nikki glaser

  • 00:54:44

    Ingrid Blumenthal | Geschäftsführerin von ALIUD PHARMA

    · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait zu Ingrid Blumenthal Ingrid ist in Hessen geboren, verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter Eine echte Power-Frau mit einem unglaublichen Innovationsgeist und den Mut für Veränderungen Ursprünglich Diplom Ökonomin Politische Arbeit für einen Bundestagsabgeordneten Arbeit bei der Industriekredit-Bank in Düsseldorf später bei der Bremer Landesbank Wechsel in die Pharma Branche zu STADA in den Vertrieb Später Tendermanagement, Leiterin Marketing und Vertrieb für ALIUD PHARMA in Laichingen Heute gemeinsam mit Tom Douglas Geschäftsführerin von ALIUD PHARMA Gründungsmitglied des Hilfevereins "Kleine Glücksritter" Aktives Engagement für die Kinderhilfe in Nepal Kontaktdaten Email: i.blumenthal@aliud.de Website: www.aliud.de & www.apotheken-fachkreis.de Profil auf LinkedIn Profil auf Xing E-Books The Big Five for Life - John Strelecky Limbi - Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn - Werner Tiki Küstenmacher Touch. Point. Sieg. - Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation - Anne M. Schüller Hörbücher Limbi - Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn - Werner Tiki Küstenmacher Touchpoints - Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute - Anne M. Schüller Das Touchpoint-Unternehmen - Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt - Anne M. Schüller Musik Johann Sebastian Bach Chopin Mozart Beethoven Mobile Apps Blitzer.de PRO Runners Audible Kindle Xing LinkedIn   [et_pb_toggle admin_label="Toggle" title="Podcast in Textform" open="off" use_border_color="off" border_color="#ffffff" border_style="solid"] Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du wieder reinhörst. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Heute habe ich einen wirklich ganz besonderen Gast hier bei mir in der Show. Herzlich willkommen Ingrid Blumenthal, Geschäftsführerin von ALIUD PHARMA. Ingrid, schön, dass es geklappt hat heute und dass du dir Zeit genommen hast. Bist du bereit für das Interview? #00:00:39-7# Ingrid Blumenthal: Hallo Norman, natürlich bin ich bereit und ich freue mich an diesem Freitagnachmittag eine Stunde hier mit dir verbringen zu können. #00:00:48-2# Norman Glaser: Schön, (lacht) ja. #00:00:50-3# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:00:50-1# Norman Glaser: Ja. Wir haben es ja wirklich, jetzt die letzten Wochen warst du viel unterwegs, haben wir es immer wieder versucht und deswegen freue mich umso mehr und ich habe ja eingangs gesagt, ganz besonderer Gast und deswegen würde ich dich ganz kurz mal vorstellen und zwar war es mir ein ganz besonderes Anliegen hier in diesem Podcast von MARKENKONSTRUKT.FM die Frau vorzustellen, die im Bereich der Pharmabranche wirklich das Thema digitale Markenführung in die Hand genommen hat. Ich erinnere mich, wir arbeiten jetzt fast seit fünf Jahren zusammen, Ingrid. #00:01:29-2# Ingrid Blumenthal: Unglaublich. #00:01:30-3# Norman Glaser: Ich erinnere mich (lacht) ja, ich erinnere mich an den ersten Obstkuchen (lacht). #00:01:35-2# Ingrid Blumenthal: Ja, das weiß ich auch noch ganz genau. #00:01:37-6# Norman Glaser: Ja genau. In Laichingen, am Firmensitz von ALIUD PHARMA, wo wir quasi gesprochen haben und auch so ein bisschen den Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt haben und uns über das Thema Strategien ausgetauscht haben und seither immer wieder an den Projekten rundum ALIUD PHARMA feilen. Mit zunehmender Intensität natürlich zum Thema digitale Markenführung, wie man das ja auch beobachten kann und Zukunftswegen, digitalen Geschäftsmodellen und Prozessen. Ich erlebe dich Ingrid als echte Powerfrau mit einem unglaublichen Innovationsgeist und dem Mut diese Veränderungen im Unternehmen, aber auch in der gesamten Vermarktung der Marke durchzusetzen, diese Veränderung umzusetzen. Mit der Entscheidung für den Aufbau des Apothekenfachkreises als Expertenplattform hast du eine Initiative geschaffen, die sich für den Erhalt der Apothekenstandorte in Deutschland einsetzt und digitale wie interaktive Services für Apotheken entwickelt, um die Beziehung zwischen Apotheke und Patienten zu stärken. Du bist Gründungsmitglied des Hilfevereins "kleine Glücksritter", der von der Paralympic-Gewinnerin und Dressurreiterin Hanne Brenner initiiert wurde und sich für Kinder einsetzt, die lebensverkürzt erkrankt sind und, und das ist mein letzter Stichpunkt, (lacht) dann bist du dran Ingrid und darüber hinaus engagierst du dich sehr stark für die Kinderhilfe in Nepal und hast bereits sage und schreibe 40.000 Euro eingesammelt. Ingrid, das war jetzt nur ein kleiner, kurzer Überblick über dich. Kannst du uns noch etwas mehr über dich als Person privat, also wer ist die Ingrid privat und was du beruflich machst, erzählen? #00:03:22-5# Ingrid Blumenthal: Genau. Also du hast ja einen großen Rundumschlag gemacht, auch über die Zeit, die wir uns jetzt kennen, 2013. Und jetzt wollte ich dich Norman fragen, wie lange haben wir denn gebraucht bis wir uns geduzt haben? #00:03:33-7# Norman Glaser: Das ist eine Woche her glaube ich jetzt. #00:03:37-1# Ingrid Blumenthal: Eine Woche her okay. Also. #00:03:40-2# Norman Glaser: Für das Interview (lachen beide). #00:03:41-2# Ingrid Blumenthal: spricht. #00:03:41-6# Norman Glaser: Aber auch danach. #00:03:43-2# Ingrid Blumenthal: Das spricht für unsere gute Zusammenarbeit. #00:03:45-2# Norman Glaser: Absolut. #00:03:45-7# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:03:46-0# Norman Glaser: Sehr professionell, das stimmt. und vertrauensvoll, das freut mich eher persönlich ganz besonders. #00:03:51-6# Ingrid Blumenthal: Ja. Das stimmt auf jeden Fall. Also immer, wenn es für mich kritisch wird, wenn ich eine gute Beratung brauche in einer schwierigen Situation, bin ich zu dir gekommen und du warst dann immer zur Stelle. Selbst, wenn es nachts irgendwie war per E-Mail. Also herzlichen Dank nochmal. #00:04:09-0# Norman Glaser: Ja gerne. #00:04:09-9# Ingrid Blumenthal: Ja wer bin ich? Ingrid Blumenthal, ich bin in Hessen geboren, ich bin verheiratet, ich habe zwei erwachsene Töchter, die ich sehr liebe, die auch schon in ihrem Beruf sind. Die eine Tochter arbeitet an einer Universität, ist Diplom-Kulturwirtin und hat auch ihren Master im internationalen Management und meine andere Tochter ist Psychologin und arbeitet psychotherapeutisch. Ich bin in meinem Ursprungsberuf Diplom-Ökonomin, habe also Betriebswirtschaft studiert an der Universität in Gießen. Habe während meines Studiums für einen Bundestagsabgeordneten gearbeitet, auch sehr viel gearbeitet, hat mir viel Spaß gemacht, auch diese politische Arbeit. Ich wollte dann später allerdings nicht in die Politik gehen. Merke aber, dass politisches Fingerspitzengefühl auch im Beruf und im Business unglaublich wichtig ist zu wissen, wann und wo und wie man eben richtig oder politisch agieren muss. #00:05:18-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:05:18-9# Ingrid Blumenthal: Habe dann in der Industriefinanzierung von Banken gearbeitet, einmal von einer Spezialbank, der Industriekreditbank in Düsseldorf und später bei der Bremer Landesbank und in der Zwischenzeit sind unsere Kinder geboren, 1995 nach der politischen Wende bin ich mit der Familie, mit meinem Mann, der eigentlich sogar seit 1991 schon in Rostock war, sind wir dann nachgezogen und ich bin dann dort bis 2007 gewesen. Und dort war dann auch der Wechsel in eine ganz andere Branche, in die Pharmabranche. Von Anfang an im STADA-Konzern, in der Pharmabranche. #00:06:09-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:06:09-5# Ingrid Blumenthal: Aber ich habe dann auch das Feld gewechselt, ich bin in den Vertrieb gegangen, war Regionalleiter komplett für den ganzen Osten und für den Norden. Habe für dieses Tochterunternehmen der STADA damals den Vertrieb aufgebaut und das war für mich eine ganz, ganz große Herausforderung, weil so ganz andere Eigenschaften von mir erwartet wurden, aber die mich unglaublich geprägt haben und auch nach vorne gebracht haben. Dieses Großdenken, große Ziele setzen, versuchen andere Wege zu gehen, das zu schaffen mit diesem großen Gebiet und auch alle Prämienziele erreichen zu wollen. Da musste ich mir schon überlegen, wie bekomme ich das hin? #00:06:51-4# Norman Glaser: (lacht) Ja. #00:06:52-0# Ingrid Blumenthal: Und habe das dann auch hinbekommen und das hat mir unglaublich viel Mut gemacht, Dinge, also nicht solchen Glaubenssätzen zu folgen, ich kann das nicht, sondern eigentlich die Glaubenssätze umzuformulieren, ich kann das. #00:07:05-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. #00:07:06-8# Ingrid Blumenthal: Und würde schon sagen, dass mich das sehr geprägt hat. 2007 habe ich dann innerhalb des Konzerns die Stelle gewechselt, ich bin nach Laichingen gegangen, Laichingen ist eine kleine Stadt mit 10.000 Einwohnern im Schwäbischen, also mitten auf der Schwäbischen Alb, unweit von Ulm und zunächst, habe also auch vom Außendienst, Vertrieb dann zwar auch eine etwas vertrieblich geprägten Position, Key Account von ALIUD PHARMA übernommen, was damals bedeutete Ausschreibungen und das auch heute eigentlich noch heißt, also Tender Management. 2009 dann Leitung Marketing und Vertrieb und auch verantwortlich für Gesundheitspolitik und seit 2011 bin ich Sprecherin der Geschäftsleitung von ALIUD PHARMA gemeinsam mit meinem Kollegen Tom Douglas. Genau. #00:08:07-0# Norman Glaser: Wow! #00:08:07-6# Ingrid Blumenthal: Und was mache ich, damit ich das irgendwie hinkriege. Ich finde das ist schon ganz wichtig, das ist so diese Herausforderung das irgendwie zu schaffen. Mich einfach damit beschäftigen auch mit meinen Glaubenssätzen, die ich so habe, aber auch offen zu sein immer wieder für Neues und ich muss einfach ganz viel Sport machen und mich bewegen und ich merke, welchen Effekt das auf mein Wohlbefinden und auch auf mein Denken hat #00:08:37-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:08:38-0# Ingrid Blumenthal: und deshalb baue ich das so oft wie möglich ein. #00:08:39-8# Norman Glaser: Ja. Einfach einen Gegenpol herzustellen #00:08:41-7# Ingrid Blumenthal: Genau. #00:08:42-3# Norman Glaser: zu der Belastung einfach auch. Ja. #00:08:44-2# Ingrid Blumenthal: Ja. Also das erdet mich unglaublich und bringt wahnsinnig viel Freude. #00:08:47-9# Norman Glaser: Ja. Wow! Ein bewegtes Leben mit vielen Stationen und jetzt natürlich auch dieser riesigen Verantwortung. Ingrid, stelle dir mal vor, du bist auf einer Speed-Network-Party. Was würdest du in einem Gespräch sagen oder wie würdest du dein Business in wenigen Sätzen beschreiben, was du tust oder was ALIUD tut? #00:09:12-3# Ingrid Blumenthal: Genau. Also das ist schon richtig, was ich tue ist ja eigentlich das, was ALIUD PHARMA tut. ALIUD PHARMA hat rund 2.000 Artikel, wir sind Vollsortimente im deutschen Generikamarkt, wir sind auch auf Platz 4 aktuell im deutschen Generikamarkt und wir leisten mit unseren Arzneimitteln, die sehr preisgünstig sind, einen ganz, ganz wichtigen Beitrag für das deutsche Gesundheitssystem, indem wir eben durch die Bezahlbarkeit von Arzneimitteln, von Generika, Gesundheit bezahlbar machen und zwar eben für alle. Und wenn wir mal sehen, wir haben rund 70 Millionen verkaufte Packungen im Jahr, mit steigender Tendenz, bei 80 Millionen Bundesbürgern, kann man eigentlich sagen, dass in jedem Haushalt mindestens eine Packung von ALIUD PHARMA steht oder bei jedem, nicht nur jedem Haushalt, bei jeder Person, hat theoretisch schon mal eine Packung von ALIUD PHARMA gehabt. Das ist das eine und auf der anderen Seite, das hattest du ja so nett anmoderiert, dass wir uns sehr mit dem digitalen Umfeld, mit der digitalen Transformation beschäftigen. #00:10:25-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:10:25-6# Ingrid Blumenthal: Gemeinsam, ich denke, dass wir das Jahr 2013 in diese Bahnen gegangen sind und aktuell eigentlich auch nochmal wieder eine andere Geschwindigkeit da zulegen und einen anderen Drive. Ich kann mich sehr gut an die erste expopharm erinnern als wir dort mit unserem Prototypen, mit unserem ersten Prototypen, mit unserem Serviceterminal gestanden haben, mit Tischen, wie wir bestaunt wurden und heute auf der letzten expopharm konnte man dann sehen wie andere Unternehmen oder Softwarehäuser versucht haben uns zu folgen, aber wir doch einen ganz, ganz großen Schritt voraus sehen. #00:11:06-0# Norman Glaser: Ja. Absolut. #00:11:06-6# Ingrid Blumenthal: Was wir jetzt machen, also wir haben es wirklich aus der Branche heraus entwickelt und da danke ich auch MARKENKONSTRUKT herzlich, die ja auch Ideengeber waren und damit eine Richtung aufgezeigt haben, eben diesen Weg da zu gehen und auch so dieses Unternehmen ohne Außendienst, also wir feiern dieses dreißigjähriges Jubiläum, von Anfang an ohne Außendienst zu wagen. Du musst jetzt andere Strategien wählen wie diese Produkte vermarktet werden können, nämlich digital. Und ja. #00:11:44-4# Norman Glaser: Bevor wir da weiter einsteigen, Ingrid, wie du ja weißt, frage ich am Anfang immer nach so einem Lieblingszitat oder Glaubenssatz. Gibt es so ein Zitat, was dich besonders nachhaltig beeinflusst hat oder was so besonders nachhaltig auf dich wirkt? Nach dem du lebst? #00:12:04-9# Ingrid Blumenthal: Ich würde sagen, nach dem ich lebe, ich habe da die letzten Wochen oft drüber nachgedacht, das ist ganz klassisch Erich Kästner. Priorität des Handelns, "Es gibt nichts Gutes außer man tut es". #00:12:18-0# Norman Glaser: Ja, sehr gut, sehr gut. #00:12:19-5# Ingrid Blumenthal: Und ich denke, das ist das, wo ich mich wirklich auch dahinter sehe. #00:12:23-4# Norman Glaser: Absolut. #00:12:24-4# Ingrid Blumenthal: Also nicht nur dieses Wort oder die Sprache, sondern dass es dann einfach auch sehr schnell an die Umsetzung geht und ich empfinde mich schon so, dass ich in der Regel auch sehr schnell entscheiden kann und auch, nicht immer, aber auch die Risiken sehr schnell abwägen kann und dann relativ schnell zu einer Entscheidung kommen kann und das finde ich ganz, ganz wichtig. Das prägt aber auch die ALIUD PHARMA selber aus. Also wir sind hier mit 60 Leuten auf Platz 4 im deutschen Generikamarkt, wir müssen schnell handeln. #00:13:02-0# Norman Glaser: (lacht) Das zeichnet ALIUD ja auch aus. Also das ist ja auch das, was wir ja in den einzelnen Projekten erleben, ist diese unglaubliche Dynamik und Agilität in den einzelnen Projekten. #00:13:13-1# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). #00:13:14-1# Norman Glaser: Ne? Also das ist. #00:13:15-6# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Aber wenn man nochmal diesen Satz nimmt "Es gibt nichts Gutes außer man tut es". Du hast vorhin gesagt, dass wir 40.000 Euro gesammelt haben für den Wiederaufbau, es sind jetzt sogar nochmal 10.000 Euro dazu gekommen, #00:13:29-2# Norman Glaser: Yeah! #00:13:30-2# Ingrid Blumenthal: die haben wir auch nochmal gespendet für eine Schule. #00:13:31-8# Norman Glaser: Sehr gut. #00:13:32-3# Ingrid Blumenthal: Also für eine Etage, die dort gebaut wird. Aber nichtsdestotrotz haben wir auch für rund 100.000 Euro im letzten Jahr, als das große Erdbeben war in Nepal zwischen Kathmandu und Pokhara, Arzneimittel gespendet für ein Krankenhaus dort. Also das Engagement ist da und was mich jetzt besonders freut, dass es auch Abteilungen im Hause gibt, die von (holt tief Luft) ihrer Jahresprämie gesagt haben, wir unterstützen jetzt Kinder. Also der Vertrieb hat jetzt zum Beispiel zwei Vertriebskinder und begleitet die #00:14:06-6# Norman Glaser: (lacht) Sehr cool. #00:14:07-6# Ingrid Blumenthal: für die nächsten zwei Jahre #00:14:08-6# Norman Glaser: Tolle Idee! #00:14:09-1# Ingrid Blumenthal: bis sie ihren Schulabschluss haben. Ja. #00:14:10-6# Norman Glaser: Yes. Cool! #00:14:11-4# Ingrid Blumenthal: Das finde ich sehr, sehr schön, dass man wirklich sieht wie dieses "Es gibt nichts Gutes außer man tut es" eben auch von den Mitarbeitern von ALIUD PHARMA gelebt wird. #00:14:22-8# Norman Glaser: Schön. Der Spirit geht durch die Firma durch wie der roten Faden. Ne? Rot ist Alarmfarbe. #00:14:27-7# Ingrid Blumenthal: Ja. Genau. Genau. #00:14:29-6# Norman Glaser: Ja, (lacht) sehr schön. #00:14:30-8# Ingrid Blumenthal: So soll es sein. #00:14:31-3# Norman Glaser: Vielleicht an dieser Stelle der Hinweis an unsere Zuhörer. Wir verlinken natürlich die ganzen Infos und auch die Website zur Kinderhilfe in Nepal in unseren Shownotes, sodass man da durchaus auch eine Spende abgeben kann und sich daran beteiligen kann. (holt tief Luft) Ingrid, ich habe natürlich noch die sehr wichtige Frage, denn wir bei MARKENKONSTRUK.FM leben Geschichten, aus denen wir lernen können. Gab es in deinem beruflichen Leben so einen wirklichen Moment oder einen Moment, an dem du es wirklich schwer hattest und was war deine Erkenntnis daraus? #00:15:12-3# Ingrid Blumenthal: (holt tief Luft) Also es gab einfach immer wieder Herausforderungen. Die erste größere Herausforderung war einfach nach einer längeren Elternzeit, was ja mehrere Jahre waren, auch den Wiedereinstieg in den Beruf zu finden. #00:15:30-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:30-4# Ingrid Blumenthal: Das habe ich geschafft. Damals auch mit vielen Zweifeln, was macht sie da. Aber ich habe das gemacht und ich habe das geschafft und da bin ich auch stolz drauf. #00:15:40-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:41-3# Ingrid Blumenthal: Würde auch heute jedem sagen, eigentlich ist es kein Problem, wenn man das irgendwie will. Ich habe die Branchen gewechselt, also von der Bankerin in die Pharmabranche. #00:15:53-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:54-5# Ingrid Blumenthal: Dann auch nochmal von Industriefinanzierung in eine vertriebliche Richtung zu gehen, habe ich geschafft. Ich war von Anfang an auch damals im Unternehmen auf Platz Eins über viele Jahre hinweg. Auch dann in den neuen Bundesländern, ich bin ja als Westbürger dorthin gegangen, habe ich geschafft, war kein Problem. Ich habe mich in diese neue Branche, die ja Pharmabranche, die ja sehr diffizil ist, die sehr von gesundheitspolitischen Einflüssen abhängig ist, habe ich mich sehr gut eingearbeitet. Gemeinsam mit dem Team konnten wir gute Vertriebsstrategien entwickeln. Eine große Herausforderung war dann nochmal von Rostock auf die Schwäbische Alb zu ziehen. #00:16:41-1# Norman Glaser: (lacht) Ja. #00:16:42-4# Ingrid Blumenthal: Auch sprachlich muss ich sagen. #00:16:44-8# Norman Glaser: (lacht) Ach sehr schön. Ja ich verstehe. #00:16:48-3# Ingrid Blumenthal: Natürlich dann auch wieder nochmal - und da bin ich auch nicht mehr ganz jung gewesen - dann als Geschäftsführerin in einem Unternehmen zu sein und das dann zu schaffen. Und wenn ich diese ganze Linie sehe, es gab dann immer wieder Neuanfänge, kleine Brüche oder will ich nicht sagen Bruch, aber Neuanfänge und die aber bewältigt zu haben. #00:17:12-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. Ja so beeindruckende Seitenwechsel, die du so durchhattest. Ne? Gab es denn auch einen Aha-Moment, so für dich ganz persönlich, so ein Gamechanger, wo du sagst, das war eigentlich so ein Moment, der hat für mich beruflich nochmal wirklich was verändert? #00:17:33-7# Ingrid Blumenthal: Also was natürlich beruflich verändert hat, ist die letzte Position als Geschäftsführung, aber in meinem Verhalten, wo ich sage, dass ich was verändert habe, ist eine Situation gewesen im Vertrieb damals, als ich verantwortlich war für den kompletten Norden und für den Osten und ein eigenes Gebiet hatte und dieses Gebiet war Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Teile von Sachsen-Anhalt und mir ganz klar war, das kannst du nur schaffen, wenn du dir andere Wege einfallen lässt. Und das war dann, ein anderer Weg war dann 1999 oder 2000 ein Fax. #00:18:12-2# Norman Glaser: (lachen beide) Wow! #00:18:14-4# Ingrid Blumenthal: Und ich habe diesen Fax genutzt und habe so unglaublich viel Umsatz damit gemacht und Aufträge erzielt, dass ich teilweise Angst vor meinem eigenen Erfolg hatte. Also es war wahnsinnig, was ich damit bewegt hatte und mir damit aber Zeit gewonnen habe für andere Dinge. Und genau so sehe ich das heute. Also das ist natürlich nicht mehr der Fax, aber die Zeiten sind ja vorangeschritten und heute müssen wir, um dieses Außergewöhnliche zu erleben und zu erreichen, schauen, was ist heute das Medium oder die Art und Weise wie wir das erreichen können. Und das ist der Weg der Digitalisierung. Und wenn wir das schaffen und dann werden wir dieses Gefühl, was ich damals auch hatte, dieses Erfolgserlebnis, was passiert da. Du musst ja gar nichts machen, das wird ja immer schneller, #00:19:03-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. #00:19:04-6# Ingrid Blumenthal: eben auch erleben können. #00:19:06-2# Norman Glaser: Ja. #00:19:06-6# Ingrid Blumenthal: Aber man muss es tun. #00:19:08-1# Norman Glaser: Ja. Ja. Absolut. Und ich meine Fax war ja quasi, wenn du es so willst, der Vorläufer von E-Mail Marketing (lacht). #00:19:15-3# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:19:15-4# Norman Glaser: Hattest du da also Faxe geschickt. Was bedeutet denn für dich so grundsätzlich das Thema Digitalisierung? #00:19:23-6# Ingrid Blumenthal: Hmm, also ich muss sagen, dass ich da auch meinen Weg und meine Strecke zurückgelegt habe, die ja eigentlich auch sehr traditionell an Papier klebend, ist also auch für mich ganz gewesen. Aber und auch diesen Glaubenssatz damit verbunden einsam zu sein und das kann ich heute eben, ich hatte das anfangs beschreiben auch oder in einem anderen Gespräch beschrieben, wie ich gemerkt habe als ich mein XING Profil aktualisiert habe, was innerhalb von fünf Stunden passierte, wie viel Reaktionen ich erreicht habe und Kontakte, Geschäftsmöglichkeiten und da ist eigentlich wieder das Gleiche. Ich habe es erfahren und habe dieses Potenzial dahinter gemerkt und diese Stärke und das bedeutet das einerseits für mich und ich fühle mich überhaupt nicht einsam in diesem Augenblick. #00:20:17-6# Norman Glaser: (lacht) Ja. Genau. #00:20:18-1# Ingrid Blumenthal: Und was ich hervorragend finde, dass also das, was in meinem Kopf ist, es fließt ja im Grunde in die Tastatur in meine Finger rein und ich kann auf ganz, aber ich habe das Gefühl, dass die Digitalisierung an meine Skills, an meine Fähigkeiten ganz stark andockt und ich das nutzen kann und das macht Spaß. Ja. #00:20:45-2# Norman Glaser: Ja. Vielleicht eine Frage noch. Was hat dich damals bewegt? Ich erinnere mich, wir hatten ja zahlreiche Projekte redesignt, der Marke ALIUD PHARMA bis hin zum Umbau am Standort selber, also wirklich Querbeet, unglaublich viele Projekte in den letzten Jahren gemacht. Was war für dich so der Antrieb zu sagen, Digitalisierung und ich meine es gibt Studien, die nachweislich belegen, dass das für viele Unternehmer oder Verantwortliche einfach kein Thema ist oder das einfach ignoriert wird. Aber was war für dich so der ausschlaggebende Punkt, dass du gesagt hast, das ist mein Kerngeschäft und ich muss jetzt was tun, um das Unternehmen für die Zukunft vorzubereiten? #00:21:27-6# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Also unser Kerngeschäft sind natürlich die Arzneimittel und das wird es bei ALIUD PHARMA immer bleiben, aber ich hatte vorhin schon mal gesagt, wir sind in einem ganz starken Marktumfeld, also da sind die Wettbewerber Hexal, ratiopharm, TEVA, #00:21:47-1# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:21:48-3# Ingrid Blumenthal: mit denen wir uns umgeben, auf der wir im Grunde in der gleichen Liga spielen, die aber auch alle über eine ganz andere Außendienststärke verfügen, also wir haben ja keinen Außendienst, andere Vertriebsmöglichkeiten damit zu Arzt und Apotheke haben, Wege zu suchen, mit denen ALIUD PHARMA in der Apotheke beim Arzt vertreten ist, aber eben ohne den Aufbau des traditionellen mit dem Außendienst des mit dem traditionellen Vertriebskonzept, sondern eben und das finde ich eben jetzt auch zeitgemäß, mit digitalen neuen Vertriebs- und Marketingstrategien, #00:22:31-2# Norman Glaser: Genau. #00:22:32-9# Ingrid Blumenthal: die eben daraus entwickelt werden müssen. #00:22:34-8# Norman Glaser: Und die quasi eingeflochten werden in die Kommunikationsstrategie von ALIUD PHARMA. Ne? #00:22:40-5# Ingrid Blumenthal: So ist es. #00:22:40-7# Norman Glaser: Also, um das vielleicht auch nochmal auszudifferenzieren. Es ist ja jetzt kein Hundertprozent Kommunikationswechsel auf Digital, sondern es ist ja tatsächlich eingeflochten in das Marketing, in die Vermarktung, in den Vertrieb von ALIUD PHARMA und quasi ergänzt. Ja. #00:22:55-4# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Also ich habe mir auch nochmal überlegt, wie sah denn unser Marketing aus 2011? Wir haben Mailings versandt, also Print-Mailings. #00:23:05-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:23:05-5# Ingrid Blumenthal: Papier, wurde hin und wieder ein Fax versandt und es gab ein paar Veranstaltungen und wenn ich dann, und einer Homepage, die eigentlich sehr reduziert war. Wenn ich mir das heute ansehe, unsere Homepage, das haben wir auch seit 2011 gemacht, ist ja komplett neu aufgebaut worden, sie bringt einen ganz, ganz großen Mehrwert für die Fachkreise, aber zunehmend eben auch für den Endverbraucher. Wir haben den, für unseren Webshop, im vergangen Jahr einen Relaunch gemacht und damit den Shop (wirklich?) ganz stark belebt, also ein ganz, ganz großer Erfolg, weil eben auch dort sehr viele Mehrwerte für die Besucher sind. Wir haben einen elektronischen Newsletter entwickelt, und zwar einmal für das Unternehmen ALIUD PHARMA, aber eben dann auch für den Apotheken-Fachkreis. Über den haben wir noch gar nicht gesprochen. #00:24:02-5# Norman Glaser: Kommt noch. Wir haben ja noch ein bisschen Zeit. (lacht) #00:24:03-9# Ingrid Blumenthal: Das kommt noch. (lachen beide) Okay. Wir sind mit unserem Claim "gesunde Kompetenz" haben wir eine Facebook Seite mit mehr als 25.000 Fans, #00:24:17-9# Norman Glaser: Wow! #00:24:19-2# Ingrid Blumenthal: die uns dort besuchen. Ja. Gemeinsam mit dir sind wir, haben wir den Blog zum Apotheken-Fachkreis, wir haben eine Xing-Seite dazu, wir haben ein Service Terminal für Apotheken entwickelt, wir haben eine Service App entwickelt, also ich, es ist viel, viel #00:24:39-5# Norman Glaser: Die Liste ist lang. (lacht) #00:24:40-8# Ingrid Blumenthal: Die Liste ist sehr, sehr lang und als ich mir das so mal vor Augen geführt habe und da muss ich jetzt wirklich sagen, in den paar Jahren, was wir da entwickelt haben, #00:24:50-5# Norman Glaser: Wahnsinn. #00:24:51-6# Ingrid Blumenthal: wie die Kommunikationsstrategie eben auf diese vielen verschiedenen Wege eingeflochten wurde, das ist schon genial. Und ich denke, wir sind dann auch noch lange nicht am Ende, also ich sehe es nicht. #00:25:03-8# Norman Glaser: Ja. Vor allen Dingen, vielleicht um das noch zu ergänzen bevor wir auf den Apotheken-Fachkreis kommen, was ich so spannend an der Zusammenarbeit finde ist, dass wir nicht damals irgendwie eine Strategie festgelegt haben und an der festgehalten haben, sondern wir haben gelernt, wir haben festgestellt, was nicht gut lief und wir haben eigentlich jedes Jahr ein neues Strategiepapier entwickelt, was so die Guideline war für die nächsten zwölf Monate und haben versucht uns daran entlangzuarbeiten und haben mit dir zusammen und du bist am Ende des Tages der Entscheidungsträger, da können wir so viele Ideen bringen wie wir wollen, wenn das nicht entschieden wird, dann funktioniert es nicht. Wir haben echte Pionierarbeit für die Branche geleistet und das ist was, was mich total begeistert, weil wir dadurch eben auch an innovativen Themen arbeiten können. #00:25:54-9# Ingrid Blumenthal: Ja, also die haben wir wirklich geleistet und das wird auch in der Branche so wahrgenommen. Also, wenn ich jetzt, es gab ja von Apotheke ad hoc, auch der VISION Award, wo wir auch einen Gewinn hatten gemeinsam, wo wir, also unsere Leistung, da honoriert wurde. #00:26:19-4# Norman Glaser: Ausgezeichnet. Ja. #00:26:20-6# Ingrid Blumenthal: Also wir werden auch dort angesprochen, Sie sind ja der Vorreiter in der Branche gewesen, wie sehen Sie jetzt die anderen Maßnahmen? Also das ist auf jeden Fall die Anerkennung von außen, dass wir da eine Pionierarbeit geleistet haben. Und ich muss natürlich sagen, so eine Pionierleistarbeit ist auch ganz schön anstrengend. #00:26:40-7# Norman Glaser: Ja. (lacht) #00:26:41-8# Ingrid Blumenthal: Also es ist ein weiter Weg. #00:26:43-4# Norman Glaser: Ja. Das stimmt. Das stimmt, ja. Aber vielleicht, um unsere Zuhörer mal abzuholen, weil die, ich meine ein E-Mail Newsletter ist jetzt nicht die große Revolution, vielleicht sprechen wir kurz mal über den Apotheken Fachkreis und was die, ja die Innovation tatsächlich war, was haben wir entwickelt, was es vorher noch nicht gab? #00:27:01-7# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Wir haben uns zunächst mal mit Apothekern, mit Pilot Apothekern und Apothekerinnen, rund zehn waren das dann, die bundesweit aus verschiedenen Gegenden kamen, zusammengesetzt und erfragt, was ist denn das Bedürfnis der Vor-Ort Apotheke? Haben da einfach ganz gut hingehört und das war natürlich die große oder das große Anliegen der Apotheke ist ja, dass sie ihre Leistung weiterhin vor Ort den Patienten und den Kunden zur Verfügung stellen möchten, aber sich noch zum Teil auch stark durch Versandapotheken und deren Aktivitäten, ja, dass sie den Wettbewerb einfach spüren an der Stelle. Ich will nicht sagen, bedroht, aber sie spüren den Wettbewerb. #00:27:59-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:27:59-8# Ingrid Blumenthal: Und wir wollten mit digitalen Methoden und das kann die Vor-Ort Apotheke eben einzeln auch nicht leisten, das wurde uns ganz klar kommuniziert, haben wir etwas entwickelt, was wir einerseits für uns selber auch nutzen, denn für uns ist es ja ein großes Thema, aber auch, dass wir sagen, unsere Erfahrung, die wir in diesem Bereich machen, stellen wir den Vor-Ort Apotheken zur Verfügung, damit diese einfach auch so eine Standortsicherung haben und weiterhin ihre Arbeit vor Ort leisten können. Und eines, was wir daraus entwickelt haben, unser erstes Thema ist eben unser Service-Terminal, #00:28:43-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:28:44-0# Ingrid Blumenthal: das in Apotheken gestellt werden kann. Es ist eben nicht nur ein Flatscreen, auf dem eine Produktabbildung ist, sondern auf diesem Service-Terminal kann die Apotheke sich selber darstellen, mit ihren Angeboten, mit ihrem Team, mit ihrem Anliegen. Sie kann das regelmäßig aktualisieren lassen, verändern lassen. Wir haben sehr viele Themen, Themenkreise, Themenblöcke, ich wollte jetzt Magazin sagen, aber das ist jetzt falsch, dort hinterlegt, die ständig aktualisiert werden. Also das, was dort hinterlegt ist, ist aktuell. Wir verweisen auf offizielle Seiten wie zum Beispiel "Ständige Impfkommission", also die STIKO, wenn wir Themen zu Impfungen haben. Wir haben ganz viele Anwendungsfilme zu Arzneimitteln, bei denen die Applikation sehr schwer ist, wie zum Beispiel, dass wir sämtliche Filme, Videofilme zur Anwendung von den Inhalern, die es auf dem deutschen Markt gibt, dort. Wir sind international, das heißt wir haben in ich glaube 15 Sprachen #00:30:07-5# Norman Glaser: Ja genau. #00:30:08-6# Ingrid Blumenthal: Anamnese und Therapiepläne darauf hinterlegt. Wir können dort mit Google Transfer arbeiten, in über 30 Sprachen. Und die Apotheker sind dann auch ganz stolz, gerade jetzt, wenn dann Menschen, ist ja ein aktuelles Thema #00:30:28-3# Norman Glaser: Ja, absolut. Flüchtlingskrise. #00:30:30-5# Ingrid Blumenthal: Genau. Flüchtlingskrise oder aus Syrien oder anderen arabischen Ländern kommen und dann dort darauf schreiben können und die Antwort erhalten können, also man sich so verständigen kann. Inhalte können per E-Mail direkt nach Hause geschickt werden, sodass der Kunde oder der Patient sich das zuhause noch ansehen kann, der Familie erklären kann, aber es ist immer Absender "Deine Vor-Ort Apotheke" drauf. #00:30:56-9# Norman Glaser: Ja. Vielleicht, um das noch technisch zu ergänzen. Es ist ein Kommunikationskanal, den es vorher nicht gab, kann man sagen. #00:31:05-9# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). #00:31:06-4# Norman Glaser: Also das, was in der Apotheke hängt, sind Fernsehgeräte, die im Grunde in einer Push-Kommunikation meinetwegen Bewegtbild, einen Stummfilm von einem Produkt zeigen und das, was wir mit ALIUD gebaut haben, ist quasi ein interaktives Terminal, was so funktioniert wie ein Smartphone, kinderleicht, keine Nutzerbarrieren bietet und eben die Inhalte präsentiert, die du gerade aufgezählt hast. #00:31:31-2# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Ich merke das dann auch, wenn ich, wir hatten, das Ganze gibt es ja auch als Service-App, also nicht nur so #00:31:37-4# Norman Glaser: Tablet. Genau. #00:31:37-9# Ingrid Blumenthal: groß als Terminal, sondern, dass ich es eben auf dem Tablet nutzen kann und wenn ich unterwegs bin und das dann erklären möchte, habe ich natürlich nur das Tablet dabei und ich merke dann eben auch, dass ich eigentlich gar nichts erklären muss. Denn wenn ich das dort hinlege, die Menschen greifen von selber drauf und bewegen das und suchen sich die Inhalte, weil es wie ein iPhone oder Smartphone funktioniert. Und das ist so, ich brauche nichts erklären, es ist selbsterklärend und es macht Spaß an der Stelle. #00:32:05-3# Norman Glaser: Und es ist eine technische Lösung, entwickelt aus der eigenen Branche heraus. Ne? #00:32:12-2# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). #00:32:12-6# Norman Glaser: Oftmals hat man ja Fremdanbieter oder Dienstleister, die aus anderen Branchen in die eigene Branche eindringen oder dort Dinge entwickeln, aber nein, das ist mit den Apothekern für die Apotheken entwickelt worden. Also das ist #00:32:28-9# Ingrid Blumenthal: Und es kommen auch ständig neue Inhalte und Ideen, die auch sehr kurzfristig von uns umgesetzt werden. Ja, das ist wirklich ohne Ende, es hat eine gute Gliederung. Ich kann allerdings auch einfach mein Wort eingeben, werde automatisch auf die Seite verlinkt, also so wie wir es auch im Internet gewohnt sind. Und das Gute ist eben, ich werde nicht nur berieselt, sondern ich kann dort mit dem Service-App, mit dem Service-Terminal arbeiten, #00:32:57-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:32:57-5# Ingrid Blumenthal: kann ganz konkret mein Anliegen eingeben und komme dann auf diese entsprechende Seite. Also der Nutzer gibt die Richtung an und erhält dann die Antwort und ich kann es dann wieder verschicken und da sind wir ja dann auch wieder, eigentlich auch wieder in der digitalen Welt. Ne? #00:33:15-7# Norman Glaser: Ja. #00:33:16-2# Ingrid Blumenthal: Indem ich etwas kommentiere, indem ich es teile und das macht ganz, ganz großen Spaß. #00:33:25-9# Norman Glaser: Das ist für mich #00:33:26-7# Ingrid Blumenthal: Es entstehen auch ganz viele Ideen auch, weitere Kooperationsmöglichkeiten. Also wir bekommen täglich dazu Anfragen. Und diese Verknüpfungsmöglichkeiten, die sich da wieder anbieten. Das ist auch sehr spannend. #00:33:40-6# Norman Glaser: Ja. #00:33:41-2# Ingrid Blumenthal: Jetzt habe ich dich aber unterbrochen, Norman. #00:33:42-9# Norman Glaser: Nein, ich hatte dich unterbrochen. (lacht) Aber es ist nicht schlimm #00:33:44-6# Ingrid Blumenthal: Okay. Das ist gut. (lachen beide). #00:33:47-4# Norman Glaser: Ja. Was ich noch ergänzen wollte ist, dass das Spannende heutzutage und das ist ja das, warum LinkedIn, Xing, Facebook und Co. so funktionieren, ist, wir teilen unsere Wissen, wir teilen unsere Erfahrungen und für mich ist im Grunde der Apotheken-Fachkreis das Community Management oder die Community Plattform für Apotheken, bereitgestellt von ALIUD PHARMA und das finde ich so großartig, dass hier wirklich ein Austausch auch der Apotheker untereinander, also wir beide waren ja in unterschiedlichen Gesprächen dabei, wo die Apotheker sich untereinander austauschen, wie sie den wachsenden oder sich verändernden Anforderungen auch begegnen und hier wirklich aktiver werden können als in der Vergangenheit und deswegen ist für mich der Apotheken-Fachkreis wirklich so nochmal so ein, ja so ein Link eigentlich auf die heutige moderne Form der Kommunikation und des Aspektes des Teilens. Das finde ich großartig. #00:34:42-8# Ingrid Blumenthal: Genau. Genau. #00:34:44-0# Norman Glaser: Ja. Jetzt vielleicht nochmal eine Frage. Jetzt bist du ja sehr dicht an diesen kreativen Entwicklungsprozessen dran. Also man erlebt das ja oftmals von Unternehmenslenkern und Lenkerinnen, dass es ja eher so ein Adlerblick schwebend ist und bei dir erlebe ich das ein bisschen anders, dass du auch diese Adlerperspektive hast, aber immer wieder bis zum Boden punktuell in die wichtigsten Projekte eintauchst. Meine Frage. Wie triffst du Entscheidungen? Also wie entscheidest du dich zum Beispiel für so ein Apotheken-Fachkreis Konzept oder für ein Terminal? #00:35:29-2# Ingrid Blumenthal: Also ich finde, du hast eben die Arbeitsweise ganz gut beschrieben und es trifft eigentlich nicht nur hier zu, in diesem Fall, sondern auch sonst im Unternehmen. Einerseits diese Adlerfunktion, aber dann, wenn ich merke da ist ein Thema, das eigentlich eine besondere Zuwendung sagen wir mal braucht oder einen besonderen Blick des Hinschauens, dann steig ich dann auch tief ein und genau und kann aber dann auch wieder den Adlerblick nachher übernehmen. Wie treffe ich meine Entscheidungen? Also einerseits als Diplom-Ökonomin und ehemalige Bankerin bin ich natürlich rein rational und nach Zahlen geprägt #00:36:14-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:36:14-7# Ingrid Blumenthal: und als Geschäftsführerin natürlich auch. Das ist ganz klar. Am Ende des Tages müssen wir ein Ergebnis abliefern. Auch, wir gehören ja zur STADA AG, ein Ndax Unternehmen. Auf der anderen Seite ist es auch eine emotionale Entscheidung und wenn wir denken, dass unsere Entscheidungen nur rational gefällt werden, so ist das sicherlich nicht richtig. Also ich denke, das sind zwei Seiten einer Medaille und auch einer Medaille von mir, die einfach in Balance gehalten werden. #00:36:51-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:36:53-1# Ingrid Blumenthal: Und wenn ich am Anfang gesagt habe, dass ich Digitalisierung als fremd und sachlich empfunden habe, (holt tief Luft) kann ich das heute so nicht mehr sagen. Also ich erlebe das eher, ich habe dadurch so viele emotionale Momente auch erfahren in den letzten Wochen #00:37:11-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:37:12-4# Ingrid Blumenthal: zum einen und auf der anderen Seite, wenn ich jetzt wieder das Rationale sehen möchte. Wir wollen ja die Vor-Ort Apotheke unterstützen und wir wollen der Vor-Ort Apotheke natürlich ermöglichen, dass sie ihren Standort erhalten kann und dass sie eben auch ihre Abverkäufe steigern kann. Also auch da sind dann wieder Zahlen im Spiel. #00:37:36-1# Norman Glaser: Klar. Wo denkst du wird sich das Ganze hin entwickeln mit der Pharmabranche, vielleicht aus Sicht oder aus dem Blickwinkel der digitalen Transformation, Thema Kommunikation, mit den Apotheken gegenüber ihren Patienten oder auch generell. Wie wichtig werden Online-Plattformen werden, auf denen man Gesundheitsthemen anbietet, bis hin zu Produkten? #00:38:04-5# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Also ich glaube oder ich bin mir ganz sicher, dass es in diese Richtung geht wie es eben von dir beschrieben wird. Nun haben wir ja in Deutschland im Gesundheitsbereich natürlich das Arzneimittelrecht, also sind ganz viele rechtliche Barrieren oder Gesetze einfach, die zu berücksichtigen sind, die das Eine oder Andere vielleicht heute noch beschreiben. Aber es wird ganz klar in diese Richtung gehen und die Unternehmen werden dem auch folgen müssen. #00:38:37-2# Norman Glaser: Ja. Ja. Okay. #00:38:39-3# Ingrid Blumenthal: Möglicherweise innerhalb der Gesetze, die es dann gibt, aber diese Portale wird es geben. Ich kann mir das auch sehr gut in Arztpraxen vorstellen. Das wird es geben. #00:38:53-1# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:38:53-2# Ingrid Blumenthal: Und man sieht ja im Ausland auch erste Ansätze dazu. Ich erlebe es schon so, dass die Branche sehr traditionell ist. #00:39:05-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Merke ich auch. (lachen beide) Schön gesagt. #00:39:09-6# Ingrid Blumenthal: (unv.) wirklich. Ja, ich wollte es sehr vorsichtig ausdrücken #00:39:12-8# Norman Glaser: Ja. Sehr schön gesagt. #00:39:13-1# Ingrid Blumenthal: und ja ich glaube, sie möchte es im Augenblick noch ignorieren, aber sie kann es nicht ignorieren, langfristig nicht. Und wenn sie das tun wird, werden andere sie überrollen und dann wird eben der Weg und die Inhalte eben nicht mehr von der Branche bestimmt, sondern von Branchenfremden und das kann ich mir nicht vorstellen, dass das gut für die Gesundheitsbranche sein wird. #00:39:43-2# Norman Glaser: Ja. Ja, schön. Lass uns doch noch einen kleinen Abstecher nach Laichingen machen und zwar hattest du ja vorhin schon von deinen Mitarbeitern und Kollegen geschwärmt. Ich habe auch kurz angedeutet, dass Umbauarbeiten stattgefunden haben am Standort, um wirklich auch die Arbeitsatmosphäre zu etwas ganz Besonderem zu machen. Kannst du nochmal kurz beschreiben wie du im Unternehmen das Thema Kreativität, Agilität oder Innovationskraft, welche Rolle das bei euch spielt beziehungsweise wie ihr das sicherstellt, also, dass auch die Stimmung oben bleibt und die Leute sagen, wir verzichten auf das Geld und investieren das in eine Schule in Nepal? #00:40:29-5# Ingrid Blumenthal: (holt tief Luft) Also wir sind da jetzt einen Weg gegangen von fünf Jahren, ich erlebe meine Kolleginnen und Kollegen in der Zwischenzeit so, dass sie selbst diesem Satz folgen, das hatte ich ja am Anfang schon gesagt, es gibt nichts Gutes außer man tut es. Dass sie aber auch Geschwindigkeiten aufgenommen haben, dass sie auch inzwischen Spaß so an Veränderungen haben und das ist sehr schön. Und was ich eben auch ganz stark wahrnehme, dass sie sich weiterentwickeln wollen, also, dass dieser Wunsch so für eine Weiterentwicklung da ist. Und ich denke, das ist wie bei Kindern, die man hat und in der Familie, das entwickelt sich dann, wenn es so gelebt wird oder vorgelebt wird. Und wenn man dann positive Erfahrungen damit macht, mit so einer Vorgehensweise, #00:41:31-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:41:33-2# Ingrid Blumenthal: trägt sich das dann auch ins Team über und in andere und Angst macht ja nur das, was ich nicht gewohnt bin, aber wenn ich das gewohnt bin, mich mit Neuem zu beschäftigen und Dinge anders zu sehen und auch #00:41:45-6# Norman Glaser: Ja schön. #00:41:46-1# Ingrid Blumenthal: Terminals stehen ja auch im Unternehmen auf der Etage. Mitarbeiter gehen da dran und spielen damit rum. Waren auch alle ganz stolz, dass hier eine Fortbildungs-; (unv.) zum dreißigjährigen Jubiläum viele Gäste nach Laichingen kommen, man sich selbstverständlich mit eingebracht hat, #00:42:04-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:42:05-5# Ingrid Blumenthal: das mit unterstützen zu wollen. Das war auch im Bereich, wir hatten früher einen auszubildenden Mitarbeiter. Inzwischen haben wir Studenten hier, die ihre Masterarbeit bei uns arbeiten und auch gerade auch zu diesem Thema digitale Transformation ihre Arbeit schreiben werden und die auch nur deshalb nach Laichingen gekommen sind, weil das ihr Thema ist #00:42:27-7# Norman Glaser: (lacht) Yes, yes. #00:42:28-5# Ingrid Blumenthal: und das auf der Homepage gesehen haben, unseren Apotheken-Fachkreis, wo sie gesagt haben, ja das interessiert uns und das wollen wir machen. Ja. #00:42:37-3# Norman Glaser: Da wird es gemacht. #00:42:37-8# Ingrid Blumenthal: Ja. Das macht Spaß. #00:42:38-3# Norman Glaser: Da wird die Transformation gemacht. Richtig. Fällt mir auch eine ganz schöne Story ein, an die ich mich immer wieder gerne erinnere und du sicher auch. Ich erinnere mich an unsere Pilotphase mit den ersten Terminals, die noch nicht so chic und schlank waren, wie sie jetzt aussehen, sondern halt einfach Prototypen waren und wir quasi im Lager bei euch in Laichingen so dieses Lab eingerichtet haben #00:43:04-0# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:43:04-1# Norman Glaser: und die Mitarbeiter haben alle mitgemacht. Wir haben dort im Lager auf Stühlen um diese Terminals drumrum gesessen, wir haben Ideen, Konzepte entwickelt. Also das ist einfach ein Spirit, der da stattgefunden hat und jeder dort in Laichingen bei euch hat mitgemacht. Jeder hat dort seinen Beitrag geleistet. Das fand ich richtig cool. #00:43:20-1# Ingrid Blumenthal: Das sollten wir eigentlich mal wieder machen. #00:43:21-3# Norman Glaser: Ja. Sehr gut. (lacht) Kommt in die Shownotes, Kalendereintrag. Ja, war wirklich ein tolles Erlebnis also. Ingrid, gibt es derzeit ein Projekt, was du auf der Agenda hast, für das du gerade brennst oder was du gerne leidenschaftlich voranbringen möchtest? #00:43:43-4# Ingrid Blumenthal: (holt tief Luft) Gut. Wir haben jetzt natürlich über den Apotheken-Fachkreis gesprochen und jetzt was das Faszinierende am Apotheken-Fachkreis ist, ist jetzt eben die Kooperationsmöglichkeiten mit ganz vielen Partnern im Gesundheitswesen, #00:43:59-1# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:43:59-4# Ingrid Blumenthal: die andocken, die auch, ich habe gestern mit der Bundesvorsitzenden der Pharmazeutisch, als der PTAs gesprochen auch, dort planen wir bestimmte Projekte auch zum Thema digitale Transformation, die begeistert war. #00:44:17-5# Norman Glaser: Schön. #00:44:17-7# Ingrid Blumenthal: Die sich dafür interessiert. Also klar, hier Thema Nummer Eins, was mich besonders berührt, ist das Thema Nummer Zwei, das ist für mich Nepal und die Kinder. Ich werde auch im nächsten Jahr wieder an der Reise teilnehmen und dort hinfahren und ich könnte mir auch vorstellen, dass Mitarbeiter aus dem Unternehmen mitfahren werden, weil sie jetzt ihre Kinder dort haben. #00:44:40-6# Norman Glaser: (lacht) Ja, stimmt. Ja, klar, schön. #00:44:43-0# Ingrid Blumenthal: (unv.) Dann natürlich und das ist immer das, was wir sagen, wir sind Generika-Anbieter, wir sind Arzneimittelhersteller, ist die Weiterentwicklung unserer Produkte. #00:44:56-2# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Okay. #00:44:57-9# Ingrid Blumenthal: Also davon leben wir und dann natürlich die Vermarktung auf eine andere Art und Weise. #00:45:03-7# Norman Glaser: Ja. Ingrid, ich schaue gerade so ein bisschen auf die Uhr. #00:45:08-4# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). #00:45:08-5# Norman Glaser: (lacht) Das artet ja gerne bei uns, wenn wir kreativ sind oder uns austauschen, aus. (lacht) Positiv natürlich. #00:45:17-4# Ingrid Blumenthal: Ja wir müssen eben morgens früher anfangen. Zum Beispiel um sechs Uhr oder so. #00:45:22-3# Norman Glaser: Ich stehe um fünf auf. #00:45:23-4# Ingrid Blumenthal: Mit Wanderschuhen oder so. #00:45:24-2# Norman Glaser: Ich weiß nicht wie früh. (lachen beide) Oh stimmt, das war unser Early Bird Meeting, das sind wir #00:45:29-4# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:45:29-6# Norman Glaser: wirklich um sechs Uhr mit Kopflampe losgelaufen, um uns kreativ auszutauschen. Das werde ich nie vergessen. Schafhof, Amorbach. #00:45:36-6# Ingrid Blumenthal: Zunächst noch bei Regen. #00:45:38-3# Norman Glaser: Coole und Regen und Schlamm ja. #00:45:40-2# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:45:40-6# Norman Glaser: Ja, war eine coole #00:45:42-0# Ingrid Blumenthal: Ja war aber gut. #00:45:43-1# Norman Glaser: Sache, ja. Ingrid, hast du Lust auf eine kleine Quick Q & A Session, wo ich dir ein paar Fragen hintereinander stelle, die du einfach kurz beantwortest, um in kürzester Zeit den höchsten Mehrwert für unsere Zuhörer zu schaffen? #00:45:57-9# Ingrid Blumenthal: Wir versuchen es. (lachen beide) #00:46:02-2# Norman Glaser: Sonst überspringen wir die Fragen dann einfach. #00:46:04-2# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:46:05-2# Norman Glaser: Was hat dich anfangs davon abgehalten dich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen? #00:46:10-9# Ingrid Blumenthal: Es war eine gewisse Fremdheit, mir unbekannt, vielleicht auch mein Alter, ich wollte meine Privatheit bewahren, ich wollte mit Papier umgehen. Genau. #00:46:23-2# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Okay. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben oder auf dein Business? #00:46:32-9# Ingrid Blumenthal: (holt tief Luft) Also die Erfahrung, dass ich unglaublich gesagte Dinge einfach vorantreiben kann, dass es mir gelingt wirklich hohe Ziele zu erreichen, wenn ich mir, eine ganz feste Vision habe, das bildlich vorstelle, vielleicht noch an den Schrank klebe und hundertmal am Tag daran vorbeilaufe. #00:46:53-9# Norman Glaser: (lacht) Ja ist ja gut. Kannst du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, was du selbst einsetzt? #00:47:00-1# Ingrid Blumenthal: Nein. (lacht) Will ich nicht. #00:47:03-3# Norman Glaser: (lacht) Okay Frage streichen wir. #00:47:06-0# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:47:06-4# Norman Glaser: Welche drei Mobile Apps nutzt du am liebsten auf deinem Smartphone oder Tablet? #00:47:12-3# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Blitzer PRO de. #00:47:16-0# Norman Glaser: (lacht) Vor allem PRO finde ich ja sehr schön. (lachen beide) #00:47:19-4# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:47:20-0# Norman Glaser: Für normale Version hätte es nicht getan, aber PRO ist schon wichtig. #00:47:23-3# Ingrid Blumenthal: Nein. Also die nutze ich natürlich. #00:47:25-6# Norman Glaser: Schön. #00:47:26-0# Ingrid Blumenthal: So Gesundheits Apps wie Tracking Health, Runners. Dann habe ich natürlich Audible drauf, Kindle, Xing, LinkedIn, ja. #00:47:38-6# Norman Glaser: Okay. Waren mehr als drei, aber das sind echt coole Apps, die habe ich auch drauf. Genau, ja. #00:47:42-9# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:47:42-9# Norman Glaser: Blitzer.de, Blitzer PRO de, verlinken wir natürlich alles in den Shownotes dieser Sendung (lachen beide). Was für Musik hörst du gerne, die dich auch zu neuen Ideen inspiriert oder wo du gut abschalten kannst? #00:47:56-8# Ingrid Blumenthal: Da bin ich dann aber sehr traditionell. Klassische Musik. #00:48:02-3# Norman Glaser: Schön. Und wen so? Oder was? #00:48:04-1# Ingrid Blumenthal: Es kommt darauf an. Also Bach ist natürlich so sehr geordnet. Ne? Wenn ich oder kann ja schon fast sagen und ein bisschen mathematisch, wenn ich das möchte, kann Chopin sein, das kann Mozart sein. #00:48:20-0# Norman Glaser: Schön. #00:48:20-6# Ingrid Blumenthal: Alles. #00:48:22-2# Norman Glaser: Okay. Das ist auch ein schöner Kontrast #00:48:24-3# Ingrid Blumenthal: Beethoven. #00:48:24-3# Norman Glaser: glaube ich. #00:48:24-6# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). #00:48:25-1# Norman Glaser: Ja. Mhm (bejahend). Kannst du uns ein Buch empfehlen, welches für dich einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt das Buch und worum geht es da? #00:48:35-0# Ingrid Blumenthal: (holt tief Luft) Ich habe drei. #00:48:39-5# Norman Glaser: (lachen beide) Okay, danke. Ja klar, hast ja auch sechs Apps gehabt. #00:48:45-1# Ingrid Blumenthal: Ja. Und vielleicht fangen wir an mit "The Big Five for Life", ich weiß nicht, ob du das kennst? #00:48:51-7# Norman Glaser: Ja. Schon eine Weile her. #00:48:54-3# Ingrid Blumenthal: Eigentlich wird im Grunde, dass du dir vorstellen sollst, dein Leben ist ein Museum, da sind alle Bilder aufgehängt, was du gemacht hast #00:49:02-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Genau. #00:49:02-6# Ingrid Blumenthal: und dann gehst du durch dieses Museum und siehst diese Bilder und die Vorstellung dann eigentlich, möchtest du so gelebt haben oder möchtest du, dass da andere Bilder hängen? Und es erzählt von einem Unternehmer, der auf einen sehr unglücklichen Mitarbeiter trifft und der ihm da sagt, möchtest du so leben oder was willst du in deinem Leben ändern und welche fünf Bilder sollen da gehängt haben, was du unbedingt erleben möchtest? #00:49:32-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:49:32-9# Ingrid Blumenthal: Und diesem jungen Mann gelingt das dann an der Stelle. Ist sehr emotional, aber das hat auch mich veranlasst Dinge aufzuschreiben und einfach nochmal zu gucken, so für die Restlaufzeit. (lachen beide) Was damit noch zu machen ist? #00:49:51-8# Norman Glaser: Ja schön. Okay. Das war nur eins. #00:49:55-6# Ingrid Blumenthal: Dann das zweite ist von, das Buch Limbi, von Küstenmacher, "Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn". #00:50:03-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Schön. #00:50:04-7# Ingrid Blumenthal: Also, dass wir unser limbisches System zu unserem Freund machen sollen. Das ist auch die emotionale Seite, die wir haben. Also wir können uns vornehmen, ich will jetzt abnehmen oder ich will jeden Morgen Sport machen, aber wenn es dann eisekalt ist und ich dann laufen soll, dann sagt mein limbisches System, das geht nicht. #00:50:22-3# Norman Glaser: Tu's nicht. #00:50:22-9# Ingrid Blumenthal: Also muss ich das irgendwie überlisten, sondern ich kann ja sagen, okay ich mache Sport, aber ich gehe jetzt auf die Gymnastikmatte schön im Warmen und höre noch dazu schöne Musik dazu. Also, dass ich eigentlich nichts gegen das limbische System machen kann, sondern nur mit ihm gemeinsam und dass ich diese Dinge eben auch dann so formulieren muss und formen muss, dass ich die Dinge gemeinsam erreiche. Und dazu gehören auch die Glaubenssätze, dass ich die umformuliere. #00:50:51-2# Norman Glaser: Klar mental. Ne? Ja. #00:50:53-2# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:50:53-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:50:54-4# Ingrid Blumenthal: Und dann hatte ich #00:50:55-3# Norman Glaser: Nummer drei. #00:50:55-9# Ingrid Blumenthal: mir nach deiner Empfehlung hin das Buch gekauft "Touch. Point. Sieg." #00:51:00-8# Norman Glaser: Sehr schön, ja. #00:51:02-0# Ingrid Blumenthal: von der Frau Schüller und #00:51:02-8# Norman Glaser: Yes. #00:51:03-3# Ingrid Blumenthal: ich muss sagen, ich finde es ganz, ganz, ganz große Klasse und auch nochmal so, dass es mich wirklich bestärkt hat auf dem Weg der digitalen Transformation voranzuschreiten. Sie beschreibt das. Es ist wunderbar zu lesen. Ich habe auch, dass Unternehmen eben nicht mehr von innen nach außen aufgebaut werden, sondern von außen nach innen, dass unsere Kunden und zwar die Kunden bauen eigentlich das Unternehmen auf, #00:51:32-6# Norman Glaser: Ja. #00:51:32-7# Ingrid Blumenthal: dass sie eben kommentieren, dass sie liken, dass sie teilen und das denke ich, diesen Blick, der ist so wichtig für die Zukunft von Unternehmen und der gehört eben zur digitalen Transformation dazu. Also das Buch ist für mich so was, wo ich sage, das muss man gelesen haben, #00:51:54-0# Norman Glaser: Ja. Absolut. Da ha hast du #00:51:56-6# Ingrid Blumenthal: um erfolgreich zu sein. #00:51:57-1# Norman Glaser: meine volle Resonanz. Ja. Absolut. #00:51:59-0# Ingrid Blumenthal: Also sehr viele unterschiedliche Bücher. #00:52:02-2# Norman Glaser: (lacht) Ja, sehr schön. Verlinken wir alles in den Shownotes #00:52:05-1# Ingrid Blumenthal: Gut. #00:52:05-2# Norman Glaser: auf www.markenkonstrukt.de. Ingrid, wir sind am Ende dieser Sendung. Ich schließe an dieser Stelle, wenn du einverstanden bist, nicht aus, dass wir uns irgendwann mal zu einem weiteren Thema hier hören. Vielleicht hast du zum Schluss noch einen Tipp für unsere Zuhörer zum Thema Digitalisierung und natürlich wie wir dich am besten erreichen können? #00:52:28-2# Ingrid Blumenthal: Ein Tipp auf den Weg. Also einfach sich darauf einlassen, das mal persönlich zu erfahren, was es bedeutet auch wirklich dieses Buch zu lesen und dann sich damit treiben lassen und zu sehen wie viel Freude das auch tatsächlich macht und gerade auch, dass Menschen dadurch mehr zusammenrücken, dass man nicht vereinsamt. Also das würde ich heute sogar dem widersprechen und dass es gerade hier für unsere Zeiten der Globalisierung ganz, ganz wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Ja. Und wie (lacht) man mich erreichen kann, direkt und auch emotional (lachen beide). Also über meine E-Mail Adresse i.blumenthal@aliud.de, natürlich über meine Mobile Nummer, über Xing, über LinkedIn, über meine Assistentin, über meinen lieben Mann (lachen beide). Ja. Oder, das finde ich auch sehr schön, ich habe vor zwei Wochen einen ganz schönen handgeschriebenen, sehr kreativ, persönlichen Brief bekommen. #00:53:42-6# Norman Glaser: So richtig mit Füller? #00:53:44-9# Ingrid Blumenthal: Mhm (bejahend). Ja. Ja. #00:53:46-5# Norman Glaser: Wow! #00:53:46-6# Ingrid Blumenthal: Aber wunderschön. Jemand, der mit uns zu arbeiten, zusammenarbeiten wollte, aber der fiel eben in dieser großen Masse der Post, die wir jeden Tag bekommen, auf #00:53:57-5# Norman Glaser: Fällt auf. #00:53:57-7# Ingrid Blumenthal: und hat neugierig gemacht. Und das denke ich, ist es auch immer wieder, auch bei digitaler Transformation. #00:54:03-7# Norman Glaser: Yes. #00:54:04-2# Ingrid Blumenthal: Wir müssen anders sein, ALIUD heißt ja auch anders. Und uns immer wieder auch anders entwerfen. Also die Kreativität darf überhaupt nicht verlorengehen. #00:54:15-5# Norman Glaser: Ja. Das war am Ende jetzt wirklich nochmal ein schöner Tipp. Bei der ganzen Digitalisierung, bei dieser ganzen Geschwindigkeit und diesem unglaublichen Wust an Informationen dann wieder offline zu gehen, einen Brief zu schreiben #00:54:27-0# Ingrid Blumenthal: Ja. #00:54:27-0# Norman Glaser: wegzuschicken. Ja, sehr cool. #00:54:29-0# Ingrid Blumenthal: Ja. Genau so. #00:54:29-8# Norman Glaser: Schön. Ingrid, hat Spaß gemacht. #00:54:32-9# Ingrid Blumenthal: Ja mir auch Norman. Also ich freue mich auf den nächsten Podcast. Mach's gut! #00:54:37-6# Norman Glaser: (lacht) Ja. Mach's gut! #00:54:38-5# Ingrid Blumenthal: Ich danke dir. #00:54:39-2# Norman Glaser: Ciao Ingrid. Ja. #00:54:39-8# Ingrid Blumenthal: Ne? Ciao. #00:54:40-2# Norman Glaser: Ciao. #00:54:41-0#[/et_pb_toggle]   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. Melde dich für unseren Newsletter an.   Wenn dir der Artikel gefallen hat, teile ihn bitte in deinen Netzwerken, dadurch unterstützt du uns enorm! Danke!!!  

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    Jochen Metzger | Der glückliche Unternehmer

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    Kurzportrait von Jochen Metzger Familienvater von 5 Kindern Gefragter IT-Trainer und Coach für Unternehmer Jochen ist selbst Unternehmer und Podcaster > "Der glückliche Unternehmer Podcast" Buchempfehlung Denke (nach) und werde reich (Napoleon Hill) - E-Book - Hörbuch - Buch bei Amazon Getting Everything You Can Out of All You've Got (Jay Abraham) - E-Book - Buch bei Amazon The MasterMind Marketing System (Jay Abraham) - Hörbuch Tools & Mobile Apps Rechnungen online schreiben mit www.smoice.com NetMemo LastPass Password Manager & Secure  Kontaktdaten Website: www.der-glueckliche-unternehmer.de Facebook LinkedIn Xing   Podcast in Textform Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass du wieder dabei bist. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Mein Interviewgast heute ist Jochen Metzger. Jochen, vielen Dank für deine Zeit und die Zusage zu diesem Interview. Bist du ready für diesen Talk? #00:00:34-2# Jochen Metzger: Definitiv ready, Norman und ich freue mich sehr heute bei dir sein zu dürfen. #00:00:40-8# Norman Glaser: Sehr cool. Weil das ist im Grunde, wie soll ich sagen, wir tauschen uns quasi gerade aus, denn du hast mich eingeladen, #00:00:50-6# Jochen Metzger: Ja. #00:00:50-9# Norman Glaser: Zu einer Folge, die bei dir in deinem Podcast, du bist nämlich ein Podcast-Kollege, was mich besonders freut, #00:00:56-3# Jochen Metzger: Mhm (bejahend). #00:00:56-4# Norman Glaser: Erscheinen wird. Dein Podcast heißt "Der glückliche Unternehmer Podcast". #00:01:00-8# Jochen Metzger: Absolut. #00:01:01-4# Norman Glaser: Und ich habe mir gedacht, ich lade dich einfach auch ein als kleines Dankeschön für deine Einladung. (lacht) #00:01:07-6# Jochen Metzger: Ja, das ist doch wunderbar. #00:01:09-3# Norman Glaser: Aber vor allem, weil du natürlich unglaublich Erfahrung auf diesem Gebiet hast und ich denke, dass unsere Zuhörer hier bei MARKENKONSTRUKT.FM davon echt profitieren können. Lass uns loslegen und stelle dich doch vielleicht kurz selber vor und erzähle uns ein bisschen über dich als Person. Wer ist der Jochen privat und was ist dein Business? #00:01:29-9# Jochen Metzger: Ja, also ich bin Jochen tatsächlich und im Wesentlichen zeichnet mich eigentlich aus, dass ich Familienvater bin von 5 Kindern. 2006 bin ich in eine ziemliche Krise gekommen, wurde von meinen Kindern getrennt und habe mich seitdem wieder aufgerappelt und bin sozusagen tätig im technischen Bereich. Ich führe Projekte durch, bin sehr gefragter IT-Trainer im technischen Trainingsbereich und meine Leidenschaft ist, sind die Unternehmer und Coache dort eben auch Unternehmer, die in ihrem Leben weiterkommen wollen, in ihrem Business weiterkommen wollen und bei mir ist ganz stark der Fokus darauf, dass ich möchte, dass Unternehmer nicht nur erfolgreich sind, sondern eben auch glücklich. Und das ist für mich eine ganz, ganz wichtige, ja eine wichtige Botschaft oder auch ein wichtiger Kern im Coaching, das ich mit Unternehmern mache. Einfach das herauszuarbeiten, wann bist du eigentlich als Unternehmer glücklich? Was gehört dazu? Und das ist für jeden anders. #00:02:30-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Warum glücklich? Warum stellst du glücklich so in den Fokus? #00:02:36-4# Jochen Metzger: Ja also ich sehe es halt einfach so, dass man als Unternehmer einfach, man fängt irgendwann an, je nachdem, manche fangen an als Selbständiger, entwickeln sich dann weiter und es werden immer mehr Aufgaben und ich bin eigentlich meistens mit einem bestimmten Ziel angetreten, was ich erreichen wollte. Also mancher hat die Motivation, ach nee ich möchte jetzt nicht mehr für jemand arbeiten, möchte mich frei fühlen und dann kommt man in so eine Maschinerie rein, das heißt, es wird immer mehr, man ist immer mehr beschäftigt, man hat immer weniger Zeit und dabei vergisst man sich dann selbst. Das Unternehmen wird größer, man hat mehr Verantwortung und dann ist es so, dass man oftmals nicht so organisiert ist, dass man das dann auch genießen kann. #00:03:18-4# Norman Glaser: Absolut ja. Da bin ich völlig bei dir. Also gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist natürlich dieses Glücklichsein immer mehr gefährdet auch so durch die Medien. Sind es auch so Erfahrungen, die du machst in den Gesprächen mit den Unternehmern? #00:03:31-6# Jochen Metzger: Ja das ist das Eine, aber es ist auch ganz klare Definition und ganz klares Herausarbeiten, was ist eigentlich mein Job als Unternehmer? Wofür bin ich eigentlich zuständig und was ist etwas, was nur ich machen kann und niemand anderer. #00:03:47-2# Norman Glaser: Ja. #00:03:47-6# Jochen Metzger: Und dann hat es natürlich auch viel mit dem Persönlichen zu tun. Wo halte ich fest, wo habe ich Denkgrenzen? Wo sage ich, nein um Gottes Willen, wenn ich jetzt da nur in meinem Büro sitze und mich weiterbilde, was denken dann die Mitarbeiter? Als Beispiel. Oder wenn ich schon, da gibt es ja dieses schöne Buch "Um 13 Uhr mittags gehe heim". #00:04:07-6# Norman Glaser: Ja. (lacht) #00:04:08-5# Jochen Metzger: Und das ist auch der Punkt. Um Gottes Willen jetzt geht der nach Hause, was denken die Mitarbeiter? Das kann doch nicht sein. Und das sind eigentlich so Sachen, die sehr oft auch im Kopf stattfinden, das heißt, wir arbeiten sehr, auch ganz stark an diesen Mindsets, die jemand hat und gucken einfach in welche Richtung geht das und ganz klar zu gucken, was sind Fachaufgaben, was sind Managementaufgaben und welche Aufgaben habe ich als Unternehmer und wie kann ich da Schritt für Schritt hinkommen von der Situation aus, in der ich aktuell bin? #00:04:37-7# Norman Glaser: Ja. Kannst du so in einem Satz oder zweien sagen, WAS meine Aufgabe als Unternehmer ist? #00:04:43-9# Jochen Metzger: Ja natürlich. Also in erster Linie ist deine Aufgabe als Unternehmer die Wirkung nach außen und das Wichtige ist, dass du nicht an sozusagen nicht in, Entschuldigung, nicht IN deinem Unternehmen arbeitest, sondern AN deinem Unternehmen und ich vergleiche es immer so ein bisschen damit. Wie verwendest du deine Zeit? Ist es eine Aufgabe, die du abarbeitest oder führt das, was du tust, dazu, dass dein Unternehmen besser wird? #00:05:08-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:05:08-9# Jochen Metzger: Und da wir ja sozusagen auch nur ein bestimmtes Zeitkontingent im Monat haben, ist es einfach wichtig, dass man möglichst großen Hebel hier ansetzt. Und das Interessante ist ja, wenn ich das tue und wenn ich die Verantwortung eingehe und vorwärtsgehe, wird mein Unternehmen automatisch noch erfolgreicher. #00:05:28-7# Norman Glaser: Ja. Gibt es so, wenn du an die Unternehmer denkst und die Gespräche, die du ja auch in deinem Podcast führst, die ich ja regelmäßig konsumiere, gibt es da irgendwie so DREI Engpässe, die du sagen kannst, das fällt dir immer wieder auf. Daran stoßen sich die Unternehmer oder da reiben sie sich auf? #00:05:53-4# Jochen Metzger: Also es ist schwierig zu sagen, ob es wirklich DREI gibt, aber was mir auffällt, so im Wachstumsprozess oder was sehr, sehr schwierig ist für manche Unternehmer oder Selbständige ist, wirklich einen vernünftigen, guten Vertrieb aufzubauen. Und ich stelle es mir einfach immer so ein bisschen bildlich vor, das heißt, habe diesen Kanal, wo Aufträge reinkommen und der muss immer gut gefüllt sein. Also DER muss auch funktionieren, der muss auch ein System haben. Wie komme ich an neue Aufträge? Wer ist mein Zielkunde? Für was stehe ich und für was stehe ich nicht? Und oftmals haben Unternehmer eben das Problem, dass sie dann sagen, ja, aber was ist denn, wenn ich jetzt Aufträge nicht annehme, weil ich sage, das ist nicht mein Kerngeschäft? #00:06:33-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:06:34-4# Jochen Metzger: Vielleicht kommen dann keine neuen mehr. Ja. Und es ist einfach wichtig zu gucken, WAS sind die wichtigen Bestandteile und das ist natürlich in erster Linie auch der Punkt des Verkaufs. Das heißt, wenn ich keinen Vertrieb habe, wenn ich keinen vernünftigen Verkauf habe, dann kommen nicht kontinuierlich die Aufträge rein und dann plätschert alles so dahin und dann habe ich wirklich auch das Problem, dass ich sage, oh da kommt ein Auftrag, den sollte ich auf jeden Fall annehmen, weil wer weiß, wann der nächste kommt. #00:07:00-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:07:00-3# Jochen Metzger: Und das geht tatsächlich auch NICHT nur kleineren Unternehmen so und ich habe auch mit Unternehmern zu tun, die sagen, ich habe 30 Mitarbeiter, ich habe trotzdem dieses Problem, weil wir keinen vernünftigen Vertrieb haben. Denn es fällt auch in unserer Zeit einfach vielen schwer, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und einfach einen Menschen anzurufen und dann zu sagen, okay wie verkaufe ich es denn jetzt. Gut, das gilt jetzt für den Selbständigen und wenn man jetzt da ein bisschen größer denkt, zu sagen, wie kann ich denn jetzt diesen Vertrieb aufbauen. Das ist auf jeden Fall EIN entscheidender Punkt. #00:07:30-1# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Kannst du sagen, wie die digitalen Medien oder welche Rolle die digitalen Medien jetzt speziell im Vertrieb dabei spielen? #00:07:39-9# Jochen Metzger: Ja ich sage mal, man kann es relativ einfach sagen, entweder mache ich Push-Marketing oder Pull-Marketing, das heißt, entweder sozusagen gehe ich nach draußen und sage, hier wie sieht es aus, wir und so und das ist sozusagen der klassische Punkt, wenn man jetzt zum Beispiel sagt, ich mache jetzt Kaltakquise. Ich freue mich drauf, wir haben demnächst Tim Taxis bei uns im Podcast. Aber in dem Fall zu einem ganz anderen Thema und oder ich sage halt, okay ich baue einen Kanal auf, wo ich einen WERT sozusagen vermittle. Das kann INHALT sein, das kann ein bestimmtes PAPER sein und wo derjenige sich schon informieren kann, bilden kann. Ein Beispiel wäre zum Beispiel, wenn ich jetzt eine Agentur wäre, könnte ich zum Beispiel ein Paper machen, Faktoren, auf die ich achten muss, wenn ich erfolgreich mit einer Agentur zusammenarbeiten will. #00:08:31-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:08:32-0# Jochen Metzger: Und das ist natürlich was, was ich dann rausgeben kann und so kann ich dann sozusagen meinen KANAL aufbauen und kann und das ist das Schöne am Digitalen, für MICH am digitalen Marketing, so wie ich es verstehe, ist, dass ich einfach dann einen Kanal habe, der an sich schon funktioniert. Den ich immer wieder feintunen kann und immer wieder sagen kann, okay, wo platziere ich das jetzt, mache ich GASTARTIKEL in anderen Blogs, gehe ich in andere Podcasts rein, mache ich Werbung dafür, mache ich Facebook Werbung? Und trotzdem habe ich dann schon einen funktionierenden Kanal, an den ich schrauben kann, wo zusagen MEINE KUNDEN schon reinkommen und das SCHÖNE ist, dass diese Kunden ausgewählt sind. Das sind Kunden, die mit mir zu tun haben wollen, die sind VORPOSITIONIERT, das heißt, diese Kunden WOLLEN mit mir sprechen, die wissen, dass ich für das, was ich tue, Experte bin. Und dann wollen die mit mir sprechen, dann sind die total glücklich. Und das ist ein völlig anderer Kunde als einen, den ich anrufe und sage, pass mal auf, wir sind hier xyz, willst du mit uns zusammenarbeiten? Und das ist einfach das Schöne, was ich sehe, was im digitalen Marketing passiert. Früher war es eben auch, dass das DIRECT Marketing, wo das auch eine Rolle gespielt hat, das hat sich jetzt ein bisschen natürlich im digitalen Bereich verlagert. #00:09:51-6# Norman Glaser: Was mir echt gut gefällt und da bin ich in großer Resonanz mit dir, ist diese Kombination aus Offline, Online. Also, dass ich sage, ich kann den klassischen Vertrieb, so wie wir ihn kennen, nicht komplett abschaffen, sondern ich ergänze den durch digitale Kanäle, durch ein cleveres Marketing. Ich schaffe einfach einen breiteren TRICHTER, um einfach zu mir zu finden. #00:10:17-1# Jochen Metzger: Ja oder auch #00:10:17-8# Norman Glaser: Das finde ich klasse. #00:10:18-1# Jochen Metzger: Einfach mehrere Säulen. Also der große Marketing- #00:10:22-2# Norman Glaser: Genau. #00:10:22-2# Jochen Metzger: Für mich Marketing-Guru, den ich LIEBE, also ich könnte tatsächlich den ganzen Tag nichts Anderes hören außer Jay Abraham. Der sagt einfach, pass auf, es gibt einfach verschiedene Säulen und ich wäre DUMM und ich wäre richtig regelrecht dumm, wenn ich nicht mehrere Säulen aufbauen würde. #00:10:38-6# Norman Glaser: Ja. #00:10:38-6# Jochen Metzger: Wenn ich nicht sagen würde, es gibt die Säule, es gibt die Säule, es gibt die Säule. Ein klassisches Beispiel ist zum Beispiel ist zum Beispiel in Amerika, da haben die, ich glaube Faxwerbung. War es Faxwerbung? Nein, es gab die ganzen, es gab so, wo man im Fernsehen Werbung gemacht hat und irgendwie gab es da Änderung und plötzlich sind die alle eingegangen. Die durften das nicht mehr machen und wenn ich mein Geschäft nur auf diesen einen Kanal aufgebaut habe, DANN habe ich ein Problem. #00:11:02-4# Norman Glaser: Ja. #00:11:02-4# Jochen Metzger: Dann habe ich ein richtiges Problem. Und so ist es genauso, was ist, wenn Google plötzlich seine Sachen ändert und ich mache aber nur AdWords? #00:11:10-0# Norman Glaser: Genau. #00:11:11-0# Jochen Metzger: Was ist, wenn ich nur Facebook Werbung mache und Facebook ändert was. Was ist, wenn ich nur Direct Marketing mache und die Post erhöht ihre Gebühr #00:11:20-4# Norman Glaser: Fatal. #00:11:21-0# Jochen Metzger: Um Faktor 10? Was ist, wenn ich, zum Beispiel ein klassischer Fall, meine Frau, die war im Vertrieb für Pharmabereich im Vertrieb und dann haben die dann einfach ihre, gab es da eine Änderung, so dass das keinen Sinn mehr gemacht hat, dass sie direkt zu den Ärzten gegangen sind. Das heißt, hier muss ich natürlich immer mit der Zeit gehen und gucken, was passt. Aber natürlich, wie du das auch sagst, es macht einfach Sinn sich breit aufzustellen, also nicht zu breit natürlich, aber einfach seinen Vertrieb auf mehrere Säulen zu stellen. Definitiv. #00:11:53-8# Norman Glaser: Ja. Und eine Säule und das ist eine Super Überleitung, ist natürlich das Thema Podcasten und das habe ich ja eingangs gesagt, würde ich gerne mit dir hier auch in dieser Show besprechen. Doch bevor wir dort hinkommen würde ich gerne noch ein bisschen mehr über dich erfahren. #00:12:07-4# Jochen Metzger: Gerne. #00:12:08-5# Norman Glaser: Gibt es ein Zitat oder gibt es irgendwie so einen Leitsatz, ein Lebensmotto, was dich so in deinem Leben begleitet hat? #00:12:15-9# Jochen Metzger: Also, es gibt einen neuen Satz, der mich begleitet #00:12:20-1# Norman Glaser: (lacht) #00:12:20-5# Jochen Metzger: Und der ist auch von einem sehr bekannten deutschen oder schweizer oder lichtensteiner Coach, ich habe jetzt leider den Namen vergessen, der gesagt hat, "die Qualität der Gedanken", jetzt muss ich kurz überlegen, "die Qualität der Gedanken bestimmt die Qualität der Ergebnisse" und ich bin #00:12:40-8# Norman Glaser: Sehr cool. #00:12:41-8# Jochen Metzger: Großer Fan, ja, das ist einfach ganz fantastisch, weil ich einfach sage, HEY!, also jeder Mensch hat es in der Hand, gute Gedanken zu denken. Und es ist für mich etwas, was genauso dazugehört zum Leben wie Sport, einfach als Unternehmer sich zu trainieren, sich selbst zu trainieren oder auch mit einem Coach zusammen zu trainieren, einfach immer bessere Gedanken zu denken. Denn zum Beispiel, wir hatten die Unternehmerin Anke Domaske da, fand ich ganz, ganz faszinierend, die hat so eine Faser entwickelt aus MILCH und die sehr, sehr hautfreundlich ist und die hat gesagt, wir haben sie gefragt und so, haben Sie denn gar keine Angst, dass das nicht klappt? Und sie sagte, nein ich habe keine Angst, weil ich weiß, dass es funktioniert. #00:13:24-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:13:24-7# Jochen Metzger: Und das ist schön, das ist sozusagen, aber viele kennen vielleicht das auch. Man hat Zweifel, aber an diesem DING kann man arbeiten. Man kann eine positive Einstellung haben, man kann POSITIV in die Welt schauen und das ist wichtig, dass man seinen GEIST trainiert, dass man sich in eine positive Richtung bringt und dass man TAGTÄGLICH einfach diesen MUSKEL des Denkens trainiert, damit man dort immer besser wird. Denn der Verstand ist wie ein JAGDHUND und wenn man den auf das falsche Ziel schickt, dann zerfleischt der einen. Und dafür ist der Verstand da, der Verstand ist ein DIENER meiner selbst und es wichtig, dass ich den in die Richtung schicke. #00:14:04-3# Norman Glaser: Ja. Jochen, was mir BESONDERS gut gefällt, ist, dass es von INNEN kommt. Also, wenn man sich so alles um sich herum, ob privat oder geschäftlich anschaut, dann kommt meistens der IMPULS vielleicht von außen, aber die VERÄNDERUNG findet immer von INNEN statt. Wenn ich mir eine Zelle anschaue, fängt die Veränderung von innen, vom Zellkern aus statt. Also ist ein großartiges Zitat. Gab es denn in deinem LEBEN mal so einen Moment, wo du es richtig schwer hattest, wo du vielleicht für dich so ein BESONDERES LERNEN erlebt hast, so ein besonderer Moment einfach, wo sich für dich was geändert hat? #00:14:45-3# Jochen Metzger: Ja also ein sehr starker Moment war natürlich für mich die Krise, in der ich 2006 war. Also ich habe alle Zeichen irgendwie nicht gehört und ich habe es auch, kann es mir bis heute auch nicht erklären, wo meine Frau sich dann von mir getrennt hat und ich habe sehr viel gearbeitet davor und ich hatte einen GLAUBENSSATZ in meinem Kopf, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die hieß, falls ich mich mal trennen sollte, will ich mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen. Und ich bin das beste Beispiel dafür, dass sich selbst erfüllende Prophezeiungen funktionieren, #00:15:16-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:16-7# Jochen Metzger: Weil genau, das habe ich dann auch gemacht und ich habe VIEL mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht, ich habe die Kinder in den Mittelpunkt meines Lebens gerückt, was ich vorher nicht gemacht hatte und das war für mich ein sehr, sehr, sehr großer Lernerfolg und ich bin bis heute total dankbar dafür, weil meine Kinder auch sagen, damals warst du, davor warst du kein Vater. Ich bin eigentlich erst mit 36 Vater geworden, da war meine jüngste Tochter aber schon 8 und ich glaube der älteste 12 oder 13 #00:15:43-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:44-0# Jochen Metzger: Und das war für mich ein sehr, sehr, also ein schmerzlicher Moment auch, aber auch sehr positiv, weil daraus ist dann auch alles Weitere entstanden. #00:15:54-9# Norman Glaser: Wow. Also vielen Dank auch für die persönlichen Einblicke. Gab es auf der anderen Seite auch so einen AHA-Moment, so ein Gamechanger für dich, einfach ein unglaublicher Moment, vielleicht auch so in deinem Business, wo du gesagt hast, wow, das ist jetzt genau mein Weg? #00:16:11-0# Jochen Metzger: Also das mit genau mein Weg, da tue ich mich ja immer ein bisschen schwer, weil ich habe für mich vor einiger Zeit herausgefunden, dass meine LEIDENSCHAFT immer dort ist, wo meine BEGEISTERUNG ist und das kann aber #00:16:21-5# Norman Glaser: (lacht) Sehr gut. #00:16:22-2# Jochen Metzger: Auch wechseln. Und es ist so, das hat mich sehr erleichtert, muss ich sagen, weil ich immer so dann, du brauchst jetzt DAS EINE DING, was dann und da musst du dich spezialisieren und DAFÜR musst du stehen und jetzt gehe ich immer sozusagen dahin, wo die Energie ist und was ich für mich tatsächlich festgestellt habe ist, dass ich auf eine Art vielleicht anders bin und das möchte ich auch JEDEM ich möchte auch jeden dazu ERMUTIGEN, das auch für sich zu erkennen. Also es gibt Menschen, die sind mehr gefühlsgesteuert, andere sind mehr visuell. Ich bin ein stark gefühlsgesteuerter Mensch, ich muss mich immer WOHLFÜHLEN, das ist wichtig und ich finde es einfach auch wichtig für sich immer zu gucken, da gibt es Patentrezepte dort draußen, das heißt, man macht #00:17:04-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:17:04-8# Jochen Metzger: Die Dinge so oder so und wenn du ein Online Business machen willst, dann musst du das so und so und so machen. Und man muss für sich immer gucken, ist das etwas, was zu mir PASST, ist das so wie ich es gerne haben möchte oder möchte ich es vielleicht in irgendeiner Form verändern. Ich bin zum Beispiel SUPER schlecht darin, einfach Dinge zu tun. Also so wie irgendwie eine E-Mail zu schreiben oder #00:17:27-5# Norman Glaser: (lacht) #00:17:28-3# Jochen Metzger: Irgendwas fertig zu machen, was dann so banal ist, so ein Einstein-Dinge, Sachen durchdenken, über Probleme reden, Lösungen finden, liebe ich. Aber so einfach Sachen, die fallen mir total schwer oder mal Website erstellen oder so. Nicht, dass ich es nicht kann, ich weiß wie es geht, aber da drücke ich mich, das geht nicht und so. Und ich habe es für mich ein bisschen dadurch gelöst, dass ich viele Sachen jetzt einfach abgebe und dass ich einfach jemand habe in meiner Assistentin als ein Beispiel, die mir ganz, ganz viele Sachen abnimmt. Ich muss mich nicht mehr um die Post kümmern, ich brauche mich um bestimmte administratorische Sachen nicht kümmern, ich habe bestimmte Projekte, die auf Autopilot laufen, wo zum Beispiel eben ich Geld verdiene, obwohl ich nichts mehr damit zu tun habe, sondern das macht der Administrator und das macht meine Assistentin, die, das System habe ich einmal aufgesetzt, wie, wann, wo berichtet wird und das LIEBE ich und das ist das, wo ich sozusagen auch immer mehr hin will, das immer mehr in mein Leben zu bringen. Denn als Unternehmer ist es einfach wichtig, dass wir die ZEIT und die Muße und einfach die Möglichkeiten haben von draußen einfach draufzuschauen #00:18:35-5# Norman Glaser: Ja. #00:18:36-1# Jochen Metzger: Und dazu brauchen wir, ist für MICH total wichtig, dass ich auch die Ruhe habe und mein wichtigster Leitsatz ich eigentlich, ich möchte die Dinge einfach immer in Ruhe machen können. #00:18:44-8# Norman Glaser: Ja. Ja und das große Thema Begeisterung, wie du es gesagt hast, im Privaten wie im Geschäftlichen die Dinge, die du mit Begeisterung tust, die werden gut. Also FAMILIE begeistert dich, dein BERUF, deine Berufung begeistert dich. Ich meine, das sind ja schon Privilegien, die man hat. #00:19:01-5# Jochen Metzger: ABSOLUT, das sind totale Privilegien auch einfach immer wieder seinen Tag gestalten zu können, also immer wieder zu sagen, ah okay, jetzt probiere ich mal DAS. Also mein, ich weiß, ich muss ungefähr so FÜNF Stunden pro Tag produktiv arbeiten, dann ist okay so. Dann ist okay. So und jetzt hatte ich wieder, hatte ich mehr gemacht und jetzt merke ich so, oah! das passt schon wieder nicht so richtig. #00:19:26-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:19:27-3# Jochen Metzger: Und das ist immer wichtig für mich dann die Balance zu finden und das ist ein absolutes Privileg, wo ich auch sage, das habe ich mir auch erschaffen, aber gleichzeitig habe ich mir auch Chaos erschaffen #00:19:37-8# Norman Glaser: (lacht) #00:19:37-9# Jochen Metzger: Und ich habe zum Beispiel, war auf einer Schulung eine Woche und merkte dann, um mich rum brach so das Chaos aus und dann dachte ich, JA, das hast du dir erschaffen, das ist eine deiner nächsten Baustellen um die du dich kümmern musst. Wie kriegst du dieses Chaos los und da kommen wir natürlich wieder zu dem Punkt, zu sagen, es gibt ein Unterschied zwischen Delegieren und abgeben. #00:19:55-1# Norman Glaser: Ja. Den kannst du vielleicht gleich nochmal erzählen. (lachen beide) #00:19:59-8# Jochen Metzger: Das ist (unv.) #00:20:00-3# fantastisch. #00:20:01-4# Norman Glaser: Aber lass uns zurückkommen zum Podcast. Erzähle doch mal, ich habe glaube ich eingangs gesagt, ZWEI Jahre bist du schon dabei, du bist glaube ich bei über 90 Folgen? #00:20:13-9# Jochen Metzger: Ja. #00:20:14-1# Norman Glaser: Also du bist eigentlich ein alter Hase im Geschäft. (lacht) Ich habe ja auch schon mal im Podcast erzählt, dass die Amerikaner da VIEL weiter sind. Der amerikanische Markt, ich glaube über 200.000 Podcasts haben, also nicht Folgen, sondern unterschiedliche Podcasts. Erzähle doch mal, wie hat das bei dir angefangen, wie bist du überhaupt auf diese Idee gekommen und also wie baust du dein Podcast heute auf? Du machst es ja mit einem Partner zusammen, wenn ich es richtig verstanden habe? #00:20:46-0# Jochen Metzger: Genau. Also letztendlich habe ich lange mit mir gerungen, ob ich das mache und ich habe mir auch gesagt, wenn ich das machen MÖCHTE, DANN möchte ich das auch so machen, dass ich sage, das ist jetzt nicht eine Eintagsfliege, wo ich sage, ich mache das jetzt mal eben, sondern ich wollte, dass es auch etwas ist, wo ich mich VERPFLICHTE und sage, so das mache ich jetzt. #00:21:06-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:21:07-5# Jochen Metzger: Das mache ich jetzt und ich mache das jetzt bis zu meinem Lebensende, so ungefähr. #00:21:11-3# Norman Glaser: (lacht) #00:21:12-4# Jochen Metzger: Ja das ist jetzt so einfach, das ist jetzt Teil meines SEINS so. Das war mir wichtig. Und es war schon ursprünglich so gedacht als ein Vertriebskanal, um das Thema "der glückliche Unternehmer" weiter nach vorne zu bringen. Und wie haben wir es gemacht, also ich habe eben festgestellt, dass ich jemand bin, der gut funktioniert oder auch gut rüberkommt, wenn er mit anderen spricht, also sozusagen dieses INTUITIVE oder aus der Situation heraus, du stellst mir gute Fragen und ich gebe Antworten und jeder weiß, wenn ich irgendwo im Podcast bin, dass, wenn ich die gleichen Fragen gestellt bekomme, immer wieder andere Antworten rauskommen. #00:21:54-9# Norman Glaser: (lacht) #00:21:55-1# Jochen Metzger: Also und das ist das, was ich liebe. So ich bin jetzt nicht so derjenige, der irgendwie stundenlang irgendwas vorbereitet und dann das abliest und möglichst authentisch und so. Das ist nicht meines. Und dann habe ich überlegt, okay wie kannst du das machen? Und dann habe ich mit Achim gesprochen und gesagt, wie sieht es denn aus? Achim, hättest du Lust? Und er hat gesagt, ja ich weiß nicht und so, hm hm hm. Und er hat dann ja gesagt und dann haben wir damit angefangen und wir haben tatsächlich recht dilettantisch damit angefangen. Die oder einfach vielleicht gesagt, ich habe nämlich am Anfang immer den, das Jingle habe ich gesprochen am Anfang. #00:22:33-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:22:33-5# Jochen Metzger: So habe ich einfach reingesprochen, angefangen aufzunehmen, habe ich gesprochen und dann die zweite Sache, die ich gemacht habe, die mir von Anfang an immer wichtig war, weil ich habe ja zu Eingang gesagt, ich mag keine manuelle Arbeit, das finde ich ganz, ganz schrecklich. Und also manuell, dass man die Dinge, die sich wiederholen, immer machen muss und dazu verpflichtet ist, weil sonst geht es nicht. Dann habe ich mir überlegt, wie machst du das? Und ich habe von Anfang an ganz viel Automatisierung eingebaut. #00:23:03-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:23:03-5# Jochen Metzger: Das heißt, ich habe von Anfang an mich Stunden um Stunden herangesetzt, um Prozesse zu schreiben, WIE funktioniert das genau. Und ähnlich wie bei dir, was ihr auch gemacht habt, ist, ICH sitze wirklich nur da, eine halbe Stunde und podcast und der Rest ist der Rest. Das heißt, mein Aufwand zu podcasten, liegt in der Woche bei maximal eine Stunde, außer ich mache jetzt mehr, bin jetzt noch irgendwo zu Gast oder mache in der Woche mehr Folgen und der REST wird erledigt und das ist das, was mir von Anfang an wichtig war, um einfach das zu machen, was ich am besten kann, nämlich reden. #00:23:38-6# Norman Glaser: Sehr gut, ja. Man sieht, es funktioniert super, Jochen. (lachen beide) Hast du vielleicht für uns, für vielleicht auch gerade die, die so Podcast-Thema vielleicht gerade angefangen haben. Du weißt, wir sind jetzt auch erst seit 4 Monaten am Start. Hast du so irgendwie so 3 wertvolle Hacks, wie man einen Podcast so professionell wie möglich aufziehen kann? #00:24:02-8# Jochen Metzger: Also ich finde dieses Thema Positionieren beim Podcast total wichtig. Ich bin jetzt, wir sind jetzt nicht so super positioniert, aber ich liebe einfach das, was ich tue und ich finde "der glückliche Unternehmer" ist einfach der glückliche Unternehmer und fertig. #00:24:15-7# Norman Glaser: (lacht) Mhm (bejahend). #00:24:16-6# Jochen Metzger: Aber es gibt eben Podcasts, die finde ich auch ziemlich genial. Also zum Beispiel gibt es einen Podcast von einer Kollegin, die macht zum Beispiel einen Podcast über, wie man Webinare macht. Oder zum Beispiel eben die Spezialisten, die sagen, wie man podcastet, was man dabei beachten muss. So, #00:24:35-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:24:35-2# Jochen Metzger: Das sind die Spezialisten dafür und DANN habe ich eben diesen SCHÖNEN Effekt, dass Menschen, die das hören und genau verankern in ihrem Kopf, aha, okay, also, wenn ich Webinare brauche, mich da weiterbilden will und was wissen muss, dann kann ich dann doch da eine Anfrage stellen, die kann mir bestimmt helfen. #00:24:54-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:24:55-2# Jochen Metzger: So und dann ist sozusagen diese Verbindung da. Und das würde ich tatsächlich am Anfang, wenn man das KANN und wenn das einem LIEGT, direkt fest (unv.) #00:25:02-9# Was ist eigentlich das Ziel und der Zweck meines Podcast? #00:25:07-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:25:07-8# Jochen Metzger: Also sehr, sehr schön, Stefan Heinrich zum Beispiel ist Experte für, auch Kaltakquise, Verkaufen an Entscheider und der hat jetzt einen neuen Podcast, da geht es um Marketing. Und "Marketing ganz einfach" oder so ähnlich. #00:25:22-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:25:22-1# Jochen Metzger: Und das finde ich total faszinierend, weil der gesagt hat, ich habe jetzt den Podcast, der ist für Verkaufen an Entscheider, das ist der eine Podcast und den anderen Podcasts, da mache ich ein ganz anderes Thema. Das ist das un das Thema und das verknüpft der alles zu einem Gesamtpaket und dann passt das auch in den Marketingmix rein. #00:25:39-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Okay, also Positionierung, das ist ja genau das, was ich ja auch immer empfehle, wenn es um das Thema MARKE geht. #00:25:46-3# Jochen Metzger: Genau. #00:25:47-6# Norman Glaser: Dann Zielgruppenorientierung. Also, dass du fokussierst. #00:25:50-3# Jochen Metzger: Ja. #00:25:50-5# Norman Glaser: Mit deiner Positionierung. #00:25:52-4# Jochen Metzger: Ja. #00:25:52-9# Norman Glaser: Okay? #00:25:53-1# Jochen Metzger: Ja. #00:25:53-3# Norman Glaser: Und der dritte Hack? #00:25:54-5# Jochen Metzger: Der dritte Hack wäre sozusagen für sich selbst herauszufinden, WAS kann ich gut und was kann ich nicht gut. Also ich bin tatsächlich, sehe das auch tatsächlich als guten Hack, wenn man sagt, okay, ich bin der, der podcastet, ich kann gut reden oder mir macht das Spaß mit anderen zu sprechen und den Rest will ich nicht machen und sich darum wirklich drum zu kümmern. Ich weiß es nicht genau, also wie viele Podcaster das selber machen und wie viele das alles outgesourct haben oder dass es jemand anderes erledigt. Das finde ich persönlich sehr, sehr wichtig. #00:26:30-7# Norman Glaser: Das ist ja ein. Sorry. #00:26:32-7# Jochen Metzger: Ja erzähl weiter. Mhm (bejahend). #00:26:34-5# Norman Glaser: Das ist ja im Grunde auch die große Frage. Wenn ich hauptberuflicher Podcaster bin und alles selber mache, dann muss ich damit auch irgendwie GELD verdienen. #00:26:43-0# Jochen Metzger: Ja. #00:26:43-8# Norman Glaser: Hast du dich schon mal damit beschäftigt inwieweit man DAS monetarisieren kann? #00:26:49-9# Jochen Metzger: Ja also ich, also das ist so. Ich weiß ja schon so langsam auch, was funktioniert. Also es ist einfach tatsächlich so, dass wir Gäste in der Show haben und diese Gäste, das weiß ich sozusagen, weil ich auch mit den Hörern spreche. Die haben dann zum Beispiel eben Angebote verwendet, benutzt, gebucht von diesen Gästen. Also das ist für mich eine Möglichkeit vorab mit diesen Gästen zu sprechen und zu sagen, wie sieht es aus? Können wir da einen Deal machen? Das mache ich auch, da fange ich auch inzwischen auch mit an beziehungsweise habe ich auch angefangen, DAS zu machen. Und dann kommt es einfach auch ein bisschen auf die Reichweite drauf an. Also wir haben zum Beispiel Leute, die laden unsere Action Sheets runter. Es gibt Leute, die gehen bei uns in den Newsletter. Dann über diesen Schritt, über den Podcast. ABER, du brauchst dann natürlich eine entsprechende Reichweite für und diese Reichweite aufzubauen, das dauert einfach seine Zeit. Ich würde es eher als Ergänzung sehen wollen. Also für mich ist es zum Beispiel, gibt es zwei Effekte, das eine, was ich definitiv weiß, ist, dass die Menschen, die meinen Podcast hören, mir vertrauen, dass sie das gut finden, #00:28:00-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:28:00-7# Jochen Metzger: Was ich mache. Dass sie das authentisch finden und dass das eine MÖGLICHKEIT ist sozusagen, mich als Person oder als Markt oder wie auch immer zu positionieren. Das ist das Eine. Das Zweite ist, für mich ist es auch eine gute Möglichkeit, das muss jeder halt gucken, um auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen, zu denen ich sonst keinen Kontakt hätte. #00:28:19-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:28:19-6# Jochen Metzger: Also, zum Beispiel. Eine Möglichkeit sich als Experte zu positionieren, ist, indem man mit anderen Experten spricht. Und das ist eine, für mich eine Plattform, so ein Podcast, wo das möglich ist, weil ganz ehrlich, also wir haben das ganze Interviewthema ist bei uns auch ein Prozess. Da kümmert sich meine Assistentin drum. Die sucht nach bestimmten Kriterien Podcast Gäste raus und schreibt die an und das FUNKTIONIERT. Das ist so, dass wir eher Zusagen kriegen als Absagen. Also 80 Prozent Zusagen, weil jeder natürlich sich freut, wenn er ein Publikum hat, vor dem er sprechen kann, über sein Produkt reden kann, über seine Ideen, seine Denke, seine Ansätze sprechen kann. Das wäre für mich ein zweiter Punkt. #00:29:05-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:29:05-6# Jochen Metzger: Was man von Anfang an bedenken muss, ist, was will ich damit erreichen? Und WIE will ich das erreichen. Und es ist nicht ganz einfach diesen Sprung hinzukriegen von einem Audiomedium hin zu, dass jemand eine Aktion macht, dass er wirklich dann hingeht und sagt, okay, ich trage mich jetzt im Newsletter ein oder ich rufe jetzt irgendwo an oder so. #00:29:25-1# Norman Glaser: Ja. #00:29:26-0# Jochen Metzger: Wenn man Coach ist zum Beispiel, macht es durchaus Sinn, ich weißt, dass der Thomas Reich das macht, dass der einfach auch seine Telefonnummer nennt im Podcast. Wenn ihr Fragen habt #00:29:34-9# Norman Glaser: (lacht) #00:29:35-1# Jochen Metzger: Über Coaching und so weiter, dann ruft mich an. Und ich weiß definitiv, dass es bei ihm halt funktioniert im Thema Business Podcasting. #00:29:43-7# Norman Glaser: Ja. Kannst du sagen, für WELCHE Unternehmen das vielleicht eine Ergänzung im Marketing Mix ist? #00:29:50-7# Jochen Metzger: Also #00:29:51-3# Norman Glaser: Also ist das #00:29:52-1# Jochen Metzger: Ja es wäre immer dann eine Ergänzung, wenn es wichtig ist, ein gutes Vertrauen aufzubauen. Also das Vertrauen mit meiner Zielgruppe aufzubauen und ich kann es im Mix ja auch verwenden, das heißt, ich könnte, wenn ich im Newsletter bin, könnte ich noch (unv.) #00:30:05-1# verwenden. Wenn ich in Facebook bin, Kampagnen mache, zu sagen, schaut doch mal hier rein, hier habe ich nochmal ein Thema, also in der Zweitverwertung. Ich könnte es eben auch verwenden, wenn ich bestimmte Gäste habe als zusätzliches Material, wenn ich in die Vermarktung gehe. Das heißt, ich kann es wirklich auch nutzen, gezielt, um Content zu produzieren, den ich vielleicht so schwierig produzieren könnte. Aber zurück zu deiner Frage, immer dann, wenn es wichtig ist, Vertrauen aufzubauen und eine ganz bestimmte Zielgruppe in einer Nische zu erreichen. #00:30:39-6# Norman Glaser: Ja. Super spannend. Wie kamt ihr auf die Idee, das zu zweit zu machen? Also ihr seid ja immer im Wechsel glaube ich in den Interviews und gar nicht zusammen in den Interviews oder? #00:30:51-5# Jochen Metzger: Ja also #00:30:52-6# Norman Glaser: Ich habe jetzt nicht alle 90 Folgen gehört. #00:30:54-3# Jochen Metzger: Ach so okay. Hm hm. (lachen beide) #00:30:57-1# Norman Glaser: Ich arbeite aber dran. #00:30:58-1# Jochen Metzger: Das ist schon mal ein K.O. Kriterium. Nein, also Spaß beiseite. Also es ist so, dass wir am Anfang immer Themen zu zweit gemacht haben und dann muss ich ganz ehrlich sagen, irgendwann gingen uns so ein bisschen die Themen aus und ich hatte aber noch keinen Prozess am Start, wie wir das mit den Interviewgästen machen und ich bin, da ich das eben nicht gut kann, das liegt mir nicht, irgendwie Leute anzuschreiben so, also diese Tätigkeit immer und immer, immer wieder zu machen, habe ich da einen Prozess entwickelt und das funktioniert, das heißt, wir kriegen immer einen konstanten Strom von neuen Gästen. Bei mir sieht das dann so aus, ich mache meine E-Mail auf und sage, ah! dann und dann ist der und der Gast da. Wunderbar. Mehr habe ich damit nicht zu tun, erstmal im ersten Schritt. #00:31:40-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:31:40-4# Jochen Metzger: Und manchmal sage ich halt auch, okay den und den Gast möchte ich haben und dann stellen wir eine Anfrage. So und es hat mehrere Gründe, warum wir das zu zweit machen. Und das muss man eben auch gucken wie das funktioniert. Für mich stand tatsächlich Pate "Sanft und sorgfältig". #00:31:59-0# Norman Glaser: (lacht) #00:31:59-6# Jochen Metzger: Ich habe mir gesagt, ich möchte eigentlich sowas mal wie "Sanft und sorgfältig", aber für Business. #00:32:04-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Klar. #00:32:04-6# Jochen Metzger: Und die Idee war so ein bisschen das erweiterte Wohnzimmer zu haben, dass wir quasi dort mit anderen sprechen, ganz entspannt und andere hören zu. Und so erlebe ich das auch bei "Sanft und sorgfältig", die quatschen einfach da und reden miteinander und zufällig hören auch andere Leute zu. Und das war das FORMAT. Und einfach aus dem heraus geboren, weil ERSTENS finde ich es gut, dass man einen festen Termin hat, wo man sagt, okay ich mache das jetzt. Es geht nicht anders, ich habe um 15 Uhr den Termin, dann kommt der Achim und dann geht es los. Manchmal sagen wir, ach komme, heute müssen wir ein bisschen Mastermind noch machen, das ist eigentlich morgen geplant, dann verschieben wir auf morgen. Aber das ist sozusagen die Verpflichtung, wenn jemand Probleme hat, Dinge regelmäßig zu tun, ist eine Verpflichtung natürlich immer gut. Und das zweite ist, dass ich es einfacher finde mit anderen zu sprechen. Wenn man jetzt einen Co-Host hat, dann kann man sich die Bälle ein bisschen zuwerfen. Achim lacht immer, wenn ich zu ihm sage, und Achim, was sagst du dazu? #00:33:01-1# Norman Glaser: (lachen beide) Genau. #00:33:02-6# Jochen Metzger: Na super. War klar, dass das wiederkommt. Und das Zweite ist, wenn du Gäste hast, dann hast du natürlich den Vorteil, dass du dir nicht alle Themen selber ausdenken musst. Das ist ein weiterer Punkt. Das wäre aber das Thema Gäste. Zurück zu dem Thema, warum Achim. Es ist einfach ein Format, was ich liebe, wenn man mit jemand redet und es kommt einfach auch sehr gut an. #00:33:23-9# Norman Glaser: Ja. Cool. Jochen. #00:33:30-3# Jochen Metzger: Nee, Norman. (lachen beide) #00:33:34-2# Norman Glaser: Ich wollte den Lacher hören. Wenn ich auf die Uhr schaue, würde ich gerne mit dir noch unsere BERÜHMT und berüchtigte quicke Q & A Session machen. #00:33:45-5# Jochen Metzger: Schön. #00:33:46-3# Norman Glaser: Ich würde dir ein paar Fragen stellen, auf die du vielleicht ganz spontan und schnell und kurz antwortest, sodass wir in kurzer Zeit möglichst den HÖCHSTMÖGLICHEN BENEFIT haben. Bist du ready? #00:33:57-3# Jochen Metzger: I'm ready. #00:33:58-0# Norman Glaser: (lacht) Was hat dich anfangs davon abgehalten Unternehmer zu werden? #00:34:04-8# Jochen Metzger: Puh! eigentlich nichts. Ich wollte immer schon Unternehmer werden. #00:34:07-2# Norman Glaser: (lacht) Welcher Moment oder Rat hat einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben und auf dein Business? #00:34:17-2# Jochen Metzger: Also eigentlich das Lesen des Buches von Napoleon Hill "Denke nach und werde reich". #00:34:22-1# Norman Glaser: Okay. Cool. Das packen wir auf jeden Fall in die Shownotes. Kannst du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, was du selbst einsetzt? Du hast ja gesagt, du automatisierst viel? Vielleicht hast du da so ein paar coole Hacks für uns? #00:34:35-5# Jochen Metzger: Ich verwende tatsächlich zum Rechnungschreiben SMOICE.COM. Was ich sehr gut finde, weil das kann ich mit dem Tool kann ich alles an meine Assistentin delegieren. #00:34:45-6# Norman Glaser: Okay. Welche 3 MOBILE APPS benutzt du am liebsten? Was ist auf deinem Startscreen auf dem Handy? #00:34:54-0# Jochen Metzger: Ich liebe Notepad, nein wie heißt das? Jetzt muss ich mal kurz gucken. Das heißt, oh! geht jetzt nicht so schnell. Das habe ich in meinem Startscreen, genau. NETMEMO PLUS verwende ich. Das ist für mich sehr, sehr wichtig und total existenziell, weil es mir ermöglicht mit meiner Assistentin zu kommunizieren und zwar NUR dadurch, dass ich den Knopf drücke, ihr eine Nachricht schicke, sie einen Task bekommt und der automatisch ins Ticketsystem geht. Das ist die eine App. #00:35:22-7# Norman Glaser: NETMEMO? #00:35:23-2# Jochen Metzger: NETMEMO PLUS heißt das. #00:35:25-3# Norman Glaser: Plus okay. #00:35:25-9# Jochen Metzger: Gibt es allerdings glaube ich nur für Android. Das Zweite ist LASTPASS, ist aber ein bisschen technisch, weil LASTPASS ist die Möglichkeit Passwörter online zu teilen. Das ist existenziell für mein Team. Weil ich ein virtuelles Team habe und ich kann sozusagen bestimmte Credentials, bestimmte Zugangsdaten einfach mit entsprechenden Teams teilen. WENN jemand das verwenden sollte, immer die Zwei-Faktor Authentifizierung einschalten, GANZ wichtig. #00:35:55-2# Norman Glaser: Ja. Okay. Haben wir schon 3? Nein. #00:35:59-9# Jochen Metzger: Und, äh! wir haben noch kein Drittes. Nummer 3 ist, was habe ich als Drittes? Wahrscheinlich meine E-Mail App. (lachen beide) #00:36:12-6# Norman Glaser: Okay du bist Android User, das habe ich jetzt schon rausgehört. Was für Musik hörst du, wenn du so sagst, ich brauche jetzt mal so einen kreativen Impuls oder so ein bisschen Entspannung? #00:36:24-1# Jochen Metzger: Was höre ich für Musik? Also ich höre sehr gerne Dubliners. #00:36:31-0# Norman Glaser: Dubliners? Okay, packen wir auch in die Shownotes. (lachen beide) Kannst du uns ein Buch empfehlen, was für dich so einen großen Mehrwert hatte. Du hast ja jetzt glaube ich schon zwei oder drei genannt. Aber gab es so DAS Buch, wo du sagst, das würde ich unbedingt empfehlen. Wie heißt das Buch und worum geht es da? #00:36:52-1# Jochen Metzger: Ich glaube das Buch heißt "The Slight Edge" und es geht darum, dass es eben wichtig ist, kleine Schritte zu gehen und dass man manchmal denkt, dass man nicht vorwärtskommt, aber wenn man kontinuierlich kleine Schritte geht, dann kommt man auch zum ZIEL. Und die Schritte kontinuierlich vorwärts zu gehen ist das, was einen nachher erfolgreich macht. #00:37:19-0# Norman Glaser: Ja. Super. Ja, vielleicht noch zum Schluss, kannst du uns noch einen Tipp mit auf dem Weg geben, bevor wir das Interview beenden und uns natürlich sagen, wie wir dich am besten erreichen können? #00:37:35-4# Jochen Metzger: Ein Tipp mit auf dem Weg. Ja, also ein Tipp mit auf dem Weg ist für mich, eine existenzielle Sache bei mir ist immer gewesen oder ist gewesen, eine Mastermind Gruppe zu haben. Bei mir ist das, dass ich zwei Mastermind Gruppen habe, in denen ich bin und zwar geht es einfach darum, dass man sich mit jemand, der verpflichtet ist, zusammen telefoniert zusammen skyped einmal die Woche und sagt, was ist das, was man bis nächste Woche erreichen will, was sind die Herausforderungen, was ist die eine Sache? Und das hilft mir sehr auf Kurs zu bleiben, auch mich auszutauschen. FINDEN kann man mich unter DER-GLUECKLICHE-UNTERNEHMER.DE und was mir sehr wichtig ist, wenn ihr feststeckt, wenn ihr merkt, ich komme nicht weiter, ich weiß nicht wie ich ein Problem lösen soll, biete ich ein ganz spezielles LÖSUNGS-COACHING an, das findet ihr unter UNTERNEHMER.LINK/COACHING, in einem ersten Schritt, 15 Minuten, die VÖLLIG kostenlos sind, gucken wir, ob wir da weiterkommen, ob ich dir weiterhelfen kann und das ist eine ganz tolle Möglichkeit, um einfach bei manchen Dingen weiterzukommen, wo ich vielleicht schon Monate feststecke. #00:38:44-4# Norman Glaser: Sehr cool. Jochen, vielen, vielen Dank. Wir verlinken alles in den Shownotes, auch wie wir dich am besten erreichen können. Und deine ganzen Empfehlungen und echtes Insides. Vielen Dank für deine Zeit und dass es geklappt hat und ich wünsche dir eine schöne Zeit. #00:38:59-8# Jochen Metzger: Sehr gerne, sehr gerne. Und euch viel Spaß in der nächsten Woche und Dankeschön, dass ich hier sein durfte. #00:39:06-1# Norman Glaser: Danke, Jochen. Bis bald! Ciao! #00:39:07-9#   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. 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  • 00:53:38

    Marcus Meurer | Digitaler Nomade & Online Unternehmer

    · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait von Marcus Meurer Digitaler Nomade und Online Unternehmer Sportler und leidenschaftlicher Selbstoptimierer Marcus liebt es ortsunabhängig zu sein und hat mit seiner Freundin Feli seit über 3 Jahren in über 20 Ländern gelebt und gearbeitet Marcus gründete mit Feli die DNX (Digitalen Nomaden Konferenz), die es seit 2014 gibt Marcus arbeitete u.a. als SEO bei Stepstone Mit seinem Podcast "Life Hackz Show" liefert Marcus Tools für ein besseres und gesünderes Leben Kontaktdaten Website www.marcusmeurer.de Podcast LIFE HACKZ Show Website DNX (Digitale Nomaden Konferenz) Profil auf LinkedIn Profil auf Xing E-Books The 4-Hour Work Week (Timothy Ferriss) Denke (nach) und werde reich (Napoleon Hill) Investment Punk (Gerald Hörhan) Hörbücher Die 4-Stunden-Woche. Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben (Timothy Ferriss) Tools & Mobile Apps Wunderlist - Aufgabenmanagement Slack - Team Communication Trello - Projektmanagement Gmail – E-Mail von Google Google Kalender Coach.me - Goal Tracking, Habit Building & Motivational Coaching Duolingo - Kostenlos Englisch, Französisch und Spanisch lernen Five Minute Journal Pocket Blinkist – Zusammenfassungen von Sachbuch-Bestsellern Links Bose® QuietComfort® 25 Acoustic Noise Cancelling® Kopfhörer (geeignet für Apple-Geräte) schwarz   [et_pb_toggle admin_label="Toggle" title="Podcast in Textform" open="off" use_border_color="off" border_color="#ffffff" border_style="solid"] Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen! Schön, dass du wieder dabei bist. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Mein Interviewgast heute ist Marcus Meurer. Marcus, schön, dass du dir Zeit genommen hast. Bist du ready und startklar für unser Interview? #00:00:33-9# Marcus Meurer: Ja ich bin mega startklar. Ich habe Bock, ich bin ready, ich bin motiviert. Lass loslegen! #00:00:38-9# Norman Glaser: Sehr cool. Marcus, ein kurzes Intro über dich von mir. Du bist digitaler Nomade, Unternehmer, Sportler und leidenschaftlicher Selbstoptimierer. Du liebst es ortsunabhängig zu sein und hast mit deiner Freundin Feli seit über drei Jahren in über 20 Ländern gearbeitet und gelebt. Ihr beide seid die Gründer der DNX, die Digitale Nomaden Konferenz, die es seit 2014 gibt. Du hast unter anderem oder warst unter anderem SEO bei Stepstone und was mich ganz besonders freut, du bist tatsächlich mein inspirierender Quell überhaupt selbst einen Podcast zu machen, denn du bist selber Podcaster mit deiner LIFE HACKZ Show, #00:01:23-4# Marcus Meurer: Mhm (bejahend). #00:01:23-6# Norman Glaser: Für ein besseres und gesünderes Leben. Marcus, das war erstmal ein kleiner Überblick über dich. Sag uns doch nochmal ein bisschen mehr über dich als Person privat. Also wer ist der Marcus privat und was genau dein Business ist? #00:01:38-7# Marcus Meurer: Ja also mittlerweile ist das Coole, dass die Übergänge fließend sind, vom Marcus privat zu Marcus Business, das war nicht immer so. Ich hatte auch mal ein Corporate Leben und war dann von nine to five oder noch viel länger, gerade zu meinen Agenturzeiten, in den Büros und habe von Montag bis Freitag gearbeitet, meistens auch am Wochenende. Aber mein Leben war halt davon bestimmt, was im Job gerade abgeht. Und mittlerweile ist so, dass ich selbstständig bin, dass ich ortsunabhängig arbeite, dass ich am Anfang für Kunden gearbeitet habe als Freelancer im Online-Marketing Bereich und da speziell auch SEO und jetzt aber eigene Businesses gestartet habe, eigenes Unternehmen gegründet habe, unter anderem dann die DNX Konferenzen organisiere, aber auch DNX CAMPS auf der ganzen Welt unter dem Brand DNX organisiere, den Podcast gestartet habe zusammen mit meiner Freundin, mit der ich alle Projekte gemeinsam mache, haben wir einen der größten Reiseblogs in Deutschland gestartet, den wir auch monetarisieren, haben eine Jobbörse an den Start gebracht, also sind mega umtriebig und das beschreibt mich auch privat eigentlich ganz gut, dass ich mega viel Energie habe, mega viel Power, eigentlich sehr passioniert bin in den Dingen, die ich tue und ich liebe es mich selbst ständig zu hinterfragen, mich selbst zu optimieren, wie du eben schon in der Einleitung gesagt hast, also dieses Lifehacking oder Biohacking, das ist so eines meiner Lieblingsthemen, weil ich sehr früh erkannt habe, dass Zeit eines der wenigen Güter ist, die du nicht erneuern kannst, die einmal da sind und das ist dann für immer weg dieser Tag, wenn der #00:03:10-8# Norman Glaser: Absolut. #00:03:10-8# Marcus Meurer: Einmal gelebt ist und deine Tage, die sind gezählt. Es ist leider so und von daher investiere ich da sehr viel Zeit und Kraft, um zu sehen wie ich mir meine Zeit am besten wieder selber zurückhole, weil das Leben ist einfach viel zu cool und viel zu schön als, dass man es irgendwo mit Sachen verschwendet, auf die man keinen Bock hat. #00:03:29-3# Norman Glaser: Ja absolut. Gibt es so ein Glaubenssatz oder so ein Erfolgsmantra für dich, was du vor dir herträgst? #00:03:36-7# Marcus Meurer: Ja ich habe ziemlich früh für mich das Mantra aufgesetzt, das war noch zu meiner Studienzeit, live life to the max. Damals hatte es noch ein bisschen andere Bedeutung für mich. Da war ich halt sehr viel auf Partys unterwegs und habe so das Leben genossen, also immer am Limit gewesen und jetzt hat sich der Fokus so ein bisschen verändert, aber nach wie vor bin ich eigentlich gerne immer am Limit und die Speerspitze für bestimmte Sachen, wie jetzt mit meinem Podcast für das Lifehacking oder diese ganze Digitale Nomaden Bewegung in Deutschland, die wir mehr oder weniger losgetreten haben und da immer noch sehr weit vorne als Meinungsführer agieren. Und das macht Bock und das treibt mich irgendwie an. #00:04:19-6# Norman Glaser: Ja. Bevor wir da einsteigen, weil das ist genau das spannende Thema, auf das ich unbedingt noch hinauswill. Vielleicht noch einen kleinen Schwenk. Gibt es oder gab es in deinem Leben einen Moment, an dem du es so richtig schwer hattest oder wo du wirklich so für dich so ein, ja so einen Lerneffekt oder so einen Lernmoment hattest? Der so dein persönliches Leben oder dein Business eben auch maßgeblich geprägt hat? #00:04:53-4# Marcus Meurer: Ja schwierige Zeiten gibt es ja immer, gerade als Selbständiger. Ich glaube das weißt du selber am besten, das ist ein ständiges Auf und Ab und das ist ein ewiger Kampf und kein Monat oder kein Tag, keine Woche ist so wie die andere und das ist immer so ein Gefühl von, was kostet die Welt und ich kann alles erreichen, zu, das bringt alles nichts, ich lass mich wieder anstellen und morgen bin ich pleite und habe nichts mehr zu essen und dann werde ich sterben. (lachen beide) Das ist echt ziemlich krass. Irgendwann lernt man dann damit besser umzugehen, aber am Anfang schlägt das echt ziemlich heftig rein und unabhängig davon gab es davor natürlich auch schon immer wieder Momente, zum Beispiel als ich mein Studium abgebrochen habe. Damals in Münster habe ich BWL studiert, wo man dann denkt, man erfüllt gewisse Erwartungen nicht oder soziale Normen nicht oder gesellschaftliche Erwartungen und wenn das doch vielleicht alles so eintritt, was dir alle Menschen versuchen weiszumachen, wie wird das wohl alles weitergehen, wo werde ich enden und dann gab es schon einige Krisen und Depressionen, aus denen ich mich dann aber immer wieder rausgekämpft habe. Und ich glaube, das ist aber ganz normal. Also es ist nie ein linearer geradliniger Verlauf im Leben, egal in welchen Bereichen, ob es jetzt Gesundheit ist, ob es Beziehung ist, ob es Sport, Ernährung, Job, alles was dazugehört. Da gibt es immer wieder so Ups and Downs und immer wenn du denkst so POW!, das ist jetzt so das Optimum, nach dem ich ja wie gesagt auch immer sehr strebe, habe ich mittlerweile gelernt, das wirst du niemals für immer halten können. Das wird auch immer wieder andere Zeiten geben und dann ist es okay, damit umgehen zu können und dann wieder von neu loszustarten und loszulegen. #00:06:31-8# Norman Glaser: Ja. Gab es denn in deinem Leben so den einen Aha-Moment, der dich dazu gebracht hat, das Leben zu führen so wie du es heute führst, also ortsunabhängig zu arbeiten und zu leben? Das also dieser eine Moment, der das, diesen Gamechanger bewirkt hat? #00:06:53-9# Marcus Meurer: Ja also es gab mehrere Aha-Momente. Bei mir kam das ja eigentlich alles zusammen, dass meine Freundin, die Feli, mit der ich ja auch das Business zusammenmachen, dass die vom Reisevirus infiziert war und dadurch (lachen beide) dann mich mega inspiriert hat, auch mehr von der Welt zu sehen und gleichzeitig habe ich dann die Selbständigkeit für mich entdeckt und habe gesagt, ich kann so nicht mehr weitermachen, ich habe irgendwie viel zu viel Energie habe ich dann auch gemerkt, gerade in Berlin wurde man dann von diesem Gründerumfeld gepusht, #00:07:22-7# Norman Glaser: Ja absolut. #00:07:23-1# Marcus Meurer: Wo jeder so sein eigenes Ding macht und dadurch, dass ich in den Startups gearbeitet habe, habe ich dann auch gesehen wieviel Knowhow die anderen auf dem, irgendwie auf dem Kasten hatten und habe gedacht, ich kann das irgendwie auch selber, ich kann auch mein eigenes Ding gründen, mit dem, was ich jetzt mir angeeignet habe. Und das kam irgendwie so zusammen, also es war nicht ein Aha-Moment zu sagen, so okay ich haue jetzt alles in den Sack und starte jetzt einen komplett neuen Lifestyle, sondern das kam irgendwie so peu à peu und habe dann aber nachdem ich so die ersten Schritte in dieses ortsunabhängige Arbeiten gegangen bin und nachdem ich dann unterwegs gewesen bin in Südostasien für 6 Monate mit meiner Freundin und wir die ersten Kunden aufgenommen haben und dann die erste Rechnung bezahlt wurde und die ersten 3,50 Euro kamen rüber, (lachen beide) #00:08:09-6# Norman Glaser: Ja, sehr geil. #00:08:10-2# Marcus Meurer: Das habe ich so krass abgefeiert und ich weiß noch, wir waren damals noch unterwegs in Indonesien auf einer Nachbarinsel von Bali, auf Kuta Lombok, also wo das Leben echt noch sehr simpel und basic ist. Ich mag es auch immer gerne an einfachen Orten zu sein und da habe ich gesagt so, ne eyh!, ich werde alles daran setzen, ich werde alles geben, alles was in mir steckt, nie wieder in einen Job gehen zu müssen, wo jemand anderes bestimmt, wann du wo sein zu hast, wie lange du arbeiten musst und an was du arbeiten musst. Und das war glaube ich nochmal so der letzte Trigger und so das letzte Aha-Erlebnis zu sagen, eyh! das ist es, das ist der heiße Scheiß, dieses ortsunabhängige Arbeiten und deshalb bin ich dann auch so öffentlich gegangen mit diesem ganzen Thema und versuche so viel Menschen wie möglich damit zu erreichen und zu inspirieren. #00:08:54-1# Norman Glaser: Ja. Ist wahrscheinlich auch, ich meine im Zeitalter der Digitalisierung, digitale Nomaden, das passt ja genau zusammen. Kannst du mal definieren, was ist ein digitaler Nomade für dich, also was macht den aus, wie lebt und arbeitet so ein Nomade? #00:09:15-4# Marcus Meurer: Ja. Per se die Definition ist ja ziemlich einfach. Das ist jemand, der mit Hilfe des Internets seinen Lebensunterhalt verdient und von daher ortsungebunden ist, also von überall arbeiten kann und das muss nicht unbedingt das Reisen sein, was viele missverstehen. Weil wir sind da so ein bisschen die Speerspitze, wir treiben es ja wirklich sehr auf die Spitze, indem wir gar keine Wohnung mehr haben, eigentlich ständig in der Welt rumturnen und das ist jetzt auch ein bisschen langsamer geworden, aber wir sind schon viel unterwegs, wir schaffen es mittlerweile auch an den krassesten Orten produktiv zu sein und da zu arbeiten. Haben beispielsweise Travelicia, den Reiseblog aus den Philippinen gelauncht, einem kleinen Fischerort El Nido auf Palawan. #00:10:00-3# Norman Glaser: Sehr cool. #00:10:00-7# Marcus Meurer: Wo es bis 16 Uhr keinen Strom gab und musste man sich einfallen lassen wie man dann die Leute dazu kriegt, den Generator anzuschmeißen und trotzdem haben wir es von da gelauncht. (lachen beide) #00:10:09-7# Norman Glaser: Sehr geil. #00:10:11-3# Marcus Meurer: Also das geht alles, wenn man will. Aber es kann ja auch sein, ich glaube, so wie du, der einfach die freie Zeit dann nutzt von woanders zu arbeiten oder zu anderen Arbeitszeiten zu arbeiten oder von seinem Lieblingscafé oder wie zum Beispiel Pat Flynn aus den USA, der nutzt die neu gewonnene Zeit, seinen Sohn vom Kindergarten jeden Tag abzuholen und er ist der einzige Vater, der sich das leisten kann und er ist der einzige Mann, #00:10:32-8# Norman Glaser: Sehr cool. #00:10:32-8# Marcus Meurer: Der da immer steht. #00:10:33-5# Norman Glaser: Yes! #00:10:34-4# Marcus Meurer: Und das ja kann jeder so für sich einsetzen wie er will. Für viele ist natürlich das Reisen, weil es mega spannend ist, für mich auch gerade, aber das ist gerade eine Phase, das wird in 10 Jahren wahrscheinlich auch nicht mehr so sein, dass ich so viel um die Welt reise. Aber man weiß es nicht, das ist halt immer nur so eine Momentaufnahme. #00:10:50-5# Norman Glaser: Ja. Wie ist es so mit Disziplin? Ich meine, du musst ja sehr diszipliniert sein, um an den geilsten Orten der Welt überhaupt zu arbeiten. #00:10:58-1# Marcus Meurer: Ja. Das ist ein wichtiges Thema. Ich würde sagen, das ist jetzt nicht Prio 1, wenn du direkt, wenn du startest als Selbständiger oder als Unternehmer, dann sollte man auch mal dieses Feuer, die Flammen in alle Richtungen lodern lassen und das voll ausleben und von mir aus, also bei mir war es so, dass ich alle drei Tage irgendwie eine neue Idee hatte und die einfach umgesetzt habe und gestartet habe und eine Domain registriert habe, eine Website aufgesetzt habe und gesagt, eyh! das ist es jetzt, um dann Sachen, irgendwann musst du dann aber an den Punkt kommen und dich fokussieren, um zu sehen, okay was funktioniert, was funktioniert nicht. Wo ist überhaupt eine Nachfrage? Das machen ja viele auch falsch. Die bauen erstmal Produkte ohne mit der Zielgruppe gesprochen zu haben und dann wird man irgendwann auch feinfühliger für. Und dann kommst du an einen Punkt, das war bei uns so ziemlich genau nach, ja nach anderthalb Jahren oder nach gut einem Jahr, wo du merkst so, so einfach morgens Laptop auf und gucken was in der Inbox reingekommen ist und über Social Media und dann zu hustlen und nur on demand quasi für andere zur Verfügung zu stehen, das funktioniert so auf Dauer nicht. Ich meine du kriegst deine Sachen nicht mehr gewuppt, weil du dann irgendwann von diesen anfänglichen Entrepreneur on Fire so viel angeschoben hast, dass natürlich dann auch irgendwann die ganzen Sachen zurückkommen. So und dann ist es ganz wichtig, dass du da Struktur und Routine reinkriegst. Dass du dich organisierst, also ich bin echt ein totaler Fanatiker, was Struktur, Systeme angeht, Orga und nutze dafür zum Beispiel die Wunderlist, um meinen Most Important Task am Vorabend schon rauszuschreiben oder zu taggen. Habe jetzt eingeführt, dass ich nur noch in Blöcken arbeite. Also gestern war beispielsweise dann Business Development den ganzen Tag, wo wir gerade an einem fetten Online-Projekt sitzen. Morgen ist dann den ganzen Tag Lifehacks, heute sind Skype Calls und Interviews. Am Samstag ist dann wieder Business Development und Operations. Am Sonntag machen wir jetzt mal so einen kompletten Day Off. Das wird so das erste Mal sein, dass echt das iPhone auch einfach daliegt und gar nicht angefasst wird. Bin mal gespannt wie das funktioniert. (lachen beide) #00:13:00-9# Norman Glaser: Ja da bin ich auch gespannt. #00:13:02-9# Marcus Meurer: Ja aber ansonsten habe ich noch eine strikte Morgenroutine, die mir total hilft, eine Abendroutine. Also irgendwann kommst du an so einen Punkt, ich glaube sonst gehst du auch unter als Unternehmer, wo du dich selbst organisieren musst, weil sonst bist du nur noch der Spielball für die Anderen und ja sobald du an deine Inbox gehst und eine E-Mail beantwortest, bist du ja wieder jemand, der was für andere macht und letztendlich das, was dich voranbringt oder dein Business voranbringt, ist, wenn du Sachen machst, die den höchsten Impact für dich und dein Business haben und nicht, wenn du ja wenn du auf irgendwas reagierst. Ja. #00:13:30-5# Norman Glaser: Ich verfolge ja jede Folge deines Podcastes und erzähle doch mal unseren Zuhörern hier, wie sieht denn so deine Morgenroutine aus? #00:13:37-3# Marcus Meurer: (lacht) Ja okay. Ja, wenn du regelmäßig den Podcast hörst, weißt du ja wie sehr ich darauf schwöre und vertraue und optimiere das Ding auch immer weiter. Also es ist jetzt nicht in Stein gemeißelt. Vor einem halben Jahr sah die noch ein bisschen anders aus. Ich strebe da immer sehr zum Perfektionismus, den man wahrscheinlich nie erreichen wird. Aber jetzt heute, wir haben jetzt den zweiten Juno 2016 ist die Morgenroutine so, dass ich heute mit Sunrise aufgestanden bin in Tarifa. Das ist natürlich auch immer eine andere, eine Herausforderung, weil ich viel reise und letzte Woche war ich noch in Paris und davor war ich in Berlin #00:14:14-8# Norman Glaser: Das verschiebt sich, ja. #00:14:15-9# Marcus Meurer: Und in zwei Wochen bin ich in Limnos, auf Griechenland, auf einer griechischen Insel. Da verschiebt sich das immer so ein bisschen. Mal ist fünf, mal ist sechs, mal halb sieben, mal sogar schon halb fünf. Aber whatever, man gewöhnt sich daran und das Coole ist, eigentlich hat die Natur das ja auch so für einen vorhergesehen, wenn die Sonne scheint und es draußen hell ist, dann sollte man produktiv sein und irgendwie glaube ich daran, dass wenn die Sonne untergeht, dass die Natur sich irgendwann gedacht hat, dann schlafen die Tiere und die Menschen, um wieder neue Kraft zu sammeln für den nächsten Tag. #00:14:41-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:14:41-8# Marcus Meurer: Also mir bringt das sehr viel. Ich wache dann, egal wo ich gerade bin, auch egal wie früh das ist, mit dem Sonnenaufgang auf, habe da eine coole App, die heißt Sleep Better von Runtastic und die trackt deine Bewegung mit Hilfe des iPhones. Das legst du unter dein Kopfkissen und trackt, wann du einen unruhigeren Schlaf hast und weckt dich dann genau in diesem Moment, um nicht aus der Tiefschlafphase gerissen zu werden. #00:15:04-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:04-9# Marcus Meurer: Und das funktioniert so, dass du sagst, ich will spätestens um sechs geweckt werden, weil da die Sonne aufgeht und gibst ihm quasi so einen Zeitkorridor vor, eine halbe Stunde habe ich eingestellt und das heißt die App darf nicht zwischen halb sechs und sechs wecken, wenn sie merkt, ich habe gerade einen leichteren Schlaf. #00:15:20-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:20-6# Marcus Meurer: Das ist echt ein Unterschied, das ist total cool. #00:15:22-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:23-5# Marcus Meurer: Solltest du auch mal ausprobieren. #00:15:25-2# Norman Glaser: Ja das mache ich. #00:15:27-1# Marcus Meurer: Ja und du bist dann, ja du bist echt viel aktiver als wenn du aus so einem Tiefschlaf rausgeholt wirst. So und dann, wenn die App mich aufgeweckt hat, mache ich mein Bett (...) und viele werden sich fragen, wieso morgens das Bett machen, was hat das für einen Sinn so? (lachen beide) Habe ich damals auch nicht gemacht als Student, ABER es ist so, dass das dein erster Win ist. #00:15:49-7# Norman Glaser: Ja. Ja genau. #00:15:52-0# Marcus Meurer: Das ist so deine erste Aufgabe, dein erstes Accomplishment des Tages und so, dein erstes Check In, dein erster To Do, den du irgendwo abhaken kannst und das gibt dir ein gutes Gefühl, weil du startest positiv in den Tag mit einem Erfolgserlebnis. #00:16:04-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:16:05-3# Marcus Meurer: Dann geht es weiter, dann ziehe ich mich kurz an und nehme dann Kokosöl in meinen Mund und ziehe das für 20 Minuten in dem Mund hin und her. Das kommt aus der ayuverdischen Lehre, aus der Medizin und es ist bewiesen, dass dadurch Giftstoffe, die sich über Nacht dann in deinem Mund ansammeln und die Zunge ist auch eine Verlängerung von deinem Magen und von dem Darm, dass das alles sich im Mund sammelt. Und ich glaube da dran und wenn du dann 20 Minuten Öl ziehst und das danach dann ausspuckst, sollst du auch nicht in die Toilette oder ins Waschbecken spucken, weil da echt toxische Sachen dann mit drin sind. Also quasi im Papierkorb. Fühlt man sich echt mega gereinigt, dann auch noch die Zähne putzen und auch oben in der Mundflora (lachen beide) ist alles im Takt. Und während ich das mache, 20 Minuten sind ja erstmal eine Ansage, gerade, wenn du es noch nicht gemacht hast, es wird aber immer besser, mache ich mein Stretching Programm, also mit der Seven Minute App, das ist eine iPhone App und da sind auch andere Sportprogramme drauf und sieben Minuten dauert das nur. Also mir kann keine sagen, dass man nicht sieben Minuten des Tages Zeit hat, #00:17:13-9# Norman Glaser: Ja absolut. #00:17:14-0# Marcus Meurer: Das für sich zu tun. So und damit machst du schon mal immer so ein bisschen Sport. Habe vor kurzem auch dieses Faszien Stretching für mich entdeckt. Das ist erst wissenschaftlich seit ein paar Jahren anerkannt, dass der Mensch noch Faszien in sich drin hat neben dem Bindegewebe und den ganzen Sachen. Aber ist nochmal ein Thema für sich. Also stretche ich mich da, um mich zu aktivieren und setze mich dann hin und meditiere. Und das mache immer an dem gleichen Ort. Also je nachdem wo ich gerade bin, aber versuche dann in der Zeit, in der ich an dem Ort bin, immer an dem gleichen Ort zu meditieren, habe dazu auch meine Bose Noise Cancelling Kopfhörer, die ich nicht mehr missen will, dass es eigentlich die beste Anschaffung seit ever gewesen ist und meditiere mit einer App, die heißt Calm. Da bin ich vor kurzem umgestiegen von Headspace, Headspace ist ein super Einstieg für die, die ganz am Anfang stehen und irgendwann wollte ich mal gucken so, was in den anderen Meditations Apps erzählt wird. Guided Meditation heißt, es führt dich jemand durch die Meditation und ich bin jetzt bei Calm hängengeblieben, habe aber vorher ziemlich lange auch mit Headspace meditiert. Und das dauert so 15 Minuten und bringt dich erstmal in so einen Flow und bringt dich auch, also trainiert quasi deinen Muskel im Gehirn im Kopf, achtsamer zu sein, bewusster zu leben, Gefühle so zu erkennen, dass Gefühle einfach nur Gefühle sind, die in dir drin sind, die aber nicht Realität sind, die nicht unbedingt andere Leute so empfinden wie du es empfindest. #00:18:44-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:18:45-2# Marcus Meurer: Also echt bewusstseinserweiternd und das will ich nicht mehr missen und das hat mir auch geholfen in allen anderen Lebensbereichen achtsamer, produktiver, besser, positiver zu sein und es hat einfach mein ganzes Leben positiv verändert. Von daher kann ich jedem nur empfehlen auch zu meditieren. #00:19:01-2# Norman Glaser: Ja. Sehr cool. #00:19:03-1# Marcus Meurer: Okay und dann last but not least, zwei Punkte gibt es noch in der Morning Routine, frühstücke ich meistens oder immer zusammen mit meiner Freundin. Wir sind beide auch Fully Vegan jetzt umgestiegen, Hundertprozent Vegan und frühstücken ja morgens so einen Mix aus Chia Samen, Hafermilch oder Almond Milch. Aber ist keine echte Milch, also ist eher so ein Drink mit Chia Samen und Haferflocken. Das gibt dann so einen Pudding, das weichst du quasi die Nacht vorher schon ein und am nächsten Morgen ist dann so eine pudrige Masse, die mega gut schmeckt und darauf schnibbeln wir uns dann frisches Obst wie jetzt hier in Spanien ist dann Kiwi, Erdbeeren, Himbeeren, also das, was gerade so lokal zu kaufen ist. Das schmeckt super, super geil, boosted dich ganz gut für den Tag. Ja und wenn du dann ready bist, fange ich mit dem MIT an, auch Eat the Frog genannt, glaube ich in der anderen Theorie, den wichtigsten, den schwersten Task, also diese fette Kröte, die du schlucken musst morgens und da is wichtig, dass man sich morgens, am Vorabend quasi schon Gedanken macht, was wäre jetzt so der Task, der dein Business am weitesten nach vorne bringt, der den meisten Impact hat und gerade nicht der Task, das verwechseln viele gerade am Anfang, das musste ich auch lernen. Nicht der Task, der irgendwie am dringendsten ist oder wo alle nach schreien oder wo du denkst so ah! das muss ich jetzt mal machen, sondern nein, der bleibt halt noch einen Tag länger liegen, sondern du überlegst so, von allen Sachen, die jetzt in meiner To Do Liste sind, WELCHES ist der Punkt, der ja der mein Business am weitesten nach vorne bringt, der den höchsten Impact hat, der wirklich was bewirkt. Und alle anderen Sachen können danach kommen. #00:20:43-6# Norman Glaser: Ja. Wow. Das sind doch mal ein paar echt coole Hacks. (lachen beide) #00:20:50-2# Marcus Meurer: Ja ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Info auf einmal. #00:20:53-4# Norman Glaser: Ein paar habe ich selber sogar schon ausprobiert. Also es ist echt cool deinem Podcast zu folgen und das einfach mal für sich so zu testen und dann einfach auch selber Erfahrung zu sammeln. Also das kann ich wirklich nur jedem empfehlen und wir werden das natürlich auch in den Shownotes DIESER Show hier bei uns VERLINKEN. Ich habe noch eine ganz spannende Frage. Wie du weißt, ist unser Thema hier bei MARKENKONSTRUKT.FM das Thema digitale Markenführung. Mich würde deine Meinung mal interessieren, wie wird sich das Arbeitsleben so generell verändern, wenn dieses ortsunabhängige Arbeiten ja heute gerade durch die Digitalisierung ermöglicht wird oder ermöglicht ist? Wie wird sich das für Firmen unter Umständen bemerkbar machen? #00:21:41-6# Marcus Meurer: Nein, nicht nur unter Umständen. Es wird sich auf jeden Fall für die Firmen bemerkbar machen. Das merken wir ja jetzt schon und das ist eine mega spannende Frage. Und immer mehr Firmen erkennen gerade jetzt, dass sie gerade die jüngere Generation, die Generation Why, die sehr freiheitsliebend ist und ziemlich stark so einen Kopf und Willen hat und genau weiß, was sie wollen, was sie nicht wollen, dass es immer schwerer wird für die Firmen diese jungen Talente in ihr Unternehmen zu bekommen durch ein Salary Raise oder durch Shares oder durch ein Geschäftsauto oder ein Firmenhandy oder so. Die scheißen da drauf, #00:22:16-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:22:16-7# Marcus Meurer: Die haben irgendwie mehr Bock auf flexibles Arbeiten. Die haben, ja, mehr Bock sich selber ausleben zu können, ihre eigene Kreativität da einbringen zu können in die Unternehmen und da sollte ein Unternehmen dann auch genau hinhören und hinschauen und gucken, was diese Leute wollen und viele Unternehmen kommen auch zu uns als Gründer von der DNX oder zu mir und sagen, erkläre doch mal bitte, was ist da los. Wir können das gerade nicht greifen, wir kriegen die jungen Leute nicht mehr, die (lacht) wollen nur noch ortsunabhängig arbeiten oder selbstbestimmt arbeiten und wir haben jetzt auch ein paar Unternehmen gehabt, wo wir dann angefragt wurden, in die Unternehmen reinzugehen, um überhaupt mal zu erklären, mit welchen Tools wir arbeiten und welche Herausforderungen das hat, von überall zu arbeiten, um dann zu sehen, was kann man für die Unternehmen adaptieren. Beispielsweise unser Onboarding Prozess, wir haben ja jetzt mittlerweile auch ein Team aufgebaut von 15 Leuten, die alle ortsunabhängig irgendwie als Freelancer für uns arbeiten #00:23:19-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:23:19-6# Marcus Meurer: Und so ein Onboarding- oder Recruiting Prozess läuft dann ganz anders ab, dass du gar nicht mehr danach gehst, welche Abschlüsse hat derjenige oder wo hat der vorher gearbeitet, sondern es geht vielmehr darum, was für eine Einstellung, was für ein Mindset hat der, passt der zu meiner Company Culture. Weil wenn du da faule Eier drin hast, dann ist das viel schwieriger diese Leute oder das, was die Leute dann in die Firma reinbringen an negativen Effekten, die wieder rauszukriegen, als Fähigkeiten innerhalb des Teams aufzubauen, die schon vielleicht jemand anderes hat und die demjenigen dann nur noch beigebracht werden müssen. Also für uns ist viel wichtiger zu scannen, was hat der für eine Persönlichkeit oder wie sicher kann der, wie sicher ist der in der geschriebenen Kommunikation, weil bei uns dann viel über Trello und Slack läuft. Trello ist ein Projektmanagementtool, wo dann gebrieft wird und wo dann kommuniziert wird auf den einzelnen Karten, die dann immer ein einzelner Task sind. Also das ist so adaptiert von diesen Whiteboards, wo dann die ganzen Post Its draufhingen und man die Post Its immer verschoben hat und das #00:24:24-2# Norman Glaser: Ja genau. #00:24:24-6# Marcus Meurer: Ist das Gleiche in digital. Und Slack ist ein, quasi so ein Business-Check, wo du verschiedene Channels hast und kannst auch direkt Nachrichten schreiben, aber alles auf deine Tasks bezogen. Und da muss man sich natürlich auch gut ausdrücken können und zum Punkt kommen und nicht, da geht es dann nicht darum wie das Wetter irgendwo ist oder so. Das ist auch ganz schön, wir haben auch einen Campus oder so einen Fun Channel, weil das ist zum Beispiel auch eine Herausforderung, es fehlt, es ist schwer dann dieses, die soziale Komponente aufrechtzuerhalten, wenn du dann fully remote mit deinem Team arbeitest. Das, was sonst so in der Kaffeeküche funktioniert oder passiert in Unternehmen, das passiert dann bei uns online oder digital und Ziel ist aber dann auch unser Team regelmäßig für Retreats zusammenzuholen und das, was du dann quasi an Büromiete zahlst, das gibst du dann für diese (...) ja früher war es dann, wie ist nochmal der Name, diese Teambuilding Events oder so. Und jetzt sind es dann Retreats für Remote Companies, um die an einen Ort zusammenzuholen. Also es wird auf jeden Fall eine Rolle spielen in der Zukunft der Arbeit. Es wird nie Mainstream gehen, dieses ortsunabhängig arbeiten. Dafür erfordert es viel zu viel glaube ich auch, ja, viel zu viel starken Willen und man muss echt ein Typ dafür sein. #00:25:47-1# Norman Glaser: Ja. Passt nicht für jeden ne? #00:25:48-9# Marcus Meurer: Ja und auch die Selbständigkeit passt nicht für jeden. Aber möglicherweise gibt es immer mehr Unternehmen, die auch Arbeitnehmer einstellen, die von überall arbeiten können. Amerika ist da mal wieder federführend. Beispielsweise Automattic, die Betreiber von WordPress, die sind fully remote mit ein paar hundert Leuten. Buffer hat glaube ich jetzt 100 Mitarbeiter, die sind auch komplett ortsunabhängig und die Unternehmen, die fassen dann ihre Teams auch nicht mehr nach Teilbereichen zusammen, nach Marketing oder so. Dann gibt es nämlich nur noch Teams, die heißen Team Südamerika oder Team Mittelamerika oder Nordamerika oder Asien oder Thailand, also nach den verschiedenen (lachen beide) Zeitzonen. #00:26:26-2# Norman Glaser: Ja, sehr cool. #00:26:27-4# Marcus Meurer: Da passiert gerade mega viel und die Firmen erkennen auch, dass sie da irgendwas tun müssen. Microsoft habe ich angefragt zu einem Manifestum, Zukunft der Arbeit. Ich werde auch immer wieder von HR Magazinen angefragt, also es kommt so langsam, aber es dauert und gerade in Deutschland dauert das auch alles nochmal ein bisschen länger, weil die Arbeitswelt hier sehr konventionell gestrickt ist. #00:26:47-9# Norman Glaser: Ja. Das heißt der Tipp ist eigentlich für Unternehmen sich wirklich diesem Prozess einfach zu widmen? #00:26:53-5# Marcus Meurer: Mhm (bejahend). #00:26:54-7# Norman Glaser: Und das bietet ihr ja konkret auch als Service, als Dienstleistung an, mit Unternehmen zusammen diese Prozesse, ja überhaupt erstmal zu entdecken, also, dass wirklich ja hier auf diesem Weg auch Fachkräfte erreicht werden können, #00:27:08-6# Marcus Meurer: Ja. #00:27:08-7# Norman Glaser: Die ich unter Umständen in meinem Unternehmen brauche. Aber es ist halt mehr als nur sich mit diesem, ja mit diesem Thema zu beschäftigen, als wirklich zu schauen, wie integriere ich das in meinem Unternehmen, wie schaffe ich das in meinen bestehenden Prozessen diese Agilität, diese digitale Agilität irgendwie einzubauen. #00:27:27-2# Marcus Meurer: Absolut, also das sollte jedes Unternehmen ganz hoch auf die Agenda tun, weil, wenn die Unternehmen da nicht von selbst darauf kommen, dann werden sie dazu gezwungen. Und das passiert gerade schon in Holland, in den Niederlanden, da ist jetzt ein Gesetz auf den Weg gebracht worden, das sofern es die Art der Arbeit ermöglicht, diese nur am Computer auszuführen, muss das Unternehmen dem Arbeitnehmer gestatten, Homeoffice zu machen und von Zuhause zu arbeiten. Das sind so die ersten Anzeichen dafür, dass es sonst halt reguliert wird und die Unternehmen merken es ja auch im HR Bereich, im Recruiting Bereich, dem War for Talents, der wird immer größer und immer härter und wenn du dann so ein Asset hast für die besten Leute, für Programmiere oder Coder oder die richtigen Online Marketing Cracks, die halt noch nicht die eigene Agentur aufgemacht haben, die immer noch inhouse arbeiten. Um so Leute zu kriegen, musst du dann so einen Trumph auf den Tisch legen und sagen, du kannst von überall arbeiten und wir bezahlen dir auch den Coworking Space und wissen das zu schätzen, dass du dafür aber bei uns im Team bist. Also es ist ein ganz fettes Asset und darum kriegt zum Beispiel Buffer oder Automattic oder Sapier, die ganzen Remote Companies in Amerika, die kriegen die ganzen Talente im Moment aus dem Silicon Valley und Google und Facebook fragen sich, was da gerade abgeht. #00:28:44-9# Norman Glaser: (lacht) Genau. Ja, ja genau. Absolut. Ja. Erzähl uns doch noch kurz ein bisschen was über die Digitale Nomaden Konferenz. Also durch dich und deinen Podcast habe ich überhaupt erfahren, dass es digitale Nomaden gibt und wie die so leben, wie die so arbeiten, was die so ausmachen. Wie kam es dazu, dass ihr diese Konferenz ins Leben gerufen habt und wie habt ihr das ganze Thema so weit vorangetrieben, um da federführend zu sein? Weil ihr habt da ja wirklich eine richtige Plattform gebaut über die Jahre. #00:29:15-8# Marcus Meurer: Mhm (bejahend). Ja also wir haben ja eben darüber gesprochen, was mein größter Aha-Moment war. #00:29:21-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:29:22-4# Marcus Meurer: Und das war Anfang 2013 als wir in Südostasien unterwegs waren, die erste Rechnung gezahlt wurde und ich dann voll in diesen Digitale Nomaden Lifestyle eingetaucht bin, ohne vorher zu wissen, dass es den überhaupt gibt. Also es war nie geplant, (lachen beide) dass wir von unterwegs arbeiten. Es war geplant, ich hatte meinen Job gekündigt und eine Firma gegründet, um in Berlin eine Agentur für Online Marketing aufzumachen, also mehr weniger klassisch. Und da hatte ich schon glücklicherweise immer ziemlich viele Anfragen über LinkedIn und Xing, ob ich nicht mal für Unternehmen als Freelancer arbeiten könnte. War damals aber noch in der Startup Szene in Berlin unterwegs. Habe da mega viel Corporate Knowhow aufgebaut und konnte aber nicht, da ich dann meine Dienstleistung ankündige, hatte ich die Hoffnung, dass dann von den Anfragen doch noch einige übriggeblieben sind, die dann meine ersten Kunden sein können. Und habe aus dem Grund dann meinen Rechner mitgenommen, meinen Laptop nach Asien und wollte dann an meiner Website bauen, die Produkte shapen, wer ist meine Zielgruppe, eine Company mischen, aufsetzen, eine Vision, eine Strategie wie ich an die Leads komme, Conversionoptimierung, also irgendwie das ganze Strategische dann aufbauen und da ist dann halt irgendwie eins zum anderen gekommen, dass wir auf den Philippinen in Dumaguete saßen und da gerade ein Taifun über das Land gegangen ist für drei Monate, äh drei Tage, quasi auf dem Rooftop von einem Haus ausharren mussten, zum Glück aber Internet hatten und dann überlegt habe, eyh! ich habe so viel Bock, wir sind jetzt so viel gereist, warum lege ich nicht jetzt schon direkt mit der Akquise los, mit den ersten Kunden und da kam dann auch zusammen, dass Feli Bock hatte, was Eigenes zu starten, meine Freundin und so viel Reisewissen hatte und ich hatte das ganze Knowhow wie man Traffic generiert, wie man SEO macht, wie man Reichweite aufbaut für einen Blog, dass wir sagen, okay wir starten einen Reiseblog, aber von Anfang an mit der Intension, den zu professionalisieren, also den professionell zu betreiben und das auch als Einnahmequelle zu sehen und nicht einfach einen Hobbyblog, wir waren heute Eis essen und morgen gehen wir Motorrad fahren und ich hoffe euch geht es gut #00:31:15-6# Norman Glaser: (lacht) Mhm (bejahend). #00:31:17-1# Marcus Meurer: in Deutschland, sondern echte Inhalte und Mehrwert auf dem Blog zu liefern. Und der ist dann auch richtig durch die Decke gegangen. Mittlerweile haben wir über 80.000 Visitor pro Monat #00:31:25-3# Norman Glaser: Wow! #00:31:25-7# Marcus Meurer: Und könnten theoretisch nur noch von diesem Reiseblog leben. #00:31:28-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Sehr cool. #00:31:30-4# Marcus Meurer: Und ja genau und dann sind wir dann in diesen Lifestyle reingetappt und haben dann so uns angeschaut und gefragt, gibt es noch mehr Leute, die so leben wie wir, vielleicht ja schon. Lass mal googeln und haben dann so die ersten digitalen Nomaden weltweit gefunden, also das Thema gab es da schon (...) und in Deutschland gab es aber kaum jemand. Also da gab es drei, vier Leute, die es gemacht haben und die haben wir dann auch angeschrieben. Wir sind immer stark im Netz, wir hatten das glaube ich auch, einer der Erfolgsgeheimnisse, warum wir gerade dafür prädestiniert waren dann auch so eine Konferenz oder eine Plattform zu schaffen, weil wir ein richtig großes Netzwerk schon hatten, zum einen aus meiner Online Marketing Zeit, meiner Zeit in den Startups, bin viel auf Meetups gegangen in Berlin, auf Konferenzen gewesen, war viel in Skype Chats. Also man kannte mich schon und ich hatte dadurch auch viele gute Kontakte und habe dann gesehen, okay es gibt schon andere Leute, die ortsunabhängig arbeiten, aber die haben sich meistens dann auch als Location, Independent, Entrepreneur oder so bezeichnet. Das Problem oder das Ding war, dass der Begriff digitaler Nomade oder digital Nomad schon ziemlich verbrannt war zu dem Zeitpunkt 2014 und das kommt daher, dass 2007 ein sehr revolutionäres Buch rausgekommen ist von Tim Ferris, die The 4-Hour Work Week, #00:32:39-6# Norman Glaser: Yes. #00:32:39-7# Marcus Meurer: Die 4 Stunden Arbeitswoche. Yes (lachen beide), das ist quasi so #00:32:42-7# Norman Glaser: Der Klassiker. #00:32:44-1# Marcus Meurer: Der Klassiker, die Bibel für viele Leute. Da steht auch richtig viel gutes Zeug drin, nach wie vor. Man muss es halt nur in die heutige Zeit adaptieren und übersetzen wie beispielsweise diese Google Adwords Testings, die Tim gemacht hat, die macht man heute mit Facebook, weil man da noch viel besser targeten kann. Aber so die Grundsätze, die sind immer noch WAHR und das ist auch ein richtig geiles Buch. Das einzige, was passiert ist, dass es so viele inspiriert hat, dass sie gesagt haben, ich kündige meinen Job, ich arbeite jetzt (lachen beiden) quasi auch nur noch 4 Stunden die Woche, #00:33:10-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:33:10-9# Marcus Meurer: Was ja auch eigentlich ein totaler Witz ist. Ich kenne keinen, der so hart arbeitet wie Tim Ferris, heute noch. Und ich selber habe für mich die 4 Stunden so definiert, dass die 4 Stunden quasi die Sachen sind, auf die ich keinen Bock habe wie Steuern oder Rechnungen oder Buchhaltung oder Mahnung oder irgendwie so einen Scheiß, 4 Stunden die Woche. Aber der Rest der Zeit, ich arbeite viel mehr als damals als Angestellter, aber das Coole ist, es fühlt sich einfach nicht mehr nach Arbeit an und das ist der große Unterschied. Darum die 4 Stunden Arbeit sind dann die Sachen, die keinen Spaß machen und das ist dann Arbeit von früher. Na ja und nach der 4 Stunden Woche waren halt viele Leute motiviert zu starten und dann gab es auf der anderen Seite viele smarte Internet Marketer, die so billige Crappy Landingpages gebaut haben, mit einem Typen mit Laptop am Stand und einem Cocktail (lachen beide) da neben sich und haben gesagt, passives Einkommen, passive Income, nie wieder arbeiten, wenn du diesen Kurs jetzt hier kaufst für 200 Euro oder erstmal ist es kostenlos und die haben ja dann ganz smarte Strategien, um dich immer weiter in diese Conversion reinzukriegen und am Ende kaufst du dann einen Kurs für richtig viel Geld, wo keine Inhalte drinstehen, keine wirklichen Inhalte oder Mehrwert drinsteht und am Ende bist du nur frustriert und das funktioniert alles nicht und das ganze digitale Nomaden Leben ist ehe eine totale Abzocke und Betrug und richtig Scheiße. Und deshalb war dieser Begriff dann so verbrannt, weil gerade so 2008, 2009, 2010 kamen dann die ganzen Internet Marketer mit diesen Seiten, die man heute leider immer noch im Netz findet und aber das war zum anderen genau eigentlich auch unsere Strategie, dass wir gesagt haben, nein wir setzen uns jetzt bewusst auf diesen Begriff und zeigen aber den Leuten, der Öffentlichkeit, den Medien, die dann irgendwann gekommen sind, dass es auch anders geht, dass es nachhaltig geht, dass es transparent geht, dass es authentisch geht, dass wir uns auf die Bühne stellen, dass wir greifbar sind und wenn wir Scheiße bauen, dann kommt keiner zu unseren Events oder dann keine Ahnung, gibt es einen Shitstorm im Internet, dann sind wir ganz schnell weg. Und (lacht) oder die Leute kommen zu uns und sagen uns, was wir da alles für einen Mist verkaufen. Die meisten Internet Marketer mit diesen Webseiten, die waren ja nicht zu greifen. Also wollten wir das Ganze in cool machen, gepaart mit unserem ganzen Online Knowhow aus der Startup Szene. Den Leuten dann auch die richtigen Tools an die Hand zu geben, dass man seine Unternehmen bootstrappen kann, dass man kein Venture Capital braucht, dass man nach dem Lean Startup Prinzip ziemlich schnell irgendwie das Minimum Viable Product live bringt, den MVP, wo du wenig Aufwand an Ressourcen hast, also wenig Zeit investierst und wenig Geld investierst, um erstmal zu gucken, gibt es eine Nachfrage, gibt es jemand, der das kauft. Du machst quasi gleich schon so einen Fake Selling Process und wenn du den ersten Kunden hast, das ist dann das Proof of Concept, dass du weitergehen solltest mit diesen Sachen. Also das wollten wir alles kombinieren, wussten, dass dieser Begriff sehr kontrovers ist als digitaler Nomade, gerade auch in Deutschland Nomade wegen diesen Miet-Nomaden, mussten wir auch und haben an der ersten Reaktion gemerkt, gerade auch von meiner Mutter oder so, die überhaupt nicht gerafft hat, dass ich jetzt, dass ich mich wirklich als Nomade bezeichnen will. Aber das uns geholfen, Aufmerksamkeit zu generieren und dadurch, dass wir beide, sowohl Feli und ich, auch noch einen Background im Eventmanagement haben, ich habe nämlich dann nach meinem abgebrochenen Studium eine Ausbildung zum Eventmanager gemacht, #00:36:16-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:36:16-0# Marcus Meurer: In einer Agentur und da den Online Marketing Bereich aufgebaut, war das dann quasi wie Steve Jobs das so gerne propagiert, dieses Connecting the Dots, dass du verschiedene Skills aus deiner Vergangenheit miteinander zusammenführst. Zum einen war die Riesennachfrage nach diesem Thema ortsunabhängiges Arbeiten. Die Leute haben es nicht gerafft, was wir machen. Wir haben ja auf Facebook dann Bilder gepostet von uns wie wir arbeiten und die ganze Zeit reisen. Und die haben gesagt, was ist da los, habt ihr geerbt, habt ihr im Lotto gewonnen? #00:36:43-2# Norman Glaser: (lacht) Ja. #00:36:44-3# Marcus Meurer: (lacht) Wann geht euch das Geld aus? Und viele haben glaube ich auch gehofft, dass uns irgendwann das Geld ausgeht oder wir keine Aufträge mehr machen, gerade in Deutschland ist glaube ich auch Thema Neid ein ziemlich großes Thema. Die wollten es auch nicht wahrhaben. Und als wir dann die zweite Saison, die dritte Saison, das vierte Jahr und (lacht) immer noch unterwegs waren und von überall gearbeitet, dann haben die Leute glaube ich gerafft, das ist for real. Und auch nachdem, das war ganz interessant, dann sind die Medien auf uns aufmerksam geworden und am Anfang waren wir so im Reisebereich und echt so Artikel, wo die uns nur vor die Wand gestellt haben, von wegen so, guckt euch mal die beiden Hippies da an, was haltet ihr von denen und dann gerade bei Spiegel ist immer richtig krass, Spiegel Online Kommentar Spalten, war es schon witzig wie dann die ganzen Nine to Fiver abgegangen sind, die irgendwie frustriert in ihrem Job waren. Aber das konnte ich aushalten, das konnte Feli auch gut aushalten, zum Glück waren wir auch zu zweit und letztendlich haben wir es professionelle gesehen und es hat ja Aufmerksamkeit für unser Thema gebracht und dann auch genug Leute, die erkannt haben, das ist for real und wir liefern gute Sachen. Und ganz witzig ist bei den Medien auch, dass wir dann erst im Reisebereich waren und irgendwann so in den Lifestyle Bereich gewandert sind. Und jetzt, wenn wir angefragt werden, dann eigentlich immer Wirtschaftsbereich sind, also #00:37:54-5# Norman Glaser: Business genau ja. #00:37:55-9# Marcus Meurer: (unv.) #00:37:55-1# Business. Und die erkennen, das geht um Business und es geht nicht um viel Reisen oder so, weil das kannst du ohne Business kannst du es nicht machen. Am Ende des Tages muss jeder irgendwie Einnahmen haben und von Kohle leben. Ich glaube spätestens auch, um dann nochmal dann den Kreis zu schließen zu meiner Mutter oder so, die den Nomadenbegriff nicht verstanden haben, als wir dann in der Wirtschaftswoche auf der Titelseite waren mit (lacht) und der Überschrift, Die Selbstoptimierer, oder bei Stern-TV dann waren oder vom Handelsblatt werden wir regelmäßig angefragt oder im Horizon, also diesen ganzen Wirtschaftsmagazinen. Dann haben auch glaube ich viele Leute verstanden, das ist nachhaltig, das ist cool, was die machen und das hat echt einen Impact. Ja und mittlerweile sind die Konferenzen, die sind aus der Nachfrage entstanden, zusammen mit unserem Background als Eventmanager zusammen mit den Knowhow als Online Marketer und dem Online Knowhow, zusammen mit dem Netzwerk, was wir uns beide schon aufgebaut haben in der Berliner Startup Szene, war es eigentlich ziemlich logisch dann ein Event irgendwann mal zu machen, weil es kamen dann so viele E-Mails und so viele Nachfragen und Kommentare auf Facebook und wir haben stundenlang echt damit verbracht, die E-Mails zu beantworten und den Leuten zu helfen und zu sagen, so, was die ersten Steps sind und wie man seine Passion vielleicht findet und was für Skills man braucht, was man mit der Wohnung macht, was man mit der Versicherung macht, was für technische Hardware man braucht. Also ist eine Riesen-Themenwolke. Und da haben wir gesagt, warum machen wir nicht mal ein Meetup in Berlin, im betahaus, in dem bekanntesten oder ersten, größten Coworking-Space #00:39:19-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:39:20-0# Marcus Meurer: Und haben einen Raum angefragt, glaube für 40 oder 50 Leute war das und wir hatten natürlich auch keine Kohle, sind zum betahaus gegangen und haben gesagt, wir haben diese Idee, wir sind digitale Nomaden und die so, was seid ihr, was ist das? Die haben es natürlich auch nicht gerafft und zum Glück ist das betahaus ziemlich offen, was so neue Sachen angeht. Die haben gesagt, irgendwie klingt das total crazy, wir verstehen auch nicht ganz, was ihr das machen wollt, aber macht einfach mal. #00:39:41-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:39:42-3# Marcus Meurer: Und (lacht) haben uns quasi dann das Go gegeben, erst zu zahlen, nachdem wir die ersten Tickets quasi verkauft haben und dann nachzahlen zu können. Also die waren da echt super. #00:39:50-9# Norman Glaser: Ja ist ja cool. #00:39:52-2# Marcus Meurer: Super supportive und sind immer noch ein Partner und ganz eng an unserer Seite. Wir machen in zwei Wochen, wie ich eben gesagt habe, ein DNX Camp auf Griechenland, auf Limnos und da ist betahaus zum Beispiel auch ein Partner und wir vereinen da unsere beiden Communities. Ja mittlerweile haben sie verstanden, was wir machen. Der Geschäftsführer von betahaus, der Gründer Christoph Fahle ist einer der größten Fans vom digitalen Nomaden Lifestyle mittlerweile und den haben wir auch gut inspiriert und ist mega dankbar, dass wir damals die DNX ins betahaus geholt haben. Ja und dann hatten wir halt diese Location oder eigentlich war es ein Workshop Raum für 40 Leute. Haben dann am 1.1.2014 den Sale aufgemacht, haben vorher die Website gebaut, das war ein Theme von Fiverr, äh von Themeforest für 5 Dollar (lachen beide) und habe da einfach halt das Eventtheme ausgetauscht. Viele Leute fragen sich, das sieht so geil aus und die Website und wie geht das? Und das war eigentlich alles ganz easy. Das sind auch wieder gute Beispiele für diesen, für den Startup Approach oder manche denken so, boah! wie viel Geld habt ihr für die Kreativagentur bezahlt? Dieses Logo mit dem Infinity Sign und dann die Buchstaben und irgendwie das passt alles und (lacht) dahinter ist, dass das in diesem 5 Dollar Theme der Platzhalter gewesen ist von dem (lacht), der hatte da genau seinen, der hatte auch irgendwie 3 Letter Brand. #00:41:03-3# Norman Glaser: Geil. #00:41:03-5# Marcus Meurer: Ich habe einfach die Buchstaben ausgetauscht, also dieses Infinity gab es schon und ich habe da einfach ein X (lachen beide) daraus gemacht und inspiriert von der SMX, Search Marketing Expo, dachte ich, okay wir machen eine Konferenz, also kommt dahinten ein X dran und habe das Digital Nomad Expo oder DNX dann genannt so und so ist das Logo entstanden. Die Leute wollen es oft nicht glauben wie einfach das alles sein kann. #00:41:24-4# Norman Glaser: Ja, ja. Man verkopft sich dahinter auch viel zu sehr, ne? #00:41:27-1# Marcus Meurer: Ja man verkopft sich. Genau. Und dann haben wir den Sale gestartet. Wir beide waren gerade auf Caye Caulker, das ist eine Karibikinsel in Belize am 1.1. und dachte so, die Leute machen sich viele Vorsätze, wollen was im Leben ändern, darum habe ich das extra auf den 1.1. gelegt und hatten dann auch ein paar Speaker an Board, also die drei, vier digitale Nomaden, die es damals in Deutschland schon gab, wie Tim Chimoy, Sebastian Canaves, Conni Biesalski oder so, mehr gab es da nicht und die haben das auch auf ihren Seiten geteilt. Die hatten natürlich auch schon ein bisschen Aufmerksamkeit und wir haben uns dann auch schon ein Riesen-Netzwerk aufgebaut gehabt, über die Interviews und über Facebook. Und als wir den Sale gestartet haben, hat irgendwie (lacht) gefühlt das ganze Internet oder ganze Facebook oder die Konferenz gesprochen und diese 40 Tickets, die waren in drei Minuten weg, wo ich dachte, du Scheiße, was geht denn hier ab? Und ich habe, weil Feiertag war am 1.1. dann auch keinen im betahaus erreicht, ob wir einen größeren Raum kriegen oder so und alle haben Millionen E-Mails gekriegt, dass die Leute dann auf dieses Event wollten und noch ein Ticket wollten und das war echt eine spannende Phase und habe dann den Peer, den Eventmanager am 2.1. erreicht und haben dann irgendwie einen größeren Raum mit 100 Plätze, das war dann innerhalb von einer Stunde weg und haben dann die ganze, das war echt der Wahnsinn, die ganze Etage am Ende gekriegt mit 200 Leuten und das war dann innerhalb von einem Tag waren alle Tickets weg und wir dachten so, geil. Aber auf der anderen Seite dachten wir auch, Scheiße, weil es total unsere Kalkulation zerhauen hat. #00:42:45-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:42:45-4# Marcus Meurer: Wir haben (lacht) natürlich gedacht, wir machen einen schönen Early Bird bis Ende März (lachen beide) und dann machen wir noch Normalpreis und ja dann sind alle Tickets quasi zum Early Bird weggegangen und haben aber dadurch, dass wir so viel Aufmerksamkeit hatten, dann die ersten Partner mit an Board gekriegt, Dropscan, die gesagt haben, das ist so geil, ich supporte euch und haben dadurch dann Breakeven geschafft und der Rest war dann Marketingbudget, weil wir eine geile Story hatten, wir hatten Medien auf unserem Event und das ist eigentlich so die Story der DNX, die immer größer geworden ist. Mittlerweile machen wir internationale Konferenzen DNX Global auf Englisch. Die letzte war in Bangkok im März. Planen die nächste in Lissabon oder Chiang Mai und hatten vor drei Wochen die letzte deutsche DNX. Das ist da wo wir herkommen, das war mittlerweile schon die fünfte Konferenz und das sind jetzt vier Tage Festival like mit vielen Pre-Events, Post-Events. Wir haben ein ganzes Kino angemietet für einen Kinofilm über digitale Nomaden und auf dem Main-Event hatten wir dann 500 Leute und ja. The Sky is the Limit. Ich weiß nicht, wo das noch enden soll, aber es geht auf jeden Fall ganz gut ab das Thema. #00:43:47-3# Norman Glaser: Ja. Für wen ist die DNX was? Also wenn ich mich dafür interessiere, wen sprecht ihr an, Zielgruppe? #00:43:54-1# Marcus Meurer: Zielgruppe sind Leute, die sich für das Thema interessieren. Die, die auch gerne ortsunabhängig arbeiten wollen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Mittlerweile gibt es immer mehr gute Ressourcen im Netz. Das erhöht aber auch das Problem, zu sondieren, so welches, wo fange ich jetzt an? Weil das kann einen auch erschlagen. Gerade auch dieses ganze Online Business Thema, wo man dann denkt, wo fange ich an und was sind die wichtigsten Skills? Und es ist für digitale Nomaden, die schon unterwegs sind, also die traveln, die sich gerne mit anderen digitalen Nomaden austauschen. Und mittlerweile ist einfach, ist es auch viel mehr. Viele sagen so, der Begriff digitale Nomaden passt auch gar nicht mehr, weil es auch viel um persönliche Weiterentwicklung geht, auch um das richtige Mindset. Und das merkst du ja auch auf meinem Podcast die Themen und die Speaker bei der DNX. Also, dass es eigentlich auch eine Plattform geworden ist für, ja weiß nicht, für Leute, die irgendwas verändern wollen in der Welt, die irgendwie da sind, die präsent sind, die auch online sehr präsent sind. Die man aber so offline noch nie hat greifen können oder die man noch nie zusammengebracht hat wie so ein Vladi Melnik vom Affenblog, der einen der größten Blogs in Deutschland betreibt, #00:45:06-6# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:45:06-4# Marcus Meurer: Der aber vorher noch nie gespeaked hat, den haben wir auf die Konferenz geholt. Matthew Mockridge war da, #00:45:11-0# Norman Glaser: Yes. #00:45:11-2# Marcus Meurer: Ben Paul war da. Also richtig krasse Leute und ja man sollte einfach mal auf die Website gehen dnx-berlin.de sich inspirieren lassen, gucken, ob das irgendwie zu einem selber passt und dann bei der nächsten DNX am Start sein. #00:45:24-3# Norman Glaser: Ja, vielleicht auch für Unternehmen interessant, die sich damit auseinandersetzen vielleicht Fachkräfte zu rekrutieren, um dann in der DNX Community. #00:45:35-2# Marcus Meurer: Ja. Ja. Absolut. Also wir haben mega, mega Talente bei uns in der Community. Die ersten Unternehmen haben das auch erkannt. Die partnern dann mit uns, kommen als Partner mit an Board oder gehen einfach so auf die Konferenz, um auf diesen ganzen Networking Events dann Kontakt zur Zielgruppe zu kriegen, um einfach zu spüren und mitzukriegen oder einfach zu begreifen, was da gerade abgeht und was das für eine Bewegung ist und was die Leute antreibt. Also die, die man vielleicht noch triggern könnte für sein Unternehmen. Die Leute haben alle Drive, die haben Power, die wollen die Welt verändern und die sind auch bereit zu lernen. Also das merken wir bei den Leuten, die wir bei uns ins Team holen als Support. Wir haben jetzt angefangen die ersten Praktika zu vergeben und die sind so motiviert, die rocken alles weg und ich glaube dann wird sich jedes Unternehmen die Finger nach lecken so Leute im Unternehmen zu haben. Und dann ist glaube wichtig mal zu verstehen, wie ticken die Leute und womit kann man die triggern und da ist die DNX dann genau der richtige Ort die Leute zu treffen. #00:46:26-1# Norman Glaser: Ja. Cool. Marcus, bevor wir zum Ende kommen. Eine kleine Quick Q & A Session? #00:46:32-7# Marcus Meurer: Mhm (bejahend). #00:46:33-2# Norman Glaser: Ich stelle dir einfach ein paar Fragen und du antwortest ganz spontan und ganz schnell. #00:46:38-0# Marcus Meurer: Ja mache ich (lacht). #00:46:39-0# Norman Glaser: Erste Frage. Wo hältst du dich gerade auf? #00:46:41-1# Marcus Meurer: Tarifa, Andalusien, Südspanien, genau gegenüber von Afrika. #00:46:45-5# Norman Glaser: Und geiles Wetter wahrscheinlich? (lacht) #00:46:47-3# Marcus Meurer: Ja geiles Wetter auf jeden Fall und viel Wind. Ich bin ja jetzt passionierter Kiter #00:46:52-2# Norman Glaser: Kiter ja. #00:46:53-6# Marcus Meurer: Und wir sind fast jeden Tag draußen zum Kitesurfen. #00:46:55-7# Norman Glaser: Sehr cool. Also das passt doch perfekt. Was hat dich anfangs davon abgehalten Online Unternehmer zu werden? #00:47:01-5# Marcus Meurer: Die Angst, dass meine Fähigkeit und meine Skills nicht genug seien und dass keine Nachfrage da ist und dass überhaupt jemand irgendwas von mir kauft und dann irgendwie auch das falsche Verständnis um Erlaubnis bitten zu müssen, irgendwas starten zu dürfen oder starten zu können, weil die ganze Ausbildung, das Education System völlig darauf genormt ist, dass man in einen Nine To Five Job geht und irgendwo angestellt ist. #00:47:29-5# Norman Glaser: Ja. Okay. Welcher Moment oder Rat hat einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben oder auf dein Business? #00:47:37-5# Marcus Meurer: Das war nicht der eine Rat, aber es war eine bestimmte Phase. Nämlich als wir von unserem ersten Thailand Trip nach Hause gekommen sind und ich da als digitaler Nomade gearbeitet habe in Südostasien, war nicht nur Thailand, sind wir in einem Coworking Space gelandet, der sich IdeaCamp nennt, in der Nähe vom betahaus und da die beiden Gründer, Thomas Jakel und Bastian Kröhnert haben so ein bisschen dieses Lean Startup Prinzip, was man auch in dem Hundred Dollar Startup Buch von Chris Guillebeau nachlesen kann, die haben das da sehr in die Community reingebracht, in der wir da gearbeitet haben und da hat sich dann das erste Mal so mein ganzes Mindset geändert von, ich habe jetzt ein Unternehmen gegründet, das Wichtigste sind erstmal Visitenkarten, ganz fett mit CEO drauf, Geschäftsführer, AGBs brauchen wir noch, wir brauchen keine Ahnung ein großes Team, Venture Capital, den ganzen Scheiß, den man eigentlich gar nicht braucht, das habe ich da das erste Mal erkannt und seitdem ich in der Spur unterwegs bin, rocken wir irgendwie alles weg. #00:48:34-3# Norman Glaser: Cool. Kannst du uns eine Internet Ressource oder ein Tool nennen, was du selbst einsetzt? #00:48:39-4# Marcus Meurer: Viele. (lacht) #00:48:42-3# Norman Glaser: Zu viele. (lacht) #00:48:44-6# Marcus Meurer: Zu viele Tools, aber man sollte auch nichts #00:48:46-3# Norman Glaser: Aber du organisierst dich sehr stark? #00:48:49-2# Marcus Meurer: Ja ich organisiere mich mega stark. Also ich organisiere mich selber und Feli, meine Mit-Geschäftsführerin und Freundin, in der Wunderlist. unser Team organisieren wir in oder wir kommunizieren mit unserem Team in Slack und unser Team selber nutzt das Projektmanagementtool Trello. Feli und ich haben uns da jetzt rausgezogen, weil sonst zu viele operative Sachen bei uns noch lagen und wir keinen Headspace hatten für Business Development und für die strategischen Dinge. Ich selber nutze liebend gerne Gmail in Verbindung mit dem Google Calendar, genau. Nehme noch die Coach.me App, um meine Routinen zu checken und aufzubauen und nehme Duolingo, die iPhone App, um eine neue Sprache zu lernen. Lerne gerade Spanisch und nutze dann noch liebend gerne das Five Minute Journal als App, #00:49:38-4# Norman Glaser: Yes. #00:49:39-0# Marcus Meurer: Das ist so ein Dankbarkeits Journal, Tagebuch, um ein positives Mindset zu gainen und last but not least. Ah zwei habe ich noch. (lacht) Ich gucke gerade auf meinen Homescreen, auf dem iPhone. #00:49:48-6# Norman Glaser: Ja, genau, (sonst?) #00:49:49-3# wäre meine Liste frei gewesen. (lacht) #00:49:51-0# Marcus Meurer: Ja genau. (lacht) Dann habe ich noch die Pocket App, wo du spannende Sachen, die du irgendwo im Netz findest, quasi abspeichern kannst für das Späterlesen, dass du nicht distracted wirst in deinem Workflow. Und die Blinkist App, das ist eine App, die dir die geilsten, besten Bücher in zehn Minuten zusammenfasst, die du dann auch als Hörbuch quasi in zehn Minuten immer hören kannst. Also da schaffst du locker ein geiles Buch pro Tag zu lesen oder zu hören. #00:50:16-0# Norman Glaser: Ja. Cool. Was für Musik hörst du gerne, die dich vielleicht auf neue Ideen bringt oder inspiriert? #00:50:22-1# Marcus Meurer: Ganz ehrlich, höre ich überhaupt keine Musik, wenn ich alleine bin oder mit Kopfhörern. Ich kann am besten arbeiten, wenn alles still um mich rum ist. Darum feiere ich auch diesen Noise Cancel, den Kopfhörer so sehr ab und mache dann immer den Noise Canceling Modus an und bin, also auch früher beim Lernen an der Uni oder für das Abi oder so habe ich es noch nie gekonnt mit Musik im Hintergrund zu lernen und ich kann, das ist glaube ich auch so mein Problem, ich bin (unv.) #00:50:44-9# und also sehr viel Energie und Power und vielleicht hast du ja auch die Lifehacks Folge gehört? #00:50:51-1# Norman Glaser: Habe ich gehört ja. #00:50:51-9# Marcus Meurer: Und ich kann nicht abschalten so und selbst, wenn Leute neben mir im Flugzeug oder im Bus sich irgendwas erzählen, ich kann nicht nicht-hinhören und das nervt mich selber und von daher Musik lenkt mich einfach nur ab. #00:51:02-2# Norman Glaser: Krass. Das heißt du hast Kopfhörer, um nicht Musik zu hören, sondern um die Umgebungsgeräusche auszuschalten? #00:51:07-4# Marcus Meurer: Genau. #00:51:08-5# Norman Glaser: Krass. Geil. (lachen beide) Letzte Frage. Kannst du uns ein Buch empfehlen, was für dich einen großen Mehrwert hatte und wie heißt dieses Buch und worum geht es da? #00:51:16-9# Marcus Meurer: Eins oder kann ich drei nennen? #00:51:22-6# Norman Glaser: Du kannst auch drei nennen. (lachen beide) #00:51:24-3# Marcus Meurer: Also zum einen The 4-Hour Work Week, weil da steht echt noch viel Wahres drin. Das ist der Klassiker, ne? #00:51:30-7# Norman Glaser: Ja. #00:51:31-1# Marcus Meurer: Dann Denke (nach) und werde reich, das ist eigentlich ein Buch, wenn man nur ein Buch lesen sollte, dann das. Rich Dad, Poor Dad und als Bonus, was ich gerade lese, ist Investment Punk. #00:51:46-9# Norman Glaser: Okay. Super. #00:51:48-3# Marcus Meurer: Das wären so die vier Bücher. #00:51:50-0# Norman Glaser: Ja. Verlinken wir natürlich alles in den Shownotes. Marcus, kannst du uns zum Schluss noch einen Tipp mit auf den Weg geben für das digitale Zeitalter, in dem wir leben und wie können wir dich am besten erreichen? #00:52:04-7# Marcus Meurer: Mein Tipp ist, die Gunst der Stunde zu nutzen, weil es noch nie in der Historie eine bessere Zeit gegeben hat als jetzt, um voll in diese digitale Arbeitswelt einzusteigen. Es sind alle Tools verfügbar, die man braucht, um ortsunabhängig oder digital zu arbeiten. Die meisten von den Tools sind sogar kostenlos. Das ganze Wissen dazu ist kostenlos im Internet verfügbar. Man kann sich einlesen in die verschiedenen Ressourcen oder Blogs. Es gibt immer mehr gute Online Kurse, die dann ein bisschen kosten, aber dafür hast du das Wissen dann condensed. Von daher the time is now, nutze die Zeit und wo man mich erreichen kann, ist am besten unter marcusmeurer.de und da sind dann auch Links zu allen anderen Projekten, dnx-berlin.de habe ich schon genannt und da ist auch ein Kontaktformular und da sind meine ganzen Social Media Profile, whatever Facebook, Twitter, Snapshat habe ich jetzt angefangen, Instagram. #00:53:01-5# Norman Glaser: Podcast. #00:53:02-3# Marcus Meurer: Einfach mal, Podcast genau, lifehacks.co , einfach mal nach Marcus Meurer googeln und ich glaube dann findet man ziemlich viel. #00:53:08-6# Norman Glaser: Genau. Wir verlinken auch das alles in den Shownotes. Marcus, hat mir total viel Spaß gemacht und vielen Dank, dass wir uns so auch mal direkt kennenlernen konnten. Du ja als mein inspirierender Podcast, der mich dazu gebracht hat, (lacht) MARKENKONSTRUKT.FM auf die Füße zu bringen. Vielen Dank für deine Zeit. #00:53:26-4# Marcus Meurer: Sehr, sehr, sehr geil. Ja vielen Dank, vielen Dank für deine Zeit. #00:53:29-3# Norman Glaser: Ja. Marcus, bis bald! Danke! Gute Reise! #00:53:31-8# Marcus Meurer: Ja hau rein! Ciao. #00:53:33-9# Norman Glaser: Ciao. #00:53:35-2#[/et_pb_toggle]   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. Melde dich für unseren Newsletter an.   Wenn dir der Artikel gefallen hat, teile ihn bitte in deinen Netzwerken, dadurch unterstützt du uns enorm! Danke!!!  

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    Stephan Jung | Experte für Zukunft, Handel, Innenstadt und Innovation

    · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait von Stephan Jung Stephan Jung gilt als exzellenter Kenner des Handels in Deutschland, Europa und der Welt. Er ist DER Vordenker, wenn es um die Zukunftstrends rund um Innovation, Stadt, Konsument und Handel geht. Stephan hat die Entwicklungen von Red Bull, Facebook, Google und den Untergang bekannter Handelsformate vorausgesagt. Seine Analysen sind unbequem, aufregend und anregend zugleich. Er zeigt Unternehmenslenkern schonungslos auf, was sie dringend tun müssen und verstehst sich dabei als Speaker, der wie ein Sparringspartner Wahrheiten aufzeigt und seine Zuhörer aus der Comfortzone herausholt. Sein Lebens- und Karriereweg ist geprägt von unstillbarer Neugier und enormer Begeisterungsfähigkeit. Die Vita von Stephan Jung kurz zusammenzufassen: Klassensprecher, humanistisches Gymnasium, Schulsprecher, Ehrenmedaille der Bundeswehr, Studium der Rechtswissenschaft, private Ausbildung zum Sprecher und Sänger, Moderator beim Rundfunk, zahlreiche TV Auftritte als Sänger, Vorstandsvorsitzender des German Council of Shopping Center, Beirat Deutsche Messe AG, Fachbeirat der International Real Estate Business School, Mentoring Programm Hermann Scherer, Mitglied des Brain Reserve Pool von Faith Popcorn New York und Herausgeber von ACROSS The european real estate magazine. Die 7 Innovationsstrategien Inszenierung Die neue Interpretation des Marktplatzes Omnichannel Cross Innovation Storytelling Kunden zu Freunden machen Überraschen - Spielen - Verführen Kontaktdaten Website www.stephan-jung.com Website www.eisberg-positioning.de Profil bei LinkedIn Profil bei Xing Buchempfehlung Silicon Valley (Christoph Keese) - E-Book - Hörbuch - Buch bei Amazon Shoe Dog (Phil Knight) - E-Book - Hörbuch - Buch bei Amazon Tools & Mobile Apps Any.do - Aufgabenliste, Tägliche Erinnerungen WhatsApp - Messenger Google — die offizielle Suche-App   Podcast in Textform Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen! Schön, dass du wieder dabei bist. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Mein Interviewgast heute ist Stephan Jung. Stephan, vielen, vielen Dank, dass du dir heute Zeit für dieses Inerview genommen hast. Bist du ready und hast du Bock auf diesen Talk? #00:00:36-4# Stephan Jung: Ich bin startklar. Ich freue mich wahnsinnig. Vielen Dank für die Einladung und ich bin startklar. #00:00:43-1# Norman Glaser: Lass mich ganz kurz ein paar Worte über dich verlieren, bevor du vielleicht auch noch ein bisschen was zu deiner Person sagst. Ich habe natürlich im Internet recherchiert. Habe mich total gefreut auf den Termin. Denn Stephan, du giltst als exzellenter Kenner des Handels in Deutschland, Europa und der Welt und bist der Vordenker, wenn es um Zukunftstrends rund um Innovation, Stadt, Konsument und Handel geht. Du hast zielsicher die Entwicklung von Red Bull, Facebook, Google und den Untergang bekannter Handelsformate vorausgesagt. Deine Analysen sind unbequem, aufregend und anregend zugleich. Du zeigst Unternehmenslenkern schonungslos auf, was sie dringend tun müssen und verstehst dich dabei als Speaker, der wie ein Sparringspartner Wahrheiten aufzeigt und seine Zuhörer aus der Komfortzone herausholt. Dein Lebens- und Karriereweg ist geprägt von unstillbarer Neugier und enormer Begeisterungsfähigkeit. Was mich persönlich besonders freut, um deine Vita kurz zusammenzufassen, Klassensprecher humanistisches Gymnasium, Schulsprecher, Ehrenmedaille der Bundeswehr, Studium der Rechtswissenschaft, private Ausbildung zum Sprecher und Sänger, Moderator beim Rundfunk, zahlreiche TV-Auftritte als Sänger, Vorstandsvorsitzender des German Council of Shopping Center, Beirat Deutsche Messe AG, Fachbeirat der Internation Real Estate Business School, Mentoring Programm Hermann Scheerer, Mitglied des BrainReserve Pool von Faith Popcorn New York und Herausgeber von Across the European Real Estate Magazine. Stephan, Wahnsinn, was ich im Internet alles über dich gefunden habe, unglaublich. Und wie gesagt, schön, dass du heute Zeit genommen hast für dieses Interview. Ich freue mich wirklich sehr. #00:02:29-4# Stephan Jung: Ja klasse, vielen Dank für die Zusammenfassung. Da kann man fast nichts mehr ergänzen. #00:02:34-1# Norman Glaser: (lacht) Ja vielleicht kannst du trotzdem noch ein bisschen was über dich als Privatperson sagen. Ich verfolge dich ja ganz aufgeregt immer bei Facebook, wo du gerade überall unterwegs bist und wie du oder was du so über dich berichtest. Und vielleicht neben dir als Privatperson auch so ein bisschen, was machst du geschäftlich, womit verdienst du dein Geld? #00:02:53-9# Stephan Jung: Gerne. Also als Privatperson würde ich mich mal so skizzieren. Ich bin neugierig, ich bin optimistisch, ich bin ungeduldig, (unv.) #00:03:05-8# spontan, zuverlässig und ja Eintönigkeit wäre jetzt nicht mein Ding. Deswegen, wenn du in Facebook siehst, ich bin für drei Tage in New York und für zwei Tage dann wieder ganz woanders und wieder zurück in Europa, dann ist das etwas, was viele Freunde immer sagen, mein Gott wie hältst du das aus und ich sage, wow! das ist toll, das macht wahnsinnig Spaß. Und ich sehe dabei natürlich ganz, ganz viele Dinge. Ich bin auch ein ganz visueller Mensch, also ich muss Dinge einfach auch sehen #00:03:42-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:03:42-4# Stephan Jung: Und das führt dann im Prinzip auch zu meinem Job, zu meinem Beruf, zu meiner Berufung, denn mich interessiert, was kommt als Nächstes, was sucht der Mensch, was sind die neuesten Trends und deswegen beschäftige ich mich ja auch hingehend, eingehend mit dem Thema Innovation.  #00:04:02-0# Norman Glaser: Ja. Ja. Stelle dir mal vor, du bist auf einer Speed Network Party und müsstest wirklich in wenigen Sätzen erzählen, was du beruflich machst. Wie würdest du das in ein, zwei Sätzen zusammenfassen? #00:04:16-0# Stephan Jung: Das ist jetzt der berühmte 30 Sekunden Elevator Pitch #00:04:20-6# Norman Glaser: Ja genau (lacht) ja. #00:04:22-2# Stephan Jung: Um den jeder weiß, aber auf den man doch nie vorbereitet ist. Okay, ich versuche es mal. Ich bin Gründer und CEO von Eisberg Positioning, das ist eine Strategieberatungs-Boutique für Einzelhandel, Shoppingcenter, Gastro, Hotel und uns treibt an, was sind die Consumer Trends, wie können Unternehmen sich zukunftssicher aufstellen, wie können sie ihr Business weiterentwickeln und wo geht der Trend hin. Das Ganze machen wir mit einem kleinen schlagkräftigen Team, was sich sehr international zusammensetzt. #00:04:57-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Da gleich eine Zwischenfrage. Wie scoutest du diese Trends, wie entdeckst du das? Also wie bist du so weit vorne dran, dass du da wirklich diese Trends identifizierst und das überhaupt wahrnehmen kannst in diesem ganzen Medienwahnsinn, in diesen ganzen Informationsfluten? #00:05:17-5# Stephan Jung: Ja stimmt. Also es geht ja eher darum, Dinge zu filtern als sie zu finden. Also ich lese natürlich ganz viel, aber ich reise auch ganz viel. Also ich war jetzt gerade in den USA unterwegs, war bei einer Konferenz in Las Vegas, wo ich auch ein kurzes TV Interview hatte. ABER ich habe mir dann zum Beispiel auch vorgenommen, vor kurzem hat der größte und teuerste und angeblich beste Club der Welt eröffnet. Für 107 Millionen Dollar umgebaut und auch wenn das überhaupt nicht mein Geschäftsfeld ist, habe ich gesagt, ich muss mir das angucken, ich muss das verstehen, weil ich bin ein Riesenfan von Cross Innovation. #00:06:00-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:06:00-5# Stephan Jung: In meiner Branche kenne ich schon ziemlich viel und so geht es den meisten Menschen auch. Spannend wird es, wenn man mal seinen eigenen bequemen Bereich, die sogenannte Komfortzone verlässt und sich in benachbarten Branchen umguckt und ich finde da kann man so viel lernen und Cross Innovation ist auch immer wieder ein Thema meiner Keynote Vorträge und ich fordere Unternehmen immer auf mal rauszugehen und mit ganz anderen Branchen zu sprechen, mal eine Messe zu besuchen, wo es nicht um ihr Kerngebiet geht. Da passieren dann die spannenden Dinge. #00:06:37-3# Norman Glaser: Ja. kannst du vielleicht noch in kurzen Sätzen erklären, was du unter Cross Innovation verstehst? #00:06:41-7# Stephan Jung: Unter Cross Innovation verstehe ich, dass sich Branchen miteinander vernetzen, die auf den ersten Blick nicht ganz so viel miteinander zu tun haben. Aber auf dem zweiten Blick entstehen da spannende Dinge. Für mich ist so ein Cross Innovation Produkt zum Beispiel der Fiat 500 Gucci. Also Autofirma und ein na sagen wir mal Taschendesigner und Modedesigner tun sich zusammen und was kommt dabei heraus? Ein Sondermodell, was sich verkauft wie wahnsinnig, weil es ist gar kein Auto, sondern es ist Lifestyle, #00:07:16-5# Norman Glaser: Lifestyle. #00:07:17-0# Stephan Jung: Es ist eine fahrende Handtasche mit exzellenten Ledersitzen aus italienischem Leder, was einfach Spaß macht. Und da gibt es viele Beispiele. Nike und Apple‎ haben vor einiger Zeit mal einen Chip entwickelt für Jogger. 18 Millionen Menschen auf der Welt nutzen diesen Chip. Der Spülmaschinentabs, den die meisten von uns jeden Tag verwenden, ist durch die Cross Innovation entstanden, weil die Forscher von Henkel geschaut haben, wie wird Toffifee gemacht. Die haben in der Tag sich die Schokoladenmaschine von Storck aus Berlin ausgeliehen, damit Toffifees hergestellt werden und haben gesagt, verdammt nochmal, wir müssen es doch auch schaffen, drei oder vier Komponenten in einen Tabs zu bekommen, wir lernen das von Toffifee. Das ist für mich so ein Musterbeispiel, #00:08:13-0# Norman Glaser: Sehr schönes Beispiel. #00:08:13-9# Stephan Jung: es (unv.) #00:08:13-8# aus dem eigenen Labor ganz woanders hingehen und inspiriert zurückkommen. #00:08:19-6# Norman Glaser: Ja. Was braucht man dafür, weil das ist ja, also über diesen Tellerrand hinausschauen ist ja oft die Problematik im Alltagstrott, im Daily Business. Wie schafft man es so einen Lab zu initiieren, aufzubauen, dass sowas ermöglicht wird? #00:08:38-2# Stephan Jung: Das ist eine gute Frage. Ich habe keine Standardantwort dafür. Ich glaube, grundsätzlich müssen wir Deutschen lernen experimentierfreudiger zu werden. Wenn du einen Lab machst, dann muss man auch von vornherein den Fehler oder das Scheitern mit einplanen. Das gehört zum Prozess dazu. Edison hat auch 10.000 Versuche gemacht bis die Glühbirne fertig war und wenn ich 20 Dinge ausprobiere und 17 scheitern, dann ist das kein Versagen, sondern dann habe ich 3 tolle Dinge entwickelt. Also dieses Labor, dieses Ausprobieren, dieses Neugierigsein, ich glaube, da müssen wir noch eine andere Kultur entwickeln. Die ist sicherlich im Silicon Valley anders als bei dir im Odenwald oder bei mir in Hamburg. #00:09:34-7# Norman Glaser: Ja. Welchen Einfluss hat das Zeitalter der Digitalisierung auf die Entwicklung von Innovationen und Trends für dich? #00:09:49-6# Stephan Jung: Ja das ist wahnsinnig groß. Also ich beschäftige mich ja sehr, sehr stark mit dem Einzelhandel und dann bin ich natürlich sofort beim Konsumenten, beim Menschen. Und der durchschnittliche Bürger in Europa nimmt in der Woche sein Smartphone 1.500 Mal in die Hand. Das heißt die Frage, ist der Mensch digital, die muss man sich nicht mehr stellen. Er ist es schon längst. Aber viele Dienstleister, viele Einzelhändler, viele Unternehmen sind es noch gar nicht. Also wir haben da noch einen ganz weiten Weg vor uns und wenn ich so Unternehmens- und CEO-Befragungen lese, wie jetzt gerade, wo das Ergebnis ist, dass 6 Prozent der Führungskräfte das Thema Digitalisierung als große Priorität für sich erkannt haben, dann muss ich sagen, Glückwunsch, weitermachen, an die 6 Prozent. Aber was bitte machen die anderen 94 Prozent? Das #00:10:52-2# Norman Glaser: Untergehen. #00:10:52-5# Stephan Jung: Macht mich unruhig, das macht (unv.) #00:10:54-5# nervös und sehe dann, ich sehe dann immer schon, wo der nächste aus seinem Stillstand in den schleichenden Tod geht und das Unternehmen untergeht. Stillstand ist heute nicht mehr möglich. Bewegung, Bewegung, Bewegung. #00:11:12-2# Norman Glaser: Ja. Und vor allem in einer hohen Geschwindigkeit, wie wir es ja jetzt im Grunde in den letzten Jahren ja erleben. #00:11:17-0# Stephan Jung: Das Tempo nimmt zu und es wird nicht weniger und der berühmte Satz "Change is the new normal", das ist eben so. Das heißt auch lebenslanges Lernen, das heißt wir sind nie fertig. #00:11:35-0# Norman Glaser: Ja. Wenn wir jetzt über diese 6 Prozent sprechen, wie sieht denn für dich so ein Szenario aus, wo werden wir denn in 5 oder 10 Jahren sein? Gerade im Handel. #00:11:44-4# Stephan Jung: Na da werden wir dort sein, dass die Anbieter gut funktionieren, die das Thema Omnichannel verstanden haben, die das Thema Barrierefreiheit verstanden haben und ich war gerade in den USA und habe gerade neueste Zahlen auch mitgebracht von Walmart. Walmart sagt, unser Durchschnittskunde, der in den Laden kommt, der gibt im Jahr 1.400 Dollar aus. Unser Durchschnittskunde, der nur online kauft, der gibt 200 aus. Aber was gibt der Kunde aus, der in beiden Welten zuhause ist? Der gibt eben nicht 1.400 plus 200 aus. Das wären 1.600, sondern der, der alle Kanäle nutzt, der gibt 2.500 aus. So. Und das ist eben 1 plus 1 ist 3. Und das hat der Handel an vielen Stellen noch nicht verstanden, was es für ihn bedeutet. Wenn ich also nicht in dieser digitalen Welt stattfinde, dann wird mir jedes Jahr ein bisschen was weggenommen und ich muss dort sein. Das heißt nicht automatisch, dass ich einen Mega-Onlineshop haben muss, aber ich muss den Kunden überall antreffen, weil der Kunde ist omnipräsent, das heißt ich muss auch omnichannel-fähig sein und ich darf dann aber auch nicht, wenn ich das bin, sagen, ja das Angebot, das gibt es nur online oder im Laden oder man kann es aber so nicht umtauschen oder ach das wusste ich gar nicht, dass es das bei uns gibt. Jedes Mal, wenn das passiert ist der Kunde rein theoretisch und praktisch WEG. #00:13:32-0# Norman Glaser: Ja. Welchen Einfluss haben Plattformen wie Amazon und Co. auf den Handel? Ich meine, wir reden ja wirklich über riesige Online-Plattformen, über die unglaublich viel Umsatz gehen. Wie siehst du das? Gerade vielleicht auch, wenn man mal ein bisschen fokussiert auf die Städte. Thema Einzelhandel in den Städten? #00:13:55-4# Stephan Jung: Ja also Amazon und alle anderen Anbieter, da muss man auch in einem Atemzug gleich Alibaba mitnennen. Das ist kein asiatisches Thema mehr, das ist ein globales Thema und Alibaba hat mittlerweile auch sein Büro in Deutschland eröffnet. Das ist für viele noch nicht so ganz sichtbar, aber diese Anbieter sind hier. Und die haben natürlich 24 Stunden geöffnet, 7 Tage in der Woche und immer dann, wenn das Ladenschlussgesetz zuschlägt, dann schnellen die Umsätze dort nach oben und am Sonntag wird eben am meisten online gekauft. Das heißt der Kunde will es und Deutschland ist da im europäischen Vergleich wirklich noch in der Steinzeit. Die Diskussionen über Ladenöffnungszeiten, die ist wirklich angestaubt und die muss intensiver geführt werden. Hier geht es um Chancengleichheit. Hier geht es nicht darum den Menschen einen freien Sonntag wegzunehmen, sondern es geht einfach um Chancengleichheit und überall dort, wo geöffnet ist, wird das Angebot auch angenommen. Also mit diesen Playern müssen wir immer mehr rechnen. Wenn man sich mal anschaut, was bei Alibaba am sogenannten Black Friday passiert ist, als sie besondere Angebote avisiert haben. Sie haben in den ersten 8 Minuten 1 Milliarde Dollar Umsatz gemacht, in 8 Minuten. #00:15:28-6# Norman Glaser: Wahnsinn. #00:15:30-4# Stephan Jung: Das ist 600 Mal so viel wie Amazon (...) Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. 600 Mal so viel wie Amazon in 8 Minuten macht. So und am Ende des Tages hatten sie 15 Milliarden Umsatz gemacht an EINEM Tag.  #00:15:46-6# Norman Glaser: Wahnsinn. #00:15:47-7# Stephan Jung: Dafür braucht der komplette Kaufhof Konzern in Deutschland 6 Jahre. Also das sind Dimensionen, die müssen wir uns einfach bewusstmachen. #00:15:59-1# Norman Glaser: Wahnsinn. Also das ist, das sind mal vor allem Zahlen. Hat also ich habe dann sofort das Gefühl, haben wir eine Chance den stationären Handel hier mit Strategien eine sichere Zukunft zu verschaffen und wie würde das aussehen? Wie könnte aussehen? Wie bereite ich mich mit eigenen digitalen Geschäftsmodellen in Ergänzung vielleicht zu meinem Kerngeschäft vor auf die Zukunft? #00:16:30-6# Stephan Jung: Also das Schöne ist, der stationäre Handel hat sehr, sehr gute Chancen auch in Zukunft die wichtigste Rolle zu spielen, denn der Mensch will sehen, riechen, fühlen, schmecken, hören, all mit seinen Sinnen Dinge erleben PLUS das Herz der Innenstadt hat ja auch eine ganz wichtige Funktion für die Community als Treffpunkt. Menschen wollen sich treffen. Warum gehen Menschen denn auf große Messen. Das kann man alles online auch abbilden, das haben auch Messen schon versucht, trotzdem, jedes Mal, wenn ich in Frankfurt bin, dir wird es genauso gehen, wenn Messe ist, ist die Stadt voll und die Menschen kommen aus der ganzen Welt dorthin. Das Geschäftsmodell funktioniert seit 800 Jahren und so ist es auch im Einzelhandel. Der Einzelhandel muss nur einen Wandel vollziehen, nämlich er darf nicht mehr Produkte verkaufen, sondern er muss Lösungen anbieten, er muss vielmehr zum Community Manager werden. #00:17:43-2# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:17:43-5# Stephan Jung: Man sagt heute so schön, Ware wird nicht mehr verkauft, Ware wird gekauft und in diesem winzigen Unterschied steckt die gesamte Wahrheit, wo der Handel sich hin entwickeln muss. Weg vom Produkt hin zum Kunden, Erlebnis schaffen, Vorteile schaffen, eine Community aufbauen und viele Einzelhändler arbeiten in der Richtung. Ja in USA gilt wieder der schöne Spruch "People want to belong", also gib ihnen doch ein Zuhause, gib ihnen eine Community, gib ihnen einen Freundeskreis und es gibt ja Beispiele dafür. Man spricht ja nicht umsonst von der Apple Familie. Das ist, hier wird kein Produkt verkauft, sondern hier wird inszeniert, hier werden Lösungen angeboten, hier wird gehirngerecht für den Konsumenten einfach gearbeitet und so macht es Spaß. Und wenn das passiert, dann muss ich auch nicht mehr über den Preis diskutieren, weil ich habe noch niemanden erlebt, der im Apple Store versucht hat über einen Preis zu diskutieren. #00:18:56-3# Norman Glaser: Ja (lacht) das stimmt. Das ist gut. #00:18:58-1# Stephan Jung: Im Gegenteil, ich glaube, wenn die Schlangen bei Produkteinführungen lang sind, würde mancher eher noch einen Zehner drauflegen, #00:19:05-9# Norman Glaser: Klar. #00:19:06-1# Stephan Jung: Wenn er das neueste Smartphone noch einen Tag früher bekäme. #00:19:12-0# Norman Glaser: Ja es ist am Ende des Tages immer die alte und immer die gleiche Frage. Warum soll ich kaufen? Also oftmals und das stellen wir ja eben auch fest in unseren Projekten, wird immer nur die Frage des Wie und des Was beantwortet und visualisiert, aber dieses Warum wird eigentlich überhaupt nicht beantwortet. Also dieses Erlebnis im Geschäft reinzukommen oder so ein Einkaufserlebnis zu kreieren also auch diese Kreativität, die dahintersteckt. Also das sehe ich als Riesenthema an. #00:19:46-4# Stephan Jung: Unbedingt. Also ich habe mir letztes Jahr einen ganz, ganz schönen Satz in London gemerkt. Da sagte jemand als Zusammenfassung, ein Produkt, was du im Laden kaufst, ist eigentlich nur noch ein Souvenir von einer guten Erfahrung, die du gemacht hast. #00:20:08-4# Norman Glaser: Sehr schön. #00:20:09-4# Stephan Jung: Ja und ja genau das ist es. Da müssen wir uns hin entwickeln. Dazu gehört natürlich auch ganz viel Inszenierung und dazu gehört auch, ja in meinen 7 Innovationsstrategien fasse ich das immer zusammen, dazu gehört auch den guten alten Marktplatz wieder neu zu interpretieren und zu verstehen, dass Marktplatz eben auch viel mehr war als nur Produkt zeigen, sondern das war Treffpunkt, da wurde gehandelt, da wurden Informationen ausgetauscht, da fand Entertainment statt. Das hieß früher noch Gaukler. Aber all das kann man neu interpretieren. Das müssen Städte für sich neu überlegen, denn viele Städte haben ihr Herz, ihre Seele und ihren Bauch der Stadt, den guten alten Marktplatz, verloren und fragen sich heute, was können wir tun, damit wir wieder ein echtes Zentrum bekommen. Das kann aber auch jeder einzelne Laden für sich genau einmal durcharbeiten, was heißt es denn Markt zu halten und was muss ich denn tun, um guter Marktbeschicker zu sein. Dabei helfen wir dann mit unserer Strategieberatung sehr oft, denn ich schaue dann häufig in ratlose Gesichter und merke, das ist doch gar nicht so einfach, wenn man sich mit der Thematik nicht jeden Tag beschäftigt. #00:21:41-2# Norman Glaser: Ja. Ja genau. Also wir suchen ja auch immer so in diesen Podcast-Shows so die Mehrwerte. Du hast gerade die 7 Innovationsstrategien angesprochen. Kannst du die mal kurz anteasern? #00:21:56-0# Stephan Jung: Ja. Also das ist zum einen das Thema Inszenierung, das heißt den Laden einfach zu einem Erlebnis zu machen. Das zweite Thema ist wie eben angesprochen, die neue Interpretation des Marktplatzes. Strategie Nummer Drei, das ist Omnichannel, also dem Kunden überall dort eine Antwort geben, wo er eben unterwegs ist in der Online und Offline Welt. Nummer Vier, hatten wir auch schon angesprochen, Cross Innovation, also ganz gezielt mal rausgehen aus der eigenen Komfortzone, andere Branchen anschauen und ein Best Of kreieren. Nummer Fünf, Story, Story, Story. Erzählen, das liebt das Kleinkind bis hin zum Hundertjährigen. Gute Geschichten sind immer wieder wichtig. Dann ein Thema, wo ich oft höre, ja klar haben wir verstanden, machen wir. Finde ich wird aber trotzdem nicht konsequent genug gemacht. Kunden zu Freunden machen und ich habe vor kurzem die Diskussion geführt, Kunde ist König. Ich habe gesagt, nein die Zeiten sind vorbei. Der Kunde will Partner und Freund sein, er will uns auf Augenhöhe treffen und er will eigentlich ganz entspannt und vertrauensvoll mit uns umgehen und deswegen ist das Thema Freunde, Freunde machen, für mich ein ganz wichtiges. Gutes Beispiel aus einer Cross Innovation Branche wäre für mich Motel One, hier funktioniert das. Tolle Lobby, Rezeption, Bar, Frühstück, Aufenthaltsraum, alles weggelassen, was nicht nötig ist und eine gute Stimmung und das zu einem fairen Preis, also „Value for Money“. Und das ist genau für mich die Strategie, die heute viele Konsumenten durchaus honorieren, wenn sie sowas finden. #00:24:13-0# Norman Glaser: Ja. Ja. #00:24:13-9# Stephan Jung: Ich glaube jetzt habe ich noch eine vergessen. #00:24:16-2# Norman Glaser: Eine fehlt noch. (lacht) Ja. #00:24:18-3# Stephan Jung: Okay, das ist auch eine ganz, ganz wichtige finde ich. Wie heißt es bei mir? Überraschen, Spielen, Verführen. #00:24:26-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Schön. #00:24:28-7# Stephan Jung: Der Kunde lässt sich gerne verführen, wenn es gut gemacht ist. Das geht uns ja privat auch so. Wir wissen zwar, wo das irgendwie mal enden kann und soll und wird, aber, wenn Verführung gut gemacht ist, macht sie doch irrsinnig Spaß. Und der Kunde hat auch durchaus Lust ein bisschen spielerisch einfach zu sein, ja, Dinge zu entdecken, sich überraschen zu lassen und da finde ich, sind wir manchmal zu ernst und da kann man auch echt tolle Sachen machen. Es gibt tolle Ladenbeispiele dafür wie man mit dem Ladenbau genau in dem Bereich punkten kann. #00:25:09-6# Norman Glaser: Ja. Ja zu einem deiner Strategien fiel mir auch ganz spontan so ein Zitat ein. Thema Storytelling, wir erzählen unseren Kindern Geschichten, damit sie einschlafen und den Erwachsenen Geschichten, damit sie aufwachen. #00:25:24-2# Stephan Jung: Ja. (lacht) Sehr gut. So ist es. Ja. #00:25:27-6# Norman Glaser: Das stimmt. #00:25:28-3# Stephan Jung: Für mich einer der besten Geschichtenerzähler ist Jamie Oliver. Er schafft es immer wieder in seinen Restaurants, aber auch in seinen Fernsehshows einen zu fesseln und mitzunehmen und also immer, wenn man im Fernsehen ihn irgendwo mal sieht, dann ist er am Kochen und es kommen gleich Freunde und er hat ganz tolle frische Ware da und es macht immer irgendwie Spaß und man hat das Gefühl, ach cool da würde ich jetzt auch gerne mitessen. Und eines meiner Lieblingsrestaurants von ihm, das ist in London. Das heißt Barbecoa und die Story ist einfach. Hier geht es nur um Fire and Food. Also nur um Zubereitung auf dem Feuer, im Feuer, mit Feuer und das Restaurant ist immer ausverkauft und er macht irrsinnige Umsätze und die Idee ist einfach, wirklich alle Zubereitungsarten für Fleisch, auf dem Grill, in der Erde, im Tontopf, auf dem Spieß und und und. Also einfach eine tolle Geschichte und natürlich perfekt umgesetzt. Und er verdient richtig viel Geld damit.  #00:26:38-7# Norman Glaser: Ja und was man bei ihm ja wirklich sieht, wenn man ihn im Fernsehen wahrnimmt, er ist in seiner ganzen Körpersprache ist das durch das Fernsehen spürbar wie begeistert er von dem Kochen ist und ich glaube, wenn diese Begeisterung in einem flammt, können einfach neue Dinge entstehen und dann ist ja völlig klar, dass er auf solche Ideen kommt wie in London so ein Restaurant zu eröffnen. #00:27:08-0# Stephan Jung: Ja natürlich. Also Begeisterung, Passion, Leidenschaft. Dem kann man sich gar nicht entziehen. Das steckt einfach an und Menschen wollen mit erfolgreichen glücklichen Menschen am liebsten zusammen sein, Zeit verbringen, Geschäfte machen. Keiner hat Lust mit jemandem eine Transaktion durchzuführen, der pessimistisch ist, der keine Lust hat und der auf die Uhr guckt und der hofft, dass es bald Wochenende ist. #00:27:40-0# Norman Glaser: (lacht) Ja. #00:27:40-9# Stephan Jung: Und das spürt man einfach und das merkt man einfach auch, wenn man dann wieder einen Laden betritt, um zum Einzelhandel zurückzukommen. Ich finde es großartig, wie in USA die Mitarbeiter geschult sind. Ja, ich bin kürzlich in einen Laden gegangen, um ein bisschen Konkurrenzbeobachtung zu machen für einen meiner Kunden #00:28:02-2# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:28:02-9# Stephan Jung: Und ich bin in den Laden gegangen Loxitan, das ist französische Kosmetik und solche Sachen und die haben so eine schlaue Frage gestellt. Ich wusste egal, was ich antworte, sie lässt mich jetzt gleich nicht mehr weg und das haben sie aber so gut gemacht. Die Frage war nämlich, have you shopped with us before? So. Habe ich ja gesagt, war die Antwort, hey welcome back, nice to have you here again. Hätte ich nein gesagt, wo schön, dass du zum ersten Mal hier bist, dürfen wir dir mal zeigen, was wir für tolle Sachen haben? Also sie sind einfach ganz, ganz gut und fokussiert, um mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen und ich weiß nicht wie es dir geht, aber betrete ich irgendwo ein Kaufhaus, habe ich eher das Gefühl, die Verkäufer sausen davon in irgendeine Ecke, sind beschäftig, haben keine Lust und das spürt man einfach diese #00:29:04-8# Norman Glaser: Ist unvorstellbar in Deutschland. #00:29:06-7# Stephan Jung: Professionalität und diese Leidenschaft auch für das eigene Produkt. #00:29:13-9# Norman Glaser: Ja. Das ist eigentlich auch so die Unternehmenskultur, die da mitreinspielt. Apple macht das ja auch mit Bravur, die Leute wirklich abzuholen und zu integrieren, also die eigenen Mitarbeiter. #00:29:25-0# Stephan Jung: Ja unbedingt. Also die fühlen sich einfach als Family und die sind auch stolz auf das, was sie tun und ich finde, jeder Beruf eröffnet einem die Möglichkeit zu sagen, hey ich mache das aller- allerbeste daraus und ich bin stolz auf das, was ich mache und jeder Job ist wichtig und das spürt man einfach, wenn man einen Laden betritt. #00:29:52-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. Absolut. Ist Teil der Marke und Marke, Vertrauen, Qualität, das spielt da alles mit rein ja. (unv.) #00:30:04-6# Stephan Jung: Unbedingt. Ja. #00:30:07-0# Norman Glaser: Stephan, wenn du deine Glaskugel auf deinem Schreibtisch mal kurz anschmeißen könntest für uns. Was sind die kommenden Trends? Was denkst du, wo entwickelt sich der Handel hin? Wie kaufe ich vielleicht in Zukunft ein? Wie erfolgt die Kommunikation? Kannst du da was, kannst du da aus dem Nähkästchen plaudern, was du so siehst? (lacht) #00:30:32-0# Stephan Jung: Ja. Ich sehe da in meiner Glaskugel ganz spannende Dinge. Na ja, also Spaß beiseite. Ich beobachte natürlich nicht in der Glaskugel, sondern in der realen Welt die wichtigsten Consumer Trends und für mich sind das insgesamt 11 Stück, die ich da besonders mir anschaue und das Interessante, an diesen Trends ist, diese Megatrends, die kommen überhaupt nicht über Nacht, sondern die sind ganz, ganz langsam. Die entwickeln sich sehr stetig. Das heißt aber nicht Entwarnung, denn da, wo diese Trends aufeinandertreffen, sich vermischen, also so eine Ebene unten drunter, da geht auf einmal alles auch ganz schnell. Und dann passiert es eben so, dass wenn wir jetzt, zum Beispiel, sprechen wir mal über Mobilität. #00:31:29-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:31:29-8# Stephan Jung: Ja. Wir wissen, dass Mobilität sich verändert. Es ist heute nicht mehr so, wenn ich mit der Next Generation spreche, dass deren größter Traum ist, ein Auto zu besitzen. Nein, die wollen einfach mobil sein. Da kann das Auto eine Rolle bei spielen, muss aber nicht. Also als ich 18 wurde, da gab es für mich nur ein Ziel, ich will ein Auto haben. So. Und viele, die schon auch ein bisschen älter sind, die werden das bestätigen. Das ist bei der Next Generation überhaupt nicht mehr der Fall. Wenn wir das jetzt mal verbinden mit dem Thema Urbanität, immer mehr Menschen wollen in der Großstadt leben, das sehen wir auch, mittlerweile über 50 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Großstädten, die Zahl wird auf 70 Prozent ansteigen bis 2050. Also nichts, was über Nacht passiert. Aber jetzt mischen wir mal genau diese beiden Megatrends Mobilität, Urbanisierung #00:32:35-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:32:36-2# Stephan Jung: Und was kommt heraus? Zum Beispiel Car Sharing und das ist relativ schnell passiert und hier gilt es zu reagieren. In Berlin kannst du heute aus 5.000 Fahrzeugen auswählen, die überall an jeder Ecke stehen und dir ein Auto oder einen Motorroller ausleihen. Für eine Stunde, für eine kurze Tour oder für einen Tag, für was auch immer. #00:33:01-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:33:02-5# Stephan Jung: Darauf muss ich reagieren. Und zum Beispiel meine Kunden aus dem Shoppingcenter-Bereich, mit denen diskutiere ich, okay, habt ihr Kooperationen mit diesen Car Sharing Anbietern? Wo stehen diese Autos? Gibt es einen zentralen Platz dafür? Wird das beworben? Mache ich damit eine Promotion Aktion et cetera, et cetera. Also ich muss dann anfangen, diese einzelnen Trends für mich einmal durch zu deklinieren. Was kann das bedeuten? Kommen meine Kunden in 5 Jahren alle mit dem Elektroauto? Dann muss ich eben Ladestationen haben, kommen die mit Car Sharing, dann soll es schnell und unkompliziert für sie gehen. Also ich muss diese Trends dann auf mein Business einfach übersetzen. #00:33:49-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja, ich meine, man sieht es ja auch an den enormen Investitionen in so Startups wie Uber, was da gerade los ist, Thema Mobilität. #00:34:03-1# Stephan Jung: Unglaublich, also Uber ist eines der klassischen Beispiele airbnb ist ein anderes Beispiel, also Hotels haben doch niemals gedacht, dass ein Unternehmen, was kein einziges Zimmer besitzt, ihnen zu einer riesigen Konkurrenz werden kann. Und gibt eine spannende Zahl. Am Silvester 2015, 2016 wurden erstmalig mehr als 1 Millionen Übernachtungen in dieser Nacht über airbnb abgewickelt, nämlich 1,3 Millionen. Das ist unglaublich viel. #00:34:43-7# Norman Glaser: Unfassbar. #00:34:44-4# Stephan Jung: Hier entsteht also auf einmal Wettbewerb. Für mich auch ein total faszinierendes Beispiel, wenn ich in USA unterwegs bin und für einen Tag einen Arbeitsplatz brauche, dann gehe ich zu WeWork, das Unternehmen ist vor 5 Jahren gegründet worden, ist heute 16 Milliarden Dollar bewertet. Denen gehört gar nichts. Die haben einfach Büroflächen gemietet und machen die zu richtig coolen Location für Startups, für junge Unternehmen. Die sind so eingerichtet als würdest du im Facebook oder Google Büro irgendwo sitzen, mit tollen Sitzgelegenheiten, mit Launches, mit Cafeteria, mit kostenlosen Getränken und das Unternehmen ist 5 Jahr jung und die revolutionieren gerade die Arbeitswelt von morgen. Also für mich auch ein ganz spannendes Thema. Wie arbeitest du morgen? Hier verändert sich gerade ganz viel. Diese Vorhersage, die vor 20 Jahren getroffen wurde. Wir werden alle von zuhause aus arbeiten, sehen wir, das ist weitestgehend nicht eingetreten, aber dass wir immer flexibler, immer projektbezogener, immer kurzfristiger unseren Arbeitsplatz, den Ort wechseln, das wird stark zunehmen und das sehen wir auch in Deutschland. Ein tolles Beispiel für mich ist Design Offices, nutze ich auch, wenn ich in Deutschland unterwegs bin. Mittlerweile in jeder Großstadt zu finden. Für einen Tag einen Arbeitsplatz, der kostet dann irgendwie 20 Euro oder 29 Euro und ich sitze mitten in Berlin in bester Lage, habe meinen Kaffee, habe eine Rezeption, habe WLAN, habe einen Schreibtisch, kann arbeiten in aller Ruhe und am nächsten Tag bin ich in Hamburg und mache genau das Gleiche. Und das tun immer mehr Menschen. Und das sind einfach Megatrends, die passieren und die ich versuchen muss zu interpretieren und zu übersetzen. Ja und hier macht es mir ganz viel Spaß den Übersetzer zu spielen. #00:37:00-3# Norman Glaser: (lacht) Dir ist ist schon klar, dass ich jetzt natürlich frage, du hast von 11 Trends gesprochen. Was die 11 Trends sind neben Mobilität? #00:37:10-6# Stephan Jung: Oh Gott! Die hätte ich mir jetzt gleich mal neben mich. Jetzt muss ich versuchen die #00:37:16-1# Norman Glaser: Aus dem Kopf. #00:37:17-1# Stephan Jung: Aus dem Kopf hinzubekommen. Okay. Gut. Also. Dann. Ich mache mir es ja immer leicht, ich habe ja jetzt schon mit dem Thema Mobilität angefangen, mit der Urbanisierung. Es kommt natürlich hinzu der Trend Silver Society, also die alternde Gesellschaft, aber wie wir alle wissen Seniorenteller ist out. Die jungen Alten, die sind heute mobil, gesund, haben relativ viel Geld und wollen insofern auch ganz anders angesprochen werden. Wir haben das Thema Female Shift. Total spannend, gerade für den Handel. Mindestens 70 Prozent aller Handelsumsätze weltweit werden von Frauen entschieden. Aber schauen wir uns mal die Shopping Malls, die Läden, die Restaurants an. Das ist alles, hat eine relativ männliche Handschrift.  #00:38:22-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:38:22-5# Stephan Jung: Also hier gibt es zum Beispiel auch die Aufgabenstellung, wie können wir Dinge attraktiver designen, dass es der Person, nämlich der Frau, viel besser gefällt. Wir haben Themen, dass sich die Arbeitswelt verändert, auch das hatten wir eben schon kurz angesprochen. Wir haben natürlich das Thema Globalisierung. Wir haben das Thema Gesundheit, komplett neue Ernährungsmuster. Der Mensch definiert sich heute sehr stark darüber, was er isst und auch das hat ganz viel Auswirkung. Das hat Auswirkungen auf Hotels, das hat Auswirkungen auf Tankstellen, das hat Auswirkungen auf was finde ich in Bahnhöfen. Ich habe einen Beratungskunden aus dem Restaurantbereich, der macht das ganz schlau, der hat in seinen Restaurants schon ganz klar alles gekennzeichnet, vegan, vegetarisch, laktosefrei bis hin zu Kalorien, bis hin zu low carb und all diese Sachen. Also das erwartet der Kunde der Zukunft. Und hier stellt man einfach fest, am Bahnhof kriege ich da wirklich gutes Essen? Ziemlich schwierig an vielen Bahnhöfen. #00:39:50-8# Norman Glaser: Ja auch Tankstellen. #00:39:51-6# Stephan Jung: An der Autobahn, na ja, im Shoppingcenter, hmm, auch relativ viel in Fett und Öl gebraten. Also da ist noch viel zu tun. Also auch einer der Megatrends. Ja jetzt habe ich nicht mitgezählt. Ich glaube zwei, drei werden wir noch. #00:40:10-8# Norman Glaser: 6 haben wir. #00:40:11-1# Stephan Jung: 6 haben wir? Okay. (lachen beide) Ich glaube ich schaue gleich nochmal rein. Ich habe sie nicht alle im Kopf, aber das sind eben die großen Themen, die uns bewegen. Natürlich auch Sustainability und eine gewisse Vorsicht des Konsumenten. Wo kommt mein Produkt her? Kann es denn sein, dass die Flasche Wein aus Neuseeland hier bei mir im Supermarkt 2,99 Euro kostet, wo die doch 20.000 Kilometer Reise hinter sich hat. Das hat auch Auswirkungen. Zum Beispiel Urban Farming ist auch so ein schönes Stichwort. Also Menschen wollen wieder die Eier von Hühnern essen, die in der Nähe irgendwo gackern und über die Wiese laufen. Es gibt immer mehr Imker in Großstädten, die auf den Dächern ihren eigenen Honig herstellen. Also ganz, ganz schöne Geschichten, die daraus entstehen. #00:41:23-8# Norman Glaser: Ja. Fehlen immer noch 3, aber die können wir auch nachliefern. Brauchst dir jetzt keinen Stress machen. #00:41:28-0# Stephan Jung: Genau.Wir brauchen ja noch irgendeinen Grund, weshalb wir zum Schluss meine Adresse durchgeben müssen oder? #00:41:36-0# Norman Glaser: Absolut korrekt. (lachen beide) Das ist auch schön (lacht). Genau, wenn ich nämlich auf die Zeit gucken, dann es ist unglaublich, aber wir haben schon 43 Minuten hier verbracht. Ich würde nämlich gerne noch ein paar Fragen loswerden. So eine kleine Quick Q&A Session. Hast du Lust? #00:41:53-7# Stephan Jung: Ja komm, auf geht's! #00:41:55-1# Norman Glaser: (lacht) Okay. Wie triffst du Entscheidungen und was hilft dir dabei? #00:42:01-4# Stephan Jung: Entscheidungen treffe ich aus Überzeugung. Schnell, nach Teambesprechung und ja. Ich bin nicht der Zögerer. Ich mag gerne entscheiden. #00:42:16-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Was hat dich anfangs davon abgehalten, dich mit dem digitalen Thema auseinanderzusetzen? Wenn dich überhaupt was abgehalten hat. #00:42:25-6# Stephan Jung: Oh. Das ist eine tolle Frage. Ich war der letzte Abiturjahrgang an unserer Schule, der noch völlig ohne Computer die Schulzeit erlebt hat. Und insofern war das natürlich dann für mich ein bisschen später schon so der Einstieg, mein Gott jetzt kaufst du dir einen Commodore C64 mit Floppy Laufwerk und außer, dass der Krach gemacht hat und grün geblinkt hat, konnte der ja nicht viel. Also so die Anfänge, die fand ich irgendwie nicht prickelnd. Aber ich muss sagen heute, wir alle können nicht mehr ohne und ich liebe die Vorteile und die Möglichkeiten, die das heute bietet. #00:43:08-8# Norman Glaser: Schön. Welcher Moment oder welcher Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben oder auf dein Business? #00:43:19-1# Stephan Jung: Ach da gab es bestimmt ganz viele. Aber ich liebe ja so ein paar Zitate und ein Zitat, was hier in meinem Büro direkt vor mir hängt, das ist von Nelson Mandela, der mal gesagt hat, "may your choices reflect your hopes not your fears". #00:43:40-8# Norman Glaser: Schön. #00:43:41-5# Stephan Jung: Und ich finde einfach, viele Menschen sind Bedenkenträger, warten ab und ich finde da müssen wir uns einfach von unseren Hoffnungen, Träumen, unserer Leidenschaft antreiben lassen. Dazu gehört dann auch ganz viel Fleiß und Arbeit, aber das finde ich einfach wichtig und so als würde Zuckerberg darauf antworten, hat er ja mal gesagt, "what would you do if you weren't afraid". Also das frage ich mich immer wieder mal und das gibt mir so ein bisschen zusätzlichen Antrieb dann. #00:44:20-2# Norman Glaser: Ja. Absolut. Da fiel mir auch ein Satz ein, Innovation nicht zu bewerten, sondern verwerten.  #00:44:26-9# Stephan Jung: Ja unbedingt. #00:44:28-9# Norman Glaser: Okay. Kannst du uns eine Internet Ressource oder ein Tool nennen, welches du selbst einsetzt? So ein Produktivitätstool oder so? #00:44:38-4# Stephan Jung: Ja ich benutze zum Beispiel, wenn ich unterwegs bin, ganz oft auf meinem Smartphone ANY.DO und schreibe mir da einfach meine To Dos auf, wenn ich im Flieger sitze oder irgendwo (unv.) #00:44:52-3# habe. #00:44:53-1# Norman Glaser: ANY.DO? #00:44:54-5# Stephan Jung: ANY. #00:44:55-1# Norman Glaser: Ach so ANY.DO okay. ANY.DO. Mhm (bejahend). #00:44:57-3# Stephan Jung: Ja genau. Ansonsten natürlich Whatsapp, Google, sämtliche Reise Apps und Flug Apps und Hotel Apps und Dinge, finde ich natürlich genial. #00:45:11-1# Norman Glaser: Ja. Cool. Was für Musik hörst du? Vor allem dann, wenn du so in einem Moment bist, an dem du vielleicht über Innovation nachdenkst oder in dem du sehr kreativ bist? #00:45:24-9# Stephan Jung: Also ich habe mir angewöhnt, wenn ich arbeite, dann lade ich mir immer ein bisschen Musik von YouTube runter. Da gibt es so ganz coole 3 Stunden Sessions. Music for Concentration.  #00:45:40-9# Norman Glaser: Ja cool. Ja. #00:45:41-8# Stephan Jung: Also ich bin ja doch so ein bisschen unruhig und multitasking-fähig und ich mache auch dann ganz viele Dinge auf einmal und das hilft mir so ein bisschen mich auf eine Sache zu fokussieren. So ein bisschen auch zu entschleunigen und zu konzentrieren und das tut mir gut. #00:46:01-1# Norman Glaser: Super. Vorletzte Frage. Kannst du uns ein Buch empfehlen, welches für dich einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt dieses Buch? Und worum geht es da? #00:46:10-3# Stephan Jung: Eines der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ist Silicon Valley von Christoph Keese, da geht es in der Tat darum wie funktioniert Silicon Valley, wie arbeiten die Menschen dort, wie vernetzen sie sich, wie kommunizieren sie und wie unkompliziert gehen sie Projekte und Dinge an und wie wenig Hierarchiegrenzen gibt es dort. Und das Buch hat mich unglaublich inspiriert und fasziniert und das kann ich sehr gut empfehlen. Jetzt habe ich gerade angefangen die Biographie vom Gründer von Nike zu lesen. Das scheint auch sehr spannend zu werden. #00:47:00-1# Norman Glaser: (lacht) Okay. Super. Wir werden natürlich alles, was du gesagt hast, in den Shownotes dieser Podcast-Folge verlinken. Die letzte Frage bevor wir diesen Podcast leider beenden müssen. (lacht) Ich könnte glaube ich noch eine Stunde länger mit dir reden. Kannst du uns zum Schluss vielleicht noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben und unseren Zuhörern in Bezug auf das digitale Zeitalter? Und wie können wir dich am besten erreichen? #00:47:29-0# Stephan Jung: Mein Tipp für das digitale Zeitalter ist, es hat mit dem Tempo zu tun. Wir streben nach absoluter Perfektion und ich stelle immer wieder fest, Entwicklungszyklen dauern wahnsinnig lange. Und da ist meine Empfehlung, auch einer der Sprüche von Mark Zuckerberg, der sagt, "Done is better than perfect" und ich stelle fest, wenn die Onlinepräsenz, die Internetseite noch nicht ganz perfekt ist, machen, freischalten, lernen, verbessern, aber nicht ewig warten. Und #00:48:11-0# Norman Glaser: Sehr gut. #00:48:11-5# Stephan Jung: Das habe ich mit meiner Homepage auch so gemacht, womit ich ganz unauffällig dann überleite zu, wie bin ich erreichbar.  #00:48:19-4# Norman Glaser: Ja. (lachen beide) Sehr schön. #00:48:21-0# Stephan Jung: Auf meine Homepage gehen stephan-jung.com Stephan mit PH schreiben und dort ist ein bisschen was zum Nachlesen und auch alle meine Kontaktdaten zu finden. Und ich freue mich wahnsinnig über Austausch. Ich bin ein großartiger Fan von Vernetzung und ich habe ein irrsinnig großes Netzwerk und pflege das weiter, baue das weiter aus. Habe vor einem Jahr mir das Konzept des Innovative Kitchen Talk ausgedacht, zu dem ich dich und deine Zuhörer sehr, sehr gerne einmal einladen werden. Das ist ein interessantes, innovatives Format, um spannende Menschen kennenzulernen.  #00:49:05-6# Norman Glaser: (unv.) schön. Das reichen wir auf jeden Fall auch nach. Stephan, hat mir total viel Spaß gemacht. Ich bedanke mich nochmals für deine Zeit, die sicher sehr kostbar ist und die vielen wirklichen Mehrwerte und Inhalte, die du heute in diesem Podcast mit mir nochmal herausgestellt hast. Ja und freue mich mit dir vernetzt zu bleiben in dieser digitalen Zeit und ja bis ganz bald. #00:49:30-5# Stephan Jung: Lieber Norman, vielen Dank für die wahnsinnig spannenden Fragen und alles, alles Gute! #00:49:38-7# Norman Glaser: Danke. Bis bald! Ciao Stephan! #00:49:40-9#   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. 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    Yannic Tremmel | Technologien der Zukunft

    · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait von Yannic Tremmel 34 Jahre und Familienvater von zwei Kindern Berater, Projektleiter und Experte für Zukunftstechnologien Gründer und Geschäftsführer in diversen Firmen bei MARKENKONSTRUKT Kontakt zu Yannic Tremmel Profil bei LinkedIn und XING Email: y.tremmel@markenkonstrukt.de Genannte Links Nachrichtenportal: iBusiness - Zukunftsforschung für interaktive Medien Applikation Tilt Brush Applikation The Climb Thema Mobile App / Augmented Reality Browser Virtual Reality Technologien HTV Vive Oculus Rift Samsung Gear VR Mobile App Link zur Layar - Augmented Reality App (iOS)   [et_pb_toggle admin_label="Toggle" title="Podcast in Textform" open="off" use_border_color="off" border_color="#ffffff" border_style="solid"] Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen! Schön, dass du wieder reinhörst. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Heute habe ich Yannic Tremmel hier zu Gast. Yannic, bist du bereit das Interview mit mir zu rocken? #00:00:32-8# Yannic Tremmel: Jawohl. #00:00:33-6# Norman Glaser: (lachen). Ein besonderer Gast deshalb Yannic, weil wir sind ja quasi verheiratet miteinander, muss man ja schon echt fast sagen. Wir feiern nächstes Jahr unser Zehnjähriges bei MARKENKONSTRUKT, du bist Geschäftspartner, mein bester Freund, wenn ich das so sagen darf und Trauzeuge. #00:00:54-6# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Ja. #00:00:55-4# Norman Glaser: (lachen) Und. #00:00:58-0# Yannic Tremmel: Dito. #00:00:59-2# Norman Glaser: (lachen) Und was oder warum ich dich heute hier super gern im Podcast haben wollte, ist, um einfach mal mit dir so über das ganze Thema Technologien der Zukunft zu quatschen, weil du bist da für mich eigentlich so der Know-How Träger, der auch wirklich querliest und sich für die Sachen interessiert und die Sachen vor allem auch ausprobiert. Aber bevor wir da einsteigen, wollte ich einfach mal dich vorstellen. #00:01:27-6# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). #00:01:27-6# Norman Glaser: Beziehungsweise eigentlich unsere Geschichte erzählen, weil die finde ich ja noch super spannend, weil du kamst damals aus Frankfurt. Ich aus München. Wir haben uns nach Würzburg verschlagen und haben uns dort eigentlich als Berater in einer kleinen Agentur wiedergefunden und haben uns ein Büro geteilt im Keller. Ich erinnere mich an das Kellerfenster, wo wir dann nach oben geschaut haben. #00:01:50-8# Yannic Tremmel: Mit Gittern. #00:01:51-4# Norman Glaser: (lachen) Mit Gittern und wo wir quasi überlegt haben, uns irgendwie nett fanden damals, das hat irgendwie gepasst auf Anhieb und wo wir uns überlegt haben, warum machen wir nicht was Eigenes. #00:02:08-9# Yannic Tremmel: Ja, ich glaube beide auch auf der Suche waren nach einer Vision. #00:02:12-3# Norman Glaser: Ja genau. Und so ist MARKENKONSTRUKT dann entstanden, eigentlich im Keller. Nicht in der Garage, sondern im Keller. Wir sind also Kellerkinder (beide lachen) und haben dann eigentlich relativ kurzfristig wenige Wochen danach angefangen zu gründen. 2007, August ging es los und waren dann oder sind dann eigentlich gestartet als die Markenmacher eigentlich. MARKENKONSTRUKT war ja die Idee aus komplexen Zusammenhängen einer Marke wirklich die Vermarktung anzuschieben, mit Fokus digitale Vermarktung, klar und was mich einfach so begeistert hat, war dieses Machen, also wir haben nicht lange gequatscht, sondern wir haben einfach gemacht, wir haben losgelegt, wir sind ins Risiko gegangen, ganz klar und. #00:03:04-2# Yannic Tremmel: Ja, hatten damals aber auch noch wenig zu verlieren. #00:03:05-9# Norman Glaser: Hatten wenig zu verlieren, ja. Na gut. #00:03:08-2# Yannic Tremmel: Nur uns selbst. (lachen) Ja. #00:03:09-8# Norman Glaser: Aber hatten ja eigentlich auch einen guten Job, aber was uns angetrieben hat, war letztendlich wirklich was Eigenes auf die Beine zu stellen. #00:03:18-5# Yannic Tremmel: Ja, absolut. #00:03:20-2# Norman Glaser: Das Ganze zu pushen und vielleicht für unsere Zuhörer, wir beide sind Geschäftsführer von MARKENKONSTRUKT und noch von so ein paar anderen Firmen. #00:03:29-2# Yannic Tremmel: (lachen). #00:03:29-8# Norman Glaser: Und wenn wir eine Firma gründen, dann machen wir das immer zusammen. Aus MARKENKONSTRUKT wurde quasi so eine Art Holding, eine Dachgesellschaft für verschiede Companies, nämlich einmal die Consulting, die MK Consulting, wo wir quasi das Beratungsgeschäft abbilden zum Thema digitale Markenführung. #00:03:47-1# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). #00:03:47-3# Norman Glaser: Wir haben die MK Interactive, wo wir unsere eigenen technischen Lösungen. #00:03:53-1# Yannic Tremmel: Ein Zuhause. #00:03:53-2# Norman Glaser: Vertreiben, ein Zuhause geben, genau. Und es gibt noch eine Intermedia, was quasi die Vermarktungsgesellschaft darstellt für unsere interaktiven Multitouch-Systeme. #00:04:03-3# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend), genau. Ganz nebenbei haben wir total viel Spaß noch geile Projekte zu entwickeln wie Come2coach, was gerade in Würzburg am Start ist, ein kleines Startup. #00:04:11-9# Norman Glaser: Startup. #00:04:11-9# Yannic Tremmel: (unv.). #00:04:13-1# Norman Glaser: Auch sehr cool. Und wir teilen uns die Verantwortlichkeiten so ein bisschen. Mein Part ist das Thema Kreation und Beratung, auch Strategie. Dein Part ist natürlich auch die Beratung, die Konzepte, die wir zusammen gestalten, aber vor allen Dingen natürlich auch ganz klar die Projektleitung. Also bei dir laufen im Grunde alle Fäden zusammen und du führst quasi unsere MARKENKONSTRUKT Mannschaft in Würzburg. #00:04:40-3# Yannic Tremmel: Genau. #00:04:40-6# Norman Glaser: Und wir sitzen jetzt gerade hier in Amorbach in der Kreativschmiede, um mal so einen freien Kopf zu kriegen und das war jetzt schon wieder ein längeres Intro über dich. #00:04:51-9# Yannic Tremmel: (lachen) #00:04:52-5# Norman Glaser: Jetzt lasse ich dich mal zu Wort kommen. Vielleicht kannst du noch bisschen was zu dir also als Privatperson, wer ist der Yannic privat und natürlich auch so ein bisschen geschäftlich was erzählen. #00:05:02-9# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Ja wie, wer und was bin ich privat. Mitte 30. #00:05:09-8# Norman Glaser: (lachen). #00:05:10-1# Yannic Tremmel: Also meiner Frau erzähle ich immer, auch wenn die das natürlich weiß, Mitte 30, sportlich, humorvoll. #00:05:15-9# Norman Glaser: (lachen). #00:05:16-1# Yannic Tremmel: Und natürlich gutaussehend. Das heißt auch ein bisschen lustig, das haben wir uns zum Glück bewahrt und ja klassisch BWLer, auch wenn ich glaube ich das nicht so verkörpere oder lebe und schon immer ja Lust auf Technik gehabt, schon immer gebastelt, gebaut, in verschiedensten Richtungen, aber sage mal, Digitales begleitet mich eigentlich seit ich ja dreizehn, vierzehn bin. Damals mit dem ersten Computer wochenlang beschäftigt, mit dem Geld auch von der Konfirmation damals. Welches Gerät kaufe ich mir, davor immer bei Freunden ein- und ausgegangen, Amiga, Commodore C64. Also das war und ist schon immer letztendlich ein Thema gewesen, was mich begleitet hat und immer noch begleitet, das heißt sollte ich mal ein bisschen Freizeit, in der Regel so ab 22 Uhr, wenn die. #00:06:20-0# Norman Glaser: Kinder im Bett sind. #00:06:21-7# Yannic Tremmel: Wenn die Kinder im Bett sind, dann ist das durchaus auch immer noch ein Thema, sich mit dem PC zu beschäftigen. Nichtsdestotrotz Mac ist mit natürlich eine zweite Leidenschaft geworden, auch dank MARKENKONSTRUKT und ja das ist eigentlich so das zum Persönlichen. Ansonsten ja beruflich gestartet in Frankfurt, schon immer agenturseitig unterwegs gewesen, in verschiedensten Ausprägungen, unter anderem auch mal ausgeliehen gewesen an XBox, hatten damals die erste interaktive Fußballweltmeisterschaft konzipiert und auch damals in Berlin ausgerichtet. Gibt es heute noch, wird nicht wirklich so nachhaltig vermarktet, aber ja freut sich trotzdem einer gewissen Fanbase und ist meiner Meinung nach auch ein tolles Projekt, was sicherlich auch, wenn wir dazu noch im Laufe des Gespräches kommen, mit Hilfe von interaktiven, neuen Medien und Technologien sicherlich auch noch weiter zu entwickeln und ja dann wegen der Liebe damals nach Würzburg gekommen und ja und eben dort zusammen im. #00:07:44-6# Norman Glaser: Sesshaft geworden. #00:07:44-8# Yannic Tremmel: Keller mit dir ja gearbeitet. #00:07:48-7# Norman Glaser: Ja geil, ja. Wir starten ja immer unsere Interviewreihe wie du weißt mit einem Lieblingszitat. Gab es so ein Zitat in deinem Leben, was dich so nachhaltig so begleitet hat oder was irgendwie so ein Gamechanger war? #00:08:04-3# Yannic Tremmel: Ich kann jetzt, kenne jetzt gar nicht die deutsche Eins zu Eins Übersetzung, aber so vielleicht der eine Spruch, der mich begleitet, ist, dass hervorragende Dinge niemals aus der Komfortzone heraus entstehen. Und ich glaube das war oder ist ja auch ein Thema, was uns damals bewegt hat aus dem Keller, aus dem festen Jobverhältnis rauszugehen und zu sagen, wir versuchen es, wir haben eine Idee, wir haben eine Vision, wir glauben an was und wir machen das jetzt ohne darüber nachzudenken, ob das vielleicht bedeutet, dass es etwas unbequemer wird und ich glaube, das begegnet uns ja auch immer wieder in unseren Projekten, du machst dann tolle Projekte und erfolgreiche Projekte, wenn du Leute hast, die im Zweifel auch diesen Weg bereit sind mit dir zu gehen oder zumindest bereit sind nicht immer 100 Prozent zu wissen, wo es am Ende hinführen muss. #00:09:03-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend), ja. #00:09:04-4# Yannic Tremmel: Das ist auch meiner Meinung nach unweigerlich so, wenn du dich im digitalen Bereich beschäftigst oder mit digitalen, interaktiven Medien. Es ist einfach so vielschichtig und es ergeben sich so viel Optionen und Möglichkeiten, dass man das ganz schwierig am Anfang alles hundertprozentig abstimmen kann. #00:09:23-6# Norman Glaser: Ja, also bin ich absolut in Resonanz mit dir einfach zum Thema Komfortzone, weil das ist auch irgendwie so ein Image, was wir uns aufgebaut haben bei MARKENKONSTRUKT, dass wir uns freuen, wenn wir ein Briefing bekommen, aber wir das Briefing eigentlich noch nie erfüllt haben, sondern wir haben es eigentlich erstmal immer hinterfragt und sind damit natürlich unbequem geworden und haben unser Gegenüber aus der Komfortzone rausgeholt, um mit den Erfahrungen, die wir einfach auch gesammelt haben, das Konzept zu hinterfragen. Macht das wirklich Sinn, das, was wir dort lesen oder braucht das Briefing vielleicht noch eine Schleife oder so. #00:10:03-4# Yannic Tremmel: Ja genau. Absolut. #00:10:04-3# Norman Glaser: Heißt halt auch, dass wir unsere Kunden so ein bisschen rausfordern auch jedes Mal. #00:10:10-1# Yannic Tremmel: Ja, aber also meiner Meinung nach ist es wirklich so, dass wir die erfolgreichsten Projekte wirklich bestreiten, wenn wir das auch wirklich leben. Also wenn wir auch die Möglichkeit haben Ideen und Konzepte gemeinsam mit dem Kunden weiterzuentwickeln und uns nicht sklavisch an das halten müssen, was gefordert ist. Weil im Grunde bist du nur dann ausführendes Organ und auch nur so gut wie das Briefing letztendlich selbst ist. #00:10:37-4# Norman Glaser: Yannic, wie du weißt sind ja oder stehen ja unsere Zuhörer von MARKENKONSTRUKT.FM auf coole Stories. #00:10:47-8# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). #00:10:48-6# Norman Glaser: Gab es in deinem Leben so einen Moment, in dem du es wirklich schwer hattest oder gab es so einen Moment, wo du sagst, da ist mir ein Fehler passiert oder der so nachhaltig irgendwas in dir verändert hat? Gab es so einen Moment? #00:11:06-2# Yannic Tremmel: Ich weiß gar nicht, ob es diesen einen Moment gibt und ich glaube diese Momente gibt es immer wieder. Also, wenn du nach dem einen Moment fragst, würde ich sagen, im Positiven natürlich die Hochzeit, ja also eher was auf privater Ebene, was dich verändert oder die Geburt der Kinder. Beruflich würde ich die Frage verneinen, weil es gibt, gab für mich nicht diesen einen Moment, sondern es ist eine Anreihung vieler Momente, die letztendlich das aus einem macht, was du bist und ich erinnere mich an eine Skifahrer-Situation auf der Hütte sitzend, wo ein Kollege damals gesagt hat, du bist die Summe deiner Erfahrungen und ich habe das damals nicht wirklich verstanden, was er damit sagen will. Mittlerweile weiß ich, was er damit sagen wollte, also jedes Projekt prägt dich, jedes Projekt setzt durchaus auch einen Veränderungsprozess in dir in Gang, lässt dich darüber nachdenken wie du mit Dingen umgehst, wie du kommunizierst und ich glaube das hat einfach dazu geführt, dass wir uns auch immer wieder hinterfragen, auch selbst hinterfragen und auch immer wieder besser machen wollen. Also nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn etwas nicht funktioniert oder es hätte vielleicht besser laufen können, sondern wirklich das zum Anlass zu nehmen und zu sagen, okay das nächste Mal machen wir es besser. #00:12:32-2# Norman Glaser: Ja, ja. Wenn du so zurückblickst und mal so unsere Firmengeschichte, jetzt beschäftigen wir uns ja sehr stark mit dem Thema Digitalisierung, digitale Transformation, wir wollen Unternehmen helfen auf dem Weg digitale Geschäftsmodelle, aber auch Geschäftsprozesse zu hinterfragen, neu zu entwickeln oder auch weiterzuentwickeln. Gab es für dich so in deiner beruflichen Laufbahn bei MARKENKONSTRUKT so ein Momentum, wo du sagst, so ein Aha-Moment, wo du sagst, krass wir sind jetzt im digitalen Zeitalter jetzt auch mal für uns so als Company wirklich angekommen, also wir merken jetzt, dass das wirklich eine große Relevanz darstellt. Gab es so einen Moment, wo du sagst, ja da ab diesem Zeitpunkt für mich oder mit diesem Projekt hat eigentlich für mich das so angefangen im Kopf so ein Umdenken? Fällt mir TUI spontan ein. #00:13:38-4# Yannic Tremmel: (...) Ja oder Douglas. Ja also. #00:13:40-8# Norman Glaser: Oder ja Douglas ist auch sehr gut. #00:13:42-0# Yannic Tremmel: Ja also ich musste gerade so ein bisschen überlegen, weil viele Projekte natürlich einen sehr hohen digitalen Anteil schon seit jeher haben, aber die Überlegung glaube ich damals sehr wegweisend war zu überlegen, okay wie können wir die Sicht verändern, wie müsste ein Unternehmen aufgestellt sein, um mit dieser, ja mit der digitalen Einstellung auch der Kunden heutzutage, da mitzukommen, Schritt zu halten, sich das zunutze zu machen, also ich denke da auch an kürzliches Konzept für Seat, das wir gemacht haben, wo wir gesagt haben, okay was hat sich eigentlich verändert? #00:14:30-0# Norman Glaser: Ja absolut. #00:14:30-6# Yannic Tremmel: Und wir festgestellt haben, auf Unternehmens- oder Anbieterseite hat sich nicht wirklich viel verändert und verändert sich auch immer nur dann was, wenn der Druck von außen so groß ist, dass es eigentlich schon wieder fast zu spät ist und meiner Meinung das ja auch der Unterschied ist zu diesen großen oder momentan großen Unternehmen aus Amerika, zu denen alle immer schauen, die einfach sich zur Aufgabe und zur Kultur gemacht haben, ein Gamechanger zu sein ja. Und wenn es keine Company oder Unternehmen gab, die auf dem Gebiet schon unterwegs war, dann denken die sich einfach, dann machen wir halt eine und das ist glaube ich so der große Unterschied zu unserer europäischen Kultur, da bewegt man sicher erst, wenn man wirklich merkt, okay alle anderen tun es fast auch schon. Ich muss da wohl mitziehen. #00:15:24-4# Norman Glaser: Ist auch so interessant, man muss ja diese Pioniere erstmal finden. Also wir entwickeln ja auch eigene Projekte, wo jetzt kein Auftraggeber hinter uns steht, sondern wo wir ja selber initiativ unterwegs sind und man muss ja wirklich die Persönlichkeiten, wirklich einen Markt finden, die sagen, ich schiebe das mit an, ich bin ein Pusher, also ich bin jemand, der das mitbewegen will das Thema. #00:15:47-2# Yannic Tremmel: Also vielleicht auch nochmal kurz auf die Frage davor zu kommen, um da abzuschließen. Es ist ja wirklich so, selber auch die Erkenntnis und die Überzeugung zu bekommen und dahinterzustehen, hinter dem was man auch den Unternehmen empfiehlt, das ist ja, sagen vielleicht viele, aber für uns wirklich eine Herzensangelegenheit die Unternehmen dabei zu begleiten diesen Prozess einzuleiten der Digitalisierung und sich damit zu beschäftigen und auch gemeinsam zu evaluieren, wie weit muss das denn gehen. Reden wir hier tatsächlich über das Geschäftsmodell oder reden wir hier tatsächlich nur über eine Kommunikationsstrategie. Und ja die Erkenntnis einfach zu haben, dass sich Informationen, wie Informationen fließen und damit natürlich auch Kaufverhalten sich verändert, dass das immer weiter digitalisiert werden wird, egal in welcher Branche. Ich glaube, wenn man mit dieser Grundeinstellung Projekte oder auch Briefings hinterfragt oder sich damit auseinandersetzt, dann kommt man unweigerlich ins Gespräch und dann entwickeln sich daraus auch unweigerlich Konzepte, die zumindest die richtige Richtung haben. Man muss jedoch diese Erkenntnis für sich gewinnen und man muss sich auch damit anfreunden, dass wie hatte der eine Zukunftsforscher letztes Jahr mal gesagt? Dass sich jede Branche früher oder später verändern wird und die Frage ist, welche Rolle möchte man spielen und? #00:17:20-2# Norman Glaser: Also nicht, ob sich was verändert, sondern wie will ich mitspielen eigentlich? #00:17:22-9# Yannic Tremmel: Ja genau. #00:17:23-5# Norman Glaser: Genau, ja. Wenn du mal so privat, geschäftlich, also so an dich persönlich denkst, welche Bedeutung hat so das digitale Zeitalter für dich? Also ist es vielleicht jetzt auch, mal so einen kleinen Schwenk zu machen, ist es manchmal vielleicht auch eine Last? #00:17:42-4# Yannic Tremmel: Ja. (lachen beide) #00:17:44-9# Norman Glaser: Genau. #00:17:45-1# Yannic Tremmel: Definitiv! Also es fällt unglaublich oder es ist unglaublich schwierig loszulassen finde ich und da bin ich auch absolut von überzeugt und wenn Leute sagen, es wird aufgrund dieser Digitalisierung und Virtualisierung auch Räume geben, in welcher Form auch immer, wo man genau das nicht will. Also ich war bei der Physiotherapeutin letzte Woche, weil ich vor lauter Sitzen und Autofahren Rückenprobleme und in ihrer Praxis hast du keinen Handyempfang und das war so mit das Erste, was mir aufgefallen ist und das zeigt eigentlich wie abstrus das ist. Du gehst zu einer Masseurin in die Praxis und dir fällt auf du hast keinen Handyempfang. Also das passt irgendwie ja gar nicht zusammen, aber das zeigt glaube ich ganz gut wie man heute durchaus auch abhängig sein kann oder verhaftet sein kann mit Telefon, mit mobilen Rechnern und plus diesen ganzen Services, die auf diesen Geräten angeboten werden. Also man fühlt sich ja fast schon wirklich ausgegrenzt, wenn man nicht die Möglichkeit hat seine E-Mails abzurufen, eine E-Mail zu schreiben, einen Messenger zu bedienen oder eine Zeitung online aufzurufen. #00:19:06-2# Norman Glaser: Gibt es was, wo du so für dich privat sagst, das unternehme ich, um mich ganz bewusst jetzt mal abzuschotten und zu sagen, jetzt mache ich mal Familie oder also gibt es was, was jetzt ein bisschen weiter geht als nur Handy aus oder so, was du dir überlegst oder schaffst du so Rituale, wo du sagst, ab diesem Zeitpunkt mache ich das Handy aus? #00:19:25-0# Yannic Tremmel: Ja, genau. Also ich, es sind eher, also das Handy ist glaube ich nie aus muss ich gestehen, aber es gibt Rituale, in denen das Handy keine Rolle spielt oder auch, wenn mal Kommunikationsmedien keine Rolle spielen und das ist tatsächlich zuhause. Also wenn ich versuche den Abend mit der Familie zu verbringen, dann ist zwischen sagen wir mal sieben und zehn, das ist würde ich mal behaupten somit eine handyfreie Zeit und das tut auch ganz und ich glaube, wenn man es, es ist auch bewusst und ist auch allen Beteiligten bewusst, also man reagiert dann lustigerweise natürlich auch sehr behutsam oder fast schon gereizt, wenn dann jemand anderes dieses Ritual bricht. (lachen beide) Wenn man dann anfängt, es geht ja bei den Kindern schon los, wenn die dann doch das Handy haben wollen und oder irgendjemand eine SMS bekommt und man sich dann schon fragen muss, sage mal, kann man das Gerät auch einfach mal beiseitelegen und anders ja zunutze machen oder anders miteinander beschäftigen, aber da helfen die Kinder natürlich schon ungemein, die sagen, Bilderbuch anschauen, Eisenbahn bauen. Wobei auch da mittlerweile gibt es Eisenbahnen für Kleinkinder ab drei Jahren, die du über dein Smartphone steuern kannst. Also das ist schon verrückt, also die Sachen haben noch keinen Einzug erhalten und ich glaube das werden wir uns auch schenken. #00:20:55-1# Norman Glaser: Ja. Aber da bin ich völlig bei dir. Ich glaube das muss, ich glaube um digital zu bestehen oder arbeiten zu können, braucht es unbedingt auch das Gegengewicht. Es braucht einfach dieses offline gehen und den Fokus verändern. Digitale Medien hin oder her, aber dass man einfach mal raus ist aus der Nummer und mal eben nicht erreichbar ist ne. Diese ständige Erreichbarkeit. #00:21:15-2# Yannic Tremmel: Ja und nur dann beschäftigst du dich im Zweifel auch kritisch. #00:21:17-2# Norman Glaser: Ja genau, ja. #00:21:17-8# Yannic Tremmel: damit. Also in Phasen oder in Hochphasen, wenn du dein Handy eigentlich rund um die Uhr in der Hand hast und bearbeitest wirst du dich damit nicht kritisch auseinandersetzen, sondern du wirst dann anfangen darüber nachzudenken, ist das gut und ist die Intensität auch die richtige, wenn du es weglegst, weil dir dann auffällt, wie lange du es im Zweifel schon nicht mehr weggelegt hast, ausgemacht hast oder wie schwer es dir fällt ohne zu sein. Und das stößt dann einen Denkprozess an, ganz klar, aber es ist nichtsdestotrotz eine sehr tolle Erfindung und ich glaube. #00:21:54-7# Norman Glaser: In die wir reingewachsen sind. #00:21:56-1# Yannic Tremmel: Genau. #00:21:56-3# Norman Glaser: Also unsere Generation ist reingewachsen. Unsere Kinder, die kennen eine handyfreie Zeit gar nicht mehr. #00:22:00-5# Yannic Tremmel: Nein und auch die Entwicklung, die das Ganze genommen hat, also von Nokia oder Siemens vorher. Nokia XDA Orbit und. #00:22:10-8# Norman Glaser: Palm. #00:22:11-9# Yannic Tremmel: Palm und Blackberry und ja. #00:22:15-6# Norman Glaser: (Sekus?). #00:22:17-0# Yannic Tremmel: Touchgesteuerte Smartphones, also ist Wahnsinn. #00:22:20-6# Norman Glaser: Yannic, warum hat aus deiner Sicht die Digitalisierung in Zukunft eine so große Bedeutung für Unternehmen? #00:22:28-4# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Weil die Frage, die ich dann zurückspiele an dich ist, was bedeutet Digitalisierung? Ich glaube, dass Digitalisierung per se deshalb allein schon notwendig ist, um Schritt zu halten mit der Zielgruppe, um dem Informations- und Kaufverhalten der Zielgruppe gerecht zu werden und die große ja Sache, die damit ja einhergeht mit der Digitalisierung, sagen wir mal von Märkten erstmal ja und vom Informationsverhalten ist, dass sich natürlich Tür und Tor öffnet für neue Anbieter, für sagen wir mal, auch Unternehmen aus anderen Bereichen. Wir hatten das ja auch schon mal thematisiert, dass auch Prozesse nicht nur komplizierter werden, weil Digitalisierung stattfindet, sondern oftmals natürlich auch einfacher und das bedeutet, dass Unternehmen auf einmal, die eben noch Partner waren, auch zu Mitbewerbern werden können, weil sie einen Zugang finden zu dem vermeintlichen Endkunden über digitale Medien und es ist einfach wichtig sich mit dem Thema zu beschäftigen, um seine Position im Markt zu behaupten, um seine Position im Markt auszubauen und um in der jetzigen Situation auch zu bewerten, ob es nicht neue Marktchancen gibt, die sich daraus erschließen, eben aufgrund dieses veränderten Kommunikationsverhaltens und das bedeutet für mich eigentlich Digitalisierung oder ist der Motor für die Digitalisierung. Der Motor sind nicht die Unternehmen selbst, die sagen, ey wir wollen Prozesse grundsätzlich digitalisieren, ja, um Kosten zu sparen, weil das findet ja seit jeher statt und das findet ja immer nur in dem Ausmaß statt wie es bequem ist, sondern Digitalisierung muss meiner Meinung nach so verstanden werden, dass man grundsätzlich sein Geschäftsmodell überprüft, grundsätzlich seine Positionierung überprüft und grundsätzlich überprüft, wer ist Zielgruppe und wie bewegt sich die Zielgruppe im virtuellen Raum, im realen Leben und wie informiert sich die Zielgruppe und wie kauft die Zielgruppe. Und das verändert sich und das verändert sich aufgrund der Digitalisierung rasant und schnell und deswegen sollte man sich damit beschäftigen. #00:24:56-3# Norman Glaser: Ja. Wir weisen ja auch immer wieder darauf hin, dass das eine Aufgabe der Unternehmensführung ist. #00:25:00-4# Yannic Tremmel: Definitiv. #00:25:01-0# Norman Glaser: Ja. Oder genau da angesiedelt und initiiert werden soll und eigentlich nicht oder weniger die Aufgabe der Fachabteilung selber ist, sondern dass es im Grunde genau darum geht, Fachabteilungen intern wie extern zusammenzubringen, um dann letztendlich wirklich Innovationen zu entwickeln, Geschäftsmodelle zu hinterfragen, weiterzuentwickeln und so weiter, um das Kerngeschäft zu hinterfragen, inwieweit kann das den Prozess der Digitalisierung durchmachen und genau. #00:25:31-2# Yannic Tremmel: Ist ja auch oder ein Indiz dafür ist ja, wenn wir mal den Übergang finden zu dem ganzen Thema Technologien und wenn man das gerade, weil wir das über Smartphones ein oder andere Mal schon hatten, mal darüber reden über Virtual Reality und Augmented Reality, muss man sich ja fragen, bei all der Digitalisierung, welche Geschäftsmodelle gibt es denn, die sich diese Technologien zunutze machen? Meiner Meinung nach kaum welche, die darauf aufbauen und es gibt überhaupt ganz wenige Apps, die das glaube ich vernünftig mainstreamen, also im Mainstream einsetzen. Mal abgesehen davon, dass glaube ich Audi eine Werbung macht, wo sie diese Technologien aufgreifen, um die Innovationskraft zu verkörpern. Ist aber doch wirklich die Frage, inwieweit die Unternehmen selbst solche Technologien auch pushen und also es ist wieder ein Indiz dafür, dass sie es nicht pushen. Also zumindest nicht die europäischen, deutschen Unternehmen, sondern es wird sicherlich dann in zwei, drei Jahren eine Company geben, die sagt, ey da ist eine Technologie, die basiert auf Virtual Reality, auf Augmented Reality, wobei ich da glaube, Virtual Reality wird noch den viel größeren Impact haben, weil Augmented Reality letztendlich so ein bisschen vorbereitet hat auf das, was da kommt und was möglich ist und diesen Wow-Effekt und Leute sensibilisiert hat, aber was Virtual Reality für Möglichkeiten bieten wird, das haben wir glaube ich noch gar nicht begriffen und wird im Grunde aber wahrscheinlich auch erst dann aufgegriffen von der Industrie und von den Unternehmen, wenn es Kunden gibt, die aktiv da nachfragen und sich dieser Technologie bedienen beziehungsweise andere Unternehmen auf den Markt kommen, die sich diese Technologie zunutze machen, um ihre Produkte besser, schneller, erfolgreicher zu vermarkten. #00:27:25-7# Norman Glaser: Ich denke auch das werden Startups sein, die das entwickeln und dann natürlich, da hatte ich ja mit der Anne Schüller schon im Podcast gesprochen, die dann von der Industrie aufgekauft werden, um diese Innovationen ihr Eigen nennen zu dürfen. Aber lass uns doch noch ein bisschen auf den Gedanken expandieren, der Virtual Reality Technologie. Was kommt auf uns zu, was wird in Zukunft spannend sein? Womit kann man sich jetzt schon im Labor beschäftigen ne, aber weil so richtige Geschäftsmodelle lassen sich da ja jetzt im Moment noch nicht so wirklich ableiten. Aber gib uns doch mal so einen kleinen Einblick in deine Welt. #00:28:06-9# Yannic Tremmel: Ja in meine Welt (lachen beide), ja also so wie ich die Sache momentan sehe und bewerte. Es ist noch Gimmick und es ist und was wir erwarten können? Ich habe vor ein paar Monaten gesagt, es wird sicherlich oder man könnte jetzt schon eine Psychiatrie für all die aufmachen, die sie in diesem virtuellen Raum verlieren werden, weil jeder, der mal so eine Brille spaßeshalber auf hatte, der erlebt Dinge, wenn sie denn gut gemacht sind, die schon wirklich beeindruckend sind und wenn man an dieses Phänomen Second Life zurückdenkt, was es ja immer noch gibt, aber bei weitem nicht mehr so gehyped wird, wie viele Leute da sich verloren haben oder in World of Warcraft und diesen ganzen Spielen, wo Leute schon süchtig werden von ihrer Rolle, in diesem vermeintlich virtuellen Raum, aber tatsächlich ja noch im realen Leben stattfindet, muss man sagen bei Virtual Reality verschmilzt das extrem. Also diese Linie zwischen echt und unecht, die ist nochmal deutlich schmaler geworden und jeder, der mal sich das ein oder andere YouTube Video dazu angeguckt hat, gibt es zum Beispiel eines von unserem Lieblings-YouTuber PewDiePie, dem erfolgreichsten YouTuber, der natürlich all diese, den Fancy Stuff wie unsere Entwickler sagen, natürlich auch schon ausprobiert und Videos gemacht hat, der wird erleben wie verrückt das ist. Und ich glaube, das, was momentan im Bereich Virtual Reality zu erleben ist, ist ja nur der Anfang. Die Gaming Branche ist da natürlich auch mit ganz weit vorne, die pushen das, die machen sich das natürlich sehr stark zunutze. Ich glaube es gibt auch das, eines der ersten Spiele so ein Climbing, also so ein Kletterspiel, wo du mit einer Brille dann den Berg hochkletterst und wenn du nach unten schaust, so diese Tiefe hast. Das ist schon sehr beeindruckend und macht deutlich, was möglich ist. Und jetzt ist natürlich die Frage, wie lassen sich daraus für Unternehmen Geschäftsmodelle ableiten? Also ich glaube mit als erstes wird diese ganze Conferencing Szene davon profitieren und Fortbildungs-, Weiterbildungsbereiche, weil du natürlich ein sehr tolles Gefühl vermittelt bekommst der vermeintlich echten Realität, aber dabei hast du eine Brille auf, aber du sitzt in einem Hörsaal oder du sitzt in einem Vorlesungsraum, du sitzt bei einer Weiterbildung, du siehst deine Kollegen, die neben dir sitzen, obwohl sie ja gar nicht neben dir sitzen. Du hast die Möglichkeit auch zu interagieren, das heißt du hebst die Hand und du hebst tatsächlich die Hand. Ich glaube das ist ein Erlebnis, das muss jeder einfach erstmal erleben, was das bedeutet, im echten Leben die Hand zu heben und das überträgt sich im virtuellen Raum, also das ist ja für den Kopf, was da stattfindet, ein Feuerwerk an Emotionen und wenn man mal in die Zukunft denkt, dann ist das für mich letztendlich auch durchaus im Bereich Fernsehen und Informationswiedergabe natürlich ein absolut relevantes oder eine relevante Technologie. Also wenn man sich überlegt die Fifa, EM findet ja jetzt statt, ich glaube da wird Virtual Reality noch nicht wirklich eine Rolle spielen, aber wer weiß, bei der WM vielleicht, dass man sagt, es wird auch ein Virtual Reality Angebot geben und wenn ich dann im Stadion sitze. #00:31:42-2# Norman Glaser: Sehr cool. #00:31:42-6# Yannic Tremmel: und wenn ich. #00:31:43-8# Norman Glaser: Anderes Erlebnis. #00:31:44-3# Yannic Tremmel: an, ja und auch als Vermarkter, um dann wieder über Geschäftsmodelle zu denken, so was anbieten kann und dann praktisch ja unendlich viele Sitzplatzkarten verkaufen könnte ja, weil ich höre das, ich erlebe das, ich sehe vermeintlich auch die Fans im Stadion um mich rum und ich bin einer von vielen, dann ist das natürlich absolut verrückt und wenn ich dann noch daran denke, dass ich dann auch nur die Werbung gezeigt bekomme auf den Werbebanden unten auf dem Spielfeld, die für mich relevant sind. #00:32:15-4# Norman Glaser: Krass! #00:32:15-6# Yannic Tremmel: dann bekommt Big Data und all die anderen Begrifflichkeiten nochmal eine ganz andere Dimension. Setzt aber voraus, dass natürlich auch die, sagen wir mal die produzierende Technik dann Schritt hält, dass die Kameratechnik da Schritt hält, weil das Erlebnis ist nur so gut letztendlich wie sie inszeniert ist oder wie es inszeniert ist und da, aber das ist Wahnsinn. Also ich glaube da werden wir auch noch unseren Spaß haben, die Art und Weise wie man Informationen erleben wird, wie man damit auch Marken erleben wird, wie man Produkte erleben kann, aber auch wie man relaxen kann und das ist ja vielleicht auch ein Thema oder es ist ein Thema, was wir jetzt in ein paar Wochen mit ALIUD wieder gemeinsam machen werden beim Jubiläum sozusagen, setze dich hin, ziehe eine Brille auf und relaxe ja und du bist am Strand, du bist offside, du hörst nichts um dich herum, glaube ich gibt auf jeden Fall schon mal einen ganz guten Eindruck wie man sich auch im Positiven in dieser Technik verlieren kann. #00:33:23-1# Norman Glaser: Also ich glaube das wäre natürlich ein wichtiger Punkt, dass die digitalen Medien oder auch gerade diese interaktiven oder virtuellen Medien dazu helfen ja und wenn es eine Meditation ist, also, dass sie mir einfach gesundheitlich zum Beispiel einen Vorteil bringt oder ich gewisse Coachings wahrnehmen kann oder wie du sagst, ein Erlebnis wahrnehmen kann. Also das ist wieder diese Licht- und Schattenseite dieser Technologie, die eine glaube ich auch eine hohe Abhängigkeit schaffen kann, wenn ich an so diese Gaming-Szene denke, weil du ja doch durch die Brille total abgeschottet bist ja und guckst dann auf die Uhr und dann sind acht Stunden vergangen, hast dann die schwarzen Ränder im Gesicht. #00:34:03-3# Yannic Tremmel: (lachen beide) Ja die Frage ist, wer übernimmt Verantwortung dafür und wie geht man damit um, aber im Grunde ist die Frage ungeklärt und die ist ja auch heute schon ungeklärt. Also ich habe glaube ich gestern im Radio gehört, dass irgend so ein Mädchen verunglückt ist in Frankreich und das aber mehr oder weniger dokumentiert hat und das dann ins Netz gestellt hat währenddessen. Also es ist auch da natürlich die Frage, wie willst du das handeln, wem gibst du die Verantwortung dafür? Also ich glaube da ist einfach auch ein enormer Bedarf aufzuklären und den Leuten irgendwie den Umgang damit irgendwie auch zu erklären und das auf eine gesunde Art und Weise zu instrumentalisieren. #00:34:55-8# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. Vielleicht nochmal der Gedanke, wir wollen ja auch ein paar Mehrwerte den Zuhörern mitgeben, die ja da Unternehmer, Führungskräfte und Manager sind. Wie nähere ich mich als Unternehmen diesem Thema der neuen Technologien? Also vielleicht muss ich nicht immer der, dieser First Mover sein oder der Pionier der Branche, aber so ganz ausblenden kann ich es ja auch nicht. Wer ist da verantwortlich im Unternehmen, ist das jetzt klassisch die IT-Abteilung, die ab morgen VR Brillen aufsetzen und einkaufen oder also hast du einen Tipp oder wie kann sich ein Unternehmen diesem Thema nähern? #00:35:40-1# Yannic Tremmel: Ja also der erste Schritt meiner Meinung nach ist immer über die Strategie. Also ich glaube es macht oder es ist nicht nachhaltig eine Technologie einzusetzen, um eine Technologie einzusetzen. Das kann man mal machen, das ist so dieses Typische, wir sind auf einer Messe oder wir haben mal ein Event, ein Jubiläum. Aber um es wirklich nachhaltig zu implementieren, braucht es eine Strategie, braucht es auf jeden Fall auch einen Grund und braucht es ein Konzept, ja. Und auf jeden Fall auch jemand, der das Thema treibt, der dafür verantwortlich ist, der die Verantwortung auch übernimmt und wer das im Unternehmen ist, ich habe ITler erlebt, die wären durchaus dafür geeignet. Ich habe aber auch ITler erlebt, die bei den dadurch entstehenden Prozessen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden. Also es ist eher eine Typ-Frage und hängt ein Stück weit auch wahrscheinlich von der Organisationsstruktur ab. Viel wichtiger als die Titelbezeichnung oder sagen wir mal die Abteilung ist glaube ich einfach, wie gehe ich mit dieser Person um, welche Möglichkeiten gebe ich dieser Person auch Prozesse zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Einfluss zu nehmen auf strategische Dinge, weil die Implementierung von solchen Technologien, auch wenn sie auf einer Strategie begründet sind, da werden Fehler passieren und da werden auch Dinge passieren, die man im vornherein wie ich eingangs sagte nicht hundert Prozent planen kann und nicht hundert Prozent steuern kann. Und diese Person, die braucht das hundertprozentige Vertrauen, die braucht Entscheidungsmöglichkeiten. #00:37:25-5# Norman Glaser: Freiheiten. #00:37:26-3# Yannic Tremmel: Freiheiten. #00:37:27-4# Norman Glaser: Absolut. #00:37:27-8# Yannic Tremmel. und Leidenschaft für das Thema, auch über den Tellerrand hinauszudenken. Und wenn man das dieser Person gibt, dann bin ich sicher, wenn die Strategie stimmt, dann kann das auch zum Erfolg werden und kann das das Unternehmen weiterbringen und kann das ein Baustein sein im Rahmen einer Strategie im Bereich der Digitalisierung. #00:37:47-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Für wen lohnt sich das so ein Lab aufzumachen im Unternehmen. Also sind das immer die, die Blue Chips, die DAX-Unternehmen oder ab welcher Unternehmensgröße sagst du macht das Sinn? Wirklich so ein Forschungslabor eigentlich einzurichten, um mal zu sagen? #00:38:06-2# Yannic Tremmel: Mhm (bejahend). Ja ich weiß auch hier nicht, ob die Größe entscheidend ist, sondern das Ziel, das ich habe. Und letztendlich ist es ja, dass wenn ich es selber nicht leisten kann, dann kann ich mir ja andere Unternehmen suchen, die das zusammen mit mir auf die Beine stellen. Und das könnten ja auch branchenübergreifende Labs sein, also wo man einfach sagt, man tut sich zusammen, man schafft eine Infrastruktur, man findet die richtigen Leute, die dieses Thema treiben können und jeder zieht für sich dann die Erkenntnisse aus diesem Feld oder aus diesem Labor und entwickelt das dann branchenspezifisch weiter. Ja, ich glaube, was einem klar sein muss ist, dass der Einsatz von so einer Technologie natürlich Geld kostet, also die Entwicklung, die Implementierung, die Betreuung. Das ist im Grunde ja ein eigenes Marketingfeld, ein eigenes Vertriebsfeld, also es hat einfach Ausprägungen in alle Abteilungen und Bereiche, die man in so einer, in so einem Unternehmen hat. Also Geschäftsführung ist natürlich strategisch involviert, das Marketing in der Vermarktung und der Art und Weise wie auch Produktinformationen aufbereitet werden müssen, der Vertrieb darin, wie setze ich solche Tools ein, die IT, wie schaffe ich die richtige, notwendige Infrastruktur, wie gehe ich auch mit Service- und Supportfragen um und so weiter. Also da skalieren sich sicherlich die Kosten auch mit Unternehmensgröße, aber geeignet ist die Technologie für jedes, im Grunde für jedes Unternehmen, ja. #00:39:54-5# Norman Glaser: Yannic, die Zeit ist vorangeschritten. (lachen beide) Vielleicht zum Schluss und ich glaube wir können unseren Zuhörern schon jetzt versprechen, dass wir in den nächsten Monaten auf jeden Fall noch ein paar Folgen zusammen aufnehmen, um immer mal wieder so über den Markt zu berichten. #00:40:09-5# Yannic Tremmel: Ja oder auch auf dem Blog Projekte vorstellen zu dem Thema, wo wir sagen, all diejenigen, die das interessiert oder die sich auch einfach mal zu dem Thema austauschen wollen, stellen wir Informationen zur Verfügung. Wie gesagt, das ganz konkrete nächste Thema ist ja das Jubiläum jetzt im Juni, wo wir diese Technologie dann auch mal einsetzen und vor allem Menschen damit konfrontieren, die damit noch gar keine Berührungspunkte hatten. Und das sind ja dann immer die spannenden Momente. #00:40:35-9# Norman Glaser: Absolut. Wir berichten darüber, von den (Erfahrungen?). #00:40:38-6# Alles, was du genannt hast, an Links auch zu diesem YouTube Film, den ich sehr beeindruckend finde zum Thema VR, verlinken wir in den Shownotes. Yannic, hast du vielleicht eine Empfehlung, wo man interessante Informationen nachlesen kann? Gibt es so eine Quelle, die du, so eine Internet Ressource, die du nutzt? #00:40:58-1# Yannic Tremmel: Ja. Also meine favorisierte Quelle ist iBusiness. #00:41:04-7# Norman Glaser: Sehr cool ja. #00:41:05-2# Yannic Tremmel: Ja, also das was mit dem Herrn Graf, heißt glaube ich der Chefredakteur, hatten wir ja auch schon letztes Jahr Berührungspunkte auf unserer Perspektive, auf diesem Event. #00:41:15-1# Norman Glaser: auf der Messe, ja. #00:41:15-8# Yannic Tremmel: Genau. Und ihn als Keynote Speaker eingeladen. Ist, das ist ein Medium, was meiner Meinung nach absolut am Puls der Zeit agiert, was absolut zeitrelevante Themen aufgreift und vor allem auch vernünftig recherchiert und oftmals auch mit Studien, Analysen belegt und das ist ja gerade auch für die Argumentation für uns gegenüber Geschäftsführern, Vorständen und so. #00:41:42-3# Norman Glaser: Wichtig. #00:41:43-1# Yannic Tremmel: Wichtig. Ja. Um auch glaubwürdig zu sein und Projekte auch nachhaltig aufzusetzen. #00:41:50-0# Norman Glaser: Sehr cool. Verlinken wir auch in den Shownotes. #00:41:52-9# Yannic Tremmel: Gerne. #00:41:53-1# Norman Glaser: Yannic, den letzten Tipp für unsere Zuhörer, für unsere Unternehmen in Sachen digitale Transformation oder digitale Markenführung? #00:41:59-2# Yannic Tremmel: Locker bleiben. (lachen beide) #00:42:02-1# Norman Glaser: Locker bleiben. #00:42:03-7# Yannic Tremmel: Ja. #00:42:04-2# Norman Glaser: Yannic, ich danke dir für das Interview. Hat total Spaß gemacht und freue mich auf die nächsten Folgen und die nächsten Berichte und sage Danke! #00:42:13-3# Yannic Tremmel: Bitte! #00:42:13-9# Norman Glaser: Bis bald! #00:42:14-9# Yannic Tremmel: Bis bald! #00:42:15-4# Norman Glaser: (lachen beide) Ciao! #00:42:16-8#[/et_pb_toggle]   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. 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    Björn Erbslöh | Experte für Social Media und Content Marketing

    · PERSONAL BRANDING | Entfalte das Potenzial deiner Persönlichkeit als Marke in Zeiten der Digitalisierung

    Kurzportrait von Björn Erbslöh 5 Jahre Project Manager bei der massklusive GmbH in den Bereichen Strategische Beratung und Project Management der Marken- und Produktkommunikation im Social Media Marketing Seit 2013  Unit Director Berlin Expansion des Berliner Büros bei der DELASOCIAL GmbH und erweiterte Führung interdisziplinärer Teams. Verantwortlich für die Bereiche Neugeschäftsakquise und Ausbau der Kooperation mit Agentur-Partnern und Beratung und Projekt-Management im Content und Social Media Marketing für die Bereiche Consumer Electronics, Pharma, Medizintechnik und Business Security Software 4 Punkte für mehr Erfolg im Social Media und Content Marketing Geschwindigkeit in der Redaktion und mehr Ad-hoc-Themen aufnehmen Konsistenz der Markenbotschaft stetig überprüfen und etablieren Social Media und Content Management-Prozesse inhouse regelmäßig überprüfen und anpassen Budgets zum Experimentieren bereitstellen, etwas Neues probieren und schnell dazulernen Kontaktinformationen Website Xing LinkedIn Empfohlene Internet-Ressourcen Evernote - Digitalisierung sämtlicher Notizen und Dokumente Wunderlist - Aufgabenmanagement Ecosia - Suchmaschine, die mit Werbeeinnahmen Bäume pflanzt Mobile Apps MyFitnessPal Evernote Wunderlist Musikempfehlung Tango Argentino Buchempfehlung Creativity, Inc. (Ed Catmull) - E-Book - Hörbuch - Buch Capital in the 21st Century (Thomas Piketty) - Buch   [et_pb_toggle admin_label="Toggle" title="Podcast in Textform" open="off" use_border_color="off" border_color="#ffffff" border_style="solid"] Norman Glaser: Herzlich willkommen. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM, dem Podcast zum Thema digitale Markenführung. Mein Interviewgast heute ist Björn Erbslöh. Björn, vielen Dank für deine Zeit. Schön, dass du da bist. Bist du ready und hast du Bock? #00:00:35-7# Björn Erbslöh: Ich bin ready und ich habe Bock. Lass uns starten. #00:00:39-6# Norman Glaser: (lacht) Cool! Björn, kurz zu dir. Du bist Junior Director in Berlin und arbeitest für das Unternehmen DELASOCIAL. Wenn wir beim MARKENKONSTRUKT mit unseren Strategieprojekten an Konzepten arbeiten, wofür wir tiefergehendes Wissen beziehungsweise Erfahrung zum Thema Social Media und Content Marketing brauchen, dann bist du als Experte bei DELASOCIAL unsere erste Wahl. Was mich immer wieder begeistert, ist, dass du zu einer Aufgabenstellung in den gerade genannten Bereichen auch immer die Abkürzung kennst und genau das wollen wir heute gemeinsam mit dir etwas herausarbeiten, um unseren Zuhörern ein paar wertvolle Learnings mit auf den Weg zu geben. Das vielleicht so als kleiner Abriss, als kleiner Umriss und Intro über dich. Vielleicht kannst du dich kurz selber vorstellen? Wer ist der Björn privat und was genau dein Business ist? #00:01:34-9# Björn Erbslöh: Ja gerne Norman. Also ich bin würde ich sagen recht vielseitig interessiert. Deswegen bin ich dann auch in diesem Beruf gelandet. Ja, privat interessiere ich mich für Kultur, Architektur, Kunst. Versuche viele Inspirationen zu finden und dann auch in meinem Beruf einzubringen. Ich berate Unternehmen im Rahmen ihrer digitalen Kommunikationsstrategie und das ist eigentlich auf verschiedene Branchen mittlerweile angewachsen. Da gehört Software und Technologie, aber auch Consumer Electronics dazu. Ebenso Pharma, Medizin und Automobil. Ich mache das Ganze seit 2008 und durfte als kleinen Meilenstein 2012 ein Berliner Büro für die Agentur DELASOCIAL gründen und bin immer noch dabei dieses Büro weiter aufzubauen und zu expandieren. #00:02:32-6# Norman Glaser: Ja, Berlin ist der Hotspot, gerade für Startups. Ist ein großes Thema. #00:02:36-0# Björn Erbslöh: Also es ist eine ganz tolle Atmosphäre ja. Ich bereue das in keinem Fall und man kann natürlich auch sehr viele Branchenevents mitnehmen, sehr viel Inspiration dann eben. #00:02:46-7# Norman Glaser: Ja. Cool. Björn, stelle dir vor, du bist auf einer Speednetwork-Party. Wie würdest du dein Business so in zwei, drei Sätzen kurz umschreiben? #00:02:56-3# Björn Erbslöh: Ja, also ich würde es vielleicht in der Form zusammenfassen, dass ich denke, dass Beziehungen zwischen Marken und Zielgruppen eigentlich der wichtige Kit sind, um Erfolg zu haben auf stark gesättigten Märkten und das ist genau mein Business. Diese Beziehung über digitales Marketing, über Social und Content Marketing zu stärken. Das Ganze nicht nur service- oder produktbezogen, sondern auch mal kampagnenbezogen. Da hat es auch eine sehr starke Professionalisierung gegeben. Je nachdem in welche Richtung die Reise gehen soll, entwickeln wir ein Konzept und können von der Strategie bis zur Umsetzung und dann auch natürlich der Analyse diese Produktpalette liefern und bieten. #00:03:50-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Okay. Gibt es so einen Glaubenssatz so in deinem, kann auch ein privates Zitat sein oder in deinem Berufsleben. Gibt es so ein Zitat, ein Erfolgsmantra, was du so mit dir rumträgst? #00:04:06-4# Björn Erbslöh: (lacht) Ja also da gibt es etwas, das heißt kurz zusammengefasst, "If you can imagine it, you're halfway there" und das ist von dem Peter Hautman. Das ist ein US-Autor. Ich glaube, der hat es sich wiederum von dem früheren Präsident Roosevelt so ein bisschen abgeschaut. Aber das ist eine sehr positive Nachricht, die ich quasi an meinem (lacht) Computer kleben habe und das motiviert mich auch einfach nicht zu schnell ins Bedenken Triggertum oder auf irgendwelche Hürden zu schauen, sondern zu gucken, okay, wenn man es sich vorstellen kann, dann bist du eigentlich schon relativ weit. #00:04:58-0# Norman Glaser: Björn, hast du auch einen Aha-Moment in deinem Leben, wo du sagst, das war für dich so der ganz persönliche Gamechanger? Gab es so einen Moment in deinem Leben? #00:05:10-3# Björn Erbslöh: Also vielleicht war das schon ein früher Gamechanger während meiner Ausbildung. Ich habe eigentlich in der Kreation angefangen, in einer klassischen Werbeagentur und habe da auch damals für ein (unv.) #00:05:24-8# Kunden sehr coole auch dann am Ende mit Preisen ausgezeichnete Kampagne mitentwickelt. Bin aber während dieser Ausbildung in die Beratung gegangen. Also das war halt ein Modul und habe da am Telefon gemerkt, dass mir das sogar noch eher liegt als quasi in der reinen Kreation mit anderen Kreativen sich etwas zu überlegen, etwas auszuprobieren. Also dieser beratende Aspekt am Telefon oder über eine Telko mit Kunden Aufgaben annehmen, verstehen, Lösungen erarbeiten, das eigene Wissen an diese Kunden weitergeben, das hat mir ehrlichgesagt schon, auch, wenn ich damals noch wirklich natürlich sehr juniorig war, hat mir das sehr gelegen, hat mir sehr gefallen und hat dann auch dazu geführt, dass ich aus der Kreation, aus dem Design hin in die Beratung gegangen bin und das war kann man sagen schon recht früher Gamechanger. #00:06:30-4# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja, das ist eigentlich auch die perfekte Überleitung eigentlich auch, um mal auf das Thema Social Media und Content Marketing zu kommen, denn ich erkläre oder ich also, wenn es um das Thema Marke geht, dann versuche ich auch immer beide Pole zu berühren, nämlich auf der einen Seite den Inhalt und auf der anderen Seite den Ausdruck. Also Inhalt für Content und der Ausdruck die Kreativität, wie bringe ich das Ganze emotional rüber. Was bedeutet für dich, Thema Social Media und Content Marketing, als Teil der Unternehmensstrategie der digitalen Kommunikationsstrategie eines Unternehmens? #00:07:13-1# Björn Erbslöh: Mhm (bejahend). Ja, also man kann da natürlich sehr viel über die Kunden einmal lernen. Wir sind über diese Tools in der Möglichkeit auf Augenhöhe zu kommunizieren, im Dialog zu kommunizieren. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch die User verstehen. Nicht jeder User würde ich mal bezweifeln, möchte sich am Tag mit Kleenex oder mit einer Automarke oder mit einem anderen Markenunternehmen auf Augenhöhe unterhalten. Also die Möglichkeiten sind vielfältig sich mit den Kunden zu beschäftigen und ihre Bedürfnisse zu erkennen. Aber man darf sich auf der anderen Seite auch nicht zu viel versprechen, dass #00:07:59-2# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:07:59-5# Björn Erbslöh: Für sich die User die Bude einrennen und dann über bestimmte Themen diskutieren möchten oder sich austauschen möchten, die jetzt gerade das Unternehmen auf der Agenda hat. Also da ist sehr viel Sensibilität gefragt und auch sehr viel Marktbeobachtung gefragt um eben die richtigen Themen herauszusuchen, die dann auch User zu Interaktionen bewegen und wenn wir jetzt mal Marketing als eine der Kerndisziplinen im Unternehmen ansehen, (unv.) #00:08:36-9# sollte natürlich ein großen Einfluss auch auf andere Unternehmensbereich haben. Denn am Ende möchten wir mit dem Produkt oder Service unsere Kunden begeistern und zum Kauf animieren. Ja dann kann man eigentlich heutzutage würde ich sagen nicht mehr darauf verzichten, diese Möglichkeiten online zu nutzen, um die User besser kennenzulernen und Produkte und Services zu verbessern. #00:08:59-0# Norman Glaser: Das ist ein super wichtiges Thema. Also, dass man im Grunde das Thema Social nicht als Insellösung betreibt, sondern integriert sie. Also inwieweit strahlt das auf andere Bereiche im Unternehmen aus. #00:09:09-2# Björn Erbslöh: Ganz genau, ganz genau. Also da muss natürlich auch noch sehr viel mehr Austausch inhouse passieren, nicht irgendwelche Silostrategien verfolgt werden, sondern eben Bereiche miteinander verbunden werden. Das sehen wir aber auch, dass da auf unserer Kundenseite sehr viele Abteilungen mittlerweile involviert werden. Ich sage mal, vor 6 Jahren war das noch stark in der PR aufgehängt. Mittlerweile gibt es eigene natürlich Online Marketing Departments, aber auch Social Media Abteilungen, die sich nur damit beschäftigen und natürlich auch dann die Ansprechpartner sehr fit und sehr im Thema über neue Ansätze und Lösungen diskutieren können. Also es macht ehrlichgesagt immer mehr Spaß, weil sich der ganze Markt professionalisiert und man merkt, dass die Akzeptanz größer wird und auch sehr viel Input von den Unternehmen kommt. #00:10:12-8# Norman Glaser: Ja. Jetzt hast du gerade gesagt, dass ihr mit Unternehmen zusammenarbeitet, die in der Regel sogar eigene Abteilungen haben, die sich mit dem Thema Social Media und Content Marketing auseinandersetzen. Jetzt gibt es ja durchaus Studien, die belegen, dass sich viele Unternehmen gerade zum Thema Digitalisierung per se, wenn man das mal als großen Begriff da drüber baut, aber auch in der digitalen Kommunikation noch nicht so wirklich gut positioniert haben im Markt. Kannst du vielleicht nochmal umreißen, wie wichtig das aus deiner Sicht ist, dass ich mich als Unternehmen, zum Beispiel ein kleines mittelständisches Unternehmen oder durchaus auch ein größeres Unternehmen, was noch so dieses klassische Marketing macht, was so aus deiner Sicht die Bedeutung der sozialen Netzwerke, der sozialen Medien ausmacht? #00:11:05-9# Björn Erbslöh: Ja, also man muss sich natürlich auch vor Augen führen, dass die User einfach an oder sagen wir mal die Zielgruppe immer stärker filtern. Wir sind einer richtigen Informationsflut gegenübergestellt und können halt nur einen bestimmten Prozentsatz davon verarbeiten oder sind auch gewillt das zu verarbeiten. Haben also mittlerweile sehr starke Filter entwickelt. Und zusätzlich kommen natürlich noch technologische Entwicklungen wie Adblocker und Ähnliches, die eben dann auch verhindern, dass die klassische Werbung zu meiner Zielgruppe vordringt oder, dass das überhaupt auf deren Display erscheint. Auch im Fernsehen, in der Klassik, ich muss zugeben, dass ich mittlerweile fast nur noch in der Mediathek oder über Netflix Entertainment Programme wahrnehme. Also die klassischen Werbeblöcke, die erreichen mich nicht mehr unbedingt im TV oder Radio, vielleicht am ehesten sogar noch out of home oder eben online und da muss sich jeder mit auseinandersetzen, denn diese Regeln gelten eigentlich für alle Marktteilnehmer. Man sollte jetzt auch nicht glauben, dass man das Budget, was ich quasi ja dann im TV oder woanders bisher allokiert habe, wenn ich das jetzt auf neue Kanäle im Netz umleite, dass es dann sehr viel, dass es quasi umsonst ist und sehr viel günstiger ist, aber man kann halt sehr viel mehr damit erreichen, wenn es richtiggemacht wird. Also Stichwort Streuverluste und Click-Through-Rates generieren. Das Ganze kann im Vergleich zu klassischer Werbung sehr viel effizienter eingesetzt werden, wenn man denn auch das Tracking richtig einstellt und dann natürlich nachhaltig optimiert. #00:13:12-5# Norman Glaser: Ja. Lass uns mal noch einen kleinen Schritt zurückgehen. Lass uns mal über ein Unternehmen reden, was das klassische Marketing betreibt, also Printanzeigen, vielleicht mal einen Radiospot. Jetzt gar nicht mal so sehr TV, sondern einfach so dieser klassische Marketing Rundumschlag. Und was ich immer wieder von den Unternehmen höre, ist Thema personelle Ressourcen. Womit fange ich eigentlich an? Wie nähere ich mich dem Thema? Wie ergänze ich vielleicht meine Vermarktungsstrategie oder mein Vermarktungsportfolio? Gibt es da so aus deinen Erfahrungen ein paar Hacks oder ein paar Hinweise einfach wie ein Unternehmen sich dieser neuen Aufgabe in der Vermarktung nähern kann und wie man sowas sukzessive aufbaut? Das geht ja nicht von heute auf morgen. Man kann es ja nicht vollständig ersetzen und sagen, ab morgen machen wir Facebook. #00:14:08-9# Björn Erbslöh: Ja. Also da gibt es natürlich dann auch verschiedene Prozesse, die man erstmal durchlaufen muss. Also ich denke, es beginnt erstmal mit einem experimentellen Budget, was man dafür zur Seite legen sollte und dann verschiedene Methoden einmal auch ausprobieren kann. Idealerweise holt man sich natürlich einen Experten an die Seite, um dann auch verschiedene Tests durchzuspielen, die recht schnell Ergebnisse liefern und also die Amerikaner sprechen immer von diesen Fast Failures. Schnell Erkenntnisse bringen, also was funktioniert auch in der Regel eher nicht und was ist dann etwas, was funktioniert, darauf können wir uns fokussieren. Also jedes Unternehmen hat natürlich eine eigene Agenda und ich glaube, es wäre jetzt falsch zu sagen, man muss auf Facebook sein und auf YouTube und damit ist es durch, sondern man muss sich das schon sehr genau anschauen, welche Kanäle bei der jeweiligen Zielgruppe richtig sind, richtig angesiedelt sind #00:15:22-7# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:15:23-1# Björn Erbslöh: Und wofür möchte das Unternehmen auch stehen. Also es gibt da vor allem natürlich erstmal die Strategie, die bearbeitet werden muss, um dann eine Roadmap zu entwickeln, an der man sich dann langarbeitet. Also wir planen in der Regel die nächsten 12 Monate mit den Kunden und haben dann auch verschiedene Szenarien, die wir da einbauen, wenn es jetzt um die Werbeplanung geht. Auf welchen Netzwerken machen wir den Wasserfall und auf welchen anderen Netzwerken machen wir eher die Gießkanne, also das Grundrauschen, auf dem möchten wir vielleicht in einem kleineren Maße präsent sein, um Learnings zu generieren. #00:16:08-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Also, was ich total genial fand gerade in deiner Aussage ist und das sehe ich ganz genauso, ist dieses im Marketing in der Vermarktung zu lernen. Also mit der Community zu interagieren, Dialoge aufzubauen und wirklich zu schauen, was funktioniert und was funktioniert nicht. Also nicht irgendwas einzukaufen, eine Facebook-Fanpage einzukaufen, sondern einfach zu sehen, was macht für mein Business, für mein individuelles Geschäftsmodell tatsächlich Sinn. Okay. Wo wir gerade dabei sind so ein paar Takeaways zu generieren, kannst du nochmal vielleicht, wenn wir gerade bei Facebook sind, vielleicht hast du noch so ein paar Tipps, wie kann ich vielleicht erfolgreicher Posts absetzen auf meiner Fanpage, meiner Unternehmens-Fanpage? #00:16:53-6# Björn Erbslöh: Also da gibt es sicherlich, also natürlich auch diverse Faustregeln, die in die Richtung gehen, lieber kürzer als zu lang. Recht schnell emotional auch vom Vokabular werden. Allerdings wollen wir natürlich auch nicht in Richtung Click Baiting gehen, also auf (unv.) sozusagen da so ein bisschen spektakulär versuchen aufzutreten. Da gibt es auch viele Negativbeispiele. Also ich glaube, dieses Handwerkliche, das kann man sehr gut dann auch im Kundengespräch einmal durchspielen. Mir wäre es wichtig vielleicht auch strategisch doch ein paar Tipps mitzugeben, die ich so für 2016 oder auch später sicherlich auch noch relevant finde. Da geht es einmal darum, wenn wir jetzt mal so die Top 4 aus meiner Liste nehmen würde, da geht es einmal darum die Geschwindigkeit zu erhöhen. Also viele Unternehmen da draußen planen halt immer noch in zweimonatlichen Redaktionsplänen oder einmonatlichen Redaktionsplänen. In der Regel ist Social Media schneller und da ist es sicherlich von Vorteil, wenn man auch auf aktuelle Themen noch stärker eingehen kann. Also zum Beispiel die Redaktion auf einen kürzeren Zeitraum als einmonatlich in der Planung geht. Dann als zweiten Punkt würde ich sagen, die Konsistenz der Botschaft der Botschaft ist ein Imperativ, auch, wenn es jetzt um das Branding geht. Wir haben natürlich bei vielen Unternehmen auch die Situation, dass unterschiedliche Abteilungen Aspekte in die Redaktion mit einbringen möchten und am Ende kann das natürlich von der Varianz her sehr spannend werden, aber es kann natürlich auch beliebig werden und die Konsistenz in der Botschaft, in der Markenkommunikation ist sicherlich ein weiterer wichtiger Punkt. Wir sehen auch, dass auf der Prozessebene oft mal, gerade, wenn es jetzt um die geht, die noch am Anfang steht, dass da oftmals am Anfang etwas aufgeräumt werden muss. Also ganz klar unterschieden werden muss, welche Leistung kann das Unternehmen inhouse abbilden. Was kann an eine Agentur ausgelagert werden und auch eine realistische Einschätzung der Ziele. Da sehen wir auch oft noch Beratungsbedarf. Dass man sich halt klarmacht, welche Zahlen wollen wir hier erreichen und spielt das quasi mit der Unternehmensstrategie zusammen, dass man sich dort also am besten erstmal eine geschätzte Zahl überlegt und dann darauf hinarbeitet. Das ist nach meiner Erfahrung besser als ohne KPIs zu arbeiten. Und zu guter Letzt würde ich auch noch ein Budget für Experimentieren empfehlen. Indem man einfach bei diesem sehr dynamischen Markt immer etwas noch in petto haben kann, um etwas auszuprobieren. Thema sind natürlich auch sehr stark Livestreaming und Realtime Angebote in sozialen Netzwerken. Also, wenn da eine Messe ansteht oder ähnliche Events, lohnt es sich da mal etwas auszuprobieren und dann mit einem Experimentierbudget zu arbeiten. #00:20:24-9# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Wenn wir mal die andere Seite beleuchten. Was mir auch in meinen Beratungsgesprächen immer wieder begegnet ist die Angst sich online zu präsentieren und einem Publikum zu stellen, was natürlich auch negativ über mich schreiben würde. Hast du vielleicht noch so ein paar Tipps wie ich Negativ-Postings begegne oder vielleicht sogar mit einem Shitstorm umgehe? #00:20:56-3# Björn Erbslöh: Ja. Also die erste Regel sollte eigentlich nach meiner Erfahrung lauten, keine Angst vor Shitstorms bevor man quasi sich Sorgen macht und gar nicht erst ins Netz traut, weil da könnte ja auch einmal ein negativer Kommentar auf der Seite erscheinen, sollte man sich einfach erstmal bewusstmachen, was man alles gewinnen kann durch diesen Schritt auf die User zuzugehen, auf Augenhöhe zu kommunizieren, in den Dialog zu treten. Es gibt da natürlich auch sehr viele Learnings. Es ist so, es können Fehler auf Unternehmensseite passieren, die dann sich natürlich auch auf den sozialen Medien dann wiederspiegeln, also die User auf die Unternehmen zugehen und dort manchmal ihrem Ärger Luft machen. Allerdings ist unsere Erfahrung ganz klar, dass man das sehr gut steuern kann, indem man von vornherein authentisch und ehrlich und mit der Situation umgeht und sachlich und auf Augenhöhe die Position vertritt, die das Unternehmen dann auch einnehmen muss. Also man erinnert sich vielleicht jetzt an, jetzt fahren natürlich eher die großen Unternehmen ein mit Lebensmittel-Rückholaktionen oder #00:22:30-1# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:22:30-7# Björn Erbslöh: Solchen Dingen. Aber es gibt halt auch Situationen, wo natürlich kleinere Unternehmen mit einem Produkt einen Fehler entdecken und es dann rechtfertigen müssten. Also schönerweise haben wir in unserer Redaktion immer wieder mal die Erkenntnis gehabt, dass man bei einer sachlichen Argumentation auch viele User auf seine eigene Seite holen kann, die dann wiederum im Namen des Unternehmens argumentieren. Also, wenn man eine starke Community hat, wenn man generell ein Unternehmen, ein beliebtes Unternehmen ist, die Services und Produkte sind in der Regel erfolgreich und dann ist da mal ein Fauxpas dabei, greifen auch recht schnell die User ein und nehmen quasi auch die Seite des Unternehmens ein. Es ist natürlich auch wichtig da bestimmte Prozesse inhouse zu definieren. In der Regel ist es auch in der PR, Unternehmenskommunikation schon professionell aufgesetzt. Man muss dann halt Social Media und Content Marketing natürlich da mit annehmen und idealerweise früh reagieren und vor allen Dingen offen und sachlich argumentieren. #00:23:59-1# Norman Glaser: Ja. Also ich glaube auch, dass die Vorteile einfach überwiegen in den sozialen Netzwerken präsent zu sein und ich glaube, wenn immer nur alles gut ist, dann ist es auch nicht wirklich echt. Also selbst, wenn mal Kritik kommt, ist das, wie du sagst, Learning des Unternehmens sich weiterzuentwickeln, Services zu verbessern, Produkte zu verbessern und daraus vielleicht auch und das ist jetzt auch die schöne Brücke zum Thema Content Marketing, vielleicht daraus auch eine positive Story zu machen, also das umzudrehen und denjenigen, der da negativ schreibt, der da vielleicht ein negatives Erlebnis mit dem Produkt des Unternehmens hat, vielleicht daraus auch diesen Gamechanger zu machen, zu sagen, okay wir besuchen den jetzt direkt, übergeben den Gutschein und machen das irgendwie live auf Facebook oder drehen einen Film für YouTube und erzählen, dass wir uns um unsere Community kümmern, zum Beispiel. Vielleicht Content Marketing. Warum hat das heute so eine große Relevanz. Also, wenn man sich die Medien anschaut und hier und da das immer wieder liest, welche Bedeutung hat das für das Unternehmen, für die Marke, Geschichten zu entwickeln, zu schreiben? #00:25:10-1# Björn Erbslöh: Ja, also es ist einfach ein wirklich spannender Trend, der sicherlich auch nicht komplett neu ist, aber sich jetzt durchgesetzt hat. Also es ist ja auch unglaublich, was da gerade an Unternehmensfusionen stattfindet, um auch diesen Markt bedienen zu können. Das ist sicherlich so, dass User an Inhalten stärker interessiert sind als an sage ich jetzt mal platten Werbebotschaften. Wir sprachen schon über die Filter, die wir alle haben und sehr streng quasi damit umgehen, was wir quasi mit welchen Inhalten wir unsere Zeit verbringen wollen. Content Marketing bietet halt eine sehr gute Mechanik, um Mehrwerte an die User weiterzugeben, das Wissen eines Unternehmens zu teilen, echte Geschichten zu erzählen von Konsumenten, von Kunden des Unternehmens, also sogenannte User Case Studies et cetera zu präsentieren, die ein echtes authentisches Bild in der Regel vermitteln und natürlich auch dann etwas Zeitbedarf beim User einfordern. Also es ist natürlich so, dass man mit einem Inhalt, mit einem Artikel, mit einem Video etwas mehr Zeit verbringt als jetzt mit einer Anzeige, die ich kurz irgendwo aufblättere oder einem Banner, der mir angezeigt wird, aber genau diese Zeit, die der User da investiert, das ist natürlich ideal, um die Markenwerte des Unternehmens zu übermitteln. Der User ist in einer offenen Haltung, ist interessiert und idealerweise kann dann auch das Unternehmen alle wichtigen Markenwerte mit diesem Content kommunizieren und übermitteln. Also ich glaube, da kommt so dieser Trend her und auch der Erfolg dieses Trends her. #00:27:21-1# Norman Glaser: Ja. Also Aspekt des Teilens und einen Value zu schaffen, also der eng natürlich an der Marke aufgehängt ist und auf eine gewisse Weise, ich mag den Begriff zwar nicht, aber Bindung oder nennen wir es Verbindung mit dem Kunden, dass der immer wieder bei mir vorbeischaut und immer wieder auch konsequent irgendwie dort Mehrwerte findet in meiner Plattform. #00:27:50-0# Björn Erbslöh: Ja ganz genau. Also ich finde, es ist auch ganz interessant, wenn man sich damit auseinandersetzt, was können wir denn da alles erzählen und das ist ja oft dann auch so die erste Hürde, die ein Unternehmen überbrücken muss. Welche Inhalte können wir denn unseren Usern da bereitstellen und ich würde auch gar nicht immer die Meinung vertreten, das muss sich jetzt unbedingt mit dem Service oder dem Produkt ganz nah auseinandersetzen und es muss eigentlich die ganze Zeit nur um das Unternehmen gehen. Es kann auch ein etwas ferner angesiedelter Inhalt von der Thematik her sein. Wichtig ist aber, dass die Markenwerte im selben Maße damit übermitteln kann. Also, wenn es jetzt gar nicht zwingend nur mit dem Produkt zu tun hat, ist es nach meiner Erfahrung nicht so wild, weil wir trotzdem den User in einer Erwartungshaltung erreichen, wo er offen ist, sich mit uns zu beschäftigen und sich mit uns auseinanderzusetzen. Und da werden dann natürlich auch automatisch Services und Produkte von Unternehmen berücksichtigt. Hier geht es wirklich erstmal darum die Markenwerte transportieren zu können. #00:29:13-0# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Was wieder eine Unternehmensstrategie oder eine Kommunikationsstrategie voraussetzt, dass man weiß, für welche Werte möchte man eigentlich stehen. #00:29:22-2# Björn Erbslöh: Genau. #00:29:22-9# Norman Glaser: Kannst du vielleicht auch nochmal, also ich hatte auch schon in einer der vorgehenden Podcast-Folgen mal so das Thema, entwickle deinen Avatar, dein Zielgruppenavatar, der ja extrem wichtig ist, wenn ich Content Marketing machen möchte. Kannst du da vielleicht aus deiner Sicht noch ein bisschen was dazu sagen, wie wichtig es ist, seine Zielgruppe wirklich zu kennen? #00:29:45-3# Björn Erbslöh: Natürlich, das ist sehr wichtig und es gibt da ja auch mittlerweile diverse Tools, um das zu professionalisieren. Also vom Tracking oder von den Möglichkeiten Social Media Auswertungen zu machen, können wir sehr genau sehen und auch oft Überraschungen belegen, dass sich die Zielgruppe dann doch nochmal von dem unterscheidet, was man am Anfang im Kopf hatte oder diejenigen, die sich positiv mit einem Service oder Produkt auseinandersetzen, dass die oftmals dann auch nochmal ein paar Aspekte, Persönlichkeit mitbringen, die man am Anfang nicht auf der Uhr hatte und die normale Herangehensweise bei uns ist eigentlich immer dieser Personabeschreibung, dass wir uns damit auseinandersetzen, welche persönlichen Merkmale hat diese Zielgruppe neben dem Soziodemographischen vielleicht sogar teilweise noch wichtiger, also was für eine Erwartungshaltung bringt diese Zielgruppe mit und sich dann auch damit beschäftigt bei der Personabeschreibung oder Avatarbeschreibung, was sagt diese Person, was denkt diese Person oder was fühlt diese Person und was tut diese Person. Das sind so diese 4 Aspekte, die man einmal durchspielen sollte, um wirklich ein ganzheitliches Bild von der Zielgruppe zu erhalten.  #00:31:19-8# Norman Glaser: Ja. Gibt es vielleicht so ein paar Methoden? Du hast jetzt gerade schon so die 4 Aspekte, die man sich selbst vielleicht beantworten kann, genannt, aber gibt es vielleicht so ein paar Methoden oder Tools, womit ich vielleicht noch ein genaueres Zielgruppentracking machen kann? Weil das eine ist das, was ich glaube, meine Zielgruppe zu sein und was ich immer wieder erlebe ist, dass keine Fokussierung stattfindet, sondern man sich vielleicht im Marketing oder in der Vermarktungsstrategie sagt, eigentlich kann das jeder gebrauchen. Also wie wichtig ist es da vielleicht sogar mit einem Vertical zu bauen, sehr spitz in den Markt zu gehen? Aber welche Tools gibt es, um das Ganze irgendwie zu selektieren vielleicht, um das vielleicht zu erforschen, herauszufinden, wer konkret Interesse an meinen Inhalten hätte? #00:32:10-0# Björn Erbslöh: Mhm (bejahend). Ja, also wir haben natürlich auch recht früh schon mit dem Thema Social Media Monitoring und Listening gearbeitet. Am Anfang eher, um zu belegen, was die Social Media Marketing Aktivitäten denn alles bringen. Also was war jetzt der virale Effekt? Hat sich das in weitere Netze, in weitere Kreise im Netz ausgebreitet? Also quasi Belege dafür schaffen, wie weit eine Nachricht getragen wurde. Diese Tools im Social Media Listening Bereich bieten aber natürlich auch die Möglichkeit die Zielgruppen näher kennenzulernen in dem Sinne, einmal nach dem Vokabular zu suchen oder nach Inhalten zu suchen, die wir jetzt unserer Zielgruppe zuschreiben. Also bestimmte Lebensweisen, bestimmte Produkte, die die verwenden, bestimmte Hobbies, die sie haben und dann aber innerhalb der Analyse auch zu schauen, was gibt es das für Alternativen. Also benutzen die dasselbe Vokabular wie wir in der Marketingkommunikation? Kann man sich da etwas abschauen, das vielleicht viel relevanter wäre auch in Sachen SEO, Optimierung der Inhalte? Also durch diese Analyse ergeben sich da in der Regel natürlich auf der persönlichen Seite nochmal Erkenntnisse, aber dann auch auf der demographischen Seite in dem Sinne, dass man auch einsehen kann teilweise das Alter oder der Wohnort oder bestimmte Dinge, die dann Aufschluss darüber geben können, welche soziodemographischen Aspekte diese Zielgruppe hat. Also am besten auch am Anfang einmal Zeit in die Analyse investieren, sich den Input holen, das auswerten und dann vielleicht auch mit diesem Input erst die klassische Marktforschung starten. Also das kann man auch sehr gut kombinieren in der Regel. #00:34:21-8# Norman Glaser: Ja. Dann ist das eigentlich die klare Empfehlung, wenn ich nicht gerade ein Solopreneur bin, der sich dann vielleicht selbst mit diesem Thema intensiv auseinandersetzt, dann kann ich auf jeden Fall auf Partner zählen wie ihr das seid bei DELASOCIAL, die das dann als Grundlage der weiteren Zusammenarbeit natürlich auch zusammen mit euren Kunden natürlich auch entwickelt. #00:34:45-4# Björn Erbslöh: Richtig. Das ist quasi über die Jahre immer weitergewachsen und wir schauen da, dass wir quasi am Puls der Zeit bleiben. Es gibt auch externe Tools, (unv.) #00:34:58-9# zugreifen kann. Aber ja, also mit der dynamischen Entwicklung der sozialen Netzwerke entwickeln sich natürlich auch die Tools weiter, um die User in diesen Netzwerken zu messen, die Aktivitäten zu messen. Also ich sehe auch nicht, dass das irgendwann endet (lacht). Das wird sicherlich noch weitergehen. #00:35:23-6# Norman Glaser: Ja. Kannst du uns sagen, was oder kann man das überhaupt generell sagen? Wahrscheinlich nicht. Aber welcher Content besonders gut geht? Also wir merken ja auch, dass immer wieder auch neue Netzwerke entstehen wie jetzt kürzlich zum Beispiel Snapshat, was es zwar schon seit ein paar Jahren gibt, aber so der richtige Hype, der bricht jetzt gerade erst auf. Gibt es so oder kann man so irgendwie pauschalisieren und sagen, der Content geht besonders gut? #00:35:54-5# Björn Erbslöh: Also pauschalisieren ist immer schwierig. Ich glaube, da gibt es auch in der Regel keine einfachen Antworten. Man muss da für das jeweilige Unternehmen sicherlich etwas Zeit investieren und dann die optimale Form finden. Aber es gibt natürlich ein paar mechanische, methodische Aspekte, die man bedenken sollte. Das hat mit Textlänge zu tun, das hat vor allen Dingen auch mit Usability zu tun. Die sozialen Netzwerke wie Facebook und Co. sind ja auch sehr daran interessiert und es ist auch bei Snapshat der Fall, die User auf den Kanälen zu halten und bieten immer mehr Anzeigenformate an, um quasi im sozialen Netzwerk die Inhalte des Unternehmens zu zeigen und abzuspielen. Auch ganz einfach vor dem Hintergrund, wenn ich jetzt da rausleiten würde und auf die jeweilige Unternehmensseite leite, dann gibt es nochmal eine Ladezeit und Ladezeiten führen zu Frustrationen und Abbruch. Also gibt es da sehr viel Möglichkeiten, neue Möglichkeiten Inhalte in den sozialen Netzwerken sehr gut abspielen zu können und dann eben auch beim User die Begeisterung zu generieren, die man sich wünscht. #00:37:26-7# Norman Glaser: Also zum einen entwickeln sich die technischen Möglichkeiten in eine ganz besondere Richtung. Also, wenn ich daran denke, ich kann heute einen Livestream auf Facebook machen. Gar nicht so lange her seitdem das erst möglich ist. Ich kann Emotion über Videos transportieren. Dank der größeren Bandbreite kann ich hier wirklich einen hochqualitativen Spot senden anstatt mit Textmengen, die man aufwendig am Bildschirm lesen muss. Also das zu produzieren. Und, wenn wir jetzt alleine den Podcast hier nehmen, man kann relativ schnell und unkompliziert Erfahrungen austauschen, Wissen teilen. Also es sind ganz neue Möglichkeiten. Aber kennst du so Zahlen, wo so der Trend hingeht? Ist das Thema Video wahrscheinlich auf Platz 1, weil es irgendwie alle emotionalen Kanäle bedient? Oder ist es nach wie vor Text, weil natürlich auch eine gewisse SEO-Relevanz in dem Inhalt eine Rolle spielt? #00:38:27-2# Björn Erbslöh: Ja, also da gehen natürlich die Trends auch in verschiedene Richtungen, muss man sagen. Je nachdem, wen man fragt. Ich finde es jetzt gerade super spannend zu beobachten wie auch die Usability-Aspekte mit einspielen in den Trends vom Messenger. Also ich kenne sehr viele User, die oder Freunde, Bekannte wie auch immer, auf Facebook, die natürlich noch ihr Profil dort haben, aber immer stärker sich eigentlich im Messenger aufhalten oder eben fast nur noch auf Whatsapp aktiv sind und das ist natürlich auch im ganzen Markt zu beobachten. Nun ist es also die Frage, wie erreichen wir die User auch im Messenger oder was können wir für Mehrwerte im Messenger als Unternehmen bieten und vor diesem Hintergrund entwickeln sich da auch gerade die Bots mit Funktionen von Facebook und Co., um Unternehmen Möglichkeiten zu geben ihr CRM auch in die Messenger dieser sozialen Netzwerke einzubringen und das ist sicherlich ein Horizont, der näher rückt und wo die Reise gerade sehr stark hingeht. Also wie man in Zukunft auch über Messenger-Nachrichten Inhalte spannend transportiert, damit beschäftigen wir uns gerade intensiv. #00:39:59-2# Norman Glaser: Ja und vielleicht, weil es gerade ein bisschen technisch wurde mit Bots und Co., vielleicht ganz kurz nochmal, welche Möglichkeiten habe ich den Inhalt heute, den ich vielleicht in der Vergangenheit auf meiner Unternehmens-Fanpage hatte, jetzt in den Messenger zu bewegen? #00:40:15-9# Björn Erbslöh: Also da gibt es natürlich dann auch die Möglichkeit über die Direct Messages bei Facebook zu arbeiten, aber wir sehen natürlich auch, dass immer mehr Unternehmen, vor allen Dingen auch Medien Accounts bei Whatsapp anlegen und so dann Nachrichten oder eben Unternehmensupdates et cetera über den Whatsapp Messenger zu ihren Zielgruppen zu bringen. Also da gibt es im Augenblick noch ein paar Workaround-Tools und natürlich eine Handynummer, die man für Whatsapp braucht zu simulieren und dann dort seine Nachrichten quasi einzuspielen. Aber da wird es sicherlich in naher Zukunft auch noch weitere einfachere Möglichkeiten geben, das alles zu steuern. Wir haben das auch bei Facebook gesehen, dass am Anfang die Analysemöglichkeiten noch sehr eingeschränkt waren und die ganzen CRM-Möglichkeiten eingeschränkt waren, mit dem Bedarf der Unternehmen dort den Kundendienst stärker einzubringen oder auch eben die Marketingkommunikation zu betreiben, kommen immer mehr Funktionen hinzu, die das sehr stark vereinfachen. Und das wird es halt auch bei dem Messenger sein. #00:41:42-5# Norman Glaser: Mhm (bejahend). Hast du gerade ein paar Services im Kopf, so Webservices, um so eine Unternehmens-Whatsapp-Gruppe zu initiieren, aufzubauen? #00:41:52-5# Björn Erbslöh: Kann ich jetzt nicht beim Namen nennen. Also müsste nochmal recherchieren ehrlichgesagt. #00:41:58-9# Norman Glaser: Cool! Aber können wir in den Shownotes nachreichen. #00:42:01-7# Björn Erbslöh: Können wir nochmal rausfinden glaube ich. #00:42:01-9# Norman Glaser: Genau. Cool! Björn, wie du weißt, haben wir noch einen ganz besonderen Bereich in unserem Podcast, unsere Quick Q&A Session. In dieser stelle ich dir einfach ein paar Fragen und du versuchst einfach mit kurzen Antworten uns den größtmöglichen Mehrwert rauszuhauen. Bist du bereit? #00:42:21-2# Björn Erbslöh: Lass uns starten. #00:42:23-5# Norman Glaser: (lacht) Okay. Was hat dich anfangs davon abgehalten, dich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen? #00:42:30-9# Björn Erbslöh: Ich glaube, mich hat da gar nichts abgehalten. #00:42:34-1# Norman Glaser: Ja, das denke ich mir. So schätze ich dich ein, Björn. (lacht) Okay. Björn, kannst du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, was du selbst einsetzt? #00:42:44-2# Björn Erbslöh: Ja sicher. Also da bin ich großer Fan von Produktivitätstools wie Evernote, Wunderlist, muss man sagen. Und dann würde ich gerne noch einen Searchbrowser erwähnen. Ecosia. Das ist eine Suchmaschine, die quasi Werbeanzeigen in den Ergebnissen nutzt, um soziale Projekte zu fördern und damit Bäume pflanzt vor allen Dingen #00:43:17-4# Norman Glaser: Sehr cool. #00:43:18-5# Björn Erbslöh: In Afrika. Wir haben eine sehr schön Content Marketing Kampagne mit denen entwickelt. Also Ecosia, der Searchbrowser mit C geschrieben. Kann ich sehr empfehlen. #00:43:29-8# Norman Glaser: Sehr cool. Vor allen Dingen was Nachhaltiges. Das finde ich besonders cool. #00:43:34-9# Björn Erbslöh: Unbedingt. Sehr gute Idee und ist auch sehr erfolgreich. #00:43:38-8# Norman Glaser: Ja. Welche 3 Mobile Apps benutzt du am liebsten? Was ist so auf deinem Startscreen, auf deinem Mobile Device? #00:43:46-7# Björn Erbslöh: Das sind in der Tat die 3 Apps, die ich eben genannt habe. Das sind Wunderlist, Evernote und Ecosia. Ich verbringe auch recht viel Zeit in myfitnesspal, um einfach meine Ernährung und Gesundheit zu tracken, finde ich auch unglaublich spannender Trend dahin und für jemanden, der nicht so viel Zeit hat, nicht so viel Lust hat, sich mit Stift und Zettel irgendwo hinzusetzen, alles auszuwerten, ich glaube solche Apps werden zur Gesundheit sehr positiv beitragen. #00:44:26-9# Norman Glaser: Ja. Das glaube ich auch. Welche Musik hörst du am liebsten? Also vielleicht Musik, die dich irgendwie inspiriert oder die, wo du vielleicht auch gut abschalten kannst? #00:44:39-3# Björn Erbslöh: Ja ich bin ein alter Tango Argentino Tänzer und da höre #00:44:47-0# Norman Glaser: Cool! #00:44:47-3# Björn Erbslöh: Ich gerne etwas in Richtung Electro-Tango, aber auch viel Klassik und natürlich bin ich ein Teenager der 90er, also der gute Hardrock von Smashing Pumpkins und Co., der ist auch noch auf der Festplatte. Kann ich auch ganz gut dazu abschalten. #00:45:06-8# Norman Glaser: Ja. Sehr cool. Kannst du uns ein Buch empfehlen, welches für dich einen großen Mehrwert hatte? Wie hieß dieses Buch oder heißt dieses Buch und worum geht es darin? #00:45:16-9# Björn Erbslöh: Also ich lese recht viel, in der Vergangenheit waren es vor allen Dingen auch Bücher zur Volkswirtschaftslehre und solche Dinge, also die großen Dinge, die die Welt (lachen beide) bewegen. Dieses Jahr habe ich mich eher auf Kreativitätstechniken und so etwas fokussiert und da habe ich das Buch Creativity . Inc. von Ed Catmull gelesen. Das ist der Präsident von Pixar Studios. #00:45:52-3# Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:45:52-9# Björn Erbslöh: Und wenn man sich erinnert, Pixar hat ja seit den 90ern eigentlich angefangen mit Toy Story und anderen Filmen, wirkliche Box Office Hits produziert und ist aber natürlich auch unter einem hohen Druck dieses Niveau zu halten und quasi mit jedem Film etwas Neues, wirklich Ungesehenes zu produzieren und dann in die Kinos oder auf die Bildschirme zu bringen. Hier erklärt der Ed Catmull halt sehr gut und auch ein bisschen amerikanisch plakativ, aber sehr unterhaltsam wie man in einem Unternehmen dieses innovative Momentum, diese Kreativität zum Zentrum eigentlich jeden Handelns macht und es sind natürlich auch Dinge dabei, die man schon woanders gelesen hat. Also, dass man vor allen Dingen die eigenen Vorurteile zurückstellen sollte, sich offen präsentieren sollte, auch die richtigen Leute für die richtigen Positionen sucht und dann vernetzt, aber das Ganze ist sehr gut aufbereitet und liest sich sehr gut. #00:46:59-7# Norman Glaser: Sehr cool. Björn, bevor wir uns verabschieden, kannst du uns zum Schluss noch einen Tipp mit auf den Weg geben im Hinblick auf Social Media und Content Marketing und wie wir dich am besten erreichen können? #00:47:10-7# Björn Erbslöh: Ja, also wir sind natürlich immer interessiert oder ich bin vor allen Dingen auch interessiert Herausforderungen einfach erstmal zu besprechen. Wer Fragen und Anregungen hat, kann sicher gerne bei mir melden. Ich schätze die Kontaktdaten sind dann auch beim Podcast gelistet. Ansonsten einfach DELASOCIAL.COM ist unsere Website oder Facebookseite, da findet man natürlich uns auch unter all diesen, unter diesem Namen und ich bin sehr daran interessiert, wenn sich jemand meldet, eine bestimmte Fragestellung besprechen möchte und auch in Berlin vorbeischauen würde, dann lade ich diese Person natürlich auch gerne zu einem Startup oder Innovationsevent in Berlin ein, um diese euphorische Grundstimmung würde ich sagen dieser Stadt, wenn es um alle Digitalisierung geht, dann auch zu teilen und einen guten Eindruck zu vermitteln und die jeweilige Fragestellung zu besprechen. #00:48:22-1# Norman Glaser: Cool! Also wer da Interesse hat von den Zuhörern, einfach eine E-Mail an uns schicken oder direkt mit Björn Erbslöh Kontakt aufnehmen. Björn, habe vielen Dank für deine Zeit und toll, dass es mit dem Interview geklappt hat. Vielen Dank auch für die Mehrwerte, die du uns, an denen du uns hast teilhaben lassen. Ich wünsche dir eine schöne Zeit, nur das Beste und vielen Dank nochmal. #00:48:47-7# Björn Erbslöh: Vielen Dank auch an dich Norman und wir quatschen bald wieder. Bis bald! #00:48:51-8# Norman Glaser: Das machen wir. Danke Björn. Ciao! #00:48:53-2#[/et_pb_toggle]   Noch ein wichtiger Aufruf: Es geht nicht ohne dich. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass du diesen Podcast mit deiner Bewertung bei iTunes unterstützt. Denn durch deine Bewertung rankt dieser Podcast bei iTunes entsprechend höher und schafft höhere Aufmerksamkeit, wodurch mehr Fragen an mich gestellt werden, mehr Interaktion stattfindet und dieser Podcast einen Dialog erfährt und damit lebendig gestaltet werden kann - nicht nur von mir, sondern von uns allen. Vielen Dank also jetzt schon für deine Bewertung bei iTunes.   Wir versorgen dich einmal im Monat mit den wichtigsten Informationen kostenlos. 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  • 00:36:14

    DILEMMA 2 - Tommie Haglund och Ernst Simon Glaser.

    · Tollans musikaliska

    Vad händer om en symfoniorkester väljer en annan solist än den cellist tonsättaren vill ha för konserter och skivinspelningar? Möt tonsättaren Tommie Haglund och solocellisten Ernst Simon Glaser. Haglund och Glaser är två av personerna i ett triangeldrama, där även en annan solocellist figurerar. Den förste solocellisten, en mycket nära vän, som från början inspirerade Tommie Haglund till att komponera cellokonserten Flaminis Aura.Tonsättaren Tommie Haglund fick en förfrågan från Göteborgs Symfoniorkester, som ville spela in Flaminis Aura med sin egen solocellist, Ernst Simon Glaser. Tommie Haglund ville dock ha sin vän, den förste solocellisten. Orkestern ändrade inte sitt krav och efter ett års betänketid sade Tommie Haglund slutligen ja till orkesterns solocellist, till konserter och skivinspelning. Om Tommie Haglunds cellokonsert skriver musikskribenten Tony Lundman: det är ofta utifrån de små cellernas suckar och vridande rörelser han kan bygga upp en klangligt och orkestralt svällande massverkan. Tony Lundman fortsätter: Haglund är på sätt och vis en romantiker, men musiken saknar fåfänga och den befinner sig långt bortom nyromantikernas kyliga tillämpning av effekter". Författaren Erik Wallrup har talat om hur Haglunds musik stämmer sina lyssnare, som man stämmer ett instrument. Förutom att Tommie Haglund har en stark relation till de musiker som spelat och spelat in hans musik så har mycket musik som Tommie Haglund tonsatt genom åren en starkt personlig bakgrund. Cellokonserten Flaminis Aura är inget undantag. Den är baserad på minnen från hans barndom då han, under en sjukhusvistelse i ett och ett halvt år, på nätterna lekte med de knaster och de störningar som han fick fram genom att vrida på ratten på radions AM-band. Många år senare, efter en misslyckad ryggoperation blev Tommie Haglund än en gång fjättrad vid sängen. Han var förlamad från midjan och neråt och kunde inte gå. I sängen skrev han cellokonserten efter en beställning. Han mindes barndomens drömmar om att det fanns ljud i rymden och fick kontakt med NASA som, med hjälp av Voyager-satelliten, tagit upp vad man sa var ljud från solvindar och elektromagnetiska vågor. NASA hade processat ljudet genom datorer för att få det att låta som det skulle gjort om det hade funnits syre i rymden. Tommie Haglund fick lov att använda det här s k rymdljudet och det är inkomponerat i cellokonserten Flaminis Aura. Genom att en ny solocellist och en ny symfoniorkester spelade hans konsert upptäckte tonsättaren Tommie Haglund nya sidor i sitt verk. Men det var smärtsamt att överlämna solopartierna till en annan cellist. Det handlar om kärlek, förklarar Tommie Haglund. Kärlek till konsten och kärleken till de man älskar och respekterar, bl a musikerna. Det är musikerna som uppfyller ens drömmar och som ser till att ens musik får liv och kan ta plats. Samtidigt skriver jag musik för att den skall nå ut till lyssnarna. Tommie Haglunds hemsida: http://tommiehaglund.weebly.com Tommie Haglund, Gehrmans Musikförlag: http://www.gehrmans.se/upphovsman/tommie_haglund Solocellisten Ernst Simon Glaser berättar i programmet hur han upplevde sin position som den cellist som tonsättaren från början var tveksam till. Jag trodde att det fanns förväntningar på hur musiken skulle låta. Men jag kunde inte spela på det sättet. När jag sedan mötte Tommie Haglund var han helt öppen för min egen tolkning, naturligtvis, säger Ernst Simon Glaser. Jag känner ödmjukhet för Tommie och för den förste solisten och har stor respekt för det som de skapat tillsammans. Det är ett dilemma för en kompositör som önskar en speciell solist. Det är kanske även ett dilemma för en dirigent som vill ha en egen solist. Men dilemmat är störst för den solist som blir ratad. Jag förstår att han är sårad, det hade jag också varit, förklarar Ernst Simon Glaser. Musik är en personlig konstform där vi har starka och subjektiva åsikter. Det är svårt att göra musik till något objektivt. Ernst Simon Glaser anser att det är en styrka för en orkester att använda sina egna solister, vilka blir tryggare och bättre, medan orkestern blir tänd och stödjande. Man visar hänsyn och känner ansvar för varandra och för att alla skall må bra, både personligt och jobbmässigt. Ernst Simon Glasers far, violinisten Ernst Glaser, var mångårig konsertmästare i Oslofilharmonien tills han, vid nazisternas ockupation under andra världskriget tvingades på flykt till Sverige. Ernst Simon Glasers hemsida: http://www.ernstsimonglaser.com Ernst Simon Glaser, Dextra Musica: http://sparebankstiftelsen.no/en/Dextra-Musica/Musicians/Ernst-Simon-Glaser Musiklista:Röstens dotter Tommie Haglund Markus Leoson slagverk. Joachim Gustafsson, dirigent Hymns to the Night Phono Suecia PSCD CD 184 Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Fantasiestücke, Op. 73 Robert Schumann Ernst Simon Glaser Liv Glaser Schubert & Shumann SIMAX classics PSC 1175 Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigen SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning Flaminis Aura Tommie Haglund Ernst Simon Glaser, cello. Göteborgs Symfoniorkester. David Afkham, dirigent SR P2 Liveinspelning

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  • 01:05:59

    157 | Help With Organizing with Nikki Kinzer and Pete Wright

    · ADHD reWired with Eric Tivers

    Help With Organizing with Nikki Kinzer and Pete Wright This Week’s Episode: I’d like to thank Nikki Kinzer and Pete Wright from coming on the podcast this week. I’d also like to thank Nikki and Pete for having me on their show.  This episode was recorded live on Facebook.  If you’d like to be notified of future live Facebook broadcasts, like our Facebook page at https://www.facebook.com/ADHDreWired/.     Nikki Kinzer is a blogger, online course creator, professional and certified ADHD coach, and co-host of the Taking Control Podcast.  Pete Wright is Nikki’s co-host.  In addition to a broadcaster, storyteller, photographer, and tech geek.  Nikki and Pete have been co-hosting together since 2010.     I think you will enjoy this lively and resource-packed discussion.  We start the conversation off by Nikki and Pete sharing their professional backgrounds, both as individuals and as a team.  You are going to learn about a lot of resources in this discussion.  Pete and I also share how we use some of these resources and give you tips on how to get the most out of them.  Later in the discussion, Nikki talks about organizing and she shares some techniques you can use to help get organized.   Connect with Nikki Kinzer and Pete Wright Taking Control Podcast Twitter - @TakeControlADHD Take Control ADHD on Facebook   You’ll Learn: [07:02] - Pete shares that he is doing a second podcast. As it turns out, he’s been doing this podcast for a year and until recently, Nikki was not aware of this podcast. [08:59] - Nikki started as a professional organizer.  Unlike her co-host, Nikki does not have ADHD.  Nikki and Pete share their history together. [10:57] - Pete talks about his background, which includes how he discovered that he had ADHD.   [12:56] - The brand under which Pete podcasts is Rash Pixel FM. He talks about this platform. [14:47] - We discuss TextExpander, which is a productivity tool. We share the different ways we use this resource.  This leads to a discussion on several tools we use with our workflow.   [34:13] - Nikki came out with two new courses in 2016, “Organizing Your Space Your Way” and “The Paper Solution”.  She has another course coming out this spring on time management.  I share my weakness with organization when it comes to paper.  I show Nikki and Pete my workspace.   [40:35] - Nikki and Pete talk about “tolerations”.  The first step to take control is to purge. [43:21] - Pete talks about their last monthly challenge which helps de-clutter.   [48:12] - Nikki said when it comes to organizing, we’re not looking for perfection, you just need to find what you need when you need it. [49:50] - Nikki explains how to decide whether or not you should keep something or get rid of it.  She shares various techniques to help you get organized. [58:44] - A live viewer asks a question about the amount of time people spend on “desk duty.”   Your Resources: ADHD Rewired YouTube Channel Jessica McCabe’s How to ADHD YouTube Channel Taking Control Podcast TextEpander 2Do Process.St  Use my Audible.com affiliate link for your favorite titles: http://www.audibletrial.com/ADHDreWired ADHD reWired Coaching and Accountability Group! If you missed early registration for our Spring ADHD reWired Coaching and Accountability Group, for three days only, I am opening my calendar so you can get $400 off! Today, February 28th, is the last session of the month. Turn good intention into amazing action with our virtual video-based group coaching program. Go to http://coachingrewired.com and schedule a call if you want to join.   Productivity Q&A: Get your ADHD questions answered live!  These Q&A sessions take place on the 2nd Tuesday of every month at 12:30 P.M. CST.   Go to http://erictivers.com/events. ADHD Women’s Palooza: If you missed the ADHD Women’s Palooza, you can purchase all 36 sessions (including mine) for only $197! Check it out here:  http://www.erictivers.com/palooza Want to be a guest? Hey! What about you?  Do you have a story?  Are you a Coach?  Are you an ADHD Clinician?  If you answered yes to any of these questions and you’d like to be a guest, schedule a pre-interview call here.

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  • 00:37:27

    HBW055: Nikki Woods, How To Write A Book And Leverage It For Your Business

    · Happy Black Woman Podcast with Rosetta Thurman

      If you want to know how to write a book, this is the episode for you. Many in the Happy Black Woman community have been interested in writing a book for some time but simply haven’t known how to get started. That excuse is gone with this episode. Today Nikki Woods, a black woman who specializes in helping authors get their book written, published, and out into the world with a BANG is on the episode with Rosetta. She going to share the basics approach she uses to help many authors write best-sellers and make that book an integral part of their brand and expertise. You’re going to gain a lot of insight about writing and publishing a book on this episode. How to write a book: Nikki unpacks her process. There’s a lot more that goes into writing a book than you might realize. It’s not only about sitting in a chair and pounding away on a keyboard. You’ve got to know how to organize your thoughts, how to plan the book out in a logical way, how to build a following BEFORE you write the book, and how to publish and promote it once it’s written. Nikki Woods is here to help. Her generous sharing on this episode will help you get oriented in the right direction to get that book out of you and into the world! After you’ve written a book, what do you do with it then? It’s a monumental task to write a book that’s worth reading. Even if you haven’t gotten over that hurdle yet, you will if you keep working at it. But once it’s written - then what? You can’t expect to announce it on your Facebook feed and sell thousands of copies. It simply doesn’t work that way. You’ve got to know how to promote a book the right way - the way that gets people’s eyes on it and their wallets out to purchase it. Nikki Wood has that part of the process wired and will be sharing aspects of it with you on this episode, so be sure you listen to what she’s got to share. Why writing a book is a great opportunity for you as an entrepreneur. When you put your knowledge and experience between the covers of a book something amazing happens. People almost instantly view you as an expert, a person who knows the details and specifics of how to do what it is you do. That’s when people start contacting you to find out how you can help them with their dreams. It’s when you begin coaching, building courses, speaking at events. The book is the key that opens many doors of opportunity. Today Nikki Woods is going to share how that happens and why you need to get started writing your book right away. Build your platform and tribe before you write the book. Many entrepreneurs who become authors make a fatal mistake at the beginning of their publishing journey. They forget to build an audience before the book is even written. It may sound counterintuitive but think about it: When you’re able to begin the conversation about the topic of your book far in advance of writing the book, people begin to see you as the person who knows about and is interested in that topic. They begin to see you as the go-to person for all things related to the topic. When you begin to talk about writing a book on the subject you’ll get all kinds of enthusiasm, feedback, and insight into what your book should be about and the momentum will start to build. Find out how Nikki Woods her students to build their tribe first, on this episode. Outline of this great episode [0:30] Rosetta’s introduction to this episode and her guest, Nikki Woods. [1:15] How Rosetta connected with Nikki in the first place. [2:27] How Nikki got to where she is and what her goals are today. [4:03] What was it that prompted Nikki to pivot to help women entrepreneurs. [5:22] The focus Nikki offers authors and entrepreneurs. [7:03] What Nikki had to overcome in order to step into her own thing. [9:35] How you can get started on the journey to publishing a book. [13:04] How you can leverage existing content into a book. [18:10] Why you need to build a platform and tribe before you write the book. [19:29] Understand the difference between traditional and self publishing of your book. [23:32] How Nikki stays focused and productive. [25:53] Managing business and career with kids in tow. [29:46] What makes Nikki happy? [33:54] One piece of advice from Nikki. [35:07] How to connect with Nikki and receive her free book planner. Resources & Links mentioned in this episode www.AGiftFromNikki.com

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  • 01:16:54

    062: Creative Resilience & Being An Unsinkable Creative with Nikki Sinay Torres

    · The Couragemakers Podcast | Encouragement, Inspiration & Rebel Rousing for Mission Driven Doers Makers & Shakers |

    Hello Couragemakers! It’s so good to be back after a week’s break, and I know you’re going to love this episode! This week I’m chatting with Nikki Sinay Torres. Nikki  is a certified Kaizen Muse Creativity Coach, US Army Master Resilience Trainer, Army wife and former FRG leader, mom of two teenage girls with Cystic Fibrosis, self-employed mural artist, and Main Muse at Serendipity Creative Coaching Services. Nikki describes herself as a blend of Lucille Ball, Frida Khalo, a Mermaid and Mr. Bean, which I think you’ll agree, is very accurate. Nikki runs creative resilience workshops and retreats, and The Unsinkable Creative Society Art Camp for teen girls in North Carolina, as well as working one to one online with creatives. During this episode, Nikki shares her journey from being the weird girl in school,  to the mother of two daughters with cystic fibrosis, a self employed mural artist and creative resilience coach. We really dive into how creativity has helped Nikki deal with everything life throws her, how she gives herself permission to react to situations and how creativity helps us to slow down and problem solve. We talk about how important it is to find your strengths and focus on them, dealing with the reality of things versus our expectations and how getting creative is one of the five scientifically proven things you can do to calm yourself. At the end of the episode, Nikki shares a fantastic exercise you can use to help build you creative resilience and I know it’s one I’m going to be using time and time again! This episode is a fantastic and much needed reminder for all of us creatives, that creativity is important, that it’s anything but frivolous and essential to both our wellbeing and the world. I know you’re going to love Nikky’s storytelling and sense of humour! Enjoy the show!   About Nikki Nikki Sinay Torres. is a certified Kaizen Muse Creativity Coach, US Army Master Resilience Trainer, Army wife and former FRG leader, mom of two teenage girls with Cystic Fibrosis, self-employed mural artist, and Main Muse at Serendipity Creative Coaching Services. Nikki runs creative resilience workshops and retreats, and The Unsinkable Creative Society Art Camp for teen girls in North Carolina, as well as working one to one online with creatives.  Nikki describes herself as a blend of Lucille Ball, Frida Khalo, a Mermaid and Mr. Bean, which I think you'll agree, is very accurate. Nikki has a very exclusive offer of a 30 minute coaching session for Couragemakers, for $25. To take advantage of her offer, you can find Nikki's email below:  Email | Facebook |   Things We Talked About   Nikki’s journey, from being the weird girl in school, to the mother of two daughters with cystic fibrosis, self employed mural artist and creative resilience coach The importance of art in the healing process How creativity can help us slow down and problem solve A fantastic exercise to help you build your creative resilience.   Resources Mentioned   The Nine Modern Day Muses and the Body Guard by Jill Badonsky Kaizen Muse   About Meg & That Hummingbird Life   I’m Meg and I’m the host of Couragemakers and founder of That Hummingbird Life. I’m an INFJ creative and multipassionate who has a bit of a notebook and post-it note obsession, loves foot-stomping country music and likes her hot chocolate with way too much chocolate. I started Couragemakers because I wanted to create a platform for passionate and unconventional women to have honest conversations and to share their stories, struggles and dreams. The intention behind this podcast is to inspire and encourage creative and mission-driven women to live a wholehearted life and follow the beat of their drum. When I’m not recording episodes, writing bullshit-free, very vulnerable and encouraging Sunday emails to fellow couragemakers or making new friends with the wonderful guests, you can find me working on all manners of magic over at That Hummingbird Life. THL is the online home for unconventional creatives and multipassionates who want to show up unapologetically and intentionally as who they are, and really own, live and share their many stories. It’s made for couragemakers who have so much great shit to give the world and want to leave their mark but have too much self doubt standing in the way!

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  • 00:26:41

    Episode 7: Selling Sex (In A Good Way) - Dr Nikki Goldstein

    · Women With Heart

    This Dr Nikki knows sex, amongst other things! She was working as a family mediator when she discovered we all need more education about relationships. That's when she switched paths and became a sexologist. Dr Nikki reveals a scary new sex trend, talks about why its important to love our bodies and takes us through her personal journey of freezing her eggs.This episode contains adult themes.Find out more about Dr Nikki Goldstein: http://drnikki.com.au/Dr Nikki Goldstein's podcast: https://www.podcastone.com.au/Sex-And-LifeDr Nikki Goldstein's book, 'Single but Dating' is available here: http://drnikki.com.au/books/Dr Nikki Goldstein's egg freezing documentaryhttps://www.youtube.com/watch?v=CZAvYCHToGQ&t=63sFind out more about Dr Nikki Stamp: http://www.drnikkistamp.com/ Find Dr Nikki on Facebook: https://www.facebook.com/drnikkistamp/ Follow Dr Nikki on Instagram: https://www.instagram.com/drnikkistamp/ Follow Dr Nikki on Twitter: https://twitter.com/drnikkistamp Find PodcastOne Australia on Facebook: https://www.facebook.com/podcastoneau/ Follow PodcastOne Australia on Instagram: https://www.instagram.com/podcastoneau/ Follow PodcastOne Australia on Twitter: https://twitter.com/podcastoneau Download the PodcastOne app from the Apple and Google Play app stores

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  • 00:25:56

    Two Wheelchairs and A Baby

    · Death, Sex & Money

    When Nikki Villavicencio and Darrell Paulsen found out they were going to have a baby, their first question was: What now? "It was a scared feeling. It’s not that this was not the right thing or the right feeling, but it was, 'What do we do next?'" Darrell told me. That’s how a lot of people feel when they first become parents. But for Nikki and Darrell, there were complicating factors. For one, neither Darrell nor Nikki has use of their legs. Darrell has cerebral palsy, and Nikki has a rare joint condition called arthogryposis, which means she doesn’t have much use of her arms either. Both rely on home health aides for tasks like bathing, using the toilet and making meals, and spend much of their time in wheelchairs. "I’m in my chair probably a good 18 to 20 hours a day," Darrell said.    (A video from Nikki's YouTube channel) Before Nikki got pregnant, neither of them believed it was possible for them to conceive. Their parents were told when they were young that it wasn't possible. "I mean, society tells us all the time that people with disabilities either can't have children or shouldn't have children," Nikki said. When they told their family members that Nikki was expecting, some of them were worried—including Darrell's mom. But, Darrell remembers, she found hope in the fact that the couple had a cat. "She used to say, 'Well if we can keep the cat alive for a year, I know you guys can be parents,'" Darrell recalls. "So we've kept the cat alive for a long time. We became parents." Raising their daughter hasn't been easy. Home health aides aren't supposed to help Nikki and Darrell with tasks related to parenting, whether it's laundry or schlepping a bike across the street. But as their daughter, Alley, has gotten older, she's able to do more for herself—and for her parents. "We always tell her that she doesn’t have to do anything for us...but she will be insistent," Nikki said. "She's super independent."  Nikki and Darrell's story is a collaboration with Cosmopolitan.com and journalist Kathryn Joyce. Read their piece here.

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  • 00:59:14

    84: Nikki Closser - Getting Moms in Front of the Camera

    · The Shameless Mom Academy | Motherhood | Parent | Lifestyle | Inspiration | Motivation | Education | Mother | Full Life | Life of Your Dreams

    Nikki Closser is a Seattle and Michigan based photographer and a new mom.  She is madly in love with her work and with her baby.  Nikki always knew she would be a working mom. She knew her passion for her work would not diminish in motherhood.  However, she didn’t expect her passion for motherhood to be so strong.  She admits that while she loves her work, motherhood is magical, and she doesn’t know why she put it off for so long.   Nikki’s work photographing women is phenomenal.  I had the immense pleasure of doing a shoot with her about a year ago and felt an immediate connection to her and everything she stands for in womanhood, entrepreneurship and motherhood (even though she was only a few months pregnant when we met).  She also might love wine as much as me – so we’re basically soul mates.    The way Nikki reaches women through photography is breathtaking.  Every woman she works with is made to feel like a true supermodel.  Nikki is kind and gentle, but assertive and confident in her work, putting women at ease the moment they enter her studio.  Doing a shoot with her is an amazing life experience I would recommend to any woman.    Listen in to hear Nikki share:   Here first Mama Bear moment – just seconds after her son was born How she and her husband envisioned and created a travel lifestyle with Van How she dives deep into work and into motherhood – but doesn’t let the two converge     What she sees through her lens as she photographs a woman Why she thinks every woman deserves a lavish photoshoot and gorgeous photos of themselves   Links Mentioned: Nikki Closser: http://nikkiclosser.com/ Sue Bryce: http://suebryce.com/ Nikki on Facebook Nikki on Instagram Book: Monique in the Mango Rains SMA Ep 54: Rebecca Michi Children’s Sleep Consultant  

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  • 00:39:39

    151 Digitalisierung – Gespräch mit Norman Glaser

    · Für erfolgreiche Führungskräfte

    Digitalisierung – Was ist das eigentlich? Und warum werden Firmen ohne Digitalisierung die nächsten zehn Jahre nicht überleben? Damit eine Organisation wirklich langfristig bestehen kann, dann muss der digitale Wandel auch durchgeführt werden. Es geht dabei nicht darum, eine Facebook-Page zu errichten! Es geht nicht nur um Technologien. Nach Norman Glaser geht es viel mehr um […] Der Beitrag 151 Digitalisierung – Gespräch mit Norman Glaser ist zu zuerst auf LEBEN-FÜHREN erschien.

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  • 01:04:05

    Mom Date | Actress Nikki DeLoach

    · Atomic Moms

    Nikki DeLoach’s life journey has taken her from a farm in Georgia to her most recent starring role in the new Hallmark Channel movie “A Dream of Christmas,” with plenty of WILD (!) stops along the way. Nikki sat down for a mom-date over a gift of Coor’s Light and homemade “Georgia caviar” to chat about everything from her early years in the Mickey Mouse Club (with the likes of Justin Timberlake, Ryan Gosling and Britney Spears) to how she worked her way out of the grips of deep postpartum depression while starring on the MTV acclaimed series "Awkward". Nikki and Ellie talk about their fast-track playground friendship, how Nikki’s son Hudson is Sabrina’s male counterpart (or, “spirited,” as we like to say), and the healing journey Nikki took with her own mother. Nikki also shares the great awakening she sees happening among fellow women: “I’ve seen us all go on this journey together where we’re like, ‘We are powerful and we are strong and we are leaders but also, we are nurturers and we are lovers and messy, you know, like super messy.’”And although you know we’re Switzerland here at Atomic Moms, we dip our toes into the presidential election and what it means to and for us. This is one mom date you do not want to miss. (P.S. the Southern mamas let the S word out in this one so listen without the littles.)This podcast is supported by Seedling.com (code: ATOMIC) for $10 off a $30 order. (You'll love their site, promise!) “A Dream of Christmas” premiers this Saturday, Dec. 3, at 8 p.m. on the Hallmark Channel: http://www.hallmarkchannel.com/a-dream-of-christmasNikki DeLoach Twitter: @NikkiDeLoachNikki DeLoach Instagram: @NikDeloachiWe network: https://www.joiniwe.com/Twitter:@atomicmoms Instagram:@atomicmomsFacebook: 'Atomic Moms'Contact host Ellie Knaus at AtomicMoms.com

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  • 00:34:11

    1078: Nikki Jencen Inspiring Women To Change Within For A Better Future

    · The Livin' La Vida Low-Carb Show With Jimmy Moore

    Certified holistic health coach, gluten-free Paleo chef, summit host, and women's wellness advocate Nikki Jencen is our interview guest today in Episode 1078 of “The Livin’ La Vida Low-Carb Show.”   It's sad but true that women are often an underserved and even forgotten part of our everyday lives. Many women sacrifice their own health and wellness for their kids, their spouse, and others around them just to keep it all together. This is something a San Diego, CA-based certified holistic health coach named Nikki Jencen recognized a long time ago and is now seeking to inspiring women to make changes within themselves to create a better future for us all. Nikki is a gluten Free and Paleo Chef who specializes in helping her clients with gluten free living and weight loss. She carries degrees in Sociology, Social Sciences, Broadcasting, and is certified in Nutrition and the Culinary Arts. Nikki is on the podcast today to talk about two exciting projects she is sharing in 2016 that will be focused on general health for everyone as well as specific wellness strategies that will empower and encourage women. Listen in as Jimmy and Nikki discuss the upcoming 2016 Mega Wellness Summit beginning with FREE access to the 2015 event starting this week on March 5, 2016 and the new summit commencing on March 13, 2016, why helping women especially is so critically important to everyone's health and well-being, her Women's Wellness Academy designed to be a resource for women who are struggling to get their health in order, and so much MORE! This is one podcast interview that every woman and special lady in your life should hear. ENHANCE YOUR FAT-ADAPTED LIFE WITH VESPAUse coupon code LLVLC at checkout for 15% offNOTICE OF DISCLOSURE: Paid sponsorshipTRY GOOD DEE'S LOW-CARB COOKIE MIXGet 10% off with coupon code LLVLCNOTICE OF DISCLOSURE: Paid sponsorshipBETTER SLEEP WITH DOC PARSLEY'S SLEEP COCKTAILGet 10% off with coupon code LLVLCNOTICE OF DISCLOSURE: Paid sponsorship LINKS MENTIONED IN EPISODE 1078- SUPPORT OUR SPONSOR: Get VESPA fat-burning booster (use coupon code LLVLC for 15% off)- SUPPORT OUR SPONSOR: Get low-carb, sugar-free, grain-free Good Dee's Chocolate Chip Cookie Mix (use coupon code LLVLC for 10% off)- SUPPORT OUR SPONSOR: Get Doc Parsley's Sleep Cocktail (use coupon code LLVLC for 10% off)- Nikki Jencen bio- Nikki Jencen- Sign up for the 2016 Mega Wellness Summit- Take the course at the Women's Wellness Academy- Nikki on Twitter

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  • 01:26:08

    YOU'RE INTERVIEWING GIRLS TO FUCK YOUR BOYFRIEND? w/ NIKKI GLASER

    · Guys We F****d

    The girls of Sorry About Last Night are back from LA, missing their Mustang, and ready to give one #fucker advice on her dilemma of whether or not to invite the man who sexually assaulted her to her wedding. This week, Corinne & Krystyna sit down with K's comedy crush, stand-up comic & St. Louis native, NIKKI GLASER! The three comics discuss why Amy Schumer would hate Nikki's friends, what it's like living a life where you never have to ward off dicks, validation masturbation, the scrapey-ness of an IUD, vaginal contraceptive film (it's like a Listerine Pocket Pak for your pussy), why eating pussy is really just the same as sucking dick (both r gross), and how anal sex is basically just poop roulette. PLUS: SHIT GETS REAL WHEN THE 3 PODCASTERS DISCUSS KVETCHING ABOUT YOUR BF ON-AIR! Check out Nikki's new sex/comedy show "NOT SAFE" coming to Comedy Central this February!Featured music from today's podcast:END SONG - "To Love You" by Dan Bernhttp://danbern.comTo submit your music to be used on the podcast, please E-mail us a LINK to GWFPodcastMusic@gmail.comFollow GUYS WE FUCKED: THE ANTI SLUT-SHAMING PLAYLIST on Spotify:tinyurl.com/nedbgjhE--mail us at SorryAboutLastNightShow@gmail.comTweet NIKKI GLASER at twitter.com/NikkiGlaserTweet the ladies: twitter.com/SryAboutLastNytTweet Corinne: twitter.com/PhilanthropyGalTweet Krystyna: twitter.com/KrystynaHutchFollow us on Instagram: SorryAboutLastNightYouTube: www.youtube.com/sryaboutlastnytTumblr: sorryaboutlastnight.tumblr.comFacebook: www.facebook.com/sorryaboutlastnightSEE US LIVE IN NEW YORK CITY!!FRIDAY, JANUARY 29th @ 8:00pmComedy at THE PLEASURE CHEST ft. Krystyna Hutchinson1150 2nd Avenue (by 60th Street)This show is FREE + BYOB + All audience members get 15% any purchases made in storeFRIDAY, JANUARY 29TH @ 11:15pm NACHO BITCHES - Hosted by Corinne Fisher & Blair SocciNew York Comedy Club241 E. 24th Street - NYCUse code NACHO for $10 tixhttp://www.newyorkcomedyclub.com/events/nacho-bitches-12-29-201516+WEDNESDAY, FEBRUARY 10TH @ 9pmTHE COMEDIENNE PROJECT - Hosted by Corinne Fisher & Katie HanniganA show with no jokes about sex, dating, or relationships!The Standing Room4738 Vernon Blvd - Long Island City (7 train to Vernon-Jackson)Tix are just $5 with the code SEXhttp://standingroomlic.com/event.cfm?cart&id=425991FRIDAY, FEBRUARY 19th @ 7:30PMGLAMOURPUSS! {Krystyna's Birthday Edition}- Hosted by KRYSTYNA HUTCHINSON and previous GWF guest WENDI STARLINGZinc Bar - 82 W. 3rd Street, New York, NYTix are $10 and can be purchased at:glamourpuss8.brownpapertickets.comTUESDAY, FEBRUARY 23RD @ 9pmCORINNE CO-HEADLINES EASTVILLE COMEDY CLUB WITH MIKE RECINE85 E. 4th Street - NYCGet FREE tickets to this show by making a reservation via E-mail here: weliketobrunch@gmail.com ALL AGES

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  • 01:01:01

    025: Breaking through Limitation with Nikki Warren |Blindness won’t stop her| Servant Leader |Customer Service Specialist | Access Technology Intern

    · Her Confidence Her Way | with Emiko Rasmussen|本当の自分に自信を|バイリンガルワーキングマザー|アメリカで学んだ女性のグローバルワークライフ|女性のキャリア| バイリンガルポッドキャスト

    Growing up in Japan, Nikki always wanted to go somewhere far, somewhere her parents or teachers couldn’t tell her what to do and not to do. Nikki went to Korea with Korean Blind Volleyball team. where she first tasted of using English as a common language to communicate with someone who didn’t speak Japanese. Nikki came to the US for the first time as a short-term exchange student when she was in college.  Nikki then come to the US again through a year-long leadership development program for people with disabilities, sponsored by a large Japanese firm. Nikki was one of the interns chosen from all over Japan to learn about the Americans with Disabilities Act (ADA) and services available for the disabled in the U.S. pertaining to her own disability, which is blindness.  She traveled to New Orleans, LA, San Francisco, CA, and San Diego, CA, and worked as an intern at blind services agencies in the community. Nikki received her BA from SDSU and got married soon after graduation. In fact, Nikki met her husband on the day of her graduation!       Want to learn more about today’s guest, special offer and  where you can connect with her? Visit my website from here.

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  • 00:16:15

    269: Find Yourself With Nikki Soohoo

    · The Tao of Self Confidence With Sheena Yap Chan

    Nikki Soohoo is an Actress based in Los Angeles, best known for her roles in the movies: "The Lovely Bones," directed by Peter Jackson, "Stick It," the gymnastics movie where she costarred alongside with Jeff Bridges, and "Bring It On: Fight to the Finish," the cheerleading movie costarring with Christina Milian.Nikki used to be shy and was a huge people pleaser. When Nikki's best friend told her she loved her for who she really is, that is when Nikki started to find herself. She started living the person she wanted to be instead of what others wanted her to be. Tune into her episode as Nikki shares her story.Check out thetaoofselfconfidence.com for show notes of Nikki's episode, Nikki's website, resources, gifts and so much more.

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  • Nikki Glaser and Dave Holmes

    · Bullseye with Jesse Thorn

    Nikki Glaser is a comedian and host of the Comedy Central series Not Safe with Nikki Glaser. Nikki sits down with Jesse to talk about developing her Comedy Central show with her boyfriend, even when they were in the middle of a breakup. Dave Holmes is a comedian, writer at large for Esquire Magazine, and host of Maximum Fun's very own podcast International Waters. Jesse is joined by Dave to talk about growing up gay in the 80s with no real role models to look up to. They also discuss working for MTV, self-acceptance and his new book, Party of One: A Memoir in 21 Songs. Jesse tells us why the Olympics is such a beautiful sports event, even for people that don't like sports.

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