Bölümler

  • Um kurz nach 21 Uhr tönt am 27. Februar 1933 ein Alarm durch Berlin: Der Reichstag brennt! Polizei und Feuerwehr eilen mit ihren Fahrzeugen zum Parlament im Herzen der Stadt. Bald werden Schläuche über Schläuche ins Innere des Gebäudes gelegt, aus der Kuppel züngeln schon die Flammen. Der Plenarsaal ist nicht mehr zu retten. Die Polizei verhaftet noch im Gebäude den jungen Niederländer Marinus van der Lubbe. Hitler und Göring verkünden, als sie am Tatort ankommen, es handele sich um einen Aufstand von links. Jetzt sollten "alle Kommunisten aufgehängt werden". Sie sind seit Ende Januar an der Macht, und die Terrorwelle, die sie in den folgenden Tagen lostreten, bedeutet das Ende der Demokratie in Deutschland.

    Wir zeichnen in unserer neuen Folge die Ereignisse dieses Abends in Berlin nach und beleuchten auch den Lebensweg des angeklagten Brandstifters Marinus van der Lubbe. Den Brand ordnen wir ein in den Niedergang der Weimarer Republik und in die Gewaltgeschichte der letzten Jahre von Weimar. Wir sprechen dazu mit dem Historiker Markus Roth vom Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Und diskutieren schließlich sowohl die lange vorherrschende These, Marinus van der Lubbe habe ganz allein gehandelt, als auch die zeitgenössische Überzeugung vieler Deutscher, der Brand sei auf ein Komplott der Nationalsozialisten zurückzuführen.

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  • Was passiert mit einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Wie kann eine Gesellschaft mit dem Erbe der Gewaltherrschaft umgehen? In einer Doppelfolge unseres Geschichtspodcasts erzählen Frank Werner und Judith Scholter von Momenten, in denen sich die Zukunft eines Landes öffnet.

    Am 28. April 1945 wird der italienische Diktator Benito Mussolini am Comer See von Partisanen erschossen. Seine Leiche wird geschändet und in Mailand öffentlich zur Schau gestellt, bevor sie für mehrere Jahre verschwindet. Der spanische Diktator Francisco Franco stirbt 1975 mit 82 Jahren und wird seinem Wunsch entsprechend in einem gigantischen Mausoleum im „Tal der Gefallenen“ nördlich von Madrid beigesetzt. Doch auch das war nicht für die Ewigkeit gemacht: 2019 wird der Leichnam Francos nach jahrelangen Debatten umgebettet. Das Grab eines Diktators ist keine Privatsache.

    Im zweiten Teil unserer Doppelfolge über den Tod von Diktatoren und ihr Nachleben sprechen wir über Benito Mussolini und Francisco Franco. Wir erzählen von den Ereignissen des April 1945 und des November 1975 und fragen, wie die Gesellschaften in Italien und Spanien mit dem Erbe der Diktatoren umgegangen sind. Und wir sprechen mit dem Historiker Jörg Baberowski darüber, welche Rolle der Faktor Zeit bei der Aufarbeitung einer diktatorischen Vergangenheit spielt.

    Im ersten Teil der Doppelfolge geht es um den Tod von Adolf Hitler 1945 und um die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der Bundesrepublik.

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  • Was passiert mit einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Wie kann eine Gesellschaft mit dem Erbe der Gewaltherrschaft umgehen? In einer Doppelfolge unseres Geschichtspodcasts erzählen Frank Werner und Judith Scholter von Momenten, in denen sich die Zukunft eines Landes öffnet.

    Am 30. April 1945 erschießt sich Adolf Hitler im Bunker unter der Berliner Reichskanzlei. Doch ausgerechnet Stalin, der eindeutige Beweise für den Tod Hitlers besitzt, schürt Zweifel: Hitler sei bei Franco in Spanien oder per U-Boot nach Japan entkommen. Die Deutschen nehmen die Kolportage dankbar an: Statt sich mit ihrer eigenen Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, ergötzen sie sich an Legenden und Verschwörungstheorien über Hitlers vermeintlichen Verbleib.

    Im ersten Teil der Doppelfolge über den Tod von Diktatoren und ihr Nachleben zeichnen wir diese letzten Stunden Hitlers nach und auch auf die direkt nach seinem Tod einsetzende Legendenbildung. Wir erzählen von den verschiedenen Wellen der Auseinandersetzung mit dem Diktator und fragen nach dem Stand in der Gegenwart. Und wir bitten den Historiker Norbert Frei, die deutsche Vergangenheitspolitik nach 1945 für uns einzuordnen.

    Im zweiten Teil der Doppelfolge wird es um Benito Mussolini und Francisco Franco gehen.



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  • Mit 16 Getreuen setzt Hermann Otto Blumenau, ein Apotheker aus dem Harz, im Jahr 1850 nach Brasilien über. Seit Jahren verfolgt er hartnäckig eine Idee: eine Kolonie im unbewohnten Dschungel. Dafür hat er von der Regierung des jungen brasilianischen Staates Land gekauft und in der deutschen Heimat Siedler geworben. Sie landen in der Provinz Santa Catarina am Fluss Itajaí. Bald treffen sie auf die Kaingang und die Xokleng – Indigene, die in dem Gebiet leben.

    Heute ist Blumenau eine Großstadt mit mehr als 300.000 Einwohnern. Mittendrin erinnert ein Mausoleum an den Stadtgründer, noch immer sprechen viele Menschen hier und in der gesamten Provinz Santa Catarina neben Portugiesisch auch Deutsch oder deutsche Dialekte. Was Blumenau aber fehlt, ist ein Ort, der in ähnlicher Weise wie an den Stadtgründer auch an die Kaingang und Xokleng erinnert, deren Schicksal mit der deutschen Einwanderung so eng verbunden ist.

    Wir erzählen am Beispiel der Stadt Blumenau die Geschichte der deutschen Einwanderung nach Brasilien: von Hermann Otto Blumenaus schicksalhafter Begegnung mit Alexander von Humboldt, seinem hoffnungsvollen Aufbruch, ersten Rückschlägen und baldigen Erfolgen – und von den ersten Gerüchten über "Indianerüberfälle" bis zum brutalen Vernichtungskrieg, der um 1900 gegen die Indigenen auch in den von Deutschen bewohnten Gebieten tobte und sie fast gänzlich auslöschte.

    Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Freien Universität Berlin, ordnet für uns die Geschichte Blumenaus in die Geschichte Brasiliens ein und schaut vor allem auf die Politik gegenüber der indigenen Bevölkerung bis heute. Und hin und wieder lassen wir auch Hermann Blumenau mithilfe seiner Briefe und Tagebücher zu Wort kommen.

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    Das Blumenau-Lied hat uns freundlicherweise Vox3 zur Verfügung gestellt: Vox3 –"Das geht nach Blumenau (Germanic Folklore from the Itajaí valley)".

  • Am 23. Juli 1884 geht das 24-jährige Dienstmädchen Wilhelmine Wiebusch in Hamburg an Bord eines Dampfschiffes, um die Reise in die Neue Welt anzutreten. Wilhelmine will gemeinsam mit ihrer Freundin Anna ein neues Leben im fernen Amerika beginnen. In New York angekommen, schreibt sie ihrer in Hamburg zurückgebliebenen Freundin Marie Kallmeyer über mehrere Jahre hinweg Briefe. In unserer neuen Podcastfolge folgen wir Wilhelmine auf ihrer Reise. Die Schauspielerin Elke Appelt hat uns dafür Auszüge aus Wilhelmines Briefen eingelesen. Wie erlebte Wilhelmine New York? Schaffte sie den Neuanfang? Und inwieweit war ihr Weg typisch für die Millionen Deutschen, die in die Vereinigten Staaten gingen? Anhand ihrer Briefe zeichnen wir die Geschichte der deutschen Amerikaauswanderung nach und setzen ihr Einzelschicksal in den historischen Kontext.

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    Weitere Informationen zur Folge:

    Die Briefe von Wilhelmine Wiebusch entstammen der Briefedition „Briefe aus Amerika: deutsche Auswanderer schreiben aus der neuen Welt 1830-1930“ von Wolfgang Helbich, C. H. Beck Verlag 1988

  • Etwa von 500 vor Christus an beginnen die alten Griechen, vor allem die Athener, ein Kleroterion, eine Losmaschine, zu benutzen. Es war zuerst aus Holz, später aus Marmor und eine Art Schlüsseltechnologie für die Demokratie. Ein wichtiges Element der politischen Verfassung Athens war die Beteiligung von möglichst vielen Bürgern am politischen Prozess und am Gemeinwesen. Um allen freien Männern – Frauen und Sklaven waren ausgeschlossen – die gleiche Chance auf Teilhabe zu gewährleisten, wurde das Los eingesetzt: Amtsträger wurden so bestimmt, Aufseher über die Brunnen oder über die Märkte, und auch Richter – oft gleich Hunderte auf einmal, wenn Gerichtstag war. Das ging nur mit einer Losmaschine.
    Wir sprechen in unserer Sendung mit dem Politologen Herfried Münkler über die attische Demokratie, lassen uns von Kaja Harter-Uibopuu den Apparat erklären und fragen, warum gerade das Losen im alten Griechenland als besonders demokratisch galt – das Wählen aber als elitär verpönt war. Und wir fragen, ob auch wir heute von der Demokratie der alten Griechen lernen können.

    Mehr zum Thema lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte – „Die alten Griechen“. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen: https://abo.zeit.de/zg-testen/?icode=01w0169k0575angaudall2110&utm_medium=audio&utm_source=zgpodcast&utm_campaign=zg_zon_podcast&utm_content=&wt_zmc=audall.int.zabo.zgpodcast.zg_zon_podcast....x

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    Weitere Informationen zur Folge:

    Einen kurzen Film, in dem Kaja Harter-Uibopuu das Hamburger Kleroterion vorführt, finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=u1B3aRRCYvo

    Und 2019 erschien das Buch „Abschied vom Abstieg. Eine Agenda für Deutschland“, in dem Herfried Münkler und seine Frau Marina Münkler sich Gedanken über die Wurzeln und die Zukunft unserer Demokratie machen.

  • Warum handeln Großmächte, wie sie handeln? Müssen sie Krieg führen? Und woher kommt die Selbstüberschätzung der Herrschenden? In einer Doppelfolge des Geschichtspodcasts "Wie war das nochmal?" spüren wir dem Wesen von Machtpolitik nach, von der Antike bis heute.

    Im zweiten Teil sprechen wir über den Weg Wladimir Putins zum Autokraten und den Krieg in der Ukraine. Was will Putin? Wie definiert er die Grenzen Russlands? Wie hat
    sich Putins Verhältnis zum Westen gewandelt? Und wird Russland eine Großmacht bleiben? Diese Fragen stellen wir Michael Thumann, Moskau-Korrespondent der ZEIT und Russland-Kenner.

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    Der Ausschnitt aus der Rede Wladimir Putins auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 stammt aus einem Bericht des SRF vom 30. Dezember 2019: https://www.srf.ch/play/tv/news-clip/video/aus-dem-archiv-putin-beruehmte-muenchner-rede-von-2007?urn=urn:srf:video:23a86605-1f65-490f-b783-fe436d060f31

  • Warum handeln Großmächte, wie sie handeln? Müssen sie Krieg führen? Und woher kommt die Selbstüberschätzung der Herrschenden? In einer Doppelfolge des Geschichtspodcasts spüren wir dem Wesen von Machtpolitik nach, von der Antike bis heute. Im ersten Teil geht es um den berühmten Melierdialog aus dem alten Griechenland.

    Es ist das Jahr 416 vor Christus: Die antike Großmacht Athen überfällt die kleine Insel Melos und fordert ihre bedingungslose Unterwerfung. Angeblich geht es dabei um Athens eigene Sicherheit. Doch die Melier wollen sich nicht fügen.

    Diesen historischen Moment verdichtet der antike Geschichtsschreiber Thukydides zu einer dramatischen Szene: dem berühmten Melierdialog. In diesem "furchtbaren Gespräch" (Friedrich Nietzsche) versuchen die Melier den Krieg noch mit Argumenten abzuwenden, die Athener aber verweisen auf das Recht des Stärkeren.

    Mit dem Althistoriker Christian Wendt sprechen wir im ersten Teil dieser Doppelfolge über den Melierdialog und seine Analogien zur Gegenwart. Außerdem hören wir kurze Ausschnitte einer Hörspielfassung des Textes.


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    Die Ausschnitte aus dem Melierdialog sind einem Hörspiel des Hessischen Rundfunks entnommen: "Thukydides – Der Melierdialog. Aus der Geschichte des Peloponnesischen Kriegs", vom 06.07.2003, © Hessischer Rundfunk – www.hr.de

  • „Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Trauergepränge und Leichenpomp“ – so hält es Friedrich II., König von Preußen, im Jahr 1769 in seinem Testament fest. Er wolle in seinem Schloss Sanssouci beigesetzt werden, auf der Höhe der Terrassen in einer Gruft, die er selbst hatte anlegen lassen. 1786 stirbt er, aber erst 205 Jahre später, im Sommer 1991, werden seine Gebeine tatsächlich in die bescheidene Gruft hinabgelassen. Was ist in der Zeit geschehen? Wie stieg Friedrich der Große zu einem solchen Mythos auf? ZEIT Geschichte begibt sich auf die Spuren der Odyssee, die Friedrichs Sarg durch die deutsche Geschichte seit 1786 zurücklegt: von der Potsdamer Garnisonkirche über ein Bergwerk am Harz bis zum Hohenzollern-Schloss in Schwaben. Wir rekapitulieren, warum die Gebeine des Königs von vielen Deutschen wie eine Reliquie verehrt wurden. Und wir erinnern daran, wie Adolf Hitler und die Nationalsozialisten versuchten, das preußische Erbe in den Dienst ihrer Ideologie zu stellen. Wir fragen uns, warum die Alliierten geradezu Angst vor Friedrich dem Toten hatten – und wie es in den 1980er-Jahren zum zeitgleichen Preußenrevival in DDR und Bundesrepublik kam.Die Historikerin Franka Maubach ordnet die Friedrich-Legenden und die Bedeutung Preußens für die jüngere deutsche Geschichte ein – und Georg Friedrich Prinz von Preußen, Hauschef der Hohenzollern, erinnert sich, wie auch er dem Alten Fritz 1991 das vorerst letzte Geleit gab. Die unendliche Geschichte der Beisetzung dieses Preußenkönigs ist ein Lehrstück über einen bis heute mächtigen deutschen Mythos: das alte Preußen.Mehr zum Thema lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine Gratis-Ausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen: https://abo.zeit.de/zg-testen/?icode=01w0169k0575angaudall2110&utm_medium=audio&utm_source=zgpodcast&utm_campaign=zg_zon_podcast&utm_content=&wt_zmc=audall.int.zabo.zgpodcast.zg_zon_podcast....xDie Redaktion erreichen Sie per Mail unter [email protected]:ZEIT Geschichte bedankt sich sehr herzlich beim Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg für die Einspielung des Chorals „Nun danket alle Gott“ (Choral von Leuthen) unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling. Aufgenommen wurde das Stück am 15. Februar 2022 im Friedrich-Deisenroth-Saal der Brückberg-Kaserne in Siegburg; Aufnahmeleitung: Hauptfeldwebel Alexander Reuber.

  • "Gelegenheit macht ein Dieb", schreibt Anna von Preußen 1611 an ihren Ehemann, den brandenburgischen Kurfürsten Johann Sigismund. Vehement fordert sie vom zögerlichen Johann Sigismund, sich mehr für ihr Erbe und ihr Recht einzusetzen, die Herrschaft über die Territorien Jülich, Kleve und Berg am Niederrhein. Darum ist ein erbitterter Erbfolgestreit ausgebrochen. Auch dem dänischen König und dem deutschen Kaiser schreibt sie in dieser Angelegenheit Briefe.

    Ohne Anna wäre die preußische – und die deutsche – Geschichte anders verlaufen und doch erinnert sich heute kaum noch jemand an diese Fürstin. Den Frauen an der Spitze wurden in der preußischen Geschichte offiziell vor allem zwei Funktionen zugewiesen: einen gesunden männlichen Erben zur Welt zu bringen und die Dynastie zu repräsentieren. Dass sie daneben noch ganz andere Rollen einnahmen und dass diese sich auch wandelten, davon handelt dieser Podcast.

    Wir porträtieren Anna von Preußen und zeigen, wie wichtig sie für die preußische Staatswerdung ist. Wir zeichnen nach, warum sie schon zu Lebzeiten als "stutzig Weib" diffamiert wird und auch die preußischen Historiker sie später als "eigenwillige" Frau kritisieren. Ganz anders als die wahrscheinlich bekannteste preußische Königin: Luise. Sie begleiten wir auf ihrem Weg an den Berliner Hof und erklären, warum sie schon zu Lebzeiten kultisch als "Königin der Herzen" verehrt wird. Wir erinnern an ihr Treffen 1807 mit Napoleon in Tilsit und wir sprechen darüber, was diese Königin mit dem Eisernen Kreuz zu tun hat.

    Die Geschichten von Anna und Luise zeigen, so unterschiedlich sie sind, dass die Frauen am preußischen Hofe bedeutenden politisches Einfluss hatten – es wird Zeit für einen neuen Blick auf sie.

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    Die Lesungen der Tagebücher und Briefe von Königin Luise sind einer Produktion des Eulenspiegel-Verlags entnommen: "Königin Luise: In Selbstzeugnissen und Anekdoten", gelesen von Angelika Waller, 2008.

  • Nach Hitlers Machtübernahme werden jüdische Menschen in Deutschland systematisch entrechtet, aus dem Land getrieben oder ermordet. Die Tagebücher von Willy Cohn und Hertha Nathorff erzählen uns, wie deutsche Jüdinnen und Juden den Alltag im Nationalsozialismus erlebt haben.

    Angesichts ihrer gesellschaftlichen Isolation, ihrer Entrechtung und Enteignung, ist es für Jüdinnen und Juden damals ein Akt des Widerstandes, Tagebuch zu schreiben. Wer es dennoch tut, muss ständig damit rechnen, entdeckt zu werden. Umso klarer dokumentieren die Aufzeichnungen derjenigen, die es dennoch wagen, wie sich die Verfolgung von 1933 an immer weiter radikalisiert.

    In unserem Podcast machen wir die Stimmen von Hertha Nathorff und Willy Cohn wieder hörbar und begleiten sie durch die schweren Jahre von 1933 bis 1941: mit gelesenen Auszügen aus den Tagebüchern und historischem Archivmaterial.

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    Quellen:

    // Willy Cohn: "Kein Recht, nirgends. Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums", herausgegeben von Norbert Conrads, Böhlau Verlag, Köln 2007

    // "Das Tagebuch der Hertha Nathorff. Berlin – New York, Aufzeichnungen 1933 bis 1945", herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Benz, R. Oldenbourg Verlag, München 1987 (Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Band 54)

    Die historischen Aufnahmen, die in dieser Folge zu hören sind, hat das Deutsche Historische Museum zusammen mit dem Deutschen Rundfunkarchiv auf zwei CDs herausgebracht:

    // "Stimmen des 20. Jahrhunderts. 1933 – Der Weg in die Katastrophe" (2000)

    // „Stimmen des 20. Jahrhunderts. Das Verbrechen hinter den Worten“ (2001)

    // Die Sequenz vom Reichsparteitag am 15. April 1935 zur Verkündigung der Nürnberger Gesetze stammt von der Archivseite archive.org

  • Im Jahr 1763 ruft die Königliche Akademie der Wissenschaften in Berlin zu einem Essaywettbewerb auf – und Immanuel Kant sendet einen Beitrag. Der wird mit großer Bewunderung gelesen. Doch Kant bekommt nur den zweiten Platz. Der Mann, der den Sieg davonträgt, ist ein Feierabendphilosoph, der tagsüber in einer Seidenfabrik schuftet: Moses Mendelssohn. Durch seine Schriften wird er zum Vater der jüdischen Aufklärung und steht am Anfang einer atemberaubenden Familiengeschichte, die bis heute weitergeschrieben wird.

    Die Biografie der Mendelssohns ist die Biografie des deutschen Judentums: Sie erzählt davon, wie die Welt der religiösen Juden genauso wie der preußische Staat und ganz Europa durchgeschüttelt werden von den Ideen der Aufklärung. Es ist die Zeit des 18. und des 19. Jahrhunderts, die Zeit der Aufklärung, der Geburt des Bürgertums, dann der Romantik – und des Kampfs der Juden um Emanzipation und Gleichberechtigung. Es ist auch die Zeit der Französischen Revolution und der Kriege Napoleons, der deutschen Befreiungskriege, der vielen Wandlungen Preußens und der Geburt des liberalen Judentums.

    In unserem neuen Podcast zeichnen wir die Geschichte der Familie Mendelssohn nach. Wir sprechen mit Miriam Rürup, der Leiterin des Moses Mendelssohn Zentrums in Berlin, über die geschichtlichen und politischen Bedingungen, unter denen die Familie Mendelssohn lebte. Und Thomas Lackmann, Nachfahre der Mendelssohns, bringt uns ganz nah an die Persönlichkeiten von damals heran, zum Beispiel an Menschen wie Felix und Fanny Mendelssohn Bartholdy – und natürlich hören wir auch ein wenig Musik.

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    Alle Folgen von "Wie war das noch mal?" hören Sie hier. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter [email protected]

  • Am 15. September 1949 ist es so weit: Der gerade formierte Bundestag wählt Konrad Adenauer im Gebäude der Pädagogischen Hochschule in Bonn zum ersten deutschen Bundeskanzler. 14 Jahre lang, bis zum Oktober 1963, wird er es bleiben. Adenauer ist der Erste in jenem Amt, das wie kein anderes die Geschicke des Landes bis heute bestimmt. Sechs weitere Männer und eine Frau haben nach ihm die Bundesrepublik Deutschland regiert. Sie waren Sozialdemokraten und Christdemokraten, Rheinländer, Norddeutsche und eine Ostdeutsche.Ihre Namen sind eng mit den Meilensteinen der deutschen Zeitgeschichte verbunden: mit dem Wirtschaftswunder, dem Mauerbau. Mit Westbindung und Ostpolitik. Mit dem Terror der RAF, der Friedensbewegung, mit Mauerfall und Wiedervereinigung, der Agenda 2010, dem "Nein" zum Irakkrieg, mit dem Sommer von 2015. Im zweiten Teil unserer Miniserie über die deutschen Kanzler und die Kanzlerin zeichnen wir im Gespräch mit dem langjährigen Chefredakteur der ZEIT, Theo Sommer, die Anfangsjahre der Bundesrepublik nach und die Zeit des Kalten Krieges; Sommer erzählt über sein Verhältnis zu Willy Brandt und Helmut Schmidt und von seiner Zusammenarbeit mit Marion Gräfin Dönhoff.Wir versetzen uns mit Tondokumenten aus dem alten Bundestag zurück in die Zeit der Bonner Republik. Und wir diskutieren mit Frank Werner, dem Chefredakteur von ZEIT Geschichte, über die Frage, ob es nun die Personen sind, die Geschichte machen – oder ob es doch vor allem die Geschichte ist, die uns Menschen formt.Mehr zum Thema lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen: https://abo.zeit.de/zg-testen/?icode=01w0169k0575angaudall2110&utm_medium=audio&utm_source=zgpodcast&utm_campaign=zg_zon_podcast&utm_content=&wt_zmc=audall.int.zabo.zgpodcast.zg_zon_podcast....x

  • Zwischen 1871 und 1933 regierten 21 Kanzler Deutschland. Der erste, Otto von Bismarck, und der letzte, Adolf Hitler, erscheinen in der Rückschau oft so beherrschend, dass die Männer dazwischen schlicht vergessen werden – zu Unrecht.

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    Wer also waren die Kanzler des Kaiserreichs und der Weimarer Republik? "Wie war das noch mal?", der Podcast von ZEIT Geschichte, blickt in der ersten von zwei Folgen zu den deutschen Kanzlern zurück auf die Jahrzehnte des Kaiserreichs, auf die Zeit des Ersten Weltkriegs und der ersten deutschen Demokratie. Vor welchen Problemen standen Regierungschefs wie Bernhard von Bülow, Theobald von Bethmann Hollweg, Hermann Müller oder Gustav Stresemann? Wie weit reichte ihre Macht? Und warum brachten es gleich mehrere Kanzler aus der Weimarer Zeit nur auf wenige Monate in Regierungsverantwortung?

    Dazu sprechen wir auch mit dem stellvertretenden Leiter der Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte in Heidelberg, Bernd Braun, einem Experten für die Weimarer Kanzler. Und sofern es Aufnahmen von ihnen gibt, die auf Schallplatte oder Tonwalze festgehalten wurden, lassen wir die Kanzler selbst sprechen – und hören ihre Stimmen.

    Die zweite Folge unserer Miniserie zu den deutschen Kanzlerinnen von Konrad Adenauer bis Angela Merkel erscheint am 13. November. Mehr zum Thema lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter [email protected]

  • Am 11. September 2001 steuern Terroristen Flugzeuge in das World Trade Center und das Pentagon. Der Anschlag trifft die USA unvorbereitet – trotz seiner langen Vorgeschichte

    Aiman al-Sawahiri, geboren 1951, ist der begabte Spross einer ägyptischen Elitefamilie, Sohn eines hochdekorierten Chirurgen und der Präsidentin der Universität Kairo. Und er ist einer der Hintermänner der Anschläge vom 11. September 2001. Schon als Jugendlicher hat sich al-Sawahiri der ägyptischen Muslimbruderschaft angeschlossen und eine islamistische Zelle gegründet. Ihr damaliges Ziel: Der Sturz der Regierung des verhassten ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und die Gründung eines islamischen Gottesstaats.

    „Wie war das nochmal” blickt zurück auf den Tag, als bei den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon 3000 Menschen starben und fragt den außenpolitischen Korrespondenten der ZEIT, Michael Thumann, nach den Ursprüngen des islamistischen Terrorismus.

    Mit der ehemaligen Nahost-Korrespondentin der ZEIT, Andrea Böhm, sprechen die Hosts Markus Flohr und Judith Scholter, über den „War on Terror”, der auch nach dem Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan unsere Gegenwart bestimmt.