Episodes
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Guido Suter, 50, ehemaliger Elitesoldat, Swiss-Ski-Coach und Leiter von EDA-Kriseneinsätzen, lebte stets am Limit. Seit einem Skiunfall vor drei Jahren ist er vom Hals abwärts gelähmt und steht nun vor der Entscheidung: Weiterleben oder Exit?
Nach dem Unfall ist für Guido klar: «So will ich nicht leben.» Er gibt sich ein Jahr, um herauszufinden, ob er in diesem Körper weiterleben will. Filmemacherin Theresa Hofer – eine Freundin von Guido Suter – begleitet ihn auf dieser emotionalen Reise zwischen Leben und Tod.
Ein Hoffnungsschimmer kommt in Form einer Forschungsstudie: Ein Chip im Gehirn und Elektroden im Rückenmark sollen Bewegung wieder ermöglichen. Guido ist erst der zweite Mensch, der daran teilnimmt.
«Plötzlich gelähmt» ist ein Film über Identität, Sinn und die erstaunliche Fähigkeit des Menschen, sich an das Unvorstellbare zu gewöhnen. -
Guido Suter, 50, war Elitesoldat, Swiss-Ski-Coach und führte Kriseneinsätze für das EDA – immer bereit, bis ans Limit zu gehen. Vor drei Jahren brach er sich bei einem Skiunfall den zweiten Halswirbel und ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt. Wie geht er mit seinem Schicksal um?
Nach dem Unfall war für ihn sofort klar: «So will ich nicht leben.» Getragen von der Hoffnung, wieder laufen zu können, kämpft er um jeden Millimeter Fortschritt. Doch die Realität holt ihn ein: In der siebenmonatigen Reha wird klar, dass ein Leben ohne Rollstuhl nicht mehr möglich sein wird.
Filmemacherin Theresa Hofer – eine Freundin von Guido Suter – begleitet ihn auf dieser emotionalen Achterbahnfahrt zwischen Hoffnung und vielen Zweifeln. -
Episodes manquant?
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Ein Journalistenkollektiv und ein Tech-Gigant vor Gericht: Palantir bestreitet die Darstellung seiner gescheiterten Schweizer Ambitionen und beharrt auf einer Gegendarstellung.
Palantir Technologies bereitet im Auftrag von Militärs, Geheimdiensten, Polizeibehörden und Unternehmen weltweit riesige Datenmengen auf und hat seit einigen Jahren seinen Europa-Hub in der Schweiz. Hierzulande gehören Unternehmen zur Kundschaft, doch keine Behörden.
Ein interner Armeebericht warnt vor Datenabfluss an US-Geheimdienste. Als das WAV-Recherchekollektiv und das Online-Magazin «Republik» diese Dokumente öffentlich machten, zog Palantir vor Gericht. Ein Film über Macht, Daten – und die Rolle der Zivilgesellschaft. -
Beatrice Wyler lebt im Beth Chana, einem jüdischen Heim für Menschen mit Beeinträchtigung in der Stadt Zürich. Ihr ganzes Leben träumte sie davon, einmal zu heiraten. In Gerard Naphtaly hat sie mit knapp 70 Jahren den Mann gefunden, der sie unter «die Chuppa», den Traubaldachin, führen wird.
Damit sie ihre Hochzeit feiern können, muss das beeinträchtigte Paar einige Hürden bewältigen. Lange habe sie mit ihrem Wunsch zu heiraten, niemand richtig ernst genommen, sagen sie.
Als sie konkrete Hochzeitspläne schmieden, können sie nicht allein entscheiden. Das Wohnheim, ihre Familien und Beistände sprechen mit. Nicht alle halten sie für urteilsfähig genug für eine Heirat. Ein psychiatrisches Gutachten erklärt sie schliesslich für urteils- und damit ehefähig. Nach der zivilen Trauung gibt ihnen auch der Rabbiner nach mehreren Gesprächen seinen Segen.
Reporterin Corinne Naef hat das Paar bis zum Hochzeitsfest begleitet. -
Zehn Jahre kämpft ein Schweizer Ex-Banker in Ghana für seinen Recycling-Traum. 3000 Menschen sammeln PET für ihn. Dann steht seine Fabrik plötzlich leer. Was ist passiert – und warum scheitert nicht nur er, sondern eine ganze Industrie?
Zehn Jahre investiert der Schweizer Ex-Banker Jeffrey Provencal in seinen Recycling-Traum in Ghana: 3000 Menschen sammeln PET-Flaschen für ihn, 160 arbeiten in seiner Fabrik. Dann bricht alles zusammen.
Die Preise für Recycling-PET fallen, Investoren ziehen sich zurück, er muss alle entlassen. «Reporter» zeigt: Hinter dem Scheitern steckt eine Krise der europäischen Recyclingindustrie – und die Frage, wie viel ein Traum im globalen Markt wert ist. -
Herbert Ammann will nach seinem Tod zu Kompost werden. Die beiden offiziellen Bestattungsformen der Kremation und Erdbestattung passen ihm nicht. Weder will er verbrannt werden noch in einem Sarg unter der Erde vermodern – sondern zu fruchtbarer Erde werden.
In der Schweiz gibt es vielleicht bald eine dritte Bestattungsform, nämlich die «Kompostbeerdigung». Herbert Ammann hat in Zürich erfolgreich eine Einzelinitiative lanciert, welche sich dem Thema annimmt.
In 40 Tagen wird ein Mensch zu Erde. Dann kann er auf dem Friedhof beigesetzt werden oder Angehörige könnten die Erde auch zu sich nach Hause nehmen. Genau das möchte Herbert Ammann: Als Kompost in seinem Garten landen, damit ein Nussbaum aus seinen irdischen Überresten wachsen kann. Aber seine Krankheit schreitet wohl schneller voran, als dass der politische Prozess die dritte Bestattungsform abgesegnet hat. -
Benny Cleary tanzt vor Tausenden Frauen – halb nackt, selbstbewusst, bejubelt. Er liebt die Show. Die Energie. Doch hinter der Fassade sucht der Striptease-Tänzer nach mehr: nach Heimat, Sinn und seinem Platz fernab der Bühne.
Benny Cleary, 37, tourt mit der Show «Thunder from Down Under» um die Welt und lebt ein Leben auf der Bühne verschiedener Länder. Der gelernte Zimmermann und Helikopterpilot aus Australien mit Wurzeln im Kanton Uri stellt sich zunehmend Fragen nach Zukunft und Beständigkeit.
Zwischen Berggasthaus, Striptease-Bühne und Neubeginn in den USA begleitet die Reportage einen Mann, der loslassen will – und lernen muss, Ja zu sagen zu dem, was kommt. -
Als die Zwillinge Alicia und Amanda 2 Jahre alt sind, wird ihr Vater bei einem militärischen Putsch erschossen. Er war damals Präsident von Ghana. Sie gelangen in die Schweiz, ins Zürcher Oberland und werden adoptiert. 40 Jahre später reisen sie zurück – auf der Suche nach Antworten und sich selbst.
Als Kinder fliehen die Zwillinge Alicia Nelson (47) und Amanda Kuster (47) nach dem Tod ihres Vaters, des ghanaischen Präsidenten Fred Akuffo, in die Schweiz. Aufgewachsen bei einer Adoptivfamilie im Zürcher Oberland, leben sie zwischen zwei Welten.
Nun kehren sie erstmals in ihr Geburtsland zurück – in der Hoffnung, ihre Wurzeln zu finden, das Grab ihres Vaters zu besuchen und zu verstehen, weshalb sie Ghana damals verlassen mussten. Die Zwillingsschwestern treffen ihre leibliche Familie, entdecken alte Familienhäuser und stellen sich schmerzhaften Fragen: Wo ist ihr Zuhause – in der Schweiz oder in Ghana? -
Ein Präsident, der spaltet und eine Familie mittendrin. Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt kehrt SRF-Reporterin Kathrin Winzenried zurück zu ihren Verwandten im Westen der USA, den Winzenrieds. Wie spricht man über Politik, wenn sie mehr denn je trennt?
Beim Weihnachtsfest der Winzenrieds prallen politische Welten aufeinander: Vom MAGA-Schwiegersohn Chris bis zur linken Tochter Hanna ist alles dabei. Gastgeber Jay und Valerie sind treue Republikaner, die Trump kritisch sehen.
Unter einem polarisierenden Präsidenten werden die Differenzen deutlich. Jason spricht kaum noch über Politik: «Mit der Agenda 2025 ist so klar, was Trump will, dass ich nicht mehr daran glauben kann, dass alle in dieser Familie das Beste für das Land wollen.» Jay bleibt optimistisch: «Vielleicht bin ich naiv, ich glaube aber nicht, dass dieses Land auseinanderfällt.» -
Ein Präsident, der spaltet und eine Familie mittendrin. Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt kehrt SRF-Reporterin Kathrin Winzenried zurück zu ihren Verwandten im Westen der USA, den Winzenrieds. Wie spricht man über Politik, wenn sie mehr denn je trennt?
Jason Winzenried lebt im konservativen Bundesstaat Wyoming. Er selbst wählt liberal und sieht sein Land durch Trumps Politik in Richtung Autokratie rutschen. Er habe seine Heimat verloren. Diskussionen über Politik innerhalb seiner mehrheitlich republikanischen Familie vermeidet er. Er sei „verstummt“.
Die mittlere Tochter, Kirsten Winzenried, lebt mit ihrer Familie in Seattle. Sie ist überzeugte Republikanerin und hat Trump gewählt. Doch ob sie ihn wiederwählen würde, kann sie mittlerweile nicht mehr beantworten. Trumps spaltende und polarisierende Art missfällt ihr zutiefst. -
Ein Präsident, der spaltet – und eine Familie mittendrin. Ein Jahr nach Trumps Amtsantritt kehrt SRF-Reporterin Kathrin Winzenried zurück zu ihren Verwandten im Westen der USA, den Winzenrieds. Wie spricht man über Politik, wenn sie mehr denn je trennt?
Katie und Hanna Winzenried sind Schwestern, doch ihre politische Welt könnte nicht unterschiedlicher sein. Katie lebt mit ihrer Familie in Bakersfield, einer konservativen Gegend, mitten im liberalen Kalifornien. Mit Trump an der Macht ist sie zufrieden. Sie findet einzig, er könnte weniger «mean things» sagen.
Hanna hingegen, Mutter von Zwillingen, daheim im demokratischen Denver, meint: «Es ist erschreckend, was in unserem Land passiert.»
Was die Schwestern verbindet: Politische Äusserungen im grossen Familienkontext vermeiden sie. -
Viele Bauernhöfe werden innerhalb der Familie weitergeführt. Doch nicht immer entspricht die Philosophie der Vorgänger den eigenen Vorstellungen. SRF «Reporter» begleitet Landwirtinnen und Landwirte, die den Hof ihrer Eltern Schritt für Schritt zu ihrem eigenen machen.
Michèle, 38, und Daniel Häfliger, 39, wollen aus ihrem Betrieb in Romoos im Kanton Luzern einen Lebenshof machen. Keines der Schafe soll mehr geschlachtet werden. Um sich diesen Traum zu erfüllen, müssen beide auch auswärts arbeiten, doch die Doppelbelastung setzt ihnen zu.
Auch René Ritter, 43, und sein Partner Andi Gass setzen auf Innovation: Auf ihrem Ackerbau-Betrieb im Baselbiet wagen sie trotz Rückschlägen neue Versuche mit Kichererbsen. -
In der Schweiz verschwinden täglich zwei bis drei Landwirtschaftsbetriebe. Oft wegen fehlender Nachfolge, Geldproblemen oder mangels Perspektiven. SRF «Reporter» begleitet Bäuerinnen und Bauern, die trotz aller Widrigkeiten für Hof und Tiere kämpfen.
Junglandwirtin Sophie Bührer, 25, erlebt eine schwere Zeit: Auf ihrem Betrieb in Bibern im Kanton Schaffhausen stirbt ein Drittel der Kühe an der Blauzungenkrankheit. Und privat erleidet sie den Verlust ihres Kindes kurz vor der Geburt. Sophie steht vor der schwierigen Entscheidung: aufhören oder weitermachen.
Auch Michèle, 38, und Daniel Häfliger, 39, stehen vor einer Herausforderung: Auf ihrem kleinen Bergbauernhof in Romoos LU wollen sie die Schafsfleischproduktion aufgeben, da das Schlachten nicht mit ihren Werten vereinbar ist. Doch alternative, rentable Betriebszweige sind im steilen Gelände kaum möglich.
Können die beiden Familien trotz aller Hindernisse ihren Hof erhalten und neue Perspektiven entwickeln? -
Landwirtinnen und Landwirte arbeiten oft mehr als 60 Stunden pro Woche, freie Tage sind selten. Hinzu kommen viel Verantwortung und ein hoher Druck. SRF «Reporter» begleitet Bäuerinnen und Bauern, die sich trotz allem mit voller Leidenschaft dem Leben auf dem Hof widmen.
Mario Hehlen, 18, ist im zweiten Lehrjahr als Landwirt bei Familie Mürner im Berner Oberland. Als Bauerssohn träumt er davon, den Hof seines Vaters zu übernehmen. Seine Leidenschaft ist gross, doch die Belastung bringt ihn an seine Grenzen. Wird er das zweite Lehrjahr schaffen?
Auch Sophie Bührer, 25, kämpft mit Herausforderungen: Seit drei Jahren führt sie einen Hof mit knapp 50 Milchkühen. Notfälle und der Ausbruch der Blauzungenkrankheit setzen ihr jedoch zu, ein Drittel der Herde stirbt. Kann sie trotz dieser Rückschläge weitermachen?
SRF «Reporter» begleitet die beiden beim Aufbruch ins harte Bauernleben.