Folgen
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Femke Bohling ist Geschäftsführerin und Mitgründerin von THREE.E, einer bootstrapped E-Commerce-Agentur aus Hamburg. Vor der Gründung war sie fast zehn Jahre bei ABOUT YOU, zuletzt als Director Brand & Advertising – davor bei Rocket Internet und Inno Games im Performance Marketing.
2024 gründete sie THREE.E gemeinsam mit ihrem Kernführungsteam aus dem ABOUT-YOU-Umfeld. Der Name steht für Expertise, Execution und Enablement. Statt hübscher Strategieslides berät die Agentur E-Commerce-Unternehmen wie Kapten & Son, RYZON oder Tom Tailor bis in den operativen Maschinenraum – und hat ihr komplettes internes Operating System auf KI umgestellt.
Im Gespräch erklärt Femke, warum 95 Prozent im E-Commerce Execution sind, wie KI ihre Audits um 30 Prozent günstiger macht und weshalb es trotzdem Erfahrung und Urteilsvermögen braucht. Dazu: Loyalty, GEO-Hype, bewusst begrenztes Wachstum und die Frage, wie Gründen mit zwei Kindern funktioniert. -
Michael Wirth ist seit über 40 Jahren in der Aufzugsbranche, hat auf zwei Kontinenten in elf Ländern Aufzüge gebaut und berät heute mit dem Deutschen Aufzugsdienst unabhängig Betreiber, Hausverwaltungen und Fachplaner. Sein Schwiegersohn Stephan Wirth entwickelt seit 30 Jahren Software, ist seit neun Jahren selbstständig und lebt im spanischen Galicien.
Gemeinsam haben die beiden EAS360 gebaut – eine Software, die Wartung, Prüffristen, Angebote und Kosten von Aufzügen an einem Ort bündelt. Herzstück ist ein Marktpreisvergleich, der überteuerte Angebote sofort entlarvt. Über 320 Aufzüge werden verwaltet, ein Kunde sparte im ersten Jahr rund 40 Prozent seiner laufenden Kosten. Angefangen hat alles mit einer verknüpften Excel-Tabelle, die drei Tage vor einem Familienbesuch abstürzte.
Im Gespräch geht es um die Reibung zwischen Praktiker und Entwickler, die zähe Vermarktung in einer extrem konservativen Branche und die neue App EAS-Y 360, mit der Hausmeister Störungen melden und Inaugenscheinnahmen per Smartphone dokumentieren. -
Fehlende Folgen?
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Alex Pohl ist hauptberuflicher Schriftsteller aus Leipzig – und gleichzeitig ein halbes Dutzend Autoren. Unter Pseudonymen wie Oliver Moros, L.C. Frey, Rita Hansen und Ina Straubing hat der gebürtige Chemnitzer über drei Millionen Bücher verkauft. Davor arbeitete er als Ingenieur, Tontechniker und Musiker.
Sein größtes Projekt ist die Berliner Thriller-Reihe „Edel und Stein" (als Oliver Moros) mit aktuell 21 Bänden – komplett im Self-Publishing. Über Amazon, Kindle Unlimited, Amazon Ads und einen Newsletter mit etwa 30.000 Abonnenten hat er daraus ein profitables Ein-Personen-Verlagsgeschäft gebaut, in dem jedes Buch und Pseudonym ein eigenes Asset ist.
Im Gespräch erklärt Alex, warum er ohne Plot und ohne KI schreibt, wie Pseudonyme als Risikostreuung wirken und weshalb er auf maximale Unabhängigkeit statt maximalen Gewinn optimiert. Außerdem: der Einstieg in den stationären Buchhandel, eine neue Ermittler-Reihe und sein neues Fiction-Podcast-Format. -
Dr. Marvin Behrendt ist als Feedbackdoktor Coach, Trainer, Speaker und Autor. Das promovierte Arbeiterkind kam über eine Agenturtätigkeit, Schalke 04, den Aufbau eines Inkubators und eine Stelle als Top-Führungskraft bei thyssenkrupp in die Selbstständigkeit. Seit zwei Jahren begleitet er als Solopreneur Menschen und Organisationen rund um Führung, Veränderung und sein Herzensthema Feedback – als Marke aufgebaut über LinkedIn mit rund 25.000 Followern.
Sein erstes Buch „Feedback sicher geben und nehmen" ist vor gut zwei Monaten erschienen, bewusst im Self-Publishing über Amazon. Einen Verlagsvertrag ließ Marvin wegen zweier „Pferdefüße" platzen und zog das Buch lieber als Bootstrapping-Projekt selbst durch – bis auf Platz zwei der Amazon-Nische Personalentwicklung. Die KI war dabei Fluch und Segen zugleich.
Im Gespräch geht es um Geschäftsmodell, Unternehmenspakete, Akquise über Netzwerk und LinkedIn, KDP-Tricks und die Frage, wie viel ein Buch als Lead Magnet bringt. Und um den nächsten Schritt: eine KI-App als „Personalabteilung für Unternehmen ohne Personalabteilung". -
Jonas Scholz ist Co-Founder von Sliplane, einer deutschen Container-Hosting-Plattform (genauer: einem Platform-as-a-Service). Man verbindet sein GitHub-Repository, Sliplane baut die App und deployt sie auf eigener Infrastruktur – inklusive Reverse-Proxy, Domains, SSL und Backups. Der Claim: European Container Cloud. Gegründet 2024 von Jonas und Co-Founder Lukas, betreuen sie heute zu zweit (plus Werkstudentin) rund 1.100 zahlende Kunden in fünf Regionen.
Angefangen hat alles als Nebenprojekt neben dem Freelancing. Der erste echte Wachstumssprung kam über den n8n-Hype, als plötzlich hunderte User per Klick eine Instanz starten konnten. Dank niedriger Fixkosten war Sliplane früh profitabel – der Weg zu den ersten zahlenden Kunden aber zäh und linear.
Wir sprechen über Marketing via dev.to (über 160 Artikel, 50.000 Follower), Souveränität, die Hetzner-Preiserhöhung, den selbstgebauten Tech-Stack auf Cloud Hypervisor – und die harte Realität von 24/7-On-Call zu zweit. -
Henrik Roth ist Co-Founder und CMO von HappySupport, einem selbstaktualisierenden Hilfe-Center für SaaS-Unternehmen. Das Tool verbindet sich über GitHub mit der Codebase, erkennt nach jedem Commit, welche Doku veraltet ist, und schlägt Updates vor – dazu kommt ein Recorder, der aus einem kurzen Klickdurchlauf fertige Schritt-für-Schritt-Artikel und In-App-Touren baut.Gegründet hat Henrik HappySupport 2025 mit Niklas Gysinn (CEO & CTO), seit März ist er voll dabei. Finanziert wird das Ganze über eine equity-freie Pre-Seed-Runde aus dem BW-Pre-Seed-Programm, mit Fabian Silberer (sevDesk) und Benedikt Brand (Flip) als Business Angels. Die Preise reichen vom Free-Tier bis 899 Euro im Monat; aktuell gibt es erste zahlende Kunden und fünf Pilotkunden, aber noch keinen Product Market Fit.Wir sprechen über seine dritte Gründung nach BeWooden und neuroflash, wie er als unbekannte Marke über LLM-Sichtbarkeit den ersten Demo-Call über Claude bekam, warum ihm eine niedrige Churn-Rate wichtiger ist als schnelles Wachstum – und welches Ziel er sich für Ende 2026 gesetzt hat.
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Katia Lübbert ist Co-Founderin und CMO von Memovida, einem modernen Bestattungsunternehmen aus Berlin-Prenzlauer Berg. Nach über 20 Jahren Brand Marketing für US-Konzerne wie PayPal und Coca-Cola ist sie Ende 2024 zu Manuel Kaiser gestoßen, der Memovida Anfang 2024 gegründet hatte. Obwohl sie beide keinen Bestatter-Hintergrund haben, betreut Memovida heute rund 100 Familien im Monat an mittlerweile schon 6 Standorten.
Memovida bietet Bestattungen bundesweit zum Festpreis an, transparent und online buchbar – eine Feuerbestattung kostet in Berlin 2.550 Euro inkl. aller Behördengänge. Heute sind sie elf Leute mit sechs Standorten, machen knapp 100 Fälle pro Monat und sind seit September 2025 profitabel - noch mit Ausreißern nach unten, weil Sterbewellen schwer planbar sind.
Wir sprechen über den Quereinstieg aus dem Konzern, das Standortmodell vom Co-Working-Space zum Ladenlokal, SEO + SEA als 99-Prozent-Akquisekanal und warum Standesämter teilweise immer noch ein Fax wollen. -
Katia Lübbert ist Co-Founderin und CMO von Memovida, einem modernen Bestattungsunternehmen aus Berlin-Prenzlauer Berg. Nach über 20 Jahren Brand Marketing für US-Konzerne wie PayPal und Coca-Cola ist sie Ende 2024 zu Manuel Kaiser gestoßen, der Memovida Anfang 2024 ohne Bestatter-Background gegründet hatte.
Memovida bietet Bestattungen bundesweit zum Festpreis an, transparent und online buchbar – eine Feuerbestattung kostet in Berlin 2.150 Euro inkl. aller Behördengänge. Heute sind sie elf Leute mit sechs Standorten, machen knapp 100 Fälle pro Monat und sind seit September 2025 profitabel, mit Ausreißern nach unten, weil Sterbewellen schwer planbar sind.
Wir sprechen über den Quereinstieg aus dem Konzern, das Standortmodell vom Co-Working-Space zum Ladenlokal, SEO als 99-Prozent-Akquisekanal und warum Standesämter teilweise immer noch ein Fax wollen. -
Christian und Stefan Kirsch sind Brüder – und seit Mai 2025 gemeinsame Gründer der amaiko GmbH, 50/50, beschlossen auf der OMR. Christian führt parallel weiter die Passion4IT aus Viechtach, Stefan kommt aus der Berliner Startup-Szene und hat den harten Cut gemacht.
amaiko ist ein KI-Buddy für den Wissensarbeiter im Mittelstand, tief integriert in Microsoft 365 und Teams – ein fortlaufender Chat, der Kontext behält, Mails sortiert, Aufgaben anlegt und die Tonalität aus den letzten 100 E-Mails übernimmt. 30 Euro pro Seat im Monat, Token inklusive. 200 Anwender heute, 3.000 Seats bis Jahresende sind das Ziel.
Wir sprechen über die Architektur als Agentennetzwerk, das Bruder-Co-Founding, warum sie weder Investoren noch Silicon Valley wollen, wie drei Senior-Entwickler mit Claude Code den Output von früher 20 bis 30 Leuten erreichen – und wie 140 Leads bei der OMR zustande kamen. -
Marc Nilius betreibt mit WP-Wartung24 (Webwisser GmbH) aus Wissen im Westerwald einen der größten unabhängigen Anbieter für WordPress-Wartung im deutschsprachigen Raum. Mit zehn Leuten betreut sein Team rund 800 Websites in der regelmäßigen Wartung – plus 400 weitere, die unregelmäßig bei ihm landen. Was 2015 als Reaktion auf einen üblen Phishing-Hack der eigenen Website begann, wurde durch Mundpropaganda zum tragenden Geschäftsmodell: Updates, Backups, Security-Monitoring, Reparatur gehackter Seiten, alles aus einer Hand.
Im Gespräch erzählt Marc, wie er 2018 mit 50.000 Euro Jahresumsatz seinen Vollzeit-Switch wagte, wieso er die GmbH wegen eines geplatzten Hosting-Deals gründen musste und warum Wartung heute viel mehr bedeutet als nur Update-Buttons klicken. Wir sprechen über sein eigenentwickeltes Monitoring-Plugin auf 800 Sites, den großen Plugin-Skandal vom April 2026 (30+ infizierte Erweiterungen), WordPress 7 mit den neuen KI-Konnektoren – und ein neues Produkt, das Marc hier zum ersten Mal öffentlich andeutet.
Außerdem geht es um einen Erschöpfungsmoment 2019 vor der ersten Einstellung, White-Label-Geschäft mit Hostern und Agenturen, Preise ab 35 Euro pro Monat und Marcs Blick auf die Zukunft von WordPress in einer Welt aus statischen Seiten und KI-Builders. -
Julia Derndinger sitzt in Berlin und arbeitet seit zehn Jahren als Sparringspartnerin für Unternehmer:innen – nach über 20 Jahren als selbst gegründete Mehrfachunternehmerin. Im 1:1-Retainer für 5.000 Euro im Monat begleitet sie bis zu fünf Later-Stage-Gründer:innen mit Umsätzen zwischen 5 und 70 Millionen Euro – same day verfügbar, ohne Vertrag, monatlich kündbar. Ihre Kunden bleiben im Schnitt drei Jahre und länger.
Parallel läuft TeamJulia – ihr Gründerprogramm für 1.000 Euro im Monat, in dem sie mit Programmleiterin Johanna Küster und externen Expert:innen bis zu 20 Unternehmer:innen pro Jahrgang zwölf Monate remote begleitet. 80 Prozent gebootstrappt, 50 Prozent Frauen, ein Strategietag pro Jahr vor Ort in Berlin.
Im Gespräch geht es um Visionäre als Co-Founder, das Spielfeld-Bild für die CEO-Rolle, warum Reflexionsvermögen Unternehmerskill Nummer eins ist und warum die meisten Startups nicht an falschen, sondern an fehlenden Entscheidungen scheitern. -
Carl Hartmann und Tim Raderschad sitzen in Köln und haben am 1. April Mandelbaum als GmbH ausgegründet – eine semantische Suche für Online-Shops, mit der Kundinnen und Kunden in natürlicher Sprache wie mit ChatGPT nach Produkten suchen können. Entstanden ist das Produkt aus der E-Commerce-Agentur Dynabase heraus, deren Gründer heute als Angel-Investoren beteiligt sind. Die Mehrheit liegt bei Carl und Tim.
Technisch läuft alles selbst gehostet in Deutschland auf Kubernetes, mit einem eigenen, auf E-Commerce feingetunten Open-Source-Modell und Qdrant als Vector-Datenbank. Der Wechsel weg von OpenAI brachte bessere, schnellere und günstigere Ergebnisse. Integriert wird per Crawler, Shopify-App oder Produkt-Feed – Zero-Configuration zum Start. Beim Pricing geht Mandelbaum bewusst gegen den Markt: bezahlt wird nur bei Conversion, in festen Tiers ohne Surprise-Bills.
Die ersten Kunden kamen über das Agenturnetzwerk, dann über Messen und eine zufällige Akquise im Run Club bei Ryzon. Flagship-Kunde Foto Leistenschneider bezeichnet die Suche als Wettbewerbsvorteil, den er keinem Konkurrenten weiterempfehlen würde. Im Gespräch geht es außerdem um Customer vs. Complainer aus The Mom Test und den Anspruch, in Europa eine ernstzunehmende KI-Alternative aufzubauen. -
Florian Feilmeier sitzt in Oberösterreich und betreibt mit TRADElube eine Integrationsplattform und PIM-System für E-Commerce – parallel zu einem 12-Stunden-Job als Senior Softwareentwickler. Seine Plattform verbindet drei Warenwirtschaftssysteme mit Shopware, WooCommerce und Shopify. Die größte Nischenstärke: der Fahrradhandel. Aus Zufall reingerutscht, als ein Warenwirtschaftshersteller 2020 mit seiner extern entwickelten Schnittstelle nicht zufrieden war.
Heute bedient Florian rund 60 Kunden mit 4.700 Euro MRR – und hatte die letzten fünf Jahre praktisch kein Marketing-Budget. Die Warenwirtschaftshersteller empfehlen TRADElube direkt weiter, ohne Provisionsvertrag, ohne formale Kooperation. Sein USP: ein durchgehendes Tracing-System, das jeden Datentransfer nachvollziehbar macht – entscheidend, weil Schnittstellenhersteller immer als erste verdächtigt werden, wenn etwas nicht passt.
Der nächste Schritt: neue Branchen über Kaltakquise per Brief. 20 Werkzeughändler pro Woche, handverlesen. Langfristig will Florian entweder einen Mitgründer finden oder den Umsatz so steigern, dass sich eine Festanstellung rechnet. -
Jannik Lindner aus Österreich hat sich vom Affiliate-Marketer zum KI-Produktgründer entwickelt – mit einer ehrlichen Geschichte dazwischen. Gemeinsam mit seinen Mitgründern Flo und Alex baute er unter der Global Commerce Media GmbH ein Affiliate-Imperium mit sechsstelligen Monatsumsätzen auf. Als der Bereich zu kippen begann, lehnten sie ein Kaufangebot ab und steckten ihr Cashpolster in eine Meeting-Software – die am Ende keine einzige Lizenz verkaufte.
rawshot.ai generiert KI-Produktfotos für Fashion-Brands und Online-Shops – konsistente Models, kein Prompten, skalierbar. Ende Januar gestartet, nach weniger als zwei Monaten rund 100 zahlende Kunden bei über 3.000 registrierten Nutzern. Wachstum läuft ausschließlich über SEO und ChatGPT-Sichtbarkeit, kein Paid Marketing. Preise ab 9 Dollar im Monat.
careertrainer.ai bietet audiobasierte KI-Rollenspiele für Führungskräfte und Vertrieb. Die Plattform wächst heute vor allem über White-Label-Partner aus der Organisationsentwicklung. Janniks Fazit: Solopreneur wollte er werden – und merkte schnell, dass es ihm nicht liegt. -
Dario Digregorio aus Rosenheim entwickelt Flutter-Apps in seiner Freizeit – neben einem 80%-Job als Softwareentwickler bei Next Level Coffee, wo er an der nächsten Generation von Kaffeemaschinen arbeitet.
Seine erste App ist YAWA – Yet Another Weather App. Was sie von anderen Wetter-Apps unterscheidet: keine Features-Liste, keine Datenpräzisionsversprechen – sondern aufwändige Animationen, die Wetterbedingungen sichtbar machen. Wer sieht, dass es stärker regnet, sieht das auch in der Animation.
Seine zweite App Apol (Kurzform für "apolar") ist eine Debattier-App, bei der KI-Personas unterschiedliche Positionen vertreten. Was Dario selbst überrascht hat: Die App wächst organisch, vor allem in Ländern mit aktiver Debattierkultur – China, Russland, Nigeria, Philippinen. 1.000 monatliche Nutzer, ohne bezahltes Marketing. -
Silvano D'Agostino hat Organisationspsychologie studiert – und baut heute KI in den deutschen Mittelstand ein. Als Co-Founder von Kambria begleitet er mittelständische Unternehmen auf dem Weg zur KI-befähigten Organisation. Sein Ausgangspunkt: Transformation ist kein Technologieproblem, sondern ein Menschenproblem.
In dieser Folge reden wir über 150.000 Euro Co-Pilot-Lizenzen, die nach drei Monaten keiner nutzt, über Schattennutzung von KI-Tools in fast jeder Organisation, und über einen Ansatz, der nicht mit Rollouts beginnt, sondern mit Pionieren. Silvano erklärt, wie Kambria in sechs aktiven Monaten 30 Projekte gewonnen hat – bootstrapped und inzwischen profitabel.
Außerdem: Was hinter dem Namen Kambria steckt, warum die eigene Open-Source-Plattform ohne Nutzerlizenzgebühren auskommt, und warum ein Viertel der KI-Projekte am Ende gar keine KI braucht. -
Stephan Lerner entwickelt nebenher die Haushaltsbuch-App monee – manuell, ohne Bankkonto-Sync, bewusst schlank. Was 2022 als persönliches Werkzeug begann, hat heute über 16.000 täglich aktive Nutzer und 250.000 iOS-Downloads.
Der Wendepunkt: Als er die App 2023 auf kostenlos umstellte, explodierte das Wachstum von 40 auf 2.700 täglich aktive Nutzer – ganz ohne bezahltes Marketing. Reddit funktioniert seither als organischer Kanal, solange die App kostenlos bleibt.
Heute steckt Stephan im klassischen Dilemma: Das kostenlose Modell ist sein Wachstumsmotor, erschwert aber die Monetarisierung. Ein Gespräch mit Fynn Kliemann brachte in vielen Punkten Klarheit. Jetzt setzt er vorerst auf Spenden. – und erzählt, wie er das alles mit zwei Kleinkindern und einem 4-Tage-Job stemmt. -
Benjamin Hohlmann hat aus einem Freiwilligendienst in Bolivien und einer NGO-Karriere heraus ein außergewöhnliches Kaffeebusiness aufgebaut: Die Kaffeemacher vereinen heute Cafés, Rösterei, Kaffeeschule und Online-Shop mit rund 50 Mitarbeitenden und knapp 10 Millionen Umsatz.
Das Rückgrat: ein YouTube-Kanal mit 131.000 Abonnenten, 35 Millionen Aufrufen und acht Minuten Watchtime. Die deutsche Tochter macht allein 4 Millionen € Umsatz, entstanden aus zu viel Nachfrage aus dem deutschen Markt, welche aus der Schweiz logistisch schwierig zu bedienen war.
Ben erklärt, warum alle Testmaschinen selbst gekauft werden, wie ein Corona-Home Barista Online Kurs in wenigen Wochen 50.000 Franken einspielte – und was es bedeutet, eine Kaffeeplantage durch staatliche Enteignung zu verlieren. Dazu: Purpose Business ohne Investoren, Employee Ownership und die Frage, wie man als Gründer rechtzeitig loslässt. -
Vanessa Westphal ist Mitgründerin von Choosy – dem meistgenutzten Essensplaner im DACH-Raum. Die App plant die Woche intelligent: personalisierte Rezeptvorschläge, Vorratsverwaltung, smarte Einkaufsliste. Choosy denkt wie ein Restaurant – welche Zutaten lassen sich mehrfach verwenden, was passt zum Budget? Das Ergebnis: bis zu 1.000 Euro Ersparnis pro Jahr für Premium-Nutzer.
Das dreiköpfige Team – remote, zusammengefunden über Y Combinator – startete mit einer halben Million Euro Fremdkapital und VC-Wachstumspfad. Zwei Jahre später lagen sie fast bei null. Ein Tipp von Holger Seim, Gründer und CEO von Blinkist, brachte die Wende: bootstrappen, Premiummodell einführen, Fokus auf das Produkt. Letzten Monat: 250.000 Euro Umsatz.
Warum Free-Nutzer den meisten Supportaufwand verursachen, wie Choosy im Play Store Chefkoch überholt hat – und was mit 6,99 Euro Monatsabo und 139-Euro-Lifetime-Deal Richtung USA geplant ist. -
In Folge 162 spreche ich mit Daniel Schreiber, Softwareentwickler aus Offenbach und Indie-Hacker mit zwei aktiven SaaS-Produkten. Sein Cloud Backup for Podio läuft seit über zehn Jahren stabil bei rund 2.500 Euro MRR – entstanden aus eigenem Bedarf bei seinem früheren Startup Wechselfuchs. Mit 40 zahlenden Kunden und minimalem Aufwand ein zuverlässiger Nebenverdienst.
Sein neuestes Projekt doloc.io ist ein KI-basiertes Übersetzungstool für App-Entwickler, das Sprachdateien kontextbasiert über eine API übersetzt und sich direkt in den Build-Prozess integrieren lässt. Anders als klassische Translation-Plattformen setzt doloc auf Geschwindigkeit statt Komplexität – doch die größte Herausforderung bleibt die Distribution.
Daniel teilt auch offen seine Fails: Vali Pod fand keinen einzigen zahlenden Kunden, Wechselfuchs wurde an Wechselpilot verkauft. Ein ehrliches Gespräch über Nischenprodukte, das Distribution-Problem und seine „Alles kann, nichts muss"-Philosophie als Indie-Hacker. - Mehr anzeigen