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  • In der neuesten Folge von "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, begeben sich Florian Illies und Giovanni di Lorenzo zurück in die Hochrenaissance – und zurück zu Raffael, jenem Maler, der für Jahrhunderte als der größte Künstler überhaupt galt. Sie fragen: Was macht sein Genie aus – und was haben seine Bilder uns heute noch zu sagen?

    1483 wurde Raffael in Urbino geboren, einem der glanzvollsten Musenhöfe der Renaissance, 1520 starb er in Rom, sein Schaffen umfasst also nur zwei Jahrzehnte – aber in jenen 20 Jahren schuf er Bilder für die Ewigkeit. Der Nachruhm Raffaels überstieg lange jenen von Leonardo und Michelangelo, den beiden anderen Genies der italienischen Renaissance, die uns im 21. Jahrhundert nun plötzlich als "moderner" erscheinen. Aber stimmt das?

    Raffaels Weg führte ihn von Urbino über Florenz nach Rom – dort am Hofe des Papstes Julius II. stieg Raffael zum wichtigsten Künstler seiner Zeit auf. Vor allem seine Madonnenbildnisse sorgten für Furore, er schenkt Maria nicht nur eine ungeahnte Weiblichkeit, sondern definierte auch das Mutterschaftsverhältnis zum Sohn, zu Jesus, neu. Immer wieder gelangen ihm dabei neue Bilderfindungen – so auch in der "Sixtinischen Madonna", seinem wohl berühmtesten Bild. Hier blickt das Jesuskind mit altersweisen Augen aus dem Bild – und zwar auf das Kreuz, das einst gegenüber hing und das seinen Lebens- und Leidensweg also bereits vorzeichnete. Unter diesem schwermütigen Blick aber tummeln sich die beiden lustigen kleinen Putti am Bildrand, die durch millionenfaches Merchandising wohl bekanntesten Schöpfungen Raffaels, die seit dem 18. Jahrhundert in den Dresdner Museen heimisch geworden sind.

    Florian Illies und Giovanni di Lorenzo erzählen die Geschichte Raffaels, berichten von seinen großartigsten Schöpfungen und sind sich uneins darüber, wie sehr seine Malerei auch uns Heutige noch berührt. Denn darum geht es in jeder Folge von Augen zu – um die Frage, was große Kunst ausmacht, was sie für die Zeitgenossen bedeutete und wie es uns in unserer Gegenwart gelingen kann, wieder in ihren Bann zu geraten.

    Sie erreichen den Podcast mit Anregungen und Fragen über die E-Mail-Adresse augenzu@zeit.de.

  • Er ist ein Mythos, eine Ikone der deutschen Kunst – aber wer war Albrecht Dürer eigentlich wirklich? Warum ist dieses Genie der deutschen Renaissance auch nach 500 Jahren noch von einer solchen Modernität?

    In "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, zeichnen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo den Lebensweg dieses außergewöhnlichen Künstlers und Menschen nach: Sie erzählen von seinen beiden zentralen Reisen, vor allem von der des Jahres 1505, die ihn nach Venedig führt, wo er seinerzeit so verehrt wird, dass der große Raffael aus Rom mit ihm Bilder tauscht und seine Grafiken bald an den Wänden der Ateliers aller relevanten italienischen Künstler hängen.

    Seine bis heute berühmtesten Werke sind seine zeichnerischen und aquarellierten Darstellungen eines Feldhasen, eines Stücks Wiese und der betenden Hände. Wer sie sich einmal im Detail anschaut, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dürer gelingt es, zugleich mit einem Teleobjektiv und mit einem Weitwinkel auf die Wirklichkeit vor ihm zu schauen.

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  • Was genau ist eigentlich der Impressionismus und warum gilt Claude Monet als dessen wichtigster Vertreter? Ist seine Kunst eigentlich harmlos oder radikal? Oder wie gelang es ihm, gleich zwei Revolutionen in die Malerei einzuführen? Das sind die Fragen im neuesten Podcast "Augen zu".

    Es gibt Maler, die sind so berühmt, dass am Ende niemand mehr genau weiß, warum. Claude Monet ist ein solcher Fall, 1840 geboren und erst 1926 im biblischen Alter von 86 Jahren gestorben. Man verbindet ihn mit Mohnblumenfeldern, mit flackerndem Malstil, mit riesigen Seerosenbildern – überall finden sich inzwischen seine Motive, auf Postern, auf Taschen und auf Kühlschrankmagneten. Monet ist zum Inbegriff des Impressionismus geworden – aber warum? Davon erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge von "Augen zu", dem Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE.

    Schon als Schüler machte Monet durch seine hinreißenden Karikaturen auf sich aufmerksam, dann nahm ihn Eugène Boudin unter seine Fittiche, der große Maler des Meeres der Normandie, und bei ihm lernte er den Blick in den Himmel, er malte die Luft und er malte die Wolken. Dann ging Monet nach Paris, wo jener Mann, dessen Name manchmal mit seinem verwechselt wird, gerade für Furore sorgte: Manet. Und während Eduard Manet mit seinen Figurenbildern, dem "Frühstück im Freien" und seinem riesigen provozierenden Akt der "Olympia" für Aufruhr sorgte, wollte Monet das Gleiche mit seinen Landschaften erreichen, er setzte sich mit allen Sinnen dem Licht und der Natur aus. Manet wie Monet wurden vom offiziellen Salon ausgeschlossen und so zeigten sie 1874 in der ersten Impressionistenausstellung ihre malerischen Revolutionen. In der Ausstellung hing Monets hingeblinzelte Ansicht des Hafens von Le Havre im morgendlichen Dämmerlicht, die er "Le Havre, Impression, Sonnenaufgang" nannte. Und so gab sein Bildtitel einer ganzen Kunstbewegung den Namen. Worum ging es den "Impressionisten"? Sie glaubten nicht mehr daran, dass es eine Abbildung der Wirklichkeit gibt, die gültig ist, sondern hatten in der Natur erkannt, dass das Licht jeden Gegenstand verändert, dass er zu verschiedenen Tageszeiten ganz unterschiedliche Farben und Ausdrucksformen annehmen konnte. Es gibt keine Wahrheit mehr, es gibt nur noch Versionen – das ist Monets erste bahnbrechende Neuerung, darum malt er einen Heuschober zu den verschiedenen Tageszeiten und dann die Kathedrale von Rouen, er suchte, zeitgleich mit Marcel Proust, nach einer künstlerischen Form, die verstreichende Zeit zu malen. Diese Serienbilder Monets sind die wahren Vorboten von Andy Warhols legendäre Pop-Art-Serien von Marilyn Monroe.

    Der junge Monet raste rastlos dem Licht und dem Zufall hinterher, der Monet der mittleren Jahre versuchte, den flüchtigen Erscheinungen der Natur in seiner Malerei Dauer zu verleihen. Der späte Monet aber lässt die Natur und die Kunst zu einem vegetativen Kontinuum verschmelzen. In den aus Japan importierten Seerosen, für die er große Teiche anlegte, entdeckte Monet dann, als um ihn herum längst der Expressionismus und die Moderne tobte, sein wichtigstes Motiv, das er obsessiv in Malerei umsetzte, in riesigen Formaten. Die auf dem Wasser schwimmenden Seerosen verewigte er in lilagrünen Farbwelten, die in ihrer All-over-Struktur nichts weniger vorwegnehmen als die Großformate der amerikanischen Abstraktion nach 1945. Auf den meterlangen Farbseen Monets haben dann Jackson Pollock, Mark Rothko und Joan Mitchell ihre Boote in die Zukunft gesetzt.

    Monets Ruhm also beruht darauf, dass wir ihm mit seinen Serien und mit seinen Seerosenbildern, in denen sich das Auge verliert, zwei zentrale Revolutionen des Sehens im 19. und 20. Jahrhunderts verdanken.

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  • In der neuesten Ausgabe des Podcasts "Augen zu" diskutieren Florian Illies und Giovanni di Lorenzo auf gewohnt kontroverse und leidenschaftliche Weise über die Rolle Frida Kahlos in der Kunst des 20. Jahrhunderts. In allen Umfragen wird Kahlo zur berühmtesten Künstlerin der Welt gewählt – und vor allem für junge Frauen ist ihre Lebens- und Leidensgeschichte ein Vorbild an weiblichem self empowerment.

    Diese Frau ließ sich einfach nicht unterkriegen, nicht von ihrem tragischen Verkehrsunfall mit 18 Jahren, der sie zu Monaten im Bett, 32 Operationen und einem lebenslangen Schmerz im Rücken und Becken verdammte. Nicht von der patriarchalischen Gesellschaft, nicht von den snobistischen Surrealisten und nicht von ihrem Ehemann, dem Maler Diego Rivera. Frida Kahlo malte sich ihren Schmerz von der Seele – und zwar ganz buchstäblich: Fast ein Drittel ihres Gesamtwerkes machen Selbstportraits aus, in denen sie stolz ihr markantes, wunderschönes Gesicht und ihre mexikanischen Gewänder zelebrierte. Aber zugleich ist auch das Leiden allgegenwärtig in diesen Bildern, der Schmerz, der wie Feuer brennt, das blutende Herz, die Stange, die sich mit 18 Jahren durch ihr Leben gebohrt hatte, der Mann, Diego, der ihr wie ein drittes Auge auf der Stirn thront. Eine Frau malt um ihr Leben. Kann man Kahlo, die so gelitten hat, vorwerfen, wenn sie sich in ihrer Kunst zur Märtyrerin stilisiert?

    Kahlos stolzer Feminismus und ihr selbstbewusstes Changieren zwischen den Geschlechtern machen sie zu einem der größten Idole unserer Gegenwart. Sie hatte unzählige Affären mit Männern wie mit Frauen, mit Leo Trotzki ebenso wie mit Josephine Baker, und mit ihrem Oberlippenflaum erinnerte sie nicht nur an den mexikanischen Revolutionsführer sondern auch an die Kraft der fluiden Geschlechtlichkeit. Im Podcast "Augen zu" von ZEIT und ZEIT ONLINE treten immer Experten auf, die mit Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in Dialog treten – bei Frida Kahlo ist es Lisa Zeitz, Chefredakteurin der "Weltkunst", die erklärt, warum Kahlos malerische Selbsterfahrungstrips vor allem für junge Frauen eine so große Anziehungskraft besitzen. Es scheint paradoxerweise so, als würde gerade das Strenge und Starre ihrer Selbstportraits besondere Empathie auslösen. Kahlo gilt als die erste Frau, die die Malerei in ein Medium des intimen Geständnisses verwandelt hat, das war bei Paula Modersohn-Becker doch noch viel gedämpfter, bei Meret Oppenheim viel verrätselter, bei Lotte Laserstein viel dezenter.

    Angesichts der großen Symbolik ihrer Figur als einzigartigem Role Model und den Zentnern von Pathos, die auf ihrem Werk liegen, gerät die Frage nach der Qualität der Malerei von Frida Kahlo immer wieder in den Hintergrund. Und doch versucht "Augen zu" darüber zu diskutieren: Also worin denn eigentlich der spezifische Wert ihrer Kunst gelegen haben könnte – und ob sie wohl in 100 Jahren immer noch zu den wichtigsten Künstlerinnen der Kunstgeschichte gezählt werden wird. Kahlos Kunst wurde lange Zeit immer auf ihre Naivität reduziert, mit der sie die Volkskunst und die religiöse Votivmalerei in den Dreißiger- und Vierzigerjahren in die Malerei ihrer Zeit überführte. Ortrud Westheider jedoch, Direktorin des Museum Barberini in Potsdam und zuvor Kuratorin einer großen Kahlo-Ausstellung im Bucerius-Forum, weist als zweite Expertin im Podcast auf eine zusätzliche, oft übersehene Quelle hin: Kahlo war im New York der Dreißigerjahre in Kontakt mit allen wichtigen europäischen Kunstströmungen, die in den zeitgenössischen Ausstellungen zu sehen waren, und sie bezog zentrale Anregungen etwa von der Neuen Sachlichkeit aus Deutschland oder Giorgio de Chirico aus Italien.

    Und was hat sie daraus gemacht? Also aus all dem, was sie gesehen, und all dem, was sie erlitten hat? Malerei, die uns heute so wenig in Ruhe lässt und herausfordert wie ihre Zeitgenossen vor fast hundert Jahren.

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  • Erst entzückte er das Wien um 1900 und seitdem die ganze Welt: Gustav Klimt. In der neuesten Folge des Podcasts "Augen zu" dreht sich alles um diesen Ausnahmekünstler des europäischen Jugendstils, der mit dem "Kuss" ein Jahrhundertbild geschaffen hat und der doch oft haarscharf an der Grenze von Kunst und Kitsch entlangsegelt.

    Gustav Klimt ist einer der zehn beliebtesten Künstler überhaupt – seine ornamental verschlungenen Frauengestalten auf Goldgrund hängen als Poster in Millionen Jugendzimmern und prangen auf Millionen Teetassen. Unter diesem Nachruhm und den Souvenirs in seinem Namen gerät oft die Frage in den Hintergrund, was Klimts Kunst eigentlich auszeichnet – und ob er eventuell dennoch ein großer Künstler ist, obwohl er so oft verkitscht wird. Dieser Frage widmen sich Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge des Podcasts "Augen zu", dem monatlichen Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE.

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  • Vermeer hat sein ganzes Leben in Delft verbracht, ist dort 1632 geboren worden und 1675 gestorben – und er hat zeitlebens nur fünfzig Bilder gemalt, von denen 35 erhalten geblieben sind. Aber diese 35 Werke entfalten seit Jahrhunderten eine einzigartige Magie: Immer wieder zeigt er Menschen in geschlossenen Räumen, die konzentriert und versonnen ihren Gedanken nachhängen, egal ob sie einen Brief lesen, ihre Perlenkette betrachten oder auf einen Globus schauen. Und es ist genau dieser innere Zwischenzustand des Tagtraums, in den Vermeer seine Figuren versetzt, der zeitlos erscheint und in den wir problemlos einsteigen können, um mit ihnen weiter zu träumen. "Vom Innehalten" heißt die großartige Ausstellung, die gerade in den Staatlichen Museen in Dresden gezeigt wird – und deren größte Entdeckung auch im Podcast intensiv diskutiert wird: Die "Briefleserin", eines der wichtigsten Gemälde Vermeers überhaupt, hat nach einer Restaurierung plötzlich einen neuen Mitleser bekommen, der ihr über die Schulter schaut. Denn an der Rückseite des Raumes war für Jahrhunderte ein kleiner, etwas pummeliger Cupido, ein Liebesgott, übermalt gewesen – der nun zum Vorschein gekommen ist und den Bildcharakter komplett verändert

    Link zur Ausstellung: https://gemaeldegalerie.skd.museum/ausstellungen/vermeer-johannes-vermeers-dresdner-briefleserin-am-offenen-fenster-und-die-hollaendische-genremalerei-des-17-jahrhunderts/

    In "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, sprechen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo, in jeder Folge mit zwei Telefonjokern: In diesem Fall ist es Elisabeth Schlesinger, die als Restauratorin anschaulich davon berichtet, was es bedeutet hat, über Monate Millimeter um Millimeter auf einem millionenschweren Kunstwerk eine neue Figur unter den alten Schichten freizulegen. Und Hanno Rauterberg, der Kunstkritiker der ZEIT, untersucht die Frage, wie diese restauratorische Entdeckung den Bildgehalt verändert hat, denn plötzlich ist das ganze Bild moralisch geworden, es geht darum, dass die Briefleserin ganz offenbar ein sehr leidenschaftliches Schreiben erhalten hat und dass der Cupido an der Wand vor der Kraft der Begierden warnen soll. Macht dies das Bild stärker oder schwächer?

    Auf aufregende Weise kann nun neu diskutiert werden, wie dieser Meister der Stille, der nicht nur für Marcel Proust einer der größten Maler aller Zeiten war, auch als Moralist agiert hat. Und "Augen zu" versucht gleichzeitig, die Augen zu öffnen für die einzigartige Fähigkeit Vermeers, Stofflichkeit zu malen – er kann mit Pinsel und Öl den perfekten Eindruck eines Wollkleides erwecken, einem das Gefühl geben, auf einem echten Teppich zu wandeln und mit den Augen die Knicke auf einer papiernen Landkarte ertasten zu können.

    Und es ist in "Augen zu" auch davon die Rede, warum gerade in Zeiten des Lockdowns Vermeers Bilder so eine tröstende Kraft entwickelt haben: weil er lange vor Corona Menschen zeigte, die in geschlossenen Räumen gefangen sind, die sich in Gedanken verlieren und dabei doch sich selbst finden.

  • Das nennt man Vorsehung: An genau demselben Tag, und zwar am 13. Juni 1935, kommen in Bulgarien und in Casablanca sowohl Christo als auch seine spätere kongeniale Partnerin Jeanne-Claude zur Welt. Nachdem die beiden sich im Paris der frühen 1960er Jahre ineinander verliebt hatten, verhüllten sie fortan gemeinsam für sechs Jahrzehnte Gebäude und Brücken und Täler und Inseln. Was war Ihr Ziel, was wollten Sie damit enthüllen? Das diskutieren Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge von "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE.

    Im Juni 1995 bescherten Christo und Jeanne-Claude mit ihrer Verhüllung des Deutschen Reichstages den Deutschen einen seltenen Moment heiterer Selbstreflexion. Indem sie das Parlamentsgebäude, das zuvor symbolisch für die Last der deutschen Geschichte stand, für zwei kurze sommerliche Wochen in unschuldiges Weiß verpackten, gelang es ihnen, das Ende der Bonner und den Beginn der Berliner Republik symbolisch einzuleiten. Im Podcast "Augen zu" erzählt die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, wie es in einem zähen, jahrzehntelangen Ringen gelang, eine Mehrheit im deutschen Bundestag für diesen einzigartigen Akt der Verhüllung eines staatlichen Symbols zu organisieren.

    Alle Verpackungen von Christo und Jeanne-Claude sind Festspiele der Vergänglichkeit, also mindestens so sehr Werke des Barock wie der Konzeptkunst. Dass sie im kollektiven Gedächtnis bleiben, verdanken wir Wolfgang Volz, dem deutschen Fotografen, der seit 1971 an Seite von Christo und Jeanne-Claude steht. Er berichtet als zweiter "Telefonjoker" in "Augen zu", wie es ihm gelang, als junger Fotografiestudent den gigantischen Vorhang in einem Tal in den Rocky Mountains zu fotografieren, bevor ihn der Wind zerfetzte.

    In Spätsommer 2021 vollendete sich das Œuvre von Christo und Jeanne-Claude mit der Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris. Auch dies war, wie der "Wrapped Reichstag" ein jahrzehntelang vorbereitetes und viel diskutiertes Projekt. Als er 2021 durch weiß-leuchtende Stoffbahnen den Blicken der Gegenwart entzogen wurde, um die Fantasie zu enthüllen, da konnten dies seine Schöpfer selbst nicht mehr miterleben, da sie 2009 und 2020 gestorben waren.

    Die große Frage ist nun: Was bleibt von diesem Künstlerpaar, wenn nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Werke von der Erde verschwunden sind? Genau diese Frage diskutieren Florian Illies und Giovanni di Lorenzo.

    Alle vier Wochen widmet sich "Augen zu" dem Lebenswerk einer großen Künstlerpersönlichkeit. Stellt die Biografie ebenso vor wie die wichtigsten Werke. In der nächsten Folge wird sich Augen zu Jan Vermeer zuwenden, der zur Zeit mit einer großen Ausstellung in Dresden gefeiert wird.

    Sie erreichen den Podcast mit Anregungen und Fragen über die E-Mailadresse augenzu@zeit.de.

  • Kein Künstler steht so sehr für das andere Amerika, für das Melancholische, das Abwartende, das Insichgekehrte wie Edward Hopper. Fast fünfzig Jahre lang lebte und malte er in demselben kleinen Atelier am Washington Square in New York und schuf dort zwischen den Zwanzigerjahren und seinem Tod im Jahre 1967 ein eindrückliches Werk voll erzählerischer Kraft.

    Seine "Nighthawks", also die verlorenen Figuren in einer nächtlichen Bar, sind zu einem der zentralen Bildsymbole des 20. Jahrhunderts geworden – dieser Zustand des ziellosen "Warten auf Godot", diese Figuren in Hotelzimmern, an Tankstellen und diese Häuser, die in der Landschaft stehen wie bestellt und nicht abgeholt – immer wieder thematisiert Edward Hopper in seinen kleinen Gemälden die Verlorenheit des modernen Menschen in der von Menschenhand gestalteten Umgebung (https://www.artic.edu/artworks/111628/nighthawks). In der neuesten Folge von "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, diskutieren Florian Illies und Giovanni di Lorenzo über die Besonderheiten dieses Künstlers, über seine Stärken, seine Einflüsse – und seine Schwächen.

    Hopper war ein besessener Kinogänger – und seine Gemälde selbst sehen darum oft auch aus wie die film stills aus nie gedrehten Filmen. Umgekehrt hat sein cineastischer Blick auf die Wirklichkeit, sein Aushöhlen der Häuser zu Kulissen eine magische Wirkung auf Filmregisseure gehabt – von Alfred Hitchcock über Roman Polanski bis Wim Wenders ließen sich die Größten ihres Faches immer wieder von diesem kauzigen, amerikanischen Maler und seinen Bildkompositionen inspirieren.

    Worin liegt der eigentümliche Reiz seiner Kunst? Warum sehen seine Menschen nie wie Menschen, sondern immer wie Stereotypen aus? Warum malt er die Häuserfassaden genauer und zärtlicher als die menschlichen Gesichtszüge? Und ist es eigentlich wirklich große Malerei, die Edward Hopper geschaffen hat? Florian Illies und Giovanni di Lorenzo diskutieren diese Fragen sehr lebhaft und kommen zu ganz unterschiedlichen Antworten.

    Der Podcast beleuchtet auch die seltsame Ehe von Edward Hopper und seiner Frau Josephine Nivison, die selbst eigentlich eine vielversprechende Malerin war, aber von Hopper künstlerisch zum Verstummen gebracht und zum weiblichen Modell all seiner Gemälde degradiert wurde.

    Die größte Anziehungskraft von Hoppers zeitlosen Gemälden geht von dem Zwischenzustand aus, in dem er die Menschen einfängt. Lisa Zeitz, die Chefredakteurin der Zeitschrift "Weltkunst", ist als Telefonjokerin zugeschaltet und beschreibt sehr genau, wie Hopper seine Figuren immer in jenem Moment zu erfassen scheint, der nach oder vor einer Aktion liegt, wodurch der Betrachter zum Komplizen einer Ungewissheit wird.

    Im Kunstpodcast "Augen zu" entführen alle 14 Tage Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren kühnsten biografischen Wendungen und ihren wichtigsten Bildern. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.

    Mit Fragen oder Anregungen zum Podcast erreichen Sie die Moderatoren unter augenzu@zeit.de

  • Das abgeschnittene Ohr, das Malen wie im Fieberwahn – denken wir an Vincent van Gogh, dann haben wir sofort einen Maler vor Augen, der besessen um sein Leben zu malen scheint. War das wirklich so? Und warum ist er eigentlich so berühmt? Das fragen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge von "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE.

    Erst war Vincent van Gogh Kunsthändler, dann war er Prediger und erst in der Zeit um 1880 wird er zum Maler. Ihm bleiben kaum zehn Jahre, um sein Gesamtwerk zu schaffen, bevor er 1890 stirbt – mit einer Kugel in der Brust. Diesem tragischen und leidvollen Leben widmet sich "Augen zu" in seiner neuen Folge. Es wird gefragt, aus welchen Verhältnissen Vincent van Gogh gekommen ist, wie sein Werk zu verorten ist zwischen Begriffen wie Impressionismus und Expressionismus, und wie es gekommen ist, dass in seinem Fall die Lebensgeschichte so gut zu einem Leben als Märtyrer taugt. Der Kunsthistoriker Stefan Koldehoff berichtet als Telefonjoker darüber, wie sehr früh durch die Bücher von Julius Meier-Graefe und dann durch den Film von Kirk Douglas die Legende vom gepeinigten, wahnsinnigen Künstler in unser aller Köpfe gedrungen ist – und was das mit der Wirklichkeit zu tun hat.

    In "Augen zu" zeichnen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo den Lebensweg dieses Ausnahmekünstlers nach. Wir folgen ihm von den Niederlanden über Paris bis in den Süden Frankreichs wo er zwischen Zypressen, Nachtcafés und Irrenanstalten 1890 auf tragische Weise aus dem Leben scheidet. Mit dem zweiten Telefonjoker klären wir dann die große Frage, welche psychische Erkrankung diesen großen Künstler eigentlich gepeinigt hat. Claas-Hinrich Lammers, Ärztlicher Direktor der Psychiatrie und Psychotherapie der Hamburger Klinik Nord in Ochsenzoll, analysiert nach den Tagebuchaufzeichnungen und Briefen van Goghs welche klinische Diagnose man dem Künstler wohl heute stellen würde.

    Vor allem aber geht es auch in diesem Podcast wieder um die Kunst – also um die Frage, was die Werke von van Gogh so einzigartig macht, wie es ihm gelungen ist, seinen züngelnden Pinselstrich zu entwickeln, mit dem er in seinen beiden letzten Lebensjahren die Weizenfelder und die Himmel in einen Farbenrausch und Sog verwandelt, in dem er letztlich versunken ist.

  • Wenn man die Kunstgeschichte der Moderne schreibt, dann gehört dort ein eigenes Kapitel der deutschen Künstlerin Paula Modersohn-Becker: Die früh, schon mit 31 im Wochenbett verstorbene Malerin, die zwischen Worpswede und Paris hin- und herpendelte, hat in den Jahren nach 1900 einen radikal neuen Blick auf die eigene Weiblichkeit geworfen. Doch nicht nur der erste weibliche Selbstakt, den sie 1906 schuf, ist das Thema in der neuen Folge von "Augen zu", dem Kunstpodcast von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo.

    Auf anschauliche Weise wird erzählt, wie Paula Becker erst unter der Anleitung und dann schon bald an der Seite des Worpsweder Landschaftsmalers Otto Modersohn sich die einsame Landschaft des deutschen Nordens erschließt, die Moore, die Kanäle, die Birken, die verlorenen Menschen darin. Anders als die klassische Kunstgeschichtsschreibung es deutete, ist Otto Modersohn auch keineswegs der störrische Mann, der dem Kunststreben seiner Frau im Wege steht. Nein, er fördert sie, unterstützt sie, kann – gerade weil er selbst ein herausragender Künstler ist – genau erkennen, warum seine Frau auf ihren Leinwänden im Stillen eine ganz neue malerische Radikalität entwickelt. Es entstehen grobe, kühne, holzschnittartige Menschenbildern, die geschult sind an den großen Vorbildern in Paris, die Paula Modersohn-Becker in der Zeit um 1900 so genau studiert wie kaum ein anderer Künstler ihrer Zeit.

    In "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo von ihren wichtigsten Werken, ihrem kurzen Leben und ihren inneren und äußeren Kämpfen. Wie in jeder Folge machen zwei "Telefonjoker" das Leben der Künstlerin anschaulich: So berichtet Antje Modersohn, die Enkelin Otto Modersohns, nicht nur davon, wie die neu ausgewerteten Tagebücher ihres Großvaters endlich ein vorurteilsfreies Bild seiner Ehe mit Paula Becker ermöglichen – nein, sie berichtet auch von den zahlreichen Besuchen des ehemaligen Bundeskanzlers und ZEIT-Herausgebers Helmut Schmidts in Worpswede. Schmidt reiste jahrzehntelang immer wieder zur Familie Modersohn um vor den Werken Ottos und auch Paulas seine, wie er es sagte, "inneren Kraftquellen" neu aufzuladen. Moritz Rinke, der berühmte deutsche Dramatiker und Schriftsteller, erzählt anschaulich aus seiner eigenen Kindheit und Jugend – denn er ist in jenem legendären Worpswede aufgewachsen und damit hautnah mit dem Erbe von dessen größtem Malerpaar. Natürlich spielt auch dieser besondere Geist von Worpswede eine große Rolle in dieser Folge von "Augen zu", denn parallel zu Paula und Otto Modersohn bildeten sich dort auch die Ehen von Clara Westhoff und dem Dichter Rainer Maria Rilke und von Heinrich und Martha Vogeler. Diese drei Paare schufen in den Jahren nach 1900 in dem verschwiegenen kleinen Ort bei Bremen eine Künstlerkolonie voll Poesie: Gedichte und Gemälde mit Kindern, die an Birken lehnen, und der dunkle Ton der Moore erdet jede Utopie. Paula Modersohn-Beckers Kunst aber ragt aus all dem heraus wie ein kantiger Solitär.


    Zum Abschluss geben Florian Illies und Giovanni di Lorenzo ihren Zuhörerinnen und Zuhörern wie immer praktische Hinweise: In welchen Museen und in welchen Büchern kann man Paula Modersohn-Becker am besten kennenlernen.

    Das Selbstbildnis von Paula Modersohn-Becker finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Paula_Moderson-Becker_-_Selbstbildnis_am_6_Hochzeitstag_-_1906.jpeg

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  • Fast acht Jahrzehnte lang, von 1895 bis 1973, bestimmte Pablo Picasso die Kunst des 20. Jahrhunderts: Warum? Was zeichnet diesen baskischen Franzosen aus, wie gelang es ihm, sich immer wieder künstlerisch zu erneuern und auch von zwei Weltkriegen und unzähligen Avantgarden nicht aus der Spur bringen zu lassen? Das fragen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge ihres Kunst-Podcastes "Augen zu".

    Seine "Blaue Periode" und seine "Rosa Periode" haben Kunstgeschichte geschrieben, sein Gemälde "Demoiselles d'Avignon" hat 1907 den Kubismus begründet und sein Antikriegsbild "Guernica" von 1937 ist zum Symbol des "Age of Extremes", des extremen 20. Jahrhundert geworden. Pablo Picasso hat mit Zehntausenden von Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Keramiken und Skulpturen der Kunstgeschichte seinen Stempel aufgedrückt wie kein Zweiter: In "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo von den wichtigsten Werken seiner Karriere, seinem Leben und seinen Kämpfen. Jede seiner neuen Werkphasen hing unmittelbar mit dem Auftauchen einer neuen Frauengestalt in seinem Leben zusammen. Im Interview als "Telefonjokerin" berichtet Rose-Maria Gropp, Kunstkritikerin der "FAZ" und intime Picasso-Kennerin, wie der Künstler die Musen und Ehefrauen in seinem Leben für seine Kunst "gebraucht" hat - im doppelten Sinne. Sobald sie ihre Schuldigkeit für sein Werk getan hatten und Inspiration für zeitlose Werke von größter Schönheit wurden, wurden sie von der nächsten Frauenfigur abgelöst.

    Thema sind auch die berühmten Tierbilder Picassos: Der Dackel aus einem Strich, die Friedenstaube und der Ziegenschädel, den er aus einem Fahrradlenker formte, alles drei Kunstwerke, die so spielerisch sind wie genial.

    Zum Abschluss des wilden Ritts durch ein spektakuläres Künstlerleben geben Florian Illies und Giovanni di Lorenzo ihren Zuhörerinnen und Zuhörern wie immer praktische Hinweise: In welchen Museen in Spanien, Frankreich und Deutschland lässt sich Picasso am besten erleben, durch welche Bücher am besten verstehen. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.

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  • Caspar David Friedrich revolutionierte die deutsche Malerei der Romantik mit einer neuartigen Natursicht: Er fand in der Dämmerung der Ostsee und an der Elbe um Dresden jene Landschaften, die er zuvor schon vor seinem inneren Auge erträumt hatte. Mit dem "Mönch am Meer", dem "Kreidefelsen auf Rügen" und dem "Wanderer über dem Nebelmeer" erschuf Friedrich einige der wichtigsten Bildmotive der deutschen Malereigeschichte überhaupt. Es sind immer Kompositionen, die von der schicksalhaften Verbindung zwischen Mensch und Natur erzählen und von den Erlösungssehnsüchten des modernen Menschen. So gelingen Friedrich kleine Gemälde voll größter Zeitlosigkeit, die in ihren besten Momenten den Betrachter einen Zipfel des Überirdischen erspüren lassen.

    Wie immer bereichern zwei Telefonjoker das Gespräch zwischen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE: Diesmal sind es Birte Frenssen vom Pommerschen Landesmuseum in Greifswald, die von den Orten der Ostsee erzählt, die Friedrich zu seinen Gemälden inspirierten, und László Földényi, der berühmte ungarische Essayist und Friedrichkenner, der erklärt, warum bei Friedrich die Natur immer in Anführungszeichen gesetzt ist.

    Im Kunstpodcast "Augen zu" entführen alle 14 Tage Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren biografischen Wendungen und ihren wichtigsten Werken. Diesmal erfährt man auch, an welchen drei Orten in Deutschland man Caspar David Friedrich am eindrucksvollsten erleben kann. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.

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  • Caravaggio revolutionierte die religiöse Malerei um 1600: Nicht nur mit seiner Hell-Dunkel-Malerei, die die Figuren scheinbar auf einer verdunkelten Bühne mit Scheinwerferspots beleuchtet. Sondern vor allem auch mit seinem umwerfenden Realismus – die Pilger haben dreckige Füße, die Soldaten stahlharte Muskeln und die Engel so haargenau erfasste Flügel, als könnten sie jeden Moment davonfliegen.

    In "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, wird die Geschichte dieses einzigartigen Künstlers erzählt und die große Frage gestellt: War Caravaggio, dieser Maler zeitloser Madonnen, eigentlich selbst gläubig?

    Wie in jeder Folge werden zwei Telefonjoker dazu befragt: Diesmal Max Hollein, der Direktor des Metropolitan Museums in New York und Sibylle Ebert-Schifferer, die größte deutsche Caravaggio-Expertin. Gemeinsam mit ihnen wird versucht, den vielen Rätseln im Leben und Werk dieses atemraubenden Künstlers auf die Spur zu kommen.

    Im Kunstpodcast "Augen zu" entführen alle 14 Tage Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren biografischen Wendungen und ihren wichtigsten Werken. Man erfährt, an welchem Ort man Caravaggio am eindrucksvollsten erleben kann. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.

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  • Die polnische Malerin hat von 1898 bis 1980 fast das ganze lange 20. Jahrhundert durchlebt, doch im Grunde hat sie nur zehn Jahre lang künstlerische Werke von Weltrang geschaffen: in Paris zwischen 1925 und 1935. Tamara de Lempickas Frauenporträts sind Ikonen der neuen unabhängigen Frau im Übergang von den Zwanziger- zu den Dreißigerjahren. Sie hat für ihre Bildnisse einen neuartigen Stil entwickelt, sie ist die einzige Malerin des Art déco: überlängte Körper in metallischer Glätte und voll höchster Eleganz. Tamara de Lempicka war eine besessene Arbeiterin und eine lebensgierige Frau, ihr Leben in Paris war gefüllt von unzähligen Amouren mit Männern und mit Frauen.

    In der fünften Folge des Kunstpodcasts von ZEIT und ZEIT ONLINE wird die Geschichte dieser besonderen Künstlerin erzählt. Wie in jeder Folge werden zwei Telefonjoker dazu befragt: diesmal mit Marisa de Lempicka, der Urenkelin der Künstlerin, die in Amerika lebt und den Nachlass ihrer Urgroßmutter verwaltet. Und Wolfgang Joop, der früh eine der bedeutendsten Sammlungen Tamara de Lempickas zusammengetragen hat.

    Im Kunstpodcast "Augen zu" entführen alle 14 Tage Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren kühnsten biografischen Wendungen und ihren wichtigsten Bildern. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder. Mit Fragen oder Anregungen zum Podcast erreichen Sie die Moderatoren unter augenzu@zeit.de. Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier.

  • Er ist aus der Geschichte der Bundesrepublik und ihrer Kunst nicht wegzudenken – Joseph Beuys. Er hat mit einer ureigenen Mischung aus Mythologie und politischem Engagement ein ausuferndes Werk voll rätselhafter Bezüge geschaffen, das bis heute nicht wirklich entschlüsselt ist. Auch seine eigene Biografie hat er zu einem künstlerischen Werk umgebaut.

    Zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2021 erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo noch einmal von den großen Werken und Kunstaktionen des Düsseldorfer Ausnahmekünstlers. Sie streiten sich über die Frage, was deutsch an seinem Werk ist, und sie sprechen mit den Telefonjokern Lothar Schirmer über Beuys in den Sechzigerjahren und mit Otto Schily über Beuys Engagement für die neu gegründete Partei der Grünen.

    In "Augen zu", dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, entführen alle 14 Tage Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren biografischen Wendungen, ihren besten Werken, ihren ungewöhnlichsten Ansichten. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder. Mit Fragen oder Anregungen zum Podcast erreichen Sie die Moderatoren unter augenzu@zeit.de

    Weitere Informationen zur Folge:

    Joseph Beuys: Ein deutscher Heiland
    https://www.zeit.de/2021/13/joseph-beuys-kunst-aktivismus-nationalsozialismus-holocaust-werk

    Joseph Beuys: Die Ursache liegt in der Zukunft
    https://www.zeit.de/kultur/kunst/2021-05/joseph-beuys-100-jahre-kunst-politik-gesellschaft-raf-linke

  • Sie ist eine der großen Wiederentdeckungen der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts: Lotte Laserstein. Der jüdischen Künstlerin gelang in den späten Zwanzigerjahren in Berlin der Entwurf eines neuen Frauenbildes – ihre Portraits sind voll Wärme und Genauigkeit, aber auch voll tiefer Melancholie. Sie entzieht den weiblichen Körper dem männlichen Blick - und schafft genau dadurch Bildnisse von zeitloser Schönheit.

    In den Dreißigerjahren gelingt ihr die Emigration nach Schweden, wo sie noch fünf Jahrzehnte in der Vergessenheit als Portraitmalerin arbeitet, bevor sie in den letzten zehn Jahren triumphal wiederentdeckt wurde.

    Lotte Lasersteins besondere Geschichte wird erzählt in Augen zu, dem Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE. Darin entführen Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer alle 14 Tage in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren biografischen Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.

    Weitere Informationen zur Folge:

    Nostalgie: Die Zwanzigerjahre sind da
    https://www.zeit.de/2020/05/nostalgie-zwanzigerjahre-sehnsucht-berlin-kunst

  • Ist die Venus der erste weibliche Akt der Kunstgeschichte? War Florenz das Silicon Valley der Renaissance? Eine Zeitreise ins Atelier von Sandro Botticelli – und ein Versuch, die Welt mit seinen Augen zu sehen.

    "Augen zu" ist der neue Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE. Darin entführen Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer alle 14 Tage in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren biografischen Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten. Sachkundige Telefonjoker bieten jeweils überraschende Einblicke. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.

  • Was hat die Bibel von Andy Warhols Mutter mit seiner Marilyn Monroe zu tun? Was war das letzte Buch, das er las? In der ersten Folge unseres Podcasts "Augen zu" tauchen wir ab in das kunterbunte Universum des Künstlers, der die Popkultur wie kaum ein Zweiter auch den intellektuellen Eliten näherbrachte.

    "Augen zu" ist der neue Kunstpodcast von ZEIT und ZEIT ONLINE. Darin entführen Florian Illies, Kunsthistoriker und Herausgeber der ZEIT, und Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, ihre Zuhörerinnen und Zuhörer alle 14 Tage in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet sich einem Künstler oder einer Künstlerin – ihren biografischen Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten. Und am Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – den Kopf voller Bilder.