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Der Oxforder Ökonom Carl Benedikt Frey findet eine Ratte im Garten und fragt ChatGPT, wie er das Tier wieder los wird. Die Tipps der KI nützen nichts, aber was Frey daraus macht, ist ein Essay über etwas, das uns alle betrifft: Was früher der Kammerjäger, der Steuerberater, das Reisebüro erledigten, machen wir heute selbst – und nennen es Fortschritt.
In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie diese Denkweise begann. Mit einem Schulabbrecher in Tennessee, der 1916 den modernen Supermarkt erfand, der seine Nachahmer überall auf der Welt fand. Mit der Erfindung des Bankautomaten, den Ikea-Möbeln und schliesslich dem Smartphone, mit dem wir heute alles erledigen. Wir fragen uns: Wie setzte sich die Idee durch, dass wir immer Tätigkeiten selbst übernehmen? Und was kostet uns das, wenn wir nicht in Geld, sondern in Zeit rechnen? Und wie spüren wir dabei die KI-Revolution?
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Tags: Wirtschaftsgeschichte, Selbstbedienung, KI, Arbeit
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Die WM 2026 läuft, und die Schlagzeilen über Fangewalt bleiben bisher aus. Dabei gehörte die Angst vor Ausschreitungen bei grossen Turnieren jahrzehntelang zum Vorfeld dazu wie das Eröffnungsspiel. Was ist passiert?
In dieser Folge von «Überall Geschichte!» erzählen wir die Geschichte des Hooliganismus: von den Wurzeln im 19. Jahrhundert, den ersten Stehplatzkämpfen in englischen Stadien der 1960er-Jahre über die organisierten Firms der 1970er und 80er, mit ihren Visitenkarten, Designerklamotten und verabredeten Schlägereien. Wir reden über die Katastrophe von Heysel 1985 und den strukturellen Wandel, der danach folgte. Wir fragen, was Hooligans antreibt: Männlichkeitsbeweis, Gruppenzugehörigkeit oder der schiere Rausch der kollektiven Gewalt. Und wir verfolgen, wohin das Phänomen von England aus gewandert ist: von Deutschland über Osteuropa in ein internationales Netzwerk, das Fussball, Kampfsport und rechtsextreme Politik verschmilzt.
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Tags: Fussball, WM, Hooligans, Fangewalt
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In den 1950er-Jahren steht die Mont Pèlerin Society - jener kleine, fast unsichtbare Zirkel von Ökonomen, der das neoliberale Projekt seit 1947 vorantreibt - kurz vor der Selbstauflösung. Dreissig Jahre später hat sie die Wirtschaftspolitik der westlichen Welt umgekrempelt. Was ist dazwischen passiert?
In dieser zweiten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie das neoliberale Projekt von der akademischen Theorie zur gelebten Praxis wird. Wir folgen dem Streit zwischen der Österreichischen Schule um Friedrich von Hayek und der Chicagoer Schule um Milton Friedman - und wie dieser Streit darüber entscheidet, welcher Neoliberalismus sich durchsetzt. Wir erzählen, wie Richard Nixon 1971 das Bretton-Woods-Währungssystem einseitig beendet, wie Chile unter Pinochet zum ersten neoliberalen Grossexperiment wird, und wie Margaret Thatcher und Ronald Reagan die Ideen der Mont Pèlerin Society schliesslich in Regierungsprogramme übersetzen. Und wir fragen, was die Geschichte dieses Projekts über den Neoliberalismus aussagt, den wir heute kennen: War sein Triumph unvermeidlich - oder das Ergebnis einer langen, koordinierten Kampagne, die auch hätte scheitern können?
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Tags: Neoliberalismus, Wirtschaft, Friedman, Reagan, Thatcher -
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Er ist längst zum Schimpfwort geworden und gleichzeitig zu einem der unschärfsten Begriffe der politischen Debatte. Neoliberalismus ist für die einen die Wurzel aller wirtschaftlichen Übel, für die anderen schlicht der gesunde Menschenverstand. Kaum jemand nennt sich selbst neoliberal. Und trotzdem prägt dieses Denksystem die Wirtschaftspolitik der letzten fünfzig Jahre wie kaum ein anderes.
In dieser ersten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie der Neoliberalismus entstand: aus der tiefen Krise des klassischen Liberalismus in den 1930er-Jahren, aus dem Schock der Weltwirtschaftskrise und dem Aufstieg totalitärer Alternativen. Wir folgen einer kleinen Gruppe von Ökonomen um Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises, die 1938 in Paris ein neues wirtschaftliches Projekt skizzieren und 1947 in einem Schweizer Berghotel die Mont Pèlerin Society gründen. Eine Organisation ohne Büro, ohne Publikationen, fast unsichtbar, und trotzdem einer der einflussreichsten intellektuellen Zirkel des 20. Jahrhunderts. Wie funktioniert das? Und wie wird aus einem Projekt, das in den 1950er-Jahren kurz vor der Selbstauflösung steht, schon kurz darauf die dominierende Wirtschaftsdoktrin der westlichen Welt?
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Tags: Neoliberalismus, Wirtschaft, Hayek, Mont Pèlerin Society
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Mai 1945: Der Zweite Weltkrieg in Europa ist vorbei, die Nazi-Führung tot, geflüchtet oder gefangen. Was macht man mit den Männern, die in Haft sind? Erschiessen, internieren, vor Gericht stellen? Die Alliierten entscheiden sich für etwas, das es in dieser Form noch nie gegeben hat: ein internationales Tribunal, das Kriegsverbrechen als solche benennt und bestraft.
In dieser Folge von «Überall Geschichte!» schauen wir uns den Nürnberger Prozess an, der auch Thema des Kinofilms «Nuremberg» (mit Russell Crowe und Rami Malek) ist. Wir fragen, auf welcher Rechtsgrundlage das Tribunal überhaupt steht, wer die Männer auf der Anklagebank sind und wie sie mit den Vorwürfen umgehen. Wir erzählen vom Showdown zwischen Ankläger Robert Jackson und Hermann Göring, der den Prozess fast an sich reisst. Und wir fragen, was von Nürnberg bleibt: für das Völkerrecht, für den Internationalen Strafgerichtshof, und für die verstörende Frage, die der Prozess aufwirft: Wie werden gewöhnliche Menschen zu Tätern?
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Tags: Nürnberg, Nationalsozialismus, Göring, Zweiter Weltkrieg
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Wer eine Meerenge kontrolliert, kontrolliert mehr als Wasser. Er kontrolliert Handel, Nachschub, Kriegsführung – und manchmal den Lauf der Geschichte. Als die Osmanen 1453 Konstantinopel einnahmen und den Bosporus sperrten, suchten die europäischen Königshäuser andere Wege nach Asien. Einer davon führte nach Amerika. Und wenn Iran heute die Strasse von Hormuz bedroht, zittern die Öl- und Finanzmärkte weltweit.
In dieser Folge von «Überall Geschichte!» schauen wir uns drei Meerengen an, die immer wieder zum Schauplatz von Machtkämpfen wurden: die Strasse von Hormuz am Ausgang des Persischen Golfs, durch die 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung fliessen. Den Bosporus, den einzigen Ausgang aus dem Schwarzen Meer – und damit seit Jahrhunderten Russlands geopolitische Obsession. Und die Strasse von Gibraltar, benannt nach dem Feldherrn, der sie 711 überquerte und damit die Geschichte Europas für 800 Jahre veränderte.
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Tags: Geopolitik, USA, Iran, Hormuz
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Der faschistische Herrscher Francisco Franco (1892–1975) regierte Spanien fast 40 Jahre und hielt sich damit so lange an der Macht wie kaum ein anderer Diktator des 20. Jahrhunderts. Wie funktioniert das? Wie regiert man ein ganzes Land über vier Jahrzehnte, durch Weltkrieg, Kalten Krieg und wirtschaftlichen Wandel?
In dieser zweiten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie Francos Regime konkret aussah: die Nachkriegsrepression mit Zehntausenden Erschiessungen und überfüllten Gefängnissen, die Hungerjahre der Autarkiepolitik, die Koalition aus Kirche, Militär und Falange, auf die Franco seine Macht baut. Wir erzählen, wie sich das Regime im Lauf der Jahrzehnte neu erfindet und den Diktator neu inszeniert: vom faschistischen Kriegsherrn zum väterlichen Garanten von Ordnung und Wohlstand. Und wir diskutieren den Pacto del Olvido, den Pakt des Vergessens, auf dem Spaniens Demokratie aufgebaut wurde – und der das Land bis heute beschäftigt.
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Tags: Spanien, Franco, Faschismus, Diktatur
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Der faschistische Herrscher Francisco Franco (1892–1975) regierte länger als Hitler und Mussolini zusammen – und spaltet Spanien bis heute. Dabei ist Franco im kollektiven Gedächtnis ausserhalb Spaniens erstaunlich blass geblieben.
In dieser ersten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie eine junge, moderne Demokratie in einen blutigen Bürgerkrieg gleitet und am Ende einem faschistischen Regime erliegt. Wir folgen Franco von seiner Kindheit in einer Garnisonstadt in Galizien über den Kolonialkrieg in Marokko, wo er lernt, Gewalt als Ordnungsinstrument einzusetzen. Wir folgen ihm in den Bürgerkrieg, der 1939 mit einem totalen Sieg für ihn endet.
Und wir fragen: Wie entsteht seine Diktatur? Welche gesellschaftlichen Risse machen sie möglich? Und was formt einen Mann, der bereit ist, gegen das eigene Volk Krieg zu führen?
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Tags: Spanien, Franco, Faschismus, Diktatur
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Waren ankommen lassen ist eine Sache. Sie zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen, eine andere – und eine, die die Basler Wirtschaft seit Jahrhunderten beschäftigt.
In dieser dritten und letzten Spezialfolge, produziert in Partnerschaft mit der Industrienacht Basel, schauen wir uns die Geschichte der Basler Verteilnetze an. Von Louis Danzas, der im 19. Jahrhundert militärische Logistik in zivile Bahnen lenkte, über den Aufstieg der Palette als globale Normeinheit bis zum Just-in-Time-Prinzip, das heute Bäckereien genauso durchdrungen hat wie Pharmariesen. Und schliesslich: was passiert, wenn diese Netze reissen – und warum globale Krisen plötzlich sichtbar machen, was im Verborgenen funktioniert.
Wer mehr erleben will: An der Industrienacht Basel am 24. April öffnen rund 50 Unternehmen und Betriebe aus der Region ihre Türen. Tickets und Programm findet ihr unter industrienacht.com.
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Mitten in Basel, zwischen Rotterdam-Strasse und Florenz-Strasse, liegt ein Areal, das aussieht wie eine Stadt in der Stadt – und das bis vor wenigen Jahrzehnten kaum jemand von aussen betreten durfte.
In dieser zweiten Spezialfolge, produziert in Partnerschaft mit der Industrienacht Basel, schauen wir uns die Geschichte des Dreispitz-Areals an. Von den Äckern des Christoph Merian über den Aufstieg zum wichtigsten Warenlager Basels bis zum Zollfreilager, einem rechtlichen Sonderraum, der den globalen Handel und den Schweizer Protektionismus gleichzeitig bediente. Und schliesslich: der Wandel der letzten zwanzig Jahre, der aus dem abgeriegelten Industrieareal ein offenes Stadtquartier gemacht hat.
Wer mehr erleben will: An der Industrienacht Basel am 24. April öffnen rund 50 Unternehmen und Betriebe aus der Region ihre Türen – darunter auch viele auf dem Dreispitz-Areal. Tickets und Programm findet ihr unter industrienacht.com.
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Basel liegt nicht am Meer. Und trotzdem ist der Rhein seit über hundert Jahren eine der wichtigsten Handelsachsen der Schweiz.
In dieser ersten Spezialfolge, produziert in Partnerschaft mit der Industrienacht Basel, schauen wir uns die Geschichte der Basler Rheinhäfen an. Von den frühen Spediteuren, die Waren über den Rhein bewegten, über den Pionier Rudolf Arnold Gelpke, der Basel um 1900 für die moderne Grossschifffahrt öffnete, bis zum Aufstieg des Containers, der die Hafenarbeit ein zweites Mal revolutionierte. Ein Streifzug durch Technik, Arbeit und Infrastruktur und durch die Frage, wie ein Ort am Rande der Stadt zum Tor zur Welt wird.
Wer mehr erleben will: An der Industrienacht Basel am 24. April öffnen rund 50 Unternehmen und Betriebe aus der Region ihre Türen – darunter mehrere Terminalbetreiber, die Schweizerischen Rheinhäfen und das Hafenmuseum. Tickets und Programm findet ihr unter industrienacht.com.
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Was steckt hinter dem Wirtschaftsstandort Basel? Wir gehen auf eine Spurensuche in drei Folgen, in Partnerschaft mit der Industrienacht Basel.
Anlässlich der Industrienacht am 24. April nehmen wir die Wirtschaftsgeschichte unserer Heimatstadt unter die Lupe. An diesem Abend öffnen rund 50 Unternehmen und Betriebe aus der Region ihre Türen für Einblicke, die sonst nicht möglich sind. Bei «Überall Geschichte!» schauen wir uns in den nächsten Wochen drei Orte an, an denen sich globale Entwicklungen lokal ablesen lassen: den Rheinhafen als Umschlagplatz für Waren aus aller Welt, das Dreispitz-Areal als Ort des Lagerns und seiner Nachgeschichte – und schliesslich das Verteilnetz, das Rohstoffe, Güter und Pakete bewegt.
Tickets und Programm zur Industrienacht Basel findet ihr unter industrienacht.com. -
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Tiere tauchen in der Geschichte meist als Kulisse auf, als Ressource oder Werkzeug. Was passiert, wenn man die Perspektive dreht? In dieser Folge erzählen wir Geschichte anhand von fünf Tieren, die es gegeben hat und die in ihrer Zeit zu Symbolfällen wurden.
Eine Elefantin, deren Hinrichtung 1903 in New York als Werbeveranstaltung inszeniert wird. Ein namenloser Hund, der einen Londoner Kulturkampf über Tierversuche auslöst und dessen Denkmal Strassenschlachten provoziert. Eine Hündin, die die Sowjetunion ins Weltall schickt – und deren Schicksal 45 Jahre lang vertuscht wird. Eine Orca, die über fünf Jahrzehnte zur Marke gemacht wird, während sich Recht und Öffentlichkeit um sie herum langsam verschieben. Ein Löwe, dessen Tod 2015 eine globale Empörungswelle auslöst und die Macht der sozialen Medien zeigt.
Jeder dieser Fälle stellt dieselbe Frage neu: Was gilt als Grausamkeit? Wer darf das definieren? Und mit welchen Mitteln setzt man das durch?
Tags: Tierschutz, Tiere, Vivisektion, Kalter Krieg
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***Besuche uns bei unserem Live-Podcast an den Basler Geschichtstagen am Sa, 21. März 2026*** -
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Beton ist überall. Kaum ein anderer Baustoff hat Städte, Brücken und Landschaften stärker geprägt als dieses unscheinbare Material. In dieser Folge erzählen wir die Geschichte des modernen Betons – und die Geschichte eines Mannes, der ihn entscheidend voranbrachte: Joseph Monier, ein südfranzösischer Gärtner, der weder lesen noch schreiben konnte und dennoch eine bautechnische Revolution auslöste.
Wir beginnen bei den Römern und ihrem «opus caementicium», reisen über die Entwicklung des Portlandzements ins 19. Jahrhundert und landen schliesslich in Paris. Dort experimentiert Monier mit Pflanzkübeln und kommt auf die Idee, Eisen und Beton zu verbinden. Was heute selbstverständlich wirkt, war damals eine radikale Innovation. Doch das grosse Geschäft mit dem Beton machen danach andere.
Eine Folge über Erfindergeist und Kapital, Patente und einige der grossen Fragen der Moderne: Wer profitiert von Innovation? Und warum verschwinden manche Namen, während ihre Erfindungen die Welt verändern?
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Tags: Beton, Joseph Monier, Architektur, Städtebau
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Warum baute das nationalsozialistische Deutschland trotz exzellenter Wissenschaftler keine einsatzfähige Atombombe? Im zweiten Teil unserer Doppelfolge gehen wir dieser Frage weiter nach – und rücken dabei Legenden, Selbstdeutungen und kontroverse Thesen ins Zentrum. Denn nach dem Krieg entstand die Erzählung, deutsche Physiker wie Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker hätten die Bombe zwar bauen können, aber aus moralischen Gründen bewusst darauf verzichtet. Was ist dran an dieser Geschichte?
Wir erzählen vom rätselhaften Treffen Heisenbergs mit Niels Bohr in Kopenhagen, vom sogenannten Uranverein und von strategischen Fehleinschätzungen im NS-Regime. Wir zeigen, warum Ressourcenmangel, Prioritäten der Rüstungsplanung und der Verlauf des Krieges entscheidend waren – und wie parallel dazu in den USA das Manhattan Project zur industriellen Grossproduktion wurde. Und wir diskutieren die umstrittene These, es habe doch noch deutsche Atomtests gegeben.
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Tags: Hitler, Atombombe, Aufrüstung, Manhattan Project
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Wir sind kein Laberpodcast. Normalerweise. Für diese Bonusfolge machen wir eine Ausnahme, und zwar auf Wunsch aus der Community. Mit «Backstage» starten wir einen neuen Zugang: Wir sprechen über unsere eigene Arbeit am Podcast, über Feedbacks aus der Community und Dinge, die im Nachgang zu Folgen doch noch wichtig werden.
Zum Auftakt beantworten wir zwei Fragen, die uns immer wieder gestellt werden: Wie kommen wir auf unsere Themen? Und wie bereiten wir unsere Folgen vor? Es geht um Aktualität und Relevanz ohne News-Getriebensein, um persönliche Interessen und Blind Spots, um Lesen, Recherche und die Frage, warum wir lieber ohne fertige Skripts arbeiten. Ausserdem greifen wir eine kritische Zuhörerfrage auf und sprechen über unsere jüngste USA-Folge, bei der die Perspektive der Native Americans (nicht zum ersten Mal) zu kurz kam.
Welche Fragen und Kommentare habt ihr? Schreibt uns an [email protected]!
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Tags: Podcasting, Recherche, History, USA
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Was wäre passiert, wenn das nationalsozialistische Deutschland eine Atombombe besessen hätte? Diese erste von zwei Folgen widmet sich einem der grössten What-ifs der Geschichte. Dabei geht es nicht nur um Spekulation, sondern um reale Entscheidungen, die den Verlauf des 20. Jahrhunderts geprägt haben.
Wir erzählen die Geschichte der deutschen Atomforschung von der Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn, Lise Meitner und Fritz Strassmann bis zu den Versuchen des sogenannten Uranvereins um Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker. Im Zentrum steht die Frage, warum es dem NS-Regime trotz hervorragender Wissenschaftler nicht gelang, eine Atombombe zu bauen. Konnten sie es nicht – oder wollten sie es nicht?
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Tags: Hitler, Atombombe, Aufrüstung, Manhattan Project
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Wenn heute über die USA gesprochen wird, dominiert meist ein einfaches Bild: gespaltenes Land, Blau gegen Rot, Demokraten gegen Republikaner. Das ist nicht falsch, aber es greift zu kurz. In dieser Folge schlagen wir deshalb eine andere Perspektive vor. Wir schauen auf die Vereinigten Staaten als historisches Mosaik regionaler Kulturen, deren Konfliktlinien weit älter sind als Parteien und Wahlkämpfe.
Ausgangspunkt ist der Ansatz des Journalisten und Historikers Colin Woodard. Seine These: Die tiefsten Brüche der USA verlaufen nicht zwischen politischen Lagern, sondern zwischen Regionen, die seit der Kolonialzeit unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, Staat, Religion und Ordnung entwickelt haben. Wir reisen von Neuengland über New York und die Midlands bis in den Süden, nach Appalachia und an die Westküste und zeigen, wie diese Kulturen entstehen, sich nach Westen ausbreiten und bis heute politische Debatten prägen. Die USA erscheinen so weniger als zerfallender Nationalstaat, sondern als dauerhaftes Aushandlungsprojekt zwischen sehr unterschiedlichen Gesellschaftsvorstellungen.
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Tags: USA, Kolonialismus, Kulturgeschichte, Geografie
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Er soll den Zweiten Weltkrieg vorhergesehen haben, den 11. September und sehr vieles mehr sowieso: Der französische Arzt und Astrologe Michel de Nostredame, besser bekannt als Nostradamus, gilt bis heute als der berühmteste Wahrsager der Geschichte. Seine rätselhaften Vierzeiler sind über Jahrhunderte hinweg gedeutet, gefeiert und gefürchtet worden. Doch wer war der Mensch hinter dem Mythos? Was hat er tatsächlich geschrieben – und in welchem historischen Kontext ist das zu verstehen? In dieser Folge nähern wir uns Nostradamus als Figur des 16. Jahrhunderts: als Pestarzt, religiös geprägter Denker und Repräsentant einer Zeit, in der die Apokalypse oft ganz nahe schien. Wir sprechen über seine Texte, ihren späteren Kultstatus und darüber, wie die Prophezeiungen rückblickend immer wieder neu gelesen wurden: vom Hof des französischen Königs bis zu Verschwörungstheorien im 21. Jahrhundert.
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Tags: Pest, Nostradamus, Prophezeiungen, Frankreich
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Ein Jahresrückblick, einmal anders: In dieser Folge von «Überall Geschichte!» greifen wir fünf historische Fundstücke auf, über die wir im Laufe des Jahres gestolpert sind und die uns nicht mehr losgelassen haben. Wir sprechen über den Ausbruch des isländischen Vulkans Laki im Jahr 1783 und darüber, wie dieser Klimaschock den Boden für die Revolution mit bereitete. Wir rekonstruieren die Geburtsstunde des Emoticons. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie viel «Tradition» in der italienischen Küche wirklich steckt. Wir erzählen von einer gescheiterten sozialistischen Kolonie in Texas (ausgerechnet). Und wir gehen einem brisanten Foto aus dem Frankreich der Besatzungszeit nach, das jahrzehntelang unter Verschluss blieb und grundlegende Fragen zu politischer Macht, Verantwortung und Erinnerung aufwirft.
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Tags: Revolution, Internet, Mitterrand, Texas, Italienische Küche
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