Episodit

  • Neulich konnte ich mal wieder das Leben in vollen Zügen genießen. Wie das halt so ist, wenn die Bahn den ICE im schönen Bahnhof von Fulda eine Stunde vor sich hin stehen und die Leute aus dem hinteren Teil umsteigen lässt in den vorderen, weil – ach so: keine Begründung, die Lautsprecheranlage funktionierte (auch) nicht. Vielleicht hätte man die Zeit nutzen sollen, um im Bordbistro das neue Angebot der Bahn durchprobieren sollen: einen Sekt und drei Weine (zwei weiß, einer rot). Vielleicht sogar vor Ort gleich mit dem bis dato unbekannten Fahrgast gegenüber einen Podcast aufnehmen, live und emotional, situationsbedingt. Aber froh über die Gnade eines eigenen Sitzplatzes blieb ich auf selbigem und vertagte die Probe auf später – das Deutsche Weininstitut (DWI), das der Bahn bei der Wahl der Weine beratend zur Seite stand, hatte mir die vier kleinen Flaschen ja nach Hause geschickt. So waren sie auf jeden Fall korrekt temperiert und bildeten im kühlen Podcast Studio Rdbl. (kein planmäßiger ICE-Halt) die Grundlage des ersten Teils der Folge 178 von "Auf ein Glas". Im zweiten Teil gab's dann zwiefach eine "Routine neu berechnet" – dazu weiter unten dann mehr.

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  • Die Quinta dos Capinhas ist eins der nicht wenigen jungen Weingüter an der Algarve, die Akzente zu setzen wissen – hauptsächlich mit Wein, der schmeckt, aber auch mit dem ganzen Drumherum. "Wir sind ein kleines Familienweingut mit der großen Mission, den Ruhm des Algarve-Weins wiederzuerlangen", lese ich auf der Webseite – kein geringer Anspruch. Der Name des Weinguts geht auf die Familie Capinha zurück, der das rund 30 Hektar große Anwesen gehört. Wein wächst bislang auf etwa acht Hektar der Fläche. Das Weingut ist ein Projekt von Horst Lieberwirth und Inês Capinha-Lieberwirth. Mit professionellem Weinbau hatte Horst ursprünglich wenig zu tun – er verliebte sich zuerst in das Fleckchen Erde und dann in Inês Capinha. Deren Familie blickt auf eine lange landwirtschaftliche Tradition zurück. Die erste Ernte der Quinta dos Capinhas wurde 2017 eingebracht. Ich besuchte das Weingut unweit des Städtchens Porches und sprach mit Horst, Sofia Saraiva und dem Winemaker der Quinta dos Capinhas, Pedro Mendes.

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  • Puuttuva jakso?

    Paina tästä ja päivitä feedi.

  • Wein aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern? "Aber ja!", sagt der Sommelier Matthias Dathan und hatte die Idee, Winzerinnen und Winzern aus den Regionen nordöstlich der etablierten Qualitäts-Weinbaugebiete Saale-Unstrut und Sachsen eine Plattform zu organisieren. Die junge Weinszene ist gerade in einer spannenden Phase: gegründet meistens vor 20 bis 30 Jahren von Enthusiasten, die eine auch hier vorhandene (und verschüttete) Tradition wiederbeleben wollten, kommt jetzt die zweite Generation – und das sind in der Regel die gut ausgebildeten Winzer, die auch andernorts schon guten Wein gemacht haben.

    "Überraschende Perspektiven auf deutschen Weinbau jenseits der klassischen Regionen" hatte Matthias Dathan versprochen. Und es gab in der Tat spannende Landweine zu verkosten – zwei Inselbegabungen inklusive. In diesem Podcast habe ich mir den Initiator, zwei Winzerinnen und drei Winzer vors Mikrofon geholt, um mit ihnen die Weingüter und die Philosophie dahinter kurz vorzustellen.

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  • Zur 175. Folge von "Auf ein Glas" haben wir nur Flaschen zu Gast – aber eine interessante Auswahl! Wir starten den Nachmittag mit zwei Weinen, die Matthias Gräfe zusammen mit Winzern (korrekter: einer Winzerin und einem Winzer) gemacht hat – beide kommen aus dem Anbaugebiet Sachsen, wenn auch aus zwei Bundesländern… Dann geht's nordwärts bis zur Insel Sylt und dann machen wir rüber in den Osten, bleiben aber beim Insel-Hopping: wir probieren Weine aus Rügen und Usedom und reden viel mehr über Piwis, als Matthias (Zitat: "Ich mag keine Piwis!") sich das je hat denken können. Dass einer der drei Inselweine bei ihm das Prädikat "Highlight des Tages!" bekommen hat, ist so gesehen dann ja schon fast sensationell – zumal es eine Cuvée aus sieben Piwis ist…

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  • Manche Formate rund um Wein und Genuss altern einfach nicht. "Winzer im Fokus", vor mehr als zehn Jahren auf dem Weißen Hirsch im damaligen Sternerestaurant bean & beluga von Stefan Hermann und seinem Sommelier Jens Pietzonka eingeführt, ist nach langer Pause wieder zurück – forever young. Gesine Roll, die 2013 mit den Winzerinnen "Anette Closheim (Riesling Entdeckung des Jahres 2013) von der Nahe, Theresa Breuer (4 Trauben Gault Millau 2013) aus dem Rheingau und Melanie Stumpf (2 Sterne Weinwelt 2012) aus Franken" das rheinhessische vierte Blatt im Quartett war (seinerzeit vorgestellt als "bester Sauvignon Blanc Rheinhessens ,Falstaff Magazin 2012" sorgte für eine volle Hütte auf dem Konzertplatz. Vor dem Abend trafen wir uns zum Podcasten…

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  • Als ich 2023 im Markgräflerland in Auggen den Sektmacher Herbert Reinecker besuchte, habe ich eine Menge gelernt über das traditionelle Sekthandwerk, das Reinecker seit 1987 zweigleisig betreibt: mit einem kleinen Sektgut (5 ha eigene Rebfläche) und einem großen Ableger, der Sektkellerei, in der Reinecker für rund 200 Kunden als Lohnversekter mit der gleichen Akribie die Versektung der angelieferten Grundweine anbietet. Mittlerweile haben die beiden Kinder Katja und Steffen die Verantwortung für den Betrieb übernommen. Sie waren – eine Premiere für sie! – jüngst in Dresden für den Start eines Revivals: Jens Pietzonka und Stefan Hermann nehmen die fast auf den Tag genau vor zwölf Jahren begonnene Serie Winzer im Fokus wieder auf. Der erste Abend (wie auch einige geplante demnächst) fand im Gasthaus auf dem Konzertplatz statt, wo ich vorab Katja und Steffen zum Podcast traf – Vorbereitungshintergrundgeräuschkulisse (lange Wörter: kann ich!) inklusive…

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  • Andere mögen Mischgetränke mit Wein, im Markgräflerland aber gilt: ein Sekt sollte es sein. Es gibt da mehrere Schuldige (was ein zu hartes Wort in diesem Zusammenhang ist, wie man sehen wird) – einer davon sind die Winzerinnen und Winzer der Genossenschaft in Britzingen. Deren Sekte gibt es schon ewig (genauer: seit 1979), aber seit drei Jahren sind sie aufgenommen in den Olymp der deutschen traditionellen Sektmacher – als einzige Winzergenossenschaft unter lauter individuellen Sektmacherinnen und Sektmachern. Aber in Britzingen können sie nicht nur Sekt (der mittlerweile einen Anteil von 20% ausmacht, Tendenz steigend), sondern auch ganz normale Weine. Gutedel als Brot-und-Butter-Wein im Markgräflerland natürlich, aber auch Burgunder – weiß wie rot. Über all das (und noch viel mehr…) reden Matthias Gräfe (Wein & fein) und Ulrich van Stipriaan (STIPvisiten) mit Armin Imgraben, Winzer und Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Britzingen.

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  • Für die 171. Folge von "Auf ein Glas" reisen wir (natürlich nur virtuell) nach Südfrankreich an die Rhône. Drei Rotweine aus dem Einstiegssegment bilden den Rahmen für die Gespräche – und die reichen von der Verleihung des Fair Wine Awards an Matthias Gräfe und sein Wein & fein in Radebeul auf der EUROVINO bis zu den drei Weinen von der Domaine des Lauribert, der Domaine Montirius und der Domaine de la Tête Noire. Dabei probieren wir Syrah, Grenach (und in der Cuvée mit dem lustigsten Etikett) ein wenig Cinsault.

  • Marek Špalek ist einer der profilierten Winzer Südmährens, der gemeinsam mit seiner Familie das Vinařství Špalek (Weingut Špalek) in Nový Šaldorf-Sedlešovice bei Znojmo führt. Das familiengeführte Bio-Weingut bewirtschaftet heute rund 12 Hektar Weinberge – ausschließlich auf der berühmten Lage Kravi Hora (Kuhberg), einer südostexponierten Ried auf bis zu 340 m Höhe mit Lehmboden über Granit-Urgestein. Die Weine des Hauses stehen für präzise, frische und terroirbetonte Stilistik – und das in einer Region, die lange vom Mengendenken geprägt war.

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    [00:00] Marek Spalek, Winzer aus Mähren (Tschechien) zu Gast

    ]10:05] ihr Weingut ist 1992 gegründet

    [20:20] wir müssen mal über den Wein reden - Ja, endlich! 2021 Rulandské Šedé, ein Ruländer (Grauburgunder) – Gewinner einer Goldmedaille aus Montreal: sélections mondial des vins, Grand Or, 2024 Canada

    [29:23] warum spricht der Marek so gut deutsch?

    [42:56] Riesling!

  • Till Neumeister ist Weinbauleiter im Staatsweingut Schloss Wackerbarth und damit verantwortlich für jene 90 Hektar Rebfläche, auf denen die Grundlage für rund 600.000 Flaschen pro Jahr entsteht – etwa 350.000 Flaschen Stillwein und 250.000 Flaschen Sekt in klassischer Flaschengärung. Schon im November vergangenen Jahres haben wir – kurz nach der Lese – diese Podcast-Folge aufgezeichnet, in der wir zwei Sekte und zwei Stillweine probieren, die alles vier das Zeug haben, zu überraschen. Denn nach wie vor verbinden noch immer viele Weinkenner Wackerbarth-Produkte nicht mit Spitzensekten oder Spitzenweinen in Verbindung. Aber wahrscheinlich haben die weder einen Bussard-Sekt noch einen Protze-Riesling probiert…

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    [00:00] Unser Gast kommt von Schloss Wackerbarth: Till Neumeister

    [00:44] ploppt es oder zischt es? Im Glas: 1836 – ein "ausgezeichneter Sekt"

    [03:19] Arbeitsbeginn!

    [11:51] Wein entsteht im Weinberg (und dann kommt natürlich doch noch die Kellerarbeit). Aber was ist bei Trauben für Sekt besonders?

    [25:17] wir kommen (jetzt schon!) zum Spitzenprodukt: Bussard

    [45:45] bevor es weitergeht, nochmal Bussard!

    [50:11] im Glas: Alte Reben aus dem Goldenen Wagen – aus der schlanken Magnum

    [55:43] Goldener Wagen: Wackerbarth hat dort 4,8 ha

    [1:00:01] Mastermind im Hintergrund: Janek Schumann (Podcast Folge 52 zu Gast)

    [1:08:14] ins Glas fließt Wein von der Lieblingsparzelle von Matthias: Protze

  • Das Südtiroler Weingut St. Quirinus zählt zu den jüngeren Betrieben der Region, die zugleich eine jahrtausendealte Weinbautradition hat. Ich traf den Winzer Michael Sinn in Oberplanitzing, einem Ortsteil von Kaltern am Kalterer See. Der junge Familienbetrieb, mit Hofbau 2009 und eigenem Weinbau ab 2013, produziert heute knapp 60.000 Flaschen jährlich und bewirtschaftet fast 10 Hektar auf Weinbergen, die zwischen 230 und 700 Meter hoch liegen. St. Quirinus steht für biodynamische Bewirtschaftung (Demeter-zertifiziert seit 2013), damit einhergehend minimalen Pflanzenschutz und einen hohen PiWi-Anteil von 25–33 Prozent. Das restliche (und insgesamt natürlich größere) Sortiment des Weinguts verbindet internationale Rebsorten mit regionalen Klassikern.

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    [00:00] Podcast aus Südtirol vom Kalterer See. Wir sind im Weingut St. Quirinus beim Winzer Michael Sinn

    [07:05] wie es sich bei einer Verkostung gehört, beginnen wir mit einem Schaumwein – klassische Methode: Quirinus Brut Rosé

    [20:32] Werdegang

    [22:28] neuer Wein im Glas, frisch entkorkt – im Glas ein 2024 Sauvignon
    [36:39] im Glas ein Wein ausschließlich aus der Tonamphore
    sie haben – wennimmer es geht – einen 12-Monats-Rhythmus bei Amphoren und Holzfässern: der gereifte Wein kommt dann in Stahlfässer
    [44:50] das Wort Immervollfass: eins der schönsten Worte der Weinwirtschaft
    [46:04] Kalterer See Classico Superiore – die Rebsorte dahinter ist Vernatsch (in Württemberg: Trollinger)

    [53:09] wir reden mal über Geld!

    [1:00:44] 23er Lagrein Badel (Badel ist ein Weinberg)

    [1:01:44] Pergola und Guyot-Erziehung kurz erklärt

  • Ich treffe Nik Weis zur Mittagszeit in seinem St.-Urbans-Hof in Leiwen. Also hatte der Winzer den Tisch decken lassen für eine Vesper vor dem Podcast – und natürlich gab’s dazu einen Wein: eine 2020er Spätlese aus dem Ockfener Bockstein an der Saar. Mit lediglich sieben Prozent Alkohol verkörpert dieser Wein eine heute fast vergessene Tradition – den Wein zum Mittagessen, der begleitet, ohne zu beschweren. Unter der Woche sei das für viele nachvollziehbar, bemerkt Weis, doch gerade der Sonntagnachmittag biete doch Raum für solche Weine. Oder wenn der Podcaster kommt, denn selbstverständlich gebe es Momente, in denen Wein einfach dazugehöre. Dabei, so seine Überzeugung, werde zu selten über die förderlichen Eigenschaften von Wein gesprochen – ausdrücklich von Wein, nicht von Alkohol –, obwohl er kulturell, kulinarisch und physiologisch seit Jahrhunderten Teil des Alltags sei.

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    [00:00] Podcast-Gast: Nik Weis – im Glas: 2020 Bockstein Spätlese, Ockfener Bockstein, Saar – eine der besten Lagen von Mosel-Saar-Ruwer

    [04:47] Basiswissen St. Urbanshof & Co

    [13:32] die Mosel hat ganz einzigartigen Charakter

    [22:57] das war alles viel zum Terroir - aber was ist die Rolle des Winzers?

    [39:45] die Alten Reben: haben die was, was die Jungen vergessen haben?

    [51:05] wir haben früher Anfang Oktober mit der Riesling-Lese begonnen (manchmal Mitte, manchmal Ende Oktober)

  • Unterwegs an der Mosel, im Oktober zwar – aber golden war der nicht beim Besuch von sechs Moselwinzern, die in den 20 steilen bis sehr steilen Lagen der Ritsch begütert sind. Aber auch im Nieselnebel hinterließ die Lage Eindruck! Tags drauf dann zu Gast bei Christopher Loewen im Weingut Carl Loewen. Das Gespräch startet in der Geschichte (wie so oft an der Mosel: Napoleon ließ den kirchlichen Besitz auflösen) und führt über Christophers Vater Karl Josef und dessen Idee, alte Weinberge mit neuem Leben zu füllen, schnell zu all den Themen rund um Spitzenrieslinge von der Mosel. Es geht um alte Reben (und zwar um wirklich alte, über 100 Jahre – und wurzelecht!) und neue Selektionen, es geht um Weinbergsarbeit und das Warten auf den ersten Blubb im Keller, das bei der hier gepflegten Spontangärung schon mal dauern kann.

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    [00:00] zu Gast bei Christopher Loewen/Weingut Carl Loewen

    [09:03] wie groß ist das Weingut? (genaue Antwort erst zum Schluss ;-) )

    [26:49] im Glas: Laurentiuslay Alte Reben – genau aus dem Teil, wo die Philosophie vom Wein aus alten Reben entstand

    [41:14] der nächste Wein im Glas: 1896 vom Maximin Herrenberg

    [51:57] die Geheimnisse des guten Weins? Lage – Reben – und die Art des Weinmachens?!

  • Als vor einiger Zeit die Anfrage kam, ob ich Interesse an einem Podcast mit Ingo Theiner hätte, musste ich stutzen: der Mann ist Chef eines demeter-zertifizierten Hotels (theiner's garten das biorefugium), er baut auf dem benachbarten Bergerhof elf Hektar Obst an (bis auf einen Hektar alles Äpfel, Südtirol halt) – ob das was für einen doch sehr weinlastigen Podcast ist? Andererseits: es heißt ja "Auf ein Glas" – und da kann ja durchaus auch was aus Äpfeln drin sein! Außerdem ist Ingo Theiner Sommelier, Wein spielt im Hotel eine große Rolle. Also fuhr ich im Oktober nach Südtirol – und es war spannender als erwartet.

    Südtirol ist bekannt für seinen Apfelanbau. Der reichhaltige Schwemmlandboden und die ordentliche Wasserversorgung der Region schaffen ideale Bedingungen. "Der Apfel braucht viel Wasser, hat oberflächliche Wurzeln“, lerne ich von Ingo Theiner und verstehe, warum der Wein dann an den Bergen des Tals wächst: der mag es gerne karg, die Wurzeln suchen sich ihren Weg (darüber redete ich dann mit zwei Winzern, Anton Longo vom Weingut Baron Longo und Michael Sinn vom Weingut Quirinus).

    Die Familie Theiner ist seit den 50er Jahren im Apfelanbau tätig, der Übergang zur biologisch-dynamischen Landwirtschaft begann 1980 mit der 2. Generation (dem Vater von Ingo Theiner). Seit 1984 ist der Bergerhof Demeter-zertifiziert und war damit damals Pionier. Im Gespräch geht es natürlich auch um die Ideen, die hinter der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise stecken. Was die Familie zum Bau eines Hotels bewog und warum das auch ganz im Geist der Demeter arbeitet, verrät Ingo Theiner im zweiten Teil des Podcasts. Und zum Wein kommen wir, nachdem wir eingangs eine Apfelsaft-Cuvée probierten, auch noch…

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    [00:30] Theiner Ingo: Äpfel und Hotel

    [13:23] wie läuft das eigentlich mit den Präparaten?

    [22:05] wir probieren eine Apfelsaft-Cuvée – aus fünf Sorten in diesem Jahr

    [29:05] ein Demeter-Hotel – was bedeutet denn das?

    [41:13] wir probieren einen Wein von St. Quirinus

  • Peter Bohn ist einer der beiden Executive Partner beim Weinhandelshaus P. J. Valckenberg (der andere ist Tilman Queins) – einem Haus mit Geschichte (Peter Joseph Valckenberg gründete das Weinexporthaus 1786). Seit 2011 ist Bohn Geschäftsführer bei Valckenberg, 2015 haben er und Queins die Firma gekauft – und seitdem unter anderem den US-Markt entwickelt. Der hat sich in der jüngeren Vergangenheit, gelinde gesagt, als ein problematischer Markt erwiesen – in einer für die Weinwirtschaft weltweit eh nicht gerade problemlosen Situation. Darüber reden wir – und was man machen kann, um dem zu begegnen: andere Märkte entwickeln. Da ist unser Thema, natürlich, das Segment der alkoholfreien Weine. In einem anderen großen Block reden wir über die Zeit vor dem Valckenberg-Engagement: 1996 kam Peter Bohn nach Sachsen, er fing auf Schloss Proschwitz im Marketing und Vertrieb an. "Das waren extrem geniale Jahre – und extrem harte Jahre!", schwärmt Bohn – der in Westhofen (Rheinhessen) arbeitet, aber nach wie vor im sächsischen Meißen wohnt.

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    [00:00] zu Gast bei Peter Bohn in Meißen

    [12:04] wollen wir über die Zeit bei Proschwitz sprechen?

    [23:10] Kopf schlägt Kapital – Budgetdenken ist eine der größten Unsitten!

    [36:03] was trinken wir eigentlich beim Gespräch? Champagne Lombard!

    [55:49] zurück vom Abschweifen zum Thema Export

    [1:08:57] was man machen kann – andere Märkte entwickelt im Sinne von Produkten: alkoholfreie Produkte!

  • Aus Fehlern kann man lernen, und wenn man's danach richtig macht, sogar damit kokettieren. Das Weingut Delheim im Herzen des südafrikanischen Weinbaus in der Region Stellenbosch hat so eine Geschichte: Spatzendreck ist der Name eines ihrer Weine – weil der junge Weinmacher Michael Sperling, den sie alles Spatz nannten, an einem Sonntagnachmittag im Jahr 1961 einigen Freunden voller Stolz seine neue Weinkollektion präsentieren wollte – und auch nicht stutzig wurde, als einer der Weine, nun ja: untypische Farbtöne hatte. Ausgerechnet der aus Tank Nummer 13 – aber egal: eingeschenkt und probiert. Eine Freundin rief entsetzt aus: „Aber Spatz, das ist jetzt wirklich Dreck”! Und schon hatte der Wein seinen Namen weg – mit passendem Etikett kackender Spatz auf Weinfass: das reichte für den vom Decanter 1971 verliehenen Ehrenpreis „worst label of the year“. Delheim heißt das Weingut in Stellenbosch, in dem der Spatzendreck erfunden wurde – und noch heute ab Hof im Angebot ist. In besserer Qualität, wie Nora Thiel mir verriet. Sie ist die Tochter jenes Michael "Spatz" Sperling, und ich traf sie zum Podcast mit einigen bemerkenswert guten Weinen. Geht doch!

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    [00:00] heute aus der Kastenmeier-Bar, unser Gast kommt aus Südafrika: Nora Thiel, Weingut Delheim

    [10:10] Sonnenschein im Glas: Pinotage Rosé, schon Jahrgang 2025

    [22:32] weiter geht's: Chenin Blanc

    [34:13] im Glas: Pinotage

    [42:08] im Glas: 2021 Grand Reserve

    [49:15] und nun: ein Botrytis-Riesling: Edelspatz

  • Seit dem 11. November ist wieder Gänsezeit. Wie immer beantworten wir die damit im Zusammenhang stehende Frage: was dazu trinken? Wir deklinieren das – wie in den vergangenen Jahren – durch mit dem Gänsemenü von Gräfe’s Wein&fein, was ja naheliegend ist bei unserer örtlichen Befangenheit. Dabei reden wir zwar hauptsächlich über die Weine (und den sensationellen Sekt zum Apero), aber es gibt ja auch eine alkoholfreie Begleitung mit Empfehlungen – die trinken wir bei den Aufnahmen zu diesem Podcast nicht, aber da wir sie beim Probeessen vorab ausgesucht hatten, kennen wir die natürlich auch und können sagen, warum sie passen.

    Mehr Infos und Bilder der Flaschen: bei den STIPvisiten

    [00:37] Apero: ein Sekt (Wackerbarth Bussard)

    [13:49] Schwarze Madonna, Christoph Hammel – zur Vorspeise

    [23:57] braucht’s zur Suppe einen Wein? Ja: 2024 Grüner Veltliner Reserve Hund, Pfaffl,

    [34:06] der absolute Hit – Essen wie Wein: Polentataler, dazu Chardonnay von Walz (Baden)

    [49:12] zum Hauptgang zwei Weine zur Auswahl: 2021 Grau-Weiß, Hiestand, Rheinhessen oder 2021 Tenuta Frescobaldi Castiglione, Toskana, Italien

    [1:06:58] Dessertwein von Murati aus Stellenbosch

  • "Wer den kompletten Namen sagen kann, bekommt eine Flasche Wein von mir geschenkt!", lacht der Anton aus Südtirol. Hatte er mich deswegen gleich zur Begrüßung gefragt, ob wir beim DU seien? Wohl kaum, denn die Flasche hätte der aufstrebende Winzer aus Neumarkt am Ende der Südtiroler Weinstraße ganz sicher erübrigen können – nein: er ist der unkomplizierte Typ, der gerne lacht – auch wenn er sich im Gespräch keineswegs als vordergründig oder oberflächlich erweist, sondern oft eher nachdenklich erscheint. "Das neue, hell leuchtende Sternchen am Südtiroler Weißweinhimmel" nennt ihn Heiner Lobenberg anerkennend – und die Dorfgemeinschaft in Neuberg tituliert ihn oft noch mit "der Herr Baron". Wahrscheinlich ist ihnen Anton Baron Longo Liebenstein zu Wellenburg und Langenstein aber einfach zu lang.

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    [00:37] unterwegs in Südtirol, Zu Gast beim Weingut Baron Longo

    [04:28] Das Weingut: Baron Longo

    [11:23] Platz für die vielen Kleinen (er ist Mitglied bei den freien Weinbauern Südtirols)

    [23:04] volle Lager, Preisbewusstsein, Konsumverhalten

    [27:41] im Glas: Liebenstein 2021, Chardonnay

    [48:57] der nächste Wein ist der Schlossberg

    [1:04:37] zum Abschluss gehen wir in die Höhe: Sauvignon Blanc - Urgestein Toldo de Kasnan

  • Kecke Sprüche aus der Südsteiermark! Beispielsweise der, dass „die besten Weine der Welt leider von den größten Idioten getrunken werden„. Oder dieser: „Wir sind ein stolzer Nicht-Bio-Betrieb!“ Aber – kein Grund zur Beunruhigung, denn einerseits kennt der Markus, der auf dem Weingut MUSTER.GAMLITZ als „Sommelier und Mädchen für alles“ arbeitet, auch die Netten und andererseits hat er auch nachdenkliche Gedanken und Sätze im Portfolio, so wie den, dass Wein ein großartiges Genussmittel im Duo Essen und Trinken sei und wir uns „darauf besinnen [sollten], aus dem Notwendigen etwas Besonderes zu machen„. Außerdem hatte er gute Weine mitgebracht, so dass unser Plausch über die Steiermark, das Klima und die Böden dort und was das für die Weine bedeutet unterm Strich ziemlich kurzweilig war – wie gut, dass sich nach dem Podcast noch ein Weinabend bei Gräfe’s Wein & fein anschloss…

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    [00:00] unser Gast: Markus, Sommelier, Vertriebler und Mädchen für Alles beim Weingut MUSTER.GAMLITZ

    [10:56] wir haben was Besonderes im Glas: Wermut

    [19:36] der erwähnte Reinhard ist der Reinhard Muster

    [23:36] neuere Entwicklungen: vor zwei Jahren neuen Keller bezogen – Domaine 1196

    [31:36] wir reden über Sauvignon und schenken Muskateller ins Glas ein

    [46:53] wie sieht es mit bio oder Demeter-Zertifizierung aus?

    [57:18] jetzt im Glas: 2022 Sauvignon Blanc Ried Grubthal

  • Die beiden sind Quereinsteiger, aber voller Leidenschaft und Gastfreundschaft: Gabriele und Michael Borchert. In Ediger-Eller haben sie vor 25 Jahren ein Weingut gegründet, dazu nicht mal eine Handvoll Ferienwohnungen. Mittlerweile ist ihr Springiersbacher Hof die Keimzelle für Wein (mit 3 ha in Steil- und Steilstlagen – der Calmont gleich nebenan lässt grüßen), Destillate und knapp ein Dutzend Ferienwohnungen. Nach Langeweile klingt das nicht, aber wenn's Spaß macht, ist das ja keine Arbeit. Oder etwa doch? Darüber reden wir beim hauseigenen Wein, wobei das Weinmachen (und/oder das Brennen geiler Geiste) nicht mal im Mittelpunkt steht, sondern eher das Große und Ganze, wie es Winzer an der Mosel ganz gut kennen – denn den Mix aus Wein, Brennerei, Ferienwohnungen und Gastro kennt man ja nicht nur auf dem Springiersbacher Hof so.

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    [00:00] Podcast aus Ediger-Eller – dem Ort der Deutschen Weinkönigin zu Gast bei Gabriele und Michael Borchert

    [02:23] Bullay ist das "Tor zur Untermosel"

    11:38] wir reden über Wein: Riesling Ediger Osterlämmchen (der Hausberg)

    [19:59] wir vergleichen Weine: Osterlämmchen gegen Calmont

    [33:24] wir trinken aus guten Gläsern von der Josephinenhütte

    [48:47] im Glas: 2024 Grauburgunder