Played

  • „Es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen: Wo sind meine
    Hände im Flug, wie stelle ich meine Ski?“, erzählt die Skispringerin
    Katharina Althaus, 25, die bei den vergangenen olympischen Spielen für
    Deutschland eine Silbermedaille geholt hat. Vor jedem Sprung
    konzentriere sie sich auf ein, zwei Aspekte im Bewegungsablauf und der
    Körperhaltung, die sie optimieren wolle, sagt sie im Podcast “Frisch an
    die Arbeit”: „Ich bin eigentlich nicht sehr perfektionistisch – außer
    beim Skisprung.”

    Althaus, die aus Oberstdorf im Allgäu stammt, erzählt, dass sowohl ihr
    Großvater als auch ihr älterer Bruder Ski gesprungen seien. Ihm habe sie
    beim Training zugeschaut und mit sechs Jahren wagte sie sich auf eine
    Schanze – auf die Minischanze. Von der Großschanze in Obersdorf sprang
    sie dann zum ersten Mal als Jugendliche mit 13 Jahren. Bei aller
    Vorbereitung sei der Moment, wenn sie die Beine durchdrücke und fliege,
    bis heute etwas Besonderes, sagt Althaus: „Der Sprung ist immer wieder
    ein Megagefühl!“ Sie springe schon so lange, dass sie vor dem Sprung
    überhaupt keine Angst mehr verspüre.

    Außerdem erzählt sie auch von schwierigen Momente. „Mich fragen
    Presseleute ganz direkt, was ich wiege”, sagt Althaus. “Ich finde das
    irritierend, das ist letztlich eine private Frage.” Außerdem merke sie
    auch jetzt noch, dass Frauen-Skisprung nicht so etabliert sei wie der
    Männersport. „Als Athletin wünsche ich mir die gleiche Aufmerksamkeit
    wie bei den Herren!“, sagt Althaus.

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