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Staatliches Tierwohllabel bringt wenig  

BR Recherche und der Süddeutschen Zeitung liegt ein Entwurf aus dem Ministerium vor, der zeigt: Nach großen Verbesserungen für die Masttiere sieht es derzeit nicht aus.

Eierkennzeichnung in Fertiglebensmiteln  

Bei verarbeiteten Lebensmitteln mit Eiern ist bei gut sechzig Prozent der Produkte auch die Haltungsform der Hennen auf der Verpackung angegeben. Das hat eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ergeben.

Stichwort "Verpackungsgesetz"  

Heute (30.03.2017) soll endlich ein Knopf drangemacht werden - das jahrelang umstrittene neue Verpackungsgesetz wird aller Voraussicht nach heute Abend vom Bundestag beschlossen. Text: Wichtigstes Ziel: mehr Recycling. Die Bundesbürger produzieren jede Menge Müll - rund 200 kg pro Kopf jedes Jahr allein an Verpackungsmüll - dabei wandern wertvolle Materialien in die Tonne, die gut wiederverwertet werden können. Mit dem Verpackungsgesetz wird die Recyclingquote weiter erhöht - für Kunststoffe zum Beispiel in zwei Schritten erst auf 58, dann auf 63 Prozent. Auch für die anderen Materialien gelten dann künftig höhere Recyclingziele: Papier, Glas und Metall sollen bis in 5 Jahren zu 90 Prozent wiederverwertet werden. Die Hersteller sind angehalten ihre Verpackungen möglichst recyclingfähig zu machen. Doch der ursprüngliche Plan, bundesweit für die Sammlung aller wertvollen Materialien die Wertstofftonne einzuführen, ist vom Tisch. In dem neuen Gesetz bleibt sie freiwillig; die Kommunen können selbst entscheiden, ob sie die Wertstofftonne einführen wollen. Damit Verbraucher bei den Getränken in Zukunft Mehrweg und Einweg besser auseinanderhalten können, soll die Kennzeichnung besser werden. Außerdem wird das Einweg-Pfand nun auch für einige Getränke eingeführt, die bisher davon ausgenommen waren, wie Fruchtschorlen und Fruchtsaftnektar. Umweltverbände kritisieren das neue Gesetz als ökologisch anspruchslos. Beim Recycling gehe längst mehr als die vorgeschriebene Quote. Und die Mülltrennung bleibe weiterhin so kompliziert, wie bisher. Auch manche Industrievertreter üben Kritik, sie halten die neuen Recyclingquoten für zu hoch und die Regeln für die Lizenzen für zu streng. Sie glauben allerdings auch, dass das Verpackungsgesetz dafür sorgen wird, dass mehr in die Sortier- und Verwertungsanlagen investiert wird. Wenn der Bundestag das Gesetz wie geplant heute Abend verabschiedet, werden die wesentlichen Regelungen am 1. Januar 2019 in Kraft treten.

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