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    Joe Löhrmann ★ Mit dem Klavier um die Welt

    · DNX Podcast ???? Marcus Meurer

          Interview mit Joe Löhrmann von My Traveling Piano Hallo Leute, hier ist Berlin und hier ist auch endlich der Sommer angekommen. Es scheint die Sonne, es ist schön warm und das war Grund genug mich mit Joe Löhrmann von mytravelingpiano.com zu treffen. Joe reist seit mehreren Jahren mit einem umgebauten 250 kg Klavier durch die Gegend. Und was das Ganze mit dem digitalen Nomadentum zu tun hat und wie er auf die Idee gekommen ist, erfahrt ihr in dieser Folge. Check it out! In dieser Folge lernst du: Wo du in Ubud ein Klavier findest. Wie man sich auf einer kleinen Insel ein Remote Team aufbaut. Welche App für Joe am wichtigsten ist. Und warum du die nächste Person beim Abendessen einfach mal ansprechen solltest. Schreib mir an marcus@lifehackz.co, hinterlass eine kurze Bewertung auf iTunes und abonniere die Show! 1. Sicher dir jetzt kostenlos das ultimative DNX Erfolgskit für Online Unternehmer mit meinen 7 Erfolgsgeheimnissen für deine persönliche und finanzielle Freiheit ???? [www.dnxnews.de] 2. Komm jetzt in die kostenlose DNX LIFE HACKZ Facebook Community mit tausenden von gleichgesinnten Lifehackern???? [www.dnxcommunity.de] 3. Sei bei der nächsten DNX Konferenz in Berlin dabei (20€ Gutscheincode "DNX-PODCAST")  ???? [www.dnx-berlin.de] 1.000 Dank, Dein Marcus  SHOWNOTES http://www.mytravelingpiano.com/ https://www.facebook.com/mytravelingpiano [su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Joe Löhrmann Marcus: Ja cool! Ich sitze hier gerade in Berlin-Friedrichshain in der Turnhalle - das ist ein Open-Air Bistro oder so- nämlich zusammen mit dem Joe Löhrmann. Joe, cool dass Du am Start bist und erzähl mal, was machst Du so? Joe:  Hi Marcus, danke für die Einladung. Ich bin Joe Löhrmann und ich reise jetzt seit drei Jahren mit meinem Klavier durch die Welt. Ich habe ein Klavier umgebaut und mit dem bin ich jetzt seit drei Jahren unterwegs und eigentlich auch ortsunabhängig. Marcus: Sau geil! Hast Du einen bestimmten Brand? Wie nennst Du Dich? Kann man Dich irgendwo im Netz finden. Joe: Auf jeden Fall, ja. Mein Projekt heißt My Traveling Piano, also zu finden unter mytravelingpiano.com oder eben auch bei Facebook unter mytravelingpiano. Marcus: Ich würde mal sagen, das ist jetzt nicht so der typische Digital Nomad Job, aber ich glaube, es ist auch eine Art von unterwegs oder von überall sein Geld zu verdienen. Reist Du denn dann sehr exzessiv oder hältst Dich dann eher in Deutschland auf? Joe: Das ist eigentlich total unterschiedlich. Ich habe 2013 eine Europa-Tour gemacht. Da war ich in Frankreich, Schweiz, Italien, Österreich und im letzten Jahr in Dänemark, Holland, Belgien und auch noch einmal kurz in Frankreich. So bin ich halt auch immer mal wieder unterwegs, aber auch öfter mal in Deutschland. Deutschland liegt ja ganz gut so in der Mitte. Da kann man immer mal wieder hinfahren und eigentlich will ich aber auch richtig mal wieder eine Weltreise machen mit Klavier. Ich habe schonmal eine gemacht ohne Klavier und ich habe mega Bock jetzt nochmal hinzubekommen. Das ist logistisch natürlich ein deutlich größerer Aufwand. Marcus: Ja das wollte ich gerade sagen. Wie genau löst Du das dann logistisch, wenn Du mit Deinem Klavier unterwegs bist? Wird es dann immer in sämtliche Einzelteile zerlegt oder hast Du so große Gefährten oder Fahrzeuge, dass Du Dein Klavier von A nach B Bewegen kannst im Ganzen? Joe: Also ich habe angefangen, da habe ich tatsächlich nur ein Klavier umgebaut. Das habe ich mit meinem Vater angefangen zu bauen, weil er deutlich begabter als ich. Das hat drei Monate gedauert, dann war das Klavier fertig. Dann bin ich wirklich das erste Mal damit raus auf die Straße und ich hatte kein Auto, gar nichts. Also das Klavier bleibt so wie es ist - im Ganzen. Ich habe damals in Bremen gewohnt, dann habe ich das Klavier immer so 1,5 km wirklich durch die Stadt gezogen, bis in die Fußgängerzone. Also das Klavier wiegt 250 kg und das halt einmal durch die Stadt zu schieben mit Bordstein und Kopfsteinpflaster und alles, was da so ist, ist schon echt eine Herausforderung. Das habe ich dann wirklich ein paar Monate gemacht. Und dann habe ich halt gesehen, dass das funktioniert. Die Leute nehmen das total gut an und die mögen das. Ich hatte Bock auch weiter wegzufahren. Dann habe ich mir halt den zweiten großen Traum erfüllt und mir einen Bulli gekauft. Den habe ich dann so umgebaut, dass das Klavier gerade so genau reinpasst und dann kann ich das mit Rampen herausholen. Seitdem bin ich quasi auch flexibel und kann das Klavier überall mit hinnehmen wo ich will. Marcus: Das ist glaube ich ein krasses Bild, wenn Du mit Deinem Klavier da durch die Straßen ziehst und von A nach B transportierst. Ist da schonmal irgendwann etwas passiert, dass das Klavier umgekippt ist am Bürgersteig oder irgendwelche Leute doof waren oder keine Ahnung - gerüttelt haben oder was weiß ich? Joe: Man muss aufpassen, wenn ich mal abends spiele oder so etwas und die Leute fangen an Alkohol zu trinken und werden immer besoffener. Dann muss man schon ein bisschen gucken, dass die Leute nicht ihre Getränke auf das Klavier abstellen und es umkippt oder so. Das Klavier an sich ist schon so stabil gebaut, dass es eigentlich fast nicht umkippen kann. Da muss man schon einiges machen, dass das passiert. Man muss aber trotzdem immer ein bisschen drauf achten. Also zum Glück ist noch nichts umgekippt, aber ich hatte schonmal eine Reifenpanne. Ich habe Luftreifen und ich hatte schonmal eine Reifenpanne mitten auf einem Berg in Avignon - da war gerade das Theaterfestival. Das habe ich dann gerade so hoch gebracht. Das war sehr anstrengend, auch Kopfsteinpflaster und ziemlich steil. Dann war ich irgendwann da oben angekommen und an so einem geilen Spot, hab dann da gespielt und dann habe ich das Klavier irgendwie umgedreht und dabei habe ich mir eine Scherbe in den Reifen gehauen. Und dann hatte ich eine Panne. Eine Reifenpanne. Und dann stand ich da mit meinem 250 kg Klavier und hatte natürlich auch keinen Ersatzreifen dabei. Dann habe ich erstmal ein bisschen weiter gespielt und überlegt was ich jetzt mache. Nach einer halben Stunde ungefähr zog dann so ein krasses Gewitter auf. Es wurde auf einmal super windig und dann kam Regen und ich hatte natürlich richtig Panik und dachte “Scheiße, was mach ich denn jetzt? Ich krieg das Klavier hier gar nicht weg.” Dann haben zwei Franzosen wohl gesehen, dass ich ziemlich verzweifelt war und die haben mich dann gefragt, ob sie mir helfen können. Und dann haben wir da irgendwie zu Dritt das Klavier da den Berg halb runtergetragen. Das ist schonmal passiert, das war aber auch eigentlich das Schlimmste, was mir mit dem Klavier bisher passiert ist. Ah und einmal ist es richtig, richtig nass geworden. Das war auch scheiße! Marcus: Was passiert dann, wenn es richtig nass ist? Kommen dann noch Töne raus? Joe: Ja eigentlich geht es dann sofort kaputt. Das ist also doch relativ robust, aber man sollte es halt nicht übertreiben, ne? Also da hatte ich dann wirklich die Plane zu spät drauf und dann musste ich alles zusammenpacken und dann kam so ein richtig fetter Schauer. Und dann ist es echt nass geworden. Marcus: Das stelle ich mir eh total sensibel vor, so ein Musikinstrument und dann trägst Du das quer durch die Welt. Hast Du da Anfang vorher nicht auch Bedenken gehabt? Das ist ja auch eine ganz schöne Investition, die Du da durch die Gegend schiebst und fährst und aufbaust und bei Wind und Wetter, wie Du eben schon sagtest mit dem Regen? Das ist ja irgendwie auch Dein Tool, um Geld zu verdienen. Hast Du da keinen Schiss drum? Joe: Es gab super viele Bedenken am Anfang. Das kann man sich ja vorstellen. Wie kriegt man so ein Klavier überhaupt von A nach B. Das verstimmt sich doch ständig und hält das überhaupt? Geht das nicht kaputt? Kurz gesagt: Ich habe mir tausend Fragen gestellt und hatte tausend Bedenken, aber ich finde es halt immer total wichtig, dass man sich halt nicht so von diesen Ängsten und von diesen Bedenken so leiten lässt. Marcus: War das denn von Anfang an so, dass Du dieses krasse Mindset - wie Du gerade gesagt hast, dass man sich eben nicht von den Bedenken leiten lässt und gefangen nehmen lässt - schon immer hattest oder musste sich das entwickeln? Gab es da einen bestimmten Trigger? Joe: Ich hatte das auf keinen Fall schon immer. Also, ich habe früher eine Ausbildung gemacht und war total unglücklich. Das hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Das habe ich aber erst hinterher so richtig gemerkt. Marcus: Die Ausbildung hast Du also eher gemacht, weil es sein musste oder weil das jeder andere um Dich herum gemacht hatte? Joe: Genau. Ich hatte damals einfach keine Ahnung was ich machen sollte, was ich mit meinem Leben anstellen sollte. Da habe ich verschiedene Interessen gehabt, natürlich Musik, Film und ich interessierte mich auch für Autos und für Bullis. Und dann bin ich auf einmal bei BMW gelandet. Jetzt im Nachhinein ist das schwer vorstellbar, aber da war ich dann halt damals. Das war aber überhaupt nicht mein Ding. Dann hat sich das erst so langsam entwickelt, dass ich dieses Mindset bekam. Also früher hatte ich einfach nur diese Ängste und habe es einfach nicht gemacht. Ich habe nach meiner Ausbildung eine Weltreise gemacht, weil ich einfach rausmusste. Das war für mich wirklich so ein Befreiungsschlag von dieser Corporate Welt. Auf dieser Weltreise habe ich einfach - das kann sich vielleicht jeder denken, der so etwas schonmal gemacht hat und länger unterwegs war - man hat einfach super viele geile Erfahrungen gemacht, lernt tolle Leute kennen. Man erweitert unglaublich seinen Horizont und ganz oft war ich in der Situation “soll ich mich dafür entscheiden oder dagegen”. Also man steht immer vor so kleinen Entscheidungen. Soll ich jetzt irgendwie die und die Person ansprechen, aber man hat irgendwie Schiss oder ist schüchtern. Und wenn man sie nicht anspricht, passiert auch nichts. Und wenn man sie aber anspricht, dann können sich halt tausend geile Sachen ergeben. Das kann Dein Leben verändern. Und das ist bei allen Entscheidungen so sozusagen. Mein Motto nach der Weltreise, das ich wirklich so mitgenommen habe, ist mich wirklich einfach immer für Ja zu entscheiden. Wenn man vor einer Entscheidung steht: Einfach Ja! Es kann eigentlich nur etwas Gutes bringen. Und das hat sich eigentlich durch die Weltreise gefestigt und wurde dann auch immer mehr, sodass ich dann auch irgendwann wirklich den Mut hatte, das einfach zu machen mit dem Klavier. Ich muss aber zugeben, das hat ein paar Jahre gedauert, definitiv! Weil einfach zu viele Ängste da waren. Hätte ich nicht irgendwann diesen Schritt gemacht, zu sagen “Fuck it, ich mach´s jetzt einfach!” Dann würde es das Traveling Piano heute immernoch nicht geben und die letzten drei Jahre wären nicht so geil gewesen, wie sie waren. Und ich hätte tausend Leute nicht berührt mit meiner Klaviermusik, weil ich auch unglaublich viel bei den Menschen bewirke. Ich bekomme wirklich unheimlich tolle Rückmeldungen, auch oft im Nachhinein, was die Leute so mitgenommen haben von der Begegnung mit mir und meinem Klavier. Das verändert so ein mini-kleines bisschen die Welt. Und das wäre hat nicht passiert. Deswegen sollte man sich immer für Ja entscheiden. Marcus: Gibt es denn auf der Weltreise, auf der dann die Entscheidung gereift ist, dass Du für das Ja und All-In gehst und Deinen Traum verwirklichst, gab es da einen speziellen Moment oder waren das viele Eindrücke auf einmal, die dann im Flugzeug Dich dazu veranlasst haben zu sagen “ok, ich mach´s jetzt” auf dem Flug nach Hause? Also als Gesamterlebnis dann, oder gab es doch zwei, drei krasse Trigger-Momente die Dich dann dazu bewogen haben? Joe: Also als ich meine Weltreise gestartet habe, da habe ich mir erstmal so eine Liste gemacht “was will ich jetzt hier machen auf der Weltreise? Will ich Zeit für mich und ich will Sachen machen, die mir Spaß machen und an denen ich Freude habe.” Und da habe ich halt meine Leidenschaften aufgeschrieben und kleine Tätigkeiten. Also ich will jetzt in geilen Seen schwimmen; ich will Musik machen; viele Leute treffen; ganz viele kennenlernen; neue Sprachen lernen usw. Und dann habe ich immer geguckt, was sind meine beiden größten Leidenschaften? Dann kam relativ schnell raus, dass es Klavierspielen und Reisen ist, was sich eigentlich sehr schwer verbinden lässt, weil Du ein Klavier halt einfach nicht mitnehmen kannst. Auf der Weltreise habe ich dann zwar immer wieder Klavier gespielt, aber das war halt immer schwer, weil man immer ein Klavier erst finden musste. Wenn Du irgendwo ganz neu bist, dann musst Du halt immer erst durch die Stadt rennen und eins finden. Das habe ich dann auch so gemacht. Marcus: Das heißt, Du bist dann in Klavierläden gegangen oder hast Straßenmusiker gesucht, wo Du Dich dann mit dransetzen kannst? Joe: Also Straßenmusiker mit Klavier gibt es eigentlich nicht. Da habe ich auf meiner Weltreise keinen mit gesehen. Ich dachte bis dato auch, dass es keinen so verrückten gibt, der so etwas macht. Ich meinte jetzt eher so in Restaurants und Hotels. Da bin ich dann halt hin und habe gefragt “habt ihr eins und kann ich hier spielen?” Mit Austausch gegen Essen und Zimmer. Und das hat auch teilweise geklappt. Aber jetzt sind wir von der eigentliche Frage abgewichen. Marcus: Ja, die eigentliche Frage war, ob es da zwei, drei Special Moments gab oder ob es das Gesamterlebnis war oder vielleicht eine bestimmte Begegnung oder so einen Aha-Moment auf Deiner Reise. Joe: Ja, den gab es tatsächlich. Nachdem ich diesen Gedanken weitergedacht habe und wirklich diese Vorstellung hatte “vielleicht könnte ich ja sogar mein eigenes Klavier mitnehmen, das macht ja keiner, das muss doch irgendwie möglich sein”. Klaviertransporteure bringen ja auch das Klavier irgendwohin. Also warum soll es nicht möglich sein, dass ich das selbst im Bulli mitnehme? Da muss man halt ein bisschen was umbauen. Dann habe ich diese Idee so mit mir herumgetragen und irgendwann, als ich dann auf Bali war, da war ich auch wieder in so einer Situation. Da saß eine Frau am Tisch im Restaurant alleine. Ich war auch alleine. Und dann wollte ich sie einfach ansprechen, weil sie sah nett aus. Aber dann kamen wieder diese Ängste “soll ich sie ansprechend? Die denkt bestimmt, ich will die jetzt anmachen oder keine Ahnung, vielleicht will sie lieber alleine sein.” Diese ganzen Fragen, die man sich dann so stellt. Und dann habe ich mir gesagt “ach ist doch Scheißegal” und bin einfach hingegangen. Dann habe ich sie angesprochen und sie war super nett und hat mich gleich eingeladen. Marcus: Cool, war das so das erste Mal, dass Du zu jemanden dann hingegangen bist oder hast Du es vorher schonmal ein bisschen geübt, so aus Deiner Komfortzone herauszukommen? Joe: Nee, das war dann schon zum Ende meiner Weltreise oder sogar noch auf einem neuen Trip. Ich habe dann schon diese Komfortzone sehr oft verlassen. Das war definitiv auf der Weltreise schon so. Marcus: Aber trotzdem: Ist das dann so, je öfter Du das machst desto leichter fällt es einem? Joe: Das ist auf jeden Fall so, ja. Aber ich würde trotzdem sagen, dass man das dann komplett ablegt. Also es gibt immer wieder Situationen, wo man dann einfach zögert und ich glaube, der Endpunkt ist dann einfach, dass man halt bei gar keiner Situation mehr zögert. Es gibt ja immer größere Challenges ne und man kommt glaube ich, immer wieder an diesen Punkt. Deswegen ist es halt wichtig, egal auf welchem Status ist, man muss diesen Punkt immer wieder überschreiten. Jeder steht vor seinen eigenen Herausforderungen. Das war dann halt auch wieder so ein kleiner Moment. Da habe ich sie halt dann angesprochen. Sie war total nett, hat mich eingeladen, wir haben zusammen gegessen. Also sie hat mich eingeladen, mich dazuzusetzen. Dann habe ich mir so ein bisschen von meiner Idee erzählt. Da war es noch so ein vage Idee und da hatte ich natürlich auch noch viele Zweifel, aber sie hat mir einfach super viel Mut gemacht. Sie konnte das total sehen und meinte “I can see you with your traveling piano”. Dann haben wir Pläne gemacht, wo man überall hinfahren könnte und wie man das alles aufbaut und ich war einfach auf einmal mega inspiriert. Auch durch sie, weil sie mir so viel Mut gemacht hat und weil sie so sehr daran geglaubt hat. Und ich dachte so “cool, da glaubt jemand an meine verrückte Idee!” Das war einfach super inspirierend und ich hatte, glaube ich, vorher schonmal so eine Mindmap gemacht und aufgeschrieben, wie ich mir das so vorstellen könnte. Da hatte ich schon so ein paar Ideen. Aber an dem Abend dann wirklich, bin ich noch ins Internet-Café und habe mir die Seite mytravelingpiano.com reserviert im Netz. Und das war für mich so ein besonderes Ereignis. Marcus: Ja also, die Domain zu registrieren ist immer noch so ein fetter Milestone, wo Du so denkst “boah, ich mache das jetzt. Das ist jetzt meine Domain. Geil das hat geklappt” wenn dann die Confirmation Mail kommt. Ja gerade so dieses Feuer von anderen zurückgespielt zu bekommen ist glaube ich, so wichtig, ne? Ich habe das ja zum Glück mit Feli, dass ich nicht alleine ein Business machen muss oder alleine reise und wir merken das immer wieder, wie viel wir uns da gegenseitig auch immer pushen können. Und uns sagen “Cool, lass machen” und “meinst Du wirklich? - ja klar!” Und so Leute brauchst Du halt um Dich herum. Deshalb ist das super gut, dass Du die da in diesem Moment kennengelernt hast. Hatte sie denn irgendwie einen Background? War sie ein Motivationscoach oder war es jetzt einfach eine random person, die an Dich geglaubt hat und auf einmal auch dieses Funkeln in den Augen hatte? Joe: Also sie ist Autorin. Sie schreibt sehr viel und war auch sehr viel am Reisen und unabhängig und auch sehr über den Tellerrand blickend. Sie hat sich viel mit Spiritualität beschäftigt. Das war einfach total interessant. Dann hat sie auch gesagt, die Dinge werden einfach passieren, wenn Du sie halt angehst und ich hatte ihr auch gesagt, ich suche nach einem Klavier in Ubud und so und “hast Du eins gesehen?”. Marcus: Ach das war in Ubud? Joe: Genau, das war in Ubud. Ich glaube da passieren sowieso viele solcher Dinge. Dann hat sie mich am nächsten Morgen irgendwie angerufen und hat gesagt “hier, ich habe Dein Klavier gefunden!” In dem Restaurant unter ihrem Haus, da stand ein Klavier. Dann habe ich da gespielt und solche Sachen, die sich dann ergeben. Dann bin ich zurückgeflogen und im Flieger sitze ich neben einer Frau. Ich habe am Anfang gar nicht so mit ihr gesprochen und irgendwann stellt sich heraus, sie ist Klavierlehrerin. So fügt sich das dann alles irgendwie zusammen. Wenn man dafür offen ist, dann passiert wirklich auch ganz viel. Marcus: Genau. Man muss offen dafür sein, man muss aber manchmal seinem Schicksal auch die Chance geben, dass es zuschlägt. Denn wie Du glaube ich anfangs auch ganz gut gesagt hast: Man muss schon irgendwie agil bleiben und Sachen probieren und machen und tun und vielleicht noch eine Webseite starten und noch ein Projekt starten. Dann haust Du es halt wieder in die Tonne und schaltest das nächste Ding, aber wenn Du zuhause sitzt und auf gutes Wetter wartest, dann kommt vielleicht gutes Wetter, aber das hast Du dann nicht so im Griff. Aber alles andere, wo Du dann auch noch teilhaben musst, das kann nur passieren, wenn Du selber auch aktiv wirst. Joe: Ja absolut, ganz genau. Ich sehe das ganz genauso, dem kann ich nichts hinzufügen. (beide lachen) Marcus: Da musste ich aber auch erstmal hinkommen vom Mindset her, dass man Sachen ausprobiert und macht. Und gerade - auch wenn ich es jetzt schon ein paar Mal erzählt habe - für uns beide oder mir speziell am Anfang war es so schwer, rauszugehen in die Welt und zu sagen “Hey ich kann was! Ich kann Webseiten bauen” oder “ich kenne mich im Online-Marketing aus” und biete das als Dienstleistung an. Also a) überhaupt um Geld zu fragen oder da eine Hausnummer dranzuschreiben, ist mir schwer gefallen und b) auch in die Welt rauszugehen und zu sagen “ich kann Wordpress Seiten bauen”. Weil ich dachte, ich war so tief in meinem Experten-Ding drin und nur auf diesen krassen SEO-Konferenzen, dass ich dachte “Die lachen Dich doch aus hier die Leute, wenn Du sagst, Du machst für andere Websites oder kannst Wordpress Seiten machen”. Dennoch ist es ein super guter Value für die Leute, wenn die nicht so tief drin sind. Joe: Total, absolut. Marcus: Wie war das dann? Bist Du nach Deutschland zurückgekommen mit der Idee und dem Entschluss “ich mache das jetzt, ich ziehe das durch”? Hattest Du dann noch einen bestehenden Job oder hattest Du den vor der Weltreise schon gekündigt? Und was waren dann so die ersten Steps auf dem Weg zu My Traveling Piano? Vielleicht als zweit Frage noch: Wie hoch war Dein Anfangsinvestment in das Klavier und das ganze Setup? Joe: Also ich kam zurück und habe dann erstmal Tourismus Management studiert. Beziehungsweise ich hatte diese Idee zu dem Traveling Piano sozusagen auf meinem zweiten Trip nach Bali nach meiner Weltreise. Da hatte ich schon angefangen Tourismus Management zu studieren, weil ich bis dato dachte, die Weltreise war super geil, ich muss was mit Sprachen, Kulturen und Reisen machen. Da war irgendwie klar und dann dachte ich “dann studierst Du mal Tourismus Management”. Dann habe ich aber auch währenddessen irgendwie auch gemerkt “eigentlich hast Du auch bock Klavier zu spielen, als ich dann diese Idee hatte, aber dann war bei mir wieder dieses Ding “Du sollst ja eigentlich Sachen zu Ende bringen und jetzt hast Du das Studium schon ein Jahr gemacht. Das sind auch nette Leute und so und dann gehst Du noch ein Jahr ins Ausland während des Studiums - ist ja auch geil.” Und dann habe ich das Studium doch weiter gemacht und habe dann einfach nebenbei ein bisschen als Klavierspieler in Bars, Restaurants und Hotels Geld verdient, aber das Projekt immernoch nicht umgesetzt. Dann war ich ein Jahr in Südamerika und als ich dann wieder kam, war da eigentlich nur noch ein Semester und die Abschlussarbeit. Das habe ich dann auch noch gemacht, aber irgendwann war da dieser Punkt, obwohl nur noch die Abschlussarbeit anstand und habe mir gedacht “wenn ich´s jetzt nicht mache, dann mache ich’s nie”. Und dann habe ich es einfach gemacht und habe quasi das Studium erstmal nicht abgeschlossen. Marcus: Also es fehlte nur noch die Abschlussarbeit und dann hast Du aber gesagt “nee, ich mache jetzt erstmal das Klavier-Ding. Joe: Genau. Es hatte sich einfach so angestaut über die Jahre. Es waren von der ersten Idee bis zu dem Zeitpunkt so vier Jahre und ich musste es einfach machen. Ich habe da gesagt “wenn ich’s jetzt nicht mache, dann mache ich es nie”. Die Abschlussarbeit zum Studium war mir in dem Moment total egal. Ich habe mir gesagt “ich mache das irgendwann und vielleicht mache ich es auch gar nicht mehr”. Mittlerweile ist es dann jetzt fertig. Aber es war mir einfach total wichtig, das einfach anzugehen. Marcus: Und was waren dann die ersten Steps? Bist Du dann in den Klavierladen und hast Dir ein Klavier gekauft? Hast Du Deinen Vater beauftragt, Dir einen fahrbaren Untersatz zu bauen? Hast nach einem Bulli geguckt? Ich meine, wie geht man so etwas an? Da gibt es wahrscheinlich nicht so Online-Kurse im Internet zu oder die Top 10 Tipps “wie werde ich ein Traveling Piano Artist”. Joe: Nee natürlich, da gibt es überhaupt gar nichts. Das ist dann auch wirklich schwer, wenn man sich in dem Jungle erstmal zurechtfinden und sich überlegen muss “wie kriegt man das jetzt alles hin? Wie macht man das fahrbar?” Und so weiter. Das war nicht leicht. Ich habe dann im Internet nach einem Klavier gesucht und habe dann auch ein schönes gefunden, schön in Hochglanz schwarz lackiert und so und dann war das Angebot lustigerweise - ein total schöner Zufall - von dem Klavierhaus, wo meine Mutter, als ich vier Jahre alt war, ihr Klavier auch gekauft hat. Das war total der Zufall. Ich habe ihm natürlich die Geschichte erzählt und er fand das auch total super und dann hat er mir dann noch so ein paar Tipps gegeben. Also habe ich von ihm das Klavier gekauft. Dann ging es halt darum, das jetzt irgendwie rollbar zu machen. Da hat mir dann mein Vater geholfen. Wir haben da jeden Tag bestimmt eine Stunde telefoniert und geplant: Was nehmen wir für Räder, was für Achsen und es gibt ja tausend verschiedene Möglichkeiten, wie man das dann auch lenken und fahren kann; dass es auch stabil ist; dass es nicht umkippt, wie Du vorhin gesagt hast und dass es sich leicht schieben lässt. Da haben wir wirklich sehr, sehr viel Zeit geplant und mein Vater hatte auch total viel Energie und Liebe reingesteckt. Die Plattform war dann irgendwann fertig und dann war es so ein wenig wie die Hochzeit, als das Klavier dann auf die Plattform gestellt wurde, sozusagen. Marcus: Ja, die Dinge kommen zusammen, ne? Joe: Genau. Ich konnte es dann zum ersten Mal auf die Straße schieben und spielen. Für alles zusammen hatte ich am Anfang Kosten von ca. 3.000 € bis 4.000 €. Marcus: Hast Du das Klavier danach noch sukzessive ausgebaut? Ich habe gesehen, Du hast da jetzt auch eine CD-Auslage vorne dran und ein paar kleine Gadgets oder hast Du das so direkt als komplette Idee einmal in einem durchgebaut? Joe: Nee das Klavier ändert sich ja nicht. Ich habe immer neue Ideen, dann hatte ich mal einen Tisch und jetzt ist meine neueste Idee, da hängt halt jetzt hinten am Klavier ein Koffer dran. Das ist ein alter schöner Reisekoffer, der ist auch wirklich Original 100 Jahre alt. Marcus: Ja geil! Joe: Den haben wir aus dem Keller geholt und der fast wie verschimmelt, also ganz weiß, also er sah ganz alt aus. Wir haben den dann sauber gemacht. Dann habe ich den wieder meinem Vater gegeben und er hat den dann aufgemöbelt, sodass der wieder richtig geil aussieht. Da haben wir dann das Logo draufgeklebt und auf dem Koffer stehen jetzt halt meine CDs und da können die Leute das Geld reintun, wenn sie eine CD mitnehmen möchten. Ich habe zwei Alben aufgenommen und eine davon ist halt nur meine eigene Musik und eine ist nur mit Coverstücken. Und die andere ist halt mit eigenen Songs. Marcus: Das heißt, die sind dann auch komplett von Dir komponiert und geschrieben worden? Joe: Genau, als das Klavier dann schon fertig war - das war glaube ich zwei Jahre, nachdem ich es gebaut habe und damit auch auf Tour war und so. Viele Leute haben mich gefragt nach eigener Musik. Und ich hatte auch total das Bedürfnis danach, eigene Musik zu komponieren. Mein Traum war diese Musik zu komponieren an irgendeinem richtig geilen Ort und nicht irgendwie in einem Studio oder zu Hause, wo Du gegen die Wand guckst und wo irgendwie nicht so richtig Inspiration da ist. Weil ich auch schon soviel draußen gespielt habe, wollte ich irgendwie an einen super geilen Ort. Da bin ich auf eine kleine Insel im Süden von Thailand gefahren. Marcus: Wie heißt die Insel? Joe: Die Insel heißt Koh Jum und ich habe mir - weil ich natürlich im Flugzeug nicht mein Klavier mitnehmen konnte - auf dem Festland ein E-Piano gekauft. Das hatte ich vorher natürlich schon organisiert. Und das habe ich dann mit diesen Longtailboats auf diese kleine Insel gebracht. Da gab es auch gerade mal so Strom in dem Bungalow Resort, wo ich war. Da war wirklich ganz wenig Tourismus und es war wirklich ruhig, also genau das was ich wollte. Ich wollte mich mit gar nichts anderem beschäftigen. Keine Party und nix irgendwie außerhalb außer die Musik zu komponieren. Es macht Spaß aber es ist auch wirklich Arbeit. Dann war ich zwei Monate auf der Insel und habe dort diese Stücke komponiert. Ich habe einfach darauf vertraut, dass ich da Leute treffe, wie zum Beispiel einen Fotograf. Ich habe darauf vertraut, dass ich einen Fotografen treffe, den ich fragen kann, ob er mir das Cover für mein Album schießt auf der Insel. Und ja, dann habe ich da auch irgendwann da ein fettes Stativ rumstehen sehen und da habe ich halt jemanden gefragt “wem gehört denn dieses Stativ, das sieht ziemlich professionell aus”. Und so kam der Kontakt zustande. Dann bin ich da am nächsten Morgen nochmal hin und habe ihn angesprochen “hör mal, gehört Dir das Stativ, was ich da gestern habe stehen sehen?” Ja und es gehörte ihm. Also habe ich ihm von meinem Projekt erzählt und er fand das super cool. “Klar, da machen wir ein paar Bilder” hatte er gesagt. Dann war da noch eine andere Deutsche da und die hatte auch ein super gutes Auge und hat dann auch noch ein paar Bilder gemacht. Und so sind quasi die ganzen Bilder, auch für das Booklet und für das Cover meiner CD, entstanden. Ein Australier den ich kennengelernt habe, dem habe ich später noch einmal die englischen Texte geschickt, ob er die nochmal proof-readen könnte und so hat er mir auch dabei noch mit geholfen und so hat sich das dann ergeben. Da ist halt ein Album draus entstanden. Das heißt “Follow the Sun”. Das ist ja immer mein Motto, weil ich ja immer dem guten Wetter hinterherfahre. Marcus: So wie die meisten digitalen Nomaden. Joe: Ja ganz genau. Gerade auch für’s Klavier total wichtig. Speziell jetzt natürlich auch für die Insel. Das passt einfach auch. Man sieht die Sonne und das Meer und so heißt auch das erste Stück auf der CD: “Follow the Sun”. Marcus: Cool, dann hast Du quasi auf der kleinen Insel als analoger Nomade Dein erstes Remote Team aufgebaut, wo der eine dann Proofreading gemacht hat, der andere das Foto und das Cover. Sau Cool! So kann es auch gehen. Joe: Ja und das Klavier ist jetzt eingelagert sozusagen, auf der Insel. Ich bin jetzt schon zum zweiten Mal wieder auf die Insel zurück und das steht dann da bei der Familie, die diese Bungalow-Anlage betreibt. Die sind super toll, super nett. Und die helfen auch total viel. Dann spiele ich da ab und zu mal ein kleines Konzert abends oder so. Ich kann also jederzeit wieder dorthin zurück und weiß, da wartet mein E-Piano auf mich. Marcus: Das ist ja auch cool zu wissen. Irgendwo auf der Welt gibt es noch einen Anker, wenn irgendwie gar nichts mehr geht oder da ist schon so viel Cooles passiert und dann ist da noch ein Klavier für Dich. Dann geht man dahin ne? Joe: Ja total! Marcus: Wie entsteht so ein neues Stück oder eine Komposition? Ich habe da irgendwie überhaupt keine Vorstellungen zu. Hat man da erst ein Thema, eine Story und überlegt dann, welche Klänge passen dazu oder gibt es erst die Klänge und überlegt dann, wozu könnte das passen, zu welcher Story? Gib mal bitte ein paar Insides! Joe: Also ich muss dazusagen, dass ich mich tatsächlich mit diesem Thema nie professionell auseinandergesetzt. Ich habe nie einen Kurs belegt oder irgendwas “wie komponiert man richtig?” oder so. Ich bin auch gar nicht sonderlich gut im Notenlesen. Ich spiele einfach mein ganzes Leben schon Klavier. Ich war nicht immer besonders fleißig. Meine Klavierlehrerin hat mich damals rausgeschmissen. Aber ich habe halt immer gespielt und habe auch immer das gespielt, was mir so in die Finger floss und was ich gehört habe, habe ich nachgespielt. Also ich habe entweder ein ganz gutes Gehör und habe das dann oft so gemacht. Und so war es im Prinzip auch beim Komponieren. Also wenn ich irgendwelche Melodien im Kopf hatte, dann habe ich mich einfach hingesetzt und angefangen auszuprobieren. Das ist unterschiedlich. Manchmal hatte ich dann quasi erst die Musik und dann habe ich gesagt “das klingt nach dem und dem”. Ich habe dann die Musik gespielt und während ich es gespielt habe, fiel mir dazu eine Geschichte an und dann stand dann irgendwann der Name fest. Marcus: Das heißt, dann entstehen Bilder im Kopf oder irgendwelche Sequenzen? Joe: Ja genau richtig. Oder, es ist auch manchmal anders herum gewesen, dass ich zum Beispiel viel geträumt habe oder so. Ich bin dann oft nachts oder morgens dann eben aufgewacht und hatte gleich vielleicht schon eine Melodie im Kopf. Dann habe ich mich ans Klavier gesetzt und dann war es quasi schon halb fertig, weil ich dieses Lied irgendwie schon geträumt habe oder so. In einem Fall war es so - mein Großvater ist leider ein Jahr vorher gestorben und ich hatte ein ganz gutes Verhältnis zu ihm - und eine Nacht habe ich halt von ihm geträumt. Und als ich morgens aufgewacht bin, hatte ich gleich schon eine Melodie im Kopf. Da war klar, das Stück wird meinem Opa gewidmet. Das Stück heißt “Sleep well good old man” und es greift einfach die ganzen schönen Erinnerungen mit auf. Es ist kein super trauriges Lied, sondern einfach ein schönes Lied für meinen Opa. Was auch ganz schön war, mein Cousin, der macht Filme. Und als ich ihm dann davon erzählt habe, hat er gesagt, zu dem Lied müssen wir unbedingt ein Video machen. Da haben wir jetzt quasi ein Familienprojekt gemacht und haben ein Video gedreht. Also er hat das Video gedreht zu der Musik die ich geschrieben habe für unseren Opa. Marcus: Wow, das ist ja cool! Ist das irgendwo bei Youtube zu finden oder zu sehen? Joe: Ja, das ist auf meiner Homepage unter Videos zu sehen oder halt auch auf Youtube, wenn man unter “Sleep well good old man” sucht, dann findet man das. Marcus: Cool! Joe: Das Lied kann man sich auch kostenlos runterladen, wenn man sich in meinen Newsletter einträgt. Marcus: Perfekt! Das sollte also jeder auf jeden Fall auch tun. Spielst Du denn mittlerweile lieber Deine eigenen Sachen oder immernoch gerne Coversongs? Und welche Sachen kommen beim Publikum besser an? Joe: Also natürlich spiele ich am allerliebsten meine eigenen Stücke, weil das zeigt ja auch am meisten von mir und von dem was ich mache und von meiner Musik. Aber es ist natürlich immer schwierig die Leute zu catchen auf der Straße mit Stücken, die sie nicht kennen. Deswegen spiele ich am Anfang meistens etwas Bekanntes, bis ich mir dann eine kleine Crowd aufgebaut habe und ein paar Leute drum herum stehen und dann spiele ich halt eigene Sachen und erzähle meine Geschichte, wie die Musik entstanden ist. Dann spiele ich meine eigenen Stücke, dann haben sie aber eine ganz andere Aufmerksamkeit dafür. Viele sagen mir dann auch, dass sie meine eigenen Stücke schöner finden. Das ist dann natürlich das schönste Kompliment, was man dann bekommen kann. Marcus: Es ist bestimmt auch voll spannend zu sehen, wie dann so eine Crowd entsteht, ne? Dass die ersten kurz gucken, sich noch nicht trauen stehen zu bleiben. Dann gehen sie doch weiter, dann bleiben vielleicht doch mal zwei, drei stehen. Und das hat dann wieder den Effekt, dass mehr Leute trauen, stehen zu bleiben. Das könnte ich mir so vorstellen oder wie ist das? Joe: Ja, also das ist super interessant von der psychologischen Sicht her. Wie das alles funktioniert und da bin ich auch immernoch nicht 100%-ig durchgestiegen, weil es auch immer unterschiedlich ist. Aber es ist ja immer so ein bisschen star to movement. Wenn einer wirklich anfängt und sich da hinstellt und mittenrein vielleicht. Dann trauen sich die anderen vielleicht auch stehen zu bleiben. Das ist von daher manchmal gar nicht so einfach. Manchmal muss man einfach einen Bekannten da in die Mitte stellen und sagen “hier hör mal ein bisschen zu”. Marcus: Wahrscheinlich halten die ersten erstmal so ein bisschen Distanz. Die kennen einen nicht oder sind vorsichtig und dann trauen sie sich doch mal ein bisschen näher ans Klavier zu kommen oder Dir auch mal in die Augen zu schauen oder wie ist das? Joe: Ja, das ist so. Also viele trauen sich das auch nicht, mich anzusprechen oder so. Aber wenn sie dann sehen, einer spricht den an dann “ahhh, dann traue ich mich auch” und dann kommen die anderen vielleicht auch dazu. So ist es auch bei den CDs. Die Leute trauen sich dann vielleicht auch nicht an die CDs zu gehen und eine mitzunehmen. Wenn sie dann aber sehen “ah guck mal da, da hat auch gerade jemand eine gekauft und das geht ja ganz einfach” dann gehen sie vielleicht auch hinterher und kaufen auch eine. Marcus: Ja, das ist immer wieder faszinierend, wie der Mensch funktioniert oder die meisten Menschen. So als Heerdentiere. Wenn einer was macht… Joe: Also ich glaube, da könnte man auch noch mehr darüber lernen, das wäre auch für mich interessant. Um das vielleicht auch ein bisschen gezielter einzusetzen. Marcus: Klar, ich meine, letzten Endes musst Du ja auch davon leben können und um so besser Du verstehst, was da überhaupt passiert an Dynamik, wenn Du da unterwegs is, dann ist das wahrscheinlich auch für die anderen besser. Weil je mehr Leute dann involved sind, das ist für beide Seiten besser. Vielleicht nimmst Du Dir mal einen Psychologen mit, der Dich mal ein paar Wochen begleitet. Joe: Ja, das wäre denkbar, auf jeden Fall. Das müsste man sich mal überlegen. Marcus: Welche war bisher die größte Crowd vor der Du gespielt hast? Joe: Sagen wir mal so: Ich halte die Straße eigentlich für die größte Bühne der Welt. Wenn ich jetzt in so einer Fußgängerzone spiele, wo richtig viele Leute durchlaufen, sagen wir mal in Köln auf der Schildergasse oder in Hamburg Spitalerstraße oder Mönckebergstraße oder so, da laufen pro Stunde so 6000 bis 7000 Leute teilweise durch. Vielleicht sogar noch mehr. Die genauen Zahlen habe ich nicht im Kopf. Das heißt es sind einfach sehr, sehr viele Menschen. Ich spiele natürlich nicht vor allen gleichzeitig, aber ich spiele vor sehr vielen Menschen an diesem Tag sozusagen. Also sehr viele Menschen nehmen mich einfach wahr an so einem Tag. Ich mache das super gerne. Ich finde das fast noch schöner als zu sagen, ich mache jetzt ein Konzert für 100 Leute. Weil dann sehen mich halt 100 Leute, aber wie gesagt, wenn ich da so einen ganzen Tag stehe an so einem belebten Platz, dann sehen mich 100 Leute alle fünf Minuten vielleicht. Es kann sein, dass die sich dann wieder austauschen. Ein paar gehen weiter, ein paar bleiben stehen, aber was ich eben toll finde ist, dass die Leute, die stehenbleiben, die quatschen dann auch nicht. Die bleiben stehen und die hören zu. Und die hören auch wirklich aufmerksam zu, sodass es in dem Moment halt ein total intimes Konzert ist. Manchmal stehen fünf Leute rum oder zehn und manchmal stehen auch 100 Leute um’s Klavier. Marcus: Krass. Joe: Oder 150. Also das kann man überhaupt nicht vorhersagen, wie sich so etwas entwickelt. Das hängt natürlich auch viel vom Platz ab und von irgendwelchen Nebengeräuschen. Das sind so viele Faktoren die darein spielen. Aber insofern ist das immer wieder spannend zu sehen, dass man es einfach nicht vorhersagen kann und immer wieder auch schön, für die Leute, die drumherum stehen einfach ein Konzert zu spielen. Marcus: Also gerade auf der Straße spontan anzufangen zu gucken was passiert ist für Dich noch spannender, als jetzt im Hotel zu spielen oder im Restaurant oder so? Joe: Absolut. Ich habe ganz lange in Restaurants und Hotels gespielt und ich habe da gar keine Lust mehr drauf. Also ich möchte das nicht mehr machen. Das ist da erstmal richtig Hintergrundmusik sozusagen. Die Leute unterhalten sich und wenn man Pech hat, dann kommt vielleicht noch nicht einmal irgendwie an einem ganzen Abend einer zu einem und sagt “cool, das war super” oder so. Ich meine, in den meisten Fällen kommen schon ein paar Leute und wünschen sich etwas und sagen auch, dass es schön war, aber halt auch nicht immer. Ich kriege halt auf der Straße, wenn ich die Musik selbst zu den Leuten bringe und die sind dann immer erstaunt - dass so ein fettes Klavier mitten in der Fußgängerzone steht - immer super tolle Rückmeldungen. Alleine dafür lohnt es sich schon und ich möchte da auf gar keinen Fall wieder in einer Piano Bar spielen. Marcus: Merkst Du denn auch kulturelle Unterschiede innerhalb von Deutschland in den beliebten Einkaufsstraßen, wie in Hamburg die Mönckestraße, Köln Schillergasse, München Leopold schlag mich tot, Berlin Alexanderplatz…? Joe: Ja, da sind schon Unterschiede, aber dadurch, dass es so viele Faktoren sind, die das beeinflussen, kann man jetzt auch gar nicht sagen, die und die Stadt ist jetzt besser als die, weil auch die Stadt, die vielleicht super gut ist oder sein soll, da können auch immer viele Faktoren irgendwie nicht stimmen und auf einmal läuft das irgendwie bleibt niemand stehen an dem Tag. Und in der Stadt, die man vielleicht total unterschätzt hat, weil man denkt da sind super wenig Einwohner und da laufen wenig Leute durch, da kann dann aber auf einmal voll die schöne Stimmung entstehen. Insofern ist es wirklich total schwierig. Man kann jetzt nicht sagen, da ist’s besser als da. Man kann höchstens sagen, dass es im Norden ein bisschen einfacher ist mit den Genehmigungen als im Süden. Im Süden braucht man fast überall eine Genehmigung, in Bayern und so. Da ist es echt streng und echt krass. Und im Norden ist man da flexibler. Da muss man  sich nur an gewisse Regeln halten und braucht aber oftmals keine Genehmigung im Voraus. Das macht es natürlich einfacher. Marcus: Wurdest Du denn schonmal verscheucht oder hast Du ein paar Penalties gekriegt/kassiert? Joe: Auf jeden Fall. Ich habe schon diverse Begegnungen gehabt mit Polizei und Ordnungsamt. Die sind auch wirklich immer sehr, sehr, sehr unangenehm. Also wenn man nicht total dahintersteht, also hinter dieser Idee und total überzeugt ist, dass es das Richtige ist, dann kann es auch ziemlich schnell passieren, dass man den Kopf in den Sand steckt, weil man einfach mit so vielen Problemen konfrontiert wird, auch logistisch mit Parken und Ausladen und Parkplatz finden überhaupt. Und dann halt auch diese ganzen Regeln und dann bauen sich auf einmal fünf Ordnungsamtmitarbeiter vor dir auf, so zwei Meter Typen und schüchtern Dich halt ein wie sonst was und dann sitzt Du da und denkst “krasse”. Die stehen dann da und löchern Dich und sagen “Du hast Dich nicht an die Zeiten gehalten” etc. Es ist nur so ein Auf und Ab. Man kommt auch teilweise echte in unangenehme Situationen. Irgendwie erden die einen aber auch immer. Wenn man mal teilweise einen super geilen Tag hatte und alle einen in den Himmel gelobt haben und man super geile Rückmeldungen bekommen hat, dann kann es auch sein, dass der nächste Tag auf einmal wieder so ein richtiger Scheißtag wird - Entschuldigung! Aber wo einfach alles schief läuft. Wo man erst keinen Parkplatz findet; wo man dann das Klavier auslädt; vielleicht wird das Klavier noch nass, weil es anfängt zu regnen; dann bleibt vielleicht niemand stehen; man verdient kein Geld und dann kommt auch noch das Ordnungsamt und brummt einem eine 100,00 €-Strafe auf. Und dann denkst Du Dir echt “boah, wofür mache ich das hier eigentlich?!” Marcus: Ja, das kann ich mir echt gut vorstellen, was für ein gebrauchter Tag? Aber manchmal hilft das ja - wie Du schon sagtest - sich selber auch mal wieder zu erden und dann wieder bei Null anzufangen, als wenn Du irgendwie ständig auf Wolke 7 bist und gar nicht mehr höher fliegen kannst, weil umso tiefer fällt man dann und klatscht dann irgendwann wieder auf. Aber diese Momente, die Dich dann doch weiter motivieren und pushen, was sind das für Momente? Kommen die Leute danach zu Dir oder schreiben Dir E-Mails oder rührst Du manchmal auch Leute zu Tränen? Ich habe jetzt von der DNX das Feedback bekommen, wo Du ja auch gespielt hast, dass Du echt mega viele Leute total tief persönlich im Herzen erreicht hast. Und wir hatten ja im Heimathafen 450 Leute und das Ding war mucksmäuschen Still als Du angefangen hast zu spielen. Das ist glaube ich schonmal krass. Das habe ich vorne mit meinem Headset nicht hingekriegt. Joe: Also das war schon toll bei euch auf der DNX zu spielen. Das war echt ein tolles Gefühl, eine super dankbare Crowd auch irgendwie. Das muss ich auch zugeben, ist wirklich toll, wenn so viele Leute zuhören auf einmal und es wirklich komplett ruhig ist. Das hat man natürlich auf der Straße nicht. Da sind immer Nebengeräusche und wenn es nur die Straße ist oder einfach dieses allgemeine Gemurmel von den vielen Menschen, die dann da sind. Das war wirklich super toll, da auch in dieser Atmosphäre zu spielen. Ich habe aber dann tatsächlich, wenn ich auf der Straße spiele, auch solche Rückmeldungen, ganz oft. Also da kommen Leute zu mir, die sagen “Vielen Dank! Ich hatte so einen beschissenen Tag heute, alles lief schief bei mir und ich wollte wirklich nur noch mich im Bett verkriechen. Und dann komme ich hierhin und höre diese Pianoklänge und ich stehe jetzt schon seit einer Stunde hier und Du hast mir einfach den Tag gerettet! Ich danke Dir tausend Mal dafür!” Und das geht natürlich runter wie Öl. Das freut mich dann auch, wenn ich einfach merke, ich habe auch auf andere Leute dann irgendwie eine positive Auswirkung. Oder die Musik bewirkt etwas in den Menschen. Das ist im Prinzip auch das, was ich bewirken möchte. Dass die Menschen sich einfach mal ein bisschen Zeit nehmen und mal stehenbleiben. Alle sind immer so gehetzt. Oftmals ja durch ihre 9 to 5 Jobs. Marcus: Gerade in Deutschland, ne? Joe: Gerade in Deutschland, ja und das ist so schade zu sehen, dass irgendwie viele Leute nicht mehr das Leben so genießen können und so kleine Sache. Da steht da manchmal so ein Klavier und da kommt schöne Musik und trotzdem laufen alle vorbei. Das gibt es halt auch oft. Mir ist es eigentlich ein Anliegen, dass die Leute sich wirklich mal ein bisschen Zeit nehmen, mal ein bisschen innehalten und sich die Ruhe einfach mal nehmen und auch vielleicht generell in ihrem Leben sich öfter diese Ruhe gönnen. Ich kriege oftmals dann im Nachhinein noch E-Mails, manchmal einen Tag oder ein paar Tage später. Manchmal aber wirklich auch ein paar Monate später oder ein Jahr später oder so. Da schreiben mir die Leute, dass dieser Tag oder diese Begegnung wirklich deren Leben verändert hat. Das geht mir dann teilweise auch wirklich super nah. Davon lebt das halt auch. Dieses Feedback dann zu bekommen ist unbeschreiblich. Marcus: Ich glaube ja auch fest daran, dass es diesen Butterfly-Effekt gibt. Sprich: wenn Du im Kleinen irgendwie eine Veränderung bei jemandem herbeiführst, nur dass er kurz innegehalten hat und dann zwei Minuten bei Dir zugehört hat und dann nach Hause geht und dann vielleicht ein bisschen besser gelaunt ist und netter zu seiner Frau oder Partnerin ist, als er vielleicht vorher gewesen wäre. Und die geht dann wieder besser gelaunt zum Sport und schreit die nächsten Leute an und der Coach ist auf einmal gut drauf. Ich glaube, so kann wirklich jeder die Welt ein Stück weit besser machen. Gerade Du auch mit dem Piano. Joe: Ja, ich hoffe, dass das so funktioniert. Ich glaube da eigentlich auch dran, ja. Da sollten noch viel mehr Menschen einfach das tun, was sie lieben. Das ist eigentlich auch meine Vision. Wenn jeder das tun würde, was er liebt, dann würde es auch keine Kriege mehr geben auf der Welt - mal ganz naiv gesagt. Aber weil einfach alleine schon im Kleinen: Wenn im Bekanntenkreis jeder das tun würde, was er liebt, dann hätte man einfach zusammen auch viel mehr Spaß. Weil man würde nicht die ganzen Probleme bequatschen, die es gibt, weil man Sachen tut, die man nicht liebt. Sondern man würde sich einfach austauschen und es wäre einfach eine viel positivere Stimmung, insgesamt im ganzen Leben. Marcus: Ja ja, ich finde es auch immer schwer nachzuvollziehen, woher das kommt. Gerade in so Ländern, wie bei uns in Deutschland. Wo die Leute eigentlich alles haben. Das Netz ist so fest gestrickt - das soziale Netz - da kann nichts passieren und die Leute haben eigentlich genug Geld und trotzdem sind sie irgendwie depressiv verzweifelt und nicht zufrieden mit dem, was sie haben. Joe: Das zeigt ja, dass in unserer Gesellschaft vieles richtig, aber auf jeden Fall nicht alles richtig läuft. Marcus: Nee, nicht alles. Wie sind Deine nächsten Pläne mit dem Piano? Was hast Du geplant in den nächsten Monaten? Joe: Ich hatte es glaube ich schon kurz erwähnt. Ich habe total Lust nochmal eine richtige Weltreise zu machen. Da bin ich jetzt gerade dabei zu überlegen, wie ich das logistisch organisieren kann. Weil dieses Klavier wiegt, wie gesagt 250 kg, irgendwohin zu verschiffen und damit es dann auch noch vor Ort flexibel bleibt, das ist schon wieder eine mega große Herausforderung vor der ich jetzt gerade stehe. Aber ich habe total Lust nochmal aus Europa rauszukommen. Ich war jetzt zwar noch nicht in allen europäischen Ländern mit dem Klavier, aber ich habe total Lust Richtung Asien mal zu fahren und dort für die Menschen zu spielen. Ich könnte mir vorstellen, dass das dort auch sehr gut ankommt. Da bin ich jetzt gerade am überlegen, ob ich nochmal ein neues Klavier brauche, was man so klein machen kann, dass es vielleicht sogar im Flugzeug mitzunehmen ist. Da suche ich jetzt nochmal Möglichkeiten, vielleicht auch nach Partnern, also Airlines oder so. Falls da also jemand einen Kontakt hat, immer gerne her damit! Da habe ich total Lust drauf! Und jetzt als nächstes werde ich noch einbisschen in Deutschland rumtouren und vielleicht auch nochmal in die Schweiz oder Österreich. Aber ich habe eigentlich nie ganz genaue Pläne. Also es gibt bei mir auch keinen normalen Tag. Ich entscheide immer sehr aus dem Bauch heraus. Marcus: Das heißt, bei Dir gibt es auch keine festen Tourdaten oder so, sodass die Leute sich drauf einstellen können. Joe: Das ist halt ein bisschen schade, weil danach fragen natürlich viele. Und dann muss ich dann meistens sagen “tut mir leid, das weiß ich noch nicht. Ich poste es dann bei Facebook kurzfristig vorher”. Aber weil es auch sehr von dem Wetter abhängt, kann ich das oftmals richtig sicher nur einen Tag vorher posten. Oder ganz sicher sogar immer am selben Tag. Weil in Deutschland ist das Wetter einfach so wechselhaft. Dann ist immer mal wieder ein Schauer und ich fahre dann auch wirklich ganz oft an dem Tag wo ich spiele, da entscheide ich erstmal in welcher Stadt ich spiele. Also es kann sein, dass ich 200 km in den Osten fahre oder 200 km in den Westen. Also wenn ich in Hannover bin, könnte es gut sein, dass ich den Tag dann in Münster spiele oder vielleicht auch in Leipzig oder so. Deswegen ist es wirklich total schlecht vorhersehbar. Dann fahre ich dann eben dahin, weil ich kann dann sehen, okay das Wetter ist dort wirklich trocken. Ich habe da mehrere Apps auf meinem Handy, wo ich das Wetter wirklich genau beobachte. Ich bin da voll der Wetterfrosch geworden und da richte ich mich vor allem auch danach. Wenn es natürlich anfängt zu regnen, ist mein Tag damit erledigt und damit auch die Einnahmen für den Tag. Marcus: Kannst Du denn jetzt zum Beispiel, wenn wir hier mal nach oben in die Wolken gucken, sagen, was in den nächsten drei Stunden passiert? Joe: Ja, also es wird heute … - lass mich mal kurz gucken - also heute wird es nicht so mega heiß wie gestern. Ich glaube heute haben wir so 26 Grad. Es wird auf jeden Fall nicht regnen. Es ist eine sehr angenehme Sommer-, fast Frühlingsluft heute. Marcus: Erkennst Du das an den Wolken oder woran erkennt man Regen? Joe: Nee, ich habe natürlich heute morgen schon die Wetterapp gecheckt. (Beide lachen) Joe: Aber man merkt es auch. Ich habe tatsächlich, weil ich auch viel Zeit draußen verbringe und draußen spiele, kriegt man auch wirklich mehr ein Gefühl für die Umwelt, also für die Natur. Das finde ich auch total spannend zu beobachten. Wenn man immer nur im Büro sitzt, merkst Du ja nichts. Du kriegst nichts von draußen mit. Wind, Regen, Sonne. Merkt man einfach nicht. Und weil ich viel am Klavier sitze und meinetwegen den ganzen Tag draußen spiele, habe ich natürlich auch den schönsten Arbeitsplatz. 1. Ist er vorm Klavier, 2. ist er draußen an der frischen Luft. Und dann merkt man aber auch “oh, jetzt ändert sich gerade etwas hier. Ich glaube, es könnte sein, dass es gleich anfängt zu regnen.” Dann gucke ich auf mein Regenradar und dann kann man immer schon so ein bisschen sehen, ob da etwas kommt oder nicht. Und jetzt kann man hier sehen 0% Regenwahrscheinlichkeit, gar keine Wolken in Sicht. Also heute wird es auf jeden Fall nicht regnen. Ich habe also eine App, die macht nichts anderes außer die Regenwahrscheinlichkeit für die nächsten zwei Stunden darzustellen. Und das macht sie dann aber dafür ziemlich genau. Marcus: Ziemlich useful für Dich. Das heißt, die hast Du immer am Start, wenn Du unterwegs bist? Joe: Immer! Also ich gucke auch regelmäßig drauf, also zumindest wenn ich weiß, es könnte heute ein Schauer kommen. Dann gucke ich immer drauf und dann sehe ich schon “okay in einer Stunde kommt was, dann spiele ich jetzt noch ein bisschen und mache danach eine Pause.” Dann schiebe ich das Klavier irgendwo unter wo es halt safe ist. Marcus: Du bist ja jetzt ortsunabhängig mit Deinem Klavier unterwegs und verdienst damit Dein Geld, aber trotzdem auch digital unterwegs, oder? Das heißt jetzt nicht nur die App sondern, machst Du sonst noch irgendwas online oder digital? Joe: Ja absolut, mich interessieren auch diese ganzen Techniken seit immer. Also ich habe da eine sehr große Affinität zu und habe auch an meiner Webseite mitgemacht. Also ich habe sie nicht alleine gemacht sondern hatte Freunde, die mich dabei unterstützt haben. Aber mir war es halt wichtig so einen Online-Shop zu haben, mit dem ich meine CDs verkaufen kann. Das ist jetzt auch alles automatisiert. Ich habe da auch die 4 Stundenwoche gelesen vor Jahren. Diese ganzen Konzepte, die interessieren mich halt total. Mich interessiert halt vor allem, wie kann ich das auf mein Business sozusagen anwenden? Ich möchte bei der Musik bleiben, weil das ist einfach total meine Leidenschaft. Aber ich finde halt diese Konzepte, die es gibt so spannend. Deswegen interessiert mich auch diese ganze Bewegung der digitalen Nomaden, weil die beschäftigen sich ja sehr viel damit. Diese ganzen Konzepte, sozusagen, auf mein Projekt anzuwenden. Insofern verkaufe ich meine CDs jetzt in meinem Online-Shop. Der Vorgang ist automatisiert, bzw. wenn die bestellen, dann bekommen sie die Rechnung automatisch zugeschickt. Das geht dann zu meiner Mama und die verschickt das dann. Und die freut sich auch, dass sie dadurch auch mehr im Kontakt und involviert ist. Ihr macht das total Spaß auch etwas zu dem Projekt beizutragen und so. Und dann kriegt sie ja auch oft eine nette Rückmeldung. Das ist natürlich dann halt super. Egal wo ich dann gerade unterwegs bin, ich weiß, die CDs werden immer verschickt und das ist halt super. Das würde ich auch gerne mehr machen. Also mehr mit Downloads und auch die Musik irgendwie weltweit mehr vermarkten. Ich merke halt, die kommt da total gut an. Und ich möchte es einfach mehr Menschen zugänglich machen und ich möchte meine Musik, wenn ich die in die ganze Welt verbreiten könnte, das wäre natürlich ein Traum. Das geht natürlich vor allem sehr mit Hilfe der digitalen Medien. Da bin ich aber noch nicht 100%-ig sicher, was ich da jetzt ganz genau nutzen werde. Ich habe schon einige Sachen ausprobiert. Das funktioniert auch so, aber der ganz große Boom, der ist bisher noch ausgeblieben. Marcus: Ja, aber ich glaube, man muss sich das auch langsam aufbauen. Also alles was man organisch und step by step aufbaut an Reichweite, sei es jetzt über Facebook - ich weiß jetzt nicht, wo Du sonst noch unterwegs bist. Bist Du auf Instagram? Joe: Ja, ich bin seit kurzem auf Instagramm. Ich habe mich da jetzt ein bisschen - sozusagen - reingehängt. Marcus: Ja und so war es ja auch bei Feli und mir. Das ging bei uns step by step. Wir haben da am Anfang diese Blog-Sharingmitgemacht und haben irgendwie Gastartikel bis zum Erbrechen geschrieben. Nur um irgendwie unsere Passion in die Welt zu tragen. Und dann wird es halt immer größer und dann fragt Dich mal ein größerer Blog an und dann irgendwann eine kleine Regionalzeitung und dann mal eine größere Zeitung, dann die Wirtschaftswoche und letzte Woche waren wir im ZDF. Aber es geht halt alles nur organisch. Und Du musst auch bereit sein, weil ich bei Dir weiß, dass Du es bist, viel Arbeit reinzustecken. Leider vergessen das halt viele. Joe: Es ist auch wirklich wahnsinnig viel Arbeit. Also von der 4 Stundenwoche bin ich meilenweit von entfernt. Marcus: (lacht) Da werden wir auch nie hinkommen. Joe: Aber es macht ja auch Spaß irgendwie, aber man muss trotzdem aufpassen, dass man nicht zu viel macht und auch nicht zu viel getriebener ist von diesem Ganzen. Wenn man überall hört “hier ist geil und da kannst Du so und so viel verdienen” . Man muss einfach aufpassen, dass man sich auch wirklich auf das besinnt, woran man auch wirklich Spaß hat. Deswegen machen wir das ja, weil wir Spaß haben wollen. Wenn Du nachher doch wieder alle unsere eigenen getriebenen sind, weil wir mehr verdienen und mehr erreichen wollen, dann finde ich, muss man auch aufpassen, dass man trotzdem noch irgendwie das Leben genießt. Zumindest kann ich das von mir sagen. Die DNX hat mir dabei auch noch einmal geholfen. Ich habe mir eigentlich schon lange gesagt, dass es wichtig ist zu fokussieren. Aber ich habe es glaube ich, in den letzten Monaten ein bisschen vergessen, weil ich so viele Sachen auch parallel machen wollte. Marcus: Ja, das kann einen ja verrückt machen. Dieses Shiny-Object Syndrom. Gerade wenn Du mit den Leuten abhängst “Whoa, Dropshipping ist der neue heiße Scheiß! - Krass ich muss bei Dropshipping einsteigen! - Boah nee, Du brauchst jetzt Snapchat! - oh krass, ich brauche den Snapchatkram und muss jeden Tag Snapchat machen. Instagram muss ich auch noch machen und bei Facebook auch. Und der sagt gerade Ebooks gehen voll ab und der Dritte hat irgendwie jetzt einen Buchvertrag gekriegt.” Und dann denkst Du “scheiße, was mache ich denn jetzt?!” Joe: Ja, ganz genauso ging es bei mir auch die letzten Tage. Und dabei muss man natürlich aufpassen, dass gerade bei einem Musiker die Musik nicht untergeht. Musiker haben ja eigentlich eine gute Zeit. Sie können sich selber vermarkten, was ja früher nicht so gut möglich war. Aber, sie müssen es halt auch irgendwie. Und dann ist es total schwer als Musiker die Balance zu halten zwischen Selbstvermarktung und Musik. Machst Du nur Musik, dann ist das natürlich super geil, da machst Du tolle Musik. Aber, wenn Du nichts oder keinen hast, der das vermarktet, dann kannst Du auch nicht davon leben. Oder machst Du irgendwie ein bisschen Musik, aber machst die meiste Zeit nur Vermarktung, dann ist ja auch irgendwie der Sinn verfehlt. Und das ist wirklich nicht leicht, die Balance zu halten. Deshalb suche ich im Prinzip auch nach Leuten, die mir so diesen Bereich abnehmen. Mir macht das eigentlich Spaß und ich glaube, dass der Bereich auch gerade für das Projekt auch Spaß macht oder auch anderen Leuten Spaß machen kann. Ich möchte das gerne abgeben, weil ich denke, dass es wichtig ist. Ich möchte nicht komplett darauf verzichten, aber ich will mich auf jeden Fall wieder mehr um meine Musik kümmern. Meine Follower die fragen auch an “Ja, wann kommt denn jetzt Deine nächste CD?” Und natürlich will ich denen auch neue Musik zur Verfügung stellen. Marcus: Da ist ja auch Dein Business. Also ohne die Musik würde alles drumherum nicht gehen und was Du auch gesagt hast, was nochmal klar geworden ist bei der DNX, was ganz wichtig ist, gerade auch am Anfang, irgendwie einen Laser-Fokus zu haben auf das, was einen dann auch erfüllt. Joe: Ja, absolut unheimlich wichtig. Marcus: Ich denke, das war ein ganz cooles Schlusswort. Es hat mir sauviel Spaß gemacht mit Dir hier abzuhängen hier in Friedrichshain. Wielange bist Du jetzt noch in Berlin? Joe:  Ja, genau weiß ich das noch gar nicht. Ich finde es erstmal geil hier. Für mich ist Berlin ja nicht nach Hause kommen, sondern für mich ist es in einer neuen Stadt viel zu entdecken. Geiler Spirit hier! Da ich ja mein Wohnmobil immer dabei habe - ich habe ja seit 1,5 Jahren gar keine Wohnung und wohne quasi eh im Bus oder übernachte bei Freunden - bleibe ich einfach solange hier, wie ich Bock habe. Und das ist mindestens noch eine Woche, denke ich. Marcus: Ja saugeil, so flexibel zu sein mit dem Wohnmobil. Vielen Dank nochmal und wir sehen uns bestimmt wieder! Joe:  Ja vielen Dank Dir auch Marcus. Bis bald! Marcus: Bis bald! [/su_spoiler] [/su_accordion]  

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    Matthias Jackel (1/2) | Führung ist die Kunst eine (rhythmische) Verbindung zwischen Menschen herzustellen

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    Kurzportrait von Matthias Jackel Matthias ist seit dem 15. Lebensjahr Schlagzeuger Er ist Dipl.Ing. für Elektrotechnik Er hat zahlreiche praktische Erfahrung in den Bereichen Softwareentwicklung, Projektleitung, Call Center Management, IT Management, Trainingsbetrieb, Geschäftsfeldentwicklung und Consulting sowie Weiterbildungen in den Bereichen Teamentwicklung, Führungsmethoden, Vertriebsstrategien und Entwicklung immaterieller Firmenwerte Parallel zu dieser Laufbahn blieb immer die aktive Tätigkeit und Bühnenerfahrung als Schlagzeuger und Sohn einer Musikerfamilie 2004 erfolgte als Idee der Kombination aus Management-Erfahrung und interaktiven Trommelevents die Gründung von Drum Cafe Deutschland, Interaktive Musikevents 2014 gründete er die andante communications GmbH, Unternehmens- und Personalentwicklung 2.0 mittels Musik Kontakt Andante Communications Drum Café Mobile Apps Tabs Music Memory Musikempfehlung Al Jarreau Bobby McFerrin Buchempfehlung ...trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (Viktor Frankl) - Ebook - Buch - Hörbuch Webseitenempfehlung Newslichter Podcast in Textform   Norman: Herzlich willkommen! Schön, dass Ihr wieder reinhört. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM. Mein heutiger Interviewgast ist Matthias Jackel. Als Speaker und Coach für Unternehmens- und Personalentwicklung hilft er Führungskräften und Unternehmern speziell mittels Musik zu verstehen, dass Teamarbeit und Kooperation, also die Gemeinschaft von Menschen, der Schlüssel ist, Herausforderungen zu bewältigen. Ich muss diese kleine Geschichte noch vorneweg erzählen: Ich habe Matthias vor ein paar Monaten auf einem Event kennengelernt und dieses Event hat mich wirklich bewegt, weil es gar nicht so sehr um die Speaker ging, die da tatsächlich groß angekündigt waren, sondern Matthias ist quasi mit seiner Crew und ein paar Trommeln durch die Zuschauermenge gelaufen, auf die Bühne, hat das Intro gemacht. Dann waren die drei Vorträge und nach diesen drei Vorträgen kam der Vortrag von Matthias, der gar nicht groß angekündigt war, aber der mich am meisten begeistert hat, weil wir alle im Publikum eine Trommel bekamen und er uns so mitreißend auf seine Reise in seine Welt mitgenommen und eine Botschaft vermittelt hat, die ich hier in diesem Podcast, in dieser Episode mit ihm zusammen konservieren möchte. Matthias, ich freue mich sehr, dass Du dabei bist. Vielen Dank für Deine Zeit! Bist Du ready und wollen wir loslegen? Matthias: Hallo, schönen guten Morgen, Norman! Dankeschön! Ja, ich bin ready. Norman: Matthias, damit unsere Zuhörer sich noch ein bisschen näher ein Bild über Dich machen können: Kannst Du Dich vielleicht selbst noch einmal vorstellen? Wer ist Matthias Jackel persönlich, privat und was genau Dein Business ist? Matthias: Ich bin 50 Jahre alt - schlaggenau - und bin privat Vater von vier Kindern zwischen 20 und 9; Mann; Ehemann; auch wichtig: Freund meiner Freunde, aber auch Musiker und damit ist die Brücke auch geschlagen zu dem, was ich beruflich mache. Ich lasse Menschen Musik machen und wie Du in Deiner Geschichte eben erzählt hast, am allerliebsten als Überraschung. Würden die vorher wissen, dass sie Musik machen würden, dann würden die Menschen ja sagen Kann ich nicht, will ich nicht, macht auch keinen Sinn. Das wird bestimmt fürchterlich und gruselig. Deswegen überrasche ich die Menschen, mit dem was wir tun. Ich ziehe sie da ein bisschen aus der Reserve und führe sie dann aber durch einen Prozess, indem sie am Ende feststellen Wow, das hat ja funktioniert! entgegen meiner ursprünglichen Erwartung. Auf dieser Welle des Positiverlebnisses, dass sie selber merken, was sie gedacht haben und vor allem, dass sie mit der Musik in Kontakt gekommen sind mit den anderen Menschen, die im Raum sind. Erstmal ohne das überhaupt persönlich zu merken, zu reflektieren, sondern es passiert einfach unbewusst und was da am Ende entsteht ist ein Gesamtergebnis, was erstaunlich ist, was die Leute überrascht, was sie zum Nachdenken bringt und da lassen sich eine ganze Menge sehr wichtige Botschaften unserer heutigen Zeit drauf transportieren. Es gibt unglaublich viele verschiedene Produkte, mit denen wir das machen - da kommen wir vielleicht im Laufe des Gesprächs noch drauf. Das würde jetzt zu weit führen, aber erstmal ist es Menschen mit Musik zu entwickeln. Das ist mein Business. Norman: Und das kann ich wirklich bestätigen. Für mich war das eine einzigartige Erfahrung, die ich vorher auch ehrlich gesagt, noch nie gemacht habe. Aber wie Du selber sagst, steigen wir da nachher konkreter drauf ein. Lass uns noch einen Moment bei Dir bleiben: Gibt es in Deinem Leben ein Erfolgsmantra oder einen Glaubenssatz, was in Deinem Leben eine einschneidende Wirkung hat oder was Du mit Dir herum trägst?   Matthias: Ja, ja, klar gibt’s das und es ist aber auch gleichzeitig ein Zitat. Wenn ich alles runterbreche auf all die Dinge, die einem passieren können, wo man wieder sagen kann jetzt muss ich doch wieder so reagieren. Jetzt muss ich doch wieder Kontrolle übernehmen. Es ist doch ungerecht was da draußen passiert. Das gibt es einen Satz, der kommt von Viktor Frankl - wer das Buch nicht kennt: “Trotzdem Ja zum Leben sagen”. Das ist ein spannendes Buch, vielleicht kommen wir da nachher auch noch drauf zu sprechen. Sein Kernsatz ist: Du hast im Leben immer die Freiheit zu entscheiden, wie Du auf etwas reagierst. Das ist die ultimative Freiheit. Du hast immer die Möglichkeit zu entscheiden, wie Du darauf reagierst und diese Freiheit kann Dir auch kein Mensch nehmen. Das ist tatsächlich ein Mantra, wo ich bei allen Dingen, die mir geschehen - positiv wie negativ - immer sage Okay Matthias, die Freiheit hast Du immer. Was machst Du daraus? Norman: Ja, sich aber überhaupt das bewusst zu machen, dass man die Freiheit hat, die Entscheidung treffen kann. Viele denken ja in dem Hamsterrad, das müssen jetzt Entscheidungen sein, die andere treffen oder ich komme da nicht raus. Aber das wirklich zu erkennen… absolut. Matthias: Du hast zum Beispiel die Freiheit im Hamsterrad zu bleiben. Das ist okay. Wenn Du Dir das bewusst machst, dann ist das eine Entscheidung. Norman: Absolut, ja. Stark! Gab es in Deinem Leben so einen Moment, wo Du sagst: Das war ein Moment, wo ich es echt schwer hatte. Also, was einschneidend war? Wie bist Du daraus gekommen; was hast Du gelernt? Matthias: Ach Gott, wenn das jetzt nicht zu pathetisch ist. Im Grunde genommen war das so: ich war ja lange Angestellter und habe in verschiedenen Firmen gearbeitet. Ich habe sehr viel erlebt, aufgrund von einem Umstand, den ich damals gar nicht so richtig kapiert habe. Ich war nämlich immer nur drei, vier Jahre bei einem Unternehmen. Aus damaliger Sicht - heute ist das nicht mehr so schlimm, aber damals - war ich der klassische Job-Hopper. Ich war drei, vier Jahre bei einem Unternehmen und dann bin ich immer gegen Wände gerannt und es war dann auch alles schwierig. Dann bin ich wieder zum nächsten Unternehmen gegangen. Das Geschenk, was ich dadurch bekommen habe ist, dass ich viele Industriene, viele Dinge kennengelernt habe und dass ich so eine Art kleines Parallelleben geführt habe, letztendlich Top Management-Positionen in Europa und verantwortlich für Mitarbeiter und deren Entwicklung, Unternehmensberatung und Achtung: im Nadelstreifenanzug und Golduhr an. Norman: Das kann ich mir gar nicht vorstellen (lacht). Matthias: Das ist wirklich unfassbar und wenn Du mich damals gefragt hättest, ob mein Leben okay ist, dann hätte ich auch gesagt: Ja, selbstverständlich ist mein Leben okay. Ich bin verheiratet, ich habe zwei Kinder, Haus, tralala, guten Job, Firmenwagen vor der Tür. Das Lustige war aber, ich war trotzdem alle drei, vier Monate krank: Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, also wirklich geradezu klischeehaft. Das Verrückte ist, dass ich gedacht habe: Das ist ein cooles Leben, was ich da mache. Und wie das mit solchen Sachen ist: Irgendwann kracht es doch an einer Stelle. Da ging halt die Ehe in die Brüche und das war der Moment, wo ich dann aufgewacht bin und festgestellt habe So geht’s nicht. Das Dilemma bei der Geschichte ist, dass ich heute immer noch sage, ich hätte es wahrscheinlich aus eigener Kraft, aus intellektueller Leistung heraus wahrscheinlich nicht kapiert. Ich habe immer gedacht, das ist ein cooles Leben. Es musste was von außen passieren und das ist etwas, was mich auch sehr geprägt hat vom Rest des Lebens, wo ich immer drüber nachdenke und sage: Wie schade, dass so viele Dinge erst von draußen passieren müssen, weil wir sozusagen intellektuell nicht genügend reflektieren können. Geht’s mir wirklich gut? Das sind ja bloß Krankheiten. Aber dass sie eine Bedeutung haben, das ist nicht klar. Gut, dann gibt es diesen Prozess, den Du halt hast, wenn Du Dich scheiden lässt. Alles, was vorher easy war, ist es dann nicht mehr. Und dann habe ich die Entscheidung getroffen: Wenn es so nicht läuft, dann läuft es jetzt ganz anders. Ich habe wieder angefangen Musik zu machen. Ich habe mir eine Studio aufgebaut. Ich wollte dann erstmal Musiker sein und das war natürlich nicht so leicht. Irgendwann zwei, drei, vier Jahre später fing das also an, dass all diese ganzen Puzzleteile dieses sich lossagen, dieses aus dem Hamsterrad rausgehen zu der Idee geführt haben, dass ich gesagt habe Weißt Du was? - Verbinde doch einfach Deine Erfahrungen und das was Du mit Musik in Deinem eigenen Leben erlebt hast und mach daraus etwas, was für Dich stimmt. Das war tatsächlich ein Schlüsselmoment, weil ich dann auch einen Augenblick später festgestellt habe, dass ich mein ganzes Leben lang nicht wusste, dass ich eigentlich im Herzen selbstständig bin und mit dem Angestelltenverhältnis nicht glücklich sein kann, aufgrund meines inneren Wesens. Norman: Das heißt, was war jetzt ganz konkret der Auslöser, wo Du sagst: Das war mein Gamechanger? Das war der Moment, wo ich gemerkt habe, dass das alte Leben nicht mehr lebenswert für mich ist?   Matthias: Das war tatsächlich, dass die Ehe beendet wurde, dass sie ihr Ende gefunden hat und ich einfach komplett umdenken musste. So kann es nicht weitergehen. Dann kamen unfassbar viele Impressionen auch auf mich zu, wo ich gesagt habe: Ach guck mal da. Vor allem auch eine Veränderung in meinem täglichen Leben. Ein größeres Wohlfühlen. Ein Erkennen, dass da auch etwas Positives drin ist. Der Gamechanger war zu erkennen, dass Du manchmal im Leben in Systemen drin bist, wo Du Dir wunderbar klar machst, dass das alles okay ist und Du bist in der Lage, alle Zeichen, die da draußen auf Dich einwirken komplett auszublenden, weil man halt hervorragend ist in dem und festzustellen, dass man die Signale, die auf einen wirken - auch gesundheitlich - ernst nehmen muss. Das war das primäre Erlebnis, was mich auch in meiner Wahrnehmung verändert hat. Norman: Und was glaubst Du, ist das Thema der Menschen, dass immer irgendetwas passieren muss; dass man es - wie Du sagst - gar nicht mit dem Intellekt analysieren kann und die Lösung für sich zu finden und sein Leben auch zu hinterfragen? Sondern, warum muss immer irgendwie eine Familie zerbrechen? Warum müssen körperliche Beschwerden, gesundheitliche Probleme auftauchen, damit was passiert? Matthias: Weil man sich dahinter - glaube ich - ganz gut verstecken kann. Das sind ja externe Gründe die da passieren. Nehmen wir mal Arbeitnehmer XY, der einfach standardmäßig 70 Stunden die Woche arbeitet und wenn der jetzt heute in die Firma käme und sagen würde: “Passt mal auf Leute, ich habe gestern morgen nachgedacht und das Ergebnis dieses Nachdenkens war: Das ist nicht so toll, was ich da mache.” Dann ist das ziemlich schwierig zu verargumentieren. Wenn der aber plötzlich anfänge, das Leiden zu zeigen und wenn er vielleicht einen Herzinfarkt hat, dann kommt die Gesellschaft und sagt: “Mann, echt! Du bist aber auch wahnsinnig! Was hast Du Dir denn da angetan?” Und dergleichen. Und plötzlich wird das alles legitim. Wir können offensichtlich mit diesen harten Geschehnissen besser umgehen. Wir können uns als Mensch auch sehr dahinter verstecken. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist immer, wenn Du mit Leuten darüber redest - auch im Unternehmen - und sagst: “Pass mal auf, ich habe eine geile Idee für Dich, wie Du noch effizienter werden kannst. Hör auf zu schlafen und arbeite mal 24 Stunden durch”. Was Du dann sehen wirst ist, dass Du innerhalb von drei Tagen auf der Nase liegst, weil Dein ganzer Körper sagt Das geht nicht!! Und dann kommen natürlich auch alle um Dich herum - Dein Chef übrigens inklusive - und sagt: “Du, pass auf Dich auf! Jetzt musst Du endlich mal schlafen” und plötzlich kriegst Du den Segen dafür. Was Du dabei hast, ist eine sehr, sehr kurze Feedbackschleife. Die Feedbackschleife sagt: innerhalb von drei Tagen liegst Du flach auf dem Boden und Du kapierst, wo die Zusammenhänge sind. Bei sehr vielen anderen Dingen im Leben hast Du lange Feedbackschleifen. Wenn Du ein bisschen Raubrittertum mit Deinem Körper oder Deiner Seele betreibst, dann dauert es manchmal 10-15 Jahre, bis es anfängt zu wirken und dann hast Du die Ursache davon längst aus Deinem Visier verloren und hast es vergessen. Und dann herzugehen und zu sagen: Pass mal auf, ich habe durch Nachdenken festgestellt, das liegt an Dingen, die ungefähr 8 Jahre zurückliegen. Da habe ich angefangen meinen Körper nicht mehr richtig zu behandeln. - Dann ist es natürlich alles sehr abstrakt. Und dann kommt keiner und sagt: Mensch, klar! Also, lange Feedbackschleifen sind das größte Problem was wir haben. Da achtsam und bewusst zu bleiben; festzustellen: Wie wirken die auf mich über viele Jahre? Und das zu antizipieren und dann zu sagen: Ich steuere lieber vorher ein bisschen dagegen. Das ist die große Herausforderung. Norman: Ja. Kannst Du uns nochmal ein bisschen den Prozess beschreiben, in dem Du Dich befunden hast? Weil Du legst ja nicht Nadelstreifen und Krawatte an einem Tag ab und bist dann am nächsten Tag Musiker. Selbst wenn es in Dir drin ist, aber, sind es Bücher gewesen? Was waren Deine Inspirationsquellen, um mal ganz anders über das Leben nachzudenken? Matthias: Ich glaube, es ist eher die andere Richtung, die spannend ist. Du wächst auf; Du hast bestimmte Ideen; Du bist irgendwie nur Mensch; Du hast Ideale. Bei mir war es so, um da ein bisschen Hintergrundgeschichte zu geben: Bei mir war es so, ich hätte eigentlich immer Musiker sein können. Meine große Herausforderung in meinem Leben war, dass ich aufgewachsen bin von einem Vater, der seinerzeit ein unfassbar bekannter Musiker war. Das war ein Jazz-Trompeter. Was Till Brönner heute ist, das war mein Vater vor 30 Jahren. Für mich als Musiker war es schwer, mich in Deinem Sinne, als Marke zu positionieren, weil wenn ich einen Fuß auf die Bühne gesetzt habe, dann hieß es Ach guck mal, das ist der Sohn von Conny Jackel! Und als 18, 19-jähriger ist das eine große Herausforderung. Dann habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich erstmal etwas anderes studiere - Elektrotechnik, Datentechnik und Automatisierungstechnik und all diese Dinge. Geh mal nach Amerika, mach mal ein bisschen Software-Entwicklung und schau mal, dass Du Dein eigenes Terrain absteckst. Das war natürlich auch erfolgreich und auf diese Weise kam ich in ein Fahrwasser, indem ich Dinge getan habe, die einfach sehr interessant waren. Ich habe zu einer Zeit angefangen Software zu entwickeln, als das noch absolute Pionierarbeit war. Da gab es noch keine Libraries und nichts. Ich war in Amerika und habe mit Sun Microsystems Grundlagenforschung im Grunde genommen betrieben. Es gibt kein anderes Wort dafür: Das war saugeil! Diese Zeit hat sich dann natürlich irgendwann verändert. Dann bist Du aufgekauft worden und dann war ich bei einem großen deutschen Unternehmen, was uns gekauft hat und musst irgendwie auch mit der Situation umgehen. Dann irgendwann passiert sukzessive ein Anpassungsprozess. Dann denkst Du halt, die Leute nehmen Dich ernster, wenn Du mit einem Anzug und einer Krawatte irgendwo aufschlägst. Dann habe ich festgestellt, wenn ich eine Krawatte anhabe, dann kriege ich einfach Kopfschmerzen. Das ist bei mir so. Dann hast Du irgendwann den Anzug an und dann überlegst Du Dir Ach, eine neue Uhr brauche ich auch - so ein Quatsch halt, ja? So ein völliger Quatsch! Ich bin dann immer tiefer reingerutscht und irgendwann kam ich an den Punkt, dass ich festgestellt habe, dass ich eigentlich meinem Herzen nicht mehr so richtig folge, sondern ich folge dem, was man so macht. Das ist ein ganz schleichender sukzessiver Prozess gewesen, indem ich wie gesagt, nicht mehr kapiert habe, ob das was ich tue eigentlich zu mir passt und ob ich mich von meinem wahren Wesen, Matthias, ein bisschen entferne. Es musste dann irgendwann auch eben gesundheitlich drücken und es musste eben dann auch irgendwie ich als Mensch, als Partner einfach nicht mehr aushaltbar sein. Dass halt irgendetwas passiert, dass ich anfange nachzudenken. Dann habe ich mich wieder auf das besonnen: Was willst Du eigentlich? Und dann habe ich festgestellt: Musik. Das ist es, das tut mir gut. Dann ist etwas passiert, das war ganz lustig, dann war ich bei einem Unternehmen und ich hatte den großen Vorteil, dass ich natürlich unternehmerische Freiheiten im Unternehmen hatte. Ich konnte zum Beispiel Assessment Center haben, die haben wir gebastelt und dann haben wir uns überlegt: Wie können wir zum Beispiel soziale Kompetenzen besser einschätzen. Dann war das tatsächlich eine True Story. Das war ein Weinglas zu viel am Abend in der Vorbereitung, wo wir gesagt haben: Was machen wir eigentlich mit den 15 Bewerbern, die da morgen kommen? Machen wir jetzt wieder Schreibtests oder irgend so einen Scheiß?! Dann haben wir gesagt: Weißt Du was? - Nee. Die lassen wir mal morgen trommeln. Also morgen ist ein bisschen übertrieben, dramaturgisch, das waren noch zwei, drei Wochen hin, aber wir haben gesagt, die lassen wir jetzt, wenn sie morgen kommen, trommeln. Dann haben wir gesagt: Mal gucken, wie die damit umgehen. Und was wir clevererweise gemacht haben und das war tatsächlich ein Zufall, war, dass wir gesagt haben: die lassen wir nicht nur trommeln, sondern wenn die damit fertig sind, dann lassen wir die auch ein kleines fiktives Projekt durchführen, denn wir haben Projektleiter gesucht. Dann haben die quasi eine Stunde lang getrommelt und danach haben wir denen 30 Minuten lang unsere Projektmanagement-Methodologie erklärt und dabei: Stellt Euch vor, Ihr seid eine coole Band und habt jemanden gesehen. Die nächsten eineinhalb Stunden organisiert Ihr bitteschön eine Deutschlandtournee durch die vier größten Städte. Organisiert Euch, plant dieses Projekt anhand unserer Methodologie. Dann haben wir die machen lassen. Das Ergebnis davon, das war so ein richtiger Augenbrauenheber, weil wir festgestellt haben, dass die Leute in der Art, wie sie beim Trommeln miteinander umgegangen sind, aber exakt 1:1 auch später so in dem Projekt miteinander umgegangen sind. Norman: Stark! Matthias: Zum Beispiel Typen, die schon beim Trommeln gesagt haben: Äh, keine Ahnung wie das geht. Ich brauche jetzt hier erstmal einen, der mir die beiden Schläge beibringt. Wie macht man das denn so? Das waren genau die gleichen Typen, die einen Augenblick später auch gesagt haben: Äh, nee nee, das können wir jetzt gar nicht so machen. Wir brauchen jetzt bitteschön erstmal einen Teamleiter, jemand, der hier die Führung übernimmt. - Und wir so: Ach nee, oder? Irgendwann haben wir das Ganze so oft gemacht, dass wir schon fast eine empirische Erhebung hatten, dass wir angefangen haben nach dem Trommeln Prognosen abzugeben, wie die sich später im Team dann verhalten. Ganz wichtig dabei auch noch, um das rund zu machen: Es geht nicht darum, dass man im Trommeln gesagt hat: Das Verhalten ist gut oder schlecht, sondern es war einfach DAS Verhalten. Du hast Menschen gesehen, die introvertiert waren. Du hast Menschen gesehen, die extrovertiert waren; die die Kontrolle gebraucht haben; die Führung gegeben haben. Alles wurde plötzlich aufgelegt und was mir da bewusst geworden ist, ist wenn Du heute Musik machst und das gilt für jeden Menschen, dann öffnest Du unterbewusst Deine Seele. Du öffnest Dein Herz und lässt den Menschen, für den Du Musik machst, da rein blicken. Das ist fast nicht vermeidbar, außer Du verschließt Dich der ganzen Geschichte und gehst raus. In dem Moment, wo Du es machst, passiert das und das ist natürlich eine sehr ehrliche Basis. Hier geht es nicht um Übergriffigkeit, dass man plötzlich auf jemanden zugreift auf Informationen, die er Dir vielleicht besser nicht gezeigt hätte und Manipulation - all die Worte, die man vielleicht assoziieren sollte - Nein! Es geht darum, dass Du Dir selber einen Gefallen tust, wenn Du heute im Unternehmen irgendwo anfängst, dass Du diese Chance der Vorstellungsrunde auch nutzt; dass man sich als Mensch richtig gut kennenlernt und wir auch den richtigen Job füreinander finden. Es war also ein unglaublich positiver Prozess, der dadurch angestoßen wurde und schon war die Geschichte geboren. Damit fing alles an. Norman: Das ist ja auch ein geniales Tool, also die Trommel oder generell das Thema Musik - egal womit man Musik macht - zur Reflektion. Das was Du gerade gesagt hast: Großartig! Was ich in dem Event mit Dir erlebt habe war, es war ein Schulterschluss. Also, da saßen ja Mitarbeiter, da saßen Geschäftsführer, Abteilungsleiter, es war völlig egal. Es war auf einmal ein homogenes Team, wo jeder seine Position hatte, aber gleichberechtigt zu sein im Nebenan. Das fand ich einfach sehr beeindruckend. Matthias: Ja, es ist halt ein Live-Erlebnis und es ist etwas, was man fast gar nicht kommentieren muss. Kürzlich, vor einer Woche, habe ich eine Veranstaltung gemacht, da saßen oben in der Kabine drei Simultanübersetzer und wir verteilen die Trommeln und der erste Rhythmus entsteht, der zweite Rhythmus entsteht, die Leute kommunizieren miteinander. Am Ende grooved die Halle wie Sau und bis zu diesem Zeitpunkt haben die da oben einfach Joblos den Daumen gedreht. Diese Hürde der Sprache wurde überwunden. Du hast ein anderes Projekt, wo 1.000 Mitarbeiter von Firma A reinkommen, 1.000 Mitarbeiter von Firma B und normalerweise kriegen sie jetzt eine Frontalpräsentation darüber, warum irgendwelche Strategen der Meinung sind, dass sie in Zukunft nach der Fusion gemeinsam erfolgreicher sind als vorher. Alles ein bisschen mit verschränkten Armen wahrgenommen. Stattdessen kommen die nach der Pause rein, finden 2.000 Trommeln im Raum. Dann passiert was passiert und nach einer halben Stunde gibt es eigentlich nur noch einen einzigen Satz zu sagen. Der ist: Leute, wir wissen, dass Ihr Euch Gedanken darüber macht, ob das Ganze hier funktionieren kann. Aber eins kann ich Euch sagen: Die Frage, ob Ihr miteinander arbeiten könnt, hat sich hiermit erledigt. Ihr habt es gerade getan. Wenn Ihr mit der gleichen Leichtigkeit und Offenheit mal in Eure neue Arbeitsumgebung einsteigt und der Sache eine Chance gebt, dann guckt mal, was da alles möglich ist. Und das sitzt natürlich, weil Du kannst nicht dagegen argumentieren. Das ist ein reales Erlebnis gewesen, auf dem das aufgebaut ist.   Norman: Und super emotional vor allem. Das ist am Ende auch die Nachhaltigkeit. Das spüre ich heute noch, was Du damals mit uns gemacht hast. Matthias:  Das ist schön. Norman: Ja! Gut, vielleicht bin ich auch empfänglich dafür, aber ich glaube auch und die Gespräche mit den Leuten, die dort waren, haben mir gezeigt, dass es viel nachhaltiger war, als ein Event, wo Du einen Vortragsredner hast, der dann sein Wissen dort präsentiert. Also, Du erinnerst Dich natürlich nicht mehr an alles, aber woran Du Dich erinnerst und das ist ja auch in der Gehirnforschung bewiesen: Wenn Du es verknüpfst mit Emotionen, so wie Du es ja machst, dass Du Deine Botschaft mit der Musik, mit der Emotion, mit diesem Erlebnis verbindest, dann hast Du natürlich auch einen unglaublich bleibenden Eindruck. Matthias: Ja. Genau, wie Du sagst, es ist bewiesen. Norman: Sehr stark! Wie ist denn, wenn Du in Unternehmen gehst und dieses Event machst; dann wissen die Leute ja erstmal nicht, worauf sie sich einlassen bzw. was sie erwarten können, weil es einfach so völlig anders ist. Wie ist das Feedback von den Unternehmen oder auch von den Leuten, was Dich erreicht, was sich in ihrem Leben nach diesem Event verändert hat? Matthias: Whoaaa, da muss ich erstmal ganz tief einatmen. Ich muss glaube ich ein bisschen eine Klammer außen rum legen. Ich habe ja erzählt, wie die ganze Geschichte entstanden ist, also aus der Personalentwicklung heraus und was dann im Anschluss daran passiert ist - ich mache es ganz kurz - die Unternehmensberatung nach dem 11. September gingen nicht mehr sehr gut. Ich habe ein Jahr lang Outplacement gemacht und dann habe ich mich selber outgeplaced und habe mir überlegt: Was mache ich denn jetzt eigentlich mit der ganzen Geschichte? Dann hatte ich ursprünglich die Idee, genau dieses Analyseinstrument, was Du gerade auch selber erkannt hast, zu nutzen und zu sagen, ich gehe in die Unternehmen und entwickle Menschen, nutze das auch als analytisches Tool. Was Du dann natürlich machst ist, Du gehst in den Markt und guckst: gibt es eigentlich andere Anbieter, die sowas überhaupt machen? Und da gab es absolut nobody in Deutschland, der das auf der Ebene gemacht hat. Es gab aber internationale Unternehmen, in Südafrika, in England im Drum Café. Ich war sowieso gerade beruflich in England und habe den Brad kennengelernt und gesagt: Pass mal auf, wir haben zwei Möglichkeiten wir zwei. Wir machen uns demnächst, wenn Du auch mal nach Deutschland kommst, das Leben zur Hölle oder wir machen gemeinsame Sache. Und so bin ich als Partner eingestiegen im Drum Café und Drum Café hatte zu dem Zeitpunkt einfach schon eine wahnsinnige Erfahrung gehabt in Sachen Entertainment. Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Als Shakira damals aufgetreten ist: Die 50 Trommler, die da hinter ihr gestanden und getrommelt haben, das waren Drum Café. Norman: Sehr geil. Matthias: Die Olympischen Spiele in China... Afrika wurde vorgestellt von Trommlern von Drum Café. Das ist natürlich eine enorme Entertainment-Erfahrung. Da laufen Shows in Japan und am Broadway und da habe ich gesagt, das ist cool. Wir machen das jetzt erstmal. Das Ganze war so cool, dass ich über viele Jahr vor allen Dingen im Event-Geschäft tätig war und schwerpunktmäßig in Unternehmen - und da komme ich wieder auf Deine Frage zurück - und wir Unternehmen gesagt haben: “Wir haben hier ein Event. Wir haben zum Beispiel 1.000 Vertriebsmitarbeiter. Die müssen motiviert werden für die Ziele. Du hast 45 Minuten Zeit, motivieren wir die”. Dann haben wir das gemacht. Dann haben wir 1.000 Trommeln bekommen oder welche Instrumente auch immer und dann ist es so, dass die Leute danach in jedem Fall rausgehen und sagen: Offensichtlich geht es doch. Das wäre zum Beispiel eine Botschaft. “Offensichtlich kriegen wir das gemeinsam hin”. Dann gibt es auch Unternehmen, die sagen: “wir sind hier völlig auf Konkurrenz gebürstet und ich will, dass Du das auch umsetzt, indem Du zum Beispiel die Leute gegeneinander trommeln lässt”. Dann mache ich das auch die Hälfte der Zeit und die andere Hälfte der Zeit achte ich darauf, dass sie merken, dass sie gemeinsam doch stärker sind. Und der Auftraggeber merkt es auch nicht unbedingt. (beide lachen) Weil er eigentlich innerlich spürt, dass dieses “auf Konkurrenz gebürstet” eben doch vielleicht nur die halbe Wahrheit eines erfüllten, glücklichen Lebens ist. Da versuche ich dann immer einen Mix zu machen und die Leute gehen dann raus, stellen fest: “Guck mal, wir sind eigentlich eine coole Gemeinschaft. Wir können es irgendwie hinkriegen”. Aber irgendwie geht das Ganze tiefer. Oft sind Leute danach zu mir gekommen. Du hast da so ein Event und ein Event ist auch ein bisschen Halli-Galli und dann passiert es plötzlich, dass jemand kommt und sagt “Ey, sag mal, kann ich Dich mal in den Arm nehmen?” Und Du denkst What?? Jedenfalls war es das erste Mal. Das passiert nicht bei jedem Event - um Gottes Willen. Aber es hat mich nachdenklich gemacht und ich habe gedacht: Warum ist das eigentlich so? Das hat mich nachdenklich gemacht, warum ich eigentlich - egal, wie es mir geht - auf die Bühne gehen kann. Ob Krank, Grippe oder Kopfschmerzen. Wenn ich von der Bühne runter gehe, geht es mir gut und nicht nur für eine Viertelstunde, sondern nachhaltig gut. Dann habe ich darüber nachgedacht Woran liegt das eigentlich? Dann habe ich mich wieder an die Sache erinnert, wie das damals begonnen hat und dass das Ganze auch ein analytisches Instrument ist. Dieses Analytische, das kannst Du auf einem Event nicht bringen. Du hast ein Mandat für 30 Minuten Motivation, zum Beispiel, und wenn Dir die Gruppe in irgendeiner Form was rückmeldet, wo Du denkst Ey, ihr könnt auch mitarbeiten. Hier gibt es eine Konkurrenzkultur, die vielleicht sich nicht mehr gesund anfühlt. Dann kannst Du das nicht bringen, dass Du auf der Bühne sagst “Ey, Ihr habt ein Problem” oder “Ich glaube, Ihr habt ein Problem” oder was auch immer. Oder “Ich hätte eine Idee für Euch”, weil Du dafür kein Mandat hast. Da mache ich jetzt quasi ein bisschen die Türe auf zu der zweiten Firma, die ich dann vor 2014, vor zwei Jahren, gegründet habe: Das ist Andante Communications, wo ich sage: An der Stelle nutzen wir diese unfassbar geile Energie und gehen einen Schritt weiter und fragen uns danach Warum hat das eigentlich so Spaß gemacht? Ja? Warum hat es funktioniert? Warum haben wir überall Hierarchien und Barrieren? Wir haben hier so geil miteinander gearbeitet. Und dann schicke ich die Leute in Workshops und lasse sie selber mit der Weisheit der eigenen Gruppe quasi herausfinden, was war gut und wie ist es bei Dir im richtigen Leben? Vielleicht nicht nur in der Firma, sondern auch bei Dir privat? Wie gehst Du denn da mit den Leuten um? Was sind denn da für Werte und wie sieht es zum Beispiel aus mit interner Konkurrenz in der Firma? Habt Ihr denn eigentlich draußen nicht genug Konkurrenz - müsst Ihr Euch intern auch noch Konkurrenz machen? Dann kommen die Leute ins Nachdenken und kommen mit erstaunlichen Ergebnissen zurück. Die werden immer wieder getragen von dieser Dynamik. Wenn es wieder anfängt schleppend zu werden, dann lassen wir die Leute wieder Musik machen. Wenn die Leute präsentieren, dann machen wir auch wieder Musik miteinander. Steve Jobs, Zuckerberg und wie sie alle heißen sind eigentlich ein Scheiß dagegen, weil die Leute geben so Gas und präsentieren auf so eine frische, coole Weise, einfach, weil sie von diesem Live-Erlebnis und von der Musik getragen werden und präsentieren dabei aber noch Inhalte, wo Du teilweise wirklich Bauklötze staunst, was in den Leuten an Wissen ist. Wie sie eigentlich ihre Arbeitswelt gestalten wollen. Das sind tatsächlich die Veranstaltungen, die richtig, richtig tief gehen. Die auch - sage ich mal frei raus - eine Schweinearbeit sind, weil Du am Anfang sehr, sehr viel Energie reinschieben und diese Barrieren auch abbauen musst. Aber wo die Leute am Ende rausgehen und sagen: Heute sind ein paar Puzzleteile für mich zusammen gerutscht und ich glaube, ich werde über manche Dinge in meinem Leben mal anders nachdenken. Das ist sehr bewegend und sehr, sehr schön. Norman: Lass uns mal kurz einsteigen in das Thema Unternehmenskultur. Weil das, was wir gerade erleben, ist gerade Fachkräftemangel. Die Unternehmen müssen überlegen, wie kann ich meine Attraktivität tatsächlich steigern und da spielt das Thema Unternehmenskultur ja eine ganz wesentliche Rolle, um wirklich auch gute Leute in die Company zu kriegen. Was beobachtest Du: Wie arbeiten Unternehmen an ihrer Unternehmenskultur? Wie versuchen die wirklich eine Atmosphäre zu schaffen, dass es Spaß macht im Unternehmen zu arbeiten und welchen Beitrag kannst Du ganz gezielt dort leisten mit Deinen Konzepten? Matthias: Das ist eine große Frage. Die ist nicht ganz so einfach zu beantworten, weil es einfach verschiedene Wege nach Rom gibt und sie sind auf eine gewisse Weise auch erfolgreich. Die Unternehmen verstehen glaube ich mittlerweile, dass bei Attrition Rates und Krankheitsstände und Depressionen und Burnout und all diese ganzen Dinge, was Menschliches hinten dran ist. Das es irgendwie auch ein anthropologisches Thema ist, womit man sich auseinandersetzen muss und dass da der Mensch auch betrachtet werden muss. Gleichzeitig ist es ein sehr softes Thema und wenn der Druck anzieht und wenn die Leistung geführt werden muss, dann verfallen wir halt doch alle wieder in alte Verhaltensmuster, wo wir sagen Jetzt reiß Dich zusammen und sei froh, dass Du einen Job hast!! Ich meine HALLO, da draußen rennen welche mit Hartz IV rum und so ein Scheiß. Da wird so eine Druckkultur aufgebaut. Hinzugehen und zu sagen: Ich gehe mal ins Vertrauen und ich gehe einfach davon aus, dass die Mitarbeiter auf dem Niveau, wie sie hier eben angestellt sind, selber ein Interesse daran haben, erfolgreich zu sein und dann schenke ich dem das Vertrauen auch mal und lasse ihm Freiheit und lasse sie sich entwickeln. Das ist nicht so einfach, weil es ist ein Loslassprozess und ich könnte jetzt noch länger dahinmoderieren, aber um die Katze aus dem Sack zu lassen, ist es so, dass sehr viele Unternehmen sich Gedanken über ihr Betriebsklima machen, sich aber nicht darüber bewusst sind, um was es da eigentlich geht. Kürzlich habe ich so ein Unternehmen gehabt und da ging es logischerweise um ein Change-Projekt. Vor allem sind sie extrem gewachsen. Das fand ich geil, weil es war eine englische Firma und dann ruft mir einer aus dem Publikum rein “How can we keep our Spirit alive, while we are growing?” Und damit hat er es auf den Punkt gebracht, weil im Englischen funktioniert das ganz gut. Denn er hat das magische Wort “Spirit” in den Mund genommen. Also, bei uns “Der Geist des Unternehmens”. Wenn Du dann aber zu den Unternehmen gehst und sagst “Du, übrigens: Der Spirit Deines Unternehmens ist - Achtung! - ein spirituelles Thema” - dann schrecken alle zurück. Das ist ja Esoterik, um Gottes Willen! Bleib mal mit beiden Füßen auf dem Boden! Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Spiritualität im Unternehmen ist nichts anderes, als all die Dinge, die Du nicht greifen kannst, aber sie wirken trotzdem. Dass sich die Maschine, die irgendwie funktioniert und die Ressourcen und die Manpower, die Du hast. Sondern das ist all das nicht greifbare, das aber trotzdem wirkt. Musik ist in diesem Sinne natürlich etwas hoch Spirituelles. Du kannst es nicht greifen, es ist nur Schall, aber es wirkt auf Dich und Deine Seele und Deinen ganzen Körper auf eine extreme Art und Weise. Deswegen schafft es den Leuten einen Zugang dazu, dass man sagen kann “Du musst hier nicht mit einem Esoteriker sprechen, damit Du Dir mal Gedanken machst über den spirituellen Fokus in Deinem Unternehmen”. Damit ist quasi eine Tür geöffnet. Spiritualität hat dann letztendlich auch sehr viel damit zu tun, dass Du anfängst achtsam und bewusst durch’s Leben zu gehen. Das ist das, was wir in den Veranstaltungen den Leuten dann auch zeigen; einen Zugang zu machen. Dass sie Methoden durch die Musik - erstmal angeleitet, aber dann auch übertragen auf’s richtige Leben, mit anderen Methoden erfahren, wie sie mal abschalten können; wie sie aus dem System aussteigen können; wie sie mal auf sich blicken können, wie es ihnen geht, was sie spüren. Wir zeigen in verschiedenen kleinen Versuchen und Präsentationen und Flip Chart Geschichten, dass das sich abschneiden von seinen Gefühlen, seinen Emotionen einen nicht gerade zu einem überzeugenden Redner oder Kommunikator oder auch Denker macht. Denken ohne Emotionen ist eine kognitive Höchstleistung vielleicht, aber es ist selten Weise, was dann da passiert. Dann fangen die Leute an darüber nachzudenken: Wie fühle ich mich eigentlich? Und dann entsteht ein Prozess und dieser Prozess, den kannst Du nicht einheitlich über die Firmen stülpen und sagen: “Soundso ist das jetzt richtig” - das funktioniert nicht. Das wäre die nächste Managementmethode, die nächste Sau, die wir durch die Stadt treiben - Nein. Die Ergebnisse und die Wahrheiten sind halt individuell im Unternehmen und sie sind tatsächlich in den Unternehmensmitarbeitern, die da schon da sind und man sagt: Wie viel Achtsamkeit, wie viel Bewusstsein können wir uns eigentlich hier erlauben? Aber wir fangen auf alle Fälle mal damit an und fangen mal an, darüber offen zu reden. Und dann verändert sich etwas im Prozess. Dann sagen die Leute plötzlich - das ist jetzt ein banales Beispiel aber: Eine Kultur, in der man einfach gesagt hat: “Tut mir leid Leute, aber ich habe heute um 16 Uhr einen Arzttermin, ich muss mal gehen”, verändert sich dahin, dass jemand plötzlich sagen kann: “Du pass mal auf, ich muss um 16 Uhr gehen, weil ich meine Tochter aus der Schule abholen will und wir gemeinsam in den Park gehen und ein bisschen Federball spielen”. Plötzlich kommen die anderen Leute und … weißt Du, man muss nicht mehr lügen. Sondern, dass die Leute sagen: “Das finde ich total klasse, weil ich war gestern auch mit meiner Tochter unterwegs” und da kommt Balance ins Leben. Das macht die Menschen stark auf Dauer, das sind Kleinigkeiten. Eigentlich sind es Binsenweisheiten, die seit hunderten von Jahren, im Grunde seit 2.500 Jahren, alles bekannt, gell? Und das soll den Leuten den Zugang dazu verschaffen. Das ist die große Herausforderung und das ist natürlich nicht einfach. Da kannst Du nicht mit der Tür ins Haus fallen. Deswegen dauern solche Andante-Projekte manchmal auch einen ganzen Tag. Norman: Ja, große Resonanz. Du hast zwei ganz große Wörter gesagt, auch Individualitiät, Spiritualität, weil das ist genau das, was mir eben auch auffällt. Dass manchmal einfach der Impuls von außen kommen muss, weil er von innen nicht mehr gesehen wird, Betriebsblindheit, der Alltag, das ständig Wiederkehrende. Was ich echt stark finde ist, über Spiritualität im Unternehmen nachzudenken, um Emotionen zuzulassen, um klarzumachen, dass es nur von innen heraus sich verändern kann und von innen heraus wachsen kann und dann zu einem wesentlichen Teil der Unternehmenskultur zu werden. Matthias: Ja, Spiritualität kommt langsam im Mainstream an. Das ist eigentlich der Punkt für uns. Ich spreche das dann auch irgendwann an. Ich meine, am Anfang rede ich von Experimenten, denn wenn ich es gleich sagen würde, dann würden alle sagen “No”. Du musst Dir das vorstellen: Wir machen morgen eine Veranstaltung mit unseren Mitarbeitern und das sind meinetwegen toughe Consultants, die jeden Tag 16 Stunden arbeiten Und übrigens: wir machen Musik und reden über Spiritualität - dann melden die sich erstmal krank, wenn die das wüssten. Norman: (lacht) ja, genau. Matthias: Quatsch, aber Du kannst Dir vorstellen, da wäre ein großes Maß an Resistenz. Das ist ein Prozess, der einfach damit beginnt, dass man sich an positiven Erlebnissen, an positiven Erkenntnissen entlang hangelt bis man zu dem Punkt kommt und sagt “Hey, worum geht es eigentlich? Worum verdammt nochmal geht es eigentlich?” Dann kommst Du an der Stelle an und wenn Du dann den Leuten Sachen an die Hand geben kannst, wo Du sagst, hier geht es nicht um abgetretenen Quatsch und hier geht es nicht darum, dass wir irgendwas verteufeln. Auch dass wir so denken können und dass wir hart arbeiten. Ich meine, ich habe auch nicht einen Acht-Stunden-Tag, in Gottes Namen - Nein. Aber dass man anfängt bewusst durchzugehen. Es ist ein Unterschied, ob ich bewusst 12 Stunden arbeite oder ob ich unbewusst 12 Stunden arbeite. Da liegt die ganze Welt dazwischen. So einfach ist das. Norman: Ja, stark! Lässt sich Deine zentrale Botschaft in einem Satz zusammenfassen? Matthias: Das ist eine gute Frage! Die ist deswegen gut, weil natürlich wäre es schön, man könnte eine Sache sagen. Aber ich glaube, meine zentrale Botschaft ist tatsächlich… Es geht nicht darum, ob ich jetzt diesen einen Tipp habe, was man jetzt am besten machen soll. Es geht einfach darum, morgen Früh aufzustehen und zu sagen “Weißt Du was? Heute mache ich mal eine Sache anders. Ich habe irgendwas heute gehört”, vielleicht auch in meinen Erzählungen heute “und morgen probiere ich mal eine Sache aus” und dann zu beobachten. Vielleicht nicht nur einen Tag und diesen Wesenszug anzunehmen von Ich spiele mal, ich mache mal etwas Neues. Dann öffnest Du Dich für die Dinge. Dann öffnest Du Dich irgendwann auch für solche großen Themen, wie Spiritualität und Liebe und all diese ganzen wichtigen großen Wörter. Die wirken im ersten Moment so abschreckend, aber wenn Du Dich denen schrittweise näherst und Dich damit befasst, dann ist sicherlich einer meiner Kernbotschaften: Steh morgen Früh auf und mache mal eine Sache anders und guck mal, was das Leben dann mit Dir macht. Eine klitzekleine Sache. Du wirst merken, es kommt Bewegung ins Spiel. Norman: Ja, vor allen Dingen stellt man auch fest, wie wichtig es einem dann doch ist. Also, wie wichtig dann doch Liebe ist und wie wichtig dann doch Achtsamkeit und Wertschätzung ist. Ich glaube, der Tipp den Du gerade genannt hast, ist überhaupt der beste Tipp. Sich wirklich eine Sache mal anzuschauen und wirklich ins Handeln zu kommen. Ich glaube, die Welt braucht ganz viele Botschaften, aber es wirklich zu tun, das verändert am Ende. Matthias: Ja, ja. Und da eben klein anzufangen. Ich gebe Dir ein Beispiel: Ich sage den Leuten “Wisst Ihr was? Wenn Ihr morgen in die Firma fahrt, lasst mal das Radio aus. Schließt Euren Player an, Apple Music, Spotify oder wie sie alle heißen und spiel mal die Musik, die Du wirklich haben willst”, weil Du willst eigentlich Musik hören, aber Du hörst irgendwelche Nachrichten, die andere Menschen vorbereitet haben, die Dir auf eine Art und Weise präsentiert werden, die Dir eigentlich nicht gut tun. Du hast echt einen harten Job und man muss auch informiert sein, was in der Welt passiert - keine Frage! Aber wenn Du heute in die Firma gehst und in irgendeinem wichtigen Projekt vielleicht mit Mitarbeiter, die Dich brauchen, Höchstleistung bringen willst. Was bringt Dir das? Was bringt Dir das an diesem Morgen, wenn Du all diesen Müll hörst, der da draußen passiert? Wenn Du das unbewusst tust - das ist wieder der wichtige Punkt. Wenn Du das auf Dich prasseln lässt, dann kommst Du in die Firma und hast eigentlich schon Scheiß-Laune und Du weißt noch nicht mal warum. Also, lass doch mal für vier, fünf Tage Dein Radio morgens aus und guck mal, ob Du irgendwie anders in die Firma gehst. Oder such Dir mal eine Quelle im Internet, die Dir morgens eine positive Nachricht gibt und schau mal, ob das irgendwas mit Dir macht. So Kleinigkeiten sind es. Dann geht das Ganze schrittweise seinen Weg. Wenn Du es mir erlaubst, würde ich das Ganze noch ein bisschen mit Substanz füllen, weil mittlerweile ist es passiert, dass das große Wort Liebe hier gefallen ist. Spätestens wenn Du mit Musik oder Spiritualität Menschen nicht abschreckst, dann schaffst Du es spätestens mit Liebe. Und das ist im Grunde genommen die tiefere Basis des Modells, mit dem wir mit Andante Communications mit den Leuten dann arbeiten. Wenn die miteinander Musik machen, dann gibt es drei wesentliche Punkte, warum das miteinander gelingt. Das ist 1. Agilität - festgemacht daran, dass die Leute so agil sind und die Trommel in die Hand nehmen und es einfach mal probieren. Das 2. ist Begeisterung - das ist genau das, was Du in Deiner Anfangszusammenfassung gesagt hast, dass die Leute sich wertschätzen und sich gegenseitig Applaus geben und das 3. ist, Zusammenarbeit, die über alle Barrieren und Geschichte, die in Firmen teilweise strukturell aufgebaut werden, hinweg einfach funktioniert. Wir denken nicht darüber nach, wir arbeiten einfach zusammen. Das passiert beim Trommeln und das sind drei Wesenszüge: Agilität, Begeisterung, Zusammenarbeit. Da bin ich der Überzeugung, ob eine Firma nun heute Handys baut oder Pullover strickt, das ist eigentlich Wubbe. Die wird in jedem Fall erfolgreich sein, wenn sie das so macht. Dann gehen die Firmen her und sagen “Okay, wir arbeiten daran, dass wir agile Mitarbeiter haben. Dann werden die geschult, dann die Begeisterung - da hast Du die ganze Incentive Geschichte und Zusammenarbeit am Ende in eine Struktur gepackt, aber was dabei vergessen wird, ist der Mensch unten drunter. Weil wir reden hier nur über die strukturelle Basis. Es gibt drei Wesenszüge von Menschen, die mit diesen Wesenszügen von Unternehmen ganz wunderbar korrelieren. Das 1. ist, ob ein Mensch an den Punkt kommt, dass er einen inneren Frieden erreicht. Da reden wir nicht von Weltfrieden; wir reden wirklich von innerem Frieden. Also, empfinde ich alles, was da draußen passiert als Bedrohung oder bin ich mit mir selber auch so ein bisschen im Reinen und kann sagen Ja, ich weiß wo meine Position ist, ich weiß wo ich stehe und ich fühle mich nicht ständig bedroht. Das 2. ist eine innere Freude. Das heißt also: Muss ich immer nur Freude abziehen und muss ich da irgendwie von draußen gefüttert werden oder bin ich auch ein Mensch, der Freude generieren kann in mir und auch in Gemeinschaften, die ich betrete? Jetzt mal plakativ ausgedrückt: Ich stehe morgens auf. Entscheide ich mich, ob ich als freudvoller Mensch durch die Welt gehen will oder als Arschloch? Diese Entscheidung kann ich jeden Morgen treffen und ich kann mich darin trainieren, dass ich vielleicht die Variante 1 wähle. Jetzt haben wir also Inneren Frieden, Innere Freude und was dann die Leute in den Vorträgen eigentlich immer machen ist, wenn ich sagen “Friede, Freude, was kommt jetzt?” - Eierkuchen Norman: (lacht) Matthias: Dann lachen sie alle und dann sage ich “Seht Ihr? Das ist genau das Problem. Wir wollen Weltfrieden, denken, alles müsste friedlich sein und wollen uns nicht mehr streiten. Wir wollen Freude - mit anderen Worten: mach mich glücklich - deswegen gucke ich RTL2 und am Ende möchte ich ganz gerne noch Eierkuchen, also bitte gebt mir mein Geld und meinen Porsche vor die Tür, weil dann bin ich glücklich. Und das gilt es zu ersetzen. Es gilt den Eierkuchen durch Liebe zu ersetzen. Oder um es ein bisschen einfacher auszudrücken: Mit so einer Zufriedenheit mit mir und mit dem was ich tue. In Einklang zu kommen mit dem was ich bin und was ich tue. Und jetzt ganz kurz und das ist die Klammer außen rum, die macht eigentlich alles klar, warum diese drei Sachen miteinander korrelieren: ganz einfach, wenn ich ein Mensch bin, der inneren Frieden übt und pflegt, dann wird ein agiles Unternehmen mich nie nervös machen, weil alles was da passiert, werde ich immer als neu und toll und interessant begrüßen und ich werde es nicht als persönliche Bedrohung nehmen. Wenn ich innere Freude generieren kann, werde ich mit einem Unternehmen, was auch Begeisterung lebt, wunderbar harmonieren, weil wir uns gegenseitig ständig inspirieren und uns eigentlich auf ständig neue Niveaulevel heben. Und der Dritte, das ist der Kracher schlechthin: Nämlich Zusammenarbeit und Liebe. Wenn ich morgens aufstehe und in den Spiegel gucke und erstens mal mich Scheiße finde und zweitens mal, das was ich beruflich mache - warum in Herrgotts Namen sollte irgendjemand Spaß dran haben, mit mir zusammen zu arbeiten? Norman: Absolut, ja. Matthias: Das ist die Quintessenz von allem und deswegen gilt es Unternehmen aufzubauen, die ihre Mitarbeiter auf dieser mentalen, spirituellen Ebene unterstützen und die dabei helfen, sich zu entwickeln, dass sie Menschen werden, die über inneren Frieden, innere Freude und mit Liebe zu sich selber und dem was sie tun, führen. Das ist eine spirituelle Aufgabe. Punkt. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich Unternehmen, wenn sie mich auf Drum Café ansprechen - dann sage ich: Das ist eine Eventagentur. Das ist wie eine Kopfschmerztablette, die kannst Du Dir einschmeißen. Egal wie ein Event gelaufen ist, wenn wir eine Stunde Musik machen, dann geht es den Leuten danach gut. Wenn Du Dir aber Gedanken darüber machen willst, warum Du in Deinem Unternehmen ständig Kopfschmerzen hast, dann lass uns mal über das Warum reden. Dann bringt man Andante Communications ins Spiel und dann sage ich relativ schnell: Wenn Du bereit bist über spirituelle Themen nachzudenken, dann reden wir weiter. Ansonsten verschwende ich Deine und meine Zeit und dann machen wir halt lieber ein Event. Das ist mittlerweile ziemlich auf den Punkt das, was die Gespräche dann sehr schnell konstruktiv macht und ergebnisorientiert. Norman: Es ist vor allen Dingen auch eine großartige Wertschöpfungskette, die Du da aufgebaut hast. Also, das Event setzt den Impuls oder ist die Kopfschmerztablette - wie man will. Aber die Ursachenforschung und das haben wir ja auch in der Medizin, zum Beispiel in der traditionellen chinesischen Medizin. Da geht es ja nicht darum, um irgendeinen Schmerz zu decken, sondern den Grund dafür zu finden. Das finde ich natürlich gerade für Unternehmen super wichtig, da wirklich tief einzusteigen und zu schauen, wo kann man wirklich ansetzen und Unterstützung leisten?   Matthias: Genau, aber das erfordert Mut. Norman: Ohne Zweifel. Matthias: Viel Mut vom Unternehmen.   Norman: Das war der erste Teil des Interviews. Aufgrund der Länge und der vielen, vielen wertvollen Botschaften von Matthias Jackel wollten wir den Podcast natürlich nicht kürzen, aber aufgrund der Länge, wollten wir Euch natürlich auch nicht eineinhalb Stunden Podcast zumuten. Deswegen haben wir zwei Teile daraus gemacht. Es geht natürlich genauso spannend im zweiten Teil weiter. Achtet ganz besonders auf die Geschichte am Ende des 2. Teils. Die möchte ich Euch einfach wärmstens ans Herz legen. Wenn Ihr keine Zeit habt, den 2. Teil zu hören, hört Euch wenigstens die letzte Geschichte an - die ist super, super wichtig und super wertvoll. Wenn Ihr etwas tun wollt; wenn Ihr aktiv werden wollt, dann werdet selbst zum Sender und teilt diesen Podcast mit Leuten, die Euch wichtig sind - mit Euren Freunden, Familienangehörigen, Bekannten. Gebt meinetwegen Geschäftspartnern und allen Leuten, die davon wissen und die diese Botschaft erhalten sollen. Ich glaube, wir alle können etwas tun, wenn wir nicht nur empfangen, sondern wenn wir auch senden - also, teilt diese Podcastfolge wirklich so oft es geht, damit sie viral geht. Damit diese Botschaften von den Leuten da draußen verstanden wird. Es wäre so wichtig und ein so wichtiger Beitrag. An dieser Stelle schon einen herzlichen Dank! Wir werden in zwei Tagen den zweiten Teil veröffentlichen, sodass Ihr nicht so lange warten müsst. Viel Spaß dabei!     Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne Dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass Du diesen Podcast mit Deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch Deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für Deine Bewertung bei iTunes. 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  • 00:44:06

    Musik och kropp - Del 3. Musik under operation och som medicin

    · Tollans musikaliska

    Människor som på olika sätt har en relation till musik och kropp. I det här programmet hör du exempel på hur musik med framgång kan användas inom vården. Björn Vickhoff doktorerade i musikvetenskap i ämnet Musikperception och känslor och har senare forskat i neurovetenskap och fysiologi samt i kliniska studier på Sahlgrenska Akademin i Göteborg. Björn Vickhoff var tidigare trubadur och skrev text och musik själv och spelade in flera plattor, bland annat med gruppen Gaia. Den brasilianske sångaren och kompositören Gonzaguinha berörde Björn Vickhoff så starkt att han bestämde sig för utforska sambanden mellan musik och kropp. Björn Vickhoff samarbetar med Rickard Åström, pianist, kompositör och arrangör. De kallar sin forskargrupp för Kroppens partitur och undersöker hur vi biologiskt reagerar på musik. Tillsammans komponerar de musik som de använder på försökspersoner. Kroppen har ett eget partitur, där varje händelse i musiken har sin motsvarighet i kroppsliga händelseförlopp, säger Björn Vickhoff. De undersöker också varför bra musik framkallar gåshud, piloerektion. Björn Vickhoff tror att musik kan bli ett komplement till framtidens medicin. Just nu undersöker han, tillsammans med Elmir Omerovic, docent och överläkare vid Sahlgrenska, om musik kan lindra symptomen vid Broken Heart Syndrom. Ulrica Nilsson har under många år jobbat som anestesisköterska. Hon är professor i hälso- och vårdvetenskap med inriktning mot omvårdnad vid Institutionen för hälsovetenskap och medicin, Örebro Universitet. Ulrica Nilsson är pionjär i Sverige inom forskning kring musik och kropp, smärtlindring, avslappning och läkning med hjälp av musik. Hon har, tillsammans med ett skivbolag för klassisk musik, satt samman musik för smärtlindring som ges ut som CD-skivor. Musiken kan bli en frizon mot smärtan. Lyssna minst en halvtimme vid akuta symptom och lindringen håller i sig i ungefär två timmar. Det motsvarar en halv 500 milligrams Alvedon. Lyssna på musik i 45 minuter för att slappna av och somna på kvällen. För tidigt födda spädbarn blir lugnare av väl vald musik. Ulrica Nilsson använder Mozart i sin forskning. En nackdel är att många undersöker den inhemska befolkningen och generaliserar utifrån den. I Sverige är normen den vita svensken. Vi måste utvärdera och fråga patienterna vad de vill lyssna på för musik och inte tro att en viss typ av musik hjälper mot allting. Vi borde kunna bygga upp ett mångkulturellt bibliotek med musik för våra patienter, säger Ulrica Nilsson, vars förebild är sjuksköterskan Florence Nightingale som också använde musik för att lindra soldaternas smärta under Krimkriget i mitten av 1800-talet. Musiken ska vara luftig som vinden skriver Nightingale. Harpa är bra men inga skarpa trumpetstötar! David Révész är neurokirurg vid Sahlgrenska Universitetssjukhus i Göteborg. Han syr ihop en varierad Spotifylista inför en komplicerad hjärnoperation på en ung kvinna, som har en vattenfylld cysta mellan stora och lilla hjärnan. David Révész är också hobbymusiker i gruppen Swedish Delight, ett coverband som spelar funk, rhythm'n'blues och schlagers till bröllop och födelsedagar. Hans personliga favoritmusik på jobbet är inte vit europeisk klassisk musik utan amerikansk populärmusik av god kvalitet, som Prince, James Brown, Jimi Hendrix och Stevie Wonder. Musiken är mycket viktig i det ansvarsfyllda och precisionsinriktade arbetet med att operera inne i en människas hjärna. Birgitta Tollan följer teamets arbete i operationssalen och intervjuar även operationsundersköterskan Elisabeth Lindström. David Révészs spellista nr sju består av 47 låtar. Vi hinner lyssna på 28 av dem efter det att han tryckt igång sin iPhone, skrubbat av händerna och tillsammans med neurokirurgen Magnus Tisell arbetat med borr, frihand, ormstänger och operationsmikroskop för att ta sig in till kvinnans cysta mellan stora och lilla hjärnan. Musiken bildar en trygg och klangrik resonansbotten till allt som händer. Vid det kritiska snittet i cystan sänker dock operationsundersköterskan Elisabeth Lindström ljudvolymen. Teamet hälsar att patienten mår bra efter operationen!Latlista Kropp och musik 3: PSYCHO: FÖRSPELBernard Herrmann,Bernard Herrmann/ National Philharmonic Orchestra (London)UNICORN 01411, UKCD 2021 ÉGonzaguinha,GonzaguinhaGonzaguinhaWORLD PACIFIC 00040, CDP 7 91688 2 KONSERT FÖR OBOE & STRÅKORKESTER MED BC D-MOLL: SATS 2, ADAGIOAlessandro Marcello,Jozsef Kiss/ Ferenc ErkelNAXOS 14590, 8.503024 KINDERSZENEN (OP 15): NR 7, TRÄUMEREIRobert Schumann,Jenö JandóNAXOS 14590, 8.503024 KONSERT FÖR PIANO & ORKESTER NR 21 C- DUR KV 467: SATS 2, ANDANTEWolfgang Amadeus Mozart,Jenö Jando/ Andras Ligeti/ Concentus HungaricusNAXOS 14590, 8.503024 LITTLE WINGJimi Hendrix,Jimi HendrixJimi HendrixMCA RECORDS 01056, MCD 11601 DANCING IN THE MOONLIGHTPhil Lynott,Phil LynottThin LizzyVERTIGO 01633, 848 192-2 LONG TRAIN RUNNIN'Tom Johnston,Tom JohnstonDoobie BrothersPOLYDOR 00309, 525 110-2SNOW (HEY OH)Michael Balzary/ John Frusciante/ Anthony Kiedis/ Chad Smith,Frank Zappa,Michael Balzary/ John Frusciante/ Anthony Kiedis/ Chad SmithFrank ZappaRed Hot Chili PeppersFrank ZappaWARNER BROS 00392, 9362 42983 2 BOBBY BROWNEVA15775, EVACD 4020 SORGBjörn Vickhoff,Björn VickhoffBjörn Vickhoff/ GaiaYTF02915, 50158 

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  • 00:39:38

    Musiken har ordet 3: - Dramat måste vara så känslomässigt laddat att personerna brister ut i sång!

    · Tollans musikaliska

    -En dramatisk karaktär är ofta en som bär på motsättningar, har en inre konflikt som blir betydelsefull i handlingen, påverkar handlingen och påverkas av handlingen så att nya sidor kan träda fram. I tredje programmet i serien Musiken har ordet möter vi librettisten, dramatikern och författaren Kerstin Perski, tonsättaren och professorn Karin Rehnqvist och kompositören Gunnar Edander. Kerstin Perski har samarbetat med Orionteatern, Bouffonteatern och Judiska Teatern. Hon har skrivit nya texter till klassiska musikdramatiska verk som Glada Änkan och Enleveringen ur Seraljen. Kerstin Perski har jobbat med tonsättarna Hans Gefors, Karin Rehnqvist, Paula af Malmborg Ward, Jonas Forssell, Carin Bartosch-Edström och Niels Martinesen. Perskis och Martinesens gemensamma opera Skriftestolen vann 2007 det danska Reumert-priset som bästa danska opera. Vad skiljer musikdrama från taldrama? Varför skall det sjungas? -Opera är för mig framför allt drama, dramatik. Dramat måste vara så känslomässigt laddat att personerna måste brista ut i sång, förklarar Kerstin Perski, som ofta inspireras av myter när hon gestaltar operakaraktärer. Dagisfröken Lollo fick drag av Jeanne dArc och gisslantagaren Lyckos fick drag av ensamvarg i operan Vargen kommer, med musik av Hans Gefors. Operan hade premiär på Malmö Musikteater 1997. Kerstin Perskis senaste libretto till en opera har arbetsnamnet The emperor of Qin. Hon skriver det på engelska och musiken komponerar den japansk-amerikanska tonsättaren Moto Osada. The emperor of Qin har beställts av Vadstenaakademien och uruppfördes sommaren 2015. -En dramatisk karaktär är ofta en som bär på motsättningar, har en inre konflikt som blir betydelsefull i handlingen, påverkar handlingen och påverkas av handlingen så att nya sidor kan träda fram, säger Kerstin Perski, som vid tiden för intervjun skrev libretto till Göteborgsoperan. Alfreds Hitchcocks film Notorious blev opera med Hans Gefors som tonsättare. -Mans- och kvinnorollerna i filmen är gammaldags och jag måste hitta ett språk för att göra Gary Grants roll, som den tyste och mystiske mannen, till en som vi idag kan förstå. Även Ingrid Bergmans karaktär behöver byggas ut. Varför blir hon kär i den här mannen på en sekund? skrattar Kerstin Perski. Kerstin Perski blev förälskad i tonsättaren Karin Rehnqvists speciella klangvärldar, vilka är inspirerade av folkmusik. Tillsammans skapade de barnoperan Sötskolan, en rysare för barn, och orkestersagan När jorden sjunger för skådespelerska och orkester. Vi besöker tonsättaren Karin Rehnqvist hemma i arbetsrummet i Stockholm där hon just nu komponerar partitur till en helaftonsopera på Kungliga Operan i Stockholm. Operan blir i två akter med fem sångsolister, kör och orkester. Arbetsnamnet är Strandad och librettot skriver Kerstin Perski. De har ett nära samarbete och läser och lyssnar på varandras alster efter hand. -Det är alltid en större frihet att jobba med en textförfattare eller librettist som lever. Då kan vi ju prata med varandra. Kerstin Perski skriver otroligt bra! Hon har en stark känsla för vad som krävs för musiken, säger Karin Rehnqvist. Vad är det för skillnad på att skriva konsertmusik och operamusik? -Att skriva operamusik är ett oändligt arbete, men väldigt roligt! Jag är pedant och skriver ut alla detaljer, till exempel exakt hur artikulationen skall vara eller exakt hur långt och HUR ett crenscendo skall utföras. Formmässigt är konsten att skriva konsertmusik något helt annat. Då får musiken sträcka ut sig och klinga till slut, men i opera kan det bli drastiskt med härliga och snabba kast mellan olika känslor. Det måste dock bli rätt känsla för den person som sjunger just då. Annars blir det platt. Är det librettot som styr? -Nja, dramat styr musiken. Musiken måste lämna plats till rummet, ljussättningen och karaktärernas agerande. Men det är intrikat. Känslorna måste höras i musiken och ibland kan personen uttrycka en känsla medan musiken visar något annat. Då vinner musiken över ordet. Den 8 juni 2013 kl 11.00 uruppfördes En Mycket Stor Konsert tonsatt av Karin Rehnqvist. Musik för världens största musikinstrument nämligen Gotlands alla kyrkklockor. Sveriges Radio direktsände över Sverige,  över Europa, och dessutom via Internet till hela världen. Kompositören Gunnar Edander skrev musik till dikter av den 1977 avlidna poeten Sonja Åkesson. -Jag skrev musik till alla sånger på skivan Sånger om kvinnor som gavs ut 1971, då jag var huskompositör hos Susanne Osten och Margareta Garpe på olika Stockholmsteatrar. Många har sagt att det var konstigt att en man skrev all musik till flera kvinnoskivor. Då fanns det inte många kvinnor som skrev musik. Killar både skrev och spelade. Men det har hänt mycket sedan dess. Idag finns det en massa tjejer som skriver och spelar. Det har skett en revolution, berättar Gunnar Edander på Skype från Kalifornien där han är på turné med föreställningen Djävla karl!!! om August Strindberg med text av Agneta Elers-Jarleman och 9 sånger ur Gunnar Edanders sångbok 63 Strindbergsånger.   Kerstin Perskis hemsida: http://www.kerstin-perski.se Kerstin Perski, DramaDirekt: http://www.dramadirekt.com/presentationer.php?authorlist=40466   Karin Rehnqvists hemsida: http://www.karin-rehnqvist.se Karin Rehnqvist hos Gehrmans Musikförlag: http://www.gehrmans.se/search?q=Karin%20Rehnqvist   Gunnar Edander, Wikipedia: http://sv.wikipedia.org/wiki/Gunnar_Edander     Låtlista:  Crepuscolo Oscar Bianchi Anna Petrini, kontrabas-blockflöjt Crepuscolo Works for the Paetzold Contrabass Recorder dB Productions dBCD143   Vargen kommer Lollos rage Hans Gefors, musik. Kerstin Perski, libretto. Anne-Lise Berntsen. Stefan Dahlberg. Shuya okatsu Malmö operaorkester dB Productions dBCD60/61   Vargen kommer, Jag känner igen din röst Hans Gefors, musik. Kerstin Perski, libretto. Anne-Lise Berntsen. Stefan Dahlberg. Shuya okatsu Malmö operaorkester dB Productions dBCD60/61   Vargen kommer, Krossa Madonnan Hans Gefors, musik. Kerstin Perski, libretto. Anne-Lise Berntsen. Stefan Dahlberg. Shuya okatsu Malmö operaorkester dB Productions dBCD60/61    Vargen kommer, Crossfire Hans Gefors, musik. Kerstin Perski, libretto. Anne-Lise Berntsen. Stefan Dahlberg. Shuya okatsu Malmö operaorkester dB Productions dBCD60/61   Sötskolan, Vampyrarian Karin Rehnqvist, musik. Kerstin Perski, libretto. Monica Danielsson. Ensemble i Länsmusiken i Kronoberg Privat inspelning   Ärret, Hunden blir människa Paula af Malmborg Ward, musik. Kerstin Perski, libretto. Mikael Axelsson, Nikola Matisic, Catarina Lundgren, Henrik Holmberg, Balcarras Crafoord, Karina Blixt mfl. Dirigent: David Björkman SR P2 augusti 2004   Ärret, Människan blir hund igen Paula af Malmborg Ward, musik. Kerstin Perski, libretto. Mikael Axelsson, Nikola Matisic, Catarina Lundgren, Henrik Holmberg, Balcarras Crafoord, Karina Blixt mfl. Dirigent: David Björkman SR P2 augusti 2004   Notorious Roy Webb Utah Symphony Orchestra, conducted by Charles Ketcham.   Passionsspel (som fyra sporter) Boxning Radiofoniskt verk för 7 sångare, kör, slgv., stråkorkester och tape. Karin Rehnqvist, musik. Staffan Olzon, text. Cecilia Rydinger Alin, dir. Sveriges Radios SO. 080200, Sveriges Radio.   Passionsspel (som fyra sporter) Rugby Radiofoniskt verk för 7 sångare, kör, slgv., stråkorkester och tape. Karin Rehnqvist, musik. Staffan Olzon, text. Cecilia Rydinger Alin, dir. Sveriges Radios SO. 080200, Sveriges Radio.   Till ängeln med de brinnande händerna Karin Rehnqvist, musik. Div texter. Svenska kammarkören. Dirigent: La Cappella, Helena Ek, Backa Katarina Eriksson m fl.   Sötskolan Karin Rehnqvist, musik. Kerstin Perski, libretto. Monica Danielsson. Ensemble i Länsmusiken i Kronoberg Privat inspelning   När jorden sjunger Karin Rehnqvist, musik. Kerstin Perski, libretto. Svenska Kammarorkestern, Örebro. Petter Sundkvist, dir. Isabelle Moreau. SR P2, Uruppförande 9/10 2004 i Örebro Konserthus.   Ska bli sjuksyster jag tralala Gunnar Edander, musik. Sonja Åkesson, text. Lottie ejebrant m fl.

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  • 00:39:48

    Ord och bild blir musik 1 - Paula af Malmborg Ward.

    · Tollans musikaliska

    Hur gör tonsättare när de trollar fram den ljuvaste musik ur ord och bild? Hur många A4-sidors libretto behövs för en opera? Får tonsättare inspiration från ovan eller gräver de djupt i sitt inre? I de sex programmen i serien Ord och bild blir musik hör vi hur komponister skriver fram musik ur ord och bilder om: Grymhet, försoning, utanförskap, ordlekar, verkliga, dokumentära händelser. Ur riter, böner, respekt för språket, motstånd mot språket och glipor i språket. I det första programmet möter vi tonsättaren och musikern Paula af Malmborg Ward, en musikalisk mångsysslare som skrivit text och musik sedan barnsben. Det har bland annat blivit schlagertexter, ett antal operor med bland annat librettisten Kerstin Perski, en symfoni med text till en hjälpsam italiensk skomakare, Il Gallo Cortonese, och en samba, Sambal Dente, med text till Göteborgs symfoniorkester: Jag ville befria mej från samban ändå verkar det som om den tar över hela uttrycket jag älskar och hatar den den har mej i sin makt Den italienska texten till stycket Il Gallo Cortonese läses av Antonio Gammicchia. Paula af Malmborg Ward skriver musik i en röd stuga vid Göta Älv. Hon vann 2006 Prix Italia med radiooperan Hittekvinnan efter fem böcker av Kerstin Thorvall. Paula har varit hustonsättare vid Helsingborgs Symfoniorkester. Och för deras konserthus gjorde hon världens, förmodligen, första komponerade ring-in-signal. För instrumenten piccolaflöjt, trumpet, klarinett, triangel och virveltrumma. 1984 tävlade John Ballard i Melodifestivalen med Paula af Malmborgs text till schlagern Rendez-Vous. Så Paula har ingen stiff upper lip. Redan som trettonåring spelade hon dixieland-piano tillsammans med trombonisten Christian Lindberg. Paula har även gjort musik till SVT:s Julkalendern och Ernst Billgrens tv-serie AK3. Hon vikarierade som pianist med gruppen Stella I TV-succén På spåret. 2009 uruppfördes Paulas stycke evergreen med text, i Danmarks Radios nya konsertsal I Köpenhamn, av Malmö Symfoniorkester och Danska Radions Volakensemble. Och 2010 skidade Paula Tjejvasan och uruppförde sjungande sitt stycke JÅTPÅMF (Jag Åker Tjevasan PÅ Min Födelsedag) i spåret vid fem vätskekontroller. 15 oktober 2010 hade hennes opera Triumf och Tragedi urpremiär på Rotundan vid Kungliga operan i Stockholm. Librettot av Daniel Boyacioglu är influerat av brottaren Mikael Ljungbergs öde. En och annan dikt av levande och döda poeter (Levertin, Bei Dao, Szymborska, Aspenström, Tranströmer, Lina Ekdahl) har också fått musikalisk dräkt av Paula af Malmborg Ward. I programmet hör du Paulas egen berättelse om hur ord och bilder blir musik.   SPELLISTA: Fanfare for the Uncommon Woman nr 1 Joan Tower Marin Alsop, Colorado Symphony Orchestra Tower_ Fanfares For The Uncommon Woman, Etc _ Alsop, Et Al   Bim Bom Bossa Brigas nunca mais / Älska mig konkret Paula af Malmborg Ward Paula af Malmborg Ward, sång, piano. Sören Svedestig, flöjt Henrik Söderholm, gitarr Privat inspelning   Hittekvinnan Paula af Malmborg Ward, musik och libretto Maria af Malmborg Linnman, Mikael Samuelson, Susanna Levonen,  Göran Martling. Sveriges Radios Symfoniorkester. Dirigent: Mats Rondin Liveinspelning SR P2. Sändes annandag påsk 17/4 kl. 21.00 i P2   Ring-signal Paula af Malmborg Ward Tid: 020 Helsingborgs Symfoniorkester Privat inspelning   Rendez-vous Paula af Malmborg, text. Bjarne Nyqvist, musik. John Ballard   Cherry Berry                     Storbandsdrama i 6 scener Paula af Malmborg Ward Bohuslän Bigband Live Frölunda konserthus, 2009   Vill ni ha ett frostigt päron? Musik: Paula af Malmborg Ward Libretto: Magnus Nilsson Liveinspelning av SR juli 2002, Vadstena Tove Dahlberg, mezzosopran. Johan Hallsten, baryton. Vadstena operaorkester. Olof Boman, dirigent.   Ärret, Akt 1. Opera i två akter fritt efter Bulgakovs kortroman En hunds hjärta Paula af Malmborg Ward, musik. Kerstin Perski, libretto David Björkman, dirigent. Mikael Axelsson, Henrik Holmberg, Catarina Lundgren, Nicola Matisic, Balcarras Crafoord Liveinspelning Urprem. 4/7 Gamla Teatern, Vadstena, 2004   Sambal Dente Paula af Malmborg Ward Göteborgs Symfoniker Live Uruppf. SR P2. 4 sept 2002   Il gallo cortonese, sinfonia concertante, sats 3 Paula af Malmborg Ward Helsingborgs Symfoniorkester, Bramwell Tovey, dir Live Helsingborgs Konserthus           The Far Away Shore Paula af Malmborg Ward Helsingborgs Symfoniorkester. Dir. T. Ringborg P2 Live klassiskt 20071201 1500 Uruppf. Helsingborgs Konserthus 8/11 2007   Fanfare for the Uncommon Woman nr 1 Joan Tower Marin Alsop, Colorado Symphony Orchestra Tower_ Fanfares For The Uncommon Woman, Etc _ Alsop, Et Al   "En Decemberdröm" - Underjorden Paula af Malmborg Ward Paula af Malmborg Ward, dir. Göteborgs Symfoniker, Bohuslän Big Band, Svenska Blockflöjtskvartetten, Göteborgsmusiken, Trio TPB,  Per Strandberg, Fredrik Bergman. Musiken till 2005 års julkalender i STV   Operation kärleken - Musikdrama i en akt Paula af Malmborg Ward Smålands Musik och Teater, Jönköping 2002 Libretto: Kerstin Perski fritt efter arbeten från tre högstadieklasser i Jönköpings Län Dir: Joachim Gustavsson/Mika Eichenholz Medv: Christina Knochenhauer, Thomas Lander, Jesper Arin, Brita-Lena Sjöberg, Jönköpings Sinfonietta Privat inspelning   Bombpartyt Musik: Paula af Malmborg Ward Libretto: Lars af Malmborg. Efter en roman av Grahan Green. Orkester och solister vid Göteborgsoperan. B Tommy Andersson, dirigent. Liveinspelning.   Vill ni ha ett frostigt päron? Musik: Paula af Malmborg Ward Libretto: Magnus Nilsson Tove Dahlberg, mezzosopran. Johan Hallsten, baryton. Vadstena operaorkester. Olof Boman, dirigent. Liveinspelning av SR juli 2002, Vadstena   Il gallo cortonese, sinfonia concertante, sats 2 Paula af Malmborg Ward Helsingborgs Symfoniorkester, Bramwell Tovey, dir Live Helsingborgs Konserthus Privat inspelning   Evergreen Paula af Malmborg Ward Malmö symfonikerna. Danska radions vokalensemble P2 Live Nu!                                              Hittekvinnan Paula af Malmborg Ward, musik och libretto Maria af Malmborg Linnman, Mikael Samuelson, Susanna Levonen,  Göran Martling. Sveriges Radios Symfoniorkester. Dirigent: Mats Rondin Liveinspelning SR P2.

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  • 00:36:30

    Ord och bild blir musik 5. Tre tonsättare om inspirationen bakom musiken.

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    Hur gör tonsättare när de trollar fram den ljuvaste musik ur ord och bild? Vi möter vi de tre tonsättarna Tebogo Monnakgotla, Ylva Nyberg Bentancor och Jonas Bohlin. I det femte programmet i serien Ord och bild blir musik möter vi tonsättarna Tebogo Monnakgotla, Ylva Nyberg Bentancor och Jonas Bohlin. Tidigare rock- och reggaemusiker Ylva Nyberg Bentancor har alltid spelat klassiskt piano. Hon studerar konstmusik och reser till Mongoliet och spelar in ljud. Utifrån dem skapar hon hörspelet Footprints.  Konkreta ljud hör jag som abstrakta ljud. Någon ropar och samtidigt klapprar hästen med hovarna. Det är musik! Jag klipper ut ett ljudcitat och gör en musikalisk gest av det, berättar hon. Mezzosopranen Malena Ernman behöver nytt material till en skivutgivning. Ylva Nyberg Bentancor tonsätter stycket Som äpplen sanningar efter en  text av poeten Johanna Ekström där vuxnas grymhet mot ett flickebarn är temat. Jag övertalar Johanna Ekström att ta bort minst fyra kylskåp i sin text. Musiken måste komma ur texten, därför är varje ord viktigt. Kylskåp kan jag inte tonsätta, förklarar Ylva Nyberg Bentancor.   Dikter som Tebogo Monnakgotla tonsätter skildrar ofta utanförskap och identitetsökande. Orkesterstycket Naissance du jour II är inspirerat av den franspråkige, madagaskiske poeten Jean-Joseph Rabearivelos dikt Dagbräckning. Självmordet blir hans utväg efter förbud att förenas med modernisterna i Paris. Arthur Rimbauds Le dormeur du val - Den sovande i dalen handlar om soldaten som ligger blek i sin gröna säng med fötterna i svärdsliljorna och till synes sover, men som har två röda hål i höger sida. Efter nu levande kinesiske poeten Li Li tonsätter Tebogo Monnakgotla Li Po under den flygande spegeln. Poemet handlar om poeten Li Po som levde i Kina under Tangdynastin på 700-talet. Både Li Li och Li Po tvingas i exil. I stycket Encontrei, Jag fann, låter Monnakgotla en baryton gestalta brasilianska poeten Oliveira Silveiras dikt om slavättlingar som berövas sin kulturella identitet. Barytonen är den, av de klassiskt skolade rösterna, som ligger närmast talrösten, förklarar Tebogo Monnakgotla. Jonas Bohlin skriver flera musikstycken där dokumentära bilder och händelser ger direkt inspiration. Som oratoriet Holoscene, där upplevelser i Arktis, och författaren Majgull Axelssons texter om klimathot och jordens undergång, triggar tonsättandet. I mediaoratoriet 7:e juli samarbetar Jonas Bohlin med författaren Torbjörn Elensky. De använder kontaktannonser, TV-tablå och nekrologer ur en dagstidning en slumpmässigt utvald dag. Stycket Psychotropes består av ett mantra med namn på olika psykofarmaka: sömnmedel, antidepressiva, lugnande. Hur det är att döda en annan människa berättar en tjetjensk barnsoldat i filmmusiken I saw it all:  I pull the trigger and release three or four shots into him. I didnt know how to think.  Jonas Bohlin vill att friktionen mellan den vackra, eteriska musiken och det fasansfulla innehållet skall hjälpa oss att reflektera.   Låtlista: Fanfare for the Uncommon Woman nr 1Joan Tower Marin Alsop, Colorado Symphony Orchestra Tower_ Fanfares For The Uncommon Woman, Etc _ Alsop, Et Al   Holocene Jonas Bohlin, musik. Majgull Axelsson, text. Marlena Ernman, Anita Björk m fl. Esa-Pekka Salonen, dir. Sveriges Radios Symfoniorkester. Radiokören. Inspelad av SR P2   Footprints of Mongolia f saxophone quartet & tape Ylva Nyberg Bentancor Stockholms Saxofonkvartett Privat inspelning   Som äpplen Sanningar Ylva Nyberg Bentancor, musik. Johanna Ekström, text. Malena Ernman, Chrichan Larson | Anna Lindahl | Mats Olofsson | Håkan Ehrén | Anita Agnas | Markus Leoson Naive KMH Förlaget KMHCD 012                                       Le dormeur du val (Den sovande i dalen) Tebogo Monnakgotla, musik. Arthur Rimbaud, text. Avanti (ens) - Falk Winland, Ida (sop) - Rantamäki, Jukka (dir) P2 Live Nu Rostrum 2008 i Dublin 20080728 2100 3174-08/1031   Naissance du jour II Tebogo Monnakgotla, musik. Jean Joseph Rabearivelo, text. Sveriges Radios Symfoniorkester. John Storgårds, dir. Live 12/11 2009 Sänd i P2 Live 10/1 2010   Li Po under den flygande spegeln Tebogo Monnakgotla, musik. Li Li, text. Loa Falkman. Sami Sinfonietta. Marit Strindlund, dir. Grünewaldssalen. 2004. Examenskonsert för dirigent. Marit Strindlund. Privat inspelning.   Encontrei (Jag fann) Tebogo Monnakgotla, musik. Texter: Renberg, Margareta/ Silveira, Oliveira Rasmus Ringborg, baryton. Susanne Axelsson, sopran. Musikhögskolans orkester. Jon Terje Svendsen, dir Liveinspelning Musikhögskolan, Stockholm Privat inspelning.   Holocene Jonas Bohlin, musik. Majgull Axelsson, text. Marlena Ernman, Anita Björk m fl. Esa-Pekka Salonen, dir. Sveriges Radios Symfoniorkester. Radiokören. Inspelad av SR P2   Psychotropes Jonas Bohlin, musik. Textbearbetning: Jonas Bohlin Jonas Bohlin                   Dirigent: Bo Johansson och Le Jeune Chur de Paris Uruppförande, Biennale d'art vocal, Paris Privat inspelning   I saw it all (Utdrag ur filmmusik om barnsoldat i Tjetjenien) Jonas Bohlin, musik. Textbearbetning: Torbjörn Elensky Sopran: Jeanette Bjurling. Ars Nova. Sonny Jansson, dir. PrIvat inspelning   Mediaoratoriet 7:e juli, Dödsannonser Jonas Bohlin, musik. Textbearbetning: Torbjörn Elensky/Jonas Bohlin Dirigent: Georges-Elie Octors. Sopraner: Jeanette Bjurling Carolina Bengtsdotter Ljung. Baryton: Jens Malmkvist KammarensembeN   Mediaoratoriet 7:e juli, Kontaktannonser Jonas Bohlin, musik. Textbearbetning: Torbjörn Elensky/Jonas Bohlin Dirigent: Georges-Elie Octors. Sopraner: Jeanette Bjurling Carolina Bengtsdotter Ljung. Baryton: Jens Malmkvist KammarensembeN

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  • 102: Musik und Sprache

    · Language Mining Podcast (Fremdsprachen lernen)

    Und wieder einmal – oder immer noch – auf der Suche nach den perfekten Methoden zum Sprachen lernen, bin ich auf das Thema Musik und Sprache gestoßen. In dem Artikel How Music Helps Language Acquisition auf edweek.org geht es eben genau darum:Wie passen Musik und Sprache zusammen?Wie immer sind sich die Experten nicht einig und gleichzeitig gibt es immer mehr Studien, die das eine oder das andere belegen. In einer Studie geht es zum Beispiel darum, ob man zuerst Musik oder Sprache lernen sollte. Und den meisten Sprachlernern geht es bestimmt nicht darum, eine Antwort auf diese Frage zu finden, denn sie möchten einfach nur anfangen. Auch möchte niemand lange Studien lesen. Sicher sind diese ganz interessant und ich gebe zu, dass ich selbst ganz gerne diese akademischen Blätter lese um etwas Neues dabei zu lernen. Hier daher ein Link zum Artikel Music and early language acquisition für alle Interessierten.Aber bleiben wir einmal auf dem Boden der Tatsachen. Wir wollen herausfinden, was es mit der Musik auf sich hat. Und dazu gibt es verschiedene Herangehensweisen.Was ist der Unterschied zwischen Musik und Sprache?Eigentlich gibt es keinen großen Unterschied. Und damit wir hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, machen wir es etwas spezifischer. Bei Musik gehen wir von gesungenen Liedern und bei Sprache von gesprochener Sprache aus. Außerdem konzentrieren wir uns auf den auditiven Aspekt von Musik und Sprache. Das bedeutet, dass wir weder auf die Bewegung beim Tanzen noch auf das Gestikulieren beim Sprechen eingehen.Jede Sprache hat einen Rhythmus. Und dieser Rhythmus hat bestimmt auch einen Grund, auf den wir jetzt nicht näher eingehen wollen. Und genauso hat Musik Rhythmus. Und auch bei jedem Lied ist der Rhythmus anders. Warum das so ist, solltest erstmal nicht so wichtig sein. Beide folgen also einer Regel, und diese Regel heißt Rhythmus. Auch gibt es bei beiden verschiedene Tonhöhen. Bei der Sprache hängt diese allerdings eher von der Bedeutung als vom Klangmuster ab. So hebe ich zum Beispiel die Stimme beim letzten Wort eines Satzes, wenn es sich um eine Frage handelt. Bei der Musik folge ich einer Melodie. Ein Lied ist also gesungene Sprache, und daher macht es sogar sehr viel Sinn diese beiden Dinge in Einklang zu bringen.Ich habe einmal einen Buddhisten beim Chanten beobachtet. Er rezitierte dabei ein sehr langes Mantra, und er kannte jedes einzelne Wort auswendig. Ich fragte ihn, wie er es denn gelernt hätte. Und er sagte mir, dass das Mantra wie ein Liedtext sei, das einem einfachen Rhythmus folge. Würde er zum Beispiel sehr langsam oder sehr schnell chanten, wäre es für ihn schwieriger sich an die richtigen Wörter zu erinnern.Zunächst macht es also Sinn zu erkennen, dass Rhythmus (oder Musik) in der Sprache ist. So kann ich also von Anfang an auf den Rhythmus der Sprache achten. In einem typischen deutschen Satz gibt es zum Beispiel zwei Stellen, an denen betont wird. An der einen etwas mehr an der anderen etwas weniger. Nimmt man so einen typischen deutschen Satz und lässt ihn von einem Schweizer aussprechen, dann wird man feststellen, dass es plötzlich viel mehr Betonungsstellen im Satz gibt. Ebenso ist es in anderen Sprachen. So hat das Englische einen anderen Rhythmus als das Spanische oder das Deutsche.Wie kann man mit Musik Sprache lernen?Bevor ich mich hier wiederhole, verweise ich erst einmal auf einen Beitrag mit dem Titel Eine Sprache mit Musik lernen, den wir schon vor einiger Zeit veröffentlicht haben. Es geht hierbei um die Texte, die in gesungenen Liedern enthalten sind. Dadurch dass die Texte über den Rhythmus und damit durch das Gefühl ins Langzeitgedächtnis übergehen, macht es Sinn Musik zum Sprachenlernen zu nutzen. Andererseits wird die sprachliche Qualität natürlich durch die Qualität der Liedtexte bestimmt. Oder anders gefragt: Möchtest du irgendwann so sprechen wie ein Rapper singt?

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  • 00:35:47

    Musiken har ordet 1: Bob Hansson och Paula af Malmborg Ward. Ett samarbete mellan poeten och tonsättaren.

    · Tollans musikaliska

    Paula af Malmborg Ward fascineras av auruan i Bob Hanssons ord Klarspråkssaknad och Människogrönska. - I Bobs vackra ord ingår både ljus och mörker. Hans dikter förmedlar framtidshopp, säger Paula. Hur fungerar samarbetet mellan den levande poeten och den levande tonsättaren? Vad är viktigt när en kompositör sätter musik till en text? Hur respektlös och egensinnig kan man vara mot en given text? I första programmet i serien "Musiken har ordet" hör vi Mozarts g-mollsymfoni med nyskriven text av den amerikanske rockpoeten Neill Furio. Även Chopin är en mycket sångbar tonsättare. Hör Chopins Pianoetyd nr 3 både med Lang Lang och i världsmusiktappning med Maria Pomianowski och vänner. Vi möter även estradpoeten och författaren Bob Hansson och tonsättaren Paula af Malmborg Ward, som självsvåldigt använde Hanssons dikter i sitt verk För att skälva, för Helsingborgs Symfoniorkester och kör. I hans dikt är hela frasen: För att skälva krävs det närhet. -In the beginning is the word! Hela tiden. Ibland känner jag mig mer som ordmänniska än som musikmänniska. Så musiken har definitivt ordet, erkänner Paula af Malmborg Ward. Hon har använt dikter ur Bob Hanssons diktsamling Heja världen och fascineras av auran kring ord som Klarspråkssaknad, Mjuksandssångare och Människogrönska. -Jag har fragmentiserat Bob Hansson. Satt in honom i min musikaliska kontext. Han är väldigt formsäker men formen styr inte utan dikterna har en hög halt av innehåll. Han använder vackra ord, där både ljus och mörker ingår. Bob är en sann filantrop som tror på människan och jag valde hans dikter för att förmedla ett framtidshopp, förklarar Paula af Malmborg Ward. -Det var väldigt rörande när jag fick lyssna på det Paula berättar om vad som händer i henne av ordet Klarspråkssaknad och jag blev upprymd av att höra en intelligent människa som verkligen har grunnat på detta lilla ord. Det är jättenajs!, tycker Bob Hansson Bob Hansson hör inte sin text riktigt när kören sjunger, men upplever det storslagna ändå. - Det är väl därför det är skillnad på en kör och en nyhetsuppläsare. Ha ha ha, skrattar Bob Hansson. Jag tycker det lyriska ordet passar väldigt bra till musik. Det lyriska ordet är inte logiskt som annat språk: Kan du räcka mig mjölken? Ja, det kan jag! Det lyriska språket är bara skenbart ett språk, förklarar Bob Hansson. Bob Hansson har arbetat med många musiker och kompositörer, men där han själv reciterat orden. Mest med Institutet för höghastighetskonst och Kenneth Cosimo. Bob Hansson kommer från arbetarklassen, är son till en kallskänka och går aldrig på konserthus för att lyssna på musik. -Jag inser nu att både jag och mamma har gjort varsin klassresa. Jag genom sina framgångar som diktare och författare och mamma genom att ha abonnemang i Helsingborgs Konserthus, där mina dikter uppfördes till Paula af Malmborgs musik när Helsingborgs Symfoniorkester firade 100-årsjubileum i februari 2012, berättar Bob Hansson. Paula af Malmborg Wards Hittekvinnan handlar om drivkraften att skapa, om att som kvinna hindras av normer och konventioner om ofrihet, ångest, uppbrott - men också om att dansa, dansa, dansa. Hittekvinnan vann första pris i radiotävlingen Prix Italia 2006. Musik och manus Paula af Malmborg Ward efter fem romaner av Kerstin Thorvall. 2006 fick Paula af Malmborg Ward Carin Malmlöf-Forsslings pris. Paula af Malmborg Wards hemsida: http://www.upward.se  Om Paula af Malmborg Ward hos Föreningen svenska tonsättare: http://fst.se/tonsattare/paula-af-malmborg-ward   Sveriges Radios Novellpris gick 2010 till författaren och estradpoeten Bob Hansson för novellen Till mamma. Bob Hanssons hemsida: http://www.bobhansson.se/Bob_Hansson/Bob_Hansson.html Bob Hansson, Myspace: http://www.myspace.com/bobhansson Bob Hanssons musik http://www.highspeedart.com/music/bob-svensk-musik.html     Spellista: Crepuscolo Oscar Bianchi Anna Petrini, kontrabas-blockflöjt Crepuscolo Works for the Paetzold Contrabass Recorder dB Productions dBCD143   Call To Arms Original titel_ Symfoni nr. 40 i g mol, K. 550_ 1. Allegro Molto Mozart. Neill Cardinal Furio. Privat inspelning   Chopin Vals För Piano Nr 7 Ciss-Moll Op 64_2 Garrick Ohlsson The Complete Chopin Piano Works Vol. 7 ~ Waltzes   Etyd for piano nr 3 e-dur op 10_3 Lang Lang   Etyd for piano nr 3 e-dur op 10_3 (arr) - Maria Pomianowska Maria Pomianowski and friends Chopin on 5 continents   Gud Kenneth Cosimo, musik. Bob Hansson, lyrik Kör Solen Kör   För att skälva Paula af Malmborg Ward, musik. Bob Hansson, text Helsingborgs Symfoniorkester. Helsingborgs konserhuskör och solister SR P2 Live Klassiskt   Heja Världen Kenneth Cosimo, musik. Bob Hansson, text. Kör Solen Kör   För att skälva Paula af Malmborg Ward, musik. Bob Hansson, text Helsingborgs Symfoniorkester. Helsingborgs konserhuskör och solister SR P2 Live Klassiskt   Andas Kenneth Cosimo, musik. Bob Hansson, text. Kör Solen Kör   För att skälva Paula af Malmborg Ward, musik. Bob Hansson, text Helsingborgs Symfoniorkester. Helsingborgs konserhuskör och solister SR P2 Live Klassiskt

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  • Folge 1: Thomas Berndt – Inspiration Musik

    · Inspiration Musik mit

    Herzlich willkommen zum Podcast Inspiration Musik. In dieser ersten Episode möchte ich Dir einen kleinen Ausblick geben, wer ich bin und worum es in meinem Podcast geht. Worum geht es hier? In meinem Podcast Inspiration Musik führe ich Gespräche rund um das Thema Musik. Ich treffe Leute, die sich für Musik begeistern, Musik hören und auch Musik machen. Meine Gesprächpartner Mit dabei sind Musiker, Musikstudenten, Schüler, Veranstalter, Musikliebhaber und viele andere interessante Persönlichkeiten. Jeder Gesprächspartner bringt Musik mit in die Sendung. Aufnahmen, auf denen er selbst spielt, oder Musik, die ihn berührt und inspiriert hat. Die Musik ist so vielseitig und facettenreich wie der Mensch selbst. Daher erfährst Du in meinem Podcast nicht nur Dinge zu musikalischen Themen, sondern auch Vieles über den Gesprächspartner und seinen Alltag. Wer bin ich? Ich bin Pianist, Komponist und Klavierpädagoge. Spiele in etlichen Bandprojekten unterschiedlichster Musikrichtungen und leite mit meinem Kollegen und Freund Horst Schippers die Musikschule Mufab in Aachen. Musik beschäftigt mich bewusst seit meinem 10. Lebensjahr. Zu dieser Zeit sprossen die ersten Wurzeln für eine stetig wachsende Begeisterung für die Musik. In Kürze werde ich hierzu einen kleinen Blog Beitrag veröffentlichen. Einige Stationen Geboren bin ich 1968 in Soest, Abitur 1987, Ausbildung zum Bürokaufmann bis 1989, Arbeit in einem mittelständischem Industrieunternehmen als Projektleiter Werbung bis 1993, zwischendurch ein kurzes BWL-Studien-Intermezzo, dann Unterricht bei Frank Wunsch, Hubert Nuss und Simon Nabatov. Musikstudium am Conservatorium Maastricht 1994-1998. Ich spielte und spiele in vielen Funk- und Jazz-Projekten u.a.  Duo mit Sabine Kühlich, Mama’s Delicious Cake, Trio-Jazz in eigener Regie als “Hausband” der Session im Jakobshof Aachen. Aktuelle Projekte sind unter anderem die Band Klangfahrer und die Renaud Marquard Band. Zu Studienzeiten habe ich mit Freunden die  legendären “Tinseltown Rebellion Band” gegründet, mit der wir unseren Tribut an den unglaublichen Frank Zappa und seine Musik zollten und mit 12 Musikern wunderbare Konzerte für die freaky Zappa Fangemeinde gegeben haben. Musical-und Theaterprojekte mit dem Grenzlandtheater und dem Theater K, Shows und Künstlerbegleitung u.a. mit der Band No Limit.

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  • Wassily Kandinsky: Klänge (2/2)

    · Hörspiel Pool - Bayern 2

    Tracks: 1. David Grubbs: Blätter, Länge: 01.31, E-Gitarre und Komposition: David Grubbs, Becken: Eli Keszler, aufgenommen von Mitch Rackin in der Seaside Lounge, Brookly, NY, Stimme: Gabriel Raab / 2. Jeff Beer: Hügel, Länge: 10.26, Komposition und Musik: Jeff Beer, Stimme: Detlef Kügow / 3. Sophia Domancich: Blick, Länge: 01.50, Klavier, Elektronik, Samples und Komposition: Sophia Domancich,Kontrabass: Yves Rousseau, aufgenommen am 29.September.2014 im Studio de Noel à Boynes, Toningenieur: Thibère Nömis, Stimme: Helga Fellerer / 4. Antye Greie: Hoboe, Länge: 02.28, Stimmen: Kaiku Choir Hailuoto, Stimme: Antye Greie-Ripatt / 5. Emily Manzo: Frühling, Länge: 04.01, Stimme, Gitarre und Komposition: Emily Manzo, aufgenommen von Andreas Schmid im Faust Studio, Scheer, Deutschland, Mix: Sarah Register / 6. Wreckmeister Harmonies: Glocke, Länge: 07.27, Musik: JR Robinson, Stimme: Detlef Kügow / 7. Federico Sánchez: Kreide und Ruß, Länge: 02.57, Musik und Komposition: Federico Sánchez, aufgenommen im Schamoni Film & Medien Studio, München im Oktober 2014, Stimme: Federico Sánchez / 8. Lydia Daher: Hymnus, Länge: 02.05, Stimme, Gitarre: Lydia Daher, Trompete, präpariertes Flügelhorn, Schlagzeug: Markus Christ, Kontrabass: Tobias von Glenck, Schallplatten-Schneidemaschine, Klarinette: Moritz Illner, Arrangement: Markus Christ, Lydia Daher, Tobias von Glenck, Moritz Illner, Mix: Moritz Illner / 9. Jeff Beer: Blick und Blitz, Länge: 06.31, Komposition und Perkussion: Jeff Beer, für Sprecher, aufgenommen im Tonstudio des HAWKHILL RECORDS Falkenberg, Mix: Andi Bauer, Stimme: Sebastian Weber / 10. Federico Sánchez: Einiges, Länge: 02.12, Komposition und Musik: S. Schnitzenbaumer (Belp), Federico Sánchez aufgenommen im Schamoni Film & Medien Studio, München, Oktober 2014, Stimme: Federico Sánchez / 11. Chris Cutler: Bunte Wiese, Länge: 04.17, zusätzlicher Text, Gesang: Susanne Lewis, Komposition und Schlagzeug: Chris Cutler, Bass, Gitarre: Bob Drake, aufgenommen und gemischt zwischen 23. September und 3. Oktober im Studio Midi-Pyrenees, Caudeval, Frankreich, Aufnahmen und Mastering Bob Drake, Stimme: Detlef Kügow / 12. Glenn Jones: Erde, Länge: 01.59, Musik: Glenn Jones, Musiker: Glenn Jones und Matthew Azevedo, Stimme: Sebastian Weber / 13. Antye Greie, Käfig, Länge: 03.50, Komposition und Musik: Antye Greie-Ripatti, Produktion, Mastering: AGF, Stimme: Antye Greie-Ripatti / 14. Saam Schlamminger: Anders, Länge: 01.10, Musik: Saam Schlamminger, Stimme: Detlef Kügow / 15. Sophia Domancich: Lied, Länge: 01.32, Musik: Sophia Domancich, Musik: Sophia Domancich (piano, electronique, samples), Sylvaine Hélary (flute) aufgenommen am 29. September 2014 im Studio de Noel á Boynes, Toningenieur: Thibère Nömis, Stimme: Sebastian Weber / 16. Emily Manzo: Weißer Schaum, Länge: 06.35, Musik: Christy und Emily Manzo, Stimme: Emily Manzo / 17. Glenn Jones: Das, Länge: 01.39, Musik: Glenn Jones, Musiker: Glenn Jones und Matthew Azevedo, Stimme: Helga Fellerer / 18. Emily Manzo: Nicht, Länge: 02.51, Musik: Emily Manzo, Emily Manzo (Hammond Orgel, Klavier), aufgenommen von Andreas Schmid im Faustz Studios, Scheer, Deutschland, Mix: Sarah Register, Stimme: Kathrin von Steinburg / Realisation: Karl Bruckmaier und die beteiligten Musiker / Redaktion: Herbert Kapfer / BR 2015 / Länge: 66'21 / Als "Klänge" von Wassily Kandinsky 1912 im Münchner Piper Verlag erschien, ahnten weder Verlag noch Öffentlichkeit, dass mit diesem schmalen Band mit seinen Holzschnitten und Prosagedichten ein heute legendäres Bindeglied zwischen Epochen und Stilen publiziert wurde. Kandinsky selbst betrachtete die entstandene Verknüpfung von Bild und Text als Befreiung, als Akt der Überwindung künstlerischer Beschränkungen. „In der Vergangenheit wurde ein Künstler stets schief angeschaut, wenn er sich schriftlich auszudrücken suchte – als Maler hatte man sogar mit dem Pinsel zu essen und so zu tun, als gäbe es keine Gabel.“ So wie sich Kandinsky in seiner Malerei Schritt für Schritt von der Gegenständlichkeit entfernte, so versuchte er parallel dazu in einer ihm (eigentlich) fremden Sprache die oberflächliche Bedeutung der Wörter zu überwinden, die Möglichkeit einer neuen Bedeutung, die sich nur in Klang und Rhythmus des jeweiligen Wortes erschloss, zu ergründen. Manches erinnert hierbei an die expressionistische Dichtung der Zeit, doch geht Kandinsky oft auch einen Schritt weiter, gelingen ihm Zeilen, die schon auf etwas verweisen, das bald Dada heißen wird. Kein Wunder, dass Hugo Ball über Klänge ins Schwärmen gerät: „Niemand, nicht einmal die Futuristen, haben die Sprache dermaßen ausgemistet.“ Wenn Kandinsky schreibt, können wir dem Maler beim Sehen zuhören – so nahe kommen wir selten dem Schaffensprozess eines Bildenden Künstlers. Dies mag daran liegen, dass für Kandinsky das Schreiben „bloß ein Wechsel des Handwerkszeugs“ ist: „Statt der Palette verwende ich nun die Schreibmaschine. Aber mein innerer Antrieb bleibt derselbe.“ Das Klänge-Projekt der Abteilung Hörspiel und Medienkunst des BR übergibt nun diese Texte Kandinskys nach über einem Jahrhundert einer neuen, pop-sozialisierten Generation von Künstlern – die meisten Musiker, manche auch in der Bildenden Kunst aktiv, manche selbst Kunstsammler und Kenner -, um auszuloten, welche Wechselwirkung die „pression intérieure“ des nachgerade archetypischen „modernen Künstlers“ Kandinsky in einem neuen Kontext auszulösen in der Lage ist.

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  • 00:38:03

    Ord och bild blir musik 4 - Daniel Börtz och Victoria Borisova-Ollas

    · Tollans musikaliska

    Hur gör tonsättare när de trollar fram den ljuvaste musik ur ord och bild? Vi möter Victoria och Daniel, inte kungligheterna utan de två tonsättarna Daniel Börtz och Victoria Borisova-Ollas. I fjärde programmet Ord och bild blir musik möter vi Victoria och Daniel   tonsättarna Daniel Börtz och Victoria Borisova-Ollas. Hur tonsätter han en målning av Goya? Hur komponerar hon en ny version av en gammal psalmtext som redan en manlig, död, vit mästare gjort klassisk? Han är sprungen ur den skånska myllan, hon är född i Vladivostok i Ryssland och utbildad i Moskva och London. Båda har en stark relation till språket och har gjort musik till både nutida och klassiska textförlagor. Skillnaden mellan att tonsätta klassisk och ny text är inte så stor. Det väsentliga är att den går att förankra i min egen tid. Men jag kan inte tonsätta en flummig text späckad av beskrivningar, utan föredrar det stramare, berättar Daniel Börtz, en av våra främsta opera- och oratorietonsättare. Operan Backanterna från 1991, regisserad av Ingmar Bergman, är baserad på Euripides talpjäs. Börtz skrev även musiken till oratoriet Hans namn var Orestes från 2004, baserad på Aischylos pjästrilogi Orestien. Operan Goya, om bildkonstnären, med musik av Daniel Börtz och libretto av Magnus Florin, hade sin urpremiär vid Göteborgsoperan 2009. Tonsättare funderar över detsamma som alla konstnärer: höjdpunkter, lågpunkter, lyriska passager och annat. Ett operaverk som bara går på och går på kommer ingenstans. Det är spelet mellan dagrar och mörker som skapar ett spännande, levande konstverk, berättar Daniel Börtz.   I mitt fall blir det sällan musik utan texter, vilka ofta ger mig inspiration till mina stycken, men jag skriver nästan aldrig för sång. Det sjungna ordet kan göra allt övertydligt, säger Victoria Borisova-Ollas. När jag läser en dikt hör jag genast olika tempi och orkesterklangens färg. Sedan kommer den inlärda tekniken in och jag är som en byggandsarbetare bakom partituret. Victoria Borisova-Ollas komponerade musik till en scenföreställning utifrån författaren Salman Rushdies 600-sidiga roman Marken under hennes fötter. Det blev 90 minuters musik där myten om Orfeus och Eurydike har en central plats. Men här är det Eurydike som räddar Orfeus tillbaka till livet. 2009 uppfördes Borisova-Ollas tonsättning av Psalm 42 i bl a Berlin. Stycket var beställt av den internationella Bachakademin i Stuttgart med anledningen av firandet av Felix Mendelsohn 200 år. Uppdraget var att skriva ny musik till en text som också Mendelsohn använt. Vi borde prata mindre om bra och dåligt, nyskapande och traditionellt. Man skall istället vårda det egna uttrycket. Alla människor kommer från olika källor, säger Victoria Borisova-Ollas.   SPELLISTA: Fanfare for the Uncommon Woman nr 1Joan Tower Marin Alsop, Colorado Symphony Orchestra Tower_ Fanfares For The Uncommon Woman, Etc _ Alsop, Et Al   Wings of the Wind Victoria Borisova Ollas Mats Rondin, m fl. The Triumph of Heaven Phono Suecia PSCD 171    Dionysos: Kvinnor Från Det Fjärran Asien Daniel Börtz  Sylvia Lindenstrand, Hovkapellet, Kjell Ingebretsen, m fl. Daniel Börtz - Ingmar Bergman  Backanterna CAPRICE CAP 22028 1-2    Hans Namn Var Orestes - Part 2 Sc. 4: Dom Mig Nu Skyldig Eller Frikänn Mig Daniel Börtz Alan Gilbert, Adrian Dolata, Etc.; Alan Gilbert: Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Börtz: Hans Namn Var Orestes (His Name Was Orestes) [Disc 2] BIS-CD-1653/54   Goya premiär Daniel Börtz Anders Larsson, Katarina Giotas, dir Joakim Unander, gbgoperans kör och orkester SR Liveinspelning, premiär 26/9 2009    Wings of the Wind Victoria Borisova Ollas Mats Rondin, m fl. The Triumph of Heaven Phono Suecia PSCD 171    The Ground Beneath Her Feet Victoria Borisova-Ollas, musik. Kemp, Edward /efter Salman Rushdie/ Sveriges Radios Symfoniorkester (ork) - Willén, Niklas (dir) - Lixenberg, Loré (mezz) - Persson, Olle (bar) - Sallmander, Reuben (rec) P2 Live klassiskt: 2008-05-22, Berwaldhallen   The Ground Beneath Her Feet U 2 U 2 The Ground Beneath Her Feet     The Ground Beneath Her Feet Victoria Borisova-Ollas, musik. Kemp, Edward /efter Salman Rushdie/ Sveriges Radios Symfoniorkester (ork) - Willén, Niklas (dir) - Lixenberg, Loré (mezz) - Persson, Olle (bar) - Sallmander, Reuben (rec) P2 Live klassiskt: 2008-05-22, Berwaldhallen   Psalm 42 Felix Mendelssohn Michel Corboz, dir. Gulbenkian Choir and Orchestra Mendelssohn Psalms Apex 2564616922       Wie der Hirsch schreit nach frischen Wasser - Psalm 42 Victoria Borisova-Ollas RIAS Choir & Radio Symphony Orchestra Berlin. Hans-Christoph Rademann, dir. Caroline Stein, sopran. Christoph Fischesser, bas. Jonathan dela Paz Zaens, berättare. Konzethaus Berlin 15/9 2009 Kulturradio Berlin RBB

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  • 00:39:34

    Matthias Jackel (2/2) | Führung ist die Kunst eine (rhythmische) Verbindung zwischen Menschen herzustellen

    · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Hier kommt der 2. Teil des Interviews mit Matthias Jackel. Hier noch einmal der Hinweis: Achtet auf die Geschichte ganz am Ende des Interviews, die eine wie ich finde sehr wichtige Botschaft beinhaltet. Und noch einmal der Aufruf an alle da draußen, Ihr MARKENREBELLEN, werdet zum Sender. Lasst diesen Podcast, diese Episode - keine andere; diese Episode - um die Welt gehen, damit die Welt ein Stück weit besser wird. Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Interview! Kurzportrait von Matthias Jackel Matthias ist seit dem 15. Lebensjahr Schlagzeuger Er ist Dipl.Ing. für Elektrotechnik Er hat zahlreiche praktische Erfahrung in den Bereichen Softwareentwicklung, Projektleitung, Call Center Management, IT Management, Trainingsbetrieb, Geschäftsfeldentwicklung und Consulting sowie Weiterbildungen in den Bereichen Teamentwicklung, Führungsmethoden, Vertriebsstrategien und Entwicklung immaterieller Firmenwerte Parallel zu dieser Laufbahn blieb immer die aktive Tätigkeit und Bühnenerfahrung als Schlagzeuger und Sohn einer Musikerfamilie 2004 erfolgte als Idee der Kombination aus Management-Erfahrung und interaktiven Trommelevents die Gründung von Drum Cafe Deutschland, Interaktive Musikevents 2014 gründete er die andante communications GmbH, Unternehmens- und Personalentwicklung 2.0 mittels Musik Kontakt Andante Communications Drum Café Mobile Apps Tabs Music Memory Musikempfehlung Al Jarreau Bobby McFerrin Buchempfehlung ...trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (Viktor Frankl) - Ebook - Buch - Hörbuch Webseitenempfehlung Newslichter   Podcast in Textform   Norman: Das ist auch interessanterweise in einem klassischen Lebenslaufs eines Unternehmers gar keine Station, wo ich Berührungspunkte habe oder im Studium damit überhaupt nicht konfrontiert werde. Wenn ich ein Unternehmen führen möchte, da geht es oftmals um Geschäftsmodelle, Businesspläne usw., aber eine Unternehmenskultur aufzubauen und solche Hilfsangebote den Mitarbeitern zu machen, um wirklich ein Team zu bilden, ist mir jetzt ehrlich gesagt noch nicht so untergekommen. Matthias: Na, da musst Du gar nicht über die Unternehmen nachdenken. Da kannst Du in unser Bildungssystem einsteigen. Und jetzt machen wir das nächste Thema auf: Mit der Klasse fangen die Noten an und wir bürsten die Kinder auf Konkurrenz und dann fangen sie an ihre Taschen auf den Tisch zu stellen, damit der Nachbar nicht abguckt. Dann sind sie irgendwann fertig konditioniert und kommen raus in Unternehmen. Dann sagst Du “Pass auf, daneben ist der Peter Müller. Mit dem sollst Du jetzt zusammenarbeiten”, dann sagt der: “Tut mir leid, habe ich nicht gelernt”. Ich möchte hier keine Pauschalkritik üben an unserem Bildungssystem. Das wird schon genug gemacht, aber dass wir uns bewegen müssen; dass wir in einer Welt leben, die einfach sich so verändert, dass wir vor allen Dingen Menschen brauchen - jetzt könnte ich meine eigenen drei Dinge wieder runterbeten - die frisch und frei durch’s Leben gehen und gefestigt Beziehungen aufbauen können und mit anderen Menschen sich verbinden können. Die vor allen Dingen kapiert haben, dass die großen Probleme in der Gemeinschaft gelöst werden und nicht alleine - dafür werden unsere Kinder und letztendlich auch unsere Mitarbeiter kaum ausgebildet. Am Ende davon hast Du immer noch wahnsinnig viele Firmen, wo die Entscheidung darüber, ob Du jetzt Deinen Bonus bekommst und Dir Deinen Wintergarten bauen kannst von persönlichen Zielen entschieden wird, die am Anfang eines Geschäftsjahres geschrieben wurden, die aber dann überhaupt nicht dynamisch angepasst wurden, weil wieder keine Sau dafür Zeit hatte. Dann fängt jemand an und sagt “Entschuldigung, da ist mir die Jacke doch wieder näher als die Hose, also den Wintergarten hätte ich gerne, also halte ich an den Zielen fest”, obwohl mittlerweile allen klar ist, dass der gesamte Unternehmenserfolg nicht erreicht werden kann, wenn wir dieses individuelle Ziel durchboxen. Das wird überhaupt nicht reflektiert. Das müssen Unternehmen einfach verstehen, dass das nicht der richtige Weg ist. Norman: Ja und wie Du sagst, also ich glaube über das Thema Bildung oder unser Schulwesen können wir eine eigene Podcast-Folge machen, weil das sehe ich auch als eine riesen Herausforderung: Dort, wo Du heute ansetzt, das ist ja im Grunde über teilweise Jahrzehnte konditionierte Denke. Und das wieder aufzubrechen braucht auch von Deiner Seite oder auch von Seiten der Unternehmer, die Dich engagieren und die auch das Vertrauen in Dich setzen. Das ist ein unglaublicher Energieaufwand, um wieder im Kopf aufzumachen; um Liebe überhaupt empfangbar zu machen. Matthias: Ja absolut. Das Geschenk, dass wir auch mit Schulkindern arbeiten dürfen - das können wir leider nicht so oft machen, es muss ja auch immer ein Sponsor dafür gefunden werden, wenn wir das nicht in der eigenen Region machen. In der eigenen Region wir immer mal was - Communityarbeit. Wenn da eine Schule auf uns zukommt, dann machen wir uns echt krumm, dass da was geht. Aber im großen Stil ist es schwierig für uns. Dann hast Du Deine Schule mit 600 Schülern und dann sind die ganzen Stühle durchorganisiert und die Lehrer laufen vor den Schülern und führen die an den Platz und setzen sich nebendran und passen auf, dass die bloß keinen Quatsch machen. Und da sag ich immer “Leute, Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was es bedeutet, wenn 1.000 oder 600 Vertriebsmitarbeiter in einen Raum reinkommen. Das ist das pure Chaos. Warum glaubt Ihr eigentlich, dass Eure Kinder das nicht hinkriegen? Lasst die doch einfach mal in den Raum stürzen. Lasst die doch einfach mal eine Trommel in die Hand nehmen und die Energie spüren. Kontrolliert die doch nicht schon wieder!” Weißt Du wie schwer das für die Lehrer ist, da loszulassen? Die haben ständig das Gefühl, sie müssten die Supervisor ihrer Schüler sein. Ich sage “Nee, nee, pass mal auf: Für die nächsten 45 Minuten gehören die mir. Du kannst Dich also mal ganz genüsslich zurücklehnen, die Trommel nehmen und einfach nur mitmachen” und dann stellen die fest, dass die Kinder in diesem freien Feld wunderbar funktionieren - also funktionieren ist der völlig falsche Ausdruck, aber etwas erreichen wollen und mitmachen und konzentriert sind. Plötzlich werden sie losgelassen, plötzlich funktioniert’s. Norman: Vor allen Dingen finde ich das Bild sehr schön, dass Du im Grunde die Trommel eines jeden Menschen ansprichst. Also der Herzschlag ist ja eigentlich die eigene innere Trommel. Die mal wieder zu hören und die mal wieder auch zu spüren, das verdient eigentlich ein Unterrichtsfach in der Schule. Diese Achtsamkeit, Wahrnehmung, wie gehe ich mit anderen Menschen um? Wie gehe ich mit mir selbst um? Den Selbstwert eigentlich mal zu hinterfragen - ich denke, das sind auch wichtige Fähigkeiten, die man so in seiner Persönlichkeitsentwicklung auch - um mal wieder die Klammer zum Rebellen zu machen - als Marke; das ist einfach wichtig, dass das Bestandteil ist oder dass man diese Fähigkeit sich einfach wieder zurückholt und wieder erlernt. Matthias: Ja, das ist genau der Punkt. Um genau das aufzugreifen, was Du hier auch verfolgst. Als Marke musst Du einfach auch Zeit damit verbringen zu erkennen: Wer bin ich eigentlich? Da ist ja auch ganz viel wissenschaftliches Wissen hinten dran, weshalb das Ganze so funktioniert. Wenn Du heute eine Trommel trommelst und machst diese links-rechts-Bewegung, dann bringst Du Dich durch diese ständige Verbindung von linker und rechter Gehirnhälfte in einen Zustand, wie wenn Du träumst. Das heißt also, im Tag - Wachzustand - fängt Dein Gehirn an, in den Modus zu verfallen, indem es sein Unterbewusstsein aufarbeitet und das merkst Du noch nicht einmal großartig; das passiert einfach. Und deswegen ist es extrem gesund dafür, weil Du dann raus gehst als hättest Du einen guten Traum gehabt, wo Du den ganzen Schrott von gestern einmal verarbeitet hast. Nutzen wir das in der Schule? Machen wir das? Gehen wir mal von der Schule weg: Wenn ich heute zu Unternehmen sage “Nimm mal morgen Dein Meeting. Wenn die Leute alle mit so einer Krawatte da rein kommen, dann geh mal nicht gleich in die Themen, sondern lass die mal aus Spaß eine La Ola machen, wie im Stadion”. Das finden die Scheiße, das sage ich Dir jetzt schon. Aber da gehst Du drüber weg und sagst Leute, ich habe da so eine Idee gehört. Wir machen mal eine La Ola und dann machst Du sie von mir aus ein bisschen komplizierter, indem die Leute zum Beispiel rechts zweimal klopfen und links zweimal klopfen, dass die so ein Kreisding machen und dass die ein bisschen mehr drauf achten müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass die das nicht so toll finden werden, wirst Du feststellen, dass der Vibe sich im Raum komplett ändert. Die Krawatte ist längstens ein bisschen abgebaut und der Mensch, der neben Dir sitzt, auf den Du gerade noch sauer warst wegen einem Projekt, von dem hast Du gerade den Rhythmus übernommen und wieder zurückgegeben. Du hast Dich mit dem verbunden und plötzlich gehst Du mit dem anders um. Das ist einfach so. Vielleicht sind es nur 3%, aber es sind verdammt wichtige 3%, was Deine innere Haltung den Menschen gegenüber jetzt verändert hat. Damit ist das Spielfeld erweitert, mit dem Du arbeiten kannst. Darum geht es letztendlich, diese Techniken anzuwenden. Die müssen in der Schule angewendet werden, die müssen auch im Unternehmen angewendet werden. Wir müssen einfach ständig darauf achten, dass die Leute nicht aus der Verbindung gehen, dass sie sich nicht isolieren. Norman: Ja, vor allen Dingen das auch geliefert zu bekommen. Du hast es vorhin mit den Nachrichten gesagt. Das ist natürlich bequem sich zurückzulehnen und nachgerichtete Informationen zu erhalten - also eigentlich die ganze Zeit auf Empfänger eingestellt zu sein -, anstatt sich zu überlegen Hey, warum werde ich nicht selbst zum Sender? Das was Du gerade mit der La Ola beschrieben hast: Ich hatte so einen ganz interessanten Move gemacht in einem Coaching und habe einfach die Abteilungen, die vor mir saßen, gebeten, ein lebendes Organigramm zu machen. Die sollten sich also mal an die Hand nehmen und sich so verbinden, wie sie in der Firma berichten; wie sie kommunizieren. Und das war total spannend, weil auf der einen Seite das Chaos perfekt war. Viele Leute wussten gar nicht: Wen muss ich jetzt eigentlich an die Hand nehmen? Also die Kommunikationswege waren überhaupt nicht geklärt, aber allein - und das war das Emotionale daran - den an die Hand zu nehmen, den ich da vielleicht als meinen Vorgesetzten verstehen soll… diesen Moment einfach zu erleben und sich bewusst zu machen: Wo geht denn die E-Mail hin, die ich jetzt zwei Räume weiter schicke? Das war für die Leute ein sehr bewegter Moment, also diese Wahrnehmung wieder zu aktivieren. Matthias: Ja, warum? - Weil Du damit ein Urgefühl, einen Urwunsch von den Menschen wieder bedient hast. Du hast gesagt der Herzschlag. Das war ja das, was wir gehört haben. Alles was passiert in den neun Monaten ist körperlich. Du hörst den Herzschlag ab dem 5. Monat. Du bewegst Deinen Arm, kommst an den Bauch von Deiner Mutter und merkst “Ah, da ist ein Rand”. Also, ich meine, natürlich reflektierst Du das nicht. Du kannst es nicht Worte kleiden, aber es passiert einfach. Du kommst auf die Welt: Das ist körperlich; extremst körperlich. Du fängst an zu laufen, Du fällst auf die Nase, das tut weh, das blutet, Du stehst wieder auf - alles Körper, Körper, Körper. Dann gehst Du in die Schule und da sagt der Lehrer “Halt die Beine still”. Und ab dann geht’s abwärts. Und ab dann hast Du plötzlich Chefs, die Du nicht mehr anfassen darfst und plötzlich geht der Mensch aus dem Körper raus und wird zu einem kognitiven Geistwesen. Das kann nicht gesund sein! Und das ist, was die Menschen spüren. Und wenn Du dann hergehst und sagst “Berührt Euch mal”, dann können die sich das erstmal nicht vorstellen. Was wir in den Events immer wieder machen ist, wir lassen sich die Leute einfach mal massieren. Und als ich dann vor 12 Jahren das erste Mal überlegt habe Mann, machst Du das jetzt auch in Deutschland?  Ich habe mich da auch  mit einer südafrikanischen Firma unterhalten. Es ist ja keine amerikanische Idee, sondern es ist eine südafrikanische Idee. Die ist cool - Regenbogenland - Weißt Du was, Matthias, probiere es mal aus. Dann habe ich es einmal ausprobiert: Wow! Dann habe ich es zweimal ausprobiert: Wow! Dreimal, viermal, fünfmal, zehnmal… Bis zum heutigen Tag sage ich Dir: Wir haben 2.600 Veranstaltungen gemacht. Da habe ich glaube ich in 2.000 Veranstaltungen die Massage auch irgendwie gemacht - bei 600 war es zeitlich nicht möglich, warum auch immer - und es ist immer, IMMER, der Moment, wo selbst die komplizierteste, kritischste, zurückhaltendste Gruppe komplett aufmacht und Du das Gefühl hast: Jetzt ist plötzlich der Mensch da. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht, dass ich gesagt habe, das ist fundamental über was wir hier reden Dass ich Unternehmen habe mit denen ich 8 - 10 Stunden meiner Zeit verbringe und ich darf die anderen Menschen nicht anfassen und ich muss auch noch siezen. Das ist doch Wahnsinn! Norman: Das ist auch ein super schönes Bild: Durch eine Massage überhaupt dem anderen etwas Gutes zu tun oder gutzutun, also sich vielleicht auch abends mal ins Bett zu legen und mal zu reflektieren und zu sagen Wem habe ich denn am heutigen Tag Gutes getan? Und wenn ich mir das Schulsystem mal anschaue, wo ja die Idee herrscht, das zu trennen; also, wenn ich eine Klassenarbeit schreibe, dann werde ich dafür bestraft, mir Feedback von meinem Kollegen nebenan zu holen. Das habe ich schön alleine zu lösen und das machst Du halt ein paar Jahre und dann gehst Du ins Berufsleben und bist dann auch die Oneman-/Onewoman-Show. Matthias: Richtig, ja klar, da ist ein System hinten dran, weil die Leute irgendwelche Metriken brauchen auf Basis derer sie entscheiden können, ob das jetzt ein guter Mitarbeiter ist oder nicht. Dabei sind diese Fertigkeiten oft in der Zukunft gar nicht mehr gefragt. Wir reden über Industrie 4.0; wir reden über Digitalisierung; wir reden über disruptiven Wandel; wir reden über - Mein Gott, ja? Wir brauchen das nicht mehr. Das Abfragen von Wissen ist ein riesen Thema, aber Strich drunter: Wir brauchen Menschen. Wir brauchen da draußen Menschen, die in der Lage sind, mit Menschen zusammen zu arbeiten. Das bedarf eines komplett anderen Bildungssystems und es bedarf auch einem komplett anderen Fortbildungssystems in den Unternehmen und es ist ein spirituelles Thema. Punkt. Norman: Lass uns nochmal ganz kurz in unser heutiges Zeitalter eintauchen: Welchen Einfluss, welche Veränderung hat die Digitalisierung aus Deiner Sicht auf die zwischenmenschliche Kommunikation; auf die Kommunikation im Unternehmen? Matthias: Das ist cool, dass Du mich das fragst! Weil das ist etwas, was mich… vor zwei Monaten habe ich einen Kongress begleitet, wo sich die Führungs-IT CEOs getroffen haben und darüber geredet haben, was die Digitalisierung eigentlich für sie bedeutet. Aus einer dieser Veranstaltungen bin ich rausgegangen und dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Da habe ich gesagt Wie cool ist denn das?! Wenn Du Dich mit spirituellen Themen befasst, dann kommst Du irgendwann an den Punkt, dass es scheinbar eine Wahrheit gibt, dass der Mensch in Verbindung zueinander steht. Und zwar nicht nur der Mensch, sondern eigentlich alle Lebewesen. Wenn Du Dir Filme anguckst wie “Avatar”, dann thematisiert er das sogar. Die ganze Idee von “Avatar” mit den Bäumen und allem drum und dran, ist im Grunde der Versuch über einen Hollywood Blockbuster den Menschen klarzumachen “Hey, alles ist miteinander verbunden”. Wir schauen diesen Film, wir finden ihn super, wir hassen die Truder und sind mit den Navii verbunden, aber letztendlich, wenn dann einer sagt “Du übrigens, weißt Du was: Das ist wirklich so. Du bist allen Lebewesen auf dieser Welt in irgendeiner Form verbunden. Es gibt eine Connection”, dann sagen alle “Nee, nee, nee, nee, nee. Das ist eine Ellbogengesellschaft”. So. Und weil wir auf einer phänomenologischen Ebene nicht bereit sind, die Verbindung aller Menschen zu akzeptieren, bilden wir sie auf einer digitalen Ebene nach. Das ist meine Schlussfolgerung. Warum wir das so cool finden, dass wir Globalisierung und Digitalisierung und Clouds und sowas, Facebook, Twitter, wie es alles heißt - wir versuchen digital, elektronisch abzubilden, was eigentlich phänomenologisch schon immer existiert. Nämlich, dass jeder Mensch mit jedem Menschen direkt und jederzeit und rund um die Uhr verbunden ist. Norman: Stark! Das muss man sich mal vorstellen… Also ich habe jetzt “Avatar” im Kopf und diese ganze - es gibt so ein Vernetzungsbild der Welt durch die digitalen Medien. Im Grunde ist es genau das und im Grunde ist es eigentlich auch die tiefe Sehnsucht in uns, das zu verstehen, auch wenn wir das mit unserer Ration nicht hinkriegen, weil wir die Verbindung nicht sehen können. Das findet ja auf einer anderen Ebene statt, aber die digitalen Medien zeigen uns das ja im Grunde, wie schnell es doch ist, Kontakt mit jemand anderes aufzunehmen, der am anderen Ende der Welt sitzt. Matthias: Ja und das genießen wir. Das ist der Wandel der durch Digitalisierung kommt, den ich sehr begrüße. Norman: Ja, ja. Es ist auch ein unglaublicher Wissensdurst, der auf einmal gestillt werden kann. Das Wissen hat jetzt eine ganz andere Verfügbarkeit. Man kann, wenn man sich den Dingen tatsächlich öffnet, viel von anderen wiederum lernen, was ja früher in der Steinzeit Gang und Gäbe war, dass man von der Gesellschaft, der Gemeinschaft in der man gelebt hat, gelernt hat. Die Jüngeren haben von den Älteren gelernt, genau das kann ich jetzt ohne Grenzen ausleben. Wir haben maßlos überzogen, aber ist egal, wir machen zwei Teile daraus. Mir ist das persönlich einfach ein großes Anliegen, weil ich glaube, das was wir heute hier besprochen haben, ist das Fundament, was es einfach geben muss, um Dinge dann darauf zu setzen; um ein glückliches Leben draufzusetzen; Liebe draufzusetzen; um Karriere, wie auch immer man Karriere definiert; um Erfolg, wie auch immer man Erfolg definiert da draufzusetzen. Wenn diese Basis nicht gesund ist, wenn die nicht stabil ist, wenn die mich nicht gesund hält und mein Mindset positiv beeinflusst oder mich positiv stimmt gegenüber anderen, dann funktioniert das alles nicht. Dann kann ich weder eine Marke bauen, noch kann ich irgendwie ein glücklich erfülltes Leben führen. Deswegen finde ich wichtig, Deiner Botschaft Raum zu geben. Matthias: Das ist schön, dankeschön! Norman: Ich habe zu danken! Im Rahmen der Community von MARKENREBELL danke ich Dir, dass Du heute da bist. Noch eine Frage, die Dich betrifft: Wie triffst Du persönlich Entscheidungen? Nicht nur Business-, sondern auch Lebensentscheidungen? Ist es Kopf, ist es Bauch, ist es eine Mischung davon? Wie triffst Du Entscheidungen? Matthias: Ah, auch eine schöne Frage! Da wird wahrscheinlich ein kleiner Tipp rauskommen zum Abschluss unseres Gesprächs. Also: Es gibt Dinge, die kann man ganz gut mit dem Kopf entscheiden und da bin ich auch Kopfmensch. Ich bin in meinem Herzen ja auch Ingenieur. Wenn irgendwas im Kopf gelöst werden kann, dann werde ich auch alle Mittel verwenden, um das zu machen. Aber es gibt einfach Dinge, die sind mit dem Kopf sehr, sehr schwer zu entscheiden und da glaube ich, hat unser Körper eine ganze Menge Intelligenz, die man anzapfen kann. Den Trick, den ich tatsächlich praktiziere: Ich werfe eine Münze. Das klingt jetzt erstmal banal. Ich sage Kopf ist A, Zahl ist B. Und was dann passiert ist, die Münze wird mir irgendein Ergebnis liefern. Und wenn ich dann auf das Gefühl achte, was in mir hochkommt, dann treffe ich meine Entscheidung. Mit anderen Worten: Die Münze sagt A und innen drin, gibt es ein kleines Rumoren im Bauch, das sagt Äh, das finde ich jetzt eigentlich nicht so schön und dann mache ich B. Norman: Sehr cool. Matthias: Und wenn die Münze A sagt und ich denke innerlich Ja, das ist gut so, dann mache ich A. Und das ist unfassbar, dass das grandios funktioniert. Und auf die Weise habe ich eine Technik um mein Bauchgefühl gebastelt. Erfunden habe ich es auch nicht, aber es ist eine ganz wunderbare Technik, um Entscheidungen zu treffen, wenn man keine kognitiven Mittel hat. Norman: Es ist vor allen Dingen genial, weil Du nimmst eine Verbindung mit Deinem Unterbewusstsein auf. Das ist echt cool, sehr geil! Gibt es ein Projekt in Deinem Leben, jetzt gerade, für das Du brennst oder was Du gerne leidenschaftlich vorantreiben willst? Matthias: Was ich leidenschaftlich vorantreiben will und was gar nicht so einfach ist ist, dass ich die Entscheidung getroffen habe Was mache ich eigentlich aus dem, was wir jetzt mit dem hier tun? Also, wir sind ja eine relativ kleine Firma. Baue ich jetzt einen 100 Mann Consulting Betrieb auf, mit dem ich irgendwelche geschulte Menschen durch die Gegend schicke und Firmen permanent begleite und dann auch ein bisschen von mir abhängig mache? Meine eigentliche Idee ist, dass ich gesagt habe: Es ist an den Punkt gekommen, dass wir mit Millionen Menschen Musik und tausende Veranstaltungen gemacht haben und dieses ganze Wissen, was drin steckt, möchte ich lückenlos weitergeben. Wir bauen also jetzt ein Trainersystem auf. Was das Curriculum betrifft: Es mag ein Kickoff geben oder eine Initialzündung in Form eines Events. Da mag es ein Projekt geben, wo wir vielleicht in 1 - 3 Workshops mit den Kunden machen mit andante communications und herausarbeiten, was könnte zum Beispiel ein Wertemodell sein oder ein Führungsmodell für das Unternehmen? Dann geht es aber darum, das Ganze im Unternehmen aber auch leben zu lassen. Das kannst Du ja nicht von heute auf morgen ändern. Das sind ja Entwicklungsprozesse und da ist mein nächster Schritt, dass ich sage, ich will die Trainer des Hauses darin schulen, in der Art, wie wir mit Musik umgehen, sodass sie es bei sich selber anwenden können und dann einfach ihr eigenes Ding daraus machen. Insofern haben wir im August letztes Jahr zum ersten Mal einen Piloten dazu gemacht und haben uns drei Tage lang mit hochkalibrigen Trainern und Personalführungskräften zurückgezogen an einen schönen Ort in der Vulkaneiffel und haben einfach drei Tage lang miteinander gearbeitet. Das war für mich im Grunde genommen die Erkenntnis: Da geht es hin. Du musst dieses Wissen weiter geben, wobei es ja auch Wissen nehmen ist. Es muss einfach diese ganze Weisheit, die auch in anderen Coaches und Personalverantwortlichen steckt, da mit rein fließen und daraus muss ständig etwas Größeres, Neueres entstehen - eine ganze Community. Weil nur so kann es relativ schnell dann auch groß und wirkungsvoll werden, statt dass ich hier wieder eine Organisation aufbau, mit der ich die ganzen Herausforderungen einer großen Organisation auch wieder habe. Das will ich auch gar nicht. Ich will klein bleiben. Train the Trainer, Wissen weitergeben, bedingungsloses Geben und dann gucken, was daraus passiert. Das ist im Grunde meine Strategie für die Zukunft. Norman: Sehr stark! Zu diesem Podcast wird es ja auch noch die Shownotes geben. Wir werden alles, was Dich betrifft mit Deinen ganzen Unternehmen, mit Deinen Angeboten, werden wir mit verlinken und ich habe mir gerade etwas überlegt: Wir sind ja jetzt in der Zeit vor Weihnachten. Der Redaktionsplan würde vorsehen, das Interview mit Dir im Februar rauszubringen und ich glaube, Weihnachten, die Zeit der Besinnung, der Konzentration auf sich selbst - ich glaube, wir müssen diesen Podcast mit Dir einfach zu Weihnachten rausbringen.   Matthias: Das ist schön, das freut mich! Dankeschön dafür. Norman: Dass wir einfach eine Nachhaltigkeit schaffen. Matthias, ich habe zum Schluss noch eine kleine Quick Q&A Session, in der ich Dir ein paar Fragen stelle und Du aus dem Bauch heraus mit Deinem Unterbewusstsein versuchst Antworten zu finden. Hast Du Lust? Matthias: Was, wenn ich nein sag? Nein, natürlich nicht.   Norman: (lacht) Wenn Du schon mal da bist. Okay: Was hat Dich anfangs davon abgehalten Unternehmer oder auch Marke zu sein? Matthias: Das sind ja zwei Fragen, gell? Also Unternehmer… Das habe ich ja eigentlich vorhin schon erzählt und Marke ist insofern für mich schwierig als das; alles was ich tue ist im Grunde genommen Menschen in die Selbstständigkeit zu führen und zu sagen: Ihr seid die Marke. Ihr müsst was aus Euch machen und ich bin wirklich unwichtig. Ich bin nur ein Ermöglicher. Ein englisches Wort “Facilitator”. Und das widerstrebt mir tatsächlich fast zu sagen, ich bin eine Marke; wie so eine Ikone, zu der man am Ende vielleicht sogar noch aufblickt. Das geht gar nicht für mich. Und gleichzeitig erkenne ich natürlich auch, dass wenn die Menschen nicht mit einem bestimmten Begriff oder von mir aus auch einen Namen, bestimmte klare Botschaft erkennen und das ist ja eine Marke mit einem klaren Serviceangebot, dass es dann für sie schwierig ist und dass ich einfach sehr viel Energie reinstecken muss, um zu erklären, was es mit der Musik und all der Spiritualität auf sich hat. Wenn es eine Marke gäbe, die sagt: Musik, Spiritualität, das ist Marke X, dann wäre das natürlich hilfreich. Insofern denke ich da auch drüber nach, aber das hat mich am Anfang ein bisschen davon zurückgehalten. Norman: Ja, das ist übrigens auch was, wo ich noch aufräumen möchte mit dem Begriff, weil mit Marke verbinde ich eher Coca Cola & Co. Wenn ich aber an die Ursprünge - und ich veröffentliche ja jede Woche aus dem Buch, an dem ich schreibe - der Marke gehe, dann geht es im Wesentlichen um Vertrauen. Also Vertrauen zu einer Person zu haben, die mit mir ihre Erfahrung teilt. Ja, sehr schön. Was ist das eine Wort, wofür Du selbst als Persönlichkeit bekannt sein willst oder schon bist? Matthias: Wenn sie das Wort authentisch hochpoppen würden/hätten, würde mich das sehr freuen. Norman: Okay, cool. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf Dein heutiges Leben oder auf Dein Business? Matthias: Es war ein Drum Café Event und das ist wirklich eine True Story. Das war auch so ein Wendepunkt in meinem Leben, der mir vorhin gar nicht eingefallen ist: Es war ein Drum Café Event und da kam tatsächlich eine Frau nach dem Event zu mir und hat gesagt: “Das war ziemich geil was Du da gemacht hast. Weißt Du eigentlich was Du da machst?” Und ich so “Ja, na klar weiß ich, was ich mache”. Dann hat sie gemeint “Nee, nee. Was Du da machst ist im Grunde genommen ein schamanisches Ritual” und da hatte ich schon keine Ahnung, was das bedeutet und habe gesagt “Aha, okay”. Dann hat sie mir in die Augen geguckt und hat gesagt “Weißt Du, das ist ein sehr, sehr, sehr kraftvolles Tool, was Du da verwendest” und dann hat sie mir noch tiefer in die Augen geguckt und hat gesagt “Ich hoffe, Du bist ein guter Mensch”. Damit hat die mich stehen lassen. Die hat mich da wirklich stehen lassen und ich weiß bis heute noch nicht einmal, wie die Frau hieß. Diese Szene könntest Du wirklich in Hollywood verfilmen und die Frage, ob ich ein guter Mensch bin oder nicht, das ist eine schwierig zu beantwortende Frage, aber es hat definitiv - und das war der Rat: Das was Du kannst, das was Du tust, tue es um Gutes zu erzeugen. Geh abends ins Bett und hab wenigstens einmal shining eyes in ein paar Augen erzeugt. Dann schlaf ein. Wenn das nicht möglich war, dann versuch morgen irgendetwas anderes zu machen, aber einmal shining eyes und einmal was Gutes tun. Das hat mich wirklich sehr, sehr, sehr bewegt. Norman: Wow, das glaube ich! Echt wertvoll, krass. Sehr gut, Wahnsinn!! (lacht) Ich habe auch gerade ganz viele Bilder im Kopf, aber auch das, was Du gerade gesagt hast, finde ich extrem wichtig - zu schauen, was kannst Du tatsächlich geben? Sehr wichtig! Kannst Du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, welches Du selbst einsetzt? Matthias: Ich bin kein großer Tool… außer, dass wir auch Datenbanken haben, um Gottes Willen, da will ich keinen mit langweilen. Aber Internetressource, ganz allgemein: Benutzt das Internet einfach weise. Ich habe zu Zeiten angefangen Software zu programmieren, da gab es einen coolen Spruch “Wenn Du im Internet etwas suchst, das ist wie der Versuch aus einem Feuerwehrschlauch einen Schluck Wasser zu trinken - ziemlich schwierig”. Das ist ja heute besser geworden, aber wir müssen uns einfach bewusst sein, dass im Internet alles steht. Es steht jeder Mist drin, jedes Üble und es stehen aber auch wahnsinnig viele tolle Ideen: Lösungen, Dinge die funktionieren, Success-Stories, alles. Wenn ich einen Tipp für jemanden habe, dann ist es Nutze das Internet Weise. Wählt Eure Facebook Freunde weise. Sucht Euch Menschen, die Euch gute Energie geben. Sucht Euch Quellen für Botschaften und das haue ich jetzt natürlich raus: Es gibt so eine Webseite, die heißt Newslichter. Da bin ich Partner von und die unterstützen wir jedes Jahr. Das ist einfach jemand, die schickt jeden Tag eine Botschaft raus, wo irgendwo auf der Welt irgendwas richtig funktioniert, neu gemacht wird, ausprobiert wird und sich dem zu öffnen, das zeigt Dir, dass nicht alles so schlimm ist da draußen. Was bei uns auch gar nicht stimmt. Wir sind so weit gekommen als Gesellschaft, als Kultur, wir müssen nur positiv weiter machen und da den Fokus drauf legen und nicht auf das ganze Negative. Das muss man managen, aber inspirieren lassen müssen wir uns von dem Positiven. So das Internet zu nutzen und alle Tools, die es da draußen gibt, das ist meine ultimative Empfehlung. Norman: Sag nochmal die Webseite. Matthias: Newslichter.de, eine ganz tolle Seite. Eine von einigen und definitiv vor allem ein Licht, ja. Norman: Schön, ja. Welche drei Mobile Apps benutzt Du am Liebsten? Was ist auf Deinem Startscreen auf dem Smartphone. Matthias: (lacht) Da muss ich mal gucken. Natürlich solche Dinge wie Kalender und so ein Kram. Ich meine, ich habe auch viele Dinge zu tun, aber eigentlich sind meine zwei Lieblingsapps einmal Tabs. Dass wenn ich ans Klavier gehe, mir einfach Akkorde runterhole und einfach irgendwelche Songs spiele. Das zweite ist von Apple eine ziemlich coole. Das heißt Music Memory. Da kannst Du auch irgendwelche Songs einspielen und der macht Dir gleich einen Bassisten und einen Schlagzeuger dazu. Da verneige ich mich wieder vor Apple und sage: Was für ein saucooles Tool ist das denn?! Wenn ich mich emotional verbinde mit meinen Apps, die da vorne drauf sind, dann sind es tatsächlich diese beiden Music Apps, weil ich genau weiß, das sind meine Anker, wenn es gerade bei mir auch ein bisschen schwierig ist, mit denen ich mich wieder rausreißen kann. Alles andere ist Orgakram. Norman: Sehr schön. Da sind wir schon bei dem Thema Musik - schöne Überleitung zur nächsten Frage: Was hörst Du für Musik? Matthias: Furtwängler hat immer gesagt “Es gibt keine schlechte Musik, es gibt nur schlecht gespielte Musik”. Insofern… das ist auch so ein “habt-mich-alle-lieb-Spruch”, aber es unterliegt mir schon. Wenn es gut gemachte Musik ist, dann gibt es eine ganze Menge, aber ich mag sehr rhythmische Musik. Rhythm & Blues oder Funk, Soul, das ist so meine Musikrichtung. Norman: Sag mal ein paar Künstler. Matthias: Ich war gerade vor zwei Wochen auf einem Konzert von Al Jarreau. Al Jarreau, Bobby McFerrin, das sind tolle Leute und Al Jarreau, der ist auf Krücken auf die Bühne gegangen und das war ein sehr bewegendes Konzert. Den Mann begleite ich eigentlich seit 30 Jahren, seit ich das erste Konzert von ihm gesehen habe. Das ist jemand, der mit 80 Jahren noch auf die Bühne geht und die Herzen der Menschen erwärmt, mit dem was er macht und einfach nur geil! Norman: Schön! Die letzte Frage, der Klassiker in jedem Podcast, darf nicht fehlen: Buchempfehlung. Gibt es ein Buch oder mehrere, was in Deinem Leben einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt das Buch und worum ging es in diesem Buch? Matthias: Das ist doch eine klasse Brücke über unser gesamtes Gespräch, weil damit habe ich es ja fast begonnen. Es gibt wahnsinnig viele Bücher, das wissen wir alle. Was mich am meisten tatsächlich bewegt hat ist dieses Buch von Viktor Frankl “Trotzdem Ja zum Leben”. Damit die Leute wissen, worum es da einigermaßen geht: Viktor Frankl ist im Grunde genommen neben Jung und Freud die dritte Wiener Schule in der Psychologie. Er war ein ziemlich berühmter Psychologe, als er den Holocaust zu spüren bekam. Ich weiß aus dem Kopf nicht genau, wo er war, aber es war einer dieser Orte, wo einer von 29 Menschen überlebt haben und er war halt einer davon. Das ist eine krasse Geschichte! Und ich glaube, dass nur er mit seinem Background und mit dieser Geschichte überhaupt das Recht hat so kristallklar darüber zu schreiben, was es bedeutet, dass es nichts bringt, sich als Opfer hinzustellen und zu sagen “Die Welt ist so böse und die tut mir Böses”, sondern es absolut lebensrettend ist, die Entscheidung zu treffen, zu sagen: “1. Ich muss entscheiden, wie ich auf etwas reagiere und 2. Ich muss wissen, was ich in meinem Leben noch vorhabe, weil ein gutes Warum jedes Wie erklärt. Da kann ich jedes Wie ertragen, wenn ich weiß warum. Und solange ich mir diesen Sinn gebe, kann ich auch als einer von 29 den Holocaust überleben, weil die die den Sinn verloren haben”, das hat er geschrieben “waren die, die drei Tage später tot waren”. Wie gesagt, ich hoffe wirklich, dass diese Erfahrung niemand auf der Welt machen muss, was da passiert ist, aber er hat eigentlich als einer der ganz wenigen Menschen das Recht so konkret auf den Punkt zu erklären, dass die Entscheidung bei uns liegt. Es lohnt sich wirklich das zu lesen. Das ist ein großes Buch! Norman: Stark! Auch die Frage nach dem Warum finde ich einen ganz wesentlichen Punkt, ja. Wow! Wir sind am Ende unseres Gespräches, Matthias. In jedem Satz habe ich so viel entdeckt. Ich glaube, ich muss das selbst noch fünfmal hören, um alles noch einmal reflektieren zu können. Ich würde Dir gerne das Schlusswort überlassen, bevor wir uns verabschieden. Kannst Du uns noch einen Tipp mit auf den Weg geben oder vielleicht noch einen letzten Gedanken mit uns teilen, bevor wir das Interview beenden? Matthias: Ich sage Dir ganz offen: Die Frage überrascht, ich bin ja selber… weil Du mich auch nach dem Buch gefragt hast. Wenn ich dann über Viktor Frankl nachdenke. Das fällt mir sehr schwer. Ich kann mich eigentlich fast nur wiederholen. Ich glaube, wenn es einen Tipp gibt, dann glaubt jeder an sich selbst und akzeptiert, dass wir alle einzigartig sind und dass wir alles in der Hand halten. Das kann eine großartige Welt sein und ich will jetzt auch nicht pathetisch klingen in den letzten Worten, aber wir haben so viel Power in uns und wenn Menschen morgens aufwachen und feststellen, dass sie es in der Hand halten, der Change selber zu sein, dann bewegt sich was. Jetzt sage ich Dir noch eine Geschichte und dann weißt Du, worum es eigentlich geht: Du liest draußen Zeitungen und Du siehst, was alles Böses in der Welt passiert und alle erklären sie Dir, was alles Schlimmes passiert. In Newslichter war ein Bericht vor drei Monaten und der hat mir echt geholfen, mich ein bisschen einzunorden, wie man damit klarkommen kann. Dieser Bericht ging über sogenannte Imagozellen. Das sind ganz spezielle biologische Zellen, ich kannte die vorher auch nicht und die sind in einer Raupe drin. Das sind die Zellen, die quasi anfangen die Transformation einzuleiten, sodass aus der Raupe ein Schmetterling wird. In der Raupe fangen die an mehreren Stellen zu wachsen und die einzelnen Zellen wissen natürlich logischerweise nicht, dass es noch andere Zellen in der Raupe gibt, die jetzt anfangen, die Transformation einzuleiten. Jetzt kommt aber das Geile an dem Bild: Das Geile ist, der restliche Zellkörper in der Raupe empfindet die Imagozellen als Fremdkörper und der bekämpft die. Das heißt also, es wird die Transformation eingeleitet und die eigene Raupe fängt an, das als Böses zu bekämpfen. Und nur weil es so viele Zellen sind, weil die Zellen anfangen sich miteinander zu verbinden und weil sie dann irgendwann auch so groß werden, dass sie sich über dem restlichen Raupenkörper behaupten können, wird daraus irgendwann ein Schmetterling. Und wenn ich mir dann unsere Welt heute angucke, dann denke ich mir: Ich glaube, ich wäre gerne eine Imagozelle. Dass ich bekämpft werde und dass andere, die Gutes tun bekämpft werden, ist völlig normal. Das macht die Raupe so. Aber wenn genügend Imagozellen entstehen und wenn die sich vernetzen, wenn die anfangen miteinander zu reden und wenn die sich gemeinsam stark machen, dann hat diese Raupe irgendwann keine Chance mehr und dann kann diese Gesellschaft sich in einen Schmetterling verwandeln. Das war etwas, das hat mich so berührt, weil ich gesagt habe: Ich kann damit umgehen, dass ich bekämpft werde - also nicht nur ich. Ich kann damit umgehen, dass das Gute in der Welt bekämpft wird. Das ist ganz normal. Es geht nur darum, dass wir solche Sachen, wie das, was wir gerade hier machen, das die existieren; dass die Digitalisierung ausgenutzt wird, dass andere Menschen davon hören; sich aufgerufen fühlen, ihren Beitrag auch zu leisten und irgendwann wird da so eine Power draus entstehen, dass es gar nicht anders geht, als dass wir zu einer neuen Daseinsform kommen. Das finde ich einen coolen Gedanken. Der trägt mich. Norman: Stark! Das lassen wir genauso stehen. Matthias, hab vielen Dank für Deine Zeit. Es war mir eine große Ehre und ein großes Vergnügen mit Dir hier gesprochen zu haben und ich hoffe, dass diese Podcastfolge, wenn es keine der anderen schafft, aber diese Podcastfolge viral geht und um die Welt transportiert wird, damit viele, die das gehört haben, sie vielleicht auch anderen weiterleiten, um ein Bewusstsein zu schaffen, was eigentlich in uns, in der Gemeinschaft steckt. Vielen, vielen Dank! Matthias: Ich danke Dir, auch für die viele Zeit, die Du uns jetzt gegeben hast. Dankeschön dafür! Norman: Sehr gerne, bis bald, Matthias. Matthias: Bis bald, tschüß! Norman: Ciao!   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne Dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass Du diesen Podcast mit Deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. 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    Kvinnors musik - på väg! Del 5.

    · Tollans musikaliska

    Tre musikdamer: Extremviolinisten Mia Zabelka, Wien. Saxofonisten, komponisten & bandledaren Pernille Bévort, Köpenhamn. Artisten Susanne Fellbrink som startade nätverket Female Singer-Songwriters. Vi möter Mia Zabelka i Wien, staden som är den klassiska musikens patriarkala högborg. Mia är konservatorieutbildad kompositör, mediaartist, performer och extremviolinist. Hon vill skapa en kontrapunktik till den rådande repertoaren. Mia Zabelka är pionjär på elektronmusikscenen och har hela västvärlden som sin spelplats.- Min uppgift är att vara en gränsgångare, en estetisk motvikt till det musikaliska etablissemanget. Jag använder violinen på andra sätt än de vedertagna för att få fram andra klanger, bl a med hjälp av elektronik.Hon har komponerat radiohörspelet Dora, en kvinna i ruinerna. Det handlar om Mia Zabelkas moster som var en av de s k Trümmerfrauen, d v s alla de kvinnor som städade upp efter bombanfall under andra världskriget. Kvinnorna i ruinerna gick bokstavligen omkring just där och rensade upp på gator och torg. När Österrike firade 50-årsjubileum av den nya författningen hyllade man männen som hade befriat landet från tyskarna, men man ignorerade helt dessa kvinnor.Mia Zabelka komponerar ett klanglandskap och ofta tar hon hjälp av andra artister som blir medskapare. Ovanför detta soundscape lägger Mia Zabelka sina violintoner likt en konstnär som målar över ett fotografi. Hon har ingen beröringsångest vad gäller icke-musik eller techno grooves men hennes hjärta finns i den nutida, komplexa och flerskitiga elektroakustiska musiken och hon ser sig som konstnär.- Jag befinner sig i själva snittet, som hon säger. Jag är en synestetisk människa. När jag hör eller skapar musik framträder bilder. När jag ser bilder hör jag toner och klanger.Mia Zabelka turnerar bl a med den amerikanska sångerskan, poeten, författaren och skådespelerska Lydia Lunch som bröt ny mark under det sena 70-talets New Wave-scen. Tillsammans med just Lydia Lunch och Zahra Mani spelade Mia Zabelka 2014 in plattan Medusas Bed. Lydia Lunch använder spoken words och kallar själv sina ord för virus, som infekterar.- För att vara en bra improvisatör är det nödvändigt att vara hysterisk och att ha en flerdimensionell uppfattningsförmåga. Därför är kvinnor bättre improvisatörer än män, säger Mia Zabelka.- Lydia Lunch är en mycket hysterisk och musikalisk artist, skrattar Mia Zabelka. Musik är ett språk. Likt litteratur. Improvisation är en form av automatisk skrift. Jag reagerar på Lydias spoken words i realtid med min musik och det blir ett fantastisk utbyte oss emellan!   Mia Zabelka lyssnar inte så mycket till Lydias ord som till hennes röst, som är mycket musikalisk. Den blir som en melodi, som en Schubertlied.- Nej, det är inte nödvändigt att ha en fast musikalisk grund i form av en gedigen musikutbildning för att göra det jag gör, säger Mia Zabelka. Instrumentarsenalen idag är mycket annorlunda. Å andra sidan om du har djup kunskap och erfarenhet av t ex ett instrument eller att komponera så kan du föra ett mer komplext musikaliskt tänkande. Du kan arbeta friare än om du startar från scratch. Saxofonisten, komponisten och bandledaren Pernille Bévort lever i Köpenhamn. Hon leder även en duo, en trio, en kvartett, en kvintett och en sextett. Dessutom spelar hon regelbundet med andra grupper, bl a Danmarks Radios BigBand.- Vi är några inom jazzmiljön som är oroade över det nya avtal som Copenhagen Jazzhouse skrivit med kommunen. Ordet jazz finns inte längre med i kontraktet! Det bekymrar oss!- Lönen har stått stilla i 13 år för musikerna i de större orkestrar jag leder och spelar med. Den sittande danska regeringen ger färre och färre pengar till musiken. Då försvinner mångfalden och man satsar på männen, förklarar Pernille Bévort.- Hela musikbranschen är pressad. Min musik har jag använt lång tid på att skapa och spela in med musiker som jag avlönar. Studiotiden och allt annat kostar pengar. Men jag får ofta höra att numera, med streaming och Spotify, så måste jag uppfatta t ex ett gig i TV eller radio som ett PR-jippo för mig själv och min "produkt"! Alltså föreslår nu till och med public service-bolagen DR Radio och TV att musikerna inte skall få betalt när de framträder i dessa medier. Musicerandet där anses vara PR och skall inte längre avlönas. Då blir det tungt! Vad skall jag leva av?  Artisten Susanne Fellbrink i Sundsvall har gett ut tre CD-skivor med egen musik och dessutom två plattor med egen barnmusik med tillhörande barnbok. Hon har egen konsertlokal, eget förlag och eget skivbolag.2014 startade Susanne Fellbrink nätverket Female Singer-Songwriters för att ge kvinnliga musiker en plattform. Hon skapade en hemsida där arrangörer kan botanisera bland artisterna och musikerna kan finna varandra för eventuella samarbeten.Konserterna som Susanne Fellbrink har arrangerat har samlat ihop många tusen kronor till insamlingsstiftelsen Kvinna till Kvinna, som 1995 bildades av IKFF, Internationella Kvinnoförbundet för Fred och Frihet och Svenska Freds- och Skiljedomsföreningen. Kvinna till Kvinna är religiöst, etniskt och politiskt obundna, och har som uppdrag att stödja kvinnor i krig och konflikter. 2002 fick Kvinna till Kvinna, som första och hittills enda svenska organisation, ta emot det så kallade alternativa Nobelpriset, The Right Livelihood Award.I nätverket Female Singer-Songwriters finns bl a en av världens få kvinnliga koraspelare, nämligen världsmusikartisten Sousou Cissoko. Även tonsättaren och sångerskan Maria Lithell Flyg ingår i nätverket. Hennes orkesterstycke In and Out gick till final i en tävling för ny orkestermusik som Detroits Symfoniorkester anordnade. I nätverket finns även bluesartisten Sue Sergel som framför Blues för Fadime. Det här är sista delen i serien Kvinnors musik på väg! Ja, en hel del har hänt sedan programserien Konsten att Humla sändes 2006. Föreningen Kvast - Kvinnlig anhopning av svenska tonsättare, har bildats. Sveriges första kvinnliga professor i musikalisk komposition har utsetts, tonsättaren Karin Rehnqvist.Och människor i allmänhet har blivit mer medvetna om den snedfördelning som funnits och delvis fortfarande finns vad gäller villkoren för kvinnliga och manliga musiker, tonsättare och dirigenterHär är exempel på det positiva som sker i dagsläget:Sverige:Kulturrådet och Musikverket fick tidigare i år i uppdrag av regeringen att arbeta för att repertoaren bland svenska orkestrar ska bli mer jämställd. Arbetet skall ske i dialog med berörda aktörer på lokal, regional och nationell nivå. Uppdraget tar sikte på orkestrar i Sverige som får statliga bidrag. Både Musikverket och Kulturrådet välkomnar uppdraget och betonar kraften i att många aktörer samlas för att diskutera frågan om jämställd repertoar, och konstaterar att mycket har hänt, att utvecklingen är positiv, men att det är viktigt att gå framåt starkare i frågan.England:BBC Radio 3 har dragit igång en kampanj där de hyllar och lyfter fram kvinnliga tonsättare, Celebrating Female Composers, både historiska och nutida. Det finns en lista med musikstycken av kvinnor i Spotity.USA:Tonsättaren Andrew Norman från USA vann för sitt orkesterstycke Play 2017 års Grawemeyer Award for Music Composition - ett av de största konstmusikpriserna i världen. I en intervju påpekar han flera problem i konstmusikvärlden. T ex så har detta pris endast delats ut till tre kvinnor under de 30 år som det funnits. Andrew Norman säger:- Kanon är överväldigande vit och manlig. Det finns så många röster som skulle kunna höras i konsertsalarna idag. Av människor vars musik uttrycker ett brett spektrum av upplevelser. Att få utbudet i konsertsalarna att återspegla det mångfaldiga samhälle vi lever i anser jag vara den viktigaste frågan just nu, för nutida musik och för klassisk musik i allmänhet.Danmark:HUN SOLO presenterer kvällar med fem kvinnliga soloartister. En efter en går de ensamma upp på scenen och ger en konsert på ca 25 minuter vardera. Manus, regi och produktion: Birgitta Tollan. Musiklista:Forest foodCorinne Von Dardel,Stensöta Karin Wiberg Vridna VågsångLo Kristenson,Tove Bagge, Viola Hanna Cronhjort, Kontrabas Julija Morgan, Violin Opus MMia Zabelka,Mia Zabelka My shopPernille Bevort,Pernille Bevort - Tenor And Soprano Saxophone. Qarin Persson - Vocal. Mariane Bitran - Flutes. Haukur Grøndal - Clarinet, Alto Saxophone. Jesper Løvdal - Bass Clarinet, Tenor Saxophone. Krister Palmquist - Guitar. Göran Schelin - Bass. Karsten Bagge - DrumsCope Records, COPECD 088 BevarroPernille Bevort,Radio Bevort, Pernille Bevort m flGATEWAY MUSIC, BEVORTCD04 BevarroPernille Bevort,Radio Bevort, Pernille Bevort m flGATEWAY MUSIC, BEVORTCD04 WitchCraftPernille Bevort,Pernille Bevort,m fl Radio BevortGATEWAY MUSIC, BEVORTCD04 Epilogue - Celebration SkeletonPernille Bevort,Pernille Bevort, m fl RadioBevortGATEWAY MUSIC, BEVORTCD04 Tiny HesitationPernille Bevort,Pernille Bevort, m fl RadioBevortGATEWAY MUSIC, BEVORTCD04 I natt jag drömdeEd Mccurdy,Cornelis VreeswijkSusanne Fellbrink EnsamSusanne Fellbrink,Susanne FellbrinkBLUEBRINK PRODUCTION BLUES FOR FADIMEJohan (0) Johansson/Sue Sergel,Sue SergelSue SergelLAST BUZZ 08505, BUZZ-8049 TERANGAMaher Cissoko/ Sousou Cissoko,Maher Cissoko/Sousou CissokoMaher Cissoko/ Sousou CissokoAJABU 028454, AJABUCD 013 In and OutMaria Lithell Flyg,Norrköpings Symfoniorkester Dora Woman of the RuinsMia Zabelka,Mia Zabelka, Violin Bloodlust & OblivionMia Zabelka Lydia Lunch,Mia Zabelka Lydia LunchMonotyperec, MONO067 Opus MMia Zabelka,Mia Zabelka Opus MMia Zabelka,Mia Zabelka CrystallitesAndrea Tarrodi,Peter Friis Johansson,PianoSVTON

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  • 00:41:18

    Ord och bild blir musik 6. Om ordens kraft i musiken

    · Tollans musikaliska

    Hur gör tonsättare när de trollar fram den ljuvaste musik ur ord och bild? Hur många nottecken behövs för en opera? Möt tonsättarna Ylva Q Arkvik och Jonas Forssell. I det sjätte programmet i serien Ord och bild blir musik möter vi två tonsättare i vars verk orden har stor betydelse. Inte minst i deras operor: Ylva Q Arkvik och Jonas Forssell. Tonsättaren Ylva Q Arkvik skrev kammaroperan Solitario och stycket Tid läggs som tunt papper över beröringarna till poeten Eva Runefelts dikt Ödsligheten. Eva Runefelt är väldigt fri i sitt eget ord och jag känner att hon har ett centrum. Då blir det inte så svårt att flytta om hennes ord. För det vill jag nästan alltid för att kunna bygga upp en musikalisk form. Författaren Eva Ström skrev libretto till Arkviks opera Du får inte gå. En självmordsbombare tillbringar sin sista kväll hemma i en spänningsfylld lägenhet tillsammans med hustrun, som är lyckligt gravid med fjärde barnet. Kvinnan känner oro men vet inte om mannens grymma plan. Jag låter honom få en kärlekssång till granaten som träffar kroppen. Absurditeten hörs i hans falsettsång i galet läge. En terzett, skriven för kvinnan, mannen och en kvinnoröst ur TV:n, lättar upp stämningen där extrema känsloyttringar kolliderar, berättar Ylva Q Arkvik. Till projektet Vox pacis, en manifestation för fred och försoning, tonsatte hon kantaten A Challenge to Humanity med text av Sigrid Kahle. Trehundra körsångare och musiker från 15 länder representerade de främsta världsreligionerna. Titeln Mässa kunde vi inte använda, eftersom den är förknippad med kristendomen. En Kantat, däremot, kan vara värdslig. Kantanen inleds med ett musikaliskt gräl som stegras till forte fortissimo. Ur detta växer texten fram. Hur är det möjligt att vi har varit på denna jord i tusentals år och inte lärt oss förstå varandra? frågar sig Ylva Q Arkvik.  Ylva Q Arkviks nya pianostycke uruppfördes vid en Chopinafton vid Östersjöfestivalen 2010.   Tonsättaren Jonas Forssell räknade ut att det var 13 000 ord i librettot till egna operan Träskoprinsessan. Men det behövdes 300 000 nottecken. -Att tonsätta kräver inspiration men desto mer transpiration och hårt arbete, säger han. De flesta av Jonas Forssells nio operor har försoning som tema. Riket är ditt handlar om flyktingproblematik, Stadsmusikanterna om att försonas med sin egen dödlighet. Hans opera Death and the Maiden har libretto av Argentinskfödde författaren och dramatikern Ariel Dorfmann, som också skrev talpjäsen från 1990. - Malmöoperans stora kör gjorde det möjligt för mig att gestalta några av de 3 000 personer, vanliga människor, som Pinochetjuntan i Chile tog livet av. Försoning betyder inte att sorgen skall försvinna eller att man blir vän med förövaren, utan att man kan fortsätta att leva i ett tillstånd som inte är förgörande, säger Jonas Forssell. Hans far, författaren Lars Forssell, gav honom rådet att välja texter att tonsätta som hade "hål" I sig. De är inte fullkomliga utan kräver ytterligare en dimension för att gjuta ihop sig med musiken. Jonas Forssells opera Hemligheter, om vetenskapsmannen och magikern Emanuel Swedenborg, hade premiär februari 2011 vid Malmö opera, där Forssell var Composer-in-Residence. - Många operor är som Puccinis Tosca, med endast en kvinna men sju män på scenen. Det där tänker jag göra något åt. Hemligheter får endast en mansgestalt, Swedenborg själv. Alla andra roller i föreställningen, även de manliga, sjungs av kvinnor. Kvinnorösten har ett större omfång och är därför mer flexibel, anser Jonas Forssell.   Spellista:   Påsk 1968 - Ur "Tolv variationer till minne av W.B. Yeats Jonas Forssell, musik. Lars Forssell, text. Ur "Tolv variationer till minne av W.B. Yeats ur diktsamlingen "Ändå", 1968 Mirrors Olle Persson. Matti Hirvonen Daphne 1014   Tid läggs som tunt papper över beröringarna Ylva Q Arkvik, musik. Eva Runefelt, poem. Staffan Larsson och Jeffrey Lee, violin. Mikael Larsson, altviolin. M fl. Chrichan Larsson, dirigent. SR P2 Nu! Horspel Tidsgommor 20060501 2100   A Challange to Humanity Ylva Q Arkvik, musik. Sigrid Kahle, text. Blandad kör och Stockholms Läns Blåsarsymfoniker, dir Jonas Dominique. Inspelad live av SR P2, 28 dec 2008   Du får inte gå Ylva Q Arkvik, musik. Eva Ström, libretto. Sångare: Andreas Landin, Elin Carlsson (Rombo), Tove Dahlberg. Dirigent: Olof Boman Inspelad av SR P2 i Vadstena 2002.   Älskandes Klagan Jonas Forssell, musik. Lars Forssell, text. Ur "Tolv variationer till minne av W.B. Yeats ur diktsamlingen "Ändå", 1968. Olle Persson. Matti Hirvonen Mirrors Daphne 1014   Death and the Maiden Jonas Forssell, musik. Libretto av Ariel Dorfman. Malmö S O och kör. Thomas Søndergård, dir. SR P2 Live opera 20081011  1915   Tiden och en flicka Jonas Forssell, musik. Lars Forssell, text. Ur "Tolv variationer till minne av W.B. Yeats ur diktsamlingen "Ändå", 1968. Olle Persson. Matti Hirvonen Mirrors Daphne 1014

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  • 00:44:39

    Klang! 8 M'bira och munmask

    · Tollans musikaliska

    Författaren Yvonne Vera och poeten och artisten Chirikure Chirikure från Zimbabwe. Författaren och psykoanalytikern Grada Kilomba från São Tomé och Príncipe. Alla tre har en stark relation till musik. Vi möter tre författare från Afrika med varsin stark relation till musik. Författaren och psykoanalytikern Grada Kilomba från öarna São Tomé och Príncipe skriver manus till scenteater om Nina Simone. I boken Plantation memories skriver Kilomba om den mytiska gestalten Slav Anastasia som av slavägarna tvingades bära mask framför munnen.   Den 2005 avlidna författaren Yvonne Vera berättar om Zimbabwes nationalinstrument m'bira och dess betydelse för den våldtagna huvudpersonen Mazvita i romanen Utan namn. På svenska finns hennes romaner Under tungan, Flammande fjäril, Jungfrur av sten.   Poeten och performanceartisten Chirikure Chirikure talar om hur Shona-förfäderna ständigt är närvarande i vardagen. Han vittnar om brutala övergrepp i samband med framträdanden i diktaturens Zimbabwe. Hans långdragna konserter tillsammans med m'biraspelaren Chiwonisho Maraire blir viktiga mötesplatser för människor, som varken har råd med tidningar eller böcker.   Spellista: Wintergarden Maja S.K. Ratkje Maja S.K. Ratkje River Mouth Echoes TZADIK   I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free Richard Lamb, William Taylor Nina Simone, piano och sång. Silk & Soul - 1967           RCA Victor   We fought the war/YAKARWIWA NESU Chirikure Chirikure, text och musik Detembira, mbira, marimba mm. Chirikure Chirikure, sång, recitation. Napukeni 2000 TUKCD 004   HUVHIMI CHIWESHE, STELLA (C,A) CHIWESHE, STELLA /MBIRA=TUMPIANO &/ (SÅNG,TR,SLV) Talking Mbira Piranha Musik   Ple Can Africa Negra Africa Negra                                           Palop Africa! Earthworks   Trad. Yoruba-sång CD-3 The Documentary Anonym sångerska CD-titel: Nigeria 70 Afrostrut STRUTCD 013   Adeus Amor Pepe Lima Pepe Lima Afrolusamerica (Africa/Brazil Pop) Tropical Music   I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free Richard Lamb, William Taylor Nina Simone, piano och sång. Silk & Soul - 1967           RCA Victor   Black Is The Colour Of My True Love's Hair          TRAD. Nina Simone, piano, sång. Wild Is The Wind_High Priestess Of Soul Polygram Records   Mississippi Goddam Nina Simone Nina Simone, m fl The Best Of Nina Simone PolyGram Records 822 846-2   African TOSH, PETER (C,A) TOSH, PETER (SÅNG,EGIT,KEYB) EQUAL RIGHTS JAMAICA  1977 COLUMBIA  COL 494499 2   Wintergarden Maja S.K. Ratkje Maja S.K. Ratkje River Mouth Echoes TZADIK   TAPERA Stella Chiweshe Stella Chiweshe, mbira, sång. TALKING MBIRA              Piranha Musik   Dzvoko Susan Mapfumo Susan Mapfumo och the Black Salutary. "Zimbabwe frontline" Earthworks Virgin CDEWV9   TAPERA Stella Chiweshe Stella Chiweshe, mbira, sång. TALKING MBIRA              Piranha Musik   PAMUROMO  /PÅ AFRIKANSKT SPRÅK/ MARAIRE, CHIWONISO (C,A) MARAIRE, CHIWONISO /MBIRA=TUMPIANO &/ (SÅNG) Anm: SÅNG- & INSTR-ACK Inspelad: ZIMBABWE  2008 Rebel Woman   SIGNATUR Wintergarden Maja S.K. Ratkje Maja S.K. Ratkje River Mouth Echoes TZADIK   Napukeni (napkin/nappy) Chirikure Chirikure, text och musik Detembira, mbira, marimba etc. Chirikure Chirikure, sång, recitation. Napukeni 2000 TUKCD 004                     61 MB   We fought the war/YAKARWIWA NESU Chirikure Chirikure, text och musik Detembira, mbira, marimba mm. Chirikure Chirikure, sång, recitation. Napukeni 2000 TUKCD 004   Nguwo Yangu (feat. Chirikure Chirikure) - Netsayi. På SHONA-språket Text: CHIRIKURE CHIRIKURE (A). TRAD FRÅN ZIMBABWE (C) Chirikure Chirikure, sång. NETSAYI (SÅNG)        Chimurenga Soul           Militant Prince Reco   Rakakwira Mawere/Practice makes perfect Chirikure Chirikure, text och musik Detembira mbira, marimba. Chirikure Chirikure, sång, recitation. Napukeni 2000 TUKCD 004   Yes, yes/INONGOVA Chirikure Chirikure, text och musik Detembira mbira, marimba. Chirikure Chirikure, sång, recitation. Napukeni 2000 TUKCD 004

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  • 00:29:24

    Elever drabbas när Skolinspektionen låter ofärdiga skolor starta

    · Kaliber

    Det är Skolinspektionen som ska säkra kvaliteten i den svenska skolan. Men hur väl fungerar deras kontroll? Kaliber i P1 är tillbaka efter sommaruppehållet och i samarbete med Utbildningsradions Skolministeriet granskar vi i skolinspektionen - myndigheten som skolministern menar ska agera vakthund mot oseriösa aktörer och dålig kvalitet. I det första programmet möter vi skolinspektörer som ifrågasätter systemet och eleven Nora som inte känner att hon fått den skolgång hon blivit lovad. – Musiken är ju mest så, eftersom jag kommer ihåg… jag gick ju en stund kvar i min gamla skola, i nian, typ hela augusti och lite av september, och bara på den korta stunden så märkte jag hur mycket jag lärde mig ändå… du vet slavarna, musikens tid… alltså vi lärde oss mycket om historien om musiken och toner och gitarr och piano och allt det där… Nora går i nian på den nystartade Deltaskolan i Haninge utanför Stockholm. Det är en liten friskola, här går runt 80 elever. Jag träffar henne en dag i maj, och trots att det bara är några veckor kvar till skolavslutningen så har Nora ännu inte fått någon musik- eller franskaundervisning. Även undervisningen i andra ämnen har varit svajig och problemkantad, berättar hon. – Och allt det har de lärt sig och vi kommer inte ha lärt oss nånting om musik. Då förstår jag hur mycket kunskap vi missar och hur dum man kommer verka vara när de kan allt det där, och så börjar vi gymnasium så kan vi ingenting, så vet vi inte ens vad en ton är, säger Nora Jag är på Noras skola för att vara med när Skolinspektionen gör en tillsyn här idag. Skolan har varit igång under nästan ett helt läsår, men det här är första gången som Skolinspektionen gör ett fysiskt besök för att kolla hur den nya skolan fungerar. Deltaskolan har sina lokaler inne i ett större kontorskomplex, en senapsgul byggnad i förortens centrum. Deltaskolan marknadsför sig som en skola för livet, och Visionen är att alla elever ska få godkänt i alla ämnen.  Hur bra fungerar kontrollen? Med skolpeng, aktiebolagsdrivna skolor och en i stort sett fri etableringsrätt har Sverige ett av världens mest liberala och decentraliserade skolsystem. I teorin kan vem som helst starta en skola. Men för att alla elever ska få en god och likvärdig skolgång, har vi sen 2008 Statens skolinspektion, en myndighet som ska se till att alla skolor – kommunala och fristående – håller måttet. Och tilltron till Skolinspektionen som grindvakt är stor. Utbildningsministern Jan Björklund har sagt att Skolinspektionen ska vara en vakthund mot dålig kvalitet. När det under senare år har rapporterats om problemskolor och oseriösa skolhuvudmän, när skolor gått i konkurs och elever och lärare lämnats vind för våg, så har svaret från politiskt håll ofta varit högre kvalitetskrav – och mer och bättre kontroll. Kaliber i samarbete med Skolministeriet från UR ställer frågan: hur bra fungerar den här kontrollen egentligen? Kan Skolinspektionen leva upp till så höga förväntningar? Och vad släpper man igenom? Och varför har Nora inte haft någon franska eller musik? – Sen kommer vi att intervjua rektorn, i en och en halv timme. Och i princip vad vi gör är att vi intervjuar rektorn utifrån ett strukturerat underlag. Vi kommer göra lektionsobservationer, sen kommer vi ha en intervju med eleverna i årskurs 8 och 9, säger inspektören från skolverket. Det är bara fristående skolhuvudmän som måste söka tillstånd och gå igenom en etableringskontroll för att få starta en ny skola. Den som vill starta en friskola fyller i en blankett och skickar in olika dokument till Skolinspektionen. De gör sen en prövning som nästan helt grundar sig på de inskickade dokumenten. När ansökan är godkänd så går den nya skolan igenom en etableringskontroll innan man startar. När Skolinspektionen gjorde en sån etableringskontroll för Deltaskolan på våren inför skolstarten förra året, så hittade man flera brister:  -      Verksamheten bedrivs inte av den huvudman som har godkännande för utbildningen -      Huvudmannen har inte tillgång till elevhälsa vid skolenheten -      Huvudmannen har inte lokaler för att syftet med utbildningen ska kunna uppfyllas -      Huvudmannen har inte den utrustning som behövs för att syftet med utbildningen ska kunna uppfyllas -      Huvudmannen har inte anställt en rektor som uppfyller behörighetskraven i skollagen -      Huvudmannen har inte rekryterat behöriga lärare i samtliga ämnen som erbjuds vid verksamheten Skolhuvudmannen, Mia Lundberg enskild firma, fick då skicka in papper för att visa hur hon tänkte komma tillrätta med bristerna. Men Skolinspektionen såg att några brister fanns kvar. Det handlade om lärare som saknade behörighet, att det saknades lärare i vissa ämnen och att det inte fanns någon skolkurator. Men i juni 2013, inför skolstarten till hösten, fick Deltaskolan ändå klartecken för att starta och ta emot elever. Skolinspektionen förutsatte att huvudmannen skulle rätta till bristerna före terminsstart. Så långt har det mest varit fråga om en skrivbordskontroll. Det är alltså först nu i maj, när skolan har funnits i nästan ett år, som man tar reda på vad det har blivit av det hela, i verkligheten. "Viljan inte världens största" De två inspektörerna, en jurist och en pedagog, har suttit med på några lektioner under morgonen. Och nu har det blivit dags för ett samtal med skolans rektor Thomas Borg. –  Hur förmedlar ni till eleverna vad det är de ska lära sig och hur kursplanerna ser ut och så där? – Ja, alltså jag kan säga direkt att det som kan göra mig besviken ibland det är att det finns inte världens största engagemang. Om man så att säga ska demokratisera och låta eleverna delta i undervisningen. Så är det ju. Utan de är ju präglade att –planera det där, sköt det där. Viljan är inte världens största eller världens bästa, säger Tomas Borg   – Hos eleverna? – Ja just det, precis.                 Inspektörerna frågar om skolan har skolsköterska och skolkurator. De ställer frågor om bibliotek och utrustning, och de vill veta hur skolan jobbar med särskilt stöd. Det blir snart tydligt att allt inte är på plats, att mycket på skolan inte fungerar, något som rektorn själv medger. – Jag ser ju hellre att en elev går ut härifrån och kan läsa, skriva och räkna, prata engelska än att man kan…ha viss förståelse, förstå mig rätt. – Mm. Sen är det ändå många som har behov av musiken för att förstå engelska. Det får man inte glömma. – I know. Jag vet det. – Jag menar inte…det är inte som så att jag vill sätta det ämnet mot ett annat. Jag menar bara som så här att kan du få över pengar genom att göra så, och kunna anställa två mattelärare istället, eller två språklärare, så tycker jag att det är mer funktionellt. – Mm, jag förstår. Du vi pratade ju lite om lärarnas, och vi har bett om att få en lista och så vidare, men har alla lärare idag… har alla lärare pedagogisk utbildning idag, som jobbar här? – Både ja och nej. Alltså, en del har ju…alla har ju inte pedagogisk utbildning från lärarhögskolan. En del har ju en pedagogisk utbildning från idrottsrörelsen, till exempel. En har jobbat som polis i 20 år, som jag tycker också har en väldigt bra pedagogisk utbildning. Så är det. – Men alla har inte idag formell behörighet? --Nej. Det är riktigt, svarar Deltaskolans rektor Många skolinspektörer ifrågasätter systemet Vi ville veta hur inspektörer på Skolinspektionen själva ser på sina möjligheter att se till så att bara skolor som håller måttet får starta. Vi har fått kontakt med 116 inspektörer, som svarat på frågan om de tycker att kraven som ställs på nystartade skolor är tillräckliga? Och 40 av de uppger att de inte, eller delvis inte, tycker att kraven räcker. ”Bedömning görs utifrån dokument. Svårt att bedöma avsikten med att starta skolan, om de bakom har rätt kompetens mm. Svårt att säga hur det ska bli i verkligheten. Vissa huvudmän är kända som dåliga men får ändå tillstånd att starta nya skolor.” ”Huvudmän startar skolor utan att ha en plan eller veta ens hur man ska se till att eleverna får det de har rätt till. Även vid förstagångstillsyner där skolan uppger att de påbörjat arbete med många olika områden men sen visar det sig att inget gjorts på skolan sedan den startade. Det är inte en skola man bedriver utan en social inrättning för elever med trasslig skolbakgrund och där anställs även lärare som inte är utbildade.” Flera av inspektörerna vittnar om att det är svårt att bedöma om en huvudman är seriös eller ens vet vad det innebär att bedriva en skola. De berättar om uppstartsproblem och att de vanligaste bristerna de ser är att det saknas kompetenta lärare och lämpliga lokaler. Några av inspektörerna ställer också upp på intervjuer med oss mot att de får vara anonyma. Vi har därför låtit andra personer ersätta deras röster. Så här beskriver en av dem hur svårt det kan vara att komma åt olämpliga huvudmän: – Dels är det svårt att få kunskap om en huvudman om man aldrig haft en skolverksamhet innan, dels vet vi att det är många problemhuvudmän eller huvudmän med problem sen tidigare som ändå får tillstånd för att det är juridiskt väldigt svårt att… sätta dit dem eller liksom stoppa dem från att få tillstånd. Det ser vi gång på gång. Det är inte så lätt att komma åt. Det ska ganska mycket till också, det här med bevisbörda. Hon förklarar att även om man upptäcker brister redan i etableringskontrollen så kan det bli svårt att anmärka på bristerna, rent juridiskt, eftersom det är tidskrävande att samla in bevis som ska hålla i domstol - tid som inte alltid finns. Och då väljer man lätt den enklaste vägen. – Vi släpper det, vi låter det gå. Vi kollar det sen i förstagångstillsynen. Vi orkar inte sätta ner foten här heller, för det tar för mycket tid och resurser och det är jobbigt. – Och vad kan man hitta vid de här förstagångstillsynerna?   – Ja, men till exempel så kan man väl redan i förväg ibland se att det här kommer de inte att fixa, de kommer inte att ha kompetenta lärare vid skolstart. De säger att de kommer att ha den här lokalen i ordning och sen när de väl startar… vi kollar ju inte till exempel hur ska ni ge eleverna särskilt stöd. Det gör vi inte i etableringskontrollen. Det finns bara ett visst antal punkter vi kollar på eftersom verksamheten inte är igång. Flera av inspektörerna menar att kraven på nystartade skolor inte är tillräckligt högt ställda, att det inte går att stoppa oseriösa eller dåliga huvudmän så länge de har alla papper i ordning, och att skolorna som tillåts starta kan vara halvfärdiga. Och bilden av en halvfärdig skola är också vad Nora och andra elever på Deltaskolan, målar upp för oss. – I september började jag här… – Och hur tycker du att det har funkat på den här skolan? – Inte så jättebra. Om jag ska vara ärlig så ångrar jag litegrann att jag började här. Den är inte riktigt klar. – Skolan menar du? Hur då? – Det har varit lite sådär med lärare, typ vi har haft tre olika bildlärare. Kafeterian är inte fixad, vi har inga böcker, vi har inga skåp där vi kan lägga våra kläder…ja det är litegrann sådär. Jag tycker inte att den är riktigt förberedd. – Vilka andra ämnen bekymrar dig? Både när det gäller din kunskapsnivå när du ska börja gymnasiet, men också nhär det gäller betyg och så? – Det är musik, det är teknik, sen så är det…vad är det mer? SO… SO också. Det är ungefär de ämnena. Geografi…har vi haft geografi?  (Elever i bakgrunden: – Nä) Vi har inte haft geografi heller… – Har du mycket kamrater på andra skolor så du kan jämföra och höra med dem? – Ja… de tycker att den här skolan är väldigt dålig. Och när jag hör hur mycket de lär sig så mår man själv lite dåligt för jag känner man vill ju inte verka dum sen när man börjar på gymnasiet. – Vad var det som gjorde att du ville byta skola till att börja med? – Det lät så bra, det lockades, rektorn pratade så bra, alla var jättenöjda i början, men sen så började man märka lite grann att den inte var så bra. De får det att låta så bra, så man blev lite lurad, kan man säga. Jag frågar en annan av inspektörerna som vi har pratat med, också hon vill vara anonym och har fått sin röst utbytt, jag frågar om hon tycker att det är rimligt att elever får gå på en skola där allt inte är på plats och kanske förlora en termin eller två. – Nä, nä, absolut inte. Det är det, man är för snäll egentligen och det är väl inte förrän nu man har börjat utarbeta någon form av att man hellre ska fälla än att fria, för egentligen är det tvärtom från vår sida. Det handlar ju om att man måste vara insatt i att det är från dag ett som man ska ha en bra utbildning. Inte att ”vi håller på att göra det här” och ”vi ska fixa”. Om man tänker på vilka som ska gå i de här skolorna, så är det ju för deras skull man ska kunna vara hårdare och stoppa på en gång. Riksrevisionen hittar brister Redan 2012 tittade Riksrevisionen på hur Skolinspektionens kontroller av nystartade friskolor fungerade. Nina Gustafsson Åberg, är utredare på Riksrevisionen och hon menar att Skolinspektionen har svårt att leva upp till den roll man fått i det svenska skolsystemet. – Skolinspektionen har en väldigt viktig roll i det här systemet, för att få hela systemet med fristående friskolor att fungera så behöver man ha en myndighet som släpper in rätt aktörer. Och i den meningen så tycker vi att Skolinspektionen behöver utveckla sin prövning. Riksrevisionen såg i sin granskning att Skolinspektionen hittade brister hos två tredjedelar av alla nystartade skolor när man gjorde en förstagångstillsyn på skolorna. Många av bristerna var återkommande, å det handlade ofta om lärare som inte var behöriga och dålig uppföljning av elevernas kunskaper. Prövningen för att få starta skolor handlar mer om att huvudmannen ska svara rätt på en blankett, säger Nina Gustafsson Åberg: – Och då är frågan lite grann vad prövningen faktiskt lyckas fånga? Man måste komma ihåg att det är en jättekomplex verksamhet… alltså, en majoritet i riksdagen vill ha fristående skolor och man vill att de ska vara bra från dag ett och samtidigt har den här myndigheten ett uppdrag att granska en verksamhet som inte finns. Och det är jättesvårt. Och den här paradoxen, att man fått i uppdrag att granska en verksamhet som inte finns, väcker frågan vad man egentligen kan förvänta sig av Skolinspektionens granskning. – Alltså, vad kan vi ha för förväntningar egentligen på den här prövningen, vad kan man tro att den kan leda till? Det kanske är så att den här prövningen kan sålla bort de allra, allra värsta exemplen och den sållar ju bort väldigt många, det måste man komma ihåg. Men det är samtidigt så som vi också såg att det finns problem med lärare och det finns problem med lokaler och finns ett antal problem som ofta återkommer. Så om man fördjupar prövningen av de områden så kommer man eventuellt de problemen lite tidigare i alla fall. Eller kan se varningstecknen ännu tydligare så att man kanske kan fatta ett annat beslut helt enkelt, säger Nina Gustafsson Åberg. Riksrevisionen kom alltså fram till att Skolinspektionen måste bli bättre när de gör sin prövning, men de påpekar också att politikerna har gett Skolinspektionen en svår uppgift, att granska en verksamhet innan den startar. Skönt att lämna skolan För Nora och några av hennes skolkompisar är skadan redan skedd, men hon tycker ändå det ska bli skönt att gå ut nian, trots att hon fortfarande inte vet hur det blir med betyg och ämnen hon inte haft någon undervisning i hittills. – Men det känns skönt ändå, vi ska sluta nu, jag gick bara här i ett år, min brorsa gick här i sjuan, min mamma tog ut honom direkt, och jag ville inte att han skulle gå här för tre år… att gå här, det känns som att han skulle tappa så mycket kunskap som andra lär sig på andra skolor. Om ni kollar runt så märker ni: det är som en fritidsgård. Man gör lite grann hur man vill, man kommer när man vill, man går när man vill. Man har ingen respekt för tiderna och sånt där. Deltaskolans huvudman, Mia Lundberg, har fått chansen att bemöta kritiken från eleverna, men hon hänvisar till rektorn Thomas Borg. Han medger att de haft problem med lokaler och lärare i praktiska och estetiska ämnen, och också när det gäller språkundervisningen. Men trots att han tidigare stolt berättat att skolan är bra på att locka till sig elever, tycker han inte att allt är skolans fel. Noras känsla av att ha blivit lurad, och att skolan är som en fritidsgård, avfärdar han. Och han menar att det är svårt att garantera att eleverna får all undervisning som de har rätt till. – Alltså, det stora problemet är ju vår årskurs 9 där vi inte lyckats med alla bitar. En anledning är ju då att om man byter skola, och byter man skola efter jul, sista terminen som är kvar, det är ju svårt för oss att reparera nånting som man har… man har flytt från nånting va, man hoppar från en tunna till en annan, men vår ambition är att när de går ut så ska de ha betyg i alla ämnen som de har rätt till innan de går ut, säger Thomas Borg. – Det är inte så långt kvar av terminen, hur ska man göra då ? Hur ser du på det? – Först och främst är det så här att, jag har försökt få in antalet timmar som de haft i musik tidigare, och delvis på grund av den timplanslösa skolan så är det svårt att veta hur många timmar musik de haft. – Du har ju ansvar för din skola och för de elever som går här och i det ansvaret ligger ju att ta reda på hur mycket timmar de har gjort i ett visst ämne för att kunna ge den undervisning de har rätt till? – Men alltså, det är klart att jag har ett ansvar för det, men det är ju ganska svårt när man börjar här och har en skolbakgrund där man har bytt skola två eller tre eller fyra eller kanske ännu fler gånger.   fria skolvalet, men en klar nackdel är faktiskt den biten att man kan byta. Man kan hoppa från tunna till tunna när man får problem eller är besviken eller inte är nöjd med betygen, då byter man skola. Och någonstans på resans gång så tappar man information och man tappar nettotid, och det kan ju inte vara som så att den som står sist i produktionskedjan, i det här fallet vi, att skulden enbart ska hamna på oss. Vi har kunnat berätta att Skolinspektionen – kontrollinstansen som ska se till att bara skolor som håller måttet får starta, att de ändå släpper igenom skolor som inte är färdiga. Vi har hört inspektörer som själva berättar om krav som är för lågt ställda. Och när Riksrevisionen undersökte hur bra Skolinspektionens etableringskontroller fungerar, så såg de att två tredjedelar av skolorna som fått starta hade brister när de senare följdes upp. Kanske rättar skolorna till problemen med tiden. Men konsekvenserna – i form av knackig skolgång, uteblivna betyg och osäkerhet inför framtiden, får de elever ta som har oturen att vara först att välja en sådan skola, en skola som trots att den har blivit godkänd av en myndighet, inte kan ge dem den undervisning de har rätt till. Skolinspektionens generaldirektör svarar Är det rimligt att elever som valt en nystartad skola med en massa förhoppningar, att de ska behöva finna sig i att saker inte finns på plats och att undervisningen inte fungerar - under en termin, under ett helt läsår? Nej, det tycker inte den person som är högst ansvarig för kontrollmyndigheten: – Det är naturligtvis inte alls rimligt att elever går i en verksamhet som inte uppfyller lagstiftningens krav och här har ju huvudmannen ett mycket mycket tydligt ansvar, säger Skolinspektionens generaldirektör Ann-Marie Begler. – Men man måste också komma ihåg, i det system som finns, de politiska partierna är överens om att det ska finnas fristående skolor och kommunala skolor. Det ska finnas en möjlighet för nya fristående skolor att etablera sig. Då tror jag att man ska vara medveten om att det finns en uppbyggnadsfas för skolorna, precis som det kan finnas stora fördelar i en helt nystartad skola. Men systemet ser ut så att vi har fristående skolor, vi har ett ansökningsförfarande och ansvaret för att bedriva skolan det ligger hos kommunen och de fristående skolhuvudmännen. Och vi ska granska och peka på brister och nödvändiga utvecklingsområden för att eleverna ska få sin rätt till utbildning tillgodosedd, fortsätter Begler. Ann-Marie Begler är tydlig med att Skolinspektionens verksamhet inte ska ses som någon garant för att skolor som startar verkligen håller måttet. – Nej, och det är ju så att våran etableringskontroll liksom våran tillsyn det skapar ju inga garantier, utan ansvaret för skolverksamheten det ligger ju hos huvudmannen som, när det gäller fristående skolor äger skolan, eller hos de kommunala huvudmännen. Där ligger det, liksom, absolut tydliga ansvaret. Det vi kan göra med vår etableringskontroll det är att se: finns de grundläggande förutsättningarna på plats? Kraven som ställs på nystartade skolor är inte tillräckliga, enligt många av de inspektörer som vi har frågat, men det, menar Ann-Marie Begler, är inte något myndigheten kan rå över. – Man kan naturligtvis ha olika uppfattning om kraven är tillräckliga. Vi följer ju de kraven som lagstiftningen ställer. Man kan ju liksom ha lagstiftning som anger andra typer av krav. Men vårat uppdrag här, det är ju inte att hitta på någon egen verksamhet utan det är att följa de kraven som Sveriges riksdag har beslutat om ska gälla vid etablering av en skola. – Många av inspektörerna säger då att det är svårt att kontrollera vissa saker, alltså huvudmannens intentioner, seriositet eller kompetens att faktiskt bedriva skolverksamhet, och att det är lätt att missa, alternativt att man inte kan komma åt saker fast man ser dem…hur ser du på er roll i det här? – Jo, naturligtvis är det ju så att vissa saker är ju hemskt hemskt tydliga för oss, och det kan man ju också se i våra beslut. Det finns andra saker som är väldigt mycket svårare att kontrollera där vi är hemskt beroende av att få information från elever, från föräldrar och också från lärare. Så att det är ju alltid en problematik i tillsyn och i granskning. Det som vi har gjort då för att förbättra vårt underlag i vår tillsyn det är att vi frågar elever, vi frågar personal och vi frågar föräldrar inför vår tillsyn hur de ser på sin skola. Och då får vi ett väldigt rikt material. – Den myndighet som ska vara en vakthund mot dålig kvalitet måste alltså kompromissa med elevers rättigheter, för att det ska finnas en möjlighet för nya skolor att etablera sig. Det är så systemet ser ut. Och ansvaret för att ge alla elever en god och likvärdig skolgång har samhället överlåtit åt var och en av de aktörer som verkar på skolmarknaden. Vad kom då Skolinspektionen fram till efter tillsynsbesöket på Deltaskolan i maj? I somras, den 27 juni, kom beslutet: ”Skolinspektionen konstaterar att det fortfarande saknas rutiner och strukturer på många områden. Det saknas exempelvis rutiner för att säkerställa att eleverna får ta del av utbildningens mål och att de ges möjlighet att utöva inflytande över utbildningen …” (ljudet tonar ut) Beslutet mynnar ut i ett föreläggande om 11 punkter. Det betyder 11 konkreta brister som Deltaskolans huvudman måste komma tillrätta med. Kritiken handlar om att alla lärare inte är behöriga eller har utbildning för det de undervisar i. Att det saknas specialpedagogisk kompetens och skolkurator. En annan kritikpunkt är att skolan inte alltid gör klart för elever vad målet med utbildningen är, vilka krav som ställs på dem och vilka rättigheter de har. Och det här bekräftar mycket av Noras kritik mot skolan. Deltaskolan säger till oss att de inte håller med om Skolinspektionens kritik i alla delar. Men senast den 30 september måste de redovisa för Skolinspektionen att de har rättat till bristerna. Då är Nora någon annanstans, men i hennes och klasskamraternas gamla skolbänkar sitter en ny uppsättning elever, som kanske har samma förhoppningar och förväntningar som Nora hade. Och hur gick det då för Nora till slut? Hon erbjöds en nödlösning med franskan som hon inte var nöjd med och tackade nej till, men musiken tog skolan igen genom att de två sista veckorna före skolavslutningen ägnades helt åt musik. – Han fixade ju det de två sista veckorna tror jag det var, så det var ju bra att vi fick musik men det var lite klantigt att fixa det de två sista veckorna när man nästan slutat skolan. – Hur var det, vad gjorde ni på de här veckorna? – Vi lärde oss spela piano några låtar, sjöng, spela trummor… vi hann ändå med ganska mycket för att vi gick ju varje dag i två veckor. – Men tror du att du lärde dig lika mycket som om… – Nä, det tror jag inte eftersom de andra niorna, eller skolorna gick i musik i ett helt år… och man läser ju också på musiken om historien om musik, det gjorde inte vi. Vi hann inte det. Den skolan, Deltaskolan hade behövt ett år till. Den var inte riktigt klar. Man kände det. Reporter: Maya Abdullah UR  maya.abdullah@ur.se Producent: Karl Brodin UR karl.brodin@ur.se Exekutiv producent: Andreas Lindahl andreas.lindahl@sverigesradio.se Nästa vecka fortsätter Kalibers granskning av Skolinspektionens möjligheter att hålla ordning i den svenska skolan.  Då handlar det om hur fasaderna putsas upp när skolinspektionen kommer på besök. 

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  • PSYT010 PsychoKaraoke

    · Psychotalk

    Fast wäre unsere Folge zu Musik eine Folge ohne Musik geworden, aber dann hat Sebastian doch noch gesungen, und Sven hat ausgeholfen. Aber alles der Reihe nach. Bei unserem psychologischen Einstiegsthema geht es diesmal um Diagnostik: Wie werden ordentliche Fragebögen und psychologische Tests entwickelt? Was sagen Intelligenztests eigentlich aus? Und wie gut macht sich ein Azubi-Test bei der Vorhersage des Berufserfolgs? Und weiß Alexander, wie viel Prozent einer Normalverteilung eine Standardabweichung um den Mittelwert herum liegen? In den folgenden zwei Stunden widmen wir uns der Frage, wie Musik beim Menschen wohl entstanden ist, und welche soziale Funktion sie erfüllt. Warum nicht jede harte Musik mit Aggressionsabbau verbunden ist. Wo Musik helfen kann, und wann Musik nervig und ablenkend wird. Zu unserem Hauptthema Musik haben wir diskussionskräftige Unterstützung von Dr. Daniela Rudloff *. Daniela hat sich erst vor einigen Jahren entschieden, noch einmal Klavierspielen zu lernen, und beschäftigt sich seitdem privat und beruflich mit Musik und Musikpsychologie. Wir erfahren, welche Musikerfahrungen und -vorlieben jeder einzelne unserer Psychologen so hat, und wer von ihnen lange Zeit als Alleinunterhalter durch Weltstädte wir Bad Salzuflen zog. Dass Bobby McFerrin mehr kann als "Dont't Worry Be Happy". Was Ohrwürmer und Mainstream ausmacht. Wie toll TV-Titelmusiken sind und dass Aufnahmetechnik unsere Musikwahrnehmung ruiniert hat. Und dass Musik Kinder weder intelligenter werden lässt (Mozarteffekt) noch Menschen in den Selbstmord treibt (Werthereffekt). Die Musik-Einspieler beim Live-Stream haben leider nicht gleich funktioniert. Stattdessen hat Sebastian zwischendurch gesungen, und Sven hat die Werbeeinblendungen gefahren. Davon bekommt der geneigte Podcast-Hörer im Zusammenschnitt aber nicht viel mit. [*] Zur Klarstellung: Daniela und Sven waren bereits vor der Sendung geschiedene Leute.

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  • Musik på film – Roy Andersson, Michael Nyman och Gus van Sant berättar om soundtrackets betydelse.

    · Kino i Kulturradion

    I veckans Kino lyssnar vi på film. På musiken i filmer. Från storsäljande hitsoundtracks till experimentmusik i high school-miljö. Och så tvingar vi en världsberömd kompositör att lyssna på sina egna verk på ett slitet kassettband. Musik har blivit ett allt viktigare sätt att profilera filmer på. Musical supervisors anställs för att navigera rätt bland demos, vinyllådor och itunes-konton. Möt Markus Bergkvist och Magnus Palmborg som arbetar med detta i veckans Kino. Och hör om hur viktig dynamiken mellan bild och musik är för filmregissören Roy Andersson, som tar med sig sina tankar om musikens roll in i vardagen. Gus van Sant har valt ett ovanligt sätt att musiklägga sina filmer på. I "Elephant" och "Last Days" använder han sig av experimentmusik istället för vanlig musik. Ljud av kyrkklockor, fåglar, från busshållplatser och järnvägsstationer får skildra alienation och utanförskap. Kino har pratat med Gus van Sant och kompositören Hildegard Westerkamp om att använda ljud som musik i film. Kompositören Michael Nyman räknas som en av filmmusikvärldens megastjärnor efter sin musik till "Pianot", "Tecknarens kontrakt" och "Kocken, tjuven, hans fru och hennes älskare". Han har sålt miljontals cd-skivor med sina högst personliga, egensinniga och outbytbara tonsättningar. Nina Asarnoj tog med sina gamla sönderspelade blandband för att spela upp sina favoritstycken för Nyman när han var på Sverigebesök. Hör bland annat om kopplingen mellan Nyman och popartisten Sting i veckans Kino. I veckans klassiker lyssnar Jan Hammarlund på filmer om de klassiska kompositörerna Frédéric Chopin och Robert Schumann. Hur gör man för att dramat ska växa fram ur musiken, istället för att förvandlas till en tam, illustrativ musiktapet? "Song of love" från 1947 och "Impromptu" från 1991 är filmerna som granskas. Programledare: Roger WilsonProducent: Lisa Bergström Musik på film: I veckans Kino lyssnar vi på film. På musiken i filmer. Från storsäljande hitsoundtracks till experimentmusik i high school-miljö. Och så tvingar vi en världsberömd kompositör att lyssna på sina egna verk på ett slitet kassettband. Musik har blivit ett allt viktigare sätt att profilera filmer på. Musical supervisors anställs för att navigera rätt bland demos, vinyllådor och itunes-konton. Möt Markus Bergkvist och Magnus Palmborg som arbetar med detta i veckans Kino. Och hör om hur viktig dynamiken mellan bild och musik är för filmregissören Roy Andersson, som tar med sig sina tankar om musikens roll in i vardagen. Gus van Sant har valt ett ovanligt sätt att musiklägga sina filmer på. I "Elephant" och "Last Days" använder han sig av experimentmusik istället för vanlig musik. Ljud av kyrkklockor, fåglar, från busshållplatser och järnvägsstationer får skildra alienation och utanförskap. Kino har pratat med Gus van Sant och kompositören Hildegard Westerkamp om att använda l

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  • 00:37:00

    Ord och bild blir musik 3 - Madeleine Isaksson och Anders Hillborg

    · Tollans musikaliska

    Hur gör tonsättare när de trollar fram den ljuvaste musik ur ord och bild? Vi möter vi de olikartade tonsättarna Madeleine Isaksson och Anders Hillborg. I tredje programmet i serien Ord och bild blir musik möter vi tonsättarna Madeleine Isaksson och Anders Hillborg. För Madeleine Isaksson är orden och bilderna livsnödvändiga. Hon skriver dagligen ner intryck och känslor. Inför en ny komposition låter hon sig ofta till övermättnad fyllas av egna och andras texter. I verket Å svävare ingår Katarina Frostensons dikt Taktavla tillsammans med dikter av fyra andra poeter på tre olika språk. Isaksson tar i sina kompositioner utgångspunkt i en grafisk skiss med färgglada bubblor eller i ett diagram, där den vertikala linjen är tonhöjd och den horisontala linjen är tid. Kan även utläsas som himlens höjd och havens djup. Och ordet falla har en mytisk betydelse. Vilket Madeleine Isaksson tonsätter i stycket Fästen och fall. I Failles har hon som utgångsbild en spricka i en berghäll eller ett glapp, en hiatus, i det franska språket. Som alltid finns där ett toncentrum snarare än en tonart. -I Tjärnöga Tjärnöga - Ö blå rinner musiken ut i talzonen, förklarar Madeleine Isaksson. Det är där vi människor möts.   För Anders Hillborg är texter problematiska, medan han i ordens egen musik finner stor skönhet. Som i klangen i de gammalitalienska orden i en dikt av Francesco Petrarca. Hillborg är inte intresserad av att förankra musiken i en semantisk inhägnad även om diktens innehåll är vackert. Hans signum kommer från tonsättaren Igor Stravinskij: Musik kommer av musik. När Hillborg komponerar börjar han ofta ett nytt stycke där det sista slutade. Eller så använder han sig av intermusikaliska grepp. I Som i en dimma klingar ett antal takter ur Sibelius Sjunde symfoni inne i Hillborgs eget orkesterstycke Exquisite Corpse. -Musiken är ett språk i sig och jag skriver för människor. Det blir starkare om jag lyssnar in solistens personlighet och ger klangen hennes färg, säger Hillborg, som skrivit Lontana in sonno för mezzosopranen Anne Sofie von Otter, en Violinkonsert till Anna Lindal och musiken till Eva Dahlgrens platta Jag vill se min älskade komma från det vilda.     SPELLISTA: VINJETT till Veckans konsert SVT Anders Hillborg Privat inspelning   Failles I och II Madeleine Isaksson Chrichan Larson, cello. Kerstin Frödin, blockflöjt. Jonas Bylund, trombon Failles PHONO SUECIA PSCD 134   Rap Notes Anders Hillborg Rappers, (vocals), orchestra and pre-recorded drum-track Commissioned by The Swedish Radio Orchestra   Exquisite Corpse Anders Hillborg First performance: 24 october 2002 with The Royal Stockholm Philharmonic, Alan Gilbert conducting Privat inspelning   När en vild ros slår ut doftar hela skogen Eva Dahlgren, text. Anders Hillborg, musik Jag vill se min älskade komma från det vilda Esa-Pekka Salonen Radiosymfonikerna Record Station Stat 52   MUOAYIYAOUM Anders Hillborg Eric Ericson Chamber Choir Eric Ericson Clang & Fury Phono Suecia PSCD 52   Du som älskar Eva Dahlgren, text. Anders Hillborg, musik Jag vill se min älskade komma från det vilda Esa-Pekka Salonen Radiosymfonikerna Record Station Stat 52   lontana in sonno Anders Hillborg Anne Sofie von Otter, Kent Nagano, Gothenburg Symphony Orchestra Boldemann_Gefors_Hillborg - Anne Sofie von Otter Deutsche Grammophon CD 477 7439   Violinkonsert, tillägnad violinisten Anna Lindahl Anders Hillborg Anna Lindahl, violin. Esa-Pekka Salonen Radiosymfonikerna Anders Hillborg - Clarinet Concerto, Liquid Marble, Violin Concerto Ondine ODE 1006-2   The Dreaming river, tillägnad dirigenten Esa-Pekka Salonen Anders Hillborg Esa-Pekka Salonen . dir. Stockholms Filharmoniker Privat inspelning   Fästen och fall Madeleine Isaksson Musica Vitae, Omnibus Kammarblåsare- Peter Csaba, dir. uruppf. Stockholm New Music i Sthlm 1996 Inspelad av Sveriges Radio   Som om Madeleine Isaksson (1991) Sarah Lindloff (flute), Bo Pettersson, basklarinett, Eva Lindal (viola), Crichan Larson (cello), Michael Karlsson (double bass), Jonny Axelsson (percussion), Staffan Larson, conductor                   Failles Phono Suecia PSCD 134   Tjärnöga Tjärnöga - Ö blå Madeleine Isaksson Isaksson, Madeleine (c) Axelsson, Anna (horn) Musikradions beställningsverk         2570-92-1540   Tillstånd Avstånd Madeleine Isaksson Kammarensemblen (Stockholm) (ork) - Harris, Russell (dir) Studio 2, Radiohuset, Sveriges Radio                  2573-92-3751   Å svävare Ur spår 8-14 Madeleine Isaksson, musik. Paul Celan | Juan De La Cruz | Rainer Maria Rilke | Susanne Marten | Katarina Frostenson, texter. Staffan Larson | Kristina Hansson | Katarina Böhm | Michael Weinius | Torbjörn Helander | Chrichan Larson Failles PHONO SUECIA PSCD 134

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  • 00:30:23

    Ord och bild blir musik 2 - Karin Rehnqvist

    · Tollans musikaliska

    Hur gör tonsättare när de trollar fram den ljuvaste musik ur ord och bild? Karin Rehnqvist, får inspiration av ett isberg, ett urberg eller djupt ur sitt inre. I andra programmet i serien Ord och bild blir musik möter vi tonsättaren Karin Rehnqvist, som är en pionjär. Hon var den första kvinnliga eleven i kompositionsklassen på Musikhögskolan i Stockholm. 2009 blev hon Sveriges första kvinnliga professor i musikalisk komposition. Rehnqvist tog initiativ till föreningen KVAST, Kvinnlig anhopning av svenska tonsättare, för att förbättra villkoren för kvinnor som gör musik. Hon fick uppdraget att skriva musik till kronprinsessan Victorias bröllop. Om Karin Rehnqvist har det sagts att hon utvecklat en av de mest särpräglade rösterna inom ny musik sedan 1960-talets Ligeti och Penderecki då hon använder folkmusikaliska idiom på ett nyskapande sätt i sin konstmusik. Karin Rehnqvist har ofta satt ordet, rösten, i centrum för sina musikstycken. Ibland är språket påhittat eller så sjungs det baklänges, som i styckena Haya! och Davids Nimm. I programmet berättar hon varför hon valt att skriva traditionsmättade verk som Requiem aeternam och Salve Regina, vilka kräver ord - anrop, bön och rit där till och med ordet Amen används. Rehnqvist, som ofta blandar texter och dikter ur olika tidsåldrar, kulturer och språk, har under de senaste åren rört sig från urberget till himlavalvet. Från jordens sång till rymdens strängteori. Hon helaftonsopera Strandad i två akter, för soli, kör och orkester, har framtida premiär på Kungliga Operan i Stockholm. Librettot är skrivet av Kerstin Perski. 2017 fick Karin Rehnqvist Musikförläggarnas hederspris.   SPELLISTA:   Puksånger, Lockrop. Karin Rehnqvist Puksånger - Lockrop Sats I Det for två vita duvor Lena Willermark, sopran. Susanne Rosenberg, sopran. Helena Gabrielsson, slagverk. CD-titel: Davids Nimm Phono Suecia PSCD 85   Davids Nimm Lena Willermark, sopran. Susanne Rosenberg, sopran, Agnete Christensen, mezzosopran CD-titel:  Davids Nimm Phono Suecia PSCD 85   Haya! Karin Rehnqvist Kjetil Almenning, dir. Radiokören Live 25/10 2009 Berwaldhallen   Triumf Att Finnas Till Karin Rehnqvist, musik. Edith Södergran, text. La Capella Triumf Att Finnas Till CAPRICE CAP 21641   I Himmelen Karin Rehnqvist Martin Fröst, Kungsbacka Piano Trio, Adolf Fredrik's Girls Choir, Swedish Chamber Orchestra Arktis Arktis! Works By Karin Rehnqvist BIS-CD-1396                     Requiem aeternam: 7. I himmelen Karin Rehnqvist Helena Ek, Maria Keohane, sopr / Örebro kammarkör / Svenska Kammarorkestern / Andreas Hanson, dir SR P2 Örebro   Requiem aeternam 4. Den som föds  5. Umbrae mortis Karin Rehnqvist Helena Ek, Maria Keohane, sopr / Örebro kammarkör / Svenska Kammarorkestern / Andreas Hanson, dir SR P2 Örebro   Requiem aeternam: 5. Umbrae mortis Karin Rehnqvist Helena Ek, Maria Keohane, sopran / Örebro kammarkör / Svenska Kammarorkestern / Andreas Hanson, dir SR P2 Örebro   När jorden sjunger Karin Rehnqvist Svenska Kammarorkestern, Örebro. Staffan Larsson, dir.     Uruppförande live. Örebro Konserthus   Karin Rehnqvist Puksånger - Lockrop Sats II Sji Olwått Lena Willermark, sopran. Susanne Rosenberg, sopran. Helena Gabrielsson, slagverk. CD-titel: Davids Nimm Phono Suecia PSCD 85   Arktis Arktis! I - Breaking The Ice Karin Rehnqvist Svenska Kammarorkestern. John Storgårds. BIS-CD-1396   Solsången Karin Rehnqvist Lena Willermark, m fl INTIM MUSIK IMCD 037   Ljus av ljus Karin Rehnqvist, musik. Text: J-O Wallin, B S Ingeman, ur Psaltaren, Ordspråksboken och medeltida tradition. Adolf Fredriks flickkör, Radiosymfonikerna. Manfred Honeck Inspelad av SR i Berwaldhallen 17/9 2004.   Salve Regina Sats I En åkallan ett anrop - Heavenly Queen Karin Rehnqvist Ed Spanjard, dir. Nederländernas Kammarkör och Nieuw Ensemble Uruppförande live   Salve Regina Sats III Bön - Heavenly Queen Karin Rehnqvist Ed Spanjard, dir. Nederländernas Kammarkör och Nieuw Ensemble Uruppförande live

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