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Der Plattenabend Podcast hat zwar aktuell kein betretbares Studio, das hindert Steffi und Conor aber nicht daran, sich in Conors Küche zu setzen und über ihre letzten Konzerterfahrungen zu fachsimplen. Conor behauptet Nostalgieveranstaltungen doof zu finden, war dann aber bei Tocotronic und schwärmt von den vielen alten Songs, die sie gespielt haben. Steffi war hingegen bei einiges jügeren Bands, nämlich 24/7 Diva Heaven und Die Nerven. Was alle drei Konzerte eint, ist der erstaunlich hohe Altersdurchschnitt im Publikum. Warum jüngere Leute sich offenbar höchst selten auf Rockkonzerte verirren, diskutieren die beiden. Anschließend werden noch das neue Album von Black Country, New Road mittel- und das neue von Perfume Genius sehr wollwollend besprochen. Außerdem gibt es einige Empfehlungen im Schnellverfahren von King Gizzard über The Waterboys und Fiona Apple bis zu Odd Couple.
Besprochene Veröffentlichungen
Black Country, New Road
Perfume Genius
King Gizzard and The Lizard Wizard
Σtella
The Waterboys feat. Fiona Apple
Kadavar
Odd Couple
Die Heiterkeit
Fatoni, Edgar Wasser, Juse Ju
Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/0Ggslfrdq1yXE7GenssYH0?si=5242d51463d248d2 -
In dieser Folge versucht Conor vom hohen Roß des Musiksnobismus zu steigen und gemeinsam mit Steffi und Linda einen wohlwollenden Blick auf das zu werfen, was aktuell hoch in den deutschen Charts steht. Bei Rapperin Doechi, die sehr kreativ aus einem Sample aus "Somebody That I Used To Know" einen komplett eigenen Song macht, gelingt das noch ganz gut. Auch bei Lady Gagas aktuellem Album kann zumindest Linda als alter Nine Inch Nails Fan gewisse versteckte Industrialsounds positiv vermerken. Bei Künstlern wie Zartmann und vor allem der aktuellen Nummer 1 der Charts Oimara, hört die Freundlichkeit der Podcaster/innen dann aber auf und es fallen Vokabeln wie "Fuckboymusik" und "Bumsschlager". Um sich davon zu erholen, begeben sich Linda und Steffi im Anschluss wieder in ihre Wohlfühlnischen und präsentieren aktuelle Songs und Alben unter anderem von Kae Tempest und Ichiko Aoba.
Besprochene Songs:
Filow feat. Ikkimel - Jiggy
Zartmann - Tau mich auf
Oimara - Wackelkontakt
Lady Gaga - Abracadabra
Chapell Roan - The Giver
Doechii - Anxiety
Japanease Breakfast - Picture Window
Ichiko Aoba - Luciféfrine
Kae Tempest - Stature In The Square
WITCH - Queenless King
Yeastweise - Janchi
Derya Yildirim & Grup Şimşek
Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/784yeFX2EVzEhK7lpNOAjC?si=f4c839cd343b4427 -
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Stigy, Matse und Conor stellen sich aktuelle Releases vor. Dabei graben alle drei vergessen geglaubtes wie Doves, Herrenmagazin oder Suzanne Vega aus. Damit das Ganze nicht vollends zur schnarchigen Nostalgieveranstaltung wird, versucht sich Stigy an den Zeitgeist anzubiedern und präsentiert das neue Album der Meme-Punk-Band Team Scheiße. Matse wiederum versucht es mit der jungen Indie-Punk Band Worm Girls und Conor kann es mal wieder nicht lassen, jegliche Veröffentlichung von Fontaines D.C. als bahnbrechenden Geniestreich zu verkaufen. Da sind Diskussionen vorprogramiert. Endgültig vorbei ist es mit der Harmonie, als Matse mit der Ska-Punk Band Heathcliff die Geschmacksgrenzen seiner Kollegen herausfordert.
Besprochene Acts:
Doves
Richard Dawson
Fatoni, Edgar Wasser, Juse Ju
Heathcliff
Team Scheiße
Fontaines D.C.
Worm Girls
Herrenmagazin
Suzanne Vega
Playist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/0DDWmI1HSNP2zAbkOpezcD?si=c52b3b94360f4433 -
Conor und Linda versuchen sich in dieser Folge als Hobby-Musikhistoriker/innen. Conor indem er das bewegte Leben und die sehr vielfältige musikalische Karriere, der im Januar verstorbenen Marianne Faithfull nachzeichnet. Besprochen werden ihr unter widrigsten Umständen entstandenes Comebackalbum "Broken English", ihre Brecht/Weil Interpretationen sowie Kooperationen mit Nick Cave.
Bei Linda geht es mal wieder weg von der westlichen Musik und tief in ein Rabbit Hole zur Entwicklung der japanischen Popmusik. Anhand von dem Produzenten Nujabes, der Funk-Rock Band Suchmos und der aktuellen japanischen Indiepopband Cody Lee erklärt sie, wie Einflüsse aus Funk, Soul und Jazz über die Jahrzehnte in der japanischen Popmusik immer weitergetragen werden und ihr ihren ganz eigenen Sound geben.
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/2YmnZEax24faK12DtGXtuy?si=5bad00cb936e4991 -
Kann ein "Dadada" Songs aufwerten? Und was ist mit "Ohohoh"? Damit stellen Horsegirls "Phonetics On and On" und Patrick Wolfs "Dies Irae" die Hosts dieser Ausgabe des Plattenabends auf eine Probe, die beides bisher eher kritisch sahen. In dieser kleinen Neuheiten-Vorstellung bringt Steffi außerdem die US-amerikanische und in Deutschland scheinbar unbekannte Punk-Attitüde und Old School Metal-verbindende Band The Velveteers mit, während Conor mit The Murder Capital langsam herausfindet was sein Lieblingsgenre zu sein scheint.
Besprochene Bands, Alben + Songs in dieser Folge:
The Velveteers - A Million Knives
Black Country, New Road - Besties
The Murder Capital - The Fall
Floodlights - The Light Won't Shine Forever
Horsegirl - Phonetics On and On
Patrick Wolf - Dies Irae
Playlist zur Sendung
https://open.spotify.com/playlist/6Mzvz3mOa2z7rKL2nTubUw?si=e8887d6805854f50 -
Linda, Conor und Neuzugang Matse treffen sich, um sich in Wohlfühlatmosphäre gegenseitig ihre liebsten Neuerscheinungen des vergangenen Monats vorzustellen. So ganz weit her ist es mit der guten Laune aber nicht: Linda drückt erstmal die Stimmung und versucht mit möglichst wütender Musik von Turbostaat und Lambrini Girls die politischen Auswüchse im Land zu verarbeiten. Matse - eigentlich in den Podcast eingekauft, um mal frischen Wind reinzubringen - eröffnet seine Songauswahl ausgerechnet mit einer Japanischen Band und zementiert damit den Ruf, dass dieser Podcast eigentlich ein als Musiknerd-Veranstaltung getarntes Japan-Fandom ist. Und Conor wiederum hält große Lobeshymnen auf die politische Schlagkraft und lyrische Genialität seiner Lieblingsband Ja, Panik und erntet dafür betretenes Schweigen und in Freundlichkeit gehüllte Gehässigkeiten. Am Ende haben sich aber doch alle wieder lieb und einigen sich auf die sehr gelungenen neuen Singles von Japanease Breakfast, Squid und eines britischen Schulprojekts...
Besprochene Acts:
Turbostaat
Flower Companyz
Ja, Panik
Lambrini Girls
Press Club
Franz Ferdinand
Japanese Breakfast
What About Eric?
Squid
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/6WI9azGkJDfMJPOk9stqs0?si=164caecb8ca0417f -
Das Jahr 2025 lädt bisher eher nicht so dazu ein, sich näher mit ihm zu beschäftigen. Darum blicken Steffi und Conor in dieser Folge lieber 20 Jahre zurück. Sie tauchen ein ins Jahr 2005; eine Zeit in der Musik vor allem über Viva und MTV, aus dem Radio oder über zwielichtige Online-Tauschbörsen entdeckt wurde. Und zu entdecken gab es damals unglaublich viel. Alleine alle damals gehypten Indie-Rock Bands aufzuzählen, würde den Rahmen des Podcasts sprengen. Darum beschränkt sich Conor darauf die Top 10 Songs des Jahres nach Meinung der damaligen Musikexpress Leser/innen vorzustellen und dabei als alter Pete Doherty Fanboy ganz besonders auf die Babyshambles und ihr Debütalbum "Down in Albion" einzugehen. Steffi lässt uns teilhaben an dem Genregrenzen überschreitenden Musikgeschmack ihres 13-jährigen Ichs irgendwo zwischen Tokio Hotel, Mando Diao, und Patrick Wolf. Letzterer ist heute etwas in Vergessenheit geraten - gerade deshalb stellt Steffi sein damaliges Album "Wind in the Wires" vor, das ziemlich einzigartig Folk, Elektronik und poetische Lyrics verbindet. Nebenbei gibt es noch Ausflüge zur Sarah Kuttner Show und ihren Haus und Hof Acts Adam Green, Moneybrother und Mando Diao sowie ein etwas verunglücktes Interview mit Tocotronic. Damit die zwei Podcaster/innen nicht völlig in übertriebene Nostalgie verfallen gibt es zum Abschluss noch den Reality Check mit den Jahrescharts 2005 die deutlich machen, dass der Geschmack der Mehrheit bestenfalls bizarr war. Vielleicht ist 2025 (zumindest musikalisch) also doch gar nicht so schlecht.
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/5hYEx6FDmA2m4FIbv4j1b3?si=8407de83d7cf4931 -
Linda, Stigy und Conor stellen aktuelle und bisher übersehene Perlen aus dem Jahr 2024 vor. Linda hat dieses Jahr ihren inneren Folkie entdeckt und stellt mit den Alben von Laura Marling und Adrianne Lenker gleich zwei sehr intime, akustische Alben vor. Eins davon mit großem Echo im Feuilleton und Grammy-Nominierung, das andere mutmaßlich etwas unterrepräsentiert. Stigy beknnt sich als "Marcus Wiebusch Ultra" und bringt das aktuelle Kettcar Album als persönliches Jahreshighlight mit. Conor präsentiert mit Endless Wellness seine Neuentdeckung des Jahres. Darüberhinaus diskutieren die drei über die Top- und Flop-Alben des Jahres, fragen sich, wer eigentlich die Zielgruppe für "Brat" von Charli XCX ist, welcher Subkultur sich Conor anschließen könnte und ob Kim Gordon die Indie-Heidi Klum ist.
Die Playlist: https://open.spotify.com/playlist/1uDYlj0RdqCqs1Yr5wNrO4?si=af17b075f5e140c5 -
Warum sollte man sich die Diskographie des japanischen Superstars und Elektropioniers Ryūichi Sakamoto anhören?
Und ist Robert Smith tatsächlich der beste Mensch der Welt, der uns alle retten wird?
Conor und Steffi werden diese Fragen in diesem Deep Dive entweder beantworten oder zumindest diskutieren.
Die Playlist zur Folge findet ihr hier:
https://open.spotify.com/playlist/6lKaau3kFKF90wSaliN2XS?si=UNVOhUzuSlCGW_4tkHGtOw&pi=CYLUxjN3QxWq5 -
Linda, Stigy und Conor haben viel zu gute Laune im Studio. Damit diese nicht allzu stark auf die Zuhörer*innenschaft überschwappt, bewegen sich ihre musikalischen Empfehlungen dieses Mal irgendwo zwischen Sadcore und nihilistischer Düsternis. Klangvolle Namen wie Isolation Berlin und Gewalt treffen auf Meister des musikalischen Tränenvergießens wie The Cure und Bright Eyes. Immerhin Stigy versucht mit dem eher sonnigen Punk-Rock von The Linda Lindas und dem Post-Hardcore von Drug Church noch so etwas ähliches wie Lebensfreude in die Playlist zu mischen. Ob das diese Ausgabe des Plattenabends aber davon abhält, vollends in den Herbstblues abzurutschen? Urteilt selbst!
Besprochene Acts:
Isolation Berlin
24/7 Diva Heaven
Gewalt
The Cure
Touché Amoré
The Linda Lindas
Porridge Radio
Bright Eyes
Drug Church
Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/2pISP7cqPIcXFkeVRuN5EE?si=35de5f105d8849f0 -
Conor und Gast Kosmas haben ein Problem: Sie haten ständig gegen den Musikgeschmack des jeweils anderen. Für Conor ist Kosmas' Vorliebe für Hard Rock und sogar Glam Metal (Bon Jovi!) eine einzige Geschmacksverirrung und die Musik höchstens für Bad-Taste-Partys akzeptabel. Kosmas wiederum kann Conors favorisierte Diskurs- und Deprirockbands in keinster Weise ernst nehmen und hört darin nur pseudo-schlaues Gelaber mit musikalisch unterdurchschnittlicher Begleitung. Nun befinden sich die beiden aber in einem friedfertigen Podcast und müssen irgendwie zueinander finden. Die Lösung: Jeder sucht eine Platte aus, bei der er denkt, dass der anderen sie zumindest nicht komplett hasst und vielleicht sogar ein bisschen interessant finden könnte.
Conor entscheidet sich für "This is the Sea" von The Waterboys. Ein Album das 1985 den Durchbruch für die Band bedeutete, dessen Hitsingle "The Whole of the Moon" heute noch durch diverse Filme, Serien und Spotifyplaylists geistert und das mit seiner für die Zeit recht einzigartigen Mischung aus Bombast, leichten Folk-Anklängen und politischen Texten die Zeit mutmaßlich ohne all zu viel Staub anzusetzen überdauert hat.... Und im Endeffekt irgendwie doch recht vergessen ist.
Kosmas greift ebenfalls in die hinteren Reihen des Plattenregals und zieht das 2001er Album "1A" von Blumentopf raus, da er offenbar denkt dass Conor, wenn er schon Hip-Hop hören muss, solchen der besonders wacken Art bevorzugt. Womit er nicht ganz falsch liegt... Es entsteht ein Gesrpäch u.a. darüber, ob Blumentopfs Frühwerk nicht deutlich besser, als der heutige Ruf der Band ist und ob die Band mit ihren vermeintlich braven Texten nicht sogar "realer" als viele ihrer damaligen Kollegen war.
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/40chWIVPTjmatBk8TKViuk?si=7a2ec36c00ac4cc8
Fiona Apple covert The Whole of the Moon: https://www.youtube.com/watch?v=3dZ5KjFLxgA
Prince covert The Whole of The Moon: https://www.youtube.com/watch?v=zYNfOaxDHts -
Linda, Steffi und Conor sind glückselig aber auch etwas überfordert von der aktuell extrem hohen Taktzahl an Veröffentlichungen liebgewonnener Acts. Da hat Conor sich gerade davon erholt, das neue Fontaines D.C. Album als Platte des Jahres abzukulten, da stehen auch schon International Music mit einem ebenfalls großartigem Machwerk vor der Tür. So bleibt kaum noch Zeit das frisch erschienene "Wir waren hier" von Die Nerven zu würdigen. Diesen Part übernimmt Fan der ersten Stunde Linda, die die restliche Runde sehr schnell davon überzeugt, dass die Stuttgarter Band mal wieder ein kleines Meisterwerk abgeliefert hat. Nischiger und noch abgefahrener wird es bei Steffis Vorstellung Geordie Greep, der abseits von seiner (ehemaligen?!) Hauptband Black Midi, Bossanova, Mathrock und eine Prise Wahnsinn zu einem erstaunlich eingängigen Song gemischt hat. Daneben wird u.a. das Türkisch-Britische Duo Kit Sebastian vorgestellt, das sich nicht nur von Psychedelic- und Anadolu-Rock sondern auch von DDR-Schlager inspirieren lässt. Abseits der Musikvorstellungen berichten Steffi und Linda von einem musikalischen Shoppingausflug ins ostwestfälische Rheda-Wiedenbrück und ordnen außerdem das Linkin Park Comeback in die Kategorie "eigentlich völlig egal" ein.
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/0rbbvAsxOEcV5MHUS92X5O?si=98814b37eb244f00
Besprochene Songs:
International Music - Karma Karma
Die Nerven - Wir waren hier
Geordie Greep - Holy, Holy
Wunderhorse - Cathedrals
Kit Sebastian - Bul, Bul, Bul
Los Bitchos - La Bomba
Maya Ongaku - Iyo No Hito
Nick Cave And The Bad Seeds - Wild God -
In Folge vier können sich Stigy und Conor erstmals dazu durchringen, das zu tun, was der Name dieses Podcasts suggeriert: Sie hören gemeinsam genau ein Album und reden darüber - crazy. Angestachelt vom kurzfristigen Feuilleton-Hype nehmen sie sich das neue Album der irischen Ex-Post-Punk und jetzt Irgendwas-mit-Sadboy-Indie-Pop-Rock-Shoegaze Band Fontaines D.C. vor. Bei der Frage, ob dieses Album tatsächlich so etwas wie popkulturellen Einfluss haben wird und was das überhaupt bedeutet, können sie sich nicht so richtig einigen - darüber dass es ein überraschendes, vielschichtiges und einfach sehr schönes Album ist, aber schon.
Damit sie sich nicht ausschließlich in Statements zur Großartigkeit der Songs selbst bestätigen, diskutieren sie über mögliche und eher fragwürdige musikalische Referenzen, die die Band womöglich beeinflusst haben: Von Lana del Rey über Nirvana bis zu Placebo. Weniger angenehm, aber vermutlich notwendig, ist außerdem eine kurze Einordnung zu den mindestens diskutablen politischen Aussagen der Band.
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/3RsqcuYooiUL8TTZoEObR3?si=f09946e785834511 -
Bei gemütlichen 35 Grad und ca 99% Luftfeuchtigkeit lehnen sich Linda, Philip und Conor in ihrem Studio-Wohnzimmer zurück und versuchen trotz der widrigen Umstände ein zusammenhängendes Gespräch zu führen.
Conor schwelgt in Erinnerungen an das diesjährige Haldern Pop Festival, bei dem er zwar nicht Green Day oder die Foo Fighters gesehen hat, dafür aber ins Wechselbad der Gefühle zwischen düsteren Post-Punk Bands, eindrücklichen Singer/Songwriter*innen und lustigen Irish-Folk Gruppen geschleudert wurde. Dabei hat er entdeckt, dass es ja doch noch sowas wie eine junge Independent-Szene gibt... also zumindest auf der Bühne.
Dass es junge Bands gibt, die neue Impulse setzen, ist dringend nötig. Das zeigt das Buch "Under My Thumb", das Linda der Runde vorstellt. In der Essaysammlung tauchen Journalistinnen und Wissenschaftlerinnen in die Untiefen der sexistischen Narrative aus gut 60 Jahren Popmusik ein. Dass Songtexte und das Verhalten ihrerer Interpreten von Rockstars der 60er und 70er oft äußerst problematisch sind, verwundert vielleicht nicht so stark. Dass aber auch das Indie-Rock-Revival der 2000er ein (etwas besser getarntes) Sexismus-Revival war, ist für einige Plattenabend-Teilnehmer schon eine schmerzhaftere Erkenntnis.
Um den Abend etwas abgekühlt und entspannt zu beenden, legt Philip zum Abschluss ein paar sommerliche Vibes auf und macht einen Deepdive in die japanische Popmusik der 70er und 80er Jahre: Am Beispiel der Sängerin Taeko Onuki erklärt er warum Citypop vielmehr ein Sammel- und kein Genrebegriff ist, wie man in den Songs den gegenseitigen Einfluss von japanischen und westlichen Stilen hören kann und warum die alten Platten in den letzten Jahren wieder so viele begeisterte Abnehmer*innen in und außerhalb von Japan finden.
DIe Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/43dBtnfVpE4NeEWzf1QOCq?si=c9eb00fc32f94e87 -
Sommerloch, was für ein Sommerloch? Linda, Conor und Gast Steffi füllen ihren Plattenabend nur mit Musik, die im letzten Monat erschienen ist. Dabei stellt sich heraus, dass Steffi und Linda dank diverser Algorithmen, recht nah am jugendlichen Zeitgeist sind und sich von J-Pop und Teenage Punk-Bands begeistern lassen, während Conor offenbar nur durch die Senioren-Abteilung von Instagram surft. Aber auch dort gibt es interessantes zu entdecken, beispielsweise das Comeback-Album von Emilíana Torrini, dass ganz ohne lautmalerische bumbumpampam Trommeln auskommt und dafür mit manchen Trip-Hop Songs überraschen kann. Bei der wohlwollenden Bewertung von letzteren herrscht Einigkeit, bei der Frage ob "Jungle Drum" einer der besten Sommerhits der letzten 20 Jahre oder doch eher eine üble Schützenfesterinnerung ist, weniger. Ganz auf einer Linie sind die drei Podcaster:innen dann wieder bei Indie-Darlings wie Nilüfer Yanya, Clairo oder Fontaines D.C., tappen allerdings im Dunkeln bei der Frage ob es sich bei diesen eigentlich noch um coole Bubble-Bands oder doch schon um Mainstream-Acts handelt.
Die Playlist zur Folge:
International Music - Im Sommer Bin Ich Dein König
Fuji Kaze - Feelin' Go(o)d
Sababa 5, Yurika Hanashima - Tokyo Midnight
Fontaines D.C. - Favourite
Clairo - Thank You
Nilüfer Yanya - Call It Love
Emilíana Torrini - Black Water
The Linda Lindas - All In My Head
Gum, Ambrose Kenny-Smith - Dud
https://open.spotify.com/playlist/0m1WzcOheRfRu3oPV9HBVW?si=17a9dc8d53494927 -
Gleich beim ersten gemeinsamen Plattenabend schockt Linda die Nerd-Runde damit, ein Album eines BTS-Mitglieds vorzustellen. Dann aber die Erkenntnis: "Right Place, Wrong Person" von RM ist ein zurückgelehntes Hip-Hop Album, das den Spagat schafft, gleichzeitig die K-Pop Community, aber auch Sad-Indie sozialisierte Millenials zu überzeugen.
Conor beschäftigt sich mit dem unverhofften Gossip-Thema der vergangenen Monate: Die Hamburger Schule. Facebook-Lästereien von eigentlich angesehenen Indie-Musiker*innen kommen aber nur am Rand vor. Viel mehr geht es ihm um die aus seiner Sicht heutzutage relevanteste Musikerin aus der sogenannten Hamburger Schule... die passsenderweise aus Berlin kommt: Christiane Rösinger. Mit ihren kompromisslosen, feministischen aber gleichzeitig auch oft sehr lustigen Texten kann er die Runde überzeugen - mit der Musik nur teilweise.
Zeitlich ebenfalls in der Hochphase der Hamburger Schule befindet sich Stigy: Er macht einen kleinen Deepdive in das Jahr 1994. Genauer gesagt in den Juli 94, ein Monat der gleich mehrere bahnbrechende Alben hervorgebracht hat.
Damit es nicht zu nostalgisch wird, klingt der Plattenabend mit folgenden aktuellen Song-Empfehlungen aus:
Lorde - Take Me To The River
Vampire Weekend - Ice-Cream Piano
Pauls Jets - Kiss Me In The Morning
Kate Nash - Millions Of Heartbeats
Spool - Heavenor
Bright Eyes - Bells And Whistles
Thursday - Application For Release From The Dream
Die Nerven - Als Ich Davonlief
Charli XCX - Von Dutch
Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/0LYBSkqHiwh4jkhS7Ax3Y4?si=d2c65f390c174d87