. Wir waren bei 0 mit diesem Meetup am Anfang und jetzt sind wir glaube ich 900 knapp, vielleicht fast 1000 jetzt auf der Meetup Gruppe. Und jeden Monat haben wir ungefähr 100 Leute. Marcus: Mh krass! Max: Im Durchschnitt. Marcus: Mh und zwischendurch wurde auch mal die Location gewechselt ne? Ich kann mich noch erinnern. Ich war auch bei einem der allerersten Meetups, das war in nem kleinen Café oder so. Max: Genau! Gab’s da schon eine DNX zu dieser Zeit? Ich glaube das war so Frühling 2014. Ich glaube, das war noch vor der ersten DNX. Marcus: Ja genau. Die erste DNX war im Mai 2014. Und davor? Ich glaube im Sommer 2013 - ich weiß nicht, ob dass das 4-Hour Workweek Meetup war oder irgendein anderes Meetup, vielleicht war das auch von D.C. - da waren noch nicht so viele Leute wie jetzt regelmäßig dann im Betahaus am Start und das jeden Monat. Max: Ja klar, das ist cool. Marcus: Auf jeden Fall! Siehst Du da in den Leuten auch so nen Shift in Form von wo das Level der Expertise ist? Also, sind das größtenteils Leute, die noch am Anfang stehen, sich inspirieren lassen wollen oder auch mal Digital Nomads, die dann gerade in Berlin sind und vorbeikommen? Was sind das für Leute, die…. Max: Genau auf jeden Fall! Also am Anfang waren es nicht so viele Leute und die meisten haben nicht so viel Erfahrung auch gehabt bei den ersten paar Meetups. Mittlerweile haben wir immer mehr erfahrerenere Unternehmer, also Leute, die von Ihren Unternehmen leben. Also viele Freelancers und so, aber immer mehr und mehr Leute, die wirklich ein skalierbares Businessmodell haben, wo die so sechsstellig oder auch mehr verdienen. Also das ist ein wirklich cooles Ergebnis von meiner Perspektive. Zu sehen, dass die Konzentration von solchen Leuten immer höher ist bei diesem 4-Hour Workweek Meetup. Dazu, ja klar im Sommer oder wenn es schön in Berlin ist oder wenn da etwas los ist, dann sieht man immer mehr von diesen Digital Nomads, also bei der DNX Konferenz letzten Sommer haben wir so, ich glaube, eins unserer größten Meetups gehabt. So 120 oder so waren glaube ich da. Und da waren viele “Out of Towners” dabei für das DNX GLOBAL. Aber ja, es ist ein super beeindruckendes Meetup. Ich find’s super cool! Marcus: Ja, ich freue mich auch jedes Mal wenn ich in Berlin bin. Weiß ich ja, einmal pro Monat ist das Meetup, ist dann fest eingeplant. Hab ja auch schon mal selber gespeaked, noch ziemlich am Anfang und es ist auch echt cool dabei zu sein, weil man auch immer wieder neue Leute da trifft und es hilft ja ungemein, sich wieder mit Gleichgesinnten zu umgeben und Ideas zu spinnen. Ich merke das immer wieder, wenn wir eine Zeit lang raus sind und den Kontakt so ein bisschen verlieren zur Szene, habe ich zum Glück noch Feli, was sehr hilft, aber manchmal fühlt man sich dann doch alleine und weiß nicht so: ist das alles richtig und was mache ich hier? Oder: Wofür? Und wenn Du dann wieder mit den richtigen Leuten zusammen bist, wie jetzt in Chiang Mai die letzten Tage, da hatten wir dann auch viele Business Meetings mit spannenden Leuten aus der ganzen Welt und dann bist Du wieder total on Fire. Und genau so ist das auch bei den Meetups. Ich glaube, die braucht jeder für sich, ne? Max: Ja ich kann da total zustimmen. Also das ist einer der Gründe, warum ich eigentlich nach Berlin gezogen bin ursprünglich. Weil ich habe das langsam für mich selber gelernt. Also am Anfang dachte ich: Das Wichtigste ist so einen coolen Ort zu haben mit Bergen oder sowas. Ich bin nämlich früher gerne geklettert. Aber dann nach ein paar Jahren beim Reisen und so - ich war ein Jahr in Spanien und ich bin ein bisschen durch Europa gereist - habe ich gemerkt: Hey, am wichtigsten für mich persönlich ist, dass man eine ganz krasse soziale Umgebung um sich hat. Weil das pusht mich einfach wie nix anderes. Deshalb bleibe ich die meiste Zeit im Jahr hier in Berlin. Ich würde mich selber jetzt nicht als digital Nomad beschreiben, weil ich eher so digital Settler bin, vielleicht. Weil für mich die Umgebung einfach so wichtig ist. Es ist super cool hier in Berlin zu sein und es super cool zu schauen, wie die Startup-Entrepreneurship-Szene wächst und sich entwickelt. Und wie wir immer mehr Leute dazukommen, die nicht an einer typischen Venture Backed Tax Startup-Szene interessiert sind, aber immer mehr Leute, die meinen: Hey, ich würde gerne auch Entrepreneur sein, aber es muss nicht so ein riesen großes Ding sein, wo ich so 70 Stunden pro Woche arbeite, nur um irgendeinen wie sie reich zu machen. Sondern etwas zu tun, was mir wirklich am Herzen liegt und damit auch gleichzeitig einen guten Lifestyle zu haben. Marcus: Ja, ich sehe auch immer mehr den Shift. Vor so ein paar Jahren war so das Non-Plus-Ultra: Du gehst ins Silicon Valley oder Du gehst nach Berlin in die Startup-Szene und foundest ein cooles Startup und die Leute haben sich dann gegenseitig gefeiert, wenn die nächste Investmentrunde abgeschlossen wurde oder Seed Capital geraised wurde und irgendwann haben so die ersten gemerkt: Ey, das ist irgendwie nicht cool, was ihr da macht. Weil letztendlich bist Du dann ja immernoch zwar für den VC. Du hast Dein eigenes Unternehmen, aber Du musst dann die ganze Zeit reporten und die haben ja auch Einfluss auf Dein Unternehmen und Du bist nicht frei. Du bist nicht wirklich selbstständig bei all dem Geld. Das gehört Dir ja auch nicht. Das ist ja nur geliehen. Und wer ne Wette auf Dich abschließt, der gibt Dir Geld, aber hofft natürlich mindestens, ich glaube unter dem 10-fachen des Einsatzes lohnt sich das für VC’s auch nicht, also pushen die dann auch richtig hart. Max: Genau. Von der Perspektive von der VC… Also ich habe selber Erfahrung damit. Also mein erster Job vor einem Jahr hier in Berlin war mit so einem funded Startup. Und ich habe es selber gesehen, wie unsere Founder immer gepushed waren. Die waren immer unter super viel Stress und viele Founder, die ich kennengelernt habe, die haben so eine ursprüngliche Vision gehabt für Ihre Unternehmen, aber dann geht es nach dem Kalender der VC. Innerhalb von sechs Jahren muss das entweder ein riesengroßer Erfolg sein oder dann ist es total Wurscht. Also entweder großer Erfolg oder gegen die Wand fahren. Also für die VC ist das eine gute Strategie, also das macht Sinn. Du hast vielleicht zehn Pferde und wenn ein oder zwei einen großen Gewinn haben, das zahlt auch die aus, die verlieren. Aber aus der Perspektive des Gründers ist das eigentlich ein bisschen Scheiße. Marcus: Ja auf jeden Fall, weil Du wirst total verbrannt ne? Und gehetzt und Du hast das gerade ganz cool gesagt mit den Pferden. Dann sind die acht Pferde, die werden genauso getrimmt und trainiert bis zum Erbrechen und da irgendwie gefordert. Und die beiden Stärksten oder die vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, werden dann wirklich Unternehmen, die durch die Decke gehen, wahrscheinlich auch für einen hohen Preis, für viel Arbeit und Überstunden und Stress und was da auch alles dazukommt. Und die anderen acht sind mega gearscht, weil die hatten den Stress und die hatten den Druck und die sind noch nicht mal durch die Decke gegangen. Irgendwann ist die Kohle weg von dem VC. Du konntest aber die Kohle, wenn Du Dir überhaupt ein Gehalt ausgezahlt hast, konntest Du es dann nicht nutzen, weil Du keine freie Zeit hattest. Also letztendlich glaube ich, haben viele erkannt, dass es irgendwie doch nicht so das Non-Plus-Ultra ist, was man machen kann als Unternehmer. Max: Genau und ich glaube viele Gründer, die gründen eine Firma aus verschiedenen Gründen. Und einer davon, würde ich sagen, ist irgendwie mehr Freiheit zu bekommen. Also das ist die gängige Methode. Also Du sammelst eine riesen Menge an Geld an bevor Du überhaupt weißt, dass Deine Idee funktionieren wird. Und dann versuchst Du diese Idee profitabel zu machen. Aber im Endeffekt bekommst Du nicht mehr Freiheit, obwohl Du vielleicht auch an einem Projekt arbeitest, wofür Du mehr Leidenschaft hast. Du bekommst nicht mehr Freiheit, sondern Du tauschst eine 9 to 5 Base für eine 24/7 Base. Also nach diesem Motto. Jetzt hast Du einen der den ganzen Tag und die ganze Woche hinter Dir steht und Du musst für ihn schaffen und dann hast Du diese Freiheit nicht mehr. Also ich denke immer, es gibt so viele geile Möglichkeiten, wo Unternehmer, vor allem Neuunternehmer ganz schlank und lean anfangen können und auch 100% von ihrem Business behalten können. Damit sie das auch in dem Rhythmus wachsen lassen können, den sie für sich selber richtig finden und auch gleichzeitig den Lifestyle haben können. Also ich freue mich immer mit neuen Entrepreneurs sprechen zu können. Also vor allem diese, die hierher reisen, vielleicht von Silicon Valley, weil die kennen nur diese Methode: Okay, ich habe eine Idee. Ich sammle erstmal einen Haufen Geld, dann schauen wir mal, ob das irgendwann mal profitabel wird. Und mit Crowdfunding und mit dieser Lean Startup Methodology. Man kann wirklich ohne Kapital ein ziemlich geiles Business aufbauen. Also genau wie Du und wie wahrscheinlich viele von den anderen Leuten, die schon Gast bei Deinem LIFE HACKZ Podcast gewesen sind. Ich finde es immer super wichtig, dass wir diese Beispiele den Leuten vor Augen halten, wenn die denken: Ja, ich würde gerne was mit Entrepreneurship machen. Marcus: Ja absolut. Und genau da setzt ja auch Dein Podcast an. Der heißt “Starting from Zero”, was dafür steht, dass die Leute Self-Funded Entrepreneurs sind, bootstrapped. Max: Genau. Also der Podcast geht genau darüber. Du warst schon einer von den ersten Gästen. Du und Feli zusammen. Weli ich finde euer Beispiel, wie ihr so lean und praktisch ohne Kapital - ich glaube Du meintest diese großen Investitionen und die große DNX Konferenz anzufangen - die upfront casts waren so 200 Euro bis 500 Euro, um die Website zusammenzubringen. Marcus: Wenn überhaupt, ja. Max: Ja, wenn überhaupt. Also dieses Modell, also dieses Preselling Konzept kann man für viele, viele, viele andere Businesses auch verwenden. Also ich versuche einfach damit den Leuten zu zeigen, was es da draußen gibt. Weil ich bin fest davon überzeugt, dass man am besten und schnellsten von den Erfahrungen anderer Leute lernen kann. Also das ist so mein kleiner Beitrag zur Online Bootstrapper World. Marcus: Ja, der ist richtig cool. Also großes Kompliment. Ich höre immer wieder gerne die neuen Folgen und freue mich, wenn bei iTunes dann eine aufpoppt, dass Du wieder eine genommen hast, weil man kann es gar nicht oft genug hören. Wir wurden natürlich auch mega inspiriert durch andere Solopreneurs und Self-Funded Entrepreneurs, wo wir dann gesehen haben: Ey es geht irgendwie auch mit dem Lean-Startup approach. Du musst nicht so viel Geld verbrennen. Du musst nicht einen VC reinholen, sondern man kann einfach Quick and Dirty starten. Die Idee testen und dann langsam sukzessive ausbauen mit dem Cashflow der dann reinkommt von den ersten Einnahmen. Und ich glaube davon kann es gar nicht genug Podcasts oder Blogs und Projekte geben. Weil, wie wir eben schon gesagt haben: Jeder braucht irgendwie die anderen Leute auch um sich herum und immer wieder so dann auch Inspiration von anderen Seiten, was man alles erreichen kann auch ohne groß Venture Capital oder Venture finanziert zu sein. Max: Ja, ein letztes, was ich gerne zu diesem Thema sagen möchte: Ich finde, dass dieses Konzept von Lean Businesses anfangen, ich glaube das ist ein Konzept, dass ganz Nah an dem deutschen Herzen liegt eigentlich. Ich weiß nicht super viel über den deutschen Mittelstand. Dieses Hidden-Champions Konzept, was man hier in Deutschland hat, aber je mehr ich mir dieses Lean-Konzept anschaue, denke ich: Ja, das ist perfekt für die Deutschen. Also die Deutschen mit ihrem Mittelstand, die haben so Businesses die Weltführer sind in einem ganz kleinen gezielten Markt und damit ist Deutschland wirklich reif und erfolgreich geworden. Und ich glaube, dass wenn man so eine ähnliche Strategie nimmt - also das ist praktisch die Strategie dieses Lean-Bootstrapping - und oft hast Du irgendwann mal ein Business, das super geniescht ist, super gezielt ist. Und wer versucht im Online Internet Weltmarktführer zu sein, glaube ich, dass dieses Konzept zu Deutschland und den deutschen Unternehmern und Zuhörern passt. Marcus: Ja, was Du eben gesagt hast, das passt von daher weil deutsche erstmal sehr sicherheitsbedürftig sind und nicht gerne viel Risiko eingehen und als Bootstrapper hast Du dann auch nicht viel Geld, was Du verbrennen kannst oder irgendwie fett ausgeben kannst in irgendwelche Kampagnen, sondern Du musst schon mit Deinem eigenen Geld wirtschaften. Und das können glaube ich grundsätzlich Deutsche mit der Einstellung dann besser, die auch so groß geworden sind. Ich glaube, Du selber kommst ja aus den Staaten. Du bist ja US-Expert. Berichtige mich, wenn ich da falsch liege, aber es gibt viele erfolgreiche Unternehmer, die haben ihr Unternehmen nur auf Dept gegründet, auf Creditcards, was ja cool ist, weil das Unternehmen hat dann funktioniert. Aber es gibt auch viele Privatleute, die einfach mit dem Mindset leben, Depts sind normal und jeder macht irgendwie Schulden. Max: Also es ist wirklich ganz scary, wie es in den USA ist. Ich habe in einem Buch vor kurzem gelesen, ich glaube, das war das Buch von James Altucher “Choose Yourself”, kann ich auf jeden Fall empfehlen. Und der hat geschrieben, dass zwischen 2005 und 2007 der Kreditkarten-Dept in den USA von 700 Milliarden auf 1,5 Billionen gestiegen ist. Marcus: Booo fuck... Max: Also wir sind super zufrieden mit unserem Plastik zu bezahlen und das ist nicht die beste Methode. Also ich bin so ein bisschen in dieser Kultur aufgewachsen, obwohl ich muss sagen, ja ich bin in den USA aufgewachsen, aber meine Mutter kommt eigentlich auch aus Deutschland. Aus Bayern. Marcus: Jau! Max: Pfiat di. Marcus: Pfiat di (lacht laut) Max: Ja diese ganze bayrische Szene kenne ich auch ein bisschen durch meine Onkel, die dort alle entweder Bauern oder Aggrartechnik Unternehmer sind. Marcus: Ah, sehr bodenständig. Max: Genau, sehr bodenständig. Von da habe ich so ein bisschen eine Verknüpfung mit diesem Mittelstandkonzept her. Also die sind immer sehr hilfreich. Die sagen mir immer, was ich hier in Berlin mache und dann sind das manchmal unangenehme Fragen, aber im Endeffekt immer hilfreich auf lange Sicht. Marcus: Okay, dann hast Du das wahrscheinlich auch so ein bisschen mit in die Wiege gelegt bekommen. Weil das Problem glaube ich in den Staaten oder auch - ja, es gibt auch andere Länder oder andere Systeme, die das so vorsehen, dass die Leute möglichst viele Schulden machen - ist wahrscheinlich darauf abgezielt, dass die Leute dann Schulden haben und die müssen einfach arbeiten. Die müssen zwei Jobs annehmen, die müssen drei Jobs annehmen. Und die haben dann auch gar keine Zeit irgendwie so auszubrechen aus diesem System und das funktioniert. Die Wirtschaft hat genug Angestellte, die einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten, sich nicht groß auflehnen und richtig reich werden dann wieder nur ganz oben diese fetten Unternehmen, weil die anderen in die Trap gerannt sind und von Anfang an Schulden gemacht haben. Max: Ja ja, und man sieht das vor allem in dem Educational System, was wir in den USA haben. Im Unisystem. Ja, man muss so viel Geld ausgeben, um in die Uni zu kommen. Naja, ich glaube in Zukunft wird das nicht immer so sein in den USA, weil das ist einfach nicht nachhaltig. Und die Preise werden immer teurer auch bei den Unis. Wenn man 10.000 Dollar pro Jahr ausgibt für eine gute Uni, ist das ein ganz geiler Deal für einen Studenten. Auf der einen Seite hat es Vorteile, weil die Unis nehmen Dich als Student wirklich an die Hand und die führen Dich wirklich. Du bekommst eine bessere Education und eine bessere Infrastruktur. Es ist ein bisschen schöner von der Infrastruktur her. Und bessere Studenten zu Professoren Ratios. Aber dann steht man nach vier Jahren immerhin mit 40.000 Dollar da, die man wieder zurückzahlen muss. Oder wenn man gut gespart hat, vielleicht nur 20.000 Dollar. Aber ja, es fängt so an. Also meine Familie ist auch ein gutes Beispiel dafür. Also mein Vater ist Arzt und er musste super viel ausgeben für sein Studium. Also um Arzt zu werden, gibt man so ungefähr, ich weiß nicht, eine viertel Millionen aus für den ganzen Prozess von acht Jahren. Marcus: Wow. Max: Das System ist so gebaut, dass es sich dann auch lohnt. Der Arzt muss praktisch super viel verlangen für seine Zeit. Und dann ist das auch eine gute Investition, aber immerhin ja… Das ist gesellschaftlich vielleicht auch nicht die perfekteste Lösung, weil dann müssen die anderen Menschen für ihre Health Care viel bezahlen. Marcus: Ja, das ist alles irgendwie nicht ganz rund. Von daher… Um wieder zurückzukommen zu dem Entrepreneurtum und dem Unternehmertum ist das auf jeden Fall ein guter Workaround oder eine gute Option, um halt nicht in dieses Hamsterrad reinzugehen, sei es jetzt in den Staaten oder sei es in Deutschland, was aus verschiedenen Gründen auch nicht so cool ist. Weil man da sehr gefangen ist. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Und wenn man dann auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer wachsen will oder an seine eigenen Grenzen stößt - wir haben ja jetzt das Thema schon zwei, drei Mal heute alleine in dem Podcast gehabt - wie wichtig das ist, gleichgesinnte Leute um sich herum zu haben, die die gleichen Probleme und Challenges haben. Und genau aus dem Grund bist Du ja jemand, der ein totaler Befürworter und Verfechter von diesem Mastermind Konzept ist. Max: Ja genau. Ich bin total davon überzeugt. Marcus: Ja, erklär’ mal, was genau ein Mastermind ist. Max: Ja kann ich auf jeden Fall machen. Ich habe auch ein paar Schritte vorbereitet für Deine Listeners, falls die selber ihre eigenen Masterminds aufbauen möchten. Der erste Schritt, also was ist ein Mastermind ganz genau? Das ursprüngliche Konzept kommt von diesem Typ, Napoleon Hill, der dieses berühmte Buch geschrieben hat “Think and grow rich”. Das ist seine Definition und der ist so der Erfinder von diesem Mastermind-Konzept. Nach seiner Definition ist Mastermind eine Gruppe von zwei oder mehreren Leuten, die zusammenkommen, um sich gegenseitig zum erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Ich würde sagen, dass heutezutage, vor allem in der Online Unternehmenswelt, denkt man bei Masterminds hauptsächlich an eine Gruppe von vier bis sechs gleichgesinnten Online Unternehmern, die sich regelmäßig treffen. Vielleicht ein bis vier Mal pro Monat, um einander zu pushen, um einander Verantwortlichkeit entgegenzubringen, um ihre Tasks zu erfüllen und einander Mut zu geben. Dass sie dran bleiben und dass sie ein bisschen von diesem Team Aspekt in ihrer Arbeit haben. Weil als Online Unternehmer ist es manchmal einfach super schwierig motiviert zu bleiben, wenn man so alleine vor dem Rechner sitzt. Und Du hast vorher angemerkt, Du hast schon Feli. Und das ist eine ganz coole Sache, wenn Du jemanden hat, der jeden Tag bei Dir sitzt und ihr motiviert euch gegenseitig. Aber wenn man alleine vor dem Rechner sitzt, das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, wenn man dieses eine Call pro Woche hat und man weiß, man muss etwas bei diesem Call liefern - einen Task den Du Dir vorgenommen hast - und Du hast auch Leute, die Dir helfen werden bei einem konkreten Problemen, welches Du gerade jetzt in Deinem Business spürst. Das bringt unheimlich viel in jedem Aspekt. So also ganz konkret: Warum man einen Mastermind machen sollte ist im Endeffekt, um Motivation zu bekommen. Der zweite Effekt ist so dieses Team-Erlebnis zu haben und mehr Spaß zu haben bei der Arbeit. Ich würde auch sagen: Exklusive Information. Weil als Unternehmer suchen wir immer nach Tipps und Tricks und Shortcuts, wie man schneller vorankommen kann in seinem Business und das bekommt man hauptsächlich durch andere Online Unternehmer, die ähnliche Erlebnisse schon gemacht haben. Marcus: Klar, es sind so oft die gleichen Herausforderungen, die man hat. Und jeder fängt dann wieder von Null an und digged sich dann really deep in das Topic rein und das dauert aber dann einige Zeit bis man an dem Punkt ist, was andere dann auch schon vorher vor Dir gemacht haben. Und wenn’s dann jemanden gibt, der genau diesen Weg mit Dir shared und Du die Shortcuts, die Abkürzungen,nehmen kannst, dann sparst Du ja viel Zeit auf dem Weg zum nächsten Step oder Milestone. Max: Genau, auf jeden Fall. Das ist super wichtig, dass man sich diese soziale Umgebung schafft, wo es einfach andere interessante, coole Leute gibt, die wirklich Actiontaker sind. Die wirklich Leute sind, die etwas machen und die sich bewegen. Marcus: Ja und genau, was mir bei dem Masterminds so gefällt an dem Konzept ist, dass man auch ne krasse accountability gegenüber den anderen aufbaut. Ich komme gerade nicht auf’s deutsche Wort. Max: Verantwortlichkeit! (lacht) Marcus: Genau! Dass Du genau weißt, ich habe nächste Woche das Mastermind. Wir haben uns darauf committed. Ich schaffe bis dahin einen Newsletter rauszuhauen, zwei Blogposts zu schreiben und an meinem Konzept für den neuen Podcast weiterzuarbeiten. Und ich muss den anderen Leuten das dann vorstellen und sagen, wo ich da bin. Und wenn ich’s nicht geschafft habe, muss ich aber wenigstens erklären können, was ich stattdessen gemacht habe. Und das ist viel, viel besser als wenn Du so ein Einzelkämpfer bleibst und für Dich alleine unterwegs bist und irgendwann einfach nicht mehr kannst und den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, demotiviert bist und dann denkst, es geht gar nix mehr. Max: Auf jeden Fall. Und es ist genau dieses Konzept, was mir zu meinen ersten 1.000 Euro als Selbstständiger gebracht hatte. Also für drei Monate bevor ich meinen Mastermind hatte, nachdem ich meinen Job aufgegeben hatte. Ich habe fast keinen Fortschritt gemacht. Aber dann habe ich den Mastermind gehabt. Ich hab’s Online durch einen berühmten Blogger gefunden, der das zusammengestellt hatte. Und da habe ich gesagt: Ja okay, ich kauf mir diesen Onlinekurs. Und ein Teil davon war dieser Mastermind und innerhalb vom ersten Monat: BAM! Ich habe so viel Power bekommen. Ich habe wirklich einen Tritt in den Arsch bekommen und innerhalb von diesem ersten Monat hatte ich schon meine ersten 1.000 Euro Umsatz gehabt. Ich habe auch persönlich diese Benefits von diesen Masterminds erlebt und das hat mich auch mehr davon überzeugt. Marcus: Okay cool. Du hast ja auch schon ein paar Masterminds für uns auf der DNX gematched und auch angeleitet und gemacht und hast auch selber dazu einen Kurs rausgebracht? Oder machst Du das auch noch vor Ort in Berlin? Was ist da der Stand? Max: Ja, gerade jetzt ist der Stand: Ich mache verschiedene Masterminds. Ich habe es gerade jetzt in drei Level aufgeteilt. Also Leute, die keine Idee haben, Leute die schon eine validierte Idee haben und dann Leute, die schon von ihren Businesses leben. Also jede von diesen drei Zielgruppen hat verschiedene Bedürfnisse. Und die ersten zwei Gruppen begleite ich mit ein bisschen mehr Inhalt. So: Dieses sind die Schritte, die Du verfolgen musst, um zum nächsten Level zu kommen. Und dann bei den Leuten, die schon in der dritten Gruppe, also Leute die schon von ihren Businesses leben, da geht es vielmehr über persönliche Ziele. Was Du hast für das Business. Wie Du das Business so im nächsten Jahr oder in den nächsten fünf Jahren sehen würdest. Und gerade jetzt ist noch immer alles vor Ort hier in Berlin. Aber ich hab’s auf jeden Fall vor, das in Kürze Online zu ziehen. Für die erste Gruppe habe ich letztes Wochenende schon einen Workshop gemacht. Das erste Kick-Off von dem Idea-Accelerator Mastermind. Und das ist so für die Leute, die überhaupt keine Idee haben, aber die eine Idee erfinden möchten und das auch validieren. Und dann über sechs Wochen überarbeiten und schauen, wie weit sie mit der Idee kommen. Und das können sie www.startingfromzero.co/ideaaccelerator  einsehen. Marcus: Ja, das verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes. Dann können die Leute einfach auf www.lifehackz.de/max-breckbill  gehen und dann finden sie es auch unter den Shownotes. Max: Ja, also etwas anderes, was ich Deinen Zuhörern noch mitteilen möchte ist, wenn es Zuhörer da draußen gibt, die überhaupt Bock haben, ihren eigenen Mastermind zu starten. Ich kann das nur empfehlen. Weil wenn Du selber der Veranstalter bist oder der Organisator von Deinem eigenen Mastermind, von vier bis fünf anderen Leuten. Das ist ein riesen Vorteil verschiedenen Ebenen. Der erste ist, Du kannst für Dich selber entschweiden, wer die richtigen Leute sind. Der zweite ist, Du kannst mit ihnen potentere Leute in Deinem Mastermind zusammen haben. Und das ist normalerweise ein Benefit, wenn Du einen Mastermind hast, wo die anderen Leute ein bisschen weiter sind in ihrem Business und das kann Dich besser motivieren. Ja, wenn Du willst Marcus, ich kann das hier teilen über den Podcast oder ich habe auch ein kleines Worksheet gemacht und wir können das einfach auch dazu verlinken. Wo die Leute, die gerne selber einen Mastermind anfangen möchten, die können das einfach runterladen und die dann Sheet für Sheet durchgehen. Marcus: Ja also, wir verlinken das auf jeden Fall, aber Du kannst es auch gerne auf dem Podcast hier raushauen. Die Leute freuen sich immer über wertvollen Content. Also hush hush Hau raus! Leg los! Max: Dann legen wir mal los. Also der erste Schritt ist sich darüber zu werden, welche Mitglieder Du in Deinem Mastermind haben willst. Das bezieht sich tatsächlich auf Deine persönliches Business, was Du voranbringen möchtest. Also wenn Du schon ein klares Business-Konzept hast, also ein Business-Modell, das ist ein guter Anfangspunkt. Und wenn Du dann auch eine klare Nische hast, das ist der andere gute Anfangspunkt. Also das bezeichnet so Deine Zielgruppe für Deinen Mastermind. Business-Modell plus Nische, dass sind die Leute, die Dir am besten helfen können. Dann der zweite Schritt: Ich würde sagen, Du solltest Dein Format entscheiden. Also wenn Du ganz am Anfang bist mit Masterminding. Wenn Du nie vorher einen Mastermind gemacht oder organisiert hast. Ich bin super dafür Sprint Mastminds zu organisieren. Das Wort Sprint kommt von diesem Entwicklungskonzept Scrum, wenn ihr euch mit Software ein bisschen auskennt, dann kennt ihr das. Aber das Konzept ist, dass Du Dich für ein Ziel in sechs Wochen entscheidest und dann sprintest Du zu diesem Ziel zusammen mit deinem Mastermind. Also das ist ein Mastermind, dass auf sechs Wochen beschränkt ist, damit Du nicht diese Gefühl hast, dass es ewig dauert. Weil wenn Du keinen beschränkten Zeitrahmen für das gesamte Mastermind hast, dann verliert es nach sechs oder sieben Wochen irgendwann mal seine Potenz und die Leute kommen einfach nicht mehr. Das wäre mein zweiter Vorschlag. Dass Du Dich entscheidest für einen Sprint Mastermind zum ersten Mal und dann, wenn nach diesen sechs Wochen, also sechs Meetings in sechs Wochen, Du Dich mit Deiner Gruppe weiterhin treffen möchtest, dann könnt ihr das zusammen entscheiden und nochmal sechs Wochen machen. Und wenn es nicht mehr passt, es kann nämlich sein, dass manche Leute super schnell wachsen während dieser Zeit, andere Leute werden nicht so schnell wachsen, dann kann man neue Masterminds machen. Um das Sprint Mastermind vorzubereiten, musst Du ganz klar Leute finden, die an sechs Meetings interessiert sind. Das kann über sechs Wochen laufen oder drei Monate. Du musst, und jede Person muss sich für ein klares Ziel entscheiden nach dem Smart-Goal Prinzip. Du musst für Deinen Mastermind einen ganz klaren Endpunkt haben, damit es ein bisschen Druck gibt, damit die Leute etwas haben mit dem sie sich wirklich pushen und damit das Ziel wirklich Sinn macht. Jetzt haben wir Dein Topic, also was Deine Zielgruppe ist. Dann haben wir das Format, also die Sprint Masterminds und dann im dritten Schritt muss Du einfach die richtigen Leute finden. Ich habe zwei Formate erlebt, wie man das am besten machen kann. Also ich würde die ersten den organischen Approach nennen und den zweiten den Networking Approach. Also der organische Approach ist einfach ein oder zwei andere Leute zu finden, mit denen Du gut klar kommst. Und am liebsten solche, die ein ähnliches Business Modell und Nische haben wie Du. Und Du sagst “Hey wir treffen uns einmal und dann stellst Du mal Dein Mastermind Konzept vor. Und dann könnt ihr es organisch wachsen lassen und sagen “Okay, wenn einer von euch jemanden kennt, der gut in diese Gruppe passen könnte, dann kannst Du ihn herzlich einladen”. Und jedes Mal, wenn Du jemanden neues bekommst, dann kannst Du ihn immer fragen und sagen “Wen kennst Du, den wir in diese Runde einladen können?” Und dann so organisch wachsen, bis Du eine Größe hast, die Dir gefällt. Ich würde vorschlagen nicht mehr als sechs, aber es gibt manche Leute, die freuen sich, wenn sie sich jeden Monat mit acht Unternehmern treffen. Das kann auch funktionieren. Und zum organischen Approach habe ich ein bis zwei, aber es funktioniert nur mit einem Kumpel. Wenn Du nur einen Kumpel hast und Du sagst “Hey komm, wir treffen uns und wir brainstormen zusammen und wachsen one at a time”. Der zweite Approach ist so der Networking Approach und da wirst Du alles, was Du schon vorher geschrieben hast, das nimmst Du und schreibst dafür einen Pitch. Ganz klar, was für Leute Du in Deinem Mastermind willst, was Du persönlich erreichen möchtest mit diesem Mastermind. Und dann postest Du einfach diesen Pitch auf Social Media. Wenn es in Deiner Stadt Meetup Gruppen gibt, dann kannst Du zu den Meetup Gruppen gehen und dann vor dem Open Mic stehen und sagen “Hey, ich heiße so und so. Ich will das und das erreichen. Ich suche andere Leute für eine Mastermind Gruppe. Fragt mich einfach”. Du kannst auf Online Foren gehen, wie zum Beispiel Dynamite Circle wäre perfekt. Wenn Du nicht schon im Dynamite Circle bist, dann gibt es glaube ich viele andere solche Exclusive Forums wo Du posten kannst. Marcus: fizzle.co? From Corbett Barr hm. Max: Yes! Das ist ein ganz gutes Beispiel und so kannst Du super schnell Deine Leute finden. Marcus: Cool! Max: So, das ist so das ganz knackige Setup Phase. Und dann würde ich auch im letzten Schritt drei Vorschläge geben, wie Du Deine Masterminds gut laufen lassen kannst. Erstens: Benutze immer einen Timer für Deine Masterminds. Entscheide Dich, dass jede Person, ich weiß nicht, 10 bis 15 Minuten bekommt, um seinen aktuellen Stand zu beschreiben und seine Herausforderungen zu beschreiben. Es gibt diese Regel “Parkinson’s law”. Das heißt, arbeite wie ein Gas. Es wächst und wir planen, und vergleichen wie viel Platz es gibt für diese Arbeit. Und wenn Du am Ende von dem Meeting mit Power rausgehen willst und noch mehr Energie haben willst als Du reingebracht hast, dann sollst Du auf jeden Fall einen Timer benutzen. Weil sonst redet jede Person zu lange und am Ende sind einfach alle erschöpft. Und das ist nicht so ein geiler Effekt. Der zweite ist kurze Updates zu machen. Also wenn Du zum Beispiel zehn Minuten hast, um Deinen aktuellen Stand und Deine Herausforderungen zu besprechen mit der Gruppe, nimm nur die ersten zwei Minuten um Deinen aktuellen Stand zu beschreiben. Und die restlichen acht Minuten um Deine Herausforderungen zusammen mit der Gruppe zu besprechen. Ich sehe oft, das ist eine Tendenz, dass wir alle super gerne über uns selber reden. Und es ist ganz einfach die ganzen zehn Minuten dafür zu nutzen. Die letzte ist super wichtig und das ist auf jeden Fall: Versuche nicht in einen Rhythmus zu kommen, dass Du immer den anderen erklärst, was die machen sollen. Es ist immer viel überzeugender, wenn Du den anderen Leuten etwas erzählst, was auf einer persönlichen Erfahrung basiert, als wenn Du einfach sagst “Du solltest so und so was machen”. Ich habe das in irgendeinem Buch gelesen. Also das kann auch manchmal lustig sein, wenn Du Brainstorming machst. Aber versuche hauptsächlich immer Deine Ratschläge, Deine Beratungen auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen. Marcus: Makes sense. Max: And that’s how you do it! Marcus: Cool, great! Thanks for this sighting. Ja richtig cool! So baut man eine Mastermind auf und zu dem einen Punkt, wo Du gesagt hast, zwei Minuten selber Business erklären und acht Minuten Input holen, ist glaube ich auch ganz wichtig. Wenn Du gerade auf dem Hot Seat bist, dass Du nicht anfängst zu erklären, warum das jetzt nicht geht und aus dem Grund geht das nicht und das habe ich schon probiert und nee, das ist auch keine coole Idee. Sondern be open for Feedback, ne? Max: Genau. Marcus: Und das einfach auf Dich erstmal nicht über Dich ergehen lassen, sondern wirklich dann reflektieren: Ist das vielleicht eine Option? Die hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Kann man das mal machen? Klar, ich bin open dafür, ich probier das aus. Max: Ja, also eine kleine Sidenote dazu: Ich habe gemerkt, dass es oft die Leute sind, die das wenigste geschafft haben, die die meiste Zeit für ihre Updates nutzen. Ich weiß nicht genau, warum das so ist. Also eigentlich vermute ich, das ist, weil die ein schlechtes Gewissen haben, dass die nix gemacht haben und die nutzen die ganze Zeit, um Excuses darzustellen. Marcus: Glaube ich auch. Max: Aber denk einfach mal dran, wenn Du auf dem Hot Seat sitzt und Du merkst “Hey wow, ich habe ganze acht Minuten gebraucht”, dann ist es höchstwahrscheinlich deswegen, weil Du ganz wenig gemacht hast von dem, was Du Dir für diesen letzten Zeitraum im Mastermind vorgenommen hast Marcus: Ja, super useful! Danke, danke dafür, für das ganze Know-How Sharing. Max: Auf jeden Fall. Marcus: Was ist Deine größte Schwäche bzw. worin würdest Du noch gerne besser werden? Max: Ich?! Och Marcus… Marcus: (lacht) Max: Du fragst die richtigen Fragen, auf jeden Fall. Marcus: That’s my job. Max: Für mich geht es um Organisation und ja… Ich würde sagen, der systematische Aufbau von Marketing Funnels. Das ist etwas, wo ich persönlich dran arbeiten muss. Das ist die nächste große Herausforderung für mich. Aber im Allgemeinen, organisiert zu bleiben, wenn man so viele verschiedenen Sachen hat, ist immer schwierig für mich. Wenn man so auf jeder Baustelle arbeiten muss, so auf der Webseite, auf den Inhalt und dann auf die gesamte Marketing Strategie und wie das alles zusammenkommt. Die Zeit zwischen diesen drei Aspekte gut auszubreiten ist für mich die größte Schwäche gerade jetzt. Marcus: Ja. Also was Dich ja wiederum stark macht und auszeichnet ist, dass Du so viele Ideen hast, dass Du so viel Power und so viel Drive hast. Und manchmal ist es dann glaube ich so viel, da ist es dann schwierig da wieder Struktur und Ordnung rienzubringen, wie Du gerade gesagt hast. Was ist denn Dein Konzept dafür oder Deine Lösung? Hast Du was verbessern können? Max: Meine Lösung für diese Tendenz, die ich habe? Marcus: Ja genau. Max: Ja, also ich habe ein paar Kumpels, die mir in jedem verschiedenen Aspekt helfen können. Und ich versuche immer mehr mit Virtual Assistance outzusourcen. Ich versuche einfach immer mehr Sachen outzusourcen. Mehr kleiner Sachen. Zum Beispiel bei der Erstellung von meinem Podcast. Die mir editieren zu lassen und solche Sachen. Das hilft mir wahnsinnig. Marcus: Okay cool. Das ist glaube ich so ein Punkt, wo jeder Unternehmer irgendwann mal ankommt, wo er sagt “Okay, bin ich jetzt weiter als Solopreneur und Einzelkämpfer oder schaffe ich es auch mal, was abzugeben und loszulassen”. Das fällt ja nicht immer ganz einfach. Max: Ja auf jeden Fall. Aber ich freue mich schon, dass ich immer mehr loslassen kann. Also ich glaube das Loslassen innerhalb von sich selber ist nicht das große Problem. Ich glaube, das größte Problem bei mir steckt noch immer bei, das Verlieren der Sache von genau dem, was losgelassen werden muss. Wenn das erst definiert ist ganz klar und konkret, dann ist das Loslassen ziemlich einfach. Aber man merkt nicht immer, was man jeden Tag alles macht. Marcus: Ja, so ging es mir auch. Oder immernoch. Da denke ich “Oh nee, wir haben jetzt zwar so nen Website Service, der für uns die Coding oder die Änderungen macht, aber manchmal denke ich “Woah, das dauert nur eine Minute. Komm ich mach’s selber”. Log mich kurz ein und dann ist’s doch länger als ne Minute, zwei, drei, vier, fünf, sechs und dann denkste “Ey, für die Zeit und hättest Du selber was anderes machen können”, weil da gibt’s ja jemand anderen, der es einfach viel schneller macht und der ist besser als Du. Max: Genau, das ist es. Ja. Wie geht es bei Dir? Was hast Du alles bis jetzt outgesourced in Deinem Business, Marcus? Marcus: Ähm, wir haben irgendwann relativ spät angefangen outzusourcen, weil wir beide so veranlagt sind, dass wir erstmal nicht… also … sehr bootstrappingmäßig unterwegs sind, bevor wir große Investitionen machen, wollen wir erstmal wissen, dass wir das Geld auch wieder woanders reinholen. Also wir brauchten erstmal einen guten Cashflow, um dann auch zu sagen “Okay, das ist jetzt ein kleines Budget. Das verwenden wir für unseren ersten VA.” Und das ist erst ziemlich spät gekommen. Also ich habe ja die ersten Events noch komplett alleine gemacht, mit Excell Tables in GoogleDrive und die ganzen Invoices rausgeschickt, die Konten gecheckt, die Tickets und überhaupt. Das ganze Marketing, die ganze Website komplett One-Man-Show, zusammen mit Feli dann two persons. Aber wir haben jetzt im Sommer die erste VA reingeholt, die Vera, und seitdem haben wir dann selber am eigenen Leib gespürt, wieviel das helfen kann. Wieviel mehr Zeit Du auf einmal hast für die wichtigen Sachen. Und seitdem sind wir dann auch ein bisschen mutiger geworden. Designerin hatten wir schon immer. Aber haben dann noch jemanden reingeholt für die Events und haben ja dann noch die DNX CAMPS gestartet. Das hätten wir aber zu zweit nicht geschafft. Also haben wir dann einen Eventmanager und haben da die verschiedensten Modelle. Also manche werden auf Stundenbasis abgerechnet. Manche projektbasiert, manche kriegen nen Revenue-Share. Das ist auch wieder ein komplett neues Thema, wo man sich dann reinfuchsen muss und Mitarbeiterführung, Company-Happiness bzw. auf einmal muss Deine Mission oder Deine Vision auch klarar sein, damit Du kein Geld verbrennst, sondern nur darein steckst, wo Du auch wirklich hin willst. Und mittlerweile sind wir da ganz gut drin geworden. Das Problem ist nur, dass Du irgendwann dann auch mit Deinen Mitarbeitern so schnell wächst, weil Du ja dann viel schneller bist, dass dann das wieder strukturiert werden muss, dass Du ein Projektmanagementsystem brauchst und das nicht mehr alles über E-Mail läuft. Also haben wir dann angefangen über Trello zu arbeiten und haben dann angefangen Zuständigkeiten zu verteilen. Oder wer darf auf unseren Designer zugreifen oder wieviel Budget haben dann schon die einzelnen Leute. Also wirklich auf einmal sind es so Company Topics, womit eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte. Wo man am Anfang sagte “Ey geil, ich bin jetzt Lifestyle Designer, ich bin Solopreneur, ich habe nur Freelancers, ich brauche keine Angestellten, ich brauche kein Büro, ich brauche das alles nicht mehr”. Und jetzt bist Du genau bei dem Thema angekommen. Aber es ist halt ganz anders, weil es auf einmal so Dein Baby ist, ne? und Deine Leute, die dann Dir helfen. Von daher ist das schon okay, aber es sind trotzdem Themen, die hatte ich überhaupt nicht mehr auf’m Zettel und mit denen wollte ich eigentlich nie mehr was zu tun haben. Jetzt muss ich was damit zu tun haben, aber es macht Spaß, weil es wieder was Neues ist, wo man sich dann reinfuchst von ner ganz anderen Perspektive auf einmal. Max: Ja, das ist cool. Klingt super. Marcus: Aber super wichtig ist glaube ich, alles vorher einmal selbst gemacht zu haben, weil ansonsten kannst Du die Sachen nicht briefen. Max: Das wollte ich eben sagen. Weil Du hast gemeint, ja wir haben ziemlich spät die erste VA reingeholt. Aber vielleicht war es auch nicht so spät, weil Du hast jetzt alles selber einmal durchgemacht und jetzt kennst Du das ganze System, wie das alles läuft. Und dann kannst Du es besser abgeben und auch besser schätzen, also wieviel Zeit das in Anspruch nimmt und wie Du überhaupt jemanden dafür hiren kannst. Marcus: Genau, Du kannst besser briefings machen. Du weißt genau, was geändert werden muss. Du weißt genau, welche Personen Du dafür brauchst und das finde ich manchmal ein bisschen schade bei Leuten, die gerade voll am Anfang stehen und sagen als erstes: Ich brauche Mitarbeiter, ich brauche ein Team, meinen Blog will ich eh nicht selber schreiben, sollen alles andere machen. Das ist glaube ich der falsche Ansatz, auf jeden Fall. Man sollte erstmal alles mindestens einmal selber gemacht haben, selber Geld verdient haben und das Geld dann verwenden, um dann irgendwann Dinge auszulagern, die andere besser machen können. Max: Ja, klingt gut. Marcus: Absolut. Was steht bei Dir jetzt noch so an? Wann sehen wir uns wieder? Max: Ja, wann sehen wir uns wieder? Also bei mir steht gerade die Durchführung der ersten Version von Startingfromzero Idea Accelerator an. Das wird Mitte Dezember fertig. Dann bin ich kurz mal in den USA, um die Familie zu besuchen. Marcus: Wo sind die? Max: Die sind in Wisconsin. Nicht so weit weg von Chicago. Madison Wisconsin. Dann bin ich wieder hier in Berlin kurz, um die nächste Runde von Idea Accelerator zu launchen Mitte Januar. Ein paar von meinen Co-Gründern und sind dann vom 20. Januar bis 31. März in Ko Lanta. Marcus: Wow. Max: Beziehungsweise bin ich auch bei euch auf dem DNX GLOBAL in Bangkok. Marcus: BAM! Max: Ist das der 1. März oder wann ist das? Marcus: Genau, 1. März ist Main Event und 2. März ist Mastermind Day. Max: Ja, ich bin total begeistert auf den ersten Tag und vor allem auch der Mastermind Day danach. Wirklich gepumt dafür Marcus. Marcus: Ja, wir sind ja gerade vor Ort in Bangkok seit heute wieder. Eben sind wir von Chiang Mai gekommen. Ich muss sagen, echt cool. Wir sind auch totally stoked in pump. Wir haben ne geile Location, wir haben nen coolen Event Manager. So nen thailändischen Solopreneur, der total in unserem Sinne tickt. Und ich glaube, das wird cool. Wir haben ja jetzt den Sale gestartet, die ersten Tickets verkauft. Also Demand ist da. Die Location ist da. Thailand ist cool. Ich freue mich auf jeden Fall mega auf das erste Event außerhalb von Deutschland. Max: Ja, ich habe schon auf Facebook gesehen. Es gibt viele Leute, die schon ihre Tickets gebucht haben von Deutschland Express für DNX GLOBAL. Ja bin super begeistert. Marcus: Ja geil. Dann sehen wir uns ja spätestens im März wieder und dann auch mal außerhalb von Berlin. Das erste Mal in Bangkok. Und ansonsten wünsche ich euch ne super geile Zeit auf Ko Lanta. Das ist auch eine meiner Lieblingsinseln im Süden von Thailand, muss ich sagen und das erste Mal war ich vor drei Jahren in Ko Lanta und jetzt kommen wir ja auch wieder zurück Anfang März nach der DNX machen wir da auch ein DNX CAMP. Das auch nur, weil die Insel einfach cool ist und auch noch nicht zu touristy, super geile Strände, den besten Sundowner, den ich jemals gesehen habe auf der Welt. Also Du kannst Dich total auf Ko Lanta und auf Thailand freuen. Max: Super, freue mich super darauf Marcus. Marcus: Cool, dann danke für Deine Zeit Max! Max: Yeah, thank you Marcus! Marcus: You’re welcome! Thank you for sharing all the knowledge. Looking forward seeing you soon. All the best und so weiter. Und wir bleiben in touch. Also danke nochmal für Deine Zeit, ja? Max: Thanx Marcus. Marcus: You’re welcome, bye! Max: Ciao. BAM, Ladies and Gentlemen. Das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show with the one and only Max Breckbill. Wenn euch die LIFE HACKZ Show gefällt, dann hinterlasst mir bitte eine Rezension auf iTunes, schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de. Sagt einfach mal Hallo. Ich will mal wissen, wer hört überhaupt hier meinen Podcast so regelmäßig. Wer ist das? Was findest Du cool, was findest Du scheiße, was soll ich anders machen, was soll ich besser machen, was kann bleiben? Hast Du vielleicht Vorschläge für nen coolen Gast, den ich mal draufnehmen könnte? Yo, und wenn euch das ganze Ding gefällt, dann würde ich mich auch mega freuen, wenn ihr mich und den Podcast weiterempfiehlt an Freunde, die das vielleicht auch gebrauchen können, die selber Unternehmer sind oder das vorhaben oder das digitale Nomaden Lifestyle interessant finden. Yo, vielen Dank für euren Support! Very much appriciated. Peace and Out, bis zur nächsten Folge! Euer Marcus [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • Dominic Stühler | Vom Nerd zum Punk. Präsentiere Dich von Deiner besten Seite!

    · 01:03:59 · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait von Dominic Stühler Dominic Stühler ist Speaker und hilft seinen Kunden ebenfalls inspirierend zu präsentieren und vor allem andere mitzureißen. Er weiß worauf es ankommt und hat Methoden entwickelt, wodurch jeder selbst erfolgreich präsentieren kann.   Kontakt punk.academy Mobile Apps Wunderlist Evernote Prezi Präsentations App Buchempfehlung Sei nicht authentisch!: Warum klug manchmal besser ist als echt (Stefan Wachtel) - Ebook - Buch Podcast in Textform     Norman: Herzlich willkommen schön, dass ihr wieder rein hört. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM. In meinem heutigen Interview mit Dominik Stühler, auch besser bekannt als Presentation Punk, spreche ich über das Thema "Vom Nerd zum Punk, präsentiere Dich von Deiner besten Seite". Dominic, schön, dass Du da bist. Vielen Dank für Deine Zeit. Bist Du ready und wollen wir loslegen?   Dominic: Vielen Dank, Norman. Auf jeden Fall. Los geht's.   Norman: Sehr cool. Dominic, Du bist Speaker, Vortragsredner und hilfst Deinen Kunden ebenfalls vor allem inspirierende Präsentationen zu erstellen, die mitreißen. Das finde ich immer extrem wichtig. Und Du weißt, worauf es ankommt. Du hast auch Methoden entwickelt, von denen oder die man sich mitnehmen kann und die man vor allen Dingen einsetzen kann, um selbst erfolgreicher zu präsentieren. Erzähl uns doch ein bisschen mehr über Dich. Wer ist Dominic Stühler privat? Und was genau Dein Business ist?   Dominic: Also Dominic ist ein riesengroßer Nerd, der vor fünf, sechs Jahren Physik studiert hat und sich damals die Frage gestellt hat, ob er Physik und Mathematik im Nebenfach studiert oder ob er Mathematik, im Nebenfach Physik, studiert, was eben für ihn der theoretischere Ansatz ist. Das heißt, ich war früher der Stereotyp dessen, was man den klassischen Langhaarigen, schwarze Klamotten tragenden, introvertierten Nerd nennt, der eine Hose besessen hat, weil er glaubte, er braucht auch nicht mehr und sich so ein bisschen Geld damit verdient hat, indem er Magic The Gathering, dieses Kartenspiel, gezockt hat. Also ich war echt tief drin und heute bin ich, wie Du gesagt hast, der Presentation Punk. Das heißt, ich helfe meinen Kunden erfolgreicher zu sein durch das richtige Auftreten. Und das war natürlich ein großer Change, der da stattgefunden hat, ein großer Kontrast.   Leute, die mich früher kennen und die mich heute kennen, für die ist es teilweise schwer zu sehen, dass das ein und dieselbe Person ist. Um ganz ehrlich zu sein, so eine kleine Anekdote über was ich gesehen habe mit der neuen iOS Version auf dem iPhone: Da werden jetzt Menschen kategorisiert in den Fotos, in der Foto App. Und er fasst die zusammen und die Bilder von früher und die Bilder von heute, das waren zwei verschiedene Personen. (lachen) Er matcht mich tatsächlich nicht mehr. Der Change, der bei mir stattgefunden hat, kam daher, dass ich eine Trainerausbildung an der Uni gemacht habe. Ich musste mir irgendwie das Studium finanzieren und dachte mir, Mensch, diese Informatik-Themen, die konnte ich eh schon immer, frühes Studium Informatik. Das fällt mir leicht, das kann ich den Leuten bestimmt gut beibringen.   Was ich damals nicht so richtig realisierte, wohl nicht so richtig bedacht habe, ist, dass das heißt: genau das, nämlich vor Menschen zu stehen und denen das beizubringen. Und ich erinnere mich wie heute noch an die erste Schulung, wo ich vorne stand und ein Hemd getragen habe, weil ich dachte, komm jetzt bist Du Dozent, jetzt musst Du ja auch ordentlich auftreten, jetzt musst Du seriös sein. Und diese erste Schulung gehalten habe und das war vor zwölf Leuten. Und ich hatte so unfassbares Lampenfieber, dass innerhalb kürzester Zeit das Hemd, das weiße Hemd, komplett durchgeschwitzt war.     Norman: Oh je.   Dominic: Und ich hatte da keinen Spaß daran und meine Studenten auch nicht. Weil, wenn jemand vorne steht, wo Du merkst, okay dem fällt das nicht leicht, der tut sich schwer, dem fallen die Sätze nicht richtig ein, der stottert da vielleicht so ein bisschen da vorne, dann fühlst Du Dich auch nicht wohl. Die Atmosphäre ist nicht angenehm. Und dann hab ich das noch zwei, dreimal gemacht und es wurde nicht besser. Und dann dachte ich mir, okay, also jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ich breche das ab und lass es bleiben und sage, okay, das ist in die Hose gegangen oder ich knie mich jetzt richtig rein und versuche da wirklich besser zu werden. Und ich hatte mich für den zweiten Weg entschieden, hatte dann Bücher bestellt. Habe TED Talks angeschaut und habe mir angeschaut, was macht denn eigentlich wirklich Leute aus, die andere mitreißen, die da vorne stehen, wo man das Gefühl hat, das sind die geborenen Entertainer? Die wie diese Naturtalente wirken, als würden die sich nirgends wohler fühlen als auf der Bühne oder vor Leuten. Und dann habe ich verschiedene Sachen ausprobiert, ich hatte viel Gelegenheiten und ganz vieles davon ist gnadenlos in die Hose gegangen und hat für mich nicht funktioniert. Und andere Sachen haben sehr, sehr gut für mich funktioniert und dann habe ich da so gewisse Prinzipien erkannt für mich, wie wir Leute begeistern können und wie wir in Erinnerung bleiben. Und es ist völlig egal, ob das die Netzwerk Veranstaltung ist, ob das vielleicht so ein Interview wie das gerade eines ist oder dann eben doch vielleicht auf der großen Bühne ist.   Norman: Sehr, sehr spannend. Ich habe mir gleich einen Schwung Fragen noch zusätzlich aufgestellt. Es wird also ein längeres Thema heute mit dir. (lacht) Bevor wir da tiefer einsteigen und ich wirklich meine brennenden Fragen loswerden möchte, vielleicht noch die Frage vorneweg. Was ist so Dein Lebensmotto? Was ist Dein Erfolgsmantra oder Dein Treibstoff, was haut dich morgens aus dem Bett?   Dominic: Also ich bin der festen Überzeugung, das merke ich auch in der Arbeit mit meinen Studenten zusammen, dass wir extrem viel Potenzial und extrem viele fantastische Ideen haben und dass die aber nicht gehört werden. Und die werden nicht gehört, weil die Methode, weil das Handwerk fehlt wie man anderen Leuten das kommuniziert. Und das finde ich ein riesengroßes Problem und das finde ich total ätzend, dass wir eigentlich so viel geile Ansätze haben, aber die Leute das nicht rüberbringen.   Norman: Sehr cool.   Dominic: Und deshalb ist mein Motto tatsächlich Kommunikation, geile Vorträge zu liberalisieren. Ich will, dass jeder in der Lage ist, nicht die großen Entertainer und so ein paar Eliten, die auf der Bühne sitzen und fünfstellige Honorare bekommen, sondern ich will, dass jeder in der Lage ist, seine Idee zu kommunizieren und andere mitzureißen und zu inspirieren.   Norman: Schön. Dann ist genau das der Beitrag, damit nicht mehr so viel auf der Strecke bleibt. Weil wieviel wird nicht gehört und nicht gesehen?   Dominic: Absolut.   Norman: Schön. Wow. Ich würde gern mit dir noch einmal zu diesem Moment der Transformation oder so Deinem Change Moment zurück. Wer Dich kennt, weiß, Du bist am linken Arm tätowiert. Und mich würde interessieren, wann war der Moment, was in der Zeit des Seins des Nerd-Seins, des Ratio-Menschen, des Physikstudenten, oder ich meine, Du bist glaub ich auch Linkshänder, heißt hohe Kreativität. Das passt eigentlich nicht zu einem Physikstudent. Wann war so der Moment, an dem Du gesagt hast, so Presentation Punk, ich tätowiere mich jetzt oder war es schon?   Dominic: Tatsächlich ist es so, ich bin nicht nur am Arm tätowiert und wenn aber Leute mich darauf ansprechen, in meiner Wahrnehmung bin ich irgendwie schon immer tätowiert, komischerweise. Dabei sind meine Tattoos noch nicht mal ein Jahr alt. Also eben noch nicht so wahnsinnig lange. Das war letztes Jahr im September, also doch knapp ein Jahr. Da hab ich mich tätowieren lassen und der Moment, ich hab schon sehr lange so diese Tattoos im Kopf gehabt. Und hab mich aber jetzt erst so richtig bereit gefühlt, um ehrlich zu sein und so der große Change, glaube ich, kam dann wirklich dazu zu sagen: okay, ich traue mich das jetzt auch so nach außen zu gehen und das nach außen zu tragen, weil für mich das ein Ausdruck ist der inneren Haltung, die man aber ganz bewusst und öffentlich zeigen will. Und wie gesagt der große Unterschied, so das, was damit so begonnen hat, war zum einen natürlich diese Präsentation, aber der ganz große Unterschied war für mich, ich habe mich im zweiten Semester selbstständig gemacht und hatte so eine kleine Werbeagentur Typo Aid damals gegründet und das war der Punkt, wo ich gemerkt habe, neben diesen Ambitionen Physik zu machen und mein Ziel war es damals Professor für Theoretische Physik zu werden, woran ich gnadenlos gescheitert bin,   Norman: Krass. Ja Wahnsinn.   Dominic: War dann eben Type Aid, weil da habe ich gemerkt, mir macht es wahnsinnig viel Spaß mit Kunden zu interagieren, mir macht es wahnsinnig Spaß mit Leuten zu arbeiten und Dinge so aufzubereiten, damit andere Bock drauf haben und diese Werbeagentur war auch nichts Anderes als: Wie können wir Informationen so aufbereiten, dass sie für Andere leicht zugänglich werden? Und da hab ich jetzt kann ich dir sagen so einen roten Faden, den ich bei mir mittlerweile erkenne, den habe ich damals natürlich noch nicht gesehen. Es hat mich aber damals ziemlich aufgewühlt und ich dachte mir: hmm, komisch, wieso macht mir das so wahnsinnig viel Spaß? Eigentlich müssten es doch die Dinge sein, die mir sonst immer Spaß gemacht haben, nämlich Differentialgleichungen, bis spät in die Nacht rein irgendwas programmieren und das war so der Keim, der damals losgegangen ist, der zu wachsen begonnen hat und wo das Ganze dann ins Rollen gekommen ist.   Norman: Wahnsinn. Also es ist vor allen Dingen so ein krasser Move. Es ist nicht so ein wie soll ich sagen, so ein sanfter Übergang, sondern es sind eigentlich wirklich wie Du gesagt hast vorhin mit dem Beispiel, mit dem iOS Filter, zwei Persönlichkeiten eigentlich.   Dominic: Ja. Aber ich glaube, ich bin da auch so ein Typ der Extreme. Und ich verwende selber in meiner Didaktik sehr viele radikale Ansätze, weil ich eben glaube, dass wir durch gewisse Formulierungen, durch ein gewisses Auftreten, durch ein gewisses Framing, dass wir dann eher die Leute dazu bewegen über Dinge nachzudenken, in Erinnerung zu bleiben, den Gedanken anzustoßen als, wenn wir immer nur super differenziert sind und jedem versuchen alles recht zu machen.   Norman: Absolut. Ich suche immer auch in meinen Gesprächspartnern, oftmals gibt es so die eine Story. Manchmal gibt es auch mehrere in Momenten, in denen man es vielleicht auch ein bisschen schwieriger hatte. Gab es so einen Moment in Deinem Leben und was waren so Deine Learnings daraus?   Dominic: Ich hatte wahnsinnig viele solcher Momente, um ehrlich zu sein. Ich habe einen wahnsinnig verkorksten Schulweg, habe mit Ach und Krach dann noch ein Abitur gemacht, was alles Andere als abzusehen war, dass das passiert. Ich habe mein Studium abgebrochen. Das heißt, immer, wenn ich in Institutionen war und gelernt habe, habe ich gemerkt, irgendwie funktioniert das für mich nicht. Ist die Art und Weise, wie wir Dinge lernen, wie wir damit umgehen. Ist das für mich nicht befriedigend, hatte da immer mein eigenes Tempo. Mir ging das irgendwie immer zu langsam und falsch und zu wenig praktisch irgendwie.   Und ein ganz bedeutender Moment für mich war, das weiß ich noch wie heute, ich habe in Erlangen studiert und ich saß damals in meiner Wohnung, ich hatte wahnsinnig viele Bücher, ich habe so Bücher gesammelt als Hobby und keine Kohle mehr auf dem Konto. Und das war so der Moment, wo ich dachte: ja toll jetzt bist Du hier in dieser Wohnung, irgendwie das Studium geht nicht voran, Type Aid lief damals noch nicht so wie das vielleicht hätte laufen müssen. Ich habe diese ganze Sachen hier um mich herum stehen, aber irgendwie weiß ich nicht so richtig, was ich machen soll, ob ich mit dem Studium weiter mache, ob ich voll all in gehe in Typo Aid? Ich hatte zeitweise überlegt, ob ich vielleicht Koch werden will, weil mir auch so das Zubereiten von Speisen sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hatte das Gefühl ich kann weder vor noch kann ich zurückgehen. Es hat für mich keine Richtung hat mehr wirklich Sinn gemacht und das hat mich extrem verzweifeln lassen.   Irgendwann gab es dann diesen Punkt und das war so für mich der große Beginn, um ehrlich zu sein, von dem Materiellen wegzukommen. Weil ein Freund von mir hat gesagt: pass mal auf, verkaufe den ganzen Scheiß. Verkaufe diese ganzen Bücher, mache Dich mal frei, dann hast Du wieder Kohle auf dem Konto, dann kannst Du Entscheidungen treffen auch in eine andere Stadt zu gehen. Und dann geht es eigentlich erst wieder richtig weiter. Und ich hatte das Gefühl, er hat mich aber nicht verstanden, weil ich zu ihm gesagt habe: Pass mal auf, ich habe so viel Zeit gebraucht, diese Bücher und das alles zu sammeln. Ich kann das doch nicht einfach weggeben. Da hat er den klugen Satz gesagt: ja hast Du recht, aber mit ihnen bist Du auch nicht glücklich. Und das war so tatsächlich dieser Beginn.   Da habe ich die Bücher verkauft, habe angefangen meinen Hausstand komplett aufzulösen, bin Papier losgeworden damals und hab mich dann eben voll dafür entschieden, was ich am ehesten noch für mich richtig angefühlt hat und das war eben die Selbstständigkeit. Habe dann eben im achten Semester mein Studium abgebrochen und bin dann eben all in gegangen, was das angeht und heute habe ich die Punk Academy, meine Firma, bei dem ich eben den Kunden helfe eben erfolgreich aufzutreten, mit denen ich Workshops durchführe und denen wir aber auch helfen, Lerninhalte in Form von interaktiven Learnings E-Learnings und so weiter eben sinnvoll aufzubereiten.   Ich muss ehrlich sagen, als ich dann diesen Weg gegangen bin, gab es dann für mich nie wieder diesen Punkt, wo ich gezweifelt habe. Insofern weiß ich heute, dass das auf jeden Fall die richtige Entscheidung war. Weil ab diesem Zeitpunkt gab es nie wieder den Punkt, wo ich mir die Frage gestellt habe: ist es das Richtige? Fühlt sich das gut an? Ist das meine Leidenschaft? Folge ich meinem Weg? Sondern ich bin mittlerweile der festen Überzeugung.   Norman: Ich würde ganz gern mal mit Dir an diesen Moment ran zoomen, wo Du gemerkt hast, mit dem Thema "präsentiere Dich von Deiner besten Seite". Also, wo Du das den Leuten wirklich auch zeigst, wie es funktioniert, wo Du gemerkt hast, dass Du hier wirklich ein Problem löst. Gab es so ein Event, einen Vortrag oder ein Seminar, was Du gehalten hast, wo Du gemerkt hast: krass, das kann nur der richtige Weg für mich sein.   Norman: Ich habe ein Seminar gehalten zu Pressy, das ist so ein Tool, im Gegensatz zu Powerpoint, das eben nicht mit Folien funktioniert, sondern bei dem man so eine riesengroße Leinwand hat, eine große digitale Tafel. So kann man sich das vorstellen und da wird das wie so eine Kamerafahrt zoomt man rein oder wieder raus und zeigt den Kontext.   Und ich hatte so ein Tool, so einen Workshop gegeben in der Firma und da ging es auch eben darum, wenn man das jetzt einsetzt, dass es nicht immer am Tool liegt, sondern eigentlich an der Art und Weise, wie werden Dinge aufbereitet und wir nicht immer hinnehmen dürfen, dass, wenn andere Scheiße präsentieren, dass wir da mitmachen müssen. Und dann kamen nach diesem 6 Stunden Workshop 3 dieser Teilnehmer zu mir und meinten: “Dominic, Du hast uns so krass die Augen geöffnet” und dann dachte ich schon, na ja Pressy ist halt noch innovativ in Deutschland. Und da meinte er: “Dadurch, dass Du gesagt hast, wenn nicht ich, wer soll es dann machen? Sagt er: den ganzen Tag kriege ich Scheiß Präsentationen, ich nehme die mir an, ich füge die zusammen und schicke die weiter. Ich hab keinen Bock mehr da mitzumachen. Vielen Dank, dass Du mir da die Augen geöffnet hast”.   Norman: Stark.   Dominic: Und das war für mich auch ein totaler Augenöffner, weil ich gemerkt habe, dass da Messages mit dabei sind, die ich gar nicht als solche begriffen habe. Die mich auf eine Art und Weise zitiert haben, wie ich das gar nicht begriffen habe, dass das ein Zitat ist, wo ich gemerkt habe: da ist vielleicht doch mehr, was ich über diese Jahre an Erfahrung gesammelt habe. Und das war so der Punkt, wo ich gedacht habe: okay, ich glaube, da muss ich tiefer reingehen und will dann noch mehr Menschen helfen, dass sie diesen Weg gehen und bin dann eben von diesen Tools weggegangen hin zu den Methoden, mit denen ich mittlerweile arbeite.   Norman: Sehr cool. Wie Du weißt, brenne ich für außergewöhnliche Marken. Deswegen bist Du auch in diesem Podcast.   Dominic: Vielen Dank.   Norman: Deswegen habe ich Dich ja auch eingeladen. Sehr gerne. Wie bist Du auf den Presentation Punk gekommen? Wie bist Du darauf gekommen, daraus eine Brand zu bauen?   Dominic: Gar nicht. Ich hatte damals diese Ambitionen, unter dem Namen Presentation Revolution angefangen. Und das hat sich aber kein Mensch merken können. Das heißt, egal, wo wir waren, haben wir immer von Presentation Revolution, weil wir wollten diese Revolution anzetteln. Und das, haben die Leute uns so unterschiedlich benannt und verballhornt und gemeint, da ist jetzt Presentation Campus und Presentation Canvas, eines unserer Tools. Haben sie uns nach dem Tool benannt. Und dann habe ich einen Workshop, weil ich Gastdozent in Erlangen bin, habe ich einen Workshop wieder für Studenten gegeben. Und dann meinte so ein Student zu mir, Dominic Du bist so innovativ in Deinen Ansichten, Du bist so innovativ in den Methoden, die Du uns beibringst, Du bist voll der Punk.   Norman: (lacht) Sehr geil.   Dominic: Und dann fand ich das echt cool, ich habe mich da sehr geschmeichelt gefühlt und dann dachte ich mir: ach, warum nicht? Und dann gab es lange Zeit auf unserer Website verschiedene Produkte und ein Produkt war der Punkt. Das heißt, alle Workshops, die wir gegeben haben, liefen unter Punk. Und da haben wir aber gemerkt, dass alle Leute uns immer nur Punk nennen, Presentation Punk, Presentation Punk. Und da muss ich ehrlich sagen, haben wir uns komplett so umbenannt, weil wir gemerkt haben, dass das die Marke ist, wie uns die Leute wahrnehmen. Dass das die Marke ist, mit der wir assoziiert werden, mit denen die Leute merken, dass es ein Unterschied ist. Wir sind keine Präsentationstrainer, wir sind Presentation Punks.   Norman: Das ist genial, weil es eigentlich von Deiner Zielgruppe entstanden ist. Also Du gibst es nicht vor und drehst es   Dominic: Genau.   Norman: Im Markt, sondern es ist quasi gewachsen, aus sich selbst heraus. Sehr cool. Schön. Und das Thema Positionierung und Alleinstellung, oder wie würdest Du das formulieren? Was ist Dein USP? Was ist so Dein Ding, wo Du sagst: Und genau deshalb ruft man mich an?   Dominic: Es ist ja so, dass wir nicht die Ersten sind, die über das Thema Präsentieren reden. Es gibt da einen unfassbaren aufgeschwemmten Markt dafür, dass Leute anderen erzählen, wie man eben angeblich auftritt, wie man präsentiert und so weiter. Und das hat sicher auch alles seine Berechtigung. Aber eine USP kommt tatsächlich allein durch das Framing, das wir machen. Also wir bekommen ganz viel von Kunden mit, dass sie uns gebucht haben, weil sie den Markennamen anders wahrnehmen, weil sie gewisse Assoziationen daran knüpfen.   Wenn ich zum Presentation Punk gehe, erwarte ich mir endlich, wie ich Leute vom Hocker reißen kann. Ich will nicht mehr selber so langweilen und ich will selber nicht mehr gelangweilt werden. Deshalb gehe ich zum Punk. Und dann nehmen die Leute diese Sprache an und das ist tatsächlich, das muss ich ehrlich sagen, ein Teil der USP, dieses Framing so gemacht zu haben und diese Marke so zu haben. Das heißt, ganz viele Leute buchen uns, weil wir Seminare haben, die heißen "Präsentiere wie ein Punk", zum Beispiel. Und deshalb buchen uns die Leute. Das heißt, man kann es ein Stück weit auch damit vergleichen, wie wir gewisse Autoren mögen und manche Titel sprechen uns an und manche Stilistiken finden wir gut und andere eben nicht. Und genauso ist es mit diesem Markenauftritt.   Das Andere, was wir uns ganz stark auf die Kette schreiben, sind Methoden, die man sofort anwenden kann. Ich habe keine Lust Leuten lange Theorie beizubringen. Ich will Methoden haben und habe Methoden geschaffen, zum Beispiel, um eines herauszugreifen. Ich finde nicht, dass ich Leuten beibringen soll, wie man Powerpoint verwendet. Ich finde nicht, dass ich Leuten beibringen sollte, was Typographie ist, was "Goldener Schnitt" ist, wie man Farbenlehre macht und so weiter. Ich will, dass Leute geile Folien machen. Und deswegen haben wir ein Prinzip geschaffen und zwar, dass Deine Folien aussehen müssen wie Werbeplakate und erklären in 4 Schritten, wie man das hinbekommt ohne, dass Du eben diese Design-Kenntnisse brauchst. Und diese klaren handhabbaren Methoden, das ist das, wo wir uns ganz groß unterscheiden von allen anderen, weil wir versuchen da eben ziemlich prägnant zu sein, auf dem Punkt zu sein und damit eben sofort einen Unterschied zu machen.   Norman: Sehr cool. Wie würdest Du sagen oder welche Rolle spielt für Dich so auch die persönliche Nähe? Dass die Marke quasi Du als Person bist und nicht irgendein abstrakter Unternehmensname, der jetzt nicht personalisiert ist?   Dominic: Ich glaube heutzutage im Zeitalter von Social Media, von Influencer Marketing, wie es neudeutsch heißt, das heißt, dass es eben zentrale Figuren gibt, mit denen wir uns assoziieren können. Das Prinzip ist natürlich schon wesentlich älter und kennt die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Aber das hat man natürlich für sich jetzt wieder erkannt. Das glaube ich, ist etwas ganz, ganz Zentrales. Damit man eine klare Assoziation hat, dass man ein Verständnis davon hat: Was ist das? Was sind das für Werte? Wie tickt jemand? Wie sympathisch ist mir auch jemand? Insofern glaube ich, spielt das eine riesengroße Rolle.   Und ich muss ehrlich sagen, um mal so ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern, ich habe natürlich auch schon Trainer angelernt, die in meiner Firma eingestellt, aber die Kunden wollten am Ende des Tages nicht meine Trainer haben, sondern die wollten, dass ich vorne stehe. Insofern ist es tatsächlich etwas, was ich mich mittlerweile, was ich mich beuge und sage: okay, klar, ihr bekommt den Presentation Punk. Das geht natürlich auch mit gewissen Tagessätzen dann einher, das versteht sich. Aber den Leuten ist es wichtig, dass sie eben dann mit mir zu tun haben und mit mir dann letztendlich die Arbeit auch zusammen haben. Denn diese Atmosphäre, die Du schaffst, die Art und Weise, wie Du mit Leuten interagiert, das ist eben etwas sehr Persönliches auch, wenn man wie wir eigentlich im B2B Business unterwegs ist. Oder vielleicht genau deswegen, weil ich merke, dass ganz viele unserer Kunden immer das Verständnis verlieren, dass wir alle Menschen sind.   Wenn es ein Vorstandsvorsitzender ist, dann hat jeder extrem Angst und sagt: Mensch, aber Du kannst doch nicht so präsentieren, das ist der Vorstand, das kannst Du nicht machen und ich dann sage: ja, aber das ist trotzdem ein Mensch, der heißt halt trotzdem Karl-Heinz und der hat gewisse Bedürfnisse. Der hat eine Frau und Kinder zu Hause, der kauft sich den 4K Fernseher und so weiter. Das heißt, der reagiert trotzdem auf Dinge emotional. Und der reagiert trotzdem auf gewisse Fakten auf eine Art und Weise. Und ich glaube, das macht den ganz großen Unterschied, das nicht zu vergessen, dass Menschen nicht je höher sie in der Hierarchie kommen, ihrer Funktion werden, sondern eben trotzdem Menschen bleiben. Und deswegen ist so diese Nähe zu einer gewissen Schlüsselfigur glaube ich extrem wichtig.   Norman: Ja. Jetzt sind unsere Zuhörer Führungskräfte und Unternehmer. Also perfekt. Eigentlich Deine Zielgruppe auch. Und jetzt muss ich sagen, wenn ich mir überlege, wer da auf der Bühne präsentiert, dann ist das am Ende des Tages eine Verkaufsveranstaltung. Jetzt weniger mit dem Thema, was ich vielleicht auf meinen Folien habe, sondern mehr so mit meiner Person und meine Präsentation entscheidet am Ende des Tages, ob man mich wahrnimmt, ob man mich ernst nimmt, ob ich gehört werde, ob ich Einfluss auf meine Karriere nehmen kann oder nicht.   Dominic: Absolut.   Norman: Wenn ich absolut schlecht präsentiere, dann ist das Thema relativ schnell auch durch. Das Thema Akzeptanz, Schaffung meiner Person oder meiner Inhalte, die ich kommunizieren will, ist mir wichtig, sonst würde ich mich nicht auf die Bühne stellen. Warum ist aus Deiner Sicht das so extrem wichtig überzeugend zu sein auf der Bühne?   Dominic: Weil es keine Alternative gibt. Es gibt keine Alternative zu "überzeugend zu sein". Wenn ich nicht überzeugend bin, wenn ich langweilig bin, wenn ich Leuten die Zeit stehle, dann schiebe ich meine Marke oder mein Unternehmen, jetzt überspitzt gesagt, aber Stück für Stück an den Rand des Abgrundes. Beispiel. Ich war vor 3 Tagen auf der Hub-Konferenz in Berlin. So. Da habe ich viele Vorträge gesehen und einer ist mir ganz besonders ins Auge gestochen.   Da war jemand, der hat auf der Bühne präsentiert zu einem neuen Ansatz von Fitnessgeräten. So. Der stand da vorne, der hat unfassbar unsicher gewirkt. Der hat sich innerhalb dieses fünfminütigen Pitches dreimal entschuldigt, weil irgendwas mit der Technik nicht funktioniert hat. Und obendrein, und das muss ich einfach so unverblümt sagen, war der fett. So. Jetzt steht da vorne jemand, der ist dick, der wirkt nervös, der wirkt nicht ausgeglichen, der entschuldigt sich die ganze Zeit und stellt Fitnessgeräte vor. Da funktioniert die Marke nicht. Das ist nicht glaubwürdig. Da kann mir keiner sagen: ach, das sind tolle Fitnessgeräte, denn Sie sehen, es funktioniert, weil dem Typen da vorne, dem schmeckt's ab und zu ganz gut. Das ist ja völlig okay. Der kann ja aussehen wie er mag, das ist völlig, völlig in Ordnung. Aber man muss sich schon die Frage stellen, wenn man eine gewisse Marke vertritt: Ist das das Bild, das ich nach außen geben möchte? Möchte ich da jemanden hinstellen, der vor dem Zielpublikum von tausend Leuten von Entscheidern sitzt und diese Präsentation in 5 Minuten letztendlich die Marke kaputt macht. Und das war für mich so ein zentrales Beispiel, dass mir wieder aufgefallen ist, warum, wenn man dann nicht überzeugt, wenn man nicht zur Marke passt, wenn man nicht das richtige Auftreten hat, ich mir die Frage stelle: Warum präsentiert er?   Da hat sich offenbar jemand keine Gedanken gemacht. Da kann man natürlich sagen: der war authentisch. Der ist halt so. Dem schmeckt es halt gut, aber authentisch ist nicht die letzte Lösung, wenn es darum geht, Unternehmen und Marken richtig zu vertreten. Das heißt, wenn wir in Erinnerung bleiben wollen, wenn wir wirklich einen Unterschied machen und Du sagst: das ist eine Verkaufsveranstaltung. Es ist immer eine Verkaufsveranstaltung. Dieser Bullshit, dass es Informationsvorträge und Überzeugungsvorträge gibt, das ist kompletter Käse. Es geht immer um Verkauf, um die eigene Person, der Sache. Es muss nicht um Produkte gehen. Das kann auch ein Gedanke, eine Idee sein, eine Strategie der Herangehensweise, ein Mindset, das ich verkaufen will. Und da stelle ich mir die Frage: wenn da 1.000 Leute im Raum sind und ich eine halbe Stunde präsentiere und ich fahre diese Präsentation gegen die Wand, habe ich 500 Stunden verschwendet. 1.000 Leute, halbe Stunde Zeit, sind 500 Stunden, die da angesammelt sind und die hab ich einfach verschwendet. Und ich behaupte, meiner Marke, meinem Unternehmen auch noch geschadet. Deshalb gibt es für mich keine Alternative als "ich muss überzeugen, ich muss herausstechen". Denn es gibt genügend Leute, die schlecht präsentieren, das ist ja der Mainstream.   Wenn ich heutzutage noch einen Unterschied machen will mit meinem Unternehmen, dann muss ich mir intern wie extern darüber Gedanken machen, wie kann ich Leute mitreißen?   Norman: Vor allen Dingen auch den Mut zu haben. Oftmals erlebe ich auch immer wieder überlassen die Leute die Präsentation anderen. Also die Delegation an ein Teammitglied oder einen Abteilungskollegen, der das vermeintlich besser kann, nur damit ich es nicht machen muss. Damit zahle ich natürlich auch nicht auf mein Image Konto ein, wenn ich es aus der Hand gebe. Dominic, eine Frage, um vielleicht auch jetzt mal so ein paar Mehrwerte rauszuhauen. Was würdest Du unseren Zuhörern mit geben, dass man sich nach der eigenen Präsentation wirklich an denjenigen erinnert? Gibt's da so 3 Hacks, 3 Tipps?   Dominic: Also das Entscheidende aus meiner Sicht ist, sich erst einmal um die Hausaufgaben zu kümmern. In so vielen Bereichen unseres Lebens schauen wir immer, dass wir die Details richtig machen und dass es um diese Kleinigkeiten geht. Wenn es darum geht, will ich Geld anlegen, dann mache ich mir über extrem komplizierte Finanzprodukte Gedanken oder wenn ich Sport mache und Ernährung mache, abends keine Kohlenhydrate essen und so weiter. Das sind Details, das ist mikroskopisch. Was ich entscheidend finde ist, dass man seine Hausaufgaben macht. Hausaufgaben machen heißt, ich muss mir Gedanken machen, was habe ich für ein Ziel? Was will ich wirklich erreichen? Und nicht so etwas wie einen überzeugenden Vortrag zu halten. Das ist kein Ziel.   Worüber sollen sich Leute Gedanken machen? Wieviele Leute sollen später auf unsere Facebook-Seite kommen? Wie viele Leute sollen mein Buch kaufen? Wie viele Leute sollen über etwas anderes nachdenken, eine klare Handlungsanweisung bekommen? Und so weiter. Und das Nächste ist, ich muss mir Gedanken darüber machen, wer sitzt denn da drin? Das heißt, das Problem ist, jeder von uns ist ja irgendwie ein Experte. Und wenn man Experte ist, hat man das große Problem, dass vieles für uns selbstverständlich ist, was für einen Laien nicht selbstverständlich ist. Das heißt, ich muss lernen die Sicht des Publikums einzunehmen. Ich muss verstehen, was sind deren Gedanken, deren Gefühle, deren Vorbehalte? Und das ist eine der stärksten Waffen zu wissen, was haben die für Vorbehalte, was für Klischees glauben die, um bewusst diese anzusprechen. Das heißt, jeder von uns will verstanden werden. Ein Publikum auch, wenn es eine Masse ist, will auch verstanden werden. Die wollen, dass sie das Gefühl haben, ja der weiß, wie es mir geht, der weiß, in welcher Situation ich bin, der weiß, wie schwierig gewisse Dinge sind, der weiß, wie leicht gewisse Dinge für mich sind. Und genau dieses Verständnis dazu haben, wer sitzt da drin sich, sich da Gedanken darüber zu machen und voll im Dienst des Publikums zu stehen.   Keiner meiner Vorträge gleicht dem anderen, weil ich immer das auf mein Publikum und auf die Situation abstimme. Das macht auch den Unterschied zu welcher Uhrzeit ich präsentiere und das macht den Unterschied, an welcher Location ich bin und das macht den Unterschied, vor welchen Leuten ich spreche und darauf passe ich immer meinen Vortrag an. Und wenn ich etwas Drittes vielleicht noch mit dazu nehmen würde: die Leute müssen - und es ist gerade an diese ganze Business Welt gerichtet - lernen, dass sie ihre Präsentationen sind und nicht Powerpoint. Das heißt, diese Folienschlachten, die da stattfinden, die Idee zu sagen, okay eine Präsentation fängt halt mit Folie Nummer 1 an. Klick klick klick klick klick klick klick Folie, Endfolie, Schlussfolie, "Vielen Dank für die Aufmerksamkeit". Damit kann man niemanden vorm Ofen vorlocken. Das heißt, man muss sich darüber Gedanken machen, was muss ich visualisieren und wo stehe ich im Zentrum, wo sollen die Leute mir zuhören, wo muss ich wirken, um da wirklich den Unterschied zu machen. Und deswegen vielleicht da als kleiner Tipp auch gleich zum Anfassen: Die häufigste Folie, die wir unseren Kunden verkaufen, ist eine schwarze Folie. Das heißt, wenn Du eine schwarze Folie im Powerpoint verwendest, hat das Publikum den Eindruck, der Beamer wäre in dem Moment ausgeschaltet. Und sie haben gar keine andere Gelegenheit als Dich anzuschauen. Wo sollen sie denn hinschauen. Und wenn Du wieder den Impuls setzen willst, wenn Du dann einfach ein Diagramm zeigen willst, zum Beispiel, oder ein wichtiges Bild oder ein Video, dann klickst Du, zeigst es und gehst danach wieder auf schwarz.   Norman: Sehr cool. Das ist ein echt guter Hebel um selbst den Fokus zu bestimmen. Absolut.     Dominic: Genau.   Norman: Die Leute lesen ständig und gucken sich die Bilder an, lesen die Präsentationen parallel. Das echt und Schwarz ist meine Farbe, hey. (lachen) Sehr geil. Super spannend fand ich das mit der Uhrzeit. Was ist ein Unterschied, ob ich morgens um 9 oder um 10 präsentiere und nachmittags abends 16, 18 Uhr?   Dominic: Also was wir immer versuchen zu verschweigen, was man aus dem Schulsystem oder auch in der Uni immer merkt, ist, wir haben eine gewisse Leistungskurve. Und wenn wir morgens um 8 Uhr präsentieren, sind die Leute wahrscheinlich gerade erst wach geworden, der Großteil zumindest, wenn wir kurz vorm Mittagessen sind, haben die Leute Hunger, wenn es abends ist, haben die Leute einen langen Arbeitstag hinter sich. Man kann nicht so tun als wäre das alles nicht passiert. Eine Anekdote dazu. Ich war letztes Jahr bei dem Frühjahrskongress der Unternehmensberater und da hat von einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat jemand präsentiert und das war eben schon 21 Uhr und wir wollten alle zum Buffet und der hat präsentiert und präsentiert und präsentiert. Und alle saßen so und sagen sich: Alter, höre zu präsentieren auf, wir wollen zum Buffet gehen. Vor allem, weil wir wussten, dass danach noch jemand von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kommt. So jetzt hat er präsentiert, präsentiert, dann kommt der andere auf die Bühne und jeder rollt schon mit den Augen. Der geht hin dieser Partner, klickt seine Folien durch, extrem schnell, schaut die Folien an, schaut nicht uns an, spricht mit uns kein Wort. Macht das ganze Ding aus, dreht sich zu uns hin und sagt: Merken Sie sich eins. Wir sind die Nummer 1. Und jetzt gehen wir zusammen essen.     Norman: Und er ist der Held.   Dominic: Standing Ovation.     Norman: Yes.   Dominic: 800 Leute, Standing Ovation. Der war der gefragteste Mann hinterher, an diesem Abend. Jeder wollte mit ihm Visitenkarten austauschen, weil der verstanden hat, wie unser Bedürfnis ist. Und verstanden hat, mit diesem einen Satz, dass er in Erinnerung bleibt. Hätte der die gleichen Kennzahlen runter gebetet wie der andere vor ihm auch, das wäre genauso untergegangen, weil die Leute alle ans Essen denken.   Norman: Eine geile Story.   Dominic: Man muss auch damit spielen. Das heißt, wenn meine Kunden zum Beispiel sagen: hey, Dominic, ich habe um 11:30 Uhr auf der Konferenz, habe ich den Slot bekommen, dann sage ich: pass mal auf, Du wirst keine halbe Stunde reden, Du wirst 15 Minuten reden und dann zu den Leuten sagen: hey, jetzt gehen wir zusammen mittagessen und da klären wir dann die ganzen Fragen, die er dazu habt. Und Du wirst auf dieser Konferenz gefeiert werden. Das verspreche ich Dir. Das heißt, wir müssen damit rechnen, welche Uhrzeit das ist und dann gegebenenfalls mit gewissen Aufweckern arbeiten, mit viel Interaktion arbeiten. Wir müssen sagen: okay, muss ich wirklich jetzt 45 Minuten die Leute vollquatschen oder ist es nicht wichtig, das prägnant zu setzen, um damit den Unterschied zu machen.   Norman: Sehr cool. Also vor allem deckt sich das perfekt mit dem, was Du vorhin gesagt hast, so den Kopf Deines Publikums aufzusetzen, diesen Perspektivwechsel zu schaffen. Das Publikum möchte halb zwölf einfach jemanden haben, der die zum Buffet bringt.   Dominic: Absolut. Ganz genau.   Norman: Sehr geil. Sehr, sehr coole Geschichte. Ja das ist echt eine geile (lacht). Ich stelle mir das gerade echt bildlich vor, weil Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind jetzt nicht so die spannendsten Themen, selbst wenn ich da inhaltlich drin wäre, hält sich dann die Euphorie und Begeisterung wirklich in Grenzen. Aber, vielleicht nochmal zu diesem Punkt. Was ich an Präsentationen, wenn ich mich einmal so reflektierend in meine Vergangenheit bewege an Präsentationen, die ich so erlebt habe, dann fällt mir eines ganz besonders auf und zwar fällt mir kaum eine Präsentation ein, die wirklich Gänsehaut verursacht hat. Kann jetzt hier und da auch am Thema liegen. Nicht jedes Thema verursacht eine Gänsehaut. Aber so eine gewisse Dramaturgie, dass ich merke, ich werde mit Spannung auf einen gewissen Punkt hin geleitet und dann gibt es noch einen netten Abspann oder sowas, gibt's da von Deiner Seite irgendwie noch ein Tipp, wie ich das gestalten kann, wenn ich jetzt nicht so die emotionale Rampensau bin, der Punk bin, noch nicht, weil ich noch nicht in Deinem Seminar war. Aber gibt es vielleicht so ein paar anfassbare Hebel, wo ich sagen kann: das kann ich machen, um es spannend zu machen?   Dominic: Also es gibt ein großes Missverständnis, was Dramaturgie und Storytelling auf der Bühne zu tun hat. Wir glauben oft, dass Dramaturgie darin bestünde, klein anzufangen, mich Stück für Stück zu steigern, zu steigern, zu steigern. Dann kommt der große Knall, der Höhepunkt, auf den alle gewartet haben und dann das Ganze sanft auszugleiten. Also so quasi so eine Dreiecksstruktur, dass das Dramaturgie ist. Was man aber gemerkt hat bei der Analyse von vielen Vorträgen von großen Rednern, ob das jetzt Steve Jobs oder Martin Luther King ist, völlig egal, ist immer das Gleiche, die gleiche Struktur, die sich abzeichnet und diese Struktur, um das einfach zu sagen, besteht aus Kontrast. Das heißt, ich habe den Wechsel, wenn ich vortrage, zwischen dem, wie es heute ist, Stand heute, wie das Publikum gewisse Dinge sieht, wie ich gewisse Dinge gesehen habe und wie es sein könnte. Das heißt, wie es gerade ist und wie es sein könnte. Und durch diesen Kontrast kommt Spannung auf. Das heißt am Anfang meines Vortrags sage ich den Leuten: passt mal auf, ich greife jetzt mal mein eigenes Thema raus. Ich will euch zeigen wie ihr von jemandem, der nicht auf die Bühne will, der introvertiert ist, zu jemanden kommt, der mitreißende Präsentationen hält und der nichts lieber macht als vor Leuten zu stehen und zu präsentieren. So. Diese Kontraste sind extrem wichtig.   Wenn es zum Beispiel um Quartalszahlen geht, es wurde in Q3, der Forecast, der wurde nicht erreicht, die Quartalszahlen wurden nicht erreicht. Meeting, Besprechung, dann sage ich: Passt mal auf. Wir haben in Q3 diese Zahlen verfehlt. Ich will euch aber zeigen, wie wir, wenn wir einen neuen Großkunden bekommen, im Q4 die Zahlen wieder bereinigen können. Und da sitzen die Leute im Publikum und denken sich vielleicht auch: Nö, glaube ich nicht. Das hört sich zu gut an. Das funktioniert nicht. Und das ist genau der Cliffhanger, den Du brauchst, damit die Leute Dir zuhören. Und dann geht es im Mittelteil genauso weiter, es ist immer der ständige Wechsel zwischen dem wie es gerade ist und dem wie es sein könnte, dem wie es gerade ist und dem wie es sein könnte. Und dadurch entsteht ein ständiges Spannungsfeld, bei dem Du immer wieder dem Publikum zeigst, jetzt kommen wir nochmal darauf zurück. Hey, ich weiß, wie die Welt aussieht für euch. Ich weiß, wie es ist. Und da können wir hinkommen. Ich weiß, dass wir in Q3 um 15 Prozent die Zahlen verpasst haben, aber wir haben 6 neue Kunden aktuell auf dem Tisch und 2 davon haben das Potenzial mehr Umsatz zu bringen als unserer größte Kunde aktuell. Aber ich weiß, wie man unterbesetzt ist letzten Endes, also es ist schwierig jetzt die Akquise dafür zu machen, da genau weiter reinzugehen, aber ich habe geschafft, dass wir ein neues Budget bewilligt bekommen haben, wir können noch ein paar neue Freelancer einstellen und so weiter. Das heißt, ich habe immer diesen Wechsel zwischen dem wie es gerade ist und dem wie es sein könnte. Das ist noch ein Tipp, den ich da mitgeben muss: Man darf und das ist genau das Prinzip, das dahintersteckt, nicht mit dem größten Argument bis zum Ende warten. Das hat man irgendwo mal in der Schule, bei Erörterungen hat man das mal gelernt, dass man das so machen sollte, stärkstes Argument zum Ende. Aber genau mit dem muss man anfangen. Genau das muss man den Leuten am Anfang geben, dann muss es richtig knallen am Anfang und dann hören die Leute einem zu. Andersrum, wenn ich die Leute 40 Minuten lang langweile und in den letzten 5 Minuten lasse ich es knallen, dann hört mir kein Mensch mehr zu.   Norman: Ja. Ist vorbei. Absolut. Wow, krass, Gibt es so ein paar Unterschiede zu Präsentationen? Ich stelle mir jetzt vor, Präsentationen im gehobenen Management vielleicht Vorstandspräsentationen oder eine Präsentation vielleicht vor Investoren. Gibt es da so, kann man das so sagen, so grundsätzliche Unterschiede in den Präsentationen oder ist der Duktus die Mechanik immer gleich?   Dominic: Genau. Die Mechanik ist immer die gleiche. Der Unterschied ist natürlich die Zielgruppe, die Du ansprichst. Der Unterschied besteht darin, wie visualisiert ich gewisse Dinge? Der Unterschied besteht darin, welche Sprache verwende ich, welche Metaphern verwende ich, welche Zahlen bringe ich jetzt letztendlich? Das muss ich immer aufs Publikum abstimmen und auf die Situation. Das heißt, die Themen, wie ich sie aufbereite, auch wenn es immer das Gleiche ist, ist immer unterschiedlich. So wie ich das vorhin auch erzählt habe, keine meiner Vorträge ist gleich. Aber die Methoden, die ich dafür verwende, die sind immer die gleichen. Das ist das, was ich vorhin meinte.   Viele Leute, auch im mittleren Management, gerade die glauben immer, je höher man kommt desto weniger könne man das machen. Das geht nur mit Leuten, die unter einem sind. Warum auch immer diese Annahme da ist? Weil das andere nur zu abstrakt. Ja wie wirkt denn jemand, der Vorstandsvorsitzende, der ist so unnahbar und da komme ich so schwer ran und der zeigt selten selber Emotionen und so weiter. Aber wie gesagt, wir sind alle Menschen und wir reagieren auf die gleichen Prinzipien. Das heißt, dieses Storyboard, das wir haben, das genau aufzeigt, eben wie man diese Kontraste aufbaut, ist etwas, was wir für jede Präsentation verwenden. Ob das Pitches sind mit Startups, die wir erarbeiten für Investorengespräche. Ob das eben für den Vorstand ist, der dann bei der Jahreshauptversammlung eben großen Appell rausschicken muss, wie es jetzt im nächsten Jahr weitergeht. Ob das für einen CEO ist, der eine neue Strategie, eine neue Ausrichtung für seine 16.000 Mitarbeiter beispielsweise darstellen muss. Es sind immer die gleichen Prinzipien, mit denen wir arbeiten. Und das fällt uns manchmal schwer. Hier noch eine kleine Anekdote: Wenn wir mit neuen Kunden zusammenarbeiten, habe ich immer ein Blatt Papier mit dabei. Da ist das einzige Blatt Papier, das es in meinem papierlosen Leben gibt. Das nehme ich mit in das Meeting und lege das sehr stark demonstrativ in die Mitte des Meeting-Tisches. So. Dann fängt unser Pitch an und wir quatschen mit denen drüber und reden darüber, wie wir ihnen helfen können, was so unsere Ansätze sind und so weiter. Und dann irgendwann kommt der Satz, dass irgendeiner der Verantwortlichen im Raum sagt: Ja, Dominic, mega cool, aber in unserer Branche geht das leider nicht. Und dann gehe ich in die Mitte des Tisches, nehme dieses Blatt Papier, falte es auf und da steht, aber in meiner Branche geht's leider nicht. Weil jeder glaubt, dass es bei ihm nicht funktioniert, dass diese Methoden überall funktionieren, überall mitreißend präsentieren kann, nur bei einem selbst geht's leider nicht. Und das ist verständlich, weil der Transfer schwierig ist. Wenn wir jeden Tag schlechte Präsentation sehen, glaube ich irgendwann, dass man das so machen muss, glaube ich irgendwann, dass man nicht begeistert werden kann, weil das Thema halt trocken ist und in der IT oder in der Industrie oder im Einzelhandel oder in irgendwelchen Internetbranchen geht das halt, aber bei mir gerade eben nicht. Weil ich habe ja Steuern als Thema oder ich habe Wirtschaftsprüfung als Thema oder was auch immer. Das heißt, wenn wir den ganzen Tag Leute sehen würden, die uns mitreißen, die uns begeistern,   Norman: Klar.   Dominic: Würde sich keiner die Frage stellen, ob man das gut machen kann, ob man das geil aufbereiten kann. Aber das ist nicht der Fall, wir sehen die ganze Zeit schlechte Präsentationen und das ist eben genau das Problem. Wir hinterfragen das gar nicht mehr, ob das eigentlich auch mitreißend funktioniert.   Norman: Ja. Das stimmt. Wie kann ich denn eine Präsentation und das ist ja vielleicht auch eine Gemeinsamkeit, egal welche Präsentation oder vor welchem Publikum ich die Präsentation halte, wie kann ich vertrauen aufbauen? Wie schaffe ich es, dass das Publikum mir glaubt, dass ich diese Expertise habe, dass ich dieser Profi bin, als der ich mich dort vorne präsentiere? Wie kann ich das schaffen, dass das Publikum mich akzeptiert?   Dominic: Ich muss glaubwürdig sein. Ich muss dem Publikum das Gefühl geben, dass ich sie ernst nehme. Wir reiten da so ein bisschen darauf rum, dass wir immer alles für das Publikum machen, muss aber am Ende Tages, Norman, für wen macht man es denn? Und deswegen, wenn die das Gefühl haben, dass sie ernst genommen werden, dass Du glaubwürdig bist und nicht bewusst versuchst jetzt die vermeintlich übers Ohr zu hauen, dann entsteht ganz schnell Glaubwürdigkeit. Weil Menschen haben da ein Gefühl dafür. Die haben ein Gefühl dafür, ob ich sie ernst nehme. Und wenn ich das Gefühl habe, der hat sich da hingesetzt, der hat seine Hausaufgaben gemacht, der versteht meine Probleme, in dem Moment nehm ich Dir alles ab und ich sage bewusst nicht, authentisch sein. Weil authentisch ist nicht unbedingt die Lösung.   Es gibt viele Leute, die authentisch ganz eklige Choleriker sind und die sollten dann vielleicht nicht so reagieren oder plötzlich wie dieser Typ, der auf der Bühne stand, der war doch auch ganz authentisch, so wie er halt ist und entschuldigt sich halt ein paarmal, wenn die Technik ausfällt und so weiter. Also authentisch ist nicht die Lösung aller Probleme. Man muss da schon sich seiner Rolle bewusst sein und wenn ich eben zum Beispiel eine Geschäftsführerrolle habe oder eine Führungsrolle habe, dann kann ich nicht so auftreten wie ich privat auftrete. Das sind unterschiedliche Rollen und da muss ich wissen, in welchem Film ich in dem Moment spiele. Das ist entscheidend. Aber, wenn ich dem Publikum und das ist glaube ich das Erfolgsrezept, wenn ich denen das Gefühl gebe: Hey, ich habe mir Gedanken zu euch gemacht, zu euren Problemen, zu euren Sichtweisen. Dann werde ich ganz schnell glaubwürdig und auch eben dann entsprechend als Experte wahrgenommen.   Norman: Spannend. Mir fiel gerade selber eine Geschichte ein, nämlich meine erste Präsentation vor 500 Leuten. Und das war für mich so eine kleine Challenge, nicht aufgrund der Menge an Leuten, vor denen ich stand, sondern ich sollte eine Präsentation halten für eine neue Marke, die wir strategisch mitentwickelt hatten und der Haken an der Geschichte war, dass in der ersten Reihe der Vorstandsvorsitzende saß und ich wusste, dass der mich nicht mag.   Dominic: Okay.   Norman: Und jetzt. Es war ein bisschen weiter weg von mir zu Hause, also ich habe im Hotel übernachtet und die Nacht davor habe ich natürlich überlegt: Hey, wie schaffe ich den Einstieg und meine Idee war dann im Grunde, mich auf die Bühne zu stellen und im Grunde alle Leute aufstehen zu lassen und so lange zu warten bis dieser Typ in der ersten Reihe, der mit verschränkten Armen so wie ich es mir auch vorgestellt hatte saß, auch aufsteht.   Dominic: Geile Sache.   Norman: Und ich glaube, es hat nur 10 Sekunden gedauert. Aber für mich war das eine gefühlte Ewigkeit, weil er war tatsächlich der letzte im Raum, den ich auch vom Blick her fixiert habe, bis er aufgestanden ist, der letzte im Raum, der aufgestanden ist. Und dann habe ich quasi das so als Bild genommen, um zu sagen: Okay, Perspektivwechsel, wir setzen uns jetzt mal in einer anderen Rolle, wir versetzen uns jetzt in die Rolle des Kunden und weiter und setzen uns alle wieder hin. Aber diese Geschlossenheit herzustellen. Wie wichtig ist es aus Deiner Sicht und vielleicht hast Du da auch so ein paar Ideen, Methoden, Strategien, wie wichtig ist so die Interaktion mit dem Publikum?   Dominic: Also ich finde eine Präsentation ohne Interaktion, die kann man sich eigentlich sparen. Jetzt sehr radikal formuliert, weil das kann ich auch abfilmen und dann kann sich das jeder zu Hause ganz entspannt auf seinem Sofa anschauen. Da muss ich nicht zu einer Konferenz kommen. Das heißt, eine Präsentation sollte ein Dialog sein und kein Monolog. Und das meine ich sowohl in der Art und Weise, wie ich mit dann mit den Leuten spreche, mit der Art und Weise, wie ich mit Körpersprache umgehe, in der Art und Weise, wie ich mit meiner Stimme umgehe. Sollte ich da nicht glauben, jetzt bin ich auf der Bühne und weil ich jetzt auf der Bühne stehe, muss ich jetzt Bühnen Dramaturg werden, sondern ich muss mich genauso verhalten, wie ich mich sonst auch im professionellen Umfeld in Dialogen verhalte. Und genauso gehört es dazu, Interaktion zu haben. Und Interaktion, da gibt es eine große Bandbreite.   Du hast gerade eine Form genommen, dass die Leute zum Beispiel aufstehen, um sie da zu aktivieren. Eine andere Form, die ich zum Beispiel auch gerne mache, ich mache immer ganz kleine Umfragen. Das heißt ich frage die Leute gewisse Sachen zu dem Thema. Nicht einfach, wie geht's euch und das rufe ich dann in den Raum. Sondern bei meinem TED Talk, den ich gehalten habe, hab ich ein Buch hochgehalten und gefragt: Wer das alles schon gelesen hat. Und habe darauf dann aufgebaut. Oder, wenn man nicht solche Anstrengungen machen will, was Du auch gerade mit den 10 Sekunden angesprochen hast. Ich stelle manchmal auch Fragen zum Reflektieren und gebe dem Publikum 10 Sekunden Zeit, bei denen ich vorne die Klappe halte. Dass sie darüber nachdenken.   Norman: Sehr cool.   Dominic: Und dann quatschen wir drüber. Du hast natürlich Recht, das muss man aushalten können auf der Bühne 10 Sekunden nichts sagen.   Norman: Wahnsinn.   Dominic: Und die Masse von Menschen anzuschauen. Das fühlt sich wie Stunden an.   Norman: Wahnsinn.   Dominic: Aber das sind eben Formen von Interaktionen, mit denen man arbeiten kann. Genauso ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland viel mehr auch mit Musik arbeiten in solchen Vorträgen, was eine fantastische Wirkung mit erzielt. Und wie gesagt, ja, auch bei Geschäftsführern, ja, auch bei Vorstandssitzungen. Das heißt, diese Interaktion ist, was ja den Charme von der Präsentation ausmacht und für mich einfach die Daseinsberechtigung dafür, dass man nicht sagt: Hey, wir lassen einfach von der Agentur anstatt eine Präsentation auszuarbeiten, lassen wir einfach einen kleinen Film ausarbeiten und dann kann sich die jeder anschauen. Das ist ja gerade der Reiz, dass wir da Leute haben, mit denen wir quatschen können, die wir anfassen können, die wir fragen können und da vielleicht so einen kleinen Trick zu sagen, was ich mache. Meine Präsentationen, wenn ich die auf großer Bühne halte, fangen nicht an, wenn jetzt 9 Uhr ist und ich jetzt den Vortrag halten soll, sondern meine Vorträge fangen an, wenn die erste Person im Raum ist, die bei meinem Vortrag mit zuhören wird. Weil dann gehe ich dahin, ich gebe oft den Leuten dann die Hand, stelle mich vor, je nachdem wie das Setting ist, natürlich das muss passen. Oder, wenn das Publikum schon zu größeren Teilen dasitzt, dann quatsche ich mit denen, ich will wissen, wo die herkommen, was die für Probleme haben. Das heißt, ich fange dann an mit dem Publikum zu arbeiten, wenn das da ist. Wie komisch ist das denn, immer so zu tun, da sitzt eine Masse und ich rede aber erst mit ihnen, wenn ich jetzt wirklich auch auf der Bühne bin und vorher keine Interaktion. Warum? Warum muss ich das so machen?   Norman: (lacht) Ja. Weil es alle so machen.   Dominic: Ja. Aber es hemmt auch wahnsinnig das Lampenfieber, wenn Du einmal   Norman: Absolut.   Dominic: Mit 4, 5 Leuten gequatscht hast und ich muss ehrlich sagen, jetzt gebe ich vielleicht doch mal einen kleinen Trick preis. Was ich mache, ist, ich bin da so perfide und ich merke mir 2, 3 der Namen, mit den Leuten, mit denen ich gequatscht habe und die baue ich in meinem Vortrag mit ein, so dass das Publikum das Gefühl hat, ich kenne den ganzen Raum.   Norman: Ja. Cool.   Dominic: Und das schafft ein Gemeinschaftsgefühl, dass es mir wirklich wichtig ist, wer da sitzt und mit wem ich da arbeite. Dass dann eben unter anderem wieder zu - sie hören mir zu - und zu Glaubwürdigkeit führt.   Norman: Schön. Das ist genau diese Beziehungsarbeit auf der Bühne. Wunderbar. Sehr cool. Ha!, da kann ich echt noch was lernen hier. (lachen) Schön.   Dominic: Kann ich gerade was lernen. (lacht)   Norman: Doch, doch, deswegen bist Du ja da. Das sind einfach, weißt Du, es gibt verschiedene Dinge, die sind Dir, die hast Du schon mal gehört, hast Du noch nie umgesetzt, weil Dir einfach, weil Dir die Methoden einfach fehlen, von denen Du da redest, oder gewisse Dinge die sind Dir schon irgendwo, wenn Du es wieder hörst, aktivieren die sich so, aber fallen dann wieder hinten hinten runter bei der nächsten Präsentation. Und das hilft natürlich, sich das immer mal wieder, am besten im direkten Coaching auch mit Dir in Deinen Seminaren wirklich mal tiefer gehen zu lassen und nicht nur so an der Oberfläche, weil das ist eine Präsentation, ich meine in den Positionen, in denen wir uns bewegen, ist das unser täglich Brot. Damit arbeiten wir die ganze Zeit, in welcher Form der Präsentation auch immer. Aber super, super wichtig. Und gerade, was mir jetzt wirklich auch noch einmal viel bedeutet hat, war diese Beziehungsarbeit, dass wir dort vor Menschen sitzen und das fand ich ein super Beispiel von Dir gerade, dass Du sagst, sobald Du im Raum bist oder Kontakt zu Deinem Publikum hast, in welcher Form auch immer, dann bist Du eigentlich schon mittendrin. Das ist perfekt.   Dominic: Genau. Absolut.   Norman: Super, cool. Vielleicht ganz kurz nochmal ein anderer Perspektivwechsel. Jetzt hatten wir immer so Bühne Publikum Perspektivwechsel. Jetzt gibt es auch die Perspektive, ich bin eine Führungskraft und berichte an eine höhere Hierarchiestufe, eine Geschäftsführerin im Vorstand. Jetzt, was ich auch erlebt habe, ist, dass es andersrum ist, dass der Vorstand irgendwas den Mitarbeitern präsentiert und da vermisse ich oftmals auch dieses Sich-Mühe-Geben, also sich wirklich mit Energie so richtig rein zu hängen, um die die Massen zu mobilisieren, um wirklich emotional auch zu berühren, um da auch eine Spannung herzustellen. Ist das, was Du auch beobachten kannst? Und warum ist das vielleicht aus Deiner Sicht so?   Dominic: Also Präsentation ist und das mag vielleicht so ein bisschen auch ein deutsches Phänomen zu sein, ist etwas, was sehr stiefmütterlich behandelt wird. Man sagte immer, gerade je nachdem wie weit man in der Hierarchie hoch kommt das gehört halt dazu, das muss ich halt machen. Aber da will ich eigentlich nicht viel Mühe reinstecken und da will ich mal schnell, schnell und dann passt das schon. Das Problem allerdings ist, wenn ich mir da eben keine Mühe gebe, wenn ich nicht schaffe diesen Anstoß zu schaffen bei meinen Mitarbeitern in Mindset, dann bleibt, um jetzt mal einfach in der Sprache der Leute zu bleiben, die das meistens als Gegenargument verwenden: Habe ich einen echt schlechten Return on Invest. Denn für eine schlechte Präsentation verschwende ich nicht nur meine Zeit, sondern ich verschwende auch die Zeit meiner Mitarbeiter und wie viel spannender wäre das, wenn ich die wirklich mit reiße und die verstehen, wie die in gewissen Momenten zu agieren haben ohne, dass ich ihnen das sagen muss. Wieviel Zeit, wieviel Kosten ich spare, weil die Mitarbeiter selber genau wissen, wie wir das Unternehmen weiterführen auf eine gewisse Art und Weise, wie unsere neue Ausrichtung aussieht, weil wir jetzt zum Beispiel wieder anfangen ganz klar nach Kundensicht zu gehen und nicht mehr wie wir das vorher gemacht haben, nur nach Stückzahlen zum Beispiel zu gehen. Also was verändert sich in der Firma, wenn die Mitarbeiter den Unterschied verstehen?   Nehmen wir mal ein Beispiel aus Amerika: Southwest Airlines hatte das Ziel, die günstigste Airline weltweit zu sein. Und diese Message propagiert der CEO mit unablässiger Energie. Und der gibt ihnen damit aber was an die Hand, mit der jeder Mitarbeiter in der Lage ist, seinen eigenen Bereich zu führen ohne ständige Kontrollorgane zu benötigen. Das heißt, wenn die Frau von HR fragt: Hey, wir haben in einer Umfrage herausgefunden, dass Cesars Salad helfen würde, dass die Kunden uns noch ein bisschen cooler finden auf den Inlandsflügen. Dann stellt er die Frage: Okay, hilft uns das dabei die günstigste Airline weltweit zu sein? Wenn die Antwort Nein ist, dann weiß sie ganz genau, wie sie sich zu verhalten hat. Wenn die Frage ist der Mitarbeiter: Hey, dürfen wir, wenn eine Stewardess zum Beispiel Geburtstag feiert, dürfen wir mit Konfetti um uns rum schmeißen? Ist das okay? Dann sagt er: Hey, hilft uns das dabei die günstigste Airline zu sein? Dann sagen die: Ja, das Konfetti, das kostet nichts. Das stimmt. Aber hinterher muss jemand wegräumen, das kostet Arbeitszeit. Ah ja okay. Aber wir dürfen auf jeden Fall einen Schampus aufmachen, weil den können wir leicht wegräumen und so weiter. Sagt der: Ganz genau. Das könnt ihr machen. Das heißt, wenn man klare Messages hat, wenn man sich darüber Gedanken macht, was man den Leuten mitgibt, wenn man die auch energetisch, das rüberbringt und da auch nicht müde wird, sich Mühe zu geben, dann glaube ich, dann schafft man es unfassbar erfolgreich zu sein, indem man eben etwas lostritt, was größer ist als man selbst. Man muss eigentlich so gut werden als Führungskraft, dass man nicht mehr benötigt wird. Dann ist man wirklich ein genialer Führer, wenn die Leute selber in der Lage sind, zu wissen, wie die nächste Ausrichtung aussieht, wie der nächste Weg weitergeht, weil ich die richtigen Impulse setze. Insofern, aus meiner Sicht ist das eigentlich der wichtigste Teil der Arbeit von jemand, der andere Menschen führt, ist, sich darüber Gedanken zu machen, wie kann ich die begeistern und wie kommuniziere ich das?   Norman: Sehr cool. Auch ein schönes Beispiel. Also das ist auch nochmal ein schönes Bild dafür, fokussiert zu sein auch in seinen Botschaften in der Präsentation. Wo wir schon mal bei Botschaften sind. Was ist so Deine Botschaft, die Du in die Welt hinaus tragen möchtest?   Dominic: Jetzt muss ich mich natürlich auch auf eine festlegen.   Norman: Ja. (lacht)   Dominic: Für den Business Kontext würde ich gern die Botschaft loswerden: Wer Bullet Points verwendet, ist ein Loser. Also Bullet Points, diese Aufzählungszeichen, das ist so eine grassierende Krankheit, dass ich glaube, dass, wenn ich solche Folien, die text-überlastet sind, in den Meetings jeden Tag zeigt, dass ich damit wirklich den Unterschied mache. Und das ist glaube ich die eine Message, wenn die Leute da draußen alles vergessen, was ich gesagt habe. Ist totaler Schmarrn, was der Dominic erzählt. Es ist total okay, aber wer Bullet Points verwendet, ist ein Loser. Jetzt hat der Loser die Aufmerksamkeit des Publikums. Mit Bullet Points lockt man niemanden hinterm Ofen vor. Damit kann man niemanden begeistern, damit kann man niemanden zu Aktionismus bekommen. Man kann niemanden wirklich inspirieren mit diesen ewigen Bullet Points.   Norman: Das ist eigentlich so das Hauptmerkmal von Powerpoint, was Du gerade demontiert hast. Aber genau das ist eben nicht Emotion. Absolut. Bin ich völlig bei dir. Dominic, wie triffst Du Entscheidungen? Das ist immer so eine Frage, die ich in den Interviews super spannend finde beziehungsweise die Antworten darauf super spannend finde. Wie triffst Du Entscheidungen, wenn Du zum Beispiel an Deinem Business arbeitest oder wenn Du auch an einer Präsentation arbeitest, was auch immer viel Energie am Anfang braucht, bis ich mir meine Struktur gebaut habe. Aber wie kommst Du dann auf den Punkt?   Dominic: Ich habe eingangs erzählt, dass ich früher dieser Nerd war. Dieser Physiker, ich war unfassbar, geradezu gesteuert. Ich fand Small Talk eine ganz schlechte, schlimme Marotte, die die Leute haben. Ich wollte, wenn ich mich über irgendwas unterhalte, dann muss das Tiefgang haben, dann muss das wichtig sein, dann muss das eine Ratio inspirieren. Und heute will ich nicht sagen, bin ich das Gegenteil davon, aber heute treffe ich alle meine wichtigen Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Das heißt, ich hab die Erfahrung für mich gemacht, dass immer dann, wenn ich mich auf die reinen Fakten, das rein Rationale festgelegt habe und gesagt habe: Hey, die Fakten sind aber so in meinem Bauch und gesagt habe: Nee, dass ich dann damit auf die Schnauze gefallen bin. Ich bin aber noch nie auf die Schnauze gefallen, wenn ich ein gutes Bauchgefühl hatte und die Fakten vielleicht nicht genauso gelegen sind, wie ich mir das vorgestellt habe. Das heißt, alle wichtigen Entscheidungen in meinem Business und auch im privaten Umfeld, treffe ich letztendlich dann aus dem Bauch. Das heißt, ich wäge die Fakten ab, ich schaue mir das genau an wie die Sachlage ist und am Ende, das letzte Wort hat immer mein Bauch.   Norman: Sehr cool. Bevor wir zu unserer Q&A Session kommen, vielleicht nochmal, ich meine jetzt sind die Zuhörer bereit. Wie kann ich es lernen bei Dir? Vielleicht kannst Du uns nochmal ein bisschen zu Deinen Seminaren erzählen. Wo kann man Dich treffen? Wo kann man von Dir das alles lernen? Und wir haben heute wirklich nur an der Oberfläche gekratzt, um mal so ein paar Einblicke zu geben. Also wie kann ich Kontakt zu Dir aufnehmen? Was kann ich, wie kann ich bei Dir in die Schule gehen?   Dominic: Also Kontakt kannst Du aufnehmen zum einen über unsere Webseite punk.academy. Kein .de, kein .com. Genauso. Oder über die Facebook-Seite Presentation Punk. Da kommt man am leichtesten mit uns in Kontakt. Das sind die beiden Möglichkeiten. Generell ist es so, dass wir für Business Kunden zwei Dinge anbieten. Das eine sind Workshops. Mit maximal 8 Teilnehmern, die dann sehr intensiv 2 teilweise auch 3 Tage lang gehen, bei dem wir genau an diesen Methoden arbeiten, um eine klare Message zu haben, wie man eben richtig visualisiert, wie man so eine Story richtig aufbaut, was wir heute angerissen haben. Und das Zweite, was wir in der Business School machen, ist individuelles Coaching. Das heißt, es ist meistens eben in der höheren Führungsetage, C-Level und darüber, dass Leute sagen: Hey, ich muss meine Mitarbeiter mitreißen. Ich merke wie wichtig das für mein Business ist oder ich hab das mal irgendwie mitbekommen, dass das wichtig ist und dann arbeiten wir in eins zu eins Coachings daran, dass Leute eben besser auftreten und da eben überzeugender sind.   Norman: Okay. Das sind also alles Kurse, die Du anbietest, die sind Face to Face? Also man erlebt Dich auch persönlich?   Dominic: Ganz genau.     Norman: Sehr cool. Vielleicht auch noch einen kleinen Blick in die Zukunft. Wo geht's mit dem Presentation Punk und mit dir hin?   Dominic: Also wir befinden uns gerade in einer Zeit, dieser digitalen Transformation. Viele Firmen merken, dass eben doch so diese digitale Welle immer stärker kommt und das Entscheidende bei diesem digitalen Wandel aus unserer Sicht sind eben nicht die Tools. Also es geht nicht darum, nur ein neues Kommunikations-Tool oder ein neues Wissensmanagement oder eine neue Art zu präsentieren, als Tool einzuführen, sondern es ist wichtig das Entscheiden, das Mindset und die Art und Weise wie in der Firma kommuniziert wird. Und dabei versuchen wir jetzt auch zukünftig unsere Kunden zu unterstützen, indem wir gerade auch selber dabei sind eben neue Methoden und Prinzipien zu entwickeln, um im digitalen Zeitalter zeitgemäß Kunden zu helfen, mitzureißen und eben Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben auch vielleicht in neuen Organisationsstrukturen, wenn wir aus diesen ganzen Silos ausbrechen, die miteinander gewinnbringend kommunizieren kann. So sieht die Zukunft der Punk Academy in den nächsten Jahren aus.   Norman: Sehr cool. Ich denke, da werden wir noch einiges von Dir hören. Wir werden es auf jeden Fall verfolgen, ich im Speziellen. (lacht) Domini, lass uns zu unserer Quick Q&A Session kommen,   Dominic: Gerne.   Norman: In der ich Dir ein paar Fragen stelle und Du ganz spontan, wie Du vorhin schon gesagt hast, aus dem Bauch raus antwortest.   Dominic: Los geht's.   Norman: (lacht) Was hat Dich anfangs davon abgehalten, Dich als Marke zu positionieren?   Dominic: Zu wenig Mut.     Norman: Wenn die Leute an Dich denken, was ist das eine Wort, wofür Du selbst als Marke bekannt sein willst oder schon bist?   Dominic: Punk.   Norman: Sehr cool. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf Dein heutiges Leben oder auf Dein Business?   Dominic: Dass an Dinge, an die man glaubt, dass die wichtig sind, an denen festzuhalten und dadurch unglücklich zu sein, Dich nicht weiterbringt. Das, was mein Freund Christian mir erzählt hatte.   Norman: Kannst Du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, welches Du selbst einsetzt?   Dominic: Prezi.com deutsch p r e z i .com   Norman: Cool. Verlinken wir natürlich auch in den Shownotes. Und welche 3 mobile Apps nutzt Du am liebsten? Was ist so auf Deinem Startscreen auf dem Smartphone?   Dominic: Wunderlist für Todos. Evernote für Notizen, die ich mit verwende und ebenfalls Prezi Präsentations App, das heißt auch im iPhone bei Netzwerkveranstaltungen zücke ich das manchmal und zeige den Leuten kleine Beispiele.   Norman: Sehr cool. Dass es das vor allen Dingen auch als Mobile App gibt, wusste ich auch noch nicht. Sehr cool. Was für Musik hörst Du als Punk gerne, wenn Du inspiriert werden willst oder auf neue Ideen kommst?   Dominic: Unsere Anti-Lampenfieber Playlist auf Spotify.   Norman: Das ist ja geil.   Dominic: Von Rock über Punk über Hip-Hop, ist alles mit dabei.   Norman: Das ist sehr cool. Und kannst Du uns ein Buch empfehlen, was für Dich einen nachhaltigen Mehrwert hatte? Wie heißt das Buch und worum ging es in diesem Buch?   Dominic: Das Buch hieß "Sei nicht authentisch" von Dr. Stefan Wachtel und das hat für mich mit einem ganz großen Mythos aufgeräumt, weil ich auch immer dachte, dass es um authentisch sein geht. Aber das viel Wichtigere ist, authentisch zu scheinen.   Norman: Sehr cool. Dominic, wir sind am Ende mit unserem Interview. Hat mir riesig Spaß gemacht. Wir könnten glaube ich noch ein paar Teile machen zu dem Thema. (lachen)     Dominic: Auf jeden Fall.   Norman: Und kannst Du uns zum Schluss noch einen Tipp mit auf dem Weg geben und wie wir Dich erreichen? Du hast es zwar schon genannt, aber vielleicht zum Abschluss einfach nochmal, dass sich die Leute das auch wirklich merken können.   Dominic: Also das Entscheidende ist, finde ich, das Mindset zu haben, dass, wenn man präsentiert, wenn man die Gelegenheit hat, dass man die Haltung haben muss andere mitzureißen, zu revolutionieren. Das ist das Entscheidende, das nicht als Notwendigkeit, ein notwendiges Übel zu sehen, sondern immer als Chance und als Gelegenheit Verbündete zu bekommen und gemeinsam in eine starke Zukunft zu gehen. Das heißt, das Mindset "Revolutioniere" zu haben. Und wenn die Leute dazu meinen Newsletter lesen möchten den kostenlosen oder eben meinem Blog folgen möchten, dann unter punk.academy.   Norman: Sehr cool. Dominic, vielen Dank für die Zeit, für das Interview und dass Du dabei warst. Ich wünsch dir was und ich hoffe wir bleiben in Verbindung.   Dominic: Danke Dir, Norman. Ciao!     Norman: Bis dann. Ciao!   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne Dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass Du diesen Podcast mit Deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch Deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für Deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen Dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. Melde Dich für unseren Newsletter an.   Wenn Euch der Artikel gefallen hat, teilt ihn bitte in Euren Netzwerken, dadurch unterstützt Ihr uns enorm! Danke!!!    

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  • Episode #241 – A Few Things I’m Doing Today To Help Build My Cult-ure

    · Marketing Secrets

    Today I get to practice what I preach. On today’s episode Russell talks about starting to use Snapchat and how you can follow him to get some behind the scenes of the behind the scenes stuff going on with Clickfunnels. He also talks about his Funnel Swag website and how you can get a new, cool, limited edition t-shirt every month. Here are some other cool things in this episode: How Russell is doing with Snapchat so far on his first day, and how you can be a part of it. How you can get a hold of some cool Funnel Swag like backpacks, t-shirts, and a water bottle. Find out why Russell’s wife, Collette, thought he drowned over the weekend. And hear about the sweet gifts Russell got for Father’s Day. So listen below to hear about Snapchat, Funnel Swag and some of the fun stuff that goes on at Russell’s home. ---Transcript--- Hey everybody, this is Russell Brunson and welcome to Marketing In Your Car. Hey guys and gals and friends and a bunch of people I care about. Today’s been fun; I started my first day of my Snapchat journey. So I don’t know if I’m doing it right or wrong, or if I’m annoying. I don’t know but it’s been fun. So for those that aren’t Snapchatters yet, time to download the Snapchat app and search my name, it’s Russell Brunson. I think you can find me that way, I believe. I don’t know, I’m still figuring that part out. I would recommend doing it, because I’m showing behind the scenes. Everyone’s asking me what I do all day long, “What’s your morning routine?” So I’m showing it in quick little 10 second chunks. I think that’s how you do it right. Basically the concept is throughout the day I go and as I’m doing cool things, I show the cool things I’m doing. So this morning I woke up, I was in the supplement closet, it showed me taking supplements, which ones. Then I had a morning coaching session with Tara and then I was working my Trello board, so I showed that. Then I went on a run and I showed that. I was about to start this Marketing In Your Car podcast and I showed that. So I’m showing all these little pieces of it, so I think for you guys it’s like once a day, if you log in, you’ll see behind the scenes of behind the scenes. So as you probably, I’ve been talking about lately, one of the big things, we’re trying to do and I think what you guys should all be doing, but what we should all be trying to do is try to get our community more engaged in the process. So we’re doing a lot of hangouts and live streams, showing behind the scenes of what’s happening, which has been fun, but then Snapchat for me is kind of behind the scenes of the behind the scenes in quick little ten second snips. So you can basically catch up on a full day in like 2 minutes.  Anyway, it’s going to be fun, I’m going to be posting some unique, cool, crazy, funny things and introducing you to some people that I won’t be doing anywhere else. So if you’re not on Snapchat yet, now is the time to go and to become part of that. Today I’m excited because I’ve been in Inner Circle all last week, and it’s kind of one of those things when you have these projects and things you wanna do and everything’s bottling up and you just want to move and go and do. So finally I have a chance today to move and go and do. I’m excited. We are, this week launching Biohacking Secrets with Anthony which will be cool. But then the other thing, on our side, we have a whole bunch of new updates coming, with just our company. One of the cool things we’re going to be doing that I’m excited for is, and depending on when you hear this, it’ll be live or almost live, we’re changing the Clickfunnels Facebook Group. People don’t like really bonding with the company, it’s kind of bland, so we want to make it more of a movement. So we’re going to change the name of it to Funnel Hackers/Clickfunnels official group or something like that. So that way we can all self –identify with the group and who we are, and not just the software product, which is kind of cool. And then what’s going to happen is when you first login, and the first time I really saw this I thought it was cool. There’s a Facebook group called the Cult of Copy, it’s a really good copywriting group with really good copywriters hanging out and talking all the time and when you go in that group, Colin, who runs the group, Colin Theriot, I think I can never say his last name right….but he’s got a sticky when you first go in there that’s like, “Hey welcome to the Cult of Copy, here’s all the rules, here’s how it works, here’s the lingo, here’s the core products you need to buy.” Just a list of all the core things when you first join the group. So that’s one of my goals this week, is to build out, maybe even today if I have time. Kind of like, “Here’s the mission statement of our group, here’s the core products and services you need to be able to run your business.” And the cool thing we set up, and it’s not live as of right now, but hopefully by the time you hear this, it’ll be live. If you go to funnelswag.com we have an official Funnel Hackers Kit where you get a Clickfunnels backpack, you get the Funnel Graffiti, you get the I Build Funnels t-shirt, Clickfunnels water bottle. Everything you need to be an official funnel hacker. So basically, I think it’s $100, it basically covers our hard costs and shipping, we’re not making any money on this, we just want to get everyone a Biohacking, not Biohacking, a Funnel Hacking Kit. So we’ll mail this kit to you, and then from there you get put on a $20 a month continuity program. The $20 a month goes towards a new t-shirt each month. So what’s happening, each month we’re making super cool t-shirts. In fact, if you go to funnelswag.com you can see 5 or 6 of the shirts there. And basically, we’re going to be doing limited edition shirts. So each month, whoever’s a member of that, we will see who’s bill went through that month and we will ship you out that month’s shirt. And they’re going to be one off printing. So that means if you get it, you get it. If you don’t get it, you miss that shirt forever. So there’s some urgency and scarcity built in, because I believe the only that sells anything in this world, besides good copy, and building a good following and personality, there’s a lot of good things. But the number one thing to actually get people to pull their credit card out are urgency and scarcity, so we kind of want to do that. Again, I make zero dollars, in fact, I lose money, I think I lose money on almost all of these because we have so many international people. But I just want to do it so that you guys all have cool funnel swag from us every single month. We also might be slipping in some other cool gifts along the way with the t-shirts. I’m not going announce those, they’re unadvertised bonuses, but cool things you guys will want as a Clickfunnels member. So that’s kind of what Funnel Swag is all about, is getting you guys all consuming our stuff, wearing our shirts, using our backpacks, water bottles, Mac stickers, oops, did I slip that? We’re working on Mac stickers and a bunch of other cool things for you guys that’ll be part of the Funnel Swag Monthly Kit. For sure, each month you’ll get a t-shirt that will be limited edition and just super cool. Anyway, these are just a few of the things we’re doing, and I hope that it serves as a model for you guys as you’re building up your community and your following and your cult…ture. That was one of the big things through all of the Inner Circle meetings, was that, as I kind of mentioned through some of these podcasts. So I’m going to start implementing and applying these things and you guys will be able to see them and hopefully you’ll run with them as well. I think I mentioned this before, I see my mission as building cool, creative things and you guys taking them and knocking them off for your community. So feel free to R and D, rip off and deploy these concepts in your market as well, for your people because I think they’re kind of cool. So that’s what’s happening today. I’m really, really, really excited as you can probably tell, to get to work and to do all these kinds of things. Another cool update, we got last week the float tank in my Biohacking room, so Saturday I wasn’t supposed to float for 3 or 4 days, you’re supposed to let the salt do whatever, but I got excited so the second day I jumped in and floated, is that the right word? Flooted? Floated? So I floated and it was cool, I laid there for 20 minutes and I passed out and woke up 3 hours later. It was almost 1 in the morning and I was getting out and Collette came out like, “I thought you were dead, I was afraid that you had drowned out here.” I was like, “I don’t think it’s possible to drown because there’s a thousand pounds of salt in there to make you float to the top, so I don’t think I could drown if I wanted to.” But I appreciated the thought so, that was cool. And then yesterday was Father’s Day, which was super cool. I don’t know, my kids are the coolest, just seeing them. One of my boys, he drew a big picture of a minion and said, “Dad, you’re one in a minion.” It was so awesome. And then my other son drew a big picture of Yoda and it said, “Dad, Yoda best dad ever!” It was so sweet. I thought that was the two coolest things in the world.  Anyway, it was a good day. With that said, I am almost to the office. I’m going to get to work. I’m building up our community and I hope this gives you guys a couple ideas on things you can do as well. Appreciate you all, have an amazing day and I’ll talk to you guys again soon.

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  • Simone Sauter ★ Über Tinder, Liebeskummer und ihr eigenes Online Business

    · 00:49:56 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Simone Sauter von Dating Rocks Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Simone Sauter, die andere Frauen zum Thema Liebeskummer coached. Wir reden aber nicht nur über Liebeskummer, wir reden auch über Tinder, wir reden darüber, ob alle Männer per se schlecht sind oder ob es auch schlechte Frauen gibt. Und wir reden darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Online-Business in kürzester Zeit ortsunabhängig aufzustellen und ja, welche Challenges und Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Viel Spaß mit Simone! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du: Dass es wichtig ist, Liebeskummer nicht alleine und mit den richtigen Menschen zu überwinden. Dass Reisen wahre Wunder wirkt und Dir hilft die Dinge aus einer anderen Perspektive zusehen. Dass man Online Dating ruhig mal eine Chance geben kann. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES From Pain to Power (ehemals Dating Rocks) Tinder Dynamite Circle Google  Daimler Stepstone DNX WordPress Betahaus [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 40! Jo Leute, willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Heute mit Simone Sauter, die andere Frauen zum Thema Liebeskummer coached. Wir reden aber nicht nur über Liebeskummer, wir reden auch über Tinder, wir reden darüber, ob alle Männer per se schlecht sind oder ob es auch schlechte Frauen gibt. Und wir reden darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Online-Business in kürzester Zeit ortsunabhängig aufzustellen und ja, welche Challenges und Herausforderungen sie zu bewältigen hat. Viel Spaß mit Simone! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in mein Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFEHACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Simone, cool, dass Du auf dem LIFE HACKZ Podcast am Start bist. Bist Du ready? Simone: Ja, ich bin ready, ja Marcus. Marcus: Cool, wir beide sitzen jetzt hier gerade in Chiang Mai, Thailand, in dem Surface Appartement, wo ich eingecheckt bin mit Feli und das coole ist, Du bist ja gerade selber in Chiang Mai. Was hat Dich nach Chiang Mai verschlagen? Wie bist Du hierhin gekommen? Simone: Ich war im April schonmal hier und ich mag Chiang Mai einfach. Das ist eine coole Stadt, coole Community, sehr geiles Essen, super coole Massagen. So günstig und so. Das kann man mehrmals die Woche machen. Marcus: Ja, was kostet eine Massage hier? Wenn Du sagst so günstig? Simone: Ich habe eine direkt bei mir im Condow und die nimmt, was nehmen die? 52 Baht, das sind 5, 6 Euro die Stunde. Marcus: Ja, Wahnsinn. Simone: Das ist schon echt cool, ja. Marcus: Ja, wir haben das bis jetzt leider noch nicht geschafft, aber ich denke mal hier nach unserem Interview. Simone: Du hast noch nie ne Massage in Chiang Mai gemacht oder in Thailand generell? Marcus: Ähm doch, vor drei Jahren als wir hier in Thailand waren. Aber jetzt in der Zeit in Bangkok und Chiang Mai waren wir so busy mit diesem anderen Kram. Aber ich, wie gesagt, heute schaffe ich’s und morgen machen wir dann nochmal nen Break. Simone: Okay. Marcus: Jo und Du bist quasi die Frau Dr. Sommer des Internets oder wie würdest Du Dich bezeichnen oder bist Du noch spezialisierter dann auch für ein Thema? Simone: Also, Dr. Sommer… Naja, würde ich so jetzt nicht sagen. Ich bin Liebeskummer-Coach. So ist mein offizieller Titel. Das heißt, ich helfe Frauen über ihre Trennung hinwegzukommen und über ihren Ex hinwegzukommen. Die Emotionen zu verarbeiten und ja, dann quasi sich auch selbst zu finden und sich auf ne neue Beziehung auch vorzubereiten, wenn die Zeit dann reif ist. Also, die Klientinnen sind oft ab 10 Jahre, teilweise 25 Jahren in einer Beziehung gewesen und ihr Mann hat sie dann oftmals für eine andere Frau verlassen. Also same Story wie bei mir. Und ja, den Frauen helfe ich halt einfach, damit umzugehen oder jetzt die eine reicht jetzt gerade die Scheidung ein. Dann braucht sie halt einfach so ein bisschen zur Unterstützung von jemandem, der weiß, wie es ist, wenn man durch so eine harte Zeit geht und der einen dann einfach an die Hand nimmt und sagt “Ich bin da und wenn was ist, dann melde Dich einfach.” Marcus: Also ein ziemlich zukunftssicheres Thema würde ich sagen, weil Beziehungen glaube ich immer eine Rolle spielen, bei jedem im Leben, ne? Und ja, ich glaube, da wird es auch immer eine Nachfrage für geben. Wie hast Du für Dich selber die Nische entdeckt? Du sagst gerade, bei Dir war es ähnlich, Du wurdest auch verlassen. Was ist da genau passiert? Simone: Ähm, ja also bei mir war es so, ich war selber zehn Jahre in einer Beziehung und im Mai 2012 hat sich mein Ex dann überlegt, dass er mich verlässt und hat mich dann auch innerhalb von vier Wochen mit einer neuen ersetzt. Ich bin dann quasi zwei Jahre durch die Hölle gegangen und habe aber in den zwei Jahren so viel über mich selber gelernt, über Liebeskummer gelernt, viele psychologische Bücher gelesen und mir einfach so viel Wissen angeeignet, dass ich an dem Punkt, wo ich dann selber über meinen Liebeskummer hinweg war… Marcus: Alleine hast Du das dann bewältigt mit den Büchern? Simone: Nee, ja, ich habe die Bücher gelesen. Ich war selber auch in einer Therapie und ich habe auch selber einen Liebeskummer Coach gehabt. Also das habe ich selber gehabt. Ich habe die Erfahrungen alle persönlich gemacht. Marcus: In der Offline World, die Du dann durch Empfehlungen gekriegt hast oder wie? Simone: Genau, also die Liebeskummer Coachin war in München. Durch eine Freundin, die hat mir die empfohlen. Und ja die Therapeutin war auch ganz normal. Das habe ich gemacht und habe aber eben in der Zeit so viel Wissen mir angeeignet und so viel Empathivermögen auch entwickelt, dass ich dann, als ich selber an dem Punkt war, wo ich gemerkt habe, mein Liebeskummer ist vorbei. Das war letztes Jahr in Malaysia. Da bin ich vier Wochen einfach mal alleine weg. Und da habe ich gemerkt, okay, es ist vorbei, es war wie so ein epiphany moment sage ich mal, so eine einleuchtende Erkenntnis. Marcus: Woran merkt man das dann, dass es vorbei ist? Du konntest ganz klar festmachen in dem Moment: Krass ich denke nicht mehr an den. Oder wie genau macht sich das bemerkbar? Woran merkst Du das? Simone: Ich kann Dir noch ganz genau den Moment beschreiben. Also ich saß da in Malaysia am Strand. Ich war alleine und es war wie so eine - es ist schwer zu beschreiben das Gefühl - einfach so eine plötzliche Leichtigkeit, die Du halt verspürt hast und wo ich einfach gemerkt habe, woah, irgendwas ist gerade passiert. Irgendwas ist gerade. Also es liegt auch daran, dass ich halt zwei Jahre echt gelitten habe und habe dann gesagt, okay, ich gehe jetzt mal vier Wochen alleine weg. Ich bin vorher noch nie alleine verreist. Ich war sonst immer mit meinem Ex unterwegs und habe gesagt: Okay, jetzt packste einfach Deine Sachen und gehst. Und es war die Reise meines Lebens. Und da hat sich quasi alles verändert. Da habe ich gemerkt, mein Liebeskummer ist vorbei. Und dann war aber der Moment da, wo ich gesagt habe: Wow krass, Dein Leben ist eigentlich jetzt vollkommen leer. Ich war zehn Jahre in einer Beziehung. Zwei Jahre war mein Ziel, meinen Ex zurückzugewinnen. Marcus: Das heißt also, während Du die Trennung verarbeitet hast und selber diesen Herzschmerz hattest, kam das wahrscheinlich auch dadurch, dass Du immernoch Kontakt hattest oder versucht hattest und an ihn gedacht hast, ohne loslassen zu können. Simone: Ja genau. Bei mir war das halt so ein ewiger Prozess und der Prozess, den kann man extrem beschleunigen. Das ist das was ich jetzt mache mit meinen Klienten. Ich habe halt mega viele Fehler gemacht und halt den Prozess für mich extrem in die Länge gezogen. Marcus: Erzähl mal ein paar peinliche Sachen, was Du gemacht hast, um den wieder zu kriegen oder wiederzuholen. Wo Du jetzt im Nachhinein denkst, das war voll bekloppt. Simone: Naja, Du kannst nicht sagen, es war voll bekloppt. Also natürlich aus meiner Perspektive heute würde ich ihn nicht anrufen und heulen und ihn anflehen und sagen, ich mach alles was Du willst und bitte nimm mich zurück und mich quasi selber so erniedrigen. Aber, das siehst Du in dem Moment nicht. Also meine Klienten machen das auch und es ist eine typische Reaktion. Einfach durch die Emotion, die Du in Dir hast… ja, wie gesagt, es ist eine ganz normale Reaktion und heute rückblickend gesehen, denke ich mir: Mein Gott, ich habe mich halt echt so selber unter Wert verkauft und so erniedrigt. Aber Du siehst es in dem Moment nicht. Und das ging ja auch ein Stück lang so und ich wusste ja auch und hatte schon die neue Freundin, mit der er auch immernoch zusammen ist. Also die sind jetzt seit drei Jahren zusammen. Und ich dachte, ja das ist alles ganz frisch und ich will Dich zurück und sie hat sich ja im Prinzip in unsere Beziehung reingedrängelt. Also von demher hatte ich da jetzt auch kein Problem damit irgendwie oder mich schlecht gefühlt. Aber ja, es war schon nicht so ganz so einfach. Wie gesagt, ich habe da einfach viel draus gelernt und das Wissen gebe ich jetzt einfach an meine Klienten weiter und berate sie halt einfach. Marcus: Was man glaube ich an Deinem Beispiel ganz gut sieht ist, das Reisen nicht direkt das Problem löst, aber oftmals hilft die Perspektive zu verändern, glaube ich ne? Simone: Ja, auf jeden Fall! Marcus: Und Du dann vielleicht so einen anderen Blick drauf hattest. Simone: Auf jeden Fall, ja. Ich habe auch auf der Reise interessanterweise zwei Männer kennengelernt. Der eine war auch zehn Jahre in einer Beziehung und hatte ihr einen Heiratsantrag gemacht und einen Monat vor der Hochzeit hat er sich von ihr getrennt. Das war mega schlimm für ihn, mega schlimm für sie, aber er hat gemerkt, es ist doch nicht die richtige Entscheidung. Das war ein absolutes Drama. Marcus: Immerhin hat er noch in letzter Sekunde gemerkt... Simone: Dann habe ich noch einen getroffen, der war fünf Jahre mit seiner Freundin zusammen, super happy, hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und sie hat gesagt: Also Du, nee. Also da hätteste schonmal früher drüber reden müssen und wie kommst Du denn darauf, dass ich Dich heiraten will. Naja, wie er sich gefühlt hat, kannst Du Dir vorstellen. Und er war zu dem Zeitpunkt schon drei Monate unterwegs, hat aber geplant ein Jahr unterwegs zu sein, weil er gesagt hat, er braucht die Reise zu sich selbst. Also er brauchte neue Perspektiven und neue Eindrücke in seinem Leben, weil einfach der Schmerz so tief war, das war seine Art und Weise den Schmerz auch zu verarbeiten. Also reisen hilft immer. Es ist immer ein Perspektivwechsel und es ist immer auch gut andere Menschen zu treffen. Und da habe ich auch gemerkt so, hey ich bin nicht alleine. Weil ich habe mich immer so alleine gefühlt. Ich dachte, ich bin hier die einzige, die verlassen wurde und die einzige auf der Welt, die so sehr leidet. Marcus: Gab’s dann nicht schon irgendwie Online Foren oder Gruppen, Selbsthilfegeschichten, wo man sich hätte anschließen können? Simone: Das war das Problem und das war auch der Grund, warum ich Dating Rocks gegründet habe und warum ich es auch so, naja, so professionell aufziehe, weil es gibt nicht wirklich eine Community. Also es gibt natürlich schon - ach was gibt’s denn? Liebeskummer.com oder was weiß ich. Es gibt irgendwelche Foren, nur das Problem ist, die Foren sind nicht geschlossen. Du kannst Dich mit einem Pseudonym anmelden und dann bekommst Du da halt solche Antworten wie “Ach jetzt hör doch mal auf, rumzuheulen. Du findest doch schon einen anderen.” Und “Stell Dich doch mal nicht so blöde an”. Und das sind solche Sachen, die willst Du nicht hören. Die willst Du nicht hören, wenn Du Liebeskummer hast und die stimmen auch nicht, weil wer Liebeskummer hat, der hat tatsächlich Kummer, ja? Also dem geht’s tatsächlich nicht gut. Und dann kannst Du mit solchen Standardfloskeln einfach nichts anfangen. Klar finden die irgendwann einen neuen Partner, aber doch nicht in dem Moment. Und das ist auch, was mein Ziel so ein bisschen ist, auch eine Plattform für Frauen zu schaffen, wo sie sich austauschen können. Wo sie sich auch in einer sicheren Umgebung austauschen können und einfach offen über ihre Gefühle sprechen können und sagen können “Hey ich fühle mich gerade so und so” und dann auch verstanden werden. Also, ich launche jetzt im Dezember einen Onlinekurs und dann wird es auch ein geschlossenes Forum geben, wo aber nur Frauen, die quasi den Kurs gekauft haben, ergo auch Liebeskummer haben, Zugang dazu bekommen. Von mir persönlich. Marcus: Empfohlen by Simone. Ohne das jetzt lustig... Simone: Genau, nee nee, ich versteh Dich schon. Die gehen quasi alle einmal durch einen Raster. Marcus: Ja, aber wer die Kohle auf den Tisch legt oder verhältnismäßig dann überhaupt Kohle auf den Tisch legt, um überhaupt damit fertig zu werden, der wird das Problem dann auch haben. Simone: Ja natürlich, genau. Und das will ich eben gewährleisten, dass da eben auch eine Kommunikation stattfinden kann und dass sich halt auch Frauen irgendwie verknüpfen können, connecten können und sagen könne “Hey, Du wohnst auch in Bremen, lass uns doch mal auf nen Kaffee gehen”, dass die auch sich gemeinsam finden und sagen, hier jetzt stehen wir die Zeit gemeinsam durch. Weil so eine Community gibt es halt einfach noch nicht und es ist mein Ziel, die Community halt aufzubauen. Marcus: Cool! Und Deine Zielgruppe sind jetzt bewusst nur Frauen, wenn ich das richtig verstanden habe? Simone: Genau. Marcus: Ähm, gibt es da einen Unterschied zwischen Männern und Frauen, wie die mit Liebeskummer umgehen oder das verarbeiten? Simone: Also ich kann natürlich jetzt nicht für alle Männer oder für alle Frauen sprechen. Wir reden jetzt hier im Schwarz-Weiß Denken ja? Und wenn das Stereotyp sehen willst, dann ist das so, dass Männer dazu tendieren Liebeskummer zu verdrängen. Das ist ein sehr häufiges Phänomen, die haben dann schnell eine neue Partnerin, schlafen schnell mit einer neuen Frau, einfach um den ganzen Schmerz, den sie von ihrer ehemaligen Beziehung haben zu verdrängen. Das heißt aber nicht, dass der Schmerz weggeht. Und bei Frauen ist das tatsächlich so und deshalb kommen die auch zu mir, zu meinem Coaching, die sagen: Okay, mir geht’s scheiße und ich will da jetzt einmal durch und bis ich so richtig am Boden bin und dann wieder aufstehen. Weil die wissen dann auch, wenn Du einmal den Schmerz verarbeitet hast, dann bist Du auch durch, dann bist Du auch bereit für eine neue Beziehung. Dann schleppst Du das nicht mit Dir herum. Marcus: Die wollen das Ding abschließen, quasi aussitzen, durchstehen und sagen, das ist scheiße... Simone: Nee, aussitzen eben nicht, sondern die wollen das eben genau verarbeiten. Männer sitzen es eher aus und die suchen dann eher… also wie gesagt hier ne? wirklich Schwarz-Weiß denken, es gibt natürlich auch Männer, die anders sind. Ich kriege auch viele E-Mails von Männern, die sagen, ob sie nicht ein Coaching bei mir kriegen können und so. Schauen wir vielleicht auf lange Sicht. Im Moment habe ich mich auf Frauen spezialisiert. Außer bei meinem Onlinekurs, da gibt es dann auch ein Paket mit zwei Coaching Sessions, wo ich auch Männer begleite. Aber dann eher in dem Hinblick, dass wir besprechen, die Ergebnisse, die sie im Onlinekurs quasi erarbeitet haben für sich selber, sodass sie einfach jemanden haben, der dann die Ergebnisse noch einmal mit ihnen interpretieren kann und mal gucken kann: Okay, wo fange ich jetzt an? Da einfach nochmal alles erörtern und Ziele erarbeiten und gucken, wie setze ich an und wie mache ich weiter. Marcus: Ja okay, cool. Und wie kam das dann, dass Du jetzt auch relativ ortsunabhängig unterwegs bist? Ich glaube, Du warst auch längere Zeit auf Bali? Und bist jetzt hier in Chiang Mai im Digitalen Nomaden Hotsport. Hat das dann auch irgendwie mit Deinem Background zu tun mit dem Liebeskummer, der ersten Reise, dass Du für Dich erkannt hast: Wenn ich unterwegs bin, bin ich produktiver, bin ich besser drauf, kann ich mehr der Welt zurückgeben? Simone: Also einer der Trennungsgründe bei meiner Beziehung war, dass ich gerne nochmal ins Ausland wollte. Ich war mit meinem Ex damals ein Jahr in Australien gewesen, hatte dann ein Angebot bekommen in Dublin für einen Job, befristet für ein Jahr und da haben wir uns auch drauf geeinigt, dass das okay ist. Und dann bin ich aber ohne sein Wissen oder nicht ohne sein Wissen, sondern ich habe ihn halt nicht so wirklich in die Entscheidung einbezogen, ob ich dann nach Amsterdam gehe. Bin dann nach Amsterdam. Anyway, long story short. Das im Ausland sein und das viele Reisen war immer schon ein Thema bei uns und immer auch so ein bisschen wo es mich immer hingezogen hat. Und dann bin ich eben von Malaysia nach Hause geflogen und habe im Flugzeug beschlossen: Okay, ich kündige meinen Job. Ich schmeiße es hin. Ich wusste noch nicht, was ich mache. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, aber ich hatte das Gefühl, irgendwas großes passiert in meinem Leben, irgendwas wird sich elementar verändern. Und dann bin ich Heim gekommen und ich glaube an gewisse Anziehungen und ne? Das Universum hat mir dann einen Artikel zukommen lassen in der T3n von der Conni, wo sie eben darüber erzählt hat, wie sie Digitale Nomadin wurde und wie man das halt alles selber machen kann und von da ging eigentlich meine Reise los. Ja, Blogcamp, ihr Ebook und dann alle möglichen Digitalen Nomaden Blogs gelesen. Auch Travelicia und halt mir alles angeguckt. Und dann habe ich gedacht: Okay, dann habe ich den Kurs gesehen auf Bali, und habe gedacht: Okay, wenn dann richtig. Im September meine Kündigung eingereicht, habe alles vorbereitet, schon mal überlegt, was kann ich machen und bin dann nach Bali gegangen und habe gesagt: Okay, das ist mein Konzept. Und ich brauche jetzt nur noch ne Guidance, wie ich dahin komme, wo ich jetzt im Prinzip bin. Und ja, so kam das Step by Step und dann war ich halt auf Bali, dann bin ich nach Thailand und dann war ich noch in Holland und in Spanien dieses Jahr. Dann kurz in Deutschland und jetzt wieder in Thailand. Marcus: Cool! Klingt echt ziemlich straight und tough, wie Du das dann durchgezogen hast. Da fehlt vielen ja der Mut. Simone: Ja, also, das ist schon auch das Feedback, was ich bekommen habe. Also manche, … die Leute die sich, aber das kennst Du ja auch wahrscheinlich, die Leute die sich nicht trauen, die sind ja von Anfang an “Ach das ist doch Kacke, das wird doch eh nichts”. “Ey ich habe gehört, oh Liebeskummer Coaching pahahaha, will doch eh keiner, das ist so ein privates Thema, da redet doch keiner drüber”. Und ich habe nur gedacht: Nee, ich hätte das damals schon gemacht. Gab’s aber halt bei mir nicht. Und ich habe mich da nicht beirren lassen. Ich habe dann gesagt: Okay gut, mache ich jetzt einfach. Und es gibt natürlich auch so die Unterstützer. Also meine Family sowieso, aber auch Freunde, die sagen: Ey, das ist so krass und ich wünsche Dir viel Erfolg und das ist so mutig und toll und ja. Aber Du selektierst halt ja dann Deine Leute auch danach ne? Marcus: Klar, muss man leider. Das passiert dann wie von selbst, ne? Bei manchen Leuten, ne? Wo man es gar nicht erwartet hat. Die tauchen dann völlig ab und lassen gar nichts mehr von sich hören und von anderen, die Du gar nicht auf dem Schirm hattest oder so, die sind auf einmal super supportive und fragen, ob sie Dir helfen können und stärken Dir mega den Rücken, wo wirklich nochmal so Deine ganzer Freundeskreis in ein ganz anderes Licht gestellt wird. So war es bei mir, so war es auch bei Feli. Simone: Ja, ich habe die gleiche Erfahrung. Also ich habe echt Leute, die sind auf einmal… ich krieg da Nachrichten, die sind so super supportive und so “Woah, voll geil und ich habe das gleich mal geteilt. Und ne Freundin von mir… und ich habe der gleich mal Deinen Link geschickt”... und ich denke mir so: Hö, ich habe ja zwei Jahre nichts von ihr gehört, aber Dankeschön. Und andere Leute, wo ich mal dachte, okay, da kommt ein bisschen mehr, da war ich dann eigentlich so ein bisschen enttäuscht, wo ich nur dachte, so. pfff naja gut, hätteste jetzt auch irgendwie anders reagieren können. Aber gut, damit musst Du halt umgehen, wenn Du halt einen alternativen Weg in Deinem Leben gehst, dann hast Du halt auch immer irgendwelche Leute, die da sagen, dass das sowieso nicht funktioniert. Marcus: Ja ja, da steckst Du nicht drin. Das Lustige ist aber, spätestens wenn Du dann irgendwann mal sichtbar bist und einigermaßen erfolgreich dann auch, auf einmal sind sie dann auch alle wieder da. Simone: Dann kommen sie, ja. Das ist bei mir auch so. So “Ach guck mal, ich hab Dich in der Zeitung gesehen.” Marcus: Ja ja, “ich habe schon immer an Dich geglaubt und ich fand das schon immer cool”, aber so ist das halt. Also ich nehme das dann auch nicht zu ernst, weil ich weiß, dass jeder irgendwie so sein Päckchen zu tragen hat im Leben und man steckt da nicht drin. Simone: Nö. Das witzigste für mich, finde ich eigentlich immer, wenn die Leute dann so sagen “Ah, haste Glück gehabt”, wo ich immer denke: Hm, ja klar, ich hab Glück gehabt. Ich habe nichts dafür gemacht, das ist mir einfach in den Schoß gefallen. Marcus: Aber ganz ehrlich, also, da habe ich früher, als ich noch nicht so tief drin war in diesem Thema und auch noch Angestellter war - ich war ja auch total tief in diesem Corporate Leben drin und habe viel gearbeitet und mein Pay TV gehabt und Fußball geguckt und hatte das Auto vor der Tür stehen, um irgendwelche besseren Job Titel zu bekommen, mehr Verantwortung, war voll in diesem System drin, hatte krasse Wochenenden und hatte dann immer Depressionen Montags und habe trotzdem durchgearbeitet und war müde und gestresst und habe noch versucht, meinen Sport auf die Kette zu kriegen, aber es war halt nicht gesund und nicht ausgeglichen. Und damals habe ich bei vielen Leuten auch gedacht, ah kann ich auch und der hat ja nur Glück gehabt und wieso macht der eigentlich mit so einer Idee oder mit so einem Business, das eigentlich gar kein richtiges Business ist, macht er so viel Kohle. Aber mittlerweile, seitdem ich auf der anderen Seite stehe und selber selbstständig bin und merke, wie schwierig es ist. Welche Art von Business auch überhaupt aufzubauen und jeder, der irgendwie erfolgreich ist, weiß ob es jetzt nachhaltig ist oder nicht so nachhaltig oder halt nur geldgetrieben ist und der eine will die Welt verändern und hat bessere Absichten als der andere. Aber letztendlich jeder der erfolgreich ist, hat’s irgendwie auf seine Weise verdient. Also das musste ich auch erstmal lernen. Simone: Ja, ja natürlich. Also ja, das war bei mir schon immer so. Also ich hatte halt eher so ein, gerade bevor ich angefangen habe, so in der Anfangsphase, war für mich immer so das Ding so: Woah krass, ich habe die ganzen Leute halt mega bewundert, mach ich auch heute noch, weil ich auch jetzt selber erfahren habe, am eigenen Leib, was da eigentlich alles auf einen zukommt und dass es vielleicht doch nicht ganz so easy ist, aber für mich war immer so: Woah krass, das schaffst Du nie. Wah, das ist ja… wie haben die das bloß gemacht? Und dann muss ich sagen, wenn Du einmal anfängst und dann aber einmal die Idee hast und dann anfängst zu fantasieren, okay ah, Du könntest das machen und das und das könnte… dann könntest Du es da noch verbinden und dann könnte ich eigentlich auch da mal noch fragen und Kooperationen machen und bla… Wenn Du soweit bist, dann geht es zwar nicht von alleine, dann musst Du trotzdem schon ordentlich daran arbeiten, aber dann bist Du schon so drin und so in Deiner Leidenschaft und dann kannst Du auch nicht mehr zurück. Das geht dann nicht. Also wo ich die Idee hatte, hätte ich nicht sagen können, och nee, jetzt kündige ich doch nicht. Sondern das war dann einfach so, ich muss das einfach. Ich muss das wenigstens probieren. Und ich dachte mir halt, okay, was ist das schlimmste, was passieren kann? Was ist das allerschlimmste, was passieren kann? Dass ich mein ganzes Geld - ich habe meine Sachen alle verkauft, wie halt viele Digitale Nomaden, dass ich mein ganzes Geld in mein Business investiere und verkloppe und es wird nichts und dann muss ich mir einen Job suchen. Das ist das schlimmste, was passieren kann? Also eigentlich war die Quintessenz, das schlimmste was passieren kann, ist das ich mein altes Leben wieder zurück habe. Und dann habe ich mir gedacht, wenn das das Schlimmste ist, dann probierst Du es wenigstens. Marcus: Ja, ja, weil Du kannst ja nicht tiefer fallen als da, wo Du gerade bist. Simone: Ja genau. Marcus: Relativ gesehen. In Deutschland ist das Leben ja sehr geil, auch wenn man angestellt ist. Das will ich damit auch nicht sagen, aber Du hast halt als Unternehmer auch mega viele Chancen, dass es funktioniert. Da ist ja wirklich Sky is the limit. Das sehen ja auch viele erstmal nicht. Gerade in Deutschland sehen sie ja nur die Risiken und die Nebenwirkungen oder die … was alles nicht gut passieren kann. Aber die Leute sehen nicht, dass man, wenn man richtig gut drauf ist und Erfolg hat, dann gibt es kein Limit mehr, egal auf welchen Stufen. Ob es jetzt monetär ist oder halt ortsgebunden, wie bei uns, die das jetzt völlig ortsungebunden leben und ich glaube, wenn Du dann so am Feiern bist, wie Du das gerade beschrieben hast, Driven by Passion, dann gibt es wie so eine innere Kompassnadel, die dann immer wieder den Weg zeigt und es hört auch nicht mehr auf zu ticken. Simone: Also es gibt schon so Tiefs und das habe ich mir auch nicht so schlimm vorgestellt, muss ich ganz ehrlich zugeben. Ich hatte schon Momente jetzt, gerade die ersten drei, vier Monate, wo ich dachte: Du schmeißt einfach alles hin. Meine Leserzahl ist halt nicht gestiegen, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie ich mir das erhofft hatte. Und irgendwie ging alles so mega schleppend und ne? Und dann kam einfach irgendwann so der Moment, wo alles anders geworden ist. Meine Zahlen sind auf einmal explodiert. Ich habe meine Coaching Kunden bekommen und dann irgendwie so viele Coaching Kunden, dass ich irgendwie gesagt habe, okay jetzt muss ich irgendwie mal gucken, dass ich die auch alle koordiniere neben den anderen Projekten, die ich halt noch habe. Und das war aber wirklich so ein Turning Point bei mir und ich hatte aber davor schon viele schlaflose Nächte. Ich habe geheult, ich war verzweifelt und naja, was man halt so hat, wenn man halt so ein Unternehmen gründet. Und am Anfang halt total lost ist irgendwie und auch ein bisschen, ja, es ist halt mein erstes Unternehmen, was ich gegründet habe. Wenn ich noch ein anderes Unternehmen gründe, dann mache ich nicht die Fehler nochmal, die ich schon gemacht habe, aber dann mache ich halt andere. Marcus: Sowas hat jeder, der in die Selbstständigkeit startet. Sei es jetzt unten der Massageshop hier in Chiang Mai. Der hat die gleichen Ängste und Sorgen wie ein Online Unternehmer, der in die Selbstständigkeit startet ne? Oder selbst die coolen Jungs von Dynamite Circle, die hier alle in der Stadt abhängen. Die haben das auch alle ne? Aber was alle vereint, selbst Feli und ich haben das noch, dass Du immer wieder an diesen Punkt kommst: Scheiße, funktioniert das alles? Ist das alles so richtig und wieso machst Du das und irgendwie kommen wir nicht weiter und eigentlich wollten wir doch so ein Lifesytle Business haben, Freeliving Business, warum sind wir jetzt hier in Chiang Mai in der Airbnb Bude und arbeiten acht Stunden durch und sind nicht am Strand und Surfen und Tauchen? Die Fragen kommen dann auch wieder, wo wir dann Surfen und Tauchen aber man kann sich dann echt auch in so eine Downworld gerade reinsteigern. Aber je länger man dann diese Selbstständigkeit geht, um so besser ist man darauf vorbereitet, dass es wieder irgendwann kommt. Und jetzt ist es so, dass ich weiß: Aha okay, ja gut, keine Depressionen, alles klar. Vielleicht ist es morgen wieder besser. Ich klappe heute mal zu und gehe woanders hin und am Anfang kommst Du damit überhaupt nicht klar. Simone: Ja, das musste ich auch lernen, dass ich dann einfach - ich hatte dann schon echt Tage, wo ich echt, ja ich will jetzt nicht sagen depressiv war - wo ich einfach nicht gut drauf war und wo ich so geknickt war, weil alles um mich rum überhaupt nicht funktioniert hat. Dass ich dann krampfhaft an meinem Laptop gesessen bin und gedacht habe, jetzt musst Du das irgendwie erzwingen und aus Deinem Gehirn rausziehen und aussaugen. Heute nämlich da denke ich mir einfach, oh, ist nicht mein Tag. Dann mache ich heute mal nichts. Klappe meinen Laptop zu und gehe halt. Und dafür mache ich dann halt was am Sonntag. So von dem her… Und das ist auch das coole, das genieße ich schon irgendwie, dass ich sage, dass ich nur dann arbeite, wenn ich auch weiß, ich kann performen und nicht so, dass Montag bis Freitag 9 to 5 wo Du so reingepresst wirst in das Schema und irgendwie denkst so, okay ist nicht mein Tag, aber gut, ich werde dafür bezahlt, also sitze ich jetzt halt mal hier und mache halt mal, was halt so geht. Und irgendwie, wo Du Dir am nächsten Tag so denkst, Hey jetzt habe ich jetzt eine halbe Stunde gemacht, wo ich gestern irgendwie drei Stunden dran saß. Marcus: Ja, ja, ja, darum ist das System ja auch so ungerecht eigentlich. Weil alle versucht werden gleich zu behandeln. Der eine ist halt schneller, der andere ist ein bisschen langsamer und dafür arbeitet er gerne in der Nacht und kann das nicht, weil er dann im Büro sitzen muss, schon morgens und er ist kein Morgenmensch und es wäre alles viel effizienter, wenn man das noch ein bisschen adaptieren könnte. Simone: Ja vor allem, wenn die Unternehmen halt auch einfach ein bisschen mehr Vertrauen in ihre Mitarbeiter haben könnten. Ich habe jetzt irgendwie letztens auf nem Beitrag gelesen, ich weiß gar nicht mehr, wer das war, über das Thema Home Office in Deutschland. Also da ist Deutschland halt mega rückständig. Die vertrauen halt ihren Mitarbeitern nicht. Wo ich mir halt denke, Leute, das sind die Leute, die für euch arbeiten. Und wenn mir jemand Vertrauen entgegenbringt und sagt, ja Du machst das schon, ist mir auch egal, wie Du es machst, Hauptsache Du machst es, dann gucke ich doch, dass ich es erledige. Und das war mein Problem immer auch in dem Corporate Life. Mir ist immer versucht worden, was aufzudrücken. Und ich bin dann halt auch so ein bisschen so ein Sturkopf. Ich lasse mir nicht gerne Sachen aufdrücken und mich in ein Schema reinpressen. Und dann bin ich halt auch einfach oft angeeckt. Das muss ich halt auch einfach sagen. Egal wo ich war, ich war in Startups und ich war - oder nicht Startups, in kleineren Unternehmen, mittelständischen - und ich habe auch bei Unternehmen gearbeitet, wie Google oder Daimler, also… und ich habe halt trotzdem nirgendwo reingepasst. Und jetzt habe ich mir halt einfach meine eigene Welt gemacht, wo ich halt ganz gut reinpasse. Marcus: Ja, ich habe in Tarifa im Sommer auch jemanden kennengelernt, der war quasi so der Testballon für ein Unternehmen in UK, in England. Und war der erste, der Remote arbeiten durfte, ich glaube für sechs Wochen oder so, war der in Tarifa. War aber halt noch festangestellt bei der Firma. Simone: Ah cool. Marcus: Und was meinst Du, wie motiviert der war? Simone: Ja ja, natürlich! Marcus: Der hat jeden Tag da für die Firma reingehauen und reingeklotzt, weil er denen beweisen wollte, dass es auch von woanders geht. Und ich glaube, wenn ein Unternehmen einfach mal so einen kleinen Mindset change macht und sagt, so wir geben mal zwei, drei ausgewählten Leuten die Chance, wo wir uns das vorstellen könnten. Die können das vielleicht zurückzahlen und die dann auch sehen, dass es funktionieren kann. Dann wären sie vielleicht mutiger, aber so stehen sich irgendwie viele noch zu sehr selbst im Weg. Simone: Ja, das ist aber auch das deutsche Sicherheitsdenken und was ich halt auch so bescheiden finde, ist halt so, das Stundenlohndenken ja? Also die sagen halt, okay ich zahle Dir so und so viel in der Stunde anstatt, dass sie einfach sagen, okay, Du bekommst jetzt… das ist Dein Jahresgehalt und das ist, was Du erledigen musst in dem Jahr. Und dann ist da die Deadline und da ist da die Deadline und da ist da die Deadline. Wann Du es machst, wie Du es machst, ist mir egal, Hauptsache Du machsts. Nein! Es ist immernoch: Du hast 40 Stunden oder 35 Stunden. Dann darf ich Überstunden absetzen oder nicht. Oder keine Ahnung… Also ich hätte in manchen Jobs meine Arbeit in 30 Stunden erledigt. Aber nee, ich musste 40 Stunden im Büro sitzen. Marcus: Ja, ja und das war dann dieses Facetime, dieses Zeit gegen Geld und einfach nur absitzen und ah, ich hab’s auch gehasst ey. Also ich bin da glaube ich nicht ganz so kaputt gegangen wie Feli, wenn die das mal versucht zu beschreiben, wie es ihr da gegangen ist. Sie hatte auch immer das Gefühl, dieses Leben spielt sich draußen ab und sie verrottet dann irgendwie drinnen. Ich konnte halt glücklicherweise mich selber mal ganz gut ablenken oder habe ehrlich gesagt dann auch viel für mich gemacht und Blogs gelesen und mein ganzes Online Marketing und SEO Wissen irgendwie aufgesogen, weil ich damals dann schon die ersten Gehversuche im Nebenjob, quasi nebenberuflich dann in der Selbstständigkeit gemacht habe. Und habe erkannt, das könnte ein Ausweg sein. Ahhh, ich habe es trotzdem gehasst, dass Du da quasi festgehalten wurdest. Simone: Aber Feli war bei euch schon Betreiber oder wie war denn das? Marcus: Als wir beide gestartet sind? Im Grunde sind unsere beiden Treiber zusammen gekommen. Also Feli ist der totale Travel Junkie. Sie hat aber immer so ihre Reisen quasi wahr werden lassen, dass sie zwei Jahre gearbeitet hat, hat gekündigt, halbes Jahr gereist, sich wieder anstellen lassen, zwei Jahre gearbeitet, gekündigt, halbes Jahr gereist, anstellen lassen, zwei Jahre gearbeitet, gekündigt, gereist. Das hat sie vier, fünf, sechs Mal gemacht, ohne Scheiß. Simone: (lacht) Das wusste ich gar nicht. Marcus: Ja, immer wieder und selbst nachdem sie dann gekündigt hatte, wo wir beide dann auf diesem längeren Trip nach Asien gegangen sind, wo dann quasi die ersten Gehversuche als Digitale Nomaden entstanden sind, ohne dass wir es wussten, dass es sowas überhaupt gibt. Das ist aber eine andere Geschichte. Da hatte sie dann auch schon wieder den nächsten Job für die sechs Monate, wenn wir dann nach Hause wieder kommen. Glücklicherweise hat sie das dann nicht mehr antreten müssen oder gecancelled, weil wir gesagt haben, wir gehen ja jetzt All In und machen jetzt in Berlin weiter und gehen dann im Winter wieder reisen. Aber letztendlich genau, hatte sie mal wieder gekündigt und wollte auf eine längere Reise nach Asien gehen und ich hatte gekündigt, um mich selbstständig zu machen. Und im Grunde ist dann dieser Reisevirus zusammen mit der Selbstständigkeit gekommen. Das haben wir einmal zusammen in den Shaker getan und daraus kam dann dieses ortsunabhänige Arbeiten, das Digitale Nomadentum. Meine Idee war, ich wollte mich selbstständig machen und dann quasi meine Leistung für Kunden verkaufen, meine Expertise im Online-Marketing, Webseiten erstellen und Startups beraten, wie sie Traffic auf die Seite kriegen, wie sie konvertieren, wie sie mehr Sales machen, mehr Leads und hatte deswegen meinen Rechner da mitgenommen, als wir in Asien waren und habe dann versucht so die ersten Produkte zu shaken und das ist meine Zielgruppe und was ist das pricing und dann, ich bin sehr detailorientiert und detailversessen, fast schon zu versessen und habe mich dann so in kleine Teile gelegt und habe nicht mehr das große Ganze gesehen und habe dann irgendwie drei Tage überlegt und irgendwann habe ich dann gesagt so: Feli, kannst Du dann auch mal draufgucken? Als ich mich dann selber mal überwunden hatte, meine Freundin danach zu fragen, weil wir hatten vorher überhaupt keine Touchpoints, was das Business angeht. Und da habe ich gemerkt, das fluppt so gut jetzt und Deine Ideen und habe mir dann ein komplettes Konzept gemacht und die Produkte dann irgendwie so ganz klar aufgestellt, was ich anbieten kann für meine Agentur, die damals noch in Berlin geplant war. Und auf der anderen Seite habe ich sie dann voll motiviert, endlich mal einen Reiseblog zu starten, weil sie so viel Wissen hatte. Und ich hatte auch mal Bock auf ein eigenes professionelles Projekt. Also ich hatte das ganze für die Firmen bearbeitet für große Websites wie Stepstone, wo dann fünf Millionen Visitor pro Monat drauf gekommen sind, wo Du echt aufpassen musstest, was Du da so SEO mäßig machen kannst. Von daher hatte ich dann voll Bock gehabt, da einen professionellen Reiseblog zu starten. Es gab damals noch nicht viel in Deutschland neben Conni. Da war also noch viel Platz und das waren die beiden Projekte, die wir angegangen sind und haben mit beiden Projekten dann unterwegs schon die ersten Euros verdient und gedacht: Boah wie geil. Das wollen wir jetzt immer machen und wir wollen nur noch reisen und von unterwegs arbeiten. Weil die ersten Kunden hatten sich dann bei mir auch drauf eingelassen, von unterwegs beraten zu werden und dann, so kam dann irgendwie eins zum anderen. Simone: Ja, was ich aber cool finde ist, dass Du gerade gesagt hast, ihr habt damals in Asien die Auszeit gehabt und habt eigentlich schon eure ersten Gehschritte gemacht als Digitale Nomaden, obwohl ihr überhaupt nicht wusstet, dass es sowas gibt. Und dass ihr dann aber die DNX gegründet habt, wo ihr gesagt habt: Hey, wir bringen jetzt mal alle Digitalen Nomaden zusammen. Das finde ich echt cool! Marcus: Ja, wir sind ja im Winter gestartet und kamen dann im Sommer zurück und haben dann, als wir so die ersten Dollars da unterwegs geearned hatten, im April glaube ich, da waren wir ... Simone: Geearned haben (lacht) Marcus: (lacht) ...verdient haben, scheiß anglizismen. Genau, dann haben wir gesagt: Hey, vielleicht gibt es ja noch mehr Leute, die das machen. Und dann sind wir über die Amiszene und dann ja Tim, Conni sowieso, dann irgendwie online gefunden und haben dann gedacht, als wir wieder in Berlin waren, lass uns doch mal mit allen treffen. Und haben uns eigentlich ziemlich schnell connected. Und das war der harte Kern, das habe ich schon oft erzählt, dann die 12 Leute auf dem Treptower Feld, war unser erstes Digitale Nomadentreffen, die ganzen Keyword-Domains waren  noch frei. DigitaleNomaden.de und ich habe mir die weggenommen, Tim sich die .de, das war 2013, Mitte 2013. Krass was in den zwei Jahren passiert ist. Und ja dann sind wir drangeblieben und weil wir so gut vernetzt waren, sind wir dann irgendwann auch von den Medien entdeckt worden, weil wir ziemlich offen damit umgegangen sind auf Facebook. Und die Leute dann unsere Sachen geteilt haben und gesagt haben: Wo ist der Haken? Was ist mit den beiden los? Wann geht denen die Kohle aus? Haben die im Lotto gewonnen? Irgendwas stimmt da nicht. Und manche meinten: Gibt’s euch wirklich oder wurdet ihr von einer Agentur erfunden? Also es war richtig crazy, was da mit uns gemacht wurde. Simone: Echt, dass das überhaupt gefragt wurde. Okay, krass. Marcus: Da haben wir gesagt: Weißte was? Wir machen jetzt mal hier so ein Meetup in Berlin und fragen einen Raum an im Betahaus für 30 Leute, stellen uns auf die Bühne und wir machen so ein Q&A und ihr könnt uns alles fragen. Und da haben wir schon gemerkt so, die ersten Reaktionen, fuck, das ist viel zu klein. Das wird riesig, die Nachfrage. Und dann haben wir die anderen - Conni, Sebastian & Co. - gefragt, ob die Bock hätten, vielleicht mit uns dann quasi auf die Bühne zu gehen und daraus eine kleine Konferenz zu machen, ein Event und ja der Rest... Simone: Ja, und dann kamen sie einfach so. Ah und jetzt, was? Bangkok? Marcus: Jetzt am 1. März, wir haben heute den Sale gestartet, geht’s nach Bangkok. Simone: Echt krass! Marcus: Wahnsinn! Simone: Und innerhalb von zwei Jahren! Marcus: Innerhalb von zwei Jahren. Die erste Deutsche war glaube ich im Mai 2014, die erste international jetzt im Sommer und jetzt Bangkok und das kommt uns auch manchmal vor, wie ein Traum. Aber wie Du schon sagtest: Oft hilft es einfach anzufangen und zu machen und sich dann auch treiben zu lassen, mit dem, was so passiert. Simone: Ja also, was ich halt immer so feststelle, wenn ich halt die Leute auch treffe unterwegs. Die sagen: Ha cool, Du hast Dein eigenes Business. Die blockieren sich selber. Und ich habe das am Anfang auch selber gemacht teilweise. Die denken dann schon im Worst Case. Und wie gesagt, ich habe das selber gemacht, aber die denken schon im Worst Case und was alles nicht funktionieren könnte, bevor sie überhaupt anfangen, ja? Und das ist genau der Fehler, den ich halt nicht machen würde. Ich würde halt erstmal anfangen und wenn irgendwas nicht funktioniert, dann findest Du in der Situation auch ne Lösung dafür. Marcus: Man kann so kreativ werden in so Situationen ne? Simone: Und bei mir ist es halt auch immer so gewesen: Wenn ich bei irgendwas nicht weiter wusste, dann habe ich zumindest jemanden gekannt, der mir helfen konnte oder ich habe jemanden gekannt, der jemanden kennt, der mir helfen kann. Und habe da halt einfach so auch mal ein Netzwerk aufgebaut. Und man ist da nicht alleine. Also jeder fängt irgendwann an und hättest Du mir irgendwie im Juli 2014 gesagt, ich baue mir meine eigene Webseite, ich hatte vorher nie was mit WordPress zu tun. Ich meine ja klar, im Job, habe ich eine WordPress Seite gepflegt, aber das war es auch. Eine Seite bauen, ja, um Gottes Willen. Und heute mache ich es halt sogar für Kunden. Also von dem her. Du kannst alles lernen und keine Angst, einfach probieren und auch Durchhaltevermögen. Das ist halt auch ganz wichtig. Was halt viele dann halt auch leider nicht haben. Nur einfach dran bleiben und probieren und auch mal sich eingestehen, dass mal irgendwas nicht so gut ist. Also habe ich auch, hat jeder. Ich weiß, in was ich einfach nicht so gut bin und ich weiß worin ich gut bin, also fokussiere ich mich auf meine Stärken. Und alles was meine Schwächen sind, die lagere ich dann aus an Freelancer oder an Freunde oder so. Ja, aber so isses. Und das geht jedem so. Das ist das Wichtige, dass ist auch so das, was so meine Erkenntnis war, weil ich immer gedacht habe: Ah, Du bist einfach zu blöd dafür. Oder Du kannst es halt einfach nicht. Und dann hörst Du Dich mal so um und denkst Dir so: Boah krass, irgendwie hat ja hier jeder das Problem oder jeder hat ein anderes Problem und jeder braucht Hilfe bei irgendwas. Und dann halt einfach zu fragen und da auch nicht sich dafür zu schämen oder zu schüchtern zu sein, sondern einfach zu sagen: hey, guck mal, ich schnall das nicht, kannst Du das mal bitte klären. Marcus: Ja, ja, und gerade bei uns finde ich es cool in dieser ortsunabhängigen Unternehmerszene sind die Leute noch super hilfsbereit und ich glaube, das ist auch, weil es immer so ein kleines Nischending ist und wir quasi immer so ein bisschen outstanding im Vergleich zu diesen Systemen sind und man sich da gerne dann auch miteinander geistig verbindet und sich hilft und denkt so, boah nee, der muss das jetzt auch packen und irgendwie will ich, dass der dann auch noch dazu kommt. Und das macht ja irgendwie auch soviel Bock anderen zu helfen und noch größer zu werden. Simone: Ja vor allem, wenn Du anderen auch hilfst, baust Du ja auch Dein Netzwerk auf. Weißt Du, Du hilfst jemandem und für mich ist immer, wenn ich so ein Dankeschön kriege und ich weiß, ich konnte jemandem helfen, das ist für mich immer so ein befriedigendes Gefühl. Das freut mich dann ne? Wenn ich halt jemandem helfen konnte. Und im Gegenzug weißt Du aber auch, wenn es bei mir brennt, dann kann ich auch die Leute mal anhauen und sagen: Du, ich geh hier gerade echt crazy, kannst Du mir mal bitte schnell unter die Arme greifen? Kannst Du Dir das mal schnell angucken, ich brauche noch etwas Hilfe. Dann kriegst Du da auch kein Nein oder kriegst maximal: Hey, ich bin gerade busy, reicht’s Dir nächste Woche? Ja? Und so läuft’s halt einfach. Aber das ist halt auch das coole an der Community muss ich halt auch sagen. Was Du schon gesagt hast. Die Unterstützung, die halt einfach noch so gegenseitig da ist von allen Seiten und dass da irgendwie keiner sagt: “Nee, ist mein Wissen und wenn Du es jetzt wissen willst, dann musst Du es halt selber irgendwie so einen Kurs machen.” Das gibt’s hier nicht. Du kannst hier jeden alles fragen und wenn die Zeit da ist, dann kriegst Du auch von jedem eine Antwort dafür und das finde ich echt cool. Marcus: Ja, das finde ich auch super sympathisch. Wie sieht es denn jetzt bei Dir privat aus? Hast Du mittlerweile einen neuen Traumprinzen gefunden? Nachdem Du so viel mit dem Thema zu tun hast, hast Du da überhaupt noch Bock drauf? Oder je nach dem, ich meine Du hörst wahrscheinlich auch viele krasse Stories, die verlassen wurden, wie scheiße Männer sein können. Glaubst Du da überhaupt noch an das Gute? Simone: Ach, Männer sind nicht scheiße. Weißt Du, jeder hat seine eigene Story und hinter jeder Trennung steckt auch etwas tieferes. Auch in dem Mann, wenn er die Frau verlassen hat. Und das war auch bei meinem Ex so und ich habe das in dem Moment halt nicht erkannt, aber da saßen halt viel tiefere Verletzungen auch und auch einfach Missverständnisse und von dem her versuche ich auch in meinem Coaching immer so das Gesamtbild zu sehen. Und Du wirst da von mir nicht hören “Och Dein Ex ist doch jetzt ein Arschloch und geh bloß nicht zurück zu dem”, sondern ich versuche das wirklich objektiv zu analysieren und die Situation zu erkennen und wenn jetzt ne Klientin von mir jetzt auch falsch liegt, sage ich mal oder in meinen Augen was anderes machen sollte ne? dann sage ich das auch, also ich bin da auch sehr offen. Und um auf Deine Frage zurückzukommen: Nein, ich habe keinen Partner momentan. Ich muss aber auch zugeben, ich bin zurzeit auch echt busy. Also 2015 hatte ich auch nicht wirklich Zeit irgendwie zum Dating oder, ja, zum Dating schon, aber jetzt nicht für eine feste Beziehung, weil ich einfach so beschäftigt bin mit meinem Business und auch mit mir selbst und das passt im Moment nicht so wirklich rein. Und ich bin fest davon überzeugt, wenn die Zeit reif ist und wenn es passt und wenn es so sein soll, dann kommt das sowieso. Also ich bin da echt tiefenentspannt. Am Anfang, ich war 29 als mein Ex gegangen ist und da hatte ich so die ganze Panik von “Oh mein Gott, Du kriegst nie ne Familie und Du wirst nie Schwanger und” ne? Weil alle um mich herum natürlich heiraten und Kinder kriegen und so weiter und so fort. Jetzt heute bin ich 32. Es ist auch immernoch so, dass alle Schwanger sind und heiraten um mich herum. Aber deshalb sage ich jetzt nicht, das passiert mir nicht. Es ist für mich einfach im Moment nicht der richtige Zeitpunkt und ich stresse mich da auch nicht. Weil ich bin da echt tiefenentspannt, wo ich auch sehr froh drüber bin, weil ich hatte ne Zeit, wo mich das wirklich beschäftigt und hat und wo es mir wirklich schlecht ging deshalb. Und wo ich echt gedacht habe, Du findest nie wieder jemanden. Aber mittlerweile denke ich mir, Nö. Da bin ich entspannt. Marcus: Ja, meistens passieren dann ja die coolsten Sachen, die man sonst überhaupt nicht planen würde. Simone: Ja, ich kann’s ja auch nicht planen. Ich kann jetzt ja nicht sagen: So also jetzt Mittwoch, 20 Uhr gehe ich zu nem Date, den habe ich bei Tinder getroffen, der sieht gut aus, der passt in mein Beuteschema. Vielleicht ist er auch smart, der könnte es sein. Also wenn Du schon so an ein Date rangehst, dann findest Du ja auch niemanden. Also, wenn ich ein Date habe, dann gehe ich dahin, weil ich den Typen interessant finde. Dann habe ich vorher noch was mit dem gechattet und dann gucke ich einfach was passiert. Und dann habe ich halt einen schönen Abend, und alles was dann weiter passiert, siehste dann. Das kannst Du ja nicht planen. Marcus: Ja ja, bei mir sind eigentlich auch immer die coolsten Sachen beziehungstechnisch passiert, wenn ich mit null Erwartungen irgendwie rausgegangen bin oder einfach mal geguckt habe. Go with the Flow ne? Simone: Ja genauso wie Du Feli gefragt hast bei Stepstone. (beide lachen) Marcus: Genau. Die richtige erste Scheißbegegnung und danach ist es so geendet, dass wir zusammen um die Welt reisen. Du kannst eh nicht planen. Und in dem Moment hatte ich auch überhaupt keinen Bock auf ne Freundin. Sie hatte überhaupt keinen Bock auf einen Freund. Ich hatte extra noch schluss gemacht mit meiner Freundin in Münster. Ich bin dann ja von Münster Düsseldorf zu Stepstone gegangen und dachte so: Geil, ich komme ja aus Düsseldorf, hab hier Abi gemacht, habe auch viele Kumpels und dachte so: Boah geil, bist Du wieder Single, machste Halligalli, tobst Dich mal schön aus ein, zwei, drei, vier Jahre und guckst was dann geht und dann ist alles anders gekommen ne? Simone: Ja, das ist so. Marcus: Und dann muss man auch offen sein für die Situation. Du hast gerade noch Tinder erwähnt. Wenn ich mich so mit den Nomaden, mit den männlichen Digitalen Nomaden unterhalte, für die ist das so das absolute Wundermittel, gerade als Digitaler Nomade, wenn man alleine ist und in einer neuen Stadt ist, kann das auch ganz gut funktionieren. Was hältst Du von Tinder? Simone: Ich finde Tinder super cool. Also jetzt nicht nur prinzipiell für ne Partnersuche, so beziehungsmäßig, sondern ich finde, es ist einfach cool, dass Du Dich relativ unkompliziert connecten kannst mit anderen Leuten und dann liest Du ja auch schon im Bio, also gerade jetzt hier in Chiang Mai. Ich meine, klar, da hast Du natürlich viele Leute, die kennst Du auch schon und irgendwie hast Du so 16 gemeinsame Freunde, okay der ist im DC, okay. Halt so ne Sachen. Marcus: Kann man das irgendwie filtern, dass man nur bestimmt Nationalitäten oder so kennenlernt. Simone: Nee, nee, nee, Du musst Dich halt mit Deinem Facebook Profil anmelden und es synchronisiert automatisch Deine Freundesliste und deshalb siehst Du halt automatisch die gemeinsamen Freunde und halt auch die gemeinsamen Interessen. Also die Seiten, die Du halt likest. Ja ich meine, ist halt so. Und da ist dann halt auch oft, wo drin steht, hier: I am running my own business, traveling the world” und dann muss der Typ auch nicht mein Typ sein oder mein Beuteschema, dann finde ich den schon einfach interessant, weil er einen gleichen Mindset hat wie ich und dann gehe ich halt mit dem was trinken, wenn er Bock hat. Und dann gehe ich da auch nicht mit der Intention hin, ahh, jetzt habe ich ein Date. Sondern einfach nur, weil das ein spannender Mensch ist. Und ich mache das auch mit Frauen, also so ist das jetzt nicht. Von dem her. Marcus: Ach werden da auch Frauen da drauf gematched oder wie geht das? Simone: Das kannst Du einstellen. Du kannst einstellen, ob Du beide Geschlechter oder nur eins von beiden sehen willst. Marcus: Krass, ja ja, ich kenne echt viele, die darauf schwören und ich glaube, man kann sich auch so ein Extrapack holen, wo man dann faken kann, dass man in einer anderen Location ist oder vorher dann schon mal Kontakt aufnehmen kannst. Simone: Ja, Du kannst Dir ja ein Premium Profil holen. Du bist in einer Location und kannst aber an einer anderen Location schonmal suchen. Das heißt, wenn Du jetzt irgenwie nächste Woche nach Paris fliegst, dann könntest Du jetzt schonmal die Mädels in Paris checken und Dir schonmal ein Date ausmachen und sagen: Hier nächste Woche Freitag lande ich. Gehen wir zum Dinner. Marcus: Hol mich ab vom Flughafen. Simone: Ja, genau so nach dem Motto  (lacht) Kannste Dir das Taxi sparen ja. Marcus: Ja, also im Grunde ist das ja irgendwie schon ne ganz ehrliche Geschichte, weil das was auch in der Offline Welt passiert, ist ja oft der erste Eindruck so, ob Du jemanden cool findest oder nicht. Das ist halt das Foto ne? Ich habe auch mal ein bisschen Kritik gelesen, dass es so oberflächlich sei, nur die Fotos irgendwie rechts und links zu verschieben. Simone: Ja, aber weißt Du und das ist auch genau das, was ich auch oft höre. Tinder ist das Sexmecker und blablabla. Marcus: Das gibt es ja auch in der Offline Welt, Leute, die nur auf Sex aus sind. Simone: Ja, und genau das ist ja die Sache. Ich verstehe diese Diskussion überhaupt nicht. Weil wenn Du in eine Bar gehst, dann kann mich ein Typ genauso anmachen von der Seite, nur weil er mit mir in die Kiste will, so wie er es auf Tinder kann. Und wenn ich jemand bei Tinder mit dem Foto sehe und denke, oh, ist nicht mein Typ, ja dann ist das so. Dann laufe ich in der Bar auch an dem vorbei. Weil wenn der nicht mein Typ ist, gehe ich auch nicht hin und sag: Och, bist zwar nicht mein Typ, aber woll’n wir mal reden. Machste ja auch nicht. Von dem her verstehe ich immer die ganze Diskussion nicht und ich mag das auch nicht. Ich finde Online Dating echt cool. Ich habe ja auch vorher bei ner Online Dating Seite gearbeitet in München, über zwei Jahre, wo Tinder letztlich zugehört. Ähm, und ja, ich mag Online Dating. Ich find’s echt cool. Naja klar triffste da irgendwelche Freaks auch mal, aber die triffste auch im normalen Leben ne? Oder manchmal gehst Du halt auch irgendwohin und denkst Dir so: Was bist’n Du für ein Freak? Und dann liest Du halt manche Online Dating Profile oder kriegst manche Nachrichten zugeschickt, wo Du Dir denkst so: Geht’s noch? oder hast Du noch irgendwie alle Latten am Zaun? Aber das ist das normale Leben. Es ist halt einfach nur Online verlagert. Von dem her und ich meine klar, viele Leute sagen halt, Du brauchst halt so diesen ersten Eindruck ne? Wenn Du halt so willst. Den siehst Du natürlich nicht beim Online Dating und natürlich ist es der Aspekt, was Online Dating oberflächlicher macht, als jetzt das echte Leben, aber ich find’s überhaupt nicht so schlimm wie es immer dargestellt wird und wenn es immer so durch den Kakao gezogen wird. Das einfach eine andere Art von Dating und manche mögen es und manche mögen es nicht. Manche sind mutig genug, jemanden in einer Bar anzusprechen, andere sind es nicht. Und das ist halt jedem selber überlassen. Ich mag Online Dating und ja. Marcus: Cool. Cooles Statement. Was liegt 2016 noch bei Dir an? Hast Du dann Zeit für Deine erste richtige Beziehung? Simone: 2016, also jetzt am 1. Dezember wie gesagt, launche ich meinen Onlinekurs und 2016 ist ein bisschen zu eingeteilt. Das wird einmal mein Jahr der Selbstliebe, weil ich habe ein paar Retreats geplant. Ich habe mich für ein Vipassana in Kathmandu in Nepal angemeldet und warte noch auf Bestätigung. Solche Sachen halt. Viel Yoga und viele so Retreats für mich persönlich und auf der anderen Seite businessmäßig plane ich mit einer Freundin zusammen Retreats zu machen, um Frauen mit Liebenskummer zusammenzubringen und da eben naja einfach einen Retreat zu machen, wo die ein Coaching bekommen, wo wir Yoga machen, wo wir sie auch ein bisschen was zum Thema Meditation in Achtsamkeit erfahren, wie sie das in ihr Leben integrieren können und was das für ihre Gefühlswelt bedeutet und eben auch, dass sie sich connecten können mit anderen Frauen und auch einfach mal rauskommen. Weil das ist das was vielen Frauen dann fehlt, wenn sie gerade in so einer schweren Zeit sind. Du willst dann in der Anfangszeit nicht alleine verreisen. Und das will ich halt einfach anbieten, dass die Frauen die Möglichkeit haben zu sagen: Okay, dann gehe ich jetzt einfach mal - ich weiß noch nicht wie lange das geht, wahrscheinlich zehn Tage, mal gucken - und hast dann einfach zehn Tage für Dich und mit anderen Frauen, wo Du connecten kannst und Dich austauschen kannst und wo Du Dich auch einfach ganz zurückziehen kannst. Das sehe ich dann. Also ich habe noch keinen Entwurf gemacht. Das ist nur eine grobe Idee, aber das ist der Plan für 2016. Marcus: Cool, sauspannend! Wir verlinken auf jeden Fall all Deine Projekte in den Keynotes und ich glaube, man merkt Du hast richtig Feuer gefangen. Simone: ja, ich find’s … mir macht es mega Spaß. Für mich ist es am wichtigsten einfach, dass ich den Frauen helfen kann. Und immer wenn ich höre “Danke und es ist so toll, was Du machst und Du hast mir so geholfen”, das ist für mich eigentlich das Größte. Marcus: Ja und ich glaube das ist echt auch so ein Ding, womit Du ein echtes Problem löst. Nichtzuletzt was es erstmal früher Dein Problem gewesen. Das ist ja immer ein ganz guter Ansatz, wenn man überlegt, Wie kann ich die Welt ein Stückchen besser machen? Und ich glaube dadurch, dass, wenn die Menschen oder auch die Frauen dann schneller ihren Liebeskummer bewältigen? Wie sagt man das am Besten? Simone: Ja, bewältigen, überwinden, ja. Marcus: Ja, umso schneller sind sie ja dann auch wieder ready, coole Stimmung zu verbreiten und positiv zu sein. Simone: Ja, und auch einfach glücklich zu sein. Marcus: Das sollte das Ziel für jeden einzelnen sein. Cooles Schlusswort. Danke Simone! Simone: Ich danke Dir Marcus! Marcus: Ich gehe jetzt noch zur Massage gleich runter. Was machst Du? Simone: Ich habe jetzt noch einen Skype Call. (lacht) Marcus: Busy, wie immer. Gut, wir sehen uns, danke! Simone: Danke, Ciao! Jo liebe Tinder und Dating-Freunde, das war eine weitere Folge der LIFE HACKZ Show. Falls euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir doch bitte eine Rezension auf iTunes. Ich würde mich mega, mega, mega freuen oder schreibt mir eine E-Mail oder macht beides. Whatever, viel Spaß bei allem was ihr gerade macht! Ob ihr pumpen seid im Fitnessstudio oder vielleicht gerade einkaufen oder auf dem Fahrrad oder die Straße entlang geht und den Podcast hört oder ihr fahrt gerade Auto oder ihr sitzt im Flugzeug oder liegt im Bett… Cool, dass ihr am Start seid! Ich freue mich darüber. Peace and Out!   [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • Chris Bachmann ★ Wie Sport dein Leben verändern kann und das von überall

    · 00:48:27 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Chris Bachmann von Chris Coaching Hey Leute, willkommen zu LIFE HACKZ Live aus dem Surf Office aus Lissabon. Diesmal mit dem super sympathischen Chris Bachmann, der Personal Trainer ist und Fitness Coach ist. Unter Chris Coaching bietet er auch Online seine Dienste an, aber er ist auch immer vor Ort an den Studios um den Menschen zu einem besseren und gesünderen Leben zu verhelfen. Er ist das halbe Jahr über im Sommer in Deutschland anzutreffen und im Winter ist er in Süd-Ost-Asien in Laos und arbeitet dort als Personal Coach. Ich denke, für alle digitalen Nomaden und überhaupt alle Leute, die viel Zeit vor dem Rechner verbringen, wie beispielsweise Online-Unternehmer, ist Sport und ein gesunder Lifestyle ein sauwichtiges Thema. Also Leute, lasst euch motivieren, lasst euch inspirieren. Viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du: Wie du die 100 Burpee Challenge schaffst. Wie du als Trainer in Laos arbeiten kannst. Was der beste Sport für Digitale Nomaden ist. Wie du ein die Fitness App von Chris gewinnen kannst. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus    SHOWNOTES http://www.chriscoachingservices.com Chris Coaching Facebook Chris Coaching Instragram Chris Coaching YouTube Channel Jobangebot Personal Trainer in Laos Freelatics App 7 Minute App [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Chris Bachmann   Marcus: Welcome to LIFE HACKZ and welcome Chris Bachmann! Cool, dass Du am Start bist! Chris: Hey Leute, danke Marcus! Wie geht’s Dir? Marcus: Ja mir geht’s ganz gut muss ich sagen. Wir sind ja jetzt zwei Tagen hier im Surf Office in Lissabon angekommen. Ist zwar wieder eine Stadt, also das Meer ist jetzt nicht weit weg, sonst wäre es ja kein Surf Office, aber grundsätzlich fühle ich mich immer wohler am Meer, aber ja… Lissabon ist auf jeden Fall von den Städten her eine der besseren und cooleren Städte. Also es ist cool, ich will mich nicht beschweren. Und Du? Wo bist Du gerade? Chris: Ja Marcus, Du bist ja nur an den schönsten Stellen der Welt habe ich gehört. Ich bin ja direkt ein bisschen neidisch auch. Also ich bin zurzeit hier in Kassel auf Deutschlandbesuch bei meinen Eltern, auch Geschwistern, pendle so ein bisschen hin und her, bin jeden Sommer in Deutschland und äh, ja… ansonsten bin ich ja in Süd-Ost-Asien zurzeit. Marcus: Okay cool, das heißt Du hast da ne feste Base und lebst da komplett, also die Winter über? Chris: Ja genau. Da sind wir also in Laos in Vientiane. Und ähm, da bin ich jetzt seit eineinhalb Jahren und es läuft wirklich gut. Ich habe ja so ein kleines Fitness Business, was ich mir jetzt aufbaue und da… nee, das läuft gut. Das macht viel Spaß. Marcus: Okay, erzähl mal ein bisschen mehr über Dein Fitness Business. Wir haben ja eben im Vorgespräch kurz nochmal drüber gequatscht, wie ich auf Dich aufmerksam geworden bin. Du warst ja irgendwie schon immer in der digitalen Nomadengruppe, glaube ich, präsent. Da hatte ich Dich immer mal auf dem Schirm gehabt und dann letztens, kam ein richtig cooles Video in meine Facebook Timeline. Und dann dachte ich so, ich gucke da mal ein bisschen näher drauf, was Du alles machst. Und das fand ich mega spannend. Von daher, cool, dass Du Zeit hast und dass wir zwei ein bisschen über Dich und Dein Business quatschen können. Chris: Ja erstmal ist es eine Ehre für mich hier das Interview geben zu können, weil so lange bin ich ja noch nicht dabei mit den digitalen Nomaden. Und möchte mich ja als angehender digitaler Nomade schimpfen, weil es ist ja alles noch im Aufbau und ich bin also in eure Gruppe so ein bisschen seit Laos reingerutscht, seit eineinhalb Jahren. Der Rob Götting hat mich da auch so ein bisschen… und die Tina, die zwei haben mich da so ein bisschen reingeschleust und ich finde es richtig cool, über welche Themen da gesprochen wurde, was die Leute so machen, was sie drauf haben, sehr sympathisch, viele reisen. Das ist ja auch eine Leidenschaft von uns allen und seitdem mache ich da auch so mit und versuche da Diskussionen zu folgen und natürlich auch entsprechend meinen Lifestyle anzupassen. Marcus: Mh, jetzt erzähl mal ein bisschen über Dein Business als Sportler. Was da genau abgeht. Chris: Ja also Fitnesstrainer bin ich ja jetzt mittlerweile seit 12 Jahren. Ich habe ja damals angefangen hier in Deutschland, hatte dann eine dreijährige Pause in Paris. Mein Background ist Büro Kaufmann. Da war ich Export Manager. Und dann in Neuseeland 2010 bin ich dann zum Vollzeittrainer geworden. Marcus: Hast Du da eine Ausbildung gemacht vorher schon in Deutschland oder dann Neuseeland? Chris: Äh, vorher schon in Deutschland. Da musste ich ja so eine Ausbildung machen zum Fitnesstrainer. Und da habe ich ein Fernstudium gemacht. Das ging relativ schnell, ein paar Monate. Und dann hast Du die B-Lizenz und dann hast Du die Erlaubnis auch in den Studios qualifiziert zu arbeiten mit den Kunden. Marcus: Also Studio heißt dann klassisch ein Pumperstudio, Fitnessstudio mit Geräten und Du bist dann befähigt die Leute als Personal Coach oder als Angestellter dann die Mitglieder zu betreuen? Chris: Ja, das ist richtig. Also das ist dann Deine Qualifizierung. Das bedeutet, Du kannst Dich dann theoretisch in jedem Fitnessstudio bewerben. Damals habe ich noch ohne Qualifizierung angefangen. Die haben mir aber direkt gesagt, dass ich die nachholen soll. Heutzutage, glaube ich, musst Du eine Qualifizierung direkt mitbringen. Ich glaube, die stellen Dich gar nicht mehr ein, egal wie klein oder groß das Studio ist und dann könntest Du direkt anfangen. Aber das war damals eine Festanstellung noch, mit festem Stundenlohn. Marcus: Okay, das heißt 40 Stunden in einem Fitnessstudio? Chris: Das war ein Teilzeitjob. Da haben wir Stunden bekommen. Da habe ich dann Abend nach meinem Bürojob gearbeitet, teilweise auch am Wochenende, sprich vielleicht nochmal so zehn Stunden drauf. Marcus: Okay cool. Durch welchen Sport bist Du überhaupt in diese ganze Fitness- und Trainerkarriere reingekommen? Chris: Ich vermute mal, der Trainingsleiter von damals, der fand das ganz gut, dass ich viel gelaufen bin. Ich bin damals schon Marathon gelaufen. Mein Vater war damals mein Trainer. Marcus: Mh, krass! Chris: Ich habe auch jahrelang Fußball gespielt als deutscher Bub, sage ich mal. Habe das dann aber an den Nagel gehangen mit 23. Das wurde mir dann zu viel. Und natürlich war ich dann schon auch im Fitnessstudio und habe selber trainiert, seitdem ich 16 bin. Auch dort hat mich mein Vater reingeholt und gesagt “Jetzt komm doch mal mit hier! Ich bin jetzt hier im Fitnessstudio angemeldet und wenn Du noch dabei bist, dann kriegen wir den Vertrag ein bisschen günstiger.” (beide lachen) Marcus: Cool. Chris: Ja. Ja und dann ging das in Neuseeland also voll zur Sache, sag ich mal. Dann wurde mir also eine Vollzeitstelle angeboten als Personal Trainer. Und dann habe ich schon meine eigenen Kunden sofort gehabt seit dem ersten Tag. Marcus: In dem Gym dann? Also das waren dann Kunden, die speziell Stunden gebucht haben bei nem Personal Trainer und der warst dann Du? Chris: Genau, da war ich auch wieder angestellt, das war dann Personal Training. Und Du musst dann einen eigenen Kundenstamm aufbauen von den Mitgliedern in dem Gym. Und musst Dich natürlich drum kümmern, also Deine eigenen Kunden, ne? Und das ist dann schon ein sehr selbstständiges Arbeiten. Also klar wirst Du da noch ganz grob kontrolliert von dem Management, aber ansonsten läuft das schon alles auf Deiner Kappe. Das heißt, Du musst dann Dich mit den Kunden zusammensetzen. So: Was sind die Ziele? Wie oft will der Kunde reinkommen? Und wie laufen dann die Sessions ab? Und ja… so: Wie werde ich dann fitter und kräftiger und größer? Marcus: Mh, was wollen die meisten so haben? Die Männer dickere Ärmel und die Frauen abnehmen am Bauch und am Po oder…? Was sind so die Klassiker? Chris: Ja, also da muss ich Dir natürlich jetzt wieder recht geben, Marcus. Das sind immernoch die Klassiker. Also wie damals. Drei Viertel der Kunden sind schon Frauen und die wollen einfach ein bisschen abnehmen. Die wollen fitter werden. Die wollen natürlich auch kräftigen und formen. Und ja, bei den Männern ist es nicht mehr so stark, wie das damals mal war, wie “Ich möchte jetzt wachsen und viel mehr Muskeln bekommen”. Also es ist auch “Ich möchte zwar auch kräftiger werden aber nicht unbedingt Muskelaufbau”. Auch die wollen jetzt leaner werden, die möchten schlanker werden und einfach athletisch und gut aussehen. Marcus: Mh, okay. Spielt also ein bisschen in die Richtung nicht mehr Eisen heben und bewegen, sondern eher funktionales Training zu machen? Chris: Ja in der Tag, das würde ich schon sagen. Also wir bewegen ins zurzeit so ein bisschen in dem Bereich, dass die Maschinen also so ganz langsam abgeschafft werden, sage ich jetzt mal vorsichtig. Also, wir bewegen uns vom funktionalen Training, was Du gerade auch schon gesagt hast. Das bedeutet, Crossfit ist natürlich auch schwer im Kommen. Dann... Marcus: Mh, mega anstrengend muss ich sagen. Ich bin ja nicht gerade ganz unsportlich, habe auch schon immer Sport gemacht seitdem ich klein bin, ich glaube mit 6 habe ich mit Tennis angefangen und dann irgendwann ins Gym gegangen als Teenager und seitdem dran geblieben. Und ich habe jetzt letztes Jahr im Dezember - wir waren in Kolumbien in Medellin - und eigentlich wollte ich Krav Maga machen. Ich bin da in diesem israelischen Selbstverteidigungssystem drin und die haben auch überall auf der Welt Standorte, aber die hatten das dann genau über Weihnachten geschlossen und habe dann was neues gesucht und habe so eine Crossfitbox entdeckt. Und da dachte ich so: hört sich cool an. Habe schon viel gutes davon gehört und es war so anstrengend wie irgendwie noch gar nichts vorher in meinem Leben. Also das war echt hardcore. Und dann siehst Du dann so die schlanken kleinen Mädels neben Dir. Die drücken da die ganzen Gewichte weg und Du kommst Dir vor, wie der letzte Anfänger ne? Chris: Ja gut, da sage ich mal, muss man wirklich vorsichtig sein. Das kommt auch auf den Instructor drauf an, dass der Dich also wirklich auch so einweist, dass der sagt “Pass auf, geh Dein Tempo. Du musst jetzt hier nicht unbedingt vorne dabei sein, ansonsten tut’s wirklich drei, vier Tage weh danach”. Das ist ganz wichtig zu wissen, gerade beim Crossfit, genau. Da geht’s um hohe Wiederholungszahlen und teilweise auch relativ schwer. Aber trotz alle dem möchte ich, das Crossfit an viele verkaufen. Also es ist halt… das hat so einen negativen Schlag abbekommen über die Jahre. Man sieht natürlich auch diese ganz heftigen Athleten im Fernsehen oder Online. Aber Cross ist auch eine Sportart, wie alle anderen auch. Das heißt, Du musst langsam reinkommen, es muss Dir Spaß machen, in ner Gruppe. Der Trainer soll sympathisch sein natürlich. Und dann musst Du langsam reingeführt werden. Das ist halt auch in jeder anderen Sportart genauso. Und ich glaube, dann kannst Du auch beim Crossfit relativ erfolgreich werden ne? Marcus: Ja, ich habe das jetzt gar nicht so mitgekriegt, dass es einen mega negativen Touch gekriegt hat. Aber schonmal gesehen, dass so ein paar Diskussionen aufgekommen sind, ob das alles so gesund ist und irgendwie Verletzungsgefahr und so Geschichten ne? Chris: Ja, das ist halt die Geschichte. Man hört es manchmal, aber wie ich schon sagte, Verletzungen passieren auch in anderen Sportarten und es kommt wirklich auf den Trainer drauf an, dass der da ein ganz gutes Auge auf Dich wirft, gerade als neuer dann, dass Du die Bewegungen korrekt ausführst. Auch nicht zu schnell und wenn Du gut behütet wirst, dass der wirklich dann zur Seite springt und sagt “Pass auf, nimm mal ein bisschen Tempo raus. Es sieht aber trotzdem noch gut aus.” Marcus: Okay cool. Wir beide waren jetzt gerade in Neuseeland bei Deinem Personal Coaching. Wie ist es dann weiter gegangen? Wie bist Du dann irgendwann in Laos angekommen? Chris: Ja genau. Also ich war dann volle vier Jahre in Neuseeland. Das war auch der weiteste Ort, den ich bis dato besucht hatte. Marcus: Wie ist es da so? Also das fehlt mir noch? Chris: Ja genau. Also ich habe dann natürlich Paris und Europa verlassen und das erste Mal aus Europa raus und es war Neuseeland. Das war dann der größte Sprung, weil meine Schwester damals dort nen Job hatten für einen als Lehrerin. Dann war das ein gutes Timing mal wieder. Da wollte ich dann auch mich verändern und habe dann gesagt ganz spontan “Ja, da komme ich auf jeden Fall mit, über Neuseeland habe ich schon viele super Sachen gehört”. Ja und habe dann dieses Land halt auch in mein Herz geschlossen. Also in der Tat war Neuseeland, auch Australien, super schön und hat tolle Bedingungen, nen tollen Lifestyle. Die Leute sind super freundlich. Und dann hat es auch nach ner kleinen Misere gut geklappt. Also ich habe nicht auf Anhieb Arbeit gefunden. Da war ich in so ner kleinen Down Phase. Ich hatte auch schon einige Schulden und ich war schon ein bisschen auf der Kippe, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Also es war ein bisschen schwierig. Marcus: Ist teuer das Leben da oder? Chris: Ja, also günstiger als Europa ist es definitiv nicht. Es ist jetzt auch nicht überteuer, aber trotzdem, wenn Du, sage ich mal, herumreist - Reisen ist ja teuer, weißt Du ja bekanntlich, Marcus. Ähm, Du hast keine sozialen Absicherungen wie hier in Deutschland. Dann nach sechs Monaten nagst Du also durchaus am Hungertuch fast schon. Also da gab’s ein paar mehr Nudeln auf’m Tisch bei uns. (beide lachen) Marcus: Wie hast Du Dich dann daraus geholt aus diesem negativen Mindset und dieser kleinen Depressionsphase? Chris: Ja, also ich habe natürlich die Hoffnung nie aufgegeben und da hat mir auch der Sport viel geholfen. Ich bin dann trotzdem noch rausgegangen, habe Sport gemacht, hab meinen Lauf gemacht, bin ins Studio gegangen und ähm, nach den sechs Monaten habe ich so die letzte Chance genommen. Da hat mich ja so ein Couchsurfer aufgenommen in Auckland. Das ist ja bekanntlich die größte Stadt in Neuseeland und der hat gesagt “Pass auf, Du suchst nen Job. Du kannst solange bleiben bei mir, wie Du willst. Mach das in Ruhe, Du kriegst nen Job. Ich glaube an Dich!” Und dann ist das auch wirklich so gekommen. Kaum war ich in Auckland angekommen, hatte ich Vorstellungsgespräch nach Vorstellungsgespräch. Als ob der der Knoten irgendwie geplatzt ist. Und konnte mir dann wirklich auch drei, vier Jobs einen raussuchen, wo ich dann auch die beste Wahl getroffen habe und dann, ja dann ging das sofort los. Mit der Arbeit und den Kunden und der Vollzeitstelle. Marcus: Cool. Heißt: Auch wieder ein Gym oder was war das für ne Stelle? Chris: Ja das war ein Gym, eines der größten Ketten dort. Und auch da habe ich mich dann weiterentwickelt, bin nach zweieinhalb Jahren da weg und hab mich ja dann der Crossfitbewegung angeschlossen. Ich kannte also einen Trainer aus dem Studio. Die auch vorher weg ist, um dort ein Crossfit Gym mit ihrem Freund aufzubauen. Und das war natürlich wieder ein absoluteer Glücksfall für mich, weil ich habe dort in dem Gym, was natürlich viel kleiner war und viel persönlicher geführt wurde, also so viel gelernt über Crossfit, über die Bewegung, über die Philosophie, auch über Ernährung. Also ich sage mal, da habe ich die Sichtweise auf Fitness auch komplett geändert, für mich selber und auch für die Kunden. Und seitdem habe ich also bis heute noch eine sehr ähnliche Philosophie mit Körperübung, mit sich sehr viel bewegen, mit die Maschinen also komplett eigentlich rauslassen, mit Freigewichten und die Mischung aus Kraft und Ausdauer auf jeden Fall. Und das sage ich heute noch, dass das so ein bisschen der Schlüssel ist, um so schnell wie möglich fit zu werden und das dann auch zu halten. Marcus: Mh, wenn ich das höre, muss ich immer an Burpees denken (lacht) Chris: Auf jeden Fall. Burpees, die kommen ganz oft auch bei mir vor und die Kunden lieben die Burpees ne? Marcus: (lacht) Also wenn Du eine Übung rausholen müsstest aus Deinen zig-etlichen hundert Übungen, die Du kennst, welche macht Dich am schnellsten kaputt oder schlapp? Chris: Also die 100 Burpee-Challenge, also das ist ne ganz heftige Übung, auf jeden Fall. Da gehe ich natürlich auch kaputt, jedes Mal. Egal ob Du jetzt fit bist oder nicht. Marcus: 100 Burpees, heißt am Stück? Chris: Ja genau. Also, was heißt am Stück? Du musst Dich…. Du solltest die schon am Stück durchführen, aber Du kannst natürlich Dein eigenes Tempo gehen und auch Pausen machen und dann aber zusehen, dass Du wirklich auf die 100 dann kommst nach ein paar Minuten oder nach 10, 15, 20 Minuten. Je nach dem wie fit Du dann bist. Marcus: Boah krass. Wo wir gerade bei dem Thema 100 Burpees am Stück sind: Was hältst Du von der App Freeletics? Chris: Ähm, das kann ich Dir jetzt gar nicht genau sagen. Da müsste ich mal reinschauen, aber ist sicherlich gut. (beide lachen) Marcus: Weil, das ist auch eine von vielen Fitness- und Sportapps die es so gibt. Aber die hat einfach… die hat so den Anspruch oder Ansatz, die krasseste und heftigste funktionales Training App ever zu sein, glaube ich. Von daher steigen da, glaube ich, auch ziemlich viele, ziemlich früh wieder aus. Aber ich glaube die, die das durchziehen, das sind echte Pakete, also echte Maschinen. Also die solltest Du Dir auf jeden Fall mal angucken.   Chris: Ja danke, habe ich mir direkt aufgeschrieben. Werde ich auf jeden Fall tun. Wir haben auch einmal eine Burpee Challenge gemacht. Da habe ich eine Gruppe zusammengetrommelt. Wir waren so 10, 20 Leute, kunterbunt in der ganzen Welt und da haben wir jeden Tag, je nach Fitnesslevel zwischen 25 und 100 Burpees gemacht. Jeden Tag für einen Monat. Also Du kamst dann auf Deine 3.000 Burpees am Ende des Monats. Marcus: Fuck. Hat sich da bei Dir noch was verändert am Body oder ist der jetzt so immer schon in Shape, dass sich da nichts mehr tut, egal wieviel oder wie intensiv Du das betreibst? Chris: Ja, ich wünschte, ich könnte Dir jetzt sagen, der hat sich extrem geändert danach und auch viel muskulöser, aber (lacht) ich habe Vorher- und Nachherbilder geschossen und ich habe bei mir selber kaum Unterschiede gesehen. Der ist schon ganz gut in Schuss, kann ich also melden. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und wir werden auf jeden Fall ja in den Shownotes Deine einzelnen Channels und so verlinken. Ich bin gerade auf Deinem Instagram Channel, der richtig cool ist, weil da auch viele Videos von Dir sind. Ja ich glaube, da sieht man, dass Du ganz gut in Schuss bist. Was mir gefällt, halt dieses Athletische, dieses Gerippte und Slim und nicht, wie es mal vor 20 Jahren In war, dieses Bold und Aufgepumpte. So habe ich ja damals auch angefangen, als ich angefangen habe ernsthaft zu trainieren. Als ich zum Studium nach Münster gegangen bin, bin ich direkt im Massegym gelandet. Das war so ein richtig krasses Pumperstudio, wo die Leute noch auf Bühne gegangen sind und für deutsche Meisterschaften im Bodybuilding trainiert haben und so. Und entsprechend haben die versucht, mich dann zu motivieren. Und ich habe immer mehr gegessen und so Super Kilo Plus Präparate genommen und so Kohlenhydrat-Shakes getrunken ohne Ende und erstmal überhaupt kein Ende mehr gefunden. Bis ich irgendwann total aufgequollen - ich meine, ich habe trotzdem die ganze Zeit trainiert und war halt schon gut kräftig, aber es sah irgendwie nicht cool aus. Es sah irgendwie auch viel zu dick und viel zu undefiniert alles aus. Und habe das aber zum Glück selber irgendwann bemerkt. Und weil ich so ein Extremtyp bin, habe ich dann auf einmal 20 Kilo in die andere Richtung abgenommen, weil ich jeden Tag nur noch Crosstrainer gemacht habe und kaum was gegessen habe. Dann war ich bei 76 kg. Und das sah irgendwie auch nicht mehr gesund aus. Und mittlerweile habe ich mich, glaube ich, ganz gut gefangen. Nicht zuletzt seitdem über Krav Maga dann auch noch total viel Drill und so Cardio dazugekommen ist, fühle ich mich eigentlich jetzt viel wohler als damals mit dieser Bodybuilder Pumper Figur. Und das ist, glaube ich, auch so ein bisschen das, was Du eben meintest, dass sich so der Ansatz oder der Wunsch bei den Männern auch verändert hat ne? Chris: Ja das würde ich so unterschreiben und ich finde es auch gut, dass Du in das Krav Maga reingerutscht bist. Da habe ich auch ein paar Kunden drin, die lieben das. Es ist auch nicht ganz ungefährlich, aber gut. Jede Kampfsportart - ich weiß, es ist jetzt keine direkte Kampfsportart - ist natürlich nicht ohne. Aber Du bist natürlich auch absolut durchtrainiert, Kite Surfer und Surfer habe ich gehört ne? Mein Lieber. Marcus: Ja es geht. (lacht) Also ich stand schon mal auf dem Brett, aber ich würde mich jetzt selber als Kite Sufer bezeichnen, aber ich habe auf jeden Fall die Motivation mal ein guter Kite Surfer zu werden. Aber bisher ja… ähm… liegen da so noch ein paar Stunden vor mir, auf jeden Fall. Chris: Ja, auf jeden Fall, Tarifa ist ja immer offen für Dich mit dem Johannes. Der winkt schon am Stadtrand. Marcus: Ja ja, der baut da richtig gut was auf. Die Community ist total cool. Man wird ziemlich warm dann abgeholt, so als digitaler Nomade. Sodass man da irgendwie direkt ein Netzwerk hat, gerade durch den Johannes, den ich ja persönlich gut kenne und er dann in Tarifa gut vernetzt ist. Aber das passiert gerade irgendwie in immer mehr Spots auf der ganzen Welt. Und das ist echt cool, dass man nicht mehr so alleine reist. Ich war ja zum Glück nie ganz alleine, weil ich immer mit meiner Freundin, mit der Feli reise. Aber es ändert sich schon einiges. Also früher mussten wir immer in den Party Hostels und Backpacking Absteigen unterkommen, haben gearbeitet, die Leute haben gesoffen und sind über unsere Kabel gefallen und so. Da sind so zwei Welten aufeinander geprallt. Und jetzt in diesen ganzen Coliving und Coworking Projekten und Hostels oder Camps, so wie wir eins veranstalten, das wird halt immer besser im Moment ne? Chris: Ja, das ist wirklich fantastisch, was zurzeit abgeht, seit zwei, drei Jahren. Also da ist richtig Tempo im Spiel. Das sieht man auch auf allen Kanälen und Du bist natürlich da auch, sage ich mal, so ne Führungsfigur. Also wo man eigentlich gar nicht drum herumkommt. Von daher, also Daumen hoch! Du machst da ne top Leistung. Ich hoffe, dass Du die noch für lange Zeit halten kannst. Marcus: Danke, danke! Sag mal, wie bist Du dann nach Laos gekommen? Chris: Ja nach Laos. Das war dann der nächste Sprung. Ich hatte ja eine französische Freundin damals in Laos. Auch als Lehrerin damals und dann habe ich gesagt “Ja überhaupt kein Problem, da komme ich mit”. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wo Laos ist erstmal, ja? (lacht) Da war ich noch ein bisschen grün hinter den Ohren. Marcus: Ich bis vor fünf Jahren, ehrlich gesagt, auch nicht. Also ich hatte nichts mit Reisen am Hut. Das war immer Feli, die mich dann zum Glück irgendwann mal auf die erste längere Reise genommen hat und ab da hat’s dann Peng gemacht. Chris: Genau, und dann habe ich mir das mal auf der Karte angeschaut und habe gedacht: Naja, Süd-Ost-Asien, Asien hatte ich noch nicht. Und daher hatte das eigentlich auch gepasst. Da war ich natürlich auch neugierig von der Kultur her und Landschaft und Menschen und so weiter. Und wusste aber auch nicht beruflich, wie das genau aussieht. Sie hatte dann schon also ein Studio dort angesprochen, ob ich da arbeiten könnte. Da waren sie also auch sehr bereitwillig. Und so kam das dann auch, als ich dann dorthin bin, ging das sehr schnell. Das ist eine kleine Community in Vientiane. Das ist die Hauptstadt von Laos. Und da leben so ca. 10.00 bis 15.000 Experts, also die Ausländer die dort arbeiten. Und die Stadt an sich hat um die 400.000 Einwohner. Also wie man es sieht, ist es klein, aber auch groß. Und das Studio hat mich dann direkt aufgenommen. Da gab es noch ein zweites größeres Studio, sage ich mal. europäische Größe. So 2.000 bis 4.000 Mitglider. Ja und dann ging das direkt los. Da habe ich dann ne Promotion laufen gehabt, mit 20 Spots für fünf Sessions kostenlos und danach hat die Hälfte direkt weitergemacht und ich hatte überhaupt keine Probleme da so wirklich, ganz problemlos hineinzugleiten in das Leben von Laos und auch in die Arbeits-/Fitnesswelt ne. Marcus: Und dann warst Du erst angestellt und bist mittlerweile selbstständig oder? Chris: Ja, also dort bin ich selbstständig. Da bin ich nicht angestellt, aber wir oder ich arbeite da also mit den Studios zusammen. Ich musste dort also eine Mitgliedschaft unterschreiben und bezahlen für ein Jahr, was jetzt wirklich nicht teuer ist. Laos ist ja auch immernoch ein Entwicklungsland und sehr günstig. Und dann hast Du grünes Licht dort Kunden aufzunehmen von deren Studio oder auch Kunden mitzubringen. Je nach dem. Und Laos ist also … Das Leben, der Lifestyle ist sehr langsam, sehr locker, sehr unkompliziert, sodass also das überhaupt kein Problem ist. Da gibt’s keinen Stress, auch wenige Trainer da in der Stadt. Es gibt glaube ich noch zwei andere Trainer. Deswegen habe ich auch so schnell Fuß gefasst mit so vielen Kunden. Ja und dann geht das los. Dann werden die trainiert, die Leute, die dort arbeiten. Ich sage mal 80% Ausländer, Europäer, Australier habe ich. Und dann 20% Asiaten oder Laoten, die dann aber entsprechend auch englisch sprechen. Marcus: Mh cool. Und wann geht es für Dich wieder nach Laos? Chris: Mein Flug geht Ende September, also in vier Wochen. Vier Wochen verweile ich noch im schönen Deutschland. Deutschland ist ja so schön im Sommer. Marcus: Auf jeden Fall. Chris: Da suche ich mir dann immer die schönste Jahreszeit aus. Wie ich schon sagte, bin ich jeden Sommer hier, um meine Familie und meine Freunde auch wiederzusehen. Und dann geht’s wieder zurück. Die Kunden warten also auch schon. Die wurden weiter trainiert von einem anderen Trainer, der mit mir schon zusammen arbeitet. Das Trainerteam soll ja auch aufgebaut werden jetzt. Und ja, also wir haben viel zu tun, viele Projekte und da freue ich mich schon total drauf. Marcus: Ja genau, jetzt wo Du gerade sagst, das Trainerteam soll aufgebaut werden. Jetzt fällt mir auch wieder ein, wie ich auf Dich gekommen bin. Zum einen über die Facebook Timeline, wo Du immer wieder aufgepoppt bist, aber Du hast glaube ich auch einen Job ausgeschrieben, bei uns auf DNX Jobs. Chris: Ja, das ist korrekt, das kann auch sein, genau Marcus. Ja also, ich suche immernoch Trainer, die so bereitwillig sind, nach Laos auszuwandern, für ein paar Monate oder für auch länger, ein, zwei Jahre. Laos ist wirklich ein super schönes Land. Immer mehr wandern dort aus. Wie ich schon sagte, weil es sehr, sehr nett ist, dort zu leben. Der Lifestyle ist wirklich super schön und da ist jeden Tag Sommer natürlich. (lacht) Schön warm. Ja und die Trainer, die ich suche, die würden dann das auch so weiter führen, was ich auch schon mache. Wir haben da viel potentielle in der Stadt, die fit werden möchten. Also ich könnte da viele, viele Stunden Tag und Nacht arbeiten, wenn ich wollte. Deswegehen habe ich mir gedacht, um mehr Leuten noch mehr Sportangebote bieten zu können, würde ich gerne mein Trainerteam auch erweitern. Sodass ich auch so ein bisschen rauskomme aus dem Business und mich dann auch auf mein Online Personal Training, was wir jetzt auch anbieten... Da kann ich mich dann auch ein bisschen fokussieren bzw. dann auch mehr herausnehmen, um an Wettkämpfen und Competitions teilzunehmen. Weil das ist natürlich auch nochmals als Athlet mein Fokus immernoch. Marcus: Mh, und in welcher Sportart dann die Wettkämpfe? Chris: Also zum Beispiel habe ich in vier Wochen nochmal einen Ultra Marathon. Der ist 50 km lang, der ist im Breisgau im Süden von Deutschland. Da sind zurzeit Freunde aus Neuseeland da, die haben mich eingeladen und da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Und das ist dann schon mein 10. Marathon/Ultra Marathon. Das ist ein kleines Jubiläum, da bin ich schon ganz stolz drauf. Marcus: Krass. Chris: Und Crossfit ist natürlich noch hoch im Kurs und da würde ich natürlich gerne auch nochmal die Open mitmachen und ein bisschen mehr angreifen bzw. mich vorbereiten dann dafür. Marcus: Wo finden die statt? Chris: Da kann theoretisch jeder mitmachen. Nur müsstest Du halt diese fünf Workouts innerhalb von diesen fünf Wochen in einem Crossfit Gym absolvieren, was zertifiziert ist. Und da gibt’s leider nicht so viele in Süd-Ost-Asien. Also noch nicht. Also auch da, das kommt jetzt noch mehr. Und da musst Du Dich nur diesem Studio anschließen und dann kannst Du da teilnehmen. Marcus: Ah okay cool. Ja das klingt echt gut. Was braucht man für Voraussetzungen, um sich bei dem Job zu bewerben, den Du jetzt ausgeschrieben hast? Chris: Gut, dass Du es nochmal ansprichst Marcus, danke. Also ich suche keine voll ausgebildeten Trainer. Klar, dürfen sie es auch sein. Aber ich würde lieber die jüngeren, ich sage mal, Sportstudenten bevorzugen, die also wirklich noch keine richtigen Erfahrungen haben, die da reinwachsen wollen, die ehrgeizig sind, die kreativ sind, neugierig sind. Die vielleicht auch noch nicht im Ausland waren. Das ist dann ja auch nochmal so ne Doppelbelastung, positiv jetzt gemeint. Und Fitnesserfahrung sollten sie schon mitbringen, sollten schon so ein bisschen Ahnung haben von Sport. Selber sportlich auch sein und ja… und von der Persönlichkeit muss es auf jeden Fall passen, weil Du weißt es ja selber. Wer da im Team arbeitet, das muss einfach passen, ansonsten gibt’s da auch immer wieder… naja… da soll ja auch ein bisschen Tempo ins Spiel. Es soll auch etwas aufgebaut werden und dann soll man natürlich sich sehr positiv und unkompliziert begegnen. Marcus: Okay, und die Leute, die jetzt interessiert sind und das gerade hören, an wen können die schreiben? An welche E-Mail Adresse oder worüber sollen die Dich kontaktieren? Chris: Ja die können zum Beispiel einmal auf eure Jobbörse gehen. Da kannst Du dann ja nochmal schnell die Webseite hochschießen. Marcus: Ja, DNX Jobs, aber ich verlinke das in den Shownotes. Am besten gehen die einfach auf lifehackz.de. Dann geht ihr die entsprechende Folge mit Chris Bachmann und da findet ihr dann den Direktlink auf den Job. Chris: Ah Junge, Junge. Du bist ja am vernetzen Marcus. Junge, Junge! (beide lachen) Ja genau. Oder einfach mich direkt messagen auf Chris Bachmann über Facebook, über Chris Coaching oder auch ja genau. Das ist das Einfachste glaube ich. Marcus: Mh okay. Und Du machst einige Videos auf der ganzen Welt und hast irgendwie auch keine Scheu Dich dann zu zeigen vor vielen Leuten, auch Dein T-Shirt auszuziehen habe ich gesehen. Warst Du schon immer so ein Typ oder kann man sowas lernen, wenn sich jetzt, sage ich mal, so ein Hörer fragt so “Wow, das ist schon krass, was der da macht. Ich würde auch gerne mal was mit Youtube machen, aber ich komme nicht ganz aus mir heraus, ich habe das ehrlich gesagt auch immernoch so ein bisschen. Zum Beispiel wenn ich so Schattenboxen oder so machen muss, wenn ich jetzt unterwegs bin und für Krav Maga trainieren will und keinen Trainingspartner habe, dann will ich schon irgendwie dranbleiben. Aber ich denke mal, das sieht erstmal ein bisschen angeberisch und Kacke aus, wenn da einer rumboxt im Park und tritt und so, wie so ein verrückter. Mittlerweile klappt’s aber immer besser, aber das war zum Beispiel wieder für mich auch wieder so ein kleiner Step aus der Komfortzone. Wie ist das bei Dir? Chris: Ja es ist… Marcus, Du hast natürlich recht. Du musst über Deinen eigenen Schatten springen. Und das war auch nicht immer ganz einfach. Da musst Du auch reinwachsen. Es ist... Kameraarbeit… Vor der Kamera zu arbeiten, da bist Du natürlich erstmal scheu am Anfang, aber je öfter Du das machst, desto freier bist Du einfach und stressfreier. Und mein Tip an alle ist auf jeden Fall rauszugehen, das einfach mit Freunden durchzuspielen, einfach so aus Spaß, dass man da Erfahrung sammelt, dass man einfach lockerer wird vor der Kamera. Ich glaube, das wird schon. Man muss natürlich auch nach Feedback fragen. Es muss gut ankommen und es soll natürlich auch immer einen Mehrwert irgendwo darstellen für die Leute. Meine Message ist halt immer oder sehr oft, dass die Leute inspiriert werden zum Sport machen. Das ist unsere Philosophie von Chris Coaching. Wir haben das Problem, die Leute sitzen mehr, bewegen sich weniger, die ernähren sich ungesünder - vorsichtig gesagt, die meisten. Und da ist die Bewegung, also dann die Lösung, um auch wieder ausgeglichener zu werden und mehr Energie zu tanken für die alltäglichen Dinge, wie die Arbeit und so weiter. Ja und dann sollen natürlich auch in dem Video… das sollen ja keine stupiden Fitnessvideos werden, wie man die oft sieht. Also da soll noch ein bisschen Pepp rein, da soll ein bisschen Spaß rein. Es ist ne kleine Show, Du hast es ja gerade gesagt, da wird mal ein T-Shirt ausgezogen, aber naja… Und dann werden die Videos auch geschaut. Da wollen wir natürlich auch ein provozieren und ein bisschen ne Show machen, dumme Sprüche, aber trotz alle dem wollen wir die Message überliefern, dass Leute mehr Sport machen sollen. Marcus: Mh ja super wichtig. Und obwohl es die Menschen eigentlich schon immer, glaube ich, wussten, dass das nicht korrekt ist, wie sie sich ernähren und was für ein Lebensstil sie pflegen und dass es besser wäre Sport zu machen, tun sie es nicht. Was meinst Du, woran liegt das? Chris: Wow, Du stellst die große Frage. (beide lachen) Marcus: Oder anders gefragt: Meinst Du, es ist in der heutigen Zeit vielleicht noch schwieriger nen starken Willen zu entwickeln für das, was wichtig ist oder zu erkennen, was für einen wichtig ist, wenn es immer mehr Ablenkung gibt über Social Media Netzwerke, über Dein iPhone, über diese ganzen Push Notifications. Es ist eine mega krasse Reitzüberflutung glaube ich, wenn Du jetzt als Teenager aufwächst irgendwie. Chris: Ja genau das ist ja die Problematik, die wir heutzutage haben, auch schon seit ein paar Jahren. Wir sind da ja auch mit reingewachsen mit dem ersten Handy, was wir hatten, mit 16, 17. Marcus: Ja, wie alt bist Du jetzt? Chris: Ich bin 33 jetzt.   Marcus: Ah ja cool. Chris: Nach der Schule mit 16, da ging meine Ausbildung los und da hatte ich mein erstes Handy in der Hand, also das war ein gutes Timing. (beide lachen) Ja, naja, das ist eine riesen Frage, die Du da stellst und die Problematik haben wir ja alle. Und auch deswegen geht es auch so ein bisschen in die digitale Nomadenszene rein. Wir wollen natürlich einen ausgeglichen Lifestyle haben. Wir wollen auch mehr reisen, wir wollen uns auch mehr bewegen und mehr vom Leben haben. Nur ist das Problem mit der Technologie heutzutage so stark, wie Du es gerade gesagt hast, mit der Vernetzung und Technologie ist fast überall, dass die uns natürlich viel Arbeit abnimmt. Und klar können wir uns nach unserem 9 to 5 Job auf die Couch legen und Fernsehen schauen und stundenlang surfen, nur der Knackpunkt ist die Motivation. Entweder Du möchtest Sport machen oder nicht ne? Also es ist wirklich ganz banal gesagt: Du raffst Dich jetzt auf, Du machst irgendetwas, die Options, die tausendfach da mit Fitnessvideos noch und nöcher, die Apps, Studios sind überall um die Ecke. Du müsstest ja theoretisch auch nur Deine Laufschuhe anziehen und für 20 Minuten in dem nächsten Park rumjoggen, aber - da ist das große Aber jetzt wieder - es liegt wirklich an Dir selber, da Dich aufzuraffen und es dann zu machen ne? Und das große Problem hier in Deutschland ist ja - und das ist auch so ein bisschen der Punkt, warum ich Deutschland damals verlassen habe - das Wetter. Es ist natürlich nicht immer Sonne, wo die, wie in anderen Ländern im Süden und auf der anderen Seite von der Welt und deswegen, der Regen stoppt uns natürlich auch oft. Oder die Kälte im Winter und das ist natürlich ein bisschen schwierig dann auch. Marcus: Ja. Also ich kenne das nur von mir persönlich. Und für mich ist es ein absoluter Unterschied, ob jetzt draußen Sommer ist, die Sonne scheint oder es ist Winter, es ist kalt, die Tage sind kurz, es ist dunkel. So, und sich dann trotzdem nochmal aufzuraffen und aus dem Haus zu gehen… Ich glaube, da sprichst Du auch einen ganz wichtigen Punkt an, warum es vielleicht gerade in Deutschland auch ein bisschen schwieriger ist, so ne Routine aufzubauen und täglich vielleicht Sport zu machen. Obwohl man es ja mittlerweile auch ziemlich gut von überall ausmachen kann oder auch zu Hause. Wenn ich an diese ganzen Apps denke, wie 7 Minute App, wo Du dann auch hochintensives Training, 12 Übungen in 7 Minuten oder so absolvierst, alles funktionales Training. Das funktioniert ja eigentlich auch gut, wenn Du das regelmäßig machst. Chris: Ja, das ist halt die Sache. Also entweder Du machst es. Du packst Deine Tasche und fängst an. Idealerweise rufst Du noch Deinen Kumpel an und dann zusammen macht es sowieso mehr Spaß und dann pusht man sich gegenseitig oder man wählt die Couch aus und macht den Fernseher an oder schmeißt das Internet an. Und das ist halt das Problem hier in Deutschland, sage ich mal. Weil wir sowieso auch schon so viel arbeiten, dann ist man sowieso müde. Also es bedarf schon viel Motivation da dann möglich recht sportlich zu sein, das muss ich sagen. Und da sind wir natürlich als Trainer dann gefragt, wirklich Ideen rauszugeben. So: Passt auf, was können wir machen? Was für Optionen haben wir? Was für Sport magst Du überhaupt? Wie intensiv oder wie oft kannst Du es machen? Wie sieht Deine Zeit aus in der Woche und auf geht’s. Welche Ziele setzen wir uns? Und mehr können wir nicht machen. Wir können die Fragen stellen und am Ende des Tages muss jeder selber entscheiden, ob er’s dann macht oder nicht ne? Marcus: Mh absolut. Was würdest Du sagen, ist die beste Sportart für digitale Nomaden? Für Menschen die viel unterwegs sind und keine Hantel im Handgepäck mitschleppen können? Chris: Ja also, digitale Nomaden wie ihr Jungs, ihr seid ja sowieso nur am Strand ne? Marcus: Ja den ganzen Tag und trinken nen Cocktail dabei. Chris: Ja nein, Spaß Spaß! Aber ihr seid ja relativ oft an den Stränden unterwegs. Da könnt ihr natürlich dann Surfen oder Schwimmen oder am Strand laufen. Das ist ja auch nochmal ein bisschen intensiver als auf der Straße oder auf dem Waldweg. Und ihr könnt dann so ein paar Übungen am Strand machen. Und für die Leute, die keinen Strand haben, auch da hast Du natürlich die Möglichkeit, immer zu laufen oder auch Deine Körperübungen zu machen. Wir haben ja zum Beispiel auch die Online App, da stürzen wir uns natürlich auch rein, als extra Service für unsere Kunden. Da sind auch super viele Übungen und Workouts drauf, die Du dann überall machen kannst. Alles was Du brauchst ist 10 m², 20 Minuten Zeit und Deine Sportsachen. Und dann geht’s ab. Das kannst Du vor der Arbeit machen, in der Mittagspause, nach der Arbeit, kannst jemanden dabeihaben und dann geht’s los ne? Es ist banal gesagt relativ einfach fit zu werden, aber man muss wirklich auch nen Plan haben, ne Idee haben wo will ich hin und dann das durchziehen. Ist wie im Business ne? Wenn Du ein Business hochziehen willst, kannst Du auch nicht Dich hinlegen und sagen: Jo, jetzt will ich dieses Business hochziehen und dann ganz viele Kunden haben und reich werden. Weißt Du, das ist genau die gleiche Geschichte ne? Marcus: Ja absolut, da muss erstmal die Motivation von irgendwoher kommen. Und die klappt immer ganz gut, wenn Du klare Ziele hast und vielleicht nicht so schwammige wie “Ich will sportlicher werden oder besser werden” sondern “Ich will so aussehen, wie xy nächsten Sommer” oder “Ich möchte 5 kg abgenommen haben” oder “Ich möchte 2 cm mehr Bizeps haben” oder “Ich möchte 10 Burpees schaffen in 30 Sekunden oder was”. Ich glaube, es ist auch wichtig, dass immer messbar zu machen oder? Chris: Ja genau, also es ist eine andere Motivation, die Du gerade angesprochen hast. Die Performance Results, das heißt, wie schnell kannst Du zum Beispiel die 30, 40 Burpees machen? Oder wieviele Pushups kannst Du in einem Zug machen? Wieviele Squats/Kniebeugen schaffst Du in 5 Minuten? Und so weiter. Das sind so kleine Challenges. Das ist eigentlich auch immer sehr erfolgreich, wenn wir das mit unseren Kunden machen. Da sind die natürlich auch ein bisschen angestachelt. Die Musik läuft und wenn wir dann so unser Vorgespräch haben, dann stacheln wir die natürlich auch nochmal an “Pass auf, das ist jetzt hier ein ernster Test” so halb im Spaß natürlich sagen wir das. Aber dann geben die natürlich auch Gas. Die wollen sich natürlich nicht lumpen lassen. Marcus: Mh ja, und ich weiß nicht, wie es bei Dir geht, aber so ohne… ich kann eigentlich immer nur Vollgas. Wenn man dann die Chance hat Sport zu machen, das ist das geilste Gefühl ever. Du bist einfach mega platt danach und ausgepumt, Du kannst Dich kaum noch bewegen und unter der Dusche, wenn Du Dir die Haare wachen willst, tut Dir alles weh. Ich find, das ist richtig geil. Das ist fast so geil wie Sex. Chris: Ja, naja… Da kann ich natürlich auch ein Lied von singen. Also Muskelkater ist für mich ganz normal. Das messe ich natürlich auch immer an den Tagen danach, wie heftig das Workout war. Manchmal kann ich es direkt gar nicht erkennen. Aber wenn Du dann wirklich zwei, drei Tage Muskelkater in dieser oder der einen Körperpartie hast, dann hast Du auch gedacht “nah, das ging aber doch ganz schön rein”. Marcus: Ja, ich fühle mich da immer richtig gut bei. Also andere leiden ja, wenn sie Muskelkater haben und sagen “Woa, Scheiße. Nee, mir tut alles weh” und so. Und ich denke mir dann immer “Geil, der Muskel wächst”, weil der ist ja zerstört und es werden neue Fasern aufgebaut. Chris: Ja, da sind wir auf jeden Fall auf der gleichen Seite. Das ist ein schönes Gefühl und dann geht’s natürlich noch weiter. Selbst wenn Du ein bisschen Muskelkater hast und das ist auch so eine ganz typische Frage, was meine Freunde oder auch Kunden haben “Ja, darf ich jetzt weiter trainieren eigentlich, wenn ich immernoch Muskelkater habe?” Und ich habe dann immer so eine lustige Antwort eigentlich drauf, da sage ich immer “Ja, wie machen denn die Profis das, die Athleten? Denkst Du denn, dass die dann stoppen mit dem Training?” (beide lachen) Marcus: Wir verlegen den Wettkampf mal um ne Woche... Chris: Ja genau. Und dann ist die Antwort dann eigentlich auch völlig klar. Dann merken die “Ja okay, ist jetzt eigentlich auch nicht so schlimm”. Marcus: Mh, hast Du bestimmte Routinen oder Strukturen, die Du jeden Tag machst? Chris: Ah Markus, Deine Lieblingsfrage. Da habe ich schon drauf gewartet. (beide lachen) Ja wir müssen das natürlich jetzt ein bisschen unterscheiden. Also wenn ich arbeite in Laos, dann habe ich morgens früh gleich Kunden. So zwischen zwei, drei und vier Sessions am Morgen direkt vorne weg, vor deren Arbeit von den Kunden. Dann bin ich oft auch im Workout selber mit den Kunden. Je nach dem, wenn der schon fitter ist und dann longterm Client, dann mache ich auch durchaus mal mit, mit denen. Und danach wird schnell geduscht und direkt ins Café eigentlich. Weil dann geht das Office los. Dann heißt es E-Mails beantworten und an den Projekten arbeiten und Content kreieren und naja, die ganzen Geschichten, was die digitalen Nomaden ja sowieso schon kennen. Das wird dann weiter fleißig aufgebaut das Business. Dann geht’s nach Hause zum Lunch. Da wird gegessen. Nach dem Mittagessen natürlich immer Mittagsschlaf. Das mache ich fast jeden Tag. Das ist mir auch ganz wichtig. Wenn ich den nicht habe, dann werde ich schon relativ früh müde am Abend. Das ist immer nochmal so ein Pusher. Marcus: Wielange machst Du den? Chris: Das ist meistens nur so ein Powernap über 20, 30 Minuten. Da wache ich auch ganz oft von alleine wieder auf. Marcus: Okay cool. Weil ich glaube, wenn man zu lange schläft, kommt vieles durcheinander ne? Chris: Ja, das ist richtig. Man sollte sich da auf jeden Fall den Wecker stellen, sonst ist man übermüdet. Dass man nicht in die Tiefschlafphase …. genau. Ja und dann am Nachmittag arbeite ich vielleicht nochmal ein Stündchen weiter am Computer, aber dann geht das auch mit den Kunden direkt weiter am späten Nachmittag, gegen 16:00 Uhr. Dann habe ich auch bis abends sage ich mal, teilweise bis 20:00 Uhr oder 21:00 Uhr, man kann es sich ausrechnen, meine Sessions gehen 45 Minuten lang. Dann habe ich auch nochmal, je nach dem, jeder Tag ist unterschiedlich, drei, vier, fünf Sessions am Abend. Das sind teilweise 1:1 aber auch kleine Gruppen mit zwei, drei Leuten und immer unterschiedlich ne? Marcus: Cool, das klingt echt geil und ich glaube, in meinem zweiten Leben würde ich auch gerne Fitness Coach werden und hatte schon auch immer so die Idee, wenn das mit dem Online Business nicht funktioniert oder mit anderen Sachen, dann vielleicht professionell als Trainer zu arbeiten. Ich meine, cool. Wenigstens habe ich jetzt mal einen auf dem Podcast gehabt, der mir Rede und Antwort gestanden hat. Ich bin auf jeden Fall jetzt wieder super motiviert bis in die Haarspitzen. Habe mir gleich auch vorgenommen TRX zu machen hier im Park nebenan. Ich habe das gestern mal ausgetestet. Das klappt richtig gut und das TRX… Das coole ist immer, wenn Du das irgendwo machst und gerade am Strand oder so, hast Du innerhalb kürzester Zeit die ganze Dorfjugend da, die ganzen Teenies, die auch mal mitmachen wollen und so. Dass Du dann gucken musst, dass Du selber nochmal ans Band rankommst. (beide lachen) Chris: Ja das kenne ich, das ist super das TRX auf jeden Fall. Marcus: Cool, also Chris, vielen Dank für Deine Zeit! Schöne Grüße an Kassel! Chris: Ja sehr gerne, vielen Dank für das Interview Marcus! Klasse! Und mach Du auch weiter so! Marcus: Auf jeden Fall! Und wir hören von einander. Chris: Jo. Marcus: Danke Chris, hau rein, ciao!   Yeah, das war sie auch schon, eine neue Folge von LIFE HACKZ mit Chris Bachmann. Ich habe gerade noch mit Chris nach dem Interview ein bisschen weiter gequatscht und überlegt, wie kann man die Leute motivieren noch mehr in die Umsetzung zu gehen und wirklich was zu ändern. Und Chris hat sich bereit erklärt, 10 für einen Monat kostenlose Zugänge zu seiner Fitness App zur Verfügung zu stellen. Sprich: Da gibt’s Zugang zu Videos. Ihr kriegt direkten Kontakt zu Chris. Ihr kriegt Beratung und Trainings Coaching vom Chris über die App und die gibt er für lau raus. Das Einzige, was ihr machen müsst ist: Schreibt mir eine E-Mail an marcus@lifehackz.de. HACKZ mit Z. Mit dem Betreff “Chris Coaching” und dann seit ihr mit in der Verlosung und ich würde sagen, die ersten 10, die mir schreiben, die leite ich dann an den Chris weiter und die bekommen dann den Zugang. Also mir hat es sau Spaß gemacht, ich hoffe euch auch. Ich habe das TRX Band schon hier unten. Ich gehe jetzt raus in den Park und mache ein bisschen TRX. Viel Spaß, bis zum nächsten Mal und ich hab’s dem Chris versprochen. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

    starstarstarstarstar
  • Gordon Schönwälder ★ Podcasting nur ein Trend oder eine echte Bewegung?

    · 00:43:54 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Gordon Schönwälder von Podcast-Helden Jo Leute, willkommen zur LifeHackz, willkommen zu einer neuen Folge mit Gordon Schönfelder! Gordon ist der Mann im Hintergrund von der LifeHackz-Show, der die Folgen abmastert und mixed. Sprich: Meine Stimme schön macht, die Stimme von meinem Gast schön macht, die Lautstärke angleicht und alles weitere Technische. Gordon ist gerade auf dem Weg dahin, sich aus dem 9 to 5 Job zu verabschieden und sich selbstständig zu machen. Er hat außerdem mega viel know-how zu diesem ganzen Podcasting Thema. Grund genug ihn in die Show zu holen. Viel Spaß mit dieser Folge mit Gordon! In dieser Folge lernst du: Wie Gordon vom Mediziner zum Podcast Experten geworden ist. Wie man als Existenzgründer mit Ängsten umgeht. Warum Interviews in Podcasts so cool sind. Warum du den Perfektionismus auch mal bei Seite lassen solltest. Wie man als Podcaster authentisch bleibt. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Wie du noch heute deinen eigenen Podcast erstellen kannst Facebook Gruppe Podcastliebhaber Podcast-Helden Affenblog DriveNow [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Gordon Schönfelder (Intro) Marcus: Hey Gordon, cool dass Du bei LifeHackz am Start bist! Gordon: Ja vielen Dank, dass ich da sein darf! Super cool! Marcus: Ja erzähl mal ein bisschen über Dich. Du hast die größte Community auf Facebook. Deusprachige Community zum Thema Podcast. Wie bist Du dazu gekommen und was war so Dein Einstieg in die Podcast-Welt? Gordon: Puhh, ich weiß gar nicht ob ich die größte Community habe, aber es gibt mit Sicherheit noch ein paar Leute, die schon früher am Markt waren als ich, aber ich habe schon relativ lange Podcasts gemacht und ja… Vielleicht hole ich ein bisschen aus, wenn ich darf? Marcus: Ja klar. Gordon: Also ich komme aus dem Gesundheitswesen eines der furchtbar durchstrukturiertesten Art und Weisen zu arbeiten, die es gibt. Ich glaube Markus, da würdest Du das blanke Kotzen kriegen, wie durchstrukturiert das ist und wie unflexibel man dann ist. (lacht) Marcus: Ja wahrscheinlich würde ich kotzen wegen Unflexibilität. Ich meine, Struktur an sich ist manchmal auch ganz gut. Gordon: Ja jedenfalls… Ich habe immer so viele chronische Patienten gehabt. Und wenn da keiner die Praxis wechselt oder verstirbt - leider Gottes - dann hätte ich Dir sagen können, wen ich Dienstags um 14.00 Uhr in drei Jahren behandele. Das war für mich eine ganz grausame Situation. Ich habe eine Coaching-Ausbildung gemacht, NLP und systemische Beratung und so Sachen. Und da habe ich irgendwann als Coach zu arbeiten und war erstaunlich erfolglos. Das lag unter anderem daran, dass ich so überhaupt gar keine wirkliche Zielgruppe hatte, mit der ich arbeiten wollte oder konnte. Da habe ich mich  also irgendwie als Coach für jeden positioniert und habe dann irgendwann angefangen - weil ich schon lange Musik mache und irgendwie mit Rockbands am Start bin als Sänger und so, also ich habe keine Scheu vor dem Mikro gehabt. Da ich ja eigentlich schon immer so ein Apple-Junky, Apple-Jünger war, hatte ich auch recht früh Kontakt zu Podcasts. Da habe ich mir gesagt “Okay, wenn Du mal als Coach arbeitest, dann hast Du auch Deinen eigenen Podcast”. Und dann habe ich mich hingesetzt - hochmotiviert - und habe gedacht... Marcus: Wann war das? Gordon: Wann war das? - 2012. Marcus: Wie war da so die Podcast-Szene aufgestellt? Gerade in Deutschland oder Amerika oder so überhaupt? Gordon: Die amerikanische Szene hatte ich damals noch nicht auf dem Schirm, muss ich gestehen. Aber wenn ich mir so die Pat Flynns und so anschaue, dann hatten die da auch ihre Beginne. Beziehungsweise Pat Flynn nicht, der kam später. Aber es gab schon einige bekannte Podcasts. Es gab so, ich sag mal so, die erste deutsche Welle der Podcast-Szene. Die waren da schon mächtig aktiv. Es gab da “Das Abenteuer Leben”. Das ist so eine Sendereihe quasi und da gab es einige Coaching-Podcasts, die ich mir immer gegeben habe, wenn ich zur Arbeit bin. Die haben mich da immer so ein bisschen hoch gehalten, wach gehalten, motiviert gehalten, dass ich irgendwann halt aus diesem Hamsterrad rauskomme und dann habe ich halt da irgendwie mit Podcasting angefangen. Also wie gesagt, mir die erstmal anzuhören. Und 2012 wollte ich dann halt, als ich mich neben dem Therapeutenjob selbstständig gemacht habe, dann halt ein bisschen Marketing machen. Ich hatte einen Blog und so, war auch ganz okay und dann dachte ich, “dann nutzt Du die Gunst der Stunde, schnappst Dir Dein Mikro und machst einen Podcast”. Und dann habe ich da gesessen und hatte drei Stunden Kopfschmerzen, weil das so ätzend war. Ich wusste nicht, wie das funktioniert. Ich musste mich da so reinfuchsen. Es gab keine richtigen Tutorials. Es gab - keine Ahnung - ich habe da jetzt gelesen, Du brauchst einen Feed. Einen Podcast-Feed. Ich habe keine Ahnung was ein Feed ist so. Ich wusste gerade mal, wie ich einen Beitrag schreibe auf Facebook oder bei Wordpress. Und ich hatte ein Riesenproblem damit, ich hatte Kopfschmerzen, ich hab es halt einfach sein lassen. Dann habe ich das Mikrofon weggelegt und habe gesagt “Scheiß drauf, sollen das die anderen machen!” Aber es hat mich nie losgelassen. Und irgendwann hatte ich mir mal die Hand verstaucht, konnte also nicht arbeiten und dann habe ich gesagt “Komm, Scheiß drauf! Jetzt hast Du eine Woche Zeit, bist jetzt krankgeschrieben, jetzt setzte Dich mal dran”. Und dann hat mir irgend so ein verpickelter 14-jähriger bei Youtube gezeigt, mit seinem kleinen Filmchen mit so einer Fistelstimme im Stimmbruch, wie man nen Feed macht. Und ich bin diesem Typen auf Ewig dankbar, weil in dem Moment hab ich’s verstanden, wie’s funktioniert. Dann habe ich tatsächlich irgendwie am nächsten Tag dann auch händisch diesen Feed geschrieben so. Also so HTML und gib ihm, ne? Marcus: Boah, krass! Gordon: Ja und es gab halt - zumindest meines Wissens - noch nicht so Services, wie Libsyn oder sowas, ne? Und ja, dann habe ich da angefangen und habe mich dann da hingesetzt und den ersten Podcast aufgenommen. Marcus: Alleine? Gordon: Alleine, ja genau. Das war eine richtige Solo-Show. Der ist tatsächlich manchmal immernoch in Karriere in den Charts - vollkommen verrückt - obwohl ich den seit Jahren nicht mehr mache. Marcus: Wie heißt der? Gordon: Der “Lösungsmittel Podcast”. Ja ja, Oldschool, aber in den ersten Episoden habe ich auch noch fleißig gesiezt und so, also das ist schon etwas länger her. Ja dann kam irgendwann meine Mastermind-Gruppe mal so auf die Idee “Sag mal Gordon, so als Coach bist Du ja erstaunlich erfolglos, vielleicht solltest Du etwas mit Podcasts machen”. Weil die ersten Leute ankamen, ja irgendwie “Cool, dass Du das machst, wie geht denn das?” und so. Ja und dann war es letztes Jahr im Mai, glaube ich, Mai 2014 genau. Da habe ich dann als Projekt, so als Nebenprojekt “Podcast-Helden” gegründet. Und ja, aus diesem Projekt ist dann tatsächlich jetzt mein Business geworden. Jetzt zeige ich Menschen, Bloggern, Marketern, wie sie halt ihr Marketing verbessern, ihre Sichtbarkeit verbessern - durch Podcasting. Marcus: Sehr cool! Ja, ich habe eben gesagt größte Community, weil Du warst so die erste, die aufgepoppt ist bei Facebook, als ich mich dann da reingefuchst habe und geguckt habe, gibt es auch deutschprachige Communities. Wer kann mir da helfen? Hatte schon ein ganz cooles Tutorial bei Pat Flynn gefunden, aber es gibt ja immernoch Sachen, die sind da noch nicht 100%-ig klar. Und dank Dir wurde das dann immer klarer, hab dann auch jemanden gesucht, der mir das mastert und schneiden kann. Weil ich hatte dann nicht genug Zeit, mich dann auch noch damit zu befassen. Energie und Zeit verbrennen und dann zum Glück dann Dich auch gefunden über einen gemeinsamen Kontakt. Also insofern hast Du großen Anteil an dem LifeHackz-Podcast hier. Gordon: Ja vielen Dank! Sehr geil! Marcus: Nicht nur für den Start, sondern jetzt auch Folge für Folge. Das hat sich ja ganz gut eingespielt bei uns. Also alles, was ihr hier hört, jede Folge wurde vorher einmal von Gordon in schön gemacht. Darum klingt meine Stimme glaube ich auch ganz gut. Gordon: (lacht laut) Ja cool! Marcus: Ja, und so ist eigentlich unser Touchpoint, ne? So haben wir uns kennengelernt. Gordon: Ja genau. Wir haben irgendwann festgestellt, dass wir beide Düsseldorfer Jungs sind. Marcus: Ja genau, das kam dann ja noch dazu. Da warst Du mir noch sympathischer. Ich bin da ja immer erst skeptisch, wenn einer fragt “Ja hier, kennst Du auch Fortuna? Gehst Du zur Fortuna?” Und viele wissen, dass ich eingefleischter Fortuna Fan bin und dann kommt das aber oft, aus der Kölner Ecke. Gordon: Ah, ja okay. Marcus: Ich weiß gar nicht, ob ich Dir gesagt habe “Bist Du Kölner oder so?” Gordon: (lacht) Marcus: Da gehen bei mir ja auch oft die Alarmglocken an, aber dann kommst Du ja aus Langenfeld, direkt in der Nähe von Düsseldorf. Gordon: Genau. Marcus: Also schöner. Genau, und dann hast Du gesagt, Du startest das Projekt “Podcast-Helden”? Gordon: Genau. Marcus: Was ist das genau? Ist das eine Community? Ist das ein Podcast? Ist das ein Service? Ist das alles? Gordon: Es ist… ja, ich habe das Ganze ja neben meinem Angestelltenjob aufgebaut. Ich habe dann irgendwann um Zeit zu finden, habe ich mich dann, ich glaube das war sogar schon vor Podcast-Helden, dass ich von 40 auf 30 Stunden runter gegangen bin, um halt Zeit für mein eigenes Business zu haben. Bin dann im Sommer 2014 auf 20 Stunden runter gegangen und jetzt haben wir - ich weiß ja nicht wann Du, lieber Zuhörer, das jetzt hier hörst, aber wir haben jetzt den 13. August 2015 - und im Oktober werde ich die Griffel fallen lassen, das Therapiewesen verlassen und mich voll und ganz auf Podcast-Helden konzentrieren. Und es soll, beziehungsweise bisher ist es, um die Frage schlussendlich noch zu beantworten: Es ist ursprünglich ein Service gewesen. Ich habe einen Kurs gemacht. Der nennt sich “Mein erster Podcast”. Und da ist halt mein komplettes Wissen drin gewesen oder ist drin. Zum Thema Podcasting von den ersten Dingen, vom Mikrofon einstecken bis zum Erfolg bei Neu und Beachtenswert, also New & Noteworthy bei iTunes ist da alles drin und mein gesamtes Wissen im Endeffekt. Das war so das erste Produkt was ich verkauft habe. So startete das als Produkt. Marcus: Das ist ein Online-Kurs? Gordon: Das ist ein Online-Kurs beziehungsweise ein Selbstlern-Kurs. Also er ist Online basiert, genau. Also den begleite ich nicht, sondern der ist tatsächlich so, dass man da Schritt für Schritt durch den Prozess durchgeführt wird. Ich mache daraus jetzt eine Art Membership-Bereich. Ich gucke mal, vielleicht mache ich da auch ein Forum zu. Auf jeden Fall wird es jetzt ein bisschen aufgehübscht und er wird jetzt auch ein bisschen teurer, weil jetzt noch ein bisschen mehr Content dazu kommt, ich auch immer professioneller werde und natürlich ja, immer erfahrener. Jetzt mit meinem eigenen Podcast, der für einen Nischenpodcast ziemlich gut läuft. Also Podcast-Helden on Air und ich mache jetzt zusammen mit dem Vladi Melnik vom Affenblog auch Affen on Air. Also immer so ein ziemliches Charts-Ding. Markus und ich ne? Wir verfolgen uns immer. (beide lachen laut) Marcus: Ich habe gerade mal geguckt, das ist voll witzig. Hier im… was ist das für ein Bereich… Businessbereich, deutschsprachig, ist gerade Tim Ferris auf 1, Affenblog auf 2 und LifeHackz auf 3. Gordon: Ja geil oder? So geht´s! Marcus: Ja, alles immer ein ganz guter Race, den wir uns da liefern. Gordon: Ja genau. (lacht) Marcus: Ja mega spannend, dass ich Dich quasi jetzt am Mike habe, weil ich ja mit vielen spannenden Menschen spreche, die es quasi schon geschafft haben oder diesen Sprung ins kalte Wasser hinter sich haben in der kompletten Vollständigkeit. Du bist ja erstmal den Weg gegangen, glaube ich, von Vollanstellung auf Teilzeit, Stunden reduziert. Gordon: Ja. Marcus: Was auch ziemlich ein cooler Weg ist, wenn man nicht direkt All-In will, kann, aus verschiedensten Gründen, lässt einen das wahrscheinlich auch ruhiger schlafen. Gordon: Ja, man hat dann aber keine coole Story zu erzählen später. Das ist halt ein sehr langweiliger, sicherer Weg. (lacht laut) Marcus: Sorry, Scheiß auf die Story, echt. Es geht ja um das Ziel, was Du erreichst. Da ist die Story nebensächlich. Aber, vielleicht erzählst Du mal so ein bisschen, was so gerade in Deinem Kopf abgeht. Ich meine, Du hast jetzt nur noch ein paar Wochen zu arbeiten ne? Und weißt das. Zählst Du schon die Stunden? Hast Du Angst? Hast Du Alpträume? Freust Du Dich? Spannt das immer wieder? Gordon: Okay, das ist jetzt ein bisschen Seelenstrip, aber es ist okay für Deine Zuhörer. Wie so ein kleines Inside in meinen Kopf. Also ist nix dramatisches, keine Sorge. Also es ist natürlich… freue ich mich, wie ein kleines Kind auf der einen Seite, dass ich endlich Zeit habe, mein eigenes Business so aufzubauen, wie ich’s gerne hätte. Dass ich mich komplett drauf konzentrieren kann. Es ist halt mittlerweile so, dass die Menschen zu mir kommen und sagen “Gordon, lass uns was tun”. Irgendwie, dankbarerweise ist es eine ziemlich geile Situation für mich. Marcus: Ja mega, bei mir ist es ja auch direkt eingefallen, so das läuft irgendwie so cool mit Dir, kann man noch mehr draus machen. Gordon: Ja, also ich bin sehr gespannt. Also ich glaube, wir verstehen uns ganz gut so. Gucken wir mal, was die Zukunft noch bringt. Die … jetzt habe ich den Faden verloren…. ja genau: und ich habe dann immer mehr Aufträge bekommen, immer mehr - was ich dankbarerweise machen darf mit Menschen, um sie halt beim Podcasting zu begleiten und das Ding richtig geil zu machen. Ja, sah es so aus die letzten Monate, dass ich dann meinen Therapeutenjob gemacht habe, so meinen Therapeutenscheiß so zwischen den Hausbesuchen habe ich dann irgendwie in meinem Smartphone E-Mails beantwortet. Hab dann in der Pause noch irgendwelche Sachen geschnitten oder irgendwie einen Blog-Artikel geschrieben. Dann habe ich wieder weiter gearbeitet in meinem Therapeutenjob, kam nach Hause. Da wartet dann meine Tochter auf mich. Ich habe eine 1-Jährige Tochter und die will auch ein bisschen Zeit haben. Dann ist die im Bett, dann mache ich noch irgendwie was. Dann schicke ich nochmal eben den Newsletter raus und das habe ich dann auch eine ziemlich lange Zeit gemacht. Dann kam irgendwann auch mal mein Erfolgsteam auf mich zu, da meine Mastermind-Gruppe und sagte “Gordon, irgendwie Du gefällst uns gerade mal so gar nicht”. Da habe ich das Gefühl gehabt, ich bin auch so kurz vorm Ausbrennen. Ne? Weil da kommt gar keine Ruhe mehr auf. Du hast die Selbstständigkeit, dann hast Du den Angestelltenjob, Du hast da einen Job als Vater irgendwo. Dann hast Du auch noch ein Hobby, dann willst Du auch nochmal in die Mucki-Bude und das ist einfach viel gewesen. Und ich freue mich jetzt tierisch drauf, mich wirklich nur noch um meinen Job zu kümmern. Ich stehe morgens auf, gehe pumpen, setz mich an den Rechner und bin den ganzen Tag in meinem Business so. Da freue ich mich wie ein kleines Kind drauf. Auf der anderen Seite ist natürlich auch eine Menge Angst da, das gebe ich zu. So diese typischen Versagensängste: Was ist, wenn das nicht klappt. Da kommt auf einmal irgendwie ein neuer Konkurrent, ne? Wenn man das böse Wort mal benutzen will. Da kommt ein Mitbewerber auf den Markt und so. Also all so diese Dinge, mit denen man sich dann glaube ich einfach beschäftigen muss. Wir haben ja auch ganz kurz darüber gesprochen, Markus, vor ein paar Tagen. Du hast auch gesagt, irgendwie jeder hat das. Jeder hat diese Ängste, diese Furcht, dass das nicht funktioniert und so. Ich glaube, da muss jeder einfach durch und Arschlecken. Marcus: Absolut, aber leider ist es gerade in Deutschland so. Dass es immernoch dieses Scheitern oder so, verurteilt wird und ganz schlimm und böse ist. Und dann bist Du verbrannt und keine Ahnung, kriegst nie wieder einen Job oder so. Was totaler Quatsch ist. Zum Beispiel in den Staaten, sind die Leute, die ein Business gegen die Wand gefahren haben mega beliebt bei anderen Unternehmen, weil die Leute gelernt haben, wie man’s genau nicht macht. Und das werden die kein zweites Mal machen, diese Fehler. Und beispielsweise, ich glaube, Microsoft… oder doch, Microsoft war es glaube ich, ist erst im fünften, sechsten Anlauf zu dem geworden, was es jetzt ist und dann immer wieder das Businessmodell geändert. Und insofern ist es halt schwer da nicht hinzuhören auf die Stimmen im Kopf, aber die Beispiele, gerade in den Staaten, zeigen, dass die Welt nicht unter geht und dass alles halb so wild ist. In Deutschland wird keiner verhungern, weil wenn Du dann immer so hörst Existenzangst. Was heißt das denn? Existenzangst heißt ja, wenn man es wortwörtlich nimmt, nicht mehr zu existieren. Und dass in Deutschland keiner mehr existiert und man an Hunger stirbt, ist relativ unwahrscheinlich. Das muss man dann einfach mal zerlegen in die Einzelteile. Gordon: Da bin ich ganz bei Dir. Also dass ist dann auch irgendwo diese Angst, diesen extrem hohen Lebensstand zu verlieren. So irgendwie sich alle zwei Jahre oder jedes Jahr ein neues Smartphone zu kaufen, den dicksten Fernseher. Wir leben hier auch schon in einer verdammt guten Situation und ähm, bei mir ist es auch so. Ich bin halt in der Situation, dass ich als Therapeut eh nicht viel verdiene. Willkommen im Gesundheitswesen! Also von daher ist der Step zur Selbstständigkeit gar nicht so groß ja. Also wenn ich jetzt in einer Bank arbeite oder arbeiten würde, mit 100.000 im Jahr nach Hause gehe, dann ist das natürlich schon eine Hausnummer, die muss man erstmal erwirtschaften. Aber die paar Kröten, die ich so als Therapeut verdiene, die kriege ich auch so. Von daher: alles cool. Marcus: Oder man kriegt den Switch im Mindset hin, dass man das dann vielleicht gar nicht mehr erwirtschaften will. So ist es ja bei vielen digitalen Nomaden. Die dann bewusst auf diese ganzen Luxusgüter oder Statussymbole verzichten und dass ist mir mittlerweile so wenig wert, ob ich einen Fernseher habe oder nicht, ich bin happy, dass ich keinen habe, weil ich über mein MacBook halt alles on Demand gucken kann. Bei Youtube, wenn ich mal irgendetwas brauche oder ein Auto brauche ich nicht. Ich habe über DriveNow immer die fettesten BMWs vor der Tür stehen in der ganzen Stadt und fahr dann mit meinem DriveNow von A nach B. Und ein Job Title ist mir auch total Latte. Aber wenn man da irgendwie einmal loslassen kann, dann hilft das umso mehr irgendwie in dem Lifestyle oder in der Selbstständigkeit zu starten. Gordon: Ja genau. Also ich denke auch, das wird auch klappen. Das wird auch. Und wenn es nicht in der Form ist, dann wird Podcast-Helden irgendwie anders funktionieren oder es kommt ein ganz anderes Unternehmen bei raus. Ich weiß es nicht. Aber ich bin auf jeden Fall sehr zuversichtlich. Das ist so die Quintessenz des Ganzen. Aufgeregt: ja, ein bisschen Furcht: ja. Aber Zuversicht: auch. Marcus: Ja, also ich bin absolut zuversichtlich, dass es funktionieren wird. Dadurch dass Du schon Erfahrung in dem Bereich hast, hast Dir ne coole Community aufgebaut, bist mega hilfsbereit. Das wissen die Leute, glaube ich, zu schätzen. Hast einen eigenen Podcast. Dadurch hast Du dann auch Vertrauen aufgebaut, mehr oder weniger. Und Du wirst in Zukunft noch viel mehr Zeit haben, Dich 100% auf Dein Business zu konzentrieren und nur wer irgendwie agil ist, dynamisch, unbequem, 1000 Sachen probiert und macht und einfach präsent ist, dann funktioniert irgendwann etwas. Das geht gar nicht anders. Gordon: Ja, das denke ich auch. Das beruhigt mich, dass Du das sagst und genauso sehe ich es. Cool, ja. Marcus: Nee, auf jeden Fall. Zu Deinen Podcast-Shows, die Du machst: Sind das Einzel-Single-Shows oder machst Du das so im Interview-Format, wie ich es mache? Gordon: Da macht’s die Mischung. Also bei Podcast-Helden on Air, das ist so mein Haupt-Business-Podcast, sage ich mal, da ist es ne Mischung aus Solo-Show und Interview-Show. Es ist dann so, dass ich meistens die Blog-Artikel, die ich schreibe vertone. Das heißt, ich spreche den danach nochmal ein und auf der anderen... Marcus: Wort für Wort oder wie machst Du das? Gordon: Äh, ich habe es mir mittlerweile angewöhnt so zu schreiben wie ich spreche. Und ich habe eine Sprecherausbildung hinter mir und bin dankbarerweise in der Lage, wenn es jetzt nicht zu akademisch geschrieben ist, tatsächlich so zu klingen, als würde ich es frei sprechen. Das ist vielleicht auch ein bisschen Gabe, ich weiß es nicht. Aber das auf der einen Seite, dass ich die Sachen halt Solo mache und auf der anderen Seite hole ich mir dann halt die Interview-Partner mit ins Boot, die eine spannende Story zu erzählen haben. Und ja, der Podcast-Szene etwas gutes tun können. Von daher ist es eine gesunde Mischung aus diesen beiden Varianten. Also Interviews sind immer cool. Ich weiß nicht, wie Du das siehst? Interviews sind ja immer cool, weil man sich als Podcaster gar nicht so sehr auf den Inhalt konzentrieren muss, sondern man kann einfach dem Interview-Partner die Bühne geben und der macht das schon. Da brauchst Du drei, vier Fragen um das Ganze zu steuern und dann ist das Ding durch. (lacht) Marcus: Ja, das finde ich auch so cool bei den Interviews. Ja, wenn ich mich da jetzt noch Stunden drauf vorbereiten müsste… Ich habe auch noch vor irgendwann mal so eine Single-Session zu machen. Zum Beispiel so eine AMA - Ask me anything. Mit meinen Hörern oder so, wo ich dann nur alleine bin und sprechen muss. Aber so sind Interviews, wie Du schon sagst, irgendwie schon ganz dankbar. Weil ich von Natur aus sehr neugierig bin bei Menschen, die ich irgendwie neu kennenlerne oder mir fallen halt immer wieder neue Fragen oder Punkte ein. Da fällt mir das auch relativ leicht, so ne Folge aufzunehmen. Gordon: Ja, also so mal zwischendurch so eine Solo-Show ist immer ganz spannend irgendwo. Um auch mal zu erleben, wie ist der Typ so, wenn er alleine ist? Das ist zumindest die Rückmeldung, die ich immer kriege. Dass ich irgendwo immer ein Stück weit anders bin, als wenn ich im Interview bin. Das ist, glaube ich, auch normal und bei jedem so. Und wenn man sowohl alleine als auch im Gespräch sympathisch rüberkommt, dann hat man, glaube ich, auch schon gewonnen. So zum Thema Sichtbarkeit und Vertrauen aufbauen. Marcus: Ja und die Sympathie kommt, glaube ich, auch durch die Authentizität und dass man nicht der perfekte Mensch ist. Dass man dann vielleicht erwartet wie man dann früher vielleicht sein wollte oder erzogen wurde. Und ehrlich gesagt, musst ich das auch erstmal lernen bei den Einspielungen, die ich dann immer vor den Folgen einspreche oder so. Bei den ersten habe ich ungelogen eineinhalb bis zwei Stunden gebraucht für diese 30 Sekunden, eine Minute Text, weil ich nie zufrieden war. Und Feli hat dann schon immer wieder die Augen verdreht, ist einkaufen gegangen und auch schwimmen und beim Sport und ist dann nach Hause gekommen und ich saß da immernoch an meinem 30 Sekunden-Track... (beide lachen laut) Und dachte so “Ey Fuck! Ich schneide doch sonst auch nichts bei den normalen Episoden und die Leute scheinen das zu mögen. Da muss man erstmal loslassen können. Das ist ganz komisch, dass das noch so tief verwurzelt ist. Selbst bei mir ne? Ich habe ja erst vor zwei, drei Monaten den Podcast gestartet oder letzten Monat, keine Ahnung. Und da müsste ich es eigentlich besser wissen, aber war trotzdem dann auf einmal wieder in diesem Modus. Gordon: Ja aber da ist wieder eine neue Situation und du guckst halt mit den Werkzeugen drauf, die Du hast. Und die ersten die wir haben meistens als Menschen, sind die, die so ganz tief in uns eingebrannt sind. Und dann kommt da auch vielleicht der Perfektionist durch und dann muss es richtig sein und so. Und irgendwann kommt der Punkt, wie Du schon sagst, “Scheiß drauf” ne? Unperfekt und einfach loslegen. Und ich denke, das ist doch einfach sympathisch so. Und das muss so sein. Ich habe Podcaster gesehen, die haben den Kurs bei mir gekauft vor zwei Jahren, so. Und dann frage ich die so nach, in jedem Quartal mal so, “wie sieht’s ‘n aus? ne? so! Wann kommste denn in meine Show?” Und dann höre ich so “Ja, ich habe noch nicht angefangen” und “mmmmhh, was fehlt denn noch?” “Ja, ich komm… das und das ist noch nicht perfekt” und so. Und weißt Du, dann sage ich meistens gar nichts dazu, weil ich meine, das muss jeder für sich selber wissen. Ich bin nicht der Typ, der die an die Hand nimmt, aber das ist der größte Erfolgsverhinderer schlechthin, einfach zu warten bis man fertig ist. Weil: Man ist nie fertig. Marcus: Man ist nie fertig, es gibt nie den perfekten Tag. Gordon: Eben. So. Und von daher, einfach loslegen! Marcus: Ja, es gibt ja auch einen ganz guten Quote, glaube ich, von einem der LinkedIn-Gründer “When you’re not embarrased by your first product, you launched too late”. Gordon: (lacht) Marcus: Es muss einem peinlich sein, das erste Produkt. Weil sonst hat man echt zu lange gewartet und dann, keine Ahnung, ist das Leben vorbei. Gordon: Ja, da bin ich ganz bei Dir! Ich hör mir auch immernoch gerne die ersten Episoden an von meinem ersten Podcast. Letztens noch und ich dachte “Mein Gott!!! Ist der Wahnsinn” und dann dachte ich mir “Was ne Entwicklung eigentlich”. Das ist dann wiederum die Kehrseite. Das ist der Wahnsinn, wie man sich so entwickelt und wie souverän man dann auf einmal wird. Und wie dann die ersten Versuche total unauthentisch waren, weil man dann irgendwie jemand sein wollte, der man gar nicht ist, so und keine Ahnung. Marcus: Jaja, das geht mir genauso. Selbst hier die ersten Folgen, das ist ja eigentlich noch gar nicht so lange her, da dachte ich auch so “Wow, krass, was für eine Entwicklung” ne? Gordon: Ja, auf jeden Fall! Marcus: Und dann pisst Du Dir nicht mehr in die Hose, weil wir jetzt hier ne Folge aufnehmen. Jetzt geht es einfach drauf los und denkst “es wird schon irgendwie cool werden”. Gordon: Ja, das stimmt. Marcus: Du hast eben die deutsche Podcast-Szene angesprochen. Wie ist denn so Deine Einschätzung zur Szene, seitdem Du sie so mit begleitest? Hat sich da irgendwas getan in den letzten paar Jahren, Monaten, Wochen? Gibt es da eine Entwicklung? Gordon: Also ich war vor kurzem bei der Sabine Piarry im Social Media Camp als Speaker quasi. Das waren Webinare. Und ich habe gemerkt, wie engagiert die Leute da gefragt haben. Und ich merke das seit einem guten Dreivierteljahr, dass die Nachfrage bei mir steigt. Also dass die Leute bei mir mehr kaufen. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich sichtbarer werde, aber ich glaube auch, dass diese Podcast-Szene so langsam an Fahrt aufnimmt. Also wir haben hier so ein paar Podcaster der ersten Stunde, die einfach nur geniale Sachen gemacht haben und da kommen so Leute wie ich so aus der zweiten, dritten Welle dazu, die das Ganze wieder in Fahrt bringen. Und ich glaube auch, dass diese Marketing-Szene, diese Solo-Unternehmer, Entrepreneurs oder digitale Nomadenszene da auch ihren Teil dazu beitragen wird. Denn es ist einfach nur ein geiles Medium um Vertrauen aufzubauen und es das merken halt auch Unternehmen. Das merken Radiosender, dass die ihre Hörer verlieren und über die Podcasts wiederholen. Und das wird eine Riesenzukunft haben, das ist sicher. Und ich merke, dass es in Deutschland so langsam losgeht. Marcus: Ja, das ist genau auch eigentlich mein Gefühl. Und was ich am Podcast ganz cool finde ist, dass man da authentisch sein muss, wenn man erfolgreich sein möchte, weil alles andere, da fliegste früher oder später auf. Und diese ganzen Internet-Marketer oder Scam oder Geschichten, die nicht funktionieren, die würden da niemals einen Podcast starten, weil funktioniert halt nicht. Gordon: Die eine Sache, die halt immer wichtig ist beim Podcasten, dass irgendwann… Irgendwann kommt der Mensch durch, der man eigentlich ist. Und ich habe vor zwei Jahren mal eine Podcast-Reihe gehört. Zumindest die ersten vier Podcasts. Und es geht ja darum Mehrwert zu schaffen für den, der es hört, dass der mit nem Problem reingeht und mit ner Lösung rauskommt aus der Episode. Genau wie ein Blog-Artikel, genau wie ein Video im Bereich Solo-Unternehmer ne, wollen wir den Menschen helfen. So und dann merkte ich so, die ersten zwei, drei Episoden waren mega mehrwertig. Der war gut vorbereitet, der Typ war … er hatte sein Wissen freigegeben, preisgegeben und ab der vierten Episode war das eine reine Verkaufsshow. Und dann war nichts mehr mit neuem Wissen oder so etwas. Dann ging es nur darum, Leute zu interviewen, die bei ihm im Coaching waren und wei geil er doch für’n Typ ist und so. Und das war einfach nur Scheiße ne? Und da kam der Mensch durch. Er war mega unsympathisch und man saß dann auch in den iTunes Rezensionen ganz unten bei den ersten, da waren noch alles fünf Sterne und dann wurden es immer weniger Sterne. Weil der Typ einfach Scheiße war. Der hat einfach nur seine Verkaufsshow gemacht und damit gnadenlos auf die Nase gefallen. Irgendwann hatte er nur noch zwei Sterne und dann war der Podcast auch weg. Den hat er dann vermutlich aus Scham runtergenommen. Ja, und irgendwann kommt der Mensch durch. Wenn man das aber erlaubt, einfach weil man als Mensch die Marke ist vielleicht, dann ist das geilste Medium meiner Meinung nach, um sich selber und authentisch und als Profi zu zeigen. Also es gibt für mich nichts geileres. Marcus: Mmh mmh, gerade in der Szene bei uns oder bei den digitalen Nomaden oder wo viele Solopreneure unterwegs sind, wo es dann auch um Personal Branding geht, sich selbst zur Marke aufzubauen, ist eigentlich eins der geilsten Tools ever, weil nochmal eine weitere Ebene zum Blogpost hinzukommt. Und für mich persönlich im Vergleich zu nem Youtube-Kanal oder so ist halt weniger aufwendig, die Skype-Interviews zu machen als dann, wo Du dann meistens noch jemanden brauchst für die Kamera oder Du machst halt so einen Vlog oder so, aber ich weiß nicht, irgendwie hat sich das besser angefühlt mit dem Podcast. Gordon: Also was ich so geil finde an Podcasting auch: Du brauchst den Bildschirm nicht. Du kannst irgendwo sein, Du kannst irgendwo liegen, Du kannst Autofahren, Du kannst Deinen Rasen mähen, Du kannst im Gym sein, es sei denn, Du machst jetzt irgendwie Kontaktsport, dann ist es schlecht… aber, wenn man unterwegs ist, dann ist es Wissen on Demand. Das ist Wissen wann Du es willst und ne? Das ist das geile. Und versuch mal nen Blog zu lesen, wenn Du Auto fährst, das geht nicht. Also, das geht schon, aber man sollte es nicht tun. Und das sind so Momente, wo ich Podcast einfach schätzen gelernt habe. Und dieses Wissen dann so darzubieten und den Leuten zu zeigen, dass es nochmal ein Service mehr ist, nochmal eine Plattform mehr für Google. Auch noch mal zum Thema Sichtbarkeit, das hat schon eine Menge Vorteile und wie gesagt, was ich einfach nur geil finde ist, Du lernst den Menschen kennen. Das ist so so wertvoll und so wichtig, finde ich. Marcus: Mmh, perfekt. Und mit Deinem ganzen Wissen, das Du Dir jetzt aufgebaut hast zum Thema Podcasting, was würdest Du anders machen, wenn Du Deinen Podcast nochmal neu starten würdest? Gordon: Was würde ich anders machen? Also, zum Thema Podcasting würde ich tatsächlich nichts anders machen. Also ich würde mein Business anders aufbauen, aber gut, ich habe in meinem Fall auch Lernerfahrung. Meine ersten Geschäftsideen, die gingen halt auch irgendwie in die Hose, aber also zum Podcasting… ich glaube, ich würde diese Perfektion, die ich am Anfang hatte, deutlich runterschrauben. Und ich wäre deutlich schneller und produktiver gewesen und hätte geilere Episoden rausgebracht, wenn ich einfach mich selber vor den Rechner gesetzt hätte und nicht irgendjemanden, wo ich dachte, der jetzt irgendwie mega nen Profi raushängen lassen muss und so. Marcus: Ja, das ist echt so das Problem, dass man da noch voll geprägt ist, so wie es vorher halt war im Fernsehen, das perfekt abgepuderte Bild und durchgesprochen, was genau gesagt wird oder auch im Radio. Und ich glaube, darauf haben die Leute gar keinen Bock mehr und es macht auch die großen Erfolge der Youtuber aus, der Vlogger, die sich selbst nicht zu ernst nehmen, die dann auch mal Schwächen zeigen oder auch der Podcaster, der sich mal verspricht oder so. Ich hatte da nach ein paar Leuten geguckt, wer das vielleicht für mich mastern und cutten konnte. Letztendlich bin ich ja dann bei Dir gelandet. Aber da waren auch welche so “Ich kann Dir die ganzen Ähs rausschneiden und die Mmhs und die Pausen und so weiter” und dann dachte ich so “Nee, das…” Gordon: Das nimmt den Flow raus, das ist Scheiße. Also ähm, ich fluche auch im Podcast, ich verspreche mich im Podcast, ich habe früher massiv gestottert. Manchmal kommt das immernoch durch - Scheißegal! Das bleibt drin und Arschlecken. Und das ist dann einfach authentisch und so muss es sein. Finde ich zumindest. Marcus: Ja, finde ich auch. Was sind Deine nächsten Pläne, wenn Du jetzt in die Selbstständigkeit gehst und noch mehr Zeit hast? Gordon: Auf jeden Fall werde ich diesen Productised Service Bereich ein bisschen mehr ausbauen. Ich hatte so ein paar Ideen durchgespielt und schlussendlich habe ich auch dank Deines Tipps - übrigens noch einmal Chapeaux und danke dafür - auch nochmal meine Community gefragt, die mittlerweile auch recht groß ist, zum Thema “Was wollt ihr eigentlich haben von mir? Was kann ich euch bieten?” Und ne? Ihr wisst, ich habe einen Kurs so, ich merke aber immer wieder, dass 1:1 gewünscht und gefragt wird so. Mich als Backup dazuhaben, wenn jetzt ein Podcast gestartet wird und das brachte mich auf die Idee, einen Service anzubieten in dem ich Menschen begleite. Angehende Podcaster. Also von der ersten Sekunde an begleite. Und zwar bis zu den ersten vier Episoden. Vier Episoden sollte man haben, damit man bei iTunes ernstgenommen wird. Und ich begleite dann quasi den Weg hin zu den ersten vier Episoden bei iTunes. Dass man die drin hat mit allem drum und dran. Und bestenfalls bis hin zu Neu und Beachtenswert. Und ja, diesen Service werde ich jetzt, ich denke mal, spätestens ab Oktober anbieten. Und mal schauen, was das wird. Ich werde weiterhin mehr Zeit haben für Beratung, Einzelberatung, Soundmixing. Ich würde gerne ein bisschen mehr Webinare machen. Parallel schreibe ich auch noch für den Time Verlag hin und wieder mal ein paar Artikel. Ich hätte halt mehr Zeit… Ich mache ja auch mit dem Vladi viel im Affenblog. Dass wir da noch ein bisschen was ausbauen und also… ja, ich freue mich auf neue Kooperationen. Ich freue mich auf neue Ideen, die ich umsetzen kann und so. Und das sind so meine nächsten Schritte. Marcus: Ja, absolut sinnvoll. Und nochmal gesagt, so wie vorhin, ich glaube da total fest daran, dass das ein Erfolg wird. Gerade weil die Podcast-Szene noch nicht so groß ist. Es noch nicht so viele Megaexperten fokussiert auf dieses Thema gibt und einer der ersten oder der Erste, bei dem ich dann da mehr oder weniger gefallen oder gestolpert bin, warst Du dann. Und insofern, wenn Du da jetzt noch mehr Zeit und Energie für hast, die Du in Dein eigenes Business stecken kannst, dann kann das eigentlich nur ein Erfolg sein. Und gerade dieser Out of the Box Service. Genau nach sowas habe ich zum Beispiel gesucht. Wo ich dachte “Ey, ich brauche irgendwie einen Mentor oder jemanden, der es kann. Habe ein kleines Budget zur Verfügung und bin bereit, Geld dafür hinzulegen. Wenn da jemand ist, der mich an die Hand nimmt, der mir genau sagt: So sieht ein Feed aus, Du brauchst eine Wordpress-Seite dazu, Du reicht jetzt ein, Du brauchst einen Mediaserver.” Das war schon sehr hakelig. Und da hätte ich mir auch jemanden gerne an der Seite gewünscht, der mir dann Step für Step geholfen hätte bis, wie Du schon sagst, zu den ersten Folgen, die dann live gehen bei iTunes und am besten vielleicht direkt vier auf einmal.   Gordon: Ja genau. Also das ist so… wenn man das geschafft hat, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Dann ist man… dann hat man die ersten Schritte auch durch und dann kommt ja auch nicht mehr dazu. Es ist ja nicht so, dass man dann irgendwann mit einem neuen Problem konfrontiert wird, ab Episode 20 oder so. Das ist ja… ne? Episode 5 ist ja genauso produziert, wie Episode 1 usw. ne? Was man halt irgendwann noch machen kann, ist vielleicht auch etwas, was ich mir noch überlegt habe, ich mittlerweile dankbarerweise mit meinem eigenen Podcast oder dass ich jetzt so Menschen begleiten kann, wie Dich, die auch einen sehr erfolgreichen Podcast am Start haben oder mit dem Vladi jetzt auch zusammen, immer in den Charts unterwegs bin, dass ich vielleicht so nen “Mein erster Podcast Teil 2” mache. So was für Leute, die schon nen Podcast haben, aber wie macht man den noch geiler? Wie kann man da vielleicht so ein bisschen mehr noch ja reinbringen, dass die Leute mehr reagieren. Dass die mehr geteilt werden. Dass die Inhalte vielleicht besser sind. Geilere Stories erzählt oder so. Einfach so für die Fortgeschrittenen. Marcus: Mmh, so nen Booster, so ne Injection, um den Podcast besser zu streamen. Gordon: Ja, ganz genau, ganz genau. Ja, da fühle ich mich im Moment noch so ein bisschen klein, weil ich noch nicht gestartet bin, aber das wird kommen! Ganz, ganz sicher. Und ja, ich bin sehr gespannt, was da noch so auf mich zukommt. Marcus: Okay, was sind Deine drei Tipps für jemanden, der sagt “Wow, jetzt bin ich voll überzeugt so. Ich fand Podcasts schon immer cool und jetzt ist der Gordon auch noch bei LifeHackz am Start. Da klingt das ja alles ganz easy oder machbar. Ich möchte loslegen, aber ich weiß jetzt nicht wo”? Gordon: Ja, also man muss sich auf jeden Fall sicher sein, dass Podcasting Zeit in Anspruch nimmt. Punkt. Das kann ich niemandem schön reden, es ist einfach so. Ich habe für meine erste Episode, die 30 Minuten ging, nee… die irgendwas um die 20 Minuten ging, da habe ich drei Stunden gebraucht. Also eine Dreistundenproduktion für 20 Minuten. Weil die Handgriffe noch nicht sitzen oder saßen. Weil ich noch nicht wusste, worauf muss ich jetzt im Detail achten. Was ist jetzt richtig, was falsch? Ne? Wir haben ja vorhin drüber gesprochen. Ich habe 12 Mal einen Take-off genommen, weil der immernoch nicht perfekt genug war. Im Endeffekt ist der erste Tipp, den ich geben kann: Einen Moment zu wählen, wo man einfach ein bisschen Zeit erübrigen kann. Also die erste Episode wird lange dauern, aber bei der zweiten wird es schon deutlich schneller gehen, bei dritten noch schneller und so weiter und so fort. Also, wenn ihr mit nem Podcast starten wollt, dann nehmt euch, ne, so nen Tag Zeit, um mit diesen ganzen Tools zurechtzukommen, die es so gibt. Dann Tipp Nr. 2 ist, einfach unperfekt zu starten. Das ist ja auch hier immer wieder Thema gewesen. Unperfekt ist für mich das neue Perfekt. Und einfach loslegen. Und man kann am schnellsten loslegen, und dass ist auch so ne Frage, die hör ich immer wieder “Ja was soll ich denn für Inhalte machen?” Die meisten von uns sitzen auf einem riesengroßen Wissensschatz, weil die meisten schon angefangen haben zu bloggen oder so. Oder haben Videos gemacht oder so. Und dann nimmt man sich irgendwelche Inhalte, die man schonmal geschrieben hatte und spricht die einfach nur mal ein. Einfach nur mal um zu gucken, wie ist meine Stimme? Zeigt das dann Leuten, die einem wohlgesonnen sind, um mal ein bisschen Feedback zu kriegen. So: Wie ist die Stimme? Ist vielleicht die Betonung noch nicht so 100 Pro oder so und dann kann man einfach mal anfangen, die ersten Episoden mal aufzunehmen oder die ersten Beiträge mal aufzunehmen, die man mal geschrieben hat. Fügt dann vielleicht zu neuen Blog-Artikeln nochmal so ne Audiospur hinzu und schaut mal, wie kommt das so an? Und erfahrungsgemäß kommt das immer sehr gut an. Und das ist halt immer so ein erster kleiner Schritt in Richtung vollwertiges Podcasting, wo man dann irgendwann einen Feed erstellt und dann so eine abonnierbare Audioreihe produziert. Also mehr so meine Tipps. Also erstmal unperfekt starten, erstmal einen Blogartikel vertonen, dann gucken wie der ankommt, dann vielleicht tatsächlich in der breiten Masse in einem neuen Blogartikel Audio zu zeigen und wenn das gut ankommt, dann steht eigentlich nichts mehr im Wege. Marcus: Mmh. Und ich glaube auch, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie da Bock drauf haben. Gordon: (lacht laut) Ja! Glaub ich auch.   Marcus: So ging es nämlich auch meiner Freundin. Als ich dann anfing mit diesem ganzen Podcasting und die ersten Folgen live waren “Hmmm, kann ich nicht auch mal irgendwie probieren” und “ich will mal was einsprechen, wie sich meine Stimme anhört”. Und dann fing sie an und hat mich dann interviewt, so aus Spaß und hatte dann mega Freude und wollte gar nicht mehr aufhören. Gordon: Sehr cool, ja. Marcus: Und jetzt wird die Feli irgendwann auch mal so Gastbeiträge auf LifeHackz machen oder so. Gordon: Schöne Idee! Marcus: Ja genau. Einfach mal machen, ausprobieren. Sonst… Wir kriegen nämlich auch immer so die Fragen gestellt, Feli und ich, als digitale Nomaden “Womit soll ich mein Geld verdienen?” Und wir plädieren ja immer dafür, es am besten mit irgendetwas zu machen, was dann auch Deine Leidenschaft ist, weil dann fühlt es sich am wenigsten nach Arbeit an. Gordon: (lacht) Ja geschickt, ja. Marcus: Das ist ja genau der Trick. Manchmal kann es helfen, wenn man schon einen guten Skill hat, um da an die ersten Kunden zu kommen und damit zu starten. Aber irgendwie im Longterm sollte man schon gucken, dass man das macht, was einen erfüllt und auch Spaß macht. Und genau, dann gibt es auch viele, die sagen “Ja, ich weiß ja gar nicht, was meine Leidenschaft ist, ich habe keine Hobbies, ich brenne für gar nix”. Gordon: (lacht laut) Okay. Marcus: Dem habe ich gesagt “Das kann nicht sein! Und ansonsten probiere es doch einfach mal! Nimm Dir irgendwie eine Reitstunde oder buch mal ne Stunde auf dem Kitesurfbrett oder nimm ne Klavierstunde oder geh mal Laufen oder geh ins Fitnessstudio. Und irgendetwas bleibt dann auch hängen. Oder sprich einfach mal in Dein Mikro am PC rein, nimm das auf und guck, ob Dir das gefällt. Oder interview Deinen Bruder oder Deine Mutter.” Und ich glaube schon, dass es da einige geben wird, die da sagen “Ey cool, das macht ja voll Bock. Vielleicht ist ja ein Podcast mein Ding”. Gordon: Ja, ja. Vor allem, weil man irgendwann merkt, es ist gar nicht sooo viel Arbeit. Also die … gönnst Du Dir jemanden, der sich um den Sound kümmert, keine Frage. Du hast jemanden, der das hochlädt, aber auch jemand, der noch nicht, ich sage mal einen VA hat oder einen Mixer oder einen Mastertypen am Start hat so, es ist nicht so viel Arbeit. Vor allem, wenn man es so ein paar Mal gemacht hat, die Handgriffe sitzen - easy peasy. Ich habe ja den Henry Apell - der ist auch ein recht erfolgreicher Podcaster - der sagte: Mittlerweile ist es für ihn einfacher, mal eben sich das Mikro umzuschnallen, was einzusprechen und als Episode zu veröffentlichen und fertig ist die Laube. Das ist für ihn einfacher, als einen Blogartikel zu schreiben. Und da bin ich überzeugt. Wenn man so ne gewisse Routine hat, so nach 6, 7, 8 Podcast Episoden, dann wird es deutlich entspannter. Marcus: Auf jeden Fall! Ich merke das auch, wie entspannt ich mittlerweile in die Interviews reingehe und am Anfang habe ich mir voll die mega Platte gemacht und dachte so “Och nee, das muss alles cool sein” und “fallen Dir genug Fragen ein?” Gordon: Ich merke jetzt auch, dass Du locker wirst. Marcus: Ja? Cool, gut zu hören. Und es ist ein mega geiles Gefühl, wenn Dein eigener Content, wenn Du etwas kreierst, wenn Du der Welt etwas hinterlässt und auf einmal da Podcast-Folgen von Dir irgendwo aufpoppen. Gordon: Ich finde, das ist immernoch so ein bisschen Magie. Also ähm, ich hab ja zig Stunden meines Lebens in Aufnahmestudios verbracht. Ich bin Sänger in diversen Bands gewesen oder immernoch. Und so Richtgung Rock und Metal. Und ich fand das immer geil#! Weißt Du, Du kommst darein und da ist ja nichts fertig so. Dann macht der Drummer irgendwas, dann machen die Gitarren irgendwas und am Ende ist das fertig so ne? Und dann sitzt Du da jetzt auch als Podcaster vor Deinem Mikro. Du hast das Wissen in Deinem Kopf oder Du hast ein kleines Skript oder so was. Dann sprichst Du das rein, da macht jemand Musik dazu oder Du fügst die rein und am Ende ist das ne richtige Show! Wie geil is’n das?! Und dieses Gefühl, so nen geilen hochwertigen Content zu produzieren, das ist der absolute Wahnsinn! Das ist jedes Mal nur so ein kleines Stück von Dir selber dadrin und das ist einfach nur Magie. Marcus: Mmh, total geil, ja. Und jetzt gerade wo Du das sagst, fällt mir gerade überhaupt auf, wie geil Deine Stimme ist. Du hast so einen Ton, das passt wie Arsch auf Eimer. Gordon: (lacht laut) Marcus: Ja cool, also danke für Deine Zeit! Gordon: Ja sehr gerne! Marcus: Die vielen Tipps zum Thema Podcasting, da ich jetzt auch von immer mehr Leuten gehört habe, das ist cool, was Du da machst. Das ist irgendwie cooler, wenn ich es machen würde und dann habe ich mir gedacht “Ich hole mir den Gordon auf die Show” Gordon: Yeahhh Marcus: Hat jeder was davon und kriegt vielleicht noch mehr Motivation nen eigenen Podcast zu starten. Es kann gar nicht zu viele gute Podcasts geben, darum: jeder der draußen ist und Bock hat, da irgendwas zu machen... Gordon: Wir brauchen - da muss ich nochmal eben kurz einsteigen - wir brauchen auch bessere Podcasts. Wir haben schon tendenziell ne Menge gute da draußen. Mehr als ne Hand voll. Also die Szene wächst, aber es gibt noch ne Menge Altlasten, die immernoch in den Charts rumhängen. Deswegen, wir brauchen deutlich mehr Podcaster da draußen, damit wir auch als Community deutlich wachsen und geiler werden. Marcus: Ich sehe das auch immer so: Je professioneller irgendetwas wird, die ganze Szene, da profitiert auch jeder davon, weil man dann auch in der Außenbetrachtung von ner anderen Bewegung viel ernster genommen wird, als wenn es dann irgendwie nur Schrott gibt. Gordon: Ja genau, absolut. Marcus: Okay, in diesem Sinne! Startet alle nen coolen Blogcast - ähm PODCAST. Blogcast hahaha Gordon: (lacht) Marcus: Blogcast wär vielleicht auch mal nicht schlecht. Stimmt, das machst Du ja. Du liest ja Deine Blogbeiträge dann und vertonst die dann als Podcast. Gordon: Ja genau. Marcus: Ähm… gut. Vielen Dank für Deine Zeit Gordon. Gordon: Ja, ich hab zu danken. Hau rein! Marcus: Hau rein, viel Spaß beim Mastern von dieser Folge! Gordon: (lacht laut) Gut! Marcus: Peace and Out! Gordon: Peace and Out! Das war’s Leute! Das war die Folge mit Gordon Schönfelder. Ich hoffe, euch gefällt der Podcast nach wie vor so gut wie mir. Und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, würde ich mich mega freuen, über eine Bewertung auf iTunes unter wwww.lifehackz.de/iTunes. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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  • Secret #3: The What And How

    · Marketing Secrets

    The secret from going from zero to a million dollars is all about identifying what it is you’re selling and how you’re selling it. On this episode Russell talks about being able to have the “What” you’re selling and “How” you’re selling it, to be able to go from $0 to $1 million. Here are some of the awesome things Russell talks about in today’s episode: Why you need to be doing a webinar weekly that you can tweak and change to be able to figure out what you should be selling and how you should be selling it. How to use your creativity as an entrepreneur to change things to what your customers want. And why once you have figured out the “what” and “how”, making a million dollars will be fast and easy. So listen below to find out why figuring out the “what” to sell and “how” to sell it can take you from 1 to 7 figures a year. ---Transcript--- What’s up everybody, this is Russell Brunson. I want to welcome you guys to Marketing Secrets. I hope you guys are having an amazing day today. It’s beautiful out here. I came out this morning and I hear the birds chirping, I was chasing ducks around and having a good time. I think I’m getting a little bit of a cold too, so I apologize. My nose sounds a little funny. Today’s an exciting day because we have a FHAT event, which means I think we have 40 people coming to this event. So probably 2/3rds are my Inner Circle members, which is always fun for me. And  1/3rd of them are people who are coming, who decided at the Funnel Hacking Event…..all of our events are called the same thing, Funnel Hacking Live. Anyway, so Funnel Hacking Live. It’ s going to be a fun 3 days. The first FHAT event, I did the whole thing myself, this time we’ll be transitioning. I’ll be doing about a third of it, a little more than a third of it. Steven is going to be doing the rest, it’s going to be fun to start seeing him take over the reins on this thing and start running with it as I’m working on some other cool things. I’m excited for this week, it’s going to be a fun one. Also we’re making, a couple of other things, Funnel Hacker TV is going live this week. We’ve been doing a behind the scenes show for 6 episodes, so today 7 will come out. Wednesday episode number 8 will come out. Thursday we’re going to do a grand big opening for the big show, which is kind of cool. Kevin who has been doing the behind the scenes show is actually going to be in Boise today, he’s coming to the FHAT event, so I had a chance to meet him which is really cool. Then Brandon Fischer, who’s done Funnel Hacker TV, he’s finishing up a bunch of episodes, so we’re going to start to launch that this week. Which will be cool because we just got done with book launch which means the pro’s and the cons, it’s been fun because we’re selling a lot of books and doing stuff, but it’s also kind of annoying because you’re always selling stuff. So the next few months I’m just going to give back and just be giving cool content. We also figured out last week, this really cool way to put together the Dotcom, or the Russell Brunson Blog, plus the Marketing Secrets podcast that you’re hanging out with me right now. As well as what’s the 3rd piece of this, oh Funnel Hacker TV. So probably in a day or so, if you go to any of those domains, russellbrunson.com, funnelhacker.tv or marketingsecrets.com, you’ll get to see all 3 blogs can hook together, all in their own different journeys. It’s going to be cool that way, it’ll be faster. After you discover me and find stuff to come back be able to start diving deep into all the different things we’re publishing, so really excited for that. I don’t even know what the best thing to share with you guys is this morning. So many cool things that we could talk about. This last week has been so cool. We’re getting pulled into some really cool things and I’m grateful for it, and I’m sure I’ll be sharing and documenting a lot of the process with you guys here, over the next few weeks, which is pretty cool. I think the coolest thing to talk about today is, I talked about this last week during, there’s a big product launch. We spent the first 3, or 4 weeks launching the book, sold I think we’re at 56,000 copies of the book now. 54,000, something like that, which is insanely cool. And at the end of it we did this cool 7 day launch, where I basically got up on stage and I taught for 3 hours a day for 3 days, so 9 hours and it was kind of cool. Because it was….as soon as you finish a book and send it to the publisher, it’s done and out of your hands. You can jack with it or mess with it anymore. And there’s other things I wanted to add to it, looking back now. I’m like, “Dangit, I wish I would have done this…” You know how it is. But I wasn’t allowed or able to. So it was kind of cool because those three days I got a chance to teach stuff that I wish was….that was in the book but I wanted to go deeper on. You know, stuff like that. The master Class was cool but we kind of modeled Brendon Burchard’s 7 day launch. So basically each day we show it, it would be up for 24 hours then pull it down. Show the next one and then pull it down. Show the next one and pull it down. And in the middle we made an offer, so we launched our 2 comma club coaching, which is really cool. We sold a lot of those, and then we closed it down last night at midnight. Actually I passed out, so I woke up this morning and shut it down. I’m kind of glad I passed out because we made an extra…a lot, from the time I passed out until, we were supposed to shut it down to the time I shut it down early this morning. It was pretty cool. I hope you guys watched that process. One of the things I talked about in there, and I’ve shared with a lot of the Inner Circle members as well. What’s the process, what are the phases in business? It’s interesting, I read books before that talk about this, but more from a business standpoint. So how to go from 1 to a million, a million to ten, ten to fifty, and fifty to a hundred. They always talk about management teams and who do you hire and all that kind of stuff, which is all good. But I’m more interested from a marketing standpoint because it changes as well. What are those different phases, how do they go? It was kind of cool, I taught that. So I showed to go from 1 to 7 figures a year is all about figuring out what it is you’re selling and how  you’re selling it. Which is funny because most businesses never make it past a million bucks a year. It’s because they don’t know what they’re selling or how to sell it. They know what they’re selling, but they don’t know what customers want. So I call this the what and how phase. What is it you’re selling and how are you selling it? During this time for you, as an entrepreneur, is essentially being creative. Making different things, ideas, products, businesses, offers. You’re doing a lot of stuff until you figure it out. Until you figure it out, I’m honestly like, one the things, the products, business or offer, one of them will hit and you’ll be like, “ah, this is what people want. Sweet. I got the what now. I know exactly what they want, I know how to sell it.” And then from there, that’s what I always tell our people. Focus on, create a webinar, just sell your product and then you just keep doing it week in and week out and in that time, you’re shifting the product, shifting the services, making changes. Whatever it is. As soon as you figure that out, then boom you can start scaling it. You transition to phase number two which is going from a million to ten million. And during this time, it’s funny because I was always, I think I always fought this phase, because my fear of, I had so much fun in the creative part, of creating businesses and offers and things like that. I was afraid I was going to lose that if I started focusing on one business. It’s funny. Which I think a lot of entrepreneurs do. They fear subconsciously or consciously.. I know I feared that, and as soon as I realized it’s a creativity switch, I’m switching my creativity from launching new businesses and offers to this is my business now. I figured out the what and how, now I’m going to be focusing on how I’m going to use my creativity to make new offers and bring people in. Or how can I sell people on the back. If you’re really focused on the 3 phases to grow a business. Acquisition funnels, ascension funnels and monetization funnels. And that’s kind of the next phase. And the 3rd phase, after you get that figured out, is you switch your creativity from new offers to….actually switch your creativity to traffic. It’s been fun because that’s kind of where I’m at. In fact, last week we had a meeting with our traffic team and I told them all, “This is now my focus, here.” We had enough offers, all the pieces are in place now for our company and we’re racing to 7, 8, 9….9 figures a year. The sprinklers are coming on. I hope I don’t get soaked. I’m outside. For those who are listening, I’m outside in my backyard, that’s why you can hear all the birds chirping. Anyway, so I’m transitioning my focus to the traffic side. And the coolest thing about the traffic side, it doesn’t take you the entrepreneur as much. The creativity in businesses and offers is entrepreneur driven. The creativity in front end offers and back end offers is usually entrepreneur driven. The creativity in traffic a lot of times can be driven by other people, which is kind of cool. So for me, just because I’m excited I’m transitioning this phase where hopefully I’ll be able to take the foot off the creative gas and focus on the traffic stuff. Anyway, I guess what I really wanted to share with you guys today is because I went through this again last week. We launched the 2 comma club coaching which we shut down this morning. And we shut it down, just the coaching piece of it, did just shy of 1

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  • Robert Gladitz | Wie Du Dich durch Vlogs zu einer unverwechselbaren Marke machst.

    · 00:57:40 · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait von Robert Gladitz Robert Gladitz ist Unternehmer und Profi-Vlogger Sein YouTube Channel ist ohne Frage einer meiner Favorits Er ist Gründer der Awesome People Conference Kontaktinformationen Facebook Awesome People Conference  Anmeldung zur Awesome People Conference YouTube Channel von Robert Gladitz Mobile Apps DJ I go App Audible Blinkist Tools Evernote Kamera Sony A7S2 Buchempfehlung The Obstacle is the way (Ryan Holiday) - Ebook - Buch  Die 4-Stunden-Woche (Tim Ferris) - Ebook - Buch Podcast in Textform Norman: Herzlich willkommen! Schön, dass Ihr wieder reinhört. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM. In meinem heutigen Interview mit Robert Gladitz spreche über das Thema: Wie Du Dich durch Vlogs zu einer unverwechselbaren Marke machst! Er ist Unternehmer und Profi-Vlogger. Sein YouTube-Channel ist ohne Frage einer meiner Favorites und er ist der Gründer der Awesome People Conference. Rob, schön dass Du da bist. Vielen Dank für Deine Zeit. Bist Du ready und wollen wir loslegen? Robert: Herrlich, Norman, Mensch - Das ist ein Intro, geil! Ich hab Bock. Norman: Erzähl’ Rob! Wo bist Du gerade, damit unsere Zuhörer erfahren, wie geil unsere Connection gerade ist? Robert: Das klingt natürlich immer nach Klischee, aber es ist gerade wirklich so: Mein Team und ich sitzen hier gerade auf Bali und wir sitzen hier im Coworking Space und das Laptop steht vor mir und ich gucke hier in die Palmen rein. Das Wetter ist zwar nicht unfassbar schön, wir haben hier gerade Regenzeit in Bali. Es ist eher grau, es regnet auch viel, aber es ist trotzdem 30° und wir schwitzen uns hier einen ab und trinken Kokosnuss den ganzen Tag. Norman: Ich glaube, wir haben 2°C, nur um den Unterschied klarzumachen. Robert: Ich könnt 5 abgeben, aber mehr nicht. Norman: Das würde schon reichen, das wär dann nicht so klamm. Rob, damit Dich unsere Zuhörer hier bei MARKENREBELL.FM noch ein wenig besser kennenlernen können: Stell Dich doch vielleicht selbst nochmal kurz vor. Wer ist Rob oder Robert Gladitz privat und was ist genau Dein Business? Robert: Yes, sehr, sehr gerne! Ich bin 26 aktuell. Ich habe vor drei Jahren im Herbst 2013 angefangen mich in diese Entrepreneurship-Welt reinzuwerfen, nachdem ich studiert habe, so wie man das halt so mit Anfang 20 klassischerweise macht und durch zwei Dinge eigentlich: Durch die Tatsache, dass ich angefangen habe mich für Persönlichkeitsentwicklung zur interessieren und dann natürlich zwangsläufig über Klassiker wie Tim Ferris, Dale Carnegie und Napoleon Hill usw. gestolpert bin und dann irgendwann dachte: “Boah nee, der klassische Weg, das ist nichts für Dich. Du musst irgendwas eigenes machen; Du willst selbstbestimmt leben und selbst etwas kreieren und etwas erschaffen und nicht Teil in so einem großen Ganzen sein und so ein kleines Rädchen sein”. Dann habe ich vor 5½ Jahren meine Ernährung umgestellt, weg von Fast Food usw., wie man das auch normalerweise mit Anfang 20 macht, hin zu komplett vegan und sogar 100 % Rohkost in den ersten drei Jahren. Ich hab fast nur Obst und Gemüse gegessen. Das klingt saucrazy, aber das hat mir einen unfassbaren Energieboost gegeben und eigentlich den Grundstein für all die Dinge gesetzt, die ich jetzt mache. Die beiden Dinge haben dann dazu geführt, dass ich irgendwann sagte: “Ey nee, das Studium musst Du lassen. Du musst etwas Eigenes aufbauen”. Ich bin jetzt seit drei Jahren Unternehmer und genieße die Reise total und es sind viele Projekte gestartet und wieder viele Projekte neu dazugekommen. Jetzt ist mein Haupt-Baby ist die Awesome People Conference. Darauf kommen wir vielleicht später nochmal zurück. Wir interviewen zu drei Themengebieten: Zu Entrepreneurship, Persönlichkeitsentwicklung und Lifestyle-Design. Wir haben insgesamt 33 sehr sehr coole Leute. Wir haben da “Christian Bischoff, Karl Ess, Tobias Beck, Matthew Mockridge usw. Also echt ein paar geile Menschen, die in den Interviews eine Menge sharen und die Interviews gehen dann ab dem 20. November als Online-Konferenz an den Start; das ist gerade das Hauptding, daran worken wir jetzt hier auf Bali gerade. Ansonsten drehe ich sehr gerne YouTube-Videos. Du hast es schon angesprochen vorhin. Ich bin jetzt seit ungefähr zweieinhalb Jahren auf YouTube aktiv. Ich glaube nächste Woche oder übernächste Woche geht insgesamt mein 900. Video online. Also es sind schon ein paar mittlerweile und das aktuelle Format mit den Daily-Vlogs habe ich jetzt seit 545 Episoden. Seit eineinhalb Jahren dokumentiere ich quasi mein komplettes Leben, was so abgeht; worüber ich nachdenke; an welchen Projekten ich arbeite; was auch mal schief geht usw., weil ich eine Art Blueprint schaffen will, für jemanden der dann - wenn es hoffentlich so weitergeht wie bis jetzt in den nächsten zwei bis drei Jahren ich Videos produziere und dann - die komplette Reise von Anfang bis hin zum Entstehen des richtig großes Dings, verfolgen kann. Auch so etwas, das direkt während des Prozesses dokumentiert wird und derjenige sehr viel lernen kann, anstatt dass sich jemand einfach nur hinstellt und sagt: “So hab ich das damals gemacht und so könnt ihr das auch machen”. Norman: Diese Dokumentation finde ich sehr cool. Aber bevor wir einsteigen in das ganze Thema Vlogging, gib uns doch noch ein bisschen Futter zum Thema Konferenz, weil das begeistert mich selbst, dass Du wirklich außergewöhnliche Leute gefunden und interviewt hast. Vielleicht erzählst Du uns einfach dazu noch ein bisschen was. Robert: Gerne. Vielleicht das Modell von Online-Konferenzen für jemanden, der es jetzt nicht kennt: Das Ganze ist eine Win-Win-Win-Situation. Das sind Geschäftmodelle, die ich am meisten mag, also da sind drei Dinge mit involviert: Du als Konferenzersteller suchst Dir ein Thema raus, was Dich interessiert. Du suchst Dir zu diesem Thema möglichst viele, möglichst kompetente Menschen, die dazu etwas beitragen können, führst Interviews mit denen. Viele machen das per Skype. Wir haben das jetzt gemacht, indem wir die letzten zwei Monate durch Deutschland unterwegs waren, eine Tour gemacht haben, uns mit den Leuten in einem Coworking Space getroffen haben und den Zuschauern direkt die Möglichkeit gegeben haben dabei zu sein und direkt vor Ort das Interview zu verfolgen; anschließend Fragen zu stellen; sich mit den Speakern und den anderen Zuschauern zu connecten usw. Das heißt, Du führst diese Interviews - wir haben jetzt 33 Stück an der Zahl - und anschließend werden die dann veröffentlicht. Man kann sich jedes Interview für 24 Stunden kostenlos angucken. Das heißt, bei uns beginnt’s jetzt am 20., am 20. um 10:00 Uhr morgens geht das erste Interview online und das kann man dann bis zum 21., ebenfalls wieder 10:00 Uhr morgens anschauen - komplett for free und dann geht’s offline. Das heißt, wenn Du Bock hast, Dir da viele viele Stunden Content tagtäglich nach Schedule um die Ohren zu hauen, dann kannst Du komplett kostenlos bei der Konferenz dabei sein, was natürlich geil ist. Also man bekommt da wirklich eine Menge Input, den es sonst nirgendwo in dieser Form und in dieser Komprimierung gibt. Und wer sagt “Ey, ich möchte es ein bisschen entspannter angehen”, der kann sich für einen echt entspannten Preis das Konferenz-Package holen und bekommt dann alle Aufzeichnungen zum Downloaden mit Audios usw. und kann sich das dementsprechend dann reinziehen - wann auch immer er möchte, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr. Dieses Modell ist halt geil, weil Du als Konferenzersteller für die Zuschauer einen echt geilen Kontext schaffst, die dann for free oder für einen günstigen Preis sich eine Menge reinziehen können. Für die Experten, die Du interviewst, ist es auch wiederum geil, weil es mit recht wenig Aufwand verbunden ist. Sie kommen dahin, machen das Interview und bekommen dann zig tausende Leute an Reichweite und Du als Konferenzersteller hast einen Arsch voll Arbeit. Die letzten 5 Monate sind in dieses Projekt geflossen, aber letztendlich ist es auch in Sachen Reichweite und in Sachen Monetarisierung megageil. Du bewegst was Tolles und für mich ist das gerade mein Lieblingsgeschäftmodell. Da bin ich gerade sehr sehr tief drin, weil Du da ein megamäßiges Netzwerk aufbaust; selbst als Person auch megamäßig viel lernst. Es ist der Hammer! Selbst wenn die Interviews nicht veröffentlicht worden wären, wenn ich mit all den Leuten, die ich jetzt schon vorhin kurz angerissen habe, einfach nur die Möglichkeit habe so zu sprechen, dann bringt mich das enorm weiter. Also es ist eine geile Nummer, ich freu mich, dass wir dann in knapp 2 Wochen ab dem 20. November daraus gehen können. Norman: Sehr cool! Und eins kann ich Dir sagen: Man spürt Deine Begeisterung und was ich liebe sind Leute, die einfach von Ihrer Sache begeistert sind. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Ich bin natürlich am Start, ich bin dabei, ich höre und schaue mir das alles an und verlinke natürlich auch die Konferenz in den Shownotes dieses Podcasts - und auf der Facebook-Seite. Robert: Geil mein Lieber! Ohne Witz, diesen Zuspruch auch jetzt vorab schon zu bekommen, von Dir, von ganz vielen anderen Menschen, dass sie sagen “Ich freue mich darauf, dass es losgeht”, ist einfach superschön. Eine bessere Motivation gibt es eigentlich gar nicht, jetzt noch die letzten Tage voll in Tasten zu hauen und das Ding dann rauszugeben. Norman: Auch nochmal Danke an Deine Arbeit! Das ist einfach auch die Würdigung wert, weil, das finde ich einfach super. Dieses ganze Herzblut von Dir und Deinem Team dort reinzustecken, um diesen Wert zu erzeugen. Sehr cool! Robert: Geil, danke, danke, danke! Norman: Rob zurück zu Dir: Gibt es in Deinem Leben ein Erfolgszitat, irgendein Erfolgsmantra, was Dich schon immer begleitet oder seit längerem begleitet? Robert: Die Frage ist schön. Die Frage nach dem Zitat ist ja immer wieder präsent und sie wurde mir schon einige Male gestellt und ich hab jedes Mal keine Antwort, weil ich einfach sagen muss, ein so einen Leitsatz gibt es bei mir nicht. Es gibt vielleicht drei Dinge. Ich habe bisher noch keine eleganten Weg gefunden, die auf einen Punkt zu bringen, in ein Zitat zu pressen, aber drei Dinge, die bei mir immer wieder zusammenkommen sind: Sich ein Ziel rauszupicken, wo man sagt “Boah, das begeistert mich richtig”, also dieses Klassische “Ich gehe meinem Herzen nach, ich such mir was raus, wofür ich brenne, um wirklich etwas zu schaffen”. Das ist Punkt Nr. 1, diese Vision zu haben. Punkt Nr. 2 ist: Im Kleinen tagtäglich eine Menge Gas zu geben,  dafür diese Vision umzusetzen. Dann Punkt Nr. 3 und das ist gerade auch so ein bisschen meine aktuelle Baustelle: Den Weg, auch wenn die Vision noch nicht erreicht ist, zu genießen. Also dieses Gasgeben, ein großes Ziel haben, der Leidenschaft folgen und gleichzeitig aber auch noch im Moment sein. Die drei Dinge sind für mich diese drei Eckpfeiler, zwischen denen sich eigentlich alles abspielt und ich immer - wenn ich merke, ich bin jetzt zu sehr in einem von diesen drei Dingern - wieder gucke, dass ich mehr in die Mitte komme. Norman: Ja, das finde ich sehr cool. Gerade auch den Weg, den Du beschreibst, zu genießen und nicht auf dieses “Wenn, dann” zurückzufallen und zu sagen “Wenn ich das erreicht hab, dann”. Und das ist, was mich auch begeistert an Deinen Filmen bei YouTube. Man sieht das. Du filmst es mit Deinem Team wirklich so, dass man teilhaben kann und merkt, wie Ihr das Leben dort auch genießt auf Euren Reisen. Sehr cool. Robert: Geil. Schönes Feedback. Danke. Norman: Ich würde gerne mit Dir an die Stelle in Deinem Leben zurück, wo Du den Moment erfahren hast, der für Dich den Gamechanger ausgemacht hat. Also was hat Dich dann letztendlich 2013 dazu getrieben zu sagen “Ich mach jetzt mein eigenes Ding, ich  muss vorankommen, ich will nicht mehr ein Zahnrad im Getriebe sein”? Was war dieser eine oder gab es überhaupt diesen einen Aha-Moment, der den Schalter umgelegt hat? Robert: Diesen einen klassischen Moment, wie im Kinofilm, ab dem dann alles großartig läuft und es Unterstützung gibt und der Himmel entzweibricht und die ganze Zeit die Sonne scheint und sowas: diesen Moment gab es nicht. Es waren eher mehrere, schon bedeutende Momente auf jeden Fall. Zwei habe ich schon angesprochen: Meine Ernährungsumstellung damals im Mai 2011 hat mir einen enormen Selbstvertrauensboost gegeben, weil vorher hatte ich ein ganz normales 0815-Leben. Dann habe ich eine große Veränderung in meinem Leben gemacht und habe dadurch gemerkt: Krass, dass hättest Du niemals gedacht, dass Du sowas schaffen kannst. Das hat mir dann einen Schub gegeben, dass ich irgendwann darüber nachgedacht habe “Vielleicht kannst Du auch noch andere Bereiche in Deinem Leben verändern”. Das war der erste Start. Dann die ganzen Bücher, die ich mir reingezogen habe und da muss ich einfach sagen: Ganz klassisch Tim Ferriss und die 4-Stunden-Woche, das war für mich auf jeden Fall einer der wegweisenden Punkte. Ich hab mir das damals ganz klassisch noch als Hörbuch, bestehend aus 4 CD’s gekauft und hab das Ding dann so oft gehört, dass bei einer von diesen CD’s - da gab es eine Szene, wo dann einfach ein Sprung drin war. Der kam dann nicht mehr klar, weil ich das so oft gehört habe und ich das Ding mittlerweile fast mitsprechen kann. Dieses Hörbuch hat für mich diesen Horizont aufgemacht, wo ich gesehen habe: Es gibt Menschen, die haben einen sehr ungewöhnlichen Lebensstil und es funktioniert. Die sind damit glücklich und sind damit erfolgreich. Da habe ich dann lange darüber nachgedacht und dachte mir so, “irgendwie sowas Ähnliches musst Du schaffen”. Ich bin ein Mensch, wenn ich einmal gesehen habe was möglich ist, dann ist es für mich sehr schwierig, mich mit etwas, was nicht dem entspricht, zufrieden zu geben. Das kann ich eigentlich nicht und deswegen war das für mich gewiss, dass ich früher oder später da reingehe. Ich hatte nur keinen Plan mit 22, 23, da weißt Du nicht, wie Du sowas angehst: Unternehmer - keine Ahnung. Weil man hat dann erstmal sehr viel Input reingezogen und dann einen ersten Blog gestartet, den eigentlich nur meine Freunde plus drei weitere Leute gelesen haben - Also eigentlich niemand. Es war für mich aber ein wichtiger Moment. Das war quasi das erste Mal, wo ich wirklich rausgegangen bin, meine Gedanken in die Öffentlichkeit gestellt habe, weil das war für mich sehr wertvoll. Ich habe über alles geschrieben, was mich so interessiert hat und es hat nicht wirklich jemanden gejuckt. Aber für mich war es trotzdem cool, diese ersten kleinen Schritte zu machen und dann, nachdem ich dann ein halbes Jahr mal mehr, mal weniger regelmäßig gebloggt habe, ging es dann an den Punkt, dass ich mir gesagt: Jetzt richtig. Jetzt hast Du viel Input hier reingezogen. Jetzt hast Du auch vom zeitlichen her die Weichen gestellt. Ich habe vorher studiert und habe dann das Studium recht schnell auf Eis gelegt und dann war aber natürlich die Frage: Was machst Du jetzt? Du kannst jetzt nicht direkt ein Business starten; Du hast noch keinen Plan von irgendwas. Ich hab mir dann erstmal einen Job gesucht, der für mich die Ausgaben gedeckt hat. Ich habe Nachhilfe gegeben für Schüler und mit denen Mathe, Deutsch, Englisch und die Hausaufgaben gemacht und es ist jetzt nicht der erfüllendste Job der Welt, zumindest für mich, aber es hat funktioniert. Ich hab dann nebenbei genügend Zeit gehabt, um in meine eigenen Projekte weiter rein zu investieren und dann im November 2013 war dann der Moment. Ich hab dann meine eigenen Erfahrungen von meiner eigenen Ernährungsumstellung weitergegeben, habe einen Blog gestartet zum Thema rohvegane Ernährung, das “Rohkost-Einmaleins” und das war dann nochmal echt ein Gamechanger. Weg von diesem: Ich mach jetzt mal was und es juckt keinen. Hin zu: Ich geh jetzt so richtig mit Vollspeed rein und mache neben 35 Stunden die Woche Nachhilfetätigkeit locker noch mindestens 35 Stunden in den Blog und mache eigentlich nichts Weiteres. Ich mache keinen Sport und treffe mich nicht mit meinen Freunden und isoliere mich eigentlich komplett und bringe dieses Ding irgendwie ans Laufen. Das war dann noch der dritte Gamechanger, dass ich gesagt habe: Jetzt richtig! Das hat sich dann auch recht schnell gut entwickelt. Norman: Warum war es Dir so wichtig, Dich selbst als Persönlichkeit, als Marke zu positionieren oder auch als Marke wahrgenommen zu werden? Robert: Am Anfang habe ich das eigentlich gar nicht so sehr. Das kam erst mit der Zeit. Am Anfang habe ich diesen Blog gestartet und war da auch gar nicht so sehr persönlich präsent. Klar, es gab eine About-Me-Page, aber das war’s dann auch schon fast wieder. Ich habe irgendwie versucht am Anfang die Artikel so zu schreiben, dass möglichst wenig Leute irgendwas dagegen sagen könnten. Weil natürlich starten wir rein und haben ein bisschen Angst was passiert. Ich habe mir alles dreimal durchgelesen und dann nochmal die Ecken abgefeilt und dann nochmal geguckt “okay, was könnte jemand hierzu sagen? Kann ich es vielleicht doch anders formulieren?” Mit der Zeit, je länger ich dabei war, desto mehr habe ich realisiert: Du kannst es nicht jedem recht machen! Du kannst eigentlich nur Deine aktuelle Meinung rausbringen und Du musst damit leben, dass es immer Leute geben wird, die das nicht cool finden. Ich habe aber auch gemerkt: Je mehr ich da reingehe, desto stärker und desto geiler wird auch das Feedback. Und jetzt mittlerweile knapp drei Jahre später, mache ich keine Blogartikel mehr, sondern Videos und spreche über alles, was mich interessiert und teile eigentlich im Prinzip jede Meinung, auch wenn es mal ein bisschen unpopulär ist. Eigentlich geht es auf dem Kanal darum, dass ich Menschen dabei unterstütze ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen und ein Business zu starten. Dann machen wir aber auch manchmal irgendwelche albernen Faxen, was eigentlich nicht dahin gehört. Ich sag mir aber, das bin ich als Marke. Ich will im Internetauftritt all meine Facetten, all meine Persönlichkeit reinbringen, weil ich der Meinung bin, dass nur dann, wenn ich wirklich 100 % komplett real bin, dann den Grundstein dafür lege, dass jemand sagt “Mit dem kann ich mich richtig gut identifizieren”. Vorher, als ich angefangen habe zu bloggen und meine komplette Persönlichkeit rausgezogen habe, dann war ich keine Marke, dann war ich einfach nur ein 0815-Blog, wo man Rezepte herzieht, wie Chefkoch oder was es da so alles gibt. Da gehst Du nicht hin, weil Du das gerade interessant findet, wer das ist, sondern Du willst einfach nur dieses Wissen. Dann bist Du sehr schnell austauschbar. Deswegen: Dieses Brain-Ding für mich eines der Kernthemen, weil ich weiß, dass, je mehr ich mich selbst da reingebe und je mehr ich zur Marke werde, desto weniger werde ich mit anderen Menschen verglichen, rein auf den Content, sondern die Leute kommen wegen dem Erlebnis. Klar, das Wissen können sie auch aus einem Buch bekommen oder aber irgendwo anders her, aber sie kommen zu mir und gucken meine Videos, weil sie es einfach interessant finden, auf was für eine Art und Weise sie dieses Wissen präsentiert bekommen. Norman: Ja, das ist super wichtig. Gerade das, was Du angesprochen hast, dass Deine Persönlichkeit im Grunde Deine Positionierung und Alleinstellung ist. Oftmals ist, wenn man über Marken nachdenkt, immer die ewige Suche nach der Alleinstellung: Was kann ich im Markt anbieten? Aber das zu kombinieren oder auch zu fokussieren auf seine eigene Persönlichkeit als Individuum finde ich großartig. Robert: Schön, wie Du das formuliert hast. Man macht sich dann immer ewig Gedanken: Wie muss ich sein, dass ich anders bin? Wenn man sich mal überlegt, eigentlich jeder Mensch... Norman: … Dann ist man’s schon. Robert: ...Wir sind schon automatisch anders. Es gibt keine zwei Menschen, die gleich sind. Klar, all die Dinge, die ich jetzt raushaue, die beziehen sich jetzt eher auf Personen, die als One-Man-Show oder als kleines Unternehmen, als Personal Brand am Start sein wollen. Wenn es jetzt um Coca Cola geht - auf dieser Ebene bin ich nicht unterwegs - da kann ich jetzt keine wertvollen Ratschläge geben. Aber wenn es aber darum geht eine Personal Brand aufzubauen, als Einzelperson eine Marke zu werden, dann ist es eigentlich sehr easy, wenn wir es schaffen diesen Mut aufzubringen uns wirklich mit allem was wir haben, mit allen Facetten in die Öffentlichkeit zu stellen. Norman: Was mich interessieren würde: Du hast gerade gesagt, Du unterstützt Leute dabei ihr Business aufzubauen. Jetzt kann ich mir natürlich auch gut vorstellen und auch viele unserer Hörer sind Führungskräfte, die sind in einem Angestelltenverhältnis und was ich super wichtig finde ist, dass man selbst im Angestelltenverhältnis dafür sorgen sollte, einen digitalen Fußabdruck zu hinterlassen. Also wirklich seine Expertise, seine Meinungsführerschaft nach außen zu kommunizieren, um sichtbar zu werden, um gegebenenfalls bei einem Jobwechsel oder vielleicht sogar den Schritt in die Selbstständigkeit, einfach schnell was zu haben; von seinem eigenen Brand, von seiner eigenen Marke zu partizipieren. Wie kann man das aus Deiner Sicht, für sich aufbauen, dass man sagt, vielleicht ist das Thema Vlog/Vlogging irgendwas für mich. Wie kann ich das starten, wie kann ich damit anfangen? Robert: Ich finde den Gedanken sehr wertvoll, den Du gerade ansprichst - um da ganz kurz drauf einzugehen -, weil viele Menschen mich dann immer fragen: “Robert, aber hast Du nicht Angst, dass Dein Business früher oder später nicht mehr läuft und dann hast Du ja voll die Lücke im Lebenslauf. Dann hast Du kein abgeschlossenes Studium, was willst Du denn dann machen?” Ich bin aber der Meinung, ich bin ja wirklich so mit einer der digital präsentesten Menschen überhaupt, ich teile mein komplettes Leben in den Videos. Auf allen anderen Plattformen sind wir ebenfalls präsent. Es gibt so viele Leute, die bisher Wind davon bekommen haben, was ich mache. Ich glaube, ich brauche nur einen Facebook-Post zu machen und zu sagen “Leute, das Ding läuft nicht; ich hab keinen Bock mehr auf Selbstständigkeit; ich habe Bock auf eine neue Herausforderung, wer hat ein cooles Projekt, wo ich Teil von sein kann?” Dann kriege ich wahrscheinlich direkt 17 Nachrichten von Menschen, die sagen: “Wie geil! Jetzt ist genau dieser Moment. Ich will Robert in meinem Team haben, auf den ich gewartet habe”. Deswegen ist es so wertvoll, egal, selbst wenn wir in einem Job drin sind, wo wir sagen “das ist zu 100 % komplett mein Traumjob. Ich bin so happy darin”, dann würde ich trotzdem jedem empfehlen, parallel eine eigene Personal Brand aufzubauen. Natürlich musst Du jetzt keine Daily-Vlogs machen. Du musst jetzt nicht alles dokumentieren usw. Aber in gewisser Hinsicht - Du hast es schön als Meinungsführerschaft formuliert - diese Expertise, die wir haben in unserem ganz konkreten Bereich - sei es einfach nur auf einer Facebook Page zu sharen, um da wirklich Schritt für Schritt ein eigenes Netzwerk aufzubauen - ist mega wichtig, egal ob es darum geht in einen anderen Job zu wechseln oder eine Selbstständig aufzubauen oder was auch immer. Das ist wirklich das A und O. Und Deine Frage war: Wie starte ich das? Wie gehe ich das an? Oder? Norman: Ja genau. Robert: Letztendlich würde ich so simpel wie möglich starten und gucken: Was ist ein Medium, auf das ich Bock haben könnte? Da hat man ja schon so ein gewisses Gefühl -  Schreibe ich gerne, spreche ich gerne in eine Kamera, spreche ich gerne in ein Mikrofon, als Podcast? Und da wirklich zu gucken, was sind die Dinge, die mir gut gefallen? - Dem nächsten Trend nachzujagen und zu sagen “Podcasts sind voll heiß”, aber eigentlich mit dem Mikro fühlt sich ziemlich isoliert an. Ich finde es nicht so geil. Ich will lieber was mit Videos machen oder ich will einfach nur schreiben. Ich will mich abends hinsetzen und einer Stunde einen geilen Blogartikel oder geilen Facebook Post auscraften”. Sich also erstmal auf dieses eigene Medium fokussieren und gucken, was ist eigentlich das, was auf meinen Stärken aufbaut und was baut auf meinen Interessen auf? Oder wenn wir gerne fotografieren, dann starten wir eine Instagram Seite - auch völlig okay. Es gibt wirklich für jedes Skillset und für jedes Interessengebiet ein passendes Medium und dann würde ich einfach starten. Du kannst ja heutzutage ohne Startkapital Deine Meinung raushauen - Du kannst kostenlos einen YouTube-Kanal, eine Facebook-Seite, einen Blog oder einen Podcast eröffnen und dann würde ich mit einem Medium starten und nicht gleich versuchen, alles abzudecken. Sondern wirklich mal nur mit einem starten und dann mal gucken und ausprobieren. Ich habe auch mit dem Blog gestartet, habe einfach mal angefangen zu schreiben, eine Facebook-Seite kam dann noch dazu. Ein Newsletter kam dann, ein YouTube-Kanal kam dann, Instagram kam dann, dies und das. Aber zum Start einfach mal mit einem und regelmäßig die eigenen Gedanken ins Internet stellen. Wenn wir wirklich diesen ersten Schritt weg von: Ich mache mir jetzt im stillen Kämmerlein Gedanken und quatsche mit meinen Kollegen und meinen Kumpels; hin zu: Ich stelle was ins Internet, was wirklich jeder lesen kann. Wenn wir den gegangen sind, dann haben wir schon mal ein großes Stück des Weges geschafft, weil das für viele einfach eine Hürde ist. Dann diesen ersten Facebook-Post, dieses erste Video, diese erste Podcast-Episode rauszustellen, das sollte am Anfang glaube ich das Ziel sein und dann kann können wir gucken, wie wir weitermachen. Norman: Ja, absolut. Wobei das Thema Vlogging auch schon so eine gewisse Königsdisziplin ist. Den Blog kann ich in Badehose schreiben, einen Podcast kann ich im Jogginganzug machen, in einem Video dürfen die Haare dann auch mal gerne richtig liegen. Worauf ich hinaus will ist, das kennst Du sicher auch, vielleicht war das am Anfang auch Deine Emotion, vielleicht bei Deinem allerersten Video, was Du aufgenommen hast, dieses: sich selbst zeigen. Die Angst davor in irgendeiner Form Content zu publishen und sich öffentlich zu machen. Kennst Du das? Kannst Du Dich noch  an Dein erstes Video erinnern, wie Du dieser inneren Angst - vielleicht hast Du auch keine gehabt - begegnet bist? Robert: Das erste Video - ich weiß nicht, vielleicht hast Du Bock  das auch unterhalb zu verlinken, ist vielleicht ganz interessant - habe ich mit meinem Bruder gedreht. Wir waren damals in Barcelona und hatten dieses Blog-Business am Start. Viele von unseren Freunden haben Videos gedreht und dann dachten wir “Ach komm, lass uns auch mal Videos drehen”. Wir hatten einen neue Kamera zum Fotografieren gekauft. Und dann waren wir auf dem Markt in Barcelona und dachten “Okay, wir drehen jetzt mal einen geilen Trailer für unseren neuen Kanal” und das Video ist glaube ich eineieinhalb Minuten lang und wir haben 3 bis 4 Stunden gedreht - und nochmal einen Anlauf und dies nochmal und das neu und “Nee, jetzt hab ich Schiss das so zu formulieren und was sagen die ganzen Leute?” Dann sind ganz viele Menschen um uns herum gelaufen, die uns angeguckt haben, als wären wir richtig bescheuert. All diese Dinge, mit denen man am Anfang zu kämpfen hat, diese Hürden am Anfang zu durchbrechen, das ist schwierig, aber das zahlt sich sowas von aus. Klar natürlich, ich dachte mir schon, vorher bin ich “nur mit meinem geschriebenen Wort” im Internet präsent und jetzt auch noch ein Video, da wird es mit Sicherheit viele Menschen geben, die einfach mich nicht mögen, die das einfach nicht cool finden so. Es einfach trotzdem zu machen und sich die Frage zu stellen “Will ich mich von diesen Gedanken zurückhalten lassen? Im Prinzip gibt es nur zwei Wege: Entweder sagen “Okay, wir gehen durch die Angst durch und machen’s trotzdem” oder “wir lassen uns davon zurückhalten” und akzeptieren es dann aber auch, dass wir uns dadurch beschränken. Je länger ich darüber nachgedacht habe, war es einfach immer stärker: “Ich muss den ersten Weg gehen”. Es gibt keinen anderen Weg weiter für persönliches Wachstum und selbst, wenn ich hinterher merke, dass YouTube mit den Videos und Vloggen, das ist gar nicht meins, dann hab ich trotzdem eine krasse Hürde in mir selbst gecrasht und habe mich persönlich weiterentwickelt. Immer dort wo die Angst ist, dort ist immer der Weg. Norman: Ja, sehr cool. Vor allen Dingen auch super spannend. Im Grunde ist ja kein Unterschied zwischen Offline und Online. Du hast weder Offline noch Online Einfluss darauf, was die anderen Leute von Dir denken, ob die Dich mögen oder nicht mögen. Die ganzen Schubladen sind ja sofort offen, Du bist ja sofort in diesen Schubladen drin und ich glaube, diese Angst kann man sich ja von vornherein schon mal nehmen, dass man sowieso nur die fokussieren sollte, auch von seinem inneren Mindset her, die einen tatsächlich auch mögen. Robert: Am Anfang war es schwierig, das so umzusetzen, aber jetzt mit der Zeit ist mein Ziel: Wenn ich 20 Leute habe, die mein Video gucken, dann hatte ich am Anfang, als ich gestartet bin wahrscheinlich 20 Leute, die gesagt haben “Ist ja ganz cool so. Das guckt man sich mal an und dann geht man mal wieder weiter. Vielleicht kommt man wieder, vielleicht kommt man nicht wieder”. Jetzt mittlerweile ist mein Ziel, von diesen 20 Leuten 10 Menschen zu haben, die das so feiern und die all ihren Freunden davon erzählen und dann sagen: “Boah, das ist einfach das Geilste! Das hat mich so inspiriert und so weiter gebracht”. Und dann aber auch 10 zu haben, die sagen: “Das ist ja der größte Scheiß. Das ist absolute Zeitverschwendung gewesen. Ich komm da nie wieder hin. Ich werde jedem davon erzählen, wie blöd der Robert ist und wie dumm der ist und wie Scheiße das alles ist.” Und damit bin ich völlig okay, weil ich weiß, dass ich bei den ersten 10 Menschen einen unfassbaren Mehrwert kreiert habe und damit völlig okay bin, wenn ich bei den anderen 10 Menschen überhaupt nichts auslöse. Damit bin ich viel weiter und entwickle mich viel schneller als Person weiter, mein Business weiter, das was ich bewegen will. Ich komm einfach viel schneller voran, wenn ich mit diesem Mindset unterwegs bin und nicht nach den 20 Menschen strebe, die so sagen: “Ja, ist ganz okay. Ja, passt schon”. Norman: Ja, absolut. Was hast Du unternommen, um Dein Image aufzubauen? Was waren die ersten Steps neben dem Einrichten des YouTube-Kanals und was war Dein Thema um zu sagen, “auf diese Weise will ich meine Reichweite aufbauen und will die Leute für mich gewinnen”? Robert: Was genau - das interessiert mich ganz kurz um da perfekt reinzugehen - ist Deine Definition von dem Wort Image? Norman: Image - Es gibt ja, ich nenn das in der Markenführung auch Haptik, wie fühlt sich das Ganze an? Allein die Entscheidung, wirklich authentisch zu sein, authentisch zu senden, finde ich eine ganz wichtige Entscheidung, um wirklich als Marke in der Wahrnehmung auch echt zu sein. Aber gab’s da eine innere Einstellung am Anfang oder vielleicht auch den einen oder anderen Kanal, den Du bewusst gewählt hast, um dieses authentische Image zu transportieren? Robert: Ah okay, alles klar. In Sachen YouTube war es absolut dieser Gedanke, auch immer das Unperfekte zu zeigen. Ich kann das total verstehen, wenn wir reingehen und Videos drehen, dann ist das natürlich für uns erstmal ein riesiger Schritt und dann wollen wir alles richtig machen, wollen wir alles perfekt machen und alles glatt poliert machen. Erstens braucht es unfassbar viel Zeit. Ich bin ein riesiger Befürworter von dem 80/20 Prinzip und zu sagen: Okay, das Ding ist gut, so geben wir das raus und setzen uns am nächsten Tag ans Nächste. Aber wenn ich mit diesem Pensum, mit dem ich gerade unterwegs bin, jeden Tag ein Video, dann kann ich überhaupt gar nicht gewährleisten, wenn alles perfekt sein muss. Das geht einfach nicht. Ich sage mir, ich brauch das nicht. Wenn alles perfekt sein muss, dann mache ich vielleicht ein Video im Monat und ich mache aber lieber 29 Videos mehr, die 80 % Qualität haben, weil ich weiß, damit kann ich viel mehr bewegen. Diesen Perfektionismus über Bord zu werfen und auch ein Stück weit Mut zu entwickeln, das Unperfekte zu teilen, weil insbesondere auch einfach mal Dinge zu teilen, die schief gehen. Ich hab auch schon viele Videos auf meinem Kanal veröffentlicht, wo ich einfach sage: “Ey Leute, der letzte Launch von meinem Kurs, da habe ich mir mehr vorgestellt. Das ist nicht so geil. Das und das habe ich an Fehlern gemacht. Das und das ist schief gelaufen”. Was ja natürlich, wenn man darüber nachdenkt, dass ich einem anderen Menschen dabei helfen will, selbst was aufzubauen und dann habe ich selbst was gemacht, was nicht funktioniert hat, dann denkt man: “Das kannst Du doch nicht machen!? Das macht doch Deine Brand kaputt”. Aber nee - ich positioniere mich nicht als der Oberguru, ich positioniere mich als jemand, der auf dem Weg ist. Der weiter ist in den allermeisten Fällen, als diejenigen, die gerade Videos gucken. Deswegen schauen sie zu. Wenn jetzt jemand schon irgendwie zig Millionen Businesses aufgebaut hat, dann ist der nicht auf meinem Kanal richtig und diese Illusion will ich überhaupt gar nicht erwecken, sondern ist positioniere mich so, dass ich für die Menschen, die jetzt gerade an einem gewissen Punkt sind, den und den Mehrwert liefere. Dazu gehört es aber auch völlig menschlich zu sein und dass auch mal Dinge schiefgehen und dass auch mal was in die Hose geht und dass auch mal was nicht so wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Und wenn ich mich von diesen Gedanken, alles perfekt und alles richtig machen zu müssen und alles muss immer glatt laufen, verabschiede, dann nimmt es so viel Druck raus und dann kann ich viel befreiter aufstellen, als immer aus diesem Zwang heraus agieren zu müssen. Norman: Super gut! Absolut. Was ist Deine wichtigste Botschaft, die Du in die Welt hinaus tragen willst? Gibt es da so ein Ding, wo Du sagst: Das ist mir wichtig? Robert: Ja, viele Dinge die mir wichtig sind. Was mir besonders wichtig ist - deshalb mache ich auch diese täglichen Videos und lass jeden daran teilhaben - zu zeigen, dass es möglich ist, mit Begeisterung und mit Leidenschaft einen Weg zu gestalten, den es so vielleicht vorher noch nicht gab und damit erfolgreich zu sein und damit glücklich zu sein. Ich bin der Meinung, es gibt für jeden Menschen, für jede Persönlichkeit den passenden Weg und für einige gibt es aber aktuell diesen Weg noch nicht und sie müssen den erst selbst schaffen und das, was ich jetzt gerade mache mit den YouTube-Videos und mit der Konferenz und mit dies und dem - ich kenne Niemanden, der bisher sowas macht. Ich hab aber trotzdem das Vertrauen, dass es funktionieren kann und ich will zeigen, dass man nicht in irgendeine Schublade reingehen muss, um erfolgreich zu sein, sondern Du kannst das genauso schaffen, wie es zu Dir passt und damit letztendlich auch noch erfolgreich sein. Norman: Super cool. Absolut. Wie gehst Du mit Kritikern um? Jetzt bedeutet ja Sichtbarkeit natürlich auch, sich ein ein bisschen auch die Blöße zu geben und zu sagen “okay, konstruktive Kritik ist immer gut, daran wächst man und lernt man”, völlig klar. Aber wie sieht es mit destruktiver Kritik aus? Erreicht Dich das, so im Inneren? Tut Dir das weh? Oder wie machst Du das mit Dir selbst aus? Robert: Ja, schönes Thema. Immer wieder präsent, insbesondere bei der Menge an Output und bei diesem täglich sich wieder zeigen, kommen eine Menge negatives Feedback. Das ist auch eine Sache, an die ich mich mittlerweile auch ein Stück weit gewöhnt habe, aber nichtsdestotrotz ist es immer noch schwierig. Als ich angefangen habe da reinzugehen und mich zu zeigen, habe ich teilweise negative Kommentare bekommen und habe zwei Tage lang darüber nachgedacht, ob ich jetzt dieses Stück Content wieder löschen muss, ob ein komplett neues Video drehen muss, um das klarzustellen. Ich habe mir wirklich unfassbar viele Gedanken gemacht. Mittlerweile bin ich aber auf dem Punkt angekommen, dass ich mir sage: Die Tatsache, dass jemand eine andere Meinung hat zu dem, was ich gerade gesagt habe, zeigt eigentlich, dass ich ein Stück weit eine Marke bin; dass ich ein Stück weit mich selbst zeige. Die Tatsache, dass wir negatives Feedback bekommen, können wir eigentlich feiern. Weil wenn wir kein negatives Feedback bekommen - zurück zu dem Punkt von gerade eben - wenn wir niemanden haben, der es richtig ätzend findet, dann haben wir in den allermeisten Fällen auch niemanden, der es richtig geil findet und deswegen kann man ein Stück weit diese Kritik umarmen und kann sich sagen “Boah cool! Dabei habe ich mal ein bisschen auf den Putz gehauen. Da habe ich einfach mal war rausgehauen, was jetzt nicht so super populär ist, was jetzt vielleicht nicht jedem gefällt”. Es gibt dieses schöne Beispiel: Sally Hogsette ist eine Autorin, die sich sehr schätze. Sie bringt dieses Beispiel und sagt “Sei die Pistazie und nicht die Vanille, weil Vanille mag jeder, mit Vanille kannst Du nichts falsch machen. Vanille kannst Du auf den Tisch stellen und jeder bedient sich und alle sind happy damit. Ich kenn keinen Menschen, der kein Vanilleeis mag, aber Pistazie mag nicht jeder, aber dafür die Menschen, die die Pistazie mögen, feiern sie richtig und sagen: Das ist mein absolutes Lieblingseis, dafür würde ich auch nochmal 10 Minuten weiterfahren, um zu einer Eisdiele zu kommen, wo es Pistazieneis gibt”. Und diese Pistazie zu sein und nicht die Vanille zu sein und damit zu leben, dass es ganz viele Menschen gibt, die sagen: “Pistazieneis ist ja das Ekligste der Welt, damit kannst Du mich völlig jagen”. Aber wenn wir das machen, dann haben wir einen ziemlich guten Grundstein gelegt und dann gehört es einfach dazu, okay mit dieser Kritik zu werden, weil letztendlich sagt die Kritik ja mehr über die andere Person aus, als über Dich. Auch wenn Du sehr sehr viel teilst und auch in YouTube-Videos präsent bist, kriegt man schon einen guten Einblick von mir, aber niemand kennt Dich als Person. Das heißt, wenn Du als Person kritisiert wirst, dann ist es immer eine Sache, die ist unvollständig, weil derjenige es gar nicht weiß, dass es so ist. Wenn mir jemand ankreidet, dass ich XY falsch mache, dann zeigt mir dass mehr über die Person, die diese Kritik gibt, als über mich persönlich. Wenn wir dieses Mindset entwickeln und auch einfach ein bisschen wohlwollend sind, denn letztendlich gibt es insbesondere bei dem, was ich jetzt gerade mache, das zeigt natürlich auch den Lebensstil. Jetzt sind wir gerade auf Bali und wir arbeiten hier viel und machen dies und das. Dann gibt es einfach Leute die sagen: “Ich find es jetzt einfach nicht cool. Ich sitze jetzt hier gerade in Deutschland und es ist grau und ich hasse ich meinen Job und morgen ist wieder Montag. Jetzt muss ich es irgendjemandem mies machen, damit ich mich selbst besser fühle”. Natürlich ist niemand aktiv mit diesen Gedanken im Kopf am Start, aber es gibt viele Menschen, bei denen es unterbewusst präsent ist und wenn sie dann Dir ein bisschen in die Suppe spucken können, dann fühlen sie sich dadurch besser. Dann sage ich mir aber: “Okay, wenn ich jetzt damit dafür sorgen kann, dass es Dir ein bisschen besser geht, dann nehme ich das gerne in Kauf. Du kannst mir hier negatives Feedback geben”. Ich muss es nicht annehmen, ich kann es einfach stehenlassen und kann sagen: “Danke, dass Du Deine Zeit hier für mein Video geopfert hast” und mache aber einfach trotzdem meinen Stiefel weiter. Dann bin ich damit okay und dann merke ich, ich muss es nicht so persönlich nehmen, wie es sich anfänglich angefühlt hat. Norman: Wie lange hat das gedauert, bis Du so gut damit umgehen konntest? Robert: Da bin ich absolut noch nicht am Ende. Ich glaub, ich kann jetzt auch immer noch nicht so gut damit umgehen, wie ich eigentlich damit gerne damit umgehen wollen würde. Das wurmt mich dann schon immer nochmal. Dann denke ich mir so: Aber warum denn? Die haben es doch falsch verstanden. Ich kann ja auch aus vielem was rausziehen. Das ist auch eine Entwicklung. Ich war zwischenzeitlich so auf diesem Punkt, dass ich mir sage: “Das juckt mich alles gar nicht” und jetzt frag ich mich schon immer mehr, selbst wenn ich das nicht unterschreibe, aber trotzdem “ist da eine kleine Sache drin, die ich doch für mich annehmen kann und in der ich doch wachsen kann?” Diesen Grat zu schaffen zwischen auf der einen Seite sich nicht davon fertigmachen zu lassen, auf der anderen Seite sich aber trotzdem zu fragen: “Was kann ich daraus ziehen?” Ist eine lange Übung glaube ich. Ich mache das jetzt seit drei Jahren und bin so mittelgut, würde ich sagen. Da geht’s auf jeden Fall noch viel weiter nach oben, aber mit dem aktuellen Punkt bin ich schon ganz happy und kann gut damit arbeiten und kann mich, wenn dann sowas reinkommt, kurz darüber ärgern und kurz einmal das durchspielen und dann zwei Minuten später wieder auf die Dinge fokussieren, die ich für die Menschen leisten kann, die es gut finden und da mich immer auf den positiven Mehrwert zu konzentrieren. Norman: Sehr schön! Da bin ich völlig bei Dir. Es ist glaube ich ein sehr hohes Level in der Persönlichkeitsentwicklung aus der Kritik wirklich die Chance zu erkennen und für sich dann Weiterentwicklungspotenzial aufzumachen und die Tür nicht abzuschließen hinter sich, sondern wirklich zu sagen: “Ich nehm das an, aber ich lass es nicht an mein Herz ran. Ich lerne gern, aber es ist kein Angriff gegen mich als Person”. Robert: Ja, schön. Das ist ja auch wieder dieses, wenn man es mal durchspielt, wenn eine Person mein Video, was ich da Online gestellt habe, kritisiert, dann bin ich natürlich ein Stück weit mit meiner eigenen Arbeit verwoben, weil es liebe, weil ich es gern mache, weil ich da auch mein Herzblut reingelegt habe. Aber selbst wenn jemand sagt “Das Video ist das schlechteste Video, was ich jemals gesehen habe”, dann sagt es, selbst wenn ich es annehmen würde, gerade nur etwas über meine aktuellen Videoskills aus und nicht über mich als Person und meine Videoskills kann ich verbessern und kann mir sagen: “Okay, mach ich’s beim nächsten Mal einfach geiler”, aber es sagt nichts über mich als Person aus. Ich bin immer noch genauso wertvoll wie vorher, auch wenn diese Trennung zu schaffen, einfach unfassbar schwer ist. Wenn wir etwas mit Leidenschaft betreiben, steckt da unfassbar viel von uns selbst drin. Aber da kommt halt auch nochmal dieser Punkt rein, selbst wenn jemand sagt: “Ey, das Ding ist nicht geil”. Vielleicht ist das jemand, der seit 10 Jahren wirklich profimäßig Videos dreht und Dokumentationen gemacht hat und unfassbar erfolgreich ist und für seine Maßstäbe ist es natürlich schlecht. Da habe ich auch gar nicht den Anspruch, als jemand der das seit zweieinhalb Jahren macht, da mit jemandem konkurrieren zu können, der schon unfassbar erfolgreich ist. In den allermeisten Fällen, ist der, der so ein Feedback schreibt, aber nicht jemand der unfassbar erfolgreich ist. Weil jemand, der unfassbar erfolgreich ist und seit zehn Jahren Videos macht, in den allermeisten Fällen viel zu beschäftigt ist, um bei mir negatives Feedback zu schreiben. Das ist auch so ein Punkt, den ich immer stärker durchdringe. Jemand, der seine eigenen Projekte hat und damit glücklich und damit erfolgreich ist, seinem Traum nachgeht, der hat überhaupt gar keine Zeit uns jetzt hier vor die Tür zu kacken. Das sind in den allermeisten Fällen Menschen, die noch nicht ihr Ding gefunden haben und die unhappy sind mit dem und dementsprechend sollte man sich die Frage stellen: Ist es sinnvoll, von so jemandem einen Rat anzunehmen? Weil das ist ja nicht jemand, der ist auf dem gleichen Weg wie ich. Der macht was völlig anderes und dementsprechend, wenn ich eine andere Sache mache als er, dann bin ich in den allermeisten Fällen eher der Experte für meine Situation und nicht die andere Person. Norman: Ja. Was ich auch noch mal unterstreichen möchte, ist Deine Aussage, die Du gemacht hast: Wenn Du die destruktiven Kritiker oder meinetwegen auch die Hater hast, dann bist Du auf einem guten Weg sichtbar zu werden. Ich stell mir immer die Frage oder versuche mir vorzustellen, das müssten ja eigentlich auch Leute sein, die dann, wenn sie ein kleines Kind sehen, was mit völliger Begeisterung eine Sandburg baut oder so, dass sie da einfach durchlatschen und auch dort versuchen, das zu zerstören. Ich kann mir das immer nicht vorstellen, wieso da ein Unterschied gemacht wird und finde, das sind sehr merkwürdige Menschen. Aber gut - anyway. Robert: Ein schöner Punkt! Weil im Prinzip sind wir ja dieses kleine Kind, dass jetzt gerade eine Sandburg baut. Unser erstes Video, stellen es Online und sind Feuer und Flamme und finden es geil und wollen am liebsten zu Mama rennen und sagen: “Hier guck mal.” Und dann kommt jemand und der läuft dadurch. Das ist einfach unvorstellbar. Norman: Ja, absolut. Rob, die Frage: Wie triffst Du Entscheidungen und was hilft Dir dabei, finde ich immer sehr spannend. Wie ist es bei Dir? Robert: Da bin ich auch nicht so ganz im Tune mit diesem klassischen Business-Ding und wir müssen alles analysieren und wir müssen für alles eine passende Metrik haben und müssen schauen, “okay hier diese Zahl und wenn sich das so entwickelt, dann entscheiden wir so und wenn sich das so entwickelt, dann entscheiden wir so”. Ich treffe fast alle Entscheidungen einfach aus dem Bauch heraus und ich bin damit unfassbar gut gefahren. Egal, ob es darum geht, einen neuen Mitarbeiter an Bord zu holen oder in ein Projekt reinzugehen oder ein Projekt zu droppen oder irgendetwas umzustellen oder eine neue Marketingplattform auszuprobieren - ich schau immer: Fühlt sich das gerade so an, als ob ich da richtig Bock habe reinzugehen, als ob da eine geile Connection fühle? Das muss man natürlich immer für sich persönlich abwägen, welcher Weg da für mich der passende ist. Aber ich bin ein Mensch, der, wenn er richtig, richtig, richtig Bock auf eine Sache hat, dann bin ich unfassbar produktiv und wenn ich gar keinen Bock auf eine Sache habe, dann bin ich unfassbar unproduktiv. Für die allermeisten Jobs dieser Welt, wäre ich glaube ich der schlechteste Mitarbeiter, den man sich vorstellen kann. Weil wenn ich nicht mit Herzblut jetzt gerade dabei bin, dann kann ich auch nichts leisten. Dann ist das Ergebnis einfach richtig schlecht. Das heißt, ich bin nicht besonders gut darin, mich in einer Sache, wo ich merke “Nee, da brennt gerade nicht mein Herz für”, mich da reinzuwerfen und da gute Leistungen zu schaffen. Weil ich das für mich erkannt habe, meide ich das und gehe nur in Dinge rein, wo ich sage “Boah ja, geil!” Da wache ich morgen früh auf und denk mir “da will ich direkt jetzt reingehen und dann will ich direkt dieses Projekt voranbringen”. Und wenn das der Fall ist, dann ist die Entscheidung für mich schon ziemlich klar. Dann muss ich natürlich noch mit Analytischen und Rationalen gegenchecken, wie ich das jetzt konkret mache, weil wir müssen auch diese Praktikabilität haben. Wenn ich jetzt von heute auf morgen entscheiden würde “alles was ich jetzt mache, da habe ich überhaupt keine Lust; ich hänge alles an den Nagel und gucke dann, was ich mache, ist auch nicht besonders clever, weil ich ja gucken muss, wie ich klar komme. Erst diese Entscheidung mit dem Herz zu treffen und dann zu gucken, wie ich sie rational umsetze und wie ich dieses große Ding, irgendwie runterbreche - das ist für mich immer mein Weg. Aber die Entscheidung ist  meistens schon sehr schnell klar und ich muss nur noch einen Weg finden, wie ich sie umsetzen kann. Norman: Ja, super. Es auch super spannend im Leben, wenn man sich genau wie Du,  von der eigenen Intuition leiten lässt. Wohin geht die Reise? Das ist ja auch die gewisse Spannung, die im Kopf eh nicht kalkulierbar ist. Super cool. Rob, jetzt machen wir noch einen kleinen Werbespot rein, nämlich für Dich, weil ich Deine Arbeit sehr schätze und gesehen habe, dass Du  natürlich auch ein paar Online-Kurse hast. Kannst Du uns dazu ein bisschen was erzählen? Robert: Yes, gerne! YouTube ist einfach mein Baby, mein Lieblingsmedium. Ich habe einen Kurs erstellt, den hab ich jetzt seit eineinhalb Jahren präsent und alle paar Monate update ich den jetzt. Er ist jetzt mittlerweile sehr, sehr fett geworden. Der heißt “YouTube, aber richtig”. Das ist ein Videokurs, wo es einen kompletten Rundown über alle Themen gibt, die in Bezug auf das Thema YouTube interessant sind: Wie finde ich mein Thema? Wie finde ich meine Zielgruppe? Wie finde ich meine Nische? Wie drehe ich Videos? Was brauche ich für ein Equipment? Wie baue ich eine Community auf? Wie starte ich Kooperationen? Wie kann ich damit Geld verdienen? Wie connecte ich YouTube mit anderen Plattformen? Und so weiter und so fort. Für wirklich jeden, der Bock hat auf das Thema YouTube, ist das ein auf jeden Fall ein Ding, was ich jedem ans Herz lege. Da haben wir jetzt mittlerweile sehr viele Leute dabei. Wir haben auch jetzt schon echt einige dabei, das ist meine Lieblingsstory aus diesem Kurs. Wir haben einen dabei, der mit dem Kurs gestartet ist mit 300 Abonnenten: Matthias Niggehoff. Der ist Psychologe und hat auch eine eigene Praxis und hat quasi seinen YouTube-Kanal gestartet, um seine Praxis und seine Tätigkeit weiter in die Welt hinauszutragen. Das war als Hobbyprojekt gestartet und mittlerweile steht der Kanal bei 25.000 Abonnenten. Das ist einer der Rockstars überhaupt in dieser Szene und das ist krass! Das mit anzusehen, wie YouTube als Medium so viel bewegen kann. Das ist für mich wunder-, wunderschön. Und als kleine Basic-Version davon haben wir noch einen abgespeckteren Kurs, der heißt “YouTube, die Basics”. Den gibt es in zwei handvollen Lektionen - der  ist auch komplett kostenlos - als ersten Einblick für jemanden, der jetzt gerade zuhört und sich sagt “Ja, das könnte was für mich sein, das könnte interessant für mich sein”. Checkt Euch gerne diesen Kurs aus, der ist auch komplett for free. Da kann man anfangen, die Füße ins Wasser zu halten, in dieses YouTube-Medium. Norman: Ja, sehr cool! Gibt es drei wichtige Punkte, die ich als angehender Vlogger beachten sollte, aus Deiner Sicht? Robert: Schöne Frage! Einen Gedanken muss ich auch hier wieder reinstreuen, den wir jetzt vorhin schon hatten: Diesen Perfektionismus über Bord zu werfen und sich zu sagen “Ich fang jetzt mal einfach an. Ich hab zwar noch nicht die perfekte Kamera. Ich hab nicht das perfekte Know how”. Meine ersten 30 Vlogs habe ich komplett mit dem iPhone gefilmt und in der iMovie-App direkt am Handy geschnitten, quasi komplett ohne Laptop. Das hat auch funktioniert. Das geht. Das ist möglich. Diese Hürde Equipment, können wir direkt von Anfang an über Bord werfen, denn jeder hat ein halbwegs taugliches Smartphone oder zuhause noch eine DigiCam rumliegen oder vielleicht sogar eine Spiegelreflex, mit der im Urlaub Fotos gemacht werden und damit kann man wunderbar starten, das passt vollauf. Norman: Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen, genau. Robert: Was ebenfalls wichtig ist, ist sich bewusst zu machen, dass YouTube und das Vlogs nicht wie Fernsehen sind, das ist nicht so eine Einbahnstrasse. Du produzierst Content; drehst Dein Video; stellst es Online. Dann gucken es Leute; die finden es toll und fertig ist und dann wird am nächsten Tag oder nächste Woche wieder ein neues Video ausgestrahlt. Sondern YouTube ist ein Austausch; das ist ein Zweiwegeding. Du produzierst was, stellst es online und dann guckt sich das jemand an und schreibt den Kommentar, schreibt ein Feedback, schreibt Dir vielleicht eine Nachricht. Du reagierst wieder darauf und baust so eine Community auf. Das macht für mich auch den Reiz aus. Mein aktuelles Video, was ich gestern gefilmt habe, habe ich heute morgen geschnitten. Das ist fertig und lädt gerade hoch. Das wird in der nächsten Stunde gepublished und ich weiß jetzt schon - und das macht diesen Reiz aus, dieses Video zu veröffentlichen -, dass sich Leute darauf freuen werden. Wir kriegen Feedback und sie sagen: “Ey, ich will mehr von Bali sehen, das ist voll cool und ich gucke das jeden Tag” und ich weiß jetzt schon vorab, bevor es online ist, dass es Leute geben wird, die freuen sich darauf und das motiviert mich natürlich nochmal enorm, da wirklich täglich präsent zu sein und vielleicht auch mal an einem Tag wo ich denke, “Krass, heute ist so viel zu tun. Vielleicht drehst Du heute mal kein Video” und es dann einfach trotzdem zu machen, weil ich weiß, es gibt Leute, die freuen sich darauf. Da ist einfach so eine Community entstanden von Menschen, die sich um ein gemeinsames Interesse versammeln und die sich auch untereinander connecten. Dieses Thema Community ist aus meiner Sicht eines der Wichtigsten überhaupt, weil das auch dazu führt, dass wir jetzt all diese Projekte in der Lage sind umzusetzen, die wir umsetzen. Wenn es gut läuft, dann knacken wir morgen die 7.000 Abonnenten und 7.000 Leute sind viel, aber 7.000 Leute sind jetzt auch nicht so viel, als dass man darauf aufbauend als Grundlage eine Awesome People Conference machen kann mit Life Events in allen größeren deutschen Städten und über 500 Leute bei unseren Events zu Gast hatten und jetzt eine Online-Konferenz machen, die riesig wird und mit Größen wie Christian Bischof, Tobi Beck, Matthew Mockridge usw. zusammenzuarbeiten. Das funktioniert nur, weil die Community so stark ist, dass sie präsent ist und dass sie kommentiert und zuschaut und letztendlich auch Produkte kauft und da einfach etwas in Gang bringt. Weil ich immer ein Befürworter von diesem Qualität statt Quantität war - also Tiefe von Beziehungen über Anzahl der Menschen. Das ist mir immer viel wichtiger. Es ist mir eigentlich egal, ob da jetzt 3.000, 5.000 oder 7.000 Leute zugucken, sondern mir ist es wichtig, dass die, die zugucken etwas daraus ziehen können; dass es sie weiterbringt; die mir ein Feedback schreiben; ich mich persönlich mit denen austausche. Das ist immer mein oberstes Ziel. Das vielleicht als Punkt Nr. 2: Wirklich immer auf die Community zu gehen. Und als Punkt Nr. 3, das ist vielleicht so eine Sache, die es einem erleichtert und die ich auch am Anfang wieder angekreidet bekommen habe: Am Anfang ist es völlig okay einfach mal nachzumachen, einfach nur zu kopieren, einfach komplett zu klauen. Zu gucken, welche Leute machen Videos in einem Stil, wie es mir gefällt und dann mach ich’s einfach mal nach. Dann versuche ich dieses Handwerk komplett zu übernehmen. Weil wenn wir uns in einen Bereich reinwerfen, von dem wir noch nicht so die Ahnung haben, wir z.B. Videos drehen, dann ist es schwer einen eigenen Stil zu entwickeln, wenn wir noch überhaupt gar nicht das Handwerk können. Deswegen, was ich am Anfang gemacht habe: Ich habe mir zwei, drei Vlogger rausgesucht, von denen ich finde, dass sie einfach einen geilen Job machen, die verfolge ich sehr gerne. Casey Neistat, Ben Brown, zwei coole YouTuber, die ich sehr gerne verfolge und ich mache einfach mal nach und ich gucke mal: Wie setzen die die Schnitte? Wie führen die die Kamera? Was machen die genau? usw. Ich versuche es einfach mal nachzubauen. Dann haben ganz viel Leute geschrieben: “Ey Robert, Du machst die ja voll nach!” Dann hab ich gesagt: “Ja klar, ich kann ja noch nichts anderes. Ich muss ja erstmal lernen”. Und jetzt habe ich mittlerweile einen gewissen eigenen Stil entwickelt, der nicht so ist wie irgendjemand anderes. Das hätte ich aber nicht gekonnt, wenn ich direkt von Beginn an versuche, meinen eigenen Stil zu entwickeln. Also: Am Anfang klauen, ist völlig okay. Norman: Das ist ja auch genau das, wie wir groß geworden sind. Von wem haben gelernt? - Vom Abschauen der Eltern. Robert: Total! Nur weil Mami läuft, heißt das nicht, dass wir nicht auch laufen dürfen. Wir können es einfach mal nachmachen. Norman: Robert, wir sind fast am Ende unseres Interviews. Ich hab noch so eine kleine Quick Q & A Session. Ich stelle Dir ein paar Fragen und Du antwortest ganz spontan. Robert: Geil, hau raus! Norman: Was hat Dich anfangs davon abgehalten, Dich als Marke zu positionieren? Robert: Ich hatte es jetzt schon mehrmals am Start: Angst vor negativem Feedback, auf jeden Fall. Diese Angst vor Zurückweisung muss man überwinden, sonst kommt man da nicht voran. Norman: Wenn die Leute an Dich denken, was ist das eine Wort, wofür Du selbst als Marke bekannt sein willst oder schon bist? Robert: Begeisterung. Mein Ziel ist es wirklich, diese Begeisterung, diese Leidenschaft rüberzubringen und zu zeigen, was alles möglich ist. Und indem ich zeige was möglich ist, hoffe ich, dass ich bei anderen Menschen dieses Gefühl von: “Boah, für mich ist das auch möglich. Ich will da auch reingehen”, dass ich das auslösen kann, das ist mein Ziel. Norman: Ja, sehr cool. Welcher Moment oder Rat hat einen besonders nachhaltigen Einfluss auf Dein heutiges Leben oder auf Dein Business? Robert: Schöne Frage. Einen Rat, so einen richtigen super, duper ultra Rat habe ich nicht präsent. Einen Moment, der einen großen Einfluss auf mich hatte war: Anfang 2015 habe ich mein erstes Business zum Thema Rohkosternährung auf’s Eis gelegt und habe etwas neues gestartet und hatte am Anfang super Angst, weil 1.) Das Ding lief richtig gut. Richtig viele Leute haben das verfolgt, da war Potenzial, aber ich habe gemerkt, da hängt nicht mehr mein Herz dran; das Thema Ernährung ist nicht der Kern von all dem. Ich muss einen kleinen Shift machen und muss was Neues starten und hatte deswegen natürlich super  Angst: “Ey, das sichert mein Einkommen. Davon lebe ich” und wie ich das schaffe. Das war die schwierigste Zeit bisher auf jeden Fall. Letztendlich habe ich es dann doch gemacht und es hat auch funktioniert und es hat mir nachhaltig gezeigt, wenn Du dem nachgehst, wo Deine Leidenschaft drin liegt, dann hast Du zwar kurzfristig unter Umständen eine Menge Schwierigkeiten, aber langfristig hast Du den fetten Return und das Ding lohnt sich, immer wieder da reinzugehen. Weil, wenn Du auf Deiner Leidenschaft aufbaust, dann kannst Du langfristig Resultate einfahren, die Du überhaupt niemals einfahren kannst, wenn Du nur dort reingehst, wo gerade das Potenzial liegt. Norman: Absolut, das sehe ich genauso. Kannst Du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, was Du selbst einsetzt? Robert: Mein absolutes Baby ist auf jeden Fall Evernote. Damit arbeite ich tagtäglich, damit mache ich alle Planungen hier im Team oder für die Videos oder für die Konferenz. Das ist mein Lieblingsproduktivitätstool. Bevor ich angefangen habe es zu nutzen, habe ich schon überall gehört, dass alle es so hypen und ich dachte mir: “Häh, was ist denn da dran? Das sind irgendwie nur Notizen”, aber ich kann jedem empfehlen, sich da mal reinzubegeben und ein paar Videos darüber in YouTube zu schauen, was das Ding eigentlich kann. Das ist richtig, richtig, richtig stark. Norman: Ja, das verwende ich auch - ist echt ein cooles Tool. Welche drei Mobile Apps benutzt Du am liebsten? Robert: Schöne Frage. Warte mal, ich mach jetzt hier einfach mal direkt hier parallel das Ding an und guck mal, was auf meinem Homescreen ist. Ach geil, was ich sehr gerne mag, ist jetzt vielleicht nicht für jeden übertragbar, aber die die DJ I go App und DJ-I ist der Marktführer in Sachen Drohnen - ferngesteuerte Autos für die Luft. Ich war erst gestern wieder unterwegs und ich liebe es total. Das wertet natürlich die Videos nochmal enorm auf, dass ich hier auf Bali mit der Drohne über die Wälder fliege und da geile Aufnahmen mache. Das liegt gerade mein absolutes Herz. Ansonsten kann ich jedem Audible und Blinkist empfehlen, das sind meine beiden Go-to-Ressourcen, wenn es darum geht, sich Input reinzuziehen. Audible ist von Amazon. Da sind die ganzen Bücher als Hörbücher und Blinkist ist eine geile App, die einem Buchzusammenfassungen in 15 Minuten serviert - entweder zum Lesen oder zum Hören. Ich kann mir jetzt quasi, um bei Tim Ferris 4-Stunden-Woche zu bleiben, die Quintessenz aus diesem Buch in 15 Minuten ziehen und das ist geil! Das ist wirklich hervorragend dafür geeignet, um sich einen ersten Einblick in ein Buch geben zu lassen, ohne jetzt komplett zu sagen “Ich committe jetzt 10 bis 15 Stunden meiner Zeit darein, um da wirklich die Ressourcen rausziehen zu können. Blinkist ist mein persönlicher Geheimtipp an dieser Stelle. Normal: Sehr cool. Vielleicht an dieser Stelle noch eine Querfrage: DJ I hat ja eine Halterung für’s Handy rausgebracht, was ja denselben Mechanismus hat, wie die Kamera die unter der Drohne an diesem Gimble hängt. Hast Du die schon mal verwendet oder hast Du da schon Erfahrungen sammeln können? Robert: Gar nicht. Nee, das habe ich noch nicht genutzt. Es ist auf jeden Fall interessant, es ist sehr, sehr spannend. Ich filme aktuell - falls es jemanden interessiert - aktuell mit der Sony A7S2, die habe ich mir jetzt vor Kurzem geholt. Das ist das geilste Ding. Ich bin ultrahappy mit der Kamera, die ist aber unfassbar teuer. Das ist vielleicht für jemanden, der jetzt startet, nicht unbedingt geil, aber wirklich: Die Qualität von dieser Kamera ist bisher noch nicht durch so einem Smartphone mit coolem Gimmick aus meiner Sicht zu ersetzen. Aber keine Ahnung was in Zukunft kommt, mal gucken. Norman: Was für Musik hörst Du, die Dich inspiriert oder auf neue Ideen bringt? Robert: Schöne Frage. Das ist sehr unterschiedlich. Ich habe nicht nur einen Musikstil. Es kommt immer darauf an, wenn ich eine kreative Brainstorming-Sache reingehe und es gerade mein Ziel ist, neue Ideen zu entwickeln, dann höre ich sehr gerne klassische Musik. Das entspannt und energetisiert mich irgendwie gleichzeitig. Das finde ich sehr geil. Wenn ich z.B. Sport mache oder so, dann höre ich eher was, was ein bisschen energiegeladener ist, dann höre ich gerne Hiphop. Da bin ich auch wieder so - ich geh da rein, was sich gerade cool anfühlt. Ich höre gerade irgendwo ein Lied, das läuft irgendwo in einem Restaurant oder sowas. Dann zieh ich mir das auf Spotify zwei Tage lang auf Endlosschleife, weil ich es gerade geil finde, weil ich damit gerade eine positive Energie verbinde. Alles was mich in einen guten Energiestate setzt, höre ich gerne. Norman: Super! Jetzt hast Du schon ein Buch genannt. Die obligatorische Buchfrage muss natürlich in jedem Podcast-Interview kommen. Aber gab es in Deinem Leben ein Buch, was für Dich persönlich einen großen Mehrwert hatte? Robert: Ja! Ryan Holiday - The Obsticle is the way. Ryan Holiday ist einer meiner Lieblingsautoren und in diesem Buch geht es darum, der Titel verrät es schon, da wo gerade das Hindernis ist, da wo gerade das Problem ist, dort ist eigentlich der Weg, in den wir reingehen sollten. Dieses Klischee mittlerweile schon: “Was uns nicht umbringt, macht uns stärker”. Da ist aber aus meiner Sicht so viel Wahres dran. Die schwierigsten Zeiten bisher, waren auf jeden Fall die Zeiten, in denen ich mich am stärksten weiterentwickelt habe, in denen ich am meisten gelernt habe. Wer für sich selbst da mal reingeht, in diese Illusion vom Scheitern, vom es geht alles schief und da mal drüber nachdenkt, dass das eigentlich Quatsch ist - Wir starten jetzt ein Business und es fährt  komplett gegen die Wand, es funktioniert nicht so, dann haben wir, weil wir trotzdem mit einem offenen Geist dabei sind, so viel gelernt. Wir wissen, was alles genau nicht funktioniert und unsere Erfolgswahrscheinlichkeit beim nächsten Mal steigt exponentiell. Alles was gerade aktuell ein Problem ist, bietet Möglichkeiten, unfassbar riesiges Lernpotential und die Möglichkeit zum Wachstum. Deswegen ist dieses Buch ein Gamechanger für absolut jeden Menschen. Norman: Sehr cool. Super. Letzte Frage Rob: Hast Du für uns noch so zum Abschluss einen Tipp, den Du uns geben würdest, wenn ich jetzt in einen Zug einsteige und davon fahre und wir erreichen wir Dich am besten? Robert: Das ist ja mittlerweile auch schon fast so ein Klischee, aber da ist so viel Wahres dran - Ich liebe diesen Nike-Slogan von Just do it. Das ist wirklich das Geheimnis. Menschen suchen immer oft nach dieser Wunderpille, “wie werde ich erfolgreich? Wie werde ich glücklich? Wie baue ich mir das auf?” - Du musst einfach anfangen! Du musst einfach starten, loslegen, unperfekt, einfach ins Handeln kommen. Dieses tagtägliche Weiterentwickeln und auch Bock auf diese schwierigen, unsexy Dinge entwickeln, weil ich weiß, dass mich das voranbringen wird, ist super wichtig. Also einfach loszulegen und zu starten und so einfach es klingt, so einfach ist es auch, aber so schwer ist es dann doch wieder, weil dann so viele Dinge in unserem Kopf uns zurückhalten. Aber wir wissen, wir haben heute angefangen oder wir haben heute einen Schritt gemacht, der uns besser macht und der uns näher an das bringt, was wir eigentlich wollen als gestern, dann haben wir alles richtig gemacht und dann können wir morgen den nächsten Schritt machen und übermorgen den nächsten und überübermorgen den nächsten und dann kommen wir langfristig irgendwo an, wo es ziemlich geil sein wird. Wo das genau ist, keine Ahnung. Ich weiß nicht genau, wie es bei mir weitergeht, aber ich habe das Vertrauen darauf, dass, wenn ich tagtäglich diese Verbesserung, immer tagtäglich auch als Mensch wachse, dann lege ich einen sehr guten Grundstein. All das versuche ich gerade weiterzugeben in der Awesome People Conference, das ist mein absolutes Baby zurzeit. Wie gesagt, vom 20. bis 30 November gibt es da knapp 50 Stunden Videomaterial, 33 Interviews mit sehr interessanten, erfolgreichen glücklichen Menschen, die ihre Insides sharen. Ich geh da tief rein an die Wurzel: Wie ging das Ganze eigentlich los? Wie ist es ins Rollen gekommen? Ich kann jeden nur herzlich einladen. Es ist komplett kostenlos, da kann man sich einfach eintragen auf der Website und kann sich dann tagtäglich die einzelnen Interviews reinziehen und das ist gerade mein Herzensding. Da möchte ich wirklich jeden einladen, da dabei zu sein. Norman: Schön. Wir verlinken es auf jeden Fall. Wie erreichen wir Dich am Besten? Robert: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt sehr, sehr viele Social Media Kanäle. Was mich wirklich freuen würde ist, weil wir jetzt auch sehr stark auf diesem YouTube-Video-Thema gerifft haben: Wer jetzt sagt “Ey, das könnte irgendwie was für mich sein” - Geht mal gerne auf meinen YouTube-Kanal und schreibt mir einen Kommentar darunter, dass ihr jetzt hier gerade vom Podcast kommt. Das würde mich sehr freuen. Dann kann ich nochmal ganz kurz Danke sagen für’s anhören. Weil wir haben jetzt eine Stunde hier gesprochen und Zeit ist das wertvollste Gut und allein, dass jemand uns beiden jetzt gerade eine Stunde seiner Zeit schenkt ist schon Mindblowing - so richtig krass! Also, auf jeden Fall Danke dafür! Haut mir gerne einen Kommentar raus, dann kann ich nochmal da ganz kurz Danke sagen und wer mich persönlich erreichen will, am besten einfach über die Facebook-Seite der Awesome People Conference, da einfach eine Message raushauen und dann schreibe ich da sehr gerne zurück. Norman: Rob, an dieser Stelle: Ich sage Danke. Vielen Dank für Deine Zeit!  Du hast es gerade angesprochen: Dein wertvollstes Gut - Eine Stunde hast Du uns geschenkt und wir haben sie konserviert in diesem Podcast. Ich freue mich von Dir zu hören. Ich freue mich auf die Konferenz und wir bleiben in Verbindung. Robert: Sweet, mein Lieber. Vielen, vielen Dank! Ohne Witz, es hat mir außerordentlich viel Freude bereitet und ich wünsche Dir allen Erfolg weiterhin und bis bald hoffentlich. Norman: Ja, bis bald. Danke Rob! Robert: Geil, ciao! Norman: Ciao!   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne Dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass Du diesen Podcast mit Deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch Deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für Deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen Dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. Melde Dich für unseren Newsletter an.   Wenn Euch der Artikel gefallen hat, teilt ihn bitte in Euren Netzwerken, dadurch unterstützt Ihr uns enorm! Danke!!!  

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  • Episode #240 – One Little Golden Nugget

    · Marketing Secrets

    One cool trick I picked up from the mastermind. On today’s episode Russell talks about a little nugget of good information he received at the Inner Circle Mastermind group. He also tells a story of something cool he did twice at the mastermind. Here are some fun things to listen for in this episode: What part of the mastermind group made Russell have his “ah ha” moment, and why he thinks nobody else caught it. How this simple golden nugget will change some of the ways he does things. And why he wrote one of the Inner Circle member’s webinar pitch. So listen below to find out what simple golden nugget Russell got out of the mastermind group. ---Transcript--- Good morning everybody, well not everybody, just the important people that actually listen to this podcast, good morning. Welcome to Marketing In Your Car. Hey, hey everybody, we survived another 4 days jam-packed Inner Circle smack down, it was amazing. It was legitimately amazing. So instead of bragging about it, so those that aren’t in feel guilty that they didn’t make it in, I just wanted to say it was awesome and I appreciated everyone who came and played full out. It was really, a great 4 days. Now I’m at the end of that and I’m tired and I’m worn out and my body is shot. And one thing that’s funny, when I used to go to masterminds, when they’re not your own, you can kind of pay attention or dose off, or whatever. But when it’s your own, you gotta be present all the time. So unfortunately I had to use a little too much caffeine this week just to keep pure, perfect focus. So I’m going to be detoxing my body for the next few days so I can get all the caffeine out of my system. Because even, it’s weird during the middle of the night you’ll wake up and you’re like, “I should be so tired and I can’t sleep.” Anyway, it’s weird. So I am detoxing from caffeine, so if I go through withdrawals, if I start crying on one of these meetings with you guys, that’s why. Just joking. Anyway, I’m heading in right now, about to do the second episode of Friday Funnels, which is exciting. I hope you guys come and check it out. I hope you guys come participate in it. We had a lot of fun. I talked about last week, I hope that you guys, if you haven’t done a Friday Funnel yet, or a Funnel Friday, or whatever it is for your business, something like that, it was really fun. We did 30 minutes, put a countdown clock and then tried to build a funnel as fast I could and everyone was watching and going crazy and it turned out really cool. It was a great….it was a lot of fun for the cult community and everything, so that was really, really cool. The interesting thing I wanted to talk to you about today, and this is one of the more simple nuggets that I kind of picked up from this weekend, but it was one of those simple nuggets that I needed. Because sometimes in my head I get things over complicated, I get excited and I try to build super complex things. I think that for most people, I’m still, my funnels and my concepts and my process flows are still pretty simple. I’ve seen some of your guys stuff, you send me over my maps and things and they’re insane. I open them up and I just want to go back to bed because they’re so stressful. So mine are pretty simple, but I still have some things happening. And a couple of things, one thing I shared in the mastermind was about, in Clickfunnels now, when you join Clickfunnels, there’s a 21 day ignite your funnel process that we take people through. Basically each day you get a short 3 to 5 minute video and I give you one task to do over 21 days. There’s a whole bunch of reasons and strategy behind it, and I’m not going to go into it now, its outside the context of this podcast, but it help reduce our churn by almost double digits. It was insane. It got people consuming our software and a whole bunch of other really cool things. So I was like, man that would be cool if someone came into Clickfunnels and go through this big indoctrination process, they start using our software, consuming, we help build a relationship with them, it’s just really powerful and a really cool strategy. So then one of the couples in the Inner Circle, Brandon and Kaylin, they’re in the weight loss space. They’ve been doing perfect webinar, they’re crushing it, they’ve been doing Periscope webinar, just like I talked about with you guys 50 episodes ago, they killed it on that twice now. They’re just, they’re doers, they’re cool, I just really enjoy them and watching them. One thing that was cool that I saw that they were doing, they have their Facebook Live’s where they’re promoting a webinar on Facebook Live, they’re promoting a product or something like that, but in between they’re doing a lot of cool training stuff. And so she talks about a cool concept, and at the end of it she’s like……oh wow, I just drove by this truck that’s jacked up on a…..that was really weird. Sorry. A.D.D…. Okay, so they do these things and they just push to the end, and I can’t remember the….dangit, they’re going to kill me for not knowing this, but they have a domain name, it’s something like freefaststart.com, or faststartweightloss or something like that. And they’re like, “Hey go get your free fast start guide. Go right now.” And they always push people to this free thing, which is an opt-in. People opt-in and they go through their on-boarding indoctrination process through email. I think last month they got 50 thousand opt-in’s through that little channel, which is crazy. I was like, right now I have all these other squeeze pages, I’m driving people to all these places and all sorts of stuff, which is good, but what if I had just one squeeze page that I focused on instead of 20 and that was the goal to get people into that.  So I think I bought freefunnelfaststart.com or something like that. I probably should check out the domain names before I promote them live. It’s something like that; it’s not live yet anyway, so it doesn’t matter. So that’s kind of the thing and I’m going to use that as a call to action in everything that’s not selling an actual product. So it’ll always be pushing everyone into that. And then my thought is treating that kind of like, doing an indoctrination process when someone joins Clickfunnels that I’m doing to my list. I need to take them through an indoctrination process, which is similar to what we talked about with soap opera sequence, those type of things. But I was like, we’ve got a big product range and in my mine, there’s an order that people should consume our products, so I’m going to use that and make this really fun, exciting. I don’t know how many days it’ll be, 20, 40, 50 days, but walking them through this concept. Some will be teaching, some will be referencing, “Hey go get the book.” “Hey get on this webinar.” Or something, and push them through our product line and product offerings, while teaching, educating along the way and using it like a funnel fast start. Here’s the fast start. Come through this process. Now everyone who enters my world goes through this process, they get indoctrinated, they go through my soap opera sequence, they build the relationship with me as the attractive character, but the time they end the process, then they can come in our normal, Seinfeld sequences. They’ve been indoctrinated; they’ve kind of gone through this really cool process. Anyway, it’s not something new. We talked about it in the Dotcom Secrets book, taking you through a soap opera sequence, but I think that after doing it as a consumption sequence, after somebody joins Clickfunnels and they see the power of the 21 day, daily chunked out videos, I think I’m going to use that in our actual email sequence and then make that become the core focus of where we try to drive all the traffic. So, I don’t know, I’m excited. I’ll be testing it out and I’m sure I’ll be bragging about it as we go through. But that’s kind of the one little nugget, again it’s one of those little tiny things they just mentioned in passing and I bet most people didn’t even catch it in the group, but I was like, “Whoa.” You know that feeling when someone says something and it wasn’t the big aha, but you have the big aha and everyone else is just quiet and you’re seeing this thing, everything starts, all these connections start being made instantly. That’s kind of what happened in my head. So I’m trying to explain the connections here, I have no idea if I explained it right or if the connections will make your connections. But it was super cool. Anyway, there’s just one little nugget, I hope that was useful for you guys. Alright now, last thing because I’m about one minute away from the office. I was really nervous about this last Inner Circle group, because we had less people just because of circumstance, but a bunch of overseas people in that group that couldn’t make it, things like that. But what was cool, because of that we had a little less time, or a little more time. So we gotta do some extra sessions, which was cool. So I did some training sessions and then twice we had people who were kind of working on webinars, they just weren’t quite hitting it yet, so instead of just trying to coach them through and then move on to the next person, I was like, “Alright.” And I jumped out of my seat and walked up to the front. I sketched out their whole webinar and then I pitched the webinar for them live. I did it twice and it was cool. I think it was cool, I thought it was cool. But we basically just built the entire webinar for them and they gotta watch me pitch it and they recorded it and then had this tool that they could go pitch. So it was pretty cool. I’m curious how many of you guys would pay me a crap-ton of money to just write your webinar pitch and then pitch it for you real quick and then you guys can just copy my pitch. That’d be pretty cool actually. Alright I’m at the office

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  • Patrick Baumann ★ Vom Online Billard Shop zum Billardsalon und wieder zurück in die Online Welt

    · 00:54:49 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Patrick baumann von Heldenleben Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann.  Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir.  Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! In dieser Folge lernst du: Wie man Online Marketing auf Offline Businesses übertragen kann. Was ein Freemium Modell ist. Warum auch Du meditieren solltest. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Heldenleben BATA Bar & Billard billardpro.de Tynan Bulletproof TRX The Big Leap Experience Five Minute Journal [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Patrick Baumann Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 33! Yo Leute, Willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Immernoch live aus dem Punspace Coworking in Chiang Mai, Thailand. Heute habe ich mir einen der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene vor das Mikro geholt, nämlich Patrick Baumann. Patrick ist so ein bisschen unter dem Radar geschwommen, weil er eigentlich ausgestiegen ist, als das Thema so ein bisschen Fahrt aufgenommen hatte durch die DNX Konferenzen und die anderen Presseartikel zu dem Bereich digitale Nomaden. Patrick hat sich genau zu dem Zeitpunkt entschieden ein Offline Business aufzubauen. Das heißt, er hat in Berlin in der Nähe vom Hauptbahnhof nen eigenen Billardsalon eröffnet und war damit mega busy. Ziel war aber auch immer wieder irgendwann on the Road zu gehen und in fünf Wochen ist es jetzt soweit bei Patrick. Und das war Grund genug, ihn vor das Mikro zu holen und ihn zu all seinem Wissen zu befragen. Rausgekommen ist ein richtig spannendes, schönes Interview. Ich hoffe, euch gefällt es genauso viel wie mir. Die heutige Folge wird präsentiert vom  Five Minute Journal. Das  Five Minute Journal verhilft Dir zu einem achtsamen, besseren und positiverem Leben und ist ein mega wirksames Tool, was pro Tag fünf Minuten Aufwand benötigt. Man geht morgens drei bestimmte Fragen durch, die man für sich beantwortet und genauso am Abend. Und wenn man diese Routine regelmäßig macht und dann auch beibehält, kann es dazu führen, dass Dein Leben nochmal auf ein besseres Leben gehoben wird. Bei mir hat’s auf jeden Fall ziemlich, ziemlich viel Impact gehabt. Leute, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der Folge mit Patrick! Marcus: Hey Patrick, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Wo bist Du und was machst Du gerade? Patrick: Ja Marcus, vielen Dank für die Einladung. Ich bin in Berlin, bereite gerade meine Abreise vor nach Thailand. Also da, wo Du gerade sitzt. Marcus: Cool! Patrick: Also ich habe vorgestern einen Flug gebucht für Anfang Dezember. Ja. Und in Berlin bin ich seit eineinhalb Jahren. Also ich bin Berliner und vor dreieinhalb Jahren habe ich so angefangen nomadisch zu leben. Bin jetzt aber die letzten eineinhalb, zwei Jahre in Berlin gewesen, weil ich hier ein Großprojekt hatte vor Ort, wo ich einen Billardsalon mit Bar eröffnet habe, mit nem Partner zusammen. Ja und jetzt läuft das. Jetzt bin ich quasi wieder auf dem Absprung in die große, weite Welt. Marcus: Sehr cool! Das freut uns auf jeden Fall total, Feli und mich. Du warst ja mal so ein bisschen unsichtbar, gerade in der digitalen Nomadenszene. Kurz nachdem wir das erste Mal Kontakt hatten und voll Feuer gefangen hatten, stand dann bei Dir dieses riesen, neue Ding an, dass Du Dein erstes großes Offline Projekt startest mit nem eigenen Billardsalon. Patrick: Genau. Marcus: Von daher war’s Du ein bisschen schade. Wir waren immer ein bisschen traurig, dass Du nicht dabei warst und haben uns dann umso mehr gefreut, als Du dann irgendwann wieder so erste Tendenzen gezeigt hast oder Signale gesendet hast. Du findest das immernoch spannend, was da passiert. Patrick: Genau. Marcus: Und jetzt One-Way-Ticket wahrscheinlich wieder nach Thailand gebucht hast, ne? Patrick: So ist das. Das ist ja auch witzig, weil das gerade in den zwei Jahren, wo ich jetzt nicht dabei war, total durch die Decke ging. Also, als ich damals unterwegs war, da war das zwar auch schon ein Begriff, digitales Nomadentum, aber das war nicht so eine Bewegung. Also vor allem nicht in Deutschland. International ja schon. Ja genau: One Way. Ich fliege nach Phuket. Da habe ich einen guten Flug bekommen und außerdem habe ich von Thailand noch nie die Inseln gesehen. Ich habe zwar mal lange in Thailand gewohnt, aber das war halt nur in Chiang Mai und in Bangkok war ich ab und zu. Marcus: Aha. Patrick: Ja und jetzt bin ich da. Da fange ich an und dann mal gucken, wo es dann hin geht. Also, ist aber One Way. Genau. Marcus: Cool! Phuket ist auch richtig cool! Gerade, wenn Du dann noch weiter in den Süden gehst zu den Inseln, was ja wohl Dein Ziel ist. Gerade so Ko Lanta… Wahnsinn! Ich war mega beeindruckt und das war auch hier mein erster längerer und größerer Backpacking-Trip, damals Ende 2012 zusammen mit Feli. Und wir haben genau in Phuket angefangen und sind dann runter zu den Inseln. Und das war natürlich ein richtig geiler Start. Patrick: Ja. Ich freue mich da ja auch drauf. Ich will vor allem auch erstmal Urlaub machen (grinst). Also das finden Leute lustig, die nicht so leben. Die denken, der macht doch eh nur Urlaub, wenn er reist. Aber ich bin zwar viel unterwegs gewesen in den letzten Jahren, aber so mal richtig Urlaub, wo ich mich mal zwei Wochen völlig abgeschaltet habe, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Und das werde ich dann da nutzen und ansonsten gehe ich aber auch wieder weg aus Berlin, dann eben nach Asien, um mich mal konzentriert hinzusetzen und Sachen zu schaffen. Also das ist ja Dein Thema hier, Lifehacking oder… Marcus: Ja. Patrick: … Also wie man eben produktiv ist, wie man Sachen schafft und das ist jetzt mein Projekt so für die nächsten Monate. Also einfach gut was wegzuschaffen. Es ist gar nicht so, dass ich jetzt das große Abenteuer suche. Bei dem Trip. Das war vor drei Jahren anders. Marcus: Ja. Das heißt für Dich gilt auch, dass wenn Du weiter weg bist von Deutschland oder reist oder neue Eindrücke hast, dass das für Dich dann einfacher ist produktiv und fokussierter zu arbeiten, als quasi in der Homebase, wo man ja denken könnte, man hat das bessere Internet, man hat nen guten Schreibtisch, man hat nen Stuhl. Mir geht’s ja genauso. Vielleicht erzählst Du nochmal irgendwie Deinen … ja, wie Du das empfindest. Patrick: Absolut. Ja, definitiv. Also das ist bei mir … bei mir ist immer die größte Herausforderung, um produktiv zu sein, ist eben Fokus zu haben und konzentriert zu sein und nicht irgendwie zu viele Sachen gleichzeitig zu machen. Und gerade in Berlin, was meine Heimatstadt ist, da kenne ich so viele Menschen und habe so viele Kontakte, dass meine Woche immer voll ist. Und es ist immer was zu tun. Ich kann immer Freunde treffen, was schön ist. Es ist ja schön Leute um sich zu haben, die man mag. Aber ich merke, dass ich, wenn ich alleine irgendwo bin… Das ist ja als Nomade meistens so. Man kann ja als Nomade andere treffen, aber ich bin meistens eher für mich. Dann kann ich mich einfach viel besser fokussieren, weil ich weniger Einflüsse habe, die mir dann sagen “Hey, gehen wir heute ein Bier trinken”, “Kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit, kommst Du dahin mit?” Und da kann ich viel besser einfach mich auf meine Arbeit konzentrieren. Absolut. Und jetzt gerade auch bei dem Billard-Laden, da... Wir haben zum Beispiel - also bei dem Billard-Salon - wir haben eine Lounge, wo wir auch W-LAN haben, wir haben viele Steckdosen. Das war alles so mein Wunsch. Das eben nomadenfreundlich zum Beispiel zu machen. Aber da kann ich jetzt - ich als Person - überhaupt nicht gut arbeiten, weil mich da jeder kennt. Also da alle 10 Minuten hält einer mit mir ein kurzes Schwätzchen, was schön ist. Und ich nehme die Rolle auch gerne an der Gastgeber zu sein. Aber zum Arbeiten ist das völlig unbrauchbar. Und da freue ich mich drauf jetzt mal. Früher war ich mal zwei Wochen in Bangkok, weil ich da auch in China auf ner Messe vorher noch war. Und da habe ich auch richtig gut was weggeschafft. Da habe ich eigentlich nur in meinem Zimmer gesessen und gearbeitet und bin ab und zu mal zum Essen rausgegangen oder mal ne Runde Billard spielen, was ja so mein Thema ist. Marcus: Ja, das ist echt immer wieder so krass. Man kann da echt den Wecker stellen, die Uhr danach stellen. Seitdem Feli und ich jetzt nach Asien unterwegs sind - wir waren ja in Hongkong vor… Also ich habe jetzt zum Beispiel wieder Zeit und Raum vergessen. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann wir wo waren. Und ich glaube, ich habe gestern noch auf den Kalender geguckt. Wir sind ja jetzt knapp zwei Wochen unterwegs. Und es fühlt sich so an, als ob wir vier bis sechs Wochen unterwegs sind, von der Menge an den Sachen, die wir weggehauen haben. Und von der Produktivität, von diesem Tunnel, in den man dann wieder reingeht. Dass man nicht mehr immer wieder rausgerissen wird, dieses Samstag, Sonntag hat. Man adaptiert ja schon so ein bisschen den Lifestyle von seinen Freunden, die oftmals dann einen Corporate- oder Angestelltenjob haben. Ja, man kommt dann nicht so richtig in den Flow. Und hier ging das wieder total gut und total schnell. Patrick: Ja, absolut. Und zwar witzigerweise auch ohne irgendwie jetzt gestresster zu sein oder so. Also es ist ja nicht so, dass man dann nichts anderes mehr macht als arbeiten. Ich bin jetzt keiner, der jetzt 14 Stunden am Tag ackert. Aber alleine durch dieses Alleinsein nutzt man seine Zeit viel effizienter. Und auch die Freizeit nutze ich viel effizienter. Also ich bin auch ein Mensch, der auch auftankt, wenn er für sich ist. Ich bin so eher der introvertierte und ich habe dann insgesamt echt mehr Energie und Raum und Zeit und bin einfach konzentrierter. Marcus: Kommst dann vielleicht nochmal wieder zum Schreiben auf Deinem Blog? Auf Heldenleben.com? Patrick: Ja, ich schreibe jetzt morgens immer ein bisschen und hatte letztens mal was über meine Morgenroutine geschrieben und jetzt habe ich gerade heute den veröffentlicht, weil ich dachte: Mensch, das passt doch auch zu Deinem Thema. So Hacking usw. Deswegen habe ich gerade heute mal wieder was veröffentlicht. Aber das ist eher sporadisch. Das ist ja auch kein Business bei mir mein Blog, sondern eher ein Hobby. Einfach da ab und zu mal was zu teilen. Deswegen bin ich da auch nicht so hinterher. Aber ich mach’s schon gerne und freue mich auch immer, wenn Leute das lesen. Also klar, da will ich gerne wieder mehr machen. Ja, mal schauen. Marcus: Ja, ich würde mich auf jeden Fall total freuen, weil gerade als wir dann neu in diese Szene eingestiegen sind und Du warst ja auch bei diesem allerersten ominösen digitalen Nomaden Meetup auf’m Tempelhofer Feld dabei mit 10-12 Leuten neben Conni, Tim und den anderen drei Verdächtigen. Es gab ja in Deutschland noch nicht so viele Quellen. Es gab den Blog von Conni, es gab den Blog von Tim und es gab Heldenleben von Dir. Und Du warst sogar der Einzige und Erste, zu dem man mal ein bisschen was auf Youtube gefunden hatte. At least irgendwie ein Interview oder so. Patrick: Genau, genau. Marcus: Was ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann. Man hat echt nach dem Begriff gesucht. Händeringend haben wir nach Infos und was, wie geht das, was ist da und gibt’s da noch mehr Leute? Wie ticken die? und können wir da noch alles optimieren und verbessern? Mit wem könnten wir uns connecten? Und dann kam da irgendwie so ein Video und das warst dann Du. Und das war dann für uns beide - ich kann mich noch an den Word erinnern, als wir es zusammen geguckt haben, Feli und ich, bei mir in Berlin damals noch. Wir fanden das total faszinierend, dass da jemand war, der erzählt hat, dass er nur noch einen Backpack hat und runterminimalisiert hat. Du kannst Dich wahrscheinlich an das Interview auch noch erinnern. Insoweit warst Du für mich da so total die Inkarnation des digitalen Nomaden. Patrick: Das ist total geil. (beide lachen) Heute seid ihr die Inkarnation des digitalen Nomaden, was Öffentlichkeit angeht. Das ist cool! (lacht) Das schmeichelt mir. Marcus: Ja, war wirklich so und ich fand’s total cool, dass wir uns dann auch so gut verstanden und connected haben und ehrlich gesagt war ich dann auch echt traurig, als Du dann gesagt hast “Okay, so der nächste Step ist für mich: Ich stell mal wieder meinen Backpack in die eigene Wohnung in Berlin und mache jetzt ein Offline Business.” Was wahrscheinlich für Dich persönlich nochmal ne mega krasse Weiterentwicklung war. Wie war das für Dich voll ins Risiko zu gehen mit allem drum und dran, wie irgendeinen Raum anzumieten? Patrick: Ja, also erstens vorweg: Dieses Projekt… Es ging eben darum einen Billard Salon zu eröffnen. Das ist seit 20 Jahren so ein fixer Traum oder Wunsch von mir, weil Billard mein Sport ist. Hat ja jeder im Kopf “Ich will mal so ein Ding haben”. Und gleichzeitig war aber von vorneherein geplant, dass ich weiterhin Nomade sein kann. Also mein Geschäftspartner, der weiß wie ich ticke und mit dem habe ich auch vorher schon Geschäfte gemacht. Und der meinte, das geht klar: Du kannst weiter das so machen. Und das habe ich damals auch in nem Podcast bei Tim erklärt, wie ich mir das vorstelle. Und das war so ganz am Anfang, wo wir das geplant haben, das Projekt. Und jetzt im Nachhinein nach fast zwei Jahren Beschäftigung mit dem Projekt - der Laden ist seit eineinhalb Jahren geöffnet - muss ich sagen, dass mich das ganz schön Nerven gekostet hat und auch in der Theorie sich einfacher anhört, als es in der Praxis ist. Ich mache ein ortsabhängiges Business auf und bin einfach ganz munter fröhlich weiterhin Nomade. Das hat aber vor allem damit zu tun, also mit der Art des Business. Also wir haben eben nicht, wie es alle oder die meisten Solopreneure und Nomaden und so machen, per Bootstrapping irgendwas angefangen, wo man von Anfang an schwarze Zahlen schreibt. Auch wenn die am Anfang von mir aus zweistellig sind und dann drei, vier, wieviel auch immer Stellen langsam werden. Aber von Anfang an macht man Gewinn oder zumindest keinen Verlust, sondern wir haben klassische gegründet, nen Haufen Geld in die Hand genommen, ausgegeben, Türen aufgeschlossen und dann gehofft, dass jemand kommt. Also genau der andere Ansatz als man es bei einem Online Business ja eigentlich macht. Und das ist halt ein anderes Spiel. Also es hat extrem viel Spaß gemacht das zu bauen. Und mittlerweile ist es auch so, dass der Laden gut läuft und das macht tierisch Spaß. Und alle denken so krass! Sowas gibt’s? Gerade bei Billard Salons denken viele Leute, das sind nur so üble Kaschemmen. Unser Laden ist wirklich richtig toll. Das sage ich jetzt nicht, weil’s meiner ist. Das sagen eigentlich alle, die kommen. Marcus: Ja, der Laden heißt BATA Bar oder? Patrick: Ja, BATA Bar & Billard. Du hast ja dann sicher immer Links und so jetzt bei dem Podcast dabeistehen. Marcus: Ja, sag trotzdem mal die URL. Patrick: Ja, das ist http://www.batabar.com. Da gibt’s auch Fotos, da kann man sich nen Eindruck machen. Ja,... Wer in Berlin ist, ich freu’ mich, wenn ihr vorbeischaut. Ich bin noch fünf Wochen hier, also dann mal nen Kaffee trinken oder ein Bier. Ansonsten müsst ihr euch ohne mich den Laden angucken. Ja, wie gesagt, das war wirklich ne harte Zeit. Wir haben im ersten Jahr… sah es wirklich schwierig aus. Der Laden lief nicht so gut an, wie wir es erwartet haben. Und da kommt man dann ganz schnell richtig unter Druck, weil wir hohe laufende Kosten haben. Marcus: Das sind ganz neue Disziplinen, die man da angehen muss, oder? Sprich: Offline Werbung, Aufmerksamkeit erregen, Plakatieren, keine Ahnung, was man da alles aufstellen muss… Wegweiser, Handzettel, Flyer... Patrick: Genau. Also Gastronomie läuft sehr, sehr viel auch über Mund-zu-Mund Propaganda, dass Leute sich das einfach erzählen “Boah, ich war in nem geilen Laden. Kennste den schon?”. Und das dauert einfach länger. Witzigerweise ist aber ein Großteil unseres Marketing online. Also wir sind bei Google gut gerankt mit unserer Website. Also wenn man nach Billard sucht in Berlin, dann sind wir da ganz weit oben. Wir sind der einzige Billard Salon in Berlin mit ner englischsprachigen Website, was ein riesen Vorteil ist bei Touristen und Experts und so. Wir sind auf Facebook stark. Also wir machen ganz viel online. Offline Werbung ist extrem teuer. Also diese Plakate oder Schilder an Laternen und so, das ist wirklich… das ist schwierig, das wieder reinzubekommen. Der Laden verkauft sich quasi selbst. Also jeder der mal bei uns war, der kommt wieder oder erzählt’s weiter. Wir haben da ein Marketinginstrument noch auch aus dem Online-Denken heraus. Wir haben nur einen Tag in der Woche, wo man bei uns komplett umsonst spielen kann. Also das ist dann so ein bisschen ein Freemium Model ja. Das macht sonst keiner. Da haben uns auch alle für irre erklärt. Aber da kommen so viele neue Leute zu uns und erzählen sich das auch weiter. Also es ist wirklich gut bei nem Offline Geschäft auch da eben diese neuen Mechanismen, die es im Online Leben gibt zu übertragen und da radikal neu zu denken und das machen viele Wettbewerber eben nicht, weil die diese Art zu denken gar nicht kennen. Was, ich soll was verschenken?! Das ist ja total verrückt und so. Und na gut, da gibt’s 20% Rabatt oder da machen wir Happy Hour, da kostet die Stunde Billard 2 Euro weniger. Aber eben so radikal zu sein und zu sagen, wir schenken was her nen ganzen Tag, das traut sich keiner und das hat bei uns richtig gut funktioniert. Marcus: Cool, das erzeugt ja auch wieder Aufmerksamkeit. Das erzeugt Bass. Die Leute reden darüber und ja, die im anderen Business… alles was disruptiv ist oder noch nicht da war, erzeugt erstmal Aufmerksamkeit. Insofern smart gedacht. Und gibt es noch mehr Online Strategien oder Konzepte, die ihr dann quasi in die Offline Welt übertragen habt? Patrick: Also, was wir halt machen ist, dass wir … wir haben einen Newsletter-Verteiler, wo wir dann auch auf der Website eben einen Goodie haben. Das ist bei uns dann eben kein Download zu irgendeinem Thema, wie man es jetzt als Blogger macht. Sondern, wir haben halt einen 5 Euro Gutschein für die Tischmiete, den man bekommt, wenn man sich bei uns beim Newsletter anmeldet. Und der Mechanismus ist da auch wieder der gleiche. Da schicke ich halt einmal die Woche nen Newsletter raus mit unseren Events, mit irgendwelchen Neuigkeiten, die wir haben. Dann haben wir ne Flatrate die man buchen kann. Was wir da zum Beispiel machen ist, dass wir das verknappen. Also, das ist ein sehr gutes Angebot, ziemlich günstig. Und wenn man einen Monatsbeitrag zahlt, dann kann man so viel spielen, wie man will. Das haben wir aber nicht dauerhaft laufen, sondern da geben wir immer 10 Stück aus, dann ist mal wieder drei Monate Pause. Dann wieder 10. Also, so wie es bei Onlinekursen oder so ja auch gerne gemacht wird, dass man die aufmacht und dann macht man sie wieder zu, um einfach da so ne Verknappung zu erzeugen. Wenn wir 1000 Stück davon verkaufen würden dann hätten wir ein Problem. Marcus: Also nicht so gut skalierbar nach oben offen. Patrick: Ja, es ist nicht so gut skalierbar nach oben, aber nichts destotrotz funktioniert das gut. Es gibt Leute, die sind jeden Tag da, die nutzen das sehr gut. Es gibt auch andere, die kommen irgendwie einmal im Monat. Da ist es dann für uns wiederum gut. Ja also, ich beschäftige mich viel mit Online Business und wie man Online Geld verdient und versuche dann immer das auf unser Geschäft wieder zu übertragen, weil es gibt dann doch auch wieder viele Gemeinsamkeiten. Business ist Business irgendwie. Und vor allem auch wie Leute ticken und wie Leute kaufen und was sind Anreize, warum jemand kauft und warum er sich irgendwo wohlfühlt. Das ist dann relativ unabhängig von Online und Offline. Also wie Menschen funktionieren. Marcus: Mh, das denke ich auch. Ich denke mal als Unternehmer, also Du selber, der jetzt in der Verantwortung steht, Du kannst es ja sehr gut vergleichen. Da treiben einen doch ähnliche Ängste, Herausforderungen, Challenges, Herangehensweisen. Sei es jetzt Offline oder Online ne? Dass man nicht weiß, ist man auf dem richtigen Weg? Und dann kommen Zweifel. Dann kommen wieder drei, vier Erfolgserlebnisse, wo Du denkst “Wow, morgen die ganze Welt” und dann bist Du wieder am Boden zerstört. Also dieses ganze volatile Unternehmerleben gibt es glaube ich auch Online wie Offline. Patrick: Schon klar. Das unterscheidet sich nicht. Es ist schwierig. Also ich versuche immer das ein bisschen auszugleichen, diese Stimmungen die man hat. Also dass man sich nicht von einem Rückschlag gleich total runterziehen lässt. Aber auch andersherum, sich nicht von einem Erfolg gleich dann total durchdreht und denkt: Jetzt haben wir’s geschafft. Also es ist zwar schön auch dieses Auf und Ab. Man will ja irgendwie auch ein Leben, was in Bewegung ist. Du willst ja nicht die ganze Zeit nur so “beeep” flach auf einer Ebene haben. (beide lachen) Marcus: Dann biste ja tot bei “beeps”. Patrick: Genau, eben, ja ja. Marcus: Kein Herzschlag mehr. Patrick: Aber wenn die Ausschläge zu krass werden, dann macht einen das auch echt fertig und ja. Bei uns zum Beispiel kann man sich dann… So ein Indikator ist dann der Tagesumsatz. Dann hast Du irgendwie einen Tag, der überrascht Dich total. Da haste richtig guten Umsatz gemacht und denkst so “boah krass!”. Und dann gibt’s aber nen anderen Tag, der ist dann irgendwie schlechter als erwartet. Und da jeden Tag auf die Umsätze zu gucken, da wirste verrückt irgendwann. Also am Anfang ist das spannend, aber mittlerweile gucken wir uns nur noch die Monate an und versuchen eben die großen Schrauben zu drehen und wenn mal ein Tag stärker oder schwächer ist, dann flippt man ja nicht gleich aus, ne? Und das sind die gleichen Mechanismen wie bei nem Online Business oder was auch immer. Und in meinem anderen Geschäft habe ich ja einen Online Handel. Das ist ja eine Mischung eben. Da habe ich zwar einen Offline Aspekt, nämlich physische Produkte, die ich verkaufe, aber eben Online. Also Online/Offline ist jetzt nicht so anders... Marcus: Mh, so weit weg ne? Patrick: Ja, was Business angeht. Marcus: Ja. Zumal, wie Du gerade sagtest: Wenn man so ein Business wie Du vorher gemacht hast, das ist ein Shop zu Billardutensilien oder überhaupt um das ganze Thema Billard ne? Da warst Du ja auch schon in beiden Welten mehr oder weniger drin. Du hast gesagt, Du bist auch oft nach Asien geflogen auf die großen Messen glaube ich, um dann Produkte einzukaufen. Patrick: Ja genau. Ich bin auch ehrlich gesagt jemand: Ich mag die physische Welt auch. Also ich bin zwar viel online und sitze den ganzen Tag am Rechner mehr oder weniger, aber ich mag physische Produkte. Also mir macht Handel Spaß. Mir macht es Spaß Queues in die Hand zu nehmen und zu sagen “Hey, das ist ein gutes Produkt, das kann ich verkaufen”. Was am reinen Online Business, wenn man digitale Produkte verkauft oder so, schön ist, ist dass man es gut automatisieren kann. Das Geld verdienen ist nicht so aufwendig. Man hat die Dinger nie in der Hand. Ich habe also auch ein Ebook. Das verkauft sich einfach und ich merke das gar nicht. Aber mir macht es eben auch Spaß mich mit physischen Dingen zu beschäftigen. Marcus: Ja, mir geht’s genau ähnlich. Darum bin ich auch so happy und dankbar, dass wir diese Events irgendwann gestartet haben. Weil irgendwie Online, alles cool. Wie Du schon sagtest, kann man, wenn man das Know-How hat mit verhältnismäßig wenig oder überschaubarem Aufwand dann auch seine Kohle machen und kann es vielleicht nach oben skalieren, aber dieser direkte Kontakt… Du kriegst vielleicht mal ne E-Mail oder so ein bisschen Feedback, aber die Leute nochmal live zu treffen auf den Events und die schauen Dir in die Augen und Du merkst ob da irgendwie ne Spannung herrscht und bekommst direkt das Feedback. Das ist irgendwie unbezahlbar. Oder auch so die kleinen Sachen. Wir verkaufen ja auch Kofferanhänger oder so Backpack Patches auf dem Travelicia Blog. Das ist irgendwie auch cool, wenn die dann aus der Manufaktur kommen und wir die in der Hand halten und denken so “Ey geil! Das ist unser Produkt, da ist jetzt so das Travelicia Loge drauf!” Patrick: Genau. Marcus: Das kann man irgendwie gar nicht vergleichen. Also ich finde irgendwie braucht man beides in meinem Fall jetzt. Patrick: Das ist bei mir genau das gleiche, ja. Marcus: Wie war das denn bei Dir? Du bist ja wirklich einer der Pioniere der digitalen Nomadenszene in Deutschland. Was hat Dich damals dazu bewogen, diesen Lifestyle in Angriff zu nehmen und zu starten? Wer hat Dich inspiriert? Patrick: Ja, das war ein Blogger, den kennen viele nicht. Ein Amerikaner, der heißt Tynan. Ich weiß gar nicht, wie ich damals auf den gekommen bin. Auf jeden Fall bin ich dem ne Weile gefolgt und dann habe ich entdeckt, dass der ein Buch geschrieben hat über digitales Nomadendasein. Also der war einer der ersten in den USA, der diesen Begriff auch verwendet hat. Und das Buch von dem heißt “Live Nomadic”. Der schreibt auch nen super Blog. Es ist nach wie vor einer meiner Lieblings-Blogger. Und der hat dieses Buch geschrieben und ich habe das gelesen und es ging eben um wie man Online Geld verdient und eben dann alle Sachen verkaufen. Er beschreibt das auch in seinem Buch, wie er da irgendwie das Zeug alles auf so einer Verkaufsparty an seine Freunde und irgendwelche Nachbarn verkloppt hat und dann halt angefangen hat zu reisen. Und ich habe das gelesen, ich war damals als Freelancer tätig. Ich habe Websites gemacht und so. Und dachte “Krass! Das kann ich ja auch machen.” Weil ich hatte eben schon ein digitales Business eigentlich. Ich habe meine Kunden nie gesehen. Die waren zwar in Berlin, aber die habe ich am Anfang, wenn ich die kennengelernt habe, haben wir uns mal getroffen und danach eigentlich nur noch über Telefon und E-Mail kommuniziert. Und ich dachte, das geht ja und was mich zu dem Zeitpunkt in meinem Leben echt gestört hat ist, dass ich nie aus Berlin weg war, also längere Zeit. Natürlich Urlaub, aber ich habe immer in Berlin gelebt. Und das hat mich immer stärker und stärker gestört, dass dieses Kapitel irgendwie fehlt: Auslandsaufenthalt. Und dann habe ich dieses Buch gelesen und dachte, da steckt ja alles drin. Das Business dafür habe ich schon und ich kann damit das machen, was mir fehlt nämlich mal die Welt kennenlernen. Und dann habe ich ein paar Leuten davon erzählt, wie toll ich dieses Buch fand. Ich habe gar nicht gesagt, ich mache das. Sondern einfach nur “Hey, ich finde dieses Buch total cool”. Und das habe ich dann 20 Leuten erzählt und irgendwann fragte der erste dem ich das erzählt habe “Was ist denn eigentlich mit Deinem Plan da jetzt abzuhauen?” Und ich so “Hä, was denn für ein Plan?” (beide lachen) Naja und dann war’s ein Plan. Marcus: Und so kommt man dann zu Plänen ne? Patrick: So kommt man zu Plänen und dann hatte mein Mitbewohner damals Pläne mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Und die Messe in China stand an, wo ich sowieso bald weit weg reisen sollte und dann dachte ich jetzt: Okay, das ist jetzt der Moment. Jetzt passt alles zusammen. Jetzt machst Du das. Und dann, wenn so eine Entscheidung mal getroffen ist, dann macht’s mir auch Spaß. Vor allem wenn es jetzt so neue Sachen sind. Das ist ja radikal. Ich mag gerne so krasse Dinge, weißt Du? Du wirst jetzt Nomade, Du verkaufst jetzt alles oder Bäm, Du machst jetzt hier mal so nen Billardasalon auf, macht sonst auch keiner so einfach so. Wenn so ein dicker Brocker irgendwie mir hingelegt wird und sagt: Hier möchtest Du den haben? Das gefällt mir. Marcus: Das ist geil ne? Aber das kann irgendwie auch süchtig machen. Also man stumpft irgendwann auch immer mehr ab, ne, und braucht dann immer noch fettere, größere Herausforderungen. Patrick: Ja, und es ist auch cool so mutig zu sein. Man wird dann ja auch immer von anderen als mutig betrachtet. So “Wow, den Mut hätte ich nicht” und so. Hört man ja oft solche Sachen. Ich hatte beim BATA jetzt, da hatte ich im letzten Jahr Momente, wo ich dachte: War das jetzt Mut oder war das fahrlässig? Diese letzte Erfahrung war okay. Du kannst Dich auch mal verschlucken an so nem dicken Brocken. Aber es macht einfach Spaß so große Dinge anzugehen. Damals, das war pure Begeisterung. Also ich habe das dann gemacht und das war ne fantastische Erfahrung. Marcus: Ja ich glaube, das ist immer ein ganz dünner Drahtseilakt. Ist das jetzt schon fahrlässig? Ist das einfach nur unternehmerischer Mut? Ist das totaler Wahnsinn? Aber genau das Gespräch hatte ich gestern lustigerweise mit nem Professor an der University of Bangkok, der Entrepreneurship lehrt. Und er sagte auch, er braucht irgendwie in seinem Leben… er ist ein bisschen ruhiger geworden und Professor und doziert da an der Uni und er sagte aber in seiner unternehmerischen Laufbahn brauchte er immer diesen Nervenkitzel. Dieses ein Schritt weiter gehen als andere und hat dann mal als Beispiel genannt, dass er oft bei den Banken saß und mal in der Position war, dass er dann vollständig diktieren konnte, zu welchen Bedingungen er jetzt das Venture Capital kriegt, weil er da wirklich auf so nem geilen Business Modell saß und jeder wollte ihn funden. Und dann irgendwie zwei Jahre später saß er da und hat gebettelt, weil er quasi schon wieder Schiffbruch erlitten hatte und Bankrott war. Und dann drei Jahre später hat sich das Blatt wieder total gewendet und er war wieder auf der Sonnenseite des Lebens. Da braucht man glaube ich mitunter schon starke Nerven. Patrick: Absolut, ja. Marcus: Und als Du dann gestartet bist in den Lifestyle, gab’s da in der deutschen Szene schon irgendwelche anderen Leute, die ähnlich getickt haben oder darüber geschrieben haben? Warst Du alleine? Hast Du geguckt? Patrick: Also ich habe damals ehrlich gesagt, gar nicht mich so sehr umgetan nach anderen. Ich habe ja schon geschildert, ich bin mehr so introvertiert. Ich mache gerne einfach mein Ding. Ich habe damals hat Conni schon ein Ebook geschrieben, auf Englisch sogar, wo ich dachte: Ach ja, guck mal. Da gibt’s auch eine. Also nicht einen kleinen Backpackblog, den meine ich nicht. Sondern sie hatte so ein Ebook auf Englisch schon mal, auf nem - ich weiß nicht, ob das ein anderer Blog war oder wo sie das gemacht hatte - und dann habe ich aber so ein paar englische Blogs halt gelesen. Aber auf meinen Reisen habe ich mich jetzt nicht explizit mit digitalen Nomaden vernetzt. Ich bin da eher auf eigene Faust unterwegs gewesen. Marcus: Du hast es einfach gemacht. Patrick: Genau. Ich war in Chiang Mai und habe Leute kennengelernt. Das war so über Couchsurfing hauptsächlich. Das waren dann Leute die zum Beispiel Englischlehrer in Chiang Mai waren. Da gibt’s viele. Also das hatte mit Nomaden nix zu tun. Ich habe einmal auf so nem Couchsurfingtreffen - oder da waren immer mal ein, zwei Leute dabei, die auch so drauf sind. Die waren aber auch internationale. Also deutsche Nomaden habe ich da nie getroffen. Und dann hat mich damals am Ende, also das war in 2012… hat mich dann einer, der Julien Wienemann, der ist jetzt auch seit einigen Jahren unterwegs. Der ist auch auf Facebook in der Gruppe, aber ich weiß gar nicht, ob er einen Blog hat. Das war so mein erstes Interview als Nomade. Der hat mich da für seinen Podcast interviewt. Ich weiß aber gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt. Marcus: Ja, irgendwann bin ich ja über ihn auch schon mal gestolpert. Der war auf jeden Fall auch schon ziemlich früh dabei, genau. Patrick: Der wollte das damals anfangen und hat mich dann interviewt. Und nachdem ich wieder aus Asien zurückkam ist er dann halt nach Vietnam. Marcus: Eben im Vorgespräch haben wir kurz ein bisschen gequatscht über Chiang Mai, wo wir gestern Abend angekommen sind, Feli und ich. Und Du warst ja vor drei Jahren hier ne? Patrick: Genau 2012. Also von April bis Juli etwa . 2012 war ich dort. Marcus: Ganze vier Monate. Wenn man das jetzt sieht, ist irgendwie ein Coworking Space neben den anderen 1000 Cafés. Alle 24/7 auf und Internet und Apple Repair Stores ohne Ende und irgendwie so ein echter Hotspot für digitale Nomaden. So ein kleines Disneyland. Ich glaube das ist auch ziemlich schnell gewachsen oder hat sich in die Richtung entwickelt, nachdem was Du mir eben erzählt hast, dass es vor drei Jahren kaum so Locations gab für digitale Nomaden oder? Patrick: Ja, also es war auch schon als ich los bin damals… Da war es auch schon einer der Orte, wo die Nomaden hingegangen sind. Also in den englischen Foren und so, da war Chiang Mai schon auch ein Hotspot, aber es gab das noch nicht… Ich denke, das ist jetzt einfach viel mehr. Also es gab keinen Coworking Space. Es gab auch da schon eine Menge Cafés, wo man sich hinsetzen konnte. Das Internet war auch gut. Es war als ich da war schon super gut für Nomaden und ich weiß noch, dass ich damals weggegangen bin aus Chiang Mai mit dem Gedanken: Super. Ich habe jetzt einen Ort auf der Welt zumindest, wo ich weiß ich kann da immer hingehen und arbeiten und hab keine so hohen Lebenshaltungskosten und so. Ich vermute mal, dass es heute einfach noch extremer ist. Ich bin jetzt auch ziemlich gespannt. Also ich werde ja dann im Dezember/Januar auch nach Chiang Mai kommen, ob es mir dann gefällt oder ob es mir dann schon ein bisschen zu viel ist. Mal sehen… Also es gab damals schon etliche Nomaden dort. Marcus: Hast Du sonst als Nomade damals noch andere Orte abgecheckt? Patrick: Ja, also ich war insgesamt neun Monate in Asien. Davon waren der längste Aufenthalt in Chiang Mai, vier Monate. Die längeren Aufenthalte waren Sai Gon, wo ich vier Wochen war, weil es mir auch sehr gut gefallen hat. Was auch super funktioniert. Also die haben da echt gutes Internet zum Beispiel in Vietnam. Sai Gon ist auch eine total quirrlige Stadt mit coolen Cafés und das ist, wenn man die Küche mag und… Vietnam hat’s mir echt angetan. Das ist ein cooles Land. Ich war auf den Philippinen. Das war eher zwiespältig vom Arbeiten, weil ich da…. ich finde das Internet da nicht so gut. Und ich weiß nicht, ob das an den Inseln liegt, dass es da einfach schwer ist eine Infrastruktur aufzubauen. Und irgendwie waren die Philippinen so entspannt und relaxt, dass ich da nicht so richtig ins Arbeiten gekommen bin (lacht). Also ich hatte da ne geile Zeit. Erstmal sind die Philippinen für mich als Billardspieler ein Schlaraffenland, weil die Philippiner total Billardverrückt sind. Die haben auch hunderte von Weltklassespielern da. Und dann habe ich da einen Tauchschein gemacht. Also man kann da eine wirklich gute Zeit haben. Tolle Inseln und so. Aber zum Arbeiten bin ich da nicht so richtig in den Tritt gekommen. Was gibt’s noch. In Malaysia war ich. Das war aber auch größtenteils Urlaub mit nem Freund. Das hat mir als Land sehr, sehr gut gefallen. Das waren aber drei Wochen Urlaub und dann war ich aber auch noch drei Wochen in Kuala Lumpur, wo man auch okay arbeiten kann. Also da gibt es auch Cafés und das war auch ganz in Ordnung. Marcus: Ja, Asien passt irgendwie einfach. Patrick: Asien funktioniert super, ja. Marcus: Finde ich auch. Wir waren ja jetzt die letzten beiden Winter in Mittelamerika und Südamerika unterwegs, was auch ganz cool war. Aber ich habe mich wie sau nicht zuletzt auch wegen dem Essen jetzt auf die Asientour gefreut, die wir gerade machen. Hast Du eine bestimmte Morgenroutine? Die Du wahrscheinlich in Deinem neuen Artikel schon beschrieben hast, die ich aber noch nicht gelesen habe. Vielleicht teilst Du die noch mal mit unseren Hörern. Patrick: Sehr gerne. Also das haben ja viele Leute beschrieben, was sie am Morgen machen. So bestimmte Routinen, also Habits generell, sind ja so ein wichtiges Schlagwort, wenn man irgendwie produktiv sein will und erfüllt leben will usw. Und ich merke das auch immer mehr, dass das funktioniert und wie gut das funktioniert und habe jetzt tatsächlich selber auch mir mal so ne Morgenroutine gebaut, weil ich bin morgens eigentlich…. Also der Morgen ist für mich eigentlich immer ne schlimme Sache gewesen. So der Tag fängt an: Um Gottes Willen! Nein, ich bin wirklich ein Morgenmuffel. Also ich wache auf und habe buchstäblich … also ich habe negative Gedanken. Ich wache auf und mache mir Sorgen und habe keine Lust aufzustehen. Das ist richtig…. das geht schon fast in eine depressive Richtung. Ich habe mal gelesen, dass das irgendwie mit Chemikalien zu tun hat, die im Gehirn ausgeschüttet werden wenn man schläft. Und die sind halt da und ich habe dann oft das Telefon neben dem Bett gehabt und habe dann irgendwie als erstes irgendwie Smartphone, Facebook checken und habe mir ne halbe Stunde irgendwie diese ganze Sauce in den Kopf gekippt. Marcus: Ja... Patrick: Den Mist den man da sieht. Und das ist der mieseste Start in den Tag, den man sich vorstellen kann. (grinst) Ich habe dann nach und nach einzelne Dinge angefangen zu machen. Also zum Beispiel habe ich vor nem halben Jahr mit CrossFit angefangen und darüber bin ich dann zum Bulletproof Coffee gekommen, also dieser Kaffee, den man halt mit Butter und Kokosöl sich anmixt. Marcus: Das funktioniert? Patrick: Ja sehr gut, also für mich. Weil der macht mich wacher als normaler Kaffee. Dann, was ich auch schon relativ lange jetzt seit einigen Monaten mache ist so ne spezielle Duschroutine, wo ich also erstmal ganz normal dusche und dann aber die Dusche abschließe mit 20 Sekunden Eiskalt, 20 Sekunden heiß und dann wieder 20 Sekunden Eiskalt. Und dieser Wechsel der regt den Kreislauf nochmal an. Und diese beiden Dinger machen mich halt echt wach. Und wachwerden ist für mich morgens immer die größte Herausforderung. Also das sind die beiden Sachen, die ich jetzt schon länger mache und darüber hinaus habe ich so Sachen drin, wie also aufstehen und mein Bett machen. Also einfach die Decke ordentlich hinlegen, ein Glas Wasser trinken, Vitamine nehmen. Dann habe ich halt ein bestimmtes Frühstück, was ich mir immer mache. Also das sind Eier mit Spinat und Linsen. Ich mache ein paar Dehnübungen, also so ein paar Yogabewegungen und jetzt seit drei Wochen schon, habe ich auch eine kurze Meditation mit eingebaut. Der Headspace, diese App. Marcus: Ja, saugeil. Die nehme ich auch jeden Tag. Patrick: Genau und das habe ich schon fünf Mal probiert, das einfach irgendwie so mal zehn Minuten jeden Tag meditiert und als ich versucht habe, das einfach so irgendwann am Tag dann einmal zu machen, habe ich immer nach drei, vier Tagen wieder abgebrochen. Ich habe einfach diese zehn Minuten nicht gefunden. Marcus: Nee, wenn Du einmal drin bist am Tag ne? Dann fliegt der so an Dir vorbei. Patrick: Genau und dann gönnst Du Dir diese zehn Minuten nicht mehr, weil Du denkst: Nee jetzt muss ich aber wirklich los. Oder jetzt muss ich unbedingt das machen. Und jetzt als Teil dieser Routine, wo es eigentlich gar gibt, mache ich das jetzt. Da kommt das einfach als nächster Programmpunkt so: Jetzt meditieren. Und das tut mir extrem gut und ich habe das schon lange geahnt, dass meditieren für mich gut sein wird, weil mein Kopf irgendwie immer in Aktion ist. Und jetzt mache ich’s seit drei Wochen und das tut mir richtig gut. Marcus: Cool! Da hast Du ja ganz schön viele Habits und Routinen, die Du da in den Tag eingebaut hast morgens. Patrick: Ja, also das dauert fast zwei Stunden das ganze Ding, aber es tut mir auch extrem gut und ich habe dieses ganze Programm halt auf meinem Blog aufgeschrieben. Jetzt der letzte Beitrag. Da ist das dann auch nochmal sortiert. Das waren jetzt irgendwie so viele Baustellen durcheinander. Marcus: Ja, das verlinken wir. Patrick: Ja das tut mir sehr gut. Marcus: Ja, meine dauert mittlerweile auch ne gute Stunde oder fast eineinhalb oder so, aber ich will nicht mehr drauf verzichten, weil es gibt dann Tage wo es dann nicht 100% klappt oder aus irgendwelchen Gründen Du dann doch irgendwie morgens im Stress bist oder wenn Transport Day ist oder ein früher Flug genommen werden muss. Und wo ich das dann nicht durchziehe und dann aber auch merke, wie viel anders man in den Tag reingeht und wie viel mehr gestresst man ist…   Patrick: Ja, das ist jetzt für mich auch die größte Frage. Und das war für mich echt ein Punkt der mich hat zweifeln lassen. Gehst Du jetzt aus Berlin weg, gehste wieder auf Reisen? Wie kriege ich meine Routinen irgendwie da rein gerettet? Also das ist einmal dieser Morgenablauf und mein Frühstück zum Beispiel, wo ich halt zumindest ne Herdplatte brauche. Oder hier der Bulletproof Coffee und so. Aber zum Beispiel auch meinen Sport. Ich bin kein Naturtalent, was Sport angeht. Ich muss mich immer dazu zwingen und jetzt gehe ich halt seit nem halben Jahr zweimal die Woche zum CrossFit. Und wie kriege ich das irgendwie rein gerettet ins Reisen, wo man immer wieder an anderen Orten ist? Das wird die nächste große Herausforderung. Also meine guten Routinen die ich jetzt habe auch in diesen mobilen Lifestyle mit reinzubringen. Marcus: Ah, das ist auf jeden Fall ne fette Herausforderung. Aber machbar. Patrick: Da bist Du ja auch Experte ne? Marcus: Genau, da wir das ja sehr zum Extremen treiben wenn wir reisen und dann auch immer mit sehr wenig und abgelegene Orte. Jetzt nicht so convenient wie in Chiang Mai im Moment. Meistens sind’s dann doch kleiner Fischerdörfer irgendwo am Meer, wo Du dann keine CrossFit Box hast oder Dein Fitnessstudio oder ein Muay Thai Club oder Gym. Hat bei mir beispielsweise - worauf ich immernoch schwöre seit drei Jahren - dieses TRX Band immer wieder gute Dienste geleistet. Das wiegt zwar ein bisschen, wenn man’s mitnimmt. Vielleicht ein, zwei Kilo oder so, aber die sind’s mir absolut wert. Überall, an jedem Ort der Welt findet man irgendwie einen Baum oder ne Palme und kann dann das Band aufhängen und dann funktionales Training mit dem eigenen Körpergewicht machen. Patrick: Okay. Das sind diese dicken Gummibänder ne? Also jetzt mal ganz einfach gesprochen… Marcus: Ja nee, die sind nicht flexibel. Die sind starr. Ich schick Dir gleich nochmal den Link und verlinke das auch in den Shownotes. Das sind keine Gummibänder, sondern Du hängst Dich da mit dem kompletten Körpergewicht rein und kannst dann aber auch den Oberkörper trainieren, ganz viel die Mitte, also den Bauch. Weil fast alles so irgendwelche Halteübungen sind, die aber dann mega auf die Kraftausdauer gehen und echt den Body total schön shapen und formen. Also nochmal ganz anders, als wenn Du Gewichte drückst oder CrossFit machst im Fitnessstudio. Und das funktioniert richtig gut. Da gibt’s auch ne coole App zu, die verlinke ich auch. Wo zig Übungen auf Video vorgemacht werden. Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt und der nächste fette Vorteil von diesem TRX Band ist - am besten auch wieder so als Routine aufbauen, jeden Abend bei Sonnenuntergang mache ich das immer gerne irgendwo am Strand, am Meer - spricht sich das irgendwann in dem Dorf rum und es kommen immer mehr Leute dazu, die local Jugend, die dann mit Dir da TRX trainiert. Und so kriegt man da immer ganz gute Connections auch zu den locals und es ist immer mega viel los. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich überhaupt noch selber zum Trainieren komme, weil alle so viel Spaß damit haben und das noch nie gesehen haben. Patrick: (lacht) Marcus: Dann ist das immer so ein fettes HURRA und ein fettes Highlight, wenn ich da mit dem Ding an den Strand runtergehe. Also das ist echt cool! (grinst) Patrick: Ja, alles klar. Das gucke ich mir mal an. Also, ich habe jetzt auch als ich im Frühjahr mal unterwegs war, da habe ich dann halt dieses 7 Minute Workout gemacht, was ja… Das kennst Du sicher auch. Was auch schonmal gut war, aber ich glaube, das war für mich nur gut, um zwei Wochen so einigermaßen drin zu bleiben und so ein bisschen was zu machen, aber für dauerhaft vielleicht ein bisschen wenig, ich weiß es nicht. Mal gucken. Marcus: Was cool ist, ist gerade in Südamerika aber auch in Mittelamerika. In Südamerika aber noch mehr. Da gibt’s voll oft so Freiluft Gyms, die kostenlos sind für die ganze Bevölkerung. Und dann mitten in der Stadt stehen auf einmal ein paar Stangen und so ein Parcours und sowas, wo man dann trainieren kann oder in Marokko in Afrika noch. In Nordafrika war das dann auch so in Taghazout. Wo dann einfach so ein paar alte Autofelgen, so Alufelgen an so ne Eisenstange geschweißt waren oder so und das dann als Langhantel umfunktioniert wurde. Aber wenn man ein bisschen rumschaut und auch rumfragt, so gerade bei den heranwachsenden, halbstarken Jugendlichen. Die trainieren alle immer ziemlich gerne, egal wo, dann findet man da immer wieder Optionen und Möglichkeiten. Patrick: Cool. Marcus: Das geht auf jeden Fall, aber ist natürlich schon gerade wenn man oft die Orte wechselt ne Herausforderung. Gerade morgens dann seine Routine immer wieder durchzuziehen. Was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du gerne noch besser werden? Patrick: Ähm, das sind … ja das ist bei mir vor allem Fokus. Also ich bin so ganz... absrakt gesprochen, was so persönliche Eigenschaften angeht, denke ich, ist es mich zu fokussieren auf einzelne Projekte und dann auch die wichtigen Dinge zu machen, nicht nur die Dinge, die mich interessieren, die mich begeistern, die kreativ sind oder so, sondern die, die auch wirklich dann richtig gute Ergebnisse erzielen. Das ist auch was wo ich immer wieder am kämpfen bin. Ich habe tolle Projekt, wenn man von außen darauf guckt, aber ich habe auch permanent das Gefühl, dass ich irgendwie doch noch unter meinem Möglichkeiten bleibe. Da habe ich auch gerade ein interessantes Buch zu gelesen. Das heißt auf englisch “The Big Leap”. Auf deutsch hat es einen furchtbaren Titel, der so nach so Hausfrauenesotherik klingt, aber ... Marcus: (lacht) Patrick: “Lebe Dein Leben bevor es andere für Dich tun” - schrecklicher Titel. “The Big Leap” - Der große Sprung, Mann. Das klingt viel cooler! Marcus: Ja auf jeden Fall! Patrick: Ist ein gutes Buch, wo es eben darum geht sich so voll zu entfalten und wirklich sein volles Potenzial auszuschöpfen. Hab mich gerade wieder mal daran erinnert. Und ja, ich habe immer noch das Gefühl, ich bleibe unter meinen Möglichkeiten. Ich entfalte mich noch nicht voll und das ist was, was ich jetzt wirklich angehen will. Ganz konkret auf meine Projekte ist es eben oft, wie gesagt, dieser Fokus. Dass ich einfach bei meinem Businesses zum Beispiel, bei meinem Online Shop da weiß ich seit zwei Jahren, ich muss einfach mehr auslagern, weniger selber machen und ich tu’s einfach nicht, ne? Und da eben einfach das dann zu machen und zu sagen: So, jetzt gib Gas! Das ist ein Punkt, an dem ich arbeiten werde. Und dann gibt’s auch noch ganz konkret, dass meine Finanzen auch noch nicht so sind, wie ich sie mir vorstelle. Also, ich habe schon vor Jahren mich mit meinen Finanzen beschäftigt und hatte eigentlich bestimmte Ziele für mein jetziges Lebensalter, von denen ich weit entfernt bin. Wie Geldverdienen und gerade das BATA hier, das kann in ein paar Jahren auch noch deutlich mehr machen, aber ich bin nicht da wo ich sein will und das stört mich extrem. Und dieses Jahr war so das Jahr der Gesundheit für mich, wo ich mich viel um meinen Körper gekümmert habe und das nächste Jahr wird für mich das Jahr der finanziellen Gesundheit. Und das passt ja auch zusammen. Also Fokus, meine Projekte eben voranbringen und eben die Finanzen in Ordnung bringen. Das ist ja miteinander verbunden. Marcus: Ja und das wird wahrscheinlich auf der Reise in Asien Dir dann viel leichter fallen, einige Dinge vielleicht ein bisschen schwerer, wie diese Routinen aufrechtzuerhalten. Andere vielleicht ein bisschen leichter, Deine Projekte nach vorne zu bringen. Insofern steht Dir glaube ich ne spannende Zeit bevor oder? Patrick: Ja absolut. Also ich bin jetzt auch guter Dinge und habe jetzt noch fünf Wochen hier, um meine Zelte abzubrechen. Und dann bin ich sehr gespannt, wie das nächste Jahr so losgeht. Marcus: Cool! Patrick: Ich freue mich natürlich auch wieder meine Nomaden im Paradies zu treffen. Marcus: (lacht) Ja, wir freuen uns auch schon total. Wir machen ja nen kleinen Abstecher nach Europa, um dann mit der Cruise nach Südamerka zu gehen, nach Brasilien. Wir kommen dann höchstwahrscheinlich - vielleicht testen wir noch das Coboat aus vor der Küste von Sri Lanka. Haben da noch ganz wilde Pläne irgendwann im Februar, aber müssen ja spätestens, sage ich mal, Mitte Februar wieder in Asien und genauer in Bangkok sein, um die Global vorzubereiten, die dann am 1. März steigt. Patrick: Das habe ich mitbekommen. Marcus: Bist Du dann noch in Asien unterwegs? Patrick: Mit Sicherheit, ja. Also ich, jaja. Da bin ich bestimmt irgendwo in der Nähe. Marcus: Ja cool! Also dann bist Du hiermit eingeladen, dann sehen wir uns spätestens bei der Global. Patrick: Sehr cool! Marcus: … und bleiben ja sowieso in Kontakt. Coole Sache, also vielen Dank für dieses spannende Interview für die ganzen Background Infos von einem der Pioniere der deutschen digitalen Nomadenszene, den kaum einer kennt. Patrick: (lacht) Genau. Marcus: (lacht)  Weil Du schon ausgestiegen bist, als es spannend wurde, aber umso schöner, dass Du jetzt wieder mit am Start bist und so oder so finde ich Deinen Blog nach wie vor geil und würde mich freuen, wenn Du dann auch wieder mehr Zeit finden würdest, auf Heldenleben zu schreiben. Patrick: Ja, mal schauen. Ich mach’s immernoch gerne und es ist immer so schubweise. Da kommt auf jeden Fall was. Nicht so oft, aber es lebt nach wie vor. Ja hat mich auch sehr gefreut mit Dir zu plaudern und ja. Ich freue mich auch auf alles weitere. Marcus: Ja, dann sehen wir uns bald live in Thailand. Viele Grüße nach Berlin. Patrick: Danke Dir! Bis dahin. Marcus: Jo, hau rein. Patrick: Ciao. Jo, das war es auch schon wieder. Wieder ein bisschen länger als ne halbe Stunde geworden, nämlich knapp 50 Minuten. Aber wenn es so spannend ist, kann ich irgendwie nicht vorher dieses Gespräch beenden und cutten ohne alle Fragen gestellt zu haben, die mich interessieren. Und dafür ist Patrick einfach ein viel zu spannender und angenehmer Gesprächspartner. Ich denke, das ist auch rüber gekommen mit welcher Ruhe und Gelassenheit er Dinge angeht, auch wenn er eben im Interview gesagt hat, in seinem Kopf sieht’s ganz anders aus. Ich auf jeden Fall finde er strahlt immer sehr viel Souveränität und Ruhe aus. Das was mir selber dann auch gut tut, weil ich selber viel zu unruhig bin und viel zu hibbelig und Sprunghaft. Insofern, mir hat’s mega Spaß gemacht. Ich hoffe, euch auch. Wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Bis dahin: Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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  • Jan Lenarz ★ Wie baue ich ein nachhaltiges und veganes Online Business auf?

    · 00:42:47 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Jan Lenarz von Vehement Das ist die LIFEHACKZ Show Folge Nr. 32! Ladies and Gentlemen, welcome to a new episode of the LIFE HACKZ Show. Live from Chiang Mai, Thailand, Punspace Coworking Space. Der heutige Gast der Show ist ein Jungunternehmer, Jan Lenarz, der eine vegane und nachhaltige Kampfsportmarke aufgebaut hat. Er vertreibt seine Handschuhe, Schienbeinschoner, MMA Grabbing Handschuhe online über einen Shop und internationalisiert gerade nach USA. Sauspannend das alles! Nach dem Lean Startup Approach und ohne fremdes Kapital, komplett gebootstrapped von seiner Kinderzimmerwohnung aus. Grund genug ihn auf den Podcast zu holen. Checkt das sauspannende Interview aus! Und das Interview wird heute präsentiert von dem Five Minute Journal. Das Five Minute Journal ist ein  Tagebuch, das man morgens für drei Minuten ausfüllt und abends für zwei Minuten, sodass Du bei fünf Minuten bist. Und wenn Du das regelmäßig tust, verhilft Dir das zu einer achtsameren und bewussteren und positiveren Einstellung zum Leben. Also Check it out unter www.fiveminutejournal.com und jetzt viel Spaß mit der heutigen Folge mit Jan Lenarz! In dieser Folge lernst du: Wie Du zu mehr Selbstbewusstsein kommen kannst. Wie Du mit Deinem Produkt organisch wachsen kannst. Warum man besser joggen gehen sollte, wenn man gerade nicht weiterkommt. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de]  1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Jan Löwenherz Vehement Gut gebrüllt, Löwe Ein guter Plan Boxhaus   [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Marcus: Jo, hi Jan! Saugeil, dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Sag mal, wo bist Du gerade und was machst Du? Jan: Ich bin gerade aus Amsterdam in der Heimat angekommen. Jetzt bin ich in Minden, Westfalen bei meiner Mutter. Einen Tag Auszeit, ja. Marcus: Ja, genau. Und was machst Du in Minden bzw. was machst Du, wenn Du nicht bei Deiner Mutter in Minden bist? Jan: (grinst) Dann bin ich in Berlin, da ist mein fester Wohnsitz. Marcus: Genau. Und ich bin auf Dich aufmerksam geworden, ich glaube über einen Artikel, wo es auch um soziales Unternehmertum ging, um Social Entrepreneurship. Und ähm, da ist mir der Satz “Destroy your enemies, not your planet” voll in die Augen gestochen. Vielleicht erklärst Du mal, was dahintersteckt und inwiefern das mit Dir zusammenhängt und mit Deinem Business. Jan: Hm, genau. Das ist unser Slogan von meiner Kampfsportmarke Vehement. Wir machen nachhaltige und faire Kampfsportausrüstungen und ähm, also es ist nicht so gemeint, dass man alles seine Feinde wirklich zerstören soll. Es geht viel um die inneren Dämonen, die man bekämpfen soll, was man halt beim Kampfsport sehr gut machen kann. Und deswegen… und die Erde nicht zerstören, genau, klar. Weil wir eben nachhaltig sind und auch auf Umweltschutz achten und soziale Standards in unseren Fabriken haben. Marcus: Ja, ich interessiere mich ja selber auch für Kampfsport und kenne ja jetzt auch einige andere Brands. Und ehrlich gesagt, ist mir der Ansatz bisher gerade in Verbindung mit Kampfsport auch noch nie so untergekommen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, die beiden doch vielleicht etwas konträren Welten miteinander zu verbinden? Vielleicht sind sie ja auch gar nicht so konträr. Jan: Genau, man denkt ja immer… das klingt auch ein bisschen schräg, das gebe ich zu (grinst), aber das ist bei Kampfsport auf jeden Fall nicht so, dass es da nur um Schlägertypen geht. Das kennst Du ja wahrscheinlich auch, wenn Du Dich damit beschäftigst und dann ist es einfach eine sehr ganzheitliche Sportart. Gerade viele asiatische Kampfsportarten haben diese Einheit von Natur und Mensch schon in ihrer Philosophie mit drin, ne? Es ist gar nicht so weit ab. Ich habe einfach gesehen, so im Alltag, im Studio, beim Training… die ganzen Leute, das sind alles Leute, die auf so etwas achten. Also, denen ist die Welt nicht egal. Klingt erstmal als Widerspruch, aber ist es gar nicht. Also, Nachhaltigkeit ist in der Szene ein sehr großes Thema. Marcus: Ja, also ich selber mache Krav Maga zum Beispiel in Berlin, wenn ich dann mal wieder in der Homebase bin und muss sagen, die Leute, mit denen ich dort trainiere sind alle sehr nachhaltig und durchdacht unterwegs und eben nicht diese stumpfen Schlägertypen. Ich glaube, die würden’s auch nicht lange da aushalten bzw. dann auch entfernt werden aus dem Training. Was für einen Background hast Du in Sachen Kampfsport? Jan: Ich habe selber vor zehn Jahren mit Muay Thai, also Thaiboxen angefangen. Damals noch in Hamburg in der Roten Flora, also in dem besetzten Kulturzentrum mitten in der Schanzer. Da noch relativ archaisch in nem kleinen Trainingsraum ohne Trainer, hat man sich da so ein bisschen gehauen (grinst). Das war noch ein bisschen wild. Habe dann angefangen wirklich in Studios zu gehen, in gute Vereine und das so ein bisschen professionalisiert. Ich mache das aber auch selber, wie viele andere auch, nur als Hobby. Also ich bin Amateursportler und mache keine Wettkämpfe. Für mich ist das einfach ein guter, oder der perfekte Ausgleich zum stressigen Alltag und so geht es vielen anderen Leuten halt auch ne? Marcus: Ja. Ich kann auch jedem nur empfehlen, wer es noch nicht ausprobiert hat und vielleicht ein bisschen Bedenken hat, was da in so einem Verein abgeht oder dass es nur darum geht, den anderen auszuknocken oder zu verletzen, das ist überhaupt nicht der Fall. Und hatte jetzt auch schon den Nick Hein hier auf’m Podcast oder den Aristo Luis, der K1 Boxer ist, und muss sagen das sind alles super, super patente Kerle. Die sind echt gut drauf und die haben ja auch nochmal jeden motiviert, dem vielleicht ne Chance zu geben. Wer bock auf ein ganzheitliches Training hat, wo auch nicht nur der Körper, sondern auch sehr der Geist gefordert ist, sollte mal welche Kampfsportart auch immer, vielleicht mal in ner Probestunde austesten und ausprobieren. Jan: Auf jeden Fall. Also es geht da sehr viel auch um die persönlichen Grenzen. Das auszutesten, nicht nur physisch, auch psychisch. Das ist ja erstmal ne kleine Herausforderung damit lernen umzugehen. Also wenn man das kann, wenn man dann auf einmal nicht mehr mit den Augen zuckt bei jedem Schlag, sondern wirklich sieht es geht danach besser, wenn man sich da ein bisschen traut. Das kann man ganz viel übertragen auf den Alltag. Also ich kenne viele Leute, die damit anfangen und dann auf einmal ganz anders auftreten im Alltag. Ich war auch immer super schüchtern und so und das hat sich dadurch alles geändert. Ist schon interessant, ja. Marcus: Ja? Also, wie kam das dann bei Dir, die Transformation zu mehr Selbstbewusstsein? Von Tag 1 an oder durch…? Jan: … Nee das hat ein bisschen gedauert und irgendwann hat es so beim Sparring, wenn man da so mit dem Gegner so ein bisschen kämpft, Kicke macht, wo ich einfach gesehen habe: Okay, ich kämpfe viel schlechter, wenn ich ängstlich bin. Ich muss einfach rangehen und dann funktioniert das halt auch. Und das habe ich so halt ein bisschen auf den Alltag übertragen. Ich hatte halt immer irgendwie Angst vor so Auseinandersetzungen, weil ich immer dachte: Ja gut, vielleicht gibt’s da Schläge oder so. Und da war ich immer super ängstlich und dann habe ich gelernt… auch körperliche Schmerzen, das ist halt überhaupt gar nicht so schlimm, ne? Also davon geht die Welt nicht unter. Damit muss man nur lernen mit umzugehen. Das ist ja ein Testen, ne? Mal ausprobieren… Dann verliert man ganz viel Angst, die man ein bisschen so unterbewusst mit sich herumträgt, wo man da gar keine Angst mehr hat. Marcus: Absolut, also dieses Aha-Erlebnis im Sparring, das hatte ich auch. Dass ich mich erstmal instinktiv nicht - dann wenn der Schlag gekommen ist, man wusste so der landet und Du kannst nicht mehr ausweichen - weggedreht habe oder irgendwie die Augen geschlossen habe, die Fäuste vor’s Gesicht und dann tut’s doppelt weh, weil Du dann auch noch Deine eigenen Handschuhe im Gesicht hast (lacht). Und ja, das geht glaube ich nur über Übungen. Und irgendwann, dass Du es lernst: Okay, der Schlag, der wird jetzt kommen, aber wenn Du das weißt und Dich dann nicht doof wegdrehst, sondern direkt schon den Counter vorbereitest, gehst Du viel besser mit der Situation um, als ängstlich zu sein. Weil dann passiert immer irgendwas. Jan: Genau. Und das im normalen Leben natürlich auch so. Find ich ist ne ganz schöne Analogie eigentlich. Marcus: Ja auf jeden Fall. Was ist Dein Business Background? Dass Du irgendwann dahingekommen bist eine eigene Marke aufzubauen mit nem Onlineshop? Ich weiß nicht, könnten wir gleich nochmal drüber reden, ja. Jan: Genau. Ja ich bin eigentlich Kommunikationsdesigner, also habe in Hamburg Kommunikationsdesign studiert und mich immer viel mit Marken beschäftigt. Also immer für andere Leute Produkte gestaltet oder T-Shirts gestaltet oder Logos. Deswegen konnte ich das eigentlich ganz gut. Ich habe dann einfach beim Boxen oder beim Thaibox gemerkt: Okay, die ganzen Handschuhe, die es so gibt, die gefallen mir alle nicht. Auch vom Design nicht. Die sind halt immer mit Totenköpfen drauf gedruckt. Also ich fand das immer ganz furchtbar. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Marcus: Sehr martialisch immer ne? Jan: Ja, und das passt halt auch nicht so richtig. Und da dachte ich: Gut, da kann man noch was schöneres machen. Ich selbst bin Veganer, das heißt ich wollte Kunstlederhandschuhe haben. Da ist die Auswahl noch viel eingeschränkter. Außer Plastik natürlich und Plastikhandschuhe… so richtig hochwertiges Kunstleder, das hatte ich so noch nicht gefunden. Und dann irgendwas, was noch schön aussieht, das gab es gar nicht. Ja und dann dachte ich: Okay, da kann ich mal gucken, recherchieren, finde ich da irgendwelche Hersteller, die da auf einem Level mit mir sind, ne? Und das hat dann auch ganz gut geklappt, also. Marcus: Und wie bist Du das angegangen, die Herstellerrecherche? Jan: Klar, erstmal natürlich online ganz viele Leute angeschrieben, erklärt was ich meine, mit fairen Arbeitsbedingungen und manchmal kam da “Ja, ja, machen wir”, aber ich so den Eindruck hatte: Nee so richtig… die sagen mir das jetzt nur eigentlich, um den Auftrag zu bekommen. Da habe ich’s direkt seingelassen. Und dann habe ich irgendwann wirklich einen gefunden, der eigentlich das eh schon länger machen wollte, aber noch gar keinen Kunden hatte, mit dem er das angehen konnte. Und mit dem habe ich das dann durchgezogen und die Qualität war auch super. Also die kamen hier an und das war genau das, was ich wollte. Und die erste Auflage war dann auch direkt ausverkauft innerhalb von 24 Stunden. Der Start war extrem positiv. Marcus: Cool und wieviele Handschuhe waren das? Jan: Das waren 100 Paar ne? Sehr übersichtlich. Aber wenn man bedenkt, man bringt eine neue Kampfsportmarke mit veganen Boxhandschuhen auf den Markt. Also ich dachte, da kommt nicht viel. Marcus: (lacht) Ja. Jan: Ich meine bei mir im Verein, ein, zwei Leute, die da auch Interesse hatten, aber… ich wusste nicht, ob das wirklich ein großes Thema ist. Marcus: Ja, gerade diese Kombi hat mich total cacatched. Also zum einen dieses Social Entrepreneurship, nachhaltig irgendetwas zu produzieren. Dann Kampfsport interessiere ich mich eh für. Dachte: Wie passen die Welten zusammen? Und dann war ich jetzt die letzten 30 Tage hier im Oktober, das hat vor drei Tagen aufgehört, auf so einer 30 Tage Vegan-Challenge unterwegs. Jan: Ja. Marcus: Was mir selber auch total viel gebracht hat und ich bin jetzt glaube ich kein 100%-iger Veganer dadurch geworden. Aber werde meinen Fleischkonsum sehr massiv einschränken, so auf 80/20, so vielleicht 20% Fleisch noch und der Rest vegan. Also es hat mir schon viel gebracht. Und dachte, es ist ja echt ne krasse Kombi und habe dann ein bisschen tiefer einen Research gemacht: Wer steckt dahinter? Und bin dann auf Dich gestoßen. Um so mehr freue ich mich, dass Du jetzt hier am Start bist, darüber zu sprechen. Du sagtest gerade ganz klassisch Online Recherche. Heißt: Du hast bei Google gesucht nach den entsprechenden Briefen und bist dann die Händler direkt angegangen über E-Mail. Weil viele stellen sich das wahrscheinlich mega schwer und aufwändig vor, wenn die jetzt das fertige Produkt sehen. Auf der anderen Seite denke ich, ich wüsste jetzt gar nicht wo ich anfangen soll. Jan: Genau, das ist halt so ein bisschen das Ding. Klar, wo wir jetzt stehen, das ist natürlich schon ein bisschen Arbeit, dass man das wirklich auch so Qualitätskontrolle immer hat und wirklich weiß, dass auch alles produziert wird. Das ist schon Arbeit, aber am Anfang ein Produkt herzustellen ist halt wirklich nicht so krass. Also, als ich die ersten Handschuhe hatte, haben meine Freunde gedacht so, ich kann zaubern, weil ich irgendwie auch Dinge produziere. Und das ist halt wirklich der einfachste Punkt. Also einen Hersteller zu finden ist gar kein Problem. Es gibt ja auch Seiten wie Alibaba, wo die Leute ihre Sachen anbieten. Da kann man direkt sich einen aussuchen und denen das Logo schicken und dann hat man das zwei Wochen später. Und wenn man so was machen will, dann ist das kein Problem. Klar, wenn man auch auf faire Arbeitsbedingungen wert legt, dann ist es noch ein bisschen was anderes. Da muss man wirklich dann schon ein paar mehr anschreiben und gucken, wie tickt die so. Aber selbst Produkte herzustellen, das ist für jeden eigentlich heutzutage gar nicht so schwierig. Also da war ich selbst überrascht auch, dass die auf einmal auch hier angekommen sind. Wie einfach das dann ist. Marcus: Und das war dann der Handschuh mit Deinem Design, der dann bei Dir angekommen ist im Paket? Du hast ihn ja ausgepackt und dachtest “Boah wow, wie geil ist das denn?” Ihr habt da irgendetwas haptisches erschaffen, was man auch anfassen kann. Jan: Genau, das war nämlich so ein super Moment. Die kamen halt am Flughafen an, vor zweieinhalb Jahren in Berlin und ich hatte gar keine Ahnung, wie man sowas angeht, auch mit der Zollanmeldung, ne? Da muss man sich schon ein bisschen reinfuchsen, aber die Leute sind auch ganz nett beim Zoll. Also, wenn man das noch nie gemacht hat. Die helfen einem auch, also da … es war einfacher als ich dachte. Hatte mir dann aber nur einen Ford Ka gemietet, weil ich dachte “Ja ein paar Handschuhe sind ja nicht so groß”. Marcus: (grinst) Jan: Stand dann halt vor so ner riesigen Europalette voller Handschuhe, wo ich nicht wusste, wie ich das in mein Auto bekomme. Marcus: Wieviele Unzen sind das? Jan: Also, das kann man alles noch besser machen, aber irgendwie geht’s dann trotzdem. Marcus: Ja und ich glaube, das ist genau das Ding, was dann viele Unternehmer oder erfolgreiche Unternehmer von anderen Menschen unterscheidet. Die erfolgreichen Unternehmer gehen Sachen an, die machen einfach, probieren, testen, fallen vielleicht mal hin, stehen wieder auf oder fahren dann mit nem Ford Ka zum Flughafen (lacht). Die anderen konzeptionieren dann jahrelang an dem Design an Handschuhen, aber ohne überhaupt mal ne E-Mail an einen Händler rausgeschickt zu haben. Jan: Genau. Ich kenne auch Hersteller von Sportartikeln. Freunde von mir, die jetzt seit drei Jahren in ihrer Kammer sitzen und es halt immer besser machen wollen. Und das ist halt … Ist natürlich auch ein schöner Ansatz. Da verliert man aber massig viel Zeit. Also lieber erstmal ein Produkt auf den Markt bringen, wo man noch etwas verbessern kann und dann schonmal Feedback bekommen. Also das ist ganz wichtig. Weil Du kannst es gar nicht perfekt machen, wenn Du nicht die ganze Zeit Feedback bekommst, was die Leute wirklich wollen. Das ganze Geld in die Hand nehmen, was man hat, bestellen und dann nächste Auflage wird besser. Marcus: Genau. Das heißt, das was Du eingenommen hast aus dem Cashflow das Unternehmen dann wachsen lassen, indem Du es wieder investierst. Jan: Genau. Das ist ja das schöne, wenn man gerade Produkte hat. Man hat ja direkt Cashflow. Und das war für uns auf jeden Fall super. Das heißt, ich konnte direkt die zweite Auflage bestellen. Schon mit Verbesserungen, schon mit besserer Verpackung. Wir haben umgestellt auf Recycling Kartons, alle Poly-Beutel weggelassen. An solchen Sachen kann man direkt arbeiten. Marcus: Das heißt aber für die erste Bestellung brauchtest Du aber dann ein bisschen Kapital, was Du über Dein Online Business aufgebaut hattest? Jan: Genau, aber die erste Auflage, die war auch nicht so wahnsinnig teuer. Also mit 2.00 bis 3.000 Euro kommt man eigentlich schon hin. Das kann eigentlich jeder zusammenkriegen, wenn er schon ein Produkt hat und er muss jetzt nicht jahrelang für sparen oder einen Kredit aufnehmen. Marcus: Das heißt, dass ist auch 100% eigenfinanziert und gebootstrapped ohne Venture Capital oder irgendwelche Shares, die Du abgeben musstest? Jan: Genau, alles gebootstrapped, ja. Marcus: Cool! Und wie hast Du dann die Reichweite bekommen, um die ersten 100 Handschuhe an den Mann zu bringen. Jan: Genau, das war natürlich ganz spannend. Ich hatte einen kleinen Shop aufgesetzt. Das ist das Gute, wenn man selbst Grafikdesigner ist. Dass man solche Sachen, die wirklich viel anfallen, dass man die selber machen kann. Also das ist wirklich Gold wert. Das sehe ich immer wieder bei anderen Startups, die ich berate, dass die immer besser beraten sind, wenn sie einen Designer im Team haben, als jetzt nen BWL’er zum Beispiel. Das konnte ich also alles ganz gut machen. Habe eine Facebookseite aufgesetzt. Klar, die ganzen klassischen Sachen. Und dann glaube ich, habe ich für 5 Euro Werbung geschaltet auf Facebook und dann hat es direkt jemand von Boxhaus gesehen, also dem größten europäischen Onlinehändler für Kampfsportausrüstung. Marcus: Cool! Jan: Und die haben’s dann einfach gepostet auf ihrem Blog so. Und das hat halt eben eine enorme Reichweite gehabt. Und so kam das dann alles zustande. Ne Woche später hat sich die Band Boysetsfire bei mir gemeldet. Kennt man, wenn man sich mit Punk und Hardcore beschäftigt. Das ist eine ganz große US-Punkband. Marcus: Wow! Jan: Die fanden es super, die haben es gepostet und dann hatte ich über Nacht 5000 Facebook Fans. Marcus: Woah. Jan: Das war ganz gut für den Start. Ich war ein bisschen überwältigt. Das war alles kurz vor Weihnachten und ich wusste gar nicht so richtig, was da passiert. Aber so kann es auf jeden Fall gehen… Da sind einfach Partner, die größer sind als man selber immer Gold wert, weil selber das aufzubauen über Facebook-Werbung oder mal Werbung schalten, das dauert. Marcus: Ja, absolut. Aber so Sachen können auch nur passieren, wenn Du es - wie eben gesagt - versuchst und machst und die Seite aufsetzt und irgendetwas postest und vielleicht mal 5 Euro in die Hand nimmst, um Facebook Werbung zu schalten. Dass es dann auch bei den richtigen Leuten ankommt, ne? Jan: Ganz genau. Und natürlich als Social Business hat man immer den Vorteil, dass man sowas ganz gut bekommt, solche Presse ne? Also wenn ich jetzt ganz normale Boxhandschuhe auf den Markt geschmissen hätte, das hätte keinen interessiert. Das hätte keiner gepostet. Also ein bisschen Innovation oder Nachhaltigkeit, das hilft ganz viel. Viele denken, das ist immer so ein Nachteil, wenn ich jetzt irgendwie die höheren Herstellungskosten ans Bein binde, aber gar nicht. Also ich sehe nur Vorteile dadurch, dass wir so ein bisschen auf’s Fair achten. Marcus: Ja und ich habe auch das Gefühl, dass gerade im letzten Jahr das Bewusstsein bei sauvielen Menschen, egal was für einen Background die haben, irgendwie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gewachsen ist. Als ob da gerade wieder so ein neues Movement entsteht. Jan: Auf jeden Fall und das ist halt, genau… Das ist so ein Movement, das heißt es ist noch so ein bisschen was spezielles. Das wird sich nicht ändern, also das wird Standard werden und Alltag. Und jetzt kann man sich glaube ich noch ganz gut als Marke positionieren. Das heißt, wer jetzt eine Idee hat und damit raus will, der muss das jetzt machen. In dann drei Jahren gibt’s das auch schon in nachhaltig. Also eigentlich kann man gerade ganz viele Sachen nochmal neu machen in gut und in besser. Muss es aber jetzt tun. Marcus: Ich glaube, das ist ein ganz guter Tip von Dir, den Du gerade abgefeuert hast. Dass viele Sachen schon da sind, die sind ganz cool, aber die sind halt nicht nachhaltig. Und wenn Du dann in dem Bereich Nachhaltigkeit und ein Firstmover bist, so wie Du, dann bist Du halt da, wenn das Ding dann losgeht und in den Mainstream dann vielleicht irgendwann übergeht. Jan: Ganz genau. Marcus: Okay und zu Boxhaus, das finde ich echt faszinierend, dass Du das gerade erwähnt hast. Ich wusste jetzt auch nicht, dass Du überhaupt ne Verbindung zu Boxhaus hast, weil ich kenne die Leute von Boxhaus auch ganz gut, speziell den Rainer. Und bei dem ist das so gelaufen, mittlerweile kriege ich ein paar T-Shirts von denen gestellt, weil ich die Marke ganz cool finde und ich war auf Facebook und hatte ein T-Shirt vom Boxhaus an, was ich mir vorher irgendwann mal bestellt hatte, weil ich die Sachen ganz cool finde und das gepostet öffentlich. Und seine Tochter hat das Bild gesehen und dann dem Rainer, ich glaube das ist der Geschäftsführer oder Gründer, Founder, Inhaber vom Boxhaus, Bescheid gegeben, dass ich seine Klamotten trage und die haben mich dann ganz unkompliziert angeschrieben, ob sie mein Bild für Social Media verwenden könnten und ich kriege dafür ein T-Shirt oder so. Das fand ich super cool, diesen Ansatz. Dieses ganz unkomplizierte, auf Leute zuzugehen und ... Jan: Das machen die ganz viel, ja. Auf jeden Fall. Marcus: Diesen Giving Aspekt. Und dann sagte er “Brauchst Du neue Shirts? Ich schick Dir dann einfach welche zu”, ohne jetzt irgendwie zu sagen: So, das ist jetzt die Abmachung und Du musst das und das damit machen. Jan: Genau, also und genauso machen wir das auch. Also ich mache nie mit irgendwie Verträge. Wenn ich irgendwelche Kämpfer unterstützen will, dann kriegen die das und dann sage ich direkt “Ey, Du musst dafür gar nichts posten oder so. Das heißt, wir wollen Dir etwas geben” und das finden die meisten halt so cool, dass die halt trotzdem irgendwas posten. Das passt schon. Also die Leute sind auch …. Da muss man nicht irgendwie immer mit Verträgen hinterherrennen und Abmachungen. Marcus: Nee null. Und das ist auch dieses Giving Prinzip. Dreimal mehr geben als nehmen und es kommt eh irgendwann zurück. Die Leute erinnern sich daran und wenn sie Dir was Gutes tun können, dann sind die zur Stelle ne? Jan: Auf jeden Fall! Marcus: Wenn Du Dir Kampfsportler aussuchst, denen Du dann Deine Sachen anbietest oder zur Verfügung stellst, wonach gehst Du da? Jan: Ja, wir gucken natürlich schon, dass die zur Marke passen. Also Branding ist unsere Stärke, also diese Markenbildung. Eben dass wir für was stehen und dieses nachhaltige Konsequentsein, das ist unser Markenkern. Das heißt, wir müssen auch Kämpfer nehmen, die dazu passen. Alle Kämpfer, die so ein bisschen Alternativ sind oder nen Background im Tierschutz haben, oder ein bisschen politisch aktiver sind, die nehmen wir alle immer ganz gerne. Also jetzt Mac Danzig ist einer unserer großen Kämpfer. Er ist ein großer UFC Kämpfer von vor ein paar Jahren. Solche Leute unterstützen wir total gerne.   Marcus: Mh und Du sagst gerade, eure Stärke ist Markenbildung und Markenführung. Das kommt wahrscheinlich aus Deiner Agenturzeit dann? Jan: Genau. Also ich war nie selbst in einer Agentur. Ich habe alles immer als Freelancer gemacht. Aber Markenbildung gerade für nachhaltige Startups war immer so mein Hauptthema. Klar, das sehe ich auch bei uns. Das ist auf jeden Fall ganz wichtig für irgendwas zu stehen. Es gibt so viele Marken und man bekommt richtig gute Boxhandschuhe für 30 Euro, überhaupt gar kein Problem. Es ist ein hochpreisiges Produkt und da muss man dann auch für etwas stehen, sonst kann man das nicht machen.   Marcus: Ja absolut. Und wenn man jetzt auf eurer Seite unterwegs ist. Das ist jetzt nicht vehement.com ausgeschrieben, sondern in Kurzform ne? Jan: Genau. Marcus: Sprich: vhmnt.com. Das verlinken wir auch in den Shownotes. Da sieht man schon ganz klar, wie viel Professionalität da drin steckt und irgendwie auch eine ganz klare Aussage. Finde ich mega gelungen. Die Seite, hast Du die auf WordPress gebaut oder ist das ein fertiges Modul? Jan: Die Seite läuft auf WordPress, genau. Also wir stellen direkt demnächst auf PrestaShop um, weil wir eben auch zwei Lager haben. Einmal in Los Angeles und einmal in Berlin. Und da hat WordPress so ein bisschen Probleme mit. Das heißt beim Shop muss man da so ein bisschen aufrüsten. Marcus: Okay und das Lager in den Staaten, ist das dann ein Fulfillment-Anbieter oder wie ist das? Jan: Ganz genau. Also wir arbeiten mit Shipwire, einer oder wenn nicht sogar der größten Fulfillment-Firma überhaupt. Die halt Lager auf der ganzen Welt anbieten. Und die haben gerade für kleine Startups ganz gute Deals. Also man zahlt ganz wenig Flächenmietungskosten, sondern hat einfach diese Handling-Gebühren pro Paket. Marcus: Das ist cool. Das ist dann viel planbarer. Das heißt, Du hast flexible Kosten, dynamische Kosten und nicht fette Fixkosten am Bein, als kleines Startup. Jan: Ganz genau. Trotzdem muss man natürlich überlegen, ob man in den USA an den Markt gehen will. Es ist schon viel Aufwand. Man ist halt auch nicht vor Ort. Man ist dann nicht so gut in der Presse wie hier. Also in Deutschland passiert das einfach organisch, weil man einfach Leute kennenlernt. Also hier haben wir ständig irgendwelche Blogartikel. In den USA ist das einfach nicht so. Das ist halt schon viel Aufwand, die Sachen dahinzubringen. Also man kann nicht einfach als deutsches Startup oder Firma Sachen in die USA importieren. Das geht halt nicht. Da muss man sich schon ganz viel mit beschäftigen. Also das würde ich nur Leuten raten, die wirklich denken: Okay, das ist der Hauptmarkt. Bei uns ist das so ne? Also Kampfsport ist in den USA viel, viel größer als hier. Veganismus, Nachhaltigkeit ist da schon nochmal ein paar Jahre weiter. Das heißt gerade Westküste USA ist für uns natürlich ein Kernmarkt. Marcus: Mh absolut und trotzdem finde ich, klar, man muss sich da nach und nach reinfuchsen, aber wieder ein gutes Beispiel, wie man dann organisch wachsen kann und es eigentlich für jede Herausforderung irgendwo auch schon mittlerweile ne fertige Lösung gibt, out of the box. Diese Fulfillment-Anbieter gab’s glaube ich vor fünf oder zehn Jahren noch nicht. Da brauchtest Du ein riesen Lager und was weiß ich noch alles und jetzt gibt’s dann Serviceanbieter, die das komplett für Dich abwickeln können, ähnlich wie Amazon Fulfillment oder wie heißt das nochmal? Jan: Genau, Fulfillment bei Amazon gibt’s auch noch ja. Das wollten wir jetzt als Sozialunternehmen halt einfach nicht. Da ist Amazon von daher auch manchmal so ein bisschen in der Negativpresse. Deswegen haben wir da eine Alternative gesucht und ja. Aber klar, die bieten das auch an und ich glaube auch nochmal professioneller. Marcus: Ja, seid ihr denn auf Amazon oder habt ihr euch bewusst komplett gegen Amazon dann entschieden. Jan: Nee, wir haben uns bewusst komplett dagegen entschieden. Bei uns kommen Zwischenhändler, also ganz wenige Shops, die unser Sachen haben. Wir verkaufen eigentlich alles selber. Weil es gibt halt auch einen Grund. Also wer vegane Boxhandschuhe sucht, die wirklich auch zertifiziert sind, da gibt es nur uns. Und da kann man sich diesen Luxus leisten, dass man halt jetzt gar nicht so viel Vertrieb macht, sondern die 40 ersten Seiten auf Google sind halt wir, wenn man nach veganen Boxhandschuhen sucht. Und dann kann man sich das halt noch leisten, dass man wirklich das auch selbst vertreibt. Natürlich behalten wir dann auch die ganze Marge ne? Marcus: Ja, perfekt. Jan: Wenn wir da über Zwischenhändler gehen, dann sieht das halt schon ganz anders aus und dafür sind wir halt echt noch zu klein. Marcus: Hm und Du sagst jetzt die ganze Zeit “Wir”. Wer ist das genau? Jan: Genau. Ich hab’s gegründet. Dann ist vor zwei Jahren eine gute Freundin von mir mit eingestiegen, die so ein bisschen Finanzen im Blick hat und Organisation. Das heißt wir sind eigentlich zu zweit, haben aber ein großes Netzwerk aus Leuten, also wir haben auch Leute, die uns immer wieder unterstützen mit Beratung und Fotografen und so. Also es sind nicht alle festangestellt, muss man ja da auch heutzutage gar nicht mehr. Marcus: Nee. Jan: Aber es ist halt schon so ein Netzwerk aus fünf bis zehn Leuten, die halt immer bereitstehen, wenn irgendwas entsteht. Marcus: Cool! Sauspannend! Genau und wenn …  ihr sagt, ihr seid nachhaltig unterwegs, gibt’s da festgeschriebene Leitsätze oder Grundsätze oder Manifesto oder ne Firmenvision, Mission Statement, was Du hier mal rauslassen kannst? Jan: Ähm klar, also wir versuchen schon, dass wir einfach den Planeten möglichst wenig schaden, aber gleichzeitig auch so viel Gutes tun, wie es halt irgendwie geht und wenn es auch mehr kostet, ist das auch völlig in Ordnung, weil wir auch hochpreisigere Produkte anbieten. Das beinhaltet bei uns, dass wir auf faire Arbeitsbedingungen achten. Wir sind noch nicht Fair Trade zertifiziert, weil es gibt noch keine Fair Trade Kampfsportfabrik auf dieser Welt. Das heißt, wir sind dabei, die zu bauen. Also sobald wir dafür Finanzen haben, werden wir die Fair Trade Zertifizierung anstreben. Das heißt, die internationalen Arbeitsbedingungen werden eingehalten, keine Kinderarbeit, Gewerkschaften und solche Sachen. Das ist alles mit dabei. Aber auch Kleinigkeiten, einfach dass wir keine Verpackungen für unsere Handschuhe haben, sondern alles nur in Kartons stecken, solche Sachen. Dass wir keine Luftfracht verwenden, sondern alles per Schiff machen. Also ganz viele Kleinigkeiten, die zusammen halt ein ganz gutes Paket geben. Wir spenden von jedem verkauften Boxhandschuh einen Euro an das Wolf Conservation Center. Unser Logo ist ein Wolf. Das heißt, zum Arterhaltungsschutz der Wölfe wird ein bisschen was getan. Alles nur kleine Sachen, aber so im Gesamtkonzept versucht man schon da einfach alles gut zu machen, auch wenn es was kostet. Das muss schon sein für uns. Marcus: Mh und würdest Du sagen, das ist im Moment so Dein Hauptfokus und Dein Hauptbusiness oder was treibt Dich gerade sonst noch um businessmäßig? Jan: Das ist schon mein Hauptfokus, das ist ja auch eine UG, ne? Das kann man nicht einfach nebenbei machen. Da muss man schon immer einen Blick drauf haben. Es ist natürlich auch alles viel Arbeit. Ich mache nebenbei manchmal auch noch Designs. Also ich berate auch noch Social Startups oder Stiftungen oder NGOs zum Thema Design, weil ich da einfach irgendwie ganz viel gelernt inzwischen. Marcus: Läuft das dann unter Deinem Brand “Gut gebrüllt Löwe”? Jan: Genau, das  ist dann meine Agentur Gut gebrüllt Löwe, wo wir halt sowas anbieten. Das ist zwischendurch mal ganz nett. Das ist aber wenig. Also da haben wir sehr ausgewählte Kunden, wenn uns auch wirklich was gefällt, dann machen wir das. Mein Haupteinkommen ist schon Vehement. Und jetzt habe ich noch ein kleines Buch geschrieben gerade. Crowdfunding. So Nebenprojekte, dafür muss immer Zeit sein, das finde ich ganz wichtig. Marcus: Um auch den Horizont schön weit zu halten und nicht zu sehr im Tunnel abzutauchen, ne? Jan: Genau. Also ich langweile mich auch schnell so. Deswegen, wenn ich wenigstens einen Tag die Woche mal ein ganz anderes Projekt habe, dann ist das für mich super gut. Das hilft auch Vehement. So habe ich am nächsten Tag wieder Kraft volle Power für Vehement. Ich glaube, wenn ich fünf Tage die Woche nur eine Firma machen würde, dann würde mich das schon ein bisschen nerven. Marcus: Ja. Für Vehement hast Du ja auch verschiedenste Auszeichnungen bekommen und Awards. Bewirbt man sich dafür oder werden die dann auf Dich aufmerksam? Jan: Das ist ganz unterschiedlich. Also jetzt der Peta Progress Award haben wir einfach so bekommen. Die gucken sich einfach so um, was gibt’s an veganen interessanten Produkten. Für manche Awards muss man sich bewerben. Marcus: Das ist schon fett von Peta ne Auszeichnung zu bekommen. Jan: Ja auf jeden Fall! Da haben wir uns schon sehr gefreut, vor allem kam das auch sehr überraschend. Für viele andere Sachen muss man sich bewerben. Also wir haben auch Business Plan Wettbewerbe und so. Das ist dann schon viel Arbeit. Aber das machen wir jetzt auch nicht mehr. Also da steckt man dann drei, vier Tage rein, um irgendwie ein Konzept zu schreiben. Das ist eh immer genau das gleiche, aber jeder Award will es irgendwie in seiner Struktur aufgeschrieben haben und ja. Das ist immer ganz nett, aber jetzt haben wir ein paar Awards, was soll ich mit noch einem? Also die drei, vier Tage Arbeit jetzt stecke ich lieber in andere Sachen. Und da muss man als Startup immer aufpassen. Es gibt so viele Awards und ich kenne viele Leute, die einfach die ganze Arbeitskraft in diese Awards stecken in der Hoffnung, dass sie dann vielleicht 5000 Euro gewinnen. Das ist den Aufwand dann nicht wert. Da muss man immer ein bisschen gucken. Marcus: Nee, aber in eurem Fall ist glaube ich auch schon geschickt als Marketing Tool eingesetzt auf der Website. Die ganzen Logos und Awards, die machen irgendwie schon Eindruck und ja, gibt nochmal so Social Proof ne? Jan: Genau. Das ist halt klar, zur Verifizierung quasi so ein bisschen, also Reason to Believe nennt sich das im Branding. Sind solche Logos ein Abzeichen immer ganz schön. Gerade wenn man ein Produkt hat, was die Leute vielleicht erstmal ein bisschen verwirrt. Dann würde ich schon raten, dass man auch so ein bisschen guckt, dass man Awards hat oder Siegel, Abzeichen. Das ist schon immer alles ganz gut. Irgendwann reicht’s dann auch. Also unsere Website ist voll da. Ich brauche jetzt nicht noch nen siebten Award da drauf kleben. Marcus: Okay und damit Dir nicht langweilig wird, hast Du jetzt noch ein neues Projekt gelaunched einguterplan.de? Jan: Genau “Ein guter Plan” ist ein Buch, ist ein Terminkalender, ein Lebensplaner und ein Sachbuch in einem. Also so ein ganzheitlicher Kalender. Das ist in den USA auch gerade relativ beliebt, ein ganz großes Thema. Dass die Leute einfach loskommen wollen, einfach ihren Terminen hinterherzurennen und gar nicht so ihr Leben zu planen. Deswegen haben wir diesen Kalender entwickelt, der halt ganz viele Tools bietet und Texte zum Thema Selbstverwirklichung, Glücksforschung und diese ganzen Sachen. Das haben wir halt am Wochenende auf Startnext gelaunched. Marcus: Jetzt am Wochenende? Jan: Genau jetzt am Wochenende, vor vier Tagen. Haben jetzt auch schon Überfounded, also schon 200% eingesammelt. Also man sieht schon, da ist der Bedarf auf jeden Fall da. Marcus: Krass, gratuliere! Jan: Ja, vielen Dank. Und genau, man muss einfach ein bisschen auf sich achten, gerade wenn man so viele Projekte hat wie ich. Dass man sich nicht überarbeitet. Klar, das fühlt sich nie so richtig krass wie Arbeit an, weil es immer irgendwie so das eigene Ding ist. Aber auch da muss man einfach so ein bisschen Achtsam sein, ne? Und deswegen habe ich mit ner Freundin das geschrieben und zusammengetragen. Marcus: Weil Du schon drauf achten musstest, dass Du nicht zu viel machst und zu viele Projekte hast, hast Du noch ein Projekt angeschoben? (beide lachen) Jan: So ungefähr, es klingt erstmal schwierig. Es ist auch natürlich jetzt viel Arbeit, aber wir haben gesehen, der Bedarf ist da. Also ich sehe einfach ganz viele Leute, die sich totarbeiten und das kann es einfach nicht sein. Genau, und diesen Fehler habe ich auch gemacht. Inzwischen sehe ich das ganze viel entspannter und arbeite halt nicht mehr so viel und arbeite auch nicht mehr abends und arbeite auch nicht mehr am Wochenende.   Marcus: Mh mh und zu welcher Zeit war das, als Du gesagt hast, Deine Work-Life-Balance war völlig außer Control? Jan: Das war letztes Jahr. Da hatte ich echt irgendwie ganz viele Aufträge, dann hatte ich Vehement und noch ein paar andere kleine Sachen und wusste weder ein noch aus. Das war es auf jeden Fall nicht wert. Ich bin dann drei Monate nach Mexico geganen und habe drei Monate lang gar nichts gemacht und lag nur am Strand. Marcus: (grinst) Konsequent! Jan: Es ist schon besser. Und seitdem ich wieder zurück bin, achte ich halt sehr auf solche Sachen. Marcus: Aha. Ja, das klingt echt nach smartem Business, was Du da betreibst. Was ist Dein Background? Hast Du das irgendwo vorher gelernt oder kannst Du gute Ressourcen oder Bücher empfehlen, die Dich in die Spur gebracht haben, in der Du jetzt bist? Jan: Ähm, ja klar, ich glaube jeder von uns fängt an mit der 4 Hour Workweek als Beispiel, dass man halt versuchen soll möglichst wenig zu arbeiten. Genauso guter Klassiker wie Getting things done von David Allen, dass man sich so ein bisschen selbst organisiert. Sehr viel war es aber Gespräche mit Freunden und dann selbst so ein bisschen herauszufinden, was tut uns eigentlich gut. Also das hat mir am meisten geholfen. Weil ich halt ganz viel mit Leuten zu tun habe, die halt wirklich auch Firmen gegründet haben und manche kriegen’s halt irgendwie hin, manche nicht. Und dann, man lernt da so ein bisschen da rauszufinden, woran liegt das denn jetzt eigentlich. Marcus: Ja, hast Du denn einen Background in BWL oder vorher studiert? Jan: Ja, ich bin Kommunikationsdesigner. Also ich habe Kommunikationsdesign studiert in Hamburg. Das heißt, Grafik ist eher mein Background. Marcus: Cool, sauspannend! Hast Du irgendwelche Morgenroutinen, die Du täglich abspulst? Ist die erste Stunde Deines Tages geskriptet? Jan: Nee gar nicht. Ich kenne viele Leute, die das sehr erfolgreich machen. Ich mache manchmal ein bisschen Yoga Sachen. Sowas finde ich immer ganz gut. Mein Ding ist einfach: Ich schlafe immer aus. Ich stelle mir nie nen Wecker. Also schon seit Jahren nicht. Das geht halt auch immer ganz gut. Und dann brauche ich jetzt auch gar nicht so viel Routine, um dann morgens wach zu werden und fahre dann irgendwann mittags ganz gemütlich ins Büro. Ich wohne in Berlin und fahre halt ne Stunde mit dem Fahrrad ins Büro. Das ist so meine Morgenroutine, durch den Tiergarten jeden Morgen. Das geht dann schon. Es ist eher, dass ich halt irgendwie Abends viel mache, um dann runterzukommen. Also Yoga, Kampfsport, das ist dann schon wichtig. Und wenn ich das nicht habe, dann fehlt mir schon was. Marcus: Mh, das merkt man dann auch sofort oder? Jan: Auf jeden Fall, ja. Also manchmal erschreckend, dass man da schon ein bisschen abhängig ist, aber ich glaube, das ist eine ganz gute Sucht mit dem Sport. Marcus: Ja absolut, das ist ne ganz gesunde Droge, aber ich merk’s auch. Wenn ich unterwegs bin und man hat nicht immer die Chance so viel Sport zu machen, wie man’s gewohnt ist. Es fehlt irgendwie einfach. Jan: Auf jeden Fall. Also gerade hier… Du bist ja auch viel auf Reisen ne? Das ist ja dann auch nicht immer so einfach wahrscheinlich? Marcus: Nee, das ist nicht einfach, gerade am Anfang, als ich da überhaupt noch keinen Plan hatte, wie ich das denn jetzt anstellen soll, wenn ich dann auch so krass reise. Wir sind ja auch meistens nur mit nem Backpack unterwegs. Also immer nur mit nem Backpack unterwegs und dann irgendwie in so Miniorten irgendwo ganz abgelegen am Meer, wo Du in der Regel auch gar keinen Gym hast oder kein Kampfsport machen kannst oder keine Gewichte heben kannst oder nicht in ein Crossfitboxing kannst. Da muss man sich so nach und nach dann reinfuchsen und jetzt reise ich beispielsweise immer mit so nem TRX-Band. Ich weiß nicht, ob Du das kennst? Jan: Ja klar. Marcus: Um funktionales Training zu machen. Ich meine ne Palme oder so nen Baum oder irgendwie so ne Stange, wo Du es dranhängen kannst, findest Du überall. Und das zieht auch immer gut Aufmerksamkeit, so bei der lokalen Jugend. Wenn die wissen um 18:00 Uhr abends bist Du immer am Strand und machst da TRX, nach drei Tagen kommt man kaum noch selber an das Band dran, weil die es alle so cool finden und schließe dann auch immer ganz schnell so Freundschaften zu den Leuten auf den Inseln. Das ist ganz cool und ja, mittlerweile weiß ich dann auch genau, je nach dem wo ich gerade bin, ob ich dann vielleicht nen Krav Maga Club in der Nähe habe oder mal Muay Thai hier in Thailand ausprobieren will im Tiger Muay Thai Camp in Phuket. Jan: Genau, Muay Thai in Thailand kann ich nur empfehlen. Wenn Du da Anschluss an die Locals haben möchtest, zieh’ Deine Thaiboxhose. Also ich bin so durch Thailand gereist und da hat man sofort 20 Freunde. Also ich wurde da wirklich auf offener Straße umarmt, weil ich als Europäer mit Thaibox Sachen rumgerannt bin. Das finden die ganz toll ja. Marcus: Cool! Hast Du da auch trainiert? Jan: Ich habe ein bisschen trainiert, ja. Das geht da wirklich tatsächlich überall. Also Thaiboxen ist da ja Nationalsport. Marcus: Ja, Nationalsport Nr. 1. Saufaszinierend auf jeden Fall die Sportart. Was ist Deine größte Schwäche? Worin willst Du besser werden. Jan: (lacht) Ja, also was mir immernoch schwer fällt, ist halt Selbstorganisation tatsächlich. Die Teil in dem Buch, in dem Plan, den ich selber rausbringe, habe ich auch nicht selber geschrieben. Da weiß ich, das hilft mir ganz viel, wenn ich da wirklich diese ToDo Listen immer aktuell halte. Diese ganzen Tools verwende ich... ich mach’s halt einfach nicht. Das merke ich dann immer nach zwei, drei Tagen Stress, dass ich denke: Okay, ich habe jetzt völlig konfus gearbeitet und da muss ich auf jeden Fall noch viel mehr Struktur reinbringen. Ich habe auch die Gabe so Sachen auszublenden. Also wenn da Probleme anstehen oder mich Dinge stressen. Das ist auch ne Gabe so. Also ich kann Stress… ja trifft mich oft nicht so, wie es andere Leute trifft. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Jan: Was diese Sache erst möglich macht in so einem Unternehmen, aber trotzdem, da muss ich glaube ich noch ein bisschen gucken, dass ich die Sachen wirklich auf’m Schirm auch habe. Marcus: Okay, und was machst Du, wenn Du merkst, Du bist am Rechner und es geht irgendwie gar nicht weiter. Du kommst nicht mehr voran und hast ne Blockade? Was wäre Dein Tip dann, wie geht man damit um? Jan: Also ganz wichtig ist, dass man eben nicht sich dann da durch beißt. Weil das ist so uneffektives Arbeiten. Das einfach zu erkennen ist ganz wichtig. Das muss man auch ein bisschen üben. Weil es bringt nichts, wenn man da acht Stunden vor’m Rechner sitzt und nur so halb motiviert ist und eigentlich den Kopf gar nicht frei hat zum Arbeiten. Da würde ich Laufen gehen, ein bisschen Sport machen, ne halbe Stunde Yoga, auch wenn man denkt, eigentlich kann man sich das nicht leisten, eigentlich muss man arbeiten. Das bringt halt nichts. Marcus: Genau. Das viel mir sauschwer, gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit. Dieses, dass man nicht mehr um Erlaubnis fragen muss, oder sich nicht mehr rechtfertigen muss, ne? Jan: Auf jeden Fall. Also ich mache dann auch immer Mittagsschlaf in großen Stresssituationen, weil ich weiß das hilft einfach so. Und das muss man erstmal lernen. Genau, sich selbst gegenüber. Man hat einen Anspruch. Marcus: Ja und was würdest Du sagen, sind Skills oder Erfahrungen, die jeder Unternehmer haben sollte? Jan: Ja gut, ich komme jetzt so aus dem Branding Bereich und ich sehe immer wieder, wieviel Branding und Markenbildung hilft. Wo ich mir denke: Okay, BWL und so, das kann man sich immer holen. Also es gibt Steuerberater und BWLer, so viele, die man echt günstig um Rat fragen kann. Ich finde Design und Markenbildung, auf jeden Fall, wenn es ein physisches Produkt ist, sowieso. Das ist mit das Wichtigste, aber ich habe auch schon ganz viele Apps und auch Charities gesehen, die durch Markenbildung auf einmal ganz viel Erfolg hatten. Und da tun sich viele auch noch schwer. Also gerade viele Social Startups denken, ja so Marken und Branding, das ist so Agentur. Das ist böse, das wollen wir nicht, ne? Das stimmt halt nicht. Es geht halt um Storytelling, dass man für was steht und das ist extrem wichtig. Marcus: Ja, ja. Und das ist das, da bin ich voll bei Dir. Und ich sehe da auch bei ganz vielen Bereichen, gerade im Unternehmertum, mega viel Luft nach oben. Wo Produkte sind, die aber keine klare Message haben oder kein klares Branding oder nicht für irgendwas stehen. Dass man sagt, wo ich mir denke so “Boah” Wenn da einer mal hinkommen würde mit ein bisschen Know How und das Ding in Cool macht, dann geht das durch die Decke. Jan: Das denke ich auch ne. Und dafür machen wir dann 10000 USPs, werden die genannt, also Alleinstellungsmerkmale. Das interessiert die Leute nicht so sehr. Also Preis, Qualität. Das sind so Begriffe, das langweilt die Leute. Also man muss echt für was stehen. Ein bisschen emotional die Leute abholen. Und da sehe ich einfach, dass viele Gründer damit schwer tun. Marcus: Mh, das sehe ich auch. Cool, Jan! Vielen Dank, das waren saustarke Infos. Ich fand’s echt cool, da mal hinter die Kulissen schauen zu können, wie ein Startup arbeitet, das vegane Boxhandschuhe herstellt. Mittlerweile nicht mehr nur noch Boxhandschuhe, sondern auch Schienbeinschoner… Was habt ihr noch? Jan: Schienbeinschoner, MMA Schuhe und wir werden es auch demnächst erweitern. Also werden ein bisschen Fitness-Bekleidung, Functional Clothing auf den Markt bringen. Marcus: Cool! Ja, wir pflegen alle Links in den Shownotes zu Deinen ganzen Businesses. Vielen Dank für Deine Zeit! Schöne Grüße nach Minden. Cool, dass es jetzt geklappt hat mit der Aufnahme. Beim letzten Mal war das Internet leider zu schlecht. Und ja, wir hören und sehen uns irgendwann auf dieser Welt, ja? Jan: Auf jeden Fall! Viel Spaß noch! Marcus: Danke! Ciao. Jan: Ciao. Yo Leute, das war auch schon wieder die Folge Nr. 32 des LIFE HACKZ Podcasts. Wenn euch der Podcast gefällt, hinterlasst mir eine Rezension auf iTunes oder hinterlasst mir eine Voice Message auf meiner Website www.lifehackz.de mit Anregungen, Vorschlägen für neue Interviewpartner zur Verbesserung der Sendung, whatever. Falls Ihr sagt, das ist cool, was ich hier mache und ihr möchtet gerne helfen, schaut euch auf jeden Fall die Charity-Aktion an, die ich zusammen mit Feli gestartet habe unter www.lifehackz.de/charity. Ansonsten hören wir uns beim nächsten Mal wieder. Viel Spaß bei allem, was ihr noch treibt! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

    starstarstarstarstar
  • Episode #128 – Recap Of Funnel Hacking Live

    · Marketing Secrets

    See behind the scenes of what happened at our first annual Funnel Hacking Live event. On this episode Russell recaps, step by step, the stuff that went down at the Funnel Hacking Live event. Here are some exciting things to listen for during this episode: What happened each day during the live event, such as car racing. How the event raised $25k for World Teacher Aide. And all the other cool stuff that you missed out on if you didn’t go to Funnel Hacking Live. Listen below to hear some of the cool highlights from the Funnel Hacking Live event. ---Transcript--- Hey, everyone. This is Russell Brunson. I want to welcome you to Marketing In Your Car. All right, everyone. I keep getting questions and Facebook messages and boxes and everything. For those of you guys who were not at the Funnel Hacking live event, if you weren't there, honestly I think you missed out. We had an amazing time. So I just want to give you guys a recap, for all those who have been asking and wondering. It was fun. For those of you who are Marketing In Your Car members who were actually at the event, I allowed you to pull me aside and say, "You know, Russell, I heard your podcast about how nervous you were before the event, but this has been amazing." I appreciate you guys who were there and supported us. We had a good time. So I'll kind of walk you guys through what happened. I'm going to share everything because that's kind of how I am. If you haven't learned that now, I'm very transparent and I always want to know. I don't want to share numbers to brag, because that's annoying. I hate people who do that. But I want to share them just so you can kind of know what happened so that if you're trying to do an event, you can look at what we did as a gauge of what might be good or bad or whatever. I hope that helps. I remember when I first started going to Bill Glazier's mastermind groups and he would share his numbers. Then it was like, "Oh, so that's how much money people make." When he shares with me how much money per head they were making on people in the room at the events, I was like, "Oh, now I have something tangible I can assign things to, to see if I was doing it right or wrong or somewhere in the middle." That's why I'm going to share and that's the only reason why. It doesn't really matter how much money I made. All that matters is that you guys are getting some cool, actionable info. Let me break it down. First thing we did is the day before the event we flew in and we actually had our top JV partners, some of our Inner Circle members and some other friends and stuff come and we went to this exotic racing place. We went and raced cars, like Ferraris and Lamborghinis and it was super cool. And we got some amazing footage of everyone having fun, having a good time. And then Jeff Walker, who won the Ferrari, he was there too so we filmed an amazing, I mean crazy amazing promo video, with him there, that we ended up showing on day two of the event, which I'll talk about in a minute. I'm sure we'll post that video online so you guys have a chance to see it. But it was amazing. That was the first day. It was really cool just to get to know everybody at a more intimate level and build a relationship and give everybody a really cool experience. Even people that make crazy amounts of money, I thought they would be like, "I'm racing cars, blah blah blah." But they all loved it and were so excited and blown away and grateful for the experience. So step one, if you've got affiliates to do cool stuff like that, do cool experiential type things where you bring them all together. The reason why we did the Ferrari stuff is I knew when we were giving away the Ferrari for the book launch, I knew only one person could win. I know that a lot of times if you can't win a contest, if you know you're not going to win, you won't even try. And we need a lot of people to try. So we said, "Hey, let's do a top 10." And we eventually opened it to the top 15 partners, who get to come to this Ferrari racing. So now it's like you either win the Ferrari or you get to come and race Ferrari's with the top 15 people. And that's what got a lot more people to promote than typically would, I think. I think that was a big part of it. That was really, really cool. Next day, we didn't start in the morning, which turned out to be really nice. I think I'm going to keep doing events that way. In fact, I had Stu McLaren and a couple other people message me, "This is so nice to be able to wake up the day of the event, come in, register, go out to lunch, hang out and then you don't start till 1:00." That's what we did and it was awesome. We didn't start till 1:00. We started at 1:00 and kind of did a recap of Funnel Hacking. Then we did a session on list hacking. Then we did Richard Cousins, who is one of our Inner Circle members, come and share his list hacking funnels, which are pretty intense. He showed those off. Then we took a break. When we came back from the break, then we did a session on your dream 100. I've talked about that with you guys before in the past. We talked about your dream 100. And then we opened up a new feature in Click Funnels, which is called Backpack, which is our internal affiliate system. And we initially were going to charge a lot for that feature, but we decided to give it away to all funnel hackers who were there for free and add it to their account, and people were going crazy. I had Todd, Dylan and me, my two Click Funnel partners, up on stage, and we kind of shared that all. It was really cool because I felt like we were like Steve Jobs at Apple announcing a new feature, which was cool. We released the feature, people went nuts. They had a break. When we came back from the break we brought Stu McLaren, who is one of the coolest, just one of my favorite people on earth. And he and his wife started a charity called World Teacher Aid. So we just made a video. It was really cool. I had a chance a couple years ago to go to Kenya with him and see this feeding program and school building program they were doing. So I made a video. And we launched a new thing inside of Click Funnels where basically every time you create a Funnel, $1 goes toward World Teacher Aid. And I showed the video and it was cool. I was crying and my wife was crying. Everybody was crying. Stu was crying. It was just really powerful and emotional. It was neat. Then what we did is for everyone who was at the event, if they wanted the recordings of the event, all they do is donate some amount of money to World Teacher Aid charity. And from that we raised I think about $25,000 from the audience, which is actually going to build two classrooms. Then us as Click Funnels team did another classroom. So we paid for three classrooms in Kenya, which was kind of cool. And it just really got everyone engaged in the community there. Everyone felt like we were moving towards a common cause, which was just really neat. If you're doing any kind of events or community building or things like that, I highly recommend finding a really good cause like that to get everyone moving towards and believing in it and donating towards. It was really cool. That was day number one. Then that night we did roundtables with 10 people each. Pick a roundtable. We catered these hors d'ouervres and food and snacks and everyone came in. And you could sit around roundtables and network and ask questions to a bunch of speakers. That was a really cool experience too. Really good networking last night and people had a great time and it was awesome. That was day one. Day number two now, we started early in the morning. I'm going to forget everything, but first was I got up and shared our book funnel and my thoughts on free-plus-shipping and trip wire offers. Then Perry Belcher, one of my favorite people on earth to learn from, he got up and showed his trip wire funnels, how they built Survival Life into a $25 million a year company using nothing but free-plus-shipping trip wire offers. And after he got done, then Trey Lewellen and one of our Inner Circle members, got up and showed their free-plus-shipping funnel they're doing with gun targets and they're just crushing it right now. So he shared his little funnel which was awesome. After Trey was done, then we brought up Todd Brown, who was our number two affiliate. And we all thought he was going to win the Ferrari and at the last minute he didn't. But just one of my favorite people on earth, and brilliant marketer. We wanted to do something cool for him, so we brought him up on stage and we launched our dream car contest where basically any Click Funnel affiliate who gets 100 people into Click Funnels, we will cover the lease payment on their dream car. And so we brought him on stage, talked about what he did, gave him a check for the first year of his dream car and then announced the dream car contest. And then he gave a presentation showing basically what he would do if he was going to try to win the car, and walked through the step-by-step process in about 30 minutes about what he did to promote the book and what he would do to promote this. That was awesome. Such actual, "This is exactly what you need to do to be an affiliate and win Russell's car." It was perfect. He talked about that, which was cool. Let's see, what happened after that? Then we went to lunch and then after lunch, then we showed the video that we made of Jeff Walker at the Ferrari racing. We showed that video and then brought him on stage and awarded him the Ferrari, which was really cool. And then after that, then he got up and spoke and showed his funnels, his lau

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  • Episode #336 – My New Journey Blog

    · Marketing Secrets

    The method behind my new blog, podcast, and YouTube channel. On today’s episode Russell talks about how many book sales he has so far. He also talks about the new blog he is doing and how he plans to have time to do it, and how he’ll keep it consistent. Here are some of the coolest things you will hear in this episode. Find out if Russell was able to reach his first week goal in book sales within the first 24 hours. Hear what Russell’s new blog will be about and find out the cool way he has come up with to get it done consistently despite his hatred for Word Press. And finally find out how to get a hint about a top secret item Russell recently purchased that he thinks is super awesome. So listen below to find out if Russell will beat or match his goal number of books sold in the first week. ---Transcript--- Good morning everybody. Guess what? Guess what? First off, it’s raining outside, which is cool. Second off, I’m heading to the office which is cool. And third off, it’s been a little over 24hours since we launched the book and guess what? We sold over 10 thousand copies! What? Honestly, my goal when we first got started was 10 thousand copies the first week. Because last time it took us almost a month to sell 10 thousand copies, like, “If we did it in a week that would be amazing.” We did it yesterday. It wasn’t quite 24 hours, it was 27, technically it was a little longer than a day, but I’m counting it. I’m calling it 10 thousand in a day, because that’s what we did. Anyway, so insane. Everyone who first off, bought, thank you everyone who promoted, thank you to everyone who’s continuing to promote, that’s awesome. This morning I woke up, we were at 12,500 books and it just keeps on rolling. So I’m just going to keep on rolling and see what with the Dotcom Secrets book either we’re almost or we just hit 100,000 copies or somewhere in there, total for the last 2 ½ years. So I think with this momentum we’re going to hit 100,000 copies this month. That was our initial goal, which I thought was kind of farfetched but now I’m like, “Dang, I wonder if we actually could.” Which is crazy and exciting all wrapped up into one amazing thing. Anyway, that’s kind of what’s happening over here on this side of the world. It’s just insanely cool. Alright, so today I want to talk about, I think I’ve talked about this before, mentioned it, but I’m trying to get it live today. It’s technically it’s kind of live, I didn’t mean to get it live, but I forgot I made a new footer graphic, and everyone in the footer started clicking in, so now technically it’s live because there’s comments and things happening. First off, the nice thing with Clickfunnels now is you can save sections. So I created a cool footers section, that I’m putting on all of my pages. Actually there’s two footers. There’s a footer for my main pages, and then there’s a mini footer for sales and upsell pages. So anyway, there’s two footers, but I designed them perfectly and now I just, every page I make, I just go to add it, boom, boom, boom and then they’re on all the pages. So the one above it, it links to my new blog, which is a journey of how I went from zero to a million copies of the book, which is kind of cool. I’m calling this a journey blog, which someone may have already called that, but I’m copying it. I initially saw Groove HQ do it with their software. They told this journey of how they went from zero to 100,000 MRR. And then I saw Neil Patel do it. Zero to 100,000 visitors a month on his blog. So I’m doing it, going from zero to a million copies of the book sold. So I think I got the first 8 posts up there. For the last two months I’ve been doing these posts, one a week, kind of going through all the prelaunch stuff with the book. So it’s kind of cool, it’s this journey blog that takes you through this journey because I figure, I think blogging is boring because it’s just these random blog posts about whatever. But with a journey blog, it’s kind of like these podcasts. People tell me they listen to two or three episodes of the podcast, they get hooked and they go back to the very beginning and binge listen to every episode, which is kind of cool and hard to do when you have a two hour long show. That’s why I like doing these short ones. You can go and you can binge listen and it’s the same with this blog. I want people coming in on week 22, reading something cool we did and be like, wait, there are 80 thousand books sold, how did they start this journey? They can start on page one and going through and boom, going through this whole timeline journey of zero to a million and binge read up the entire blog. So that’s kind of the goal with the blog, which I think is kind of cool. So you guys can see it, it’s at russellbrunson.com. I haven’t really started promoted it yet. So if you want to see it, I’m trying to get it all done today. Because I’m also adding links to all of our courses, our products, everything else I do on that blog. Just because right now, I don’t really have anywhere that has that. People always ask me, “Where can I buy your stuff Russell?” I’m like, you have to randomly find a place. Soon it’ll be like, go to russellbrunson.com, my blog is there and you can find links to all of our products, events, training programs, software. So that’s kind of what’s happening over there. But it’s kind of fun. So the journey blog is happening. We have a YouTube show that’s going to be happening. And obviously we have this podcast, and it’s kind of cool. I’m starting to get a way to publish in all these different platforms. I’ve struggled for the last 14 years figuring that out. How do you blog? How do you video? How do you do all these different things? And it’s really figuring out for you if it’s something you can be consistent at. When I launched this podcast it was like something that, I call it Marketing In Your Car because, as you know, it’s the drive from my house to my office and I do that every day. And usually I don’t have time to do anything else. I’m driving. So it’s the perfect time for me to do. I know I consistently can do it. Which is why it’s been 350 or 400 episodes or whatever. Because it’s an easy thing for me to do. The blog was hard for a long time, because I didn’t know how to blog or why to blog, and now I have a thing. It’s like, once a week I document what we did this week to sell a million copies of the book. It’s just like, “Oh I can do that.” I don’t actually write the blog. I hate Word Press. In fact, every time I log into Word Press, I don’t swear but if I were a swearing person I would be cursing. I hate it. So I figured it out. I got two guys on my team, Levi, who’s a really good writer. So I vox him my blog post. He logs in and writes the whole thing. And then Jake is a great designer comes in and designs it all up. Now I got a blog post. I’m a blogger. All I do is I do one vox a week on Friday before I leave. Recapping what we did in the last week to sell a million copies of the book, which is super cool. Something I can actually consistently do. YouTube thing is the same thing. We’ve been trying to figure out a nice YouTube strategy and we’re about to launch a TV show called Funnel Hacker TV, which is insane. The only problem with it, it’s an hour long episode, and we’ve recorded 10 episodes the last year and then all this effort to get them all done and live. So they’re going to be going live in a little bit. But I was like, my YouTube strategy can’t just be big hits, I need something in between so what I did is I bought this little Sony camera, this little handi-cam thing. And we’re calling Funnel Hacker TV behind the scenes show. So as I do everything throughout the day, I’m just carrying this little thing around recording and telling the story. “Okay, this is what’s happening. This is where we’re going.” Telling the story. Then there’s a dude I met, named Kevin who’s awesome. I just drop all the videos from the camera each night into drop box and he’s turns them into these cool shows. It’s like, I just gotta carry this camera with me and record stuff, and if I don’t feel like recording in the day, then I don’t. But if I try to 3 or 4 days a week to have actually cool stuff happening, drop it in the dropbox for him, he makes a video and now we’re….anyway, that’s going to be the YouTube channel that we’re launching soon. So it’s kinda cool. I’ve got a couple different channels happening. I always tell people that you shouldn’t try to publish at 12 places right at the get go, but eventually you should be moving towards that. But mastering one channel first and then slowly adding things in as you can. But now that I’m getting into my daily routine, into my routine, it’s not super difficult or super hard. It’s just taking a little bit of time. It takes 6 minutes a day to do my podcast, it takes 10 minutes a week to do my blog and it takes an extra minute throughout the day each time I’m doing something, just kind of explain what I’m doing, instead of just doing it. Anyway, it’s kind of cool. That’s what’s happening here. So there’s the timeline blogs, because that’s the next thing. YouTube channel will be next after that. Oh and then there’s other cool stuff. But I don’t want to get you guys overwhelmed. People are like, “You do too much stuff Russell.” I’m like, “No, I spend a year or 5 or 10 years figuring out how to plug it into my daily routine and then it’s not doing a lot of extra work. It’s just like oh.” “Russell, you’re a blogger now.” No, it literally takes me 10 minutes a week, so it’s not that hard. Alright, with that said, hopefully you guys are thinking about your content plan and schedule and things. And figuring out a way to do it that you can be consistent with. I got one last hint for you guys, I’m not going to tell you the answer, but I’m going

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  • Sebastian Prestele ★ Wie Thailand mir den Mut gegeben hat Dinge einfach zu machen

    · 00:59:45 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Sebastian prestele von Phuketastic Willkommen zu einer neuen Folge von der LIFE HACKZ Show! Diesmal live aus Chiang Mai in Thailand. Chiang Mai ist ein Hotspot für digitale Nomaden und wir sind hier gestern angekommen, abends. Also habe ich noch nicht viel gesehen und checken heute so erstmal tagsüber so ein bisschen den Ort aus und habe mir direkt einen Coworking Space gesucht, wo ich gutes Internet habe, bin jetzt hier im Punspace und bisher gefällt’s mir hier echt gut, zumal hier auch viele andere digitale Nomaden in der Stadt unterwegs sind. Das heißt, in den nächsten Tagen stehen auch ein paar Meetups an und wir treffen uns mit anderen Leuten. Also, ich bin mal gespannt auf meine Zeit hier in Chiang Mai. Ne Woche werden wir hierbleiben. Ansonsten waren wir gestern nochmal in Bangkok unterwegs, um ne Location für die nächste DNX GLOBAL am 1. März 2016 zu finden. Und taadaaa… Wir haben eine gefunden! Und die ist einfach hammer, die ist richtig geil! Ist ein Theater, passen glaube ich 500-600 Leute rein. Merkt euch den Termin: 1. März, wenn ihr ortsunabhängig unterwegs seid oder als digitaler Nomade in der Welt, solltet ihr am 1. März nach Bangkok kommen und bei der nächsten DNX GLOBAL dabei sein. In der heutigen Folge spreche ich mit Sebastian Prestele, der seine Wurzeln in Phuket, Thailand geschlagen hat. Er ist ein deutscher Unternehmer, der zuerst als Tauchlehrer nach Phuket gegangen ist und sich dann nach und nach Online Skills angeeignet hat, einen super spannenden Werdegang hat, ein Typ ist, der Sachen einfach macht und angeht. Das alles erfahren wir heute auf dem Podcast. Darauf könnt ihr euch schonmal freuen. Die heutige Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal und das 5 Minute Journal ist ein Tool, das Dir hilft produktiver zu sein und achtsamer und mit mehr Dankbarkeit in den Tag zu gehen. Das heißt, Du gehst mit einem positiven Mindset durch das Leben und das ist so eine Art Tagebuch, was man jeden Morgen ausfüllt und jeden Abend, auch nochmal so als Check-in ausfüllt und seitdem ich das tue, regelmäßig benutze, hat sich mein Leben wirklich nochmal komplett verändert. Ich kann’s jedem nur empfehlen, checkt es aus unter www.fiveminutejournal.com. Und jetzt viel Spaß bei der nächsten Folge! In dieser Folge lernst du: Wie man Dinge angeht und nicht hinausschiebt. Wie man einen Podcast macht und was man dafür braucht. Was ein bisschen Minimalismus mit unserem Kopf anstellt. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Sebastian Prestele Podcast Phuketastic Podcast-Helden Smart Passive Income [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Hey Sebastian! Saugeil, dass Du am Start bist bei der LIVE HACKZ Show. Wo bist Du gerade und was machst Du? Sebastian: Hey Marcus, danke, dass ich dabei sein darf! Und ja, ich bin bei mir zuhause in Phuket. Ich lebe hier in Phuket und ja… sitze jetzt gerade hier in meinem Wohnzimmer-Office. Marcus: Ja, saucool, dass Du auch gerade in Thailand bist. Ich bin ja heute in Chiang Mai angekommen und jetzt hier im Coworking Space, Punspace und teste das mal aus und habe mir jetzt vorgenommen, viele Podcast-Interviews aufzunehmen in den nächsten Tagen, weil dann das Internet wieder schlechter wird wahrscheinlich. Auf der Cruise habe ich dann gar kein Internet auf dem Meer. Und mit den meisten, mit denen ich schedule, die sind irgendwo in den Staaten oder in Europa. Das heißt, ich kann ja erst um 15 Uhr, 16 Uhr loslegen. (grinst) Und das ist ganz cool, dass Du in meiner gleichen Zeitzone bist und wir das jetzt - 11:15 Uhr haben wir - das Interview hier am Morgen aufnehmen können. Sebastian: Yes, cool! Geht mir auch so, weil meine Interviews sind normalerweise auch meistens nachts dann. Und da so tagsüber ist doch einiges angenehmer. Marcus: Ja, ich glaube, das vergessen auch viele so, wenn die sich tiefer mit dem Thema Digital Nomads befassen oder gerade das erste Mal davon hören und denken, das ist ja cool und das will ich auch! Und irgendwie scheint das ja alles ganz easy zu sein. Gerade wenn man in Thailand ist oder in Südamerika und dann  sechs, sieben Stunden entfernt ist von Europa, wenn man da sein Core Business hat, heißt es oft auch mal nachts den Wecker stellen und aufstehen, ne? Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Es hat aber auch den Vorteil, dass teilweise über Nacht dann die Anfragen reinkommen und man die abarbeiten kann, bevor die Leute auf der anderen Seite der Welt aufstehen. Marcus: Absolut, das liebe ich! Und ich liebe es, gerade so wie jetzt in Thailand, wenn Du vor der Timezone bist, oder? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Richtig doof - also was heißt doof, aber es fühlt sich anders an - wenn Du dann in Mexico oder Brasilien bist und bist halt immer sechs Stunden hinterher. Du stehst dann morgens auf und Deutschland ist dann schon im Nachmittag und Du hast das ganze Postfach voll und bist total überfordert und versuchst das noch schnell wegzuarbeiten, um die Leute noch zu erwischen, wenn irgendwas wichtiges ist, die dann auch, wenn sie nen 9 to 5 Job haben oder irgendwo im Büro sitzen, dann meistens auch dann in den nächsten zwei, drei Stunden wieder nach Hause gehen. Und das ist gerade irgendwie schön an Thailand. Sebastian: Ja, ich denke diese fünf, sechs Stunden sind auch noch manageable. Das ist nicht irgendwie… es ist halt nicht 12 Stunden komplett andersherum, sondern es ist halt ja… fünf, sechs Stunden, das kann man ganz gut machen. Marcus: Ja, ja, also in Europa sitzt man da ganz gut so in der Mitte. Irgendwie in so nem Sandwich ne? Links Südamerika und rechts dann der ganze Thailandraum und Asien. Ja Du sagst Phuket. Was in aller Welt hat Dich nach Phuket verschlagen? Sebastian: (grinst) Ja ganz … ich bin jetzt seit inzwischen 11 Jahren hier. Marcus: Wow! Sebastian: Und ich kam ganz ursprünglich mal als Tauchlehrer 2004. Mein Jugendtraum war irgendwann mal ins Ausland gehen und als Tauchlehrer arbeiten und das habe ich mir dann 2004 erfüllt. Marcus: Hast Du dann auch die ganze Tauchlehrerausbildung gemacht? Sebastian: Ja, also ich habe angefangen zu tauchen, ich glaube 1999 oder 2000 oder so was, in Kroatien und habe dann bis letztlich Dive Master habe ich alles vorher gemacht in Europa. Und dann habe ich sechs Monate Ausbildung gemacht gegen Mitarbeit zum Tauchlehrer, das heißt, da war dann halt Minimalgehalt und Kosten und viel frei. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann eben waren wir ne Truppe von fünf Leuten, die hatten dann nen Ausbilder und haben dann eben hier mitgearbeitet und die Ausbildung zum Tauchlehrer bekommen, dann die Prüfung gemacht und dann bin ich da geblieben. Der Ursprungsplan war eigentlich in die Karibik weiterzuziehen, aber da wurde irgendwie nie was draus. Also irgendwie bin ich hier hängengeblieben. (grinst) Marcus: (grinst) Was genau hat Dich denn in Phuket gehalten? Sebastian: Ähm ja… ich weiß gar nicht mehr so. Es war damals halt einfach… wir hatten ein cooles Team. Also es war einfach so, dass richtig coole Leute zusammenarbeiten. Die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich habe dann die Möglichkeit bekommen auf so ein Safarischiff zu gehen. So sechs Tage, sechs Nächte Touren auf die Similans. Und Similans sind halt in Thailand so mit das Beste, was das Tauchen zu bieten hat. Das waren sie zumindest damals und das wollte ich unbedingt machen. Das habe ich dann auch zwei Jahre gemacht und dann war ich halt schon drei Jahre da und irgendwie habe ich mich dann eingelebt und meine heutige Frau kennengelernt und dann hat sich das so alles ergeben. Es war dann so mehr und mehr so ein Prozess. Ich bin da reingerutscht. Das war nie bewusst irgendwie entschieden, aber ja. Irgendwann habe ich mich halt einigermaßen heimisch gefühlt und dann wollte ich nicht mehr großartig weg. Marcus: Ja, ja wie so oft ne? Man kommt dann in so einen Flow rein und dann ergeben sich Sachen, die man vorher gar nicht auf dem Plan hatte. Aber der Punkt ist glaube ich, man muss auch ready sein für die Geschichten dann. Viele sagen dann auch immer “Boah, andere haben viel mehr Glück als ich und da funktioniert das irgendwie alles. Da sieht das so easy aus.” Vielleicht spielt da auch manchmal ein Quäntchen Glück ne Rolle, aber ich glaube auch es spielt ganz oft ne Rolle, inwieweit man sich darauf einlässt und ready und bereit ist für neue Situationen und die dann auch zu embracen, also anzunehmen.   Sebastian: Auf jeden Fall. Also ich habe das so oft gehört. Einmal schon, also bevor ich los bin. Ich habe immer gesagt, ich mache das irgendwann. Ich gehe ins Ausland, ich will unbedingt Tauchlehrer werden und niemand hat’s verstanden in meinem Freundeskreis. Ja, keiner konnte nachvollziehen, warum ich überhaupt weg will a) und b) warum überhaupt Tauchlehrer. Und ich hab’s trotzdem gemacht und habe letzten Endes auch viel dafür aufgegeben, weil von meinem Freundeskreis von früher ist halt niemand übrig geblieben. Und das andere, als ich dann hier war, habe ich jedes Jahr die gleichen Leute, die halt dann zum Tauchen kommen und später dann andere Leute, die halt sagen “Ja, ich würde auch so gerne im Ausland leben. Ich will das auch machen und Du hast es so gut” und ich habe immer nur gesagt “Dann mach’s doch einfach! Mach’s einfach. Mein Gott, was hält Dich zurück?” Letzten Endes ist es Deine freie Entscheidung und wenn Du es nicht machst, dann brauchst Du Dich auch nicht darüber aufregen, dass es anderen besser geht oder andere glücklicher sind. Du musst einfach… ja. Wenn Du das willst und wenn es das Ding ist, was Du machen willst, im Ausland zu leben, dann musst Du halt die Entscheidungen treffen und es tun. Mit der Konsequenz dann… welche Konsequenz das dann auch immer für Dich ist, was Du aufgibst oder auch nicht. Marcus: Ja genau, mit allen Konsequenzen, Vor- und Nachteilen, Arbeit, Hazel, Work, Unsicherheit. Alles was damit zusammenhängt, dann auch Dich drauf einzulassen ne? Und das sind genau die gleichen Leute, als ich damals noch in Corporate Jobs gearbeitet hab. Ich hab’s gehasst, ey ich hab fast gekotzt! Das waren Leute, die dann jeden Tag in die Firma gekommen sind, mit so ner Fresse, überhaupt keinen Bock auf die Arbeit hatten und gesagt haben “Morgen kündige ich!” “Morgen ist echt mein letzter Tag” oder “ich geh zum Chef, ich kann nicht mehr.” “Ich lasse das jetzt eskalieren” oder ich mache dieses und ich mach jenes. Und dann beim ersten Mal denkste noch “Oh cool, ja tougher Typ. Mal sehen was morgen passiert…” So dann ist der nächste Tag. Da passiert nichts, null. Und dann kommt der wieder “Ja warte, warte, aber morgen” oder “Nee, ich guck mir das jetzt… ich hab nochmal überlegt. Ich guck mir das nochmal zwei, drei Tage an” und dann immer wieder, immer wieder und irgendwann kannste die Leute nicht mehr ernst nehmen. Und die gehen einfach nicht in die Umsetzung ne? Sebastian: Ich meine, es ist ja auch nicht so leicht, ja? Es ist nicht so leicht, letztlich lebensverändernde Entscheidungen zu treffen, aber einfach halt immer nur zu sagen: Ich mache das, ich mache das und dann nie was zu machen ist halt viel schlimmer, als irgendwann einfach mal den Stecker zu ziehen und zu sagen: So, jetzt ist der Tag gekommen und da passiert wirklich was. Marcus: Ja, und ich glaube das Gefährliche ist auch, dass man irgendwann sich selber nicht mehr glaubt. Also zum einen das Umfeld glaubt einem irgendwann nicht mehr. Das ist ja schon Kacke genug, aber irgendwann kommt man auch in so einen Modus rein. Man erzählt sich selber Geschichten, wo man selber weiß, wahrscheinlich passiert das eh nicht. Sebastian: Stimmt. Marcus: Und verliert total die Verbindlichkeit zu dem was man sagt und das ist glaube ich auch irgendwie ganz doof. Sebastian: Ja, ich denke das ist… ja wahrscheinlich, es ist wahrscheinlich wie mit allem. Das ist so wie, wenn Du Sport machst oder früh aufstehen. Im Prinzip ist es ja auch alles… es sind Habits und Du sabotierst Dich selbst, wenn Du Dir etwas vornimmst und es dann doch nicht umsetzt. Und so ist es dann bei einer großen Sache, wie jetzt ins Ausland zu gehen oder den Job zu kündigen oder was auch immer, genau das gleiche. Marcus: Ja. Und als Du dann als Tauchlehrer in Phuket gearbeitet hast, hast Du auch Deine jetzige Frau kennengelernt, ist das richtig? Sebastian: Ja, genau. Marcus: Und mittlerweile hast Du ja auch ein sehr solides Online Business aufgebaut. Hattest Du damals schon Online Skills oder Überlegungen oder Tendenzen auch mal in die Richtung gehen zu wollen oder war es erstmal der Wunsch überhaupt woanders zu leben und zu arbeiten? Sebastian: Also Online Skills hatte ich überhaupt keine. Ich konnte ein bisschen E-Mails schreiben und das war’s. Aber ansonsten glaube ich hatte ich absolut keine Ahnung von Computern. Marcus: Ja interessant. Sebastian: Und ähm, also der Wunsch jetzt nach Selbstständigkeit, der war damals noch gar nicht so, also nach einer selbstständigen Tätigkeit, war gar nicht so groß. Also mein Ding war ursprünglich wirklich: Ich wollte unbedingt als Tauchlehrer arbeiten. Das war so ganz ganz groß mein Ding. Und nachdem ich das aber eine zeitlang gemacht habe, also für fast vier Jahre, kam dann eben der Punkt, wo ich gemerkt habe, es ist zwar schön und ich habe mir das jetzt erfüllt, aber so jetzt habe ich’s erfüllt und es muss was neues kommen. Und da war dann eben der Punkt, dass ich halt auch gesehen habe: Die ganzen Leute so in meinem Umfeld, mit denen ich dann hier zu tun hatte, jetzt mal unabhängig von den Tauchlehrern, aber die hatten halt alle ihr eigenes Business und ähm von daher, die waren alle 15, 20 Jahre älter und hatten ein erfolgreiches Business. Und das hat mich dann gereizt in diese Richtung zu gehen und was eigenes aufzubauen. Marcus: Das war aber jetzt nicht zwingend ein Online Business, was die hatten? Sebastian: Nein. Genau. Es ging gar nicht so sehr um’s Online Business. Ich habe mir dann wirklich ewig lange den Kopf zerbrochen, was ich machen könnte und hatte überhaupt keine Ahnung mit was ich loslegen könnte. Also war vollkommen hilflos eigentlich. Das lag auch daran, mir hat das Kapital gefehlt. Mir hat die Zeit gefehlt als Tauchlehrer und all diese Sachen, was man sich dann so einredet. Und habe dann erstmal weiter die Angestelltenschiene gemacht und kam dann in den Vertriebsjob. Also erstmal ins Hotel und wurde da dann abgeworben für nen Vertriebsjob, wo ich dann in ganz Asien rumgeflogen bin und Sanitärprodukte aus Europa verkauft habe. Und da wurde ich dann von meinem Chef auf ne Wordpress-Fortbildung geschickt, weil der gesagt hat, ich soll die Firmenseite irgendwie mitbetreuen. Marcus: Mmmhhh cool! Sebastian: Und da hat mir dann derjenige, der mir die Worpress Skills beigebracht hat, hat mir dann erzählt von nem gemeinsamen Bekannten, der mit einem Bananenblog Geld verdienen würde. Marcus: (lacht) Mit nem Bananenblog. Sebastian: Genau. Also ich konnte mir nichts drunter vorstellen, aber ich habe mir dann diese Seite angeschaut. Das war glaube ich so 2008 oder sowas. Und der hatte ne Seite und da hat er einfach über Bananen geschrieben und hat das mit Ads irgendwie, wie auch immer, monetarisiert. Also ich glaube damals ging das noch. Heute wahrscheinlich auch nicht mehr. Marcus: Ich überleg’ gerade was Google darauf matchen könnte, wenn jemand nach Bananen sucht. Vielleicht Fruchtshakes oder so, die man dann im großen Stil einkauft oder das Pulver dazu. Ja. (lacht) Sebastian: Ich weiß auch nicht, was er gemacht hat. Also da hatte ich auch keine Ahnung, wie es funktionieren soll, aber ich habe halt gesehen, er hat diesen Bananenblog und irgendwie verdient er Geld und dann bin ich in dieses ganze Online Ding so reingeschlittert und habe dann angefangen mal Geld verdienen im Internet einzugeben und kam dann so auf die diversen Seiten. Marcus: Ohhh, ganz gefährlich! (beide lachen) Tiefer Abgrund. Sebastian: Genau. So hat’s letztlich angefangen. Marcus: Ja, bei vielen. Sebastian: Alles so mal durch gemacht, was es da so gibt, inklusive der Forex und Kasinostrategien und dem ganzen Schmarn. Und so nach und nach kam ich dann in dieses Thema rein und habe dann meine ersten Seiten angefangen mit Übersetzungen von englischen Blogs auf Deutsch und AdSense draufklatschen und so weiter. So das war so der Einstieg irgendwann in 2009, so um den Dreh rum.   Marcus: Und dann hast Du Deine ersten Cents und Dollars von Google AdWords bekommen? Sebastian: Ganz genau. Ja das war wirklich noch Sense. Dann habe ich mit Eigenklicks usw. bis ich rausgeflogen bin… (beide lachen) Ich glaube, was auch viele gemacht haben. Marcus: Ja, zu der Zeit auf jeden Fall. Oder irgendwie rumgefahren sind, dann in Coworking Spaces gegangen sind oder in andere Büros oder bei Freunden, und dann auf die eigenen Ads geklickt haben und Banner und so ne? Sebastian: Genau. Bei mir war es so: ich war ja damals auch unterwegs. Also halt in ganz Asien. Das heißt, ich habe dann in Kuala Lumpur zwei Mal geklickt und in Singapur zwei Mal geklickt und in Taiwan zwei Mal geklickt usw. Marcus: (lacht) Sebastian: Das ist natürlich nicht so aufgeflogen, aber letzten Endes hat’s natürlich nichts gebracht, außer ein paar Cent und irgendwann bin ich dann trotzdem aus dem Index raus. Marcus: Mh mh. Sebastian: Ja, das war dann so der Einstieg und dann kamen so die ersten Ideen mit Services. Dann habe ich so ne Grafikoutsourcing Design gestartet. Also ich habe… das war einmal Logoerstellung und Bildbearbeitung und Clipping Path usw. Da habe ich Kunden in Deutschland gesucht und habe das ganze dann an Freenlancer in Indien weitergegeben.   Marcus: Mh, smart! Sebastian: Hat ne zeitlang gut funktioniert, bis dann die ganz großen Firmen da eingestiegen sind und das halt automatisiert angeboten haben. Marcus: Wie Fivrr zum Beispiel? Sebastian: Nein, also da gibt’s spezielle Clipping Path Anbieter und Bildbearbeitungsanbieter und so, also richtig große. Die haben dann ein paar hundert Angestellte usw. Marcus: Ah okay. Sebastian: Und das einfach nicht gut funktioniert. Marcus: Und wie hast Du den Kontakt zu den Freenlancern in Indien bekommen? Sebastian: Über Elance. Marcus: Ja. Sebastian: Ja. Also im Prinzip hat es so angefangen, dass ich selber irgendwie ein Logo gebraucht habe und festgestellt habe:Hey, da gibt es so ein Ding, wie Elance. Da sitzen Leute in Indien und die machen das total billig. Und da habe ich mir gedacht, naja, davon… also ich habe dann ein paar Leuten in Deutschland davon erzählt und niemand wusste davon, dass es das gibt. Und da dachte ich mir: Ja, wenn das keiner weiß, warum biete ich es dann nicht an und verkaufe es weiter nach Indien und nehme mir die Differenz. Marcus: Ja, ein typisches Geo Arbitraje Model ne. Ja, ich war auch total überrascht, wie einfach der Zugang war dann. Ich hatte davon auch schon immer gehört. So: Ja, es gibt Klickworker in Indien, die sind viel günstiger oder auf den Filis und die machen richtig gute Arbeit, können auch gut Englisch sprechen und als ich das dann das erste Mal auf Elance oder dann ODesk dann ausprobiert habe, war ich auch total geflasht und dachte “Das ist ja cool! Da sind ja echte Menschen und die arbeiten und die verstehen Dich und die liefern pünktlich ab. Die sind auch happy. “ Sebastian: Die machen richtig gute Arbeit. Marcus: Genau, die machen gute Arbeit und mit ein paar bin ich dann auch auf Skype ein bisschen tiefer ins Gespräch gekommen und sogar auch mal privat so ein bisschen gechattet und oftmals ist ja so der Vorwurf, man nutzt da irgendwelche Sachen aus in anderen Ländern, wo das Lohnniveau nicht so hoch ist. Aber ganz im Gegenteil. Dadurch, dass der so viele Jobs über mich bekommen hat, war der einer der reichsten da irgendwie im Ort am Ende des Tages und konnte seine ganze Familie davon ernähren und auch noch seinem Bruder Geld abgeben. Also man muss das immer im Verhältnis sehen. Sebastian: Genau, und ich finde das jetzt aus der Perspektive von jemandem, der jetzt halt in Asien lebt… Die Leute verdienen halt einfach weniger und Du kannst ja das Lohnniveau hier nicht mit dem Lohnniveau in Deutschland vergleichen. Und das ist kein Ausnutzen, wenn jemand einen guten Stundenlohn für etwas bekommt, an seinem Wohnort. Dann ist es ja kein Ausnutzen, sondern es ist eine Chance für den wirklich was zu machen und das ist natürlich schwierig für den Freelancer in Deutschland dann, der sich dann auf dieses Lohnniveau runter ziehen lassen muss. Marcus: Absolut. Sebastian: Für den ist es schwierig, aber das kein Ausnutzen von dem Inder oder Filipino, weil der wirklich gutes Geld verdient. Marcus: Ja und es ist einfach - so hart es dann auch für die Freelancer in Deutschland ist, die wahrscheinlich auch gute Arbeit machen und ihre Lebenshaltungskosten decken müssen, aber das ist dann der Preis der GLOBALisierung und des freien Marktes. Sebastian: Ja. Ich denke halt, als Freelancer in Deutschland musst Du halt dann einfach auf andere Marktbereiche gehen. Es gibt einfach bestimmte Sachen, die sind halt wirklich einfach zu machen und das macht mehr Sinn das an jemanden zu geben, der wenig verlangt und in Indien sitzt. Und es gibt andere Sachen, da brauchst Du halt ein bestimmtes Verständnis. Marcus: Ja. Sebastian: Ein kulturelles Verständnis und das gebe ich halt dann lieber jemanden, der in Deutschland sitzt, der genau weiß, was ich will. Marcus: Ja, also ehrlich gesagt bin ich dann auch irgendwann davon weg, als die Projekte noch professioneller wurden oder gerade jetzt, wo wir auch mit dem fetten DNX Brand arbeiten, haben wir jetzt ne feste Designerin, die Saskia, die sitzt in Hamburg. Und ja, die ist wahrscheinlich ein paar Cent teurer, als so jemand auf den Filis, aber dafür hat es… wie Du eben schon sagtest, gibt es keine kulturellen Überschneidungen oder die Briefings kann man halt einfacher loswerden an jemanden, der Dich auch versteht oder mitdenkt und irgendwie so mehr in Deiner Denke ist. Also es hat dann auch schon Vorteile und man muss selbst entscheiden, wieviel einem das dann Wert ist, zusätzlich zu zahlen, genau. Genau, wir waren jetzt bei Deinem Business bei dem Outsourcing Clipping Work. (beide lachen) Und wie ging’s dann weiter? Also ich find’s mega, mega spannend, wie Du vom Tauchlehrer über die ersten Schritte Online und jetzt bei dem Clipping Service bist. Sebastian: Also ich habe dann noch verschiedene andere Sachen. Ich habe so ein bisschen Import/Export und dann habe ich mal…. Marcus: Über welche Plattform ging Dein Import/Export? Sebastian: Ich habe ein bisschen über Ebay versucht, habe also… verschiedenes. Und dann letztlich war es so: Dann hat mein Vater, der ist eigentlich Arzt, aber hat dann angefangen Möbel und Kunsthandwerke und solche Sachen aus Thailand zu importieren und in Deutschland zu vertreiben. Und dann habe ich für ihn halt das ganze Sourcing gemacht in Chiang Mai und da bin ich ein bisschen halt da reingekommen, aber letzten Endes war es dann so, dass ich mich entschieden habe, aus Thailand wegzugehen und bei meinem Vater in der Firma einzusteigen. Marcus: Mh. In dieses Sourcing… in diese Import/Export Möbel Geschichte. Sebastian: Genau, weil er… also es war halt so, dass er halt hauptberuflich als Arzt mit eigener Praxis tätig war und so nebenbei versucht hat ein Business aufzubauen, was zeitmäßig relativ schwierig ist, wenn Du schon 60 Stunden als Arzt tätig bist. Marcus: Klar, wann war das? In welchem Jahr? Sebastian: Das war… also angefangen hat… ich glaube, das war so 2010 sowas, wo er da losgelegt hat und ich bin dann 2011, sind wir, zurück nach Deutschland. Ja so um den Dreh rum, genau. Marcus: Du sagst wir, da warst Du schon mit Deiner Frau zusammen, ne? Sebastian: Ja genau. Wir haben geheiratet 2009 und mein Sohn ist geboren 2010 und dann sind wir halt als Familie nochmal zurück nach Deutschland. Marcus: Mh, krasser Schritt oder? Sebastian: War extrem krass, weil es war halt so, dass… hier ging es halt jahrelang immer aufwärts. Also vom kleinen Tauchlehrer über … bin ins Management eingestiegen, im Hotel und dann Vertrieb und das ganze Herumfliegen, gutes Geld verdienen und ja, so ein bisschen durch Asien jetten. Also es ging halt immer nach oben und dann auf einmal aus Thailand mit Familie wieder zurück. Und nachdem ich meinen Job hier gekündigt hatte und die Tickets nach Deutschland gebucht waren, ist bei meinem Vater die Firma ausgebrannt. Das heißt, das Lager war komplett zerstört, alles war weg und wir sind genau in dieses Chaos halt reingekommen und das hat dann entsprechend nicht so funktioniert. Das hat dann dazu geführt, dass das arbeiten miteinander hatten, nicht funktioniert. Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen, wie es dann weitergehen soll usw. Letztlich hat das dazu geführt, dass ich alles was ich angespart hatte, verloren habe, kein Geld verdient habe, wieder in mein altes Kinderzimmer musste, weil wir uns nichts anderes leisten konnten erstmal. Und dann gesagt habe “Ich muss daraus und wieder zurück nach Thailand”. Und das war dann … dann sind wir Anfang 2013 nach eineinhalb Jahren in Deutschland wieder zurück und als ich die Entscheidung getroffen habe, nach Thailand zurückzugehen, war halt auch der Gedanke so: Aber was mache ich dann, wenn ich zurückgehe? Weil alter Job war weg. Das Outsourcing Ding habe ich inzwischen aufgegeben gehabt usw. Und dann kam der Gedanke “Naja gut, womit kennst Du Dich wirklich aus?” Und das war nunmal alles, was mit Tourismus rund um Phuket zu tun hat und mir ist aufgefallen, dass es zu dem Zeitpunkt keine deutschsprachige Seite gibt, die sich ganz gezielt um Phuket kümmert. Also ne Destination Site speziell nur für Phuket und dort den Urlaubern ganz gezielte Tipps gibt und ähm dann habe ich gesagt: Okay, dann mache ich das. Ich baue so ne Seite auf und baue über dieses Seite, in der ich Informationen teile, baue ich mir ein Business auf und schaue einfach, was für Services werden dann gesucht und was kann ich anbieten? Und das habe ich dann Ende 2012 gestartet und Anfang 2013 sind wir dann zurück nach Thailand. Und dieses Phuket Wissen habe ich mir jetzt über die letzten drei Jahre aufgebaut. Und es sieht so aus… Ich habe halt den Phuket Blog. Das ist der größte deutschsprachige Phuket Blog und rund um den Blog gibt’s halt a) diverse Ebooks, das heißt Reiseführer. Dann habe ich einen Thailändisch-Onlinekurs, in dem man halt die Grundlagen der Thaisprache lernen kann von zu hause aus und ich biete die Buchung von Mietwagen und Ausflügen und Transfers usw. alles über eine Online-Plattform an. Marcus: Cool! Wie ist die URL von Deinem Phuket Blog? Sebastian: Phuketastic.com Marcus: Okay, verlinken wir auf jeden Fall in den Shownotes und muss sagen, ich selber fühle mich auch richtig wohl auf der Seite. Gerade weil ich jetzt überlege nach Phuket zu gehen, um da Muy Thai zu trainieren. Tiger Muy Thai oder in einem der anderen Camps, die wohl alle da auf der Straße verteilt sind. Sebastian: Genau, gleich bei mir um’s Eck ist eins. Marcus: Echt? Supercool! Dann sehen wir uns ja auf jeden Fall live. Und ähm, beispielsweise diese Autogeschichte… Du bringst denen dann Leads und hast mit ner lokalen Agency gepartnert oder wie läuft das? Sebastian: Genau, also zum Beispiel bei… im Prinzip ist es so, also bei Rollern zum Beispiel: ich habe ein paar eigene Roller gekauft und wenn die jetzt bei mir im Umkreis sind, dann stelle ich halt meine eigenen Mietroller zu. Ich mache das normalerweise ab sieben Tage Mindestmietdauer, weil sonst rentiert sich’s nicht, da jemanden hinzuschicken. Und wenn es weniger ist, dann gebe ich das einfach an diverse Agenturen ab. Das gleiche ist es beim Mietwagen. Bei Mietwagen ist es halt so, dass viele von denen… also klar, es gibt Hertz und Avis. Das habe ich einfach mit nem Affiliate Link versehen. Also, wer darüber buchen will, der kann das gerne machen, aber manche sagen: Wir wollen das von nem lokalen Anbieter haben und dann vermittle ich einfach die. Das gleiche ist mit Ausflügen. Du kannst halt Touren buchen nach Phi Phi Island oder James Bond oder was auch immer. Und da habe ich halt diverse Anbieter getestet und vermittle das über so ein lokales Reisebüro, das nem Bekannten von mir gehört. Das heißt die Leute buchen über meine Plattform und ich verteile es dann an die entsprechenden Leute.   Marcus: Mh, ich finde das ist auch wieder ein gutes Beispiel, wie man smart den Traffic, den man dann irgendwann generiert, dadurch dass man ne gute Seite hat und gute Inhalte liefert und gute Infos, den dann irgendwie zu monetarisieren, wie auch immer. Wie Du eben auch schon sagtest: Sei es durch Affiliate Links, die Du einbaust. Das ist dann ziemlich passiv oder direkte Deals, die Du dann lokal abschließt mit den Agenturen und denen dann die Leads bringst, oder Deinen eigenen Thai Sprachkurs, wahrscheinlich über Skype, oder? Sebastian: Nee nee, das ist ein Onlinekurs. Das ist ein Videokurs mit 12 Lektionen. Also der geht über 12 Wochen. Marcus: Cool. Sebastian: Ich habe das ursprünglich mal versucht mit den Skype-Lektionen, aber das Problem ist halt a) die Zeitzonen, was wir Eingangs hatten, ja? Ich muss das dann eigentlich immer nachts machen, weil die meisten Leute sind ja berufstätig. Das heißt, die machen das nach der Arbeit. Von daher müsste das halt bei immer irgendwie so um 22 Uhr frühestens… wäre das dann möglich. Und da hatte ich keine Lust. Und dann ist die Internetstabilität halt auch immer ein Problem. Und Du verdienst einfach pro Stunde nicht entsprechend. Also, es zahlt ja keiner mehr als 15 oder 20,00 Euro maximal die Stunde und dann ist es halt extrem schlecht skalierbar und da habe ich mir gesagt: Okay, dann bauen wir einfach nen Onlinekurs. Marcus: Ja, perfekt. Auf welcher Plattform hast Du den gebaut? Sebastian: Den habe ich über Wordpress mit DigiMember als Membership-Plugin und OptimizePress für die Kursinhalte. Und dann halt einfach die Videos sind bei Vimeo gehostet. Marcus: Jetzt wo Du das gerade erzählst und dem Hörer wahrscheinlich klarwird, wie umtriebig Du auch bist, was Du alles versucht hast und was Du gemacht hast und auch nachdem Du eben erwähnt hattest, dass irgendwie jeder von Deinen Kollegen, mit denen Du damals beim Tauchen zusammen abgehangen hast oder die Du da kennengelernt hast in Phuket, selbstständig gewesen ist und irgendein Business gemacht hat ne? Dazu hatte ich gestern auch noch ein spannendes Gespräch mit nem Professor, den Kontakt hattest Du ja sogar vermittelt, an der Bangkok University zusammen mit Felicia, dass die Selbstständigen oder die Unternehmer hier wie Helden behandelt werden und mit großem Respekt und mit großer Ehrfurcht angesehen werden, weil die sich was trauen und was machen. Und da ist mir nochmal klargeworden, wie was für ein trauriges Dasein eigentlich der Unternehmer in Deutschland führt. Und ähm… ich selber kenne das ja auch, wenn ich dann mal wieder in Berlin bin beim Fitnessstudio oder mit ein paar Leuten dann spreche und ins Gespräch komme “Was machste?” Dann sage ich “Ich bin selbstständig” und meistens ziemlich kompliziert zu erklären, was ich mache. Ich sage einfach ich erstelle Webseiten für Kunden oder mache irgendwas Online. Aber alleine da kriegste dann schon mitleidige Blicke und denkst so “Woah nee und krass und dieses Risiko. Wie kannst Du das aushalten und kannst Du noch nachts ruhig schlafen? Und es ist mehr so Mitleid, was einem in Deutschland entgegensteht, als irgendwie so “Cool, ist richtig geil, was Du machst! Wie kann ich Dir helfen?” Sebastian: Das stimmt. Ich glaube in Deutschland sitzt man halt einfach sehr, sehr gemütlich in seinem Angestelltenjob. Man mag ihn vielleicht nicht besonders, aber man sitzt halt einfach sehr gemütlich dadrin und man hat dieses Sicherheitsnetz und so. Das funktioniert alles und hier in Thailand ist es halt einfach so … also wenn Du Angestellter bist, der Großteil der Angestellten verdient halt wirklich nix. Marcus: Wieviel verdienen die so im Schnitt? Sebastian: Okay, das ist natürlich jetzt abhängig von der Region, aber ich meine, wenn man mal ganz unten nimmt. Jemand der nix großartig gelernt hat und irgendwo hier als Angestellter Kellner, also wirklich so die Leute, die man so im Alltag trifft im Supermarkt oder so, die verdienen vielleicht 250,00 Euro im Monat? Marcus: Ja. Sebastian: Und klar, dann gibt’s natürlich bessere Bürojobs und mittleres Management. Die verdienen dann auch ihre, irgendwo 600,00 Euro bis 1.000,00 Euro im Monat, was dann für hier schon okay ist, aber jemand, der halt wirklich … also die Selbstständigkeit ist hier einfach nochmal anders. Es hat nen anderen Stellenwert und die Leute, die hier wirklich etwas aufbauen, weil es jetzt natürlich auch wirtschaftlich anders da sind, und da haben sie nen anderen Stellenwert in der Gesellschaft. Marcus: Mh. Sebastian: Und was jetzt die Europäer angeht… hier ist es halt so… es gibt halt die einen, die nix auf die Reihe kriegen und die anderen, die die halt richtig Gas geben und sich Sachen aufbauen und entsprechend halt auch wirtschaftlich anders gestellt sind. Und auch die haben dann halt den anderen Status dadurch. Und es gibt ja kein Sicherheitsnetz. Also wenn mein Business morgen crashed, dann stehe ich halt auf der Straße, dann war’s das halt. Marcus: Ja. Sebastian: Also von daher: Es gibt nur die Richtung nach vorne und Gas geben und Sachen aufbauen. Marcus: Ja, das verkörperst Du ja total. Ich glaube neben der Website Phuketastic hast Du noch mehr Sachen mittlerweile aufgebaut oder hast Du zum Beispiel auch nen eigenen Podcast an den Start gebracht und hattest Du noch so ein Hochzeitsding laufen? Also immer, wenn ich irgendetwas von Dir gesehen habe oder an Dich gedacht habe, dachte ich “Boah, der Typ ist echt… Der ist umtriebig, der hat Feuer im Arsch, der macht, versucht und tut” und mir war so klar, irgendwann bist Du mal mega erfolgreich mit allen Sachen. Sebastian: Mh cool, dankeschön! Ja, ich meine, also bei dem Hochzeits Business, weil Du das jetzt ansprichst, es war so: Ein guter Freund von mir hat das aufgebaut über acht Jahre und hat dann aber gesagt, er will nicht mehr weiter machen und hat’s mir dann angeboten. Ich hab gesagt, das passt eigentlich ganz gut zu dem, was ich mache. Er hat sich bis dahin nur auf den englischsprachigen Markt konzentriert und ich habe gedacht, wenn ich das übernehme, dann kann ich halt über meine bestehende Plattform dann den deutschsprachigen Markt mit angehen. Und dann habe ich angefangen eben Hochzeiten mit anzubieten und das passt eigentlich ganz gut rein. Und ich denke, Du hattest es Eingangs gesagt im Prinzip, es geht darum, die Möglichkeiten, die sich Dir präsentieren einfach auch zu ergreifen. Und ich glaube, jeder hat extrem viele Möglichkeiten, Dinge zu tun. Es ist halt immer nur die Frage: Nutzt Du die Möglichkeit in dem Moment, wo sie sich Dir präsentiert? Und manchmal muss man vielleicht bestimmte Dinge einfach ausprobieren, um festzustellen, dass das nicht das richtige ist, sondern dass es nicht funktioniert. Aber wenn Du halt nie irgendwas ausprobierst, dann wirst Du auch nicht an den Punkt kommen, wo irgendwas funktionieren kann. Marcus: Genau, und genau aus dem Grunde hat sich das ja dann schon wieder gelohnt, das mal auszuprobieren. Zu testen und wenn es nur die Erkenntnis ist: Das ist absolut nichts für mich! Sebastian: Ja genau. Und zum Beispiel das Hochzeits Business, das ist jetzt nicht irgendwie so, das ist keine Erfüllung für mich, aber ich hab’s ausprobiert, weil ich wissen wollte, wie es ist. Ob das passt. Ich habe mein Investment lange wieder drin. Also von daher: Ich könnte morgen aufhören und hätte ne Erfahrung gewonnen. Mein Investment ist wieder da. Ich habe ein bisschen Geld damit gemacht und gut ist. Also von daher… voll okay. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass die Seite Phuketastic Dein Haupthub ist quasi, wo der meiste Traffic ankommt, richtig? Sebastian: Ja genau, genau. Marcus: Und den monetarisierst Du dann über diese verschiedensten Arten, über die wir gerade gesprochen haben und hast jetzt aber vor ein paar Monaten noch nen eigenen Business Podcast gestartet. Sebastian: Genau! Ja im Prinzip war es so, es war schon lange so ein Wunsch von mir, ein bisschen meine Erfahrungen auch weiterzugeben und da habe ich erstmal den Blog gestartet. Wobei man dazu sagen muss, dass mir nie so wirklich klar war, was ich genau eigentlich für wen weitergeben will. Und ich habe immer gedacht: Okay, ich starte das Ding einfach mal und das wird sich im Laufe der Zeit schon heraus kristallisieren für wen ich da eigentlich was mitteilen kann. Und das ist halt auch so ein Ding einfach. Ich hatte den Wunsch das zu starten, ohne genau zu wissen wie und warum, aber ich wollte es einfach machen, also habe ich gesagt: Okay, einfach mal anfangen und es wird sich einfach zeigen, was passiert. Und ähm... Marcus: Ja, dann werd’ doch mal konkret an diesem Beispiel: Wie hast Du angefangen? Sebastian: Mit dem Blog oder mit dem Podcast? Marcus: Mit dem Podcast. Da war jetzt, da ist die Idee gereift, Du hattest Bock auf nen Podcast. Haben bestimmt auch viele, die jetzt mich verfolgen oder die anderen Podcaster und sagen: Boah, das wäre vielleicht noch was. Aber wissen wahrscheinlich nicht: Wo soll ich anfangen? Und fangen dann nie an. Sebastian: Genau und so war es auch bei mir. Ich habe das lange vor mir hergeschoben mit dem Podcast, weil ich habe dann immer wieder versucht zu recherchieren, wie funktioniert das eigentlich? Und es gibt gar nicht so wirklich konkrete Anleitungen wie es funktioniert. Jeder erzählt ein bisschen was. Und ich fand’s relativ kompliziert, obwohl ich jetzt doch schon ein paar Jahre online bin, aber ich fand es relativ kompliziert und hab’s dann immer wieder vor mir hergeschoben. Und dann habe ich gesagt: Okay, bis zum Ende des Jahres will ich das Ding einfach starten und 20 Folgen produzieren. Das war so Mitte des Jahres. Und dann habe ich mir einfach gesagt: Okay, die erste Folge geht am 15. September Online und dann habe ich angefangen Leute anzuschreiben und in dem Moment, wo ich die ersten Interview-Gäste, die dann zugesagt hatten, hatte, gab’s letztlich auch kein zurück mehr, weil Du kannst dann nicht sagen: Okay, jetzt habe ich ein Interview mit fünf Leuten geführt und dann lässt Du es wieder einschlafen. Also von daher, war die Strategie einfach zu sagen: Okay, ich setze mir jetzt ne Deadline. Ich mache mir den sozialen Druck, indem ich die Interviews schonmal terminiere. Marcus: Ja. Sebastian: Und dann kann ich nicht mehr zurück und dann muss ich alles andere irgendwie herausfinden, wie es funktioniert. Und genauso war es dann auch. Ja, also dann habe ich halt herausgefunden, was brauche ich an Equipment, was brauche ich an Technik und wie nehme ich auf? Wie schneide ich das? usw. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es hochprofessionell ist. Ich meine in Deinem Fall, Du sourced es ja out, ja? Du machst ja das Schneiden nicht selbst. Marcus: Ja genau, aber ich musste mich natürlich auch komplett reinfuchsen, um dann nachzudenken über den Workflow. Sebastian: Genau. Und es ist halt einfach nochmal was neues, aber dieser Druck von außen ist extrem hilfreich. Also finde ich. Ich brauche halt Druck von außen. Ich weiß zwar, was ich will grundsätzlich, aber es dann umzusetzen, finde ich immer sehr hilfreich einfach zu wissen, da ist irgendjemand. Also zumindest ein gewisser sozialer Druck dahinter. Marcus: Genau, das schafft irgendwie Verbindlichkeit und… Sebastian: Genau und das zweite war: Ich habe gesagt, wenn ich’s mache, dann verpflichte ich mich auch wirklich eine Folge pro Woche rauszubringen und entsprechend musste ich halt jetzt auch dafür sorgen, dass die Interviews gescheduled werden. Dass die tatsächlich stattfinden usw. Und bisher habe ich auch noch keine Folge ausgelassen. Also jetzt sind wir bei Folge 10 und ja… Soweit schaut’s so aus, dass alles funktioniert und bis zum Jahresende ich auf meine 20 Folgen komme. Marcus: Hm Cool! Und was war letztendlich Deine wichtigste Ressource auf dem Weg? Gerade dieses ganze technische Know how anzueignen für den Podcast? Sebastian: Also ich habe einmal, es gibt auf Smart Passive Income von Pat Flynn, der hat ne relativ ausführliche Videoanleitung auf Englisch. Also den habe ich mir angeschaut. Und dann gibt’s natürlich von Podcast-Helden auf Deutsch gute Ressourcen von Gordon Schönwälder. Christian Gursky hat auch auf seinem Blog ein bisschen was drüber geschrieben. Ich habe mir dann einfach so die diversen vorhandenen Ressourcen angeschaut und einfach dann ausprobiert, was funktioniert und was nicht. Marcus: Hm perfekt. So hab ich’s ja auch gemacht. Also ich glaube die erste Ressource war auch von Pat Flynn, was ja ziemlich ausführlich ist und dann sogar noch mit Videos, um überhaupt ein Gefühl dafür zu kriegen, wie funktioniert das alles? Ein paar Sachen waren ein ganz bisschen veraltet glaube ich so ... Sebastian: Genau, mit dem Burberry Plugin. Das brauchst Du gar nicht mehr. Ich hab’s einfach so direkt auf Lipsyn gehostet  um das mit dem Plugin zu machen. Marcus: Ja, oder die Mediahoster. Ich weiß gar nicht, ob da zum Beispiel schon Soundcloud mit bei war. Ich habe mich für Soundcloud entschieden. Aber das ist ein super guter Einstieg. Und dann, wenn Du glaube ich dann vielleicht auf Deutsch noch etwas haben willst, bietet der Gordon mittlerweile richtig gute Ressourcen und Kurse an. Und Deine Drittressource war auch jemand aus Deutschland? Sebastian: Ja, Christian Gursky. Der macht so Sachen. Der ist halt auch ein Podcaster und hat auch diverse kostenlose Inhalte dazu. Er hat aber glaube ich auch nen Kurs. Marcus: Cool! Die verlinken wir auf jeden Fall alle in den Shownotes. Aber ich glaube, das ist jetzt auch mal eine ganz gute Case Study für andere, wie geht man so’n Ding an? Was passiert da im Kopf? Du hast auch gesagt, Du hast es dann immer wieder herausgeschoben, genau so wie bei mir. (beide grinsen) Sebastian: Ja. Marcus: Wobei man ja denken müsste, wir müssten es mittlerweile eigentlich auch besser wissen, aber da kann sich keiner von freimachen, dass man dann doch manchmal doch wieder intuitiv eher davon wegläuft. Sebastian: Und ich glaube, es ist halt auch so ein riesen Berg von neuen Aufgaben irgendwie. Und ich habe das in meinem Kopf halt riesen groß gemacht. Da habe ich mir überlegt: Okay, also erstmal brauchst Du Equipment, dann musste schneiden, dann brauchste ein Tonbearbeitungsprogramm, dann musst Du das Ding aufnehmen können. Dann musst Du es irgendwo hosten. Wie hostet man das überhaupt? Dann brauchst’n Logo dafür usw. Also ich habe mir ungefähr 1000 Einzelschritte überlegt, was man alles braucht und dann wurde es halt einfach so ein riesen Ding. Aber ich glaube, unter’m Strich sagst Du: Okay, Du musst es aufnehmen, irgendwie schneiden und dann muss es irgendwie Online. Das sind eigentlich nur drei Sachen, die Du dafür brauchst. Dadurch wird’s dann deutlich kleiner. Marcus: Genau, also ich glaube der Trick ist, dieses riesen Projekt oder Apparat oder die Vision, die man im Kopf hat, dann in viele kleine Einzelteile zu zerlegen. Sebastian: Ja, genau. Und dann einfach abzuarbeiten und einfach mal… ich glaube auch, oftmals hält halt die Vorstellung von Perfektion einen auf. Du hörst nen Podcast, die sind perfekt produziert mit nem super Intro und nem Outro und Übergängen und die Sprachqualität ist top usw. Und Du willst es dann genau so machen, anstelle einfach mal loszulegen. Marcus: Aha, okay. Ich habe mich da auch so unter Druck gesetzt und dachte so: “Nee, das muss das perfekte Produkt sein” und “Scheiße, irgendwie die erste Folge war doch nicht so cool und Du hast so viele Stotterer drin, so viel Äähhs und fängst jetzt an zu schneiden”. Sebastian: Genau und auch ja… Oder da ein Rauschen drin zu haben oder es ist zu leise oder zu laut. Aber letzten Endes, was soll’s? Ich meine, Du bist ja nicht… Du machst ja keine perfekte Radioshow. Klar, es soll schon einigermaßen gut sein, aber perfekt wird’s sowieso nie. Marcus: Nee, nie. Und ich glaube, das lieben die Leute auch, die Authentizität dann am Ende des Tages. Sebastian: Genau, das ist wichtig. Marcus: und nicht perfekt ist. Und ganz wichtig ist glaube ich auch, der Pat Flynn - ich weiß nicht, ob Du das gefunden hast - hat dann auch mal so ne Hörpröbe von seiner allerersten Aufnahme irgendwo eingestellt und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und das macht einen dann auch selber wieder Mut. Sebastian: Genau oder bei John Lee Dumas von Entrepreneurs On Fire. Ich habe mir dann, bevor ich losgelegt habe, auch mal seine ersten Folgen angehört. Und es ist extrem monoton, langweilig. Und er sagt es selbst auch immer in seinen eigenen Podcasts, dass er schlecht war, in dem was er getan hat. Und ich glaube, man muss einfach akzeptieren können, dass man am Anfang schlecht ist und über die Zeit besser werden kann. Es ist ein Mindshift. Du musst es einfach zulassen, dass Du anfangs nicht gut bist und es vielleicht schlecht machst. Dann ist es halt so. Marcus: Ja, in Deinen Augen. Sebastian: Ja, in Deinen Augen, genau. Weil für jemand, der noch nie irgendwas produziert hat, bist Du… kannst Du wahrscheinlich trotzdem ein Vorbild sein. Marcus: Es ist halt immer… genau… immer so das Verhältnis wo Du stehst oder was Dein Anspruch ist. Sebastian: Ja genau. Marcus: Und Du bist in dem Moment, in dem Du Deine erste Folge aufnimmst eh ja schon viel weiter, als wahrscheinlich 99% der Leute, die gerne mal ne Folge aufnehmen würden. Sebastian: Ja genau. Und Du kannst ja auch eine Solo-Folge, die kannst Du ja auch mal produzieren, ohne dass es irgendjemand hört. Marcus: Mmh, ja. Oder ich habe aus Spaß mit Feli glaube ich mal eine aufgenommen. Einfach mal hier auf GarageBand ohne das dann live gehen zu lassen, einfach mal, um so ein Gefühl dafür zu kriegen. Was passiert da eigentlich? Und das ist natürlich schrecklich, wenn Du das erste Mal Deine eigene Stimme hörst. Hast Du vielleicht früher auch schon mal auf dem Kassettenrekorder oder so. Die meisten, die können das nicht ertragen, aber ganz ehrlich: Man gewöhnt sich dran, oder? Sebastian: Ja und man gewöhnt sich dran… ich weiß nicht, also ich finde jetzt meine Stimme inzwischen gar nicht mehr so schlimm und ich habe lustigerweise… mein erstes Interview war mit Tim von Earthcity... Marcus: Meins auch! (beide lachen) Tim muss immer herhalten! Sebastian: Genau, Versuchspuppe (grinst) Und bei mir war das so, weil ich halt bei ihm auf dem Podcast… Das war mein erstes Podcast-Interview für das ich eingeladen wurde. Und ich glaube, es auch der erste deutsche Podcast, den ich gehört habe und deswegen habe ich gesagt: Okay, dann lade ich ihn auch ein. Marcus: Mh. Sebastian: Und er hat gemeint, er findet, ich hätte eine gute Podcast-Stimme. Da dachte ich: Okay, wenn das schonmal einer sagt, dann, so schlimm kann’s nicht sein und dann habe ich auch auf iTunes ein oder zweimal gesagt bekommen in Rezensionen, ich hätte ne gute Podcast-Stimme. Und wenn es drei Leute sagen, dann kann die Stimme gar nicht so extrem schlimm sein. Marcus: Nee. Sebastian: Selbst kann man es natürlich nie beurteilen, aber ja. Es ist immer schön, wenn jemand anderes dann Dinge, die Du selbst furchtbar findest als gar nicht so schlimm ansieht. Marcus: Mh cool! Das ist ein gutes Beispiel, wie man Sachen angeht. Was mich jetzt noch interessieren würde wäre: Hast Du eine tägliche Routine? Oder noch genauer: Hast Du ne bestimmte Morgenroutine? Sebastian: Ja, also bei Morgenroutine muss ich sagen, dass ich grundsätzlich kein Morgenmensch bin. Aber ich gemerkt habe, dass immer, wenn ich Phasen hatte, wo ich wirklich ne tägliche Morgenroutine hatte über Wochen, dass es mir deutlich besser ging. Also mental, Produktivität usw. Auch von der Ausgeglichenheit her und ich aber trotzdem immer wieder Schwierigkeiten habe, die über lange Zeit aufrechtzuerhalten. Und momentan bin ich wieder dabei eine aufzubauen. Ich hab’s ne Zeit lang gemacht wirklich mit vor 6.00 Uhr aufstehen, aber das ist mir einfach zu früh. Da fehlt mir dann… das schaff’ ich nicht. Momentan ist es so 7.00 Uhr aufstehen und mein Fixpunkt dabei ist, dass ich meinen Sohn gegen 8.45 Uhr fahre jeden Tag. Also das muss ich einfach… das ist sehr wichtig. Hab ich ihm versprochen, dass ich ihn immer bringe. Also von daher, das ist Teil der Morgenroutine. Also ich stehe 7.00 Uhr auf, mache jetzt momentan mit der 7 Minuten Workout App, die Du mir empfohlen hast. Marcus: Mh, das funktioniert? Sebastian: Ja, das ist super! Also ich mache den sehr gerne und es ist halt 7,5 Minuten ist halt ein schöner, knackiger Start irgendwie. Dann ganz wichtig, ich mache jeden Morgen das Bett, weil Du kennst es ja auch. Haben wir auch schonmal, glaube ich, drüber geredet. Marcus: Ja, aber erklär’ mal. Sebastian: Und zwar einfach, dass wenn Du morgens Dein Bett machst, ist es halt so der erste Win am Morgen. Bei mir ist es so, ich bin grundsätzlich ein sehr chaotischer Mensch und ich weiß halt, dass wenn ich diesen Step mache und das Schlafzimmer ordentlich hinterlasse, dann gibt es mir so einen geordneten Einstieg in den Tag irgendwie. Ich weiß halt, wenn ich in das Zimmer reinkomme, ich fühl’ mich einfach besser, es nicht unordentlich zu sehen. Und es ist ähnlich wie abends, dass ich halt einfach nochmal bevor ich ins Bett gehe, ne kleine Runde drehe und einfach die Sachen kurz aufräume. Alles irgendwie… dass ich weiß, wenn ich morgens ins Zimmer komme, an meinen Schreibtisch oder ins Wohnzimmer oder wie auch immer, dann weiß ich, dass alles irgendwie schön aufgeräumt ist und ich fühle mich einfach wohler dabei. Das hilft mir dann produktiver zu sein. Und gut, ansonsten, nachdem ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht habe, mache ich das normalerweise auf dem Rückweg, da höre ich immer Podcasts und höre den dann weiter, mache mir dann nen Kaffee, setz’ mich dann auf die Terrasse, höre den Podcast zu Ende, das sind dann meistens so 15, 20 Minuten, trinke dabei meinen Kaffee und danach gehe ich dann an die Arbeit. Das ist so meistens die Morgenroutine. Das heißt so, ich bin so gegen 9, kurz nach 9 Uhr und bis ich dann mit Kaffee fertig bin, ist es meistens so 9.15 Uhr oder 9.20 Uhr und dann kann ich gestärkt mit Kaffee und allen aus dem Haus, kann ich dann anfangen zu arbeiten. Marcus: Mh, ich glaube, was ein ganz wichtiger Hack, ist dieses Belohnungssystem und aufgeräumt zu sein, oder? Ich liebe es auch zum Beispiel jetzt gerade sitze ich hier an dem Schreibtisch und nehme mit Dir den Podcast auf und habe nur den Rechner und das Mikro vor mir. Und alles andere besitze ich entweder gar nicht oder hab’s irgendwo anders hingelegt oder ist gar nicht im Blickfeld. Also ich liebe es minimalistisch zu sein und die Sachen echt Straight to the Point und sehr plain, sei es jetzt Hardware Devices, wie meinen Rechner und die anderen Tools, die man braucht, aber auch ansonsten allen möglichen anderen Ballast im Leben. Sebastian: Vielleicht zu dem Minimalismus noch ganz kurz: Jetzt ist’s ja bei mir nochmal ein bisschen anders, weil ich mit Familie und natürlich festem Wohnsitz einfach nochmal anders ausgestattet bin, als ihr, die halt wirklich nur mit sehr, sehr wenig Sachen um die Welt fliegt. Vielleicht gibt’s ja den einen oder anderen, der auch noch einen festen Wohnsitz hat. Marcus: (grinst) Bestimmt viele. Man muss auch immer sagen: Also, ganz kurz, um nochmal einzuhaken, weil es ja auch immer wieder kommt. Wir wollen ja auch niemanden missionieren und irgendwie sind da auf nem Weg, Leute überzeugen zu wollen, dass das der einzig wahre Lifestyle ist und man so extrem leben muss, wie wir. Wir zeigen einfach nur, was möglich sein kann. Wir wissen ganz genau, dass wir da auch ziemlich extrem sind und die Speerspitze sind, aber ich glaube, das muss man auch so ein bisschen, wenn man so ne exponierte Stellung haben will. Aber das heißt jetzt auf keinen Fall, dass das für jeden genau das richtige ist. Wahrscheinlich ist so ein Mittelweg am gesündesten. Sebastian: Genau. Bei mir ist es halt so: Ich möchte jetzt dieses ewige Reisen zum Beispiel gar nicht. Und ich bin ganz froh, dass ich nen festen Wohnsitz habe, aber ich weiß halt genau, dass wenn ich jetzt morgen entschließen würde für die nächsten drei Monate irgendwo anders hinzugehen, dann könnte ich mein Business halt trotzdem mitnehmen. Also für mich ist es einfach die geistige Freiheit zu wissen, ich kann jederzeit woanders hingehen, aber ich muss es nicht. Und jetzt in Bezug auf den Minimalismus: Also ich besitze jede Menge Sachen. Ich habe auch ein Auto usw., aber ich sorge halt trotzdem dafür, dass ich zu viel Ballast einfach abschmeiße. Also wenn ich halt merke, dass irgendwie … also ich mache das häufig, dass ich einfach Sachen entweder verkaufe oder verschenke oder wegschmeiße einfach, um Sachen rauszukriegen, die ich nicht wirklich brauche. Und es geht mir einfach deutlich besser, jedes Mal, wenn halt Sachen weggehen, geht’s mir deutlich besser. Und von daher, ich denke mir, Minimalismus muss nicht sein, dass Du nur noch 20 Gegenstände hast und eine Unterhose, die Du irgendwie jeden Tag irgendwie im Waschbecken auswäscht... Marcus: Besser nicht… (beide lachen) Sebastian: … sondern ich glaube, es geht einfach um ein bewussteres Leben damit. Einfach zu sagen: Okay, was sind Dinge, die ich wirklich brauche, die mir was bedeuten und die auch nen praktischen Nutzen haben und alles andere halt nach und nach zu reduzieren. Marcus: Ja, und spannender Punkt ist auch, was Du eben sagtest: Auch das Entschlacken und das Freimachen, kann einen total belohnen. Viele kennen es wahrscheinlich jetzt, die es vorher noch nie gemacht haben, eher so: Ich kaufe mir neue Schuhe, ich kaufe mir ein Kleid, ein T-Shirt, whatever und habe dann kurz diesen Trigger, dass ich mich belohnt fühle, aber nach ner Woche ist das neue iPhone irgendwie auch nicht mehr so spannend. Aber das kann auf der anderen Seite genau so viel Spaß machen, wenn man weiß “Boah jetzt geil! Ich habe den Schrank wieder freigeräumt und die sind jetzt erstmal aus meinem Kopf die Sachen”. Sebastian: Mh, und es ist ja auch so, dass speziell wenn Du eigenen Wohnraum hast, je mehr freien Platz Du zur Verfügung hast, umso größer die Tendenz diesen freien Platz mit irgendwas zu füllen, normalerweise.   Marcus: Ja. Sebastian: Und dem muss man halt sich irgendwie so ein bisschen widersetzen und einfach schauen, dass…. Marcus: Ja, und es ist echt nicht easy, ne? Viele unterschätzen das und denken so “Ah okay, wenn ich will, kann ich von heute auf morgen alles wegschmeißen”. Ey, selbst wir Hardcore-Minimalisten haben glaube ich vier Anläufe oder so gebraucht und sind dann mit den ganzen Klamotten immer wieder zum Trödelmarkt gefahren, zum Flohmarkt, zum Roten Kreuz, haben was abholen lassen von der Caritas. Und immer wenn Du denkst so “Ey, das ist es jetzt, geil! Wir sind jetzt hier irgendwie mehr oder weniger auf Null” und wenn dann noch ne Reise dazwischen ist und Du kommst zurück und Du hast nur den Backpack dabei gehabt, dann denkst Du “Boah scheiße, das haben wir ja auch noch alles und das habe ich Null vermisst” und dann fängst Du wieder von neu an. Sebastian: Ja. Bei mir ist jetzt gerade die Verbindung… es ist jetzt wieder schlecht bei mir. Weiß nicht, ob Du mich normal hörst, aber Du bist abgehackt. Marcus: Ich höre Dich jetzt noch normal, sonst versuchen wir mal weiter, weil ich nehme ja hier beide Tonspuren auf… Hörst Du mich noch? Sebastian: Ich höre Dich, aber es ist abgehackt. Also wenn es auf Deiner Seite passt, dann hast Du ja wahrscheinlich die Aufnahme richtig. Marcus: Ja bei mir passt es. Dann kriegen die Hörer jetzt auch mal mit, was manchmal so für technische Hakeleien laufen können, gerade wenn man die Podcast Interviews dann über Skype aufnimmt, aber es ist irgendwie alles machbar. Ach ich glaube, ich weiß woran es liegt. Ich synchronisiere nämlich gerade parallel über Dropbox den ersten Teil der Aufnahme, die wir eben gemacht haben. Das hat jetzt mal auf Pause gemacht. (beide lachen) Auch ein guter Hack, wenn man mal wieder mehr Bandbreite braucht. Die ganzen Synchroniserungen…. Okay, so viel zu Deinen Morgenroutinen. Und genau, noch ein Punkt, der mir dazu eingefallen ist: Es muss nicht immer Reisen sein, sondern das ist glaube ich echt ein super Beispiel: Du nimmst dann diese Unternehmerische Freiheit und die freie Zeit, die Du dadurch gewinnst dazu, um Dein Kind zum Kindergarten zu bringen und abzuholen. Sebastian: Ja genau, also ich habe einfach für mich gesagt, für mich ist halt meine Familie extrem wichtig. Ich habe meinem Sohn versprochen, dass ich ihn jeden Tag zum Kindergarten bringe und abhole. Ja gut, ab und zu geht’s halt einfach nicht, weil ich irgendwie nen Termin habe, aber ich versuche wirklich jeden Termin, den ich nehmen muss so zu legen, dass er nicht in diesen Zeitraum passt. Das heißt zum Beispiel Podcast Interviews, die gibt’s halt grundsätzlich nur vorher oder nachher. Andere Treffen auch. Das ist einfach für mich ganz wichtig, dass ich dieses Versprechen ihm gegenüber einhalte. Und ich organisiere halt meinen Tag so außen herum und der Kindergarten hat halt, wie jetzt letzte Woche zum Beispiel bei Halloween, dann ist da halt so ein Halloween-Umzug und da bin ich halt auf jeden Fall mit dabei. Also ich kann halt einfach ganz spontan, jederzeit sagen, ich gehe halt in den Kindergarten oder wenn er krank ist, dann bleibe ich halt zu hause und bin halt einfach zu hause und ich arbeite dann halt nicht. Und von daher, ich habe die Freiheit mich um die Familie zu kümmern, wenn’s halt sein muss und das ist für mich eigentlich das wichtigste dabei. Marcus: Okay Sebastian, was ist Deine größte Schwäche und worin willst Du besser werden? Sebastian: Ich denke, die größte Schwäche sind letztlich zwei Sachen, die miteinander zu tun haben. Es ist auf jeden Fall Fokus und Prokrastination. Und die haben denke ich miteinander zu tun. Mir fällt’s durchaus schwer, weil ich halt viele verschiedene Sachen mache. Einfach den Fokus zu finden, worauf ich mich wann, wie, wo fokussieren muss. Oftmals sind’s halt einfach so viele einzelne Aufgaben, die man tun könnte oder auch tun müsste…. Marcus: oder würde… Sebastian: ...oder würde, genau. Und ähm, dann neue Ideen, die man gerne umsetzen möchte. Marcus: Ja, das ist dieses SOS-Syndrom ne? Sebastian: Ja genau. Shiny Objects Syndrom, ja. Und dann ist es halt einfach schwer. Womit fange ich an? Und manchmal geht’s mir halt dann einfach so, dass es so viele Sachen sind, dass ich letzten Endes dann gar nichts mache. Oder extrem lange brauche bis ich dann mit den einzelnen Sachen anfange. Und das heißt, wo ich auf jeden Fall gerne besser werden würde, wäre zu sagen: Einfach noch klarer zu wissen, was sind die Dinge, auf die ich mich fokussieren muss? Und dann alles andere mehr und mehr abzugeben, sodass ich halt meine Zeit wirklich fokussiert auf die Dinge verwenden kann, die wichtig sind, um mich dann eben auch ablenkungsfrei auf diese Sachen stürzen zu können. Marcus: Mh, ganz ehrlich: Also mir geht’s genau so. Nach wie vor. Auch wenn ich so viel dazu jetzt gelesen habe und probiert habe und Tools nutze. Es passiert immer wieder, dass ich auf Facebook gehe und irgendwas schedulen will oder businessmäßig plane oder loswerden will oder recherchieren will und dann mich total drin verliere und am Ende sogar gar nicht mehr weiß, warum ich überhaupt auf Facebook gegangen bin. Sebastian: Ja, und ich glaube es geht jedem so. Also es gibt wahrscheinlich niemand.... ich meine Du bist jetzt jemand, der wirklich sich mit Produktivität und Hackz usw. auseinandersetzt, und selbst Dir geht’s so. Marcus: Ja. Sebastian: Von daher, man sollte sich glaube ich einfach auch eingestehen, dass es normal ist. Und auch mal… ich glaube man darf sich auch mal die Phasen eingestehen, wo man mal nicht so produktiv ist. Das gehört glaube ich auch dazu. Marcus: Ja, und irgendwann, ich glaube vor einem Jahr, habe ich mich so sehr über mich selber geärgert und über Facebook gleich gesagt habe “Ey Leute, dieser Algorhythmus, der funktioniert einfach. Ich kauf’ mir jetzt ne Facebook Aktie” (beide lachen) Und immer, wenn ich mich das nächste Mal darüber Ärger, dass ich auf Facebook gewesen bin, freue ich mich, dass die noch ein bisschen mehr Verweildauer durch mich kriegt und eventuell dadurch der Börsenwert von dem Unternehmen steigt. Sebastian: Haste Dir ne Aktie gekauft? Marcus: Ja ja habe ich. Sebastian: Ja? Okay. Marcus: Ja, ich hatte auch voll Schwein damals. Da war die noch mega günstig zu haben. Irgendwie 35,00 Euro. Jetzt ist die bei fast 100,00 Euro oder so. Also fast verdreifacht. Hätte ich mal ein bisschen mehr Mut gehabt, ein bisschen mehr investiert, aber dieses Hätte, Wenn und Aber… Da lasse ich lieber mal die Hände von, von der Börse. Aber ich hab ja nur eine irgendwie erstmal reingelegt ins Portfolio, um mich nicht mehr ständig über mich selbst zu ärgern oder wenn andere dann darüber reden, wieviel Zeit sie auf Facebook verbringen. Da denke ich: Ja okay, ist ja ganz cool. (beide grinsen) Gut, ich denke mal, das war ein guter Rundumschlag von dem, was Du alles so machst, was Du für ein Typ bist, was Du für einen Background hast. Mega spannend! Ähm, allerletzte Frage noch: Sebastian: Okay. Marcus: Wenn Du merkst, Du bist am Rechner und hast aber das Gefühl, Du kommst nicht weiter… Es geht nicht voran und Du bist einfach leer im Kopf. Ich verpasse da leider nach wie vor immernoch den Zeitpunkt zu sagen: Okay, heute geht nix mehr, ich klapp’ jetzt den Rechner zu und geh’ raus und mach Sport oder irgendwas. Wie gehst Du damit um? Hast Du da irgendeinen Trick? Was machst Du, wenn Du nicht weiterkommst? Sebastian: Ah puhh, schwer. Also ja, ich kenne die Situation gut, wo … ja genau, wo Du einfach merkst, Du sitzt zwar jetzt da und solltest Du, aber eigentlich hatt’s überhaupt keinen Sinn da irgendwas weiter zu machen. Also ich kenne das dann schon. Dann werden dann doch mal Stunden vertrödelt irgendwie mit Youtube Videos gucken usw. Aber wenn’s mir bewusst wird und ich glaube darum geht’s ja, sich das bewusst zu machen, was nicht immer funktioniert, aber wenn’s mir bewusst wird, dann mache ich auch den Computer einfach zu und gehe dann mal raus und gehe die Stunde irgendwie laufen oder mache ein bisschen Sport. Oder ja… ich habe zum Beispiel hier fünf Minuten von hier, also bei uns im Wohnviertel, gibt’s nen Swimming Pool. Ich kann da zum Schwimmen gehen und da kann ich meine Bahnen ziehen. Also ich mache das dann schon, dass ich rausgehe. Oder ich setze mich einfach auf den Roller und dreh’ ne Runde und fahre ein bisschen rum. Marcus: Geil! Roller fahren ist cool in Thailand! Sebastian: Ja, auf jeden Fall. Und sehr entspannend auch, da kommt Fahrtwind rein und vor allem, Du kriegst jede Menge Sauerstoff und dann ja… Wenn ich wieder zurückkomme, dann läuft’s auch normalerweise wieder. Aber ich glaube das wichtigste dabei ist, dass man sich bewusst wird, wenn so eine Phase kommt und sich dann auch eingesteht, dass es jetzt einfach besser wäre, mal zuzumachen und nicht sich zu zwingen, weiterzumachen, weil’s sowieso nix bringt. Marcus: Okay perfekt. Super Schlusswort! Ich freue mich schon. Müssen wir sehen, ob wir es schon Anfang nächsten Jahres hinkriegen, wenn ich nach Phuket komme und wir uns auf jeden Fall dann treffen? Sebastian: Ja, ansonsten auf der DNX GLOBAL, nehme ich an. Marcus: Auf der DNX GLOBAL, genau. Da gibt’s auch News zu. Wir haben gestern die geilste Location ever gefunden, haben das direkt fix gemacht. 1. März, der Termin steht und wir sind im Aksra Theatre Center und ja… Alle Infos dann über die bekannten Websites, aber das wird richtig Fett. Du bist eingeladen, wenn Du kommst. Sebastian: Ja, ich bin auf jeden Fall da. Ist ja nicht soweit von mir. Gute Stunde Flug und da bin ich! Marcus: Ja cool! Danke für Deine Zeit! Sebastian: Okay, danke Dir! Marcus:  Und bis bald! Sebastian: Okay, bis bald, ciao. Marcus: Ciao.   Yo yo, das ist dann doch wieder eine etwas längere Folge geworden. Ich glaube knapp ne Stunde oder so. Eigentlich wollte ich jetzt mal versuchen, ein bisschen knackiger zu werden und nur noch ne halbe Stunde oder 40 Minuten mit meinen Gästen zu reden, aber wenn’s so spannend ist, dann will ich auch nicht aufhören. Dann will ich lieber noch mehr bohren und noch mehr Infos für euch daraus holen. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn ja, gebt mir ne Rezension und Bewertung auf iTunes ab oder bzw. zusätzlich auch ganz gerne: Schreibt mir ne Mail an marcus@lifehackz.de wen ich vielleicht mal auf die Show holen sollte, was euch gefällt, was euch nicht so gut gefällt. Und wenn ihr sagt, das ist cooler Stuff, den Marcus macht und das würde ich gerne irgendwie unterstützen, dann haben wir immer noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Salvador laufen, weil in zwei Wochen, glaube ich… Genau in zwei Wochen geht es auf die Cruise von Gran Canaria nach Brasilien und Feli und ich haben dazu eine Charity Aktion gestartet. Alle Infos zu dieser Aktion unter www.lifehackz.de/charity. Vielen Dank, Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]    

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