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  • Sie ist stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT und eine der erfolgreichsten Podcasterinnen Deutschlands: Gemeinsam mit Andreas Sentker moderiert Sabine Rückert den Podcast "ZEIT Verbrechen", der ein Millionenpublikum hat – und im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Podcast Preis ausgezeichnet wurde.

    Zum Abschluss des ersten ZEIT ONLINE Podcastfestivals am 20. Juni war Sabine Rückert zu Gast in dieser Spezialausgabe von "Alles Gesagt?". Mit den Gastgebern Christoph Amend und Jochen Wegner unterhielt sie sich über das Wesen des Verbrechens, über ihren Blick auf den heutigen Feminismus, über ihr Verhältnis zum Glauben und zum Journalismus, über den Fall Kachelmann – und über die Frage, wie man eine lange, glückliche Beziehung führt.

    Geboren wird Sabine Rückert 1961 in München als Kind der Diplom-Handelslehrerin Gertrud Rückert und des evangelischen Theologen Georg Rückert, die später das soziale Dienstleistungsunternehmen Augustinum gründen, das heute deutschlandweit Einrichtungen für alterskranke und demente Menschen unterhält.

    Nach ihrem Studium der Kommunikationswissenschaft, Theologie, Markt- und Werbepsychologie besucht sie ab 1988 die Springer-Journalistenschule und volontiert bei der "Bild"-Zeitung. 1991 wechselt sie zur "taz", ein Jahr später wird sie Redakteurin bei der ZEIT. Bekannt wird sie als erste Kriminal- und Gerichtsreporterin der ZEIT - und im Jahr 2000 mit ihrem Bestseller "Tote haben keine Lobby" über in Deutschland vernachlässigte Tötungsdelikte. Ihr zweites Buch "Unrecht im Namen des Volkes – Ein Justizirrtum und seine Folgen" erscheint 2007 und beruht auf ihren Recherchen zu Justizirrtümern um Adolf S. und Bernhard M., die fälschlich der Vergewaltigung bezichtigt wurden. Durch ihre Recherchen kommt es zur Wiederaufnahme des Verfahrens, die beiden mutmaßlichen Täter werden freigesprochen.

    Seit 2018 gibt Sabine Rückert außerdem das Magazin ZEIT Verbrechen heraus und moderiert den gleichnamigen Podcast, seit 2019 zudem gemeinsam mit ihrer Schwester Johanna Haberer den Podcast "Unter Pfarrerstöchtern".
    Zum Gespräch mit ihr, das im Rahmen des Podcast-Festivals live auf ZEIT ONLINE gestreamt wurde, gab es Ente, die vom Chefkoch ihres Berliner Lieblingshotels zubereitet worden war. Nach sieben Stunden und 31 Minuten beendete Sabine Rückert die Aufzeichnung. Denn das darf bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

  • Sie ist Co-Parteivorsitzende und seit einigen Tagen auch Kanzlerkandidatin vom Bündnis 90/Die Grünen. Tatsächlich könnte Annalena Baerbock, wenn die aktuellen Umfragewerte für die Grünen stabil bleiben, im Herbst die erste Bundeskanzlerin ihrer Partei werden, eine junge zudem: Im vergangenen Dezember ist Annalena Charlotte Alma Baerbock, wie sie mit vollem Namen heißt, 40 geworden und damit so alt wie ihre Partei.

    Im unendlichen Podcast "Alles gesagt?" spricht sie über das derzeitige Umfragehoch der Grünen und ihre politischen Ziele, ihr Verhältnis zu Angela Merkel und zu ihrem Co-Vorsitzenden Robert Habeck, der selbst gern Kandidat geworden wäre, über Russland und die Nato, ihre Erfahrungen mit Shitstorms und ihre Strategien beim Krisenmanagement.

    Annalena Baerbock wurde 1980 in Hannover geboren. Sie ist, wie sie selbst sagt, "auf dem Dorf aufgewachsen", in Pattensen in Niedersachsen. Ihre Eltern haben sie früh auf Antiatomkraftdemos mitgenommen, und obwohl sie immer Grün gewählt hat, ist sie erstaunlich spät, 2005, der Partei beigetreten.
    Eigentlich wollte sie Journalistin werden. Über ein Praktikum ist sie, wie sie einmal gesagt hat, "in die Politik hineingeschlittert". Dafür ging es anschließend schnell voran: Bis 2008 war sie Büroleiterin der Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter, von 2008 bis 2009 Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion der Grünen, von 2012 bis 2015 Mitglied des Parteirats der Grünen, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2013 bis 2017 unter anderem Sprecherin für Klimapolitik der Grünen. Seit dem 27. Januar 2018 ist sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende ihrer Partei.

    Seit einigen Jahren lebt Annalena Baerbock mit ihrem Ehemann und den beiden Töchtern in Potsdam.

    Mit Jochen Wegner und Christoph Amend, den Gastgebern von "Alles gesagt?", unterhält sich Annalena Baerbock über ihr Verhältnis zum Kapitalismus und zu Deutschland, wie es dazu kam, dass sie ihre Atemtechnik verändert hat – und dass ihr beim Start im Flugzeug immer schlecht wird. Zum Gespräch gab es Spätzle und Weißwein.
    Das Gespräch wurde, wie in allen Folgen seit März 2020, wieder per Video geführt. Nach zwei Stunden und 56 Minuten beendete Annalena Baerbock die Aufzeichnung, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

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  • Julia von Heinz ist Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Ihr jüngster Film, das Antifa-Drama "Und morgen die ganze Welt", lief bei den Filmfestspielen in Venedig, ging für Deutschland ins "Oscar"-Rennen und ist nun weltweit auf Netflix zu sehen.

    Ihre Karriere als international anerkannte Filmschaffende hat sie sich selbst hart erarbeitet. Ihre Bewerbung an Filmhochschulen wurde achtmal abgelehnt, heute leitet sie den Studiengang für Kinoregie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

    Die Geschichte ihres Spielfilms "Und morgen die ganze Welt" über junge Erwachsene in der Antifa ist von ihrem eigenen Leben inspiriert. Nachdem sie bei ihrer Geburtstagsfeier von Rechtsradikalen angegriffen worden war, schloss sie sich der Antifa in Bonn an, wo sie sich zehn Jahre engagierte.

    Ein Jurastudium brach Julia von Heinz nach zwei Semestern ab und wurde erst auf einigen Umwegen Regisseurin. Den Gastgebern von "Alles gesagt?", Christoph Amend und Jochen Wegner, berichtet sie etwa von ihrer Arbeit als Slowmo-Operator bei Zweitliga-Fußballspielen, wo sie die interessanten Momente des Spiels vorhersehen und einfangen musste.

    Prägend für ihre künstlerische Entwicklung wurde ihre Zusammenarbeit mit Rosa von Praunheim an der Filmhochschule Babelsberg. Ihr Langfilmdebüt "Was am Ende zählt" wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Gold als bester Jugendfilm ausgezeichnet, ihre Dokumentation "Standesgemäß" über die Widrigkeiten des Lebens adliger Singlefrauen erhielt den Bayerischen Fernsehpreis.

    Ihren kommerziellen Durchbruch erzielte Julia von Heinz mit "Hanni & Nanni 2" und der Hape-Kerkeling-Verfilmung "Ich bin dann mal weg". Seit 2017 dreht sie auch für das Fernsehen, etwa den Biopic "Katharina Luther" und den Tatort "Für immer und dich" (2019). Derzeit arbeitet Julia von Heinz an ihrem nächsten Filmprojekt "Iron Box", für das sie die Schauspieler Lena Dunham und Mandy Patinkin gewinnen konnte.Was von Heinz von der aktuellen Debatte um #allesdichtmachen hält und warum die #MeToo-Debatte gerade der Filmindustrie entspringen musste, erörtert sie ebenso wie die Frage, warum der Tatort unbedingt 25 statt 21 Drehtage bräuchte.

    Mit Christoph Amend und Jochen Wegner, den Gastgebern von "Alles gesagt?", sprach sie per Video in ihrem Hotelzimmer in Budapest, wo sie gerade den Mehrteiler "Eldorado KaDeWe" dreht. Julia von Heinz beendete das Gespräch nach 4 Stunden und 51 Minuten, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

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  • Die Geschichte ihres Lebens fasziniert seit einem Jahrzehnt weltweit Millionen von Menschen, ob als Buch oder als Serie. Die Bestseller-Autorin Deborah Feldman ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen ZEIT-Podcast.

    Zuerst erschien ihr Buch "Unorthodox" 2012 in den USA, seither ist es in 30 Sprachen übersetzt worden. 200 Millionen Menschen haben die gleichnamige Netflix-Serie gesehen, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Vor einigen Jahren ist Deborah Feldman nach Berlin gezogen, die Serie wurde dort entwickelt und produziert.
    Mit den Gastgebern von "Alles gesagt?", Jochen Wegner und Christoph Amend, unterhält sich Deborah Feldman über ihr altes und ihr neues Leben, über ihre Geburtsstadt New York und ihren Alltag in Berlin, über Feminismus und Machismus, über ihren globalen Erfolg, derzeit etwa in Japan – und über die Zeit der Pandemie.

    Deborah Feldman wird am 17. August 1986 in New York geboren und wächst in Williamsburg, Brooklyn unter chassidischen Juden auf, in der Glaubensgemeinschaft der Satmarer, die sich radikal von der Welt abgewandt hat und wie eine Sekte unter strengsten Regeln lebt. Ehen werden arrangiert, auch die Ehe ihrer Eltern, die sich früh trennen, weil die Mutter die Glaubensgemeinschaft verlässt – und ihre Tochter zurücklässt. Der Vater ist geistig behindert und bleibt, so hat es Deborah Feldman einmal selbst beschrieben, für immer auf dem geistigen Stand eines Siebenjährigen. Auch ihre eigene Ehe wird arrangiert, sie wird jung Mutter, schafft es, sich aus ihrer Welt zu lösen. Anders als ihre Mutter flieht Deborah Feldman gemeinsam mit ihrem Sohn. Sie fängt an, über ihre Herkunft zu bloggen, aus dem Blog wird ein Buch, diesem Buch ist bereits ein zweites Buch gefolgt. Derzeit arbeitet sie an einem Roman, der im Herbst erscheinen wird.

    Auch diese Folge von "Alles gesagt?" wurde per Video aufgenommen. Deborah Feldman, die beiden Gastgeber und Produzentin Maria Lorenz schalteten sich aus ihren Berliner Wohnungen zusammen. Der Hund der Gästin schlief die meiste Zeit im Hintergrund. Nach vier Stunden und einer Minute beendete Deborah Feldman die Unterhaltung, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

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  • Sie gilt als Wissenschaftlerin der Stunde, als eine der prägenden Stimmen unserer Zeit – und das, obwohl sie kein Buch über die Corona-Pandemie geschrieben hat: Maja Göpel ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen ZEIT-Podcast.

    Ihr Bestseller "Unsere Welt neu denken" steht seit einem Jahr auf den Bestsellerlisten. Sie ist Mitgründerin der Initiative Scientists for Future, sie war Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, ist jetzt Direktorin des Thinktanks The New Institute in Hamburg und Honorarprofessorin an der Leuphana Universität in Lüneburg.

    Aufgewachsen ist sie in einer ökologischen Hausgemeinschaft in einem Dorf in der Nähe von Bielefeld, promoviert hat sie in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg und Kassel. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern im Süden Berlins.

    Mit den Gastgebern von "Alles gesagt?", Jochen Wegner und Christoph Amend, unterhält sich Maja Göpel über die Klimafrage und die Entwicklung unseres Wohlstands, warum sie lange dachte, sie passe nirgendwo hin, wie ihr Alltag während der Pandemie aussieht – und was sie machen würde, wenn sie Königin von Deutschland wäre.

    Auch diese Folge von "Alles gesagt?" wurde per Videoschaltung aufgenommen. Maja Göpel schaltete sich von ihrem Haus zu und bekam während der Aufnahme einige Male Besuch von Handwerkern, die sich aber vom laufenden Gespräch nicht weiter irritieren ließen. Nach drei Stunden und 29 Minuten beendete Maja Göpel die Unterhaltung, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

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  • Paul Auster, one of the great American novelists, is our guest on the fourth English-language episode of "Alles Gesagt?" ("Nuff Said?"), ZEIT‘s never-ending podcast. Paul Auster is a film director, a translator, and a writer of poems, screenplays and essays. He had his breakthrough with his first memoir "The Invention of Solitude" in 1982, which was followed by the international bestseller "The New York Trilogy" between 1985 and 1986. He has published more than 30 books in over 40 languages, with his latest novel, "4 3 2 1," appearing in 2017. Last year, he compiled the collection "Groundwork: Autobiographical Writings."
    In 1995, Auster wrote the screenplay for the movie "Smoke," starring Harvey Keitel, and co-directed the follow-up film "Blue in the Face" featuring Harvey Keitel again, along with Michael J. Fox, Madonna, Lou Reed and many more.

    The hosts of "Alles Gesagt?", Christoph Amend, ZEITmagazin‘s editorial director, and Jochen Wegner, editor-in-chief of ZEIT ONLINE, both based in Berlin, met with Paul Auster, who lives in Brooklyn, New York, via video call on February 2, the day before his birthday. The episode was also streamed live on ZEIT ONLINE.

    Paul Auster was born in Newark, New Jersey in 1947. He graduated from Columbia University in New York before moving to Paris in 1970. He returned to New York four years later. In this episode of our podcast,

    Auster talks about the history of the United States and its current political situation, how he became a writer and his path to directing movies late in life. He also tells the true story of a near-death experience as a teenager that shaped the way he thinks about life. Auster explains the magic of Laurel and Hardy‘s comedy and the magic of his marriage to novelist and essayist Siri Hustvedt. The couple has been married for 40 years and are each other‘s first readers. After two hours and 31 minutes, Paul Auster ends the recording. Because at "Alles Gesagt?" the conversation is only over when the guest says it is.

  • Bevor der unendliche Podcast im Februar mit neuen Gästen weitergeht, veröffentlichen wir in dieser Sonderfolge alle 34 bisherigen Ausgaben des Spiels "A oder B oder weiter". Dabei müssen sich die Gäste sekundenschnell zwischen herausfordernden Begriffspaaren entscheiden: "Snooze oder aufstehen?" –"Vegane Wurst oder keine Wurst?" – "Trump oder Putin?"

    Mitgespielt haben Robert Habeck, Katarina Barley, Sophie Passmann, Rubin Ritter, Christian Lindner, Herbert Grönemeyer, Jana Hensel, Dorothee Bär, Marco Börries, Julia Stoschek, Uli Wickert, Jutta Allmendinger, Bas Kast, Rezo, Carolin Emcke, Lena Meyer-Landruth, Ian McEwan, Eva Schulz, Thomas Hitzlsperger, Christoph Amend und Jochen Wegner (befragt vom Känguru), Marc-Uwe Kling, Igor Levit, Heiko Maas, Luisa Neubauer, Dunja Hayali, Alice Hasters, Thomas de Maizière, Mai Thi Nguyen-Kim, Juli Zeh, Ólafur Elíasson, Alice Schwarzer, Yuval Harari, Richard Socher und Ai Weiwei.


    Wer über neue Folgen, Live-Aufzeichnungen und alle Dinge rund um "Alles gesagt?" informiert werden will, kann hier unseren neuen Newsletter abonnieren: https://www.zeit.de/serie/alles-gesagt

  • Ai Weiwei, one of the most adored and influential - some might say, most dangerous - artists of our time, is our guest on the third English-language episode of “Alles gesagt?” (“Nuff Said?“), ZEIT’s never-ending podcast.

    Ai Weiwei is not only an artist, he’s also an architect (he helped design the National Stadium in Beijing) and a filmmaker (he directed the Oscar-nominated documentary "Human Flow”). He is also well-known as a political activist for his fight for democracy and freedom of speech in his home country and for his criticism of the Chinese government for its censorship.
    The hosts of “Alles gesagt?“, Jochen Wegner and Christoph Amend, met with Ai Weiwei in his Berlin studio this August.

    Ai Weiwei was born 1957 in Beijing as a son of author Ai Qing, a highly esteemed poet under Mao in the early 1950s. Ai grew up in re-education camps with his family after his father fell from grace with the Mao regime and was banned in 1961. (He was rehabilitated in 1976, two years after Mao’s death).

    In 1978, Ai Weiwei started studying animation at the film academy in Beijing before moving to New York in the 1980s. He lived in the U.S. until the early 90s, returning to Beijing in 1993 due to the illness of his father and becoming established as an artist in his home country. He had a major international breakthrough with his work “Fairytale," displayed at documenta 12 in 2007, a piece which brought 1,001 Chinese people to Kassel.

    Ai Weiwei has been arrested several times for his political activism. In 2011, he spent 81 days in solitary confinement, an event which was accompanied by a wave of international protest. His passport wasn't returned to him until 2015, at which time he left China for Germany, living in Berlin between 2015 and 2019, where he held a guest professorship at Berlin University of the Arts. In 2019, he decided to move to Cambridge with his family, criticizing Germany for its intolerance and racism, but he still runs his studio in Berlin.

    In this episode, Ai Weiwei talks about his Chinese roots, his adventures in the United States, and his experience with living in Germany. He explains his love for blackjack and criticizes the global art market.

    For the first time, our infinite podcast did not come to an end. Ai Weiwei is the first guest who did not choose a Schlusswort (final word) to signify the end of our conversation, and simply left. So we are still recording.

  • Er ist einer der einflussreichsten jungen Forscher für Künstliche Intelligenz, lebt im Silicon Valley und ist geboren in der DDR: Richard Socher ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin.

    1983 kam er als Sohn eines Wissenschaftlers und einer Ingenieurin in Dresden auf die Welt, wuchs einige Jahre in Äthiopien auf, studierte Computerlinguistik in Leipzig und Saarbrücken – und machte sich einen Namen, als er in den USA an den berühmten Universitäten von Princeton und Stanford an neuronalen Netzwerken für Spracherkennung forschte. Richard Socher ist heute einer der international meistzitierten K.I.-Forscher. Eine Assistenzprofessur in Princeton lehnte er ab und gründete stattdessen ein Start-up, das 2016 vom amerikanischen Techkonzern Salesforce übernommen wurde. Richard Socher wurde Chefwissenschaftler von Salesforce und blieb es bis zum Juli dieses Jahres, als er bekannt gab, erneut ein Start-up zu gründen.

    Mit Jochen Wegner und Christoph Amend, den Gastgebern von "Alles gesagt?", unterhält sich Richard Socher über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf unser Leben, darüber wie ihn die DDR geprägt hat, warum es ihn nicht in Deutschland gehalten hat – und was ihn an seiner zweiten großen Leidenschaft, dem Paragliden, so fasziniert. Auch diese Folge von "Alles gesagt?" wurde per Videoschaltung aufgenommen. Während die Gastgeber des Podcasts in Berlin saßen, schaltete sich Richard Socher aus Idaho zu. Er reiste zum Zeitpunkt der Aufnahme mit seiner Partnerin in einem Wohnmobil durch die USA. Nach 8 Stunden und 17 Minuten beendete Richard Socher die Unterhaltung, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Interview mit Richard Socher von 2019: https://www.zeit.de/digital/2019-05/computational-linguistics-artificial-intelligence-speech-processing-richard-socher

  • Historian and author Yuval Harari, one of the most influential intellectuals of our time, is our guest on the second English-language episode of "Alles gesagt?" ("Nuff Said?"), ZEIT's never-ending podcast. Harari's book, "Sapiens: A Brief History of Humankind", was originally published in Hebrew in 2011 and is based on a series of 20 lectures from an undergraduate world history class he had taught. It has sold over 12 million copies and was in the top three of The "New York Times" bestseller list for 96 consecutive weeks. Barack Obama, Bill Gates, Mark Zuckerberg and Angela Merkel, among others, are all admirers of Harari's work. In 2016 he wrote "Homo Deus", this time focussing on the future of humankind; his third book, 21 Lessons for the 21st Century, was published in 2018. Both have become international bestsellers. This week his latest book will be released: the graphic novel "Sapiens – The Birth of Humankind".

    The hosts of "Alles gesagt?", Jochen Wegner and Christoph Amend (both based in Berlin) met with Yuval Harari, who lives in Tel Aviv, via video call on October 14th. (The session was also streamed live on ZEIT ONLINE.)

    Harari was born in 1975 near Haifa and studied in Jerusalem; he finished his PhD in Oxford with a focus on medieval military history and wrote his dissertation on "renaissance military memoirs of noblemen".

    In this episode of our podcast Harari talks about a wide range of topics from religion to politics, Covid-19 to artificial intelligence; he describes spending weeks in a silent retreat, visiting a secret unit at Google and what it takes to become a bestseller writer. We hear what it was like growing up in a conservative Israeli family and realising he was gay at the age of 21, and how this personal experience has influenced the way he thinks about the world, human beings and history. At the end of this episode, Harari fact-checks key scenes of the show Game of Thrones and finally, after three hours and 44 minutes, he has nothing left to say. Because at "Alles gesagt?" the conversation is only over when the guest says it's over.

  • Sie wurde schon mit vielen erstaunlichen Begriffen belegt. Sie sei "Kanzlermacherin", "eine der bedeutendsten Frauen unserer Zeit", "Medienliebling" - aber auch die "Hexe mit dem stechenden Blick", eine "Terroristin", die "Mutti des deutschen Feminismus" und die "meistgehasste Chefredakteurin Deutschlands". Könnte es sein, dass es für Alice Schwarzer eine eigene Kategorie namens "Alice Schwarzer" braucht? Auch darüber hat sie mit den Gastgebern des unendlichen Podcasts "Alles gesagt?" gesprochen, Jochen Wegner und Christoph Amend.

    Alice Schwarzer, geboren 1942, ist auch Journalistin, Bestseller-Autorin, Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift Emma, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Jetzt hat sie eine neue Autobiografie geschrieben, Lebenswerk ist soeben bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

    Im ZEIT-Podcast, in Pandemie-Zeiten wie immer remote aufgenommen, erzählt sie von ihrer ungewöhnlichen Kindheit, ihrer engen Freundschaft mit Simone de Beauvoir, ihrer ungebrochenen Lust am Streit mit Frauen wie mit Männern, ihrer Kritik am politischem Islam, ihrer Liebe fürs Tanzen – und über das Geheimnis einer glücklichen Beziehung. Nach 5 Stunden und 14 Minuten beendet Alice Schwarzer das Gespräch, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Produktion: Maria Lorenz-Bokelberg/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz-Bokelberg
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank

  • Über die Kunst von Ólafur Elíasson hat mal jemand gesagt, dass sie zwei Reaktionen verursache: zuerst ein "Wow" und dann ein "Aha". Wie das mit dem "Wow" und mit dem "Aha" geht, darüber haben sich die beiden Gastgeber des unendlichen Podcasts "Alles Gesagt", ZEIT-Online-Chef Jochen Wegner und ZEITmagazin-Chef Christoph Amend mit Ólafur Elíasson unterhalten – er war per Zoom zugeschaltet aus seinem Studio in Berlin.
    Ólafur Elíasson ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Künstler der Gegenwart, ausgezeichnet mit zahlreichen internationalen Preisen, in Deutschland unter anderem mit dem Goslarer Kaiserring, in Frankreich mit dem Ordre des Arts et des Lettres und wenn der isländische Staatspräsident Berlin besucht, dann schaut er natürlich auch im Studio unseres Gastes vorbei.

    Ólafur Elíasson wurde am 5. Februar 1967 in Kopenhagen geboren, er ist Däne mit isländischer Herkunft, seine Eltern sind in den Sechzigerjahren von Island nach Dänemark ausgewandert. Er selbst hat in Kopenhagen studiert, lebte 1999 einige Monate in New York, aber schon früh hat es ihn nach Deutschland gezogen, sein Studio in Prenzlauer Berg hat er seit 1995. Er kreiert Momente und Prozesse, die einen staunen lassen: Er färbt Flüsse und baut riesige Wasserfälle, er liebt es, mit Spiegeln zu arbeiten und spätestens im Jahr 2003, als er in der Londoner Tate Galerie eine künstliche Sonne installierte, wurde er zu einem Star der Kunstwelt.

    Ólafur Elíasson ist aber nicht nur Künstler, er ist auch politischer Aktivist. Um auf die schmelzende Pole hinzuweisen, lässt er echtes, jahrhundertealtes Eis von dort vor die Schaltzentralen der Politik bringen – dort schmilzt es vor aller Augen. Und schon vor einigen Jahren hat er die Little Sun erfunden, eine kleine mobile Lampe, die mit Solarstrom funktioniert, mit der er Millionen von Menschen in Afrika Licht bringen möchte, die in Gegenden und Ländern ohne funktionierendes Stromnetz leben.

    Über Politik und Kunst, über seine Familie und über seine Firma und darüber, wie es kam, dass er in seiner Jugend ein Breakdance-Star in Island wurde, haben sich beiden Gastgeber des ZEIT-Podcasts 4 Stunden und 28 Minuten mit Ólafur Elíasson unterhalten. Bis er das Gespräch mit seinem Schlusswort beendet hat – denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

  • Sie ist Richterin am Landesverfassungsgericht in Brandenburg, aber bekannt geworden ist sie durch ihre literarischen Bestseller: Die Schriftstellerin Juli Zeh ist zu Gast bei Alles gesagt?, dem unendlichen Podcast von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin. Schon ihr Debüt Adler & Engel, erschienen im Jahr 2001, wurde von der Kritik gefeiert. Seitdem hat sie Romane, Theaterstücke, Essays, Aufrufe geschrieben, auch mal einen offenen Brief an Angela Merkel. Sie hat sich politisch engagiert und ist heute eine der führenden Intellektuellen des Landes, ausgezeichnet unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis und dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr Engagement für bürgerliche Freiheitsrechte im digitalen Zeitalter.

    Mit Jochen Wegner und Christoph Amend, den Gastgebern von Alles gesagt?, unterhält sich Juli Zeh über die wichtigen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit – über Freiheit, Sicherheit, Recht, Moral und über die Grundfrage, die sie seit ihrem Jurastudium prägt: "Woher beziehen wir unsere Kriterien für gut und böse?"

    Geboren ist Juli Zeh 1974 unter dem Namen Julia Barbara Zeh in Bonn, ihr Vater war Jurist, hat im parlamentarischen Dienst des Bundestags gearbeitet, ihre Mutter war Übersetzerin. Juli Zeh hat in den Neunzigern in Passau und Leipzig studiert, dort, am legendären Literaturinstitut hat sie ihren späteren Mann kennengelernt, den Autor David Finck. Die beiden haben zwei Kinder und leben, wie man spätestens seit Juli Zehs Roman Unterleuten weiß, seit vielen Jahren auf dem Land in Brandenburg. Von dort aus spricht sie 8 Stunden und 7 Minuten lang mit den Gastgebern, bis sie das Schlusswort sagt und die Aufnahme beendet. Denn das darf bei Alles gesagt? nur der Gast.

  • Sie ist die bekannteste deutsche Wissenschaftjournalistin, sie ist Youtuberin, Fernsehmoderatorin und Bestseller-Autorin: Mai Thi Nguyen-Kim ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast von ZEIT Online und ZEITmagazin. Ihren YouTube-Kanal "Mailab" haben fast eine Million Menschen abonniert, außerdem moderiert sie bei "Terra X Lesch und Co." und "Quarks". Ihr Buch "Komisch, alles chemisch!" steht seit vergangenem November auf den Bestsellerlisten.

    Für Ihre Arbeit wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem als "Wissenschaftsjournalistin des Jahres", mit dem Grimme Online Award und in diesem Jahr mit dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises, eine Sonderehrung für ihre Corona-Berichterstattung und ihren Tagesthemen-Kommentar zur Lage der Pandemie in Deutschland. Ihr Video "Corona geht gerade erst los", im April veröffentlicht, wurde 6,3 Millionen Mal abgerufen.

    Mit Jochen Wegner und Christoph Amend, den Gastgebern von "Alles gesagt?", unterhält sich Mai Thi Nguyen-Kim über Corona und die Folgen für die Gesellschaft, über ihre Karriere zwischen Wissenschaft und Medien und über ihre Familie - ihre Eltern stammen aus Vietnam.Auch diese Folge von Alles Gesagt wurde remote aufgenommen, Mai Thi Nguyen-Kim war zu Hause in der Nähe von Frankfurt, wo sie mit ihrem Mann, der wie sie Chemiker ist, und ihrem Kind lebt. Nach 3 Stunden und 58 Minuten beendete sie das Gespräch, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

  • Er ist einer der prägenden deutschen Politiker der vergangenen Jahrzehnte, er war Chef des Kanzleramts, Innen- und Verteidigungsminister. Und er ist ein politischer Kronzeuge, der bei allen großen Wendepunkten seit der Wiedervereinigung eine aktive Rolle hatte: Thomas de Maizière, 66, CDU, ist in Bonn geboren, lebt heute in Dresden-Blasewitz – und ist zu Gast bei "Alles Gesagt", dem unendlichen Podcast von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin.

    Mit den Gastgebern Christoph Amend und Jochen Wegner unterhält sich de Maizière, der aus einer Hugenottenfamilie kommt, die im 17. Jahrhundert von Frankreich nach Preußen kam, über sein Verhältnis zu Deutschland, und warum er als Wessi manchmal für einen Ossi gehalten wird. Er erzählt, wie es war, am deutsch-deutschen Einigungsvertrag mitzuarbeiten und als Innenminister 2015 im Zentrum der Flüchtlingskrise zu stehen. Er berichtet, wie subtil Angela Merkel ihre Macht demonstrieren kann, warum man es beim Redenschreiben für Richard von Weizsäcker dem Chef nie recht machen konnte, und wie er damit zurechtkam, ein sogenanntes Soldatenkind zu sein: Er ist der Sohn des langjährigen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Ulrich de Maizière. Nach 5 Stunden 14 Minuten beendet Thomas de Maizière das Gespräch, denn das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

  • Seit ihrem von der Kritik gefeierten Buch "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten", ist Alice Hasters die intellektuelle Stimme der jungen Schwarzen in Deutschland. Sie selbst nennt sich Schwarze Frau und schreibt schwarz mit großem S. "Es bezieht sich nicht auf die tatsächliche Farbe meiner Haut", sagt sie. "Es ist meine Selbstbezeichnung, Teil meiner Identität."

    Im Gespräch mit Christoph Amend und Jochen Wegner, den Gastgebern des Podcasts "Alles gesagt?" von ZEIT ONLINE und ZEITmagazin, erzählt Alice Hasters von ihren Alltagserfahrungen mit Rassismus in Deutschland und den USA, erklärt, wie er unsere Gesellschaft bis heute prägt – und was sich ändern muss.

    Alice Hasters ist Journalistin, Autorin, Podcasterin, geboren 1989 in Köln, dort ist sie auch aufgewachsen, sie hat in München an der Journalistenschule studiert, lebt heute in Berlin, arbeitet für den rbb und für die "Tagesschau". Ihre Stimme ist ihren Fans seit Jahren vertraut, denn seit 2016 spricht sie einmal im Monat mit ihrer Freundin, der Schauspielerin Maximiliane Häcke, über alles zwischen Politik und Popkultur – in ihrem gemeinsamen Podcast "Feuer & Brot".

    Ihr Buch hat Alice Hasters in fünf Kapitel aufgeteilt – Alltag, Schule, Körper, Liebe, Familie – und über all das spricht sie auch im Podcast. Und von ihrer Liebe zu Linsensuppe, über Vogueing – und über den Grund, warum sie sich lange wie die Figur Carlton aus der Serie "Der Prinz von Bel-Air" gefühlt hat.

    Nach 6 Stunden und 37 Minuten beendet Alice Hasters das Gespräch. Das darf bei "Alles gesagt?" nämlich nur der Gast.

    Diese Folge wurde am 4. Mai aufgenommen, drei Wochen vor dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis.

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Sie hat das “heute-journal” moderiert, ist Co-Gastgeberin des ZDF-“Morgenmagazins” und des ZDF-“Sportstudios”, und sie hat eine politische Talkshow, die ihren Namen trägt: Dunja Hayali ist eine der bekanntesten Fernsehjournalistinnen des Landes. Bekannt ist sie auch dafür, dass sie vor Konflikten und brenzligen Situationen nicht zurückschreckt, sondern sie immer wieder sucht. Ihre Beiträge von rechten Demonstrationen und Neonazi-Festivals sind Fernsehgeschichte.

    Dabei formuliert sie ihren eigenen Standpunkt klar. “Alltagsrassismus ist manchmal das größere Gift als Anschläge”, sagt sie im Podcast Alles gesagt?. Für ihr politisches Engagement wurde sie mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet.

    Weil ihre Talkshow derzeit Sendepause hat, hat Dunja Hayali während der Corona-Krise eine neue, tägliche Sendung erfunden: Jeden Abend spricht sie auf Instagram live mit bekannten und unbekannten Menschen. Eine Folge ist deshalb auch in der siebeneinhalb Stunden dauernden “Alles gesagt?“-Aufzeichnung zu hören – mit der Sängerin Conchita Wurst.

    Dunja Hayali erzählt den Gastgebern Jochen Wegner und Christoph Amend auch von ihrer Familiengeschichte, von Flucht und Folter: Beide Eltern sind in Mossul im Irak aufgewachsen, haben sich aber erst in Wien kennengelernt und sind gemeinsam nach Datteln in Nordrhein-Westfalen gezogen, dort ist Hayali geboren und aufgewachsen.

  • Es war das große, weltumspannende Thema: die Klimadebatte. Und die Bewegung Fridays for Future demonstrierte auf den Straßen, wie politisch die Jugend von heute ist. An der Spitze in Deutschland: die Hamburger Geografiestudentin Luisa Neubauer.

    Dann kam Corona. Und jetzt? Im unendlichen Podcast "Alles gesagt?" erklärt die 24-Jährige, wie ihre Bewegung jetzt versucht, die Klimadebatte wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen – in Zeiten, in denen Demonstrieren auf der Straße aus gesundheitlichen Gründen verboten ist.

    Luisa Neubauer erzählt den Gastgebern Jochen Wegner, Chefredakteur von ZEIT ONLINE, und Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITMagazins, warum ihre Großmutter bis heute ihr großes Vorbild ist, dass bei Fridays for Future Videobesprechungen bis nachts um halb zwei gehen – und von ihrer Freundschaft zu Greta Thunberg, der FFF-Gründerin.

    Diese Folge von "Alles gesagt?" ist die dritte, die in Zeiten von Corona per Videoschaltung zwischen vier Standorten aufgenommen wurde. Und gehört zu den längsten in der mittlerweile zweijährigen Geschichte des Podcasts. Denn erst nach acht Stunden und 34 Minuten beendete Luisa Neubauer das Gespräch – das darf bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Er ist Mitglied des "kleinen Corona-Kabinetts", das Deutschland derzeit durch die Krise steuert. Im unendlichen Podcast berichtet Außenminister Heiko Maas, wie sich der Alltag eines Politikers verändert hat, dessen Arbeitsbasis vorher das persönliche Gespräch war und dessen Arbeitsbilanz auch in Flugmeilen gemessen wurde. Heute ruft ihn der kanadische Außenminister schon mal an Ostern direkt auf dem Handy an, wenn in Kanada die Wattestäbchen für Corona-Tests ausgehen – unter Umgehung des Protokolls, das in der Diplomatie sonst alles beherrscht.

    Drei Stunden und 26 Minuten sprach Heiko Maas mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner für den potenziell unendlichen Podcast "Alles gesagt?", den nur der Gast selbst beenden kann. Das Gespräch fand nicht, wie sonst üblich, am Wohnzimmertisch von Produzentin Maria Lorenz statt – sondern per Video. Trotzdem gab es für alle österreichisches Essen und Bier. (Die Weißweinflasche hat das Auswärtige Amt im Cateringpaket an Maas entfernt.)

    Heiko Maas heißt mit vollem Namen Heiko Josef Maas. Er ist katholisch aufgewachsen, war Messdiener und in der katholischen Jugend aktiv, hat Jura studiert und sich bei den Jusos engagiert, ist 1989 in die SPD eingetreten und hat dort ziemlich schnell Karriere gemacht, so schnell, dass er 1998 als saarländischer Minister für Umwelt, Energie und Verkehr der jüngste Minister Deutschlands wurde. Von 2013 bis 2018 war er Bundesjustizminister, seit 2018 ist er Bundesaußenminister. Bei drei Wahlen im Saarland hatte er zuvor erfolglos versucht, Ministerpräsident zu werden. Maas ist Radrennfahrer und baut seine Räder selbst zusammen, 2016 wurde er zum "bestangezogenen Mann in Deutschland" gekürt.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    0:06 Das Schlusswort: Alpe d’Huez
    0:08 Was macht ein perfektes Rad aus?
    0:09 Wer ist Heiko Josef Maas?
    0:11 Wie es ist, eine Videokonferenz mit 28 Außenministern zu moderieren
    0:16 "Ich bin das größte lebende Infektionsrisiko des Auswärtigen Amtes"
    0:19 Im Moment gibt es drei Kabinette
    0:22 "Ich kuck mir nicht jede Pressekonferenz an."
    0:24 Wie Deutschland die Coronakrise meistert
    0:30 Wenn der kanadische Außenminister am Ostersonntag auf dem Handy anruft
    0:38 Wie gut managen Demokratien die Krise?
    0:45 Das Für und Wider von Corona-Bonds
    0:49 Wie wird die Welt nach der Krise sein?
    0:56 "Ich habe mich gefühlt als der Chef des noch einzigen offenen Reisebüros in Deutschland"
    1:01 Sind wir bescheuert?
    1:10 Jugendjahre
    1:24 Über Sigmar Gabriel
    1:25 Es gibt Essen
    1:29 Sein Förderer Oscar Lafontaine
    1:42 Das Auswärtige Amt hat den Wein entfernt
    1:45 Das Protokoll ist die eigentliche Macht
    1:51 Das Verhältnis zur US-Regierung
    2:02 Donald Trump
    2:14 "Ich bin kein gutes Vorbild, ernährungspolitisch"
    2:16 Fragen über das Saarland
    2:41 Es ist nicht leicht, ein SPD-Außenminister zu sein
    2:53 Die Aufnahme von Geflüchteten in Zeiten von Corona
    3:04 A oder B oder Weiter
    3:11 Trump oder Putin? "Das ist jetzt aber echt fies!"
    3:12 Was haben Sie damals mit Angelina Jolie besprochen?
    3:14 "Ich habe mehr Referenten als Angelina Jolie"
    3:16 Homeschooling bei Familie Maas
    3:20 Der Außenminister geht heimlich Einkaufen

    Alle weiteren Folgen von Alles gesagt? – Der unendliche Interviewpodcast finden Sie hier. Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch.

    Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg

  • Schon vor zehn Jahren wurde er von der "Frankfurter Allgemeinen" als "einer der großen Pianisten des Jahrhunderts" gefeiert, und die Hymnen, die von der Kritik und vom Publikum auf den Pianisten Igor Levit seitdem gesungen werden, sind nur noch euphorischer geworden. Dabei ist er immer noch erst 33 Jahre alt, geboren 1987 im russischen Gorki, 1995 ist er mit seiner Familie nach Hannover gezogen. Heute lebt er in Berlin.

    Als Pianist ist er ein international gefragter Star, auf Twitter ein politischer Aktivist, und eigentlich sollte 2020 sein großes Jahr mit Beethoven-Konzerten in aller Welt werden – zu Ehren des großen Komponisten, den Igor Levit neben Johann Sebastian Bach am meisten bewundert.

    Doch seit Corona ist auch für ihn alles anders. Am 12. März hat Igor Levit deshalb etwas begonnen, was sich mittlerweile zu einer Art musikalischem Lagerfeuer des Landes entwickelt hat: Jeden Abend um 19 Uhr streamt er auf Twitter und Instagram live sein Hauskonzert.

    An einem dieser Tage hat sich Igor Levit per Videostream mit Jochen Wegner und Christoph, den beiden Gastgebern von Alles gesagt?, dem unendlichen Podcast der ZEIT, verabredet, um über alles zu reden, was ihn und die Welt derzeit bewegt. Das Gespräch dauerte fünf Stunden und 27 Minuten – auch als Igor Levit sein abendliches Hauskonzert gab, lief die Aufnahme des Podcasts weiter. Erst danach sagte der Pianist sein Schlusswort und beendete diese Folge. Denn das darf bei Alles gesagt? nur der Gast.

    Hier der Inhalt der Folge in Minutenangaben:

    0:03:03 Die erste Folge von Alles gesagt? per Videoschaltung
    0:04:00 "Ich habe auch schon vorher gekocht"
    0:05:00 "Mein liebstes Gym auf der ganzen Welt"
    0:07:24 "Ich weiß kein Schlusswort"
    0:08:10 Der Podcast wird live gehackt
    0:18:00 "Zugaben sind meine absolute Freiheit"
    0:26:00 Musik in Zeiten von Corona
    0:32:00 "Wir alle haben keine Fluchtorte mehr"
    0:47:00 "Ich habe heute nicht die Sicherheit"
    1:07 "Es ist leichter, auf einem Grünenparteitag zu reden als auf einer Konzertbühne"
    1:27 "Die Sprachdynamik in dieser Republik muss sich ändern"
    1:42 Wie er sich als Student eine Komposition bestellt hat
    2:08 Die Rolle seiner Eltern
    2:18 Wann hat er gemerkt, dass er vom Klavierspielen leben kann?
    2:25 Der AB-Test
    2:33 "Zwischen Beethoven und Bach kann ich mich nicht entscheiden"
    2:35 Und dann spielt der Pianist live im Podcast
    3:05 "Ich störe mich an der Sprache – wie wir über Musik reden"
    3:12 Der Erfolg von Igor Levit auf Spotify – neu für Igor Levit
    3:15 Über seine Freundschaft mit Marina Abramović
    3:31 Über seine Hauskonzerte
    3:53 Über sein Twittern
    4:08 "Wir sind die 88 Prozent – ich lasse mir nicht von den anderen meine Sprache diktieren"
    4:24 "Rassismus ist keine Meinung, Rassismus ist eine Einstellung"
    4:48 Wenn die Chemie unter Musikern nicht stimmt
    4:50 Unser Gast bereitet sich auf sein abendliches Hauskonzert vor
    4:52 Seine Liebe zu Inspektor Clouseau
    4:54 Das erste Hauskonzert bei Alles gesagt?
    5:23 Das Gespräch nach dem Konzert
    5:24 Der Künstler und seine Socken
    5:25 "Ich überspiele gerne meine Müdigkeit"

    Etwa alle vier Wochen veröffentlichen wir ein neues Gespräch. Wen sollen wir noch unendlich lange befragen? Schreiben Sie uns an allesgesagt@zeit.de.

    Produktion: Maria Lorenz/Pool Artists
    Fotografie: Maria Lorenz
    Recherche: Hannah Schraven, Vincent Mank
    Redaktion: Mounia Meiborg