björn gustafsson

  • Björn Tantau ★ Internet & Online Marketing Know-How aus über 20 Jahren

    · 01:29:47 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Björn Tantau Hey ihr Lieben und willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Dieses Mal live aus dem Surf Office in Lissabon, in dem wir seit zwei Tagen jetzt sind und unser DNX CAMP vorbereiten. Das DNX CAMP startet am Mittwoch mit 17 Teilnehmern. Und hier aus dem Surf Office Coliving und Coworking Space habe ich das Interview mit dem Björn Tantau aufgenommen. Björn ist ein alter Bekannter von mir aus der Online Marketing Zeit. Speziell aus dem SEO Bereich. Wir haben uns auf vielen Konferenzen getroffen, öfters beim Bierchen mal über die neuesten Trends und Hacks ausgetauscht und habe mir gedacht: Jetzt wo ich selber einen Podcast habe mit Zuhörern “Wieso mache ich das nicht mal mit dem Björn? Ruf ihn an über Skype und frag ihn aus, was gerade Phase ist in der  Internet Marketing oder Online Marketing Welt. Und nimm das Ganze auf, sodass alle was davon haben.” Also viel Spaß beim Interview mit Björn! In dieser Folge lernst du: Wie du 100% Performance bei deiner Marketing Strategie bekommst. Warum du deinen Realname bei Facebook nutzen solltest. Warum Podcasting gerade immer beliebter wird. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus   SHOWNOTES Björn Tantau Snapchat Instagram Periscope Meerkat Amy Porterfield Tim Ferriss Pat Flynn Social Media Examiner DNX BERLIN DNX CAMP   [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Björn Tantau   Marcus: Moin moin Björn and Welcome to the LifeHackz Show! Björn: Marcus, grüß Dich! Marcus: Wo bist Du? Was machst Du? Björn: Ich bin in Hamburg im Home Office und sprech mit Dir! Wo bist Du? Bei Dir ist die Frage ja richtiger, weil Du bist ja wahrscheinlich mehr als ich unterwegs. Marcus: Ja, wahrscheinlich. Also wir sind jetzt vor zwei Tagen in Lissabon angekommen, nachdem wir vorher auf Mallorca waren. In dem Bedndesk Coliving und Coworking Space. Ja, also und jetzt sind wir im Surf Office, also im nächsten Coliving und Coworking Space vom Peter Faber. Der hat auch eins schon in Gran Canaria aufgemacht und jetzt checken wir das hier in Lissabon aus. Björn: Das klingt doch sehr entspannt. Ich war vor zwei Wochen auf Menorca, aber nur im Urlaub. Insofern habe ich da nicht gearbeitet, aber ich weiß natürlich, dass auch Mallorca eine schöne Insel ist. Insofern ist es eine feine Sache da zu sein, auf jeden Fall. Marcus: Ja cool. Was ist so Dein Background? Also wir beide kennen uns ja jetzt auch schon länger persönlich, eher so aus der Online Marketing Szene und speziell da so aus dem SEO Bereich, wo ich ja auch herkomme und Du bist ja noch viel länger in diesem ganzen Bereich unterwegs und mehr oder weniger ein Urgestein in der deutschen SEO Szene oder Online Marketing Szene. Vielleicht erzählst Du mal so Deine erste Station. Seit wann Du da so die ersten Touch Points mit Online Marketing in Deutschland hattest und was Du jetzt aktuell gerade machst. Björn: Die ersten Touch Points sind in der Tat relativ lange her. Ich hatte irgendwann - das ist eine Geschichte, die ich immer gerne erzähle, die auch gerne mal nachgefragt wird - 1995 tatsächlich das erste Modem: 28,8 K von Motorola. Das war noch zu AOL Zeiten, wo man sich irgendwie für 50 oder für 20 Pfennig einwählen musste und dann kostete so eine Minute um die 10, 15, 20 Pfennig, keine Ahnung, irgendwie sowas war das, und da konnte man auch noch nicht gleichzeitig telefonieren und surfen. So war das damals. Das muss man den Leuten heute erklären. Also Menschen, die heute halt um die 20 Jahre alt sind, die können halt nicht verstehen, warum man denn nicht einfach so, keine Ahnung, sich hinsetzt und dann irgendwas macht und nebenbei mit dem Festnetz telefoniert. Das war damals so der erste Touch Point quasi und dann habe ich angefangen so einbisschen das Internet zu erforschen; bin tatsächlich relativ schnell in irgendwelchen Chat-Rooms gelandet. Das war damals 1998 irgendwie noch total angesagt. Ähm, wo man sich quasi mit, auch wie heute, mit eher unbekannten Leuten - also ich will nicht sagen, so wie bei Chat-Roullette - aber mit unbekannten Leuten unterhalten hat, aber es war alles noch ein bisschen gesitteter als heute. Also das Netz war auch nicht so überfüllt. Ich meine vor 20 Jahren waren da vielleicht irgendwie, keine Ahnung, in Deutschland, was weiß ich, so keine Ahnung, vielleicht ne Millionen Leute online oder zwei. Heute sind’s ja irgendwie 40, 50, 60 Millionen Leute. Und das war noch ein bisschen gesittet damals. Also, da war es nicht so krass, wie man’s heute kennt von irgendwie Snapchat und solchen Sachen. Ja, dann habe ich relativ schnell angefangen so zu gucken, was kann man denn da so machen? Und habe versucht damals für meine musikalischen Tätigkeiten - ich habe damals als DJ gearbeitet unter anderem, habe auch ein bisschen prodziert - das Internet da zu nutzen für diese Dinge und da ein bisschen Marketing zu machen. Und daraus entstanden relativ schnell Websites. Also klassische Websites, statische Websites, wo man halt versucht hat, oder wo ich versucht habe, irgendwelche Dinge nach vorne zu bringen. Das klappte auch ganz, muss man sagen relativ gut. Ich habe dann lange Jahre quasi nebenbei... was man heute ja als Sidepreneur bezeichnet. Du hast ja auch mit Michael schon gesprochen, glaube ich, da weißt Du ja, was ein Sidepreneur ist. Und da habe ich dann letztendlich über dieses selber erstellen von Webseiten, den Weg gefunden zu allen anderen Disziplinen die es so gibt. Also zum Online Marketing, zum SEO, ganz später auch dann zum Social Media Marketing. Aber damit fing es eigentlich an und ich habe dann nebenberuflich - ursprünglich habe ich ja einen Beruf aus der Finanzdienstleistungsbranche erlernt, was sicheres, man kennt das ja - und dann nachher halt erst festgestellt, dass Online ja viel geiler ist. Man muss sagen, ich bin ja Jahrgang 74, habe also 1995 Abitur gemacht und ganz klare Sache: Damals hätte sich noch keiner erträumen lassen, dass das mal in 20 Jahren so ist. Hätte ich damals schon gewusst, wie Online halt abgeht, hätte ich mit Sicherheit einen anderen Beruf damals gewählt oder gleich irgendwie ein Studium gemacht zu, keine Ahnung, Mediengestaltung oder irgendwie sowas. Oder Werbung, Marketing. Aber damals konnte sich halt niemand vorstellen, dass das Ganze so krass mal abgeht und fünf Jahre später, im Jahre 2000 bei der .com-Crisis sah es ja auch erstmal so aus, als ob der ganze Kram wieder quasi implodiert. Aber dann hat es sich ja relativ gut entwickelt. Naja, und ich war halt dann quasi in dem Teil drin, hab dann irgendwann 2006 meinen Hauptberuf an den Nagel gehängt und dann mich auf meine Webseiten konzentriert, unter anderem ein Musikportal, was lange Zeit gut lief mit knapp ner halben Millionen Hits pro Monat. Das hat also ne Zeit lang relativ gut funktioniert. War natürlich als Projekt, was 2001 gestartet ist, teilweise nicht so ganz sauber aufgebaut, sodass dann nachher da relativ viel Arbeit reingesteckt werden musste, um das ganze zu Maintainen und am Start zu halten. Ähm, habe über dieses Portal aber die ganze Sachen, die ich dann selber so entdeckt habe, von Suchmaschinenoptimierung über Social Media Marketing, Affiliate Marketing, also alles mögliche, was damit zusammenhängt, wenn man so ein Portal an den Start bringen möchte. Habe dann darüber auch letztendlich angefangen, Dienstleistungen selber anzubieten als Freelancer und habe das ein paar Jahre lang gemacht. Das war auch super und hat viel Spaß gemacht, nur habe ich dann irgendwann, so 2011/2012 gemerkt, dass man so als Ein-Mann-Freelancer letztendlich doch einfach an seine Grenzen stößt, im Sinne von Man-Power. Und mir waren dann die Projekte, die ich dann quasi betreut hatte - ich will nicht sagen uninteressant geworden, aber doch - zu klein geworden, sodass ich halt nochmal geguckt habe, wie kann ich jetzt nochmal so ein bisschen größer werden und selber meine Skills noch schärfen, indem ich halt an größeren Projekten arbeiten kann, also noch größeren Projekten, wie man auch in einem professionellen Team arbeiten kann und so kam ich dann 2012 zur alten THG, muss man heute ja sagen. Es gibt ja heute schon eine neue THG, aber damals bei der alten THG, wo ich dann Social Media Marketing, später auch Head of Social Media gemacht habe. Und da habe ich dann quasi diese ganzen anderen Sachen gemacht. Größere Portale betreut und dort quasi, das was ich generell schon alles wusste, ein bisschen geschleift, an größeren Sachen ausprobiert und natürlich auch noch viel dazu gelernt und so weiter und so fort. Dann war es mit THG ja bedauerlicherweise Mitte 2013, glaube ich, zu Ende. Dann bin ich zu einer weiteren Agentur in Hamburg gewechselt, habe so ein bisschen Inbound Marketing gemacht und bin jetzt quasi seit Anfang dieses Jahres bei Facelift, auch in Hamburg. Das ist ein sehr cooler Laden. Das sage ich nicht, weil ich da angestellt bin, das sage ich, weil es so ist. Weil Facelift halt diese Facelift Cloud bastelt und die Facelift Cloud ist halt so ne All in One Lösung für Social Media Marketing. Mittlerweile auch Digital Marketing, weil da auch E-Mail Marketing mit drin ist und all solche Sachen. Und das ist eigentlich ziemlich cool, weil ich da jetzt nochmal richtig so diesen Prozess kennenlernen kann. Was ich gemacht habe ist Marketing mit nem Team zusammen und ich kann da nochmal den Prozess kennenlernen, wie es halt so ist, nicht nur als Agentur oder als Dienstleister zu arbeiten, sondern wie man halt das Marketing für ein Produkt macht. Das kannte ich bisher…. also natürlich kannte ich das auch, weil ich früher selber auch schon Produkte gemacht habe, aber nicht in der Größenordnung. Das ist halt ein…. ja, wir bezeichnen uns gerne noch als Startup. Unter 50 Personen arbeiten dort. Über 1000 Kunden in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Und dort wird halt dieses Produkt noch richtig schön geschliffen und nach vorne gebracht. Und das ist halt sehr interessant, weil ich da halt nochmal wirklich auch selber meine Skills noch mehr schleifen kann, um zu sehen, wie ist das denn so abseits von Dienstleistungen für Kunden oder quasi technisches SEO für Kunden oder Social Media Marketing für Kunden. Wie bringt man so ein Produkt an den Start und wie macht man so ein Produkt richtig geil groß? Und man kann es quasi vergleichen mit Sachen wie Searchmetrics oder auch von mir aus Sistrix. Das ist so das Prinzip, nur halt das ganze nicht im SEO Bereich sondern im Social Media Bereich angesiedelt ist. Und ähm, da bin ich halt zurzeit angestellt und bin da auch - muss ich wirklich sagen - extrem happy. Man macht den Job da super gerne. Ich mache natürlich nebenbei und das muss ich ja dazu sagen, weil Leute, die mich jetzt kennen sich wundern “Hä, wieso? Ich dachte, der macht da nebenbei nur seine eigenen Sachen.” Ich mache natürlich nebenbei noch andere Dinge, wie bjoerntantau.com, mache nebenbei auch noch ein bisschen eigene Projekte. Das habe ich nie ganz sein gelassen, weil das auch keinen Sinn macht, eigene Projekte komplett hinzulegen, weil Du sonst einfach stehen bleibst in Deiner Welt, die Du halt acht Stunden pro Tag bearbeitest. Und um das halt zu vermeiden, versuche ich selber halt auf dem aktuellen Stand zu bleiben, wach zu bleiben, über den Tellerand zu blicken. Das geht halt nur, indem Du eigene Sachen machst. Einfach nur Sachen lesen, die aktuell sind, das reicht nicht. Du musst die Sachen anwenden, Du musst selber darüber schreiben, berichten und darüber auch ausprobieren und über diese Tätigkeit arbeite ich halt auch als Picker. Jetzt ist ja die Sommerpause zu Ende. Ich habe zum Beispiel im September als Picker wieder drei Termine und mache eigene Produkte, mache auch ein bisschen Coaching für ausgewählte Kunden, mache auch gerne mal einen Inhouse Workshop. Also all solche Dinge mache ich noch nebenbei. Das lässt sich alles unter einen Hut bringen, glücklicherweise. Und insofern ist es eigentlich für mich eine sehr gute Kombination und die ich eigentlich jetzt aktuell nicht missen möchte. Man weiß nie, was in fünf Jahren ist, aber jetzt zurzeit ist es für mich relativ entspannt und passt eigentlich genau. Und das wäre quasi so im Kurzabriss der Werdegang von, sagen wir mal so 2006 bis heute. Marcus: Krass! Björn: Beruflich gesehen. Marcus: Beruflich gesehen. Björn: Das Private lassen wir mal außen vor. Das ist ja nicht so wichtig. Marcus: Okay, das machen wir dann vielleicht irgendwann mal privat dann. Björn: Das machen wir bald demnächst bei nem Bierchen, falls Du da bist. Marcus: Ja, nee, demnächst bin ich nicht am Start, aber irgendwann sehen wir uns auf jeden Fall wieder in Berlin. Björn: Ja, ich wollte mir auch bei Zeiten mal hier Deine digitale - wie heißt die? DNX? Deine Konferenz da. Die wollte ich mir auf jeden Fall mal reinziehen. Die war glaube ich, zum zweiten Mal jetzt dieses Jahr oder? Oder zum dritten Mal? Marcus: Die war jetzt schon zum dritten Mal. Im Oktober ist jetzt zum vierten Mal die Deutschsprachige, und die erste Internationale war jetzt Anfang August. DNX heißt die - Digital Nomad Expo. Björn: Ah okay, sehr interessant, dann werde ich das mal auf dem Zettel behalten. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr, auf jeden Fall. Oktober wird zu knapp, aber nächstes Jahr… Weil, das Thema interessiert mich auch. Ich selber werde niemals digitaler Nomade werden, weil ich halt in Hamburg sesshaft bin, aber das Thema an sich finde ich sehr spannend. Insofern werde ich da nächstes Jahr bestimmt mal reinschauen. Marcus: Cool, geil, freue ich mich drauf! Bist auf jeden Fall eingeladen! Björn: Das höre ich gerne! Marcus: Ja, ich glaube, wie man jetzt gerade hören konnte, ein echtes Urgestein. Damals noch mit nem 14,4er Modem da eingewählt… nee, 28,8 dann. Björn: 28,8 ja, also aber es war trotzdem saulange. Marcus: Bei mir war es noch krasser. Also ich bin ja nicht weit weg von Dir. Ich bin Abi 97, Du bist 95. Und von daher war ich mit nem 14,4er Modem und davor noch mit nem Akustikkoppler unterwegs. Ich glaube, das kennen die allerwenigsten. Was da passiert ist, dass man so…. Björn: … ja Akustikkoppler kenne ich eigentlich nur aus dem Film War Games mit Matthiew Broderick. Ich hatte so’n Ding nie, aber ich hatte nen Kumpel, der hatte so ein Teil und ja… Der hat das aber auch dann relativ schnell auf den Müll geworfen, als es dann wirkliche Modems gab. Aber Akustikkoppler, das war glaube ich noch so Bildschirmtext und so’n Kram. Also ganz…. Marcus: Ja, drei Stunden warten für ein so ein ASCII Bild oder so, wo sich dann Zeile für Zeile aufgebaut hat. Und ich habe dann ehrlich gesagt, wo ich mich heute so ein bisschen drüber ärgere, weil Du gerade sagtest, wenn man das vorher gewusst hätte, was Online alles abgeht, dann hättest Du vielleicht noch früher da mit eigenen Sachen oder Business angefangen. Aber ich habe noch viel später angefangen. Also ich hing dann mehr in diesen Staff Mailboxen rum, die Du vielleicht auch kennst. Wo es dann so Download/Upload Ratios von 1:3 gab. Sprich: Du musstest 1 MB hochladen und durftest wieder 3 MB runterladen. Und das war schon viel. 1 MB hochladen hat dann glaube ich ne halbe Stunde oder ne Stunde gedauert. Björn: Auf jeden Fall! Damals bei Napster dauerte ja, glaube ich, irgendwie ein 3,8 MB Song, wenn Du Pech hattest, die ganze Nacht. Das war irgendwie Scheiße, aber na gut. Marcus: Naja, auf jeden Fall habe ich dann irgendwann dann auch den Dreh gefunden, das Internet dann auch professionell und für meine Projekt zu benutzen und irgendwann die ersten Websites gebaut und dann stand ich auch vor dem Problem: Wie komme ich jetzt an Websitebesucher? War mega stolz auf mein kleines Werk und irgendwann landet man dann bei SEO, weil man als Student ja nicht viel Kohle hat und dann kam dann irgendwie eins zum anderen. Björn: Genau. Also, wie ich schon gesagt habe, ist es tatsächlich so. Du machst ein eigenes Projekt und denkst Dir “Wow, das sieht ja geil aus”. Aber wenn es halt keiner sieht, ist es halt Scheiße. Also wenn Du dann kein Publikum hast, dann schockt das halt überhaupt nicht. Denn ich glaube, niemand sitzt gerne rum, kreiert irgendetwas und will nicht, dass es gesehen wird. Das heißt, Du sitzt halt rum und überlegst Dir “Wie kriege ich jetzt Besucher darauf?” Und ich zum Beispiel war damals noch in irgendwelchen E-Mail Newsgroups unterwegs und hab da ein bisschen rumgespamt und all solche Dinge, was man halt so 2001 gemacht hat oder 1998 und auch damals, wie heute, gab es da, wenn Du gespamt hast, auch tierisch auf die Glocke quasi. Weil da auch dann wohl tierisch geflamed und abgekanzelt wurdest von den Leuten, dass Du halt Spamer bist. Aber genau das ist der Punkt: Du machst halt was und willst, dass es gesehen wird und dann kommst Du halt letztendlich irgendwann an diesem ganzen SEO Bereich nicht vorbei, weil Du ja auch feststellst “Aha, da kann man ja irgendwie bei Google ranken und kriegt mega Traffic und auf der 1 landest, ohne Anzeigen schalten zu müssen. Also erstmal quasi für lau.” Dass man da natürlich mega viel Zeit reinstecken muss, wenn man wirklich überhaupt, also kostenfrei ranken will. Gut, damals war es ein bisschen einfacher, weil’s damals ja noch richtig spamy links gab, die auch gut funktioniert haben, aber... Marcus: ...Dann bist Du heute vielleicht spamy oder was heute cool ist, ist vielleicht in zehn Jahren schon wieder spamy. Also damals war es einfach sehr rabiat, ne? Björn: Ja definitiv, definitiv. Also das 10.000er Pack Forenlinks aus dem Footer, das klappte ja 2004 wie Hulle, ja? Klappt halt jetzt nicht, aber manche machen’s trotzdem. Marcus: Oder weißer Text auf weißem Grund oder so, das waren auch noch so meine lieblings Living-Hacks, wenn man die dann irgendwo noch woanders entdeckt hat oder so. Björn: Oder was dann kam war, den Text via CSS ausgelagert im Minusbereich. Marcus: Ja genau, so ganz weit weg rechts oder so. Björn: Oder Top 0, Left -100 px, sodass dann der Text quasi da war, aber durch CSS ausgelagert. Das heißt, Du konntest den auch nicht mehr mit Steuerung + A Dir angucken, was ja einfach war, weil weiß auf weiß. Das war dann schon quasi Keywords buffing oder hidden Text quasi schon 2.0. Aber auch das wurde von Google ja relativ hurtig erkannt. Das hat 2006, glaube ich, noch gut funktioniert, diese Methode. Marcus: Ja, das glaube ich. Und es war halt super spannend, immer wieder Google zu gamen und immer zu gucken, was funktioniert und “Scheiße, da ist wieder einer abgeraucht, also brauchen wir jetzt was neues”. Und ja, was mir damals auch total viel Spaß gemacht hat war, gerade zu den Anfängen der SEO Szene, diese geschlossenen Skype-Chats, die es glaube ich jetzt immernoch gibt… Björn: Ja, die gibt’s immernoch. Marcus: ... wo aber noch auf guten, auf hohem Niveau Wissen geteilt wurde, ohne dass man irgendwie Angst hatte, dass der andere dann auch ein Business aufmacht und einem die Kunden wegnimmt oder so. Björn: Ja das stimmt. Marcus: Ich habe da heute leider so ein bisschen das Gefühl, dass es so in SEO Szene ist und deshalb hat es mir ehrlich gesagt die letzten paar Jahre dann auch nicht mehr so viel Spaß gemacht. Irgendwann hat sich das professionalisiert. Die guten Leute haben irgendwie andere Kunden beraten und Agenturen aufgemacht oder für Agenturen gearbeitet und man ging irgendwann nicht mehr so offen mit seinem Wissen um. Natürlich ging es dann auch darum, selber irgendwie Kohle zu machen und nicht das ganze Wissen für lau rauszugeben, aber ich glaube, das ist ganz normal, wenn sich ein Markt konsolidiert und erwachsen wird. Das werden wir bei uns in der digitalen Nomadenszene vielleicht auch noch irgendwann erleben, aber jetzt gerade ist es irgendwie so ein bisschen - das hatte glaube ich der Marco Janck auch gesagt, als er das erste Mal auf der DNX war, letztes Jahr. Da hat er sich an die Anfänge der SEO Szene zurück erinnert, weil da bei uns echt dieses Caring und Sharing Prinzip im Moment noch super geil gelebt wird. Björn: Ja, die ist ja auch wahrscheinlich überschaubar bei euch die Szene. Ich kann mir auch jetzt aktuell nicht vorstellen, wie dieses digitale Nomadentum irgendwie industrialisiert werden sollte, wie es ja mit Branchen passiert. Also, bei euch ist es ja eher eine Frage des Lifestyles. Natürlich habt ihr alle auch Businesses, aber euch zeichnet ja aus, dass ihr quasi irgendwo vielleicht eine Homebase habt, keine Ahnung, bei euch wahrscheinlich Berlin, wo man irgendwie drei Monate im Jahr ist - und den Rest der Zeit halt einen Laptop sich nimmt und dann ist man halt in, keine Ahnung, Asien, Amerika, Australien. Es ist ja eher ein Lifestyle und nicht so ein Geschäftsmodell. Natürlich klar, Du könntest als Reiseanbieter vielleicht für digitale Nomaden Reisen anbieten, wo irgendwie, keine Ahnung… wo sich der Veranstalter um alles kümmert und Du kommst halt irgendwo an und kannst dann irgendwo einchecken und alles ist schon erledigt. Da ist dann die Frage, wie dann der Lifestyle darunter leiden würde, weil dann wärst Du ja einfach nur ein Pauschaltourist... Marcus: Ja, mehr oder weniger... Björn: Ich denke mal, Leute wie Dich zeichnet ja aus, dass Du quasi auch mal aus Bock irgendwo hinfliegst, nach dem Motto “Finde ich geil, war ich noch nie”. Und dann fährst Du da  halt hin und dann bist Du halt da; weißt aber auch gar nicht, was da am Start ist und musst erstmal Dich da ein bisschen zurechtfinden; suchst Dir da ein Hotel oder da ne Pension oder wie das so läuft. Oder keine Ahnung. Es ist ja wie gesagt, eher ne Frage des Lifestyles und nicht so des Produkts, wie es halt bei SEO letztendlich so ist. Marcus: Ja ja, was ich meine ist, dass dann irgendwann die Businesses ein bisschen aneinander rasseln oder aneinander geraten, aber es ist wie gesagt, im Moment noch alles cool. Aber genau, was Du dann eben gesagt hattest, vielleicht Reisen für digitale Nomaden anzubieten. Genau das machen wir mit den DNX CAMPS. Mehr oder weniger. Es sind keine Reisen. Es ist eher ein Coliving und Coworking, ziemlich intensiv von 10 bis 15 Leuten, 10 Tage lang an einem Spot und deshalb sind wir auch gerade im Surf Office. Ab Mittwoch startet hier das erste DNX CAMP in Lissabon, was auch ausverkauft ist mit 17 Leuten. Also da haben irgendwie zwei mehr aufgenommen. Und das kann aber ganz cool sein für die Leute, die a) irgendwie ein bisschen Comfort brauchen oder sagen “Ey, ich will mich nicht darum kümmern, wo finde ich die nächste Sim-Karte, wo kann ich arbeiten gehen, wo finde ich meine likeminded People, wo ist der Coworking Space?” sondern mehr oder weniger so ein Softlanding für Entrepreneure oder für digitale Nomaden, die… also Voraussetzung ist, dass Du ein eigenes Business laufen hast und kannst dann einfach dran teilnehmen und kriegst dann die Infrastruktur von uns schon gestellt und hast dann die Benefits, dass wir auch noch Aktivitäten machen. Also gesunden Lifestyle. Wir machen noch Sport und wir gehen miteinander raus. Aber wir Coworken auch, machen Masterminds, haben Talks etc. pp. Also da gibt’s auch schon die ersten Projekte. Wir sind nicht die allerersten, es gibt da auch andere, die das machen. Von daher hast Du da eigentlich schon in die richtige Richtung gedacht. Björn: Na siehste, läuft doch. Marcus: Jo. Ähm, eben hatten wir ja das Thema, dass wenn man ein neues Projekt gestartet hat, so wie wir vor zehn Jahren oder so, war mehr oder weniger SEO die erste Wahl. Du als Social Media Experte kannst mir vielleicht verraten, a) ob das immernoch so ist und b) wenn nicht: auf welche Kanäle Du setzen würdest, wenn Du sagst “Nee, ich habe irgendwie keine Ahnung mit SEO. Das ist mir alles zu kompliziert, ich habe aber auch keine Kohle für einen Dienstleister und Wordpress möchte ich mich auch nicht mit beschäftigen.” Was für andere Mittel und Wege gibt’s da? Björn: Also ich bin einer von denen, die niemals eine Disziplin komplett ausschließen würde, so nach dem Motto, keine Ahnung “SEO ist tot” oder so’n Scheiß. Ähm, das erzählen ja manche. Ich würde nicht sagen, Facebook ist tot oder Social ist tot. Es geht darum, dass Du letztendlich immer diesen einen Schritt gehst. Du schaust Dir an, welche Faktoren aus den einzelnen Disziplinen kann ich benutzen, um mein Business nach vorn zu bringen. Diese Faktoren suchst Du Dir aus. Diese Faktoren integrierst Du, die entwickelst Du weiter und diese Faktoren behältst Du. Alles andere, was Du nicht brauchst, was nicht funktioniert, das lässt Du dann quasi bleiben. Das heißt, Du nimmst Dir aus all dem, was Online Marketing zu bieten hat - das kann aus dem Bereich SEO sein, das kann aus dem Bereich Facebook sein, das kann aus dem Bereich Afiliate Marketing sein, das kann aus dem Bereich E-Mail Marketing sein - da nimmst Du Dir halt die Sachen raus, die für Dich persönlich am besten funktionieren und machst daraus quasi Dein eigenes Online Marketing für Dein Produkt oder für Dein Projekt oder Dienstleistung. Das muss auch nicht immer auf jedes einzelne Produkt passen. Es kann sein, dass Du ein Produkt hast, wo SEO wichtiger ist als Social Media Marketing und umgekehrt. Aber das ist halt der springende Punkt. Dass Du nicht mit diesem Scheuklappendenken da rangehst und sagst “So, ich muss jetzt unbedingt SEO machen, alles andere ist Schrott!” Du musst halt Dir überlegen, was funktioniert für Deinen Bereich am besten und das kann SEO sein, muss aber nicht. Das kann auch Facebook Marketing sein. Du kannst heutzutage wesentlich …. wenn Du es richtig anpackst, sehr, sehr viel Traffic Dir aus Facebook besorgen und es kommen auch immer neue Sachen dazu. Ich zum Beispiel bin jetzt aktuell am testen von einem Whatsapp Newsletter. Das heißt, ich habe durch Zufall vor zwei, drei Wochen herausgefunden, ein Thema mit dem ich mich auch schon länger beschäftige, weil ich mir überlegt habe: Wie kann man denn Whatsapp für’s Marketing einsetzen? Weil Whatsapp ist ja schnell, persönlich und vielleicht im Gegensatz zur E-Mail, sendet Whatsapp ja immer die Push-Nachrichten und Du kannst Dich dem ja gar nicht entziehen. Das heißt Whatsapp Newsletter und jetzt habe ich neulich durch Zufall ein paar Anbieter entdeckt, die ich mal alle jetzt durchteste. Und das ist ein echt spannendes Thema, weil Whatsapp, wie gesagt… E-Mail Marketing ist auch schon ganz geil, weil die E-Mail kriegst Du auch auf’s Handy, wenn Du willst. Aber die E-Mail kriegst Du nur auf’s Handy, wenn Du auch das eingestellt hast. Und viele Menschen haben das halt nicht, weil die sagen “Oh, ich krieg pro Tag 150 E-Mails. Dann bitte nur noch auf meinen Desktop-Rechner bei der Arbeit und nicht noch abends, wenn ich vor’m Fernseher sitze”. Whatsapp aber… wer Whatsapp installiert hat, der kriegt auch diese Nachrichten, weil er logischerweise wissen will, wenn ein Kumpel, Bekannter oder ein Freund ihn anwhatsapped, da will er es ja lesen. Und deswegen ist Whatsapp in Newslettern eine ziemlich coole Sache und ich teste es halt gerade jetzt seit ein paar Tagen und bin bisher relativ zufrieden damit, was da rumkommt. Es ist natürlich ganz neu und da muss man noch ein bisschen dran arbeiten, aber das ist halt, was ich meine. Es ist ein neues Produkt und es kann sein, dass es für Dein Produkt, Deine Dienstleistung, Dein Business funktioniert. Dann solltest Du es integrieren und weiterentwickeln. Es kann aber auch sein, dass es nicht funktioniert und dass Leute halt sagen “Hier WhatsApp, Du willst mich hier mit WhatsApp Nachrichten nerven, businessmäßig? Hier komm, weg und lass mich in Ruhe!” Dann klappt das halt nicht. Aber halt dieses Scheuklappendenken weglassen und immer flexibel sein, ne? Du musst halt sehen, alle Businesses, die auch groß geworden sind, sei es nun von Google über Facebook, das sind halt Leute, die halt immer sich gesagt haben “Ich brauche irgendetwas neues”. Und auch Google hat sich ja zum Beispiel aus bestehenden Konzepten, das war ja nix neues, Suchmaschine. Es gab ja vorher schon Altavista und Likecross und Fireball und wie sie alle hießen. Google hat es halt nur besser gemacht oder Facebook hat’s genauso… Es gab ja auch vorher schon Social Networks. Nur die haben halt gesagt “Ich benutze die Sachen für’s Business, die funktionieren. Die entwickle ich weiter und alles andere, damit halte ich mich nicht auf.” Und das ist halt der springende Punkt. Das ist ja auch das klassische Grow Marketing, dass Du halt sagst “Ich nehme genau die Filetstücke, die für mich gut sind und alles andere lasse ich auf dem Teller und das kann von mir aus auf den Müll, ich brauche das nicht”. Und die anderen Sachen werden weiter entwickelt und dann klappen auch meistens die Projekte ganz gut. Deswegen musst Du halt gucken was funktioniert und musst halt wissen was funktioniert. Und wenn Du halt das nicht testest, dann weißt Du es nicht. Aber dieses Testen ist halt manchmal nervig, manchmal anstrengend, manchmal musst Du ein bisschen Geld ausgeben und davor scheuen halt auch paar Leute zurück. Deswegen, um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen, würde ich niemals sagen “Mach nur SEO oder mach nur Facebook oder mach nur, was weiß ich, Instagram”, sondern guck Dir an, was funktioniert für Dich? Teste alles durch und dann weißt Du, was funktioniert. Es kann sein, dass alles funktioniert, es kann sein, dass von allen Sachen nur ein bisschen was funktioniert. Dann weißt Du aber genau, in welcher Disziplin sind für mich die richtigen Stellschrauben? Wo muss ich 50% nehmen, wo muss ich 10% nehmen, wo muss ich 30% nehmen und wo der Rest? Damit ich nachher meine 100% quasi Performance Marketing Funktionalitätskuchen bekommen, wer denn mein Produkt richtig antreibt. Und das ist letztendlich das, worauf es ankommt. Ich persönlich, als jemand, der aus der SEO Branche kommt und auch gesehen habe, wie sich dieses ganze SEO gewandelt hat und auch wie gefährlich SEO ist, wenn Du halt ne Strategie hast, die halt nicht so ganz safe ist und Google dann sagt “Ja, wir haben jetzt ein Update gemacht und ja, Sorry, aber Dein Projekt ist jetzt ne Zeit im Nirwana verschwunden”. Ich weiß noch, wie es damals bei Panda und Pinguin war. Da gab es Leute in den USA zum Beispiel, von da weiß ich’s. Die sind mit Projekten, von denen sie vorher wirklich gut gelebt haben, in einer Nacht alle weggerauscht und es gab da Leute, die waren danach halt suizitgefährdet. Und dann musst Du ganz klar wissen, wenn Du Deine Strategie auf nur einer einzigen Säule aufbaust und Du bist da ein bisschen spamy unterwegs oder nicht ganz koscher und mauschelst ein bisschen, dann musst Du wissen, dass Du, wenn Du Pecht hast, da halt rausgeworfen wirst. Das kann übrigens bei Facebook - das wissen viele Menschen nicht - auch passieren. Konkretes Beispiel, was gerade in den letzten Wochen durch die Medien geisterte: Wenn Du mit einem Fake Account auf Facebook unterwegs bist - manche Menschan haben ja so lustige Accounts und heißen dann Vorname: Moni, Nachname: Ka. Ne, schonmal gesehen? Oder Vorname: Flo, Nachname: Rian. Weil die ja denken “Haha, voll clever. Facebook erkennt mich nicht. Und die haben dann damit halt auch teilweise Business Accounts administriert. Als Business Manager oder Power Editor. Und solche Accounts wurden halt von Facebook immer schon gerne gesperrt und wurden auch in letzter Zeit gesperrt. Und das waren dann Leute, die konnten dann von heute auf morgen nicht mehr auf ihre Facebook Page zugreifen. Und wenn Deine Facebook Page halt ein integraler Bestandteil Deines Businesses ist, mit dem Du vielleicht Traffic generierst und darüber halt Umsätze generierst, dann hast Du ein Problem, wenn Facebook Dich geblockt hat. Deswegen ist es manchmal gut zu cheaten, nicht immer. Man sollte sich bei solchen Sachen, wenn da wirklich viel Geld dahintersteckt, natürlich nach den Richtlinien richten und dann entsprechend auch keinen Mist machen, weil sonst geht’s in die Hose. Und das ist halt, was ich auch Leuten, die mich halt fragen “Womit soll ich anfangen und worauf setzen?” Da sage ich immer so “Guck Dir an, was passt für Dich? Nimm die besten Sachen raus. Integriere die, entwickle die weiter und dann hast Du quasi am Ende Dein eigenes integrated Online Marketing”. Und das ist letztendlich das, was ich allen Leuten empfehlen würde. Marcus: Mh, also Du hast da echt viele und gute Punkte angesprochen, die man glaube ich, immer wieder wiederholen muss. Gerade bei Leuten, die neu in dieses ganze Online Business einsteigen und vielleicht auch irgendwie getriggert worden sind von jemandem, der gesagt hat “Das ist mega easy. Reichwerden über Nacht” Da gibt es leider immernoch so viel Schrott und spamige Seiten zu. Und die da mit völlig falschen Erwartungen einsteigen und dann merken: Es ist harte Arbeit. Und wie Du schon sagtest: Manchmal ist es ein bisschen unangenehm, es ist nervend neue Sachen zu probieren. Aber dieses Lernen, das hört nie auf. Das wird bei Dir nicht aufhören, obwohl Du schon 20 Jahre im Online Business bist. Das wird bei mir nicht aufhören. Und so muss man halt bereit sein, immer weiter zu lernen und auch zu testen und auszuprobieren. Und Du hast ja auch die Beispiele von Google und Facebook oder andere Startups in den USA.. Die haben auch immer wieder ihr Business Modell überprüft und Pivot gemacht, getestet - funktioniert nicht “Okay, wir machen das nächste”. Du testest jetzt gerade hier Whatsapp als neuen Channel. Ich teste gerade Periscope. Was hältst Du davon? Björn: Periscope ist ne lustige Sache, aber wird glaube ich in Deutschland nicht so groß werden, wie in den USA, weil das deutsche Zielpublikum meines Erachtens nicht so Öffentlichkeits…. oder so zurschaustellend getrieben ist, wie es in den USA ist. Unabhängig davon bin ich der Ansicht, dass Snapchat, Twitter mit Periscope in den nächsten paar Monaten einen fetten Strich durch die Rechnung machen wird, weil Snapchat nämlich genau das auch machen kann - rein theoretisch, rein technisch. Und Snapchat hat einfach, speziell bei den jugendlichen Zielgruppen, einen viel, viel höheren Stellenwert als das Twitter jemals haben kann. Du musst ganz klar sehen, dass Twitter ja krass in der Krise steckt. Und wenn ich Leute erzählen höre, dass Twitter irgendwie in Deutschland 9 Mio. User haben soll, dann sorry, da kann ich nur irgendwie ein bisschen grinsen. Ich habe letztens den Twitter Account gesehen von Manuel Neuer. Der hat irgendwie 2,8 Mio. Follower und ich behaupte, das ist 98% Twitter Germany Penetration bei 2,8 Mio. Followern. Weil Twitter einfach bei uns nicht groß geworden ist. Frag mich nicht, woran’s liegt. Marcus: Ich habe das ehrlich gesagt auch nie genutzt. Mir war das einfach zu viel, zu schnell, zu hektisch und noch ne Timeline mehr, die Du überhaupt nicht verfolgen kannst. Björn: Also in den USA ist es halt relativ organisch gewachsen und da hat auch jeder Fernsehmoderator, jeder Journalist hat da seinen Hashtag und seinen Twitternamen mit @ eingeblendet. Das ist bei uns irgendwie nie so gekommen, dass, keine Ahnung, Zirkus Halligalli läuft auf ProSieben, da hast Du da oben mal so nen Hashtag mit Halligalli, der dann mal für drei Sekunden eingeblendet wird. Und da wird auch viel diskutiert auf Twitter. Also man soll nicht denken, dass das da ne Geisterstadt ist. Aber vielleicht zu anderen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook oder auch Instagram oder auch Snapchat, wird da halt nicht so viel diskutiert. Und dieses Periscope ist ne feine Sache, es ist ganz nett. Man muss halt immer auch was zu bieten haben. Es ist halt so, wenn eine neue App wie Periscope rauskommt, dann nehmen das viele Menschen und satteln da einfach irgendwas rein und erzählen da irgendwas. Das ist natürlich ganz geil, wenn Du mit Deinen Freunden und Bekannten aktuell am Start bleiben willst. Also das ist natürlich super witzig, wenn Du zum Beispiel auf einer Party bist und irgendjemand ist, was weiß ich, irgend ein Kumpel von Dir hat keine Zeit oder was weiß ich, muss auf seine kleine Schwester aufpassen oder ist halt verhindert oder im Urlaub oder irgendwas. Das ist natürlich super geil, wenn Du dann die Party quasi via Periscope zu ihm bringen kannst. Das ist für den privaten Sektor ganz geil. Wenn Du so was aber im Marketing einsetzen willst, dann musst Du schon was zu bieten haben. Also wenn zum Beispiel David Guetta seine Show in New York halt live streamen würde, was er natürlich auch tut, das ist natürlich für die Fans ne geile Sache. Aber alle anderen, also der Friseursalon um die Ecke, der muss sich schon überlegen “Was kann ich jetzt bei Periscope machen, damit die Leute auch nen Mehrwert davon haben? Wir können zum Beispiel ein paar neuen Frisuren vorführen innerhalb von 10 Minuten”. Weil Du musst ja immer gucken, dieses Marketing muss sich ja nicht nur für die großen Brands lohnen, es muss sich ja auch für den Mittelstand und den KMU Sektor lohnen, weil sonst wird es halt nicht groß. Es gibt halt ein paar große Brands, klar. Die haben viele Fans, die haben viele Konsumenten, aber letztendlich, was die Sachen halt groß macht sind ja nicht die fünf, sechs großen Brands. Also, wenn jetzt irgendwie Snapchat hingegangen wäre und hätte gesagt “Wir überzeugen jetzt irgendwie Adidas, Nike und Puma”, dass sie halt Snapchat machen, dann wäre das halt nice to see gewesen, aber es wäre nicht groß geworden. Indem es halt die normalen Menschen machen und sich damit austauschen, dann wird die Sache groß. Und Du hast es ja bei Google+ gesehen. Dass Google+ ja massiv versucht hat diesen Google Hangout Kram mit FC Bayern und mit Fußballspielen und mit Backstage Berichterstattung und mit privater Hangout mit Klitschko und allen möglichen Leuten, da haben sie es auch nicht geschafft, weil Google+ einfach nicht diesen Nimbus hatte, dass es halt angesagt ist, ne? Und bei Twitter sehe ich das bedauerlicherweise ähnlich. Ich selber nutze Twitter. Ich fand’s auch immer sehr charmant, aber sie haben’s irgendwie in Deutschland - bisher, kommt ja vielleicht noch - nicht geschafft da irgendwie durchzustarten. Was ich halt bei Sachen wie Instagramm oder Snapchat ganz anders betrachte. Also wenn ich jetzt aktuell sagen müsste, wer sind die drei wichtigsten Social Networks, dann würde ich zurzeit sagen: Facebook, Youtube und Instagram und da würde ich mich noch versteifen als vierten wirklich zu nennen: Snapchat. Weil Snapchat hat - ich sehe das schon kommen - das ist noch so in den Kinderschuhen, weil es das ja auch erst seit ein, zwei, drei Jahren gibt. So genau weiß ich’s grad gar nicht. Ich glaube seit 2011 gibt’s das. Aber dieses Jahr wird’s dann richtig groß und da ist noch ziemlich viel Musik drin und das Medium ist halt einfach so, dass es halt schnell ist, es ist authentisch und es kann auch von Brands benutzt werden. Das ist halt das Spannende daran. Und das sind halt Dinge, die bei Twitter oder auch bei bei Google+ nicht so gut funktioniert. Da haben wir in Deutschland bei fast 30 Mio. Facebook Nutzern, die auch aktiv sind und Facebook ist ja auch nicht tot, auch wenn’s immer gesagt wird. Facebook wächst ja weiter. Und letzten Montag hatten sie ja erstmals an einem einzigen Tag 1 Milliarde aktive User auf Facebook. Das musst Du Dir mal reinziehen. Das ist ein Drittel der Online Weltbevölkerung, die an dem einen Tag… Also es gibt auf der Welt sieben Milliarden Menschen, aber nur drei Milliarden sind Online. Also an dem Tag waren ein Drittel der über’s Internet erreichbaren Menschen auf der ganzen Welt, auf dem ganzen Planeten, bei Facebook an dem Tag online, mindestens ein Mal aktiv. Also aktiv heißt ja bei Facebook, Du hast was gemacht. Du loggst Dich ein und postest was, likest was, kommentierst was. Und das ist schon ziemlich krass und Facebook mit 1,5, Milliarden Usern und in Deutschland halt knapp 30 Mio. aktiven Leuten. Das ist schon eine Marktmacht und da kommst Du auch schwer dran vorbei. Aber da fehlen mir halt die wirklichen Konkurrenten. Und Periscope ist halt ein lustiges Spielzeug, wird sich aber glaube ich für Twitter nicht sehr schnell rentieren. Also es ist glaube ich für Twitter eines so der letzten Rettungsanker, um es mal groß machen zu können. Aber ich glaube, es wird halt nicht lange dauern, bis Facebook da mit irgendwas nachzieht. Marcus: Ja, das Ding ist, das haben sie nämlich schon gemacht. Also einmal zu Periscope selber, glaube ich… ich glaube da schon dran irgendwie an das Format an sich. Dass jeder in der Lage ist, irgendwas live zu streamen und jetzt nicht wie beim Google Hangout vielleicht noch nen Desktop dafür braucht oder so. Theoretisch ging’s glaube ich auch über die App. Aber Periscope ist irgendwie noch ein bisschen einfacher. Und gerade für Leute, die viel in Personal Branding stecken, wie glaube Sascha Pallenberg hat bei Periscope jetzt schon knapp 3.000 Follower, weil der hat natürlich was zu zeigen, zu erzählen. Nicht wie der Friseur unten um die Ecke. Der Sascha ist viel unterwegs. Der ist auf Konferenzen, der speaked, der macht und ich hab’s jetzt auch ausprobiert. Ich habe eins aus Mallorca gemacht, eins aus Berlin, jetzt hier im Surf Office. Als ich heute am Strand war beim Surfen und es werden halt immer mehr Follower. Weil das Gute ist, es wird gepusht an alle Deine Twitter Follower sobald Du den Periscope anmachst. Aber ich habe jetzt glaube ich vor zwei Tagen mal beim Ferris gesehen, dass er genau dieses gleiche Periscope Format getestet hat über seinen Facebook Account, wobei er aber ja …. ich weiß nicht genau. Das wirst Du wahrscheinlich besser wissen. Die Promis haben ja nochmal ne andere App über Facebook und da ist die Funktion wohl schon freigeschaltet. Also genau was Du gesagt hast. Einfach mal eben platt gemacht, das ganze coole Periscope Projekt von Facebook…. Facebook Menschen oder so? Björn: Ich glaube es war Facebook Menschen, ja. Ähm, das haben aber nicht die Promis. Ich habe das auch schon letztes Jahr von Facebook angeboten bekommen zu installieren. Aber das gibt es bisher nur für’s iPhone. Und da ich noch ein Android habe und mir erst noch ein iPhone zulegen werde, kann ich’s noch nicht nutzen. Aber es ist tatsächlich eine Streaming App, die Dich halt mit den Followern auf Deiner Facebook Page sofort verbindet. Das finde ich ziemlich cool. Marcus: Richtig cool. Björn: Und es gibt auch noch Meerkat, diese andere Live Streaming App, die sich halt jetzt die ursprünglich an Twitter angedockt war, aber ich finde, da würden wir zu viel machen, das heißt ich hätte da Periscope gemacht und jetzt sind da weg und Meerkat dockt sich jetzt auch ein bisschen weiter an Facebook ran. So wird das, wenn Facebook in diesen Livestream Ding dann demnächst mal wirklich ernst macht, glaube ich wirklich, ist Periscope ratz fatz weg vom Fenster. Marcus: Aber an sich finde ich das Format cool Björn: Aber das Format ist nicht schlecht auf jeden Fall. Marcus: Es macht auf jeden Fall Spaß. Und wann kriegst Du denn genau diesen Status? Also Dich hat Facebook jetzt auch angesprochen. Mich leider noch nicht. Wann kriegt man diesen blauen Facebook Haken? Hast Du da irgendetwas... Björn: Keine Ahnung. Der war eines Morgens mal da. Ich weiß es nicht. Es hat sicherlich auch mit der Follower-Zahl zu tun. Ich hab ja irgendwie 15,5 Tausend Fans auf meiner Facebook Seite. Hat sicherlich was damit zu tun, aber irgendwann letztes Jahr, glaube ich, im - wann war das? Irgendwann im Sommer, ist mir gar nicht aufgefallen zuerst, aber dann so nach drei, vier Tagen sah ich dann so “Oh, da ist ja was neues”. Und dann habe ich das erstmal gesehen. Ich hab dafür nichts gemacht, also das kam von selber. Ich hab keinen Antrag gestellt und gar nichts, es war einfach irgendwann da. Es hat sicherlich damit zu tun, wieviele Fans Du hast, wie aktiv Du bist, welche Daten Du hinterlegt hast, sowie Reduzierung. Also ob Deine Website dahinter steckt, ob Du mit klaren Namen auftrittst und all so nen Quatsch. Aber ich kann’s Dir nicht sagen, ich habe mich damit auch ehrlich gesagt nicht befasst. Ich hab den Haken bekommen und dachte mir “Oh, das ist ja geil” und ... Marcus: Okay, aber ansonsten hast Du jetzt keine direkten Benefits gekriegt, außer dass Du zum Beispiel die Mention App runterladen kannst? Björn: Ähm, ich weiß nicht, ob man dafür Benefits bekommt. Also ich weiß nicht, ob man vielleicht bevorzugt wird. Ich erreiche mit meiner Seite… organische Reichweite grundsätzlich minimum 50%. Also ich kann nicht sagen, dass die organische Reichweite bei mir gefallen ist, wie viele ja sagen. Also ich erreiche mindestens 50%, wenn der Artikel mal schlecht läuft. In der Regel sind es so 70% bis 90%, die ich erreiche. Marcus: Organisch, wo nichts gekauft ist. Björn: Genau, organisch. Also nicht jetzt an einem Tag, aber halt über mehrere Tage verteilt. Ähm, manchmal auch mehr. Ich weiß nicht, ob Facebook dann solche Seiten bevorzugt, weil sie sagen “Okay, der ist wieder reduziert, der postet halt die schlauen Sachen” - aus Facebook-Sicht. Ähm, das liegt sicherlich auch am Feedback der User, auch bei mir gibt’s nicht nur likes und gute Kommentare. Auch ich muss mir relativ viel “Kritik” anhören, was ich teilweise ganz witzig finde, weil ich natürlich dann weiß, wo wirklich der Schuh drückt und manchmal bei mir auch Inhalte verwendet werden, die halt der Masse oder den Fans nicht so gefallen. Und da musste natürlich drauf reagieren, weil die Fans sind Dein Kapital und wenn die halt Dir reihenweise dieses Feedback geben, dann machst Du irgendwas falsch. Also, kriege ich auch so’n Feedback, bin ich auch dankbar drüber, weil ich nur so erkennen kann, ob ich irgendwas falsch mache und dann irgendwie reagieren kann. Aber ansonsten hat alles direkt damit zu tun. Möglicherweise liegt es auch am Adspend, also ich persönlich gebe jetzt nicht viel Geld für Werbung auf Facebook aus, aber so ein paar Euro sind es halt irgendwie im Monat. Aber das kann ich Dir nicht sagen. Ich habe auch noch nie eine Seite gesehen, wo das erklärt wurde. Es wäre vielleicht mal ein interessantes Thema für nen Blogartikel, auf jeden Fall, oder für nen Podcast, aber ich persönlich weiß es nicht. Und ich glaube auch nicht, dass man darauf hinarbeiten sollte. Ich glaube, man sollte einfach einen authentischen Kanal auf die Beine stellen und dort halt den besten Content präsentieren, den man hat und versuchen, das bestmögliche zu spreaden und dann - wie es auch bei mir war oder auch anderen Leuten, die ich kenne, wo es so war - kommt das halt irgendwann von selbst. Marcus: Ja, ganz organisch. Also einfach erstmal machen und tun und am Ende irgendwann das …. also es gibt ja nen Spruch: Money will follow. Und die ganzen anderen Sachen, die folgen dann auch. Björn: Genau, den gibt es und es trifft auch manchmal zu, manchmal nicht. Da muss man ein bisschen nachhelfen, aber in der Regel trifft der zu. Das ist ja… Produkte… ist ja wie bei Dir. Du hast ne eigene Konferenzreihe gestartet. Die kam offensichtlich ganz gut an. Also hast Du da Resonanz verursacht, die Leute fanden das gut und kommen auch wieder. Also gibt es weitere Ausgaben. Es gibt ja auch und gab ja auch Konferenzen im Bereich SEO, die halt nur ein oder zwei Mal stattgefunden haben, weil die halt nicht so gut waren. Und wenn das Produkt nicht gut ist, dann wird’s halt nicht nachgefragt und dann wird’s halt… rentiert es nicht und dann wirst Du eingestellt. Ganz einfach. Und so ist es quasi mit jeder… Ne Facebook-Fanseite ist ja letztendlich nicht mehr als ein Produkt. Und wenn das halt nicht angenommen wird von den Usern, dann wächst es auch nicht und ja… gut, das ist glaube ich der ganz normale Lauf der Dinge. Marcus: Das glaube ich auch. Und gerade bei Konferenzen ist es glaube ich auch wichtig, sich immer wieder in Frage zu stellen und nicht zu sagen “Ey, das war jetzt richtig geil”, gerade nach einer guten Konferenz oder mit vielen Teilnehmern hast Du natürlich viele Schulterklopfer und kannst dann auch schnell abheben. Und wichtig ist glaube ich, dass Du a) auf dem Boden bleibst und b) immer wieder den Status Quo hinterfragst und sagst - so wie wir es jetzt auch im Oktober machen, obwohl es jetzt drei Mal richtig gut mit diesem Konzept gelaufen ist - wollen wir jetzt nicht die vierte deutsche DNX wieder mit dem gleichen Konzept machen, halt mit vielen Talks und Workshops davor. Und da haben wir es jetzt komplett so ein bisschen umgemodelt und so Barcamp-Charakter, dass wir richtig viele Workshops haben, weil das war auch das Feedback von den Leuten, dass sie noch mehr in die Umsetzung gehen wollen und noch mehr Themen abdecken wollen. Und noch mehr vielleicht auch so Mastermind-Gruppen bilden wollen. Und wichtig ist glaube ich dann auch darauf zu hören und sich nicht weiter abfeiern zu lassen und alles ist cool und so weiter zu machen. Und ich kenne Konferenzen, da gibt’s jetzt die neunte oder zehnte Ausgabe. Die haben’s jetzt gerade auch immer schwerer, glaube ich, Fresh Blood zu kriegen und die Leute, die schonmal da waren, die kommen erst recht nicht mehr wieder. Von daher, ich glaube, das ist auch so ein kleines Erfolgsgeheimnis von der DNX, dass immer wieder eine Prise Neues gibt, wo man dann denkt “Scheiße ey, irgendwie will ich das nicht verpassen, wenn da was neues passiert. Ich will dabei sein”. Björn: Ja ganz genau. Aber na gut, das ist bei jedem Produkt so. Vom Auto über weiß der Geier was. Also, Du musst halt immer ne Schippe drauflegen oder Dich komplett neu erfinden. Marcus: Was ich mich frage, wenn ich Deinen Auftritt sehe und auch Deine Selbstbeschreibung im Podcast oder so, dann sprichst Du immer von Internet Marketing. Das Magazin für erfolgreiches Internet Marketing. Björn Tantau, der Internet Marketer etc. pp. Ich persönlich, muss ich Dir ganz ehrlich sagen, verbinde mit Internet Marketing eher spamige Seiten, in denen versprochen wird, wie man ziemlich schnell ohne zu arbeiten ganz viel Geld verdienen kann. Björn: Das stimmt. Marcus: Ist das von Dir bewusst gewählt, weil Du da auf ner Mission bist und sagst, es muss bessere Seiten zum Thema Internet Marketing geben? Weißt Du, dass Du damit aneckst, gerade mit diesem Begriff? Weil für mich war es immer ziemlich einfach dann zu sagen “Okay, die Internet Marketer, das ist halt so ein Klientel für sich. Die haben’s rausgefunden, wie sie ziemlich tricky, um die Ecke gedacht, Geld machen mit anderen Leuten, aber es ist alles nicht so nachhaltig. Für mich passt Du da überhaupt nicht rein, in diesen Begriff. Darum verwirrt mich das immer jedes Mal. Björn: Also meine Webseite hieß ursprünglich auch Online Marketing. Ich habe eigentlich nur beim Podcast bewusst das Wort Internet Marketing gewählt. Das lag eigentlich daran, dass ich persönlich den Eindruck hatte, dass es beim Online Marketing - wie soll ich das sagen - ein bisschen mehr darum ging, eigentlich Methodiken und Abläufe darzustellen, als es wirklich… Also, es wurde nicht so dargestellt, wie es eigentlich sein sollte. Also, Online Marketing beschränkt sich aus meiner Sicht irgendwie auf so ein paar Bereiche. Da gehört SEO dazu und ich seh’s eher technisch. Also Online Marketing war für mich immer so ein Bereich, der eher so technisch ist. Und mit dem was ich halt tue, fand ich, war das dem ganzen nicht mehr so gerecht. Denn selbst wenn Du über SEO sprichst und über technische Sachen, dann glaube ich, ist es letztendlich doch Internet Marketing. Du hast völlig recht, dass in diesem Bereich Internet Marketing auch diese vielen Info Marketeer unterwegs sind. Marcus: Ja genau die meine ich. Björn: Genau die meinst Du. Von denen ich aber dann in den letzten ein, zwei Jahren auch eine Menge Leute kennengelernt habe und Dir ganz klar sagen muss: Da gibt es auf jeden Fall ziemlich viel Schrott. Aber es gibt da ein paar Leute… und wenn Du halt Dich damit beschäftigst, dann wirst Du die auch erkennen, die Leute, die halt tatsächlich Produkte anbieten, die auch tatsächlich mehrwertig sind. Das sind dann halt die, die nicht mit dem Über-Nacht-Reichwerden werben, sondern die, die Dir halt wirklich sagen “Hier, ich stelle Dir einen Plan zur Verfügung. Und wenn Du diesen Plan befolgst, dann kannst Du das und das erreichen”. Letztendlich wie so ein Fitness Coach, weißt Du? Wo Du anfängst und Du willst 20 kg abnehmen und dann kriegst Du halt die Anleitung, wie Du es genau schaffst. Marcus: Perfekt. Björn: Und das machen immer mehr aus der Branche und so mache ich das ja auch. Letztendlich habe ich dieses Thema Internet Marketing bewusst gewählt. Ein bisschen als Abgrenzung vielleicht, weil ich halt selber mit aus diesem Bereich Online Marketing komme. Mittlerweile, wenn ich darüber spreche, dann sage ich auch oft Internet- und Online Marketing, weil ich das beides mittlerweile etwas zusammenfasse. Aber auch bei mir geht’s ja letztendlich darum, dass ich Wissen vermittle. Ich erzähle den Leuten halt die Dinge, wie sie funktionieren und man kann sich bei mir halt inspirieren und ich mache ja auch Ebooks und solche Sachen. Und ich mache Workshops und ich mache Seminare und ich mache Personal Coachings. Das ist ja quasi alles Internet Marketing, weil ich auch da den Leuten ja nicht erzähle “Du musst jetzt unbedingt SEO machen oder Du musst unbedingt Facebook machen”. Den Leuten sage ich ja auch “Nee, bei Deinem Projekt, da ist SEO eigentlich… bringt im Endeffekt gar nix, weil der Markt viel zu klein ist. Mach lieber Affiliate Marketing” - als Beispiel. Und Affiliate Marketing ist natürlich auch technisch, aber fällt für mich auch nicht so in den Bereich Online rein, sondern eher Internet. Weil Affiliate Marketing sich damit befasst, dass Du halt Deine Werbeerfolge dort generieren willst, wo halt die Masse der Verbraucher sitzt. Und die Masse der Verbraucher, die sitzt nicht im Online Marketing, die sitzt im Internet Marketing. Ne? Und deswegen habe ich versucht, diesen Bereich Online Marketing ein bisschen aufzubrechen, also über den Tellerrand zu gucken und dann tatsächlich auch im Podcast erstmals gesagt Internet Marketing. Aber letztendlich bist Du tatsächlich der Erste, der mich darauf anspricht. (Beide lachen) Marcus: Ja, für mich ist das ein Thema, weil wir natürlich auch immer, ab und zu, nicht immer. Aber ab und zu uns mit den Leuten von der Info Marketing Schiene, von der Internet Marketing Schiene, von dem Reichwerden über Nacht, in Berührung kommen. Gerade weil wir so ne große Reichweite haben in diesem ortsunabhängigen Arbeiten Thema. Und da gibt’s ja noch ein paar Leute, die noch ganz am Anfang stehen, die sich dann viele Sachen reinziehen. Und Feli und ich haben so den Anspruch, die Leute auch ein bisschen schützen zu wollen vor Schrott. Und deshalb versuche ich da immer so ne Abgrenzung hinzukriegen, aber merke selber die Grenzen sind einfach fließend. Und wo fängt das eine an? Wo hört das andere auf? Letztendlich nutzen alle irgendwelche Marketing Techniken und es ist halt nicht ganz einfach. Und das nur an den Begriffen festzumachen, habe ich dann wieder bei Dir gesehen, funktioniert auch nicht. Von daher muss da jeder selber, glaube ich, so seine Erfahrungen machen, auch ein bisschen gesunden Menschenverstand walten lassen und überlegen: Kann ich ohne etwas zu tun und ohne Arbeit und ohne Fleiß reinzustecken, wirklich so viel Geld verdienen? Björn: Das geht natürlich nicht. Wer das glaubt, ist ein Idiot. Marcus: Ja, aber es gibt leider immernoch genug Leute… aber ich glaube, da ist der - wie sagt man so - der Wunsch des Gedanken ist irgendwie größer, als dass man bereit ist, die Realität zu erkennen. Man wünscht sich das dann so sehr, dass es so ist und glaubt daran und investiert dann sogar vielleicht - keine Ahnung, wie teuer diese ganzen Kurse sind, aber manchmal kosten die richtig viel Kohle - und ist danach enttäuscht und schmeißt danach vielleicht sogar alle Leute, die im Internet ihr Geld irgendwie verdienen, in einen Topf. Und das ist ein bisschen schade, weil wir haben dagegen immer wieder anzukämpfen und zu erklären und zu sagen “Ey, macht nachhaltige Businesses und man kann im Internet Geld verdienen mit guten Geschichten, mit guten Sachen” aber die haben uns natürlich auch nen scheiß Ruf jetzt, allen Leuten so gegeben. Björn: Ja, einige haben nen scheiß Ruf. Ich persönlich habe branchenunabhängig die Erfahrung gemacht, dass alle die, die sich nicht selber Experte nennen oder sich selber irgendwelche Superlative geben… zum Beispiel, wenn Du Dir mal meine Seite anguckst, da steht nirgendwo, dass ich selber sage, ich sei ein Experte. Das sagen immer nur andere über mich. Und wenn Leute mich fragen, wenn ich hier bei RTL ein Interview gebe und die fragen mich “Wie sollen wir Sie nennen? - Social Media Experte?” Da sage ich immer “Ja, wenn Sie wollen, gerne, aber machen Sie’s irgendwie…”. Also, das ist dann von denen halt. Ich selber würde niemals rumlaufen und sagen “Ich bin ein Experte”. 1.) weil das halt vermessen ist. Es gibt Leute, die haben genau so viel und noch mehr auf’m Kasten als ich und 2.) muss derjenige, der dann quasi meine Dienstleistung in Anspruch nimmt beurteilen, wie gut ich bin. Und wenn der dann sagt “Ja, der Tantau ist ein Experte”, dann ist das super. Aber ich würde niemals sagen “Hier, kommen Sie zu mir, weil ich bin der krasse Experte”. Marcus: Okay cool, dann hast Du vielleicht den Hörern schonmal wieder nen Tip gegeben, was ein Indikator sein könnte. Björn: Und das machen halt viele Leute aus dieser - nicht nur - Internet- sondern auch aus der Online Marketing Branche. Die rennen halt rum und erzählen, wie geil sie sind. Und damit kommst Du halt nicht weit. Wie geil Du bist, das entscheidet sich daran, was Du ablieferst. Das ist beim Sport so, das ist im Wettkampf so, das im Beruf so, das ist auch beim Ebook Verkauf so, als Beispiel. Und wenn Du ein Info Marketeer bist mit nem scheiß Ebook, dann bist Du halt kein Experte. Wenn Du aber einer bist mit nem geilen Ebook, dann bist Du der Experte, wenn andere das von Dir sagen. Aber Du selber solltest das niemals von Dir behaupten, weil dann halten die Dich alle nur für nen arroganten Angeber. Und arrogante Angeber mag man halt nicht. Die Menschen mögen auch meistens alle Menschen nicht, die sich zu sehr selber unter’n Scheffel stellen, aber so das ganz normale, gesunde Mittelmaß. Du musst Dich nicht für nen Gott halten, aber auch nicht für nen Trottel. Irgendwo in der Mitte, für so nen ganz normalen aufgeklärten, halbwegs intelligenten Menschen, der halt ein bisschen was von Online- oder Internet Marketing versteht. Und wenn Du das halt vermitteln kannst, quasi wie Du wirklich bist, diese Authentizität... Marcus: Genau das ist das Stichwort. Björn: Das muss ich Dir ja nicht erzählen. Du bist ja jemand, der ja selber sehr authentisch ist. Dann klappt das auch, weil die anderen es Dir auch glauben. Und wenn sie Dir glauben, dann haben sie viel mehr Vertrauen zu Dir, weil sie halt wissen “Aha, das ist kein Aufschneider, das ist kein Typ, der mich voll labert. Was der macht, das meint der auch so. Und er hat es ja getestet, er ist halt vertrauenswürdig.” Und das ist quasi der Schlüssel beim Info Marketing, beim Internet Marketing, beim Online Marketing. Das ist der Schlüssel dazu, wie Du halt den Leuten vermittelst: Ich habe etwas für Dich, was Du gebrauchen kannst und ich stehe quasi mit meinem Namen und meinem Wissen dafür, dass es in Ordnung ist. Und dieses Vertrauen, was natürlich auch bei vielen Firmen - und das fand ich ja letztes Jahr sehr spannend, als Google dann richtig angefangen hat, also im Bereich SEO, auch die letzten Firmen oder viele Firmen, die noch krass Links verkauft haben und gekauft haben, mal ordentlich in den Sack zu hauen. Da hast Du halt genau gesehen, dass viele Agenturen, die halt so ein Link Business hatten, dass da halt letztendlich die Nachfrager kein wirkliches Vertrauen hatten, weil die haben halt gesehen, ihre Projekte sind irgendwie sofort abgerauscht. Und zack, haben die alle Budgets und Kontingente abgezogen, war ja klar, logisch. Weil sie ja wussten, es ging nicht mehr. Aber das war dann leider eine Vertrauensverlustsache. Die haben halt gesehen: Google hat ein Update gefahren und die haben dann wohl spamy Links mir verkauft und deswegen ist mein Projekt abgerauscht, also mache ich da sofort die Fliege. Und genau das ist der Punkt. Nicht nur Du als Person musst authentisch, auch Du als Unternehmen, als Agentur, als Brand, als Marke musst authentisch sein. Und deswegen gibt es ja Brands, die halt relativ authentisch sind. Ganz im Ernst: kein Brand ist wirklich authentisch, weil’s halt Firmen sind, die von tausenden von Leuten am Laufen gehalten werden. Aber es gibt halt Unternehmen, denen vertraut man mehr und Unternehmen, denen vertraut man weniger. Das behaupte ich jetzt mal so. Und deswegen gibt es auch Unternehmen, die halt einfach beliebter sind und welche, die weniger beliebt sind. Und das ist der springende Punkt. Dass Du halt wirklich so sein musst, wie Du bist. Das musst Du halt wirklich leben und da musst Du auch in Kauf nehmen, dass es da eine gewisse Anzahl an Leuten gibt, die Dich halt scheiße finden. Weil wenn Du authentisch bist, dann eckst Du auch an. Und das ist bei mir ganz genauso. Also, um Gottes Willen, nicht dass bei mir alle rumlaufen “Ah super, der Tantau hat wieder was gebloggt und das ist ja ein krasser Typ” und alle finden mich geil. Nee nee, also ich bekomme schon teilweise Gegenwind, wo Leute halt mich auch als irgendwie, keine Ahnung, jemand bezeichnen, der halt irgendwie nur rumlabert, aber keine Substanz hat. Da muss man halt mit Leben, aber ganz im Ernst: Wenn Du 100 Leute erreichst und 30 sagen, Du bist Kacke und 70 sagen, Du bist cool, dann ist das für mich völlig in Ordnung. Marcus: Ja, also für mich würde schon reichen, wenn Du 100 Leute erreichst und einer sagt dann “Ey, das hat mir geholfen und Du hast das verändert oder ausgelöst oder so bei mir” und 99 sagen, das war Kacke, ich glaube dann ist es für mich schon Wert, den Blogpost live gehen zu lassen. Björn: Letztendlich kann man es auch so krass ausdrücken, ja ist korrekt. Also was ich noch sagen wollte, mit dieser Art ist: Du wirst es halt nie allen Leuten recht machen können, aber auch das habe ich halt oft sowohl bei Agenturen als auch bei Einzelpersonen erlebt, dass sie halt versuchen den Leuten alles recht zu machen. Und bei mir gefällt auch der Punkt, wenn ich halt mit Leuten zusammen arbeite, zum Beispiel bei einem Coaching, und da stellt sich dann heraus im Laufe der - was weiß ich - dritten oder vierten Sitzung, das sind einfach Leute, die passen nicht zu mir. Die nehmen die Ratschläge nicht an, weil sie denken sie wüssten es besser, dann sag ich zu den Leuten so “Das bringt halt nix, wir passen nicht zusammen. Wir matchen als … quasi als Kurator” und “stören mich”. Und dann sag ich den Leuten auch so “Okay, dann beenden wir das hier und gehen Sie woanders hin, da haben Sie halt mehr von Ihrem Geld. Ich habe jetzt keine Lust Ihnen noch 10 Sitzungen hier Geld abzuknöpfen, wenn ich mich damit rumquälen muss”. Das rockt halt nicht. Und da hat auch der andere nichts von. Das muss man den Leuten erstmal klar machen. Manche verstehen es, manche verstehen’s nicht. Aber wenn die Chemie nicht passt, dann kannste den Leuten nichts beibringen, weil sie halt zu Dir kein Vertrauen haben. Und so ist es halt bei allen Produkten. Die Leute kaufen sich auch Autos, weil sie halt einer Automarke vertrauen. Wer halt 50 Jahre lang mit BMW fährt, kauft sich wieder einen BMW. Wer halt im Mercedes gefahren ist, kauft sich nen Mercedes. Weil sie halt wissen, das klappt seit 40 Jahren, da habe ich ein ordentliches Auto und ich werde mir niemals einen VW kaufen, weil den VW, den kenne ich nicht, weiß ich nicht und so weiter. So sind die Menschen halt. Es gibt da eine relativ spannende psychologische Untersuchung, die sich halt mit genau solchen Sachen beschäftigt. Und da musst Du halt letztendlich einsehen, dass wenn Du authentisch bist, Du letztendlich davon mehr hast. Aber wenn Du authentisch bist, hast Du auch immer einen gewissen Prozentsatz von Leuten, die Dich halt nicht mögen und dann Dich komplett ablehnen. Da musst Du halt bereit sein, Dir so ein dickes Fell wachsen zu lassen und das an Dir abperlen zu lassen. Oder halt den Spaß daraus machen und mit solchen Leuten in die Diskussion gehen, was manchmal auch sehr interessant sein kann. Aber letztendlich wirst Du es nie allen recht machen können. Wie gesagt: Vertrauen, authentisch sein, das sind für mich Dinge, die wirklich wichtig sind und damit klappt auch das Business letztendlich besser. Marcus: Genau, ich glaube Authentizität ist ein ganz wichtiges Stichwort und wenn man sich nicht hinter irgendeiner Website versteckt, wo kein Impressum drauf ist oder noch nichtmal ein Gesicht zu sehen ist: Wer steckt überhaupt dahinter? Wer macht da was? Sondern, wenn man bewusst nach vorne geht, auch bereit ist für Interviews, so wie wir es machen. Oder auf Youtube ist oder wie Du, einen eigenen Podcast hat. Ich glaube, man kann sich da nicht 40, 50, 60, 80 Folgen verstellen. Das merken die Leute dann ganz schnell. Und klar, sobald man authentisch ist und auch seine Meinung sagt, eckt man an und dann gibt’s immer Leute, die haben dann komischerweise immernoch genug Zeit zu haten oder zu flamen und zu sagen, dass Du total Scheiße bist und so, aber das macht halt den Unterschied. Der eine kreiert, versucht, macht, tut, muss nicht immer richtig sein, aber ist halt authentisch und die Leute können es verfolgen und die anderen haben nur Zeit, das irgendwie alles Scheiße zu finden und Kacke zu finden. Björn: Ganz genau. Marcus: So genau läuft’s dann auch bei uns, aber das können wir zum Glück aushalten. Authentizität und da sagte ich ja gerade als Beispiel auch: Ein Podcast ist ein super Tool, um Trust und Vertrauen aufzubauen bei den Leuten. Hat der echt Ahnung, worüber der redet? Du hast eben im Vorgespräch noch kurz zu mir gesagt: Du bist schon mega früh dabei gewesen. Du hast schonmal erste Podcast-Gehversuche viel früher gemacht und dann habe ich es so verstanden, dass Du dann wieder aufgehört hast und jetzt erst wieder Gas gegeben hast. Also Dein Podcast ist ja auch, glaube ich, mega erfolgreich. Auf den iTunes Charts sehe ich da immer wieder aufpoppen. Erzähl doch mal, wie das bei Dir gekommen ist, wie Du zum Podcasten gekommen bist. Björn: Nee, ich habe natürlich so einen leichten Audio-Technik Background, weil ich ja, wie ich schon sagte, früher auch als DJ gearbeitet habe und auch ein bisschen Musik selbst produziert habe - in den späten 90ern. Das heißt, deswegen bin ich so ein bisschen Audio-Technik affin. Kondensat Mikrofon und hier Plopkiller und so was, so ein bisschen Schallschutz und ein kleines Mischpult. Ich würde halt jetzt keinen Podcast machen und mir irgendwie für 20,00 € so ein USB Mikro kaufen und dann halt loslegen. Da hab ich schon einen Anspruch. Aber das ist auch jedem überlassen, wie er’s machen will. Das will ich jetzt nicht bewerten. Ich habe dieses ganze Equipment mir irgendwann zugelegt, glaube ich, 2008/2009 oder so, weil ich damals schon, als ich noch Freelancer war, schon eigentlich so ne Podcast Serie geplant hatte, aber wie das halt immer so ist, man kommt dann nicht dazu. Teils aus Zeitgründen oder teils auch, weil irgendwie man … ja letztendlich die Sachen dann irgendwie so verpennt, liegen lässt und letztendlich war es so, dass damals noch der Marco Janck bei der Campixx - wann war das? - 2012 glaube ich, sagte... Marcus: Das ist diese große SEO Konferenz, für die Hörer. Björn: Genau, die SEO Campixx 2012, da sagte er irgendwas von bei Radio for SEO… oder nee nee, so war das: Da war das Radio4SEO Allstar Panel, also alle Moderatoren der damaligen Shows saßen da oben und haben uns das erzählt. Und da fragte ich so, da hatte ich mal ne Frage und meinte so “Marco, warum gibt’s eigentlich keinen Social Media Podcast?” Ne? Na gut, Radio4SEO muss nicht zwingend Social Media sein. Und da guckte er mich halt an und meint so “Ja wieso? Da gibt’s doch einen.” Und so hat er mich quasi dann live rekrutiert und da meinte ich so “Äh, gut okay.” War auch so ein bisschen überfahren und dachte mir “Warum nicht?” Und so habe ich dann erstmal Radio4SEO, dann diese Social Media Schule übernommen einmal im Monat. Und als dann Radio4SEO 2014 dann quasi dicht machte, weil Marco halt sich ja auch ständig umorientiert oder was heißt ständig, aber dann auch gesagt hat “Ich mache jetzt andere Sachen und nicht mehr Podcast”, habe ich dann gesagt “Okay, bevor ich jetzt gar nichts mehr mache, kann ich jetzt endlich mal meinen eigenen Podcast an den Start bringen” und habe dann letztendlich mir erstmal überlegt, wie machst Du das? Und mir war immer klar, dass ich mich halt von diesen ganzen… Es gibt halt viele Podcasts da draußen, wo Leute dann einfach anfangen und dann sagen “Jetzt gehts los blabla” und ich hatte immer so ein bisschen diese Radio Show im Kopf und deswegen habe ich auch diesen lustigen Trailer bei mir drin. Der natürlich absichtlich so überkandidelt ist. Also Leute die mich ansprechen, sagen ja immer “Also Deinen Podcast finde ich ja geil, aber das Intro, das geht ja gar nicht!” Da sage ich immer “Wieso geht das gar nicht?” Und da meinen sie immer so “Ja, das ist ja wie im Hollywood Film und das ist ja total abgefahren.” Und da meine ich “Ja, genau so soll es ja auch sein”. Damit die Leute gleich abgeholt werden. Erstmal BÄM, darum geht’s hier. Es ist schon gedacht, so ein bisschen auf die Fresse, nach dem Motto “Ey, erstmal so, wer ist das denn?” Da spiele ich natürlich so ein bisschen mit diesem Nimbus und dann breche ich auch ein bisschen mit der Regel, die wie ich vorhin gesagt habe, dass man nicht selber angehen soll. Der Trailer meines Podcast ist natürlich, ey, ganz ehrlich: Der geht eigentlich gar nicht, ja. Der ist halt so fett aufgetragen, dass man da auch liefern muss. Aber ich habe mir überlegt, es gibt ja schon relativ Podcasts, auch schon zu dem Thema Online ne? Und da muss man schon irgendwie mal ne Marke setzen, um dann überhaupt gehört zu werden. Glücklicherweise bin ich ja in der guten Situation, dass ich ja … habe ich auch viel Feedback gehört, dass ich halte, was ich durch den Trailer verspreche. Insofern geht das in Ordnung, aber mir war schon bewusst, dass wenn man so ein Format mal an den Start bringt, dass man da halt ein bisschen dick auftragen muss, damit man überhaupt ein bisschen wahrgenommen wird. Ich habe natürlich ein bisschen Reichweite, klar. Marcus: Das war bei mir ja ähnlich. Ich habe ja ein ähnlich krasses Intro, von so nem Truckertypen einsprechen lassen. Und habe dem extra gesagt, mach Ami-Trucker-Style. Hab mir auch noch richtig Mühe beim Cover gegeben, habe da Geld hingelegt für nen super talentierten Sketcher, der mich dann als Comic-Figur gezeichnet hat, weil man muss natürlich dann auch erstmal ein bisschen auffallen, wie Du schon sagtest, wenn man dann da einsteigt. Björn: Genau auf jeden Fall. Und ich habe da auch den Trailer produziert. Ich habe nen alten Bekannten gefragt, der lange Jahre ein eigenes Musiklabel hatte, der jetzt in der Produktion arbeitet. Und der hat gesagt “Geh mal da und da ins Studio und such Dir mal den und den Sprecher” und dann habe ich mir da einfach - nicht für extrem viel Geld, aber Du musst schon was bezahlen - ein professionelles Studio besorgt. Die Mucke habe ich selber eingekauft. Der Sprecher war dann von dem. Er hat ihn dann angesprochen - das ist es jetzt irgendwie kein Kevin Costner Sprecher oder so ein Scheiß ... Marcus: Einer war von Fiver von 5,00 $. (lacht) Björn: Ja genau, so ein ganz normaler Typ, der da halt da was reingesabbelt hat und ich habe den Text geliefert. Und ich habe mich natürlich auch bei meinem Podcast-Intro inspirieren lassen von einem anderen Podcast aus den USA, der es halt so ähnlich macht. Und genau das wollte ich halt auch haben und ich wollte sowas schon immer haben. Einen Podcast auch mit so einem Intro. Und da habe ich mir gedacht “Wenn Du jetzt schon sowas machst, dann aber auch richtig auf die Kacke hauen”. Und so habe ich’s dann gemacht und letztendlich läuft der Podcast in der Tat richtig gut. Du hast es vorhin angesprochen. Das einzige, was mir noch fehlt… Ich habe gerade tatsächlich auch da ein bisschen Zeitprobleme und will eigentlich jetzt ab dem viertel Quartal die Taktung auch erhöhen von einer Show irgendwo dann auf zwei Shows im Monat. Ich muss mal gucken, wie ich das hinbekomme. Aber letztendlich hast Du vollkommen recht, mit dem was Du eben gesagt hast. Ich habe das auch selber unterschätzt. Ich habe ja auch noch ein Videoformat in der Pipeline, weil ich ja Youtube auch immer schon machen wollte. Es ist tatsächlich so, dass Du Dir halt über einen Blog, wo Du viel schreibst, eine relativ große Fangemeinde erarbeiten kannst. Aber tatsächlich habe ich festgestellt, dass man über einen Podcast ganz andere Leute erreicht, als über einen Blog. Und auch viel mehr Leute erreichst. Also zum Positiven. Und ich denke, dass auch das das geile ist von diesen ganzen Leuten, wie LeFloid oder so, die auf Youtube da irgendwie ihre 80 Milliarden Follower haben. Ich glaube, dass je aufwendiger das Produktionsmittel ist und Podcast ist ja schon aufwendiger als Schreiben. Bei Schreiben brauchst Du ja eigentlich “nur” Word oder nen Editor und dann baust Du Wordpress ein und fertig. Aber einen Podcast, wie Du vorhin sagtest, den musst Du erstmal aufnehmen, dann muss der vielleicht geschnitten werden, weil manche ihre ähs, öhs und ühs raushaben wollen. Ich lasse die immer drin, weil’s authentisch ist. Marcus: Ja. Björn: Ich habe halt auch kein Skript. Wir beide labern jetzt ja quasi auch so, als würden wir zusammen ein Bier trinken gehen. Das ist auch das, was für die Leute interessanter ist, glaube ich. Weil die Hochglanzradiosendungen haben sie ja im normalen Radio, wo ja alles …. Marcus: Ja, Stichwort: Authentizität. Björn: Genau, richtig. Aber das glaube ich, wäre auch bei Youtube, ich glaube bei Videos, da musst Du die Patzer schon rausschneiden, weil es da halt was anderes ist, weil die Menschen da halt Dich wirklich sehen. Im Radio sind sie’s vielleicht gewohnt darauf zu warten, dass es weitergeht, weil es ja auch im Radio so Formate gibt, wo Leute auch anrufen, na wie hieß er denn… Domian oder auch äh bei uns hier, bei uns hier in Hamburg gibt es ja NDR und da NDN Fokus, wo es dann Abends so ne Redzeit gibt, so total geil. Da werden immer Leute eingeladen zu total wichtigen Themen, was weiß ich, so irgendwie so Schulpolitik oder äh äh keine Ahnung, Hartz IV blabla. Also so richtig wichtige Theme, wo dann halt Experten, also von den Leuten dann Experten eingeladen werden. Irgendwelche Wissenschaftler und Politiker. Und da kannst Du als Hörer halt anrufen und da Fragen stellen. Und wenn die halt diese Hörerfragen beantworten im Radio, dann reden sie dann auch ganz normal. Dann hast Du auch mal ein äh oder ein Räuspern drin. Das wird auch nicht geschnitten, weil es auch Live on Air ist quasi. Also dieses Format Podcast ist nicht so clean wie zum Beispiel das Format Radio ist und das ist, glaube ich, auch das, was die Leute gut finden. Und wenn Du halt es dann schaffst in diesen Podcast noch wirklich, wie ich das auch mache… ich mache ja nicht nen Podcast, wo ich dann so erzähle - keine Ahnung - heute war ich einkaufen bei hier Toom oder was. Oder heute habe ich ein Regal gebaut oder heute war ich Rasenmähen. Ich erzähle ja den Leuten, was sie machen können, um ihr Business nach vorne kommt, weil alles andere macht für mich jetzt auch keinen Sinn. Und wenn Du das halt durchziehst, dass Du halt so ein Format machst, was tatsächlich ein bisschen so kumpelmäßig rüberkommt oder entspannt und dann es schaffst in dieser entspannten, vertrauten, ne? wieder vertraute Atmosphäre… In dieser Atmosphäre es schaffst dann wirklich Content rüberzubringen, der halt wirklich sinnvoll ist, nützlich, ein Problem löst, nen Wert bietet, dann glaube ich, kommt das bei den Leuten sehr gut an und was ich immer versuche einzuhalten, ist diese halbe Stunde im Podcast, weil halbe Stunde halt dieser klassische Wert ist, den der deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich auf dem Weg von und zur Arbeit mithört. Das heißt, wenn Du einen Podcast - das was Du machst, dieses Interviewformat, das ist meistens nicht zu schaffen in ner halben Stunde, weil …. Marcus: Ja, also wir sind jetzt schon bei 1:06:00 (lacht) Björn: Ähm, genau ähm. Aber gut, die Leute können ja entscheiden, ob sie’s dann hören wollen. Aber wenn Du halt so nen rein Infotainment Podcast machst, dann musst Du auch damit rechnen, dass die Leute halt so nach 20 Minuten einfach aussteigen, weil es einfach zu viel Input ist. Das ist wie, wenn Du zu ner Konferenz gehst oder zu nem Workshop. Da bist Du auch irgendwann durch. Also kein Mensch kann irgendwie wirklich bei so nem Thema, wo es darum geht, dass Du wirklich Wissen aufsammeln sollst, was Du weiter verwenden sollst, für Dich, damit Du Fortschritte machst. Kein Mensch kann ne Stunde da aufmerksam zuhören. Bei so nem Interviewformat ist es was anderes. Das ist ja auch so ein bisschen Unterhaltung. Die Leute hören Dir auch zu so und wir reden ja jetzt nicht über irgendwelchen krassen Tipps, wie Du jetzt auf Facebook da von heute auf morgen irgendwie 10 Milliarden Visitor oder Follower bekommst. Wir reden ja eher so über allgemeinere Sachen. Das ist ja auch dann so dieser Reiz eines Interviewformats. Da klappt das. Aber ich persönlich versuche immer diese halbe Stunde einzuhalten. Weil das halt der Weg ist, den die Leute leicht und schnell nebenbei konsumieren können. Und außerdem: ich weiß nicht, ob das auch von Tim Ferris stammt, aber es stammt von einer dieser US-Leuten, die ich ja auch immer alle höre, wie Pat Flynn, Amy Porterfield und direct help bei mir leisten. Die haben gesagt, dass der Podcast halt ein intimes Medium ist. Wenn man sich jetzt fragt: Warum intim? Das stimmt wirklich. Der Podcast wird ja, und das wirst Du in Deinen Statistiken ja auch sehen, wird ja zu 80% via iTunes konsumiert. Das ist ne klare Sache. Also auf dem iPhone. Und natürlich klar. Die Leute hören Dich dann auf dem Weg zur Arbeit, aber sie hören Dich vielleicht auch abends vorm einschlafen im Bett. Marcus: Jaja. Björn: Ne? Und das meint er mit intimes Format. Kein Mensch nimmt seinen Laptop mit und ließt abends noch irgendwie Spiegel Online. Gut, viele gucken sich vielleicht Spiegel Online abends an oder gucken sich noch irgendwie Game of Thrones auf’m Tablet an oder Walking Dead oder weiß der Geier was. Das ist auch intim, aber dieses Podcastformat, wo Du tatsächlich sprichst mit den Leuten, das ist nochmal was anderes als wenn Du Dir eine TV-Sendung konsumierst oder als wenn Du einen Artikel liest. Da spricht jemand mit Dir. In dem Fall zweideutig. Das heißt wir beide unterhalten uns jetzt, aber wir sprechen mit Dir und erzählen Dir was bevor Du schlafen gehst. Und die haben Dich dann quasi im Bett dabei. Und in der Tat: Das ist intim zu sein mit Deinem potentiellen Publikum. Ist natürlich nicht intim im klassischen Sinne, aber dieses Wort intim hat auch der Kollege so gewählt, dass man damit auch dann dieses ganze Prozedere sichtbar macht und es klar macht. Ja klar, die Leute nehmen Dich mit ins Bett, setzen sich ihre Kopfhörer ins Ohr und hören noch irgendwie ne halbe Stunde hier ähm Deinen Podcast, meinen Podcast oder genau, LifeHackz oder meinen oder hören den von Gordon oder weiß der Geier wer da noch alles am Start ist.  Und das ist schon was besonderes. Marcus: Absolut. Björn: Aus dem Grund denke ich, dass dieses Format so spannend ist und aus diesem Grund glaube ich auch, dass Podcasting zurzeit wieder eine kleine Renaissance erlebt. Weil gefühlt für mich: Man hat immer mehr. Das war vor einem Jahr noch nicht so. Marcus: Nee, auf keinen Fall! Und es gab ja glaube ich schonmal so Ende… also 2008, 2009, 2010 glaube ich schonmal in Amerika so. Da hast Du ne Welle von Podcasts. Das hatte dann wieder abgenommen und gut gefühlt hat das so seit einem Jahr dann wieder Fahrt aufgenommen. Als dann auch Tim Ferris regelmäßig angefangen hat zu podcasten und bei uns ja jetzt in Deutschland seit, keine Ahnung, auch gefühlt seit nem halben Jahr. Und gerade in Amerika gibt es ja auch krasse Beispiele, dass Podcasting immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt, als dass ein Barack Obama glaube ich auf nem privaten Podcast war. Der Schwarzenegger war bei Tim Ferris aufm Podcast. Björn: Ja, das war geil. Marcus: Das war ne richtig geile Episode und gerade in diesem Interviewformat, wenn man so ein bisschen plaudert, kriegt man glaube ich mitunter viel mehr aus den Leuten raus, als wenn Du vor nem Skript stehst und dann genau durchgehst, welche Fragen werden gestellt. Du gehst dann in die Maske, wirst gepudert und hast dann nen Fernsehauftritt irgendwo. Insofern finde ich es ist, glaube ich, auch ein richtig starkes Format und bin gespannt, was da noch alles passiert. Björn: Genau, da musst Du natürlich auch bereit sein für so was. Also, Du musst wissen, dass wenn Du zum Beispiel einen Politik-Podcast hättest und Du hättest da irgendwie - keine Ahnung - hier… äh… wen nehmen wir denn mal? Ähm, hier unseren Olaf Scholz hier aus Hamburg den Bürgermeister zu Gast. Der wird natürlich mit Dir vielleicht einen netten Plausch halten ohne Skript, aber die meisten sind ja alle rhetorisch 1005 trainiert. Der wird natürlich genau wissen, was er sagt und den würdest Du auch nicht aufs Glatteis führen können. Ich meine, das versuchst Du ja auch nicht, aber nur als Beispiel: Wenn Du einen Politik-Podcast hättest, dann würdest Du vielleicht versuchen aus den Leuten was rauszukitzeln, was sie halt anderswo nicht sagen. Marcus: Ja. Björn: Und das ist auch wieder der Reiz des Podcast, dass die meisten Leute das tatsächlich auch da wieder authentisch benutzen, spontan und halt nicht mit Skripten arbeiten. Ich persönlich bin ja ein riesen Fan von Amy Porterfield und die hat ja ihre ersten, ich glaube, 10, 15 Podcasts in den USA wirklich so gemacht: Die hat das geskriptet. Die hat genau aufgeschrieben, was sie halt erzählen will und das vorgelesen. Und nach der 15. oder 16. Episode hat sie dann gesagt “So Leute, die Kritik, wo Leute sagen, Dein auswendiggelernter Podcast, der ist inhaltlich gut, aber er klingt total Scheiße”. Dann hat sie dann gesagt “Ab jetzt erzähl ich einfach so”. Weil sie einfach gemerkt hat, dass die Leute dieses Aufgesetzte halt erkannt haben. Sie haben erkannt durch die Aufnahme, dass es halt abgelesen ist. Und sie hat gesagt, das wollten die Leute, die sie gehört haben nicht, weil man ganz offensichtlich im Radio vielleicht so kennt. Das Radio versucht immer lustiger und entspannter zu werden, dass die Moderatoren immer mehr quatsch machen morgens in der Morning Show und deswegen authentisch wirken wollen. Weil es ist ja dieses Problem, wie mit Instagram und den Modezeitschriften, wo mich immer Leute fragen “Mensch, warum ist denn Instagram so erfolgreich?” Und diese ganzen Instagram Mädels, die sich da in ihren neuen Gucci-Latschen da fotografieren lassen. Dann sage ich immer “Ja, weil’s authentisch ist”. Und andere 19 Jährige Mädchen können sich mit denen identifizieren. Dann sagen die immer so “Ja aber wir haben doch die Modezeitungen”, dann sage ich “Ja aber die Modezeitungen sind aber nicht echt. Das sind inszenierte, gestellt Fotos, die von Modefirmen beauftragt wurden. Und Instagram sind halt überwiegend Leute, die tragen halt so Adidas Sneaker, weil sie’s geil finden”. Marcus: Ja und es sind dann auch Leute wie Du und ich. Also Menschen können sich viel besser, gerade die Jugend jetzt, die Teenager die da nachkommen und Generation Why, die können sich viel besser mit den Leuten identifizieren, die nicht so polished sind und nicht in der Maske waren und vielleicht auch mal nen Pickel haben oder auf Youtube im Vlog und jeden Tag aus ihrem Leben berichten und da geht auch nicht alles gut, aber das ist einfach authentisch und mal sind die fertig und haben nen Hangover. Und dann machen die trotzdem ihren Vlog. Björn: Und das versucht ja das Fernsehen krampfhaft zu kopieren mit ihren skripted Reality Shows und ähm… ich weiß nicht, inklusive Dir, von den Zuhörern jetzt Fan von solchen Sendungen ist, wie jetzt “Berlin - Tag und Nacht”, keine Ahnung. Wenn man mal durchzappt und es mal sieht, dann sieht man schon, dass es halt nicht echt ist. Man sieht’s einfach. Weil die Leute einfach… das sind halt Laien-Schauspieler, wenn überhaupt. Meist sind das ganz normale Leute und die Story ist manchmal ganz witzig, was die da so machen. Aber letztendlich siehst Du, dass es nicht echt ist und nach drei, vier Minuten, bist Du auch… also bin ich davon gelangweilt. Also das bin ich selbst, wenn ich das beim zappen sehe. Nach drei, vier Minuten muss ich umschalten, weil es halt einfach… Ja, es reizt halt nicht, weil man weiß genau, der TV-Sender will Dir irgendwas vorspielen. Und die meisten Leute lassen sich halt nicht gerne verarschen. Ich habe immer das Gefühl, dass viele Leute auch im Marketing und Werbung immer denken, dass die Leute alle total dämlich sind und Du denen alles vorschmeißen kannst, was Du willst. Du kannst den Leuten ne Menge geben und viele nehmen’s ja auch auf. Aber die Leute merken ziemlich schnell, wenn sie für dumm verkauft werden sollen. Und das geht durch alle Schichten, durch alle Altersgruppen und das funktioniert eigentlich fast nie. Deswegen sind solche Sendungen auch nicht lange oder ewig erfolgreich. Marcus: Ja, und am besten vielleicht gar keinen Fernseher mehr haben, so wie ich, dann musst Du Dir diesen Müll gar nicht mehr angucken. Björn: Ja gut, also Fernseher abschaffen finde ich jetzt etwas drastisch. Also ganz ohne Fernseher möchte ich nicht leben. Aber ich merke selber, dass ich natürlich vom linearen Fernsehen immer mehr abdrifte und mein Programm selber zusammenstelle. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Also dieses Konsumieren on Demand, wenn Du da Bock drauf hast, ich glaube, das ist irgendwie der neue Trend. Dass die Leute sagen so… Björn: Was ich sehen will so. Also Netflix und Co. oder auch mal nen Film bei iTunes mal runterladen, also ausleihen. Die gute alte Videothek braucht man ja nicht mehr. Das ist halt das was ich halt mache, aber ich gucke fast…. Also ich muss zugeben, als jemand, der halt schon 40 Jahre alt ist und mit Stefan Raab quasi aufgewachsen… ich gucke immernoch ganz gerne TV Total und deswegen wird er mir auch sehr fehlen, wenn er damit aufhört. Das meine ich wirklich ernst, weil ich immer die viertel Stunde Standup Comedy, die er zu Anfang macht, immer sehr witzig finde, bei Stefan Raab. Das ist auch nicht jedermanns Sache, das ist Geschmackssache, aber das finde ich immer sehr witzig. Aber ansonsten, außer vielleicht mal ne Weltraumdoku auf n-tv, so nachts um 2.00 Uhr, fällt mir nicht mehr viel ein, was ich noch im linearen Fernsehen gucke. Eigentlich mittlerweile schon fast nicht mal mehr Nachrichten, weil da auch immer dasselbe ist und die Nachrichten halt auch versuchen müssen, immer noch dramatischer zu berichten und immer noch einfühlsamer zu berichten, weil man sonst halt nicht mehr einschaltet und dann muss ich sagen, dann lese ich’s lieber auf meiner Nachrichten App. Weil da steht es meistens etwas weniger gewertet und da ist etwas mehr Objektiv drin. Ähm ja, ich suche mir dann halt die News, die mich interessieren selbst zusammen. Und der Trend wird halt immer krasser und ich sehe auch nach wie vor nicht, dass die TV-Sender da irgendein Rezept dagegen haben. Marcus: Das ist echt krass, was die an Kohle verbrennen und Aufwand betreiben, um so nen Sender am Laufen zu halten oder überhaupt ne Sendung zu produzieren. Feli und ich waren ja letztes Jahr bei Stern TV Live in der Sendung und alleine, wenn Du mal überlegst, das wir jede Woche ausgestrahlt und wir hatten da glaube ich fünf oder sieben Minuten Liveauftritt und dann hatten wir noch ne kleine Doku dazu von zehn Minuten oder so. Aber was die für nen Aufwand betrieben haben für dieses kleine Stück von uns beiden, was dann ein Viertel von der ganzen Sendung war, die jede Woche passiert. Aber angefangen von dem ganzen Produktionsteam in Berlin, von dem Chauffeur, der uns am Flughafen abgeholt hat, plus die Unterkunft, plus irgendwie danach gab’s noch ein dekadentes Essen und so’n Buffet und so. Und dann denkst Du: Ey Alter, es ist doch so klar, warum die keine Kohle mehr haben oder warum die echte Probleme haben”. Da kommt ein Youtuber, der kauft sich ne Go Pro oder kriegt die vielleicht noch geschenkt zu Weihnachten und hat dann 10 Mal mehr Zuschauer als so aufwendig…. Björn: …..also ein bisschen Kohle haben die ja noch, aber es wird halt immer schwerer. Und ich weiß genau, was Du meinst. Also ähm, ich bin ja gelegentlich mal bei irgendwelchen Nachrichtensendungen. Erst letztens war ich wieder … Anfang August war ich bei RTL hier, RTL Nord Live für’s Regionalfernsehen. Marcus: Mh. Björn: Da ging es halt um Instagram. Und dann sitze ich da halt mit ner netten Voluntärin, der, der mich interviewt, ein Kameramann, ein Tonmann. Ne? Bei RTL hier in Hamburg im Straßenbahnring. Sitze ich da. Und diese drei Personen müssen halt alle ne halbe Stunde arbeiten. Also nur für die Aufnahme. Also haben wir schonmal 90 Minuten Arbeitszeit, die schonmal irgendwie erwirtschaftet werden müssen. Und letztendlich hat die Frau, also diese Instagramerin noch begleitet und ich war quasi nur derjenige der erzählt hat, warum Instagram halt so interessant ist. Aber letztendlich ging die Story um diese Frau. Ich habe also mein Interview gemacht. Unabhängig davon, dass von meinen sieben, acht Minuten, die ich erzählt habe, zehn Sekunden übrig geblieben sind - ist ja immer so im Fernsehen - war der gesamte Artikel glaube ich zwei Minuten lang. Und für diese zwei Minuten im Regionalfernsehen, wo Du halt auch natürlich Reichweite hast. In Hamburg _______________, aber hast halt nicht so viel, wie bei Stern TV jetzt bundesweit. Oder wie ich bei der Tagesschau damals oder bei RTL oder im ZDF. Aber die haben da so einen Aufwand betrieben für diese 120 Sekunden, wo ich mir nur denke so “Äh...ja” Ihr habt da jetzt eine Instagramerin vorgestellt. Da war ein “Experte” von denen so benannt, der erklärt hat, was Instagram ist und das war es dann. Den kannst Du Dir in der Videothek angucken ein paar Wochen und das ist auch alles fein und super und es hat auch seinen Mehrwert. Aber letztendlich, drei Leute haben mich dann betütelt und diese Voluntärin musste dann ja noch diese Instagram Frau interviewen. Mit der sind sie unterwegs gewesen da in Eppendorf und haben da Fotos gemacht. Und da waren ja auch wieder der Kamera- und Tonmann mit und wahrscheinlich noch ein Lichtmann, weil sie draußen waren, keine Ahnung, weiß ich nicht. Marcus: Und noch ein Regieassistent und noch ein Regisseur... Björn: Und noch ein Typ Also Summasummarum haben glaube ich an diesem Beitrag irgendwie drei Leute ne Woche gearbeitet. Also ich weiß nicht, wie das beim Fernsehen läuft mit den Werbeeinnahmen aber da muss schon ziemlich viel Kohle reinkommen, um so was bezahlen zu können. Marcus:  Hab ich mir auch gedacht, hab ich mir auch gedacht. Ganz ehrlich… aber ja. Björn: Oh ja, aber noch scheint’s ja zu funktionieren. Ich seh’s halt jetzt auch noch nicht so kritisch mit dem TV, aber ich glaube so in 10, 15 Jahren werden die richtig…. also ich sehe es mal an ProSieben. Ich finde ProSieben macht es richtig, als Beispiel. Die machen halt sehr viel Entertainment, sehr viel Filme, sehr viel auch mit Blockbuster und haben halt auch nebenbei immer den Drive auch Online Krieg zu machen. ProSieben macht’s ja auch bei Twitter, ist immer sehr amüsant, wenn da zum Beispiel “Schlag den Raab” läuft. Die glaube ich werden noch als erste da ordentlich mitgehen. Und ich glaube die anderen TV-Sender, vor allem die öffentlich rechtlichen, ich glaube, die hoffen einfach nur, dass diejenigen die jetzt digital native sind, die jetzt irgendwie um die 20 oder 30 sind, dass die halt später, wenn sie halt 60 sind, auch nen Fernseher haben, weißte? Um dann halt wieder zu den Stammzuschauern zu werden, die ja…. da musst Du ja sehen: ARD ist ja…. muss man ja leider so konstantieren, das sind ja die 55+ Leute, die halt dann auch so was gucken, wie “Stars in der Manege” oder so. Wie gesagt, ich will keinen angreifen, aber ich find’s Scheiße. Ist meine persönliche Meinung. Oder auch so was wie “Musikantenstadl” und all so nen Kram, ne? Da frage ich mich immer so, wieso zahle ich eigentlich da GEZ Gebühren oder wie heißt das - Rundfunkgebühren. Aber es gucken viele Menschen, sind aber halt dann 60+, ne? Und ich glaube diese TV-Sender, die sitzen das einfach aus und hoffen, dass irgendwann die Leute sagen “Oh hier so äh, Internet ist mir jetzt zu stressig, ich gucke jetzt doch lieber Fernsehen”. Marcus: Ja genau, die hoffen vielleicht, dass das Internet irgendwann wieder vorbei ist oder so. Björn: Oder dass Leute davon genervt sind - keine Ahnung. Aber letztendlich, ich finde ProSieben macht da viele Sachen richtig. Oder auch, das musst Du ganz klar sehen, Big Brother auf Sat1, auch wenn das Format abgrundtief daneben ist, wie sie das ganze Online begleiten, wenn man sich das mal genau anschaut: Das ist schon nicht schlecht. Also da haben die schon ein bisschen Hausaufgaben gemacht und machen das ziemlich gut. Wie gesagt, ProSieben, Sat1, die sehe ich da bei allen noch in der besten Situation, dass die da ein bisschen Gas geben und ich glaube, die werden das ganz gut hinbekommen. Alle anderen … ja, da muss man gucken, wie das so läuft. Aber ich muss auch sagen, das ist meine persönliche Vermutung. Ich bin da jetzt so tief nicht drin in diesem ganzen TV-Mist. Marcus: Ich gar nicht mehr. Björn: Dass ich dazu jetzt wirklich einem was sagen könnte, das ist wirklich mein persönlicher Eindruck jetzt von außen. An all die Zuhörer, so ein kleiner Disclaimer: Ich bin nicht im TV Geschäft tätig. Marcus: Wollte ich gerade sagen: Dann lass mal lieber auf andere Themen gehen. Björn: Ich kann mich dazu nur aus Konsumentensicht äußern. Marcus: Okay cool, also ich finde auch, es gibt viel spannendere Themen, als das ganze TV und irgendwelche Sender. Aber ganz cool mal Deine Expertise dazu zu hören. Wir sind jetzt schon bei 1:22:00 dran. Schon weit über die halbe Stunde. Dann müssen die Leute glaube ich drei Mal hin- und herfahren bis sie die komplette Folge gehört haben. Deshalb, meine letzte Frage an Dich: Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus und hast Du irgendwelche Routinen? Björn: Ähm ja. Ich versuche mich an Routinen zu halten, weil Routinen vor allem für projektbasierte Arbeit ziemlich gut sind. Wenn Du eine Liste hast, die Du abarbeiten kannst mit Sachen, die immer gemacht werden müssen, dann bist Du schneller fertig und kannst dann am Ende Dich mit Sachen beschäftigen, die vielleicht Dir leichter von der Hand gehen. Deswegen neige ich dazu, Dinge die dringend gemacht werden müssen und die mir auch nicht so leicht von der Hand gehen, immer nach vorne zu schieben. Letztendlich ist meine Tagesroutine grob gesehen so: Ich fange logischerweise morgens an, nachdem ich den Nachwuchs an diversen Örtlichkeiten abgegeben habe, also Kindergarten, Schule etc. Marcus: Das machst Du selber? Björn: Ja ja, meine Frau und ich teilen uns das, nur meine Frau muss meistens früher anfangen zu arbeiten, deswegen an den Tagen, wo sie arbeitet mache ich das dann. Aber ich bringe auch meine Kinder gerne weg, weil das immer morgens ganz witzig ist, Schule und Kindergarten zu sehen. Weil das immer ganz witzig ist, wenn Du die ganzen Kleinen da rumlaufen siehst. Aber äh, ich bin trotzdem um 9:00 Uhr voll auf der Matte und alles kein Thema. Und dann mache ich mich in der Regel immer erstmal auf die Suche nach Content und gucke, was gibt es neues. Weil das ist ja quasi mein Potential, mit dem ich halt ja auch handle und von dem ich lebe. Dass ich halt versuche auf dem Laufenden zu bleiben und darüber auch dann berichte, nachdem ich es ausprobiert habe. Also ich schaue mir erstmal an, was gibt’s neues? Und wenn da Sachen dabei sind, die interessant sind, dann werden die erstmal alle markiert. Marcus: Über nen Feedreader oder wie machst Du das? Björn: Alles mögliche. Ich gucke bei Twitter rein, ich gucke bei Feedly rein, ich klappere wichtige Ami-Blogs ab, so was wie 9 to 5 Mac oder hier wie heißt die? die Adweek oder Social Times, sowas klappere ich alles händisch ab und gucke, was gibt’s da neues? Hab aber auch meinen Newsfeed und gucke mir Google News Alerts an, alles mögliche. Ich schaue bei Facebook rein, schaue bei Twitter rein, was gibt es da so? Und das sind so die einschlägigen Seiten. Ich gucke jeden Tag einmal auf Social Media Examiner auf. Das ist die große Seite aus den USA von Mike Stelzner, die ich sehr empfehlen kann und schaue auch bei deutschen Blogs vorbei und gucke was es da halt so neues gibt. Und gucke dann, ob da Sachen sind, die potentiell interessant wären sowohl bei mir auf der Seite als auch auf der Seite von Facelift, weil dort im Marketing mache ich ja unter anderem das Content Marketing schwerpunktmäßig und da bloggen wir ja auch. Gucke aber natürlich auch, was gibt es sonst so für Themen, die man benutzen kann und beschäftige mich dann letztendlich mit dem Marketing für Facelift. Mache da Pressearbeit und solche Dinge. Bereite mich auf irgendwelche Termine vor, schreibe Präsentationen für Speakings oder für interne Sachen. All solche lustigen Dinge mache ich da. Und dann schaue ich mir an, was gibt es noch so an anderen Dingen und als klassischer Sidepreneur, wie es so schön heißt, schaue ich dann, was kann ich von diesen Content Sachen für mich selbst benutzen, die ich dann letztendlich nach der Arbeit verhackstücke. Und ich kriege immer die Frage, wie ich das immer so mache. Es ist tatsächlich so, dass ich nach irgendwie zehn Jahren, in denen ich jetzt mit schreibenden Publikationen zu tun habe, die ich selber veröffentlicht habe, dass ich halt tatsächlich relativ schnell schreiben kann mittlerweile. Also so ein längerer Text dauert bei mir nicht so lange, der ist relativ schnell gemacht. Deshalb habe ich halt noch relativ die Zeit, um das zu machen. Ansonsten beschäftige ich mich tatsächlich relativ viel mit Content. Wir gucken uns immer an, welche Marketingmöglichkeiten können wir für unser Produkt verwenden und gucken uns dann an, was kann gemacht werden? Ja und dann ist so ein Tag auch relativ schnell wieder rum. Ich beschäftige mich dann noch mit solchen Dingen, wie eigene Podcasts aufnehmen, versuche weiterhin Produkte konzeptionieren und zu produzieren, wie Ebooks oder Videokurse und nehme dann auch abends oder am Wochenende auf Termin gelegentlich die Zeit dann ein paar Personal Coachings zu machen, wenn da Kunden am Start sind. Ansonsten Speakings und sowas mache ich natürlich als Facelift Mitarbeiter und versuche natürlich solche Speakings zu machen, wo ich dann auch das Produkt ein bisschen präsentieren kann, damit da entsprechend auch ein bisschen Leads reinkommen, sonst macht es ja keinen Sinn. Aber letztendlich ähm, ist der Tag halt von Content geprägt und deswegen habe ich da jetzt nicht ein so starres Muster. Es sei denn, es sind wirklich so Sachen, die administrativ verhacktstückt werden müssen. Marcus: Mh cool. Sauspannend, das war jetzt ein krasser und guter Rundumschlag zum Thema Online Marketing, Internet Marketing, Schlag-mich-tot Marketing aus über 20 Jahren und gerade auch was aktuell angesagt ist. Vielen vielen Dank in den Norden nach Hamburg. Björn: Du, sehr gerne, hat mich sehr gefreut! Marcus: Und ja… Wenn ich wieder in Berlin bin, treffen wir uns wieder auf ein Bierchen und quatschen über alles weitere. Viel Erfolg noch mit Deinem Podcast! Björn: Das machen wir. Danke, Dir auch! Marcus: Und wir hören uns, danke Björn! Björn: Alles klar, jo danke, tschöö! Marcus: Ciao Wow, das war glaube ich eine der längsten Folgen ever, mit dafür umso mehr Input und Know How. Ich hoffe, es war in Ordnung für euch. Mir hat’s auf jeden Fall mega viel Spaß gemacht und wenn euch LifeHackz gefällt, hinterlasst mir doch iene Bewertung auf iTunes oder schreibt mir an marcus@lifehackz.de. Schickt mir eine Sprachnachricht über www.lifehackz.de oder hinterlasst mir einen Kommentar auf einen der Folgen. Ich freue mich auf’s nächst Mal- Bis dann, peace and out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • Björn Erbslöh | Experte für Social Media und Content Marketing

    · 00:49:24 · DIGITAL THINK!NG - Marke | Kommunikation | Digitalisierung

    Kurzportrait von Björn Erbslöh 5 Jahre Project Manager bei der massklusive GmbH in den Bereichen Strategische Beratung und Project Management der Marken- und Produktkommunikation im Social Media Marketing Seit 2013  Unit Director Berlin Expansion des Berliner Büros bei der DELASOCIAL GmbH und erweiterte Führung interdisziplinärer Teams. Verantwortlich für die Bereiche Neugeschäftsakquise und Ausbau der Kooperation mit Agentur-Partnern und Beratung und Projekt-Management im Content und Social Media Marketing für die Bereiche Consumer Electronics, Pharma, Medizintechnik und Business Security Software 4 Punkte für mehr Erfolg im Social Media und Content Marketing Geschwindigkeit in der Redaktion und mehr Ad-hoc-Themen aufnehmen Konsistenz der Markenbotschaft stetig überprüfen und etablieren Social Media und Content Management-Prozesse inhouse regelmäßig überprüfen und anpassen Budgets zum Experimentieren bereitstellen, etwas Neues probieren und schnell dazulernen Kontaktinformationen Website Xing LinkedIn Empfohlene Internet-Ressourcen Evernote - Digitalisierung sämtlicher Notizen und Dokumente Wunderlist - Aufgabenmanagement Ecosia - Suchmaschine, die mit Werbeeinnahmen Bäume pflanzt Mobile Apps MyFitnessPal Evernote Wunderlist Musikempfehlung Tango Argentino Buchempfehlung Creativity, Inc. (Ed Catmull) - E-Book - Hörbuch - Buch Capital in the 21st Century (Thomas Piketty) - Buch   [et_pb_toggle admin_label="Toggle" title="Podcast in Textform" open="off" use_border_color="off" border_color="#ffffff" border_style="solid"] Norman Glaser: Herzlich willkommen. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM, dem Podcast zum Thema digitale Markenführung. Mein Interviewgast heute ist Björn Erbslöh. Björn, vielen Dank für deine Zeit. Schön, dass du da bist. Bist du ready und hast du Bock? #00:00:35-7# Björn Erbslöh: Ich bin ready und ich habe Bock. Lass uns starten. #00:00:39-6# Norman Glaser: (lacht) Cool! Björn, kurz zu dir. Du bist Junior Director in Berlin und arbeitest für das Unternehmen DELASOCIAL. Wenn wir beim MARKENKONSTRUKT mit unseren Strategieprojekten an Konzepten arbeiten, wofür wir tiefergehendes Wissen beziehungsweise Erfahrung zum Thema Social Media und Content Marketing brauchen, dann bist du als Experte bei DELASOCIAL unsere erste Wahl. Was mich immer wieder begeistert, ist, dass du zu einer Aufgabenstellung in den gerade genannten Bereichen auch immer die Abkürzung kennst und genau das wollen wir heute gemeinsam mit dir etwas herausarbeiten, um unseren Zuhörern ein paar wertvolle Learnings mit auf den Weg zu geben. Das vielleicht so als kleiner Abriss, als kleiner Umriss und Intro über dich. Vielleicht kannst du dich kurz selber vorstellen? Wer ist der Björn privat und was genau dein Business ist? #00:01:34-9# Björn Erbslöh: Ja gerne Norman. Also ich bin würde ich sagen recht vielseitig interessiert. Deswegen bin ich dann auch in diesem Beruf gelandet. Ja, privat interessiere ich mich für Kultur, Architektur, Kunst. Versuche viele Inspirationen zu finden und dann auch in meinem Beruf einzubringen. Ich berate Unternehmen im Rahmen ihrer digitalen Kommunikationsstrategie und das ist eigentlich auf verschiedene Branchen mittlerweile angewachsen. Da gehört Software und Technologie, aber auch Consumer Electronics dazu. Ebenso Pharma, Medizin und Automobil. Ich mache das Ganze seit 2008 und durfte als kleinen Meilenstein 2012 ein Berliner Büro für die Agentur DELASOCIAL gründen und bin immer noch dabei dieses Büro weiter aufzubauen und zu expandieren. #00:02:32-6# Norman Glaser: Ja, Berlin ist der Hotspot, gerade für Startups. Ist ein großes Thema. #00:02:36-0# Björn Erbslöh: Also es ist eine ganz tolle Atmosphäre ja. Ich bereue das in keinem Fall und man kann natürlich auch sehr viele Branchenevents mitnehmen, sehr viel Inspiration dann eben. #00:02:46-7# Norman Glaser: Ja. Cool. Björn, stelle dir vor, du bist auf einer Speednetwork-Party. Wie würdest du dein Business so in zwei, drei Sätzen kurz umschreiben? #00:02:56-3# Björn Erbslöh: Ja, also ich würde es vielleicht in der Form zusammenfassen, dass ich denke, dass Beziehungen zwischen Marken und Zielgruppen eigentlich der wichtige Kit sind, um Erfolg zu haben auf stark gesättigten Märkten und das ist genau mein Business. Diese Beziehung über digitales Marketing, über Social und Content Marketing zu stärken. Das Ganze nicht nur service- oder produktbezogen, sondern auch mal kampagnenbezogen. Da hat es auch eine sehr starke Professionalisierung gegeben. Je nachdem in welche Richtung die Reise gehen soll, entwickeln wir ein Konzept und können von der Strategie bis zur Umsetzung und dann auch natürlich der Analyse diese Produktpalette liefern und bieten. #00:03:50-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Okay. Gibt es so einen Glaubenssatz so in deinem, kann auch ein privates Zitat sein oder in deinem Berufsleben. Gibt es so ein Zitat, ein Erfolgsmantra, was du so mit dir rumträgst? #00:04:06-4# Björn Erbslöh: (lacht) Ja also da gibt es etwas, das heißt kurz zusammengefasst, "If you can imagine it, you're halfway there" und das ist von dem Peter Hautman. Das ist ein US-Autor. Ich glaube, der hat es sich wiederum von dem früheren Präsident Roosevelt so ein bisschen abgeschaut. Aber das ist eine sehr positive Nachricht, die ich quasi an meinem (lacht) Computer kleben habe und das motiviert mich auch einfach nicht zu schnell ins Bedenken Triggertum oder auf irgendwelche Hürden zu schauen, sondern zu gucken, okay, wenn man es sich vorstellen kann, dann bist du eigentlich schon relativ weit. #00:04:58-0# Norman Glaser: Björn, hast du auch einen Aha-Moment in deinem Leben, wo du sagst, das war für dich so der ganz persönliche Gamechanger? Gab es so einen Moment in deinem Leben? #00:05:10-3# Björn Erbslöh: Also vielleicht war das schon ein früher Gamechanger während meiner Ausbildung. Ich habe eigentlich in der Kreation angefangen, in einer klassischen Werbeagentur und habe da auch damals für ein (unv.) #00:05:24-8# Kunden sehr coole auch dann am Ende mit Preisen ausgezeichnete Kampagne mitentwickelt. Bin aber während dieser Ausbildung in die Beratung gegangen. Also das war halt ein Modul und habe da am Telefon gemerkt, dass mir das sogar noch eher liegt als quasi in der reinen Kreation mit anderen Kreativen sich etwas zu überlegen, etwas auszuprobieren. Also dieser beratende Aspekt am Telefon oder über eine Telko mit Kunden Aufgaben annehmen, verstehen, Lösungen erarbeiten, das eigene Wissen an diese Kunden weitergeben, das hat mir ehrlichgesagt schon, auch, wenn ich damals noch wirklich natürlich sehr juniorig war, hat mir das sehr gelegen, hat mir sehr gefallen und hat dann auch dazu geführt, dass ich aus der Kreation, aus dem Design hin in die Beratung gegangen bin und das war kann man sagen schon recht früher Gamechanger. #00:06:30-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja, das ist eigentlich auch die perfekte Überleitung eigentlich auch, um mal auf das Thema Social Media und Content Marketing zu kommen, denn ich erkläre oder ich also, wenn es um das Thema Marke geht, dann versuche ich auch immer beide Pole zu berühren, nämlich auf der einen Seite den Inhalt und auf der anderen Seite den Ausdruck. Also Inhalt für Content und der Ausdruck die Kreativität, wie bringe ich das Ganze emotional rüber. Was bedeutet für dich, Thema Social Media und Content Marketing, als Teil der Unternehmensstrategie der digitalen Kommunikationsstrategie eines Unternehmens? #00:07:13-1# Björn Erbslöh: Mhm (bejahend). Ja, also man kann da natürlich sehr viel über die Kunden einmal lernen. Wir sind über diese Tools in der Möglichkeit auf Augenhöhe zu kommunizieren, im Dialog zu kommunizieren. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch die User verstehen. Nicht jeder User würde ich mal bezweifeln, möchte sich am Tag mit Kleenex oder mit einer Automarke oder mit einem anderen Markenunternehmen auf Augenhöhe unterhalten. Also die Möglichkeiten sind vielfältig sich mit den Kunden zu beschäftigen und ihre Bedürfnisse zu erkennen. Aber man darf sich auf der anderen Seite auch nicht zu viel versprechen, dass #00:07:59-2# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:07:59-5# Björn Erbslöh: Für sich die User die Bude einrennen und dann über bestimmte Themen diskutieren möchten oder sich austauschen möchten, die jetzt gerade das Unternehmen auf der Agenda hat. Also da ist sehr viel Sensibilität gefragt und auch sehr viel Marktbeobachtung gefragt um eben die richtigen Themen herauszusuchen, die dann auch User zu Interaktionen bewegen und wenn wir jetzt mal Marketing als eine der Kerndisziplinen im Unternehmen ansehen, (unv.) #00:08:36-9# sollte natürlich ein großen Einfluss auch auf andere Unternehmensbereich haben. Denn am Ende möchten wir mit dem Produkt oder Service unsere Kunden begeistern und zum Kauf animieren. Ja dann kann man eigentlich heutzutage würde ich sagen nicht mehr darauf verzichten, diese Möglichkeiten online zu nutzen, um die User besser kennenzulernen und Produkte und Services zu verbessern. #00:08:59-0# Norman Glaser: Das ist ein super wichtiges Thema. Also, dass man im Grunde das Thema Social nicht als Insellösung betreibt, sondern integriert sie. Also inwieweit strahlt das auf andere Bereiche im Unternehmen aus. #00:09:09-2# Björn Erbslöh: Ganz genau, ganz genau. Also da muss natürlich auch noch sehr viel mehr Austausch inhouse passieren, nicht irgendwelche Silostrategien verfolgt werden, sondern eben Bereiche miteinander verbunden werden. Das sehen wir aber auch, dass da auf unserer Kundenseite sehr viele Abteilungen mittlerweile involviert werden. Ich sage mal, vor 6 Jahren war das noch stark in der PR aufgehängt. Mittlerweile gibt es eigene natürlich Online Marketing Departments, aber auch Social Media Abteilungen, die sich nur damit beschäftigen und natürlich auch dann die Ansprechpartner sehr fit und sehr im Thema über neue Ansätze und Lösungen diskutieren können. Also es macht ehrlichgesagt immer mehr Spaß, weil sich der ganze Markt professionalisiert und man merkt, dass die Akzeptanz größer wird und auch sehr viel Input von den Unternehmen kommt. #00:10:12-8# Norman Glaser: Ja. Jetzt hast du gerade gesagt, dass ihr mit Unternehmen zusammenarbeitet, die in der Regel sogar eigene Abteilungen haben, die sich mit dem Thema Social Media und Content Marketing auseinandersetzen. Jetzt gibt es ja durchaus Studien, die belegen, dass sich viele Unternehmen gerade zum Thema Digitalisierung per se, wenn man das mal als großen Begriff da drüber baut, aber auch in der digitalen Kommunikation noch nicht so wirklich gut positioniert haben im Markt. Kannst du vielleicht nochmal umreißen, wie wichtig das aus deiner Sicht ist, dass ich mich als Unternehmen, zum Beispiel ein kleines mittelständisches Unternehmen oder durchaus auch ein größeres Unternehmen, was noch so dieses klassische Marketing macht, was so aus deiner Sicht die Bedeutung der sozialen Netzwerke, der sozialen Medien ausmacht? #00:11:05-9# Björn Erbslöh: Ja, also man muss sich natürlich auch vor Augen führen, dass die User einfach an oder sagen wir mal die Zielgruppe immer stärker filtern. Wir sind einer richtigen Informationsflut gegenübergestellt und können halt nur einen bestimmten Prozentsatz davon verarbeiten oder sind auch gewillt das zu verarbeiten. Haben also mittlerweile sehr starke Filter entwickelt. Und zusätzlich kommen natürlich noch technologische Entwicklungen wie Adblocker und Ähnliches, die eben dann auch verhindern, dass die klassische Werbung zu meiner Zielgruppe vordringt oder, dass das überhaupt auf deren Display erscheint. Auch im Fernsehen, in der Klassik, ich muss zugeben, dass ich mittlerweile fast nur noch in der Mediathek oder über Netflix Entertainment Programme wahrnehme. Also die klassischen Werbeblöcke, die erreichen mich nicht mehr unbedingt im TV oder Radio, vielleicht am ehesten sogar noch out of home oder eben online und da muss sich jeder mit auseinandersetzen, denn diese Regeln gelten eigentlich für alle Marktteilnehmer. Man sollte jetzt auch nicht glauben, dass man das Budget, was ich quasi ja dann im TV oder woanders bisher allokiert habe, wenn ich das jetzt auf neue Kanäle im Netz umleite, dass es dann sehr viel, dass es quasi umsonst ist und sehr viel günstiger ist, aber man kann halt sehr viel mehr damit erreichen, wenn es richtiggemacht wird. Also Stichwort Streuverluste und Click-Through-Rates generieren. Das Ganze kann im Vergleich zu klassischer Werbung sehr viel effizienter eingesetzt werden, wenn man denn auch das Tracking richtig einstellt und dann natürlich nachhaltig optimiert. #00:13:12-5# Norman Glaser: Ja. Lass uns mal noch einen kleinen Schritt zurückgehen. Lass uns mal über ein Unternehmen reden, was das klassische Marketing betreibt, also Printanzeigen, vielleicht mal einen Radiospot. Jetzt gar nicht mal so sehr TV, sondern einfach so dieser klassische Marketing Rundumschlag. Und was ich immer wieder von den Unternehmen höre, ist Thema personelle Ressourcen. Womit fange ich eigentlich an? Wie nähere ich mich dem Thema? Wie ergänze ich vielleicht meine Vermarktungsstrategie oder mein Vermarktungsportfolio? Gibt es da so aus deinen Erfahrungen ein paar Hacks oder ein paar Hinweise einfach wie ein Unternehmen sich dieser neuen Aufgabe in der Vermarktung nähern kann und wie man sowas sukzessive aufbaut? Das geht ja nicht von heute auf morgen. Man kann es ja nicht vollständig ersetzen und sagen, ab morgen machen wir Facebook. #00:14:08-9# Björn Erbslöh: Ja. Also da gibt es natürlich dann auch verschiedene Prozesse, die man erstmal durchlaufen muss. Also ich denke, es beginnt erstmal mit einem experimentellen Budget, was man dafür zur Seite legen sollte und dann verschiedene Methoden einmal auch ausprobieren kann. Idealerweise holt man sich natürlich einen Experten an die Seite, um dann auch verschiedene Tests durchzuspielen, die recht schnell Ergebnisse liefern und also die Amerikaner sprechen immer von diesen Fast Failures. Schnell Erkenntnisse bringen, also was funktioniert auch in der Regel eher nicht und was ist dann etwas, was funktioniert, darauf können wir uns fokussieren. Also jedes Unternehmen hat natürlich eine eigene Agenda und ich glaube, es wäre jetzt falsch zu sagen, man muss auf Facebook sein und auf YouTube und damit ist es durch, sondern man muss sich das schon sehr genau anschauen, welche Kanäle bei der jeweiligen Zielgruppe richtig sind, richtig angesiedelt sind #00:15:22-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:23-1# Björn Erbslöh: Und wofür möchte das Unternehmen auch stehen. Also es gibt da vor allem natürlich erstmal die Strategie, die bearbeitet werden muss, um dann eine Roadmap zu entwickeln, an der man sich dann langarbeitet. Also wir planen in der Regel die nächsten 12 Monate mit den Kunden und haben dann auch verschiedene Szenarien, die wir da einbauen, wenn es jetzt um die Werbeplanung geht. Auf welchen Netzwerken machen wir den Wasserfall und auf welchen anderen Netzwerken machen wir eher die Gießkanne, also das Grundrauschen, auf dem möchten wir vielleicht in einem kleineren Maße präsent sein, um Learnings zu generieren. #00:16:08-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Also, was ich total genial fand gerade in deiner Aussage ist und das sehe ich ganz genauso, ist dieses im Marketing in der Vermarktung zu lernen. Also mit der Community zu interagieren, Dialoge aufzubauen und wirklich zu schauen, was funktioniert und was funktioniert nicht. Also nicht irgendwas einzukaufen, eine Facebook-Fanpage einzukaufen, sondern einfach zu sehen, was macht für mein Business, für mein individuelles Geschäftsmodell tatsächlich Sinn. Okay. Wo wir gerade dabei sind so ein paar Takeaways zu generieren, kannst du nochmal vielleicht, wenn wir gerade bei Facebook sind, vielleicht hast du noch so ein paar Tipps, wie kann ich vielleicht erfolgreicher Posts absetzen auf meiner Fanpage, meiner Unternehmens-Fanpage? #00:16:53-6# Björn Erbslöh: Also da gibt es sicherlich, also natürlich auch diverse Faustregeln, die in die Richtung gehen, lieber kürzer als zu lang. Recht schnell emotional auch vom Vokabular werden. Allerdings wollen wir natürlich auch nicht in Richtung Click Baiting gehen, also auf (unv.) sozusagen da so ein bisschen spektakulär versuchen aufzutreten. Da gibt es auch viele Negativbeispiele. Also ich glaube, dieses Handwerkliche, das kann man sehr gut dann auch im Kundengespräch einmal durchspielen. Mir wäre es wichtig vielleicht auch strategisch doch ein paar Tipps mitzugeben, die ich so für 2016 oder auch später sicherlich auch noch relevant finde. Da geht es einmal darum, wenn wir jetzt mal so die Top 4 aus meiner Liste nehmen würde, da geht es einmal darum die Geschwindigkeit zu erhöhen. Also viele Unternehmen da draußen planen halt immer noch in zweimonatlichen Redaktionsplänen oder einmonatlichen Redaktionsplänen. In der Regel ist Social Media schneller und da ist es sicherlich von Vorteil, wenn man auch auf aktuelle Themen noch stärker eingehen kann. Also zum Beispiel die Redaktion auf einen kürzeren Zeitraum als einmonatlich in der Planung geht. Dann als zweiten Punkt würde ich sagen, die Konsistenz der Botschaft der Botschaft ist ein Imperativ, auch, wenn es jetzt um das Branding geht. Wir haben natürlich bei vielen Unternehmen auch die Situation, dass unterschiedliche Abteilungen Aspekte in die Redaktion mit einbringen möchten und am Ende kann das natürlich von der Varianz her sehr spannend werden, aber es kann natürlich auch beliebig werden und die Konsistenz in der Botschaft, in der Markenkommunikation ist sicherlich ein weiterer wichtiger Punkt. Wir sehen auch, dass auf der Prozessebene oft mal, gerade, wenn es jetzt um die geht, die noch am Anfang steht, dass da oftmals am Anfang etwas aufgeräumt werden muss. Also ganz klar unterschieden werden muss, welche Leistung kann das Unternehmen inhouse abbilden. Was kann an eine Agentur ausgelagert werden und auch eine realistische Einschätzung der Ziele. Da sehen wir auch oft noch Beratungsbedarf. Dass man sich halt klarmacht, welche Zahlen wollen wir hier erreichen und spielt das quasi mit der Unternehmensstrategie zusammen, dass man sich dort also am besten erstmal eine geschätzte Zahl überlegt und dann darauf hinarbeitet. Das ist nach meiner Erfahrung besser als ohne KPIs zu arbeiten. Und zu guter Letzt würde ich auch noch ein Budget für Experimentieren empfehlen. Indem man einfach bei diesem sehr dynamischen Markt immer etwas noch in petto haben kann, um etwas auszuprobieren. Thema sind natürlich auch sehr stark Livestreaming und Realtime Angebote in sozialen Netzwerken. Also, wenn da eine Messe ansteht oder ähnliche Events, lohnt es sich da mal etwas auszuprobieren und dann mit einem Experimentierbudget zu arbeiten. #00:20:24-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Wenn wir mal die andere Seite beleuchten. Was mir auch in meinen Beratungsgesprächen immer wieder begegnet ist die Angst sich online zu präsentieren und einem Publikum zu stellen, was natürlich auch negativ über mich schreiben würde. Hast du vielleicht noch so ein paar Tipps wie ich Negativ-Postings begegne oder vielleicht sogar mit einem Shitstorm umgehe? #00:20:56-3# Björn Erbslöh: Ja. Also die erste Regel sollte eigentlich nach meiner Erfahrung lauten, keine Angst vor Shitstorms bevor man quasi sich Sorgen macht und gar nicht erst ins Netz traut, weil da könnte ja auch einmal ein negativer Kommentar auf der Seite erscheinen, sollte man sich einfach erstmal bewusstmachen, was man alles gewinnen kann durch diesen Schritt auf die User zuzugehen, auf Augenhöhe zu kommunizieren, in den Dialog zu treten. Es gibt da natürlich auch sehr viele Learnings. Es ist so, es können Fehler auf Unternehmensseite passieren, die dann sich natürlich auch auf den sozialen Medien dann wiederspiegeln, also die User auf die Unternehmen zugehen und dort manchmal ihrem Ärger Luft machen. Allerdings ist unsere Erfahrung ganz klar, dass man das sehr gut steuern kann, indem man von vornherein authentisch und ehrlich und mit der Situation umgeht und sachlich und auf Augenhöhe die Position vertritt, die das Unternehmen dann auch einnehmen muss. Also man erinnert sich vielleicht jetzt an, jetzt fahren natürlich eher die großen Unternehmen ein mit Lebensmittel-Rückholaktionen oder #00:22:30-1# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:22:30-7# Björn Erbslöh: Solchen Dingen. Aber es gibt halt auch Situationen, wo natürlich kleinere Unternehmen mit einem Produkt einen Fehler entdecken und es dann rechtfertigen müssten. Also schönerweise haben wir in unserer Redaktion immer wieder mal die Erkenntnis gehabt, dass man bei einer sachlichen Argumentation auch viele User auf seine eigene Seite holen kann, die dann wiederum im Namen des Unternehmens argumentieren. Also, wenn man eine starke Community hat, wenn man generell ein Unternehmen, ein beliebtes Unternehmen ist, die Services und Produkte sind in der Regel erfolgreich und dann ist da mal ein Fauxpas dabei, greifen auch recht schnell die User ein und nehmen quasi auch die Seite des Unternehmens ein. Es ist natürlich auch wichtig da bestimmte Prozesse inhouse zu definieren. In der Regel ist es auch in der PR, Unternehmenskommunikation schon professionell aufgesetzt. Man muss dann halt Social Media und Content Marketing natürlich da mit annehmen und idealerweise früh reagieren und vor allen Dingen offen und sachlich argumentieren. #00:23:59-1# Norman Glaser: Ja. Also ich glaube auch, dass die Vorteile einfach überwiegen in den sozialen Netzwerken präsent zu sein und ich glaube, wenn immer nur alles gut ist, dann ist es auch nicht wirklich echt. Also selbst, wenn mal Kritik kommt, ist das, wie du sagst, Learning des Unternehmens sich weiterzuentwickeln, Services zu verbessern, Produkte zu verbessern und daraus vielleicht auch und das ist jetzt auch die schöne Brücke zum Thema Content Marketing, vielleicht daraus auch eine positive Story zu machen, also das umzudrehen und denjenigen, der da negativ schreibt, der da vielleicht ein negatives Erlebnis mit dem Produkt des Unternehmens hat, vielleicht daraus auch diesen Gamechanger zu machen, zu sagen, okay wir besuchen den jetzt direkt, übergeben den Gutschein und machen das irgendwie live auf Facebook oder drehen einen Film für YouTube und erzählen, dass wir uns um unsere Community kümmern, zum Beispiel. Vielleicht Content Marketing. Warum hat das heute so eine große Relevanz. Also, wenn man sich die Medien anschaut und hier und da das immer wieder liest, welche Bedeutung hat das für das Unternehmen, für die Marke, Geschichten zu entwickeln, zu schreiben? #00:25:10-1# Björn Erbslöh: Ja, also es ist einfach ein wirklich spannender Trend, der sicherlich auch nicht komplett neu ist, aber sich jetzt durchgesetzt hat. Also es ist ja auch unglaublich, was da gerade an Unternehmensfusionen stattfindet, um auch diesen Markt bedienen zu können. Das ist sicherlich so, dass User an Inhalten stärker interessiert sind als an sage ich jetzt mal platten Werbebotschaften. Wir sprachen schon über die Filter, die wir alle haben und sehr streng quasi damit umgehen, was wir quasi mit welchen Inhalten wir unsere Zeit verbringen wollen. Content Marketing bietet halt eine sehr gute Mechanik, um Mehrwerte an die User weiterzugeben, das Wissen eines Unternehmens zu teilen, echte Geschichten zu erzählen von Konsumenten, von Kunden des Unternehmens, also sogenannte User Case Studies et cetera zu präsentieren, die ein echtes authentisches Bild in der Regel vermitteln und natürlich auch dann etwas Zeitbedarf beim User einfordern. Also es ist natürlich so, dass man mit einem Inhalt, mit einem Artikel, mit einem Video etwas mehr Zeit verbringt als jetzt mit einer Anzeige, die ich kurz irgendwo aufblättere oder einem Banner, der mir angezeigt wird, aber genau diese Zeit, die der User da investiert, das ist natürlich ideal, um die Markenwerte des Unternehmens zu übermitteln. Der User ist in einer offenen Haltung, ist interessiert und idealerweise kann dann auch das Unternehmen alle wichtigen Markenwerte mit diesem Content kommunizieren und übermitteln. Also ich glaube, da kommt so dieser Trend her und auch der Erfolg dieses Trends her. #00:27:21-1# Norman Glaser: Ja. Also Aspekt des Teilens und einen Value zu schaffen, also der eng natürlich an der Marke aufgehängt ist und auf eine gewisse Weise, ich mag den Begriff zwar nicht, aber Bindung oder nennen wir es Verbindung mit dem Kunden, dass der immer wieder bei mir vorbeischaut und immer wieder auch konsequent irgendwie dort Mehrwerte findet in meiner Plattform. #00:27:50-0# Björn Erbslöh: Ja ganz genau. Also ich finde, es ist auch ganz interessant, wenn man sich damit auseinandersetzt, was können wir denn da alles erzählen und das ist ja oft dann auch so die erste Hürde, die ein Unternehmen überbrücken muss. Welche Inhalte können wir denn unseren Usern da bereitstellen und ich würde auch gar nicht immer die Meinung vertreten, das muss sich jetzt unbedingt mit dem Service oder dem Produkt ganz nah auseinandersetzen und es muss eigentlich die ganze Zeit nur um das Unternehmen gehen. Es kann auch ein etwas ferner angesiedelter Inhalt von der Thematik her sein. Wichtig ist aber, dass die Markenwerte im selben Maße damit übermitteln kann. Also, wenn es jetzt gar nicht zwingend nur mit dem Produkt zu tun hat, ist es nach meiner Erfahrung nicht so wild, weil wir trotzdem den User in einer Erwartungshaltung erreichen, wo er offen ist, sich mit uns zu beschäftigen und sich mit uns auseinanderzusetzen. Und da werden dann natürlich auch automatisch Services und Produkte von Unternehmen berücksichtigt. Hier geht es wirklich erstmal darum die Markenwerte transportieren zu können. #00:29:13-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Was wieder eine Unternehmensstrategie oder eine Kommunikationsstrategie voraussetzt, dass man weiß, für welche Werte möchte man eigentlich stehen. #00:29:22-2# Björn Erbslöh: Genau. #00:29:22-9# Norman Glaser: Kannst du vielleicht auch nochmal, also ich hatte auch schon in einer der vorgehenden Podcast-Folgen mal so das Thema, entwickle deinen Avatar, dein Zielgruppenavatar, der ja extrem wichtig ist, wenn ich Content Marketing machen möchte. Kannst du da vielleicht aus deiner Sicht noch ein bisschen was dazu sagen, wie wichtig es ist, seine Zielgruppe wirklich zu kennen? #00:29:45-3# Björn Erbslöh: Natürlich, das ist sehr wichtig und es gibt da ja auch mittlerweile diverse Tools, um das zu professionalisieren. Also vom Tracking oder von den Möglichkeiten Social Media Auswertungen zu machen, können wir sehr genau sehen und auch oft Überraschungen belegen, dass sich die Zielgruppe dann doch nochmal von dem unterscheidet, was man am Anfang im Kopf hatte oder diejenigen, die sich positiv mit einem Service oder Produkt auseinandersetzen, dass die oftmals dann auch nochmal ein paar Aspekte, Persönlichkeit mitbringen, die man am Anfang nicht auf der Uhr hatte und die normale Herangehensweise bei uns ist eigentlich immer dieser Personabeschreibung, dass wir uns damit auseinandersetzen, welche persönlichen Merkmale hat diese Zielgruppe neben dem Soziodemographischen vielleicht sogar teilweise noch wichtiger, also was für eine Erwartungshaltung bringt diese Zielgruppe mit und sich dann auch damit beschäftigt bei der Personabeschreibung oder Avatarbeschreibung, was sagt diese Person, was denkt diese Person oder was fühlt diese Person und was tut diese Person. Das sind so diese 4 Aspekte, die man einmal durchspielen sollte, um wirklich ein ganzheitliches Bild von der Zielgruppe zu erhalten.  #00:31:19-8# Norman Glaser: Ja. Gibt es vielleicht so ein paar Methoden? Du hast jetzt gerade schon so die 4 Aspekte, die man sich selbst vielleicht beantworten kann, genannt, aber gibt es vielleicht so ein paar Methoden oder Tools, womit ich vielleicht noch ein genaueres Zielgruppentracking machen kann? Weil das eine ist das, was ich glaube, meine Zielgruppe zu sein und was ich immer wieder erlebe ist, dass keine Fokussierung stattfindet, sondern man sich vielleicht im Marketing oder in der Vermarktungsstrategie sagt, eigentlich kann das jeder gebrauchen. Also wie wichtig ist es da vielleicht sogar mit einem Vertical zu bauen, sehr spitz in den Markt zu gehen? Aber welche Tools gibt es, um das Ganze irgendwie zu selektieren vielleicht, um das vielleicht zu erforschen, herauszufinden, wer konkret Interesse an meinen Inhalten hätte? #00:32:10-0# Björn Erbslöh: Mhm (bejahend). Ja, also wir haben natürlich auch recht früh schon mit dem Thema Social Media Monitoring und Listening gearbeitet. Am Anfang eher, um zu belegen, was die Social Media Marketing Aktivitäten denn alles bringen. Also was war jetzt der virale Effekt? Hat sich das in weitere Netze, in weitere Kreise im Netz ausgebreitet? Also quasi Belege dafür schaffen, wie weit eine Nachricht getragen wurde. Diese Tools im Social Media Listening Bereich bieten aber natürlich auch die Möglichkeit die Zielgruppen näher kennenzulernen in dem Sinne, einmal nach dem Vokabular zu suchen oder nach Inhalten zu suchen, die wir jetzt unserer Zielgruppe zuschreiben. Also bestimmte Lebensweisen, bestimmte Produkte, die die verwenden, bestimmte Hobbies, die sie haben und dann aber innerhalb der Analyse auch zu schauen, was gibt es das für Alternativen. Also benutzen die dasselbe Vokabular wie wir in der Marketingkommunikation? Kann man sich da etwas abschauen, das vielleicht viel relevanter wäre auch in Sachen SEO, Optimierung der Inhalte? Also durch diese Analyse ergeben sich da in der Regel natürlich auf der persönlichen Seite nochmal Erkenntnisse, aber dann auch auf der demographischen Seite in dem Sinne, dass man auch einsehen kann teilweise das Alter oder der Wohnort oder bestimmte Dinge, die dann Aufschluss darüber geben können, welche soziodemographischen Aspekte diese Zielgruppe hat. Also am besten auch am Anfang einmal Zeit in die Analyse investieren, sich den Input holen, das auswerten und dann vielleicht auch mit diesem Input erst die klassische Marktforschung starten. Also das kann man auch sehr gut kombinieren in der Regel. #00:34:21-8# Norman Glaser: Ja. Dann ist das eigentlich die klare Empfehlung, wenn ich nicht gerade ein Solopreneur bin, der sich dann vielleicht selbst mit diesem Thema intensiv auseinandersetzt, dann kann ich auf jeden Fall auf Partner zählen wie ihr das seid bei DELASOCIAL, die das dann als Grundlage der weiteren Zusammenarbeit natürlich auch zusammen mit euren Kunden natürlich auch entwickelt. #00:34:45-4# Björn Erbslöh: Richtig. Das ist quasi über die Jahre immer weitergewachsen und wir schauen da, dass wir quasi am Puls der Zeit bleiben. Es gibt auch externe Tools, (unv.) #00:34:58-9# zugreifen kann. Aber ja, also mit der dynamischen Entwicklung der sozialen Netzwerke entwickeln sich natürlich auch die Tools weiter, um die User in diesen Netzwerken zu messen, die Aktivitäten zu messen. Also ich sehe auch nicht, dass das irgendwann endet (lacht). Das wird sicherlich noch weitergehen. #00:35:23-6# Norman Glaser: Ja. Kannst du uns sagen, was oder kann man das überhaupt generell sagen? Wahrscheinlich nicht. Aber welcher Content besonders gut geht? Also wir merken ja auch, dass immer wieder auch neue Netzwerke entstehen wie jetzt kürzlich zum Beispiel Snapshat, was es zwar schon seit ein paar Jahren gibt, aber so der richtige Hype, der bricht jetzt gerade erst auf. Gibt es so oder kann man so irgendwie pauschalisieren und sagen, der Content geht besonders gut? #00:35:54-5# Björn Erbslöh: Also pauschalisieren ist immer schwierig. Ich glaube, da gibt es auch in der Regel keine einfachen Antworten. Man muss da für das jeweilige Unternehmen sicherlich etwas Zeit investieren und dann die optimale Form finden. Aber es gibt natürlich ein paar mechanische, methodische Aspekte, die man bedenken sollte. Das hat mit Textlänge zu tun, das hat vor allen Dingen auch mit Usability zu tun. Die sozialen Netzwerke wie Facebook und Co. sind ja auch sehr daran interessiert und es ist auch bei Snapshat der Fall, die User auf den Kanälen zu halten und bieten immer mehr Anzeigenformate an, um quasi im sozialen Netzwerk die Inhalte des Unternehmens zu zeigen und abzuspielen. Auch ganz einfach vor dem Hintergrund, wenn ich jetzt da rausleiten würde und auf die jeweilige Unternehmensseite leite, dann gibt es nochmal eine Ladezeit und Ladezeiten führen zu Frustrationen und Abbruch. Also gibt es da sehr viel Möglichkeiten, neue Möglichkeiten Inhalte in den sozialen Netzwerken sehr gut abspielen zu können und dann eben auch beim User die Begeisterung zu generieren, die man sich wünscht. #00:37:26-7# Norman Glaser: Also zum einen entwickeln sich die technischen Möglichkeiten in eine ganz besondere Richtung. Also, wenn ich daran denke, ich kann heute einen Livestream auf Facebook machen. Gar nicht so lange her seitdem das erst möglich ist. Ich kann Emotion über Videos transportieren. Dank der größeren Bandbreite kann ich hier wirklich einen hochqualitativen Spot senden anstatt mit Textmengen, die man aufwendig am Bildschirm lesen muss. Also das zu produzieren. Und, wenn wir jetzt alleine den Podcast hier nehmen, man kann relativ schnell und unkompliziert Erfahrungen austauschen, Wissen teilen. Also es sind ganz neue Möglichkeiten. Aber kennst du so Zahlen, wo so der Trend hingeht? Ist das Thema Video wahrscheinlich auf Platz 1, weil es irgendwie alle emotionalen Kanäle bedient? Oder ist es nach wie vor Text, weil natürlich auch eine gewisse SEO-Relevanz in dem Inhalt eine Rolle spielt? #00:38:27-2# Björn Erbslöh: Ja, also da gehen natürlich die Trends auch in verschiedene Richtungen, muss man sagen. Je nachdem, wen man fragt. Ich finde es jetzt gerade super spannend zu beobachten wie auch die Usability-Aspekte mit einspielen in den Trends vom Messenger. Also ich kenne sehr viele User, die oder Freunde, Bekannte wie auch immer, auf Facebook, die natürlich noch ihr Profil dort haben, aber immer stärker sich eigentlich im Messenger aufhalten oder eben fast nur noch auf Whatsapp aktiv sind und das ist natürlich auch im ganzen Markt zu beobachten. Nun ist es also die Frage, wie erreichen wir die User auch im Messenger oder was können wir für Mehrwerte im Messenger als Unternehmen bieten und vor diesem Hintergrund entwickeln sich da auch gerade die Bots mit Funktionen von Facebook und Co., um Unternehmen Möglichkeiten zu geben ihr CRM auch in die Messenger dieser sozialen Netzwerke einzubringen und das ist sicherlich ein Horizont, der näher rückt und wo die Reise gerade sehr stark hingeht. Also wie man in Zukunft auch über Messenger-Nachrichten Inhalte spannend transportiert, damit beschäftigen wir uns gerade intensiv. #00:39:59-2# Norman Glaser: Ja und vielleicht, weil es gerade ein bisschen technisch wurde mit Bots und Co., vielleicht ganz kurz nochmal, welche Möglichkeiten habe ich den Inhalt heute, den ich vielleicht in der Vergangenheit auf meiner Unternehmens-Fanpage hatte, jetzt in den Messenger zu bewegen? #00:40:15-9# Björn Erbslöh: Also da gibt es natürlich dann auch die Möglichkeit über die Direct Messages bei Facebook zu arbeiten, aber wir sehen natürlich auch, dass immer mehr Unternehmen, vor allen Dingen auch Medien Accounts bei Whatsapp anlegen und so dann Nachrichten oder eben Unternehmensupdates et cetera über den Whatsapp Messenger zu ihren Zielgruppen zu bringen. Also da gibt es im Augenblick noch ein paar Workaround-Tools und natürlich eine Handynummer, die man für Whatsapp braucht zu simulieren und dann dort seine Nachrichten quasi einzuspielen. Aber da wird es sicherlich in naher Zukunft auch noch weitere einfachere Möglichkeiten geben, das alles zu steuern. Wir haben das auch bei Facebook gesehen, dass am Anfang die Analysemöglichkeiten noch sehr eingeschränkt waren und die ganzen CRM-Möglichkeiten eingeschränkt waren, mit dem Bedarf der Unternehmen dort den Kundendienst stärker einzubringen oder auch eben die Marketingkommunikation zu betreiben, kommen immer mehr Funktionen hinzu, die das sehr stark vereinfachen. Und das wird es halt auch bei dem Messenger sein. #00:41:42-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Hast du gerade ein paar Services im Kopf, so Webservices, um so eine Unternehmens-Whatsapp-Gruppe zu initiieren, aufzubauen? #00:41:52-5# Björn Erbslöh: Kann ich jetzt nicht beim Namen nennen. Also müsste nochmal recherchieren ehrlichgesagt. #00:41:58-9# Norman Glaser: Cool! Aber können wir in den Shownotes nachreichen. #00:42:01-7# Björn Erbslöh: Können wir nochmal rausfinden glaube ich. #00:42:01-9# Norman Glaser: Genau. Cool! Björn, wie du weißt, haben wir noch einen ganz besonderen Bereich in unserem Podcast, unsere Quick Q&A Session. In dieser stelle ich dir einfach ein paar Fragen und du versuchst einfach mit kurzen Antworten uns den größtmöglichen Mehrwert rauszuhauen. Bist du bereit? #00:42:21-2# Björn Erbslöh: Lass uns starten. #00:42:23-5# Norman Glaser: (lacht) Okay. Was hat dich anfangs davon abgehalten, dich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen? #00:42:30-9# Björn Erbslöh: Ich glaube, mich hat da gar nichts abgehalten. #00:42:34-1# Norman Glaser: Ja, das denke ich mir. So schätze ich dich ein, Björn. (lacht) Okay. Björn, kannst du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, was du selbst einsetzt? #00:42:44-2# Björn Erbslöh: Ja sicher. Also da bin ich großer Fan von Produktivitätstools wie Evernote, Wunderlist, muss man sagen. Und dann würde ich gerne noch einen Searchbrowser erwähnen. Ecosia. Das ist eine Suchmaschine, die quasi Werbeanzeigen in den Ergebnissen nutzt, um soziale Projekte zu fördern und damit Bäume pflanzt vor allen Dingen #00:43:17-4# Norman Glaser: Sehr cool. #00:43:18-5# Björn Erbslöh: In Afrika. Wir haben eine sehr schön Content Marketing Kampagne mit denen entwickelt. Also Ecosia, der Searchbrowser mit C geschrieben. Kann ich sehr empfehlen. #00:43:29-8# Norman Glaser: Sehr cool. Vor allen Dingen was Nachhaltiges. Das finde ich besonders cool. #00:43:34-9# Björn Erbslöh: Unbedingt. Sehr gute Idee und ist auch sehr erfolgreich. #00:43:38-8# Norman Glaser: Ja. Welche 3 Mobile Apps benutzt du am liebsten? Was ist so auf deinem Startscreen, auf deinem Mobile Device? #00:43:46-7# Björn Erbslöh: Das sind in der Tat die 3 Apps, die ich eben genannt habe. Das sind Wunderlist, Evernote und Ecosia. Ich verbringe auch recht viel Zeit in myfitnesspal, um einfach meine Ernährung und Gesundheit zu tracken, finde ich auch unglaublich spannender Trend dahin und für jemanden, der nicht so viel Zeit hat, nicht so viel Lust hat, sich mit Stift und Zettel irgendwo hinzusetzen, alles auszuwerten, ich glaube solche Apps werden zur Gesundheit sehr positiv beitragen. #00:44:26-9# Norman Glaser: Ja. Das glaube ich auch. Welche Musik hörst du am liebsten? Also vielleicht Musik, die dich irgendwie inspiriert oder die, wo du vielleicht auch gut abschalten kannst? #00:44:39-3# Björn Erbslöh: Ja ich bin ein alter Tango Argentino Tänzer und da höre #00:44:47-0# Norman Glaser: Cool! #00:44:47-3# Björn Erbslöh: Ich gerne etwas in Richtung Electro-Tango, aber auch viel Klassik und natürlich bin ich ein Teenager der 90er, also der gute Hardrock von Smashing Pumpkins und Co., der ist auch noch auf der Festplatte. Kann ich auch ganz gut dazu abschalten. #00:45:06-8# Norman Glaser: Ja. Sehr cool. Kannst du uns ein Buch empfehlen, welches für dich einen großen Mehrwert hatte? Wie hieß dieses Buch oder heißt dieses Buch und worum geht es darin? #00:45:16-9# Björn Erbslöh: Also ich lese recht viel, in der Vergangenheit waren es vor allen Dingen auch Bücher zur Volkswirtschaftslehre und solche Dinge, also die großen Dinge, die die Welt (lachen beide) bewegen. Dieses Jahr habe ich mich eher auf Kreativitätstechniken und so etwas fokussiert und da habe ich das Buch Creativity . Inc. von Ed Catmull gelesen. Das ist der Präsident von Pixar Studios. #00:45:52-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:45:52-9# Björn Erbslöh: Und wenn man sich erinnert, Pixar hat ja seit den 90ern eigentlich angefangen mit Toy Story und anderen Filmen, wirkliche Box Office Hits produziert und ist aber natürlich auch unter einem hohen Druck dieses Niveau zu halten und quasi mit jedem Film etwas Neues, wirklich Ungesehenes zu produzieren und dann in die Kinos oder auf die Bildschirme zu bringen. Hier erklärt der Ed Catmull halt sehr gut und auch ein bisschen amerikanisch plakativ, aber sehr unterhaltsam wie man in einem Unternehmen dieses innovative Momentum, diese Kreativität zum Zentrum eigentlich jeden Handelns macht und es sind natürlich auch Dinge dabei, die man schon woanders gelesen hat. Also, dass man vor allen Dingen die eigenen Vorurteile zurückstellen sollte, sich offen präsentieren sollte, auch die richtigen Leute für die richtigen Positionen sucht und dann vernetzt, aber das Ganze ist sehr gut aufbereitet und liest sich sehr gut. #00:46:59-7# Norman Glaser: Sehr cool. Björn, bevor wir uns verabschieden, kannst du uns zum Schluss noch einen Tipp mit auf den Weg geben im Hinblick auf Social Media und Content Marketing und wie wir dich am besten erreichen können? #00:47:10-7# Björn Erbslöh: Ja, also wir sind natürlich immer interessiert oder ich bin vor allen Dingen auch interessiert Herausforderungen einfach erstmal zu besprechen. Wer Fragen und Anregungen hat, kann sicher gerne bei mir melden. Ich schätze die Kontaktdaten sind dann auch beim Podcast gelistet. Ansonsten einfach DELASOCIAL.COM ist unsere Website oder Facebookseite, da findet man natürlich uns auch unter all diesen, unter diesem Namen und ich bin sehr daran interessiert, wenn sich jemand meldet, eine bestimmte Fragestellung besprechen möchte und auch in Berlin vorbeischauen würde, dann lade ich diese Person natürlich auch gerne zu einem Startup oder Innovationsevent in Berlin ein, um diese euphorische Grundstimmung würde ich sagen dieser Stadt, wenn es um alle Digitalisierung geht, dann auch zu teilen und einen guten Eindruck zu vermitteln und die jeweilige Fragestellung zu besprechen. #00:48:22-1# Norman Glaser: Cool! Also wer da Interesse hat von den Zuhörern, einfach eine E-Mail an uns schicken oder direkt mit Björn Erbslöh Kontakt aufnehmen. Björn, habe vielen Dank für deine Zeit und toll, dass es mit dem Interview geklappt hat. Vielen Dank auch für die Mehrwerte, die du uns, an denen du uns hast teilhaben lassen. Ich wünsche dir eine schöne Zeit, nur das Beste und vielen Dank nochmal. #00:48:47-7# Björn Erbslöh: Vielen Dank auch an dich Norman und wir quatschen bald wieder. Bis bald! #00:48:51-8# Norman Glaser: Das machen wir. Danke Björn. Ciao! #00:48:53-2#[/et_pb_toggle]   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. 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  • På dejt med Los Vegos

    · Los Vegos

    Att förföra någon med mat kan vara lika svårt som att fånga en blåmes med händerna, men som tur är har Los Vegos både dejtmatstrategier och flirtknep i rockärmen. Recept: Therese SvenssonGruyèregratinerad fänkålsgratängVegetariskt, laktosfrittEn fin tradition på ens födelsedag är att man får bestämma precis vad man vill till middag. När jag var liten brukade det vara köttfondue och mammas supergoda potatisgratäng. När jag började gymnasiet blev önskerätten grönsakstempura, när jag var 20+ blev det kaviar och champagne, och nuförtiden vill jag mest ha pizza och hångel. Men kärleken i en klassisk potatisgratäng är svår att motstå. Här gör jag den med fänkål och palsternacka istället för potatis, det blir både godare och ger en lättare mättnad. Kom ihåg att vi inte ska få paltkoma av den här middagen – vi ska bli skönt mätta med bra energi över till senare aktiviteter (höhö).Ingredienser: 1 liten ugnsform eller två portionsformarEn bit Gruyère eller annan god ost till exempel Grevéost, Pecorino eller Vesterhavsost1 fänkål1 gul lök eller 3 schalottenlökCa 2 palsternackorCa 2 burkar havrefraiche alternativt matlagningsgräddeFärsk eller torkad rosmarinSalt, nymald pepparOlivolja, mjölkfritt smörStröbröd eller pankoGör så här:Skiva fänkål, lök och palsternacka tunt och hutta ner i en bunke. Tillsätt havrefraiche, 1 dl riven ost, salt och ca 1 tsk hackad rosmarin.Blanda runt så allt täcks av vit gooey sås – tillsätt eventuellt mer fraiche om det inte täcker ordentligt. Häll ned i smörade portionsformar eller en vanlig ugnsform. Strö eventuellt över ett lager ströbröd så du får en krispig yta.Skjutsa in i mitten av ugnen på 225 grader ca 20 minuter för småformar och längre tid för en stor.Stick en kniv i formen och känn om det blivit mjukt, ta då ut formarna, strö över ett lager riven ost, skjutsa in i ugnen igen och grädda på övervärme ca 10 minuter tills osten smält och är knäckigt gyllenbrun. Servera med några färska blad rosmarin på toppen och ringla eventuellt över lite olivolja för extra fett och glans.Vegan: Använd näringsjästflingor (även kallat Bjäst eller Nutritional Yeast) istället för ost för en supergod växtbaserad ostsmak. Hittas på hälsokostbutiker, bra mataffärer eller sök efter det online för enkel beställning med hemfrakt.Glutenfritt: Använd glutenfritt ströbröd eller skippa det helt. Tips: Näringsjäst! En 70-tals grej jag nästan hade glömt bort men som är poppis hos framförallt amerikanska veganer eftersom näringsjästflingorna smakar nötig umami på ett naturligt sätt. Det ger en fin smakskjuts på samma sätt som till exempel sojasås eller fisksås men näringsjästen är alltså helt växtbaserat och glutenfritt. Näringsjäst är torkad inaktiv jäst (man kan alltså inte baka på den) som är superrik på B-vitaminer. Du hittar fler recept med näringsjäst om du söker på det på min matblogg Svenssons mat. Fransk-ish rödvinsgryta med morot, smålök, champinjon och timjanVegan, glutenfritt, laktosfritt, mjölkfrittFinns det någon man förknippar med just fransk mat och rödvinsgrytor så är det ju kanske Julia Child, världens bästa dam som populariserade det franska köket i framförallt USA. Julias Boeuf Bourgignon (som jag knappt kan uttala) puttrar på i timmar med högrev och förbrynta rotfrukter. Vad jag kommer göra dock är att bryna grönsakerna i grytan, sen hutta över vätska och låta allt puttra ihop tillsammans med lite örter. Jag må bryta tusen grytregler här nu, men i och med att vi INTE har något högrev i sikte i den här grytan räcker det att puttra grytan på låg värme i cirka 20-30 minuter, och jag behåller hela tiden grönsakerna i grytan för jag vill ha ut så mycket smak som möjligt. Så länge vi har pundat in all den goda rödvinssmaken i grönsakerna utan att göra dem FÖR mushy är vi nöjda. Är du mer nyfiken på Julia Child finns det roliga klipp från hennes matlagningsprogram på Youtube, och i bokhandeln kan du hitta hennes

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  • Häng med på party - Los Vegos lagar kalasmat!

    · Los Vegos

    Kalas är kul. Det är själva grundtanken! Men det kanske inte alltid är så kul att stå i köket hela dagen. Här tipsar vi om lika goda som enkla rätter att bjuda kompisarna på. Recept: Therese SvenssonMina favorit-tevekockar är Floyd, Julia Child, den svenske kocken i Mupparna, Two Fat Ladies och Chris Stein. Chris Stein kanske sticker ut mest för han är inte så udda, utan mest en brittisk mysgubbe med koll på smak och traditionell comfort food. I en serie var han i Frankrike och reste runt på en pråm med en hund, såklart sevärt i sig, men så lagade han pissaladière i ett avsnitt som jag föll pladask för. Han förklarade det som en sydfransk smördegspizza, som toppas av karamelliserad lök, oliver, sardeller och örter på smördeg som sedan äts skurna till snittar eller slices. Jag testade det genast hemma och efter det har pissaladièren varit ständigt återkommande på matrepertoaren. Originalet är visserligen pescetariansk i och med sardellerna, men hoppa över dem och du har en svingod vegetarisk smördegspizza med smältande mjuk söt rödlök blandat med örter och svarta umamismakande oliver. Dessutom blir det vegan om du väljer en smördegsbotten med mjölkfritt smör. Låt dig inte luras av just namnet smördeg för den smördegen som finns i butik är mer än ofta mjölkfria, kom bara ihåg att kolla innehållsförteckningen. Pissaladière med ädelost, päron och plommonVegetariskt Ingredienser: Smördeg – antingen färdiga portionsark eller stora ark som du själv skär tillEn bit ädelost eller annan grönmögelostFrukt som plommon, päron, äpple, nektariner Gör så här:Skiva frukten.Lägg ut smördegen på en bakplåt, pricka degen med en gaffel så de inte fluffar upp sig för mycket och toppa med den skivade frukten.Smula över ost och skjutsa in i ugnen efter instruktioner på smördegsförpackningen (det brukar vara kring 20 minuter i 200 grader). Låt svalna något och servera. Pizzabullar med mandelpotatis, västerbottenost, rödlök och tryffeloljaVegetariskt, laktosfrittPizzabullarna föddes när jag insåg att man kunde rulla pizzan som en kanelbulle med fyllningen inuti istället för ovanpå, så att man kunde äta sina slices som bullar istället för just slices. Det här är alltså smart som tusan när man exempelvis ska frakta mat till ett knytkalas, eller om man vill preppa och förbereda mat till en fest. De är också suveräna att frysa in. Och perfekta att fylla med vadmannuänharhemma, allt från klassiker som tomat, ost och örter till rökt svamp, srirachamajonnäs och bränd kål funkar fint. Här fyller jag dem med några klassiska rester jag brukar ha hemma – kokt mandelpotatis, riven ostskalk och smörfräst rödlök. Ingredienser ca 10 st pizzabullar: 1 pizzadeg, färdigköpt eller hembakt, se faktarutaCa 3 mandelpotatisar eller någon annan god potatissort3 dl riven Västerbottenost2 rödlökarFärsk timjanOlivoljaSmörSaltTryffelolja (kan uteslutas om du inte gillar) Gör så här:Koka potatisen tills den är genommjuk och strimla rödlöken. Fräs rödlöken i en klick smör med timjan, salt och lite olivolja på medelhög värme tills den är smäktande mjuk och ser ut som en knallrosa skinkkräm.Stretcha ut pizzadegen på en bakplåtspappersklädd plåt.Fördela mosad potatis, ost och rödlök tunt i ett lager men lämna en tom remsa kring kanterna. Du vill inte gå helt nuts med fyllningen för då gräddas den inte bra och så kan pizzabullen spricka.Rulla ihop degen som en kanelbulle och knipsa ihop skarven med fingrarna om den trilskas. Skär rullen i ca 2 cm tjocka bitar. Lägg bitarna på plåten och skjutsa in i mitten av ugnen så länge det står angivet på pizzadegens förpackning alternativt 10-15 minuter i 200 grader eller tills bullarna blivit fint gyllene.Servering: Ta ut och droppa över tryffelolja. Låt svalna, gärna på galler så håller sig botten krispig. Undergräddar du dem lite kan du frysa in dem när de svalnat, och sen tjutta in dom i ugnen ca 5-10 minuter när du är sugen. Då blir det nästan lite som bake-off.Vegan: Byt ut osten mot växtbaserad dito eller havrefraiche, använd mjölkfritt smör.Glutenfritt: Använd glut

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  • Bönor = balla baljväxter

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    Bönor är hata eller älska. Antingen äter man dem på en miljon olika sätt, eller så undviker man dem till varje pris. Los Vegos älskar bönor för att de är så användbara, sjukt billiga och klimatsmarta. Recept: Therese SvenssonBönotto med saffranVegetariskt, glutenfrittEn gång i somras hade jag inget till frukost så då gjorde jag bönotto med olivolja, grillad sparris och citron. Det tog 10 minuter och sen hade jag både frukost och över till lunch. Bönorna blir krämiga och nästan lik en gräddig äggröra, om man tillsätter mascarpone eller riven mozzarella eller gräddost (fast då blir det dock ej laktosfritt). Bönotton funkar också utmärkt som en resträtt eller prepprätt – har du en bunke ugnsbakade betor i kylen? Eller lite grillad kål? Släng i det tillsammans med ost, olivolja och rosmarin så har du en snabbmåltid på några minuter.Ingredienser: 2 portioner1 burk cannelinibönor eller vita bönorCa ½ kuvert saffran1-2 schalottenlök eller ½ dl hackad gul lökCa 1 dl mascarpone eller riven gräddostOlivoljaSalt, nymald svartpepparTill servering: Parmesan Gör så här:Fräs hackad lök i olivolja i en stekpanna på medelvärme tills glansigt. Tillsätt avrunna cannelinibönor och rör om.Tillsätt saffran och rör om igen tills allt blivit guldorange.Låt kalaset puttra ihop under omrörning tills bönorna precis börjar bli mosiga. Tillsätt då mascarpone och smaka av med nymald svartpeppar och salt.Servering: Häll upp på tallrikar och riv över massor av nymald parmesan.  Tips: Torkade ekologiska bönor går bra att så i lite jord! Testa att odla olika sorter och se vad som kommer upp. Bönor är tacksamma klätterväxter både på små balkonger och i odlingspallar. Visa oss dina egna odlingsexperiment på vår facebooksida eller genom att tagga @vivalosvegos eller #vivalosvegos på instagram! Kökshack: Pruttar och bönor. Bönor är klimatsmarta, proteinrika och dessutom sjukt billiga. Men ett skäl till varför många fortfarande ratar bönan är för att de förknippas med fjärtande. Det finns ämnen i bönor som kan vara svåra att bryta ner, men om du äter grönsaker, fermenterad mat och bönor ofta så brukar det inte vara några problem. Då har nämligen de goda bakterierna i magen byggt upp ett bra system för att bryta ned allting så bra som möjligt. Så det är med andra ord större pruttvarning ju mindre grönsaker och bönor du äter. Känner du dig träffad så börja med lite bönor och utöka allteftersom. Du kan också 1. Käka småbönor som den lättsmälta mungbönan och adukibönan 2. Koka bönor tillsammans med sjögräs och en potatis för det sägs underlätta samt 3. Sluta gnälla, börja äta.   Kikärtsmaränger med lakrits, sojagrädde och hallonVegan, glutenfritt, laktosfritt, mjölkfrittKikärtsmaränger är gjorda på något som fått namnet aqua faba, bönvatten på latin, för det är precis vad det handlar om – vi ska använda kikärtsspad istället för äggvita till våra maränger. Aqua faba slog ned som en bomb i vegokretsar för något år sen och det var min gamla BFF Yvonne som introducerade mig till den veganska marängvärlden.I och med att det tar cirka 3-4 timmar för marängerna att bli klara så rekommenderar jag att göra dem en slapp filmkväll när det inte gör något att ugnen står på i köket. Och failar du och smular sönder dina kikärtsmaränger som jag gjorde på väg till inspelningen av det här avsnittet, så funkar det lika bra ändå. Upp på hästen! Ingredienser: 1 burk eller tetra kikärtor1 ½ dl råsocker1 tsk citronsaft1 tsk vaniljsocker1-2 tsk lakritspulverTill servering: Sojavispgrädde eller sojaglass, färska hallon, eventuellt myntablad som pynt.Gör så här:Vispa kikärtsspadet från en burk kikärtor i en ren bunke tills det bara är skum.Tillsätt socker och citronsaft och vispa i ca 5-6 minuter med elvisp tills det ser ut som en toppig fast vit marängsmet och bunken går att vända uppochner utan att smeten trillar ner.Tillsätt smak. Jag hade i två teskedar lakritspulver fr&arin

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  • Prep meals - grundrätter för hela veckan!

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    I restaurangkök börjar man inte laga maten när gästen beställer den - utan man preppar maten innan, så långt det är möjligt. Recept: Therese SvenssonAlltså: man förbereder. Det kan du också göra så du slipper uppfinna en rätt så fort du blir hungrig. Om du börjar preppa så kommer du att ha en massa färdiga matkomponenter hemma som du kan lägga ihop till olika rätter. Se det som att du bygger upp en liten minibuffé hemma i kylen. Ju mer du preppar, desto mer tid får du till de riktigt roliga sakerna: äta, slacka och snacka skit. Veganmajonnäs, en grundsås med tre smakerVeganHåll i hatten och bli inte rädda, för nu pratar vi emulsion. Det må låta som en kemilektion eller som en romantisk låt på franska. Men det är i själva verket en lika svingod som superenkel teknik för att få till en tjock sås. För att citera internet: ”en emulsion en blandning av två vätskor som normalt inte blandar sig, till exempel vatten och olja eller fett. Emulsionen framställs genom att den ena substansen slås sönder till så små droppar att de flyter omkring fritt i den omslutande vätskan.” Vi använder alltså våld för att göra världens godaste sås - eller i detta fall en stavmixer! Principen är alltså som en vanlig majonnäs – att mixa äggula med olja men i detta fall använder vi sojamjölk istället för äggula vilket funkar prima. Här delar vi sen upp majon i tre skålar för vi ska ha tre smaker. En håller vi neutral som den är, den andre pressar vi vitlök i så det blir en aioli och den tredje blandar vi med hackad gurka, mynta och vitlök till en tzatziki.GÖR SÅ HÄR:Häll 1 dl sojamjölk, 1 dl rapsolja och 1 tesked vitvinsvinäger eller dijonsenap i en hög mixerskål.Sätt ned stavmixern och kör på max tills det bildas en tjock sås. Vill du ha tjockare konsistens häller du på mer olja.Smaka av med salt och peppar.Klart! Nu kan du dela upp majon i tre skålar – behåll den första neutral. I en andra skålen blandar du pressad vitlök samt en tesked olivolja och då får du en vegan-aioli. I den tredje blandar du ned strimlad gurka, mynta, hackad vitlök och nymald svartpeppar till en tzatziki. Smaka av efter eget tycke!   Ugnsbakade rotfrukterVeganEn grundbult i grön matlagning – goda ugnsbakade rotfrukter! Kan användas till allt. När du tröttnar på att äta dem kan du mixa dem till en rotfruktshummus eller spä ut med havregrädde och mixa till en slät rotfruktssoppa som du smaksätter med dina favoritörter.Gör så här:Skölj och rensa ett gäng rotfrukter – du behöver inte skala. Om du skär dem i samma storlek så de tillagas de på ungefär samma tid.Lägg rotfrukterna i ett lager på en bakplåtspappersklädd plåt.Ringla över lite rapsolja, ca en matsked, salta och mal över lite nymald svartpeppar.Skaka eller rör om allt så allt täcks av oljan.Kör in i ugnen på 200 grader tills rotfrukterna blivit lite skrynkliga och fått svartrostade fläckar här och var. Kolla efter 20 minuter och förläng eventuellt tiden med 5 minuter åt gången.Servering: Ta ut och ät som de är eller med en god topping som hackade nötter och örter, smulad ost, olivolja, aioli eller varför inte bearnaise (Mmm ... bea!)  Rostade frönVeganIbland när du hör uttrycket rosta betyder det att du steker utan fett, gärna så det får lite svartrostade, nästan brända fläckar. Detta gör främst att det smakar svingott, lite grillat och rökigt nästan. Ibland blir jag nästan tårögd vad lite värme kan göra med så många råvaror, de kan gå från de mest modesta och nästan oätbara smaker till fantastiska smakexplosioner. Rostade frön är användbara som topping och crunch-förhöjare på det mesta.Gör så här:Häll frön, exempelvis solrosfrön, i ett lager i en torr het stekpanna.Rör om då och då tills fröna säger POP, börjar dofta gott och får en gyllenbrun ton.Häll av fröna i en skål och salta lätt.  Linser kokta i äpplemust eller ölVeganFolk verkar misstro linser. Jag tror det beror på alla hemska röda

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  • Förkylningsmat

    · Los Vegos

    Det är svintrist att vara sjuk. Som tur är har man ofta ett litet naturapotek i kylen utan att man tänker på det. På menyn: förkylningsguacamole, morotssoppa och glutenfria bovetepannkakor med blåbär. Recept: Therese SvenssonJag var sjuk för ett tag sen, faktiskt precis innan vi spelade in det här avsnittet. Det var skittråkigt. Dock är det svårt att undvika trots att mina väskor dignar av handdesinfektionsflaskor. Jag sysselsatte mig med att läsa om flappers, uppdaterade mina virkningskunskaper samt åt sjukt mycket förkylningsguacamole. Den är full av antiinflammatorisk lök och vitlök, endorfinhöjande chili, stärkande olivolja och C-vitaminrik persilja. Vissa skulle kanske kalla den för en superfoodboostad guaca-bowl men eftersom jag har lite värdighet kvar i kroppen får den titeln stå i skamvrån. Men god och stärkande är den.FörkylningsguacamoleVegan, glutenfritt, laktosfritt, mjölkfrittIngredienser: 4 mogna avokados½ rödlök1-2 vitlöksklyftor½-1 chili av valfri sortCa 1 dl hackad persilja1/2 citron1 msk olivolja1-2 rödbetor eller två tjocka morötter Gör så här:Gröp ur avokados och mosa grovt i en mortel eller i en bunke. Det får gärna vara klumpar kvar så det inte blir en helt söndermosad smet.Tillsätt finhackad rödlök, hackad persilja, olivolja, skivad vitlök, skivad chili och citronsaft. Börja med lite vitlök, chili och citronsaft och tillsätt mer efter egen smak. Salta.Nu ska vi göra råa rödbetschips – Skrubba betorna och skär bort rumpan och hatten. Hyvla, skär eller mandolina till tunna chips. Funkar med tjocka morötter också. Ät och känn dig friskare!  Morotssoppa med kokos, lime, ingefära och korianderVegan, laktosfritt, mjölkfritt, glutenfrittDet är ju många som älskar soppa, mig inkluderat, men tyvärr brukar det vara hopplöst att äta soppa ute eftersom folk gillar att proppa i kogrädde i allt. Hopplöst för oss som är allergiker eller bara inte käkar komjölkprodukter. Här gör jag en basic morotssoppa som är vegansk och glutenfri. Dessutom enkel att göra med massor av asiatiska aromer som passar bra när man är förkyld och kanske inte känner så mycket smaker eftersom ens näsa är täppt. Chilistyrkan kan du justera så du svettas ut snoret ur näsan, typ. Älskar du komjölkprodukter och gluten och känner dig nu hemskt diskriminerad så kan du alltid smöra en limpa och doppa i soppan. Då blir alla glada och nöjda. Ingredienser ca 4 portioner:1 burk kokosmjölk (ej light)Ett knippe morötter2 gula lökar4 vitlöksklyftorFärsk ingefära ca storleken av en tummeTorkade limebladValfri currypastaFärsk koriander eller thaibasilika Gör så här:Rosta grovt skivad lök och morötter i kokosolja eller rapsolja i en stor kastrull. Tillsätt en tesked currypasta, skalad och strimlad ingefära och krossad vitlök. Häll på kokosmjölk och 3 torkade limeblad.Låt puttra ihop morötterna blivit mjuka, ca 15 minuter, och ta upp limebladen.Stavmixa allt till en slät soppa och spä eventuellt med lite vatten om den är för tjock. Smaka av med tamarisoja eller vanligt salt.Servering: Servera het med limeklyftor och färsk koriander eller thaibasilika. Klart!Kökshack: ingefära. Färsk ingefära är lite hopplöst att ha hemma för jag använder så lite åt gången så den hinner bli dålig däremellan. Men min kille brukar skala en bit färsk ingefära, frysa in den, och sen tar han bara ut den och riven på rivjärn när han vill ha det i maten. Skitsmart och räcker för evigt.  Bovetepannkakor med blåbär, mynta, apelsin och honungVegetariskt, glutenfritt, mjölkfritt, laktosfrittBovete är kanske mest känt som mjölet man har i de ryska plättarna blinier, men det har fler strängar på sin lyra än så. Bovete är inte bara enkelt att tillaga utan innehåller även alla aminosyror samt magnesium, zink, fosfor och järn. Bovetet är en naturligt glutenfri ört och är släkt med rabarber och ängssyra. Så släpp sargen och skaffa bovete en framträdande roll i ditt matförråd, tycker jag. Bovete finns både som mjöl och i hel form. I hel form ser det ut lite som ljusbruna minidiamanter. Jag hatade faktiskt bovete tills jag åt det på en krog

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  • Dödligt våld har minskat med en tredjedel sedan 90-talet

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    Antalet personer i Sverige som dödas av andra människor har minskat med en tredjedel sedan 90-talet. Framförallt minskar spontant våld mellan män som en följd av förändrade attityder och värderingar. Dödligt våld minskar både i Sverige och i västvärlden i stort. Det är idag mycket mindre troligt att du eller någon du känner kommer att dödas än för bara tjugofem år sedan. Enligt statistik från Brottsförebyggande Rådet (BRÅ) har antalet personer i Sverige som dödas av andra människor sedan 1990-talet minskat med en tredjedel.Mellan åren 1990 och 1994 dödades ungefär tolv personer per miljon invånare i Sverige varje år. Tjugo år senare, mellan 2010 och 2014, handlade det istället om ungefär åtta personer per miljon invånare och år.Det våld som har minskat är enligt BRÅ framförallt det spontana och alkoholrelaterade: våld mellan män motiverat av ilska, svartsjuka eller kränkt stolthet. Våld som sker med kniv eller slagvapen. Det är det mest utbredda dödliga våldet i Sverige och närliggande länder, och eftersom just det våldet har minskat blir effekten tydlig i statistiken. Men också annat våld har minskat, till exempel dödligt våld i nära relationer.För att förstå den här utvecklingen träffade vi Felipe Estrada, som är professor i kriminologi vid Stockholms Universitet. Hans forskning visar samma bild som BRÅs statistik: dödligt våld minskar, inte bara i Sverige utan i väst generellt. Men varför är har mycket av statistiken fokus på just dödligt våld? Varför inte misshandel eller sexuellt våld? Dödligt våld är en bra indikator på hur våldet generellt utvecklas i vårt samhälle, förklarar Estrada. När det dödliga våldet ökar eller minskar så antar forskningen att det också säger någonting om misshandel eller annat våld som är svårare att jämföra historiskt eller mellan olika tidsperioder.De allra flesta människor tycker det är fel om vi dödar varandra, medan det kring andra typer av våld finns större kulturskillnader. Till exempel förbjöds aga av barn i Sverige 1979. Bara en generation tidigare var det mindre vanligt att betrakta det som otillåtet våld att slå sitt eget barn. Sådana kulturskillnader gör det svårt att jämföra våldsstatistik mellan olika länder eller olika tider. Om antalet våldsbrott till exempel går upp kan det vara en förändring både i faktiska händelser, eller en större benägenhet att anmäla.Mycket allmänt kan man säga att minskat dödligt våld är en lång historisk trend. I Europa kan historiker använda dokumentation från rättegångar där det går att se hur många som dömts för mord och dråp under åren, vilket ger en god fingervisning om hur utbrett mord och dråp varit. Dokumentationen är förstås inte fullständig, men sammantaget ser man ändå en minskning över tid.En anledning är att vården vid till exempel misshandel har blivit mycket bättre under århundradena, så att det nu går att överleva skador som tidigare hade varit dödliga. Men det ger inte hela förklaringen. Och det förklarar inte de stora förändringarna som har skett sedan mitten av nittiotalet. Vad tänker då kriminologiprofessorn Felipe Estrada kan vara anledningen till att vår värld blivit säkrare? Den generella trenden är att vi ser alltmer allvarligt på våld, säger han.– Vi anser att våld och överhuvudtaget att bete sig väldigt utåtagerande är någonting som är ofint. Och något som vi då ska kontrollera, vi ska vara självkontrollerade individer och bete oss civiliserat.Dödligt våld sker i första hand mellan män, berättar Felipe Estrada. Därför kan en del av förklaringen till varför det har minskat finnas i en förändrad syn på hur män bör bete sig. De stora variationerna av dödligt våld, när det ökar och när det minskar, har att göra med hur män i det offentliga rummet beter sig. Vad den här förändringen av mansrollen beror på är svårt att säga.Det finns organisationer som aktivt arbetar med att

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  • Brunch hela dagen

    · Los Vegos

    Maximalt med mat till minimalt med tjoller - det är vad Los Vegos-Therese kallar en perfekt brunch. Här bjuds på huevos rancheros, dubbel vegobrunchburgare och en hel limpa av dubbelmackor. Recept: Therese SvenssonHuevos Rancheros med svarta bönor, tomat, ägg och chipotleVegetariskt, glutenfritt, laktosfritt, mjölkfrittHuevos rancheros betyder ungefär ”ägg i ranchstil” och är en enkel mexikansk cowboyfrukost som jag adderat svarta bönor till för att göra den mer mättande. Det här är så gott, snabbt och enkelt att du inte har en ursäkt att inte prova den. Grunden i rätten är superenkel - man tillagar helt enkelt ägg i tomatsås. Det finns flera versioner av den här rätten i andra länder. I Italien heter den uova in purgatorio, och i mellanöstern shakshuka.Du kan göra huevos rancheros i en ugnsform om du gör mycket, till exempel om du har massor av kompisar som kommer över på söndagsbrunch, eller gör den som jag gör här, direkt i stekpannan.                                                                                                        Ingredienser: ca 2 portioner 1 burk konserverade tomater1 burk svarta bönor2 vitlöksklyftor1 tsk chipotle paste (finns på tacohyllan i din matbutik)2-4 ägg (välj själv!)SaltOlivoljaKryddor: Ca ½ tsk spiskummin, ½ paprikapulverTill servering: Tex rostat bröd, tortillas, skivad avokado, färsk koriander, limeklyftor, grillad eller kokt majsGör så här:Fräs krossad vitlök och svarta bönor i en stekpanna med olivolja tills glansigt.Häll på tomater och tillsätt chipotlepasta, spiskummin, paprika och salt.När såsen puttrat ihop och du smakat av med eventuellt mer kryddor och salt. Knäck försiktigt i ägg så gulan håller sig hel.Sätt på ett lock och ha lite koll – det är färdigt när äggvitan har satt sig men gulan fortfarande är rinnig.Gör egna nachos av tortilla om du vill. Stek tortillas i en het panna med lite olja tills krispig. Ta upp, strö över lite salt och skär till stora nachos. Upprepa med så många du vill ha.Vegan: Toppa med skivad svamp eller rökmarinerad tempeh istället för ägg. Veganklart.Servering: Ta av huevos rancheros från plattan och toppa med skivad avokado, lite mer chili och färsk koriander alternativt persilja eller körvel om du är korianderförstörd. Hugg in som det är med nachos eller sleva över på grillat surdegsbröd så det blir som en texmex bruschetta. Dubbelmacklimpan för hela gängetVegan, laktosfritt, mjölkfrittI slutet av 60-talet gjorde ett svenskt bryggeri en kultbok om öl och smörgås som heter just Kom in på en öl och en smörgås (leta efter den på loppisar!). Därifrån lånar jag vördnadsfullt ett mackrecept som jag veganiserar och uppdaterar lite. Det är alltså en superdubbelmacka i limpform där gästerna sen kan dra av varsin färdig dubbelmacka. Alltså perfekt för mackfantasten, brunchgänget och barnfamiljen. Du kan också göra som min mamma och fylla limpan med vitlökssmör och persilja så har du just fixat världens godaste vitlöksbröd. Ingredienser: 1 limpa av valfri sortCa 5-6 champinjoner1 hel ättiksgurkaCa 1 ½ dl hackad färsk persilja1 ask färskost tex havrebaserad PåMackan eller sojabaserad TofuttiRökt paprikapulverSaltMjölkfritt smörTill servering: ServetterGör så här:Finhacka champinjoner, ättiksgurka, persilja och blanda med en nypa rökt paprikapulver och färskost i en bunke. Smaka av med salt.Skär limpan i ca 2 cm tjocka skivor utan att skära ända ner – så att limpan fortfarande håller ihop i botten. Bred ut ostblandningen mellan varannan skiva så det blir dubbelsmörgåsar. Smöra hela ovansidan av limpanSlå in limpan i folie. Sätt in det i 175 gradig ugn i ca 15-20 minuter. Servering: Skär upp brödet till varma dubbelsmörgåsar. Ge alla v

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  • Blind Spot Radio Show 216 | Björn Torwellen & Dr Hoffmann

    · Dr Hoffmann presents Blind Spot

    Blind Spot Radio Show 216 | Björn Torwellen & Dr Hoffmann\n\n01. Björn Torwellen - Network 2013 / Nachtsrom Schallplatten 02. Angy Kore - Where Is The Guest (Björn Torwellen Remix) / De-Konstrukt 03. Repressor - On The Floor (Björn Torwellen Remix) / Nachtstrom Schallplatten 04. Nils Mohn - Mekanik (Björn Torwellen Remix) / Steil 05. Björn Torwellen - Metacollapse / Nachtstrom Schallplatten 06. Sven Wittekind - Friday The 13.th (Björn Torwellen Remix) / SWR 07. Björn Torwellen - Blutlinie / Nachtstrom Schallplatten 08. Cortechs - Crosscut / Steil 09. Yan Cook - Jammed / Steil 10. Tim Mueller - From Drown To Drown (Björn Torwellen & Hazett Remix) / De-Konstrukt 11. Hackler & Kuch - Z6 (Björn Torwellen Remix) / Mekanism Records 12. Björn Torwellen - Outro / Nachtstrom Schallplatten

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  • Vegopizza x 3!

    · Los Vegos

    Pizza är bäst - ingen protest! Här gör Therese Svensson tre versioner: en vegetarisk white pizza med rökig ost och pumpa, en glutenfri blomkålspizza och en vegansk tunnbrödpizza direkt i pannan. Recept: Therese SvenssonJag älskar pizza. Det är så grundläggande på något vis – en deg som gräddas och toppas med goda saker. Det här är en white pizza, det vill säga en svingod pizza utan tomatsås.Idag kommer vi ta den enkla Svenssonvägen och använda en färdig pizzadeg. Har du en snäll pizzeria på hörnet vars pizzabottnar du gillar kan du gå ned och se om du kan köpa några degbollar. De går prima att frysa in så då har du bra pizzadeg hemma utan att du har behövt ta fram en enda kavel och sölat ned köket med mjöl. Det finns ju också färdiga pizzarullar i butik, så välj själv om du vill baka eget eller köpa färdigt. White pizza med pumpa, salvia, fuskrökt ost och yoghurtkrämVegetariskIngredienser, 1 stor pizza:En sats pizzadeg (se recept), eller en färdig köpedeg1 butternutpumpa (alternativt 1-2 sötpotatisar om du hatar att vänta)En bit rökt ost. Hittar du inte rökt ost kan du göra egen fuskröka ost, se notis.Ca 1 dl grekisk eller turkisk yoghurt eller havre-fraiche1 boll mozzarellaFärsk eller torkad salviaOlivoljaSalt och nymald pepparGör så här:Sätt ugnen på 220 grader.Pricka pumpan med en gaffel och lägg den på en plåt i den varma ugnen. Känn om den är genommjuk med en kniv efter ca 40 minuter (testa efter 20 min för sötpotatisen). Ta ut pumpan, skär den på längden, ta bort kärnorna och gröp ut den med en stor sked. Lägg pumpaköttet i en bunke och blanda ned salvia, salt och nymald peppar efter smak så det blir en orange smet.I en annan skål blandar du fetyoghurt, 1 msk olivolja och riven rökt ost.Smeta på yoghurtostsås, toppa med pumpasmet och lite riven mozzarellaost. Lägg inte på ett för tjockt lager för då blir det bara grötigt.Skjutsa in pizzan i ugnen och grädda i ca 10 minuter eller tills pizzan fått fin gyllenbrun färg och puffat upp lite.Servering: Skär upp pizzan i bitar och strö över färsk salvia. Vill man vara riktigt dekadent kan man ringla över lite brynt smör. Men då kommer kanske njutningspolisen och haffar en!  Blomkålspizza med rödbeta, äpple, rosmarin och lagrad getost Vegetariskt, glutenfritt, laktosfrittHör och häpna, här kommer blomkålspizzan! Utan vare sig mjöl eller tillsatser men ändå härligt crunchig och ostig.Gör man pizzabottnen i mindre storlek blir det som en macka man kan grädda och spara på en tallrik i kylen tills andan faller på. Vill du ha krispigare blomkålsbröd funkar det att tillsätta ca 2 dl mixade linfrön eller solrosfrön till smeten. Att strö över fint mixad rå quinoa på bakplåten innan gräddning funkar också som en sorts krispig panering.Observera: Blomkålen ska hackas till att bli små, små blomkålskorn men får inte bli en smet. Därför fungerar det inte att stavmixa blomkålen rakt av, utan en blender eller en tillsats av typen "minihackare" till stavmixern är att rekommendera. Men om du inte har det så finns ju alltid rivjärnet! Ingredienser 2 mindre pizzor: 1 blomkålshuvud1 mozzarellaCa 1 dl riven lagrad ost, till exempel Pecorino, Parmesan, Vesterhavsost1 msk olivoljaÖrter: 1 tsk oregano, 1 tsk dragon, 1 tsk rosmarinSalt, nymald pepparTopping:1 rödbeta1 äpple eller päronEn bit lagrad getostEventuellt lite flytande honung eller dadelsirapLite extra rosmarin, gärna färsk, till serveringGör så här:Sätt ugnen på 250 grader.Mixa blomkålen till smulor i en mixer och häll över i ett durkslag. Krama ur överflödig vätska med händerna eller genom att lägga blomkålssmulet i en kökshandduk och vrida ur vätskan. På det sättet håller pizzabottnen ihop bättre och blir inte soggigt.Mixa mozzarella och lagrad ost och blanda med blomkålssmulorna i en bunke. Salta, peppra, ha i olivolja samt örter. Blanda och smaka av.Ta fram en bakplåtspappersklädd plåt. Klicka ut blomkålssmet och forma med händerna till två runda pizzabottnar ca 1 cm tjocka. Skjutsa in i ugnen i ca 20 min.Skiva rödbeta och äpple tunt med mandolin eller osthyvel. Ta ut plåten och toppa pizzorna med

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  • 100%-podden möter Björn Flintberg #39

    · 100%-podden

    Tänk att ha hunnit med att gå i väggen vid 32, att ha gjort konkurs vid 42 och dessutom kraschat ett äktenskap. Tänk att samtidigt vara en idéspruta utan guds like, att ha bakom sig en ungdom präglat av live och fantasy, av att röra sig i påhittade världar och vara en historieberättare ute i naturen.Tänk att vara entreprenör som jobbar skiten ur sig i databranschen, som säger ja till alla möjliga roliga projekt, från att starta och bygga företag, till att skapa appar och sedan bara inse att hjulen ohjälpligt snurrar för fort.Tänk dig att bo i en fetvilla i Helsinborg och ha allt materiellt du kan önska dig och plötsligt upptäcka att ballongen har spruckit och livet känns märkligt tomt.Ungefär de här sakerna har Björn Flintberg varit med om. Han insåg före mitten av livet att det var tid att skala ner, att börja välja ett liv han kunde älska, istället för att göra livet, och bli älskad av andra. Han skalade bort de flesta av sina uppdrag, kallar sig i dag livsstilsentreprenör och sitter med ny hustru, ung son och en skrivarstuga där han är på väg att förverkliga sina författardrömmar.Jag blir nästan andtruten när jag skriver detta. Det är som att Björn Flintberg har hunnit med mer än många gör på 80 år. Och den man jag möter en dag i Göteborg när snön ännu låg kvar var, så vitt jag kan bedöma, en glad och lycklig man.Sprittande av energi lämnade jag vårt möte. Och jag hoppas att samtalet med 100% Björn Flintberg kommer att ge dig inspiration, energi och en och annan tankeställare. Efter konkursen skrev Björn Flintberg sin första bok om just att göra konkurs. Hans nästa bok kom att handla om offentlig upphandling och är en hjälp till tjänstemän inom offentlig förvaltning som vill bli bättre upphandlare.Vill du hänga med författaren i  Björn Flintberg, möt honom på Facebook. Detta är det 39:e avsnittet av #100-procentpodden. Jag fascineras över vilka spännande möten detta projekt ger mig ... och dig. Det är så härligt att välja att möta människor i närvaro och nyfiket lyssna på deras tankar om livet, kärleken och det som är viktigt för just den person som befinner sig nära min mikrofon.Jag driver ännu projektet helt idéellt så koppla gärna samman mig med någon eller några som kan vara intresserade av att sponsra eller bidra på något annat sätt.Det går utmärkt att lyssna på #100procentpodden här, men det allra bästa är om du väljer att ladda ner och prenumerera på den i din podcastapp (som är gratis att ladda ner om du inte har en) så kan du lyssna precis när du vill i din smarta mobil eller surfplatta. Då får du veta när nya avsnitt kommer och kan bläddra igenom dem som redan har sänts... och lyssna på människor som väcker något i dig.Då och då gör jag specialare av #100procentpodden. Det finns avsnitt på engelska och så uppstår en del andra överraskningar också.Här kan du lyssna på mitt sommarprogram från 2015. Varmt välkommen till en värld där du får vara 100%-du. Vill du vara med och bidra till 100%-podden?För bara en (1) dollar i månaden kan du vara med och bidra till att 100%-podden blir ett uthålligt projekt, där jag fortsätter att möta 100%-are från när och fjärran. #Patreon är ett enkelt sätt att förenkla livet för kreatörer i sociala medier.Här kan du läsa mer.Här kan du ge ditt bidrag.

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  • Vegofierade klassiker

    · Los Vegos

    Du behöver inte överge dina barndomsrätter och vardagsfavoriter bara för att du börjar käka grönt. Vegofiera dem istället! Recept: Therese SvenssonHär förvandlar vi klassikern gratinerad falukorv till en smarrig och sprängfylld aubergine. Vi fixar fläskpannkakan utan fläsk men ännu godare. Och sen rör vi ihop en vegansk Toast Skagen som passar till allt från brunch till midsommar.Fläskpannkaka utan fläsk med kantareller och rostad kålVegetariskt, glutenfritt, laktosfrittArkeologiska fynd tyder på att pannkakor var första spannmålsrätten, gräddat på heta stenar eller i grunda grytor över öppen eld. Den första carb-måltiden, kan man säga. Det var också min första favoriträtt. Det här är en klassisk ugnsbakad fläskpannkaka utan fläsk, men för att få till mustig god smak lägger vi istället till blandad svamp och kål. Kål är billigt, håller länge i kylen och gör pannkakan lite matigare. Plus att jag sällan ser något tillfälle att INTE pilla ned kål i maten. Till detta ska vi äta hjortron istället för lingon bara för att lingonen har fått bada i strålkastarljuset lite väl länge så nu det är dags att de ger plats åt hjortronen igen. Go Team Hjortron! Ingredienser för en pannkaka i en ugnsformNågra nävar kantarellerEn bit kål, till exempel savoykål, grönkål, svartkål, färsk vitkål3 dl sojamjöl3 ägg6 dl växtmjölk, till exempel havremjölk1 tsk saltMjölkfritt smör Gör så här:Blanda mjöl och salt i en bunke. Vispa i hälften av mjölken och blanda eller stavmixa till en slät smet. Vispa i resten av mjölken tillsammans med äggen. Låt smeten svälla i en halvtimme i kylskåp.Rensa svamp och strimla kål. Fräs i en stekpanna tills rostade fläckar uppstått. Häll över i en smord ugnsfast form och häll över pannkakssmeten. Grädda pannkakan i ugnen i ca 25 minuter på 225 grader.Vegan: Strunta i äggen och kör i en matsked maizena och 1 tesked bakpulver.Servering: Ät med hjortron - yum!  Auberginekorv fylld med soltorkad tomat, ost och vitlökVegetariskt, glutenfrittNågot av det godaste jag vet är den sicilianska rätten Pasta Norma som är pasta och tomatsås med härligt krämig och perfekt mjuk aubergine. Och själva nyckeln till den perfekta auberginen är att man lagar den så länge att den blir mjukt geggig och nästan transparent brunsvart i färgen. Med andra ord: när du tror att du sabbat den är den perfekt! Många recept säger att du ska salta ur din kära aubergine men det behövs inte – lägg istället den tiden du skulle salta ur auberginen på att tillaga den tills den är just så härligt mjuk och brun som den så gärna vill vara. Ingredienser, cirka 2 portioner 1 stor aubergine eller 2 mindreEn bit lagrad ost, till exempel västerbotten, parmesan, pecorino, vesterhavsostNågra soltorkade tomaterNågra vitlöksklyftorOlivoljaSalt Gör så här:Skär auberginen på längden från rot till topp. Skåra dem på den lila sidan (ca 1 cm mellan varje skåra). Skär inte hela vägen ner, men så att auberginen fortfarande håller ihop. Lägg auberginebitarna på folie.Stoppa ned lagrade ostskivor, skivad vitlök samt soltorkad tomat i skårorna. Ringla över lite olivolja och salta. Auberginen kanske spricker nu för att den är så sjukt välfylld men eftersom vi virar in den i folien är det inga problem.Lägg de invirade auberginekorvarna i en ugnsform, och kör i ca 30-40 minuter på 250 grader. När du sticker den med en kniv och den känns genommjuk är den färdig.Servering: Ta ut ur ugnen, skär upp auberginen och lägg upp på tallrikar, ät med tomatsås, sallad och extra riven ost. Min kille gillar att skära en stor bit och lägga i en surdegsfralla med lite majo och sallat och käka som en italiensk hamburgare. Det är såklart även gott till pasta.Vegan: Skippa att fylla auberginekorven med ost. Jag vet att det finns mjölkfri ost men det blir godare om du pillar ned lite rostade frön eller nötter i skårorna. När du sen tar ut den ur ugnen kan du gärna riva över lite parmesanliknande veganost som finns från olika märken, eller strö över näringsjä

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  • Kino på Sundance filmfestival

    · Kino i Kulturradion

    Följ med Kino till snöiga Sundance där världens viktigaste festival för independentfilm pågår just nu. Hör grundaren Robert Redford och den franske kultfilmaren Quentin Dupieux i Gunnar Bolins porträtt av en festival som har pjäxor och skidbyxor som dresscode. Även i Göteborg är det snart festivaldags. Kino har träffat den österrikiska filmaren Jessica Hausner, regissören bakom Miraklet i Lourdes som nu är ordförande i den jury som ska dela ut en miljon kronor till vinnaren av priset Dragon Award i Göteborg. Filmfestivalen i Sundance är en av de där festivalerna som fortfarande har ett lite mystiskt skimmer över sig. Bilderna därifrån ser mer ut som scener från en idyllisk fjällby, än något pulserande centrum för den amerikanska indiefilmen. Folk i bylsiga dunjackor som pulsar runt i snön. Filmbolagsfester som pågår i små timrade stugor. Efter att ha sett Cannes invaderas varenda år av horder av människor undrar man ju hur den där lilla staden, Park City, egentligen får plats med media, filmstjärnor, filmbolagsmänniskor och dessutom en engagerad filmpublik. Och hur hänger festivalen ihop med Sundanceinstutet - namnet brukar blixtra till i eftertexterna till vissa filmer. Gunnar Bolin förklarar hur allt funkar i sin rapport från hans premiärtur till Sundance filmfestival där pjäxor och skidbyxor är dresscode. Även i Göteborg är det snart festivaldags. En av de filmskapare som finns i programmet är den amerikanska regissören Jonathan Caouette som 2005 slog igenom med sin debutfilm Tarnation. Ett frenetiskt montage av dokumentära scener blandat med gamla hemvideoinspelningar från hans barndom. En uppväxt som till stor del präglades av mammans personlighetsstörningar, delvis framkallade av elchocker som hon behandlats med efter en förlamning som barn. Nu har det kommit en ny film av honom som visas på filmfestivalen i Göteborg. Walk Away Renee berättar på nytt historien om förhållandet mellan mor och son, men den här gången med Jonathans mamma Renee som huvudperson, och han själv mer som en bifigur. Filmen är både en fortsättning och en avslutning på den första filmen, men kanske framför allt en kärlekshistoria mellan en mor och en son, berättar Jonathan Caouette för Kinos Gunilla Kracht. Det är ju danskt tema på Göteborgs filmfestival i år. En av filmerna som visas där är Labrador, eller Out of bounds som den heter på engelska, gjord av långfilmsdebutanten Frederikke Aspöck, och med manus av dansk/svenske Daniel Dencik - skådespelaren Davids bror. Och i huvudrollen i denna danska film ser vi faktiskt Jacob Eklund. Han spelar Nathan, en rå, farlig och oberäknelig svensk man som bor på en ödslig ö. När hans dotter kommer på besök med sin pojkvän så börjar en sorts märklig maktkamp och psykologisk krigföring mellan pappan och den blivande svärsonen. Roger Wilson träffade Frederikke och Daniel på filmens världspremiär i Cannes i fjol. Och då var hans första fråga hur Jacob Eklund egentligen hamnade i filmen. Är den ett möte mellan de svenska och danska manlighetstyperna - eller var det bara ett sätt att få loss samproduktionspengar från sverige till en dansk film? Men det visade sig att det faktiskt var skrivet så i manuset redan från början. Och manusförfattaren Daniel och filmkonsulenten som de fick pengar av fick övertala Fredrikke om att det inte finns en man som Nathan i Danmark. Kino har träffat den österrikiska filmaren Jessica Hausner, regissören bakom Miraklet i Lourdes som i fjol vann en Guldbagge för bästa utländska film. Det var hennes stora internationella genombrott. Men nu är det alltså hennes tur att bestämma vem som ska bli en av 2012:s stora festivalvinnare. Hon sitter nämligen som ordförande för juryn för Göteborgs Dragon Award, som delar ut en miljon i prispengar till en av 8 nordiska filmer. Men vad är det för typ av filmer som Jessica Hausner gillar då? Yvonne Ihmels åkte hem till Hausner i Wien för få svar på frågan. Programledare: Roger WilsonProducent: Lisa Bergström

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  • Ondskan – om skräckens politik på film.

    · Kino i Kulturradion

    I biomörkret på Stockholms filmfestival möter Kino Ondskan. Förtappade förortsbusar, ensamma pedofiler, grymma diktatorer och groteska monster. Mörker och våld är ett återkommande tema i festivalens filmer - men vad är det egentligen som skrämmer oss och varför? Vilka är hotbilderna som målas upp på bioduken? Kino granskar hur ondskan gestaltas med hjälp av regissörerna Baran Bo Odar (The Silence), Tetsuya Nakashima (Confessions) och filmfestivalens programläggare programläggaren George Ivanov. Den brittiske regissören Chris Morris använder humor för att avväpna islamofobin och terroristhysterin i världen. Hans "Four Lions" är något så ovanligt som en komedi om självmordsbombare. Kanske blir det vi fruktar mest lite mindre skrämmande om vi kan skratta åt det. Kino har träffat Chris Morris för att diskutera humor och politik Blockpolitik, bögar och kärlek. Tre av ingredienserna i den nya svenska komedin "Fyra år till". Berättelsen om vad som händer när två topp-politiker, en socialdemokrat och en folkpartist, blir kära över blockgränserna. Kino träffar manusförfattaren Wilhelm Behrman och regissören Tova Magnusson utanför riksdagshuset för att diskutera den outnyttjade genren politisk komedi i svensk film. I P1:s bokcirkel har Björn Ranelid, Johan Kling och Alexandra Coelho Ahndoril diskuterat klassikern "Jane Eyre". När nu boken är färdigplöjd är det kanske dags att se filmen också? Kinos klassikerexpert Lars Lönroth berättar om filmatiseringen från 1943 med Joan Fontaine och Orson Welles i huvudrollerna. Och så träffar Anneli Dufva kostymören Andrea Galer som belönades med en Emmy för kläderna i BBC-serien från 2006. Den festivalaktuella amerikanska skådespelerskan Holly Hunter har arbetat med några av världens mest framstående regissörer: David Cronenberg, Jane Campion och bröderna Coen, för att bara nämna några. Kino porträtterar den egensinniga skådespelerskan, som bland annat berättar om varför hon övergav filmen för att istället spela en försupen, sexuellt promiskuös kriminalinspektör med religiösa bryderier, i tv-serien Saving Grace. Programledare: Roger WilsonProducent: Lisa Bergström Ondskan- om skräckens politik på film. I biomörkret på Stockholms filmfestival möter Kino Ondskan. Förtappade förortsbusar, ensamma pedofiler, grymma diktatorer och groteska monster. Mörker och våld är ett återkommande tema i festivalens filmer - men vad är det egentligen som skrämmer oss och varför? Vilka är hotbilderna som målas upp på bioduken? Kino granskar hur ondskan gestaltas med hjälp av regissörerna Baran Bo Odar (The Silence), Tetsuya Nakashima (Confessions) och filmfestivalens programläggare programläggaren George Ivanov. Den brittiske regissören Chris Morris använder humor för att avväpna islamofobin och terroristhysterin i världen. Hans "Four Lions" är något så ovanligt som en komedi om självmordsbombare. Kanske blir det vi fruktar mest lite mindre skrämmande om vi kan skratta åt det. Kino har träffat Chris Morris för att diskutera humor och politik Fyra år till Blockpolitik, bögar och kärlek. Tre av ingredienserna i den nya svenska komedin "Fyra år till". Berättel

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  • Glenn Close, Nathan Larson och indieanimation med psykisk realism

    · Kino i Kulturradion

    I femton år har Glenn Close kämpat för att förverkliga sitt drömprojekt på film - Albert Nobbs. Berättelsen om en kvinna i Dublin på 1800-talet som lever som man, och som efter alla år i kostym nästan tappat bort sin egen identitet. Kino träffade Glenn Close, känd från filmer som Farlig Förbindelse och Farligt Begär och tv-serien Damages, under Torontos filmfestival i höstas. Högt uppe i ett hotell i Torontos finanskvarter tillsammans med ett gäng internationella journalister. Det var faktiskt filmmusik som förde samman den amerikanska musikern Nathan Larson och svenska Nina Persson från första början. Larson, som ingick i gruppen Shudder to Think, fick en förfrågan om att göra musiken till en film som hette "First Love Last Rites". Gruppen bjöd in ett gäng andra artister att vara med, som Jeff Buckley, Billy Corrigan från Smashing Pumpkins...och Nina Persson från The Cardigans. Idag är de gifta, ingår bägge i trion A Camp, och har också samarbet kring ett annat soundtrack, musiken till Boys Don´t Cry". Och det är som kompositör till filmmusik som Nathan Larson jobbar mest. På hans cv finns samarbeten med regissörer som Todd Solondz och Steven Frears. Nu senast har Larson gjort musiken till filmen Margin Call som går på biograferna just nu. Det är en film som utspelar sig i finansvärlden under ett riskfyllt dygn i början av den globala finanskrisen 2008. Martin Wadlund fick en träff med Larson för att prata om filmmusikkompositörens vardag. Efter dödsskjutningarna i Frankrike i veckan är det många som är rädda för att främlingsfientligheten och intoleransen i landet ska öka och bidra till rädsla och segregering. Ett ökat vi och dom-tänk. Men tittar man på det senaste årets biostatistik så är det uppenbart att många fransmän idag drömmer om en värld där både religiösa och ekonomiska motsättningarna enkelt kan överbryggas. Ett land där hudfärg inte spelar någon roll. För den mest framgångsrika filmen på bio de senaste åren har varit Les Intouchables. En komedi om vänskapen mellan Den rike aristokraten Phillipe och Driss, en ung man från Dominikanska republiken som just kommit ut från fängelset. Johan Tollgert tog sig till en fotbollsplan i en av Paris förorter för att prata med några killar om vad dom tyckte om hur filmen skildrar klass, och klassmotsättningar. En av indie-animationens stora namn var nyligen på Sverigebesök. Chris Landreth är född 1961, bor i Kanada och är den förste någonsin som har vunnit en Oscar för en animerad dokumentär. Det var 2004 och kortfilmen Ryan var ett porträtt av den då alkoholiserade och helt utblottade filmskaparen Ryan Larkin, även han animatör och förebild för Chris Landreth. Men filmen om Ryan är inte någon klassisk dokumentär, livets smällar har helt konkret slitit köttet från Ryans kropp och av ansiktet återstår bara framsidan: en stor mun, pilotglasögon och några tufsar hår. Ett slags psykisk realism skapad i dator. Kinos reporter Nina Asarnoj var säker på att hon funnit en besläktad själ i Chris Landreth. 40 dagar innan påsk börjar fastan...för den som nu vill och tror på det.Wanda Bendjelloul har fastat på sitt eget vis. Hon har, som ett experiment valt att endast se filmer som är regisserade av kvinnor. Projektet har blivit det hon själv kallar för en feministisk filmfasta. Och med de glasögonen på näsan så bad vi henne läsa tv-tablåer och bioannonser för att se vad som överhuvudtaget är konsumerbart i utbudet för en fastande filmfeminist.

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  • Kino tillbringar en dag med Lone Scherfig

    · Kino i Kulturradion

    Lone Scherfig har regisserat filmatiseringen av den nästan sönderälskade romanen En dag. En värdig utmaning efter förra filmen An Education, som blev nominerad till tre Oscarstatyetter. Lisa Bergström träffade den danska regissören, som passade på att träna sin rostiga svenska - förra året köpte Scherfig och hennes nämligen ett slott i Västervik. Lars Lönroth har minglat bland historiker och nördar på den trettionde upplagan av Pordenones stumfilmsfestival i Italien. En av filmerna som visades där var The Artist som fick stor uppmärksamhet i Cannes tidigare i år. För de ofta lite undanskuffade stumfilmsnördarna hoppas man förstås att The Artist ska bli början på en ny storhetstid, för denna utdöda konstform. Eller, utdöda och utdöda. Det visar ju sig att det hela tiden görs nya fynd, restaureringar och kompletteringar till redan kända filmer. Lars Lönroth rapporterar. I vår serie Om igen har nu turen kommit till författaren Torbjörn Flygt att berätta om vilken film han sett flest gånger. Och det visar sig att arbetarklasskildraren från Malmö, aktuell med romanen Outsider, har sett en film av en fransk arbetarklasskildrare flest gånger - Marie-Jo och hennes två älskare av Robert Guédiguian. En konflikt av närmast bibliska proportioner mellan två bröder är utgångspunkten för Maria Kuhlbergs dokumentär "Han tror han är bäst" som hade premiär förra veckan. Maria Kuhlbergs morbröder - Aldo och Carmino - kom till Sverige som barn, i samband med arbetskraftsinvandringen från Italien. Men livet i Sverige blev något helt annat än den guldkantade tillvaro som rekryterarna av arbetskraft hade förespeglat familjen. Det blev i stället en följetång av barnhem, fosterhemsplaceringar, våld och missbruk. Nina Asarnoj träffade skådespelerskan Maria Kuhlberg som nu debuterat som dokumentärfilmsregissör med "Han tror han är bäst" om sina två morbröder och det sociala arvets tyngd. Lone Scherfig har regisserat filmatiseringen av den nästan sönderälskade romanen En dag. En värdig utmaning efter förra filmen An Education, som blev nominerad till tre Oscarstatyetter. Lisa Bergström träffade den danska regissören, som passade på att träna sin rostiga svenska - förra året köpte Scherfig och hennes man nämligen ett slott i Västervik. Lars Lönroth har minglat bland historiker och nördar på den trettionde upplagan av Pordenones stumfilmsfestival i Italien. Och en av huvudattraktionerna på årets festival var faktiskt en film av en svensk regissör. I vår serie Om igen har nu turen kommit till författaren Torbjörn Flygt att berätta om vilken film han sett flest gånger. Och det visar sig att arbetarklasskildraren från Malmö, aktuell med romanen Outsider, har sett en film av en fransk arbetarklasskildrare flest gånger - Marie-Jo och hennes två älskare av Robert Guédiguian. En konflikt mellan två bröder av nästan bibliska dimensioner är utgångspunkten för Maria Kuhlbergs

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  • Underbart är kort!

    · Kino i Kulturradion

    Den svenska kortfilmen har svårt att nå ut, trots internationella framgångar. Nu öppnas nya fönster utanför SVT och filmfestivalerna. Men var finns kortfilmens hemmahamn? Kan det vara en pub i London, eller en tunnelbana i Tyskland? Det är i alla fall platser som regissören Per Carleson valt att visa sina kortfilmer på. Han söker konstant efter nya vägar för distribution. Hör även Jon Nohrstedt som är producent och Anne-Marie Söhrman Fermelin tidigare kortfilmskonsulent vid Svenska Filminstitutet och nu lektor vid Göteborgs filmhögskola diskutera kortfilmens liv och död. Vi har också kollat in det amerikanska dvd-magasinet Wolphine, som ger ut samlingsskivor i varje nummer med ett antal internationella kortfilmer. Startat av bland annat David Eggers och resten av gänget bakom überhippa förlaget McSweeney. Möt redaktören Brent Hoff och hör hur han resonerar kring de filmer som får plats i tidningen. För den prisbelönte långfilmaren Cary Fukunaga började hela karriären med en kortfilm. I Sverigeaktuella Sin Nombre får vi möta sydamerikanska flyktingar som försöker ta sig in i USA, åkandes på tågtak. Teman som rotlöshet och flykt fanns också med i hans kortfilm, den som hypade honom bland finansiärer och filmproducenter. Fukunaga berättar om tågfärder och den amerikanska drömmen i Kino denna vecka. Veckans klassiker handlar om Jayne Mansfield. Bombnedslaget som hamnade i dum blondin-facket, trots att hon var smartare än dom flesta. Programledare: Roger Wilson Underbart är kort - Kino slår ett slag för kortfilmen! Den svenska kortfilmen har svårt att nå ut, trots internationella framgångar. Nu öppnas nya fönster utanför SVT och filmfestivalerna. Men var finns kortfilmens hemmahamn? Kan det vara på en pub i London, eller i den tyska tunnelbanan? Det är i alla fall platser som regissören Per Carleson valt att visa sina kortfilmer på. Han söker konstant efter nya vägar för distribution. Hör även producenten Jon Nohrstedt och Anne-Marie Söhrman-Fermelin, lektor vid Göteborgs filmhögskola och före detta kortfilmskonsulent, diskutera kortfilmens liv och död. Vi har också kollat in det amerikanska dvd-magasinet Wolphine, som ger ut samlingsskivor i varje nummer med ett antal internationella kortfilmer. Startad av bland annat David Eggers och resten av gänget bakom überhippa förlaget McSweeney. Möt redaktören Brent Hoff och hör hur han resonerar kring de filmer som får plats i magasinet. För den prisbelönte långfilmaren Cary Fukunaga började hela k

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  • Haynes hemska hemmafruhistorier

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    Hemmafruar är ett återkommande tema hos den amerikanske regissören Todd Haynes, som just nu gästar Sverige. I filmer som Safe och Far from heaven har vi fått följa kvinnor som kvävts i sitt hemmafrufängelse. Och i tv-aktuella miniserien Mildred Pierce som just nu visas på Canal+, spelar Kate Winslet spelar en matlagningsbegåvad hemmafru som för att försörja sig själv och de två döttrarna utnyttjar de matlagningstalanger hon utvecklat under åratal i köket och öppnar en egen restaurang. Kinos Nina Asarnoj beslöt sig för att reda ut regissörens förhållande till hemmafruar och feminism, och till sin hjälp hade hon den senaste skörden av hemmafruglorifierande litteratur. Raw talent - unga, oslipade naturbegåvningar plockade från gatan, efterfrågas allt mer av den brittiska film- och tv-industrin, och fenomenet har nu blivit till en egenbusiness. Yvonne Ihmels åkte till London för att vara med på en tillställning där streetcastade ungdomar visade upp sig för potentiella arbetsgivare. Hur står det egentligen till med konstnärligheten inom datorspelsbranschen? Finns det utrymme för experiment i den extremt kommersiella spelvärlden? Viktor Hariz beslöt sig för att utforska datorvärldens avantgarde, det fåtal som försöker krossa schabloner och stereotyper och göra en annan sorts spel. Sådana som får en att gråta när man spelat klart, till exempel. Belgien är ju känt som ett av seriekulturens allra starkaste fästen, med figurer som Tintin, Lucky Luke och Smurfarna som internationella storsäljare. Men serietraditionen är fortfarande högst levande. Aubier och Patar är en kultduo bland animatörer, som arbetar parallellt med seriealbum och film. Deras Panik i byn väckte mycket uppmärksamhet på Cannesfestivalen 2009. Nu har filmen nått Sverige, med biopremiär den här helgen. Karsten Thurfjell har träffat Stéphane Aubier och Vincent Patar. Kinos serie Om igen, där folk berättar om den film de sett flest gånger, rullar vidare. Den här veckan räcker vi över stafettpinnen till skådespelerskan och komikern Ulla Skoog som berättar varför hon sett Agnès Jaouis I andras ögon så många gånger. Programledare: Roger Wilson Producent: Lisa Bergström Hemmafruar är ett återkommande tema hos den amerikanske regissören Todd Haynes, som just nu gästar Sverige. I filmer som Safe och Far from heaven har vi fått följa kvinnor som kvävts i sitt hemmafrufängelse. Och i tv-aktuella miniserien Mildred Pierce som just nu visas på Canal+, spelar Kate Winslet spelar en matlagningsbegåvad hemmafru som för att försörja sig själv och de två döttrarna utnyttjar de matlagningstalanger hon utvecklat under åratal i köket och öppnar en egen restaurang. Kinos Nina Asarnoj beslöt sig för att reda ut regissörens förhållande till hemmafruar och feminism, och till sin hjälp hade hon den senaste skörden av hemmafruglorifierande litteratur. Raw talent - unga, oslipade naturbegåvningar plockade från gatan, efterfrågas allt mer av den brittiska film- och tv-industrin, och fenomenet har nu blivit till en egen business. Yvonne Ihmels åkte till London för att vara med på en tillställning där streetcastade ungdomar visade upp sig för potentiella arbetsgivare. Hur st

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  • Nu blir det riktigt fattig mat!

    · Los Vegos

    Nu har Los Vegos-Therese bränt alla pengar på att ha kul. Den fattigaste veckan i månaden är här. Då gillar man läget, gräver längst in i skafferiet och lagar gott på en svindlande låg budget. Recept: Therese SvenssonNudelplättar med fruktsoda, ostbågar och rostad majskrämVegetarisktFör några år sen svepte en nudelrätt in över internet och blev viral över en natt – The Ramen Burger. Det är helt enkelt snabbnudlar blandade med omelett- eller pannkakssmet och gräddade i en panna till små nudelplättbiffar. I Ramen Burger-fallet användes nudelplättarna som bröd till hamburgare. Idag ska vi dock fattiglappa oss så jag stannar vid plättarna och toppar dem med en Björn Gadd-inspirerad majskräm som jag gör av majs från en vanlig majskonserv. Ingredienser (2 portioner)1 paket snabbnudlar2 ägg2 msk fruktsodaOstbågarFärsk koriander till serveringMajskräm:1 burk majs1 tsk chipotlepaste tacosås eller chilisås1 msk olivoljaSalt Gör så här:Koka nudlarna efter anvisning på paketet. Häll av i durkslag och häll över i en bunke. Knäck två ägg över och blanda ihop med 2 matskedar fruktsoda, svartpeppar och 2 dl krossade ostbågar.Klicka ut lite nudelgegga i en het stekpanna och stek på bägge sidor tills gyllene, precis som en plätt. Upprepa tills allt är klart och lägg över på en tallrik.Häll burkmajs i en het stekpanna och låt fräsa tills de är lite brända. Häll över kalaset i en bunke, tillsätt 1 tsk chipotle paste, 1 msk olivolja och stavmixa slätt till en kräm. Smaka av med salt och mer chili om du vill.Servering: Servera nudelvåfflorna med majskräm och smula över mer ostbågarna. Färsk koriander är gott till också. Klart! Tips: Läsk i smeten. Genikocken David Chang från amerikanska nudel-och-så-mycket-mera-krogimperiet Momofuku använder bland annat Sprite som vätska i tempurasmet. Inte bara är det kul utan det blir även en fluffigare och lättare smet. Här håller jag alltså ned fruktsodan direkt i plättsmeten.Tips: majs. Det kanske verkar tråkigt med burkmajs, men som fattiglapp kan man ändå rosta dem hårt för att få fram lite mer smak. Majssäsongen varar från ungefär augusti till oktober så om du läser detta då och har en färsk majs med höljet kvar kan du blötlägga allting i tio minuter och sedan grilla majsen direkt i höljet. Då ångas majsen inuti höljet och blir perfekt. Dra bara ned höljet sen och lägg direkt på grillen för grillränder. Funkar i ugnen också!  Macklasagne på torrt bröd med bönbechamelVegetariskt, laktsofrittMacklasagnen gjorde jag en kväll när min kille skulle cykla hem i åska och regn och jag hade typ inget hemma. Jag tänkte: "hm, jag gör en mix av hans godaste comfort food - smörgås, nåt såsigt och lasagne". Tadaa! Lasagnemackan var född! Nu kanske inte du har just exakt de här ingredienserna hemma men det är just det som är poängen – använd de rester du har! För Macklasagnen är en briljant matplattform för rester. Den passar utmärkt när du har en torr baguette eller limpa hemma och någon krämig röra, gryta, puré eller tjock sås eller soppa som blivit över. Ingredienser (1 ugnsform)1 baguetteValfri lagrad ost, till exempel präst, grevé eller VästerbottenCa 3 dl fryst och tinad bladspenatCa 1 dl strimlad kål som savoykål eller grönkålOlivoljaSmörSalt Bönbechamel:1 burk vita bönor eller cannellinibönorMald muskotSalt, vitpepparOlivolja Gör så här:Sätt ugnen på 275 grader.Häll av vätskan från bönorna och stavmixa dem i en bunke med en nypa muskot, olivolja och salt. Smaka av.Skär baguetten i fyra tunna skivor på längden så de ser ut som långa tunna skidor.Lägg två baguetteskivor i botten av en smörad ugnsform. Ringla över olivolja. Smeta ut bönbechamelsås och spenat. Toppa med några skivor ost.Lägg på varsin till brödskiva och tryck till lite. Ringla över olivolja och smeta ut ett till lager bönbechamel, strimlad kål och skivad ost.Grädda i mitten av ugnen ca 15 minuter tills osten smält och kålen fått fina gyllenrostade fläckar.Servering: Ta ut och låt svalna n&ar

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