Episodes

  • Immer mehr Menschen in der Schweiz engagieren sich in ihrer nächsten Umgebung für mehr Artenvielfalt. Sie brechen Beton auf, gärtnern ohne Gift oder begrünen fachkundig Flachdächer. Die Projekte sind innovativ, mit Herzblut entwickelt und zeigen, dass sich auch im Kleinen viel erreichen lässt.

    Katrin Morina ist Naturgartenfachfrau und wohnt in einer Gross-WG in einem fünfstöckigen Haus mit etwas Umschwung in Bern. Zusammen mit ihren 20 Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern hat sie einen Wettbewerb der Stadt Bern gewonnen und befreit den Aussenbereich ihres Hauses von Teer.
    Marianne Küffner und ihre Tochter wohnen in einer Überbauung in Meisterschwanden. Sie sehen täglich auf das Flachdach des gegenüberliegenden Gebäudes und fragen sich, ob man dieses nicht artenreicher begrünen könnte. Wird sich die Gemeinde überzeugen lassen?
    Edwin Bigger ist Naturgärtner im Sarganserland und versucht schon lange seine Kundinnen und Kunden zu überzeugen, ihre Gärten ein bisschen wilder, biodiverser und vor allem giftfrei zu gestalten. Nun sind seine Vorschläge salonfähig und er berät sogar die Stadt Sargans, die sich zum Ziel gesetzt hat, die biodiversesten Stadt der Schweiz zu werden.
    Aber nicht nur in den Siedlungsgebieten ist Biodiversität wichtig. Die Artenvielfalt ist auch auf dem Land gefährdet. Der WWF prämiert darum besonders gute Magerwiesen. Mit der Kartierung solcher Wiesen will man Samenspenderflächen für Neuansaaten in der Region finden. Denn jahrelang wurde mit industriellem Saatgut überall gleich begrünt, was dazu führte, dass heute viele Wiesen in der Schweiz gleich aussehen. Nur wenn sich auch das ändert, glauben Naturschützerinnen und -schützer, lässt sich der Artenrückgang in der Schweiz aufhalten.
    «DOK»-Autorin Michèle Sauvain begleitet die Biodiversitätsprojekte über ein Jahr und zeigt, was sich im Kleinen und mit wenig Ressourcen erreichen lässt.

  • Ein Wechselbad der Gefühle erleben die Protagonisten der «DOK»-Serie «Schweizer Helden der Lüfte» in der vierten Folge. Rettungen, Triumphe aber auch mögliches Scheitern droht.

    Daniel und Deborah Moser machen sich ernsthafte Gedanken über die Zukunft. Seit Jahren kümmern sie sich im Dschungel von Osttimor um die Ärmsten. Jetzt überlegen sie sich, wo ihr vierjähriger Sohn dereinst zur Schule gehen soll. Auch eine Rückkehr in die Schweiz ist möglich.
    Ballonpilot Stefan Zeberli will die Sonne verschwinden sehen. Über den argentinischen Anden kommt es heute zu einem besonderen Naturschauspiel: eine Sonnenfinsternis. Stefan und sein Team wollen diese in luftiger Höhe von ihrem Heissluftballon aus erleben. Doch alles kommt anders als erwartet.
    Jonas Langenegger hatte seinen Traum vom Schweizermeistertitel in der höchsten Kategorie der Segelkunstflieger schon fast aufgegeben. Doch am Tag der Entscheidung wendet sich das Blatt plötzlich.
    Ausdauer, Hartnäckigkeit und Geduld – neben viel Fachwissen gehören diese drei Tugenden zur Grundvoraussetzung für erfolgreiche Tornadojäger. Nach über 10'000 Kilometer im Auto erlebt der Fribourger Dominic Blaser ein stürmisches Finale.
    Geduld brauchen auch Misha Kruck und Christian Gross von der Okavango Air Rescue, als sie ihr neues Schweizer Flugzeug nach Botswana überführen wollen. Die ägyptischen Behörden bringen das Unterfangen der beiden beinahe zum Scheitern.

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  • Verstorben aber nicht vergessen. Vor drei Jahren ist der wohl bekannteste Bergsteiger der Schweiz, Ueli Steck, erst 40-jährig im Himalaya tödlich verunglückt. Drei enge Freunde reisen nochmals ins Everest-Gebiet, wo er ums Leben kam. Und seine Familie im Emmental muss seinen frühen Tod verarbeiten.

    Ueli Steck sagte über sich selbst: «Ich weiss, wer mich sieht, denkt, der Steck der spinnt.» In Rekordtempo und ohne Seil kletterte er die höchsten Nordwände der Alpen hinauf. Was hat ihn angetrieben, so ans Limit zu gehen? Im neuen «DOK»-Film erzählt seine Familie, wie sie als die Zurückgebliebenen seine risikoreiche Leidenschaft erlebten. Schon als Jugendlicher wusste Ueli Steck: Klettern ist sein Sport. Im Gegensatz zu seinen Brüdern war Eishockey als Mannschaftssport nichts für ihn. Seine Eltern und zwei Brüder beschreiben, wie er mit dem Bekannt-Sein und dem Druck der Öffentlichkeit umging. Und mit der eigenen Angst, es zu weit zu treiben.Ueli Stecks Eltern mussten damals vom Emmental nach Nepal reisen, um ihren toten Sohn zu bestatten. Im Everest-Gebiet, wo Ueli Steck 2017, erst 40-jährig, am Nuptse abgestürzt ist, kreuzen sich nach seinem Tod die Wege von drei engen Freunden.Fotograf Robert Bösch hätte Ueli Steck bei seiner letzter Expedition treffen wollen. Er kam am Tag an, als sein Freund abstürzte. «Im Bergsteigen gibt es nur einen schmalen Grat zwischen Leben und Tod», sagt Bösch. Warum stand für Ueli Steck das Wagen im Vordergrund, im Gegensatz zum Denken der Allgemeinheit, das von Versicherungsmentalität geprägten ist?Helikopterpilot Maurizio Folini gelang als Erstem im Himalaya eine Bergrettung über 7000 Metern. Nach dem Absturz musste er die Leiche seines Freundes bergen. Was hält er von Menschen, die, wie Ueli Steck, am Berg ihr Leben riskieren?Und David Göttler will ohne Sauerstoff auf den Everest. Obwohl er schon viele Freunde in den Bergen verloren hat, sucht er dort weiterhin die Herausforderung: «Wir Bergsteiger sind gut im Verdrängen.»

    Der amerikanische Extremkletterer Alex Honnold, weltbekannt aus dem Kinofilm «Free Solo», hätte nie damit gerechnet, dass Ueli Steck etwas passiert: «Ich halte meine Helden immer für unverletzlich.»«DOK»-Autorin Jacqueline Schwerzmann hat Ueli Steck während seiner ganzen Karriere begleitet und rückt in diesem biographischen Film den Menschen hinter dem bekannten Bergsteiger in den Vordergrund.

  • Apnoetauchen heisst: immer tiefer, immer länger unter der Wasseroberfläche bleiben. Ohne Geräte. Mit nur einem Atemzug. Der Tessiner Freitaucher Igor Liberti schafft 80 Meter.

    Seine Leidenschaft ist faszinierend - und gefährlich. Wasser, Dunkelheit, immenser Druck, Atem, der bis zum Äussersten dosiert und kontrolliert werden muss - das ist die Welt der Apnoe- oder Freitaucher. Igor Liberti hat in dieser Disziplin mehrere Rekorde errungen.

    Der 40-jährige Igor Liberti hat das Gefühl, unter Wasser zu sein, schon immer geliebt. Der Abgrund übt auf ihn seit jeher eine grosse Anziehungskraft aus. Bereits in seiner Kindheit hat er die Tiefen der apulischen Küste erkundet, wo er jedes Jahr die Sommerferien verbrachte. In der Schweiz, wo er lebt und arbeitet, taucht er gerne in Seen und Flüssen. Aber er reist auch zu weit entfernten Orten in die Karibik, wo er seit Jahren mit anderen Freitauch-Champions im tiefsten «blauen Loch» der Welt trainiert. Seit vielen Jahren arbeitet er auch als Unterwasserfotograf, unter anderem für den Weltmeister im Freitauchen William Trubridge.

    Obschon Liberti 2011 und 2012 den Schweizer Rekord im Freitauchen erreicht, wird ihm immer mehr bewusst, dass er keine Meisterschaften machen möchte. Vielleicht auch deshalb, weil ein guter Freund bei dieser Sportart tödlich verunglückte. Trotzdem versucht er, mit seiner Leidenschaft seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

    Im Film «Tauchen am Limit» nimmt Igor Liberti die Zuschauerinnen und Zuschauer mit in wunderbare Wasserwelten.

  • Notfall oder Bagatelle? Nie wissen Misha Kruck und Christian Gross in Botswana, was sie erwartet, wenn ihre Rettungsflugwacht auf eine Safari-Ranch gerufen wird. Eine Fehlentscheidung kann fatale Folgen haben.

    Wenn der Tag im Okavango Delta beginnt und der Schweizer Christian Gross auf sein kleines selbstgeschaffenes Paradies schaut, scheint er mit der Natur eins zu sein. Für seine Lebenspartnerin Misha beginnt der Tag um einiges hektischer. Sie macht sich auf zu einer Ranch, von der ein vermögender Tourist um Hilfe gerufen hat.
    Seit einer Woche fahren die Fribourger Dominic und Sascha durch den mittleren Westen der USA und jagen Gewitterzellen. Nun entwickelt sich ganz in der Nähe die perfekte Ausgangslage für einen Tornado. Jetzt geht es nur noch darum, rechtzeitig am richtigen Ort zu sein.
    Ballonpilot Stefan Zeberli und sein Team sind über den Anden in ein paar heftige Turbulenzen geraten. Die unvorhersehbaren Zugwinde über der argentinischen Hochebene machen dem erfahrenen Piloten zu schaffen.
    Jonas Langenegger ist ein ehrgeiziger Segelkunstflieger. An der Schweizermeisterschaft wagt er den grossen Sprung in die höchste Kategorie «Unlimited». Bis ein Anruf sein grosses Ziel zunichtemacht. Der Organisator teilt ihm mit, dass die Kategorie «Unlimited» in diesem Jahr nicht durchgeführt werden kann. Ein harter Schlag für Jonas.

  • Der neunjährige Paul Fumasoli wächst behütet in einer Familie im Tessin auf. Er trifft sich mit seinen gleichaltrigen Freunden, geht zur Schule und spielt Fussball. Aber es gibt eine Frage, die ihn nicht loslässt: Wo komme ich her?

    Paul wurde als Kleinkind adoptiert. Jetzt möchte er das Dorf in Togo besuchen, aus dem er ursprünglich stammt. Und er möchte seine leiblichen Verwandten kennenlernen. Seine Mutter überwindet alle Schwierigkeiten, um ihm diesen Herzenswunsch zu erfüllen. Schliesslich ist es soweit: Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder reist Paul nach Togo – zu seinen Wurzeln. Er trifft die Verwandten, die von seiner leiblichen Familie noch leben, und er erfährt von der schmerzlichen und berührenden Geschichte seiner Herkunft.

  • Der Teufel steckt im Detail: Nach jahrelanger Vorbereitung droht die Andenüberquerung zu scheitern. Stefan Zeberli, einer der weltbesten Ballonfahrer, kann kurz vor dem Start die Sauerstoffflaschen nicht finden.

    Mit viel Improvisationstalent versucht der Schweizer Ballonpilot Stefan Zeberli, das wohl abenteuerlichste Projekt seines Lebens zu retten. Gemeinsam mit 50 anderen Ballonpiloten aus aller Welt will Stefan auf 7000 Meter Höhe die Anden überqueren. Doch nur wenn er die Sauerstoffversorgung sicherstellen kann, wird er abheben können.
    Auch Sascha und Dominic versuchen sich einen Lebenstraum zu erfüllen. Während drei Wochen gehen sie in den USA auf Tornadojagd. Die beiden lassen die Wetterlage keine Sekunde aus den Augen. Sie rechnen, vergleichen, spekulieren und jagen stundenlang einer Gewitterzelle hinterher.
    Wer dem Segelkunstflieger Jonas Langenegger zuschaut, könnte meinen, der Thurgauer könne den physikalischen Gesetzen trotzen. Elegant und kunstvoll schraubt er sich durch die Lüfte. Doch als er auf den Grossmeister des Segelfliegens trifft, erlebt er eine Enttäuschung. Was für die meisten imposant aussieht, hat für Trainerlegende George Dörder noch viel Luft nach oben.
    Daniel und Deborah Moser leben mit ihrem Sohn Eli im Dschungel Osttimors. Dort betreibt die christliche Hilfsorganisation MAF einen ihrer Missionsstützpunkte. Als Missionspilot hat Daniel auch heute wieder einen heiklen Einsatz vor sich. Ein elfjähriger Bub mit Verdacht auf Denguefieber muss in ein Spital geflogen werden.
    Misha Kruck und Christian Gross geht die Arbeit in Botswana nicht aus. Seit sie die Rettungsflugwacht Okavango Air-Rescue gegründet haben, müssen sie den Betrieb stetig ausbauen. Neben ihrer alltäglichen Arbeit müssen neue Piloten instruiert werden.

  • Der einfache Weg zurück zur Normalität ist für viele, die schwer an Covid-19 erkrankt sind, ein frommer Wunsch. Denn wer wochenlang bewusstlos im Bett gelegen ist, kann nicht einfach wieder dort weitermachen, wo er vor der Infektion aufgehört hat. "Es ist nicht wie bei einer Operation, und nach der Reha ist alles normal", sagt eine der Protagonistinnen des Films: "Nichts ist mehr normal." Dass sie immer noch am Leben ist, kommt ihr vor wie eine Wiedergeburt.

    Ein Team des Tessiner Fernsehens RSI hat zwei Frauen und einen Mann, die schwer an Covid-19 erkrankt waren und zwischen Leben und Tod schwebten, auf ihrem langen Weg zurück ins Leben begleitet. Jetzt müssen sie die einfachsten Verrichtungen wieder lernen, etwa Treppen zu steigen oder ihr Bett zu machen. Die morgendliche Dusche dauert eine Stunde und ist anstrengend wie eine Passfahrt mit dem Velo. Dazu kommen die seelischen Wunden: Weshalb habe ich überlebt und andere nicht?

    Die Autorin und der Autor haben ihre Protagonisten zum Teil schon auf der Intensivstation gefilmt, als diese tage- und wochenlang bewusstlos an eine Maschine angeschlossen waren und nur noch vegetierten. Jetzt haben sie ein berührendes Zeugnis geschaffen von Menschen, die sich auf dem langwierigen Weg zurück in ihr früheres Leben befinden. Von Menschen, die sich hinter den Prozentzahlen von Infektion und Krankheit verstecken.

  • SRF hebt ab. In der neuen «DOK»-Serie «Schweizer Helden der Lüfte» bewegen sich die Protagonistinnen und Protagonisten zwischen Himmel und Erde. Sie fliegen, schweben und retten. Und manchmal stürzen sie sich mitten in die Gefahr.

    Die erste Folge nimmt die Zuschauenden mit in die USA. Der 48-jährige Mathematik- und Physiklehrer Dominic Blaser frönt dort seiner aussergewöhnlichen Leidenschaft: Er jagt einem Tornado hinterher. Zusammen mit seinem besten Freund Sascha reist er nach Texas in die bekannte «Tornado Alley», um das dramatische Naturschauspiel zu dokumentieren und fotografisch festzuhalten. Tausende Kilometer legen die beiden zurück, um den perfekten Sturm zu finden.
    In Botswana lernt «DOK» die Ärztin Misha Kruck und ihren Lebenspartner Christian Gross kennen. Seit acht Jahren leben die beiden im südlichen Afrika und betreiben dort die Okavango Air Rescue. Die Rettungsflugwacht haben sie nach dem Vorbild der Rega gegründet. Schon in der ersten Folge steht ein dramatischer Rettungsflug an. Sie müssen ein Kleinkind notfallmässig nach Durban in ein Spital fliegen.
    Jonas Langenegger kann am Himmel Dinge tun, wie es nur ganz wenige können. Er ist ein Ausnahmetalent. Der Thurgauer ist Segelkunstflieger. Nach seinem letztjährigen Weltmeistertitel will der Luftakrobat dieses Jahr in die höchste Segelkunstflugkategorie «Unlimited» aufsteigen und dabei Schweizermeister werden.
    Deborah und Daniel Moser sind tiefgläubige Menschen. Im Dschungel von Osttimor haben sie sich den Ärmsten verschrieben. Während Deborah sich in einem Heim um Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung kümmert, fliegt Daniel für die christliche Organisation MAF seit vier Jahren Rettungseinsätze.
    Schon als kleiner Junge war es Stefan Zeberlis Traum, heute gehört er zu den Besten der Welt: Er ist leidenschaftlicher Heissluftballonpilot. Die Welt von weit oben zu betrachten und dabei nur vom Wind getragen zu werden, macht das Ballonfahren für Stefan auch nach mehr als 4000 Fahrten immer wieder zu einem atemberaubenden Erlebnis. Jetzt startet er auf eine abenteuerliche Reise in die argentinischen Anden.

  • Keine andere Figur hat die Schweizer Radio- und TV-Szene in den letzten 50 Jahren so geprägt wie Roger Schawinski. Und keiner sorgt konsequenter dafür, dass dies nicht vergessen geht, als er selbst. Doch woher kommt dieses Selbstvertrauen? Und warum eckt Roger Schawinski so oft und so gerne an?

    «Ich habe nie geglaubt, ich sei etwas Besonderes.» Wenn Roger Schawinski das sagt, ist man versucht, zu glauben, er kokettiere. Denn um als durchschnittlich zu gelten, hat er einfach in seinem Leben zu viel gewagt und zu viel gewonnen. «DOK» geht den Ursprüngen von Schawinskis Karriere auf den Grund und lernt dabei einen Menschen kennen, der für das kämpft, woran er glaubt, und der auch mit 74 Jahren noch auf die nächste grosse Euphorie in seinem Leben hofft. «DOK» begleitet Roger Schawinski auf eine Reise an den Ort, an dem alles begann: Den Pizzo Groppera in Norditalien. Dort, wo heute noch die riesige Antenne aus der Anfangszeit von Radio 24 steht. Unterwegs gibt es Zeit, um die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und über die Zukunft nachzudenken. Das Publikum erfährt, wie Roger Schawinski schon früh beschloss, sich nie in seinem Leben klein zu machen, wie er sich in den USA in eine Puerto Ricanerin verliebte, viel zu jung heiratete und sich wieder scheiden liess, wie er eine seiner grossen Lieben in den Tod begleiten musste und wie er darauf hofft, irgendwann in ferner Zukunft selbst mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu sterben.
    Die Ursprünge sind bescheiden: Unterer Mittelstand, kleine Wohnung, kein Geld für Extravaganzen. Doch schon bald löst sich Schawinski aus dem kleinbürgerlichen Milieu im Zürcher Kreis 4: Studium an der Hochschule St. Gallen, Doktor der Volkswirtschaft, Reporter bei der «Rundschau», Erfindung des «Kassensturz», Chefredaktor bei der «Tat». Und dann das Ereignis, das ihn zum Schweizer Medienpionier macht: Die Gründung von Radio 24. Doch dort, wo sich andere schon längst ausgeruht hätten, macht Schawinski weiter: Er gründet TeleZüri und Tele24, wird Chef des deutschen Privatsenders Sat.1, startet mit 63 Jahren noch einmal ein Radio und kehrt schliesslich zurück zum Schweizer Fernsehen. Die grösste Konstante bei all dem: Schawinski polarisiert. Bereitwillig legt er sich mit Behörden, Talkgästen und Berufskolleginnen und -kollegen an. Und nun ist seine Fernsehkarriere zu Ende. «Wir gehen alle unserer Bedeutungslosigkeit entgegen» sagt Roger Schawinski im Film, doch man kann sich nicht vorstellen, dass er sich damit einfach so abfinden wird.

  • Die Skirennfahrerin Dominique Gisin gewann an den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 die Goldmedaille in der Abfahrt. 2015 zog sie sich aus dem Rennsport zurück. Spätestens da zeigte sich: Dominique Gisins Talente beschränken sich bei Weitem nicht nur aufs Skifahren.

    Die Sportkarriere der Skirennfahrerin Dominque Gisin war geprägt von Rückschlägen und Verletzungen – neunmal musste sie sich am Knie operieren lassen. Doch sie gab nie auf und gewann 2014 in Sotschi die Goldmedaille in der Abfahrt. Nachdem sie sich 2015 aus dem Skirennsport zurückzog, absolvierte Dominique Gisin ein Physikstudium an der ETH in Zürich. Ausserdem ist sie Pilotin und Botschafterin für das Schweizerische Rote Kreuz in Togo.

    Der Dokumentarfilm des RSI begleitet Dominique Gisin an Orte, die ihr Leben geprägt haben: unter anderem zur Stiftschule Engelberg, wo sie als Gymnasiastin ihre Passion für Physik entdeckte. Sie fliegt am Steuer eines Privatflugzeugs mit Michela Figini nach Sarajevo, wo die beiden Frauen Schlüsselmomente ihrer Skikarrieren erlebten, und nach Lake Louis, Kanada, wo sie als Coach ihre Schwester Michelle beim Training unterstützte.

    Die Filmemacher zeigen eine Persönlichkeit, die neugierig und zuversichtlich immer wieder etwas Neues im Leben anpackt und immer nur das Beste geben will – ein Leben zwischen Ehrgeiz und Leidenschaft.

  • Am 16. März ruft der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» aus: Restaurants und Geschäfte müssen schliessen, die Armee wird mobilisiert, Spitäler rüsten mit Intensivstationen auf. Der «DOK»-Film zeigt, wie Menschen in der Schweiz in den verschiedensten Situationen mit dem Ausnahmezustand umgehen.

    Der ausserordentliche Entscheid des Bundesrates vom 16. März bringt das öffentliche Leben praktisch zum Stillstand. Schulen versuchen seither, den Unterricht digital zu organisieren; Unternehmen verordnen Kurzarbeit oder stehen vor grossen finanziellen Problemen. Die Spitäler rüsten auf wie noch nie und machen sich auf das Schlimmste gefasst. Aber wo Not ist, ist auch Solidarität. Das «DOK»-Team begleitet seit dem Abend des 16. März eine ganze Reihe von Betroffenen. Entstanden ist eine Chronologie der Schweiz im Ausnahmezustand.

    Fassungslosigkeit greift um sich, als Restaurantbesitzerinnen und -besitzer und viele mehr ihre Geschäfte schliessen müssen. Coiffeuse Stefanie Schaub, Inhaberin von Coiffeur Haarscharf in Amriswil, bleibt zwar zuversichtlich, fragt sich aber, wie sie die laufenden Rechnungen bezahlen soll und ob sie Unterstützung erhält. Je länger es dauert, desto schwieriger wird es für sie, da sie nichts tun kann, ausser abwarten. Ganz im Gegensatz dazu Michael Mettler, Chef des Reisebüros Helbling Reisen in Gossau. Er und seine Mitarbeitenden sind praktisch rund um die Uhr damit beschäftigt, verzweifelte Kundinnen und Kunden in die Schweiz zurückzuholen. Gleichzeitig werden die Finanzen knapp, weil Swiss die stornierten Tickets nicht sofort zurückbezahlen will.

    Zwar produziert CEO Adrian Steiner mit seinen rund 400 Angestellten im luzernischen Weggis weiter wie bisher. Die Frage, die sich ihm aber stellt, ist: Wie lange noch? Zuerst kämpft der Kaffeemaschinenhersteller Thermoplan um seine Lieferkette, dann muss er plötzlich befürchten, dass ein Teil seiner Belegschaft an Covid-19 erkrankt sein könnte. «DOK» erlebt mit, was es heisst, in unsicheren Zeiten Verantwortung zu tragen und Entscheidungen zu treffen.

    Plötzlich werden von der Schliessung bedrohte Spitäler wieder benötigt, sie rüsten auf und wappnen sich für den Kampf gegen Corona. Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal trösten Corona-Patientinnen und -Patienten in der Isolation und begleiten jene, die hoch gefährdet sind, enorme Ängste ausstehen und doch keinen Besuch von ihren Angehörigen erhalten dürfen.

    «DOK» begleitet das Spitalbatallion 66 von der Mobilmachung bis zum praktischen Einsatz im Spital und zeigt, wie die Schliessung der Schulen zahlreiche Familien in echte Bedrängnis bringt: Wie geht Homeoffice und Kinderbetreuung gleichzeitig? Computer fehlen, nicht alle Lehrerinnen und Lehrer sind entsprechend ausgebildet, einzelne Schülerinnen und Schüler sind überfordert. Vielerorts sind Improvisation und neue Ideen gefragt.

    Und: Wie immer in schwierigen Zeiten zeigt sich auch viel Solidarität. So übernimmt eine Gruppe junger Studierenden zum Beispiel die Einkäufe für viele Seniorinnen und Senioren.

    Dieser «DOK»-Film zeigt, wie Menschen in der Schweiz in den unterschiedlichsten Situationen mit dem Ausnahmezustand umgehen.

  • Der kleine Ahmad leidet an einer Fehlbildung des Rückenmarks. In der Hoffnung auf ein besseres Leben und medizinische Betreuung flüchtete seine Familie vor dem Krieg in Syrien.

    Auf der Flucht musste sich die Familie trennen. Die Mutter blieb mit zwei Kindern im Irak zurück. Der Vater reiste mit seinen zwei Söhnen durch die Türkei über Deutschland in die Schweiz. Über Jahre blieb die Familie getrennt.
    Nach einer geglückten Integration im Tessin wurden die drei jedoch nach Deutschland ausgewiesen. Denn nach dem Dublin Abkommen werden Asylsuchende dort platziert, wo ihre Fingerabrücke als erstes abgenommen wurden.
    Engagierte Mütter aus dem Tessin unterstützen die drei auch an ihrem neuen Ort in Deutschland. Sie kämpften dafür, dass Ahmad endlich eine Antwort bekommt auf die Frage, die er jeden Tag stellt: «Wann kommt endlich Mama?»