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  • Amlinger, Caroline; Nachtwey, Oliver: Zerstörungslust. Elemente des Demokratischen Faschismus. Suhrkamp, 2025.

    Amlinger und Nachtwey haben mit "Zerstörungslust" ein Werk vorgelegt, welches den zeitgenössischen Faschismus greifbar macht. Aus der liberalen Ordnung steigt ihnen zufolge ein demokratischer Faschismus empor, welcher sich aus den blockierten Leben wie der sado-masochistischen Veranlagung seiner Subjekte speist. Die Lust auf Zerstörung kulminiert in exterminatorischen Fantasien und einer nekrophilen Bearbeitung der Welt.

    In der zweiten Folge zum Buch widmen wir uns zunĂ€chst den drei Archetypen der DestruktivitĂ€t und der entscheidenden Rolle des Majoritarismus. Daraufhin werden Erscheinungsformen und Narrative des destruktiven Begehrens diskutiert, welche als Motor des historischen wie gegenwĂ€rtigen Faschismus fungieren. Die Aversion gegenĂŒber allem Hybriden und jeder Unordnung, somit gegenĂŒber dem Leben selbst, lĂ€sst Nekrophile von einer Welt trĂ€umen, in welcher das MĂ€ngelwesen Mensch ĂŒberwunden ist und im Maschinellen aufgeht. Die innere Unordnung, potenziert durch die Unsicherheit des Lebens im Neoliberalismus und der damit einhergehenden Schuldverlagerung ins Subjekt, muss mit der Errichtung einer ewigen Ordnung in der Außenwelt bekĂ€mpft werden.

    [00:00] Teaser bis BegrĂŒĂŸung

    [02:14] Archetypen der DestruktivitÀt: Erneuerer, Zerstörer, libertÀr-AutoritÀre

    [15:25] Nekrophilie

    [20:29] Geschlechtsspezifische Unterschiede der faschistischen Affizierung

    [27:17] Erscheinungsformen und Narrative der DestruktivitĂ€t: PetromaskulinitĂ€t, Akzelerationismus, Sterbende Zivilisationen            

    [36:29] Weitere Ergebnisse der Studie (AffinitÀt zu DestruktivitÀt und Autoritarismus)

    [43:21] Kleinere Beobachtungen (Akzeptanz von HomosexualitÀt, Linke Zerstörungslust, Verinnerlichung neoliberaler Ideale und divided self)

    [48:53] Zusammenfassung

    [52:19] Verabschiedung (samt jovialem Ratschlag)

    Scam-Werbung als Paradebeispiel des Majoritarismus: https://faktenreport.click/c/de/52_merzchrupalla/?method=pop&regform=1&on=Gratanurex&icid=wktr2jtdfnfkpp5j38rvj31r&traff=b5d90e24-b595-49bc-9944-7062e6624431&cmp=333efc5f-af66-49ce-9899-4fe574cdf89b

    Kristi Noems GefÀngnisbesuch: https://m.youtube.com/watch?v=q9oZ0pHymko&pp=ygUea3Jpc3RpIG5vZW0gcHJpc29uIGVsIHNhbHZhZG9y

  • Amlinger, Caroline; Nachtwey, Oliver: Zerstörungslust. Elemente des Demokratischen Faschismus. Suhrkamp, 2025.

    Amlinger und Nachtwey haben mit "Zerstörungslust" ein Werk vorgelegt, welches den zeitgenössischen Faschismus greifbar macht. Aus der liberalen Ordnung steigt ihnen zufolge ein demokratischer Faschismus empor, welcher sich aus den blockierten Leben wie der sado-masochistischen Veranlagung seiner Subjekte speist. Die Lust auf Zerstörung kulminiert in exterminatorischen Fantasien und einer nekrophilen Bearbeitung der Welt.

    In der ersten von zwei Folgen befassen wir uns mit der Genese ungelebten Lebens, dem Antiliberalismus als einheitsstiftendem Element und der AttraktivitÀt des demokratischen Faschismus.

    [00:00] Teaser bis BegrĂŒĂŸung

    [03:05] Die Autor*innen

    [05:21] Aufbau des Buches

    [07:46] Die Krise des Liberalismus

    [19:08] Der demokratische Faschismus          

    [28:33] Gruppennarzissmus und Gegenepistemologie

    [38:26] Affekthaushalt destruktiver Subjekte (Anriss)

    [45:58] Zusammenfassung

    [47:30] Verabschiedung             

    Wunderbarer Artikel Max Hausers zum Nullsummendenken und seinen Implikationen: https://www.surplusmagazin.de/verteilung-nullsummen-krise-kampf/

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  • Reckwitz, Andreas: Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der SpĂ€tmoderne. Suhrkamp 2019.

    Reckwitz konstatiert einen Wandel vom Allgemeinen zum SingulÀren und vermag es bei der Analyse allgemeiner sozialer RealitÀt mit einzigartiger PrÀzision vorzugehen. Das Ergebnis dieser Arbeit sind Konzepte und Vokabeln, die ein solides soziologisches Fundament bilden und gleichsam zu stetigen WeggefÀhrten werden, wann immer man sich auf den Pfad der Gesellschaftskritik begibt.

    Im zweiten Teil werden mit Reckwitz Sozial- und Subjektstruktur der Postmoderne insbesondere hinsichtlich ihres Potenzial zur faschistischen Regression analysiert.

    [00:00] Teaser bis BegrĂŒĂŸung

    [02:36] Rekapitulation der letzten Folge

    [05:02] Die Alte Mittelklasse und ihr regressives Potenzial

    [16:29] Die Neue Mittelklasse und ihr Kampf um die kulturelle Hegemonie

    [22:02] Zum Subjektbegriff

    [24:16] Subjektstruktur des spÀtmodernen Subjekts

    [39:40] „Allegro Pastell“ als Paradigma des entgrenzten Subjekts

    [43:15] Zusammenfassung

    [45:08] Verabschiedung

    WeiterfĂŒhrend, trotz sechs(!) beteiligter Personen aber mit verblĂŒffend schwacher AudioqualitĂ€t: https://andreasreckwitz.podigee.io/

  • Reckwitz, Andreas: Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der SpĂ€tmoderne. Suhrkamp 2019.

    Reckwitz konstatiert einen Wandel vom Allgemeinen zum SingulÀren und vermag es bei der Analyse allgemeiner sozialer RealitÀt mit einzigartiger PrÀzision vorzugehen. Das Ergebnis dieser Arbeit sind Konzepte und Vokabeln, die ein solides soziologisches Fundament bilden und gleichsam zu stetigen WeggefÀhrten werden, wann immer man sich auf den Pfad der Gesellschaftskritik begibt.

    Im ersten von zwei Teilen beschĂ€ftigen wir uns mit der Singularisierung auf den Ebenen der Ökonomie, Politik und Kultur.

    [00:00] Teaser bis BegrĂŒĂŸung

    [02:50] Der Autor

    [03:51] Der Kernbegriff der Singularisierung

    [11:03] Ökonomie in der SpĂ€tmoderne: Der kulturell-kognitive Kapitalismus

    [20:53] Politik in der SpÀtmoderne: Das Paradigmas des apertistischen Liberalismus

    [32:46] Kultur in der SpÀtmoderne: Hyperkultur und Kulturessenzialismus

    [38:20] Zusammenfassung

    [39:56] Verabschiedung

  • Sahner, Simon; StĂ€hr, Daniel: Die Sprache des Kapitalismus. S.Fischer 2024.

    Trotz eines revolutionĂ€ren Impetus entbehrt "Die Sprache des Kapitalismus" nicht nur einer intellektuell ansprechenden Analyse derselben, sondern einer fundierten Kapitalismuskritik insgesamt. Die Autoren reproduzieren ebenjene Verlagerung der Schuld ins Subjekt, welche sie zu entlarven meinen. Immerhin liefert das Buch umfangreiches Potenzial fĂŒr PartygesprĂ€che, doch der Marx sitzt bei Sahner und StĂ€hr derart locker, dass das Gros der Unterhaltsamkeit der LektĂŒre unfreiwilliger Natur ist.

    [00:00] Teaser bis BegrĂŒĂŸung

    [02:05] Die Autoren

    [03:22] Sprachkritik

    [20:01] Bildkritik

    [26:21] „Auswege“ aus der kapitalistischen Sprache

    [34:37] Zusammenfassung

    [37:43] Verabschiedung

  • Cabanas, Edgar; Illouz, Eva: Das GlĂŒcksdiktat. Und wie es unser Leben beherrscht. Suhrkamp 2019.

    In der ersten Folge beschĂ€ftigen wir uns mit dem GlĂŒck - oder eher mit dem, was die in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten expandierende GlĂŒcksindustrie und die Positive Psychologie als ihr intellektueller Überbau darunter versteht. Was sich in nervigen Guru-Werbungen im Internet oder faschistoid anmutendem SelbstĂŒberwachungswahn manifestiert, entpuppt sich bei nĂ€herer Betrachtung als ein hegemoniales Projekt, welches die ökonomischen HerrschaftsverhĂ€ltnisse zementiert.

    [00:00] - Teaser bis BegrĂŒĂŸung

    [02:25] Die Autor*innen

    [04:03] - Profitables GlĂŒck und die GlĂŒcksindustrie

    [18:15] - GlĂŒck und Arbeitsmarkt

    [26:26] - GlĂŒck als hegemoniales Projekt

    [30:30] - Zusammenfassung

    [31:05] - Ausblick und Verabschiedung