Spilt

  • Der 76-jährige Dieter Hoffmann* führt ein bescheidenes und äußerst sparsames Leben in Wiesbaden. Niemand würde vermuten, dass der alleinstehende Rentner, der heruntergekommene Klamotten trägt, im Discounter einkauft und zum Strom sparen auf Reisen den Kühlschrank abschaltet, eigentlich Multimillionär ist. Von seinem Reichtum wissen überwiegend nur ein paar gute Freunde aus der Nachbarschaft, mit denen er täglich Kontakt hat. Die bemerken sofort, dass der Mann und seine Hündin Luna seit dem 16. August 2023 spurlos verschwunden sind.

    Die Kripo bemerkt zahlreiche Ungereimtheiten, die gegen ein freiwilliges Verschwinden des Vermissten sprechen: Sein Handy und Auto wurden zurückgelassen und der geliebte Weimeraner im Tierheim abgegeben. Spätestens, als die Beamten auf dem Schlafzimmerboden Blut und Scherben finden und eine unbekannte Person mit Faschingsmaske Geld vom Konto des Rentners abhebt, wird ihnen klar: Sie haben es mit einem Gewaltverbrechen zu tun.

    Zu Gast im Aufnahmestudio bei Rudi Cerne und Nicola Haenisch-Korus ist der Erste Kriminalhauptkommissar a. D. Stefan Lange. Er leitete über Jahre das K11 im Polizeipräsidium Westhessen in Wiesbaden und berichtet vom perfiden Plan des Täters, einen Mord zu vertuschen. Außerdem im Interview: Sabine Ohlrogge, forensische Anthropologin und Gutachterin. Sie erklärt, worauf es bei einer Vergleichsanalyse von Bildern und Personen ankommt, welche körperlichen Merkmale sich für eine Identifikation eignen – und wo die Grenzen einer solchen Bildauswertung liegen.

    *Name geändert

    ***

    Alle Podcastfolgen und weitere spannende Dokus gibt's auch auf YouTube-Kanal "ZDF True Crime": https://www.youtube.com/@ZDFTrueCrime/videos

    ***

    Moderation: Rudi Cerne, Nicola Haenisch Korus
    Gast: EKHK a.D. Stefan Lange, Polizeipräsidium Westhessen/Wiesbaden
    Interviewpartner: Sabine Ohlrogge, Forensische Anthropologin
    Autor dieser Folge: Jonas Wengert
    Audioproduktion & Technik: Louis Schäffer, Christina Maier
    Leitung Postproduktion: Stephan Gossen
    Produktionsleitung Securitel: Marion Biefeld
    Produktionsleitung Bumm Film: Melanie Graf, Nina Kuhn
    Produktionsmanagement ZDF: Julian Best
    Leitung Digitale Redaktion Securitel: Nicola Haenisch-Korus
    Produzent Securitel: René Carl 
    Produzent Bumm Film: Nico Krappweis 
    Redaktion Securitel: Katharina Jakob, Zoë Jungblut
    Redaktion ZDF: Kirsten Zielonka, Sonja Roy
    Regie Bumm Film: David Gromer

  • Katharina Müller-Güldemeister verfolgt am Landgericht Potsdam Tag für
    Tag den Prozess gegen zwei Männer, mit denen sie selbst zur Schule
    gegangen ist. Ihnen wird vorgeworfen, eine Lehrerin und Mutter getötet
    zu haben – und mit jedem Verhandlungstag zerbricht mehr von dem Bild,
    das sie sich einst von ihnen gemacht hat.

    In Folge 384 spricht die ZEIT-Verbrechen-Autorin mit Anne Kunze und
    Daniel Müller über einen Mordfall, der sie auch persönlich erschüttert
    hat – und über die bittere Erkenntnis, dass man Äußerungen über
    Mordpläne ernst nehmen muss.

    Der Text zur Folge (»Meine Freunde, die Mörder«) von Katharina
    Müller-Güldemeister ist im Dezember 2024 im Magazin ZEIT Verbrechen
    erschienen.

    Ab dem 15.1.2025 sind alle Folgen von "Verbrechen", die vor dem
    31.3.2021 erschienen sind, nur noch exklusiv mit einem Digital- oder
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  • Wallah Krise!
    Zwei Drittel des fast Erfolgspodcasts Baywatch Berlin sind erschöpft: die Aufzeichnungen zu „Wer stiehlt mir die Show“ sind auf dem Endspurt und ganz Florida TV muss schuften bis das MacBook qualmt.

    Wallah Krise! Vor allem für den Geldbeutel von Schmitti und Jakob, die die frisch verdienten Euronen direkt in sinnlose Onlinekäufe, in der Hoffnung auf ein kleines, flüchtiges Glück reinvestieren.
    Express-Weihnachten als Endorphin-Zwischensnack.

    Wallah Krise auf dem Fallschirm Platz! Da hat Klaas endlich mal einen, der sein Hobby mit ihm ausprobieren will und dann das! Helikopter Landung, blutverschmierter Rasen und zwei Ärzte die nicht die Bandagen zücken, sondern den Kärcher.
    Kein guter Serviervorschlag für den Promi, der da mit Klaas den ersten Sprung machen soll…

    Wallah Krise auch bei „Rock am Ring“! Nicht genug damit, dass man dort im Backstage inzwischen mehr Blutdruck Senker und Arthrose-Strümpfe verteilt als Kokain und Dosenbier - Nein! Ein anderer Skandal überschattet nun das Festival: ein unverfrorener Trichter-Scheißer treibt sein Unwesen. Lässiger Szenespaß unter Ringrockern oder Abscheulichkeit? Hier ist ein klares Statement gefragt.

    Wallah Krise! Wer diese Ausgabe nicht die ganze Woche auf „repeat“ hört - wer das jetzt für absolut sinnfrei hält, der hat damit vielleicht ein neues Hobby gefunden.

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  • An einem Abend im April 2007 läuft eine Gruppe Jugendlicher durch den Park an der Thomashöhe in Neukölln. In der Dunkelheit sehen sie plötzlich Flammen – ein brennender Busch? Doch dann wird klar - hier liegt ein toter Mensch. Ein Mädchen ruft die Polizei. Die Tote ist eine junge Frau. Doch wie kam sie ums Leben? Die Ermittler rätseln. Währenddessen vermisst eine Mutter schon mehrere Tage ihre 14-jährige Tochter. Autorin: Nathalie Grünberg Unser Tipp: Die Doku "Linksextremismus – die unterschätzte Gefahr?" ab sofort in der ARD Mediathek. https://1.ard.de/rm-linksextremismus?iv

  • In der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2016 sind Niklas P., seine Schwester und Freunde auf dem Weg nach Hause vom Festival "Rhein in Flammen". Angekommen in Bad Godesberg werden sie von einer Gruppe Jugendlicher angepöbelt. Plötzlich trifft Niklas ein Faustschlag an der Schläfe, er sackt zusammen und wird noch gegen den Kopf getreten. Niklas fällt ins Koma und stirbt eine Woche später.

    Genau 10 Jahre ist das jetzt her. Für viele Bad Godesberger ist das der Tiefpunkt im Niedergang ihres Stadtviertels – seit die Hauptstadt nach Berlin verlegt wurde und die Diplomaten wegzogen. Die Stimmung heizt sich auf, als Zeugenaussagen auf einen Täter "südländischen Aussehens" hinweisen, wie es die Polizei formuliert.

    Auf einer Demo werden rechtsextreme Parolen gerufen, Politik und Polizei stehen unter Druck: Der Täter muss gefunden und die Polizeipräsenz im Stadtteil verstärkt werden. Schließlich wird ein junger Mann mit arabischen Wurzeln festgenommen. Ist er der Täter? Darüber spricht Podcast-Host Felix Gebhardt mit Filmautor Ulf Eberle in ARD Crime Time.

    "Warum starb Niklas P.? Bonn sucht einen Täter" in der ARD Mediathek: https://1.ard.de/NiklasP_Doku?podcast

    Podcast-Tipp "Das Imperium Pamela Reif – Workout zur Macht": https://1.ard.de/DasImperiumPamelaReifcpCT

    E-Mail: [email protected] 

  • Das Gehirn ist permanent einer enormen Menge von Sinnesreizen ausgesetzt. Um eine Überlastung zu verhindern, filtert und priorisiert es Informationen bereits auf mehreren Verarbeitungsebenen. Dieser Prozess wird als sensorisches Gating bezeichnet. Unwichtige oder wiederkehrende Reize werden abgeschwächt oder ausgeblendet, während relevante Informationen bevorzugt verarbeitet werden. Erst diese neurologische Filterleistung ermöglicht eine geordnete Wahrnehmung und zielgerichtetes Handeln.

    So ähnlich geht es Jakob, Schmitti und Klaas auch in ihrem Beruf. Täglich sind sie vielen hochkomplexen Situationen ausgeliefert und müssen stets den Überblick behalten. Ein gutes Beispiel ist die Vielzahl von verschiedenen Prominenten, die als eine Art Grundstoff in viele verschiedene Shows und Produktionen eingearbeitet werden müssen. Hierbei kann man im Vorfeld nicht jedem individuell bis in die tiefe Seele schauen, sondern muss in grobe Kategorien einordnen, um zu verstehen, was mit wem warum vorstellbar wäre.

    Hier gibt es die bekannten Kategorien: Murmelpromi, Auffüller. Hinzu kommt nun die Information über die Gattung der sogenannten „Teppichpromis“. Die zugrunde liegende Fragestellung hierbei ist: Ist das ein Star, bei dem man sich vorstellen könnte, ihn oder sie in einen Teppich einzurollen, während diese Person beispielsweise Quizfragen beantwortet?

    Eine lange Liste mit konkreten Namen wird in dieser Woche abgearbeitet. Für sie mag das unterhaltsam klingen, für unsere drei Podcaster gibt es wieder nichts als peinliche Aufeinandertreffen am Flughafen oder auf Preisverleihungen. Was tut man nicht alles für die perfekte Show?

    Ganz ehrlich: Woher sollen wir das wissen.

    Musiktipp:
    Herr Ulrich – Gut Genug
    https://www.youtube.com/channel/UCB5afbOuvtSaIjilAIjJh0w

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  • Die Themen: Icke Häßler wird 60, Riesen-Statue von Messi droht Abriss, PR-Auftritt von Pirlo und Materazzi in Russland, Roland Koch bei Markus Lanz: CDU-Urgestein wettert gegen Kanzlertausch als Popkultur-Phänomen, Neue WM-Doku von Tommi Schmitt


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  • Rheinsberg, Oktober 2005. Die Frau von Holger H. hat ein Verhältnis zu einem Mann aus der Nachbarschaft. Dann wird dieser Mann ermordet - und der Hauptverdacht fällt auf Holger H. Obwohl es am Tatort keine einzige Spur von ihm gibt, wird er wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Autorin: Marieluise Albrecht Unser Tipp: "Xatar - Legacy". Jetzt in der ARD Sounds App: https://1.ard.de/xatar-legacy_podcast

  • Es ist ein Mordfall zur Zeit der DDR, der Jahrzehnte später im vereinten Deutschland vor Gericht landet und die zentrale juristische Frage aufwirft: Soll nach DDR‑Recht oder nach dem geltenden Strafrecht der BRD geurteilt werden? Am 10. April 1987 findet ein Armeeangehöriger in der DDR die Leiche einer jungen Frau in einem kleinen Waldgebiet bei Plauen. Die Volkspolizei sucht nach verdächtigen Männern, die nach dem Mord in der Nähe des Tatorts und am Grab des Opfers gesehen wurden - kann den Fall jedoch nicht aufklären. Kurz vor der Wende vernichtet die StaSi wichtige Aktenunterlagen – das Verbrechen wird zum Cold Case.

    Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung beginnt Kriminalhauptkommissar Enrico Petzold bei der Mordkommission und rollt die Ermittlungen zur getöteten 18-jährigen Ines Bausch* wieder auf. Am Ende legt er rund 200 Ordner an, befragt 5.500 Personen und fährt rund 1.200 Mal nach Plauen und in die Umgebung, um den Täter zu fassen. 30 Jahre nach dem Sexualverbrechen zahlt sich die Hartnäckigkeit des Sachbearbeiters schließlich aus.

    Zu Gast im Aufnahmestudio bei Rudi Cerne und Conny Neumeyer ist Kriminalhauptkommissar Enrico Petzold von der Polizeidirektion Zwickau, der 16 Jahre lang in diesem Mordfall ermittelt und dabei nie locker gelassen hat. Außerdem im Interview: Richter Altfrid Luthe und Vorsitzender Richter Torsten Sommer vom Landgericht Zwickau. Sie erklären, wieso der Mord nach DDR-Strafrecht abgeurteilt wurde, obwohl das Land zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr existierte.

    *Name geändert

    ***

    Link zum Zweiteiler „Bad Banker – Die geheime Welt der Geldwäsche“ auf dem ZDF Streamingportal: https://kurz.zdf.de/XYCast/

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    Noch mehr spannende Fälle gibt es jetzt auch im Kanal „ZDF True Crime“ auf YouTube: https://www.youtube.com/@ZDFTrueCrime

    ***

    Moderation: Rudi Cerne, Conny Neumeyer  
    Gast: KHK Enrico Petzold, Polizeidirektion Zwickau
    Interviewpartner: Altfrid Luthe & Torsten Sommer, Richter & Vorsitzender Richter am Landgericht Zwickau
    Autorin dieser Folge: Natascha Fehn
    Audioproduktion & Technik: Christina Maier
    Leitung Postproduktion: Stephan Gossen
    Produktionsleitung Securitel: Marion Biefeld 
    Produktionsleitung Bumm Film: Melanie Graf, Nina Kuhn 
    Produktionsmanagement ZDF: Julian Best 
    Leitung Digitale Redaktion Securitel: Nicola Haenisch-Korus  
    Produzent Securitel: René Carl 
    Produzent Bumm Film: Nico Krappweis  
    Redaktion Securitel: Katharina Jakob, Zoë Jungblut
    Redaktion ZDF: Sonja Roy, Kirsten Zielonka 
    Regie Bumm Film: David Gromer

  • Als eine österreichische Urlauberfamilie im Sommer 2005 auf dem Weg nach München eine Pause einlegt, entdeckt sie auf einem abgelegenen Rastplatz nahe der A8 im Gras eine Leiche mit schweren Kopfverletzungen. Die Identifizierung des Mannes stellt die Kripo Rosenheim vor eine große Herausforderung, denn er trägt keine Papiere bei sich. Auf der Suche nach Antworten durchforsten die Ermittler tonnenweise Müllberge und finden dabei den Ausweis des Vermissten Martin Varga*, dessen DNA mit der des Toten übereinstimmt.

    Das Überwachungsvideo einer Tankstelle macht deutlich: Der Slowake war zuvor in Begleitung zweier Männer unterwegs, von denen mitsamt Auto jede Spur fehlt. Erst durch internationale Zusammenarbeit der Polizeidienststellen und Telefonüberwachungen erfahren die Beamten, wer die Unbekannten sind, die als Täter infrage kommen. Nun müssen sie noch gefunden und ihnen muss die Tat nachgewiesen werden.

    Im Tonstudio: Kriminalhauptkommissar Jörg Fritzenschaft und Kriminalhauptkommissar Klaus Kammerloher von der Kripo Rosenheim. Sie besprechen gemeinsam mit Rudi Cerne und Conny Neumeyer die Verfolgungsjagd der Täter durch Europa und das Motiv des Mordes, das bis heute unklar ist.

    *Name von der Redaktion geändert

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    Alle Podcastfolgen und weitere spannende Dokus gibt's auch auf dem YouTube-Kanal "ZDF True Crime": https://www.youtube.com/@ZDFTrueCrime/videos

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    Moderation: Rudi Cerne, Conny Neumeyer  
    Gäste: KHK Jörg Fritzenschaft & KHK Klaus Kammerloher, Kripo Rosenheim
    Autorin dieser Folge: Julia Heyne
    Audioproduktion & Technik: Sebastian Muxeneder
    Leitung Postproduktion: Stephan Gossen
    Produktionsleitung Securitel: Marion Biefeld
    Produktionsleitung Bumm Film: Melanie Graf, Nina Kuhn
    Produktionsmanagement ZDF: Julian Best
    Leitung Digitale Redaktion Securitel: Nicola Haenisch-Korus
    Produzent Securitel: René Carl 
    Produzent Bumm Film: Nico Krappweis 
    Redaktion Securitel: Katharina Jakob, Zoë Jungblut
    Redaktion ZDF: Sonja Roy, Kirsten Zielonka
    Regie Bumm Film: David Gromer

  • Ein abgelegenes Haus in Höxter-Bosseborn wird zum Schauplatz eines der verstörendsten Kriminalfälle Deutschlands: Über Jahre hinweg lockt ein Paar Frauen über Kontaktanzeigen an – und misshandelt sie systematisch. Zwei Opfer überleben die Gewalt nicht.

    In dieser Folge von ARD Crime Time geht es um die erschütternde Geschichte hinter dem sogenannten "Horrorhaus von Höxter": Wie konnten die Täter so lange unentdeckt bleiben? Welche Dynamik herrschte zwischen ihnen? Und wie verliefen die Ermittlungen und der Prozess? Und was hat sich in den zehn Jahren, die seit der Entdeckung der Taten vergangen sind, getan?

    LINKS

    Doku in der ARD Mediathek: Das Horrorhaus von Höxter – Die ganze Geschichte https://1.ard.de/mediathek-doku-horrorhaus-hoexter

    Chronologie auf ndr.de: Vor zehn Jahren: Kriminalfall um das "Horrorhaus" von Höxter https://1.ard.de/horrorhaus-hoexter-chronologie

    Podcast-Tipp: Bayern 3 True Crime https://1.ard.de/Bayern3_True_Crime

    E-Mail: [email protected]

  • Der amerikanische Kriegsfotograf Robert Capa wusste bereits vor knapp 100 Jahren: „Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran.“ Getrieben von dieser Weisheit und der Erkenntnis, dass auf der Terrasse sitzen und dem Mähroboter bei seiner Arbeit zugucken für die nächste Ausgabe Baywatch Berlin vermutlich nicht genug Lebenserfahrung abwirft, durchzuckt es Schmitti noch einmal wie ganz früher.

    Zur Überraschung aller im Haushalt Anwesenden verkündet er kämpferisch, dass er sich die diesjährigen Maikrawalle nicht schon wieder einfach so entgehen lassen wird, streckt die rote Faust in den Himmel und nimmt sich vor, all den jungen Revoluzzern da draußen noch ein letztes Mal zu zeigen, dass der alte Wolf das Heulen nicht verlernt hat. Also setzt er sich seinen Pilzkopfhelm auf, hängt sich die Leica um den Hals, ruft ein letztes Mal „Hasta la victoria siempre!“ in die Reihenhaussiedlung und düst mit elektrisch geräuschlosen 46 km/h Richtung Arbeiterfront.

    Wer wissen will, ob Schmitti an diesem Tag den Faschismus, das Kapital und das sogenannte „System“ ausgeschaltet hat oder der Tag doch etwas anders verlaufen ist, muss sich die neue Folge namens „Schmitti Gets the Blues“ anhören. Klaas & Jakob haben erfrischend andere Probleme vorzutragen. Der eine hat Ärger mit der Jet-Ski-Mafia und der andere weiß nicht, wie man sich vernünftig und würdevoll von jemandem verabschiedet, den man im Kerker einer alten Burg zurücklassen muss. So hat jeder seinen eigenen Stress, nech?

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  • Hört ihr die Klagelieder? Seht ihr den Schmerz in den fahlen Gesichtern? Spürt ihr die Verzweiflung, den Schrei auf den Lippen? „Herrgott, jetzt lasst den Wal in Ruhe“ wollen sie gerade brüllen, doch was in der neuen Folge von Baywatch Berlin für Ensetzen sorgt, hat mit Tierwohl nix zu tun. Nein, es ist der dunkle Pfad der Erkenntnis, den Lundt und Klaas betreten haben: Ihnen wird schmerzlich bewusst, was Sie dank Schmitt, dem Mensch gewordenen Handicap, niemals erreichen werden. Die Main Stage der Eitelkeiten auf der „Online Marketing Rockstars“-Messe? Mit Schmitt nicht zu machen. Wenigstens mal einen Abend zu den Coolen gehören, bisschen schnacken, connecten, reichweite aufbauen und von den ganz dicken Schiffen des Business (Gemischtes Hack) lernen? Gestrichen. Borelord Schmitt aus der Grafschaft Whack & Lame will seine Legos bauen. Also bleiben die drei Herren mit ihrem Arsch zuhause, lassen sich von ihrem letzten Fan Pfeife die Reglers aufdrehen und labern wieder genau den Müll, mit dem man garantiert kein Rockstar ist: Klaas hat eine Fortbildung in „Bolzplatzgeschrei“ gemacht und bringt waschechte Amateurfussballatmosphäre in diese Folge. Das passt zumindest intellektuell. Lundt findet seinen Arbeitsplatz mal wieder so scheußlich, dass er aus seiner Wut nicht nur eine neue Rubrik, sondern auch einen neuen Ugly-Contest aus der Taufe gehoben hat - als würde Baywatch da nicht reichen. Und Schmitt, was bietet er denn an, als Ausgleich für den verpassten OMR-Messe-Trip? Naja, eine Checkerfrage, wie man ohne Scham einen Bus anhält. Das ist nicht viel, sagen Sie zurecht, das reicht nicht für die Mainstage. Vor der Bühne von Baywatch Berlin gibts kein Applaus und keine Reichweite. Hier sitzt wieder nur Pfeife - und vielleicht ist das auch besser so.

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  • Im Sommer 2022 wird ein Berliner Student überfallen. Die Täter rauben, was er bei sich hat - doch sie wollen auch sein Konto plündern. Tagelang sperren sie ihn in eine Wohnung. Doch dann schaffen es die Ermittler, die Spur der Entführer aufzunehmen. Die Frage ist - wo wird die Geisel festgehalten?Unser Tipp: ARD Crime Time: "Rosa Riese – Jagd auf ein Phantom": https://1.ard.de/Crime_Time_S50_E01?pc=imvisier

  • Die Themen: NASA-Studie: 60 Tage im Bett liegen; Countdown zum Schicksalstag für die Koalition; Trump fährt aus der Haut: "Ich bin kein Vergewaltiger"; ME/CFS und Long Covid kosten die Gesellschaft jährlich rund 64 Milliarden Euro; Was Kultur für die AfD ist; "Rekord-Start für "Michael" an den weltweiten Kinokassen; Bringt Capri Sun den Plastikstrohhalm zurück?Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ApokalypseundFilterkaffeeDu möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio

  • Die Baustellen sind bekannt: Die Rentenkasse wird durch die Alterung der Gesellschaft immer stärker belastet, das Gesundheitswesen schreibt Milliarden Defizite, die Steuerlast ist hoch – und der Sozialstaat gilt vielen als unübersichtlich und ungerecht.
    Die Koalition verspricht, all das jetzt gleichzeitig anzupacken: mit Rentenpaket, Gesundheitsreform, Steuerentlastungen und einem Umbau der Sozialleistungen.
    Doch während Beiträge steigen und Kliniken ächzen, fragen sich viele: Sind diese Reformpakete die Rettung, oder nur das nächste Kapitel deutscher Ankündigungspolitik, bei dem am Ende wieder vor allem die arbeitende Mitte und die Schwächeren zahlen?

    Der Apofika‑Presseklub mit Gabor Steingart (The Pioneer), Ulrike Herrmann (taz), Tina Groll (ZEIT) – und natürlich unserem Host, Markus Feldenkirchen (DER SPIEGEL).

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  • In dieser Folge Baywatch Berlin geht es vor allem darum, wie wir in Zukunft mit IHNEN umgehen möchten. Sie als unbekannte Masse oder Einzelperson. Hin und wieder treffen wir SIE auch mal auf der Straße und dann ist alles nicht mehr ganz so geheimnisvoll, aber in der Regel bewohnen SIE das große schwarze Loch, in das wir Woche für Woche hineinsenden. Und da geht es ja schon los. Sollen wir siezen oder duzen? Da geht es ja nicht nur um Podcasthörer*innen, sondern grundsätzlich um alle Leute, die wir nicht kennen. Auch welche, die uns im sogenannten Alltag begegnen. Braucht es da überhaupt kumpelige Verniedlichungen oder ist eine derart übergriffige Koseform für Fremde überhaupt nicht nötig? Kann man zu einem Mitarbeiter im Supermarkt sagen, dass er „mein Lieber“ oder gar „mein Großer“ ist? Wie hoch ist die Fettnäpfchengefahr, wenn einem ein „mein Dicker“ rausrutscht? Ist die zulässige Steigerungsform von „mein Guter“ wirklich „mein Gutester“, zu welchem Klaas gegen seinen Willen von einer Bäckereiverkäuferin befördert wurde?

    Thomas, Jakob und Klaas können sich am ehesten auf die Anrede „Chef“ einigen. Da freut sich jeder – wer möchte denn nicht mal von irgendwas der Chef sein. Vom Fahrstuhl (Chef, drück mal auf die drei), vom Taxi (Moin Chef, zum Bahnhof bitte) oder von mir aus von der Darmspiegelung (Einmal da reinleuchten bitte, Chef). Klappt immer und man macht sich beliebt.

    Dazu taugen die weiteren Themen der Woche eher nicht:
    Jakob denkt, dass er mit seinem teuren Grill den widerlichen Geschmack von irgendeinem billigen Gammelfleisch wegrillen und sich so das Geld mit den Jahren wieder reinholen könnte. Vielleicht sollte man bei so einem Experiment nicht direkt einen Sternekoch zu sich einladen.
    Thomas war zwar auch zugegen, aber spätestens seit der gezinkten Wahl zur Rouladenmeisterin vor ein paar Jahren wissen wir ja, dass er die Welt sowieso nur brennen sehen will und auch hier keine Hilfe zu erwarten ist. Klaas erzählt mal wieder irgendwas zum fünften Mal (Joko und er im New Yorker Taxi), Pfeife hat aber mittlerweile einfach nicht mehr die Kraft, sowas jedes Mal aufs Neue wieder rauszuschneiden. Wer die Story also genauso vergessen hat wie Klaas zum X-ten Mal: Viel Spaß.

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  • Als Zhu Ling auf die Bühne tritt, sind alle Augen auf sie gerichtet. Jahrelang hat sie hart auf diesen Moment hingearbeitet. Sie nimmt an der Guqin, einem klassischen chinesischen Instrument, Platz und beginnt mit dem Zupfen der Saiten. Jede Bewegung sitzt, jeder Ton klingt klar und sicher. Zhu Ling spielt ihr Solo perfekt. Als sie fertig ist, bricht tosender Applaus aus. Doch während alle das Musikgenie feiern, sieht nur der, der genau hinschaut, wie sie sich beim Aufstehen auf dem Instrument abstützt. Zhu Ling ist froh, dass niemand gemerkt hat, dass jede Faser ihres Körpers rebelliert. Bereits seit Wochen leidet die 21-Jährige an starken Magenschmerzen, Druck auf den Augen und verschwommener Sicht. Woher die Symptome kommen, kann sie sich nicht erklären. Doch jemand anderes weiß es ganz genau. Jemand, der es auf sie abgesehen hat und will, dass sie leidet.
    „In dieser Folge „Mordlust – Verbrechen und ihre Hintergründe“ geht es um eine junge Frau, deren Leben nach außen hin kaum perfekter wirken könnte: Eliteuniversität, musikalisches Talent, sportlicher Ehrgeiz. Doch genau solche Umfelder begünstigen Druck und Konkurrenzdenken. Außerdem schauen wir auf elitäre, abgeschlossene Systeme, in denen sich Macht und Beziehungen vielfach bestimmen und in denen es besonders schwer sein kann, die Wahrheit ans Licht zu bringen und Verantwortung einzufordern.
    Expert:innen in dieser Folge:
    China-Expertin am Mercator Institute for China Studies in Berlin, Claudia Wessling
    Facharzt für Toxikologie und Leiter des Forschungsbereichs Systemtoxikologie am Leibnitz-Institut der Technischen Universität Dortmund, Prof. Dr. Jan Hengstler

    **Credit**
    Hosts: Paulina Krasa, Laura Wohlers
    Producer: Paulina Krasa, Laura Wohlers und Jon Handschin
    Redaktion: Paulina Krasa, Laura Wohlers, Lisa Ludwig
    Schnitt: Pauline Korb
    Rechtliche Abnahme: Abel und Kollegen

    **Quellen (Auswahl)**
    https://t1p.de/s1cg0
    https://t1p.de/ybe1v
    Daily Dot: https://t1p.de/wyy9n
    The New Republic: https://t1p.de/zg177
    BBC: https://t1p.de/g5unl

    **Partner der Episode**
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  • Seltene Werke von Newton, Galileo Galilei und Einstein, verschwunden aus
    einer Lagerhalle bei London: Diebe stehlen 168 Bücher, die wertvolle
    Fracht zweier Antiquariatsbuchhändler. Es beginnt eine Verbrecherjagd
    quer durch Europa, die bis zur rumänischen Mafia führt, zu »Cristi, dem
    Bullen« und dem »Schweinegesicht«. In Folge 373 spricht ZEIT-Reporter
    Moritz Aisslinger mit den Podcasthosts Anne Kunze und Daniel Müller über
    den Coup, die Bande dahinter – und ihre spektakulären Seilkünste.

    Der Text zur Folge (»Der Bücherraub«) von Moritz Aisslinger ist im
    Januar 2022 in der ZEIT erschienen.

    ZEIT Verbrechen ist wieder auf Tour. Alle Informationen und Tickets
    finden Sie hier.

    - Wien, 24. November 2026, Wiener Konzerthaus
    - Zürich, 30. November 2026, The Hall, Hoffnigstrasse 1, 8600
    Dübendorf (Zürich), in Kooperation mit Kaufleuten Kultur

    Es besteht die Möglichkeit, rabattierte Tickets für Studierende oder
    Abonnentinnen und Abonnenten zu erhalten. VVK-Start: Dienstag, 24. März,
    12.00 Uhr.

    Die neue Ausgabe des Kriminalmagazins ZEIT Verbrechen liegt am Kiosk und
    ist hier online bestellbar. Sie möchten zwei Ausgaben zum
    Kennenlernpreis testen? Dann klicken Sie hier.

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  • „Ich kann nicht glauben, wie gut die neue Folge Baywatch Berlin geworden ist!“

    Was passiert in ihrem Kopf, wenn sie diesen Satz lesen? Baut ihr Geist die Worte still und leise zu einem sinnvollen Satz zusammen oder hören Sie Ihre eigene Stimme, die ihnen die Worte wie in einem Hörbuch vorliest?

    „I glaub’s ja ned, wie guat die Folg Bäiwatsch Berli worda isch!“

    Und jetzt? Liest ihnen „die innere Stimme“ diesen Satz auf Schwäbisch vor, ganz so als würden Sie in einem gemütlichen Ohrensessel Teddy Teclebran beim Vorlesen lauschen? Oder signalisiert ihr Gehirn lediglich „Achtung, Mundart“ und hält beim weiterlesen schön vornehm sein Maul?

    Ja, jetzt sind sie am überlegen: Gibt es verschiedene Arten zu lesen? Gibt es „die richtige Art“ zu lesen und die falsche Art zu denken? Und was hat dieses esoterische Gefasel hier mit meinem Idioten-Podcast Baywatch Berlin zu tun? Und wie schreibt man eigentlich „esothe- nee -esoterisch“?

    „Big things have small beginnings!“ und so wird aus dieser kleinen Verblüffung, das Menschen unterschiedlich lesen, wieder das ganz große Baywatch Berlin-Geschrei. Es fliegen Anschuldigungen durch den Raum, es werden Zeugen geladen, es wird sich sternförmig durchbeleidigt und am Ende geeinigt: Das was die Herren Heufer-Umlauf, Schmitt und Lundt in dieser Folge diskutieren, ist nicht weniger als die kniffligste, philosophischste und größte Checkerfrage aller Zeiten. Für schnöde Scheissthemen bleibt da kaum noch Platz, aber es wäre nicht Baywatch Berlin, wenn sich der Schwachsinn nicht noch reindrängen würde, wie ein verspäteter U-Bahn-Passagier in Tokio. Lundt hat sich „versockt“ (zu kleine Socken) und alle machen so, als wäre es ein diskussionswürdiges Problem. Es wird sich wegen der philosophischen Idee hinter Tik Tok (!) durchbeleidigt, der schlampige Gebrauch des Wortes „ungegoogelt“ angemahnt und die Urlaubsbekanntschaft „Sparkling Jupp“ zum großen Künstler unserer Zeit erklärt. („WEIL ALLE WEGEN TIK TOK VERRÜCKT GEWORDEN SIND“ - „Jaja, Schmitt, und jetzt nimm deine Tropfen“)
    „Wat soll ick zu dem janzen Quatsch noch sagen?“ liest jetzt ihre innere Stimme - und man kann ihnen nur wünschen, dass sie nicht wie Jakob Lundt klingt.

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