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  • Bastian Barami ★ Wie du mit Amazon FBA ein ortsunabhängiges Business aufbaust

    · 01:22:10 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Bastian Barami von Officeflucht Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du: Dass man gar nicht mega technisch versiert sein muss, um Digitaler Nomade werden zu können. Wieso Online-Handel mit Amazon FBA nicht schief gehen kann, wenn man es schlau angeht. Wie es möglich ist, von 0 auf 100 durchzustarten. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES Officeflucht Entrepreneurship Summit   [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr 38! Yo Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Bastian Barami, dem Betreiber der Website Officeflucht. Und Bastian ist ziemlich fit im Thema Amazon Selling, Private Label Selling on Amazon und Grund genug, ihn für den LIFE HACKZ Podcast zu schnappen und auf den Zahn zu fühlen. Hinzu kommt: Er ist noch ein richtig cooler, netter, smarter, junger Typ, den ich sehr gerne mag. Check it out! Viel Spaß mit dem Interviwe mit Bastian Barami! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Jo Basti, cool dass Du am Start bist beim LIFE HACKZ Podcast! Bist Du ready? Bastian: Ich bin ready, danke für die Einladung, Mann! Marcus: Cool! Wo bist Du gerade und warum bist Du da, was machst Du da? Bastian: Ich bin gerade auf Gran Canaria. Wir veranstalten hier auch eine kleine Workation. Du weißt ja selbst von der Nomaden Cruise, wo Du selbst mitarbeitest - da sehen wir uns dann ja nächste Woche bzw. in etwas über 10 Tagen - und wir haben uns überlegt, dass wir so eine kleine Workation vorab starten, bei denen dann auch ein paar Leute am Start, die dieses Jahr auch mit auf’s Schiff gehen. Ich sitze jetzt hier in Las Palmas in unserer kleinen Butze und schaue mal, wie die Leute alle drauf sind, die jetzt noch ankommen. Ich bin jetzt der erste der da ist und morgen kommen ein paar und Sonntag kommt dann final der Rest der Truppe. Neun Leute sind wir. Marcus: Wow. Bastian: Und ja, das wird bestimmt eine coole Sache! Marcus: Ja, klingt echt gut, zumal Du ja glaube ich auch vor nicht allzu langer Zeit auch schon auf ner anderen Workation gewesen bist. Also, Du selber bist jetzt auch schon ganz schön viel unterwegs als Digitaler Nomade, wie ich das so mitkriege ne? Bastian: Ja schon. Das hat sich echt verdammt schnell entwickelt. Also auf der letzten Workation war ich selber noch als Teilnehmer dabei. Das war vom Sebastian Kuehn ne veranstaltete Workation auf Bali. Das war auch ne super, super, super geile Zeit. Einen Monat waren wir da und da hat man dann einfach echt Blut geleckt. Und jetzt haben wir eben entschieden, das Ganze nochmal ein bisschen auszubauen und das auch öfter zu veranstalten. Im März starten wir auch noch eine weitere Workation und der Sebastian selber macht auch, ohne dass ich jetzt bei jeder dabei bin, auch einige noch im kommenden Jahr. Das ist halt schon ein ziemlich cooles Modell, bei dem die Leute eben auch, die vielleicht nicht ortsunabhängig arbeiten, so ein bisschen reinschnuppern können in den Lifestyle. Das ist schon eine coole Sache. Marcus: Ja, also ich finde es auch cool, wenn man so ein Soft-Landing hat und nicht irgendwie alleine losziehen muss und dann krass irgendwo ankommt, überhaupt keinen Plan hat, wie man an seine Prepaid Sim-Karte hat, wo man arbeiten geht, wo man gleichgesinnte Leute findet. Ich meine, dafür sind so Workations richtig cool. Wie der Sebastian die macht oder unsere CAMPS oder das Surf Office. Also es gibt ja glücklicherweise jetzt immer mehr coole Angebote direkt für Digitale Nomaden. Das war vor drei Jahren noch nicht so. Umso besser, dass es jetzt so ist. Vielleicht kannst Du mal sagen, Du selber hast es ja jetzt auch mitgekriegt, Du warst auf Bali am Arbeiten für vier Wochen und dann warst Du wieder in Berlin oder in Deutschland und hast da gearbeitet, was genau ist für Dich so der Unterschied, wenn man woanders ist und von da arbeitet? Bastian: Also ich muss sagen, ich komme schon gerne auch nochmal wieder nach Hause. Ich habe auch noch meinen Wohnsitz in Deutschland, aber ich merke, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so diese festen Arbeitsstrukturen brauche. Ich habe zwar schon so meinen gewissen Tagesrhythmus, aber wenn man zum Beispiel auf Bali sitzt und nem tollten Café mit ner super Aussicht, ich weiß nicht, vielleicht kennst Du in Ubud zum Beispiel das Clear Café, da hat man ne Aussicht direkt auf so nen Tempel. Irgendwie, wenn man ständig wechselnde Arbeitsaussichten auch hat, statt immer auf die ewig gleiche Wand zu gucken im Arbeitszimmer zu Hause, arbeitet man einfach irgendwie viel kreativer, habe ich den Eindruck. Und man sitzt da, dadurch dass man eben auch an schönen Orten eben was sehen möchte und sich zwangsläufig dann auch ein paar Auszeiten zwischendurch mal, um ein bisschen rumzurennen und die Gegend zu erkundschaften, gönnt man sich viel viel eher Pausen, die meiner Meinung nach einen wirklich produktiver machen, als wenn ich jetzt zu Hause sitze und nicht ständig den Drang habe, mal Pause zu machen. Und dann acht Stunden da sitze und davon aber vier Stunden oder so bei Facebook verbringe. Marcus: Hm ja, Facebook ist echt der mieseste Scheiß ever. Ich habe in anderen Interviews letztens schon erzählt, mich hat das irgendwann so genervt vor ein paar Monaten, dass dieser Algorhythmus so gut funktioniert und ich da auch regelmäßig - das passiert glaube ich jedem - dann in diesen Rabbit Wholes auf Facebook verschwinde, gar nicht mehr weiß, warum bist Du überhaupt auf Facebook gegangen. Was wollte ich da machen? Das war dann meistens irgendein Business-Anlass und dann verlierst Du Dich da in der Timeline. Bastian: (lacht) Richtig schlimm, auf jeden Fall! Marcus: Richtig mies, ne? Und ich habe gesagt: Ey, ich kaufe mir jetzt zwei, drei Facebook Aktien und immer, wenn ich mich dann darüber ärgere, dass mir das wieder passiert ist, dann freue ich mich wenigstens, dass ich ein bisschen mehr verweile da auf der Plattform. (beide lachen) Bastian: Ah, cooler Ansatz auf jeden Fall. Marcus: Aber was Du eben gesagt hattest, ist glaube ich ganz wichtig. Dass man, wenn man unterwegs ist, so geht’s auf jeden Fall mir und auch Feli, wenn man unterwegs ist, hat man irgendwie viel mehr Headspace und Kreativität, als wenn man in so eingefahrenen Strukturen ist. Was auf den ersten Blick erstmal… oder wenn man das hört, dann denkt man: Das kann ja nicht sein, man muss ja irgendwie mehr verarbeiten und viel mehr Challenges vielleicht unterwegs lösen und wie kann man dann noch mehr Power für das Business haben, als Zuhause in Berlin, wo man dann vielleicht im Betahaus schon gutes Internet hat, einen Desk, nen Stuhl. Und aber irgendwie ist es immer wieder so regelmäßig - das haben wir jetzt in Hongkong wieder gemerkt, in Bangkok, jetzt in Chiang Mai, dass jedes Mal, wenn wir den Ort wechseln, kam nochmal so ein neuer Schub. Ist das bei Dir auch so? Bastian: Ja, auf jeden Fall. Vor allen Dingen ist es ja auch so, dass man sich dann viel mehr damit abfindet oder auch arrangiert, wenn das Internet mal Scheiße ist. Man geht ja schon davon aus, dass man einfach nicht permanent so ne gute Leitung hat, wie man das jetzt vielleicht Zuhause in Deutschland hat, ne? Aber dann greift man auch viel, viel eher dazu eben die Aufgaben zu machen, die gerade kein Internet benötigen, als in Deutschland, wo man dann stattdessen ne halbe Stunde ständig seinen Browser irgendwie da aktualisiert und sich einfach nur abfuckt, dass das Internet nicht läuft. Marcus: Ja, ja, ja  (lacht)  Das hat der Noel glaube ich auch auf dem Talk bei der GLOBAL gesagt: Es gibt nix schlimmeres … es gibt nur eine Sache, die ist noch schlimmer als kein Internet, das ist langsames Internet. Was Dich immer so ein bisschen anteased, wo Du denkst so wow, scheiße ey, dann okay, mache ich vielleicht nur drei Seiten gleichzeitig im Browser auf anstatt fünf. Und dann…. nee! (lacht) Bastian: Auf Bali waren wir ja in ner wirklich wunderschönen Villa, aber die war mitten in den Reisfeldern gelegen. Und ich schätze mal, wenn man da jetzt ganz alleine gesessen hätte, dann hätte es auch ausgereicht, ne? Aber alles was ein bisschen mehr Datenvolumen gebraucht hat…. Also jedes Mal, wenn jemand irgendwie auf die Idee gekommen ist, was zu streamen oder so, gab’s dann erstmal Kasalla. (beide lachen) Und zum Skypen mussten wir uns generell absprechen ne. Aber wir hatten halt alle trotzdem super günstig Internet über’s Handy. Und das hat dann als Hot Spot auch besser funktioniert, als das lokale Internet jetzt über den normalen Router. Und ja, man arrangiert sich einfach. Also irgendwie kriegt man das dann doch alles auf die Kette. Und selbst, wenn man jetzt vielleicht denkt, dass man dadurch total ausgebremst wird bei der Arbeit, ist das irgendwie letzten Endes gar nicht der Fall gewesen. Marcus: Ja, und vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass wir die Dinge einfach leichter wegstecken oder dann easier einfach, einfacher nimmt und sagt: Dann ist das jetzt eben so. Aber dann kann ich jetzt kurz in Bali in den Reisfeldern spazierengehen oder mal ein bisschen konzeptionell was tun. Oder ich… keine Ahnung… Geh mal ne Runde zum Sport draußen. Bastian: Ja, auf jeden Fall! Das auf jeden Fall. Es ist auch so, dass bei einer Workation… was ich ziemlich cool finde an diesem Konzept Workation, ist einfach dass, auch wenn man als Anfänger vielleicht denkt, dass das nur gewisse Berufe oder am Anfang Freelancing oder diese typischen Klischee- Lebensmodelle um Digitaler Nomade zu werden, eigentlich gar nicht so weit verbreitet sind. Und dass man dann, wenn man dann mit zehn Leuten zum Beispiel in so ner Villa sitzt, erstmal merkt, dass fast jeder von denen was komplett anderes macht, ne? Und dass man dann eben auch so Einsichten bekommt. In ganz, ganz andere digitale Arbeitsfelder. Und jeder davon auch so ein bisschen profitiert ne? Also wir haben das halt so gemacht, dass je nach Interesse und je nachdem ob jemand auch selber bereit war, so eine Art kleinen Workshop für die anderen Teilnehmer zu geben, dass dann jeder von seinem Wissen einfach ein bisschen preisgegeben hat und jeder halt aufgrunddessen ein bisschen profitiert und für sich selber etwas mitgenommen hat. Und das finde ich eben super spannend an diesem Workation Modell auch. Marcus: Ja, das ist cool. Das ist fast wie so ein… das gesammelte Wissen an einem Ort zu vereinen und dann kann jeder davon profitieren. Und genauso, wie Du es gesagt hast, lief es bei uns im DNX CAMP auf Lissabon auch. Da hatten wir dann ne Social Media Expertin, die Anja, dabei, die spontan dann Breakout Session oder einen Workshop gegeben hat. Und am nächsten Tag hat jemand was über Copywriting erzählt und der Dritte hat dann das Logo für den Fünften gebaut und der Sechste wollte dann ein bisschen Input von mir, wie man einen Podcast startet. Also es ist irgendwie nochmal eine ganz andere Ebene. Klar gibt es das auch Online, dass man sich so aushilft, aber wenn man dann doch Face to Face oder nebeneinander am Rechner sitzen kann, dann gehen die Dinge irgendwie noch schneller und noch einfacher. Und das ist echt cool an diesen ganzen Retreat-Geschichten. Bastian: Auf jeden Fall, insbesondere wenn man dann mehrere Wochen am Start ist. Da entwickeln sich auch echt total schnell echte Freundschaften auch heraus ne? Also als ich jetzt zum Beispiel vor ein paar Wochen dann auf der DNX den Workshop hatte. Die Zeit die ich in Berlin war, habe ich bei Leuten gewohnt, die ich auf Bali kennengelernt habe, ne? Und das ist echt ziemlich geil. Also dieser ganze Networking-Aspekt auch. Marcus: Ja, absolut. Was für ein Thema hatte Dein Workshop auf der DNX? Bastian: Mein DNX Workshop hatte den Artikel “Freizeit Business Amazon FBA”. Marcus: Genau, vielleicht erklärst Du mal. Was heißt FBA und wie kannst Du auf Amazon ein Business machen? Bastian: Also mein Hauptbusiness - ich habe ein paar mehrere kleinere Standbeine - aber mein Hauptbusiness ist eigentlich das Verkaufen von indischen Gütern auf Amazon und Amazon macht einem das auch in Verbindung mit einem ortsunabhängigem Leben sehr einfach durch ihr sogenanntes FBA Programm. FBA steht dabei für Fulfillment bei Amazon. Und wie das Wort Fulfillment schon vermuten lässt, kümmern die sich um all den Kram, den man selber nicht machen möchte. Und man braucht ja beim Online-Handel echt allerlei normalerweise ne? Also so klassischer Online-Handel, da brauchst Du ein Lager, Du brauchst eine Büroausstattung und musst den ganzen Kram zur Post bringen oder brauchst zumindest nen Lieferanten, der das für Dich alles macht. Und das sind ja wahnsinnige Kosten, die da normalerweise entstehen würden. Und all diese unangenehmen Sachen, die nimmt Amazon einem dadurch ab, dass die natürlich eine ziemlich krasse Infrastruktur haben. Die haben ja selber in Deutschland neue Logistikzentren, die alle riesengroß sind und haben natürlich auch die beste Logistik, die Du Dir vorstellen kannst. Also natürlichen neben DHL etc. Aber dadurch kannst Du halt direkt Deine Waren vom Hersteller aus Asien oder eben auch selber von Zuhause, wenn Du nicht ortsunabhängig bist, die Sachen direkt zu Amazon ins Logisitkzentrum schicken. Dort werden die halt eingescannt, also jede Einheit muss mit einem Label versehen werden, damit die Leute auch wissen: Hey, das sind jetzt die Klamotten vom Basti. Und ab dann werden die halt auf der Plattform, also auf Amazon auf dem Marktplatz ganz normal angezeigt. Und wenn die dann gekauft werden, geht jemand ins Lager, holt das aus dem Regal, packt das ein, verschickt das und das geht physisch überhaupt gar nicht mehr durch meine eigenen Hände. Marcus: Ja, das ist ja richtig cool. Du sagst gerade aus China. Da kann man beispielsweise dann auf Plattformen wie Alibaba gehen. Was sowas wie Ebay für B2B ist ne? Bastian: Ja, das ist halt das größte Händlerverzeichnis weltweit. Das ist zwar eine chinesische Plattform, aber dennoch gibt es da eben auch weltweite Händler. Also man findet auch Anbieter aus Europa oder aus Afrika und anderen Kontinenten. Es gibt da auch noch eine andere Plattform, die ich gerne nutze. Die heißt globalsources.com. Die ist nicht ganz so groß, wie Alibaba aber trotzdem auch nochmal interessant so als Kontrastprogramm. Dann haben wir halt ein paar andere Angebote und so. Und Alibaba selbst ist halt echt die größte Handelsplattform der Welt. Die machen dreimal so viel Umsatz im Jahr, wie Amazon. Das ist schon echt richtig krass. Marcus: Das ist ne Hausnummer! Wie machst Du das? Wie schützt Du Dich da vor irgendwelchen Fake-Anbietern? Da hätte ich glaube ich, wenn ich jetzt überhaupt keine Ahnung davon hätte, erstmal ein bisschen Respekt. Dass ich sage: Okay, ich bin mit einem Chinesen in Kontakt oder weltweit mit irgendjemandem, hab den noch nie gesehen. Der will mir irgendwas anbieten für ein paar tausend Dollar, ich soll irgendwie drei oder fünftausend T-Shirts oder Einheiten kaufen und komme nicht weiter. Also wie kann man sich da schützen oder was sind so Deine Tipps? Bastian: Das Ding bei Alibaba ist natürlich, dass man schon daran gebunden ist, mehrere Stückzahlen zu nehmen. Man hat da neben jedem Artikel, den man dann eben sucht, ne sogenannte MOQ stehen. Das steht für Minimum Order Quantancy. Und diese Mindestabnahmemengen, die sind aber in der Regel erstens sowieso verhandelbar. Also ich habe das noch nie erlebt, dass ein Verkäufer nicht davon abgewichen ist. Meistens sind das Wunschnummern. Und in der Regel, um sicher zu gehen… Also es gibt auf Alibaba selber erstmal einige Filter, die man aktivieren kann. Die so die Scams quasi auch schon ein bisschen aussortieren. Zum Beispiel sind das die Gold Supplier. Und um so einen Gold Supplier Status zu bekommen, musst Du schon auch richtig Geld auf den Tisch legen, damit Du da eben auch über längere Zeit als Gold Supplier gelistet wird. Dass Du diesen Status hast, der eben Aushängeschild ist. Und Du siehst dann bei diesem Gold Supplier Logo, dass da an den jeweiligen Händlerseiten so angeheftet ist, wie lange die schon Gold Supplier sind. Und wenn die jetzt die Leute über den Tisch ziehen würden, dann könnten die nicht drei, vier oder manchmal sogar bis zu 15 Jahre, solange, wie es die Plattform gibt. Also da sind auch schon Leute dabei, die solange Gold Supplier sind, die könnten nicht Gold Supplier werden, wenn die Leute über den Tisch ziehen würden. Also das ist schon mal eine ganz gute Sache. Und dann gibt’s eben noch verschiedene Filter. Zum Beispiel: Wird da auch kontrolliert? Also da gehen Leute von Alibaba teilweise die Fabriken einzeln ab und gucken, ob diese Fabrik auch wirklich besteht und die checken halt deren Lizenzen und all so was. Also da gibt’s schon einiges, was einem da ein bisschen die Angst nehmen kann. Und grundsätzlich ist es auch wahnsinnig wichtig bevor man jetzt 1000 Stück von irgendwas bestellt und da Unsummen überweist, einfach auf irgendein Bankkonto, lasse ich mir vorab immer ein Sample zuschicken. Das dient zum einen dazu, zu wissen: Okay, haben die Leute überhaupt die Ware, die sie angeben zu haben? Und natürlich auch ein Qualitätstest. In der Regel schreibe ich für jedes Produkt ungefähr 10 Händler an, lasse mir von denen jeweils ein Sample zukommen und dann entscheide ich halt anhand des Samples, bei wem ich plane ein Geschäft einzugehen. Dann kommen noch so ein paar Verhandlungen dazu, was für Möglichkeiten die haben, das dann zu labeln mit meinem eigenen Logo und sowas. Und dann entscheide ich auch erst, wem ich dann den Zuschlag gebe. Marcus: Hm spannend. Das heißt, die Proben werden Dir kostenlos rausgeschickt von den Händlern oder musst Du noch was zahlen für die Samples. Bastian: Man muss für die Samples halt ein bisschen mehr bezahlen. Die sind höher angesetzt preislich, zum einen. Weil die halt per Express verschickt werden, damit wenn es zu einer Folgebestellung kommt, zu einer größeren, damit es auch schnell über die Bühne geht. Und der andere Faktor ist, dass es wahnsinnig viele schwarze Schafe aus Kundensicht gibt, die dann sagen: Hey, ich gehe einfach auf Alibaba, statt auf irgendeine andere Seite und kaufe mir für meinen Privatbedarf günstig meinen Kram und bestelle mir dann einfach einen Sample unter der Vorgabe, dass ich hinterher eine Großbestellung tätige. Und da sind natürlich mittlerweile auch viele Händler hintergestiegen und deshalb wollen die so die Spreu vom Weizen trennen und setzen den Samplepreis extra hoch an, sodass man dann vielleicht für einen Sample das hinterher pro Stück-Einheit vielleicht, weiß ich nicht - 8 Dollar kostet - vielleicht mal 80 Dollar zahlt, aber der Preis ist dann halt auch in der Regel anrechenbar auf die Folgebestellung. Marcus: Ah okay. Bastian: Also insofern, wenn man jetzt nicht 20 Samples oder so von verschiedenen Leuten bestellt. Das wäre natürlich schweineteuer. Dann ist das eigentlich keine große Nummer. Marcus: Okay. Dann hast Du gerade erwähnt, bei manchen Herstellern kannst Du es dann direkt Labeln lassen, private labeln lassen? Bastian: Genau, also was ich einkaufe sind sogenannte White Label Produkte. Also Produkte, die es so in der Rohform schon gibt. Das ist eigentlich - wenn Du Dich jetzt umguckst, da wo Du gerade sitzt, wirst Du wahrscheinlich mindestenst 10 Sachen sehen, die nicht mit irgendeiner bestimmten Marke assoziert werden, die theoretisch von irgendeiner freien Marke sein könnten. Du könntest jetzt sagen: Okay, ich verkaufe jetzt Tische, ne? Und dann ist das eben der LIFE HACKZ Tisch zum Beispiel. Marcus: Ja, oder ich habe hier so einen Geldbeutel vom Hongkong Night Market. Bastian: Ja, ne? Also theoretisch alles was es so in der Rohform schon gibt, kannst Du natürlich labeln lassen mit nem eigenen Logo. Zum einen hat das natürlich den Vorteil, dass Du dann kein Geld in der Entwicklung für ein neues Produkt, für irgendeine revolutionäre Idee oder sowas stecken musst. Weil Du Dir eben nur quasi schon fertige Produkte zunutze machst. Und Du kannst dann eben trotzdem das Ganze unter einer eigenen Marke verkaufen, weil da ja jetzt kein vorherrschendes Patent oder so drauf ist. Wenn ich jetzt sage: Okay, ich möchte jetzt Officeflucht Proteinshaker machen oder sowas ne? Dann schicke ich dem Händler mein Logo per E-Mail zu. Beziehungsweise frag den erstmal, was der für ein Format braucht und was es denn für Möglichkeiten gibt. Denn es gibt auch verschiedene Branding Möglichkeiten. Das kann ein Silkscreen sein, der Druck. Oder das kann jetzt bei Textilien zum Beispiel, sind das dann vielleicht Schilder, die die drauf nähen und sowas. Je nach Produkt... Marcus: Krass, also das kann richtig professionell aussehen auch. Also hinten dann die Schilder oben im Nacken und … boah. Bastian: Absolut, also die Sachen, die ich jetzt verkaufe, die könnten genau so gut in jedem X-beliebigen Laden hängen. Also das ist schon alles… ich meine, die meisten Sachen, die wir in Deutschland im Alltag nutzen, die kommen ja auch bestimmt zu 90% trotzdem irgendwo aus Asien, ne? Nur weil die jetzt qualitativ verpackt sind… achso, das ist sowieso ein Aspekt, auf den ich jetzt gleich nochmal eingehen möchte. Die Produkte selber, die werden oft nicht so wertig wahrgenommen, wenn die zum Beispiel schlechter verpackt sind. Und kaum hast Du eine ziemlich stylisch designte Verpackung, denken die Leute direkt: Hey, das ist ein Premium Produkt, obwohl das eigentlich das gleiche Ding in Grün ist, ne? Das ist auch nochmal so ein Faktor. Also wenn man sich bei Amazon von der Konkurrenz abheben möchte, da kann man gleich nochmal ein bisschen intensiver drüber sprechen, dann brauchst Du eigentlich… Du musst das Ganze eigentlich einfach nur ein bisschen schöner verpacken. Marcus: Bei Alibaba bestellst Du dann nur das nackte Produkt ohne Verpackung oder musst Du das unter Umständen nochmal anboxen und dann neu verpacken lassen? Bastian: Nee, das ist eigentlich mehr so… also es geht nicht nur um die Verpackung, sondern auch um das Gesamterscheinungsbild. Ich würde jetzt zum Beispiel meine Produkte… Meine Produkte, die bekommen halt immer ein schönes Label, also in meinem Ermessen zumindest schönes Label. Ich lasse dann die Logos von einem Designer, mit dem ich da arbeite, gestalten, den ich auf Upwork gefunden habe, der sehr, sehr gut arbeitet. Und die Datei schicke ich halt wie gesagt den Asiaten. Die labeln das Produkt und in der Regel, die die Produkte ja auch für den Verkauf im Einzelhandel eigentlich auch herstellen, bieten die meistens Inhouse auch trotzdem Verpackungsherstellung an. Verpackungsherstellung, also der Druck, der geht meistens allerdings erst ab ner Stückzahl von 1000 Stück. Wenn ich jetzt aber ein Produkt herstellen lassen möchte, aber nicht direkt mit 1000 Stück starten möchte, sondern vielleicht nur mit 100 oder mit 200, dann hat man die Möglichkeit diese 1000 Verpackungen zwar von denen durcken zu lassen - ich lasse auch das Verpackungsdesigner von meinem persönlichen Designer machen, weil die Asiaten da meiner Meinung nach, einfach nicht so das ästhetische Auge haben. Das kann man zwar nicht so pauschal sagen, aber oft ist die Verpackung einfach nicht schön. Und dann lasse ich das Design für die Verpackung dem Hersteller zukommen. Der druckt dann zwar 1000 Verpackungen, aber ich kaufe ja generell, auch wenn es nur 100 oder 200 Stück sind, nur Sachen ein, von denen ich glaube, dass ich auf lange Sicht auch weiter von dem Händler beziehe. Und der hält dann einfach die Verpackungen zurück auf Lager. Und wenn dann die nächsten 200 oder vielleicht beim nächsten Mal 400 Stück bestellt werden, dann nimmt der einfach die Verpackung, die ich im Vorfeld schon bezahlt habe. Die Verpackung ist auch in der Regel nicht so teuer. Da zahle ich für 1000 Pappverpackungen, die nach meinem Design bedruckt sind ungefähr 130 Dollar. Marcus: Hm okay, das ist überschaubar. Bastian: Ja, das ist auf jeden Fall viel, viel billiger, als wenn ich das jetzt in Deutschland drucken lassen würde, zumal das natürlich auch ein zusätzlicher Arbeitsschritt wäre, das dann hier selber umzuboxen, ne? Marcus: Das heißt, wie verwaltest Du dann Deine ganzen Bestände bei den einzelnen Alibaba Händlern und was noch Amazon liegt und stellt Amazon das irgendwie in Rechnung, wenn Du da irgendwie 10000 Sachen hinbestellst und es kauft doch keiner was und es liegt dann die ganze Zeit in irgend so einem Fulfillment Center bei Amazon rum? Bastian: Also ich habe eigentlich nur ne ganz normale Excel Datei bei der ich selber den Überblick habe, was die Alibaba Händler anbelangt. Bei wem ich noch wieviele Verpackungen zum Beispiel liegen habe. Aber wenn Du jetzt bei Amazon etwas verkaufst… Wenn ich jetzt zum Beispiel 300 Einheiten von Bratthermometern oder was weiß ich was zu Amazon schicken würde, dann sieht man das im eigenen Seller Backend. Also da gibt’s ne Verkäuferplattform, die heißt Sellers Central und da sehe ich dann stets meinen Lagerbestand. Ich kann mir sogar so Erinnerungen per E-Mail einstellen, wenn ich zum Beispiel weiß: Okay, der und der hat ca. die und die Leadtime. Also Leadtime ist die Dauer, die ein Artikel braucht um hergestellt zu werden, mit meinem Logo jetzt dann zum Beispiel ne? Das muss dann ja schon wieder individuell gemacht werden. Dann kann ich mir Erinnerungen in meinem Seller Central Backend einstellen, dass ich zum Beispiel zwei Wochen… bzw. wenn ich jetzt noch 30 Stück auf Lager habe oder 100 Stück, je nachdem sich der Artikel im Schnitt verkauft. Dass ich dann eine Erinnerung bekomme: So, ich muss jetzt den Lagerbestand wieder aufstocken. Marcus: Hm krass, ja. Smartes System. Mega spannend die Welt und man trifft immer mehr von diesen Amazon Sellern. Ich glaube in Deutschland ist es noch recht überschaubar. International kommt’s mir gerade so vor, wenn ich in Coworking Spaces unterwegs bin, ist da gerade jeder zweite irgendwie involviert. Jetzt gerade auch eben, als wir Wasser geholt haben am Spender. Da ist glaube ich ein Pole, ein Deutscher und ein Ami, die zusammen auch Private Label irgendwas auf Amazon dann machen. Und da musste ich direkt an Dich denken. Bastian: Ja, in Amerika ist das halt echt krass ne? Da ist der Markt echt aktuell richtig am Brummen. Und deshalb verkaufe ich auch lieber in Deutschland. Zum einen ist es natürlich ein bisschen einfacher. Und es ist einfach nicht so extrem Competitive. Also der deutsche Markt hat einfach noch viel, viel mehr Potential, weil das ist ja wie mit allen Sachen. Deutschland hängt einfach Amerika immer so zwei, drei Jahre hinterher, sage ich mal. Und das ist einfach eine super Möglichkeit zum einen vom amerikanischen Markt zu lernen, aber sich da eben auch die Inspiration zu holen für zum Beispiel neue Produkte. Ich verkaufe aktuell zum Beispiel ein Produkt, dass es in Deutschland so noch gar nicht gab. Also es ist eine Variation eines ganz normalen Produkts, dass es auf Amazon gibt. Aber ich habe es halt in Amerika gesehen, dass es da voll der Topseller geworden ist und ja, das läuft jetzt super gut an. Marcus: Cool! Und wenn Du jetzt wie auch immer durch Deine Recherchen - da gibt es wahrscheinlich bestimmte Indikatoren, woran Du siehst, es könnte erfolgreich sein. Was könnte zum Beispiel so ein Indikator sein? Dass es noch nicht so viele Bewertungen gibt, oder es das Produkt schon gibt oder in Scheiße gibt und Du willst das in cool machen? Bastian: Ja, also cool machen ist sowieso schonmal ein guter Ansatz, aber ich finde … also mein Ansatz, den ich hauptsächlich verfolge ist, zunächst suche ich natürlich ein Produkt nach gewissen Kriterien aus ne? Es sollte nicht saisonal sein. Es sollte nichts elektronisches sein, weil bei Elektronik hat man ne längere Gewährleistung und da kann man einfach davon ausgehen, wenn ich irgendwie 1000 Stück von irgendeinem elektronischen Gerät bestelle, dann wird eins davon mindestens nicht funktionieren. Das ist einfach Murpheys Law oder so. Das ist einfach bei Elektronik der Fall. Dann sollte es nix Komplexes sein, nix dass auf dem Weg leicht kaputt gehen kann und da habe ich halt so eine gewisse Liste an Kriterien, die ich auch auf meinem Blog in der Amazon Artikelserie, die ich geschrieben habe mal ein bisschen erläutert habe. Marcus: Wie ist die URL von Deinem Blog? Bastian: officeflucht.de. Marcus: Genau., können wir gleich nochmal drauf eingehen. Bastian: Ja, und mein Ansatz ist dann, wenn ich mir die Competition angucke, also in der Regel findet man ja trotzdem fast jedes Produkt auf Amazon Deutschland. Vielleicht nicht in so vielen Variationen, wie auf dem amerikanischen Markt, aber man findet einfach hauptsächlich Produkte von Leuten, die so schon seit Jahren Online Handel betreiben, eigentlich über ihre eigene Plattform und Amazon nur als zusätzlichen Verkaufskanal nutzen. Und deshalb haben die sich nie wirklich damit auseinandergesetzt, wie man Amazon gut umsetzt. Und da ist mein Ansatz einfach mehr zu schauen, was kann ich da besser machen? Und Du hast da so viele Indikatoren, die es einem leicht machen, ein Produkt Listing zu verbessern. Zum Beispiel positive und negative Reviews. Weil was hat zum Beispiel dem vorherigen Kunden nicht gefallen. Warum haben die ne negative Review hinterlassen? War es einfach nur ein Mangel an Informationen, dass die Produktbeschreibung nicht ausreichend war und die irgendwas bekommen haben, von dem die dachten, dass es so sein würde oder was steht da sonst noch alles drin? Oder auch diese Fragensektion. Du hast auch vor den Bewertungen in jedem Produktlisting bei Amazon, wenn da Fragen gestellt worden sind, die unklar waren, dann hast Du da die Fragen und die Antworten. Den Dialog halt zwischen Käufer und Verkäufer. Und ich suche mir dann halt all die Informationen zusammen und packe die einfach direkt in mein eigenes Listig, damit da möglichst wenig Rückfragen überhaupt entstehen. Das ist zum einen natürlich super für den Kunden, weil Du ein viel informativeres Listing hast und das nimmt Dir hinterher im Umkehrschluss auch viel mehr Arbeit ab, in Sachen Kundensupport oder so, den Du sonst leisten müsstest, weil Du dann ja jedem einzeln schreiben würdest. Und das Ganze lässt sich eben auch noch ausweiten auf den Titel. Dass Du den Titel mit ein paar entsprechenden Keywords versiehst, dass Du tolle Fotos einstellst. Weil Fotos sind einfach mega wichtig im Online Handel. Weil wenn die Leute nicht in den Laden gehen, um sich das Live anzugucken, dann sollten die Fotos halt so real wie möglich sein. Die müssen ne gewisse Größe haben, damit die mit der Maus auch zoombar sind und all sowas. Und das machen unglaublich viele Verkäufer auf Amazon mega schlecht. Und dann natürlich der Hauptfaktor zum differenzieren von der Konkurrenz ist zum Beispiel auch der Prime Versand. Weil viele Leute, wie gesagt, die lange schon den Online Handel betreiben und ihr eigenes Lager haben, die haben sich mit dem FBA Programm zum Beispiel gar nicht auseinandergesetzt. Viele Leute denken: Erstens muss das ja mega teuer sein, wenn die einem all die Arbeit abnehmen. Erstens ist es das nicht. Aber die Leute haben dadurch, dass die das selber verschicken, kein Schildchen neben ihrem Produkt, dass es per Prime verschickt wird. Weil wenn die Sachen von mir direkt zu Amazon geschickt werden und direkt auch im Lager liegen, dann kann Amazon ja auch garantieren, weil die es halt direkt aus dem Regal nehmen können, dass die Sachen morgen vor der Tür liegen. Und das ist den Kunden einfach immer, immer wichtiger. Die Zahlen gerne zwei, drei Euro mehr, wenn die wissen, dass liegt morgen vor meiner Tür. Marcus: Absolut! Ich filtere auch immer nur nach Prime. Bastian: Ja, siehste? Das geht eben nur für Sachen, die auf Lager liegen. Und das ist dann bei mir halt eben der Fall. Marcus: Ja, echt krass. Und dieses Prime ist glaube ich auch gar nicht so teuer. Ich weiß gar nicht was ich da zahle, zwanzig, dreißig Euro pro Jahr und ich meine, wenn man viel bei Amazon bestellt, lohnt sich das so sehr. Weil Du hast es halt am nächsten Tag vor der Tür. Bastian: Ja, ich glaube, das ist ein Fuffy im Jahr, aber dennoch ne? Also 10 Sachen bestelle ich bestimmt im Jahr bei Amazon locker und da ist das Geld ja schon wieder raus ne? Marcus: Absolut und ich glaube, Du kannst sogar irgendwie mit Deinem Haushalt sharen. Irgendwie ist Feli da noch mit drin. Ich glaube sogar mein Bruder oder meine Mutter, obwohl die ganz woanders wohnen. Bastian: Ja genau, das stimmt auch, ja hast Du recht. Marcus: Ja, Du hast es mega, mega schnell raus. Du sagtest gerade unter Umständen muss man auch Kundensupport machen. Also der bleibt dann nach wie vor bei Dir liegen oder kann man das auch noch outsourcen? Bastian: Also, es kommen nur Fragen spezifisch zu dem Produkt bei Dir an. Also die Käufer haben schon die Möglichkeit Dir per Mail ne Frage zu stellen. Aber alles was mit Reklamationen und Rückfragen zur Sendung selber, zum Sendungsstatus und all sowas zu tun hat, das läuft alles über Amazon. Da musst Du rein gar nichts machen. Und ich habe bisher, ich glaube wirklich, ich mache das seit 7 Monaten intensiv und ich glaube, ich kann an zwei Händen maximal abzählen, wie oft mich ein Kunde angeschrieben hat. Marcus: Hm, und wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt ausfindig gemacht hast und sagst: Okay cool, hier anhand meiner Checkliste, das könnte passen, ich gebe dem mal… give it a shoot. Ich versuch’s jetzt mal. Hast Du da ein bestimmtes Budget, um das Risiko erstmal zu deckeln und sagst: Okay, ich gehe da jetzt mal mit 200/300 $ rein oder 500 $ und dann gucke ich, wie sich das abverkauft und kaufe es unter Umständen dann nach? Muss man dann direkt überlegen, kriege ich bessere Preise, wenn ich mehr auf einmal hole. Kann man das irgendwie so ein bisschen eingrenzen? Bastian: Man bekommt natürlich immer bessere Preise, wenn man mehr nimmt. Ich jongliere jetzt natürlich auch mit anderen Preisen, als zu dem Zeitpunkt, wo ich noch angefangen habe. Aber gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass man jetzt ganz frisch sich für das Thema interessiert und anfangen möchte. Also zunächst einmal braucht man natürlich ein bisschen Geld, um sich die Samples zukommen zu lassen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass so ein Sample, weiß ich nicht - 60 $ bis 80 $ kostet und man 5 davon bestellt, dann sind das ja quasi schon 450 $ Pi mal Daumen. Das Ding ist, man kann durchaus mit 500 € starten, wenn man jetzt darauf verzichten würde vorab viele teure Samples zu bestellen, denn es gibt ja verschiedenste Produktgruppen. Man kann auf jeden Fall bei Amazon Sachen für 15 $ oder 15 € verkaufen, die im Einkaufspreis vielleicht knapp nen Dollar kosten. Also es gibt da auf Alibaba über 400 Mio. verschiedene Produkte. (beide lachen) Das ist einfach krank. Man kann sich auf Alibaba so dermaßen verlieren. Also wenn ich auf Produktsuche bin, manchmal lasse ich mich da auch einfach nur fallen und stöbere mich durch die bescheuertsten Kategorien, einfach nur, um sich so ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Krass! Bastian: Und, wenn man dann meint ein Produkt gefunden zu haben, eben nach diesen gewissen Kriterien ausgewählt, kann man natürlich je nach Produktgruppe auch mit einem kleinen Budget starten. Ich persönlich finde, dass man so ungefähr mit 1000 bis 1500 Euro starten sollte, damit man auch direkt einige Units zum verschenken hat. Denn verschenken sollte man am Anfang einige Units im Gegenzug für positive Produktbewertungen. Denn in Deutschland ist es halt so, dass…. also ich weiß ja nicht, wie oft Du schon etwas positiiv bei Amazon bewertet hast. In der Regel, wenn man seine Sachen auspackt und man ist zufrieden, ja dann freut man sich halt ne, aber da gehen die wenigsten Leute zurück auf Amazon und schreiben eine positive Review. Das ist irgendwie in Deutschland so, dass man dann.... Marcus: Also nicht nur auf Amazon. Bastian: Ja genau, aber Deutschland, da gehste dann eher zurück und bewertest, wenn Du mit irgendwas nicht zufrieden bist. Und deshalb kann man sich in Deutschland von der Konkurrenz super gut abheben, indem man positive Reviews sammelt und das kann man dann eben dadurch machen, dass man sagt: Okay, ich generiere hier in meinem Seller Backend so einen Rabatt Code, müssen keine 100% sein, aber zum Beispiel einen Rabatt dafür, dass man Leuten dann anbietet, das Produkt zu “testen” und erwartet dann halt im Gegenzug ne tolle, ausführliche Review. Und dafür gibt es bei Facebook zum Beispiel verschiedenste Gruppen. So Amazon Produkttester Gruppen, in denen auch Kunden unterwegs sind, einfach nur mit dem Ziel eben Gratis regelmäßig irgendwelche Produkte abzugreifen. Und das ist so eine Win Win Situation eben für beide Seiten eigentlich ne? Und mein Ansatz ist zum Beispiel, also ich verkaufe sowohl im Küchendepartment als auch in der Haustiernische. Und je nachdem, was ich gerade für ein Produkt bewerbe, gehe ich dann für das Beispiel Haustier einen Hundeartikel, den ich erst letzte Woche gelaunched habe zum Beispiel… es gibt ja Online nicht nur bei Facebook haufenweise Hundeliebhaberforen und all sowas und Hundebesitzerforen. Und wenn man da jetzt eben so nen Post schaltet: Hey, ich habe hier ein neues Produkt am Start und hat nicht jemand Bock? Ich suche irgendwie 20 Leute oder 40 Leute, je nach dem, wie teuer das Produkt, daran entscheide ich dann, wieviele ich davon am Anfang auch weggebe. Da kommen die Leute natürlich angerannt in Scharen und man hat gar nicht soviel, wie man weggeben wollen würde. Also dieses Review-Sammeln, das ist mega simple und das ist echt noch so ein Knackpunkt, mit dem man sich da super von der Konkurrenz abheben kann und sehr sehr schnell auch mal auf der allerersten Seite landen kann, ne? Marcus: Krass! Bastian: Das ist echt eine coole Sache. Marcus: Super geiler Hack. Danke für’s Teilen hier auf dem Podcast! Bastian: Klar, Mann. Marcus: Das war mir jetzt auch noch nicht so bewusst. Und im besten Fall wählst Du dann noch ein Produkttester aus, der unter Umständen noch ein Video davon macht oder? Bastian: Also Bilder auf jeden Fall, Video muss es jetzt nicht sein. Ich möchte den Leuten das jetzt auch nicht unglaublich schwer machen, also da denke ich dann lieber darüber nach, ob ich selber einfach mal ein Video drehe für mein Produktlisting, das ich dann zusäzlich zu den Bildern schalte. Marcus: Okay, sind das dann die Leute, manchmal liest man in den Rezensionen unten “das ist ein Produkttester” oder “dieses Review kommt von einem Produkttester”? Bastian: Genau. Marcus: Also das schaltet Amazon dann automatisch, sobald Du irgendeinen Rabatt dahinterlegst? Bastian: Nee, die Bewerter sollen das eigentlich von sich aus dazu schreiben. Ich animiere die Leute nicht gezielt dazu, das noch dazuzuschreiben. (lacht) Es ist aber schon eigentlich von Amazon gewollt. Marcus: Ah und dann hauen die dann das Label dadrauf und diesen Vermerk? Bastian: Nee nee, Amazon macht das selber gar nicht. Marcus: Es gibt aber so nen… das habe ich schonmal irgendwo gesehen. Vielleicht haben sie es nicht mehr. Es gab mal so ne kleine Amazon Produkttestgruppe direkt von Amazon glaube ich. Darum habe ich mich gerade gewundert, ob die jetzt wirklich direkt von Amazon waren. Aber vielleicht haben die es auch wieder eingestellt oder wir recherchieren da noch mal. Bastian: Amazon selber macht das glaube ich nicht. Also die Leute nehmen dann für ihre Facebook-Gruppen und so, nehmen die natürlich ein Amazon Logo und so als Titelbild, aber Amazon selber bewirbt das so nicht. Also man kann halt verschiedene Rabatt Codes generieren und Amazon würde nicht direkt schnallen, dass die Leute das zum Beispiel von mir über irgendeine Facebook-Gruppe oder sowas bekommen haben. Im Endeffekt, wenn Du einen Rabattcode gibst, es könnte ja genauso gut sein, dass ein Artikel beschädigt beim Kunden angekommen ist. Der schreibt Dich an und dann sagst Du dem: Okay, hör mal zu, ich kann Dir einen Rabatt Code gewähren, dann kriegst Du den gleichen Artikel nochmal rabattiert. Insofern wäre das dann ja jetzt nicht alleine aufgrund des Rabatt Codes... Marcus: Nee, da macht das schon wieder keinen Sinn, was ich da gerade überlegt habe. Aber was es gibt, ist dieser verifizierter Käufer, ne? Bastian: Ja genau. Also verifizierte Käufer Reviews sind eben die Reviews von Leuten, die es auch wirklich gekauft haben. Da zählen allerdings auch trotzdem die Rabattkäufer mit hinzu. Nur, Du könntest jedes Produkt theoretisch auf Amazon bewerten. Nur wenn Du jetzt den Artikel selber gar nicht gekauft hast, dann wäre es kein verifiziertes Käuferreview. Du kannst aber auch dahergehen und theoretisch jetzt zum Beispiel das Mikro, dass Du jetzt benutzt für unser Interview, könntest Du auch auf die Amazon Seite gehen und das Produkt einfach bewerten. Marcus: Okay, und da ist der Gedanke hinter, es sind vielleicht Leute, die das Produkt haben, aber nicht bei Amazon gekauft haben und trotzdem gerne eine Review hinterlassen wollen. Bastian: Genau, genau. Warum auch immer? Marcus: Gibt’s dann nicht auch schon so negative SEO oder dass Du bei Konkurrenten hingehst und deren Produkte dann runterbewertest oder irgendwelche Klickworker das machen? Bastian: Nee, nee, also das nimmt auf jeden Fall Überhand. Das ist mir persönlich auch zum Glück noch nicht untergekommen, aber wenn ein Review offensichtlich nicht ganz rechtens ist, bzw. nicht mit Grund auf Deiner Seite landet, dann kannst Du Dich auch an den Support wenden und das beanstanden und dann entfernen die sowas auch. Marcus: Okay cool. Wie ist das, wenn Du jetzt ein neues Produkt dann aufnimmst in Deine Produktpalette oder in Deinen Amazon Sellers Account und dafür dann ein neues Branding brauchst, weil Du alles ja alles private labelst, richtig? Bastian: Hm ja? Marcus: Dahinter steckt doch auch richtig viel Kreativarbeit, was eigentlich Agenturen sonst machen für irgendwelche Unternehmen. Machst Du das alles selber? Wie entsteht dann so ne neue Marke oder ein neues Logo? Bastian: Also um ehrlich zu sein ist es ein total simpler Prozess, weil wenn ich jetzt sage, ich suche zum Beispiel die Nische Haustiere jetzt, nehmen wir das jetzt einfach mal, ich suche Produkte für die Nische Haustier, weil das ist eine super Nische. Die Produkte sind nicht komplex. Die sind nicht massig groß oder schwer, was natürlich auch für den Transport wichtig ist. Man zahlt ja für den Transport dann eben auch aus Asien hierhin und so. Deshalb ist Haustier zum Beispiel eine super Nische. Leute geben gerne Geld aus für ihre Haustiere. Dann versuche ich ein relatives neutrales Logo mir auszudenken. Also ich gestalte das nicht selber, aber ich gehe zum Beispiel auf Google und gehe dann in die Bildersuche und gebe einfach sowas banales wie Pet Logo ein. Und dann gucke ich, was so alles auftaucht, was mir gefällt und dann sammle ich mir so drei oder vier verschiedene Designs, die mir gefallen und dann schicke ich die alle vier meinem Designer und sage dem: Hör mal zu, das gefällt mir an dem gut, das gefällt mir an dem gut. Kredenz da mal irgendwie was schönes zusammen. Dann kriege ich ein paar Entwürfe zurück und dann suche ich mir ein fertiges Logo aus und um ehrlich zu sein, war es das eigentlich schon. Ich brande einfach nur dieses Private Label Produkt und mir geht es gar nicht darum, zumindest am Anfang nicht, eine riesengroße Marke aufzubauen, aus der jetzt wirklich ein Konzern wird, weil ich verkaufe diese Sachen eben nicht auf einer eigenen Website, sondern nur auf Amazon und da suchen die Leute in der Regel, wenn es jetzt nicht Kopfhörer oder ne Waschmaschine oder was weiß ich was ist. Es sind ja nur Produkte, die einen gewissen Zweck erfüllen. Wenn jetzt jemand nach ner Hundeleine sucht, dann ist ihm das relativ egal, was das für ne Marke ist, ne? Mir geht es viel mehr da drum, wenn sich zum Beispiel die Produkte untereinander kaum unterscheiden, dann geht es um die Darstellung des Produktes, wie ich eben schon gesagt habe. Wie das Listing aussieht, wie die Bilder aussehen und vielleicht eben auch, wie das Logo aussieht. Und deshalb ist mir wichtig, dass  mein Logo eben cool aussieht und dann stecke ich da halt in die Logoentwicklung ein bisschen Geld rein. So teuer ist das eine Logo dann eben auch nicht. Und es sollte halt möglichst neutral sein, weil Haustier eben auch eine große Nische ist. Wenn ich jetzt ein Hundelogo hätte, dann wäre es vielleicht nicht praktisch, wenn ich hinterher Katzenartikel verkaufe oder sowas. Und das gleiche gilt eben zum Beispiel auch für den Shopnamen. Also ich verkaufe jetzt wie gesagt Haustierartikel und Küchenartikel. Da kann ich jetzt schlecht irgendeinen Tiernamen für meinen Verkäufernamen nehmen oder sowas. Da kannst Du Dich am besten neutraler nennen. Marcus: Du kannst nicht mehrere Shops aufmachen, je nach Kategorie oder Nische? Bastian: Kannst Du theoretisch schon. Da musst Du allerdings Amazon genau darlegen, weshalb, wieso, weswegen und das liegt in deren Händen, ob die das dann bewilligen oder nicht. Habe ich bisher einfach noch gar nicht probiert. Vielleicht mache ich es in absehbarer Zeit mal. Wenn die Sortimente so enorm wachsen, dass ich es dann hinterher irgendwie zu komisch aussieht, wenn ich dann zwei verschiedene Nischen verkaufe oder so. Aber grundsätzlich kann man schon mehrere Shops eröffnen, mit deren Erlaubnis halt nur und wenn es aber auch ein bisschen komplex halt mit dem ganzen Auseinanderhalten der Umsätze für die Steuern und sowas. Ich habe bisher einfach alles unter einem Hut und habe da auch keine Probleme mit bisher. Marcus: Außerdem wird das Profil an sich ja auch schwächer. Also wenn da alle Reviews, die Du da jetzt auf dem einen Profil sammelst ist ja auch fetter. Bastian: Auf jeden Fall, genau! Marcus: Und die Bilder, machst Du die selber? Oder hast Du die auch outgesourced an jemanden, der das dann professionell aufnimmt. Bastian: Also es hängt vom Artikel ab. Manchmal haben die Hersteller schon super gute Artikelfotos, weil die promoten es ja auch. Bei Alibaba hast Du dann manchmal richtig professionell aussehende Produktfotos und dann fragst Du die Leute einfach: Hey, ist das in Ordnung, wenn ich die Bilder nutze? Könnt ihr mir die vielleicht nochmal in einer höheren Auflösung zukommen lassen? Und das ist meistens der Fall. Und dann nehme ich eben diese Bilder und lasse mir dann auch von meinem Designer wiederum einfach mein Logo so dadraufmorfen. Sodass es dann so aussieht, als ob ich die Fotos selber gemacht hätte. Andernfalls hatte ich jetzt zum Beispiel letztens ein Produktshooting mit dem Hund von Tim Chimoys Mutter. Die wohnt nämlich auch in Wuppertal Marcus: (lacht)  Ich habe gesehen, dass Du einen Hund in Wuppertal suchst, ey. Ich dachte schon, was geht’n da ab? Bastian: Ja, ich habe ja wie gesagt noch einen Wohnsitz in Deutschland und wenn ich dann auch in Deutschland bin, dann mache ich eben manche Sachen dafür auch selber. Und gerade bei so emotionalen Fotos, die jetzt eben mit Hunden oder generell jetzt mit Haustieren zu tun haben, da soll das dann eben auch nicht so steril wie ne reine Produktfotografie im Studio aussehen, sondern eben auch mal ein paar schöne, bunte, echte Fotos, ne? Und deshalb habe ich dann zum Beispiel jetzt so ein kleines Produktshooting eben mit besagtem Hund gemacht und dann lasse ich die Bilder eben vernünftig nochmal bearbeiten und sowas. Es gibt allerdings auch Anbieter in China, die professionelle Produktfotos machen. Da kannst Du dann theoretisch innerhalb Chinas eine Einheit Deines Produktes diesem Fotografen zukommen lassen. Der macht dann professionelle Fotos davon und schickt die Dir hinterher zu ne? Das ist auch möglich. Das ist zwar auch nicht ganz billig. Zwar wesentlich billiger, als wenn Du es in Deutschland machen lassen würdest, aber da zahlst Du dann halt schon ein bisschen was für Deine Fotos. Also ich kenne jemanden, der auch sich erfolgreich auf Amazon verkauft und der hat diesen Service erstmal genutzt und da ging es um einen Hygieneartikel und da hat der Fotograf dann tatsächlich, damit er das schön darstellen konnte vor nem stylischen Waschbecken und so, da hat der einfach innerhalb des Komplettpreises quasi angeboten, dass er in ein Hotel geht, ein Zimmer mietet und dann halt in diesem Zimmer, damit er das Badezimmer nutzen kann, ziemlich geile Fotos an dem Waschbecken machen konnte. Also die lehnen sich da schon echt aus dem Fenster, um alles mögliche zu machen, dass der Kunde auch zufrieden ist. Also es gibt da unglaubliche Möglichkeiten. Und es ist auch wirklich alles ortsunabhängig machbar. Das ist echt das krasseste daran. Marcus: Das ist cool. Das nenne ich mal Service-Gedanken. Das sehen wir hier in Asien auch an jeder Ecke. Und dann merkste erst wieder, Du bist nicht mehr in Deutschland. Richtig cool! Ey, das ist so spannend, Digger, das Thema. Ich glaube, ich könnte Stunden mit Dir darüber quatschen. Wir sind jetzt schon fett auf 45 Minuten, aber zwei, drei Fragen dazu habe ich noch. Ich hoffe, es ist genauso spannend für die Hörer, wie für mich. Geht’s Dir mittlerweile schon so, wenn Du dann so… Du hast ja voll den FBA Blick schon. Fast wie beim FBI nur FBA auf Amazon dann. Wenn Du andere Produkte siehst, erkennst Du dann direkt, kannst Du das mit Alibaba Händlern matchen oder denkst: Das habe ich doch schonmal gesehen und das ist auch ein FBA Seller und kennt man dann irgendwann so Sachen? Bastian: Na klar. Ja auf jeden Fall. Also zum einen kenne ich durch das Verkaufen auf Amazon durch ein paar Mastermind-Gruppen und so, eben auch einige deutsche Seller. Und irgendwie muss ich immer ein bisschen schmunzeln, wenn man dann sieht, dass das innerhalb der deutschen FBA Szene, sage ich mal, ganz ganz oft Produkte sich doppeln. Obwohl es 400 Mio. Produkte auf Alibaba gibt. Den Leuten fehlt so ein bisschen die Kreativität. Und das ist eben auch das Problem, dass zum Beispiel auch viele meiner Leser haben. Ich bin zwar der Meinung, dass ich das alles sehr detailliert dargestellt habe, aber trotzdem ist das, was den meisten Leuten am schwierigsten fällt. Ein Produkt zu bestimmen, dass funktionieren könnte, um das bei Amazon zu verkaufen und die haben halt irgendwie immer diese Panik, dass es vielleicht ein Schuss in den Ofen ist oder so und dass man dann sein Geld in den Sand setzt, aber das ist ja einfach in den seltensten Fällen der Fall, weil selbst wenn man ein Produkt jetzt nicht gut vermarktet oder das einfach nicht gut geht. Du hast es ja zu einem so günstigen Preis direkt beim Hersteller gekauft, dass der Preis eigentlich unschlagbar ist. Selbst, wenn Du es dann hinterher zum Selbstkostenpreis bei Amazon verscherbelst, kannst Du Dein Geld eigentlich kaum verlieren. Weil Du es eben zum Einkaufspreis immer wieder loswerden kannst. Und deshalb finde ich, ist es ganz ganz oft auch einfach ein mangelnder Mut, es einfach mal zu wagen ne? Da denkt man dann über zig verschiedene Tools nach, die man zur Verkaufsoptimierung oder so nutzen könnte. Und es gibt da eben so verschiedene Tracking Tools, die den Umsatz Deiner Konkurrenten zum Beispiel ausspucken können und sowas. Marcus: Ja, hau mal rein, aber das ist glaube ich ein absolut deutsches Phänomen so. Bastian: Ja, die trauen sich nicht. Marcus: Ja, mittlerweile stehen ja auch mehr oder weniger auf der anderen Seite und haben den Mut. Ich kann es aber noch nachvollziehen, als ich auch noch so unterwegs war. Man wird halt so diszipliniert so, durch den ganzen Bildungsweg und die Gesellschaft und was weiß ich, dass man Angst hat und dass man sich dann über versichert und am liebsten noch die Deutschen, wenn Du irgendwas Online verkaufen willst, brauchen 10000 Siegel, Money Back Garantie und am liebsten würden die wenn sie Unternehmer sind nur irgendwas starten, wo sie die 100 Tausend Millionste Garantie haben, dass das auch funktioniert. Bastian: Die gibt’s auch bei Amazon nicht. Marcus: Ja, die gibt’s halt bei Amazon nicht und ich glaube die brennenste Frage, die dann alle immer interessiert ist so, okay, der Basti ist erfolgreich als FBA. Was sind denn jetzt die Produkte und die würden es direkt nachbauen. Die würden genau das gleiche machen wie Du. Das ist so langweilig! Bastian: Das habe ich ja eben gesagt und deshalb, ich bin zwar oft danach gefragt worden, aber deshalb sage ich jedem auch jetzt nicht, wie mein Verkäufername ist, weil ich gerade dadurch, dass ich jetzt einen Blog habe, der auch viel gelesen wird, laufe ich ja besonders Gefahr, dass das passiert. Wenn das eben schon in so kleinen Mastermind Gruppen passiert ne? Und ich gebe auch eben privat Workshops zu der ganzen Thematik und greife auch gerne Leuten unter die Arme und die können mich auch gerne jetzt sowieso an alle Hörer, ihr könnt mir auch gerne schreiben, wenn ihr Fragen dazu habt. Und grundsätzlich versuche ich den Leuten so viel wie möglich mit auf den Weg zu geben, dass die mit der Zeit auch anfangen zu verstehen, was für Produkte Sinn machen und was für Produkte nicht, ne? Man hat da zwar gewisse Kriterien, aber manchmal ist es in letzter Instanz auch noch ein bisschen Bauchgefühl, das da eben mitspielt. Marcus: Absolut. Glaube ich auch. Bastian: Man muss einfach versuchen, sich von der Angst freizumachen, dass man jetzt all sein Geld in den Sand setzt. Weil wie gesagt, das ist einfach in der Regel nicht der Fall. Marcus: Ja, und dazu kommt ja als Unternehmer, wir haben ja auch schon ein paar Projekte gestartet, die einfach nicht funktioniert haben. Dann kann man das Risiko ja erstmal minimieren, dadurch dass man dann nicht Unmengen an Kosten erstmal generiert, sondern erstmal vielleicht einen kleinen Testballon fliegen lässt. Und zum anderen, selbst wenn es nicht funktioniert, ey fuck it, das war ne coole Zeit, das war ne coole Erfahrung und Du hast wieder ein Learning, was ein anderer vielleicht noch nicht hat und Du machst den Fehler nicht ein zweites Mal. Bastian: Ja, es gibt da so einen ganz coolen Begriff aus dem Amerikanischen, das nennt sich “Fail Forwards”, weil im Endeffekt so, Du scheiterst eben nach vorne. Marcus: Ja, absolut. Bastian: Dass Du aus jedem eben ein bisschen was mitnimmst. Marcus: Ja, und in den Staaten ist es auch so, dass es Startup Founder, die schon drei oder vier Startups gegen die Wand gefahren haben, die sind super begehrt bei Geldgebern oder bei Investoren, weil die wissen genau, der hat seine Lektion gelernt. Der macht jetzt die ganzen Fehler, die er jetzt schon gemacht hat, macht er nicht nochmal. Dafür hat der einen Haufen an Erfahrung und der will wieder. Der steht hier schon wieder da und dieses Mal ist die Idee richtig geil und wir haben das jetzt getracked und der kriegt jetzt die Kohle. Bastian: Das ist echt so viel geiler. Also ich meine hier kriegst Du dann hinterher nach zwei gescheiterten Existenzen oder so, kriegst Du keinen Dispo Kredit mehr oder so. Ja, das ist einfach ein ganz anderes Mindset. Marcus: Ja total. Wie viel Commission musst Du an Amazon abgeben, wenn die das komplette Fulfillment für Dich machen? Bastian: Also für den Verkauf selbst, unabhängig von den Fulfillments zahlt man 15%. Klingt vielleicht viel, aber wenn man jetzt einen ganz eigenen Shop hat und den ganzen Traffic generieren müsste, den man auf Amazon bekommt, kommt man mit 15% lange nicht hin und die FBA Gebühren, die berechnen sich anhand der Größe und des Gewichts der jeweiligen Produkte. Und der Durchschnittspreis meiner Produkte pro Monat liegt so zwischen 0,03 Euro bis 0,06 Euro Lagergebühren im Monat, also das sind Peanuts. Marcus: Hm okay und dadurch, das hatte ich ja vorhin schonmal gefragt, was macht Amazon eigentlich, wenn da so ein Typ ist, der haut denen das ganze Lager voll, aber verkauft nichts davon und dann liegen da 100.000 Einheiten rum? Klar, die lassen sich das natürlich bezahlen dann pro Einheit. Bastian: Ja klar. Die lassen sich das bezahlen, aber wenn es sich jetzt nicht gut verkauft, dann kannst Du Dir die Sachen auch jederzeit zurückschicken lassen. Marcus: Ah stimmt, hm cool. Bastian: Also, wenn ich jetzt zum Beispiel 500 Einheiten von etwas verkaufe, wo ich glaube, dass ich da ein paar Monate brauche, um die 500 Einheiten zu verkaufen, dann schicke ich eben erstmal nur 200 zu Amazon und den Rest dann zum Beispiel zu mir in den Keller oder so. Marcus: Okay oder irgendwann mietest Du Dir irgendwo was an. Bastian: Ja oder so. Also grundsätzlich ist das natürlich bescheuert, wenn man jetzt weiß das ist jetzt ein Artikel, der nicht so eine große Verkaufsfrequenz hat, haufenweise Einheiten da zu Amazon zu schicken, weil es sind natürlich schon Kosten, die da wachsen. Gerade wenn man jetzt sehr sehr viele da hat, auch Kleinvieh macht Mist, ne? Egal ob das drei oder sechs Cent sind. Wenn Du jetzt 1000 Einheiten da liegen hast, dann ist das trotzdem Holz. Marcus: Ja, absolut. Und wie viele neue Produkte… ich kann mir ja auch vorstellen, das kann irgendwie süchtig machen oder? Dieses ganze FBA Thema. Ich finde es ja schon super faszinierend... Bastian: Ich habe aktuell gar nicht den Cashflow, den ich bräuchte, um alles mögliche zu kaufen. Also andere Leute haben Probleme irgendwie auf Produkte zu kommen. Und ich habe die Probleme, dadurch dass mein Geld, mein Kapital, gebunden ist an die Sachen, die ich im Vorfeld dann eben kaufe. Also ich kaufe ja quasi auf Lager in Vorkasse. Und dann ist eben das Kapital manchmal gebunden, solange bis sich die Sachen verkaufen und insbesondere brauchst Du auch immer ein bisschen Rücklage, um, wenn der Bestand sich dem Ende zuneigt, eben auch wieder eine größere Bestellung tätigen zu können. Und ich kann einfach aktuell gar nicht alles ins Sortiment nehmen, was ich gerne ins Sortiment nehmen würde. Das macht echt ein bisschen süchtig. Du stöberst dann und denkst Dir: Boah, das ist auch ne geile Idee und… Die Liste ist echt mega lang. Marcus: Oder ist das auch so innerhalb der FBA Szene oder bei euch in den Masterminds so, dann: Ey das ist der heiße Scheiß, wir müssen alle Tischtennisplatten verkaufen und jetzt müssen wir alle Pfannenwender verkaufen und jetzt Kugelschreiber oder so. Bastian: Ja so die ganzen Masterminds sind schon ziemlich cool. Die Leute sind alle völlig abgedreht und alle sind einfach so Hals über Kopf in diesem Amazon Business drin. Sobald sie einmal realisiert habe: Ey scheiße, das funktioniert wirklich, ne? Und die können das einfach alle gar nicht glauben, dass es so simpel sein kann und dann redet man zwar über allerlei, aber über die Produkte, die die Leute wirklich selber so verkaufen, da sind die Leute dann doch immer ein bisschen empfindlich. Also das ist mehr so ein Running Gag, wenn Du jemanden fragst, was er eigentlich verkauft. Weil Du dann eben weißt, dass da keine detaillierte Antwort kommt. Die sagen dann immer: Ja ich kaufe in der und der Nische und so. Ich meine, mache ich ja auch ne? Aber das liegt eben daran, dass Du eben nicht möchtest, dass das wie in Amerika zum Beispiel super schnell kopiert wird. Ich habe ja eben gesagt, der Markt der ist da viel viel stärker bzw. viel mehr Competetive und das Problem ist, dass in Amerika auch viel mehr Leute unterwegs sind, die wahnsinnig finanzkräftig ne. Selbst Amazon Verkäufer haben oft Investoren hinter sich. Die sagen: Okay, Du kennst Dich mit dem Markt aus. Wenn Du jetzt ein Produkt hast, das gut läuft, dann pumpe ich Dir Geld auf’s Konto und Du kaufst da keine Ahnung wie viele Tausend Stück von. Und wenn da jetzt jemand sieht, Du hast da zum Beispiel ein Produkt, das läuft super gut an, aber da gibt es nur so und so viele Einheiten von auf Lager offensichtlich, dann machen wir das gleiche eben, kaufen aber stattdessen 20.000 Stück und unterbieten in dem Preis ne? Und das ist einfach in Amerika Gang und Gebe. Die sitzen da wie die Aasgeier auf der Stange und ich finde, der deutsche Markt, der hat noch so krass viel Potential. Also da kann man mindestens in den nächsten fünf Jahren richtig, richtig was reißen. Und ich wollte das Ganze einfach in erster Linie Publik machen, weil ich es schade finde, dass das Digitale Nomadentum für viele Leute vermeintlich nicht umsetzbar ist, weil am meisten wird ja transportiert dieser Gedanke, dass man einen digitalen Beruf irgendwie erlernt haben muss ne? Dass Du als Freelancer anfängst, wenn Du nichts anderes onlinemäßig kannst und so. Und viele Leute, die sind einfach nicht so technisch versiert. Ich selber bin auch nicht sonderlich technisch versiert. Ich habe einmal meinen Blog mit Wordpress mit Ach und Krach in den letzten drei Monaten mit viel Arbeit, um mich da reinzufuchsen, irgendwie aufgesetzt und viel mehr habe ich technisch jetzt auch nicht auf dem Kasten. Marcus: Dafür sieht der sehr geil aus. Bastian: Ja dankeschön, danke! Ich wusste einfach, wie es ungefähr aussehen soll. Was mir gefällt und dann hat sich das dann einfach so ein bisschen im Prozess des Gestaltens so ergeben. Ich habe einfach darauf Wert gelegt, dass ich ein Premium Theme nehme, was so meinen Ansprüchen ausreicht. Und das war eigentlich am Anfang voll der Fehler, weil so ein Premium Theme mit so vielen Fähigkeiten, hat einfach viel viel mehr an Möglichkeiten, die Du alle noch gar nicht schnallst, weil Du ja auch noch nichtmal Wordpress schnallst. Deshalb, das war auf jeden Fall ein bisschen kontraproduktiv, aber mit dem Endprodukt bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Aber grundsätzlich nochmal zurück zu dem Gedanken, dass Amazon einfach für jedermann umsetzbar ist. Ich wollte damit einfach den Leuten einräumen, dass Du nicht was Technisches gelernt haben musst oder super im Programmieren oder sonstwas sein musst, um diesen Lifestyle zu leben ne. Weil das wäre einfach wahnsinnig schade, wenn das so vielen Leuten vorenthalten bleibt. Und so hast Du jetzt quasi mit Online-Handel über Amazon oder auch über ein paar andere Sachen, wie die über die ich schreibe, die Möglichkeit das eben auch ortsunabhängig zu gestalten und eben auch auf Achse zu sein und Du sagst ja selber, dass Du mittlerweile aus dem englischsprachigen Raum auch mehrere Leute kennst, die das eben genauso machen. Marcus: Hm, total viele. Immer mehr Trader und FBA Leute. Wobei die FBA Leute fast noch mehr sind, auf jeden Fall. Bastian: Ja und Shopify und so. Das ist auch ein bisschen stark vertreten in den USA zumindest. Marcus: Ja, das kommt. Also man merkt so, dass innerhalb der Szene wieder ganz neue Berufe oder ganz neue Mittel und Wege entstehen, um dann ortsunabhängig sein Geld zu verdienen. Jetzt gibt es auch immer mehr Udemy Kurse, Publishers und schlag mich tot. Also es sind nicht mehr nur noch Decoder, Programmierer, Designer, was Du eben sagtest, wo dann die Leute denken, okay, kann ich nicht, kann ich nicht, kann ich nicht. Scheiße, ich kann kein Digitaler Nomade mehr werden. Bastian: Ja genau! Und das ist echt ein wunderschöner Wandel und auch ein sehr sehr schneller Wandel und ich bin mega gespannt, wie es vielleicht in einem Jahr aussieht. Also bei mir hat sich im letzten halben Jahr so extrem krass viel getan. Ich meine, Du hast es ja selber ein bisschen mitverfolgt. Der Blog zum Beispiel, der ist ja auch gerade ein halbes Jahr alt und ich kann jetzt noch nichtmal sagen, ob ich in einem Jahr überhaupt noch Amazon mache oder so. Ich glaube zwar, dass es in einem Jahr noch viel viel besser laufen wird. Aber wer weiß, alles wandelt sich so schnell. Vielleicht hast Du plötzlich die Möglichkeit in so ein richtig geiles Startup zu investieren oder sowas oder verbreiten sich, wenn man so in diesem Digitalen Nomadensaft steht, sage ich mal, kriegst Du soviel mit. Und das ist einfach unglaublich viel wert. Also Du erweiterst ständig Deinen eigenen Horizont und lernst neue Sachen kennen und das finde ich mega spannend. Marcus: Das ist der Wahnsinn. Also gestern, als ich dann durch Chiang Mai gelaufen bin und dann hier die ganzen Freaks gesehen habe, die Digitalen Nomaden und wie smart die alle sind und was jeder so macht und dann dachte ich, eigentlich ist ja hier so diese Digitalen Nomadenwelt, in der wir jetzt auch drin sind, wie Disneyland für Unternehmer. Bastian: Ja, wir hatten auf Bali ein Mädchen zu Besuch in der Workation, die irgendwie eine Masterarbeit schreibt über das Thema Digitales Nomadentum. Ich weiß nicht mehr genau, was sie studiert, irgendwas mit Social Studies und haste nicht gesehen. Und die konnte das alles gar nicht glauben. Als sie dann in die Villa kam und wir saßen da alle mit unseren Laptops und hatten uns ein paar Bierchen auf den Tisch gestellt und ganz entspannt alle super produktiv gearbeitet. Die meinte dann, das ist ja wie Ferienlager für Erwachsene. (beide lachen) Marcus: Ja, oder was wir auch für krasse, krasse Rückmeldungen nach der DNX kriegen so, dass die Leute einfach nur dankbar sind und sagen: Ey wusste es nicht, ich wusste es wirklich nicht, dass es so ne Welt gibt und einfach so on Fire sind, dass viele wirklich über sich hinaus wachsen, um diesen Lifestyle dann realisieren zu können. Bastian: Ja, das ist echt krass. Und es gibt einem auch wahnsinnig viel zurück. Ihr kennt das ja selber von der DNX, aber auch was ich zum Beispiel so an Lesermails bekomme, ne? Marcus: Ja. Bastian: Gerade, wenn man selber vorher ziemlich viel Kritik dafür geerntet hat, dass man so einen Weg einschlägt, der ja am Anfang irgendwie so als Hirngespinnst abgestempelt wird oder so. Und wenn Du dann zum Beispiel Mails bekommst von Eltern, die Dir sagen, dass die ihrem Sohn, der nicht weiß ob oder was er studieren soll, Deine Seite empfohlen haben, ne? Und ich meine, ist ja klar, worum es bei der Seite geht. Die heißt halt Officeflucht, das ist einfach ein super geiles Gefühl. Marcus: Ja, das ist der Hammer. Da haben wir heute auch noch ne Rückmeldung gekriegt international von jemandem. Die war auf der DNX GLOBAL und ist jetzt voll mit ihrer ältesten Tochter dran, zusammen irgendwie ein Online Business aufzubauen und ist sie gerade voll am Überzeugen, ja. Das ist ja der Hammer so, was Du da alles für Leute inspirierst und was das für Wellen schlägt. Weil eigentlich ist es ja so, dass die Eltern sagen: Ey, mach was vernünftiges und mach nen guten Abschluss, geh zur Uni, blabla, was wir auch alle vorgesagt bekommen haben und dass jetzt selbst dann so die Eltern schon erkennen und offen dafür sind und sagen: Ey weißte, eigentlich ist es cool. Ich habe das jetzt mal ein bisschen reflektiert. Ich kenne diese “alte Welt”, sehe diese krassen aufgehenden Digitalen Nomaden, geh doch mal zur Konferenz, schreib doch mal Marcus und Feli und triff Dich mit denen oder so. Bastian: Ja, das ist echt unglaublich toll. Da bleibt mir auch manchmal echt die Spucke weg. Naja, aber es ist einfach toll, das viele Eltern eben auch so am Puls der Zeit sind oder zumindest offen für solche Veränderungen, weil jetzt wo ich öfters als Speaker eingeladen worden bin oder eben auch die Workshops gebe und Leute, die meine Leser sind zu Workations kommen. Und ich meinen Eltern dann erkläre, wie das alles funktioniert. Dass die Leute halt wirklich hierhin kommen, um mit mir hier gemeinsam dann zu wohnen. Jetzt langsam nehmen die das auch ein bisschen für bare Münze und zeigen auch ein bisschen mehr Interesse als am Anfang. Und das ist natürlich auch eine tolle Entwicklung. Marcus: Ja, das ist dann schon schön, ne? Weil am Anfang, vielleicht meinen die es auch gar nicht so ernst, aber die können es einfach nicht greifen und selbst meine Mutter hatte irgendwie Probleme, überhaupt akzeptieren können, dass Arbeit Spaß machen kann oder was cooles ist und wofür man brennt. Die kennen das von früher so, dass Arbeit muss weh tun, das ist scheiße und dafür kriegste ja Dein Geld. Also dieses Du tauscht Deinen Schmerz ein gegen so ein bisschen Kompensation. Und das war so schwer zu begreifen dann für meine Mutter, dass Du coole Sachen machen kannst und dafür noch Geld kriegst. Bastian: Naja, ich erinnere mich auch noch an einen Besuch bei der Berufsberatung nach der Schule bzw. irgendwie in der 12. Klasse oder so. Da ging’s dann halt zum BIZ hier zum Berufsinformationszentrum und ich hatte null Peilung, was ich machen wollte. Und dann hat die mich halt gefragt so nach meinen Interessen und dies und das. Und dann habe ich halt gesagt, ich möchte irgendetwas machen, was mir auch Spaß macht. Und dann sagt die ganz, mit so ner total versteinerten Mine “Spaß ist out. Man lebt um zu arbeiten”. Marcus: (lacht laut) Bastian: Das war einfach sowas von bezeichnend, weil die auch genau so aussah. Spaß ist out! Marcus: Ja, scheiße, scheiße, scheiße. Ja, erzähl mal. Du hast ja gerade gesagt, bei Dir ist es ziemlich krass abgegangen in den letzten paar Monaten. Vielleicht erzählst Du mal von Anfang 2015 bis jetzt haben wir November, was da alles passiert ist. Vielleicht um mal zu zeigen, was alles möglich sein kann. Ich meine, die meisten kennen wahrscheinlich unsere wilde Achterbahnfahrt von Feli und mir innerhalb von zwei Jahren. Einmal zum Mond und zurück, aber bei Dir ging es glaube ich gefühlt fast noch schneller. Bastian: Ja schneller würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber also wie gesagt, mein Blog, der ist jetzt ein halbes Jahr alt. Ich war exakt an meinem 30. Geburtstag auf einem Mastermind-Date vom Tim Chimoy. Der hat in Köln so ein Event veranstaltet. Wir waren acht Leute und jeder konnte halt so seine Idee pitchen und da haben wir das so im Laufe des Tages eben validiert oder eben in der Gruppe auch diskutiert, was wir an den Ansätzen gut finden und was nicht und so. Und das hat schon gut was gebracht. Marcus: Wie bist Du eigentlich auf den Blog von Tim gekommen oder überhaupt das erste Mal, was war so der Touchpoint mit Digitalen Nomaden? Bastian: Also wie es bei den meisten wahrscheinlich so ist, die überhaupt keinen Plan haben, was sie machen wollen und mega unzufrieden sind, mit dem was sie gemacht haben. Also ich bin gelernter Hotelfachmann. Ich habe auch in Düsseldorf, Du kommst ja aus Düsseldorf, auf der Kö im InterContinental meine Hotelfachausbildung gemacht und das ist einfach so ein komplettes Paralleluniversum, ne? Da gibst Du dann echt bei Dienstbeginn dann so Deine Würde an der Tür ab, habe ich so den Eindruck und verdienst mega schlecht, arbeitest unglaublich viel und das ging dann einfach irgendwann nicht mehr weiter. Ich hatte da einfach keinen Bock drauf. Das habe ich von Anfang an gemerkt. Schon eigentlich nach drei Monaten, habe ich schon drüber nachgedacht, die Ausbildung zu schmeißen. Und wie das dann eben so ist. Wenn Du total entnervt Zuhause sitzt mit dem Laptop und so, dann googlest Du echt so einen Schwachsinn, wie “Wie werde ich Millionär”? oder irgendwie sowas. Und dann kommste echt so von Hölzchen auf Stöckchen. Du liest erstmal tatsächlich so Investorenforen für Börsengedöns und all sowas ne? Und ja, wie gesagt, man kommt echt von einem aufs andere und dann hatte irgendjemand in so nem Finanzforum tatsächlich die 4 Stundenwoche, wie das bei den meisten halt so ist, die 4 Stundenwoche halt empfohlen. Dann habe ich die gelesen und da war ich einfach völlig umgehauen. Ich meine, mir war klar, dass jetzt nicht alles 1 zu 1 umsetzbar ist. Also das wird ja auch oft angeprangert, dass Tim Ferris damit so ein bisschen… Ja, viele Leute sagen, das ist ja nicht wirklich alles 1 zu 1 umsetzbar, aber die vergessen dabei, dass deren Ausgangsposition auch nicht die ist, die Tim Ferris da schon hatte. Der hat schon irgendwie 60.000 Dollar im Monat mit seinem Supplement Shop verdient. Grundsätzlich einfach die Ansätze, die Denkanstöße, die der gegeben hat, das hat für mich alles auf den Kopf gestellt. Und wenn Du dann einfach weiter so ein bisschen seinen Blog verfolgt hast und da wieder andere Leute empfohlen werden und all sowas. Also ich kam eigentlich erstmal so über die amerikanische Szene dann hinterher zur Deutschen. Und dann war Earthcity und der Blog von Conni auch, das waren so die erste, die ich gefunden habe. Und dann ging es halt immer weiter ne? Als ich dann das erste Mal von der DNX gelesen habe, das war dann auch im Mai, das war ja die erste wo ich war. Da war ich einfach total weggeblasen. Dass es überhaupt in Deutschland schon so eine Community gibt. Wenn die auch noch relativ klein ist. Ja und dann bin ich zu diesem Mastermind Date von Tim Chimoy von Earthcity gegangen und wollte einfach erstmal für die Idee… meine reine Idee war eigentlich noch gar nicht so stark diese Amazon Geschichte, sondern auch ein Digitaler Nomadenblog. Und da sagte der Tim dann auch erstmal: Huey, ein neuer Digitaler Nomadenblog. Haben wir noch gar nicht ne? Und als ich denen ein bisschen mehr erzählt habe, in welche Richtung das gehen soll, da fand er das auch ziemlich cool. Und als der Blog gelaunched ist, ein paar Tage vor der DNX im Mai, ich habe ja zum 1. Mai gelaunched, er hatte das Ganze dann auch gepushed mit nem ziemlich coolen Post den er gemacht hat, und ich habe eben direkt so ein paar Leute gehabt, die einen coolen Post rausgehauen haben, auch der Sebastian Canaves hatte einen Beitrag von mir reposted und all sowas. Und das war dann echt so, dass innerhalb dieser einen Woche Launch ich dann die Woche darauf auf der DNX teilweise schon angesprochen worden bin: Hey, Du bist doch der Basti von Officeflucht. Und das war einfach mega krass. Und ja, ein bisschen genetworked und all sowas und dann einfach Vollgas. Marcus: Geiles Branding muss ich sagen. Du hast auch einen hohen Wiedererkennungswert mit Deiner ganzen Optik und dem Design und dann noch ein cooles Logo dazu und irgendwie der Begriff passt ja auch wie Arsch auf Eimer. Man weiß worum es geht, Officeflucht. Also das hast Du echt gut hingekriegt. Bastian: Dabei ist das eigentlich gar nicht so eine komplexe Sache gewesen. Es ist ja eigentlich hauptsächlich Wiedererkennungswert durch einen roten Filter, der über den meisten Bildern liegt, ne? Eigentlich ist es echt keine große Nummer, aber es hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und ich bin auch sehr froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, drei Monate daran zu arbeiten, bis es dann ne runde Sache war für mich selbst auch. Es gibt ja auch viele Leute, die sagen: Einfach raus damit. Launch erstmal und dann optimieren kann man auf dem Weg. Aber wenn man dann erstmal anfängt zu arbeiten. Also jetzt auch wirklich dann Beiträge zu verfassen und all sowas. Du hast hinterher irgendwie so viel zu tun, dass Du dann hinterher nicht mehr so die Ruhe hast, das nochmal anzugehen. Und so gibt’s ja haufenweise Blogs, die dann irgendwie drei Jahre lang so aussehen, wie in der Ausgangsposition bis die Leute dann irgendwann sagen, Okay, jetzt muss ich einfach mal relaunchen, weil es einfach nicht mehr dem entspricht, was ich wollte. Und ich glaube, dass ich relativ lange jetzt mit dem Design, so wie es ist, zufrieden sein kann. Und das ist auch glaube ich ein Hauptgrund dafür, dass Officeflucht dann so gut gestartet ist und auch viel gelesen wird. Weil die Leute sich ja auf dem Blog aufgrund der Optik auch wohlfühlen. Marcus: Hm, absolut. Glaube ich auch. Okay, Du warst gerade bei der DNX, wo Dich dann die ersten Leute angesprochen haben. Das war im Mai, ich glaube da waren wir noch im Babylon, genau, mit 500 Leuten. Bastian: Genau richtig. Ja achso genau, zurück zum Mastermind Day im Februar. Also ich habe ja erzählt, das war genau an meinem 30. Geburtstag. Die Leute haben mich gefragt: Wie Du bist an Deinem Geburtstag hier und so. Aber für mich war das dann echt so eine Sache. Ich bin jetzt 30. Das war für mich so eine Zahl, wo ich dann einfach mir selbst gesagt habe: So, jetzt aber richtig. Ich habe vorher so viele Sachen irgendwie ausprobiert und mal hier … ich habe ja zwei Mal studiert, beide Studiengänge geschmissen und so. Einfach mal wirklich zu sagen: So, jetzt bist Du 30. Das ist es jetzt. Das ist das was Du machen willst. Und da auch alles reinzuhängen und dann habe ich dem Tim gesagt, als er mich gefragt hat, wo ich denn damit hinmöchte. So was mein nächstes primäres Ziel ist. Und da habe ich dann gesagt: Ich möchte mal irgendwann auf der DNX nen Workshop geben. Und das war es dann eben auch, dass ich versucht habe, mich in der Szene eben besonders zu vernetzen und auch der Hauptgrund dafür, dass ich dann zum Beispiel auf so ne Workation hier nach Bali und sowas mitgefahren bin. Um eben auch so ein bisschen den Fuß in die Tür zu kriegen, sage ich mal. Deshalb, ich finde so Networking Events mega wichtig. Wenn ich mich jetzt nicht mit Sebastian Kuehn und mit Tim Chimoy und anderen namenhaften Leuten aus der Szene connected hätte, dann wäre es auf keinen Fall so schnell gewachsen. Weil wir sind eben auch Meinungsmacher. Und wenn die sagen, okay, die finden das cool, dann gucken sich andere Leute das eben auch überhaupt erst an. Und das finde ich, ist ein unglaublich wichtiger Aspekt. Und ja, dann habe ich eigentlich in der Zeit bis zur kommenden DNX hauptsächlich eben an Officeflucht und an meinem Amazon Business gearbeitet und hatte dann ja jetzt die Möglichkeit auf der letzten DNX nen Workshop zu geben. Und da war ich unglaublich nervös, weil das dann eben so greifbar das Ziel. Als ich das im Februar gesagt habe, da habe ich einfach noch nicht geglaubt, dass es dann so schnell passiert. Das war ja jetzt fünf Monate später und das war dann echt so ein Etappenziel. Ich habe wirklich drei Tage vorher nicht geschlaten. (beide lachen) Und der Workshop, der ging ja nur 45 Minuten eigentlich und ich fand es sowieso schon schwer so die Amazon Thematik in 45 Minuten zu packen. Ich meine, guck mal jetzt, wir reden ja schon über eine Stunde hier. Marcus: Ja krass! Bastian: Und ja, ich habe dann einfach die letzten Tage ständig noch an der Präsentation gesessen und irgendwas versucht zu optimieren, was eigentlich schon in Ordnung war und so. Als es dann vorbei, also kaum war ich auf der Bühne war ich echt super, super entspannt und dann … also ich habe super Feedback bekommen. Das hat total Spaß gemacht und dann habe ich auch echt so ein bisschen Blut geleckt. Und das obwohl ich bei der Keynote vom Fabian Dittrich nicht dabei war und alle haben mir dann erzählt, wie toll das war. Weil ich bin nebenan noch in den Raum gegangen und habe mir nochmal meine ganzen Notizen durchgeguckt und sowas. Da habe ich mich im Nachhinein ein bisschen geärgert. Naja, aber der Workshop ist super toll gelaufen und das war ne super geile Erfahrung und dann kam ja direkt die Woche danach das Entrepreneurship Summit. Da war ich dann mit dem Ben Paul zum Thema ortsunabhängiges Arbeiten. Also Online Entrepreneurship, ortsunabhängiges Arbeiten. Und das war ja auch noch mal ne ganz andere Hausnummer. Das ist ne ziemlich große Veranstaltung, 1500 Leute sind da. Das war an der freien Universität Berlin. Und da habe ich echt erstmal überlegt, also Du hast mich ja vorgeschlagen und hast mich ja gefragt, ob ich das machen möchte. Und da habe ich erstmal einen Moment gezögert, weil als ich mir das Youtube Video vom Vorjahr angeguckt habe, da ist mir echt erstmal so die Spucke weggeblieben, weil das einfach nach so einer enormen Veranstaltung aussieht, ne? Da stehen Leute auf der Bühne, die wirklich die Welt verändern mit ihren Ideen. Und dann kommt da eben hier der Bastian von Officeflucht und erzählt ein bisschen: Hey, ich verkaufe Online bei Amazon, ne? Da kommt Dir das so surreal vor, warum Du überhaupt da vorne stehst und die Leute Dir zuhören, ne? Aber das krasse war einfach, dass auch da das Feedback enorm war. Also mich haben nach dem Vortrag locker 40 Leute noch über ne Stunde in der Lobby belagert, weil die alle wissen wollten, wie das alles funktioniert. Also ich habe mir da insgesamt… also  die Show auf der Bühne, die ging ja eine Stunde. Und dann hinterher habe ich mir nochmal eine Stunde oder anderthalb in der Lobby Zeit genommen für die Leute. Und da waren halt wirklich so 40 Leute ungefähr dabei. Und das krasse war einfach, also die Leute sind glaube ich alle auf mich zugekommen, weil das im Vergleich zu den Keynote Speakern, die zwar super inspirierend sind, aber irgendwie in einem ganz anderen Universum unterwegs sind. Dahingegen ist die Amazon Geschichte eben für jeden greifbar. Marcus: Ja absolut. Bastian: Und das hat das eben so interessant gemacht für viele Leute und da habe ich eben auch schon viele Anfragen bekommen jetzt für Workshops. Und ich denke, ich werde jetzt Anfang des Jahres, wenn wir aus Brasilien zurück sind - also ich werde nicht so lange in Brasilien bleiben. Dann werde ich so ab Januar/Februar auch anfangen so Amazon Mastermind Days quasi zu veranstalten. Marcus: Hm cool! Macht auf jeden Fall Sinn. Ja ich find’s auf jeden Fall ein geiles Zeichen von dieser fetten Veranstaltung vom Entrepreneurship Summit, das ja ne mega Reputation hat, weil die ja unter der Schirmherrschaft von dem Günter Faltin veranstaltet wird, der das geile Buch Kopf schlägt Kapital veröffentlicht hat. Und die haben das erste Mal glaube ich im letzten Jahr sind die auf uns zugekommen und haben gesagt: Ey da passiert irgendwie was. So Lifestyle Entrepreneurship hieß glaube ich das Pannel, wozu die uns dann angesprochen haben und haben gesagt, dass würden wir gerne mit ins Programm nehmen. Und das sind so irgendwie auch dann schon in gewisser Weise, auch wenn das alles noch sehr lange dauert, bis wir irgendwo in der Mitte der Gesellschaft vielleicht mal ankommen werden. Die Firstmover, die gesagt haben: Ey, wir laden euch ein, wir nehmen euch mit in unseren Kreis. Und kriege heute immernoch Feedback von unserem ersten Talk, den wir da vor einem Jahr, letztes Jahr im Oktober, gemacht haben und gesagt haben: Ey, ihr habt uns echt erreicht, getouched, ich habe was geändert. Seitdem verfolge ich euch, war jetzt auf der DNX und bei euch schien das ja jetzt genauso abgegangen zu sein. Bastian: Ja total. Weil die DNX ist halt speziell für Digitale Nomaden und deshalb ist sie bei vielen Gründern einfach noch total unter’m Radar. Und wenn Du jetzt beim Entrepreneurship Summit bist, wo wahnsinnig viele Unternehmer so im klassischen Sinne am Start sind und die hören sich dann, weil die einfach mal sich da in diese Sitzung reinsetzen, das sind ja verschiedene Events parallel auch. Wir waren natürlich auch direkt im Audimax, weil die sich wahrscheinlich gedacht haben: Hey, das ist ein spannendes Thema und das wird sicherlich viele Leute interessieren und es war auch gut besucht und ich fand es einfach krass, dass wir uns da zu zweit da ins Audimax stellen, wenn andere Leute eben echt so gestandene Unternehmer sind. Aber man merkt da einfach, dass dieser Wandel in der Stimmung oder bzw. in der Auffassung von Entrepreneurship schon durchaus da ist. Ich habe jetzt zum Beispiel relativ viel mit einem der Zuhörer aus dem Publikum im Nachfeld geschrieben, der hat ein ziemlich geiles Startup. Der macht ökologisch abbaubare Babywindeln. Das ist ja auch was, was für die Welt einen Mehrwert bildet, aber der schreibt mich jetzt an, wegen Amazon, weil er selber sagt, dass das ein viel viel angenehmeres Modell ist. Das ist irgendwie so, dass viele Leute gar nicht wissen, wie greifbar ein Teilpassives Business überhaupt ist. Marcus: Ja, deshalb ist es so gut, dass man dann auch immer präsent ist, bereit ist. Ich mache auch alles mit, was an Interviewfragen oder Speaking so kommt. Du hast ja jetzt auch voll Feuer gefangen. Das finde ich cool. Und gebe auch immer gerne Sachen dann weiter, wo wir dann nicht können oder weil so langsam ja immer mehr auf uns aufmerksam werden und vor zwei Wochen haben wir dann auch eine coole Begegnung gehabt hier an der University of Bangkok beim Entrepreneurship Fachbeirat. Keine Ahnung. Mit denen sind wir dann irgendwie connected worden. Also es zieht gerade immer weitere Kreise. Vielleicht machen wir mit denen was zusammen zur GLOBAL im März. Das auch so dieses klassische Unternehmertum, was ich ja auch noch an meiner Uni da im BWL-Studiengang gelernt habe, was so praxisfern gewesen ist, dass die so die ersten Schritte jetzt auch Richtung Amazon Selling machen oder anderen Businessmodellen, die absolut greifbar und realisierbar sind. Ich glaube, die meisten wissen es einfach nicht. Bastian: Ja, deshalb hat der Günter Faltin das ja auch überhaupt erst alles gestartet. Der war ja auch BWL Dozent oder Dozent speziell in Berlin für Entrepreneurship und hat dann auch eben irgendwann eben gesagt: Warum soll ich das unterrichten, wenn ich davon in der Praxis überhaupt keine Ahnung habe. Und so ist dann eben das Ganze entstanden mit der Teekampagne und Du siehst ja, was daraus geworden ist, ne? Marcus: Ja, ja, ja. Richtig, richtig fett! Ja, ich denke mal, das war die längste Folge ever bis jetzt. Wir sind jetzt bei 1 Stunde 16 Minuten. Wenn die Hörer noch nicht eingeschlafen sind, vielleicht für die letzten drei, die noch am Start sind, was sind so Deine nächsten Pläne in den nächsten paar Monaten? Speziell mit Officeflucht, businessmäßig oder auch privat? Bastian: Also erstmal, wie gesagt, fahren wir gemeinsam mit der Nomad Cruise nach Brasilien. Mein Ziel für’s nächste Jahr ist auf jeden Fall noch so ein paar Speaking Gigs zu bekommen und ein Ziel, das ich auf jeden Fall habe ist, ich möchte irgendwann - ich sage mal irgendwann ist eigentlich voll schlecht das so zu formulieren, aber - ich möchte irgendwann auf jeden Fall auch mal einen TEDx Talk halten. Marcus: Cool! Bastian: Und für’s nächste Jahr ist geplant einen Onlinekurs zu der ganzen Amazonsthematik, also ganz idiotensicher von Schritt 1 bis zum letzten halt, wie man das dann 1 zu 1 umsetzen kann. Da muss ich mich bestimmt auch für locker drei Monate einschließen, sonst mache ich das nicht, aber ja. Ich möchte das auf jeden Fall angehen jetzt, sobald ich zurück bin und dann wie gesagt, eben auch so ein paar Mastermind Days und auch Workations mit Schwerpunkt Amazon. Also quasi so ne Art Amazon FBA Bootcamp, sodass man dann zum Beispiel sagt, für ne Woche oder für zehn Tage, sodass Du eine vernünftige Zeit, die theoretisch auch Leute in Anspruch nehmen können, die berufstätig sind. Also nicht irgendwie ein ganzer Monat Workation oder so, sondern so ne Woche ungefähr bis zehn Tage, dass man den Leuten sagen kann, da gehen wir auch alles durch, was mit Amazon zu tun hat und Du fährst nach Hause mit ner Art Hausaufgabe und weißt, wir beschließen dort quasi schon, welchen Produkten Du Dich annehmen solltest. Sodass jeder quasi mit nem festen Plan nach Hause fährt. Marcus: Saucool! Ich merke schon, Du bist voll on Fire. Wir sind’s ja auch noch, Feli und ich. Denn das ist irgendwie das geilste was es gibt. Diese unternehmerische Freiheit das erste Mal ausleben zu können und nicht mehr um Erlaubnis fragen zu müssen. Das hat voll lange bei mir gedauert bis ich das mal gerafft und realisiert habe. Bastian: Ja und was auch alles daraus entsteht ne? Also es ist echt wie so ein Schneeball, der ins Rollen kommt. Marcus: Hm, ja cool! Ich freue mich, wir sehen uns ja schon in, keine Ahnung, eineinhalb Wochen dann in Gran Canaria und... Bastian: 12 Tage. Marcus: 12 Tage, geil! Und dann sind wir ja erstmal auf der Cruise zusammen nach Brasilien. Das wird bestimmt auch noch mal super inspirierend mit den ganzen anderen Digitalen Nomaden. Die Köpfe zusammenzustecken. Bastian: Ja super geil, auch weil es internationales sind. Marcus: Ja absolut, das ist auch nochmal so ein neues Level, was wir ja jetzt angegangen sind mit der DNX GLOBAL und einfach nicht mehr zu stoppen. Es ist einfach zu geil. Bevor wir uns jetzt hier zu lange selber feiern… (beide lachen) Vielen Dank für Deine Zeit! Bastian: Ja, danke Dir Mann! Dank Dir für die Einladung und es hat echt mega Spaß gemacht. Marcus: Sehr gerne. Hau rein Basti! Wir sehen uns. Bastian: Hau rein, bis dann! Marcus: Bis dann! Jo Leute, das war auch schon wieder eine neue Folge der LIFE HACKZ Show. Heute mit Basti Barami von officeflucht.de. Wenn euch die Folge gefallen hat, dann hinterlasst mir doch einen Like bzw. eine Rezension auf iTunes. Ihr könnt mir aber auch gerne einen Like hinterlassen auf meiner Facebook-Seite. Das ist www.facebook.com/lifehackzshow oder ihr sucht da einfach nach LIFE HACKZ. Ich freue mich über jegliche Interaktionen, über Feedback von euch. Schreibt mir ne E-Mail an marcus@lifehackz.de, wie euch die Sendung gefällt. Was ich noch anders, was ich noch besser machen kann. Das hält die Show am Leben, das hält ich am Leben. Ich brauche euch, ich brauche euer Feedback! Danke, dass es euch gibt! Danke, dass ihr mir ein Lebenszeichen gebt! Und viel Spaß bei allem, was ihr gerade noch macht. Peace & out! Euer Marcus. [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • P1 podcaster - Verden rundt i lyd og fortælling 2016-12-26

    · P1 podcaster

    Radio har i snart 100 leveret reportager, hvor lyd og stemmer har taget os med ind bag murene, vist os hvordan den anden halvdel levede og bragt skarpe nærbilleder af det fremmede, som fik den indre billedskærm til at flimre. Jeg har været igennem årets P1 podcaster-udsendelser og har bundet en buket af podcasts, der alle kredser om stedet. Og det er blevet en playliste, der kildrer både hjerne, hjerte, mave og ører. Hør producenterne fortælle om deres podcasts og få smagsprøver på alt det du kan fylde dine juleferieører med. Her er links til podcasts, der bliver omtalt i programmet: Lu Olkowskis podcasten Cargoland om havnen i Los Angeles. http://cargoland.kcrw.com/. I Sydafrika er den danske journalist Rasmus Bitsch med til at lave podcasten Sound Africa, der vil fortælle historier, som viser kontinentets mangfoldighed. https://soundafrica.org/. Podcasten Intet Nyt Fra Vestfronten bringer historier om den gamle østblok http://intetnytfravestfronten.dk/ Røverradioen er norsk fængselsradio, der hver uge sender historier om fængselslivet. http://roverhuset.no/no/ Og så skal vi også ind bag de københavnske facader. i Kvidr - Eva Kinch Brøndsteds og Rikke Vagners lydvandring - kan man høre historier fra Københavns Nordvestkvarter http://podtail.com/podcast/kvidr-stemmer-fra-fuglekvarteret/ På Vesterbro besøger Julie Thing, i podcasten Vesterbro Bag Facaden, den underjordiske tissemand, krigsbarnet, der passer et møntvaskeri og det clairvoyante diskotek.http://www.juliething.com/#/vesterbro-bag-facaden/ Lydpol tager lytterne med på en historisk lydvandring i 70ernes København. http://www.lydpol.dk/konfrontation-med-70erne-golden-days-2016/ I podcasten Dobbeltgænger vender Thomas Andersen tilbage til Viborg for at finde ud af hvad der skete den aften han blev kørt ned af sin navnebror efter et et klammeri på et pizzaria. http://politiken.dk/podcast/thirdear_podcast/art5598444/Ny-s%C3%A6son-af-Third-Ear-Dobbeltg%C3%A6nger Podcasten Bylyd fortæller om byerne, vi bor og lever i. Byen er så meget mere end de håndfaste mursten - det handler også om livsværdier, historiefortælling, magt, bæredygtighed og fremtidsvisioner .http://www.bylyd.dk/ Og så er der de steder, som kun findes i fantasien. For eksempel den lille engelske kanalø Piffling, hvor 2 bedemænd kæmper om kunderne. Øen og historierne om de sære skæbner er ren fiktion og radioteater og de kan høres i den engelske fiktionspodcast Wooden Overcoats. http://www.woodenovercoats.com/ Ørkenbyen Night Vale er også tankespind, og i den populære fiktionspodcast Welcome to Night Vale kan man høre lokalradioværten Cecils bløde og foruroligende stemme fortælle om den kommende uges vejrudsigt, svævende katte, kutteklædte mænd på torvet, meddelelser fra Sheriffens Hemmelige Politi, trafikmeldinger og rapporter om uforklarlige lys på himlen. http://www.welcometonightvale.com/ Vært: Susanna Sommer.

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  • Episode 17 // Alexandra Balshøj

    · Martiny Podcast

    Mød Alexandra Balshøj! Medstifter og partner i karriere- og iværksætternetværket Ladies First. Soon-to-be forfatter. Projektleder hos det kreative bureau Knowtheirname. Og skide-sej powerkvinder med fart over feltet og flere timer i døgnet end de fleste. Jeg er super glad for, at Alexandra tog sig tid til at snik-snakke med mig, og jeg har glædet mig meget til at dele dagens episode med jer. Vi kommer både ind på Alexandras personlige karriererejse, der både har budt på en tur forbi universitet og flere år som selvstændig. I dag arbejder hun som projektleder og i sin fritid jonglerer hun sideløbende en håndfuld passion projects - for som Alexandra selv så smukt forklarede det: "Nogen går til Zumba og andre går til bogprojekt". Som medstifter af et kvindenetværk er Alexandra vant til at forholde sig til spørgsmål om køn og ligestilling, og derfor havde jeg glædet mig til at plukke til hendes viden og holdninger særligt til emnet. For er der overhovedet brug for et netværk kun for kvinder? Har mænd og kvinder ligestilling på arbejdsmarkedet? Og bliver de maskuline værdier stadig ophøjet? Alexandrea valgte i sin tid at skrive speciale om, hvordan vi får flere kvindlige iværksættere, og hun har en kæmpe viden på området, så jeg er sikker på, at I vil få noget ud af vores snak, hvis I finder emnet lige så interessant som jeg. FIND ALEXANDRA HER: https://www.facebook.com/franultilhundrede/?fref=ts http://ladiesfirst.dk/ https://www.linkedin.com/in/alexandrabalshoej { I denne episode kan du høre om… } ... Alexandras karrieredrømme - fra fashiondesigner til iværksætter ... at ønske en kreativ uddannelse og ende på universitetet ... ikke at ville blive endnu en arbejdsløs akedemiker ... mødet med Cille Veje, og hvordan hun inspirerede ... at begynde at sige ja, på trods af frygt ... at hvorfor hun sammen med to andre stiftede Ladies First ... hvorfor der var og er behov for et netværk for unge, ambisøse kvinder ... Alexandras holdning til ligestilling ... hvilke udfordringer man som kvinde kan blive mødt af ... hvordan vi får flere kvindlige iværksættere i danmark ... den stereotype leder og hvorfor, det kan være vanskeligt for kvinder at se sig selv i den rolle ... netværk og ønsket om at blive blive selvstændig ... at tage det skræmmende step fra at være iværksætter til at få et job-job. ... om bogprojektet fra 0-100. FIND MIG HER: emmamartiny.dk/martinypodcast/ www.instagram.com/emmamartiny/ www.facebook.com/emmamartinyblog/?ref=hl

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  • Gud elsker byen

    · ImF-Ung Podcast

    Espen Andreas Hasle, leder for acta barn og unge i normisjon, deler noen tanker om byen. Han mener at skal du se etter Gud, bør du ta en tur i byen! Målet for den store fortellingen i Bibelen er nemlig en by. Hør om hvordan Jesus overvinner alt det som er negativt med byen i dag, og skaper noe nytt. Hør hvordan den perfekte fremtidsbyen vil være. Aktuelle bibelvers: Johannes' åpenbaring 21.1-3 «Og jeg så en ny himmel og en ny jord. For den første himmel og den første jord var borte, og havet fantes ikke mer. Og jeg så den hellige byen, det nye Jerusalem, stige ned fra himmelen, fra Gud, gjort i stand og pyntet som en brud for sin brudgom. Og jeg hørte fra tronen en høy røst som sa: «Se, Guds bolig er hos menneskene. Han skal bo hos dem, og de skal være hans folk, og Gud selv skal være hos dem. Han skal være deres Gud...» Johannes' åpenbaring 21.10-11 «I Ånden førte han meg opp på et stort og høyt fjell og viste meg den hellige byen, Jerusalem. Den kom ned fra himmelen, fra Gud. Byen hadde Guds herlighet og strålte som den kosteligste edelsten, som krystallklar jaspis.» Johannes' åpenbaring 21.22-25 Noe tempel så jeg ikke i byen, for Herren Gud, Den allmektige, og Lammet er dens tempel. Og byen trenger ikke lys fra sol eller måne, for Guds herlighet lyser over den, og Lammet er dens lys. Folkene skal vandre i lyset fra byen, og jordens konger skal føre sine rikdommer dit. Byens porter skal aldri stenges etter dagen, for natt skal det ikke være der. Spørsmål til samtale: Hva tenker du om at den store fortellingen i Bibelen går fra Edens hage til byen det nye Jerusalem? Hva er det som skiller denne fremtidsbyen som Bibelen forteller om, fra de byene vi ser i dag?

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  • Björn Tantau ★ Internet & Online Marketing Know-How aus über 20 Jahren

    · 01:29:47 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Björn Tantau Hey ihr Lieben und willkommen zu einer neuen Folge von LIFE HACKZ! Dieses Mal live aus dem Surf Office in Lissabon, in dem wir seit zwei Tagen jetzt sind und unser DNX CAMP vorbereiten. Das DNX CAMP startet am Mittwoch mit 17 Teilnehmern. Und hier aus dem Surf Office Coliving und Coworking Space habe ich das Interview mit dem Björn Tantau aufgenommen. Björn ist ein alter Bekannter von mir aus der Online Marketing Zeit. Speziell aus dem SEO Bereich. Wir haben uns auf vielen Konferenzen getroffen, öfters beim Bierchen mal über die neuesten Trends und Hacks ausgetauscht und habe mir gedacht: Jetzt wo ich selber einen Podcast habe mit Zuhörern “Wieso mache ich das nicht mal mit dem Björn? Ruf ihn an über Skype und frag ihn aus, was gerade Phase ist in der  Internet Marketing oder Online Marketing Welt. Und nimm das Ganze auf, sodass alle was davon haben.” Also viel Spaß beim Interview mit Björn! In dieser Folge lernst du: Wie du 100% Performance bei deiner Marketing Strategie bekommst. Warum du deinen Realname bei Facebook nutzen solltest. Warum Podcasting gerade immer beliebter wird. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus   SHOWNOTES Björn Tantau Snapchat Instagram Periscope Meerkat Amy Porterfield Tim Ferriss Pat Flynn Social Media Examiner DNX BERLIN DNX CAMP   [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Björn Tantau   Marcus: Moin moin Björn and Welcome to the LifeHackz Show! Björn: Marcus, grüß Dich! Marcus: Wo bist Du? Was machst Du? Björn: Ich bin in Hamburg im Home Office und sprech mit Dir! Wo bist Du? Bei Dir ist die Frage ja richtiger, weil Du bist ja wahrscheinlich mehr als ich unterwegs. Marcus: Ja, wahrscheinlich. Also wir sind jetzt vor zwei Tagen in Lissabon angekommen, nachdem wir vorher auf Mallorca waren. In dem Bedndesk Coliving und Coworking Space. Ja, also und jetzt sind wir im Surf Office, also im nächsten Coliving und Coworking Space vom Peter Faber. Der hat auch eins schon in Gran Canaria aufgemacht und jetzt checken wir das hier in Lissabon aus. Björn: Das klingt doch sehr entspannt. Ich war vor zwei Wochen auf Menorca, aber nur im Urlaub. Insofern habe ich da nicht gearbeitet, aber ich weiß natürlich, dass auch Mallorca eine schöne Insel ist. Insofern ist es eine feine Sache da zu sein, auf jeden Fall. Marcus: Ja cool. Was ist so Dein Background? Also wir beide kennen uns ja jetzt auch schon länger persönlich, eher so aus der Online Marketing Szene und speziell da so aus dem SEO Bereich, wo ich ja auch herkomme und Du bist ja noch viel länger in diesem ganzen Bereich unterwegs und mehr oder weniger ein Urgestein in der deutschen SEO Szene oder Online Marketing Szene. Vielleicht erzählst Du mal so Deine erste Station. Seit wann Du da so die ersten Touch Points mit Online Marketing in Deutschland hattest und was Du jetzt aktuell gerade machst. Björn: Die ersten Touch Points sind in der Tat relativ lange her. Ich hatte irgendwann - das ist eine Geschichte, die ich immer gerne erzähle, die auch gerne mal nachgefragt wird - 1995 tatsächlich das erste Modem: 28,8 K von Motorola. Das war noch zu AOL Zeiten, wo man sich irgendwie für 50 oder für 20 Pfennig einwählen musste und dann kostete so eine Minute um die 10, 15, 20 Pfennig, keine Ahnung, irgendwie sowas war das, und da konnte man auch noch nicht gleichzeitig telefonieren und surfen. So war das damals. Das muss man den Leuten heute erklären. Also Menschen, die heute halt um die 20 Jahre alt sind, die können halt nicht verstehen, warum man denn nicht einfach so, keine Ahnung, sich hinsetzt und dann irgendwas macht und nebenbei mit dem Festnetz telefoniert. Das war damals so der erste Touch Point quasi und dann habe ich angefangen so einbisschen das Internet zu erforschen; bin tatsächlich relativ schnell in irgendwelchen Chat-Rooms gelandet. Das war damals 1998 irgendwie noch total angesagt. Ähm, wo man sich quasi mit, auch wie heute, mit eher unbekannten Leuten - also ich will nicht sagen, so wie bei Chat-Roullette - aber mit unbekannten Leuten unterhalten hat, aber es war alles noch ein bisschen gesitteter als heute. Also das Netz war auch nicht so überfüllt. Ich meine vor 20 Jahren waren da vielleicht irgendwie, keine Ahnung, in Deutschland, was weiß ich, so keine Ahnung, vielleicht ne Millionen Leute online oder zwei. Heute sind’s ja irgendwie 40, 50, 60 Millionen Leute. Und das war noch ein bisschen gesittet damals. Also, da war es nicht so krass, wie man’s heute kennt von irgendwie Snapchat und solchen Sachen. Ja, dann habe ich relativ schnell angefangen so zu gucken, was kann man denn da so machen? Und habe versucht damals für meine musikalischen Tätigkeiten - ich habe damals als DJ gearbeitet unter anderem, habe auch ein bisschen prodziert - das Internet da zu nutzen für diese Dinge und da ein bisschen Marketing zu machen. Und daraus entstanden relativ schnell Websites. Also klassische Websites, statische Websites, wo man halt versucht hat, oder wo ich versucht habe, irgendwelche Dinge nach vorne zu bringen. Das klappte auch ganz, muss man sagen relativ gut. Ich habe dann lange Jahre quasi nebenbei... was man heute ja als Sidepreneur bezeichnet. Du hast ja auch mit Michael schon gesprochen, glaube ich, da weißt Du ja, was ein Sidepreneur ist. Und da habe ich dann letztendlich über dieses selber erstellen von Webseiten, den Weg gefunden zu allen anderen Disziplinen die es so gibt. Also zum Online Marketing, zum SEO, ganz später auch dann zum Social Media Marketing. Aber damit fing es eigentlich an und ich habe dann nebenberuflich - ursprünglich habe ich ja einen Beruf aus der Finanzdienstleistungsbranche erlernt, was sicheres, man kennt das ja - und dann nachher halt erst festgestellt, dass Online ja viel geiler ist. Man muss sagen, ich bin ja Jahrgang 74, habe also 1995 Abitur gemacht und ganz klare Sache: Damals hätte sich noch keiner erträumen lassen, dass das mal in 20 Jahren so ist. Hätte ich damals schon gewusst, wie Online halt abgeht, hätte ich mit Sicherheit einen anderen Beruf damals gewählt oder gleich irgendwie ein Studium gemacht zu, keine Ahnung, Mediengestaltung oder irgendwie sowas. Oder Werbung, Marketing. Aber damals konnte sich halt niemand vorstellen, dass das Ganze so krass mal abgeht und fünf Jahre später, im Jahre 2000 bei der .com-Crisis sah es ja auch erstmal so aus, als ob der ganze Kram wieder quasi implodiert. Aber dann hat es sich ja relativ gut entwickelt. Naja, und ich war halt dann quasi in dem Teil drin, hab dann irgendwann 2006 meinen Hauptberuf an den Nagel gehängt und dann mich auf meine Webseiten konzentriert, unter anderem ein Musikportal, was lange Zeit gut lief mit knapp ner halben Millionen Hits pro Monat. Das hat also ne Zeit lang relativ gut funktioniert. War natürlich als Projekt, was 2001 gestartet ist, teilweise nicht so ganz sauber aufgebaut, sodass dann nachher da relativ viel Arbeit reingesteckt werden musste, um das ganze zu Maintainen und am Start zu halten. Ähm, habe über dieses Portal aber die ganze Sachen, die ich dann selber so entdeckt habe, von Suchmaschinenoptimierung über Social Media Marketing, Affiliate Marketing, also alles mögliche, was damit zusammenhängt, wenn man so ein Portal an den Start bringen möchte. Habe dann darüber auch letztendlich angefangen, Dienstleistungen selber anzubieten als Freelancer und habe das ein paar Jahre lang gemacht. Das war auch super und hat viel Spaß gemacht, nur habe ich dann irgendwann, so 2011/2012 gemerkt, dass man so als Ein-Mann-Freelancer letztendlich doch einfach an seine Grenzen stößt, im Sinne von Man-Power. Und mir waren dann die Projekte, die ich dann quasi betreut hatte - ich will nicht sagen uninteressant geworden, aber doch - zu klein geworden, sodass ich halt nochmal geguckt habe, wie kann ich jetzt nochmal so ein bisschen größer werden und selber meine Skills noch schärfen, indem ich halt an größeren Projekten arbeiten kann, also noch größeren Projekten, wie man auch in einem professionellen Team arbeiten kann und so kam ich dann 2012 zur alten THG, muss man heute ja sagen. Es gibt ja heute schon eine neue THG, aber damals bei der alten THG, wo ich dann Social Media Marketing, später auch Head of Social Media gemacht habe. Und da habe ich dann quasi diese ganzen anderen Sachen gemacht. Größere Portale betreut und dort quasi, das was ich generell schon alles wusste, ein bisschen geschleift, an größeren Sachen ausprobiert und natürlich auch noch viel dazu gelernt und so weiter und so fort. Dann war es mit THG ja bedauerlicherweise Mitte 2013, glaube ich, zu Ende. Dann bin ich zu einer weiteren Agentur in Hamburg gewechselt, habe so ein bisschen Inbound Marketing gemacht und bin jetzt quasi seit Anfang dieses Jahres bei Facelift, auch in Hamburg. Das ist ein sehr cooler Laden. Das sage ich nicht, weil ich da angestellt bin, das sage ich, weil es so ist. Weil Facelift halt diese Facelift Cloud bastelt und die Facelift Cloud ist halt so ne All in One Lösung für Social Media Marketing. Mittlerweile auch Digital Marketing, weil da auch E-Mail Marketing mit drin ist und all solche Sachen. Und das ist eigentlich ziemlich cool, weil ich da jetzt nochmal richtig so diesen Prozess kennenlernen kann. Was ich gemacht habe ist Marketing mit nem Team zusammen und ich kann da nochmal den Prozess kennenlernen, wie es halt so ist, nicht nur als Agentur oder als Dienstleister zu arbeiten, sondern wie man halt das Marketing für ein Produkt macht. Das kannte ich bisher…. also natürlich kannte ich das auch, weil ich früher selber auch schon Produkte gemacht habe, aber nicht in der Größenordnung. Das ist halt ein…. ja, wir bezeichnen uns gerne noch als Startup. Unter 50 Personen arbeiten dort. Über 1000 Kunden in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Und dort wird halt dieses Produkt noch richtig schön geschliffen und nach vorne gebracht. Und das ist halt sehr interessant, weil ich da halt nochmal wirklich auch selber meine Skills noch mehr schleifen kann, um zu sehen, wie ist das denn so abseits von Dienstleistungen für Kunden oder quasi technisches SEO für Kunden oder Social Media Marketing für Kunden. Wie bringt man so ein Produkt an den Start und wie macht man so ein Produkt richtig geil groß? Und man kann es quasi vergleichen mit Sachen wie Searchmetrics oder auch von mir aus Sistrix. Das ist so das Prinzip, nur halt das ganze nicht im SEO Bereich sondern im Social Media Bereich angesiedelt ist. Und ähm, da bin ich halt zurzeit angestellt und bin da auch - muss ich wirklich sagen - extrem happy. Man macht den Job da super gerne. Ich mache natürlich nebenbei und das muss ich ja dazu sagen, weil Leute, die mich jetzt kennen sich wundern “Hä, wieso? Ich dachte, der macht da nebenbei nur seine eigenen Sachen.” Ich mache natürlich nebenbei noch andere Dinge, wie bjoerntantau.com, mache nebenbei auch noch ein bisschen eigene Projekte. Das habe ich nie ganz sein gelassen, weil das auch keinen Sinn macht, eigene Projekte komplett hinzulegen, weil Du sonst einfach stehen bleibst in Deiner Welt, die Du halt acht Stunden pro Tag bearbeitest. Und um das halt zu vermeiden, versuche ich selber halt auf dem aktuellen Stand zu bleiben, wach zu bleiben, über den Tellerand zu blicken. Das geht halt nur, indem Du eigene Sachen machst. Einfach nur Sachen lesen, die aktuell sind, das reicht nicht. Du musst die Sachen anwenden, Du musst selber darüber schreiben, berichten und darüber auch ausprobieren und über diese Tätigkeit arbeite ich halt auch als Picker. Jetzt ist ja die Sommerpause zu Ende. Ich habe zum Beispiel im September als Picker wieder drei Termine und mache eigene Produkte, mache auch ein bisschen Coaching für ausgewählte Kunden, mache auch gerne mal einen Inhouse Workshop. Also all solche Dinge mache ich noch nebenbei. Das lässt sich alles unter einen Hut bringen, glücklicherweise. Und insofern ist es eigentlich für mich eine sehr gute Kombination und die ich eigentlich jetzt aktuell nicht missen möchte. Man weiß nie, was in fünf Jahren ist, aber jetzt zurzeit ist es für mich relativ entspannt und passt eigentlich genau. Und das wäre quasi so im Kurzabriss der Werdegang von, sagen wir mal so 2006 bis heute. Marcus: Krass! Björn: Beruflich gesehen. Marcus: Beruflich gesehen. Björn: Das Private lassen wir mal außen vor. Das ist ja nicht so wichtig. Marcus: Okay, das machen wir dann vielleicht irgendwann mal privat dann. Björn: Das machen wir bald demnächst bei nem Bierchen, falls Du da bist. Marcus: Ja, nee, demnächst bin ich nicht am Start, aber irgendwann sehen wir uns auf jeden Fall wieder in Berlin. Björn: Ja, ich wollte mir auch bei Zeiten mal hier Deine digitale - wie heißt die? DNX? Deine Konferenz da. Die wollte ich mir auf jeden Fall mal reinziehen. Die war glaube ich, zum zweiten Mal jetzt dieses Jahr oder? Oder zum dritten Mal? Marcus: Die war jetzt schon zum dritten Mal. Im Oktober ist jetzt zum vierten Mal die Deutschsprachige, und die erste Internationale war jetzt Anfang August. DNX heißt die - Digital Nomad Expo. Björn: Ah okay, sehr interessant, dann werde ich das mal auf dem Zettel behalten. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr, auf jeden Fall. Oktober wird zu knapp, aber nächstes Jahr… Weil, das Thema interessiert mich auch. Ich selber werde niemals digitaler Nomade werden, weil ich halt in Hamburg sesshaft bin, aber das Thema an sich finde ich sehr spannend. Insofern werde ich da nächstes Jahr bestimmt mal reinschauen. Marcus: Cool, geil, freue ich mich drauf! Bist auf jeden Fall eingeladen! Björn: Das höre ich gerne! Marcus: Ja, ich glaube, wie man jetzt gerade hören konnte, ein echtes Urgestein. Damals noch mit nem 14,4er Modem da eingewählt… nee, 28,8 dann. Björn: 28,8 ja, also aber es war trotzdem saulange. Marcus: Bei mir war es noch krasser. Also ich bin ja nicht weit weg von Dir. Ich bin Abi 97, Du bist 95. Und von daher war ich mit nem 14,4er Modem und davor noch mit nem Akustikkoppler unterwegs. Ich glaube, das kennen die allerwenigsten. Was da passiert ist, dass man so…. Björn: … ja Akustikkoppler kenne ich eigentlich nur aus dem Film War Games mit Matthiew Broderick. Ich hatte so’n Ding nie, aber ich hatte nen Kumpel, der hatte so ein Teil und ja… Der hat das aber auch dann relativ schnell auf den Müll geworfen, als es dann wirkliche Modems gab. Aber Akustikkoppler, das war glaube ich noch so Bildschirmtext und so’n Kram. Also ganz…. Marcus: Ja, drei Stunden warten für ein so ein ASCII Bild oder so, wo sich dann Zeile für Zeile aufgebaut hat. Und ich habe dann ehrlich gesagt, wo ich mich heute so ein bisschen drüber ärgere, weil Du gerade sagtest, wenn man das vorher gewusst hätte, was Online alles abgeht, dann hättest Du vielleicht noch früher da mit eigenen Sachen oder Business angefangen. Aber ich habe noch viel später angefangen. Also ich hing dann mehr in diesen Staff Mailboxen rum, die Du vielleicht auch kennst. Wo es dann so Download/Upload Ratios von 1:3 gab. Sprich: Du musstest 1 MB hochladen und durftest wieder 3 MB runterladen. Und das war schon viel. 1 MB hochladen hat dann glaube ich ne halbe Stunde oder ne Stunde gedauert. Björn: Auf jeden Fall! Damals bei Napster dauerte ja, glaube ich, irgendwie ein 3,8 MB Song, wenn Du Pech hattest, die ganze Nacht. Das war irgendwie Scheiße, aber na gut. Marcus: Naja, auf jeden Fall habe ich dann irgendwann dann auch den Dreh gefunden, das Internet dann auch professionell und für meine Projekt zu benutzen und irgendwann die ersten Websites gebaut und dann stand ich auch vor dem Problem: Wie komme ich jetzt an Websitebesucher? War mega stolz auf mein kleines Werk und irgendwann landet man dann bei SEO, weil man als Student ja nicht viel Kohle hat und dann kam dann irgendwie eins zum anderen. Björn: Genau. Also, wie ich schon gesagt habe, ist es tatsächlich so. Du machst ein eigenes Projekt und denkst Dir “Wow, das sieht ja geil aus”. Aber wenn es halt keiner sieht, ist es halt Scheiße. Also wenn Du dann kein Publikum hast, dann schockt das halt überhaupt nicht. Denn ich glaube, niemand sitzt gerne rum, kreiert irgendetwas und will nicht, dass es gesehen wird. Das heißt, Du sitzt halt rum und überlegst Dir “Wie kriege ich jetzt Besucher darauf?” Und ich zum Beispiel war damals noch in irgendwelchen E-Mail Newsgroups unterwegs und hab da ein bisschen rumgespamt und all solche Dinge, was man halt so 2001 gemacht hat oder 1998 und auch damals, wie heute, gab es da, wenn Du gespamt hast, auch tierisch auf die Glocke quasi. Weil da auch dann wohl tierisch geflamed und abgekanzelt wurdest von den Leuten, dass Du halt Spamer bist. Aber genau das ist der Punkt: Du machst halt was und willst, dass es gesehen wird und dann kommst Du halt letztendlich irgendwann an diesem ganzen SEO Bereich nicht vorbei, weil Du ja auch feststellst “Aha, da kann man ja irgendwie bei Google ranken und kriegt mega Traffic und auf der 1 landest, ohne Anzeigen schalten zu müssen. Also erstmal quasi für lau.” Dass man da natürlich mega viel Zeit reinstecken muss, wenn man wirklich überhaupt, also kostenfrei ranken will. Gut, damals war es ein bisschen einfacher, weil’s damals ja noch richtig spamy links gab, die auch gut funktioniert haben, aber... Marcus: ...Dann bist Du heute vielleicht spamy oder was heute cool ist, ist vielleicht in zehn Jahren schon wieder spamy. Also damals war es einfach sehr rabiat, ne? Björn: Ja definitiv, definitiv. Also das 10.000er Pack Forenlinks aus dem Footer, das klappte ja 2004 wie Hulle, ja? Klappt halt jetzt nicht, aber manche machen’s trotzdem. Marcus: Oder weißer Text auf weißem Grund oder so, das waren auch noch so meine lieblings Living-Hacks, wenn man die dann irgendwo noch woanders entdeckt hat oder so. Björn: Oder was dann kam war, den Text via CSS ausgelagert im Minusbereich. Marcus: Ja genau, so ganz weit weg rechts oder so. Björn: Oder Top 0, Left -100 px, sodass dann der Text quasi da war, aber durch CSS ausgelagert. Das heißt, Du konntest den auch nicht mehr mit Steuerung + A Dir angucken, was ja einfach war, weil weiß auf weiß. Das war dann schon quasi Keywords buffing oder hidden Text quasi schon 2.0. Aber auch das wurde von Google ja relativ hurtig erkannt. Das hat 2006, glaube ich, noch gut funktioniert, diese Methode. Marcus: Ja, das glaube ich. Und es war halt super spannend, immer wieder Google zu gamen und immer zu gucken, was funktioniert und “Scheiße, da ist wieder einer abgeraucht, also brauchen wir jetzt was neues”. Und ja, was mir damals auch total viel Spaß gemacht hat war, gerade zu den Anfängen der SEO Szene, diese geschlossenen Skype-Chats, die es glaube ich jetzt immernoch gibt… Björn: Ja, die gibt’s immernoch. Marcus: ... wo aber noch auf guten, auf hohem Niveau Wissen geteilt wurde, ohne dass man irgendwie Angst hatte, dass der andere dann auch ein Business aufmacht und einem die Kunden wegnimmt oder so. Björn: Ja das stimmt. Marcus: Ich habe da heute leider so ein bisschen das Gefühl, dass es so in SEO Szene ist und deshalb hat es mir ehrlich gesagt die letzten paar Jahre dann auch nicht mehr so viel Spaß gemacht. Irgendwann hat sich das professionalisiert. Die guten Leute haben irgendwie andere Kunden beraten und Agenturen aufgemacht oder für Agenturen gearbeitet und man ging irgendwann nicht mehr so offen mit seinem Wissen um. Natürlich ging es dann auch darum, selber irgendwie Kohle zu machen und nicht das ganze Wissen für lau rauszugeben, aber ich glaube, das ist ganz normal, wenn sich ein Markt konsolidiert und erwachsen wird. Das werden wir bei uns in der digitalen Nomadenszene vielleicht auch noch irgendwann erleben, aber jetzt gerade ist es irgendwie so ein bisschen - das hatte glaube ich der Marco Janck auch gesagt, als er das erste Mal auf der DNX war, letztes Jahr. Da hat er sich an die Anfänge der SEO Szene zurück erinnert, weil da bei uns echt dieses Caring und Sharing Prinzip im Moment noch super geil gelebt wird. Björn: Ja, die ist ja auch wahrscheinlich überschaubar bei euch die Szene. Ich kann mir auch jetzt aktuell nicht vorstellen, wie dieses digitale Nomadentum irgendwie industrialisiert werden sollte, wie es ja mit Branchen passiert. Also, bei euch ist es ja eher eine Frage des Lifestyles. Natürlich habt ihr alle auch Businesses, aber euch zeichnet ja aus, dass ihr quasi irgendwo vielleicht eine Homebase habt, keine Ahnung, bei euch wahrscheinlich Berlin, wo man irgendwie drei Monate im Jahr ist - und den Rest der Zeit halt einen Laptop sich nimmt und dann ist man halt in, keine Ahnung, Asien, Amerika, Australien. Es ist ja eher ein Lifestyle und nicht so ein Geschäftsmodell. Natürlich klar, Du könntest als Reiseanbieter vielleicht für digitale Nomaden Reisen anbieten, wo irgendwie, keine Ahnung… wo sich der Veranstalter um alles kümmert und Du kommst halt irgendwo an und kannst dann irgendwo einchecken und alles ist schon erledigt. Da ist dann die Frage, wie dann der Lifestyle darunter leiden würde, weil dann wärst Du ja einfach nur ein Pauschaltourist... Marcus: Ja, mehr oder weniger... Björn: Ich denke mal, Leute wie Dich zeichnet ja aus, dass Du quasi auch mal aus Bock irgendwo hinfliegst, nach dem Motto “Finde ich geil, war ich noch nie”. Und dann fährst Du da  halt hin und dann bist Du halt da; weißt aber auch gar nicht, was da am Start ist und musst erstmal Dich da ein bisschen zurechtfinden; suchst Dir da ein Hotel oder da ne Pension oder wie das so läuft. Oder keine Ahnung. Es ist ja wie gesagt, eher ne Frage des Lifestyles und nicht so des Produkts, wie es halt bei SEO letztendlich so ist. Marcus: Ja ja, was ich meine ist, dass dann irgendwann die Businesses ein bisschen aneinander rasseln oder aneinander geraten, aber es ist wie gesagt, im Moment noch alles cool. Aber genau, was Du dann eben gesagt hattest, vielleicht Reisen für digitale Nomaden anzubieten. Genau das machen wir mit den DNX CAMPS. Mehr oder weniger. Es sind keine Reisen. Es ist eher ein Coliving und Coworking, ziemlich intensiv von 10 bis 15 Leuten, 10 Tage lang an einem Spot und deshalb sind wir auch gerade im Surf Office. Ab Mittwoch startet hier das erste DNX CAMP in Lissabon, was auch ausverkauft ist mit 17 Leuten. Also da haben irgendwie zwei mehr aufgenommen. Und das kann aber ganz cool sein für die Leute, die a) irgendwie ein bisschen Comfort brauchen oder sagen “Ey, ich will mich nicht darum kümmern, wo finde ich die nächste Sim-Karte, wo kann ich arbeiten gehen, wo finde ich meine likeminded People, wo ist der Coworking Space?” sondern mehr oder weniger so ein Softlanding für Entrepreneure oder für digitale Nomaden, die… also Voraussetzung ist, dass Du ein eigenes Business laufen hast und kannst dann einfach dran teilnehmen und kriegst dann die Infrastruktur von uns schon gestellt und hast dann die Benefits, dass wir auch noch Aktivitäten machen. Also gesunden Lifestyle. Wir machen noch Sport und wir gehen miteinander raus. Aber wir Coworken auch, machen Masterminds, haben Talks etc. pp. Also da gibt’s auch schon die ersten Projekte. Wir sind nicht die allerersten, es gibt da auch andere, die das machen. Von daher hast Du da eigentlich schon in die richtige Richtung gedacht. Björn: Na siehste, läuft doch. Marcus: Jo. Ähm, eben hatten wir ja das Thema, dass wenn man ein neues Projekt gestartet hat, so wie wir vor zehn Jahren oder so, war mehr oder weniger SEO die erste Wahl. Du als Social Media Experte kannst mir vielleicht verraten, a) ob das immernoch so ist und b) wenn nicht: auf welche Kanäle Du setzen würdest, wenn Du sagst “Nee, ich habe irgendwie keine Ahnung mit SEO. Das ist mir alles zu kompliziert, ich habe aber auch keine Kohle für einen Dienstleister und Wordpress möchte ich mich auch nicht mit beschäftigen.” Was für andere Mittel und Wege gibt’s da? Björn: Also ich bin einer von denen, die niemals eine Disziplin komplett ausschließen würde, so nach dem Motto, keine Ahnung “SEO ist tot” oder so’n Scheiß. Ähm, das erzählen ja manche. Ich würde nicht sagen, Facebook ist tot oder Social ist tot. Es geht darum, dass Du letztendlich immer diesen einen Schritt gehst. Du schaust Dir an, welche Faktoren aus den einzelnen Disziplinen kann ich benutzen, um mein Business nach vorn zu bringen. Diese Faktoren suchst Du Dir aus. Diese Faktoren integrierst Du, die entwickelst Du weiter und diese Faktoren behältst Du. Alles andere, was Du nicht brauchst, was nicht funktioniert, das lässt Du dann quasi bleiben. Das heißt, Du nimmst Dir aus all dem, was Online Marketing zu bieten hat - das kann aus dem Bereich SEO sein, das kann aus dem Bereich Facebook sein, das kann aus dem Bereich Afiliate Marketing sein, das kann aus dem Bereich E-Mail Marketing sein - da nimmst Du Dir halt die Sachen raus, die für Dich persönlich am besten funktionieren und machst daraus quasi Dein eigenes Online Marketing für Dein Produkt oder für Dein Projekt oder Dienstleistung. Das muss auch nicht immer auf jedes einzelne Produkt passen. Es kann sein, dass Du ein Produkt hast, wo SEO wichtiger ist als Social Media Marketing und umgekehrt. Aber das ist halt der springende Punkt. Dass Du nicht mit diesem Scheuklappendenken da rangehst und sagst “So, ich muss jetzt unbedingt SEO machen, alles andere ist Schrott!” Du musst halt Dir überlegen, was funktioniert für Deinen Bereich am besten und das kann SEO sein, muss aber nicht. Das kann auch Facebook Marketing sein. Du kannst heutzutage wesentlich …. wenn Du es richtig anpackst, sehr, sehr viel Traffic Dir aus Facebook besorgen und es kommen auch immer neue Sachen dazu. Ich zum Beispiel bin jetzt aktuell am testen von einem Whatsapp Newsletter. Das heißt, ich habe durch Zufall vor zwei, drei Wochen herausgefunden, ein Thema mit dem ich mich auch schon länger beschäftige, weil ich mir überlegt habe: Wie kann man denn Whatsapp für’s Marketing einsetzen? Weil Whatsapp ist ja schnell, persönlich und vielleicht im Gegensatz zur E-Mail, sendet Whatsapp ja immer die Push-Nachrichten und Du kannst Dich dem ja gar nicht entziehen. Das heißt Whatsapp Newsletter und jetzt habe ich neulich durch Zufall ein paar Anbieter entdeckt, die ich mal alle jetzt durchteste. Und das ist ein echt spannendes Thema, weil Whatsapp, wie gesagt… E-Mail Marketing ist auch schon ganz geil, weil die E-Mail kriegst Du auch auf’s Handy, wenn Du willst. Aber die E-Mail kriegst Du nur auf’s Handy, wenn Du auch das eingestellt hast. Und viele Menschen haben das halt nicht, weil die sagen “Oh, ich krieg pro Tag 150 E-Mails. Dann bitte nur noch auf meinen Desktop-Rechner bei der Arbeit und nicht noch abends, wenn ich vor’m Fernseher sitze”. Whatsapp aber… wer Whatsapp installiert hat, der kriegt auch diese Nachrichten, weil er logischerweise wissen will, wenn ein Kumpel, Bekannter oder ein Freund ihn anwhatsapped, da will er es ja lesen. Und deswegen ist Whatsapp in Newslettern eine ziemlich coole Sache und ich teste es halt gerade jetzt seit ein paar Tagen und bin bisher relativ zufrieden damit, was da rumkommt. Es ist natürlich ganz neu und da muss man noch ein bisschen dran arbeiten, aber das ist halt, was ich meine. Es ist ein neues Produkt und es kann sein, dass es für Dein Produkt, Deine Dienstleistung, Dein Business funktioniert. Dann solltest Du es integrieren und weiterentwickeln. Es kann aber auch sein, dass es nicht funktioniert und dass Leute halt sagen “Hier WhatsApp, Du willst mich hier mit WhatsApp Nachrichten nerven, businessmäßig? Hier komm, weg und lass mich in Ruhe!” Dann klappt das halt nicht. Aber halt dieses Scheuklappendenken weglassen und immer flexibel sein, ne? Du musst halt sehen, alle Businesses, die auch groß geworden sind, sei es nun von Google über Facebook, das sind halt Leute, die halt immer sich gesagt haben “Ich brauche irgendetwas neues”. Und auch Google hat sich ja zum Beispiel aus bestehenden Konzepten, das war ja nix neues, Suchmaschine. Es gab ja vorher schon Altavista und Likecross und Fireball und wie sie alle hießen. Google hat es halt nur besser gemacht oder Facebook hat’s genauso… Es gab ja auch vorher schon Social Networks. Nur die haben halt gesagt “Ich benutze die Sachen für’s Business, die funktionieren. Die entwickle ich weiter und alles andere, damit halte ich mich nicht auf.” Und das ist halt der springende Punkt. Das ist ja auch das klassische Grow Marketing, dass Du halt sagst “Ich nehme genau die Filetstücke, die für mich gut sind und alles andere lasse ich auf dem Teller und das kann von mir aus auf den Müll, ich brauche das nicht”. Und die anderen Sachen werden weiter entwickelt und dann klappen auch meistens die Projekte ganz gut. Deswegen musst Du halt gucken was funktioniert und musst halt wissen was funktioniert. Und wenn Du halt das nicht testest, dann weißt Du es nicht. Aber dieses Testen ist halt manchmal nervig, manchmal anstrengend, manchmal musst Du ein bisschen Geld ausgeben und davor scheuen halt auch paar Leute zurück. Deswegen, um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen, würde ich niemals sagen “Mach nur SEO oder mach nur Facebook oder mach nur, was weiß ich, Instagram”, sondern guck Dir an, was funktioniert für Dich? Teste alles durch und dann weißt Du, was funktioniert. Es kann sein, dass alles funktioniert, es kann sein, dass von allen Sachen nur ein bisschen was funktioniert. Dann weißt Du aber genau, in welcher Disziplin sind für mich die richtigen Stellschrauben? Wo muss ich 50% nehmen, wo muss ich 10% nehmen, wo muss ich 30% nehmen und wo der Rest? Damit ich nachher meine 100% quasi Performance Marketing Funktionalitätskuchen bekommen, wer denn mein Produkt richtig antreibt. Und das ist letztendlich das, worauf es ankommt. Ich persönlich, als jemand, der aus der SEO Branche kommt und auch gesehen habe, wie sich dieses ganze SEO gewandelt hat und auch wie gefährlich SEO ist, wenn Du halt ne Strategie hast, die halt nicht so ganz safe ist und Google dann sagt “Ja, wir haben jetzt ein Update gemacht und ja, Sorry, aber Dein Projekt ist jetzt ne Zeit im Nirwana verschwunden”. Ich weiß noch, wie es damals bei Panda und Pinguin war. Da gab es Leute in den USA zum Beispiel, von da weiß ich’s. Die sind mit Projekten, von denen sie vorher wirklich gut gelebt haben, in einer Nacht alle weggerauscht und es gab da Leute, die waren danach halt suizitgefährdet. Und dann musst Du ganz klar wissen, wenn Du Deine Strategie auf nur einer einzigen Säule aufbaust und Du bist da ein bisschen spamy unterwegs oder nicht ganz koscher und mauschelst ein bisschen, dann musst Du wissen, dass Du, wenn Du Pecht hast, da halt rausgeworfen wirst. Das kann übrigens bei Facebook - das wissen viele Menschen nicht - auch passieren. Konkretes Beispiel, was gerade in den letzten Wochen durch die Medien geisterte: Wenn Du mit einem Fake Account auf Facebook unterwegs bist - manche Menschan haben ja so lustige Accounts und heißen dann Vorname: Moni, Nachname: Ka. Ne, schonmal gesehen? Oder Vorname: Flo, Nachname: Rian. Weil die ja denken “Haha, voll clever. Facebook erkennt mich nicht. Und die haben dann damit halt auch teilweise Business Accounts administriert. Als Business Manager oder Power Editor. Und solche Accounts wurden halt von Facebook immer schon gerne gesperrt und wurden auch in letzter Zeit gesperrt. Und das waren dann Leute, die konnten dann von heute auf morgen nicht mehr auf ihre Facebook Page zugreifen. Und wenn Deine Facebook Page halt ein integraler Bestandteil Deines Businesses ist, mit dem Du vielleicht Traffic generierst und darüber halt Umsätze generierst, dann hast Du ein Problem, wenn Facebook Dich geblockt hat. Deswegen ist es manchmal gut zu cheaten, nicht immer. Man sollte sich bei solchen Sachen, wenn da wirklich viel Geld dahintersteckt, natürlich nach den Richtlinien richten und dann entsprechend auch keinen Mist machen, weil sonst geht’s in die Hose. Und das ist halt, was ich auch Leuten, die mich halt fragen “Womit soll ich anfangen und worauf setzen?” Da sage ich immer so “Guck Dir an, was passt für Dich? Nimm die besten Sachen raus. Integriere die, entwickle die weiter und dann hast Du quasi am Ende Dein eigenes integrated Online Marketing”. Und das ist letztendlich das, was ich allen Leuten empfehlen würde. Marcus: Mh, also Du hast da echt viele und gute Punkte angesprochen, die man glaube ich, immer wieder wiederholen muss. Gerade bei Leuten, die neu in dieses ganze Online Business einsteigen und vielleicht auch irgendwie getriggert worden sind von jemandem, der gesagt hat “Das ist mega easy. Reichwerden über Nacht” Da gibt es leider immernoch so viel Schrott und spamige Seiten zu. Und die da mit völlig falschen Erwartungen einsteigen und dann merken: Es ist harte Arbeit. Und wie Du schon sagtest: Manchmal ist es ein bisschen unangenehm, es ist nervend neue Sachen zu probieren. Aber dieses Lernen, das hört nie auf. Das wird bei Dir nicht aufhören, obwohl Du schon 20 Jahre im Online Business bist. Das wird bei mir nicht aufhören. Und so muss man halt bereit sein, immer weiter zu lernen und auch zu testen und auszuprobieren. Und Du hast ja auch die Beispiele von Google und Facebook oder andere Startups in den USA.. Die haben auch immer wieder ihr Business Modell überprüft und Pivot gemacht, getestet - funktioniert nicht “Okay, wir machen das nächste”. Du testest jetzt gerade hier Whatsapp als neuen Channel. Ich teste gerade Periscope. Was hältst Du davon? Björn: Periscope ist ne lustige Sache, aber wird glaube ich in Deutschland nicht so groß werden, wie in den USA, weil das deutsche Zielpublikum meines Erachtens nicht so Öffentlichkeits…. oder so zurschaustellend getrieben ist, wie es in den USA ist. Unabhängig davon bin ich der Ansicht, dass Snapchat, Twitter mit Periscope in den nächsten paar Monaten einen fetten Strich durch die Rechnung machen wird, weil Snapchat nämlich genau das auch machen kann - rein theoretisch, rein technisch. Und Snapchat hat einfach, speziell bei den jugendlichen Zielgruppen, einen viel, viel höheren Stellenwert als das Twitter jemals haben kann. Du musst ganz klar sehen, dass Twitter ja krass in der Krise steckt. Und wenn ich Leute erzählen höre, dass Twitter irgendwie in Deutschland 9 Mio. User haben soll, dann sorry, da kann ich nur irgendwie ein bisschen grinsen. Ich habe letztens den Twitter Account gesehen von Manuel Neuer. Der hat irgendwie 2,8 Mio. Follower und ich behaupte, das ist 98% Twitter Germany Penetration bei 2,8 Mio. Followern. Weil Twitter einfach bei uns nicht groß geworden ist. Frag mich nicht, woran’s liegt. Marcus: Ich habe das ehrlich gesagt auch nie genutzt. Mir war das einfach zu viel, zu schnell, zu hektisch und noch ne Timeline mehr, die Du überhaupt nicht verfolgen kannst. Björn: Also in den USA ist es halt relativ organisch gewachsen und da hat auch jeder Fernsehmoderator, jeder Journalist hat da seinen Hashtag und seinen Twitternamen mit @ eingeblendet. Das ist bei uns irgendwie nie so gekommen, dass, keine Ahnung, Zirkus Halligalli läuft auf ProSieben, da hast Du da oben mal so nen Hashtag mit Halligalli, der dann mal für drei Sekunden eingeblendet wird. Und da wird auch viel diskutiert auf Twitter. Also man soll nicht denken, dass das da ne Geisterstadt ist. Aber vielleicht zu anderen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook oder auch Instagram oder auch Snapchat, wird da halt nicht so viel diskutiert. Und dieses Periscope ist ne feine Sache, es ist ganz nett. Man muss halt immer auch was zu bieten haben. Es ist halt so, wenn eine neue App wie Periscope rauskommt, dann nehmen das viele Menschen und satteln da einfach irgendwas rein und erzählen da irgendwas. Das ist natürlich ganz geil, wenn Du mit Deinen Freunden und Bekannten aktuell am Start bleiben willst. Also das ist natürlich super witzig, wenn Du zum Beispiel auf einer Party bist und irgendjemand ist, was weiß ich, irgend ein Kumpel von Dir hat keine Zeit oder was weiß ich, muss auf seine kleine Schwester aufpassen oder ist halt verhindert oder im Urlaub oder irgendwas. Das ist natürlich super geil, wenn Du dann die Party quasi via Periscope zu ihm bringen kannst. Das ist für den privaten Sektor ganz geil. Wenn Du so was aber im Marketing einsetzen willst, dann musst Du schon was zu bieten haben. Also wenn zum Beispiel David Guetta seine Show in New York halt live streamen würde, was er natürlich auch tut, das ist natürlich für die Fans ne geile Sache. Aber alle anderen, also der Friseursalon um die Ecke, der muss sich schon überlegen “Was kann ich jetzt bei Periscope machen, damit die Leute auch nen Mehrwert davon haben? Wir können zum Beispiel ein paar neuen Frisuren vorführen innerhalb von 10 Minuten”. Weil Du musst ja immer gucken, dieses Marketing muss sich ja nicht nur für die großen Brands lohnen, es muss sich ja auch für den Mittelstand und den KMU Sektor lohnen, weil sonst wird es halt nicht groß. Es gibt halt ein paar große Brands, klar. Die haben viele Fans, die haben viele Konsumenten, aber letztendlich, was die Sachen halt groß macht sind ja nicht die fünf, sechs großen Brands. Also, wenn jetzt irgendwie Snapchat hingegangen wäre und hätte gesagt “Wir überzeugen jetzt irgendwie Adidas, Nike und Puma”, dass sie halt Snapchat machen, dann wäre das halt nice to see gewesen, aber es wäre nicht groß geworden. Indem es halt die normalen Menschen machen und sich damit austauschen, dann wird die Sache groß. Und Du hast es ja bei Google+ gesehen. Dass Google+ ja massiv versucht hat diesen Google Hangout Kram mit FC Bayern und mit Fußballspielen und mit Backstage Berichterstattung und mit privater Hangout mit Klitschko und allen möglichen Leuten, da haben sie es auch nicht geschafft, weil Google+ einfach nicht diesen Nimbus hatte, dass es halt angesagt ist, ne? Und bei Twitter sehe ich das bedauerlicherweise ähnlich. Ich selber nutze Twitter. Ich fand’s auch immer sehr charmant, aber sie haben’s irgendwie in Deutschland - bisher, kommt ja vielleicht noch - nicht geschafft da irgendwie durchzustarten. Was ich halt bei Sachen wie Instagramm oder Snapchat ganz anders betrachte. Also wenn ich jetzt aktuell sagen müsste, wer sind die drei wichtigsten Social Networks, dann würde ich zurzeit sagen: Facebook, Youtube und Instagram und da würde ich mich noch versteifen als vierten wirklich zu nennen: Snapchat. Weil Snapchat hat - ich sehe das schon kommen - das ist noch so in den Kinderschuhen, weil es das ja auch erst seit ein, zwei, drei Jahren gibt. So genau weiß ich’s grad gar nicht. Ich glaube seit 2011 gibt’s das. Aber dieses Jahr wird’s dann richtig groß und da ist noch ziemlich viel Musik drin und das Medium ist halt einfach so, dass es halt schnell ist, es ist authentisch und es kann auch von Brands benutzt werden. Das ist halt das Spannende daran. Und das sind halt Dinge, die bei Twitter oder auch bei bei Google+ nicht so gut funktioniert. Da haben wir in Deutschland bei fast 30 Mio. Facebook Nutzern, die auch aktiv sind und Facebook ist ja auch nicht tot, auch wenn’s immer gesagt wird. Facebook wächst ja weiter. Und letzten Montag hatten sie ja erstmals an einem einzigen Tag 1 Milliarde aktive User auf Facebook. Das musst Du Dir mal reinziehen. Das ist ein Drittel der Online Weltbevölkerung, die an dem einen Tag… Also es gibt auf der Welt sieben Milliarden Menschen, aber nur drei Milliarden sind Online. Also an dem Tag waren ein Drittel der über’s Internet erreichbaren Menschen auf der ganzen Welt, auf dem ganzen Planeten, bei Facebook an dem Tag online, mindestens ein Mal aktiv. Also aktiv heißt ja bei Facebook, Du hast was gemacht. Du loggst Dich ein und postest was, likest was, kommentierst was. Und das ist schon ziemlich krass und Facebook mit 1,5, Milliarden Usern und in Deutschland halt knapp 30 Mio. aktiven Leuten. Das ist schon eine Marktmacht und da kommst Du auch schwer dran vorbei. Aber da fehlen mir halt die wirklichen Konkurrenten. Und Periscope ist halt ein lustiges Spielzeug, wird sich aber glaube ich für Twitter nicht sehr schnell rentieren. Also es ist glaube ich für Twitter eines so der letzten Rettungsanker, um es mal groß machen zu können. Aber ich glaube, es wird halt nicht lange dauern, bis Facebook da mit irgendwas nachzieht. Marcus: Ja, das Ding ist, das haben sie nämlich schon gemacht. Also einmal zu Periscope selber, glaube ich… ich glaube da schon dran irgendwie an das Format an sich. Dass jeder in der Lage ist, irgendwas live zu streamen und jetzt nicht wie beim Google Hangout vielleicht noch nen Desktop dafür braucht oder so. Theoretisch ging’s glaube ich auch über die App. Aber Periscope ist irgendwie noch ein bisschen einfacher. Und gerade für Leute, die viel in Personal Branding stecken, wie glaube Sascha Pallenberg hat bei Periscope jetzt schon knapp 3.000 Follower, weil der hat natürlich was zu zeigen, zu erzählen. Nicht wie der Friseur unten um die Ecke. Der Sascha ist viel unterwegs. Der ist auf Konferenzen, der speaked, der macht und ich hab’s jetzt auch ausprobiert. Ich habe eins aus Mallorca gemacht, eins aus Berlin, jetzt hier im Surf Office. Als ich heute am Strand war beim Surfen und es werden halt immer mehr Follower. Weil das Gute ist, es wird gepusht an alle Deine Twitter Follower sobald Du den Periscope anmachst. Aber ich habe jetzt glaube ich vor zwei Tagen mal beim Ferris gesehen, dass er genau dieses gleiche Periscope Format getestet hat über seinen Facebook Account, wobei er aber ja …. ich weiß nicht genau. Das wirst Du wahrscheinlich besser wissen. Die Promis haben ja nochmal ne andere App über Facebook und da ist die Funktion wohl schon freigeschaltet. Also genau was Du gesagt hast. Einfach mal eben platt gemacht, das ganze coole Periscope Projekt von Facebook…. Facebook Menschen oder so? Björn: Ich glaube es war Facebook Menschen, ja. Ähm, das haben aber nicht die Promis. Ich habe das auch schon letztes Jahr von Facebook angeboten bekommen zu installieren. Aber das gibt es bisher nur für’s iPhone. Und da ich noch ein Android habe und mir erst noch ein iPhone zulegen werde, kann ich’s noch nicht nutzen. Aber es ist tatsächlich eine Streaming App, die Dich halt mit den Followern auf Deiner Facebook Page sofort verbindet. Das finde ich ziemlich cool. Marcus: Richtig cool. Björn: Und es gibt auch noch Meerkat, diese andere Live Streaming App, die sich halt jetzt die ursprünglich an Twitter angedockt war, aber ich finde, da würden wir zu viel machen, das heißt ich hätte da Periscope gemacht und jetzt sind da weg und Meerkat dockt sich jetzt auch ein bisschen weiter an Facebook ran. So wird das, wenn Facebook in diesen Livestream Ding dann demnächst mal wirklich ernst macht, glaube ich wirklich, ist Periscope ratz fatz weg vom Fenster. Marcus: Aber an sich finde ich das Format cool Björn: Aber das Format ist nicht schlecht auf jeden Fall. Marcus: Es macht auf jeden Fall Spaß. Und wann kriegst Du denn genau diesen Status? Also Dich hat Facebook jetzt auch angesprochen. Mich leider noch nicht. Wann kriegt man diesen blauen Facebook Haken? Hast Du da irgendetwas... Björn: Keine Ahnung. Der war eines Morgens mal da. Ich weiß es nicht. Es hat sicherlich auch mit der Follower-Zahl zu tun. Ich hab ja irgendwie 15,5 Tausend Fans auf meiner Facebook Seite. Hat sicherlich was damit zu tun, aber irgendwann letztes Jahr, glaube ich, im - wann war das? Irgendwann im Sommer, ist mir gar nicht aufgefallen zuerst, aber dann so nach drei, vier Tagen sah ich dann so “Oh, da ist ja was neues”. Und dann habe ich das erstmal gesehen. Ich hab dafür nichts gemacht, also das kam von selber. Ich hab keinen Antrag gestellt und gar nichts, es war einfach irgendwann da. Es hat sicherlich damit zu tun, wieviele Fans Du hast, wie aktiv Du bist, welche Daten Du hinterlegt hast, sowie Reduzierung. Also ob Deine Website dahinter steckt, ob Du mit klaren Namen auftrittst und all so nen Quatsch. Aber ich kann’s Dir nicht sagen, ich habe mich damit auch ehrlich gesagt nicht befasst. Ich hab den Haken bekommen und dachte mir “Oh, das ist ja geil” und ... Marcus: Okay, aber ansonsten hast Du jetzt keine direkten Benefits gekriegt, außer dass Du zum Beispiel die Mention App runterladen kannst? Björn: Ähm, ich weiß nicht, ob man dafür Benefits bekommt. Also ich weiß nicht, ob man vielleicht bevorzugt wird. Ich erreiche mit meiner Seite… organische Reichweite grundsätzlich minimum 50%. Also ich kann nicht sagen, dass die organische Reichweite bei mir gefallen ist, wie viele ja sagen. Also ich erreiche mindestens 50%, wenn der Artikel mal schlecht läuft. In der Regel sind es so 70% bis 90%, die ich erreiche. Marcus: Organisch, wo nichts gekauft ist. Björn: Genau, organisch. Also nicht jetzt an einem Tag, aber halt über mehrere Tage verteilt. Ähm, manchmal auch mehr. Ich weiß nicht, ob Facebook dann solche Seiten bevorzugt, weil sie sagen “Okay, der ist wieder reduziert, der postet halt die schlauen Sachen” - aus Facebook-Sicht. Ähm, das liegt sicherlich auch am Feedback der User, auch bei mir gibt’s nicht nur likes und gute Kommentare. Auch ich muss mir relativ viel “Kritik” anhören, was ich teilweise ganz witzig finde, weil ich natürlich dann weiß, wo wirklich der Schuh drückt und manchmal bei mir auch Inhalte verwendet werden, die halt der Masse oder den Fans nicht so gefallen. Und da musste natürlich drauf reagieren, weil die Fans sind Dein Kapital und wenn die halt Dir reihenweise dieses Feedback geben, dann machst Du irgendwas falsch. Also, kriege ich auch so’n Feedback, bin ich auch dankbar drüber, weil ich nur so erkennen kann, ob ich irgendwas falsch mache und dann irgendwie reagieren kann. Aber ansonsten hat alles direkt damit zu tun. Möglicherweise liegt es auch am Adspend, also ich persönlich gebe jetzt nicht viel Geld für Werbung auf Facebook aus, aber so ein paar Euro sind es halt irgendwie im Monat. Aber das kann ich Dir nicht sagen. Ich habe auch noch nie eine Seite gesehen, wo das erklärt wurde. Es wäre vielleicht mal ein interessantes Thema für nen Blogartikel, auf jeden Fall, oder für nen Podcast, aber ich persönlich weiß es nicht. Und ich glaube auch nicht, dass man darauf hinarbeiten sollte. Ich glaube, man sollte einfach einen authentischen Kanal auf die Beine stellen und dort halt den besten Content präsentieren, den man hat und versuchen, das bestmögliche zu spreaden und dann - wie es auch bei mir war oder auch anderen Leuten, die ich kenne, wo es so war - kommt das halt irgendwann von selbst. Marcus: Ja, ganz organisch. Also einfach erstmal machen und tun und am Ende irgendwann das …. also es gibt ja nen Spruch: Money will follow. Und die ganzen anderen Sachen, die folgen dann auch. Björn: Genau, den gibt es und es trifft auch manchmal zu, manchmal nicht. Da muss man ein bisschen nachhelfen, aber in der Regel trifft der zu. Das ist ja… Produkte… ist ja wie bei Dir. Du hast ne eigene Konferenzreihe gestartet. Die kam offensichtlich ganz gut an. Also hast Du da Resonanz verursacht, die Leute fanden das gut und kommen auch wieder. Also gibt es weitere Ausgaben. Es gibt ja auch und gab ja auch Konferenzen im Bereich SEO, die halt nur ein oder zwei Mal stattgefunden haben, weil die halt nicht so gut waren. Und wenn das Produkt nicht gut ist, dann wird’s halt nicht nachgefragt und dann wird’s halt… rentiert es nicht und dann wirst Du eingestellt. Ganz einfach. Und so ist es quasi mit jeder… Ne Facebook-Fanseite ist ja letztendlich nicht mehr als ein Produkt. Und wenn das halt nicht angenommen wird von den Usern, dann wächst es auch nicht und ja… gut, das ist glaube ich der ganz normale Lauf der Dinge. Marcus: Das glaube ich auch. Und gerade bei Konferenzen ist es glaube ich auch wichtig, sich immer wieder in Frage zu stellen und nicht zu sagen “Ey, das war jetzt richtig geil”, gerade nach einer guten Konferenz oder mit vielen Teilnehmern hast Du natürlich viele Schulterklopfer und kannst dann auch schnell abheben. Und wichtig ist glaube ich, dass Du a) auf dem Boden bleibst und b) immer wieder den Status Quo hinterfragst und sagst - so wie wir es jetzt auch im Oktober machen, obwohl es jetzt drei Mal richtig gut mit diesem Konzept gelaufen ist - wollen wir jetzt nicht die vierte deutsche DNX wieder mit dem gleichen Konzept machen, halt mit vielen Talks und Workshops davor. Und da haben wir es jetzt komplett so ein bisschen umgemodelt und so Barcamp-Charakter, dass wir richtig viele Workshops haben, weil das war auch das Feedback von den Leuten, dass sie noch mehr in die Umsetzung gehen wollen und noch mehr Themen abdecken wollen. Und noch mehr vielleicht auch so Mastermind-Gruppen bilden wollen. Und wichtig ist glaube ich dann auch darauf zu hören und sich nicht weiter abfeiern zu lassen und alles ist cool und so weiter zu machen. Und ich kenne Konferenzen, da gibt’s jetzt die neunte oder zehnte Ausgabe. Die haben’s jetzt gerade auch immer schwerer, glaube ich, Fresh Blood zu kriegen und die Leute, die schonmal da waren, die kommen erst recht nicht mehr wieder. Von daher, ich glaube, das ist auch so ein kleines Erfolgsgeheimnis von der DNX, dass immer wieder eine Prise Neues gibt, wo man dann denkt “Scheiße ey, irgendwie will ich das nicht verpassen, wenn da was neues passiert. Ich will dabei sein”. Björn: Ja ganz genau. Aber na gut, das ist bei jedem Produkt so. Vom Auto über weiß der Geier was. Also, Du musst halt immer ne Schippe drauflegen oder Dich komplett neu erfinden. Marcus: Was ich mich frage, wenn ich Deinen Auftritt sehe und auch Deine Selbstbeschreibung im Podcast oder so, dann sprichst Du immer von Internet Marketing. Das Magazin für erfolgreiches Internet Marketing. Björn Tantau, der Internet Marketer etc. pp. Ich persönlich, muss ich Dir ganz ehrlich sagen, verbinde mit Internet Marketing eher spamige Seiten, in denen versprochen wird, wie man ziemlich schnell ohne zu arbeiten ganz viel Geld verdienen kann. Björn: Das stimmt. Marcus: Ist das von Dir bewusst gewählt, weil Du da auf ner Mission bist und sagst, es muss bessere Seiten zum Thema Internet Marketing geben? Weißt Du, dass Du damit aneckst, gerade mit diesem Begriff? Weil für mich war es immer ziemlich einfach dann zu sagen “Okay, die Internet Marketer, das ist halt so ein Klientel für sich. Die haben’s rausgefunden, wie sie ziemlich tricky, um die Ecke gedacht, Geld machen mit anderen Leuten, aber es ist alles nicht so nachhaltig. Für mich passt Du da überhaupt nicht rein, in diesen Begriff. Darum verwirrt mich das immer jedes Mal. Björn: Also meine Webseite hieß ursprünglich auch Online Marketing. Ich habe eigentlich nur beim Podcast bewusst das Wort Internet Marketing gewählt. Das lag eigentlich daran, dass ich persönlich den Eindruck hatte, dass es beim Online Marketing - wie soll ich das sagen - ein bisschen mehr darum ging, eigentlich Methodiken und Abläufe darzustellen, als es wirklich… Also, es wurde nicht so dargestellt, wie es eigentlich sein sollte. Also, Online Marketing beschränkt sich aus meiner Sicht irgendwie auf so ein paar Bereiche. Da gehört SEO dazu und ich seh’s eher technisch. Also Online Marketing war für mich immer so ein Bereich, der eher so technisch ist. Und mit dem was ich halt tue, fand ich, war das dem ganzen nicht mehr so gerecht. Denn selbst wenn Du über SEO sprichst und über technische Sachen, dann glaube ich, ist es letztendlich doch Internet Marketing. Du hast völlig recht, dass in diesem Bereich Internet Marketing auch diese vielen Info Marketeer unterwegs sind. Marcus: Ja genau die meine ich. Björn: Genau die meinst Du. Von denen ich aber dann in den letzten ein, zwei Jahren auch eine Menge Leute kennengelernt habe und Dir ganz klar sagen muss: Da gibt es auf jeden Fall ziemlich viel Schrott. Aber es gibt da ein paar Leute… und wenn Du halt Dich damit beschäftigst, dann wirst Du die auch erkennen, die Leute, die halt tatsächlich Produkte anbieten, die auch tatsächlich mehrwertig sind. Das sind dann halt die, die nicht mit dem Über-Nacht-Reichwerden werben, sondern die, die Dir halt wirklich sagen “Hier, ich stelle Dir einen Plan zur Verfügung. Und wenn Du diesen Plan befolgst, dann kannst Du das und das erreichen”. Letztendlich wie so ein Fitness Coach, weißt Du? Wo Du anfängst und Du willst 20 kg abnehmen und dann kriegst Du halt die Anleitung, wie Du es genau schaffst. Marcus: Perfekt. Björn: Und das machen immer mehr aus der Branche und so mache ich das ja auch. Letztendlich habe ich dieses Thema Internet Marketing bewusst gewählt. Ein bisschen als Abgrenzung vielleicht, weil ich halt selber mit aus diesem Bereich Online Marketing komme. Mittlerweile, wenn ich darüber spreche, dann sage ich auch oft Internet- und Online Marketing, weil ich das beides mittlerweile etwas zusammenfasse. Aber auch bei mir geht’s ja letztendlich darum, dass ich Wissen vermittle. Ich erzähle den Leuten halt die Dinge, wie sie funktionieren und man kann sich bei mir halt inspirieren und ich mache ja auch Ebooks und solche Sachen. Und ich mache Workshops und ich mache Seminare und ich mache Personal Coachings. Das ist ja quasi alles Internet Marketing, weil ich auch da den Leuten ja nicht erzähle “Du musst jetzt unbedingt SEO machen oder Du musst unbedingt Facebook machen”. Den Leuten sage ich ja auch “Nee, bei Deinem Projekt, da ist SEO eigentlich… bringt im Endeffekt gar nix, weil der Markt viel zu klein ist. Mach lieber Affiliate Marketing” - als Beispiel. Und Affiliate Marketing ist natürlich auch technisch, aber fällt für mich auch nicht so in den Bereich Online rein, sondern eher Internet. Weil Affiliate Marketing sich damit befasst, dass Du halt Deine Werbeerfolge dort generieren willst, wo halt die Masse der Verbraucher sitzt. Und die Masse der Verbraucher, die sitzt nicht im Online Marketing, die sitzt im Internet Marketing. Ne? Und deswegen habe ich versucht, diesen Bereich Online Marketing ein bisschen aufzubrechen, also über den Tellerrand zu gucken und dann tatsächlich auch im Podcast erstmals gesagt Internet Marketing. Aber letztendlich bist Du tatsächlich der Erste, der mich darauf anspricht. (Beide lachen) Marcus: Ja, für mich ist das ein Thema, weil wir natürlich auch immer, ab und zu, nicht immer. Aber ab und zu uns mit den Leuten von der Info Marketing Schiene, von der Internet Marketing Schiene, von dem Reichwerden über Nacht, in Berührung kommen. Gerade weil wir so ne große Reichweite haben in diesem ortsunabhängigen Arbeiten Thema. Und da gibt’s ja noch ein paar Leute, die noch ganz am Anfang stehen, die sich dann viele Sachen reinziehen. Und Feli und ich haben so den Anspruch, die Leute auch ein bisschen schützen zu wollen vor Schrott. Und deshalb versuche ich da immer so ne Abgrenzung hinzukriegen, aber merke selber die Grenzen sind einfach fließend. Und wo fängt das eine an? Wo hört das andere auf? Letztendlich nutzen alle irgendwelche Marketing Techniken und es ist halt nicht ganz einfach. Und das nur an den Begriffen festzumachen, habe ich dann wieder bei Dir gesehen, funktioniert auch nicht. Von daher muss da jeder selber, glaube ich, so seine Erfahrungen machen, auch ein bisschen gesunden Menschenverstand walten lassen und überlegen: Kann ich ohne etwas zu tun und ohne Arbeit und ohne Fleiß reinzustecken, wirklich so viel Geld verdienen? Björn: Das geht natürlich nicht. Wer das glaubt, ist ein Idiot. Marcus: Ja, aber es gibt leider immernoch genug Leute… aber ich glaube, da ist der - wie sagt man so - der Wunsch des Gedanken ist irgendwie größer, als dass man bereit ist, die Realität zu erkennen. Man wünscht sich das dann so sehr, dass es so ist und glaubt daran und investiert dann sogar vielleicht - keine Ahnung, wie teuer diese ganzen Kurse sind, aber manchmal kosten die richtig viel Kohle - und ist danach enttäuscht und schmeißt danach vielleicht sogar alle Leute, die im Internet ihr Geld irgendwie verdienen, in einen Topf. Und das ist ein bisschen schade, weil wir haben dagegen immer wieder anzukämpfen und zu erklären und zu sagen “Ey, macht nachhaltige Businesses und man kann im Internet Geld verdienen mit guten Geschichten, mit guten Sachen” aber die haben uns natürlich auch nen scheiß Ruf jetzt, allen Leuten so gegeben. Björn: Ja, einige haben nen scheiß Ruf. Ich persönlich habe branchenunabhängig die Erfahrung gemacht, dass alle die, die sich nicht selber Experte nennen oder sich selber irgendwelche Superlative geben… zum Beispiel, wenn Du Dir mal meine Seite anguckst, da steht nirgendwo, dass ich selber sage, ich sei ein Experte. Das sagen immer nur andere über mich. Und wenn Leute mich fragen, wenn ich hier bei RTL ein Interview gebe und die fragen mich “Wie sollen wir Sie nennen? - Social Media Experte?” Da sage ich immer “Ja, wenn Sie wollen, gerne, aber machen Sie’s irgendwie…”. Also, das ist dann von denen halt. Ich selber würde niemals rumlaufen und sagen “Ich bin ein Experte”. 1.) weil das halt vermessen ist. Es gibt Leute, die haben genau so viel und noch mehr auf’m Kasten als ich und 2.) muss derjenige, der dann quasi meine Dienstleistung in Anspruch nimmt beurteilen, wie gut ich bin. Und wenn der dann sagt “Ja, der Tantau ist ein Experte”, dann ist das super. Aber ich würde niemals sagen “Hier, kommen Sie zu mir, weil ich bin der krasse Experte”. Marcus: Okay cool, dann hast Du vielleicht den Hörern schonmal wieder nen Tip gegeben, was ein Indikator sein könnte. Björn: Und das machen halt viele Leute aus dieser - nicht nur - Internet- sondern auch aus der Online Marketing Branche. Die rennen halt rum und erzählen, wie geil sie sind. Und damit kommst Du halt nicht weit. Wie geil Du bist, das entscheidet sich daran, was Du ablieferst. Das ist beim Sport so, das ist im Wettkampf so, das im Beruf so, das ist auch beim Ebook Verkauf so, als Beispiel. Und wenn Du ein Info Marketeer bist mit nem scheiß Ebook, dann bist Du halt kein Experte. Wenn Du aber einer bist mit nem geilen Ebook, dann bist Du der Experte, wenn andere das von Dir sagen. Aber Du selber solltest das niemals von Dir behaupten, weil dann halten die Dich alle nur für nen arroganten Angeber. Und arrogante Angeber mag man halt nicht. Die Menschen mögen auch meistens alle Menschen nicht, die sich zu sehr selber unter’n Scheffel stellen, aber so das ganz normale, gesunde Mittelmaß. Du musst Dich nicht für nen Gott halten, aber auch nicht für nen Trottel. Irgendwo in der Mitte, für so nen ganz normalen aufgeklärten, halbwegs intelligenten Menschen, der halt ein bisschen was von Online- oder Internet Marketing versteht. Und wenn Du das halt vermitteln kannst, quasi wie Du wirklich bist, diese Authentizität... Marcus: Genau das ist das Stichwort. Björn: Das muss ich Dir ja nicht erzählen. Du bist ja jemand, der ja selber sehr authentisch ist. Dann klappt das auch, weil die anderen es Dir auch glauben. Und wenn sie Dir glauben, dann haben sie viel mehr Vertrauen zu Dir, weil sie halt wissen “Aha, das ist kein Aufschneider, das ist kein Typ, der mich voll labert. Was der macht, das meint der auch so. Und er hat es ja getestet, er ist halt vertrauenswürdig.” Und das ist quasi der Schlüssel beim Info Marketing, beim Internet Marketing, beim Online Marketing. Das ist der Schlüssel dazu, wie Du halt den Leuten vermittelst: Ich habe etwas für Dich, was Du gebrauchen kannst und ich stehe quasi mit meinem Namen und meinem Wissen dafür, dass es in Ordnung ist. Und dieses Vertrauen, was natürlich auch bei vielen Firmen - und das fand ich ja letztes Jahr sehr spannend, als Google dann richtig angefangen hat, also im Bereich SEO, auch die letzten Firmen oder viele Firmen, die noch krass Links verkauft haben und gekauft haben, mal ordentlich in den Sack zu hauen. Da hast Du halt genau gesehen, dass viele Agenturen, die halt so ein Link Business hatten, dass da halt letztendlich die Nachfrager kein wirkliches Vertrauen hatten, weil die haben halt gesehen, ihre Projekte sind irgendwie sofort abgerauscht. Und zack, haben die alle Budgets und Kontingente abgezogen, war ja klar, logisch. Weil sie ja wussten, es ging nicht mehr. Aber das war dann leider eine Vertrauensverlustsache. Die haben halt gesehen: Google hat ein Update gefahren und die haben dann wohl spamy Links mir verkauft und deswegen ist mein Projekt abgerauscht, also mache ich da sofort die Fliege. Und genau das ist der Punkt. Nicht nur Du als Person musst authentisch, auch Du als Unternehmen, als Agentur, als Brand, als Marke musst authentisch sein. Und deswegen gibt es ja Brands, die halt relativ authentisch sind. Ganz im Ernst: kein Brand ist wirklich authentisch, weil’s halt Firmen sind, die von tausenden von Leuten am Laufen gehalten werden. Aber es gibt halt Unternehmen, denen vertraut man mehr und Unternehmen, denen vertraut man weniger. Das behaupte ich jetzt mal so. Und deswegen gibt es auch Unternehmen, die halt einfach beliebter sind und welche, die weniger beliebt sind. Und das ist der springende Punkt. Dass Du halt wirklich so sein musst, wie Du bist. Das musst Du halt wirklich leben und da musst Du auch in Kauf nehmen, dass es da eine gewisse Anzahl an Leuten gibt, die Dich halt scheiße finden. Weil wenn Du authentisch bist, dann eckst Du auch an. Und das ist bei mir ganz genauso. Also, um Gottes Willen, nicht dass bei mir alle rumlaufen “Ah super, der Tantau hat wieder was gebloggt und das ist ja ein krasser Typ” und alle finden mich geil. Nee nee, also ich bekomme schon teilweise Gegenwind, wo Leute halt mich auch als irgendwie, keine Ahnung, jemand bezeichnen, der halt irgendwie nur rumlabert, aber keine Substanz hat. Da muss man halt mit Leben, aber ganz im Ernst: Wenn Du 100 Leute erreichst und 30 sagen, Du bist Kacke und 70 sagen, Du bist cool, dann ist das für mich völlig in Ordnung. Marcus: Ja, also für mich würde schon reichen, wenn Du 100 Leute erreichst und einer sagt dann “Ey, das hat mir geholfen und Du hast das verändert oder ausgelöst oder so bei mir” und 99 sagen, das war Kacke, ich glaube dann ist es für mich schon Wert, den Blogpost live gehen zu lassen. Björn: Letztendlich kann man es auch so krass ausdrücken, ja ist korrekt. Also was ich noch sagen wollte, mit dieser Art ist: Du wirst es halt nie allen Leuten recht machen können, aber auch das habe ich halt oft sowohl bei Agenturen als auch bei Einzelpersonen erlebt, dass sie halt versuchen den Leuten alles recht zu machen. Und bei mir gefällt auch der Punkt, wenn ich halt mit Leuten zusammen arbeite, zum Beispiel bei einem Coaching, und da stellt sich dann heraus im Laufe der - was weiß ich - dritten oder vierten Sitzung, das sind einfach Leute, die passen nicht zu mir. Die nehmen die Ratschläge nicht an, weil sie denken sie wüssten es besser, dann sag ich zu den Leuten so “Das bringt halt nix, wir passen nicht zusammen. Wir matchen als … quasi als Kurator” und “stören mich”. Und dann sag ich den Leuten auch so “Okay, dann beenden wir das hier und gehen Sie woanders hin, da haben Sie halt mehr von Ihrem Geld. Ich habe jetzt keine Lust Ihnen noch 10 Sitzungen hier Geld abzuknöpfen, wenn ich mich damit rumquälen muss”. Das rockt halt nicht. Und da hat auch der andere nichts von. Das muss man den Leuten erstmal klar machen. Manche verstehen es, manche verstehen’s nicht. Aber wenn die Chemie nicht passt, dann kannste den Leuten nichts beibringen, weil sie halt zu Dir kein Vertrauen haben. Und so ist es halt bei allen Produkten. Die Leute kaufen sich auch Autos, weil sie halt einer Automarke vertrauen. Wer halt 50 Jahre lang mit BMW fährt, kauft sich wieder einen BMW. Wer halt im Mercedes gefahren ist, kauft sich nen Mercedes. Weil sie halt wissen, das klappt seit 40 Jahren, da habe ich ein ordentliches Auto und ich werde mir niemals einen VW kaufen, weil den VW, den kenne ich nicht, weiß ich nicht und so weiter. So sind die Menschen halt. Es gibt da eine relativ spannende psychologische Untersuchung, die sich halt mit genau solchen Sachen beschäftigt. Und da musst Du halt letztendlich einsehen, dass wenn Du authentisch bist, Du letztendlich davon mehr hast. Aber wenn Du authentisch bist, hast Du auch immer einen gewissen Prozentsatz von Leuten, die Dich halt nicht mögen und dann Dich komplett ablehnen. Da musst Du halt bereit sein, Dir so ein dickes Fell wachsen zu lassen und das an Dir abperlen zu lassen. Oder halt den Spaß daraus machen und mit solchen Leuten in die Diskussion gehen, was manchmal auch sehr interessant sein kann. Aber letztendlich wirst Du es nie allen recht machen können. Wie gesagt: Vertrauen, authentisch sein, das sind für mich Dinge, die wirklich wichtig sind und damit klappt auch das Business letztendlich besser. Marcus: Genau, ich glaube Authentizität ist ein ganz wichtiges Stichwort und wenn man sich nicht hinter irgendeiner Website versteckt, wo kein Impressum drauf ist oder noch nichtmal ein Gesicht zu sehen ist: Wer steckt überhaupt dahinter? Wer macht da was? Sondern, wenn man bewusst nach vorne geht, auch bereit ist für Interviews, so wie wir es machen. Oder auf Youtube ist oder wie Du, einen eigenen Podcast hat. Ich glaube, man kann sich da nicht 40, 50, 60, 80 Folgen verstellen. Das merken die Leute dann ganz schnell. Und klar, sobald man authentisch ist und auch seine Meinung sagt, eckt man an und dann gibt’s immer Leute, die haben dann komischerweise immernoch genug Zeit zu haten oder zu flamen und zu sagen, dass Du total Scheiße bist und so, aber das macht halt den Unterschied. Der eine kreiert, versucht, macht, tut, muss nicht immer richtig sein, aber ist halt authentisch und die Leute können es verfolgen und die anderen haben nur Zeit, das irgendwie alles Scheiße zu finden und Kacke zu finden. Björn: Ganz genau. Marcus: So genau läuft’s dann auch bei uns, aber das können wir zum Glück aushalten. Authentizität und da sagte ich ja gerade als Beispiel auch: Ein Podcast ist ein super Tool, um Trust und Vertrauen aufzubauen bei den Leuten. Hat der echt Ahnung, worüber der redet? Du hast eben im Vorgespräch noch kurz zu mir gesagt: Du bist schon mega früh dabei gewesen. Du hast schonmal erste Podcast-Gehversuche viel früher gemacht und dann habe ich es so verstanden, dass Du dann wieder aufgehört hast und jetzt erst wieder Gas gegeben hast. Also Dein Podcast ist ja auch, glaube ich, mega erfolgreich. Auf den iTunes Charts sehe ich da immer wieder aufpoppen. Erzähl doch mal, wie das bei Dir gekommen ist, wie Du zum Podcasten gekommen bist. Björn: Nee, ich habe natürlich so einen leichten Audio-Technik Background, weil ich ja, wie ich schon sagte, früher auch als DJ gearbeitet habe und auch ein bisschen Musik selbst produziert habe - in den späten 90ern. Das heißt, deswegen bin ich so ein bisschen Audio-Technik affin. Kondensat Mikrofon und hier Plopkiller und so was, so ein bisschen Schallschutz und ein kleines Mischpult. Ich würde halt jetzt keinen Podcast machen und mir irgendwie für 20,00 € so ein USB Mikro kaufen und dann halt loslegen. Da hab ich schon einen Anspruch. Aber das ist auch jedem überlassen, wie er’s machen will. Das will ich jetzt nicht bewerten. Ich habe dieses ganze Equipment mir irgendwann zugelegt, glaube ich, 2008/2009 oder so, weil ich damals schon, als ich noch Freelancer war, schon eigentlich so ne Podcast Serie geplant hatte, aber wie das halt immer so ist, man kommt dann nicht dazu. Teils aus Zeitgründen oder teils auch, weil irgendwie man … ja letztendlich die Sachen dann irgendwie so verpennt, liegen lässt und letztendlich war es so, dass damals noch der Marco Janck bei der Campixx - wann war das? - 2012 glaube ich, sagte... Marcus: Das ist diese große SEO Konferenz, für die Hörer. Björn: Genau, die SEO Campixx 2012, da sagte er irgendwas von bei Radio for SEO… oder nee nee, so war das: Da war das Radio4SEO Allstar Panel, also alle Moderatoren der damaligen Shows saßen da oben und haben uns das erzählt. Und da fragte ich so, da hatte ich mal ne Frage und meinte so “Marco, warum gibt’s eigentlich keinen Social Media Podcast?” Ne? Na gut, Radio4SEO muss nicht zwingend Social Media sein. Und da guckte er mich halt an und meint so “Ja wieso? Da gibt’s doch einen.” Und so hat er mich quasi dann live rekrutiert und da meinte ich so “Äh, gut okay.” War auch so ein bisschen überfahren und dachte mir “Warum nicht?” Und so habe ich dann erstmal Radio4SEO, dann diese Social Media Schule übernommen einmal im Monat. Und als dann Radio4SEO 2014 dann quasi dicht machte, weil Marco halt sich ja auch ständig umorientiert oder was heißt ständig, aber dann auch gesagt hat “Ich mache jetzt andere Sachen und nicht mehr Podcast”, habe ich dann gesagt “Okay, bevor ich jetzt gar nichts mehr mache, kann ich jetzt endlich mal meinen eigenen Podcast an den Start bringen” und habe dann letztendlich mir erstmal überlegt, wie machst Du das? Und mir war immer klar, dass ich mich halt von diesen ganzen… Es gibt halt viele Podcasts da draußen, wo Leute dann einfach anfangen und dann sagen “Jetzt gehts los blabla” und ich hatte immer so ein bisschen diese Radio Show im Kopf und deswegen habe ich auch diesen lustigen Trailer bei mir drin. Der natürlich absichtlich so überkandidelt ist. Also Leute die mich ansprechen, sagen ja immer “Also Deinen Podcast finde ich ja geil, aber das Intro, das geht ja gar nicht!” Da sage ich immer “Wieso geht das gar nicht?” Und da meinen sie immer so “Ja, das ist ja wie im Hollywood Film und das ist ja total abgefahren.” Und da meine ich “Ja, genau so soll es ja auch sein”. Damit die Leute gleich abgeholt werden. Erstmal BÄM, darum geht’s hier. Es ist schon gedacht, so ein bisschen auf die Fresse, nach dem Motto “Ey, erstmal so, wer ist das denn?” Da spiele ich natürlich so ein bisschen mit diesem Nimbus und dann breche ich auch ein bisschen mit der Regel, die wie ich vorhin gesagt habe, dass man nicht selber angehen soll. Der Trailer meines Podcast ist natürlich, ey, ganz ehrlich: Der geht eigentlich gar nicht, ja. Der ist halt so fett aufgetragen, dass man da auch liefern muss. Aber ich habe mir überlegt, es gibt ja schon relativ Podcasts, auch schon zu dem Thema Online ne? Und da muss man schon irgendwie mal ne Marke setzen, um dann überhaupt gehört zu werden. Glücklicherweise bin ich ja in der guten Situation, dass ich ja … habe ich auch viel Feedback gehört, dass ich halte, was ich durch den Trailer verspreche. Insofern geht das in Ordnung, aber mir war schon bewusst, dass wenn man so ein Format mal an den Start bringt, dass man da halt ein bisschen dick auftragen muss, damit man überhaupt ein bisschen wahrgenommen wird. Ich habe natürlich ein bisschen Reichweite, klar. Marcus: Das war bei mir ja ähnlich. Ich habe ja ein ähnlich krasses Intro, von so nem Truckertypen einsprechen lassen. Und habe dem extra gesagt, mach Ami-Trucker-Style. Hab mir auch noch richtig Mühe beim Cover gegeben, habe da Geld hingelegt für nen super talentierten Sketcher, der mich dann als Comic-Figur gezeichnet hat, weil man muss natürlich dann auch erstmal ein bisschen auffallen, wie Du schon sagtest, wenn man dann da einsteigt. Björn: Genau auf jeden Fall. Und ich habe da auch den Trailer produziert. Ich habe nen alten Bekannten gefragt, der lange Jahre ein eigenes Musiklabel hatte, der jetzt in der Produktion arbeitet. Und der hat gesagt “Geh mal da und da ins Studio und such Dir mal den und den Sprecher” und dann habe ich mir da einfach - nicht für extrem viel Geld, aber Du musst schon was bezahlen - ein professionelles Studio besorgt. Die Mucke habe ich selber eingekauft. Der Sprecher war dann von dem. Er hat ihn dann angesprochen - das ist es jetzt irgendwie kein Kevin Costner Sprecher oder so ein Scheiß ... Marcus: Einer war von Fiver von 5,00 $. (lacht) Björn: Ja genau, so ein ganz normaler Typ, der da halt da was reingesabbelt hat und ich habe den Text geliefert. Und ich habe mich natürlich auch bei meinem Podcast-Intro inspirieren lassen von einem anderen Podcast aus den USA, der es halt so ähnlich macht. Und genau das wollte ich halt auch haben und ich wollte sowas schon immer haben. Einen Podcast auch mit so einem Intro. Und da habe ich mir gedacht “Wenn Du jetzt schon sowas machst, dann aber auch richtig auf die Kacke hauen”. Und so habe ich’s dann gemacht und letztendlich läuft der Podcast in der Tat richtig gut. Du hast es vorhin angesprochen. Das einzige, was mir noch fehlt… Ich habe gerade tatsächlich auch da ein bisschen Zeitprobleme und will eigentlich jetzt ab dem viertel Quartal die Taktung auch erhöhen von einer Show irgendwo dann auf zwei Shows im Monat. Ich muss mal gucken, wie ich das hinbekomme. Aber letztendlich hast Du vollkommen recht, mit dem was Du eben gesagt hast. Ich habe das auch selber unterschätzt. Ich habe ja auch noch ein Videoformat in der Pipeline, weil ich ja Youtube auch immer schon machen wollte. Es ist tatsächlich so, dass Du Dir halt über einen Blog, wo Du viel schreibst, eine relativ große Fangemeinde erarbeiten kannst. Aber tatsächlich habe ich festgestellt, dass man über einen Podcast ganz andere Leute erreicht, als über einen Blog. Und auch viel mehr Leute erreichst. Also zum Positiven. Und ich denke, dass auch das das geile ist von diesen ganzen Leuten, wie LeFloid oder so, die auf Youtube da irgendwie ihre 80 Milliarden Follower haben. Ich glaube, dass je aufwendiger das Produktionsmittel ist und Podcast ist ja schon aufwendiger als Schreiben. Bei Schreiben brauchst Du ja eigentlich “nur” Word oder nen Editor und dann baust Du Wordpress ein und fertig. Aber einen Podcast, wie Du vorhin sagtest, den musst Du erstmal aufnehmen, dann muss der vielleicht geschnitten werden, weil manche ihre ähs, öhs und ühs raushaben wollen. Ich lasse die immer drin, weil’s authentisch ist. Marcus: Ja. Björn: Ich habe halt auch kein Skript. Wir beide labern jetzt ja quasi auch so, als würden wir zusammen ein Bier trinken gehen. Das ist auch das, was für die Leute interessanter ist, glaube ich. Weil die Hochglanzradiosendungen haben sie ja im normalen Radio, wo ja alles …. Marcus: Ja, Stichwort: Authentizität. Björn: Genau, richtig. Aber das glaube ich, wäre auch bei Youtube, ich glaube bei Videos, da musst Du die Patzer schon rausschneiden, weil es da halt was anderes ist, weil die Menschen da halt Dich wirklich sehen. Im Radio sind sie’s vielleicht gewohnt darauf zu warten, dass es weitergeht, weil es ja auch im Radio so Formate gibt, wo Leute auch anrufen, na wie hieß er denn… Domian oder auch äh bei uns hier, bei uns hier in Hamburg gibt es ja NDR und da NDN Fokus, wo es dann Abends so ne Redzeit gibt, so total geil. Da werden immer Leute eingeladen zu total wichtigen Themen, was weiß ich, so irgendwie so Schulpolitik oder äh äh keine Ahnung, Hartz IV blabla. Also so richtig wichtige Theme, wo dann halt Experten, also von den Leuten dann Experten eingeladen werden. Irgendwelche Wissenschaftler und Politiker. Und da kannst Du als Hörer halt anrufen und da Fragen stellen. Und wenn die halt diese Hörerfragen beantworten im Radio, dann reden sie dann auch ganz normal. Dann hast Du auch mal ein äh oder ein Räuspern drin. Das wird auch nicht geschnitten, weil es auch Live on Air ist quasi. Also dieses Format Podcast ist nicht so clean wie zum Beispiel das Format Radio ist und das ist, glaube ich, auch das, was die Leute gut finden. Und wenn Du halt es dann schaffst in diesen Podcast noch wirklich, wie ich das auch mache… ich mache ja nicht nen Podcast, wo ich dann so erzähle - keine Ahnung - heute war ich einkaufen bei hier Toom oder was. Oder heute habe ich ein Regal gebaut oder heute war ich Rasenmähen. Ich erzähle ja den Leuten, was sie machen können, um ihr Business nach vorne kommt, weil alles andere macht für mich jetzt auch keinen Sinn. Und wenn Du das halt durchziehst, dass Du halt so ein Format machst, was tatsächlich ein bisschen so kumpelmäßig rüberkommt oder entspannt und dann es schaffst in dieser entspannten, vertrauten, ne? wieder vertraute Atmosphäre… In dieser Atmosphäre es schaffst dann wirklich Content rüberzubringen, der halt wirklich sinnvoll ist, nützlich, ein Problem löst, nen Wert bietet, dann glaube ich, kommt das bei den Leuten sehr gut an und was ich immer versuche einzuhalten, ist diese halbe Stunde im Podcast, weil halbe Stunde halt dieser klassische Wert ist, den der deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich auf dem Weg von und zur Arbeit mithört. Das heißt, wenn Du einen Podcast - das was Du machst, dieses Interviewformat, das ist meistens nicht zu schaffen in ner halben Stunde, weil …. Marcus: Ja, also wir sind jetzt schon bei 1:06:00 (lacht) Björn: Ähm, genau ähm. Aber gut, die Leute können ja entscheiden, ob sie’s dann hören wollen. Aber wenn Du halt so nen rein Infotainment Podcast machst, dann musst Du auch damit rechnen, dass die Leute halt so nach 20 Minuten einfach aussteigen, weil es einfach zu viel Input ist. Das ist wie, wenn Du zu ner Konferenz gehst oder zu nem Workshop. Da bist Du auch irgendwann durch. Also kein Mensch kann irgendwie wirklich bei so nem Thema, wo es darum geht, dass Du wirklich Wissen aufsammeln sollst, was Du weiter verwenden sollst, für Dich, damit Du Fortschritte machst. Kein Mensch kann ne Stunde da aufmerksam zuhören. Bei so nem Interviewformat ist es was anderes. Das ist ja auch so ein bisschen Unterhaltung. Die Leute hören Dir auch zu so und wir reden ja jetzt nicht über irgendwelchen krassen Tipps, wie Du jetzt auf Facebook da von heute auf morgen irgendwie 10 Milliarden Visitor oder Follower bekommst. Wir reden ja eher so über allgemeinere Sachen. Das ist ja auch dann so dieser Reiz eines Interviewformats. Da klappt das. Aber ich persönlich versuche immer diese halbe Stunde einzuhalten. Weil das halt der Weg ist, den die Leute leicht und schnell nebenbei konsumieren können. Und außerdem: ich weiß nicht, ob das auch von Tim Ferris stammt, aber es stammt von einer dieser US-Leuten, die ich ja auch immer alle höre, wie Pat Flynn, Amy Porterfield und direct help bei mir leisten. Die haben gesagt, dass der Podcast halt ein intimes Medium ist. Wenn man sich jetzt fragt: Warum intim? Das stimmt wirklich. Der Podcast wird ja, und das wirst Du in Deinen Statistiken ja auch sehen, wird ja zu 80% via iTunes konsumiert. Das ist ne klare Sache. Also auf dem iPhone. Und natürlich klar. Die Leute hören Dich dann auf dem Weg zur Arbeit, aber sie hören Dich vielleicht auch abends vorm einschlafen im Bett. Marcus: Jaja. Björn: Ne? Und das meint er mit intimes Format. Kein Mensch nimmt seinen Laptop mit und ließt abends noch irgendwie Spiegel Online. Gut, viele gucken sich vielleicht Spiegel Online abends an oder gucken sich noch irgendwie Game of Thrones auf’m Tablet an oder Walking Dead oder weiß der Geier was. Das ist auch intim, aber dieses Podcastformat, wo Du tatsächlich sprichst mit den Leuten, das ist nochmal was anderes als wenn Du Dir eine TV-Sendung konsumierst oder als wenn Du einen Artikel liest. Da spricht jemand mit Dir. In dem Fall zweideutig. Das heißt wir beide unterhalten uns jetzt, aber wir sprechen mit Dir und erzählen Dir was bevor Du schlafen gehst. Und die haben Dich dann quasi im Bett dabei. Und in der Tat: Das ist intim zu sein mit Deinem potentiellen Publikum. Ist natürlich nicht intim im klassischen Sinne, aber dieses Wort intim hat auch der Kollege so gewählt, dass man damit auch dann dieses ganze Prozedere sichtbar macht und es klar macht. Ja klar, die Leute nehmen Dich mit ins Bett, setzen sich ihre Kopfhörer ins Ohr und hören noch irgendwie ne halbe Stunde hier ähm Deinen Podcast, meinen Podcast oder genau, LifeHackz oder meinen oder hören den von Gordon oder weiß der Geier wer da noch alles am Start ist.  Und das ist schon was besonderes. Marcus: Absolut. Björn: Aus dem Grund denke ich, dass dieses Format so spannend ist und aus diesem Grund glaube ich auch, dass Podcasting zurzeit wieder eine kleine Renaissance erlebt. Weil gefühlt für mich: Man hat immer mehr. Das war vor einem Jahr noch nicht so. Marcus: Nee, auf keinen Fall! Und es gab ja glaube ich schonmal so Ende… also 2008, 2009, 2010 glaube ich schonmal in Amerika so. Da hast Du ne Welle von Podcasts. Das hatte dann wieder abgenommen und gut gefühlt hat das so seit einem Jahr dann wieder Fahrt aufgenommen. Als dann auch Tim Ferris regelmäßig angefangen hat zu podcasten und bei uns ja jetzt in Deutschland seit, keine Ahnung, auch gefühlt seit nem halben Jahr. Und gerade in Amerika gibt es ja auch krasse Beispiele, dass Podcasting immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt, als dass ein Barack Obama glaube ich auf nem privaten Podcast war. Der Schwarzenegger war bei Tim Ferris aufm Podcast. Björn: Ja, das war geil. Marcus: Das war ne richtig geile Episode und gerade in diesem Interviewformat, wenn man so ein bisschen plaudert, kriegt man glaube ich mitunter viel mehr aus den Leuten raus, als wenn Du vor nem Skript stehst und dann genau durchgehst, welche Fragen werden gestellt. Du gehst dann in die Maske, wirst gepudert und hast dann nen Fernsehauftritt irgendwo. Insofern finde ich es ist, glaube ich, auch ein richtig starkes Format und bin gespannt, was da noch alles passiert. Björn: Genau, da musst Du natürlich auch bereit sein für so was. Also, Du musst wissen, dass wenn Du zum Beispiel einen Politik-Podcast hättest und Du hättest da irgendwie - keine Ahnung - hier… äh… wen nehmen wir denn mal? Ähm, hier unseren Olaf Scholz hier aus Hamburg den Bürgermeister zu Gast. Der wird natürlich mit Dir vielleicht einen netten Plausch halten ohne Skript, aber die meisten sind ja alle rhetorisch 1005 trainiert. Der wird natürlich genau wissen, was er sagt und den würdest Du auch nicht aufs Glatteis führen können. Ich meine, das versuchst Du ja auch nicht, aber nur als Beispiel: Wenn Du einen Politik-Podcast hättest, dann würdest Du vielleicht versuchen aus den Leuten was rauszukitzeln, was sie halt anderswo nicht sagen. Marcus: Ja. Björn: Und das ist auch wieder der Reiz des Podcast, dass die meisten Leute das tatsächlich auch da wieder authentisch benutzen, spontan und halt nicht mit Skripten arbeiten. Ich persönlich bin ja ein riesen Fan von Amy Porterfield und die hat ja ihre ersten, ich glaube, 10, 15 Podcasts in den USA wirklich so gemacht: Die hat das geskriptet. Die hat genau aufgeschrieben, was sie halt erzählen will und das vorgelesen. Und nach der 15. oder 16. Episode hat sie dann gesagt “So Leute, die Kritik, wo Leute sagen, Dein auswendiggelernter Podcast, der ist inhaltlich gut, aber er klingt total Scheiße”. Dann hat sie dann gesagt “Ab jetzt erzähl ich einfach so”. Weil sie einfach gemerkt hat, dass die Leute dieses Aufgesetzte halt erkannt haben. Sie haben erkannt durch die Aufnahme, dass es halt abgelesen ist. Und sie hat gesagt, das wollten die Leute, die sie gehört haben nicht, weil man ganz offensichtlich im Radio vielleicht so kennt. Das Radio versucht immer lustiger und entspannter zu werden, dass die Moderatoren immer mehr quatsch machen morgens in der Morning Show und deswegen authentisch wirken wollen. Weil es ist ja dieses Problem, wie mit Instagram und den Modezeitschriften, wo mich immer Leute fragen “Mensch, warum ist denn Instagram so erfolgreich?” Und diese ganzen Instagram Mädels, die sich da in ihren neuen Gucci-Latschen da fotografieren lassen. Dann sage ich immer “Ja, weil’s authentisch ist”. Und andere 19 Jährige Mädchen können sich mit denen identifizieren. Dann sagen die immer so “Ja aber wir haben doch die Modezeitungen”, dann sage ich “Ja aber die Modezeitungen sind aber nicht echt. Das sind inszenierte, gestellt Fotos, die von Modefirmen beauftragt wurden. Und Instagram sind halt überwiegend Leute, die tragen halt so Adidas Sneaker, weil sie’s geil finden”. Marcus: Ja und es sind dann auch Leute wie Du und ich. Also Menschen können sich viel besser, gerade die Jugend jetzt, die Teenager die da nachkommen und Generation Why, die können sich viel besser mit den Leuten identifizieren, die nicht so polished sind und nicht in der Maske waren und vielleicht auch mal nen Pickel haben oder auf Youtube im Vlog und jeden Tag aus ihrem Leben berichten und da geht auch nicht alles gut, aber das ist einfach authentisch und mal sind die fertig und haben nen Hangover. Und dann machen die trotzdem ihren Vlog. Björn: Und das versucht ja das Fernsehen krampfhaft zu kopieren mit ihren skripted Reality Shows und ähm… ich weiß nicht, inklusive Dir, von den Zuhörern jetzt Fan von solchen Sendungen ist, wie jetzt “Berlin - Tag und Nacht”, keine Ahnung. Wenn man mal durchzappt und es mal sieht, dann sieht man schon, dass es halt nicht echt ist. Man sieht’s einfach. Weil die Leute einfach… das sind halt Laien-Schauspieler, wenn überhaupt. Meist sind das ganz normale Leute und die Story ist manchmal ganz witzig, was die da so machen. Aber letztendlich siehst Du, dass es nicht echt ist und nach drei, vier Minuten, bist Du auch… also bin ich davon gelangweilt. Also das bin ich selbst, wenn ich das beim zappen sehe. Nach drei, vier Minuten muss ich umschalten, weil es halt einfach… Ja, es reizt halt nicht, weil man weiß genau, der TV-Sender will Dir irgendwas vorspielen. Und die meisten Leute lassen sich halt nicht gerne verarschen. Ich habe immer das Gefühl, dass viele Leute auch im Marketing und Werbung immer denken, dass die Leute alle total dämlich sind und Du denen alles vorschmeißen kannst, was Du willst. Du kannst den Leuten ne Menge geben und viele nehmen’s ja auch auf. Aber die Leute merken ziemlich schnell, wenn sie für dumm verkauft werden sollen. Und das geht durch alle Schichten, durch alle Altersgruppen und das funktioniert eigentlich fast nie. Deswegen sind solche Sendungen auch nicht lange oder ewig erfolgreich. Marcus: Ja, und am besten vielleicht gar keinen Fernseher mehr haben, so wie ich, dann musst Du Dir diesen Müll gar nicht mehr angucken. Björn: Ja gut, also Fernseher abschaffen finde ich jetzt etwas drastisch. Also ganz ohne Fernseher möchte ich nicht leben. Aber ich merke selber, dass ich natürlich vom linearen Fernsehen immer mehr abdrifte und mein Programm selber zusammenstelle. Marcus: Wollte ich gerade sagen. Also dieses Konsumieren on Demand, wenn Du da Bock drauf hast, ich glaube, das ist irgendwie der neue Trend. Dass die Leute sagen so… Björn: Was ich sehen will so. Also Netflix und Co. oder auch mal nen Film bei iTunes mal runterladen, also ausleihen. Die gute alte Videothek braucht man ja nicht mehr. Das ist halt das was ich halt mache, aber ich gucke fast…. Also ich muss zugeben, als jemand, der halt schon 40 Jahre alt ist und mit Stefan Raab quasi aufgewachsen… ich gucke immernoch ganz gerne TV Total und deswegen wird er mir auch sehr fehlen, wenn er damit aufhört. Das meine ich wirklich ernst, weil ich immer die viertel Stunde Standup Comedy, die er zu Anfang macht, immer sehr witzig finde, bei Stefan Raab. Das ist auch nicht jedermanns Sache, das ist Geschmackssache, aber das finde ich immer sehr witzig. Aber ansonsten, außer vielleicht mal ne Weltraumdoku auf n-tv, so nachts um 2.00 Uhr, fällt mir nicht mehr viel ein, was ich noch im linearen Fernsehen gucke. Eigentlich mittlerweile schon fast nicht mal mehr Nachrichten, weil da auch immer dasselbe ist und die Nachrichten halt auch versuchen müssen, immer noch dramatischer zu berichten und immer noch einfühlsamer zu berichten, weil man sonst halt nicht mehr einschaltet und dann muss ich sagen, dann lese ich’s lieber auf meiner Nachrichten App. Weil da steht es meistens etwas weniger gewertet und da ist etwas mehr Objektiv drin. Ähm ja, ich suche mir dann halt die News, die mich interessieren selbst zusammen. Und der Trend wird halt immer krasser und ich sehe auch nach wie vor nicht, dass die TV-Sender da irgendein Rezept dagegen haben. Marcus: Das ist echt krass, was die an Kohle verbrennen und Aufwand betreiben, um so nen Sender am Laufen zu halten oder überhaupt ne Sendung zu produzieren. Feli und ich waren ja letztes Jahr bei Stern TV Live in der Sendung und alleine, wenn Du mal überlegst, das wir jede Woche ausgestrahlt und wir hatten da glaube ich fünf oder sieben Minuten Liveauftritt und dann hatten wir noch ne kleine Doku dazu von zehn Minuten oder so. Aber was die für nen Aufwand betrieben haben für dieses kleine Stück von uns beiden, was dann ein Viertel von der ganzen Sendung war, die jede Woche passiert. Aber angefangen von dem ganzen Produktionsteam in Berlin, von dem Chauffeur, der uns am Flughafen abgeholt hat, plus die Unterkunft, plus irgendwie danach gab’s noch ein dekadentes Essen und so’n Buffet und so. Und dann denkst Du: Ey Alter, es ist doch so klar, warum die keine Kohle mehr haben oder warum die echte Probleme haben”. Da kommt ein Youtuber, der kauft sich ne Go Pro oder kriegt die vielleicht noch geschenkt zu Weihnachten und hat dann 10 Mal mehr Zuschauer als so aufwendig…. Björn: …..also ein bisschen Kohle haben die ja noch, aber es wird halt immer schwerer. Und ich weiß genau, was Du meinst. Also ähm, ich bin ja gelegentlich mal bei irgendwelchen Nachrichtensendungen. Erst letztens war ich wieder … Anfang August war ich bei RTL hier, RTL Nord Live für’s Regionalfernsehen. Marcus: Mh. Björn: Da ging es halt um Instagram. Und dann sitze ich da halt mit ner netten Voluntärin, der, der mich interviewt, ein Kameramann, ein Tonmann. Ne? Bei RTL hier in Hamburg im Straßenbahnring. Sitze ich da. Und diese drei Personen müssen halt alle ne halbe Stunde arbeiten. Also nur für die Aufnahme. Also haben wir schonmal 90 Minuten Arbeitszeit, die schonmal irgendwie erwirtschaftet werden müssen. Und letztendlich hat die Frau, also diese Instagramerin noch begleitet und ich war quasi nur derjenige der erzählt hat, warum Instagram halt so interessant ist. Aber letztendlich ging die Story um diese Frau. Ich habe also mein Interview gemacht. Unabhängig davon, dass von meinen sieben, acht Minuten, die ich erzählt habe, zehn Sekunden übrig geblieben sind - ist ja immer so im Fernsehen - war der gesamte Artikel glaube ich zwei Minuten lang. Und für diese zwei Minuten im Regionalfernsehen, wo Du halt auch natürlich Reichweite hast. In Hamburg _______________, aber hast halt nicht so viel, wie bei Stern TV jetzt bundesweit. Oder wie ich bei der Tagesschau damals oder bei RTL oder im ZDF. Aber die haben da so einen Aufwand betrieben für diese 120 Sekunden, wo ich mir nur denke so “Äh...ja” Ihr habt da jetzt eine Instagramerin vorgestellt. Da war ein “Experte” von denen so benannt, der erklärt hat, was Instagram ist und das war es dann. Den kannst Du Dir in der Videothek angucken ein paar Wochen und das ist auch alles fein und super und es hat auch seinen Mehrwert. Aber letztendlich, drei Leute haben mich dann betütelt und diese Voluntärin musste dann ja noch diese Instagram Frau interviewen. Mit der sind sie unterwegs gewesen da in Eppendorf und haben da Fotos gemacht. Und da waren ja auch wieder der Kamera- und Tonmann mit und wahrscheinlich noch ein Lichtmann, weil sie draußen waren, keine Ahnung, weiß ich nicht. Marcus: Und noch ein Regieassistent und noch ein Regisseur... Björn: Und noch ein Typ Also Summasummarum haben glaube ich an diesem Beitrag irgendwie drei Leute ne Woche gearbeitet. Also ich weiß nicht, wie das beim Fernsehen läuft mit den Werbeeinnahmen aber da muss schon ziemlich viel Kohle reinkommen, um so was bezahlen zu können. Marcus:  Hab ich mir auch gedacht, hab ich mir auch gedacht. Ganz ehrlich… aber ja. Björn: Oh ja, aber noch scheint’s ja zu funktionieren. Ich seh’s halt jetzt auch noch nicht so kritisch mit dem TV, aber ich glaube so in 10, 15 Jahren werden die richtig…. also ich sehe es mal an ProSieben. Ich finde ProSieben macht es richtig, als Beispiel. Die machen halt sehr viel Entertainment, sehr viel Filme, sehr viel auch mit Blockbuster und haben halt auch nebenbei immer den Drive auch Online Krieg zu machen. ProSieben macht’s ja auch bei Twitter, ist immer sehr amüsant, wenn da zum Beispiel “Schlag den Raab” läuft. Die glaube ich werden noch als erste da ordentlich mitgehen. Und ich glaube die anderen TV-Sender, vor allem die öffentlich rechtlichen, ich glaube, die hoffen einfach nur, dass diejenigen die jetzt digital native sind, die jetzt irgendwie um die 20 oder 30 sind, dass die halt später, wenn sie halt 60 sind, auch nen Fernseher haben, weißte? Um dann halt wieder zu den Stammzuschauern zu werden, die ja…. da musst Du ja sehen: ARD ist ja…. muss man ja leider so konstantieren, das sind ja die 55+ Leute, die halt dann auch so was gucken, wie “Stars in der Manege” oder so. Wie gesagt, ich will keinen angreifen, aber ich find’s Scheiße. Ist meine persönliche Meinung. Oder auch so was wie “Musikantenstadl” und all so nen Kram, ne? Da frage ich mich immer so, wieso zahle ich eigentlich da GEZ Gebühren oder wie heißt das - Rundfunkgebühren. Aber es gucken viele Menschen, sind aber halt dann 60+, ne? Und ich glaube diese TV-Sender, die sitzen das einfach aus und hoffen, dass irgendwann die Leute sagen “Oh hier so äh, Internet ist mir jetzt zu stressig, ich gucke jetzt doch lieber Fernsehen”. Marcus: Ja genau, die hoffen vielleicht, dass das Internet irgendwann wieder vorbei ist oder so. Björn: Oder dass Leute davon genervt sind - keine Ahnung. Aber letztendlich, ich finde ProSieben macht da viele Sachen richtig. Oder auch, das musst Du ganz klar sehen, Big Brother auf Sat1, auch wenn das Format abgrundtief daneben ist, wie sie das ganze Online begleiten, wenn man sich das mal genau anschaut: Das ist schon nicht schlecht. Also da haben die schon ein bisschen Hausaufgaben gemacht und machen das ziemlich gut. Wie gesagt, ProSieben, Sat1, die sehe ich da bei allen noch in der besten Situation, dass die da ein bisschen Gas geben und ich glaube, die werden das ganz gut hinbekommen. Alle anderen … ja, da muss man gucken, wie das so läuft. Aber ich muss auch sagen, das ist meine persönliche Vermutung. Ich bin da jetzt so tief nicht drin in diesem ganzen TV-Mist. Marcus: Ich gar nicht mehr. Björn: Dass ich dazu jetzt wirklich einem was sagen könnte, das ist wirklich mein persönlicher Eindruck jetzt von außen. An all die Zuhörer, so ein kleiner Disclaimer: Ich bin nicht im TV Geschäft tätig. Marcus: Wollte ich gerade sagen: Dann lass mal lieber auf andere Themen gehen. Björn: Ich kann mich dazu nur aus Konsumentensicht äußern. Marcus: Okay cool, also ich finde auch, es gibt viel spannendere Themen, als das ganze TV und irgendwelche Sender. Aber ganz cool mal Deine Expertise dazu zu hören. Wir sind jetzt schon bei 1:22:00 dran. Schon weit über die halbe Stunde. Dann müssen die Leute glaube ich drei Mal hin- und herfahren bis sie die komplette Folge gehört haben. Deshalb, meine letzte Frage an Dich: Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus und hast Du irgendwelche Routinen? Björn: Ähm ja. Ich versuche mich an Routinen zu halten, weil Routinen vor allem für projektbasierte Arbeit ziemlich gut sind. Wenn Du eine Liste hast, die Du abarbeiten kannst mit Sachen, die immer gemacht werden müssen, dann bist Du schneller fertig und kannst dann am Ende Dich mit Sachen beschäftigen, die vielleicht Dir leichter von der Hand gehen. Deswegen neige ich dazu, Dinge die dringend gemacht werden müssen und die mir auch nicht so leicht von der Hand gehen, immer nach vorne zu schieben. Letztendlich ist meine Tagesroutine grob gesehen so: Ich fange logischerweise morgens an, nachdem ich den Nachwuchs an diversen Örtlichkeiten abgegeben habe, also Kindergarten, Schule etc. Marcus: Das machst Du selber? Björn: Ja ja, meine Frau und ich teilen uns das, nur meine Frau muss meistens früher anfangen zu arbeiten, deswegen an den Tagen, wo sie arbeitet mache ich das dann. Aber ich bringe auch meine Kinder gerne weg, weil das immer morgens ganz witzig ist, Schule und Kindergarten zu sehen. Weil das immer ganz witzig ist, wenn Du die ganzen Kleinen da rumlaufen siehst. Aber äh, ich bin trotzdem um 9:00 Uhr voll auf der Matte und alles kein Thema. Und dann mache ich mich in der Regel immer erstmal auf die Suche nach Content und gucke, was gibt es neues. Weil das ist ja quasi mein Potential, mit dem ich halt ja auch handle und von dem ich lebe. Dass ich halt versuche auf dem Laufenden zu bleiben und darüber auch dann berichte, nachdem ich es ausprobiert habe. Also ich schaue mir erstmal an, was gibt’s neues? Und wenn da Sachen dabei sind, die interessant sind, dann werden die erstmal alle markiert. Marcus: Über nen Feedreader oder wie machst Du das? Björn: Alles mögliche. Ich gucke bei Twitter rein, ich gucke bei Feedly rein, ich klappere wichtige Ami-Blogs ab, so was wie 9 to 5 Mac oder hier wie heißt die? die Adweek oder Social Times, sowas klappere ich alles händisch ab und gucke, was gibt’s da neues? Hab aber auch meinen Newsfeed und gucke mir Google News Alerts an, alles mögliche. Ich schaue bei Facebook rein, schaue bei Twitter rein, was gibt es da so? Und das sind so die einschlägigen Seiten. Ich gucke jeden Tag einmal auf Social Media Examiner auf. Das ist die große Seite aus den USA von Mike Stelzner, die ich sehr empfehlen kann und schaue auch bei deutschen Blogs vorbei und gucke was es da halt so neues gibt. Und gucke dann, ob da Sachen sind, die potentiell interessant wären sowohl bei mir auf der Seite als auch auf der Seite von Facelift, weil dort im Marketing mache ich ja unter anderem das Content Marketing schwerpunktmäßig und da bloggen wir ja auch. Gucke aber natürlich auch, was gibt es sonst so für Themen, die man benutzen kann und beschäftige mich dann letztendlich mit dem Marketing für Facelift. Mache da Pressearbeit und solche Dinge. Bereite mich auf irgendwelche Termine vor, schreibe Präsentationen für Speakings oder für interne Sachen. All solche lustigen Dinge mache ich da. Und dann schaue ich mir an, was gibt es noch so an anderen Dingen und als klassischer Sidepreneur, wie es so schön heißt, schaue ich dann, was kann ich von diesen Content Sachen für mich selbst benutzen, die ich dann letztendlich nach der Arbeit verhackstücke. Und ich kriege immer die Frage, wie ich das immer so mache. Es ist tatsächlich so, dass ich nach irgendwie zehn Jahren, in denen ich jetzt mit schreibenden Publikationen zu tun habe, die ich selber veröffentlicht habe, dass ich halt tatsächlich relativ schnell schreiben kann mittlerweile. Also so ein längerer Text dauert bei mir nicht so lange, der ist relativ schnell gemacht. Deshalb habe ich halt noch relativ die Zeit, um das zu machen. Ansonsten beschäftige ich mich tatsächlich relativ viel mit Content. Wir gucken uns immer an, welche Marketingmöglichkeiten können wir für unser Produkt verwenden und gucken uns dann an, was kann gemacht werden? Ja und dann ist so ein Tag auch relativ schnell wieder rum. Ich beschäftige mich dann noch mit solchen Dingen, wie eigene Podcasts aufnehmen, versuche weiterhin Produkte konzeptionieren und zu produzieren, wie Ebooks oder Videokurse und nehme dann auch abends oder am Wochenende auf Termin gelegentlich die Zeit dann ein paar Personal Coachings zu machen, wenn da Kunden am Start sind. Ansonsten Speakings und sowas mache ich natürlich als Facelift Mitarbeiter und versuche natürlich solche Speakings zu machen, wo ich dann auch das Produkt ein bisschen präsentieren kann, damit da entsprechend auch ein bisschen Leads reinkommen, sonst macht es ja keinen Sinn. Aber letztendlich ähm, ist der Tag halt von Content geprägt und deswegen habe ich da jetzt nicht ein so starres Muster. Es sei denn, es sind wirklich so Sachen, die administrativ verhacktstückt werden müssen. Marcus: Mh cool. Sauspannend, das war jetzt ein krasser und guter Rundumschlag zum Thema Online Marketing, Internet Marketing, Schlag-mich-tot Marketing aus über 20 Jahren und gerade auch was aktuell angesagt ist. Vielen vielen Dank in den Norden nach Hamburg. Björn: Du, sehr gerne, hat mich sehr gefreut! Marcus: Und ja… Wenn ich wieder in Berlin bin, treffen wir uns wieder auf ein Bierchen und quatschen über alles weitere. Viel Erfolg noch mit Deinem Podcast! Björn: Das machen wir. Danke, Dir auch! Marcus: Und wir hören uns, danke Björn! Björn: Alles klar, jo danke, tschöö! Marcus: Ciao Wow, das war glaube ich eine der längsten Folgen ever, mit dafür umso mehr Input und Know How. Ich hoffe, es war in Ordnung für euch. Mir hat’s auf jeden Fall mega viel Spaß gemacht und wenn euch LifeHackz gefällt, hinterlasst mir doch iene Bewertung auf iTunes oder schreibt mir an marcus@lifehackz.de. Schickt mir eine Sprachnachricht über www.lifehackz.de oder hinterlasst mir einen Kommentar auf einen der Folgen. Ich freue mich auf’s nächst Mal- Bis dann, peace and out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • #12: Hur snabbt kan man gå ner i vikt för bäst resultat i längden?

    · 00:22:26 · Kaliper: Träning, hälsa och resultat | Bygg muskler | Bränn fett | Transformera ditt liv

    Snabb fettförbränning och optimal viktminskning är ledorden för dagens avsnitt av fitnesspodden Kaliper. Värdarna diskuterar hur snabbt man kan gå ner i vikt, hur snabbt man borde gå ner i vikt, och varför fettförbränning är en missvisande beskrivning av processen. Bland annat får du lära dig var fettet tar vägen när det försvinner från kroppen.… Read more om #12: Hur snabbt kan man gå ner i vikt för bäst resultat i längden? Inlägget #12: Hur snabbt kan man gå ner i vikt för bäst resultat i längden? dök först upp på Min PT Online.

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  • Sebastian Kuehn ★ Der größte Fehler wenn du ein Business startest und wie du ihn vermeidest

    · 00:52:07 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Sebastian Kuehn von Wireless Life Das ist die LIFE HACKZ Show Folge Nr. 36! Hey Leute, herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show, immer noch live aus Chiang Mai in Thailand, dem Digitalen Nomaden Hot Spot. Heute habe ich mir den Macher von Wireless Life vor’s Mikro geholt, Sebastian Kuehn. Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. In dieser Folge lernst du: Welche Fehler Du beim Aufbau Deines Online Business vermeiden solltest. Warum es immer gut ist, für neue Sachen offen zu sein. Warum es okay ist auch mal Nein zu sagen. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 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Und Bastian lebt schon seit längerem in China und hat ziemlich viel Know-How, wenn es darum geht: Wie baue ich mein eigenes Online Business auf? Er ist also ein alter Hase in dem Geschäft und kann euch auch genau sagen, welche Fehler man vermeiden sollte, welche Fehler man nicht machen sollte. Weil genau darüber sprechen wir in dem Podcast. Das haben Feli und ich falsch gemacht, das hat Sebastian falsch gemacht, das haben auch tausend andere, würde ich wetten, falsch gemacht. Und das kann man aber vermeiden, wenn man weiß wie. Viel Spaß mit der heutigen Folge. Peace and Out! Diese Folge wird präsentiert vom 5 Minute Journal. Das 5 Minute Journal ist eines der mächtigsten Tools, die ich in den letzten Jahren in meinem Leben implementiert habe. Mit dem 5 Minute Journal startest Du nämlich mit einem positiven Mindset in den Tag und kommst dann ganz automatisch in Deinen Flow. Gehe jetzt auf www.fiveminutejournal.com und sichere Dir mit dem Code LIFE HACKZ 10% Discount. Marcus: Hey Sebastian, cool dass Du bei LIFE HACKZ am Start bist! Bist Du ready? Sebastian: Yess, danke für die Einladung Marcus! Marcus: Sehr gerne! Wo erwische ich Dich gerade und was machst Du da? Sebastian: Du erwischst mich gerade in meinem kleinen, beschaulichen Home Office in meiner Wohnung in Shanghai. Ich gucke gerade auf so einen kleinen grünen Hinterhof, kleiner Vorgarten und da kann man schnell mal vergessen, dass das eigentlich eine 20 Millionen Metropole ist. Und ja, ich versuche gerade ein paar Sachen zu erledigen. E-Mails, ein bisschen Buchhaltung heute noch. Marcus: Oh, mein Lieblingsthema neben Steuern (lacht). Sebastian: Ja, ich versuche mir immer den Vormittag so zu legen, dass ich da alle Sachen erledige, also Korrespondenzen, Buchhaltung, alles was nicht unbedingt so riesen Spaß macht, um dann den Nachmittag frei zu haben für ein bisschen mehr kreative Dinge. Marcus: Okay, Du gehst da nach dem Prinzip vor, die Sachen, die echt keinen Spaß machen, aber die sind wichtig. Okay, morgens habe ich noch genug Will-Power dafür und verschiebe es nicht. Dann gehe ich’s morgens an und nachmittags machst Du dann eher kreative Sachen, wie Blogartikel recherchieren und schreiben? Sebastian: Genau richtig. Nachmittags ist dann immer so die Belohnung, ne? Wenn man früh die zwei, drei Stunden abgearbeitet hat, dann kommt die Belohnung und dann ist das Content erstellen, Konzeptionierung, so ein paar Sachen am Web-Design machen, an neuen Ideen und Projekten arbeiten. Also alles, was dann deutlich viel mehr Spaß macht. Marcus: Ja, wie organisierst Du Dich für diesen wichtigsten Task des Tages? Schreibst Du Dir den schon vorher raus oder hast Du ein bestimmtes Tool, wo Du dann nach Prioritäten sortierst? Sebastian: Ich habe ganz lange To Do Listen benutzt, hab da ein Tool benutzt. Todoist, was ich total klasse finde. Da waren quasi meine ganzen Aufgaben drin, nach Datum und nach Prioritäten sortiert und die arbeite ich dann ab. Und jetzt vor ein paar Monaten bin ich immer weiter davon abgekommen, diese klassischen To Do Listen zu benutzen und habe eigentlich hier neben meinem Laptop ein Zettel liegen. Also ganz klassisch ein Blatt Papier und einen Stift, schreibe mir da wirklich nur die allerwichtigsten ein, zwei Sachen drauf, die am nächsten Tag erledigt werden müssen und dann streiche ich die durch, wenn sie erledigt sind. Marcus: Hm, es kann fast noch mehr Bock machen, als so ein Mausklick auf so ein Quadrat, wo dann so ne Checkbox reingeht, oder? Das mit dem Pencil dann durchzustreichen. Sebastian: Ja genau. Und ich erwische mich auch immer selber dabei, dass… diese To Do Liste die habe ich immer dabei ne, am Tablet, am Handy, am Laptop und von unterwegs, wenn mir irgendwas einfällt, dann haue ich da die ganzen Aufgaben rein und die ist dann so überladen, die To Do Liste, dass alleine schon der Anblick mich total demotiviert. Und wenn ich einfach so ein Blatt Papier hier habe und handschriftlich mir die Aufgaben notiere, dann ist der Widerstand so ein bisschen größer und dann schreibe ich wirklich nur die wichtigsten Sachen rauf. Und das scheint für mich jetzt besser zu klappen im Moment. Marcus: Ja ich kenne das. Wir arbeiten ja mit Wunderlist, Feli und ich, wenn wir da uns beide koordinieren und am Anfang war es dann auch so, dass jede kleine Idee irgendwie darunter reingeschrieben wurde und wir haben dann noch so ein extra Thema gehabt, ich glaube Jour Fixe oder so, dann habe ich einfach alles reingehauen, wenn wir beide dann mal wieder ein Meeting gemacht haben zum Thema Business und irgendwann ist es aber einfach zur Mülltonne verkommen. Und alles was Du gefunden hast: Ja okay Jour Fixe, kann ich nicht zuordnen und dann war die Verbindlichkeit auch weg und Du hattest irgendwie so das Gefühl ich hab’s mir aufgeschrieben, aber letztendlich musste man dann irgendwie ne To Do Liste für die To Do Liste anlegen, um sich selber zu verwalten, um zu gucken, was ist da eigentlich noch überhaupt wichtig von der To Do Liste und was nicht. Es ist echt nicht easy. Es gibt viele gute Tools, die einem richtig helfen können, aber ohne dass man weiß, wie man so ein Tool benutzt, ist das geilste Tool 0 ct. wert oder gar nichts wert. Sebastian: Genau. Ich glaube, vielleicht zu diesem Punkt noch ganz kurz: Ich glaube zu zweit, da ihr ja an den meisten Projekten gemeinsam arbeitet, ist es natürlich nochmal ne ganz andere Challenge, ne? Weil man sich abstimmen muss. Und die Projekte, an denen ich alleine arbeitet, da bin ich mir selbst gegenüber nur in einer Verbindlichkeit, in der Verantwortung. Dann kann man sich auch einfach organisieren. Ich habe jetzt auch so ein paar Projekte mit anderen Leuten zusammen und da ist es natürlich schon schwieriger und da machen die Tools auch einfach Sinn. So Kollaborationstools und Projektmanagementtools, um sich da einfach ein paar Sachen festzuhalten und um verbindliche Termine einzurichten usw. Marcus: Hm klar. Welches nutzt Du da? Collaborative Working mit anderen im Team? Sebastian: Ich habe viel probiert, finde Slack ganz cool, also wenn man mal schnell kommunizieren muss, einfach nen Slack Channel aufmachen und das als Chat-Kanal nutzen und ansonsten Trello. Ich benutze viel Trello eigentlich. Marcus: Ja, wir auch. Ich bin totaler Fan von Trello, weil es a) kostenlos ist und b) irgendwie die User Experience total schön aufgebaut ist, mit diesen Karten umhängen und verschieben. Wenn man das vielleicht noch so von früher kennt aus dem Corporate Job mit den Post-its auf dem großen White Board hin- und herschieben und ich glaube das steht und fällt aber auch mit dem System, was man dahinter stellt hinter Trello ne? Sebastian: Genau, wie bei allen Tools, ja? Man braucht ein eigenes gutes System dafür. Marcus: Hm, hast Du ein Standardsystem, wie lauten bei Dir die Spalten? Sebastian: Die Spalten bei Trello meinst Du? Nee, ich habe überhaupt kein Standardsystem, wenn es To Dos gibt, dann werden die dort angelegt als einzelne Karten. Das mit der höchsten Priorität kommt nach vorne. Alles was erledigt wird, wird archiviert. Das kann man ja in der Zukunft immer nochmal herrufen und suchen, wenn man’s dann braucht, aber nee, so ein Standardsystem habe ich dann da nicht. Marcus: Das heißt, die wichtigste Karte hängst Du ganz nach oben und die anderen da alle drunter, alles in einer Spalte? Sebastian: Genau, und dann wird auch mal hin- und hergeschoben, je nach dem was gerade Prio 1 und 2 und 3 ist. Marcus: Aber innerhalb von einer Spalte? Frage ich. Also Du hast nicht mehrere nebeneinander, wo Du dann Prio 1, Prio 2, Prio 3 hast und die dann hin- und herschiebst, sondern Du schiebst quasi nur vertikal? Sebastian: Nee doch horizontal, also die Spalten… ganz links steht dann quasi immer die Prio 1 und je weiter es nach rechts geht, um so weniger wichtig werden die Aufgaben. Marcus: Ahh okay, cool. Was ich Dir noch empfehlen kann, je nach dem wie oft Du dann auch archivierte Sachen suchst, finde ich es ein bisschen umständlich, diesen Weg dann immer zu gehen, dass man glaube ich irgendwo explizit sagen muss, suche auch in dem Archiv oder so, haben wir noch so ne Spalte “Done” oder “Fertig” und da hängen wir einfach die fertigen Karten rein ohne die zu archivieren. Und dann sind die nämlich auch in der Vollsuche mit drin. Sebastian: Ah, das ist eine coole Idee ja. Marcus: Hm cool! Ja, dann erzähl mal, an welchen Projekten arbeitest Du und welche Trello-Karten hängen da gerade alle bei Dir auf Prio 1, welche hängen auf Prio 2 und welche hängen auf Prio 3? Sebastian: (grinst) Bei Trello ist jetzt fast alles abgearbeitet, aber wie gesagt, wir hatten jetzt ein paar Projekte. Da habe ich mit mehreren Leuten zusammengearbeitet. Das war einmal quasi eine virtuelle Konferenz, also ne Reihe von Webinaren, die wir gegeben haben. Komplett Online zum Thema digitale Produkte für Blogger. Das haben wir zu dritt organisiert. Da sind wir jetzt noch in der Nachbearbeitung, aber das ist jetzt so ziemlich durch. Dann veranstalten wir, ähnlich wie ihr mit euren DNX CAMPS, veranstalten wir auch für Occasions. Da gibt’s auch immer ein bisschen Abstimmung mit den anderen Organisatoren. Das organisieren wir jeweils zu zweit. Marcus: Immer die gleichen beiden, oder hast Du da verschiedene Leute? Sebastian: Nee, also ich bin meist dabei 90% der Fälle und dann immernoch eine andere Person. Aber das ist dann immer jemand anderes. Genau, da gibt’s viel zu planen, also ganz einfach die Koordination, die Buchungen von der Unterkunft, das Kennenlernen von den Teilnehmern, gucken wie kann man die am besten matchen, wer passt zusammen. Da benötige ich relativ viel Abstimmung. Da arbeite ich auch ganz gerne mit Google Docs und Spread Sheets. Auch super, die benutze ich eigentlich jeden Tag, um einfach quasi wie so ein großes Projekt glatt einmal anzulegen, wo dann die potentiellen Teilnehmer eingetragen werden, die Leute, die bereits bezahlt haben, wo die Kosten kalkuliert werden usw. Das wird dann jeweils mit dem anderen Organisator geteilt, dieses Google Sheet. Marcus: Richtig gut, oder? Auch unten die verschiedenen Reiter, die man dann anlegen kann und das dann teilen kann und je nach dem verschieden Berechtigungen geben kann? Sebastian: Ja, also ich bin ein riesen Fan von Google Docs und Spread Sheets. Das ist glaube ich immernoch so ein bisschen altbacken und viele Leute, die haben gerne so ne fancy Benutzeroberfläche, aber ich find’s klasse. Also, die machen genau das, was ich brauche, die Google Docs. Man kann sie teilen, man kann sie in Echtzeit bearbeiten. Also ein total geniales Tool. Marcus: Same same hier (grinst). Genau, es ist auch nicht überladen oder so, straight to the point, total schön minimalistisch finde ich. Sebastian: Genau. Und ansonsten: Projekte. Ich habe mir jetzt vorgenommen mal in den nächsten zwei, drei Monaten oder bis zum Jahresende keine neuen Projekte anzunehmen und einfach mal so eine kleine Bestandsaufnahme zu machen. Das ist glaube ich auch mal wichtig, einfach mal inne zu halten und zu gucken, was ist so alles passiert in den letzten zwei, drei Jahren. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren selbstständig, habe ne ganze Menge Content erstellt, Produkte erstellt und ich will das jetzt alles mal unter einen Hut bringen, das alles optimieren. Die einzelnen Produkte vernünftig miteinander verknüpfen. Ich experimentiere jetzt gerade ein bisschen mit Facebook Ads und gucke einfach, dass ich die Sachen, die jetzt schon draußen sind, möglichst gut an den Mann bringe. Und möglichst gut alles miteinander, ja, ineinander integriere quasi. Marcus: Ja, macht absolut Sinn. Gerade bei Dir würde ich sagen. Du hast soviel an Content und Mehrwert rausgehauen in den letzten paar Jahren. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wenn ich an Dich denke, denke ich auch immer an so ein Multitalent und einer, der nie schläft und dann noch die Online-Konferenz raushaut und dann noch die Retreats macht und dann eben noch richtig geile hilfreiche, lange Blogartikel zu den Themen schreibt, auf die keiner Bock hat. Du bist so ein bisschen die ganze Taxation, Steuern und Meldungen, Anmeldung, Abmeldung und so. Irgendwie hast Du da Deine Expertise gefunden glaube ich, in dem Digitalen Nomadenbereich neben vielen anderen Themen. Und dann noch die Ebooks. Was hast Du nicht alles gemacht? Und dann fällt es auch schwer, irgendwann mal zu sagen: Ey, ich muss mal raus. Ich muss raus aus diesem Modus und kurz innehalten, zurückgucken, Bestandsaufnahme machen. Kann man vielleicht irgendwas auch einstampfen. Ich weiß nicht was Du vorhast. Oder noch besser machen, noch mehr optimieren an dem bestehenden Content ne? Sebastian: Genau. Also irgendwann geht’s dann sowieso auch nicht mehr alleine. Umso mehr Projekte man hat, da kann man ja gucken. Sucht man sich Hilfe? Sucht man sich Leute, die einem den Großteil der Arbeit abnehmen oder stampft man auch irgendwann Projekte ein. Also ich glaube, an dem Punkt bin ich gerade, wo ich dann ein paar Entscheidungen treffen muss. Wie geht’s weiter mit, wir haben ja auch so ne Community für ortsunabhängige Unternehmer und Freelancer auf Wireless Life und da bin ich gerade am überlegen, wie da die Reise weitergeht. All das sind natürlich Sachen, die kann man irgendwann alleine nicht mehr stemmen. Marcus: Aber da hast Du jetzt schon, ich glaube, mega viel Energie reingesteckt, um die Community irgendwie aufzubauen. Weil die wird wahrscheinlich nicht gecutted werden, oder? Sebastian: Nee, cutten nicht. Dafür ist es irgendwie zu sehr mein Baby, das kann ich jetzt nicht so einfach aufgeben. Aber ich sehe auch, das bringt auch immernoch nen Mehrwert für die Leute, für die Mitglieder, auf jeden Fall. Und das ist cool, also sich zu connecten. Das ist auch gut für mich, um wieder mehr Leute kennenzulernen, mein Netzwerk zu vergrößern, aber es braucht einfach unheimlich viel Arbeit, um so ein Forum zu betreiben und deshalb schaue ich jetzt, in welche Richtung es da geht. Marcus: Ja, mega, mega Arbeit. Ich glaube, jeder der auf der Suche ist nach dem heiligen Gral und sagt: Ich will irgendwie am Ende des Tages ein passives Einkommen haben, dem würde ich eher nicht empfehlen eine eigene Community aufzubauen. Auch wenn sie mega viele Vorteil hat, aber es … also man muss sich schon 100% committen oder? Sebastian: Auf jeden Fall. Ich glaube, das war ziemlich die Königsklasse vom passiven Einkommen. Ich glaube, der Tim hat’s jetzt gerade ganz clever gemacht mit seinem Citizen Circle. Das ist ja eher so eine sehr exklusive Community und ein bisschen höherpreisig, dafür liefert er richtig gute Inhalte, hält das aber ganz bewusst klein. Dadurch hält sich die Arbeit auch eher in Grenzen und dann ist es auch einfacher, diesen persönlichen Kontakt zu haben. Jetzt wenn Du irgendwann ein paar Tausend Mitglieder hast, dann ist dieser persönliche Kontakt natürlich nicht mehr gegeben und dann schafft man es einfach nicht mehr, da kommt man nicht mehr hinterher. Marcus: Nee, zumal Tim glaube ich auch jetzt vor ein paar Monaten an dem Punkt war, dass er gesagt hat: Okay, wenn ich das so weiter machen will mit den ganzen Baustellen oder Projekten, die ich am laufen habe, muss ich mein Team vergrößern und hat sich dann ja auch Leute reingeholt und bewusst angesprochen. Sebastian: Genau. Meine Überlegung hinter dieser Community war auch immer, dass ich sage: Die Leute finden mich über meinen Blog. Die lesen eins, zwei, drei interessante Artikel und sagen, okay, das gefällt uns was der Sebastian hier macht. Wir wollen mit dem noch ein bisschen näher in Kontakt bleiben und mit den Leuten, die sich so auf seinem Blog rumtreiben. Und dann gehen sie in diese Community, wo sie sich natürlich auch erstmal kostenlos anmelden können, können sich dort austauschen und dann gibt man seiner Leserschaft die Chance, irgendwie noch tiefer einzusteigen. Man bindet die Leute natürlich auch an seine eigene Marke. Das war auch immer so mein Gedanke dahinter ne? Wenn ich jetzt mal dann irgendwann ein Produkt habe, diese virtuelle Konferenz und ein Ebook oder einen Onlinekurs, dann ist es natürlich recht einfach, das auch zu vermarkten. Die Leute, die das Grundvertrauen haben in mich und in die Sachen, die sie so gesehen und gelesen haben. Und dann ist das ein super Marketing-Kanal am Ende auch. Marcus: Hm, absolut. Wobei man trotzdem immernoch, auch wenn es Deine eigene Zielgruppe ist, immer gucken muss, dass man sensibel bleibt und das nicht überreizt und ganz easy ist es halt auch nicht ne? Sebastian: Genau, die Balance zwischen: Ihr bekommt hier einen riesen Mehrwert, auch kostenlos, und dann vereinzelt auch mal Produkte streuen oder mal Promotion machen. Ich glaube diese Balance die muss man finden. Marcus: Du bist ja jetzt selber auch schon ziemlich lange in diesem Thema Online Unternehmertum, ortsunabhängiges Arbeiten. Ich glaube, gerade in letzter Zeit bist Du auch selber noch mehr rumgereist, also vorher. Was waren Deine ersten Touchpoints mit diesem ganzen Lifestyle, Online Geld verdienen und wie hast Du dann angefangen? Was waren Deine ersten Projekte? Sebastian: Ganz rudimentär hat’s eigentlich schon angefangen so 2010, 2011. Damals habe ich noch studiert. Ich wollte mir einfach nebenbei was dazu verdienen und hatte eigentlich in meinem Umfeld niemanden, der so etwas gemacht hat. Ja, auch ganz wenige Selbstständige. Ganz wenig Leute, die irgendwie freiberuflich über’s Internet gearbeitet haben. Marcus: Und wo hast Du studiert? Sebastian: In Berlin habe ich damals International Business studiert und habe dann einfach gegooglet. Was kann man machen? Wo kann ich mir ein paar Euronen hinzuverdienen? So 200 - 300 Euro, um mir meine Reisen zu finanzieren, um abends weggehen zu können. Und habe dann ein paar Jobs angenommen als Texter, habe mich im Bereich SEO fit gemacht und habe alles möglich angeboten. Schlechte Bezahlung, aber ich konnte mal reinschnuppern in das Thema. Dann war irgendwann das Studium vorbei und bin zusammen mit meiner Freundin nach Shanghai gegangen und hatte hier dann auch meine letzte Festanstellung für ein halbes Jahr. Ich habe die nach nem halben Jahr gekündigt und bin dann eigentlich All In gegangen und habe gesagt, ich versuch’s als Freelancer. Habe dann auch Leistungen angeboten als Übersetzer und im großen Bereich Online Marketing. Also so ein bisschen Social Media, ein bisschen SEO gemacht und das hat am Anfang auch nur sehr schleppend geklappt, weil ich mich einfach nicht spezialisiert habe auf einen Bereich, sondern ich wollte alles abdecken, wollte so viele Leute wie möglich erreichen. Und das war auch ein absolut wichtiges Learning für mich, was ich auch jedem Hörer nur empfehlen kann, ist sich einfach festzulegen. Sich in ein Thema richtig einzulesen, da der absolute Experte zu sein und dann nur ne Handvoll von Leuten zu bedienen, aber die auch richtig zu bedienen. Und dann dafür auch vernünftiges Geld zu nehmen. So ging es dann immer weiter und habe irgendwann besser verdient dann als Freelancer und habe nebenbei immer schon an eigenen Projekten gearbeitet. Das waren so kleine vier Nischenseiten. Das war mein erster Blog vor Wireless Life. Das hat sich dann immer weiterentwickelt. Ich habe immer mehr Sachen ausprobiert. War immer neugierige, was kann man noch so machen Online? Irgendwann ist dann doch unsere Facebook-Gruppe mit den Digitalen Nomaden entstanden und dann kamt ihr mit der DNX und dann gab’s immer mehr Angebote in die Richtung. Man konnte sich immer mehr connecten und austauschen und dann geht’s glaube ich von allein. Dann bekommt man so viel Inspiration, probiert so viele Sachen aus und einige von den Sachen, die machen Spaß, die funktionieren, da kann man Geld mit verdienen. Andere, die bleiben dann auf der Strecke und Du hast eigentlich ein ständiges Ausprobieren, Umwerfen, wieder neu ausprobieren. Marcus: Hm, genau so geht’s. Versuchen, machen, iterieren, wieder neu auf den Markt bringen, Analyse machen, Rückschlüsse ziehen, wieder neu starten, hinfallen, Mund abputzen, weiter, ne? Ich glaube, das wird auch nie aufhören als Unternehmer und das sollte man mit einkalkulieren. Dessen sollte man sich bewusst sein. Und wenn man dafür der Typ ist, dann ist glaube ich Unternehmertum und gerade auch Online Unternehmertum für mich irgendwie die totale Fleischwerdung oder Realisierung der absoluten Freiheit auf allen Ebenen. Sebastian: Genau und dieser Punkt, den Du gerade angesprochen hast, dieser Integrationsprozess, also dieser ständige Loop, der auch in jedem Startup beschrieben wird, das ist glaube ich ganz wichtig, dass der schnell abläuft, dass man schnell ausprobiert ohne lange ein Konzept zu erstellen, ohne lange zu überlegen, sondern einfach in den Markt gehen. Raus zu seiner Zielgruppe ne Verbindung aufbaut, sieht was wollen die haben? Würden die mein Produkt kaufen? Wenn’s dann nach zwei, drei Monaten nicht klappt, dann muss man sich auch damit abfinden und sagen: Okay, nächstes Projekt. Wir probieren was anderes aus. Und diese Feedbackschleifen, die müssen einfach schnell passieren. Marcus: Ja, also da hilft es oft nicht zu emotional zu sein, ne? Dass man … irgendwie… dann hilft’s auch wenn man schnell live geht, weil dann kann man nicht so ne große Emotionalität zu nem Projekt aufbauen oder zu ner Marke oder zu ner riesen Idee, die für Dich die Welt bedeutet, aber überhaupt keine Nachfrage da ist und manche haben dann das Problem, sich davon zu lösen und zu sagen: Okay, ey komm, das kostet nur Zeit und Geld und die habe ich nicht. Ich probiere jetzt was anderes aus. Sebastian: Genau, das ist sauschwierig, irgendwann ne Idee abzustoßen und zu sagen: Okay, ich gestehe mir ein, das hat nicht funktioniert. Ich mache mit einer neuen Idee weiter. Gerade wenn das so ein Leidenschaftsthema ist. Wenn man da mit Emotionen dranhängt. Das ist sauschwierig und das, was man lernen muss und ich bin auch noch dabei das zu lernen, einfach mal zu sagen: Okay, ich gestehe mir jetzt ein, das war nix! Marcus: Ja, das ist echt ein harter Prozess. Das haben wir ja auch schon oft gehabt, dass wir dann gesehen haben: Ey, es funktioniert einfach nicht. Lass uns das Ding einstampfen und was anderes machen. Zum Beispiel als wir dann mal die riesen Idee hatten, ne App für Digitale Nomaden zu machen, um sich zu connecten. Digital Nomad Radar, ich weiß nicht, ob Du das damals mitgekriegt hast. Das war wirklich so schwierig dann wirklich fähige Programmierer zu finden, die auch noch unsere Idee verstanden hatten und ich konnte aber auch nicht richtig briefen für App-Design und überhaupt Technik und dass dahinter dann noch Server hängen. Also Millionen Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, wo ich dann mir irgendwann selber eingestehen musste: Entweder Du vertraust jetzt jemanden und investierst richtig viel Geld und weißt nicht, was dabei rauskommt. Oder Du siehst es jetzt ein, dass es nicht Dein Gebiet oder Du bist jetzt noch nicht ready dafür oder hast nicht die richtigen Leute gefunden und ja… kündigst jetzt die Domain und stampfst das Ding ein und das war wieder ein Learning. Letztendlich hat man ja trotzdem noch ein Benefit von jeder Idee, die man erstmal weiterführt und dann irgendwann beendet. Sebastian: Ja super Beispiel. Ich glaube, wenn es gerade am Anfang beim Briefing schon so Probleme gibt, dann ist es auch ein gutes Zeichen dafür, sich das nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Marcus: Hm, oder ein anderes Beispiel war digitalenomaden.net. Da haben wir ja noch die Keyword-Domain registriert. Muss man sich mal vorstellen. Ich glaube das war im Sommer vor zwei Jahren. Da waren noch sämtliche Keyword-Domains zu dem Begriff Digitale Nomaden frei. Der Tim hat glaube ich die .de ne Woche vor mir geholt und ich habe mir dann noch die .net geholt und was sich seitdem alles getan hat, ist krass. Und da haben wir aber auch mal versucht ne Community aufzubauen mit ner coole Forensoftware und allem Möglichen. Haben ein bisschen Traffic drauf gekriegt, aber in Zeiten von Facebook muss ich Dir glaube ich nicht sagen, mit Deiner eigenen Community, ist es so schwer die Leute irgendwie überhaupt zu überzeugen und von der Plattform Facebook runterzukriegen, dass es noch andere gute Plattformen gibt, wo man sich austauschen kann. Und da haben wir auch irgendwann eingesehen: Ey, das ist a) zu viel Arbeit. Wir kriegen da keinen… also Traffic kriegen wir drauf, aber keine Interaktionen. Das höchste der Gefühle war immer der Vorstellungspost und haben dann gesagt: Die Domain ist so viel wert. Die hat jetzt auch schon so viel gute Backlinks von den Medien gekriegt, weil wir es nach der ersten DNX dann angekündigt haben und ein paar Medien haben das dann aufgegriffen und verlinkt. Dass wir sagen, wir bauen da jetzt irgendwas Statisches, das ist eigentlich auch immer ne ganz coole Idee, wenn man nicht komplett loslassen will von dem Brand oder der Idee und haben jetzt so ne Toolbox, quasi so ein Tuned A nur zu dem Thema Digitale Nomaden draufgebaut. Und das macht uns jetzt keine Arbeit. Da kommen immernoch ein paar Leads an, haben Affiliate Links da verarbeitet zu Sachen, die wir empfehlen und das ist dann im Moment absolut passives Einkommen über diese Domain. Sebastian: Ja genau, das ist eine gute Idee, das nicht komplett aufzugeben, sondern einfach was Statisches zu machen, wo man dann keine Arbeit mehr hat. Ich glaube, wenn ich jetzt nochmal anfangen würde eine Community aufzubauen, das kann ich auch wieder nur jedem raten, ich würde auf jeden Fall bei Facebook anfangen. Ich würde einfach ne Facebook-Gruppe aufmachen. Wobei, wie Du gesagt hast, die Leute sind eh den ganzen Tag bei Facebook und man bekommt die so schwer da weg. Die Leute sehen bei Facebook eh die Notifications und die sehen dann, wenn da in der Gruppe was passiert, und seine eigene kleine Community, die man dann aufbaut bei Facebook. Dann sind die auch viel eher bereit da zu antworten. Die haben ihr Profil schon bei Facebook. Die kennen sich damit aus. Und da kann man … beste Beispiel für mich ist immer der Johannes Voelkner von Webworktravel, was der sich da für ne geile Community aufgebaut hat innerhalb von Facebook. Man kann auch so viele Sachen machen, Events planen und Dokumente anlegen, Beiträge in der Gruppe verlinken, die schon weiter nach unten gerutscht sind, Beiträge fixieren. Also man hat eigentlich viele Möglichkeiten. Marcus: Ja absolut. Facebook ist mega convenient. Weil das alles, gerade diese Profilerstellung. Die Leute sind eh auf Facebook. Für manche, ich hoffe jetzt mal nicht für welche, die Digitale Nomaden werden wollen, für die ist Internet nur Facebook. Die kennen kaum noch andere Seiten, weil die der totale Verteiler ist mittlerweile. Und man muss zugeben, ich glaube das geht jedem so, es funktioniert einfach. Der Algorithmus, die Timeline. Es ist interessant auf Facebook und um so mehr kann man sich da verlieren. Also es ist der größte Freund, gerade auch für uns, für die DNX, funktioniert’s richtig gut, um unkompliziert die Communities aufzusetzen und da Interaktionen zu schaffen. Und auf der anderen Seite für mich selber als Unternehmer ist es der absolute Horror, wenn ich da wieder in diesen Rabbit Wholes verschwinde und gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich auf Facebook machen wollte. Sebastian: Ja ich glaube, man muss sich dann gut unter Kontrolle haben. Ich schaue am Tag auch bestimmt 10 Mal bei Facebook rein, habe auch die Notifications ständig an, auch auf dem Mobile Phone. Und muss dann auch immer aufpassen, dass ich mich nicht irgendwie in Videos verliere oder auf irgendwelche Links klicke. Ja, man muss da so ne Selbstdisziplin entwickeln. Marcus: Ja, muss man auf jeden Fall. Ich würde gerne noch mal nen Step zurückgehen, als Du in Berlin warst, während Deines Studiums hast Du gesagt, was ich eigentlich ziemlich deprimierend und traurig finde, dass es damals an Deiner Uni oder an der  Fakultät auch irgendwie das Thema Online überhaupt nicht behandelt wurde, obwohl Du internationales Management oder Business studiert hast. Und Online ja die mega Zukunft ist und ein mega, riesengroßer Markt ist, hat das kein großes Thema gespielt oder nur rudimentär oder? Sebastian: Ja so gut wie gar nicht. Ich will jetzt auch gar nicht so viel über Studium schimpfen, aber inhaltlich war das schon sehr grenzwertig, was dann so 2011, 2012 noch gelehrt wurde, dass waren alte Marketingbibeln von Professor Manfred Bruhns, der die vor 30 Jahren geschrieben hat. Das war einfach viel Theorie und die Professoren waren auch schon relativ alt und die wussten einfach nicht, was abgeht in der Marketing Welt ne? Das heute so viel Online läuft. Und das war eigentlich Wissen, was man sich dann im Endeffekt doch selber aneignen musste. Aber so ein Studium, das ist gut für viele Sachen, aber inhaltlich hätte man die Zeit sicher besser nutzen können ja. Marcus: Ja, ich war ja 10 Jahre vor Dir an der Uni in Münster und habe BWL studiert und da war es natürlich noch weniger ein Thema und wir haben aber trotzdem dann nach diesen ganz alten Prinzipien und Theorien eigentlich nur gelernt und gepaukt und stumpf auswendig gelernt. Es war irgendwie kaum Praxis dabei. Ich will jetzt auch nicht zu lange drüber schimpfen. So ein paar Basics, vielleicht 10% kann ich jetzt noch für mein jetziges Leben anwenden. Aber 90% waren echt vertane Zeit und damals auch nur, um dieses Diplom zu kriegen oder irgendwas zu machen. Letztendlich hat mir das nicht viel gebracht und interessant war auch, dass ich, ich glaube, vor zwei oder drei Jahren dann bei nem Online Marketing Kongress eingeladen gewesen bin, was nur auf Einladung war von ner ziemlich guten Agentur in Deutschland, die da führend ist, und die hatte sich dann auch nen Professor irgendwie da als Speaker geholt. Der war auch noch gar nicht so alt. Irgendwie Mitte 30, Anfang 40 oder so und hat dann seine Slides präsentiert, die er dann in seiner Vorlesung zum Thema Online Marketing auflegt. Und ich dachte, ich sehe nicht recht. Also ich konnte mich kaum im Stuhl halten und nicht rausgehen, weil ich mich so fremdgeschämt habe, für die Inhalte, die da drauf waren, weil das so Schrott war. Dann dachte ich so, das kann echt nicht wahr sein. Wenn das die Lehre ist, was die Leute an der Uni in Deutschland… es war glaube ich sogar noch ne private Uni… und Geld dafür bezahlen in Sachen Online Marketing Lernen. Da ist jede Ressource, die Du bei Google in zwei Minuten findest zum Thema SEO oder so, tausend Mal hilfreicher und besser. Sebastian: Ja, kann ich mir gut vorstellen ja. Dann lieber von Leuten lernen, die richtig im Thema stecken, die das gerade selbst anwenden und irgendwie selbst gelesen haben. Und dann ist es auch egal, ob das ein Professor ist oder ein 25-jähriger, der gerade totale Erfahrung mit dem Thema sammelt. Marcus: Ja, und ich glaube wir sehen auch gerade so einen Switch. Zum einen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, gab’s gute Blogs, aber die musste man dann echt mit der Lupe suchen und dann haben die Leute auch irgendwann aufgehört zu bloggen, dann war der Blog tot. Und dann musste man wieder einen neuen suchen. Und viele parallel lesen. Mittlerweile gibt’s ja das ganze Wissen auch super geil aufbereitet in sehr professionellen Onlinekursen, wo Du ein paar Euro in die Hand nehmen musst, aber da ist jeder Euro, finde ich, ist es da wert, wenn man das Geld dazu hat. Und es wird auch irgendwann weitergehen, dass die Lehre dann komplett irgendwie im Netz stattfindet und die Universitäten glaube ich, ein echtes Problem kriegen, gerade im Thema Online Unternehmertum. Sebastian: Auf jeden Fall, da bin ich voll bei Dir, ja. Ich glaube, man muss immer ein bisschen vorsichtig sein, weil es auch viel Halbwissen da draußen gibt und da einfach einen Blog zu starten oder einen Onlinekurs zu kriegen, das kann jeder. Und leider machen es auch viele Leute, die nicht ganz so viel Ahnung haben. Aber es gibt auch wahnsinnig viele gute Ressourcen. Und da muss man einfach selber abwägen und vielleicht mehrere Quellen in Betracht ziehen. Und dann findet man die ganzen Infos alle für wenig Geld, ja. Marcus: Ja, hm. Ich glaube, da entwickelt man irgendwann ein Gefühl für und da muss jeder auch mal durch und da muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Am Anfang die ersten Touchpoints sind für viele Reichwerden im Internet, Geld verdienen über Nacht oder so, wo Du dann auf diese ganzen Scam-Seiten landest und irgendwann merkst Du aber, dass da nicht viel Inhalt hinter ist und dann kommt man hoffentlich auch auf die besseren Sachen. Oder stößt direkt auf so Podcast, wie der hier oder auf Deine Seiten oder an die Communities, wo dann die wertvollen Ressourcen geteilt werden. Ein wichtiger Punkt, den Du eben noch gesagt hattest, als Du angefangen hast. Dass Du, wie auch übrigens wir, einen riesigen Bauchladen erstmal aufgemacht hast. Dass Du nicht genug geshaped hast Dein Produkt und einfach alles angeboten hast, nur um irgendwie einen Euro zu verdienen. Also das war bei uns auf jeden Fall so der Antrieb, dass wir gesagt haben: Boah nee scheiße, wir haben viel zu viel Panik, dass wir überhaupt keine Kunden kriegen. Und haben gesagt: Okay, dann bieten wir alles an. Wir können Online Marketing Beratung, wir können Analysen machen, wir können das Operative im Online Marketing umsetzen, wir können Kommunikation, wir können Übersetzungen, wir können SEO Texte, wir können Websiteerstellung machen, wir können Tools installieren. Also es war irgendwie ein riesen…. keiner wusste, wofür wir überhaupt stehen. Und ich glaube, das ist auch wichtig zu erkennen, auch wenn’s weh tut. Nicht aus Angst irgendwie eine falsche Entscheidung zu treffen, haben wir dann keine Entscheidung getroffen und weiterhin alles angeboten. Aber erst nachdem wir zum Beispiel Rock my Site, was ja unser Brand für die Websiteerstellung war, noch weiter eingedampft haben auf Wundersite, sprich für persönlich Websites und für Freelancer. Ab da konnten die Leute was damit anfangen und sagen: Ey cool, das habe ich mal gesehen, ich kann was damit anfangen. Ich weiß was das ist. Genau das brauche ich, das kaufe ich jetzt. Sebastian: Ja, als Du es gerade erzählst von Wundersite und Rock my Site, ich kann mich erinnern, dass ich vor, das ist bestimmt schon zwei Jahre her, weil ich mal auf ner Portfolio Seite von Dir, ich glaube marcusmeurer.de und da habt ihr eure ganzen Projekte vorgestellt und ich dachte so, ach du… scheiße. Erstmal: Wo nehmen die die Zeit her, um diese ganzen Projekte zu starten. Und wie kriegen die das unter einen Hut. Und genau, ich habe auch genau das gleiche Problem. Ich wollte am Anfang auch immer alles machen, wollte auch möglichst viele Leute erreichen. Und das genau ist das Problem, ich habe jetzt in der Vergangenheit ein paar Workshops gegeben. Unter anderem ja auch bei euch auf der DNX zum Thema Nischenfindung. Was macht so ne gute Nische eigentlich aus. Da habe ich immer davon gesprochen von der Fear of nishing. Also einfach vor der Angst davor zu tief in die Nische reinzugehen. Weil wir einfach Angst davor haben, unsere Zielgruppe zu weit einzuschränken. Und wir haben Angst davor, Leute von unserem Angebot auszugrenzen. Und deshalb sprechen wir einfach die Masse an, die Allgemeinheit. Und indem wir das tun, erreichen wir aber am Ende niemanden, weil sich niemand angesprochen fühlt. Es fühlt sich niemand angesprochen, wenn wir Social Media Marketing Dienstleistungen anbieten. Da weiß kein Mensch, was damit gemeint ist. Keiner denkt, dass das ein Service für ihn ist, aber wenn wir, was ich irgendwann gemacht habe ist, ich habe SEO für App Stores, für den Google Play Store und für den Apple Store angeboten, und da gab’s vielleicht so 50 Leute im deutschen Bereich, die das brauchten. Aber die haben sich total angesprochen gefühlt. Es gab 0 Wettbewerber in dem Bereich, die die gleichen Dienstleistungen angeboten haben und das heißt, mindestens 50% der Leute, die ich angeschrieben habe, denen ich meine Leistung vorgestellt habe, die haben das Angebot auch in Anspruch genommen. Und ich konnte im gleichen Moment auch ne gute Rate verlangen, weil ich auch Ergebnisse und Referenzen vorzeigen konnte nach ner Weile und weil’s keinen anderen gab, der diesen Service angeboten hat. Das heißt, diese super kleine Zielgruppe, die hat mir total gereicht. Und der andere Vorteil war natürlich, dadurch dass diese Nische dann irgendwann so klein war, dass ich mir das Wissen, was natürlich nicht so viel ist, in so ner kleinen Nische, das Wissen habe ich mir so schnell angeeignet und war dann nach ein paar Monaten der absolute Experte auf dem Gebiet. Und dieses Prinzip, das kann man als Blogger anwenden, das kann man anwenden, wenn man Veranstaltungen organisiert, wenn man nen Online-Shop hat, Produkte verkaufen will. Das passt eigentlich auf alles. Man muss seine Zielgruppe ganz genau definieren, kennen, muss wissen, was haben die für Probleme und Bedürfnisse und Sorgen. Da muss man genau diese Penpoints ansprechen und keine Angst davor haben, dass man dann nicht ganz so viele Leute erreicht. Marcus: Hm ja, das ist glaube ich die große Challenge, den Mut zu haben zu sagen: Okay, ich mache jetzt nicht nur Webseiten für alle, sondern nur für kleinere Startups oder ich mache Webseiten, speziell für Fitnessstudios. Da gibt’s glaube ich auch einen Riesenbedarf im Übrigen. Und ich glaube, wenn ich dann jetzt ein Fitnessstudiobetreiber wäre und würde dann vier Angebote oder vier Services nebeneinander legen und der eine machte Webseiten für alle, der zweite macht Webseiten für Selbstständige in Deutschland und der dritte macht Webseiten, aber nur für Fitnessstudios und hat dann entsprechend auch die Referenzen auf seiner Seite, dann würde ich ja ganz klar zu demjenigen gehen, der mich total abholt mit genau meinem Pain und meinem Need. Sebastian: Genau, weil Du ja auch davon ausgehst, dass dieser Anbieter, der kennt die Bedürfnisse von Leuten, die gerne ins Fitnessstudio gehen wollen. Der weiß, wie muss das User Interface aussehen, wie soll das Web-Design aussehen. Was ist ansprechend für potentielle Kunden. Genau. Und dann bist Du auch viel eher bereit, die zu beauftragen, ja. Marcus: Ja, wie kam das dann, dass Du komplett aus Deutschland weggezogen bist. Du hast gerade gesagt mit Deiner Freundin. Also war sie dann der ausschlaggebende Grund, dass Du gesagt hast, ich kann quasi von überall arbeiten. War das vorher schon so ne Option, wenn Du mal jemanden kennenlernen solltest oder wenn Du mal woanders sein möchtest? Suche ich mir nen Job, also arbeite ich Online, um das von überall machen zu können oder kamen dann Dinge zusammen und eins zum anderen? Sebastian: Es war ein schleichender Prozess. Also, ich bin immer schon gerne gereist. War auch schon vor der Zeit in Shanghai, öfter mal im Ausland, auch länger unterwegs und wie gesagt, ich hatte hier noch nen festen Job. Also ich war hier ganz normal angestellt das erste halbe Jahr. Und da war eigentlich der Gedanke dann viel reisen zu können, der hat gar nicht so eine große Rolle gespielt. Das ging dann erst los, als ich mich selbstständig gemacht habe und mit diesem Freelancing Service angefangen habe und dann war auch das erste Jahr, war einfach nur arbeiten und wenig reisen. Da waren auch 60, 70 Stundenwochen. Marcus: Hm das ist gut, dass Du es sagst. Sebastian: Da war an viel Reisen und Freiheit nicht zu denken, weil’s finanziell einfach auch schwierig war. Weil einfach immer viel zu viel Arbeit da war. Und dann lief es dann aber irgendwann immer besser, hatte man mehr Freiheiten, also finanziell ging’s dann ganz gut, zeitlich war ich viel flexibler, hatte auch immer weniger Kundenaufträge. Mit Kundenaufträgen ist es ja auch immer so ne Sache, dass man die nicht einfach mal abstellen kann für ne Woche ne? Du musst immer erreichbar sein, oder nicht ständig, aber Du musst ne Response Quote haben, musst auf E-Mails reagieren, musst telefonisch immer erreichbar sein. Marcus: Trotzdem ist es ein super geiler Steigbügelhalter, um in diesen Lifestyle reinzustarten. Also es ist irgendwie total geil, dieses Tool Freelancing und irgendwie auch ein bisschen Deine Zeit gegen Geld zu verkaufen, wo ja manche sagen: Nee, das will ich auf keinen Fall mehr, aber gerade zum Start und um ein bisschen ruhiger schlafen zu können, ist Freelancen ne super geile Option, die Du gemacht hast, die ich gemacht habe, die Conni gemacht hat, die eigentlich Tim… ich glaube fast jeder ist mit Freelancing gestartet. Das sollte manchen Leuten noch mal bewusst sein, dass man nicht von über Nacht quasi so ein eigenes Business aufbauen kann. Und dann muss man aber glaube ich irgendwann den Punkt erkennen: Okay, über die eigenen Sachen kommt jetzt genug Geld rein, auch wenn’s wahrscheinlich wieder genauso wenig ist, wie am Anfang vom Freelancing. Und sich dann trauen, diesen Switch zu machen und nach und nach die Kunden dann wieder abzugeben oder? Sebastian: Genau, richtig. Genau, dieses Freelancing als Einstieg und dann so langsam den Übergang schaffen zu eigenen Projekten und zu Einkommen, was dann größtenteils passiv ist, wo man nicht von Kunden abhängig ist. Und genauso war es dann auch irgendwann bei mir. Ich würde sagen, das war vor zwei, zweieinhalb Jahren. Und da ging’s auch los, dass wir mehr gereist sind. Also teilweise zusammen mit meiner Freundin, teilweise alleine und das koste ich jetzt auch aus. Ich würde sagen, ich bin jetzt immernoch so mindestens die Hälfte des Jahres in Shanghai, bin hier fest, habe hier ganz klassisch meine Wohnung und bin den Rest des Jahres dann unterwegs, viel in Europa und Asien. Und nehme dann die Arbeit mit. Marcus: Hm saucool! Und wie sind so die Lebensbedingungen in Shanghai? Ist es da günstiger als im Rest von Asien oder ist es da günstiger als in Deutschland? Also erfordert das von Dir irgendwelche Sachen, die Du in Deutschland nicht machen müsstest? Oder sagst Du dieses Online Business mit meiner Zielgruppe Deutschland ist echt kein Thema, kann ich von jedem Land der … oder jedem Ort der Welt führen? Sebastian: Also Shanghai ist glaube ich so, wie in vielen asiatischen Städten. Also man kann total günstig leben. Wenn man lebt wie die Locals und kann aber auch recht teuer sein, wenn man in internationale Supermärkte geht, wenn man jeden Tag essen geht, Restaurants und nicht auf der Straße. Wenn man in nem schönen Bezirk wohnt. Das heißt, mittlerweile hat sich unser Lebensstandard auch schon ein bisschen angepasst und es ist schon teurer als damals das Leben in Deutschland war. Was gibt’s hier für Schwierigkeiten? Ein Problem in China generell ist einfach, dass viele Webseiten geblockt sind. Das heißt, man muss das immer umgehen mit einem VPN Services. Darunter leidet die Internetgeschwindigkeit ab und an mal. Das kann schon problematisch sein. Marcus: Was für ein Service kannst Du da empfehlen? Sebastian: Ah, ich habe jetzt super viele ausprobiert und für mich das beste war Astrill. Der Service kostet glaube ich so 60 oder 70$ im Jahr, ist aber total zuverlässig. Und ansonsten gibt es eigentlich ganz wenig Probleme. Also alle Sachen, die ich so mache, da spielt’s einfach keine große Rolle, ob ich die von hier mache oder von Deutschland aus oder aus den USA. Das Einzige, wo man manchmal ein bisschen hin- und herjonglieren muss ist einfach wegen der Zeitverschiebung. Ne? Wenn wir zum Beispiel beide einen Termin ausmachen oder wenn ich mal ein Webinar geben will in Deutschland, dann muss ich immer gucken, wann erreichst Du die Leute dort am besten? Und dann kann es auch sein, dass ich mal ne Nachtschicht einlegen muss. Und dass ist dann hier früh am Morgen ist, wenn es in Deutschland am Abend ist. Aber da wird man fertig mit. Und ansonsten gibt’s eigentlich keine großen Probleme nee. Marcus: Ja cool. Also China fehlt mir noch. Und da würde ich auf jeden Fall gerne mal hin und das auch live vor Ort mal mitbekommen, was da abgeht. Man hört halt so viel unterschiedliche Sachen und ich glaube, am besten ist, man schaut sich das selber an und versucht da mal ne Zeit lang zu leben und zu arbeiten. Sebastian: Ich glaube in Hongkong habt ihr jetzt schon einen ganz guten Eindruck bekommen. Ich glaube Hongkong ist ein guter Mix aus Europa und aus China. Marcus: Wobei ich sagen muss, ich hatte vorher so ein bisschen die Befürchtung, dass mich das überfordern würde. Dass da irgendwie zu viel los, zu kommerziell und so. Wir sind ja eher die Typen, die gerne an nem kleinen remote Strand mit den Fischern abhängen und uns dann auch nicht über langsames Internet beschweren, aber dafür den Ozean vor der Tür haben, Tauchen gehen können, Kitesurfen. Aber es hat mir echt gut gefallen und gerade das Kommerzielle und dieses Bunte. Für ein paar Tage war das voll in Ordnung und es hat mich echt fasziniert. Also ich war auf jeden Fall nicht das letzte Mal in Hongkong. Das ist schon cool. Sebastian: Ja, coole Stadt, auf jeden Fall! Ja, ich glaube, es kommt auch immer darauf an. Es gibt Leute, die bevorzugen Großstädte und es gibt Leute, die bevorzugen eher diese remote places, wo es dann ein bisschen ruhiger ist, wo man geile Natur hat. Und bei mir ist es schon so, dass ich gerne in der Großstadt bin, aber auch gerne mal für ein paar Wochen irgendwo in ein kleines Fischerdorf fahre oder an einen coolen Strand. Marcus: Ja, also das muss jeder für sich selbst dann auch entscheiden. Also wie schnell jemand reist und wo er dann hinreist. Da gibt’s ja auch wieder die verschiedensten Typen innerhalb der Szene der ortsunabhängigen Arbeiter. Oder man braucht viel Gesellschaft oder das pusht einen, wie jetzt hier in Chiang Mai. Dann gibt es natürlich so Hot Spots, wo dann auch viele Gleichgesinnte abhängen. Was ist Deine größte Schwäche und worin würdest Du gerne noch besser werden? Sebastian: Jetzt muss ich überlegen, welche von den vielen Sachen mir als erstes in den Kopf kommt. Ich glaube so eine große Schwäche, was ja im Endeffekt auch ne Stärke sein kann, ist einfach dass ich echt Probleme damit habe Nein zu sagen. Nein zu Projekten, Nein zu, wenn Leute auf mich zukommen und mich um nen Gefallen bitten. Einfach immer wenn Leute kommen mit ner Frage oder mit ner Bitte, dann gibt man ja immer so ein bisschen was von seiner eigenen Zeit ab oder auf. Und da muss ich noch viel besser darin werden, einfach Sachen abzulehnen. Ob Projekte, wo wir vorhin drüber gesprochen haben. Projekte einzustampfen, mich von Sachen zu trennen oder zu sagen: Es gibt so diese zwei, drei Dinge, zwei, drei Projekte an denen arbeite ich gerade. Es gibt diese zwei, drei Menschen, die sind mir richtig wichtig in meinem Leben und genau für die Sachen investiere ich meine Zeit und meine Ressourcen und alles andere steht dann erstmal außen vor. Ansonsten verwickelt man sich dann in tausend Dinge und macht aber keins davon richtig und da bin ich immernoch dabei, das zu lernen. Marcus: Was meinst Du, könnte dafür ne Lösung sein? Was könnte Dir helfen? Sebastian: Ich habe gerade recht viele Bücher gelesen so zum Thema “Persönlichkeitsentwicklung” von Anthony Robbins zum Beispiel. Und da ging’s einfach immer darum den Wert von bestehenden Sachen zu kennen und zu wertschätzen. Also einfach mal so ne Bestandsaufnahme zu machen, zu gucken, was sind so diese zwei Webprojekte, die mich richtig weiterbringen, die mir richtig Spaß machen oder was sind die zwei Menschen in meinem Leben oder die fünf Menschen in meinem Leben, die mir wahnsinnig viel wert sind. Und dann darauf… einfach indem man diesen Wert erkennt, zu sagen: Okay, das hat meine Energie verdient und alles andere, was dann noch kommt, da sehe ich, habe ich da irgendwie noch Energie und Ressourcen für übrig oder nicht. Marcus: Hm, ich glaube das ist ein Riesenthema, gerade auch Online. Und wenn man immer besser vernetzt wird und immer mehr Leute kennt, kommen ja auch immer mehr Opportunities, die man annehmen kann. Und gerade auch, wenn man dann sieht, der hat schon wieder das gestartet oder das ist der neueste Schrei und das könnte man auch mal probieren und auf ne App hätte ich auch schon immer Bock und dann auf ein Ebook auch und nen Onlinekurs will ich auch noch aufnehmen und Buch schreiben auch noch und mich selber verfilmen lassen auch. Dann ist es echt schwer an den richtigen Punkten nein zu sagen. Gerade aufgrund dieses Shiny Object Syndrom, dass man immer denkt, das was ich habe ist nicht gut genug, sondern das was andere haben ist vielleicht noch cooler. Oder ich könnte mein Produkt noch cooler machen und da müssen wir auch noch besser werden, weil eben innezuhalten, durchzuschnaufen, auch wenn’s vielleicht nur ne Woche ist oder mal ein paar Wochen, um zu sagen: Okay, das was ich habe ist schonmal richtig gut. Das ging jetzt ab und darum kümmere ich mich jetzt und gucke, worauf fokussiere ich mich die nächsten Wochen. Sebastian: Genau, und dann einfach mal mit den Sachen weitermachen, die gut laufen. Da gibt’s ja immer einen Grund für, warum einige Sachen gut laufen und andere weniger gut. Und ich glaube, wenn man sich dann auf die Sachen konzentriert, die einfach funktionieren, dann kann man auch nicht viel falsch machen. Und da muss man auch nicht immer nach links und rechts gucken und sich immer ablenken lassen von den ganzen anderen tollen Ideen und Blogs und Online Jobs, sondern dann gibt’s einfach nen Grund dafür, warum die eigene Sache gut läuft und die lieber noch weiter ausbauen, anstatt tausend andere Sachen zu beginnen. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Marcus: Hm und wenn Du merkst, Du bist nicht mehr produktiv, Du sitzt gerade am Rechner, Du sitzt ja auch ziemlich lange am Rechner, so wie wir, was machst Du, wenn Du merkst, Du kommst jetzt nicht weiter, es bringt nichts mehr? Bist Du da schon so weit, es zu schaffen den Deckel zuzuklappen? Das fällt mir immernoch schwer. Und wie gehst Du damit um? Was ist Deine Empfehlung, was ist Dein Hack? Sebastian: Also ich werde da immer konsequenter. Also es ist echt so. Manchmal arbeitet man an ner Sache. Dann merkt man so nach 10, 15 Minuten das Internet ist scheiße, funktioniert alles nicht, habe irgendwie keinen kreativen Saft heute mehr. Und in dem Moment klappe ich wirklich einfach den Laptop zu und dann gehe ich ne Runde laufen, gehe in ein Café und nehme mir ein Buch mit, lese einfach für ne Stunde oder zwei und wenn ich dann merke, ich habe wieder ein bisschen kreative Energie oder ich habe wieder Bock, dann setze ich mich auch wieder an den Laptop. Aber ansonsten gibt es auch wirklich Tage, wo dann mittags für mich eigentlich Feierabend ist und ich dann Kumpels anrufe und mich mit denen treffe, anstatt mich zu quälen und einfach unproduktiv vor’m Laptop zu setzen. Ich glaube generell, ein ganz guter Tipp, was für mich super gut funktioniert ist, dass ich meist am Vormittag, also immer wenn ich zu Hause bin, auf Reisen sieht’s natürlich immer nochmal ein bisschen anders aus, der Tagesablauf, aber wenn ich zu Hause bin, dann bin ich vormittags in meinem Home Office, versuche so die wichtigsten Sachen zu erledigen und da weiß ich im Kopf schon, ich verbinde diesen Stuhl auf dem ich sitze und meinen Schreibtisch und meinen Ausblick verbinde ich einfach so mit typischen Tätigkeiten. Und dann gehe ich zu Mittag und danach gehe ich irgendwo in ein Café oder in einen Coworking Space und dann weiß ich schon, ohne mich wirklich drauf einstellen zu müssen, okay jetzt ist irgendwie ein ganz anderes Tätigkeitsfeld dran. Jetzt arbeite ich an ganz anderen Aufgaben. Und das hilft mir. Einfach diese Verbindung von bestimmten Aufgaben und Ordnung.   Marcus: Hm interessant! Das ist ja echt ein guter Hack. Das habe ich jetzt bisher noch nicht so gemacht. Wir machen es dann irgendwann, wenn wir denken, okay Home Office, die ersten drei Tage war cool, wir brauchen jetzt ne neue Umgebung. Wir tauen immer total auf, wenn wir woanders reinkommen und neue Impressions haben und neue Eindrücke und dann gehen wir zum Beispiel ins Betahaus mal ne Woche oder drei Tage arbeiten und dann gehen wir in die Blogfabrik und dann gehen wir mal in ein Café und dann gehen wir wieder ins Home Office, wenn wir in Berlin sind oder hier gehen wir ins Punspace und arbeiten vielleicht demnächst mal im Café. Aber das vielleicht dann auch noch mit bestimmten Tätigkeiten zu verbinden, könnte glaube ich dem Geist auch noch mehr Ruhe geben. Dass man die innere Uhr schon nach irgendwas taktet und dann noch weniger nachdenken muss, was mache ich hier eigentlich jetzt? Sebastian: Genau. Ich find’s zum Beispiel total genial mich in ein Café zu setzen, wo es auch relativ busy ist, wo man Hintergrundgeräusche hat, wo man auch Leute trifft und dort dann zu schreiben. Ich brauche das einfach, wenn ich Content erstelle, kann ich nicht alleine zu Hause sitzen, wo alles ruhig und dunkel ist, sondern dann gehe ich auch am liebsten raus, umgebe mich auch mit ein paar Leuten, mache dann alle Stunde mal ne Pause, habe nen kurzen Schnack. Das ist bei mir schon so richtig tief verwurzelt und das funktioniert für mich wahnsinnig gut. Marcus: Krass! ich bin genau der andere Typ. Ich könnte niemals im Café mich konzentrieren und schreiben und irgendwie coole Sätze rausbringen oder so. Ich bin echt einer, da soll am besten überhaupt niemand in meiner Nähe sein, irgendwo eingeschlossen und es muss alles still sein und ruhig. Weil ich bin leider mega leicht abzulenken, auch wenn ich zum Beispiel im Bus sitze oder im Flugzeug und jemand unterhält sich ne Reihe hinter mir. Auch wenn ich nicht will, ich muss da zuhören. Das ist wie so ein Zwang und das ist total nervend, nicht abschalten zu können, wenn um Dich herum was passiert. Um so cooler, dass das bei Dir so gut klappt. Sebastian: Ja, ich glaube da muss jeder für sich selber die beste Methode finden. Marcus: Absolut! Was steht bei Dir heute noch an? Sebastian: Wir haben jetzt gerade 12 Uhr. Ich treffe mich gleich mit ein paar Kumpels zu Mittag und nachmittags haben wir einen Workshop. Das ist ganz cool, in dem Coworking Space, wo ich ab und zu mal hingehe. Da gibt’s Workshops zu verschiedenen Themen so alle ein, zwei Wochen. Und dort geht’s heute um “Wie programmiere ich einen Onlineshop”. Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber auch mal interessant in ganz andere Sachen mal reinzuhören und sich ein bisschen inspirieren zu lassen. Marcus: Ja absolut. Das ist vielleicht nochmal so ein ganz cooles takeaway am Ende von unserem Interview, dass man immer eigentlich auch offen sein sollte für neue Sachen, auch wenn’s dann gerade jetzt irgendwie so ein bisschen mit Deinem Business tangiert. Uns ist gerade jetzt im letzten Jahr so oft vorgekommen, dass wir sagen: Ey logisch, connecting the dots. Auf einmal hat das wieder gepasst, wo man damals überhaupt keine Ahnung hatte, warum macht man das und warum hört man sich da irgendwas an oder liest sich was an. Oder baut da Wissen auf. Und dann kommt irgendwann der Tag wo Du merkst so: Ey cool, ich starte jetzt nen Podcast und bin total versiert zum Thema Sport und hab da voll Bock drauf, kenne da viele gute Leute, kenne vielleicht auch ein paar Spitzensportler. Genau. Das nehme ich mit auf den Podcast oder so, jetzt nur so als Beispiel. Also immer offen sein für neue Sachen ne? Sebastian: Genau ja, und auch mal, genau wie Du sagst, aus der eigenen Branche ein bisschen rausschauen. In verschieden Themenfelder reingucken und dann hast Du auf einmal so ne krasse Verbindung. Wie es jetzt bei Dir funktioniert hat ja? Marcus: Cool! Ja, vielen Dank für Deine Zeit. Wir verlinken alle Deine Projekte und über die Tools und Empfehlungen, über die wir gesprochen haben, auf jeden Fall in den Shownotes. Und ich würde sagen, wir beide sehen uns früher oder später wieder. Spätestens zur GLOBAL im März in Bangkok. Sebastian: Ja mal schauen, ob ich’s dahin schaffe. Wir haben Pläne dann in Südamerika zu sein. Mal gucken, ob ich dann rechtzeitig wieder da bin. Marcus:  Ah okay. Ansonsten haben wir ja eh ne kurze Leitung über das heiß geliebte Facebook und die anderen Kanäle. Also Sebastian, viel Spaß noch mit Deinen Kumpels und beim Workshop. Vielen Dank für Deine Zeit, vielen Dank für das spannende Interview und bis bald! Sebastian: Ja, vielen Dank Marcus und viel Spaß noch in Chiang Mai. Mach’s gut! Marcus: Danke, ciao! Jo, jo, jo, jo, jo, das war auch schon wieder die Folge Nr. 36 vom LIFE HACKZ Podcast. Ich würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eine Bewertung auf iTunes hinterlasst oder mir eine E-Mail schreibt, an marcus@lifehackz.de. Und wir hören uns wieder zur nächsten Folge von LIFE HACKZ. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • Mennesker og medier: Reklame forklædt som journalistik? 2017-04-21

    · Mennesker og medier

    Annoncetillæg om f.eks. bæredygtighed, folkeskole og digitalisering er blevet givtige indtægtskilder for flere mediehuse. Men ofte er det svært at skelne mellem journalistiske artikler, sponsoreret indhold og egentlig reklame. Derfor vil journalisterne have tydeligere markering af, hvad der er hvad. Lars Werge, formand for Dansk Journalistforbund, diskuterer flydende grænser i annoncetillæggene med Berlingskes chefredaktør Tom Jensen. Og måske er der brug for at stramme op, fordi de mange annoncetillæg kan vise sig at være en kortsigtet indtægtskilde for økonomisk trængte medier. Det mener kommunikationsrådgiver Kresten Schultz Jørgensen, der også er formand for PR-branchen i Danmark. En lignende vurdering kommer fra Lars Magne Sunnanå, indholdschef på Aftenposten i Oslo. Årets flotteste avisside: Der var guld, sølv og "hædrende omtale", da ni papiraviser i denne uge kæmpede om "Årets Avisside". For selv om digitale medier vinder frem, er der stadig prestige i at skabe lækkert design på papir. Og med masser af computerkraft i ryggen har de "gammeldags" aviser været igennem en design-revolution, fortæller Henrik Birkvig, faglig koordinator for grafisk design på Danmarks Medie- og Journalisthøjskole. Fake news på fransk: Lav troværdighed og direkte mistro overfor mainstream-medier baner vej for falske nyheder op til første runde af præsidentvalget i Frankrig søndag. De franske medier er nemlig ikke særlig godt forberedte på at håndtere misinformation og tendentiøs journalistik, siger journalist og professor Mark Lee Hunter fra handelshøjskolen i Fontainebleu. Tendensen bliver endda forstærket, når mange vælgere vender ryggen til de traditionelle medier, forklarer Alistair Shawcross fra London School of Economics med afsæt i erfaringerne fra sidste års Brexit-afstemning i Storbritannien. Vært og producent: Kurt Strand.

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  • P1 podcaster - Fremmede stemmer 2017-06-26

    · P1 podcaster

    Dagens udsendelse er blandt andet en opskrift på hvordan man kan - ved hjælp af podcasts - kan undgå at blive et dumt og kedeligt menneske. Du kan også møde danske Lea Thau, der producerer den populære amerikanske podcasts Strangers - den bliver hvert år downloadet 8 millioner gange og omkring podcasten er der opstået et stærk lyttefællesskab. Lea Thaus mission er at gøre os til 'strangers no more', og det gør hun ved at få folk til at fortælle om de livsbegivenheder - tab, kærlighed, sygdom, overgreb, familie eller længsel - der har formet og præget dem. Og om alle de sårbare og ofte modstridende, ulogiske og mangfoldige følelser, som de har sat i gang. Lea Thau har også udforsket både sin egen kærlighed og sit had - i serierne Love Hurts, hvor hun interviewede mænd, der havde afvist hende, og en række nye episoder, hvor hun konfronterer Trumpvælgere med sin vrede efter det amerikanske valg. Jeg interviewede Lea Thau på Den Sorte Diamants internationale forfatterscene, og i det uddrag, som du kan høre i dagens udsendelse, fortæller Lea Thau om hvordan det at fortælle historier får os til at forstå vores liv, om hvorfor det kan være nødvendigt at sprænge døren ind til ens personlige historier med dynamit og hvordan man kan være en empatisk historiefortæller, når man er fyldt med had efter Trump kom til magten. Hør Strangers her: http://www.storycentral.org/strangers/ Love Hurts-serien: https://soundcloud.com/kcrwstrangers/sets/love-hurts-series og Lea in Trumpland: http://www.storycentral.org/lea-in-trumpland-alicia/ Det er også tid til at sige farvel - dette er den sidste udgave af P1 podcaster - og 'fortsæt alene!', som den gamle radiogymnastikkaptajn Jespersen altid sluttede sine udsendelser med. På www.dr.dk/drpodcast finder du radiodrama, dokumentarerer og andre interessante podcastfortællinger. Og hvis du vil udforske det internationale podcastunivers, så kan jeg anbefale følgende podcasts om podcast: De amerikanske: The Big Listen (http://biglisten.org/ ), Sampler (https://gimletmedia.com/sampler/ ) og The Spot (http://kalw.org/programs/spot#stream/0 ) og canadiske Podcast Playlist (http://www.cbc.ca/radio/podcastplaylist ). God lyttefornøjelse! Medvirkende: Lea Thau. Vært: Susanna Sommer.

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  • Mysteriet i Kårsta- om en utredning som lämnade frågor i stället för svar

    · 00:29:29 · Kaliber

    En liten flicka dör efter en kollision mellan ett tåg och bil. Men i polisutredningen som följer får järnvägsbolaget som har ansvaret för säkerheten utreda sig själva. Kaliber idag- om hur en utredning som kunde gett svar, i stället lämnar efter sig en mängd frågor. – Det är klart att den här signalen som jag hört flera gånger om dagen, och som jag hört i 26-27 års tid fortfarande är bekant, men det blir ändå en påminnelse varje gång, det blir det ju.  Dagen då en tragedi ska inträffa är en solig dag, den 4:e januari 2013. Det är lovtider, och hemma i huset norr om Stockholm har Peter, som vi väljer att kalla honom, ätit frukost tillsammans med sina två döttrar. De har gjort sig i ordning för att åka in till stan. De sätter sig i bilen. Han pratar i telefon med en god vän när han kör nerför den vindlande vägen mot järnvägsövergången. I baksätet sitter döttrarna och sjunger. – Vi hade rätt nyligen varit och tittat på Trassel, den här Disneyfilmen om Rapunzel med det långa håret och de satt och sjöng musiken ur den. Ungefär samtidigt avgår Roslagståget från Kårsta station för att påbörja resan in mot Stockholm. I tåget sitter ett tiotal passagerare. Strax söder om Kårsta, vid järnvägsövergången Roslagsbroby, går något fel. – Min upplevelse är att jag har inte kunnat göra någonting. Jag hinner bara skrika ”Åh nej”. Och sedan ser jag tåget på min vänstra sida. Så säger det pang och så slocknar jag. Vi släpas med nästan 200 meter. Och vi har tuppat av alla tre. Jag tar mig ur bilen och tycker mig se att jag har ett öppet benbrott på vänsterbenet. Jag tittar in i bilen och på något sätt tror jag att det är okej, vi har klarat oss. Sedan tror jag att jag tuppar av igen. Sedan har jag inte så mycket minnesbilder, mer än att det börjar komma folk. Inte ambulanspersonal, utan andra. Det kommer filtar. Jag frågar bara efter barnen, om vad som händer. Och det första jag minns att jag får höra det är att den äldsta flickan hon har klarat sig, hon är omhändertagen. Och den yngre är på väg med ambulanshelikopter in till Danderyd och hon är svårt skadad. Peter är allvarligt skadad i benet, och körs i ambulans till sjukhuset. – Och jag ligger på en bår och ska in på operation och det kommer ner då en läkare som vill tala med mig. Det blir helt overkligt…och… sedan följer hela den process av chock som lägger sig och att så småningom sakta förstå vad som har hänt. Och hur livet i ett slag förändras. Peters yngsta dotter klarade inte olyckan. Hon dog – 8 år gammal. Det är den här olyckan som Kaliber handlar om idag. Och om varför boende i området runt Kårsta fortfarande inte känner sig säkra på att det som ska skydda bilisterna från de framrusande tågen fungerar som det ska. Det inleds en förundersökning. Peter misstänks för vållande till annans död och vårdslöshet i trafik. Men det finns bara två personer som har sett själva olyckan. Det är Peter och det är tågföraren. Båda två är chockade efter olyckan och några regelrätta förhör genomförs inte på olycksplatsen. Ingen vet därför hur olyckan egentligen gått till. Men eftersom bommarna är oskadade så står det klart att det finns två olika förklaringar till olyckan. Antingen har Peter kört vid sidan av tågbommen - som täcker halva vägbanan – och på så vis hamnat på spåret. Eller har bommarna faktiskt aldrig fällts. Och det dröjer inte länge innan de som bor i området börjar prata om hur de upplevt fel och brister längs järnvägen. – Nu har man ju satt en skylt här till och med att det är en olycksdrabbad korsning och det var ju här det otrevliga inträffade så att säga. Ingemar Norström bor i närheten av Kårsta och arbetar som taxichaufför. Han minns hur många kunde berätta om att de upplevt fel och brister i säkerheten längs järnvägen. – Flera hade ju sett konstigheter med bommarna under en längre tid. Och det löpte ju på mer och mer, för det vart ju väldigt mycket prat just när olyckan inträffade och särskilt när det är barn inblandade då börjar man verkligen diskutera det och tycka att det är konstigt. Ingemar Norström är en av de som senare ska spela en viktig roll när det blir rättegång. För också Ingemar Norström har upplevt problem med säkerheten vid olycksplatsen, en kort tid innan olyckan. Vi ska strax återkomma till det. Det är trafikförvaltningen i Stockholms läns landsting som ansvarar för trafiken på Roslagsbanan. Men Trafikförvaltningen lägger ut uppgifterna i tågtrafiken på entreprenad. Företag konkurrerar genom upphandlingar om att sköta trafiken och underhållet av spåren. På Roslagsbanan är det företaget Strukton Rail som sköter själva spåren och anläggningarna. När företaget under sommaren 2012 vann upphandlingen om att sköta underhållet på tunnelbanan och Roslagsbanan värderades avtalet till 3 miljarder kronor. En av uppgifterna som Strukton Rail har är att åka ut och reparera fel som anmäls på järnvägen. Därför var det Strukton Rail som 20.30 den 17 december 2012, drygt två veckor innan olyckan, åkte ut till olyckskorsningen för att åtgärda ett fel som anmälts. Tre personer, som senare förhörs i förundersökningen, blev sittande i sina bilar vid järnvägskorsningen utan att våga åka över. Anledningen var att lamporna som skulle varna för tåg blinkade både rött och vitt. Det vill säga både besked om att bilarna skulle stanna och köra. När Strukton Rails tekniker är på plats byter de ut blinkapparaten som har brunnit. Innan de lämnar platsen testar de anläggningen. Då fungerar allt som det ska, enligt felrapporten. Men när Ingemar Norström kör förbi samma korsning drygt en vecka efter reparationen, upptäcker han något märkligt. – Det var någon gång 27-29 december. Då kom vi åkande på vägen vid övergången Broby där olyckan hände. Och då blinkade ju ljusen både rött och vitt och bommarna stod uppe, de gick inte ner. Som tur var kom det inget tåg den gången, men vi stod där en stund och sedan åkte vi. Trots att Strukton Rail uppgett att de lagat felet, såg alltså Ingemar Norström att lamporna blinkade rött och vitt igen, och att bommarna var uppfällda, bara en dryg vecka innan olyckan. – Jag visste inte om att de hade varit ute, det fick jag reda på under rättegången att de hade varit här och reparerat det då. Men den reparationen måste ju ha misslyckats. Det finns ingen chans att du såg fel? – Nej, jag hade min fru med mig och vi reagerade båda två på det. Ingemar Norström och hans fru åkte vidare in mot stan. Han anmälde aldrig felet han sett. Men under rättegången vittnar han om det. Det finns också vittnesmål om ett allvarligare fel den där dagen då Strukton Rails tekniker bytte blinkapparaten. Det anmäldes heller aldrig, men i förundersökningen finns uppgifter från ett vittne som också blivitstående vid korsningen den 17 december 2012. Hon blir precis som de andra bilisterna fundersam när signalerna lyser både rött och vitt.Till slut bestämmer hon sig för att köra. Och när hon passerat övergången, då kommer tåget. Hon tyckte det var extremt obehagligt, säger hon i rättegången. Och hon tror inte att bommarna faktiskt fälldes. Det finns också ett annat vittne som uppger att han sett hur tåg kört förbi utan att bommarna gått ner som de ska. Jan Eriksson bor i närheten av olycksplatsen. Han vittnar om en händelse några månader efter olyckan vid korsningen efter Roslagsbroby, då ett tåg kört förbi utan att sakta ner, trots att bommarna var uppfällda. – Händelsen i sig själv började flera veckor tidigare. Bommarna här gick upp och ner lite som de ville. När tåget kom gick de ner, sedan försvann tåget och då går bommarna upp och sedan ner igen. Det hände ofta, flera gånger om dagen. Det fanns ingen logik i det. Det hände hux flux. Det accelererade, ibland en kvart efter att tåget gått. Då fick bommarna för sig att gå ned. Sedan kom vi fram till den här dagen då jag stod bakom ladan och arbetade. Jag hör tåget komma men jag hör inte bommarna. Och går runt hörnet och tittar och ser tåget komma åkande som vanligt, men bommarna står upp. Min dotter sms:ade mig direkt, ”Såg du att bommarna inte gick ner?” för hon hade också sett det. Och senare pratade jag med en granne som var ute med sin hund då som också hade sett att de inte gick ner. Det ska inte kunna hända. Ett tåg ska inte kunna köra förbi utan att sakta in om bommarna är uppfällda. Ändå finns vittnesmål om att det kan ha skett. Vittnesmål som domstolen senare ska hävda styrker att det inte går att utgå från att bommarna fungerat. Samtidigt som de boende i Kårsta spekulerar i hur olyckan kan ha gått till, och samtidigt som Peter och hans kvarvarande dotter långsamt återvänder till vardagen, arbetar polisen i Roslagen med förundersökningen. Tre månader efter att olyckan inträffat presenteras förundersökningen för försvaret och åklagaren. Och här hade frågan om hur olyckan gick till kunnat få ett svar. Utredningen visar att tåget fått klartecken att passera övergången. Det ska normalt sett betyda att bommarna påbörjat sin fällning. Och i den tekniska utredningen som gjorts hittas inget fel på bomanläggningen. Det är bara det, att när Peters advokat Bengt Hesselberg läser igenom förundersökningen, då får han syn på flera saker som han reagerar på. Det visar sig att det är Strukton Rail som har undersökt bomanläggningen efter olyckan. Samma företag som alltså har ansvaret för att den ska fungera. Och det är också den undersökningen som Polisen använt sig av. – Problemet är att när man ska granska sig själv så kan det ju finnas problem med det. Det kan vara kollegiala hänsyn. I alla fall för en utomstående kan det ju vara så att man kanske vill framstå som en bra underhållare fast man inte är det. De utreder sig själva i det här fallet, Strukton Rail, men det betyder ju inte att utredningen i sig skulle vara felaktig? – Nej, det gör det inte. Men då var det intressant just med iakttagelsen den 17 december där det var fel och man åker ut och åtgärdar det. Sedan dyker det upp nästan samma fel en vecka senare. Då får man ju fråga sig: har de gjort något åt det där felet, har de hittat det grundläggande felet? Eller är det ett fel som kommer och går? Det finns i alla fall en väldig osäkerhet. I förundersökningen hittar han också en mejlväxling som han tycker är märklig. Det är ett internt mejl från Trafikförvaltningens säkerhetsdirektör som senare vidarebefordras till Strukton Rail av en annan medarbetare på Trafikförvaltningen. I mejlet skriver säkerhetsdirektören att polisen har kompletterande frågor om bommarna, och tillägger att ”Om vi kan svara ”bra” på dessa frågor tror jag bilföraren åtalas som ansvarig för olyckan, vilket är viktigt ut preventiv synpunkt”. Och faktum är att Peters advokat inte är den enda som är kritisk till polisens förundersökning. Det är också åklagaren Katarina Lenter, som skriver ett brev till Polisen i Roslagen där hon menar att förundersökningen redan från början borde ha letts av en åklagare, istället för av Polisen. Och hon håller med Peters advokat om att Polisen inte borde ha använt sig av Strukton Rails egen utredning. – Utan det borde ha gjorts, bedömer jag, om man ska använda den som underlag i en brottsmålsprocess av ett oberoende, utomstående bolag som inte samtidigt underhåller och driver de här vägskyddsanläggningarna. Både åklagaren och advokaten är alltså kritiska till att Strukton Rail, som är en part i målet, själva fått utreda om bomanläggningen fungerat. Förundersökningen lämnas nu över till åklagaren Katarina Lenter och Trafikförvaltningen i Stockholms läns landsting beställer en opartisk utredning av bomanläggningen. Inte heller den nya utredningen visar några fel, men då har det hunnit gå ett halvår sedan olyckan. – Det som var intressant i det här målet egentligen var ju, fungerade vägskyddsanläggningen då olyckan inträffade eller fungerade den inte. Så den senare utredningen vi gjorde fick egentligen inte någon betydelse i målet eftersom den gjordes så sent. Till slut väljer Åklagaren Katarina Lenter att åtala Peter för vållande till annans död. Även om hon tycker att ett oberoende företag borde ha gjort den tekniska utredningen av bommarna direkt efter olyckan, finns ändå en utredning, resonerar hon. Peter säger att han hela tiden varit övertygad om att bommarna aldrig fällts ner. Han har inte tänkt så mycket på att det ska bli en rättegång. Men när rättegången närmar sig, drygt ett år efter olyckan, börjar han bli orolig. – Efter jul eller runt nyår började jag bli mer och mer orolig. Jag började sova väldigt dåligt. Jag vaknade i vargtimmen och tankarna gick igång. Det blev mer och mer nervöst. Sedan blev det ganska ansträngande med själva rättegången. ”Klockan är 12.30 här är Stockholmsnytt. En 56-årig man som misstänktes för att ha orsakat sin dotters död vid en tågkrock med Roslagsbanan frias av Attunda tingsrätt. Olyckan inträffade i början av januari i fjor vid en bevakad järnvägsövergång strax före Brobylund. Åklagaren ansåg att mannen varit oaktsam, bland annat pratat i mobiltelefon och kört för fort. Men Attunda tingsrätt anser inte att bevisen håller, och att det snarare är mycket som talar för att vägbommarna inte fungerade.” (P4 Stockholm 2014-03-07) – Utslaget på rättegången blev tydligare än jag hade trott eller tänkt eller förväntat mig med tanke på hur åtalet såg ut. Men det var väldigt skönt att bli helt friad på alla punkter. Peter frias på alla åtalspunkter. Och domstolen går till och med längre än så. Domstolen tar hänsyn till försvarets invändningar om att den tekniska utredningen har gjorts av samma företag som haft ansvaret för att bommarna ska fungera. Och skriver att det som framkommit istället talar för att bommarna faktiskt inte fungerat vid olyckstillfället. Domstolen väljer alltså att ta fasta på vittnesmålen om upprepade fel vid övergången, trots att Strukton Rails utredning inte visar några fel. Men hur kom det sig då att Polisen använde sig av Strukton Rails undersökning, trots att Polisen tidigt fått reda på att det fanns uppgifter om fel och brister på anläggningen? Claes Lundström är förundersökningsledare på trafikpolisen i Roslagen. Skulle du säga att Strukton Rail är en oberoende part i den här utredningen? – Med facit i hand är de ju inte det. När förstod du det? – När du ringde mig och ville göra den här intervjun. Fanns det ett resonemang om huruvida det var rimligt att de fick utreda sin egen anläggning? – Det var nog aldrig uppe till diskussion överhuvudtaget. Nej, enligt Claes Lundström pratade man aldrig om att det var problematiskt att företaget som ansvarade för säkerheten också fick utreda om den fungerat. Men trots det tycker han att Polisen gjorde en bra utredning. – Den är utredd, så länge polismyndigheten var förundersökningsledare, efter bästa förmåga. Hur bra var den förmågan då? – Jag tyckte den var bra. Ändå säger du att med facit i hand skulle ni låtit någon annan än Strukton Rail utreda det? – Ja, med facit i hand självfallet. Men då, när ärendet redovisades första gången, hade vi inte mer att redovisa. Sedan att det har funnits åsikter både från försvaret som ville ha mer uppgifter och som du påstår att åklagarmyndigheten haft kritik mot det här så kan man tycka att vi har tänkt på olika sätt. Sedan var som är rätt och vad som är fel och vad som är dåligt, det får eftervärlden döma oss för i så fall. Det var Trafikförvaltningen i Stockholms läns landsting som skickade ut Strukton Rail till olycksplatsen efter olyckan. Lars Ericsson som är säkerhetsdirektör på Trafikförvaltningen säger att det är så det brukar gå till. För till skillnad från Trafikverket, hämtar Trafikförvaltningen inte in några egna fakta när en allvarlig olycka inträffat. Och Lars Ericsson ser inte att Strukton Rail skulle ha ett egenintresse av att inte kunna visa några fel på anläggningen. – Jag anser inte att de har ett intresse av att ljuga, det är det jag menar. Men man kan ju, precis som domstolen har sagt, man kan ju säga att det finns någon slags jävsituation där, som inte är bra. Kan du förstå att man i domstolen … man skriver ju i domen sedan att man i någon mening godtar advokatens invändning om att det är en utredning som har gjort av samma aktör som har i uppdrag att sköta säkerheten, och att det påverkar bevisvärdet. Kan du förstå det resonemanget? – Jag kan förstå resonemanget och vi har dragit lärdomar av olyckan. Vi är inte nöjda med att vårt material inte håller i en domstolsprövning för det är ju det som har hänt. Vi har alltid möjlighet att föranstalta om en oberoende utredning, och vi gjorde det i det här fallet, om än lite väl sent, det ska jag erkänna. Men vår lärdom nu är att vi måste vara mycket snabbare på att reagera och se att här kan det finnas anledning att ta in ett oberoende företag som gör en utredning åt oss, vid sidan om den som Strukton eller någon annan leverantör gör. Det är en lärdom vi har dragit, så på det sättet förstår jag de här resonemangen. Lars Ericsson säger också att han blev överraskad över att så många upplevt fel och brister vid järnvägsövergångarna i Kårsta. De flesta av vittnena hade inte anmält felen till Trafikförvaltningen, och därför fanns ingen möjlighet för Trafikförvaltningen att undersöka dem. Och efter olyckan har Trafikförvaltningen beslutat att höja säkerhetsnivån vid korsningen genom att byta ut halvbommarna mot bommar som täcker hela vägbanan. Men hur var det då med det där mejlet som Peters advokat reagerade på, där Lars Ericsson skrivit till medarbetare på Trafikförvaltningen att ”Om vi kan svara ’bra’ på dessa frågor tror jag bilföraren åtalas som ansvarig för olyckan, vilket är viktigt ut preventiv synpunkt”. – Det handlar egentligen bara om att jag vill inte komma i ett läge där vi inte svarar på ett sätt som polisen upplever är ett korrekt svar, där man får korrespondera fram och tillbaka, utan att man verkligen ger ett seriöst svar. Vad har bilföraren med det att göra? – Vi har uppfattningen att anläggningen har fungerat och den uppfattningen har ju vi då fortfarande. Sedan har man inte kunnat bevisa att den har gjort det. Det tycker vi är olyckligt och det drar vi lärdom av. Vi vill ju göra utredningar som duger i en domstol, och det är ju uppenbart att vår utredning har ju inte gjort det. Det kan man läsa i domen. Det är inte bra. Våra utredningar måste göras på ett sådant sätt så att de håller för en rättslig prövning också. Du skriver i det här mejlet att det är viktigt att bilföraren kan åtalas, ur en preventiv synpunkt. Skulle du säga att ni misslyckades när han friades? – Jag säger så här att domstolens beslut står ju där. Han är friad. Det är mitt svar. Är det ett misslyckande då? – Jag vill inte kommentera det på det sättet. Vi kan inte ha en annan uppfattning än en svensk en domstol. Vi accepterar domen. Lars Ericsson säger också att han i mejlkorrespondens med Polisen betonat att han sett allvarligt på vittnesuppgifterna att signalen visat vitt och rött samtidigt drygt två veckor innan olyckan. Lisa Hellkvist är kommunikationschef på Strukton Rail. Hon vill inte ifrågasätta vittnesmålen under rättegången, men säger att Strukton Rail är säkra på att teknikerna lagade felet med signalerna två veckor innan olyckan. Och hon säger att företaget inte har något egenintresse när de utreder en olycka. – Nej, vi har inget egenintresse, vi har ingenting att dölja. Vi är ute efter att göra ett bra jobb och se till att anläggningen fungerar bra. Det är vårt uppdrag. Det vi är intresserade av är att göra ett bra jobb. Hon säger att Strukton Rail alltid åker ut och undersöker anläggningarna när fel anmälts - och om det är fel på anläggningen så åtgärdas de. Strukton Rail är fortfarande övertygade om att utredningen var korrekt. Och om man ifrågasätter trovärdigheten i företagets egen utredning, ja då kritiserar man hela systemet inom järnvägsbranschen. – I så fall ifrågasätter man ju hur ett arbete utförs enligt lag. Enligt de lagar som Transportstyrelsen satt upp. Då blir det snarare en systemfråga som får diskuteras vidare i ett annat forum. På vilken sätt blir det en systemfråga? – Eftersom vi har följt de lagar och krav kring säkerhet som är uppsatta för branschen och om man då anser att det här systemet och de här lagarna och kraven inte uppfyller det vi behöver som medborgare får man ta frågan vidare. Och faktum är att det inte finns någon lag som kräver att en olycka ska utredas av en oberoende aktör. Claes Elgemyr är chef för sektionen infrastruktur på väg- och järnvägsavdelningen på Transportstyrelsen som reglerar säkerhetsarbetet på den svenska järnvägen. – De här utredningarna som görs av järnvägsföretagen, det finns inget syfte där och ska inte vara att utreda någon skuldfråga. Det är enbart för att förhindra en återupprepning. Då kan det vara bra att den som kan verksamheten också gör utredningen. Men i det här fallet blir utredningen avgörande för att kunna bedöma skuldfrågan. – Ja, men det är inte syftet med utredningen. Det är rättsväsendet, polisen, som har det uppdraget. Vi har bara uppdraget att förhindra att det sker en återupprepning. Och det är ganska tydligt också att vi ska inte behandla skuldfrågorna utan det är mer för att det inte ska hända igen. Och eftersom utredningarna inte ska behandla skuldfrågan, så är reglerna för utredningarna inte utformade för en svensk rättsprocess. – Visst kan de vara till hjälp, men en förundersökning som polisen gör de har väl andra metoder kanske, men visst kan de här utredningarna vara till hjälp, men syftet med dem är inte att ligga till grund för rättsväsendet utan det är för att förhindra återupprepningar. Frågan om vad det egentligen var som hände i Roslagsbroby när Peters dotter dog, får inget svar. Det enda vi vet med säkerhet är att bommarna var oskadda. Att det inte fanns några spår som visade att bilen svängt förbi bommarna i ett sent skede. Men samtidigt att tåget fått klartecken att passera övergången, och att den tekniska utredningen inte visade några fel på bomanläggningen. För Jan Eriksson i Kårsta betyder det att han fortfarande inte är säker på om bommarna fungerar eller inte. – Jag tror många tänker att man vill veta vad som har hänt. Jag vill också veta. Vad var det som hände? Var det bommarna? Hur rädda ska vi vara för våra bommar här nere? Men det som finns kvar, är konsekvenserna av olyckan. I Peters hus står ett fotografi på den yngsta dottern i fönstret. Bredvid står ett tänt ljus. – Vi lever med det här hela tiden. Det spelar ingen roll om det är jul eller nyår eller årsdagar…det är så påtagligt, vi bor ju kvar. Vi är ju här i den nya vardagen, med sorgen. Det är mer ett konstant läge. Sorgen blir tydligare när det är stilla. När det inte är rättegångar och sådant. Det blir lite tyst i bilen när vi åker förbi. Jag tänker på det varje gång. Reporter: Morris Wikström morris.wikstrom@sverigesradio.se Producent: Sofia Boo sofia.boo@sverigesradio.se

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  • P1 podcaster - Aarhus by night og Sintras dejlighed 2017-01-23

    · P1 podcaster

    Over husene på Fredens Torv i Aarhus strækker 12 hvide lyssøjler sig langt op i den disede aftenhimmel. De er en del af af kulturhovedstadsfejringen, der finder sted et par dage senere, og Aarhus 2017s vækstlagspulje Off Track har også givet støttekroner til den byhistoriske podcast 'Aarhus i ørerne'. "Temaet i kulturbyåret er 'gentænk', og der sker jo rigtig mange ting i Aarhus lige nu. Man bygger nyt og tænker om, og jeg tror, at i en proces, hvor man gør det, så er det vigtigt også at huske på historien, for det er den der binder os sammen og skaber fællesskab over tid. Og det historiske perspektiv kan hjælpe os med at finde ud af hvad vi vil med byen i fremtiden.", forklarer Lene Grønborg, der producerer 'Aarhus i ørerne' i samarbejde med stadsarkivet. Der er en ny episode med Aarhusfortællinger lige på trapperne, og du kan høre podcasten her: https://soundcloud.com/arhusioererne 2977 kilometer syd for Aarhus ligger den portugisiske by Sintra, hvor lydkunstneren Hans Sydow har gået tur H.C.Andersen i hånden. Lydvandringen'Jeg kan huske Sintras dejlighed' består af H.C.Andersens rejsebeskrivelser fra 1866 læst af skuespilleren og sangeren Ulle Bjørn Bengtsson og et lydlandskab, der får lytteren til at føle stedet: "Sintra er en gammel kongeby og den er på Unescos verdensarvsliste, og det kan man godt forstå. Det er som at går rundt i en tidslomme eller et eventyr", forklarer Hans Sydow. "Det særlige ved H.C.Andersens beskrivelser af Sintra er, at byen ikke har forandret sig særlig meget og derfor er det sjovt at gå rundt i byen med ham som en nøgtern og sansende rejsefører". Lydvandringen ligger i app'en 'Jeg kan huske' og den er GPSstyret, så lydfortællingerne folder sig ud, mens man vandrer gennem landskabet. 'Jeg kan huske Sintras dejlighed' har premiere i begyndelsen af marts i forbindelse med en stor H.C.Andersen-konference i byen. Hvis man ikke lige er i Sintra, så kan man allerede nu lytte til et remix af lydvandringen her: https://soundcloud.com/sydow-dk/jeg-kan-huske-sintras-dejlighed. Medvirkende: Lene Grønborg og Hans Sydow. Vært: Susanna Sommer.

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  • Vera Ruttkowski ★ Als virtueller Assistent ins Digitale Nomadenleben

    · 00:59:17 · LIFE HACKZ ✰ powered by DNX

          Interview mit Vera Ruttkowski von verava Hey Leute, Willkommen zu einer neuen Folge der LIFE HACKZ Show! Dieses Mal live aus Düsseldorf in einer verregneten Airbnb Wohnung Mitte Oktober. Wir kommen gerade aus Berlin wieder. Haben dort die bereits vierte deutsche DNX veranstaltet, die richtig cool gelaufen ist. Wir haben ein neues Konzept probiert. Wir haben viele Workshops nebeneinander laufen lassen parallel im Bar Camp Style und jeder konnte quasi ganz frei entscheiden zu welcher Session er gehen wollte. Also es musste sich vorher nicht angemeldet werden. Man konnte sogar noch spontan während der Workshops die Workshops switchen zu den einzelnen DNX Themen und hatten davor im Betahaus ne Keynote vom Fabian Dietrich, der echt ein mega, mega spannender Typ ist. Und das war so der DNX Samstag, der glaube ich auch gut angekommen ist bei den Leuten. Wir werten gerade noch das Feedback aus, aber so wie es aussieht, werden wir diese Workshop-Geschichte auch für die nächste DNX im Mai beibehalten. Also nicht mehr ganz so strikt, dass man sich vorher entscheiden muss, in welchen Workshop man gehen möchte, sondern dass man dann ganz spontan entscheiden kann: Wo möchte ich rein? Und auch die Workshops ein bisschen knackiger und kürzer gefasst, so auf 45 Minuten. Das hat sich auf jeden Fall bewährt. Die Party war richtig fett am Maybachufer in Kreuzkölln und weil die Party so krass war, waren einige am Sonntagvormittag dann noch ein bisschen angeschlagen und Sonntag haben wir dann weitergemacht mit einem Brunch für die Leute. Der Joe Löhrmann von My Traveling Piano hat noch ne Session an seinem Klavier gegeben mitten im Görlitzer Park, wo dann selbst kurz … ja, dieses ganze Drogengedeale zum Erliegen gekommen ist und die Dealer sich da um’s Klavier gestellt haben und erstmal gar nicht gerafft haben … Was geht’n hier ab? Was ist DNX? Was machen die ganzen Flaggen hier? Wir waren nämlich im Edelweiss 36, was mitten im Görli angesiedelt ist. Ja, und nach der Performance vom Joe hatten wir dann noch Mastermindsessions, die gut angekommen sind. Also die werden wir auf jeden Fall bei der nächsten DNX im Mai auch anbieten. Ja… Summasummarum echt ne gelungene Veranstaltung. Aber ihr seid jetzt hier auf der LIFE HACKZ Show und neben der DNX mache ich die LIFE HACKZ Show jede Woche Freitag mit einem spannenden Gast. Und dieses Mal - da habe ich mich sehr drauf gefreut auf das Interview, das hatten wir schon lange geplant - mit der Vera Ruttkowski. Die ist unser VA, das heißt Virtueller Assistent. Und Vera ist mehr oder weniger unser Schweizer Taschenmesser. Sie ist die Allround-Waffe für Newsletter vorbereiten, Accounting, Buchhaltung, ähm Social Media springt sie mal ein, macht die Koordination mit unserem technischen Wordpress Service, macht das Teilnehmer Management für die DNX Konferenzen, scheduled die Interviews mit den Bewerbern für die DNX CAMPS, noch und nöcher. Und deshalb ist es glaube ich für euch auch mal spannend hinter die Kulissen zu gucken von unseren Projekten und auch zu sehen, was macht ein virtueller Assistent den ganzen Tag. Es ist nämlich nicht nur irgendwie Flüge buchen und irgendwie Termine koordinieren, sondern das ist noch viel mehr. Vera ist gerade im Sun Desk in Taghazout/Marokko und ja… Da habe ich sie im Skype-Raum erwischt. Viel Spaß mit dem Interview! In dieser Folge lernst du: Was ein virtueller Assistent macht und welche Aufgaben er für dich übernehmen kann. Warum es der ideale Einstiegsjob ins ortsunabhängige Arbeiten ist. Welche Tools ideal sind um remote zusammenzuarbeiten. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de]  Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus   SHOWNOTES verava.de STARTINWP Trello Wunderlist SEO in the SUN fernarbeit.net SunDesk IdeaCamp Betahaus Creative Loft Blogfabrik Carla Vollert Eventmanagerin [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"]   Marcus: Okay, welcome to LIFE HACKZ und ner neuen Show. Diesmal mit Vera Ruttkowski, die gerade live in Taghazout/Marokko ist. Hi Vera, grüß Dich! Vera: Hi Marcus! Wie geht es Dir? Marcus: Ja, mir geht’s gut. Ähm, wir sind gerade in Düsseldorf angekommen, nachdem wir dann gestern unsere Zelte in Berlin endgültig abgebrochen haben und machen hier gerade so ein bisschen Family & Friends Besuch. Waren gestern Abend schon bei meiner Mom, die heute Früh auch wieder auf Reise geht. Darum mussten wir das da reinquetschen und morgen treffe ich mich mit Kumpels und gehe zum Fußball mit denen. Zur Fortuna, die hoffentlich mal wieder gewinnen, danach ein bisschen Altstadt und Samstag fahren wir dann zu Felis Eltern. Ja, ist eigentlich ganz cool mal wieder nach Hause zu kommen, aber das Wetter geht halt gar nicht mehr klar in Deutschland. Wir haben jetzt Mitte Oktober und ich freue mich schon auf Asien. Nächste Woche geht’s los. Vera: Ja, das kann ich mir vorstellen. Das habe ich jetzt gemerkt, als ich auf der DNX war. Es war echt schon ganz schön kalt in Deutschland. Also, ich bin jetzt auch froh, dass ich hier in Marokko bin, wo es schön sonnig und warm ist. Marcus: Ja, erzähl mal. Wo genau bist Du denn da jetzt? Vielleicht erinnern sich einige, dass Feli und ich vor kurzem auch in Taghazout gewesen sind. Vera: Ja genau. Nachdem ich euren Bericht da gesehen habe, bin ich total angefixt worden, wollte auch unbedingt hier in das Sun Desk Coworking in Taghazout und ich habe die Magdalena dann ja auch getroffen auf der DNX im August, auf der Global. Marcus: Mh Cool! Vera: Und habe danach entschieden, dass ich hier auch unbedingt mal vorbeischauen muss und ja, ich bin jetzt Montagabend angekommen und fühle mich jetzt schon total wohl. Also, es ist super hier. Jeden Morgen gibt’s ein Frühstück auf der Dachterrasse mit allen Coworkern, die da sind. Und ja… Kann den Tag schön mit Meerblick starten und es ist echt cool. Marcus: Ist geil oben das Rooftop, oder? Vera: Ey ist super! Also, ich bin auch jetzt jeden Morgen schonmal gleich vor’m Frühstück schonmal hochgegangen, so als Einzige und habe mir da den Sonnenaufgang angeguckt. Also, andere gehen schonmal zum Strand zum Laufen. Es ist ja auch alles super nah hier. Marcus: Ja, also wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall mal Sun Desk auschecken. Ich habe es auch so genossen da die Zeit. Wir waren da nach Tarifa glaube ich direkt da, kurz vor der Global und dann waren unsere Akkus auch richtig, richtig voll. Also, da kommt man richtig gut runter, kann produktiv sein und hat nicht viel Ablenkung und es ist einfach convinient ne? Einfach cool, um da so ein Soft Landing in den Digital Nomad Lifestyle zu kriegen. Vera: Ja total. Also, ich bin auch ganz sicher, dass ich nochmal hierher komme. Ich bin jetzt nur zwei Wochen hier, aber ich bin mir sicher, ich komme nächstes Jahr irgendwann nochmal wieder. Marcus: Ja voll geil, weil ohne Scheiß, genau das habe ich auch bei Feli gesagt, als wir dann da waren. Ich glaube, wir waren auch so zwei Wochen oder zweieinhalb oder so und sagte “Ey, irgendwie, ich will gar nicht gehen, aber egal, wir müssen ja jetzt zur Global, aber lass uns doch mal das so im Hinterkopf behalten als Rückzugsort, wenn gar nichts mehr geht und wir irgendwie total gestresst sind und gar nicht mehr weiterkommen. Dann wissen wir, die Magda gibt’s. Marokko gibt’s. Taghazout gibt’s und ab ins Sun Desk.” Vera: Ja genau. Es ist echt cool hier, weil das Dorf ist ja auch echt nicht groß. Also, Du hast nicht so viel, was Du hier machen kannst. Was ja auch ganz cool ist. Also, wenn Du halt mal zwischendrin ne Pause brauchst, klappste den Rechner kurz zu, gehst mal ne Runde irgendwie ins Dorf, trinkst da irgendwie einen schönen Saft oder einen Tee, guckst den Sonnenuntergang an und kannst dann wieder weiterarbeiten. Marcus: Oah, hör auf ey! Ich will wieder los ey! Ich meine, ich jammer ja echt auf hohem Niveau, aber jetzt hier, ich sitze am Küchentisch in der Airbnb Wohnung in Düsseldorf-Flingern und gucke raus und hier regnet’s und es ist grau (lacht) Vera: (lacht) Marcus: Hart! Aber, … egal. Du bist jetzt in Taghazout im Sun Desk unterwegs und Du bist auch digitale Nomadin und verdienst von unterwegs Dein Geld. Ich habe Dich ja vorhin kurz vorgestellt. Du bist unsere virtuelle Assistentin. Vielleicht erklärst Du mal für die Leute, die jetzt nicht 100% wissen, was eine virtuelle Assistentin alles macht, wofür Du beispielsweise jetzt bei uns verantwortlich bist, bei unseren DNX Projekten und was darüber hinaus noch geht. Vera: Also an eine virtuelle Assistentin kann man eigentlich ganz gut alles auslagern, was einem selber zu viel Zeit kostet irgendwie, um sich auf seinen Fokus, auf seine Mainprojekte zu konzentrieren. Das ist je nach Kunde ganz unterschiedlich. Bei euch ist es jetzt ganz viel, ich sag mal, auch Administratives. Was so Buchhaltung angeht, Belege sortieren, Kundenmails bearbeiten. Was ich auch für andere Kunden auch viel mache ist Facebook Communities betreuen oder Webseiten. Und ja… Also, was ich an dem Job auch super gerne mag, ist das es so vielseitig ist. Ich schreibe auch viel, Copywriting ist eben auch dabei. Und ja, macht Spaß! Also es ist abwechslungsreich und ... Marcus: Kann ich mir vorstellen. Und ich glaube, was auch mega wertvoll ist, Du kriegst natürlich auch krasse Insides in die einzelnen Projekte oder wie andere Menschen dann ein Projekt aufziehen, ne Website erstellen, dann das erste Marketing machen, die ersten Kunden kommen, wie die Kommunikation ist. Ich meine, ich kann mir ja vorstellen, dass der Job mega, mega spannend ist. Ich habe ja jetzt nur meine eigenen Projekte, darum machen wir immer mehr, damit wir noch mehr Abwechslung haben, aber ich denke mal, wenn ich nochmal nen zweiten Job oder so brauchen würde, dann vielleicht auch als Assistent oder irgendwo, um gleichzeitig in so viele verschiedene Projekte reinschauen zu können, das geht glaube ich nur als virtueller Assistent ne? Vera: Ja, das ist eben das total coole an dem Job. Also ich sage mal, das der ideale Einstiegsjob für jemanden, der irgendwie so in das ortsunabhängige Arbeiten rein will. Weil Du kannst erstmal mit wirklich ganz kleinen administrativen Sachen auch anfangen und wächst Du einfach Stück für Stück da rein. Also ich habe seitdem… ich mache das jetzt seit etwas über einem Jahr - ich habe so viel gelernt, das ist richtig cool! Also, auch jetzt, wie bei Dir zum Beispiel: Also, ich hatte nie ne Ahnung, wie man irgendwie, ich sage mal, einen Podcast bei Soundcloud hochlädt oder in Wordpress - dadurch dass ich für so viele Kunden auch irgendwie die Sachen … die Blogposts usw. vorbereite -  habe ich echt so viel gelernt und ja, es ist echt ein cooler Job, wo man noch dafür bezahlt wird, dass man was lernt (lacht). Marcus: Ja absolut. So soll es sein! Und wir haben es ja auch selber gesehen, wie Du dann auch quasi mit uns gewachsen bist. Wir haben Dich ja dann auch reingeholt erstmal für die ersten kleineren Testaufgaben, administrative Sachen - wie Du gesagt hast, Buchhaltung und Excel-Tabellen - und mittlerweile testen wir Dich ganz gerne immer weiter aus und challengen Dich da ehrlich gesagt auch immer so ein bisschen und gucken mal bis Du Stopp sagst, aber irgendwie nimmst Du jede Hürde, die da kommt immer wieder mit Leichtigkeit und super schnell und jetzt hast Du uns geholfen beim Business Konzept für unseren Bank Termin in Hongkong. Ähm, das ist glaube ich echt, echt cool, was man da an Lernkurve auch hinlegen kann als virtueller Assistent, wenn man will. Vera: Ja, und man muss halt wollen. Klar, es gibt immer auch mal wieder Momente, die habe ich auch, wo ich denke “Uoa Scheiße, das kann ich ja gar nicht”. Aber eigentlich kannst Du es im vorhinein nicht sagen. Du musst es eben einfach mal ausprobieren. Also, und … es gibt da auch genug Quellen im Internet, wo man dann irgendetwas lernen kann und sich die Skills einfach draufschaffen kann. Wenn man da bock drauf hat, denn geht das auch. Marcus: Ja, und man kann echt sagen, Du bist so unsere Allround-Waffe. Ich glaube Dein Titel ist auch Operations Ninja. Immer wenn wir nicht wissen, wer könnte das jetzt für uns machen, haben wir glücklicherweise Dich als Backup oder Voll Back, bevor dann vielleicht ein Bereich so groß wird, wie beispielsweise der Eventbereich. Da haben wir uns ja dann jemanden reingeholt, die Carla, die dann ein paar Teile dann wieder übernommen hat. Aber solange niemand da ist oder man anfangen will und vielleicht überhaupt erstmal testen will, wie ist es, wenn man jemanden hat, der einem zuarbeitet, dann ist dieses virtuelle Assistentending mega, mega gut. Und wir oder ich ärgere mich ehrlich gesagt auch, dass wir da erst so spät drauf gekommen sind. Also es war schon immer ein Thema, aber ich habe mich auch immer ein bisschen schwer getan mit loslassen zu können und Dinge übergeben, Vertrauen zu schenken an andere und irgendwann war aber der Punkt, ich glaube das ist noch gar nicht so lange her, im Juno oder so, in Tarifa haben wir geskyped, unser Kickoff Call, wo Du dann angefangen hast zu arbeiten. Und seitdem denke ich: Wow wie geil, warum haben wir das nicht vorher gemacht? Vera: Ja gut, das ist natürlich für viele auch oft nochmal irgendwie so ein Hemmnis, sich erstmal zu überwinden. Ganz am Anfang ist es erstmal mehr Arbeit. Also wenn Du Sachen auslagern willst, dann musst Du Dich erstmal selber organisieren. Du musst es natürlich dem- oder derjenigen erklären, dem Assistenten. Musst also wirklich mal Deine Prozesse aufsetzen und das mal durcherklären und am Anfang - das habt ihr ja auch gemerkt - stellt man auch super viele Fragen. Aber dadurch, wenn man darüber erstmal rüber ist, dann läuft’s halt immer besser und dann kannst Du immer mehr auch einfach so auslagern, musst da gar nicht mehr drüber schauen und gewinnst so mehr Zeit für andere Sachen. Marcus: Ja, zumal das ja auch immer ne große Chance ist: Oft hat man die ganzen Prozesse irgendwie für sich selber aufgesetzt. Die sind irgendwo im Kopf. Man weiß, wie es geht, aber sobald Du das dann jemand anderen erklären musst, ist es richtig gut, dass man dann gezwungen ist, das einmal aufzuschreiben. Wir machen das bei uns ja über Trello, über das Project-Management-System und schreiben dann den ganzen Workflow - zum Beispiel jetzt zur Erstellung von einer Podcast Folge. Ich weiß nicht, wieviel Zeichen lang die ganze Trello Karte, aber es ist halt dann einmal verschriftlicht. Und selbst, wenn man das dann mal an jemand anderen übergeben muss, hast Du es endlich mal einmal niedergeschrieben ne? Vera: Genau, das haben wir ja jetzt auch gemerkt, als wir die Carla noch dazugeholt haben mit ein paar Prozessen, die ich schon gemacht habe und an sie übergeben haben, dass das super easy war durch die Trello Karten. Das haben wir einfach ins andere Board rübergeschoben, weil der Prozess halt einmal aufgesetzt war und dann läuft es gleich. Marcus: Ja. Welche Tools verwendest Du denn mit den anderen Kunden oder auch mit uns neben Trello, die Dir als virtuelle Assistentin, die ja nie live mit den Kunden zusammenarbeitet. Sondern Du bist immer an einem anderen Ort, wo wir dann gerade sind oder die anderen Kunden. Welche Tools erleichtern da Dir das Leben als virtuelle Assistentin? Vera: Ich muss sagen, mein ganz klarer Favorit ist Trello. Das funktioniert echt super und wenn ich einen Neukunden habe, der irgendwie noch kein eigenes System hat, dann empfehle ich immer das zu benutzen, weil das einfach super übersichtlich ist und ich weiß nicht, es macht auch einfach Spaß, diese Karten dann hin und her zu schieben. Marcus: Das ist glaube ich so ein bisschen nach dem Canva Prinzip oder so aufgebaut, wo man früher die Post Its hatte und verschiedene Levels oder Stufen dann immer die Tasks dann glaube ich rumschieben konnte. Was würdest Du denn empfehlen? Man kann bei Trello ja verschiedene Spalten anlegen. Was wäre da sinnvoll? Weil ich glaube, viele wissen erstmal gar nicht, wo sie anfangen sollen und dann, obwohl das System eigentlich relativ simpel ist, wenn man einmal eingestiegen ist, ist der Start glaube ich ein bisschen Tricky, um da so eine Struktur reinzugeben. Was würdest Du empfehlen? Vera: Auf jeden Fall verschiedene Boards für verschiedene Themenbereiche anlegen. Also ich sage mal, sowas wie Social Media, Marketing, Webseite, Allgemeines. Und dann in die Spalten eben einteilen: To Do und dann Check und für die jeweilige Person und noch ein Done Board. Alles was erledigt ist reinpackt, aber das bleibt halt ja immernoch da. Ist auch das Gute daran, auch mit der Suchfunktion, dass man alte Sachen immernoch mal wiederfindet. Marcus: Ja und ich glaube, die Done-Spalte ist insofern wichtig: Man kann auch Karten archivieren über Archive und dann habe ich die aber irgendwie nie mehr wiedergefunden, weil man dann über 3, 5 Klicks irgendwie das Archiv dann nochmal suchen musste und dann war alles total messi und war auch nicht mehr auf dem richtigen Board. Also dann ist glaube ich ein richtig guter Tip, den Du gerade gegeben hast und dann kann glaube ich Ongoing auch noch ganz gut sein, oder? Vera: Stimmt Ongoing für so Tasks, die einfach irgendwie jeden Tag oder jede Woche passieren müssen. Die dokumentiert man einfach in dem Ongoing, kann sich dann aber auch noch ein Datum ja noch setzen und die Kalenderfunktion nutzen, dass man dann auch, sage ich mal, jeden Freitag daran denkt, einen bestimmten Task auszuführen. Marcus: Nutzt Du dann die Kalenderfunktion von Trello? Vera: Nicht ganz so. Ich habe für mich selber noch ne Wunderlist, die ich auch unterteilt habe in meine ganzen verschiedenen Kunden und noch in meine eigenen Projekte und da lasse ich mir einfach auch Erinnerungen schicken, weil es für mich ganz cool ist, die dann auch noch per E-Mail kommen und am Rechner aufpoppen. Also, da kann man echt gar nichts mehr vergessen. Marcus: Ja, ich denke mal, gerade als VA im Kundengeschäft, wo Du ja dann auch Verantwortung trägst für wichtige Sachen, die dann beim Kunden passieren, ist es glaube ich das A und O, zuverlässig und reliable zu sein. Und keine Deadlines irgendwie zu verpassen oder zu vergessen ne? Im Gegensatz zu Deinen eigenen Projekten, die man dann wahrscheinlich, ja, im Zweifel immer wieder nach hinten verschiebt und posponed, weil die Kundensachen erstmal wichtiger sind. Vera: Ja das stimmt. Deswegen habe ich auch fast ein Jahr gebraucht, um jetzt mal meine Website fertig zu kriegen (lacht). Weil andere Sachen dann doch immer irgendwie wichtiger waren. Marcus: Aber jetzt ist sie live? Vera: Ja! Ich hab sie endlich live bekommen und mit der Hilfe auch was von euren Tipp, mit Start in WordPress. Die sind echt super auch die Jungs. Also ich verstehe immernoch nicht, wie die immer alles so schnell hinkriegen. Marcus: Ja, der Hammer ne? Vera: Aber das ist echt cool. Marcus: Ja. Vera: Genau, und die Seite ist jetzt endlich live. Es ist so ein bisschen über alles, was ich so mache, über was ich so anbiete und ein bisschen bloggen werde ich aber auch dadrauf. Also, auch über solche Themen, was wir gerade besprochen haben. Wie Zusammenarbeit funktioniert mit einem VA und was für Tools man so nutzen kann. Marcus: mh, und unter welcher URL findet man die Seite? Vera: Verava, also das ist mein Name: Vera und VA. Marcus: Vera für Virtual Assistance Vera: Genau. Marcus: .de, ne? Vera: Ja. Marcus: Aber das verlinken wir auf jeden Fall nochmal in den Shownotes. Ich finde, die Seite ist richtig schön geworden. Vera: Dankeschön! Ich bin auch ganz… Ja, ich habe schon wieder eine Liste mit Sachen, die ich verbessern möchte, aber ich glaube, das ist so normal. Marcus: Echt? Ja, das ist normal. Ich kenne es ja selber, wenn man eigene Seiten hat, hat man immer so eine mega To-Do Liste: Ach, das müsste man, das könnte man… Das coole ist aber, ich jetzt, der Deine Liste nicht kennt und bin gerade auf Deiner Seite, ich denke die ist schon cool. Die ist perfekt. Also, ich wüsste jetzt gerade nicht, was man optimieren muss. Also, es ist ja eigentlich immer nur irgendwie Stress für einen selber, weil man weiß: Oh, ich will unbedingt den Button dadrin haben, der ist immernoch nicht da. Vera: (grinst) Genau. Ja aber das ist eben echt auch cool, mit denen da von Start in Wordpress. Also muss ich echt nochmal sagen. Egal was für eine Idee man hat. Wenn man sagt “Ey, ich find das jetzt irgendwie total cool, wenn da - ich weiß nicht - ein rotierender Globus ist, auf den ich klicken kann, dann fragt man die das und schon finden die irgendwie ne App oder ein Plugin und empfehlen einem das. Also die sind echt super drauf. Marcus: Das finde ich gut, dass die auch konzeptionell mitarbeiten und nicht sagen: “Ey, Du musst mir genau sagen, ich führe jetzt stumpf irgendeine technische Anweisung aus. ich baue einen Facebook Button da ein, aber darüber hinaus müsst ihr selber sehen wie ihr klarkommt.” ne? Das finde ich echt auch gut, diesen Servicegedanken, den die da jeden Tag leben und super schnell sind die. Ich frage mich auch, wie die das machen. Vera: Ja, das ist echt krass. Marcus: Ich habe ja früher auch selber ziemlich lange an unseren Seiten gebastelt und geschraubt und alles alleine gemacht und kann ja einschätzen, wie lange so allein ne kleine Änderung dauert. Und wenn Du die dann in das Ticketsystem legst, was ich übrigens auch ziemlich cool finde bei Start in Wordpress, dass man genau sehen kann: welche Sachen sind gerade offen? Auf welchem Status sind die? und Du kannst es dann auch noch mit Prioritäten versehen. Ähm, ja… meistens sind die ruckzuck abgearbeitet. Vera: Ja. Nee, das Ticketsystem ist auch ganz cool. Durch meine Kunden, ich muss mich da auch ein bisschen anpassen, an jedem, welches System wer benutzt. Ich muss sagen, Trello ist da mein Favorit. Ich benutze aber auch mit anderen Kunden Basecamp, Asana gibt es noch, dann … was haben wir denn noch? - Redmine. Marcus: Mh, das habe ich noch nie gehört. Ja. Vera: Ja, das ist… da kann man auch gleich Dateien hochladen. Aber ich muss echt sagen, von allen ist wirklich Trello das, was auch wirklich am übersichtlichsten ist. Also, gerade bei Asana muss ich komischerweise immer wieder feststellen, dass die To Do’s da irgendwann so im Nirwana verschwinden und einfach drin liegen bleiben. Ich glaube, es ist einfach nicht so übersichtlich. Marcus: Ja, ich habe keine anderen getestet und bin direkt mit Trello gestartet, weil ich das von so vielen empfohlen bekommen habe. Und gut zu hören von Dir jetzt nochmal, die auch die anderen Systeme kennt, dass das wohl im Moment State of the Art ist und das geilste daran ist, es ist komplett kostenlos ne? Vera: Ja, das ist echt cool. Ja was es noch gibt, ein ganz cooles Tool, ist CoSchedule. Das benutze ich mit einem Kunden, wo ich eben viele WordPress-Einträge mache und das ist dann ein Kalendersystem. So wie so ein Redaktionskalender. Da drin planst Du dann gleich die Beiträge für ne WordPress-Seite, kannst die dann da drin schreiben und vorplanen und nen Redakteur zuweisen. Und das ist dann mit WordPress verknüpft und dann kannst Du dann gleich den Beitrag schreiben. Also für den speziellen Zweck ist das ganz cool.   Marcus: Ja, man muss halt immer gucken: Was ist der Anwendungsfall. Wir haben ja, so wie Du, neben Trello auch noch die Wunderlist laufen und die hat dann den Vorteil gegenüber Trello, dass man da besser terminieren kann finde ich. So, dass Du dann irgendwie eine Übersicht hast: Was steht heute an, morgen an? Und kannst diese einzelnen Tasks besser verschieben, abhaken. Zumal wenn ich mit Feli arbeite, dann immer ziemlich viel administrative oder Entscheidungen anstehen, die dann wichtig sind und das kannst Du dann irgendwie in der Wunderlist schneller und agiler abarbeiten, finde ich. Aber da muss jeder für sich selber glaube ich, ein System finden, ne? Vera: Ja, ich habe auch lange geschaut. Auf die Wunderlist bin ich tatsächlich eher durch euch auch gekommen, weil ich dann gehört habe, ihr benutzt die. Und das funktioniert für mich aber auch wirklich gut. Also, gerade für so Tasks eben, wo ich wirklich irgendwie jeden Freitag um 8.00 Uhr dran denken muss. Marcus: Ja, genau. Vera: Und da macht’s auch wieder Spaß, das ist auch wieder das gleiche Prinzip glaube ich. Dieses abhaken, was dann ein schönes Geräusch macht. Marcus: Jaaa, das ist so krass, was das psychologisch auslöst. Dieses Gratification System oder Bonification. Dass man irgendwas, wie bei so Computerspielen, wenn dann “brrrrimbedim” Giana Sisters das nächste Level erreicht und dann gibt es noch einen geilen visuellen Effekt, dass Du dann Diamanten gewonnen hast oder so. Vera: (lacht) Genau. Marcus:(lacht) Das funktioniert bei mir genau so gut mit To Do’s und mit den Tasklisten, scheinbar bei Dir auch, oder? Vera: Ja, das funktioniert bei mir auch. Deswegen mag ich eben auch Trello so gerne, weil irgendwie, ich schiebe echt gerne diese Karten hin und her. Ja, klappt gut. (grinst) Marcus: Ich hatte eben gesagt: Wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir überhaupt unser Team aufgebaut haben und die ersten Leute reingeholt haben. Du warst glaube ich, mehr oder weniger neben der Grafikerin, neben der Saskia, mit der wir schon lange zusammenarbeiten, unsere erste virtuelle Mitarbeiterin und danach ist es ja ziemlich schnell gewachsen, unser virtuelles Team. Was würdest Du sagen, oder kann man generell ne Empfehlung geben oder irgendwelche Indizien benennen, woran man merkt: So, jetzt ist es Zeit. Ich brauche jemanden, der mir hilft. Weil ich glaube bei ganz vielen, was ich leider sehe, die haben ne falsche Einstellung, gerade auch am Anfang, gerade auch zum digitalen Nomaden Lifestyle oder ihr eigenes Business aufzubauen. Die reden mit mir, sind da für DNX, haben noch keinen eigenen Blog und sagen: “Ja, aber schreiben ist ja langweilig und das will ich outsourcen und Social Media will ich outsourcen, SEO will ich outsourcen.” Und dann frage ich den: “Was willst Du dann noch selber machen?” Also auf der einen Seite ist es glaube ich richtig wichtig und gut, die Sachen mindestens einmal oder für eine gewisse Zeit selber gemacht zu haben und dann aber auch den Punkt zu erkennen “Okay, jetzt brauche ich Hilfe”. Vera: Ja, also das würde ich auch sagen, dass es tatsächlich wichtig ist, alles wirklich auch mal selber gemacht zu haben. Auch um den Prozess optimal übergeben zu können, muss man einfach auch selber, wie der läuft. Also ich hab’s ja mittlerweile auch schon ein bisschen angefangen, dass ich Sachen outsource an andere virtuelle Assistenten, weil ich zum Teil wirklich so einen Workload habe, dass ich da nicht mehr hinterherkomme. Das mache ich aber auch nur mit Sachen, die ich selber schon eine ganze Weile gemacht habe, wo ich genau weiß, wie die laufen, was man beachten muss, um das auch wirklich optimal übergeben zu können. Marcus: Das ist ja jetzt auch wieder ein ganz gutes Beispiel. Du hast jetzt auch irgendwann gemerkt. Da ist einfach zu viel Workload, Du bist mehr mit dem Abarbeiten beschäftigt, als vielleicht sogar Deine eigenen Projekte fallen eh hinten runter und dann sind die Kunden vielleicht sauer. Also spätestens dann sollte man glaube ich das Team erweitern und was könnte so ein Trigger für jemanden sein, der jetzt nur eigene Projekte hat und an seinem Business arbeitet und schraubt? Vera: Ich würde auch einfach mal beobachten, woran Du - sage ich mal - viel zu viel Zeit sitzt, weil’s Dich einfach soviel kostet, Dich dazu zu überwinden. Jeder hat ja irgendwie Aufgaben, die er nicht so gerne mag. Also, ich sage mal, einige schreiben viele Artikel irgendwie runter, weil sie super gerne schreiben. Und dann werden die Artikel aber nie veröffentlicht, weil es die Leute dann total viel Zeit kostet, das ins Blog einzustellen, die Fotos dazu zu packen, die Stichworte dazu zu stecken. Das ist ja auch nochmal locker ne Stunde, die da drauf geht. Und da scheitert’s dann auch bei vielen, die sagen “Oh nee, da habe ich jetzt keinen Bock drauf.” Und dann bleiben die gut geschriebenen Artikel ewig liegen. Also, wenn man so was merkt, dass man auch irgendwie irgendeine Aufgabe immer wieder aufschiebt, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob die nicht einfach jemand anderes übernehmen kann. Marcus: Mh, und wie war das bei Dir? Du hast ja erst glaube ich auch in einer Anstellung als virtuelle Assistentin gearbeitet, hast Dich dann mehr oder weniger nebenbei selbstständig gemacht. Jetzt machst Du es glaube ich komplett selbstständig. Jetzt baust Du ein Team auf. Also Du durchläufst gerade auch diese ganzen Stufen von diesem Unternehmertum glaube ich. Wie fühlt sich das für Dich an? Oder hattest Du vorher nen Plan, oder hast Du einfach Step by Step weitergemacht und geguckt was passiert? Vera: Nee, also ich hatte überhaupt keinen Plan. Ich muss fast sagen, ich bin ja in dieses ganze Nomadentum usw. echt reingerutscht. Ähm angefangen habe ich mit dem Job eigentlich nur, weil ich nen Job gesucht habe, den ich auch von Teneriffa aus machen kann. Also da bin ich ja vor zwei Jahren von Deutschland aus hingegangen und habe dann... Marcus: Okay, Komplett? Heißt: Du hast Dich auch in Deutschland abgemeldet? Vera: Nee. Also ich war noch gemeldet. Eigentlich wollte ich nur für ein halbes Jahr mal hin, so ne Auszeit machen. Aber nach dem halben Jahr hatte ich dann irgendwie keinen bock mehr zurückzugehen. Und, ähm ja, da ist es halt schwierig Jobs zu finden und dann habe ich einfach mal nach irgendwie Online Jobs gesucht, die vielleicht auch so ein bisschen aus meiner Richtung... ich habe ja ursprünglich Marketingkommunikation studiert. Und ja, in der Richtung gibt’s halt auf Teneriffa überhaupt keine Jobs. Das kannste voll vergessen. Und auf irgendwie Callcenter arbeiten oder so hatte ich gar keine Lust. Marcus: Ja, ich glaube, das ist so der Klassiker dann auf kleinen Inseln ne? Vera: Genau. Da gibt’s halt nen Haufen, weil es da ja auch so ne spezielle Steuerzone gibt für Unternehmen. Also da gibt es echt viele deutsche Callcenter und solche Sachen. Und nee, also, das habe ich mir auch gedacht. Dafür bist Du jetzt auch nicht irgendwie auf ne Insel gegangen, damit Du dann den ganzen Tag in so einem dunklen Callcenter sitzt. Dann habe ich halt nach Online Jobs gesucht und bin da eben auf so ein Angebot gestoßen für virtuelle Assistentin. Und hab halt erstmal gedacht “Ja cool, das kannste ja von zu Hause machen. Da kannste einfach hier bleiben”. Und ja, dann kam nach und nach dann auch so durch euch und durch die Conni so die Erkenntnis “Ja geil! Das kannste ja nicht nur von da machen. Das kannste ja von überall machen”. (grinst) Und ja, jetzt entwickelt sich das echt total cool, auch durch die Kontakte, muss ich echt sagen, die ich auf der DNX geknüpft habe, immer mehr. Dass ich da auch so meine eigenen Sachen starte. Marcus: Ja, saugeil. Und ich glaube, Du bist auch ein gutes Beispiel für, wenn man gut ist in dem, was man tut, dann wird man automatisch weiterempfohlen. Und es gibt nichts besseres als eine authentische, ehrliche Weiterempfehlung von jemandem, dem die Leute vertrauen. Wir haben Dich ehrlich gesagt jetzt auch schon ziemlich oft als Virtuelle Assistentin weiterempfohlen, weil wir so zufrieden sind mit dem, was Du tust. Und davor steht halt dann die tägliche harte Arbeit, aber es ist am Ende des Tages zahlt sich das immer aus. Vera: Ja klar. Und gerade in dem Job ist es ja auch wirklich Vertrauenssache. Also es gibt ja viele Sachen, die man an nen virtuellen Assistenten abgibt. Das sind halt wirklich vertrauenswürdige Sachen. Du gibst Deine ganzen Zugänge ab zu allem möglichen, zum ich sage mal jetzt Mailchimp und zur WordPress Seite und vielleicht sogar zur Bank. Und dann musst Du halt der Person auch echt vertrauen. Marcus: Ja genau, da ist erstmal ne Empfehlung Gold wert und dann würde ich vielleicht auch peu á peu vorgehen und dann die ersten Zugänge vielleicht sharen, so wie wir es gemacht haben. Und letztendlich hast Du jetzt auch ne Bankvollmacht und hilfst uns da beim Accounting und bei den Überweisungen. Vera: Genau, und das muss man eben Stück für Stück aufbauen auch, ja. Marcus: Und Du bist jetzt an dem Punkt, dass Du sagst “Ich brauche ein Team, ich brauche Unterstützung” und stellst dann mehr oder weniger Leute für Dich an, die dann Jobs übernehmen, ne? Vera: Ja genau, also ich habe mittlerweile eben auch ein paar, die mich auch schon gefragt haben “wie bist Du denn an Jobs gekommen” usw. und “ich will damit auch gerne anfangen”. Und da habe ich jetzt schon so zwei, drei mit denen ich zusammenarbeite und ein paar Sachen auslagere, wenn ich auch einfach nicht mehr dazu komme oder wenn ich mich auch gerne auf andere Sachen fokussieren möchte. Marcus: Klar, irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo man dann ready ist und ja, die Möglichkeit hat, dann auch Sachen auszulagern, die einem selber vielleicht gar nicht mehr so viel Spaß machen, aber für jemand anderen cool sind für den Einstieg, ne? Vera: Genau und so mache ich das jetzt auch. Also ich versuche so die Sachen zu behalten, die mir total viel Spaß machen oder die ich auch einfach nicht auslagern kann, weil sie halt echt Vertrauenssachen sind. Und bei anderen Sachen versuche ich eben dann auch andere da mit ins Boot zu holen. Marcus: Mh, ja, wichtig ist glaube ich, dass die Leute verstehen, dass ne virtuelle Assistenz - ich hatte mir das früher ganz am Anfang auch so vorgestellt: Okay, das ist sowas wie ne Sekretärin im analogen Leben. Die macht dann die… irgendwelche Kalenderverwaltungen oder Termine und das war’s dann und kocht vielleicht noch ein bisschen Kaffee. Das fällt dann weg, wenn man digital unterwegs ist. Dass da viel mehr hintersteckt. Also Dich setzt man, wie gesagt, ein, um irgendwelchen konzeptionellen Sachen zu schreiben. Du machst bei uns Mailchimp, Du bereitest Newsletter vor, Du machst das Accounting, Du machst Buchhaltung, Du machst Social Media, bevor wir da jetzt jemanden hatten. Also das kann viel mehr sein ne? Es kann eigentlich alles sein. Vera: Ja klar. Das kann auch Vertrieb sein. Also auch Angebote erstellen, Rechnungen schreiben. Du kannst auch, wenn es gut dokumentiert ist, Deine gesamte Kundenkorrespondenz irgendwie auch auslagern. Da benutzen wir ja zum Beispiel auch Help Scout, was ja für solche Sachen super funktioniert. Marcus: Genau, das ist cool oder? Vera: Ja, das ist echt klasse. Also gerade bei so vielen Mail Accounts ist das wirklich klasse, wie man es auch hin- und herschieben kann und ne Übersicht behält. Marcus: Ja, also Help Scout ist so ein Ticket Help Service System, wie zum Beispiel auch Zendesk oder so. Da gibt es glaube ich ein paar andere auf dem Markt. Und Help Scout wurde mir … ich glaube Sebastian Canaves sogar empfohlen, der auch immer sehr versiert ist, was so Tools und Technik angeht und er hat dann herausgefunden, dass es die einzigen sind, wo Du dann quasi über das System in dem Backend antworten kannst, was dann aber wirklich 100% noch wie eine E-Mail aussieht. Und das fand ich echt sympathisch, weil ich finde es manchmal unangenehm: Du schreibst an irgendeine info- oder service@-Adresse, willst was wissen und kriegst dann erstmal ne Ticket Nummer, was Du tracken kannst und so und dann fühlst Du Dich eigentlich nur wie diese Ticket Nummer, die Du da mit automatisierter E-Mail zurückkriegst. Vera: Nee, da ist Help Scout schon besser. Vor allem auch, weil man es von verschiedenen Mail Accounts schicken kann und untereinander hin- und herschieben, sich austauschen, mal ne Notiz reinschreiben, wenn man jetzt nicht weiß, was man antworten soll, kann man schnell nen anderen Teammember fragen. Das funktioniert echt gut. Marcus: Okay und als Du dann vor - wann war das? - vor zwei Jahren auf Teneriffa die ersten VA Jobs übernommen hast, war das vor zwei Jahren? Vera: Vor nem Jahr. Also ich bin vor zwei Jahren hin, hab dann erstmal was ganz anderes gemacht. Sechs Monate Praktikum in ner Sprachschule (grinst) Auch um halt spanisch zu lernen. Marcus: Kannst Du jetzt perfekt spanisch? Vera: Perfekt würde ich nicht sagen. Also ja klar, ich habe halt jetzt auch zwei Jahre da gewohnt und auch in ner Stadt, wo fast keine Touris oder Expats sind, sondern vor allem Locals und ja, da ist man auch einfach gezwungen zu sprechen. Also ja, ich verstehe alles und ich kann mich fließend unterhalten, perfekt ist es aber sicherlich nicht. (grinst) Marcus: Ja. Und wie war das dann, als Du dann in diese VA Geschichte eingestiegen bist und parallel bist Du dann auf dem Lifestyle der digitalen Nomaden aufmerksam geworden oder wie kam da eins zum anderen? Und wie bist Du dahingekommen, wo Du jetzt stehst. Ich meine, das ist ja eigentlich nichts, wenn man mal überlegt, vor einem Jahr hast Du die ersten Jobs übernommen als VA, dann noch für eine andere Firma und jetzt bist Du im Sun Desk und arbeitest quasi von überall für echt spannende Kunden und Menschen. Wie kam das alles zusammen? Vera: Ja das ist echt krass. Ich hab’s mir erst gestern wieder gedacht, als wir hier Mittags, nen kurzen Mittagsausflug zum Markt gemacht haben. Wir haben dann hinterher noch so nen geilen Avocadosmoothie getrunken und ich habe echt gedacht: Krass, vor nem Jahr hätte ich das nicht gedacht, dass ich jetzt hier in meiner Mittagspause mal eben in Marokko auf nem Markt sitze und so nen Avocadosmoothie trinke und danach einfach mal wieder arbeite. Also es ist echt super cool. Marcus: Aber so geht es glaube ich gerade vielen bei uns in der Szene. Ich meine, irgendwie sind wir alle so krass durch die Decke geschossen und im Windschatten schießen die Leute dann auch noch alle rechts und links neben einem hoch und irgendwie macht’s total Spaß im Moment. Was war denn dann der erste Trigger? Du hast den Blog von Conni entdeckt oder hast Dich dann entschieden zur DNX zu kommen? Hast dann irgendwann für uns gearbeitet… Vera: Genau, ich habe den Blog von der Conni entdeckt, dann auch vom Sebastian und habe dann gesehen, dass die ja zur DNX kommen im Mai. Und da habe ich mir gedacht “Ah ja gut, dann guckste Dir das mal live an”. Und ja, ich erinnere mich da noch dran. Ich war da echt noch voll schüchtern, kannte gar keinen und habe dann irgendwie gedacht “Okay, mal gucken, was die da alle machen”. Ich fand das dann voll krass, das zu hören, wie sie sich unterhalten haben. So “Ja, und dann fliege ich jetzt nach Thailand und dann sehen wir uns demnächst in Tarifa” und ich habe da echt nur große Augen gemacht und habe gedacht “Boah, das ist ja total cool.” Marcus: Mh, aber ich glaube es ist wichtig zu sehen, dass das auch Realität ist. Dass das nicht irgendwelche Träumereien auf dem Blog sind, sondern man trifft dann die Leute und merkt dann: Ey, das funktioniert ja wirklich. Die fliegen ja echt nach Tarifa und machen die ganzen Projekte, die sie erzählen. Ich glaube, das motiviert auch dann andere zu sehen, die genauso viel Feuer gefangen haben, vielleicht auf dem gleichen Level sind und dann sich gegenseitig motivieren, dass das auch funktioniert, ne? Vera: Genau, das ist eben total wichtig. Also, dass man sich auch wirklich vernetzt und ne Community hat und sich unterstützt. Das hat mir am Anfang auch ziemlich gefehlt, muss ich sagen. Gerade in meinem Job, ich meine, Du sitzt halt eigentlich den ganzen Tag nur alleine vor’m Rechner. Dann kriegst Du Deine Aufträge, hast aber trotzdem irgendwie ja nicht wirklich irgendwen, den Du fragen kannst. Und wenn Du da auch mal Probleme usw. hast und auch, das hat ja schon so angefangen: Wo finde ich denn eigentlich Jobs? Und wo finde ich neue Auftraggeber? Und was kann ich dann eigentlich berechnen? Oder alles mögliche. Und das ist auch ein Grund, das ist jetzt auch noch ein Projekt, an dem ich zusammen mit dem Johannes Völkner arbeite. Was viele nicht wissen: Er hat ja auch als virtueller Assistent mal angefangen. Und ... Marcus: Ja, ich glaube, er hat auch mal einen Guestpost für Tim Ferris geschrieben zu dem Thema. Das ist ganz witzig. Vera: Genau, und wir haben jetzt eben - also er hatte die Seite eh schon, wir haben die jetzt noch mal so ein bisschen aufgefrischt die Seite: fernarbeit.net Und das ist jetzt halt so ein Jobportal für virtuelle Assistenten, wo echt jetzt auch schon ganz coole Jobangebote drinstehen und die Assistenten können sich eben bewerben. Erstmal bei uns, wir gucken das dann an. Und wir wollen das noch so ein bisschen weiter ausbauen zu ner Community, dass eben wirklich die VA’s da nen Platz haben, wo sie sich austauschen können. Genau, da sind wir gerade so im Aufbau, aber wer Bock hat, kann sich das halt schonmal angucken und sich auch schon mal bewerben. Marcus: Ich stelle mir das gerade vor, die ganzen VA’s, die für die spannendsten Projekte auf der ganzen Welt arbeiten, was das für’n Wissen dann ist in dieser Community ne? Vera: Genau. Und auch eben tatsächlich so wie ich es ja jetzt auch schon mache. Also viele lachen, wenn ich sage irgendwie “Ich suche mir als VA ne VA”, aber viele haben sicherlich auch ab und zu wirklich mal auch so Hochphasen an Arbeit, wo man es an andere auslagern kann. Das gebe ich dann auch lieber an jemanden, den ich irgendwie schon kenne vielleicht aus ner Community und ja, so kann man sich dann auch gegenseitig wirklich so unterstützen und ich glaube, das wird ganz cool.   Marcus: Ja, da bin ich mir sicher und ich glaube, das ist bei vielen auch noch gar nicht angekommen, wie viel einem eine virtuelle Assistenz das Leben oder gerade auch Wachstum beim Business erleichtern kann. Vera: Ja, auch gerade weil Du Dich auf andere Sachen fokussieren kannst. Also ich sage mal jetzt, für Dich jetzt auch irgendwie, den Podcast aufnehmen ist total cool. Das ist auch das, was Dir Spaß macht, aber dann hinterher nochmal irgendwie ne Stunde das Transkript lesen und das auf die Website stellen, das ist halt was, was Du super abgeben kannst. Marcus: Ja, ich habe mich da vorher reingefuchst in dieses Podcast-Thema und ja 99% der Podcasts die gescheitert sind, sind daran gescheitert, nicht dass sie keinen Spaß mehr am Aufnehmen hatten, sondern dass sie dann mit dieser ganzen Administration dann irgendwann überfordert waren und das dann hinten runtergefallen ist. Und ja, dahinter hängt ja ein riesen Apparat, den Du dann glücklicherweise koordinierst. Aber Du bist ja nicht die einzige, die dann losrennt, wenn jetzt gleich die Aufnahme fertig ist mit uns beiden. Das kann man dann ja vielleicht nochmal kurz erklären, was dann passiert. Ich glaube, da haben mich in letzter Zeit auch ein paar Leute nach gefragt. Vera: Ich glaube, das ist auch von den ganzen Tasks, die wir so haben der echt jetzt am coolsten schon so durchkoordiniert ist. Also, wir haben ja diese Trello Karte, wo das alles dokumentiert ist und ja jetzt in dem Beispiel, wenn jetzt die Aufnahme fertig ist, dann packst Du die in die Dropbox. Marcus: Die wird sogar automatisch… ist das verknüpft mit Call Recorder. Also ich habe ein Tool, was dann hier über Skype aufnimmt und da ist dann der Dropbox Ordner hinterlegt, genau. Vera: Ja, dann gebe ich eben dem Gordon Bescheid, der ja auch schon ein Podcast mit Dir gemacht hat. Der schneidet dann das mit dem Intro und dem Outro zusammen, guckt nochmal, dass der ganze Ton passt und macht da eben die finale Datei zu. Der gibt mir dann wieder Bescheid, wenn er damit fertig ist. Dann geb ich die finale Datei weiter, gebe die über die Dropbox frei an die Jessica, die dann das Transkript macht. Die mir das dann als Google Doc freigibt, wenn sie fertig ist. Das ist echt … (lacht) Marcus: Das ist echt ein krasser Workflow. Vera: Ja, Du hast derweilen schon im WordPress den Beitrag angelegt, mit schonmal ein paar Shownotes, die ich vielleicht nicht wissen kann und den Beitrag leg ich dann noch komplett an mit den Shownotes, mit den Learnings, mit den Bildern, die dann auch in der Dropbox liegen. Marcus: … dem Text abgeschrieben von der Folge. Vera: Und genau. Und dann macht uns die Saskia noch das Bild für die Facebook-Seite. Marcus: Stimmt. Vera: Stimmt, die ist dann auch noch beteiligt (lacht) Marcus: (lacht) Genau, dann wird er gescheduled. Mittlerweile bin ich ja wieder auf einmal die Woche gegangen. Vera: Ja, ich glaube, das ist auch ganz gut. Also, einmal die Woche ist schon ganz gut glaube ich (lacht) Marcus: Ja, ich wollte halt erstmal Präsent sein und zeigen so “Ey, hier bin ich! Ich geh nicht mehr weg.” LIFE HACKZ gibt’s jetzt zweimal die Woche und so einen krassen Buzz erzeugen. Das hat glaube ich ganz gut funktioniert. Aber jetzt ist auch für mich, also viel zu herausfordernd. Gerade zum Beispiel, wenn wir jetzt zwei Wochen oder ich glaube zehn Tage oder so auf die Cruise gehen, wo wir überhaupt kein Internet haben. Dann in Jericoacoara ist auch nicht mega schnelles Internet und da dann jede Woche - ich muss ja auch selber die Folgen aufnehmen plus diese ganze Produktion - das wäre glaube ich echt tough geworden ne? Vera: Ja, ich glaube einmal die Woche reicht auch, ist ganz gut vom Rhythmus her und gibt ja mittlerweile genug alte Folgen, die man sich dann noch anhören kann. Marcus: Ja genau. Das ist sehr cool. Ich glaube viele haben es nicht geschafft immer alle Folgen mitzukriegen. Dann können die das mal aufholen, aber genau. Dann wird das gescheduled auf mittlerweile jeden Freitagmorgen und dahinter hängt dann ein Feed über Soundcloud, wo dann iTunes quasi einen kleinen Push kriegt, dass ne neue Folge da ist und das geht eigentlich auch richtig schnell, dass es dann bei iTunes auftaucht. Und ja, diese ganze Soundcloud Geschichte übernimmst Du ja auch ne? Vera: Stimmt, genau. Doch ganz viel. Das es echt so ein...Wir mussten jetzt mal gucken, wie lang dieser Task eigentlich ist da in Trello (lacht) Marcus: Mh, das ist die längste Karte auf jeden Fall. Und kurz zur Info: Soundcloud ist ein Mediahoster. Kennen viele von euch und so eine mp3 Datei für den Podcast sollte man nicht auf den eigenen Server legen, weil der auch immer mal wieder ausfallen kann und da sollte man auf jeden Fall irgendwie nen Mediaserver nehmen. Ich glaube Lip Sync ist noch ne Alternative. Soundcloud fand ich noch ein bisschen moderner und frischer. Gerade auch weil man dann das Snip mit einbauen kann in Wordpress und darüber dann den Player laufen lassen kann. Ja, soviel zu dem Podcast Workflow. Wielange bleibst Du jetzt noch in Taghazout? Was sind danach Deine nächsten Pläne? Vera: Ich bleibe jetzt zwei Wochen hier, dann fahre ich nochmal zurück nach Teneriffa, weil, also ich habe ja jetzt zwei Jahre da gewohnt und habe auch richtig ne feste Wohnung gehabt und nen Haufen Zeug angesammelt und alles mögliche. Und ja, muss jetzt dann die Wohnung… ich habe die gekündigt letztens. Marcus: Krass! Also Du machst Dich jetzt komplett auch ortsunabhängig? (grinst) Vera: (grinst) Ja erstmal schon. Also ich bin mir zwar sicher, dass ich irgendwann nach Teneriffa wieder zurückkomme, weil es ist ziemlich cool da. Also, kann ich auch allen mal empfehlen, die da auch mal als Nomade auch hin wollen. Ich weiß gar nicht, warum da nur da Gran Canaria so groß beworben wird. Also, weil Teneriffa ist schon echt super cool. Marcus: Da gibt’s auch nen Coliving und Coworking Space ne? Vera: Genau, das SEOintheSUN in Puerto de la Cruz. Das ist jetzt nicht da, wo ich wohne, aber ich bin jetzt trotzdem in letzter Zeit immer öfter hingefahren, obwohl ich da irgendwie ne halbe Stunde mit dem Bus von mir aus fahren muss, aber es war es mir trotzdem wert, weil es ist super cool da und super schnelles Internet und ein nettes Café dabei. Coole Leute. Der Frank, der das macht, ist auch super motiviert und ja, ist voll der Fan auch von der ganzen Nomadenszene und lädt auch im Moment immer Leute ein. Marcus: Auf jeden Fall ein cooler Typ. Vera: Ja super cool und also wenn man da in dem Coworking ist, kann man auch total viel unternehmen. Was ich jetzt auch schon ein paar mal ihm mitgemacht habe, also auf Teneriffa kannst Du eh so viel machen. Du kannst Surfen, Du kannst in die Berge fahren. Es gibt da den Teide. Das ist irgendwie der höchst Berg Spaniens. Also das ist der Vulkan, da kannst Du dann rauf. Im Winter liegt da sogar Schnee. Ja, ist echt cool dort. Und vom Leben her auch super günstig. Und eigentlich kannst Du auch das ganze Jahr über an den Strand gehen. Also kälter als 20 Grad wird’s eigentlich selten. Marcus: Okay, sollte jeder mal auschecken. Du brichst jetzt trotzdem Deine Zelte da ab? Vera: Deswegen habe ich jetzt auch so gefroren, weil ich es gar nicht mehr gewohnt bin, irgendwie weniger als 20 Grad zu haben. Marcus: Ja, wir auch nicht. Also Oktober geht echt nicht mehr klar und es wird wahrscheinlich nächstes Jahr auch keine deutsche DNX im Oktober mehr geben. Es ist einfach zu kalt. (Beide lachen) Genau, und Du hast gerade gesagt, Du brichst Deine Zelte in Teneriffa ab, musst nochmal zurück und dann? Vera: Dann habe ich jetzt erstmal nur ein One-Way-Flug nach Bangkok, will dann aber weiter nach Chiang Mai und ja… Da bleibe ich erstmal einen Monat und habe gedacht, eventuell danach nach Bali. Marcus: (lacht) Wenn das jetzt andere hören ne? Die denken immer, das ist zu krass, aber... Vera: Ja, ich find’s toll. Ich habe das auch schon mit ein paar Leuten, die ich schon kenne, dass man sich jetzt echt verabredet, so “Hey, dann sehen wir uns am 11. November in Chiang Mai auf’n Bier”. Und das klingt so völlig normal und noch vor nem Jahr habe ich irgendwie gedacht: Ey super krass. Aber jetzt ist es irgendwie so, ja. Und das ist auch das coole dran finde ich gerade. Also gerade auch mit der DNX Community und dass es jetzt eben so wächst, dass Du, wenn Du zu solchen - ich sage mal auch - Hotspots fährst, wo viele Nomaden sind, dass Du eigentlich immer irgendjemanden triffst, den Du auch schon kennst. Also so wie jetzt hier, ich wusste das gar nicht. Ich bin hier ins Sun Desk gefahren und jetzt ist hier halt der Thomas schon hier, den ich ja auch auf der DNX mal getroffen habe. Marcus: Vom IdeaCamp ne? Der hat auch nen Talk gemacht, genau. Vera: Und das ist halt total lustig. Also… Man kommt da irgendwie am anderen Ende der Welt an und triffst einfach schonmal wen. Marcus: Ja, da hat sich nämlich meine Perspektive jetzt auch verändert. Vor drei Jahren, als wir angefangen haben, war das noch nicht so. Und man war echt allein unterwegs und ich bin so happy, dass wir uns hatten und ich mit Feli dann getravelt bin und Business gemacht habe. Und da war dann immer die Frage so “Ja, wielange willst Du das denn noch machen? Und wirst Du irgendwann sesshaft”. Und da war eigentlich noch meine Einstellung: Wir machen das jetzt solange uns das gefällt und irgendwann werden wir wieder sesshafter und bauen uns wieder einen Freundeskreis auf und irgendwie noch festere Bindungen. Aber seitdem ist soviel passiert und wir haben so viele Leute erreicht mit der DNX, die jetzt auch diesen Lifestyle leben, und es gibt immer mehr Plattformen, wo man sich vernetzen kann, dass ich jetzt gerade überhaupt keine Notwendigkeit sehe davon abzulassen. Im Gegenteil: Jetzt fängt’s gerade erst an Spaß zu machen, weil man genau weiß - wie Du schon sagtest - wir fliegen jetzt nächste Woche nach Hongkong. Da treffen wir jetzt zwei Leute, die zufällig auch gerade da sind. Zum Beispiel Sebastian und Line glaube ich. Und dann nach Bangkok. Da seid ihr alle und spätestens in Chiang Mai triffst Du dann wieder einen Haufen Nomaden. Und ja. Die Freunde sind auch überall verteilt und irgendwo trifft man immer irgendjemanden. Vera: Ja ich habe auch gemerkt, auch aus der DNX jetzt wieder im Oktober auch so die Abschiede sind gar nicht… man könnte ja meinen, sie sind jetzt irgendwie voll traurig, weil man sich nur irgendwie dann mal für zwei, drei Tage in Berlin sieht, aber es ist gar nicht, weil Du weißt einfach irgendwie früher oder später irgendwo auf der Welt siehst Du die Leute wieder. Und das macht richtig Spaß. Marcus: Ja, die sind nicht weg, die sind einfach nur woanders. Und meistens sind die dann da, wo Du dann irgendwann früher oder später auch aufschlägst. Sei es jetzt Chiang Mai, Bali, Bangkok. Diese Hotspots, da gibt’s eigentlich fast ne Nomadengarantie ne? Vera: (grinst) Genau. Oder ihr jetzt dann auf der Cruise. Da habt ihr ja zehn Tage irgendwie auch nen ganzen Haufen versammelt. Marcus: Ja genau, da haben wir richtig viele Leute noch erreicht, dann über unsere Social Media Reichweite, was cool ist und das sind glaube ich über 100 Leute, die da am Start sind. Und darauf freuen wir uns jetzt auch schon richtig. Aber ich kann auch verstehen, wenn andere uns dann reden hören und vielleicht das erste Mal auf der DNX sind die ersten zehn Minuten da irgendwo sitzen im Betahaus und nebenan am Tisch “Ja, wir sehen uns dann nächste Woche in Bangkok, und Dich sehe ich dann auf der Cruise und wir beide nehmen in Bali ein Haus zusammen”, dass die denken: Was sind das denn für Spinner? Was geht’n da ab? (beide lachen) Vera: Ja wie gesagt, das habe ich im Mai auch noch gedacht und jetzt mache ich’s selber. (beide lachen) Gut, ich meine das klingt auch immer alles super cool, aber es ist auch ein bisschen ne Challenge auch. Sich dann zu organisieren, irgendwie einen Arbeitsrhythmus zu finden. Also die wenigsten von uns haben ja irgendwie so ein geiles passives Einkommen, dass sie irgendwie wirklich den ganzen Tag nur zum Surfen gehen können. Sondern ... Marcus:  Und wenn sie die Zeit haben, dann haben die vorher jahrelang das Ding aufgebaut ne? Vera: Genau. Also das geht ja auch nicht so, wie viele auch irgendwie vielleicht denken, so “Ja, jetzt mache ich mal ein geiles Travelblog und dann lebe ich davon”. Nee! Also ich arbeite jetzt im Moment tatsächlich auch deutlich mehr, als ich je in irgendnem Corporate Job gearbeitet habe. Aber es macht mir einfach viel mehr Spaß und weil ich es mir auch selber frei einteilen kann. Also jetzt im Moment vom Gefühl her glaube ich auch tatsächlich, dass es unterwegs fast noch besser funktioniert, als an einem Ort. Marcus: Strange ne? Vera: Ja, also jetzt gerade hier in so einem Coworking. Das macht auch die Atmosphäre. Du hast die ganzen Leute um Dich herum, die auch noch arbeiten. Dich guckt keiner strange an, wenn Du halt am Freitagabend um 21:00 Uhr noch am Rechner sitzt und arbeitest. Weil da sitzen noch fünf andere, die das auch machen. Ja und dann guckst Du Dich zwischendrin halt mal an und sagst so “Hey, mal ne Pause” und gehst mal kurz raus nen Kaffee trinken. Marcus: Ja ja, die Erfahrung haben wir auch gemacht. Das ist total … ja … total komisch. Weil viele denken, wenn wir in Berlin sind und haben das Betahaus oder Creative Loft oder Blogfabrik oder irgend nen anderen Coworking Space, wo wir dann arbeiten können mit mega schnellem Internet und keine Challenges unserer Infrastruktur hätten, wären wir viel produktiver. Aber genau das Gegenteil ist immer der Fall. Wir fallen dann wirklich mehr oder weniger… adaptieren wir dann diesen 9 to 5 Lifestyle, weil die meisten meiner Kumpels gehen dann am Wochenende weg. Oder ich kann dann nur abends Sport machen und dann stehen wir morgens mit den ganzen Arbeitnehmern auf. Und das ist irgendwie total komisch und man fühlt sich nach einer gewissen Zeit auch schon wieder total falsch und total schlecht an. Und deshalb ist das cool, wenn man dann wieder unterwegs ist, wo dann die Zeit nicht mehr so die krasse Währung ist oder das ganze Leben nicht nach diesem Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr abgestimmt ist, sondern man sitzt dann auch mal um 21:00 Uhr in so einem Coworking Space und hat damit überhaupt kein Thema. Vera: Genau. Man weiß ja zum Teil…. Also, es geht einem schon nach ner Woche fast hier so: Welcher Tag ist heute eigentlich? Mittwoch, Donnerstag? Dann musst Du erstmal im Kalender nachgucken, weil es auch nicht mehr so wichtig ist. Ist jetzt Wochenende oder nicht? also... Marcus: Null. Man ist irgendwie total im Flow und wenn man mal ne Auszeit machen will und surfen gehen will oder abends mal weggehen, dann geht man einfach mal abends weg. Aber es ist egal, welcher Tag gerade ist. Vera: Genau. Marcus: Und Du sagtest gerade: Es ist eine große Herausforderung. Das werden wir ja auch nicht müde zu betonen. Egal wo wir gefragt werden oder auch auf der DNX, auf der Bühne die Speaker, dass es harte Arbeit ist, aber es sich absolut lohnt. Wie kriegst Du Dich selber organisiert, dass Du die Arbeit dann schaffst an den geilsten Orten der Welt? Vera: Gut, ich fange ja gerade erst an zu reisen. Das werde ich noch selber sehen, wie ich das hinbekomme. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, das habe ich auch von euch so gelernt noch durch Deinen Podcast und durch viele andere, die das ja auch sagen, dass es wichtig ist, sich eine Routine aufzusetzen. Also, dass man wirklich irgendwie auch seine festen, mehr oder weniger festen, Arbeitsstunden hat. Dass man sagt: Okay, ich arbeite immer definiv morgens und schaffe da schonmal das wichtigste weg. Also ich bin tatsächlich mittlerweile ein richtiger Frühaufsteher geworden und versuche wirklich so früh wie möglich morgens die wichtigsten Aufgaben wegzuschaffen. Marcus: Ja, schreibst Du Dir dann vorher raus, was die wichtigsten sind oder weißt Du das dann im Hinterkopf? Vera: Nee, ehrlich gesagt checke ich das morgens tatsächlich so mit den ganzen verschiedenen Tools die ich eben habe und gucke eben wirklich, was das dringendste gerade ist und das wichtigste. Und gucke dann, dass ich die Sachen erledige. Wenn ich’s kann, dann organisiere ich mir auch schon am Abend vorher mal ein bisschen, aber es ist bei meinem Job halt ein bisschen schwierig, weil ich halt oft sehr spontan Sachen dann ins Trello gelegt bekomme. Marcus: Ja, zumal Du ja jetzt…. Genau, jetzt bist Du noch ungefähr in der europäischen Zeitzone, aber wenn es jetzt nach Asien geht und die anderen vielleicht in Südamerika oder so, irgendwann verschieben sich ja auch total die Zeitzonen. Da muss man glaube ich dann noch flexibler sein und morgens reingehen und gucken: Okay, was brennt gerade an? Was ist Prio1 bei welchem Kunden? Vera: Ja genau. Wo ich mich echt noch organisieren muss, wo ich noch gucken muss, wie ich da nen Rhythmus reinfinde: Als ich jetzt fest in Teneriffa gewohnt hatte, hatte ich eben auch mein festes Sportprogramm und hatte dort meine Trainerin und hatte mit der fixe Termine. Und das muss ich jetzt nochmal gucken, wie ich das auf die Reihe kriege, wenn ich unterwegs bin. Marcus: Jaja, das sind so die ganzen Aufgaben, die man dann Step by Step lösen muss. Wie kriege ich meinen regelmäßigen Sport hin, wie kriege ich meine Ernährung gesund aufgestellt? Aber das ist ganz normal. Ich glaube, da wächst man einfach rein. Da sollte man auch nicht alles auf einmal jetzt irgendwie sich selbst unter Druck setzen, dass alles 100% funktioniert. Aber mit der Zeit kriegst Du da auch Routine dann drin und weißt zum Beispiel in Taghazout kann ich Dir empfehlen, gibt es draußen so nen Fitness Cours. Ich weiß nicht, ob Du den schon gesehen hast am Strand. Vera: Ja, habe ich gestern schon gesehen, ja. Da hängen die ganzen Kids abends immer rum. Marcus: Ja genau, machen Klimmzüge und so. Und da war ich dann auch immer abends beim Sonnenuntergang mit meinem TRX Band. Das gab dann natürlich auch immer großes Geschrei und Gejubel, wenn man dann da mit den ganzen Jugendlichen zusammen Workouts gemacht haben. Also es ist cool einfach auch mal an anderen Orten Sport machen zu können. Aber man muss natürlich flexibel sein. Man kann dann nicht überall Crossfit machen oder Krav Maga oder ins Fitnessstudio gehen. Dann hat man halt mal zwei Klimmzugstangen und muss dann funktionales Training machen. Vera: Ja oder man muss dann eben auch gucken, was es vor Ort gibt. Also hier gibt’s ja auch wohl so Yoga Kurse. Die wollte ich mir jetzt morgen Früh mal angucken. Marcus: Cool. Vera: Und das ist ja dann auch das coole an dem Job, wenn Du halt nicht mehr so an 9 to 5 gebunden bist, dann kannste halt auch mal morgens um 9:00 Uhr zum Sport gehen und arbeitest dann halt eben davor und danach weiter. Marcus: Ja, absolut. Vera: Was man jetzt halt in so nem 9 to 5 Job nicht unbedingt machen kannst. Oder auch hier sind ja auch viele die zum Surfen gehen. Die gucken dann eben aus den Fenstern und sagen “Woah, jetzt sind gerade geile Wellen. Dann mache ich jetzt ne Pause und gehe mal ne Stunde Surfen”. Marcus: Aha (lacht) Ja, so muss das sein! Genau! Also man orientiert sich dann wieder mehr an den Elementen. Wenn die Sonne aufgeht, steht man dann vielleicht früh auf. Wenn die Wellen gut sind, geht man raus zum Surfen. Wenn es dunkel wird, wird man hoffentlich müde und geht dann schlafen ne? Vera: Genau. Marcus: Ich find’s auch eine coole Facette von diesem Lifestyle, so hab ich’s auf jeden Fall erlebt, dass man wieder ein bisschen mehr so back to nature geht und mehr im Jetzt lebt. Das absolut. Und dann auch sich eher so an der Natur orientiert, was abgeht und sein Leben danach richtet und nicht irgendwie: Du musst jeden Tag Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Büro sein. Vera: Genau! Ja und auch was ich jetzt gerade auch merke: Dadurch, wenn Du jetzt keine eigene Wohnung und nicht mehr so viele Verpflichtungen hast, fällt auch einfach so viel organisatorisches Zeug da weg. So irgendwie “Ja, ich muss jetzt meine Stromrechnung zahlen gehen, und jetzt muss ich zum Supermarkt, und jetzt muss ich irgendwie die Wohnung putzen”. Das haben wir ja meistens gar nicht mehr solche Sachen. Klar, da musst Du halt gucken, wie buche ich den nächsten Flug und wo finde ich den nächsten Coworking Space, aber ja... Marcus: Nee, man verwaltet sich schon ganz schön selber, wenn man ne eigene Wohnung hat, dann vielleicht noch irgendwelche Versicherungsverträge laufen hat, dann noch ein Auto hat, irgendwie nen Fernseher, Pay TV, keine Ahnung… man schafft sich da selber so nen riesen kleinen Mikrokosmos, der die ganze Zeit verwaltet werden muss. Vera: Mh, genau. Wenn das mal wegfällt, dann bist Du auch irgendwie viel freier. Marcus: Ja, absolut. Okay cool, ich glaube, Du musst gleich auch den Skype Raum für den Thomas wieder räumen. Vera: Ja, ich glaube, ich werde hier wieder rausgeworfen. (beide lachen) Marcus: Das ist meistens ja auch cool an den Coworking Spaces, dass die quasi mit der Szene mitwachsen und mit den Bedürfnissen von den Coworkern. Ich glaube, ich weiß nicht, ob der noch hängt, gerade im Sun Desk in Taghazout - hat die Magda mir erzählt - haben sie Flatscreens aufgehangen, weil da Trader gearbeitet haben, die dann die Börsenkurse im Griff haben mussten. Irgendwelche ortsunabhängigen Nomaden. Und das ist cool. Also es gibt meistens mittlerweile überall nen Skype Raum. Es gibt vielleicht noch Obst, es gibt Wasser, es gibt Flatscreens wo man traden kann. In Mallorca gab’s nen 3D Printer, wenn man den nutzen wollte. Es gibt Faxgeräte, es gibt Drucker. Also es ist echt voll ausgestattet oder? Vera: Ja, da in Teneriffa zum Beispiel auch in dem Coworking da von Frank, der hat auch so nen richtigen Schalldichten Soundraum. Also wenn man auch wirklich irgendwelche Soundaufnahmen machen will, Podcasts usw. Den hat er auch extra eingebaut. Marcus: Cool. Vera: Und hier gibt’s ja auch… heute gibt’s zum Beispiel Mittagessen für alle. Marcus: Cool. Vera: Da muss ich mich auch schon nicht drum kümmern. Marcus: Ja, ja, ja. Ja. Mega spannend und ja, danke für die Insides in das VA Leben und auch in Dein persönliches Leben. Ich glaube, das war für viele Hörer sehr aufregend mal zu erfahren, was macht ein VA überhaupt und wie kann man sich …. Vera: Ich glaube auch, weil viele, wie Du gesagt hast, viele glauben halt wirklich ein VA macht nur irgendwie Reisebuchungen und irgendwie ein paar Telefonanrufen. Aber es kann einfach viel, viel mehr sein. Also da würde ich auch jedem empfehlen, der irgendwas hat, was er irgendwie …  Aufgaben hat, die er auslagern will auch einfach mal mit nem VA sprechen. Und sagen “Ey, kannst Du das übernehmen oder wie können wir das machen?” Marcus: Ja, und wie wir erfahren haben, hast Du ja mittlerweile jetzt auch ein super gutes Netzwerk in dieser VA Welt. Also wenn jemand dazu irgendwelche Fragen hat, kann er sich an Dich wenden und Du hilfst ihm da auf jeden Fall weiter oder? Vera: Ja logo. Gerne. Marcus: Okay, cool. Dann grüß mal die Magda, die das Sun Desk da betreibt und den Thomas, den wir gut kennen und die anderen Coworker. Viel Spaß beim Mittagessen! Vera: Dankesehr! Und wir sehen uns dann in Bangkok oder? (lacht) Im Februar. Marcus: Ja, wir sehen uns im Februar in Bangkok und haben eben ja schon im Vorgespräch kurz gequatscht. Vielleicht schaffen wir es ja auch noch, dass wir uns im November da sehen. Ich glaube am 11. kommst Du. Da könnten wir grad noch da sein wegen dem Location Scouting für die DNX Global, ansonsten spätestens im Februar in Bangkok. Vera: Ja cool, ich freu mich. (beide lachen) Marcus: Ich mich auch, ciao Vera! Vera: Ciao! So Leute, das war auch schon wieder Folge 29 der LIFE HACKZ Show. Ich hoffe, sie hat euch genauso gut gefallen, wie mir. Und ihr konntet jetzt mal ein bisschen so mitnehmen, was ein virtueller Assistent den ganzen Tag macht, wie spannend das sein kann und ich glaube für viele, gerade auch zum Einstieg in den digitalen Nomaden Lifestyle kann so ne virtuelle Assitenzposition genau das richtige sein. Man wächst mit seinen Aufgaben, man kriegt mega viele Insides. Man sieht, wie handlen andere ihr Business. Wie bauen andere ihre Projekte auf? Wie kommunizieren die anderen mit ihren Kunden? Also man kann sich richtig viel abgucken und man wird auch mega ins Vertrauen gezogen. Man kriegt Insides in irgendwelche Backends von Google Analytics Statistiken, darf mit den Kunden kommunizieren, kann ganze Social Media Kanäle verwalten. Ich glaube, das ist für den Einstieg einer der geilsten digitalen Nomadenjobs. Ich persönlich würde dann vielleicht nebenbei noch an meinem eigenen Business arbeiten, vielleicht einen eigenen Blog aufbauen, um einen Expertenstatus zu generieren oder an einem Ebook schreiben etc. pp. Wie man das genau macht, erfahrt ihr auf jeden Fall auf der DNX, hier auf LIFE HACKZ, in der digitalen Nomadengruppe auf Facebook. Mittlerweile gibt’s richtig, richtig viele Ressourcen. Ja, momentan läuft noch unsere Charity Aktion für Straßenkinder in Brasilien in Bahia de Salvador, wo wir mit der Digital Nomad Cruise Mitte November hinfahren. Es wäre super cool, wenn ihr vielleicht 1 € oder 2 € für unsere Charity Aktion übrig habt und spenden würdet. Alle Infos dazu findet ihr unter www.lifehackz.de/charity. Bei LIFE HACKZ immer darauf achten, dass HACKZ mit Z geschrieben wird. Ansonsten, wenn ihr Feedback habt, es kommen immer mehr E-Mails rein, worüber ich mich richtig, richtig freue hier zu dem Podcast, dann schreibt mir an marcus@lifehackz.de und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, hinterlasst mir bitte, bitte, bitte,bitte,bitte,bitte eine Rezension und Bewertung auf iTunes. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal! Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]

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  • P1 podcaster - De originales taleradio, Vink og Podcatail 2016-11-21

    · P1 podcaster

    Computerens speedede kunstige kvindestemme fortæller hele tiden Mark Sonne, hvilke filer, der ligger på skrivebordet, hvilket program han er ved at åbne eller hvad der står i Facebooknotifikationen. Mark er svagtsynet og denne morgen sidder han i redigeringsrummet i Københavns Nordvestkvarter og er ved at lægge en ny speak ind i et indslag. Han laver podcastserien 'Blind på Job', som er en af de podcasts, Radio Glad lancerer i denne uge. I 1999 gik TV Glad i luften for første gang. Og i dag er verdens første tvkanal for og med udviklingshæmmede blevet til Glad Fonden - en socialøkonomisk virksomhed, som driver caféer, arbejder med design og kultur, udbyder en treårig uddannelse for unge med handicap og sender TV og radio. Lars Hauberg er vært på Radio Glad-podcasten 'I rollen som skuespiller', hvor han interviewer store danske skuespillere, som Sofie Gråbøl, Jesper Christensen eller Jens Albinus om deres liv og karriere. Og så laver han også radio om sine andre store interesser: Romersk historie og øl. Ølkærligheden er blevet til en adventskalender, hvor Lars blandt andre besøger Mik Schack for at tale om særlige specialøl og beundre den fadølshane, som Mik Schack har installeret ved siden af vandhanen i køkkenet. Sylvester Bjarnø sidder ved computeren for at finde pladespillerlyde, som skal lydkrydre en udsendelse om vinylplader. Han er vært på musikpodcasten Jackstikket, som får premiere til januar og skal åbne lytternes ører for livets sorte sider og heavy metal. For det vil folk gerne have - de ved det bare ikke, siger Sylvester og forklarer, at det er ligesom med indmad: Når man har fået det to gange, opdager man at man kan lide det og vil have mere. Find Radio Glads podcasts og andre radiofortællinger på http://www.tv-glad.dk/radioglad eller i din foretrukne podcastapp. I den anden ende af københavn - i en af storbyens kreative baggårde - bor det digitale magasin Vink København, som fortæller historier og laver events om og fra det skæve og mangfoldige kulturliv i hovedstaden. Vink Lyd er podcastafdelingen, som hver uge bringer lydfortællinger om storbyens sprækker og skæbner. Vinks podcastredaktør Minna Camara og reporterne Johanne Digebjerg Holgersson og Nikolaj Schultz fortæller om reportageglæde, engagement og nysgerrighed og om lysten til at finde og fortælle historier om storbyens gemte og lidt hemmelige steder og mennesker. Hør Vinks københavnerfortællinger her: http://www.vinkkbh.dk/kategori/podcast/. Vinderen af P1 podcasters cocktailnavngivningskonkurrence blev Sabine Karstensen, som foreslog, at lyttedrinken skulle hedde Podcatail. Og hvis du selv vil shake den derhjemme er opskriften til 2 personer: 6 cl friskpresset og filtreret mandarinsaft. 2 cl. æblesirup (kogt på økologisk æblesaft og sukker i forholdet 2:1). 1 cl kaffesirup (kogt på kaffe, lidt kanel og sukker i forholdet 1:1). 6 cl Cachaca. Ingredienserne rystes ca. 10 sekunder i en cocktailshaker helt fyldt med is. Vært: Susanna Sommer.

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  • S02E01 Generation Y og social. Bachelorinterview af Anne Emilie Paarup Bendtsen

    · Gamle Mænd I Nye Medier

    Et hav af nye medier og muligheder er opstået gennem de sidste årtier, hvor den digitale revolution for alvor er taget til. Dagens medieforbrugere kan få lige netop det de vil, hvor og hvornår de vil. Digitaliseringens nye mobile medieløsninger gør os uafhængige af tid og sted. Dette afsnit af Gamle Mænd i Nye Medier er en special, hvor Anne Emilie Paarup Bendtsen har overtaget showet og interviewer Tosti og Svejgaard. Sammen taler de om generation Y. De er storforbrugere af nye, digitale medier, som de er vokset op side om side med. De forbruger alverdens medier - også gerne på samme tid, og på flere platforme ad gangen. Alt fra dagligdagens praktiske udfordringer og arbejdsopgaver til underholdning og pleje af det sociale såvel som professionelle netværk. Det kan alt sammen løses gennem digitale medier. Det lyder smart og fantastisk. Eller gør det? Nye muligheder giver ofte nye udfordringer. Tilstedeværelsen i den digitale verden er stor blandt generation Y – og af samme grund skal de unge ofte stå for skud. De skal tit høre for, at de ikke er nærværende. Men nærværende overfor hvem og hvad? Hvis de ikke er 100 procent nærværende i det fysiske rum, er de måske nærværende i det digitale rum i stedet. Men er dette nærvær ligeså vigtigt og gældende, som nærværet i den fysiske verden? Og hvorfor har ældre generationer så svært med at forstå de unges digitale adfærd? Eller har de? Vil de overhovedet forstå det? Eller er det rent faktisk de unge, der ikke opfylder de universelle selvfølgeligheder om moral og pli? Eller følger der nye selvfølgeligheder med en ny generationer og et nyt mediebillede?

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  • Gränsen mellan bonusmiljoner och nedläggning

    · 00:29:30 · Kaliber

    Vad är en bra utbildning? Och hur mäter man det? Den andra delen i Kalibers granskning av den svenska högskolan handlar om utvärderingen och bedömningen av högskolornas kvalitet, en process där miljonbonusar - eller hot om nedläggning - ligger i potten. Högskoleutbildningar betygssätts av staten på lösa grunder. Studenter vars utbildningar fått dåligt betyg riskerar att bli ifrågasatta av arbetsgivare, och utbildningar som fått högst betyg får del av regeringens bonusmiljoner. – Ja, asså det känns ju inte roligt att plugga det programmet och sen få det omdömet. – Det är lite besvärande tycker jag. Jag hoppas att det inte påverkar min karriär som jurist på något nämnvärt sätt. – Det här programmet, juristprogrammet i Stockholm är Sveriges mest sökta program. Jag ville bara ha det sagt. Anna Persson, Filip Nyman och Ali Abdullah sitter i storsal C6 i ett av Stockholms universitets ljusblå hus. Föreläsningen i juridik börjar snart. De pratar om betyget som deras utbildning har fått av staten. – Jag är faktiskt väldigt nöjd med min utbildning hitintills. Jag tycker att de är väldigt duktiga på att lägga upp utbildningen pedagogiskt. Så det omdömet reflekterar inte riktigt min upplevelse av utbildningen. Högskolan är Sveriges största statliga sektor, den kostar över 60 miljarder om året. Men vad är en bra utbildning? Och hur mäter man det? – Det finns ju en viss status kopplat till utbildningen och det är ju inte roligt att få höra just om sin egen utbildning. Det kanske är lite orättfärdigt att plocka ut en liten bit av utbildningen och sedan nämna det om hela utbildningen. I förra veckans Kaliber berättade lärare om hur sämre förkunskaper hos studenterna och mindre resurser till utbildningarna i kombination med det system som fördelar pengar till utbildningarna gör att nivån sjunker. För att motverka det infördes ett nytt kvalitetsutvärderingssystem 2011. Men systemet har brister och kan få orättvisa konsekvenser både för utbildningar och studenter visar vi i dagens Kaliber. Vi går tillbaka till för ungefär ett år sen hemma hos Julia Shao. Hon går sista året på juristlinjen och skriver sitt examensarbete. Det är en av de första dagarna i september. -- Första gången jag tog del av nyheten så var det på Dagens Nyheter. “Svag juristutbildning i Stockholm”, är rubriken på artikeln och lite längre ner i texten: Stockholms Universitet håller bristande kvalitet. Julia blir nyfiken. – Jag tycker att juristutbildningen på Stockholms universitet är en bra utbildning. Jag tycker att vi har underbara, jättebra lärare, som lär ut på ett väldigt pedagogiskt sätt och vi har ambitiösa studenter som tar del av en jättebra undervisning. Juristprogrammet i Stockholm en av de utbildningar som har högst söktryck i Sverige. Julia går in på Högskoleverkets hemsida för att kolla hur utvärderingen har gått till. – Av rapporten framgår att man slumpmässigt gått igenom examensarbeten bland juriststudenter på Stockholms universitet. 24 examensarbeten, alltså uppsatser, har lottats ut från ungefär 300 från hösten 2010 och våren 2011. Dessa har sen bedömts utifrån sex olika examensmål. På två av examensmålen har uppsatserna fått omdömet “bristande”, och det har i sin tur gjort att hela utbildningen fått omdömet “bristande kvalitet.” Företrädare för utbildningen har också fått beskriva hur studenterna når examensmålen i en så kallad självvärdering, men fokus ligger på uppsatserna. – Då tror jag ändå att de flesta är överens om att man kan inte dra en slutsats om att en hel utbildning är av bristande kvalitet, utan Högskoleverket borde ha redovisat slutsatsen på ett annat sätt, det vill säga att de har granskat vissa examensarbeten som enligt deras syn på saken inte uppfyller vissa kriterier som Högskoleverket hade fastställt. Tillsynsmyndigheten, före detta Högskoleverket som numera heter Universitetskanslerämbetet, har i uppdrag att se till att lärosätena kontinuerligt kvalitetssäkrar sina utbildningar. Det nya med det här utvärderingssystemet är att fokusera på resultat. Resultatet mäts i första hand genom att titta på de uppsatser som studenterna skriver mot slutet av utbildningen, examensarbetena. Man tittar också på utbildningarnas självvärderingar, och intervjuer med företrädare för utbildningen görs också. Men huvudfokus ska ligga på uppsatserna. Brister kvalitén i något av de examensmål man utvärderar ifrån blir omdömet bristande kvalitet för hela utbildningen. Detta oavsett om examensarbetena visar att andra mål uppnås med god marginal. Utbildningar som får omdömet “mycket hög kvalitet” får del av regeringens miljardbonus och utbildningar som får omdömet "bristande kvalitet" kan i förlängningen tvingas lägga ner. – När man tittar på den granskning de gjort av examensarbetena, så tycker jag att analysen och bedömningen av uppsatserna ifrågasätter jag inte alls. Jag är helt enig med dem och jag tycker att det finns flera saker vi ska jobba med där. Det jag var kritisk mot var två saker. Dels tycker jag att när man gör en bedömning av en hel utbildning så måste man beakta mer än bara examensarbetena. Jonas Ebbesson är dekan, alltså högste ansvarige, på juridiska fakulteten på Stockholms universitet. – Jag tycker att man drog för långtgående slutsatser, men när jag väl har sagt det så tycker jag att man ska också vara tydlig med att vi tog detta på största allvar, vi har satt igång massa åtgärder på grund av HSV:s arbete och för mig som relativt nybliven dekan förra året så var den här granskningen väldigt värdefull. Jonas Ebbesson bläddrar i Högskoleverkets utvärdering. Det är den som du har framför dig på skrivbordet här. Hur många sidor är den? – Ja, hela rapporten som avser alla universitet är på en 100 sidor, men det som gäller Stockholms universitet är bara på några sidor. Dessutom var det så att när den här bedömningen kom så skickades den aldrig ut till oss i förhand för att kommentera, och sen blev det som en sorts konsumentupplysning på ett sätt som jag tycker är felaktigt. Om man läser detta utan att ha helheten så får man intrycket av att det här är en bristande utbildning. Och när de sedan får den informationen när de söker så skulle det kunna leda till slutsatsen att man inte ska söka till Stockholm. En felaktig konsumentupplysning, säger Jonas Ebbesson på Juridicum på Stockholms universitet om Högskoleverkets utvärdering. En konsumentupplysning som kan hindra studenter att söka utbildningen och som också sätter en stämpel på utbildningen för de studenter som går där. Även magisterutbildnigen i juridik fick omdömet “bristande kvalitet” i Stockholm. Här är det 20 uppsatser som har granskats. Flera av dem är får mycket goda omdömen. Men på ett mål har sex av de 20 uppsatserna ansetts bristande. Om en av de uppsatserna hade klarat just det målet hade utbildningen klarat sig. Nu föll den på målsnöret. Vi åker till Karlstads universitet och mastertbildningen i Skatterätt. Där blev Björn Jernbacken, programansvarig, glad för Högskoleverkets omdöme “mycket hög kvalitet”. – Eftersom vi har väldigt mycket kontakter med våra avnämare, skatteverket, revisionsbyråer och de som är framtida arbetsgivare, såg de att vår utbildning är bra. Det slogs upp ganska stort på Skatteverkets hemsida. Två juristutbildningar på två olika lärosäten, den ena får sitt examenstillstånd ifrågasatt och den andra får del av regeringens bonusmiljard. Vi tittar närmre på underlaget för bedömningarna. När vi räknar ihop alla mål i alla uppsatser ser vi att Stockholm har nästan lika hög andel mycket hög måluppfyllelse som Karlstad. Det skiljer åtta procentenheter. Och det skiljer bara två procentenheter i andel bristande måluppfyllelse. Ändå har Karlstad fått det högsta betyget och Stockholm det lägsta på den tregradiga skalan. – De självständiga arbetena väger ju tungt. Men om det står och väger, jag vet inte, jag har inte specialgranskat just det här fallet, och jag vet inte vad bedömarna har sett i de andra underlagen, och om det har viktats upp. Viveka Persson är utredare på Universitetskanslerämbetets utvärderingsenhet. Och de andra underlagen hon pratar om är alltså intervjuerna man gjort med företrädare för utbildningarna och självvärderingarna som utbildningarna har skrivit. Kanske är det Karlstads självvärdering som har avgjort bedömargruppens betyg ”Mycket hög kvalitet”. I den står det bland annat att studenterna har förmåga att genomföra uppgifter inom givna tidsramar. När vi tittade på bedömningarna av fler juristutbildningarpå både kandidat- och magisternivå hittade vi flera utbildningar med högre andel uppsatser med bristande kvalitet än i Stockholm men som ändå klarat sig över godkänt-ribban. Och samma skillnader fann vi också i utvärderingarna av kandidatexamen i företagsekonomi. Där hade flera av examensmålen uppsatser med bristande kvalitet på uppåt 40%, långt över Universitetskanslerämbetets rekommendation på 30% för ett bristande kvalitet-betyg. Ändå har utbildningarna sluppit bli underkända. - Borde inte fler utbildningar ha fått omdömet bristande kvalitet? - Vi hade väldigt kort tid för metodutveckling. Vi har fått metodutveckla under resans gång. Företagsekonomi utvärderades i omgång ett. Då hade vi inte tagit fram några riktmärken. Utvärderingssystemet har fått kritik från flera håll för att själva metoden brister. En av kritikerna är utvärderingsexperten Lena Lindgren, docent i statsvetenskap vid Göteborgs universitet. Hon sitter med i Svenska utvärderarföreningen och har skrivit boken Utvärderingsmonstret. Hon pekar på problemen att man jämför utbildningar utifrån bedömningar gjorda på olika stora urval. - Det kan skapa systemfel och hur man räknar genomsnitt, så det blir orättvist på något sätt. Lena Lindgren syftar på urvalet av de uppsatser som granskas. På små utbildningar där det bara finns fem uppsatser att granska läser man alla uppsatser, men ju fler uppsatser som finns, desto mindre blir urvalet. Det var därför som man bara granskade 24 av ca 300 uppsatser vid Juridiska i Stockholm. Det här skapar viss statistisk osäkerhet. I en fotnot längst ner i alla granskningarna kan man läsa att metoden är 95 procent säker när det gäller att identifiera utbildningar med bristande kvalitet, men att metoden är mindre säker när det gäller att avgöra vilka utbildningar som har hög respektive mycket hög kvalitet. Ändå ligger metoden till grund för tilldelning av bonusmiljonerna.   Till stor det är det akademiker inom samma ämnesområde som formulerar underlaget till Universitetskanslerämbetets betyg på de olika utbildningarna. Till exempel har ett gäng statsvetare bedömt de statsvetenskapliga utbildningarna. Statsvetarna tyckte själva att utvärderingsmetoden var bristfällig och de satte en högre ribba för att ge utbildningar betyget “mycket hög kvalitet” än bedömargrupper för andra ämnesområden. Viveka Persson på Universitetskanslerämbetet säger att det var bråttom att skapa det nya utvärderingssystemet, att man har lagt rälsen medan tåget kört. Hur påverkar det tillförlitligheten i systemet? - Det är klart att det påverkar tillförlitligheten, det kan jag inte sticka under stol med. Nu tycker Universitetskanslerämbetet att de har kommit till rätta med de initiala metodproblemen. Men besluten som fattades tidigt, till exempel dem om jusristutbildningarna på Stockholms universitet, de står fast. - Vi kan inte annat än erkänna att vi hade väldigt kort tid på oss att sjösätta det här systemet. Vi hade inte gjort någon pilottestning, vi hade inte testat systemet i skarpt läge och därför har vi blivit tvungna att ta fram en rad riktlinjer allteftersom systemet har sjösatts. Vad är en bra utbildning? Hur mäter man det? Den svenska högskolan har expanderat i snabb takt under de senaste decennierna och är nu den största statliga sektorn. Tanken med det nuvarande utvärderingssystemet var att säkra kvalitén i utbildningarna och motverka att man släpper igenom studenter som inte borde bli godkända. Dagens Kaliber har visat på stora brister med systemet. Vi har berättat om snäva urval av av uppsatser och otillförlitliga bedömningar. Flera forskare vi pratat med ifrågasätter också om systemet mäter det det är tänkt att mäta: utbildningskvalitet. - Det som är min huvudkritik är att det man säger symboliserar resultat, det är en så väldigt liten aspekt utbildningens resultat. Utvärderingsexperten Lena Lindgren igen. Statsvetenskapen på Göteborgs universitet, där hon är docent, har fått goda omdömen i utvärderingen. Ändå är hon kritisk till det här sättet att mäta. Examensarbetet, säger hon, är en sån liten del av en två, tre eller fyra år lång utbildning. - Det här är bara sista knorren, ibland bara halva terminen av ett treårigt eller tvåårigt program. Resultat som jag ser det handlar om det som händer hos dem som deltar i utbildningarna, inte bara det som man skriver. Man måste också titta på andra delar av utbildningen säger hon. - Det handlar om att kunna kommunicera, föredra saker, och själva examinationen av examensarbetena handlar också om hur man kan kommentera andras arbeten. När utvärderingssystemet sjösattes fanns, förutom uppsatsgranskningen, självvärderingarna och platsbesöken ytterligare en komponent. Man skulle skicka ut enkäter till före detta studenter, så kallade alumni, och höra hur de upplevde att utbildningen hade fungerat för dem i arbetslivet. Men svarsfrekvensen blev för låg och enkäterna kunde inte användas. De studenter som kommer till tals i systemets nuvarande utformning är de som är med i bedömargrupperna och de som hörs i de så kallade platsbesöken. - Det här det enda sammanhanget som jag kan komma på där man förhåller sig till begreppet kvalitet ur någonting annat än brukarperspektivet. Det rimliga borde ju vara att det är studenterna och lärosätena som ska formulera vad de mest relevanta aspekterna för att värdera och mäta kvalitet är. Erik Arroy är ordförande i Sveriges Förenade Studentkårer. Han tycker att det är för snävt att värdera en utbildnings kvalitet utifrån de resultat som man kan mäta genom studentuppsatserna. Han tycker att man också ska titta på utbildningarnas förutsättningar och processer. - Vilka resurser man har, hur miljön ser ut och sånt, såväl som hur studenterna upplever utbildningarna inledningsvis, processer handlar om lärandet, hur planeras utbildningarna, hur förhåller man sig till pedagogiken, vilket stöd ger man till studenter som ska underlätta deras läroprocesser på olika sätt. Nu mäter man ju resultatet. Man mäter i någon mån kvalitén på studenterna, men det säger ingenting om utbildningen. Det nuvarande systemet, säger Erik Arroy, kan i förlängningen leda till att utbildningarna snarare ser till att rekrytera studenter som är duktiga på att skriva uppsats, istället för att höja kvalitén i utbildningen. Regeringen har ett bonusprogram till utbildningar som fått omdömet “mycket hög kvalitet”. De får dela på närmare tre miljoner kronor om året. Hittills har 17% av utbildningarna fått omdömet “mycket hög kvalitet”. Men flera kritiker menar att  det är problematiskt att ge extrapengar till de utbildningar som fått omdömet “mycket hög kvalitet”. Lars Hultcrantz, professor vid Handelshögskolan vid Örebros universitet, är ordförande i den bedömargrupp som utvärderade landets Nationalekonomi-utbildningar. I hans grupp tyckte man att man kunde använda systemet för att se till att utbildningarna håller en miniminivå på uppsatserna, men de tyckte inte att det är rimligt att använda det för att fördela bonusmiljoner. - När det gäller uppsatserna är det så att de svaga studenterna kräver de stora handledningsinsatser, medan duktiga studenter behöver man knappt handleda. Så förädlingsvärdet, alltså det som lärarna eller högskolorna bidrar med, är lite kopplat till uppsatsens slutliga kvalitet. - Men då blir det en tvärtomeffekt att Handelshögskolan som fick omdömet “mycket hög kvalitet”, de får extrapengar, medan ett universitet som fick “bristande kvalitet” behöver mer resurser för att kunna handleda sina studenter mer. - Ja, så är det ju. Varken jag eller någon annan i gruppen har sett att det skulle leda till hur man fördelar statliga medel till högskolorna. - Det är klart att man som student i Karlstad tycker att det är inte rättvist att de ska ha så mycket pengar där, men tyvärr så har det blivit så. Utbildningen i företagsekonomi på Karlstad universitet fick “Bristande kvalitet”. Där går studenterna Viktoria Pettersson och Simon Strid. De tyckte visserligen att omdömet på deras utbildning var rättvist, det fanns mycket att förbättra på den. Men de har funderingar kring att det var Handelshögskolan i Stockholm som fick bonuspengar. - Som student i Karlstad så blir man ju lite irriterad ändå, för vi hade behövt resurserna här för att ens komma i närheten av de stora universiteten. Utvärderingssystemets fokus ligger på utbildningarnas resultat och det är studenternas examensarbeten, alltså uppsatser, som bäst anses spegla det. Men lärosätena har, som vi berättat, också fått skriva självvärderingar där de beskriver hur studenterna når de olika målen för utbildningen. Det och att ta fram uppsatser och på andra sätt arbeta med utvärderingen har tagit mycket tid på de olika utbildningarna. - Det var många involverade. Man bedömer att det var ungefär 200 timmar som lades ner. Säger Jonas Ebbesson, dekan på juristutbildningen på Stockholms universitet. De olika utbildningarna har lagt ner olika mycket tid. Vid Chalmers tekniska högskola satsade man ordentligt på att få fram riktigt bra självvärderingar. Här anordnades workshops och seminarier i hur man skriver självvärderingar. Totalt lade man ner ungefär 26 000 timmar på framförallt självvärderingsarbetet. Det motsvarar runt 6 miljoner, bara på ett av landets ca 40 högskolor och universitet. Björn Engström är vice prefekt och en av många anställda som deltog i arbetet med utvärderingarna på Chalmers. - Jag för tiddagbok då, så jag har koll på min tid och det blev 244 timmar och jag uppskattar att 120 timmar var skrivarbete, resten var förberedelse på Chalmers och coachning av programansvariga och granskning av deras rapporter. - Känns det som väl använda timmar, de här 244? -Det är ju två effekter av arbetet, dels är det en rapport som produceras och den vet man kanske inte värdet av i sig. Men jag tror att de bidrar till - särskilt om det är lite osäkra fall - att de kan bidra till att skapa förtroende för det man gör på ett lärosäte. Den andra effekten av arbetet med självvärderingen, säger Björn Engström, är att man gjorde en analys av utbildningens alla delar, vilket han tycker är kvalitetsdrivande i sig. På Chalmers kostade arbetet kring utvärderingarna alltså ca 26 miljoner kronor. Alla lärosäten har inte räknat hur mycket arbete de lagt ner, men enligt en rapport från SNS, Studieförbundet Näringsliv och Samhälle, uppskattas de totala kostnaderna för självvärderingarna hamna på mellan 150 och 225 miljoner kronor. Självvärderingarna som lärosätena producerar läses sedan av bedömargrupperna för de olika utbildningarna, där också folk från näringslivet sitter med. Per Fagrell på Teknikföretagen är med och utvärderar ingenjörsutbildningarna och han har lagt ner mycket arbete på att tolka självvärderingarna och utifrån dem se om studenterna nått de olika målen. - De är strukturellt likadana. De är indelade i vissa kapitel, men där under kan man skriva väldigt fritt. Man kan inte lägga upp tre fyra bredvid varann och bocka av. När man rättar ett matteprov kan man lägga upp uppgift ett på alla och bocka av. Det går inte här. Här måste man läsa alla 30 sidorna och så går man till nästa och läser alla 30 sidorna och då får man försöka hitta. Och det är lite komplicerat tycker jag. Per Fagrell är också fundersam över hur mycket tid utvärderingen har tagit i anspråk. - Det är ju väldigt mycket tid som läggs ner. Jag har räknat ut hur mycket tid jag har använt i bedömargruppen hittills och det är 160, 170 timmar. Jag gör ju det som en del av mitt jobb därför att vi tycker att det är viktigt att bevaka att vi har bra ingenjörsutbildningar. Men jag har ju inte haft tjänstledigt eller något för att göra det utan det är kvällar och helger och en del av min arbetstid. Och den kostnaden ser inte Universitetskanslerämbetet, eller regeringen. Vilken metod för utvärdering man än väljer så kan man vara säker på en sak: den som granskas kommer att anpassa verksamheten efter det som granskas. Särskilt om utvärderingens resultat är kopplad till pengar. När man nu granskar examensarbeten betyder det att man på utbildningar runt om i landet plötsligt lägger extra krut på att handleda examensarbeten, plötsligt får studenter mer hjälp med att skriva sina uppsatser. Om det berättar flera lärare som Kaliber talat med. Men utvärderingarna har också lett till att man på allvar sett över sina utbildningar för att förbättra kvalitén. Så även om metoden har stora brister så har den haft positiva effekter.   Under de senaste 20 åren har utvärderingar av den offentliga sektorn vuxit i omfång. Skolinspektionen, Vårdanalys och Kulturanalys är några exempel på nya myndigheter som utvärderar den offentliga sektorns resultat. Shirin Ahlbäck Öberg forskar om mål och resultatstyrning. Hon pekar på på problemen med de stora kontrollsystem som måste konstrueras för uppföljningen av resultat inom offentlig verksamhet. - Det är klart att man ska följa upp offentlig verksamhet, men det som har hänt - från att vi knappt hade någon uppföljning eller utvärdering fram till 70- och 80-talet - det är ju att den här utvärderingsidén har ju verkligen exploderat. När man införde mål- och resutlatstyrning var det för att ha koll på vart pengarna gick, och det var ju en bra tanke. Men det har ju blivit så mycket av det här att det är en väldig byråkrati som krävs, som måste byggas upp för att matcha det här. Det gör att det är kostsamt, så det som en gång var satt att effektivisera verksamheten har blivit en industri i sig som kostar pengar och resurser. Jag menar att vi för länge sen har passerat jämviktspunkten för när det ger mer än vad det kostar. - Och gäller det högskolan också? - Ja, absolut, det är ju mycket mer av återrapporteringskrav hela tiden. Jag brukar säga att det här är ett misstroendets politik. I förra veckans program berättade högskolelärare om hur de är klämda mellan studenternas sjunkande förkunskaper och minskande resurser. De lärare vi pratade med oroade sig för att nivån sjunker hos utbildningarna. Idag berättar vi om regeringens försök att stoppa kvalitetsbrister i utbildningara med ett utvärderingssystem som kostar hundratals miljontals kronor och som dessutom inte gör jobbet. - Hej, har du cyklat hit? - Anna - Maja Universitetskansler Lars Haikola är chef över Universitetskanslerämbetet, före detta Högskoleverket, alltså den myndighet som genomför utvärderingen. Han tycker att systemet fungerar bra för det den ska göra, det vill säga att att utvärdera om landets utbildningar uppfyller de examensmål som är satta. Kritiken att studentuppsatserna endast utgör en liten del av utbildningarna bemöter han med att examensarbetena i de flesta teoretiska utbildningarna ändå ska vara den sammanlagda kunskap som studenten tillgodogjort sig under utbildningen. - Uppsatsen ska samla upp alla tidigare färdigheter, förmågor och kunskaper som man har tillägnat sig i hela utbildningen. Därför får uppsatserna en särskild roll och de bättre speglar hela utbildningen än andra delar av utbildningen gör. I de utbildningar där andra förmågor som till exempel muntlig kommunikationsförmåga är viktiga är självvärderingarna som lärosätena har skrivit komplement till examensarbetena. Att självvärderingarna ser olika ut och läggs olika vikt vid när de slutgiliga betygen för utbildningarna sätts är inte konstigt, säger Lars Haikola. - Vi ger ju lite mallar naturligtvis. Självvärderingen ska vara utformad med lite rubriker och med en viss längd så att vi får en jämförbarhet mellan dem, men en fullständig rättvisa i en gudomlig mening uppnår vi inte med detta utvärderingssystemet heller. Kritiken att det här utvärderingssystemet snarare mäter kvalitén på studenterna än deras examensarbeten och att man inte tittar på hur mycket en student lär sig under utbildningens gång har Lars Haikola förståelse för, men poängterar att det inte är myndighetens uppdrag i det här systemet. - Ordet kvalitet är ju hopplöst mångtydigt och svårt och ideologiskt färgat och allt detta. Vi gör en operationell definition av kvalitet. Vi återvänder dit vi startade, till juridikstudenten Julia Shao. I dagarna kommer beskedet om hennes utbildning, en av Sveriges mest eftertraktade, kommer att läggas ner eller inte. Hon oroar sig för att den har fått en skamfläck. Att hennes framtida arbetsgivare kan välja en nyutexaminerad student från Uppsala eller Lund hellre än från Stockholm. Och hon tycker att det är orättvist att den skamfläcken beror på helt felaktig myndighetsutövning. - Jag skulle vilja dra en liknelse med en åklagare som överväger att väcka åtal mot en person som är misstänkt för ett brott. Då måste åklagaren kunna presentera ett fullgott bevisunderlag för att man ska kunna gå vidare i nästa steg. Att börja utreda om den här personen är skyldig eller inte. Annars är det ingen idé att väcka åtal. Och på samma sätt måste Högskoleverket komma på ett sätt som håller för att de ska kunna redovisa så verklighetsförankrad slutsats som möjligt. Reportrar: Anna Iversen och Maja Lagercrantz

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  • Hvordan tackler du nervøsitet i forbindelse med jobsamtalen med Anne Mette Weng

    · 00:48:48 · Job Eksperten

    Hvordan tackler du nervøsitet i forbindelse med jobsamtalen med Anne Mette Weng   Anne Mette er oprindelig uddannet natur og miljøteknolog, hvorefter hun har uddannet sig til bygningskonstruktør. Efterfølgende valgte hun at tage en uddannelse som hypnotisør og erhvervspsykolog. Oven i det har hun også haft meget med ledelsestræning at gøre. Hendes baggrund for at arbejde med mental træning er den store interesse i hvordan vi bruger os selv.   Denne baggrund, gør at Anne Mette har en mere teoretisk tilgang til den mentale tilstand og træning.   Hvad er nervøsitet   Ofte opleves nervøsitet som en let hjertebanken, man ryster og adrenalinen begynder at suse i kroppen. I det fleste sammenhænge er dette en god ting, det betyder man er parat og opmærksom. Problemet opstår først når man bliver overnervøs i en situation.   Er du spændt eller nervøs? Mærk din krops signaler, den vil altid forsøge at hjælpe dig ud fra den givne situation du er i.    Til jobsamtalen   Vi skal levere vores bedste, og være skarpe. Det betyder at hjertet begynder at pumpe for at transportere mere ilt til hjernen, samt hænder og fødder. Vi bliver bedre til at tænke hurtigere, hvilket er det kroppen forsøger at hjælpe dig til i jobsamtale situationen.   Hvad er forskellen på den gode og den dårlige nervøsitet?   Først er det en god ide at finde ud af hvor nervøs er du egentlig, når du er helt vildt nervøs. På en skala fra 1 til 10, hvor ligger din nervøsitet lige inden samtalen?   Når du har fundet ud af hvor du er, så overvej igen om du er nervøs eller i virkeligheden spændt. Om det er fordi du er spændt på hvad der skal ske, hvem der er til samtalen og hvad de spørger om.   Hvor spændt er du så på en skala fra 1 til 10?   På den måde kan du vende din måde at tænke på omkring situationen.   Din hjerne bliver påvirket af dit ordvalg, så hvis du fortæller dig selv at du er spændt frem for nervøs, så vil din krop reagere anderledes positivt.   Det vi træner bliver vi gode til   De tanker vi træner bliver vi gode til. De spor vi laver i hjernen bliver dybere jo oftere de bliver anvendt. Så hvis du siger til dig selv hele tiden at du er nervøs, så bliver du det.   Træner du derimod at sige til dig selv at du er spændt, så er det det din krop vil reagere på.   Anne Mette fortæller hvordan du kan ændre din tankegang og din reaktion. Hvis du tænker over hvordan du gerne vil have samtalen bliver, hvordan det skal være når du kommer ind i rummet, så overbeviser du dig selv.   Din hjerne kender ikke forskel på hvad der er virkelighed og hvad der er mental træning (tanke). Det du tænker er det din hjerne træner og hjælper dig med at frembringe i den givne situation.   Træn dit oplæg, tag tøjet du skal have på til samtalen på.   Overdriv gerne din visualisering, så du får stillet alle de rigtige spørgsmål, og får svaret dybdegående på alle deres spørgsmål.   Jeg vil være chef   Det er ikke nok bare gerne at ville have et arbejde. Du skal have et mål. F.eks. at du gerne vil have en bestemt type chefstilling inden for det næste år. På den måde kan du arbejde målrettet i mod det mål.   Din hjerne danner de spor der skal til for at du kan nå dertil hvor du gerne vil.   Hvad hvis jeg ikke er nervøs?   Hvis du ikke mærker nogen forandring i din krop inden en samtale, så har du ikke noget på spil. Når du er nervøs eller spændt inden en samtale, så er det fordi det er noget du gerne vil. Der er noget på spil for dig, og din krop prøver på at hjælpe dig til at opnå det.   Hvad er mentaltræning?   Når du lærer at bruge dine tanker anderledes, og hvordan du kommer til at tænke i den retning du gerne vil. Ofte bruges det i sportens verden, men du kan også bruge det.   Træningen er godt over længere forløb, hvor man stille og roligt bevæger tankemønstrene i retning af det man gerne vil.   Brug dine tanker aktivt, og lær af de situationer du kommer i. Hvis du får et afslag, så i stedet fordi at tænke en masse negative tanker om dig selv, så stop dine negative tanker. Tænk i stedet på hvad kan du gøre anderledes næste gang. Lær af det.   Slå din indre kritiker fra.   Hvad er forskellen på mentaltræning og hypnose?   Det er to sider af samme sag.   ’Hypnose er mentaltræning på speed’ Anne Mette Weng   I hypnosen udnytter du at hjernen ikke kender forskel på tanker og virkelighed. Ved hypnosen får du hjælp til at slå de kritiske tanker fra. Når de er slået fra, så kan sporerne som dannes af tanker, bedre dannes hurtigt.   Alle kan koncentrere sig og alle kan blive hypnotiseret.   Hypnosen er hvor du får hjælp til at opbygge sporerne i hjernen, hvor mentaltræning er hvor du selv træner det over en længere periode.   Kan man ødelægge noget med hypnose?   Nej, det kan man ikke. Det handler om at danne billeder som kan hjælpe dig. Der kan være noget man er blevet bedre til.   Anne Mettes bedste råd   Visualiser alt hvad du overhovedet kan at det bare går SÅ godt, og at du opnår præcis det du gerne vil opnå.   Anne Mettes Øvelse     Du kan finde Anne Mette på:   www.husetweng.dk   og på Facebook – Huset Weng   Har du nogle spørgsmål er du også meget velkommen til at ringe til Anne Mette på 2811 2026   Kilder   Foredraget med roer Mette Block kan du se her: https://tv.jobindex.dk/video/11526900/motivation-og-nytaenkning-v-mette-bloch     Go’ Jobjagt

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  • Ugens gæst: Carsten Larsen 2017-06-23

    · Ugens gæst

    " Jeg er kronisk syg og alene med min datter. Vi mangler vaskepulver, håndsæbe, toastbrød og ost. Håber I vil hjælpe - igen." Kontanthjælpsloftet har ikke sendt flere familier på gaden, men hos Næstehjælperne eksploderer antallet af familier, der beder om hjælp til alt fra babybleer til smøger. Carsten Larsen og kæresten Linda Villadsen stiftede Næstehjælperne for at afbøde konsekvenserne af kontanthjælpsloftet, i dag er 18.500 med i det sociale netværk. Er det en falliterklæring for velfærdssamfundet, at private hjælper med dagligdags fornødenheder eller er det kun godt, vi interesserer os for vore medmennesker og ikke bare overlader alt til "systemet"? Rammer kontanthjælpsloftet for hårdt og forkert eller er det kun ret og rimeligt, at samfundet stiller krav? Carsten Larsen er Ugens Gæst, det kommer til at handle om hjælp og skam og om den drivkraft man bærer på, når man som 10-årig var nødt til at løbe hjemmefra uden at se sig tilbage. Ring til Ugens Gæst på 7021 1919 Vært Pia Røn.

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  • Svenskt stål viker sig? Kaliber om stålindustrin

    · 00:28:56 · Kaliber

    Är stålindustrin en parentes i svensk historia? Samtidigt som det satsas stort i Sydkorea och på andra ställen i Asien så lägger man ner i Sverige. I veckan har 78 anställda på rörtillverkaren OSTP i Storfors varslats om uppsägning. I en serie i tre delar tittar Kaliber närmare på verksamheter och branscher som är viktiga lokalt runt om Sverige och som samtidigt är beroende av det som sker globalt. I Degerfors är det järnverket som  är motorn i samhället. Runt den har många småindustrier[AL3]  vuxit fram. En stor gammal skylt i stål med orden Degerfors Järnverk lyser stolt i blått. Stora tegelbyggnader vägg i vägg med moderna fabrikslokaler ligger inne på området. Här har det jobbats med järn sedan mitten av 1600-talet och det har med åren växt fram ett stort beroende av den här industrin. Skulle den läggas ner skulle det vara katastrof för kommunen, säger kommunalrådet Roland Halvarsson. Här möter jag Sabina Bergkvist som jobbat på järnverket som ägs av den finländska stålkoncernen Outokumpu. - Ja, man känner alltid en liten oro. Speciellt eftersom man fått gå hem flera gånger. Ända sedan jag började har det varit oroligt. Man är lite rädd för att man skulle kunna få gå hem vilken dag som helst, att det kan läggas ner. Man försöker ju hänga med lite vad som händer runtomkring. I dagens kaliber ska vi titta närmare på stålindustrin. Den som byggde upp stora delar av Sverige men som nu flyttat fokus till Asien. Så vad kommer hända med de gamla svenska bruksorterna när som vi ska se exempelvis Sydkorea satsar enorma resurser på att komma ifatt det svenska yrkeskunnandet.  För jobben är i fara, varnar många och enligt en rapport som kom i fjol från fackförbundet Metall har ungefär 160 000 jobb försvunnit från den svenska industrin sedan år 2000. Det är här sånt Sabina Bergkvist går och tänker på när hon går runt på det smutsiga fabriksgolvet i lilla Degerfors. - Ja, att det är hård konkurrens från andra länder, Kina och överallt. Så det är ju lite svårt. Och så har det ju inte så bra för Outokumpu de senaste åren så det är man lite orolig för, att det måste gå med vinst. För det gör det ju inte, det går ju med förlust hela tiden? - Ja, det går med förlust hela tiden. Så man funderar ju hela tiden hur länge det kan gå med förlust, vad kommer hända i framtiden. Det är man ju lite orolig för, säger Sabina Bergkvist. I Degerfors jobbar var tredje person över 16 år inom industrin. Motsvarande siffra i landet är var sjunde. Det innebär att om järnverket i Degerfors skulle läggas ner så skulle en betydande del av den vuxna befolkningen tvingas ut i arbetslöshet. Tiotusentals jobb har redan försvunnit inom svensk stålindustri och fler lär det bli. För de svenska bruksorterna som en gång i tiden byggdes upp kring järnhanteringen innebär det allt färre och allt äldre invånare. Men det är inte bara i Degerfors som det ser ut så här. Jan Jörnmark som är docent i ekonomisk historia pekar på vilket utsatt läge de svenska bruksorterna har. -- Alltså att vara ensidigt beroende av stålindustrin som Degerfors eller Avesta det är att vara känslig. Det är samma verklighet som finns på 50, eller 100, eller 150 andra bruksorter runt om i Sverige. Man kan väl ibland tänka att industrialiseringen så som den blev från sent 1800-tal och som levde upp på 1950 och 60-talet. Sverige var ju så ensamt så då levde Fagersta och Degerfors och allt det där upp. Men du kommer aldrig ifrån att det där var ganska mycket av en parentes, för det byggde ju på att Europa var i splendid isolation. Och det är inte Europa länge, minst av allt alltså, säger Jan Jörnmark.   Industrin försvann från Långshyttan trots stora investeringar För snart ett år sedan upplevde lilla Långshyttan i Hedemora kommun i Dalarna dramatiska dagar. Den 13 februari 2014 presenterar Outokumpus dåvarande Sverigechef Jarmo Tonteri beslutet att Klosterverken i Långshyttan ska läggas ner. - Jag önskar er alla välkomna och vi har idag informerat personalen om att vi kommer starta MBL-förhandlingar och målet är att stänga aktiviteten i Kloster, säger Jarmo Tonteri. Beslutet kommer som en total överraskning. Nermin Basic som är ordförande för fackklubben IF Metall i Långshyttan säger  att det var de värsta dagarna i hans liv. - Det var helt oväntat att man ska lägga ner. Vi hade hela tiden genom koncernfackliga möten varit oroliga för Nybys framtid, men Långshyttan kunde vi aldrig tänka oss. Men när det beskedet kom kunde vi inte tänka klart överhuvud taget. Jag ska tala om för dig, jag fick veta som fackrepresentant tre dagar innan det blev officiellt och det var de tre längsta dagarna i mitt liv. Jag kunde inte tala om för mina arbetskamrater, jag var tvungen att ljuga till och med och tala om att det är lugnt, det kommer gå bra. Så, det kändes åt pipan, säger Nermin Basic. Åtta år tidigare hade Outokumpu investerat en halv miljard kronor i Klosterverken.  Framtidstron var stor och investeringen sågs som en garanti för att verken skulle finnas kvar lång tid framåt. Men idag är allt det där som bortblåst. För nu står anläggningen stilla. När vi går in i lokalen är det bara fläktsystemet och en truck som hörs. Några anställda jobbar kvar för att hålla igång värme och annat. Jag vandrar runt i lokalerna tillsammans med produktionschef Håkan Morelius och fackklubbens Nermin Basic. De visar upp moderna maskiner och reservdelar som ligger staplade prydligt längs väggarna. Maskiner för miljardbelopp står nu oanvända och de 180 personer som jobbade här är idag inte längre kvar. Håkan Morelius funderar mycket kring hur det ska gå för svensk basindustri när en sådan här modern anläggning inte är värd att hålla igång. - Jag blir ganska fundersam över vad som kommer att ske med basindustrin i Sverige, för att min klara bedömning är att fabriken är i ett mycket mycket bra skick. Det är modern maskinutrustning, det är moderna lokaler. Vi har haft ett modernt arbetssätt. Att inte den verksamheten får en ekonomisk bärkraft, då blir jag lite fundersam på hur det ser ut i andra fabriker och vad finns det för omvärldsfaktorer som påverkar möjligheten att bedriva en verksamhet med lönsamhet för det är ju ändå det som måste ske, säger Håkan Morelius. Förutom att 180 personer blir av med sitt jobb innebär nedläggningen att Långshyttans absolut största arbetsgivare inte längre finns kvar.   I Sydkorea satsas det miljardbelopp på nya anläggningar   Men hur ser det ut för stålindustrin i andra delar av världen? För att ta reda på det åker jag till Sydkorea och möts av en helt annan värld. För samtidigt som ett modernt järnverk läggs ner i Dalarna råder nybyggaranda på andra håll i världen. Det är tydligt när jag landar i Sydkorea. Sydkorea är det land i världen som använder mest stål per invånare. I den moderna huvudstaden Seoul kan man förstå varför, här ligger skyskraporna tätt intill varandra. Men det är framförallt bilindustrin som kräver stål. Hyundai Steel grundades helt enkelt för att leverera stål till bilmärket med samma namn. Idag tillverkas även stål till bygg- och varvsindustrin. Jag blir upphämtad i hotellentren i Gangnam i Seoul av två välklädda personer i kostym respektive dräkt från Hyundai Steels informationsavdelning. Vi sätter oss i en ny bil och rullar ut ur Seoul. Det är framtidens stålindustri vi ska åka till och känslan av modernitet är slående. Bilen vi åker i är till stor del byggd av stål från Hyundai steel. Men koncernen växer snabbt och nu ligger man i startgroparna till att ta fram nya produkter, att hitta nya marknader och då kommer man bli ännu en konkurrent till den svenska stålindustrin. När vi efter en dryg timme är framme så möts vi av ytterligare två personer från informationsavdelningen. Vi kliver in i en ny bil och åker runt på anläggningen. Hyundai Steels senaste och största. Totalt rör det sig om 88 miljoner kvadratmeter, vilket gör området lika stort som en medelstor svensk stad. Vi åker runt, från anläggning till anläggning. Vi besöker enorma halvklotsformade lokaler där järnmalm från Australien eller Brasilien förvaras. Vi passerar  skelettet till en ny anläggning som byggs inne på området, en anläggning som enbart ska producera specialstål. Överallt är det rent och prydligt. Hela anläggningen kommer om ett år kunna producera 16 miljoner ton per år vilket är 7 miljoner ton mer än nordens största stålproducent SSAB. Samtidigt är det här alltså bara en av Hyundai Steels anläggningar. Men hur stora Hyundai Steel än är jämfört med de svenska stålproducenterna så är de inte ens med på tio i topplistan över världens största stålproducenter. Hyundai Steel är inte ens störst i Sydkorea. Konkurrenten Posco har ungefär dubbelt så stor kapacitet. Men Hyundai Steel gör en enorm satsning. Hittills har anläggningen i Dangjin kostat 70 miljarder kronor att bygga upp. Koncernen har idag 500 utvecklingsingenjörer och tänker anställa ytterligare 100 som enbart jobbar med produktutveckling. Vi går runt med Hyenongseok Lee som arbetar i stålverket. På hans hjälm sitter ett klistermärke där det står Säkerheten först. Han visar stolt upp valsverken och ugnarna. Inne i ett av kontrollrummen berättar han hur mycket han tror på den sydkoreanska stålindustrin.   Stålindustrin i Sverige kritisk till ökade miljöavgifter Hemma igen i Sverige är känslorna upprörda över flera förslag som den nya rödgröna regeringen lagt i budgeten. Den framtidstro jag mötte i Sydkorea möter jag inte på hemmaplan. Istället rasar stålbranschen mot miljöavgifter som föreslås i regeringsbudgeten. Ett av utspelen kom från Anders Ferbe som efterträdde Stefan Löfvén som förbundsordförande för IF Metall. - Jag tror att alla vill värna miljön, men det blir ju också väldigt svårt om vi i Sverige ska ha en så skarp lagstiftning som gör att de svenska tunga företagen tvingas lägga ner eller minska sin produktion till förmån för andra länder i Europa som inte har den här typen av straffbeskattningar, säger Anders Ferbe. Men när regeringens budget faller så drar stålindustrin en lättnadens suck. Men det finns annat som retar stålindustrin. Ett hittar vi i Oxelösund där SSAB har en av sina stora anläggningar, alldeles vid östersjökusten. Oxelösund har en av Östersjöns djupaste hamnar och härifrån skeppas stål till hela världen. 90 procent av stålet från SSAB:s anläggning går på export via Östersjön. Men Östersjön har samtidigt stora problem med miljögifter och därför har EU skärpt kraven. Det innebär att fartygstrafiken på Östersjön måste använda sig av bränsle med lägre svavelhalt. Bränslet är mycket dyrare och man beräknar att det kommer att fördyra transportkostnaderna för svensk del kraftigt. Men det som ska rädda miljön slår mot industrin, konstaterar PO Stark som är chef för specialstålsdivisionen på SSAB. - Det kommer medföra merkostnader för oss på drygt 100 miljoner kronor per år, så det är en väsentlig konkurrensförsämring. Problemet är som jag sa, stål är en internationell marknad och stål har ett världsmarknadspris. Vi kan inte långsiktigt ha väsentligt högre avgifter än vad våra konkurrenter har. Konsekvensen av det blir egentligen att vi slår ut delar av svensk stålindustri, ersätts av annan. Stålet kommer att tillverkas och säljas någon annanstans och kanske tillverkas i länder eller hos bolag där man inte är lika miljömedveten. Vi har idag i svensk stålindustri en av de mest resurssnåla och miljövänliga tillverkningssätten för stål, säger PO Stark.   Stålindustrin är global, därför måste även miljöavgifterna vara globala, resonerar stålbranschen i Sverige. Annars riskerar fler järnverk att slås ut. Det har hänt förr. På 70-talet drabbades världens stålindustri av kris. De svenska stålbolagen som överlevde gjorde det tack vare att de  började nischa sig, de gick sina egna vägar och slutade mer eller mindre att konkurrera med varandra. Nu satsade man på specialstål. Inte volymproduktion, utan specialproduktion. Svenska järnverk tillverkar till exempel inte armeringsjärn. I Degerfors till exempel görs plåtar till kemtankar eller plåtar till kärnkraftsindustrin. Men även om SSAB och de andra svenska tillverkarna varit framgångsrika inom specialstål så ökar pressen för varje dag. Hyundai steel och många andra satsar som sagt på specialstål och bedömare menar att konkurrensen kommer bli allt tuffare inom området. - Vi konkurrerar med kinesiska stålverk som har byggt ut kapaciteten kraftigt de senaste åren. Korea, Japan, Australien, Nordamerika, Brasilien, Tyskland, Spanien, Frankrike, you name it det finns ståltillverkare nästan överallt, säger PO Stark.   Järnverket i Degerfors går med förlust - Man måste vara med på noterna när man kör genom valsningen här. Du kör ju spakarna här, rullbanan och såna här grejer. Svårt att förklara hur aktiv jag ska va men det ser du ju nu när jag kör här va. Det är på g snart va? - Ja nu är det på g. Nu tar han ut det från ugn där. Just det, man ser det på bildskärmen att nu kommer den snart. - A, stämmer bra det, säger Stefan Örn. Direkt från ugnen kommer en 1200 grader varm plåt farande på valsverket. Det är ett mäktigt skådespel. Oljudet och den intensiva hettan från den rödglödgade plåten. Stefan Örn övervakar det från sin hytt i Outokumpus fabrik i Degerfors. Outokumpu gjort stora investeringar där. Så sent som i maj i fjol satsade den finländska stålkoncernen en miljard som bland annat resulterat i tre nya ugnar och ett helt nytt system som kyler de rostfria plåtarna och samtidigt renar kylvattnet. I Degerfors görs bland annat plåt till kemtankar åt fartyg. Specialiseringen har drivits till sin spets. Men Stefan Örns arbetskamrater har blivit färre. Verket går liksom många andra inte för full styrka. Orderböckerna[AL80]  har blivit tunnare. Och Outokumpu blöder ekonomiskt. Bjarne Rasmussen som är metalls ordförande i Outokumpu med djup och långvarig insyn i koncernen är mycket pessimistisk kring framtiden. Bjarne Rasmussen: - Tredje kvartalet minus 77 miljoner euro. Det innebär att 7,5 år har vi hållit på nu, kvartal efter kvartal och bara förluster så vi är väl uppe i 26, 27 miljarder spänn. Hela koncernen? - Ja, hela koncernen. Hur länge är det här hållbart? - Äh, det är ju inte ens hållbart i ett år tycker jag. Men hur täcker man de här ständigt återkommande förlusterna? - jaa du, det skulle jag också väldigt gärna vilja veta hur man gör men det är olika finansiella transaktioner hela tiden. Vi har sålt pryttlar för ungefär tio miljarder kronor och ändå har vi den här förlusten. Det är aktieemissioner, det är lån och vi lever på kassaflödet, säger Bjarne Rasmussen. Men det är inte bara de ständiga förlusterna som gör Bjarne Rasmussen orolig för framtiden. För Outokumpu har övergivit den modell som fick den svenska stålindustrin att överleva på 70-talet, menar han. I fjol gjordes nämligen en omstrukturering av koncernen. Man tog bort specialstålsdivisionen och Bjarne Rasmussen är rädd att det kommer leda till att koncernens svenska järnverk kommer att tappa i produktutveckling och på sikt kan det leda till ytterligare nedläggningar av järnverk, menar han. Men Outokumpus ledning håller inte med. Koncernen ska fortsätta tillverka specialprodukter, menar ledningen som ser en ljus framtid för de svenska järnverken.   Kinesiska subventioner och dumpning av priserna har lett till handelskrig  Vi vänder blicken till den globala nivån igen. Kina står för hälften av världens stålproduktion. Många av de gigantiska stålverken där är statliga och lassar in kraftiga subventioner. Det här har lett till en överproduktion av standardstål och att Kina börjat exportera billigt stål och dumpat priserna vilket ställt det för i stort sett all världens stålproducenter. 2010 gick USA ut och satte tullar för att minska importen av billigt kinesiskt stål till USA. Och det ledde till ett vakuum som utnyttjades direkt av bland andra Sydkorea. I somras gick USA:s  handelskammare ut igen med att Sydkorea och sju andra länder översvämmat den amerikanska marknaden med alltför billiga stålprodukter till byggindustrin. I somras gick även EU ut med att kinesiskt stål exporteras till Europa till orimligt låga priser och att det påverkar de europeiska producenterna negativt. Eu-kommissionen tillsatte en så kallad antidumpningsutredning som ska pågå till i sommar. I den här konflikten är Sverige en försvinnande liten spelare. Sverige står bara för tre promille av den totala stålproduktionen. En som talar med erfarenhet om handelskrigen och den globala konkurrensen är Johnny Sjöström, som är vd för Uddeholm i värmländska Hagfors. Han jobbade fyra år i Kina, bland annat för SSAB. - Det jag såg när jag jobbade på Scana var när kinesiska regeringen bestämde att valsar bara fick köpas av statligt producerande företag för att gynna de andra statliga stålföretagen så tappade vi halva vår orderbok över en natt. Det slog jättehårt mot oss. Tyvärr ingenting vi kan vara med och påverka, säger Johnny Sjöström. Så vad borde göras då tycker du. I början här pratade vi om så olika villkor för kinesiska stålbolag och svenska? - Ja, det tycker jag var en av de jobbigaste delarna med att flytta hem. När man jobbade i Kina så kunde man se hur den kinesiska stålindustrin fick enorma subventioner, indirekta subventioner i form av minskade kostnader på råmaterial, energikostnader som dras ner, indirekta subventioner på det sättet. Och framför allt fördelaktiga lån där man långar pengar utan amorteringskrav och utan räntekrav, det vill säga att de ger ut pengar till kinesiska stålföretag och då finns inga avskrivningskrav heller. De jobbar helt enkelt med en kostnad som är subventionerad. Så kommer man tillbaks till Sverige. Vi har ju allt annat än subventioner här. Vi har ju verkligen inga subventioner utan vi har jättemånga regler, avgifter, skatter. Så att här i Sverige lägger man på istället en stor kostnad, medan i Kina så drar man av en stor kostnad. Ytterst ansvarig för de här frågorna i Sverige är socialdemokraten och näringsministern Mikael Damberg. Vad säger han om hotet från Kina som stålindustrin upplever? - Det är sant att vi haft anledning att kritisera från Eu:s sida Kina som har använt regelverk på ett sätt som vi kanske inte tycker är förenligt med fri och rättvis konkurrens på den globala marknaden. Men Sverige är en frihandelsnation och vi tycker det är viktigt att man också tittar på hela effekten om man börjar diskutera olika former av motreaktioner mot Kina så måste man titta på vad det innebär för svensk stålindustri, verkstadsindustri i Sverige och se till att små och medelstora företag inte drabbas hårdare av det. Erfarenheten av stora handelskrig mellan EU och Kina är inte de bästa. Det har drabbat europeisk stålindustri när vi haft de väldigt hårda motsättningarna globalt sett så vi förespråkar att man tar tag i de här frågorna internationellt, att man är väldigt tydliga med Kina att de inte kan bete sig på det här sättet. Men att jobba just med  handelspolitiska sanktioner mot Kina har inte historiskt visat sig vara en framgångsrik väg för svensk och europeisk stålindustri. För det kan slå tillbaka mot svensk stålindustri menar du? - Ja, för att det här är några av de marknader som växer mest globalt sett och där vi också vill vara i större utsträckning som litet exportberoende land. Den svenska exporten går ju mycket till Europa idag och det är bra men om man tittar på tillväxtprognoserna de kommande åren framöver så är det ganska svag tillväxt i Europa medans Asien är framförallt den kontinent där det växer hårt och fortsätter att växa mycket framöver så det är viktigt för de svenska globala företagen att finnas tillgängliga på de här tillväxtmarknaderna, säger näringsminister Mikael Damberg.   "Stålindustrin kommer inte tillbaka och det är ingen idé att sörja"  Som Kaliber visat i det här reportaget står mycket på spel för den svenska stålindustrin och bruksorterna som är beroende av den. Tusentals jobb är hotade och för bruksorterna som är uppbyggda kring stålindustrin innebär det arbetslöshet, färre och färre och allt äldre invånare. För som produktionschefen i de nedlagda Klosterverken Håkan Morelius säger. Hur ska svensk basindustri klara sig om det inte går att få lönsamhet ens i en modern anläggning som den i Långshyttan? Därför måste de svenska bruksorterna hitta andra branscher som ortens invånare kan jobba inom. Det menar i alla fall Jan Jörnmark som är docent i ekonomisk historia. För jobben inom industrin kommer fortsätta försvinna, säger han. Och det är ingen mening att gråta över det. - Jag brukar alltid säga att det är ingen mening att sörja för de försvinner i alla fall. Och då behöver vi anpassa oss till det. Vi behöver omskola människor. Orter som varit starkt beroende av den typen av industrier behöver antingen minskas i omfattning eller att såna orter hittar en huvudsysselsättning, om det är turism eller någon form av ny-agrar produktion. Jag vet inte vad. Men de behöver i alla fall acceptera att det sker, för stålindustrin, eller svetsindustrin eller vad det kan vara, kommer inte tillbaks, säger Jan Jörnmark. Ytterst handlar det kanske om en fråga om stad och landsbygd. Många som jag mött under min resa har uttryckt en bitterhet kring att de inte räknas. Det är tjänstejobben i de stora städerna som lyfts fram i den allmänna debatten, har jag fått höra många gånger. En av de som säger det är Sabina Bergkvist på järnverket i Degerfors. - Nä, det är ju så tyvärr att det är storstaden som räknas och det är lite finare med tjänstejobben än industrin. Det tror jag väl de flesta tycker det att det är inte lika fina jobb, det är inget man vill lyfta fram. Stå på ett skitigt industrigolv, säger Sabina Bergkvist.    Peter Bjurbo P4 Örebro, reporter Andreas Lindahl, producent kaliber@sverigesradio.se

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  • Episode 15 // Malene Arvin

    · Martiny Podcast

    I dag har jeg inviteret Malene Arvin til at gæste mit podcast til en snak om livet som selvstændig, mor, forbillede, danser, yogi, kæreste og alt muligt der imellem. Og jeg siger jer: I kan godt gøre jer klar til at blive inspirerede - det er nemlig en virkelig en sej dame, vi har fat i her. For lidt over et år siden åbnede Malene YO studios i Århus. Et nytænkende yoga- og træningscenter, hvor jeg selv har glæden af at dyrke alt fra yoga og ballet til sveddryppede intervaltræning flere gange ugentligt. Da Malene slog dørene op til sit drømmestudie var det med en søn på blot 2 måneder på armen, og hun har siden da balanceret et nyt liv som selvstændig og mor - noget, hun mestrer med ynde og positivitet på trods af de uundgåelige udfordringer. Malene er oprindeligt uddannet professionel moderne danser, og det kommer ikke bare til udtryk i hendes imponerende lange og stærke fysik samt smidighed, men også i den måde, hun skuer mod verden på. Hun har ingen traditionel uddannelse, men rygsækken er fyldt med rejser og erfaringer, og der er ingen tvivl om, at Malene har mere gåpåmod end de fleste. Man bliver altid mødt af det største smil, når man træder ind i YO, og derfor var jeg nysgerrig efter at høre mere om, hvordan Malene bevarer sin positive energi, samt hvordan hun håndterer de dårlige dage, som ingen af os kan være foruden. I podcastepisoden tager vi desunden en dybdegående snak om sundhed og balance. Malene deler sine tanker om, hvordan hun mener, mange i dag træffer valg omkring motion og kost på grund af, hvad vi gerne vil, at verden skal tænke om os, i stedet for hvordan, vi gerne vil føle selv. En kompleks debat, som jeg er sikker på, at mange af jer vil finde interessant. FIND MALENE HER: http://www.yostudios.dk/ https://www.instagram.com/yostudios/ { I denne episode kan du høre om… } ... at uddanne sig til professionel moderne danser ... at vælge at bruge din uddannelse til undervise ... at dele ud af sin glæde for at bevæge sig med andre ... at ønske stabilitet i sit liv og droppe solokarrieren ... at beslutte sig for at åbne et yogacenter halvvejs inde i sin graviditet ... det første travle halve år med både ny baby og ny virksomhed ... at bevare troen på, at man altid kan finde en løsning ... hvordan Malene ønsker at påvirke sin søn gennem sine valg ... at bevare et positiv sind og være taknemmelig for det, man har ... hvad, der for Malene er en sund balance ... madvalg og det at finde den rigtige kost til dig ... at gøre yoga menneskeligt og lettilgængeligt. FIND MIG HER: emmamartiny.dk/martinypodcast/ www.instagram.com/emmamartiny/ www.facebook.com/emmamartinyblog/?ref=hl

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  • #36 Dr Bagges verden – hør Ida Jessen fortælle om sin romanfigur

    · Ugeskrift for Læger

    Forfatteren Ida Jessen har skrevet to romaner om lægen Vigand Bagge, der er distriktslæge i Jylland i begyndelsen af 1900-tallet. I dette interview fortæller hun om sine bryderier med den dygtige og indestængte læge, der i romanerne er endt med at være ”et menneske, der gør så meget godt uden at skulle besvære sig med også at skulle være god”, som hun siger. Det går blandt andet ud over hans kone, der har ordet i den ene af de to romaner. Hun beundrer ham, kan ikke blive klog på ham og udfordres af at leve med en mand, der helst vil holde sig fri for følelser og i øvrigt skjuler sin kræftsygdom indtil kort tid før han dør. Ida Jessen reflekterer i interviewet over den lægelige identitet som omsorgsfuld og som professionel: ”Lægen har omsorg for de syge, men samtidig kan lægen ikke bære ansvaret for dem følelsesmæssigt. Det er den evige konflikt mellem lægen og den syge. Der er ingen løsning. For lægen kan ikke bære det følelsesmæssige ansvar for den syge patient”, siger hun.

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