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  • 20.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:10:10 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Polizei leitet Ermittlungen gegen Weinstein wegen Vergewaltigung ein: Die Polizei von Los Angeles hat Ermittlungen gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein eingeleitet. Hintergrund sind die Misshandlungsvorwürfe gegen den Hollywood-Mogul. Die Polizei habe ein mutmaßliches Opfer einer Vergewaltigung befragt, an der Weinstein im Februar 2013 in einem Hotel in Beverly Hills beteiligt gewesen sein soll, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der Name des Opfers wurde nicht genannt. Mehreren Medienberichten zufolge soll es sich um eine italienische Schauspielerin handeln. Weinstein soll über drei Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt haben. Rund 40 Frauen haben sich mit entsprechenden Vorwürfen gemeldet. Mindestens fünf Frauen werfen Weinstein vor, er habe sie vergewaltigt. Auch in Großbritannien wurden bereits Ermittlungen wegen der Vorwürfe eingeleitet. US-Senat stimmt Etatentwurf zu: Der US-Senat hat den Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 gebilligt und zugleich den Weg frei gemacht für die geplante Steuerreform von Präsident Donald Trump. Es gab 51 Ja- und 49 Nein-Stimmen. Beschlossen wurde auch, dass spätere Haushaltsgesetze im Senat mit einer einfachen Mehrheit angenommen werden können. Damit können die Republikaner auch ohne Mithilfe der oppositionellen Demokraten die Pläne ihres Präsidenten durch den Senat bringen. Der Entwurf muss noch mit dem abweichenden Gegenstück des Repräsentantenhauses in Einklang gebracht werden. Nach dem Debakel mit der Gesundheitsreform hat die Verabschiedung der Steuerreform vor Jahresende für die Republikaner im Kongress höchste Priorität. Vorgesehen sind Steuersenkungen im Umfang von 1,5 Billionen Dollar. Geplant ist unter anderem eine drastische Senkung der Unternehmenssteuern sowie eine Reduzierung des Spitzensatzes der Einkommensteuer. EU will Beitrittshilfen für die Türkei kürzen: Die EU will die Beitrittshilfen für die Türkei reduzieren. Man habe die Kommission beauftragt, dazu einen Vorschlag zu machen, sagte der österreichische Bundeskanzler Christian Kern beim EU-Gipfel in Brüssel. Mit den Beitrittshilfen habe man die Türkei näher an die rechtsstaatlichen Standards Europas heranführen wollen. Dies sei eindeutig "nicht gelungen". Die finanzielle Unterstützung der Türkei sorgt seit Monaten für Diskussionen. Grund ist vor allem die andauernde Inhaftierung von Journalisten und Menschenrechtlern. Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 waren Ankara rund 4,45 Milliarden Euro zugesagt worden, 368 Millionen Euro davon sind vertraglich gebunden. Jamaika: Generalsekretäre einigen sich auf zwölf Verhandlungsblöcke: Mehr als 50 Vertreter von CDU, CSU, FDP und Grünen treffen sich an diesem Freitag in Berlin erstmals zu einer offiziellen Sondierung über die Bildung einer sogenannten Jamaika-Koalition. Die Generalsekretäre der Parteien hatten sich zuvor auf zwölf zentrale Themenblöcke geeinigt. An erster Stelle stehen dabei nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Themen Finanzen, Haushalt und Steuern. Anschließend soll es um Europa gehen. Akhanli bei Rückkkehr nach Deutschland bedroht: Zwei Monate nach seiner vorübergehenden Festnahme in Spanien ist der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli bei seiner Rückkehr nach Deutschland von einem mutmaßlichen Erdogan-Anhänger beschimpft und bedroht worden. Der 60-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln wurde als "Landesverräter" bezeichnet und ihm wurde mitgeteilt, dass er in Deutschland nicht sicher sei. Zuvor hatte der spanische Nationalgerichtshof sämtliche gegen Akhanli verhängten Auflagen aufgehoben und seinen Reisepass freigegeben. Der Schriftsteller, der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, war am 19. August aufgrund eines über Interpol weitergeleiteten türkischen Haftbefehls in Spanien festgenommen worden. Er kam kurz darauf wieder frei, durfte das Land aber nicht verlassen. UNICEF: Lage für Flüchtlingskinder aus Myanmar ist kritisch: Die Vereinten Nationen haben zu schneller und umfangreicher Hilfe für Hunderttausende geflohene Rohingya-Kinder in Bangladesch aufgerufen. Die Mädchen und Jungen bräuchten dringend ausreichend Nahrung, sauberes Wasser, Impfungen, Medikamente und psychologische Betreuung, erklärte das Kinderhilfswerk UNICEF in Genf. Nach UN-Angaben sind etwa 600.000 Angehörige der muslimischen Minderheit vor der Verfolgung in Myanmar geflohen. Mehr als 320.000 davon sind Kinder. Täglich überqueren 1.800 weitere Minderjährige die Grenze. Am Montag sollen Geberländer auf einer UN-Konferenz in Genf Geld für die Rohingya-Krise bereitstellen. Der Massenexodus begann, als die Armee eine Offensive gegen die Muslime begann, nachdem eine Rohingya-Miliz im August Armee- und Polizeiposten attackiert hatte.

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  • 19.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:10:44 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Katalonien will Ultimatum aus Madrid verstreichen lassen: Im Konflikt zwischen Madrid und Barcelona bleiben die Fronten verhärtet. Die katalanische Regierung will nicht auf das von der Zentralregierung gestellte Ultimatum eingehen, das am Donnerstag um 10 Uhr abläuft. Madrid hatte vom katalanischen Ministerpräsidenten Carles Puigdemont ein klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen Staat und einen ausdrücklichen Verzicht auf weitere Unabhängigkeitsbestrebungen gefordert. Auf diese Forderung werde seine Regierung nicht eingehen, erklärte Regierungssprecher Jordi Turull im Anschluss an eine Sitzung des Regionalkabinetts. Sollte das Ultimatum der Regierung in Madrid tatsächlich ohne Reaktion verstreichen, drohen Puigdemont und seiner Regierung die Entmachtung nach Artikel 155 der spanischen Verfassung. Dieser erlaubt die vollständige oder teilweise Aberkennung der katalanischen Autonomierechte wegen Verfassungsbruchs. Auch Neuwahlen könnten dann in Katalonien ausgerufen werden. Theresa May macht EU-Ausländern in Großbritannien Hoffnung: Nach Ansicht der britischen Premierministerin Theresa May ist eine Lösung in der Frage des Bleiberechts von EU-Ausländern nach dem Brexit zum Greifen nahe. Das teilte May kurz vor Beginn des EU-Gipfeltreffens in Brüssel am Donnerstag mit. Ihre Regierung wolle es den aus anderen EU-Staaten stammenden Bürgern so einfach wie möglich machen, ihren Status im Vereinigten Königreich zu erhalten. Wer heute rechtmäßig in Großbritannien lebe, werde auch in der Lage sein, nach dem EU-Austritt zu bleiben, betonte May. Hierfür seien allerdings Registrierungen nötig, die noch ausgearbeitet werden müssen. May droht auf dem zweitägigen Gipfel eine erneute Zurückweisung. Ihre Forderung nach einer schnellen Ausweitung der Verhandlungen zum Austritt soll einem Entwurf zufolge abgelehnt werden. Die verbleibenden 27 EU-Mitgliedsstaaten wollen über die künftigen Beziehungen zu Großbritannien erst dann sprechen, wenn deutliche Fortschritte bei der Frage der finanziellen Verpflichtungen gemacht wurden. Laut einer vorläufigen Berechnung geht es dabei um bis zu 100 Milliarden Euro, die London noch an die EU zahlen soll. Untersuchungsausschuss zu "Panama Papers" kritisiert EU-Mitgliedsstaaten: Der Untersuchungsausschuss zu den sogenannten "Panama Papers" hat den EU-Staaten ein vernichtendes Urteil ausgestellt. So habe ein Mangel an politischem Willen in einigen Ländern der Europäischen Union Steuervermeidung und -hinterziehung erst möglich gemacht, befand der Ausschuss zum Abschluss seiner gut 18-monatigen Untersuchung. Die Notwendigkeit einstimmiger Entscheidungen unter den Mitgliedsstaaten in Steuerfragen habe zudem nötige Reformen blockiert. Der Ausschuss war im Zuge der Enthüllung der "Panama Papers" genannten Dokumente ins Leben gerufen worden. Durch die von einem internationalen Mediennetzwerk analysierten Unterlagen konnte nachgezeichnet werden, wie Prominente, Politiker und Sportler mit Hilfe von Briefkastenfirmen in Panama Steuerzahlungen in ihren Heimatländern umgangen hatten. Über den Bericht des Untersuchungsausschusses und die daraus folgenden Empfehlungen soll das Europaparlament im Dezember abstimmen. Union, FDP und Grüne zufrieden über erste Jamaika-Gespräche: Nach ersten Vorgesprächen in Berlin zeigen sich Vertreter von Union, FDP und Grünen mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen zuversichtlich. Politiker von CDU und CSU hatten sich zunächst mit Kollegen der FDP und dann auch mit den Grünen beraten. Das angestrebte Viererbündnis sei auf Bundesebene eine "völlig neue Konstellation", betonte CSU-Chef Horst Seehofer. Die bisherigen Diskussionen seien aber "vernünftig" verlaufen. Auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber zeigte sich zufrieden und sprach von einem "starken Signal, Trennendes zu überwinden." Am Donnerstag wollen sich die beiden kleineren potenziellen Koalitionspartner zu einem ersten Meinungsaustausch treffen, am Freitag beginnen dann erstmals Gespräche in großer Runde. Als mögliche Knackpunkte für ein sogenanntes Jamaika-Bündnis gelten neben der Flüchtlingspolitik die Differenzen insbesondere zwischen FDP und Grünen in der Umwelt- und Klimapolitik. Die SPD machte unterdessen erneut deutlich, auch bei einem möglichen Scheitern der Jamaika-Verhandlungen nicht für eine große Koalition zur Verfügung zu stehen. UNICEF legt Zahlen zur Kindersterblichkeit vor: Im vergangenen Jahr sind täglich weltweit rund 15.000 Kinder unter fünf Jahren gestorben. Dies teilte das Kinderhilfswerk UNICEF in Genf mit. Die meisten der insgesamt 5,6 Millionen Mädchen und Jungen seien an Unterernährung und heilbaren Krankheiten gestorben, erklärte UNICEF weiter. Laut aktuellen Zahlen ist die Kindersterblichkeit im Vergleich zum Jahr 2000 zwar deutlich gesunken, gestiegen ist dagegen der Anteil der Neugeborenen, die keine vier Wochen leben. Die Hilfsorganisation verlangte von den Regierungen mehr Anstrengungen im Kampf gegen Hunger und Krankheiten. Impfungen, Medikamente, das Stillen, eine professionelle medizinische Betreuung bei der Geburt sowie bessere sanitäre Einrichtungen könnten viele Kinderleben retten.

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  • 18.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:26 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Chinas Staatschef Xi eröffnet Parteitag mit Kampfansage an politische Gegner: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat in Peking den 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas eröffnet. In seiner Eröffnungsrede in der Großen Halles des Volkes in Peking rief Xi die Mitglieder auf, sich gegen jegliche Versuche zur Wehr zu setzen, die Führerschaft der Partei zu unterminieren. Das Land trete in eine "neue Ära" ein, in der die Partei einen "Sozialismus nach chinesischer Art" praktiziere. Bei dem einwöchigen Kongress soll die neue Führungsriege um Xi bestimmt werden. Beobachter erwarten, dass Xi bei dem Kongress die Grundlage dafür legen will, länger als die üblichen zehn Jahre an der Spitze der Partei zu bleiben und die Ära der "kollektiven Führung" zu beenden. Zum Abschluss des Parteitags werden die Delegierten die 205 Mitglieder des KP-Zentralkomitees wählen. Dieses wiederum wählt das 25-köpfige Politbüro, aus dessen Mitte die sieben Mitglieder des Ständigen Ausschusses bestimmt werden - Chinas eigentlichem Machtorgan. Jamaika-Sondierungen starten: Union, FDP und Grüne beginnen an diesem Mittwoch mit Sondierungen für ein neuartiges Regierungsbündnis - die sogenannte Jamaika-Koalition. Am Mittag treffen sich die Unionsparteien CDU und CSU zunächst mit Vertretern der FDP, am Nachmittag mit einer Delegation der Grünen. Am Donnerstag kommen Vertreter von FDP und Grünen zusammen. Am Freitag beginnen dann die Gespräche erstmals in großer Runde. Wegen der zum Teil großen inhaltlichen Differenzen gilt die Bildung einer Jamaika-Koalition als schwierig. Ein solches Bündnis ist aber momentan die einzige mögliche Option für eine Regierungsbildung in Deutschland, weil die SPD eine Fortsetzung der großen Koalition ausschließt und in die Opposition gehen will. Bundesrichter stoppt erneut Einreisebeschränkungen von US-Präsident Trump: Ein Gericht in Hawaii hat erneut die Einreisebeschränkungen von US-Präsident Donald Trump für Menschen aus acht Staaten blockiert. Bundesrichter Derrick Watson begründete seine einstweilige Verfügung damit, dass das neueste Dekret ebenso wie seine beiden Vorgänger eine Diskriminierung "aufgrund der Nationalität" darstelle. Die Argumentation der Regierung, dass die Restriktionen dem Schutz der US-Interessen dienten, sei wenig plausibel. Die neuen Regeln sollten ab diesem Mittwoch gelten. Der Richter suspendierte bis auf weiteres jene Passagen der Verordnung, die sich auf Bürger der sechs mehrheitlich muslimischen Länder Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Syrien und Tschad beziehen. Das Weiße Haus wies das jetzige Urteil umgehend zurück. Der Richterspruch sei "in gefährlicher Weise fehlerhaft", man werde gegen die Entscheidung vorgehen, hieß es in einer Erklärung. Kein Ende im Streit um katalanische Unabhängigkeitserklärung in Sicht: Im Streit über die katalanische Unabhängigkeitserklärung erhöhen beide Seiten den Druck. In Barcelona sind nach Polizeiangaben 200.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Verhaftung von katalanischen Aktivisten zu protestieren. Auch in anderen Städten gab es Demonstrationen. Die spanische Justiz hatte am Montag zwei Anführer der Unabhängigkeitsbewegung festnehmen lassen. Außerdem erklärte Spaniens Oberstes Gericht das katalanische Referendum vom 1. Oktober für illegal. In der Begründung der Richter heißt es, das Gesetz über das Referendum verletze die nationale Souveränität und die - so wörtlich - unauflösbare Einheit der spanischen Nation. Die Sitzung des Regionalparlaments, in der dem Gesetz zugestimmt wurde, sei ebenfalls illegal gewesen. Linkspartei bestätigt Wagenknecht und Bartsch als Fraktionschefs: Der Machtkampf in der Linkspartei zwischen Partei- und Fraktionsspitze ist vorerst beendet. Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch wurden bei einer Klausurtagung in Potsdam als Fraktionsvorsitzende bestätigt. Vorangegangen war ein Streit mit den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger, die sich deutlich mehr Einfluss in der Fraktion sichern wollten. Als Kompromiss wurde ihnen ein außerordentliches Rederecht bei Bundestagsdebatten eingeräumt. Nicht durchsetzen konnten sich Kipping und Riexinger mit ihrer Forderung nach einem Stimmrecht im Fraktionsvorstand. Das Verhältnis zwischen den Spitzen von Bundestagsfraktion und Partei bei den Linken gilt seit längerem als schlecht.

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  • 17.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:58 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundeswehr unterbricht Ausbildungsmission im Nordirak: Angesichts der militärischen Eskalation im Nordirak hat die Bundeswehr ihre dortige Ausbildungsmission für kurdische Peschmerga-Kämpfer unterbrochen. Die Ausbildung sei aus Schutzgründen für die deutschen Soldaten am Abend vorläufig ausgesetzt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Seit 2014 trainieren deutsche Soldaten kurdische Militärs für den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Die irakische Armee nahm nach eigenen Angaben am Montag die strategisch wichtige Stadt Kirkuk ein, die bisher von Kurden kontrolliert wurde. Kurdische Einheiten leisteten kaum Widerstand. Der Vormarsch ist eine Reaktion der Zentralregierung auf das umstrittene Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak. Die Europäische Union rief die Konfliktparteien zum Dialog und zu einem Ende der Gewalt auf. Angesichts der militärischen Eskalation im Nordirak wollen die USA neutral bleiben. Man habe "sehr gute Beziehungen" sowohl mit der Zentralregierung im Irak als auch zu den Kurden, sagte Präsident Donald Trump. US-Militärschlag tötet Dutzende Mitglieder der Terrormiliz IS: Bei einem Militärschlag auf zwei IS-Trainingscamps im Jemen haben US-Streitkräfte Dutzende Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" getötet. Der Einsatz in der Provinz Al-Baida habe die Ausbildung weiterer IS-Kämpfer unterbunden, teilte das Pentagon mit. Die Terrormiliz habe die beiden Camps zur Ausbildung von Kämpfern für Terroranschläge mit Waffen wie Maschinengewehren und Raketenwerfern genutzt. Der Jemen sei ein zentrales Gebiet für die Rekrutierung, Ausbildung und den Transit von Terroristen, die Anschläge gegen Amerika und seine Verbündeten weltweit planten. Zusammen mit der jemenitischen Regierung unterstützen die US-Streitkräfte dort Anti-Terror-Einsätze gegen die IS-Extremisten sowie gegen Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Spanische Justiz geht gegen Separatistenführer vor: Die spanische Justiz hat die Anführer zweier Separatistenorganisationen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft Jordi Cuixart von Omnium Cultural und Jordi Sánchez von der katalanischen Nationalversammlung ANC "aufrührerisches Verhalten" vor. Sie sollen bei einer Demonstration am 20. September in Barcelona Demonstranten angespornt haben, Angehörige der spanischen Guardia Civil einzukesseln. Das Oberste Gericht entschied, dass Cuixart und Sánchez für die Dauer der Ermittlungen in Gewahrsam bleiben. Der ebenfalls festgenommene katalanische Polizeichef Josep Lluís Trapero wurde dagegen nach einer Anhörung gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Im Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens bleiben die Fronten verhärtet. Die Zentralregierung in Madrid stellte Regionalpräsident Carles Puigdemont ein neues Ultimatum. Bis Donnerstag soll er seine Position zur Unabhängigkeit Kataloniens klarstellen. Katholiken stützen de Maizière-Vorstoß zu muslimischen Feiertagen: Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, unterstützt den Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, in Deutschland regional islamische Feiertage einzuführen. In einer multireligiösen Gesellschaft könne "in Gegenden mit hohem Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne dass die christliche Tradition unseres Landes verraten würde", sagte Sternberg der "Passauer Neuen Presse". Dies geschehe "eher in der Umgestaltung des Nikolaus zum Weihnachtsmann". Der Festkalender sei "weder museal noch eine bloße Abfolge arbeitsfreier Tage, sondern Zeichen des Reichtums europäischer Traditionen". De Maizière hatte sich zuletzt offen dafür gezeigt, in bestimmten Regionen Deutschlands muslimische Feiertage einzuführen. Allerheiligen sei auch nur dort Feiertag, wo viele Katholiken lebten. Grundsätzlich seien die Feiertage in Deutschland aber christlich geprägt. Aus den eigenen Reihen erhielt der CDU-Politiker für den Vorstoß teils heftige Kritik. Airbus steigt beim kanadischen Flugzeugbauer Bombardier ein: Der europäische Flugzeugbauer Airbus steigt mit einem Mehrheitsanteil in das Mittelstreckenflugzeug-Programm des kanadischen Herstellers Bombardier ein. Das gaben beide Unternehmen bekannt. Die C-Serie mit 100 bis 150 Plätzen vervollständigt das Angebot von Airbus im Mittelstreckensektor, in dem der A320 mit rund 140 Plätzen rangiert. Das Geschäft dürfte nach Angaben der Unternehmen die Herstellungskosten der C-Serie deutlich verringern, zudem könne Bombardier von den weltweiten Vertriebsstrukturen der Europäer profitieren. Hintergrund ist ein Handelsstreit zwischen Bombardier und den US-Behörden. Diese haben dem kanadischen Konzern für den Verkauf der Flugzeuge CS100 und CS300 in die USA eine 80-prozentige Anti-Dumping-Steuer sowie einen Ausgleichszoll von 220 Prozent auferlegt.

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  • 16.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:07 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Puigdemont gibt keine klare Antwort zur Unabhängigkeit Kataloniens: Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat ausweichend auf die Frage der spanischen Zentralregierung geantwortet, ob er die Unabhängigkeit seiner Region erklärt hat oder nicht. In einem von katalanischen Medien veröffentlichten Brief an Ministerpräsident Mariano Rajoy fordert Puigdemont ein schnellstmögliches Treffen der beiden Regierungschefs, um in den nächsten zwei Monaten einen Dialog zu beginnen. Sein Angebot zum Dialog sei ernsthaft - trotz allem, was passiert sei, schreibt Puigdemont. Rajoy hatte ihm ein Ultimatum bis Montag 10.00 Uhr gestellt um klarzustellen, ob er am vergangenen Dienstag die Unabhängigkeit der wohlhabenden Region ausgerufen hat oder nicht. Am Samstag hatte die Zentralregierung noch gewarnt, sollte die Antwort unklar ausfallen, dann werde dies als Proklamation der Unabhängigkeit aufgefasst. Falls die Regionalregierung auf der Unabhängigkeit besteht, will Rajoy Puigdemont und sein Kabinett entmachten. Keine Mehrheit für Rot-Grün in Niedersachsen: Die SPD von Ministerpräsident Stephan Weil hat die Landtagswahl in Niedersachsen deutlich gewonnen. Für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition reicht es aber nicht. Nach Angaben der Landeswahlleitung kommen SPD und Grüne zusammen auf nur 67 der 137 Sitze im Parlament. Für die absolute Mehrheit wären 69 Sitze nötig. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kamen die Sozialdemokraten auf 36,9 Prozent und damit auf ihr bestes Ergebnis in Niedersachsen seit fast 20 Jahren. Die CDU um Spitzenkandidat Bernd Althusmann kam auf 33,6 Prozent und fiel auf den zweiten Platz zurück. Die Grünen lagen bei 8,7 Prozent, die FDP bei 7,5 Prozent. Die rechtspopulistische AfD kam auf 6,2 Prozent und zieht damit in ein weiteres Parlament ein. Die Linke verpasste mit 4,6 Prozent den Einzug in den Landtag. Rechtsruck bei Wahl in Österreich: Nach der Parlamentswahl in Österreich vereinen Konservative und Rechtspopulisten mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich. Klarer Wahlsieger ist Österreichs konservative Volkspartei ÖVP unter der Führung des 31-jährigen amtierenden Außenministers Sebastian Kurz. Nach Auszählung aller Stimmen kam die ÖVP auf 31,6 Prozent der Stimmen, die Sozialdemokraten der SPÖ erhielten 26,9 Prozent. Die nationalistische FPÖ erreichte 26,0 Prozent und bleibt drittstärkste Kraft. Die Grünen verfehlen demnach mit 3,9 Prozent knapp die Vier-Prozent-Hürde und sind damit nicht mehr im Parlament vertreten. Der ehemalige Grüne Peter Pilz, der erstmals mit einer eigenen Liste antrat, schaffte mit 4,3 Prozent auf Anhieb den Einzug in den Nationalrat. Die liberale Partei NEOS kam auf 5,1 Prozent. Kämpfe zwischen Kurden und irakischer Armee: Nach kurdischen Angaben haben sich die irakische Armee und kurdische Peschmerga-Truppen südlich der Stadt Kirkuk Artillerie-Gefechte geliefert. Die Armee hatte den Peschmerga ein Ultimatum gestellt, sich auf die Stellungen zurückzuziehen, die sie vor der Rückeroberung der Gebiete von der Terrormiliz "Islamischer Staat" im Sommer 2014 innehatten. Auf die ölreiche Provinz Kirkuk erheben sowohl die Kurden als auch die irakische Zentralregierung Anspruch. Ein umstrittenes Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak hatte die Spannungen weiter vertieft. In dem Referendum im September sprachen sich nach kurdischen Angaben fast 93 Prozent für die Loslösung ihrer Region vom Irak aus. International wird das Votum nicht anerkannt. Mehr als 270 Tote nach Anschlägen in Somalia: Die Zahl der Todesopfer der Bombenanschläge in Somalias Hauptstadt Mogadischu ist auf mehr als 270 gestiegen. Es gebe noch viele Vermisste, daher werde mit weiteren Toten gerechnet, sagte ein Behördenvertreter. Zudem seien mehr als 250 Menschen bei den Explosionen verletzt worden. Im Zentrum der Hauptstadt war am Samstag zunächst eine in einem Lkw versteckte Bombe an einer belebten Kreuzung detoniert. Zwei Stunden später explodierte eine zweite Bombe in einem anderen Stadtbezirk. In Somalia kämpft die islamistische Al-Schabaab-Miliz für einen streng islamischen Staat. Sie gilt als ein Ableger der Al-Kaida. Zu den Anschlägen am Samstag bekannte sich allerdings zunächst niemand.

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  • 14.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:02 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verweigert Bestätigung des Atomabkommens mit Iran: US-Präsident Donald Trump hat Neuverhandlungen über das Atomabkommen mit dem Iran verlangt. Seine Regierung wolle mit den ausländischen Partnern zusammenarbeiten, um die "vielen ernsthaften Mängel" zu beseitigen. Als Beispiel nannte er, dass das iranische Raketenprogramm von dem Abkommen ausgeklammert sei. Trump kündigte an, dass er die per Gesetz alle 90 Tage nötige Bestätigung der Vereinbarung verweigern werde. Das kommt zwar keiner Aufkündigung gleich, Trump drohte aber, dies nachholen zu können. Die Zertifizierung durch den US-Präsidenten ist nicht Teil des Iran-Abkommens. Ein inneramerikanisches Gesetz schreibt dem Präsidenten vor, dem Kongress regelmäßig zu bescheinigen, ob der Iran sich an die Auflagen hält und das Abkommen weiterhin den Interessen der USA dient. Nun muss der US-Kongress über Sanktionen gegen den Iran entscheiden. Das Atomabkommen von 2015 sieht vor, dass der Iran wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch beschränkt. Dafür wurde die Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen in Aussicht gestellt. Internationale Kritik an Trumps Entscheidung zum Atom-Deal: Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump hat sich der Iran zu dem Atomabkommen bekannt. Präsident Hassan Rohani sagte im staatlichen Fernsehen, solange die nationalen Sicherheitsinteressen des Iran gewährleistet seien, werde das Land Teil des Abkommens bleiben. In Bezug auf Trump sagte Rohani, das Abkommen sei solider "als dieser Herr denkt". Auf Trumps Drohung der einseitigen Aufkündigung des Abkommens erwiderte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, es stehe "keinem einzelnen Land zu, es zu beenden". Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) widersprach der Behauptung, das Abkommen ermögliche nur eine schwache Überwachung. IAEA-Chef Yukiya Amano betonte, die Behörde "hatte bisher Zugang zu allen Orten, die sie besuchen wollte". Deutschland, Großbritannien und Frankreich warnten die US-Regierung und den Kongress in einer gemeinsamen Erklärung vor Schritten, die das Abkommen gefährden könnten. Auch Russland bedauerte Trumps Entscheidung und kritisierte dessen Wortwahl. Lob und Unterstützung erhielt der US-Präsident aus Israel, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. US-Bundesstaaten klagen gegen Aushöhlung von "Obamacare" : Fast 20 US-Bundesstaaten klagen gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, gewisse Zuschüsse für Krankenversicherungen einzustellen. Unter anderem reichten die Generalbundesanwälte der Staaten Kalifornien, Kentucky und Massachusetts Klage ein. Wenn Trump ein gesetzlich vorgeschriebenes System beende, dass bereits in Betreib sei, missachte Trump Bundesgesetze, hieß es zur Begründung. Der New Yorker Generalbundesanwalt Eric Schneiderman nannte Trumps Vorgehen "atemberaubend rücksichtslos", die Zuschüsse "ohne Vorwarnung" zu stoppen und keinen Plan zu haben, um negative Konsequenzen einzudämmen. Nachdem Trump im US-Kongress mehrfach gescheitert war, das Krankenversicherungssystem "Obamacare" abzuschaffen, hatte er am Donnerstag eigene Maßnahmen bekannt gegeben, um dieses Ziel zu erreichen. Trump kündigte unter anderem an, umstrittene Milliardenzahlungen des Bundes an Versicherer einzustellen. Der Schritt könnte unabhängigen Experten zufolge zu einem massiven Anstieg der Prämien führen. Unionspolitiker kritisieren Überlegungen zu muslimischem Feiertag: Mit seinem Vorschlag, in Teilen Deutschlands einen muslimischen Feiertag einzuführen, ist CDU-Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf Kritik in den eigenen Reihen gestoßen. Mehrere führende Unionspolitiker lehnten seine Überlegungen ab. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der "Bild"-Zeitung, das christliche Erbe sei nicht verhandelbar. Islamfeiertage einzuführen komme für die CSU nicht in Frage. Auch CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach äußerte, er sehe keinen überzeugenden Grund, künftig auch nicht-christliche Feiertage unter den Schutz einer gesetzlichen Regelung zu stellen. De Maizière hatte Anfang der Woche bei einer Parteiversammlung gesagt, man könne über einzelne muslimische Feiertage in bestimmten Regionen reden. Dabei hatte er auf Allerheiligen am 1. November verwiesen - einen Feiertag, der nur in katholisch geprägten Bundesländern gilt. Medienbericht: Über 600 türkische Beamte beantragen Asyl in Deutschland: Nach dem Putschversuch in der Türkei vergangenes Jahr haben mehr als 600 ranghohe türkische Staatsbeamte Asyl in Deutschland beantragt. Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegen. Demnach haben bis Mitte September dieses Jahres 250 Personen mit türkischen Diplomatenpapieren und 380 mit Dienstausweisen für hohe Staatsbeamte in der Bundesrepublik um Asyl gebeten. Etwa 200 Asyl-Antragsteller mit türkischem Diplomatenpass hätten bis Mitte September einen positiven Bescheid bekommen. Die Zahl umfasse auch Familienangehörige - also Ehepartner und Kinder. Nach dem Putschversuch in der Türkei war die Zahl der Asylsuchenden aus dem Land deutlich angestiegen. Die deutsch-türkischen Beziehungen sind angespannt, auch aufgrund mehrerer inhaftierter Bundesbürger in der Türkei.

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  • 13.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:32 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel warnt vor Ausstieg der USA aus Iran-Atomabkommen: Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat vor dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Iran-Atomabkommen gewarnt. Dies könne zu einem Wettrüsten oder Krieg führen, sagte der SPD-Politiker dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Eine Kündigung der Vereinbarung würde den Nahen Osten zur heißen Krisenregion machen. Iran könnte dann wieder an der Entwicklung von Nuklearwaffen arbeiten. Das aber habe Israel immer schon als direkte Bedrohung der eigenen Sicherheit wahrgenommen und mit militärischen Schlägen gegen Iran gedroht. US-Präsident Donald Trump will nach Angaben aus dem Weißen Haus an diesem Freitag seine neue Iran-Strategie dem Kongress in Washington vorstellen. US-Medien berichten bereits seit Tagen, dass Trump dem Atom-Deal die erneute Bestätigung verweigern wolle. Er hat die Vereinbarung wiederholt massiv kritisiert. Nach den USA kündigt auch Israel UNESCO-Austritt an: Nach den USA hat nun auch Israel seinen Austritt aus der UNESCO angekündigt. Beide Länder verlassen die UN-Kulturorganisation mit der Begründung, sie verhalte sich zunehmend israelfeindlich. Ihre Zahlungen hatten sie schon vor einiger Zeit eingestellt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe das Außenministerium angewiesen, den Austritt Israels an der Seite der USA vorzubereiten, hieß es in einer Erklärung von Netanjahus Büro. Der Regierungschef "begrüßte" demnach die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die UNESCO zu verlassen. Dies sei eine mutige und moralische Entscheidung, weil die UNESCO ein absurdes Theater geworden sei und weil sie, anstatt Geschichte zu bewahren, diese verzerre, hieß es in der Erklärung. Fatah und Hamas unterzeichnen Versöhnungsabkommen in Kairo: Nach jahrelangen Rivalitäten haben die Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas ein Versöhnungsabkommen geschlossen. Vertreter beider Seiten unterzeichneten das Abkommen am Donnerstag in Kairo. Kernbestandteil der Einigung ist, dass eine palästinensische Einheitsregierung spätestens zum 1. Dezember die volle Kontrolle im Gaza-Streifen übernehmen soll. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte jedoch, die Aussöhnung werde Friedensgespräche mit seinem Land erschweren. Die radikalislamische Hamas und die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas waren jahrelang verfeindet. In bewaffneten Auseinandersetzungen hatte sich die Hamas im Gazastreifen gegen die Fatah durchgesetzt und ist dort seit 2007 an der Macht, während die Fatah im Westjordanland regiert. Trump geht per Erlass gegen "Obamacare" vor: US-Präsident Donald Trump geht per Dekret gegen Teile der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama vor. In den vergangenen Monaten war seine republikanische Partei trotz Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments daran gescheitert, einen Rückbau der "Obamacare" genannten Krankenversicherungsmöglichkeit per Gesetz voranzutreiben. Trump unterzeichnete daher jetzt einen Erlass, der unter anderem Versicherungen mit geringeren Leistungen verfügbar machen soll. Er sagte, das werde zu mehr Wettbewerb, mehr Auswahl und niedrigeren Versicherungsprämien führen. Kritiker befürchten, dass diese Minimalversicherungen die Kosten für Menschen mit ernsthaften medizinischen Problemen erhöhen werden. Die Abschaffung von "Obamacare" war eines von Trumps wichtigsten Wahlversprechen. Deutsche "Reichsbürger"-Szene größer als bislang bekannt: Die Szene der sogenannten Reichsbürger in Deutschland ist offenbar größer als bislang angenommen. Der "Tagesspiegel" aus Berlin schreibt unter Berufung auf das Bundesamt für Verfassungsschutz, es werde davon ausgegangen, das es derzeit etwa 15.000 "Reichsbürger" gebe, darunter 900 Rechtsextreme. Im März hatte der Verfassungsschutz noch von rund 12.800 Personen gesprochen. Zu der Szene zählen auch sogenannte Selbstverwalter, die ihr Grundstück als Staat sehen und Behörden den Zutritt verweigern. Als Gemeinsamkeit der ansonsten heterogenen Szene bezeichnen die Verfassungsschützer die fundamentale Ablehnung des Staats, seiner Repräsentanten sowie der gesamten Rechtsordnung. Die "Reichsbürger" erkennen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe fort. Zwei deutsche Regisseure mit "Studenten-Oscars" ausgezeichnet: Zwei deutsche Nachwuchsregisseure sind in Hollywood mit einem "Studenten-Oscar" ausgezeichnet worden. Johannes Preuss von der Filmakademie Baden-Württemberg war mit seiner Reportage "Galamsey" über Goldgräber in Ghana in der Sparte Dokumentation alleine nominiert und damit automatisch Gold-Gewinner. Nachwuchsregisseurin Katja Benrath von der Hamburg Media School wurde bei der Preisgala in Los Angeles mit dem Oscar in Gold in der Sparte Internationaler Kurz-Spielfilm für ihren Film "Watu Wote - All of us" ausgezeichnet.

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  • 12.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:08:45 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Spaniens Regierung setzt Katalanen Frist:Die spanische Regierung hat der Region Katalonien fünf Tage Zeit eingeräumt, um sich eindeutig zum Thema Abspaltung zu positionieren. Ministerpräsident Mariano Rajoy forderte den katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont auf, in der gesetzten Frist klarzustellen, ob die Region sich am Dienstag für unabhängig erklärt hat oder nicht. Das Kabinett in Madrid beschloss dazu auch eine formelle Anfrage. Das ist der erste Schritt, um Artikel 155 der spanischen Verfassung zu aktivieren. Mit ihm kann die Zentralregierung das Regionalparlament auflösen, Politiker absetzen und die Kontrolle über die lokale Polizei übernehmen, falls ein Verstoß gegen die Verfassung vorliegt. Die spanische Verfassung sieht die Loslösung einer Region nicht vor. Puigdemont hatte im Parlament in Barcelona erklärt, dass seine Regierung das Mandat besitze, sich von Spanien abzuspalten. Zugleich schob er den Vollzug des Schrittes aber auf. Daher gilt die Erklärung, die im Parlament unterzeichnet wurde, eher als symbolisch.Hamas meldet Durchbruch bei Gesprächen mit Fatah:Die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich nach Angaben von Hamas-Chef Ismail Hanija auf eine Versöhnung geeinigt. Nähere Angaben machte Hanija zunächst nicht. Ein Hamas-Vertreter sagte, es sei damit zu rechnen, dass am Mittwoch Details veröffentlicht werden. Die beiden Rivalen haben seit Dienstag in Ägypten über ein Ende ihrer Feindschaft verhandelt. Die vom Westen unterstützte Fatah hat 2007 im Gaza-Streifen die Kontrolle an die islamistische Hamas verloren. Im September übergab die Hamas unter ägyptischer Vermittlung die Kontrolle in Gaza an die Regierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der von der Fatah unterstützt wird.Trump beruft Kirstjen Nielsen als Heimatschutzministerin:Kirstjen Nielsen soll nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump neue Ministerin für Heimatschutz werden. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Nielsen soll Ex-General John Kelly nachfolgen, der als Stabschef ins Weiße Haus gewechselt ist. Ihrer Ernennung muss der US-Senat zustimmen. Die 45-jährige Expertin für Sicherheit und Cybersicherheit kennt das Ministerium gut, sie war dort Kellys Stabschefin. Sie wechselte Ende Juli mit ihm ins Weiße Haus. Das Ministerium hat etwa 240.000 Mitarbeiter. Ihm kommt eine zentrale Rolle zu bei Trumps Vorhaben, die illegale Einwanderung zu unterbinden. So kümmert es sich um den Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko. Das Ministerium war ebenso für die Umsetzung von Trumps umstrittenen Einreiseverboten für Menschen aus muslimischen Ländern zuständig.EU-Agentur: Hunderttausende Todesfälle durch Luftverschmutzung :Die Luftverschmutzung in Europa hat nach Berechnungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) 2014 zum vorzeitigen Tod von mehr als 520.000 Menschen geführt - mehr als 80.000 davon in Deutschland. Rund 400.000 dieser Todesfälle in Europa und davon etwa 66.000 in Deutschland ließen sich auf die Belastung durch Feinstaub zurückführen. Feinstaub stammt aus dem Straßenverkehr, aber auch aus der Landwirtschaft, Fabriken und Heizungen. Stickoxide seien für den Tod von knapp 13.000 Menschen in Deutschland verantwortlich. In Innenstädten werden Stickoxid-Emissionen vor allem von Diesel-Fahrzeugen verursacht. Insgesamt ging die Luftverschmutzung in Europa laut EEA leicht zurück. Es gebe dennoch keine Entwarnung, mahnen Umweltschützer.Goetheturm in Frankfurt am Main abgebrannt:Ein Feuer hat den mehr als 80 Jahre alten Goetheturm in Frankfurt am Main vernichtet. Der Turm sei eingestürzt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Wegen der großen Flammen und der Einsturzgefahr des 43 Meter hohen Holzturms löschte die Feuerwehr den Brand zunächst nicht, sondern sicherte die Umgebung ab. Der Turm im Stadtteil Sachsenhausen zählte nach Angaben der Stadt Frankfurt zu den höchsten hölzernen Aussichtstürmen Deutschlands. Erst im Jahr 2014 war das beliebte Ausflugsziel saniert worden. Der Turm wurde 1931 eröffnet. Seinen Namen erhielt er damals anlässlich des bevorstehenden 100. Todestages des Dichters Johann Wolfgang von Goethe, der in Frankfurt geboren wurde. Die Brandursache ist unklar.

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  • 11.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:28 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Puigdemont unterzeichnet Unabhängigkeitserklärung - und setzt sie dann aus: Die katalanische Regionalregierung hat vorerst auf eine Abspaltung von Spanien verzichtet. Nach dem Referendum vor gut einer Woche habe er zwar das Mandat, die Unabhängigkeit auszurufen, sagte Regierungschef Carles Puigdemont in seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem Regionalparlament in Barcelona. Zugleich schlug er aber vor, die Loslösung auszusetzen, um eine Einigung mit der Zentralregierung in Madrid zu ermöglichen. Dazu sprach sich Puigdemont erneut für eine internationale Vermittlung aus. Ministerpräsident Mariano Rajoy ruft sein Kabinett am Vormittag zu einer Sondersitzung zusammen, bevor er im spanischen Parlament auf Puigdemont antworten wird. USA schicken Kampfbomber zu Manöver über koreanische Halbinsel: Mit einem nächtlichen Flugmanöver über der koreanischen Halbinsel haben die USA mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan eine Warnung an Nordkorea geschickt. Zwei B-1B-Überschallbomber der US-Luftwaffe flogen über das Meer vor der Ostküste und überquerten dann die Halbinsel. Das teilten die US-Pazifikstreitkräfte mit. Bei diesem ersten gemeinsamen nächtlichen Flugmanöver habe das "taktische Können" der Kampfflieger trainiert werden sollen. Der Generalstab in Seoul erklärte, die Verbündeten hätten damit "ihre Entschlossenheit zu einer starken Vergeltung gegenüber den Atom- und Raketendrohungen Nordkoreas demonstriert". Das Routine-Training diene der Stärkung der Abschreckung. In Washington beriet US-Präsident Donald Trump mit dem Sicherheitskabinett über die Nordkorea-Krise. Verteidigungsminister James Mattis und General Joseph Dunford hätten "eine Reihe von Optionen" dargelegt, auf "jede Form der Aggression Nordkoreas" zu reagieren, erklärte das Weiße Haus. Erdogan erkennt US-Botschafter in der Türkei nicht mehr an: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat im Visa-Streit mit den USA den amerikanischen Botschafter ins Visier genommen. Er erkenne John Bass nicht mehr als Vertreter der US-Regierung an, sagte Erdogan bei seinem Besuch in Belgrad. Damit verschärfte er den Streit zwischen den beiden NATO-Verbündeten. Die USA hatten am Sonntagabend verkündet, dass ihre Botschaft in Ankara die Vergabe von Visa vorübergehend einstelle. Anlass war die Festnahme eines türkischen Mitarbeiters des US-Konsulats in Istanbul. Wenig später kündigte die türkische Vertretung in Washington ebenfalls einen vorläufigen Visa-Stopp an. US-Umweltbehörde leitet Abkehr von Obamas Klimaschutzplan ein: Die US-Regierung hat die Rücknahme des Klimaschutzplans von Ex-Präsident Barack Obama eingeleitet. Der Chef der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, unterzeichnete einen entsprechenden Verordnungsentwurf. Mit Obamas "Clean Power Plan" werde der heimische Energiesektor durch "unnötige" Regulierungen belastet, erklärte er zur Begründung. Der neue Entwurf wird frühestens in 60 Tagen wirksam, falls er nicht noch juristisch gestoppt wird. Eine Ersatzlösung für den "Clean Power Plan" enthält dieser Text noch nicht. Proteste gegen weitere Amtszeit von Präsident Morales in Bolivien: In Bolivien haben Anhänger der Opposition gegen eine angestrebte vierte Amtszeit von Präsident Evo Morales protestiert. In La Paz beteiligten sich Tausende Bürger an einer Kundgebung, an der auch Ex-Präsident Carlos Mesa teilnahm. In Cochabamba, Santa Cruz und der Hauptstadt Sucre kam es ebenfalls zu Demonstrationen. Die linke Regierungspartei MAS will eine erneute Kandidatur des seit elf Jahren regierenden Präsidenten erreichen und war dazu jüngst vor das Verfassungsgericht gezogen. Die aktuelle Verfassung verbietet eine weitere Amtszeit des ehemaligen Kokabauern. Im Vorjahr hatte die Bevölkerung in einem Referendum eine Verfassungsänderung abgelehnt, die Morales die Teilnahme an den Wahlen 2019 ermöglicht hätte. Die Opposition fordert, das Ergebnis der Volksbefragung zu respektieren. Somalischer Flüchtlingsfolterer in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt: Ein Somalier, der in einem Flüchtlingslager in Libyen andere Flüchtlinge gefoltert und ermordet hat, ist in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Mailand sprach den 22-Jährigen Osman M. wegen Mordes, Folter und Vergewaltigung schuldig. Die zuständige Staatsanwältin sprach von unvorstellbarem Horror. 17 seiner Opfer hatten im Prozess gegen den Somalier ausgesagt. Der junge Mann hatte sich in Italien als normaler Asylbewerber ausgegeben. Er war im September 2016 festgenommen worden, nachdem andere Flüchtlinge ihn wiedererkannt und angezeigt hatten.

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  • 10.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:09:18 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wahlen in Liberia: In Liberia in Westafrika steht der erste friedliche Machtwechsel seit Jahrzehnten bevor. Rund zwei Millionen Liberianer sind aufgerufen, ein neues Parlament und einen neuen Staatschef zu wählen. Die 78-jährige Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf war rund ein Jahrzehnt im Amt und das erste gewählte weibliche Staatsoberhaupt in Afrika. 2011 hatte sie zusammen mit zwei anderen Frauen den Friedensnobelpreis erhalten. Von den 20 Präsidentschaftskandidaten werden nur dreien ernsthafte Chancen eingeräumt. Dazu zählt der frühere Fußballstar George Weah, der den Kampf gegen die Korruption zu seinem wichtigsten Wahlkampfthema machte. Barcelonas Bürgermeisterin plädiert für Spanien: Die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, hat sich gegen eine einseitige Unabhängigkeitserklärung Kataloniens ausgesprochen. Die Ergebnisse des Referendums vom 1. Oktober könnten keine Grundlage dafür sein, sagte sie in der katalanischen Hauptstadt. Colau warnte vor einer Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und forderte Gesten der Entspannung von beiden Seiten. Katalonien könnte am Dienstagabend seine Loslösung von Spanien verkünden. Regionalpräsident Carles Puigdemont will zuvor im Regionalparlament in Barcelona eine Rede zur "aktuellen politischen Situation" halten. Frankreich will 10.000 Flüchtlinge legal einreisen lassen: Die französische Regierung will Flüchtlingen aus bestimmten Ländern außerhalb Europas eine legale Weiterreise nach Frankreich ermöglichen. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron an. Er hatte sich zuvor in Paris mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi getroffen. Laut Macron sollen auf diesem Weg innerhalb von zwei Jahren 10.000 Flüchtlinge ins Land kommen dürfen. Die Plätze sollen für Menschen bereit stehen, die sich in der Türkei, dem Libanon, Jordanien, im Niger oder im Tschad aufhalten. Die EU-Kommission hatte entsprechende Schritte vorgeschlagen, um die illegale Migration einzudämmen. EU-Finanzminister nehmen Apple und Google ins Visier: Die EU-Finanzminister diskutieren in Luxemburg über die stärkere Besteuerung von Digitalkonzernen. Die EU-Kommission macht deshalb Druck. Aus ihrer Sicht liegt das Hauptproblem darin, dass Internet-Riesen lediglich dort besteuert werden, wo sie ihren Firmenstandort haben - ihre Geschäftsaktivitäten reichen aber weit darüber hinaus. Deutschland und eine Reihe weiterer Staaten hatten unlängst gefordert, dass erstmals die in Europa gemachten Umsätze - und nicht die Gewinne - Grundlage der Besteuerung sein sollten. In Details herrscht aber noch Uneinigkeit. Zehn Tote bei Buschbränden in Kalifornien: Bei den Flächenbränden in Kalifornien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen werden von starken Winden angefacht. Insgesamt zählen die Forst- und Brandschutzbehörden derzeit rund 15 Feuer, die weitgehend unkontrolliert in acht nördlichen Bezirken des US-Bundesstaats wüten. Nach ersten Schätzungen sollen 1500 Gebäude abgebrannt sein. Rund 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Fahndungserfolg in Missbrauchsfall: In einem schweren Fall von Kindesmissbrauch hat eine öffentliche Fahndung in Deutschland zum Erfolg geführt. Nur Stunden nach der Veröffentlichung von Fotos eines missbrauchten vierjährigen Mädchens haben die Ermittler am Montagabend Opfer und Täter identifiziert. Die Fahndung, die unter anderem über Soziale Medien lief, sei erfolgreich beendet, teilte das Bundeskriminalamt mit. Der Beschuldigte soll das Kind mehrfach schwer sexuell missbraucht haben und Aufnahmen davon auf einer Kinderporno-Plattform im sogenannten Darknet verbreitet haben. Auf den Fotos und Videos der Taten war nach Angaben der Ermittler der Tatverdächtige nicht zu sehen. Die Ermittler veröffentlichten daher Ausschnitte der Aufnahmen mit dem Gesicht des Mädchens. Der Vierjährigen geht es nach Angaben der Ermittler den Umständen entsprechend gut. Jetzt werden Social-Media-Nutzer gebeten, alle Fahndungsbilder des Mädchens, die geteilt wurden, wieder zu löschen. Frankfurter Buchmesse startet: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron eröffnen heute die Frankfurter Buchmesse. Frankreich ist in diesem Jahr Gastland des weltweit größten Treffens der Buchbranche. 180 französischsprachige Autoren werden in Frankfurt erwartet, darunter auch Michel Houellebecq und Yasmina Reza. Die Eröffnung der Messe durch Merkel und Macron stehe symbolhaft für eine enge Verbindung beider Länder und sei Bekenntnis für ein gemeinsames und starkes Europa, sagte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos. Insgesamt präsentieren 7000 Aussteller aus 106 Ländern in Frankfurt ihre neuesten Veröffentlichungen.

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  • 09.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:08:51 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU und CSU einigen sich auf Begrenzung der Zuwanderung: Die Unionsparteien CDU und CSU haben sich in der Flüchtlingspolitik darauf verständigt, dass künftig maximal 200.000 Menschen pro Jahr in Deutschland aus humanitären Gründen und über den Familiennachzug aufgenommen werden sollen. Das Grundrecht auf Asyl wird nicht angetastet. Der von der CSU aufgebrachte umstrittene Begriff "Obergrenze" wird in dem Kompromiss der Schwesterparteien nicht mehr genannt. Eine Situation wie 2015 mit der Aufnahme einer sehr hohen Zahl an Migranten solle sich nicht wiederholen, betonen CDU und CSU. Asylbewerber sollen künftig in Entscheidungs- und Rückführungszentren untergebracht werden. Dort soll über ihre Anträge entschieden werden. Die Einigung im Streit zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer soll die Basis für die Verhandlungen zu einer Dreier-Regierungskoalition mit FDP und Grünen schaffen. Kataloniens Regierungschef hält an Unabhängigkeitsplänen fest: Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont will die Unabhängigkeit seiner Region von Spanien ungeachtet mehrerer gerichtlicher Verbote und trotz energischer Warnungen der Zentralregierung ausrufen. Die Unabhängigkeitserklärung sei im Referendumsgesetz vorgesehen. "Wir werden das Gesetz befolgen", sagte Puigdemont in einem Fernsehinterview. Der katalanische Regierungschef bezog sich auf das Anfang September vom Regionalparlament in Barcelona verabschiedete Gesetz, das als rechtliche Grundlage für das Unabhängigkeitsreferendum vom Sonntag vor einer Woche gelten sollte. Das Gesetz war aber vom Verfassungsgericht schon vor der Abstimmung für illegal und nichtig erklärt worden. Barcelona hielt die Volksbefragung trotz des gerichtlichen Verbots und auch gegen den Willen der Zentralregierung ab. Gestern gingen in Barcelona erstmals massiv Unabhängigkeitsgegner auf die Straßen, um gegen die Abspaltungspläne zu demonstrieren. USA und Türkei setzen gegenseitige Visavergabe aus: Nach der Ankündigung aus den USA, die Vergabe von Visa für türkische Bürger vorläufig und mit sofortiger Wirkung einzufrieren, hat die Türkei reagiert. Sie stoppt sämtliche Visa-Vergaben in der Botschaft in Washington sowie in sämtlichen Konsulaten in den USA. Die türkische Regierung entschloss sich zu dem Schritt nur Stunden, nachdem die Regierung von Präsident Donald Trump ihre Maßnahme verkündet hatte, in der amerikanischen Botschaft in Ankara bis auf weiteres keine Einreisepapiere mehr auszustellen. Begründet wurde der Schritt damit, dass man prüfen müsse, inwieweit die türkische Regierung die Sicherheit der US-Botschaft und ihres Personals in Ankara gewährleiste. Hintergrund ist die Festnahme eines türkischen Mitarbeiters der US-Vertretung unter Spionageverdacht. Der Mann soll der Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fetullah Gülen nahestehen, den Ankara für den Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich macht. Die US-Botschaft in der Türkei wies die Vorwürfe zurück und fordert die Freilassung ihres Mitarbeiters. Trump legt Eckpunkte für Einwanderungspolitik vor: US-Präsident Donald Trump hat dem Kongress Eckpunkte für eine Reform der Einwanderungsgesetze vorgelegt. Eine entsprechende Liste mit Verschärfungen in der US-Migrationspolitik umfasst die Bereitstellung von Finanzmitteln für den Bau einer Mauer zu Mexiko, ein schärferes Asylrecht, mehr Personal für die Einwanderungsbehörden und ein härteres Vorgehen gegen unbegleitete Minderjährige, die illegal in die USA einreisen. Die Prinzipien sollen nach dem Willen der Regierung auch Richtschnur für eine Neuregelung des Status von rund 700.000 jüngeren Immigranten sein, die als Kinder illegal mit ihren Eltern in die USA gekommen waren und dort derzeit ein Bleiberecht haben. Die oppositionellen Demokraten lehnten die Vorschläge umgehend ab. Bundespräsident Steinmeier zum Antrittsbesuch beim Papst: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Montag zu seinem Antrittsbesuch bei Papst Franziskus erwartet. Nach der Privataudienz im Vatikan ist ein Besuch bei der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio im römischen Stadtteil Trastevere geplant. Die Bewegung setzt sich insbesondere für den Frieden in aller Welt und den Dialog der Religionen ein. Am Sonntagabend hat Steinmeier aus Anlass des Reformationsgedenkens einen Vortrag in der evangelischen Christuskirche in Rom gehalten. Dabei bezeichnete er die Versöhnung zwischen Katholiken und Protestanten als Vorbild für das Miteinander in Europa.

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  • 07.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:08:14 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Spaniens Regierung will keine Vermittlung im Katalonien-Konflikt: Die spanische Regierung hat die Forderung der katalanischen Regionalregierung zurückgewiesen, den Konflikt mithilfe internationaler Vermittler zu lösen. Der spanische Außenminister Alfonso Dastis sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die spanische Regierung müsse den Rechtsstaat gegen eine Regionalregierung verteidigen, "die einen Staatsstreich durchziehen" wolle. Kein demokratischer Staat könne einen derartigen Bruch der Verfassung hinnehmen. Deshalb halte er die Forderung nach internationaler Vermittlung für "nicht hilfreich". Am Wochenende wollen in zahlreichen Städten Befürworter und Gegner der Abspaltung Kataloniens vom Zentralstaat demonstrieren. In Madrid soll ein "patriotischer Marsch" der Anhänger eines ungeteilten Spaniens stattfinden. Unterdessen ist für Dienstagabend eine Sitzung des katalanischen Parlaments angesetzt. Die ursprünglich für Montag geplante Zusammenkunft war von der spanischen Justiz verboten worden, um eine Ausrufung der Unabhängigkeit zu verhindern. Hurrikan "Nate" gewinnt über Golf von Mexiko an Kraft: Auf seinem Weg Richtung USA ist der tropische Sturm "Nate" zu einem Hurrikan der Kategorie 1 hochgestuft worden. Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern wird am späten Samstagabend oder Sonntagfrüh auf die Golfküste der USA treffen. Die US-Meteorologen gaben für Teile Louisianas, Mississippis und Alabamas eine Hurrikanwarnung heraus. In allen drei Staaten wurde der Notstand ausgerufen. "Nate" wird für die USA der vierte tropische Sturm in kurzer Folge. Zuvor war der Sturm an Mittelamerika und Mexiko vorbeigezogen. Mindestens 28 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten, weil Brücken eingestürzt oder Straßen überflutet waren. USA heben Sanktionen gegen den Sudan auf: Die USA heben die Wirtschaftssanktionen gegen den Sudan auf. Das US-Außenministerium teilte mit, man erkenne damit die Bemühungen der Regierung in Khartum um einen Waffenstillstand in dem Land an. Außerdem habe der Sudan sehr gut mit den USA bei der Terrorbekämpfung und dem Umgang mit regionalen Konflikten kooperiert. Bis zu einer vollständigen Normalisierung der Beziehungen zu den USA sei es noch ein weiter Weg, hieß es aus Washington. Die Sanktionen gegen das von Kämpfen im Inneren erschütterte Land waren mit dem Vorwurf begründet worden, der Sudan unterstütze Terrorgruppen. Bereits im Januar hatte der scheidende US-Präsident Barack Obama erste Sanktionen gegen den Sudan gelockert. Trump streicht Antibabypille auf Krankenschein: US-Bürger haben keinen automatischen Anspruch mehr darauf, dass ihr Arbeitgeber ihnen indirekt die Verhütungsmittel bezahlt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump strich einen entsprechenden Absatz im Gesetz über die Krankenversicherung. Seit "Obamacare", also der Reform des Gesundheitswesens durch Trumps Vorgänger Barack Obama, mussten alle Arbeitgeber einen Versicherungsschutz anbieten, mit dem Arbeitnehmer kostenlos Verhütungsmittel erhielten. Dagegen hatten vor allem christlich-konservative Gruppierungen protestiert. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, "Obamacare" zu kippen. Mehrere Anläufe seiner republikanischen Verbündeten dazu waren jedoch in den vergangenen Monaten im Kongress gescheitert, deswegen ist das Krankenversicherungssystem weiter in Kraft. Kanada will Ureinwohner wegen Zwangsadoptionen entschädigen: Tausende kanadische Ureinwohner, die als Kinder ihren Eltern weggenommen und zur Adoption in weiße Familien freigegeben wurden, erhalten eine Entschädigung von der Regierung. Insgesamt zahlt der Staat umgerechnet rund 544 Millionen Euro Schmerzensgeld. Auf diese Summe hatten sich Betroffene und die kanadische Regierung nach einem achtjährigen Rechtsstreit geeinigt. Die Regierung in Ottawa war dabei bereits im Februar für schuldig befunden worden, bei den Betroffenen psychologische Schäden und den Verlust ihrer kulturellen Identität mit verursacht zu haben. Carolyn Bennett, Kanadas Ministerin für indigene Angelegenheiten, nannte die erzielte Einigung einen wichtigen Schritt, um ein "dunkles und schmerzhaftes Kapitel in der Geschichte Kanadas" aufzuarbeiten. Ein Teil der Entschädigungszahlungen soll Berichten zufolge an eine Stiftung zur Aussöhnung zwischen der Regierung und den betroffenen Ureinwohnern gehen. Proteste zu Putins Geburtstag geplant: Zum 65. Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin hat der russische Oppositionelle Alexej Nawalny zu Massenprotesten in rund 80 Städten aufgerufen. Die größte Demonstration wird in Putins Heimatstadt St. Petersburg erwartet. Beobachter halten Festnahmen und eine Gewalteskalation für wahrscheinlich. Nawalny war Anfang der Woche von einem Moskauer Gericht zu einer 20-tägigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er zur Teilnahme an nicht-genehmigten Kundgebungen aufgerufen hatte. Der Oppositionelle ist einer der erbittertsten Gegner des russischen Staatschefs und will an der nächsten Präsidentenwahl im März teilnehmen. Putin hat seine Kandidatur noch nicht offiziell erklärt. Der 65-Jährige ist seit Mai 2012 in seiner dritten Amtszeit Präsident der Russischen Föderation. Bereits von 2000 bis 2008 stand Putin an der Staatsspitze. Davor und in der Zeit von 2008 bis 2012 war er russischer Ministerpräsident.

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  • 06.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:07:22 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Riad und Moskau vereinbaren milliardenschwere Rüstungsgeschäfte: Beim ersten Besuch eines saudischen Königs in Russland haben beide Staaten milliardenschwere Rüstungs- und Energieabkommen vereinbart. Insgesamt wurden am Rande des Besuchs von König Salman bin Abdelasis al-Saud beim russischen Präsidenten Wladimir Putin rund ein Dutzend Abkommen unterzeichnet. Saudi-Arabien will unter anderem russische Flugabwehrsysteme vom Typ S-400, Panzerabwehrsysteme und Raketenwerfer kaufen. Außerdem soll Russland künftig auch in Saudi-Arabien Waffen herstellen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Gespräche war die Zusammenarbeit im Ölsektor. Putin nannte das Treffen einen "Meilenstein". Der Monarch wiederum sagte, der Besuch würde die Verbindungen der beiden Nationen im Interesse von Frieden und Sicherheit stärken. Nach Las Vegas - winzige Verschärfung im US-Waffengesetz in Sicht?: In den USA deutet sich nach dem Massaker von Las Vegas eine kleine Bewegung in der festgefahrenen Debatte um Schusswaffen-Kontrolle an. Die republikanische Parteiführung, das Weiße Haus und auch die einflussreiche Waffenlobby "National Rifle Association" (NRA) signalisierten, sie könnten sich unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Verbot von Vorrichtungen durchringen, die halbautomatische Waffen de facto zu automatischen Waffen machen. Eine solche frei erhältliche und legale Umbauvorrichtung hat nach ersten Erkenntnissen auch der Attentäter von Las Vegas benutzt. So konnte er Waffen so ausstatten, dass er in der Lage war, bis zu 900 Schuss pro Minute abzugeben. Er tötete mindestens 58 Menschen und verletzte knapp 500. Zu einer grundsätzlichen Verschärfung der laxen US-Waffengesetze sind weder die Republikaner noch die NRA bereit. UN-Bericht: Tausende Kinder in Kriegs-Konflikten getötet oder verstümmelt: Die UN ziehen in ihrem Jahresbericht zur Lage von Kindern in bewaffneten Konflikten eine düstere Bilanz. Allein im Jahr 2016 wurden demnach weltweit mehr als 8000 Kinder in kriegerischen Auseinandersetzungen getötet oder verstümmelt. Die UN haben in Afghanistan im vergangenen Jahre 3512 Kinder-Kriegsopfer gezählt, im Jemen 1340 und in Syrien 1299. Zudem wurden hunderte Kinder in Konflikten als Soldaten rekrutiert oder waren sexueller Gewalt sowie Angriffen auf ihre Schulen ausgesetzt. Auf der "schwarzen Liste" der Verantwortlichen für die Taten listet der Bericht unter anderem Organisationen aus Afghanistan, der Zentralafrikanischen Republik, Kongo, Irak, Mali, Myanmar, Somalia, Sudan und Südsudan, Syrien und dem Jemen auf. Erstmals steht auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstützt, auf dieser Liste. Türkei will Kurden im Nordirak isolieren: Die Türkei versucht, die Kurden im Nordirak nach deren umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum zu isolieren. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte die Schließung der Grenzen zur Kurdenregion im Nordirak an. Dies werde bald geschehen, ebenso wie eine Sperrung des Luftraums, sagte Erdogan bei einem Auftritt in Ankara. Zuvor hatte Erdogan den Kurden im Nachbarland als Reaktion auf die Unabhängigkeitsbestrebungen bereits mit einem Ende ihres Ölexports über sein Land und mit einer Militärintervention gedroht. Der Luftverkehr in die kurdischen Autonomiegebiete im Irak ist bereits jetzt eingeschränkt. Wie die irakische Zentralregierung in Bagdad sind auch die Türkei und der Iran gegen die Unabhängigkeit für Iraks Kurden, da beide Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden in ihren Ländern befürchten. Spanische Bank Sabadell zieht von Katalonien nach Alicante: Der Konflikt um die von Katalonien angestrebte Abspaltung von Spanien hat nun auch erste Konsequenzen im Bankensektor. Die spanische Banco Sabadell werde ihren Hauptsitz aus der gleichnamigen Stadt bei Barcelona nach Alicante in der Region Valencia verlegen, berichtete das spanische Fernsehen. Dies habe das Direktorium des fünftgrößten Geldhauses des Landes bei einer Sondersitzung entschieden. Die Verlagerung des Firmensitzes sei im Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter, hieß es von Seiten der Bank. Katalonien wäre vermutlich nicht mehr Teil der Europäischen Union, sollte die Region unabhängig von Spanien werden und hätte den Euro nicht mehr als Währung. Der Sabadell-Aktienkurs war zuletzt im Zuge der Krise stark gefallen. Medien berichteten, weitere Banken könnten dem Beispiel folgen.

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  • 05.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

    · 00:07:50 · Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsch lernen | Deutsche Welle

    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Madrid und Barcelona im Katalonienstreit auf Konfrontationskurs: Die spanische Zentralregierung lehnt Gespräche über die Unabhängigkeit Kataloniens weiter ab. Man werde über nichts Illegales verhandeln und keine Erpressung hinnehmen, teilte das Büro von Ministerpräsident Mariano Rajoy in Madrid mit. Gespräche werde es erst geben, wenn der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont auf den Boden des Gesetzes zurückgekehrt sei. Puigdemont hatte die Zentralregierung zuvor noch einmal zu Gesprächen aufgefordert. Jetzt sei der richtige Moment für eine Vermittlung, sagte er in einer Fernsehansprache. Allerdings halte seine Regierung an den Unabhängigkeitsbestrebungen fest. Scharfe Kritik übte Puigdemont an König Felipe VI. Der Monarch werde der vermittelnden und ausgleichenden Rolle eines Staatsoberhaupts nicht gerecht, kritisierte er mit Blick auf dessen Fernsehansprache vom Dienstag. Felipe habe die unnachgiebige Haltung der Regierung Rajoy übernommen. Laut Medienberichten will das Regionalparlament in Barcelona am Montag die Abspaltung von Spanien ausrufen. Trump besucht Überlebende des Massakers von Las Vegas: US-Präsident Donald Trump hat in Las Vegas Überlebende des Massakers sowie Hinterbliebene jener 58 Personen getroffen, die von dem Massenmörder Stephen Paddock am Sonntagabend erschossen worden waren. Trump lobte die große Professionalität der Hilfskräfte, ohne deren Einsatz sicher noch mehr Menschen getötet worden wären. Der Todesschütze hatte aus einem Hotel heraus das Feuer auf die Besucher eines Musikfestivals in der Casino-Stadt im Bundesstaat Nevada eröffnet. Das Motiv des Angreifers ist weiter unklar. Laut Polizei ist nunmehr bekannt, dass der 64-jährige Schütze die Tat seit längerem intensiv vorbereitet und ein riesiges Waffenarsenal angehäuft hat. Die Bundespolizei FBI befragte inzwischen die Lebensgefährtin des Attentäters. Ihr Anwalt erklärte anschließend, die 62-Jährige habe nichts von den Plänen für die Gewalttat gewusst. Sie habe auch keinerlei Anzeichen dafür wahrgenommen. May ruft Tories zur Geschlossenheit bei Brexit-Prozedere auf: Die britische Premierministerin Theresa May hat beim Parteitag der Tories die Unterstützung ihrer Partei für ihre Brexit-Politik eingefordert. Sie rief zum Abschluss der Parteitagung in Manchester dazu auf, sich zusammenzureißen und dem Land die Regierung zu geben, die es brauche. Sie wolle die Verhandlungen mit Brüssel über einen EU-Austritt zu einem guten Ergebnis führen, sei aber auch auf ein Scheitern vorbereitet. Innerhalb der Konservativen herrscht Uneinigkeit darüber, wie der Austritt aus der Europäischen Union erfolgen soll. So wirbt Außenminister Boris Johnson für einen harten Bruch. Die Premierministerin entschuldigte sich beim Parteitag auch für das schlechte Ergebnis ihrer Partei bei den Parlamentswahlen im Juni, bei denen die Tories ihre absolute Mehrheit im Unterhaus verloren. UN-Ermittler haben Hinweise auf weiteren Giftgas-Angriff in Syrien: UN-Ermittler haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen weiteren Giftgasangriff in Syrien. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen -OPCW- berichtete, bei einem Vorfall Ende März im Nordwesten des Landes seien etwa 70 Menschen durch das Nervengift Sarin verletzt worden. Dies habe die Analyse von Proben ergeben. Wenige Tage später wurden bei einem Giftgasangriff auf das ebenfalls im Nordwesten des Landes gelegene Dorf Chan Scheichun mehr als 80 Menschen getötet. In einem im September veröffentlichten Bericht hatten Ermittler der Vereinten Nationen erstmals das Regime von Präsident Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich gemacht. AI wirft Europäern rechtswidrige Abschiebungen nach Afghanistan vor: Amnesty International (AI) hat der EU und den Regierungen der einzelnen Mitgliedstaaten vorgeworfen, Menschen illegal nach Afghanistan abzuschieben. 2016 seien in dem Land knapp 11.500 Menschen bei Gewaltakten getötet oder verletzt worden, darunter zunehmend Frauen und Kinder. Die Zahl der Opfer liege so hoch wie seit 2009 nicht mehr, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Trotzdem seien im vergangenen Jahr aus der EU rund 10.000 Afghanen abgeschoben worden. Für 2017 sei eine weitere Verschlechterung der Lage in Afghanistan zu erwarten. Die Entschlossenheit der Europäer, dessen ungeachtet die Zahl der Abschiebungen zu steigern, sei rücksichtslos und ungesetzlich, kritisierte Anna Shea, zuständig für Flüchtlingsrecht bei AI. Medien: Heynckes soll Bayern München bis Saisonende trainieren: Laut einem Medienbericht wird Jupp Heynckes neuer Trainer des FC Bayern München. Der 72-Jährige soll den deutschen Rekordmeister bis zum Saisonende trainieren, berichtete die "Bild"-Zeitung. Der Verein bestätigte die Personalentscheidung bislang nicht. Heynckes hatte 2013 mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League gewonnen und wurde anschließend von Pep Guardiola abgelöst. Nach der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti am vergangenen Donnerstag war heftig über die Nachfolge spekuliert worden.

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