Episoder
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Kreuzestod und Auferstehung Jesu sind das Fundament des christlichen Glaubens. Für heutige Zeitgenossen ist das diesem Fundament innewohnende Dilemma kaum mehr erkennbar. Dabei bedeutete der Kreuzestod, als Gottverlassener zu sterben. Es war ein Schandtod. Kein Messias durfte diesen Tod erleiden. Kein Wunder, dass der Koran Jesus nicht am Kreuz sterben lässt, obschon das historisch belegbar ist. Auch für die jüdischen Zeitgenossen Jesu bedeutete der Kreuzestod ein Skandalon, das im Widerspruch zum Anspruch des aufkeimenden christlichen Glauben stand, der in Jesus den Messias erkannte. Dieser Glaube beruht freilich auf dem Glauben an die Auferstehung des Gekreuzigten, die sich dem historischen Zugriff entzieht. Aber warum war der Kreuzestod ein Fluchtod? Und was ereignete sich an diesem letzten Tag im Leben Jesu?
Der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine rekonstruiert die historischen Ereignisse des letzten Tages Jesu aufgrund biblischer, aber auch außerbiblischer Quellen.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 2. April 2025 als Webinar stattgefunden hat.
Weiterführende Links und Informationen:
Werner Kleine, Kleine ermittelt: Der Fall Judas, Youtube, 2.4.2023Werner Kleine und Till Magnus Steiner, Dei verbum direkt: Judas Ischarioth - Held, Verräter, Heilswerkzeug, Youtube, 13.4.2024Kath 2:30, Episode 18: Der Judaskuss, Youtube, 28.3.2011Werner Kleine, Wie leer war das Grab? - Alte und neue Fragen zur Auferstehung Jesu (Glaubensinformation), Youtube, 28.4.2022Werner Kleine, Galiläa oder Jerusalem - die Ambivalenz biblischer Auferstehungstraditionen (Glaubensinformation), Youtube, 11.4.2024Buchtipp: Gerhard Lohfink, Der letzte Tag Jesu: Was bei der Passion wirklich geschah, München 2007Bild "Ferse mit Nagel" JudäaBild "Ferse mit Nagel" Großbritannien -
Der letzte Wille hat Bedeutung über den Tod hinaus. Er repräsentiert das Vermächtnis, dass die Nachkommen bindet. Die letzten Worte sind wichtig. Das gilt auch für Jesus von Nazareth, den Christen als Sohn Gottes verehren. Alle Evangelien berichten vom letzten Abendmahl. Im Unterschied zu den synoptischen Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas weist das Johannesevangelium spezifische Besonderheiten auf. Er hat keinen Einsetzungsbericht; dafür erzählt er von der Fußwaschung Jesu. Auffällig sind drei sogenannte Abschiedsreden Jesu – gewissermaßen letzte Worte, die sein Vermächtnis an die Jünger enthalten. Die Abschiedsworte Jesu wer-fen nicht nur ein besonderes Licht auf die johanneische Theologie; sie spiegeln auch den historischen Kontext wider, in dem das Johannesevangelium entsteht – eine Zeit, in der das Christentum zunehmend eine eigene Identität findet und sich vom Judentum trennt.
Der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine führt in die johanneischen Abschiedsreden Jesu ein und reflektiert dabei insbesondere die nicht immer heilvolle Wirkungsgeschichte insbesondere für das Verhältnis von Juden und Christen.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 19. März 2025 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine und Till Magnus Steiner, „Das Heil kommt von den Juden“ (Joh 4,22) – oder nicht? (Dei Verbum direkt), Youtube, 21.2.2025Werner Kleine, Erhöht am Kreuz - Die Passion nach Johannes (Glaubensinformation), Youtube, 30.3.2023 -
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In der heutigen Gesellschaft werden der Tod und die eigene Sterblichkeit oft ausgeblendet. Dabei gehört ist er wie die Geburt eines der wenigen sicheren Ereignisse des Lebens. Er ist unausweichlich. Gerade auf dem Hintergrund der Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit gewinnt das Leben seine Bedeutung und seinen Wert. Gleichzeitig wirft die Sterblichkeit des Menschen auch Fragen auf – vor allem, wenn der Tod nicht erst im hohen Alter eintritt oder sogar gewaltsam herbeigeführt wird. Wie kann es eine Gerechtigkeit für jene geben, denen Lebenszeit unwiderruflich genommen wurde.
Die Erinnerung an die eigene Sterblichkeit mahnt nicht nur, das eigene Leben zu achten, sondern auch die Würde des Lebens der Anderen zu schützen. Das Leben an sich ist ein Ausnahmefall. Die Lebenszeit ist vergänglich. Gerade deshalb ist sie wertvoll. Darüber und über die besondere Perspektive des christlichen Glaubens denkt Dr. Werner Kleine im Rahmen der Glaubensinformation nach.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 5. März 2025 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Raum - Zeit - Ewigkeit … eine theologische Verhältnisbestimmung (Glaubensinformation), 9.11.2923 -
Oft wird behauptet, Juden, Christen und Muslime hätten denselben Gott. Tatsächlich berufen sich alle drei Religionen auf Abraham als Urvater des Glaubens. Die Gottesbilder aber unterscheiden sich. Gerade weil Religion für Glaubende eine lebensprägende Kraft ist, darf man nicht naiv über die Unterschiede hinweg gehen – und die betreffen nicht nur das Gottesbild, sondern auch das Verständnis und den Umgang mit den jeweiligen heiligen Schriften. Aber auch die Frage, wie die, die nicht der eigenen Religion angehören, gesehen werden, ist eine Frage, denen sich interreligiöse Dialoge, wenn sie nicht nur auf oberflächliche Harmonie aus sind, stellen müssen. Gerade in der Gegenwart ist diese Frage von höchster Relevanz.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 19. Februar 2025 als Webinar stattfand.
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Die Psalmen sind mehr als ein Buch in der Heiligen Schrift. Die Psalmen sind eine lyrische Form des Betens. Die Psalmen bezeugen das existentielle Beten vor Gott in Freude und Dank, aber gerade auch in Not und Bedrohung. Sie bilden nicht nur die vielfältigen Facette des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen ab. Als „jüdisches Gebetbuch“ prägen sie auch das kirchliche Leben. In der Tradition der römisch-katholischen Kirchen werden täglich sieben Gebetszeiten abgehalten, in denen vor allem Psalmen gesungen bzw. gebetet werden – das sogenannte Stundengebet.
Dr. Werner Kleine führt in die besondere Spiritualität der Psalmen und des Psalters ein.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 5. Februar 2025 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Die Schrift - Über die Bedeutung der Bibel (Glaubensinformation), Youtube, 25.9.2024Werner Kleine, Im Anfang war das Wort - Wie die Bibel wurde, was sie ist (Kanonbildung) (Glaubensinformation), Youtube, 29.9.2021Peter Fox, Haus am See, Apple Music, 2009 -
Bei kritischen theologischen Themen – wie etwa der Frage nach der Zulassung von Frauen zu den Weiheämtern – ziehen sich kirchliche Verantwortungs- und Entscheidungsträger gerne auf den Standpunkt zurück, dass die Kirche keine Vollmacht habe, dieses oder jenes zu ändern. Das suggeriert, dass man nur tun dürfe, wozu Jesus Christus sich selbst geäußert habe. Ist das aber so? Ist die Bibel eine Art Bedienungsanleitung für die Kirche?
Tatsächlich wurden schon die frühen Christen mit Fragen konfrontiert, zu denen der Jesus Christus sich selbst offenkundig nicht geäußert hat. Der Umgang mit diesen Fragen ist im Neuen Testament dokumentiert. Das eröffnet erstaunliche Möglichkeiten für den Umgang auch mit modernen Fragestellungen und Herausforderungen. Es wird deutlich: Die Kirche hat sehr wohl die Vollmacht neue Entscheidungen zu treffen.
Dr. Werner Kleine geht zur Frage der Vollmacht der Kirche auf eine neutestamentliche Spurensuche und entdeckt dabei auch die Rahmenbedingungen, die für die Findung von Antworten auf neue Fragen zu beachten sind.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 22. Januar 2025 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Katholische Citykirche Wuppertal, Verlorene Botschaften - Petrus, Du Fels!, Youtube, 27.11.2023Werner Kleine, Himmel, Hölle, Fegefeuer. Was die Bibel über die Letzten Dinge lehrt - und was nicht! (Glaubensinformation), Youtube, 17.11.2021Werner Kleine, Hat Jesus Gemeinde gewollt? - Von der Jesusbewegung zu ersten Ansätzen einer kirchlichen Institutionalisierung (Glaubensinformation), Youtube, 27.9.2023Werner Kleine, Hat Jesus Gemeinde gewollt?. Von der Notwendigkeit, in der Verkündigung mehr Theologie zu wagen, Dei Verbum, 21.2.2017Linkempfehlung:Die Schrifterzähler: Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine erzählen biblische Geschichten neu: www.die-schrifterzaehler.de
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Das biblische Buch „Kohelet“, in manchen Traditionen auch „Prediger“ genannt, gehört zu den Weisheitsschriften des Alten Testamentes. Kennzeichnend für die Schrift ist seine Vielschichtigkeit und Vielfalt an Perspektiven. Die einen nehmen in dem Text einen tiefen Pessimismus und Skeptizismus wahr, andere sehen in dem Verfasser einen Weisheitslehrer, der zu heiterer Gelassenheit angesichts der unbegreiflichen Schicksalhaftigkeit des Lebens aufruft. Wie auch immer: Der Text ist eine wichtige Stimme innerhalb einer philosophischen Gedankenwelt der Antike, die das Leben als solches hinterfragt. Auch innerhalb des Alten Testamentes werden zeitgenössische Denkweisen, wie etwa der Tun-Ergehen-Zusammenhang, hinterfragt. Das Buch Kohelet ist somit auf eigentümliche Weise modern, besteht es doch auf dem richtigen Fragen ohne vorschnelle Antworten zu geben.
Dr. Werner Kleine stellt das Buch und seine Gedankenwelt vor.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 8. Januar 2025 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Raum - Zeit - Ewigkeit … eine theologische Verhältnisbestimmung (Glaubensinformation), Youtube, 9.11.2024Werner Kleine, Endzeit ist eigentlich immer! - ein neuer Blick auf die Offenbarung des Johannes (Glaubensinformation), Youtube, 23.11.2023Linkempfehlung:Die Schrifterzähler: Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine erzählen biblische Geschichten neu: www.die-schrifterzaehler.de
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Das Weihnachtsbrauchtum ist seit vielen Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten mit mythischen Figuren verbunden. In protestantisch geprägten Gegenden brachte das Christkind in der Weihnacht die Geschenke, in römisch-katholischen Regionen war es ursprünglich der Nikolaus, der am 6.12. die Kinder bescherte. Im Laufe der Zeiten aber kam auch der Weihnachtsmann zu Ehren, der ebenfalls am in der Weihnacht am 25.12. zu den Kindern kam - und nicht selten in manchen Ländern eine symbiotische Verbindung mit dem Nikolaus einging.Heute wird vielfach behauptet, das seien alles Erfindungen der Werbeindustrie. So einfach ist es freilich nicht. Die Figuren sind oft sehr alt - älter jedenfalls als die Entdeckung ökonomischen Marketings. Sie alle eint, dass sie auf die Geburt des Jesuskindes in der Weihnacht zu Bethlehem hinweisen - wohlgemerkt des Jesuskindes, dessen Geburt das Christkind als Verkündigungsengel besingt.Dr. Werner Kleine stellt die verschiedenen Figuren, die die Advents- und Weihnachtszeit bevölkern, vor. Dabei geht es auch um ihre Herkunft und die ihre religionspädagogische und -psychologische Bedeutung.Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 18. Dezember 2024 als Webinar stattfand.Weiterführende Hinweise und Links:
Werner Kleine, Der Knabe Jesus - Neutestamentliche und apokryphe Kindheitsevangelien (Glaubensinformation), Youtube, 13.1.2022Werner Kleine, Nikolaus von Myra - Bischof, Konzilsvater von Nicäa und Legende (Glaubensinformation), Youtube, 4.12.2024Hanna Krewer, Warum ein männliches Christkind eine Seltenheit ist, katholisch.de, 15.12.2024Werner Kleine, Kinder finden ihren Glauben, Erwachsene sind ihre Wegbegleiter. Die Begleitung der religiösen Entwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren, in: Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Berlin, Essen, Hildesheim, Köln, Osnabrück, 2005 (57. Jg.), S. 105-110.Christian Lehner, Beobachtungen im Unsichtbaren. Über die Engel, NDR, 15.12.2024 -
Der Hl. Nikolaus ist in Europa vor allem als Gabenbringer bekannt, der die Kinder am 6. Dezember, seinem Gedenktag, beschenkt. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihn. Tatsächlich steht im Hintergrund der legendarischen Figur eine historische Persönlichkeit: Nikolaus war im 4. Jahrhundert n.d.Z. nicht nur Bischof von Myra, sondern auch ein bedeutender Teilnehmer des Konzils von Nicäa, das für die Entwicklung des christologischen Bekenntnisses entscheidend war.
Dr. Werner Kleine macht sich im Rahmen des Webinars auf die Suche nach einer theologischen Persönlichkeit, die nicht nur in ihrer legendarischen Bedeutung, sondern auch in ihrer historischen Relevanz bis heute Beachtung findet.
Mitschnitt der Glaubensinformaiton, die am 4. Dezember 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Nikolaus vs. Weihnachtsmann, Kath 2:30, 10. Dezember 2010Ikone "Nikolaus" -
Immer schon haben Menschen über das nachgedacht, was nach dem Tod kommt. Sicher stellen sich nicht alle Menschen diese Frage. Die aber, die sie stellen, sehen sich unweigerlich mit dem Thema "Gerechtigkeit" konfrontiert. Es kann daher kaum verwundern, dass gerade im Kontext christlicher Theologie die Idee eines "jüngsten Gerichtes" entsteht. Ein Gott, der nach biblischem Zeugnis das Leben liebt, barmherzig und gerecht ist, stellt eine Herausforderung für das menschliche Denken dar, insofern auch die, die in ihrem Leben ungerecht und möglicherweise menschenverachtend gehandelt haben, prinzipiell auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen dürfen. Gleichzeitig aber wird hierdurch möglicherweise das berechtigte Gerechtigkeitsempfinden derer berührt, die von der Gewalt solcher Täter betroffen waren. Die Bibel mahnt nicht umsonst, dass nicht der Mensch richten soll. Es ist Gottes Sache, die letzte Gerechtigkeit aufzurichten!
Dr. Werner Kleine macht sich auf eine biblische Spurensuche, um einen möglichen Weg aus dem Dilemma von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu finden.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 6. November als Webinar stattfand.
Weiterführender Link:
Werner Kleine, Raum - Zeit - Ewigkeit … eine theologische Verhältnisbestimmung (Glaubensinformation), Youtube, 9.11.2023 -
Jesus Christus gilt im Allgemeinen als Verkünder des Friedens. In der Tat preist er in der Bergpredigt die Seligpreisungen. Gleichwohl ist er alles andere als naiv. Er erweist sich nicht nur in Auseinandersetzungen als streitbarer Mensch; die sogenannte Tempelreinigung zeigt eine durchaus auch gewalttätige Seite. Die Person Jesu ist vielschichtiger, als es vielen lieb ist. Er lässt sich nicht schnell für eine Seite einnehmen.
Gerade in der Gegenwart ist die Frage nach der Haltung zu Krieg und Frieden wieder einmal von höchster Bedeutung. Welche Haltung können, welche Haltung müssen Christen hier einnehmen? Was ist ethisch möglicherweise sogar geboten? Sicher ist, dass der Schutz des Lebens - vor allem der Schwachen - an oberster Stelle steht. Sicher ist auch, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist. Sicher ist aber auch, dass einfache Schwarz-Weiß-Lösungen der Komplexität des Lebens nicht gerecht werden.
Die Frage um Frieden, Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung ist deshalb hochaktuell. Dr. Werner Kleine geht den Hinweisen der Bibel, aber auch der Verkündigung Jesu nach, die bei näherer Betrachtung durchaus überraschen.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 23. Oktober 2024 als Webinar stattgefunden hat.
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Traditionell wird der Sündenfall mit dem Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse verbunden, wie sie in Genesis 3 überliefert ist. Dort kommt das Wort "Sünde" allerdings nicht nur nicht vor; die Erzählung erzielt auch eher die Heranreifung des Menschen zu einem erwachsenen und selbstverantwortlichen Leben. Das Wort "Sünde" wird erstmalig in Genesis 4 in der Erzählung der Geschichte von Kain und Abel erwähnt. Wenn es einen Sündenfall gibt, dann ist es der Mord Kains an seinem Bruder Abel - und auch den versucht Gott noch zu verhindert. Obschon Gott Kain warnt und der weiß, wohin seine Tat ihn führen wird, kann er nicht von seinem Handeln lassen - und muss nun mit seiner Schuld leben.
Dr. Werner Kleine erschließt in dem Webinar die Erzählung von Kain und Abel als Mythos des eigentlichen Sündenfalls.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 9. Oktober 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Adam und Eva lernen zwischen Gut und Böse unterscheiden! - Über den Segen des sogenannten Sündenfall (Glaubensinformation), Youtube, 23.02.2023 -
Die Bibel wird von Christen als Heilige Schrift verehrt, in dem Gottes Wort offenbart wird. In diesem Zusammenhang wird auch von einer „Inspiration“ gesprochen. Was aber bedeutet dieser Begriff? Das Zweite Vatikanische Konzil spricht davon, dass Gott durch Menschen nach Menschenart spricht. Die biblischen Autoren sind damit mehr als bloße Werkzeuge Gottes; sie wirken in der Art, wie sie die Texte schreiben, mit. Hinzu kommt die Frage, welche Texte überhaupt als Wort Gottes gelten und welche nicht.
Dr. Werner Kleine geht in dem Webinar der Frage nach, wie die Bibel zu dem wurde, was sie ist. Er geht dabei nicht nur auf die Entstehungsgeschichte der Bibel ein, sondern forscht auch nach Wegen eines angemessenen Umgangs mit der Heiligen Schrift, der Worte – gerade weil Gott durch Menschen nach Menschenart spricht – wie alle menschliche Sprache der Auslegung bedarf.
Mitschnitt der Liveübertragung vom 25. September 2024.
Weiterführende Links:
Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Verbum über die göttliche OffenbarungWerner Kleine, Im Anfang war das Wort - Wie die Bibel wurde, was sie ist (Kanonbildung) (Glaubensinformation), 29.9.2021Bild "Textkritischer Apparat Lk 11" -
„Glauben ist nicht Wissen“ – dieser Satz beansprucht eine scheinbare Logik. Tatsächlich sind Glaube und Wissen aber keine Gegensätze, sondern entspringen beide der menschlichen Suche nach Erkenntnis. Gerade im Be-reich der Religion aber stellt sich die Frage, wie religiöse Erkenntnis überhaupt zustande kommt. Theologisch wird hier der Begriff der „Offenbarung“ eine wichtige Rolle. Wie aber kann „Offenbarung“ verifiziert werden? Und welche Wege der – auch speziell religiösen – Erkenntnis gibt es?
Es zeigt sich, dass die Vernunft sowohl für den Glauben als auch für das Wissen eine fundamentale Rolle spielt. Gleichzeitig ermöglich der vernünftige Glaube eine Erkenntnis über das bloß Sichtbare hinaus.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 4. September 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Hinweise:
Werner Kleine, Endzeit ist eigentlich immer! - ein neuer Blick auf die Offenbarung des Johannes (Glaubensinformation), Youtube, 23.11.2023Werner Kleine, Im Anfang war das Wort - Wie die Bibel wurde, was sie ist (Kanonbildung) (Glaubensinformation), Youtube, 29.9.2021Abdel-Hakim Orghi, Die Juden im Koran: Ein Zerrbild mit fatalen Folgen, München 2023Jan Loffeld, Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt, Freiburg i.Br. 2024 -
Das Johannesevangelium spielt unter den vier biblischen Evangelien eine besondere Rolle. Nicht nur seine Chronologie unterscheidet sich von den anderen Evangelien, auch sein dramaturgischer und theologischer Duk-tus ist anders. Das wird schon am Beginn des Evangeliums deutlich. Markus beginnt mit der Taufe Jesu im Jordan, Matthäus und Lukas erzählen am Beginn ihrer Evangelien von der Geburt Jesu. Johannes hingegen stellt an den Beginn seines Evangeliums einen großen Hymnus, den Johannesprolog, der einer Ouvertüre die zentralen theologischen Themen komprimiert präsentiert und poetisch verdichtet. So wird der Johannesprolog zu einem Glaubensbekenntnis eigener Art.
Eine Einführung in den Johannesprolog, die auch moderne Aspekte über die Bedeutung und Wirksamkeit von Worten und Sprache in den Blick nimmt.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 21. August 2024 als Webinar stattfand.
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Viele kennen noch die alten Bilder, die in den Wohnungen der Großeltern hingen: Eine Junge und ein Mädchen laufen über eine Brücke. Ein Hund folgt ihnen, während der Junge einen Fisch in der Hand hält. Über beiden schwebt behütend und beschützend ein Schutzengel.
Das Bild geht auf die Tobitlegende zurück, die im Alten Testament römisch-katholischer Bibelausgaben steht. Die Legende steht nicht in der hebräischen Bibel, dem Tanach, wohl aber in der Septuaginta, einer griechische Ausgabe des Alten Testamentes. Nach Art einer Novelle wird die Heranreifung des jungen Tobit erzählt, der verschiedene Prüfungen überstehen muss, um erwachsen zu werden. Dabei ist er nicht alleine. Raphael begleitet ihn - ein Engel ganz ohne Flügel.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 3. Juli 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Im Anfang war das Wort - Wie die Bibel wurde, was sie ist (Kanonbildung) (Glaubensinformation), Youtube, 29.9.2021 - AudiopodcastBildersammlung "Schutzengel" (pdf) -
Work-Live-Balance ist ein postmoderner Begriff, der Arbeit und Leben in zwei Sphären trennt, die in ein Gleichgewicht gebracht werden sollen. Gegenwärtig erscheint Arbeit sogar eher als ein notwendiges Übel, das minimiert werden muss. Die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich soll ein erhöhtes Maß an Freizeit ermöglichen und finanzieren. Dabei erscheint die Gegenübersetzung von Arbeit und Leben durchaus problematisch, wird die Arbeit doch offenkundig zu einem Zustand, in dem kein Leben ist.
Das war nicht immer so. Nicht nur, dass die monastische Regel des Benedikt von Nursia mit dem „Ora et labora“ (Bete und arbeite) eine Gleichwertigkeit von Arbeit und Gebet beschreibt; auch die Theologie der Schöpfung, wie sie sich vor allem im Buch Genesis ausdrückt, erblickt in der Arbeit nicht nur ein menschliches Wesensmerkmal; die Arbeit wird sogar zur Tätigkeit, in der sich die Gottebenbildlichkeit des Menschen ereignet. In der Arbeit wirkt der Mensch selbst an der Schöpfung mit, in der er lebt.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 5. Juni 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Johannes Paul II, Enzyklika Laborem Exercens, Vatican 14.9.1981Werner Kleine, Adam und Eva lernen zwischen Gut und Böse unterscheiden! - Über den Segen des sogenannten Sündenfall (Glaubensinformation), Youtube, 23.2.2023Werner Kleine, So sollt ihr beten! - Das Vaterunser (Glaubensinformation), Youtube, 30.9.2022 -
Christen verehren den einen Gott als Vater, Sohn und Heiligen Geist. Speziell der Heilige Geist ist der Lebendigmacher, der lebenspendende Atem Gottes. So gesehen ist Gott in allem, was atmet gegenwärtig. Nicht ohne Grund heißt es deshalb in Psalm 150: „Alles, was atmet, lobt den Herrn“.
Dieser Gedanke ist für Christen essentiell. Auf der Erkenntnis, dass alles, was atmet, im Heiligen Geist Gottes atmet – unabhängig von religiöser Erkenntnis und konfessionellem Bekenntnis -, beruht der Gedanke der Fein-des- und der Nächstenliebe. Aber auch die biblische Rede, der Mensch sei Tempel Gottes, hat hier ihren Grund, denn Gott ist es, der im Menschen selbst atmet und ihm Leben gibt. Die Gemeinschaft derer schließlich, die das erkennen und sich dazu bekennen, bilden die Kirche. Nicht ohne Grund ist daher der Glaubensartikel über die Kirche im Glaubensbekenntnis eng mit dem Bekenntnis zum Heiligen Geist verbunden.
Pfingsten ist deshalb das Fest, an dem die Kirche nicht nur die Herabsendung des Heiligen Geistes feiert; es ist auch das Fest, an dem durch das Wirken des Heiligen Geistes die Kirche begründet wird, als auf die erste Predigt des Petrus hin die erste Gemeinde entsteht.
Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 23. Mai 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Was ist Pfingsten? - Rede mit Ede (Lokalzeit Bergisch Land, WDR, 16.5.2024), Youtube, 16.5.2024Werner Kleine, Wenn aus Jüngern Zeugen werden - Über die Notwendigkeit eines wichtigen Entwicklungsschrittes (Glaubensinformation), Youtube, 8.5.2024Werner Kleine, Galiläa oder Jerusalem - die Ambivalenz biblischer Auferstehungstraditionen (Glaubensinformation), Youtube, 11.4.2024 -
In der kirchlichen Verkündigung ist oft von Nachfolge und Jüngerschaft die Rede. Dabei werden die Begriffe oft nicht sonderlich reflektiert. Schon der Nachfolgebegriff ist ambivalent, weil schon Jesus selbst nicht alle in seine Nachfolge beruft, sondern manche bewusst in ihren Alltag zurückschickt. Aber auch der Jünger-Begriff bedarf einere genaueren Betrachtung. Das wird bei der Erzählung der Himmelfahrt Jesu deutlich, wenn die Zeit der Jüngerschaft endet, in dem der Auferstandene die ehemaligen Jünger zu Zeugen macht: Wo Jünger waren, sollen nun Zeugen sein. Das hat nicht nur Konsequenzen für die christliche Lebensführung; auch die Sakramente der Kirche spiegeln diese Entwicklung prinzipiell wider, ist doch in der römisch-katholischen Tradition die Firmung ein Sakrament der Beauftragung, als Christin und als Christ in der Welt das Wort Gottes wie von Amts wegen zu verkünden und zu bezeugen.
Pastoralreferent Dr. Werner Kleine erschließt anhand biblischer Texte die Bedeutung dieses Entwicklungsschrittes, der oft nicht nur nicht beachtet, sondern durch sogenannte "Jüngerschaftsschulen" sogar konterkariert wird. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als eine notwendige Neuentdeckung eines genuinen Auftrages Jesu Christi.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 8. Mai 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Was wir von Jesus wissen können (Glaubensinformation), Youtoube, 9.1.2020Werner Kleine, Einfach wunderbar? - Heilungserzählungen im Neuen Testament (Glaubensinformation), Youtube, 24.5.2023Werner Kleine, Glaubensinformation - Von Quastenfassern und Wasserläufern. Zeichen und Wunder im Neuen Testament, Youtube, 15.7.2017Bild Legionsabzeichen Leg. XX "Eber" -
Die Auferstehung Jesu vom Kreuzestod bildet den Kernbestand des christlichen Glaubens. Es ist daher kein Wunder, dass die Evangelien der Schilderung der Passion weiten Raum geben. Nicht ohne Grund nennt man die Evangelien deshalb auch „Passionserzählungen mit ausführlicher Einleitung“. Während die Kreuzigung Jesu als historisches Ereignis greifbar ist, entzieht sich das Auferstehungsgeschehen dem historischen Zugriff. Geschichtlich verifizierbar ist der Glaube an die Auferstehung der frühesten Christen, die sich bisweilen auf persönliche Begegnungen mit dem Auferstandenen berufen. Auch wenn die Auferstehung selbst nicht historisch greifbar ist, ist es der Glaube als solcher. Vielleicht ist es diese Ambivalenz, die das vorsichtige Tasten der Evangelisten erklärt, wenn es um die Verkündigung der Auferstehung geht. Dabei fällt unter anderem auf, dass es mehrere Traditionen gibt, die zum einen mit Galiläa, dem Ursprungsort der Jesusbewegung, zum anderen mit Jerusalem, dem Ort des Kreuzestodes, verbunden sind.
Der Wuppertaler Neustestamentler Dr. Werner Kleine erschließt die in den Evangelien zu findenden Auferstehungstraditionen und hinterfragt die dahinter stehenden historischen Linien. Wie gesagt: Auch wenn die Auferstehung selbst sich dem historischen Zugriff entzieht; die Verkündigung derer, die sich als Zeugen der Auferstehung sehen, ist in sich wieder geschichtlich greifbar.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 10. April 2024 als Webinar stattfand.
Weiterführende Links:
Werner Kleine, Wie leer war das Grab? - Alte und neue Fragen zur Auferstehung Jesu (Glaubensinformation), Youtube, 28.4.20222Triptychon Maria von Magdala (Anke Büttner), Flyer - pdf-VersionWerner Kleine, Maria von Magdala vs. Petrus - Die Auferstehungsüberlieferung im NT und den Apokryphen, Youtube, 13.4.2018Elizabeth Schrader/Joan E. Taylor, The Meaning of "Magdalene": A Review of Literary Evidence, in: JBL (2021), Jg. 140, S. 751-773Max Melzer, Wer war Maria Magdalena wirklich?, eulemagazin, 29.8.2022 - Se mer