Episoder
-
Eizellenspende ist ein kontroverses Thema, das oft moralisch aufgeladen wird - obwohl sie der Samenspende gar nicht so unähnlich ist. In Österreich machen strenge Gesetze und der Ausschluss alleinstehender Frauen den Zugang schwierig, während der internationale Eizellenmarkt boomt. Doch was bedeutet das für Spenderinnen, und wie profitieren transnationale Firmen vom Wunsch nach Familie? Ein Blick auf Tabus, Ungleichheiten und die Fragen der reproduktiven Gerechtigkeit.
Folge 1: Biologisches Material und BefruchtungGestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 31. 03. 2025.
-
Eizellenspende in Österreich.
Gestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 1. 04. 2025.
-
Mangler du episoder?
-
Internationaler Eizellenmarkt.
Gestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 2. 04. 2025.
-
Reproduktive Gerechtigkeit und Enttabuisierung.
Gestaltung: Diana Köhler. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 3. 04. 2025.
-
Das biologische Metronom.
Alle Jahre wieder ist es so weit - und das gleich zweimal: die Uhren werden umgestellt. Und alle Jahre wieder folgt rund um entsprechendes Datum im Herbst und Frühling eine Debatte über Sinn und Unsinn dieser Praxis. Doch welche Auswirkungen hat die Vor- und Nachhinten-Prozedur auf den menschlichen Organismus? Umstellungen gibt es zuhauf. Unser ganzes Leben ist durchtaktet. Dabei spielen politische Entscheidungen genauso eine Rolle wie soziale Etikette, kulturelle Riten und Arbeits- wie Leistungsvorstellungen. Wie passt all das mit unserem biologischen Rhythmus zusammen?
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 31. 03. 2025.
-
Gesellschaftliche Zeitvorstellungen versus biologische Bedürfnisse.
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 1. 04. 2025.
-
Kulturelle Riten und Traumata.
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 2. 04. 2025.
-
Durch und durch vermessen.
Gestaltung: Daphne Hruby. Gesendet in Ö1 am 3. 04. 2025.
-
"Heimatlosigkeit ist mein Kapital"
In einem Atelier am Wiener Naschmarkt trifft im August 2012 Ö1 Redakteurin Sarah Kriesche den bildenden Künstler Daniel Spoerri. Dort hat sich der bedeutende Vertreter der Objektkunst, Mitbegründer der Künstlergruppierung "Nouveau Réalisme" und Erfinder der "Eat Art" zu diesem Zeitpunkt niedergelassen. Anlässlich seines Geburtstags am 27.3. 2025, an dem der Künstler 95 Jahre alt geworden wäre, senden wir erstmals Auszüge aus diesem Gespräch.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
24. 03. 2025. -
"Ich schrieb natürlich Herman Hesse mein ganzes Leid"
1952 zieht Daniel Spoerri auf Anraten seines Mentors Max Terpis für ein Tanz-Studium nach Paris. "Die schweizerische Ballettschule ist poplig. Das ist nichts für dich". Tagsüber schlägt er sich als Fremdenführer durch, am Abend tanzt er in angesagten Lokalen und schließt neue Bekanntschaften. Der belgische Maler und Bildhauer Paul Bury, der venezolanische Maler und Bildhauer Jesús Rafael Soto, sowie der französisch-rumänische Autor Eugène Ionesco zählen bald zu seinem Freundeskreis. Spoerri pendelt zwischen Bern und Paris und wendet sich langsam vom Tanz ab. Er gibt die Zeitschrift "material" für Konkrete Dichtung heraus, inszeniert Picassos surrealistisches Drama "Wie man Wünsche am Schwanz packt", sowie die deutschsprachige Erstaufführung von Ionescos "Die kahle Sängerin".
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
25. 03. 2025. -
"Warhol habe ich einmal auf die Lippen geküsst"
1960 ist Daniel Spoerri einer der Mitunterzeichner des Manifests des "Nouveau Réalisme". Eine Bewegung, die Ende der 1950er Jahre in Paris entstand. Sie wurde von Pierre Restany, einem Kunstkritiker, ins Leben gerufen und von einer Gruppe von Künstlern unterzeichnet, darunter auch Jean Tinguely, Yves Klein, Niki de Saint Phalle, Arman und César. Beeinflusst von der Dadaismus- und Fluxus-Bewegung verwenden die Kunstschaffenden oft Alltagsgegenstände wie Müll, industrielle Produkte, und andere "banale" Objekte, um Kunstwerke zu schaffen, die sowohl ästhetisch als auch gesellschaftlich die Wirklichkeit widerspiegeln. Mit "Eat Art" entwickelt Spoerri ein Konzept, um Essen und Konsum in die Kunst zu integrieren.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
26. 03. 2025. -
"Ich habe in einem unglaublich günstigen Moment gelebt"
Daniel Spoerri lebt an vielen Orten. In Zürich, Bern, Paris, New York, Italien. Ein Jahr verbringt er auf einer Insel in Griechenland. "Da habe ich gelernt, was überhaupt ein Zyklus von einem Jahr und das Wiederaufstehen der Natur bedeutet." Seinen Lehrstuhl und Beamtenstatus an der Kunstakademie München gibt er drei Jahre vor der Pensionierung auf. "Und da haben Sie gesagt, in dem Fall verlieren Sie Ihren Beamtenstatus. Und da habe ich gesagt, genau das will ich." Paris hat er den Rücken gekehrt und ist nach Wien gezogen. "Hier leben sie noch alle. Und in Paris sind sie gestorben." 2008 kauft er in Hadersdorf am Kamp ein Gebäude, das seitdem unter dem Namen "Ausstellungshaus Spoerri" als Raum für die Präsentation von Spoerris Kunst und seiner Sammlung fungiert.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am
27. 03. 2025. -
Der Kampf ums Überleben.
Österreich 1945: Die Ernährungslage ist katastrophal, vor allem, aber nicht nur, in den Städten. 1.550 Kalorien pro Tag stehen etwa den Bürgerinnen und Bürgern Wiens zu, eine Ration, die im Lauf des Jahres auf 1.200 Kalorien sinkt. Kleidung, Schuhe und Seife sind so gut wie nicht zu bekommen. Die Gesundheitsversorgung ist mangelhaft, die Ausstattung der Spitäler katastrophal. "Alle unsere Kräfte sind aufs Überleben ausgerichtet", vertraut die Sekretärin Adolfine Schumann im April '45 ihrem Tagebuch an: "Die Jagd nach Lebensmitteln, das Anstellen um Brot, um Petroleum und Wasser, das sind Existenzfragen geworden."
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion. Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 24.03. 2025.
-
Die Alliierten - Besatzer und Befreier.
"Das ist der schönste Sommer meines Lebens", notiert die junge Klagenfurterin Ingeborg Bachmann zur Jahresmitte 1945: "Ich werde studieren, arbeiten, schreiben, ich lebe ja, ich lebe." Im Juli '45 lernt die Lehrerstochter aus Kärnten den britischen Besatzungssoldaten Jack Hamesh kennen und lieben, einen Wiener Juden, der im Frühjahr 1938 mit einem Kindertransport ins britische Exil hat fliehen können.
Etwa 700.000 Besatzungssoldaten halten sich im Sommer 1945 in Österreich auf, eine Zahl, die bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrags kontinuierlich abnimmt. Für die Menschen in Österreich ist es von größter Bedeutung, in welcher Besatzungszone sie leben.Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 25. 03. 2025.
-
NS-Täter vor Gericht.
Es waren harte, zum Teil sehr harte Urteile, die die österreichische Justiz in der unmittelbaren Nachkriegszeit gegen NS-Täter fällte. Am 14. August 1945 standen vier frühere SA-Männer vor dem Wiener Volksgericht: der Fleischhauer Rudolf Kronberger, der Anstreicher Wilhelm Neunteufel, der Koch Alois Frank und der Sattlergehilfe Konrad Polinovsky. Die Vier wurden beschuldigt, beim Bau des "Südostwalls" wenige Monate zuvor zahlreiche jüdische Zwangsarbeiter ermordet zu haben. Die Urteile gegen die Mörder waren drakonisch: Drei der Vier wurden zum Tod durch den Strang verurteilt und im November 1945 hingerichtet, der Vierte, Konrad Polinovsky, kam mit acht Jahren Kerker davon, da ihm keine direkte Beteiligung an den Morden nachgewiesen werden konnte. Polinovsky wurde 1947 bedingt begnadigt und aus der Haft entlassen.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 26. 03. 2025.
-
Neues Leben blüht aus den Ruinen.
"Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen." Mit diesen Worten feiert Friedrich Schiller im "Wilhelm Tell" die Heraufkunft eines neuen, humaneren Zeitalters. "Neues Leben blüht aus den Ruinen": Mit diesem Diktum lässt sich auch der Alltag im Österreich des Jahres 1945 beschreiben. Mangel, Elend, Hunger und Unterversorgung, wohin man blickt. Aber zugleich - zumindest da und dort - auch Zuversicht und vorsichtiger Optimismus.
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 27. 03. 2025.
-
Senegal: Waldarbeit ist Sozialarbeit.
Die Staaten am Rande der Sahara leiden besonders unter den Folgen der Klimakrise. Eine sogenannte Grüne Mauer aus Bäumen quer durch den Kontinent soll die Sanddünen aufhalten. Kann das gelingen? Wetterextreme, politische Krisen und Kriege werfen die Menschen immer wieder zurück. Eine Reise durch fünf Länder zu Menschen, die an die Zukunft glauben.
Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 187 03. 2025.
-
Burkina Faso: Vom Mut, nicht aufzugeben.
Die Folgen des Klimawandels sind auch in Burkina Faso allgegenwärtig. Infolge von Dürren und Überschwemmungen fällt immer öfter die ganze Ernte aus, noch mehr Menschen hungern. Trotzdem ist für die Landwirtin Blandine Sankara "Wandel" noch immer ein positiv besetzter Begriff. Sankara hat ihr Projekt "Yelemani" genannt, auf Deutsch "Wandel". Sie will eine Veränderung, weg von Verödung und Verwüstung, hin zu Ernährungssicherung. In einem Vorort von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, hat sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb. Und sie ist nicht die einzige Optimistin in dem Land, in dem bewaffnete Islamisten viele Regionen kontrollieren und Hauptmann Ibrahim Traoré nach zwei Militärputschen seit 2022 an der Spitze des Staates steht.
Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 18. 03. 2025.
-
Nigeria: Klimakrise, Konflikte und Wege zum Frieden.
In Nigeria treiben Armut und die Enttäuschung über den Staat etliche Bauern und Viehhalter in die Arme von Boko Haram. Die Miliz begann vor 15 Jahren, die Bevölkerung in Nordost-Nigeria zu terrorisieren und angeblich im Namen des Islam gegen die nigerianische Armee zu kämpfen.
Auch Konflikte zwischen Bauern und Viehhaltern um die knappen Ressourcen werden infolge der Klimakrise häufiger. Ein Teufelskreis, denn die desolate Sicherheitslage macht es zugleich immer schwieriger, Bäume zu pflanzen und verödete Flächen wieder fruchtbar zu machen.Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 19. 03. 2025.
-
Tschad: Die Träume der Förster.
Der Gärtner Ali Mboudou arbeitet als einer der letzten Angestellten für das ehrgeizige Projekt der "Großen Grünen Mauer" im Tschad. Es fehlt an Geld für das Pflanzen von Bäumen. Die Militärregierung investiert stattdessen in die Armee, um Aufstände im Norden des Landes zu bekämpfen. Aber Mboudou sorgt dafür, dass am Baumwall gegen die Wüste jederzeit weiter gepflanzt werden könnte, sollte die Regierung das Projekt zu neuem Leben erwecken.Gestaltung: Bettina Rühl. Eine Produktion des Deutschlandfunk. Gesendet in Ö1 am 20. 03. 2025.
- Se mer