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  • Staatsanwalt Suter besteht darauf, dass Hunkeler die Ermittlungen seiner ehemaligen Kollegen vom Basler Kommissariat unterstützt. Inoffiziell aber nur, und ohne aktiv zu werden. Hunkeler wandert durch die sommerlich überhitzte Landschaft. Er begegnet einem Pirol, einer Chansonnière und einem Sufi.

    HUNKELER Wovon leben Sie eigentlich?

    BRUDERER Von Wasser, und vom Ein- und Ausatmen.

    HUNKELER Genügt das?

    BRUDERER Ich bin ein Bettelmönch. Jetzt zum Beispiel haben Sie mich eingeladen.

    HUNKELER Würden Sie sich als obdachlos bezeichnen?

    BRUDERER Warum denn? Ich habe Obdach genug.

    HUNKELER Wollen Sie die heutige Welt durch Armut retten?

    BRUDERER Ein schlechter Witz, ich weiß. Heute wollen ja alle die Armut bekämpfen. Das ist das, was sie sagen. Was sie tun, ist etwas ganz anderes.

    Mit: Peter Kner (Erzähler), Ueli Jäggi (Hunkeler), Charlotte Schwab (Hedwig), Hanspeter Müller-Drossaart (Staatsanwalt Suter), Isabelle Menke (Justine Schwartz), Gottfried Breitfuss (Josef Bruderer), Ernst Sigrist (Madörin), Raphael Clamer (Lüdi), Martin Hug (Hauser), Urs Peter Halter (Ueli Zgraggen), Suly Röthlisberger (Käthi Jaun), Ruth Schwegler (Sieglinde), Franziskus Abgottspon (Curt), Andrea Bettini (Kellner), Ilja Baumeier (Junger Mann)

    Musik: Martin Bezzola - Technik: Basil Kneubühler, Björn Müller
    Hörspielbearbeitung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023
    Dauer: 52

  • Ein Kontrabass ist ein Instrument, das trotz seiner Grösse im Orchester meist untergeht. Er bekommt nie ein Solo. Im Leben des Musikers ist der Kontrabass Geliebte, Feind und Verhinderer des selbstbestimmten Weges. So die Sicht von Patrick Süskind in seinem komisch-melancholischen Monolog.

    Ein Kontrabassist, Mitte vierzig und Mitglied im Staatsorchester, hält in seinem schallgedämmten Musikzimmer, hermetisch gegen die Aussenwelt abgeschottet, einen emphatischen Vortrag über die Vorzüge seines Instruments. Zugleich macht er sich Gedanken über sich, sein Instrument, die Musik, das Leben, die Liebe und die Welt. Er entpuppt sich dabei als einsamer, frustrierter Musikbeamter, der zwischen rachsüchtigem Hass und leidenschaftlicher Liebe hin und her schwankt. Die heimliche Liebe zu einer jungen Sopranistin bleibt Fantasie. Die Kraft der Leidenschaft verebbt in der Resignation des pensionsberechtigten Orchesterbeamten.

    Mit: Peter Brogle

    Musik: Martin Müller - Tontechnik: Tilly Liechti und Hans-Peter Strub
    Dialektbearbeitung und Regie: Buschi Luginbühl - Produktion: SRF 1982
    Dauer: 49

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  • Hunkelers Freundin Hedwig kommt aus ihren Ferien in der Toskana zurück. Sie ist gar nicht erfreut, dass der ehemalige Kommissär sich erneut mit einem Mordfall beschäftigt. Und noch dazu auch wieder mit den Gräueltaten des 2. Weltkriegs. Warum hat er das Eiserne Kreuz des Toten eingesteckt?

    HEDWIG Was ist eigentlich mit diesem Schmidinger? Und mit dem Eisernen Kreuz?

    HUNKELER Er ist erschlagen worden. Und das Eiserne Kreuz, das habe ich in der linken Hosentasche.

    HEDWIG Bist du wahnsinnig geworden? Du hast mir hoch und heilig versprochen, dass du dich nicht mehr einmischen wirst. Und jetzt rennst du mit diesem verfluchten Kreuz durch die Gegend. Nein, mit so einem will ich nicht alt werden. Was ist das eigentlich genau für ein Kreuz?

    HUNKELER Es wurde von der deutschen Wehrmacht für besondere Tapferkeit vergeben. Schmidinger hat es von seinem Vater geerbt.

    HEDWIG Und jetzt steckt es also in deiner Hosentasche. Warum?

    HUNKELER Das ist genau das, was ich selber nicht genau verstehe.

    Mit: Peter Kner (Erzähler), Ueli Jäggi (Hunkeler), Charlotte Schwab (Hedwig), Hanspeter Müller-Drossaart (Staatsanwalt Suter), Isabelle Menke (Justine Schwartz), Peter Fischli (Otto), Jean-Pierre Cornu (Luigi Realini), Joachim Rittmeyer (Hugo Oberlin), Urs Bihler (Walter Traufer), Andreas Matti (Edi), Monique Seemann (Wirtin), Imam Cagla (Erkan), Ilja Baumeier (Stimme)

    Musik: Martin Bezzola - Technik: Basil Kneubühler, Björn Müller
    Hörspielbearbeitung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023
    Dauer: 46

  • Der neueste Fall mit dem beliebten Basler Kommissär. Obwohl schon lange pensioniert wird Hunkeler erneut mit einem rätselhaften Fall konfrontiert: Dem Mord an einem Boulespieler aus seinem Bekanntenkreis. Noch einmal taucht der Ermittler wider Willen ab ins grausame Dickicht des Lebens und Liebens.

    Heinrich Schmidinger, der einstmals gefürchtete Grosskritiker des Basler Feuilletons, wird im Kannenfeldpark tot aufgefunden, mit eingeschlagenem Schädel. Alt-Kommissär Hunkeler hat an diesem heissen Sommersonntag das Pech, in der Nähe des Tatorts zu sein. Obwohl er nichts mehr mit Mord und Totschlag zu tun haben will, beginnt er, inoffizielle Nachforschungen anzustellen. Er spricht mit Künstlerinnen und Lebenskünstlern, die Schmidinger gekannt haben. Es sind lauter gezeichnete, merkwürdige, faszinierende Existenzen. Hunkeler erfährt: Ob in den elsässischen Wäldern oder mitten in der überhitzten Stadt Basel, überall lauert die Wildnis.

    Auch in seinem zehnten Hunkeler-Krimi nimmt sich der bald 86jährige Hansjörg Schneider die Zeit, die sein Protagonist Hunkeler für seine Streifzüge und Entdeckungen braucht. Diese führen ihn – in Begleitung eines Hundes - tiefer in die wild wuchernde Natur und die abgründige Vergangenheit als jemals. Beinahe verliert sich der alt gewordene Genussmensch und Melancholiker im Staunen und Erschrecken. Den Kriminalfall löst er wie nebenher.

    Mit: Peter Kner (Erzähler), Ueli Jäggi (Hunkeler), Charlotte Schwab (Hedwig), Hanspeter Müller-Drossaart (Staatsanwalt Suter), Esther Gemsch (Nicole Schlienger), Suly Röthlisberger (Käthi Jaun), Doris Wolters (Ruth Mangold), Gottfried Breitfuss (Josef Bruderer), Ernst Sigrist (Madörin), Raphael Clamer (Lüdi), Urs Bihler (Walter Traufer), Isabelle Menke (Justine Schwartz), Peter Fischli (Otto), Jean-Pierre Cornu (Luigi Realini), Joachim Rittmeyer (Hugo Oberlin), Kathi Bernecker-Dingler (Bäuerin), Monique Seemann (Wirtin), Luc Schillinger (Gendarme Wirtz), Imam Cagla (Erkan), Beren Tuna (Frau Dogan), Dashmir Ristemi (Musa Dogan), Andreas Matti (Edi), Martin Hug (Hauser), Urs Peter Halter (Ueli Zgraggen), Franziskus Abgottspon (Curt), Carina Braunschmidt (Frau mit Flöte), Ruth Schwegler (Sieglinde), Andrea Bettini (Kellner), Noemi Gradwohl (Frau Koller), Ilja Baumeier (Junger Mann/Stimme)

    Musik: Martin Bezzola - Technik: Basil Kneubühler, Björn Müller
    Hörspielbearbeitung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023
    Dauer: 50

  • Der neueste Streich des Berner Schriftstellers, Kabarettisten, Beobachters und Gewinners des «Salzburger Stiers» ist eine Geschichte über die Zwickmühlen und Verstrickungen eines Midlife Cowboys. Witzig, geistreich, zärtlich, filmreif.

    Ein Wohnquartier in der Stadt. Und im Zentrum des Quartiers: die Kaffee-Bar. Sie ist ein Durchgangsheim für Reisepublikum, ein Büro für Online-Broker. Es gibt Studierende im Chat, Bundesbeamte in Sachfragen, Mütter in der Stillpause, Väter im Versteck.

    Inmitten dieses alltäglichen Treibens: der Strolch. Ein freier Zeitungsmitarbeiter. Ein Mann, der jeden Tag drei Dinge ins Tagebuch schreibt, die ihm gelungen sind. Oft sind es nur zwei Dinge.

    Er ist Vater dreier Töchter von drei verschiedenen Müttern. Die Töchter finden ihn peinlich und uncool. Aber er lässt sich nicht davon abbringen, ihnen dabei zu helfen, mit den Hürden einer ganz normalen Jugend fertig zu werden.

    Ein Midlife-Cowboy also. Überzeugt davon, dass «ab heute alles anders» wird. Und als er ins Café geht, wird auch alles anders. Aber nicht so, wie er es sich erträumt hat.

    Mit: Christoph Simon

    Tontechnik: Lukas Ossinger - Bühnenregie: Manuel Rytz - Radiofassung, Redaktion: Barbara Anderhub - Produktion: SRF 2023 - Dauer: 48

  • Ein Paar nimmt Abschied für immer. Muss Abschied nehmen, denn die schwerkranke Frau entscheidet sich für Exit. Spät haben sie sich kennengelernt, acht Jahre waren sie zusammen, nun fragen sie sich: Kennen wir uns wirklich? Fünf Tage bleiben ihnen, um noch einmal von vorne anzufangen – im Erzählen.

    Der Luzerner Schriftsteller und Journalist Erwin Koch ist ein Meister in der Darstellung des menschlichen Zusammen- und Für-Sich-Seins. In seinen Reportagen und Erzählungen zeichnet er Lebensbilder, in denen das ganze Spektrum dessen aufscheint, was einem ein Leben lang widerfahren kann: Glanz und Elend, Glück und Unglück, Sinn und Leere einer Existenz, die unbestimmt bleibt. Erwin Koch schildert es in seinen Porträts geduldig und genau, in freundlicher Nähe und mit respektvollem Abstand. Vor allem aber: sprachlich und stilistisch vollkommen auf die Essenz reduziert.

    Erwin Koch hat sich schon immer für mögliche und unmögliche Liebesgeschichten interessiert. «Fünf beste Tage» ist ein fiktiver Text, der zusammengesetzt ist aus solchen Geschichten – wahren Geschichten, die er im Lauf von Recherchen erfahren hat. Sie verdichten sich in der Hörspiel-Inszenierung des Schweizer Klangkünstlers Stefan Weber zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage, was ein Leben ausmacht, vom Ende her betrachtet. Und wie das Erzählen dabei helfen kann, Abschied zu nehmen. Vielleicht sogar ein Erzählen wie im Kino, ohne Rücksicht auf endgültige Wahrheiten, nach dem Motto: «Du lügst hinreissend!»

    Mit: Katja Reinke (Monika), Vincent Leittersdorf (Max), Thomas Douglas (Arzt), Katrin Thurm (Polizistin), Peter Kner (Exit-Begleiter)

    Dramaturgie: Reto Ott - Textfassung, Aufnahmen, Sounddesign und Regie: Stefan Weber - Produktion: SRF 2023 - Dauer: 54'

  • Liebe ist, wenn die Chemie stimmt. In etwa so lautet in den Naturwissenschaften, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, die Erklärung für unser Paarungsverhalten. Wie sich dies in der Praxis, unter den Forschenden selbst, manifestiert, hat Erwin Koch an einem ihrer Treffen belauscht.

    Sie wissen, wie Bettwanzen sich paaren und der amerikanische Ochsenfrosch sein Weibchen zu beeindrucken versucht. Sie wissen, warum die Motte ihren Paarungspartner ortet, der kilometerweit entfernt ist. Und selbstverständlich kennen sie auch alle Gesetzmässigkeiten menschlichen Balzverhaltens.

    Sie, das sind jene Verhaltensforscher, die sich alle zwei Jahre zum Fachkongress der GHES treffen, der «Gesellschaft für Humanethologie und Empirische Soziobiologie». In den Pausen oder nach getaner Arbeit treffen die Kapazitäten sich in der Hotelbar. Und dort tun sie, was Frauen und Männer, die sich begegnen, immer tun: Sie begutachten einander und testen ihre Fähigkeiten als Verführende aus. Theorie und Praxis gehen dabei oft getrennte Wege.

    Auch das neueste Hörspiel der Luzerner Reporter-Legende Erwin Koch erzählt von einem Paar und seiner ungewöhnlichen Beziehung: «Fünf beste Tage». Das Werk feiert am Samstag, 3. Februar, auf SRF 2 Kultur Premiere. Und ab Mitte April sind auf SRF 1 voraussichtlich vier neue Hörspiele zu entdecken, die auf Liebesgeschichten von Erwin Koch basieren.

    Mit: Natalia Conde (Dr. Manu Roos), Jörg Schröder (Prof. Dr. Dieter Eberle), Klaus Brömmelmeier (Dr. Thomas J. Schilling), Alfred Pfeifer (Prof. Dr. Leopold Ramke-Konopka) und Martin Hug (Kellner)

    Tontechnik: Werner Feldmann - Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 2006 - Dauer: 39

  • In ihrem Hörspiel aus dem Jahr 2008 greift die Autorin Lisa Stadler ein für viele noch immer unbehagliches Thema auf: Sterbehilfe. Fiktional überhöht und szenisch zugespitzt erzählt sie von den letzten 14 Tagen eines Sterbewilligen. Kann ein sorgfältig geplanter Abschied aus dem Leben gelingen?

    Thomas ist unheilbar krank und kehrt nach längerer Zeit im Ausland in die Schweiz zurück. Er quartiert sich, zusammen mit seiner Halbschwester Sara, bei Lorenz und Vera, einem befreundeten Paar, ein. Sie alle sollen, so wünscht es sich Thomas, noch ein paar heitere Tage miteinander verbringen. Aber schon die praktische Organisation des Sterbens gestaltet sich konfliktreich. Die Spannungen nehmen zu, je näher der Moment rückt, an dem die Freitodbegleiterin Frau Hegnauer an der Türe klingelt.

    Mit: Martin Engler (Thomas), Linda Olsansky (Vera), Fabian Krüger (Lorenz), Inga Eickemeier (Sara), Isabelle Menke und Dorothee Metz (Chor), Nikolai Ott (Kinderstimme)

    Musik: Malte Preuss - Tontechnik: Ueli Karlen - Regie: Reto Ott
    Produktion: SRF 2008 - Dauer: 51

  • Jörg Thewes hält seine Frau Katja für strohdumm. Er hetzt ihr den Detektiv Olli hinterher, der sie beim Fremdgehen erwischen soll. Aber Katja, bei Weitem nicht so beschränkt, wie ihr Mann glaubt, enttarnt Olli und erkennt sofort, was dem Detektiv fehlt, nämlich Liebe und Anerkennung.

    Katja hat ein grosses Ziel: Sie will mit Hardy, ihrem Liebhaber und Anwalt, auf die Bahamas. Um dies zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht. Skrupellos spannt sie den armen Detektiv Olli ein.

    «Um Kopf und Kragen» ist ein schneller Szenenbogen: witzig, liebevoll und böse. Heldenfiguren gibt es nicht, und ob die scheinbaren Match-Winner sich lange an ihrem Glück erfreuen, sei dahingestellt.

    Erhard Schmied schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen, Theaterstücke für Kinder, Hörspiele, Gedichte und Prosa. Hörspielfans ist Schmied nicht nur als langjähriger Autor für den ARD Radio Tatort des Saarländischen Rundfunks bekannt, sondern auch als Urheber etlicher Schreckmümpfeli.

    Mit: Désirée Meiser (Katja), André Jung (Olli), Tilo Nest (Hardy), Nikola Weisse (Sabine), Hans Rudolf Spühler (Thewes), Anton Ponradjah (Chinese), Gerhard Dillier (Kellner)

    Musik: Matthias Ziegler - Tontechnik: Fabian Lehmann - Regie: Margret Nonhoff - Produktion: SRF 2001 - Dauer: 49

  • Der Traum ist geplatzt: Der Speditionsangestellter Lars Suter wird nicht befördert. Ein neuer Chef aus Hannover kommt. Und dieser stellt sogleich Lars Suters alten, treuen Arbeitskollegen Ruedi Abderhalden auf die Strasse. – Ein klarer Fall für den Western-Helden Lassuter.

    Im Alltag ist Lars Suter kein Mensch der vielen Worte. In seiner Fantasie aber durchaus. In seiner Wunschwelt ist er der Western-Held Lassuter, der sich für seinen alten Freund Randy Rudy alias Ruedi Abderhalden rächt. Und zwar am Bösewicht Young Luke Harper alias Lukas Hartmeier, der neue, unsympathische Leiter Logistik, der sich auch noch die hübsche und freundliche Assistentin Elisabeth krallt.

    Im Hörspiel wechseln reale Szenen der Bürowelt fliessend die ideale Wunsch-Westernwelt von Lars Suter ab. Realität und Fiktion vermischen sich fast untrennbar. Ein dramatischer Büro-Western der besonderen Art.

    Mit: Manfred Lehmann (Erzähler), Kamil Krejci (Speditionsangestellter Lars Suter/Lassuter), Walter Andreas Müller (Materialverwalter Ruedi Abderhalden/Randy Rudy), Maria Thorgevsky (Raumpflegerin Dragica Novoselic/Nscho-Tschitsch), Peter Hottinger (deren Sohn Ante Novoselic), Christian Heller (neuer Leiter Logistik Lukas Hartmeier/Young Luke Harper), Sanne Schnapp (dessen Sekretärin Elisabeth Gröschke), Dinah Hinz (Mutter Hartmeier), Ueli Jäggi (ehemaliger Leiter Logistik Rolf Imboden/Sheriff), Pamela Dürr (Telefonistin) und Päivi Stalder (Lehrtochter)

    Musik: Martin Bezzola - Tontechnik: Mirjam Emmenegger - Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2011 - Dauer: Teil 2: 39' 

  • Ein vielstimmiges Porträt über die grosse alte Dame der Kriminalliteratur. Ihre letzten Lebensjahre verbringt sie in einem ehemaligen Bunker im Tessin, führt zauselige Selbstgespräche und unterhält sich schreibend mit ihren Katzen und ihrer literarischen Schöpfung Tom Ripley.

    So viel Patricia Highsmith geschrieben hat, eines hat sie immer ausgeklammert: sich selbst. Deshalb war es eine Sensation, als nach ihrem Tod 1995 in ihrem Wäscheschrank 18 Tage- und 38 Notizbücher gefunden wurden, die sie seit ihrer College-Zeit geführt hatte.

    Eine Frau, die um die halbe Welt reiste, mindestens zwei Leben gleichzeitig führte und aus einer kühlen Halbdistanz psychologische Romane über elementare Themen schrieb wie Liebe, Fremdsein und Mord.

    Das Hörspiel verdichtet über 1300 Buchseiten auf das Wesentliche: Das gesamte Leben wird inszeniert als ein Spiel von Zeigen und Verbergen.

    Mit: Katja Bürkle, Tatja Seibt, Katharina Hauter, Andreas Helgi Schmid

    Aus dem amerikanischen Englisch von Melanie Walz, pociao, Anna-Nina Kroll, Marion Hertle und Peter Torberg - Tontechnik: Christian Eickhoff, Tanja Hiesch, Anke Schlipf - Hörspielbearbeitung und Regie: Nicole Paulsen - Produktion: SWR 2023 - Dauer: 55

  • Heitere Hörspiel-Posse in Berner Mundart. Mit schaurig-schräger Musik und mundgeblasenen Geräuschen von Trampeltier of Love. Und mit fauchenden Klapperschlangen, psychedelischen Kakteen, sprechenden Geiern, mordenden Menschen, einem frommen Sheriff und alkoholisierter Kleinkunst im Saloon.

    1882 verlässt der kleine Köbi Bärtschi mit seiner verarmten Familie die Gemeinde Rüeggisberg. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fahren sie mit dem Schiff von Hamburg nach New York. Die Grossmutter stirbt auf der Überfahrt, der Vater wird kurz nach der Ankunft erschossen und die Mutter gewaltsam bedrängt.

    Aus dem kleinen Köbi wird ein Rächer und Revolverheld wider Willen. Als er am Galgen hängt, ertönt ein Schuss. Jolanda Grunder, seine ehemalige Lehrerin aus Rüeggisberg, hat den Galgenstrick durchschossen und nimmt Köbi mit. Sie gibt ihm eine letzte Chance. Ihr Ziel ist es, Köbi zurück auf den rechten Weg zu führen. Ein schwieriges Unterfangen.

    «Dr Köbi isch ufem Harrassli gstange,
    Das wär ja no gange,
    We obe dranne nid das Seili wär ghanget »

    Trampeltier of Love ist eine unberechenbare, hippe Quasi-Band aus Bern und Luzern. Die vier Herren glauben an die Kraft träfer Sprüche und struber Sätze. Und erst recht an diejenige der grossen Liebe!

    «Kämpf singt katzfalsch, Hari versucht zu retten, Unternährer bläst unentwegt von hinten nach vorne. Dodell auch. Ausser, dass er nicht bläst.» – Lorenz Bach in «Musik heute»

    Mit: Matto Kämpf (Erzähler, Gesang, Topfdeckel, Löffel, Kokosnüsse), Rahel Hubacher (Jolanda), Gilles Marti (Köbi), Jonathan Loosli (diverse böse Männer), Dominique Jann (diverse nicht so böse Männer), Anne Hodler (Mutter Bärtschi), Simon Hari (Querflöte, Gesang, Trompeten, Piano), Marc Unternährer (Tuba, Shrutibox, Mundharmonika, Gesang), Benjamin Dodell (Schlagwerk, Melodica, Gesang, Blockflöte)

    Komposition: Simon Hari - Tontechnik: Tom Willen - Regie: Mark Ginzler
    Produktion: SRF 2023 - Dauer: 51

  • Einmal im Leben ein Westernheld sein! Lars Suter, Speditionsangestellter bei einer Versicherung, besticht durch einen Lebenslauf voller verpasster Aufstiegschancen. Als Eigenbrötler und DienstĂ€ltester fristet er ein Schattendasein zwischen Arbeitsplatz und Westernfantasien.Im Hörspiel wechseln reale Szenen der BĂŒrowelt fliessend die ideale Wunsch-Westernwelt von Lars Suter ab. RealitĂ€t und Fiktion vermischen sich fast untrennbar: Die Raumpflegerin Dragica Novoselic wird zum Halbblut Nscho-Tschitsch, der neue Leiter Logistik Lukas Hartmeier zum Bösewicht Young Luke Harper, und Lars Suter selber mutiert zum Westernhelden Lassuter, zum RĂ€cher aller Entrechteten, zum GeĂ€chteten im Dienst der Ehre, zum ruhelosen Bezwinger von Damenherzen. Da passt auch die raue ErzĂ€hlstimme fĂŒr diesen Western, die eine hörbare und nicht zufĂ€llige Ähnlichkeit mit der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis hat.Mit: Manfred Lehmann (ErzĂ€hler), Kamil Krejci (Speditionsangestellter Lars Suter/Lassuter), Walter Andreas MĂŒller (Materialverwalter Ruedi Abderhalden/Randy Rudy), Maria Thorgevsky (Raumpflegerin Dragica Novoselic/Nscho-Tschitsch), Peter Hottinger (deren Sohn Ante Novoselic), Christian Heller (neuer Leiter Logistik Lukas Hartmeier/Young Luke Harper), Sanne Schnapp (dessen SekretĂ€rin Elisabeth Gröschke), Dinah Hinz (Mutter Hartmeier), Ueli JĂ€ggi (ehemaliger Leiter Logistik Rolf Imboden/Sheriff), Pamela DĂŒrr (Telefonistin) und PĂ€ivi Stalder (Lehrtochter)Musik: Martin Bezzola- Tontechnik: Mirjam Emmenegger - Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2011 - Dauer: 41 (Teil 1) und 39 (Teil 2)Hier geht's zu Teil 2/2

  • Patricia Highsmiths «Die glĂ€serne Zelle» von 1964 beginnt nicht mit einer Tat, sondern mit ihrer Bestrafung. Eine atmosphĂ€rische Hörspielumsetzung des spannenden Romans mit grossartigem Stimmensemble wie Patrick GĂŒldenberg als Philip Carter oder Maren Eggert als ErzĂ€hlerin.Aber: hat man wirklich den Schuldigen hinter Gittern gebracht? Philip Carter sass im GefĂ€ngnis. Unterschlagung im Baugewerbe wurde ihm vorgeworfen; aber er selbst konnte sich nicht mehr zur Last legen als NachlĂ€ssigkeit. Urplötzlich fand sich der friedfertige Mann unter Schwerverbrechern im GefĂ€ngnis wieder; seiner Frau, seines Sohnes, seines behaglichen Lebens beraubt.Highsmith, die «Moral nur [interessiert] solange sie nicht gepredigt wird», lĂ€sst ihren Protagonisten einiges erdulden im «Loch»: Er wird beschimpft, gedemĂŒtigt, gefoltert, verstĂŒmmelt. Seine Sinne werden abgestumpft, sein Körper an Morphium gewöhnt.Nach sechs Jahren Haft kann er zurĂŒck in sein «altes Leben», doch die GefĂ€ngniszeit hat aus dem gutmĂŒtigen, fröhlichen Vater einen kalten, gebrochenen Mann gemacht. Und da es auch in dem «Draussen» LĂŒgen, Schmerz und Verbrechen gibt, reagiert Carter darauf mit der einzigen Sprache, die ihn seine Haftzeit gelehrt hat: mit Gewalt. Er trĂ€gt das GefĂ€ngnis nun in seiner DNA; auch in der freien Welt umgibt ihn die «Zelle». Und irgendwann holt er die Untat nach, fĂŒr die er zuvor schon bestraft wurde.Mit: Maren Eggert (ErzĂ€hlerin), Patrick GĂŒldenberg (Philip Carter), Rosa Thormeyer (Hazel Carter), Hanno Koffler (David Sullivan), Stephan Schad (Gregory Gawill), Lasse Fell (Timmie Carter), Bernd Grawert (Moony), Tim Grobe (Hanky/Anthony OBrien), Marek Harloff (Cherniver/Aufseher), Pascal Houdus (Max Sampson), Ole Lagerpusch (Dr. Cassini), Falk Rockstroh (Staatsanwalt/Butterworth), Michael Weber (Lawrence Magran), Tilman Strauß (Alex/Dr. MacKensie), Maximilian Scheidt (Ostreicher)Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von Werner RichterKomposition: Nikolai von Sallwitz - Tontechnik: Christian Alpen und Angelika Körber - Hörspielbearbeitung und Regie: Felix LehmannDramaturgie: Michael Becker - Produktion: NDR/SRF 2023Dauer: 56Diesen Zweiteiler finden Sie auch in unserem moderierten Krimi-Podcast.

  • Miniaturen der 1980er- und 1990er-Jahre. Was hat die Leute damals beschäftigt? Wie haben sie kommuniziert? Was wurde verschwiegen? Und warum? Dazu hat Fitzgerald Kusz kurze, träfe Szenen geschrieben, die Charles Benoit in Mundart übertragen hat.

    Fitzgerald Kusz, Jahrgang 1944, ist einer der erfolgreichsten und meistgespielten deutschen Dramatiker der letzten fünfzig Jahre. Seine im fränkischen Heimatdialekt geschriebenen Theaterstücke sprechen das Publikum bis heute an. Denn sie verhandeln ungekünstelt und auf Augenhöhe, mit Witz und Intelligenz die wesentlichen Fragen, die sich Menschen im Alltag stellen. Dabei interessiert Kusz nicht nur, was gesprochen wird, sondern vor allem, wie. Die Irrungen und Wirrungen der menschlichen (Nicht-)Kommunikation lassen seine Dialoge so glaubwürdig wie zeitlos klingen.

    Neben seinen abendfüllenden Stücken wie «Schweig, Bub!» oder «Burning Love» hat Kusz Dutzende kurzer «Szenen aus dem halben Leben» – wie er sie nannte – geschrieben. Der Berner Regisseur Charles Benoit hat einige davon adaptiert und zu drei Hörspielsendungen zusammengefasst. Die letzte, entstanden 1999, trägt den Titel «Gmüetlech rede mitenang». Sie ist nun erstmals wieder zu hören, ergänzt durch drei Szenen aus der ersten Produktion von 1981: «Tagesschou». Darin treten auf: der einzigartige Ruedi Walter, der ewig junge Emil Steinberger zusammen mit der Theaterlegende Margrit Winter sowie die unvergessliche Ellen Widmann im heimlichen Dialog mit dem damaligen Tagesschau-Liebling Léon Huber.

    Mit: Sara Capretti, Sibylle Courvoisier, Dieter Stoll, Yves Raeber, Ruedi Walter, Margrit Winter, Emil Steinberger und Ellen Widmann

    Musik: Hans Hassler - Tontechnik: Jack Jakob, Vreni Palm und Helmut Dimmig - Mundartbearbeitung und Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1981/1999 - Dauer: 43

    Diese Produktion dürfen wir Ihnen bis zum 8.1.2025 online zur Verfügung stellen. 

  • Unschuldig im GefĂ€ngnis. Philip Carter kann sich höchstens NachlĂ€ssigkeit vorwerfen – und trotzdem sitzt er nun zwischen Schwerverbrechern, die ihm das Leben zur Hölle machen. Hinzu kommt das quĂ€lende Gedankenkarussell: Wird er nach der Haft noch eine Familie haben, zu der er zurĂŒckkehren kann?FĂŒr Philip Carter ist die Strafe vor dem Verbrechen gekommen: Man hat ihn fĂŒr eine Unterschlagung verurteilt, die er nicht begangen hat. Dieser Justizirrtum hat Carter ins GefĂ€ngnis gebracht und ihn sechs Jahre lang bĂŒssen lassen. Sechs Jahre, die ihm die Daumen verkrĂŒppelt, die Sinne abgestumpft und seine Nerven an Morphium gewöhnt haben. Aus einem gutmĂŒtigen, fröhlichen Vater wird durch die Mechanismen der Haft ein kalter, ein gebrochener Mann. Das Einzige, was ihn die Zeit in der Zelle ĂŒberstehen lĂ€sst, ist die Hoffnung auf die NormalitĂ€t des «Draussen» und die Liebe seines Lebens: Hazel. Doch als er entlassen wird, trifft ihn die Erkenntnis hart: GefĂ€ngnis, das ist nichts anderes als eine konzentrierte Version des «Draussen», NormalitĂ€t ist nichts anderes als eine auf LĂŒgen aufgebaute Fassade. Carter reagiert mit der einzigen Sprache, die ihn sechs Jahre im GefĂ€ngnis umgeben hat: Gewalt.Oder mit den Worten der Autorin: «Mich interessiert Moral nur, solange sie nicht gepredigt wird.»Mit: Maren Eggert (ErzĂ€hlerin), Patrick GĂŒldenberg (Philip Carter), Rosa Thormeyer (Hazel Carter), Hanno Koffler (David Sullivan), Stephan Schad (Gregory Gawill), Lasse Fell (Timmie Carter), Bernd Grawert (Moony), Tim Grobe (Hanky/Anthony OBrien), Marek Harloff (Cherniver/Aufseher), Pascal Houdus (Max Sampson), Ole Lagerpusch (Dr. Cassini), Falk Rockstroh (Staatsanwalt/Butterworth), Michael Weber (Lawrence Magran), Tilman Strauß (Alex/Dr. MacKensie), Maximilian Scheidt (Ostreicher)Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch von Werner RichterKomposition: Nikolai von Sallwitz - Tontechnik: Christian Alpen und Angelika Körber - Hörspielbearbeitung und Regie: Felix LehmannDramaturgie: Michael Becker - Produktion: NDR/SRF 2023Dauer: 55 (Teil 1) und 56 (Teil 2)Teil 2 am Samstag, 13.01.2024, 20 Uhr auf Radio SRF 2 Kultur

  • Sie bezeichnete sich selbst als Frau des 20. Jahrhunderts – und das ist eine gar bescheidene Aussage. Denn das visionĂ€re Denken und Wirken der Alfonsina Storni haben Zeit ihres Lebens neben Bewunderung vor allem eins hervorgerufen: Irritation.«Weit ist die Welt – und in ihr haben alle Platz!» Dieses Zitat der schweizerisch-argentinischen Schriftstellerin klingt beinahe wie eine Beschwörungsformel. Denn Alfonsina Storni gehörte zu den ersten Feministinnen Lateinamerikas – und das liess man sie auch spĂŒren. Die gleichermassen produktive wie schlagfertige KĂŒnstlerin, die ihren Sohn allein grosszog, nebenbei arbeitete und ununterbrochen schrieb, hat es zu grossem Ruhm in Argentinien gebracht, der sogar ihren Freitod ĂŒberdauert.Ihre Schweizer Wurzeln hat Storni zu Lebzeiten mit keiner Silbe erwĂ€hnt, was ein Grund dafĂŒr sein mag, dass sie hierzulande nur Literaturexperten ein Begriff ist. Hildegard Keller und Bernard Senn rollen in diesem Feature die Landkarte ihres Wirkens aus, lassen die KĂŒnstlerin in O-Tönen wiederauferstehen und treten schliesslich in eine Art Dialog mit einer Frau, die hervorragend ins 21. Jahrhundert gepasst hĂ€tte.Mit: Alfonsina Storni, Mona Petri, Maria Vilches, Katharina Kilchenmann, Florian Hauser, Bernard Senn, Hildegard Keller und Andreas MĂŒller-CreponTontechnik: Simon Meier - Übersetzung und Regie: Hildegard KellerRedaktion: Bernard Senn - Produktion: SRF 2010 - Dauer: 51Mehr von Alfonsina Storni finden Sie in unserem Podcast «Lesung» , wo Sie den «Vorlesetag» 2024 nachhören können. Unter dem Motto «Weibliche Prosa» wurde auf SRF 2 Kultur auch einer ihrer Texte vorgelesen.

  • Ein Mann und eine Frau treten an zu einer Variante ihres Schicksals. Sie heissen Mig und Rilke. Sie lieben sich in dieser Variante. Und sie machen grosse Pläne. «Zuerst gehen wir zum Fluss», sagt Rilke. «Dann heiraten wir. Dann kommt das mit dem Beruf. Und dann kannst du kommen, Tara.»

    Aber Tara ist schon lange da. Sie möchte seit Jahren den Humor lernen. «Ein Mann und eine Frau – ob das schon die Pointe ist?», soll sie einmal gesagt haben. Taras Lieblingssatz allerdings wäre: «Alles kommt, wie niemand will.» Aber der Satz wäre möglicherweise gestrichen worden. Und eine Weile geht alles gut. Bis plötzlich Jeff kommt. «Hallo, hallo», sagt er, «ich bin der Jeff, der plötzlich kommt.»
    Und so bleibt Tara nach 33 Minuten und 46 Sekunden die Nachspeise im Hals stecken. Und das Lachen auch.

    Mit: Klaus Brömmelmeier (Mig), Natalia Conde (Rilke), Rebecca Klingenberg (Tara) und Till Kretzschmar (Jeff)

    Tontechnik: Tom Willen - Musik: Franziska Baumann - Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 2005 - Dauer: 40

  • Wie nennt man drei Herren, die ordentlich einen sitzen haben? Richtig: ein «Trio Pro Mille». Zu diesem Trio gesellen sich im Geiste – um nur einige zu nennen – Udo Lindenberg, Tom Waits und Theodor Fontane. Oh, welch ein Rausch für das Ohr!

    Drei Männer saufen sich an. Das Trinkgelage eskaliert – zu einem Hörspiel-Musical! Verworrene Gesprächsfetzen werden durchtränkt mit heiterem Pianospiel und dem Verweis auf grosse Trinker der Kulturgeschichte. Ein dionysischer Ritt ins Reich der Ausschweifung – inszeniert als eine Art Fasnachtsstück.

    Das kultige Trio kommt eigentlich von der Bühne. SRF hat es schliesslich ins Hörspielstudio gezerrt und seinen Rausch zu einem musikalischen Hörstück komprimiert. Herausgekommen ist ein ebenso leichtes wie lustiges Format und nicht zuletzt ein weiterer Weg, um die Zeit totzuschlagen.

    Mit: Norbert Schwientek, Daniel Fueter und Martin Schneider

    Texte und Musik: Thomas Hürlimann, Udo Lindenberg, Tom Waits, Karl Valentin, Kurt Tucholsky u.a. - Hörspielfassung: Trio Pro Mille und Fritz Zaugg - Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 1997 - Dauer: 38

  • Eine Abschiebung – und das ausgerechnet an Weihnachten? Aber Dienst ist Dienst, und Glühwein ist Glühwein, und so müssen die Polizisten Latotzke und Lenz ihre Feiertagspläne zurückstellen und sich ins Auto setzen. So beginnt das aussergewöhnliche Roadmovie in der nordrhein-westfälischen Pampa.

    Advent! Eine Zeit, in der Hamm seine Bewohner ganz besonders melancholisch stimmt. Immerhin hat die Weihnachtsregelung in der Task Force Hamm dieses Jahr gut geklappt. Kommissar Scholz bleibt in Kur, Kollegin Ditters übernimmt die Feiertagsschicht, Lenz und Latotzke haben frei. Jedenfalls, bis der Anruf vom LKA eintrudelt. Eine Spezialmission. Speziell für Lenz und Latotzke. Die beiden haben das grosse Los gezogen und dürfen einen Gefangenentransport zum Flughafen Frankfurt durchführen. Es handelt sich um einen jungen Mann, der unbedingt noch bis zum Jahresende abgeschoben werden soll; auch wenn die beiden Bewacher durchaus moralische Bedenken haben – und es auf ihrer Fahrt zu Vorfällen kommt, die so nicht eingeplant waren

    Hamm – das ist nicht wirklich Ruhrgebiet, aber auch nicht Münsterland-Idylle. In jedem Fall Randgebiet. Hierher wird versetzt, wer durch Dienstvergehen, Faulheit, Spielsucht oder grobfahrlässige Dummheit aufgefallen ist. Es ist ein Ort der Bewährung. Autor Dirk Schmidt hat mit den festen Charakteren Scholz, Lenz, Latotzke und Ditters eine Chaostruppe mit Kultcharakter ins Leben gerufen, die den ARD Radio Tatort des WDR zu den beliebtesten der Hörspielreihe macht. Die Aufklärungsmethoden der «Task Force Hamm» sind bisweilen ungewöhnlich und eher zufällig von Erfolg gekrönt, doch bessere Gesellschaft kann man an Weihnachten nicht haben.

    Mit: Matthias Leja (Lenz), Sönke Möhring (Latotzke), Uwe Ochsenknecht (Scholz), Hassan Akkouch (N Golo), Jochen Busse (Taxifahrer), Ingo Naujoks (Wolle), Bettina Stucky (Eva), Ralf Drexler (Bädecker), Wolfgang Rüter (Hausbesitzer), Ursula Michelis (Autofahrerin), Simone von der Forst (Radiosprecherin)

    Komposition: Rainer Quade - Regie: Claudia Johanna Leist
    Dramaturgie: Thomas Leutzbach - Produktion: WDR 2023 - Dauer: 48