Folgen
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In dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem Buch „The Problem of Evil" des Philosophen Peter van Inwagen. Er argumentiert, dass das Theodizeeargument gegen Gottes Existenz erfolglos bleibt – und liefert dabei spannende, teils unerwartete Gedanken.
Quelle: Peter van Inwagen, The Problem of Evil, Oxford University Press, 2006.
0:00 Intro
1:05 Rückblick: Die Theodizeedebatte zwischen Mackie und Plantinga
2:08 Das Erdbeben von Lissabon
3:39 Peter Van Inwagens Anspruch
6:47 Was bedeutet gut und böse?
9:39 Inwagens Kriterium für ein erfolgreiches/erfolgloses philosophisches Argument
14:26 Wann wäre das Theodizee-Argument gegen Gottes Existenz erfolgreich?
16:10 Das globale Argument des Übels
16:44 Die einfache Free-Will Defense
18:22 Einwand 1: Gott könnte freie Wesen schaffen, die immer das Richtige tun, wenn der Kompatibilismus stimmt
24:19 Einwand 2: Ist Gottes Allwissenheit mit der menschlichen Freiheit kompatibel?
31:01 Einwand 3: Der Freie Wille rechtfertigt das Ausmaß und die Intensität des Leides nicht.
32:03 Die erweiterte Free-Will Defense
36:55 Bewertung der erweiterten Free-Will Defense aus Sicht des Agnostikers
40:20 Einwand: Ist die erweiterte Free-Will Defense bizarr?
43:53 Fazit und Ausblick
#Theodizee #Leid #Gott #Glaube #Atheismus #Philosophie #Religion
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J.L. Mackie formulierte das Theodizeeproblem besonders scharf und argumentierte, dass der Theist einen logischen Widerspruch akzeptieren müsse – und damit letztlich fundamental irrational sei. Doch hat Mackie recht? Alvin Plantinga stellte sich dieser Herausforderung in einer bemerkenswerten Debatte und konnte Mackies Argument entkräften.
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1:55 Was bedeutet Theodizee?
3:20 Die Leidfrage in der analytischen Philosophie
4:03 J.L. Mackie vs. Alvin Plantinga
5:46 Was wollte J.L. Mackie zeigen?
10:31 Mackies logisches Argument gegen die Existenz Gottes
12:17 Zu Prämisse 1: Hat ein allmächtiger Gott keine Grenzen? Descartes vs. Aquin
15:13 Mackies 2. Prämisse hinterfragt: Eliminiert eine gute Person das Übel sofern sie es kann?
18:35 Mackie muss zeigen, dass es unmöglich ist, dass Gott gute Gründe hat Leid zuzulassen
21:41 Was kann der Theist tun, um das logische Problem zu lösen?
22:15 Plantingas Free Will Defense
26:21 Kann Gott einen Welt schaffen in der freie Wesen immer das Richtige tun?
31:33 Kennt Gott die Zukunft?
36:15 Transworld Depravicy
38:38 Zusammenfassung
#Gott #Leid #Theodizee #Atheismus #Plantinga #Mackie #Philosophie #Religion
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Fehlende Folgen?
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In den kommenden Folgen widmen wir uns der Theodizeefrage aus der Perspektive der modernen analytischen Philosophie. Bevor wir jedoch in logische Argumente und systematische Analysen einsteigen, möchten wir einen Schritt zurücktreten.
Denn die Frage nach dem Leid ist kein rein theoretisches Problem. Sie trifft uns auf einer zutiefst existenziellen Ebene und darf daher unter keinen Umständen leichtfertig behandelt werden.
Um diese existenzielle Wucht sichtbar zu machen, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit der Leidfrage im Weltklassiker Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski.
Zugleich stellen wir eine grundlegende moralische Frage: Dürfen wir überhaupt versuchen, eine Rechtfertigung Gottes für das Zulassen des Leids zu formulieren – oder verfehlt jede Theodizee notwendigerweise die Erfahrung der Leidenden?
Diese Folge versteht sich als existenzieller Einstieg in eine philosophische Auseinandersetzung, die uns in den kommenden Episoden weiter begleiten wird.
0:00 Intro
1:09 Was bedeutet Theodizee?
1:43 Das Erdbeben von Lissabon
2:45 Die Theodizeefrage in die Brüder Karamasow
8:57 Dostojewskis existenzielle Antwort auf das Leid
11:34 Ivans Reaktion auf das Leid
11:51 Die Auferstehungshoffnung bei Dostojewski
13:50 Analytische Philosophie vs. Dostojewski
14:53 Dürfen wir eine Theodizee aufstellen?
15:54 Anti-Theodizee
18:32 Inwiefern es in Ordnung ist eine Theodizee aufzustellen
23:36 Emotionale Sensibilität in der Leidfrage
25:56 Ausblick
Quellen:
Adams, Marylyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God, 2000, Cornell University Press
Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow, 1880
#Dostojewski #Weltliteratur #Gott #Atheismus #Theodizee #Philosophie
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Fjodor Dostojewski schrieb Weltliteratur und prägte das europäische Denken wie kaum ein anderer Autor des 19. Jahrhunderts. Friedrich Nietzsche bezeichnete seine Werke als einen „Glücksfall“ seines Lebens.
In dieser Folge gehen wir der Frage nach, warum Dostojewski bis heute fasziniert: Wir sprechen über Sinn, Leid und Gott, über seine persönlichen Krisen, Glaubenszweifel und großen Romane wie Schuld und Sühne, Der Idiot und den berühmten „Großinquisitor“ aus die Brüder Karamasow. Außerdem klären wir, warum sowohl Atheisten als auch Theisten Dostojewski lieben – und weshalb sich seine Lektüre auch heute noch lohnt.
Quellen:
Spieker, Markus. Rock Me Dostojewski!, 2021
Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow, 1880
Dostojewski, Fjodor. Der Idiot, 1869
Dostojewski, Fjodor. Schuld und Sühne, 1866
Spieß, Jürgen. Dostojewski Vortrag - Prophet des 20. Jahrhunderts, https://www.youtube.com/watch?v=Ce7nEv6f5dg
0:00 Intro
2:41 Die Frage nach Sinn und Gott
3:49 Dostojewskis Leiderfahrungen
5:08 Warum Atheisten und Theisten Dostojewski lieben
8:19 Roman: Schuld und Sühne
14:05 Dostojewskis Beziehungen
14:39 Dostojewskis Spielsucht
15:54 Dostojewskis Glaubenszweifel
18:15 Romankapitel: Der Großinquisitor
24:36 Roman: Der Idiot
25:52 Dostojewskis Lebensmotto
29:09 Dostojewskis komplexe Handlungsstränge
32:44 Russische Namen
34:07 Ausblick
#Dostojewski #Russland #Weltliteratur #Gott #Atheismus
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In dieser dreiteiligen Serie diskutieren wir ein moralisches Argument für die Existenz Gottes, das Mark Linville in The Blackwell Companion to Natural Theology vorgestellt hat. In dieser Folge stellen wir die Frage, ob der intrinsische Wert eines Menschen auf Gottes Existenz hinweist.
Quelle:#Moral #Ethik #Kant #Gott #Atheismus
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In dieser dreiteiligen Serie diskutieren wir ein moralisches Argument für die Existenz Gottes, das Mark Linville in The Blackwell Companion to Natural Theology vorgestellt hat. In dieser Folge stellen wir die Frage, ob der Naturalismus mit der kantischen Ethik vereinbar ist.Quelle:
Linville, Mark: The Blackwell Companion to Natural Theology, Kapitel 7, 2012
00:00 Intro
00:45 Der kategorische Imperativ nach Kant: Behandle einen Menschen als Zweck an sich!
03:17 Unsere Ausgangsfrage: Ist der Naturalismus mit dem intrinsischen Wert eines Menschen vereinbar?
03:46 Gibt es das substantielle Selbst im strikten Naturalismus?
11:15 Ist die kantische Ethik vereinbar mit dem gemäßigten Naturalismus - bzw. Eigenschaftsdualismus?
13:26 Die Herausforderung für den Eigenschaftsdualismus
18:41 Der Weltknoten
19:06 Wie sich der neue Atheismus wandelt
23:38 Zusammenfassung
#Moral #Ethik #Kant #Naturalismus #Gott #Atheismus #Harari #Dannett
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In dieser dreiteiligen Serie diskutieren wir ein moralisches Argument für die Existenz Gottes, das Mark Linville in The Blackwell Companion to Natural Theology vorgestellt hat. In dieser Folge stellen wir die Frage, warum es falsch ist, einen Menschen zu misshandeln. Welche Moraltheorie gibt uns die plausibelste Antwort?
Quelle: Linville, Mark: The Blackwell Companion to Natural Theology, Kapitel 7, 2012
0:00 Intro02:16 Alex’ Erfahrungen in Russland
04:31 Westliche vs. östliche Perspektive auf Moral
11:40 Unsere Ausgangsfrage: Warum ist es falsch, einen Menschen zu misshandeln?
13:35 Ohne moralische Intuition können wir keine Ethiktheorien bewerten
17:40 Ohne moralische Intuition können wir keine Theorien bewerten
18:55 Der moralische Egoismus kann direkte Pflichten nicht abbilden
28:04 Kann der Utilitarismus direkte Pflichten gegenüber Individuen abbilden?
35:33 Kann der Pflichtenutilitarismus direkte Pflichten abbilden?
38:03 Die kantische Ethik kann direkte Pflichten abbilden
43:33 Fazit und Ausblick auf die nächste Folge
#Moral #Ethik #Kant #Utilitarismus #Gott #Atheismus
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In dieser Folge schauen wir uns drei Argumente an, die Gottes Existenz auf der Grundlage des moralischen Realismus plausibilisieren sollen.
Quellen:Kant, Immanuel. Kritik der Urteilskraft. 1790
Kant, Immanuel. Kritik der reinen Vernunft. 1787
Linville, Mark. The Blackwell Companion to Natural Theology, Kapitel 7. 2012
0:00 Intro
1:27 Was ist der moralische Realismus?
6:18 Welche Auswirkung hat der Realismus auf unsere Weltanschauung?
7:35 Welche moralischen Gesetze gibt es?
8:10 Tierethik
10:04 Argument 1: Das Gesetzgeber Argument für die Existenz Gottes
14:01 Evolution als Grundlage für moralische Pflichten?
15:51 Argument 2: Blinde Evolution führt zur moralischen Skepsis
20:44 Unser Gewissen: Ein innerer Gerichtshof (Kant)
22:12 Argument 2: Unsere Moralvorstellungen wären willkürlich wenn sie durch rein naturalistische Prozesse geformt wären
26:07 Argument 3: Gott als Postulat der praktischen Vernunft (Kant)
28:16 Diskussion von Argument 1 (Gesetzgeber) und 2 (Evolution)
35:53 Alex' Zusammenfassung
37:56 Simons Zusammenfassung
#Dawkins #Atheismus #Gott #Moral #Ethik -
In dieser dreiteiligen Serie gehen wir der Frage nach, ob moralische Aussagen objektiv wahr oder falsch sein können. Der Philosoph Russ Shafer-Landau liefert dazu spannende Impulse für die metaethische Debatte.
Quelle:
Shafer-Landau, Russ. Whatever Happened to Good and Evil?, Oxford University Press, 2003
0:00 Intro
2:10 Einwand 1: Widerlegen widersprüchliche Moralvorstellungen von Kulturen den Realismus?
7:39 Einwand 2: Moral lässt sich Wissenschaftlich nicht erfassen. Also ist es kein reales Phänomen.
10:25 Einwand 3: Schneidet Ockhams Rasiermesser moralische Wahrheiten ab?
14:18 Einwand 4: Moralische Uneinigkeit lässt sich oft nicht auflösen - selbst wenn wir lange diskutieren. Daraus folgt, dass es keine objektive moralische Wahrheit gibt.
20:48 Fazit
#Ethik #Metaethik #Philosophie #Moral #Realismus #Objektivismus #Relativismus #Postmoderne
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In dieser dreiteiligen Serie gehen wir der Frage nach, ob moralische Aussagen objektiv wahr oder falsch sein können. Der Philosoph Russ Shafer-Landau liefert dazu spannende Impulse für die metaethische Debatte.
0:00 Intro
0:56 Metaethik: Moralischer Realismus vs. Relativismus
2:39 Wer ist Russ Shafer-Landau?
3:38 Relativismus: Moralische Aussagen sind radikal equivalent
4:50 Objektive Moral und Nürnberger Prozesse
6:16 Macht der moralische Relativismus uns tolerant?
11:12 Landau: Toleranz ist schlecht vereinbar mit dem Relativismus, da wir Autorität über die Moral hätten
13:42 Was spricht für den Relativismus? Atheismus
14:58 Seitenbemerkung: Moralischer Expressivismus (Non-Kognitivismus)
15:45 Die pluralistische Gesellschaft
19:00 Kulturelle Konventionen vs. Moral
20:12 Hans Küngs Weltethos - Moralische Ähnlichkeiten zwischen Kulturen
23:05 Entdecken oder konstruieren wir Moral?
25:13 Wie decken wir moralische Regeln auf?
26:35 Objektive Moral als Grundintuition (properly basic belief)
28:33 Moralischer Fortschritt
29:00 Objektive moralische Sätze können situationsabhängig sein
30:12 Ein Problem des Relativismus: Konflikte zwischen Subkulturen
32:23 Die Verfehlungen des alten weißen Mannes
34:26 Fazit
Quelle:
Shafer-Landau, Russ. Whatever Happened to Good and Evil?, Oxford University Press, 2003
#Ethik #Metaethik #Philosophie #Moral #Realismus #Objektivismus #Relativismus #Postmoderne
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In dieser dreiteiligen Serie gehen wir der Frage nach, ob moralische Aussagen objektiv wahr oder falsch sein können. Der Philosoph Russ Shafer-Landau liefert dazu spannende Impulse für die metaethische Debatte.
0:00 Intro
1:12 Wir schwimmen im moralischen Wasser
3:02 Was ist Metaethik? Können moralische Aussagen objektiv wahr sein?
5:11 Nihilismus: Alle moralische Aussagen sind falsch (J.L. Mackie)
7:16 Relativismus: Moral als ein menschliches Konstrukt und der Zeitgeist
11:00 Realismus: Es gibt das objektiv Gute/Böse (Russ Shafer-Landau )
12:24 Der 11. September und amerikanische Doppelmoral
13:30 Eine metaethische Debatte: Moralischer Realismus (Objektivismus) vs. Relativismus
17:38 Moralischer Realismus: Moral ist entdeckt und nicht erfunden
18:35 Moralischer Relativismus: Kulturen sind moralisch weder besser noch schlechter
Quelle:
Shafer-Landau, Russ. Whatever Happened to Good and Evil?, Oxford University Press, 2003
#Ethik #Metaethik #Philosophie #Moral #Realismus #Objektivismus #Relativismus #Postmoderne
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Richard Swinburne zählt zu den einflussreichsten Denkern der Religionsphilosophie. In dieser Folge diskutieren wir, ob Gott angesichts der Phänomene dieser Welt eine wahrscheinliche Erklärung darstellt.
0:00 Intro
1:11 Wer ist Richard Swinburne?
2:00 Wofür argumentiert Swinburne?
3:13 Bayessche Statistik in der Philosophie
5:01 Erklärungskraft (Bayes Faktor) und Einfachheit (a priori Wahrscheinlichkeit)
9:53 Wie untersuchen wir die Gottesfrage nach Bayes?
11:21 Wahrscheinlichkeit des Naturalismus
13:12 Was ist eine gute Erklärung?
17:15 Die Erklärungskraft der Gotteshypothese. Das fein abgestimmte Universum
19:18 Die Erklärungsgüte des Multiversums
20:28 Ist Gott eine einfache Erklärung?
21:54 Die Grenzen der Naturwissenschaft. Was verursachte das Universum?
23:29 Personale Erklärungen sind legitim
24:06 Die Einfachheit Gottes
Zu Richard Swinburne (und seinem Kritiker J.L. Mackie) haben wir ein paar umfangreichere Audiofolgen produziert.
- https://open.spotify.com/episode/2aXfz4Z7Wk6Y6y35v2Ga00?si=acdbc03bf34d43aa
- https://open.spotify.com/episode/42KXqrKxeZ4gpQ98DQmnfy?si=589c228ffc074fe8
- https://open.spotify.com/episode/0QfDr3cy9JMSmyCnyLHf2l?si=98eb9f3b884249a8
- https://open.spotify.com/episode/5pdod67gipHNpkIq8WovbD?si=11bf589da9fd4ff2
- https://open.spotify.com/episode/22hzxamWXiGX26WBWyTiET?si=b055880ce54847dc
Quellen:
Swinburne, Richard. Is there a God?, Oxford University Press, 2010
Swinburne, Richard. The Existence of God, Oxford University Press, 2004
Swinburne, Richard. The Coherence of Theism, Oxford University Press, 2016
#Gott #Atheismus #Glauben #Statistik #Stochastik #Mathematik #Bayes
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In dieser Spezialfolge war ich (Simon) zu Gast bei Franz Himpsl.
Franz ist promovierter Philosoph und Journalist. Als Autor schrieb er unter anderem für Die Zeit, Psychologie Heute und die Süddeutsche Zeitung. Heute leitet er die KI-Produktion der Wissens-App Blinkist. Gemeinsam mit Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung) hat er kürzlich das Buch „Wie KI dein Leben besser macht“ veröffentlicht.
Wir sprechen darüber, wie KI-Modelle funktionieren, ob Künstliche Intelligenz ein Bewusstsein haben kann, über absurde Erfahrungen im Umgang mit KI – und was das alles mit Kunst und Sinn zu tun hat.
Viel Spaß beim Zuhören!
0:00:00 Intro
0:01:56 Wer ist der KI Chef bei Blinkist. KI Einsatz bei Blinkist
0:03:55 Was verstehen wir unter KI?
0:05:45 Wenn der KI Einsatz versagt - Beispiel Kündigungsprävention
0:10:18 Wie der KI Einsatz besser gelingt
0:14:30 Unser Schock über den Qualität von KI-Ergebnissen
0:15:07 Wie man einfache Sprachmodelle selber baut
0:19:00 Wie lernen KI-Modelle?
0:21:39 KI-Modelle berechnen Wahrscheinlichkeiten
0:23:10 KI-Modelle haben keinen direkten Bezug zur realen Welt
0:25:26 Wir Menschen lernen in Konzepten zu denken - die Maschine nicht
0:28:04 Sind wir auf dem Weg zu AGI? Wird KI ein Bewusstsein erlangen?
0:33:17 Wie können wir Maschinenbewusstsein testen?
0:36:29 Wollen wir überhaupt dass KI-Systeme bewusst sind?
0:37:50 Unterschiede zwischen Mensch und Maschine
0:40:20 Warum konnte ChatGPT kein volles Weinglas zeichnen?
0:42:32 Welche Tätigkeiten wird KI ablösen?
0:44:02 Unsere Prognose: Menschliche Kunst bleibt relevant
0:49:57 Wie wird unsere Gesellschaft aussehen wenn Roboter unsere Arbeit komplett übernehmen können?
0:54:26 Brauchen wir mehr Sinnangebote wie Religion?
0:58:20 Ein Hoch auf Open Source KI-Modelle
1:00:20 Der soziale Aufstieg der Nerds
Quelle:
Franz Himpsl / Dirk von Gehlen: Wie KI dein Leben besser macht: 50 Denkanstöße für einen entspannteren Alltag, erschienen am 28. Mai 2025.
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Zum ersten Mal widmen wir uns einem deutschen Philosophen: Holm Tetens.
Tetens diagnostiziert eine Schieflage in der zeitgenössischen deutschen Philosophie. Seiner Ansicht nach fehlt es an intellektueller Ausgewogenheit, wenn weltanschauliche Grundannahmen nicht mit der gleichen Ernsthaftigkeit durchdacht werden – unabhängig davon, ob sie naturalistisch oder theistisch geprägt sind.
Er fordert: Weltanschauungen müssen konsequent, hartnäckig und scharfsinnig durchdacht werden – gerade auch dann, wenn sie die Existenz Gottes voraussetzen.
0:00 Intro
2:58 Schieflage in der deutschen Philosophie
4:06 Mögliche Welten und Absurditäten im deutschen Diskurs
6:52 Tetens Abkehr vom Naturalismus
9:44 Die existentielle Botschaft des Naturalismus: Wir sind sinnfreie Zufallsprodukte
11:39 Der Naturalismus ist eine Metaphysik und folgt nicht aus den Wissenschaften
15:33 Eine Metaphysik lässt sich nicht beweisen (aber plausibilisieren)
16:14 Das Bewusstsein als Schwachstelle des Naturalismus
19:09 Idealismus: Bewusstsein als fundamentale Realität
20:50 Gott als primäre Realität
24:00 Meint Tetens den christlichen Gott?
Quelle:
Tetens, Holm. Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie. 2015
#gott #atheismus #bewusstsein #philosophie #glaube #podcast #theologie #apologetik
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Thomas Nagel kritisiert als atheistischer Philosoph die materialistische Weltanschauung. Laut Nagel ist das Bewusstsein untrennbar mit subjektiven Erfahrungen verbunden ist und somit können wissenschaftliche Analysen diesem Phänomen nicht gerecht werden. Wir beleuchten die Probleme der Hirnforschung und die Unmöglichkeit, das innere Erleben zu erfassen. Weiterhin geht Nagel von einem Telos (Zielgerichtetheit) hinter dem Universum aus. Wer aber setzt dieses Ziel? Wir beleuchten diese spannenden Fragen und den Zusammenhang zwischen Ziel und Bewusstsein.
0:00 Intro
1:01 Thomas Nagels Ablehnung des Materialismus
2:07 Nagel möchte nicht dass Gott existiert
4:25 Der Sinn fürs Göttliche (Sensus Divinitatis)
8:32 Nagel postuliert eine Zielgerichtetheit (Telos) des Universums
10:45 Was ist Bewusstsein? Wie ist es eine Fledermaus zu sein?
12:35 Therapie und Empathie
14:24 Das Bewusstsein ist nicht naturwissenschaftlich beschreibbar
15:04 Teleologie (Zielgerichtetheit) und Gott
17:07 Die Rolle von Emotionen in weltanschaulichen Fragen
Links zu umfangreicheren Audiofolgen zu Thomas Nagel:
- https://youtu.be/3KxnPZYVh1Y?feature=shared
- https://youtu.be/Q2OeywvjFcM?feature=shared
Quellen:
Nagel, Thomas. Mind & Cosmos, Oxford University Press, 2012
Nagel, Thomas. The Last Word, Oxford University Press, 2001
Nagel, Thomas. What Does It All Mean?, Oxford University Press, 1987
Nagel, Thomas. What Is It Like to Be a Bat?, Philosophical Review, 1974
#Teleologie #Universum #Ziele #Philosophie #ThomasNagel #Bewusstsein #Existenz #Metaphysik #Zielgerichtetheit #Gott #Glauben #Atheismus #Hirnforschung #Kognition #Wissenschaft #Neurowissenschaften #SubjektiveErfahrung
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Alvin Plantinga gehört zu den wichtigsten Religionsphilosophen unserer Zeit. In dieser Folge geht es um die Frage: Kann der Glaube an Gott als Wissen gelten? Weiterhin behandeln wir sein evolutionäres Argument gegen den Naturalismus. Dieses Argument liefert spannende Gedankengänge aus den Bereichen Philosophie des Geistes, Biologie, Metaphysik und Erkenntnistheorie.
Hinweise (siehe unsere längeren Audiofolgen):
- Plantingas Argument richtet sich nicht gegen die Evolutionstheorie, sondern gegen den Naturalismus.
- Die meisten Naturalisten, sehen den Menschen als rein materielles Wesen an. Deshalb verwenden wir die Begriffe Naturalumus und Materialismus in dieser Folge synonym.
0:00 Intro
0:28 Plantingas Einfluss
0:47 Plantingas erkenntnistheoretische Bombe
2:44 Was ist Wissen?
4:15 Wissen = gewährleistete wahre Überzeugung
5:13 Gewährleistet = Unser Erkenntnisvermögen muss erfolgreich auf Wahrheit abzielen
7:17 Wenn christliche Überzeugungen wahr sind, dann können sie als Wissen gelten
8:12 Der Sinn fürs Göttliche (Sensus Divinitatis)
10:30 Wenn der Naturalismus wahr ist, kann er nicht als Wissen gelten
12:12 Angepasstes Verhalten ist nicht dasselbe wie das Erkennen von Wahrheit
14:58 Inhalte unserer Gedanken wirken nicht kausal auf unser Verhalten (im Materialismus)
16:50 Evolutionäre Prozesse können unsere Gedanken nicht optimieren (im Materialismus)
18:44 Der Zweifel an der Wahrheitsfähigkeit unseres Erkenntnisvermögens
20:48 Atheistische Denker, die auf ähnliche Art und Weise unser Erkenntnisvermögen anzweifeln
Links zu umfangreicheren Audiofolgen zu Alvin Plantinga:
- https://youtu.be/rmgjXQU2NGM?feature=shared
- https://youtu.be/SG6w1AVgoUM?feature=shared
- https://youtu.be/D4aDS_E_Rzc?feature=shared
Quellen:
Plantinga, Alvin. Warranted Christian Belief. Oxford University Press, 2000
Plantinga, Alvin. Where the Conflict Really Lies: Science, Religion, and Naturalism, Oxford University Press, 2011
Plantinga, Alvin. Knowledge and Christian Belief, Oxford University Press, 2015
Beilby, James. Naturalism Defeated?: Essays on Plantinga's Evolutionary Argument against Naturalism, Cornell University Press, 2022
#Glauben #Gott #Philosophie #AlvinPlantinga #Atheismus #Naturalismus #Wissenschaft #Erkenntnistheorie #Wissen #Evolution #Materialismus #Epistemologie #Religion
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Wir erforschen die faszinierenden Aspekte des Bewusstseins und hinterfragen, ob es sich auf Materie reduzieren lässt. Mit den Gedanken von David Chalmers und Thomas Nagel nähern wir uns der tiefen Essenz unserer Erfahrungen – einem Mysterium, das sich der rein wissenschaftlichen Analyse entzieht.
Link zur längeren Audio Podcastfolge:- Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Qe_sp7LeEsQ
- Spotify: https://open.spotify.com/episode/1NgKRwKqsz81ilnukRBVDI
0:00 Intro0:50 Hat Alex ein Bewusstsein?
1:49 Bratkartoffeln können Leben retten
3:45 Bewusstsein als faszinierendes Phänomen
5:18 David Chalmers: The Hard Problem of Consciousness
6:49 Easy Problems of Consciousness
8:35 Das Bewusstsein lässt sich durch wissenschaftliche Methoden nicht erfassen
10:47 Gedankenexperimente in der Geistesphilosophie
11:11 Sind philosophische Zombies möglich?
16:00 Kann es in einer rein physikalischen Welt Gefühle geben?
17:25 Das Bewusstsein superveniert nicht logisch über dem Physikalischen
18:40 David Chalmers: Das Bewusstsein gehört zur primären Realität
19:40 Holm Tetens: Gott ist als Geisteswesen die primäre Realität (Idealismus)
20:36 Leib-Seele-Problem
#Bewusstsein #Qualia #DavidChalmers #ThomasNagel #Philosophie #Wissenschaft #BewussteErfahrung #MateriellesDenken #KognitiveWissenschaft #Erkenntnistheorie #Gott #Glaube #HardProblem #Consciousness #Hirnforschung #Neurowissenschaften #Camus
Quellen:Chalmers, David. The Conscious Mind, 1996 Oxford University Press
Tetens, Holm. Gott denken 8. Auflage, 2015 Reclam
Nagel, Thomas. What is it like to be a bat?, 1974 The Philosophical Review
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Die neuen Atheisten haben die Konsequenz von Gottes möglicher Nicht-Existenz auf die leichte Schulter genommen. Ihr Motto lautete: „There is probably no God. Stop worrying and enjoy your life.“ Doch können wir dieses Thema wirklich so leichtfertig behandeln? Macht es einen Unterschied für unser Leben, ob Gott existiert? Dazu beschäftigen wir uns mit bedeutenden Philosophen und Denkern des Existentialismus. Was wäre, wenn Gott nicht existiert? Hat unser Leben dann eine letztendliche Bedeutung? Gibt es Hoffnung auf Gerechtigkeit über den Tod hinaus?
Links zu den längeren Audiofolgen zum Thema Sinn:
- https://www.youtube.com/watch?v=UCUCzbxYIZw
- https://www.youtube.com/watch?v=ndyAT4hfTQs
0:00 Intro
1:59 Alte vs. Neue Atheisten
7:36 Viktor Frankl: Wir brauchen Sinn
9:35 Einen Sinn der unser Leben transzendiert
11:21 Hoffnung auf Gerechtigkeit (Holm Tetens)
13:11 Alex’ existentielle Krise
16:31 Alex’ Sinnerfahrung
Quellen:
Frankl, Viktor. Reportage Alpha Österreich, Trotzdem Ja zum Leben sagen
Frankl, Viktor. Wer ein Warum zu leben hat, 2017
Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasov, 1880
Camus, Albert. Der Mythos von Sisyphos, 1950
Sartre, Jean-Paul. Der Existentialismus ist ein Humanismus, 1946
Tetens, Holm. Gott denken – Ein Versuch über rationale Theologie, 2015
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Die faszinierende Frage nach Gott ist tief verwurzelt in der Geschichte der Philosophie. Aber wie nähern wir uns dieser Frage in unserer modernen Welt? In diesem Podcast tauchen Alex und Simon in die zeitgenössische Philosophie ein, um die Gottesfrage zu durchdenken. Jede Episode ist eine Entdeckungsreise durch spannende Gedankenwelten, die Brücken zwischen Philosophie und Glauben schlagen. Ganz gleich, ob du gläubig, skeptisch oder auf der Suche bist – in unserem Podcast findest du spannende Perspektiven.
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David Chalmers prägte den Begriff „Hard Problem of Consciousness“, ein Rätsel, das Philosophie und Neurowissenschaften bis heute herausfordert. Simon und Alex diskutieren seine faszinierenden Gedankenexperimente und die Überzeugung Chalmers, dass Bewusstsein mehr ist als bloße Materie und sich nicht auf physikalische Prozesse reduzieren lässt.
(0:00) Einleitung
(1:05) In welchen Situationen fühlst du dich besonders lebendig?
(4:56) Ich kann nicht wissen wie es sich anfühlt du zu sein
(5:37) The Hard Problem of Consciousness
(7:31) Biologische Maschinen/philosophische Zombies
(10:38) Die Ich-Perspektive
(12:44) Selbstreflexion: Warum löst das Bewusstsein eine Faszination in Simon aus?
(14:34) Das Bewusstsein ist ein überraschendes Phänomen dieser Welt
(15:32) Haben Tiere ein Bewusstsein?
(20:53) Hard Problem vs. Easy Problems
(24:00) Evolutionärer Erklärungsversuch
(29:15) Das Bewusstsein lässt sich nicht auf Materie reduzieren
(33:09) Bin ich die einzige Person mit Bewusstsein? Das Problem des Fremdpsychischen
(36:12) Chalmers wendete sich vom Materialismus ab. Er betrachtet das Bewusstsein als fundamentale Größe.
(39:40) Zusammenfassung
(46:10) Ausblick auf Holm Tetens
Quelle: Chalmers, David. The Conscious Mind, Oxford University Press, 1996 - Mehr anzeigen