Episodes

  • Mit dem früheren Berufspolitiker Kevin Kühnert schaut Yasmine M'Barek
    auf seine Karriere zurück. Und sie diskutieren, ob unser politisches
    System reformiert werden kann.

    Klima, Migration, Pandemien und autokratische Herrscher, die die
    internationale Ordnung infrage stellen. Sind die westlichen Demokratien
    wie Deutschland noch dafür gewappnet, den globalen Herausforderungen der
    Gegenwart zu begegnen? Kevin Kühnert ist skeptisch, dass Politiker, die
    alle vier Jahre für ihr innenpolitisches Programm geradestehen müssen,
    das leisten können. 

    "Ich glaube, es ist vielleicht auch der Punkt verpasst worden, dass das
    mal jemand gegenüber der Bevölkerung so feststellt", sagt er. "Ich habe
    ein bisschen die Befürchtung, dass ich Teil einer Generation gewesen
    bin, die Politik in vergleichsweise gemütlichen Zeiten gelernt hat und
    die heute Politik cosplayt zum Teil."

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  • In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht die Schauspielerin,
    Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann über ihren Lebensweg und die
    Dinge, die sie im Alter gelernt hat.

    Außerdem spricht Kroymann über ihre politische Verantwortung: Sie
    verspüre zwar einen Druck, sich zu allem zu äußern, doch für sie liege
    die Authentizität darin, auch mal zuzugeben, etwas nicht zu wissen.

    Bei "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei
    Wochen mit Spitzenpolitikern und Personen des öffentlichen Lebens über
    Themen, die in Nachrichtensendungen zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder
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  • In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht der Grüne Parteivorsitzende
    Felix Banaszak über die Fehler der progressiven Parteien,
    Politikmüdigkeit und fordert eine neue Gerechtigkeitsdebatte. 

    In der Debatte um die Grundsicherung seien die falschen Signale gesendet
    worden. Am Ende gehe es da nicht um die Frage, ob man zehn Euro mehr
    oder weniger habe, "sondern ob man eigentlich vom Staat das Signal
    bekommt, du bist hier Bittsteller, du hast dich unterzuordnen, du bist
    defizitär, und wir müssen dich jetzt mal disziplinieren und
    reglementieren".

    Daneben bezeichnet er die Gleichsetzung von Langzeitarbeitslosen und
    nach langer Arbeitstätigkeit arbeitslos Gewordenen durch Hartz IV als
    zentrale Ausgrenzungserfahrung. "Dieses Ungerechtigkeitsempfinden hat ja
    dazu geführt, dass die Sozialdemokratie so in Verruf geraten ist."

    Dabei sei auch der Begriff "der Mitte" ein Problem. Darunter solle nicht
    der Durchschnitt aller politischen Positionen fallen, sondern "working
    class people", die "die Mehrheit der Lebensrealitäten in diesem Land"
    seien. 

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  • In der neuen Folge Ehrlich Jetzt? spricht der SPD-Generalsekretär über
    das Prinzip von Leistung und schaut kritisch auf den Umgang seiner
    Partei mit der Bürgergelddebatte. 

    Leistungsgerechtigkeit hänge vor allem von Verteilungsgerechtigkeit ab,
    sagt Klüssendorf. Jene, die das Glück hätten, in wohlhabende Familien
    reingeboren zu werden, "die müssen verhältnismäßig weniger tun dafür, um
    diesen Wohlstand auch zu behalten". Das habe für ihn "ein Ausmaß
    angenommen, was aus meiner Sicht demokratiegefährdend ist, weil das eine
    gewisse Ohnmacht zeigt". 

    Das zeige sich auch in der Grundsicherungsdebatte, auf die seine Partei
    sich eingelassen habe: "Das müssen wir uns auch selbst kritisch
    ankreiden lassen, dass mit der Einführung des Bürgergeldes uns die
    Deutungshoheit komplett abhandengekommen ist". Dabei halte Klüssendorf
    die Absicht für richtig. Jedoch habe man Anpassungen vornehmen müssen,
    die nicht "unsere Idee waren, aber die in der Koalition vereinbart
    worden sind". 

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  • Söder oder Haftbefehl? Bundestag oder Hogwarts? Willy-Brandt-Haus oder
    KitKatClub? Pop oder Politik? Beim ersten Podcast-Club der ZEIT sind die
    Politikjournalistin Yasmine M'Barek und der Feuilletonredakteur Lars
    Weisbrod aufeinandergetroffen. In dieser Sonderfolge von "Ehrlich
    jetzt?", live aufgenommen am 1. November 2025 in Berlin, quälen die
    Moderatorin von "Ehrlich jetzt?" und der Co-Host von "Die sogenannte
    Gegenwart" einander mit knallharten Entscheidungsfragen. 

    Einen Videomitschnitt des Auftritts finden Sie unter:
    www.zeit.de/podcastclub.

     

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  • In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" begrüßt ZEIT-Redakteurin Yasmine
    M'Barek zum zweiten Mal den nun ehemaligen Bundestagsabgeordneten
    Johannes Vogel. Aktuell amtiert er als Mitglied des Parteivorstandes der
    FDP.

    Nach einer politischen Pause und einer Wanderung entlang des Jakobswegs
    macht Vogel nicht nur den Geist der Ära Merkel für das Ampel-Aus
    verantwortlich. Das Versprechen eines neuen Politikstils sei
    gescheitert. Es habe auch an der Konstellation der Parteien gelegen, die
    der Lage nicht angemessen gewesen sei. 

    Die angebliche Zeit der multiplen Krisen halte er für ein schwaches
    Argument und verweist auf die politischen Zustände des letzten
    Jahrhunderts. Deutschland habe das "Nichthandeln" eingeholt,
    insbesondere im Umgang mit Putin und dem andauernden Angriffskrieg.
    Dadurch würden stets neue Probleme entstehen, etwa die Vernachlässigung
    der Bundeswehr.

    Außerdem spricht er über Kritik an Christian Lindner, benennt die Fehler
    der Liberalen und schlussfolgert: "Ganz sicher ist es ein schwerer
    Fehler, wenn die FDP und eine liberale Partei ganz generell sich
    reinziehen lässt in: Es gibt nur links und rechts."

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  • Die SPD-Politikerin und ehemalige Bundesfamilien- sowie Frauenministerin
    spricht über die Wirkungsmacht von Frauen in Machtpositionen und
    erklärt, weshalb sie für die Quote ist.

    Auch in der Frage nach gutem Personal sei sie für Gleichstellung, werde
    immer wieder gefragt, ob es denn überhaupt gute Frauen gäbe: "Also ich
    frag mich manchmal, wer hat eigentlich gefragt, ob man genug gute Männer
    findet, oder ob die Männer, die man da findet, eigentlich wirklich so
    top sind, oder ob sie nicht nur einfach besser posen konnten?"

    Dabei sei Macht und das Bewusstsein darüber ein wichtiger Faktor, weil
    man Macht brauche, um Dinge tun zu können. "Wenn ich wirklich was
    verändern will und gestalten, brauche ich die Möglichkeit dazu." Dazu
    benötige es auch Unterstützung unter Frauen, bis man dann sagen
    könne, "ich gehe jetzt den Weg, ich traue mir das zu und ich frage mich
    nicht, ob ich gut genug dafür bin".

    Bei Ehrlich jetzt? spricht DIE-ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
    zwei Wochen mit Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern über Themen,
    die in Nachrichtensendungen zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder
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    Ehrlich jetzt? ist in der Sommerpause und ab dem 9. September zurück. 

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  • Die Grünen-Fraktionschefin spricht über die Folgen der Klimakrise. Sie
    macht sich Sorgen, dass das Thema in der Gesellschaft an Bedeutung
    verliert. Zwar werde ihre Partei weiterhin mit dem Klimaschutz
    verbunden, doch sie sagt: "Wir brauchen dieses Thema im Mainstream. Da
    war es einmal, da muss es auch wieder hin zurück."

    In ihrer Einschätzung der Ampelkoalition zeigt sich Dröge bemüht,
    versöhnlich zu klingen: "Angesichts der Realität und der Geschwindigkeit
    der Klimakrise hätte es wahrscheinlich auch noch mehr sein
    müssen." Trotzdem zieht sie ein positives Fazit, ihre Partei habe "hart
    gekämpft", und deswegen sei sie trotzdem glücklich aus diesen Jahren
    rausgegangen. Sie habe gewusst, alles getan zu haben, was sie tun
    konnte. 

    Außerdem geht Dröge auf die Kritik ein, ihre Partei sei immer
    bürgerlicher geworden: "Das fand ich immer richtig, weil für das Thema
    wäre es besser, uns würden 20 oder 25 Prozent wählen als 12 bis 15."
    Dröge betont: "Eigentlich wollen wir ja mehr."

    Bei Ehrlich jetzt? spricht DIE-ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
    zwei Wochen mit Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern über Themen,
    die in Nachrichtensendungen zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder
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  • Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident adressiert die grassierende
    Einsamkeit und beschreibt, vor welche Herausforderungen sie die Politik
    stellt. Eine davon sei Machtlosigkeit: Als Politiker könne er "kein
    Gesetz machen, keinen Erlass, keine Verordnung, die an der Einsamkeit
    eines Menschen etwas ändert". Trotzdem seien politische Maßnahmen im
    öffentlichen Raum wichtig. "Aber man sollte als Politiker nie so tun,
    als könne man so tief in das individuelle Leben von Menschen positiv
    einwirken, auch wenn man es gerne wollte, um zu helfen".

    Die Einsamkeit habe auch schwere politische Folgen, etwa
    Radikalisierung. Durch die Allgegenwärtigkeit von sozialen Medien habe
    man zwar das Gefühl, mit anderen zusammenzukommen, könne aber das Gefühl
    der Einsamkeit nicht überwinden. Zudem polarisiere der Austausch im
    Internet: "Wofür bekommt man Likes? Ja, für relativ edgy Sachen, für
    radikale Geschichten gibt es Likes". 

    Einsamkeit sei auch nicht nur ein Problem von Menschen, die allein sind.
    "Du kannst auch in einer Bindung, in einer festen Beziehung einsam sein,
    weil die Beziehung gerade vielleicht einfach nicht so läuft, dass du
    über die Probleme reden willst", sagt Wüst. 

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  • In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" plädiert die Parteichefin der Linken
    fürs Zuhören. Auch erklärt sie, wie die Abspaltung der Wagenknechtpartei
    für mehr Ordnung innerhalb der Linken sorgt. 

    Ihr persönlicher Bezug zu Ostdeutschland veranlasse sie erst recht dazu,
    mit Menschen dort ins Gespräch zu kommen. Man könne "die Leute nicht
    alleine lassen", sagt Schwerdtner im Podcast. Dieses Gefühl entstehe
    auch, weil es mittlerweile mehr Pflegeheime als Fabriken gebe. "Ich
    gucke da einfach anders drauf und sehe so starke Narben, die sich seit
    Jahrzehnten eingebrannt haben bei ganz vielen Leuten." Sie habe das
    Gefühl, es gehe auch darum, eine Perspektive zu bieten, anstatt alles zu
    "bejammern". 

    Im Wahlkampf um das Direktmandat gegen Beatrix von Storch habe
    Schwerdtner an über 68.000 Türen geklingelt. Besonders in den
    Hochhäusern würden sich die Bewohner über Migration beklagen, sie fühlen
    sich Geflüchteten in den benachbarten Heimen gegenüber benachteiligt. Da
    müsse man die eigentlichen Probleme aufzeigen, wie Mietpreise, die
    Verfügbarkeit von Ärzten oder bessere Verkehrsanbindung, so
    Schwerdtner. 

    In "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
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  • Der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wünscht sich
    mehr Deutschlandflaggen auf Demos gegen Rechts. Schwarz-Rot-Gold sei das
    Symbol des Grundgesetzes und solle daher nicht den Rechtsnationalisten
    überlassen werden. Man dürfe bestimmte Begriffe nicht Extremisten und
    den politischen Rändern überlassen, sondern müsse die Begriffe selbst
    prägen. Heimat, sagt Ziemiak, sei ein wunderbarer Begriff.

    Außerdem würde Heimatverbundenheit Extremisten schwächen. "Dort, wo
    Extremisten besonders schwach sind, wo wir eine starke
    Heimatverbundenheit haben, wo Menschen sich ehrenamtlich engagieren,
    spiegelt sich das wider." Das sei unterstützenswert. Außerdem sei
    Sprache der Schlüssel für ein gutes Miteinander. Er selbst spricht über
    sein Aufwachsen und seine polnische Herkunft und das Gefühl, seine
    Eltern stolz machen zu müssen.

    Bei "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek
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  • Grüne-Jugend-Chefin Jette Neitzel sagt: "Es gibt noch genug Menschen,
    die Menschlichkeit zurückbringen wollen." Die Vorsitzende der Grünen
    Jugend fordert einen sozialeren Umgang mit Geflüchteten, sie betont,
    dass viele Menschen ihre Heimat nicht freiwillig verlassen würden. Wer
    "in umkämpften Gebieten" lebe, müsse ein Recht auf Sicherheit haben –
    etwa in Gaza. Als positives Beispiel nennt sie sichere Fluchtwege aus
    Afghanistan, die unter der Ampelregierung geschaffen wurden.

    Im Podcast spricht sie darüber, dass sich die Politik der Ampelkoalition
    nicht immer als vorteilhaft für junge Menschen erwiesen hat.
    Gleichzeitig plädiert sie dafür, dass Deutschland mehr internationale
    Verantwortung übernehmen müsse – besonders jetzt, da "die USA sich aus
    vielem zurückziehen".

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  • Für Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, ist klar:
    Die Demokratie steht unter Druck – von innen wie von außen. Im Podcast
    "Ehrlich jetzt?" plädiert der CDU-Politiker deshalb für weniger Streit.
    Das sei aus seiner Sicht der langfristig erfolgreichste Weg, rechte
    Parteien kleinzuhalten.

    Politische Uneinigkeit solle am besten nicht gezeigt werden. "Ich
    glaube, wir müssen das möglichst auf null runterfahren. Denn wir müssen
    es Medien möglichst schwer machen, es als Streit zu bezeichnen."
    Koalitionen und ihre Gesetze mache aus, dass sie abwechselnd die
    Handschriften beider Parteien tragen würden. Die schwarz-rote Koalition
    müsse daher unterschiedliche Positionen gemeinsam tragen.

    Günther sagt, der entscheidende Schlüssel sei, "dass Streit in der
    Demokratie um die besten Ideen auch zwischen Regierung und Opposition
    stattfindet". Dissonanzen in einer Regierung würden die Leute "erheblich
    verunsichern".

    In "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
    zwei Wochen mit einem Spitzenpolitiker oder einer Spitzenpolitikerin.
    Die Gäste erhalten die Möglichkeit, ihre Herzensanliegen zu erläutern
    und über Themen zu diskutieren, die in Nachrichtensendungen und
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  • Jan van Aken, Parteichef der Linken, kritisiert, dass sich Politik und
    Milliardäre "gegenseitig Geld und Macht zuschieben". Seiner Meinung nach
    könnten Parteien wie die Grünen und die SPD deutlich besser abschneiden,
    wenn sie das Thema Vermögenssteuer stärker in den Fokus rücken würden.
    "In Umfragen sind über 75 Prozent der Menschen in Deutschland dafür",
    betont er.

    Doch was ist mit dem Argument, dass viele Milliardäre gar nicht an ihr
    Vermögen herankommen, weil es in Unternehmen steckt? Van Aken bleibt
    dabei: "Sie machen über zehn Prozent Gewinn – und genau dieser Gewinn
    kann besteuert werden. Dafür muss niemand sein Privatvermögen oder
    Firmengelder antasten." Er erinnert außerdem daran, dass es eine
    Vermögenssteuer in Deutschland schon einmal gab – unter Kanzler Helmut
    Kohl.

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  • In der neuen Folge "Ehrlich Jetzt?" spricht der Vorsitzende der
    Jungsozialisten, Philipp Türmer, über die Wohnkrise und definiert diese
    als eines der größten Probleme für junge Menschen.

    Die Schuldenbremse sei nicht der einzige Handlungsweg für mehr
    Wohnungsbau gewesen. "Man hätte tatsächlich auch mit einem anderen
    Instrument arbeiten können. Und zwar die Bundesimmobilienanstalt, die
    beim Finanzministerium angesiedelt ist, mit einer eigenen
    Kreditermächtigung ausstatten – sodass die eben Kredite aufnehmen kann,
    um zu bauen."

    Wieso man das in den Koalitionsverhandlungen nicht vom Finanzministerium
    ausgelagert habe? "Also hartnäckiger gegenüber der FDP sein – das könnte
    man ja quasi zum allgemeinen Motto dieser Koalition rückblickend
    erklären", sagt Türmer. Die Bilanz der eigenen Partei sei auch nicht
    ausreichend: "Wir hätten es trotzdem irgendwie schaffen müssen." Weitere
    Lösungsansätze sieht er im sozialen Wohnungsausbau und bei der
    Mietpreisbremse.

    Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
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  • In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht die
    SPD-Bundestagsabgeordnete und erste parlamentarische Geschäftsführerin
    Katja Mast über den fortschreitenden Rechtsruck und die
    Migrationsdebatte.
    Sie empfindet politische Vorhaben wie das Gemeinsame Europäische
    Asylsystem als richtig. Die Angriffe von Solingen und Aschaffenburg
    wertet Mast als Beleg dafür, dass das Dublin-Abkommen in seiner
    bisherigen Form nicht mehr funktioniert. Und deshalb sei es gut, dass
    die EU Geas beschlossen hat.

    Auf die Frage, weshalb sich vor allem junge Wählerinnen und Wähler von
    den etablierten Parteien abwenden, antwortet Mast: "Generell nimmt die
    Wählerbindung ab. Ich glaube nicht, dass die jungen Leute von sich aus
    rechts sind." Aber die AfD sei in den sozialen Medien stark und würde
    Themen der Jüngeren wie Sicherheit aufgreifen. In ihrer Partei müsse das
    ebenfalls passieren. Außerdem plädiert sie für ein respektvolleres
    Miteinander. Zu sagen: "Das ist ein Argument, da denke ich mal drüber
    nach – das ist ja verloren gegangen." Man müsse den anderen in seiner
    Haltung wieder wahrnehmen.

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  • (mailto:[email protected])In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?"
    plädiert der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Teutrine für ein positiveres
    Verständnis von Vermögen. Er wünscht sich mehr Millionäre für
    Deutschland und fordert eine ausgeprägte Finanzbildung in Schulen.

    Dafür müssten auch jene entlastet werden, die sechsstellige
    Bruttoeinkommen verdienen. Er wolle auch "Spitzenverdiener in
    Anführungszeichen, die den Spitzensteuersatz heute zahlen, entlasten,
    weil die haben auch Probleme, Vermögen zum Teil zu bilden".

    Außerdem widerspricht er dem Vorschlag des Juso-Vorsitzenden Philipp
    Türmer, Milliardäre abzuschaffen und kritisiert den Vorschlag von
    Vizekanzler Robert Habeck, Sozialabgaben auf Kapitalerträge zu zahlen.
    Es würde dabei behauptet werden, dass man auf die Superreichen ziele.
    Man treffe jedoch die Mitte der Gesellschaft, so Teutrine. Die Forderung
    einiger Millionäre, sie höher zu besteuern, beim letzten
    Wirtschaftsforum in Davos lehnt er ab und schlägt vor, das Geld direkt
    an die Bundesregierung zu spenden.

    Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
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    für die in Nachrichtensendungen und Talkshows kein Platz bleibt. Fragen,
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  • Das Herzensthema von Johannes Winkel ist die Verteidigungspolitik. Der
    Vorsitzende der Jungen Union wirft der Bundesregierung vor, in der Frage
    der Taurus-Lieferung an die Ukraine versagt zu haben. Er erkennt aber
    an, dass auch die eigene Partei in dieser Frage gespalten ist. "Nehmen
    wir mal an, die Hälfte der Menschen in Deutschland ist für eine starke
    Unterstützung der Ukraine, dann würde ich sagen, lasst uns doch als CDU
    auf diese 50 Prozent konzentrieren."

    Die Wehrpflicht sei für ihn ein realpolitisches Anliegen: "Wir sind in
    Deutschland so schlecht aufgestellt in der verteidigungspolitischen
    Infrastruktur, dass wir eben jetzt anfangen müssen." Er verstehe die
    Sorge der Bürger um die Freiheit ihrer Kinder, aber "der viel größere
    Eingriff in das Freiheitsrecht von uns allen ist, wenn wir dauerhaft in
    einem Staat leben, der sich schlicht und ergreifend nicht verteidigen
    kann."

    Ob Appeasementpolitik nicht eine attraktivere Option sei, gerade bei dem
    Erfolg der prorussischen Argumente der AfD? Das sei "sozusagen die
    Definition von Populismus, also auf den ganz intuitiven Instinkt der
    Leute zu appellieren", so Winkel.

    Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
    Ehrlich jetzt? einen Spitzenpolitiker oder eine Spitzenpolitikerin. Sie
    können sich zu ihrem Herzensthema erklären und über Fragen diskutieren,
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  • In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht der grüne
    Wirtschaftsminister Robert Habeck über gesellschaftlichen Zusammenhalt
    durch das Ehrenamt und erklärt seine Enttäuschung nach dem Ampel-Aus.
    Habeck beantwortet die Frage, ob der Sozialstaat nicht versagt habe,
    wenn sich über 29 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich
    engagieren.

    Mittlerweile beklagen immer mehr Ehrenamtliche ihre Auslastung. Das sei
    auch ein politisches Problem: "Eine Gesellschaft, wo die öffentliche
    Daseinsvorsorge in Misskredit steht, wo man knappe Wohnungsmärkte hat
    und man das Gefühl hat, man wird permanent übergangen, ist mit großer
    Sicherheit noch anfälliger für Ausbeutung von Populisten." Dabei sei
    Finanzierung nicht alles, auch nicht, um den Rechtsruck aufzuhalten,
    sagt Habeck. "Da hilft sicherlich Finanzausstattung, aber auch Orte, wo
    mit viel öffentlichem Geld irgendwelche Kulturtreffs erhalten wurden,
    haben hohe AfD-Wahlanteile."

    Engagierte Menschen seien trotz Kritik wichtig, sagt der Vizekanzler
    weiter. "Wenn die Leute wirklich intrinsisch motiviert sind, dann wird
    die Arbeit immer mehr, je mehr sie sich einarbeiten." Für ihn sei
    Ehrenamt auch keine Sache, die sich abarbeiten lasse, sie sei
    essenziell. "Wenn man dann nach Hause geht, wenn alles fertig ist, dann
    geht man eigentlich nie nach Hause. Ehrlicherweise gehört Politik auch
    dazu."

    Außerdem adressiert der Vizekanzler seine Gefühle nach dem geplanten
    Ampelbruch der FDP. Er sei überrascht davon gewesen, dass die FDP einen
    Plan hatte, um die Ampel zu verlassen, denn er "habe ihnen geglaubt,
    dass sie mit sich gehadert haben".

    Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
    "Ehrlich jetzt?" einen Spitzenpolitiker oder eine Spitzenpolitikerin.
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