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In dieser Folge besprechen wir "Wendekreis des Krebses" von Henry Miller, ein skandaltrĂ€chtiger Kult-Roman ĂŒber ein Leben in Ekstase. Beinahe 30 Jahre lang war dieses Buch in den USA verboten, der Grund dafĂŒr ist vor allem der extreme und teilweise pornographische Stil. Und doch geht es hier um mehr als nur reine Provokation, in anekdotischer Tagebuchform gibt Miller unverschönt und humorvoll seine Erlebnisse im Paris der 1930er Jahre wieder. Am Rande der Obdachlosigkeit, hungernd und von Bordell zu Bordell streifend kommt dabei ein ungebĂ€ndigter Lebenswille zum Ausdruck, trotz des Elends ĂŒberall ist er der glĂŒcklichste Mensch der Welt.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann, einer kunstvollen Novelle ĂŒber eine Verfallsgeschichte. In strenger Disziplin widmet der angesehene Schriftsteller Gustav von Aschenbach sein ganzes Leben nur der kĂŒnstlerischen Arbeit, bis ein mysteriöser Fremder plötzlich die Reiselust in ihm weckt. Er fĂ€hrt nach Venedig, wo ihn eine bis dato nicht bekannte Leidenschaft packt: er verliebt sich in den wunderschönen JĂŒngling Tadzio. Immer mehr gibt er sich dem Lauf der Dinge, dem Chaos, den dionysischen KrĂ€ften einfach hin, bis schlieĂlich der Tod Einzug in die Stadt erhĂ€lt...
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In dieser Folge besprechen wir "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph v. Eichendorff, eine der berĂŒhmtesten Novellen der Romantik. Weil er faul ist und keine Lust hat zu arbeiten, wird der Taugenichts von seinem Vater in die weite Welt hinausgeschickt, dort sein eigenes GlĂŒck zu versuchen. ĂberglĂŒcklich macht dieser sich singend und musizierend auf den Weg und erlebt ein Abenteuer nach dem nĂ€chsten. StĂ€ndig fĂ€llt ihm dabei alles Gute einfach zu, indem er sich der natĂŒrlichen Harmonie der Dinge fĂŒgt. Die Figur des Taugenichts verkörpert nicht nur ein Gegenbild zur biederen bĂŒrgerlichen Ordnung, in ihm vereinigen sich auch Kunst und Leben zu einer idyllischen Einheit.
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In dieser Folge beschĂ€ftigen wir uns mit "Lenz" von Georg BĂŒchner, eine Novelle ĂŒber den Wahnsinn. Der Schriftsteller Lenz flieht sich in die Natur der Berge, um dort Ruhe zu finden. Doch immer wieder befĂ€llt ihn eine unbestimmte Angst, die ihn in rasende ZustĂ€nde versetzt und seine Wahrnehmung der Wirklichkeit erschĂŒttert. Ein Riss tut sich auf zwischen ihm und der Welt, der alles auf den Kopf stellt.
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Dieses Mal beschĂ€ftigen wir uns mit "Der kurze Sommer der Anarchie" von Hans Magnus Enzensberger, einem historischen Roman ĂŒber einen RevolutionĂ€r im Spanischen BĂŒrgerkrieg. Buenaventuri Durruti ist fĂŒr die politische Linke eine schillernde Ikone und ein Held, fĂŒr seine Feinde hingegen ist er ein rĂŒcksichtsloser Verbrecher. In einer Collage aus realen Zeitzeugenberichten entwirft Enzensberger ein vielschichtiges Bild vom Leben des Anarchisten aus zahlreichen verschiedenen Blickwinkeln. Dabei wird deutlich, dass so keineswegs ein einheitliches Ganzes entsteht, vielmehr entpuppt sich Geschichte im Allgemeinen als kollektive Fiktion, als konstruiertes Narrativ.
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In dieser Folge beschĂ€ftigen wir uns mit "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf, ein polyperspektivischer Roman ĂŒber eine englische Gesellschaft in einem Landhaus am Meer. Eine absolute Wirklichkeit des Geschehens gibt es hier nicht mehr, stattdessen wird das Innenleben, die GefĂŒhle und Gedanken der einzelnen Personen ausgeleuchtet und so ein vielschichtiger Blick auf die Welt geworfen. Hier wird auch der Unterschied zwischen den Geschlechtern deutlich, RationalitĂ€t und EmotionalitĂ€t stehen sich als konkurrierende Prinzipien in einer verstockten und oberflĂ€chlichen viktorianischen Gesellschaft gegenĂŒber. Aber die Zeit vergeht und so wird letztlich die SubjektivitĂ€t der individuellen Erfahrung stark gemacht.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber "Der Königsweg" von AndrĂ© Malraux, ein Abenteuerroman ĂŒber zwei europĂ€ische Schatzsucher im kolonialisierten Indochina. Claude und Perken begeben sich auf eine gefahrenreiche Expedition in den Dschungel, um antike Statuen aus verschollenen Ruinen zu rauben und zu verkaufen. Ihr Abenteuerdrang ist indessen ein Ausdruck existenzieller Sinnsuche im Angesicht des unabwendbaren Todes. AuĂerdem diskutieren wir ĂŒber die literarische Ăsthetik von Abenteurromanen im Lichte postkolonialer Diskurse.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber âDer Ekelâ von Jean-Paul Sartre, ein philosophischer Roman ĂŒber eine existenzielle Sinnkrise. Antoine Roquentin begibt sich in eine französische Kleinstadt, um dort eine historische Biographie ĂŒber einen Diplomaten aus dem 18. Jahrhundert zu schreiben, als ihn plötzlich ein unertrĂ€gliches GefĂŒhl des Ăberdrusses befĂ€llt. Er fĂŒhlt sich von der Welt um ihn herum angeekelt, alles an ihr ist ihm zu viel. Und er fragt sich: Was bedeutet es ĂŒberhaupt, zu existieren?
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In dieser Folge beschĂ€ftigen wir uns mit "Der Fremde" von Albert Camus, einem der berĂŒhmtesten Romane des französischen Existenzialismus. Der Protagonist Meursault ist ein von der Gesellschaft komplett entfremdeter Mensch, der nĂŒchtern und gefĂŒhllos auf Ă€uĂere Reize reagiert. Der Tod seiner eigenen Mutter ist ihm ebenso egal wie der Heiratsantrag seiner Freundin. SchlieĂlich ermordet er sogar ohne wirklichen Grund einen anderen Menschen, im darauffolgenden Gerichtsprozess urteilt das Gericht aber mehr ĂŒber seine Person als ĂŒber die eigentliche Tat. Letztlich steht diese Figur ganz im Zeichen des Absurden, das Camus im Mythos des Sisyphos wiederfindet.
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In dieser Folge beschĂ€ftigen wir uns mit âDas dreiĂigste Jahrâ von Ingeborg Bachmann, ein zentraler ErzĂ€hlband der österreichischen Nachkriegsliteratur. Bachmanns lyrische Sprache kreiert eine Welt, die ĂŒber das rein rational Begreifbare hinausgeht. Auf der Suche nach Wahrhaftigkeit spielt die traumatische Vergangenheit der NS-Zeit eine ebenso zentrale Rolle wie die Kritik an patriarchalen Strukturen. Trotz all der Gewalt und den gesellschaftlichen MissstĂ€nden, die sie erkennt, wohnt ihrer Kunst doch ein unbedingter Glaube an eine bessere Zukunft, an ein Utopia inne, denn nur durch Zuversicht kann der Mensch weiterleben.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber die "Reise ans Ende der Nacht" von Louis-Ferdinand CĂ©line, einem der umstrittensten Romane des 20. Jahrhunderts. Der im deutschsprachigen Raum relativ wenig bekannte Autor zĂ€hlt in Frankreich zu einem der wichtigsten Vertreter der Klassischen Moderne, und das obwohl er als schwerer Antisemit und Kollaborateur des Nazi-Regimes eine hochproblematische Person darstellt. Gleichzeitig ist die Faszination fĂŒr seine Literatur ungebrochen, in einer gewaltigen und extremen Sprache zeichnet diese herausfordernde "Reise" ein zutiefst nihilistisches Menschenbild. Episodenroman, Antikriegsroman, Gesellschaftsroman, Entwicklungsroman, ... die Nacht hat viele Gesichter.
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Dieses Mal besprechen wir "Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway, ein sprachlich knapper Roman ĂŒber einen Fischer, der sich im Alter beweisen muss. Santiago hat bereits seit Ewigkeiten keinen Fisch mehr gefangen, und trotzdem fĂ€hrt er unermĂŒdlich jeden Tag aufs Neue hinaus aufs Meer. Plötzlich hat er einen riesigen Fisch an der Angel, ein tagelanger Kampf mit seinem Gegner beginnt. Dabei steht diese Geschichte fĂŒr mehr als nur den Fischfang, es geht um Autonomie, um MĂ€nnlichkeit, um Einsamkeit und um die Frage, welchem Bild von uns wir im Leben nacheifern wollen.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber die "Duineser Elegien" von Rainer Maria Rilke, eine Sammlung von Gedichten ĂŒber das menschliche Dasein. Was heiĂt es, ein Mensch zu sein? Unsere Existenz ist eine unstete, in permanenter VerĂ€nderung versuchen wir, unseren Sinn in der Welt zu finden. Mal fĂŒhlen wir uns entfremdet, mal geborgen, wie etwa in der Liebe. Ob die Engel wohl unser Klagen hören?
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In dieser Folge beschĂ€ftigen wir uns mit "Hunger" von Knut Hamsun, ein Roman aus der Innenansicht eines strauchelnden Schriftstellers im damaligen Olso. In radikaler Manier schildert dieser Text eine körperliche Grenzsituation als geistigen Zustand. So ernst der Inhalt auch wirkt, so humorvoll und komisch sind doch die Gedanken und Handlungen des namenlosen ErzĂ€hlers, eines absoluten AuĂenseiters. AuĂerdem fragen wir uns: warum sollte man heute ĂŒberhaupt noch das Buch eines Autors lesen, der bekanntermaĂen glĂŒhender Nationalsozialist war? Kann man KĂŒnstler und Werk trennen?
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In dieser Folge widmen wir uns den "GesĂ€ngen des Maldoror" von Comte de LautrĂ©amont, ein vielseitiger und irritierender Roman ĂŒber den Engel des Bösen. Dieser richtet sich gegen die Gemeinheit und Scheinheiligkeit des Menschen, in allen nur erdenklichen Fassetten wird das Grauen in der Welt geschildert. Dabei hat dieser hochpoetische und wortgewandte Text eine groĂe Faszination auf die Surrealisten ausgeĂŒbt und gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Moderne.
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Dieses Mal widmen wir uns Gedichten von Else Lasker-SchĂŒler, eine expressionistische KĂŒnstlerin, die ein Dasein als orientalischer Prinz fĂŒhrte. Dem bĂŒrgerlichen Leben entsagend drĂŒckt sich in ihren Texten eine Sehnsucht nach einem mythisch-poetischen Reich aus. Ihre Sprache ist geprĂ€gt von einer OriginalitĂ€t und WĂ€rme, deren Schönheit sich ausdrĂŒckt im Bild zweier liebender Seelen, die in einem alten Tibetteppich miteinander verknĂŒpft sind.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber "Hotel Savoy" von Joseph Roth, ein Gesellschaftsroman ĂŒber den Untergang einer alten Ordnung. Als Gabriel Dan nach dem Krieg aus russischer Kriegsgefangenschaft zurĂŒck nach Europa kommt, möchte er eigentlich nur ein paar Tage im Hotel Savoy unterkommen, doch seine Weiterreise zögert sich immer weiter hinaus. Indessen erhĂ€lt aus dem Westen der Kapitalismus in Person eines MillionĂ€rs Einzug in die Stadt, aus dem Osten dringt die sozialistische Revolution ein. Gabriel steht nĂŒchtern und unentschieden in der Mitte, wĂ€hrend sich um ihn herum tiefgreifende VerĂ€nderungen anbahnen.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber die "Fiktionen" von Jorge Luis Borges, eine Sammlung von phantastischen ErzĂ€hlungen, in denen die Grenze zwischen Wirklichkeit und Vorstellung verflieĂt. Ein erfundenes Land, eine unendliche Bibliothek, ein geheimes Wunder... in magisch-realistischer Manier handeln diese Texte von scheinbar verrĂŒckten Ideen, die doch im Kern unsere Welt beschreiben.
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In dieser Folge sprechen wir ĂŒber "Die StraĂe" von Cormac McCarthy, ein dystopischer Roman ĂŒber die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn. In einer postapokalyptischen Welt ziehen sie durch ein zerstörtes und lebensfeindliches Land und kĂ€mpfen ums nackte Ăberleben, ĂŒberall und jederzeit mĂŒssen sie mit Gefahren rechnen. Bei aller mörderischen HĂ€rte, die sie umgibt, versuchen sie dennoch, das Feuer in sich zu bewahren, um den Glauben an die Menschlichkeit nicht zu verlieren.
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In dieser Folge diskutieren wir "Die gröĂere Hoffnung" von Ilse Aichinger, die berĂŒhrende Geschichte eines halbjĂŒdischen MĂ€dchens wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges. Mit diesem Roman beginnt die Nachkriegsliteratur in Ăsterreich, seine besondere Kraft liegt insbesondere in der Sprache, die sich zwischen kindlicher Phantasie und reiner Poesie bewegt. Eine lyrische ErzĂ€hlung, die so tieftraurig wie wunderschön ist.
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