Эпизоды
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Ab 1870/71 verbreitet sich während des Deutsch-Französischen Krieges eine der letzten schweren Pockenwellen. Mit der Internierung der Bourbakiarmee erreicht diese auch die Schweiz.
Als im Februar 1871 die ersten Soldaten in Aarau interniert werden, steigen die Fallzahlen nicht nur unter den Internierten und der Bewachsungsmannschaft, sondern auch in der Aarauer Bevölkerung. Mit zahlreichen Massnahmen versuchen die Behörden, der Ausbreitung der Epidemie entgegenzuwirken.
In unserer letzten Folge von "1871" erzählen wir vom Kampf der Behörden gegen eine heute vergessene Krankheit, Engpässen in der Pflege, einem Notspital und spannen den Bogen zur Gründung des Kantonsspitals Aarau 1887. -
In unserer zweiten Folge über die Internierung der Bourbaki-Armee in Aarau erzählt Manuel von den Ereignissen im Februar und März, als über tausend französische Soldaten für ihre Unterbringung nach Aarau gelangten. Hinzu kamen hunderte Pferde und über 13'000 Soldaten, welche die Stadt für ihre Einquartierung in anderen Schweizer Orten durchquerten. Bereits am Bahnhof Aarau empfingen Aarauer Bewohner*innen die halb verhungerten, halb erfrorenen Soldaten mit Speisen und Getränken, die sie in der Hast noch bereitstellen konnten. Wie gelang diese grosse Solidarität zwischen der Bevölkerung und den französischen Truppen? Und wie erging es den Soldaten in Aarau? Diese Fragen besprechen Simon und Manuel in dieser Folge, wobei sie auch etwas tiefer in die Archive eintauchten.
Viel Vergnügen wünschen euch,
Simon und Manuel
Wir freuen uns über Feedback, Lob, Kritik und Richtigstellungen an [email protected] oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast.
Literatur und Quellen zur Folge:
*Aarauer Nachrichten, Januar bis März 1871, aus der Aargauer Kantonsbibliothek.
*Deicher, Patrick: Die Internierung der Bourbaki-Armee 1871. Bewältigung einer humanitären Herausforderung als Beitrag zur Bildung der nationalen Identität, Luzern 2009.
*Fontaine-Borgel. Souvenirs de 1871 et de l'internement des militaires français à Genève et Aarau, Genève 1889.
*Gemeinderatsprotokolle von 1871, aus dem Stadtarchiv Aarau. -
Пропущенные эпизоды?
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Als im Sommer 1870 der Deutsch-Französische Krieg ausbricht, mobilisiert auch die Schweiz die Armee für den Grenzschutz. Doch die Herausforderungen sind gross:
Während Bundesrat Emil Welti aus Zurzach in seinem Militärdepartement sich um die Bundesfinanzen sorgt, sind die beiden Aarauer General Hans Herzog und Oberst Emil Rothpletz damit beschäftigt, die Truppen auf eine effektive Verteidigung der Grenzen vorzubereiten.
In Episode 1 von "1871 - Internierung der Bourbakiarmee" folgen wir den drei Protagonisten durch die turbulenten Monate vom Kriegsausbruch bis zum Grenzübertritt der Bourbakiarmee am 1. Februar 1871. -
Im Frühjahr 1871 wird im Rahmen des Deutsch-Französischen Krieges die französische Ostarmee an die Schweizer Grenze abgedrängt und rettet sich durch eine Internierung auf neutralem Boden.
Rund 87'000 französische Soldaten - nach ihrem ehemaligen Kommandanten "Bourbakis" genannt - überschreiten im Jura die Grenze und werden für die verbliebene Zeit des Krieges in der Schweiz aufgenommen.
In der Podcastserie "1871 - Internierung der Bourbakiarmee" erzählen wir in den folgenden Episoden von den Ereignissen der Jahre 1870/71 in Aarau: Wir begleiten Aarauer Persönlichkeiten durch die turbulenten Kriegsmonate, erzählen vom Leben der internierten Soldaten in Aarau, schauen auf die Herausforderungen der Stadtbehörden und suchen nach heute noch erhaltenen Spuren in der Stadt.
Ergänzt durch eigene Archivrecherchen entrollen wir in der Serie "1871" ein Aarauer Panorama der Internierung. -
Der Zirkus ist seit je her ein Highlight für alle Aarauer*innen. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts schlugen verschiedene Zirkusse im Schachen ihre Zelte auf. Nebst Akrobatik- und Tanzshows sah das Aarauer Publikum auch regelmässig exotische Tiere sowie ab den 1920er-Jahren auch sogenannte «Völkerschauen.». Manuel erzählt in dieser Folge, wie sich der Zirkus Knie in Aarau gegen den renommierten Zirkus Hagenbeck durchsetzen konnte und mit seinen «Völkerschauen» zur grossen Attraktion wurde. In der Folge problematisieren Simon und Manuel die Exotisierung von «fremden Völkern» im Zirkus, welche oft durch rassistische oder stereotypisierende Klischees aussereuropäischer Menschen gezeichnet war.
Viel Vergnügen wünschen euch,
Simon und Manuel
Wir freuen uns über Lob, Kritik oder Feedback auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast oder Mail an: [email protected]
Inhaltswarnung: In dieser Folge zitieren wir rassistische und stereotypisierende Begriffe.
Literaturverzeichnis:
Brändle, Rea: Wildfremd, hautnah: Zürcher Völkerschauen und ihre Schauplätze 1835–1964, Zürich 2013 (1995).
Condoleo, Nicola: Tierdressur im Schweizer Zirkus. Eine kulturphilosophische Analyse zum Tier-Mensch-Verhältnis am Anfang des 21. Jahrhunderts, Marburg 2023.
Häsler, Alfred A.: Knie – die Geschichte einer Circus-Dynastie, Bern 1968.
Kirschnick, Sylke: Manege Frei! Die Kulturgeschichte des Zirkus, Stuttgart 2012.
Nationalbibliothek. «Knie’s Illustrierte Circus-Zeitung». 1927–1964.
Purtschert, Patricia: The Return oft he Native. Racialised Space, Colonial Debris and the Human Zoo, in: Identities. Global Studies in Culture and Power 22/4 (2015), S. 508–523.
Stadtarchiv Aarau. Stadtverwaltung Aarau, Dossier «Schaustellungen»: Bewilligung der Stände und Buden. -
Am ersten Aarauer Podcastfestival "Aaraufsohr" kehren wir zurück in die Revolutionszeit vom Frühjahr 1798 in Aarau. Im Zentrum steht diesmal aber nicht die revolutionäre Bürgerschaft der Stadt, sondern die Adlige Franziska Romana aus dem Geschlecht der von Hallwyl.
Der Ruf nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sowie die anbrechende Helvetik stellten für sie nicht eine Verbesserung ihrer Verhältnisse in Aussicht. Vielmehr drohte der Verlust familiärer Herrschaftsrechte.
Umso erstaunlicher, dass sich die adlige Wittwe im Frühjahr 1798 just in dem Moment in Aarau aufhielt, als die Aarauer:innen sich von Bern lossagten und den ersten Freiheitsbaum errichteten...
Unterstützte die auch als "Demokratin" bezeichnete Frau aus echter Überzeugung die Revolution oder war Franziskas Anwesenheit in Aarau vielmehr einem vorausschauenden Pragmatismus geschuldet? -
Die «Mittelschweizerische Geographisch-Commercielle Gesellschaft» (1884–1905) mit Sitz in Aarau existierte zwar nur etwa 20 Jahre, hatte aber hohe Ziele. Mit der Gründung des sogenannten ethnografischen Gewerbemuseums strebte die Gesellschaft die geografische Bildung der Bevölkerung sowie schweizweit die Stärkung des zunehmend globalisierten Handels und der Industrie an. Dass hinter diesem Ziel auch koloniale Sehnsüchte standen, zeigt ein Blick in die jährliche Publikation der Aarauer Gesellschaft namens «Fernschau». Simon und Manuel nehmen einzelne Passagen dieser Publikation genauer unter die Lupe und diskutieren, inwiefern die darin enthaltene Sprache über kolonisierte Bevölkerungen die Weltsicht der geografischen Wissenschaftler und Gewerbeleute des ausgehenden 19. Jahrhunderts widerspiegelte und formte. Dabei wird deutlich, dass die "Fernschau" kein authentisches Bild der «fremden» Welt vermittelte, sondern vielmehr darüber Auskunft gibt, wo sich Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Aarau in einer von Kolonialismus geprägten Welt positionierten.
Inhaltswarnung: In dieser Podcastfolge wird kolonial-rassistische Sprache zitiert und wir besprechen stereotype Darstellungen von rassifizierten Menschen.
Wir wünschen viel Vergnügen!
Wie immer freuen wir uns über Lob, Kritik, Feedback oder Anregungen für weitere Folgen. Gerne via Instagram @geschichtenausaaraupodcast oder via Mail an [email protected].
Literatur
Büchi, Alexander: «AARGAUER KOLONIALHERREN». Die «Mittelschweizerische Geographisch-Commercielle Gesellschaft in Aarau» im Zeitalter des Imperialismus, in: Schürpf, Markus (Hg.): Fernschau. Golbal. Ein Fotomuseum erklärt die Welt (1885–1905), Baden 2006, S. 28–35.
Fernschau. Jahrbuch der Mittelschweizerischen Geographisch-Commerciellen Gesellschaft in Aarau, Bde. 3 (1189), 4 (1890) und 6 (1894).
Schürpf, Markus: Das Fotomuseum der «Mittelschweizerischen Geographisch-Commerciellen Gesellschaft in Aarau», in: Schürpf, Markus (Hg.): Fernschau. Golbal. Ein Fotomuseum erklärt die Welt (1885–1905), Baden 2006, S. 8–27.
Urech, Rahel: Aus der Welt nach Aarau. Ein Beitrag zur Wissensproduktion der Mittelschweizerischen Geographisch-Commerziellen Gesellschaft und ihrer ethnologisch-gewerblichen Sammlung, in: Argovia. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau 134 (2022), S. 29–48. -
Als 1099 Jerusalem während des 1. Kreuzzugs erobert wird, formiert sich in den folgenden Jahrzehnten dort der "Orden vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem". Der geistliche Ritterorden des Mittelalters existiert als Johanniter- und Malteserorden bis heute. Dank zahlreicher Stiftungen, Zuwendungen und durch Kauf etablierte der Orden im Laufe der Jahrhunderte einen souveränen Staat, der sich vom östlichen Mittelmeer aus über Europa erstreckte und der Finanzierung seiner karitativen und militärischen Aufgaben diente.
Von 1335 bis 1535 besass der Orden mit der Kommende Biberstein auch eine Niederlassung bei Aarau. Am Beispiel der Kommende Biberstein blicken wir auf die spannende Geschichte des Ordens und die Verwicklungen der Region Aarau in die vielfältigen Tätigkeiten des Ordens. -
1895 zog der jüdische Matura-Schüler Albert Einstein für ein Jahr an die Laurenzenvorstadt in Aarau. Heute erinnert dort eine kleine Gedenktafel an den Aufenthalt des Jahrhundertgenies. Zwar ist dieses Kapitel Aarauer Geschichte wohl den meisten Bewohner*innen der Stadt bekannt. Jedoch ist es eines von ganz wenigen Zeugnissen jüdischen Lebens in Aarau. Manuel stellte sich deshalb in der aktuellen Folge die Frage: Gibt es in Aarau Geschichten über jüdisches Leben? Auch wenn die jüdische Geschichte des Aargaus im schweizerischen Vergleich eine herausragende Stellung einnimmt, können wir über das Leben von Juden*Jüdinnen in Aarau oft nur mutmassen. Dennoch macht sich Manuel in unserer 30. Folge auf die Spuren jüdischen Lebens und dessen Bedingungen in Aarau, vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.
Wir wünschen viel Vergnügen!
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Literaturhinweise:
*Alemannia Judaica, Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der jüdischen Geschichte im süddeutschen und angrenzenden Raum: Aarau. Jüdische Geschichte. www.alemannia-judaica.de. 30.06.2020. URL: https://www.alemannia-judaica.de/aarau_juedgeschichte.htm (zuletzt besucht: 26.08.2024).
*Bennewitz, Susanne: Zurzacher Messen im Gerede. Der alte Stoff neuer Legenden und Prozesse, in: Picard, Jacques/Bhend, Angela (Hg.): Jüdischer Kulturraum Aargau, Baden 2020, S. 153–158.
*Bürgin, Martin: Konfessionalismus und Konvivenz. Die Surbtaler Juden und ihr Umfeld vom 17. Jahrhundert bis zu den Anfängen des Kantons Aargau, in: Picard, Jacques/Bhend, Angela (Hg.): Jüdischer Kulturraum Aargau, Baden 2020, S. 159–182.
*Königs, Diemuth: Juden im mittelalterlichen Aarau, in: Picard, Jacques/Bhend, Angela (Hg.): Jüdischer Kulturraum Aargau, Baden 2020, S. 116–144. -
Sommer, 1940: Frankreich kapituliert vor der deutschen Wehrmacht, Italien tritt auf Seiten von NS-Deutschland in den 2. Weltkrieg ein und die Schweiz ist von den Achsenmächten umschlossen. Die neuen Verhältnisse sorgen bei den Behörden nicht nur in Bezug auf Landesverteidigung, Aussen- und Wirtschaftspolitik für Herausforderungen. Es stellt sich auch die Frage, wie mit den gleichgeschalteten «Deutschen Kolonien» und NS-Organisationen auf Schweizer Boden umzugehen ist.
Wir werfen in dieser Folge ein Schlaglicht auf einen wenig bekannten Aspekt der Schweizer Geschichte während des 2. Weltkriegs – und auf die «Deutsche Kolonie» in Aarau. -
Nicht nur wegen einer Neuordnung der europäischen Mächteverhältnisse, sondern auch wegen seiner extremen Zerstörung ist der Dreissigjährige Krieg in Erinnerung geblieben. Armeen metzelten sich in verlustreichen Schlachten gegenseitig nieder, Krankheiten wüteten, Söldnertrupps plünderten Dörfer und zerstörten ganze Landstriche. Viele Orte im deutschen Raum wurden dabei fast vollständig entvölkert und zum Teil für immer dem Erdboden gleichgemacht. Und Aarau? Als Teil der Eidgenossenschaft war die Stadt auf neutralem Boden und blieb von der Zerstörung verschont. Um ein Haar zog es jedoch auch Aarau in den Sog des Krieges. Das Fricktal, nur wenige Kilometer vom unversehrten Aarau entfernt, traf der Krieg mit voller Härte. Wie kam es zu diesen gegensätzlichen Kriegserfahrungen der beiden Orte? Welche Rolle spielte dabei die Neutralität der Eidgenossenschaft? Manuel erzählt es euch in Folge 28, welche wieder einmal vor Publikum stadtfand. Dieses Mal am Ort des Geschehens selbst, nämlich im fricktalischen Kaiseraugst.
Wir wünschen viel Vergnügen!
Eure Manuel und Simon
Lob, Feedback, Kritik oder Anregungen nehmen wir gerne entgegen via E-Mail ([email protected]) oder via Instagram @geschichtenausaaraupodcast.
Literaturhinweise:
Clareboets, Constant/Schaub, Markus: Antike und neuzeitliche Wehrbauten in und um Augst, in: Jahresbericht aus Augst und Kaiseraugst 11 (1990), S. 171–175.
Enderle, Adelheid: Zwischen Jura und Schwarzwald vor 350 Jahren. Ereignisse aus dem 30-jährigen Krieg, in: Vom Jura zum Schwarzwald 74 (2000) (Blätter für Heimatkunde und Heimatschutz 2000), S. 51–64.
Fuhrer, Hans Rudolf: Der «Rathschlag von Wyl». Zur Problematik der bewaffneten Neutralität der Eidgenossenschaft im Dreissigjährigen Krieg, in: Rebitsch, Robert/Höbelt, Lothar/Schmidl, Erwin A. (Hg.): Vor 400 Jahren. Der Dreissigjährige Krieg (Innsbrucker Historische Studien Bd. 32), Innsbruck 2019, S. 165–188.
Holenstein, André: Transnationale Politik. Eidgenössische Machteliten und der Dreissigjährige Krieg, in: Holenstein, André/von Erlach, Georg/Rindlisbacher, Sarah (Hg.): Im Auge des Hurrikans. Eidgenössische Machteliten und der Dreissigjährige Krieg, Baden 2015, S. 51–64.
Jegge, Emil: Die Geschichte des Fricktals bis 1803, Laufenburg 1943.
Kunze, Peter: Der Dreissigjährige Krieg am Oberrhein, in: Badische Heimat 2/3 (2020), S. 334–344.
Kurmann, Fridolin: Von der Trennung 1442 bis ins frühe 19. Jahrhundert, in: Salathé, René et al.: Augst und Kaiseraugst: Zwei Dörfer–eine Geschichte Bd. 1, Liestal 2007, S. 157–231.
Pestalozzi, Martin: Hans Ulrich Fisch II. und sein Stadtprospekt von 1665, in: Aarauer Neujahrsblätter 63 (1989), S. 105–121. -
Aaraus Geschichte mag viele Überraschungen bergen - aber Bergbau? Wir gehen in dieser Folge in den Untergrund und blicken auf die rund 100-jährige Geschichte des "Eisenbergwerks Küttigen", als vom Lindengraben in Küttigen über das Rombachtäli bis nach Erlinsbach der Hungerberg nach Eisenerz durchwühlt wurde. Neben Pleiten, Pannen, unerwarteten Wirtschaftsbeziehungen und Know-How-Transfer begegnen wir einigen bereits bekannten Gesichtern aus Aaraus Vergangenheit und reden darüber, inwiefern das Schicksal des Bergbaus am Aarauer "Erzberg" beispielhaft ist für die Geschichte der "an armen Minen reichen Schweiz".
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Alle Menschen hinterlassen Spuren in einer Stadt. Mittels Feldforschung gehen Kulturanthropolog*innen diesen Spuren nach, um das Wesen einer Stadt zu begreifen. So etwas ähnliches macht Manuel in Folge 26 von «Geschichten aus Aarau», indem er die Geschichte des Skateboardens in Aarau ins Visier nimmt. Für die Folge, in welcher alles etwas anders läuft als sonst, interviewte Manuel drei Skater aus unterschiedlichen Generationen der Skateboarding-Szene in Aarau. Auf einer Reise von den 1960er-Jahren bis ins Jetzt ergründet Manuel, wie viel Aarau im Skateboardfahren steckt und vor allem – wie viel Skateboardfahren in Aarau.
Viel Spass
Eure Simon und Manuel
Quellen
- Interviews mit Michi, Nixon und Stella. Aarau, Februar und März 2024.
- Aargauer Zeitung: Neuer Skate-Park zieht Skater aus der ganzen Schweiz an. Aargauer Zeitung Online. 26.04.2017. URL: https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/aarau/neuer-skate-park-zieht-skater-aus-der-ganzen-schweiz-an-ld.1635861 (29.03.2024).
- Luder, Fabienne: Die Liebe zu Skateboards und Tape Recordern. We Love Aarau. 07.06.2020. URL: https://weloveaarau.ch/die-liebe-zu-skateboards-und-tape-recordern/ (29.03.2024).
- Stadt Aarau: Stadtidee. Skatepark Schachen. Stadtidee.aarau.ch. URL: https://www.stadtidee.aarau.ch/ideenphase/ideen-detail.html/1959/news/9446 (29.03.2024).
- «Thee Faction»: «Skate & Destroy». Song mit Skateboard-Legende Steve Caballero. Youtube.com. URL: https://www.youtube.com/watch?v=n2Uns3FX80k (29.03.2024).
- Thrasher Magazine: Bobaj’s «Status» Video. Thrashermagazine.com. 09.06.2020 URL: https://www.thrashermagazine.com/articles/videos/bobaj-s-status-video/ (29.03.2024).
- Whiteout Skateboarding Switzerland: Ein Stück Aargau. Whiteout Skateboarding Switzerland Issue 9, S. 84-95, insb. Fotos S. 1, 4–5. 09.08.2010. issuu.com. URL: https://issuu.com/whiteout-magazine/docs/wo_09_web (29.03.2024).
- ThrasherMagazine: Bobaj’s «Anahí Chapter 42 Video. Youtube.com. 07.04.2023. URL: https://www.youtube.com/watch?v=zKupoerMXBc (29.03.2024).
- Wynentaler Blatt: Sie initiierte die 1. Rollbrettbahn der Schweiz. Wynentaler Blatt Nr. 60. 11.08.2015. wynentaler-blatt.ch. URL: https://www.wynentaler-blatt.ch/2015/08/schmiedrued-sie-initiierte-die-1-rollbrettbahn-der-schweiz.html (29.03.2024).
Literatur
- Gysi: Freiheit auf Rollen, in: Aarauer Neujahrsblätter 97 (2023), S. 130–139.
- Schäfer, Eckehart Velten: Dogtown und X-Games – die wirkliche Geschichte des Skateboard-fahrens. Körper Räume und Zeichen einer Bewegungspolitik zwischen Pop- und Sport-kultur (Kulturen der Gesellschaft Bd. 42), Bielefeld 2020. -
Ihr habt eine Weile nichts gehört von uns. Simon ist weit weg in den Ferien und Manuel hat sich deswegen ausnahmsweise alleine hinter das Mikrofon gesetzt. Er erklärt euch in diesem kurzen Teaser, wovon die nächste Folge "Geschichten aus Aarau" handelt. In der kommenden Folge geschieht vieles ein bisschen anders als sonst, ihr dürft also gespannt sein. Die neue Folge erscheint am 25. März. Danach kommt Simon zurück nach Aarau und wir machen weiter wie gewohnt.
Eure Simon und Manuel -
Wann und weshalb etablierte sich Biertrinken in der breiten Bevölkerung der Schweiz? Welche Ursachen führten im 19. Jahrhundert – auch in Aarau - zu einem Brauereien-Boom und weshalb endet diese Phase um die Jahrhundertwende? Warum dauerte es knapp hundert Jahre, bis in Aarau 2018 wieder eine Lokalbrauerei ihre Tore öffnete?
Wir sprechen in dieser Folge über die die Geschichte der Aarauer Brauereien, ihren Aufstieg und Niedergang sowie die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Begleitumstände, die dem Biertrinken in der Schweiz zum Durchbruch verhalfen.
Unsere erste Live-Folge aus der Aeschbachhalle in Aarau, zu Gast bei der "Zunft am Stadtbach". -
Heute ist es selbstverständlich, sich vor einer Reise in tropische Länder über den Schutz vor Malaria oder anderen sogenannten ‘Tropenkrankheiten’ zu informieren. Die Möglichkeit, uns vor den gefährlichen Krankheiten zu schützen, verdanken wir den medizinischen Durchbrüchen in Europa am Ende des 19. Jahrhunderts. Einer, der sich entscheidend an diesem Durchbruch beteiligte, war der Aarauer Rudolf Fisch. 1885 – dem Jahr der Kongokonferenz als Startschuss der heissen Phase des europäischen Imperialismus – reiste Fisch als erster Missionsarzt der Basler Mission an die Goldküste, dem heutigen Ghana in Westafrika. Dort entwickelte er mithilfe der lokalen Bevölkerung eine Malariaprophylaxe. Rudolf Fisch kam in guter Absicht, denn sein Ziel war nichts weniger als die Bekehrung und damit die ‘Rettung’ der afrikanischen Bevölkerung. Dass die britische Kolonialregierung ihre Herrschaft an der Goldküste ausgerechnet während Rudolf Fischs ärztlicher Mission konsolidierte, war jedoch kein Zufall. Wir besprechen in dieser Folge die umstrittene Rolle der Missionare in den europäischen Kolonien und beleuchten dabei auch die kolonialen Prägungen der wissenschaftlichen Medizin, die heute unseren Alltag bestimmt.
Wir wünschen euch viel Vergnügen. Eure Simon und Manuel
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Literaturhinweise:
*Fischer, Friedrich Hermann: Der Missionsarzt Rudolf Fisch und die Anfänge medizinischer Arbeit der Basler Mission an der Goldküste (Ghana), Herzogenrath 1991.
*Haynes, Douglas M.: Imperial Medicine. Patrick Manson and the Conquest of Tropical Disease, Philadelphia 2001.
*Ratschiller Nasim, Linda Maria: Medical Missionaries and Colonial Knowledge in West Africa and Europe, 1885–1914. Purity, Health and Cleanliness (Cambridge Imperial and Post-Colonial Studies), Cham 2023. -
Heute nur wenigen bekannt, gehörte Ignaz Paul Vital Troxler (1780-1866) in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Stimmen der Liberal-Radikalen in der Schweiz und darüber hinaus. Als Arzt, Politiker, Romantiker, Philosoph und Pädagoge schaltete er sich - natürlich auch von Aarau aus - in die Debatten seiner Zeit ein, ohne sich selbst dabei zu schonen.
Kein Wunder also, dass auch sein Name fällt, als 1830 im Rahmen der Auseinandersetzungen um eine kantonale Verfassungsrevision bewaffnete Freiämter das Aarauer Rathaus belagern... -
Das Telliquartier gehört heute zu Aarau wie das Wienerli zum Hotdog. So sind auch die vier Hochhauszeilen der Grosswohnsiedlung Telli, im Volksmund liebevoll auch «Staumauern» genannt, kaum aus Aarau wegzudenken. Und doch scheinen die plattenbauartigen Blöcke neben der Altstadt, der neuen Bahnhofsüberbauung oder den Einfamilienhausquartieren rund um Aarau irgendwie nicht ganz in das Stadtbild zu passen. Manuel erzählt in dieser Folge von der Entstehungsgeschichte der Telli-Blöcke und gibt uns damit einen Einblick in die Konjunktur der Nachkriegszeit. Städtebau, Raumplanung und Quartierbauten zeugen in dieser Geschichte auch von den Zukunftsvisionen der Gesellschaft der 1970er-Jahre.
Viel Vergnügen
Eure Simon und Manuel
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Literatur:
Althaus, Eveline: Sozialraum Hochaus. Nachbarschaft und Wohnalltag in Schweizer Grosswohnbauten, Bielefeld 2018.
Fuchs, Felik/Hanak, Michael: Die Wohnsiedlung Telli in Aarau. Eine 25jährige Grossüberbauung im planerischen und städtebaulichen Kontext, in: Aarauer Neujahrsblätter 72(1998), S. 131–160.
Furter, Fabian: Testfeld Planung. Raumentwicklung, Städtebau und Architektur, in: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hg.): Zeitgeschichte Aargau 1950–2000, Zürich 2021, S. 56–123.
Kuhn, Felix/Schneider, Andreas: Zwischen Aufbruch, Zaghaftigkeit und Blockierung. Eine kleine Geschichte der Aarauer Stadtplanung ab 1850, in: Aarauer Neujahrsblätter 76(2002), S. 84–100.
Ruedin, Claude/Hanak, Michael (Hg.): Hans Marti – Pionier der Raumplanung. Dokumente zur modernen Schweizer Architektur, Zürich 2008. -
Die Geschichte der Alten Eidgenossenschaft in der Frühen Neuzeit ist nicht zuletzt eine Geschichte des Söldnerwesens. Die fremden Dienste lockten auch Aarauer in die Armeen der europäischen Fürsten - und auf die Schlachtfelder Europas.
Am Beispiel von Frankreich und der Niederlande werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Solddienstes und beleuchten am Beispiel von Aarauer Söldnern die militärischen Veränderungen des 17. und 18. Jahrhunderts, die zu einem schleichenden Niedergang des Soldwesens beitrugen. -
Seit wann werden in Aarau eigentlich die Gläser gehoben und saftige Mahlzeiten aufgetischt? Von dieser Frage ausgehend, machte sich Manuel auf die Suche nach der Geschichte der Aarauer Gasthäuser und Beizen. Fündig wurde er in Hermann Raubers Artikeln, welche einen ungemein reichhaltigen Einblick in die Geschichte der Aarauer Wirtschafts- und Gastroszene bieten. Auf unserer kleinen Bar-Tour durch das historische Aarau reisen wir nicht nur in die Lieblingslokale der jüngeren Semester, sondern besuchen auch mittelalterliche Gasthäuser. Zwar lange von der Aarauer Landkarte verschwunden, prägten Tavernen und Pinten wie der "Wilde Mann", das "Schwert" oder der "Schlüssel" über Jahrhunderte die Aarauer Trinkkultur. Viel Spass und… Prost!
Eure
Manuel und Simon
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Literaturhinweis:
Hürlimann, Katja: Öffentlicher Konsum in Wirtshäusern. Soziale Funktion des Konsums in den Zürcher Landvogteien Greifensee und Kyburg im 15./16. Jahrhundert, in: Tanner, Jakob et al.: Geschichte der Konsumgesellschaft. Märkte, Kultur und Identität (15.–20. Jahrhundert), Zürich 1998, S. 147–163.
Rauber, Hermann: Vom "Ochsen" bis zum "Grünen Esel" und zur "Texas-Bar": Streifzug durch die Aarauer "Wirtschafts-Geografie" (I), in: Aarauer Neujahrsblätter 83 (2009), S. 9–25.
Rauber, Hermann: Vom ehrwürdigen "Salmen" bis zum "schmalen Handtuch": Streifzug durch die Aarauer "Wirtschafts-Geografie" [Fortsetzung], in: Aarauer Neujahrsblätter 84 (2010), S. 32–44. - Показать больше